Nr. 104. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Bettungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an So und Festtagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quittung. Dienstag, den 8. Mai 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Kreis Waldenburg i. Schl. 50,-. Chemnitz, zum Aerger des listenklasse, auf die er kein großes Vertrauen mehr zu " Chemnizer Tageblatt" eine rothe Kindtaufe 4,-. Dresden, haben scheint, Dummheiten über Dummheiten begehen, Im Monat April gingen bei der Parteitaffe folgende Bei- sozialistischer Liederverlag 25,-. Dresden L. M. 300,-. Ernst während er den Sozialisten in jeder Weise Borschub träge ein: thal 12,- Frankfurt a. D. 1,-. Greiz und Umgegend, von Augsburg, Iuftige Gaigelbrüder 13,06. Berlin, Beiträge der den Genossen 100,- Grimma, M. G. G. 3,30. Gernsheim leistet. Seitdem der internationale Rongreß in Paris 1889 die Manifestation des 1. Mai beschloß, hat der Himmel Wahlkreise: 2. Kreis 600,-( darunter durch K. Wiener Masken- a. Mh., katholische Kindtaufe 2,-. Glauchau 10,-. Görlig, ball Berlin C. 75,-. Arbeiter der Bäckerei Vorwärts" 2. Rate fünf Rothe, die am 1. Mai feine Löhnung wollten 1,10. Han den Sozialisten die Gnade erwiesen, ihnen an diesem 7,-. Durch 3. v. G. für die Flugblattvertheiler 3,-. Knuth nover 500,-. Höchst- Usingen- Homburg, Wahlkreis 200,- Tage herrliches Wetter zu schenken.*) In diesem Jahre 2,-). 4. Kr.( Dft) 500,-( darunter Tischlervergnügen Hamburg, zum Andenten an die Bannerweihe der Liedertafel war es feine leichte Aufgabe; seit drei Wochen regnete es bei Busse 40,-. Rauchklub Elvira" 20,-. Stat St. Georg von 1887 durch Petersen 20,-. Hamburg M. zur Freude der Kröten des politischen Sumpfes**); bleiern flub„ Treff" 30,-.) 5. Rr. 150,-. 6. Kr.( Moabit) 20,-. Hamburg, von einem sozialdemokratischen Staatsbeamten hing der Himmel herab; die Sozialisten waren voller Un300,-( barunter vom Wahlbezirk 567 17,70. Ueberschuß 20,- Hamburg 3. Kr. Barmbeck Dr. D. B. 100,- Konstanz, ruhe und sagten: der Regen wird uns das Fest verderben; aber vom Maskenball in der Kronenbrauerei durch H. M. 15, von 11 Genossen auf der Parteikonferenz in Ueberlingen 5, der gütige Gott befahl den Winden, die Wolken wegzufegen, Sammelliste 340 von den Stadtverordneten- Wahlen 3,15. Bei Riel, rothe Geburtstagsfeier 3,- Landau, ges. auf einer rothen einer Hochzeit vom schalen Faß Bier durch Annberg 2,50). Hochzeit 3,- Luckenwalde, Sängerluft 6,20( darunter v. 5. S. die, der Teufel weiß wohin, gejagt wurden, und strahlend 6. Kreis( Rosenthaler Vorstadt) 400,-( darunter Ueberschuß der 3,-). Mülhausen i. E., rother Leimsieder 3,-. Münster i.., stieg der 1. Mai empor: nur in Saint Etienne, der Sammlung für den März Kranz bei Keyling und Thomas 7,-). rothe Doppelbochzeit am 21. April 7,25. Mylau, rothe Hochzeit 1,71. katholischsten Stadt Frankreichs, hat es geregnet, der Wetter6. Kreis( Oranienburger Vorstadt, Wedding und Gesundbrunnen) Moritzdorf- Okrilla, 4. sächsischer Reichstags- Wahltr., Hechtstechen macher wollte sie zweifellos für ihre kirchlich= orthodoxe 400,-( darunter Bierprozente der Genossenschafts Bäckerei 3,20. Mannheim, durch Pfeifle 50,-. Neumünster, Eieressen der Gesinnung bestrafen. Arbeiter 9,40. Zentralisirte Lederarbeiter Berlins d. B. 10,-. N. und Kieler Genossen 2,65. Nürnberg 200,-. Nordeney, Dank der Hilfe des Himmels ist der 1. Mai 1894 mit Schankwirth Tennée zum Maifonds 5,-. Herrn Girod trot Harm mit de Nös" von den rothen Nord. 5,( darunter größerer Begeisterung als in früheren Jahren gefeiert 5,-). 6. Kreis( Schönhauser Vorstadt) 213,-( darunter 3,15 durch S. v. Vereinsabend d. Bauhandw.) Nordische Waffer worden; was diese Manifestation besonders kennzeichnet, ist Wasservon einem alten Ausgewiesenen 10,-, vom Personal fante 20 000,-. Neudamm, zielbew. Genossen 6,-. Oberlangen= der Deutschen Hutfabrit 60,- von G. 3., Rastanien- Allee 3,-). bilan A. R. 50,-. Offenburg i. B., von der„ Gesellschaft" 10,-. die von Jahr zu Jahr wachsende Zahl der kleinen Industries Berlin, div. Beiträge: P. S. 50,-. A. B. 50,-. Lotterie- Offenburg, durch A. 20.- Blauen-, 50. Pforzheim, Genossen und Ackerbau- Mittelpunkte, die diesen internationalen Fest gewinn eines Amerifaners 3,05. Von den organisirten Brauern im Thal 1,80. Ratibor 21,20. Rawitsch, Genossen 20,-. See tag begehen. " " durch Hilpert 50,-. Dr. L. A. 20,-. Rothe Kindtaufe Lands- hausen 10,--. St. Ludwig, Ueberschuß einer Versammlung 4,-. Tie Arbeitsruhe am 1. Mai verallgemeinert sich. Im bergerstraße 1,50. Proletarierhochzeit Brizerstr. 36 8,50. Ueber- Spremberg 30,-. Sorau, N.-L., mehrere Genoffen 27,15. Schön- vergangenen Jahre hatte die Arbeiterpartei von Calais bes schuß der Kranzspende der Grove'schen Arbeiter, Martinicken- lante P. S. 31,50. Tiefenfurt, von Genossen bei einem gemüthl. schlossen, das Volk zu befragen, ob es die Arbeit ruhen felde 1,50. Möbelfabrit von Barth, Fruchtstr. 8, 30,- Fünf Kartensp. 1,30. Vorwärts", erstes Quartal 1894, 10 825,90. laffen wollte. Die Tüllarbeiterinnen und Arbeiter- die TüllHutmacher und Bierfahrer J., Königstr. 25, 12, M. B. 75,- Vegefact, Geburtstagsfeier des Arbeiter- Gefangvereins Vor- industrie ist die einzige Industrie der Stadt- wurden geJ. B. 25.-. Gemüthl. Beisammensein bei Haat, Bellealliance- wärts" 2,60. Wandsbeck, durch A. H., von den Arbeitern der straße, 4,-. Von den Schwarzen in der Allg. Elektr.- Gesellsch., Korn- und Dampfmühle 94,35. Winsen, von den Genossen beten, ihre Meinung abzugeben; die Stimmen wurden Gartenplay, 5,25. Bestes Pulver v. Stattlub im Norden durch durch den Vertrauensmann 40,-. Wolfenbüttel, Weiß- u. Loh- Werkstatt um Werkstatt in den Schenken gesammelt, wo die Arbeiter ihren Schoppen Bier beim Verlassen der Arbeit G. Achilles 10,-. Tischlerei von Heinrich u. Brandenburg, gerber 7,80, trinken. Dabei ergab sich eine solche Mehrheit für die Arbeitsruhe, daß sie so gut wie allgemein war, und daß man dieses Jahr nicht mehr nöthig hatte, das Volk zu befragen. Die Fabrikherren von Roubaix, in offener Fehde mit den Sozialisten, welche die Gemeindevertretung in ihrer Hand haben, beschlossen voriges Jahr, die Arbeit an diesem Tage zu erzwingen. Sie drohten, jeden Arbeiter zu entlassen, der am 1. Mai in der Werkstatt fehlen würde; die Feuer der Dampf wurden in allen Fabriken angezündet, vertheilt, es nur die fehlten Arbeiter, um die Arbeit zu thun. Blos einige Fabriken mit katholis schen Fabrikherren, in denen die Unterdrückung von oben durch den christlichen Jesuitismus verstärkt ist, hatten sich einen Theil ihres Personals sichern können. Doch die Sozialisten hielten sich nicht für geschlagen; sie veranstalteten vor den Thoren dieser Fabrifen allerhand ergögliche Spiele, Ballspiele, Singvögel- Kämpfe und sonstigen Zeitvertreib - so anziehender Art, daß die Arbeiter, als sie Mittags " " Für den Parteivorstand A. Gerisch, Kazbachstraße 9, 1 Treppe. Bergmannstraße, fünfte Rate 6,35. Rothe Hochzeit Georgen- Unter dem im Monat März vom 4. Berliner Wahlkreise frchstraße 5 durch Herzer 4.50. Gesangverein Sorgen- Südost eingegangenen Beitrage von 600 m. befinden sich folgende frei 10,-. Rauchflub Kernspitze" 50,-. Von den Ord- Einzelbeiträge: Leseklub Südost, Uebersch. v. Stiftungsfest 120,-; nern der Freien Volksbühne“ 6,90. Geburtagsfeier bei Uebersch. der Kranzspende der Pfaff'schen Möbelfabrik 1,55. Raumann durch A. 4,10. Bei einer Verlobung ge Ferner muß es in der Quittung vom 8. April d. J.( Nr. 81 fammelt von G. 2. 1,95. Gießerei Oranienſtr. 9 jetzt ohne Aus- des Vorwärts") unter 6. Berliner Wahlkr.( Moabit) nicht heißen nahme 4,80. Amerikanische Auktion bei der Lossprechung eines durch Lewandowsky 10,-, sondern vom Vergnügungsverein Zimmerers durch Knopf 4,85. Rauchklub" Ohne 3wang" 20,- Nordwacht" durch Lewandowsky 10,-; nicht. E., sondern Acht rothe Eisenbahner 3,50. Rontobucharbeiter Kochstraße 5,-. A. 2. Ehrenmann. Ein Arbeitssaal von Mig u. Genest 4,50. Ein Franktireur 0,75. Berlin, den 7. Mai 1891. Gehalt von 4 Parteigenossen zum 1. Mai 50,-. Genossen aus der sozialdemokratischen Bildergallerie, Swinemünderstraße 45 4,-. Die rothen Buchbinder aus der Grünstraße 5,-. Buchdruckerpersonal des Vorwärts" 150,-. Drei Schafskopfspieler 3,10. Pfeifer's Brotbäckerei, Brunnenstraße 2,-. Drei v. Frege'sche grüne Jungens aus Moabit 6,-. Werk abtheilung der Buchdruckerei des Vorwärts" 30,-... 48 1,-. A. H. 0,60. Die Tapezirer Landsbergerstraße 92 50,-. Budifer, Breitestr. 3,-. Ehemaliger Student 167 1,-. Tugendbund" 6,50. Amerit. Auktion bei Klages 1,15. 3 Polirer und 1 Tischler von d. Equiz'schen Werkstatt 13,--. Freiwill. Beitrag zum 1. Mai von den arbeitenden Arbeitern d. Werkstatt F. W., Gitschinerstr. 93! 1,50. Tischlerei Prizkow, Kastanien- Allee 2, Ges. b. Voigt u. Krammer, Alte Jakobstr. 20, durch Steinicke 5,65. Bautischlerei v. Gebr. Schaar, Chausseestr. 28 12,75. Ges. am 1. Mai v. d. Arbeitern b. Nielbock u. Hees m. Ausn. v. 4 Unsolidarischen 6,-. Bonn a. Rh. 21,43. Borne, Kreis Calbe a. S. 5,-. Blumenau, " " Feuillefont. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. 32 Die Feier des 1. Mai in Frankreich. Paris, den 4. Mai 1894. war Der„ gute Gott von Frankreich" hat unter anderen Tugenden auch die, ein guter Menschenkenner zu sein, bemüht, der neuen Macht, die am Horizont schon aufsteigt, sich zu offenbar nicht soviel gethan, uns die Gunst des Himmels zu Für Deutschland leider nicht ganz zutreffend. Wir haben empfehlen; und er ahmt dabei seinem heidnischen Vorgänger verdienen, wie die wilden" Franzosen. N. d. v. **) Crapauds du Marais Jupiter nach, der die, welche er verderben wollte, mit Blindheit schlug. Er läßt die Regierungen der Kapita- Reaktionäre im alten Konvent. Red." d. V. " " Sumpffröten" hießen die Kundmann warnend zu, und zog ihn aus der Hütte. Was Vorrath an Münze. Müßt erst den Gold irgendwo krimfoll's?" fragte er hier demüthig und geschmeidig. Aber peln, ehe ihr ihn zahlen könnt. Mag's indessen sein. Tof! taum hatte Veit den Namen seines Schwagers genannt, als tof! Sobald ich ihm ankomme an die Rippen, dem Alten, sich der Bube emporrichtete, mit Augen, die durch die Finster sollt Ihr von mir hören." niß roth funtelten. Ho!" rief er mit Zähnknirschen: Die Würdigen schüttelten sich die Hände, und schieden. diesen Namen kenne ich wohl, und hab' ihm Rache geschworen; Veit legte sich in der Mordhütte zur Ruhe, und Zodick lief so oft ich gebetet habe das Gebet Schephot, das verflucht über Zaun und Steg der Stadt zu. Er erreichte das Thor alle, die uns hassen, so habe ich nur gedacht an den, den gegen Mitternacht und wurde gegen das Sperrgeld von ich hasse, und der sich nennt nach seinem Vater." dem schlaftrunkenen Pförtner in die Stadt gelassen. Der Meine Alte paßt auf"; erwiderte Marten, und langte Du redest irre!" fiel Veit ihm in die Rede. Der Jude aus dem Schlummer Gestörte fluchte dem Juden, der so eine schwere Geldtage hervor, die auf den Tisch geleert verneinte indessen lebhaft, und fragte: Ift's der Alte, spät vom Handel zurückzukommen vorgab, alle Best und - Beit bejahte. Plage an den Hals. Zodick nahm indessen alles gleicheine nicht unbedeutende Sammlung von Geld und Kleinodien, dem ich den Tales geben soll?" wie die Bürgersleute zu tragen pflegten, enthielt. Veit Schade, Schade!" versette Bodick, unmuthig den Kopf müthig hin und schlüpfte durch die finsteren Straßen in die stand am glimmenden Herde, und schaute auf die drei nach beiden Seiten bewegend, den Jungen hätte ich Judengasse. Nach Gewohnheit fand er das Haus verschlossen, Schurken herüber, die mit einer efelhaft habsüchtigen lieber geschächtet." Der ist fern," sprach Beit ,,, erwarte öffnete die Thüre geschickt mit einem eisernen Haken, drückte Schnelligkeit den ganzen Raub in drei Theile zerrissen, von seine Rückkehr, und schaffe ihn dann hinweg, wenn's Dir sie wieder zu und suchte mit leisen Katzentritten das elende Lager, auf welchem ihn, den im Verbrechen verhärteten welchen der größte und beste dem Juden anheimfiel, der oben- beliebt." brein mit vieler Spitzbüberei den andern Bösewichtern die Hm! warum nicht?" meinte Bodick; wenn es mir Sünder, bald ein Schlaf beschlich, der, fest und anhaltend, auf deren Theil gefallenen Rostbarkeiten um einen Schelmen- würde bezahlt! Schon lange lebte er nicht mehr, hätte ich's seine Sinne wieder neu stärkte zu neuen verabscheuungs preis abschacherte und abdrängte. Noch im letzten Augen nicht verschworen, feinen Stoß zu thun, als nur für baar würdigen Vorsätzen. blicke des sauberen Geschäfts stahl er seinen Gesellen mit Geld. So mag's denn bleiben bei dem Aette. Wie schwer gewandten Fingern einige Silberstücke, und auf ihre Ein- wiegt er Euch?" Sprache zuckte sogleich des Juden blutgewohnte Faust nach Fünf Pfund Heller... keinen Albus mehr!" erdem Dolche, den die anderen so sehr fürchteten, daß sie jeden widerte Veit. Ich bezahle sie nach gethaner Arbeit. Du Anspruch auf der Stelle fahren ließen." Laßt doch den weißt aus Erfahrung, daß ich in ähnlichen Fällen Wort Hader," sprach Veit, sich einmengend, es ist schon spät ge- halte." worden. Legt Euch zur Ruhe, Ihr Leute. Ich muß mit dem Rothen noch ein paar Worte reden." Marten und sein Kumpan fügten sich in die Rede des gestrengen Herrn, und lagerten sich auf den Boden am Herde. Zodid machte fich indeffen fertig zum Gehen, zog die Mühe über's Ohr, band ein schmutziges Tuch darüber und unter das Kinn, und winkte dem Leuenberger, ihm vor die Thüre zu folgen. Die Spizbuben lauern wie Füchse!" flüsterte er seinem Behntes Rapitel. Herr! vergieb ihnen, denn sie wissen nicht, was sie thun! Ben David stand einige Tage nachher eines Morgens zum Ausgehen bereit, als Zodick in feiertäglichen Kleidern " Ja, ja, ganz recht!" sprach der Jude zögernd, aber zu ihm in die Stube trat. Verwundert ob diesem Aufzuge, " Für ein ab- und dem gespreizten Wesen, das der Schachergehilfe an den 3 ist verdammt wenig, das Ihr bietet." genutztes altes Leben, das ohnehin vielleicht in kurzem von Tag legte, befragte ihn der Herr nach deren Ursache.„ Ich selber reißen wird!" rief Veit. Der Tod dieses abge komme bei Dir zu freien um Deine Tochter", erwiderte 30s nutzten Körpers bringt Euch aber Glück!" lachte Bodick dick:" Du weißt, Herr, welch ein Vertrag Dich gebunden " Ich hat an meines Vaters Wunsch, auf dessen Andenken der hämisch: Bietet mehr, und zahlt etwas voraus." Friede sei. Die Zeit ist geflossen dahin, während welcher biete nicht mehr, und zahle nichts voraus," sprach Veit. Weiß wohl!" entgegnete Bodick. Ihr Herren habt nie ich dienen mußte nach dem Beispiele des Erzvaters. Ich 00 genug, ein nicht ehrlich aus ihrer Bastille kamen, der Versuchung nicht widerstehen[ Euch! Wirklichkeit geworden ist, und daß die Arbeiter| Herr Fieser ist eben konnten und luftig mitmachten. flaffe, trotz aller materiellen und intellektuellen Hindernisse, zugestehen, daß die Bourgeoispolitiker blos dann für Diese Lektion hat so guten Erfolg gehabt, daß die tro Meer und Ozean, trotz Landesgrenzen, nationaler Vor- Verbesserungen des Wahlrechtes sind, wenn sie ihrer Partei Fabrikherren von Roubaix in diesem Jahre ankündigten, urtheile und Verschiedenheit der Sprache, sich zur nützen. Wir haben gegen die Einführung des Proportionalihre Fabriken würden ruhen. Einigung erhebt in allen Ländern be- Wahlsystems in Baden sicherlich nichts einzuwenden, dann wegt von einem und demselben Gebanten müßte aber das gleiche und direkte Wahlrecht zur vollen und von einem und demselben Willen. Wahrheit werden. Nur so wird das Wahlsystem ein ge= rechtes. Der erste Mai fängt an, fich so fest einzubürgern, daß Bourgeoisdeputirte die Absicht haben, in der Kammer die offizielle staatliche Anerkennung zu fordern. Sie denken in ihrer Unschuld, dem Weltfeiertag der Arbeit auf diese Weise Das sozialistische und internationale Gepräge nehmen zu fönnen. Gallus. Die Urwüchsigkeit und die Mannigfaltigkeit der Luft Politische Leberlicht. = barkeiten beweisen, daß der 1. Mai ein wahres Volksfest Berlin, den 7. Mai. geworden ist: allenthalben, wo die Behörde sich nicht widerDie Nachwahlen zum Reichstage. Auch die Nachsett, macht man Ausflüge, Straßenumzüge, mit daran fich wahl im Kreise Pinneberg Elmshorn ist auf zwei anschließenden Versammlungen, Bällen und Gesellschafts- Tage vor dem 15. Juni, dem 13. Juni, festgesetzt worden, lotterien( Tombolas). Die Sozialisten von Bordeaux so daß nach dem Buchstaben des Gesetzes die Wahl auf mietheten einen Part außerhalb der Stadt, den Florapalast, grund der alten Wählerlisten stattfinden kann. Auf und