Zlr. 2W. 33. Jahrg. Ndonnementt-Kecklngonze»: Kbonnementi■ PrciS etänutnetonbo Biertcljäfttl. S,90 MI. monatL 130 Ml, ivöchcnlliÄ 30 Sig. frei inä Hau». Einzelne Kummet 5 Big SomuagS. nummet mit Auf inert et eonniagS. Seüage.Die Sicue Weif 10 Pfg Soft« Kbonnemcnt: 130 Mail l>to Monat Siugeitogen in die Loil-Zeuungs« Lreiöliile. Uni et Kreuzband iür Deulichland und Oesierreich. Ungarn 230 Marl, für das übrige Ausland l Marl pro Monat VoslabonnemeniZ nebinen an Beigjen. Tänernatt bolland. Italien. Luxemburg. Portugal. Kiunänien. Schweden und die Schwei» erf&elnt täglich. Vevlinev Volksblctkk. s S Pfennig) Die InlertlonS'GebQbr betrügt für die sechsgespaltene Kolonet- zeiie oder deren Kaum 60 Big., für »oiitliche und gewerlschaftliche Bereins- und BersammlungS- Anzeigen 30 Pig. „Kleine Hnrcigen", das lettgedruckie Wort 20 Big.(zulässig 2 fettgedruckte WoNe). jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafslellena»- zeigen das erste Wort 10 Big. jedes weitere Wort ö Blg. Warle über 15 Buch- staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Kummer iiiüjten bis S Uhr nachmittags in der Exvedition »dgegeden werden. Die Exvedition ijt bis? Uhr abends gebsinet Telegramm-Adrefle: „SMlsmemdürzl BerDi1* Zentralorgan der rozialdemokratifchen Partei Deutfchlands. Neöaktion: SW. 68, Linüenftraße 3. ssernivrecher: Amt Moritiplatt, Nr. lSI SV— IZI S7. Sonnabend, den Ä1. Oktober 1N16. Expedition: SW. 68» Linüenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplasi, Nr. Ii»! SV— 1S1 S7. Uebergangswirtsthast. Von Heinrich Cunow. Äiie sich zu Beginn des 5iriegcs eine allgemeine An- passung des Wirtschastsgetriebcs an die durch den Krieg der- änderten Produktions- und Handelsbedingungen als nötig er- wiesen hat, so wird auch die Rückkehr zur Friedenswirtschaft wieder eine Umschaltung des heutigen Wirtschaftslebens er- fordern. Nichts ist verkehrter als die Annahme, wenn nur erst der Krieg vorbei sei und die heute im Felde stehenden Massen in die Heimat zurückkehrten, werde sich schon alles von selbst machen. Dürften auch jene Pessimisten, die da meinen, dast dem Kriege eine das ganze Wirtschaftsleben Deutschlands aufs schwerste erschütternde mehrjährige Krise folgen werde, kaum recht behalten, so ist es doch ebenso unverständig, sofort nach dem Friedensschluß einen allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung zu erwarten. Wohl ist anzunehmen, daß verschiedene der großen Industrien sich bald erholen und schließlich in eine Hochkonjunktur hinein- geraten werden, vor allem die Bergwerks- und Eisenindustrie, doch wird für den Ucbergang von der Kriegs- zur Friedens- Wirtschaft eine gewisse Umbildungszeit erforderlich sein, in der es kaum an Stockungen, Rückschlägen und störenden Nach- Wirkungen aus der langen Kriegsperiode fehlen dürfte, zumal wenn dem sogen. Spiel der freien Kräfte allein die Wieder- umschaltung überlassen bleibt. Deshalb ist durchaus begreiflich, daß die Kreise der Groß- industrie und des Handels, obgleich noch aufs heftigste an allen Fronten gekämpft wird und sich heute noch keineswegs absehen läßt, wann und wie der gewaltige Kampf im Westen und Osten enden wird, doch bereits ernstlich die Frage er- wägen, wie sich am besten die heutige Kriegswirtschaft ohne nachhaltige Störungen wieder in die Bahnen der Friedens- zeit hinüberleiten läßt. Abgesehen von einzelnen industriellen Gesellschaften hat besonders der ktriegsausschuß der deutschen Industrie sich eifrig mit dieser Frage beschäftigt. Schon seit Beginn des Jahres hat er in verschiedenen Konimissionen die mit der Rohstoffbeschaffung zusanimenhängenden Fragen be- raten und werivollcs statistisches Material zusammengetragen. Auch die Regierung hat dadurch, daß sie den Hamburger Senator Dr. Sthamcr zum Reichskommissar für die Ucber- gangswirtschaft ernannt hat, eine Regierungszentralstelle zur Inangriffnahme der nötigen Lorarbeiten geschaffen, freilich zunächst noch eine Behörde, deren Tätigkeitsfeld und deren Kompetenzen ziemlich beschränkt sind. Die Bundesratsver- ordnung vom 3. August schafft für die Tätigkeit des Reichs- kommissars nur erst einen allgemeinen Nahmen. Besondere Vollmachten zur Durchführung von llebergangsmaßnahmen sind durch diese Verordnung weder Herrn Dr. Sthamcr selbst, noch dem Reichskanzler als der vorgesetzten Instanz ein- geräumt worden. Vorläufig erteilt die genannte Bundesrats- Verordnung dem Reichskommissar nur das Recht, alle nötigen Auskünfte einziehen zu können und zu diesem Zweck Einsicht in die Geschäftsbücher und Warenbestände der beteiligten Firmen nehmen zu dürfen. Daß jedoch die Angelegenheit in- zwischen keineswegs geruht hat, zeigen die Mitteilungen, die der Staatssekretär des Reichsamts des Innern Dr. Helfferich am 14. Oktober dem Rcichstagsausschuß für Handel und Gewerbe über die Pläne der Regierung gc- macht hat. Nach seinen Ausführungen wird die Haupt- aufgab- des Neichskommissars in der Beschaffung von Arbeit für die aus dem Felde Heimkehrenden, in der Fürsorge und Unterbringung der Kriegsbeschädigten, der Herausziehung der weiblichen und jugendlichen Arbeitskräfte aus den industriellen Betrieben, der Wiederherstellung der teilweise aufgehobenen Arbeiterschutzgesctzgebung sowie in der Kreditbeschaffung für geschädigte Unternehmungen, der Verbesserung der Währung (Valuta) und der Wiederflüssigmachung eines Teils der in Kriegsanleihen angelegten Kapitalien bestehen. Ferner soll die Rohstoffversorgung in der ersten Zeit nach dem Kriege Un'emv aat-�'e~e�unfl gestellt werden. •wie die Regierung im einzelnen diese Probleme zu lösen gedenkt, darüber fehlen vorläufig noch alle näheren Angaben. Die wichtigste Aufgabe des Reichskommissars wird jedenfalls darin bestehen, die nötige �.Vorsorge dafür zu treffen, daß nicht bei der Entlassung der aus de ni Felde heimkehrenden Truppen in einer Weise der- fahren wird, die notwendig zur Ueberfüllung des Arbcitsmarktes mit unbeschäftigten Arbeitskräften führt. Es könnte den heimkehrenden Feldgrauen und ihren Familien nichts Schlimmeres passieren, als daß sie einfach entlassen würden, ohne Rücksicht darauf, ob der Produktions- und Handelsbetrieb sich bereits so weit umgeschaltet hat, daß die Entlassenen mit einiger Sicherheit darauf rechnen können, eine ihren Fähigkeiten entsprechende Beschäftigung zu finden. So sehr die meisten der im Felde Stehenden danach verlangen mögen, zu ihren Familien zurück- zukehren und ihre frühere Tätigkeit wieder aufzunehmen, iväre doch eine solche massenhafte Freisetzung von � Arbeitskräften mit ihrem Gefolge von Arbeitslosigkeit und Not das Schlimmste. was sie treffen'könnte. Die Entlassungen dürfen nur nach und nach stattfinden unter genauer Berücksichti- gung der Lage des Arbcitsmarktes. Sie können deshalb auch nicht in allen Landcsteilen, ganz fflcich- ob es| stch um landwirtschaftliche, kleingcwerbliche oder groß- j industrielle Gegenden handelt, zu gleicher Zeit erfolgen; viel- mehr muß die Wirtschaftslage in Betracht gezogen werden, ebenso auch der Beruf der zur Entlassung Kommenden. Als nötig wird sich wahrscheinlich erweisen, daß die Landwirtschaft, die Bergwerks- und Eisenindustrie, die chemische Industrie, die Schiffahrt, der Eisenbahn- und Postbctrieb usw. zuerst die ihnen heute fehlenden Arbeitskräfte zurück erhalten. Zudem aber, werden jene industriellen Gemeinden, in denen wegen Mangel an den nötigen Rohstoffen nicht alsbald nach Friedens- schluß wieder mit der früheren industriellen Tätigkeit bö- gönnen werden kann, angehalten werden müssen, städtische Arbeiten in Angriff zu nehmen, unter Umständen mit finanzieller Unterstützung der Bundesstaaten und des Reichs, damit dort Arbeitsgelegenheiten für die Entlassenen geschaffen werden. Während aber einerseits durch eine regelnde Beeinfluffung des Arbcitsmarktes dafür gesorgt werden muß, daß der aus dem Felde zurückkehrende Arbeiter möglichst lohnende Be- schästigung findet, muß andererseits dem Handwerker oder Kleinhändler, der infolge seiner Einberufung seinen Geschäfts- betrieb zeitlveilig ganz einstellen mußte oder dessen Geschäft unter dem Einfluß des Krieges verkümmert ist, durch Ein- räumung eines billigen Kredits die Möglichkeit geboten werden, sich wieder emporzuarbeiten. Wichtiger wird jedoch sein, wieder Rohstoffe und Lebens- mittel in Deutschland hereinzuschaffen. Dazu ist nötig, daß die deutsche überseeische Frachtschiffahrt alsbald nach dem Kriege in möglichst weitem Maße wieder ihren Betrieb aufzunehmen vermag, und zwar kann nicht ohne Weiteres in das Belieben jedes einzelnen Reeders gestellt werden, welche Schiffahrtslinie er zuerst wieder eröffnen und welche Schiffs- räunic er dem Frachtverkehr mit bestimmten überseeischen Rohstoffgebieten zur Verfügung'stellen will. Wenn, wie Herr Dr. Helfferich mitteilte, den Schiffahrtsgcsellschaftcn vom Reich billiger Kredit eingeräumt werden soll, dann muß unbe- dingt als Gegenleistung gefordert tu erden, daß die Wiederaufnahme dcS Frachtdien st cS nicht lediglich nach Profitintercsscn erfolgt, sondern den Bedürfnissen der Wirtschaft- Ii che n Wicderumschaltung an gepaßt wird. Auch eine straffe Regelung und Beaufsichtigung des deutschen Ein- und Ausfuhrhandeis ist nötig. Es kann keineswegs den deutschen Importeuren überlassen bleiben, sofort cinzu- führen, was ihnen beliebt und was ihnen den größten Nutzen verspricht, denn das würde voraussichtlich einen Massenimport von mancherlei Luxusartikeln zur Folge haben, während die Einfuhr notwendiger Rohstoffe und Lebensmittel, die nicht gleichen Gewinn abwirst, vorerst vernachlässigt würde. Die Einfuhr überflüssiger Luxuswaren muß, soll die Umschaltung des Wirtschaftslebens möglichst rasch vorwärts schreiten und der Wechselkurs sich nicht noch ungünstiger gestalten als jetzt, zunächst gehenimt werden. Nur die zu industriellen Zwecken nötigen Rohmaterialien, vornehm- lich Gespinn st st offe, und die zur Deckung des gewöhnlichen Nahrungsbedarfs erfordcr- lichcn Lebensmittel, wie Fette, Oele, Käse, Milch, Kaffee, Reis, Fische, Eier u s w. dürfen eingeführt werden. Dagegen muß, schon um die Zahlungsbilanz zu verbessern und das Aufgeld herabzudrücken, das wir heute dem Ausland sür die von ihm gc- lieferten Waren zahlen müssen, die Ausfuhr möglichst schnell gesteigert werden, unter den Umständen, wie sie sich voraus- sichtlich nach dem Kriege ergeben werden, heißt das: vor allem muß die Erzeugung von Kohlen, Eisen- und Stahlwaren, Maschinen und chemischen Fabrikaten gesteigert und zur Ausfuhr gebracht lv erden; denn nach solchen Artikeln wird in den Ländern, die uns Rohstoffe und Lebensmittel zu liefern vermögen, die größte Nachfrage sein. Daneben gibt es einen großen Teil der noch immer in deutschen Händen befindlichen ausländischen Wert- Papiere, soweit möglich auch einen Teil der deutschen Kriegs- anleihen im Auslande abzustoßen, damit Industrie, Handel und Landwirtschaft neue Betriebsmittel erhalten. Es sind also recht umfangreiche, schwierige Aufgaben, vor die der Rcichskommissar für Uebergailgswirtschaft sich gestellt findet. Um die Durchführung der geplanten Maßnahmen zu erleichtern, ist die Heranziehung von Sachverständigen und Mitarbeitern aus den verschiedenen Berufen sotvie die Errich- tung eines großen Beirats mit Unterabteilungen beabsichtigt. Als selbstverständlich ist zu fordern, daß auch die Arbeiter- schaft, die zweifellos das größte Interesse an einer fach- genläßen Durchführung der Uebergangsmaßnahmen hat, in den Beirat und Sachverständigenausschüssen die ihr zukommende Vertretung findet.____ Deutscher Protest gegen Norwegen. Amtlich. Berlin, LO. Oktober.(W. T. B.