Ar. 845.-33. Jahrg. nbonnements-Bedingungcn: ■SonnemcnlS. Prei» vränulnerand«' klerleljährl. S.S0 Ml, monaU. ILV Ml, wöchentlich S0 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer ö Pfg. Eomuags« nunimei mit Musiriener Eonnlags- Vellage.Die Neu« Selr� 10 Big. Poii« »lbanncment: IL0 Marl pro Monat. Eingeiragcn in die Poll. Zeitung». Brciziiiie. Umer Kreuzband ,ür Deutichland und Oesterreich. Ungarn Marl, für das übrige Ausland « Marl pro Monat. Poslabonncmemt nehmen an Belgien, Dinemarü Holland, Italien. Luxemburg, Portugal, — Schweden und die Schweis s pksnnag) Die InlcrtionS'Gebübr tetrigt für die sechsgespaltene Kolonel. teile oder deren Raum 60 Pfg.. für politische und gewerlschaftlichc Vereins' und Bersammlungs> Anzeigen 30 Pfg. „Alelne Znreigen", das icttgedruckre Wort 20 Pfg.(zuunstz 2 feitgcdrullte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. ktellengesuche und Schlafftellenan» zeigen das erste Wort 10 Pfg, jedeZ wettere Wort? Pfg. Worte über>Z Buchstaben zäblen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis d Uhr nachmittags in der Expedition »dgegeden werden. Tic Expedition ist ,di» 7 Uhr abends gcvsjnet. cu-tewt LgNch. Vevlinev Vollrsblclkk. Dslegramm-Adresle: �«giillliewslirsl SerU»-. Zcntralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Neöattion: EW. öS, Linüenftraße Z. Fernsprecher: Amr Moritzplatz. Rr. 1S1 30— 151 97. Mittwoch, den 6« September 1916. Expedition: SW. 08, Linöenstraße Z. Uer»sprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 15190—15197. mmmmmmmmammmaammmKmmmBimsasKasmiuntmwuwwmBKvi Die Lage auf dem Salkan. Die türkische und die bulgarische Kriegserklärung cm Ru- mänien hat in die Lage am Balkan den Grad von Klarheit hmeingetragen, der erforderlich war, um den ganzen Komplex der dort sich entwickelnden Ereignisse zu überschauen. Jetzt steht es also fest, daß auf den Schlachtfeldern des Balkans nicht bloß die Armeen der Zentralmächte, sondern auch die der Türken und Bulgaren gegen die vereinigten Kräfte Rußlands und Rumäniens einerseits und andererseits gegen das eng» lisch-französisch-serbische Expeditionskorps in und bei Salo- niki. verstärkt durch italienische Hilfstruppen, zu kämpfen haben werden. Hierbei steht die Haltung Griechenlands noch keineswegs fest, und wenn die Ereignisse sich in dem Tempo entwickeln, wie die letzten Telegramme sie schildern, so kann über kurz oder lang erwartet werden, daß auch Griechenland in den Krieg hineingezogen wird. Schon aus der kurzen Uebersicht der kämpfenden Truppen am Balkan geht hervor, daß wir es hier voraussichtlich mit einem der wichtigsten Abschnitte des Weltkrieges zu tun haben werden. Diese Annahme dürfte auch rein strategisch zutreffen. Während an den übrigen Fronten des Weltkrieges, mit Aus- nähme vielleicht der Front in der Bukowina, der Krieg als Stellungskrieg ausgefochten wird, eröffnen die Operationen im Südosten neue Möglichkeiten für einen Bewegungskrieg, in dem die Kräfte der Teilnehmer sich zu messen haben wer- den. Was unsere Genossen in den Balkanländern schon längst befürchtet haben, ist eingetreten: auf den Schlachtfeldern des Balkans wind einer der wichtigsten— vielleicht der wichtigste Abschnitt des Weltkrieges ausgefochten, und von den ausgedehnten Fronten im Osten und Wellen kehrt der Schwer- Punkt des europäischen Krieges wieder zu seinen: Ausgangs- Punkt zurück: zu den blutgedüngten Ebenen und Gebirgs- hängen des Balkans. Für die Beurteilung der kommenden Ereignisse am Bal- kan ist es nun unumgänglich, die Interessen, Ziele und Kräfte der beiden kämpfenden Parteien mindestens in großen Zügen hu schildern. Für die vereinigten Zentralmächte ergibt sich chr Ziel und ihre militärisch-politische Ausgabe aus der Lage, die nach der erfolgreichen Offensive des vorigen Herbstes am Balkan eingetreten ist. Diese Offensive ermöglichte es be- kanntlich, nach der Niederwerfung Serbiens und Monte- negros, in unmittelbare Verbindung mit dem an die Seite der Zentralmächte getretenen Bulgarien zu gelangen und über Bulgarien eine ununterbrochene Landbrücke nach Konstanti- nopel und die asiatische Türkei zu schlagen. Diese Brücke auf- recht zu erhalten und die Linie, die von Berlin— Wien über Sofia nach Konstantinopel führt, vor Abschnürungen von Nordost oder Südwest zu schützen, ist die militärische Auf- gäbe, die sich für die Mittelmächte aus der ganzen Kriegslage ergiebt. Auf der Gegenseite haben sich demgegenüber verschiedene Kräfte vereinigt, deren gemeinsames Ziel darauf gerichtet ist, die Ergebnisse der vorjährigen Offensive zu vernichten, das Band zwischen Mitteleuropa und Vorderasien zu sprengen und nach Wiederherstellung Serbiens und Montenegros eine Neu- ordnung der Verhältnisse am Balkan vorzunehmen. Bekannt- lich hatten die Alliierten sich schon im vorigen Herbst eine Overationsbasis in Saloniki geschaffen, die immer mehr ver- stärkt und ausgebaut wurde. Eine andere, weniger bedeu- tende Basis hatten die Italiener sich an der