Nr. 103. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pig. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnand Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. O Kanzler, gieb uns ein Ausnahmegeseh! A13 Heine zu seinem Wintermärchen nach DeutschIand tam, bettelten ihn die deutschen Hunde an: D Fremdling, gieb uns einen Fußtritt! Der deutsche Reichskanzler mag mit ähnlichen Empfindungen das deutsche Bürgerthum betrachten, das ihn seit Monaten anwinselt: D gieb uns ein neues Ausnahmegesey, Kanzler! Sonntag, den 6. Mai 1894. Jm vorigen Winter, als Vaillant die schöne Geste" gemacht hatte, schwoll das bürgerliche Winsel- Konzert um den Fußtritt und Maulkorb zu gewaltiger Stärke an allein die böse Regierung that als ob sie nichts hörte, und Caprivi wurde immer mißliebiger; er hatte kein Herz, für das angstleidende Bürgerthum so wenig wie für die nothleidende Landwirthschaft. Ein ganz abscheulicher Kauzler! Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. D Kanzler, gieb uns einen Fußtritt! Was der Kanzler thun wird? Wir wissen es nicht. Und es ist uns auch gleichgiltig. Ob die alten Gesetze verschärft, nene scharfe Geseze fabrizirt werden oder nicht, das mag für die Herren Polizisten und Richter von Be deutung sein, insofern es für sie mehr oder weniger Arbeit bedingt der, Anarchismus" wird garnicht berührt. Die Abschreckungstheorie ist seit einem Jahrhundert ad absurdum reduzirt- und wer die Abschreckungstheorie Verrückten gegenüber anwenden will, ist selber verrückt. Dolitische Leberlicht. Jeßt, nach dem Prozesse des Morphium Anarchisten Henry, rafft das deutsche Bürgerthum sich zu einem neuen Ansturm auf den hartherzigen Kanzler empor, und aus Vom Augenblick an, wo es bekannt wurde, daß die Dußenden von liberalen Zeitungskehlen dröhnt der flehentliche Und wir Sozialdemokraten schauen mit vergnügten Reichsregierung auf das Sozialistengeset verzichtete, fuhr Ruf zum Himmel und in das Reichskanzlerpalais: Ogieb uns Sinnen auf diesen jüngsten und flagrantesten Ausbruch der Angst und Schrecken in die deutsche Bourgeoist., die sich einen Maulforb, Reichskanzler! Wir brauchen ein neues Berkommenheit unseres deutschen Bürgerthums, das den unter den Rockschößen der Polizei zwölf Jahre lang so Ausnahmegesetz! Es braucht ja nicht Sozialistengesez zubürgerl'chsten, durch und durch aristokratisch- militärischen wohl und sicher gefühlt hatte, und nun auf einmal hinaus- heißen! Nicht einmal Anarchistengesetz! Wir könne es leid, skanzler schweiswedelnd umsteht und ihn anbellt: gestoßen wurde ins feindliche Leben" und mit deni sozia- tropfenweise in die bestehenden Gesetze einträufeln! Wir Kanzler, einen Maulforb! listischen Gottseibeinns eigenhändig Stirn gegen Stirn den brauchen z. B. nur das alte Dynamitgesetz zu verschärfen, Kampf führen sollte. Das war diesen Mordspatrioten, die so daß Jeder, der ein Dynamitverbrechen" lobt oder nicht hinter dem Glas Bier aus voller Lungenkraft brülle: Wir genügend tadelt, schon gefaßt werden kann! Wir brauchen Deutsche fürchten nichts als Gott auf Erden!- das war blos den§ 57 des Strafgesetzbuchs zu ändern, der Verbrechen diesen christlich- germanischen Recken doch zu viel zuge- unter 18 Jahren Strafmilderung gewährt- die ,, Anarchisten" Berlin, den 5. Mai. muthet. Und daß Caprivi so rücksichtslos war, das Sozia find bekanntlich meist junge Leute! Wir branchen dann höchstens Das Dreiklassensystem. Eine bemerkenswerthe mit Listengesetz wirklich fallen zu lassen und von ihnen zu ver- noch dieses oder jenes harmlose Wörtchen in das Preßgesez, sehr reichen statistischen Material versehene Arbeit*) hat langen, sie sollten auf eigenen Füßen stehen, mit eigenen das Vereinsgesetz und das Strafgesetzbuch einzuschmuggeln, Dr. J. Jastrow soeben veröffentlicht. Händen kämpfen das haben sie ihm niemals vergessen; und la chose est faite der Maulforb ist fertig! Der Verfasser weist mit Recht nach, wie wenig die im und das ist der Hatgrund ihrer Fronde" gegen den Dgieb uns einen Fußtritt, liebster Reichskanzler! preußischen Landtag vorgenommene Wahlreform" geeignet neuen Kurs" und den neuen Kanzler". Verzeihung einen Maultorb! sei, die durch Abgeordneten und Herrenhaus gebildete Karrifatur einer Wolfsvertretung erträglich zu machen. Die absolute Impotenz dieser Geldsadsvertretung in sozialpolitischer Beziehung findet einen scharfen Kritiker in dem Autor, der schließlich keinen andern Ausweg aus der Misère des Dreiklassen- Wahlsystems findet, als daß er den Nath ertheilt, auf dem Wege der Reichs- Gesetzgebung für die Einzelstaaten Volksvertretungen zu schaffen, welche auf Grund des Reichstags- Wahlrechts zu wählen sind. Noch hündischer als die Hunde des Wintermärchens, die blos Fußtritte erbettelten, winseln die deutschen Bürger um einen Maultorb ein Niveau der Knechtselig feit, auf das der bestdressirte Pudel noch nicht herab gejunten ist. So tönt's seit einigen Tagen von allen Seiten aus den Spalten der nationalliberalen Blätter, und zwar auch der freisinnigsten" unter ihnen, wie den Münchener Nachrichten"! Was ist da zu sagen? Es giebt Thatsachen, die man nur festzustellen hat Thatsachen, die keinen Kommentar vertragen, weil ein Kommentar, und auch der kräftigste, sie abschwächt. Herr Dr. Jastrow hätte daran denken sollen, daß, so= wenig man vom Distelnstrauch Feigen lesen kann, man ebensowenig von einer Bourgeoisie erwarten darf, daß sie die Klinke der Reichsgesetzgebung in Bewegung setzen wird, machen. Freilich, sie denken ja, der Maulkorb werde nicht ihnen angelegt, den guten militärfrommen, für Gott, König und Baterland schwärmenden, auf Apportiren, Stocksprung und andere nüzliche Dienste dressirten Reichs- Daß in Frankreich das Bürgerthum die Attentate hunden, sondern blos den wilden sozialdemokratischen gegen die sozialistische Bewegung auszubenten sucht, das ist Toggen, die noch vor keinem Herren den Nacken gebeugt ein Beweis seines Abfalls von den früheren politischen haben. Idealen, allein es ist doch keine hündische Niedertracht, denn Seit die gelehrigen Apostel des französischen Polizei- das Bürgerthum hat dort direkt die politische Macht,.nd um sich damit in den Einzelstaaten selbst den Garaus zu Genies und Gesellschafts Messias Andrieur ihr staats- es benutzt einfach die Gelegenheit, die Diktatur in die Hand retterisches Knallen begonnen haben, erweckt jeder Knall zu nehmen. Das ist nicht demokratisch, das ist nicht ehrlich, süße Hoffnungsschauer in der Brust unserer deutschen Wlast- aber es ist eine natürliche Konsequenz des Klassenkampfs. bürger, und sie bellen im Chorus: O, einen Maulforb, Anders in Deutschland. Unser Bürgerthum ist nicht Ranzler! Ogieb uns einen Maulkorb! Der Kanzler blieb aber mäuschenstill, was den inneren Groll der frondirenden" Musterbürger nur vermehrte und die Sehnsucht nach der alten Raketentiste steigerte, aus der es jeden Augenblick hervorpoltert: Ich gebe einen Mantforb, und sogar eine Flinte, die schießt! Und obendrein Millionenfuiter für alle, die weltkluge Finger haben! ein. Feuilleton. Der Jude. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. 31 " Der Rath des Herrn Jastrow ist zwar gut, aber die Vaterschaft des demselben zu Grunde liegenden Gedankens gebührt nicht dem Verfasser von Sozial- Liberal". im direkten Besitz der politischen Macht es hat sie Wenn Herr Dr. Jastrow den im Reichstage eins niemals besessen, und sie findet sich jetzt in der Hand von gebrachten Anträgen seine Aufmerksamkeit zugewendet hätte, Männern, die der bürgerlichen Anschauungsweise unbedingt so würde er gefunden haben, daß die sozialdemokratische feindlich sind. Unser Bürgerthum verlangt nicht die Diktatur für sich, neines verlangt sie für eine durch und durch unbürger liche Regierung. *) Das Dreiklassensystem. Die preußische Wahlreform vom Standpunkte sozialer Politik von Dr. J. Jastrow. Berlin, Verlag von Rosenbaum u. Hart. 1894. sie!" brummte Veit mürrisch. Die Alte verjette aber indessen nicht, für Eure Sünden will ich büßen, wenn's eisernd: Nein, lieber Herr, sie ist verständiger, denn eine Noth thut, weil es geschrieben steht, daß die Unthaten der ihres Alters. Die Klostermagd am uralten Stifte der Eltern bis ins vierte Glied forterben, aber nimmer sie verNeuerinnen zu Frankfurt war der Dirne Taufpathin, und jähen vor der Welt." " brachte sie, da sie zehn Jahre alt geworden, und ich noch ,, Desto besser!" lachte der Leuenberger: Da habt Ihr rüstig dem Haushalt vorzustehen vermochte, als ihre Helferin ein gutmüthig Schäflein, das, wenn einmal der Stab über in dasselbe Stift. Taselbst wurde unsere Judith zwanzig Euch gebrochen wird, für Euch den Hals streckt, und bei Jahre alt, und überlebte ihre Pathin, und trat an deren dem lieben Gott Eure Fürbitterin wird. Stille aber jetzt Stelle, bis ich, vergeßlich werdend und an Kräften ab- mit dem thörichten Geplauder. Weißt Du schon, daß unser Was schreit Ihr denn also?" fragte die Erwachende nehmend, sie wieder zu uns forderte. Sie weigerte sich auch alter Geselle, der Weber Paul von Bonames, gestorben?" in schlaftrunkenem Gleichmuthe:„ Der Herr wird Euch nicht keineswegs, und kehrte heim, geschickt und gewandt, und ,, Nein, werther Herr," erwiderte die Alte: Ihm sei das im Ernste erstechen wollen, und in Eurem liederlichen Ge- ausgestattet mit Bibel und Sittensprüchen, die sonst an Freudenreich dort oben, wenn's also sich verhält." werbe sollt Ihr blanker Messer schon gewohnt geworden uns gemeine Leute nicht kommen. Ihr Verstand merkte" Den Teufel auch!" schalt Veit:„ Der Hölle Schwefelsein." Beit mußte über die faule Predigt lachen, die bald, wo es leider in unserem Hause hinaus will, und ihre pfuhl ser dem niederträchtigen Buben, der auf dem Sterbedas häßliche Mägdlein hielt, und steckte den Dolch wieder Frömmigkeit spricht oft Donnerwetter gegen uns aus, vor lager zur Plaudertasche wurde, und mir übeln Leumund Komm her, Alte," rief er:' s war nur mein denen nicht selten mein Mann selbst erzittert. Im Anfang brachte. Ich kümmre mich freilich wenig um die EllenScherz. Ünd Du, garstige Bußrednerin, lege wieder Dein wollte er die Judith schlagen, aber es war immer, als reiter zu Frankfurt, aber verdrießlich ists doch immer, wenn Haupt zur Ruhe. Unser Gesprächsel würde Dein frommes ob ein Engel seine Hand aufhielte, obgleich die Divne ge- solche Menschlichkeiten zur offenen Sprache kommen." Und da wir nun sahen, Ohr ärgern." laffen Rücken und Wange bot. " Ja wohl, ja wohl!" bekräftigte die Alte: Paul war „ Das würde es auch," versetzte die Dirne, wie oben. daß sie unverdrossen ihre Arbeit verrichtet, und das vierte sonst einer der besten unter meines Martens Leuten, bis Ich will mich daher lieber draußen im Stalle zur Ruhe Gebot ehrt wie eine Heilige, so ließen wir sie reden, und er fromm wurde, und sich in Reue und trostlosem Nachlegen, als in Eurer Nähe." Sie stand arf und ging. haben uns an ihre harten Ermahnungen gewöhnt, beachten grübeln sein Ende herbeizog. Mein Mann erzählte_oft, Mädel, draußen pfeift der Schneewind!" rief ihr die sie gar nicht, wenn sie nicht etwa dann und wann mein der Baul führe einen Stoß, trotz einem Wälschen, und Stich Mutter zu. Mein Roß steht im Stall und tann nicht Mutterherz zu schonungslos angreift, wie just heute. Ich und Tod sei eins bei ihm." gut Gesellschaft leiden!" fügte der Junker bei. Was habe sie ja doch geboren!" " Dem war auch so," versetzte Veit: bis der Kerl zum thut das?" fragte die Dirne entgegen: Schneelust ist talt, Eben darum;" versetzte Beit gleichgiltig: Die Bärin Schurken wurde." aber kälter der Schooß einer gottlosen Mutter. Unter den muß etwas von ihrer Brut vertragen fönnen. Schlechtes Hufen eines schlagenden Rosses schläft der Gerechte besser, Bolt seid Ihr, das leidet einmal feinen Zweifel. Nehmt als unterm Schirmdache des Bösen. Gute Nacht!"- Sie immerhin das Kreuz auf Euch, fügt Euch der Tollheit Eures verschwand, und bei dem Ernste ihres Abschiedes war dem Sprößlings, und dankt dem Satan, wenn die Verrückte Euch Leuenberger unheimlich ums Herz geworden. Unheimlicher nicht einmal an die Gerichte verräth." Die Alte schüttelte ungläubig den Kopf. Das thut sie noch der Mutter, die trübsinnig beim Feuer sizend, die Hände faltete, und in die Flamme starrend, die dicken nimmermehr!" sprach sie:" Ich habe einmal von ihr verThränentropfen ungetrocknet ließ, die in ihren grauen Wim- langt, sie sollte einen Eid darauf schwören. Sie aber hat's pern hingen. Die Maid bricht noch mein Herz," nicht gethan, und gesagt:" So Ihr ouf ein leeres Wort seufzte sie endlich und ich darf sie nicht schelten, weil sie von mir vertraut, mehr als auf mein kindlich Herz, so verdie einzige Unschuldige im Hause iſt." Eine Närrin ist dienet Ihr, daß ich hinginge und Euch verriethe. Sorgt 11 " " " " Daß solche fecke Leute auch dahinfahren müssen!" fuhr das Weib fort:„ Ich darf es wohl bekennen; die besten Gehilfen Martens, den doch allgemach Augen und Kraft verlassen. tommen nach und nach von seiner Seite. Dreie sind ihm noch geblieben von der ganzen Schaar, die er seit Und mehr denn zwanzig Jahren mühsam herangezogen. von diesen dreien wird nächstens der Beste, der Jude, sich rennen, wie mir mein Mann mit Verdruß geflagt." " Wie?" fuhr Veit überrascht auf: Der Jude, der pfiffigste aller Galgenvögel, der unverzagteste aller Mörder hat Euch den Dienst aufgekündigt? Blitz und Strahl! Gesetz betreffend die Volksvertretung in den Bundesstaaten. Einziger Artikel. Der Artikel 3 der Verfassung des Deutschen Reichs er hält folgenden Zusatz: In jedem Bundesstaat muß eine auf grund des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts ge= wählte Bertretung bestehen. Das Recht zu wählen und gewählt zu werden haben alle über zwanzig " schlungen werden, dem Magen oder dem Leibe zu gut. Daß für die Seele mehr gesorgt werden müsse als für den Leib, ist nur eine Pfaffenlüge, um die Menschen zu bethören und im Bann der Kirchendogmen zu halten, was ihnen leider bis auf den heutigen Tag bei der großen Mehrheit der Menschen gelungen ist. Darum Ehre einer solchen Frau, welche, wie Frau Wilhelmi, den Muth hat, unerschrocken für die Wahrheit in die Schranken zu treten, unbeirrt durch die Verfolgungen bigotter Negierungen." Fraktion bereits am 24. November 1893 den nach seiner seinen einzigen Sah herausgreifen, weil er ein kulturAnsicht einzig gangbaren Weg eingeschlagen und folgenden geschichtliches Interesse hat, nämlich den Sat: Antrag gestellt hat: Was der Staat den Arbeitern schuldig ist, hat er an sich und ohne Rücksicht auf sozialdemokratische Resolutionen und Programme zu thun, und wir meinen, im Deutschen Reich hätte man dieses reichlich genug gethan." Arbeiter über das sozialreformatorische Ideal der ReichsWir danken für das Geständniß, das die bentschen regierung aufklärt. Für sie ist also die soziale Frage Bon einer scharfen Widerlegung", die uns zutheil gegelöst. worden sein soll, ist uns nichts bewußt und wir müßten Herr von Caprivi wird mit dem Tölpel von Pindter es doch wissen. Aber wir sind an das„ getödtet" und vielleicht nicht so zufrieden sein, wie wir. vernichtet" werden so' gewöhnt, daß wir es vermuthlich Hans nimmermehr Nichts gelernt. Was Hänschen nicht lernt, lernt nicht mehr merken. Der Frau Hedwig Henrich- Wilhelmi und die alte Raketenkiste ist schon sind wir niemals in den Weg getreten; wir werden aber ein sehr alter Hans. So fann es uns nicht wundern, daß auch niemals dazu schweigen, wenn versucht wird, die sozialbesagter Hans heute in seinem Hamburger Bolterblatt als demokratische Bewegung in ein kleines, längst abgegrastes Mittel gegen die Arbeitsruhe am 1. Mai empfiehlt, jeden Nebeneckchen hineinzudrängen, so daß sie Gefahr läuft, von In der letzten Session des Reichstages ist der Antrag Arbeiter, der am ersten Mai nicht ar der großen Heerstraße, die zum Ziele führt, abgehalten zu nicht mehr zur Verhandlung gelangt; es wird indeß dafür beitet, für immer aus der Arbeit zu entwerden. gesorgt werden, daß der Reichstag in der nächsten Session lassen. Vorläufig ist er entlassen, und für immer". über die Einführung des allgemeinen gleichen Wahlrechts Man merkt sich's aber. in den Einzelstaaten in Berathung tritt. Jahre alten Reichsangehörigen, ohne Unterschied des Geschlechts, in dem Bundesstaate, in dem sie ihren Wohnsitz baben. Die Zustimmung dieser Vertretung ist zu jedem Landesgesch und zur Feststellung des Staatshaushalts- Etats erforderlich." Herr Dr. Jastrow, der dem Liberalismus immer noch zutraut, soziale Einrichtungen im Jnteresse der Arbeiter klasse fördern zu wollen, wird also seinen Wunsch im nächsten Reichstag erfüllt fehen. Ob die Bourgeoisie der liberale Sipfel derfelben eingeschlossen geneigt ist, dem allgemeinen Wahlrecht in den Bundesstaaten die Thore zu öffnen, wollen wir ab warten. Vorläufig bezweifeln wir es recht sehr. Die Kreuz- Zeitung", bie wir bei aller Gegnerschaft immer noch zu unseren anständigeren publizistischen Gegnern Ein todter Mann ist der berüchtigte Pfarrer Jekraut, rechnen mußten, bringt heute freilich nicht in ihrem einst der gefeierte St. Georg, welcher den Drachen der politischen Theile, sondern unter den Strich- die lächerSozialdemokratie erschlug. Als im Herbst 1890 das lich- dumme Erfindung, die unlängst das Ahlwardt- Organ Sozialistengesetz fiel und von der verzweifelten Bourgeoisie, dem Fränkischen Arbeiterblatt" nachgedruckt hatte. Was die von der Polizei so treulos im Stich gelaffen war, ber uns bei einem Blatte vom Raliber der Staatsbürgers Kampf mit geistigen Waffen" verkündet wurde, da war der Zeitung" nicht in Erstaunen setzen konnte, erscheint bei streitbare Pfarrer Iskraut der erste, welcher mit fühnem einem so gut redigirten Blatte, wie es die Kreuz- Zeitung" Feldherrnblick die Lage der Dinge tlar überschaute und die ist, einfach unverständlich. Die Redakteure der KreuzDas Dreiklassen- Wahlsystem in Preußen wird fallen, richtigen geistigen Waffen" der deutschen Bourgeoisie Beitung" wissen doch, daß unsere Partei über ihre aber nicht die Bourgeoisie, sondern die in der Sozialdemo- herausfand und ergriff. Er bewaffnete seine Bauern mit Einnahmen und Ausgaben öffentlich Rechnung legt, tratie politisch organisirte Arbeiterklasse wird das Volk echt westfälisch- antikollektivistischen Eichenknüppeln und schlug fie wiffen, daß unsere Partei nicht den zwanzigsten auch von dieser politischen Monftrofität befreien müssen. die neue Schlacht im Teutoburger Walde: die„ Schlacht Theil von 10 000 000 Mark Einnahmen hat, zwei von Spenge" in August 1891. Die Sozialdemokratie ihrer Redakteure, die Mitglieder des Reichstages find, Das preußische Abgeordnetenhaus wird sich Mon war in Westfalen„ geistig" vernichtet. Nur erging es den müssen mit eigenen Ohren gehört haben, wie in offiziellſter tag bis zum 17. Mai vertagen. Der Schluß der Session vertenfelten Kerlen, wie weiland den Engländern bei Weise von der Tribüne des Reichstages diese Nachricht als ist für Ende Mai zu gewärtigen. Waterloo- fie wollten nicht glauben, daß sie todt waren, und eine schainlose Erfindung der im Bureau der nationalBundesrath. In der am 4. d. Mts. zunächst unter fie blieben lebendig- aus Bokheit. Die antikollektivistischen liberalen Partei angestellten Herren gekennzeichnet wurde, dem Vorsitz des Vizepräsidenten des Staatsministeriums, Eichenknüppel wurden von den Bauern in die Ecke gestellt, in die sie mußten auch die klare Darlegung gehört haben, wonach Staatsjekretärs des Junern Dr. v. Bötticher und sodann autikollektivistischen Bauernschädel bohrten sich sozialistische eine solche Berwendung unserer Partei Einnahmen rein unter dem Vorsitz des königlich bayerischen Gesandten pp. Seuchenbazillen ein, und Arminius Jskraut, der Sieger der unmöglich wäre und doch druckt das Blatt die Mär Grafen von Lerchenfeld- Köfering abgehaltenen Plenarsizung neuen Schlacht vom Teutoburger Wald, stand neulich, wie von den zehn Millionen ab, die zu Gehalten der Führer des Bundesraths wurde der Entwurf eines Gesetzes, betr. wir schon gemeldet haben, vor den Schöffenrichtern zu unserer Partei verwendet werden. den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr im Deynhausen, ein Belisar, klagend über die Undankbarkeit Es find merkwürdige geistige Waffen, mit denen unsere Kriege, in der vom Reichstag beschlossenen Fassung an seiner Brotgeber. Ach! Und er hatte Grund zu klagen! Partei bekämpft wird. genommen. Der Reichstagsbeschluß zu einer Petition, be- Was konnte er dafür, daß er die geistigen Waffen" der treffend die Rückerstattung von Boll für amerikanisches Bourgeoisie richtig erkannt hatte? Was konnte er dafür, laß, uns mit einem„ Grenzboten" Artikel zu befaffen, in dem Besitz- Bestialität. Wir hatten vor einiger Zeit AnPötelfleisch, wurde den zuständigen Ausschüssen über- daß die Sozialdemokraten so boshaft sind, fich lebendig zu ber Besitztrieb als das gefeiert wurde, was den Menschen wiesen. Den Vorlagen wegen Errichtung eines Frei- ftellen, auch wenn sie schon längst todt find? Aber fein über das Thier hinaushebt. Das animal possidens, das bezirks in der Stadt Altona, wegen der Bollbehandlung Klagen half ihm. Die antikollektivistischen" Bauernschädel befizende Thier, wie der Verfasser jenes Artikels sich und über das Thier hinaushebt. Das animal possidens, bas baumwollener Wirkwaaren, wegen der Zollbehandlung waren rebellisch geworden und Arminius Iskraut wurde gerauhter baumwollener Butztücher und wegen der An- verdonnert wegen unanständiger Verunglimpfung der feinesgleichen mit Stolz nennt, würde in Wirklichkeit, wenn rechnung und Einlösung der Branntweinsteuer- Berechtigungs- Männer, die einst bei Spenge unter seiner Führung die nicht edlere Triebe jenem niederen Instinkte des Erraffens und Vergütigungsscheine wurde die Zustimmung ertheilt. geistigen Waffen" so tapfer geschwungen, und so kräftige und Festhaltens entgegen wirkten, noch unter das Thier herabsinken. Der Besizvertrieb vermeuschlicht Die Resolution des Reichstages, betreffend die Revifion des orthodoxe Hiebe" ausgetheilt hatten. Es ist ihm mit Gesetzes über die Invaliditäts- und Altersversicherung wurde schnödem Undank gelohnt worden, dem armen Arminius nicht, sondern ent menschlicht die Menschen, die vont ihm beherrscht werden. Jeder Zag liefert dem Reichskanzler überwiesen. Endlich wurde über ver- Jstrant die fette Pfründe von Bielefeld hat er verDie schiedene Eingaben Beschluß gefaßt. loren, und jetzt geht es ihm so schlecht, daß er darüber dafür Beispiele aus dem Ausbeuterleben. Der Norddeutsche Zeitungs Bindter ist unnach Raths pflegt, was besser für ihn sei: zu Bodelschwingh in Menschheit ist durch die Fülle solcher Thatsachen aber schon ahmlich; er ist, wie der alte Pindar nach Soraz, mir mit die Arbeitslosenkolonie zu gehen, ober den Sozialdemokraten fo abgeftumpft, daß sie kaum noch derartige Greuel beachtet. sich selber zu vergleichen; und mit feinem griechischen Vor- fich als Agitator anzubieten. Nun, von den antikollekti- Mehr fällt es schon auf, wenn auf anderen Lebensbild hat er das gemein, daß er das Aeußerste leistet vistischen Eichenfuüppeln, die er bei Spenge schwingen gebieten sich die Besitzbestialität offenbart, und deshalb wollen wir hier eine solche Bestialitätsoffenbaring nur mit dem Unterschied, baß jener ablergleich die höchsten ließ, sind etliche uns in die Hände gefallen, und noch wohl festnageln, die von den bürgerlichen Zeitungen in aller Höhen erflog, während der Norddeutsche Namensvetter erhalten. reptilisch in die tiefsten Tiefen des tiefsten Morastes hinabbringt. Er ist wirklich unerreichbar, unser Bindter diese Anerkennung müssen wir ihm je wieder zollen. Tief, tief hat die Kapitalistenpresse Deutschlands auch dieses Jahr in den Schmuh gegriffen, um das Maifest der Arbeiter mit genügenden Kothmassen zu bewerfen so tief aber, wie unser Pindter, hat keiner in den Schmutz gegriffen, so tief ist keiner in den Schlamm getaucht. Da steht man die Bismarc'sche Erziehung! Und auch, daß das gemästete Reptil die Sozialdemokratie anklagt, sie habe den 1. Mai eigentlich nur zu geschäftlichen Zwecken gegründet, ist echt Bismarckisch. Aus dem Schimpf Gallimatthias wollen wir blos Wegen seiner bin ich eigentlich hier. Seiner Geschicklichkeit bedarf ich ja gerade am allermeisten." 〃 finden wir folgende Notiz: Religionsfererei. In dem„ Milwaukeer Freidenker" " " Gemüthsruhe, aber ohne Kommentar erzählt wird. Wie unsern Leser bekannt, sind in der steirischen Lueglochhöhle einige Höhlenforscher durch plögliches Anschwellen der Anknüpfend an einen Artikel über einen Bortrag, welchen Höhlengewässer eingeschlossen worden. Noch ist Hoffnung, Frau Hedwig Henrich Wilhelmi in Berlin sie zu retten. Die verschiedensten Versuche werden untergehalten hat und in welchem sie die Angriffe des nommen, um durch Felsensprengungen und Wasserabdämfozialdemokratischen Vorwärts" scharf mungen einen Zugang zu ihnen zu bahnen. So verfiel man widerlegte und dabei von Bruno Wille träftig unter auf den Gedanken, einen Damm aufzuwerfen, um die Wasser stützt wurde, schreibt uns der wackere alte Freidenfer, Peter eines der Höhle zuströmenden Wildbachs abzudämmen. Da Sieh von Anburn, Wash.: Frau Wilhelmi hat vollkommen recht, denn, wenn die religiöse Frage gelöst ist, ist auch die Magenfrage gelöst. Wenn die Menschheit einmal ausgefunden hat, daß die Erde unsere Heimath und es weder ein Jenseits, noch ein Leben nach dem Tode giebt, dann kommen alle die Millionen, welche jetzt von den Kirchen und Pfaffen ver 11 " heißt es nun in den Berichten von Ort und Stelle: " Als die Dammarbeiten zur Ableitung des Wildbaches begannen, protestirten mehrer Grundbefizer dagegen, weil ihnen durch die Ableitung ein Waffer. schaden erwachsen tönnte. Diese Weigerung erregte # Ein herzzerreißendes Stöhnen aus der Ferne war das Blut nicht geschenkt." Bärenwüthig hat sich der Bursche Leyte, das gehört wurde. Lange blieb es nun stille; end gewehrt, fuhr Marten fort: er meinte uns all in tie Die wird Euch auch nicht entgehen," tröstete die Alte. lich hörte man ein Rauschen im Moore, wie das Versenken Flucht zu schlagen durch sein Schwertlein. Aber nichts da. Rann die Arbeit bald gethan werden, so verrichtet sie der schiverer Steine, und kurz darauf kamen haftige Schritte auf Bolf hieb ihm die Sehne der rechten Faust mit dem Meffer Rothe gern für Euch. Ihr kennt ihn und uns ja nicht die Hütte zu, in welche drei stämmige Rerle traten. durch, ich rannte ihn zu Boden, und der Jud stieß ih.a von gestern. Aber im nächsten Sommer wird er eine Frau Guten Abend!" war ihr erstes Wort; Wer da?" ihr den Knebel in den vorlauten Schreihals. Fort mit ihra nehmen und gen Worms ziehen, und das Messer an den zweites, da sie des Fremden gewahrten, der ihnen indessen über Stock und Stein bis hierher, wo ihn Bodick abfehlte. Nagel hängen, um ein ehrlicher Mann zu werden. Der bald fein Fremder mehr war, wie die rohe Freundlichkeit Er schlafe wohl; im Sumpfe ruht er fanft gebettet und Bursche hat gar leicht zu reden und zu thun. Den besten des alten Marten bewies, der ihn zuvorkommend aufnahm. tommt gewiß nicht wieder, sein Geschmeide und sein Geld Theil jeder Beute hat er für sich genommen, und fein Ges Wasser!" herrschte einer von den anderen hochgewachse zurückzufordern." wissen ist vollkommen ruhig, denn ein Jude begeht feine nen Burschen der Dirne zu; und gemessenen Schrittes" Gott wird's an seiner Statt, und die Thräne seiner Sünde, wenn er einen Christen plündert oder erschlägt, so holte diese den Schwentteffel vom Kandelbrett, in dem sich Wittwe!" sprach Judith feierlich. Ich aber will am Rande wenig als es etwas zu sagen hat, wenn ein Christ einen der Wildblickende die Hände wusch. Reinige Deine blutigen des Moors für seine arme Seele beten." Sie ging hin Hebräer todt macht." Hände, Zodick," redete das Mädchen zu ihm:„ von Deiner weg und die Alte folgte ihr bald nach, um durch aberSchöne Weisheitslehren! dachte Beit für sich, und Seele geht der rothe Flecken nicht ab, bis er sich vor dem gläubische Formeln ihr zagendes Gemüth zu beschwichtigen. wünschte sich weit hinweg von dem entmenschten Weibe in Herrn in höllische Flammen verkehren wird." Schweig," Daß Du dem unnüßen Ding das Gedipper nicht vers die Gesellschaft der rohesten Männer. Sein Wunsch wurde Aberwig!" polterte der Jude, die Faust gegen sie erhebend. bieten magst!" schalt Bodick gegen Marten. Berbiete der bald erhört, denn ein dumpfes Geräusch wurde, fern her Daß ich schweige," versetzte die Mlagb, ist kein Wunder, Gans das Schuattern", antwortete dieser mit vieler Ruhe. tommend, vernommen. Die Alte spitte das Dhr, öffnete da ich Deine Schläge fürchte, daß aber der dort oben- Mag die Dirne doch reden, was sie will; wir thun, behutsam den Schiebladen, horchte und flüsterte in die schweigen kann bei solchem Mordgräul, ist ein unverständlich was wir wollen." Jeht zum Beispiel wollen wir theilen," Stube herein: Sie kommen, edler Herr; sie sind's!"