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die norwegische Regierung hat, um den Eindruck ihrer Vcr- ordnung vom 13. Oktober abzuschwächen, ihre Antwort auf die Denkschrift der Ententemächte über die Behandlung der U-Boote veröffentlicht, worin sie sich einerseits das Recht zuspricht, ÄriegSuntcrsecbooten jeden Verkehr und Aufent- halt auf norwegischem Seegebiet zu untersagen, andererseits aber ihre Pflicht verneint, irgend einer der kriegführenden Mächte gegenüber ein solches Verbot zu erlassen. j Zu dieser Erklärung ist zu bemerken, daß sich die Vcr- ordnung offenbar im wesentlichen nur gegen Deutschland richtet und daher dem Geist wahrer Neutralität nicht entspricht. Der deutsche Gesandte in Kristiania ist daher beauftragt worden, gegen das Vorgehen der norwegischen Regierung»t achdrück liche Verwahrung ein- zulegen. Die griechischen wirren. Eine franzosenfeindliche Demonstration in Athen. London, 19. Oktober.(W. T.B.) Dem„D a i l y T e l c- graph" wird aus Athen vom 18. gemeldet: Als gestern um 11 Uhr abends 89 französische Matrosen die Hauptstraße abpatrouillierten, begann in der S t a d i o n st r a ß e die Menge, die der Patrouille folgte, zu johlen, und Rufe: „Weg mit Frankreich!" und„Es lebe der Kv- n i g 1" wurden laut. Ter französische Offizier ließ darauf die Patrouille Kehrt machen und die Menge angreifen. Es entstand ein Handgemenge, in dem neun D e m o n- stranten verhaftet wurden; die Uebrigen liefen davon. Auf der anderen Seite der Straße sah eine berittene grie- chische Patrouille zu, ohne etwas zu unternehmen. Die fran- zösische Patrouille nahm die verhafteten Personen in ihre Mitte und kehrte nach dem Zappeionpark zurück. An einer anderen Stelle der Stadionstraßc begegnete die Patrouille einem ganzen griechischen Bataillon, das auf den Bürgersteig aus- wich, um den Weg freizumachen. Als die französische Pa- trouille ihr Quartier im Zappeionpark erreichte, wurden die neun Verhafteten untersucht. Sechs wurden sofort frei- gelassen, drei wurden in Haft genomnlen. Einer davon ist Dr. Konstantinos, bei dem ein Brief an die Königin gefun- den wurde. Der Doktor gab zu,„Weg mit Frankreich!" gerufen zu haben und einen Revolver bei sich zu führen. 'Nach einer Meldung der Exchange Telegram Company beißt der Angehaltene Alexion. Er ist Tierarzt in den könig- liehen Stallungen und hat einen Revolverschuß abgegeben. Der bulgarische Kriegsbericht. Sofia, 19. Oktober.(W. T. B.) A m t l i ch e r H c c r c S- berich't. Mazedonische Front., Zwischen dem Prespa-Sec und der Eisenbahn Bitolia— Florina das übliche Artillerie- feucr. Im Ccrnabogen heftiges Artillcriescucr und Infanterie- kämpfe. Der Kampf. dauert an. Ein schwacher feindlicher Angriff gegen Larnova wurde abgeschlagen. Im Mvglenica- tale und beiderseits des Wardar schwache Artillcrietätigkeit. Am Fuße der Belasica Planina Ruhe. An der Strumafront lebhafte Aufklärungstätigkeit und stellenweise schwaches Ar- tillericfeuer. Ein feindlicher Kreuzer beschoß an der Küste des Aegäischen Meeres ergebnislos die Höhen in der Umgegend des Dorfes Orfano. Rumänische Front. Auf der ganzen Front kein wesentliches Ereignis._ Die Meldung des türkischen Hauptquartiers. Koustantinopcl» 29. Oktober.(W. T. B.) Heeres- bcricht vom 19. Oktober. Front in P c r s i e ii: Die feindliche Kavallerie vcr- suchte, sich zwischen Hamadan und Bidjar Hanladan zu nähern, wurde jedoch unter Verlusten sür sie zurückgetrieben. Wir machten einige berittene Kosaken mit ihrer gesamten Ausrüstung zu Gefangenen. Unsere Aufklärnngsabteilungen, die in der Richtung östlich von Sakis nach Aserbeidschan vorgeschickt waren, warfen den Feind zurück und erreichten die Gegend der Ortschaft SainiS Kale, 49 Kilometer nordöstlich von Sakis. Sie trieben die russischen Streitkräfte, die ihnen begegneten, zurück. Eine feindliche Kavallerieabteilung vcr- suchte, unsere nördlich von Sakis vorgeschobenen Abteilungen anzugreifen, wurde aber unter Verlusten für sie zurück- geschlagen. K a u k a s u S f r o n t: Auf dem rechten Flügel Scharmützel zu unseren Gunsten. In der Gegend loestlich Kighie nahmen wir dem Feinde eine Menge Waffen, Munition und anderes Kriegsmaterial ab. Im Zentrum und auf dem linken Flügel für uns günstige Patrouillenzusammenstöße, in deren Verlauf wir eine Anzahl Gefangene machten. Ein vom Feinde unter dem Schutz vou Maschineugewehrfeuer ausgeführter Augriff wurde abgeschlagen. Von den anderen Fronten kein wich- tiges Ereignis. Ter Stellvertretende Oberbefehlshaber. vom U-Soot-Kmg. London, 19. Okiober.(W. T. B.) � Meldung des Neuictschen Bureaus. Der britische Dam Pier» A l a u n i a" ist gc- s u n l e ii. „Alaunia" ist ein Cunatd-Dampfer von 8000 Netlotonnen <13 405 Brultoregisteilonnen). Der Itapitän und 163 Mann der Besatzung sind gelandet. Ungefähr 180 Fahrgäste, darunter eine Anzahl Frauen und Kinder, sind früher gelandet worden. Bern, 20. Oktober.<23. T.� 23.) Wie„Temps" aus Marseille meldet, hat der Dampfer. Ernest TimonS" 34 Mann der Besatzungen der drei im Mitrclmeer versenkten Dampfer„Crotzhill"<6002 Reg.-To.)'» E l a r"(8980 Reg.-To.) und„Heintsfall" ge- landet. Frederikshavn, 20. Oktober.(25. T. B.) Meldung des Reuter- scheu Bureaus. Der dänische Dampfer.Eos' hat heute nacht hier die Besatzung deS Gotenburger Dampfers.Norman- d iet", 18 Mann und 8 Frauen, eingebracht. Ein H-Boot hatte die.Normandiet', die mit Eisen und Maschinen von Gotenburg nach Rouen unterwegs war. zwischen Linga und SlagenSfeuerichiff an- gehalten. Ter Mannschaft wurde befohlen, von Bord zu gehen, und daraus wurde der Dampfer wahrscheinlich versenkt. Die feinülichen Heeresberichte. Ter französische Tagesbericht. V o m 19. O k t o b e r nachmittags.(W. T. B.> Nördlich von der Sormie haben die Franzosen in der Nacht dos Dorf Sailly- Sarllisel einc ericklet und die an den Rändern dieier Ortschaft eroberten Stell. ingen gesickert. Deutsche Gegenangriffe von einem Weiler in der Nackbarschast von Saillisel aus wurden durch Sperr- teuer vereitelt. Die Gewinne der Franzosen sind restlos behauptet worden. Siidlichi von der Somme haben die Franzosen zwischen Maisonnette und Biaches einige weitere Fortschritte gemacht. In Lothringen wurde ein deutscher Handstreich aus einen fron- zösischen Graben bei Bures(nordöstlich von Lunsville) leicht abgeschlagen. Luftkrieg. Französische Flugzeuge haben gestern während der Operationen bei Sailly-Saill'sel die deutschen Truppen in der Gegend von BiacheS mit Maschinengewehren angegriffen. Es be- siätigt sich, dost der Feldwebel Dorne nördlich von Psronne sein 1 4. deutsches Flugzeug abgeschossen hat. Ein anderes deutsches Flugzeug. daS am 16. Oktober als ernstlich getroffen gemeldet iuordcn ist, ist in der Nähe von Beauloncourt in Trümmer ge- gangen. O r i e n t a. r in e e: In der Gegend am Dojransee sind bul- garische Angriff« auf die Stellungen nördlich von Dodjoli in der Nacht zum 18. Oktober unter ernsten Verlusten durch Feuer zurückgewiesen worden. Im Berggebiet des Dobre Polje dauert der Kamps trotz des erbitterten Widerstandes des Feindes mit Vorteil für die Serben sort. Auf dem linken Ufer der Cerna haben die Serben in glänzendem Mampfe das Dorf Brod genommen und etwa SO Gefangene gemacht. An unserem linken Flügel dauert der Artillericlampf heftig fort. Vom 19. Oktober abends.(W. T. B.> Nördlich der Somme perjuchten die Deutschen vergeblich gegen 5 Uhr unsere Linien nörd- lich und östlich von Sailly-Saillijcl anzugreisen. Unser Artillerie« fester zerstreute die Sturmwellen beim Losbrechen und fügte dem Feinde inerkliche Verluste zu. Südlich der Somme erreichten wir im Laufe des TageS neue Forlsckriite zwischen Biackes und Maisonnette. Die Get'amizahl der während der gestrigen Kämpfe gemachten Gefangenen überschreitet gegenwärtig 3S0, darunter etwa 10 Offiziere. Belgischer Bericht. Arullerickampf in der Gegend von Tixmniden und bei Steenstraete. Von der übrigen Front nichts Besonderes. Di« englische Meldung. Vom 1 9. O l t o b e r nachmittags.<25. T. B.) E» hat die ganze Nacht sehr stark geregnet. Gelungene Handstreiche ge- statteten den britischen Truppen bei Loos und südlich von ArraS >>r deutsche Laufgräben einzudringen. ES ist kein wichtiges Ereignis zu melde». Vom 19. Oktober abends.(25. T. v.) 25ir rückten bei der Höbe von Warlenconrt leickt vor. Ein dort unternommener Gegenangriff deS Feindes wurde durch unser Sperrfeuer angehalten. Englischer Heeresbericht aus Saloniki vom 19. Oktober.(W. T.®.) An der Struma front nichts Wichtige». Cim Abschnitt von Dojran unternahm der Feind in der Nacht vom >7. Oklobcr einen kräftigen Angriff gegen unsere rechte Flanke, der zurückgeschlagen wurde. Bericht a n S A e g y p t e n vom 19. Oktober.(22. T. B.) llnscre berittenen Streitkräfte unternahmen einen Ausklärungimarsch gegen daS vom Feinde besetzte Moghara, Sä Meilen östlich von Sämiulia. Nach einem Marsche von zwei Nächten durch sandiges, ichwierigeS Gelände wurde der Feind in einer starken Stellung ent- deckt. Am Morgen des lö. gelang es uns. ihn nach zweistündigem Kamvie, bei dem unsere Flugzeuge die Hanplstellnng des FeindeS mit Bomben bewarfen, zurückzuwerfen, ein Dutzend Leichen wurde in den Laufgräben sestgestelll. Außerdem nahmen wir 16 Türken gefangen und erbeuteten eine Anzahl Kamele. Unsere Verluste sind: ein Toter und zwei Verwundete. Unsere Kolonnen kehrten am 17. zurück, ohne ein einziges Kamel verloren zu haben. Wir sammelten auf diese Weise sehr wertvolle Informationen über die Stellung deS Feindes und über daZ Gelände. Ter russische Kriegsbericht. Vom 19. Oktober.«- kennungSdienst verzeichnet neuerdings einen Verlust von 76«vv �ip- zieren, daS läßt auf einen Gesamtverlust von rund 1900000 Menlcheu schließen. Der Gesamtverlust unserer drei Hauptgegner, � ovne die Italiener. Rumänen. Belgier zu rechnen, w'�atto wahrend de» Sommers 1916 der furchtbaren Zahl von d»» Millionen Mann nicht serne bleiben— immer mit der gleichen Emichrantung w e lur den Westen. Der dauernde, in diesem Kriege nicht mehr zu er- setzende Verlust von Engländern. Franzo,-n. Rüsten betragt leit dem I. Juli sicher mehr als and-i.h°Ib Millionen Kopse, auch von der anderen Hälfte wird noch-ine große Z?hs die Luzar ette su geir. Da, erklärt denn auch, warum d,e Offensive Brusstlows nicht mehr in Fluß kommen will. seme ,ungsten Te> vorstoße restlos ge- scheitert sind warum er den Rumänen nichts Helten konnte, warum die Sarrailarme«. die ebenfall« nicht vorwärts kommt, keine Ver- stärkungen erhalten kann, bis da« unglückliche Griechenland zur Mit- hilse gewaltsam gepreßt worden ist. Geschosse werden unsere Gegner noch heranschnffsn sonnen, die' var nicht erforderlich. um das Wicdererscheinen des„Vorwärts" zu ermöglichen. Es handelt sich vielmehr um ein in der Parteigeschichte einzig dastehendes Unternehmen, den Lesern des„Vorwärts" die Mehrheitspolitik aufzudrängen! Parteigenossen! Leser! Wir sind sicher, in Ueberein- stimmung mit Euch gehandelt zu haben. Ihr werdet Euch auch jetzt entschlossen hinter Eure Prcßkommission stellen, um alleS zur Wahrung Eurer Rechte zu tun! Die Pretzkommission." * Ferner geht uns von Mitgliedern der Redaktion des„Vorwärts" folgender Protest zu: Ter Redaktion des„Vorwärts" ist bisher verwehrt worden, auf die Erklärung des Parteivorstandes an der Spitze der Nummer 287 des„Vorwärts" vom 18. Oktober zu antworten. Wir stellen heute folgende Tatsachen fest: Die Redaktion erblickt in dem Vorgehen des Parteivorstandes die Ausnutzung einer Notlage, die um so bezeichnender ist, als der Partei- vorstand weit über das hinausgegangen ist, was die Zensur- bchörde verlangt hat und verlangen kann. Der Parteivorstand hat dadurch nicht nur das Organisationsstatut der Partei gebrochen, sondern auch die der Redaktion vertragsmäßig zu- gesicherten Rechte auf das gröblichste verletzt. Die Redaktion des„Vorwärts" ist ausdrücklich als eine kollegiale eingesetzt, d. h. die Redaktionsführung erfolgt nach dem Gesamtwillen der Redakteure und nicht nach dem Er- messen eines