Zlr. 274.-33. Jahrg. Nvonnelnentz-vecklngungen: Rivnnemenls• Preis pränumerando Bictteljäbrl 8,90 Ml, monatl ILO MI. wöchenllick SO Psg, frei ms Haus. kinzelne Nummer ä Pfg, Eonnla�z- numuici mit illustrierter Eomitags. Beilage»Die Neue Welt' to Psg, Post- slbonnenient: t.ZO Marl pro Monat. Singetragen in die Post. Zettungs- Preististe, Unter Kreuzband sür Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2,50 Marl, sür das übrige Ausland « Marl pro Monat, Postabonnement« nehmen an Belgien, Dänemarl, Holland, Italien, Luxemburg, Poriugal, Rumänien. Schweden und die Schwei« ("s PfeMigT) Die Infertlons'GebQljr beträgt sür die sechsgespaltene kolonel- selle oder deren Raunt 00 Psg,. sür politische und gewerlschattliche Pcreins- Und Persammlungs- Anzeigen SO Psg. Kleine Mnzeigen", das tettgedrutlte Wort 20 Psg,(zulässig 2 settgedruckte Wortes, jedes weitere Wort 10 Psg, ktellengesuche und Schlasslellonan- zeigen das erste Wort(0 Psg,, jedes wettere Wort S Psg, Worte über lü Buch- Itaben zählen sür zwei Worte. Inserate nir die nächste Nummer tnüisen bis k Uhr nachinittagS in der Expedition ibgegedeu werden. Die Expedition ijt bis 7 Uhr abends geöijnet. kplchelitl tzqllid, Vevlinev Volksblnkk. Zlelegramm-Adresse: .ZostliüicwstlrlU lierU»-. Zaitralorgan der fosialdemokrat» fchcn parte» Deutfcblarads. Redaktion: EW. 6$, Linüenftraße 3. Ferulvrecher: Amt Moriupla«. Nr. 15» SV—»Sl S7. Donnerstag, den 3. Oktober 1916. Expedition: EW. 6$, Linöenstraße 3. issernsprechrr t Amt Moritzvlttu, Nr. 151 SV— 151»7. Sozialistische Kriegspolitik in Frankreich. Von Ed. B e r n st e i n. Zwischen dem Pariser„Temps", dem angesehensten Blatt der französischen Bourgeoisie, und Pierre Renaudel, dem Wort- führer der Mehrheit der Kammerfraktion der Sozialisten Frankreichs, hat sich neuerdings eine Polemik abgespielt, die aus verschiedenen Gründen bemerkt zu werden verdient. Den Anlast gab ein Artikel des„Temps", der der sozia- listischen Kammerfraktion Zweideutigkeit vorwarf, weil sie in ihre Erklärung zur Abstimmung über die kürzlich verhandelten Teilkredite Sätze eingefügt hatte, die sagten, dast die Fraktion die Kricgskredite nur mit dem ganz bestimmten Vorbehalt bewillige, daß der Krieg seinen Charakter als Vertcidigungs- krieg bewahre. Es ist hierbei zu erinnern, daß, mit Aus- nähme der drei Mitglieder, welche an der Sozialistenkonferenz von Kienthal teilgenommen hatten, die ganze Kammerfraktion, Minderheit wie Mehrheit, diese Kredite bewilligt hat. Das war keine neue Entscheidung der erstercn. Diejenigen deutschen Parteiorgane, die, als die Abstimniung berichtet wurde, meinten, die Minderheit habe sich dabei offenbar von der Mehrheit „einsangen" lassen, waren im Irrtum. Die Minderheit der französischen Sozialisten hat auch vorher nicht anders ge- stimmt. So am 24. Juni dieses Jahres, wo der Hauptetat zur Abstimmung kam. Damals schrieb im„Populaire", dem Organ der Minderheit, Jean Longuct nanicns dieser: „Konnten wir am 24. Juni logischerweise die Kriegskredite verweigern, wie das unsere drei Genossen getan haben? Ich denke nickt. Am 4. August 1914 haben wir durch unsere Abstimmung in Uebereinsttmmung mit den Entsckeidungen aller internationalen sozialistischen Kongresse erklärt, dast wir unser bedrohtes und als« bald Überfallene» Land verteidigen würden. Gewist, wäre unser großer und teurer Verblichener sJaurös) dort gewesen, so hätte er es verstanden— was wir nicht getan haben— in dieser tragt- scken Stunde alle Verantwortlichkeiten festzustellen und zu er- klären, unter welchen Bedittguttgen wir uns verpflickteten. ES ist aber nickt zweifelhast, dast. wenn Jaures dagewesen wäre, wir mit ihm jene Abstimmung für die Verteidigung deS Landes voll« zogen hätten. Das hätte ihn nicht verhindert, wie daS unser Freund Ramsay Macdonald prächtig gezeigt hat, in der Folge unserer Aktion iür die Landesverteidigung ihren besonderen so- zialistiscken Charakter, ihre internationale Grund- läge zu bewahren, sie gegen die chauvinistische Ablenkung zu hüten, von der sie leider so sehr bceinflustt worden ist!" Das letztere habe aber die Minderheit mit ihren de- scheidencn Mitteln auf dem Kongreß und den Konferenzen der Partei mit zäher und zunehniendcr Energie getan. Und so sei die Erklärung der Fraktion in diesem Sinne aus- gefallen, wie das die süßsauren Kommentare des„Temps", des„Journal des Debats" und ähnlicher Organe der klaffen- bewußten Bourgeoisie bewiesen. So weit Longuct. Die am 22. September vom Abg. Auriol namens der gesamten sozialistischen Kammerfraktion verlesene Erklärung enthielt nun ebenfalls den folgenden, recht bestimmt lautenden Satz: „Wir sind Gegner jeder Politik, die darauf abzielen würde, den Krieg der Landesverteidigung, an der wir teilnehmen, in einen Eroberungskrieg zn verlängern." Daran nun nimmt der„Temps" Anstoß. Nach diesem Hauptorgan der französischen Bourgeoisie hat sich umgekehrt die Mehrheit der sozialistischen Fraktion Frankreichs von der Minderheit einfangen lassen. Es nennt die Erklärung, wie gesagt, zweideutig und meint, im gegebenen Zeitpunkt, wenn die Fragen konkretere Gestalt annähmen, würden sich Mehr- heit und Minderheit wieder trennen müssen. Ihm tritt in der „Humanits" vom 25. September Renaudel in einem„Unsere Einigkeit" überschrieben«! Artikel entgegen. Die Erklärung, führt er aus. sage in bezug auf den Krieg und die Kriegs- ziele nichts, was die Fraktion nicht auch in ihren früheren Erklärungen ausgesprochen habe. In bezug auf beides herrsche zwischen Mehrheit und Minderheit der französischen Sozialisten volle Uebereinstimmung. „Wenn unsere Partei erklärt, dast sie nur für einen Krieg der Landesverteidigung ihre Unterstützung bewilligt und ihre Mann- schaficn geliehen habe— diese Ausdrücke mistsallen dem„Temps" — wenn sie bekräftigt, daß man gegenüber einem Krieg, der Er- oberungskrieg würde oder sick zu einem Wirtschaslskrieg ausdehnte, aus ihren Protest stosten würde, so glaube ick nicht, dast es auch nur ein einziges Mitglied der Mehrheit gäbe, das sich mit der Minderheit nicht einverstanden erklärte. Und das bewirkt uniere Einigkeit in dem Willen, nicht dasjenige prostituieren zu lassen, was die Größe der internationalen Altion bleibt und den dauerhaften Frieden, den organisierten Frieden von morgen möglich machen wird." Der Vorwurf der Zweideutigkeit, den der„Temps" den französischen Sozialisten mache, falle auf diesen zurück. Denn niemals habe der„Temps". wenn er von„Garantien" spreche, sich klar über die Tragweite geäußert, die dieses Wort haben solle.„Handelt es sich um Eroberungen oder Annexionen unter der Firma territoriale Garantien? Handelt es sich um ökonomische Vernichtung unter der Firma wirtschaftspolitische Garantien? Handelt es sich um die Zerstörung oder Zerstückc- lung der politischen Einheit Deutschlands unter der Firma, darin die einzige Garantie gegen die Wiederholung etneS deutschen Angriffskriegs zu erblicken?" Solange der Krieg währe, habe der„Temps" es vermieden, sich hierüber klar auszusprechen. An die Sozialisten aber richte er feierlich die Frage, ob die sozialistische Partei sich weigern würde, ihre „Mannschaften darzubieten", wenn die Kriegszicle über das von ihr gesetzte Matz hinausgingen. Und auf diese Frage nun, deren Sinn keiner Erläuterung bedarf, antwortete Re- naudcl dem Bourgeoisblatt folgendes: „Wäre Frankreichs Regierung der Angreiser gewesen, wäre Frankreich, weit entfernt, sein Gebiet brutal überzogen zu sehen, solchermaßen die provozierende Nation geworden, nein, so Hünen die Sozialisten Frankreichs einem solchen Unternehmen ihre Mit- Wirkung nicht geliehen, und sie hätten sich gegen ihre Regierung aufgelehnt.... „Würde die französische Regierung den Ausgangspunkt dieses Krieges... vergessen und, von dem Siege berauscht, sür dessen Entscheidung wir ihr vorbehaltlos unsere Mitwirkung leihen, ihn zu Lösungen mistbrauchen, die uns als das Gegenteil eines dauern- den und organisierten Friedens erscheinen, ja, so würden wir als dann uns weigern, unsere