während des ganzen Tages strömten die Arbeiter unsere telegraphische Anfrage in Hamburg, ob neue familien herbei, um den Maiballon steigen zu sehen, das Wählerlisten ausgelegt werden, erhielten wir leider keine Feuerwert zu betrachten und am Tag und in der Nacht zu Antwort. Wir wollen noch immer erwarten, daß tanzen. Die Sozialisten von Calais veranstalteten unter die Lokalbehörden die Gründe, welche den Reichstag zur der Leitung der Bürgerin Aline Balette, Mitglieds Ungiltigkeitserklärung der Wahl des Grafen Moltke leiteten, des Nationalraths, ein Fest für die Kinder und die Altenberücksichtigen und neue Wählerlisten anfertigen und sie auch diese beiden Schußbedürftigen, denen die Internationalen" ordnungsmäßig auslegen. Die merkwürdige Festsetzung des Schuh gewähren wollen: mehr als 6000 Kinder waren auf Wahltages gerade zwei Tage vor dem 15. Juni macht dem Festplay, wo eine Vertheilung von Spielsachen und es freilich wahrscheinlich, daß wir wieder zu optimistisch Kuchen stattfand. urtheilen. würdigt wie den Handarbeiter. Warum ist denn der opferbereite Herr Fieser nicht für die Einführung des Proportional- Wahlsystems bei den Reichstagswahlen? Wohl deshalb, weil es der edlen, opferbereiten nationalliberalen Partei gewaltig schaden würde. Nicht wahr, Herr Fieser? Zur Sonntagsruhe im Güterverkehr schreibt die Nordd. Allg. 8tg.": Einzelne Tagesblätter haben die Nachricht verbreitet, daß die Einführung der Sonntagsruhe im Güterverkehre der preußischen Staatseisenbahnen die im Eisenbahndienste beschäftigten Arbeiter insofern schädige, als ihnen damit die seither für die Sonntage gewährten Lohnbezüge entgingen und sie also in ihrem Gesammteinkommen eine nicht unbeträchtliche Einbuße erlitten. Diese Angabe steht mit den thatsächlichen Verhältnissen in vollem Widerspruch. In dem die allgemeine Durchführung der Sonntagsruhe im Güterverkehre anordnenden Erlasse des Ministers der öffentlichen Arbeiten vom 20. November 1893 ist, den Vorschlägen der Eisenbahnverwaltung entsprechend, ausdrücklich für den Bereich der gesammten StaatseisenbahnBerwaltung vorgeschrieben, daß die Arbeitslöhne für die Sonnund Festtage an die früher auch an diesen Tagen beschäf tigten, fünftig aber Ruhe haltenden Bediensteten überall forts zugewähren sind. In gleicher Weise unzutreffend ist die in Verbindung hiermit vorgebrachte Behauptung, daß die Arbeiter der Staatseisenbahn- Berwaltung nur für 30 Tage des Monats Lohn empfingen, auch wenn der Monat 31 Tage hat. Die Eisenbahn- Verwaltung zahlt ihren Arbeitern den vollen Lohn für jeden Tag, an dem sie wirklich gearbeitet haben, oder auch nur dienstbereit zu fein hatten. Die Zahl der Tage eines Monats tommt hierbei überhaupt nicht in Betracht. tags, den die Arbeiter gegen ihren Willen feiern müssen? Und wie steht es mit der Bezahlung des St. Sedan Bekanntlich werden sie dafür nicht bezahlt. Der 1. Mai gewinnt Boden auch in den anderen Klassen. Interessant find auch die Vorgänge im Wahlkreise Die Studenten von Paris, die unter Louis Philipp und now razlam Mogilno. Dort sollte ein allgemein Napoleon III. sich durch ihre Opposition gegen die Re- mit Interesse erwarteter Wahlkampf zwischen den Vertretern gierung auszeichneten, verloren nach Gründung der der polnischen Hofpartei und" Bolkspartei" stattfinden. Republit als gute kleine Bourgeois, die sie sind, den Ge- Seit Monaten tämpften die Organe der beiden Richtungen schmack an der Politik. Sie widmeten ihre Zeit, die das aufs Heftigste gegeneinander und nun wird auf beiden Studium ihnen ließ sofern sie studirten dem Ver Seiten zum Rückzug geblafen. Die Volkspartei hat schon gnügen; der Sozialismus war ihnen ein Schreckgespenst; die Waffen gestreckt, sie sieht nun von der Aufstellung eines ihr alter Bund mit den Arbeitern zur Eroberung der eigenen Kandidaten ab. Aus Liebe zum Vaterland" wollen politischen Freiheit war gebrochen; fie sangen nicht mehr sie nachgeben und so bilden die Polen wieder eine reakDie alten Revolutionslieber, nicht mehr den Kehrreim tionäre Masse. Und warum dieser Umschlag? Die bösen Nadaud's: Die Republik hat zwei Flügel: den Student Sozialdemokraten haben den häuslichen Streit geschlichtet, und den Arbeiter". Aber seit einiger Zeit bringt der ihre eifrige und geschickte Agitation hat den edlen Polen so Zur Sonntagsruhe in der Papierindustrie. Der Sozialismus in die studentischen Kreise. Dieses Jahr viel Schreck eingejagt, daß sie sich auf das Risiko des Ver- Reichs- Anzeiger" schreibt: Der im Reichsant des Junern manifeftirten" in Paris und in Toulouse die Studenten luftes des Wahlkreises nicht einlassen wollten. Was übrigens aufgestellte Entwurf von Ausnahmebestimmungen, betreffend Arm in Arm mit den Arbeitern. Die Studenten fangen die sogenannte polnische Volkspartei anlangt, so darf man die Sonntagsruhe in der Papier- Industrie, wurde am an zu begreifen, daß der Kapitalismus die Vorrechte der sich durch den schönen Namen nicht täuschen lassen, sie hat 5. d. M. unter dem Vorsitz des Unter- Staatssekretärs Intelligenz und der Wissenschaft unterdrückt und den sich im Wahlkampfe noch ärger gegen unsere Parteigenoffen Dr. v. Rottenburg einer Berathung mit ArbeitRopfarbeiter" ebenso unbarmherzig ausbeutet und herab- benommen, als die sicherlich nicht zimperliche Hofpartei." gebern und Arbeitnehmern aus den betheiligten Industries Der 1. Mai hat sogar Bresche geschossen in den Zur Agitation für das allgemeine, gleiche und zweigen unterzogen. An der Berathung nahmen außer den Kommiffarien des Reichsamts des Innern und des Freimaurerbund, dessen Mitglieder sich hauptsächlich aus direkte Wahlrecht in Württemberg. Unsere Stuttgarter preußischen Ministeriums für Handel und Gewerbe 4 Gewerbedem kleinen Handels- und Industrie- Bürgerthum rekrutiren. Genossen haben bei der Maifeier in einer imposanten Ver: Aufsichtsbeamte, 22 Arbeitgeber und 22 Arbeitnehmer Im vorigen Jahrhundert hat die Freimaurerei eine be- sammlung die folgende Resolution gefaßt, die auch bei theil. Einer eingehenden Erörterung wurden insbesondere deutende Rolle in der revolutionären Bewegung der Städte allen Maifest- Bersammlungen in Württemberg angenommen die Bestimmungen für Cellulosefabriken, für Papier und gespielt. Aber der Orden verwandelte sich mit der Zeit in eine wurde: Pappenfabriken unterzogen, außerdem die von Braunholzstoffeinfache Unterstützungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit, in der Die jetzt zur Vorlage an die Stände gelangte Ber Fabrikanten gestellten Anträge auf Zulassung von Sonntagsfassungsreform" läßt diesen Uebelstand im Wesentlichen un noch viel mehr gefneipt, als unter tügt wurde. Gambetta hatte aus der Freimaurer- Organisation seine Wahlmaschinerie geverändert weiterbestehen. Die heute Versammelten protestiren arbeiten. Endlich gelangten auch die Wünsche der auf die macht, die ihr tüchtiges Theil zu dem Triumphe des deshalb gegen diese ganz ungenügende Reform und verlangen Verwendung unregelmäßiger Wasserkraft angewiesenen Bedagegen, daß die volle Gleichberechtigung aller Staatsbürger triebszweige zur Sprache, für welche§ 105e der GewerbeOpportunismus und des Hasses gegen den Papst und das in der Verfassung zum Ausdruck gebracht werde. Demgemäß Drdnung die Zulassung von Sonntagsarbeiten durch die Pfaffenthum beitrug. Heutzutage beschäftigen die Frei- hat jedes Vorrecht einzelner Personen oder Berufe im Land- höheren Verwaltungsbehörden vorsieht. maurer fich nur noch damit, Stellen und andere Gunst- tage aufzuhören, und ist an stelle der zwei Kammern eine bezeugungen von den Regierenden zu erlangen. Es scheint einzige Volksvertretung zu schaffen, die auf dem direkten, gleichen aber, daß die Anhänglichkeit an die herrschenden Gewalten und geheimen Wahlrecht aller über 20 Jahre alten Staatsbürger beruht. in demselben Maße abnimmt, wie die Gesuche um Stellen Hierfür will man bei den Landtagswahlen kräftig einund andere gouvernementale Gunstbezengungen sich vertreten. mehren: jedenfalls haben in diesem Jahre sechs Logen des Großen Orient" von Paris das Fest des 1. Mai mitgefeiert. Der Prozeß gegen den Lieutenant Hoffmeister wegen sozialdemokratischer Umtriebe hat fürzlich ein Nachspiel erfahren durch eine Anklage gegen die Redakteure der " Neuen bayerischen Landeszeitung" wegen Preßvergehens. Die N. B. L. 8tg." hatte an dem zur Verhandlung bestimmten Tage in einem Artikel alle dem Hoffmeister zur Laft gelegten Beschuldigungen besprochen. Sie wurden des halb angeklagt, die Anklageschrift vor der Verhandlung fonnte. Für das Proportional Wahlsystem hielt der nationalliberale Abgeordnete Fieser vorigen Sonnabend Die Regierung und die kapitalistische Presse hatten eine recht gute Rede im badischen Landtag. Herr Fieser verzweifelte Anstrengungen gemacht, bie Sozialisten fetzte die ungerechtigkeiten der jezigen Wählart auseinander veröffentlicht zu haben. Die beiden Angeklagten wurden und Anarchisten in einen Topf zu werfen; allein der und erklärte pathetisch, bei Einführung des Proportional- aber freigesprochen, da von den beiden als Zeugen vorschmähliche Feldzug ist kläglich mißlungen und hat nur das Wahlsystems würde seine Partei unzweifelhaft verlieren, geladenen Rechtsanwälten der eine das Zeugniß vererreicht, daß dieses Jahr weit mehr Menschen aus allen allein das Prinzip und die Gerechtigkeit ständen höher als weigerte, und der andere keine wesentlichen Aussagen machen Klassen sich an der sozialistischen Maifeier betheiligt haben das Partei- Intereffe. als je zuvor. Die Schwindler und Ausbeuter des Patriotis Na, na, Herr Fieser, ganz so liegt die Sache doch Die Begeisterung für den Freihandel scheint im mus glaubten durch Aufstach lung chauvinistischen Hasses den nicht; die Zeit, in der der badische Landtag eine feste deutschen Vaterlande nicht gerade auf dem Siedepunkte Internationalismus tödten zu können, und die Thatsache, nationalliberale Majorität hatte, ist vorbei und kehrt nicht zu stehen. Bekanntlich existirt ein Verein zur Föderung welche aus dieser Manifestation des 1. Mai sich ergiebt, ist, wieder. In Mannheim haben die Sozialisten schon gesiegt, der Handelsfreiheit", welcher über 1000 Mitglieder und daß das große Wort des Kommunistischen Manifestes von als sie weniger Stimmen hatten, als die Nationalliberalen, unter diesen allein 24 Handelskammern aus allen Theilen des 1848: Proletarier Aller Länder vereinigt daher die Sehnsucht nach dem Proportional- Wahlsystem. Reiches umfaßt. Der Verein hat durch seine FreihandelsKorrespondenz" Einfluß auf weitere Kreise zu gewinnen habe den Lohn verdient, den wir ausgemacht, und die Perle, fürchte, fie schlägt aus zu Eurem Unheil. Esther ist nicht und die vertragsfreundliche Politit der Reichsregierung zu unterstützen gesucht. Ebenso bekämpft er die Doppeldie ich wachsen sah, soll mein sein, nach dem Willen des für Dich, Dein Herz nicht für sie."- Was kannst Du aus unterstützen gesucht. Ebenso bekämpft er die Doppelhochgelobten Gottes und seiner Elohim, die Dein Wort gesetzen an meinem Herzen?" fragte Bodic rasch und überwährung und die agrarischen Forderungen. Der Verein hört und aufgezeichnet haben."- Ben David schwieg mit müthig: Bin ich nicht immer gewesen ein eifriger Bar gierung sehr sicher sein oder es steht sehr traurig um seine muß nun entweder seiner Erfolge unter der jetzigen Refichtlicher Ueberraschung eine Weile: dann antwortete er: Israel? Sab' ich nicht, wie es einem rechten Bechor zu Sache. Denn als er am 1. Mai cr. im ReichstagsDas siebente Jahr ist noch nicht zu Ende. Der vierzehnte fömint, gehalten meine sechshundert Gebote und Verbote, Gebäude seine 15. Jahresversammlung abhielt, war außer Zag des Mondes Adar, an dem man feiert das Purimfest, seitdem ich geworden war ein Sohn des Gebots? Wer hat dem Vorsitzenden, dem Abg. Ludwig Bamberger und deni ist derjenige, an dem die Frist verfällt." Du sollst fleißiger die Schule besucht zu Worms, denn ich? Wer hat Abg. Dr. Barth nicht zählen die Tage, wenn es ein Gelübde gilt," erinnerte das gesegnete Sallel eiftiger gesungen als ich? Habe ich schienen. Es reichte also wenigstens zu einer Abg. Dr. Barth ein einziges Mitglied er Bodick unterwürfig: der Fürst der Barmherzigkeit zählt einmal versäumt zu beten dreimal im Tage die Gebete dann im Thale Josaphat Deine Sünden um so nachsichtiger. Schmone Esra und Israel Schma? Was kann man mir partie. " # Stats Ben David drohte ihm ernst und schweigend mit dem vorwerfen? Ich bin ein Eifriger in Israel, denn ich halte Klaffenjuftiz. Genosse Dr. Wassiljew ist von den Finger. Es bleibt dabei;" sprach er:„ am gedachten Tage das Gesetz; ich bin ein rechtschaffener Sohn, denn ich faste Berner Geschworenen schuldig erklärt worden. Die Prozeßtomme wieder und freie mein Kind." So soll mich der jährlich am Sterbetage meines Vaters; ich bin ein getreuer verhandlungen, denen wir genau folgten, und mit welchen wir Hammer zerklopfen, wie den verfluchten Haman am Burim, Knecht, denn ich will verlahmen, wenn ich Dich oder einen uns noch des Näheren beschäftigen werden, haben zwar für wenn ich länger harre!" brach Bodick in leidenschaftlicher von unseren Leuten verkürzt habe um einen Schilling. Ich die Anklage auch nicht den leisesten Anhalt, wohl aber die Size aus: So ich mich gedulde bis dahin, so ich sicher bin ein sparsamer Mensch, denn der heilige Gott hat meine völlige Halflosigkeit derselben ergeben, allein wir kennen die noch länger mich gedulden muß! Du hast gedehnt meine Arbeit gesegnet, daß ich etwas vor mir gebracht habe; ich unsägliche Bornirtheit und Sozialistenangst des bernerischen Dienstzeit von drei Jahren auf fünf, von fünf auf sieben. bin wohlthätig, denn ich habe nie unterlassen, Almosen zu Prozenthums und so sind wir durch den Ausgang nicht Ich bin es müde. Ich habe Dir gehorcht, als ein red- geben an die Armen, damit sie den Sabbath heiligen konnten. überrascht. Es ist dies einer jener Fälle, in denen von licher Knecht, will aber nicht mein Leben lang seufzen Was kannst Du mehr verlangen? Was darf Deine Tochter Berufsrichtern eher Gerechtigkeit zu erwarten war, als von unterm Joch der Dienstbarkeit, will nicht im Abnehmen mehr begehren?"- Hoffärtiger Mensch!" erwiderte ihm Geschworenen. Nicht daß wir das Schwurgericht seiner meiner Tage eine häßliche alte Lea freien, statt der schönen Ben David aufgebracht:" Willst Du prahlen mit den Ge- Grundlage nach damit verurtheilen wollten. Aber durch Rahel. Meine Freunde zu Worms fordern, daß ich heim- bräuchen, die Deine Hände verrichten und Dein Mund? die soziale Klassen- Entwickelung ist diese Grundlage erkehre, und ein Weib will ich mitbringen; darum säume Aber Du magst wissen, daß Deine Hände todt sind, wenn schüttert und theilweise umgestoßen worden. Insbesondere nicht, und gieb Deinen Segen."- Ben David war in un- fie sich gleich bewegen, und stumm Dein Mund, wenn er gleich ist der schöne Rechtssatz: Jeder soll von seines Gleichen angenehme Verlegenheit versetzt; nach manchen vergeblichen redet. Das Gefeß des heiligen Gottes ruht nicht auf den gerichtet werden" auf sozialem Gebiet in sein GegenWinfelzügen, die alle an der Beharrlichkeit des Freiers Bähnen, noch auf den Fingerspitzen, sondern im Herzen. theil verwandelt; denn, wie die Scheidung der Klassen sich scheiterten, entschloß er sich, mit der Wahrheit es zu ver- Der böse englische Pfennig ist glänzender als der Gerechte, vollzogen hat, wird der Proletarier von Bourgeois, also suchen." Freund Bodick!" redete er: da Du mit Ernst nichtsdestoweniger aber falsch. Die Mesura an der Thüre von seinem natürlichen Feind gerichtet. darauf dringst, um jeden Preis erfahren zu wollen, das ich Deiner Hütte mag noch so schön und richtig geschrieben Auch in einem anderen schweizerischen Prozeß, dem Dir noch gern verschwiegen hätte, so mag's drum sein. Dein sein, und doch geht Sammael über ihre Schwelle, so Deine St. Immier Prozeß- Kanton Neufchatel- hat sich Vater war mir lieb und werth; ein Gerechter in Jfrael. Du Seele nicht rein und gesegnet wäre. Bodick! Bodick! ich das gezeigt. Unsere Leser kennen den Hergang. Die warst es nicht minder; aber seit einiger Zeit habe ich über- fürchte, Du wandelst auf bösen Wegen, die da nicht führen Brutalität eines Uhrenfabrikanten Namens Gigar verlegt, und gefunden, es möchte gut sein, wenn nichts würde in das himmlische Zion, sondern in den Feuerstrom, der ursachte einen Auflauf, bei dem niemand zu Schaden kam, aus dem Berlöbniß zwischen Dir und Esther."" Wie?" unter dem Throne des hochgelobten Gottes herausfließt auf der aber sofort für Anarchistenvert" erklärt ward. An fragte Bodic neugierig und argwöhnisch zugleich.