Nr. 257. f 5 Pfennig} MoNtltgSMtSgltlte( 5 Pfennig) Udooliements-Keckwgmqni: HSoraiemcntä- PreiK pränmnermido: »ierteljährl. S.SV M!. oumatl. l.Z0 MI, wöchenllich SO Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nunnner B Pfg. Sonntag?. r.ummet mil illustrierter Sonntags- Seilagc.Die Neue»elf 10 Psg� Post- Abonnement! 1,30 Marl pro Monat, Eingetragen in die Post> Zeitung?. Pieislisie. Unter Kreuzband lür Deutschland und Oesterreich. Ungarn 2�0 Marl, für das übrige Ausland 4 Marl pro Monat Poslabonnements nehmen an Belgien. Dänemarl volland, Italien. Luxemburg, Portugal ikumänien. Schweden und die Schweiz. Cridjeim tsgllch. 33. Jahrg. Die Inlertlons-Gebüftr »eträgt für die sechsgefpallene Kolonel- zeile oder deren Raum 60 Pfg» für politische und gewerkschaftliche Bereins- und Versammlnungs-Anzeigen 30 Pfg, „steine Anreisen", das settgcdrullie Wort 20 Pfg,(zuläsfig 2 fettgedruckte Worte), lebe? writere Wort 10 Pfg, Stellengesuche und Schlafsiellenan- zeigen das ersis,Bort 10 Pfg,. jede? weitere Wort 5 Pfg. Worte über lö Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis S llhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet Telegramm» Adresse: „Sozialdemokrat Berlin'4. Zentralorgan der fodaldemokrati fchen parte» Deutfchlands. ReSaktion: SW. öS, Linöenftraße Z. Kernsprecher: Slmt Moritiplat». Nr. läl St»— läl S7. Montag, den 18. September 1V 16. K Expeüttion: SW. 68, Hinöcnstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritiplat,, Nr. 181»»—181 97. IM Oes WW SoWWlliers. Amtlich. Großes Hairptquarticr, deu 17. Sep. tcmbcr 1918.(W. T. B.) Kämpfe im Westen uud Osten. Westlicher Kriegsschauplatz. Bei der ArmeedesGeueralfeldmarschallsHcrzog Albrecht dou Württemberg uud auf dem Nordflügel der Heeresgruppe Kroupriuz Rupprecht hielt die rege Gefechtstätigkeit au. Die Dauerschlacht an der S o m m e uimmt ihren Fortgang. Nördlich des Flusses sind alle Angriffe blutig, zum Teil schon durch Sperrfeuer, abgeschlagen, um kleine Engländernester bei Coureelette, bei Flers und westlich von Lesboeuf wird noch gekämpft. Nördlich von Ovillers errangen wir im Angriff Vorteile.— Südlich der Somme kam es zu keinen ausgesprochenen Angriffen. Ter Artilleriekampf erfuhr auch hier keine Unterbrechung. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold vou Bayern. Auf der ganzen Front südlich von Pinsk machte sich ne Steigerung der russischen Feuertätigkeit geltend. Westlich von L u e k griff der Feind morgens, mittags und gegen Abend aus der etwa 29 Kilometer breiten Linie Zaturey san der Turya)— Pustvmyty die unter dem Oberbefehl des Generalober st v. Tersztv- a n s k i stehenden Truppen des G e n e r a l s v. d. M a r> witz mit starken Kräften, darunter den beiden Garde- korps, in vielen Wellen an. Restlos und unter den grösi- ten— zum Teil, wie die Meldungen lauten,„ungeheu- ren"— Verlusten ist der Stoß gescheitert. An der Armeefront des Generaloberst von Boehm-Ermolli brachen zwischen dem Sereth und der Strypa nördlich von Zborow ebenfalls die stärksten Angriffe auf die deutschen Linien des Generals von Eben vollkommen zusammen. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Carl. Auch an und östlich der Narajowka holte der Feind ait einer starken Stoßgruppe zum Schlage aus. Mehr- mals lief er vergebens an. Schließlich drückte er die Front in geringer Tiefe zurück. Nördlich von Stauislau wurde ein russischer Teil- angriff nach kurzem Nahkampf abgeschlagen. In den Karpathen warf der Gegner vergeblich dichte Sturmkolonnen gegen unsere Stellungen beiderseits der Ludowa vor; er wurde hier, wie an den Grenzhöhen West- lich von Schipoth und südwestlich von Torna Watra aufs blutigste abgewiesen. In Siebenbürgen fühlen die Rumänen gegen den Kokel-Abschnitt beiderseits von Oderhelleu(Szekely— Udvarhely) vor. Balkan-Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. In der T o b r u d s ch a wird die Verfolgung des (•indes fortgesetzt. Mazedonische Front. Keine Ereignisie von besonderer Bedeutung. Ein- lelne feindliche Angriffe an der Moglena-Front und nordwestlich des Tahinos-Sees wurden abgeschlagen. 'nvala wurde von See her beschossen. Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff. Unterseebooterfolge im August. Amtlich. B e r l i n, 1K. September.(W. T. 35.) Im Monat August sind 128 feindliche Handelsfahrzeuge von insgesamt 179 779 Brutto-Registertonnen durch Unterseeboote der Mittemächte oder durch Minen versenkt «oordeu. Ferner sind 35 neutrale Handelsfahrzeuge� von insgesamt 38 588 Brutto-Registertonnen wegen Beförde- rung von Bannware z?:m Feinde versenkt. Der Chef des Admiralstabes der Marine, Der MnellSIWe MerMMerlA. Wien, 17. September.-g Trescas führte: Während eines Streiks der Minenarbeiter in Minnesota wäre es zu einem von der Lockspitzel- garde ver Minenbesttzer provozierten Zusammenstoß zwischen dieser und einer Gruppe von Streikenden gekommen, bei dem ein Arbeiter von einem der Privatpolizisten erschossen und einer der Polizisten getötet worden sei. Am folgenden Tage seien dann vier Arbeiter und die Streikführer, unter ihnen auch Tresca verhaftet worden, obwohl letzterer bei dem geschilderten Vorgang gar nicht zugegen gewesen sei. Nun sei er der Anstiftung zum Mord an- gellagt, ein Vergehen, auf das Todesstrafe stehe. Die Gefahr einer Verurteilung liege in diesem Falle besonders nahe, da die Staats- behörden und Gerichte in diesem Staate völlig von dem Stahltrusi abhängig find. Caroti führte dann weiter aus, Tresca fei ein Opfer des Kapitalismus, die Arbeiter hätten daher überall ihre Stimme für ihn erhoben, damit auch für die Freiheit des ganzen internationalen Proletariats. Caroti schloß mit einem Appell an die Solidarität aller Arbeiter ohne Unter- schied der Rasse und Sprache; sie alle sollten sich zu- sammenschlicßen zum Kampf für eine neue soziale Ordnung.— Nach ihm spricht Turati. Er brandmarkt die empörende Sinn- losigkeit der amerikanischen Justiz, die noch die der europäischen Strafgesetzgebung überbiete, daß ein Streikfllhrer sür einen an einem Polizisten begangenen Totschlag verantwortlich gemacht werden könne, und erleilt mit, daß Borsarelli ihm wie Caroii auf eine hierauf bezügliche Anfrage geantwortet hätte, er wolle sich sür den Fall interessieren und sich der Sache annehmen. Da man sich indessen auf die Regierungen nicht verlassen könne, sei es nol- wendig, daß sich das ganze europäische Proletariat sür Tresca er- höbe und seine Stimme in die Wagschale würfe, um das drohende Bluturteil von ihm abzuwenden. Nach Turati erinnert M o I i n o r i daran, daß auch Europa nicht gegen derartige Justizverbrechen gefeit sei, wie z. B. der Fall F e r r e r und andere Fälle bewiesen und fordert zum Kampf gegen den Grund des Uebels, die europäische Gesetzgebung insbesondere gegen die Strafgesetze aus. Der letzte Redner Rigola erklärt: Heute müßten alle anderen Fragen zurückstehen gegen die eine: wie Tresca zu retten sei. Er spricht die Hoffnung aus, daß es auch diesmal dem Proletariat gelingen werde, durch seinen eindringlichen Protest den Plan der Gegner zunichte zu machen, wie dies früher im Falle E t t o r und G i o v a n i t t i gelangen sei, und damals sei das Proletariat noch nicht so mächtig gewesen, wie heute. Die Bersammlung nimmt hierauf eine Resolution Turati an in der die Arbeiter aller Länder aufgerufen werden, sich mit dem amerikanischen Proletariat zum Kampf gegen das geplante Ver- brechen zu vereinen und an die italienische Regierung appelliert wird: die Regierung der Vereinigten Staaten aufzufordern, die Ehre ihrer Nation vor der Menschheit und vor der Geschichte wicderherzu- stellen. Nach der einstimmigen Annahme dieser Resolution ging die Ver- sammlung auseinander. Eine Gruppe von Teilnehmern begab sich noch vor die amerikanische Botschaft, um hier zu demonstrieren, sie wurde aber durch die Polizei zerstreut. »» « Ans der Praxis der amerikanischen Unternehmer. Im Zusammenhange mit dem Falle Tresca, der mehr und mehr das Interesse der amerikanischen und europäischen Arbeiter- schaft fesselt, dürste ein Dokument von Interesse sein, das auf die infamen Praftiken der amerikanischen Kapitalisten der Arbeiterschaft gegenüber ein grelles Licht wirft. Es ist dies ein Geheim- zirkulär einer großen Detektiv- und Streikbrecher- Agentur, zu deren Funktionen es unter anderem ge- hört, durch die Anzettelung von Zusammenstößen das Material sür Anklagen gegen Streikfübrer zu beschaffen. Die besagte Agentur ist national organisiert und hat ihre Hauptbureaus in New Dork, Chikago. Cleveland und Detroit. Das Zirkular, das aus dem Chikagoer Bureau versandt wurde, bat nach der„St. Louis Arbeiterzeitung"(Nr. 023 vom 6. Mai d. J.) in deutscher Uebersetzung folgenden Wortlaut: The Corporations Auxiliary Company. People's Gas Building. Cleveland Office: Chamber of Commerce Building. New Aork Office: Chamber of Commerce Building. Detroit Office: Dime Satzings Bank Building. Chikago. Jll., 11. April, 1916. (Name der Firma.) Werter Herr!