Mitwirkung und unsere Mannschaften für solche Absichten zu„leihen". Renaudel schließt, er glaubt dem„Temps" ohne Um schweife geantwortet zu haben und wolle jetzt abwarten, ob dieser ihm auf seine Frage antworten werde. Wie wir einer späteren Nummer der„Humanitä" eni nehmen, ist das nicht geschehen. Renaudel hat mit der Am nähme Recht behalten, daß das genannte Blatt sich wiederum um den Kern der Sache herumdrücken werde. Ein Gleiches kann nian seiner Erklärung nicht nachsagen. Wer nicht die Unterstützung jeden Kriegs, ohne Rücksicht, ob es sich um Verteidigung oder Angriff handelt, grundsätzlich ablveist, wird zugeben müssen, daß diese Erklärung der Frage des„Temps" gegenüber so bestimmt lautet, als unter den gegebenen Verhältnissen nur verlangt werden kann. Etwas anderes ist, ob nicht jetzt schon die französischen Sozialisten die Möglichkeit haben, von ihrer Regierung bestimmtere Er klärungen über deren Kriegsziele zu verlangen, so daß es sie nicht mehr in bezug auf sie bei einem bloßen„Wenn— dann" bewenden zu lassen brauchen. Der französische Text der zivci letzten Reden Briands lautet etwas anders als der uns vom Telegraphen übermittelte Wortlaut. So heißt es darin nur, daß Frankreich„groß" aus dem Krieg hervorgehen müsse, und seine große Rede vom 14. Sep tcmber schloß Briand mit dem Satz, daß der kommende Friede durch angemessene internationale Sanktionen gegen jede Wiederkehr der Gewalt gesichert werden müsse- was im Sinne von völkerrechtlichen Regeln verstanden werden kann. Aber so eindeutig, wie wir Sozialdemokraten es verlangen müssen, ist auch das nicht.. Immerhin muß man zugeben, daß die Erklärung Renaudcls sür diejenigen ermutigend lautet, die eine Ver ständigung zwischen französischen und deutschen Sozialisten über die Vorbedingungen einer Wiederherstellung der Jnteck- nationale erstreben. Es gilt das namentlich vom zweiten Satz der Antwort auf den„Temps". Man kann diesseits der Heerlager füglich nicht mehr von den französischen Sozialisten verlangen, als bei uns geleistet wird. die Eroberungspolitiker auf dem Kriegspfaöe. In ihrer gestrigen Abendnummer tritt die„Deutsche Tageszeitung" in einem wütenden Schinipfartikel der Kundgebung entgegen, die von unseren Frankfurter Genossen am verflossenen Sonntag veranstaltet worden ist. Das Blatt betrachtet es als einen„ganz unbegreiflichen Widerspruch", wenn gerade die Partei, die vor Kriegsausbruch„ganz offen und planmäßig den K l a s s e n h a ß geschürt hat, jetzt sich zum Apostolat des Völkcrfricdens berufen fühlt". „Wahrhaftig, man muß den kühnen Mut einer Partei be- wundern, die angesichts des völligen Zusammenbruchs internationaler Verständigungsversuche jetzt noch mit Eifer darauf brennt, den unierbrockenenen internationalen Verkehr des Proletariats aller Länder wieder anzuknüpfen und darin eine Gewähr für den zu- künftigen Weltfrieden erblickt." Weiter findet das Blatt einen völligen„Mangel an Wirklichkeitssinn" darin, daß die Frankfurter Resolution wie die Resolution der Mehrheit der Reichskonferenz politische Unabhängigkeit mit wirtschaftlicher Entwicklungsfrciheit ver- langt und zugleich die territoriale Unversehrtheit in dem Sinne fordert, daß unsere Gegner nicht in Macht und Recht dürften eingeschränkt werden. „Als ob die Todfeinde Deutschlands so harmlos wären und sich ohne weiteres mit der Wiederherstellung der Zustände vor Kriegsausbruch zufriedengeben würden! Und dast wir bei dem Lerteidigungstrieg, den wir führen, in der unbedingten Rückkehr zu dem statu« quo aute keine„reale Garantie" gegen baldige Wiederholung des Krieges erkennen können, zu dieser Ein- sichl scheint allerdings die vieiberusene„politische Vernunft" der Verständigungspoliuker nicht auszureichen." Es ist nicht das erstemal, daß die„D. T." und andere Organe ihrer Richtung der Parole: Politische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Entwicklungsfrciheit Deutschlands eine Dcu- tung zu geben suchen, die einer Befürwortung ihrer Erobcrungs- ziele gleich käme. Auch jetzt jongliert die„D. T." mit dem Bc- griff„Verteidigungskrieg", um im selben Augenblick zu verkünden. daß sie tu der Rückkehr zu dem vor dem Kriege bestehenden Zustand keine„reale Garantie" gegen baldige Wieder- yolung des Krieges erkennen könne. Eine solche „Garantie" erblickt sie offenbar nur in der Erweite- rung jener„Machtgrundlage", für die sie und die ihr nahestehenden politischen und wirtschaftlichen Gruppen mit unermüdlichem Eifer eintritt. Es wäre eine vergebliche Mühe, wollte man den Vor- tretcrn dieser Anschauung auseinandersetzen, wie sehr ihr Standpunkt an einem„völligen Mangel an Wirklichkeitssinn" krankt. Welch ein Abgrund zwischen ihnen und allen wahren Vertretern der Volksintcrcssen klafft, zeigt die Bemerkung, daß es ein unbegreiflicher Widerspruch sei, ivetttt die Sozialdemokratie, die offen und planmäßig den„Klassenhaß" schürte, nun als Apostel des Völkerfriedens auftritt. Wir glauben, daß die Völker, die heute im Kriege stehen, glückselig ivärcn, wenn es der Sozialdemokratie, trotz des vermaledeiten„Klassenhasses", gelungen wäre, den Völkerfrieden zu erhalten. Denn daß die Sozialdemokratie nicht erst jetzt sich zum„Apostolat des Völkerfriedens" berufen fühlt, sondern stets mit aller Energie gegen die Erobcruitgspolitiker aller Länder, gegen die Pro- pagandisten der Machtpolitik und des Wettrüstens, gegen die Hetzer und Kriegsschreier angekämpft hat, dürfte selbst der „Deutschen Tageszeitung" nicht unbekannt sein. Nun sucht sie es allerdings so darzustellen, als ob der Kampf der Sozialdemokratie sich nur gegen die d e u t s ch e n Eroberungspolitiker richte. Weshalb kämpfe die deutsche Sozialdemokratie nicht gegen die Annexionswünsche der Engländer, Franzosen, Russen usw., sondern nur gegen die Eroberungspolitik der Westarp, Heydebrand und Basser- mann? Die Antwort auf diese Frage hätte die„D. T." aus dem Bericht der Frankfurter„Volksstimme" herauslesen können, der sie so in Erregung versetzt hat. So sagte einer der Redner, Dr. S i n z h e i m c r: „Die Eroberungsgruppen aller Völker nähren sich an- einander, indem sie sich gegenseitig die„Vernichtung" androhen. Unsere Annexionspolitiker haben den KnegSwillen der feindlichen Volker auf das Höchste gesteigert." Was hier unseren Annexionspolitikern � entgegengehalten wird, sagen und schreiben unsere Genossen in den seind- liehen Ländern gegen ihre Annexionisten. Unser Kampf wird gesondert geführt, hat aber ein gemeinsames Ziel, für das natürlich jede Sozialdemokratie in ihrem Lande kämpft, da sie nur dort die Gegner dieses gemein- samen Zieles mattsetzen kann. Und dieses Ziel hat derselbe Redner Dr. Sinzheim« in seinen weiteren Ausführungen so formuliert: „Der Fried ensgeist der Völker muß die politischen Formen zu finden wissen, in denen er sich verwirklichen kann. Der Krieg kann den Krieg nicht beendigen, Stur die Ver- st ä n d i g u n g der Völker kann ihn beschließen. Die Verständigung muh kommen. Warum warten die Völker noch, ein Mittel zu ergreifen, das sie doch ergreifen müssen? Wir bereiten der Verständigung den Weg nur durch dne bestimmte politische Methode und ein bestimmtes politisches Ziel. Die Methode ist der Geist der Gerechtigkeit. Dieser sagt: W i r d ü r f e n k e i n e m anderen Volke zufügen, was wir nicht selb st er- dulden wollen.... Das Ziel ist die europäische Friedens- gemeinschaft. Niemals wieder dürfen europäische Völker sich selbst zerstören. Dieser Krieg wird zu keinem Sieg und zu keiner Niederlage führen. Es gibt nur einen Sieger in diesem Kampf: Autzereuropa. Dort blüht die in Europa gebrochene Menschenkraft, dort fließt das Gold zu wirtschaftlichen Werten zusammen, welche die europäischen Völker zerstampfen." Wir wundern uns nicht, daß die„D. T." ans diese Ausführungen mit keiner Silbe eingegangen ist. Denn hätte sie dies getan, so wäre ihre Entrüstung über die„phan- tastische" und unheilvolle" Propaganda in der Frankfurter Versammlung durch den Bericht selbst gerichtet worden. Sie hat es