-Esther die Häupter der Sünder!"-Wie magst Du mich geklagt wurden 28 Personen, und obgleich die gewichtigsten ist Dir nicht hold," fuhr Ben David ruhig fort, aber als fchelten?" fragte Bodick mit frecher Fassung: Du schändest Bengenaussagen, darunter die des Gemeindevorstandeseine gehorsame Tochter würde ihr Mund Ja sagen, wo mein Haupt, um Dein Versprechen nicht zu halten!" was ein Korrespondent der Frankfurter Zeitung" ausihr Herz Nein sagt. Ich würde vor Gott und dem Gesetz Davon nachher;" entgegnete Ben David ernst: Für's drücklich betont, den Angeklagten sehr günstig, dem die Macht haben, sie zu nöthigen zur Ehe mit Dir; aber ich Erste entscheide meine Tochter."( Fortsetzung folgt.) Gigar dagegen sehr ungünstig waren, so sind nach monate" langer Untersuchungshaft sämmtliche Angeklagte von den Geschworenen, unter Ausschluß von mildernden Umständen, zu Gefängnißstrafen bis zu zehn Monaten verurtheilt worden, was geradezu monströs erscheint. Herr Wilson, der durch seinen Ordensschacher und andere schmutzigen Geldgeschichten seinen Schwiegervater Grevy zum Rücktritte von der Stelle eines Präsidenten der französischen Republik zwang und durch Bestechungen sich ein Abgeordnetenmandat ergatterte, ist nun, nachdem seine Wahl für ungiltig erklärt wurde, wiedergewählt worden. ? Ein Kulturwerk ersten Ranges wird natürlich nicht von einer Militärmacht, sondern vom kleinen Holland geplant, nämlich die Trockenlegung des Zuidersees, wodurch 190 000 Hektar Boden im Werthe von 550 Millionen Mark gewonnen werden sollen. Dieser Landgewinn wird für das Land billiger und ehrenvoller sein als eine Gebietserweiterung nach blutigem Kriege, der zehntausende Männer zu Krüppeln, zehntausende Weiber zu Wittwen und hundert tausende Kinder zu Waisen macht. Deberan. Ausflug mußte Verhältnisse halber unterbleiben.| bracht, daß in Bukunft jene Kleinlichen Versuche der Gegner, diese Versammlung 400 Personen besucht. Referent Fride- Dresden. Demonstration zu vereiteln, unterbleiben dürften. Nachdem Kommers vom Arbeitergesangverein Lyra. Die sämmtlichen Wiener Zeitungen find am Morgen des Gölln a. d. Elbe. Die hiesige Maifeier verlief in der 2. Mai nicht erschienen. Schon im Vorjahre haben die Wiener würdigsten Weise. Am Abend fand eine Versammlung statt, in Beitungsseter es durchgefeht, daß die Morgenblätter für den der 500-600 Perfonen von Cölln und Umgegend anwesend 2. Mai der Maifeier wegen entfallen. waren. Genosse Wolf- Deuben hielt den Festvortrag. Wir finden in der Arb. 3tg." aus fast allen wichtigen Gablenz. Hier war die Feier in der Bost" geplant. Industrieorten und Bergwerksdistrikten Desterreichs Berichte über Dem Wirth war aber verboten worden, vom 1. bis 3. Mai in die Maifeier, die wir leider nicht wiedergeben können. Wir seinem Garten Getränke zu verabreichen. Man hat damit für laffen blos zwei Berichte aus Galizien noch folgen: biese Tage etwas verboten, was in ca. 20 Jahren dieser Wirth 2emberg, am 1. Mai. Troß des provozirenden Aufund vielleicht viele andere, ohne besondere für den Garten nach- tretens der hiesigen Polizeibehörde fiel die heutige Maigesuchte Ronzession zu haben, unbehindert thun tonnten. Es demonstration in Lemberg prächtig aus. Die Arbeitsruhe war wurde deshalb eine Versammlung in einem anderen Lokale ab- allgemein. Die Versammlung fand im Rathhaushofe unter Altchemniz. freiem Himmel statt. Ueber 3 ehntausend Perfonen nahmen gehalten, wo Genosse Schippel sprach. In der in Martersdorf am 1. Mai stattge- Antheil. Die Wiener Resolution, von welcher der Passus über fundenen Versammlung referirte Reichstags- Abgeordneter Mag den Prager Ausnahmszustand auf Wunsch der RegierungsSchippel vor ungefähr 500 Personen über die Bedeutung des vertreter gestrichen werden mußte, wurde einstimmig angenommen. 1. Mai und erntete nach seiner ungefähr 11/ 2stündigen Rede den Im allgemeinen haben die Herrn Regierungsvertreter sehr oft Beifall aller Anwesenden. Borna. Am 8. Mai fand in den Redner unterbrochen, was große Erbitterung zur Folge hatte. die der Versammlung, Drei der Bahrmühle eine von 4000 Personen besuchte Versammlung Nach Stunden dauerte, statt. statt mit der Tagesordnung: Die Bedeutung des 1. Mat." fanden Massenumzüge Mehrere tausend Genossen Genosse Ernst Grenz referirte hierzu und erntete mit seinen er zogen burch den Ringplatz bis zur Sytftustapelle. Der italienische Bismarck in Mailand aus- schöpfenden 11/ 2stündigen Ausführungen stürmischen Beifall. Sier griff eine größere Abtheilung von Polizeisoldaten das gepfiffen! Das ist die neueste Nachricht aus Italien, und In 3fchopau wurde eine Versammlung verboten, in Bolt an. Mit gezogenen Säbeln warfen sich die Polizisten unter die Tante Voß ist deshalb ganz aus dem Häuschen. Der welcher Genosse Emil Riemann sprechen sollte; desgleichen Kommando von Kommissären auf die Wehrlosen. Ein SteinBefreier Siziliens, der Mitbegründer Italiens, der Bezwinger in der Karl Riemann Referent war. wurde eine Versammlung in Grüna nicht genehmigt, hagel war die Antwort darauf. Bald kam eine Kompagnie eines Aufstandes, der von Fremden geleitet, von fremdem folle fich nicht zu einer öffentlichen Versammlung eignen. Schwerer Mühe gelang es, die ruhig Demonstrirenden zu zerGrund: Das Lofal Infanterie, welche im Lauffchritte das Bolt attaquirte. Mit Gelde genährt war", jammert und lügt die unglückliche 3 wönitz und Nieder zwö nih. Am 1. Mai in der frühesten streuen, wobei sechs Genoffen verhaftet worden sind. Zu weiteren Fortschrittsdame; und sie stöhnt:" Ausgepfiffen wie ein Morgenstunde wehten in unseren Orten zwei mächtige rothe Busammenstößen mit der Polizei kam es auf der Jagiellonengaffe ausgefungener Tenor!" Entsetzlich gewiß. Wenn man sein Fahnen. Die eine war in Zwönig auf einem Straßenbaum an- und Smoltiplat, vor dem Gebäude der Polizeidirektion. Nach Vaterland in den Bankrott gestürzt, sein Bolt unter Steuern gebracht. Der Plaz war ausgezeichnet gewählt, denn es ver- mittags findet ein großes Voltsfest statt. erdrückt, die Hungernden mit blauen Bohnen gefüttert, seine kehren dort regelmäßig täglich früh bis 6 Uhr mehrere hundert Prinzipien in den Wind geschlagen, seine besten Freunde Arbeiter und Arbeiterinnen, und die Fahne erregte großes Auf verrathen und dabei in dem Golde des Panamino- Schwindels sehen. Die andere Fahne war in Niederzwönih in einem Garten sich die Hände gewaschen hat, dann ist es allerdings eine 1/27 Uhr durch den dort stationirten Chauffeewärter entfernt, bei auf einem Baum befestigt. Die erste Fahne wurde schon früh Ueber die Maifeier in Budapest, schreibt die dortige abscheuliche Ungerechtigkeit, wenn man behandelt wird wie der anderen geschah es eine Stunde später durch den Garten- Arbeiterpresse": ein armer ausgesungener Tenor", der in seinem Leben befizer selbst. Der geplante Nachmittagsausflug wurde wegen Die Feier des 1. Mai ist in Budapest imposant ausgefallen. nichts Schlimmeres gethan hat, als das Ohr der Zuhörer der ungünstigen Witterung nur von einigen Genoffen ausgeführt. Die Versammlungen Vormittags waren durchgehends gut besucht. zu mißhandeln. In diesem Punkt geben wir der Abends fanden sich in einem Gastlokal eine größere Anzahl Ge- Die eingebrachten Refolutionen, die auch gegen das provota. Bossischen Zeitung" Recht. Aber das Versäumte Läßt sich noffen zusammen, um die Bedeutung des Tages durch verschiedene torische Vorgehen der Hódmezö Vásárhelyet ja noch nachholen. Gefänge u. s. w. zum Ausdruck zu bringen. behördlichen Organe, das so traurige Folgen nach sich Im ganzen Erzgebirge, in Annaberg, zog, und dem Verhalten der Regierung demselben gegenüber, Schneeberg, Johann Georgenstadt, aber selbst einen Protest enthielten, wurde überall mit großem Beifall aufauch in den kleinsten Orten hatte sich die arbeitende Bevölkerung, genommen. Am Nachmittage haben sich die Arbeiter größten meist aus armen Webern und Spielwaaren- Arbeitern bestehend, theils in bestimmten Lotalen eingefunden, von wo aus sie in aufgerafft und eine Maifeier veranstaltet. aufgelösten Gruppen auf den gemeinsamen Festplatz marschirten. Jm Nußdorfer Wäldchen", wo unfere Genossen sich einfanden, waren ca. 15-16 000 Menschen versammelt und alles verlief in schönster Ordnung. ahmt. " Kratau. Maiverfammlung über 8000, Arbeitseinstellung vollständig. Resolutionen einstimmig angenommen. Gartenfest impofant, Ruhe, Ordnung ganzen Tag, Militär tonfignirt. Podgorze dasselbe. " Die Feftreden waren vom Stadthauptmann mit der Begründung untersagt, daß es nur bei Boltsversammlungen erlaubt fei, politische und agitatorische Reden zu halten. Der wadelige Staat mußte geschützt werden. Größere Branchen sogen mit entrollten Fahnen und theilweise mit Mufit am Festplatze auf, das jedesmal einen be muß als höchst gelungen bezeichnet werden, zu welchem schließlich geisternden Jubel der Menge hervorrief. Die ganze Festlichkeit noch das schöne Wetter beitrug. Crispi erzählte in seiner letzten großen Rede" u. a., er habe im Jahre 1877 auf Veranlassung Gambetta's mit Bismarck über eine allgemeine Abrüstung Europa's verhandelt. Die Geschichte klang von Anfang an sehr unglaublich. Und die französische Presse licfert jett Staßfurt. Zur diesjährigen Maifeier fanden am 1. Mai den Beweis, daß bei der inneren Lage Frankreichs im Jahre ei Bersammlungen statt, Bormittags 10 und Abends 8 Uhr, 1877 ein derartiger Schritt Gambetta's einfach unmöglich Maifeier" sprach. Von beiden Versammlungen wurde eine Rein welchen Genosse Gust. Keßler- Berlin über„ Die Bedeutung der gewesen ist. Und das ist auch in der That der Fall. In falution angenommen. späterer Zeit hat Gambetta, den übrigens der Revanche Liegnit. Dieses Jahr konnte die Maifeier das erste Mal gedante bis zuletzt beherrschte, allerdings einmal von einer im Dite selbst abgehalten werden, da es uns gelungen, endlich Entwaffnung geredet jedoch eben nur als schöne Rede- einen Saal zu Versammlungen zu bekommen. Da eine vollfigur. Herr Crispi hat einfach redigirt", nach Art ständige Arbeitsruhe nicht möglich war, so beschränkten wir uns feines deutschen Kumpans, dem er ja auch sonst gern nach Dieselbe war von gegen 850 Personen besucht. Da der Saal am 1. Mai auf eine Voltsversammlung für Männer und Frauen. nicht mehr faßt, so mußten wohl eben so viel wieder umkehren. Zur Anarchistenangft Senche. Die Sünden und es referirte Genosse Karl Thiel aus Breslau. Die Polizei erschien auch am Festplate, um zu provoziren Verbrechen der bürgerlichen Gesellschaft, die ihr durch den Am Sonntag, den 6. Mai, fand eine Nachfeier in Form und die Gemüther zu erregen. Arbeiterblätter durften am FeftSpiegel des Anarchismus ins Gesicht zurückgeworfen werden, Verschönerung des Festes trug namentlich der Arbeiter- Gesang- Thiere zu reizen geeignet find, mußten derart rangirt werden, Spiegel des Anarchismus ins Gesicht zurückgeworfen werden, eines Gartenfestes statt, welches sehr start besucht war. Bur plage nicht verkauft werden und rothe Fahnen, die gewiß wilde erscheinen den Herren Kapitalisten selbst so gräulich, daß verein" Sängerfranz" durch Gesangsaufführungen, sowie ver- daß sie nicht frei im Winde flatterten. fie vor Schreck ganz versteinert sind, wie vom Anblick eines fchiedene Genossen durch Vorträge bei. Kennzeichnend ist der Ausspruch des Stadthauptmanns Saly, Medusenhaupts. In frischem Gedächtniß ist, daß die Gine Maifeier mit Hindernissen. Büdingen den er auf den Widerspruch einiger Arbeiter, gegen seine AnPariser Geschworenen sich voriges Jahr fürchteten, Ravachol( Hessen). Unsere Maiversammlung am Dienstag wurde durch ordnungen gethan hat, nämlich: Es giebt ja genügend zum Tode zu verurtheilen aus Angst vor der Rache die Staatsrettung" des Kreisraths klietsch verhindert. Im Militär in Budapest". Möge diesem Herrn auch das feiner Gefährten. Jezt erfahren wir etwas Aehnliches aus Laufe des Tages verkündete nämlich der Stadtdiener mit der Wasser im Munde zusammenlaufen vor Lust auf eine Megelet, Spanien. Die Verurtheilungen in Barcelona, die wir vor Schelle, daß die Betheiligung an der Versammlung bei 90 M. diese Freude werden ihm die Budapester Arbeiter gewiß nicht einigen Tagen melbeten, find vom Kriegsgericht ge gut wiffen, daß nach dem hefiifchen Bereins- und VersammlungsGeldstrafe verboten sei. Da unsere sämmtlichen Mitbürger recht bereiten. Selbst aus Bosnien liegt eine Nachricht über die Maifällt, und sie betreffen die Explosion im Lyceum- Theater. recht ein solches Berbot mit Androhung einer Strafe gar nicht feier vor. Ju dem Eisenwerke Vares wurde die Maifeier beWir glaubten anfangs, das Kriegsgericht habe den Prozeß erlaffen werden kann, so war die Versammlung natürlich erst gangen und die Behörden widersetzten sich dort der Demonstration deshalb geführt, weil in Barcelona das Kriegsrecht pro- recht start besucht; aber er auch die Hüter der der Arbeiter in keiner Weise. flamirt ist. Die Proklamirung erfolgte aber, wie wir feit- Ordnung waren in der Zahl von vier Mann erschienen. Als dem feststellten, erst nach jenem Attentat, und das Kriegs- der Vertrauensmann Maier die Versammlung für eröffnet er= Unser Korrespondent zählt uns noch eine lange Reihe von gericht, das sich nicht für zuständig hielt, übernahm den klärte, stand der Wachtmeister auf und verbot das Tagen der schweizer Orten auf, in denen der Weltfeiertag der Arbeit Prozeß nur deshalb, weil tein bürgerliches Bersammlung, und als die Besucher ihrem Unwillen hierüber begangen wurde. Wir glauben die Aufzählung unterlassen zu Schwurgericht zusammen zu bringen war. an. Genosse Schäfer warnte die Versammlung davor, sich reizen folgen: Ausdruck gaben, nahmen die Polizisten eine drohende Haltung dürfen und lassen blos die Schlußbetrachtung der Korrespondenz Alle ausgelooften Geschworenen weigerten sich, das Ehren zu lassen, um den Ordnungsmännern feine Gelegenheit zu geben, amt" zu verrichten, weil sie die Rache der ihren Ordnungssinn nachdrücklich zu bethätigen. Er las dann Maifeier in der Schweiz übersehen läßt, hat sie aller Soweit sich nun nach den vorliegenden Nachrichten die Anarchisten fürchteten! So blieb denn schließlich den Artikel aus der Boltsstimme":" Die Maifeier 1894" vor, Orten einen der örtlichen Bedeutung der Arbeiterbewegung entnur das Kriegsgericht übrig, und um die Ungefeßlichkeit wogegen merkwürdigerweise nichts eingewendet wurde; nur ver- sprechenden imposanten und würdigen Verlauf genommen. Von zu bemänteln, hat man das Lyceum- Attentat mit dem be- langte nach Schluß der Verlesung der Wachtmeister das Blatt, einer allgemeinen Arbeitsruhe sind wir wohl noch ziemlich enttannten Attentat gegen einen spanischen General zusammen- um sich zu überzeugen, ob das Vorgelesene auch wirklich mit dem fernt und sie wird nur erreicht werden mit der organisatorischen gebracht, das etwas früher stattfand und in das ein ehe- Inhalt des Artikels stimme und konfiszirte das Blatt schließ- Erfaffung aller oder doch der meisten Arbeiter aller Branchen. maliger Soldat verwickelt war, so daß es vor das Kriegs- Gelegenheit, die Eigenthümlichkeiten des Herrn Kreisraths näher rung der schweizerischen Arbeiterbewegung gedient und sie wird lich. Unser Genosse Breidenbach hatte noch ganz besonders Die bisherigen Maidemonstrationen haben gewiß auch der Förde gericht tommen fonnte. In dem neuen Prozeß sind, wie fennen zu lernen. Er hatte nämlich die Erlaubniß zur Abhaltung auch fünftighin dazu beitragen, die Arbeitsruhe zu erlangen. man weiß, von zehn Angeklagten se ch 3 3 um Zod, ber Lanzmusit für nächsten Sonntag nachgesucht, aber nicht vier zu lebenslänglichem Zuchthaus ver- erhalten. Der Herr machte unserem Genossen Vorhalt darüber, England. urtheilt worden. Eine Sonntag Nachmittag im Hydepark veranstaltete daß er solche Leute bei sich dulde, die Schlapphüte" und rothe Demonstration verlief in voller Ordnung. Von 12 Tribünen Die Angst der Herren Bourgeois ist aber nicht be- Abzeichen trügen u. f. w. Das Verfammlungsverbot wird wahr- sprachen zahlreiche Redner, darunter die Franzosen Guesde, schwichtigt. scheinlich ein längeres gerichtliches Nachspiel haben. wurden Resolutionen angenommen, in welchen der interLafargue und Delescluze und der Holländer van der Velde. Es nationale Achtstundentag und das allgemeine Stimmrecht vera langt wird. = Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 65. Sigung vom 7. Mai 1894, 11 Uhr. Am Ministertische zahlreiche Kommiffarien. Nachdem eine Reihe von Petitionen als ungeeignet zur Berathung im Plenum erklärt sind, werden zahlreiche Petitionen Don meist nur persönlichem oder lokalem Interesse erledigt. Schluß 312 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag, den 17. Mai, 1 Uhr.