- Mirakel!', Wahnsinniges Thier!" entgegnete Bodit vermeinte Bodid mit seiner gewohnten Grobheit; herans Auch Veit legte sich auf die Lauer. Das Gesumme tam ächtlich, und setzte sich zu den übrigen. Die Alte trug Most mit dem Fang; ich muß heute noch zur Stadt, sonst merkt näher- leichte Tritte, dann Gestolper auf dem holprigen auf, und die Habersuppe, die den übrigen mundete. Bodic mein Herr Unrath." Marten wintte ihm mit den Pfade, der von der Bergener Anhöhe herunter führte,... 30g aber ein Stück Brot aus der Tasche, und einige Augen zu und deutete verstohlen auf den Leuenberger, der, mitunter leises Stöhnen, wie das eines Getnebelten- Zwiebeln, um sie zu speisen, legte dann sein Messer in des ohne Antheil an dem Gespräche zu nehmen, ruhig in der darauf folgende halblaut hervorgepreßte Flüche;... end. Herdes Kohlen und forderte seinen besonderen Becher, seine Ecke sigend, einen günstigen Augenblick erwartete, sein eigen lich verlor sich alles hinter der Hütte und schien plötzlich besondere Flasche. Beides, mit eingeschnittenen Zeichen ver- Gesuch anzubringen. Zodick verstand Martens Geberde still zu werden. Mit einer ungeheuren Seelenangft schlug sehen, wurde gebracht; in dem Most, der ihm vorgesetzt wohl, aber, lachend die Kappe auf dem Wirbel drehend, die Alte aber das Fensterlein zu, packte den Junker wie wurde, löschte der gewissenhafte Jude die glühend gewordene antwortete er:" Immer zu! immer zu!' s hat teine Noth. eine Verzweifelnde am Arm und murmelte mit flappern- Klinge ab, murmelte:" Koscher! toscher! toscher!" vor sich Der Herr ist nicht dabei zum ersten Male. Ihr fürchtet den Zähnen: Betet, betet ein Paternoster, lieber Herr, hin in den Bart und trank und aß dann mit den anderen wohl, er möchte versucht sein, uns alles abzunehmen mit ein Ave für die arme Seele, sie sind zu den Weiden darauf los, die ihrerseits ebenfalls die größte Scheu seinen Spießgesellen? Weit gefehlt. Dazu ist er zu fein, am Sumpfe gegangen.. Gott erbarme sich!" Beit, zeigten, etwas zu berühren, dessen sich der Hebräee bedient und weiß, daß das Meffer( ber Blutzapfer trifft, hinterm dessen Saare sich auf dem Wirbel sträubten, machte sich mit hatte. dist Schußgatter, wie hinterm Altar." aller Gewalt von der Entsetzlichen los; und wollte zur Wo ist Joft?" fragte die Alte, einen der gewohnten" Macht Euch teine Sorgen;" bestätigte Beit unbefangen; Thüre, zu welcher eben Judith wie ein bleicher Schatten Tafelgenossen vermissend. Der Wirth zuckte schweigend die vor Guren Genickfängern habe ich alle Ehrfurcht. Weit eintrat, umweht von schaurigem, aus düsterer Nachtferne Achseln, der andere blies gleichmüthig über die flache Hand entfernt, mich selbst ihnen zum Ziele zu geben, will ich dringendem Geächze. Wo wollt Ihr hin?" fragte die weg, Bodick aber antwortete frech: Was giebt's da zu diesem wackern Rothkopf vielmehr eine Arbeit auftragen, Dirne hohl und bebend." Bei den Weidenbäumen wird das verhehlen? Gebeckert hat er. So wahr als wir sigen die ihm wenig Zeit fosten, aber Vortheil bringen wird." Werk gethan, auch ohne Euch. Wahrlich! beffer wäre es, hier am Tische, so wahr hat ihn der Goi, der nicht lassen Desto besser!" versette Bodick mit abscheulichem Grinsen. mit dieser Hütte umzukommen im feurigen Pfuhl, als den wollte vom Gelde, darniedergestreckt mit einem Hieb. Davon nachher. Vorab die Theilung. Frisch daran. Mord zu sehen, an welchem wieder ein Gerechter ver- Darum hat er auch müssen aus Messer, und hätt ich ihn Bählt die Masumme, pußt die Scheinlinge. Steht die blutet." schleppen müssen sechs Stunden weiter. ich hätt' ihm sein Wache vor der Thüre?" Fortsegung folgt. ... wahre Erbitterung. Dr. v. ReintnghauZ erklärte, daü er aus eigenem für jeden Schaden aufkommen werde; drahtlich er- klärt« sich auch der Landesausschup bereit, den Schaden zu tragen." Also Vesitzthum vor Menscheuleben! TaS ist nichts Neues, nichts Ungewöhnliches; es tritt nur nicht immer so zu Tage, daß auch unerfahrenen Leuten die Tragweite dieser Thatsache klar wird. Der Grenzbotenweise wird hoffentlich seine helle Freude daran haben, daß diese steirischen„animalia xossiäentia" ihre Besitz- Bestialität so herrlich offenbaren.— Eine neue Versicherungsgesellschaft besteht in Europa, von der wir bisher keine Ahnung gehabt. Wir haben Gesellschaften für Lebensversicherung, Krankenver- sicherung, Ruhmesversicherung, Hagelversicherung und wer weiß sonst für welche Versicherung. Aber auf's Schmerz- lichste vermißten wir eine Revolution s-Versiche- rungsgesellschaft. Wenn unsere Regierungen ein- mal aus der Angst vor der Revolution heraus wären, wie vernünftig und zufriedenstellend könnte regiert werden, während jetzt die Angst vor der Revolution den armen ge- vlagten Regierungen im Nacken sitzt, ihnen keine ruhige Minute läßt und sie zu einer nervös-hysterischen zappligen Thätigkeit treibt, die auch den armen Völkern keine ruhige Minute läßt. Doch ist eine Versicherung gegen Revolutionen mög- lich? Bis jetzt hatten wir es nicht geglaubt. Allein wir finden, daß wir uns getäuscht haben. In der letzten Sitzung der italienischen Kammer machte Herr B l a n c, Minister des Aeußern im Königreich Italien, die erfreuliche Mittheilung, daß der Bund, soll heißen der„Dreibund",„eine Versicherung gegen Um- w ä l z u n g e n" ist. Umwälzung ist die deutsche Ueber- setznng für Revolution, welches Wort den Gelehrten des Wolfs'schen Telegraphenbnreaus wohl etwas zu— revolutionär geklungen hat. Man kann sich nicht denken, wie sehr diese Mittheilnng uns beglückt. -Zum Dreibund gehören ja auch wir Deutsche, und wenn unsere deutsche Regierung einmal die Angst vor den revolutionären und umftürzlerischen Bestrebungen der Herren Junker und Pfaffen abgelegt hat— was könnte sie dann nicht alles für das Volk thun! Aber— aber— vorüber, Ihr schönen Zukunftsbilder, vorüber! Die kalte Wirklichkeit zerstört die Poesie; und die kalte Wirklichkeit sagt uns: der Dreibund besteht schon seit 10 Jahren, und die Angst vor der Revolution hat nicht abgenommen, und in Italien haben wir sogar vor einigen Monaten eine blutige Revolution erlebt— die fürchterlichste aller Revolutionen: eine Hungerrevolution! und es ist noch nicht aller Tage Abend— die Versicherung hat also nichts genützt. Und— da steigt eine Erinnerung vor uns auf. Hat nicht schon einmal eine Rcvolutions-Versicherungs- gesellschaft rxistirt, die ihren Hauptsitz in Wien hatte und ihre erste Filiale in Paris— dort unter Leitung eines gewissen Metternich, hier eines gewissen Louis Philrppc— beide? Ausbünde staatsmännischer Weisheit und Rcvolutions- tödter, deren Gleichen die Welt niemals gesehen? Und wie ist's beiden gegangen, als die Revolution, gegen die sie sich und die Welt so fest„versichert" hatten, jitn Frühjahr 1848 leibhaftig an sie herantrat? Nein— die Sache hat ihren Haken und wir lassen uns nicht gegen die Revolution versichern.— Herr Crispi hielt gestern in der italienischen Kammer eine anderthalbstündige Rede über die auswärtige Politik. Der ganze Inhalt der Rede besteht in den stereo- typen, schon tausendmal abgeleierten zwei Phrasen: Alle Welt will den Frieden.„Wir muffen aber zum Krieg ge- rüstet sein." Ein paar Prahlhansereicn über die groß- mächtige Rolle, die Italien gespielt habe und spiele, sollten die Zuhörer auf ein paar Minuten den politischen und wirthschastlichen Bankrott Italiens veraessen machen. Den Abgeordneten Pandolfi, der eine Resolution zu gunsten einer allgemeinen Abrüstung beantragte, bat Crispi, die Resolution zurückzuziehen.. Er gab die pla- tonische Versicherung, daß auch er den Frieden und die Abrüstung erstrebe"— ebenso wie sein Freund Bismarck. Und Herr Pandolfi that Crispi auch den Gefallen. Damit war die Sache für gestern erledigt. Die Komödie wird aber fortgesetzt.— England. In zweiter Lesung ist im Unter- Hause die Reformbill der Regierung mit 292 gegen 278 Stimmen angenommen worden. Also mit einer Mehrheit von blos 14 Stimmen. DaS spricht nicht für die Lebenskraft der Bill, die sich bei den Liberalen und Radikalen keiner sonderlichen Populari- tat erfreut. Bedeutet sie doch in emem sehr wesentlichen Punkte thatsächlich einen Rückschritt, insofern die Wahlkosten vermehrt werden.— Dsrkernachu'iritkim. Bürgerliche Preßstimmen über die Maifeier. Ter Weltfeierkag der Arbeit ist der Uuternehuierklasse natürlich verhaßt. Ihr« Presse ergeht sich meist in hämischen Bemerkungen� über die Bedeutung und den Verlaus der Feier. So schreibt die' „Münch. Allg. Ztg.": „Die Resolutionen werden denn auch mit dem herkömmlichen Pathos gefaßt, das Banner der Internationale wird unter stürmischer Akklamation entfaltet werden, und die Redner des TageS werden allenthalben mit Um so vollerem Phrasenschwall die Gemeinsamkeit der Arbeiterintereffen proklamire». um so tönender die bisherigen Erfolge ihrer Agitation in vi« Welt hinaus- posaunen, je mehr es gilt,«S der Masse zum Bewußtsein kommen zu lassen, daß die gegenwärtige Feier des l. Mai im Grunde genommen einen eklatanten Mißerfolg bedeutet. Sofern diese Feier nämlich«in« Kraftprobe darstellen sollte, ist sie gänzlich mißlungen. Die„kapitalistisch« Gesellschaft" hat die Arbeiter- schaft die für diesen Tag gefordert« Arbeiteruhe verweigert, und die Ardeiterschaft ist nicht im Stande gewesen, ihr dieselbe aus eigener Kraft„abzutrotzen". Die Versuche, welche in dieser Hin- ficht gemacht wurden, haben mit einer ciiipsindlichen Niederlage der Feiernden geendigt, und die letzten Arbeitertage haben nicht mehr gewagt, die Forderung der Zlrbeitsruhe in das Programm de? Weltferertages aufzunehmen. Es ist also öd« Prahlerei, wenn heute wieder allenthalben deklamirt und gesungen wird: „Alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will." Der Arm d»r Sozialdemokratie hat sich zunächst wenigstens als zu schwach dazu erwiesen, und die sozialiuische Presse hat alle Mühe, den Eindruck dieser niederdrückenden Thatsache zu verwischen." Dann— selbst etwas nüchterner urtheilend— meint das Blatt weiter: „Es wäre nun aber zweifellos verfehlt, wollte die bürger» liche Gesellschaft sich dabei beruhigen,.daß die Sozialdemokratie sich selbst heute noch, da der Weltfeiertag zum fünften Mal ge- feiert wird, zu dieser Kraftprobe zu schwach suhle und sich da- neben etwa noch auf die Thatsache berufen, daß die sozialdemo- kratische Fraktion im Reichstag bei den letzten Wahlen lange nicht die erwartete Vermehrung ersahren habe. Die sozialistische Bewegung ist zweifellos immer noch in raschem Anwachsen be- griffen, und der Zeitpunkt dürfte nicht mehr allzu fern sein, an welchem jenes Stärkeverhältniß sich umkehrt und das organisirle Proletariat sich in der Lage sieht, der Gesellschaft seine Be- dingungen aufzuerlegen. So wird und muß es kommen, wenn der sozialistischen Bewegung nicht rechtzeitig mit aller Energie uns aller Umsicht entgegengearbeitet wird. Ueber die richtige» Mittel zu diesem Zweck herrscht nun freilich große Uneinigkeit." Das Exkanzlerbrgan kennt natürlich nur Bismarck'sches Rezept und schreibt:. „Der milde Geist der kaiserlichen Botschaft vom 17. No- vember 1881 muß in die Gesetzgebung eingeführt werden, zugleich aber muß jede subversive Thätigkeit unausgesetzt die eiserne Faust des Staates im Nacken fühlen. Man hat die letztere Seite der staatlichen Schuhmaßregeln gegen die Sozialdemokratie außer Augen gelassen, als man in der Aufhebung des Sozialistengesetzes die Bahne» Bismarck'scher Politik verließ' Die Annahme, daß die Bismarck'sche Gewaltvolitik und deren unselige Folgen belehrend wirkten, ist also falsch. Die Reaktion erhebt ihr Haupt so lange aufs Neue, bis es zer- schmettert niedersinkt. Andere Kapitalistenblätter nahmen eine etwas vernünftigere Stellung ein. So schrieb die„Frankfurter Zeitung" am gv. April: „Derjenige, der nur einigermaßen objektiv die Dinge be- trachtet und nicht die Politik des vielgenannten Wüstenvogels treiben will, wird nicht leugnen können, daß die proletarische Bewegung, durch bekannte Verhältnisse begünstigt, immer mächtiger anschwillt, daß das soziale Problem die Geister aller- orten immer unwiderstehlicher in Anspruch nimmt, daß die „soziale Frage" die eigentliche Frage der Gegenwart und der nächsten Zukunft bei allen zivilisirtcn Völkern der Erde ist. Das Eingeständniß des deutschen Reichskanzlers, daß er alle gesetz- geberifchen Maßnahmen der Reichsregierung zunächst auf ihre voraussichtliche Einwirkung auf die sozialdemokratische Bewegung prüfe, müßten, wenn sie aufrichtig sein wollten, die meisten leitenden Staatsmänner der Gegenwart machen, so antisozial das Verhallen vieler von ihnen sein mag. Gerade in der feind- liche» Stellungnahme gegen die proletarische Bewegung zeigt sich dem kundigen Auge oft erst recht die Einwirkung eben dieser Bewegung. Entsprechend dem wachsenden Einfluß der sozialen Probleme auf die Geister hat die proletarische Agitation in zahlreichen Ländern erhebliche materielle Erfolge er- reicht. Die Zahl der sozialdemokratischen Vertreter in den großen und kleinen Parlamenten vieler Länder hat sich in den letzten Jahren erheblich vermehrt. Die meisten großen Staaten haben sich, zum guten Theil im Hinblick auf die sozialdemokratische Agitation, veranlaßt gesehen, die gesetzliche Ordnung der Arbeitsverhältnisse mehr oder minder kräftig in die Hand zu nehmen, England ist sogar mit der Ein- führung des achtstündigen Arbeitstages in dm Staatsbetrieben vorangegangen und es ist nur eine Frage der Zeit, wann andere Staaten sich dazu bequemen werden, die gleiche Bahn einzu- schlagen. Es ließe sich noch an zahlreichen anderen Thatsachen der Nachweis von der wachsenden Macht der proletarischen Bewe- aung führen; es bedarf dessen jedoch für denjenigen nicht, der sehen will. Daß morgen kein allgemeiner Ruhetag der Arbeiter ist, daß die proletarische Maifeier sich meist aus abendliche Ver- samnilungen, Unterhaltungen und dergleichen beschränken muß, das ist wirklich kein Beweis für die Schwäche oder den Rückzug der Bewegung und statt darüber zu spotten, sollte man sich in den bürgerlichen und in den behördlichen Kreisen lieber ernstlich fragen, ob es wohl- gethan sei, den Arbeitern die Feier, so wie sie die- selbe am liebsten haben inöchlen, unmöglich zu machen, man sollte überhaupt ernstlich mit sich zuRathegehen, ob man bisher dasRechteund das Mögliche gethan, um die Bewegung des Proletariats, die mit Gewalt zu unterdrücken nun und nimnier möglich sein wird, in die rich- tigen Bahnen zu leiten." Auf den richtigen Bahnen befinden wir uns allerdings, man gebe uns nur alle Rechte und Freiheiren, welche die herrschenden Klassen haben und wir werden die„richtigen Bahnen"— die gesetzlichen Wege— niemals verlassen. « Tie Sozialdemokraten zn Frankfurt a. M., welche sich seither an de» Wahlen zur Stadtverordneten-Versammlung nicht betheiligten, haben in einer außerordentlichen Generalversamm- lung des sozialdemokratische» Vereins folgende Resolution be- schloffen:„In Erwägung, daß es das allseitige Interesse des arbeitenden Volkes dringend gebietet, sich überall, auch in der Gemeindeoersammlung, eine Vertretung zn erringen, beschließt die Versammlung des sozialdemokratischen Vereins, daß die sozial- demokratische Partei in Frankfurt sich bei der nächsten Stadt- verordnetenwahl mit aller Entschiedenheit betheiligt nndnur solche Kandidaten unterstützt, die sich unbedingt zum Parteiprogramm der Sozialdemokratie bekennen. In Rücksicht hieraus werden alle hiesigen Parteigenossen, die das Bürgerrecht in der Stadtgemeinde noch Nicht besitzen, aber in der Lage sind, dasselbe zu erwerben, dringend ermahnt, sofort die nöthige» Schritte zu unternehmen, um dieses Recht bezw. die hierzu erforderliche Staatsangehörigkeit zu erlangen. » Ein„Ordnu»gS-K,'.r!cll" gegenüber der Sozialdemo- kratie will man im Wahlkreise Plauen zu stände bringen. Bei einer vertraulichen Besprechung der Konservativen und Nationalliberalen wurde dem„Leipz. Tagebl." zufolge eine Eiui- gung dahin erzielt, daß ein der konservativen Richtung an- gehörender Herr gemeinsam als Reichs tagskandidat ausgestellt werden soll.' Sollte dieser ablehnen, so besteht eine weitere Gemeinsamkeit vorläufig nicht.„Es ist aber," fügt das national- liberale Organ hinzu,„gegründete Hoffnung vorhanden, daß der in Aussicht genommene Herr im Interesse der Sache die Kandidatur annehmen und so zu einem Zusammengehen der beiden„staatserhaltenden Parteien" Veranlassung geben wird."— Das Zusammengehen wird aber wohl nichts nützen. Die Sozialvemokratie dürste im ersten Wahlgange den Sieg davon tragen. », » Ter Fortschritt der Sozialdemokratie wird je nach Um- ständen von der gegnerischen Presse geleugnet, dann und wann von ihr aber auch zugegeben. Einmal sucht sie ihre Leser zu beruhigen, damit sie sich ruhig dem Genüsse ihrer„erworbenen" Güter hingeben mögen, ein andermal treibt sie aber auch die schlotternde Angst, das stete Wachsen der proletarischen Bewegung ihren Lesern vor Augen zu führen. Die„Kölnische Volkszeitung", die sich im allgemeinen eines sachlichen Urtheils über die sozial- demokratische Bewegung befleißigt, schreibt in einem Leitartikel über die„Maifest- Literatur" folgendes:„Durch all die Fest- artikel und Festgedichte, wie auch durch die offiziellen Kund- gedungen der Parteileitungen zieht sich wie ein rother Faden der Glaube, daß der Sieg der Sozialdemokratie nahe sei. Am Schlüsse seines Artikels sagt genanntes Blatt:„Es ist unver- kennbar» und«in Blick in die sich mächtig entwickelnde sozial- demokratische Presse und Agitationsliteratur lehrt es, daß die internationale Organisation der sozialdemokratischen Arbeiter- fchast in den letzten sünf Jahren seit dem internationalen Pariser Sozialistenkongreß, aus welchem die Parole der internationalen Maifeier ausgegeben wurde, sehr große Fortschritt« gemacht hat und daß die gesammte wirthschaftliche und soziale Entwickelung der letzten Jahre der Sozialdemokratie außerordentlich zu statten gekommen ist." »« * Solidarische Buchdrucker. Die organisirten Buchdrucker O f f e n b a ch s nahmen einstimmig folgende Resolution an: „Die heutige Versammlung der Mitgliedschaft Offenbach mißbilligt ganz entschieden die Polemik des„Correspondent für Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer" mit einigen sozial- demokratischen Organen wegen der Leipziger Lokalfrage, um so mehr, als sie der Ansicht ist, daß der thatsächlich unsolidarische Beschluß der Leipziger Kollegen zunächst Lokalsache dieser war und als solche hätte geregelt werden müssen. Sie bedauert, daß das Vereinsorgan an maßgebender Stelle eine Angelegenheit vertrat, die mit den Jnter- essen des Gwerkvereins absolut nichts zu thun hatte, sondern diesen in dem Ansehen der Arbeiterschaft Deutschlands mehr geschadet wie genützt hat. Schließlich erklärt die Ber- sammlung den Beschluß der Leipziger Kollegen als nicht ausgehend vom allgemeinen Soli» daritätsprinzip zu betrachten und wünscht, es möge denjenigen Kollegen, welche auf dem Standpunkt st ehe», als Buchdrucker auch Ar- beiter sein, gelingen, diesen für die gewerk- schaftliche wie politische Bewegung sehr ge- fährlichen, für unsere Gegner nur eine Waffe bietenden Beschluß rückgängig zu machen." »» » Todteuliste der Partei. London. Unser Genosse, der Liederchor-Dingent Friedrich Flick, starb am 13. April. Am 20. April gaben ihm die Genossen das letzte Geleit; ungefähr 200 Mann stark hatten wir einen Extrazug von Kings Grott nach Fenchley-Kirchhof genommen. Genosse R a ck o w hielt am Grabe dem Dahingeschiedenen in warmen Worten die Leichen- rede. F. Flick war nur ein schlichter Arbeiter— Sattler—. jedoch leitete er mit großem Geschick 4 Gesangvereine. Die Londoner deutsche Arbeiterschaft. bewahrt ihm ein treues Andenken. «« ». Polizeiliches, Gerichtliche» it. — Wegen Beleidigung des Pfarrers Köhler wurde der Geiiosse Wilhelm Leven-Gera, Redakteur der „Reuß. Tribüne" vom Landgerichte zu zwei Monate Gefängniß. vernrtheilt. Die Beleidigung sollte in einem Artikel betitelt: „Sedanrummel unserer Mordpatrioten" begangen worden sein. — Genosse H e i n e- H a m b u r g hat in seiner Eigenschaft als verantwortlicher Ridakleur des„Hamburger Echo" wegen Beleidigung des Hamburger Senats ö Monate Gesängniß zu» diktirt erhalten. Vermistkzkes. Zur Cholera. Die amiliche„Gazeta" wird morgen den Bericht des ärztlichen Delegirten Spaniens Montaldo veröffent- liehen, in welchem konstatirt wird, daß die in Liffabon herrschende Epidemie gegenwärtig noch milde auftritt, daß sie aber für die Zukunft bedrohlich sei, da es sich wirklich um asiatische Cholera handle. Athen, S. Mai. Die Erderschütterungen werden schwächer; man hofft, daß die Erdbeben-Periode ihrem Ende zuneigt. Ueber die Lage der eingeschlossenen Höhlenforscher in der Luglochhöhle wird gemeldet, daß man allgemein der An- ficht ist, die Eingeschlossenen seien bereits dem Tode oerfallen. JiiBeantivortung einerJnterpellation, die im österreichlschenAbgeord- netenhause bezüglich des Falles erfolgte, schilderte der Minister deS Innern Marquis de Bacquehcm die bisher' angestellten Reltungs« arbeiten und hob hervor, daß seitens der Grazer Etatthalterei alle bei den geologischen und hydraulischen Verhältniffen in Semriach und dessen Umgebung möglichen Maßregeln zur Rettung der Eingeschlossenen versucht wurden, daß aber trotzdem nur ge- ringe Aussicht auf Gelingen des Rettungswerkes vorhanden sei. Unter der Bevölkerung macht sich ein lebhafter Unwille gegenüber den Behörden geltend, weil sie namentlich im Anfang dem Rettungsiverke unthätig gegenüber gestanden haben sollen. Die Stadt Braila war am Montag der Schauplatz eines wahrhaft entsetzlichen Unglücksfalls, der allüberall in der Be- völkerung die größte Aufregung und Bestürzung hervorrief. Es mar der griechische Ostermontag, und da herrliches Wetter herrschte, unternahnien zahlreiche Bewohner von Braila Ausflüge zu Schiff, und natürlich herrschte auf dem zwischen Braila und Galatz verkehrenden Dampfer der größte Andrang. Als derselbe nun schon fast ganz gefüllt war und die Signalglocke zur bevorstehende» Abfahrt ertönen ließ, stürmte die große Menschenmenge, die sich noch auf der Schiffbrück« befand, so heftig vorwärts, daß der Steg barst und nahezu zweihundert Menschen, die auf demselben standen. unter niarkerschülterndem Geschrei in die Donau fielen. Es folgte nun eine unbeschreibliche Szene; im ersten Augenblick war die allgemeine Bestürzung so groß, daß kein Mensch an die Rettung der Vernnglückteii dachte und erst nach einer geraumen Weile gingen die Matrosen ans Retlungswerk. Indessen waren aber viele Personen von den Wellen der Donau fortgerissen und nur wenigen des Schwimmens Kundigen gelang es, an das Ufer zu gelangen. Es war ein grauenvoller Anblick, als man einige Menschen ertrinken sah, die noch andere mit sich in die Tiefe risse», an welche sie sich geklanimert hatten. Die Zahl der Er« trunkenen konnte bisher nicht festgestellt werden. BiS gestern Abend waren zehn Leichen an das Ufer geschwemmt waren. In ganz Braila herrscht tiefe Trauer. TaS Erdbeben in Griechenland. Am Mittwoch Abend 0 Uhr wurden drei neue Erdstöße verspürt. Auf Euböa öffneten sich etwa 100 neue mineralhaltige Quellen. Die Bewohner fliehen erschreckt aus die Berge. Das Erdbeben dauert ununterbrochen fort nnd nimmt eine» immer weiteren Umfang an. Täglich laufen neue, das fortschreitende Elend in den betreffenden Gegenden schildernde Nachrichten ein. Dabei sind die Erderschütterungen von un- geheuerem Getöse begleitet. Eiscnbahu-UngliiS. Amsterdam, 2. Mai. Zehn Kilo- meter vor Amsterdam erfolgte ein heftiger Zusammenstoß zwischen dein Brüsseler Expreßzuae und einem Güterzuge. Mehrere Petroleumfässer, die sich in letzterem befanden, geriethen in Brand. Mehrere Personen sind verwundet worden. Von dem Personen» zuge blieben nur drei Wagen unbeschädigt. Bergistunae» durch Vanille. Bei den Arbeitern, welche mit der Zurichtung von Vanille beschäftigt sind, entsteht nicht selten an Händen und Gesicht eine entzündliche Hautaffektion; diese kann zweierlei Ursprungs sein. Einmal soll ein kleines Insekt, das hänstg in der Vanille angetroffen ivird, diese Ent- ziindung hervorrufen; es dürste dies indesseii sehr unwahrschein- lich sein, da die Hautkrankheit viel zu heftig auftritt und auch nicht diejenigen Erscheinungen darbietet, welche man sonst bei den durch Jn>ekten verursachten Hautkrankheiten beobachtet hat. Sie scheint auch nur von den geringeren Handelssorten auszugehen und daher dürste die zweite Annahme«her zutreffe», daß nämlich die Ent» züiidung durch das Oel der Samen von Xnaoaräinm occidentali (Cardol) hervorgebracht wird, da die schwarze Farbe der geringeren Vanillesorten nicht selten eben durch dies Cardol hergestellt wird. Für den Inhalt der Inierate über aimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 6. Mai. Freie Volksbühne. NationalTheater. 5. Abtheilung. Beginn Nachm. 2 Uhr: Wie man wohlthut. Nachher: Michel Perrin. Lessing- Theater. 2. Abtheilung. Beginn Nachm. 21/2 Uhr: Kreuzl schreiber. Opernhaus. Hochzeitmorgen. Sla. vische Brautwerbung. Bajazzi ( Pagliacci). Morgen: Falstaff. Carneval. Schauspielhaus. Die Quißows. Morgen: Bopf und Schwert. Deutsches Theater. Geographie und Liebe. Morgen: König Lear. Leffing- Theater. Niobe. Die Drient reise. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Das Glas Wasser. Morgen: Rean. Neues Theater. Zerstörtes Glück. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Der Bogelhändler. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Rehdenz- Theater. Dekorirt. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Der Millionenbauer. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernnt- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Aleranderplan Theater. AnnaMarie, mein Engel, ich verehr' Dich. Morgen: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Der Traum ein Leben. Morgen: Die blonde Gina. Hierauf: Michel Perrin. Theater Unter den Linden. Pariser Leben. Hierauf Farfarello. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten Bor stellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. 3pollo Theater. Vorstellung Spezialitäten Baufmann's Variété. Spezialitätens Vorstellung. Parodie Theater. Vorstellung. SpezialitätenNational- Theater. Große Frankfurterstr. 