Ar. 86S.-33.Iatzrs. flbonnementS'Bcdlngungeii: kbonnemcmz• Preis jränunieranb» SiertcI;äSrL 8,90 MI. monall. 130 Ml, wöchenllich 30 Pfg. frei ins Haus, Einzelne Nummer S Big, Eonnlags- nummer mii illuftri erler Eonnlags» Beilage.Die Neue>2011° 10 Big, Boft- ilvonnemem: 1,30 Marl vra Monal. Eingelragen in die Boil.ZeitungZ» BreiSliile, Unler Kreuzband lür Dculichland und Oeslerreich- Ungarn 230 Marl, für das übrige Ausland 4 Marl pro Monal. Boslabonnemenls nehmen an Belgien, Dänemarl Holland, Ilalien. Luxemburg. Porlugal, «umänien. Schweden und die Schweiz. Crftbclot täglich. N Of Berliner Volksblnkk. DI« InlertlonS'Gcbflljr deirägl für die sechsaesvallene Kolonel- seile oder deren Raum 0ll Pfg„ für dolililche und gcwertfchasUiche Vereins- und Vcrsammiungs- Anzeigen 30 Pfg, »Kleine Rnreigen", das fcllgedruckle Wort 20 Pfg,(zulässig 2 fellgedruckie Worlel, jedes wettere Wort 10 Pfg, Elellengefuche und Schlafflellenan- seigen das erste Bort 10 Pfg,, jedes weilereWorlöPfg. Worte über 13 Buch- flaben zählen für zwei Worte. Jnieraie Mr die nächste Stummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition ubgegcben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Delegramm-Ad resfe: .Sozialdemoltrat Rerlia". Zentralorgan der fozialdemokrati fchen parte» Deutfcblands. Redoffion: EW. 08, Lwüenstroße 3. Sernfprcefier: Amt Moritzvlau- Rr.»äl SV—»Zl S7. Expedition: Ew. d8, Lindenstraße 3. ffserniprechrr: Amt Moriffpia«. Nr.»ä» SV—»SIS?. die Reichskonferenz. Berlin, den 22. September 1916. Die Vormittags sitzung des zweiten Verhandlungs- tages wurde vollkommen ausgefüllt durch das Korreferat des Hauptredners der Opposition. H a a s e polemisierte zunächst dagegen, daß der Opposition gewisse nicht zu verteidigende Flugblätter auf das Konto gesetzt werden. Er tadelt es, daß der Parteivorstand gegen gewisse, aus der Zeit entstehende Stimmungen und Äeutzerungen mit öffentlichen Warnungen vorgehe, mit deren Mitzbrauch gerechnet werden müsse. In der Beurteilung gewisser politischer Kundgebungen entfernten sich manche Stimmen aus dem Mehrheitslager in bedenk- lichster Weise von dem Geiste, der in der Sozialdemokratie stets geherrscht habe. Wenn man der Opposition die Vielheit der in ihr vorhandenen Anschauungen vorwerfe, so könnte man dies der Mehrheitsfraktion zurückgeben, die nur mit Hilfe von Genossen, die schon sehr weit von sozialdemo- kratischen Grundsätzen abwichen, überhaupt noch die Mehrheit darstelle. Der Korreferent stellte dann richtig, daß er selbst vor Kriegsausbruch und in den ersten Kriegstagen nur an einer einzigen Besprechung mit der Regierung teilgenommen habe, und zwar an der Konferenz des Reichskanzlers mit den Ver- tretern sämtlicher Fraktionen. Der Parteivorstand beschloß einmütig, während des Krieges keinerlei Gefälligkeiten oder Liebesdienste von der Regierung anzufordern oder anzu- nehmen. Etwas ganz anderes aber sei die Forderung, die gegebene Situation zur Erweiterung der politischen Rechte auszunutzen, wie das aufstrebende Klassen stcls als ihr Recht angeschen hätten. In der Ernährungsfrage habe die Partei fast nichts erreicht, die Reform des Rcichsvereinsgesetzcs sei eine Lappalie und das Steuerbündel der Regierung und der Rcichstagsmehrheit bestehe zum größten Teil aus Verbrauchs- und Verkehrssteuern, die die Partei verwerfen müsse. Die Mehrheit jedoch könne nach ihrer ganzen Hal- tung die Regierung in entscheidenden Fragen nicht mehr be- kämpfen; statt der besonderen, auch im Kriege stark hervor- tretenden Arbeiterinteressen spreche sie immer nur vom Volks- ganzen. Einen großen Teil seiner Ausführungen machte Haase dem Nachweis dienstbar, daß die Vergangenheit und Tradition der Partei sie keineswegs zur Kreditbewilligung am 4. August 1914 gezwungen hätten; die Kreditfrage sei nur ein Glied der ganzen Regierungspolitik, die vom Parteivorstand noch kurz vor Kriegsausbruch so beurteilt worden sei, daß die Kredit- bewilligung dann in der Tat allgemein als große Ueberraschung wirkte, was ja schon beweise, daß sie nicht selbstverständlich gewesen wäre. Die Politik des Reichskanzlers könne nach wie vor nicht das Vertrauen einer Partei für sich beanspruchen, die noch die alte Sozialdemokratie wäre. Der Standpunkt, daß man dem Lande die Mittel zu seiner Verteidigung bewilligen müsse, hätte konseguenterweise die Partei auch schon im Frieden zur Bewilligung der stets mit den Notwendigkeiten der Landesverteidigung begründeten Militärforderungen führen müssen. Das Problem für die Sozialdemokratie aber sei viel- mehr, welchen Charakter der Krieg trage und wie die gesamte Regierungspolitik gegenüber der sozialistischen Arbeiter- bewegung sei. Die Untersuchung dieser Fragen trägt den Redner zu dem Ergebnis, die Politik der Fraktionsmehrheit als unsozialistisch abzulehnen. Wenn die deutsche Sozialdemokratie Vorkämpferin der Internationale sein wolle, dann dürfe sie nicht fragen, was die anderen tun, sondern müsse ihnen vorangehen.(Lebhafter Beifall der Opposition.) Die Aufgabe der Sozialdemokratie im Kriege müsse sein, die Völker ein- ander wieder anzunähern. So wichtig die Einheit der Partei sei, so dürfe der Klassenkampf doch nicht darum abgeschwächt werden; die Einheit der Partei müsse ruhen auf dem Boden des sozialdemokratischen Programms.— Dem Korreferat folgte lebhafter anhaltender Beifall der Opposition. Die Angabe über Zusammensetzung der Konferenz ist noch dadurch zu ergänzen, daß auch derPartciausschuß an ihr teilnimmt. Am Beginn der Nachmittagssitzung erhielt als Sprecherin der Gruppe Internationale Käte Duncker das Wort. Sie legte dar, daß die Internationale mit Kriegsaus- bruch wegen ihres lockeren Gcfüges unheilbar zusammen- brechen mußte; nicht um ihre Wiederaufrichtung könne es sich handeln, wie die Arbeitsgemeinschaft sie anstrebe, sondern darum, die gesamte Arbeiterbewegung mit dem internationalen Gedanken zu erfüllen. Auch in bezug auf die Landesverteidi- gung unterscheide sich die Gruppe der Rednerin von der Arbeits- gemeinschaft, was sich aus der Beurteilung der Kriege inner- halb der heutigen gesellschaftlichen Zustände ergebe. Die Gruppe stehe auf deni Standpunkt der Stuttgarter Rc- solution. Auch in der Steuer- und II-Boot-Frage, sowie in bezug auf die Friedenspetition des Parteivorstandes teilt die Gruppe nicht die Anschauung der Arbeitsgemeinschaft. Wenn aber auch die Opposition getrennt marschiere, so wolle sie ver- eint schlagen. Unter scharfen Angriffen auf Fraktionsmehrheit und Parteivorstand kommt die Rednerin zu dem Schluß, daß nicht die reinparlamentarische Frage der Kreditbewilligung das A und O sei; der kommende Friede müsse die Internationale zu einer Macht gestalten, die künftige Kriege verhindert. Darauf trat die Konferenz in die Diskussion ein. Nachdem zwei Redner gesprochen haben, läuft eine R e s o- lution Dr. David und Genossen ein. Sie erkennt die Pflicht der Landesverteidigung an, erklärt, daß der Krieg für Deutschland noch immer ein Verteidigungskrieg sei, wiederholt die Entschlossenheit der Sozialdemokratie, in der Landesver- teidigung auszuharren, bis die Gegner zu einem Frieden bereit sind, der die politische Unabhängigkeit, die territoriale Unversehrtheit und die wirtschaftliche Entwicklungsfreiheit Deutschlands gewährleistet; weiter werden alle feind- lichen Vernichtungs- und Eroberungsziele gegen das Deutsche Reich und seine Verbündeten zurückgewiesen, ebenso jedoch die Treibereien und Forderungen derer, die dem Krieg den Charakter eines Eroberungskrieges geben wollen und dadurch zur Verlängerung des Krieges beitragen. Die Interessen und Rechte des eigenen Volkes vorangestellt, wird auch die Beachtung der Lebensinteressen der anderen Völker gefordert und das Ideal eines dauernd gesicherten Weltfriedens bekräftigt. Die Resolution bedauert die friedensseindliche Haltung der feindlichen Staatsmänner, der französischen Sozialdemokratie und der englischen Arbeiterpartei, sie erklärt gegenüber den französischen Beschuldigungen, daß Deutschland infolge der allgemeinen Mobilmachung Rußlands vom 31. Juli 1914 aufs schwerste bedroht war. Der Wiederaufbau einer arbcits- und kampfstarken sozialistischen Internationale wird als notwendig bezeichnet, die Verantwortung für die Verlängerung des Krieges denen zugeschoben, die sich einem baldigen Frieden widersetzen, die Hoffnung ausgesprochen, daß in allen beteiligten Ländern ein wachsender Friedenswille der breiten Volksmassen sich durchsetze, und von der deutschen Regierung gefordert, daß sie unausgesetzt bemüht sei, dem Kriege ein Ende zu machen und dem Volke den langersehnten Frieden wiederzugeben. In einer Geschäftsordnungsdebatte wendet sich Dr. Braun-Nürnberg dagegen, daß die Reichskonferenz Be- schlüsse fasse. Vorsitzender E b e r t erklärte, daß die Konferenz nach dem Beschluß des Parteiausschusses nur solche bindende Beschlüsse nicht fassen werde, die in die Kompetenz der Partei- tage eingreifen. Für die Mehrh eit sprachen S ä n g e r-München, David, Auer-München, Cohen-Reuß, Legten, Molkenbuhr; für die Opposition: Laukant- Berlin VI, Ed. Bernstein, Kautsky, Frau Z i e tz, W a l ch e r-Berlin VI, Hoch-Hanau. Die Debatte ging bis in die späten Abendstunden und wird Sonnabend früh 9 Uhr fortgesetzt werden. Ein neutrales Urteil über öie Mehrheitspolitik. In einer Ueberficht der Stimmen der Parteipresse über die Haager Neutralenkonferenz schreibt„Hct Boll' vom 6. September über die Gefahren des Zusammengehens mit bürgerlichen Regierungen und Parteien und kritisiert hierbei auch das Verhallen der fr an- z ö s i i ch e n Mehrheit: .Man ist nicht nur mit sozialen Gegnern zusammengegangen, sondern hat sich manchmal von ihnen mitschleppen lassen. Das von der Mehrheil der französischen Partei angenommene System, das die kriegführenden Regierungen unwiderruflich in böse und gute einteilt nach dem einzigen Kennzeichen der Schuldfrage, zeugt auf da§ deutlichste von einer Einseitig- k e i t. die, wenn begreiflich, darum nicht weniger bedenklich ist. Der geschlossene Burgsriede erscheint in einer Zahl von Aeutze- rungen nicht mehr als Mittel, sondern als ein an sich wllnscbenS- werter und schöner Zweck. Der Begriff, daß die Ueberlegenheit der französischen und englischen Regierungssysteme, des französischen und englischen Imperialismus