— Es würde von bedeutendem Nutzen sür Sie sein, Ihre Leute zu kennen— jeden Mann zu kennen, den Sie bc- schäftigen, so daß Sie in der Lage sind, die Faulenzer, die Lana- weiligen, die Bummler, die Knurrer, die Agitatoren, und die TrUoei- macher herauszufinden. Jedes Jahr geben Ihnen Taufende von Dollars verloren durch Nachlässigkeit, Verschwendung, Arbeiter- wirren uiw, aber nicht ein einziger Exekulivbcamter, General- geschästsführer oder Superintendent kann jeden Mann in seiner Bc- schäfllgung kennen und seine Albeiiskräfie demenisprechend organi- fieren. Aber das kann leicht geschehen, rubig und ohne grotze Kosten, und j�war dadurch, daß man sich unserer Dienste sichert. Durch unser Vertrauenssystem bleiben wir in engen und intimen Lcsiehungen mit jedem Mann tn Ihrem Dienste— wir entdecken Unrichtigkeiten, Verluste, Unznfliedenhcit, Unruhstiner und .Streikitis" im ersten Stadium der Entwicklung, und dadurch machen wir es inoglich, die gecignele Medizin zur Verhütung ernsten Schadens anzuwenden; in vielen Fällen ist es durch unsere Dienste unseren Älicnlen ermöglicht worden, die Betriebskosten um fünf bis zwanzig Prozent herabzusetzen. Wo iiniiier unser System tu Anwendung gebracht und eine ge- wisse �cir fortgesetzt worden, halten wir die Talsache zu ver« zeichnen, daß die ll n i o n m i t g l i e d s ch a f t unter d e n A r» berter n nicht zugenommen hat, wenn das der Wunsch unserer Klienten war. Wir tragen dazu bei, den Agitator und Organisator in aller Stille und ohne Reibung zu beseitigen, und ferner können Sie durch unsere Dienstleistung immer und zu jeder Zeil wissen, welche von Ihren Angestellten loyal sind und die Information, die ivir zu geben im Stande sind, wird Sie in den Stand setzen, die Harmonie und Sparsamkeit in Ihrem Geschäft zu erhöhen. Einerlei wie groß oder klein Ihr Geschäft ist, wir können Ihnen in ruhiger, wirknngsvoller Weise behilslich sein, ohne daß außer Ihnen irgend jemand davon erfährt. Angesichts der allgemclnen Agitation, wie sie sich im ganzen Lande bemerkbar macht, ist eS die Aufgabe aller Arbeitgeber, alles in ihrer Kraft zu tun zur Wahrung ihrer Interessen. Wollen Sie gütigst dieser Sache Ihre ernste Aufmerksamkeit widmen und unS baldigst von Ihrem Entschluß insormieren? Wenn Sie vorziehen, mit unserem Vertreter selbst darüber zu sprechen, so werden wir gerne sofort einen solchen bei Ihnen vorsprechen lassen, und zwar auf unsere Kosten. Sehr achtungsvollst zeichnet Tbe Corporation» Auxiliary Eompany, per I. H. H a l st e a d, Districr Manager. Soweit das Aeheini-Zirkular, dos an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt. Nun glauben wir allerdings nicht, daß das hier geschilderte«System" auf dem europäischen Kontinent gänzlich unbekannt sei. DaS aber müssen wir den amerikanischen Kapitallsten neidlos zugestehen, daß sie ihr VespitzelungS« und Provokations- system bis zu einer Vollendung ausgebaut haben, wie das in West« europa kaum denkbar wäre, linsers amerikanischen Genossen werden noch tüchtig schassen müssen, um das Gesindel auszuräuchern, das mir solchen infamen Mitteln die Arbeiterbewegung aufzuhallen sucht. die feindlichen Heeresberichte. Der französische Tagesbericht. Vom lg. September nachmittags.(W. T. B.s Nördlich von der Somme verstärkten die französischen Truppen ihre neuen Stellungen. Ein deutscher Angriff auf die Gegend östlich von Clery wurde abgewiesen. Gefangene, darunter zwei Offiziere, blieben in Händen der Franzosen. Südlich von der Somme hat der Feind östlich von Berny einen Angriffs- versuch gemacht, der an unserem Sperrfeuer gescheitert ist. Die Gesamtzahl der im Laufe des gestrigen Kampfes gemachten unver- wundeten Gefangenen erreicht 400; zu dem erbeuteten Kriegsgerät kommen noch drei Bombenwerfer hinzu. In einem einzigen beut- scheu Grabenabschnitt wurden 86 tote Deutsche gefunden. Ueberall sonst war die Nacht ruhig. Luftkrieg: Nach neuen Nachrichten haben außer den am 15. September abgeschloßenen neun deutschen Flugzeugen noch sechs hilflos in ihren eigenen Linien niedergehen müssen infolge von Gefechten mit französischen Fliegern. Zwei von Ären Insassen wurden gelötet. In der Stacht zum lö. September hat ein fran- zösischeS Geschwader l06 Geschosse großen Kalibers auf militärische Anlagen in Pont Faverger und Betheny Ville geworfen; in Pont Faverger brach ein großer Bvand aus. Die Flugzeuge haben jedes zwei Flüge in dieser Nacht gemacht. Der Bahnhof ConflanS- Iarny erhielt 176 Bomben von lL-Zentimeter-Kaliber, von denen viele ihr Ziel erreicht haben. Vom 16. September abends. CW. T. B.s An der Sommefront verlief der Tag verhältnismäßig ruhig. Wir erzielten einige Fortschritte nördlich von Bouchavesnes und nahmen einen Graben nordöstlich von Berny. Ein deutscher Gegenangriff gegen unsere Stellungen zwischen Bclloy-cn-Santcrre und Barleuy 'cheitcrte in unserem Maschinengewchrfeuer. An der übrigen Front das übliche Geschützfeuer. F l u g d r e n st: In der Nacht zum 16. September führte eines unserer Beschiehungsgeschwader folgende Unternehmungen aus: 66 IZ-Zentimeter-Geschosse und 6 26-Zentimeter-Geschosse wurden auf die Hochöfen von Ueckingen, 36 12-Zentimeter-Geschosie auf die Hochöfen von Rombach und 36 andere auf die Fabriken in der Gegend von Mondelingen geworfen. In derselben Nacht warfen zwei unserer Flugzeuge 14 Geschosie auf die Eisenbahn« gleise südlich von Metz und auf den Bahnhof von Bensdors. Die Bahnhöfe von Spincourt und Longuyon wurden ebenfalls mit 66 Geschossen beworfen. Gestern spät abends warf ein deutsches Flugzeug mehrere Bomben auf Reims, zwei Zwilpersonen, dar- unter ein Kind, wurden getötet, andere wurden verletzt. Belgischer Bericht. Nördlich von Dixmude schlug einer unserer Posten in der letzten Nacht einen feindlichen Angriffs- versuch ab. Von heute ist nichts zu berichten. Bericht von der Orientarmee vom 16. Septem» ber. Zwischen Struma und Vardar heftige Kanonade. Schar- mützel am Fuße der Bclcsberge und an den Zugängen nach Matchi- kovv. Wir rückten in der Gegend von Votrorik und Kaidmadalan vor. Die Serben verfolgen rasch den geschlagenen Feind. Westlich des LstrowoseeS überschritten sie den Brosfluß zehn Kilometer von Florina. Sie erbeuteten insgesamt 32 Geschütze. Franzosen und Russen überschritten die Linien der Malarskahöhen und rückten siegreich in der Gegend von Florina vor. Unsere Flugzeuge haben Monastir mit Bomben beworfen. Die englische Meldung. Vom 16. September nachmittags. sW.?. B.) An der Hauptschlachtfront keine Veränderung. Vier Feld- geschütze wurden erbeutet und 256 Mann gefangen genommen. Zwei örtliche Gegenangriffe wurden zurückgewiesen. Wir be- haupteten die gestern eroberte Linie, die die großen Dörfer Cour- celette. Martinpuich und Flers einschließt. Unsere Truppen drangen letzte Nacht an vielen Stellen in die feindlichen Gräben ein, brachten dem Feinde Verluste bei und machten Gefangene. Bericht aus