vorgezogen, sich mit Phrasen über einen Gedanken- gang hinwegzusetzen, der mit jedem Tage mehr und mehr Anhänger in allen Ländern gewinnt. Sie tat das aus demselben Grunde, der die Friedensfeinde und 5kriegsinter- essenten in allen Ländern veranlaßt, gegen die Stimme der Vernunft den blinden Haß und die schlimmsten Leidenschaften aufzupeitschen._ Vom österreichischen Parlament. Wie die„Wiener Parlamentär. Korrespondenz"«fährt, lvird der Präsident des Abgeordnetenhauses, Dr. Sylvester, für Montag, den 23. Oktober, eine Sitzung der Vizepräsidenten des Abgeordnetenhauses einberufen und für nachmittags die Parteiführer zu einer Besprechung einladen. Die Parteien des Abgeordnetenhauses bemühen sich nach wie vor, die Ein- berufung des Parlaments durchzusetzen und die Parteien des Herrenhauses schließen sich dieser Bewegung an. Keine Einschränkung öer schWeizerischen Militärgewalt. Bern, 4. Oktober.rischafl zumeist mit Frauen und mit ungenügenden Arboitskräflen arbeiien muß, einer gewissen Zeit und großer Geduld, ebe die Orgaiiisaiion auch in dem entlegensten pommerschen Orte wirksam wird. Mir der Beschlagnahme der Milch ist bierbei nichts gelan, sondein nur durch ollmähliche Durchorganisicrung ist die Milch und die Butler heraiiSzuholcn, Wenn wir nicht allzu schlecht mit der Kariosielernie abschneiden, so ist die Hoffnung vorhanden, daß die Organisation der Milch Versorgung sich bewähren wird. Satlerkvantpreise. Unklarheiten über die Prcisregelung veranlassen die Kriegs- g e s e l l s ch a f t für Sauerkraut m. b. H. in Berlin nochmals darauf hinzuweisen, daß die durch die Bekannmiachung vom 18. September er. vorgeschriebenen Preise nur ein« Höchstgrenze bilden, die nicht überschritien werden darf. Cö bleibt den Fabriken fclbstvcr- ständlich unbenoinnicn, Sanelkraul billiger als zu 11 M. den Zenmer abzugeben. Verträge, die unter dem Höchstpreise abgcschlosscii sind, müssen daher unbedingt erfüllt werden. Ein bayerisches Krieg Switch eramt. München, 4. Oktober.(W. T. B.s Ein bayerisches Kriegs- wucheramt, das auch ständig mit gleichartigen Zentralstellen an- derer Bundesstaaten, wie dem preußischen und dem sächsischen Äriegsmucheramt, in Austauschverkehr stehen wird, wird nach der ..Bayerischen EtaatSzeitung" demnächst in Tätigkeit treten. Im Ministerium des Innern sind die Vorarbeiten zu einem solchen Amt, das der Polizeidirektioir München angegliedert wird, bereits zum Abschluß gelangt._ Uuösuhrverbot für Gänse in Mecklenburg. Ein Ausfuhrverbot für Ganse hat das Großh. Staatsmmistcrium in Mecklenbiirg-Strelitz bis zum 1. November erlassen. Die 2lus- fuhr lebender vkcr gclchlachlctcr Ganse ist nur mit Genehmigung der LandeSbchörde siir Voltsernährung genehmigt. Verstöße gegen die Verordnung werden mit Gefängnis bis zn 6 Monaten oder Geldstrafe bis zu lobt) M. bestraft. Wie uus mitgeteilt wird, trifft man in Mecklenburg große Lerdrn Ganse an. Deshalb erscheint uns dieses Ausfuhrverbot als 'Ausfluß der allen Kleinstaalerci, den wir längst überwunden glauüicn. Gewinne ans der Zwctschenernte. Tie hohen Preise für Zwerschen, solvohl zu Zeilen, als der Verkauf in Hessen noch frei war, wie auch später unter den Höchst- preisen, haben, wie die„Tägliche Rundschau" miileilt, den Zweischcngcgcndcn in der Provinz Rheinhessen ganz enorme Ein- nahmen gebracht, die erkennen lassen, welche hohen Gewinne darin stecken. So sind allein in der Provinz Nheinhesien aus der Zwctschen- ernte mehrere Millionen Mari erlöst worden. Die Ernte fiel meist reich- lich aus entgegen den immer wieder verbreiteten Angaben, daß die Ernte knapp sei. Tics traf nur für einzelne Striche zu. Wie hoch die Summen find, die einzelnen Gemeinden zuflössen, zeigt das Beispiel von Wörrstadt, wo 100 000 M. blieben. Die rheinhessische Gesamternte, soweit sie zum Verkauf kam, hat nach fachmännischen Schätzungen einen Wert von über 3 Millionen Mark. Es ist einfach ein Skandal, wie unter den Augen des Kriegs- ernähruiigsamts die Obsibaucin sich aus Kosten der armen Bevvlle- rung die Taschen füllen konnten. F.ns der Rartss. Die Genossen in Mülheim a. d. R. faßten gelegentlich der Berichterstattung über die Reichskonferenz folgende Beschlüsse: 1. Die hemige kombinierte Parteiversammlung von Groß- Mülheim erllürt sich mit dem Verhallen ihres Delegierten zur Reiclisparteilonferenz vollinhalilich einverstanden. Die Ver- sammlung bedauert, daß die Konferenz keine Einigung der ver- schiedenen Nichtnngen in der Partei gebracht� hat, sondern daß anscheinend die Minderheit auch weiterhin gesondert gehen will. Die Genossen sehen darin eine schwere Parteischädigung. Die Versammlnug bekennt sich mit Entschiedenheit sür Erhaltung der Parteieinheil. 2. Die kombinierie Versammlung des Mülheimer Bezirks er« hebt ProUst gegen die Verurteilung des Genossen Karl Lieb- ineäit, da sein Vorgehen nicht als ehrlos anzusehen und aus un- edlen Motiven cntslandeii ist. �ie spricht ihm ihre volle Sym- pathie ans. Tie erste Resolution wurde mit allen gegen eine Slimme, die zweite einstimmig angenommen. Tie Zlnrcgung zur NcichSkonfercnz ging, wie Genosie Eduard Schmid in einer Generalversammlung dcS Münchener sozial« demokratischen Vereins gelegentlich seiner Werichterstaitung mitteilte, von München aus. Nach Schmid sprach in dieser Bersaminlung in ausgiebiger Rede Kurt Eisncr. Obgleich dann die Redezeit auf 10 Minuten beschränkt wurde, mnßle schließlich die Diskussion abgebrochen und die Forlsctzung der Versammlung auf den O.Oktober vertagt werden._ Noch ein Wort Zu memer Richtigstellung. Cohen macht keinen Versuch, den Bericht Über� die von ihm auf der Rcichsloifferenz vorgelesenen Zinerungen meiner Worte zu rechlseriigen, den ich als falsch und irreführend bezeichnet hatie. Er gibt ihn preis und teilt meine Sätze in ihrem richtigen Wortlaut mit. Aber er setzt dabei sein irreführendes Versahren fort, sie auS ihrem wirtlichen Zusammenhange zu reißen und in einer Zusammen- stcllnng wiederzugeben, in der sie einen veränderten Sinn bekominen. Meine Richiigstellung, die dem entgegentrat, widerlegt er nicht, er ignoriert sie. So geht er an meiner Feststellung vorbei, daß die Sätze, die er zitiert, in meinem Artikel die Schwierigkeiten darlegten, die in manchen Fällen eine prinzipielle Stellungnahme vom internationalen Standpunkte aus erschweren. Er behaut einfach bei seiner Behauptung, ich hätte hier die.allgemeinen und grundsätz- licheu" R i ch t l i n i e n ausgeführt, die unsere Stellungnahme zu bestimmen, ja zu gebieten hätten, lind so fällt es ihm nicht schwer, sie dahin zn deuten, ich hätte am 27. November 1014 den Beweis erbracht, unsere Partei sei verpflichtet, die Kredite zu bewilligen. Wie unhaltbar diese Deutung ist, beweist die von mir bereits in meiner ersten Richliastclluug ionslalierle Tatsache, daß ich nn« mittelbar nach der Veröffentlichung des in Rede stehenden LlrtikelS in der Fraktionssitzung, die dem Zusammentritt des Reichstages am 2. Dezember vorausging, die Ablehnung der Kredite besürwortcle. An dieser für Cohen so unbequemen Talsache tst nickt zu rütteln. Er hilft sich damit, daß er über sie schweigt. Aber damit wird sie nicht aus der Welt geschafft, Solange sie besteht, ist eS mit seiner Deutung nichts. Es bleibt nur noch die Frage offen, wieso ich trotz der Schwierigkeiten, die ich selbst aneriannte und Hervorbob, zur Ab- lebnunq der Kredite kam. Leider bestehen heute noch dieselben Ver- bälmisfe, die mich vor zwei Jahren zwangen, diese Frage vor der Leffenllickkeit crustwailen offen zu lassen. Das wird vielleicht auch Cohen begreifen, wenn ihm eine Ahnung der Hindernisse aufgegangeir ist, die heute einer Begründung oppositioneller Auffassungen entgegen stehen. Seine eigene Praxis während des Krieges hat ihn mit diesen Hindernissen freilich nickt bekannt gemacht. K. K a u t s! y. *• Ans dem letzten, vom Genossen Kautsky erwähnten Grunde müssen wir die weiteren Auöeiuandcrictzimgcn über diese Frage im „Vorwärts" für vorläufig abgeschlosie» crllärcn. Die Redaktion des.Vorwärts". Nachrichten. Die revolutionäre Beluegung in der griechischen Marine. London, 4. Oktober.