und Militarismus nur relativ ist, scheint mitunter wohl verloren gegangen zu sein.... Was vor allem unser Jnieresse als ein Zeichen unserer Ge- sinnung fordert, die unter dem Druck des Zustandes gelitten hat, ist die Haltung der Mehrheit in Hinsicht auf die inicrnationalen An- gelegenheilen. Man weih, daß sie sich fortwährend weigert, an einer allgemeinen Sitzung des Bureaus teilzunehmen, und dies, weil die Begegnung mit deutschen Delegierten ihr noch nutzlos und selbst ungereimt erscheint. Was hat eS für einen Zweck, so fragten sie, mit den Vertretern einer Partei zu ver- handeln, die ihre Regierung zur Fortsetzung eines Krieges ermutigt, der uns erniedrigen und berauben muh? Zur Antwort sind wir so frei, daran zu erinnern, dah eine Versammlung des Bureaus nicht nur Deutsche und Franzosen, sondern auch die Mitglieder von zwanzig anderen Parteien zusammenbringen, und dah es also für die Franzosen noch Zeit genug sein würde, sich einer Mehrheit zu entziehen, die von einer von ihnen gewollten Verleitung der Veraniwortlichkeiten würde abweichen wollen. Aber liegt in dem übermäßig lang fortgesetzten Widerstand jetzt, wo die Opposition in der deutschen Partei sich so stark kundgibt, und die Minderheit in Frankreich selbst so kräitige Antwort gibt, dah trotz des Fehlens einer direkten und organisatorischen Ver- bindung beträchtlich die Einmütigkeit groher sozialistischer Gruppen an beiden Seiten des Rheines sich aufs neue mit erfreulicher Ent- schiedenheit angekündigt hat— liegt in dieser Fortsetzung der offiziellen Scheidung nicht der Ausdruck von einigem Zweifel an der Halibarkeit des eigenen Standpunkts eingeschlossen? Dah die deutsche Sozialdemokratie den allgemeinen Erwartungen nicht entsprochen bat, dah namentlich in zahlreichen Aeuherungen ihrer rechten Hälfte die Beweise der Mitschuld an imperialistischer Begehrlichkeit und nationalistischer Selbstsucht zum Greifen da- liegen... wird auf einem Kongreß internaiionaler Sozialisten von wenigen geleugnet oder beschönigt werden. Jede vollständige inter- nationale Zusammenkunst wird, wir sind davon auf das festeste überzeugt, unseren französischen Genossen die Genugtuung verschaffen. auf die sie ein Anrecht haben. Vorausgesetzt natürlich, dah sie nicht mehr fordern als billig ist. Vorausgesetzt auch, dah sie selbst nicht weiter sündigen burch boS Verharren bei einer Weigerung, die sie gewissen Mitgliedern der deutschen Rechten nur allzu ähnlich macht." ,Het Volk" geht dann weiter auf die Frage der Landesverteidi- gung ein und konstatiert, dah die französische Mehrheit in dieser Frage denselben Standpunkt einnehme wie die Rechte der deutschen Partei. Unter diesen Umständen müsse sie ihre bisherige Einseitig- keit ablegen, die auch ihre Haltung im Kriege mit den Grundsätzen der sozialistischen Internationale in Widerspruch bringe. .DaS Durchdringen dieser mehr sozialistischen und gerechteren Anschauung, die ihrer Entschlossenheit in der Kriegführung, bis alle Gefahr abgewendet, keinen Abbruch zu tun braucht, wird in ihren Gedanken über die andere große Arbeiterpartei auf dem Kontinent eine Entspannung bewirken. Und dah die Verbesserung der Beziehungen zwischen beiden trotz allem auch als eine V e r b e s s e« rung der Friedensaussichten gellen muh, wird auch ihnen wohl nicht erst bewiesen werden müssen." Die hier wiedergegebenen Ausführungen unseres holländischen ParteiblatteS, über die im einzelnen wobl manches zu sagen wäre, erscheinen um so bemerkenswerter, als sie von Genossen ausgehen, die ausgesprochene Gegner der Aktion von Zimmerwald sind, und die Haltung der deutschen und französischen Mehrheit in der Frage der Landesverteidigung im allgemeinen akzeptieren. Krisenlust. „Die Spannung in der Atmosphäre der Reichs- Politik hat allmählich einen so hohen Grad erreicht, daß eine Entladung erfolgen muß, wenn nicht das Reich dauernden Schaden erleiden soll",— so beginnt das „Berliner Tageblatt" in ihrer gestrigen Abendnummer ihre Ueberficht der innerpolitischen Lage. Und die„Unabhängige Nationalkorrespondenz", ein stramm alldeutsches Organ, schreibt in ihrer Donnerstagnummer:„Wie K r i s e n l u f t weht es uns bei dem ersten Eindruck aus dem Briefwechsel entgegen, der im August zwischen dem Großadmiral v o n T i r P i tz und dem Reichskanzler von B e t h m a n n H o l l w e g stattgefunden hat und dessen Veröffent- lichung wir der mutigen Tat des Professors Coß- mann-München, des Herausgebers der„Süddeutschen Monatshefte" danken." Diese beiden Stichproben aus zwei Organen, die an entgegengesetzten Enden der bürgerlichen Presse stehen, beleuchten blitzartig die innerpolitische Situation. Und die Aeußerunger. der bedeutendsten Blätter der Haupt- stadt und der Provinz verstärken den Eindruck, daß nach einer kurzen politischen Windstille urplötzlich wieder ein Vorstoß jener Kräfte eingesetzt hat, die den jetzigen Augenblick als günstig oetrachten, den Zweikanipf, bei dem sie im Sontincr unter- lagen, mit verstärkter Wucht wieder zu erneuern. Wir können zurzeit nicht auf den ganzen Komplex der Dinge eingehen, der mit den jetzigen Auseinandersetzungen im engen Zusamenhang steht. Wir wollen uns deshalb auf die Skizzierung der rein politischen Zusammenhänge und Gegen- sätze beschränken, die der neuen„Krise" zugrunde liegen. Ihren Ausgang nahmen die jetzigen Auseinandersetzun- gen von der Veröffentlichung des Schriftwechsels zwischen Tirpitz, dem Reichskanzler und Prof. Valentin durch Pros. Coßmann-München. Aus einein anscheinend mehr Person- lichen Streit wuchs sich diese Angelegenheit in wenigen Tagen zu einer„politischen Affäre" ersten Ranges aus. Mindestens sind die alldeutsch-konservativen Organe, unterstützt von ihren Schleppenträgern im nationalliberalen und freisinnigen Lager(„Vossische Zeitung"!), bestrebt, die Coßmannsche Ver- öffentlichung zum Ausgangspunkt eines neuen wuchtigen Vorstoßes gegen die gesamte Front der inneren und äußeren Politik zu machen. In der gesamten alldeutschen Presse wird die„mutige Tat" Prof. Coßmanns gefeiert.„Der Mün- chener Professor Coßmann— schrieben die„Berliner Neuesten Nachrichten" hat mittels des politischen Hand- streiches einer Veröffentlichung, die, wie es scheint, die Fesseln der Diskretion sehr umfassend abwarf, einen Blick in diese Hintergründe eröffnet." Und aufatmend erklärt die be- kanntlich allen Heimlichkeiten grundsätzlich abgeneigte„Deut- sche Tageszeitung":„Der Schriftwechsel leuchtet ivie ein Scheinwerfer hinein in eine Welt von Intrigen und Verleumdungen, welche wohl weiten Kreisen in Deutschland, aber doch den breiten Massen nicht bekannt war." Daß auch eine andere Beurteilung der„mutigen Tat" Prof. Coßmanns niöglich ist, zeigt beispielsweise folgender Ausruf der„Frankfurter Zeitung": „In was für Zuständen leben wir eigentlich? Wir hören von„Protokolle n", die von vertraulichen Privatgesprächen aufgenommen und den darin kritisierten Personen zur geneigten Kenntnis zugesandt werden; von hochgestellten Männern, die sich über den in einem Zimmer in München vorgebrachten Klatsch auseinanderzusetzen haben; sogar von Einbrüche n, die ein Reichsamt bei dem andern veranstaltet, um sich in den Besitz wichtiger Akten zu setzen! Fast scheinen wir bei einem römischen D clatorensystem angelangt zu sein, bei dem bereits ein unter Bekannten gesprochenes freundliches oder un- freundliches Wort hinreichen konnte, um sich in Verdacht und Gefahr zu bringen." Doch lassen wir diese Seite der„Affäre". Die sittliche Entrüstung über den erschreckenden politischen Tiefstand unserer Zeit ist zwar weit eher berechtigt, als das plötzlich in lauten Rufen sich geltend machende„Reinlichkeitsbedürfnis" jener Kreise, die mit Kapp und ckunius alter durch dick und dünn gingen. Hierin liegt aber nicht der Kern der Si- tuation. Die„Frankfurter Zeitung" deutet ihn mit den Worten an, man möge sich nicht irre niachen lassen durch das Geschrei von Leuten, die sich in der Oeffentlichkeit als die UnhWM hes Herm v. Tirpitz gebärden und aus© r ij n< bert g u|? i r und innerer Politik eigen„mah- letz ekßittefiött Ksmpf SSgen Herrn v. Bethmann Hollweg fübreg— wie xr in annähernd g l e i ch e r ■flfHgfeH in keinem der uns feinNiÄSN < litt iiif g f fl# fl eine» Minister geführt in i r d", ©nnz nnsexhMt jedoch enthüllt die eingangs erwähnte„Uti» obhAfigige Ustionalrorrsspondenz" den Kern her Situation Wt jchgenden Worten: „Mxr dex Aatt Pejt Bowntin erweitert sich zu einem a a l l N S jj T x i � i tz x e N t k i? Gothmann H g l l w e g,»ich sndem er für hie große HsDMüfkit den Schleier üinwegreitzt von Pinsen, hie heu MifeMn, aber zuin Kchweigen Peruxteilten fett tenMn hefsnftt find, bringt er zugleich die Zllu- sigUsKolitjiKk und hartnäckige j, Anhänger eiher Bexstgiioigung mit England in ihrer K e- samthejt auf hze öffentliche Anklageban k." In disjßft GWn ist klipp und klar ausgesprochen, was das Ziel der unmiltslbar vor der Eröffnung der Reichstags» session einsetzenden ftßmpflßM der, Unentwegten" ist. Wäh« rend im Lande wie huj Äoiniiiajibp ein R e s o l tt t i g n s» krieg mit scharf zugespitzten Forderungen einfcht, wixh in den Houptiitzen der§f§m, MiiMft Nfld Partin, der«gwps mit anderen jßtttm M d-r I g ch e handelt es sich uns eine hestimniw Pplitik,.die, köste es lngs es wolle. dssschgejetzt speeden sott, Ter Foxsss»tsch gilt der Krunps beitinunten PerssNKN,.die Isian entweder dem Hillen der „Unentwegten" sesügig nmchen pdßr= stürzen will, Und wem dex mmPt m erster Sinie M, zeigt ein Zchxeihen des beksnnjen GrchindnstmSeft Geh, Hsnimexzienxgt Körting lgstgt isökting, der als einer der Unterzeichner des Mäfex. scheu Aufrufs jeine Epistel NN die MitNflterzeichnsr des Auf' rnts Nertandte, im Auftrage einer kürzlich in Hannover stgtt' gefundenen Periainistlung von dem natisnaltiperalen Portßi' sichrer Hafsermgflfl»sschts weniger als den Reichs' tanzler durch ein Mißtrauensvotum zu stürzen! Hies in knappen Mgen der Inhalt und die Zlels der Äampagne, die den Austakt zu der neuen Reichstagssefsion dijdet, tkstiere KaxstMuns ist stei weitßin nicht erschöpfend, dq sie sich nur auf das Mernotwendigste beschränkt, um den plötzlich ausgobrochensn Pressefturm zu Skläutern. Ausführ» l icher wird timn wohl im iZuiammenhang mit den Steichstsgs' uerhaudlungen darauf znrückköMMfl müssen, von denen eln- zelne erwarten, daß sie einen frischen Luftstrom in die unerträgliche stickige Armosphäre, die heute herrscht, hineintragen werden. Wir teilen diesen HptimisMNs nicht, da eine Säube- rung der politischen Atmosphäre an viel weitergehende Vor- aussehungen geknüpft ist, Das ghex kann man wobl von den komnienden Neichskßgsvorhgndlungßn eringeten, daß sjß gründlich hinsjutenchten werden in das Treiben unserer „Stacstserbfittenden", dw zwgx stets des der Hand sind, unter Hinweis giif den„Vurgfrieoen" jede Renunchder Demokratie m unierdriitken, die qber n-cht die geringsten Bebenken tragen, -ni Fnteressß ihrer Zwle die heftigsten Ztürme und Wirren un Innern zu entfesseln. HmchenlgnK unö öle Entente. Lftudo,,. 