( Kanalvorlage.) ( amb Die Maifeier. " München. Außer sechs Versammlungen um 2 Uhr Nach mittags und Abends 8 Uhr war auch eine Frauenversammlung geplant. Diese aber wurde seitens der Polizeidirektion verboten mit dem Hinweis, daß dies eine politische Versammlung beziehentlich eine Demonstration set. Das gehe aus den Beschlüssen des Kölner und Züricher Parteitages hervor und es sei Deshalb die Versammlung auf grund des§ 15 des bayerischen Vereinsgesetzes zu verbieten. Schweiz. Schweden. Auch in Schweden haben am 1. Mai fast in allen Städten Demonstrationen und Festlichkeiten stattgefunden. Jn Stoda holm hatte die Demonstration eine sehr starke Betheiligung. Gmünd. Die Maifeier nahm hier einen sehr schönen Ver- mittag mit Fahnen und Emblemen in Bewegung und zog nach Bom Zirtus am Industriepalast setzte sich der Zug am Nach lauf. Im geräumigen Bärensaal hatten fich ca. 600 Personen Gärdeb hinaus, wo man sich auf den grünen Wiesen niedersusammengefunden, um theilzunehmen an dem Feste der Arbeiter, ließ. An dem Zuge dürften etwa 10 000 Personen theilgean der internationalen Proletarierfeier. Die Festrede hielt nommen haben, zahlreiche Vereine mit ihren Fahnen waren erGenosse Hildenbrand, dessen Ausführungen sehr beifällig aufschienen. Das meiste Aufsehen erregte die Gruppe der genommen wurden. Arbeitslosen, die eine " Trauerrand rothe Fahne mit Heilbronn. A13 einen ganz bedeutenden Fortschritt für und mit der Inschrift Arbeit und Brot" trugen. Draußen unfere Sache fann man es bezeichnen, daß es den Arbeitern dies waren vier Rednertribünen errichtet, von denen herab Reden geUeber den Verlauf der Feier gehen uns noch folgende Be- mal vergönnt war, ihre Wtaifeier in einen der größten Säle der Stadt halten wurden, und zwar sprach Fräulein Ellen Key über„ Die richte zu: im Theatersaale, abhalten zu können. Die Zahl der Theilnehmer Frau und der Normalarbeitstag", dann sprach Herr Gabrielson Steglit. Die Betheiligung am Ausflug des Vormittags betrug wohl gegen 1400. Die Festrede hielt Genoffe Kittler. von den Mitteln zur Erreichung einer fürzeren Arbeitszeit". war eine schwache, dagegen die Versammlung am Abend über- Es ist außerdem der 1. Mai noch in entsprechender Weise Auf der zweiten Tribüne sprach Herr Ekströmer von dem„ Normalfüllt, so daß der Saal polizeilich abgesperrt werden mußte. durch Festrede, gesangliche und deklamatorische Vorträge in fol- arbeitstag im Befreiungstampf der Arbeiter" und ermahnte die Fräulein Schlei hielt den Festvortrag. Der Kommers verlief in genden Ortschaften gefeiert worden: Feuerbach, Deger- Zuhörer, sich der sozialistischen Partei anzuschließen. Auf der bester Weise, durfte aber nur bis 12 Uhr dauern, da die Verloh, Unter- Türkheim, Gßlingen, Hedelfingen, dritten Tribüne sprach Herr Andreasson über den Achtstundenlängerung der Polizeiftunde abgelehnt worden war. Weil im Dorf, Wildbad, Schwenningen. Göp Arbeitstag als Forderung der Arbeiter", und ein franzöfifcher Weißensee. Unserer Vormittagsversammlung, von der pingen, Ravensburg, Tuttlingen 2c. Ueberall wa: Sozialist, dessen Worte ins Schwedische übersetzt wurden. Auf schon berichtet wurde, folgte Abends eine Festversammlung welche die Betheiligung eine verhältnißmäßig große, in jedem Falle eine der vierten Tribüne endlich sprach Herr Hansen über den Achtvon ca. 900 Personen besucht war. Die Festrede des Genoffen stärkere, als im Vorjahre und der Verlauf ist überall ein würdiger stundentag und das Arbeiterheim" und Herr Reichstags- Abgeord Hansen aus Berlin fand rauschenden Beifall. Der Arbeiter- gewesen. neter Berg über das Thema:" Der erste Schritt." Gesangverein Sängerfreis" und die Gesangs- Abtheilung des Lahr. Hier sprach vor mehreren hundert Personen der Gehiesigen Arbeiter- Bildungsvereins trugen zur Verschönerung des noffe Ralnbach- Karlsruhe. Festes bei. Hirschfelde. Die auf dem Weinberg zu Hirschfelde abgehaltene Maifeier war trotz des regnerischen Wetters von 700 bis 800 Theilnehmern besucht. Die Festrede vom Genossen Keller wurde mit großem Beifall aufgenommen. Desterreich- lugaru. Die Wiener Arbeiter- Beitung" fchreibt: Die diesjährige Maifeier fiel in Oesterreich glänzender aus als je, daran änderte nichts die wohlwollende Abmahnung der Freiberg i. S. Von einer Anzahl Genossen wurde ein Behörde, die Androhung der Durchführung des Beschlusses des Ausflug unternommen, Abends Versammlung. Das Lotal faßte Industriellen- Verbandes. In Defterreich hat sich die Demon bie herzuströmenden Menschen nicht, es mußten daher viele wieder stration für den Achtstundentag in der würdigsten Form der umkehren. Referent: Offenbrück- Dresden. Nach der Versammlung Arbeitsruhe eingelebt, die österreichischen Arbeiter haben es durch zähes Festhalten an dem einmal gefaßten Beschlusse dahin geRommers. # In Goteborg fand ein Demonstrationszug statt, an dem sich trotz des ungünstigen Wetters 16 Vereine mit 12 Fahnen im ganzen etwa 1000 Personen betheiligten. Auch in Malmö wurde die Zahl der Theilnehmer des Demonstrationszuges auf 1000 Personen berechnet. In Helsingborg wurde die Zahl 1000 weit überschritten, und in& und zählte der Zug etwa and 3twin und anderen schwedischen Landstädten fanden 1500 Personen. Auch in Norrköping, Estilstuna, stad, Demonstrationszüge für den Achtstunden- Arbeitstag und das Demonstrationszüge für den Achtstunden- Arbeitstag und das allgemeine Wahlrecht unter starker Betheiligung statt. 2 Unferm urgemüthlichen Budiker Ernst Ein tücht. Parteigenoffe aus dem Röste zu seinem heutigen Wiegenfeste Rönigr. Sachsen, vielfach gemaßregelt Sozialdemokratischer Wahlverein Für den Inhalt der Inserate über ein donnerndes Hoch, daß der Julius- burch seine Thätigkeit, im Rechnen und für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 8. Mai. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Schauspielhaus. Das Wintermärchen. Deutsches Theater. Der Herr SeDer Barbier von Sevilla. nator. thurm am Stralauerplay wackelt. Gewidmet von seinen Töpfern. Besorgt durch Nr. 19. Todes- Anzeige. 688b Schreiben bewandert, sucht baldigst sichere Stellung. Selbiger ist auch im stande, die Redaktion eines Parteiblattes zu übernehmen. Offerten unter 2. an die Exped. d. Bl. 1272* Versammlung am Dienstag, den 8. Mai, Abends 8½ Uhr, im Lokale ,, Königshof", Bülowstraße 36-37. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Arons über:" Bauer und Edelmann Preußen". 2. Diskussion. 3. Fragen. Gäste haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. Hiermit die traurige Anzeige, daß meine gute Frau, unsere innigstgeliebte mu che gethane Beleidigung nehme Die von mir wider die Fran Minna Mutter, Schwieger und Großmutter ich hiermit zurück und erkläre dieselbe in Bertha Janowsky geb. Delius am für eine anständige und achtbare Frau. Sonnabend, den 5. Mai, früh 4 Uhr, nach langem schwerem Leiden im Simmermann, Lokomotivführer a. D. 373/5 61. Lebensjahre fanft entschlafen ist. Herren jeden Standes werden als Die Beerdigung findet Dienstag, den Vertreter für die Sterbekasse Borussia" Leichenhalle des Dreifaltigkeits- Kirch Maria und hofes, Barutherstraße, statt. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Leffing- Theater. Niobe. Die Orient. 8. d. M., Nachmittags 5 Uhr, von der Brinzessinnenſtr. 19 gegen Provision für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. reise. Berliner Theater. Magdalena. Neues Theater. Zerstörtes Glück. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Residenz- Theater. Dekorirt. Central- Theater. Der Registrator auf Reisen. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Alexanderplatz- Theater. AnnaMarie, mein Engel, ich verehr' Dich. National Theater. Der Traum ein Leben. Theater Unter den Linden. Pariser Leben. Hierauf Farfarello. Wintergarten. Spezialitäten- Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Vorstellung. [ 686b Um stilles Beileid bitten Mathias Janowsky. Richard, Paul, Söhne. Alma Palm, geb. Delius, Tochter. gesucht. Ich fordere denjenigen auf, der am 1. Mai bei Ahrens eine goldene DamenMittwoch, den 9. Mai, Abends 82 Uhr, uhr gefunden hat, sie abzugeben beim im großen Saale der Oranien- Hallen, Oranienstr. 51: Vertrauensmann. 679b Allen Freunden und Bekannten die Moabiter Gesellschaftshaus. traurige Nachricht, daß unser unvergeßlicher Mann und Vater, der Klavierarbeiter Witte, am 6. Mai verstorben ist. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle nach dem neuen Thomas Kirchhof statt. 6986 Fran Witte u. Kinder. Am 6. d. Mt3. entschlief sanft nach langem Leiden meine liebe Frau und unsere gute Mutter, geb. Bunse. Alt- Moabit 80/81.( Pferdeb.- Verbind.) Täglich: Concert, Theateru. SpezialitätenVorstellung. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Helmuth Peters. Restauration, 5. Wahlkreis, 1100 m., verkäuflich. Adressen C. Postamt 22. 1 Vereinszimmer zu vergeben beim 12L 2046 Frau Henriette Schöbel, Genoffen Marsch, Steinmeßstr. 5. Vereinszimmer und Regelbahnen zu vergeben Lothringerstr. 105. atentgesuche, Eingaben fert. Brissler, Köpenickerstr. 111 I. Sgbb. III. Um stilles Beileid bitten W. Schöbel, Restaurateur, und Kinder. Die Beerdigung findet am Mittwoch, Nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Spezialitäten- Röpnickerstr. 121 a, nach dem neuen Thomas Kirchhof, Hermannstraße in Rigdorf, statt.. 760M National- Theater. Große Frankfurterstr. 132. M Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme und reichen Kranzspenden an dem Grabe meines so früh dahingeschiedenen Der Traum ein Leben. s Schauspiel in 5 Aften v. F. Grillparzer. Regie: Max Samst. Kasseneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Voltsvorstellung. Gastspiel des Herrn Paul Berthold. Faust." Central- Theater. Alte Jafobstraße 30. Sonntag, den 6. Mai 1894: 6. Gastspiel von Emil Thomas. Der Millionenbauer. Morgen Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Heute: Charley's Tante. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Borher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Akt von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Castan's Mannes fage ich hiermit allen Freunden und Bekannten, dem Verein Der Knopfarbeiter und Arbeiterinnen Berlins, sowie dem Gesangverein Sanges Echo meinen tiefgefühlten Dant. Die trauernde Wittwe. A. Geu, geb. Schütz. Danksagung. Zurückgekehrt vom Grabe meines eben unvergeßlichen Mannes, ſage ich allen Freunden, Bekannten und Verwandten, namentlich den Herren Chefs Kuttner u. Hamff, sowie den werthen Kollegen und dem Gesangverein Urban 6896 meinen tiefgefühlten Dank. Die tieftrauernde Ww. Auguste Postler, Kinder und Angehörige. Victoria- Brauerei, 3 Lüßowstraße 111-112. An allen Grosse Versammlung. Tages Drdnung: = 1. Vortrag des Genoffen A. Jahn. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. 467/13 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis. Zwei Versammlungen am Dienstag, den 8. ds. Mts., Abends 8½ Uhr: 1. Für die Schönhauser Vorstadt in Schneider's Salon, Belforterstraße Nr. 15. 490/10 2. Für Moabit in Ahrens Brauerel, Moabit. Referenten: Genoffen Adler und Metzner. Tages- Ordnung: Vortrag. Diskussion. Bereinsangelegenheiten. Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Volksbazar Arbeiter- Bildungsschule. Berlin, Köpeniderstraße 127a empfiehlt sein großes Lager fertiger Herren- und KnabenGarderobe. Bestellungen nach Maaß werden in eigener Werkstatt angefertigt. 5804L* SO. Köpenickerstr. 1278 nahe der Adalbertstraße. Verkauf nur gegen Baar! Mehl- Handlung Der Unterricht in allen Schulen findet bis incl. Sonnabend statt. Dienstag, den 15. in beiden Schulen: ,, Volksthümliche Medicin." 455/16 Der Vorstand. Zentral- Kranken- und Sterbe-( Zuschuß)-Kaffe der Töpfer und veriv. Berufsgenossen Deutschlands. Filiale Berlin. Den Mitgliedern zur gefl. Kenntniß, daß am 12. Mai d. J. sämmtliche Hilfszahlstellen eingehen und nur in der Bahlstelle Gipsstr. 3 in den Bureaustunden Beiträge entgegengenommen werden. Die Auszahlung der Krankenunterstützung geschieht Sonnabends im Anschluß der Ortskasse. Richard Topf, Sassirer. Louis Pierow, Bevollmächtigter. Dieffenbachstraße 55. Schönhauser Allee 64. 687b L. Brachvogel, Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Zimmerer ( E. H. Nr. 2, Hamburg). Oertliche Verwaltung Berlin. Mantenfelstraße 75 Mittwoch, 9. Mai, Ab. 8 Uhr, bei Bolf( unt. Saal), Alte Jakobstr. 75: Pfingstfeiertagen: empfiehlt zum bevorstehenden efte: General- Versammlung. Stettinerner Mehl 1,15 Panoptikum.nfang 7 116r. Neu: Das Mene Tekel. Sonderb. u. geheimnissv. spiritistische Produktion. Neu: Der 13 jährige Riese. Alcazar. Variété He Spezialitäten Theater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Vornehmster Familien- Aufenthalt. Neu! Höllenqualen. Neu! Posse in 1 Att von Bernhard. Neu! Gingeseift. Neu! Operette in 1 Att v. A. L'Arronge. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Entree: Wochentags 20 Pf. P Sonntags 30 Pf. APR. Winkler. assage- Panopticum 500 Sehenswürdigkeiten von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends u. a.: Blaue Grotte, hisforische Dioramen, Illusionen etc. Im Theatersaal v. 6 Uhr ab: Sänger Herren: Meysel, Hankel, Pietro, Britton, Eberius, Steidl, Bliemchen und Blank. Garten resp. Saal. Uhr. Entree 50 Pf. Jeden Abend neues Programm! Nach der Soiree: Tanzkränzchen: Von Pfingsten ab findeu die Soireen der Stettiner Sänger in der Victoria( mit Ausnahme der Brauerei täglich Sonnabende) statt. 1/16 0,85 Tages- Ordnung: 1. Abrechnung pro 1. Quartal 1894. 2. Bericht der Verhandlung der 371/9 Freien Hilfskaffen und Hilfskaffen- Aerzte. Der Vorstand. J. A.: Augufi Gruse, Barnimstr. 41a v. 3 r. 1/8 1/4 3tr. 2,30 4,60 m. 1,65 3,30 Weizenmehl 00 0,75 1,50 3, Sultaninen " " à Pfd. 30 u. 45 Pf. Große Rosinen Corinthen 25 35 " " 35 " " 100 " " der Arbeiter- Radfahrer Deutschlands" Mandeln, süße u. bittere à Pfd. 95 Backbutter Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am hiesigen Plaze wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr.2. Achtung! Tempelhof. Bringe den werthen Genossen mein Erinnerung. Altes Schützenhaus, gren- Lager in freundlichsgr Linienstraße 5, empfiehlt seine Säle. Jeden Sonntag: Ball. 683b Gustav Krüger, Schuhmacher, Tempelhof, Berlinerstr. 40, im Reller. Achtung! 4. Wahlkreis. Achtung! Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11-13. Montag, den 14. Mai( 2. Pfingstfeiertag): Congress Am 1. und 2. Pfingstfeiertag findet in den Concordia- Sälen, Berlin, Andreasstr. 64, eine Zusammenkunft der Arbeiter- Radfahrer Deutschlands statt, mit der Tagesordnung: Gründung eines , Radfahrer- Bundes über ganz Deutschland." Delegirte von Vereinen und Einzelfahrer, welche sich noch am Rongrep betheiligen wollen, werden ersucht, ihre Adressen umgehend an den Unter Die Kommision. zeichneten einzusenden. Gg. Schneider, Berlin- Schöneberg, Hauptstr. 145 Ausstellung Italien in Berlin 1894 ( Stadtbahn- Station Zoologischer Garten). Eröffnung: Großes Früh- Konzert Donnerstag, den 10. Mai, Nachm. 2 Uhr. verbunden mit Früh- Tanz, arrangirt vom Karthaus'schen und Ihn'schen Gesangverein( Humor) Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes. Dirigent: Herr 0. Ihn. Die Musik wird von der Freien Vereinigung unter Leitung des Herrn Gartmann ausgeführt. 350/18 Eröffnung 4 Uhr. Entree 20 Pf. Anfang 5 hr. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Billets sind an der Rasse sowie in allen mit Plakaten belegten HandDas Comité. lungen zu haben. Echt Stonsdorfer Spezialitäten- Vorstellung sitör à Liter 1,20, 5 Liter 5,50, 10 Liter 10,- Mt. Ganz neues Programm! Entree 50 Pf. 6779 Entree 50 Pf. Alles Nähere siehe Ausstellungs- Zeitung. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, 2. Gesch: Brunnenstr. 35, gegenüb. Humboldtshain Kinderwagen, her gratis. Theilzahlung ge1. Gesch.: Andreasstr. 23, H. pt., gegenüb. Andreaspl größtes Lager Berlins. Musterstattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß .ch nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. Eugen Neumann& Co., 8. Dranienftr. 8. 81. Neue Friedrichstr. 81. Kinder 25 Pf. a. Belle-Allianceplatz 6a. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Bentystraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 104. Parteinachrichten. Dienstag, den 8. Mai 1894. * 11. Jahrg. Maifeier verweigert wurde. Wie man der„ Eächsischen Arbeiter bezirk 11. Baumberg, Drechsler, Kammer 1V, Wahlbez. 11, Beitung" mittheilt, ist seit einigen Tagen in dem Dresdener 3 ander, Schneider, Kammer I, Wahlbez. 