einzelnen. Der Inhalt des Blattes soll daher nach dem Vertrage die übereinstimmende Auffassung der Ge- samtredaktion darstellen und dem Blatte einen bestimmten einheitlichen Charakter gewährleisten. Dieses Recht ist zu wiederholten Malen von den Aufsichtsinstanzen, insbesondere auch voni Parteivorstand, anerkannt worden, und der Partei- vorstand hat es früher auch stets abgelehnt, den Inhalt des Blattes irgendwie beeinflussen zu wollen. Im Gegensatz zu diesem anerkannten Recht hat der Partei- Vorstand jetzt sich angemaßt, den Inhalt des Blattes allein zu bestiinmen und die Redaktion damit zu einem bloßen journalistischen Werkzeug degradiert. Auf diese Weise sind die Rechte, die der Redaktion zugesichert waren, erdrosselt und der Grundsatz jeder Demokratie über den Haufen geworfen. Der Redaktion ist es dadurch ganz unmöglich gemacht, in Zukunft dem„Vorwärts" einen einheitlichen, geschlossenen Charakter zu geben und die politische Uebcrzeugung sowie den Willen der Hauptttäger des Blattes, nämlich der Berliner Ar- bciter, zum Ausdruck zu bringen. Zahlreiche Kundgebungen aus den Reihen der Berliner Arbeiter zeigen, daß letztere hinter uns stehen, und wir zweifeln nicht, daß sie alles tun werden, um uns und damit sich selbst zum Recht zu verhelfen. Hierzu sendet unS der Ifiarteivorfland folgende Erklärung: Die erregten Anklagen der Preßkommission und der Re- dakteure des„Vorwärts" können uns nicht irremachen in der Ueberzeugung, daß wir in einer überaus schweren und kritt- schen Situation für die Partei und ihr Zentralorgan das Richtige getan haben. Man braucht nur das bisherige Ver- halten des„Vorwärts" der Gesanitpartei gegenüber niit dem des Parteivorstandes zu vergleichen und das Unberechtigte der erhobenen Vorwürfe tritt klar zutage. Alle Versuche des Parteivorstandes, eine Verständigung herbeizuführen, sind ge- scheitert. Positive Vorschläge des Parteivorstandes. den Ber- liner Genossen ihr uneingeschränktes Recht auf ihr Blatt zu sichern, der G e s a in t p a r t e i aber auch das Zentralorgan zu erhalten, sind von der Preßkommission und dem Zentralvorstand brüsk abgewiesen worden. Der Parteivorstand hat es nicht an gutem Willen fehlen lassen, ihm selbst aber war bisher jeder Einfluß auf die Haltung des Zentralorgans tatsächlich entzogen. Die Wiederherausgabe des„Vorwärts" wäre umnöglich gewesen, wenn der Parteivorstand nicht so eingegriffen hätte, wie es geschah. Daß die Parteileitung für den„Vorwärts" einen Zensurschutzmann stellt, der nichts anderes tun als auf- passen soll, daß dem„Vorwärts" in seinem Kampfe gegen die Parteimehrheit und die Parteileitung nichts passiert, konnte ihr nach ihren bisherigen Erfahrungen mit dem„Vorwärts" nicht zugemutet werden. Wenn der Parteivorstand die Ver- antwortung für den„Vorwärts" dem Oberkommando und der gesamten Oeffentlichkeit gegenüber übernehmen sollte, war es selbstverständlich, daß er auch entsprechende Rechte in An- spruch nahm. Vollkommen hinfällig ist der Vorwurf, daß den Lesern des„Vorwärts" die Mehrheitspolitik aufgedrängt werden soll. Davon ist gar keine Rede, und die bisher er- schienenen Nummern des„Vorwärts" beweisen, daß daran gar nicht gedacht worden ist. Als Zentralorgan der Partei hat der„Vorwärts" allerdings die Aufgabe, die G e- samt Partei zu vertreten, nicht aber ausschließlich im Jnter- esse einer bestimmten Richtung innerhalb der Partei zu wirken. Wenn die„Vorwärts".Redakteure, die die oben ab- gedruckte Erklärung beschlossen haben, behaupten, daß der „Vorwärts" in Zukunft keinen einheitlichen geschlossenen Charakter mehr haben könne, so ist das auch nicht richttg. Der„Vorwärts" kann einen solchen haben und trotzdem den Wortführern beider Parteirichtungen eine Tribüne sein, von der aus sie zu den Massen sprechen können. Wir haben nicht die Absicht, durch weitere Polemiken den Arbeitern ihr Blatt zu verleiden, das in diesen ernsten, sckvveren Zeiten die Aufgabe hat, für den Frieden zu wirken und die Arbeiterinteressen nach besten Kräften wahrzunehmen. Der Parteivorstand." Die bürgerliche Presse"über die„VorwärtS"-Frage. Soweit die bürgerliche Presse zu der.Vorwärls"-Frage Stellung genommen hat. konstatiert sie übereinstimmend, daß der„Vorwärts" durch die vom Parteivorstand getroffene„Regelung" der Frage auf- gehört habe, das zu sein, was er bisher gewesen. So schreibt das „Berliner Tageblatt": „Während der„Vorwärts" in der letzten Zeit ganz vom Standpunkte der sozialdemokratischen Minderheit redigier: war, macht sich bereits in der ersten Nummer nach dem Wieder- erscheinen des Blattes unverkennbar der Geist der Mehrheit bc- merkbar." Als Beweis dafür gibt das Blatt dann den Bericht über die Landtagswahl im württembergischen Wahlkreise Heidenheim wieder. Aui denselben Bericht weist auch die„Freisinnige Zeitung" hin, die folgendes schreibt: „Somit ist der„Vorwärts" aus einem Organ der Sozial« demokratischen Arbeilsgeineinschan in Wirklichkeit das„Zeniral- organ der sozioldemokranschen Partei Deutschlands" geworden. Man merkt es auch gleich in der ersten Nummer nach der Bei'chlagnabme. Beispielsweise bezeichnet im Ge« gensatz zur„Leipz'ger Bolkszeilung" ein Bericht über die Landtagswahl in Heidenbeim, bei der bekanntlich die radikale Gruppe gegen den Vertreter der Mehrheit böse unterlegen ist, den Ausfall der Wahl als erfreulich und erklärt, die Masse der Wähler hätte kein Verständnis sür einen Bruderkamps in der Sozial- demokratie. Die Frage ist nur, was die bei dem Abkommen mit dem Oberkommando glatt über- gangene Pretzkommission tun wird, und ob die jetzigen Redakteure des„Vorwärts" bereit sind, in dem Sinne zu arbeiten, wie es der neue Chef aus dem Parteivorstand verlangt." Diese Frage behandelt auch die. G e r m a n i a", die in ihrer Ausgabe vom Mittwochabend schrieb: „Die Frage des Einflusses des Parteivorstandes auf den „Vorwärts", die letzten Winter gelegentlich der Spaltung der Reichslagsfraktion io viel Staub aufwirbelte, scheint damit' einst- weilen gelöst zu sein, es sei denn, datz die Parleimehrheil sMiitderheir?> dagegen Widerspruch erhöbe und lieber aus das Erscheinen des Blattes verzichten wollte, als dem Parteivorstand die nun ausgeiprochene Bestimmung des Inhalts zuzugestebeu." In ihrer gestrigen Abendnummer gibt das Blatt den Protest der Pretzkommission wieder und bemerkt hierzu: „Natürlich erklärt der Parteivorstand erneut, weshalb er zu seinem Schritt kommen mutzte. Man dar: gespannt sein, wie die neue Kraftprobe zwischen Mehrheit und Minderbett enden wird." StadtratSwahl iu Badcn-Badeu. In Baden-Baden hat die Wahl zweier Stadträte siattgerunden. Den beiden vom Zentrum aufgestellten Kandidoieu lralcii Sozial- demokralen und Freisinnige mit eigenem Vorschlag entgegen. Es wurde ein Kandidat der ZenlrumSliste gewählt und gegen den zweiten Zentrumsmann unter Genosse Paul Müller, Schreiner- meister, mit 59 gegen 49 Stimmen bei einigen Zeriplilterungeii. Seit dem Tode des Genossen Theodor Lutz satz kein Sozialdemokrat mehr im Stadtrat. Die italienische Arbeiterklaffe gegen die Berurteilnng Carlo Trcscas. Im Volkshaus zu Mailand fand am 8. Oktober die von den italienischen Arbeiterorganisationen seil langem vorbereitete Protest- Versammlung gegen das Justizverbrechen an dem ameritanischen Arbeiterführer Carlo TreSca stall. Die Veisammlung, die unter autzergewöhnlich starker Beteiligung von statten ging, nahm unter dem Vorsitz Mario Trozzis einen glänzenden und be- wegten Verlaus. Als erster Redner beleuchtete der Abgeordnete Nino M a z z o Ii i die allgemeine Bedeutung des Falles TreSca für das gesamte Proletariat. Nach ihm sprachen Guberti sür die gewerkschaftlichen Jugendorganiiationen, Conoglio für die sozia- listische Jugend Italiens, C o st a für die italienischen Stadlver» lvaliungen, Elvira Z o c e a für die sozialisiische Sektion von Turin. M a r ch i a ii n a im Namen der anarcvisliicben Gruppe von Neapel, sowie zahlreiche andere Redner. Am Schlüsse der Ver- sammlung wurde eine Tagesordnung einstimmig angenommen, in der u. a. gesagt wird, datz die Agilaliou zugunsten der Angeklagten im Volke noch zu verstärken und noch weiter auszudehnen sei, um zu verhindern, datz von den zuständigen Behörden ein Ver- brechen begangen werde, das gegen jedes moralische Empfinden und gegen jedes Gerechtigkeitsgefühl verstötzt. Mus Industrie und Kandel. Die Erneuerung des Kohlensyndikatcs. Essen, 14. Oktober. Die heutige Versammlung der Zechen- bcsitzcr setzte die BctciligungSantcilc für November in der bisherigen Höhe fest. Danach erstattete der Borstaud den Monatsbericht. Der wichtigste Punkt ber Tagesordnung der heutige» Versammlung, an der als Kommissar des Preußischen HaudclSministcrs Geheimer Ober« Bcrgrat Bennhold teilnahm, war die Vollziehung deS neuen Syndikats- Vertrages. Tie Entscheidung über die Fortdauer des Kohlensyndikates über den 1. April 1917 hinaus mußte mit dem heutigen Tage falle». Ter Vorsitzende Gehcimrat Dr. Kirdorf wies auf die Wichtigkeit dieser Entscheidung hin und richtete an alle Beteiligten die dringende Bitte, ihre Sondcrwünsche zurückzustellen. Bevor die Vollziehung des neuen Vertrages erfolgte, wurde mitgeteilt, daß die Verhandlungen in der Häudlcrfragc bis auf wenige Ausnahmen überall zu einer Einigung geführt haben- Die Vollziehung des neue» Vertrages sollte jedoch nur unter der Bedingung erfolgen, daß in diesen Fällen»och eine Verständigung stattfinde. Ferner wurde zu dem neuen Vertrage ein Zusatz hinzu- gefügt, wonach sämtliche Zechen, die sich im neuen Vertage binden, unverkürzt mit ihrem gesamten Feldcrbcsitz sich für das neue Syndikat verpflichten müssen. Weiter erfährt der ncuc Vertrag bis aus ß 10, in dem nur eine Umstellung der Bestimmungen erfolgt, keine Ver« ändrrung. Die Frage der Beteiligungen erforderte längere Ber- Handlunge«. * Es war in letzter Zeit kein Zweifel mehr, datz das Rheiniscki- Westsälitcbe Kohlensyndikat verlängert werden würde. Einmal hatte der preutzische Bergfiskus in der Händlerfragc Entgegenkommen ge- zeigt und ferner halte er sehr energisch auf die Erneuerung hin- gewirkt. Ter Staat konnte in der KriegSzeit und im Hinblick aus die Friedensaufgaben der deutschen Volkswirtschaft eine Auflösung de? Syndikats nicht zulasicn. In dieser Hinsicht traien sich auch wohl die Wünsche des Staates mit denen der Bergherren. Eine andere Frage ist natürlich, ob die Ersüllung der Wünsche den Mit- gliedein des Kohlensyndikates in der jetzigen Form angenehm ist. Denn der Fiskus hat Eintritlsbedingungen erhalten, die er vielleicht in Friedenszeiten nicht erreicht hätte. Ueber die ionstigcn Schwierigkeiten ist man ziemlich schnell und glatt hmweg ge- kommen. Das Hauptziel war eben diesmal die Verlängerung und nicht so sehr die Berücksichtigung aller Einzelwüniche. Man hat nur wenig von den Verhandlungen über Beteilignngni, Umlagen, Autzenscitcrsragen, Hütietlzcchenfrogcn usw. gebort. Es ist diesmal aus der allen Grundlage erneuert worden. Das mag man je nachdem begrützen oder bedauern. Denn selbstverständlich sind mit der Erneuerung allein nicht alle Schwierigkeiten und Wider- stände überwunden. Die Verbandlungen um die nächste �er- längerung werden das wohl beweisen. Tugend i ich ist das Kohlensyndikat auf fünf Jahre gesichert. Denn wir brauchen dieses Syndikat sür die Kampf- und FrredenSzeit mehr denn je. Es kommt vor allen Dingen daraus an welchen Einflutz der Fiskus auf die Preisentwicklung am Kohlenmarkle nehmen wird. Vielfach besteht in Kreisen der Kohlenindustrie der lebhafte Wunsch, die Kohlenpreise zu erhöhen. Im Interesse der Verbraucher und unseres gesamten Wirlschaflslebens liegt es. datz der FiSlus solchen Bestrebungen gegenüber sich möglichst kräftig ab- lehnend verhäll. Lerantw. Redakt.: Alfred Wielevv. Neukölln. Lni�atenreil verantw. Tb. Glocke. Lerlm. Druck«. Verlan: BorwartsBuchdr.u.PerIaasanilatt Paul Singer u. Co.. Berlin Hierzu. Beilagen u. Unterhaltungsbl. Nr. 290. 