(W. T. B.) Aus Rom wird dem„Daily Telegraph" berichtet, daß sich die zwei neuesten griechischen Tor- pedobootszerstörer, die in England gebaut worden find, der revolu- tionären Bewegung angeschlossen hätten. Eine parlamentarische Niederlage dcö französische» Kriegslninlsters. Bern, 4. Oktober.(W. T. B.) In der gestrigen Kammer- 1 i tz u n g in Paris standen zwecks Beseitigung großer Härten im Kriegsgerichtswesen Aenderungen desselben auf der Tagesordnung. Danach sollten Angeklagte künftig ein Recht auf Verteidigung und Berufung habe». Der Antrag des Bericht- ersrattcrs Meünrer ivurde vom Kriegsmini sr er bekämpft, da mau die Kriegsgerichte nicht in Mißkredit bringen und nicht gegen alle Urteile des Kriegsgerichts Verdacht aufkommen lassen dürfe. Die französischen Truppen müßten gegen Feiglinge, die zum Feind überzugehen versuchten, geschützt werden. Die Regierung verlange deshalb Vertagung der Debatte. Mcunier wandte dagegen ein, daß die Kriegsgerichte selbst Aenderungen fordern, was der Kriegs- minister äufs entschiedenste bestritt. Der M a r i n e m i n i st c r �chloß sich den Ausführungen des Kriegsministers an. Meunier verlangte trotz des Antrags der beiden Minister sofortige Abstim» mung, worauf dieKammermit312gegcn 137 Sti in- IN e n die Neuerungen annahm. Gricchenlqnds Finanzsorgen. London, 4. Oktober.(W. T. B.)„Daily Telegraph" meldet aus Athen: Eine große Schwierigkeit für die griechische Rc- gierung sei die Finanzlage. Es sei unmöglich, das notwendige Geld für die Kosten der Äerwaltnng zu bssckiaffen. Im September hatten die Ausgaben 80 000 Pfund Sterling betragen, Während sich in den Staatskassen nur knapp 20 000 befunden hatten. Tie jüngsten Ereignisse hätten die Einnahmen noch mehr beschränkt. Tab Arbeitsprogramm StauningS. Kopenhagen, 4. Oktober.(T. U.s In einer großen Bolksver- �...mlung legte gestern abend der neugewählte sozialdemokratische Minister Siauning unter ungeheuerem Beifall sein Arbeitspro- gramm dar als Kampf für die Neutralität und gegen die Teuerung. Japanische Kabinettskrisis. Amsterdam, 4. Oktober. CT. II.) Zum Rücktritt de? japa- nischen Ministerpräsidenten teilt eine Meldung des Reuterschen Bureaus aus Tokio mit: Folgende Kabinettsorder ist am DienS. tag morgen veröffentlicht worden:„Der Ministerpräsident Graf Okuma beabsichtigt morgen sein Entlassungsgesuch wegen scincS Alters und aus Gesundheitsrücksichten einzureichen. Gewerkschaftliches. Tarifbewegung in üerüeutschentzolzmüuftrie Am 2. und 3. Oktober tagte im Berliner Gewerkschafts- Haus eine Konferenz des deutschen H olz- arbeiterverbandes. Außer dem Verbandsvorstand und sämtlichen Gauvorstchcrn nahmen Vertreter aus 110 Ver- tragsortcn an den Verhandlungen teil, die sich hauptsächlich um die Frage drehten, ob die am 1ö. Februar 1917 ab- laufenden Verträge zu kündigen sind. Im Holzgewerbe besteht im Gegensatz zu anderen Ge- werben kein Reichstarif. Die in zahlreichen Städten abge- schlossenen Verträge sind Ortsvcrträgc. Bei der letzten großen Tarisbcwegung im Jahre 1913 wurde vereinbart, alle Vertrags- städte in zwei Gruppen zusammenzufassen. Die Verträge sind durchweg auf vier Jahre abgeschlossen. Die früher abgeschlossenen Verträge sollten gemeinsam im Jahre 1915 ablaufen, während die im Jahre 1913 vereinbarten Verträge mit Geltung bis zum 15. Februar 1917 abgeschlossen wurden. Da infolge des Krieges die inr Jahre 1915 ablaufenden Verträge verlängert wurden, ist nunmehr der Znstand eingetreten, daß alle Verträge am 15. Februar 1917 zum Ablauf kommen, falls sie drei Monate zuvor, also am 15. No- vember gekündigt werden. Auf der Konferenz machte sich eine sehr starke Unzufrieden- hejt mit den herrschenden Zuständen bcmerklich. Nach einer im vorigen Jahre getroffenen Vereinbarung mit dem Vorstand des Arbcitgcber-Schutzverbandcs für das deutsche Holzgcwerbe hat dieser zwar das Verlangen der Teuerungszulagen für berechtigt erklärt, aber die Unternehmer sind den entsprechen- den Wünschen nur in sehr unzulänglichem Maße entgegen- gekommen. Es gibt noch Städte, in welchen trotz der un- geheueren Steigerung der Lebensmittelpreise überhaupt keine Teuerungszulagen gezahlt wurden, in anderen Städten bleiben die gemachten Zugeständnisse hinter den bescheidensten Er- Wartungen zurück. Die Delegierten stimmten mit den: Vor- stand darin übercin, daß alles versucht werden müsse, die Löhne mit den Lebensmittelpreisen einigermaßen in Einklang zu bringen. Ein sehr großer Teil der Redner sprach sich entschieden für die Kündigung der Verträge aus, um freie Hand zu ge- Winnen, den Forderungen nach Lohnerhöhung den nötigen Nachdruck zu geben. Schließlich gelangte eine Resolution zur einstimmigen Annahme, welche die Arbeiter und Arbeiterinnen in allen Orten verpflichtet, eine sofortige Teuerungs- zulage von 33>/g Prozent oder eine Lohnerhöhung von 20 Pfennig für die Stunde zu fordern. In gleichem Maße sollen auch die Akkordprcise und die Montage- Zuschläge erhöht werden. Der Vcrbandsvorstand wurde beauf- tragt, die Durchführung dieser Forderung mit allen dem Verband zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen. Die Verhandlungen in den einzelnen Städten sollen so be- schleunigt werden, daß erforderlichenfalls in einer weiteren Konferenz vor dem Kündigungstermin zu dem Ergebnis Stellung genommen werden kann. Der Beschluß, die Verträge im Holzgewerbe zu kündigen. ist also noch nicht gefaßt worden. Diese Beschlußfassung wird davon abhängig gemacht, ob die Unternehmer den Forde- rungen der Arbeiter nach einer Lohnerhöhung, die unter den gegebenen Verhältnissen als bescheiden bezeichnet werden muß. entgegenkommen. Nach der Stimmung, die auf der Konferenz zum Ausdruck kani, ist zu erwarten, daß es zur Kündigung der Verträge kommt, wenn sich die Unternehmer ablehnend verhalten._ Verlin und Umgegend. Tie Korbmacher fordern Teuerungszulagen. Im Laufe der letzten Monate war in der Geichoßkorbbranche eine Berminderung der Arbeitsgelegenheil eingetreten. Deshalb haben viele Korbmacher, die unter dem Einfluß der Hochkonjunltur zugezogen waren, Berlin wieder verlassen. Da die vorhandene Ar- bcit nur von gelernten Korbmachern hergestellt werden konnte, so waren auch die Ungelernten zum großen Teil aus dem Beruf ge« schieden. In letzter Zeit sind nun wieder größere Austräge vergeben worden, darunter Arbeiten, die auch von Ungelernten auSgeiührt werden können. Arbeitsgelegenheit ist wieder in ausreichendem Maße vorbanden, über Arbeitslosigkeit kann nicht geklagt werden. Aber die Löhne entsprechen nicht den jetzigen Teuerungsverhältnisien. Deshalb beschloß die Versammlung der Korbmacher am Dienstag, bei der Innung sowie bei alle» Arbeitgebern, welche Geschoßkörbe an- fertigen, die Gewährung einer Teuerungszulage von 25 Proz. zu beantragen. Kusland. Erfolgreicher Streik in der schweizerischen Papier- industrie. In der Papierfabrik Lairdquart bei Chur(Graubünden) stellten die 150 Arbeiter, von denen bis dahin erst 5 gewerkschaftlich organi- siert waren, wegen Nichtbcwllligung der von ihnen an die Fabrik« direktion gestellten Forderungen die Arbeit ein und erreichten nach kurzem Streik die Ltcduklion der täglichen ArbeilSzeit von 11 und lOVg aus 10 Stunden, für die Schichtarbeiter die llsiündige Arbeits« zeit, Sonntagsruhe, Lohnzuschlag von 25 Proz. für Ueberstunden, Lohnerhöhung von durchschnrltlich 5 Proz., Fortzahlung der bis« bcrrgen Kinderzulage und des halben Lohnes während des Milttär» diensteS. Soziales. Schutz des RcalkreditS. Die zum Schutz des Realkredits erlassene Bundesratsverordnmu vom 8. Juni 1916 hat den Zweck, dem notleidenden Grundbesitz durch HinauSschiebung der Zwangsrersteigerung, Zahlungsfristen usw zu helfen. Die Verordnung ist in der„Juristischen Wochenschriff in zwei Abbandlungen ausführlich besprochen. Beide sind jetzt im Verlag von W. Moeser als Broschüren erschienen(Dr. Scholz: „Hinausschiebung der Zwangsversteigerung im Kriege" für 1.50 M. und„Die Hypothekenverordnung vom 8. Juni 1916" von Dr. Nußbaum und Dr. Stillschweig für 1,50 M.). Beide Broschüren er« ganzen sich inhaltlich. Kammergerichtsrat Dr. Swolz, welcher der Gesetzgebung nahesteht, erörtert hauptsächlich die Zwecke und Ziele der neuen Hypothekenverordnung im Sinne einer richtigen Rechts« anwendung. Er zieht dabei die neugefaßte Zahlungsfristenverordnung und die Verordnung über die Beseitigung von Rechtsfolgen in gleicher eingehender Weiie in Betrachtung. Privatdozent Dr. Nußbaum dagegen untersucht die Hypothekenverordnung kritisch auf ihre prak« tischen Folgen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Die wichtigste Einzelfrage, nämlich welche RechlSverbältnisse dieser Verordnung überhaupt unterworfen sind, wird vom Justizrat Still« schweig eingehend erörtert. Waarcnumsatzstcuer. Dr. Jnr. Erwin Hirschfcld, Tie Warcnumsatzsteucr. Ein Leil« faden mit Beispielen für den praktischen Gebrauch tie0st dem Abdruck des Warenumsatzsiempclgesetzes sowie der AuSfübrungsbestim- mungen. Preis kart. 1,80 M.