Wr.«W. Berliner Volltsblnkk. äei»{ozialdcmokratiTcbcn partct 33. Jalsrgmtg. flbonncmentS'Redlngungen: Rlonnementl• Preis pränumerando Lierteijähri S.90 Ml. tnoimll 1,30 Ml. wöcbenlttch 30 Pjg, frei INS Hau». Einzelne Nummer 5 Pig. EonnlagS. numulei mit iQuftttctiex EannlagS- Beilage»Tie Neue äSelf" 10 Big, Pofi- Udannement: 1,30 Mari pro Monal. Eingeiragcn in die Boil-AenungS- BreiSlüic. llnlcr Kreuzband für DciiüÄIand und Oesterreich- Ungarn 2,50 Marl, für das übrige Ausland 4 Marl pro Monat Bostabonncmcni» nehmen an Belgien, Dänemarl, Holland, Jlalien, Luxemburg, Ponugal. Rumänien. Schweden und die Schwei», kllchelnl iZgllch, Zcntrtiorgxn Die Interttons-Gebübr ieträgt für die sechsgespaltene Nolonel- »elle oder deren Raum SO Pfg,. für »olinschc und gewerlfchaflliche Vereins- und Vcrsammlungs- Anzeigen 30 Pfg, „Kleine Hnzeigen". das fcligcdruilie iSorl 20 Pfg, fzuläfstg 2 ferigedruilie Warle), jedes weitere Won 10 Pfg. Elellengejuche und Echlafftellenan- zeigen das erste Wort 10 Pfg. jedes weuere WoN S Vfg, Worte über lö Buch- staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Rümmer müssen bis S Uhr nachmittags in der Expedition ibgegcden werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet relegramm-Kdrcsfe: .Sozlaldemolirat Rcrlio". Deutfcb lande. Reöaktion: EW. öS» Linöenstroße Z. Fernsprecher: Ami Vtorrtivlan. Nr. lSI SV— 15197. Das Ergebnis der Reichs- konferenz. Die Neichskonferenz, die am Sonnabend nach dreitägiger Beratung mit Sonnenuntergang ihr Ende erreichte, ist— äußerlich betrachtet— minder stürmisch und ohne jene dramatischen Szenen verlaufen, die manchem Parteitag in früheren Jahren, man denke nur an Dresden und Magde- bürg, das äußere Gepräge gaben. Auch diesmal schlugen die Wogen der Erregung zuweilen mächtig empor, auch diesmal kam es zu Ausbrüchen des Temperaments und Explosionen der Leidenschaft; aber sie verebbten rasch genug, nm den Verlauf des sachlichen Meinungsstreits nicht gewaltsam zu stören. Die Kriegskonferenz trug, mit eineni Wort, trotz mancher Sturmzeichen und manchen Grollens verhaltener unterirdischer Mächte, einen minder eruptiven Charakter, als manche Tagung in der Zeit, wo das nationale und das Völkerleben nicht von den!trämpfen eines beispiellosen Welt- bebens geschüttelt wurde. Das mögen bürgerliche Kreise und wohl auch manche proletarischen Elemente nicht erwartet haben. Vielleicht rechnete man im bürgerlichen Lager auf den unversöhnlichen Zusammenprall der Gegensätze, auf die Parteispaltung, auf die Zerreißung des deutschen Arbeiterheeres in zwei Teile. Für die Kenner der Parteiverhältnisse und die aufmerksamen, wetterkundigen Beobachter allerdings sah die Situation von vornherein wesentlich anders aus. Denn wenn auch, bei dem im„Vorwärts" bereits hinlänglich gewürdigten, schreiend un- demokratischen Vertretungssystem, das kleinen, von der Partei- burcaukratie mühelos beherrschten Mitgliedschaften ein ganz unverhältnismäßig größeres Vertretungsrecht verlieh, als den Delegierten der großstädtischen und industriellen Wahlkreise, von vornherein eine starke Delegierten- Mehrheit für die sogenannte Parteimehrheit feststand, so vermochte sich doch die Jnstanzenmehrheit auf das Trugbild dieser„Mehrheit" ernst- lich kaum zu stützen. Eine aggressive, die Gegensätze zu- spitzende, den Konflikt zur gewaltsamen Lösung treibende Taktik hätte ihr nur den flüchtigsten Augenblickserfolg, einen traurigen Pyrrhussieg verschafft, der für die endgültige Gestaltung der Parteiverhältnisse nicht das mindeste bedeutet hätte. So war die„Mehrheit" ver- ständig genug, es von vornherein nicht auf das äußerste ankommen zu lassen. Ihr Vorgehen ver- mied jede unnötige Provokation der„Minderheit". Und die Minderheit ihrerseits, die ja durch ihre Beteili-- gung an der Konferenz von vornherein ihre Bereitwillig- keit zu einer unverbindlichen Aussprache bewiesen hatte, fühlte erst recht keine Veranlassung, irgend etwas zu unternehmen, was zur Sprengung des Rahmens der Partei hätte beitragen können. Alle Teile der Opposition bewiesen damit, wie falsch die Anschuldigung war, daß das Bestreben der Kritiker der Haltung der Fraktions- und Jnstanzenmehr- heit auf eine Spaltung der Partei hinauslaufe. Die Partcieinheit ist durch den Verlauf der Reichs- konferenz damit, wenn nicht alles trügt, gesichert. Gesichert dadurch, daß man sich auf allen Seiten auf den von uns immer vertretenen Standpunkt stellte, daß erst ein o r- dentlicher, unter normalen politischen Verhältnissen stattfindender Parteitag berufen sein werde, über die Fragen der Kriegspolitik sein Urteil zu sprechen. Gesichert dadurch, daß die„Mehrheit" sich der vernünftigen Erwägung nicht verschloß, daß durch diktatorische Maßnahmen, durch Mcinungskundgebungen irgendwelcher Instanzen die Veschlüsie solcher von wirklich demokratischen Garantien umgebener Parteitage nicht ersetzt werden könnten, sondern daß erst das sozialistische Proletariat in seiner Gesamtheit, nach vorhergegangener, uneingeschränkter Information, zum Richter über die Streitfragen innerhalb der Partei berufen sei. Gesichert auch dadurch, daß die„Minderheit" zwar an der Haltung der Fraktions- und Jnstanzenmehrheit pflichtgemäß die schärfste Kritik übte, aber den endgültigen Urteilsspruch der obersten Vertretung der Partei, eben dem Parteitag, überließ. Wäre von der„Mehrheit", von Fraktions- und Partei-! vorstandsmehrhcit, von Partciausschuß und der Preußischen Landeskommission auch bisher schon ein derartiger Stand- Punkt eingenommen worden, so wäre der Partei mancher bittere innere Kampf erspart geblieben, so hätten die Formen des Meinungsstreites innerhalb der Partei organisatorisch und formal-literarisch schwerlich jemals die Form angenommen, über die die„Mehrheit" sich so oft beklagen zu dürfen ge- glaubt hat. Damit soll natürlich nicht das mindeste gegen die Not- wendigkeit deS schärfsten und nachdrücklichsten Austrags der sachlichen Meinungsdiffercnzcn gesagt sein. Denn über diese sachlichen Auffassungsgegensätze hinwegtäuschen zu> Sonntag, den Ä4. September wollen, hieße die Rcichskonferenz und den ganzen Inhalt ihrer Verhandlungen völlig schief darstellen, hieße den proleta- rischen Massen ein total falsches Bild von der Politischen und parteipolitischen Lage vortäuschen wollen. Daß schroff st e, un versöhnlich st e Gegensätze vorhanden waren und durchgefochten werden müssen— nicht erst in der beschaulichen historischen Rückbetrachtung späterer Zeiten, sondern gerade jetzt, im Augenblick wich- tigster weltgeschichtlicher Entscheidungen— muß mit äußerster Entschiedenheit und Unzweideutigkeit ausgesprochen werden. Jedes Referat, jede Diskussionsrede strotzte von solchen fach- lichen Differenzen, von Gegensätzen nicht nur sogenannter Taktik, sondern von unvereinbaren Gegensätzen der Welt- a n s ch a u u n g. Wer den Verhandlungen der Reichskonferenz als Wissender beigewohnt hat, weiß, daß hier Streitsragen von einer klaffenden Tiefe und Unversöhnlickkeit aufgerollt wurden, die durch keine Aussprache überbrückt zu werden ver- mögen. Ihre Lösung können sie nur finden durch ein klares Entweder— Oder. Nicht der Instanzen, sondern der M a s s e n der Parteigenossen. Beruht doch die Einheit der Partei nicht auf der Ansicht und dem Willen von ein paar hundert oder auch ein paar tausend„Führern", sondern auf der Willens- und Meinungskundgebung der Hunderttausende, die das eigentliche Fleisch und Blut der Partei, den Träger der sozialistisch-proletarischcn Bewegung bilden. Nichts liegt uns bei dieser Betonung natürlich ferner, als eine Demagogie der„schwieligen Arbeiterfaust" betreiben zu wollen. Die Masse des Proletariats ist leider— dank unseren Schul- und allgemein-kapitalistischen Kulturzuständen. — nicht in der Lage, von höherer politischer und geschicht- licher Warte herab selbständig über die durch den Weltkrieg so aktuell gewordenen Streitfragen der Völkergeschickc entscheiden zu können. Aber es bringt nach seiner Klassenlage und seinem unverfälschten, gesunden Menschen- verstand das Urteilsvermögen auf, um im Streit der Meinungen nach unbehinderter Anhörung der Ansichten der beiden Teile sein Urteil abgeben zu können. Und auf dies Urteil konimt es in Geschichte und Parteigeschichte an, seine Auffassung ist ausschlaggebend. Sein Urteil aber wird und muß auf den ordentlichen Parteitagen seinen Ausdruck finden. Eine völlige Verkcnnung dieses demokratischen Grund- Prinzips jeder Massenbewegung erweist deshalb auch die überaus naive Behauptung einzelner„Mehrheits"rcdner, daß ihnen ja auf der Konferenz gar nichts Neues gesagt worden sei. Mit größerem Rechte könnte den Mehrheits- rednern dieser Vorwurf zurückgegeben werden, zumal ihre Argumentation nur den dürftigsten Abklatsch der nattonalistisch- imperialistischen Darstellungsweise darstellte, die V 0 r dem Kriege von der gesamten Partei so schonungslos kritisiert und verworfen wurde. Aber diese Genossen täuschten sich auch völlig über das, was ihnen von der„Minderheit" stets entgegengehalten wurde. Denn trotz der besonderen Kriegszustände ist ja bereits in der Presse, in Zeitschriften und Broschüren so vieles Gründlichere und E r- s ch ö p f e n d e r e gegen die Mchrheitspolitik gesagt worden, daß diese Argumentein mündlicher Diskussion, die auch allerlei Nebensächliches berücksichtigen mußte, unmöglich in gleicher Vollständigkeit und Geschlossenheit wiederholt werden konnte! Nicht darüber beklagte sich ja seit 26 Monaten die Minderheit, daß sie nicht in Geheimzirkeln und geschlossenen Konferenzen ihre Ansichten darlegen konnte, sondern daß ihr unmöglich war, den breiten, ausschlaggebenden Massen ihre Auf- fassungcn darlegen zu können! Auf deren Urteil kam und kommt es an, nicht auf die Unbclehrbarkeit kleiner Instanzen- und undemokratisch gesiebter Vertretungskörper I Ucbcr die Konferenz wird noch manches zu sagen sein. Für heute genüge die Feststellung, daß die Mehrheit einen höchst zweifelhaften„Sieg" errungen hat. 168 Delegierte und stimmberechtigte Vertreter lehnten es in namentlicher Abstimmung ausdrücklich ab, dieser so eigenartig und undemo- kratisch zusammengesetzten, unter den bekannten Schwierig- ! leiten des Belagerungszustandes tagenden Konferenz über- Haupt irgendein Entschließ ungs recht einzu- räumen, sei es auch nur die Festlegung u n v e r b i n d- licher Meinungskundgcbungcn. Die Mehrheit bestand aus 275 Stimmen, wozu der überwiegende Teil der Fraktions- Mehrheit und die bekannte Majorität des Parteiausschusses zu rechnen ist. Zieht man von dieser Mehrheit und den- jenigen, die sich auf die späteren Beschlüsse materieller Art vereinigen, die Jnstanzenvertreter ab, so verbleibt eine so schwächliche Mehrheit, daß in der Tat schon die Vorsicht es verbieten mußte, es auf der Reichskonfercnz und nach der Reichskonferenz zu irgendwelchen parteipolitischen Kraftproben zu treiben.! Expeüition: SM. bS, �inüenstratze 2. fsernsprectier:«mi Moritipln«, Nr. 15190—15197. Die Opposition ist eben kein„kleines Häuflein" von „Quertreibern" mehr, wie es die Mehrhcitsstrategen so gern darzustellen beliebten. Sie ist in Deutschland wie in Frank- reich ein so starker, wohlorganisierter Teil der Partei, daß der Krieg gegen sie die Abstoßung des besten, stärksten Elc- ments der Partei bedeutete. Repräsentierten doch selbst auf dieser Konferenz die Vertreter der entschiedenen Linken annähernd die Hälfte aller organisierten Partei- genossen, nicht zu reden von den so starken Minoritäten in vielen unserer Großstädte. Der Verlauf der Neichskonferenz und das Verhalten der nominellen Mehrheit scheint uns deshalb die Gewähr zu bieten, daß die Zeit der parteiofsiziösen Ver- femung der„Minderheit", der in stanzen- mäßigenVerurtcilungenendgültigvorüber ist und daß dem Kampf der Geister und dcr Prinzipien freier Spielrauni gegeben wer- d e n w i r d, wie es ja der demokratische Charakter der Partei ohnehin als selbstverständlich voraussetzt. Trifft diese unsere Auffassung zu, so wäre damit der kleinliche Kampf instanzenmäßiger Vergewaltigung und per- sönlicher Verbitterung aufgegeben— zum besten der Partei. Derern st e. schwere, pfli cht gemäße Kampf der sachlichen Gegensätze freilich wird dann erst recht seinen Fortgang nehmen müssen zum WohlederParteiundzurRettungdcrnatio- nalcn und internationalen Wohlfahrt, zum Heilder europäischen Stationen! die Vorgänge in Heiechenianü. Griechenland wünscht den Rücktransport des d. Armeekorps. Berlin, 23. September.(SS. T. B.) Der griechische Gesandte bat in mündlicher, vertrauensvoller Aussprache mit dem Staatssekretär des Auswärtigen Amts zu erkennen gegeben, daß es seiner Regierung lieb wäre, wenn die nach Deutschland übergeführten griechischen Truppen bald nach der Schweiz geleitet würden, um von dort ans einein noch zu vereinbaren- den Wege nach Griechenland befördert zu werden.' Im Einvernebmen mit der Obersten Heeresleitung hat der Staats- sekrctär dem Gesandten erwidert, das; Deutschland die griechischen Truppen in loyaler Beobachtung der mit ihrem Befehlshaber ge- troffenen Vereinbarung lediglich als Gäste betrachte»nd daher grundsätzlich gern bereit sei, dem Wunsche der griechischen Regierung entgegenzukommen. Wir müsitcn jedoch tatsächliche und wirksame Sicherheiten dafür erhalten, daß die in den deutschen Schutz aufgenommenen Truppen von der Entente nicht untertvcgs ihrem Batcrlande entzogen oder für ihre neutralitätstrcue Ge- sianung«nd Betätigung gestraft würden. Die griechischen Soldaten in Deutschland. Görlitz, LZ. September.(W. T. B.) Laut amtlicher Mit- teilung wirb der erste Griechentransport voraussichtlich am Dienstag hier eintreffen. Telegrammzenfnr der Entente in Griechenland. Athen, 21. September.(W. T. B.)(Meldung der „Zentral News".) Von heute ab werden Telegramme für das Ausland mir der Zensur der Enteute unterworfen sein. Tie griechische Zensur ist abgeschafft. Eine Ansprache des griechischen Königs. London, 2L. September.(W. T. B.)„Daily News" meldet aus Athen vom 20.: In Gegenwart des Königs leisteten heute fünf Rekrutenklassen den Fahneneid. Alle in Athen be- findlichen Offiziere hatten Befehl, der Feier beizuwohnen. Der König hielt folgende Ansprache: „Ihr habt meine Befehle zu befolgen, Ihr seid meine Sol- baten, meine und keines anderen, Ihr müßt künstig als Soldaten Eueren Führern und durch sie mir treu sein. Aber Treue allein ist nicht genug. Ihr müßt Eueren Vorgesetzten, Eueren Führern und Euerem König blind gehorchen. Wenn jeder Soldat �dächte, wie er wollte, und wenn er glaubte, die Bedürfnisse der Nation beurteilen zu können, so bedeutete das ein Unglück für die Armee und das Land. Man wird mancherlei sagen, um Euch zu ver- führen. Hütet Euch vor den niedrigen Ausbeutern des Patriotismus. Glaubt ihnen nicht, denn sie wollen Eueren Patriotismus mißbrauchen. Sie versuchen, unter dem Mantel des Patriotismus Verbrechen zu begehen. Hört nicht auf sie. Ihr tretet jetzt in eine Armee ein, deren Geist vortrefflich ist, und die viele Traditionen hat. Euch wird dort der Geist der Aufopferung eingeflößt werden. Vergcßt nicht, was ich Euch gesagt habe, ver- geßt niemals meine Worte. Seid treu, aufopferungSbcrcit und habt Vertrauen." Eine Unterredung mit Venizeloö. London, 2r2. September.