182. Der Traum ein Leben. Schauspiel in 5 Aften v. F. Grillparzer. Regie: Max Samst. Kasseneröffnung 5 Uhr. Anfang der Vorstellung 72 Uhr. Im Garten: Großes Concert. Auf der Sommer bühne: Aufführung von Charley's Tante und Spezialitäten- Vorstellung 1. Ranges. Alcazar. Variété- u. SpezialitätenTheater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Vornehmster = Familien Aufenthalt. Neu! Höllenqualen. Neu! Posse in 1 Akt von Bernhard. Neu! Gingefcift. Neu! Operette in 1 Att v. A. L'Arronge. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Wochentags 8 Uhr. Aufang: Sonntags 7 Uhr. Gutree: Wochentags 20 Pf. Sonntags 30 Pf. R. Winkler. Kräftiger Sozialdemokrat geboren zeigen an Herm. Wolter u. Frau. 364b Sozialdemokratischer Wahlverein Die Verlobung mit Fräulein Minna für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Roslowsky hebe ich hiermit auf. 361b Richard Dehmel. Bei meiner beute angetretenen See- am reise nach Plögensee, sage ich meinen Genossen herzliches Lebewohl und hoffe auf glückliches Wiedersehen nach drei Monaten. P. Winkelmann. Freie Vereinigung der ZivilBerufsmusiker Berlins u. Umg. Den Mitgliedern und Genossen zur Nachricht, daß der Kollege Versammlung Dienstag, den 8. Mai, Abends 8½ Uhr, im Lokale ,, Königshof", Bülowstraße 36-37. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Arons über:" Bauer und Edelmann in Preußen". 2. Diskussion. 3. Fragen. Gäste haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. 373/5 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Julius Karbe für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Grosse Versammlung am 3. Mai cr. verstorben ist. Die Beerdigung findet Montag, den 7. Mai cr., Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Louisen assage- Panopticum chhofes, Hermannstraße, Rixdorf, 500 Sehenswürdigkeiten aus statt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Unser treuer Rollege, der Kreissägenschneider Julius Postler wurde uns Freitag Mittag durch den unerbitt lichen Tod entrissen. 347b von 9 Uhr früh bis 487/9 10 Uhr Abends u. a.: Blaue Grotte, hisforische Dioramen, Illusionen etc. Im Theatersaal v. 6 Uhr ab: Spezialitäten- Vorstellung Ganz neues Programm! Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Victoria- Brauerei, Lühowstraße 111-112. Sonntag, 6. Mai: Lehte Soiree der Die Kollegen der Riftenfabrik Kuttner u. Hauff. Beerdigung Sonntag, Nachm. 41%, Uhr, auf dem neuen Jakobi- Kirchhofe. Nachruf! Den Mitgliedern des Vereins zur = am Mittwoch, den 9. Mai, Abends 8 Uhr, in den Oranien Hallen", Oranienstraße Nr. 51. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis. Zwei Versammlungen am Dienstag, den 8. ds. Mts., Abends 8% Uhr: 1. Für die Schönhauser Vorstadt in Schneider's Salon, Belforter straße Nr. 15. 2. Für Moabit in Ahrens Brauerei, Moabit. 490/10 Referenten: Genossen Adler und Metzner. Tages- Ordnung: Vortrag. Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Fragekasten. Gäste Der Vorstand. Wahrung der Interessen sämmtlicher haben Zutritt. Knopfarbeiter Arbeiterinnen Berling und Umgegend zur Nachricht Oeffentl. Volks- Versammlung daß das langjährige Mitglied Carl Geu nach 15 Monate langem Siechthum an Dienstag, den 8. Mai, Abends 8% Uhr, Stettiner der Proletarierkrankheit verstorben ist. in den Germania- Sälen", Chausseestraße 103. Die Beerdigung findet am Sonntag, 6. Mai, Nachmittags 5 Uhr, vou Tagesordnung: Sängerer Zeichenhalle des Emmaus Stirch- Rorreferent: Herr Waldek Manasse. ( v. Pfingsten). hofes zu Bris statt. Um rege Be theiligung bittet Bei besonders schönem Wetter im 193/11 " 358b Fortsetzung der Diskussion über: Wie stellen wir uns zur Kirche"? Um zahlreiches Erscheinen bittet A. Jänicke. Der Vorstand. Verein der Lithographen, Steindrucker Danksagung. 1112 Allen Genoſſen und Genoſfinnen, und Berufsgen. Deutschlands( Filiale Berlin). insbesondere dem Gesangverein„ NordWacht" für die ehrenvolle Betheiligung Garten. an dem Begräbniß meiner lieben Frau, Entree 50 Pinserer guten Mutter hiermit aufrichtigen Dank. Georg Handschke. Nach der Soirce: Anfang Uhr. Tanzkränzchen. FRIEDRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Heute, Sonntag Gr. MilitärKonzert der Kapelle des Königin Augusta Garde- Grenadier. Regiments Nr. 4 ( Koblenz) in Uniform. Anfang 42 Uhr. Eintritt 30 Bf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Die Bajazzi" lowie Moabiter Gesellschaftshaus. Allt- Moabit 80/81.( Pferdeb.- Berbind.) Anfang 4 Uhr. Kaffenöffnung 3 Uhr. Montag: Die blonde Gina. Volksstück mit Gesang v. Julius Neye. Regie: Max Samst. Hierauf: Michel Perrin. Lustspiel in 2 Aften von MellesvilleDuveyrrier. Deutsch von Tichten. Regie: Max Samst. Concert, Theatern. SpezialitätenJornellung. 12L Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Helmuth Peters. Allg. Kranken- u. Sterbekasse Ser Drechsler u. Berufsgen. E. H. 86, Hamburg. Verwaltungsstelle Berlin A. Den Mitgliedern hiermit zur Nach richt, daß unser Mitglied Karl Gen, am 4. Mai gestorben ist. 351b Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. Mai, Nachmittags 5 Uhr, von HEF Montag, den 7. Mai cr., Abends 82 Uhr, Vertrauensmänner- Sitzung im Lokal des Herrn Philipp, Rosenthalerstr. tr. 38. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 491/17 Am Die Verwaltung. Maler und Anstreicher. Dienstag, den 8. Mai, Abends 8½ Uhr, bei Hente, Blumenstraße Nr. 38: Versammlung der Filiale Oft III. Zages Ordnung: Vortrag. Wahl eines Mitgliedes zum Vergnügungskomitee. Filial Der Vorstand. der Leichenhalle des Emmaus- Kirch- angelegenheiten. hofes aus, statt. 213/8 Um zahlreiche Betheiligung ersucht Verband der Möbelpolirer Berlins u. Umg. Die Ortsverwaltung. Achtung! Charlottenburg! Damen, die gewillt sind, einem gemischten Sängerchor beizutreten, werden gebeten, zur gefl. Rücksprache, fich bei einzufinden. Frau M. Zippert, Bismarditr. 38, Außerordentliche General- Versammlung morgen, Montag, Abends 8 Uhr, bet Wilke, Andreasstraße Nr. 26. Tages Ordnung: 1. Bericht der Revisoren betr. den früheren Kassirer Günther. 2. Anträge 2c. Nur Mitglieder haben Zutritt. Aufnahme neuer Mitglieder vor 449/18 366b Beginn der Versammlung. Der Vorkand. Lese- und Diskutirklub Restaurant, Lothringer. G. Dicke, Achtung! Näh. b. E. 67. 3636 Rixdorf. Achtung! Dienstag, den 8. Mai, Abends 82 Uhr: Hierdurch geben wir den Kollegen, Große Versammlung des sozialdem. Vereins„ Vorwärts" sowie der Arbeiterschaft folgende Per: fonen bekannt, welche troß mehrmaliger Aufforderung die für die Streitbewegung Neues Club- Haus gesammelten Gelder nicht abgeliefert 72, Kommandantenstr. 72. resp. die Marken verrechnet haben. Gen 1892: Sa. Mt. im Lokal des Herrn Runge, Bergstraße Nr. 183. Tages Ordnung: 1. Vortrag über:„ Die Entwickelung des Sozialismus". Referent Ge noſſe A. Borcher dt. 2. Disfuſſion. 3. Wereinsangelegenheiten. Die Urania- Borstellung findet am Sonntag, den 20. Mai, pünktlich um 1 Uhr. ftatt. 433/19 Folgende Zahlstellen nehmen jegt Beiträge entgegen: P. Hilpert, Rostockerstr. 10- straße 148; 2. Herrmann, Bigarrengeschäft, Richardsplay; Schim täse, 8- Restaurateur, Bergstr. 142. Central- Theater. Seben Sonntag: BALL. E. Bünger, Maler, Suffitenſtr. 1 22,50 Neftaurateur, Starlegartenſtr. 1; R. Becher, Bigarrengeſchäft, HerrmannAlte Jakobstraße 30. Sonntag, den 6. Mai 1894: 6. Gastspiel von 348b Empfehle meine 4 Gäle zu Festlichkeiten u. Versammlungen gratis. H. Ebert. eu!! Sensationell!!= Heyn, Emil Thomas. Der Millionenbauer. Morgen Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Heute: Charley's Tante. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Castan's Panoptikum. Neu: Das Mene Tekel. Sonderb. u. geheimnissv. spiritistische Produktion. Neu: Brehmer Hentschel Seit 1893: Fritz. Knuth, 3. 3. in Riydorf. Mastag eapel- Panorama Geyer Katakombens Vesuvausbruch- Diorama. Thiel Grassmann Bahnhof Thiergarten-9 Uhr bis zur Passemann Dunkelheit. Heute 25 Pf. Eintritt. Zur Bequemlichkeit aller Genossen und Bekannten habe ich noch ein Ge schäft Gleditsch str. 52( Winterfeld play) eröffnet, bemerke, daß ich nach wie vor Hüte mit Kontrollmarken führe und bitte ich um gütige Berücktüchtigung. 1252 Ww. M. Polvogt. Schultze Godier • · 2,50 Der Vorstand. 6,25 Loehr, Bücherrevisor, Auguststr. 40, Ece Rosenthalerstraße. Einzelunterricht: .15,- Buchführung, Schönschreiben, Rechnen, Deutsch. Theilzahl. Bücherregulirung. 11,25 12.25 Künstl. Zähne, orzügl. u. Garantie, ſchmerzl., Zahnschmerz beseitigt, ſchmerz 10,50 12,50 10, 10, 4,50 5, 12,50 2, 1,50 Stempel! * loses Zahnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienstr. 123 Vereins- Abzeichen. 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Der frühere verantwortliche Redakteur der „ Thüringer Tribüne" Genosse Güldenberg, wegen Beleidigung eines Bahnhofsinspektors 50 M. Antrag " 100 M. Kiel. Eine Woche Gefängniß der Redakteur der„ SchleswigHolsteinschen Volkszeitung", Genosse KIüß, wegen Beleidi gung eines Tischlermeisters. Schilderung der Werkstättenverhältnisse. 5. Breslau. Wegen Beleidigung eines Gendarmen, die Genossen Sch ebs und Fuchs je 50 M. Geldstrafe. Be antragt waren gegen Fuchs 30 M. und gegen Schebs ein Monat Gefängniß. Leipzig. " In der Berufungsinstanz Genosse Gusta v Schubert aus Markranstädt wegen Beleidigung des Bürgermeisters 25 M. Das erstinstanzliche Urtheil lautete auf 2 Wochen Gefängniß. " 6. Mülhausen. Genosse I aeth als Redakteur der verbotenen Elsaß- Lothringischen Bolts- Zeitung" wegen PreßFeleidigung 14 Tage Gefängniß. Antrag zwei Monate. Derselbe vorzeitiger Veröffentlichung wegen Auklagefchrift 40 M. Geldstrafe. einer 7. Bielefeld. Von der Antlage, den Polizeikommissar UB teleidigt zu haben, Genosse Groth, Redakteur der Volkswacht", freigesprochen. Antrag des Staatsanwalts 6 Wochen Gefängniß. " " Augsburg. In zweiter Instanz Genosse Bender, Redakteur der Volts- Zeitung", wegen Beleidigung eines Ingenieurs 50 M. Geldstrafe. Die erstinstanzliche Straf festsetzung betrug 8 Tage Gefängniß. Magdeburg. In der Berufungsinstanz wurden 5 Genoffen aus Buckau wegen Verübung groben Unfugs ver urtheilt und zwar drei Genossen mit je sechs und zwei Genoffen mit je vier Wochen Haft. Das erstinstanzliche Urtheil war ein freisprechendes. Das auf fechs Wochen Gefängniß lautende erstinstanzliche Urtheil gegen etliche Magdeburger Genossen wegen Boykotterklärung wurde in zweiter Instanz bestätigt. . Leipzig. Verworfen wurde die Revision des Genossen Reßler, Redakteur der Mannheimer Boltsstimme", gegen das ihn wegen Beleidigung des Großherzogs zu vier Monaten Gefängniß verurtheilende Erkenntniß des Landgerichts. Berlin. In erster Justana war Genosse Reßler als verantwortlicher Redakteur des„ Teltower Voltsblatt" wegen Beleidigung eines Bürgermeisters zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt. Das Landgericht erhöhte dieselbe auf 200 m. 9. Stuttgart. Wegen vorzeitiger Veröffentlichung einer Anflageschrift die Genossen Geiger und Agster je 10 M. Geldstrafe. 9. Leipzig. Vom Landgericht in Essen ist Genosse Stengele, Redakteur des Hamburger Echo", wegen Polizeibeleidigung zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Das Reichsgericht verwarf die eingelegte Revision. 10. Dessau. Die Genossen Trenkhorst und Lauke aus Coswig wegen Beleidigung eines Fußjägers je 10 Mark Geldstrafe. 11. Erfurt. Genosse üldenberg als Preßsünder wegen Fabrikantenbeleidigung 30 Mark Geldstrafe. Antrag: 24 Tage Gefängniß. " Dresden. Wegen Beleidigung fächsischer Militär- Verwaltungsbehörden der frühere verantwortliche Redakteur der Sächs. Arbeiter- 3tg.", Genosse nöfel, 1000 m. Geldstrafe. Die mit angetlagten Genossen Kaden und Schönfeld als Verleger und Drucker wurden freigesprochen. . Sprockhövel. Ein Genosse wegen Singens der Mar seillaise 6 M. Geldstrafe. 12. Kaffel. In der Berufungsinstanz, Genosse Huhn, wegen Veranstaltung eines Aufzugs ohne polizeiliche Genehmigung 3 M. Geldstrafe. Das erstinstanzliche Urtheil war ein frei sprechendes. Sonntagsplauderet. Sonntag, den 6. Mai 1894. 12. Aachen. Wegen Beleidigung des Eisenbahn- Betriebsamts erhält Genosse Wilde eine Zusagstrafe von einem Monat. Wegen des gleichen Delikts wird Genosse Kre winkel als Verleger des Aachener Voltsblattes" freigesprochen. Dresden. In zweiter Instanz Genosse Wintler wegen Beleidigung eines Feldwebels freigesprochen. Urtheil erster Instanz 30 M. . " 13. St. Johauu. Genosse Teufel, als verantwortlicher Redakteur des nun eingegangenen Boten von der Saar", wegen Beleidigung eines Werkdirektors 2 Monate Gefängniß. P " Zehdenick. Wegen groben Unfugs Genosse Staiger 15 M. Geldstrafe. Elberfeld. Der verantwortliche Redakteur der Freien Presse", Genosse Lingweiler, wegen Beleidigung eines Hauptmanns 3 Monate Gefängniß. 14. Goslar. In der Berufungsinstanz Genosse Beims 30 Mart Geldstrafe wegen Beleidigung eines Polizei fommissars. Das Urtheil erster Instanz lautete auf sechs Wochen Gefängniß. . Wurzen. Wegen Vergehens gegen die Ordnung der Presse, Genosse Adolf Thiele, 20 M. Geldstrafe. 14. Deffau. In zweiter Instanz Genosse Schulze wegen Beleidigung der Polizeibehörde 50 M. Geldstrafe. 16. Nordhausen. Ebenfalls in zweiter Instanz Genosse Paul wegen Behördenbeleidigung 70 Mark Geldstrafe. Das erstinstanzliche Urtheil lautete auf 14 Tage Gefängniß. 14. Rostock. Genosse Rensch, verantwortlicher Redakteur der Mecklenburgischen Volkszeitung", 2 Wochen Gefängniß wegen Beleidigung eines Vize- Wachtmeisters. Das Urtheil erster Instanz lautete auf 4 Wochen Gefängniß. 17. Magdeburg. Zwanzig Genossen aus Barleben wegen Auflaufs auch in zweiter Instanz freigesprochen. Antrag: je 14 Tage Gefängniß. 6 18. Riel. Von der Anklage der Bürgermeister Beleidigung Genosse Kaiser aus Preez freigesprochen. V Der verantwortliche Redakteur der Schleswig Hol steinischen Volkszeitung", Genosse Klüß, wegen Beleidigung durch die Presse 2 Wochen Gefängniß. Der staatsanwaltliche Antrag lautete auf 6 Monate Gefängniß. Wiesbaden. Ein Genosse aus Rödelheim wegen Ver übung groben Unfugs ein Hoch auf die revolutionäre Sozialdemokratie-6 Wochen Haft. 19. Dresden. Genosse Knöfel, in feiner Eigenschaft als verantwortlicher Redakteur der Sächsischen Arbeiter 3tg." wegen Beleidigung der Generaldirektion der Staats- Eisenbahnen 500 M. Geldstrafe. 02 Darmstadt. Von der Anklage, durch Plakatankleben an einem Sonntag Morgen öffentliches ergerniß erregt zu haben, zwei Genossen in Langen zweiter Instanz freigesprochen. 20. Apolda. Der Schlosser Hermann Meyer, von der Anflage, groben Unfug verübt zu haben, Boykottirung, freigesprochen. R " Bochum. Durch das Ausbringen eines Hochs auf die revolutionäre Sozialdemokratie groben Unfug verübt zu haben, Genosse König in Witten 10 M. Geldstrafe. 11. Jahrg. 22. Elberfeld. Ein Maurer wegen Beleidigung der Polizei, verübt in einer Versammlung, 50 M. Geldstrafe. 24. Erfurt. Von der Anklage, verschiedene Klassen der Bevölferung in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise gegeneinander aufgehetzt zu haben, Genosse Güldenstein freigesprochen. Antrag: 2 Monate Gefängniß. „ Leipzig. Durch Verwerfung der Revision ist die gegen den früheren Redakteur der Bergischen Arbeiterstimme" erkannte 9 monatliche Gefängnißstrafe rechtskräftig ge= worden. . " " Bielefeld. Genosse Groth, Redakteur der Bielefelder Volkswacht", wegen Beleidigung eines früheren Genossen, 50 M. Geldstrafe. Berlin. Von der Anklage, den§ 153 der Gewerbe- Ord= nung verlegt zu haben, der Lithograph Paul Henning freigesprochen. Antrag drei Monate Gefängniß. Bremerhaven. Von dem gleichen Vergehen Genosse Haverkamp freigesprochen. Dagegen wegen Vergehens gegen das Preßgesetz zu 30 Mark Geldstrafe ver urtheilt. 26. Berlin. Ein Jahr Gefängniß erhielt ein Maler wegen Aufreizung zum Klassenhaß, begangen in einer Versammlung der Schlächtergesellen. " " Halle. In der Berufungsinstanz wurde Genosse Otto Sillier aus Berlin wegen Verlegung des§ 153 der Gewerbe- Ordnung freigesprochen. Das Urtheil erster Instanz lautete auf 2 Monate Gefängniß. " Leipzig. Auch in zweiter Justanz wurden die Genossen Diehl und Thiele, Redakteure der Wurzener 3tg.", wegen Beleidigung eines Rathssekretärs zu je 1 Monat Gefängniß verurtheilt. Dortmund. Wegen Aufforderung zu strafbaren Handlungen der Anstreicher Josef Cordes aus Mühlheim a. d. Ruhr 3 Monate Gefängniß. 28. Altona. Die Genossen Dose, Behrensund Boenecke aus Ottensen von dem Vergehen, ohne Erlaubniß Flugblätter verbreitet zu haben, freigesprochen. M 30. Dresden. Der frühere verantwortliche Redakteur der " Sächsischen Arbeiter Zeitung", Genosse Eichhorn, wegen Beleidigung der Polizeidirektion vierzehn Tage Gefängniß. " Gera. Genosse Leven, Redakteur der„ Reußischen Tribüne", 2 Monate Gefängniß wegen Beleidigung eines Pastors. Hamburg. Wegen Beleidigung des hohen Senats der verantwortliche Redakteur des„ Hamburger Echo", Genosse Carl Heine, 5 Monate Gefängniß. 29. Schöneberg. Genosse Friedrich Masuch wurde wegen Verbreitung der rothen Märznummer des Volksblatt" mit einem Strafmandat in Höhe von 6 Mark bedacht. 30. Elberfeld. Der Verleger des Aachener Volksblatt", Genosse Krewintel, wegen Beleidigung der Aachener Polizeidirektion und des Gerichts, 4 Monate Gefängniß. Die gleiche Strafthat hatte schon früher dem Genossen Wilde, Redakteur der Bergischen Arbeiterstimme"," die gleiche Strafe eingetragen. Insgesammt wurde im Monat April erkannt auf 2907 M. und 5 Jahre, 3 Monate und 1 Woche GefängnißDer Parteivorstand. Braunschweig. Wegen Vergehens gegen das Vereins gesetz Genosse Günther 15 M. Geldstrafe. Nichtanmeldung von Kommissionssitungen. 21. Halberstadt. Geld strafe. . " " Von der Anklage der verleumderischen Beleidigung, Genoffe Kunert auf Antrag des Staatsanwalts freigesprochen. Bremen. Wegen Beleidigung des Redakteurs des Courier", Genosse Bruhns 2 Wochen Gefängniß. Urtheil erster Instanz 1 Monat Gefängniß. Dresden. Genosse Bärsch wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz 30 M. Geldstraße. Pirna. Das städtische Tanzregulativ verletzt zu haben, trägt dem Genossen Trichmann, Vorsitzender des Arbeitervereins, 30 M. Geldstrafe ein. Lokales: Parteigenossen! Wir machen schon heute darauf aufmerksam, daß am 17. Juni, von 8 Uhr ab, im Müggelschlößchen bei Friedrichshagen ein großes Waldfest stattfindet. Der Arbeiter- Sängerbund, die Arbeiter- Bildungsschule und Mitglieder der Freien Boltsbühne haben ihre Mitwirkung zugesagt. Es wird alles geschehen, das 22. Stuttgart. Frau Klara Bettin ist mit 4 Straf- Fest zu einem wahren Boltsfeste zu gestalten. Für ausreichende mandaten von je 10 m. bedacht wegen Führung un- Beförderung von Personen ist Vorsorge getroffen. Der Eintrittsberechtigten Namens. Die Mandate sind von der Ham- preis einschließlich zweimaliger Ueberfahrt ist auf 25 Pf. feft= burger Polizeibehörde erlassen. Dresden. Der Redakteur des Fachgenosse", Genosse gesetzt. Ueber alles Nähere werden die in den nächsten Tagen Horn, wegen Beleidigung eines Direttors 300 m. Geld zur Veröffentlichung gelangenden Inserate Aufschluß geben. firafe. Wir bitten die Klubs und Vereine, ihre Landpartien und " " " die sich um Einfluß drängen, du weißt, wie sie forrupt wieder heimwärts segeln; nicht ein Atom von Achtung wersind und zerrüttet bis ins Innerste. Wag' es, wie sie, und den ihm seine Rumpane versagen. Ist doch ein entscheidender nüße sie! und der kleine, verachtete Straßenlungerer Cor- Rechtsspruch gefallen und alle Mißverständnisse sind korrekt nelius Herz nahm zu an Wagemuth von Tag zu Tag. beigelegt. Keine Infamie mehr ruht auf dem Haupte des So ist die schmählichste Posse, die jemals aufgeführt Seine Spizbubenweisheit ließ ihn nicht im Stiche. So theueren Herz, er bleibt gereigigt. Wie sollte es auch anders wurde, zu Ende gegangen. Der kleine, fette, rundliche schritt er von Erfolg zu Erfolg und bald war er auf sein in einer goldverblendeten Gesellschaft? Sie schwört aufs Mann, der sich Cornelius Herz nennt, der Hauptvampyr dem Leib einer verwesenden Gesellschaft ein Unternehmer: Dogma: Vom Großbesitz geht befruchtendes Leben und Segen von Panama, darf jubelnd ausrufen: Hoch lebe die genie." aus. Aus dem Großbesiz quillt reiche Unternehmungsluft, Philosophie der Spitzbüberei. Wer sich zu ihr bekennt, Wer vom Panamaskandal eine läuternde Gewalt jauf die Menschenkräfte befeuert und ihrem Schaffen Ziel und den nährt fie sattsam in unseren Tagen und jene Kreise, die in ihn verwickelt waren, erwartet hätte, Richtung weist. Dem Großbesitz also, dem erquicklichen darf tommt er in Fährnisse irgend welcher Art, die der müßte fürwahr sehr naiv gewesen sein; oder er ge- nicht zu wehe gethan werden, auch durch rechtliche GrundEchelme, die den Markt beherrschen, lassen ihn so hörte zu jener Klasse von Weltbeobachtern, deren Aufgabe säße nicht. Wie im Code Napoleon nicht nach der Vaterleicht nicht untergehen. Cornelius Herz, der Typus des es ist, in stolzpathetischen Leitauffäßen von den reinigenden schaft gefragt werden darf, so hat man auch beim GroßIndustrieritters, wie ihn die großkapitalistische Bourgeoisie Gewitterſtürmen zu predigen, die die Gesundung herbei- besitz nicht nach der Art des Erwerbes zu fragen. Cornelius gezeitigt hat, ist nun gereinigt. Der Mann mit führen. Sie predigen hohlen Schall; sie wissen es. Aber Herz hat sich in Güte mit der Panamagesellschaft vereinigt. der eisernen Stirn darf wieder heimkehren in sein Adoptiv- es gilt, Trostsprüchlein zu ersinnen, damit ihr Publikum Die Privatkapitalisten haben ihren Streit geschlichtet. Was Vaterland Frankreich, in dem heute, dank seinen bürger- darüber hinweggetäuscht werde, wie tief die eiternde Wunde hat die öffentliche Meinung dreinzusprechen? Große Hochlichen Machthabern, nichts mehr tödtet, nicht die Lächerlich bloßliegt." stapler, große Kapitalsbildner, starte fraftgenialische Eroberer keit und nicht die Entrüstung. In seiner Spizbubenweisheit Mit einem schrillen höhnischen Akkord nun schließt die haben sich niemals um das Gebrüll der sog. öffentlichen Meinung mochte er immer über die Schwärmerei empörter Fanatiker Posse von Panama ab. Ihr Hauptheld, Cornelius Herz, gescheert. Sie wußten immer über die Köpfe der niedrigen der Ehrlichkeit lachen, die eine Sühne für seine Schuld ver- hat Millionen geschluckt und anderthalb Millionen giebt er Menge hinwegzuvoltigiren. Deffentliches Gewissen, öffent langten. Er ließ sich's wohl sein in England auf seinem wieder von sich. In der Spizbuben Philosophie hat man liches Rechtsbewußtsein, man kennt die Phrasen! Cornelius erhenchelten Krankenlager. Die Rückblicke, die er auf ein volksthümliches Sprichwort dahin umgeändert: Ein Tropf, Herz und die Seinen lachen sich ins Fäustchen. Noch jeine abenteuerliche Lebenslaufbahn werfen konnte, hatten der mehr giebt, als er unbedingt muß; und nach diesem Grund fühlen sie sich, dank ihrer Spizbubenweisheit, als Herren ihn in seinem Vertrauen auf die Erbärmlichkeit satz hat der biedere Cornelius Herz gehandelt. Er wußte, daß auf ihrem schlüpfrigen Terrain. Sie sind aber kurzsichtig, jener Gesellschaft, unter der allein er werden man ihn schütteln und rütteln werde, um zu sehen, was aus wie im letzten Grunde die Philosophen der Spitzbüberei durste, was er geworden, gefestigt. Der kleine Eindring- dem Dutatenmanne für Gold herausfallen werde und er stets waren. An eine neu emporschießende Welt, die aus ling, der nach Paris verschlagen worden war, hatte schon hat schlau vorgesorgt, daß des Opfergoldes nicht allzuviel Ekel vor ihrer Verwesungsmoral mit ihrer Herrlichkeit ein so manchmal im Leben Schiffbruch erlitten. Hier ließ man werde und drei weise Männer, drei Advokaten, besahen und Ende macht, können sie nicht glauben. Sie selbst empfinden ihn nicht als Zahnarzt walten, dort jagte man ihn um befühlten den Dutatenmann. Sie beguckten ihn von allen ja vor dem Etligen keinen Ekel; und dann, stehen ihnen fleiner Bauernfängereien willen zum Thore hinaus und Seiten, sie betasteten ihn gründlich und die trefflichen nicht Rechtsparagraphen zum Schuhe gegen Moralphantasten verlassen stand er mit nimmer raftender Begehrlichkeit auf Männer des Rechts schüttelten ihre gelehrten Köpfe und und ähnliche Schwärmer bei? Sie halten es mit jener dem Pflaster des großen, gewaltigen Paris. Da dachte er, sagten zu sich: Was soll uns der Kampf um's ideale Recht? Schmugglerkompagnie an der russisch- preußischen Grenze. halb ein ehrgeiziger, unruhiger, thatendurstiger Phantast, Was nüßt uns die fette Taube fern auf England's Als einmal ein neuer russischer Matscheleit, ein Bollbeamter, wie Spiegelberg in den Räubern, halb ein fühler, scharfer Gestaden. Besser ist's für die Panama- Gesellschaft, sie dahin versetzt wurde, da beriethen fich die vereinigten Rechner mit Georges Duroy in Maupassants kostbarer nimmt vorlieb mit dem Spaßen, der in der Hand des russischen Schmuggler, wie man mit den jungen Beamten Kulturstudie Bel Ami", mit Duroy, dem Zeitungs- wackeren Cornelius Herz anderthalb Millionen bedeutet. fich zu stellen habe. Nach der Väter Weise entschied man schreiber: Vor Deinen Augen fahren sie vorüber, So wurde denn der Vergleich zwischen der Panamagesell- sich dem neuen Zollvorsteher gegenüber für ein Bestechings die„ Herren ber Gesellschaft" in ihren stolzen schaft und dem reumüthigen Cornelius Herz geschlossen, der honorar von tausend Rubeln. Es kamen die Aeltesten und Equipagen. Du aber kennst sie, die angesehenen Parlamen- für beide Theile so sehr ehrenvoll ist. Der Panama Gewandtesten im Geschäft und brachten unter Bücktarier, die mächtigen Zeitungsverleger und all die anderen Rechtsfall ist aus der Welt geschafft. Cornelius Herz darf lingen und mit verschmigtem Augenblinzeln das Honorar, " Feste so einzurichten, daß sie nicht mit unserem Waldfeste zu. sammenfallen, damit an dem Besuche unseres Festes niemand behindert werde. zur " Also, Ihr Frauen, entweder haltet Guch selbst die Milch oder| Sigungsfaales, durchschlug die Glasscheiben, wurde wie ein Ball Ihr werdet Mitwisserinnen eines Betruges! Der Bursche muß, von mehreren Eisenstangen zurückgeworfen und blieb schließlich wenn der Wagen in der Nähe seiner Tour anlangt, vorausgehen in dem drei Stockwerke tiefer liegenden Sigungsfaal liegen. Die und flingeln. Für jedes Haus, welches er zu besuchen versäumt, Verlegungen, die der Unglückliche davongetragen hat, sind Die Vertrauenspersonen des 4. Wahltreises zahlt er 5 Pfg., fommt es bei der Kürze der Zeit öfter vor, denn geradezu fürchterlich: Arme und Beine haben mehrfache Brüche er soll auch noch Milch austragen, so wird er entlassen. erlitten, die Brust wurde zerquetscht, der Schädel an mehreren Uuter immenfer Betheiligung der Parteigenossen und Macht der Bursche dem Kutscher davon Mittheilung, daß Stellen eingedrückt, die Lunge beschädigt. Trotzdem hat Negri, Genossinen des 6. Reichstags- Wahlkreises wurde am Himmel- ein Kontrolleur den Wagen verfolgt, so zahlt er 1 Mart. Nach in der Charitee, wohin er gebracht wurde, noch 2½½2 Stunden fahrtstage Agnes Hanschke, die Ehefrau des Kolberger Beendigung seiner eigenen Tour muß der Bursche Rechnungen gelebt. G Straße 27 wohnenden Gürtlers Georg Hanschte, auf dem für andere Touren tafsiren. Bringt ein Bursche die Woche insNazareth- Kirchhof in der Seestraße zur letzten Ruhe gebettet. gesammt über 10 Rechnungen zurück, so zahlt er für jede Alexandrinenstr. 78. Der Mann hat die neunjährige Tochter des Ein menschenfreundlicher Arzt ist der Dr. med. 3wirn, Die Verstorbene war eine jener Frauen, die auch unter dem Rechnung 2 Pfg. Strafe. Geht der Bursche vor 1/210 Uhr Portiers Steibe, Alexandrinenftr. 