(Verlag W. Moeser. Berlin L 14.) Das seit dem 1 Oktober in Kraft gerretene Warenumsaystempel- gesetz hat in dem Leitfaden des bekannten Handelsschriftstellers Dr. jur. Erwin Hirschfeld eine klare und leichtverständliche, dabei gründliche Darstellung gefunden. Alle für den Kaufmann wichtigen Fragen, z. B. welche Posten er in Abzug bringen darf, sind erschöpfend behandelt, nicht minder die iür den Zwischenhandel geltenden Steuerbefreiungen. Eingehend ist ferner geprüft, welche Betriebe überhaupt dem neuen Gesetze unterliegen, und seine An- Wendung auf die Börsentermin« und Differenzgeschäfte. BvettcrauSsichten kür das mittirre Norddcuischtaud MS Freitag mittag. Ein wenig wärmer. Ucberwiegcnd bewölkt, im Nord« wesicn und im Küstengebiete östcr wiedcrhoile, in den anderen Gegenden mehr vereinzelte Negcniälle. a.we:rxheim Herren- und Knaben-Kleidung Herren-Wäsche Oberhemden mit festen Manschetten, Perkai.......... 5.50 Oberhemden mit losen Manschetten, guter Perkai....... 7.75 Oberhemden mit festen Manschetten und Ersatzmanschetten, guter Perkai............ 7.90 Oberhemden 8.75 Eckenkra?en verschiedene Höhen(Marineform).■/> Dutzend 5.40 Stehumlegekragen moderne geschlossene Form.% Dutzend 6.90 Krawatten� Hüte Selbstbinder einfarbige Seide, olfene Form und doppelseilig.. 1.45 Selbstbinder grolle Form, nur neue Muster..1,75 2.25 Selbstbinder gestrickt grolle Farbenauswahl.. 1,45b. 6.75 Wollhüte weiche....... 5.50 Haarfilzhüte weich, verschiedene Farben............ 8.75 Haarfilzhüte'*ehwari 6.50 10.50 Hosenträger IT, 1-90 . zweireihig, mit Samtkragen Herren-Ulster mSS" mit Qurt und Rückenfallen oder glatt.................. M. M. M. 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J.9U Chromstepper rot. innen weiß Militärhandschuhe, mit 2 Druck-. knöpfen................... Herren-Sodken Baumwolle schwarz n QC oder farbig......... 0.55 0.85 Baumwolle farbig mit Lauf-___ maschen............... 0.90 Flor einfarbig.......... 1.25 Kunstseide farbig....... 2.00 Reine Wolle gewebt, of. schwarz..........1.10". 1.90 Reine Wolle mittelstark, dunkelmeliert............ Z.UU Donnerstag bis Sonnabend Oderbrucher Gänse Junge Bratgänse........ Pfd. von 3.50 an Cänsestückenfleisch...... Pfd. von 3.25 an Cänseklein............. Pfd. von 3.75 an Cänserümpfe............ Pfd. von 4.25 an Cänsekeulenfleisch....... m von 4.25 an Gänsekeulen........... stück von 3.25 an Gänsebrust frisch und gepökelt Gänseleber Junge Tauben Brat- und Suppenhühner Seemuscheln» Pfund 35 pl. io ptund 65 pl Lebensmittel Donnerstag, soweit Vorratt Weißkohl........ Pfund 7 PL Zwiebeln...... 2 Pfund 35 Pf. Kürbis Pfd. 13 im ganzen 11 Pf. Mohrrüben...... Pfund 11 pl Rote Rüben..... ptund 10 pl Maiskolben...... Pfund 14 pl Staudenselierie.. stück 30 pl Kohlrüben....... ptund 8 pl Kochbirnen...... ptund 43 pl Kochäpfel.. ptund 28 u. 38 pl Pfirsiche........ Pfund 68 pl Milfix-Kunstfleisch Dose 2.20 Kostproben Leipziger Straße, von 11— 1 und von 5— 7 Uhr Donnerstag bis Sonnabend Schellfische........... Pfund von 58 PL an Dorsch............... Pfund von 82 Pf. an Cabliau ohne Kopf, im Ausschnitt Schollen............. Pfund von 68 Pf an Hornaale............. stock von 75 pl an Thunfisch-Filet und-Ragout Merlans.................... 85 pl Lebende u. geräucherte Aale zu Tagespreisen. Grüne Heringe Geräucherte Flundern Kieler Sprotten, Bücklinge stück von 15«. m. Saure und Pfeffergurken stück von 18 pl«n Salzberinge ohne Kopf,«m Einlegen. verantw. RedakL: Llired Wiclcvv. Neulölln. Jns.ratenrell veranrrv. Th. llU-de. Berlin. Track u. Verlag i Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanitalt Paul Si.rger sr Co� Berlin SV/. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltung»� Hr. 274. 33. ZahrMg. StilliU ilcs„WrMs" Kttlim DslksM Aounerstag. 5. Oktober t916. Chronik des Weltkrieges. S. Oktober lSt4. Westlicher Kriegsschauplatz: Vor Ankwerpen sind abermals zwei Forts zum Schweigen gebracht worden. Die Stadt Lierre und das Eisenbahnfort an der Bahn Mecheln— Antwerpen wurden genommen. Auf dem rechten Flügel in Frankreich wurden die Kämpfe er- folgreich fortgesetzt. Oesllicher Kriegsschauplatz: In Polen gewannen die gegen die Weichsel vorgehenden deutschen Kräfte Fühlung mit den russischen Truppen. S.Oktober kSlfl». Westlicher Kriegsschauplatz: Bei Laos chandgranatenkämpfe. Bei Givenchy wurde ein von den Franzosen besetztes Grabenstück zurück- erobert. Oesllicher Kriegsschauplatz: Die Rüsten wiederholten die An- griffe nur mit schwachen Abteilungen. Sie wurden leicht abgewiesen. Oesterreichifche Truppen unternahmen von der Drinagrenze aus Streifzüge auf serbisches Gebiet. Bulgarien hat ein russisches Ultimatum unbeantwortet gelösten. In Sofia fanden große deutschfreundliche Demonstrationen statt. Nach den in Athen abgegebenen Erklärungen der Entente soll das Landungskorps eine Stärke von 70 009 Mann erreichen und als Hilfskorps für Serbien bestimmt sein. Die Errichtung einer Reichs-Preisprüfungsstelle wird ange kündigt. Der„Vorwärts" bemerkt dazu:„Wir werden also bald um eine Amtsstelle und. wie wir fürchten, nach einer kleinen Weile auch um eine schmerzliche Enttäuschung reicher sein." Mus Groß-öerlin. Im Kriegsblmüenheim. An den schwersten Wunden, die der grausige Weltkrieg schlägt, haben entschieden die Kriegsblinden zu tragen. Das sind Wunden, deren Schmerzen für die ganze fernere Lebens dauer tief im Herzen brennen. Die Zahl der Kriegsblinden geht zwar glücklicherweise nicht in die Tausende, aber sie ist weit größer als jemals zuvor in einem Kriege beobachtet wurde. In verschiedenen deutschen Städten und Kurorten, auch in Berlin, sind daher Kriegsblindenheime entstanden, und zwar ausschließlich aus der freien Liebestätigkeit heraus. Eine Berliner Dame, die längere Zeit in einem solchen Heim an der Ostsee, auf der Insel Rügen, tätig war, schildert ihre Eindrücke folgendermaßen: „Es war das erste Mal ein ncrvenerschüttcrndcr Anblick, wie gleichzeitig 45 Kriegsblinde, fast alle mit starren Glas äugen und dunkelfarbigen Glas- oder Kneifergläscrn darüber versehen, am Ostseestrande spazicrcngcführt Ivurden. Fünf undvierzig unsicher tastende, ivie schlafwandelnde, vorwiegend jugendliche Menschen! Wie viele außerdem noch an anderen Orten? Da ballte man die Faust und der fluchte diesen entsetzlichen Krieg. Ich wollte nicht mehr hinsehen, wollte sofort abreisen. Dann schämte ich mich dieser unweib lichen Regung, stürmte zu den Blinden hin und bot meine Hilfe, Freudig wurde sie angenommen. Unvergeßliche, läuternde Tage folgten. Weg mit dem bloßen Mitleid! Nur nicht mit schönen Worten bedauern, an das Elend erinnern Helfen mit aller Kraft, arbeiten, Opfer bringen, diese Uw glücklichen aufrichten und dem Leben wieder dienstbar machen das ist nötig. Und es gab harte Arbeit. Die härteste war die mit zäher Geduld an der kranken Seele. Daran krankten sie noch alle, unsere Blinden, wenn sie aus dem Lazarett zu uns kamen. So mancher