31. Sßptßwbsx. W,%, B.) Pas NeuiersKe Bureau meldet aus Athep: Der Generaldirektor im Mi, Iijstsrium de? auswärtigen Angelegenheiten Politis machte gm Dannerstsg pgxmittag dein enskissen Gesandten tzlliot einen Besuch und verstcherte ihm, das Kabinett Gakogesp. p u t s s fei lediglich ein G ö f ch ä f t s m i n i st ß x i tt m, Ex fügte hinzu, man sei bereit, diejenigen Minister zu opfern, die aar der Uehernahnie ibres Bortesenistes sich bgxin gefqgen hätisn. die Untenie anzugreifen, wenn das Kabinett anerkannt würde, Der russische Gessndie Demidsfl war bei der unter» hgttung zugegen- � Her bulgarische siriegsberlcht. Tvsia. ZI. Zeptember, b e x i ch t- z.T-B-i Amtlicher Heeres. Mazedonische Sronti Gestern hat sich in der Lage der Truppen um Lerin tFkorinch unh au?. der Hohe Der Dag die Höhe 1270 nördlich verlies ziemlich von Ksjmakcalgn n'chts verändert, ruhig. Mn russischer Angriff aus...________. des Dorfes Armenik scheiterte, Die seindlichen Bataillone wurden in Unordnung zurückgeivorsen- Fm Moglenica-Dale und aus beiden Ufern des Ogrdar schwaches Geschutzfeuw. Sm Zirumgtalß und lüngs der Küste des Aegstischeu Meeres Ruhe- RumänifcheFront; Längs der Donau Rnhe. In der Dabrudfcha befestigen sich nnsere Abteilungen in den eroberten GtesWgen. Der gestrige Tag kennzeichneie sich nur l.., ,5ront SSM Gßhäsi Üi Mßhx tpiflnhaft; das ans beiden Umn der i cin hsf Klnir d» Paris fügten ihr großen Gchgdeu zu, Ein aus zwanzig Einheiten hestehendes rnsiisches Geschwader bombardierte ohne sriolg die Höhen nördlich und östlich des Dorfes Pervesia. Unsere Wasierflngzeng? brachten einen Angriff seindlichcx Flugzeuge auf Warna zum Zcheiteru, die felnüllchen Heeresberichte. Der französische x-sesbevicht. B 0 m llt. Z« v t e m h e r n s ch m i j l a a d, iK'% B-) Aökd« > ch de; G 0 m m e hat der Fsjotz fem? Angrmsvsriuchß auf di? n. Pxjß- bis zum Gehöft am KglH SM nicht ichlkchte Netter oehinderte d,? ßpergstonen iomm? sehr. Ja den A r a ö n n e u scheii?xi? .... Vr, nach ew-r MtinsnsWlonon gemachiex fsind' ticher Angriff ans pi? franzäfiichen Gtellunsen in umerem Sperr, isusp. AM dem rechten Mpasufek machten die französischen Truppen gestern gegen Abend zwei Operationen, welch? ganz pespUder« gut gelangen. Südlich von, Werke von ThiaumgM »ahmen sie zivei Argbenstücke, machten stbex hundert Aesgngene, darunter gcht Dfsijier« und nohmen drei Lügschinepgetpehke. äsilichen Teile dos Bgnx-»nd Ehapitre«Waldss haben piß Frgnzysen ihre Piniß NM?t>pq hundert Meie? vorgeschoben. Im Walde Ppn Apreniout hat«in französischer porgeichobenor Posten ßinßN soind, lichen Angriff mit Handgraugten abgewieieu, U u f t f r j e g: Gestern hat ein framiösifcher Klißger em deutiches Flugzeug abgeschossen, welches bei Pjoislain, nördlich von PorgnNß, isißderfiel, Dkißptarmßtzz Pon der Ktruma bU zum Wardar As, üllßkißfgmvi mit tlntßkhkechungßn, Oestl'ch'vkm der Czexna ist ein hessiger hntomsiches Ungrisi ans den van den ßerben gehgltenßn wamm des Ägjmaeqflgn m>t sigxfsn P-rlnst?n siik den Femd ghg?, ichlggen wmdeu, I» der Akgend gm Prodflusiß haben diß Pul' garest'(sitz Angriffsporsiiche gegen Bpresnifq tpißderhalt, nach zwßi poraeblichen WußMkMgkiffßN ist kß ihnen gelungen, in der Lnichast itn« zn fasten, doch vertrieb sie ein Gegenstost der Serben mit dem Bamnett wieder daraus. Aus unsßkm linken Slüget sind unsere mmm»es Wn SMlWttim. Amtlich. Großes Hauptquartier, s3. Setz- tembe» Illlö. m. T, P.) Westlichox Kripgsfchauplptz, Ahgefeheu vpn lebhaften Urtillexie, und Hstndgranqtem kämpfen im G om me, putz M« s K g e b i e t ist nichts zn bepichten. ZDoftlichev zfptogsfchnvplatz, Front des Eeneralfeltzmgrschnlls Prinz Leopold vgn Btthern. Westlich von yuck schlugen schwächere rpssifche An- griffe fehl, Bei Kvrytnikg hält sich der Fejntz npch in kleinen Teilen nnsmr Gt-ltung, Bei den Kämpfen des gl>, September siele» 7W Gefangene und mehrere Maschinen- gewehre in nnstre Hgnd. Heftiger Artilliriefampf ans einem Teste der Front zwischen Sereth»nd Strypa nördlich von Aborow, Feind- liche Angriffe wurden durch«nfe» Fene» verhindept. Front des Generals der katzallkkik Erzherzog Egrl, An her Rarajowkz lebhafte Feper, nnd steffenmeise Aufanterietätigkeit, An den s a r p s t h e N ging die Knppe Smotrer Wieder perloren. Die fprtgesetzte» Ansttengnnge« der Rasse» SN der Bgba Ludowg blieben dank der Zähigkeit nnskrer tapferen Jäger abermals kkssiglps. Angriffe im Tstark»» Abschnitt nnb nördlich p?» Darna Watra find abgeschlag»«. Kviegsschgutzkatz in Siebonbürgen. Nichts Neues. Pplfgn-KriegssKsuplatz. Heeresgruppe des Generalfelbmarschalls vo» Mackensen- In der D p h p n d s ch a gingen starke rnmßnifche Kräfte ftjbweftlich«°n Topraisar z»m Angriss über- Dnrch nm» fafsenben Gegenstvst deutscher, bulgarischer nnd türkische? Trnppeu gegen Flanke nnd Rücke« des Feindes find die RnmSne« finchtartig znräckgewoffen. BtazedontscheFront, Die Kampftätigkeit im Becken pe» Florina biieb rege, sie lebte ästlich des Barbar wieder ans. De? Erste Generalguartiermeister. Ludendvrsf. »* ü(t MmIMe AliekgilllilisljlllU Wien, ss. Geptember 1K1V. tW.%, lv.) Amtlich wird vsstantbart; westlicher Ari«gsschauplah, Freut gegen«««önien, Sei«nrerändkrt«» Sage keine b, sendexen«reignisi«, He-reßsrent des Gene, als der Kayylserie Erzherzog Eaxl Die AngriffStätigkeit der Russen i» den st g x p a t h e n bat gestern etwas„gchgelaffkN, Nördlich ven Derna Wajrs, fäd. westlich»es Gestüts vuezina und i« Gebiet der tzude»g wurden sriiidliche Serstbäe abswehrt. Hüdlich von Bystrzec ging die gestern zuriickscwonnene Höhr Swetrrc«ikder«erleren. Ssnft nichts von Belang, Hceresfront des G e« e» a t f? l b m» r s ch a l t s Prinz Leypeld von Bayern. Bei der Armee des Generalohexsten». Bochm-Ermolli nahm der Gcschützkampf on Stärke z„, festlich V»N TwininchV wirst der Feind unscxrfl Gegenangkiffkn neue stelennrn entgegen. Sic wurden überall zurückgeschlagen, Ftolienischer«»d Güdöstliche? Kriegsschauplatz. Nichts vsn Pedeuiung. Der Stellvertreter des öbefs des GeneralstsbeSi von Hoefee. Feldmarfchsttentnant, e Ereignisse zur See. B» der südliche»»lhxi« wurde das s r a n z v s i s ch e U n t e r, s e e b s e t„ F» u» a n l t" v»n»inen, uns««» cheesingzruqe, Führer Fregqttenleiitnant Eelezeuh, Beobachte» Fregattenlentnant Freihfr» von stlimbnrg, durch Bemdentresie» versenkt, die gksenste Bkftiannnng, zwei vssiziere nnd flebenundzwanzia Mann. viel« davvn in ertkinkentzem Auftande,«en diese,» nnd einem zweiten Flugzeug, Führe? itiinrnschiffsleutaant stemjovie, Be» sbachter Acefghnrich Kevera, gerettet und g« fange» genommen. Eine halbe Ktnnde fvater wurden dir Gofangenen ven einem Torpedoboot übernvmmen Und»ini°brqch», bis auf di« zwei psfizierr» dir auf drn Flugzeugen i» den Hasen gebracht wurden. yksttenkomwanda. Truppen trotz dichten Nebels bis an die Augünge der Hüb» ißso, »lws listif stilemeter nardwestlich von Pstsderi. vvrgorftcki. In dieler Gegend haben wir etwa so Aewngene gewacht. B am st, September abends, sso. T, BU An d,r Dsmmefrsnt letzte unsere Aksiklerie während des Tages kräftig ihr Feuer gegen die feinblichen Anlag«» fart, Nach neuen A«ssag«n ist der gestrige groh« deutsche Gegenangriff auf dem Narbul-r der Kamme vvm IS. Armeekarvs. daß von der Aisnelran» herbeigeholt werden war, und ven der slt. V'vlstoi, außgelührt worden. Dies» Divifia» war nach der russischen Frvnt verlad,», als sie misten auf dem Wege den Belehl erhielt, nach der Gvmme zurückzukehren. Sie kam am iß. an. wurde in der Nacht vom 1». zum»o. in die Pinie zurückgebracht und vom 20. morgens ab in der Gegend von Bonwa- veßneß eingeiotzt. wo sie autzßrordomlich schwere Berlults erkiit, Die Zahl der nördlich von der Kamme am 80. September gemachten Gelaiigenen übststeigt 200. geiiweilig aussetzende Beichiegung auf dem übrigen Teile der Frant. �.. Belgischer Poxichti Bon der belgischen Front ist nicht« Pesondereß zu melden. Et« englische Meldung. Vom 2g, K e p t 0 m h e r g b e II d s, sW. T, B.) Das Wetter ist wieder sehr rogneris», Die allgemein» Lage ist unverändert. Die f-indliche Ariillerie ist südlich von der A»er« tätig, Sonst nichts von Pedeuinng, In de» letzten 4S Stunden wurden hundert Gssongsu- gemacht. Es wurde ein vom 24. August datierte« und von dem dama- ligen Ebel dos deutschen Aeueralstabes General von Falkenbayn unterzeichnstez Schriftstück erbeutet, das besagt i Der maslenbasi« Verbrauch an Geschützen in den letzten Mpnaten übersteigt di« Pro- duktion bedeutend, Dasielhe gilt von der Nkunition, deren Haupt» Vorräte ,in, ernst, Verminderung erfahren haben. Es ist die Pflicht aller Dienstgrads, nicht nur der Auifleris. sich eine Besserung dieses ernsten Standes her Dinge angelegen sein zu lassen. Alle Dienst- grade müsieil sich ernstlich bemühen, für die Erhaltung dos Materials mitzuwirien, dg sonst der Ersatz und die Aufstellung von Neu» fßkmalionen im Felde unmöglich gemacht werden. Vom st, September nachmittags. jU. Z, P.) Die schwere» Nsgenpsse dauern fort, sstdlich der Änere wurden heilige feindliche GegellMigriffe abgewiesen. Der Feind erlitt schwere Per- lusie. Wik machten in dieser Gegend Fßkttchrisie nnd drangen an vielen Ktögen in diß feindlichen Lausgkghßn ein. Vom 81. September a b e p d s, tW. T. P.) Die all- gemeine Lage ist unserändert. Der Feind hatte mit Hombenangrinsn »n der Nachhakschalt ppn Flers keinen Erlalg, Dop russische ÄrikgSpßricht, Vom 2 t. September N a ch m t t t a g ß. sW. T. B.