50, vom 15. März d3. Js. bis Ausnahmegesetz und selbst in den schwierigsten Positionen ihren tafsiren, so zahlt er 20 Pg. Männern treu zur Seite standen. Den Parteigenossen dürfte Trinkt er aus einer Stanne, so zahlt er 1 M. Versäumt der zu ihrem Todestage, den 21. März behandelt und für die 14 Benoch bekannt sein, daß auch Hanschte unterm Sozialistengesetz Bursche öfter die Kirche, so wird er entlassen, denn der Kirchen- fuche, die er in dieser Zeit machte, das gewiß nicht geringe eine längere Freiheitsstrafe zu verbüßen hatte, weil er so ver- besuch wird ebensogut als Dienst betrachtet, wie jede andere ben Eltern bereits am 26. März zugestellt. Die Frau des Por Honorar von 40 M. angefeht. Die Rechnung hierüber wurde meffen war, ca. 2000 jedoch unbeschriebene Hanstouverts zu be- Arbeit. Zum Kirchgang werden besondere Marten ausgegeben, tiers begab sich am gleichen Tage zu dem Arzt, um ihn in an sitzen, die gelegentlich einer Haussuchung gefunden und als Be welche nach Schluß des„ Gottesdienstes" abgegeben werden betracht des Umstandes daß ihr Mann längere Zeit weis der Zugehörigkeit Handschke's zu einer geheimen Verbin- müssen! Schläft der Bursche während des„ Gottesdienstes" ein, arbeitslos gewesen, um Stundung zu bitten. Sie wolle ihm die dung beschlagnahnt wurden. Staatsanwalt und Gericht de- so muß er das nächste Mal die ganze Zeit über stehen. Es duzirten, daß fie jedenfalls zur Bersendung geheimer fommt sehr oft vor, daß so einem jungen Menschen die Müdig- Sälfte der Forderung am 1. Mai und die andere Hälfte am respektive verbotener Drucksachen bestimmt waren und keit überfällt, denn es ist keine Kleinigkeit, von Morgens 42 Uhr Juni bezahlen. Die Antwort des Arztes war, daß er sich das genügte Verurtheilung. Die Betheiligung bis Elbends auf den Beinen zu sein. Herr Bolle nutzt die Zeit auf Theilzahlungen nicht einlaffe, er verlange das Honorar im von annäherud 2000 Personen an der Beerdigung der Frau bekanntlich gründlich aus, sei es auf der Tour oder zu Hause ganzen und im übrigen, so meinte er, fiinden ja auch noch Hanschte ist wohl Beweis genug für die Achtung, welche sie durch Schnitzelstunde, Gesang, Bläserstunde, Schreibstunde, Rechnung präsentirt und als darauf keine Zahlung erfolgte, Sachen in der Wohnung". Am 6. April wurde die zweite und ihr Mann in Genossentreifen besitzen. Gingeleitet wurde Kannenpuzen oder durch- Strafarbeit. Die Frau borgte die Trauerfeierlichkeit durch ein Sterbelied an dem in einem Der Kuriosität halber sei noch erwähnt, daß den Burschen bei tam am 30. April ein Zahlungsbefehl. leerstehenden Laden des Trauerhauses aufgebahrten Sarge der 38 M. Strafe event. auch bei der Strafe der Entlassung geboten sich vom Wirth des Hauses 20 M. und brachte sie zu nach kurzem aber schwerem Leiden Verstorbenen, welches der ist, ihr Mittagessen vollständig auszulöffeln. In diesem Punkte dem Arst mit der Bitte, diese Summe als AbschlagArbeiter Gesangverein„ Nordwacht" vortrug. Hierauf nahm der ist Herr Bolle nicht fnicerig, ja er sieht es ganz gerne und läßt zahlung anzunehmen u den Zahlungsbefehl rückgängig stetig anschwellende Leichenkondukt seinen Weg durch die Kolberger, es besonders notiren, wenn ein junger Mensch noch eine auf Zahlung des Honorars innerhalb der vierzehntägigen Respektzu machen. Bergebens. u machen. Der Arzt besteht nach wie vor Gerichts-, Müller- und Seestraße nach dem Friedhof; zwei weitere zweite Portion begehrt. Weiß er doch, daß die jungen Leute, frist, sowie außerdem auf Erstattung von 5 pet. Zinsen und Gesänge desselben Vereins beschlossen die Feier. Genossen des denen das Mittagessen nicht schmeckt, sich nothgedrungen an der üblichen Gerichtstoften. Das ist Barmherzigkeit. 6. Kreises legten einen prachtvollen Kranz mit rothen Widmungs- Sahne oder Käse gütlich thun werden. Die Burschen erhalten schleifen nieder, dann nahmen der hinterlassene Ehemann mit einen Wochenlohn von 7 M. im Anfang Von dieser Aus dem Bereiche der Champagnermädchen. Gegen 2 Kindern im Alter von 7 und 4 Jahren und Freunde und Be- Summe gehen jedoch die Beiträge zur Krankenkasse, zur den Dekonom eines bekannten Theater Restaurants, in dessen kannte Abschied vom Grabe der leider so früh Dahingeschiedenen, Altersversorgung und natürlich die Strafgelder ab. Letztere Foyers neben Bigarren, Blumen, Echnäpfen auch fogenannter mit dem Gelöbniß, in ihrem Sinne weiter zu wirken. erreichen etwa die Höhe von 1,50 M. bis 2 M.; Champagner" von zarter Hand verzapft wird, foll, wie man Und abermals Herr Bolle. Mit den Veröffentlichungen es find aber auch schon Strafabzüge von 4 oder 5 M. uns schreibt, ein ähnliches Untersuchungsverfahren, wie f. 3t. über die Arbeitsverhältnisse in Herrn Bolle's christlicher Meierei pro Woche vorgekommen. Strafen in der Höhe von 2 M. muß gegen den Befizer des ehemaligen Kaiserfaales schweben. Dersind wir zu unserem lebhaften Bedauern immer noch nicht zu der Bursche auf einmal bezahlen, bei Beträgen über diese Summe felbe soll nämlich deutschen Schaumwein der allergeringsten Sorte Ende. Hatten wir uns in den beiden vorhergehenden Artikeln hinaus ist ihnen gnädig gestattet, die Strafgelder in Naten von durch seine Damen" als echten französischen Champagner" per Glas mit 1 M. und mehr an jene Klasse von Menschen verkauft hauptsächlich mit den im Allgemeinen und insbesondere für die 1 M. zu entrichten. Kutscher giltigen Strafregistern zu befaffen, so wollen wir heute Zum Schluß sei noch eines Vergnügens ganz eigener Art, haben, die bekanntlich nicht alle werden. Der Betreffende hat die Arbeitsverhältnisse der jugendlichen Milch wagen- Benämlich der Wasserfahrt erwähnt, mit der Herr Bolle seine An- dabei ein recht gutes Geschäft gemacht, denn er hat für die gleiter beleuchten, für bie ber joviale Herr be- gestellten alljährlich alljährlich erfreut". Die Dampferpartie be Flasche, die im Einkauf reell etwas über 2 M. fostet, 16 M. fanntlich mit ganz besonderer christlicher Hingebung sorgt. ginnt Nachmittage 11111 und 2 Uhr, mit vereinnahmt. Wie weit die Voruntersuchung gediehen, läßt sich Der§ 136 der Gewerbe- Ordnung befagt bekanntlich, daß jugend- Der kompleten Mannschaft des berühmten Bläsertorps an vorläufig noch nicht sagen. Thatsache ist aber, daß der beliche Arbeiter ihre Arbeit nicht vor 51/2 Uhr Morgens beginnen Bord geht es nach Pichelswerder. Jeder Theilnehmer, so treffende Restaurateur es vorgezogen hat, seit etwa vier Tagen dürfen. Bei Herrn Bolle müssen die Burschen Morgens Punkt weit er männlichen Geschlechts ist, erhält zwei Bigarren und drei spurlos aus Berlin zu verschwinden. 4/2 Uhr antreten. Wer zu spät kommt, zahlt 10 Pfennig Strafe. Biermarten, nämlich eine von rother, eine von grüner und eine Kommt der Bursche mit ungepugten Stiefeln, so hat er 50 B von gelber Farbe. Sodann giebt es noch eine Butterbrotsmarke. zu berappen. Seine Kannen muß er selber ein- und ausladen, Ist man in dem für die Gesellschaft refervirten Lokal angekommen, versäumt er sich dabei, so hat er zwei Stunden Strafarbeit zu so wird Befehl darüber ertheilt, welche Farbe zuerst in ein Glas machen. Stellt er eine Kanne auf die Erde, so seht es eine Bier umgefeßt werden soll. Damit man sich nicht überlade, Stunde Strajarbeit. Trägt er den Flaschenkorb am Arm, so fommt eine Stunde später die andere und zum Schluß die dritte werden ihm zwei Stunden Strafarbeit zudiktirt. Die letztere Biermarte, sowie die Butterbrotsmarke an die Reihe. Tem Strafe wirb damit begründet, daß die Blouse des Wirth ist es strenge verboten, während der Zwischenzeit Bier oder Burschen beim Tragen des Korbes in der gedachten Weise sonstige Getränke an die Leute zu verkaufen. Zur größeren Vorsicht ramponirt werden könnte; aus den Strafgeldern werden aber stehen an den Buffets die bekannten Kontrolleure mit der Weisung, neue Kleidungsstücke für das Personal beschafft. Wir wissen die Leute, die es trotzdem wagen sollten, sich für ihr eigenes nicht, ob Herr Bolle den Burschen persönlich zeigt, wie man es Geld noch ein Glas Bier zu kaufen, zur Bestrafung zu notiren. macht, um sich mit 5 bis 7 Kannen in der Hand und außerdem Ohne Strafbestimmungen fann sich Herr Bolle selbst ein so mit dem Rorbe, dem Himbeersaft, Johannisbeerwein, Epargel 2c. genanntes Vergnügen nicht denken. Soviel für heute. beladen, elegant in die Häuser hineinzuschleppen. Fehlt ein Die nächsten Male mehr von den AnKnopf an der Blouse, so ist eine Stunde trafarbeit zu verordnungen aus dem Bolle'schen Musterbetriebe, die in ihrer richten, zwei Stunden Strafarbeit foftet es dagegen, wenn nackten Wirklichkeit so eindringlich zu der Berliner Bevölkerung der Bursche die Klingel verkehrt in den Korb stellt. Bersäumt reden, daß sie eines Kommentars wahrhaftig nicht bedürfen. er die Strafarbeit, so sind 50 Pf. zu blechen. Läßt der Bursche Geändert ist an den Strafbestimmungen des Betriebes eine Kanne bei den Kunden stehen, so muß er sie bezahlen und unseres Wissens noch nichts. Erwähnen wollen wir jedoch, daß zirar rechnet Herr Bolle für eine Kanne von 1/2 Liter Juhalt Herr Bolle außer seinem Fruchtwein auch den Spargel jetzt nur 75 Pf., für eine solche von 1 Liter Juhalt 90 Pfennig, für eine mehr auf ausdrückliche Bestellung verkauft. Die Gründe dieser Zweiliterkanne 1 M. 10 Pf. und für eine Fünfliterfanne 1 M. Aenderung kennen unsere Leser aus dem letzten Artikel, den wir So Pf. Bringt der Bursche die Kanne am andern Tage zurück, in Sachen Bolle brachten. so zahlt er die Hälfte der obigen Summe. Es ist in solchen Die Aufhebung der Miethestener soll einer fragwürdigen Fällen den Kutschern untersagt, den Burschen Kannen abzu- Zeitungsnachricht zufolge von dem Kämmerer Maaß in der Subs taufen, so daß dieselben auf jeden Fall wieder in den Besitz des kommission zur Vorberathung der Steuerumwandlungen beantragt Herrn Bolle zurückgelangen müssen. Bergist der Bursche die Müge sein. Selbstredend ist dieser Nachricht gegenüber fürs erste wohl bei den Kunden abzunehmen, so zahlt.er 20 Pfennig. Für das größte Mißtrauen am Play. heimliche" Kunden ist eine Mart Strafe zu entrichten. Der einem In der Neuen Welt haben sich die Taschendiebe den 1. Mai verschiedentlich zu Nuzen gemacht. Besonders schwer wurde die in der Reichenbergerstr. 163 wohnende Frau Wilke mitgenommen, der ihre ganze Baarschaft im Betrage von 103 M. gestohlen worden ist. Die Frau hatte turz vorher ihr Mobiliar verkauft, um mit dem daraus erzielten Erlös ihrem in Amerika lebenden Mann nachzureisen und sieht sich nun mit ihren drei Kindern dem Elend preisgegeben. Ueber die erſte Moth wurde die Arme zwar hinweggeholfen, da eine noch im Vergnügungslokal vorgenommene Sammlung die Summe von 26 M. 50 Pf. einbrachte; ihr weiteres Schicksal hängt jedoch, wie wir hören, davon ab, ob ein Arrangement, das jeyt im Kreise ihrer Bekannten vorgenommen wird, von Erfolg ist. In der Trunkenheit erhängt hat sich gestern( Freitag) Morgen um 9 Uhr der 47 jährige Pantinenmacher Heinrich Rau in seiner Wohnung Schwedenstr. 17a. Eine lange gesuchte Dicbin und Hochstaplerin ist jetzt der Polizei in die Hände gefallen. Nach Berübung von Diebstählen war die 21 Jahre alte unverehelichte Anna Zieh aus Landeck verschwunden, hatte sich in hiesigen besseren Gasthöfen unter allerlei Vorspiegelungen eingemiethet, auch die Inhaberinnen von Mieth quartieren geschädigt und sich stets so frühzeitig aus dem Staube gemacht, daß sie von der Polizei nicht erwischt werden fonnte. Jetzt wurde sie durch Zufall von der Ehefrau eines Gastwirths, die sie um 73 M. betrogen hatte, in der Friedrichstraße in Gesellschaft eines Herrn bemerkt und konnte von einem Echuhmann dingfest gemacht werden. Es hat sich herausgestellt, taß sie sich seit dem Herbst v. J. unangemeldet in Berlin, 31leht in der Kleinen Alexanderstraße aufgehalten und von dort aus ihre Streifzüge auch bis in die weitere Umgebung der Haur stadt unternommen hat. Zeugen gesucht! Die Ehefrau des Maurergesellen Julius Baungardt, Grünauerstr. 28, bittet zum Zweck eines Wieders aufnahmegesuchs in einem Strafverfahren gegen ihren Ehemann, daß diejenigen Zeugen ihr die Adresse mittheilen, welche am 12. November 1893 zwischen 4 und 5 Uhr einen Streit derselben mit dem Handelsmann Gesche an der Kanalböschung des Kottbuser Ufers mit angesehen haben. Bursche hat nämlich sofort zu melden, wenn er von der Tour Ueber einen nenen Geheimmittel- Schwindel theilt das zurückkommt, daß der Kutscher Milch in die Wohnung geschickt Polizeipräsidium folgendes mit: Der frühere Schuldiener und für diese sofort Bezahlung genommen hat. Für das Bringen A. Noortwyck, Neue Promenade 4 hierselbst, vertreibt ein an der Milch in die Wohnung berechnet Herr Bolle nämlich dem gebliches Heilmittel gegen Diphtherie, Scharlach, Majern, Bräune Kunden zwei Pfennig apart; auch wird die auf diese Weise ver- und Halskrankheiten aller Art. Das Mittel enthält nach fachTaufte Milch erst am Echlusse der Woche bezahlt. Nun tommt verständiger Prüfung neben anderen arzueilichen Bestandtheilen es aber häufig vor, daß eine Frau, welche die Milch sonst regel- Alkohol, Birtentheer und Kreosot. Es besitzt die von dem mäßig vom Wagen holt, durch irgend etwas( Wäsche, Krankheit) p. Noortwyck behauptete Wirkung nicht, kann vielmehr den das abgehalten wird, diese am nächsten Tage selbst zu holen und selbe gebrauchenden Personen Schaden bringen. Dies wird zur taber den Kutscher bittet, ihr die Milch doch in die Wohnung Warnung des Publikums hiermit zur öffentlichen Kenntniß zu schicken. Für diese Gefälligkeit wird der Bursche mit gebracht. Arbeiterrififo. Auf schreckliche Weise ist in Dranienburg 1 Mart, der Kutscher mit 50 Pfennige gestraft. Es Zu der Ermordung des Fräulein Schweichel wird am Freitag der Arbeiter Hermann Dehlte um das Leben ge= wird dies Verfahren von Herrn Bolle als Betrug feitens des Untersuchungsrichters betentender Werth auf die Gr- fommen. Derselbe arbeitete in der Tramba'schen Brauerei, hatte angesehen und im Wiederholungsfalle mit Entlassung geahndet. mittelung des Sommerüberziebers des Thiede gelegt, von dessen am Siede- Bottich zu thun, glitt aus, verlor das Gleichgewicht Berbleib der Beschuldigte nichts weiß. Der Umstand ist dadurch und stürzte fopfüber in den Bottich, dessen Inhalt bereits auf das die Wachsamkeit des Beamten einschläfern sollte. Der ganz besonders wichtig, als die Bekundung des Maurers Friese, 60 Grad erhigt war. Er wurde sofort herausgeholt und seiner Thiede habe feinen Ueberzieher an dem Dlordtage getragen, noch triefenden Kleidung entledigt, dabei fiel aber bereits die Haut in aber wurde nuwirsch und wics den Leuten die Thüre. dadurch seine Bestätigung findet, daß thatfächlich keiner von großen Feßen vom Körper. Immerhin vermochte er noch allein Gi, ist das ein Geriebener, dachten die Biedermänner; Thiede's Bekannten etwas Gegentheiliges befunden kann. Ebenso bis zu dem Wagen zu gehen, der ihn nach dem Krankenhause und wieder traten sie zusammen und beriethen und erfolglos, wie die Recherchen nach dem Ueberzieher, waren bis verbringen sollte. Dort starb er aber bereits Abends um 10 Uhr entschieden in der schwierigen Lage. Ja nun, wenn wir jetzt die Ermittelungen nach dem Merdinstrument. nach achtstündigen entseglichen Leiden. bequem schlucken wollen, müssen wir auch den Herrn Eine Blutthat wird aus Charlottenburg gemeldet. Durch einen Prellschuß in den Unterleib schwer ver. Natscheleit kräftiger schlucken lassen. Leben und leben lassen; Tort hat am Freitag Abend um 93/4 Uhr der 24 Jahre alte letzt wurde gestern infolge einer groben Fahrlässigkeit der und sie legten zu den tausend Rubeln noch einmal tausend Kaufmann Richard Tscheuschner in der Potsdamerstr. 35 be- Dampferbesitzer und Bootverleiher Seitepriem, der Eigner der hinzu und überreichten sie faßenbuckelnd dem neuen Amts legenen Wohnung seiner Eltern zunächst auf seine Braut ge- Miethboote in Hasselwerder und Karolinenhof, schwer verletzt. chef. Der aber verstand nun teinen Spaß mehr und ließ schossen und sich dann selbst durch eine Kugel schwer verleßt. Der Verein Berliner Segler, welcher gestern auf dem Langen das Gesindel mit der Peitsche trattiren. Heulend gingen Der Thatbestand, der schließlich zu der Katastrophe führte, ist und Seddinsee eine Regatta abhielt, hatte den Heitepriem'schen die Abgesandten der Schmugglerbande auseinander und der mit einem jüngeren Bruder zusammen eine Selterwasser- Fabrit, dessen Maschine Heitepriem bediente, befand sich an der kleinen verfolgender: Tscheuschner betreibt seit etwa anderthalb Jahren Dampfer Adler" als Startdampfer benut. Der Dampfer, kündeten ihren Großen die betrübende Nachricht: Er nimmt auch die aber in der letzten Zeit sehr schlecht ging. Tschenschner, der Krampe, etwa 50 Meter vom Ufer entfernt, als H. plöglich mit zweitausend Rubel nicht. Also wird er wirklich ehrlich sein? mit der 21 Jahre alten unverehelichten Emma Strause, einer dem Ruf:" Ich bin geschossen" umsant. Als man ihm zu Hilfe Ehrlich! Welche Frechheit. Und man rächte sich an dem Ghr Tochter des Schuhmachermeisters Krause aus der Berlinerstr. 183 eilte, wurde der Berlegte bereits ohnmächtig. Die nähere Unterlichen, der das Gefindel prügeln gewollt. Man ging gleich zu Charlottenburg verlobt, hatte von dem zukünftigen Schwieger- fuchung ergab folgenden Thatbestand: Ein Herr hatte sich am an die rechte Schmiede und sandte zehntausend Rubel vater bereits Geldmittel für sein Geschäft empfangen, fonnte aber ufer mit Schießen„ vergnügt". Da eine der Patronen nicht losnach Petersburg. Dort erbat man von der vorgesetzten den Betrieb trotzdem nicht über Wasser halten. For Krause gegangen war, hatte er den Lauf des Gewehres gegen den Behörde einen willigen Beamten und der ungefüge Natsche hatte eine weitere Beihilfe versagt und die Einrichtung der geofferspiegel gerichtet und so erneute Versuche gemacht losLeit wurde nach einer öden kaukasischen Gebirgsstation ver- schäftlichen Anlage war durch einen Gerichtsvollzieher bereits zudrücken, die schließlich auch erfolgreich" gewesen waren. Die schickt. Also ergehe es allen unbequemen Schwärmern, unter Siegel gelegt worden. Am Freitag Abend ging der junge Rugel war aber vom Wasser abgeprallt und hatte so den Heiteso denken insgesammt die Kapitalsgewalthaber, unter deren Mann nun die Berlinerstraße hinab, um anscheinend seine Braut priem in den Unterleib getroffen. Der Verlegte wurde von zu erwarten. Beide trafen auch zusammen, und Tscheuschner seinem Bruder sofort nach Berlin überführt. Mitte ein Typus großwachsen fonnte, wie Cornelius Herz. bat Fräulein Krause, ihn nach der Wohnung seiner Aber eines vergessen sie. Mit dem Einzelnen kann man Eltern zu begleiten. Kaum waren fie dort eingetreten, Polizeibericht. In der Nacht zum 4. d. M. fiel ein Fuhrfertig werden, aber nicht mit einem ganzen neuen Volts als plöhlich zwei Schüsse fielen. Die Eltern des jungen Mannes herr in der Madaiftraße von seiner Droschke, gerieth unter die bewußtsein. Ich glaube, zur Beit der Erhebung Ungarus waren in dem Augenblick nicht anwesend, und als Hausbewohner Räder und erlitt eine bedeutende Quetschung der Rippen. Am gegen das Haus Habsburg fiel das Wort eines nachher zusammen liefen, fanden sie das Paar auf dem Fußboden liegend 4. d. M. Vormittags wurden ein Handwerker in seiner Wohnung berühmt gewordenen Rebellen: Sie können den Einzelnen auf. Das Mädchen wies einen Streiffchuß an der linken Wange in der Schwedenstraße und Abends ein etwa 60 Jahre alter wegen Hochverraths erschießen, aber eine ganze Nation fann auf und erholte sich bald; der Bräutigam batte sich aus einem Mann in der Hafenbaide erhängt vorgefunden.- Im Laufe des man nicht wegen Hochverraths bestrafen. So ift's auch mit evolver eine Kugel in die rechte Schläfe gejagt. Sein Zustand Tages fanden vier kleine Brände statt. hat bisher weder eine Vernehmung, noch die Ueberführung nach dem, was kapitalistische Gewalt Schwärmerei nennt. Den einem Krankenhause gestattet, wohin er eventuell gebracht werKleine Theater- und Literatur: Chronik. Einzelnen kann sie vernichten, ist eine Gesammtheit über ben wird, da er als Polizeigefangener behandelt werden muß. Henrik Ibsen's Gespenster" sollen von der Berliner zeugt, zu welcher Fäulniß, zu wie frassem Unrecht fapitaSchon wieder ist bei dem Reichstagsbau ein Menschens Polizeizenjur für das Leffingtheater freigegeben sein, nachdem listische Gewalt führt, dann ist diese Gewalt ihres Baubers leben vernichtet worden. Der Italiener Gaetano Negri, Luifen- fie in einer neuen Uebertragung beschnitten worden find. Welchen eutfleidet und nicht Brutalität und nicht Tücken können sie straße 60, war am Freitag Nachmittag gegen 2 Uhr als Monteur Werth die verfittlichten Gespenster" noch haben werden, läßt in ihrem Bestand aufrechterhalten. an der Kuppel des Gebäudes beschäftigt. Durch einen Fehltritt sich ja selbstredend erst bei der Aufführung beurtheilen; vielleicht Alpha. verfor er das Gleichgewicht, stürzte auf das Oberlicht des sind sie vor lauter Berliner Sittlichkeit überhaupt nicht wieder des Verbandes der Dachdecker Deutschland 3. NB. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. werden sie bewacht. u erkennen. Aus Anlaß des nunmehr erfolgten Ablaufs Achtung für Töpfer. Wegen eingetretener Lohndifferenzen| fowie durch einige Schuhleute Die Streifenden hatten dann versucht, mit ihnen zu einer dreißigjährigen Frist seit Meyerbeer's Tode wird in ist der Zuzug nach Lübeck fernzuhalten. aber einfach nicht zugelassen. sprechen, wurden Erft auswärtigen Zeitungen an eine angeblich testamentarische Be stimmung des Meisters erinnert, wonach die Regulirung seines Maßregelung ein Streit ausgebrochen. Buzug ist fern zu halten. gestattet, daß sie durch einen Dolmetscher( einem Italiener Unter den Dachdeckern in Lüneburg ist infolge von auf energisches Drängen bei der Polizeibehörde wurde ihnen musikalischen Nachlaffes erst nach Ablauf dieser Frist beginnen Etwaige Unterstügungen sind zu schicken an den Bevollmächtigten Gazani) mit den Leuten sprechen durften, aber nur in Gegenwart darf. Es heißt ferner, daß Meyerbeer außer einigen Orchester- twaige und Vokal- Kompofitionen eine nahezu vollendete, den Abend Joh. Diederichs in Lüneburg, Ob. Ohlingerstr. 25. der Polizei und der Unternehmer und merkwürdiger Weise wurde Der Zentralvorstand füllende Oper hinterlassen habe, in deren Mittelpunkt der junge dem Gazani geboten, nur deutsch mit ihnen zu sprechen und Goethe steht. Eine Bestätigung dieser Meldung dürfte abzuzwar auch nur mit dem italienischen Polier. Glücklicher Weise warten sein." Der Tugendwächter", eine Komödie von tam aber Gazani schon vorher mit diesem in einer Wirthschaft Lope de Vega, deutsch übersetzt von Eugen Zabel, tommt dem Die Steinmehe und Schmiede der Marmorfabrit Riefer in der Nähe zusammen, wo er( der italienische Polier) zugestand; nächst in unserem tönigl. Schauspielhause zur ersten Aufführung. in Oberalm bei Hallein find, 61 an der Bahl, in den" Ja es sind über 20 Mann hier in der Baracke, die fort wollen, Coquelin vom Theater français wird nun doch in Deutsch Streit getreten. Sie stellten folgende Forderungen: Verkürzung aber ich kann ja nichts dafür, daß sie nicht fort dürfen." land gastiren. Er tritt vom 29. Juni bis 15. Juli im der Arbeitszeit und zwar von Morgens 7 Uhr bis Abends 6 Uhr, Am 2. Mai fand eine öffentliche Maurerversammlung statt, Münchener Hoftheater mit einer französischen Künstlertruppe auf. 1 Stunde Mittagpause und Vor- und Nachmittag je 1/2 Stunde die start besucht war. Die Polizei war durch Polizei- Amtmann In St. Louis ist. Mels, der Dichter des bekannten Lust Pause; 30 pCt. Lohnerhöhung; Freigebung des 1. Mai; Wieder Dillmann, durch den Polizeitommissar und vier Beinahe wurde die Versammlung spiels Heinrich Heine im Hospital gestorben. In das Gesell einstellung aller Streitenden. Zuzug ist streng fern zu halten. Schuyleute vertreten. schafts- Register des hiesigen föniglichen Amtsgerichts I ist jetzt Unterstübungen sind sehr nöthig und zu senden an aufgelöst, da die Behörde für ihr parteiisches Auftreten bie Aktiengesellschaft Schiller Theater" eingetragen Martin Ambroschü 3, Printners Gasthaus, Hallein. von sämmtlichen Rednern heftig angegriffen wurde. Es wurde eine von beantragte Genosse Kräuter worden, deren Zweck die Begründung und Unterhaltung volts. thümlicher Schauspiele ist. Das Grundkapital der Gesellschaft ist halte den Zuzug fern. Der Maurerfireit in Schwedt a. D. dauert fort; man Resolution einstimmig angenommen, worin gegen die Handlungsauf 100 000 m. in Namenaktien à 250 M. festgefeßt. weise der Polizeibehörde energisch protestirt wurde und die Tim Ju der englischen Presse werden zur Zeit die elenden Ver sozialdemokratischen Abgeordneten im badischen Landtag aufbältnisse des niederen" Bühnenpersonals einer lebhaften Er gefordert werden, das Ministerium sofort zu interpelliren. Die örterung unterzogen. Heuchlerisch bejammert man namentlich Bersammlung nahm, troßdem Herr Amtmann Dillmann die elenden Gagen, welche dem weiblichen Chorpersonal in den aufrecht stand und fortwährend die Redner unterbrach Theatern gezahlt werden, und vor Allem die schlechte Behand Kommissar zurief: Helm auf", unter großer lung, welcher diese modernen Stlaven" ausgesetzt sind. Begeisterung ein natürliches Ende. Ganz wie bei uns! 32Bitterungsbericht vom 5. Mat. ganda Witterungsübersicht vom 5. Mai. nou out fining Stationen. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Swinemünde 747 SSM Hamburg 748 MSW Berlin 750 SA Wiesbaden. 759 München 761 SM Wien 760 WNW Haparanda 752 Still Petersburg 755 GO Cort 23762 MNW Aberdeen 93757 WNW Paris 25762 WSW ( 71-10016654453241 etter Regen bedeckt Temperatur 8332726( nach Celsius 150.