wollte sich stark zeigen, sich zur Freude zwingen. Es gelang nicht so schnell. Immer wieder kamen Stunden der Verzweiflung. Mit ganz wenigen Aus- nahmen haben wir sie alle über das Schlimmste hinweggebracht. Sie sahen ja mit der Seele die große Liebe, die sie umgab, und wurden daran gesund. Die Natur hat mich mit einem besonders wohllautenden Organ bedacht. Das war Musik in den feinfühlenden Ohren und Herzen unserer Blinden. Jede von uns erhielt beim Verlassen des Heims„ihren" Blinden, den in eine gute Eriverbsstellung zu bringen, ist Ehrenpflicht. Schnell halte ich, wie alle Blinden selbst, die Blindenschrift erlernt. Welche Freude war das. als ich mit „meinem" Blinden, einein großen blonden, wieder lustigen Jungen, die ersten Briefe wechseln konnte! Auch die Schreibmaschine für Blinde beherrschte er schon. Zu Weihnachten muß und wird er eine Stelle haben, die mehr einbringt als Korbflechten und Scildrchcn. Neulich brachte ihn mir zum Besuch seine Mutter. Nun hat der große blonde Junge zwei Mütter. Und auch ich habe, wonach ich mich inimer sehnte... ein Kind, das sein soll wie mein eigenes." Das Berliner Kriegsblindenhcim liegt in der Bellevue- straße 12. zählt ctiva fünfzig Insassen, Acht Blinde konnten von hier aus als Maschincnschreibcr bei Behörden unter- gebracht werden. Einer hat während seiner Ausbildung im Heini geheiratet. Leider hat Berlin noch nicht, wie andere Großstädte, eine Blindenbibliothck.(z) Die Kricgsbcschädigtcnfürsorgc der Stadt Berlin veranstaltet in ;®r. ,3e.'t lt.— 25. Oktober d. I. im Langenbeck-Lnltiolv-Haus (�imeiistr. 58) eine Ausstellung von Arbeiten, die von Kriegs- beickadigten in den städtischen Lehriverksiällen und Fortbildungs- kurte» dcrgeilellt worden sind. Tie Ausstellung bezivcckl namentlick, Lehrgänge aufzuzeigen, die für die Umbildung von Kriegs- beschädigten aus de», Metall-, dem Holz- sowie dem Kunstgelverbe maßgebend sind. Die Ausstellung ist täglich von 0— 5 Uhr geöffnet. Am Donnerstag, den 12.. um 1 Uhr und am folgenden Tage um 4 Uhr finden in der Ausstellung Vorträge über Berufsberatung und Bc- fchulung der Kriegsbeschädigten statt. Auch den in hiesigen Lazaretten liegenden Mannschaften, für die eine Foit- oder Umbildung in Be- tracht kommt, werden durch Vorträge und Führungen wertvolle An- regungen für die nach ihrer Entlassung wieder aufzunehniciide Be- rufsarbeit gegeben. Der Eintritt ist frei. Die PilzauSstelluug im Märkischen Museum ist von 'MO— 3 Uhr geöffnet. Aus unserem Leserkreise gehen uns Anregungen zu, daß die Ausstellung doch bis 7 Uhr geöffnet werden möchte, damit auch die werktätige Bevölkerung, die befondercs Interesse an der Kenntnis von Pilzen nähme, �, llenheit habe, die Ausstellung zu besuchen. Wir empfehlen diese Anregung der Verwaltung zur Beachtung. Leider kann die Ausstellung wegen der vorgeschrittenen Jahres« zert nur noch diejeu Donnerstag uub Freitag stattfinden. J Kleinhandelspreise für frische Seefische bester Oualität für Donnerstag, den o. Oktober 1916. Schellfische, klein sbis 3/4 Pfund) 1,13 M.. mittel(von 8/4 bis 1 Pfund) 1,25 M.. großmittel Won 1 bis l1/« Pfund) 1,41 M., große(von l'/z Pfund und mehr) 1.63 M. t Kabeljau, Hein(bis il/2 Pfund) 0,88 SD?., mittel(von iVg bis 4 Pfund) 1,06 M„ große (von 4 Pfund und mehr) 1,88 M, ohne Kopf(im Ausschnitt) 1.88 M.; Schollen, kleine(bis zu 1IS Pfund) 1,06 M.(Zufuhr genügend.) Ucbcr die Brotkommission in der Stcinmetzsiraße, in der eine Angestellte von einem Mädchen verlangte, sie habe um eine Karte zu bitten und sie schließlich zur Tür hinauswies, wird dem „Berliner Lokalanzciger" von einem Richter in hoher Amlsstcllung geschrieben:„Der Fall, daß die Brotkommission in der Steinmetz- straße das Publikum in ungebührlicher Weise behandell, steht nicht vereinzelt da. Ein ähnliches Vorkommnis hat sich vor einigen Wochen ereignet, als ich in der Brotkommission zu tun hatte und aus Anlaß einer UnHöflichkeit einer dort beschäftigten Dame mit dieser in einen Wortwechsel geriet. Mir wurde ebenfalls die Tür gewiesen. Tie sofort beim Magistrat erhobene Beschwerde hatie zwar den Erfolg, daß die Brolkommission mit den entsprechenden Weisungen versehen wurde. Wie die Mitteilung Ihres Blattes er- gibt, scheint diese Weisung aber nicht auf sruchtbaren Boden gefallen zu sein." Ein angeblicher Selbstmord beschäftigt die Kriminalpolizei. Vor acht Tagen stieg in einem lleinen Hotel am Planufer ein Wacht- nteistcr mit einer Begleiterin ab, die er für seine Frau ausgab. Nach einigem Verweilen tagte er zu einer Angestellten, sie möchte sich nach iciiier Frau umsehen, weil sie sich mit Selbstmordgedanken trage und die Absickl geäußert habe, sich zu erschießen. Er ging dann später wieder hinauf nach dem gemeinsamen Zimmer und kam gleich darauf mit der Mitteilung heraus, jetzt habe sich seine Frau erschossen. Die Tote lag mit einer Schuß- wunde im Beil. Im Zimmer iand nian einen Briet an ihre Mutter der sie mitteilte, daß sie sich das Leben nehmen würde. Es ergab sich nun, daß die Gäste»ichl ein Ehepaar waren. Die Tote war vielmehr die Geliebre des Wachtmeisters, eine 27 Jahre alle Erna Weiler, die als„Mamsell" in einem Kaffee am Steiuplatz zu Char. lonenburg angestellt war. Der Wachtmeister befand sich auf der Durchreife zu feinem Truppenteil in Berlin und halle feine Geliebte bei dieier Gelegenheit getroffen. Seiner Angabe nach habe sie sich aus Schmerz über die bevorstehende Trennung das Leben genommen. Nach den Ermittelungen der Kriminalpolizei be stehen berechtigte Zweckel an der Richtigkeit dieser Darstellung. Auf- fallend war schon das ganze Verhallen des WochimeisterS. Die Leichenschau ergab auch, daß es sich nicht um einen Nahschuß, sondern um einen Schuß handelr, der aus einer gewissen Entfernung ab- gegeben worden ist. Die Kugel ist auch von oben nach unten durch die Bettdecke gegangen. Der Wachtmeister ist unterdessen zu seinem Truppenteil abgereist. Die Angelegenheit bedarf noch der weiteren Ausllärung, Aus Veranlassung der Kriminalpolizei wurde die Leiche des Mädchens von dem zuständigeu Militärgericht bcschlagnahmr und gestern im Garniionlazaretl obduziert. Verbrannt. Ein tödlicher Unglücksfall hat sich in dem Botheschen Stahlwerk in Wcißeniee ereignet. Als der dort beschäftigte 27jährige Arbeiter Togel aus der Landsberger Allee 51 eilig den Fabrikhos durchschritt, trat er auf eine eiserne Klappe, die den Eiiisteigei'chacht eines mit brennenden Gasen gefülllen Kanals verschließen sollte. Auf bisher noch nicht ermitlelte Weise hatte sich der Vcrschlußdeckel aber gelockert und T. stürzte in den Schacht hinab. Der Unfall war beobachtet worden, so daß der Verunglückte alsbald aus seiner ent. setzlichen Lage befreit werden konnte, doch batte der Arbeiter bereit« am ganzen Körper schwere Brandwunden davongetragen. Man schaffte den Schwerverletzten nach dem Weißenscer Kranletthaus, wo er in der Nacht an den Folgen der Verbrennung starb. Bon einem Kraftwagen überfahren und getötet wurde gestern der süus Jahre alte Knabe Herbert Hutmacher aus der Stall- schreiberstr. 22. Er lief im Eifer des Spiels über den Damm, ohne auf seine Umgebung zu achten, und geriet unter einen Militärkraft- wagen, dessen Lenker nicht zeitig genug mehr halten konnte. Der Aermste wurde überfahren und so schwer verletzt, daß er gleich darauf starb. Lebensgefährlich verbrannte am Dienstag abend das Fräulein I. Mikalla in seiner Wvhnung Chaussecstr. 