Ur. 242. Hbcnncments-Bedingungen! Abonnements. Preis bränumerando Biertelinhri.».30 Ml, monall. 1.30 Mb. wöchentlich 80 Psg. frei ins Haus. Einzcine Nummer ö Pig. Sonntags. nummei mit illuliricricr Soimtags. Beilage.Die Neue Well' 10 Pfg. Post- vbonncmcM! 1.30 Marl pro Monat. eingetragen in die Posi.Zcitungs. Preislilie. Unter Kreuzband iür Deutlchiand und Ocslerreich. Ungarn 2,60 Marl, für das übrige Ausland t Marl pro Monat. Postabonnemenis nehnien an Belgien. Dänemark, Holland. Italien, Luxemburg. Poriugal, Rumänien. Schweden und die Schweiz. eklchcilll Idgllch. t Devlinev Volksblerkk. 33. Jahrgang. vie snIertionz'Ledahr bclrägi für die sechsgespaltene Kolonel» teile oder deren Ziaum 00 Pfg.. für politifchc und gewerlschaliliche Lerclns- und Versaniinlungs-Zlnzcigcn 30 Big. „Nleine lZnoelgen", das fetigcdruckre Wort 20 Psg.(zulüsstg 2 setlgcdruiüe Wortes, jedes weitere Wort 10 Psg. Stellengesuche und Schlafsscllcnan» zeigen das erste Wort 10 Psg., jedes weitere Wort s Big. Worte über lö Buch. Itaden zäblcn für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer Müsjen bis 5 Uhr nachmiitags in der Expedition adgegcden werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geästnei. Zclegramm-Adrcsje! .Zdrülldciiioiitill Kcplll- �sntralorgan der fosialdemokratifcben Parte» Deutschlands. Neöaktion: EW. v8, Lmöenstraße Z. Fernsprecher: Zlmt Moritzplak, Nr.»ö» S0— 151 97. Sonntag, den 3. September 1916. Expedition: EW. 68, Änöenftraße 3. Fernsprecher: Zlmt Mprivplnst. Nr. 13» VO— Uil 37. Marx und Engels über die polnische Zrage. II. Der allgemeine politische Rückschlag, der nach 18t8 in allen europäischen Staaten eintrat, veranlagte Marx und Engels auch ihre Ansichten über die polnische Frage einer Nachprüfung zu unterziehen. Besonders war der impulsivere Engels, wie aus seinem Briefwechsel mit Marx hervorgeht, danials geneigt, die Hoffnungen auf die Polnischen Demokraten wie überhaupt auf eine Regenerationsfähigkcit Polens preis- zugeben. Ein Niederschlag dieser kritischen Stimmung findet sich in seinem Artikel über die polnische Frage, den er 1831 für die„New Jork Tribüne" schrieb, und der im übrigen eine Zusammenfassung der Kritik darstellt, die die Artikel der „Neuen Rheinischen Zeitung" an den deutschen Bourgeois- Parteien" und an der Regierung übte. Auch später be- schäftigten sich Marx und Engels fortgesetzt mit der polnischen Frage. Bei aller Ablehnung der Ten- denzen der polnischen Flüchtlinge, sich der französischen und englischen Diplomatie für ihre Zwecke zu bedienen, blieb Marx seiner Ansicht von der Notwendigkeit eines freien Polens treu, und in seiner Kampfschrift„Herr Bogt" unterwarf er noch 1860 die russophilcn Ansichten Karl Vogts einer vernichtenden Kritik. Der Polnische Aufstand von 1863 belebte aufs neue die revolutionären Hoffnungen von Marx und Engels. Allein die schnelle Niederwerfung des Ausstandes durch die russischen Truppen und die Haltung, die Bismarck bei dieser Gelegen- heit einnahm, machten diese Hoffnungen bald zunichte. In einem Aufruf des Deutschen Arbciter-Bildungsvercins in London, der Marxens Verfasserschaft erkennen läßt, wird gegen den Verrat der Polen protestiert und der deutschen Arbeiterklasse zugerufen, daß sie die W i c d e r h c r st e l l u n g Polens mit Flammcnzcichen auf ihre Fahne schreiben müsse,„nachdem der bürgerliche Liberalismus" diese glorreiche Parole von seiner Fahne weggestrichen hat". Noch schärfer äußert sich die von Marx verfaßte Jnauguraladresse der 1864 gegründeten Internationalen Arbeiter- Assoziation, die Protest erhebt gegen„den schamlosen Beifall, die Scheinsympathie oder idiotische Gleichgültigkeit, womit die höheren Klassen Europas dem Meuchelmord des heroischen Polens durch Rußland zusahen." Positive Forde- rungen stellte jedoch die Adresse in der Polenfrage nicht auf. In den zwei Jahren, die dem ersten Kongreß der I. A. A. vorausgingen, tat Marx alles, was in seinen Kräften lag, um die I. A. A. zu bestimmen, die Wiederherstellung Polens in ihr Programm aufzunehmen. Er stieß jedoch insbesondere unter den französischen und belgischen Arbeitern auf eine wachsende Gleichgültigkeit zur polnischen Frage, die zurückzuführen ist auf den Einfluß, den Proudhon und sein Jünger Hector Denis auf die Arbeiterschaft Frankreichs und Belgiens aus- übten. Als der erste Kongreß der I. A. A. 1866 in Genf zusammen- trat, unterbreitete der Generalrat dem Kongreß eine von Marx verfaßte Denkschrift, in der u. a. auch die Bedeutung der Polenfrage auseinandergesetzt wird. ch„Warum, so beißt es da. nahmen die Arbeiter Europas diese Frage auf? Erstens weil die Bürgerklaffe, Schreiber und Agitatoren, konspirieren, sie zu unterdrücken... Woher dieser Widerwille? Weil beide, Aristokralie und Bourgeoisie, die finstere asiali'che Macht im Hintergründe als eine letzie Zuflucht gegen das Vorichreilen der Arbeiterklasse beirackien. Diese Macht kann nur wirklich unschädlich gemacht werden durch die Wiederher- st ellung Polens aus demokratischer Grundlage. b) In dem gegenwärtigen veränderten Zustand von Mittel- europa und speziell Demichland ist es mehr als je nötig, ein demokratisches Polen zu haben; von seiner Existenz wird es ab- hängen, ob Deutschland ein Vorposten der Heiligen Allianz oder ein Verbündeter des republikanischen Frankreichs ist. Die Arbeiter- bewegung wird beständig unterbrochen, aufgehalten und verzögert, bis diese große europäische Frage abgetan ist. o) Es ist speziell die Pflicht der deutschen Arbeiterklasie, die Iniliaiive zu ergreifen, weil Deutschland ein Mitschuldiger an der Teilung Polens ist." Diese Punkte, die Wohl am deutlichsten den damaligen Standpunkt Marxens in der polnischen Frage wiedergeben, fanden indessen nicht die Zustimmung des Genfer Kongresses, der nur die Erwartung aussprach,„daß durch die Ausbreitung der I. A. A. die Herstellung eines sozialdemokratischen Polens sich von selbst vollziehen werde." Noch einmal trat Marx einige Monate nach dem Kongreß in einer vom Generalrat der I. A. A. veranstalteten Versammlung am 22. Januar 1867 für seine Parole ein:„Ohne Polens Unabhängigkeit kann keine Freiheit in Europa etabliert werden!" Das war die letzte Kundgebung zugunsten Polens, die von dem Generalrat der ersten Internationale in London unter dem Einfluß und unter Teilnahme von Marx stattfand. Der Anteil der polnischen Revolutionäre an der Pariser Kommune belebte, wie früher die Beteiligung der Polen an allen europäischen Freiheitskämpfen, die Sympathien der Arbeiterklasse, namentlich in Deutschland und Frankreich, für das unterdrückte Polen. In den mehrfachen Aeußerungen Engels zu dieser Frage wird aber schon, bei aller Betonung der früheren Gesichtspunkte, auch den Tatsachen Rechnung gc- wagen, daß eine scharfe Klasscnscheidung in den Reihen der Polen und eine wirtschaftliche Annäherung zwischen Polen und Rußland eine wesentliche Verschiebung des Standpunktes zur polnischen Frage herbeigeführt haben. Noch wichtiger erschien es Marx und Engels, daß neben der russischen revolutionären Partei, die in den siebziger und achtziger Jahren ihren Kampf gegen den Zarismus aufnahm, auch das polnische Proletariat auf dem Kampfplatz erschien. In diesem Sinne äußerten sich Marx und Engels im November 1880 in ihrer gemeinsamen Er- klärung über die Polenfrage an die Redaktion der polnischen sozialistischen Zeitschrift„Rownosc"(Gleichheit) in Genf. Ein- gehender behandelte Engels diese Frage in seinen Artikeln vom Jahre 1875 und 1890, die im„Internationalen aus dem Volksstaat" und in der„Neuen Zeit"(Jahrgang Vlll) abgedruckt sind. Ueber den ersten dieser Artikel schreibt R j a s a n o f f zusammenfassend: „Ter Unterschied im Vergleich mit den Artikeln von 1866 sowie mit der Begründung der Marxschcn Denkschrift springt in die Augen. Die polnische Frage ist jetzt auch eine russische geworden und nicht mehr bloß eine deutsche. Der Bann, das Jndictment, den Engels und Marx 1866 auf das russische Volk gelegt haben, erscheint nun aufgehoben. Die Argumentation von Engels ist denn auch nicht nur Gemeingut aller russischen Revolutionäre der 70er Jahre ge- worden, sondern ist auch bis in die jüngste Zeit das Glaubensbekenntnis der russischen sozialdemokratischen Arbeiterbewegung ge- blieben. Nicht über die Wiederherstellung eines demokratischen und unabhängigen Polens walten noch Differenzen, sondern nur über die h i st o r i s ch e n Möglichkeiten und Bedingungen dieser Wiederherstellung." �.L.� die Begründung der bulgarischen Kriegserklärung. Sofia, 1. September.(W. T. B.) Meldung der Bulgarischen Telegraphen-Agenwr. Ministerpräsident und Minister des Aeußern Radoslawow hat an den rumänischen Gesandten folgende N o t e'gerichtet: Herr Gesandter! Ich habe die Ehre ge- habt,'in den letzten Monaten der Königlich Rumänischen Gesandt- schaft, sei es durch Verbalnoten, sei es durch an Euere Exzellenz oder in Ihrer Abwesenheit an den Geschäftsträger gerichtete Schreiben, die allzu zahlreichen Zwischenfälle zu melden, welche unsere mit der Ueberwachung der rumänisch-bulgarischen Grenze beauftragten Truppen ununterbrochen in Atem gehalten haben. Diese sich mehr und mehr häufenden Zwischenfälle, die trotz der mehr als korrekten Haltung der bulgarischen Behörden und trotz der von der rumänischen Gesandtschaft verschwenderisch abgegebe- neu Versicherungen und Freundschaftsbeteuerungen immer von feiten Rumäniens hervorgerufen wurden, haben.schließlich dazu geführt, Absichten ins rechte Licht zu setzen, welche die bulgarische Regierung ihrem Nachbar zuzutrauen Bodenken trug, i>a die noch ganz frische Vergangenheit sie nicht ganz und gar die Gefühle leb- hafter Sympathie des bulgarischen Volkes gegenüber Rumänien vergessen machen konnte. Diese Gefühle datieren aus ferner Zeit, und die ganz ftische Vergangenheit, von der ich spreche, ist— Euere Exzellenz weiß es sehr wohl— der Balkankrieg vom Jahre 1312/13, wo Rumänien die blutigen Prüfungen, die das bulgarische Volk durchmachte, für sich ausnützte, um Bulgarien zu einer Zeit, zu der es im Kampf um seine Existenz lag, ein Stück seines Ge- bietes zu rauben, wobei es einen hartnäckigen Haß, der durch nichts gerechtfertigt war, bekundete. Es folgte der Bukarester Friede, der Bulgarien die schwersten Opfer auferlegte. Nichtsdestoweniger ergab sich Bulgarien in sein Schicksal und wollte sogar noch seinem Nachbar freundlich die Hand reichen. Es wurde in seinen Hoffnungen getäuscht. Und seither folgen die Beweise von Feindseligkeit aufeinander ohne Unterlatz. Zunächst die Haltung der rumänischen Presse, welche Bulgarien und seinen Souverän mit Beschimpfungen über- häuft, die Schwierigkeiten ohne Ende betreffend die Durchfuhr von für Bulgarien bestimmten Waren, die Weigerung, Bulgarien trotz der ordnungsmäßigen Verträge die in Rumänien gekauften Waren ftir den dringendsten Bedarf wie Salz, Petroleum usw. zu liefern, die Plackereien, welchen die Bulgaren, die in Rumänien wohnen oder die nur Rumänien passieren, ausgesetzt sind, die am 3. Juli erfolgte Schließung der rumänischen Grenze für Waren und Ret- sende aus und nach Bulgarien, weiter die Proteste, welche die Königlich rumänische Gesandtschaft in Sofia mit äußerster Energie gegen angeblich von bulgarischen Grenzwachen herbeigeführte Zwischenfälle erhebt, die niemals stattgefunden haben, so der Zwischenfall von lliahovo, bezüglich dessen ich die Ehre hatte. Euerer Exzellenz am 15. August zu schreiben, und von Rascano am 21. desselben Monats, dem unaufliörlich aber mehr oder weniger gut- artige Grenzzwischenfälle folgten, wirkliche kriegsmäßige Angriffe, die von rumänischen Abteilungen gegen bulgarische Grenzposten unternommen wurden. So wurde der Posten Nummer 9 östlich Kemanlar in der Nacht vom 25. auf den 26. August angegriffen, ebenso die Posten 16 und 13. Weiter: kurz nachher wirkliche Kriegsoprerationen, welche rumänischen Truppen an der Grenze unternahmen: das Bombarde. ment von Kladovo am 28. AuMst und die Beschießung von Russe lRustschuk) am selben Tage. Am 23. August eröffnet die rumänische Wachtabteilung Nr. I ein lebhaftes Gewehrfeuer gegen die ihr gegenüberliegenden bulgarifchen Posten, bald darauf dehnt sich das Feuer an der Grenzlinie bis zum bulgarischen Posten Nr. 17 aus, ebenso greifen zwischen der Küste des Schwarzen Meeres und der Tschausch-Köj rumänische Grenzwachen heftig bulgarische Posten an und werden zurückgeschlagen. Schließlich— der bulgarische Gesandte in Bukarest Radew wird seit letztem Sonnabend, den 26. August, gehindert, mit seiner Regierung zu verkehren. Es werden ihm seine Päsie zugestellt, ohne daß die Königlich bulgarische Regierung ihm auch nur einen Augenblick Instruktionen gegeben hätte, die sich irgendwie aus einen evenwellen Abbruch der Beziehungen bezogen hätten. Und am 36. August waren Sie es. Euere Exzellenz, der seine Pässe verlangt und den Abbruch der diplomatischen Beziehungen notifiziert, eine sehr natürliche Folge von all dem, was vorher gc- gangen war. Inzwischen, in der Nacht vom 36. auf den 31. August, versuchten die rumänischen Armeen, ohne daß eine ausdrückliche Kriegserklärung erfolgt wäre, eine Brücke über die Donau bei Kladovo zu schlagen und den Fluß an derselben Stelle zu über- setzen/ Euere Exzellenz begreift selbst, welches seither die Lösung ist, gewollt von der rumänischen Regierung und aufgezwungen durch die Gewalt der Tatsachen, da ja die Lage so ist, wie sie eben diese lliegierung geschaffen hat. Bulgarien ist genötigt, die vollendete Tatsache hinzunehmen, und ich habe die Ehre, Herr- Gesandter, Euerer Exzellenz zur Kenntnis zu bringen, daß sich Bulgarien von heute früh an als mit Rumänien im Kriegszustand befindlich be- trachlet. Genehmigen Sie, Herr Gesandter, die Versicherung meiner Hochachtung. _ gez. Radoslawow. Ilottenöemonftration vor �then. Athen, 1. September.