Saloniki vom 14. September: Heute rückten am frühen Morgen die Truppen nach einer Artillerievor- bereitung trotz hartnäckigen Widerstandes durch Mucukovo vorwärts und eroberten den vorspringenden Teil der feindlichen Linien nörd- lich des Dorfes. Der Geländegewinn ist beträchtlich. Der Feind unternahm Gegenangriffe; wir vermochten aber unseren Gewinn in vollem Umfange zu behaupten. Wir machten einige deutsche Gefangene. BerichtausSalonikivom 15. September. An der Strumafront überschritten Plänklerabteilunqcn den Fluß, griffen Dzamimah und Komaja an und machten Gefangene. Unsere be- rittenen Truppen unternahmen Ueberfälle auf die Dörfer am oberen und unteren Teile des Gudeliflusses. An der Front von Dojran unterhält die Artillerie ein beständiges Feuer auf die feind- lichen Stellungen. Vom 16. September abends. sW. T. B.) Südlich der Ancre sind wir seit gestern auf einer Front von sechs Meilen ein bis zwei Meilen vorwärts gekommen. Heute wurden 1766 Mann, darunter 51 Offiziere, gefangen genommen. Die Gesamt- zahl der Gefangenen, die in den letzten zwei Tagen gemacht wurden, beträgt über 4666 Mann, einschließlich 116 Offiziere. Nach den bisherigen Berichten wurden 6 Geschütze und über 56 Maschinen- gewehre erbeutet oder zerstört und eine beträchtliche Menge Kriegs- Material genommen. Am 15. September wurden 15 deutsche Flug- zeuge vernichtet. Sechs unserer Flugzeuge werden vermißt. Tee russische Kriegsbericht. Vom 16. September nachmittag?. sW. T. B.) W e st s r o n t: Nichts Wichtiges. Kautasussront: Die Türken gingen westlich Keikid zum Angriff über, wurden aber durch unser Feuer zurückgewiesen. In der Gegend von Scharasan(?> westlich Müsch warfen wir die Türken aus ihren Schützengräben. Sie flohen in den Engpaß von Korma Giatuk(?). Meldung der italienischen Heeresleitung. Vom 15. September.(W. T. B.) Zwischen dem Ober- lauf des Vanonabaclies und dem Ficmmetale schreiten unsere auf Ausdehnung des Besitzes des Höhenrückens nordöstlich von Eauriol gerichteten Angriffe trotz der Gcländeschwierigkeiten und de? zähen Widerstandes des Feindes fort. Auf dem Lagazuoi(Tra- venanzeStal, Boite) hielt die feindliche Artillerie gestern die von uns kürzlich besetzten Stellungen unter heftigem Feuer, ohne den festen Widerstand der Unseren zu erschüttern. An der Front der Julischen Alpen nachdrückliche und wirksame Kämpfe unserer Artillerie und Bombcnwcrfer gegen die feindlichen Linien östlich von Görz und auf dem Karst. Am Nacbmittag griff unsere Infanterie bei einem Sturzregen die Stellungen des Gegners östlich des Vellone an. Sie eroberte verschiedene Schützeiigraben- linien und nahm dem Feinde 2117 Gefangene, darunter 71 Offiziere, ab und ferner einige Maschinengewehre und Bombcnwcrfer. Im Verlaufs eines glänzenden Lustkampfes über dem Golf von Pottzano brachte eines unserer kühnen Fluggeschwader zwei feind- liche Wasserflugzeuge zum Absturz. E a d o r n a. Vom 16. September.(W. T, 53.) Im Sugancr Take haben feindliche Abteilungen gestern einen Angriff auf unsere Stellungen zwischen dem Coalba- und dem Maora-Bache versucht; sie sind sofort zurückgewiesen worden. Im Fiemme-Tal iAvisio) haben die tapferen Alpini vom Bataillon Monte Rofa die steilen Jjelfen nordöstlich vom Eauriol erstiegen und eine starke feindliche Stellung aus dem Kamme im Sturm genommen, 2318 Meter hoch; die feindliche Besatzung, aus Tiroler Alpenjägern be- stehend, ist zum größten Teil vernichtet, etwa 166 Ueberlebende sind gesangen. Am oberen Felizon-Fluß(Boitel hat der Feind einen weiteren Angriff auf unsere Stellungen an der Punta del Forme versucht, ist aber mit Verlust abgewiesen worden. An der Julischen Front lebhafte Tätigkeit der Artillerie im Gebiet von Plava und östlich von Görz. Auf dem Karst hat unsere Infanterie ihre Angrisse auf die feindlichen Linien am oberen Ende des Ballone fortgesetzt. Auf dem linken Flügel Kaden unsere Truppen die vom Gegner kräftig verteidigte Höhe von San Grado im Sturm genommen. Weiter südlich haben wir mit glänzenden Bajonettangriffen ausgedehnte Gräben gegen Loquizza und östlich von Oppacchiasella erobert. Wir haben 1677 Gefangene gemacht, darunter etwa 26 Offiziere. Unsere Geschwader von Farman- und Voisin-Flugzeugen haben gestern die Anlagen der verschanzten Eisenbabnlinie gegen Eomi- niano(Konten) mit sichtlich wirksamem Ergebnis"beworfen; unsere Flugzeuge sind unbeschädigt heimgekehrt. General Cadorna. Serbischer Heeresbericht. Aus Saloniki vom 16. September.(W. T. D.) Unsere Truppen haben in Wahrnehmung ihres Erfolges buk- garische Abteilungen in der Richtung auf Florina angegriffen und sich der feindlichen Hauptstellungen auf der Malka Nidze und der Malka Reka bemächtigt; die Armee des Generals Bojadschew ziebt sich in Unordnung auf Monastir zurück. Die Serben haben viele Gefangene gemacht und 29 Geschütze verschiedener Kaliber genom- men, welche sie gegen die Bulgaren wandten, denen sie ungeheure Verluste beibrachten. Vom 16. September.(W. T. B.) Gestern wurden unsere Angriffe in der Gegend der Moglena sortgesetzt. Der Feind ist dort sehr stark, auch müssen wahrhafte Felsenmauern erklettert werden. In der Richtung auf Florina ist die Lage gut. Weitere Geschütze, Maschinengewehre und Munitionsbestände sind erbeutet worden. Un- sere Verluste sind leicht, die des Feindes erheblich. Rumänischer Bericht. Vom 16. September.(W. T. B.) An der Nord- und Nordwestfront lebhaste Tätigkeit im Streintale und südlich von Si- bin. An der Südfront Scharmützel längs der Donau. In der Do- brudscha nichts Neues._ vom �-Soot-Kneg. London, 16. September.(W. T. B.) Lloyds meldet, daß der Dampfer„M a r c e l"(1483) versenkt und die Besatzung gelandet wurde. Die norwegischen Dampfer.Elizabeth"(573) und..Ethel"(1122) sind gesunken. Nach einem Bericht aus St. Malo vom 14. ist der dänische Dampfer„Hans T a v- s e n"(1764) gesunken. Die Besatzung wurde gelandet. Aus Ptv» mouth wird gemeldet, daß die Besatzung des holländischen Dampfers„Antwerpen", dessen Versenkung bereits mit- geteilt wurde, dort gelandet ist. Paris, 16. September.(W. T. B.) Nach einer Meldung des „TempS" aus Madrid ist der spanische Dampfer „Luis V i v e s"(2166 Tonnen) von einem Unterseeboot versenkt worden. Die Verlufte üer Hanüelsflotten. London, 16. September.(W. T. B.) Lloyds teilt eine Statistik über die Verluste sämtlicher Handels- flotten mit. Diese Statistik bezieht sich auf das erste Quartal des laufenden Jahres. Die Gesamttonnage des britischen Reiches belief sich danach auf 21 274 666 Tonnen, die Verluste betrugen 341 566 Tonnen, hiervon waren 256 666 Kriegsverluste. Die Kriegsverluste machen für das Vereinigte Königreich 1,71 Proz., für die Kolomen 6,47 Proz. aus. Die Verluste Hollands wer- den auf 2,29 Proz. und die Norwegen? auf 1,51 Proz. berechnet. Die deutschen Verluste werden auf 6,11 Proz. an- /tos öem Tagebuche eines �rmierers/) 5. Wieder hieß cS: Abrücke»! Weiter ging es, ostwärts, unseren den Feind vor sich hertreibcnden Truppen dicht aus den Fersen. Di« entsetzlichen Spuren der Schlacht und Schlachtengoeuel be- kommen wir frisch und unverblümt zu sehen. Längs der Straßen ziehen sicb die Kampfstätten hin, zerstampfte Felder mit� flüchtig aufgeworfenen Gräben, umgehauene Bäume, vertilgte Dörfer! Aus den Feldern liegen zerbrochen« Gefährte, weggeworfene Aus- rüstungsgcgeustäude und zertrümmerte Waffen. Blindgänger jeden Kalibers sind dazwischen zerstreut. Die Toten sind meist schon unter der Erde. An den Wegen liegen noch unbeerdigt gefallene Pferde. Ueber allem brütet ein« blendende heiße Augustsonne! Stundenlang, tagelang inarschieren wir so zwischen diesen Stätten des Grauens dahin. Die unzerstörten Dörfer, die wir passieren, machen womöglich noch einen schrecklicheren Eindruck als die zer- störten. Grau und düster liegen die aus bchauenen Baumstämmen gefügten und mit Stroh gedeckten Hütten da. Kein rotes Ziegel- dach, keine weißgetünchte Wand, kein grüngestrichener Staketenzaun erfreut das Auge, alles verwittert, verwahrlost, grau in grau— wie das ganze„Panjeland"! Ein paar krüppelige Weiden und geduckte Pslaumcubäumchen verhüllen die schadhaften Stellen der unheimliche» Kalupen, und der lange Hebebaum eines Ziehbrun- nens steht schräg gegen den schwüle» Mittagshimmel. Keine Kuh brüllt, kein Hahn kräht, kein Torfköter bellt den Nahenden ent- gegen,— selbst kein Vogel singt. Es ist. als Habe ein Fluch diese Orte in Vanii geschlagen! Scheu krauchen die windschiefen Buden über den engen Dorfstraßcn zusammen, die blinden Scheiben der vor den Fenstern verstellenden Löckiern glotze» uns unergründlich und geheimnisvoll an und jeder atmet erleichtert auf, wenn solch verlassenes Dorf passiert und das freie Feld wieder erreicht ist. Aber wo sind die Menschen geblieben, die einst hier in der Dedürf- nislosigkeit für uns längst vergangener Zeiten hausten— und in ihrer Art glücklich waren?