= 40 R.) Regen beiter Schnee Regen bedeckt wolfig 11 wollig halb bedeckt woltig 11 7 8 Berliner Wetterbureau. Wetter- Prognose für Sonntag, den 6. Mai 1894. Todd Kühles, vorwiegend trübes, regnerisches Wetter mit mäßigen bis frischen nordwestlichen Winden. пос # schilgers 916 Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Der Streif der Former in Keula bei Mustau ist endgiltig beigelegt. Die Arbeiter dürfen mit dem Resultat zu frieden sein. Sind sie auch nicht mit ihren Forderungen ganz durchgedrungen, so tritt doch wenigstens eine Lohnerhöhung von 10 pet. ein, anstatt 25 pet., wie verlangt worden war. Der Bergarbeiter Streik in Mährisch Ostrau nimmt immer größere Dimensionen an; bis jetzt ftreiten bereits 3000 Mann. beraubt. fo und dem Der Geist der Streifenden ist ein musterhafter und nicht minder der ganzen hiesigen Arbeiterschaft. So weit unser Gewährsmann. Aus seiner Schilderung der Vorgänge geht jedenfalls das Eine mit Gewißheit hervor, daß die Arbeiter nämlich in der unerhörtesten Weise chitanirt und provozirt werden, so daß Vorgänge, wie oben, so sehr sie auch zu bedauern und so sehr wir sie auch verurtheilen, doch zum mindesten erklärlich sind. Es zeigt sich hier wie bei allen Streits in Deutschland, daß unsere Behörden sich eben nicht daran gewöhnen können, den Streik als einen berechtigten ökonomischen Kampf anzusehen. Anstatt unparteiisch nur beide Theile vor Uebergriffen zu beschüßen, schlagen sie sich ohne weiteres auf seiten der Unternehmer, als die Kommis der herrschenden Klasse". Versammlungen. Eine Vereinsversammlung aller in der Schuh- und Pantoffelbranche beschäftigten Arbeiter tagte am 21. April. Nachdem der Kassirer den Kassenbericht verlesen, erledigte die Bersammlung die Wahl eines Vorstandsmitgliedes, mit welchem Amt der Kollege Valerius betraut wurde. Zum Bibliothekar wurde Kollege Steffen, zu Stellvertretern Röstel und Lutz ges wählt. Die Wahl der Arbeitsvermittelungs- Kommission wird bis zur nächsten Versammlung vertagt. Kollege Steffen richtet das Ersuchen an die Kollegen, mit den Billets vom Stiftungsfest abzurechnen. Die Abrechnung soll in der nächsten Versammlung erfolgen und werden dann die Restanten bekannt gegeben. Sodann schildert der Kollege Kraufe die Veranlassung zu dem Streit bei der Firma Tat in Burg. Die Kollegen verpflichteten fich, die Streifenden thatkräftig zu unterstützen. Eine besondere Besprechung erfuhren die Verhältnisse in der Fabrit von Knopf und Hinze, namentlich wurde über die niederen Löhne und die lange Arbeitszeit geflagt. Bum Streit der Wiener Bauarbeiter. Eine Versamm Tung von 300 Baumeistern, Steinmetz- und Maurermeistern nahm einstimmig die bindenden Beschlüsse an: erstens die Regierung aufzufordern, schleunigst Vorkehrungen zu treffen, um die nicht ausständigen Gehilfen gegen den" Terrorismus" der ausständigen zu schützen, und zweitens sich zu feinerlei Ron seffionen gegenüber den ausständigen Gehilfen herbeizulassen. Die Herren Unternehmer nennen es Terrorismus", wenn Streikende von dem ihnen zustehenden Rechte Gebrauch machen, indem sie durch Ueberredung ihre Berufsgenossen zum Mitstreiten zu veranlassen suchen. Dagegen fehlen ihnen in der Regel die Begriffe für das Verwerfliche ihrer Handlungsweise gegen die Die Frauen im Kampfe gegen Streitbrecher. Aus Streifenden, wie sie zu Tage tritt in den schwarzen Listen 2c. New York wird unterm 4. Mai gemeldet: In Scottdale ( Pennsylvanien) versuchten heute Vormittag die Frauen, Sum Maurerstreit in Freiburg i. Br. Durch die die Arbeiter aus den Mineu zu vertreiben. Als die Polizei bürgerliche Preffe macht gegenwärtig eine Notiz die Runde, drohte, die Frauen anzugreifen, eilten die Männer den Frauen we che geeignet ist, die streifenden Maurer gewissermaßen als zu Hilfe und es tam zu einem Zusammenstoß. Die Polizei schoß Räuber und Wegelagerer hinzustellen. Es heißt da, daß eine mit Revolvern und verwundete 15 Männer und eine Frau. Rotte von etwa 200 Streifenden" einen Architekt, der sich von Der Streit nimmt in verschiedenen Ortschaften zu. Basel her Arbeiter verschafft, überfallen habe. Nur dem UmWitterung in Deutschland am 5. Mai, 8 1hr Morgens. stand, daß der Architekt den Revolver gezogen, sei es zu danken, Unter dem Einflusse einer bei Dänemark gelegenen, tiefen daß er dem Tode entgangen sei." Die Entrüstung Barometerdepression haben sich an der Nordsee stürmische Nord- heißt es weiter über bie rohe Gewaltthätigwestwinde erhoben, während in den übrigen Theilen Nord- feit der Streifenden ist allgemein, und ea wird deutschlands heftige südwestliche Winde wehen. Allgemein hat wohl angebracht sein, nunmehr strenge polizeiliche Maßeine weitere, beträchtliche Abfüblung stattgefunden, welche in nahmen( Aha!) zum Schutz der ordnungsliebenden Arbeiter und Ostpreußen durch nächtliche Gewitter eingeleitet wurde. In der Arbeitgeber zu treffen. Die Streifenden haben jede Nachsicht München ist die Morgentemperatur auf 2 Gr., in Berlin auf verwirkt. Die Rädelsführer wird jezt auch sicher die verdiente 3 Gr., in Chemnitz und Breslau auf 4 Gr. Celsius gesunken. Strafe treffen." Aus einem uns von Freiburg zugehenden Dabei herrscht noch heute trübe Witterung vor, zwischen Elbe Schreiben geht nun zunächst hervor, daß, selbst wenn sich die und Oder fällt vielfach Regen, zu München Schnee. Sache so verhielte, als sie durgestellt wird, man sich kaum verwundern dürfte, denn die Streifenden werden von seiten der Unternehmer sowohl als auch der Behörden in einer geradezu unerhörten Weise beläftigt und ihres Rechtes Die Polizei nimmt ganz und gar Partei für die Unternehmer. In besagter Buschrift heißt es: Der Streit dauert nicht nur fort, sondern spißt sich immer mehr zu einem heftigen Klassenkampf zu. Vorerst sei bemerkt, daß letzten Sonntag eine Versammlung der nichtstreifenden Maurer stattfand, welche von einem Polier, auf dessen Bauplatz Im Stellenvermittelungsschwindel handelte es sich in die meisten Maurer arbeiten, einberufen war und den Zwed einer Auflage wegen wiederholten Betruges, welche gestern vor haben sollte, den Streit beenden zu helfen. Es wurde eine ReDer Fachverein der Klempner hielt am 24. April eine der zweiten Strafkammer des Landgerichts I gegen den Schreiber folution einstimmig angenommen, in welcher ebenfalls die Generalversammlung ab. Meister ersucht werden, die 10 stündige Arbeitszeit einzuführen, Der Kassenbericht vom 1. Quartal Friz Albrecht verhandelt wurde. Albrecht wurde aus dem weist eine Einnahme von 109,90 M. auf, der eine Ausgabe von Zuchthause zu Brandenburg vorgeführt, wo er eine dreijährige anderenfalls sie sich den Streikenden anschließen würden. Strafe wegen ganz gleicher Betrügereien verbüßt, wie sie ihm Inwieweit die Meister davon Notiz genommen, ist unten: 104,53 m. gegenübersteht. Der gesammte Kassenbestand beträgt am 1. April 239,68 m. jezt zur Last gelegt wurden. Im Frühjahre 1892 war der An- folgend noch zu ersehen. Die Nichtstreifenden haben sich aber die Kollegen Schöte, Drange und Selchow geladen, um die AnAuf Beschluß des Vorstandes waren geflagte Buchhalter bei dem Kaufmann Hoffmann, der in der bis jetzt nicht an ihren Beschluß gehalten, indem sie immer noch flagen, welche in der letzten öffentlichen Klempnerversammlung Christinenstraße ein Stellenvermittelungs- Romptoir eröffnet hatte, Es zeigte sich, daß der Inhaber es nur auf die Ausbeutung beim Ober- Bürgermeister, um zu bewirken, daß der Streit durch nichts einzuwenden habe. Nach einer eingehenden Aussprache Im Intereffe der Streifenden waren am 28. v. M. 3 Mann gemacht wurden, zu begründen. Erschienen war nur Kollege Schöfe, der erklärte, daß er gegen die Mitglieder des Vorstandes arbeitsloser Personen abgesehen hatte. Albrecht soll ihm dabei, vermöge seiner Erfahrung auf diesem Gebiete, wesentliche Dienste eventuelle Bermittelung durch das Gewerbegericht oder durch den des Kollegen Schöfe und Köhler nahm jeder die früher gemachten geleistet haben. Die Belastungszeugen schilderten ihre Beziehungen badischen Herrn Fabrikinspektor Börrishofer beendet Aeußerungen zurück und erledigte sich dadurch die Angelegenheit. zu dem Hoffmann'schen Bureau, dessen Inhaber sich durch werden könnte. Dies wurde den Meistern bekannt gegeben. Der Vorstand erhielt den Auftrag, dem Vertrauensmann für die schleunige Flucht nach Amerita in Sicherheit gebracht hat, in Diese Woche wurde nun durch Geh. Regierungsrath Sonntag Agitation Gelder zu überweisen. dem Vorsitzenden der Streitkommission mitgetheilt, fast übereinstimmender Weise. Sie hatten durch die Beitungen die Meister eine Bermittelung sowie auch jede Forderung daß Agitation Gelder zu überweisen. diada oladily Ordentliche General Versammlung der Drts. irgend eine Stellung gesucht und darauf von Hoffmann eine Bu schrift erhalten, sie möchten sich bei ihm einfinden, er sei in der ihrer Forderung fest. Der Klassenstolz läßt es den Meistern einfach Anträge wurden in der Versammlung angenommen:§ 18 Abs. S der Streikenden ablehnen. Ebenso halten auch die Streifenden an Krantentaffe der Kürschner am 26. April. Folgende Lage, ihnen Arbeit zu verschaffen. Im Komtoir wurden fie von Albrecht empfangen, der ihnen in Aussicht stellte, bei einer neu nicht zu, denn einer der Vernünftigeren hat verrathen, daß die foll jetzt beißen: im Falle der Erwerbsunfähigkeit vom dritten 3 gründenden Omnibus Aftiengesellschaft als Kondukteur oder Meister unterschreiben würden, aber sie wollen die Unter- Tage der Erfrankung ab für jeden Kalendertag ausschließlich der Sutfcher bei gutem Gehalt Anstellung zu finden. Die Gesellschaft legenen" nicht sein. Da sich hier keine Streitbrecher finden, ver- Sonntage die Hälfte des durchschnittlichen Tagelohns§ 12 als Krankengeld. 2. Antrag: Der Vorstand wird beauftragt, dem benöthige gegen 400 Beamte und da Hoffmann mit den maß- lassen sie sich auf den Zuzug" von auswärts. gebenden Persönlichkeiten bekannt sei, würden die von ihm Namen„ Stlavenhandel" verdient. Hierzu werden Tausende von überzutreten. Diefen Zuzug betreiben sie derart rationell, daß er den Gewerks- Krankenverein zu tündigen und zur freien Arztwahl empfohlenen Bewerber bevorzugt werden. Die Stellensuchenden Mart nicht gescheut. Der Hauptunterhändler ist der Bauließen sich durch diese Vorspiegelungen bereit finden, zur Deckung unternehmer& rafft in Füssen( Regierungsbezirk Schwaben aller in der Metallindustrie beschäftigten ArEine gut besuchte Versammlung des Verbandes der Untoften" eine Einschreibegebühr von 6 M. zu zahlen. Ihre an der Tiroler Grenze), welcher die Leute unter Borspiegelung beiter Berlins und Umgegend( Lampenbranche) fand am damaliger Zeit ein neues Omnibusunternehmen, dasselbe schwebt nach Konstanz lockt und von da aus durch Herrn Walter 26. April statt. Von dem Vortrag mußte Abstand genommen aber noch heute und die Unternehmer haben noch nie daran ge- benar benar 12. So wurde am 1. of werden, da der Referent nicht erschienen war. Es wurde ſodann dacht, Personal zu engagiren, geschweige denn dem Hoffmann ein Telegramm von Konstanz in zur Wahl eines Beisitzers geschritten und Kollege Dill wieder nach dieser Richtung hin einen Auftrag zu ertheilen. Der Staats- Streikomitee durch anwalt beantragte eine Busahstrafe von zwei Jahren, 500 m. Senntniß gefeßt, daß 11/2 Uhr Vormittags 21 Mann dort ab- gewählt. Stollege Wegner berichtet über den Streit der Former in Keula. Redner legte der Bersammlung die Entstehung des Geldstrafe und Ehrverlust. Der Gerichtshof erkannte auf eine gefahren feien. Diese Kunde brachte neue Verbitterung unter Streifs fowie die dortigen Verhältnisse klar und fordert die AnBufabftrafe von einem Jahre Zuchthaus und 600 M. begaben sich etwa 100 Mann von den durch die Maifeier bei wesenden auf, sich rege an den Listensammlungen zu betheiligen. die biesige Arbeiterschaft. Am Abend, wo diese eintreffen sollten, Geldstrafe event. noch 80 Tage Buchthaus. einem Konzert Versammelten mit den Streikenden an fation. Unter anderem theilt Redner mit, daß vor kurzem die Hierauf sprach Kollege Näther über die Nothwendigkeit der Organi den Bahnhof, um die Bureifenden für fich zu gewinnen. Löhne bei der Firma Schuster u. Bär enorm gekürzt sind. Möge Der Zug tam an, aber ohne die Maurer; sie waren dieses Vorgehen der Fabrikanten ein Ausporn für die Kollegen in St. Georgen( letzte Station Don Basel her) 5 arbeiten. " das D Soziale Ueberlicht.& L. es nicht möglich war, den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern Baseler Bahnübergang tamen sie auf 8 Leiterwagen daher ge: Diese Anregung wurde erledigt, indem aufgefordert wurde, in Charlottenburg. Allen denjenigen Parteigenossen, welchen ausgestiegen. Sofort machten sich etwa 60 bis 70 Mann auf sein, sich endlich aufzuraffen und für bessere Lohn- und ArbeitsCharlottenburg. Allen denjenigen Parteigenossen, welchen den Weg nach der Baselerstraße zu, um sie abzufangen. Um bedingungen zu fireben. Ferner wurde daran erinnert, daß alle 6 Wochen eine Lampenbranchen- Bersammlung stattfinden soll. und die bisher keine Gelegenheit hatten, einen Theil ihres fahren. Auf dem ersten Wagen faß der Architekt Schmidt jeder Werkstatt einen Vertrauensmann zu wählen, der sich mit Arbeitsverdienstes für den Maifonds abzuführen, bringen wir und fein Bauführer Ruß. Hier wurde ihnen Halt" zugerufen, hiermit zur Kenntniß, daß die zu diesem Zwecke verausgabten und als dies nicht befolgt wurde, wurden die Pferde an den den Beisitzern in Verbindung setzen soll, um die Nothwendigkeit Liſten bei den Genoffen Herm. Wernicke, Krummeſtr. 19, Baul Bügeln gefaßt und die Stränge abgeschnitten, um ein Weiter- einer Werfammlung zu besprechen. Wolter, Magazinstr. 16; August Sellin, Zigarrenhandlung, of Eine Mitglieder Versammlung des Frauen und Scharren und Wilmersdorferstraßen- Ede; Heiur. Krause, Bis fahren zu verhindern. Es entstand nun, als die Leute nicht absteigen wollten, ein Mädchen Bildungs- Vereins( Filiale Weißenfee) tagte marchstr. 74, und Gust. Beyer, Wallstr. 96, bis auf Weiteres Handgemenge, wobei der Bauführer Ruß vier Revolverschüsse am 29. April. Zur Erledigung kam die Quartals- Abrechnung, ausgelegt bleiben. Wir erwarten rege Antheilnahme. auf die Streifenden abfeuerte, ohne zu treffen. Nun war die Abrechnung vom Maskenball und Neuwahl des Vorstandes, der Die Vertrauensleute. Geduld aus und Schmidt wie Ruß befamen allerdings einen sich folgendermaßen zusammenfeßt: Frau Hartwig, Bevoll Ju der Lokalliste sind für Kaltberge Rüdersdorf zwei Denkzettel durch eine tüchtige Tracht Prügel, so daß diese awei mächtigte; Frau Gehricke, Rassirerin; Frau Werner, Schrifts Lokale vermerkt, die für Versammlungen zu haben sind. Wir in den nächsten Tagen teine italienifchen, tirolischen und führerin. Arbeitet, eine berichtigen hiermit, daß teines von beiden mehr für Arbeiter schwäbischen Maurer mehr holen werden. Polizei war nicht da. Rigdorf. In einer Versammlung der in Holzbearbeitungss verfammlungen zur Verfügung steht. Ferner ist richtig zu stellen, Die Zugereiften gingen dann mit den Streifenden und daß der Vorwärts" bei Köppen, Restaurant Glück auf", reisten am nächsten Vormittag wieder ab. Nun famen aber am Fabriken und auf Holzpläßen beschäftigten Arbeiter sprach Frl. Baader in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über die Dampferstation Seestraße, Kaltberge Rüdersdorf, ausliegt. Für Nachmittag abermals 26 Mann über Basel her. Hier aber sollte technischen Fortschritte der Neuzeit." In einer längeren Debatte Woltersdorf ist neben dem Lokal von Gillmann noch das Lotal es anders kommen. Etwa 30 Schuyleute hatten den Bahn- diskutirte man über die Gründung eines Fachvereins. Von einem der Wittwe Lehmann, Woltersdorfer Schleuse, und das Lokal perron abgesperrt, wobei ihnen noch eine Anzahl Bahn- Beschluß wurde Abstand genommen, da die Versammlung nur von Rademacher, Café Interlaken, zu empfehlen. In beiden bedienstete zu Hilfe standen. Lokalen liegt der Vorwärts" aus. Wir bitten die Genossen, einfach zurückgewiesen und die angekommenen Maurer Schwach besucht war. die beabsichtigen, im Laufe des Sommers hierher zu kommen, mit den Herren Unternehmern unter Eskorte nach der In Schöneberg tagte am 22. April eine Vereinsversammdiese Berichtigung auszuschneiden und der Lokalliste beizufügen. Barade beim Neubau der Herz Jesu- Kirche" begleitet, wo sie lung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Schöneberg Die Lotalfommission bis heute festgehalten wurden, trotzdem sie wieder fort wollen. und Umgegend. Die Versammlung erledigte zunächst die VorEs wurde ihnen angedroht, sie müßten das Reisegeld abstandswahl. Es wurden gewählt: Klinge, erster Vorsitzender; verdienen oder sie würden verhaftet. Durch den Polier, Bort, zweiter Schriftführer; Bandt, zweiter Kassirer; Jagusch # 9 0 für Grtner, Woltersdorf und Rüdersdorf. J. A.: Ernst Neumann, Woltersdorf b. Ertner Die Streifenden wurden und Hennig Nevisoren. Unter Vereinsangelegenheiten wurde ein Antrag eingebracht, für die Vereinskollegen einen Arbeitsnachmittag 5 Uhr im Restaurant Schrödter, Urbanftr. 37. weis zu schaffen. Der Antrag wurde dem Vorstand zur Er wägung übergeben. Verein der Maschinisten und Geiger Berlins. Sonntag, den 6. Mai, Nachmittags 4 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20, öffentliche Wersammlung. Achtung, 3. Wahlkreis! Mittwoch große Versammlung in den DranienHallen, Oranienftr. 51. Vergnügungsverein Heitere Gesellschaft. Sonntag 6 Uhr Sigung mit Fidelitas Raupachstr. 6 bet Pallacz. Freie Vereinigung der Bureau- Angestellten Berlins und Umgegrub. Montag, den 7. d. M., Abends 8% Uhr, bei Reimann, Alte Schönhauferstraße 42, Generalversammlung. Verein der Bureau- Angestellten und verwandter Berufsgenossen. Montag, den 7. Mai, Abends 9 Uhr, Mitgliederversammlung bei Golisch, Lothringerstraße 63. Bortrag des Kollegen Walter über: Unsere Ziele." Schmiede. Kombinirte Mitgliederversammlung am Dienstag, den 8. Mai, Abends 8 Uhr, in Pyrtet's Lokal, Gipsstr. 3. Freie Vereinigung der Graveure, Bifeleure und verwandten Berufsgenossen. Montag, den 7. Mat, Abends 8½ Uhr, Bersammlung im Bereinslokal bet Bachmann, Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: 1. Geschäft liches. 2. Experimentalvortrag des Herrn Dr. Wurm über:„ Die Augenleiden der Graveure und Biseleure." Achtung, Böttcher! Montag, den 7. Mai, Abends 5% Uhr, große öffent liche Böttcher- Versammlung im Saale des Herrn Heise, Lichtenbergerstr. 21. Tagesordnung: Die Lage unseres Generalstreits. Schlächter. Große öffentliche Versammlung heute, Sonntag, den 6. Mai, Nachmittags 5 Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstr. 22, 1 Tr. 1. Vortrag des Genoffen Hoffmann über: Das moderne Raubritterthum. 2. Wie stellen sich die Kollegen zur Gründung einer Zentralisation? Arbeiter Bildungsschule. Montag Abends 8%-10% Uhr: Nord= Schule, Müllerstr. 179a und Südost- Schule, Waldeinaritr. 14: National ötonomie. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen " Bergnügungsverein Gemüthlichfeit, Gigung jeben Sonntag nach Bergnügungsverein Normanta 2. Gigung 4% Uhr Köpniderstr. 62. Gesang Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Berein 8 wiebelfische, Rigdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliner: fraße 120. Bergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bei Möring, Admiralfir. 18c.- Gefelliger Klub Namenlos, jeben montag steht noch zu sehr unter dem Banne der falschen Vorstellung, die Restaurant zum Bufunftsstaat, Kaftanien- Allee 35. starbett", Uebungsstunde bei Deftreich, Tempelhofer Ufer 15, 9-11 Uhr. Gesangverein Männertiang übt Montage von 9-11 Uhr kleine Bergnügungsverein Auf Selgoland Sigung jeden Montag Uhr bei Linke, Bergstr. 54, Fidelitas. Bergnügungsverein Einigkeit 1890. Jeden Montag Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tanz Bergnügungsverein Gutalta" bei Herrn Reggentin, Barnim str. 4-5, Sizung 6 Uhr. Pfropfenrerein Wedding, Abends 8 Uhr, bei Wolf, Gerichtsstr. 44. Rurstr. 10 bei Stolle. sein Land im Emporgang, daß dessen Stern im Steigen ist, wie es die Italiener bis vor kurzer Zeit hatten, und wie es die Norweger noch heute haben. Dann strömt aus der Boltsseele Muth und Selbstvertrauen in die Seele des Einzelnen. Dieser Sah hat nur eine bedingte Richtigkeit. Brandes der Bourgeoisidealismus gezeugt, daß das Volk eine geistige Einheit mit einheitlichen Grundempfindungen und daß die treibende bestimmende Grundempfindung das Nationalgefühl sei. Thatsächlich tritt aber das, was man nach bisherigen Brauch Nationalempfindung nennen fann an treibender, tragender Kraft für die Gegenwart erhebender und heblich zurück hinter anderen geistigen Strömungen. das Bewußtsein, einem großen emporströmenden Privat- Theater- Gesellschaft offnung, Sigung b. Sauermann, udalbert. Daß das Ganzen anzugehören, den Einzelnen hebt seine Pfeifentlub Felfenfeft, Abends 9 Uhr, Königsbergerftr. 20 bei Schabrodt mit Muth und Selbstvertrauen erfüllt, ist richtig. Ein solches Rauchklub Weiße Wolfe, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14 bei Genoch.- Rauchtlub Elvira, Abends Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelders Ganze braucht aber nicht eine politische Nation im heutigen Die heutigen politischen Organisationen, firaße 27. Rauchtlub Beronita", Sigung Montag Abends uhr, Sinne zu sein. Staligerftr. 65, bet cause. Rauchklub Bruderbund 2 jeden Montag die auf Ausbeutung und Unterdrückung beruhenden Staats bei Herrn Grande, Lausigeritr. 50. gebilde wirken sogar dem Selbstvertrauen der Einzelnen direkt entgegen. In viel höherem Maße entwickelt einen solchen be= lebenden anspornenden Einfluß auf den Einzelnen das große Ganze des emporstrebenden internationalen Proletariats mit seinen sozialistischen Zielen. Daß der Sozialismus durch seine Abwesenheit glänzt in dem Vortrage des Herrn Brandes über das„ Nationalgefühl" ist bezeichnend für den wenig erschöpfenden Inhalt dieser flüchtigen Gelegenheitsschrift. gl straße 8. Stattlub Grand", Abends 9 Uhr bei R. Hubrich, Lübbenerftr. 22. Stattlub Roth- Junge". Sigung alle Dienstage nach dem 15. und Spielabend alle Dienstage von 9 bis 11 Uhr im Restaurant Böchstr. 7 bet Herrn Serrath. Freie Bereinigung der aufleute. Jeben Montag gemüth. liches Beisammenfein im Restaurant 8ur neuen Post", Beuthstr. 21. Literarisches. Bei allen unterrichtsfächern können Schüler und Schülerinnen auch jest, Georg Brandes. Nationalgefühl. Vortrag gehalten bei der Im Laufe des Semesters, eintreten. Montag, Abends 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Gefeßestunde. Südost- Schule, Reichenbergerstraße 133: Deutsch. Dft Schule, Markusstr. 31, Unterricht in Gefeßestunde. -U 1 Einweihung der neuen Räume des Freifinnigen Studenten vereins in Kopenhagen am 1. Februar 1894. Autorisirte Uebersehung. Köln und Paris. Verlag von Albert Langen. 1894. " Seele Briefkaken der Redaktion. mir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Poststraße. Die Kriegs- Festspiele im Feenpalast sind von uns schon mehrfach genau in ihrem Sinne beleuchtet worden. E3 erübrigt daher wohl, noch einmal wieder auf die bekannteu Rohheiten zurückzukommen. E. R. 10. Wenn das Geschäft auf Ihren Namen geht, so unterliegt es den Angriffen der Gläubiger, auch wenn die Mittel dazu von der Frau herrühren, denn durch die Ueberleitung des Geschäfts auf Ihren Namen ist das Geschäft Ihr Eigenthum geworden. 21. S. 100. Abgesandt. A. L., Berlin. Wenden Sie sich an den Verlag der„ Neuen Beit", J. H. W. Diet, Stuttgart. Briefkaffen der Expedition. Für die Wiener Tischler gingen ferner ein: Von den Tapezirern Lindenstr. 12 6,50 M. Bautischlerei von E. Strauch, Schlesischestr. 38 5,20. Von den Kollegen der 2. Stampehl'schen Werkstatt, Stallschreiberstraße 23,- Summa 34,70. Bereits quittirt 125,25. In Summa 159,95. Sozialdemokratische Erfe- und Diskutirklube. Mar Kayser, jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Echömann, Heimftr. 16.Reimer, jeden Montag, Abends 9 1hr, bet Rudolph Bahr, Gerichtsstr. 19. Was Georg Brandes, den meisten unserer Leser als Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. Sonntag. Alle der Oeffentlichkeit übergiebt, Wenderungen im Bereinskalender sind zu richten an Fr. Kortum, Manteuffel Biograph Lassalle's befannt, firaße 49, vorn II. Abends 9 Uhr: Ucbungsstunde. Aufnahme neuer Mit- verdient immer Beachtung. Als feinsinniger literarischer glieder." Dirigentendor", Stadtbahnstation zur Börse, Restaurant Kritiker steht der Däne in der Vorderfront der europäischen Herkules. Frohsinn 1, Dummelsburg, Berlinerstr. 82 bet Friesede Literatur. Für sein Baterland erwarb er sich ein besonderes Nachm. 1-3 Uhr.- Montag. Norddeutsche Schleife, Melchiorstr. 15. bei Stehmann. Siebertafel der Maler u. v. Berufsg. Annenitr. 16 Verdienst, als Bahnbrecher der neuen Ideen frisches Leben in die bei Ehrenberg. Tonblüth e, Görligerstr. 50 bei Siewert. Blüthe Stickluft einer reaktionären Romantik der Literatur und Politik Pallisadenstr. 9 bei Liege. Siebesfreiheit II, Strausberg, im Restaurant Krüger.- wyrthenblätter, Belforterftr. 15, bei Schneider. hineingebracht zu haben; aber auch in Deutschland ist er heimisch geGefangverein iederzweig, Waidmannsluft Berlinerstr. bei Berbe. Bur worden durch seine Schriften nicht minder als persönlich zu der Zeit, Fichte".- Frisch auf in Schönwalde i. d. Mart bei Schulz. Frif als die herrschenden Gewalten den unruhigen Kopf aus seiner jur Freiheit, Simeonfir. 23, bet Flick.- Metallarbeiterten Seimath verscheuchten. So nimmt man denn erwartungsvoll Roppenfir. 29 bei Keller. Bieber'scher Männerchor, Elisabeth- Kirchftraße 14 bei R. Hirthe. Mohr'ses Doppel Quartett, Büsching- eine jede neue Schrift von ihm in die Hand, besonders eine ftraße 7 bei Jakob. Glockenrein( gem. Chor) Kastanien- Allee 95/96. National solche, die mit dem vielversprechenden Titel Bruderherz, Krautfir. 6, bei Rudolf. Rosalia, Lebuserstr. 5, bei Das führt nun allerdings diesA. Nemiz. Goffnung 2, Wilmersdorf, Brandenburgischestraße bei Gräg. gefühl" etikettirt ist. Glodenrein( gem. Chor), Treschowftr. 55 bei knapp. mal zu einer Enttäuschung. Die neue Schrift von Brandes Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend entspricht ihrem Titel nicht. Man erwartet eine Erläuterung ( Alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, fins des Begriffs Nationalgefühl", eine Geschichte, eine Kritik des richten an P. Gent, Adalbertstr. 95. Sonntag: Theaterverein halia bei Echröder, in Stralau, Nachmittags 3-4 Uhr. Theatergesenschaft Nationalgefühls, die Erwägung, ob das Nationalgefühl der Romelia" alle 14 Tage, Adalbertstraße 8 bet Sauermann. modernen Menschheit mehr Mugen als Schaden bringt, ob es Bergnügungsflub Ostend, Krautstr. 6 bei Rudolf von 5-6 Uhr. selliger Verein der Feilenhauer, Gartenfir. 16, bei Meißner, jeden Sonn- sich modifiziren, sich klären muß, um dauernd lebensfähig zu tag v. b. 1. d. Mts. Bergnügungsverein Gelgoland 2, Langeftr. 9 bet bleiben; und man findet einen Vortrag, wie ihn ein jeder feinKyczewsky, alle 14 Tage, 4-6 Uhr Nachm.- Bergnügungsverein Seerofe, gebildete, lebenserfahrene und redegewandte Mann aus dem Grünerweg 25 in Hahn's Bierhaus. Vergnügungsverein Glü cftern 1, ( Wolff's Telegravhen- Bureau.) in den Germania- Festfälen, Chauffeestr. 103, 5-6 Uhr Nachm.- Montag: Aermel schütteln fann, wenn er plößlich aufgerufen wird, über Wien, 5. Mai. Eine von mehr als 2000 Bauarbeitern und Pfeifentlub Felsenfest bei Echubordt, Königsbergerftr. 24. Sumo die literarische und gesellschaftliche Entwickelung seines Heimaths. riftischer Verein Pipifar bei Krösche, Fichtestraße 29. Theaterverein landes während der letzten Jahrzehnte einen Ueberblid zu geben. Bauarbeiterinnen besuchte Versammlung, in welcher Arbeiter. Nora, Märkischer Hof, Admiralstr. 18c, Abends 9 Uhr. Bergnügungsverein elfen feft", Rixdorf, Hermannstraße 167 bei Fülleborn, 8% Uhr. Auch so wie er ist, bleibt der Vortrag lesenswerth. Nichts führer und Arbeiterinnen unter heftigen Reden gegen die BauKartenflub uftige Brüder", Krautfir. 48 bei Rattte, Abenos s hr. läßt sich dagegen einwenden, daß er veröffentlicht oder auch herren zur Fortsetzung des Streits aufforderten, wurde wegen Gefang-, Curn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theater: und übersetzt wurde. Aber sein Wert steht in einem lächerlichen Ausfällen gegen die Sicherheitswache und das Militär behördlich Bergnügungsverein Sarletin, heute Nachmittag 6 1hr Beughofstr 8. Theaterverein Concordia Beughofstraße 8 bet Roch. Theaterverein Mißverhältniß zu der pomphaften Einleitung des Heraus aufgelöst. Die Verfügung rief einen tofenden Lärm hervor, es Othello jeden Sonntag 4 Uhr bei Foge, Röpenickerstr. 191. Nachher: gebers, der aus Geschäftsrücksichten ihn als ein epoche- gelang jedoch den Ordnern, den Saal ohne Zwischenfall zu Fidelitas. machendes Ereigniß in der geistigen Entwickelung Däne- räumen. marts auspofaunt. Auch der Titel ist, wie schon angedeutet, Wien, 5. Mai. Der bekannte Kunstschwimmer Gröbet Wie Brandes das Nationalgefühl definirt, ist ist heute Nachmittig nach die Lugloch- Höhle abgereist und will irreführend. überhaupt daraus nicht zu erkennen. Er nimmt es als eine versuchen, durch eine Leine cine, Verbindung mit den in der Höhle die Beförderung gegebene geistige Kraft hin, die er sehr hoch schäßt. Er meint, Eingeschlossenen herzustellen, die einzelnen Boltsmaffen leisten denn etwas, wenn das National- Lebensmitteln und die Erleuchtung der Höhle zu ermöglichen. gefühl gekräftigt wird durch das Bewußtsein, daß die Nation sich Der Minister des Innern bewilligte Gröbel die Mittel zur Reise und hat die Behörden angewiesen, Gröbel bestens zu unter im Aufschwung befinde: Der Einzelne muß nur das Empfinden haben, daß stützen. Krebs, Ohmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. Ge= Theaterverein Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag Uhr, bei Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Verfammlung Linien ftraße 150. Bergnügungsverein Deutsche Einigkeit, Nachm. 