(W. T- B.) Reutcrmcldung. Dreißig englische und französische Kriegs- schiffe sind vor dcm Piräus angekommen. London, 2. Sepiember.(W. T. B.) Rcutcrmcldung.„Daily Telegraph" berichtet aus Athen: Die britisch-französische Flotte, die im Piräus eingelaufen ist, ist von sieben T r a n s p o r t s ch i s f e n begleitet. London, 2. September.(W. T. B.)„Times" schreibt, daß die Ankunft der englischen und französischen Kriegsschiffe im Piräus ein Zeichen dafür ist, daß die Entente der vielen Front- Veränderungen in Athen müde sei und die Intrigen ihrer Feinde zunichte machen wolle. Das Auftreten Sarrails gegenüber der griechischen Garnison in Saloniki findet die„Times" durchaus ge- rechtfertigt. Abdankung König Konstantins! Dem„Lokal-Anzeiger" wird aus dem Haag vom 2. September gemeldet: Die Abendausgaben der Haager Blätter bringen mit allem Vorbehalt eine Athener Neuter-Meldung, daß dort die aufsehenerregende, noch unbestätigte Nach- richt umlaufe, König Konstantin habe ab- gedankt und der Kronprinz sei alsRegcnt aufgetreten. Zaimis bleibe Ministerpräsident. Er habe im Einverständnis mit Venizelos die Mobilmachung wieder angeordnet. Das Blatt sügt hinzu: Nach Lage der Dinge entbehrt die vor st eh ende Meldung einer inneren Wahr- s cheinlichkeit nicht. Die griechischen wirren. Amsterdam, 1. September.(W. T. B.) Nach einem hiesigen Blatte berichtet Ward Price aus Saloniki, daß die mazedonische Revolution beendet ist. Sarrail hatte eine Unterredung mit den rohalistischen Offizieren, die ihm mitteilten, daß sie bereit seien, sich den Alliierten zu ergeben, aber nicht ihren griechischen Gegnern. Sarrail erklärte, daß er in der Stadt, in der sein Haupt- quartier sei, keine Kämpfe dulden könne und stellte seine Bedingungen, die von den Offizieren angenommen wurden. Sie bleiben Gefangene auf Ehrenwort bis beschlossen ist, was weiter mit ihnen geschehen soll. Die Alliierten haben Anstalten ge- troffen, um jeden Versuch, Widerstand zu leisten, sofort zu unterdrücken. Das nationale VertcidigungSkomitee beabsichtigt, die Kontrolle über gc- wisse Zweige der Stadtverwaltung zu übernehmen. Oberst Zimbra- kakis erklärte, daß er den Ortsbehörden keine Schwierigkeiten in den Weg legen werde, wenn diese ihn gewähren lassen; das Komitee ist aber entschlossen, Gewalt mit Gewalt zu beantworten. Genf, 2. September.(2B. T. B.)„Petit Pari sie n" er- fährt aus Saloniki, daß sich der Ausschuß für nationale Ver- leidigung aus den Obersten Zymbrakakis und Mazaräkis und einer Anzahl Militär- und Zivilpersonen zusammensetze. Eine pro- visorische nationale lltegierung sei ausgerufen worden. Gendarmerie, Kavallerie und Artillerie seien Anhänger der B--- wegung. Die Truppen seien vorbeimarschiert. Zahlreiche Zrei- willige hätten sich der Bewegung angeschlossen. „I o u r n a l" erfährt aus Salonik i, daß die letzten Eni- schlüsse abends in den einzelnen Kreisen geheim gefaßt worden seien. Am Mittag des folgenden Tages seien in der Stadt Auf- rufe verteilt worden. Einer hätte sich an die Zivilbevölkerung ge- wandt und hervorgehoben, der König habe die Ueberlicferungen der griechischen Rasse vergessen, vertrete die Interessen des Aus- landes und liefere das Land der Väter einem grausamen Eindrmg- ling aus. Die Griechen dürften nicht mehr Behörden gehorchen, die die nationale Ehre verrieten, sie müßten sich an die Seite der Alliierten stellen und den Eindringling verjagen. Ein anderer Aufruf wende sich an das Militär und sage, die Feinde seien unter der Mitschuld desjenigen, der sie einst zum Siege geführt habe, in das Land eingedrungen. Es sei unstatthaft, denjenigen zu gc. horchen, die Ost-Mazedonien preisgegeben hätten. Das Heer gehöre dem Vaterlande, nicht Einzelnen. Alle Soldaten müßten sich an die Seite der Alliierten stellen, um ihre hehre Aufgabe zu erfüllen. Diese Auftufe hätten einen großen Eindruck gemacht und die Be- wegung hervorgerufen. Dänische Neutralitätserklärung. Berlin, 2. September.(W. T. B.) Die königlich dänische Re- gicrung hat hier amtlich zur Kenntnis gebracht, daß Dänemark in dem deutsch-rumänischen Kriege eine absolute N e u t r a l i> tat beobachten wird. wie stehts in hollanö! Dr. Julius Bachem, der bekannte Zentrumsjour- nalist erörtert diese Frage im Scherlschen„Tag". Herr Bachem, der seit 40 Jahren alljährlich längere oder kürzere Zeit sich in Holland aufhält, betont, daß die Stimmung der breiten Schichten des holländischen Volkes eine Deiltwand abgeneigte ist. Das führt er in der Hauptsache auf den Einfluß Englands zurück und führt dann weiter aus: „Aber auch abgesehen von diesen Momenten ist unfreund- liche Gesinnung breiter Volksschichten gegen Deutschland leicht erklärlich. Ich sehe dabei von den alldeutschen Takt» losi gleiten und Herausforderungen ab, mit denen nicht gerade selten auch die Holländer geärgert worden sind. Die Holländer wollen eben von niemand verspeist werden, son- dern bleiben, was sie sind, und haben dazu allen Grund. BöseS Blut hat ferner in Hollaird zu Anfang des Krieges der not- gedrungene Einmarsch der deutschen Truppen in Belgien ge- macht und bei den Holländern Befürchtungen wachgerufen, die allerdings jeder Begründung entbehrten. Weiter kommt hinzu die Abneigung der Niederländer gegen alles, was man unter dem Sammelnamen Militarismus begreift, als dessen die Ver- körperung ihnen das Deutsche Reich erscheint. Kaum in irgend- einem Lande ist die aiitimilitaristische Stimmung so stark wie m Holland. Die straffe und unerbittliche militärische Disziplin, wie sie im deutschen Heere von alters her besteht, ist dem Holländer nahezu unfaßbar, zweifelos aufs äußerste unsympathisch." Alles in allem genommen, meint Herr Bachem, haben wir allen Grund, nach Lage der Dinge mit den Niederlanden zufrieden zu sein und alles zu permeiden, was ihr Ehrgefühl und Selbstbewußtsein verletzen könnte.(z) Die femöttchen Heeresberichte. Der französische Tagesbericht. Vom 1. September nachmittags.(28. T. 85.) An der Sommefront Tätigkeit der französischen Artillerie in den Gegenden von Eströes und Soyccourt. Zwischen Oise und AiSne führten die Franzosen einen Handstreich auf deutsche Schützengräben vor Nonvron aus und brachten Gefangene ein. Im Walde von 'Avrcniont scheiterte ein deutscher Angriff bei Croix St. Jean. Oest- lich de? Priesterwaldes brachte französisches Sperrfeuer einen deutschen Handstreich zum Scheitern. Die Nacht verlief aus der übrigen Front ruhig. Flugwesen. Trotz des Nebels und der Wolken auf dem größten Teile der Front war die französisch« Fliegertätigkeit ziem- lich lebhaft. An der Sommefront wurden vier deutsche Flugzeuge zum Absturz gebracht. Eines, daS aus großer Nähe von Unter- osfizier Dormo aus einem Maschinengewehr beschossen worden war, fiel zerschmettert bei Manoncourt nieder. Dies ist da« achte von Dorm« abgeschossene Flugzeug. Die drei anderen wurden südöstlich von Psronne zum Absturz gebracht. Zwei Flugzeuge sind, wie man gesehen hat, in der gleichen Gegend außer Gefecht gesetzt worden. In der Champagne wurde ein Aviatikflugzeng im Laufe eines Luit- lampfeS ernstlich getroffen. Es fiel in die deutschen Linien nördlich von Sonune Ptz nieder. Ein anderes deutsches Flugzeug, das von llbwehrgcschützen getroffen worden war, mußte nordöstlich der Somme bei Euippes landen. Die beiden Flieger wurden zu Ge- ianapnen gemacht. Ein anderes Aviatikflugzeug landete infolge Defekts in den französischen Linien bei Richebourg an der Oise. Die beiden Insassen wurden zu Gefangenen gemacht. Von der O r i e n t a r m e ist kein Ereignis zu melden. DaS Geschützfeuer geht an verichiedcnen Stellen der Front weiter. Vom 1. September oben d s.(88, T. 83.) Außer ziem« lichi lebhaftem Artilleriekampf au der Sommefront und im Ab- schnitt Flcury(rechtes Maasufcr) kein wichtiges Ereignis im Laufe des Tages. Flugwesen. Drei deutsche Flugzeuge wurden heute nach- mittag von unseren Abwehrgeschützen henintergeschossen. Die beiden ersten fielen auf dem reckten Ufer der Oise nieder, da? dritte bei Douaumont. Gegen 3 Uhr nachmittags warf ein feindlicher Flieger zwei Bomben auf Giromagny! eine Person wurde verwundet und unbedeutender Sachschaden angerichtet. Belgischer Bericht. Gegenseitige ArtillerietStigkeit an mehreren Punkten der belgischen Front, besonders südlich von Dix- müde und bei Voesinghe. Di« englische Meldung. Am tli ch er B e r i ch t des Generats Haig.(W.T.B.) Der Feind unternahm gestern auf einer 300 AardS langen Front zwischen Guinchy und dein Fonreauxwald fünf Gegenangriffe. Beim fünften Angriff drang er an zwei Punkten eines kurzen Frontteils i» einen vorgeschobenen Laufgraben ein. Wir verursachten im Distrikt von Beaurains eine große Explosion. Im vorspringenden Frontteil von Vpcrn ließen wir mit befriedigendem Erfolg GaS- wollen los. Vom I.September abends.(W. T. B.) Einzelheiten über den deutschen Angriff zeigen, daß die feindlichen Verluste in- folge de« gesammelten Feuers der Schützengrabcnmörser und der an- gehäuften Maschinengewehre und Feldgeschütze sehr ernst waren. ES fanden viele Luftkümpse statt, fünf feindliche Flugzeuge wurden zer- siört und sieben beschädigt zum Niedergehen gezwungen. Britische Unternehmuugen zum Bombenabwcrfcn waren erfolgreich. Fünf britische Flugzeuge sind verloren. Der russische Kriegsbericht. V o in 1. September nachmittags.(23. T. 83.) W c st f r o n t: Der DivisionSlommandant General Nititin« wurde durch eine Kugel in den Kopf getötet, während er eine Stel- hing beim Dorfe Labush südlich Baronowitschi überflügelte. Südlich vom See Wygonowskoje am OginSlylanal schoß unsere Artillerie ein feindliches Flugzeug ab, das zwischen unsere Siellung und die de« Feindes fiel, von uns besckossen wurde und verbrannte. In der Gegend Wladimir Wolynsl finden bei Lokatscht und Swiniuchy er- bitterie Kämpfe stait; der Feind macht wütende Gegenangriffe. Auch in der Gegend westlich von Nowo Alelsiniec findet ein Kampf statt. In derselben Gegend überflogen während des Kampfes feindliche Fleugzeuge unsere Liirieu, um Erkundungen aufzunehmen. Unser Flieger Kosglenriirtcrlcutnairt Philippoff griff mit seinem Bcobackter Unter- leutnant Christoskoleo ein feindliche« Flugzeug an. das abstürzte und scharf ausslietz. In der Gegend von Galitscke(?) wird beim Dorf Horozanka ein erbitterter Kampf geliefert. In den Karpathen be« niächtigten sich unsere Truppen in der Gegend des Berges Tomnatie(?) einer ganzen Reihe von Höhen. In der Gegend Dorna Watra rückten wir ein wenig nach Westen vor. Am 31. August nahmen wir in den Gegenden, wo Kämpfe geliefert werden, im ganzen 230 Osfi- ziere und 15 501 Soldaten, darunter 2400 Deutsche, gefangen und erbeuteten sechs Kanonen, 55 Maschinengewehre und sieben Bomben- wcrfer. Kaukasusfront: Westlich von Gümüschkane und Erzinjan ergriffen die Türken die Offensive, wurden aber überall zurückgeschlagen; ebenso wurde die Offensive des FeindeS westlich von OgHnut zum Stillstand gebracht. Im Laufe der Offensive durchstießen vier türkische Regimenter die Front eines unserer turkcstanischcir Regimenter und überschritten auch die Stellung unserer Artillerie. Das tapfere Tnrkestanregiment machte sogleich mit dem Bajonett einen Gegenangriff, warf den Feind nach Westen zurück, besetzte von neuem die verlorene Stellung und gewann seine Artillerie wieder, die sogleich auf die Türken zu schießen begann; der Feind erlitt große Verluste. In der Gegend von OgHnut machten wir Gefangene und erbeutete drei Maschinengewehre. Nördlich vom MW M Mb AUWMz. Amtlich. Großes Hauptquartier, 2. September 1916.