> Westfront: Am Stochod und in der Gssend der Nlßnbsha Apwel- Nowno ergriff der Feind stellenwsiie die Offensive. Er Wurde überall zurückgewiesen. In der Gegend tzoN Aoihlnica und Slvinjuchh dauert der Kamps au. Wir nahmen bi-r 6 Offiziere und b87 heuische Soldaten gefangen. Unsere Flieger unternahmen eine Streife auf das Geb>ek von Lokgißzh, Ngdomczy und Markowiczy und belegten feindliche Trgu.ßpPiie und Biwaks mit gutem Er- gebnis mit Bomben. Ein feindliches Flugzeug, das sich in einen «amps mit dem unseren einliest wu?de betchädifit und ging rasch nieder. In den Karpaihen bentächttgten sich uniere Tfuppen östlich vom PanlM-Bera einer seindlichen Gtegung gut einer der Andkihen. Sie machten hierbei einen Oifizier. einen Kadetten und ßll? Soidate» zu Seiangenen und erbsutolön sechs Maichlnongewehrs, viele Gaffen und Patronen. Kaukasus; Unsere Truppen vektkißbe» die Kurden von dem Gebirgszuge Kanichanut-Dagh südöstlich von Müsch. In den Stellungen herrsch; Nebel und Schnee und stellenweise Schneesturm. sEs toiaen Berichte iibsr hiß Umgänge g» hon Fronten der WiUklenU Meldung de« italienischen Hoeveskeitsins, Bam Sl- Sepkemher, lW, T- B.) Auf dem Gardaiß« ekbielien unsere armierten Bopse feindliches Aeichützseuer, ghue irgendwie Schaden zu nehme», N» d-? sebifgi�en Gegend zwischen Banei, EiSms» und Astach wurden uniere Angriffsbewegungen bari- näckia fsrtgeieöl, agerdings hehmdert durch reichlichen Hchneeigll. Am sb. Sepiemder»achmmggß batze» wi? einen lomdsichen Augrtffs- p-rsuch aur die nördlichen Abhänge des Esl Brieoi, ahgewieie». ßänas der jnsiiche» Frqni har unauihörsicher staxker Ressn gestern die Täligkesi der Aktiyeiie eiugsengt. Fn dem Hügelgebist sstitch Pen Garz bat eine unserer Abteilungen eine neue Stellung hei Sanli Katharinen mittels eines piötzsichen Sprunges besetzt, Auf dem jllarst wurden feindlich? Abteilunaeu, weich» mriere Siegunsen aui der Höbe M. südlich vsn Villa»opa iNava Be«1, zu übekrumpel» versuchte!!, söfßtt mit Verlusten zurückgeschlagen. Rumänische? Pevicht. Vom 21. September.(W. T. B.j An her N 0 r h, und Nsxtzwefisrant Kämpfe in den Bergen ven Calisman und Ghurghlll, wo wir einen Klstzier, Illll Soldgten gesairgen ughmen und ei» Maichinengewebr erbeuteten. Eine Abteilung ist in Oder- Heyen iTzekeiy tldvarbellh) eingezpgen. Fm Fm-Tale habe» wir einen feindlichen Angriff zurückgeichlagen, Südsranti Ksngnade zwischen den Batterien van Zimnieea und Sistew, In der Dghruhicha ist die am lss. Gemember begsnnene Schlacht, die an. Heftigkeit bis zum 12. Gemembe? gbei'dß zunahm, am Lg, Septembe? mit der Niederlage des Feindes beendet Werden, Die aus Deutschen, Bulgaren und Türken be- stehenden Truppen des Gegners habe» sich»ach Süden zurück- gezogen- Auf dem Nückzuß» hat de? Feind die Dörser in Brand gesteckt. � Truppentransportschjff versinkt, Berlin, SS. Septescher. M. Z. W.i A m t k l ch. GineS unsere? U» t e r f 0 e h?, t, hat a», 17. Teptewber«n Witkel«ekr einen«elkbefetzten feindliche» Truppentransp-rt- dswpser versenkt. Das Schiff sqpk innerhalb dreimidvierzig Kekunde», Vi? Reßelung öes-Tubsntia�Zolles. Die»Nskddtzutschs Akisßmsinß Ißitiikig" fchkeitzk! „Wie mix hören, hat die Fxggo des Nntersarrsißs dsr „Tubantis* zu euier Ausspräche zwischen der nieder» liindischen und der deutschen Regiekung geführt, Die deutsche Reßiexnng hat sich arrü Rücksichten srenndnachharlichex Gesinnung gegen die Niederlande bereit erkiürt, die Frage nach dem Kriege eine? internatUnsken Unksxsuchungs' k s m m t s s t s n zu unterdreiten.- Aufgebrachtes Schiff. Berlin, zg. September,terschrist des Internationalen Jugendausschusscs trug. Somit ist in vierundzwanzig-Stunden die ausgebauschte Kontploitgeichichie zusammengefallen. Während der vierundzwanzig Stunden ist aber tüchtig gearbeitet worden. So ist behauptet worden, das Manisest stände im Zusammenhang mit einer Sozialisten- konferenz. die angeblich in der Nähe von Zürich in den letzten Wochen stattgesunden habe. Das phantastische Gerücht über die Züricher Konferenz stammt aus Italien. Trotz der Wider- rusungen von berufener Stelle taucht es immer wieder auf. und zwar wird jetzt behauptet, au der sozialistischen Kouse- rcnz hätten auch katholische Adgeorduete, ja Vertreter religiöser Orden teilgenommen! Solche Gerüchte werden in Italien verbreitet, um die Stellung der Sozialisten moralisch und politisch zu kompromittieren, es handle sich um einen neutralen Kuhhandel, nicht aber um eine prinzipielle Kriegs- feindlichkeit. nicht um einen bloßen Standpunkt! Sind Behauptungen, wie die eben angesührten, schon durch den grotesken Charakter allein dazu bestimmt, keinen Resonanz- boden zu finden, so sind sie dessenungeachtet bezeichnend für die Art und Weise,»vis man die sozialistische Partei in Italien bekämpft. Da sie bewiesen dat. daß zwischen ihr und den anderen Parteien keino Verührungs- punkte, kein Burgfrieden entstehen kann und wird, will man sie mit Gewalt ans dem öffentlichen Loben entfernen. Diese Absicht ist gerade durch die Mache, die sich an die„Manifest, enthüllung'' knüpfte, klar und deutlich, ohne jeden Rückhalt von den Sozialistensressern an den Tag gelegt worden. Au der Spitze der Verleumder und Scharsmacher steht selbstredend das Mnlsolinischo Blatt„Popolo d'Jtalia", das irrtümlicher- weiss in den letzten Tagen in der Auslandspresse für das Organ der Reformisten ausgegeben wurde, während ihm auch diese winzige Ehre nicht zukommt es ist das Organ der sich in den Dienst der Ententeländor gestellten Kriegshetzer. deren größter Teil aus Verrätern des Sozialismus besteht und die die Bekämpfung des Sozialismus, die Berleugnung ihrer ehemaligen Grundsätze, die Verleumdung ihrer ehemaligen Gesinnungsgenossen offen in ihr Programm aufgenommen, ja zugegeben haben, die Gründung des Blattes solle der Spul» tung der sozialistischen Kräfte Italiens dienen. In diesem Blatte wird von der Regieruna verlangt, sie solle doch ihre „Nachsicht" den Sozialneutralisten und der übrigen Kanaille gegenüber, die gegen das Vatoxkand konspiriert, auf- geben- Mit dem Unfugs, daß sozialistische Abgeordnete so ohne weiteres ins Ausland reisen können, solle aufgeräumt werden. Der„Secolo" spricht von der„not« wendigen Tugend" und versteht darunter die„Energie", die die Regierung den Sozialisten gegenüber anzuwenden hat. und zwar bestände in dieser Energie die Tugend de? Völker, — Die„Tugend dex Revolutionäre"— und dieser Krieg— schließt das„demokratische Blatt" seine tiessinnige Diagnose. ist ein„revolutisnärer Krieg". Der„Corriere della Sera", der sich über das demagogische Niveau der beiden zitierten Hetzblätter nianches Mal zu er- heben beliebt, weist auf die Gefahr dex sozialistifchen Stellung dem Kriege gegenüber hin. Es handle sich in der Affäre der Flugblätter um nichts Neues oder Außergewöhnliches � es sei nur ein Ring in der Kette der sozialistischen Unterneh- mungcn. Der Einfluß des sogenannten wissenschaftlichen deutschen Sozialismus sei verhängnisvoll, ja die italienischen Sozialisten gingen so weit, daß sie offen die Losung„K eine Sieger und keine Besiegten" proklamierten. Darin sieht dex Wortführer des Imperialismus die echte Gefahr. »Das ist eine Losung, die die reinste Jnsamie verkörpert— was könnten die römischen Mamfeste noch Schlimmeres sagen.„Weder Sieger noch Besiegte", fährt der„Cor- riere" soxt. bedeutet dos weitere Vorhandensein der beengenden nationalen Probleme, die durch das Bewußtsein der Zweck- losigkeit der schrecklichen Opfer nur noch verschärst sein werden. es bedeutet neue Kriege, sobald die Zentralmächie ent- sprechende Kräste gesammelt und den Ueberfall vorbereitet.. Die Regierung solle die Grenze zwischen dem den Parteien ..Erlaubten und Nichterlalibten zu wahren verstehen, dann wird man auch ohne Reaktion auskommen. Die Reaktion ist nicht? anderes als die Folge einer Schwäche, die ein im- sicheres Wackeln zwischen einer sinnlosen Nachsicht und einer ebenso sinnlosen Furcht darstellt". Der„Avanti" mißt dem Vorsalle keine besondere Be- deutung zu. der inzwischen zum Vorschein gekommene Sach- verhalt gibt dem Zentralorgan der sozialistischen Partei nur recht, An der Mache.bleibt nichts als ein? schmähliche Cqmpagne gegen die sozialistische Partei. Eine Stelle des von der Zensur sehr verstümmelten Kommentars des„Avanti" hat im Auslände durch nicht ganz genaue llebersvyung Anlaß zu einem Mißverständnis gegeben. Es wird nämlich behauptet, der„Avanti" hätte bestätigt, daß ü, Zürich eine internationale Konferenz stattgefunden habe. Das tst keineswegs der Fall. Da vom..Komplott in Zürich" die Rede war. bemerkte das Zentralorgan der italienischen> Partei..Komplotte in Zürich". Keineswegs aber internatw- nake Zgsammenkünste und Unterredungen. De?..Avanti" be- zieht fich auf Zimmerwald und Kicntak, deren Beschlüsse und Manifeste aufs strengste zensiert und überhaupt' Von der italienischen Zensur„ausgehoben" wurden. Pon einer Zu- sammentunst in Zürich ist im„Avanti" nur im verneinenden Sinne die Rede- � � � j-) Twza iiher öie polnische Zrage» Badapeft, Lt. Seplember fW. T. B.s In seiner Rede im Ab- p e v r d n e l e n h a n s e ging Ministerpräsident Graf T i s z a auch auf die Kritik der ö st r e t ch i i ch» u n g a r i s ch e» Verwaltung der besetzten p o I n t s ch e N G o b i e i e ein »nd legte: Es ist selbstverständlich, daß aus einem Gebiete, wo lich während des Krieges die verschiedensten Armeen und die ihnen beigegebensn administrativen Organe ablösen, allerlei Reibereien und Unannehmlichkeiten vorkommen. Aber her Abgeordnete, der sich mit dieser Frage besatzle. hat selbst zugestanden, daß die Verwaltung der von unseren Truppen beietzien polnischen Territorien sehr westgshends Peweise ihrer Liebe zur Sache, ihrer Sorgfalt und ihrer esympathie iür die polnischen Angelegenheiten bewiesen habe, und ich glaube, es würde nicht der Lgahrhsit entsprechen, und wir erweisen auch der Dache keinen guten Dienst, wenn wir das Bild schwärzer färben und die ungünstigen Seiten mehr hervorheben als die günfilgen. Ich beschränke niich nicht nur daraus festzustellen, daß es keine» maßgebenden Faktor der Monarchie gibt, der sich �mit der polnischen Frage nicht mit der größten Shmpaihi«! besaßt, der nicht von der ganzen Tragweite der Aufgabe durchdrungen wäre und nickt bestrebt wäre, an einer solchen Lösung mitzuwirken. welch? innerhalb der Grenzen der Wöglichkeit die berechtigten An- sprüchs und Wünsche der polnischen Nation in Vsiracht zieht.