4-6 Uhr, Blumenstraße 20 bei Bernice. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Titania, Nachm 5-6 Uhr, bei Tempel, Langeftr. 65. Nachher Fidelitas. Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bei Keller. Theater Verein Rustige Seelen, Sonntag Uhr bei Stehmann Melchiorfir. 15. Bergnügungsverein& uftig, Sonntag, Staligerstr. 54( S. Sente), 6% uhr: Sigung, Tanz, Fidelitas. Halbe Preise! stellt das unterzeichnete Justitut der ,, Gold'nen Hundertzehn" ( Leipzigerstr. 110) in feinem Ausverkauf, da das überfüllte Lager absolut verringert werden muß; zum Beispiel: Heber 12 000 Frühjahrspaletots jetzt zu halben Preifen von 8, 9, 10, 12, 15, 18, 20, 24, 25 Mark prima. 15 000 englische Jaquetu. Rock- Anzüge( auch in schwarz Tuch und Kammgarn) von 10, 12, 14, 16, 18, 20, 24, 27, 30 M. prima. 6000 Hosen in dauerhaften, reinwollenen Stoffen von 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12 k. prima. Haus- und Jagdjoppen von 2. an. Havelocks u. Pelerinenmäntel von 10 k. an. Staub und Reisemäntel von 3 Mk. an. Ruabenund Burschen Anzüge jekt 118L von 3 M. an. Goldene 110, 110. Leipzigerstr. 110. Roh- Tabak!! Empfehle mein reichfortirtes Lager u offerire: Sumatra à 1,25 M., 1,40 M., 1,50 M., 1,75 M.,( 2,00 m., deckt mit 2 Pfd., schneeweißer Brand) 2,50 M. bis 5,00 m., sowie sämmtliche in- und ausländische Rohtabakte zu den billigsten Preisen. W. 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Mai 1894. 11. Jahrg. Die Maifeier. Maifeier in Deutschland folgende Nachrichten Ueber de« Verlauf der liegen uns weiter noch vor: KottbuS. Die Maifeier war von 1200 Personen besucht. Referent Genosse Kadelbach; nach der Versammlung Fest- kommers.— Fürstenwalde. Die zum Abend einberusene Volksversammlung war von über 600 Personen besucht. Genosse M e tz n e r- Berlm sprach über die Bedeutung des Tages, dem sich Gesangsvorträge, welche vom Gesaugverein Liedeslust aus- geführt wurden, und Deklamationen anschlössen.— Lands- i> e r g a. 29. Die am Abend bei Rothenburg abgehaltene Versammlung war sehr gut besucht. Der Saal �>ar der Feier des Tages eulsprechend dekorirt. Genosse P a e tz e l» Berlin wies in 1>/- stündiger Rede aus die Bedeutung des Tages hin. Nächsten Sonntag findet noch ein Ausflug statt. Stettin. Die Versammlung am Morgen des I.Mai, in welcher Genosse K ä m i n g sprach, war von 200 Personen besucht. Bremerhaven. Am Nachmittag fand hier eine Ver- sammlung statt, besucht von einigen hundert Personen. Referent: Genosse Schmal selb t. Der für Bremerhaven polizeilicher- laubte Festzug gestaltete fich zu einer gewaltigen Demonstration. Tie Ausstellung aus dem Siegesplatz selbst ging ohne jede Störung von statten, willig, ohne irgend welche Bemerkungen wurde den Weisungen der Ordner Folge geleistet. Die Polizei war außerordentlich stark vertreten, eine Vorficht, die unseres Er« achtens vollständig überflüssig war. Die Beamten zeigten jedoch vom Inspektor herab bis zum Hafenpolizisten ohne Ausnahme ein Entgegenkommen, welches anerkennend hier hervorzuheben wir nicht unterlassen wollen. Leider läßt ja bei derartigen Anlässen die heilige Hermandad ihre Macht die Arbeiter oft in eben nicht gerade angenehmer Weise fühlen. Das Verhalten der Bremerhavener Behörde stach daher um so vortheilhaftcr hiervon ab. Der Festzug wurde von den beiden Vorsitzenden des sozial- demokratischen Vereins, den Genossen Schröder und Gehr eröffnet, sodann folgte ein Musikkorps und hierauf die aus den Genossen Schmalfeldt, Haverkamp und Hilker bestehende Deputation der politischen Partei. Hinter dieser schritt ein Genosse mit einem gut ausgeführten Transparent, auf der einen Seite des letzteren las man die Worte„Hoch der Achtstundentag", auf der anderen „Gleichheit, Freiheit. Brüderlichkeit". Gegen 160 Frauen und Mädchen hatten sich dem Zuge angeschlossen. Auf die Abtheilung der Frauen und Mädchen folgte im Festzuge der Arbeitersänger- bund und an diesen schlössen sich die übrigen Vereine und Ge- werkschasten mit ihren Fahnen, Emblemen zc. an. In regelmäßigen Zwischenräumen war ein Musikkorps und zwar im ganzen sieben oder acht eingestellt. Die Musikkapelle intonirte beim Abmarsch das allgemein bekannte Kampfes- und Siegeslied der Arbeiter und ruhigen, festen Schrittes durchzogen die Demon- stranten die Straßen der Stadt. Die Zahl der Demonstrirenden betrug 3S00- 4000. Die Straßen waren dicht gedrängt voller Zuschauer, es schien, als sei ganz Bremerhaven auf den Beineu. In mehreren Straßen waren die Häufer festlich geschmückt durch Fahnen, Guirlanden, Transparente. Inschriften:c. Der Umzug dauerte ca. 3/r Stunde. Gegen 9 Uhr war man beim Kolosseum angelangt. Dort fand das Fest durch Konzert, Ball und eine Festrede seinen Abschluß.— Herford. Zirka 400 Theilnehmer fanden sich ei», um das Fest der Arbeit zu begehen.— Stendal. Zur Feier des 1. Mai fand Zlbends 8 Uhr eine öffentliche Volksversainmlung statt, welche von 300 Personen besucht war. Genosse Hinze- Magdeburg sprach über die Bedeutung des achtstündigen Arbeits- rages. Eine entsprechende Resolution wurde angenommen. Goslar. Hier waren 250 Personen, in Zellerfeld 200 Personen versammelt, um das Maisest zu begehen. Gießen. Die Volksversammlung war sehr gut besucht; Reserent war Gen. Orbig. Dessau. Hier hielten die Kinder am Abend einen„Acht- stunden-Fackelzug". Einige hundert Kinder waren mit Stock- laternen versehen, deren jede mit einer großen 3 bemalt war. Gerade diese Kinderdemonstration hat bei den bürgerlichen Parteien arg verschnupft; es„diskrediiire" die Achlstunden- Bewegung. Löbtau. Früh 7 Uhr Sainmlung in Kämpfe's Restaurant, von da Zug nach dem Trianon. Nachmittags Betheiligung am Festzug. Abends Versammlung im Gambrinus. Verlaus glänzend.— Sebnitz. Maifcst in der Greuadierburg, zirka 80 Theilnehmer. Festrede, Vorlesung. Gesang vom Sängerklub „Vorwärts".— Steinigtwolmsdorf. Zum ersten Mal wurde hier der 1. Mai gefeiert. Durch Gesänge, Ansprachen und Deklamationen gestaltete sich die Feier zu einer erhebenden.— Ottindorf-Okrilla. Versammlung am 29. April von 3S0 Personen besucht. Referent Genosse Fräßdorf. Resolution angenommen.— In N e u n k i r ch c n begann die Festlichkeit Nachmittags 4 Uhr. Saal vollstäudig gefüllt.— Gersdorf. Versammlung im Garten des Waldschlößchen, 200 Personen. Reserent Rosenow.— Bautzen. Die Maifeier-Versammlung ver- lies bei zahlreicher Betheiligung äußerst harmonisch und begeisternd. — L ö b a u. Festversammlung 600 Personen. Refereut Schulze- Kossebaude. Resolution einstimmig angenommen. Nach Schluß der Versammlung Kommers. Verlauf glänzend.— Reichenau bei Zittau. Versammlung im„Gasthof zum Roß", Lokal ge- füllt, ca. 230 Personen, darunter zahlreiche Frauen. Referent H. Krüger-Dresden. Resolution einstimmig angenommen. Nach der Versammlung fand Kommers statt.— Bühlau. Die von ca. 2S0 Personen besuchte Festversammlung nahm die Resolution einstimmig an.— Pen ig. Eine am l.Mai im„Schützenhaus" abgehaltene, von etwa 200 Personen besuchte Volksversanimlung nahm einstimmig eine Resolution zu gunsten des Achtstundentages an. An die Versammlung schloß sich ein Kommers an, zu wel- chem die vorgetragenen Lieder nach der Prüfung des Stadtrathes zu Penig„nicht geeignet und nicht bestimmt sind, zum Umsturz der bestehenden Staatsverfassung aufzureizen oder gegen andere Gesellschaftsklassen Haß zu erregen". Die so geprüften Lieder sind der Sozialistenmarsch, Marseillaise, Arbeitsmänner jc. Chemnitz. Der Verlauf der Maiseier war im ganzen Erzgebirge ein der Würde der Arbeiterbewegung entsprechender. Im 16. Wahlkreise(Chemnitz) am 1. Mai Versammlungen, von denen die Behörde eine Anzahl unter allerlei Vorwänden verbot. Am 3. Mai Festlichkeiten. Große Lokale von feiten der Gegner abgetrieben; gleichwohl ca. 20 000 Festtheilnehmer aus den Beinen. In allen größeren Orten des Erzgebirges Masten- Versammlungen, in den kleineren Orten Zusammenkünfte bei Ge- sang und Deklamationen. Die Polizeibehörde hat, offenbar aus höhere Anweisung, wo es anging, mit gewohnter Schneidigkeit verboten.— In Chemnitz selbst waren Vormittags in 8(meist kleinen) Sälen 3000 Personen versammelt. Am Orte steht kein größerer Saal zur Verfügung. In dem einzigen größeren Saal sollte Abends Festrede und Kommers stattfinden, wurde aber am Nachmittag verboten.— Große Aufregung herrscht darüber in Arbeiterkreisen. Elberfeld. Die Morgenversammlung war sehr stark be- sucht. Nachmittags fand ein Ausflug statt. Die Theilnehmerzahl belief sich auf 1300.— Barmen. 300 Genoffen unternahmen am Nachmittag«inen Ausflug. Die um ö Uhr Abends anbe- räumten Versammlungen waren von über 1000 Personen besucht. Der Anfang allgemeiner Arbeitsruhe ist gemacht und dürfte jedenfalls in den nächsten Jahren größeren Umfang annehmen. Q u a k e n b r ü ck. 1. Mai, Abends 3 Uhr, Versammlung; der allerdings kleine Saal konnte die Theilnehmer nicht alle fassen, ein Theil hörte das Referat auf dem Hausflur an. Re- serent: Genosse Schrader-Bramsche. Nach der Versamm- lung blieben die Theilnehmer noch in fröhlicher Stimmung beisammen. Bramsche bei Osnabrück. Ami. Mai Nachmittags fand eine von Arbeiterinnen und Arbeitern zahlreich besuchte Versammlung statt. Referent: Genosse Göbel-Hannover. Nachher Festkommers. Betheiligt waren 230—230 Personen. Mülheim a. Rh. Gleich den Arbeitern aller Länder be- absichtigten auch die Arbeiter Mülheims eine Maifeier zu ver- anstalten, und zwar durch eine Festlichkeit am Abende des 1. Mai. Aber im Rathe der Götter war es anders beschlossen. Die Fest- lichkeit wurde verboten mit der Motivirung, daß das Lokal nicht polizeilich abgenommen sei. Wenn es uns auch nicht vergönnt war, den I. Mai in einer, seiner Bedeutung entsprechenden Weise zu feiern, so haben sich die in einer Anzahl von einigen Hunderten erschienenen Genossen und Genossinnen doch bis zum Eintritt der Polizeistunde in zwangloser Weise recht vergnügt unterhalten. Worringen. Zur Feier des I.Mai hatten sich die hiesigen Genossen zu einem gemeinsamen Abendessen zusammen- gefunden. Nach Beendigung desselben unterhielten sich die An- wesenden noch mehrere Stunden durch entsprechende Vorträge und Lieder und trennten sich mit dem Versprechen, mit allen Kräften für die Ausbreitung unserer Ideen aus dem platten Lande thätig zu sein. Aus dem zweiten badischen Reichstags- Wahlkreise Furtwangen geht uns ein Schreiben der dortigen Parteigenossen zu, in welchem dieselben bedauern, dem Beschluß des Kölner Parteitags nicht nachkommen zu können. Die Arbeiter wohnen dort alle zerstreut im Gebirge(Schwarz- wald) und sind somit naturgemäß noch weit mehr der Willkür der Unternehmerschaft preis gegeben. Um ihre Solidarität zu bekunden, haben die Genossen des gedachten Kreises beschlossen, 10 pCt. ihres Tagelohns der Parteikasse zuzuführen. Stuttgart. Die Versammlung am Morgen war von einigen Hunderten besucht. Die Feier des Abends fand im Zirkus statt. 23 Gesangvereine hatten sich zur Verschönerung des Festes zur Verfügung gestellt. Die Festrede hielt Genosse Karl Kloß. Nürnberg. Die zwei Versammlunge», welche anläßlich der Maifeier hier stattfanden und in denen Genosse Grillen- b e r g e r und O e r t e l referirten, erfreuten sich eines massen- hasten Besuchs. In beiden wurden gleichlautende Resolutionen angenommen. Oesterreich. Aus Graz telegraphirt das Wolff'sche Bureau, das die Maifeier übrigens todtgeschwicgen hat: Einundzwanzig Arbeiter, welche an den Ausschreitungen gelegentlich der Maiseier theilgenomme» hatten, wurden theils zu Kerker, theils zu Arreststrafen verurtheilt. Ueber die Vorgänge in Graz liegt uns leider kein un- parteiischer Bericht vor. Wir müssen, natürlich unter allem Vor- behalt, deshalb einen von der österreichischen Regierung inspirirten Bericht hier folgen lassen. Derselbe lautet: Die am I. Mai, Vormittags, stattgehabten Versammlungen nahmen einen ruhigen Verlauf, bei den Zuzügen der Arbeiter zu den Festen in den Annensälen, in der Pnntigamer und Steinfelder Bierhalle war jedoch die Wache schon bemüssigt, cinzu- schreiten, weil die Arbeiter der Glasfabrik trotz wiederholter Aufforderung der Wache eine w.itgedrachte Standarte nicht weggeben wollten. Als nach 7 Uhr Abends die Arbeiter in Gruppe» abzogen, mußte die Wache wiederholt einschreiten, theils weil die einzelnen Gruppen schreiend und johlend durch die Gaffen zogen, theils weil einzelnen wieder Standarten mit Bändern vorangetragen wurden. In der Volksgartenstraße nahm ein Wachführer einer Arbeiterin eine solche Standarte ab, wobei er von einer anderen mit dem Regenschirme auf den Kopf geschlagen wurde. Als er die Excedcntin für arretirt erklärte, wurde er von den Umstehenden umringt, mit den Regen- schirmen bedroht und geschlagen. Die herbeieilenden Wachen waren genöthigt, die Waffe zu ziehen, um den Wachführcr zu befreien.Z Bald darauf exzedirten aus den Annensälen ausziehende Arbeiter und bewarfen die Wachmänner mit Steinen, wobei Wachsührer Strehly und Wachmann Wanlo schwer verletzt wurden. Gegen die Exzedcnten rückte ein Zug Infanterie unter Kommando eines Lieutenants ab. Diesem gelang es, die Ex- zedenten zu zerstreuen, wobei der Arbeiter Gruber, welcher ein Mädchen mit einem Steinwurfe verwundet hatte, arretirt wurde. Unter johlendem Geschrei zog nun die Menge in die Rauber- gaffe, welche aber an ihrenZugängen mit Militär be- setzt war. Als die Massen immer heftiger andrängten, ging daS Militär mit aufgepflanztem Bajonnet vor und drängte die Exzedenten zurück. Nach 11Vs Uhr war die Ruhe in der ganzen Stadt wieder so weit hergestellt, daß die aus- gerückten Militär-Bereilschaften in ihre Kasernen zurückkehren konnten. Außer den bereits genannten zwei Wachmännern wurden bei den Exzessen noch neun andere verletzt. Verhaftungen wurden im ganzen 37 vorgenommen; von den Verhafteten waren zwei durch Säbelhiebe leicht verletzt. Uugar»(Kroatien). Aus Agram wird uns geschrieben: In Agram verlief rie Wtaiseier großartig. Die Vormittag- Versammlung war von über 2000 Personen besucht worden; am Nachmittag fand ein Festzug statt, an dem ebenso viel Personen theilnahmen. In der Resolution der Versammlung werden ge- fordert der Achtstundentag, Politische Rechte, Allgemeine Abrüstung. Viele Hundert Bauern waren anwesend. Auch Deputationen von Bauern aus dem Lande waren erschienen. Die Bourgeoisie ist verblüfft und schimpft. Im Lande wurde die Maifeier ferner begangen in Barasdin, Poprenitz, Effeg, Slatina und in Brod an der Save. Polizeilich verboten wurde die Maifeier, soweit bis jetzt Nachrichten vorliegen, in Petrinja, Fiume, Lissek. Schweiz. Unser regelmäßiger Korrespondent schreibt uns: , Di« diesjährige Maifeier hat in der Schweiz in der Hauptsache denselben Verlaus genommen wie in den früheren Jahren. In erster Linie steht wieder Zürich, wo am Vor- mittag im Kasino Außersiehl vor 1000 Personen Beck und ein Italiener Ansprachen hielten und mehrere Arbeiter- Gesangvereine Lieder vortrugen. An die Versammlung schloffen sich die Fahnenweihen der Spengler und Anstreicher. Am Nachmittag zählte der Festzug 3000 Theilnehmer und neben 40 Fahnen und Emblemen wurde auch eine schwarzeFahne mitgeführt, aber von der Polizei konfiszirt und der Fähnrich ver- hastet. Seidel und ein Italiener referirten. In Winter- t h u r fand am Abend eine von 500 Personen besuchte Ver- sammlung statt, in welcher ebenfalls Seidel redete. Die hier wie in Zürich angenommene Resolution lautet:„Die heutige Maifest-Versammlung fühlt sich«ins mit allen nach Freiheit und Gleichheit ringenden arbeitenden Menschen der ganzen Welt. Sie sendet allen Maifeiernden ihre besten Grüße und verspricht mit aller Kraft für den gesetzlichen Achtstundentag und für den demokratischen Sozialismus im Lande Tells zu wirken."— Der Festzug in St. Gallen zählte etwa 300 Mann. In der Ver- sammlung referirte Anzett über die Entwickelung der Arbeiter- schutz-Gesetzgebung. In Basel zählte der Festzug 1000 Mann und neben anderen Fahnen wurde auch eine schwarze mitgeführt. Im„Platanenhof" sprach L a n g, in der Burgvogtei Greulich. Der B e r n e r Festzug zählte 900 bis 1000 Theilnehmer und führte ebenfalls eine schwarze Fahne mit der In- schrift:„Nieder mit dem Thron, dem Altar und dem Geldsack" mit. Die Festrede hielt Redakteur Steiger aus Basel. In Chur sprach vor 330 Mann Wullschleger aus Basel. In Kreuzlingen sprach Werner aus Winterthur, in Z u g Redakteur Brandt aus St. Gallen, in Romanshorn Beck aus Zürich. Der Fest- zug in L u z e r n zählte 300 Theilnehmer, die Festrede hielt StaatsanwaltKeßler aus Solothurn. In Grenchen. wo meistens Uhrenarbeiter beschäftigt sind, beiheiligten sich 1300 Arbeiter und Arbeiterinnen am Zuge. Aus dem Feste redeten Siegenthaler und Adjunkt Schwitzguebel. Der Lausanner Festzug zählte WA) Theilnehmer. In der Markthalles sprachen F a u q u e z in französischer und Heinrich Schmidt aus Zürich in deutscher Sprache. Die angenommene Resolution lautet:„Die heutige Festversammlung steht zu den Forderungen deS Achtstundentages, der Bekämpfung des Mili- tarismus, der Erweiterung des Fabrikgesetzes, Wahl der Fabrik- inspekloren durch die Arbeiter, Recht auf Arbeit und unentgelt- liche Krankenpflege." In Gens zählte der Festzug 1000 bis 1200 Theilnehmer. Der französische Abgeordnete(Chauvin, welcher die Festrede halten sollte, kam verspätet an. An seiner Stelle sprachen B o m m e l i aus Lyon und S i g g aus Genf. Von anderer Seite wird noch über die Maiseier in Luzer» das folgende berichtet: Die Maifeier ist glänzend verlaufen. Das Wetter war etwas regnerisch, aber trotzdem waren an dem Zuge mindestens 300 Arbeiter betheiligt. An der Spitze die rothe Fahne des Ge- wcrkschaftsbundes nebst 11 Fahnen der verschiedenen Gewerk- schaften und Vereine. Die Musikkapelle des Grüllivereins spielte dem Zuge voran; so zogen wir durch die Hauptstraßen der Stadt nach der Löwengartenhalle. Zirka 100 italienische Ar- beiter waren betheiligt, welche mit den hiesigen Maurern und Handlangern einen Verein gebildet haben. Als Referent zu der Feier des Tages war vom Bundeskomitee des Schweizerischen Gewerkschastsbundes ein schweizerischer Staats- an w alt, unser Genosse Dr. Keßler aus Solothurn, abgeordnet. welcher in sehr verständlicher Weise die Bedeutung der Maifeier klar legte und dann aber auch nicht unterließ, die Bundesversamm- lung einer gehörigen Kritik zu unterziehen und den anwesenden heimischenArbeitern dringend empfahl, in Zukunft nur auf sich selbstzu hoffen, denn die Herren würden nie etwas für die Arbeiter thun. Am Schlüsse seiner schönen Rede meldete sich ein Italiener zur Ucbersetzung, ihr folgte allgemeiner Jubel unter diesen Arbeitern. Eine Depesche aus Grenchen bei Solothurn meldete einen Festzug von 1000 Arbeitern, was ebenfalls übersetzt wurde, und so war die Freude groß unter allen Anwesenden. Durch verschiedene Eesangvorträge von Mitgliedern deS Allgemeinen Arbeitervereins wurde das Fest in schönster Weise zu Ende geführt, und um 6 Uhr ordnete sich der Zug zum Abmarsch bis aus einen Saminel- punkt in der itteinstadt, wo die Auflösung erfolgte. Belgien. Aus Gent wird dem Bureau Herold telegraphirt: Am 3. Mai fand abermals ein sozialistischer Umzug statt, an welchem sich etwa 4000 Arbeiter, Frauen und Kinder betheiligten. An der Spitze des Zuges wurde eine Tafel getragen, welche mit der Inschrift:„Platz den Arbeitern" versehen war. Dann kamen sechs Arbeiter zu Pferde mit rothen Fahnen� in der Mitte deS Zuges ging ein Trupp junger Mädchen, mit rothen Freiheits- mutzen geschmückt. Italien. Aus Rom wird uns berichtet: Seit vielen Jahren war es hier unmöglich, die Arbeiter in großen Versammlungen zu sammeln, ohne daß infolge des provo- katarischen Auftretens der Polizei Unruhen zu vermeiden geweien wären. Diesmal aber gelang es, am 1. Mai eine von 200 Ar- beitern besuchte Versammlung vor dem Thore San Paolo ab- zuhalten. Die Genossen Vittorio Vollini und Andrea Costa hielten die Festreden. Zwei Redner traten hierauf auf, ein radikaler Bäckermeister, der gegen die Theilnahme der Arbeiter und gegen die Erkämpfung der politischen Macht sprach. Wegen des entschiedenen Widerspruches der Versammlung konnte er seine Rede nicht beendigen. Der zweite Redner, ein Arbeiter, forderte die Arbeiter zur Einigkeit auf und zum Zusammenstehen im Kampfe gegen den Militarismus und die Bourgeoisie. Hieran schloß sich durch mehrere Stunden geselliger Verkehr der Festgcnoffen, woraus die Rückkehr in die Stadt in vollster Ordnung angetreten wurde. Außerdem wurden in Rom noch sechs andere Versammlungen abgehalten. Die Genossen in der Hauptstadt Italiens sind über den Verlauf ihrer Maifeier mit Freude erfüllt und versprechen sich für die nächste Zeit große Fortschritte der sozialistischen Idee am Sitz« des Papstes und des Königs von Italien. England. In London soll die Haupt-Maifeier erst am Sonntag — 6. Mai— stattfinden, was allerdings nach den Beschlüssen des Züricher Kongresses einigermaßen befremden muß. Man erinnert sich, daß die englischen Delegirtcn entschieden für den 1. Mai eintraten, nachdem sie sich überzeugt hatten, daß dies der feste, einmüthige Wille der Arbeiter aller Länder des Fest- lands war. Um die Abweichung von dem Beschluß etwas zu mildern, soll mit der Achtstunden-Resolution auch eine Resolution zu gunsten des Allgemeinen Wahlrechts verbunden werden— eine Abweichung bleibt es jedoch unter allen Umständen, und Liebknecht, der zum Hydepark-Meeting eingeladen war, sah sich deshalb außer stände, die Einladung anzunehmen. Nur die„Sozialdemokratische Federation" hielt am 1. Mai fest, wird sich aber auch an der Sonntagsfeier betheiligen. Zur Feier des 1. Mai fanden sich am Themse-Ufer etwa 2000 bis 3000 organisirte Arbeiter ein, die mit Fahnen und Musik nach dem Hydepark zogen. Unterwegs schlössen sich von allen Seilen herankommende Abtheilungen an, und im Hydepark war eine stattliche Menge versammelt, die sich in zwei große Versamm- lungen theilte und einstimniig unter brausendem Jubel folgende Resolution annahm: Die Versammlung sendet ihre brüderlichen Grüße nach allen Ländern und wünschl hiermit, daß der 1. Mai als iuter» nationaler Arbeiter-Ruhetag in Zukunft gefeiert werden möge. Norwegen. Ueber die Maidemonstration in Christiania geht uns noch der folgende Bericht zu: Hier fand am 1. Mai ein großer Demonstrations-Umzug für den achtstündigen Arbeitstag statt. Es geschah nun zum fünften Male, daß ans diese Weise für die Verkürzung der Arbeitszeit Propaganda gemacht wurde. Die Volksmenge, gegen 3000 Per- sonen und ungefähr 30 Korporationen mit Fahnen Infelstr. 11, Quergeb, part. Feuchte und vernachlässigte Wohnung. Die Bewohner klagen über Kopfschmerzen und Gliederreißen. Reinickendorferstr. 42. Beim Milchhändler Lowin Nostizstraße 48, Rostockerstraße 24 und Sponholzstraße 36 801.1 halten wir unsere Mittheilungen aufrecht wie den früheren sog. Berichtigungen gegenüber. und Flaggen, verfammelte fich auf dem Young- ben Arzt, eine Desinfizirung der Wohnung veranlaffen zu wollen.| Mit bezug auf unsere letzte Veröffentlichung haben wir zu markte und marschirte durch die Marktgaffe und die Inzwischen ist S. umgezogen; der Arzt erstattete Meldung, doch berichtigen, daß Hussitenstraße 59 zur Zeit des Berichtes Karl- Johannstraße zum Storthing( Reichstagsgebäude), wo wurde die ungesunde Wohnung anderweitig vermiethet, schon seitens der Wirthin Abhilfe geschaffen war. eine Deputation vom Präsidenten empfangen wurde und dem- ohne daß sie bis zum 3. April desinfizirt war. Gegenüber den inzwischen im Vorwärts" Nr. 68 und 87 felben eine Petition um Einführung des achtstündigen Arbeits- Chauffe eftr. 52 a, Seitenflügel. Rellerwohnung vernach- veröffentlichten Berichtigungen" über tages überreichte. Dann wanderte der Zug zum Festlokal, wo fäffigt, feucht und dunkel. Die Wände sind mit Schimmelbildung verschiedene Reden gehalten wurden über die Bedeutung und die bedeckt, die Fenster schließen nicht. Aussichten der Bewegung für den achtstündigen Arbeitstag. Dann fang man das Lied vom achtstündigen Arbeitstag und ging hiernach auseinander. Die ganze Demonstration machte einen durchaus würdigen und ruhigen Eindruck. Abends fand dann im Zirkus, der für diesen Zweck gemiethet war, eine größere Festlichkeit statt. Es ist zu beachten, daß in Norwegen auch die linksstehenden bürgerlichen Parteien an diesen Bewegungen und Demonstrationen theilnehmen, daß es dort nicht für ein Verbrechen oder eine Schande angesehen wird, für die berechtigten Forderungen der Arbeiter öffentlich einzutreten, während man bei uns in diesen Kreisen die Maifeier gar nicht genug herabzerren und beschimpfen zu fönnen glaubt. Arbeiter- Sanitäts- Kommission. naffe Wohnung. Derfflingerft r. 29, Borderhaus. Kellerwohnung. Gasmeffer in der Schlafstube. Die Bewohner klagen über Kopfschmerz. Mühlenstr. 50 b, Hof rechts part., bei Hoffmann naffe 6 Wohnung. Bewohner frant. Schonnig's Eisengießerei, Uferstr. 14. 5 Rlofets für 180-200 Personen. Abhilfe versprochen. Müllerstr. 175. 2 Alosets und ein Pissoir für zirka 20 Miether und die Gäste einer start besuchten Restauration. Die Klosets liegen unmittelbar unter den Fenstern einer Goldarbeiter- Werkstatt. Der Brunnen giebt kein Wasser. Mit fieghafter Gewalt ist der Frühling ins Land gezogen. Am Schleswiger Ufer liegen 15 Fahrzeuge. Klosets Die Natur entfaltet all ihre Reize, um die Menschen zu be- fehlen am ganzen Ufer, so daß die Schiffer gezwungen sind, das glücken. Aber es gelingt ihr nicht, den klaffenden Spalt zu über- Waffer zu verunreinigen. Am Holsteiner Ufer herrschen brücken, der allüberall die Menschen in zwei sich aufs bitterste diefelben Mißstände. Außerdem läuft hier gegenüber der befehdende Nationen trennt. Während die Bourgeoisie im Klaudiusstraße das Wasser eines Kanals in die Spree und färbt Genuß ihre innere Unruhe zu vergessen sucht, hat das Proletariat das Spreewasser dunkel. Uebler Geruch macht sich bis zur Uferzum 1. Mai Heerschau gehalten, eine Heerschau, die ihm durch straße bemerkbar. ihren weltumspannenden Umfang den Sieg verbürgt. Doch noch Besuchszeit verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Altes und Neues Museum am Suftgarten. Besuchszeit täglich, mit Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis 6 Uhr, Oftober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich), Die National: gallerie in ber Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 Uhr ( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis 6hr, im März und Oktober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis 4 Uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich).- KunstgewerbeMuseum, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Ottober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( Unent geltlich). Museum für Bölterfunde, Königgrägerstr. 120. Besuchszeit wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich). Sygiene- Museum, Klosterftr. 35. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer dem Dienstags und Freitags von 10-4 Uhr( unentgeltlich). Museum für naturkunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im Kunftgewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. Museum für deutsche Boltstrachten und Erzeugnisse des ausgewerbes, klosterstr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwoch von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Erwachsene 50 Pf., Kinder 25 Pf., Am Holstein- Platz zwischen Schöneberger- und Köthener- Vereine Sonntags 10 Pf. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Geöffnet Sonntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von gilt es neue Kämpfer aufzurütteln. Und was könnte da die straße für 34 Fahrzeuge im Hafen fein Sloſet. 