— Bald sollten wir auch diese« Rätsel ge- löst bekommen. Tie Straße kam es herauf, ein langer, endlos langer Zug. Allerlei zerbrechliche Wägelchen, von bejammernswerten Psttdckcn gezottelt, beladen mit der wertvollsten ihrer bescheidenen Habe, fast durchweg von alten Leuten oder jungen, stoisch drein- blickenden Burschen gelenkt. Dazwischen pendelten die Eigentümer jener Unglückskavalkade, Frauen, di« ihre Jüngsten trugen, junge Mädchen oder balhwiichsige Knaben mit irgendeinem Packen be- laden, Kinder, eine Ziege oder ein schwarzwolliges Schäfchen nach- ziehend. Von bärtigen Landsturmleuten begleitet, kehrten sie der Gefechtszone und damit ihrer Heimat den Rücken, zogen sie fort, irgendwohin, die meisten stumm und stoisch in sich gekehrt,.lus einem von einem Knaben gelenkten Wägelchen sitzt auf einem Bund Stroh ein altes verhutzeltes Mütterchen, die ebensogut 70 wie 100 Jahre alt sein kann. Mechanisch haspeln ihre dünnen Finger die Perlen deS Rosenkranzes, murmeln die welken Lippen Gebetet Ihre trüben Augen sind auf ihren Schoß gerichtet, die sie kaum hebt, als ein Laudstürmcr einer zusammenbrechenden •) Siehe„Vorwärts" Nr. 240. Kuh den Gnadenschutz gibt. Hinter dem Wagen schreitet, groß und blond wie alle Litauerinnen, einen kleinen nur mit einem Hemd- chen bekteideten Flachskopf an der Hand, ein hübsches, vielleicht achtzehnjähriges Mädchen. In großen dicken Tropfen quellen ibr die Tränen aus den Tugen.— Mancher von uns schämt sich nicht der Träne, die chm an der Wimper zuckt. Ein Mitempfinden und Verstehen wechselt zwischen uns verstaubten, bartstruvvigen deut- scheu Soldaten und dem blauäugigen litauischen Mädchen, und einer plötzlichen Eingebung folgend, reicht sie uns den Strauß, den sie wohl als letztes Andenken aus dem heimatlichen Gärtchen mit- genommen.— Vorüber geht der in seinem Schweigen dovoelt eindringlich sprechende Zug, wir aber stecken die rosaroten Blüten auf unsere Gewehre und ziehen weiter ostwärts, ins weite Russen- reich hinein, Stunde um Stunde, Tag um Tag!— Wohl um den gräßlichen Eindruck zu betäuben, beginnt einer daS alte Lied von dem guten Kameraden, und gedankenvoll summen wir alle den Refrain mit:„Wer weiß, ob wir uns wiedersehen, am grünen Strand der Spree!" V. Der immer«indringlicher durch die fast windstille Luft zitternde Kanonendonner verkündet uns die Kampffront. Der Feind hat sich gesetzt und den Unseren«in entscheidendes„Halt" zugerufen. Heiß tobt der Kampf! Die nur zu wohl bekannten Züge Verwundeter zu Fuß, auf requirierten Panjewägelchen und in den schwankenden Riesenkästen der Sanitätsautos kommen nnS entgegen, dazwischen kleinere Truvvs kampfesmüder Gefangener mit lehmgraner Bluse und breiter Schildmütze. Am Abend strahlt der östliche Himmel in der Glut unzähliger brennender Gehöfte und ganzer Dörfer. Fortwährend knattert das Kleingewehrseuer, bellen die Maschinengewehre, brüllen die sckwcrcn und leichteren Geschütze. Wir aber kochen rubig unser Abendbrot und strecken unsere müden Füße in Ställen, Scheunen oder Schuppen, und wer dort keinen Platz findet, legt sich auf dem Hose in einen Schrank oder unter ein« umgestülpte Pferdekrippe! Und in unsere Heimat- durchwehten Träume hinein klingt das dumpfe Hämmern der 21-Zentimeter-Mörser._ die lkrlebnifte üer Shackleton-Expeöltion. Welche Entbehrungen die Mitglieder der Shackleton-Expedition auf der Elefanteninsel im Stillen Ozean, wo sie viele Monate vcr- bleiben mußten bevor Rettung kam, zu erdulden hatten, beweist fol- gendes Telegramm aus Punta Arcnos, der Südküste Chiles, an die„Daily Ehronicle": Man kann sich keine unwirtschaftlichere Insel denken als die Elefanteninsel. Sie hat steile Klippen, die über 666 Meter hoch sind, gegen welche die Wogen fortwährend donnern und rasein Am 24. April verließen Shackleton und fünf andere Mitglieder der Expedition die Insel, um auS Süd-Georgien Hilfe zu holen. Verschiedene der zirrückgebliebenen Mitglieder hatten in den ersten drei Wochen durch erfrorene Gliedmaßen zu leiden, worin jedoch langsam eine Besserung eintrat. Tic Eishöhle, in der man Schutz gesucht hatte, war wegen des eindringenden eochnees unbewohnbar, so daß man sie verlassen mußte. Da nahm man die beiden letzten Boote, verfertigte eine Art Schutzdach daraus und verschloß den Eingang der Höhle mit dem wenigen noch vor- handenen Segeltuch. Als Schlafstätten dienten die Sitzbänkc, aber die meisten mußten aus Kieselsteinen schlafen, die man am Strande gesammelt hatte. Für die Beleuchtung sorgte eine Tranlampe, und das Essen kochte man in einer allen Petroleumtanne. Das Leben war eine eintönige Folge von Stürmen und schweren Nebeln. Tie einzige Abwechselung war die beständig drohende Gefahr des av- bröckelnden Eises und der Sturzseen. Stürme waren willkommen, denn sie befreiten das Meer vom Eise und ließen die Peguine an Land kommen. Zwei Tage vor der Rettung hatte ein heftiger Sturm das Meer vom Eise gesäubert. Am 36. August saß man gerade beim zweiten Frühstück, als die Wache rief, daß ein Schiff sich der Insel nähere. Um 2 Uhr hatten sich alle eingeschifft. Die erste Frage, welche die Geretteten stellten, war. ob der Krieg zu Ende sei. Sie hatten nämlich seit Oktober 1914, als das Polarschisf „Guduranca" Buenos Aires verließ, von der Außenwelt nichts mehr vernommen. Schlller-Theater�harlottenbucg:»Das grobe hemü". C. Karlweis, der vor fünfzehn Jahren verstorbene Verfasser des oben genannten Wiener VoUsstücks, kann mit Recht als einer der fähigsten und glückhaftesten Schüler Anzengrubers bezeichnet werden. Nicht als oh ihm große Dichterkraft eignete— die besaß er keinesfalls, doch deS auf die Kämpfe seiner Gegenwart gerichteten Schaffens wegen. Er besaß ein für die Auswüchse und Schatten eines bürgerlichen Gefühlssoziallsmus jener ersten Jahre nach dem Fall deS Ausnahmegesetzes in Deutschland sehr geschärftes Auge,>po- von denn auch»Das grobe Hemd" Zeugnis gibt. Freilich, wenn er den studierten«ohn des reichen, aber von unter heraufgestiegenen Schöllhofer und den Verlauf seiner sozialistischen EntWickelung kon- scqucnt hätte zu�Ende denken können, dann wäre zweifellos eine tiefer angelegte Tragikomödie entstanden. So aber blieb Karlweis an der Peripherie alles sozialistischen Denken» stehen, indem er sich damit begnügte, der gewissermaßen aus praktischer Erfahrung her- auskristallisierten großkapitalistischen Moralethik eine kleine Schicht sozialistischer Schwärmer von akademischem Zuschnitt gegenüberzu- stellen. Natürlich trifft seine Beweisführung inS Schwarze. Daß die These schief war von Hause aus und der Ausschnitt einseitig, diwe Mangelhastsgkeit wird gar zu leicht, dank der Fülle an urwüchsiger Komik und jovialer Ironie, die der Dichter in der Kontrastierung der mancherlei Gestalten entfaltet, übersehen. Wäre dem anders, dann besähe das Volksstück für unsere Zeit keine Daseinsberechtigung mehr. Nun aber erfieuen wir uns doch noch an ihm. Dies gerade darum, weil die ihm zuteil gewordene Aufführung vortrefflich ist und weil ein Darsteller von so urwienerischer Boden- ständigkeit, wie ihn die Gestalt des alten Schöllhofer verlangt, kaum jemals glücklicher als in Max Pategg gefunden werden könnte. Seine reife Meisterschaft blieb dem Schöllhofer nicht nur nichts schul- dig, nein, er schuf ihn geradeswegs aufs neue. Es war also ein köstlicher Genuß. Mit Pategg stand die ganze Handlung fest, und alle anderen Thpen: ob Altleute und konservative Gesinnung oder flügges szoialistisch angehauchtes Junavolk empfingen von ihm Klang und Farbe. Was Wunder, daß des Lachens und Beifalls schier kem Ende sein wollte. � Chronik des Weltkrieges. 