(Leb- haste Zustimmung.) Ich glaube, daß wir der polnischen Nation getrost die Beruhigung und Hoffnung gewähren können, daß ihre Bestrebungen von jedem zuständigen Faktor der Monarchie ver- ständmsvoll und mit einer vsn Sympaihie ersügten Torgsalt gepflegt werdsn- Nach den Gchlußbemsrkungen der Grafen A n d r a s s y und A p ß o n h i wurden ihre Anträge bezüglich der Einderufung der Delegation«» vi» d« Mehrheit abgelehnt, (Pefterreich-Ungarn unü Amerika. Wien, LT Deptember. OK. T. B.) Im ungarischen Ab» geordneten banse erkkärle Ministerpräsident Graf T i s z a mit Bezug aus die von einem Redner berührte Frage der bisherigen Nichibesetzung des Boifchasierposiens in Amerika, er könne dem Hauie die Versicherung geben, daß alle zuständigen Faktoren der Monarchie ein großes Gewicht aus die Beziehungen mit den Vereinigten Staaten lege» und durchaus nicht ans dem Slandpunkt des Tchmollens stehen und jedenfalls seinerzeit Mistel und Wege zur«msprechenden Er- ledigung der Angelegenheit finden werden. die Veftschwejzsriscken Kantone gegen öke Miljtärüiktatur. Man schreib« uns aus der Schweiz; Die freiwillige Abdankung dos ichwelzerischon BundeSraieS am 3. September zugunsten der Militärdifiaiur. die hi» Demonstrationen der sozialdemokratische» Jugendorganisation eventuell Mt Bluts er- sticken sollio, Hai im Bürgertum der sranzöstschen Schweiz tiefe Empörung hervorgerufen. Es fanden große Proiestversammlungeu statt, in denen bürgerliche Aegiernngs». National» und Siändcräle die schärfste Kritik an der freiwilligen Abdonkung der Iivilgewali durch den Bnndesrat und der Proklamierung der Mstiiürdiktamr mit der Vergewastigung der Kanionsregierungen geübt und Proiest« beschlüfie gesaßt wurden. Ueberdies haben auch die Regtsrnnge» der Kantone Genf, Wandt und Neuenburg selbst g» den Bundesrat scharfe Proteste gerichtet. Es«virh da eine schprss Sprache geführt und es heißt in dem Protest der waadtländischen Regierung: ..Es waren also nicht nur diel? militärischen Maßnahmen an» befohlen, ohne daß die Kanionsregserungen eine solche Jnter» venrion irgendwie verlangt hätten, ohne daß st» auch nur über djs Situation und die Notwendigkeit oder die Opportunität solcher Maßnahmen konstllstert worden wäre; es hält« vielmehr geschehen können, daß entgegen dem Willen der Kantonsbehörde ein Ber- steter des Armeekommandos in wörtlicher Auslegung der er, halrenen Instruktionen mit seiner Tr>>ppe intervenierte und so eigen tltche öffentliche Ruhestörungen pro« vozierte, wo die bürgerlich? Polizei vollständtg genügt hälie. oder wo es ihr bester gelungen wäre. Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalte» oder wieder herzustellen...- Wir glauben tndesten als kantonale Regierung, die ihrer Per» aniwortung sich bewußt und die entfchtpsten ist, ihre Ausgabe unanfechtbar zu ersiille», uns einer PfliKtverletzung schuldig zu machen, wenn wir sowohl für dj? Hegenwart wie für die Zukunst nicht auf das bestimmtest? erklären, daß wir eine direkte Intervention der Arme» im Sinne der an- geführten In st rnktionen nicht gestatten können. Diese Unterordnung dex ZtvUgewalt nntsr das Armeekommando ist nicht nur v e r s a s s u n g s w i d r i g«nd für dt» betreffs, rden Behörden verletzend, sondern vielmehr geeignet, unter Um ständen Ausregung und gefährliche allgemeine Unruhe zu provozieren, statt dre G e»r ü t e r z u b e r u h i g e n." Diese amtliche und allgemeine Protestbewegung der französischen Schweiz gegen das gewalttätig« Porgshsn det Bundesrats sticht portetlbast ab von der Haltung des gesamten Bürgertums der deutschen Schweiz, in de» di» Saziatdsmakrats? ganz allein blieb mit der Berieidigung von Freiheit und Demokratie gegen dt? verfassungswidrigen absoluiisttschen Anwandlungen des Bundesrats, di? von den bürgerlichen Parteien vertotdlgt wurden und werden. Dg am 18. September in Bern die Bundesversamnr« lung zu einer außerordentlichen Seifian zusammengetreten ist, haben di? Bertrewr der französischen Schweiz in den beiden Par- kamenlen die schönste Gelegenheit, auch da ihren Mann zu stehen und entschlosteu die Demokratie gegen d>? Reaktion zu vertreten und zu sichern. An den Sozialdemokraten werden sie dabei enischloffene Kampfesgeuossen finden. Kriegsfeinüliche Propaganda in Zrankreich. Der Lyon er„Nouvellift?" teilt laut einem Gens?r Tele« gramm d»r„Voss. Ztg." aus Anlaß der grisdensdebatt? in der Kammersitzung vom Dienstag mit, datzdi« Propaganda der spztalisttschen Minderheit gegen den Krieg in Frankreich erheblichen Umfang annehm». An den Schützen» graben werden geheime Flugschristen für den Frieden in großer Zahl verbreitet. In einem dieser Zirkulare heißt es, man stelle»stt Gchmerz fest, daß ein« Anzahl G«,, offen sich zu Mit» schuldigen der Verbrechen der Regierung mach». Ma» rühme die, die lieber auswanderten, als daß sie unter dem Befehl ihrer wirk» lichen Fetude die Arbsiter des Nachbarvolkes ermokdetsn. In de« Flugschrift Wird weiter Klage geführt, dgß di? Zensur nicht erlaube, ,bie langen Tirgden über den brutalen Angriff Deutschlands, die Vornichsting des prenßiichen Militarismus und die Wiederherstellung der Raiioualitätsn z,, widerlegen". Das Lyou«r Blatt bezeichnet dies? Propaganda als Hochverrat und fordert die französische Re- giernng aus, nach dem Beispiel der italienischen durch Schließung der Druckereien und Verhaftung oder Ausweisung dieser Propagandifien j schleunigst einzuschreiten. Zur Rede Hrimös. Der Pariser Korrespondent des Bern«.Bund" Pom IL. September schreibt über Briauds Rede; An der Briandschen Erklärung wurde vor allem die gewaltige Mäßigung im Ausdruck gerühmt, Briand vermied es sorg- fältig, seine eigenen El folge irgendwie zu unterstreichen. Er hielt es auch angefichis d« bevorstehende« Auieiho nicht iür vöng. die Reklammommel zu rühren und bemühte sich, streng fachlich zu sein, soweit das bei derartige« Kundgebungen im Kriege üb«- Haupt möglich ist. Den Depmierien. hat vor allem gefallen, daß die Erklätung des Miniiierpräst deuten auch einige Mahnungen enthielt, nicht allzu optimistisch zu sein, den Gegner, der noch mächtig ist, nicht zu unterschätzen und sich nicht in ei« gefährlich� Sichel hetts- gesühl einlulle» zu lasten mit de» Worieil, der Sieg könne dem Verband doch nicht onigehen. Diele Sprache war urchr unnütz. ist im Parlameut und im Lande gut aufgenommen worden. Die polttilch interessanten Tinge d« Briavdichen Erkläraug find da zu suchen, wo vom BaUan hie Rede fit. D» he>ßr es zunächst, R u IN ä l,» e n sei von Bulgarien verräterisch angegriffen ivorden. Der jüngste Berdündeie könne«och größeren Schwierigkeiten begegne», werde aber in seiner eigenen Kraft und in der seiner Buudesgenosten die Mitel finden, sie zu überwinden. Die Geschichte des Kriegsausbruches zwischen Rumänien und Bulgarien liegt«och im Dunkel: der Aus- ipruch Briands vom verräterischen Angriff ume, streicht dieus Dunkel nur. ohne es zu erhellen, Rumllmen hat sehr wahrichemlich gemeint, einen Grund zu haben, an die Neutralität Bulgariens zu glauben. Diesem rumänischen Irrtum werden die deulsch-bulgqri- ichen Erfolge in der Dohrudicha zugeschrieben. Bfiand faßt mit kunnerksnswerter Offenheit sii» Rumänien Schwierigteilen ins Auge. Er sichert aber zugleich dem Berbündele» die Hilfe der Berbands» mächte zu. Das ist ein sörnrltches Verfpreche»». Tide» Verivrechen hat sin Munde Briands einen doppelten Wert. Briaud ist der Mann der BaUauvolnik. Er sieht sin Balkan iür dieies Jahr einen der wichtigsten, wenn nicht den wichtigsten der K r i e g s s ch a n v l ä tz e. Seine Politik war und ist, einen Riegel zwischen die Mittemächte und die Türkei zu schieben, Nkvo!utionsfurcht in Rußlanö. Das Haupiorgan der ruifiichcn Burcaukatie, die„Rowoje Wremja". schrieb in diesen Tagen; „Viele v'eser haben wahrscheinlich von den friedlichsten, aber furchtsamen Leuten die Befürchtung vernommen, daß nach dem Kriege eine Revolution ausbreche» könnte. Manche dieser von panischer Furcht erfaßten Leute zweisetn rfichk im geringsten daran, daß in dem Augenblick, wo der Kanvmndouuer aufhört, der revolutionäre Sturm losbrechen wird. Es ist anzunehmen, daß die Perspektiven des künsiigen pylitiichen Lebens diesen Leuten, die aus Furcht selber beunruhigende Gerüchte per- breiten, deshalb in so düsterem Lichte erscheinen, weil sie empfinden, daß vieles bei uns in Unvrdnuug sich befindet, daß das Leben nicht auf glatter Bahn vorwärts rollt, fandern schmerzhaft hin und her geschleudert wird, Die Verhättniste der Kriegszeit vermehren noch die Unvolllommenbeiten und Mißstände. Hierzu kommt noch eine »uerirägliche Teuerung. Daher die Unznirieoenheit. Sie glühi. heißt es. jetzt unter der Aiche in Anbetracht der äußeren Geiahr, aber sobald die militärischen Operationen au der Front zn Ende find, wiid mit dem Zustrom neuer Brennstoffe die rote Flamme der Revolution empororbreche»." Die„Rowoje Wremja" hält diese Befürchtungen„allzu ängft- sicher Leute" iür übertrieben, meint aber doch, daß mgn zur Vorbeugung eveuiuellcr Kompsikasivuen eine Anzahl Reformen >» Angriff nehmen müffe. Schon dieser Ratschlag eines Blattes, das in jahrzehntelanger Prapis gelernt Hai. d>e Naje nach dem Winde zu hallen und die Schwankungen der politischen Atmoiphäre zu erkennen. zeigt, daß die heuschenden Kreiie Rußlands sich keines- wegs sicher fühlen«nd mit der Möglichkeit revolutionärer .Kompsikalionen" nach dem Kriege rechne«. Andererseits beweist der Ratschlag, dem revolusiouäun Sturm durch.Reforme»" porzu- beugen, daß die„Nowoje Wremja" nichts gelernt und alles vergessen hat. Mit ähnlichen Pallianvmittclchen hoffte die Bureaukratte auch nach dem Ruffilch-Japanifchen Krieg die Revolution zu beschwören. mit dem Erfolg, daß jeder naturgemäß zhaernd« und durch M'd durch verlogene Schritt aus dem Wege der«Reformen" die Position der Bureaukratie schwächte und der Gegenseite neue Kräfte zuiührte. Jetzt allerdings liegen die Perhäsiniffe in Rußland insofern anders, als die hürgerlichen Parteien in- zwischen«inen gewissen Anteil an der politischen Macht er« langt haben und fich zur Durchsetzung tbrer tmveriasistischen, anlidoinokratischeit Ziele mit der Juukermonarchis Verbündet haben. Dadurch Hut das äußerlich tnodernjfierie russische Regserungsitzstem zweiiellas eine größere Stabisität und Widerstandslrast erlangt als in den Jahren 1001/05. Indessen dürfte auch dieses System, trotz der Unterstützung semer Bundesgenossen aus dem junkerlichen«nd kapitnsistischen Lager, kaum imstande sein, durch halbe Versprechungen und BiettesiResormen die Welle der Volksbewegung auszuhalten« die zweifellos nach dem Kriege in Rußland einsetzen wird. Die Unruhen in Uieöerlänöksch�nöZen. Amsterdam, 23. September.