(SB. T. B.) Das Neutersche Bureau meldet aus New Kork: Der Korrespondent der Associa- (ed Preß in Athen hatte eine Unterredung mit Veni- zelos. Auf die Frage, ob etwas SBahres an den wiederholten Meldungen sei, daß er nach Saloniki gel)en werde, um sich an die Spitze der einstweiligen revolutionären Regierung zu stellen, er- klärte VenizeloS: Ich kann darauf jetzt nicht antworten. Ich muß noch ein wenig warten und sehen, was die Regierung zu tun de- absichtigt, bevor ich mich entschließe, was am besten zu tun ist, falls�Gricchcnland nicht in den Krieg eintritt. Wenn der König die Stimme des Volkes nicht hören will, so müssen wir selbst aus- finden, was am besten zu tun ist. Ich weiß nicht, was das sein wird, aber eine lange Fortdauer der gegenwärtigen Lage ist uner- träglich. Wir haben bereits alle Qualen eines unheilvollen Krieges erduldet, während wir neutral blieben. Auf die Frage des Korrespondenten, was geschehen Vierde, wenn Griechenland nicht in den Krieg eintreten werde, erwiderte Aem- äelos: Falls die Deutschen und Bulgaren erfolgreich stirb, so wird sicherlich ganz Mazedonien für uns verloren sein. Sind die Ver. oaudsniächte siegreich, woran ich fest glaube, so laufen ivir zunächst Gefahr, daß sie mit Bulgarien einen Sonderfrieden schlrestcn, in welchem Bulgarien gestattet werden könnte, das griechische Gebiet, das es mit Griechenlands Zustüumung beseht hat, zu behalten. Wird Bulgarien aber von den Alliierten vollständig erobert, ivaruni sollte dann Serbien uns, die wir den Bündnisvertrag mit ihm iiicht gelmlte» habe», Griechisch-Mazcdonieil zurückgeben, daö es den Bulgare», denen wir es übergsbeii hatten, mit dem Bajonett wieder abgenommen haben wird. Wer wird Griechenlands Sache auf der Friedeiiskouserenz befürworten, wenn wir selbst uicht ver- treten sind? Wer wird jemals au Griecheuland denken, es sei deiiu mit Scham, wenn wir iaienlos dabei gestanden haben, während die halbe Welt für die Zivilisation kämpfte? Die Melöung öss türkischen Hauptquartiers. Koiistantiuopel, L2. September. lW. T. B.) Amtlicher Bericht vom 21. September. Au der Front von Fellahic fanden am 20. Sep- tember von beiden Seiten Artillerie-, Infanterie- und Bomben- lämpfc statt, tts ist festgestellt worden, daß die seindlichc Infantciie infolge des wirksamen Feuers unserer Artillerie sich hinter ihre Gräben geflüchtet hat. Front in Persien. In der Richtung auf Diz— Abad warfen wir schwache feindliche Kräfte zurück, die Dev- let— Abad angriffe». Feindliche Erkundungsabtcilungen, die sich nördlich von Hamadan zu nähern versuchten, wurden vertrieben. Kaukasusfront. Auf dem rechten Flügel Schar- mützel und zeitweilig Artilleriefeuer. Nichts von Bedeutung an den anderen Fronten. Der Stellvertretende Oberbefehlshaber. Koustantinopcl, 22. September. sW. T. B.) Amtlicher Bericht vom 22. September. An der Front von F e l l a h i e fanden Artillerie-, Fn- santcrie- und Bombenkämpfe statt. Feindliche getrennt vorgehende Truppen wurden durch unser Artilleriefeuer zurück- geschlagen. An der KaukasuS-Front Patrouillen Scharmützel und von Zeit zu Zeit Jnfanteriekümpfc. Wir verhinderten den Erkundungsflug eines feindlichen Flugzeuges über der Halbinses G a l l i p o l i. Bei dem Angriff vom 18. September gegen Tschiolack Ada fanden»vir große Mengen von Dum-Dunt-Gcschossen. Oestlich von Suez griffen wir seindlichc Truppen in der Umgegend dcö Brunnens von Tovalc an und zwangen sie, sich zurückzuziehen. Im Schwarzen Meere warf eines unserer Flug- zeuge 10 Bomben auf das Linienschiff„Königin Maria" und auf Torpcdobootszerstörer. Es wurde beobachtet, daß mehrere Bomben das Linienschiff trafen. Der bulgarische Kriegsbericht. Sofia, 22. September.(W- T. B.) Bulgarischer G e n er ä l st a b s b e r i ch t vom 22. September: Mazedonische Front: Auf den Höhen der Stara Ncrccka Planina zwischen dem Prespa-Sce und Florina nördlich der Bigla Höhen wurde die feindliche Infanterie durch unser Artilleriesener zersprengt. Unsere vorderen Ab- tetlungeii haben die feindlichen Gräben genommen. In der Moglenitza-Niederung wurde ein feindliches Bataillon, welches gegen Sborsko und die Höhe Preslab vorzudringen versuchte, durch Feuer zersprengt. Westlich des Wardar Ruhe, östlich des Wardar ist die feindliche Infanterie nach starker Artillerievorbereitung vorgegangen. Sie wurde jedoch durch Feuer zurückgcivorfen und'zum Rückzug in ihre alten Stellungen gezwungen. An den Hängen der Belasica Planina haben wir die Dörfer Calmisch und Sveti Petka ge- nomnien. Zwischen den letztgenannten Orten und der Höhe Dewatepe hat der Feind ein Lager mit viel Kriegsmaterial zurückgelassen. An der S t r n m a f r o n t schwaches Artilleriefeucr, an der ägäischen Küste Ruhe. Rumänische Front: Längs der Donau Ruhe. In der D o b r u d s ch a entwickelte sich gestern am 21. d. MtS. in der Linie Gasicci— Gnghcz— Karaköj ein großer Kampf. Der Feind griff mit etwa 20 Bataillonen, 3 Batterien und 0 Eskadronen an, wurde aber durch einen Gegenangriff in die Flucht geschlagen und bis zum Einbruch der Dunkelheit von unserer Kavallerie verfolgt. Deutsche Flugzeuge beschossen er- solgreich die Donaubrücke bei Cernavoda und die feindlichen Lager bei den Dörfern Cochirleni und Jvrinez. An der Schwarzen Meerküste Ruhe._ Die femölichen Heeresberichte. Ter französische Tagesbericht. Vom 22. September nachmittags. sW. T. B.) Nördlich der Somme unternahmcii die Deutschen beute morgen«inen starken Angriff gegen die neuen französischen Stellungen zwischen dem Gehöft La Priez und Rancourt. Sperr» scner hielt die Slurmwellen glatt an, welche, nach ernsten Verlusten, m ihre Schützengräben zurückkehren mußten. Ueberall sonst vorlief die Nacht ruhig. O r i e n t a r m e e. An der S t r u m a f r o n t in der Gegend des DojranseeS der gewöhnliche Ariilleriekampf. Zwischen Wardar und llzerna scheiterte ein heiliger bulgarischer Angriff gegen ZborSko. In der Gegend von Brod s?) setzen die Serben ihren Vormarsch iort. Sie erreichten die Umgebung von Vrbeni. Etwa hundert Ge- iangono blieben in unserer Hand. Nördlich von Florina wurde ein ieindlicher Angriff durch das Feuer der französischen Infanterie ge- brocke». Unsere Truppen säuberten das ganze Gelände nordwestlich von Armcnsko und drangeu nach harten Kämpfen auf den die Straße von Florina»ach Povli beherrschenden Höhen vor. Nebel behinderte die Operationen auf der ganzen Front. Vom 22. September abends.«W. T. B.) Nördlich der Somme haben wir im Lause des Tages zwei Einzelopcrationen ausgeführt. Am Zugang von Combles bcmächligte sich eine unserer Kompagnien durch einen glänzend durchgeführten Handstreich eines alleinstehenden, vom Feinde zur Verteidigung ein- gcrichielen Hauses und machte dort ungefähr 100 Deutsche zu Ge- saiigenen, darunter 3 Ossiziere. Weiler östlich haben wir mehrere Schützengrabenstücke genommen und ungefähr 40 Gefangene gemacht. Südtick Rancourt mißglückt« ein Versuch des Feindes, aus seinen Schüvengräben herauszukommen, unter unserem Sperrfeuer. Nach neuen Feststellungen beträgt die Gesamizahl der an der Somme durch französisch« und englische Truppen seit dem 1. Juli, dem Tage der Offensive, bis zum 18. September gemachten Ge- iangeneu mehr als bö800. Davon sind 34 050 von den sranzösischen Truppen gefangen genommen worden. Aus dem Rest der Front die übliche Kanonade. ieiais fies tolen ßWWrlw. Amtlich. Großes Hauptquartier, 23. Sep- tember 191«.e ein Uebernachtcn notwendig machen, werden 3,50 Mk. pro Tag vergütet. Für Aushilfsstellen bis zu 3 Tagen werden höhere Löhne gezahlt. Als Teuerungszulage wird seit dem 22. Mai 1016 pro Tag 1 Mk. gezahlt. Die Eingehung eines festen TarlfoerbältnisseS soll der Zeit nach dem Friedensschlust vorbehalten bleiben. Es wird eine planmäßige Arbeirsvermittelung angestrebt. Grundsätzlich wird anerkannt, daß die kriegsbeschädigten Bildhauer, soweit sie nicht dauernd an der Ausübung der Berufsarbeit be- hindert sind, in erster Linie Anspruch auf Beschäftigung im Beruf haben Und ihnen jede Förderung zuteil werden soll. Ihre Ein- stelluiig und Entlohnung erfolgt nach den für alle Gehilfen maß- gebenden Löhnen. Der Lohn darf nicht unter Hinweis auf die Rente gekürzt werden.— Alle Streitigkeiten aus dem� Arbeitsver- hälwis soll die Arbeitsgemeinschaft schlichten. Ferner werden als Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft bezeichnet: Gemeinsame Eingaber an Behörden und Fühlungnahme mit Archi- tekten zwecks Beschaffung dauernder Arbeitsgelegenheit.— Beschränkung der Arbeitszeit in wirtschaftlichen Krisen, um umfang- reiche Entlassungen zu vermeiden.— Bekämpfung der Schmutzkonkurrenz und des Heimarbeiterwesens und des Ueberstundemvesens. — Errichtung einer Lehrstellenvermittelung' mit Berufsberatung, Kontrolle der Lehrlingsausbildung. Nachdem die Versammlung dem Abschluß der Arbeitsgemein- schaft zugestimmt hatte, nahm sie den Bericht der Kommission ent- gegen, welche mit den Arbeitgebern wegen Errichtung eines paritätischen Arbeitsnachweises verhandelt hat. Ur- sprünglich war ein solcher mit dem Verein selbständiger Bildhauer geplant. Da aber auch die größeren Tischlereien als Arbeitgeber der Bildhauer in Frage kommen, so hat man sich auch an die Freie Vereinigung der Holzindustriellen gewandt. Diese wünscht den Anschluß des Arbeitsnachwelfes für Bildhauer an den Zen- tralverein für Arbeitsnachweis. Die Versammlung beauftragte die Kommission, die Verhandlungen fortzusetzen und eventuell dem Wunsche der Holzindustriellen Rechnung zu tragen, falls gewisse Bedenken, die gegen den Anschluß an den Zentralverein für Arbeits- nachtoeis noch bestehen, beseitigt werden. Eine Teuerungszulage haben die Holzbildhauer bereits zweimal gefordert, und zwar jedesmal 3 M., zusammen also 6 M. für die Woche. Zulagen werden auch fast ohne Ausnahme in allen Betrieben gewährt� jedoch nicht überall in der vollen Höhe. Da inzivischen die Lebensmittelpreise weiter erheblich gestiegen sind, erscheint eine wöchentliche Zulage von 0 M. incht mehr an- gemessen. Die Versammlung beschloß deshalb auf Vorschlag der Kommission, eine wöchentlickie Zulage von 20 M. zu fordern. Da- von sollen sogleich 12 M. gefordert werden einschließlich der bisher gezahlten Zulagen. Das heißt, die Arbeitgeber, welche die. früher geforderte« 9 5t. zahle«, würden noch 6 R. znznlege» haben. Die Forderung der weitere« 8 M. bleibt für spätere Zeit vorbehalten. Die Stockarbeiter und die Teuerungszulage. In einer gutbesuchten Versammlung der Stockarbeiter, die am Donnerstag stattfand, wurde zunächst Bericht erstattet über den Schiedsspruch des Einig ungsamts in Sachen der Firma Alphons Ludwig u. Co. Bekanntlich hatte Herr Samuel von der Firma Alphons Ludwig u. Co., der noch dazu der Vorsitzende der Organisation der Berliner Stockfabrikan- ten ist, schon seit dem Januar sich getveigert, die im Oktober 1015 beschlossenen Teuerungszulagen zu zahlen, während alle an- deren Fabrikanten sie zahlten. Wiederholt beschäftigten sich die Stock- arbeiter im Laufe der Zeit mit der Angelegenheit, ebenso die Schlickstungskommission. Als die Verhandlungen in der Schlich- tungskom Mission kein Resultat ergaben, wurde die Angelegenheit vor das Einigungsamt des Gewerbegerichts gebracht. Dieses hat nun jetzt— im September— die Angelegenheit endlich durch folgenden Schiedsspruch erledigt: „Vereinbarungen, die von Organisation zu Organisation ge- troffen worden sind, werden durch Vereinbarungen, die ein ein- zelner Arbeitgeber ohne Hinzuziehung der Organisationen mit seinen Arbeitnehmern trifft, nicht aufgehoben. Die Firma Alphons Ludwig u. Co. ist verpflichtet, die im Beschluß der Schlichtungskommission vom 26. Oktober 1015 festgesetzten Teue- rungszulagen zu zahlen/ Infolge dieses Schiedsspruchs dürften einzelne bei der Firma beschäftigte Kollegen auf die Nachzahlung von 150 Mk. und mehr an Teuerungszulagen Anspruch haben Zu den weiteren Teuerungszulagen, über die kürz- lich die Generalversammlung der Berliner Holzarbeiter Beschluß gefaßt hat, nahm dann die Versammlung Stellung. Nach dem Beschluß der Generalversammlung ist, im Hinblick auf die Ver- Handlungen mit dem Arbeitgeberschutzverband, in allen Betrieben ein Teuerungszuschlag von 25 Proz., rückwirkend vom 1. September, zu fordern. Der Zuschlag von 25 Proz. ist zu berechnen nach dem Durchschnittsverdienst, der in jeder einzelnen Werkstatt im Jahre 1914 erzielt wurde. Die so unter Mitkontrolle der Arbeiter er- mittelten Zuschlagssätze sind den jetzigen Verdien st en zuzu- rechnen, jedoch unter Anrechnung der schon laufenden Teue- rungszuschläge, als welche bei den Stockarbeitern die vordem zugestandenen Staffelteuerungszuschläge in Betracht kommen. Die Versammelten, die lebhaft die neue Regelung diskutierten, toaren einhellig der Meinung, daß mit aller Energie der Beschlutz zur Durchführung kommen müsse. Auf richtige Feststellung des zugrunde zu legenden Durchschnittsverdienstes von 1014 sei beson- ders Obacht zu geben, und auch darauf sei zu achten, daß als an- rechnungsfähig auf die fraglichen 25 Proz. nur wirklich als Teuerungszu schlüge früher bewilligte Sätze behandelt würden, nicht aber inzwischen erzielte Lohnerhöhungen.— Alles, was zustande kommt, ist möglichst bald dem Branchenleiter Rückcrt zu melden. Schließlich erörterte und beschloß die Versammlung eine An- zahl Verbesserungsvorschläge für eventuelle Vertragsverhand- langen._ Berichtigung. In dem in der Nummer 256 des„vorwärts" enthaltenen Bericht über die Generalversammlung des Metall- arbeiterverbandeS, Verwaltungsstelle Berlin, hat sich ein Irrtum eingeschlichen, der zu Mißverständnissen führen kann. Unser Kollege Tost legt Wert darauf, zu berichtigen, daß er sich nicht gegen die Vorschläge der Reformkommission gewandt habe, sondern er hat die Annahme des Antrages Müller als notwendige Voraussetzung für ein gedeihliches Arbeiten nach den Vorschlägen der Kommission als notwendig erachtet. Deuts cber Metallarbeiterverband, Verwaltungsstelle Berlin. Mus öer Partd. August Günther. Zu dem gestern gemeldeten Tod des Genossen er�gun Günther in Braunschweig tragen wir nach dem„Volksfreuno" noch folgendes nach: Von Beruf Schriftsetzer, kam der Verstorbene Ende der 60er Jahre auf seiner Wanderschaft nach Braunschioeig und war hier gleich tüchtig für seine Organisation, den Buchdruckerverband, tätig. i iNehrfach wurde er gemaßregelt und mußte zeitweise auswärts, in | Ältenburg, sein Brot suchen, bis er nach der Gründung der Drucke- rei für den„Bolksfteund" Anfang der 70er Jahre als Schriftsetzer in diesen Betrieb eintrat. Im Jahre l878 zeichnete August Günther eine Zeitlang verantwortlich das Parteiblatt und erhielt für eine angebliche Beleidigung des Bundesrats vier Monate Gefängnis aufgebrummt, die er in Braunschweig verbüßte. Als Wilhelm Bracke im Jahre 188l starb, übernahm Günther in Gemeinschaft mit den Buchdruckern Bauer, Vogel und Tanz die Druckerei und wurde am 1. Dezember 1800 alleiniger Inhaber des Betriebes, als der er nach dem Fall des Sozialistengesetzes den„Volksfteund" wieder herausgab, der im Jahre 1878 verboten war. Eine Zeit- lang regelte Genosse Günther auch den Vertrieb des Züricher„So- zialdemokraten" und leitete auch die Reichstagswahlen in den Jahren 1881 und 1884. Die Braunschweiger Genossen betrauten den hier heimisch Gewordenen im Jahre 1882 mit einem Stadtver- ordnctenmandat, das Genosse Günther bis vor wenigen Jahren inne hatte. Im Jahre 1807 ging der„Bolksfreund" nacb langen Kämpfen in den Besitz der Partei über, den Druck des Blattes be- sorgte aber Genosse Günther noch eine Reihe Jahre, bis die hie- sigen Genossen— wieder nach schweren Kämpfen— sich auf eigene Füße stellten und sich ein eigenes Parteigeschäst einrichteten. Ge- nosse Günther behielt seine Druckerei und verlegte sich in der Hauptsache ans Akzidenzarbeiten und den Druck der„Konserven- zeitung". Den jüngeren Genossen war August Günther weniger bekannt, da er sich vom öffentlichen Parteileben zurückgezogen hatte. Er war jedoch treues Parteimitglied bis zu seinem Tode und ebenso ein treues Mitglied seines Verbandes, dessen Mitgründer er war und den er in Braunschweig mit hat kräftigen helfen. Mus Industrie und Handel. Das Rhemisch-Westfälische Kohlcufyndikat beruft zum 14. Oktober eine Versammlung der Zcckenbesitzer, in der nach Festsetzung der Beteiligungsanteile für November der neue Syndikatsvertrag vollzogen werden soll. Oesterreichische KriegSgewinne. Nach dem vom Verwalumgsrat der Prager Eilen- i n d u st r i e- G e s e l l s ch a s l festgestellten Rechnungsabschluß für 1915/16 ergibt sich nach starken Abschreibungen ein Reingewinn von 15 767 348 Kronen gegen 0 812 013 Kronen im Vorjabre. Es wurde beschlossen, eine Dividende von 38 Proz. oder hundert- neunzig Kronen per Aktie aegen hundertzwanzig im Vorjahre zu verteilen und 731 025 Kronen auf neue Rechnung vorzutragen. Die Aktiengesellschaft der Emaillierwerke und Metallware n'fabriken. Au st ria" verteilt 2V Proz. Dividende, im Vorjahre 14 Proz.. und erwirbt gegen eine Million Kronen neue Aktien des eine Millionen Kronen beiragenden Kapitals der Blech-Cinballage- und Maschinenfabrik Adolf Hahn u. Co. m.b.H. in Turn. In dieser Woche Wcilz Speiseteller tief 22 flach 20 pl Frühstiicksteller.... 