18. Tcptcmber ISI-t. Wesklicher Kriegsschauplatz: Das französische Xlll. und IV. Armeekorps und Teile einer weiteren Division wurden südlich Noyon entscheidend geschlagen und verloren mehrere Batterien. Ebenso ist ein Vorgehen der französischen Alpenjäger am Dsgescnkamm zurückgewiesen. Lei Erstürmung des Chaleau Driamonl bei Reims wurden 2500 Gefangene gemacht. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz wurden die Operationen im Gouvernement Suwalki fortgesetzt. 18. Sevtcmber INI.?. ZScsilicher Kriegsschauplatz: Feindliche Schiffe, die sich vor Dün- kirchen zeigten, wurden von deutschen Fliegern angegriffen. Ein Zerstörer wurde getroffen. An der Front ist die Lage unverändert. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz wurden feindliche Angriffe bei Schlack zurückgewiesen. Zwischen WilZa und Njemen wurde die russische Front an verschiedenen Stellen durchbrochen. 5406 Mann wurden zu Gefangenen gemacht. Bei der Verfolgung auf Pinsk wurden 2500 Mann Gefangene erbeutet. Die russische Offensive in Ostgalizien ist an der Strypa zu» sammsngebrochen. Im wolhynischen Festungsgebiet dauerten die Kämpfe mit über- legenen russischen Kräften an. gegeben, und diese Ziffer wird als hoch bezeichnet, da ein so großer Teil der deutschen Flotte in neutralen Häfen festliegt. Die Reu- tersche Depesche schließt: Im Verhältnis zu der gewaltigen Größe der britischen Flotte sind die Verluste ziemlich gering, und sie sind wahrscheinlich durch Ankauf und Neubauten mehr als weit gemacht. Die Vorgänge in Griechenlanü. Nach einer Havasmeldung aus Athen ist ein Kabinett Calo- geropulos gebildet worden, über dessen Zusammensetzung Reuter fol- gende Meldung verbreitet: Calogeropulos übernimmt den Vorsitz im Ministerium und zugleich das Kriegs- und das Finanz- Ministerium. Damianos wird Marineminister, RufoS Minister des Innern, Carapanos Minister des Aoußern. B o- k o t o p u l o s übernimmt das Justizministerium, Ca n a r i s das Ministerium für Unterricht. Caftangoglon das Verkehrs- und B a s s i o s das Volkswirtschaftsministerium. »• • Dem..Daily Telegraph" wird aus Athen vom Donnerstag berichtet: D i m i t r a ko pu lo s, der sich, wie bereits gemeldet, geweigert hat, ein Kabinett zu bilden, ist zu diesem Entschluß nach einer Unterredung gelangt, die er am Mittwoch mit dem eng- l-schen Gesandten hatte. DimitrakopuloS hatte Freiheit für die innere Politik verlangt und die sofortige Abhaltung der Wahlen gewünscht, sowie daß die Regierung als politische Partei daran teil- nehme. Dieser letztere Vorschlag stand aber im Widerspruch zur Note der Entente vom 21. Juni, in der ausbedungen worden war, daß die Wahlen von einem nichtpolitischen Kabinett abgehalten werden sollen. Der britische Gesandte war denn auch gegen die von DimitrakopuloS vorgeschlagene Maßregel. *• * ..Echo de Paris" meldet aus Athen, antivenizelistische Blät- :er meldeten, daß die Untersuchung des Anschlags auf die französische Gesandtschaft ergeben habe, daß er nur ein Scheinanschlag gewesen sei; ein gewisser Dr. Stcphanakis von der Partei Venizelos sei verhaftet worden. *« * Ter römische Mitarbeiter der„S t a m v a" meldet seinem Blatte �Wegen der jüngsten Ereignisse in Griechenland hatte S o n n i n o mehrere Besprechungen mit B o s e l l i. Der Gedankenaustausch zwischen den Regierungen der Entente üben: Maßnahmen, die den Alliierten wegen der ganz eigen- artigen Verhältnisse in Griechenland geraten erscheinen, ist von großer Bedeutung und betrifft zwei Punkte, nämlich die augenblickliche Lage, in die Griechenland geraten ist, und den Uebergang des griechischen Armeekorps zu den Deutschen. Den ersten Punkt betreffend werden Maßnahmen angeordnet, die die freie Entfaltung der Ope- rotioncn des Expeditionskorps in Saloniki sichern. Wegen des zweiten Punktes werden amtliche Nachrichten von der griechischen Regierung eingefordert. Da man von dieser eine Bestätigung der Meldung des Wolffschen Telegraphcnbureaus voraussieht, sind energische Anordnungen in Vor- bereitung, um jede Gefahr einer Erneuerung eines ähnlichen Schrittes auszuschalten. Uebrigens werde nächstens die Ersetzung Sarrails durch Ge- neral Gouraud vollendete Tatsache sein. wahlrechtsüemonstration in Hollanü. Amsterdam, 17. September.(Privattelegramm des„Vorwärt s".) Die Wahlreform-Demonstration nahm einen großartigen Verlauf. 150 Partei- und Gcwerkschafts- organisationcn des ganzen Landes, die etwa 150000 Mit- glieder umfassen, Warden vertreten. Rotterdam, Haag und andere Provinzstädte entsandten viele Tausende. Am Umzug, der von einem riesigen Menschenspalier eingeschlossen war, nahmen 40 000 Personen teil. Die Neutralität üer norüijchen Staaten. Amtlich. Berlin, 17. September.(W. T. B.) Tie „Norddeutsche Allgemeine Z e i t u n g" schreibt: „Wie der Königliche schwedische Gesandte hier mitgeteilt bat, ist die früher abgegebene Neutralitätserklärung der schwedischen Negierung fortdauernd in Geltung. Von den Gesandten der nordischen Staaten ist im Aus- wärtigcn Amt eine gleichlautende Erklärung abgegeben wor- den, in der die Ziele der in Kristiania am 19. bis 22. September stattfindenden Konferenz wie folgt umschrieben werden: ..Die Zusammenkunft ist als ein neuer Ausdruck für den Wunsch der nordischen Reiche anziischen, für die Wahrung lbrer Rechte und Interessen als neutrale Staaten gemein- 'chastlich zu wirken, und zwar unter Aufrechterhaltung einer loyalen und unparteiischen Neutralität." *« * Wien, 16.©epicrnbcc tW?. B.s Die„Politische Korrespon- benz" meldet: Der Gesandte der Niederlande hat im Auftrage semer Regierung dem 1. und f. Minister des Aeußern die Proklamation zur Kenntnis nelr�dü. durch die in den Nieder» landen die Neutral iltät dieses Landes zegenüber dem Kriege verkündet wurde, der zwischen Rumänien einerseits und Oesterreich- Ungarn, Deutschland, der Türkei und Bulgarien andererseits entstanden ist. vom Lohnkampf öer englischen Eisenbahner. Rotterdam, 17. September.(W. T. B.)„Nieuwe Rotter- damsche Courant" meldet aus London vom 15.: In den gestern fortgesetzten Verhandlungen zwischen Vertre- tern der Ei scnbahnges ellschaften und der Eisen- bahnergewerk schalten haben die ersteren eine Lohn- erhöhung von drei Schilling die Woche über die fünf Schilling hinaus angeboten, die im Oktober 1915 gewährt worden sind. Sie haben daran die Bedingung geknüpft, daß die Frage, ob die Löhne noch mehr erhöht werden sollen, der schiedsgericht- lichen Entscheidung zu überlassen sei. Die Vertreter der Eisenbahnangestellten haben diesen Vorschlag nicht a n g e- n o m m en. Deutsch-englische verhanölungen übe? Ireilajsirng ZwilgefangoNer. Amtlich. Berlin, 17. September.(W. T. 23.