(28. T. B.j Ein hiesiges Blatt � meldet aus Welle vredent Gln« Abteilung von sechzig Polizei- soldalen geriet bei M o e a r a T a m b e s f in einen Kampf mit dem Feind, der schwere Verluste haiie, Von den Unsrigen wurde ein Mann getötet, zwei schwer und acht leicht verwundet. Ein Mann ist erirmcken. Die geschlagenen Rebellen unternahmen einen zweiten Angriff auf M v» a r a T e h v, das nur von fiebenundvierzig Mann verleidigt war, Eine andere Kolonne kam den Verteidigern zu Hilfe. Auch in der Umgebung von B a n g k o wird heftig gekämpft. Haas, LS. September.(W. T. B.) Amtlich, Am lö. September fand bei R e n d e h d o o s o e n« mitten zwischen Maear» Tarntest und Moeara Tete ein Gefecht mit Rebellen statt, die mit Lanzen bewaffnet waren. Unsere Truppen hatten einen Toten, drei Schwerverwundete und sieben Leichtverwundete. Die Aufstän- bischen hatten schwere Verluste. In Moeara B o o» g o ist es ruhig. Am ls. September wurden in Rapat hier Aufständische zum Tvd» verurteilt, Einer wurde bei einem Fluchtversuch er- schaffen, an den anderen wurde das TodssurteU vollzogen. Oberst Krvese teilt mit, daß di» Bevölkerung des Doesoen Soengei-Manau sich unter einem einflußreichen Fuhrer der auf ständischen Bewegung angcschlossb« hat. Aus Bangka wird nichts Neues gemeldet. Kleine Kriegsnachrichten. Kristiania, Ll, September.(W T-B.) Zur Borbereffung der Arbeiten für den Empfang und die A er- pflegung kranker und verwundeter K r i e g s g s f an g o n er hat das Landesyeneidigungsministerium ein Komitee ernannt, das aus dem Chef des SgnitälSweiens des norwegischen HeeroS. Oberst Daas. und dem Präsidenten des norwegischen Roten Kreufes, Eisenbahndireftar Dame Jemen besteht. Eine endgültige Regelung ersylflt erst, wenn dl» Antworten ter betreffenden Mächte»in- getroffen sind. Bern, Ll. September.(W. T. B.)„Temps" zufolge brachen in Oporto in der Nacht zum 20. September Unruhen aus. g? Personen wurde» verhattoi. darunter der ehemalige Abgeordnete Manuel I o s o Silva. Di« nötigen Vorkehrungen wurden ge- troffen, um weitere Zwischenfälle zu vermeiden- Aus einer Marokkvkorrespondenz des„Temps" ist ersichtsich, daß die Franzose» im Laufe des Sommers zahlreiche militärische Unternehmungen in ganz Maroklv, vor allem gegen die längs des Atlasgebirges wohnenden auffiändiichen Stämme unternehme» mußten. Gewerksthastliches. Einberufung eines internationalen Gewerkschaftskongreffes. Beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund hatten der Italienische Gewerkschaftsbund und Genosse Legten in Berlin, der Präsident des Internationalen Gewerkschafts- bundes, das Gesuch auf Einberufung eines internationalen Gewerkschaftskongresses in der Schweiz gestellt. In seiner Sitzung vom 15. September beschloß der Ausschutz des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes die Ablehnung des italienischen Gesuches, weil ein Vorgehen über den Kopf des bestehenden Internationalen Gewerkschaftsbundes hinweg nur neue Konflikte schaffen würde. Dem Gesuch des Genossen Legten dagegen wurde entsprochen, obgleich man sich be- wutzt ist, datz zurzeit noch kein internationaler Kongreß der Gewerkschaften zustande kommen könne, der diesen Namen verdient, weil die einen nicht kommen können und die andern nicht kommen wollen. Aus dem Kongreß werde wahrschein- lich, wie mit allen derartigen Veranstaltungen während des Krieges, nur eine Konferenz werden. Die schweizerischen Gewerkschaften wollen aber durch die Uebernahme ihren guten Willen zeigen, alles zu tun, was zum Gelingen der Sache beitragen kann. Es bleibt nun abzuwarten, welche Stellung die geiverkschaftlichen Zentralen der anderen Länder zu dem Kongreßprojekt einnehmen werden. In der gleichen Sitzung wählte der Gewcrkschaftsausschuß als Nachfolger des Genossen August H u g g l e r, der Generalsekretär des Schweizerischen Zugpersonalverbandes geworden ist, den Genossen Karl Dürr, bisher Sekretär des Schweize- rischen Metall- und Uhrenarbeiterverbandes, zum Sekretär des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Zugleich wurde auf Antrag der Vertreter der französischen Schweiz beschlossen, nach Eintritt besonderer Verhältnisse einen zweiten Sekretär anzustellen, dessen Muttersprache das Französische ist. Den lokalen Sektionen der Eisenbahnerverbände, die dem GeWerk- schaftsbunde angehören, aber noch nicht den lokalen Arbeiter- Unionen, wurde der Anschluß an diese empfohlen, der ihre moralische Pflicht sei. Trotzdem soll irgend ein Zwang in dieser Beziehung auf die Eisenbahner nicht ausgeübt werden. da viele dieser Organisationen politisch neutral sind. Grund- sätzlich wurde ferner entschieden, datz die Gastwirtsgehilfen sich dem Handels-, Transport- und Lebeusmittelarbcitervcrband an- zuschließen haben._ Seelin onü UmgegenS. Lohn darf niemals einbehalten werden! Vor der Schlichtungskommission der Schneider erschien ein Zwischenmeister, der nicht Inhaber seines Geschäfts ist. Er hatte zwar Vollmacht von— seiner Frau, aber doch nicht genügend, um sich auf eine Einigung einlassen zu können. Es klagten zwei Arbeiterinnen gegen diese merkwürdige Firma. Die eine verlangte ö,7l) M. und die andere 15 M., welche Summen die Beiriebsinhaberin einbehalten hatte. „Wie kommen Sie denn eigentlich dazu, den Frauen ihren Lohn vorzuenthalten 1" fragte Magistratsrat v. Schulz. Der Beklagte redete sich damit heraus: die 5,70 M. habe er bezw. seine Frau cinbehalten, weil die Frau, ohne ibre Arbeit fertig zu machen, fortgegangen sei, die 15 M., weil er habe ausbeffern und ändern müssen an der gelieferten Arbeit. Er nannte auch die Aenderungen. Kunze vom Schneiderverband:„Und dafür behalten Sie 15 M. Arbeitslohn ein? Die Aenderungen sind mit 50 Pf. reichlich bezahlt." Beisitzer Ed er:„Wie kommen Sie denn dazu, für die angeb- lichen Ausbesserungen gleich 15 M. abzuziehen, dazu haben Sie doch nicht das geringste Newt?" Beklagter:„Jawohl, wenn ich ausbeffern lassen mutz, behalte ich eben den Lohn ein." v. Schulz: Sie haben vielleicht Ersatzanspruch, aber nimmer- mehr dürfen Sie der Frau den Lohn vorenthalten. Und der andern Frau können Sie erst recht nichts abziehen, wenn sie ohne Kündigung eingestellt war, konnte sie jederzeit aufhören." Beklagter:«Sie hat ihre Arbeit nicht fertig gemacht, da konnte ich ihr doch den Lohn einbehalten." v. Schulz:„Ich habe Ihnen schon einmal gesagt, daß Sie hierzu kein Recht haben." Die betreffende Klägerin:„IS werde doch nicht bleiben, wenn der Mann mir Backpfeifen anbietet I" Da der Beklagte keinen Ver« gleich eingehen, sondern die Klage vertagt haben wollte, damit seine Frau erst noch mal herkommen könne, erklärte der Vorsitzende:„ES liegt siir die Kommission keine Veranlassung vor, den Fall zu�vec« tagen, die Sachlage ist völlig geklärt, die Aussage der Ehefrau könnte daran auch nichts mehr ändern." Es eriolgte denn auch folgender Beschluß: Der Beklagte wird verurteilt, an die erste Klägerin 12 M. aus- zuzahlen. 3 M. sind für die von ihr verschuldeten Ausbesserungen angerechnet worden. Für die zweite Klägerin sind 5,70 M. voll nachzuzahlen. Hat der Beklagte durch sie Schaden gehabt, so könne er klagen, Löhne dürfen aber niemals einbehalten werden! » Durchlesen, was man unterschreibt! Diese Mahnung kann gar nicht eindringlich und oft genug wiederholt werden. Es machten vor der SSlichtungskommission mehrere Arbeiterinnen eine Nachforderung geltend. Die Unter- nehmerin legte ein Buch vor, in dem die Frauen unterschrieben hatten, daß sie nichts mehr zu erhalten hätten. Die Frauen hingegen wandten ein, sie Härten nur unterschrieben, weil sie annahmen, es bezöge sich auf ihre Papiere. Daß es sich auf Geldangelegenheiten bezogen habe, darauf seien sie nicht auf- merksam gemacht worden. Magistratsrat v. Schulz zur Beklagten:„Man erlebt eS ja so oft, daß Leute ihr Todesurteil unterschreiben, ohne es zu wissen. Ich frage darum: sind die Klägerinnen auf das, was sie zu unier- schreiben hatten, ausdrücklich aufmerksam gemacht worden?" Beklagte:„Jawohl, durch meine Buchhalterin." Die Klägerinnen:„Nein, die war gar nicht dabei!" In der Klage selbst handelte es sich auch um den merkwürdigen Fall, daß den Frauen für die Benutzung von Nähmaschinen 15 M. monatlich angerechnet worden waren. Das Urteil lautete: Die Beträge für die Maschinen sind binnen 24 Stunden den Frauen zurückekiik-iUo»7 I. Filialen und Niederlagen in allen Stadtteilen Nur reelle QunlitSten ADarksant Tineiliiaite Bezugsqaolls Kaffee. Tee, Kakao and Schokolade etc. Bambnrger Kallet-Importgesctiän Emil Tengelmann 4 WlBhlhainHunnen"k IBcthkc, Georg, 1 Neukölln, Dbeitr.33, Kaiser-Friedr. Istr. 64. Weserstr. 189, Friede!, tr. 23 | Treptow. Grätz-StraBe 64. Gaege,OttoChabXen' F. Pflngmnchsr, Colonnensir. i8. P. W. Siebter 4 Kurz-.Wei.-.Wollw.,Tnkoir'.g., Hermann Meyer, Sebir«! beinträi- l. < plictCBP- App arata ► MIIhraHlt Lv. Kottbuserstr. 3. . HlUIclili auch Gelegenheitskf. Photo-Jansen, Hauptstr. 2J. 4 Woikepelen ► „Schweizerhof", Meierei und Milchknranstalt. 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Seilte des„Amiirtg" Kerlim Wlkstillltt. s-°md--d-l> S.„MW.M Chronik des Weltkrieges. 2a. September 1914. Westlicher Kriegsschauplatz: Auf dem rechten Flügel des beut- scheu Westheeres steht der Kampf. Französische Umsassungsversuche halten keinen Erfolg. Die gegen die Sperrsorts südlich Verdun angreisenden Armee- teile haben heftige Gegenangriffe aus Verdun und Toul siegreich abgeschlagen. In Aranzösisch-Lothringen und an der elsässischen Grenze wurden die französischen Bortruppen an einzelnen Stellen zurückgedrängt. Eine wirkliche Entscheidung ist noch nicht gefallen. Oesllicher Kriegsschauplatz: Auf dem russischen Kriegsschauplatz fanden in den letzten Tagen nur Artilleriekämpfe statt. In Serbien ringen österreichische Bolkanstreitkräste mit größter Zähigkeit um den Erfolg. Einige wichtige Positionen wurden be- reits genommen. 