11-2 Uhr( Unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße, Geöffnet täglich Enterbten besser anspornen als die offene Schilderung dessen, Am Kronprinzen Ufer zwischen der Kronprinzen- Brücke außer Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr( unentgeltlich). Aussichtsthurm was ist", der krassen Mißstände, in denen sie leben! Und und der Richard Wagnerstraße liegen 21 Fahrzeuge. 2 Röhren- 50 f Kunstausstellung des Vereins Berliner Künstler, hier giebt es wohl wiederum fein Gebiet, auf dem der brunnen am Ufer enthalten ungenießbares Waffer. Die Schiffer Wilhelmstr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Pf. Entree. Kapitalismus seine Verwerflichkeit, zugleich seine Hilf- beziehen ihr Trinkwasser vom Königsplay her. Kein Kloset. 11 Uhr Bormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. Tofigkeit so sehr bewiesen hätte, als dasjenige der Wohnungs- Am Friedrich Karl- Ufer bei 19 Fahrzeugen ebenfalls fein Invalidenfir. 57-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. Entree 50 Pf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M. Aquarium, frage. Er hat Hunderttausende, ja Millionen von Arbeitern nach Kloset. Schadowstr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Bf., an jedem Industriegegenden gezogen, er ist jetzt unfähig, ihnen Wohnung, Im Humboldthafen am Lehrter Bahnhof befinden sich legten Sonntag im Monat 25 Pf.- Caftan's Panoptitum, FriedrichUhr. Eintrittspreis 50 Pf. Paffage= menschenwürdige Wohnung zu verschaffen. Im folgenden sollen 29 Fahrzeuge. In ein leeres Fahrzeug wird Straßenmüll ab- straße. Geöffnet 10-10 Panoptitum 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 f. marines diese und andere hygienische Unterlassungsfünden durch eine Reihe geladen, wobei das Waffer stark verunreinigt wird. Von der Banorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree neuer Daten illustrirt werden. Invalidenstraße her führt ein Rohr eine fupferbraune, übel- 50 Pf. Neapel- Panorama am Bahnhof Thiergarten, zwet neue riechende Flüssigkeit in den Hafen. Kloset ist nicht vorhanden. Dioramen: Ratatomben des Kapuzinerklosters zu Palermo und Befuvausbruch, Wie in allen vorherigen Fällen sind die Schiffer und die beim Sonntags 25 Pf. Eintrittspreis. zu befichtigen. 8oologischer Garten, Lüzowufer, Sonntags Ausladen beschäftigten Arbeiter gezwungen, das Waffer zu ver- 50 Pf. Borsig's Garten mit Palmenhaus, Alt- Moabit 85-86. unreinigen. So findet die Verseuchung der Fluß- Eintrittspreis 50 P1. Iäufe mit Cholera und Typhus ihre Gra tlärung. " Bäckermeister Weiber, Dresdenerstraße 80. Jm Schlafraum für 6 Personen, von denen 2 Nachts, 4 Nachmittags und Abends schlafen, stehen 4 Bettstellen, je 2 übereinander. Der Luftraum über der unteren Bettstelle hat 30 Genti meter Höhe. Eine Fenstertlappe von 50 Quadratzentimetern über der Thür soll die Fenster ersetzen. Barbier Hoffmann, Louisenstr. 64. Schlaf raum des Gehilfen im Laden. Neben dem fensterlosen Laden die Küche, so daß große Wärme und schlechte Luft des Abends im Laden herrschen. Sternwarte, Gndeplag 3a. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis Das Panorama ist bis 17 Uhr Abends Briefkaffen der Redaktton. Am Südufer des Nordhafens liegt eine städtische Bade- Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwet Buchstaben oder eine Baht anstalt. In der Nähe derselben wird der Straßenkehricht in anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. einen Kahn geladen und das Wasser verunreinigt. G. M. St. Nein. Hutfabrik von H. Bock, Greifswalderstr. 34. 5 Klosets für ca. 200 Personen. Ankleideräume sind nicht vor Beusselstr. 47, Quergebäude 4 Tr., hatte der Arbeiter Galomon eine feuchte Wohnung inne. Sein 1/2 Jahre altes handen. Kind erkrankte an Diphtherie und starb am 27. März. S. bat Freie Freie Volksbühne. u. BegräbnißHeute Sonntag findet für die V. Abtheilung eine Vorstellung im National- Theater statt. Zur Aufführung gelangt: Wie man wohlthut. Schauspiel. Nachher: Michel Derrin. Lustspiel. Beginn der Verloosung i Uhr; der Vorstellung 2 Uhr. Für die 11. Abtheilung findet eine Vorstellung im Leffing- Theater ftatt. Zur Aufführung gelangt: Die Kreuzelschreiber. Bauernpoffe in 3 Atten von 2. Anzengruber. Beginn der Verloosung 11/2 Uhr, der Vorstellung 22 Uhr. Morgen, Montag Abend, findet im National Theater eine Vorstellung statt, in der Michel Perrin" in derselben Besetzung wie bei den VereinsBorstellungen gegeben wird. Mitglieder aller Abtheilungen erhalten gegen Zahlung von 40 Pf. pro Billet eine beliebige Anzahl Plätze( Loge, Sperrsiz, Barquet) nach Wunsch. Die Billets sind von heute ab an der Kasse des Kasse Schuhmacher n. Berufsgenossen Berlins. ( E, S. 27.) Ausserordentliche Generalversammlung Dienstag, d. 15. Mai( 3. Pfingstfeiertag), Alte Jakobstr. 75, bei Herrn Bolt. Vormittags 10 Uhr, Tagesordnung: 1. Absetzung des Vorfizzenden der Kaffe. 12. Wahl eines neuen Vorsitzenden. 3. Ausschließung des Ausschußvorsitzenden aus dem Ausschuß. 4.Wahl von neuen Ausschußmitgliedern. Der Vorstand. 355b] Mitgliedsbuch legitimirt. [ Ortskrankenkasse der National- Theaters zu haben. Näheres steht in der Anzeige des National- Theaters. Schuhmacher zu Berlin. Der Vorstand der Freien Volksbühne. 85/7 J. A.: Julius Türk. O., Blumenstr. 21. Achtung! Hausdiener. Achtung! Verband der Geschäftsdiener, Bader und Berufsgenossen. Dienstag, den 8. Mai cr., Abends 8 Uhr, findet Alte Jakobstr. 75 bei Bolh ( im oberen Saal) die ordentliche Generalversammlung Dienstag, den 8. Mai, Abends 9 Uhr, im neuen Klubhause, der Vertreter gemäß§§ 48 u. 49 Kommandantenstrasse 72: Versammlung. Tagesordnung: des Statuts statt. W. K. Die Forderung der Wirthin ist unberechtigt. Wenden Sie sich mit einem Armenattest Jhres Gemeindevorstehers an das Amtsgericht Charlottenburg und bitten Sie um Bestellung eines Anwalts für die Klage im Armenrecht. Arbeiter- Bildungsschule ( Süd- Ost). Versammlung heute, Sonntag, 6. Mai, Ab. 6%, Uhr, in Schmiedel's Festsälen, Jakobftr. 32. Tages- Ordnung: 1. Vortrag der Genoffin Agnes Schley( Schülerin der Arbeiter Bildungsschule) über: Ausbeutung und Erziehung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz. Aufnahme neuer Mitglieder findet in der Versammlung statt. Gäste, Herrn und Damen willkommen. Um zahlreiches Erscheinen bittet 455/15 Die Schulkommission. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 6. Mai 1894, Abends 7 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Dersammlung. " Referent Herr Dr. Lütgenau Dortmund über: Die Jesuiten." Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. Gäfte( Damen und Herren) sehr willkommen. Der Vorstand. 150/18 Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Zimmerer ( E. H. Nr. 2, Hamburg). Oertliche Verwaltung Berlin. Mittwoch, 9. Mai, Ab. 8 Uhr, bei Bolt( unt. Saal), Alte Jakobftr. 75: 3686 General- Versammlung. Die Vertreterkarte dient alsLegitimation. Der Vorstand. Zages- Ordnung: 1. Abrechnung pro 1. Quartal 1894. 2. Bericht der Verhandlung der 371/9 Der Vorstand. J. A.: August Gruse, Barnimftr. 41a v. 3 Tr. 1. Vortrag: Malthus und feine Theorie. Referent Genoffe 0. Naether. 3entral- Kranken- u. Sterbekasse Freien Silfskaffen und Hilfskaffen- Aerzte. 2. Distuffion. 3. Unsere Presse.( Dringender Antrag des Vorstandes.) 4. Mittheilung und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder und Bezahlen der Beiträge von 8 Uhr ab. gefehen. der Tischler 1. s. 1. Jeder Hausdiener ist eingeladen. Gäste gern Oertliche Verwaltung Berlin A. 477/12 Der Vorstand. Mitgliederversammlung. Binkgießer und Stürzer. Deutscher Holzarbeiter- Verband.ben 7, Wei, Weg, sve he Zahlstelle Berlin. Bezirks- Versammlungen. Norden: Montag, 7. Mai, Abends 8½ Uhr, in Keller's Lokal, Bergstr. 68. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Volkmann über Kindererziehung, 2. Diskussion. 3. Vorschlag eines Beifibers. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Montag, den 7. Mai, Abends 81 Uhr, in Hoffmann's 7. Mai, Abds. 81/2 Uhr, 21, bei Roll. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom ersten Quartal. 2. Die Aerztefrage. 3. Verschiedenes. Ordentliche General- Versammlung am Dienstag, den 8. Mai, Ab. 81/2 Uhr, in Lehmann's Lotal, Pücklerstr. 49. Tages Drdnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. Rassenbericht. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Anträge. 5. Verschiedenes. Der Vorstand. Es ist nothwendig, daß alle Mit 875/7 glieder anwesend find. Mitgliedsbuch legitimirt. 300/13 Die Ortsverwaltung. Cöpenick. Süd- Osten: Bokal, Oranienſtraße 178. Tagesordnung: 1. Bortrag. Allg. Orts- Krankenkasse gew. Arbeiter- Gesang- Verein Morgenroth" 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Vertrauensmänner- Versammlungen. Mittwoch, den 9. Mai, Abends 81/2 Uhr, Bedding- Gesundbrunnen: im Kolberger Salon, Kolbergerstraße Nr. 23. Moabit: Sonntag, ben 6. Mai, Vormittags 91/2 Uhr, in Ahrens Brauerei, Thurmstraße Nr. 26. Tagesordnung: 1. Regelung von Wertstattangelegenheiten. 2. Wer bandsangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. Um zahlreichen Besuch bittet 439/18 Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzpläßen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. ( Filiale Berlin I.) Versammlung Arbeiter u. Arbeiterinnen. immer noch ein ziemlich hoher ist, Da der Krankenstand bei der Kaffe werden die Delegirten der Kaffe freundlichst gebeten, sich, soweit als es ihre Zeit erlaubt, an der Krankenkontrolle zu betheiligen; die Betreffenden, welche freiwillig fich hierzu erbieten, wollen nächst liegenden Rassenlotal mündlich ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes).. 0 72/2 Am 1. Pfingst- Feiertag, impofale des Herrn Klein( Stadt Theater): Grosses Gartenkonzert. Anfang Abends 7 Uhr. bie Güte haben, sich in dem ihnen zu Achtung! oder schriftlich zu melden. Berlin, den 4. Mai 1894. 8576 Der Vorstand. Vorträge. Raffeneröffnung 6 Uhr. Entree für Herrn 30 Pf., Damen 20 Pf. Bei ungünstiger Witterung im Saale. Rixdorf. Achtung! Parteigenosfinnen und Genossen! Für Gefangvereine. Große öffentliche Volksversammlung Wegen Auflösung find Spind, uten am Sonntag, den 6. Mai cr., Vorm. 10 Uhr, am Montag, den 7. Mai, Abends 8/2 Uhr, bet Säger, Grüner Weg 29. filien, Noten 2c. billig au vert. Mitt im Lokale des Herrn Gröpler, Bergstraße Nr. 129. Zages Ordnung: woch Abend 8-9 Uhr. Näheres im 1. Vortrag des Genoffen A. Hoffmann( fr. Beiß) über: Rampf um's Restaurant Ziehmann, Neue FriedrichDafein". 2. Diskussion. 3. Wahl der Rechtsschutz- Kommiffion. 4. Gewerfstraße 1. schaftliches und Fragekasten. 438/13 Die Billets zur Dampferpartie nach Nedlitz gelangen für die Mit glieber in dieser Versammlung zur Ausgabe. Der Vorstand. 367b Tages Ordnung: 1. Die Maßregelung der Böttchergesellen hiesiger beiden Brauereien wegen Feiern des 1. Mai, und wie stellt sich die Arbeiterschaft Rigdorfs zu derfelben? Ein feit 10 Jahren bestehendes 2. Diskussion. Die Wichtigkeit der Tagesordnung verlangt, daß alle MitPorzellan- und Seifen- Geschäft ist bill. glieder der Gewerkschaften in dieser Versammlung erscheinen. au vertaufen. Admiralstr. 14,[ 3276 480/14 Die Vertrauensperson: R. Köppen. 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In Ungarn hat sich der Großgrundbesitz, der znm großen Theil auch großkapitalistisch wirthschaftet und alle Mittel einer vorgeschrittenen Kulturtechnik anwendet, mit englischen Maschinen auch die Einrichtung der kapitalistischen Pachtung geholt. Alle Uebel, die dem mit Hungerlöhnen produzirenden Großbetriebe anhaften, steigern sich in dieser modernen Erscheinung der Großfarmer, die als Zwischenunternehmer aus ihrer Pachtung den möglichsthohen Unternehmergewinn zu der dem Eigenthümer abzugebenden Grundrente herauspressen wollen. Der Hochadel, mag er nun zu den Absentees gehören, d. h. in Pest, Wien oder Paris leben und die Güter durch Mittelspersonen, Pächter, Administratoren verwalten lassen, oder mag er selbstivirthschastend auftreten, zerstört die Bauernschaft und züchtet sich bedürfnißlose Land- arbeiter, Ruthenen, Numänen. Slovenen, die Hungerlöhne erhalten .Und ein Hundedasein fristen. Die Junker nnd ihre Gewerbs- genossen, die Pächter, die zum großen Theil aus der Judenschaft rekrutiren, sind durch eine Gesetzgebung geschützt, die planmäßig in Handel und Wandel, in Großgewerbe und Landwirthschast eine Treibhauskultur treibt und den Kapitalismus mit allen möglichen Vorrechten, Geschenken, Prämien aufpäppelt, ihm allen Arbeiterschutz vom Leibe hält und durch Obergespan, Hajduk und Pandur die große Masse in willenloser Botmäßigkeit zu halten sucht. Ein Land, durch so viele natürliche Vorzüge ausgezeichnet, für Ackerbau und Baumzucht, Weidewirthschaft und Weinbau glänzend ausgestattet, nach einem System regiert, das der herrschenden Klasse alle Machtmittel in die Hand giebt, ein solches Land bildete einen natürlichen Anziehungspunkt für die feudale Betriebsamkeit und das anlagelüsterne Großkapital. In einem osfiziösen Pamphlet, das der geschäftige Herr Max Wirth„nach amtlichen Quellen" schrieb, um die Aufmerksamkeit des inter- nationalen Geldmarktes und wagelnstiger Unternehmer aus die unvergleichliche Gelegenheil zur Ausbeutung zu lenkenl), heißt es denn auch, daß dre Hindernisse des „Nationalersparnistes" aus dem Wege geräumt würden, daß allenthalben„ein ernsterer wirthschaftlicher Geist Platz greife", daß„namentlich die Deutschen, zu denen man sprachlich auch die Juden rechnen muß", in Ungarn„mit gutem Beispiel" voran- gingen. Die Nachtheile des landwirthschaftlichen Betriebes in Ungarn, erklärt der Krisen-Wirth, sind seit langer Zeit erkannt. „Zuerst war es der deutsche hohe Adel, der Großgrundbesitz er- warb und sich mit dem ungarischen Adel verschwägerte. Sind doch viele österreichische Adslsgeschlechter sogar berechtigt, Sitz und Stimme im ungarischen Oberhaus, der Magnaten- tafel, zu führen. Ja unter den vornehmsten ungarischen Familien selbst befinden sich solche, die aus Steiermark stammen oder sogar noch da ihren Stammsitz haben. wie die Grafen Wenkheim, Degenfeld, Stubenberg." Ungarn ist eine internationale Junkerhecke, wo brüderlich der Verdienst„getheilt" wird. Da sind die Erzherzöge Albrecht und Josef, da die Grafen Alexander Mor, Andrassy, Karolyi und wie sie alle heißen, die als Großgrundbesitzer ihre angemessene Rente ziehen. Hand in Hand mit ihnen geht die Geistlichkeit, die ungeheueren Besitz ihr Eigen nennt, nicht blos die Ungarns, fondern auch diejenige des Auslandes. Der reichste Kirchenfürst der Welt ist ja der Erzbischof von Gran, Ungarns �ürstprimas, hinter dem freilich sofort der Breslauer Fürstbischof Kopp kommt. Aber auch französische Jesuiten haben in der Gegend von Großwardein eine Herrschaft erworben, die Herr Wirth entzückt als„Musterwirthschast" preist. Ueber die Vertheilung des Grundbesitzes giebt die amtliche Statistik Auskunft. Die Zahl der kleinen Bauerngüter von S bis 30 Joch(1 Joch= 0,5674 Hektar) beträgt in Ungarn und Siebenbürgen 2 346 107 oder 94,47 pCt. aller Betriebe, die von ihnen besessene Grundfläche aber nur etwa 15 Millionen Joch oder SS.it pCt. der Gesammlfläche. Dagegen treffen auf 4695 Herrschaftsgüler von 1000 bis 10 000 Joch nicht weniger als 14 240 000 Joch, das heißt 30,6 pCt. des gesammten Grund- besitzes. Auch die 231 Latifundiengüter von über 10 000 Joch enthalten 3 930 000 Joch, d. h. 8,5 pCt. des gesammten Grund- besitzes. Will sagen, daß die Güter über 1000 Joch, also >) Ungarn und seine Bodenschätze. Statistisches Handbuch ungarischer Landeskunde nach amtlichen Quellen. Frankfurt am Main. 1885. Ziterarifches. Caliguka. Eine Studie über römischen Cäsarenwahnsinn von L. Q u i d d e. Leipzig. Verlag von Wilhelm Friedrich. --- Die allgemeinen. Erscheinungsformen des Cäsarenwahnsinns hat schon vor dreißig Jahren Gustav Freylag vortrefflich be- schrieben. Einen Sondersall, der auch heute die Aufnierksamkeit nicht blos der Geschichtsforscher, fondern aller politisch Denkenden verdient, hat Quidde knapp, scharf zugespitzt und geistreich ent- wickelt. Gajus Cäsar, mit dem Beinamen Caligula, ist, und dies macht d,e Quiddesche Untersuchung besonders lehrreich, des- halb gerade als Gegenstand des Unterrichts so lehrreich, weil er alle bedeutsamen Merkmale der fortschreitenden Zerrüttung in sich vereinigt. In der That, er ist ein Typus. Hätte Quidde die wirthschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge, in die Caligula naturnothwendig mit seines Wesens Wesenheit ver- knüpft ist. noch kräftiger hervorgehoben, so wäre das Berständniß für diese Gestalt erleichtert worden, von der Sueton, Leben des Caligula. 22, da er die Zeit seiner Herrschaft zu erzählen anhebt, zu sagen weiß, bis hierher habe er gleichsam von einem Fürsten, jetzt nur noch von einem Ungeheuer zu berichten. Im kaiser- lichen Rom waren die Bedingungen für die Caligulas gegeben. Die herrschende Klasse, durch Sittenverderbniß aufs äußerste entartet, in Prunk und Ueppigkeit dahinlebend, während die Masse darbte, der Hof- und Bankadel ein feiles Werkzeug des Herrsckers, der Grundbesitz in den Händen einer kleinen Gruppe Latifundienbesitzer, die Provinzen gebrandschatzt und erschöpft, die freie Bauernschaft zu Grunde gerichtet, die plebejischen Schichten Cchuldknechte der Patrizier, dem öffent- lichen Wesen in die Fütterung gegeben, die eigentlich produktiven Elemente rechtlose Sklaven: war hier nicht ein fruchtbarer Nährboden für Willkür, Uebermulh und Wahnwitz des Selbstherrschers? Man lese bei Quidde nach, wie der junge Kaiser, der Sohn des von Tiberius adoptirlen GermanicuS, nach des harten, grau- samen Großoheims Tode aus den Thron gelangte, wie er dann un- retibar seinem Verhängniß verfällt. Zuerst freudig begrüßt vom Volk, eröffnet er seine Lausbahn mit Resormpläneu und wohlthuenden Maßregeln, um aber dann. von sreffendem Ehrgeiz getrieben. zudem durch die Borfahren erblich belastet, Epileptiker und von Schlaf- longkeit geplagt, die Rolle des großen Mannes, der aus die Nachwelt 0,19 pCt der Betriebe, 39,1 pCt. der gesammten Fläche besitzen. Fügt man hierzu noch die sogenannten Mittelgüter von 200 bis 1000 Joch, deren Zahl etwa 13 000 beträgt, mit einer Grund- fläche von über 7 Millionen Joch, so entfällt auf die kleine Gruppe der Großgrundbesitzer, es ist noch nicht ein Prozent der Besitzer, der Löwenantheil von 33,3 pCt. der Betriebsfläche der ungarischen Landwirthschast. Es befindet sich der Gesammtbesitz Ungarn-Siebenbürgens in den Händen: Ungarn Siebenbürgen pCt. pCt. Der Krone und des Fiskus 6,1 4,7 Oeffentlichen Stiftungen.. 1,0 0,1 Städte und Gemeinden.. 10,3 26,9 Kirche........ 2,9 2,0 Fideikommiß...... 1,2 0,2 Private........ 78,5 66,1 Seil den achtziger Jahren, aus dem diese Zahlen herrühren, hat die Aufsaugung des Kleinbetriebs durch den Großbetrieb noch weitere Fortschritte gemacht, das Junkerthum, ein herrischer Feudaladel, verkoppelt mit kapitalistischen Pächtern, ist der Haupt- eigner des Grund und Bodens in Ungarn.„Bemerkenswerth ist es." so kann man in der Wirthschen Lobschrift lesen,„daß in Ungarn viel mehr Juden als in irgend einem anderen Lande sich mit vielem Erfolg der Landwirthschast widmen, so daß die meisten Pachtleger der Großgrundbesitzer von Juden okkupirt sind, die dieselben vollkommen rationell und mit Aufwendung der neueren Maschinen. Geräthschaften und Methoden bewirthschaften. Viele derselben haben so geschickt operirt, daß sie selbst bereits in ziemlicher Anzahl Großgrundbesitz erivorben haben." Freundnachbarlich vervettert sich zu gemeinsamer Auspowerung des Landvolkes die ahnenstolze Magnatensippe und das mit allen Hunden gehetzte Geldjuden- thum, dessen bis zum höcksten entfaltete Ausbeutuugstechnit— wir erinnern nur an die Machenschaften der Rothschild- Bande in den Kohlengruben— auch diesseits der Leitha den wohl- bezahlten Jubel der Wiener Börsenpresse hervorruft. Ungarn ist, so eifrig sich die Äaroß und Genossen für die „Blüthe" auch des Großgewerbes bemühe», in erster Reihe ein Ackerbau treibendes Land. Von der Gesammtbevölkerung waren anfangs der achtziger Jahre 4 520 671 Personen, d. h. 28,90 Pro- zent der Gesammtbevölkerung, mit Feldbau beschäftigt. Doch ist diese Zahl zu niedrig, da ein großer Theil der Taglöhner in anderen Berufsgruppen aufgeführt ist. Jahresdiener wurden damals 554 453, Arbeiter 771396 gezählt. Auf den großen Gütern, die intensiv wirthschaften, wird die menschliche Arbeitskraft mehr und mehr durch Maschinerie ersetzt, die Situation der Laudarbeiter wird immer kläglicher. Der Kleinbauer, der altfränkisch produzirl und an der Dreifelderwirthschaft festhält, sinkt tiefer und tiefer. Sein eigener Besitz ernährt ihn nicht, er muß nicht blos sein Slnwesen bewirthschaften, fondern bei den großen Gutsherren in Tagelohn arbeiten. An den meisten Hauptplätzen der Komitate bestehen Arbeitsmärkte, wo sich die nuen Hörigen schaarenweise am Sonntag oder Montag verdingen. Wie steht es mit den Löhnen dieser Landarbeiter? 'Auf dem Arbeitsmarkt zu Hodmezö-Vasarhely, wo sich die Z letzten Unruhen abgespielt haben, betrug nach den Angaben des ungarischen statistischen Bureaus der Lohn im Jahre 1331 im Monat, in Kreuzern: Februar Mär, April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Männer mit ohne Kost 0.50 0,80 0.60 0,30 0,30 I.— 0,80 — 1,20 1,50 2,00 1,10 1,60 Frauen mit ohne Kost 0,30 0.50 1,00 0,50 0,40 0,40 1,60 0.80 0,60 0,60 0,50 0,40 0,70 0,80 0.80 0,40 0,25 0,25 0,70 0.55 0,70 0,80 1,00 1,30 1,30 0.60 0,30 0,30 Kinder mit ohne Kost 0,15 0.30 0,40 0,30 0.30 0,40 0,40 0.30 0,20 0,15 0,60 0,40 0,50 0,60 0,45 0,50 0,50 0,40 0,25 0,20 Aus der Natur der Betriebsweise ergiebt sich ein Aufstieg der Löhne von Januar bis Mai, wo als im Erntemonat der Höchstbetrag erreicht ist. Von Juli bis Januar sinkt der Loh» stetig. Aber auch in der besten Zeit, in der Erntezeit, sind die Löhne von erschreckender Niedrigkeit. Heute, dreizehn Jahre nach dieser aintliche» Ausstellung, beträgt der durchschnittliche Lohn der auf dem Markt von Hodmezö-Vasarhely gezahlt wird, nach den An- gaben ungarischer bürgerlicher Blätter zur Erntezeit nur noch 50 bis 60 Kreuzer, d. h. 1 Mark bis l Mark 20 Pf. täglich. Der Verdienst ist also auf den dritten Theil des 1831er Lohnes herabgesunken.„Aber wie lange," fragt ein Pefter kommen will, nur noch zu posiren. Nervöse Hast, sprunghaftes, widerspruchsreiches Wesen, eine höchst gefährliche Sucht, alles selbst auszuführen, sind ihm eigen. Da finden wir eine un- gemeffene Prunk- und Verschwendungssucht, die des biS zum Geiz knickerigen Adoptiv-Großvaters hinterlafsene Er fparnisse von 270 Millionen Sesterzien, also über 50Mill. Mark, im Fluge, noch nicht in einem Jahre, vergeudet(Sueton 37) und ihn dann in der Geldklemme zu den bedenklichsten Machenschaften drängt. In riesenhaften Bauten und Bauplänen, das ist ein Zug, den wir bei vielen überspannten Herrschern— wir erinnern nur an Ludwig ll. von Bayern— finden, bethätigt sich der ins Ungemessene jagende Schaffensdrang. So baute er. was Quidde noch hätte hinzufügen können, zwei von Tiberius halb fertiggestellte Werke, den Tempel des Angustus und das Theater des Pompejus aus(Sueton 21). Er hatte ferner eine Vorliebe für die Wiederherstellung von Ruinen und verfallenen Schlössern. So wollte er den Palast des Polykrates zu Samos, so die eingestürzten Mauern und Gotteshäuser von Syrakus wieder aufrichten (Sueton 21). Berge ließ er ebnen, Thäler in Höhen verwandeln (Sueton 37). Dazu kam die Lust an der der Soldatenspielelerei, die sich zu einem Heißhunger nach militärischen Triumphen steigerte. Quidde härte hier vielleicht anmerken können, daß der Kaiser seinen Beinamen Caligula einem Lagerscherze ver- dankt, weil er als junges Prinzchen in Uniform unter Soldaten aufwuchs.(Sueton 9). Dem: Caligula heißt Kommißitiefelchen. Zstich nahm er, da ihn der Größenwahn wehr und mehr erfüllte. noch verschiedene Beinamen an, wie der Fromme, der Sohn der Kaserne, der Vater der Armee, der edelste und größte Kaiser. (Sueton 22.) Spielerische Manöver und theatralischer Schein lockten ihn. Dazu kam der theatralische Gedanke einer Be- zwingung des Weltmeeres, die Lust an prächtigen Schiffen, die er mit buntfarbigen Segeln, mit kostbarem Schmuck, mit warmen Bädern, schwellenden Polstern und prangenden Gärten ausstattete.(Sueton 37). Der koniödian tische Zug beschränkte sich nicht auf Kriegsspiele. Caligula hatte auch eine zügellose Leidenschaft für Zirkus und Theater, und die grobsinnliche», rohen Auffiihrungen, die die Nerven kitzelten und die Grausamkeit aufstachelten. den Kampf der Gladiatoren u. s. w. liebte er am meisten. Auch gefiel er sich darin, in-allerlei Vermummungen selber Bourgeoisblatt,„währt diese Zeit des höchsten(!)*) Verdienstes! In Mnter müssen die Leute, die vom Sommer her nichts er« übrigen können, geradezu darben. Vor zwei Jahren hat diese Bevölkerungsklaffe sich in Pest Gehör zu verschaffen gesucht, aber vergeblich." So kommt es, daß die Leute„verhetzt" sind, und daß sie sogar— jedem magyarischen Bourgeois überläuft es gewiß eiskalt— während des Kossuth- lärms in Pest sagten:„Was geht uns der ganze Rummel an, was hat uns 1843 genützt? Wir haben kein Vaterland, wir sind keine Magyaren, sondern international wie unfer l e n d", ein Ausspruch. dessen unübertreffliche Schärfe und Richtigkeit die ganze Lage tageshell beleuchtet. Feudalherren und Pächter saugen hier das Mark aus den Knochen, für ein Joch Land, ein Ackerstück von etwas über ein halbes Hektar, müssen sie 16 Gulden Pacht entrichten. Wie der Panegyriker der ungarischen Regierung, Herr Max Wirth, erklärt, ist die 1381er Lohnstatistik„eher zu hoch gegriffen". Er theilt, um die Herrlichkeit des land- wirthschaftlichen Betriebes zu zeigen, Zahlen aus einigen großer Herrschasten mit. In der Herrschaft Bajna- Bia des Grasen Moritz Sändor im Graner und Komorner Komitat beträgt der Jahreslohn der Dienstleute in Baar und in Naturalien für 19 Feldhüter je 214. für 13 Ackerknechtaufseher je 214, für 166 Kutscher und Wagen- knechte je 200, für 119 sonstige Ackerknechte je 152 Gulden (1 Gulden-- 1,60 Mark). Das Schneiden und Ernten der Halm- und Oelgewächse ist nun im größten Theil des Landes an kontraktlich aufgenommene Schnitter vergeben, die für den zehnten Antheil arbeiteten. Doch die Schneide- und Mäh- Maschine machte den Schnittern einen bedrohlichen Weit- bewerb. Früher kostete die Ernte per Joch 7,47 Gulden. mit Erntemaschinen mit Anstellung von Tagelöhnern 5,95, von Maschinen geschnitten im fünfzehnten Antheil nur 5,11 Gulden. Die alten Schnitter wurden bei der Futtermahd durch wohlfeilere oberungarische Arbeiter aus den slowakischen Komitaten ersetzt. Auf der Herrschaft Kis-Jenö im Araber Komitat, die dem Erzherzog Joseph gehört, erhalten die Kutscher und Knechte baar und in Naturalien einen Jahrcslohn von ganzen 153 Gulden. Die Entlohnung der Dienstleute, die im Jahre 1853 noch 1317,64 Gulden betrug, war 1361 auf 1099,87 Gulden gefallen. Die Herrschaft beschäftigt— und das ist das Merkmal des ungarischen Großbetriebes— außer ihren 66 Wagen- knechten und den ständigen 106 Knechten KV 000 Tagelöhner, hält außerdem noch Monatsknechte und Schichtmäher. Die landwirthschaftliche Arbeit wird zum weitaus größten Theile von einer ländlichen Tagelöhnerschaft, die auf den Gütern zeit- weise schafft, verrichtet. Das Landvolk verdingt sich zur Saison- arbeit und fluktuirt in größtem Maße, eine ländliche Wander- bevölkerung, die den proletarischen Stempel deutlich zur Schau trägt. Auf dem Elend dieser unter den ungünstigsten Bedingungen dahinsiechenden Volksmasse beruht der Glanz des ungarischen Feudalismus, der bei Selbstbcwirthschaftung 3, bei Ver- Pachtung 6 pCt. Reinertrag aus seinen Gütern zieht. Graf Moritz Sandor hatte anfangs der achtziger Jahre aus seiner terrschafl Bajna-Bia durchschnittlich 70 000 Gulden, Erzherzog oseph aus der Grafschaft Kis-Janö durchschnittlich 107 541 Gulden jährlichen Reinertrag. So erklärt sich folgerichtig die Schärfe der sozialen Gegen- sähe, die tiefgehend- Erbitterung des Landvolks und seine Empfänglichkeit für den Sozialismus. Gewerbegericht. Einen sonderbaren Begriff machte sich der Schlächtermerster Trippschuh von„seinem Recht" den Gesellen gegenüber. Der Schlächter K. wollte, als er eine Woche lang bei ihm beschäftigt war. einen Maskenball„mitmachen". Das glaubte:hm Tripp- schuh verbieten zu können, weil am anderen Morgen geschlachtet werden sollte. Der Geselle war aber durchaus nicht geneigt, die patriarchalische„Zucht" des Meisters anzuerkennen. Er ging seinen Neigungen nach; der Weiterarbeil bei Tr. überdrüssig. fand er sich bei ihm erst Montags Mittag ein. Dieser ver- weigerte dem Ungehorsamen 13 Bt. des verdienten Lohnes. Des- halb von K. verklagt, der die 13 M. ausgezahlt verlangte, suchte er den Gerichtshof zu belehren, daß Schlachtergesellen nur am Sonntag Mitlag Lohn zu verlangen hätten und nicht Montags. ") Das Organ des satten deutschen Unternehmerthums, die „National-Zeitung" ist es, die dieses Ausrusungszetchen hinter das Wort„höchsten" gesetzt hat. aufzutreten und sich als Kämpfer im Zirkus, als Musiker und Fechter zu zeigen(Sueton 54). Er besaß eine gewisse natürliche Beredsamkeit, die ihr verlockte, viel öffentlich zu reden. Seine Ansprachen zeichneten sich durch Schärfa und durch die drastische Anwendung klassischer Zitate aus. Seine Gäste herrschte er einst mit dem Homerisch�-: „Einer sei Herrscher, Einer nur König! an, und das Wort seines verstorbenen Großvaters: Mögen sie mich hassen, wenn sie nur zustimmen(Sueton, Leben des Tiberius 59) spitzle er ,u dem berühmten geflügelten Worte zu: Mögen sie mich hassen, wet.n sie nur fürchten. Die Freude an rücksichtsloser Gewaltthätigkeit beherrschte ihn, er hielt sich für den A u s e r w ä h l t e n der Gottheit und beanspruchte schließlich für sich g ö t t l i ch e V e r e h r n n g. Immer mehr nahm seine Bosheit, sein Vergnügen am Quälen zu, er spielte mit Menschenleben und freute sich an Folterungen und Hinrichtungen, er zerrüttete sich durch A u?