12. Hartig, Tas Glashüttenwerke durch die Leitung dieses Unternehmens pezirer, Kammer 111, Wahlbez. 12. Reyer, Metalldrücker, Polizei und Unternehmerthum. Daß das Unternehmer: Waldschlößchen- Bier eingeführt worden. So sucht das Kammer V, Wahlbez. 18. Kaiser, Gürtler, Kammer V, thum sich gerne unter die Fittiche der Polizei begiebt, wenn es unternehmerthum sich gegenseitig zu helfen, so will man die Ar- Wahlbez. 13. Rottonau, Silberarbeiter, Kammer V, deren Beistand gegen die unbotmäßigen" Arbeiter nothwendig beiter dahin drängen, ein Bier zu trinken, das ihnen gar nicht Wahlbez. 13. Heinze, Arbeiter, Rammer I, Wahlbez. 14. zu haben glaubt, ist bekannt. Ebenso bekannt ist, daß dieser schmeckt. Voges, Klempner, Kammer III, Wahlbez. 14. Schertel, Beistand gerne geleistet wird und daß die Unternehmer es dafür Hausdiener, Kammer VII, Wahlbez. 15. Tschernig, Ristens ev. an flingendem Dank nicht fehlen lassen. Wir verweisen Von der Wahlagitation. Im 23. sächsischen Reichstags- macher, Kammer IV, Wahlbez. 17. Wegner, Schlosser, Rammer 111, dieserhalb nur an die Trinkgelder, welche Fritz Kühnemann Wahlkreis( Plauen i. V.), wo bekanntlich unser Gen. Gerisch Wahlbez. 18. Miehlte, Nagelschmied, Kammer V, Wahlbez. 18. gelegentlich der Maidemonstration 1890 für die Berliner Schutz- aufgestellt ist, sind vier Kandidaten aufgestellt worden. Vom Berthahn, Schriftseher, Kammer I, Wahlbez. 19. Hoffmannschaft zur Verfügung stellte. Mischmasch bewirbt sich Stadtrath W. Uebel- Plauen ums Mandat mann, Schneider, Kammer I, Wahlbez. 20. Wilde, Schneider, und weiter kandidiren Landtags- Abgeordneter Max Schubert Kammer I, Wahlbez. 20. Grauer, Hausdiener, Kammer VII, Chemnitz, Deutschsozialer; Rechtsanwalt Dr. von Petrikowsky- Wahlbez. 20. Reising, Schneider, Kammer 1, Wahlbez. 21. Blauen, Deutschfreisinniger. Schule, Schneider, Kammer I, Wahlbez. 21. Becker, Rohr. leger, Kammer 111, Wahlbez. 23. B. Frante, Möbelpolirer, Gedenktag. Die Dresdener Parteigenossen Rammer IV, Wahlbez. 24. Rlo fch, Kammmacher, Rammer I, beabsichtigen, den 9. Mai als Gedenktag der Dresdener Bolts Wahlbez. 26. Heyne, Schlosser, Kammer III, Wahlbez. 26. erhebung von 1849 zu feiern. Es soll der Trinitatiskirchhof Ficius, Rohrleger, Kammer Ill, Wahlbez. 26. Wendtter, Steiner, Brauer, besucht und auf den Gräbern sollen Kränze niedergelegt werden. Maler, Kammer 11, Wahlbez. 26. Kammer V1, Wahlbez. 27. Lincke, Möbeltransport- Arbeiter, Aus Mangel an leberfluß von Abonnenten hat Rammer VII, Wahlbez. 28. Rarbe, Papierarbeiter, Kammer I, das in Nürnberg erscheinende freisinnige Tageblatt" Wahlbez. 29. Lehmann, Weber, Kammer I, Wahlbez. 29. nach fünfzehnjährigem Bestehen sein Erscheinen" eingestellt. Die Hartmann, Metalldrücker, Kammer V, Wahlbez. 30. Lätsch, Abonnenten sind nach und nach zu den Sozialdemokraten, einzelne Uhrmacher, Kammer V, Wahlbez. 30. Schefter, Maurer, wohl auch nach rechts abgeschwenkt. So auch wird sich das Kammer V1, Wahlbez. 31. Beutner, Kürschner, Kammer U, Ende der Freisinnigen Partei" vollziehen. Wahlbez. 32. Kern Porzellandreher, Kammer I, Wahlbez. 35. Läpple, Arbeiter, Kammer I, Wahlbez. 35. Thieme, Töpfer, Daß aber die Polizei gelegentlich auch ohne von den Unternehmern angerufen zu sein, sich in die Verhältnisse zwischen diese und deren Arbeiter mischt und erstere gegen die letzteren aufhezt, dafür ist uns dieser Tage ein drastischer Beleg in die Hände gefallen. Es ist das eine Zuschrift der Polizeiverwaltung in Schönlanke an die dortigen Zigarrenfabrikanten mit folgendem interessanten Wortlaut: Die Polizeiverwaltung. Schönlante, 29. April 1894. J.-Nr. 1960. Die Sozialdemokraten, meist Bigarrenarbeiter, wollen eine Maifeier veranstalten und zu dem Zwecke am 1. Mai eine Versammlung veranstalten, an der auch Frauen theil nehmen sollen. Euer Wohlgeboren machen wir darauf aufmerksam, daß der Zweck der Bewegung der Arbeiter einfach der ist, einen höheren Lohn zu erzwingen und weniger zu arbeiten, d. h. zu faullenzen. Alle diejenigen Arbeiter, welche ihren Verdienst vergeuden, kommen, wie die Erfahrung lehrt, im Alter elendiglich um, weil sie darben müssen. Die Arbeitgeber haben daher alle Ursache, ihre Werk stätten von diesen Unruhestiftern rein zu halten. Die Polizeiverwaltung. Masti. An den Bigarren- Fabrikanten Herrn N. N. hier. wird keiner unserer Leser erwarten. " Statt daß die Arbeiter von ihrem ziemlich hohen Sozialdemokratischer Redakteur freigesprochen. Genosse Rammer 111, Wahlbez. 35. Böltel, Hutmacher, Rammer 11, 2ohn etwas sparen und dadurch für einen guten Lebens- D. Wilde in Mülhausen i. E., welcher nach der Gesangensetzung Wahlbez. 36. Ramlow, Vergolder, Kammer IV. Wahlbes. 36. wandel sorgen follten, vergeuden sie ihren Lohn des Genossen J. Martin eine Zeit lang die Redaktion der Elsaß- Metzner, Böttcher, Kaminer IV, Wahlbez. 36. Buck, Maler, durch Beiträge zu Versammlungen, von denen deren Lothringischen Volkszeitung" interimistisch geführt hatte," mußte Kammer III, Wahlbez. 36. Haby, Lohgerber, Raminer 11, Wahlbez. 36. Leiter und Redner ein gutes Leben führen. sich letzten Freitag wegen Aufreizung zum Klaffenhaß"," Ver- und, Hutmacher, Kammer 11, Wahlbez. 37. Buckisch, Alles das, was von den arbeitenden Sozialdemokraten breitung unzüchtiger Schriften"," Beschimpfung der christlichen Mechaniker, Kammer V, Wahlbez. 37. Bruder, Handschuhausgeht, ist doch lediglich der Zweck, die Fabrikherren Kirche" und" groben Unfugs" vor der Straffammer des Land- macher, Kammer 11, Wahlbez. 38. Rabitsch, Konditor, und Arbeitgeber zu zwingen, einen höheren Lohn zu zahlen, gerichts Mülhausens verantworten. Die angegebenen Delifte Rammer V1, Wahlbez. 38. Günther, Bauauschläger, so daß für die Arbeitgeber zuletzt nichts übrig bleibt. Es wurden in zwei Artikeln gefunden, von denen der eine von der Kammer II, Wahlbez. 39. Klukowsky, Schneider, Kammer 1, liegt also im Interesse der Arbeitgeber, ihre Arbeiter vor Mannheimer Volksstimme" abgedruckt wurde, ohne staatsan- Wahlbez. 39. Stiller, Droschfenfutscher, Kammer VII, Wahlder Theilnahme an demokratischen Versammlungen fern-" waltschaftlich behelligt zu werden, und der andere ein auszugs bezirk 40. Neumann, Schlächter, Kammer VI, Wahlbez. 40. zuhalten und dahin zu wirken, daß diejenigen Arbeiter, weiser Abdruck eines Liedes war, welches in einer sächsischen Büttner, Schneider, Kammer I, Wahlbez. 41. G. Müller, welche der sozialdemokratischen Partei angehören, aus Parteibuchhandlung längst verlegt wird und sogar im gemüth- Holzarbeiter, Kammer IV, Wahlbez. 41. Gaßmann, Bauder Arbeit entlassen und aus der Stadtlichen Sachsenland verbreitet und gesungen werden darf. Die arbeiter, Kammer III, Wahlbez. 42. entfernt werden. Von Straffammer Mülhausen hatte zuerst die strafrechtliche Verfol wurden den Arbeitgeber- Beisitzern ausgelooft: gung abgelehnt, sie jedoch auf eingelegte Beschwerde des Staats- Maurer, Buchdruckereibesizer( Soz.), Rammer VIII, Wahlanwalts beim Oberlandesgericht in Colmar wieder auf- bezirk 12. Geier, Pantinenfabrikant( Soz.), Kammer II, Wahlgenommen. Da dem Angeklagten auch die Motive des ableh- bezirk 12. Gnadt, Gastwirth( Soz.), Kammer VI, Wahlbez. 37. nenden Beschlusses der Mülhauser Straffammer in der Klage Blumenthal, Raufmann, Rammer 1, Wahlbez. 1. Poppe, zustellung mitgetheilt wurden, hatte dieser selbst in Mülhausen Kaufmann, Kammer 1, Wahlbez. 2. Wollschläger, Barbier, leichtes Spiel. Der Staatsanwalt gab sich redlich Mühe, Kammer V1, Wahlbez. 2. asse, Destillateur, Kammer VI, die Staatsgefährlichkeit der inkriminirten Artikel nachzuweisen Wahlbez. 2. Ebstein, Möbelfabrikant, Kammer IV, Wahlbez. 3. G. Kauf. und suchte zuletzt noch dadurch zu imponiren, daß er gegen den Gasper, Kaufmann, Kammer 1, Wahlbez. 3. Angeklagten eine Gesammtstrafe von sech 3 Monaten mann, Kaufmann, Kammer 1, Wahlbez. 3. off, Gas- und Gefängniß beantragte. Das Gericht fonnte sich mit dem Wasserrohrleger, Rammer 111, Wahlbez. 4. Wiese, Gastwirth, besten Willen nicht mit der Auffassung des Staatsanwalts be- Rammer V1, Wahlbez. 5. Kleemann, Heilgehilfe, Rammer 1, Ein Wort der Kritik an dieses Schriftstück zu verschwenden, freunden, und erkannte auf Freisprechung. Daß der Wahlbez. 5. Nitolei, Zimmermeister, Kammer 111, WahlStaatsanwalt sich während der Verhandlung scharfer Aus- bezirt 5. Glaby, Beitungsspediteur, Rammer VII, WahlNicht unerwähnt wollen wir aber laffen, daß es dieselben fälle gegen die Haltung der verbotenen Elsaß- Cothringischen- bezirk 6. Freudenstein, Fabrikant, Kammer I, Wahlbez. 7. Polizeibehörden find, von denen wir hier eine in ihrer ganzen Boltszeitung" nicht enthalten konnte, bewies, daß die neueste An- Wittnebel, Malermeister, Kammer III, Wahlbez. 7. Sper Arbeiterfreundlichkeit zu zeigen Gelegenheit haben, zu deren Aufwendung des Diktaturparagraphens bei den elsässischen Staats- nagel, Tapezirermeister, Kammer III, Wahlbez. 8. gaben es gehört, die Durchführung der gesetzlichen Arbeiterschuß anwälten ein staatsmännisches" Verständniß gefunden hat. Zapezirermeister, Rammer 11, Wahlbez. 10. Berger, bestimmungen zu überwachen und eventuell zu erzwingen. Klempnermeister, Rammer 11, Wahlbez. 10. Hoffmann, Für die Gemeinderathswahlen in der Stadt Genf Fabrikdirektor, Kammer I, Wahlbez. 13. Dammann, Ju dem Wahlkreise Inowrazlaw- Strelno- Mogilno, so portieren die Sozialisten zwölf der Ihrigen; vier davon sind von waaren- Fabrikant, Kammer V, Wahlbez. 14. C. Becker, schreibt man uns von dort, herrschen noch recht vorsintfluthliche den Radikalen auf die Lifte genommen. Tischlermeister, Rammer 1V, Wahlbez. 14. Siete, Dachdecker, Zustände in Betreff des gleichen Rechts der Bürger vor dem Rammer 111, Wahlbez. 17. Neuendorf, Tischlermeister, Gesetze. Genosse Nikulski, welcher auf dem letzten Kölner ParteiDer Parteitag der Sozialdemokraten Rumäniens trat, Rammer 1V, Wahlbez. 17. Schubert, Gürtlermeister, Rammer V, tage die polnische sozialdemokratische Partei vertreten hatte, be- anschließend an die Maifeier am 2. Mai in Bukarest zu Wahlbez. 18. F. Becker, Strumpfwaaren- Fabritant, Rammer I, findet sich seit einiger Zeit in Inowrazlaw, um die Vorbereitungen sammen. Vertreten find 15 Organisationen durch 93 Delegirte. Wahlbez. 20. A. Wertmeister, Goldleisten Fabrikant, für die Reichstagsnachwahl zu treffen. Doch die Schwierigkeiten, Davon senden: Bukarest 30, Jassy 12, Roman 10, Galah 10, Rammer IV, Wahlbez. 20. Dietrich, Klempnermeister Kammer V, welche ihm die dortigen Polizeiorgane bereiten, spotten jeder Bloesci 10, Crajovca 10 u. f. w. Besonders wollen wir her Wahlbez. 20. Gale, Trifotagenfabrikant, Kammer I, Wahlbez. 21. Beschreibung. Auf jeden Schritt und Tritt wird er von derselben vorheben:„ Die Pariser Studenten 2, darunter G. Diamandi Döring, Strumpfwirkermeister, Kammer II, Wahlbez. 22. verfolgt und in seiner Agitation gehindert. Ueberall werden die( Direkt der„ Eve nouvelle") und der deutsche Leseklub" Binsky, Handschuhmachermeister, Kammer 11, Wahlbez. 22. Lokalinhaber aufgefordert, denselben aus ihren Lokalitäten Altmann, Schneidermeister, Rammer 1, Wahlbez. 23. Bukarest 1. auszuweisen, mit der ausdrücklichen Bemerkung, daß Die erste Sigung fand am 2. Mai Vorm. statt, präsidirt Gemmel, Zimmermeister, Kammer 111, Wahlbez. 25. Brandt, es für sie ersprießlicher wäre mit der Polizei als mit von dem Landarbeiter Petrovici( Jassy). Nachdem die Mandate Buchdruckereibesitzer, Kammer Vill, Wahlbez. 26. Drescher, den Sozialdemokraten zu halten. Ueberall wird Nachfrage ge- geprüft wurden, erstattete Genosse Jonesen, Mitglied des General Schneidermeister, Kammer I, Wahlbez. 27. Grahl, Juwelier, balten, ob er an irgend Jemand die„ Gazeta Robotnicza" oder rathes Bericht über die Thätigkeit desselben, und dann wurde Kammer V, Wahlbez. 28. Freier, Wäschefabrikant, Kammer 1, Broschüren vertheilt, geben sie nicht bestimmte Antwort, so zur Wahl eines definitiven Bureaus geschritten. Es wurden ge- Wahlbez. 28. Reinete, Buchbindermeister, Rammer VIII, werden ihre Namen notirt resp. die Broschüren und Zeitungen wählt: zum Vorsigenden C. Mille, zu Schriftführern F. Gesticone, Wahlbez. 28. 2angenbaun, Schneidermeister, Kammer 1, tonfiszirt. D. Terann und Bogza.( Ueber den weiteren Verlauf der Ver- Wahlbez. 29. Müller, Fabrikant, Kammer 1, Wahlbez. 29. Am 4. d. M. Abends befand sich Nikulski mit einigen Ge- handlungen werden wir berichten. D. Red.) Schulze, Groß Destillateur, Kammer VI, Wahlbez. 30. noffen in einer Wirthschaft und unterhielt sich stehend am Buffet Heße, Uhrmacher, Kammer V, Wahlbez. 31. Piehl, über die bevorstehenden Wahlen, worauf zwei Polizisten einPolizeiliches, Gerichtliches ze. Möbelhändler, Rammer IV, Wahlbez. 82. Fleischer, treten mit der Erflärung: Wir heben die Versammlung auf!" Gerhardt, Strumpfwirker, Kammer 11, Wahlbez. 32. Wegen Uebertretung-§6 des Preßgefeßes Der Wirth hatte sich dieses Anmaßen der Polizei energisch ver- waren die Genossen Harbaum, Lantau und Arnoldt in Mag de beten und ersuchte, seine Gäste nicht aus dem Lokale zu verburg angeklagt. Auf der vom Arbeiterverein herausgegebenen Doch nach kurzer Zeit erschienen die beiden Wächter des Broschüre: Religion und Sozialdemokratie" war als Verleger: Doch nach kurzer Zeit erschienen die beiden Wächter des Verlag der Volksstimme" angegeben. Das fand das Gericht Gesetzes wieder und blieben trot Protestes des Mirthes nicht in der Ordnung. Nach dem Preßgeset müsse eine Person so lange im Lokal, bis Genosse N. fich entfernte. als Verleger zeichnen. Und weil dies nicht geschehen, erhielt Tags darauf wurde ihm wegen Uebertretung des Vereinsgefeßes Harbaum( Verleger), Arnoldt( Drucker) je 20 M. Geldstrafe, und eine Vorladung zur Vernehmung zu Montag von der Polizei Lantau( Geschäftsführer) ging frei aus. zugestellt. treiben. " " Tokales: = MetallGürtlermeister, Kammer V, Wahlbez. 34. Dittrich, Backirermeister, Kammer III, Wahlbez. 34. 3 ach me wsty Malermeister, Rammer III, Wahlbez. 85. illerfcheibt, Fabrikbefizer, Rammer I, Wahlbez. 36. Greye, Barbierherr, Rammer I, Wahlbez. 36. Stiller, Konditor, Kammer VI, Wahlbez. 38. Knoll, Metallgießer, Rammer V, Wahlbez. 39. Soteland, Bäckermeister, Kammer VI, Wahlbez. 40. We ſt phal, Bildhauer, Kammer Vill, Wahlbez. 40. Lenz, Schlossermeister, Rammer V, Wahlbez. 40. Wolter, Fabrit besitzer, Rammer I, Wahlbez. 41. Welzel, Schankwirth, Rammer V1, Wahlbez. 41. Banastiwig, Schlossermeister, Kammer 111, Wahlbez. 41. Buchloh, Maschinenfabrikant, Rammer V, Wahlbez. 42. Quiel, Kupferschmiedemeister, Kammer V, Wahlbezirk 46. Nicht genügend, daß die Polizei auf Schritt und Tritt ihn verfolgt, scheint sich dem auch das Militär anschließen zu wollen. Am Donnerstag stand ein Polizist mit einem Soldaten auf der Straße, wo Genosse N. pafsiren mußte und stellte der Soldat Die Nenwahl eines Dritttheils der Gewerbegerichts: demselben beim Vorbeigehen den Fuß vor, Genosse N. bemerkte Beisiger findet ordnungsgemäß im September dieses Jahres dieses und bog rechtzeitig zur Seite, um nicht zu Falle zu statt. Die Vorarbeiten zu dieser Neuwahl wurden, am 5. Mai tommen, worauf der Soldat ihm provokatorisch zurief: Sei mit der nach dem Ortsstatut(§ 8 Abs. 3) vorzunehmenden Aus- Der Kampf um den Platz für die Gewerbe- Andman nicht so frech, Du Lump". loosung des ersten Dritttheils der Beisitzer eingeleitet. Der stellung neigt sich seiner endlichen Entscheidung zu, darum wird Genosse N. trat in ein Lokal ein, wo er gedachte von der§ 8 des Ortsstatuts bestimmt, daß alle zwei Jahre ein Drittel jetzt von allen denen, die ein Geschäft dabei zu machen hoffen, Provokation verschont zu sein, doch auch hier wurde er verfolgt der Beisiger jeder Kategorie ausscheide und durch neue Wahlen mit Hochdruck gearbeitet, um sich womöglich noch in letter und belästigt, bis ihm schließlich gelungen ist, unbemerkt sich zu ersetzt werde, wobei Wiederwahl zulässig sei. Die das erste Stunde einen ausschlaggebenden Einfluß auf die Blahwahl zu entfernen. und zweite Mal Ausscheidenden seien durch eine von sichern. Der Beschluß des geschäftsführenden Ausschusses, dem Auch der Saal, welchen Genosse N. zu der am Sonntag, den dem Vorsitzenden des Gerichts oder einem der Stellvertreter Gesammtvorstande Wigleben als Ausstellungsterrain zu empfehlen, 6. d. Mts. stattfindenden Bersammlung gemiethet hatte, wurde von desselben in öffentlicher Sigung vorzunehmenden Ausloosung hat in der Partei" Treptow" eine große Erregung hervorgerufen. der Polizei abgetrieben. Die Wirthin des Lotales, welche sich zu bestimmen. Ausgelooft wurde nicht ein rundes Dritttheil der Eine Versammlung von Ausstellern und Interessenten" hat am 10 M. hierfür geben ließ, erklärte am Sonnabend, daß fie unter Beisiger, sondern nur 60 Arbeitgeber und 4 Arbeitnehmer. Es Sonntag Vormittag eine Resolution angenommen, daß sie den feinen Umständen den Saal hergeben darf, da ihr von der Polizei sind nämlich durch Krankheit und ande Zufälle" Enthebung Treptower Part als den allein geeigneten Platz für die Auss dieses verboten sei, und die Polizei wird für die hieraus ent: vom Amte u. s. 1. bereits 10 Arbeitge und 6 Arbeitnehmer stellung ansehe. Daß die Aussteller auf die Entscheidung des Gesammt= stehenden Konsequenzen auffommen. ausgeschieden und diese waren gemáf mer am 27. April er- vorstandes einzuwirken suchen, ist ihr gutes Recht und vollkommen So wird das gleiche Recht für Alle" am Ende des 19. Jahr lassenen Verordnung des Oberpräside iv. A ch en ba ch mit begreiflich. Es scheint aber, als ob die Aussteller mehr die Geschobenen sind, während das Schieben von den Interessenten" hunderts in einem Staate, in welchem jedem Bürger die ver- zu dem ausscheidenden Dritttheil gehörty zu betrachten. Die ausgelooften Arbeitnehmer- Beisitzer find wir besorgt wird. Hinter der Bezeichnung Interessenten" verbirgt faffungsmäßigen Rechte zugesichert sind, gewahrt. Man will in Afrika dem schwarzen Bolle durch Gesetze und Peitsche die sehen zu den Namen vie Kammer, welcher fie angehörten, und sich die große Schaar derjenigen, welche die Ausstellung als in Wahlbezirk, deutsche Kultur beibringen, und siehe, wie nothwendig es zuerst den fie gewählt -: einen fetten Bissen betrachten, den sie sich nicht entgehen lassen wäre, den Gesetzeswächtern im eigenen Lande die volle Bedeutung Stößel, Buchdrucker, Rammer VIII, Wahlbez. 