33. ZahrMg. Snlagc iw.Fsmiiils" ilttliatt Sonkübend. 21. Oktober 1916, Chronik des Weltkrieges. St. Oktober IS14. Heftige, unentschiedene Kämpfe im Westen und Osten. In England werden die militärpflichtigen Deutschen und Oesterreicher verhastet. Lt. Oktober ISlS. Die Berliner Stadtverordneten beschäftigen sich eingehend mit der Teuerung. Reichstagsausschuß für öen Reichshaushalt. Am Freitag wurde die Aussprache über die ErnährungHfragctt fortgesetzt. Abg. Ebert(Soz.): Die Erfahrungen während deb Krieges beweisen, daß ohne Zwangsmaßnahmen der öffentlichen Verwal- hing es ganz unmöglich gewesen wäre, die zur Ernährung not- wendigen Mengen Lebensmittel sicherzustellen. Auch jetzt sehen wir wieder Anzeichen dafür, daß Kartoffeln böswillig zurück- gehalten werden. Niemand fordert, daß der Handel ganz aus- geichaltet werde. Aber der Handel müsse es sich gefallen lassen, daß er eingefügt werde in den ganzen Plan der von der ösfent- lichen Verwaltung durchzuführenden Maßnahmen. Die scharfen Eingriffe der Zentraleinkaufsgesellschaft gegen den freien Handel seien notwendig gewesen und hätten sebr gut gewirkt. Abg. Dr. Roesicke habe sich gestern dagegen gewendet, daß auch Eier mit Beschlag belegt worden seien und nur gegen Marken abgegeben würden, da dadurch nur ein Ei für jede Person abgegeben werde, und das lohne sich nicht. Wenn aber hier nichtS geschehe, be- kommen die ärmeren Leute überhaupt keine Eier mehr. Für die Arbeiterfamilien sei es von großer Bedeutung, wenn sie wenig- stcnS die noch aufzutreibenden Eier zu angemessenen Preisen bekommen können. Auch Wild und Geflügel müsseü in zweck- mäßiger Weise in die allgemeine Regelung einbezogen werde». Für Reiche sei alle?•;» haben, natürlich nur zu ganz hohen Prei- se». Das müsse beseitigt werden. In Baden werde jetzt noch markenfreies Mehl zu sehr hohen Preisen verkaust. Beseitigt werden müsse endlich die ungleiche Abgabe von Fleisch und Fett an die verschiedenen Bezirke. Es sollte mitgeteilt werden, in welcher Art die Lebensmittel auf die einzelnen Bezirke verteilt werden. In einigen Gegenden werden bei der Verteilung der Lebensmittel nicht oder nicht genügend die Konsumvereine berücksichtigt. Die Massenspeisungen der Städte und größeren Fabriten sollten gefördert werden und ihnen die erforderlichen Lebens- mittel zur Verfügung gestellt werden. Aus der Werft von Blohm u. Voß in Hamburg komme die Klage, daß der Fabrikleitung die durchaus notwendige Zusatzmenge Fett für ihre sehr schwer arbei- tendcn Arbeiter verweigert worden sei. Die unerträglich hohen Preise für Fische seien verursacht dadurch, daß eine Industrie entstanden sei, die das Fleisch der Fische verarbeite und immer höhere Preise biete, um möglichst viele Fische zu bekommen. Da- gegen müsse sofort und nachdrücklich eingeschritten werden. Die Preise für Fische, Eier, Fleisch usw. müßten allmählich herab- gesetzt werden. Arbeiter, untere Beamte und Mittelstand könnten die hohen Preise unmöglich zahlen. Die Verhältnisse würden geradezu unerträglich. Ebenso müßten die nötigen Mengen nn- entbehrlicher Nahrungsmittel für die Ernährung der Menschen gesichert werden. Redner empfahl die Annahme des Antraacs, da z das Malzkontingent der Bierbrauereien ans M Proz. herabgesetzt werde. Der Ausschank von Branntwein sollte ganz vet- boten werden; die Noch vorhandenen großen Mengen sollten für das Heer beschlagnahmt werben. Präsident des Kriegsernährungsamt» v. B a t o c k l versicherte, daß in den nächsten Tagen auch an den letzte» Orten die Schwierig- leiten in der Zufuhr der Kartoffeln beseitigt würden. Die Eisen- bahn werde ihre größte Tätigkeit entfalten und täglich 5000 Löagen für den Transport von Kartoffeln stelle». Gegen die, welche die Kartoffeln zurückhalten, werde mit der größten Schärfe vorgegangen; jedoch kämen solche Fälle nur ganz selten vor. An- zuerkennen sei, daß die Lebensmittel in erster Linie zur Ernäh- runa der Menschen verwendet werden müßten. Ob aber den alten Leuten, die an einen mäßigen Schnapsgenuß gewöhnt seien, der Schnaps völlig entzogen werden soll, sei zweifelhaft. Ueberdies sei die Beschlagnahme von Schnaps sehr schwierig. Die Brenne- reien würden gezwungen, 25 Proz. ihres Karloffelbestaiides herauszugeben, wo dies zur Beseitigung eines dringenden Notstandes notwendig ist. Sehr bedauerlich sei eS, daß noch nicht Fett Und Fleisch gleichmäßig verteilt werden können. Beabsichtigt sei, daß den schwer arbeitenden Personen 125 Gramm Fett für die Woche geliefert werden. Nichtig sei es, daß einige Gemeinden bei der Verteilung der Lebensmittel nicht genügend die Konsilmverein« be- rücksichtigt hätten. Das sei ein Fehler. Alle Gemeinden müßten die Masselispeisungen durchführen und könnten dann auch dazu die notwendigen Lebensmittel verwenden. Wo dies nicht ge- schehe, werde die Gemeinde dazu gezwungen werden. Dagegen iei es nicht möglich, beshmnite Kreise der Bevölkeriing zu zwingen. ihr Essen aus der Massenspeisung zu beziehen. Auch müßten die, welche das Essen von hier beziehen, einen entsprechenden Teil ihrer Marken abliefern. Herr v. Oppen aus dem KriegScniäHrungsamt mußte zugeben, daß in Baden in der Tat markenfreies Mehl verkauft werde. Es sei dies solches Mehl, das in kleineren Mengeil aus dem Aus- lande eingeführt worden ist. Am 29. August 1910 je! eine Vcr- ordnung erschienen, nach der auch derartiges Mehl mit Beschlag belegt werden könne. Staatssekretär des Innern Dr. Helfserich verlaS die 1, b�r Statistik über die Sterbefälle. Sie beweisen, daß die Verhaltnisse in den letzten Jahren seyr günstig seien. - � �(Soz. Arb.j.- Noch immer arbeiten die Krieg?- gescllichaften gegeneinander, insbesondere scheinen für die Heeres- verivaltullg die Vorschriften über Höchstpreise nicht zu bestehen. -kuch die Ausfuhrverbote, deren Beseitigung schon im Juli vom Kr:egsernahruilgsamt versprochen wurde, bestehen noch und sühreu uiilcidlichen Zustanden; der Thüringische Städtetag hat sich soeben erst wieder gegen die noch immer vorhandenen AuSfuhrvcr- böte ausgesprochen. Das KriegsernährungSamt kommt mit seinem Eingreifen immer zu spat. Dringend erforderlich ist eine Rege- lung der Vorschriften für Zusatzkarten. Der Begriff..Schwer- arbeitcr", den die Verordnungen des KriegsernährungSamts vorschreiben, kann nicht zur Grundlage dienen, da bei den verschie- denen Arbeitsverhältnissen eine feste, allgemein gültige Bestim- milng nicht möglich ist; es muß vielmehr den Gemeinden über- �sse» bleiben, denjenigen Bevölkerunnsschichten, die eine erhöhte Nahrungszuwendung brauchen, Zusatzkarten zuzuweisen. Schien- "'gst ist Fürsorge für die Versorgung der Städte mit Kartoffeln zu treffe». Soweit die Ernte noch nicht eingebracht ist, müssen nulitarische Arbeitskräfte und Gespanne zur Verfügung gestellt erden; die Heranziehung von Schulkindern ot bei großstädtischen ganz unzulässig. Wenn nicht bald und energisch von den Enteignungen angedroht und durchgeführt werden, kom- � große Gefahr; es wird llnmöglich. die erfovder- L'fssei, Kartoffeln noch herbeizuschaffen und einzulez,ei,. �«tadle tnt JGwioetsateumj der einzelnen Eiruoohner vor- nehmen, müssen sie zuvor einen eisernen Bestand zur Deckung des Bedarfs der gesamten Bevölkerung schaffen, um während des Froste?, wo die�Zufuhr aufhört, gesichert zu sein. Zur Herstelluiig von Spiritus sollten Kartofseln jetzt gar nicht gegeben werden, der Bedarf an technischem Spiritus ließe sich besser durch Melasse decken, da diese jetzt bei der besseren Futlermittelernte nicht in solchem Umfange wie im Vorjahr zur Fütterung gebraucht wird. Die freie Abschlachtung der Schweine müsse eintreten, da für die großen Bestände das Futter nicht reicht, um Futterschweiiie zu züchten. Ferner sei jetzt schon eine Fürsorge für die Produktion des nächsten Jahres nötig, und zwar durch Produktionszwang min- destens für einzelne Nahrungsmittel. So sei größerer Anbau von Hülsenfrüchten dringend erforderlich. Auch für die Massenspeisung ist Liefernng von Hülsenfrüchien erforderlich, denn frisches Gc- müse ist zwar schmackhaft, nährt und sättigt aber nicht genügend; das sei auch der Grund, weshalb die Masseiispeisuiig nicht so in Anspruch genommen wird, wie man berechnet hatte. Nahr- hafter könne die Massenspeisung werden, wenn Brot zur Mahlzeit verabfolgt wird, was aber nur möglich ist, wenn den Gemeinden hierzu besondere Zusatzkarten für Brot zugeteilt werden. Präsident des Kriegsernäbrungsamts v. Batocki: N»i l. Dezember findet eine Volkszählung statt, weil für vier Millionen Personen mehr, als nach miserer Vermutung in der Tat vorhanden sind, Brotmarken beansprucht werden. Offenbar werden noch oft Marken verlangt für solche Personen, die verzogen sind. Bei der Zählung sollen auch solche Personen festgestellt werden, die alS Schwerstarbeitcr anzusehen sind. Schwerstarbeiter seien die Arbei- ter, die unter Tage oder ain Feuer arbeiten. Sie sollen bei der Zuweisung von Zulagen zu Fett und Fleisch besonders berücksichtigt werden. Bei der Bestimmung, wer als Schwerstarbeiier gelten soll, seien selbstverständlich die örtlichen Verhältnisse zu berücksichtigen. — Auch er halte es für falsch, wenn die Schuljugend aus der Stadt allgemein herangezogen werde zum Karioffeln ausnehmen. In be- sonderen Fällen aber, z. B. wenn die Eltern vom Lande zugezogen t>nd die Kinder mit landwirtschaftlichen Arbeiten vertraut seien, sei die Verwendung der Kinder angebracht. Auch Dirnen aus der Stadt könnten dazu gezwungen werden. Ein Vertreter des Kriegsministeriums erklärte, daß Anweisun- gen ergangen sind, bei Einkäufen für die Heeresverwaltung dürfe unter keinen Umständen über die Höchstpreise hinausgegangen werden. Fehler seien in einzelnen Fällen vorgekommen, dagegen sei aber sehr scharf eingeschriiten worden.— Abg. G o t he i n beanstandete, daß 5000 Wagen auf der Eisenbahn viel zil wenig seien. — Der Präsident deS KriegSernährungsamtS berichtigte sich später, daß die Eisenbahn nicht 5000, sondern 10 000 Wagen täglich stellt. Redner weist dann darauf bin, daß in Oberschlesie» seit ZtriegsmiS- bruch der Ansschank von Schnaps verboten sei, ohne daß dadurch irgendwelche Mißstände entstanden ioäreii; was in diesem Gebiete möglich sei, müsse auch in anderen Gebieten durchgeführt werden können. � Abg. Hoch(Soz.j weist darauf hin, daß bei Versendung der Frühkartoffeln schwere Fehler dorgekommen seien. Einzelnen Gemeinden seien ganze Waggonladungen zugewiesen, obgleich sie versorgt waren und infolgedessen für die noch weiter zugeschickten Mengen keine Verwendung hatten. Die Folge davon war. daß viele Kartoffeln zugrunde gegangen sind. Ferner sei in dem Bezirk Hanau, wo eine sehr reiche Kartoffelernte war, eine Vereinbarung mit den Landwirten erfolgt, daß die Kartosfelpreise um 1 M. pro Zentner geringer bemessen wurden. Der Regierungspräsident hat diese Abmachung nicht genehmigt, sondern die Gemeinde ge- zivungen, den Landlvirten gegen ihren Willen den vollen Höchst- preis zu zahle». Redner verlangt Auskunft darüber, ob sich die Reichsieitung nicht mehr als bisher der sogenannten Ersatzmittel annehmen wolle; mit ihnen werde oft ein arger Schwindel ge- trieben und hier sei notwendig, daß für das ganze Reich festgesetzt iverde, loelche Ersatzmittel verkauft werden können und welche Preise dafür zu zahlen �ind. Ferner weist Redner darauf hin, daß verschiedene Redner bereits Auskunft verlangt haben, wie es komme daß so verschiedene Mengen an Fleisch und Fett in den einzelnen Bezirken zur Verteilung komme». Die Redner hätten verlangt, daß die Art Uiid Weise der Verteilung klargelegt werde. Das sei bisher nicht geschehen. Dringend notwendig sei eS, daß in der Kom- Mission hierfür Auskunft gegeben werde. In der Stadt Hanau z. B. werde i» der letzten Zeit eine ganz geringe Menge von Fett und Fleisch ausgegeben und nicht einmal diese Menge sei regel- mäßig eingetroffe», so daß seit zwei Wochen überhaupt keine Butter berteilt Iverdcn lonnte. Die Abgg. Giesberts, Matzinger, Gamp und Schiele bringen auch eine ganze Reihe von Beschwerden vor, die zum größteü Teil das bestätigen, was bereits in der bisherigen Verhandlung vorgebracht worden ist.