südalbanischen Küste, in und bei Valona, geschaffen. Indessen dürfte der Schwerpunkt der künftigen Opera- tionen nickst hier, sondern im Nordosten des Balkans zu er- warten sein. Der von langer Hand vorbereitete und durch das Drängen der Ententemächte, vor allem Rußlands, jetzt herbei- geführte Anschluß Rumäniens an die Entente, ist insofern von größerer Bedeutung, als er die Brussilowsche Offensive gegen Ungarn vom Süden her unterstützt und außerdem den Russen die hcißersehnte Möglichkeit gibt, Rumänien genau so wie 1877/78 zum Durchmarsch nach dem Süden zu be- nutzen. Alles spricht dafür, daß die rumänischen Truppen selbst eine sekundäre Bedeutung spielen und sich darauf be- schränken werden, die ihnen von der Entente verheißenen Teile Siebenbürgens und des Banats zu erobern. Die Russen da- gegen werden mit aller Macht suchen, nach dem Süden vor- zustoßen, um sich gegen die Bulgaren und Türken zu werfen. Dies ergibt sich schon aus dem offen proklamierten Kriegs- ziel der Russen, zunächst die„treulosen" Bulgaren zu„züch- tigen" und dann die Landverbindung nach Konstantinopel, dem Hauptziel der russischen Wünsche, herzustellen. Sind die Aufgaben, die aus dieser Sachlage den Truppen der Mittelmächte am Balkan erwachsen, schon an sich bedeu- tend, so können sie noch eine Vermehrung erlangen durch die in Griechenland ausgebrochene politische Krise, die ihren sinn- fälligen Ausdruck erlangt hat durch die Absetzung des Gene- ralstabschcfs Dusmanis und seines Gehilfen Mctaxas, wie durch die neue Bewegung, die unter der Leitung von Veni- zelos darauf gerichtet ist, den Anschluß Griechenlands an die Entente herbeizuführen. Ob hier noch wertere Komplikationen hinzutreten oder nicht, die Lage ist jedenfalls schon heute so, daß die Mittel- mächte nach zwei Fronten hin. dem vereinigten Ansturm weit stärkerer Kräfte die Stirne zu bieten haben.(z) venizelos über öie«-höchsten Enterest en" Griechenlanüs. Amsterdam, 5. September.(T. ll.) In einem Gespräch mit dem Korrespondenten des.Daily Telegraph" erklärte VenizeloS: Ich habe mit Freuden von dem Eingreifen Rumäniens vernommen, welches den Sieg des BierverbandeS doppelt so sicher macht und ihn schneller herbeiführen wird. Die Intervention mutz auch die Ent« scheidung in Griechenland beschleunigen. Wir haben schon einen Krieg hinter uns, denn die Verluste und Leiden, hervorgerufen durch die zehnmonatige Mobilisation und einen feindlichen Angriff, kommen dem Kriege gleich. Einen zweiten Krieg, der unS durch unsere höchsten Interessen auferlegt wird, können wir weder ver- hüten, noch länger verschieben. Meine Gegner glaubten, datz Rumänien nicht eingreifen würde; doch die Kriegserklärung Rumäniens an Oesterreich-Ungarn hat alle ihre Berechnungen um« gestotzen, sie können nicht länger widerstreben, denn sie wissen, datz die Augen des Volkes geöffnet sind und datz sich selbst die Armee von ihnen abgewendet hat. Zwischen dem König und mir bestehen keine persönlichen Differenzen. Wenn der König dem Kabinett ZaimiS gestattet, meine Politik auszuführen, werden unsere Differenzen über auswärtige Angelegenheiten beigelegt sein. Unsere Meinungsverschiedenheiten über konstitutionelle Probleme werden durch die bevorstehenden Wahlen auS der Welt geschafft werden. ES besteht kein Grund, diese Wahlen nicht stattfinden zu lasten, selbst wenn wir uns im Kriege befinden sollten. GeValttätigkeit gegen üie österreichische Gesanötschast. London, L September.(2B. T. 9.)»Daily Telegraph' meldet auS Athen: Am Sonntag sei ein Auto mit dem Sekretär und zwei anderen Beamten der österreich-ungarischen Gesandtschaft nach Eleusis gefahren. Da es offenbar ihre Absicht gewesen sei, die Flotte der Alliierten auszuspähen, hätten ihnen englische Agenten, die in einem anderen Amo satzen, befohlen zu halten. Die Oesterreicher, heitzt eS weiter, trachteten zu ent- kommen. Das Auto der Engländer holte sie aber ein. Es wurde ein Schutz auf die Ocsterreicher abgegeben, um ihnen zu zeigen, datz sie unmöglich entfliehen könnten. Darauf ergaben sie sich. Der Kawatz der Gesandtschaft wurde leicht verwundet. « Wien, 5. September.(W. T. B.) DaS Wiener!. k. Telcgr.-Korr.-Bureau meldet aus dem Haag vom 4. September: Einem Telegramm des niederländischen Gesandten in Bukarest vom 2. September zufolge erfreuen sich die Mitglieder der Gesandtschaft und der Konsulate Oesterreich- Ungarns des b e st e n Wohlseins. Unangebrachte Entrüstung. In der.Humanitö' regt sich.Homo' über die Be- hauptung der deutschen Minderheitspreffe auf. datz die Mehrheit der französischen und die der deutschen Partei sich in ihrer Politik auf- fallend gleichen. Er zitiert den Hauptpassus der Kritik aus dem Artikel des.Vorwärts' über den französischen Nationalrat und fährt dann fort: .Man sieht eS: für den.Vorwärts' gibt eS nicht den geringsten Unterschied zwischen der französischen Mehrheit und der deutschen Mehrheit. Die Politik Sembats und Renaudels soll nach ihm ganz diSsclbe. wenn nicht schlimmer sein als die