1. Pezold, dürfen. Dem Treiben dieser Elemente ist es zu verdanken, daß Schlosser, Rammer Wahlbezirk 2. Clemens, die Erörterung der Playfrage, die an sich ganz berechtigt und Tischler, Kammer IV, Wahlbez. 4. Jahns, Buchdruckerei im Interesse der Ausstellung selber durchaus nothwendig ist, eine Hilfsarbeiter, Kammer VIII, Wablbez. 4. Butry, Tabat- so widerwärtige Form angenommen hat. Es hat sogar den arbeiter, Kammer VI, Wahlbez. 5. Faber, Buchdrucker, Anschein, als ob durch den Streit der Interessenten", der Rammer VIII, Wahlbez. 6. Nühl, Xylograph, Rammer VIII, von Anfang an in der Hauptsache vom Standpunkte des Eine Hand wäscht die andere bei den Unternehmern Wahlbez. 7. Schimansty, Stereotypeur, Kammer VIII, Profites aus geführt worden ist, die Sache selber schweren nämlich. So sehr sie sich sonst auch bekämpfen, im Kampfe gegen Wahlbez. 8. Rittelmann, Arbeiter, Kammer I, Wahlbez. 8. Schaden erleiden soll. Die Versammlung vom Sonntag hat die Arbeiter unterstützen sie sich. Die Dresdener Arbeiter Kleinert, Stucateur, Kammer 111, Wahlbez. 9. Obst, erklärt, sich an der Ausstellung nur betheiligen zu wollen, wenn haben, wie wir bereits mitgetheilt, das Bier der Waldschlößchen- Zimmerer, Ramuner 111, Wahlbez. 9. Arndt, Packer, Ram- der Treptower Part als Ausstellungsterrain gewählt werde. In Brauerei boykottirt, weil das Lokal ihnen zur Abhaltung der mer VII, Wahlbez. 11. Hinz, Tischler, Kammer 1V, Wahl der Partei„ Wigleben" sind ähnliche Drohungen laut geworden, und Respekt vor den Gesetzen beizubringen. Trotz aller dieser Machinationen werden unsere dortigen Genoffen den Muth nicht verlieren und immer tapfer für die gerechte Sache der Sozialdemokratie tämpfen. dem V. wurden ist. Theater: " mit denen man die Wahl von Wikleben zu erzwingen fucht. Es der Wechsel von einem Klavierhändler einer vermögenden ist zweifellos, daß diese Drohungen auf die Agitation der Gärtnersfrau mit der Anfrage vorgelegt sei, ob fie die AkzepIntereffenten"-Kreise zurückzuführen sind, von denen eben feiner tantin sei, wie der Vermittler behaupte. Ferner wurde ihr mit- Im National- Theater wurde am Sonnabend Grillparzer's dem andern einen Profit gönnen mag, der ihm selber entgangen getheilt, daß der Agent für den Wechsel ein Klavier habe kaufen dramatisches Märchen Der Traum ein Leben" in neuer AusDas vielgerühmte freie Spiel der Kräfte", das wollen unter der Bedingung, daß ihm der Ueberschuß baar stattung als Voltsvorstellung gegeben. Wir müffen anerkennen, angeblich jedem derartigen Unternehmen zum bestmöglichen herausgezahlt würde. Da der Gastwirth in einem Vorort wohnt. daß nicht allein die Aeußerlichkeiten in der Dekoration und den Erfolge verhelfen soll, hätte also hier das Gegentheil bewirkt, wurde der Ortspolizei Anzeige erstattet. Der Wechsel war Kostümen für die Verhältnisse des National- Theaters recht hübsch herund zwar in einer Weise, daß auch dem Blödesten die Augen aber bereits in den Besitz eines anderen Agenten M. über- gerichtet waren, sondern daß auch die Mitwirkenden sich mit ganzem darüber aufgehen müssen. Das fapitalbefigende Unternehmer- gegangen. Eifer ihrer Sache hingaben. Die Vorstellung gelang denn auch, thum läßt sich von sogenannten" großen" Gesichtspunkten immer von einigen nicht besonders in Betracht kommenden Nebensächlichnur dann leiten, wenn es bei einem Unternehmen auf ein großes Auf der Polizeiwache am Bahnhof Alexanderplatz ftarb feiten abgesehen, recht gut und wir können daher nur den Geschäft rechnen zu können glaubt. Das Gemeinwohl ist dieser am Sonntag Nachmittag 6/2 Uhr plöglich der obdachlose Kellner Wunsch ausdrücken, daß das einzige Theater im Often recht Gesellschaft weiter nichts als eine spanische Wand, die sie vor- Karl Wallquist, den ein Schuhmann in der Nähe des Bahn- häufig dergleichen bringen möge. Das zahlreich versammelte schiebt, um ihre Opfer ungestört rupfen zu können. hofes aufgegriffen und nach der Wache gebracht hatte. Es Publikum verfolgte mit regem Interesse die Handlung und gab Spirituosen gestorben ist. wird angegeben, daß der Obdachlose infolge zu reichlich genoffener feinen Beifall rege zu erkennen. Gerichts- Beitung. Niedriger hängen! Es existirt hier bekanntlich eine gewisse Sorte von Blättern, mit denen ein an Reinlichkeit gewöhnter Mensch sich auch dann nicht befaßt, wenn anscheinend eine Aufsehen erregte es am Sonntag Morgen um 73/4 Uhr, als zwingende Veranlassung vorliegt. Man weiß eben, daß man aus einem Fenster des zweiten Stockes heraus ein Mädchen auf fich auf jeden Fall verunreinigt, wenn man mit dieser Gefell- den Bürgersteig vor dem Hause Linienſtr. 41 niederfiel. Wie schaft in ein Handgemenge geräth und die Scheu vor den kleinen sich später herausstellte, handelt es sich um das 26 Jahre alte Mürnberg berichtet; es handelte sich um die Beleidigungsflage Ueber einen interessanten Prefprozek wird uns aus Thierchen läßt erklärlicher Weise eine respektvolle Entfernung Dienstmädchen Emma Nelthaus, das aus dem Kreise Grünberg Nürnberg berichtet; es handelte sich um die Beleidigungsklage immer als das Gerathenste erscheinen, so sehr einem auch die stammt und erst seit fünf Tagen bei den W.'schen Eheleuten in des Kaplans Schweizer in Fürth wider den Redakteur Dr. EberHand jucken mag. G3 fällt uns daher auch beileibe nicht dem genannten Hause in Stellung getreten war. Der Schädel hard. Letzterer hatte im Fränk. Kurier" die Notiz gebracht, ein gegen die neueste Gemeinheit der Staatsbürger der Delthaus war zerschmettert, und der Todt trat sofort ein. daß Kaplan Schweißer beim Religionsunterricht gelegentlich der Zeitung" au polemisiren, aber festnageln wollen wir Der Vorfall, der noch nicht ganz geklärt ist, giebt in der Nach- Reformation gesagt habe, Luther sei ein Lump gediese Glanzleistung doch. Das ehrenwerthe Radaublatt barschaft um so mehr zu allerlei Bermuthungen Anlaß, als ein wesen". Trotzdem nun in der Verhandlung vor dem Schöffenschreibt: Achtzehn hiesige Brauereien haben, wie schon berichtet Beuge gefehen haben will, wie das Mädchen rücklings auf die gerichte eine große Anzahl älterer Schülerinnen mit voller Bewurde, diejenigen ihrer Böttchergesellen, welche am 1. Mai ge- Straße gestürzt ist. Gleichfalls aus einem Fenster des zweiten timtheit erklärten, der Raplan habe diese Aeußerung gethan feiert haben, bis Montag von der Arbeit ausgeschlossen, anstatt Stockwerks gestürzt ist am Sonnabend Vormittag um 11/4 Uhr und auch noch hinzugefügt,„ Luther habe eine Nonne geheirathet, dieselben einfach und für immer zu entlassen. Für dieses schwäch der zehn Jahre alte Knabe Willi Walter, der bei seinen Gltern, sei vom Glauben abgefallen und wer abfalle sei nichts werth," liche Berhalten sollen die Brauereien exemplarisch bestraft werden. den Maurer Walter'schen Eheleuten, in der Zionskirchstr. 7 wurde doch der von Dr. Eberhard angetretene Wahrheitsbeweis Die„ General- Streiffommission", d. i. der Generalstab der Bebel wohnte. Er blieb mit erheblichen Kopf- und inneren Verlegungen nicht als voll erbracht angesehen und der erstere zu einer GeldSinger- Liebknecht, hat beschlossen, einen neuen Lohntarif den auf dem Hofe liegen und war alsbald eine Leiche. Auch in strafe von 30 m. verurtheilt. In dem Urtheil ist jedoch bemerkt, Brauereien zu überreichen und bei Nichtannahme desselben den diesem Falle ist die Veranlassung zu dem traurigen Vorkommniß daß feststehe, daß der Kaplan beim Religionsunterricht Ausallgemeinen Streit zu proflamiren. Es wäre dem Uebermuth der noch nicht flargelegt worden. drücke gebraucht habe, deren Unterlassung mit Rücksicht auf die Sozialdemokraten gegenüber endlich dringend geboten, weniger die örtlichen Verhältnisse zu wünschen gewesen wäre, das Gericht Rücksicht auf Dividenden und Tantiemen, als vielmehr das allgemeine babe danach als erwiesen angenommen, daß der Kaplan beim ftaatliche und wirthschaftspolitische Interesse obwalten zu lassen. Religionsunterricht intolerant vorgegangen sei" und nichts Anstatt mit de rStreitkommission in Verhandlung einzutreten, sollten destoweniger soll der Redakteur Strafe und Kosten zahlen; die vom Streik bedrohten Brauereien und Faßfabriken sich zusammenhoffentlich wird sich derselbe hierbei nicht beruhigen! thun, allen der„ Generalstreit- Kommission" untergebenen Gesellen sofort kündigen und unter Ausschreibung eines den hiesigen Verhält niffen entsprechenden Minimal- Wochenlohnes sich Zuzug von auswärts verschaffen. Freilich gehört zu solchem Vorgehen der feste Entschluß, den Kampf gegen die Sozialdemokratie bis zur letzten Konsequenz durchzuführen und last but not least dieselbe Opferwilligkeit, wie sie den sozialdemokratischen Blutsaugern von der Arbeiterschaft entgegengebracht wird." Wir wollen durch feinerlei Kommentar die Wirkung dieses frötigen Geschwafels abschwächen und nur das Eine konstatiren, daß das Blatt, welches mit diesen Schimpfereien als Mundstück bes Großkapitals sein Geschäftche zu machen sucht, sich jedesmal, wenu es auf den Abonnentenfang ausgeht, als Organ zur Vertretung der Interessen des fleinen Mannes aufspielt. Wer im Geschäftchemachen den Juden schlagen will, muß Antisemit werden! In der Urania wird heute, Dienstag, Abend Kapitän Spring, der sich mehrere Jahre in Ostafrika aufgehalten hat, in einem von zahlreichen Lichtbildern begleitetem Vortrag Bon Bagomoyo nach dem Vittoria Njansa" seine Erlebnisse schildern. Herr Prof. Dr. Müllenhof wiederholt am Donnerstag seinen Bortrag Ueber Luftschifffahrt, sowie am Sonnabend den Ueber den Flug des Menschen". " Unter den Dampfer gerathen ist am Sonntag Abend ein noch nicht refognoszirtes Mädchen. Gegen 9 Uhr Abends wollte ein etwa 20jähriges Mädchen in Pichelswerder einen nach Spandau fahrenden Dampfer von der Landungsstelle aus besteigen; fie trat jedoch auf dem schmalen Stege fehl, stürzte ins Wasser und wurde von den Fluthen sofort unter den Dampfer getrieben, so daß Rettungsversuche zunächst erfolglos blieben. Zwar wurde das Fahrzeug alsbald vermittelst Staaten vom Ufer abgestoßen und es gelang auch den Bemühungen mehrerer Perfonen die Verunglückte noch lebend aufzufinden, doch verstarb sie bald darauf am Lande an den Folgen eines Schlaganfalles. Mit schweren Kopfverletzungen in das Krankenhaus Friedrichshain eingeliefert wurde am Sonnabend früh das Molkereibesitzer M a blow'sche Ehepaar aus Berlin. Das felbe hatte am Sonnabend Morgen gegen 5 Uhr aus Weißensee auf einem Arbeitswagen Viehfutter geholt und befand sich auf der Prenzlauer Chauffee, als es plöglich von mehreren Strolchen ohne jegliche Veranlassung überfallen und derartig mit Bier gläsern mißhandelt wurde, daß beide nach dem genannten Krankenhause überführt werden mußten. Wie die Polizei er mittelt hat, sind die Thäter mit einer Anzahl Personen identisch, die gelegentlich der Geburtstagsfeier eines der Rowdies in einem Lokal der Prenzlauer Allee mit dem Wirthe in der Nacht zum Sonnabend in Streit gerathen waren und dessen Wirthschaft demolirt haben. Da die Spitznamen mehrerer der Burschen der Behörde bekannt sind, dürfte es wohl gelingen, die ganze Bande zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen. " Ueber die Unterschiebung eines Geldbriefes mit werthlosem Inhalt berichtet die Deutsche Verkehrs- Zeitung" aus Anlaß einer gerichtlichen Verhandlung einige interessante Daten. Am 15. November 1893 erhielt die Firma N. einen am Tage vorher auswärts aufgegebenen Brief mit 1569 M. Werthangabe, bei dessen Gröffnung sich nur werthlose Papierschnitzel vorfanden. Die Nachwiegung ergab, daß das am Aufgabeorte vermerkte Gewicht init dem Befunde am Bestimmungsorte übereinstiminte. Bei genauerer Besichtigung des vorgefundenen Inhalts stellte sich heraus, daß auf den einzelnen Papierstücken Eindrücke des Aufgabestempels und des Ausgabestempels sichtbar geblieben waren. Hieraus ergab sich mit Sicherheit, daß der werthlose Inhalt in dem Briefumschlage schon bei der Bedruckung des Polizeibericht. Am 4. d. M. Nachmittags stürzte ein beim selben mit dem Aufgabestempel vorhanden gewesen sein mußte, Bau des Reichstags- Gebäudes beschäftigter Monteur infolge und die Vermuthung lag nahe, daß die Sendung schon bei der eigener Unvorsichtigkeit vom Dache über dem Sigungsfaal herab, Einlieferung zur Post nur die vorgefundenen Papierstücke entdurchschlug im Falle ein Glasdach und erlitt so schwere Ver- halten habe. Die Untersuchung führte denn auch bald zur Klarlegungen, daß er bald darauf in der Charitee starb. Am ftellung des Sachverhalts. Der Absender des Briefes war ein 5. d. M. früh fiel auf der Stadtbahnstation Warschauerstraße Landmann, der mit Pflug und Egge besser Bescheid ein Mann beim Aussteigen aus einem Zuge über den Regen wußte, als mit der Feder. A13 er nun den Geldschirm eines Mitreisenden und stürzte so unglücklich auf den brief abschicken mußte, wußte er den tielgewandten Bürgersteig, daß er das rechte Bein brach. In einem Zuge der Lehrer seines Nachbardorfes zur Hilfeleistung zu gewinnen. Wannseebahn wurde in einem Abtheil 3. Klasse unter der Bank Beide trafen sich auf Verabredung in einer Gastwirthschaft des die Leiche eines neugeborenen Kindes vorgefunden. Gegen nächsten Postortes. Der Lehrer brachte Briefpapier, BriefMittag stürzte sich ein zehnjähriger Knabe aus dem Fenster der umschlag, Betschaft und Siegellack mit, schrieb den für erforder= in dem Hause Zionskirchstr. 7 im zweiten Stock belegenen elterlich gehaltenen Brief, nahm den Geldbetrag von dem Landmann lichen Wohnung heraus und brach das Genick. Gin Arbeiter entgegen und fertigte den Geldbrief nach allen Regeln der Kunst wurde in seiner Wohnung in der Stephanftraße erhängt vor zur vollsten Zufriedenheit und in Gegenwart seines Auftraggebers. gefunden. Nachmittags sprang gegenüber vom Hause Git- Letzterer entfernte sich, nachdem das schwierige Stück Arbeit schinerstr. 111 ein Mann in den Landwehrkanal und ertrant. vollendet war, auf turze Zeit aus dem Zimmer, während der Am Bethanien- Ufer fiel ein Mädchen aus eigener Unvorsichtig Geldbrief auf dem Tisch des Hauses unter alleiniger Obhut teit in den Landwehr- Kanal. Es wurde zwar alsbald heraus- feines Verfertigers blieb. Beide brachten dann später gemeinsam gezogen, war aber bereits bewußtlos und wurde deshalb den Brief zur Post. Eingestandenermaßen hatte der empfehlens nach dem Krankenhause gebracht. Im Luftgarten, an der Kaiser werthe Jugenderzieher vorher einen genau so ausgestatteten, mit Wilhelm- Brücke, wurde ein Arbeiter durch eine Kutsche über- Papierschnigeln beschwerten Brief angefertigt und durch geschickte fahren und an der Brust anscheinend nicht unerheblich verletzt. Unterschiebung desselben den vertrauensvollen Absender getäuscht. Ein menschenfreundlicher Arzt. In der am Sonntag In der Göbenstraße wurden durch eine vorschriftswidrig Ginen unter dem Papiergeld befindlichen Tausendmarkschein, veröffentlichten Angelegenheit des Herrn Dr. Zwirn, Alexandrinen- fahrende Droschte eine Frau und ihr 12 Jahre altes Pflegekind dessen Verbleib sich nicht nachweisen ließ, wollte er aus Furcht ftraße 73, erhalten wir folgende Buschrift: Borausgeschickt wird, daß Dr. Zwirn nicht blos 14 Besuche, überfahren. Die Frau kam mit einigen Hautabschürfungen vor einer etwaigen Haussuchung verbrannt haben. Später fand davon, das Kind erlitt innerliche Verlegungen. fondern sogar 16, außerdem noch einen Nachtbefuch gemacht, hängte sich ein Mann in seiner Wohnung, in der Badstraße. Abends er sich das corpus delicti nebst einer Anzahl von Freimarken in überdies einen Todtenschein ausgestellt hat, wofür nach der Am 6. d. M. Vormittags sprang ein Mann aus dem Fenster Verbrecher verstedt gehalten hatte. Er muß seine That jeht durch dem Notenkasten der Orgel seines Amtsdorfes vor, wo sie der Medizinaltare vom 21. Juli 1815 der behandelnde Arzt nicht blos feiner im 4. Stock des Hauses Friedrichstr. 