— Darauf geht der Präsident des Ernähtungsamt» eingehend aus einen Teil der Beschloerden ein. Im allgemeinen versprach er, daß das Kriegsernährungsamt alle Wünsche des Reichstags gründlich untersuchen und alles das durchführen iverde,>vas irgend möglick sei. Er warnte insbesondere davor, daß ein Teil der Kriegsgesellschaftcii in anderen Städten als in Berlin errichtet werde. Es sei nnbedingt notwendig, daß die Kriegsgesellschasten miteinander in Verbindung stehen und daraus ergebe sich, daß sie alle in Berlin ihren Sitz haben müssen. Ein Zwang, baß die Landwirte besondere Produkte herstellen, sei sehr bedenklich. Das Kriegsernährungsamt werde sich bemühen, die Erzeugung gewisser Früchte, wie Oel und Hülsenfrüchte, dadurch zu fördern, daß für diejenige», die Piese und andere bestimmte Früchte anbauen lvolle», ei» Vorzugsrecht für den Bezug künst- lichen Düngers gewährt werde. Hofsentlich werde auf diesem Wege das erreicht, was notwendig ist. Für Fische, Wild ustv. könnten unmöglich billigere Preise vorgeschrieben iverde», weil es dann von einem Zufall abhängen würde, wer sie bekommt, und die Wirlung würde die sein, daß den Großstädten so gut wie gar nicktö»lehr zugeführt Iverde. Heringe iverde» fast nur noch vom Auslände eingeführt, datier die hohen Preise. Hieran könnie nichts geändert werden. Tie Beschlagnahme der Zwetsche» und Aepfcl war unver- meidlich geworden, da die Marineladenfabriken nicht in der Lage waren, diejenigen Mengen der Früchte zu bekomnien. die sie brauchten und die beschafft werden mußten, wenn die„osivendige Menge Marmelade für die Bevölkerung vorhanden sein sollte. Mit Zwetschen ist im allgemeinen ein guter Erfolg erzielt worden, mit Aepfeln leider nicht. Beiin Fett werde mit allen Mitteln gesucht werden, die Rationierung durchzuführen. Hier seien auch Schwierigkeiten zu überwinden, die müßten aber überwunden werden. Ebenso werde man für Grütze. Graupen, Gries und Teigwaren die Rationierung durchführen. Sie sei bereits im Gange und werde bald abgeschlossen sein.> Hierauf wurde die Verhandlung auf M o n t a g vertagt. Sonn- gbend n d eine.Besprechung" von HeereSfragen stattfinden._ die �uSenzählung von 191H. Ein Protest von Philipp Scheide manu. Durch Beschluß der Budgetkommission des Reichstags vom 19. Oktober, die in den Kriegsgesellschaften beschäftigten Personen nach ihrer Religion feststellen zu lassen, erscheint mir als ein so ungeheuerlicher Verstoß ghsen alles gute Herkommen und gegen die Grundsätze eines konfessionell neutralen Staatswesens, daß ich nicht verfehlen möchte, auch außerhalb des Reichstages an jeder mir erreichbaren Stelle aufs schärfste Verwahrung gegen ihn ein- zulegen. Dem Staat geht das religiöse oder Nichtreligiöse Bekenntnis lwe*. Bürger picht das allergeringst« an.«ach umm. Aus- ' sassung hätte jeder Staatsbürger das Recht, sich die zudringliebc Frage nach seiner Konfession entschieden zu verbitten und sie unter Uinstälideil auch unbeantwortet zu lassen. Wenn die in de» Kriegsgesellschaften beschäftigten Personen ohne llnterschied der Konfession die Angabe ihres Bekenntnisses einfach verweigern würden, so wäre das eigentlich nur selbst- verständlich, und es würde ibnen die Sympathie aller anständig denkenden Menschen eintragen. Der Beschluß der Bndgetkommission wird nun freilich damit begründet, daß durch die Erhebung„eine weit im Volke verbreltetc Meinung" widerlegt iverden soll, wonach in den Kriegsgeseli- sckiaften besonders viel„jüdische Drückeberger" säßen. Wenn in den Kriegsgesellschnsten Drückeberger sitzen, so soll man sie an die Front schicken! Ob sie Juden oder Christen sind, ist total gleichgültig. Der Beschluß der Budgeikommission ist aber auch wirklich»ich als Maßnahine zum Schutze der Juden gegen antisemitische Hetze gedacht, vielmehr kommt er den Gedankengängen der Herren. denen die sogenannte Judenfrage das A und O echtteutscher Po- litik ist. in der weitherzigsten Weise enigegcn. Daß er überhaupt gefaßt werden konnte�(trotzdem die Rc- gierung sich dagegen verwahrte D. Redä. ist«in interessantes Symptom. Schon jetzt zeigt sich ganz deutlich, daß nach dem Kriege ztvei große Richtungen um die Herrschaft im Innern kämpfen werden: eine entschieden freiheitliche Richtung, die in der Hauptsache von dem moderne», freien und vorurteilslosen Geist der Arbeitcr- klasse getragen sein wird, und eine reaktionär demagogisch- nationalistische Richtung, die dann naturgeiNäß auch antisemitisch sein muß und deren ausgesprochen judenfeindliche Färbung sich jetzt schon bemerkbar macht. Im Kamps gegen politische Priv- legten und Kapitalherrschaft würde die Arbeiterbewegmig sehr ranb unwiderstehliche Macht gewinnen, wenn es ihren Gegnern nicht rechtzeitig gelänge, die weniger ausgeklärten Massen der Be- völkenmg von der allgemeinen Beivegung abzuzwingen, sie von den eigenilichen Kampszielen aus bloße Schein ziele abzulenken und dadurch iingesäbrlich zu machenc Diesem Zweck dient die antisemitische Bswcgnng, die sich au allen Ecken und Enden hervorwagt und die in �dem erwähnten Beschluß der Budgetkommission überraschend früh ihren örstcn prinzipiellen Sieg verzeichnen darf. Jener Beschluß ist im höchsten Grade parteiisch. Wen» man schon Juden zählen ivill so soll man sie doch nicht nur in_ den Kriegsgesellschaften zählen, sondern auch in den Reihen der Kriegs- freiwilligen und in d e n G r ä b e r n d r a u ß e n a n d e r F r o n t! Man soll sie überall zählen, Ivo sie im Leben der Nation Tüchtiges geleistet nud Verdienstvolle? geschaffen haben, nicht aber nur�dort. wo man Material zu finden boffl, um sie ungerechterweise in Bausch und Bogen zu verdammen. Wir Sozialdemokraten stebe» unerschütterlich ans dem Stand- Punkt, daß der Staat unsoziale Erscheinungen zu bekämpfen hat. gleichaiiltig von wem sie ausgehen, daß man aber nicht ganze Bevölkeniiigsgrilppen verantwortlich machen darf für die mehr oder minder verurteilungSwerten Handlungen, die von einzelnen dieser Gruppen Zilgehörigen begangen werden. Der Beschluß der Budgetkommission ist in jeder Beziehung falsch und abwegig. Oder wollte man wirklich die„Neuorientie- rung" damit beginnen, daß man— sei es zunächst auch nur aus dem Felde der Statistik— den plattesten antisemitischen Liebhabe- reien huldigt? Auf alle Fälle: Hier handelt eS sich um Zeichen der Zeit. auf die rechtzeitig hinzuweisen, vor deren Folgen nachdrücklich zu warnen, mir Pflicht scheint. politische Lederstcht. Ein nener Zwölf-Milliarden-Krcdit. Berlin, 20. Oktober.(W. T. V.) Dem Reichstag wirb morgen eine Vorlage zugehen, durch welche ein neuer KriegskrcdU von zwölf Milliarden angefordert wird. Eine Zensuranfrage. Der Abgeordnete Werner« Gießen hat im Reichstage folgende Anfrage eingebracht: .Auf dem Vertretertag de? Reichsverbandes der deutschen Presse wurde nach den Zeitungsberichten eine Entschließung angenommen, in der u. a. folgendes steht: »Auf die Eingaben des geschäftsführenden Ausschusies hat die ReichSleitung mit der Zusicherung geantwortet, daß mindestens eine Milderung in der Handhabung der politi- sehen Zensur eintreten solle. Die Delegiertenversammlung stellt aber als Ergebnis der heutigen Verhandlungen fest, daß teilweise sogar eine Verschärfung der politischen Zensur eingetreten ist." Da auch der Herr Reichskanzler(vergl. die Rede vom 5. Juni diese« Jahres die Berhälinist'e ans dem Gebiete der Zensur als un- erwünscht enipfindet, frage ich hiermit an, waS er zu tun gedenkt, um den bisherigen Zustand zu beenden? Ist er insbesondere, mn das Gehermschriftenwesen zu beseiligen, bereit, das Verbot der Kritik an seiner Politik auf- zuheben soivie die gegen einzelne Sckiriststeller ergangenen Vor- z en s ur in a ß n a h m e n falle» z» lassen und die etiigezogencn .nationalistischen" Bücher freizugeben? Mir genügt eine schristliche Beanlwortung." Diese Anfrage legt wenig Wert auf die grundsätzliche Seite der Zettsurfrage und will letzten Endes mir Erleichtern!, gen zugunsten einer beftinnnien politischen Richtung. Mit einer derartigen Ein- seitigkeit wird man da? Nebel der politischen Zensur nicht beseitigen können. Eniweder man bekämpft die politische Zensur grundsätzlich und verlangt freie? Feld für jede politische Neberzcugiing, oder man nimmt sie auf sich.(?) Eine Slufrage über den Begriff„Bedarfsgegenstände". Wolffö Telegraphenbureau meldet: Die Begriffe. Gegen st än de de» täglichen Be- d a r f e s" und.Gegenstände des notwendigen Le- bensbedarfes" haben in letzter Zeit in den beteiligten Kreisen zu lebhafien Erörterungen Anlaß gegeben. Nicht nur der Klein- Handel, sondern auch der Großbandel iü an einer genauen Ans- legung dieser Vegrisse sehr interessiert. Es wird daher der Versuch gemacht werde», die Regierung durch eine Anfrage zu veranlassen. den oben bezeichneten Begriffen eine möglichst klare Auslegung zu geben. Wie wir hören, bat Herr RcichsragSabgeordneter K e i n a r h folgende Anfrage an den Reich skan zier gerichtet: .In einer Anzahl von Verordnungen werden über den Handel und Verkehr mit.GegeiistSnden des täglichen Bedarfes" und .Gegenstäudeii des nolweudigeu Lebensbedarfcs" Bestimmungen gelroffe», nicht nur über die Preisbildung, soiidern aucy über die Form des Handelsverkehrs, über Packung u. a. Zuwiderhand- lungen werden mit erhebliche» Geldstrafen und Gefängnisstrafen bedroht. In den Handels- und Gewerbekreisen besteht allgemeine Unsicherheit darüber, was zu den Gegenständen des täglicdcn Be- darfcs und des nolivendigen Lebensbedarfes gehört. Weder die gerichtlichen Entscheidungen noch Anfragen bei den Vcrwaltungö- stellen geben dariibe� Klarheil. Auch die Anwendung der Per- Ordnungen durch die Slellvcrlretcuden GencratloinmandoS ist eine verschicoenarUgc. Dieser Zustand der Unsicherheit, der ständigen Gefährdung durchaus ehrenhasicr Kaufleute und Gewcrbmdbcnder durch entehrende Sirasen-bedeutet eine unbegründete Beeinträchtigung des GeichäftSlebciis und eine schwere Härte gegen den Kaufmanns- stand. Was gedenkt der Herr Neichskanzler zu tun, uin I. eine möglichste Klärung der ÄiechtSlage durch eine Auslegung der genannten Begriffe herbeizuführen und kl. eine einheitliche Anwendung der Verordnungen in dieser Hinsicht sicherzustellen." Kleine Anfragen im Reichstag. Vor mehr als zwei Jahren hat die Regierung eine Reform in der Organisation des d i p l o m a t i s ch c n D i e n st e s zugesagt. Geschehen ist aber nichts. Der nationalliberalc Abgeordnete v. Richthofcn hat deshalb im Reichstag eine Anfrage eingebracht, in der er die damals gemachten Versprechungen aufzählt und dann die Frage daran lnüpft: Ist eine dieser Reformen bereits durchgeführt und ist der Herr Reichskanzler gewillt, unter Vorbehalt grundlegender Reformen nach Kriegsbccndigung, die erwähnten Reformen soweit dieS noch nicht geschehen, auch während deS Krieges zu verwirklichen? Hammanns Rücktritt. Zum Rücktritt des Direktors der Presseabteilung des Auswärtigen AmtcS, Wirkl. Geheimen LegationSratS H a m m a n n, schreibt daS.Verl. Tageblatt": Hammann, dem auch seine zahlreichen Gegner gros;e Klug beit und Erfahrung nicht abshrecbcn können, gehört seit vielen Jahren zu den cinfluffreichsten Persönlichkeiten ini RcichSdienst. Er ist 1832 geboren und war ursprünglich Journalist. Bis zum Jahre 1808 arbeitete er für die„Schlesische Zeitung" und für andere Blätter der Rechten, dann auch für den„Pester Llohd". Als Caprivi die Presieablcilimg im Auswärtigen