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: D's Britische Regierung hatte der Deutschen Regierung im vergangenen Juni den Vorschlag übermitteln lassen, die in Ruhleben internierten englischen Zivilgefangenen gegen eine gleiche Anzahl der in England zurückgehaltenen deutschen Zivilgesangencn freizulassen. Dieser Vorschlag war nach eingehender Prüfung dahin beant- wortet worden, daß die Deutsche Regierung ihm an sich nicht ab- lehnend gegenüberstehe. Die Durchführung könne aber nicht in der Weise erfolgen, daß die Maßnahme von der Freilassung einer entsprechenden Anzahl deutscher Internierter in England abhängig gemacht werde, da ein solcher Austausch schon wegen der Frage der Auswahl der zu berücksichtigenden deutschen Internierten auf nicht zu überwindende Schwierigkeiten stoßen würde; die Anregung ließe sich vielmehr nur in der Weise verfolgen, daß beiderseits sämtliche Internierte auf freien Fuß gesetzt würden und die Erlaubnis zur Abreise erhielten. Die britische Regierung hat den deutschen Vorschlag abgelehnt und alsdann einen neuen Vorschlag gemacht, wonach beiderseits alle männlichen Zivilgefangenen über 4b Jahre gegenseitig frei- gelassen werden sollen. Die Deutsche Regierung hat demgegenüber nochmals die Frei- lassung und Heimbeförderung aller beiderseits internierten Zivil- Personen angeregt, und zwar mit der Maßgabe, daß diese Personen nach ihrer Rückkehr nicht in die Streitmacht eingestellt werden dürfen. Für den Fall, daß die Britische Regierung einer Ver- ständigung auf dieser Grundlage nicht zustimmen sollte, hat sie sich ferner grundsätzlich bereit erklärt, auf den englischen Vorschlag ein- zugehen, alle im Britischen Reiche mit Einschluß der britischen Kolonien und Besitzungen internierten Deutschen sowie alle in Deutschland internierten englischen über 45 Jahre alten Zivilge- fangenen freizulassen. Die Antwort der Englischen Regierung hierauf steht noch aus. Die in der Presse erschienenen Nachrichten, daß bereits ein Ab- kommen in dem angegebenen Sinne zustande gekommen sei, sind daher verfrüht, es ist aber zu hoffen, daß es aus diesem Wege ge- lingcn wird, wenn nicht für alle, so doch für einen beträchtlichen Teil der beiderseitigen Zivilinternierten die Freiheit und Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglchen. politische Uebersicht. Ein«ucntschiedeucr— ein entschiedener Krieg. Der Landkagsäbgeordnete Pfarrer Traut), der sich in der Kriegszeit bekanntlich von der Linken des Liberalismus bis in die unmittelbare Nachbarschaft der Neventlow-Leute hinübergemausert hat, hielt kürzlich in Wilhelmshaven einen Vortrag über'das Thema:„Wofür kämpfen wir noch bei Be- ginn des dritten Kricgsiahrcs?" dem wir, nach dem Bericht des„Wilhelmshavner Tageblattes" folgende Stellen ent- nehmen: „Man hat durchblicken lassen, es seien genug Opfer gebracht und es sei Zeit, Viesen furchtbaren Krieg zu beenden. Man hat dann weiter Versucht, die Sache so hinzustellen, als ob es nur an uns läge, dem Krieg ein Ende zu machen. Man hat gesagt. Eng- land würde sicherlich durch die Herausgabe Belgiens ohne weite- reö geneigt sein, Frieden zu schließen und eZ sei deshalb unrecht, wenn seitens einflußreicher deutscher Kreise ver Zurückgabe 2kl- giens widersprochen würde. Diese namentlich in Arbeiterkreisen »ielverbreitcte Ansicht ist grundfalsch. England allein bat ein Interesse an der Verlängerung des Krieges. England� will den Krieg verlängern, um uns niederzuringen. England wünscbt die Verlängerung des Krieges auch deshalb, weil seine Verbündeten Frankreich und Rußland bierdurch eine Schwächung erfahren. Es handelt sich in letzter Linie nicht um Gewinnabtretung, son- dern um die Frage, ob ein unentschiedener Krieg oder ein fauler Friede uns nicht größeren Schaden eindrinat, als ein entschiedener Krieg. Ein unentschiedener Krieg würde uns unerträgliche wirtschaftliche Lasten auferlegen und bald zu einem neuen Kriege führen." Der nationalliberale„Deutsche Kurier" bemerkt hierzu: „Wir sftmmen den Ausführungen des Herrn Dr. Traub voll- kommen bei und unterstreichen besonders seine letzte Folgerung, daß ein unentschiedener Krieg uns, abgesehen von unerträglichen wirtschaftlichen Lasten, nur zu bald einem neuen Kriege ent- gegenfuhren müßte." Wir sind also glücklich wieder so weit, daß mit einem neuen Schlagwort von recht zweifelhaftem Wert operiert wird. Leider sagen uns die Herren, die sich des neuen Schlagworts bedienen, nicht, wie sie einen„entschiedenen Krieg" herbeizu- führen gedenken, der uns keine wirtschaftlichen Lasten auf- erlegen und uns keinem neuen Krieg entgegenführen würde.._,(z) Tie Zeppelin-Briefe. Der von der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" ver- össentlichte Brief deS Grafen Zeppelin an den Reichskanzler hat in der Presse der Widersacher des Kanzlers eine begreifliche Ueberraschung hervorgerufen. Die„Deutsche Tageszeitung" kleidet diese Ueberraschung in die Worte: „ES dürfte für die weitesten Kreise von Interesse sein, über die Vorgeschichte dieses Briefes etwas Näheres zu er- fahren." Die„Kreuz-Zeitung" bringt zum Ausdruck, daß zwischen den von Dr. Bachem angedeuteten Zeppelin-Briefen und dem setzt von der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" veröffentlichten Briefe des Grafen die Ankündigung wirk- samcr Maßnahmen wegen des„Baralong"-Falles liegt. Das konservative Blatt sagt: „Die Ilebcrzengimg. daß die Verwendung der Zeppeline dnrch irgendivelcke poiniicke oder andere Nncksicble» in keiner Weis« be- hindert loicd.: n!I n n ,i: ii il i ch II u r j II: die Gegenwart. zutreffen, da ja in dem deutschen Weißbuch über den„Bara- long"-Fall amtlich mitgeteilt ist, daß früher die Gefährdung der Zivilbevölkerung bei Verwendung der Zepvcline besondere Berück« sichrigung gesunden habe und daß die rücksichtslose Verwendung erst erfolge, seitdem die englische Regierung eine Sühnung des ,Baralong"-Mordes abgelehnt hat." Etwas deutlicher werden die„Berliner Neuesten Nachrichten", die ausführen: „Weshalb war Gras Zeppelin seinerzeit nach Berlin gefahren? Um die Parlamentarier für dos Kriegsmitlel. das in seinen Luftschiffen steckt, warm zu machen und Widerstände zu überwinden. Dies betagt genug. Noch mehr besagen die ersten beiden Briefe Graf Zeppelins an den Reichskanzler, denen jeßr cm driner von einem ganz anderen Standpunkt aus gesolgl ist. lieber d:e wirkliche Lage und über das Licht, in dem Graf Zeppelin sie iah, belehren jene beiden Briefe in ganz anderer Weise. Der Zentrumspvlitiker Dr. Julius Bachem rief nach ihrer Veröffentlichung. Wenn er sie kennt, wird er von seinem Standpunkt aus den Ruf nicht wiederholen, cs sei demr, daß er es in reinem Macchiavellismus tut, das heißt, in der Gewißheit, daß die Veröffentlichung doch nicht geschieht.... Die Freunde des Kanzlers haben schon in politisch nicht unbcdcnl- lichsr Weise nach Hindcnburgs Ernennung das Bestreben gezeigt. Hindenburg und seinen NimbuS für die Kanzlerpolitik als Deckung in Anspruch zu nehmen. In bezug auf Graf Zeppelin dachte man vielleicht ähnlich. Uno so hat man denn oblgcö Schreiben hervorgerufen." Man sollte nach diesen-neuerlichen Vordächtigungen er- warten dürfen, daß nunmehr auch die beiden ersten Briefe des Grafen Zeppelin veröffentlicht werden. Völlige Klarheit zu schaffen, kann gewiß nicht von Uebel sein.(z) Eine Richtigstellung. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht folgend: Zuschrift Professor Valentins, die dieser am 14. d. M. an die Redaktion der„Deutschen Tageszeitung" gerichtet hat: „In der„Deutschen Tageszeitung" vom 14. September, Morgenausgabe Nr. 463, befindet sich eine Notiz, die mich betrifft. Es sind darin folgende Punkte richtigzustellen: I. Es ist unrichtig, daß ich garnisondienstfähig bin. Ich bin lediglich arbeitsverwendungsfähig, nicht für Armierungslruppcn geeignet. 2. Es ist unrichtig, daß ich vom Auswärtigen Amt aus dem „keineswegs bequemen Postdienst" angefordert worden bin. Richtig ist vielmehr, daß ich bereits seit August 1915 nicht mehr bei dcr Briefzensur beschäftigt war, sondern im Dienst des Nachrichtenbureaus des Armeeoberkommandos Gaede stand. 