227 belegenen eine achtmonatige Gefängnißftrafe büßen. Die geltend gemachten 40 M., sondern sogar in anbetracht der An- Wohnung auf den Hof hinab und fand auf der Stelle den Tod. Diesen Bericht leitet die Dt. B. 3tg." mit dem Hinweise steckungsgefahr der behandelten Krankheit( Scharlach- Diphtherie) die In derselben Weise machte ein Dienstmädchen seinem Leben auf die Verdienste ein, die von dem Gerichtschemiker Dr. Jeferich doppelte Tare hätte fordern können. Hinzugefügt wird ferner, ein Ende, indem es sich aus dem 2. Stock des Hauses Linien- in einem ähnlichen, von uns in Nr. 58 vom 10 März d. J. mitdaß Dr. Zwirn die Rechnung in der durchaus mäßigen Höhe straße 41 auf den Bürgersteig hinabstürzte.-Auf dem Kirchhofe getheilten Betrugsfalle geleistet sind. Dr. Jeserich hatte uämlich von 40 M. der Frau Portier Scheibe auf deren ausdrücklichen der Dreifaltigkeits- Gemeinde, Bergmannstr. 39-41, erfchoß sich durch gelungene photographische Aufnahmen die volle UeberWunsch, und zwar erst 8 Tage später zugesandt hat. Erst vier Nachmittags ein Mann am Grabe seiner Mutter. Auf dem einstimmung des auf dem als Einlage dienenden Backpapieres beWochen später ist die zweite Rechnung nach Quartal präsentiri Boden des Hauses Schönhauser Allee 166 wurde ein Mann er findlichen Eindruckes mit der Rundung des Aufgabestempels worden. Auf die turze und fchroffe Abweisung des betreffenden hängt vorgefunden. Im Viktoria- Park fiel Abends ein Hand- nachgewiesen und auf grund der mikroskopischen und mitroBoten ist unter demselben Datum als Erwiderung darauf die werker mit dem Kopfe gegen eine Steingrotte und verletzte sich chemischen Untersuchung noch weitere Beweisgründe dafür ans Sache zur gerichtlichen Geltendmachung überwiesen. so erheblich, daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause gegeben, daß der Brief tein Geld, sondern nur das Backpapier erforderlich wurde. Nachmittags fanden in der Tempelherren- enthalten habe. Wenn die Dt. W. 3tg." daher heute prahlerisch straße 2 und Bankstr. 51 kleine Brände statt. Den letteren ver- ausruft, daß die Aufklärung dieses ganz gleichen Falles lediglich ursachte ein Schlofferlehrling, der in das im genannten Hause durch die Untersuchung im Bereiche der Postverwaltung herbeis belegene Buttergeschäft eingebrochen war, indem er ein brennendes geführt worden ist", so meinen wir, ist das ein sehr wachsfireichholz in ein mit Papier angefülltes Fach eines Schreib- billiger Ruhm. Wir glauben ihn auf das richtige tisches fallen ließ. wenn Maß zurückzuführen, wir dem offiziösen Organ der Postverwaltung in die Erinnerung zurückrufen, was die Kaiserliche Oberpostdirektion in Halle a. S. aus Anlaß Untersuchung gegen den Bostassistenten H. in S. in der Verfügung vom 11. Oftober 1892, I. 11676 zum Ausdruck zu bringen gezwungen sah: Es ist nun unwahr, daß hierauf die Frau bei dem Dr. Zwirn gewesen. Es ist nun unwahr, daß sie um Stundung gebeten und Theilzahlung proponirt habe. Es ist nun unwahr, daß Dr. Zwirn dies zurückgewiesen und sogar die hartherzige Bemerkung gemacht habe, es stünden noch Sachen in der Wohnung". Es ist ferner unwahr, daß sich die Frau mit einer Abschlagzahlung von 20 M. eingefunden habe und mit ihrer diesbezüglichen Bitte abgewiesen sei. An all den Ausführungen, welche die mangelnde Barms herzigkeit des Dr. Zwirn darthun sollen, ist demgemäß nichts wahr. Witterungsübersicht vom 7. Mat. Stationen. Nur die Thatsache bleibt bestehen, daß als Dank für die aufopfernde Thätigkeit des Arztes, der zu jener Zeit seinen Beruf trotz eigener Krankheit ausgeübt hat, daß als Dank für die überaus mäßige Honorarforderung, von Seiten der Schuldner der Swinemünde Weg der öffentlichen Verdächtigung gewählt worden ist. Berlin, den 7. Mai 1894. Hamburg Berlin Wiesbaden. Rechtsanwalt Dr. jur. alpert, Prenzlauerstr. 27. Dieser Berichtigung gegenüber bleibt unsere Gewährsperson München babei, daß sich die Angelegenheit Wort für Wort so verhalte, Wien wie von uns am Sonntag berichtet worden ist. = Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung GSD GO 758 758 G • 760 759 Still 761 A 762 EGD Haparanda 756 SSW 763 759 23 752 M 761 • • NW Windstärke 1242422( Stala 1-12) Wetter Temperatur ESSE( nach Celsius heiter 11 wolkig heiter bedeckt wolfig wolfenlos bedeckt Regen 10 10 11 12 9 3 9 halb bedeckt halb bedeckt wolfig 11 9 10 50 C. 40 R.) der sich " " " Der mangelhaften postdienstlichen Unter. suchung ist es zuzuschreiben, daß H., welcher thatsächlich unschuldig war, fast 7 Wochen in Untersuchungshaft gesessen und seinerzeit aus dem Postdienst entlassen worden ist." Daß die D. W. 3tg." diese und noch viele, viele andere Stellen aus der Rede des Abg. Dr. Schoenlant am 9. Februar d. J. ihren Lesern einfach unterschlagen hat, nimmt uns bei der dem„ Organ für die Intereffen der oberen- deutschen Verkehrsbeamten" angeborenen Wahrhaftigkeit zwar nicht Wunder; es sei hier aber trotzdem angenagelt. Soziale Lieberlicht. Achtung, Metallarbeiter! Der Streit der Former in Reula ist durch gegenseitiges Entgegenkommen der Betheiligten beendet. Die Sammellisten sind umgehend mit dem Unterzeichneten abzurechnen, da noch drei Kollegen zu unterstüßen find. Obwohl dem UnterEine Feuersbrunft wüthet seit Montag Morgen um 6 Uhr Petersburg in dem am jenseitigen Ufer der Havel dem Vergnügungsort Cort Schildhorn gegenüber belegenen Dorfe Gatom. Das Feuer hat Aberdeen zwei große Bauernhöfe und ein Arbeiter Wohnhaus er- Paris griffen und eine solche Ausdehnung genommen, daß die Berliner Feuerwehr um Beistand angerufen wurde und mit zwei Dampf- Witterung in Deutschland am 7. Mai, 8 Uhr Morgens. sprigen um 8 Uhr dorthin ausrückte. Bis gegen Mittag war Nachdem im Laufe des Sonnabends bei stürmischen Nordwest bas Feuer nicht gelöscht. Ueber die Entstehungsurfache ist durch minden noch zahlreiche Regen- und Hagelschauer herniedergegangen Bugleich gebe ich bekannt, daß am Montag, den 21. Mai, in die Spandauer Polizei, die sich schon am frühen Morgen nach sind, hat sich gestern Morgen der Wind gelegt und der Himmel den Germaniasälen, Chauffeeftr. 103, eine öffentliche Versammder Brandstelle begeben hatte, bisher nichts zu ermitteln gewesen. größtentheils aufgeklärt. In der östlichen Hälfte Deutschlands lung stattfindet, mit der Tagesordnung: Die Zustände in der ist das Wetter auch heute früh heiter und trocken, im Westen Algemeinen Elektrizitätsgesellschaft". Ein Wechselgeschäft. Eine Wittwe E. aus der Hafenhaide hat jedoch die Bewölkung bei mäßigen südwestlichen Winden zeichneten bereits reichhaltiges Material zur Verfügung steht, fuchte tausend Mark und wurde an einen Gastwirth G. ver- aufs neue zugenommen. Die Temperatur ist rasch gestiegen und werden die Kollegen ersucht, zur Vervollständigung deffelben bei wiesen, der die Vermittlerrolle übernehmen sollte. Dieser sagte überschreitet in den meisten Gegenden heute Morgen 10 Gr. Gelfius. zutragen durch mündliche oder schriftliche Mittheilungen. sofort die Summe von 600 M. zu, wenn der Wechsel über Der Vertrauensmann der Berliner 1000 m. atzeptirt würde; der Rest sollte nach einigen Tagen gezahlt werden. Während der Agent in ein Nebenzimmer ging, Wetter- Prognose für Dienstag, den S. Mai 1894. schrieb Frau G. den Wechsel in der Annahme, daß ihr das Geld Zunächst etwas wärmeres Wetter mit mäßigen füdwestlichen gleich gezahlt werden sollte. Nun erklärte aber der Wirth, das Winden und zunehmender Bewöltung, nachher Negen und Aber das Papier erst bei einer Brauerei diskontiren müffe. Als tühlung. Berliner Wetterbureau. das Gelb aber nicht gezahlt wurde, befiel die Frau E. ein Mißtrauen, und theilte sich Bekannten mit. Dabei erfuhr sie, daß Berliner Wetterbureau. Metallarbeiter Otto Mäther, N., Antlamerstr. 44. Bum Schuhmacherftreik wird uns aus Burg unterm 6. Mai geschrieben: Die hiesige Behörde setzt alle Hebel in Bewegung, um den Geist der Solidarität seitens der Ausgesperrten antelmüthig zu machen, indem die ausgeste ten Bosten, welche Das Streiffomitee. J. A.: Wilhelm Bogt, bei H. Förster, Restaurant, Unterm Hagen. Achtung, Glasschleifer! In der Glasschleiferei C. W. Reiß, Markusstr. 50, haben sämmtliche Schleifer die Arbeit niedergelegt wegen Maßregelung eines Kollegen und wegen der Handlungsweise des Werfführers. Die Glasschleifer Berlins werden ersucht, den 3uzug streng fernzuhalten. H. Peterseil, 1. Vorsitzender. von Grottau. Der Vertrauensmann. Die Zimmerergesellen Danzigs haben den Generalstreit beschlossen. Die Forderung dreht sich um die Anerkennung eines Minimallohnes von 40 Pfennig pro Stunde. Um Fernhaltung des Zuzugs wird gebeten. Buschriften find zu richten an Eugen Sellin, Danzig, Rittergasse 17. Die Zahl der Streifenden im Rohleurevier von Mährisch Ostrau ist heute bis auf 6000 angewachsen. = Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Bolkes stattfindet. für Berlin und umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Bereingt Bersammlung am 9. Mai des 1. Mai und der Pfingfifeiertage wegen nicht bet Ghrenberg, Annenftr. 16, Versammlung. Tagesordnung: SteinbildhauerAbend. Besprechung über den Werth der Werk fiattdeleg irten- Kommiffion. Arbeiterinnen. Diennag, den 8. Mai, Abends 8 Uhr, Annenstraße 16, Freie Vereinigung der Blumen- und Pukfeder- Arbeiter und Bersammlung. Tagesordnung: Statuten- Menderung Ganverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 8. Mai, Abends 8½ Uhr, Bureau: Holzmarktstr. 67. Dienstag, den 8. Mai, Abends 8 Uhr, im ReArbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8%-10% Uhr. NordMielte. bei Behlendorf. 1 nur spazierengehend fich unweit der Fabriken aufhalten, durch| stehen nunmehr auf seiten der Ausgesperrten. Die Situation führten. Am 2. Mai waren nämlich auch sämmtliche übrigen ein Strafmandat von 3 M. auf grund einer Polizeiverordnung liegt für die Böttcher günstig, es handelt sich vor allem darum, Arbeiter so lange vor dem Fabritthor stehen geblieben, bis von 1892 bedacht worden sind. Ferner ist ein Drohbrief unter zu verhindern, daß die Böttcherarbeiten durch die Hilfsarbeiter Neuendorf eingelassen war. dem Thorweg der Tack'schen Fabrik gefunden, welcher natürlich ausgeführt werden. Die einzelnen Brauereien haben schon vervon einem Arbeiter nicht herrührt, denn unter den Ausständigen sucht, dringende Arbeiten außerhalb anfertigen zu lassen; mehrere befindet sich keiner, welcher solchen Blödsinn, wie der Brief ent- Waggonladungen reparaturbedürftiger Fässer sind z. B. nach hält, schreiben würde. Die Fabrikanten suchen durch Anschaffung Wittenberg abgegangen, doch ist schon seitens der Lohnkommission von Zwickmaschinen die Ausständigen einzuschüchtern. Bis jetzt Sorge getragen, daß die ganze Ladung voraussichtlich in demist erst eine zur Probe eingetroffen, und wenn sie die Probe nicht felben Zustande in Berlin anlangt.( Bravo!) Redner erinnert besteht, dann wird sie wieder fortgeschickt oder kommt in die an den Beschluß, den eine Volksversammlung am Vormittag in Rumpeltammer. Abgereift sind bis jetzt 150 Kollegen, Unter- Rigdorf gefaßt hat, nämlich sich des Genusses von Bairisch Bier ftügung erhalten noch 278 mit 344 Kindern. Der Geist der Aus- so lange zu enthalten, bis die Brauereien, speziell die Vereinsbrauerei, Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe( E.§. 71). gesperrten ist ein guter und wenn der Zuzug ferngehalten wird, ihren Widerstand aufgegeben haben. Falls es nöthig sei, würden ist der Sieg unser. ftaurant Stüler, Neue Grünftr. 38, Borstands- Sigung. eventuell auch die Berliner Genossen gegen die Brauereien Fachverein der Tapesirer. Dienstag, den 8. Mat, bet Bols, Alte Stellung nehmen. Die Böttcher dürfen wohl erwarten, so schließt Jatobfir. 75, außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht 2. Bortrag des Kollegen der Referent, daß sie in ihrem Kampfe für allgemeine Arbeiter- bes Borstandes und Wahl des Schriftführers. Markiel über:„ Das Wesen des Sozialismus." forderungen auf die Unterstüßung aller Gewerkschaften, in erster Vortrag von Frau Lily von Giydi:" 8ur Ethit der Frauenfrage" Linie auf die der Brauerei- Hilfsarbeiter, rechnen tönnen.( Bei- Dienstag, den 8. Mai, Abends 8 Uhr, im großen Saale des Langenbeckhauses, fall.) In der nachfolgenden Diskussion wurde dieser Solidarität Biegelstr. 10-11, 8. Bortal. zwischen den verschiedenen Arbeiterkategorien wiederholt Ausdruck Schule, Müllerstraße 179a und Süd off- Schule, Waldemarfir. 14: Boltsih. verliehen. Eine herbe Kritik erfuhren die Machinationen des Medizin. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Die Hilfsarbeiter Damm, Träger und Stripp traten mit talender sind zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelfie. 49, v. 2 Tr. Dimag Biertönigs" Rösicke sowie das Verhalten der bürgerlichen Presse. Serren, jeder Zeit aufgenommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg. Alle Menderungen im VereinsWärme für die gemaßregelten Böttcher ein, ebenso die Brauer Abds. 9 Uhr, uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Olympia, Spandau. Am ersten Pfingstfeiertage findet für die um- Steiner, Hilpert u. a. Mehrere Redner fritisirten unter albertfir. bet Sauermann. Schildhorn, Usedomstr. 33 bet Liegenden Ortschaften eine Schriftenvertheilung statt. Die Ge- Zustimmung der Versammlung die entstellten Berichte des sumor, Straußbergeritr. 3 bei Birt. Ihn'scher Alpenglode, Grüner Weg 29, bei Saeger. Unverzagt 2, Moabit, nossen, die hieran theilnehmen wollen, werden ersucht, am Intelligenzblatts" und der Staatsbürger- Zeitung", welche zur Waldstr. 8 bei Jante. Waldkapelle, Reichenbergeritr. 19 bei Noscher. Freitag, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Evidenz ihren arbeiterfeindlichen Charakter hierdurch dokumen berein anges blüthen strautstr. 6 bet Rudolf. Freie Sängers in Arbeiter: Maibund, Nowawes, Wallstraße bei Gärtner. Gefanga Radke, Neunmeister str. 5, pünktlich zu ertirten. Genosse Stabernack führte aus, daß die Berliner Seegermühle bei Eberswalde. Kreuzberg. Hafenhaide 58 bet scheinen. Arbeiterschaft es den Böttchern zur Ehre anrechnen werde, in candt. Alte Binde, Mariannenstr. 48 bei Gütler. Borwärts 4, Ginigteit 2 Außer den Tischlern streiken in Reichenberg i. B. der Frage der praktischen Durchführung der Maifeier die Rathenow, Restaurant Bur Erholung bei W. Friefecte. Weinstraße 11 bei Feind. Gefangverein der Böttcher Steinei che, Neue auch sämmtliche Arbeiter von 12 Luchfabriken und 4000 Arbeiter Initiative ergriffen zu haben. Wenn das Wetter günstig bleibe, Friedrichstr. 20 bei steller. Vorwärts 8, Marwit, bei Wilhelm Nölte. sei die Kapitulation der Brauereien in Kürze zu erwarten. Hilaria, Frankfurterstr. 30 bei Haberecht. Wiederhall, KöpenickerUebrigens hätten die Berliner Wirthe auch ein gewichtiges Wort fraße 191 bei Boge. Vorwärts 3, Friedrichsfelde, Wilhelmstraße 10 in dieser Frage mitzureden. Der Matador des Ringes, Herr Schönholzerstraßen- Ece. bei Momber. Gefangverein Mothe Neffe 2, bei Rabe, Ruppiner- und Gesangverein Gintrach, t, Nieder- Schönweide, Rösicke habe den Arbeitern höhnend die Erringung des gefet Restaurant Strettler, Grünauerfir.- Mohr'sches Doppelquartett. Mene lichen Maifertages als erstrebenswerthes Ziel hingestellt. Königstr. 78 bei Hahn. Gesangverein Frohsinn in Stralau, Gräflich Epheu, Gerichtsstr. 10 bei Gehrandt.-Gefang Sicher sei anzunehmen, daß falls die Sozialdemokraten einen schach' sche Braueret. verein cho 2 9 Uhr Abends uebungsstunde bet Neimann, Alte Schönderartigen Antrag im Reichstage einbrächten, Herr Reichstags- hauferstr. 42. Gesangverein Gerechtigtett Westen, Bülowstr. 