15 Pf. Kompotteller....... 12 Pf. Kartoffelnäpfe m. Deckel 95 Pf. Tunkeschalen...... 45 Pf. Senfgefäße........ 18 Pf. Suppenschüsseln 125 Kompottschüsseln v. 22 b./ 0 Pf. Gemüseschüsseln rund 28 Pf. Bratenschüsseln v.28pf.b.l. 10 Kaffeekannen... 28 45 Pf. Teekannen...... 25 45 Pf. Milchtöpfe.... 12 15 25 Pf. Kuchen teller....... 18 Pf. Tassen.......... 9 15 Pf. Zuckerdosen....... 15 Pf. Meißner Zwiebelmuster Speiseteller«et 57«ach 55 Pf, Frühstücksteller.... 40 Pf, Kompotteller....... 35 Pf. KartoffelnäpfeSaLl.OS 2.55 Tunkeschalen 1.95 2.25 2.45 Suppenschüssel 5.10 7.75 Kompottschüsse! v. 53 Pf. b. 1.65 Bratenschüsseln v. 90{£ 3.30 Kaffeekannen v. 1.10 b. 2.95 Schokoladen-Kannen v.QSb'S. 36 Teekannen von 1.20 bis 3.10 Milchtöpfe von 50 Pf. bis 1.50 Zuckerdosen v.80 Pf. bis 1.15 Kuchenteller v. 70 Pf. bis 1.45 Tassen............ 65 Pf. Kaffeeservice fein dekoriert, für 6 Pers. 3.60 3.95 6*25 KaffeeSerVICe fein dekoriert, für 12 Pera. 7.90 9.50 11.00 Stsonim piefsmt: Streublumen-Muster Kaffeekannen 75 85 Pf. 1.25 Teekannen......... 9 5 Pf. Milchtöpfe. von 18 bis 55 Pf. Tassen.... von 18 bis 50 pl Zuckerdosen. 40 55 70pf, Kuchenteller.... 55 85 Pf. Frühstücksteller..25 28 Pf. Butterdosen..... 65 70pu „Tauscndsdion" Kafieekannen v 2.65 bis 4.75 Teekannen von 3.10 bis 4.85 Milchtöpfe von 60 Pf. bis 1.45 Kannenuntersetzer.. 75pf. Zuckerdosen 95 Pf. 1.75 2.80 Tassen.......... 80 95 Pf. „Adria" blaues Randmuslet Speiseteller tief, flach.. 60 Pt Frühstücksteller.... 40 Pf. Kompotteller....... 28 pf. Kartoffelnäpfe mit Deckel 4.10 Tunkeschalen...... 2.45 Suppenschüsseln Söckei 6.75 KompottschOs3eInv.95Pf.b 1.95 Bratenschüsseln».95«. v. 6.95 Beilagschalen...... 1.25 Kaffeekannen v. 1.15 bis 2.55 Teekannen..... 1.40 1.93 Milchtöpfe von 38 Pf bis 1.25 Zuckerdosen... 75 Pf. 1.00 Kuchenteller....... 1.25 Tassen............ 55 Pf. Im Lichihof „Gertrud" zartes Randmuster Speiseteller tief,«ach.. 45 Pf. Dessertteller....... 33 Pf. Kompotteller....... 22 Pf. Kartoffelnäpfe mit Deckel 2,90 Tunkeschalen....... 1.95 Suppenschüsseln mit Deckel.......... 4.15 5.10 Kompottschüsseln von 1.10 bis 1,50 Salzgefaße......... 55 PL Obstservice twu, 95 pt Obsttellery.,tzr"h,.-,22pt Tassen be,..« 18 20 38 a Tafelservice moderne Formen, feine Blumenmuster 43 54 m.""„'iUT 60 73 m 24 28 m für 12 Pers. öOteüig Ölas Bessnien prsiswert: Kristall schwer geschliffen, mit Hochglanz-Politur, als Kompottschalen Teller• Obstspüler Weinrömer farbig 0 überfangen, reich geschliffen a.ö J Likörgläser farbig 1 fiberfangen, geschliffen... l.OU Preßglas jJMclllSsi Steinschliff Imitation Butterdosen.. 33 38 48 Pf, Käseglocken.... 60 65 Pf. Honigdosen........ 28 PL Kuchenteller.... 55 70 Pf. Kompottschüsseln v.l2b.65PL Sardinenschale..... 22 Pf. Sturzflaschen... 25 23 Pf. Kompotteller.... 6 u. 9 Pf. W asserkrüge. von 43 vis 80 pl Zuckerschalen..... 18 Pf, garni/ur"„Cumberiand" Butterdosen....... 33 Pf. Kompottschüsseln v 12 b 6 5 PL Preßglas Wassergläser....... 8pk Likörgläser......... 7 pt. Blumenkörbe mit Henkel von 35 Pf. bis 1.75 Blumenkugeln 60 SOpl 1.10 Apfelreiben........ 22 Pf. Honiggläserm' Decvon 1 3 bis 48 pl HoniggläserohBeDccvon 10 13 Pf. Einmachekrausen 20 27 Pf. Einkoch- Apparate .Frankonia�' 9.75 Einkoch-Apparate „Globus"...... 11.00 Konservengläser,, Globus" breit........ von 65 bis 83 PL Steingut Besendets preiswert: Teekannen �"rt. 48 pl Schokoladekannen braun glasiert.......... 55 PL TaSSen braun glasiert. 18 PL T eller brann glasiert.... 6 PL nilchtöpfe gXt. 18 pl "verantw. Redakt.: Kire» Wielrvv�Neukölln. In, Tratenteil verantw. Tb. Glocke. Berti«. Druck tl. vertag: vorwärts Buchdr.«. Verlagsanitat, Paul Singer u. Co.. Berlin L Vf. Hierzu 2 Beilagen». UntcrhaUungsbl. |lt. 263. 33. ZahrMg. 1 KtilU ilcs Joritiärts" Kcrlim Oilteilitt. Zsuntag, 24. Zeptmber 1916. Chronik des Weltkrieges. Ä4. September ISI4. Auf dem westlichen Sriegsfchauplah dauern die Operationen ohne Entscheidung fort. Auch auf dem östlichen Sriegsfchauplah haben sich wichtige Kampfhandlungen nicht abgespielt. Ä4. September 1915. Auf dem westlichen Kriegsschauplatz Artillerietätigkeit. Im Osten Kämpfe bei Dünaburg, bei denen 1000 Gefangene gemacht wurden. Auf anderen Teilen der Ostfront wurden russische Angriffe zurückgewiesen. Dritter Tag öer Reichskonferenz. Berlin, 23. September 1916. Die am Sonnabeudbormittag fortgesetzte Aussprache über die Referate nahm den größten Teil der Vormittagssitzung in An- sprach. Es sprachen noch für die Mehrheit: Sinder- npa nn- Dresden, Dr. O u a r ck- Frankfurt a. M., N o s k e- Chemnitz, M e e r f e l d t-Köln, W i n n i g- Hamburg, Lobe- Breslau; L a n ds b e rg- Magdeburg; für die Minderheit: Dittmann- Solingen, Ströbel- Berlin, Ledebour- Berlin, Vogtherr- Stettin, Stadt Hägens Berlin, Limbertz- Essen. Ein Schlutzantrag beendete die Aussprache, in deren Ver- lauf außer der bereits mitgeteilten Resolution David noch eine große Anzahl von Anträgen einliefen, über die am Schluß be- richtet wird. Darauf begannen die Schlußworte, und zwar in um- gekehrter Reihenfolge der Referate, so daß zunächst Käte D u n cke r das Wort erhielt. Die Nachmittagssitzung begann mit dem Schlußwort H a a s e s, dem Scheidemann folgte, während Ebert auf fem Schlußwort verzichtete. Tarauf kam die Konferenz zur Abstimmung. Zunächst wurde «in Antrag Haase und Genossen: „Da die Reichskonferenz nach dem Organisationsstatut der Partei keine Berechtigung hat, über sachliche Anträge zu be- schließen, beantragen wir: eine Beschlußfassung über sachliche Anträge ist abzulehnen", in namentlicher Abstimmung mit 272 gegen 163 Stimmen ab- gelehnt. Daraus erklärten die beiden Oppositionsgruppen, sich an den weiteren Abstimmungen nicht zu beteiligen. Darauf wurde mit 221 gegen 2 Stimmen folgendes von Dr. David und Genossen eingebrachtes Manifest Zur Friedens- frage von der Konferenz beschlossen(15 Stimmen waren ungültig); ..Tie Reichskonferenz der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands anerkennt die Pflicht der Landesverteidigung. In der Ueberzeugung, daß nur durch entschlossenes Zusammenstehen in diesem Kampfe gegen eine Welt von Feinden das Deutsche Reich vor Zerstückelung, vor politischer und wirtschaftlicher Knebe- lung bewahrt werden kann, hat die Sozialdemokratie sich zu Beginn des Krieges in Reih und Glied mit der Gesamtheit des deut- scheu Volkes gestellt. Noch iminer ist dieser Krieg für Deutsch- land ein Verteidigungskrieg, noch immer gilt es, schwere Ge- fahren, die unserem Lande drohen und die die Arbeiterschaft nicht zuletzt treffen würden, abzuwehren. Wir danken unseren Brüdern im Felde, die auf allen Fronten dem Ansturm feindlicher llebermacht todesmutig stand halten. Die Sozialdemokratie ist nach wie vor entschlossen, auszuharren in der Verteidigung unseres Landes, bis die Gegner zu einem Frieden bereit sind, der die politische Unabhängigkeit, die territoriale Un- verschrtheit und die wirtschaftliche Entwickelungsfreiheit Deutsch- lands gewährleistet. Sie weist alle gegen das Deutsche Reich und seine Verbündeten gerichteten Vcrnichtungs- und Eoberungsziele der feindlichen Mächte zurück. Ebenso entschlossen aber ivendet sich die Sozialdemokratie auch gegen die Treibereien und Forde- rungen derer, die dem Krieg den Charakter eines deutschen Er- oberungskrieges geben � wollen, �sie verwirst grundsätzlich diese Politik und verurteilt sie auch deshalb aufs schärfste, weil sie den Widerstand der gegen uns kriegführenden Mächte stärkt, die Be- strebungen der Kriegstreiber im Auslande fördert und so zur Verlängerung des Krieges beiträgt. Die Sozialdemokratie stellt die Wahrnehmung der Interessen und Rechte des eigenen Volkes beim Friedensschluß an die Spitze ihrer Kricgsziclsorderungeir. Sie fordert aber auch die Beachtung der LebcnSinteressen der anderen Völker in der Ueberzeugung, daß nur ein solcher Friede die Gewähr der Dauer in sich trägt. Die Sozialdemokratie tritt für alles ein, was geeignet ist, die europäischen Staaten auf den Weg zu einer engeren Rechts-, Wirtschasts- und Kulturgemeinschast zu führen. Das.Ideal eines dauernd gesicherten Weltfriedens bleibt der Leitstern ihrer Politik. Getreu dieser grundsätzlichen Auffassung, hat die deutsche Sozialbemokratie ihre Friedensbereitschaft während des Krieges bekundet und bestätigt. Die Reichskonferenz bedauert, daß diese Bemühungen bei den Gegnern nicht den erhofften Widerhall ge- funden haben. Nicht nur daß die leitenden Staatsmänner der feindlichen Mächte jeden Gedanken an Frieden bis jetzt schroff zurückgewiesen und mit Zcrschmetterungs- und Erobernngs- drohungen beantwortet haben, auch die offiziellen Vertreter der französischen Sozialdemokratie und der englischen Arbeiterpartei haben sich in dem gleichen stjedensfeindlichen Sinne immer wieder ausgesprochen. Den für die Weigerung eines Zusammenkommens mit uns angeführten Grund, die deutsche Sozialdemokratie mache sich dadurch, daß sie zu ihrem Lande steht, zur Mitschuldigen an einem angeblichen„Ueberfall Deutschlands auf Rußland und Frankreich", weisen wir mit aller Entschiedenheit zurück, denn Deutschland war infolge der allgemeinen Mobilmachung Ruß- lands vom 31. Juli 1914 anis schwerste bedroht. Durchdrungen von der Ueberzeugung, daß die gemeinsmnen wirtschaftlichen und kulturellen Interessen der arbeitenden Volks- masse aller Länder auch in Zukunft den Kampf gegen kapita- listische Ausbeutung und Unterdrückung in enger Fühlungnahme miteinander führen müssen, halten wir den Wiederaufbau einer arbeits- und kampfstarken sozialistischen Internationale für not- wendig. Die Reichskonferenz billigt darum das Bestreben der deutschen Parteileitung, die zerrissenen Fäden wieder zu knüpfen.' Indem die deutsche Sozialdemokratie die Verantwortung für die Verlängerung dieses Krieges mit seinen unermeßlichen Opfern an Menschenleben und Kulturgütern denen zuschiebt, die sich einem baldigen Frieden widersetzen, spricht sie die Hoffnung aus, daß in allen beteiligten Ländern ein wachsender Wille der breiten Volksmassen auf Beendigung des furchtbaren Blutvergießens sich durchsetzt. Von der deutschen Regierung aber fordert sie, daß sie nn- ausgesetzt bemüht ist, dem Kriege ein Ende zu machen und dem Volte den langersehnten Frieden wiederzugeben." Es folgte die Abstimmung über den Antrag Auer- München und Genossen: „Die Reichskonferenz billigt die Bewilligung der Kriegs- krebste durch die sozialdemokratische Reichstagsfraktwn, Die Reichskonferenz mißbilligt das Sondervorgehen eines Teils der Fraktion, das zur Abspaltung von der Gesamtfraktion geführt hat und den Zusammenhalt der Partei auf das schwerste gefährdet." (Angenommen mit 218 gegen 3 Stimmen, bei 3 Enthal- tungen. Die 98 anwesenden Reichstagsabgeordneten nahmen an dieser Abstimmung über die parlamentarische Taktik nicht teil.) Folgende u. a. von Heine, Schöpflin, Gradnauer, Robert Schmidt, Dr. Lensch, Timm, Leiner t, Auer, Keil, Sachse, Meerfeld, Bock, Ko lb unterzeichnete Eni- schließnng wurde ohne Gegenstimmen angenommen: „Die Konferenz verurteilt die Ausnutzung des Kriegszu- siandes zur Unterdrückung politischer Meinungsäußerungen, ins- besondere die Handhabung der Zensur und die Verhaftungen aus politischen Gründen. Sie bedauert die Verurteilung Liebknechts und die gegen ihn ausgesprochene Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. So entschieden sie die Gemeinschaft mit Liebknechts Anschauungen und Handlungen ablehnt, ist sie doch der Heber- zeugung, daß er keineswegs aus unehrenhaften Gründen ge- handelt hat. Angenommen wurden darauf folgende Anträge: Meerfeld und Genossen, auf Verurteilung gehässiger Äampfesweise, insbe- sondere durch mwnyme Flugschriften der Opposition, auf Ver- Wahrung gegen die unbefugte und ungerechtfertigte Aberkennung der Eigenschaft als Vertreter der sozialdemokratischen Partei gegen- über dem Genossen Wilh. Bios durch die Braunschweiger Wahlkreis- konferenz vom 27. August dieses Jahres; diesen Zuständen gegen- über erinnert die Reichskonferenz an den auf Antrag August Bebels aus dem Erfurter Parteitag 1891 einstimniig gefaßten Beschluß, daß Wahrheit, Recht und Sitte die Richtschnur für das Verhalten der Parteigenossen zu sein haben. Robert Schmidt und Genossen, aus allgemeine Herab- setzung der Höchstpreise und eine Organisation in der Ver- teilnng, die das kapitalistische Interesse ausschaltet und im Jnter- esse des Gemeinwohls Staat und Gemeinden in den Dienst der Lebensmittelversorgung stellt, die Konferenz bekundet ihre lieber- einjtimmung mit den Forderungen des Parteivorstandes und der Reichstagsfraktion in der Nahrungsmittelversorgung und empfiehlt energische Fortsetzung dieser Politik; B e i m s und Genossen, auf daß die Lteichstagsftaktion in der kommenden Tagung auf Erhöhung der Reichskriegs- unter st ützung in notwendiger Höhe hinwirke. Dr. Q u a r ck und Genossen, ans fortschreitende De- mokratisierungder Verfassung, der inneren und äuße- ren Verwaltung, des Steuerwesens und der Schule, Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts für alle Bundesstaaten und Gemeinden, Befreiung des Vereins- und Koalitionsrechts von allen politischen und landesgesetzlichen Fesseln. Bei der Ueberführung der Kriegs- in die Friedenswirtschaft muß entscheidende Mitwirkung der Arbeiter, und Angestelltenorgani sationen, beim Ausbau der Arbeitsvermittelung und Arbeitslosen- Versicherung, bei volkstümlicher Umgestaltung des Vertrags- und TarisrechtS zugunsten der heimkehrenden Krieger, bei Versorgung der Opfer des Krieges, zur besseren Entlohnung der Frauenarbeit und bei Wiederherstellung und Verbesserung des Arbeiterschutzes. Die Reichskonferenz fordert die deutsche Arbeiterklasse ans, sich zur Durchführung dieser Ausgaben einheitlich und unter Zurückweisung aller Zersplitterungsbestrebungen tatkräftig hinter die sozialdemo- kratische Partei zu stellen. Dem Parteivorstand überwiesen wird der Antrag München auf Einberufung einer Konferenz mit den Landtags >nid Gemeindefraktionen zur Aussprache über Erfahrungen auf dem Gebiet der Volksernährung und zur Einleitung einheitlicher Aktionen zur Besserung, sowie auf erhöhte Reichszuschüsse an die Gemeftlden. Gleichfalls dem Parteivorstand überwiesen wird der Antrag Dr. Adolf Braun- Nürnberg und Genossen auf Einsetzung einer neungliedrigen