(33. T. B.) Westlicher lkriegsschauplatz. Nördlich und südlich der Somme dauert der scharfe Artillcriekampf an. Im Abschnitt Fourcaux-Wald— Longucval fanden Haudgranatenkämpfe statt. Südöstlich vo« Manrepas blieb ein frauzöfischer 3'orstoß erfolglos. Bei EstrseS wurde gestern abend ein noch in FeindeShand befindlicher Graben wiedergewonnen. Rechts der Maas lebte die Feucrtätigkcit zeitweise er- heb lich auf. Oestlichcr Kriegsschauplatz. Front des Gcneralfeld Marschalls Prinz Leopold von Bayern. Die Russen setzten ihre slnstrcuguitgcn südwestlich von Lnck gegen die unter dem Befehl dcö Generals Litzmaun stehende» Truppen fort. Ihre mit vielfacher Ucbcrlcgen- heit geführten und oft wiederholten Angrisse hatten vor- übergehend bei Korytuica Erfolg. Durch unsere Gegen- angriffe ist der Feind in Unordnung zurückgeworfen. Wir haben hier gestern und vorgestern 10 Offiziere 1100 Manu gefangen genommen nnd mehrere Maschinengewehre erbeutet. Nördlich von Zborow gewannen unsere zum Gegenstoß angesetzten Truppen Boden. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Carl. Nordwestlich von Maryampol(am Dujestr) wichen vorgegangene russische Kräfte im Artilleriefener zurück. In den Karpathen sind zahlreiche Teiluntcruehmungeo dcS Gegners gescheitert. Der Erfolg schlesischer Truppen am Kukul wurde erweitert; die Zahl der eingebrachte« Gefangenen erhöht sich auf 2 Offiziere, 373 Mann, eS sind 7 Maschinengewehre, 2 Mineuwerfcr erbeutet. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der erste Generalquartiermeister. Ludcndorff. »• * Zer llmelMe SenerKOMM. Wien, 2. September.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Front gegen Rumänien. Bei O r s o v a haben wir gestern unsere Truppe» nach fünf« tägigcn heftigen Kämpfe» auf das Wrstufcr der Oscrna zurück- gcnommrn. Bei N a g y Szeben(Hermailnstadt) und nördlich von Brasso(Kronstadt) folgt der Gegner nur zögernd. I« Gyorgyo-Gcbirge entwickeln sich neue Kämpfe. HeereSfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Carl. In der Bukowina und in den galizischcn Waldkarpathcn wiesen österreichisch-ungarischc und deutsche Streillräfte zahlreiche russische Vorstöße ab. Sluch nordwestlich von Maryampol scheiterten mehrere Zlngriffe des Feindes. Bei Zborow strllte ein Gegenangriff die Lage wieder her. HeereSfront de» G e» e r a lf e ld m ar s ch a l l» Prinz Leopold von Bayern. Die auS deutschen und k. k. Truppe» bestehende Armee deS Generalobersten». TersztyanSzky wurde gestern nordöstlich und südöstlich von Swiniuchi erneut heftig angegriffen. Der Feind drang in das Dorf Koritniea ein, muffte aber vor einem um- fastenden Gegenstoß in Unordnung zurückweichen. Er ließ zehn Offiziere 1100 Mann, mehrere Maschinengewehre in der Hand der Verbündeten. Seine blutigen Verluste find außerordentlich schwer. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Geschütz- und Mincnwcrfcrkämpfc an der küstcnländischcn Front dauerten in mehreren Abschnitten mit wechselnder Stärke fort und erstreckten sich auch auf den Raum von Plava.— Im Plocckcn-Abschnitt schritt der Feind nach sehr heftigem Artillerie- feuer zum Angriff auf den kleinen Pal, drang hier in einen Teil unserer Stellung ein, wurde aber durch Gegenangriff wieder voll- ständig hinausgeworfen. An der Tiroler Front scheiterten mehrere Vorstöße schwächerer Ualicnischcr Abteilungen am Rufrcddo und ein zweimaliger An- griff des Gegners auf den Civaron. Südöstlicher Kriegsschauplah. Ocstlich von Blora(Balona) drang eine italienische Kraft. gruppe über die Vojusa vor. Sie wurde in Front und Flanke gefaßt und in zweitägigem Gefecht zurückgeworfen. Die Dona, istottillc versenkte in der unteren Donau ein rumä- »lscheS Kanonenboot. Der Stellvertreter de? Chef» de» Gcneralstabe»: von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Euphrat bemächtigten sick unsere Abteilungsn des Dorfes Tschormarik(?) und ergriffen dann die Offensive gegen die Höhen südwestlich von diesem Dorf, wo die Türken durck Bajonettangriff in eine Schlucht geworfen wurden und in Panik flohen. Meldung der italienischen Heeresleitung. V o m 1. S e p r e m b e r.(W. T. B.) Aus den Nordobhängcn des Monte Simone(Astachtal) nahmen unsere Abteilungen durch lieber- raschung vorgeschobene Werke des Feindes und zerstörlen sie durch Hand- granaten und durch Röhren mir Exylosivstoffen. Der Gegner floh und ließ Waffen und Munition zurück, die von unseren Soldaten in Besitz genommen wurden. Im Suganerlal griffen am Nach- mittag des 30. August nach heftiger Artillerievorbereitung feindliche Abteilungen unsere Stellungen im oberen Coalbalal rechts der Brenta an. Andere Abteilungen machten einen Ablenkungsangriff gegen unsere Linien im Campelletal zwischen Prima Lunetia und Malga Cenone. Die Unserigen unternahmen einen Gegen- angriff und schlugen den Gegner in die Flucht, der an 1VV Leichen auf dem Kampfplatz und 35 Gefangene in unseren Händen zurück- ließ. Im oberen Tongatal andauerndes Feuer der großkalibrigen Gcichlltze des Feindes. An der Jionzosront versuchte der Feind gestern während eines heftigen Sturmes einen Angriff gegen unsere Stellungen östlich von Görz und nördlich von Oppacchiäsella. Er wurde sofort zurückgeschlagen. Die feindliche Artillerie beschoß St. Cormors, Valiselle und Görz. In diesem Orte wurde das Kranken- Haus von neuem getroffen und einige SanttätSsoldaten verwundet. Albanische Front: Am Morgen deS 3v. August kam eine unserer gemischten Kolonnen nach einem Eilmarsch und nach U-ber- Windung großer Geländeschwierigkeiten in Tepelini an der Vojusa an und besetzte diesen Ort, ohne auf Widerstand zu stoßen. Zur selben Zeit nahmen unsere Bergsaglierieabieilungen einen kühnen Streüzug, der den Charakier eines Ablenkungsangriffes hatte, gegen die österreichischen Stellungen auf den Gradickte und Trübes auf der anderen Seile der Vojusa. Nachdem unsere Soldaten den Fluß bei Carbonara unter dem heiligen Feuer der feindlichen Artillerie überschritten hatlen. bemächtigten sie sich der Dörfer Klos und Hekal, die zur Verteidigung eingerichtet waren. Als die Bersaglieri während der Nacht von dem Glücken des Vormarsches aus Tepeleni erfahren hatten, kehrten sie unbelästigt in unsere Linien auf dem linken User zurück. Feindliche Flieger warfen Bomben auf Preveni und Lapai, ohne Menschenleben zu vernichten oder Schaden anzurichten. Kämpfe in Deutsch-Ostafrika. London, 1. September.(W. T. B.) Smuls berichtet, die feind- lichen Streitkräfte, die ihm gegenübergestanden hätten, seien im vollen Rückzüge östlich und westlich der Uluguru-Berge, während ein kleinerer Teil, bei dem sich das deutsche militärische Hanplguartier und die stellvertretende Regierung befänden, sich in die Berge zurück- gezogen hätten. Die Verfolgung werde mir Nachdruck' betrieben und ein Teil der deutschen schweren Artillerie scheine zerstört oder verborgen worden zu sein. Mrogoro, in dos die britischen Truppen am 26. August eingezogen seien, sei eine wichtige Stadt, die eine Zeitlang der Sitz der stellvertretenden Negierung gewesen sei. „Temps* über üie bevorstehenöen Kriegs- ereigni�e. Bern, 1. September.$ 4 5 e a 10 4 5 6 ö 10 12 Pf.dSlück einscnließlich Kriegsaufschlaa Ir us 1 frei! Hfl A. 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Die Armeen des Kronprinzen von Bayern und des General- obersten von Heeringen haben immer noch starken Feind in be- festigten Stellungen im französischen Lothringen gegenüber. Im Osten ist die Zahl der Gefangenen aus den Siegen des Generalobersten von Hindenburg auf 90 000 Mann gestiegen. Drei russische kommandierende Generale sind gefangen. Von der Riesenschlacht zwischen Weichsel und Dnjestr Negt eine amtliche Meldung nicht vor. Die Telegramme der Kriegsbericht- erstatter melden, daß das bisherige Ergebnis als vollständiger Sieg in der ganzen Nordfront bezeichnet werden kann. Am Ostflügel dauert das Ringen noch an. Der Präsident der französischen Republik und die Regierung haben Paris verlassen und sich nach Bordeaux begeben. 3. September 1915. Auf der Westfront nichts Bemerkenswertes. Auf der Ostfront dauern die erfolgreichen Kämpfe der deutschen und österreichischen Armeen fort. Abermals wurden gegen 4000 Russen zu Gefangenen gemacht. Auf dem italienischen Kriegsschauplatz wurde ein hefttger An- griff auf den Tolmeiner Brückenkopf abgewiesen. Ein englischer Transportdampser wurde von einem deutschen Unterseeboot im Aegäischen Meer versenkt. Ein großer Teil der an Bord befindlichen Truppen ist ertrunken. Herr von Glöenburg-�anuschau auf Sem Kriegspfaöe. Während die Verbraucher darüber mit Recht klagen, daß die Maßnahmen des KriegsernährungsamleS hauptsächlich den Wünschen der Landwirte Rechnung tragen, stürzt sich jetzt der Günstling der Agrarier mit hocherhobcnem 5kriegsbeil auf Herrn von Batocki und beschuldigt ihn wie auch seine Borgänger auf dem Gebiete der Nahrungsmittelversorgung, daß sie die Landwirtschaft schädigen und alle Maßnahmen„verderblich waren sür unser Vaterland." Der .Lokal-Anzeiger' und der„Tag" bringen gleichzeitig einen langen Brief deö Januschauer, den er an den„D eutschen Landwirtschaftsrat" gerichtet hat und mit dem dieser sich 4ofort an die Ocffcntlichkeit flüchtet. Es ist ein buntes Durchein- ander von hahnebüchcncn Grobheilen, witzigen Bosheiten und jenen bekannten, im Tone gekränkter Unschuld vorgebrachten agrarischen Anmaßungen, wie sie seit Jahrzehnten sonst auf den General- Versammlungen des„Bundes der Landwirte" als wohlgezielte und nur zu oft wirkungsvolle Bomben gegen diejenigen ge- warfen werden, die nicht den Agrariern willfährig sind und diese vom Erdboden, wenigstens soweit er von königlich preußischen oder kaiserlich deutschen Regierungssesseln be- deckt ist, verschwinden sollen. Wer eben nicht weiß, wie rücksichkÄos nur auf ihre eigenen Interessen bedacht jene Kreise um den Januschauer sind, der könnte fast aus den Verdacht kommen, sein Brief sei überhaupt nur ein politischer Witz, bestellte Arbeit, um die über die Talen und Unterlassungen des KriegScrnährungs- amts unwillige Bevölkerung in den Glauben zu versetzen, Herr von Batocki habe bereits so viel für sie getan, daß ihm zu tun nichts mehr übrig bleibe. Aber es ist kein Zweifel, der Brief ist echt und ist ernst gemeint I Vielleicht ist sein Erscheinen auch nicht allein durch den Unmut der Januschauer über innerpolitische Vor- gänge diktiert, sondern auch zugleichein Auftrumpfen wegen gewisser Maßnahmen auf dem Gebiete der äußeren Politik. Auf jeden Fall ist er für die nicht landwirtschaftliche Bevölkerung ein Warnungs- signal, daß die einflußreichen Kreise immer wieder an der Arbeil sind, ihre eigenen Interessen in den Vordergrund zu schicken, unter dem Verwände, daß sonst das Vaterland zugrunde gehe. Zunächst erklärt Herr v. Oldenburg, warum er sich auf passiven Widerstand gegen die Maßnahmen der Regierung beschränke. Er nehme nicht mehr an den Sitzungen der landwirtschaftlichen Körper- säiaiten teil, weil— nun weil es ihm nicht gelingt, seine Auf- fassung durchzusetzen. „Es hat wirklich keinen Sinn für einen Kammerborsitzenden, an Beratungen, deren Ergebnis schon sei'tgelegr