Politik Scheidemanns und Südekums! Diese ungeheuerlichen Schlüsie vom Gesichtspunkt der sozialistischen Traditionen und der formellen Entscheidungen aller internationalen Kongreffe sind nur möglich, weil der gegen- wärtige Redakteur für auswärtige Politik am.Vorwärts', Dr. Meyer, ein enragierter Zimmerwalder ist, in heftigem Wider« spruch mit den Hauptthesen der inneren Propaganda der Opposition, an der er mitarbeitet, und der aus den internationalen sozialistischen Diskussionen die Frage der Verantwortlichkeiten der Zentral- mächte auszuschalten versucht, indem er für alle das Recht der Landesverteidigung verneint und infolgedessen keinen Unter- schied zwischen der Situatton der einen und der anderen macht. Das ist derselbe Redakteur, der kürzlich nach einer in der Schweiz heraus« gegebenen Revue zwei Artikel veröffentlicht hat, die die ungeheuer- lichsten Injurien gegen die Führer der Mehrheit und der Minderheit der französischen Partei enthielten. Da er Prinzipien teilt, die nicht diejenigen sind, die die Internationale immer proklamiert hat— und da er Anhänger der neuen in Kicnthal proklamierten Prinzipien ist— ist es natürlich, datz dieser Redakteur des.Vorwärts' nicht nur.die Politik der französischen Mehrheit für falsch und dem Interesse des internationalen Proletariats zuwiderlaufend' hält, wie er in seinem Artikel über den Nationalrat sagt, sondern datz er gleicherweise unzufrieden mit der französischen Minderheit ist----' Man steht, datz unser Artikel eine empfindliche Stelle getroffen hat— anders lätzl sich der Wutausbruch des.Humanitö'-Korrcspon- deuten nicht erklären. Wir wollen nun zunächst feststellen, datz der betreffende Artikel nicht auS der Feder unseres Kollegen Dr. Meyer stammte.— Im Uebrigen mutet eS direkt komisch an, wenn Homo sich in der Abwehr der Angriffe aus die Mehrheit auf die sozialistischen Tradistonen und die internationalen Beschlüffe beruft, und es genügt wohl, datz wir ihn auffordern nachzulesen, was nicht nur die deutsche, sondern auch die französische Minderheitspresse über diesen Punkt gesagt hat. Wir haben immer wieder betont, datz die Mehrheit der deulfcheu Partei diese Traditionen und Beschlüsse. autzer• acht gelassen hat, aber die stanzösische Mehrheit etwa als ihre Hüter zu bezeichnen, wäre gleich lächerlich. Man braucht nicht einmal ein.Kiemhaler' zu sein, um das einzusehen; und wenn man die Frage der Landesverteidigung ganz auS dem Spiel lätzt, so sind von feiten der deutschen und der französischen Mehrheit so un- geheure Fehler gemacht worden, die alle ihren Ursprung in dem Ausgeben einer eigenen sozialistischen Politik während des Krieges haben, datz wir nicht gut einsehen können, datz die beiden Majoritätsgruppen sich gegenseitig so viel vorzuwerfen haben. Wir haben oft genug erklärt, datz wir die Politik beider für falsch und unsozialistisch halten. Wir haben zugegeben, datz die französische Partei sich auS gewissen Gründen in einer schwie« rigeren Lage befindet als die deutsche, aber das kann unS nicht veranlaffen, über alle ihre Fehler hinwegzusehen. Allerdings ist diese Debatte sehr unerquicklich und im höchsten Matze unfruchtbar, da sie nicht von beiden Seiten mit der wünschenS- werten Offenheit geführt werden kann. Um das zu erreichen, um eine vollkommene Klärung herbeizuführen, mutzte sie aus einer ge« meinsamen Tagung der sozialistischen Vertreter aller Länder statt- finden. DaS hat auch jetzt wieder die sogenannte Mehrheit der französischen Sozialistischen Partei verhindert, und dadurch hat sie ihr Schuldkonto weiter belastet. Erneute ZrieüensüiskuBon in üer �lation�. Haag, b. September.(T. U.) Die Wochenschrist„Nation' eröffnet wieder ihre vor einigen Wochen eingestellte Friedensdiskussion. .Selbstverständlich,' so führt sie aus,.müffe Deutschland seine Niederlage zugeben, bevor zwischen den Parteien verhandelt werden könne.' DaS Blatt glaubt, datz nach dem Kriege ein europäisches Konzert möglich sei, worin auch Deutschland aufgenommen werden könne. Weigere sich Deutschland, dann werde der Friedensverband geschloffen ohne Deutschland. Niemand denkt daran, das Deutsche Reich auseinanderfallen zu lassen. Die.Nation' tritt für M ä tz i« g u n g ein und wünscht ebensowenig die Zentral- mächte zu vernichten wie nach dem Kriege vom wirtschaftlichen Verkehr fern zu halten. W a y f a r e r warnt in derselben Zeitschrift, aus der Meinung. Deutschland könne den Krieg nicht gewinnen, die Folgerung zu ziehen, datz eS vollständig niedergeschlagen werden könne. Eine solche Auffassung sei im Heere, das stets gemätzigter im Ton und fast friedliebender als die Preffe gewesen sei, nicht vorhanden. Die Soldaten, so heitzt eS weiter, wiffen, wie furchtbar der Krieg ist. Auch gibt es Männer an der Spitze von Ententeländern, die die allgemeine schwere Lage Europas empfänden, und begreifen, datz ein ungehemmter Kampf von unbegrenzter Dauer für den Sieger kaum weniger verderblich wäre als für den Besiegten. Es ist keine Zeit