59 Gefang: u. Theaterverein cacie( gem. Chor), Beughofstr. 8 Abgeordneter Rösicke selbstverständlich dagegen stimmen würde. b. Werner. ( Sehr richtig!) Der Ehrgeiz dieses Mannes dränge dahin, außer Ede, Grünauer Chauffee, bet Paulig. Arbeiter- Gefangverein Freiheit 2, Adlershof, Oppenstr. Freies Lied 1, Friedrichsberg. Schultheiß und Tivoli noch weitere Brauereien unter seine Friedrich- Karlstr. 11 bei Heinecke. Wacht auf Weißenburgerstr. 24, Ecte Zum Streit der Wiener Bauarbeiter wird von dort Fuchtel zu bringen; die anderen Unternehmer würden später es rescowerfir. bei Michael.- Blumenlese, Sebastianstr. 3, bet Meier. gemeldet. Am Sonnabend wurde eine von mehr als 2000 Bau- jedenfalls zu bereuen habent, daß sie sich in der Maifrage seinem bergerstr. 31 bet Seehausen. Freiheit 3, Bernau, im Schüzenhaus. Genefelder. Landscho 3, Behlendorf, Karlstraße bet arbeitern und Bauarbeiterinnen besuchte Versammlung, in welcher Willen beugten. Als vor zwei Jahren derselbe Herr Rösicke mit Regler. Männergesangverein Wa ch' auf, Pantoro, Wollantstr. 115 Arbeiterführer und Arbeiterinnen unter heftigen Reden gegen dem famosen 18 M. Bier auf dem Plane erschien, war es allein bet Hermann Sonntag. Männergesangverein Eichen trans. die Bauherren zur Fortsetzung des Streits aufforderten, wegen der Vorwärts" der die Absichten, welche dahinter steckten, durch- monie, Böthstraße 8 bei Albert Mömes. Prenzlau, im Kaisergarten. Männergefangverein Rottbuser HarWeddinger Harmonie, Ausfällen gegen die Sicherheitswache und das Militär behörd- schaute.( Lebhafter Beifall.) Hilpert bemerkt, daß der Kom- müllerstr 7. Männerchor Nord- Ost, Landsberger Allee bet Ferd. lich aufgelöst. Die Verfügung rief einen tosenden Lärm hervor, mission der Brauerei- Hilfsarbeiter schon früher Andeutungen ge- raufe Harmonie Rirdorf, Bergftr. 120 bei Bartha( Deutsches es gelang jedoch den Ordnern, den Saal ohne Zwischenfall zu macht wurden, welche es als positiv sicher erscheinen lassen, daß Wirthshaus). Heimathtlänge, Köpenic, Rosenstraße bei Troppenz. I menrausch, Gräfestraße 34 bet Plög. Die jetzt in Szene gesetzte Aussperrung der Böttcher ein Maunynstr. 86 bi Bubeil. Arion, Wittenberge Thurmfir. 23, SentralDes weiteren meldet eine Depesche vom 7. Mai folgendes: seit langem vorbereitetes Manöver war, um die Organi- balle. Liebesfreiheit 2, Strausberg, Wilhelmstraße, Weber's StaffeeGegen 1000 streifende Maurergehilfen versuchten heute Vor- fationen aller im Brauereibetriebe Bu= haus. Froy' Hoffnung( B. 3.) Kulmistr. 36 bei Raumann. beschäftigten Arbeiter funft 1, Stegliz, Ahornstr. im Gambrinus. Edelweiß 1, im Refiau= mittag, die auf dem Bürgerplat arbeitenden Kollegen zu ver- zu zerstören( Hört!). Der Redner legt den Hilfsarbeitern cant Kasch, Oranienftr. 190. Gleichheit, in Nagel's Restaurant, treiben. Die Wache, welche die Streifenden zerstreuen wollte, klar, daß eine Weigerung, die Böttcherarbeiten zu übernehmen, Schwedterstraße. Männer- Gesangverein Wilmersdorfer Bieberwurde mit Steinen beworfen und mußte von der Waffe Gebrauch auch schon darum empfehlenswerth fei, weil es ihnen( den Hilfs tafel wilmersdorf, Berlinerstr. 40. Merterte. 67 bet machen, indem sie mit flacher Klinge auf die Streitenden einhieb. arbeitern) dann fast unmöglich sei, event. Ansprüche wegen eines Bilpert. Sängergruß, Friedrichshagen, Friedrichstr. 58, Restaurant Sieben Personen wurden verhaftet. Unfalles, der doch in diesen Betrieben alltäglich sei, oder einer Gromann. Aus dem Gegenwart& ftaate. Aus Leipzig wird ge- Lohnforderung, gefeßlich begründen zu können. Einstimmig schrieben: Wahrhaft erschütternd wirkt ein an und für sich sodann folgende Resolution angenommen: Die 2c. Verunbedeutender Unfall, wenn man in Betracht zieht, daß die be- sammlung der Brauerei- Arbeiter erklärt sich mit dem Vorgehen figende Klasse bei jeder Gelegenheit dem Arbeiter Unluft zur der Böttcher einverstanden und macht es allen Arbeitern zur Die Eingeschlossenen in der Luglochhöhle sind gerettet. Arbeit und Faulheit vorwirft. Der Fall ist folgender: Ein Pflicht, die Böttcherarbeiten streng zurückzuweisen; ebenso oer- Am Montag morgen halb elf Uhr meldete der in die Höhle während der Messe in einem Restaurant im Naundörfchen ein- pflichten sich dieselben zur petuniären Unterstützung der aus gestellter Hilfsarbeiter wollte vor etlichen Tagen ein Faß Bier gesperrten Böttcher. Die Unterstützung wird auch den dieferhalb eingedrungene Taucher, daß sämmtliche Eingeschlossenen am Leben seien. Das Vordringen zu Den in der Lugaus dem Keller holen, wobei ihm das Faß auf den linken Fuß gemaßregelten Hilfsarbeitern zu theil." Mit Beifall wurde die loch- Höhle eingeschlossenen Personen wurde durch die fiel. Aus Furcht, seine Arbeit zu verlieren, verschwieg er sein die dortigen Kollegen mittheilen, daß Rösice versuche, Böttcher licht. Berlesung eines Telegrammis aus Dessau aufgenommen, worin mittels Sprengschiffe freigelegte Schlurföffnung ermög Unglück und zwang sich zur Arbeit, bis der Fuß dermaßen von Zehen bis zum Knie angeschwollen war, daß der Verunglückte nach Berlin abzuschieben. Die Deffauer Kollegen blieben jedoch Baumstammes aus der Höhlenöffnung zu den Gingeschlossenen nach Hause gefahren werden mußte, wo ihm der Stiefel vom Fuß unter allen Umständen fest und ihrer Pflicht als Arbeiter ein- vor und berichtete bei seiner Rückkehr, daß sämmtliche Personen heruntergeschnitten werden mußte. Den Berlegten trifft das gedenk. am Leben sind und sich den Umständen nach wohl befinden. Unglück um so schwerer, als er 14 Wochen vorher außer theilung von dem Ausfall der Maifeier. Nur sechs fleinere, Sie waren noch heute im Besitze einiger Kerzen und eines Stellung war. meist Weißbierbrauereien, haben den Tag freigegeben. Die übrigen, ausgenommen das Münchener Brauhaus, wo auch gefeiert wurde, geringen, aus Brot und Käse bestehenden Proviantvor haben die Kommission feiner Antwort gewürdigt. Auf den vor zubefördern, werden an dem nunmehr freigelegten Ramin weitere Um die Geretteten leicht und gefahrlos herausca. 3 Wochen an die Brauereien abgegebenen Lohntarif der Sprengungen vorgenommen, so daß gegen 5 Uhr Nachmittags Brauerei- Hilfsarbeiter ist, wie von mehreren Rednern bestätigt die Herausbeförderung der Eingeschlossenen beendet sein dürfte. wurde, ebenfalls noch kein Bescheid ertheilt. Die Kollegen wurden um 43/4 Uhr Nachmittags wurden sämmtliche 7 Personen, aufgefordert, dieferhalb an die Direktoren heranzutreten und von die in der Zuglochhöhle eingeschlossen waren, heraufbefördert. bem Resultat der Unterredung die Agitations- Kommission in Sechs von ihnen konnten selbständig gehen, einer mußte geführt Renntniß zu setzen. werden; alle befinden sich verhältnismäßig gut. räumen. = Dersammlungen. " " Unter Verschiedenem machte Wiedemann Mitrathes. Dranienstr. 109. #.. Sängerfretbett Feldblume, Manteuffelstr. Dermischtes. de? Der Taucher Fischer drang nach Entfernung eines 02 Eine Versammlung der Zentral- Krankenkasse der Maurer, Steinhauer und Stuckateure tagte am 29. April. Rollege Blauroc giebt der Versammlung den Bericht von der Generalversammlung in Dresden. Den wichtigsten Gegenstand der Versammlung bildete die Diskussion über die In Niederschönweide hatten sich am 5. Mai die Arbeiter leber die Cholera wird aus Madrid berichtet: Der nach Auflösung der Kaffe. Die Abstimmung ergab, wie vorauszusehen der chemischen Fabrit von Kuhnheim u. Ko., Aktiengesellschaft, Lissabon entsandte ärztliche Delegirte Spaniens giebt in einem war, da laut Statut nicht 4/5 der Delegirten für Auf- unmittelbar nach Feierabend versammelt, um über Forderungen, Bericht an die Regierung der Befürchtung Ausdruck, daß die Löfung der Kaffe stimmten, daß die Kaffe weiter bestehen bleibt. welche sie durch eine wenige Tage zuvor gewählte Kommission Cholera sich weiter ausbreiten würde, wenn die portugiesische 21 Telegirten stimmten für Auflösung und 10 für weiteres Be- an die Fabrikleitung gestellt hatten, weiteren Beschluß zu faffen. Regierung nicht energische Maßregeln ergreife. Die stehen der Kaffe. Berlin und Hamburg waren für Auflösung. Gefordert war: 1. Erhöhung des Lohnes sämmtlicher Arbeiter spanische Regierung beschloß, daß mit der Eisenbahn ankommende Darauf ist eine Statutenänderung nöthig geworden, indem der um 25 Pf. pro Tag ohne Abzug der bis jetzt in mehreren Reisende aus Portugal an der Grenze umsteigen inüssen. Kaffe mit den jetzigen Leistungen der Lebensfaden abgeschnitten Fabritationen gezahlten Prozente und ein Lohnzuschlag von Budapest, 7. Mai. Nach einem amtlichen Ausweis find ist. Es sind deshalb folgende Bestimmungen getroffen: 1. Klaffe 20 pCt. auf sämmtliche Attordarbeit; 2. Auszahlung des vollen im Béléser Komitat von 897 an der Diphtheritis erkrankten 60 Pf., 2. Klasse 50 Pf., 3. Klaffe 45 Pf., 4. Klaffe 30 Pf. Bei Lohnes in jeder Woche, halbe Stunden sind mit in Anrechnung Kindern 814 gestorben. trag pro Woche. Die Krantenunterstüßung wird 13 Wochen zu bringen; 3. Bessere Vorkehrung zur förperlichen Reinigung gewährt mit freiem Arzt und Medizin. Nach der 13. Woche durch Herstellen von Bade- Einrichtungen; 4. GEinrichtung von fällt Arzt und Medizin fort und beträgt die Unterstüßung pro Rochapparaten, damit sich die Arbeiter während der Bausen Woche je nach den Beiträgen 13,50 M., 10,50 M., 9,30 M., Kaffee oder sonstige Erfrischungen herstellen können; 5. die Arbeit Briefkaffen der Expedition. 5,10 M. Das Sterbegeld ist vermindert auf 121,50 m., 94,50 m., an Sonn- und Festtagen beginnt früh 6 Uhr und endigt Mittags Für die Wiener Tischler gingen ferner ein: Tischlerei 74,40 m., 45,96 M. Die Wiederaufnahme der Steinhauer wurde 12 Uhr. Kollege Schlüter berichtete, daß der Direktor Heiden Diebel, Stöpenickerstr. 127 5,45. Geldschrankfabrik Fuhrmann abgelehnt. Im letzten Punkt der Tagesordnung: Innere Rassen- reich wegen der ersten beiden Forderungen und der letzten auf 6,-. Holzarbeiter- Verband, Zahlstelle, I, Gneisenauste. bei Rone Angelegenheiten, wurden folgende Anträge gestellt und ange- die Heimkehr des zur Zeit verreisten Chefs Kuhnheim, 2,75. Von der Werkstatt D. Müller, Kroll u. Bittner, Schulnommen: Das Raffenlokal, Stralauerstr. 43, bleibt vom 1. Juni der am Donnerstag vor Pfingsten wiederkommen soll, vertröstet straße 50/51, 10,80. Werkstatt Lorenz 5,-. Tischlerei Bormann, ab Sonntags geschlossen. Die Hilfstassirer haben an den Sonn- und nur die Bewilligung der beiden anderen Forderungen in 3offenerstr. 10, 6,25. Restauration Lüdke, 3offenerstr. 10, 4,95. tagen vom 1. Juni ab nicht mehr zu fassiren. Karl Schulz Aussicht gestellt hat. Die Bade- Einrichtung soll sogar schon im Bautischlerei Gebrüder Schaar, Chauffeestraße 28, 12,-. gab bekannt, daß er nicht mehr Sonntags, sondern Dienstags Bau sein, wovon freilich die Arbeiter bisher nichts gemerkt Gesammelt der Tischlerei von Thal, LehrterAbends von 8 Uhr an bei Schmidt, Diedenhofen- und haben. Seine Vertröstung motivirte der Direktor damit, daß er str. 44, mit Ausnahme eines Arbeiterbildungsschülers 5,70. Tresckow straßen- Ecke kassirt. wohl Direktor über Kuhnheim's Fabrik, aber nicht über dessen Gesammelt am 1. Mai von den Arbeitern und Arbeiterinnen Im 6. Wahlkreise( Schönhauser Bezirk) fand unter großer Seldbeutel sei. Was von solchen Ausreden zu halten ist, feßten der Hamburg- Berliner Jalousiefabrik mit Ausnahme einiger Betheiligung am 6. d3. Mts. eine öffentliche Volksversammlung einander. Das Kommissionsmitglied Schäfer rieth indeß, den 1. Mai gearbeitet 12,-. Möbelfabrik Karl Müller 25,30. Von der Werkstatt Peutert und Horst, am Jahn aus Berlin, Litfin und Hildebrand den Anwesenden aus- Indifferenten 24, zwecks Agitation für den Wahlverein statt, in welcher Max Kiesel referirte. Derselbe erläuterte die Bedeutung und die ichon ohnehin einige Tage stille steht, vor der Thüre sei. Andere Grünauerstraße 54,20. Tischlerwerkstatt, Prinzenstr. D. 2., 7,30. Riesel referirte. Derselbe erläuterte die Bedeutung und die Ausgang der Sache abzuwarten, zumal Pfingsten, wo der Betrieb Werkstatt Bremer, Rottbuferstr. 4, 7,15. Werkstatt Bechstein, Zwecke der politischen wie gewerkschaftlichen Organisation, die einander zu ergänzen hätten und ermahnte die Genossen, ihrer Redner erinnerten daran, daß vor drei Jahren, als die damals Die Tischler von Hecht und Schmidt 2,75. Pflicht, sich zu organisiren, nachzukommen und insbesondere bem gestellten Forderungen nicht bewilligt wurden, sich nur 30 Mann Wahlvereine beizutreten. Die lebhaft geführte Diskussion bewegte gefunden haben, welche in den Streit eintraten. Beschäftigt find fich vorwiegend in dem Jdeengange des Referenten. Eine von zur Zeit etwa 600 Arbeiter in der Fabrik. Die Versammlung biefem etwas abweichende Meinung hatte Genosse Feder, beauftragte die Kommission, am Dienstag noch einmal nachwelcher der gewertschaftlichen Organisation, dem wirthschaftlichen willigen und beschloß, in den Streit einzutreten, wenn die Abzufragen, ob die Direktion bereit ist, die Forderungen zu be Rampfe eine größere Bedeutung beimaß, als der politischen lehnung erfolgt. Schmiedemeister Schemtus, der in der einige Organisation, bem politischen Kampfe. Wenn er auch niemand Tage zuvor abgehaltenen Bersammlung ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) hindern wollte, fich politisch zu organisiren, so betrachtete er doch hart mitgenommen war, beschwerte sich hierüber. in der Diskussion Lüttich, 7. Mai. Bei sämmtlichen bekannten Anarchisten Die gewerkschaftliche Organisation, den wirthschaftlichen Rampf. hielt aber seine Lohnbrückereien und seine unschönen Ausdrücke nommen, um etwa dort verborgene Bomben oder Schriftstücke Ihm des hiesigen Arrondissements wurden Haussuchungen vorges als das Haupterforderniß. Böttcher Lehmann lenkte sodann die Aufmerksamkeit der Versammlung auf die Aussperrung der zu Arbeitern ein Schmiedegeselle vor, dein Schemkus nichts mit Beschlag zu belegen. Wie es scheint, werden gegen die Böttcher und erklärte die Versammlung den Böttchern ihre volle weiter zu entgegnen wußte, als der Geselle sei ja noch ein sehr Anarchisten Befehle zur gerichtlichen Verfolgung erlaffen eine Vereinigung zu Sympathie. In der Versammlung wurden Aufnahmen in den junger Mann. Die Arbeiter der Ammoniakfabrik in Nieder- werden unter der Anklage, Wahlverein vollzogen; auch sind eine ganze Reihe von Bezirks- fchönweide ließen sodann die Kollegen von der Ruhnheim'schen griffen auf das Leben und das Besigthum ihrer Mitbürger taffirern eingesetzt, welche Einrichtung es jedem Genossen sehr fabrik auffordern, auszuhalten und sicherten ihnen zu, hinter gebildet zu haben. erleichtert, dem Vereine beizutreten und seine Beiträge zu ent- daß die ganzen umliegenden Fabriken auf das Vorgehen der organisation Wassilieff, wurde wegen Anstiftung zum Berner ihnen stehen zu wollen. Hildebrand betonte im Anschluß daran, Bern, 7. Mai. Der Sekretär der Bernischen Arbeiter. richten. Kuhnheim'schen Kollegen nur warten. Er ermahnte die letzteren, Krawall vom Juni vorigen Jahres 11 Monaten Gefängniß ver Die Brauerei hilfearbeiter hielten am Sonntag im wenn die Zulage ihnen infolge ihrer Einmüthigkeit bewilligt urtheilt. großen Saale der Kontorbia" eine gut besuchte( zirka 800 Ber- werde, der Organisation beizutreten. Rollege Gerber aus Adlers- Rom, 7. Mai. Deputirten Kammer. Die Deputirten der sonen) Versammlung ab zwecks Stellungnahme zur Aussperrung hof machte darauf aufmerksam, daß bei ihm eine Zahlstelle der äußersten Linten Socci und Genossen haben den Antrag einder Böttcher. In seinem einleitenden Referat hob der Böttcher Organisation ist, welche zur Einzeichnung der Mitglieder da ift. gebracht, für die in den Regierungs, ben Provinzial- und Winter hervor, daß sich die Einigkeit der Berliner Kollegen Kollege Neuendorf, der am 1. Mai( gefeiert hatte und deshalb Kommunal Verwaltungen beschäftigten Arbeiter den Arbeitstag in den letzten Tagen glänzend bewährt habe; diejenigen, welche am nächsten Tage nicht mehr zur Aufnahme der Arbeit zu auf acht Stunden festzusehen, ebenso für die in ungefunden Bergam 1. Mai zum Theil noch gearbeitet haben, find sich aus gelaffen werden sollte, dankte den Kollegen, daß fie durch ihr werten und Steinbrüchen verwendeten Arbeiter. Hierauf wurde nahmslos ibrer solidarischen Pflichten bewußt aeworden und entschiebenes Eintreten für ihn seine Wiedereinstellung herbei die Berathung des Kriegsbudgets begonnen. Summa 191,60 M. Bereits quittirt 159,95 M.; in Summa 351,55 M. Depeschen. An J. Das Waaren- Lager aus der Spiegel'schen Konkursmasse, 47. 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