ist, teilzunehmen, nur der Form wegen oder um als Deckung gegen den be- rechtigten Unwillen der Landwirte zu dienen." Dieser„berechtigte Unwille" wird aber nach Oldenburg dadurch hervorgerufen, daß„dauernd Laien mit gesetzgeberischen wechseln- den Anordnungen hineinfahren". Laien sind offenba rolle diejenigen, welche auch aus das Programm des Bundes der Landwirte cinge- schworen sind! Herr von Oldenburg spricht dann die an sich vernünftige und such von uns Sozialdemokraten stets gestellte Forderung aus: „Es muß vor allem die Produktion gefördert werden, und dann erst kann man an die Verteilung gehen." Während wir aber die Förderung der Produktion dadurch nur ermöglicht sehen, wenn an Stelle der eigennützigen Willkür der Landwirte die staatliche Regelung der Produktion im Interesse der Allgemeinheit tritt, stimmt umgekehrt Herr von Oldenburg im nächsten Satze ein Loblied auf das„freie Spiel der Kräfte" an: „Ich glaube, daß unser deutsches Volk viel mehr unter der zuschanden gelobten Organisation leidet, als es zu leiden brauchte, wenn diese wesentlich eingeschränkt würde und die freien Berufs st ände wieder in Funktion träten." Er erntet dafür auch das Lob des„Berliner Tageblatt", das diese Forderung„durchaus unterschreibt". Und gewiß ist über die Tätigkeit der vom Reiche geschaffenen ganz- und halbamtlichen Handelsorganisationen nicht viel Rühmliches bisher zu berichten ge- Wesen, so daß Herr von Oldenburg von vielen Seiten zugestimmt werden wird, wenn er erklärt: „Das Unternehmen, 65 Millionen Menschen gleichmäßig zu bewirtschaften, ist undurchführbar. Die Arbeit, die sonst viele tausend Menschen im eigenen Interesse und als Lebensberuf leisten, kann nicht ersetz! werden durch G. m. b. Hs., die auf Kosten der I Allgemeinheit im Golde schwimmen und nicht von der Brauchbar- I keit ihrer Arbeit abhängen." Aber wenn auch die meisten der Verbraucher mit der Tätigkeit der„G. m. b. Hs." unzufrieden sind, so nicht aus demselben Grunde wie der und die Januschauer. Diesen sind sie zu wenig agrarisch und für die Bevölkerung sind sie es viel zu viel, wobei sie noch das An- genehme für die Landwirte mit dem Nützlichen für den Fiskus verbinden und die ohnehin schon im agrarischen Interesse verteuerten Nahrungs- mittel noch durch Zuschläge im Interesse der Reichskasse verteuern. Richtig ist nur, daß eine gründliche Rechenschaftslegung all' dieser Gesellschaften erforderlich ist; der Reichstag wird sich schon in den nächsten Wochen damit zu be» schäftigen haben. Amüsant ist ja, wie Herr v. Oldenburg die„Wirksamkeit" dieser Gesellschaften schildert: „Sobald irgend etwas noch Leben zeigt, stürzt sich eine mit Monopolgewalt ausgestattete Gesellschaft darauf, mietet eine Etage, kauft Klubsessel, läßt sich pbotographieren, bekommt Gehälter von 40 000 M., und der bewirtschaftete Gegenstand verschwindet vom Markt und ist nur zu Preisen erhältlich, gegen die jeder private Kriegswucher verblaßt." So wenig das Gebaren mancher dieser Gesellschaften den Wünschen entspricht, die wir im Interesse der Verbraucher haben, so können wir sie doch nicht für alle Fehlschläge verantwortlich machen; vor allem sind doch die Agrarier am allerwenigsten berechtigt, dar« über zu spotten, daß mitunter gewisse Gegenstände vom Markte ver« schwinden oder nur zu Wucherpreisen erhältlich sind— es ist dies ja eben die Taktik gewisser— oder richtiger gesagt: gewissenloser landwirtschaftlicher Kreise— wir erinnern nur an die Tragikomödien der Flut und Ebbe von Kartoffeln und Gemüse I Nicht daß der private Handel ausgeschaltet würde, sondern daß an seiner Stelle nur ein organisierter Handel der G. m. b. H. tritt, ohne daß gleichzeitig durch rücksichtslose Beschlagnahme dafür ge- sorgt würde, daß ihnen auch die Ware zur Versügung steht— das ist der Grundfehler der bisherigen Organi- s a t i o n. Herr v. Oldenburg meint es freilich anders: „Das ganze Reichsernährungsamt halte ich für ebenso ver- fehlt. Ein M i n i st e r k o m i t e e ist viel geeigneter und besitzt viel geeignetere Organe. Das ist der Kernpunkt: ein Ministerkomitee— selbst- verständlich ein preußisches mit dem guten lieben braven Herrn v. Schorlemer-Lieser an der Spitze! Wir können den preußischen Agrariern den Schmerz nachfühlen, daß ihr vielgeliebter preußischer Landwirtschaflsminister nichts mehr zu sagen haben soll, aber im Jnter- esse der Verbraucher liegt es doch nicht, daß nur etwa ein Vertrauens- mann des deutschen Landwirtschaftsrates über die Nahrungsmittel- Versorgung bestimmen kann. Im Gegenteil, es ist ein Fortschritt, daß ein Amt geschaffen ist, das nicht dem preußischen Abgeordneten- haus, sondern dem Reichstag Rechenschaft schuldet— so wenig wir dessen Kraft und Willen zum Widerstand gegen agrarische Gelüste etwa überschätzen! Man sieht, es handelt sich wirklich um mehr als eine böse Laune des Herrn von Oldenburg gegen die G. m. b. H., es ist eine Herausforderung, die sich gegen alles richtet, was nicht allein vom preußis chen Abgeordnetenhause abhängig ist. Daß der Brief überhaupt den Glauben erwecken soll, Deutsch- land würde es herrlich ergchen, wenn die Agrarier unumschränkt regieren, zeigt auch der versteckte Lobhymnus auf die Schutzzoll- Politik. Was hat— nach Oldenburg— alles die deutsche Landwirtschast im Frieden geleistet! „In Friedenszeiten versorgt die Landwirtschaft das deutsche Volk mit Zucker, Kartoffeln und Gemüse in jeder beliebigen Menge. Der Fleischkonsum wurde zu 95 Proz., ein beliebig großer Brot- verbrauch zu 80 Prozent gedeckt. Zum Fleischbedarf wurden 4 Millionen Tonnen Futtergetreide eingeführl." Mit Verlaub— ein kleiner großer Rechenfehler I Daß der Fleischkonsum zu 95 Proz. gedeckt werden konnte, beruht doch nur auf der Einfuhr von Futtermitteln und diese betrug zwar für Futtergetreide 4 Millionen Tonnen, außerdem aber kommen noch dazu 3 Millionen Tonnen andere Futtermittel, wie Oelkuchen u. a., so daß insgesamt die Einsuhr von Krafrfutter- Mitteln 7 Millionen Tonnen— 30 Proz. des ganzen Verbrauchs betrug. Also— ohne die ausländische Einfuhr war die Versorgung mit Fleisch unmöglich und eben dadurch, daß diese Einfuhr jetzt fehlt, ist die Fleisch- und Fettnot zum Teil be- gründet— zum andern Teil allerdings dadurch, daß mit den vorhandenen Futtermitteln nicht rationell gewirtschaftet und eine kleinere Zahl von gemästetem Bich großgezogen wird statt der großen Zahl dürrer Fresser. Dieser letztere Fehler ist es auch, daß weder die Kartoffeln noch das Brotkorn langten und trotzdem nicht genug Fleisch und Fett da ist. Herr v. Oldenburg schreibt: „Wenn nun das Mehl gestreckt und Kartoffeln in das Brot gebacken werden, so müßte doch Brot bei richliger Bewirtschaftung in gewohntem Quantum vorhanden sein, wenn das bisher ver- fütterte Brotkorn dazu genommen und außerdem der Fleisch- verbrauch auf 50 Proz. des Friedensstandes herabgesetzt wird." Es müßte vorhanden sein, wenn eben nicht unnütze Fresser durchgefüttert würden! Aber davon ein andermall Auch der Brief des Herrn von Oldenburg hält sich dabei ja nicht auf, sondern springt dann zu der bekannten Gruselgeschichte, daß„die Manie, auf alles Mögliche und Unmögliche Höchstpreise einzuführen, schon zur Zeit der französischen Revolution das Volk zum Verhungern gebracht hat." Nur zieht der Briefschreiber daraus nicht die richtige Lehre, daß Höchstpreise allein nicht genügen, sondern auch die Ware auf den Markt geschafft werden muß— durch Zwang, durch Beschlagnahme oder noch besser durch staatliche Regelung und Organisierung der Produktion, die überhaupt nur noch im Interesse der Gesamtheit betrieben werden darf. Allerdings— das gerade Gegenteil will Oldenburg: „Es ist widerlich und erbittert die ländlichenKreise, die das Letzte tun wollen und würden, wenn man sie in Ruhe. ließe, so daß sie den Ehrgeiz verlieren, ihren Mitbürgern in der Stadt in dieser Kriegsnot selbstlos zu helfen." Der„Ehrgeiz, selbstlos zu helfen"— wäre die Wirklichkeit nicht gar so traurig, man könnte recht herzlich über diese gekränkte Un- schuld vom Lande lachen! Von diesem„Ehrgeiz" der Landwirte haben die Verbraucher bisher nur dies zweite Wort kennen gelernt! Dann springt der Brief zu Enthüllungen über, auf die wir den verantwortlichen Reichsstellen die Antwort überlassen. „Was ist denn nun Großes erreicht? Viele Tausende von Tonnen Getreide sind verfault wegen schlechter Lagerung, Millionen Zentner Kartoffeln sind erfroren und verfault, große Mengen Fleisch sind verdorben, der Zucker ist ver- schwunden, das Gemüse mußte aus Holland kommen, während das inländische verfaulte, das Fett und Fleisch ist mit Gewalt ruiniert und kann nicht wieder werden, wenn die Schweinezucht, die zwei Drittel des Fleisches lieferte, nicht anders behandelt wird als bisher." Diese Anklagen bilden aber nur die Neberleitung zu dem Haupt« stück seiner Forderungen. „Es ist überhaupt ein Unsinn, die Preissrage vor die der Produktion zu stellen. Wenn durch die Verteuerung der Produktion die Preise um 100 Proz. steigen, werden mit Höchst« preisen die Lebensmittel vom Markt gejagt." Also wieder das alte Lied— die Höchstpreise sind nicht hoch genug I Zuerst sagt Oldenburg: überhaupt Höchstpreise sind Un- sinn. Jetzt drückt er sich deutlicher, sogar ganz deutlich aus: Höhere Höchstpreise sind unser Verlangen. Dazwischen kommt wieder die alte Geschichte von den ge« mordeten Schweiuen und zum Schluß nochmals eine kleine Ent« hüllung: „Ist es nicht ein Skandal, daß z. B. der Zentner Graupen bei einem Gerstenpreis von 20 M. durch Ausschaltung der Kon- kurrenz bis zu 100 M. gestiegen war?" Gewiß ist auch darüber die Reichsgetreidestelle genauere Ant- wort schuldig. Selbstverständlich haben nach Oldenburg die Arbeiter genug Geld, um den armen Landwirten die höchsten Höchstpreise zu zahlen. „Den Arbeitern auf dem Lande, die auf Natural- löhnung stehen(diese so verschrieenen Hungerlöhne), ist es noch nie so gut gegangen als jetzt. Ihre Naturalien sind im Wert enorm gestiegen, ihre Unkosten lange nicht in dem Maße. Die Arbeiter in der Stadt finden einen Ausgleich in der großen Steigerung der Löhne. Es kommt ihnen nicht so sehr darauf an, ob die Nahrungsmittel teuer sind, als daraus, daß sie sie erhalten können, und zwar ohne das den Arbeitsverdienst schmälernde stundenlange Warten." Daß die große Steigerung der Löhne sich auf bestimmte Arbeiter- kreise beschränkt und bei der Masse nicht im geringsten ausreicht, um die Steigerung der Lebensmittelpreise auszugleichen, ist so ofr ziffernmäßig bewiesen, daß wir es hier nicht zu wiederholen brauchen. Zum Schluß zählt Herr von Oldenburg auf, was er im August 1914 verlangt hat: 1. Beschlagnahme des zum Verkauf kommenden Getreides. An ein Eingreifen in die ganze Produktion habe ich nie ge- dacht, weil das die Produktion hindert. Feder Mensch, der gute Preise bekommt, liefert gern, selbst wenn er es nicht aus Patriotismus tut. Wer fragt denn die Zeichner der Reichs- anleihe, ob sie aus Patriotismus oder für 5 Prozent zeichnen! 2. Höchstpreis für Getreide und Kartoffeln. Ich hatte sie zu niedrig bemessen, weil die Verteuerung der Wirtschaftskosten größer wurde, als ich annahm. 3. Verhältniszahlen zwischen Getreide, Mehl und Brot. Statt dessen blieb das Mehl frei, und Millionen über Mil- lionen wurden den großen Mühlen in die Taschen gejagt, wäh- rend die kleinen stillgelegt blieben. 4. Der ganze Handel kauft und verkauft weiter wie im Frieden, aber in den Dingen, die der Staat durchaus monopoli- sieren muß, als Kommissionär gegen hohe Provision, Speicher- miete usw. Dann wären wenigstens bloß diejenigen damit be- faßt, die von der Sache etwas verstehen. Was muß jetzt geschehen? Der Karren ist im Dreck und muß nicht tiefer hineingeschoben werden durch immer neue Ver- ordnungen nach derselben Richtung, die Deutschland zum Zucht- hause machen, während es um seine Söhne weint, und die nur immer größere Schwierigkeiten heraufbeschwören. Der Karren muß vielmehr herausgezogen werden durch allmählichen Abbau der Organisation: 1. Schaffung von Kunstdünger für die Landwirtschaft, deren Ertrag von Stickstoff, Phosphorsäure und. Kali abhängt.