für eine leichtfertige Politik oder für scharfe Kritik, eS fei denn gegenüber denen, die vom Kriegshandel leben, der mit dem Ende des Krieges ebenfalls endet. Ich könnte weitergehen und fagen, datz die Vorbereitungen des Friedens bereits begonnen haben. Während der nächsten Zeit wird dies natürlich nur eine Vorbereitung der Kultur und der Gedanken, nicht aber bestimmter Bedingungen fein. An anderer Stelle fetzt die.Nation' auseinander, datz die an die Somme geschickten Berstärkungen ihre Wirkung nicht verfehlen und zu Erschlaffung der Deutschen führen werden. DaS wöchentlich erscheinende Hetzblatt.Fohn Bull', das eine Auflage von mehr als einer Million hat und in der Kriegs- und Deutschenhetzerei alle anderen übertrifft, leistet sich nun die Sensation, einen Artikel zu veröffentlichen mit der Ueberschrift: .Ich wollte, der Krieg wäre vorüber'. Der Verfaffer, Horato Bettenley, schreibt: Selbstverständlich wünscht kein Mensch, datz der Friede zu stüh komme. Aber jetzt, wo in normalen Zeiten die Reisezeit käme, werde man melancholisch gestimmt, besonders auch über die große Veränderung, die der Krieg in der Häuslichkeit bringe. Der neue amerikanische 0otschaster in Konstantinopel über Wilsons Politik. Ein Mitarbeiter der»Voss. Z t g.' hatte mit dem neuernannten amerikanischen Botschafter für Konstantinopel, Herrn E l k u s, de« sich auf der Durchreise in Berlin aufhält, eine Unterredung, auS deren Frage- und Antwortspiel wir folgendes entnehmen: .Da Ew. Exzellenz mit den jüngsten Eindrücken aus New Dork zu uns kommen, so sind Sie vielleicht in der Lage, mir einiges Nähere über die Wahlaus sichten Wilsons mitzu- teilen.' .Nach meiner festen Ueberzeugung hat Präsident Wilson b e- gründete Aussicht, mit grotzer Mehrheit wieder« gewählt zu werden. Die von ihm verkündete Plattform einer friedlichen Verständigung unter den Völkern auf dem Wege des Schiedsgerichtsverfahrens triffr den tiefsten Nerv des alten Amerilanertums. Die sehr grotze Friedensbewegung in Amerika, deren Wortführer Bryan gewesen ist. wird sich jctzr in Verbindung mit den von alters her demokratischen Staaten durchweg auf die Seite Wilsons neigen, weil sie es Wilson Dank weitz,'datz es seiner Politik gelungen ist, Amerika von den Greueln des Krieges fernzuhalten. Die Wahlparole in Amerika wird mit dem Stichwort .Weltfriede' von feiten der Demokraten aufrechterhallen werden. Die in Amerika ungemein verbreiteten Friedens« Vereinigungen und die überwältigende Mehrheit des amerikanischen Volkes, das den Krieg grundsätzlich verabscheut, werden dem Pazifisten Wilson zum Siege verhelfen.' »Wie verträgt sich die wiederholte Friedens- beteuerung Wilsons mit jener jüngstety sehr scharfen Ncde Wilsons über die Amerikaner, die unter einer fremden Flagge geboren sind— eine Rede, die hier recht stutzig gemacht hat?* „Man muß die amerikanische Mentalität und vor allem den Be- griff des.HMhens*(Mndcstrich-Amcrilaner) richtig verstehen, um die Friedens reden Wilsons würdigen zu können. Man scheint unter .Hyphcns* in Deutschland offenbar envas ganz anderes zu ver- stehen als wir drüben ür Amerika. Vor Kriegsausbruch nämlich war der Begriff.Hyphen* durchaus harmloser Art und hatte keinerlei maliziöse» oder gar bitteren Nebengeschmack. Unter Hyphen verstand man, bevor Noosevelt diesem Worte während des Krieges eine bös» artige Nebenbedeutung unterlegte, ein gesellschaftliches Zusammensein von Frcmdgcborencn zn sozialen Zwecken, oder man gebrauchte auch diesen Ausdruck zur Äenuzeichnung geschäftlicher Beziehungen und sportlicher Eigenarten, beispielsweise wurden irische Sportklubs ebenso als Htiphens bezeichnet wie deutsche Gesangvereine. Achten Sic daraus, daß Wilson in seinen drei FriedcnSredcn noch nie» mals das Wort Deutsch-Amerikaner in den Mund genommen hat. Es ist völlig irreführend, den von Rooscvelt bösartig zugespitzten Begriff lediglich und ausschließlich auf die Deutschen zu beziehen. Es gilt ebenso von den A n g l o- A m e r i ta n c r n, F r a n k o- Am eri k an e r n, Huugarr-Amcrilauerll, Jtalo-Amerikaueru wie von den Deutsch-Aincrikanern. Die Meinung Wilsons ist, daß In Amerika leine andere als amerikanische Politik getrieben werden soll. Er verlangt von allen Hyphens, von den Iren ebenso wie von den Deutschen, daß sie nur eine Welipolitii unter amcrilrmischem Gesichtswinkel treiben. Aber auS dem Umüaude, daß Wilson ganz solgerichtig die Friedens- und Schied. sgerichtsidee in des Mittel» Punkt seiner Petra chtpil gen rückt, muß die Folgerung gezogen werden, daß die Plattform, aus der die WUsonsche Wahl sich vollziehen wird, u n t e r den Auspizien des Pgzifis» in u S errichtet ist. M e s s e v f ch g r i werden bei den Wahle» einander gegenüberstehen: Demokratischer Pazifismus auf der einen, Militarismus, uud Imperialismus auf der anderen Seite. Arvs diesem Gründe hege ich nicht den geringsten Zweifel, daß die große Mehrheit dcS amerikanischen Volkes, das friedlich gestunt ist, sich im Nqvcmber für Wilson cm- scheiden wird.