- sch Weisungen. Schon als Jüngling besuchte er verkleidet die Bordelle, ein Trinker und Wüstling. Sem Adoptiv-Großvater Tiberius, der ein sehr guter Menschen, kenner war, hat— wie vermissen diese Stelle bei Quidde— oon dem Enkel mehr als einmal gesagt, zu seine:.: und Aller Ver- derben lebe dieser Gajus, und er erziehe für das Volk eine Natter, einen Phasthon für den Erdkreis(Sueton II). Phaöthou war jener Göttersohn der Sage, der Apollos Sonnenwagen z?: lenken sich erkühnte und Himmel und Erde in Flammen fegte. Daß solch ein Wellbrand sich nicht entzündete, dafür sorgte nicht eine Volkserhebung, zu der die entarteten Nachfahren des Brutus unfähig waren, sondern der meuchelnde Hinterhalt ein:? Palastverschwörung malkontenter Junker. Das Schrifchen Quiddes ist recht lesenswerth. Was wir, abgesehen von dem bereits Gesagten noch daran auszustellen haben, ist die allerdings in Quiddes politischer und geschichtlicher Weltanschauung begründete Ueberschätzung der Persönlichkeit des von Caligula bald, nach seinem Regierungsantritt kaltgestellten Macros. Der weiland leitende Staatsmann und unter Tiberius allmächtige Hausmeier ist zwar, das und nicht mehr erweisen die Quellen. von dem an seiner Macht interessirten Klüngel sicher sehr vermißt worden. Durch die Entlassung Macros aber ist die Volksthümlichkeit Caligulas nicht erhebltch geschädigt worden. Der Gerichtshof schloß sich jedoch dieser Meinung nicht an, son» dern verurthcilte den Beklagten zur Zahlung der Klagesumme, mit der Begründung, daß verdienter Lohn auszuzahlen sei. Habe sich der Beklagte— wie es scheine— durch das Verhalten des Klägers geschädigt geuchlt, hätte er etwaige Ansprüche beim Gericht geltend machen können. Amtliche Mißgriffe kamen in einer Verhandlung zur Sprache, welche gestern vor der zweiten Strafkammer am Land- gericht II stattfand. Wegen Aufreizung verschiedener Gesellschafts- klaffen gegen einander bczw. Beamtenbeleidigung waren die Ge- nossen Buchhändler Adolph Hoff mann aus Pankow, Töpfer Otto G I a ß, Arbeiter Adolph Thal und Töpfer Edmund Brandenburger— letztere drei in Reinicken- dorf wohnhast— angeklagt. Am 29. Oktober v. I. hatte der Angeklagte Hoffmann im Arbeiter-Bildungsvcrein„Zukunft" zu Reinickendorf einen Vortrag über„Modernes Raubritterthum" gehalten und soll nach Auskunft des einen der überwachenden Gendarmen dabei ausgeführt haben:„Die Revolution wird den Arbeiter zum Siege führen. Vor den Opfern, welche die neue Revolution kosten wird, braucht sich der Arbeiter nicht zu scheuen, denn die Kriege fordern stets noch größere Opfer!" Glaß und Thal solle» in bezug auf den Gendarm Klötzsch sich in dem Sinne geäußert haben, derselbe verstehe das Vereinsgesetz nicht und sollte lieber seine Nase in das Gesetzbuch stecken. Thal hatte in der Diskussion an ein Inserat im„Vorwärts" angeknüpft. welches ungefähr dahin lautete:„Ich erkläre das Fräulein Ida Mehls als ein brave und rechtschaffene Person und bedauere das Vorgehen des Reinickendorfer AmteS gegen dasselbe. Fr.Kleinschmidt." Thal hatte die Frage an die Versammlung gerichtet, ob Jemand von den Anwesenden wisse, wie dieses Inserat zu stände gekonimen sei. Er habe davon gehört, daß man ein anständiges Mädchen nach den» Amte zitirt und dort ungehörig behandelt habe. Am Schlüsse seiner Ausführungen rief er der Versammlung zu:„Da können Sie sehen, welche Summe von Vergewaltigung sich auf unserem Amtsbureau angesammelt hat!" Die Beweisaufnahme gestaltete sich bezüglich des Hoffmann'schen Vortrages von vorn- herein überaus günstig. Hoffmann skizzirte seine» Vortrag in einer Weise, daß die inkriminirten Aeußerungen zwar in den Rahmen desselben paßten, aber dennoch einen ganz harmlosen Sinn erhielten. Auf Befragen des Vertheidigers Rechtsanwalts Heine gab Gendarm Klötzsch zu, daß er während des Vortrages mehrere Male den Saal verlassen und seinen Bericht erst am anderen Morgen aufgesetzt habe, doch bedurfte es eines näheren Eingehens ans die Zuverlässigkeit der Notizen des Beamten gar nicht, da der Vorsitzende Landgcrichtsdirektor Renckhoff an den Gendarmen die Frage richtete:„Ich finde in diesen Ausführungen gar nichts Besonderes, hat denn Jemand im Saale daran Anstoß genommen?"— Gendarm:„Ja!"— Präs.:„Wer denn z.B.?" — Gendarm:„Die Sozialdemokraten gewiß nicht, und weiter war ja Niemand da. Aber ich habe von meinem Standpunkts daran Anstoß genommen!"— Präsident:„Ja, dann dürfen Sie auch keine Zeitung einer anderen Partei lesen, denn dann werden Sie immer etwas finden, woran Sie Anstoß nehmen können. Was der Angeklagte gesagt hat, das steht alle Tage in viel schärferer Form in den Zeitungen seiner Partei!"— Die Angeklagten Glaß und Brandenburger erklären ihre Ausführungen in bezug auf den Gendarmen durch das Verhalten desselben. Derselbe habe z. B. von dem Vor- tragenden verlangt, nicht so laut zu sprechen, denn man könne den Vortrag auf der Straße hören und er müsse alsdann an- nehmen, daff eine Fortsetzung der Versammlung unter freiem Himmel stattfinde und demgemäß die Versammlung auflösen. Der Gendarm habe auch vom Vorsitzenden verlangt, daß er die Redner verhindern solle, ihn zu beleidigen, eventuell denselben das Wort entziehen sollte. Am längsten gestaltete sich derjenige Abschnitt der Verhandlung, welcher sich auf die Ausführungen des Angeklagten Thal bezog. Hier hatte die Vcrtheidigung einen Wahrheitsbeweis angetreten. Die als Zeugin geladene, in der Residenzstraße bei ihrer Schwester wohnhaste unverehelichte Nähterin Ida Mehls bekundete, daß sie eines Tages früh um K Uhr ein Gendarm aus dem Bett geholt und ihr gesagt habe, sie müsse niit ihm aufs Amt, um sich untersuchen zu lassen, da sie gewerbsmäßige Unzucht treibe und andere junge Leute an- gesteckt habe. Auf dem Amte habe man sie in eine Zelle ge- sperrt, bis endlich am Nachwittag der Dr. Kauffmann er- schienen sei und sie untersucht h-sbe. Derselbe habe gesagt, sie sei krank, sie solle sich einen Krankenschein von der'Kasse holen und sich in der Charitce behandeln lassen. Da sie sich völlig gesund fühlte. Hohe sie sich auf eigene Kosten von Dr. Berliner untersuchen lassen. Dieser habe erklärt, er finde nichts Besonderes, um des lieben Friedens willen möge sie aber doch nach der Charitee gehen. Darauf habe sie sich auch noch von Dr. Kohn untersuchen lassen, der sie für gesund erklärte. Da das Attest des letzteren auf dem Amte als unzureichend erklärt worden sei, habe sie sich noch von dem Bezirksphysikus Döhring in der Chausseestraße untersuchen lassen, der ihr bescheinigt habe, daß sie völlig gesund sei. Dieses Attest habe sie ans dem Amts- bureau vorgezeigt, dort habe man ihr jedoch gesagt, sie müsse«in Attest vom Kreisphysikus Philipp beibringen, sonst müsse sie nach der Charitee. Dazu hätten aber ihre Mittel nicht mehr aus- gereicht, weshalb sich ihr Schwager beim Landrath beschwerte. Darauf habe inan ihr auf dem Amte gesagt, es sei gut, sie möge gehen. Man habe auch ihre Schwester aufgefordert, sie aus de? Wohnung zu entfernen, was diese aber verweigert habe. Wie Die Syphilisseuch«. Unter theilweiser Benutzung der unter demselben Titel veröffentlichten Artikel im„Der Töpfer". Von einem Arbeiter. Berlin 1834. Daß jemand sein Gehirn mit allerhand Dingen vollpfropft, von denen er nichts versteht, und von denen man nur durch langjährige Erfahrung, nie aber aus Büchern ein richtiges Ver- ständmß bekommen kann, das ist ein Vergnügen, das wenigstens für andere unschädlich ist. Schlimmer ist es schon, wenn der- selbe Mensch in dem Drange, seine neugebackenen Kenntnisse an den Mann zu bringen, sich hinsetzt und aus all' den Büchern, von denen er nur den kleinsten Thetl und auch diesen noch falsch verstanden hat, einen Brei zusammenrührt, diesen Brei mit eigener Sauce übergießt und so präparirt seine» nichts- ahnenden Mitmenschen vorsetzt. Wenn man aber ein solches Machwerk, um es den Arbeitern genießbar zu machen, durch und durch mit sozialistischen Brocken spickt, es gewissermaßen als zur Parteiliteratur gehörig in den Partei- organen annoncirl und durch Kolporteure in Arbeilerkreisen ver« breiten läßt, so wird eine eindringliche Warnung zur Pflicht. Der Verfasser der vorliegenden Broschüre mag das geben wir gern zu— von den besten Absichten beseelt gewesen sein, als er an die Abfassung derselben ging; aber die Schrist— die zum größten Theil nur eine wahllose Sammlung von Ausschnitten aus anderer Leute Büchern ist— enthält da, wo der Verfasser selbst spricht, eine solche Fülle gröbster Fehler und Jrrthümer, daß sie nur Unheil anrichten kann, und wir können dieselbe jungen Leuten, welche wirkliche Belehrung auf diesem Gebiete suchen, nicht als geeignetes Mittel hierzu empfehlen. gontane'» Althm durch die Umgegend von Berlin. Theil IV(Grunewald) mit 1 Karte und 1 Tabelle Verlag von F. Fontane u. Co., Berlin W. Preis 50 Pf. Gerade zur rechten Zeit kommt der vom Touristenklub für die Mark Brandenburg herausgegebene Führer durch den Grüne- wald. In knapper und klarer Weise ivird dem Wanderer ein Ueberblick über die Verhältnisse des Grunewaldes gegeben. In erschöpfender Weise werden die Ausflüge aufgezählt und die Orien- tirung erleichtert. Eine zwar etwas kleine, aber sehr deutliche Karte erhöht den Werth des Schristchens, das sich bequem bei Ausflügen in der Tasche mitführen läßt. L- i sie später erfahren habe, sei sie von dem Schlächter Franz Klein- schmidt bezichtigt worden. Derselbe habe ihr eines Abends seine Begleitung aufgedrängt und ihr unsittliche Anträge gestellt. Da er im Guten nicht zum Ziele kam, habe er Gewalt anwenden wollen, doch habe sie ihn mit Erfolg abgewehrt. Sie habe ihn darauf wegen Beleidigung verklagt, der Prozeß sei durch Vergleich beendet worden, Kleinschmidt habe Abbitte geleistet, sämmtliche Kosten erstattet, das von Thal verlesene Inserat im„Vorwärts" veröffentlicht und darauf sei er nach London gegangen. Ueber diesen Fall wurde nun noch der Amtsvorsteher Wille in Reinickendorf vernommen. Diesem hat Gendarm Wolss an- gezeigt, die Mehls habe Umgang mit jungen Männern und sei krank; der in der Charitee liegende Kleinschmidt habe sich seine Krankheit bei ihr geholt. Er habe darauf im gesundheits- polizeilichen Interesse die Vorführung des Mädchens zum Zwecke der Untersuchung angeordnet. Für 10 Uhr sei Dr. Berliner nach dem Amte beordert worden, derselbe sei nicht erschienen, weshalb sich die Untersuchung bis zum Nachmittag hinzog. Da Dr. Kauffmann das Vorhandensein einer Krankheit konstatirte, so mußte die amtliche Ausforderung ergehen, sich in der Charitee behandeln zu lassen. Das später beigebrachte Attest des Dr. Kohn habe daran nichts ändern können, dazu sei ein Physikatsatkeff erforderlich gewesen, und das des Dr. Döring reichte' nicht aus, weil dieser nicht für diesen Bezirk funktionirt. Der Landrath habe ihm aber bedeutet, daß man in diesem eigenartigen Falle wohl von einem Attest des Kreisphysikus absehen und sich mit dem vor- liegenden Attest eines nicht zuständigen Bezirksphysikus begnügen könne. Damit sei die Sache, mit der er selbst wenig zu thun gehabt habe, erledigt gewesen. Nach diesem Ausfall der Beweis- aufnähme wurden sämmtliche Angeklagte freigesprochen. Staats- anwalt und Gerichtshof stimmten mit dem Vertheidiger überein, daß weder bei Hoffmann eine Aufreizung, noch bei den übrigen Angeklagten eine Beleidigung vorliege. Mögen die Ausdrücke der letzteren auch sehr derb und schlecht gewählt sein, so sei doch eine direkte Beleidigung nicht darin zu finden. Ein recht interessanter Slntisemitcn-Prozest stand am Sonnabend vor der unter dem Vorsitz des sehr bekannten Herrn Brause wetter stehenden zweite» Kammer des hiesigen Land- gerichts I zur Verhandlung. Jnkriininirt war eine Briefkasten- notiz in der antisemitischen„Täglichen Rundschau" vom 30. Januar. Angeklagt waren wegen derselben der Redakteur Oskar v. Ehrenberg und der Verleger Dr. Friedrich Lange. Die beanstandete Brieskastennotiz lautet folgendermaßen:„Dr. E. L. in Mühlhausen i. Th. Ihre örtlichen Verhältnisse haben wir an dieser Stelle schon einmal erwähnt. Daß eine deutsche Stadt von 30000 Einwohnern(und darunter nur etwa 250 Inden) nun wirklich drauf und dran ist, einen Mann jüdischer Herkunft(Stadtrath R o s e n st o ck) zu ihrem Bürgermeister zu wählen, ist einfach ein I a m m e r und eine Schande dazu. Wenn aber die Bürger selbst ihr deutsches Gewissen nicht mehr fühlen oder fühlen wollen— wir können ihnen so rasch keine andere Seele einblasen. Daun heißt es hier wie an so manchem anderen Orte: erst noch tiefer in den Dreck, erst noch völliger in die Knechtschaft, dann werdet Ihr auch wieder Sehnsucht spüren! Freundl. Gruß." Wegen dieser Notiz halte Stadtrath Rosenstock den Strafantrag gestellt. Der Angeschuldigte Dr. Lange gab zu, die Notiz verfaßt zu haben, der Angeschuldigte v. Ehrcnbcrg nahm die Mitverantwortung auf sich, obgleich ihm die Notiz vor der Veröffentlichung nicht zu Gesicht gekonimen sei. Die Beweisaufnahme erstreckte sich nur auf die Verlesung des beanstandeten Artikels.— Staats- nnwalt F l i ck e l führte aus, daß die Notiz schwere Ehren- kränknngen enthalte und beantragte gegen jeden der Angeklagten eine Geldstrafe von 300 Mark. Der Angeschuldigte v. Ehrcnberg bestritt, daß er eine beleidigende Absicht gehabt habe und daß überhaupt eine Beleidigung des Strafantragstellers vor- liege. Die Person des Stadtraths Rosenstock habe gar nicht getroffen, sondern»ar gerügt werden, daß überhaupt ein Mann'jüdischer Herkunft zu dem Posten eines Bürgermeisters in Aussicht genommen worden sei! Wenn er das Eindringen der. Juden in richterliche und behördliche Stellen als eine Gefahr für das deutsche Volk betrachte, so sei er nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet, dies zu bekämpfen. Stadtrath Rosenstock würde auch keineswegs den Strafantrag gestellt haben, wenn er dazu nicht von einem zumeist aus jüdischen Rechtsanwälten bestehenden Verein, dessen Mitglieder die Aufgabe hätten, die Zeitungen nach solchen Artikeln zu durchschnüffeln, in denen eine Be- leidigung des Judenthums gefunden werden könnte, aufgestachelt worden wäre. Auch der Augeschuldigte Dr. Lange plaidirte für seine Freisprechung. Er habe nur dem Prinzipe Ausdruck gegeben, welches auch der preußische Staat verfolge, indem er Juden vom Offlzicrstande völlig ausschließe. Er fasse seinen journalistischen Beruf gewissenhaft und ernst auf, glaube nicht über den ihm zustehenden Rahmen, öffentliche Hebel- stände zu kritisiren, hinausgegangen zu sein, und könne nur sagen, daß er im Falle einer Verurtheilung das Gefühl habe, die Strafe zu Unrecht erleiden zu müssen! Der Gerichtshof kayi nach längerer Berathung zu einem Schuldigspruch gegen beide Angeklagten. Nach mehrfachen Entscheidungen des Reichsgerichts stehe der Presse nicht mehr Recht zu, als jeder Privatperson. Es komme gar zu häufig vor, daß die Presse mit der Ehre anderer Men- schen umgehe, als sei dieselbe g ar n i ch t s w ert h. Die in Rede stehende Notiz enthalte zweifellos schwere Ehren- kränkungen des Stadtraths Rosenstock. Allerdings sei den Angeklagten zugebilligt worden, daß sie in Wahrnehmung be- rechtigter Interessen gehandelt hätten, denn sie konnten der An- ficht sein, daß in einem ch r i st l i ch e n Staat auch Christen an der Spitze der Behörden stehen müssen, aber um diese Ansicht zu vertreten, war es nicht nbthig, Personen damit zu verquicken und gegen dieselben ehrenkränkende Ausdrücke zu gebrauchen. Die Strafe sei auf je 50 Mark bemessen und außerdem dem Be- leidigten, Stadtrath Roienstock, die Publikationsbesugniß in der „Tägl. Rundschau" zugesprochen worden. Soziole lletteelirlit. Riz die Genossen Berlins richten wir die Bitte, bei ihren Ausflügen auf die Lokalliste zu achten. Gegenwärtig ist uns der Saal, den wir hatten, wieder verweigert, und stehen uns nur folgende Lokale zur Verfügung: Gartenlokal Schulze, Prinzen-Allee 6; S t u b b e, Frank- furter Chaussee Nr. 3; Vellen, Frankfurter Chaussee Nr. 1; W. D o r n s, Restaurant, Prinzen- Allee 35; Müller, Ber- liner- und Schloßstraßen- Ecke; F r a n z k e, Berlinerstraße 103. Die Lokalkommission von Friedrich sjelde. I. A.: G. I u n g e. Prinzen-Allee 23. Achtung, Schriftmaler; Die Kollegen bei Herrn G.TH om haben die Arbeit niedergelegt, da ihnen die Freigabe des 1. Mai verweigert wurde. Die Vertrauensleute. Achtung, Böttcher! Infolge der Maifeier wurden sämmt- liche Böttcher in Brauereien und Bierfaß-Werkstellen ausgesperrt. Vor Zuzug wird dringend gewarnt, da der Brauereiring sich weigert, unsere Forderungen zu bewilligen. Briefe und Gelder sind zu senden an E. Heise, Lichtenberger st raße 21. Sämmtliche Arbeilerblätter werden um Abdruck ersucht. Die Lohnkommission der Böttcher Berlins und Umgegend. I. A.: Georg Barmig, Prenzlauer Allee 36». A« die Bureau-Angestellten! Obwohl in unseren Kreisen, wie in keinem anderen Berufe, der Jndifferentismus herrscht, was man angesichts des Durchschnittsgehaltes von 30 M. kaum für möglich halten sollte, so sind doch auch in unserem Berufe eine Anzahl Kollegen vorhanden, welche wohl die Ursachen ihrer jammernswerthen Lage erkannt haben, der gewerkschaftlichen Organisation aber noch fern stehen. Diese Kollegen zum Eintritt in unsere Reihen zu bewegen, sie auf- zumuntern, mit uns zu kämpfen, und der gemeinsamen Sache neue Kämpfer zuzuführen, ist der Zweck dieser Zeilen. Nur in der Organisation liegt unsere Kraft. Erscheint deshalb am Montag, den 7. Mai. bei Golisch, Lothringerstr. 63, wo der Verein der Bureau-Angestellten und verwandten Berufsgenossen, wie auch jeden Montag nach dem 15. und 1. seine Versanim- lungen abhält. Wegen Differenzen mit den Präger« in der Luxus. papier-Fabrik von Prieffer L Ey ck, Berlin, Dresdencrstr. 33 wird vor Zuzug gewarnt. S ch ö p k e, Wollinerstr. 23. An die Gewerbegerichts- Beisitzer Berlins, b e s o n« ders diejenigen der 1., 6. und 7. Kammer, wird hierdurch das Ersuchen gerichtet, einen Antrag an den Ausschuß des Berliner Gewerbegerichts betreffend die Regelung der Ar» beitszeit der in den Gewerben der Schlächter, Schneider, Handels- und Gastwirths'Angestellten— mit ihrer der Form halber nolh- wendigen Unterschrift zu versehen, und sich deshalb schleunigst an den Genoffen L. E b e r t(wohnhaft Annenstr. 41), im Restaurant Ehrenberg, Annenstr. 16 zu wenden. An die Delcgirten des internationalen Bergarbeiter« konaresscS. Von! internationalen Vertrauensmann wird ge- wünscht, daß jeder De'.egirte zum internationalen Bergarbeiter- Kongreß genau informirt ist, welche und wie viele Gruben— einzelne Schächte— in seinem Revier liegen und wie viel Ar- bester unter und über Tage und ob Frauen beschäftigt find. Desgleichen sind über die Verhältnisse der jugendlichen Arbeiier, über Feierschichten, Kohlenpreise, Kündigungen. Behandlung im allgemeinen, Höhe der Löhne, Unterstützungskassen, Strafen. Nullen der Wagen u. s. w. Erkundigungen einzuziehen. Hierüber ist Bericht zu erstatten in der Besprechung am 7. Mai. Es liegt im Interesse sämmtlicher Kameraden, gleich welcher politischer Richtung und Konfession sie angehören, den Delegirten darüber Mittheiliing zu machen. Die strengste Verschwiegenheit eines jeden Delegirten über die Mittheilenden ist selbstverständlich. L u d w. Schröder, internationaler Vertrauensmann. Verlammlmrgeit. Der Holzarbeiter-Verband(Zahlstelle Berlin) hielt am 25. April eine Generalversammlung ab. Der Kassenbericht des Kasstrers Post ergab folgendes Resultat: Abrechnung der Haupt- lasse: Einnahme mit dem Bestand vom letzten Quartal 6609,32 Mark, Ausgabe 3353,70 M., bleibt ein Bestand von 3251,15 M. Lokalkaffe: Einnahme mit dem Bestand 3451,05 M., Ausgabe 2064,85 M.. bleibt Bestand 1336,20 M, Uisterüützungssonds 289,73 M. Hierauf erstattete der Vorsitzende, Kollege Hintz, seinen Bericht. Demnach gehörten im 1. Quartal dem Verlande rund 3000 zahlend- Mitglieder an. Außerdem berichtete er über die verschiedenen Rechtsschutz- und Unterstützungsfälle. Sämmt- liche Beisitzer, außer Moabit, klagten in ihrem Bericht über zu schwachen Besuch der Veriraucnsmänner-Versammlungen und forderten die Kollegen auf, mehr dafür zu agitire». Der Bevoll- mächtigte der Kontrollkommission gab an, daß im ersten Quartal 35 Sitzungen abgehalten wurden, zu denen 36 Werkstätten mit 630 Kollegen eingeladen waren. Ter Arbeitsvermittler berichtete, daß im ersten Quartal wie gewöhnlich die Nachfrage gering war. Eingelaufen sind 370 Adressen. Das zweite Quartal hingegen weist ein besseres Resultat auf. Außerdem forderte er die Kollegen aus, nur unseren Arbeitsnachweis aufzusuchen resp. ihn durch Austräge zu unterstützen. Ein Antrag betreffend Regelung der Streik- und Maßreaelungs- Unterstützung wurde bis zur nächsten außerordentlichen General- Versammlung vertagt. Eine längere Debatte entspann sich über die Verhältnisse resp. den Streik in der Werkstatt von Gring u Komp. Das Unterstützungsgesuch des Kollegen Thom wurde zurückgezogen. Auf Antrag des Kollegen Klawitter wurde dem Kollegen Langfeldt eine Unterstützung von 30 M. bewilligt. Seitens der Kontrollkommission war ein Antrag eingegangen, der Kommission mehr Mittel zur Einladung von Werkstellen und Vertheilung von Handzetteln zu überweisen. Derselbe wurde angenommen. Zum Schluß kam noch ein Antrag zur Annahme, welcher gegen eine Entscheidung des Gewerbegerichts vom 20. April, Assessor Wcltz, protestirt und die Verwaltung auf- fordert, diesen Protest dem Ausschuß der Gewerbegerichts-Beisitzer zu übermitteln. Um fiir das Natnrheilverfahren in den Krankenkasse« Propaganda zu machen, war von feiten der Anhänger dieser Heilmethode zum 4. Mai eine Versammlung einberufen, in welcher Herr Köhler aus Braunschweig, der Vorsitzende des Ver» bandes der ausübenden Naturheilkundigen, einen Bortrag hielt. Redner führte gegen die sogenannte Schulmedizin die Kritik in das Feld, welche einige hervorragende Vertreter jener, wie z. B. Professor Strumpel, an ihr geübt haben. Nachvem er dann kurz die Prinzipien der Naturheilmethode dargelegt, suchte er nach- zuweisen, daß die Krankenkassen bei dem Naturheilverfahren, wegen des schnelleren Heilprozesses, billiger fahre» als bei der Medizinbehandlung. Nach einer kurzen Diskussion, in welcher Vertreter der beiden entgegengesetzten Richtungen das Wort nahmen und natürlich nicht einig wurden, nahm der Referent das Schlußwort, in welchem er besonders hervorhob, daß im Krankenkassen-Gesetze nicht steht, Krankengeld dürfe nur auf grund ärztlichen Attestes gerahlt werden, sondern es benöthige dazu nur eines Vorstandsbeschlusses. Die Lohn- und ArbeitSverhältniffe der chemischen Fabrik von Kuhnheim inRieder-Schönweide waren Gegenstand einer Versammlung, welche am 30. April, Abends 6V, Uhr, in der„Borussia-Brauerei" in Rieder-Schönweide stattfand und von 400 Personen der Tagesschichtarbeiter dieser Fabrik besucht war. Genosse Jahn-Berlin hielt das einleitende Referat über„Lohnarbeit und Kapital" und unterzog unter Be- zugnahme auf die Sozialgesetzgebung, die von den Arbeitern in sechs Punkten aufgestellten Forderungen einer eingehenden Be- sprechung. Der lebhaste Beifall, welcher allen Ausführungen sämmtlicher Redner gezollt wurde, ergab den Beweis, daß alle Arbeiter, trotzdem sie nur zum sehr geringen Theil gewerkschaftlich und politisch organistrt sind, die Erkenntniß erlangt haben, daß nur einmüthiges Zusammengehen und Festhalten an den Forde- rungen die Erfüllung derselben ermöglichen kann. Während aber ursprünglich nur 25 Pf. pro Tag oder 10 pCt. Lohnerhöhung verlangt wurden, beschloß die Versammlung einstimmig eine Erhöhung von 50 Pfennigen pro Tag oder 20 pCt., sowie gänzliche Beseitigung der Akkordarbeit anstatt Regelung derselben zu beantragen, so daß der Tagelohn von 2,50 M. auf 3 M. pro Tag bei zehn- stündiger Arbeitszeit steigen würde. Ferner wurde eine voll- ständige Besserung und Vermehrung der Klosets und Wasch- decken, wie überhaupt sämmtlicher Reinigungseinrichtungen, sowie Besserung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse der übrigen nicht chemischen Arbeiter beantragt und beschlossen, und u. A. eine Kommission von 5 Personen gewählt, welche diese Forderungen der Direktion vorlegen soll und demnächst in einer später einzu- berufenden Versammlung über das Ergebniß ihrer Tdätigkeit, bezw. Annahme oder Ablehnung ihrer Forderungen seitens der Direktion Bericht zu erstatten hat. Aus besonderen Antrag be- schloß die Versammlung«in stimmig, für die etwaigen Ge- maßregelten einmüthig einzutreten. Eine Widerlegung aller von den Arbeitern vorgebrachten Beschwerden wurde von den zahl- reich anwesenden Meistern der Fabrik nicht versucht, da trotz mehrfacher Aufforderung sich kein Einziger»um Wort meldete. Größtes Manufaktur- und Modewaaren- Hans des Ostens M. Löwinsohn, Inhaber: L. N. Jacob. Grüner Weg 32( Ede Andreasplaz). Grüner Weg 32( Ecke Andreasplaz). 765L* Verkauf nur gegen Baar zu streng festen Fabrikpreisen. Elegante HerrenAnzüge. Elegante Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß. Paletots. empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Ede der Stettinerstraße. Ecke Ich habe keine Filialen und sehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. Innes RohTabaken und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Neue Friedrich- Strasse 9. Streng reelle Bedienung. 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