Amt aufgehoben hatte und diese Abteilung dann chieder, zunächst unter dem Grafen Groeben, neu eingerichtet werden sollte, wurde Hammnnn zur Mitwirkung beriifen. Vor einiger Zeit wurde das Prestedezernat zu einer selbständigen Abteilung umgewandelt, und Hammann, der inzwischen Wirkt. Geheimer Legationsrat getvordcn war, wurde naturgemäß Direktor dieser Abteilung. Er war der intime Ver- traute und Mitarbeiter deS Fürsten Bülow und dann des Reichs- kanzlcrS v. Bethmann Hollwcg. Seine Gesundheit ließ in der lichten Zeit häufig zu wünschen übt ig. lieber seine Tätigkeit wird, auch von allen Bcurtcileln der Zeitgeschichte, noch viel ge- sagt werden. Major Teutelmoser zum Nachfolger Hammann? ansersehen. Berlin, 20. Oktober. kW. T. B.) Nach einer Verein- barung mit der Obersten Heeresleitung steht das Ausscheiden deS Majors Deutelmoser, Chefs des Kriegspresseamts, ans dem militärischen Dienst und sein Eintritt in das Auswärtige Amt bevor. Hier wird sich Major Teutelmoser zunächst mit den Geschäften der Nachrichtenabteilung unter Leitung des Ministerialdirektors H a m m a n n vertraut machen, um später dessen Nachfolger zu werden. „Weibliche Drückeberger." Unter dieser lleberschrifl bringt die„Tägl. Rundschau" folgende Mitteilung: Der Magistrat von Sonncnberg mack-t bekannt, daß sämllicheu Krieaersraueu. die sich au der Kartoffelernte nicht be- leiltgeii, die st ä d l i I ch c 1l n t e r st ü tz u n g entzogen wird. Wir hallen daS Vorgehen des Sonnenbcrger Magistrats für durchaus unzulässig und rechtlich unbegründet. Tie' Kriegsunler- stützung ist keine Armernrnterstützung, sie bernbt ans einem Reichs- gesell und muß gewährt werden, wenn Bediirsliglcit votlicgt. AuS- drücllich ist im Reichstage aber wiederholt erklärt worden, daß für die Feststellung der Bedürstigkeit nicht die Grundsätze für Ge- Währung von Armcnunlerslützung angewendet weiden dürfen. Es ist dringend erforderlich, daß die lokalen Verwaltungsbehörden schleunigst mit ollem Nachdruck darauf aufmerksam gemacht werden, damit die Kriegersraueu nichl auch noch unter Härten rmd Un- gerechtigkciten zu leiden haben. Was soll man aber von einem Organ halten, das eine so unberechtigte, Maßnahme wie die deS Sonneberger Magistrats als Maßnahme gegen„weibliche Drücke- bcrgcr" bezeichnet k__ Kviegö-Prositmacher. Der Kaufmann Held in Allenstcin sollte als Kommisfionär der Häuteverwertung für die KriegSledergcsellichaft Häute auskauseu und an sie abliefern. Er verlauste aber im Jahre 1913 an die Firma Demmler-Berlin tKXK) Rindhäute und an die Firma Hirschberg in Berlin 2000 Rindhäute. Diese wurden als.ouSIändislbe" Häute bezeichnet und von den Berliner Firmen weiter verlaust. Die Sraats- lajie ist uur 174 000 M. geschädigt worden. Die Berliner Händler bezahlten für die Häute 1,10 bis 1,13 M. pro Pfund, erhielten aber 1,80 bis 2 M. Held wurde vom Allensteiner KriegSzustandSgertcht zu 1450 Mar! Geldstrafe veruneilt. Vor der Mainzer Strastanimer hatte sich der Inhaber einer großen Schuhfabrik zu veranlworten, weil er bei seinen Schuh- und Stieselfabrikaten Pappdeckel lLedcrersatz) verwendet hatte. Der Mann wurde freigesprochen, weil er seinem Abnehmer, einem Mainzer Großhändler, geiagr hatte, die Stiefel seien nur zum Ladenverkauf, nichr zu Lieferungen an Milirärbehöroen ge- eignet. In der Verhandlung wurde weiter bekundet, daß der Mainzer Händler die Waren nach Frankfurt a. M. verkaust hatte? von dort ivurden sie unter der gleichen Klausel suur für Laden- verkauf verwendbar) an eine Berliner Firma tJarobi) veräußert. Letzterer ließ die Vorsichtsmaßregel, daß die Stiefel nur für den Ladenverkauf geeignet sei, außer acht und verkaufte die Waren an ein militärisches BekleidmigSamt. Er wurde bereits vor einiger Zeit mit fünf Jahren Gefängnis bestraft. Das tägliche örot. Keine Gcmüsebcschlagnahme. Das Lcbcnsmittclamt in Frankfurt a. M. erklärt, daß entgegen den Gerüchten über Einführung von Gemüsckarten und Beschlag- nähme von Gemüse, diese nickt in Aussicht stehen. Das Amt hat an zuständiger Siclle in Berlin tclegraphisch angesragt und die Drahtnackricht erhalten:„Von Einsühruug von Gemüielarlen und allgemeiner Gemüsebeschlagnahme ist hier nichts belaniu." Tie Ursache der Kartoffcluot. In der jüngsten Numnier des„Fränkischen Bauer" erlassen Dr. H c i in und Dr. S ch l i t t c n b a u e r, die Direktoren der landwirtschaftlichen Zentralgciiossciischaft, einen Aufruf unter der lleberschrift:„Bauern, gebt die Kartoffeln zum gesetzlichen Höchst- preise her!" Veranlassung dazu ist die Tatsache, daß den beiden Herren„aus verschiedenen Teilen Bayerns, insbesondere aus dein Frankenlandc", Klagen zugingen, wonach„die Bauern ihre Kartofjclu u i ch t u n t e r 0 bis 7 M. a b g e b c n w o l l e n", Der Höchstpreis beträgt 4 M. Ter Ausruf erinnert die Dauern zunächst an die schweren Strafen, die auf der Ueberschreitung des Höchst- Preises stehen. sGesängnis bis zu einem Jahre oder 10 000 M. Geldstrafe.) Gegenüber der„spekulativen Zurückhal- tun g" lvird gesagt, daß die erwartete eine Mark Mehrerlös reich- lich durch den Schwund verzehrt tvcrdc. Der Wehrpflicht der Frontkämpfer wird die Nährpslicht der Bauern gegenübergestellt. Wer Wucher treibt, vergeht sich am Vaterlande. Jeder frage sich, ob aus solchem Gelde Gottes Segen ruhen kann? Dann heißt es weiter: „Bedenkt, welche Erbitterung bei der städtischen Bevölke- rung auch nur durch Einzelfälle gegen den gesamten Bauern- stand hervorgerufen wird! Bedenkt, wie die Erbitterung nnck dem Kriege eine geschlossene Kampflinie aller Gegner der Landwirt- schaft herstellen wird! Bedenkt, was bei der Neuordnung un- sercr Wirtschastsvcrhältiiisse und unserer Handelsverträge nach dem Kriege für die Bauern herauskommen wird! Wenn eine landwirtschastsscindlichc Mehrheit im Reichstage vorhanden ist, dann ist es vorbei mit jeglichem Schutzzoll. Bedenkt. das; zur Erhaltung dieser Grundbedingung für die Rentabilität der deutschen Landwirtschaft auch die Stimmen von städtischen Vertretern im Reichstage nötig sind! Be- denkt, daß die Bauern aus die anderen Stände angewiesen sind> da sie doch nur mehr ein Viertel der Bewohner des Deutschen Reiches ausmachen. Wir richten unter diesen Umständen an die gesamte Bauernschaft Bayerns den dringenden Appell, möglichst viel Kartoffeln abzuliefern und zu dem gesetzlichen Höchstpreise." So reden Vertreter der Landwirtschaft. In der„Kölnischen Volkszeitung" lNr. 830) aber sucht der Reichstagsabgcordncte Schiffer, ein christlichnationaler Arbeiterführer, es so darzu- stellen, als ob eine absichtliche oder gar spekulative Zurückhaltung der Kartoffeln zurzeit nicht vorliegt. Mus Groß-öerlin. Frauenarbeit in öer MeLallinüustrie. Der„Verband für handwerksmäßige und fachgewerbliche Ausbildung der Frau" erörterte ans seiner dritten Hauptversammlung, die er am 16. Oktober in Charlottcnburg abhielt, die„Wirkungen des Krieges aus die Frauenarbeit in der Metallindustrie". Angesichts des starken Bedarfs an Arbeiterinnen, die in der Metallindustrie während des Krieges als Ersatz für Arbeiter dienen, ist die Frage ihrer Ausbildung nicht unwichtig. Ein Bild der allgemeinen Bedingungen der Frauenarbeit*tn diesem Industriezweige gab Gustav H a r t m n n n, Generalsekretär des Gemerkvereins der Maschinenbau- und Metallarbeiter. Seit Kriegsausbruch sind die Bestiminungen zum Schutz der Arbeiterinnen tcilwciseaußer Kraft gesetzt, so daß für sie die Arbeitszeit sich verlängerte und auch Nachtarbeit zulässig wurde. Vielfach müssen in der Metall- Industrie die Frauen jetzt Arbeiten ausführen, die man sonst nur Männern znivies. Das gilt nicht nur für die Munitions- fabrikcn, deren Betrieb ja jetzt einen großen Teil der Frauen- arbeit beansprucht. Selbst in der Schwerindustrie habe, so führte der Referent aus, die Frauenarbeit bedeutend zu- genommen. Schwere körperliche Arbeit werde von Frauen geleistet und zwar bei einer Arbeitszeit, die nicht selten das zu- lässige Maß sehr weit überschreite. Bei Schichtwechseln sei es vorgekommen, daß Arbeiterinnen zwei oder gar drei chichtcn hintereinander leisteten. In einem obcrschlesischcn Hüttenwerk haben Kricgersraucn nach eigenem Wunsch nur bei Nacht gearbeitet, um am Tage ihr Hauswesen, besorgen zu können. Referent warnte vor den schlimmen Gefahren, die man sür die weibliche Bevölkerung und für die kommende Generation zu bcfiirchtcn habe. Abhilfe könne und müsse ge- schaffen werden durch Einstellung von mehr Arbeiterinnen, die sich ermöglichen lasse durch Ucberleitung von Arbeiterinnen aus Industrien mit jetzt geringem Bedarf in solche mit jetzt starkem Bedarf, zum Beispiel auZ der Textilindustrie in die Munitionsindustric. Die seit Kriesausbruch aufgehobenen Arbeiterschutzbcstimniungen seien spätestens bei Ficdens- schluß wiederherzustellen. Bei aller für die Frau zu fordernden Freiheit der Arbeit müsse man dock dafür sorgen, baß sie durch Garantien für Gesundheit und Sittlichkeit geschützt toird. Zu fordern sei auch, daß den Frauen bei gleicher Leistung derselbe Lohn wie den Männern gezahlt wird. Nach dem Kriege solle die verheiratete Frau in daS Hans zurückkehren. Ucber die Qualität der Frauenarbeit sprach Frau Dr. S ch u m a n n- F i s ch e r. Infolge des Krieges habe in der Metallindustrie nicht nur die Beschäftigung von Krauen der Zahl nach sehr bedeutend zugenommen, sondern auch ihre Verwendung bei der Herstellung von Qualitäts- Produkten sich in weitem Umfang nötig gemacht. Dabei werde aber der Mann durch die Frau nicht in der Weise ersetzt, daß man etwa durch sie genau dieselbe Arbeit machen ließe. Der Arbeitsprozeß sei durch er- weitcrte Arbeitsteilung' so umgestaltet worden, daß die auSzufiihrendcn Arbeiten sich den Leistungen dieses andersgearteten ArbcitspersonalS anpassen. Die Referentin meinte, daß z. B. in der Munitionsinduftrie die den Frauen über- tragenc Arbeit selten mehr als eine gewisse Sinnenanfmerk- samkcit und kaum ein tieferes Interesse für den Arbeits- Vorgang- erfordert. Unentbehrlich sei daneben der gelernte Arbeiter, der als Einrichter dienen muß. Manche Arbeiterin erwerbe nach längerer Ucbung die Selbständigkeit�eincr Fach- arbcitcrin, doch habe im großen ganzen die Oualität der Frauenarbeit in der Metallindustrie sich nicht erhöht. Durch die Erfahrungen des Krieges sei erwiesen, daß hier die Frauenarbeit verwendbarer ist, als man bisher glaubte. Aber nach dem Kriege werde sie wohl viclfachwicdcr verschwinden, ivcnn nicht die ihr günstige Massenproduktion in der deutschen Metallindustrie größere Ausdehnung als vor dem Kriege erlange. Immerhin tvcrdc die Frau, was sie jetzt gewonnen hat, auch nachher teilweise festhalten. Das gelte besonders für diejenigen Ar- beitcrinncn, die es zu einer ettvas höheren Leistungsfähigkeit gebracht haben. Zu wünschen sei nur, daß von den Frauen die gesundhcitschädigenden Arbeiten ferngehalten und ihre Löhne nicht gedrückt werden. Tie noch bestehenden Schränken nr erweiterte Vcnvcndung der Frauenarbeit in der Metall- industrie könne nian überwinden durch Ausnutzung aller tech- nilchen Mittel zur Vereinfachung und Erleichterung der Arbeit. Die Leistungsfähigkeit der Frauenarbeit lasse sich steigern durch bessere allgemeine Bildung, die von den Volksschulen zu 'ordern sei, und durch gründlichere Fachbildung, die in der Regel am zweckmäßigsten durch praktische Anleitung und Uebung ini Betrieb selbst, in besonderen Fällen durch Fach- kurse und handwerksmäßige Lehre crivorbcn werden müsse. An die Referate knüpfte sich eine längere Diskussion. Unter anderen beteiligten sich daran Vertreter des Verbandes deutscher MetallindustrieNer, der Gewcrbeinspektion Berlin. deS Zcntralvcreins fiir. Arbeitsnachweis, des Arbeiterinnensekretariats der Gewerkschaften- Für die Metallindnstriellen erklärte Dr. T o e b e I, nur bei Herabsetzung der Löhne auf