-------- 2. Aufhebung der Beschlagnahme und der Höchstpreise für Wild. 3. Aufhebung der Beschlagnahme und der Höchstpreise für Gerste. Warum soll die Gerste beschlagnahmt werden, damit die Brauereien 20 Proz. Dividende zahlen und das Publikum Graupen und Grütze zu unerschwinglichen Preisen kauft? Es wäre viel besser, wenn die Gerste in wett höherem Maß zur Schweinehaltung verwendet würde. 4. Aufhebung jedes Verbots und jeder Einschränkung der Hausschlachtung. Es kann gar nicht genug auf dem Lande ge- schlachtet werden, damit ein Verkehr sich anbahnt, der den Krieg überdauern würde zwischen Stadt und Land, auf dem Wege von Postsendung und Lieferung; es können gar nicht genug Leute tn der Stadt sich Hühner und Schweine halten, um sie selber zu schlachten und dadurch den Rest der Verbraucher zu entlasten. 5. Aufhebung der Höchstpreise ftir Schweine. Wenn es so bleibt, wie es jetzt ist, wird der Fettmängel in Permanenz er- klärt, während es wenigstens in zehn Monaten etwa sonst besser �werden könnte. 8. Um Himmels willen nicht an der Kuhhaltung regeln. Dann jagt man die Kühe auf die Schlachtbank wie früher die Schweine, und Milch und Butter verschwinden noch mehr als jetzt. Außerdem sind solche Bestimmungen unkontrollierbar. 7. Man möge aber genau revidieren, wo eigentlich das Geld bleibt, das all die Hunderte von G. m. b. Hs. erhalten, die der Staat immerfort errichtet. Bekommt all diese Millionen der Staat, so ist es eine unerlaubte, weil nicht zweckmäßige und sehr drückende Steuer; bekommt es der Staat nicht, sondern wird damit herumgeworfen, so ist eS noch schlimmer. Wenn man dann schließlich noch Stadt und Land mit den ewigen und unnützen Erhebungen verschont, ist ein Anfang zur Besserung gemacht. Auch hier mischt sich wieder das allein für die Agrarier Nütz- liehe mit manchem, was auch im Interesse der Verbraucher liegt, und besonders seine 7. Forderung der Rechenschaftslegung der G. m. b. Hs. entspricht den von unserer Seite wiederholt im Reichs- tage geäußerten Forderungen. Aber nach Oldenburgs Rezept würde die Nahrungsmittelver- sorgung noch schlechter dastehen als schon jetzt. Den Anreiz der Produktion durch hohe Preise herbeiführen wollen, bedeutet eine Schraube ohne Ende! Im Gegensatz zu diesen Vorschlägen Oldenburgs müssen wir im Interesse der Verbraucher fordern: Gründliche, zwangsweis durchgeführte Erhebungen über Vorräte und Ernte. Regelung der Produktion durch staatliche Zwangsvorschriften. Preisfestsetzung nach den Kosten der Produktion unter Aus- schaltung jeder Ausnützung der Notlage des Käufers. Verteilung der Lebensmittel ausschließlich von den Ge- meinden, denen durch Reich und Staat die Vorräte zu den mög- lichst niedrigsten Preisen zu überweisen sind. Daß das Kriegs-Ernährungsamt sich durch Erfüllung dieser Forderungen noch größeren Haß der Januschauer zuziehen würde, ist selbstverständlich. Aber es braucht nicht zu fürchten, daß wir es einst so ingrimmig werden hassen müssen! Was es bisher geleistet, ist, wie gesagt, nicht derart, um die nicht-agrarische Bevölkerung zu beftiedigen. Und auch die Angriffe des Herrn von Oldenburg be- weisen nicht, daß Herr von Batocki bisher die Interessen der Ver- braucher genügend geschützt hat! Eingegangene Druckschristen. Vchulic-Lcliiiiaiiiis Kricnsplaudcreien. Dem Andenken ibrcS Mit« arbeiters des Oberaiztes Dr. Äl. Bauer, gewidmet von der«Schlesijchcn Zeitung". 1 M.— W.®. Korn, Breslau 1. Krieg und Wissenschaft. ZtriegSbefte deS Archiv? für Soz!asivissen- schast und Sozialpolitik. Heft i. Herausgeber: E. Jaffc. Geh. 8 M.— I. C. B. Mohr, Tübingen. Bollständiges Ssolkslehrbuch der Efperantosprache mit Schlüssel von Dr. Uhlmann. IM.— Esperanto-Wörterbuch. Von L. Schlaf. 2 M.— Esperanto-Institut, München. Kennen Sie Nustland? Versaht von zwölf russischen Nnlertancn. Herausgegeben von der.Liga der Fremdvölker RuglandS". 2,b0 M.— Teuerung und Krieg. Von Dr. C. v. TySzka.(Zeitfpicacl Heft lt.) 1,50 M.—.Nicht Teutschland— Europas FricdciiSzicl im eng. tischen Weltkrieg." Von F. Oloff. lZeitfpieget Heft 15.) 3,59 M.— Vultkammcr u. Mühlbrecht, Berlin\V. 56. Bekanntmachung. Stäütifthe Volksspeisung. Am ll. September wird die achte städtische Zentralküche in der Markthalle VII. Luiseuufer 15/10, eröfinct. Weitere Küchen in den anderen Stadtteilen folgen in kurzer Zeit. Die Ausgabe der Teil. nchmcrkarten ersolgt nur an Berliner Einwohner. Sie können entnommen werden entweder bei der Brotkommission, die sür die Wohnung des Teil« nchmcrS oder dcrjcnlgcn, die sür die Arbeitsstelle des Teilnehmers zuständig ist. AuS nachgehender Zchanuncnstellung ergibt sich, wo die Teil- nebmcrkartcn zu haben und die Speisen zu entnehmen sind: Wer nicht weih, wo sich die KcschältSstelle seiner Brotkommission befindet, erfährt dicS bei seinem Hauswirt oder Hausverwalter. Die AuS. aabe der Speisen erfolgt täglich tauch sonntags) von L,12—'/.Ü Uhr. s werden ga»zc Portionen zu 49 Pf und halbe Portionen zu 29 Pf. aus- gegeben. Tie Tcilnadme kann nur wochenweise, beginnend am Montag, stattsinden, jedoch ist zulässig, die Teilnehmerkarten sür mehrere Wochen zu- sammcn zu entnehmen. Wer Icilzuncümcn wünscht, hat sich bei der sür seine Wohnung oder sür seine Arbeitsstelle zuständigen Brotkommission in der Zeit von Montag bis Tonnerstag de, der Tcilnahmewoche vorher- gehenden Woche, also zum ersten Male in der Zeil vom 4. bis 7. September während der(Melchästsstundcn der Brotkommission zu melden und die sür die Tcilnahmcwochcn geltenden Fleischkarlcn und Kartosselkarten vorzulegen. Berlin, den 3!. August lvlS. Magistrat drr Kinuglllijt» Kaupt- und RcstdkNistadt. ki8t V. Speis. I. 16. Mermuth. Monstsxgrllerobeiisimis M. Türkischer, Berlin S., Prinzenslr. 79, nahe Sloritzplatz, offeriert in groher Auswahl Jackett-, Rvckanzüge. PaletotS, Ulster aus erstllassigcn Weikstätten, IcilS aus Leide, von Kavalicrcu kurze Zeit gclraacn(auch sür korpulente Figuren), zu billigen Preisen. »btoitung II. OG," Ersah sür Mast! 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September 1916, abends von 6 bis 8 Uhr: Wstms kr fnnftcii Mmlim-MMg in der Turnhalle Boeckhstratze Aufgenommen werden Mädchen schulpflichtigen Alters und sind die am Tage der Eröffnung Eintretenden vom Eintritts- gclde befreit. i8S/lS Buchhandlung Vorwärts, Äeriin<5W., Lindeastr.Z Die Bestrebungen für eine wirtschaftliche Annäherung Deutschlands und Oesterreich-Llngarns ; Preis t Mark i Protokoll der Verhandlungen, die am 9 Januar I9Ib zwischen der sozialdemokratischen Fraition des deutschen Reichstages, dem sozialdemokratischen Parteioorstand und Parteiausschuß, der Generaltommission und den Vorständen der deutschen Gewcrk- schaften, cinerVertretung des Zentralverbandes deutscher Konsum- vereine und einer Vertretung der sozialdcmvkralischenParlei Oesterreichs und der Sstcrreichischcn Gewerkschaften in Berlin über die wirtschaftliche Annäherung Deutschlands und Oesterreich-Angarns stattfanden. SS KaiscrBrilett wird gewonnen aus 9 edler, gemahlener TNederlaufitzer Braunkohle! Me beute inserierten Waren sind o%me JBezu&sscheisi erftäftlffa äamcftf bedugssdfjeinpflitytig Gpori-Huie SRCQCttfjÜtC an» gnmmitttra Stoffen 4�5 775 Lackhüts mit Schleis-»......... 525 650 5ilä�üte"i* iSonbganitat....... 5'5 mit Loitz-rnlwr Hui-Gchmuck Garnier-NadelMzoldn. Stahl �5 93 vi- Garnierband 1°° 2" Hut-Vgraffen«ligou,»»d Stahl Hut* Blumen Altgald und Stahl l35 Atlas- Margeritte 85?!. Neue Oamenhüie ♦ Putzartikel Garnierte Oamen-Hüte Sammet-Maieloi~25 Gammei- Dreispitz �«00 mit Wagnerkopf........... X großer, mitIliigelund Bandzamiwr Gammei- Dreispitz ms GammeS-Runöhut � niit Blumengarnitur........ eleganter, mit breiter Ripsblende.. JL JL Gsmmsi- Dreispitz SÄMmet�Mtnphüte mit Eoldtrcsse u. Gold»*4*4 7S-4 050 mit verschied. Blumen» LS/�yg ...... jL A tu A 3 gamituren....... cy\ß tu 143» Llngarnierie Damsn-Höie nadeln Mod. Filzformen ich-«-,«»t f«big Sammetformen-l-g.ich---, 7°°«- 9�° Belbel-Sormen ich----•. 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Berliner Reichstagswahlkreis. Dienstag, den 5. September, abends 8Vg Uhr: General- Versammlung im„Gewerkschaftshaus e", Engel-Ufer 15. Tagesordnung: Stellungnahme zur bevorstehende» Reichskouferenz."HW Referent: Reichstagsabgeordneter G. Bogtherr. Wahl dir Delegierten. Vereinsang-tegenheilen. 210/5 ————— Ohne Ditigliedsbuch kein Zutritt.— Zahlreiche Beteiligung erwartet vor Toratand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis. Dienstag, den 5. September, abends S'/a Uhr; AchmiMichk(Hfntrul-ilttliiiiiniliiiii in den Germania-Sälen, Chausseestraste llv. Tagesordnung: LS8/g- t. Die Heidjöhotiffrfiu. 2. Mahl der pdegirrten, Die Legitimation erfolgt durch die Delegiertenkarten. vor Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein nr dn l. Berliner Reiehstags Wahlkreis Dienstag, den 6. September, abends S'/a Uhr s Mitglieder-Versammlung im Restaurant O. Stein, Stralancr Brücke 3. Tagesordnung: 204/7 IM« Itelcliskoiiferesiz. Wahl von 1 Delegierte». ............. COnc Mitgliedsbuch kein Zutritt.——, Um rege Beteiligung ersucht Id«»' Voi-»,t.a»,Z. Sozialdemokratischer Tahlvereih nir neu 4. Berliner Reichslagswahlkr. Dienstag, den 5. September, abends 8>/z NHr, in den Andreas-Festsäle», AudreaSstr. 2t: General-Versammltttig. Tagesordnung: SteNungnahme zur Neichskonferenz nnd Wahl der Delegierten. Ikar Vomtnnd. 0.?(.: P voffmann, iäiilicnce Slv. B. Dienstag, den 6. September 191(5, abend? S'/a Uhr: Mitglieder-Vers, nnmlimg im Volköhaus, Rosinenstrasze 4. Tagesordnung: 1. Wahl der Deleglerten zur KreiSgeucraloulammluiig. 2. Dtcllung- nahnie zu de» Stndtoerordne'.enwahle». ti. Veilchiedene«. Zuttilt»ur gegeu Vorzeigen deS Mitgliedssuche». 197/S__ Per Toratand. Spezfatarzt l)r. med. WockenfuB, Friodriohttr. 125(Oranianb. Tor), für Syphlll«. Harn- u, Fraucnltldon— Ehrlich-Hata-Kur(ßauar 12 Xa(»e), Blutunterauchung. Schnelle, elohere echmerzloso Heilung ohne Berufs- 222/0' etdrung. Teilzahlung. bprechstuaden: 10—1 und 5— 8. 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Dem übermäßigen Einkauf von Garderobe soll natürlich durch diese Einrichtung gesteuert werden, doch der vernünftigen und notwendigen Anschaffung von Kleidungsstücken wird nichts in den Weg gelegt. Bei Ausstellung des Bszugsßhsinss, den Sie bei uns bekommen, Helfen wir Ihnen bereitwilligst. Die dann noch nötige Abstempelung seitens Ihrer Behörde ist dann nur noch geringe Mühe. Abir abgesehen davon, haben wir noch eine solche Auswahl bezugsfcheinfreier Herbst- und Winterware in niedrigen Preislagen(frei, weit vor dem 10. Iuni in unserem Besitz), daß vorerst noch jedem Ihrer Wünsche vollkommen genügt werden kann. KZNigsiraße 23 Am Bahnhof Asexandervlah. Beim Stettin-kr"Sshnhof. Sonntags geschloffen! Ktviiti»«!»««« F'iie»r«r. lll2 Uhr: Fuhrmann Henschel. Montag: Faast 1. Kammersplele. 8>/z BT»; Der Schnellmaler. Montag: Der Weihsteulel. Volksbühne. Theater a. BDIowpl. 81/. Uhr; Ein Sommernachtstraum. Xachm. 3U.(kl.Pr.): Kabale u. Liebe. Montag: Schluck und lau._ Dir. Meinhard-Bernauer. Theater i. d. KönisarätzerStr. 8 Uhr: Ein Traamsplet. Nachm. 3 Uhr: Maria Htnart. Komödienhaus 8'/, Uhr: Der 7. Tag. Nachm. 3 Uhr: Filmzanber. Berliner Theater A/., U.: Wenn zweiHochzeit machen! Nachm. 3 Uhr: Extrablätter. Vei'iZSliiI llöi'\fm SloMiiögn Sonntag, 3. September 1916: Nachmittags 3 Uhr: Volksbühne, Theater am Bülowplatz: Kabale und Liebe. Deutsches OpernhauS: HoffmannS Erzählungen. Schiller-Theater, Charlottenburg: Die gelbe Nachtigall. Lei sing-Theater: Die gutgeschnittene Ecke. Künstler-Theater: Schwarzer Peter. Abends 8Uhr: Volksbühne, Theater am Bülowplatz: Montag bis Donnerstag: Schluck und Jau. Kose-Tkieater. Gastspiel Alwin Neust. 8'j.ll.: Die Welt ohne Münner Gartenb. z. l. M.: Es gibt nur ein Berlin. Tdeatsr am Sonntag, S. September. Desielenz-Theater Uastsxiel Maximue Beni. s'/. v.- krigllell im Xrieg. Sohilier-T'heater D 8 uhr: Die Frau vom Meere. Deutsches Opernbaus, Charlottenb. 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen, s u�: Mignon. Friedrlch-Wilhelmsfädf. Theater 3 Uhr: Rigoletto. S'/.U.: Das Dreimäderltiaus. Gebr. Herrnfeld-Theater. 81/, Uhr: Wachsmanns Hühnerhof. Kleines Theater S'/sU. Hochzeitsreise. Lsttcb.Geburtst. s'/.u.