Kommission unter Berücksichtigung der wichtigsten Strömungen in der sozialdemokratischen Partei zur Ausarbeitung von Gutachten und selbständigen Gesetzentwürfen über die Maß regeln, die im Interesse der Arbeiter beim Uebergang in den Friedenszustand und die Friedenswirtschaft zu treffen sind. Vor der Abstimmung hatten die Genossen Schneider, Jmhold, Stein, Thielmann, Scherffig, Schmidt- Meißen, Antrick, Hoch, I. Simon, L. Emmel, Hüttmann, Brandes, FnchS, Albrecht, Raute, Edm. Fischer. Mich. Hirl, Kurt EiSner, Peirotes, Limbertz. Budde, Krätzig, Dill, Trmnmcrt. Gottl. Starck, Redekmeier, Hörschmann, Klement, Hossmann-KaiserSIautern, Giermann, Kugel. Panzer, Adolf Braun, Erdmann, Ewald die Erklärung zur Kenntnis gegeben, daß Richtung gebende Beschlüsse dem Wesen der Partei- konferenz und der Auffassung weitester Parteikreise widersprechen, daß Resolutionen, wie die von Auer und Dr. David zur Bindung der Parteigenossen ausgenutzt werden können, daß sie die Partei der Einhest und Geschlossenheit nicht entgegenführcn würden, und daß deshalb diese Genossen trotz mannigfacher Verschiedenheiten chrer Anschauungen die Teilnahme an der Abstimmung über diese Resolution ablehnen. Die Konferenz beschließt, daß der Partcipresse der vom Bureau hergestellte Bericht zuzustellen ist. In seiner Schlußrede mahnte Ebert zur Einigkeit. Die Meinungsverschiedenheiten seien nicht so groß, um die Einigkest unmöglich zu machen. politische Ueberstcht. Vom inneren Kriegsschanplah. Der gestern von uns gekennzeichnete innerpolitische Kampf geht unverdrossen weiter. Während die rechtsstehende Presse über die„Giftmischer" loszieht und auch sonst alle Minen springen läßt, versucht der zun: Reichskanzler halteirde Teil der freisinnigen, nationalliberalen und Zentrums- Presse hie blindwütige Fronde zur Vernunft zu bringen. So schreibt die„M a g d e b u r g i s ch e Z e i t u n g", ein früheres nationalliberalcs Blatt, den: enge Beziehungen zur Wilhelm- straße nachgesagt werden: „Es scheint, daß alle jene jetzt so sehr empörten Herrschaften gar kein Gedächtnis dafür haben, daß wir dasselbe schon einmal erlebt haben und daß sie damals abgelehnt haben, sich zu eist- rüsten. Die, die heute mit lebhafter Zustimmung von der Flucht des Herrn v. Tirpitz in die Oeffentlichkeit reden, haben seinerzeit bei der Flucht des Reichskanzlers in die Oeffentlichkeit verlegen oder frostig erklärt, die Sache sei ja aufgebauscht. Wer damals auf das inner- und außerpolitische Gefährliche solcher Vorgänge hinwies, der wurde bekämpft oder ermahnt, sich doch nicht über Dinge aufzuregen, die eigentlich ganz natürlich und nur m einzelnen Auswüchsen vielleicht verwerflich wären. E« handelt« sich ja eben„nur" um den Lkanzler des Deutschen Reiche», was lag daran! Tirpitz aber, ja das ist ganz etwas anderes!" Das Blatt wendet sich dann gegen die»Deutsche Tages-. Zeitung" und die„Berliner Neuesten Nachrichten", die das Auswärtige Amt angriffen, und schreibt dann: „Was hier von der Gefolgschaft des Auswärtigen Amtes be- hauptet wird, das könnte man umgekehrt mit genau dem- selben Rechte von einer gewissen Clique sagen, die sich den Anschein besonders guter Beziehun- gen zu Herrn v. Tirpitz geben wollte.... Nicht der Großadmiral ist in seinen Angaben von denen seines Nachfolgers abgewichen, selbstverständlich nicht, aber die sogenannten Tirpitzianer haben mit phantastischen Zahlen und mit aller. lei sonstigen Phantasien ausgiebig um sich geworfen.... Daß der Name des Großadmirals v. Tirpitz in diese Atmosphäre von Erfindungen und Entstellungen hineingezogen worden ist, bleibt tief bedauerlich. Ein Teil aber der Schuld daran tragen Leute, die sich als seine ganz besonderen Freunde ausgegeben haben." Unter einem anderen Gesichtspunkte geht der Zentrums- Politiker Dr. Julius B a ch e m im„Tag" an die Streitfragen heran, wobei es ihm gelingt, den Kern der Sache aus dem angehäuften Wust herauszuschälen. „Gewiß— schreibt er— bei sehr vielen, welche sich an der Fronde gegen die gegenwärtige verantwortliche Leitung der Neichsgeschäfte beteiligen, ist ehrliche patriotische Besorgnis im Hinblick ans den Weltkrieg die Triebfeder; aber bei manchen spricht die Furcht vor einer den eigenen Partei- intercssen abträglichen innerpolitischen Neu- orientier ung nach dem Kriege erheblich mit. Ich weiß sehr wohl, daß nicht nur in der konservativen und der nationalliberalen Partei jene Fronde besteht, sondern daß auch gewisse Kreise der Zentrumspartei der gegenwärtigen ver- antwortlichen Reichsleiwng nicht nur skeptisch, sondern geradezu abgeneigt gegenüberstehen— im Gegensatz allerdings zu der Reichstagssraktion des Zentrums, welche eine ganz nnzweideu- tigc, wie mir scheint, vorbildliche Haltung eingenommen hat. Besonders scheint in Süddeutschland, in erster Reihe in Bayern, in gewissen Kreisen viel Verstimmung gegen den Reichskanzler zu herrschen. Ein bayerisches Zentruimsblatt hat nun neuerdings bei den bezüglichen Auseinandersetzungen die Stellung der Zcn- trumspartei, gewissermaßen ausgleichend, auf die Formel bringen zu können geglaubt:„Nicht stürzen, aber auch nicht stützen!" Demgegenüber hält Dr. Bachem es für die Aufgabe des Zentrums, den Kanzler zu stützen.„Wohlverstanden: im gegenwärtigen Augenblick, ohne daß man sich deswegen auf eine spätere Zukunft festzulegen brauchte." Dazu sei� keine Partei in der Lage; erstens, weil die künftige Politik des Kanzlers unbekannt sei, dann aber auch weil in allen Par- teien eine starke Gärung und ein Durcheinander von Au- schauungen herrscht. „Dann aber liegt auch kein stichhaltiger Grund vor, den Kanzler wegen seiner bisherigen Haltung zu den Kriegsfragen mit offenen oder versteckten Mißtrauensvoten zu bedenken. Was hätte er denn anderes tun sollen, als er getan hat? Es gibt ja zweifellos Besserwisser; aber diese haben außer Behauptungen und starken Worten doch nocki kaum etwas aufbringen können und werden stets in Verlegenheit geraten, wemi man sie ganz konkret fragt: Wer soll denn nun an die Stelle v. Bethmanns im gegenwärtigen Augenblick treten, und welche Haltung soll dieser neue Mann in den entscheidenden Kriegsfragen einnehmen? Seid ihr eurer Sache auch so ganz sicher, und worauf beruht eventuell eure Sicherheit?" Die politischen Gruppen, an die diese Fragen gerichtet sind, haben sich zu ihnen noch nicht geäußert. Wer aber die Organe der„Fronde" und insbesondere ihre Dcuksckwiften- literatur bis in die letzte Zeit verfolgt hat, kann nicht im Zweifel sein, wie die Antwort auf diese Fragen ausfallen würde. Daran dürfte auch Herr Dr. Bachem kaum zweifeln, nachdem selbst die„Germania" das bekünunerte Geständnis machen mußte, daß Leute, die vor dem Krieg behaupteten, im Alleinbesitz der nationalen Tugenden zu sein, es für ihre erste Sorge ansehen, daß ein Kanzlerwcchscl eintritt, und für ihre zweite, daß wir England niederwerfen.„Diese Erscheinungen sind ein trauriges Armutszeugnis der p o l i- tischen Unreife unseres Volkes", bemerkt hierzu ■das Blatt. Richtiger wäre hier freilich gewesen, von der „politischen Unreife" jener O b e r s ch i ch te n zu sprechen, die sich noch heute anmaßen, im Namen des Volkes über seine Kopfe hinweg sein Geschick zu bestimmen. Lllldeutscher Jammer. Die„Berliner N c u e st c n Nachrichten" bringen unter der bezeichnenden Uebcrschrist„Wer stößt in Ro- lands Horn?" einen Hilferuf„vor dem zwölften Glocken- schlag", der sich schon durch seine Verstiegenheit von selbst erledigt. Immerhin ist sein Inhalt bezeichnend für die Stimmung jener alldeutsch-konservativen Kreise, die neuer- dings wieder eine fieberhaste Tätigkeit entfalten. Der Artikel klagt die deutsche Diplomatie der U u t ä t i g k e i t an und richtet folgenden Appell an den Reichskanzler: „Rollos fragen wir noch einmal bei dem Herrn Reichs« kanzler an: Ob das Deutsche Reich und Volk nicht zu schade ist, daß man dergestalt mit sehenden Augen das Schiff seiner Zukunft in einen vernichtenden Taifun treiben lassen darf. Denn dos Zweite ist ja auch klar: daß, wenn erst einmal alle neutralen Staaten um uns herum wirtschaftlich dem englischen Konzern zwangsweise angeschlossen sein würden, der politische Anschluß zum Zweck beschleunigter Be- endigung des verzehrend»«i Weltkriegs lehr nahe läge. Die„Nord- deutsche Allgemeine Zeitung" folgerte gestern abend au« dem bekannten haßerfüllten Ansiotz der englischen„Skational Review" des Herrn Maxse mit seine»„Züchligungs"- Plänen wider das kriegführende Deutichland: Daß wir durch« kalten müßten„bis zum bitteren Ende". Der Aussatz war offenbar vor allem für die B e« ratungen der sozialdemokratischen Reichs- konferenz und zur Unter st ützung der Scheide- mann-Gruppe geschrieben.(Ij Obwohl auch wir der Scheide man n- Gruppe von Herzen den Sieg wünschen, müffcn wir doch hervorheben, daß zu Zwecken der inneren Politik die„Nordd. Allg. Ztg." wohl einmal sich eng- lischer Haß-Artikel annimmt. Wo bleiben aber die drängenden Interessen der auswärtigen Politik? Und daneben werfen wir die Frage auf: Ist es denn nicht die Pflicht der deutilben Neichsregicrung, nachdem ihr das deuische Volk Gaben und Opfer, fast über Menschcnvcrstehcn, zum Kampf gegen den Feind dargereicht bat. dies tapfere, treue, vpser- und todes- frohe, vom Herrn Reichskanzler selber in einer inner politischen Debatte hoch gelobte Volk auszurusen zu einem„siegreichen Ende", anstatt zu einem„bitteren Ende"? Nach einem weiteren Appell„an den Kaiser und die deutschen Bundesfürstcn, an die Minister aller Bundesstaaten, an die Generalität und Admiralität" schließt der Artikel: „Wo immer in deutschen Landen auswärtige Politik ver» standen, erkannt, mit ge'chultem Blick der folgt oder mit natü» sicher Empfindung ergriffen wird, da steigt zu jeder Stunde, bei Tage und bei Nacht, aus Hunderttaulenden von vaterlandslreuea Herzen ein Notschrei zum Himmel. Wer steht einen Ausweg? Wer weiß einen Rat'i Blättert in der Bibel und sucht euch Trost nutz frommen Sprüchen vom Harren und von Wundern i Lest die Geschichte Friedrichs des Ärohe» und wartet aus das„Mirakel des Hauses Brandenburg-! Schlagt Schiller«»Tell" auf— und lest„an jenem Abend nicht mehr welter*, sobald thr bei der Stelle angekommen sein werdet: »Wann wird der Netter kommen diesem Lande?- Herabsetzung der kktiegsbesoldung für Lffiziere und Offizier-ZteUvortrster. Die neueste Nummer de« Aruieeverordnungs-BlatteZ veröffent« licht eine Kabinctisorder. nach der die bisbor sestgesetzien lgiiegs- gebübrntju einer Lienderrmg unierroge» werden. Nach dieser nenesten Vcriilgung soll». a. die monailiche Dtensizulage iiir den Kriensininister und die Armee-O bcrbeschlsbabcr um je tW)u M., die für die kommandierenden Generale usw. um je Sät) M. berabgesttzt werden Weiler wird die nionailiche Besoldung snr Divisionekomniandourc uiw. nn> kill) M. hcrabgcietzt. Nach den neuesten Feststellungen er- balten Haupileute. Riltmeistcr. Siabsärzle. Slabsveiermäie uiw. bei Formationen mit mobiler Besoldung e>» monallichcs Gebalt von 610 3)i., bei Formationen mit immobiler Besoldung ei» solches von 460 M. Dazu kommt dann noch bei einer Anzahl von Osstzieren m, HauvimannSrang unler gewissen Borbedingungen eine Monats- zulage von 145 M. Oberleutnants, Leutnants. Feldwcbelloninants, Oberärzte, Assistenzgrzie. Beiertnäre usw. erhallen bei Formationen mit mobiler Besoldung ein monatliches Gehalt von Ali M. bei Fornialsonen mit immobiler Besoldung ei» Gehalt von L0 M. Auch für diese Rangklassen ist noch eine Monaiszulage vorgesehen, die silr Bei- heiratete 00 M. beträgt und die unler Umständen auch Unverheirateten zugebilligt werden kann. Die vom 1. Oktober 1016 neuernannten Offizier- Stellvertreter erhalten, soweit sie nicht besoidcie Reichs-, Siaals- oder Geineindc- beamt« find, bei mobilen Formationen eine monatliche Liihnung von 100 M. Das tägliche örot. Das Kciegsernährungsamt über Haserncihrmittel. Ta« Äriegser nährungsamt gibt bekannt: I» den TageSzoitungen und in Gingaben an das Kriegsernäh- »lngsamt wivd zurzeit vielfach einer reichlichen Ausnützung der grohe» H a s e r e r n t e für die Zwecke der Volksernährung das Wort geredet. Teilweise werden die Forderungen dahin präzisiert, daß eine Million Tone» Hafer für hie BolkSernährung. d. h. zur Herstellung von Hafernährmitteln Verwendung siudeu soll. Dos Kriegsernährungsamt hat der Angelegenheit, deren Bedeutung nicht zu verkennen ist, bei Aufstellung des Haferwirtschaftsplanes seine volle Aufmerksamkeit zugeuwichet und es ist im HaferwirtschastS- plan für die Herstellung von Hafernährmltieln diejenige Hafer- menge bereitgestellt worden, die die bestehenden Hafernährmittel- fabriken bei Inanspruchnahme ihrer Einrichtungen bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit verarbeiten können. Die Leistungsfähigkeit der bestehenden Fabriken reicht aber bei weitem nicht so weit, wie die gestellten Forderungen anzunehmen scheine». Tie Möglichkeit einer Steigerung dieser Leistungsfähigkeit wird zurzeit geprüft. Eine wesentliche Erweiterung bestehender oder die Errichtung neuer Hofernährmittclsabritcn scheitert schon an der derzeitigen Unmög- lichkest, die erforderlichen neuen Maschinen und Einrichtungen rechtzeitig zu beschaffen und in Betrieb zu setzen. Ob die Heran- ziehung anderer bestehender Betriebe zur Hafcrnährmittelfabrila- tiou sich technisch durchführen lässt, wird geprüft werden. Jeden- fall« wird keine Bkögiichkeit der Steigerung der Erzeugung unbe- nützt bleiben. Im übrigen bedeutet die vorgesehene volle Aus- nützung der bestehenden Hafernährmittelfahriken gegen das Vor- jähr bereit« eine ganz bedeutende Steigerung der Hasernährmittel- crzcuguug. die bei den wertvollen Eigenschaften der Hafernähr- mittel der Ernährung ganz wesentlich zugute kommen wird. Die gesteigerte Erzeugung kann allerdings erst in der nächsten Zeit fühlbar werden, da die Fabrikation aus der neuen Ernte erst setzt in Gang komm«» kann, während die Fabrikate aus der alten Ernte natvrgcmatz zurzeit sehr knapp geworden sind. Zur Obstbeschlagnahme. Berlin, 3s. September. lW. T. B.) Die vom Kriegsernäh- rungsaint mit der Durchführung der Pflaumen- und Aep selbe schlag nähme beauftragte Kriegsgesell- s ch a f t für Ohstkynserven und Marmeladen G. m. b. H. macht bekannt, dost wiederholt Uebertretungeu der Beding»»- gen. unter denen die A u sw e i s ka r t e n erteilt wurden, durch Händler vorgekommen sind, und daß Verladungen von Pflaumen und Aepfeln von Händlern vorgenommen wurden, welche nicht mit Ausweiskarte» verschen sind.— E« sind bereits mehreren Hönd- ler» die Ausnwisiarteii mitzogen und Änzsige» erstattet worden. Es wird deshalb dringend empfohlen, sich genau an die erlassenen Vorschriften zu halten, da jede Uebertretung auf das strengste ge- ahndet wird._ Militärrenken empfänger lediglich nach ihrer Arbeits. I e ist ung, ohne Berücksichtigung des Reritenbezugs, zu bemessen ist. Ikach diesem in den Betrieben der Heeresverwaltung bisher schon beobachteten Grundsatz, dessen amtliche Anerkennung und all- gemeine Anwendung zugleich eine Förderung der Bestrebungen der sozialen Kriegsbeschädigtenfürsorge bedeutet, ist bei allen mili- tärischcn Dienststellen ohne Zulassung von Ausnahmen zu ver- fahren. I. A-: v. Langermann. 