eine angemessene Höhe könne die deutsche Industrie wieder exportfähig werden. Geheimrat H a r t m a n n hat aus den Beobachtungen der Gewerbeinspektion den Eindruck gewonnen. daß die Gesundheit der mit Männerarbcit beschäftigten Arbeiterinnen nicht leidet. Die Absicht einer Verkürzung der Arbeitsdauer sei auf Widerstand gestoßen nicht nur bei Fabrikanten, sondern mehr noch bei Arbeiterinnen. Hierzu stellte unsere Genossin Sauna fest, daß dieser Wider- stand nicht von Arbeiterorganisationen gekommen ist. Der Deutsche Melallaibeiterverband habe in der Kriegszcit wieder- holt die zuständigen Behörden in Anspruch genommen, um Kürzungen der Ärbeitsdauer durchzusetzen und so den Frauen die Arbeitsbeschaffung zu erleichtern.' Ueber den Gesundheits- zustand der Arbeiterinnen werde von Aerztcn anders als von dem Vertreter der Gewerbeinspektion gcurtcilt. Ncbcr die Ncurcgclvng der Wiirstflibrikatioii in Berlin inochie Magiftratsrat Dr. Henschel in einer Versammlung der Ladcnschlächicr nach einein nnS zugegangenen Bericht folgende Angaben: Die Wurstfabrikation solle einheitlich gcstalict loerden. Her- gestellt würde nur Blui- und Leberwurst. Fiir dieselben Wurslsorten solle überall onck der gleiche Preis gelten. Von einer Uebernahme der Herstellung der Wurst in eigene Regierung habe der Magistrat noch abgesehen, sick vielmehr nur die Aufsickt über die Fabrikation vorbehalten. Die Herstellung der Wurst für die Stadt Berlin werde durch eine Anzahl Großschiäcktcr noch von der Sladt ausgestellten Vorschriften erfolgen, und jeder dieser Großscklächter werde dann eine bestimmte ihm zugcteille Gruppe von Schlächtern mit Wurst versorgen. Den Schlächtern selbst sei dadurch ein angemessener Ver- dienst gesickert. Der Magistrat sei der Ueberzengung, daß durch diese Neuregelung der Wiirstsabrikation eine bessere Ausnutzung der sonst bei der Schlachtung übrig bleibenden Teile lind damit cine weitere Sircckung der Fleischvorräte herbeigeführt werde. Der MagistraiSveriretcr ließ übrigens keinen Zweifel darüber, daß der Magistrat gewillt sei, den Plan auf alle Fälle dnrchzusühren, und sprach die Erwartung ouS, daß das Berliner Fleischergewcrbe aus patriotischen und sozialen Gründen seine Mitarbeit nicht versagen werde. In der Aussprache erklärte insbesondere Obermeister Kriesche, daß die Fleischer sich wohl fügen müßten, aber das Ergebnis deS Versuches auch ruhig abwarten köinitcn, da ihnen zweifellos aus dem Wurstvcrkaus ein angemessciicr Verdienst erwachsen werde. Andere Redner brachten schwere Bedenken gegen die neue Maßnabme vor, indem sie darauf hinwiesen, daß durch die Vcreinbeillichung der Fabrikation eine Streckung der Vorräte nicht zu erwarten sei und daß die Herstellung von EinheitSwurst auch nicht den Wünschen des Publikums entspreche. UnS will scheinen, daß der Magistrat wieder halbe Arbeit macht, einmal, weil er die Fabrikation nicht selbst übernimmt, und dann, daß er die fabrizierte Wurst nicht dirckl abgeben lassen will, sondern sie erst wieder durch den Handeln Verteilern läßt. Verknus von Schuhwerk. Durch die VundesratSvcrordnung über untaugliches Schuhwerk war der Verkauf von Schuhwerk, das vor dem 16. Juli 1916 hergestellt ist und den Vorschriften des§ 1 Abs. 1 nicht entspricht, an Händler nur bis zum 31. Oktober 1916, an Verkäufer bis zuni 31. März 1917 gestattet. Durch cine neue Verordnung vom 19. Oktober 1916 ist unter Auf- Hebung dieser Frist allgemein der Verkauf bis auf weiteres ge- stattet worden. Auch die Ausführuiigsbesummungen zn der Verordnung über untaugliches Schuhwerk haben einige Abänderungen er- fahren. Bisher sielen nicht unter die Verordnung Zeug- und Leinensch nhe, Strand-, Tennis-, Turn-Kletterschuhe und der- gleichen, auch nicht gewendetes Schuhiverk, Tanz- und Haus- schuhe, Pantoffeln und dergleichen. Dasselbe gilt nunmehr auch sür gestiftete Spangenschuhe und Sandalen sowie sür Schuhe, bei denen die Laufsohle und der Absatz ans Holz bestehen(Kricgsschuhe), onch solche mit aufgelegten Lederstecken. Zu der bisherigen Bestiinmung. daß die Stärke (Höhe), in welcher der Absatz aus Leder bestehen muß. auf 1 Zentimeter von der Lanfflächc an festgesetzt war, tritt ferner als neue Bestimmung, daß bei Holzabsätzen cine Stärke von 3 Millimeter genügt. Die Bezeichnung der Stoffe, die geeignet sind. Leder zu ersetzen, erfolgt nunmehr unter Fortfall der bisherigen Bestimmung durch Bekanntmachung im„Zcn- tralblatt sür das Deutsche Reich", Die von dem Hersteller oder Händler, in dessen Besitz sich die Ware befindet, anzu- bringende Bezeichnung muß von jetzt an für die Laufsohlc die an Stelle von Leder verwendeten Stoffe angeben; für den Absatz genügt der Vermerk„Nicht ausschließlich aus Leder oder zugelassenen Ersatzstoffen", sür die übrigen Schuhteilc der Vermerk„Nicht überwiegend aus Leder oder zugelassenen Ersatzstoffen"._ Kleinhandelspreise für frische Seefische bester Cualität fiir S o il n a b e n d, den 21. Oktober 1910. '2 jp|llll0; X,CO«t'i-, i ivun a /o•* ipiiiiiL';««•- u ivo» 4 Pfund und mehr) 2,32 M.. ohnc Kopf(im Ausschnitt) 3,00 M. Schollen, kleine(bis zu Hz Pfund) 1,13 M.(Zufuhr lnapp.) Pünktliche Abhebung der Kricgsunterstütinng. Der Magistrat teilt mit:„Die Zahlung der KriegSuntcrstützungen erfolgt laut Gesetz in halbmonatlichen Raten ini Voraus. Die Ilmcr- stüynngsbureauS leisten die Zahlungen an den dafür fesigesetzten Zahlla'gen, welche drei bis vier Tage vor den, MonatSerstcn und der MonatSmitle liegen. Sie sind bei ihrer großen sonstigen Arbeitslast außerstande, die Wahl der ZahlungStage in das Bc- lieben der Empfänger zu stellen. Würde jedem Enipsänger cö über- lassen, sich seinen ZahlungStag nach Gutdünken zu wählen, to würde sehr zuni Schaden der Gesamtheit der Knegsunierstützungs- cmpfänger daS ZahlungSgeschäft sich sehr wesentlich verlangsamen. ES ist daher im Allgemeinimercsse dringend geboten, daß die Unter- stützten an denjenigen Tagen die Unterstützung abholen, die tür pe festgesetzt worden sind. Wenn auch selbstverständlich aus drriigcnden Gründen hiervon einmal abgewichen werden kann, so dürfe» doch solche Abweichungen nicht grundlos verlangt werden. Die Kriegs- unierstützlcn müssen daher den ans ihren UnterstützuiigSbogen ver« merkten Zahllag iniicbalieli;«Mir so kann eine ordnuiigSmaßige und schnelle Abwicklung der Zahlungen gewährleistet lver>.cn. Zum Sirlicnuhr- Ladenschluß wird uns von fachkundiger Seite geschrieben: � �....... 0. „Zunder Mitteilung der kaufmännischen Verbände über den icbcnnhr- Ladenschluß schreibt die„B. Z.»i ihrer Nr. 235 vom find nack wie vor der Anficht, daß der Siebenuhrschluß mit den Bedürfniffen einer MiUioueustadl wie Berlin iiiwr zu ver- einbareu ,sr. so viele Borietle er auch sür einen Teil der Geickäsls. inhabcr haben mag. Für die großen Warenhäuser erscheint der fifipe Ladenschluh obnedieS niät diskutabel denn diese verzeichnen gerade in den späten Abendslnnden den grünten Geschäslsgang." SBoficr bat denn die„B. Z." diese Wcisbeit? Sclion im Jahre 1914 babcn die mabgebcndcn Waren- und Kaushäuser und der Verband der Berliner Spezialgcsckätte tleytcre sclion in Friedens« zeitcn) versucht, durch sreie Vereinbarung den Siebcniihr-ltadcnschlusz einzuführen, und in der Tat kündigten am 9, 8, 14 die Warenbäuier A. Wcrlheim und Hermann Tietz den Schlug der Geschäfte um 7 Uhr an. Tie Freude der Angestellten währte allerdings nur einen Tag. denn der Umstand, dag einige Außenseiter nicht pünktlich schlössen, brachte die Vereinbarung zum Scheitern. Roch heute würden diese Häuser einen behördlichen Ztvang begrüßen, da längst durch statistische Erhebungen festgesetzt ist, daß der Hauptgeschäftsgang zwischen ö— Uhr fällt und uni7llhr merklich abflaut um gegen 71!2 Uhr fast gänzlich aufzuhürcu. Die Licht-, und Heizersparuis würde gerade in deir großen Betrieben eine ganz erhebliche ieiii." Die Angestcllen würden dctt Siebenuhrschluß nicht nur im Interesse der Ersparnis van Licht und Heizung begrüßen, sondern im gesundheitlichen Interesse. Arbcitcrbildnngsschnlc. Der Kursus des Genossen Beni- stein beginnt nicht, tvie gestern irrtümlich im Inserat der Schule gestanden bat, am l'cutiaen Sonnabend, sondern erst Sonnabend, den 28. Oktober, wie überhaupt alle Kurse erst nächste Woche ihren Ansang nehmen. Heiratende Lehrerinnen. Die Frage, ob die Schule verheiratete Lehrerinnen zulassen kann und soll, war in einer vom Verein Frauenwohl einberufe- neu Versammlung erörtert worden.(Vergl.„Vorwärts" Nr. 2ö9.) Ter Meinungsaustausch hierüber wurde in der pädagogischen Presse fortgesetzt und dauert noch an, wobei die Gegner jeiicr For- derung ausgiebig zu Worte kommen. Zu dem Einwurf, daß ja jede Lehrerin heiraten kann und auch viele Lehrcrinneu heiraten, möchten wir für Berlin feststellen, daß hier die Ehe- schließungen von Lehrerinnen keineswegs hau- s i g sind. Man könnte absehen von der KricgSzcit, deren Ergcb- nisse bezüglich der Verheiratung von Lehrerinnen gewiß durch die besonderen Zeitumstände beeinflußt sind. Aber wie stand es denn hiermit in der Fricdenszcit? Den jährlichen Vcrwaltnngsberichtcn der Schuldeputation entnehmen wir, daß aus den Gemeinde schulen Berlins zum Beispiel in den Schuljahren 1912/13 und 1913/14 von den wissenschaftlichen Lehrerinnen nur 29 und 26 wegen Ver- hciratung ausschieden. Das Schuljahr 1914/16, das zum größeren Teil schon in die Kriegszeit siel, brachte sogar nur 18 Abgänge wissenschaftlicher Lehrerinnen wegen Verheiratung. Llbcr gerade nach Kriegsausbruch dürften infolge der Kricgstrauungcn auch die Verheiratungen von Lehrerinnen sich gemehrt haben, wobei für manche kriegsgetraute Lehrerin die wegen Verheiratung ihr aufzuerlegende Entlassung hinausgeschoben wurde. Mit den HeiratS- ziffern der Schuljahre vor Kriegsausbruch vergleiche man nun, wieviele wissenschaftliche Lehrerinnen überhaupt an den Berliner Gemeindeschulen angestellt sind. Nach dem Stand beim Schluß des Schuljahres belicf die Gesamtzahl sich für 1912/13 auf 1764, siir 1913/14 aus 1750(für 1914/15 auf 1767). Wir können wohl die Grenze der Heiratsfähigkeit für die Lehrerinnen mindestens bis in den Anfang der vierziger Jahre hiiraufrücken, ein LebenL- alter, das für sie in der Regel mit etwa dem 20. Dicnstjahr zusammenfallen dürfte. Im Schuljahr 1913/14 hatten rund 600 wissenschaftliche Lehrerinnen der Gcmeindcschulcn mehr als 20 Dienstjahre hinter sich, und ein ähnlicher Anteil würde sich für diese älteren Lehrerinnen auch in den anderen Jahren ergeben. Danach wären aus den Gesamtzahlen rund 600 als nicht mehr heiratsfähig auszusondern, so daß für 1012/13 rund 1100, für 1913/14 rund 1150 wissenschaftliche' Lehrerinnen heiratsfähigen Alters anzunehmen wären. Und von diesen 1100—1150 noch in, heiratsfähigen Alter stehenden Lehrerinnen haben in den zwei Jahren nicht mehr als 29 und 26 ge- he i r a t e t I Sollen wir wirklich glauben, daß auch bei Zulassung verheirateter Lehrerinnen zum Schulamt nicht mehr als diese paar Dutzcird den Weg zum Eheglück gefunden hätten? Eine KaiiinchcnauSstclluiig ist von der Militärverwaltung er- öffnet worden, welch letzlere der Kaiiinchenznchr ihre Fürsorge zugewendet Hai. Die Ergebnisse dieser Auszuchl und Mast von Kaninchen sollen nun weireslcn Kreisen des Publikums vorgeführt werden. Zu diescni Zwecke findet in der Zeil vom 21. biS 24. Ollobcr d. I. im Bereiche deS stellverlretenden Generalkommandos des GardekorpS, und zwar im Exerzierhause des Eriatz-Balaillons 2. Garderegimems zu Fuß, Karlitr. 