3. Es ist unrichtig, daß das Auswärtige Amt bei Erteilung des Auftrages, eine Darstellung der Vorgeschichte des Krieges zu schreiben, den Wunsch hegte, daß ich u. a. der Zlusfassung der All- deutschen und des Grafen Reventlow entgegentreten möchte. Zur Zeit, als ich zu einer Vorbesprechung im November 1915 in Berlin war, war die dritte Auflage des Buches des Grasen Reventlow „Deutschlands auswärtige Politik 1888— 1014" überhaupt noch nicht erschienen. Meine Kritik der dritten Auflage ist als reine Privatarbeit im Juni 1916 in Freiburg im Breisgau geschrieben worden. DaS Auswärtige Amt hat von dieser Kritik vor ihrem Erscheinen im August 1916 keinerlei Kenntnis gehabt." Nochmals die Pensionsschweinc. lieber die Frage der„Pensionsschweine" bestehen in der Oeffentlichkeit noch immer Unklarheiten. Das Krieg sernäh- rungsamt weist nochmals darauf hin, daß Hausschlachtungen bereits nach der vor Errichtung des Kriegscruährungsamts er. lassenen Bekanntmachung des Bundesrats vom 28. März 1916 lReichs-Gesetzbl. S. 199)§ 6 Abs. 2 nur dann gestattet sind,-wenn der Besitzer das Tier in seiner Wirtschaft mindestens sechs Wochen gehalten hat. Diese Einschränkung ist durch die Verord- nung vom 21. August 1916 nicht verschärft, sondern in �9 nur insofern erleichtert worden, als Hausschlachtungen auch dann gestattet werden sollen, wenn mehrere Besitzer ein Tier gemeinsam für den eigenen Verbrauch im gemeinsamen Haushalt(Stall) mästen. Tun sich also eine Anzahl städtischer Familien zusammen, um mit Hilfe ihrer Haushaltsabfälle ein oder mehrere Schweine zu mästen, so genießen sie mit Recht die Vorteile des Selbzwer- sorgers. Dem Sinn der ganzen Verordnung würde es dagegen völlig widersprechen, wollte man, wie das manche fordern, als Master und Selbstversorger auch solche Personen anerkennen, die selbst weder einen Stall haben, noch in der Lage sind zu mästen, aber wobt- habend genug sind, um dem wirklichen Mäster soviel Geld zu zahlen oder Futter für ihn zu kaufen, daß er eines seiner Schweine, statt es der Allgemeinheit zuzuführen, dem„Pensionsschwetnebesitzer" überweist. Würde der Vorteil, der dem Selbsterzeuger als Lohn seiner Mühen zugedacht wird, diesem„Pensionsschiueinebesitzer" auch zufallen, so würde der Fall eintreten, daß eine große Zahl von Schweinen durch Verträge aller Art einzelnen gesichert würde, während die große Masse der Verbrecher, insbesondere die Mnder- bemittelten, leer ausgingen und womöglich gar der Her::-. f gefährdet würde._ Höchstpreise für Gerste. Durch Verordnung deS Kriegsernahrungsamtes war für Gerste zunächst, nm den Frühdrusch zu fördern, der gesetzliche Höchstpreis auf 300 M. festgesetzt. Vom 1. September 1916 ab ist er auf 280 M. ermäßigt. Dieser Preis soll zunächst bestellen bleiben. Der Zeitpunkt der endgültigen Preisfestsetzung bleibt vor- behalten._ Tie Ablieferutigspflicht von Tran. Verschiedene Vorkommnisse geben dem Kriegsaus scbuß iür £ e le und Fette Veranlassung darauf hinzuweisen, daß laut Ent- sclieidung des Reichsamts des Innern alle aus Fischlebern gewonnenen Mengen Tran aus Grund der Bundesratsverordnung vom 25. Mai 1916 an den Kriegsausschuß für Oele und Fette abzuliefern� sind. Zuwiderhandlungen werden auf Grund der angezogenen Bundesrats- Verordnung mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark oder Gefängnis bis zu 6 Monaten geahndet. letzte Nachrichten. Todesurteil in Konstantinopel. Konstantinopel, 12. September(Verspätet eingetroffen). l W. T. B.) Die Blätter veröffentlichen eine Mitteilung des Platz- kommandos, welche besagt, daß der Major der Reserve JakobDschemilVey wegen Vertrauensmißbrauch und wegen Anstiftung zu Gewalttätigkeit gegen die gegenwärtige Regierung vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt wurde. Das Urteil wurde gestern ftüh vollstreckt._ Deutsche Flugzeugangriffe in der Dobrudscha. Amtlich. Berlin, 17. September.(W. T. B.) Deutsche Seeslugzeuge haben am 16. 9. Eisenbahnanlagen und feind- lickk Kolonnen in der nördlichen Dobrudscha mit Erfolg angegriffen: ein feindliches Seeflugzeuggcschwader auf dem See bei Tnzla wurde mit Bomben belegt und ein Flugzeug gelrossen. Tie Flugzeuge kehrten unbeschädigt zurück. Bus Groß-Serlin. Unfrer Dgenü WecheSag. Alljährlich zweimal, zum April unh� zum Oktoöer, entläßt hie Volksschule ihre vierzehnjährigen Knaben und Mädchen. Eine �char von jungen, noch ungereiften Menschen tritt ins Leben hinaus, begleitet von der sorge liebender Eltern. Die sen Kindern den rechten Weg zu weisen, ist sinn und Zweck der Jugendweihe n. Seit einigen Jahren werden sie auch von der Arbeiterschaft Groß-Bcrlins regelmäßig um die Zeil der Schulentlassungen veranstaltet, nachdem früher nur die Freireligiöse Gemeinde für ihren Nachwuchs solche Weibe- feiern gehabt hatte. Am gestrigen sonntag fanden in Berlin zwei Jugendweihen statt," die allgemeine der Arbeiterschaft Groß-Berlins und die besondere der Freireligiösen Gemeinde. Zur Jugendweihe der Arbeiterschaft hatten mit den daran beteiligten Knaben und Mädchen zahlreiche Er- wachsene sich eingefunden, die in ernster Stimmung den gro- ßen Saal von Kellers„Neue Philharmonie" füllten. Nach- dem Harmomumfpiel und Gesangvorträge die Feier eingc- leitet hatten, hielt Genosse Rudolf Wissel! die Weihe- rede...Wahicheit suchen, Tugend üben, alle Menschen herzlich lieben, das ist unser Losungswort," diese Worte des Liedes spann er weiter. Zur Wahrheit gehöre Mut, der zwar nicht äußere Schätze einbringe, aber den kostbarsten inneren Schatz gebe, nämlich Selbstautorität und Idealismus, ohne die ein edles Leben sich nicht leben lasse. Zu vollbringen, was die Eltern begonnen haben, sei Aufgabe der Kinder. Sich bc- wüßt zu bleiben, daß sie Arbeiterkinder sind, zusammenzu- halten und gemeinsam für das Gute und Edle zu kämpfen, sei ihre Pflicht. Dieser Pflicht zu leben, gelobten die Kinder. Zur Erinnerung an den bedeutenden Tag wurde jedem ein Buch überreicht. Mit Gesangvorträgen und Harmoniumspiel schloß die Feier. Die Freireligiöse Gemeinde hatte für ihre Jugendweihe die Teilnehmer in dem schönen Lichthof des Stadthauses versammelt. Streichmusik, Gesänge eines Kinder- chorcs und Harmoniumspicl umrahmten die Feier, die den Kindern der Mitglieder galt. Die Weiherede des Gnofsen Ernst D ä u m i g kündete den ins Leben hinaustretenden 5rnaben und Mädchen die Botschaft einer neuen Zeit. Tau- mig sprach von dem Los der Arbeit, die heute noch unfrei ist. Er wies im Gegensatz zu dem mit Ehren überhäuften Kriegs- Heldentum hin auf das Friedensheldentum, das still und un- verdrossen schafft, um die Menschheit vorwärts zu bringen. Dem Völkerhaß stellte er das Bekenntnis entgegen:„Nicht mitzuhassen— mitzulieben bin ich da!" Ten Kindern machte er für ihren Lebensweg das zur Pflicht, daß nicht der ein- zelne eigensüchtig seinen Weg allein geht, sondern jeder sich denen anschließt, die Schulter an Schulter kämpfend mitein- ander aufwärts wollen. Zur Erinnerung an die Jugend- weche wurde auch hier den Kindern ein Buchgabe überreicht. Tie Beschlagnahme von Pflaumen und Zlcsifcln durch die Heeresverwaltung. Durch Wolffs Telearaphenbureau wird mitgeteilt: Der Oberbefehlshaber in den Marken und die stellvertretenden Generalkommandos haben auf Anordnung des KriegsministeriumI die Beschlagnahme von Pflaumen und Aepfeln für die Mus- und Marmelabcnfabrikation befohlen. Die Per- sorgung des HecreS und der Zivilbevölkerung mit Marmelade und Mus zum Brotaufstrich ist angesichts der Fettknappheit von ent- scheidender Bedeutung. Nur ein verhältnismäßig kleiner Teil oer Haushaltungen kann seinen Bedarf durch Selbsteinkochen sichern. Für die Mehrzahl der Bevölkerung ebenso wie für da? Heer muß der Vorrat durch die Fabriken beschafft werden. Bei der Knappheit an Nahrungsmitteln ist der Verbrauch von frischen Pflaumen und Aepfeln außerordentlich gestiegen. Sie werden vielfach unreif gecrntet und von den Hausfrauen zum Einkochen aufgekauft. So nützlich das vom Standpunkt des Einzelhaus- Halles ist, so muß doch dle Gefahr vermieden werden, daß von den Fabriken für das Heer und den Massenverbrauch zu wenig ver- arbeitet wird und daß dann Mus und Marmelade nicht bis zum nächsten Sommer, sondern etwa nur bis zum Januar oder Februar ausreichen. Die bisherigen Ankaufsergebniffe der Marmeladen- industrie lagen dem Kriegsernährungsamt Mitte voriger Woche vor. Sie ergaben, daß kaum ein Zehntel der für Heer und Be- völkerung unbedingt nötigen Mengen angekauft