10t, als eS versuchte, Feuer anzuzünden. Als dem Fräulein das Feueranmachen nicht schnell genug vonstatten ging, goß es unvorsichtigerweise aus einer Flasche Peitoleunt ins Feuer, wobei die Kleider des Mädchens Feuer fingett. Auf das Hilfegeschrei der brennenden Person eilten Hausbewohner herbei, die ihr die Kleider vom Körper rissen. Sie hatte so schwere Brandwunden am ganzen Körper erlitten, daß man in der Charitö nur geringe Hoffnungen auf völlige Wieder- Herstellung hegt. Die Opfer einer Pilzvergiftung sind die Ehefrau und zwei neun und drei Jahre alte Kinder des Gärtners Karl Meier in Nauen geworden. Die Frau hatte beim Sammeln von Pilzen den Waldchampignon mit dem sehr giftigen Knollenblätterschwamm verwechselt. Unmittelbar nach dem Genuß des Pilzgerichts stellten sich dann die so folgenschweren Vergiftungserscheinungen ein. Gesperrt. DaS Polizeipräsidium teilt mit: Die Ostseestraße zwisiben der Mandel- und der Greifswalder Straße wird wegen Straßenarbeiten von heute ab bis auf weiteres für den Fährverkehr gesperrt. Gerichtszeitung. Empörende Mißhandlung einer Kriegerfrau. Freche Uebergriffe gegen Ehre und persönliche Sicherheit von Kricgcrfrauen erheischen unbedingte Abhilfe. Leider be- gegnet man mitunter selbst von feiten der Behörden in der Schutzpflicht der Kriegerfraucn einem Mißverstehen, das Pein- liche Verwundernng erregt. Ein Fall dieser Art warf vor dem Potsdamer Schöffengericht ein krasses Schlag- licht auf die Schwierigkeiten, mit denen manche Kricgcrfrau zu kämpfen hat. Die 26jähtige Frau Pauline Schick in Leest hat 5 Kinder, für die seit der Einberufung ihres Mannes ihr die Sorge obliegt. Am 0, August konnte sie, nachdem sie tagsüber gearbeitet haue, keine Milch für ihre Kinder auftreiben und deshalb wandte sie sich an den Gemeindevorsteher Krause. Kr. riet ihr, vom Bauern- guisbe sitzer Petsch Milch zu holen. Da sie srüher einmal mit Pelsch Streitigkeilen harte, bat sie den Gemeütdevoistehcr. sie zu begleiten. Er tat dies und beide erschienen auf dem Hofe des Petsch. Tie Frau trug einen Milchtopf. Ehe sie noch ihr Anliegen vorbringen konnte, wies Frau Petsch sie mit schroffer Gcberde ab. Gleichzeitig tarn auch Petsch berbei und rief thr zu: Runter vom H o fI Ihn störte dabei nicht die Anwesenheil des Gemeinde- Vorstehers, der sich als Ortsobrigkeit nicht Geltung zu verschaffen wußte. Die Frau kam kaum zur Uebcrlegung, da faßte sie Petsch an und schob sie weg. Um sich der tätlichen Angriffe des Bauern zu erwehren, warf sie ihm ihren Milchtopf entgegen. Petsch fiel nun über sie her, versetzte ihr acht oder neun Ohr« feigen und als die Frau seiner Roheit ausweichen wollte, war er hinter ihr her. Er drückte sie zu Boden, schließlich fiel die Frau noch über ein Waschgefäß und zog sich dabei eine Per» I e tz u n g zu. Sie mußte nun der Gewalt weichend, den Hof un« verrichteter Dinge Verlasien. Weder die Autoritär des Gemeinde- Vorstehers noch das Mitleid mit den Kindern der Frau schreckte den kraftbewußlen Bauern ab. Der Gemeindevorsteher stand stumm dabei und drehte sich nach seiner eigenen eidlichen Angabe während der Tätlichteiten um, er sah„von nichts". Er hörte aber, wie Pctich sagte: „Du willst dich wohl noch wehren?" Man dürfte nun an« nehmen, daß dieser Empfang der Kriegerfrau das verdiente Nach« spiet für den Mißbändler haben müßte. Die Potsdamer Staats« anwallschaft faßte die Sache von der anderen Seite an. Sie er» hob Anklage gegen die Kriegerfrau wegen Haus« friedensbruches und verwies sie wegen der Miß« Handlung auf den Weg der Privatklage. Vor dem Schöffengericht fanden heute die Angaben der Angellagten durch den Gemeindevorsteher eine Belräfligung. Petsch gab sein Austreten hinsichtlich der Hofverweisung zu und erwiderte dem Vorsitzenden auf die Frage, warum er die Frau, die mit dem Gemeindevorsteher gekommen sei, nickt erst angehört habe: In Gegenwart der Frau gehl es nicht, mit dem Gemeindevorsteher zu verhandeln I Der Amtsanwalt beantragte wegen Hausfriedensbruches 20 M. Da? Schöffe ngerichr sprach die Angeklagte frei. Amts» genchtsrat Müller als Vorsitzender iübrte dem Zeugen Petsch zu Gemüle, daß niemand iein HauSrechi mißbrauchen dürfe, um sich über die gesetz« lichen Schranken der Regelung des Lebensmiltelverkehrs binwegzu» setzen. Die Frau habe sich in ihremgutenRechtbe« f u n d e n, als sie ihre Milchmenge beantpruchte und das Zuweisungs- recht dürfe nicht unterbunden werden. Das Hausrecht finde seine Grenze in den Befugnissen der Obrigkeit und deshalb kann von einer Widerrecktlichkeit der Angeklagten, die sich erst auf die Angriffe vertcidi�le, keine Rede sein. Der Erzeuger dürfe jetzt mit leinen Erträginsien nicht schalten und walten nach Gutdünken, sondern habe aus die Not der andern Rücksicht zu nehmen, lieber alle diese Pflichten habe sich der Zeuge binweggeietzt. Konnte das die Stoatsanwaltschaft nicht auch vor der Anklage« erbebung wisieu? Wird uun die blinde Güttin Gerechtigkeit die Mißbandluitg der Frau erkctmen und der Frau und sich selbst durch Anklage gegen den Bauerngutsbesitzer Sühne verschaffen! Vergehen gegen ei« Kind. Niederträchtige Verfehlungen gegen eine zwölfjährige Schülerin führten gestern den Ingenieur Artur W e n d r i ck, der einem großen Betriebe vorsteht, vor die 3. Strafkammer� des Landgerichts I. Der Angeklagte ist, lote das gegen ihn ergangene Urteil ergab, ein Mann, der halbwüchsigen Mädchen nackstellt. In dem Anklage- fall hatte er die Schülerin aus der Siraße angesprochen und sie miler der Angabe, daß er sie recht bübsch pholographieren wolle, in seine Wohnung gclockl, ihr dort unzüchtige Bilder gezeigt und sie in unzüchtiger Weite berührt. Der Atigcllcgte bestritt eutichieden die Wahrheit der Beschuldigungen. Aus der Kiudesaussage, aus anderen begleitenden Umständen und aus der Tatsache heraus, daß sich der Angeklosle in einem zweiten, nicht zur Anzeige gelangten Falle in oletcker Weise gegen ein anderes Mädchen vergangen baile, ergab sich für das Gericht die Ucberzcugung von der Schuld des An« gellaglen. Er wurde zu einem Jahre sechs Monaten Gefängnis bei sofortiger Verhasiuiig verurteilt. Mus aller Welt. Gänscmästerci in der Zemantfabrik. In der„Voss. Zlg." lesen wir:„Ein Mitglied unterer Redaktion eihielr aus Slargard i. P. einen vervielfältigten Brief, in dem sich eine Firma zur Lieferung von Gänsen aus eigener Mästerei erbot. Die Gänse seien 10 bis 18 Pfund schwer und kosteten —„je nach Fett"— bis 6 M. das Pfund. Man sollte annehmen, daß ein solcher Preis, bei dem eine GanS unter Umstäuden über hundert Mark kostet, die Grenze des Zulässigen erheblich übersteigt. Anscheinend genügt es der Firma jedoch nicht. Sie schreibt, daß sie— da nur eine be« schränkte Anzahl von Gänsen zu ihrer Verfügung ständen— nur die relativ günstigsten Ausiiäge ausführen könne. Will sie die Gänse an den Meistbietenden schicken? Uttlerzetchttet ist der Brief von einer— „Zcmentfabrtk und Jnstallationsgeschäft"..." Wenn mit Zement ebenso gewuchert werden könnte wie mit Gänsen, dann hätte die Firma nicht umsatteln brauchen. Die Poscner Getreideschiebungen stellen sich als sehr umfangreich heraus. Besonders ist Gersie mit Hiutergehung der Reichsgetreidestelle und des Getreideamts in Posen nach dem Königreich Sachten verfrachtet worden. Eine Reihe von Personen ist bereits verhastet worden. Em junger lOjährtger Kaufmann S., ein geborener Polener, der sich zuletzt m Leipzig aufhielt, verdieule bei diesen Schiebungen monallich 40 000 M. Ein Posener Großlausmami K, Inhaber eins der größlen Getreide- und Fulternullelgeschäfte in Posen, ist eben« salls verhaftet worden._ Elektrischer Betrieb im Breslaucr Vorortverkehr. Tie Einküh« rung des cleklrischen Vcliicbcs aus der Voronstrecke Breslau— Brockau— Kaitern ist mit Beginn dieser Woche vollzogen worden. Ter Verkehr ging ohne jede Störung vor sich. Sriefkaften üer Reüaktion. Dte luristllchi Sprechstunde Irndet für Abonnenten Llndrnftr. 8, Vf. Hos cechis, parterre, am Montag bis Fretlag von* vis? Nor, am Sonnabend von& bis 6 Uhr stall. Jeder für den Brreilasten bestimmten Anfrag» ist ein Buchstabe und eine Lahl als Merlzeichen beizufügen. Brieflich» Antwort wird Nich! erteilt. Antragen, denen leine AbonnemenlSauitlung beigefügt ist, werden Nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man ln der Sprechstunde vor. Bcriruge, Schriftstücke und dcrglclcheu bringe mar tu dt« SpreMsiunde mit. I. 79. 1. Krankheiten der llnterleihsorgane; dienstfähig. 2. Erkrankungen des Ohres; landsturmpslichlifl. 3. Rein.— F. B. 31. Sie können nur eine Rcnlc beanspruchen. Die Invalidenrente ist höher als die Altersrente.