*_ Der bulgarische Kriegsbericht. Toffa, 3. September. stA. T. B.) Generalstabs- b c r i ch t. An der mazedonischen Front keine BerSnderung der Lac>,e. Langd der ganzen Front schtvaches gegenseitiges Artiilerre- und Getvedrsteuer. Etwas lebhaftere Tätigkeit herrschte nördlich des Ostrowo-SeeS nnd im Tale der Mogle- nitza, lvo einige schwache Angriffe durch Feuer zurückgewiesen wurde?. Die feindliche Flotte beschoß die Pefcstjgungen nörd- stich im SiaüaU«. w.g mich seuchUche FlMze.uge Bomben ab- iogrseii, ebenso tvie aiif die Dörfer Starovo. Hgznatar und den von Äügifta.' Mehrere Einwohner, darunter Frguey utld Kinder, würden getötet odcx verwundet. Im Norden überschritten am L. September unsere Armeen die Grenze ander D o b r u d s ch a, wobei sie vor- geschobene Abteilungen des Fcinbes kräftig zurückdrückten. Uusere Armeen rückten aus Kurtbunar, bemächtigten sich dieses Punktes nach entschcidciidem Kamps, wobei Soldaten und L Lsiiziere zu Gesyligeuen gemacht wurden. Der Feind ließ 100 sjote und eine große Anzahl Gewehre und Ausrüstungs- gegyiWitztz zurüch Ei'ne uusercr Abteilungen besetzte die Stadt Akkadinlar.' Her Pprniarsch wird auf der ganzen Fw-ch fortgesetzt- PortugjGfche Truppen für Saloniki! iöcnf, st. Scstteusbcr.(W. T. B.).Mqti?* meldet aus Alheu: Das Blatt»Embros* meldet, daß eine Abteilung portugiesischer Artillerie in SalonM ausgeschifft wurde, und versichert, daß demnächst Ist 000 portugiesische Soldaten ge« landet werden würden._ Sericht öes türkischen Hauptquartiers. Konstantiuopel, 4. September.(W. T. B.) Haupt- quartiersbcricht vom 3. September. Bon den verschiedenen Fronken liegt keine Nachricht über eine cripähncuswkrte Veränderung vor. _ Der Vize-GeneralisstnntS. Die feindlichen Heeresberichte. Ter französische Tageshcricht. Vom 4. September nackmittagS. fW. T. L.> An der So««« machte der Feind im Lauft der Aachs keinen Versuch, d>e chm abgenommenen Stellungen, hie die französischen Truppen schnell besesligtech wieder zu erobern. Schlechtes Wetter bceusil ächtigle die Kämpfhandlungeu. Bis jetzt wurden dem Feinde 1-t Gcschlltze abgenommen. Nene Gefangene wurden gemeldet. Auf dem rechten Uftr der iWaa« Handgronatentampf in den Gegen- den östlich und nordöstlich von Fleuiy, wo die Franzosen chreu gestrig«» Gewinn voLjusudiq behaupteten. Die Gesamtzahl der von ihnen in diesem Abpchuitt gemachten Gewogenen beträgt 4M Älle voll, den Dkutschin gxn�n die illl.vzößichen Stellungen w dem Paux» und Chapitrcwalde gerichteten Angrfffsv'ersuche wurden durch das" Feuer der Besatzungen- angehalten. Ein wenig östlicher wurde ein Angriff deutscher Streilkräste in dem Augenblick unter französisches Sperrfeuer genommen, wo der Feind hervorbrechen wollte. Er mußte ichleunigst in seine Gräben zurück, nachdem er empfindliche Verluste erlitten hatte. Die Nacht war auf dem übrigen Teile der Front ruhig. prieutarmce, An der Strumoftont und in der Srgend des Tpsigii-ZeeS zesiwMg aussetzende Kanonade und Pqlrowllen- täugkeil. Westlich vom Dsiropo-See wurde«in bulgarischer Angriff von den Serben leicht zurückgeschlagen. Von dem übrigen Teile ver Frour ist nichts zu melden. Vom 4. September abends. sW. T. 85.) Iln der S o in m e f r o n t entwickelte sich die gestern von den franzönsch- englischen Slrcilkräflen eingeleitete Schlacht heute auf beiden Usern der Samme und wurde den ganze» Tag mi» äußerster Erbitterung sqrlgcsetzl. Nördlich des Flusses machten wie in Erweiterung unserer Erfolge merkliche Forlschristc östlich des Dorfes Le Forest� drqngen Uber daS Gehvf: ll Hopsial hinaus und besetzten den Bergrücken West- lich des Gehölzes von Macilere?. Heftige deutsche Gegenangriffe, die sich gegen unsere neuen Stellungen südlich von'Eombles richteten und aus dein Dorfe hervorbrachen, wurden durch unser Maschinen- oewchr- und Sperrfeuer, da« dem Feinde sehr schwere Verluste zu- sügie. gebrolden. Das ganze von un» eroberte Gelände wurde voll- ständig gehalten. Die Zahl der im Laufe der zwei Tag« nördlich der Sonmie gezählten Gefpnaenen erreicht jetzt L20Q. Wir erbeutete» beule etwa zehn Maschinengewehre außer der gestern ge- meldeten Zahl. Südlich der Somme griffen die französischen Truppen die feindlichen Einrichtungen auf einer Strecke von etwa 20 Kilo- metcr von Barleux vis in die Gegend südlich von Chaulnes an. Uebcrall gestattete die Tiwftrkell unserer Soldaten und die Stärke unserer Artillerie uns, die bestimmten Ziele zu erreichen. An der Mw iez«en SMWllm. Amtlich. Großes Hauptquartier, 5. Scp- trmbcr 1916.(23. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die großeSommeschlacht dauert an. Unsere Truppen stehe« zwischen La Forest und der Somme in hcisiem Kampf. Südlich des Fluffcs erwehren sie sich des auf der 20 5liloutctcr breiten Front von Barleux bis füd- lich von Chilly auftürmenden Gegners. Das Dorf Chilly ift verloren gegangen. Rechts der Maas sind neue Augriffe der Franzosen gegen unsere Linien östlich von Flcury und gegen die am 3. September au der Souville-Schlucht gewonnene Stellung abgeschlagen. lDeftlichcr Kriegsschauplatz. Front des Gcncralfeldmarschalls PrinzenLeopoldvo»! Bayern. Die Lage ist unverändert. Front des General» der Kndallerie Erzherzog Carl. In hartnäckigen Kämpfen haben deutsche Bataillone den mehrfach zum Gegenstoß aufetiendcn Feind südöstlich von Brzeany wieder vertrieben. Au Gefangenen habe« die verbündeten Truppen in den beiden lebten Tagen 2 Offiziere 259 Mann eiugeoracht. Zn den Karpathen entspannen sich an mehreren Stellen kleinere Gefechte. Südwestlich von Zabie and von Schipoch Wied gekämpft; stärkere russisch« Kräfte sind sßd- westlich von Fundul Moldowi blutig abgewiesen. Gatkau-kkriegSschauplatz. Deutsche und bulgarische Truppen stürmten die de- festigten Vorstellungen des Brückenkopfes von Tutrakan. Die Stadt Dobric ift von den Bulgaren gcuommcu. Bulgarische Kavallerie zersprengte mehrfach ramänische Bataillone.__ Deutsche Sceflugzenge belegte» Coustavza sowie russische leichte Seestreitkräfte mit Bomben. Unsere Luft- schiffe haben Bukarest uud die Crdölanlazcu von Ploests mit gntem Erfolge bombardiert. Der Erste Gen eralqnartierm«stcr » Ludendorff. »» Ar WlMiW SMkMOsSerlU Wien, ö. September.(W. T. B.) Amtlich wird vrrlautbart: Orstlicher Kriegsschauplatz. Front gegen Rumäuira. Bei unveränderter Loge nichts von Belang. HrereSfrvnt deS Generals der Kavallerie Erzherzog Carl. Dir klngriffe der Skuffe« gegen die Karpathenfront der»er« bstudeten daaern an. Bei Fundul Moldowi schlugen«asere Truppen zahlreiche starke Borstöße ad. Am oberen Czercmosz uud südlich von Bqstrzcc wird heftig gekämpft. Nordwestlich von KöriSmezt scheiterten alle Versuche deS FeindeS, Ran» zu gewinnen. Südöstlich von Brzezany wurde auch da» letzte vor- gcstcr« verlorengegangene Grabenstück zurückgewonnen. HerrrSfront des G e n e r a lf r kd m a r s ch all« Prinz Leopold von Bayer». Seine besonderen Ercigaissc. Jtalieuischcr Kriegsschauplatz. An der Tiroler Front ist stcllcmveisc eine erhöhte Artillerit» tätigkeit emgetrctcn. Im Nusrcddo-Gcbirt kam eS z» erbitterten Sümpfe» n» de« Söramc-Gipfcl, den unsere Truppe» vorübergehend verloren, durch kühnen Gegenangriff über wieder zurückgewannen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Italienische Truppen überschritten gestrr» früh tei Feras die Lojvsa. Ein Angriff unserer Reserven gegen den ftiv blichen linkt» Flügel warf den Gegner zurück. Da» Feuer unserer schwere» Artillerie hegleitew die aus daS Süduser deö Fluges «eichende» italleuischen Lolonycn. Während de« Kampfes schoß der Feldpilot Staboseldipsbel Arizi eiuru feindliche« Kampfflieger ad. Ein Insasse tot, der zweite gefangen. Der Stellvertreter des Chefs de« Generalflabe»: von Hoeser. Frldmarschallcutnant. Front Barleux— Deniccourt nahmen wir die erste Linie der feind- lichen Gräben' und setzte» uns im Borgelände des Dorscs Berny UNp an den Rändern«ördlich von Deniecoürt fest. Auf unserem rcchien Flügel wurde dos Dorf Soyecourt im Norden und Südwesten angegriffen und im Laus««ineS glänzenden SlurmeS vollständig genominen. Weiter südlich von Aermandovillers biS Chilly eroberte unsere Insamerie nach äußerst heftigem stampf in einer Ausdehnung von mehr als 4 stslometern pse aanze erst« Siel- lung der früheren deutschen Front, die mehrere sehr stark auigcbaulc Verleidtgungslinien umfaßte. Das Dorf Chilly wurde völlig ge- nömmen.' Wir besetzten im Osten die Höhe Li) sowie den Westrand deS Gehölzes von Chaulnes. Wir sind über da« Dorf Bermando- villers, von dem wir einen Teil halten, von Norden und von Süden der glatt vorgedrungen. Unsere schwere Artillerie nahm feindliche Truppen, die auf der Straße Liancourt— SoncheS debauchierten, unter Feuer und zersprengte sie. Di« Zahl der von uyS heule südlich der Somme gemachten und bereits gezählten pnyer- wundeten Exjangcnen übcrsieigt 2700. Auf de'iir rechten Uftr der Maas befestigten wir trotz heftiger Beschießung durch den Feind unseren gestrigen Gewinn, sndem wkr etwa 100 Meter in der Gegend östlich von Fleuty vorrücklen. Die Deutschen richtelen gegen 9 Uhr einen sehr starken Angriff auf unsere Stellunge» am Wäldchen von ChenoiS. Diesem Angriff gelang es anfänglich, uns eine Feldschanz« an der Straß« von Vaux mch Gräben westlich davon zu entreißen, aber glänzende Gegen- angriffe gestatteten uns, das Gelände gänzlich wieder zu gewinnen. das zeitweis« gufgxgebefl(var, rznd. xfwq 100 Gesanasne zu machen. Am Nachmittag wurden neue Angriffsversuche der Deutschen östlich bön Chenöis abgeschlagen. Die Zahl der gestern und heute in der Gegend von Fleury gemachten unyerwundeleN Gefangenen beläufl sich jetzt auf mehr als S00. Belgischer Bericht. Einige Lrtillerietätigkeit im Lauft deS Nachmittag» in der Gegend von Dixmuiden und von Boefinghe auS. Tie englische Meldung. V 0 m 4. S e p t e m b c r.