- Vater und Sohn. Komische Oper 8'/. Uhr: Die schöne Kubanerin. Lustspielhaus 31/, Uhr: Heimat. 8/.u.: Der selige Balduin Metropol-Theater 8/. u.: Die Kaiserin. Neues Operettenhaus unter Leitung des Komponisten: s uhr: Der Soldat der Marie. Walhalla-Theater. 8llt Uhr: ffenn die SiepsgMen läuten. Casino-Theater. Lothringer Str. 37. Täglich 8'/. Uhr. Einzig in seiner Art in Grotz-Beriin. Berliner Humor in ernster ZeiL Meine gute Olle. Original-Posse in 3 Aufzügen. Vorher erstklassiger bunter Teil. Sonntag 4 Uhr: Die hlilcbschujzprr 'WWTM Schillcr-T. Gbarlottcnb. 3 Uhr: Die gelbe Nachtigall. s uhr: Kater Lampe. Thalia-Theater 3 Uhr: Kamerad Hlinne. «'/. u.: Blondinehen. Theater am Mollcndoripl. >/z4 Uhr: Immer feste drnif. «'/. u.: Blaue Juugens. Theater des Westen« s u�: Die Fahrt ins Glück mit Guido Thielscher. 3'/, Uhr: Sodoms£nde. Trianon-Theater 4 Uhr: Hinna von Barnhclm. s'/. u.- Der BiiBinEl auf Erden. Reichshallen-Theater Stetiiner Sänger. Schippers Heimkehr. Militär. Humoreske von Horst. Anfang 8 Uhr. Hatioual-TbeaterSSÄ*?«.«. 5 Minuten von Jannowitz- Brücke, — Untergrundbahn Inselstrafle.— Täglich 1lß Uhr; las junge Mädchen träoinen...! Ausstattungsposse in 3 Akten. Ein unbeschreiblicher Erfolg. Lessmg-Tkester. 8 Uhr: Wilefente. Nehm. 3U.: Die gulgeschnitfeneEcke. Montag: Kespenster. Deutsch. Kunstler-Theater. 8 Uhr: Perlen. Nachm. 3 Uhr: Schwarzer Peter. Montag, Dienstag: Perlen. URANIA Tanbenstr. 48/49. 8 Uhr: Bei der Kai«erllchen Marine in Flandern. Montag 8 Uhr: Der GroUglockner.Gasteln nnd die Saizbnrser Alpen. V oigt-Theater. Badstr. 58. Badstr. 58. pgy Täglich Das Mädel ohne Geld. Erstklassiges Ifarietfi-PrograniDi. Ansang 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. - Possen-Theater n Linienstraße a. d. Friedrichstraße. Täglich 8'/, Uhr: Gebr. Hirsch. Fängste schon wieder an. rVerduni am Zoo. Der franzßsische Festungskrieg plastisch dargestellt. Täglich von 10—8 geöffnet Eintritt 60 Pf.* _ Soldaten u. Kinder 25 Pf._ Jldmirals-?alast Hente 3 Vorstellungen 41/, und O Uhr. Das herrliche Eisballett Vfrau Vfantasie. Nachm. kl. Preise, abd.2,3, 4M. Berlinei* Volks-Chor. M. d. A.-S.-B, Dirigent i. V. Ucnte: Militär- Konzerf. je 25 Pf. A/z Liter. Die Bezahlung der Speisen erfolgt täglich in der Speisen« ausgabestelle. Der Speisezettel ist derselbe wie in den übrigen Kriegsnolstandskttchcn. Personen, die Anspruch auf uuenigeltliches Essen oder auf solches zu einem ermäßigten Preise(30 Pf. die ganze und 15 Pf. die halbe Portion)— bedürftige Kriegerfrauen und Kriegcrwiiwen— haben sich mit den entsprechenden Berechtigimgskarten zu versehen, die bei den zuständigen Stellen im Stathause(Armenverwaltung, Militär- bureau, Bureau für Kriegswohlsahrlspflege) ausgefertigt werden. Soziales. ßtoea AugesteWes fahrlässig sat die Stelluvg gekracht. Das rmdegreiDche Vorgehen eines Prokuristen fand gestern die einstinrnrig« nnd scharf« Mißbilligung der vierte» Kam- nter des Berliner Kaufniannsgerichts. Die beklagte Firma Karl HehmannS Verlag hatte eine Gehilfenstellunz aus. geschrieben, worauf sich auch der Kläger L. meldete. L. war zwar in einem anderen großen Geschäft in fester Stellung. trachtete aber danach, ein höheres Einkommen zu erreichen. Nach den Angaben des Klägers habe ihm der Prokurist der Firma statt der 160 M., die er bisher bezog, 125 M. geboten und ihn zum Antritt spätestens am 15. August engagiert. Wenn ihn die alte Firma eher fortlasse, dann solle er möglichst früher antreten. Auf Grund dieser Erklärung habe er bei der alten Firma um seine sofortige Entlassung gebeten und diese auch erhalten. Er habe das Ergeb- nis entsprechend dem Wunsche des Prokuristen sofort der Firma telephonisch mitgeteilt. Um so bestürzter sei er dann gewesen, als man bei seinem bald darauf erfolgenden Antritt von einem En- gagement nichts wissen wollte. Der als Zeuge vernommene Pro- kurist bestritt, daß er mit L. ein festes Abkommen getroffen habe, es hätte sich nur um Vorverhandlungen gehandelt. Er habe sich sechs Herren zur mündlichen Rücksprache hinbestellt, worunter sich auch der Kläger befand. Für diesen habe er, Zeuge, von Anfang sehr wenig Neigung gehabt. Trotzdem mußte der Prokurist zu allgemeinem Erstaunen de? Gerichtshofs zugeben, daß er dem Kläger anheimstellte, mit seinen Chefs wegen sofortigen Austritts zu verhandeln und ihm von dem Ergebnis telephonisch Kenntnis zu geben Der Zeug« erklärte, nach der telephonischen Mitteilung fei L. für ihn.vollständig erledigt" gewesen, denn eine tüchtige Kraft hätte das Unternehmen, bei dem Kläger tätig war, nicht so leicht gehen lassen— Das Richterkollegium übte an der Handlungs- weise des Prokuristen scharfe Kritik. Nachdem der Vertreter jeden Einigungsvorschlag ablehnte, verurteilte das Kaufmannsgericht die Firma zur Zahlung eines Monatsgehalts in Höhe von 125 M. L. hat auf Veranlassung des Prokuristen sich von seiner alten festen Stellung freigemacht, die Beklagte unterließ es sogar, auf die telephonische Benachrichtigung L. irgendwelche Nachricht zu geben Dies Verhalten müsse als ein fahrlässiges angesehen werden Be- klagte habe darum dem Kläger Schadenersatz zu leisten Gerichtszeitung. Fortgesetzte grausame Mißhandlung eines ihr anvertrauten KindeS führte gestern die Frau Rosa Zillmer vor die 1. Strafkammer des Landgerichts II. Neben �, o.>..> �. gefährlicher Körperverletzung lautete die Anklage auch auf Sittlich- 1 Neckarstraße ö lLaden�gesandt� werden ein Vorwurf, der sich jedoch nicht durch die Beweis i, ied, S Jahr« akker. an» AngermLnbe gebürtiger Klemp Theodor Lange. konnte schon vor längerer Zeit von der Berlmer Kriminalpolizei dingfest gemacht werden Sturmschäden in Frankreich. Nach einer Meldung deZ.Maiin haben Boulogne und Umgegend schwer unter dem letzten Unwetter gelitten. In Epernay und Dijon ist die noch nicht eingebrachte Ernte teilweise vernichtet worden.—.Petit Parisien" meldet aus La Rochelle: Der Fischdampfer.Fantasgue" hat bei den Walfischinseln Schiffbruch gelitten; zwanzig Mann sind um« gekommen. Untergang eines amerikanischen Dampfers. Lloyds meldet aus New Dork vom 31. August, daß der amerikanische Dampfer.Ad. miral Clark", der von Port Arthur nach Buenos AireS unter. Wegs war, am 16. V. M. auf offenem Meer gesunken ist. Die Besatzung befindet sich bis auf sechs Mann an Bord der in Port Eads(Peru) angekommenen Bark„Pama". Wetterkatastrophe auf der Insel Dominica. Montag nacht find, wie jetzt gemeldet wird, bei einem Orkan auf Dominica (Britisch-Westindien) 50 Menschen umgekommen. 200 Gebäude find zerstört oder sonstiger Schaden angerichtet worden. Erdbeben in Indien..Tcmps" meldet aus Bombay: In N o r d i n d i e n hat ein sehr heftiges Erdbeben stattgefunden. Der Hauptstoß dauerte eine Minute und wurde im Simla, Delhi und Lucknow verspürt. In diesen drei Städten ist jedoch der Schaden wenig bedeutend. Zwei Pestfälle in England. In H u l l sind zwei Jungen, die auf einem Dampfer arbeiteten, an Pest erkrankt. ' nicht Dienstag, sondern am Montag, den 4. September, bei Schulz, Apostel-Paulus-Straße Zch statt. Wilmersdorf. Mngliederversammlung. Mittwoch den 5. September, abends>/,9 Uhr, bei Schäfer, Brandenburgische Strasse 69. Grosj-Lichterfelde. Dienstag, den 5. September, abends 8>/z Uhr, bei Wahrendorf: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Stellung- nähme zur Kreisgeneralversamnilung. 2. Wahl der Delegierteu zu der« selben. 3. Vcreinsangelegenhciten. Tempelhof. Mittwoch, den 6. September, bei Reimers, Ordens- meisterstrasse 57: Mitgliederversammlung. Wahl von drei Delegierten zur ausserordentlichen Kreisgeneralverjammlung. Parteiveranstaltungen. Sozialdemokratischer Zentraltvahlverein Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottcnburg. Sonntag, de» 10. September 1916, vorm. 9—12 Uhr, in der Arbeiterbilungsfchule, Berlin, Linden- t r a ß e 3, 4. Hof, 3 Treppen, Außerordentliche Kreis- geueralversammluug. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Innere l�reisangelegenheiten. 3. Ersatzwahlen zum Kreisvorstand. Delegiertenwahl zur Reichskonferenz. 3. Verschiedenes. Wir bitten um eine recht rege Beteiligung und weisen ausdrücklich darauf hin, daß die Versammlung Punkt 'Uhr eröffnet wird. Anträge der Ortsvereine müssen bis Donnerstag, abends 8 Uhr, an das Kreisbureau, Neukölln, keitsverbrechen, aufnähme bestätigte und mit der Freisprechung der Angeklagten in dieser Beziehung seine Erledigung fand. Was die Mißhandlung anbelangte, so hatte die Zillmer die 10jährige Schülerin Pätz, die ihr von dem ihr sehr nahe bekannten, in Scheidung lebenden und ins Feld rückenden Vater in Pflege gegeben worden war, in zahl reichen Fällen ans das ärgste geschlagen. Die Zeit der„Pflege" bei der Angeklagten war für das bedauernswerte Kind ein reineS Martyrium, denn die Zillmer verprügelte das Mädchen oft, das von allen Seiten als artiges, folgsames Kind geschildert wurde, ohne jeden Anlaß heftig mit einer Hunde- oder Klopfpeitsche, und zwar zum Teil mit dem dicken Stiel. Insbesondere schlug sie hierbei auf die Arme, die dicke Striemen zeigten. Auch riß sie der Kleinen wiederholt brutal Haare aus. Schließlich zwang sie ihren Pfleg ling zur Duldung von Handlungen, die hier nicht wiederzugeben sind. Das Gericht ging daher bei der Angeklagten, die ihre Schuld bestritt und zu Züchtigungen nur genötigt sein wollte, weil das Mädchen große Unarten besessen hätte, über den auf 3 Monate Gefängnis lautenden Antrag des Staatsanwalts weit hinaus, im dem es auf 9 Monate Gefängnis erkannte. Schiffmanu and kein Ende! Der Grundstücksspekulant Leo Schiffmann, der nun schon jahrelang die Staatsanwaltschaft und Gerichte beschäftigt, wird voraussichtlich noch in diesem Jahre vor dem Schwurgericht des Landgerichts I zu erscheinen haben, um sich auf die Anklage wegen betrügerischen Bankrotts zu verantworten. Der jetzt fertig- gestellten Anklage hat der Staatsanwalt Messer schmidt seit vielen Monaten seine ganze Kraft ausschließlich ge- widmet. Schiffmann ist am 14. Juli wegen seiner ge- schäftlichen Transaktionen mit der Vereinsbank in Frankfurt a. O zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die damalige Ver- Handlung hat etwa acht Wochen in Anspruch genommen; die jetzige Anklage bildet das schwerste gegen Schifstnann gerichtete Geschütz, und da diesmal das umfangreiche Material nicht von gelehrten Richtern, sondern von Geschworenen oeprüft werden muß, ist vor- auszusehen, daß die Schwurgerichtsverhandlung monatelang dauern wird. Die Anklage umfaßt 700 gedruckte Schreibmaschinenseiten, die zu drei dicken eingebundenen Bänden zusammengefaßt sind. Tausende und Abertausende von Urkunden und Briefen, die die Grundlage der Anklage bilden und mehr als eine Wagenladung von Akten werden durchzuarbeiten sein, die kompliziertesten Hypo- thekenfragen müssen erörtert werden, und wenn man bedenkt, daß die Sitzungen kaum öfter als dreimal in der Woche abgehalten werden können, so ist leicht zu berechnen, welch ungeheuren Um- fang dieser Strafprozeß annehmen wird und welche Opfer an Zeit. Mühe und Nervenmaterial die 12 Geschworenen und die Ersatz- geschworenen, die ausgelost werden müssen, darzubringen haben. Die Zahl der zu vernehmenden Zeugen beträgt vorläufig 140, diese Zahl wird sich aber durch die von der Verteidigung, die wieder vom Rechtsanwalt Dr. Bendix und mehreren anderen Rechtsan- wälten geführt wird, noch zu ladenden Zeugen zweifellos noch wesentlich erhöhen._ Mus aller Welt. Etwas vom Durchhalten. In einer der letzten Stodlrotssitzungen der Siadt Düsseldorf legte der Gcheimrat Bankier Moritz Leiffmann laut„Düsseldorfer Zeitung" folgendes Bekenntnis ab: Bisher ist es uns viel zu gut gegangen. Wem gehl es bei uns schleckil? Unsere Landwirlscbafl hat nock, nie so gute Zeiten gehabt, unsere Großindustrie ebenfalls nicht, unser Handel hat im ersten Kriegsjahre soviel verdient, daß er jünf Jahre feiern kann..." Dazu bemerkt sehr richtig der„Töpfer", dem wir diese Notiz entnehmen: „Da für diese Herren demnach das„Durchhalten" ein Vergnügen und kein Opfer darstellt, kann man auch ermessen, auf welcher Seite in Wirklichkeil die meisten Opfer in diesem Kriege gebracht werden. Es ist die Masse des Volkes, die um so mehr Opfer für das Vater» land in dieser Zeit bringt, als ihr Einkommen mit den Preisen und Verdiensten in Landwirlschaft, Großindustrie und Handel in Wider ipruch steht."