2. Invaliden- und Hintrrbliebcncnvcrsicherung. Personen, die während des Krieges von der Heereeverlualtung aus Widerruf in Beamtenstellen verweirdet werden uird für i»>- und ihre Angehörigen Anspruch ans Versorgung nur aus dem K 35 des Osfizierpeiisionsgesetzes vom 31. Mai 1003 und dem K 10 des MiiitärhinterbliebenengesetzeS vom 17. Mai 1007 herleiten können, werden durch den 8 1234 der Neichsversicherungsordnuna nickt von der Versicherungspflicht befreit. Soweit sie mit Versicherung«- Pflichtigen Arbeiten beschäftigt werden, sind deshalb für sie Bei- träge zur Invaliden- und Hinterbliebeneiivcrsicherung zu entrichte». Ist die Beitragsentrichtung bisher unterblieben, dann mutz sie für die noch im Dienste der Heeresverwaltung stebendeu Personen alsbald nachgeholt werden. Die anteiligen Beiträge sind, Schulze nötigenfalls in Ratenzahlungen, von den Versicherten wieder ein- zuziehen. Für bereits Entlassen« müssen die Bsittwge in vollem Umfange auf die Öieichsiasie übernommen werden. Wo die Nach- entricktung für diese Personen auf Schwierigkeiten stoxt, weil zum Beispiel der Aufenthalt der Entlassenen den Dienststellen nicht bekannt ist, kann die Forderung der Versicherten oder der Landesanstalt abgewartcl werden. Streitigkeiten aus dieser Re- aelung sind vor Beschreitung de« Rechtsweges bei der Fabriken- AllitsiÄina hpä.�ripnSm.mntprhimä iiir(Süracfwi au Brino�n» Lrisberg. Abteilung des KriegSministcrium» zur Sprache zu bring Allerhöchst mit Wahrnehmuiig beauftragt: v. A den Gerichtszeitung. Butter an nicht eingetragenen Kunden. Ueber die Abgabe von Butter an Kunden, die in den betreff«»- Geschäften Nicht in die Kundenliste eingetragen sind, ist es in Interessentenkreisen häufig zu Klagen gekommen. Diese ver- anlasiten schließlich die„Vereinigten P o m m e r s ch e n Meiereien" zu einem Verfahren, das den Beteiligten eine Reihe von gerichtlichen Strafbefehlen einbrachte und deshalb für jedermann die Warnung enthält, sei es Käufer oder Verkäufer, sich auf derartige private Ermittlungsverfahren einzu- lassen. Um der amtlichen„Butterversorgungsstelle" tatsächliches Material zum Beweise für bestehende Mißstäidde zu übergebe», hatte nach ihrer Angabe der Inspektor Schulze im Auftrage der Direktion der Vereinigten Meiereien einen Käufer in verschiedene Filialen großer Konkurrenzfirmen geschickt, um dort Butter einzu- kaufen, obwohl er nicht in die Kundenliste des betreffenden Ge- schästs eingetragen mar. Die Butter bezahlten natürlich die Meie. reien und ebenso erhielt die beaufrragte Person ein kleine» Enigclr für ihren Gang. Als dann in der Tat dieser Käufer mehrfach auf diese Weise Butter erhielt, wunden die Fälle der Buiter Versorgung«- stelle unterbreitet. Der Erfolg war etwas unerwartet. Denn es wurde nun eine Art Generalanzeige gegen eine An- zahl angesehener Firmen, darunter Gebrüder Gr och, bei der Staatsanwaltschaft erstattet, die ihrerseits nicht etwa nur die schuldige Verkäuferin, sondern auch den angestifteten, peinlich überraschten Käufer und den noch mehr darüber übe:- raschten Inspektor wegen Anstiftung zu einem Vergehen mit Strafbefehlen bedachte. Während in dem einen Falle die Käuferin die Strafe in Höhe von 25 M. bezahlte oder victtnehr diese für sie bezahlt wurde, legten sowohl die solchermaßen bedachte Verkäuferin der Firma Gebrüder Groh wie der Inspektor Widerspruch gegen ihren Strafbcfehl ein, der nun gestern das Charlottenburger Schöffengcrickt be- schäftigte. Beide wurden auch freiLcsprrche», Schulze jedoch nur aus subjektiven Gründen. Das Verfahren der Vereinigten Meie- reien, das auch von Justizrat Dr. Sandberg einer herben Kritik unterzogen worden war, sei nicht schön und berechtigt. Der Lnge- klagte habe sich jedoch in einem Rechtsirrtum über seine Befugnisse befunden. Die angeklagte Verkäuferin wurde freigesprochen, weil nicht nachgewiesen wurde, daß sie die Butter verrauft hatte. Zus Qloldmünzenausfuhr alier Weit. durch einen Ävmnafialprofess-ir. Zu zwei Monsten Gefängnis und 100 M. Geldstrafe wurde vom Iii- tauer Schöffengericht der Lehrer am Kgl. Realgymnasium Zittau Professor Dr. Erwin Hämcher verurteilt. Hämcher, der sich in guten Verhältnissen befindet, hatte aus Gewinnsucht versucht, deutsche Goldmünzen über die Grenze nach Oesterreich zu bringen. um den höheren Agi»gewinn einzuheimsen. Der Fall erregte in Zittau in den iveitestcn Kreisen großes Aufsehen- Die Anklage er- folgte auf Grund de« GoldaussuhrverboiS vom 12. November 10l5 und des ZollvereinsgesetzeS. Schnee in den bäuerischen Alpen. In den bayerischen Bergen bat starker Schneefall eingesetzt. Der Schnee reicht vsrschiedentiich bis zur Talsohle. Durch den Wetterumschlag wurden die Senne- rinnen zur vorzeitige» Schließung gezwungen. TaS Bich wird schon von den Weiden abgetrieben, Möbel-Angebot. Solide Möbcisirwa liestrt tzpaskirk-k!»»- an«k S�vaizikminei'- flkiu'tctituiitr«-» sowie JJInBelmöbol gegen«ästige Ztnsver- giiniug bei Nenier Slnzahlnug und geringen monatlichen Raten» zablungr». Offerten V. 1 an die Expedition des.Vorwärts-. Kt-iu«- Kaeiiiertu'.____*____ ttrUßte Kulanz. Wichtig ffQr Herren! Während des Krieges Soziales. Militiirrcntenempsailgkr. Zwei für Miitärrentenempsärigex wickstiae Erlasse sind nach der neuesten Nummer des A r m e e v e r o r d n u n g s- bl a t t e v soeben ergangen. 1. Bemessung des Lohnes der Militärrenttnempsänger. Das Königl. Preußische Staatstninisterium hat den Grund- satz angenommen, daß der Lohn der in Staatsbetrieben beschäftigten --- ut. gibt ftiritto Hcrrenkloiderkabrlk Anzüge, Palelots, üisler fertig Ä Maß oim. 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Deutsches Opernhaus: Hoffmanns Erzählungen. Sdzillcr.Theaier, Charlottenburg: Die gelbe Nachtigall. Ichiller-Theater Ost:' Schiri»«nd Gertraude. Lelsing-Theater: Die gutgeschnittcne Ecke. Kliusiler-Theater: Schwarzer Peter. Abends 8 Uhr: Volksbühne, Theater am Bülowplatz: Montag bis Donnerstag: Ein Wintermärche». Noss-Tkeater. 3 Uhr: Stnnnfalke. 81/. Uhr; Renalneanee. -Theater. 8 Uhr; Die Heiden Klingskerg. Nachm. 3 Uhr: Die gutgesohn. Ecke. Montag: Die beiden Klingsberg. Deutsch. Künstler-Theater. 8 Uhr: Der Jüngling mit dem Ellenbogen. Nachm. 3 Uhr; Schwarzer Peter. Natel-ThEater KÄ'rÄ 5 Minuten von Jannowitz• Brücke, — Untergrundbahn InselstraSe.— Täglich'1,9 Uhr: Was junge Mädehen trannien...! Ausstattungsposso in 3 Akten. (£in unbeschreiblicher Erfolg. URANIA T-Ätr- Sonntag 8 Uhr: Frau Harikleia Karopulos: Griechenland. 4 Uhr; Aegypten, der Suczkanol und der Weltkrieg. Montag 8 Uhr: Frau Hahkleia Karopuloa: Griechenland. - Piesen-Uwler n LinienstraSo a. d. FnedrichsiraBe. Täglich 8'/. Uhr: Gebr. Hirsch. Fängste schon wieder au. Walhalla-Theater. 3'/.; Wenn die Siegesglocken läuten. 8 Uhr; Seemannsliebchen. Heute 2T orstellnngenA 8'l, und 8 Uhr. m Nehm. jd. Erwachs. 1 Kind frei. Letzter Sonntag des erstklassigen September-Programms. Heute: Gr. Militär- Konzert. Rfl Df Kinder «JU■ I». Zoo Aqua je»J**■ die Hälfte Aquarium. Verdun am Zoo Plastische Kriegs-Ausstellung. Täglich von 10— 8. Eintritt 58, Soldaten u. Kind. 25 Pf. Theater am Sonntag, 24. September. Neues Operettenhaus s uhr: Der Soldat der Marie. Deutsches Opernhaas, Charlottenb. 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. s uhr: Don Juan. Friedrlch-Wilhelmsfädt. Theater 3 Uhr: Blgoletto. S1/. U.: Das Drclm&derllians Gebr. Herrnfeld-Tiieater. 3 Uhr; Die Ehre. s'i.v.: Villa Pscbeslna. Kleines Theater 3'/, Uhr: Kenrlette Jaeoby. 8 Uhr: Lottohon» Geburtstag und Genta und Fanny Elsner. Vorher: Paul und Panla. Komische Oper t'l, Uhr: Die schine Kubanerin. 3ll, Uhr: Das Glückskind. Lustspielhaus 8>/.u.:Der selige Balduio' S'/j Uhr: Pension Schöller. Metropol-Theater 3 Uhr: Die Kaiserin. s uhr: Die Csardas fOrstin. Residenz-Theater 8'/. u.: Frieden im Krieg. Schiller Theater O 3 Uhr: Schirin und Gertrauds. s uhr: Alt-Heidelberg. Schiller Th. Charlottenb. 3 Uhr: Die gelbe Nachtigall. s uhr; Glaube und Heimat. ThnUa-Thenter 3 Uhr: Kamrad Manne. v.» Blondinehen. Theater am Kollendortpl. 3'/, Uhr: Immer teste druff I 8'lt Uhr: Blaue Jungen». Theater des Westens 3'/. Uhr: Das Fräulein vom Amt 8 uhr: Die Fahrt ins Glück mit Guido Thielsohor. Trlanon Theater 8'/, Uhr: Oer Himmel auf Erden. 4 Uhr: Jagend. „Her HlftS�Schumann Kur noch sieben Tage— Beginn S'f« Uhr. Montag: Bulgarentag— Dienstag: Türkenfag Mittwoch: Oesterreich=Ungarntag. üh?-hin' Volksvorstellung. EinfcSnd Wer in Gold zahlt, erhält 50 Proz. Ermäßigung auf all. Plätzen. JL Berliner Xonzerthans. Mauerstr. 82. Zhnmerstr. 90/91. Heute: Großes Konzert Berliner Konzerthaus-Orchester Leiter: Komponist Frz. v. Blon. Anfang 4 Uhr. Woohontäglich nachmittags: Gr. Nachmittags-Konzert bei freiem Eintritt. Casino-Theater. Lothringer Str. 37. Täglich 8'/« Uhr. Einzig in seiner Art in Greg-Berlin. Berliner Humor in ernster ZeiL Meine gute Olle. Original-Vcsse in 3 Auszügen Vorher erstklassiger bunter Teil. Sonntag 4 Uhr: Die Milchschulzen. Voigt-Theater Badstr. 58. Badstr. 58. Täglich- SoOnrchs Erbt«. Stasseneroffnung 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Aünnrsls?awst Beate Ji Vorstellungen I 4'/, und O ühr. Das herrliche Eisballett Jfrs« Fantasie.| . Nachm. kl. Preise, abd. 2, S, 4 M. Gebrüder KerrnfeU- Theater. Heute Sonntag: nachmittags 3 Uhr: Volkstümliche Vorstellung: Die 6hre. Schausp. in 4 Akt. v. H. Sudermann. Logen u. Orch.-Faut. 1,50 M., Park.- Faut. 1.00 M., Park. u. Rang 50 Pf. Vorverk tägl. 11— 2 Tkeaterkasse. ReichshalleD-Tbeater. Stettiner Sänger. Heute nachm. 3'/. Uhr: Im SchuNcngraben. (Ermäg. Preise: Park. 0.3S. BaU 0,75, Logen 1 M.) Abends«Uhr: Schippers Heimlcehr. IUI"n7an kauft Rob. BalI Nchf.. Münzen. iilUlUou hdig., Berlin, SSill)ctinitr.4B/47 2 Sonnlag ä'l, und 8 Uhr A Pracht-YorsMkiflgen 2 Nachmittags die lnft ige Pantomime Hannes Piepenbrinks Abenteuer. 1g?h-r. Kind tzA. frei weitere Kinder halbe Preise. In beiden Vorstellungen: Das mit so grok Beifall ausgen. glänzend. Eräffiniiigs-Programm. s• tS s sgs-i b"t:, ö» 33 s g- n S£ w •=tE-e e Tom Jack— Ward Uuftfee Zoe Hla Astorla— 7 Eisbären 2 Tigerdoggen Fliegende Hunde— Familie Lustig Ter singende Clown Peiers Zwergaugust Uranal s teftdeoken Speziata Emil Lefevre Be!rUa Oranienstr. 158 Steppdecken (nicht bezugsscheinpflichtig) einfarbig u. fetint 750-36 m. Sclilatileeke« und Schniltsnlecken . 3M S° 4-20 M. - ca. 2 Meter lang.—— LerantworkMer Rsbattent» Ülfttb Wielepp. steuMln. güs de» Lnser-üettttU Bctartüs.: TS.tLU>iie.Verirn. ÖeäSXletl�TESSSä itiiuDduukw u. tSe»tagS«npatt Paui S»»a«& SA. Berlin SW. ik m a w,..., 2. Ktilist des Jitaittü" fittlintt NcksM IRontag, den 25. September: yrauen-Eeicabcnd für GroßdlMn. Der verkauf öes Weißenfeer Elektrizitätswerks. Zu dem Artikel»Die Elektrizitätsversorgung der Provinz Brandenburg" schreibt uns Genosse Taubmann- Weitzensee folgendes: ..In diesem Artikel wird unter anderem den sozialdemokrati- scheu Gemeindevertretern in Weitzensee der Vorwurf gemacht, das; diese der Veräutzerung ihres eigenen Werkes keinen Widerstand entgegengesetzt haben nd zum Schlutz die warnende Stimme er- hoben, diesem Beispiele nicht nachzuahmen. Zur Rechtfertigung gegen die vermeintliche Nichtachtung des kommunalen Programms mutz folgendes gesagt werden: Vor ungefähr Jahresfrist wurde im Provinziallandtag beschlossen, durch ein eigenes Elektrizitätswerk die Provinz Brandenburg mit elektrischem Strom zu versorgen und Aktien einiger bestehend>.r Werk? zu erwerben und vorerst in solcher Höhe, datz die Provinz die Mehrheit der Verwaltung hat, um be- stimmend einzuwirken. Dem haben unsere Vertreter im Pro- vinziaklandtag shre Sanktion gegeben. Die angeschlossenen Gemein- den sind«m Gewinn beteiligt. Obiger Beschlutz ließ keinen Zweifel darüber, datz auch dieses Unternehmen, wenn auch kein kommunales, so doch ein staatliches oder Provinzunternehmen ist, deren Ver- wirklichung ebenfalls unser Programm vorschlägt. Was die Auf- gäbe der Selbstverwaltung anbetrifft, so kann das nur auf die Produzierung des Stromes angewendet werden. Denn das Pro- vinzunternehmen kommt nur als Lieferant de? Stromes in Frage, während die Tarifierung und die Weiter«bgabe an die Konsumenten mit Kraft- und Lichtstrom Sache der Gemeindeverwaltung in Weitzensee ist und dort können unsere Gmeindevertreter ihren Ein- flutz geltend machen. Auch dem Vorwurf mutz begegnet werden, datz unsere Genossen ihren Einflutz versagen, sich nicht einem be- stehenden anderen kommunalen Werke anzuschlietzen. Hierbei war entscheidend die reine wirtschaftliche Seite. Das Provinzunter- nehmen bot günstigere Vorteile als die Verhandlungen mit der Stadt Berlin, und da die Gemeinde infolge der sich entwickelnden Industrialisierung sich in gewisser Notlage befand, loar bei den Verhandlungen mit Berlin eins störend, datz alle Abmachungen erst„voraussichtlich der Zustimmung des Magistrats und der Stadtverordnelenversammlung" getroffen werden sollten. Diese eventuellen langwierigen Magistrats-, Stadtverordneten- und even- tuell mehreren Dcpuielions- uno Ausschutzverhandlungen konnte die Gemeinde in ihrer Bedrängnis nicht erst abwarten, da einzelne Industrielle der Gemeinde schon eine Klage androhten, wenn diese nicht innerhalb einer kurzen Frist mit dem versprochenen Strom versorgt waren. Unsere Genossen haben ihre Entscheidung in dieser wichtigen Angelegenheit durch eifrige Mitarbeit bei den Verhand- lungen selbst, als auch durch weitere Aussprache der beteiligten In- stanzen am Orte mit voller Ueberlegung zugunsten der Gemeinoe wie auch der Allgemeinheit getroffen." » Datz unsere Weitzensccr Genossen ihre Entscheidung zugunsten der Gemeinde wie auch der Allgemeinheit getroffen zu haben glauben, nehmen wir ohne weiteres an. Das ist auch von keiner Seite bezweifelt worden. Aber nicht das ist der Kern der Sache. Es handelt sich vielmehr um die grundsätzliche Frage, ob eine Ge- meinde mit eigenen Werken diese veräutzern, d. h. ob sie das Koin- munalprinzip dem Prinzip des gemischtwirtschaftlichen Unterneh- mens opfern soll. Die Elektrisierung der Provinz Brandenburg wird nicht etwa von den Provinzialverwaltungen in eigener Regie betrieben, sondern man hat ein gemischtwirtschaftliches Unternehmen gewählt. Gegenüber dem früheren Zustand bedeutet das für alle die Gemeinden, die über eigene Elektrizitätswerke nicht verfügen, zweifellos einen Fortschritt, und aus diesem Grunde konnten die sozialdemokratischen Mitglieder des ProvinziallandtageS dein Pro- seit unbedingt zustimmen, ja sie hätten einen schweren Fehler ge- macht, wenn sie eS abgelehnt hätten. Auf die Frage der Selbst- Verwaltung«inzugehen, ist uns an dieser Stelle unmöglich, wenn wir uns nicht eines Vertrauensbruchs schuldig machen wollen. Ge- nossc Taubmann gibt übrigens selbst offen zu, datz die Gemeinde Weitzensee sich in einer Notlage befunden fmbc. Gab es wirklich keinem anderen Weg zur Beseitigung dieser Notlage als die Ver- äutzerung des Werkes? Und wenn die Veräutzerung schon erforder- lich war, warum hat man dann nicht den viel näher liegenden Weg eingeschlagen und sich mit Berlin in Verbindung gesetzt? Datz ein Abkommen mit Berlin der Zustimmung der städtischen Körper- schaften bedarf, ist ganz selbstverständlich. Aber wir sind über- zeugt, datz, wenn die Sache wirklich so dringend war, diese Zu- stimmung sehr schnell erfolgt wäre. So sehr wir auch unseren Weihenseer Genossen den guten Glauben beimessen, so haben sie doch übersehen, datz es sich in der Tat darum handelt, die Provinz gegen Berlin auszuspielen. Das ist die grotze Bedeutung der An- gelegenheit, und aus diesem Grunde haben wir es für unsere Pflicht gehalten, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die? Vorkomm- nis zu lenken._ flus Groß-öerlin. Die Sutterverforgungsstelle Groß-öerlin. „Wenig und schlecht I" lautet bei der Bevölkerung Grvtz- Berlins das Urteil über die Butter, mit der sie jetzt abgespeist wird. Daß sehr viel weniger Butter als sonst verfügbar ist, läßt