(W- T. B.) Gestern wurde zwischen Ancre und Somme äußerst heftig gekämpft. Wir nahmen eine feindliche Verteidigungsstellung von 3000 JardS Länge und 800 Aards Tieft. In Binchy, da» wft zuerst ganz erobert hatten, verloren wir wieder an Raum, aber ein Teil des Ortes ist trotz heftiger nächtlicher Gegenangriffe in unserem Besitz gebliebeu. Bisher sind 800 Gefangene eingebracht worden. Zweiler englischer Heeresbericht vom 4. Sep- tember.(23. T. B.) Heuie vormittag hat der Feind einen Gegen» angriff auf unsere neugewonnene Stellung nordwestlich vom Monquel- Gehöft geinachr, ist aber mühelos zurückgeworfen worden. Nördlich vom Gehöft Fqlfemous haben unsere Truppen am Nachmittag noch Boden gewonnen; an diesem Teil der Front dauert ein erbiiterler stampf au. Zwischen Ancre und Somme ist außer heftigen Geschütz- kämpfen nichts weiter zu melden. Englischer Salonikibericht vom 4. Sepie nibcr. (W. T. A.) Der Oberbefehlshaber der britischen SIrcilkräfie bei Salonili berichtet, daß die Tätigkeit der feindlichen Artillerie auf dem rechten Flügel der englischen Dojcanfronl erheblich zugenommen habe; an der Sirumafronl sei die Lage unverändert. Ter russische Kriegsbericht. Vom 4. September nachmittags.(23. D B.) An der Westfront, südöstlich von Baranowitschi, in der Gegend der Dörfer Darevo, Labuzy, Nagornja, Roftchy und südlich des GehöilS Berezovka unternahm der Feind am 3. September von Mitlernachts ! bis 7 Uhr morgen? Gasangriffe, deren erstickende Wellen sich an einigen Abschintlen viermal wiederholten; alle Angriffe des Feindes wurden»ach Ablassen von Gas mit großen Verlusten für den Feind abgeschlagen. In der Richtung von Wladimir-Wolynsh in der Gegend von Scclwow und storptnica und in der Gegend des obeien Sereth dauern die erbillenm liämpft fort. In der Gegend von Brzezany erzwangen unsere Truppen deiiUcbcrgang über dieTheniopla, eweu westlichen Nebenfluß der Zlvia Lipa. und benmchtiglxir sich einer feindlichen Stellung; sie nahmen 80 Offiziere, Lotl Soi- daterr gefangen und eroberten 6 Maschinengewehre. Inden Wald« larpalheu bemächtigten sich uuierc Truppen einer Reihe von Höhen lind rücken gegen die ungarische Grenze vor. Die Zahl der in der Zeil vom Ol- August bis 3. September von den Truppen des Generals Bcuisilow gemachten Gefangene» wird aus 383 Osfizicre, 19 020 Soldaten angegebenen, darmuer U deursche Lifiziere und 1300 Soldaten. Erbeutet wurden 12 Geschütze. 7ö Maichineiigewehrc, 7 Bombenwerftr. An der KaukasuLfront rückten unsere Abteilungen südlich bei Flusses Ellcou vor.— Unsere Offensive in der Gegend von Oghnotl dynert an. Wir machten dort 10 türkische Offiziere und 538 Soldaten zu Gefangenen. Englische Panzeranlomobiic tvechselten lebhaftes Feuer mir stürben südwestlich des Nimrudgöt-Tccs und westlich des Wansees. Meldung der italienischen Heeresleitung. Y 0 m 4. S e p l e m b c r.(W. T. 25.) Im Femmclal(Apisio) machte der Feind, der Verstärkungen erhalten hatte,»ach starker Artillerievorbereitung gestern zwei heftige Angriffe nacheinander gegen die von uns auf dem Cauriol eroberten Stellungen. Er wurde jedesmal von unserem Feuer aufgeholteir und nachher von tapferen Alpinis. Bataillon Bat Brenla, mit dem Bajonett ongc- griffen und zerstreut, wobei ihm schwere Verluste beigebracht wurde». Auf der übrigen Front Artillelieiätigkeil. Die unsere beschoß Ziele im Drautalc sehr wirksam, die feindliwe war besonders im Hv-bbut und in der Gegend von Plava am Mittclkaufe des Jsonzo tätig. Feindliche Flugzeuge warfen Bomben auf Ala und in die Täler der Bergflüffe Vanoi(Jsmon) und Mis(Cordcvole). Weder Tote nech Schaden. In Albanien machte» am 2. im Lauft des Tages Vcrsaglicri- Abteilungen und Terrilorral-Miiiz einen neucil glärizendeu Einfall auf da� recht« Uftr der Vojrisq. Sie überschritte« den Fluß zwischen Seefai und Regepai. Die tapferen Territorialen grifft» das Dorf stuta an und nahmen es nach erbillcrtcm stampf im Siuri». Zn gleicher Zeit besetzten Bersaglieri Drizar und die Stellung auf dem Berge Gradist. Sie wiesen heftige Gegenangriffe, die der Feind verfuchte, zurück. Abends hatten unsere Truppen ihre Aufaadc er- füllt und kehrten auf das linke Uftr der Bojusa zurück. Eme Abteilung Bersaglieri wurde auf dem Berge Trübes zurückgelassen und verblieb dort ungestört bis zum 3. September nachmittags, dann lehrft sie in unsere Linien zurück- Ww»ghmen dem Feinde 34 Ge- sangen«, lauter reguläre österreichische Soldaien, und zahlreiche stiften Arlilleriemunilion, Patronen und Lebeiismittel ab. kämpfe in Teutsch-Qstqfrila. Lophyn, 4. September.(W.£. A.j Amtli ch. Am 4. h. M. morgens 9 Uhr, ist D q r e» s g l y m besetzt toyrden. Keestttitträile I» Verbindung mit Truppen ans Bagamoyo und Sagdam find damit beschäftigt, den ehemaligen Sitz der Regierung, die Hauptstadt dcS deutschen Schutzgebietes, zu besetzen. Südlich voll Mrogoro wird unsere Verfolgung ver deulschen Hanpiftreilkrasle fortgeietzt. Der Hauplteil der Truppen unter Smutö befindet sich in der Umgebung von Matomba im Osten der Slopes« und der Uiuguru-Berge. Kleinere Streilkräste stoßen südlich durch das Hügelland vor, während im Westen berittene Truppen nach Süden auf die Uebcr- gänge über den großen Fluß Ruahu drücken, im gemeinsamen Vor- gehen mit einer Abteilnug von van Dcvcntcrs zweiter Divillon, die stilunn(42 Meilen iMiich yoy stjlosia) erreicht hgt. Im südlichen Gcbiel besetzten Abteilungen unter Northeh Ncu-Jringa und wurden von diesem Ort und von Lippembe nach Mahenge zu weiter geleitet, in welcher Richtung alle noch im Felde stehenden dcutschcii Truppen den Abzug angetreten haben. vom U-$oot'Krieg. Amsterdam, 5. September.