_ Verhaftung eines Raubmörders. Bei der Ankunft des Der- lincr Zuges fiel Pen Hamburger Kriminalbeamten ein junger Mann auf, der sich bei' seiner Festnahme in Widersprüche ver- wickelte. Es wurde dann festgestellt, daß der Verhaftete der am 14. November 1899 in Leipzig geborene Kellner Heinrich Hart- w i g ist. der von der Berliner Behörde steckbrieflich verfolgt wird, weil er am 27. Juli mit einem Komplicen zusammen in Ebers- Wald- dic Jabre alte Althändlerin Jenny Blumberg ermordete und beraub.,., Die Mörder hatten die Gashähne aufgedreht, um einen Selbstmord vorzutäuschen. Der Genosse Der Kreisvorstand. I. A.: Paul Fraffek. Sechster Wahlkreis. Eine ausserordenlliche Ken eralversammlung findet am Dienstag, den S. September, abends 8'/, Uhr, in den Germaniasälen, Cbaussecilr. 110 slalt. Die Tagesordnung lautet: i. Die Relchskonserenz. 2. Wahl der Delegierten.— Die Legitimalion erfolgt durch die Delegierten- karten. Der Vorstand. Schöneberg. Mittwach, den 6. September, abends S'l, Uhr, findet im Schwarzen Adler, Hauptstrasse, eine außerordentliche Mitglicderoer- sammiung statt. Tagesordnung: Stellungnahme zur Kreiskonserenz und zur Reichskonferenz. Vcreinsangelegenheiten.— Mitgliedsbuch legitimiert. Vollzähliges Effcheinen der Mitglieder ist notwendig. Ausnahmswesse findet die regelmätzigeFunktionärsitzung öriefkasten üer Reüaktion. Dt« luriltische Sprechstunde findet für Abonnenten Lwdenstr. Z, IT. Hos rechts, parterre, am Montag bis Freitag von t bis 7 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 0 whr statt. Jeder für dcn Brietlasten bestimmten Antrag« ist ein Bucbstabe und eine Zahl als Merlzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen leine Aoonnementsauitlung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Svrechswnd« vor. Lcrträge, Echriftsidckc und dcrvieichcu bringe mar m die Eprechsruadc mit. K. H. Z. Die Teuerungszulagen find steuerpflichtig.— W. P. 75, Es ist doch noch kein Ausrui für Berlin erlassen, alio brauchen Sie sich nicht zu stellen.— W. St. 121. Sie können Jbr Gutbaben nur durch Klage eintreiben.— G. E. 305. Wenn für Ihren Bezirk ein Aufrus erlassen worden ist, ist erst darüber zu entscheiden, ob Sie sich zu melden haben.— —; Gericht 66. Wenn eine gütliche Einigung nicht zu erzielen ist, müssen Sie die Klage abwarten. Vom Gericht wird Ihnen aus Ihren Antrag in Rücksicht auf Ihre bedrängte Lage sicher ein Zahlungsausschub gcwäbrt werden. — E. P. 10. Die Firma ist zum Abzug der Beiträge bcrechligt. da sür beide Versicherungen der, tatsächliche Verdienst als Grundlage dient.— F- G. 14. Ja.— R. K. 34. Sie brauchen sich nicht Mi melden, da noch kein Aufrus erschienciHst.— Paul. 1. Sobald ein Ausruf sür Ihren Bezirk erlassen ist, werden Sie sich melden müssen. 2. Nachmusterung kann er- folgen.— F. R. 10. Bei diesem von Ihnen angegebenen Einkommen wird Ihrer Frau die Unterstützung verweigert, weil die nach dem Geich vorgeichriebene Bedürftigkeit nicht vorliegt. Auch aus die stacritiche Unler- stüvung besteht kein absoluter Ansvnrch.— H. L. 3. Sowcht die Straie über.8 Monate beträgt, fällt die Unberstützunq fort.— B. B. 100. Da Sie mit mehreren Personen zusammen zür Autbeivahrung nur-ciurn Schrank hatten, der nicht verschließbar war, können Sie sür dic Ihnen gestohlenen Sachen nicht schadenersatzpflichtig gemacht werden. Der Schadenersatz gegen Sie tönnie eventuell nur durch Klage geltend gemacht werden. —. 25- L. 49. Da sür Ihren Bezirk noch kein Äluiruf erlassen ist. brauchen Sie sich nicht zu melden. Uutauglich wegen Herzleiden.—(£■• W. 20. 1. Es besteht kein rechtlicher Ansvruch auf die Löhnung von Kriegs- gefangenen, sie kann gewährt werden, wenn Bedürstigkeit vorliegt. Diese wird in Ihrem Fall verneint. 2. Wir würden Ihnen cmvscblen. eine Bc- richtigung der Sache beim Versicherungsamt Berlin, Klostcrilr. 85/87, vor- nehmen zu lassen.— T. E. 30. Dic Unterstützung kann Ihnen i» bic'em Falle gekürzt werden: zunächst würde der Mictszuschuss und die Gemeinde- Unterstützung in Wcgsall kommen.— P. ist. 34. Krankengeld wird nur gezahlt, wenn Sie die Milgiiedschast durch Weitcrocrnchcrunz ousrechi- erhalten haben oder wenn die Krankheit innerhalb drei Wochen nach Aus- scheiden aus der versichcrungspstichiigen Beschäftigung eingetreten ist. Wcissensee hat 46 400 Einwohner.— B. B. 00. Der Betrag iür die Ausbewahrung erscheint uns zu hoch bemessen.— Jnvaltde 100. Ihr Mann hat weder Anspruch aus Löhnung noch Verpsleglingsgeld. Die Familienuntcrstjitzung sällt sort, da Ihr Mann zur Arbeil entlassen ist. Wenden Sie sich mit einem Antrag aus Gewährung einer Unterstübung an den Nationalen Frauendiensl.— W. S. 100. 1. und 2. Nein. WetterauSflchten für das mittlere Norddcutichland dt» Montag mittag. Mäßig warm, vielfach heiter, aber veränderlich. Oest- iich der Oder ziemlich zahlreiche, weiter westlich mehr vereinzelt leichte Regen- sälle. Strichweise Gewitter. Von neuem rust das Vaterland zum Kampf in der Heimat! Auch dieser Kampf muß gewonnen werden. Die lehte Hoffnung der Feinde: uns finanziell niederzuringen— werde zufchanden! Oeshalb muß jeder Oeuffche Kriegsanleihe zeichnen, soviel er kann- auch der Neinste Betrag hilft den Krieg verkürzen! Sfein Deutscher darf bei dem Aufmarsch der Milliarden fehlen! Auelkunfi erteilt bereitwilligst die nächste Rank, Sparkasse, Post« anstatt, Lebenöversicherungsgeseklschast, Kreditgenosienschast. öiinmiiüm |[H �edm�Jisdderu�äfli�mrm� xsäsäj; Bürjerlltlie Wolinunss-ElnrlclitüBüen kSsksSä» ____ XUahrt Garantie. Schlafzimmer; M, 183, 219,270, 326, 428, S32, 640, 814, 992, 1083 bis 3500. Beste VerarMkng. gTB ff I ST%f> S. ftP F P§ Speisezimmer: I«. 296, 333, 426, 605,-622,;781 bis 4000 1 Wohnzimmer: M. 242, 369,429, 543, 736, 850UI» 2500 MMsteijytBtor i u-n-enzimmer: M. 209, 328, 487, 550," 627. 762 bis 3000 I Neuzeitl. Küchen: M. 51, 58, 75, 93, 125,1 69, 249. 450 M M- BSlndi�os Lsper tob ca. 500 Einrichtungen. Enorae Auswabl bis zum Auaerleaensten.— Einzelmbbel ohne Prrtsorhähong. Ö' 1*1' ö' H'{jr ßsrjin C 33 direkt ab Fabriltgtbattde. Jllgstr. Katalog m|t�eferenzenliyie grat». Deutseher Kolzarbeiterverband Tel.-Amt Moritzplatz 10623, 3578. Verwaltnns Berlin. Bureau: Rungestr. 30. Montag, den 4. September 1916, abends 8 Uhr, in der Neuen Philharmonie, Köpemcker Straße 96—97 �großer Saal): Gemeinsame Mitglieder-Versammlnng Tagesordnung: Berichterstattung über die Verhandlung mit den Unternehmern, die Teuerungszulage betreffend. �glp' Ohne HitsUedsbnch kein Zutritt,"�SQ 90/10 I>ie Orts vor waltnng, Spezialarst i für Haut-, Harn-, Frauenleiden. nerv. Schwäche, Beinlrante jeder »«.khiiich-Kete-Kmr», lli-ili-iiNi. Si,«ZLl Sprchst. 12-2, lIJa-1l29, Sonntags ll-2..Honorarmäg., a. Teilzahl. — Separates Damenzimmer.— Verwaltung Berlin. Tetz-Amt Moritzplatz 10623, 3578. Bureau: Rungestrafze 30. VestWöNSMgWSMsZWMlllllgöN Modelltischler. Mittwoch, den 6. September, abends 8 Uhr, bei Waldt, Pflugstrafte S. Korbmacher. Mittwoch, de» 6 Sept., abends 8 Uhr, bei Krause, Mariannenplatz 8. Stellmacher. Mittwoch, den S. Sept., abds. 8 Uhr, bei Hummel, Tophienstr. 3. Kistenmacher. Mittwoch, den 6. September, abends 8 Uhr, bei E. Httcksch, Krautstr. 81. Mittwoch, den 6. September, abends 8 Uhr, bei Hedmann, Engelufer X. Bergolder. Zeptember, abends 8 Uh Engelnfer 1. Bezirk Weijtansee. Mittwoch, den 6. September, abends 8 Uhr, im Prälaten, Lehderstr. ISS. Oberschöneweide, Johannisthal Vertrauensmänner und Ausschußmitglieder aller in den Flugzeugbetrieben beschäftigten Holzarbeiter und Arbeiterinnen nachmittags ö'/, Uhr, bei Hank, Niederschöneweide, Haffelwerder Str. 12. Oestliche Bororte. Mittwoch, den 6. September, abends 8'/, Uhr, bei W. Setanlz, Kronprinzenstr. 17. Mitglieder Uersammlung Bezirke Südost 1 und Ä. Mittwoch, den 0. September, abends 8 Uhr, im BercinSlokal »Südosts, Waldemarftr. 73. Tagesordnung: 1. Bortrag des Arbeiters ekretärS Hermann Müller» „Die Aenderang der Sozialgesetze während des Krieges". 2. Bericht von der Generalveriammlung. 8. Verbandsangelegenheite». Branchen- Versammlung. Jalousiearb eiter. Mittwoch, de» k. Sept., abends 8 Uhr, bei«reive, lllnngestr. 30. Tagesordnung: 90/11 Bortrag des Kollegen Ahlemeyer über„Kriegs- und F riedeuSarbeit-. Zu dieser Versammlung sind auch die Frauen eingeladen. .Die Ortsverwaltnng. Verband der Sattler und?ortefeuiller. Ortsverwaltung Berlin. Achtung! MUitiirsattler. Achtung! Mittwoch, den 6. September, abends 7 Uhr, in den„Arminhalleu", Kommandantcnstr. 58/59: Branchen- Versammlung. Tagesordnung: 1. Die gegenwärtige» Arbeitsverhältnisse in der Militär- brauche. 2. SLahl des Branchcnlciters sowie Ersabwabl von zwei Mitgliedern zur Tchlichtiingskommission. 3. Bericht der Schlichtungskommisfio». 4. Verschiedenes. 158/13 Zahlreichen Besuchs erwartet Die Branchenleituug. NL. Besondere Einladung durch Handzettel erfolgt zu dieser Ver- sammlung nicht. Die Vertrauensleute werden ersucht, diese Slnnonce auszuschneiden und m den Betrieben zirkulieren zu lassen. D. O. Zigaretten direkt ab Fabrik(Balku) i.8 Pf. pro 100 Stück M. 1.35. 3 Pf. pro 100 Stück M. 1.85—2.20, 4.2 Pf. pro 100 Stück 11. 2.75-2.90, 6.2 Pf. pro 100 Stück M. 4.10. 9 Pf. pro 100 Stück M. 8.—. Versand gegen Nachnabme. Ins Feld gegen Voreinsendung. Carl M-KöckerifZw�Äer® r3« Fernsprecher: Amt Königst. 3796. Westmann's Trouermniazln Größte Auswahl. Billigste Preist. L MohrenstrsOs 37a (Kolpnftaaeni II. Or, Frankfurter Str. 115 (nahe Andfeasstr.) Auswahlsendungen sofort, Amt Zentrum 7890. Sonntag 12— 2 Uhr geiltnst. o Häven Sie empseble nach Mag passend gearbeitete Sllitzeiniagen sowie Bi-ueilkandageu aller Art, Leibbinden, Stützkorsetts usw., Artikel zur tÄesundheits- u. Krankenpflege.* Pollmann, Kandaglst, Berlin N, Lothringer Str. 60, Lieferant für Krankenkassen. 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Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unser langjähriger verdienter Genosse, Kaufmann Ulbert alacobi am 1. September im Alter von 56 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Zlndenke» k Die Einäscherung findet am Dienstag, den 5 September, nachmittags 4 Uhr, im Krematorium Berlin, Gerichtftratze, statt. Um recht rege Beteiligung ersucht 245/16 Oie Bezirksleitung. Erst jetzt wird uns die traurige Gcwigheit, daß am 16, Septem- ber 1915 mein inniggeliebier Mann, unser lieber Vater, unser einziger Sohn und Bruder, Schwiegersohn und Schwager, der Musketier Pokert Gruner Jns.-Reg. 375, 7. Komp., im 27. Lebensjahre, gefallen ist. Die tiestrauernden Hinterbliebenen Erna Gruner und Kinder tzuoie, Herbert und Kurtchen. Eduard Gruner u. Frau als Eltern. Pamiile Paul Zenke als Schwester und Schwager. tzeuls Löbnitz und Frau Herta Löbnitz Familie Willi LSb nitz Familie Emil Lindner Da niemand weiß', wo Du ein Ende genommen. So hoffen wir noch auf Dein Wiederkommen. als Schwieger- eitern, Schwägerinnen und Schwager. Nachruf zum 21. Geburtstage! Als Opfer des VälkerringenS fiel am 30. Juli mein ältester, hoffnungsvoller Sohn und Bruder, der Kanonier Csn> Rudow, Feld-Artz-Reg. 18, 3. Battz Nlbertine Rudow als Mutter. Kurt und Wally als Geschwister. Mit der Sehnsucht im Herzen nach Dcmen Lieben, Mit der Sehnsucht im Herzen bist Du geblieben. 1186b Als Opfer des Weltkrieges starb infolge seiner schweren Verletzung am 24. August 1916 mein innigst geliebter Mann, der Gastwirt Wehr- mann August hedmann Res.-Fuß-Art.-Reg. Nr. 6. Dies zeigt ticfbetrübt an Frau Lehmann geb. Wosnltza, Neukölln, Böhmische Str. 43. Du starbst an Deinen schweren Wunden, DeS Feindes Blei traf Dich so schwer. Vorbei, vorbei des Lebens golb'ne Stunden, Für Dich gibt'S keinen Frühling 1179b mehr. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Multcr Frau 1188b Uilse Sarkander geb. Spatslcr am 2. September nach langem, schwerem Leiden sanft ent- schlafen ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 5. September, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des alten Gemeinde. Friedhofes in Neukölln, Rudowcr Straße, aus statt. Carl Sarkander«nd Kinder. Am 23. Juli fiel auf dem Felde der Ehre durch Kopfschuß unser lieber, treuer Freund R. Nikolaizig Leib-Gren.