2a. September 1915. Westlicher Kriegsschauplatz: Die Kampftätigkeit beschränkte sich auf Artilleriefeuer. Oesilicher Kriegsschauplatz: Westlich Dünaburg gelang es, in die russische vorgeschobene Stellung einzudringen. Uebcr 2100 Russen wurden gefangen genommen. Auch nördlich von Oschmiana konnten in Verfolgung des weichenden Gegners über 1000 Gefangene eingebracht werden. An der Ikwa und am Styr kam es an mehreren Stellen zu heftigen Kämpfen mit den österreichifch-ungarischen Truppen. Die bisher östlich Luck befindlichen Abteilungen wurden In die Stellungen am Westufer des Styr zurückgenommen. Der schweizerische öunöesrat über Sie Beziehungen zu üen kriegführenden Mächten. Aus der Schweiz wird uns geschrieben: Soeben veröffentlicht der schweizerische Bundesrat seinen vierten Bericht an die Bundesversammlung über die von ihm getroffenen Maßnahmen in der Zeit vom 15. Mai 1916 bis 1. September 1916. Das größte Interesse bieten die Mitteilungen über die bekannten Verhandlungen der schweizerischen Delegation mit Vertretern der Entente st aatcn über den o mpensationshandcl der Schweiz mit den Mittelmächten und sodann über die die gleiche Materie betreffende deutsche Note vom 8. Juni 1916 an den schweizerischen Bundesrat. Ter schweizerische Bundesrat greift auf die vor Jahres- frist mit der Entente geführten Verhandlungen über die Gründung des schweizerischen Einsuhrtrustes zurück, bei denen er den Standpunkt vertrat, daß der schweizerischen Volks- Wirtschaft die Möglichkeit verschafft werde, sich das, was ihr zu befriedigender Tätigkeit notwendig ist, auf dem Koni- Pensationswege zu beschaffen, und zu diesem Behufc ihr nicht' nur, was ohne weiteres klar ist, die Verfügung über die In- landsprodukte, sondern auch im Rahmen des Möglichen über gewisse eingeführte Waren einzuräumen. Es kam darüber zu einem Kompromiß, nach dem die damals für deutsche und österreichisch-ungarischc Regierung in der Schweiz lagernden Bannwaren, 9845 Wagen, dem Bundesrat zuKompensations- zwecken zur Verfügung gestellt wurden und zwar grundsätz- lich bestimmt wurde, daß die durch Vcrmittclung des Einfuhr- trustes eingeführten Waren nicht Gegenstand des Austausches mit anderen Ländern werden können, daß aber immerhin be- sondere Verständigungen von Fall zu Fall, ausdrücklich vor- behalten wurden,>vas im Artikel 11 der AussührungS- bcstimmungen des EinfuhrtrusteS festgesetzt ist. In einer Note des schweizerischen Bundesrate» vom 92. September 1915 an die Entente wird unter Berufung auf jenes Kompromiß festgestellt, daß die beiden Vertragsteile dahin einig geworden sind, daß die im gegenseitigen Einvcr- ständnis zu Kompensationszwecken verwendeten Waren in den Kontingenten der für die Schweiz bestimmten und einzufüh- rcndcn Waren nicht übergriffen sind. Daraufhin hat die Entente mit Kollcktivnote vom 4. Oktober 1915 die Zusichc- rung weiten Entgegenkommens bei Anwendung der aufge- stellten Grundsätze erneuert. In seiner Note vom 9. April 1916 ersuchte der schweizc- rischc Bundesrat die Entente, ihm entweder diejenigen Kate- goricn von Waren zu bezeichnen, die durch den Eiufuhrtrust eingeführt, kompcnsationSweisc Verwendung ffndcn können, oder� aber ihre Einwilligung zu erteilen, daß die für den deutschen und österreichifch-ungarischen Zentraleinkauf in der Schweiz lagernden Waren zu Kompcnsationszwecken heran- gezogen werden könnten und eventuell zu bestimmen, in welchem Maße dies geschehen könnte. Außerdem wurde die Aufmerksamkeit der verbündeten Regierungen auf den emp- findlichen Mangel an Baumwoll-, Leinen- und Wollenwarcn (Konfektion und Wäsche), namentlich an für den Mittelstand und die Arbeiterklasse bestimmten Kleidern und Wäscheartikeln (Hemden, Strümpfe, Unterkleidern usw.) gelenkt. Diese Waren bezieht der schweizerische Handel vorwiegend aus Deutschland, und mehr als 4000 Ausfuhrbewilligungen waren, unter der Bedingung der Rücklieferung der Rohstoffe, seitens der dcut- scheu Behörden erteilt worden. Der Bundesrat ersuchte die verbündeten Regierungen, ihr Einverständnis mit der Rückgabe des entsprechenden Rohstoffes zu erklären und so die Aus- lieferung der zum größten Teil bezahlten konfektionierten Ar- tikel zu ermöglichen, wobei natürlich die genaue Kontrolle des Austausches zwischen Rohware und Konfcktionswarc durch den Einfuhrtrust zu befragen wäre. Die Entente antwortete darauf in einer Note vom 19. Juni mit der Erklärung, daß sie sich zwar verpflichtet habe, die Bestimmungen über vorauszusehende Kompensations- abkommen im Geiste des Entgegenkommens zu interpretieren, daß sie sich aber im Grundsatz weder mündlich noch moralisch verpflichtet haben, den Import von Waren irgendwelcher Art in die Schweiz zum Zwecke des Austausches mit Deutschland und Oesterreich-Ungarn zu gestatten. Das tvar nicht loyal von den Entente-Regicrungen, sondern eine vage Inkonsequenz und ein gegenüber der Schweiz recht unfreundliches Auskneifen. Dabei erklärten sie sich allerdings gleichzeitig: Verhandlungen bereit, zu j denen die schweizerische Delegation zweimal nach Paris reiste, um beide Male mit leeren Händen zurückzukommen. Die deutsche Note vom 8. Juni erklärt:„Die kaiserliche Regierung sehe sich vor die Notwendigkeit gestellt, den Umfang ihrer Ausfuhr nach den neutralen Ländern da- von abhängig zu machen, daß diese Länder ihrerseits dem Deutschen Reich die Aufrechterhaltung der bisherigen Ausfuhr durch angemessene Zufuhren von Erzeugnissen ermöglichen, die zum Lebensunterhalt der an der Erzeugung der Ausfuhr- waren beteiligten Bevölkerung erforderlich sind und die bei der Erzeugung der Ausfuhrwaren und bei der Beförderung der Aus- und Durchfuhrwaren verbraucht werden. Bei der Verteilung der zur Ausfuhr verfügbaren Erzeugnisse auf die einzelnen neutralen Staaten werde darauf abgesehen werden müssen, in welchem Umfange dieselben die Zufuhr von so- genannten Bannwaren nach Deutschland ermöglichen. Aus diesem Grunde wird erklärt, die deutsche Regierung sei ge- zwungen, die Ausfuhr deutscher Erzeugnisse nach der Schweiz im bisherigen Umfange davon abhängig zu machen, daß ins- besondere der in der Schweiz lagernde deutsche Besitz an Lebens-, Genuß- und Futtermitteln, Maschinenölen, Roy- baumwollc, Baumwollgarnen und Baumwollgeweben zur Ausfuhr gelange. Dabei wird darauf hingewiesen, daß Deutschland im Kompensationsverkehr ganz erhebliche Vor- leistungen gemacht habe, die die Note auf etwa 16,5 Millionen Frank beziffert: diese Schuld könnte in der Weise abgewickelt werden, daß der deutsche Besitz in der Schweiz zunächst bis zur Tilgung derselben in drei Monatsraten zur Ausfuhr gc- lange. Nach Tilgung dieser Schuld würde der Kompensations- verkehr auf Grund bisheriger Vcrrechnungsverhältnisse fort- gesetzt. Mit Hinsicht auf die von anderen neutralen Staaten an sie herantretenden außerordentlich hohen Anforderungen müsse die deutsche Regierung in aller- kürzester Frist volle Klarheit darüber sich verschaffen, in welchem Verhältnis und in welchen Mengen sie unter Be- rücksichtigung der crzielbarcn Gegenleistungen ihre zur Aus- fuhr verfügbaren Bodenschätze und industriellen Erzeugnisse in Zukunft den einzelnen neutralen Staaten zuführen könne; sie würde deshalb nach Ablauf von zwei Wochen für die Schweiz bestimmte Waren behufs anderweitiger Vcrivendung zurück- halten müssen, glaube indessen annehmen zu dürfen, daß bis dahin die Ausfuhr aus der Schweiz in der angedeuteten Weise gchandhabt werde." Der schweizerische Bundesrat antwortete darauf mit einer Darstellung der Gründung des Einfuhrtrusts und der dadurch für die Schweiz geschaffenen Lage. Ferner Verwies er auf die mit der Entente angebahnten Verhandlungen und gab so- dann der U c b e r r a s ch u n g Ausdruck über das Begehren um die„Bewilligung der Ausfuhr des in der Schweiz lagernden deutschen Besitzes an Lebens-, Genuß- und Futter- Mitteln, Maschinenölen, Rohbaumwolle, Baumwollgarnen und Baumwollgcweben, da der Bundesrat, wenn er diesem Be- gehrcn entsprechen würde, seinen gegenüber den Ententcstaaten eingegangenen Verpflichtungen in gröblicher Weise zuwider- handeln würde. Die Uebcrraschung sei um so lebhafter, als die deutsche Regierung erkläre, daß sie im Falle der Nicht- bcwilligung der verlangten Ausfuhr nach Ablauf von zwei Wochen für die Schweiz bestimmte Waren behufs ander- wcitiger Verwendung zurückhalten»verde, was bedeuten würde, daß deutscherseits erteilte Zusicherungen ohne irgendwelches Verschulden der schweizerischen Behörden hinfällig würden. Der Bundesrat gibt der Uebcrzeugung Ausdruck, daß die deutsche Reichsrcgicrung um so weniger eine solche Konsequenz ziehen werde, als sie selbst das bisher bewiesene Entgegen- kommen der Schweiz anerkenne; er verweist auf die in Paris begonnenen Verhandlungen der schweizerischen Delegierten, und erklärt es als ausgeschlossen, innerhalb der in der deutschen Note festgesetzten zweiwöchigen Frist an eine materielle Erledigung der von der deutschen Reichsrcgicrung aufgestellten Postulate heranzutreten, weshalb allem voraus die Frist in angemessener Weise verlängert werden sollte." Die deutsche Gesandtschaft in Bern antwortete darauf im Namen der deutschen Regierung,„daß ja allerdings für den Fall des Zustandekommens des Einfuhr- trustes verabredet worden sei, daß keinerlei Verpflichtungen für die Schweiz bestehen, die sich mit den Bestimmungen des Trustes nicht vereinbaren lassen, daß aber eine solche Absprache nur möglich gewesen sei, nachdem die Ententemächte in Artikel 11 der Aussührungsbcstimmungcn der S. S. S. die zukünftige Möglichkeit von Kompensationen mit Trustwarc zugesagt hatten. Da diese Zusage nur in ganz ungenügender Weise erfüllt worden sei, müsse sich die kaiserliche'Regierung gezwungenermaßen eine anderweitige Verwendung gewisser Erzeugnisse vorbehalten. Die deutsche Regierung sei genötigt gewesen, die schweizerische Regierung zu bitten, sich in kurzer Frist über die ausgesprochenen Wünsche zu äußern; die erwähnten Entscheidungen gestatten deshalb keinen Aufschub, iveil diejenigen neutralen Länder, mit welchen Deutschland zurzeit Handelsbeziehungen unterhalte, dabei beteiligt seien. Inwieweit diese Entscheidungen die Zufuhren nach der Schweiz ungünstig beeinflussen werden, werde die deutsche Regierung zu ihrem Bedauern davon abhängig machen müssen, ob es der schweizerischen Regierung in kurzer Frist möglich sein werde, ausreichende Kompensationsmöglichkeiten zu schaffen. Schließlich gibt die Note der Ueberzcugung Ausdruck, daß es der schweizerischen Regierung gelingen werde, eine beiderseits befriedigende Lösung im Sinne der auch wirtschaftlich so aus- gezeichneten Beziehungen zwischen den beiden Ländern herbei- zuführen." Der schweizerische Bundesrat berichtet sodann nochmals über die Verhandlungen in Paris, die nur insofern für die Schweiz nicht vollständig ergebnislos verlaufen sind, als die Entente wiederholt die Bereitwilligkeit aussprach, nach Mög- lichkeit für die Beschaffung dessen zu sorgen, was die Schiveiz für ihr wirtschaftliches Leben nötig hat.