sich ohne weiteres begreifen. Warum aber die Butter auch schlechter als sonst sein muß, leuchtet nicht ein. Die Verantwortung für die Mängel der Butter wird vom Verbraucher dem Kleinhändler, von diesem dein Großhändler und von dem wieder der Butterversorgungöstelle zugeschoben. Tie Butterversorgungsstelle aber lehnt die Ver- antwortung ab, weil sie bei der Kürze der für die Mängel- rüge gestellten Frist sich gegenüber den liefernden Molkereien zur Ohnmacht verurteilt sieht. Innerhalb 24 Stunden müssen Mängel gerügt sein, sonst„ist nichts zu machen". Trotz aller Beschleunigung, mit der die gelieferte Butter geprüft wird und dann in den Verkehr gelangt, sind Mängel nicht immer schon in 24 Stunden festzustellen. Ter Vorwurf, daß die Buttervcrsorgunsstelle Groß-Ber- lin ihre Buttervorräte zu lange lagern und schlecht werden läßt, wäre unberechtigt. Wir hatten gestern Ge- le�cnheit, in den Betrieb der Versorgungsstelle einen Ein- blick zu tun. Vertreter der Presse waren eingeladen worden, die Einrichtungen der Butterversogungsstelle zu besichtigen. Tie Versorgungsstelle hat in Berlin zwei große Läger, die in der Tirckscnstraße und in der Köpenicker Straße unter- gebracht sind. Das Lager in der Dircksenstraße, das wir sahen, niachte wirklich nicht den Eindruck, wie wenn hier Uebcrfluß an Butter herrschte. Mit dem, was da in den Kellern lag, würde— so stattlich auch die Reihen der Fässer sich ans- nahmen— die buttcrverlangende Bevölkerung Groß-Berlins nicht weit reichen. Sobald Butter geliefert ist, wird das Lager immer sehr rasch wieder gexäumt, so daß I nichts lange liegen bleibt. Noch an demselben Tage, wo die Butterversorgungsstelle von der Zentraleinkaufsgesellschaft die Lieferscheine erhält, wird die Butter bei den angebenen Molkereien abgerufen. Anfangs stand die Versorgungs- stelle mit über 7tK) Molkereien in Verbindung, jetzt aber ist die Zahl der liefernden Stellen geringer, weil inzwischen die Molkereien sich in Samnielstellen zusammengeschlossen haben. Wenn diese Stellen nicht sogleich nach Abruf liefern, wird schleunigst gemahnt. Also auch der Vorwurf, daß die Ver- sorgungsstelle die Butter zu lange bei den Molkereien liegen läßt, trifft nicht zu. Die gelieferte Butter wird sofort in Stichproben unter- sucht, durch Sachverständige begutachtet und danach ein- geteilt in Butter erster, zweiter, dritter und nianchmal auch vierter Qualität. Als wievielte Qualität die Ware an den Verbraucher gelangt, hängt ab vom— Händler. Leider fehlt bei uns eine staatliche Kontrolle der Butter, wie Dänemark sie hat. Die Prüfung des Wassergehalts usw. gibt bei der deutschen Butter nicht selten recht beträchtliche Ucberschrei- tungen der gesetzlich zugelassenen Höchstgrenze, die für ge- salzene Butter bei 16 Proz., für ungesalzene bei 18 Proz. liegt. Wassergehalt von mehr als 2(1 Proz., ja vereinzelt bis zu 36 Proz. und darüber ist durch die Versorgungsstelle schon festgestellt worden. Die Fälle viel zu hohen Wassergehalts haben sich in letzter Zeit stark gemehrt, so daß künftig alle Butter aufs schärfste geprüft werden soll. Sehr wasserreiche Butter wird übrigens, ehe die Versorgungsstelle sie weiter- gibt, nochmals durchgearbeitet, um den Wassergehalt zu ver- ringern. Ueber die Größe des Betriebes der Butterver- sorgungsstelle Groß-Berlin macht man sich in der Bevölke- rung schwerlich eine zutreffende Vorstellung. Sie hat Mil- lionenumsätze, obwohl die dem einzelnen Verbraucher zuge- teilte Buttermenge doch wahrlich gering ist. Mehr als 166 Gemeinden und Gutsbezirkc umfaßt ihr Versorgungsgebiet, das z. B. im Norden bis Oranienburg. Mühlenbeck und Wandlitz: im Süden bis Königswusterhausen, Zossen, Pots- dani und Stahnsdorf reicht. Zunächst sollte es auf die In- dustrieorte Groß-Berlins beschränkt bleiben, aber allmählich mußten dann immer mehr auch die abgelegenen Orte auf- genommen werden. Man kann die Butterversorgungsstelle Groß-Berlin wohl als eine der größten„Butterhandlungen" der Welt bezeichnen. Das Bureau beschäftigt jetzt 126 Per- sonen, größtenteils Frauen. Es nimmt einen beträchtlichen Teil der Räume des Hauses Poststr. 16 ein. Dieser ganze aus der Kriegsnot herausgewachsene Be- trieb hat lediglich die Aufgabe, die Butter entgegenzunehinen, zu lagern und weiterzugeben. Auf Menge und Be- s ch a f f e n h e i t der Butter hat die Versorgungs- st e l l e k e i n e n Einfluß: sie muß nehmen, was man ihr liefert und wie man es liefert. Die wiederholten Bemühun- gen der Versorgungsstelle, eine Ausdehnung der B c- m ä n g e l u n g s f r i st zu erreichen, sind bisher erfolglos geblieben. Eine Ausdehnung auf mehr als 24 Stunden ist dringend nötig: anders können die Interessen Groß-Berlins gegenüber den Produzenten nicht hinreichend gewahrt werden. Eine längere Bemängelungsfrist würde auch auf die Produ- zcntcn erzieherisch wirken, weil sie dann wüßten, daß sie leich- tcr gefaßt werden können. Wenn bei der Butter die Unzulänglichkeit der Qualität noch zunimmt, dann wird auch die Quantität schließlich eine sehr fühlbare Beeinträchtigung erleiden. Da für ungenieß- bare Butter trotz aller Mängelrügen in dieser butterarmcn Zeit kein Ersatz zu beschaffen ist, so würde die ganze Ver- sorgungsregelung über den Haufen geworfen. Ohnedies ist zu befürchten, daß die pro Kopf zu gewährende Buttermenge bald noch weiter herabgesetzt werden muß. Der Omnibus wird teurer! Vom 1. Oktober d. I. ab wird der Fahrpreis für die Teilstrecken auf den Pferdeomnibuslinien von 5 Pf. auf 7J4 Pf. erhöht. Einer Zuschrift, die der Vorstand der Allgemeinen Berliner Omnibus-Aktien-Gesellchaft in dieser Angelegenheit an uns sendet, entnehmen wir folgendes: Nachdem uns bei Ausbruch des Krieges der Kraftwagenpark bis auf einen geringen Bruchteil für Heereszwecke entzogen worden war, blieben wir für die Weiterführung unseres Unternehmens fast ausschließlich auf den Pferdeomnibus angewiesen. Haben wir nun auch im Frieden aus dem Pferdebetrieb je nach den Kosten der Futtermittel recht wenig Gewinn erzielt und mutzten wir uns da- her von vornherein sagen, daß der Pferdebetrieb im Kriege völlig unwirtschaftlich werden würde, so betrachteten wir es doch als unsere Pflicht gegenüber, der Oeffentlichkeit wie unseren Angestell- ten, den Betrieb auch im Kriege fortzuführen. Wir beförderten denn auch im Jahre 1815 im Pfcrdebetrieb noch immer über 78 Millionen Fahrgäste. Aber mit welchem Verluste? Das Jvhr 1015 kostete uns nahezu 800 000 Mark. DaS Jahr 1916 würde Aach den bisherigen Ergebnissen sogar einen Verlust von mehr als\'A Millionen Mark ergeben. Die Unrentabilität des Pferdeomnibusses liegt ursächlich in dem niedrigen Tarif von 5 Pf., der einzig auf der Welt ist. Mit den Tarifherabsetzungcn hat der einzelne Pferdeomnibus zwar eine sehr viel höhere Frequenz, gleichwohl aber— im Gegensatz zu der landläufigen Annahme— eine erbeblich geringere Einnahme erbracht. Tie Pferde bekamen viel mehr zu ziehen, die Schaffner weniger zu kassieren. Die Ausgaben sind demgegenüber natürlich laufend gestiegen. Das Pferdefutter, welches den Hauptausgabcposten darstellt, ist um nicht weniger als rund 150 Prozent teurer geworden, auch die an- deren Verbrauchsgegenstände sind im allgemeinen um 50 Prozent, 100 Prozent und mehr im Preise gestiegen. Dazu kommt, datz wir unscrm Betriebspcrsonal wegen der Kriegsverhältnisse gern eine Teuerungszulage geben möchten, mit der wir bei unserer traurigen Wirtschaftslage— wenn auch sehr gegen unfern eigenen Wunsch— im Gegensatz zu anderen Berliner Verkehrsanstalten noch immer zurückhalten mutzten. Das Gegebeue wäre zurzeit der Einheitstarif von 10 Pf. Ilm aber den heutigen Verhältnissen unserer Fahrgäste Rechnung zu tragen, wollen wir es mit einem 7)4-Pf.-Teilstreckentarif versuchen, unter Aufrechterhaltung des lO.Pf.-Tarifs für die ganze Fahrt. Wir sind unS wohl bewußt, datz auch dann noch mit Verlust ge- rechnet werden mutz, erhoffen aber tvenigstens, ihn so in einiger- maßen erträglichen Grenzen zu halten. Der Pfennigbruchteil, den ja auch die Post eingeführt hat, soll dadurch dargestellt werden, datz eine handliche, metallene 2L!-Pf.-Münze ausgegeben wird, die der Schaffner jederzeit wieder in Gegenzalstung annimmt. Die Münze bat etwa die Größe eines lO-Pf.-StückcS und auf der Vorder- und Rückseite folgendes Aussehen: /�Berliner> PS yWt&ea.V Schwierigkeiten im Zahlungsverkehr bleiben auch bei so einfachem Verfahren nicht ganz aus, sollten sich aber bei gutem Willen auf beiden Seiten erledigen lassen, wie das Beispiel bei der Post lehrt. Die künftige Wochenration. Die Wochenfleisch menge beträgt für die kommende Woche, also für die Zeit vom 25. September bis 1. Oklober 1016 250 Gramm. Auf einen Vollabichnill der Fleischkarte entfallen somit 50 Gramm, auf einen Teilabschnitt 25 Gramm. « Nach einer Verordnung des Magistrats dürfen in der Woche vom 25. September bis 1. Oktober 10l6 auf jeden der drei Ab- schnitte 22 der K a r t o f f e l l a r t e je 3 Pfund Kartoffeln, zu- sammcn also höchstens 0 Pfund Kartoffeln abgegeben und eut- nommen werden. Zu der Dariferhöhungsfrage der Großen Berliner Straßenbahn. Zu dieser Frage hat auch der KriegSauSschutz für Konsumenten- intcressen Stellung genommen. In einer Eingabe bittet er den Magistrat Berlin„im Namen der minderbemittelten Bevölkerung Grotz-BerlinS dringend, von der bisherigen Haltung betreffend Tarif- erhöhung nicht abzugehen". Bekanntmachung. Auf Ersuchen des Präsidenten des Kriegsernährungsamts wird nochmals auf Ermächtigung zur Freilassung gemäß§ 3 der Verordnung vom 16. 9. 16— O. Nr. 113 411— hinge- wiesen, um Verderben von Obst infolge Beschlagnahme zu verhindern. Für diese Ermächtigung sind die Landräte, in Stadt- kreisen die Magistrate, zuständig. Berlin, den 23. September 1916. Oberkommando in den Marken. Ein gewerbsmäßiger HeiratSfchwindlrr wurde gestern bei einem Stelldichein überraichl und verhastet. Ein 36 Jahre alter ver- heirateter, aber wohnungsloser Arbeiter Gerhard Vehlmann schwin- belle heiratslustigen Mädchen, denen er batd die Ehe verspracv, vor, datz er ein Geschäft einrichten wolle und betörte sie durch sein sicheres und gcivandtes Auftreten, ihm ihre Ersparnisse dazu herzu- geben. Anderen schwindeile er das Geld mit der Vorspiegelung ab, daß er die Einrichtung für das liege Heim kaufcn wolle. Gestern traf er sich während der Vorstellung des„Hias" mit einem neuen Opfer im Zirknstunnel. Hier sab ihn ein andere? Mädchen, das er liirzlich beirogen halle und ließ ihn festnehmen. Der Verhaftete ist nur in diesem Falle geständig. Er konnte aber schon in vier Fällen überführt werden und hat nach Briefen, die man bei ihm fand, noch mehr auf dem Kerbholz. AuS der Spree gelandet wurde am Holsteiner Ufer in der Näbe des Babnhosö Bellevuc die Leiche eines Mädchens. Die Ertrunkcac ist wahrscheinlich die Pflegerin Anna Kiesel aus der Triitstr. 4 zu Wittenau, die vor acht Tagen ans Gram über den Tod ihres Bräutigams am ReichSIagsufer ins Wasser sprang, den ihr zu- geworfenen Retluiigsball nicht annahin und schon untergegangen tvar, als ein Schiffer herankam, um sie mit seinein Kahn zu retten. Die Ausstellung„Mutter und Säugling" im Herrenhause erfreut sich eines regen Besuches, so datz ibre Berlängeruiig in Aussicht gc- nommen ist. Im Anschluß an die Ausstellung findet am Montag, den 25. September, abends 8 Uhr, ein Vortrag von Schwcslcc Antonie Z e r w e r mit anichlietzender Aussprache statt. Der Vor- trag lautet:„Zwcckmätzige Pflege des Säuglings mit einfachen Mitteln."— Ein Vortrag von Herrn Professor Langstein ist für den 20. September vorgesehen. Der Eiutriit ist frei. Straßensperrung. Das Polizeipräsidium teilt mit: Die Straf, e Hinter der Kalholischeu Kirche zwischen der Französischen und der Bchrensiratze wird behufs Erneuerung von Slratzenbahngleisen und Beseitigung der Unterleitungsanlagen vom 25. September ab mit die Dauer von sieben Wochen für den Durchgangs-Fahrverkchr gc- sperrt. Verloren wurde am Freitagabend an der Ecke Acker- und In- validenstratze eine schwarzlederne Brieftasche mit 225 M. Papier- geld und Militär- sowie anderen Ausiveispapicren. Es ist fest- gestellt, datz die Tasche von einem Vorübergehenden anfgchobcn wurde. Zeugen, die die betrefstude Person kennen, werden gebcicn, sich z» melden bei W. Krvschel, Jasmunder Str. 1t, 11. /ins öen Gemeinden. Städtischer Lebensmittelverkauf in Neukölln. Dic� von der Stadt Neukölln eingerichteten zehn Verkaufsstellen zur Versorgung der Eiuwohnerschafl mit den noiivcndigsten Lebens- Mitteln haben sich nach den bisherigen Erfahrungen als antzor- ordentlich zwcckmätzig und infolge der niedrig gehaltenen Preise vor allem als nutzbringend für die Bevölkerung erwiesen. In den Verkaufsstellen Jansaslr. 4. Wildenbruchstr. 87, Hertzbcrgstr. 7,8, Nogatstr. 12, Sieinmetzstr. 12 und 73,.Donaustr. 131, Ztirchhoi- strotze 45, Knesebeckstr. 24 und Hcrmamistr. 22 kommen gegen- wältig die nachstehend ausgesühricu Lebensniitlel zum Verlaus: Holländer Fellheringe Stück 30 Pf, Vollheringe Stück 35 Pf, Wirsingkohl Pfd. 12'Pf, Weißkohl Pfd. 8 Pf, Notlobl Pfd. 18 Pf, Kohlrübe» Psd. 7 Pf, Mohrrüben Pfd. 12 Pf, Zwiebeln Pfd. 13 Pf., Marmelade Pid. 1 M., Tomaten Pfd. 40 Pf, Sardinen in Oel Büchse 1 M., in Tomaten oder Kraftbrühe 95 Pf, Freshheringe Büchse 1.25 M. und 1,65 M.. Makrelen 1,25 M., Ftschsillze 1,75 M., Fischklötze 8 M.. frische Eier, auch Knickeier, je nach Prci:- bestimmuiig durch die Z. E, G. Kartoffeln zum Preise von 6 Pf je Pjund werden in den vier letzigenannleu Verkaufsslellen mit Rück- ficht auf die beschränkten Raumverhältnisie nicht abgegeben. Tcr Verkauf von Frischobst findet bis auf weiteres nur noch in geringem Umfange stall. In der städtischen Fischhalle, Bergstr. 