-Reg. Nr. 8, 12. Komp., im 32. Lebensjahre. Dies zeigt tiesbetriibt an F-amilie H. Arndt, Berlin, Rostocker Straße 31. Der Krieg kennt kein Erbarmen, Das Beste reißt er aus unfern Armen. Zum Sterbetage unseres lieben ällesten Sohnes und Bruders, des Musketiers Bmil Klawohn .(Jns.-Reg. 4) gestorben am 4. September 1915 im 26. Lebensjahre. Schwer gingst Du von uns vor einem Jahr, als ahntest Du, was Dir beschissen; nur wir wissen, was Du uns warst. Erinnerung nur ist uns geblieben. Wir schmücken unsere größte Habe, Dein Bild, daheim, ganz still be- weint. Die Elternliebe schwebt über Deinem Grabe, bis dereinst wir sind vereint. Wir haben einen lieben, Heizens guten Sohn und Bruder besessen. Jetzt schlum- mert er sanft aus ewig unver- gessen. In schmerzlicher Erinnerung Die ticftrauernden Eltern und Geschwister. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß mein herzensguter Mann, der Landsturmmann August Ratz (23. Jns.-Reg.) am 15. August 1916 int46. Lebens- jähre: ebenso unser einziger Sohn, Bruder und Schwager Fritz Ratz im vergangenen Jahr als Kriegs- sreiwilliger im 18. Lebensjahre auf dem Kriegsschauplatz den Heldentod erlitten. Wer sie gc- kannt, weiß, was wir an ihnen verloren. Dies zeigen schmerzerfüllt an Henriette Rätz geb. Güldner. Luise Wieschcr geb. Rätz als Tochter. Willi Wieschcr als Schwieger- söhn, zurzeit im Felde. Charlottcnburg, Schillerstr. 46. Hierdurch die traurige Nachricht, daß am 30. Aug. _ dieses Jahres mein innigst- geliebter Mann 172/11 Adolf Neschke im 41. Lebensjahre infolge einer Darmkrankhcit im Feldlazarett verstorben ist. In tiefstem Schmerz Frau Gertrud Neschke geb. Schmidt. Berlin, im September 1916 Kotlbuser Damm 39. Ruhe sanft! Als Opfer dieses furchtbaren Wellkrieges siel am 8. August 1916 insolge KopsschusseS mein lieber Mann und Vater seiner beiden lieben Kinder, der Land- sturmmann und Gastwirt Mann Stefaniak. DicS zeigt ticsbctrübt an Hedwig Stefaniak geb. Rasemann nebst Kindern Crna und Herta und allen Verwandten. Berlin-Weißenfee, Wörthstr. 11. Mit der Sehnsucht im Herzen nach seinen Lieben, Mit der Sehnsucht im Herzen ist er geblieben. Wär' jeder so wie er, gäb's weder Krieg noch Not. Als Sohn des Volkes starb er, 14031 getreu bis in den Tod. illnpli, Steil mü Ferwanilten Berufe Berlin, Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Zimmer No. 67— 6t, Den Mitgliedern hierdurch zur Mitteilung, daß folgende Kollegen als weitere Opfer des Weltkrieges zu verzeichnen sind: Adalbert Bamberg, Chemigraph, gefallen am 26. Matz Brime, SteindruSer, gefallen am IS. August 1916 durch Kopsschuh. Bans Junge, Chemigraph, gefallen am 23. August 1816. Ein ehrendes Andenken ist ihnen gesichert! k19/t Die Vcrwaltnng. DeutsctiBFlietallarbeiteF-Vertjanß Verwaltungssteile Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Schnitt- arbeite Adolf Karbaum Lichtenberg, Stadthausstr. 2, am 1. September gestorben ist. Ehre seinem Andenken l Die Beerdigung findet am Montag, den 4. September, nach- mittags 5 Uhr, von der Leichen- Halle des Gemeinde- Fricd-Hoscs in Lichtenberg, Lückstraßc, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 2/123 Tie Ortsvcrwaltung. Den Kollegen serner zur Nach- richt, daß unser Kollege, der Schmidt Anton 8nininx Waldstr. 38 am 26. August gestorben ist. Ehre seinen» Andenken! Die Ortsverwaltnng. VeFliand öbf SatlleF ddi! PoFlefeüiJJeF. Ortsverwaltung Berlin. Als Opfer des Weltkrieges sielen die Kollegen Georg Kraumann 24 Jahre alt, Adam Kormet 28 Jahre altz 138/12 Ehre ihrem Andenken! VEFliaml lleF freien Gast- unil Scliankwirte DeutsEiilands. Zahlstelle Wilmersdort. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Rcstauratcur Ferdinand Polscliies nach langer Krankheit, die er sich im Felde zuzog, im Reserve- Lazarett Martendorf im'Alter von 46 Jahren gestorben ist. Die Beerdigung findet morgen Montag, den 4. September, nach- mittags 5 Uhr, von der Leichen- balle des Wilmersdorscr Kirch- hoseS aus statt. 74/16 Um rege Beteiligung ersucht Tie Ortsverwalruug. Am 1. September, vormittags 8'/, Uhr, verschied nach langen, l schweren Leiden unser lieber Vater I und Schwiegervater, derKausmann| Albert Jacob! im Alter von 56 Jahren. In tiefer Trauer Elav Eixendorf geb. lacobi Karl Eigendorf, Friedrichshagen, 2. Sept. 1916. Die Einäscherung findet ani Dienstag, den 5. September, nach- mittags 4 Uhr, im Krematorium, Berlin, Gerichtstraße, statt, Blumen und Kranzspende» dankend verbeten I 3lm 29. August, abends 7fl, Uhr, entschlief sanft nach langen. schweren Leiden unser guter Sohn und Bruder Otto Mai im 27. Lebensjahre. Bruno und Hulda Mai als Eltern. Karl, Hans und Biohard Mai als Brüder, z. Z. im Felde, Gertrud und Berta Mai als Schwestern. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 5. September, nach- mittags 31/, Uhr, von der Leichen- halle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsjclde aus statt. 14231 Als Opfer des Weltkrieges siel am 20. August durch Mincn-Bauch- schuß unser lieber, guter Sobn. Bruder und Schwager, der Musketier 1182b Erich Langner Res.-Jns.-Regt. 227, 6. Komp., im 22. Lebensjahre. Die trauernden Eltern, Schwester, Schwager, Onkel. Neukölln, Weichselslr. 49. Den Frieden, der jo viel begehrt,! Hast Du, lieber Sohn, gesundem[ In unsere Herzen ist Wehmut| eingekehrt Und unheilbare Wunden. Ruhe sanft in fremder Erde. Im Meolen gnfetet oof Dan MMmm gefoflenen ßenoilen! Hm 18. August 1016 fiel auf dem Schlachtfelde unser Kenoffe Max Schaeler, veztrkssührer. Wlllldald.AlcxlS.Ttr. 26. V-». 108, 206/20 Soilildemokr. Wahlvereln f. d. 2. Berl. RelchittgtwaMtrels, Am 16. Septcmd« 1016 stel im viter oon 27 gahre» der Nelalldrücker IfoKaHk Gruner, 215/0 »lsiter Gtr. 65. Bezirk 306 II. Borltldtmokr. Wahlverein l. d. 4. Berliner RelehstageweMkr. Am 23. Lull fiel durch Kopfschuß unser veztrkZführer, der Schmied Richard Nikoleizig (»1 Jayre alt) Rostocker Str. 31. 14.«dt. Bez. 608. Am 23. Mat fiel der 33jähr!ge«auardeiier Karl Ebert, Trlftfir. 44. 16.«dt. Bez. 768. Arn 19. Lull stel durch Brufifchuß der Wfährige Maurer Karl Reumann, Fihrer Str. 10. 21.«dt. B«,. 760. C« 27, Call fiel der Schlosser Richard«Lhnei 288/8 <28 Lahre alt) Hussttenstr. 36. 10. Abt. Bez. 628. Borlaldemakr. Wahlvereln 1. d. 5. Barl. Relchetagewahlkr. 8m Felde stel der Maurer Ewald Blaurock, lkarfzgarienstr. 22. 24. Bezirk. Arn 29. Füll fiel infolge eines Kopfschusses der Schlosser Karl Langner, »ZHmIfche Str. 16. 11. Bezirk. gm Feldlazarett erlag seinen Verletzungen der Aastwlrj August Lehmann, Böhmifche Str. 48/44. 11. Bezirk. Am 18. Angust fiel im Felde der Tischler Nfoltgang 239/1 Karlsgartenstr. 13. 24. Bezirk. Sezlaldemokratieeher Wahlvereln MeokBHn. Am 8. August 1916 fiel infolge Kopfschusses unser Mitglied, der Landsturmmann Johann Stefaniak, 1. Bezirk. 245/0 Sezlaldemokr. Krtlewahlver. Nlederharntai, Bez. WelBanaee. AI« Opfer deS Weltkrieges fiel am 28. Juli 1916 unser Senosse, � Her. Stellmacher Eranz Riel im Vit« Vau 89 gahren, Drünederger Str. 18, 1. Blertrl,»ruppe 7. Am 24. August fiel als Opfer des Wellkriege» uns« Genosse Fritz Gröning, geboren am 26. Mai 1887, Weichselstr. 18. Gruppe 29. 245/4 Sezlaldemokr. Wahlver. Niedarbarnim. Baz. Ucblenberg. Am 9. Juni fiel hn Aller von 35 Jahre« durch zwei Brustschllsse der Revisor unsere» Wahlvereln» Erich Lippoid. Am 80. August verstarb in einem Berlln« Lazarett»ach schwerem Leiden der Genosse Ferdinand Rotschiek, 197/0 Gastwirt. Ob. Bezirk. Sezlaldemokr. Wahlvereln Berfln-Anmeredort. Verband der Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter Deutschlands. Filiale Berlln. Sem Und rufen unserer auf dem Kriegsschauplatz gefallenen Kollegen k Am 15. Juni 1016 starb im Feldlazarett d« Herrenmaßschneider. Kollege Ernst Sportwien, 9* n. s. äs». Fern« starb am 15. 6. 1916 im Feldlazarett tu Frankreich an Blinddarmentzündung der Militärschneiber, Kollege Gustav Böhm, s. issi. Ebenso starb am 2L 7. 1915 im Lazarett im Westen d« Herrenmaßschneider, Kollege Johann Blesse rschmidt, i. tmö Fern« fiel am 3. Juli 1916 im Osten du Herrenmaßschneider Kollege Ferdinand Binz, �»*■ i«?». Am 28. Juli 1916 fiel der Herrenmaßschneider, Kollege 7. 2. 1831. HcrrenkonsettionZschneider, I Am 28. IM 1016 fiel der Herrenmaßschl Max Schädlich, g-b. Ferner fiel am 1. Juli 1016 der H Kollege IBiihelm Aihrecht, g-» i«. s. ms, Juni 1916 der Herrmkonsekttonszuschneider, Raul Zibbler. Die OrtüTerwaltnnj;. sowie am 30. Kolleg« 163/14 r Bezirk«roh-Berliu. Folgende Kollege« sind i« Felde gefallen: Max Buczat, ArbeitSlnkscher. Heinrich Albert, J»d»strle«b«ite». Paul Brinkmann,«»hlenarbeiter. Friedrich Heinicke,«ehnntscher. Max Hlekei, Industriearbeiter. Wilhelm Kränzke, s«d»strte«beiter. Otto Mergarten, Industriearbeiter. Adolf Neschke, Gerüstbaner. Otto Nowoitnick, Geschäftsdiener. Hans Peters,®efchaftiwe«e*. Brich Rickel, Seschästsdie»«. Gustav RutSChke, Lagerarbeiter. Paul Sommerfeld,«eschästsdiener. Max Schäler, Lagerarbeiter. Karl Stein, Speditionsarbeiter. Paul Theel, Droschkenchauffenr. Paul Sawade, Mehlkntscher. «d»d threm»udeukauk 67/14 Dl« Bsulrkalrltangi. Zweigverein Berlin. Im Felde find folgende Mitglieder gefallen: Bochow, Fritz, vlaor«, Bezirk N IL Bohrke, Otto,«tukk-te«,.«edding. Outzmann, Fmil, HUss-rbelt«,. O I. Krätzig, Richard, JsoNerer.. NO. Müller, Gustav, wmm,. so. Neumaon, Karl, Maur«,. Weddwg. Lüptitz, Faul, Putz«.. n l Stange, Max, M-nr«,,«eukälln. Glrich, August, Manr«,. N n. Wilke, Wilhelm, M-ur«,. Köpenick. Ehre ihrem Andenken! � 148/16 Dl« Nrtllehe Verwaltung. Nachruf. AI» Ops« de» Weltkriege» beklagen wir den v«lust d« Kollegen Gustav Böttcher, Oskar Germer, Bermann Piepenhagen, Karl Schiller, Karl Steinbruck, Walter Sturm. Ruhet sanft! Gewidmet von Kollegen und Kolleginnen der Firma L. Spitz& Co., Puttkamerstr. 19. ii83b Deutscher Bauarbeiterverband. Deutscher Holzarbeiter-Verband Zahlstelle Berlin. Im Uelde gefalle« find folgende Mitglieder: Friedrich Gebauer, Holzarbeiter, 24 Jahre alt. Wolfgang Msttis, Tischler, 85 Jahre alt. Faul Michlick, Tischler, 34 Jahr. Okt. »Ohre ihrem Andenke«: 00/8 Die OrtsTerwaltUBg. Orts-Krankenkasse der Schlosser und verwandten Gewerbe zu Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 10. Angust d. I. unser Vorstandsmitglied, der Pionier 270/3 hdcH Belke in wen« Pflichterfüllung bei einer Minenwerser-Kompagnte den Helden- tod für sein Vaterland gestorben ist. Wir werden dem lieben, stets für da» Wohl unserer Kaff« be- strebten Kollegen ein dankbare» Andenken bewahren. Ter vorstand. A. Polxin,<3. nuiler, Vorsitzender. Schrislsührer. Deutsch. Metallarbeiter-Verband Ortsverwaltung: Berlin« Dem Andenken unserer im Felde gefallenen Kollegen. Paul Barowitz, schl-fs«, geb. 8. Januar 1877 in Königtwald«. Bruno Birke, Arbeite», gel. 0. März 1896 in Berlin. Arno Bitterlich, Former, geb. 5. Januar 18S2 in Döben. Adolf Boike, Schlosser, geb. 21. November 1877 in Bttltn. Iheodor Brachwitz, Schlosser, geb. 10. September 188? tn Steglitz. Paul Gregork, Grave«, geb. 28. März 1885 in Berlin. Robert Gruner, Dr»«, geb. 1. April 1868 in B ellin. Wilhelm Kersten, Forme», geb. 17. Dezember 1890 in Berlin. Max Keßler, Arbeite», gib. 30. Juli 1887 tn Berlin. Hermann Koker, schl-ss«, geb. 25. Dezember 1887 in Schenlenboich Fritz Kramm, Arbeite», geb. 13. Juli 1896 tn RummelSburg. Emil Lahnt, Arbeiter, geb. 7. November 1882 In Etzin. Richard Luther, Arbeiter, geb. 7. Dezember 1876 tn Neukölln. Julius Rackewitz, Schlosser, geb. 17. August 1881 in Berlin. Karl Rossow, flicmp«*, geb. 18. Februar in Spandau. Paul Seneschal, Arbeiter, geb. 1. April 1893 in Oberhos. Georg Sigismund, Dreh«, geb. 27. September 1803 in Neukölln. Bruno Singer, Anschneide», geb. 28. November 1885 tn Sangersdvrs. Friedrich Thiessen, Schlosser, geb. 26, Juli 1878 in Nehna. Paul Ullrich, Arbeit«, geb. 13. Januar 1885 in Mitienwalde. Gustav Zinsilewski, Rev.-Dreher, geb. 21. Dezember 1888 in Danzig. Ehre ihrem Andenke«! 122/4 Die OrtSverwaltnng. blit�Iisä