(22. T. B.) Die Blätter melden. daß der englische Taulpftr„Nicvaul Abbe»"(1133 Brulwionnen) der Vme Rotterdam— �>ull, der Sonnabend abend von Rotterdam ausfuhr, am Sonntag vormittag in der Nordsee versenkt wurde. Schiffsverlufte öer Entente im?uni. Krgnkfurt a. M-, b. Septemhrr.(K. T. P.) Die.Frank- f« r/tep Z k itung' meldet aus Bern vom 4.; Nach einer Auf- ftegung des Bureaus Berilas jn Paris beläuit sich die Zahl der im Monqt Juni horch Kriegsereignifft verloren gegangenen H a n d e! s s ch j f s e guf QQ msi insgciomt 103 075 Tonnen. Aus die Haiihelsflolten her Alliierten kommen vier Fünftel dieser Verluste, nämlich 49 Schiffe mir 8t 301 Tonnen. Bali«« Hot unter den icind- lichen Unftrftebyiffen am meisten zu leiden gehabt. ES verlor 12 Dampfer, 1? Gegklschifik mit rund 37 000 Tonnen. Die Ver- luste Englands im Juni beiragen nach der Verilgs 1? Dampfer Mll 23. 399 Tonney. Angespülte Ninen. Haag, ö. Schitembcr�(W. T. B.) Im ülkonat August wurden 62 Minen ängespülti davon waren 43 englischen, 10 deutschen und 3 unbekannten llrsprtingSd Die Gesamtzahl der seit Beginn des Krieges angespülten Minen beträgt jetzt 1279, wovon 702 eng- tischen, 32 französischen und 220 deutschen, sowie 283 unbekannten Ursprungs waren. Luftangriff gegen Gesel. Berlin, 5. September.(23. T. B) Infolge des gün- stigcii WcttcrS war die Fliegertätigkeit im Laufe des gestrigen Tages an der nordkurländischcn Küste und am Eingang deS Rigabusens sehr lebhaft. Unter an- derem griffen deutsche Secflugzeugc mit Erfolg die russische Flugstation ArenLburg auf Oescl an und kehrten trotz heftiger Gegenwehr unbeschädigt zurück. Angriffe des Gegners auf die nordkurländische Küste wurden durch unsere Sceflugzenge und Abwehrbatterien ver- eitclt. Einige Bomben fielen ohne Schaden anzurichten in die See oder in daS waldige Gelände. Ein russisches Flugzeug wurde durch unser Abwehrfeuer beschädigt. Englische Melüunguber üen Zeppelinangriff London, 4. September.< klärend, jedoch überwiegend bewölkt und besonders im Weste» verschiedentlich etwas Rege». Im Küstengebiete sehr veränderlich mit öfter wiederholten, meist leichten Regeusällen. AIS Opfer dieses VöllevringcnZ muhte mein herzensguter, innig- geliebter, unvergehlichcr Mann, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Kranlemräger Gustav Bolllen Im Alter von 87 Jahren, nach 2ö monatlichen schweren Strapazen und Entbehrungen am 29. August, getroffen von einem Granatnolltreffer, auf dem Kriegsschauplatz so jern von seinen Lieben sein Leben lassen. Die» zeigt tiefbetrübt im Namen aller Hinterbliebenen an Die untröstliche Gattin Ell«» Bolllen geb. Eisenblätter. Königsberg i. Pr. Berlin K, Transoaalstr. 44. Im tiefsten Schmerz werden wir stets seiner in Ehren gedenken. Wer ihn gekaiiiit. wird unser» Schmerz errüesien. 42A Dentscher B&uarliEller-Veitoii Znclfvcrcin Itcrlin. Bezirk N. II. Am 2. September starb unser Mitglied, der Putzer HeinFicli Möller im Alter von Kg Jahren. Ehre feinem Andenke«! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Bartholomäus- kirchhojes in Weistensce, Fallen- berger Strahe, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 142/15 Bi« örtliede VerMeltung. IsnezlNei'. ieriin. Yerfesnii iler Filiale Berii Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unser Kolleg«, der Tapezierer Otto Kiekebusch im Alter von 2S Jabren nach langer Krankheit am 1. September gestorben ist. Ehre seinem Andenken k Die Beerdigung findet Mit!- woch, den 6. d. Ms., nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Neu- köllncr GemcindcsricdhoscS, Ma> riendorfer Weg, aus statt. 178/8 Die Ortsverwaltuua. Als Opfer de» Wetttrleges starb| den Heldentod unser lieber Kol- lege, der Schlosser Stimming !t!cs.-Jns..Reg. Nr. 11, Masch.-bieSU«n, V.nctmaranraB, Ukoek.Btormes, bexaebarede Uodalla 200,- 150,- HO,- 00,- 68,— Feseba Vrfihjahn-Kettärot. raistada Farbtn, jeammearD, Ladas»to. ea,- ich- ich- 82.- Ich- IsxnrtnBlerts■oldOBsUtatol,•smmlmS.atai mit pasuad.r Kapp«, wunderbar. Qualitäten, «otiOekaade Faibauttellaareo,(eecheate Cilocken- torin ao, beeU Verarbeitung 58.-«ch—(M.-??'/, Rlmfaohe Qammimlutal 2ch— 22 V, Ich— HerreDgummiroüntel, alle weiteu Sch- SS- 28.- KV, Ich- Etasbalatal ras Ich— ao, Lodeomtutal 18.— aa Billige Preise! Plüschmäntela Pelzmantel. DU wnncUtbÄraten Qualit&te«, molligdte btoff« mil eehte» Ulster. AI»in« berühml. S«»l-Plüichm&ntel 200,— 150.— 100,—»t. 2* beiden pIAsokmKaUl, beste. 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