— F. N. 42. Wenden Sie sich an das für Ihren Bezirk zu- ständige Poltzcircvicr.— 1110. SP. Sic baben nur Anfprilch aus den Lohn bis zum Tage der Einziehung.— P. B. 1000. Herzleiden; gar- iilsonarbeiisverweiidunasfähig.— E. B. 1873. 1. Das Geld ist vor dem Jahre ISIS nicht lündbar, kann also vordem nicht zur Auszahlung ge- langen. 2. Nein.— 81. P. 100. Die KriegSunlcrsiützung wird nur sür Kinder bis zum 15. Lebensjabre gewährt. Mictsunterstützung wird Ihnen bewilligt, wenn Sie die siaalliche und tommunale Unlerslützung bereits be« ziehen.— 31. H. 10. Herzleiden; landsturmpstichtig— garntlon- verwcndungsjähig.— H. 3. 06. Ja.— B. 96. Der Geschäftsinhaber müßte Ihnen den Schaden ersetzen.— TÖ. Sil. 451. 1. und 2. Nein. — P. K. 10. D e Fordet ung verjährt in 80 Jahren: Sie sind also noch zur Zahlung oerpstichlct.— I. 3. 02. 1. Ja. 2. Die turtbchcn Gesetz« kennen wir nichl.— E. G. 6911. Die Frau muß das betreffend« Schcidungsurleil vorlegen, das eventuell von dem Landgericht, von dem seinerzeit das Urteil gesällt wurde, erfordert werden kann.— M. D. 100. Die Zeichen sind jedenialls rein medizinischer Art. die wir nicht kennen.— C. H. I. Ein Abzug von der Miete ist nicht zulässig: Sie könnten gegen den Wirt nur aus Erfüllung des Vertrages klagen.— W. 199. und Fr. öl. 2123. Nur die ungedienten Mannschastcn baben sich zu melden, St» also nicht.— Sil. 3. 2. 1. Ja. 2. In den VoimittagSstiinden von 9 bt» v> Uhr im Bureau der Chariis. 3. Das richtet sich nach dem Statut der Katze. Surol besonders preiswerter u. vorzüglicher Efnmdctie' tiaushditungs- und SaiatEssig (Jnf&r sfänd/ger Kontrolle dnez Nährungsmlllelchemlken CARI � ' KÜHNE Ceka qzw&toEinmache-u.Sdiat Essig m. alknöewurzen, fertig zum Gebrauch. Erspart Je* den luckerzusatz Unter ständiger Kontro/h ein ei Nährungsmlfelcfrermkers Preis ohne Fiasche A\8nachrc auföen �aschCirz.'-en Namen Surol erünesEHkettuna wfiaMWrjcWusarretfm KCl LI .HOFLIEFERANT Preis I MarK ohne Flasche Aan ach?« auf d«n geacnüriTcn Namen "Er/ia rores Erikerf una (OtinVoKliliBStPdfei Vo M erfiäinich wende man sfdi an die IförMeMauMen aufqietjr. femspilorden 366t 366536«» mmmmamk Am 3. Oktober verschied mich längerer schwerer Krankheit unser langjähriger Mitinhaber und lieber Frennd, der Planofortclabrlkant Gustav Bell n seinem 60. Lebensjahre. 180/7 Der Entschlafene ist uns ein in Freud und Leid bewährter treuer Kamerad und Mitarbeiter gewesen, dessen edler Charaktpr und lautere Denkungswoise in Verbindung mit einer seltenen Arbeitsfreudigkeit ihm ein bleibendes ehrenvolles Andenken in unseren Herzen sichern. Berlin 0. 27, Anireasstr. 32. Die Inhaber der Pianofortefabrik G, Neugebauer Nacht, Bell& Co. H. Seelig. A. Maltutat. F. Ncuraann. P. Schütz. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 7. Oktober, nachmittags ill, Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes Friedrichsfelde aus statt. Männer-Chor „Fichle-ßeorginia 1879" M. b. Hm 8. September 1918 fiel aus dem Felde der Ehre unser Sangesbruder kvderttieier Er war uns allen ein lieber Freund, dem Berein ew treues, strebsames Mitglied. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. S9/13 ,ll. 6JerLReiehstagswaWlals.j 4. Abt. Bez. S17a. Am Sonntag, den 1. Oktober, verstarb unser Genosse, der! Kistenmacher Kemkold Karge Prenzlauer Allee 200. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet heute' ! Donnerstag, den b. Oktober,! I nachmittags 4 Ubr, von derj I Leichcnballe des Bartholomäus- I Mrchboscs, Faltenberger Chaussee, I ] aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 1228/19 Der Voratand.] | Sozlaldeinokpaöseher Wahl?eFeln! jliir Eerlin-Schönetieri, Bezirk I. Am Montag, den 2. Oktober,| verstarb unsere Genossin Marie Meyerhoff. Ehre ihrem Andenke» t Die Beerdigung findet heute j Donnerstag, den S.Oktober, nach- mittags'jzö Uhr, von der Leichen- Halle des Luther. Friedhofes in� Lankwitz aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 15/14 Der Vor staad, i yerband der Gemelnile- u. Slsats- arheiter, Filiale Groll-Berlin. Den Mitgliedern geben wir biermit Nachricht vom Tode des Kollegen .lodaim Fiebig von den Englischen Gaswerken. Ehre seinem Andenke« l Beerdigung am Freitag, den 6. Oktober, nachmittags 31/, Uhr, von der Leichenhalle der Simeons- Gemeinde, Mariendorser Weg, aus. Um rege Beteiligung bei der Bestattung des Kollegen wird ersucht._ Den Mitgliedern geben wir serner Nachricht vom Tode des Kollegen Wiiiieim Lange von der Bauverwaltung. Ehre seinem Andenken! Beerdigung am Freitag, den S. Oktober, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Andreas- Kirchhofes in Wilhelmsberg aus. Um rege Beteiligung bei der Bestattung des Kollegen ersucht 34/17 Die Lrtsvcrwaltung. Deutseher Bezirksverwaltung Groß-Borlin. Den Mitgliedern zur Nachricht.| 1 hast unser Kollege, der Keller- | arbester l&arB ICopiow 1 am 30. September im Alter von| j 55 Jahren verstorben ist Ehre seinem Andenke» l Die Beerdigung findet am! I Donnerstag, den 5. d. M., nachmittags 1 Uhr, von der Leichen- balle des Dankes-KirchboscS in! Reinickendorf, Blankestraste, aus j statt. 1 68/11 Die Bezfrksverwaltung.j Allen Verwandten und Freun- den die traurige Nachricht, dast meine liebe Frau Helens üngelroren ocrstoiben ist. 143A Um stilles Beilew bittet Karl Ungefroren, Bcusselstr. 64 Beerdigung Sonnabend, nachmittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle in Stahnsdors aus. Verein Arbellerjugendhelm Steglitz-Friedenau. Den Mitgliedern zur Nachricht, I dast unser Vorstandsmitglied, der | Kasncrcr Ousiav Neue 1 im grasten Bölkcrringen ge- \ fallen ist Ehre seinem Andenken: ! 287/3 Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranz- spenden beim Hinscheiden meines lieben Mannes und guten Vaters Srost Frisch sagen wir allen Verwandten und Freunden, insbesondere den Kollegen der Firma Spitz unseren herzlichen Dank. 147A •Jokanaa Frisch und Kinder. Neukölln, den 3. Oktober 1916. Danksagung. Für die rege Teilnahme bei der Beerdigung meines heben Mannes sage allen Freunden und Kollegen meinen herzlichsten Dank. st2 Witwe Adua Kaiser. «r fß Unsere Marine Zigarefte 2% Pftf. einschließlich Kriegsaufschlag Trotz Stcucrerhöhnnö behalten unsere Zigaretten ihre alten anerkannten Qualitäten! g Georg A.Jasmatzi Aktien-Gesellschaft| �liimwnmmmiiüHiiniiiiHiiiiiKiniiiiii | Spezialarst| 5 für Haut-, Harn-, Frauenleiden, H K nerv. Schwache, Beinkranke jeder Z Z!>->.LhiIich°Hli!»-f>>:rr», Z l frisjriclistr. 81, SÄ 1 5 Sprchst. 12-2,'/:6-h,9 Sonntags 5 a 11-2. Honorar inäst., a. Tcilzahl. H O— Leparates Damenzimmor.— Q Für Schuhmacher l I Ausgestanzte Obcrflccke A sortiert in Damen- Herren- und» Kindergröße, Pfund 5 Mark.# sowie Ober- u. Unterlederabfäile? jBruaBSeDsIuß.ÄÄn�S E I/jins:!iansNtr. JtS. Toi. 1_9L< LombaFd-Haus � H. Graff, Leipzigerst. 75 II'? Volle normale Beleihung= - Diskretion, Reollilät. L Gelegenheitskäufe-J r;„-r, Ohren a c Brillanten§ � Schmucksache n? HlO— SO0� unter Ladenpreis.(SB Verwaltung Berlin. Tel»Amt Moritzplatz 10623, 3578. Bureau: Rungestraste 20 Kranchen-Uersammlnng: IKistomziÄeNsr. Freitag, den 6. Oktober, abends 8 Uhr, in den Andreas-jvestsälen, Andrcasstr. Äl. Tagesordnllng: Bericht über die Verhandlungen mit den Herren Kistenfabrikantcn. Ächtung! Die Zahlstelle 13 wird am 8. Oktober von Grünauer Straße 2 nach Grünauer Str.'Z'Z bei Paul verlegt. 91/19_ öic Orts ver wai tun g. ReukersWerke ■ 3 Bände 5 INark- Buchhandlung Bonvärls HewesWerke - 3 Bände 5 Alark- Buchhandlung Vonoärts Verkäufe Tcvvlch-Tbomas, Oranienitr. 44 svottbillig iarbfeblerbafte Teppiche, Gardinen. Vcrwärtslejern 5 Prozent Extrarabatt. JUO* Mvnatsgardcrode und neu: Herrenanzüge, Burfchenanzüge, Ulster, Winterpateiots, elegante Kostüme, Astrachanmäntel, Plüschmäntel, Kleider, tltöcke, Blusen, sowie Pelz- fachen. Auch Knaben- und Mädchen- garverobe. Neukölln, Berliner- straste 41 I.+30* Ttauncnerrcgcnd I Neue Prlz- garniluren spottbillig! Swnkskragen! 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