21, sind nach wie vor frische Seefische und Räucherwaren, sowie Konserven und Heringe zu billigen Preisen crhäUltch. Gefährliche Sparsamkeit. Die kürzlich erfolgte Entfernung von sechs Haltestellen der Elektrischen in der S ch l o tz st r a ß e zu Steglitz hat zur Folge, daß sich täglich Ilnglücksfälle ereignen. Die Straßenbahnwagen fahren mit raseirder Schnelligkeit über die durch Fuhrwerke sehr belebten Querstraßen, an denen sich ehemals die Haltestellen befanden, hin- weg und so sind Zusammenstöße unvermeidlich. Außer größeren Materialschäden sind bisher auch eine Reihe erheblicher Verletzungen von Kutschern und Pferden zu verzeichnen gewesen. Die bedeutende Verringerung der Haltestellen geschah aus Sparsamkeitsrücksichten, die aber gerade in der Hauptverkehrsstraße des Ortes, wie die vielen Unglücksfälle beweisen, am unangebrachtesten sind und nicht weiter- hin auf Kosten von Menschenleben durchgeführt werden dürfen. Ganz abgesehen davon, daß das Publikum jetzt auch sehr mit der Zeit zu rechnen hat. Es ist dringend erforderlich, daß die ehemaligen Haltestellen wieder geschaffen werden, und falls sich die Straßen- bahngesellschaft dazu nicht herbeilassen sollte, so möge hier, zur Be- seitigung dieser beunruhigenden Vcrkehrsunsicherheit, der Amtsvor- steher mit seinen diesbezüglichen Rechten eingreifen. Am Freitag beschäftigte sich auch die Gemeindvertretersitzung mit diesem Mißstande und legte einmütigen Protest dagegen ein. Bürgermeister B u h r o w gab hierbei seinem Bedauern Ausdruck, daß der Polizeipräsident zu Berlin, ohne den Amtsvorsteher oder den Gemeindevorstand in Steglitz zu befragen, einfach die Ein- ziehung der Haltestellen angeordnet habe, wodurch nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Behörden peinlich überrascht worden seien. Seitens der Gemeindevertretung wurde allseitig betont, daß die Maßnahmen des Berliner Polizeipräsidenten völlig verfehlt seien und nicht scharf genug verurteilt werden könnten. Zum Schluß der ausgedehnten Erörterung wurde beschlossen, eine Eingabe an den Minister der öffentlichen Arbeiten, an den Berliner Polizeipräsi- denten und an den Berbandsdirektor zu richten, in der um Auf- Hebung der Verfügung des Polizeipräsidenten gebeten wird. Gleich- zeitig soll um möglichste Einhaltung der vorgeschriebenen Fcchr- geschwindigkeit der Großen Berliner ersucht werden, da das jetzt beobachtete wilde Fahren eine Lebensgefahr für die Bevölkerung bedeutet. Aus der Pankow er Gemeindevertretung. Die letzte Sitzung der Gemeindevertretung beschäftigte sich unter anderm eingehend mit der Kartoffelversorgung für den Winter. Um ähnlichen Kalamitäten wie im Vorjahre vorzubeugen, wird die Eindeckung des Bedarfs der Pankower Bevölkerung durch die Gemeinde für die Zeit vom 1. Oktober d. I. bis 15. April n. I. in den beiden kommenden Monaten erfolgen. Es handelt sich um Beickmsiung und Unterbringuna von 160 ovo gentner Kartoffeln, die von den Kreisen Soldin und Oberbarnim zu liefern sind. Hiervon entfallen etwa 40000 Zentner auf Vorbestellungen zinn Einkellern durch die Einwohnerschaft, 40 000 Zentner sollen die Händler für den laufenden Bedarf erhalten und 80 000 Zentner sollen teils einge- mietet, teils in durch die Gemeinde gemieteten Kellereien oder sonstigen geeigneten Aufbewahrungsräumen zur jederzeiligen Ver» fügung untergebracht werden. Der Preis der Kartoffeln ist bekannt- lich auf 4>b0 M. frei Kleinhändler und 4,75 M. pro Zentner frei Keller für Verbraucher festgesetzt. Da aber durch den hohen Erzeugerpreis von 4 M. und die erwachsenden Unkosten der wirkliche Preis sich auf etwa 5.50 M. erhöhen dürfte, ergibt sich die Notwendigkeit eine« erheblichen Zuschusses. Dieser soll von Reich, Staat und Gemeinde zu je einem Drittel getragen werden. Es ist jedoch vom KreiS in Aussicht gestellt, die' Hälfte des Gemeindedritteks zu übernehmen, so daß von der Ge- meinde nur ein Sechstel des Zuschusses, immerhin aber noch die Summe von etwa 20 000 Mark zu tragen sein würde. ES handelte sich also für die Vertretung zunächst um Be- willigung von 800 600 Mark für Beschaffung und Unter- bringung von 160 000 Zentner Kartoffeln und ferner um Zu- stimmung zur Deckung des Zuschußsechstels. Beides erfolgte nach eingehender Debafce einstimmig. Eine für diesen speziellen Zweck niederzusetzende Kommission soll dem Gemeindevorstand bei Durch- führung aller notwendigen Maßnahmen zur Seite sieben.— Die Vertretung bewilligte den im vorigen Jahre unberücksichtigt gebliebenen Hilfslehrkrästen Kriegsteuerungs- zulagen, die für Ledige 10 M., für Verheiratete 15 M. und für jedes Kind unter 16 Jahren 3 M., bis zur Gesamthöhe von 30 M. monatlich, betragen.— Dann wurde der Lösung des Veriragsverhältniffes mit der Gemein- nützigen Genossenschaft für landwirtschaftliche Ver- Wertung von Baugelände zugestimmt. Die Pachtregelung für das Jahr 1917 geschiebt mit den � Nnzelpächtern direkt durch die Gemeinde. Der Preis für den Sechstelmorgen beträgt für das Gelände an der Galenusstraße 5 M., für das vorzüglich zum Ge- müiebau geeignete Gelände der Enklave im Schloßpark Schönbausen 14 M. und(bei Verpachtuwg an Kriegstetlnehiner) 1» M. Das Gelände des alten Wasserwerkes wird auch für 1617 zu den bisherigen Bedingungen zur landwirlichaillichwi Nutzung überlassen.— Äne größere Ausgabe verursacht der Gememde die zur Hebung der Milchproduknon erforderliche Ergänzung des Vieh- bestandes auf dem Gute Mühlenbeck. Es handelt sich um Anschaffung von 24 Schweizer Milchkühen, von denen sechs bereits zum Preise von 1850 M. pro Stück— dem Dreifachen des Friedens- Preises— erworben sind. Ebenso erfordert die Ergänzung des PserdebestandeS auf Mühlenbeck etwa 10 000 M. Die erforderlichen Gesamtmittel in Höhe von etwa 55 000 M. wurden bewilligt. parteiveranftaltungen. Neukölln. Am Mittwoch, den 27. September, abends 8'/, Uhr, findet in den Passage-Feftsälen, Berzstr. ISO, eine außerordentliche Genecalver- sammlung statt. Tagesordnung: 1. Berichterslattung von der Reichs- konferenz. 2. Stellungnahme zu den Beschlüssen der Kreisgcneralversamm- lung.(Näheres siehe Inserat.) Steglitz. Am Dienstag, den 26. September, abends SV, Uhr: M it- glied erversammlung im Lokale von Schellhase, Aliörnftratze Iba. Bericht von der Reichskonferenz. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Tempelhof. Mittwoch, den 27. September, abends 8'/, Uhr: Mitgliederversammlung bei Reimer, Ordensmeisterstraße 57. Bericht von der Kreisgenerawersammlung. Bericht von der Reichs- konferenz. Wir stellen hierdurch fest, daß der WahlvereiuS- Vorst and dem kürzlich verbreiteten, von Bürge« meister unterzeichneten Flugblatt, das zu einer Versammlung am Dienstag einladet, völlig fern- st e b i. Wer aus dem Boden des neuen KreisvorstandeS steht, erscheme in der Versammlung am Mittwoch. Britz-Bulkow. Am 27. September, abends 8'/, Uhr, findet eine Mitgliederversammlung bei Westphal, Nudower Straße 67, statt. Dasör sällt der Oktober-Zahlabend aus. Es wird um pünktliches Erscheinen gebeten.— Die Bezirkskassierer find angewiesen, sich durch grüne Karten mit der Unterschrist Frassck und Hentcl zu legitimieren. Beiträge find nur an diese zu zahlen. ßrauenlefeabenöe» Montag, den 25. September, abends S'/j Uhr: Charlottenburg. Gemeinsamer Leseabend im Lollshaus, Rosinen- straße 4. Tempelhof. Bei Hennig, Friedrich-Withelm-Straße 35. Mariendorf. Bei Benscheck, Chausseestr. 27. Reserentin: Genossin Käte Duncker. Lichtenberg. Im Cafö Bellevue. Vortrag des Genossen Dr. Aisred Bernstein über:.Voltslranlheilen". Eintritt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches._ Turnverein„Fichte-, 13. Mäunerabteilung. Heute abend der- anstaltet die Abteilung unier Btilwirkung der 13. Lehrlings- und 7. Frauen- ableilung einen Untrrbaiwngsobcnd im Kongreßsaal des Gewertschasts- Hauses. Der gesamte Ueberschuß kommt den im Felde stehenden Turn« genossen zugute, weshalb um guten Besuch gebeten wird. Um die Lücken, die der Krieg dem Vsreinsleben reißt, wieder auszu- füllen, veranstaltet die Slbteilung Werbeabcnde. Am Dienstag, den 26. September, findet in der Turnhalle in der Görlltzer Straße 5t/52, abends 8—10 Uhr, ein Werbungsturnen sür die 13. Lehrlinzsabteilung statt und sind junge Leute von 1t—t3 Jahren willkommen. Der Monats- heitrag beträgt sür Lehrlinge ab 1. Oktober nur 20 Pf. und das Emschreibe- geld nur 10 Ps. Außerdem findet am Donnerstag, den 28. September, in der Turnhalle Görlitzer User 2 abends 8— 10 Uhr ein Werbungsturnen für die 7. Frauenabroikmg statt und find alle jungen Mädchen und Frauen hierzu sreundtichst eingeladen. Sriefkssten der Redaktion. Sie wristtsch- Sprechstunde findet sür Abonnenten Siudenftr.«, IV. Hos cechtS, vitterre. am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Mir, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder fitr den Brietlasten bestimmt«? Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merlzetwen beizufügen. Brieflich« Antwort wird mch: erteilt. Anfragen, denen leine ülöonnomenKauitmng beigefüg» ift, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man rn der Svrechsninde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe mar in die Sprechstnuve mit. H. F. IVO. Ist für beide Richtungen geltend, kommt aber in Wirk« llchkeit der anderen Seite mehr zu stalten.— 2l. W. 13. Für dasjenige von 1S14 sind bis jopt derartige Bestimmungen nicht getroffen.— Sport IIS. Haben wir leider nicht registriert. Vielleicht fragen Sie bei einer Sportzeitung an.— A. 35. 35. 1. und 2. Es handelt sich um bezahlte Inserate. Die Redaktion hat damil nichts zu tun. 3. Ist daraus nicht er- sichtlich.— Landsturm. Nein.— O. S. 73. Ist uns leider nicht be- kannt.— H. W. 28. Zu beziehen durch unsere Buchhandlung, Linden- straße 3. Preis 2 M.— A. 183. Im wesentlichen kommen Beelitz und Beizig in Betracht. Ob aber sür bestimmte Truppenteile auch bestimmte Gebiete gostend sind, ist fraglich.— F. F. 12. 1. 14,18. 2. 180.— W. B. Ol. Ob schädlich oder unschädlich möchten wir nicht mit Bestimmtheit entscheiden: jedenfalls aber minderwertiger.— A. F. 23. 1.— 3. Ge- schichte der Mathematik 0,90. Prakt. Mathematik 1,25 M. Zu beziehen durch unsere Buchhandlung, Lindenilr. 3. 4. und 5. Wenden Sie sich an das Kriegsministerium.— Tv. 25. III. I. und 2. Damit müssen Sie sich an einen Fachmann wenden, Maler oder Anstreicher.— E. 23. Wir miffsen es ablehnen, derartige Mittel zu empfehlen. Wenden Sie sich an einen Arzt.—(stin Landfturnienaeln. Darüber ist uns nichts bekannt. Es wäre Beschwerde aus dem vorgeschriebenen Dienstwege einzureichen.— — E. M. 40. Die Strafe_ beträgt gewöhnlich 6 Mark. Es könnte aber außerdem noch Strafanzeige bei der Staatsanwalt- schaff wegen Betruges gemacht werden.— Stein 4. Für den Kreis Niederbarnim besteht leider die Krankenversicherung sür Heimarbeiterinnen nicht.— K. R. IVO. Die Exmission der unleidlichen Mieterin könnte vom Hauswirt nur durch Klage bewirst werden.— 31. M. 41. Sie sind aus dem Militärverhättris noch nicht völlig ausgeschieden und müssen sich zu den Kontrollversammlungen stellen.— P. Sch. 1. DaS geht nicht, well es verboten ist, das lebende Schwein aus dem Bezirk auszujühren.— Jede gezeichnete Mark| arbeitet für den Sieg!> Ole Kriegsanfethe ist die finanzkelle Grundlage unserer D Gchlagfertigkeii. Sie Hilst unserem unvergleichlichen Heer und unserer Zloite den Sieg über unsere Feinde zu vollenden und damii den Frieden herbeizuführen« Zeichne deshaw Kriegsanleihe: Ou stcherst Oir da- durch Dein Kapital und hohe Zinsen- und hilfst gleichzeitig dem Vaterland in seiner schwersten Stunde. Wer nicht zeichnet, soviel in seinen Kräften steht, beeinträchtigt unsere militärische Krast und stärkt da- durch die Zuverflcht und die Macht unserer Feinde. Jede verweigerte Mark stärkt den Feind! ..................._ «■■■■iiih HUMBOLDT-AKADEMIE FREIE HOCHSCHULE Beginn der Vorlesungen: 9.— 17. Oktober Vorlesungsverzeichnißse n. Hörerkarten: in Buchhandlungen, Ken Th Ungern, Qeeohaftsstellen vieler Vereine. Hanptburean: Berlin C 2 Vene Fpfedpfchstraße Nr. 53—56, II Telephon Oentrüm 4690. 10— 12. 1— 6 Uhr. GAR BAT t IN ALTER \## VQUALITAT .W' Berlin C» q Wallstr. 13 Gardinen Spezialfirma: Gardinenhau« Bernhard Schwarfa Verwaltung Berlin. Xel'Smt Moritzplatz 10623, 3578, Bureau: Rungestraße 30. Sranchen-Versamralungen: Einsetzer! Heute Sonntag, den Si. September, vormtttag» 10 Uh», im GewerkschaflShause, Engelufer IS, Saal Z. Tagesordnung: 1. Bericht Wer die Verhandlungen betreffs Teuerungszulagen. 2, Bericht über die Tätigkeit der Branche im letzten Halbjahr. Auch die Kollegen, welche jetzt in einer andere» Branche tätig sind, «üffe» in dieser Versammlung anwesend sein. Sargtischler Heute Sonntag, de» 24. September, vormittags 10 Uhr, bei Merkmaun, Gr. Frankfurter Str. 16. Schirmmacher Morgen Montag, den 23. September» abend? 8 Uhr, bei Stein, Stralauer Brücke 3. Tagesordnung: Die Teuerungszulagen in der Schirmindustrie.— Bericht der Kommission. lll/4 Bürste«-«. Pinselmacher Morgen Montag, den 25. September, abends 8 Uhr, bei Krugmann, Kleine Andreasstr. 10. Rahmenvergolder Dienstag, den 26. September, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Max Hedmannn, Engeluser 1s: Tagesordnung: 1. Wie stelle« sich die Rahmenvergolder zur Teuerungszulage? 2. Diskussion._ Stellmacher Donnerstag, den 28. September, abends 8� Uhr, im „Rosenthaler Hof", Rosenthaler Straße 11—12. JpBr Die Tagesordnung wird m der Versammlung bekanntgegeben. Vertrs«ei>5msnner'Ver5MmIunM der Kistenmacher. Dienstag, den 26. September, abends 8 Uhr, bei E. Mücksch, 5krautstr. 24 Tagesordnung: «ufere Teuerungszulagen. Tischler: Mittwoch, den 27. September, abendS 8 Uhr, bei Merkmann, Gr. Frankfurter Str. 16: Bezirk Mittwoch, den 27. September, abends 51/,, Uhr, bei Ewald, Schönleinstr. 6: Bezirk Tüllen. Mittwoch, den 27. September, abend« 8 Uhr, bei Dittmer, Schwedter Straße 23: Bezirk llonitan. - Jede Werkstatt muß vertreten fein! 91/8 Die Ortsverwaltnng. Tüchtige Msateme auf's Laut» für Lichtanlagen bei gutem Loh» gesucht. In der Regel freie Kost durch Anschluß» chmer. veder!saä?eatrsle örellebea!. Idür. 176/12 Einige tücht. Afphalteure«»d Holzpflafterleger sür dauernd««rbett, auch im«wter, suchen zum sosortig««»tritt» Neuköllner Asphalt- und Holzpflasterwerke, Kenkttlln. Oberhafen. Verband der Kut- und Jilzwarenarbeiter und Arbeiterinnen Deutsehtands. Ortsverwaltung Berlin. Montag, den 25. September, abends 7>/, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15. Saal 1: Mitglieder-Bersammlung Tagesordnung: L Vo» der«rt««»-»or Friedensarbei». Reserent: Genosse Sugen Brückner. 2. Geschäftliches. Das Erscheinen aller Mitglieder ist dringend uotwendig. 76/14 Der Vorstand. Strahlendorfr Handelsakademie Berlin, Beuthstraße 11, am Splttelmarkt. Zentrum 1750. Am 5.0ktober begranen Viertel-, Halbfahres- u. Jahresknrse, für jüngere nnd iltcre Damen und Herren getrennt, zur Ausbildung für das Kontor, Handelsknrse für Damen mit Töchterscbulbildung. AnaVIlhrliche Lehrpläne kostenlos. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Ami Norde» 185, 1239. 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9—1 Uhr und von 4— 7 Uhr. Montag, de« 25. September, abends 6 Uhr» im iSewerkschaftshaus, Eugelufer 15, Saal 5: Versammlung der ZKeisUformer nnd Berufsgenossen. Tage»«rduung: 1. Was müssen wir tu»? & Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich z« erscheinen, da die Versammlung Pünktlich eröffnet wird. Achtung! Dohrleger nnd Keifer. Achtung! Dienstag» den 20. September, abends 8 Uhr, im Gewcrkschastshaus, Engelufer 15, Saal 1: Allgcmkinc Kraiilhcu-Derslimiiilmig. Tagesordnung: 1. vranchenangelegenhette». 2. Verschiedenes. Achtung l Die Kollegen der Firma Körting; werden besonders gebeten, zu erscheinen. I« dieser erusteu Zeit ist est Pflicht aller Kollege», z« er. scheinen. Rüttelt die Sänmigeu auf! 123/4 Olc Ortsverwaltnng. Sozialdemokratischer Wahlverein XruSiülln. Mittwoch, den 27. September, abends 8»/, Uhr, in den„Passage Festsälen", Bergstraße 150/151: Aubrmkiitlidic Gcnml-Ncchmmlung. Tagesordnung: 1. Berichterstattung von der Reichskonserenz, 2. Stcllungnabuie zu den Beschlüssen der KrelS-Generalversammlung vom lO. September. 3. Verschiedenes. JJS- Es wird mn zahlreichen Besuch gebeten.— Zutritt nur gegen Vorzeigung dcS in Ordnung besindlichen Mitgliedsbuches. 239/5 Ilor Vorstnnd. ifertvattungssttttt irtlin N 54, Jinirnltr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9— 1 und von 4— 7 Uhr. iemmig! Kranke(Erwerbslose). Wegen Ouartalsschluß bleibt daS Bureau der Kranken-Abteilunz am Montag, den«. Oktober, den ganze» Tag geschlossen. Die kranken Mitglieder werden ersucht, ihre Unterstützung bis Sonnabend, den 30. Sep- tember zu erheben. Diejenigen kranken Mitglieder, deren Zahltag am Montag, den 2. Ottober ist, geben Buch und Karte bis 29. September ab und erhalten am 30. September ihr Geld. Vorstehendes findet keine An> Wendung bei solchen Mitgliedern, welche sich in Krankenhäusern oder Heil stätten befinden und die ihre Unterstützung erst nach Beendigung ihrer Krankheit abheben. 123/5 l>or Itcvoilniächtispte. nOBEi; ,J i Ä.' i liefert gegen bar und auf Kredit ■nter oflnotlgofon Zahlnngiibedlnaange B M»W»«MWU m Norden: Brunnenetrasoe 1 ff Osten. Frankfurter AlleeS�P I> �«w Lüden: stottbueer Uamm 103 . z B.SjBI.Fft Westen; Ohar(Ottenburg, W K BS WM W> B m Scharrenstr. 