waren. Der In- dustrie wie im vorigen Jahre den Ankauf zu beliebigen Preisen freizustellen, hätte neue unerträgliche Preistreibereien hervor- gerufen. Die Festsetzung von Höchstpreisen für Groß- und Klein- Handel genügt, wie die Erfahrungen bei den Pflaumen ergeben haben, nicht, um der Marmeladenherstellung die nötigen Obst- mengenju sichern. Es war Gefahr im Verzuge, wenn nicht unbeil- barer schaden geschehen sollte. Deshalb ist die erwähnte mili- tärisckie Anordnung ergangen. Ter Verbrauch für den eigenen Haushalt' des Erzeugers wird durch die BesÄlagnahme nichr betroffen. Der Verkauf darf aber bis auf weiteres nur an die vom Kriegsernährungsamt zugelassenen Aufkäufer für Marmeladenfabriken erfolgen, welche unter Aufsicht des Kriegsernährungsamtes die Erzeugnisse berzustellen und zu den amtlich festgesetzten Preisen im Laufe des Jahres an die Heeresverwaltung und die Bevölkerung zu liefern haben. In solchen Bezirken, deren Gesamterzeugung an Aepfeln und Pflaumen so gering ist, daß der Aufkauf für die Fabriken nicht angeht, ist, damit nichts verdirot, der Handel zu den vorgeschriebenen Höchstpreisen freigegeben. Für feine Obstsorten, die für die Fabriken nicht in Betracht kommen, werden besondere Borschriften ergehen. Zu der Beschlagnahme, deren Nachteile für die alsbaldige Versorgung der Haushaltungen klar sind, haben sich die verantwortlichen Stellen nur schiver entschlossen. Es mußte geschehen, weil die Sicherung eines einigermaßen ausreichenden Brotaufstrichs für die Zeit bis zum nächsten Sommer allen anderen Interessen vorgehen muß und weil diese Sicherung ohne die Beschlagnahme nicht erreicht wer- den kann. Stadtverordneten-Ersatzwahl in Spandau. Am heutigen Montag, in der Zeit von vormittags 1 V b i s 1 und nachmittags von 3 bis 8 Uhr findet im Lokal von Schuster, Lynarstr. 2e, die Siadtverordnetenersatzwahl im 6. Bezirk der 3. Abteilung statt. Kandidat unserer Partei ist der frühere Stadtverordnete Friedrich Götze. Der Bezirk um'aßt Lutherplatz, Luther-, Kur-, Jagow-, Lynar-, Elisabeth- und Sedwigstraße. Tie Kommunale Wahlvereinigung hat noch in letzter Minute den Bäckermeister Richard Stocket- r a n d t aufgestellt. Jeder Wäbler muß von seinem Wahlrecht Gr- brauch machen und sich zwecks eventueller Legittmation mit seinem Steuerzettel versehen._ Nachbestellungen für Winterkartoffeln in Lichtenberg. Der Magistrat macht bekannt, daß er Bedarfsanmeldungen für Winterkartoffeln noch am t8. und 19. Septenüber schriftlich oder mündlich entgegennimmt. SÄriftliche Anmeldungen sind durch Postkarte an den Magistrat Berlin-Licktenberg, Abteilung für Kartofselversorgung, zu richten. Mündliche Anmeldungen werden:m Rathause, Zimmer 17, am Montag, den 15. Sevtember, und Dienstag, den 19. September, von 8— 3 und 5— 7 Uhr entgegengenommen Die Anmeldenden müssen sich über ihre Personen ausweisen können. Nach dem 19. September können Anmeldungen nicht mehr entgegengenommen werden. Der Preis beträgt pro Zentner 4,75 Mk. Opfer einer Gasvergiftung. Der 28 Jahre aste Schlosser August Lurtd und feine Ehefrau aus der Barnimstratze wurden gestern vor- mittag besinnungslos in ihrem mit Gas angefüllten Schlafzimmer aufgefunden. Tie binzugerufene Feuerwehr stellte WiederbelebungS- versuche an, die nach längeren Bemühungen von Erfolg waren. Beide wurden nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. Wie festgestellt wurde, handelt es sich um einen Unglücksfall. Durch das Zimmer geht ein Gasrohr, das undicht geworden war. Im Zimmer selbst brannten die Leute Petroleum. Ertrunken ist in der Nacht zum Sonntag ein unbekanntes Mäd- chen, das sich am Reichstagsufcr, an der Ecke der Kronprinzenbrücke, in das Wasser stürzte. In der zurückgelassenen Handtasche befinden sich die Papiere, aus denen man scblietzt, daß es sich um eine 25 Jahre aste Pflegerin Anna Kiesel handelt. Die Leiche konnte noch nicht geboren werden. Sammelt Mohn- und Sonnenblumen. Der Kriegsausschuß für Oele und Fette teilt mit: Im Interesse der Oel- und Fettversorgung Deutschlands flt es von hervorragender Wichtigkeit, daß in diesem Jahre sämtliche Mohn- Sonnenblumen entkernt und an den Kriegsausschuß für Oele und Fette abgeliefert werden. Es wird vom Kriegsausschuß daraus hingewiesen, daß sich die Eisenkkrhnverwaltungen in au- erkennenswerter Weise dazu bereit erklärt haben, die Güter- absertigungSstellen anzuweisen, Sonnenblumen in von Bei- mcnflscln gereinigtem Zustande in beliebigen Mengen und serner Mohn in Mengen bis zu 59 Kilo anzunehmen. Die Güterab- sertigungsstellen zahlen für eronnenblumenkerne 45 Pf. für daS Kilo und für Mohnkörner 85 Pf. das Kilo. Tie Ausstellung„Mutter und Säugling" im Herrenhause, Leipziger Straße 3. erfreut sich eines regen Besuches und ist tag- lich von 19 bis 7 Uhr, Sonntags von 12 bis 7 Uhr geöffnet. Im Anschluß an die Ausstellung findet Montag, den 15. September, abends 8 Uhr im Sitzungssaale des Herrenhauses ein Vortrag von Professor Dr. Finkelftein, Oberarzt im Waisen- hause und Kinderasyl der Stadt Berlin, über„Natürliche und künstliche Ernährung des Säuglings" statt. Weitere Vorträge von Schwester Antonie Zerwer und Pros. Langstein werden am 25. und 29. September folgen. Ter Eintritt ist frei. Nicht identisch. Ter frühere langjährige Einkasfierer und Hauptkassensührcr(1. Renbant1 der Freireligiösen Gemeinde Max Mendt bittet uns mitzuteilen, daß er mit dem ungetreuen Bank- kassterer, der nach Unterschlagung von 199 999 M. flüchtig wurde, nicht identisch ist. Achtung, Stockordeiter. Die Branckeiiversammlung findet am Tonnerstag lmcfit Dienstag, den 21. September statt. Tie Verwechselung des Tages in dem Inserat unserer gestrigen Sonntags- nummer beruht auf einem Truckschlcr. Sportpark Treptow. Gestern kam die Entscheidung des Steher- Handicap 1916, die, Fliegermeifterschaft von Treptow und ein Vränzienfahren für Flieger über eine Meile-um AuStr'". Die Vorläufe zum Steherhandicap wurden bereits am vorigen Sonntag von Fahrern der L-Klasse bestritten. Lewanow. Pawke und Kusch- kow placierten sich für die Entscheidung. Diese drei Fahrer wurden gestern der Extraklasse Stellbrink, Schipke, Jahnke gegenübergestellt. Aach zwei Zwischenläufen über je 39 Kilometer gelang es aber nur Lowanow. in den Entscheid migslaus zu kommen. Kim nach Beginn des Laufes kam die Führungsmaschine istellbrints ins Rutschen und siel in den Jnncnraum der Bahn. Ter Motor- führcr kam glücklicherweise mit dem bloßen Schrecken davon. Tie Fliegermeisterschaft von Treptow, die von Abraham verteidigt wurde, ergab nach scharicm Kamps den Sieg von Hossmaiin. Abraham kam über den letzten Platz nicht hinaus, revanchierte sich aber im Prämie:: iah reu. das er leicht gewann. Nachstehend die Resultate der einzelnen Rennen: Handicap 1916. Entscheidungslauf über 59 Kilometer: 1. Schipke, 2. Janke 449, 3. Stellbrink 745, 4. Lewanow 2749 Meter zurück.— Fliegermeifterschaft von Treptow. Entscheidungslauf über 1999 Meter: 1. Hosfmann, 2. Krahnes 3. Lewanow, 4. Lehrend.— Prämienfahren über eine Meile: 1. Abraham, 2. Niederkrone, 3. Krahner, 4. Habn. Der Besuch war wieder ein überaus zahlreicher; die Besitzer der Rennbahn dürsten mit der Herbsternte vollauf zufrieden sein. Bus oller Welt. Liebcsdrama in München. München, 17. September. Montag, nachmittags 4 Uhr, auf dcni Garnison- Friedhof, Hasen- | Haide, statt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. i�SJ�Haben Sie Ö empfehle nach Mag passend gearbeitete SiLtzoiniagon sowie lBi-ricIilmndaKvi» aller An, Leibbinden. StntzkvrsellS uiw., Artikel zur Gcsundheiis- u Krankenpflege' PoJlmann, KaudaM, Berlin N, Lothringer Str. 60, Lieferant für Krankenkassen. H.Pfaujanilaiist ßircksensiraße 20 zwischen Babnboj Aiexanderpiap und Polizeipräsidium.—Amt Kst. 320S. Für Damen Frauen-Bedienung.' Lieicranl für alle Krankcukafscn Admlralspalast. Das herrliche Eisballett �|rau �antasis. Anf. O ühr. 3, S, 4 3J. 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