„Es sind denn auch seither, während die Verhandlungen mit Deutschland, von einzelnen Ententeregierungen entsprechende Zusicherungen ge- geben worden." Die Verhandlungen mit den deutschen Vertretern be- ganncn am 21. August und ihre bisherigen Ergebnisse lassen nach dem Berichte des schweizerischen Bundesrats eine an- nehmbare Lösung erwarten. Das in Aussicht stehende Ab- kommen wird sofort nach erfolgter Genehmigung veröffentlicht werden. Die Neutralen zwischen den kriegführenden Mächtegruppen werden arg bedrängt und lernen so die Bitternisse des Krieges ebenfalls in reichem Maße am eigenen Leibe empfindlich zu kosten.(z) politische Ueberflcht. Sozialdemokratie und Kolonialpolitik. Am 7. Juni d. I. veranstaltete der Aktionsausschuß der Deutschen Kolonialgesellschaft in Berlin einen„Kolonial- politischen Abend", der sich zu einer Kundgebung für eine „tatkräftige koloniale Betätigung" gestaltete. Ais Redner traten bei dieser Veranstaltung der Freisinnige Dr. W i e m e r, das Zentrumsmitglied Dr. S ch>o a r z e, der Konservative Graf Westarp, der Nationalliberale Dr. Stresemann und der Sozialdemokrat Dr. L e n s ch auf. Der AktionL- ausschuß der Deutschen Kolonialgcscllschaft hat nun die Reden im Druck erscheinen lassen und die imperialistische Wochen- schrift„Das größereDeutschland" widmet ihnen noch nachträglich begeisterte Worte der Zustimmung. Da die Rede, die der sozialdemokratische Abgeordnete Dr. Lensch hielt, nach den Worten des erwähnten Organs einer„ganz b e s o n- deren Aufmerksamkeit in weitesten Kreisen aller Kolonialfreunde und bei zahlreichen Politikern begegnete," bringt es in seiner neuesten Nummer die Haupt- sächlichsten Teile dieser Rede zum Abdruck und bemerkt hierzu: „Diese Ausführungen zeigen, daß die fortgeschrittenen>% kA J \i'■ i ■ 3 Bände 4 Mark- H.& P. Uder Buchhondlung Vorwärts Merlin SO. 16, • Bngcl-Clfer 5. Tabak-Groliltandlnng und Tabaklabrik. MF Rauch-, Kau-, Schnupftabake, Zigarren, Zigaretten."Vfl Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Größte Auswahl gelagerter Zigarren in allen Preislagen. Sämtliche be- ßttßtt ZU 0ri"lna,pr~'8ei>* kannten Marken Amt llpl.. 3014. N»tt, Feme« Velne Plflschmäntel. Seulplöfich, mit eoht«m P»1b- kragam und Pelzklappan, auf rain». 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Leider ist er an dielen Orten während des Krieges aufgehoben, während ein verstärkter K i n d e r s ch u tz am Platze wäre. Beispielsweise wird uns be- richtet, dost in Aachen 12— 14jährige und noch jüngere Kinder in einer Fabrik vonöUhr morgens bis öUhr abends beschäftigt werden. Todmüde kehren die Kinder zu hrer Mutter heim und suchen hier noch der Mutter, die als Heimarbeiterin sür Druckknöpfe arbeitet, zu helfen- Ganze sieben Mark in der Woche erhält das geplagte Kind. Vom Schulbesuch werden die Kinder dispensiert! Soll es denn wie in den zwanziger und dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts wieder werden, wo die Kinderplage im rheinischen Industriegebiet stark war, bis schließlich der Selbstmord eines dieser geplagten Geschöpfe Aulatz zu einer Bewegung wurde, die zu den ersten Kinderschutzgesetzen in Preußen führte. Gerade während des Krieges ist der Kinderschutz zu fördern. Ter Reichstag darf nicht wieder auseinandergehen, ohne daß zum mindesten die gesetzlichen Kinder- und Frauenschutzvorschriften wieder in alle Gel- lung gesetzt werden. Die Erkenntnis von der Notwendigkeit eines wirksamen Mutter- und Kinderschuhes hat auf einer Tagung des nieder- österreichischen Landeslehrcrvereins Boden gefaßt. Dort wurde folgende Entschließung angenommen: „Im Jntercssc der Erhaltung und Stärkung der Wchrhaftig- keit des Volkes hat die Lehrerschaft mit allem Nachdruck dafür einzutreten, 1. daß durch wirksame Gesetze auf dem Gebiete des Mutier- und Säuglings schuyes die Heranziehung eines gesunden Geschlechtes gefördert werde; 2. daß endlich der Ausbeutung jugendlicher Kraft durch ge- werbsmäßige Kinderarbeit ein Ende gemacht wer de; 3. daß zur Erziclung derlicfier geistiger Ausbildung die uneingeschränkte achtjährige Schulpflicht im ganzen Reiche wirklich durchgeführt und an die allgemeine Volksschule eine allgemein verpflichtende Fonbilduugsschule angegliedert werde; 4. daß die auf erhöhte Selbständigteit der Schüler abzielenden modernen Bestrebungen durch Herabsetzung der Schüler- zahl und Bestellung der erforderlichen inateriellen Hilfe gefördert werden; 5. daß der für Knaben und Mädchen ver- pflichtende Turnunterricht nach Kräften begünstigt werde rmd zwar sowohl durch Ausbildung der Lebrer als auch durch Bereitstellung von Räumlichkeiten und Geräten; 6. daß alle schulhygie- nischen Maßnahmen zur körperlichen Ertüchtigung/, Uhr Pankow-Nord- bahn. Fahrgeld 60 Pf. Gäste willkonunen. Waldfeit für Niederbaruim. Für die zum IL Bezirk bei Sitetie» Niederbarnint gehörigen Orte veranstaltet die Bezirkikommiifion am Sonn- tag, den 24. September, bei Hennigsdorf ein Waldfest. Programm: Mandolinenvorträge, Rezitationen, Bewegungsipiele. Treffpunkt der de- telligten Orte: Sonntag vormittag 8'/. Uhr Bahnhof Hohen-Neuendorf. Freireligioic Gemeinde. Sonnlag, den 24. September, im großen Festsaal des Berliner Stadthauics, Stralauer Straße. Einganz Juden- straße: Jugendweihe. FestvorNag von Herrn Dr. B. Wille:»Bedeutung der religiösen Weltanichaaunz". Märkiiche Spiel-Bereinigung, Bezirk Groff-Berliu. Am Sonn» tag, den 24. September, sinden iolgende Spiele der I. iUaiie statt: Fichte III— Frisch Frei Neukölln— Fichte IV. Velten— Fichte XVk. Der vornnnstebcnde Verein daiu.— Montag, den 25. September: Sitzung bei Stein, An der Stralauer Brücke 3. Ansang 80, Uhr. Zlrbeiter-Samaritervund. KoionneAroß-Berlin. Mittwoch, den 27. September, abends 8'/. Uhr: Mitaliedcrveriammlung in GieSkcS Vcreinshaus. Köpnicker Straße 62. Die Mitglieder werden dringend gebeten, pünktlich zu erscheinen. Vriefkaften öer Reöaktlon. Dt« luristtsche eprechstund» sind« für iidonnealen itadexge. 8,!▼. Ha« rechts, parterre, am Montag bis Freitag von t diS 7 Ugr, am Sonnadend von 5»I» 8 Uhr statt. Jeder sttr den L r i e I l a st e n deltimmten Antrag« M ein Buchstabe und«ine Zahl al« Wecteeichen beizusüg-n. Brieslich« Antwort wird nicht erteilt. Antragen, denen leine ilbonnementSauitiung beigewgt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Eprechfwnd« vor. BrrtrSgr, echriftstülsc»nd vrrglclchcn tringr mar in die Cprcckftnnve mit. A. Z. 82. Sie müssen sich melden.— 8. 11. 1. Ausdehnung der Blutadern. 2. Plattfüße. 3. Hcrzscbler; landsturmpflichtig. 4. Die Be« xcichnung bezieht sich aus die Sehichärse.— A. D. U. 1874. Wenden Sie sich an die Deutsche Zentrale für yugcndiüriorge, Monbijou-Plat! 3. — I. Sch. 100. Für den zweiten Sohn erhält die Muitcr keine Unter- stützung. Wenn der Bmder den Mietsverirag nicht mit unterzeichnet hat, wird sie auch keine MietSuntirstützung erhalten. Sie müßte deshalb wegen Armenunterstützung beim Armcnvorttcher eintommcn.— K. 2l. 9. Jedt in der KricgSzeit ist das zulässig.— E. B.«8. 1. Ja. 2. Ter§ 1310 deS Bürgerlichen Gesetzbuches enthält darüber näbere Beilimmiinnen,— ffi. B. Herzkrank, nervenkrank, schlechte Zähne. Zeitlich dienstuntauglich. — K. 71. Die abgezogene Unterstützung müßten Sie zunächst durch Be- fchwerde beim KrciSauSschuß(Landrat) zu erlangen versuchen.— St. I. 9. B Allgemeine Körperichwächc. landsturmpflichtig.— L. F. 15. Der Wirt kann während der Dauer des Vertrages die Miete nicht steigern. Sie sind nur verpfllchlet, den niedrigen Mictspreis zu zablen.— Erwin 99. 1. ES wird Jbncn von der Halste deS geichlachteten Schweines so- viel auf Ihre Fleiichkarte in Anrechnung gesetzt, als in der dortigen Gemeinde aus den Kops des Nnwobners entfällt. Die andere Hälfte des Schweines kommt nicht in Ansatz. 2. Ja. 3. Bürgerliche FeiedenSbestrebungen. Eingegangene Druckschriften. Hesseö Boltsbücherei. 10s7: Meine Bildergalerie. Novellen- buch von B. Groller.— 1038: Der grosse Ilnbekaiiiite. Von H. Haan. — 1099: I« Polen und Frankreich als freiwilliger Krankenpfleger. Von H. Ullmann.— 1100: Hochlaudslieder. Von K. Sticler.— lIOl: Nene Hochlandölieder. Von K. Sticler.— 1102: Gold«nd Eisen. Von P. Krause.— 1103: Allerhand Kriegsvolk. Von K. Küchler.—> 1104: Mein schönes Deutschlaud. Von L. Nießen-DeiterS. Einzelnummer 20 Pf. Hesse u. Becker, Zeipzig. Oeisugscjiuellen-Veraseflctmis ßerlin-Nordeffi Drogsn, Fnt-bon;_ ' iSuellaetilr. 59 k'.L-JiTiet. i Ftelsoh- u. Wurst w. WloUrt- UCUlTi Sir. Ii« 3 fj* Solange du Vorrat reichte 3 (Dam.-. 6*11. Mädohon-Oapdop,3� K3>oa<-'waren � Strslitzar M CÜ/j)h Thnm«o!;eiMclt«id«rfnl.54|J QRUUJBBdIu« M8hlhandlang(| Mehlhandiungen*5 E. Fint PapWi. M, b Bs! cemelcsamem Bezug PrelssnnSsslsnnö Berlin, LBIzovJstr. 94. Verlangen Sie PreliHst«. -.r» m ,■ ,« ji i nncel [L 0 ReSbelmanazlna Wiese S Co. BeislPiMdaTfrst. 97 Tischlermeister >1 rß BexugSQuelSexi-Versceictiniis Oerliiri-Osteri Ersclisijit vöfhenllicb Mlireal. rn�astehpinlo(»psifWfft rfflh luv EinWäiifsi. ■3c Butter» Eier, KSee xra w«» FAsnihantilung gP.HJüterMjfillalenä m. Pielsdi RSatilhandluna Königsborger StraHe 2ß 27 Solango der Varrat'rclchtß 'Bei gemeinsamem Bezug Preisermiesigung Berlin, LOtzowstr. 94. VerlcngoBjSN�Pirelilltte� xPhotograph. Ateüeranc NHaynn, Frankrurt. Alle« 09W H aetr. Rlngbnh. Frnr.kf. All««, st . Schuw. u. Besoh(an stalten Fetersbnrgor Strnße 48. ■ac Schuw. u. cj. ßlfitii i f——- WarenhSnaep aen ÜUtzlarsrr WtlonUni 1!« Fl:ai:ii>