5, Ecke Wilmeridorfer Sir. .Vollständige WobiwRgs-Einriclitiingen In jeder gewünschten Preislage Herren-, Speise-, Wohn- u. Schlaf- Zimmer, Salons, färb. KQchen Groose Auswahl Instrat m tbr ingen I 5 Mark Wert Wirklich brauchbare Ersatz- Ohne Brotkarte! Ztr. 38.—, v. 10.50, lO-Pfd.-Eimer 5 M. Cr>fi«nSfk«*C4>Sf«s Kristeller, Berlin W 64, Bülewstr. SO. JC11I111C1 aPilC« Wednunn's Trauemiafazln GrSfite Auswahl. Billigste Preise. 4 Mehrenetrals 37a (Kolomii(len| IL Sr. Frsnkfurter Str. 115 (nahe Andreasstr.) Aoswahlsendungen ufert Amt Zentrum 7890. Sonntaa 12— 2 Uhr o«öNn«t. Jfayg&töw ©et tetiiabruitflS« u.©etbauunßSftönlitflen. Maflenfcbwäche, Magenkatarrh, überhaupt allen Mas.enbeslbwerd. nehme niandie seit 25 Jahr, erprobt en. durch ihre W trkung berühmt. s��Maientrapfen Wofdie 1— n. fiAf nuim« Ittohira 2. Sv. Cinjic rlyl sutole OHlUHrC. L-eim in Z-iooeikn ntchi ertdaitd) tuid) Otto BeicbeL SerlindäGwevbsimeU. 4, s ZUS Opfer dieses furcht- baren VölkerkriegeS fiel aus dem Schlachtsclde am 24. August 1916 unser inniggelicbter Sohn, herzensguter Bruder, lieber Schwager und Vater seines tnniggelieblen Töch- terchens Dorchen, der Landsturm- mann Otto}Moa Ziesi.Jns.-Reg. 227, 10. Komp. im Alter von 27. Jahren. ES war so schwer daS Abschied- nehmen, als fort Du zogst vom Elternhaus, doch ach, wie schreck- lich war die Stunde, als plötzlich kam die Trauerkundc. Du starbst und ließest uns allein. Du warst unser Stolz und unser Glück, nun kehrst Du»imnier zu uns zurück Doch wer treu geschafft, bis ihm das Auge bricht, und liebend stirbt, ach, den vergißt man nicht. So schlaf nun wohl. Du edles Herz, erlöst von allen Schmerzen. Das Blei, daS Dich zu Tode traf, das tras auch unsere Herzen. In tiesstem Schmerz die trauern- den Atern, Keichwüter».Schwager. Berlin. Rostocker Str 27. Allen Freunden, Bekannten und Verwandten die traurige Nachricht. daß unser lieber, unvergeßlicher Sohn, Gatte, Vater, Schwieget-- söhn, Schwager, Onkel und Neffe, der Landsturmmann 136A Karl Schilling durch Granatschuß am 10. Sep- tember gefallen ist. Mit der Sehnsucht im Herzen nach seinen Lieben, mit der Sehn- sucht im Herzen ist er geblieben. lies betrauert und bewewt von den Hmlcrbliebenen: Karl Schilling und Frau als Eltern. Martha Schilling al» Frau nebst Kindel». Otto Schilling als Bruder, zurzeit im Felde. Hermann Schulz.) � Walter Ttichert 1°� zurzeit im Felde. Lische» Schilling.)_ jnjl ,, Klara Schilling /wSchweftern. MiunaSchMing alsSchwägertn. Als Opser des Weltkrieges fiel am 31. August 1916 mein lieber Jugendfreund ftm George. Vergeblich war Dein Schaffen, Vergeblich Dein ganzes Sweben. In blut'ger Schlacht nahm man Dir Dein blühend junges Leben. Kein Stein ziert Deinen Hügel, Nicht Lorbeer deckt ihn reich. Schläfst einsam, weltverloren, Unzähligen andern gleich. Ruhe sanjt. Dein Freund WTA Fritz Fischer nebst Familie und Mutter. Als zweites Opser deS Welt- kriegcs fiel am 12. Sept cmber 1916 unjer lieber Sohn, der Jäger Ml Rosin 16. Jäger-Bat., 2. Komp., im Alter von 23 Jahren. Dies zeige» im ttefften Schmerz an Die trauernden Eltern Emi! Rosin � Frau, .Neukölln. 32A Als Opser des Weltkrieges, fiel am 31. August nach 12 Monate langen Kämpfen durch Kopsschutz mein inniggclicbter, herzcnsguter Galte 13931 Franz George Fns.-Regt. Nr. 877, im blühenden Alter von 80 Jahren. In tiefstem Schmerz Hedwig George--b.««k Hochstraße 14, nebst allen Angehörige». ES tst bestimmt in Schicksal» Macht, Daß man vom Liebste«, was man hat, Muß scheiden, ja scheide«. Drum ruhe sanjt, du treue» Herz, Du hast den Frieden, wir de» Schmerz. Slm 10. September fiel durch Minensplltter unser Ucber Bruder, der Kellner 128b Mariin Berndt Res.-Jns.-Reg. Nr. 86, 4. Komp. In tiefstem Schmerz Oswald Ucrndt Oeorff Iterndt Blchard Berndt Emil Iterndt. In treuer Pfltchtersüllung starb den Heldentod am 31. Llugust d I. infolge Btustschusses mein innig- geliebter Mann und Vater unseres einzigen Kindes, unser guier Sohn, Schwiegersohn, Onkel und Schwager, der Grenadier Wilhelm Kersten Grcn.-Regt. Kronprinz Nr. 1 im 36. Lebensjahre. 14931 In tiesstem Schmerz Luise Kersten und Tochter Edith, Petersburger Str. 78 bei Plath. Als Opser bei Weltkrieges starb am 17. September 1916 mein inntggeliebter Mann'der Pionier Adolf Leidenschnur im Alter von 40 Jahren. Die» zeigt tiefbetrübt an Witwe Marie Deidenfchnur nebst Kinder». 80A Am Freitag, den 22. September, verstarb nach kuvzer, schwerer Kranlbeit unsere langjährige Mit- arbctterin, die Zcimngsaus- trägerin Frau Anna Anna Steiger Spedition Moabit. Ehre ihrem Zlnbenkeu l Beerdigung Dienstagnachmittag i'l, Uhr von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in der Müller- Ecke Seastraße._ Ä Dentscherietallsrlieiter-lErlianii Verwaltungsstelle Berlin. Dm Mitgliedern zur Nachricht, daß unjer Kollege, der Mechaniker Edmund Bothe Quitzowstr. 122, am 20. September gestorben ist. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet heule Soimtag, den 21. September, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle beS Heilands-Kirch- Hofes in Plötzensee auS statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Den Mitgliedern semer zur Nachricht, daß unser Kollege, der Schloffer Theodor Lankau am 20. September an Bauchscll- entzündung gestorben ist. Ehre seinem Andenke«! Die Beerdigung findet am Montag, dm 25. September, nach- mittags 5 Uhr, von der Leichen- balle deS Georgcn-KirchhofcS in Weißensee, Röickcstraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 123/6 Die Ortsverwaltung. Am 30. August siel durch Kopf- schaß unser lieber Kollege, der j Mechaniker Otto Peters Schütze im Masch.-Gewehr-Zug. Wir werden ihm stets ein S ehrendes Andenken bcwahrm. KoUeeen der D. T.W.. Abt. Daase. 13931 1 Hiermit allen Freunden und S Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder und Bräutigam, der Musketier Ernst Arnold Jns.-Regt. 43, 11. Komp. im blühenden Alter von 36 Jahren als Opfer des Krieges am 4. Sep- tember 1916 durch Kopsschuß ge- fallen ifL 12986 Um stille Teilnahme bitten Linus und Marie Arnold als! Eltern. Klar«, Georg u. Luise Arnold I als Geschwister. Erna Hertz als Braut. Als Opser des Weltkrieges in- folge eines schweren Granat- schnsseS fiel am 15. September 1916 unser lieber, einziger Sohn und Bruder, der Musketter Robert Wlertz im blühende» Aller von 19 Jahren. Du starbst an Deine» schweren Wunde», Die Feindcskugel tras Dich schwer, Vorbei, vorbei de» Lebens goldene Stunden. Für Dich gibt'S telueu Frühling mehr. Die ttefbetrübten Wer» nutz Schwester Robert Mcrtz als Bater. Minna Mertz als Mutter. Gertrud Mertz als Schwester. Karl Richter als Onkel. Max Hübncr als Bekannter. Wenn einst die Glocke» den. Frieden verkünden. Und sich die Sweiter zur Heimat einfinden, 4231 Dann bricht mir von neuem das Herz entzwei, Denn mein weder Junge ist nicht dabei. Deine tiesunglückllche Mutter. Danksagung. die herzliche Teilnahme»ud reiche Kranzspende bei der Beerdigung meine» lieben Mannes, des Wiege« meisterS August Thiemig sage ich allen Verwandten und Be- kannten, dem Redner Herrn Baren- thin sür die trostreichen Woete, der Firma C. Kemnitz, sowie sämtlichen Gewerkschaften und Vereinen, WS- besondere dem Gesangverein meinen innigsten Dank. 80A Witwe A. Thiemig. Für die vielen Beweise freundlicher Anteilnahme bei der Beerdigung unserer lieben Tochter Herta sagen wir allen Beteiligten herzlichste» Dank. Ksrl Friedrieh u-« Frau. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau allen Freunden, Genossen, Bekannten und dem Gesangverein.Frohsinn', Adlershos, meinen innigsten Dank. Julius Siuho nebst Kindern. 14831 Dankfagkmg. Hierdurch sage ich allen denen meinen Dank, die sich durch ihre Anwesenheit an der Beerdigung meiner lieben Frau beteiligt haben. (histav Nix, Neukölln, Neuterstr. 59. 14731 218/9 Sera Meile» nietet nf dem ürieMgoploB getonenen senffe»! Am i. September fiel im Mter von S1 Jahren der Schtosirr Mvkaniß I.u«okv, Ratiborftr. b. Bezirk 20S II. w» 8. September 1915 fiel im Alter von 32 Jahren der Hetzer Gustav Knospe, Thaerstr. 3Tb. Bezirk 352. Am IT. September fiel im Alter von 40 Jahren unser Bezirks, I fuhrer, der Tischler' Adolf Seidenschnup, Grüner Weg 48. Bezirk 808 L tozlildemokr. WitiWereln». 1 4. Berliner RelohiUgiwahlkr. Am 29. August fiel der 8T jährige Packer Gustav Bollin, rrantvaalstr. 44. 22. Abt., Bez. 777 a. Am 12. September fiel der 34 jährige Arbeiter Biokacd Fiebelkorn, Thristianiastr. II, 18. Abt., Bez. 817, Am 14. September fiel der Lackierer Rudolf Hesse, 81 Jahre alt. Ltebenwalder Str. 55. 20. Abt.. Bez. 783. Am 81. August fiel im Kampfe der 30 jährige Arbeiter Fpans George, Hochstr. 32, IT. Abt., Bez. 807 a. 228/15 Sezleltfemekr. Wahlmela(.II. Bert. Relohtligewihlkr.{ Am N. Juli fiel im Felde der»Srtler Wilkslm Fkrlivk, Kaifer-giriedrich-Str. 170, 8. Bezirk. Im Feld« fiel am 80. August der Maurer Hermann Schirrwltz, «rilestr. 27, 15. Bezirk. 239/4 8ozlBi4einakritl«cher WahWereln Neukllln. In den Kämpfen fiel der Genost« Ernst Roy, »ugustaftr. 82, 4. viertel, Gruppe 88, 14/4•ezleldemokr. Wahhrer. Nlederbarnim, Bez. Lichtenberg. Am 12. August fiel«IS vpfer de» Weltkriege» Genofi« Albert Sobmedld, Brehmestr. 1. Sezlald. Krela-Wahlvereln Nledorbantl«, Bez. Pankew. Gr. 7. Am 3. 9. II verstarb infolge einer schwere» Verwundung im Lazarett Genoste Robert Hermann, 38 Jahr« alt. Gruppe 7. Am 12. 9. 18 verstarb infolge einer inneren Krankheit Im Lazarett Senost« Karl Leistner, 40 Jahre alt. Gruppe 8. 245/11 lezlatd. Wahlmeie Niederbarnim. Bez. Relnlekeederf-WeeL Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverei« Berlin. Im Felde find folgende Kollegen gefallen: Damast«, krit?, Putzer, veztrk Osten 1 Habermaun, Paul, Maurer, wedd«»-. Schirrwitz, Hermann, Maurer,»«zw«-»«1». Scholz, Paul, Maurer, Bezirk Koib-Osten. Schrüäer, �tax, Hilfsarbeiter, Bezirk Steglitz. Stranz, Deorx, Maurer, Bezirk«eddwg. Xeidler, Paul, Maurer, Bezirk Treptow. Ehre ihrem Andenke«! 142/1» IH« artliche Verwaltnngf. Beutseher Holzuiielterverbanl Zahletolle Berlin. Den Mllgliedern zur Nachricht. dah unser Kollege, der Korbmacher Ulrich Deutler Blumenstrahe 13, im Alter von 32 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken t Die Beerdigung findet morgen Montag, den 25. September, nachmlttao» 8 Uhr, von der Halle des Friedhofe« der SL AndreaS- Kirchengemeind« in WIlhelmSberg aus statt. Ilm rege Beteiligung ersucht gl/7 Die Oritverwaliung. AI» Opfer de« Weltkriege» starb am 12. September im Garnison. lazarett meln lieber Mann, unser treusorgender Vater, Bruder und Schwager, der Infanterist Karl Leistner st. st. Lanbwehr-Jns.-Neg. Nr. 15. Die« zeigen an Die tleftrauernde Gattin Klara Leietner nebet Tochter. BerIin>Reinickendorf>West Etchbornstr. 94. Die Einäichernng nnsere» ver storbenen Mitgliede«. Frau Paula Hrüneherx Neukölln, Sanderftr. 3 findet morgen. Montag, 25. Sep- lember, nachmittag» 8rl, Uhr, im Treptower Krematorium an der Kiesholzstrahe statt. ikhre ihrem Nndenkrn! Gesangyerein der Zimmerer Lichtenbergs. AI» Opfer de» VölkerrwgenS fiel am 28. August 1918 nach zweijährigen schweren Kämpsen unser lieber Sange»bruder Villi Köppen. Wir werden(einer stet« gedenken. 69/10] I. A.: 4. Plckenhagon. Deutsch. Metallarbeiter-Verband Ortsverwaltung Berlin. Dem Andenke» unserer im Felde gefallenen Kollege». Emil Bornemann, 8»hm, geb. 19. 11. 88, Brandenburg. Max Brüssow, Schlosser, geb. 15. 8. 87, Neukölln. Wilhelm Ehrlich, Gs-tler, geb. 15. 7. 81, Berlin. Walter Hamann, Drehe», geb. SO. 5. 92, Potsdam. Emil Hanschke, Drehe», geb. 27. 11. 85, Berlin. •Joseph Heimann,«»rtler, geb. 18. I. 93, Berlin. Qeorjg Hensel, Schlosse», geb. 29. 6. 86, Danzig. Bruno Hirsch, schlösse», geb. 26. 8. 91, Berlin. Walter Mannigel, Helfe», geb. 4. 12. 88, Berlin. Richard Rassel, schlier. geb. 6. 1. 86, Breslau. Walter Rosin,«--hengM�he-, geb. 11. 1. 93, Luckenwalde. Willi RÖthig, Maschinenhase», geb. 24. 5. 97, BerlI«. Walter Schubert, fweu«, geb. 20. 10. 83, Chemnitz. Richard Theuner, Arbeite», geb. 7. 1. 90, Lteguitz. Otto Vogler,«.».rbeit«», geb. 8. 8. 94, Berlin. Ehre ihrem Andenken! 123/9 Die OrtSverwaltang. ir n Bezirk Groh-Berlt». Folgende Kollege» siud i« Felde gefallen: August Bartel, Geschäftskutscher. Otto Dangel, Dr-schke»führer. Franz George, Judustriearbeiter. Willi Gursky, GeschäftSdieuer. Paul Hartmann, Selterabzieher. Friedrich Krehl, Stallman». Gustav Kruger, GeschäftSdieuer. Franz Mau, GeschäftSdieuer. Otto Petit, GeschäftSkntscher. Paul Schleuß, Geschäftsdiener. Willi Ullrich, Droschkeuchauffenr. Ehre ihre« Andenke»: 68/7 Dkc lSc»ti>h»Ictt«»z»�. II Deutscher Holzarbeiter-Verband Zahlstelle Berlin. ES starbe« folgende Mitglieder im Felde: Boleslaus Dembickl, P-aer, 34 Jahre alt. Harry Dreyer, Pan«, 34 Jahr« all. Bruno Hoppe,«te»N.che-. 35 Jahre all. Wilhelm Magier, Tischler, 36 Iahte all. Willi Roeske, Stellmacher, 24 Jahre alt. Ehre ihrem N«he»Ie»l l gi/6 Dt« dbctnvcz'wmlemm». erwintt Zahlstelle Berlin und ümgegend. Den Berufsgenossen zur Nachricht, daß folgende Mitglieder im Felde gefallen sind: Paul Kauf hold, ecstrtat Richard Knopf,-eM 14. Karl Krüger, v-zirk-8. Friedrich Mootz,»«■?« 28. Max Waldmann,»--«25. Ehre ihrem Andenke»! ver' Tontand. 254/19 i Verband der Maler, Lackierer etc. I Filiale Berlin. Zentral-Verband der Steinarbeiter Dentachlanda. Znhlgtelle Berillt. «l» Opfer de« Weltkriege» fielen unser« Kollegen: Der Marmorfchlester AUAUSt GziASPSkl, 86 Jahre alt. Der-trinmetz Gustav Sfippobohl, 85 Jahr« all. UK»ae ihnen die«rde leicht»erden. 1 171/14 Die Ortarerwnltnn g.! und verwandten Kernte Unseren Mitgliedern hierdurch zur K-nnwl», datz folgend« Kollegen als Opfer des Kriege« zu verzeichnen find: Richard Lchmidf, Lithograph, gefallen am 23. August. .Johann Wawrzyniak, sm�Tc»;. gefallen am 21. August 1916 durch Hirnsteckfchutz. Paul Ringel, Gtrindrucker, gefallen am 23. Juni 1916 durch Granatfchnh. Bruno Brückner, Ehemigraph, im Lazarett verstorben. Kurf Krohif zsch, Chemigr�h, gefallen am 1. September 1916. Ernsf Thiele, Gteindr«»-», gefallen am 15. September 1918. Ei» ehrendr» Anbeuten ist ihnen gefichertl Dl« Dl>e»v«i-«e»lti»i>». 109/4 Uuferen Kollegen zur Nachricht, daß folgende Ver- bandsmitglieder auf den Schlachtfeldern gefallen sind: Der M-ler Julius Grünwald (Bezirk Gesundbrunnen) am 18. Juli 1918. Der Maler Willi BohllSrf (Bezirk Strausberg) am 31. Juli 1918. Der Maler AugUSf Rieck (Bezirk Norden) am 5. August 1918. Der Lackirrer Frifz Schäfermeyer (Sektion der Lackierer) am 9. September 1918. Der Lackierer Rudolf HeSSO (Sektion der Lackierer) am 14. September 1916. Ehre ihrem Andenken! 136/8 Dl« Dot«v«zwenKtU»NU. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands Verwaltung Groft-Berliu. Gefallen find folgende Mitglieder: Fritz Werner, Bezirk Nord-West. . Gäd-Cst. , Norde». 0 Norde«. , Erkner. . Osten. . Osten. Weißensee. Fritz Emmerich, Max Euhitz, Heinrich Wolter, Emil Lukas, Emil Richter, Bruno Kranz, Max Päpke, Ehre ihrem Andenken! 53/1? Die OrtSvervaliung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, datz unser lieber, guter Sohn und Bruder, der Grenadier Willi Loest im II. Garde.Reserve.Ncgimcnt. 12. Komp., am 4. September 1916 aus dem Schlachtselde im 20. Lebensjahre gefallen ist. In ttesstem Schmerze Karl Locst and Fraa al« Eltern, Gertrad I.oest als Schwester, Hermann Loest al» Bruder, z. Zt. im Felde, Berlin. Manteufielstr. 127. Sein letzter Grub, fein SlbichledSbrief. traf uns're Herzen schwer. Ruhe in Frieden! LerantworUicher Rtöckteur:«ljred Wietepp. Neukölln, gür den gnieralenteU verantw.: XtkÄlock�Bcrlin. Druck u.«erlag: VorwartH �Lilchdrückerei u. PerlagSanftalt Paut Smger& So. Berlin iL