12, eine KaninchenAusstellung statt. Ihre Er- öffnung erfolgt heute Sonnabend, den 21. d. MlS., um 10 Uhr vor- miltagS tu der Osthalle des Exerzierhauscs. Für den allgemeinen Besuch wird die Ausstellung am Sonnabend um l2 Ubr freigegeben werden. Am Monlag und Dienstag ist die Ausstellung nur für Schüler in Begleirung von Lehrern geöffnet. Um im allgemeinen volkswirlichastlichen Interesse das Verständnis für die Kleintierzucht in die breitesten Volksschichten zu tragen, sieht die Ausstellung jedem offen. Alle Miliiärpersoncu in Uniform haben freien Eintritt, ebenso die Lehrer und Schüler am 23. und 24. Sonst beträgl das Eintrittsgeld 25 Pf., damit die Ansstclluugs- losten gedeckt werden können.__ Feldpostscndungen nach türkische» Gebieten. Die Verpackung der F e l d p o slp ä ck ch e n, die an deutsche Heercsangehörige nach t ü r t i s ck> e u G e b r e t e n gesandt werden, ist immer noch recht uiizureichend.«ie nimmt nicht genügend Rücksicvl auf die besonderen Lcrhältuisie der Verkehrs- verbinduilgen und deS Klimas. Schwache Pappkästen mir kleinem Teckel oder Papprollen sind durchaus uugccigucl und halten die Beförderung nicht aus. Am vorteilhaftesten ist es, Blcchschachtcln zu verwenden oder die Päckchen ciuzunühci!. Tie Ausschrifl muß besonders sorgfältig, valibor und leserlich sein. Bleistiflausschriiten sind unzweckmäßig. Versendung bon leichtverderblichen Waren muß unbedingt vermieden werden. Im eigensien Interesse der Hccresangchörigcn und der Ab- scnder liegt es, diescni Vctsand die peinlichste Ausnierksamkeit zu widmen._ Altgumviisainmluitg. Für die Berliner Altgiimmisammlung sind als Sammelstellen eingelichtet woldcn: die Hauprsammelstelle des Roten Kreuzes von Berlin, Poslstr. 5, die Geschäftsstelle des Noten Kreuzes von Berlin, Markgrafenslr. 40, und Hofspeditcur Gustav Knauer, Wichmcmnstr. 7, sowie die Schulen des Stadtbezirks Verlin. Neuer SamaritcrkursuS. Am 2. Okiober begann die Arbeiter- Saniarilcrkoloiiiie in ihrem Uebimgslolal bei GieSke, Köpnicker Straße 62, einen neuen Samaritcrkurius. Wer noch beabsichtigt, an diesem Kursus teilzunchmeu. erscheine am 30. Oktober, abends b'/z Uhr, im obenbenannten Lokal. lieber die zweckniässige Fütterung des Geflügels zur Jetztzeit wird Herr Dueilor Beeck, der Leiter der Geflügelzuchranstalt der Landwlrlschastskammcr für die Provinz Sachsen in Crölllvitz am Freitag, den 27. Oktober, abends 8'/.z Uhr, im Restaurant„Zum Fürsten Bülow", Potsdaiucr Straße 45, einen Vortrag halten. Der Klub deutscher Eeflügelzüchter, der Veranstalter des Vortrags, weist darauf bin, daß der Eiulrill frei ist, daß aber, um Ueberfüllung des Lokals z» vermeideit, vorher Einiritts karten von der Geschäftsstelle, Berlin W 57, Stcinmctzslr. 2, ausgegeben werden. Älrlttc Nachrichten. Zu dem gemeinsamen Selbstmord zweier Frauen, über den wir berichteten, ecsahren wir. daß die Toten auch gestern noch nicht bekannt sind. Nach der Kleidung und den Wert- und Schmucksachen zu urteilen, babcn sie wohl den besser gestellten Kreisen angehört. Als vermißt sind die beiden Frauen in Berlin nicht gemeldet Es wird deshalb vermutet, daß sie sich nur kurze Zeil bicr aufgehalten haben, oder eigens zu dem Zweck nach Bcrlui gekommen sind, nnl hier gemeinsam in den Tod zu gehen.— Am Reuen Tor erschossen hat sich gestern morgen ein uiibekanuter Biaiiii von etwa 30 Jahren. Ein Schutzmann fand ihn um 7 Uhr zu- iailiinengebrolchrn auf einer Ruhebank in den Anlagen sitzen und brachte tun nach der Charits. Tort konnte aber nur noch der Tod sestgeiielll werden. Die Leiche wurde nach dem Schauhansc gebracht. Der Unbekannte hatte sich eine Kugel in den Mund durch den Kops geschossen. Er hat eine verlrüppeltc linle Hand, die er in einem Handschuh trug. Einige Finger fehlen. Der Tote trug einen grauen Negcnmaiitcl, eine helle Hose, einen braunen Schlapphut und Lackstiefel.— Für 15 000 M. Teppiche erbeutete am Mittwoch- abend, wie nachträglich bekannt wird, ein Haiidwagendlcb am Potsdamer Platz. Ein Angestellter dcö Kaufmanns Zacouto aus der Kaiscr-Wilheliu-Slraße 4 kam von Charlotkenburg bcr, um die Tcppiche nach seiuelii Geschäft zu bringen. Am Potsdamer Platz suchte er die Vedürinisaiistalt aus und ließ für den Augenblick den Wagen unbcaussichligt draußen stehen. Al» er ivicdcr herauskam, Ivar der Wage» mit der wcrtbollcn Ladung verschwunden. Das lvar um 8 Uhr abends. Ter leere Handwagen wurde später in der Mulackstraße gesunden. Die Teppiche aber sind spurlos verschwunden. Es sind 12 Stück: se ein Ejar(171X367), Meir(212X488>. Koltuk <162X195>. Sof-Siiiyrna Antik(206X359), Somorkaud(246X510). Saruk(250X305). Afguan(190X360), Sninak(230X315). Alte Kosak (195X313), Iran(145X300). Bochara, TäbriS(345X405). Der Bc- stohlene setzt auf die Wiederbeickiaffmig der Tcppiche eine Belohnung von 800 M. aus.— Für 18 000 M. Gold- und Silbenachen fieleu Einbrechern und einem Diebe in Spandau und Berlin in die Hände. Die Einbrecher hoben au dem Laden des Juweliers Richard Neutz in Spandau den Rollvorbang empor, zertrümmerten die Schau- scnsterscheibe und stahlen für 10 000 M. Waren, darunter Broschen alter Kunstschmiedearbcil mit grünlichen Steinen und bandgetricbcncm ' Blumeiischmuck, Elscnbeinsochen, Ohrringe, Damcnringe, einen MaricSriiig mit Perlen nnd öiubinen, zivei Kolliers mit buntcn Haiidmalcrcicn, silbernen Kelten ustv.— In einem Pensionat in der Friedrichstraße kehrte der Vertreter B. einer Juwclenhoudlung ein. Er brachte in einem Koffer für 8000 M. Gold- und Silber- Waren, darunter eine wertvolle Rcmontoiruhr, Broschen, Ketten und/ eine größere Menge Bruchgold aller Art. AIS er gestern von einem Ausgang zurückkehrte, war der Koffer aus dem Zimmer, das er beim Weggang verschlossen hatte, verschwunden. Man fand iftn wieder in dem Zimmer eines anderen Gastes, der als ft/wl Fischer sich eingemietet hatte. Es war jedoch leer und Fischer, ist verschwunden. Mau hat von ihm noch leine Spur gefunden. Mus öen GemeiAöen. Schöncherg. Der e r st c V 0 1 k s u n t e r! h a I t u u g Z a b e n d beginnt am Sonntag, den 22. Ottobcr, nachmittags 4'/.z Uhr in der Aula der Hohenzollcriischule, Belziger Str. 48. Dicier Abend»st dem Konzert gewidmet und hoben ihre Mitwirkung zugesagt: Frau Maria v. Eyken-Scret, Konzert- und Qmnsäugeriii, Professor Tr. Georg Schumann(Klavier), Professer Willi Heß(Violine) und Kgl. Kammervirtuos Hugo D e ch e r t.'Zum Vortrag gelangen Lieder von BrabmS, Schubert und Beethoven. Eintrittskarten das S:ück 35 Pr. find zu haben bei Bäumler, Mcimrger Sie. 9, Koiisumgenosseuschaft, A/postel-Paulusstr. 40 und an der Abendkasse._ Klc inkindcrfürf org e in Gharlottcnburg. Die Fürsorge für die Kleinlmder, d. b. die Kinder vorn 1. bis 6. Lebensjahre, hat neben der SäuglingS'/iirsorge die Stadt E b a r« l olle» bürg seit dem 1. April 1911. ciugerichtel. Gerade für diese Altersstufe, in der die Grundlage für die körperliche und geistige Entwicklung gelegt und der Kern für manche spätere Er- krankulig aufgeuoinmeii lvird, ist eine sorgfältige ärztliche lieber- wachung dringend geboten. In jeder'der Charlottenburger Säug- li u g S f ü r s 0 r g e st c l l e n iverdea,Pesoiibcre Wocheusprechstundeu für Kinder vom 1. bis zum vollendeten 6. Lebensjahre abgehalten. Ju diesen Sprechstuildeu werden, in regelmäßigen Zumchen- räumcn zunächst solche Kinder, die bis zum vollcudeien ersten Lebensjahre bereits die> Fürsorgestelle besucht haben, weiter vorgestellt. Zugelassen werden jedoch alle Kinder im Alter von 1 bis 0 Jahren, ranm wenn sie die Säuglings« fürsorgcstcllen vorher nichr besucht, haben. Mütter nnd Pflegemütter erhalten dabei unentgeltlichen spepfialärztlichen Rat über die für das Gcdeibeu des Kindes gebolcucu sMaßuahinen und die Vermeidung von Schndlichleilen. Eine ärztliche Behandlung findet nicht stall. Diese Kleinkiiidersprechstunden werden au folgenden Tagen abge- halten: Säuglingsfürsorgestelle/I. Berliner Straße 137: Mittwoch, 2—3 Uhr: 11, WilmerSdorfer Straße III: Dienstag, 2—3 Uhr: III, Kirchplatz 5 11: Freitag 1— st Uhr: IV, Nchrmgstr. 11: Dienstag, 2�—31-, Uhr; V, Kaiscriu-Atviusta-Allce 102: Dienstag, 2—3 Uhr: VI. Kaiierin-Augnstc-Viktoria-iHauS, Mollwitzstraße: Mittwoch, 2 bis 3 Ilhr; VII, Horstweg 23: D/omicrstag, 2—3 llhr. Die Mütter und Pflegemütter, die zugleich cir en' Säugling und ein größeres Kind in der Fürsorgcslclle vorslclleu wollen, lölincir ausnahmsweise auch die größeren Kinder in der S ä ug l i l 1 g s s p re ch stu n d e milvorslcllcn. Die Eiurichliiiig der Fürsorge sikr die Klcinljndcr hat sich bisher sehr gut bewährt nnd kann den MMtern und Pflegemüttern der Kinder zum eifrigen Besuch nichr drntgxnd genug empfohlen werden. Zur Krnukcncrnahrnwzz in Berlin-WilmtrSdorf. Die Ausgabe der auf Giund ürzilickier Atteste bewilligten neucii Milchtartcn und Fleischzusatzlarten liit ltvaukc und Rekouvaleszetiten ersolgt in Berlin» Wilmersdorf von Dortrerstag, den 26., bis Soimabcnd. den 28. Ol- tober. buchstabcnwcisg nach der bckannlcit Ausgabeordnung durch das Statistische Amt, Gasteincr Str. 1l, 2. Stockwerk, Zimmer 14u. Nur Kranke, die zur Eulaegcnnakme von Milchtartcn au die Brot- lomliiissioncii verwh/en sind, werden dorr an den porgenainucn Tagen zur gleichen /Zeil(9—2 Ilhr und 5—7 Uhr) abgefertigt. Zur Beschleuiriliung der AuSführuug von Dcsinfektioilcn in Char- lottenburg in dringenden Fällen empfiehlt cS sich, sie bei der Charlottenburger städtischen Tesinfeltionsaustalt(Ami Wilhelm 427) u n m> l r e I b a r zu beanlragen, ohne die polizeiliche Anzeige bei dieser abuiwarlu.t. Im Interesse der Angehörigen des Kranken oder des Toten wird dadurch viel an Zeit gespart. Die polizeiliche Mit- leilung dient der Anstalt nur zur Entscheidung über die Gebühren« pfl'chl.__ partewsranftaltungen. Tcltov-Beeökow-Swrkow Charlottcitbnrg. Sonntag. den LZ.f Oktob er 19Itz>, vorunttagS 9 Uhr, findet im Berliner lii e>v e r k s ch a f t s h a n j e, Engelufcr 15, eine nustcrordfutlichc KreiSgcncralversammlung statt. Genaue TageSorchiiung lvird in der Sitzung bekanntgegeben. Wir bitten trotz der Kürze der Vorbereitung um volle Veteiliguug. Der Kreisvorstaud. I. A.: Paul Frassck. Fireircligiöte Gemeinde. Sonntag, den 22. Oktober, vormittags g Uhp, Pappel-Allce 15/17: Rculölli!,„Jdcalkajlliv", Jdcalpassagc 1 Ober- jchöneivcide, Klaraslr. 2: Freireligiöse Vorlesung.— Vormittags 11 Ilhr: ftlevie Franljiirlcr Straße 6: Vortrag von Herrn Ernst Roller:.ZulunjIS- aus/rabcn der Philosophie". Gäste ivillkomiiicn. lUllgeiiielne jzrailkcn,»nd Srcrbekasie der?1!ctallarl>citer zr HamburgVal>Iki»c»i>«: et. Fritz, Prinjcnslr. 31, Hoj rechts pari.. Geöffnet von 11— Ist, und von 4'/,— 7 Uhr. 4.>1»Iillri»«:!«: O>1 e n: Robert 25 e n g e IS. Markusstr. 36. Geösfnel von 11— Ist, und von 4'/.— 7 Uhr.— Karl Melle, PeierSburgcrpiatz 4. iLadcn). Gcöffnel von'11— Ist, und von 4'/,— 7 Uhr. 4. Wniiiiiroi«.« ü d 0 kt e 11: Baut Böhm, Laufitzerplatz 14/15. Geöffnet von 11- Ist, und von 4'/,— 7 Uhr. 'W alilkrcls: Leo Zucht, Jmmaiiuclkirchstr. 12(Hos). Geöffnet von II— Ist, und von 4stz— 7 Üb'.'. «.>>al>llti»e»», Solomon Losepb, WilhclmShavcncr Straße 48. Geöffnet von 11— Ist, und von 4'/,— 7 Uhr. '' erielinsr: I. H ö n i I ch. Mnllcrstr. 34a Ecke Unechter Str., Laden. Geöffnet von 11— ist, nnd von 4-/,— 7 Uhr. Ii«>,(«»»> t iialcr nnd Orsi nioiifcnrjco* Vorwtadt:?I. W 0 l g ast, Kallllrave ä. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Oc>>uinil»rnnnon: glichet, Bajuanslr. t>, Laden. Geöffnet von 11— Ist, lind von 4'/,— 7 Uhr. Vorstadt: Kar! MarS, Ereisenhaaener Sw. 22. Geöffnet von 11—1'/- und von 4'/,— 7 Uhr. �.tilrrstio 1: K a r l S ch iv a r z 1 0: e. BiSmarckstr. 28. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Alt-l» licnickc. FalWcnbcrg: Wilhelm Dürre. Fricdrichftr. 46. IlaiiaisrNalnitroz:: H. Hornig, Marienihalcr Str. 13, 1. Uerna«, Itilntjätfiitlll, Äopmiiok. lüoliönotv. KcliOn- briiek und il'ucli: Heinrich oje, Mühlen irr. ö. Laden. "oltnstlurl: Paul G c n j ch, Bohusdorj, GcnoffclischailshauS- »ParadicS"... � Ottariotlrabi:,�: Enflav Scharnberg, 4:c>cnheimcr Str. 1. Gc- vliner von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. lUrlitvalck«». SobmöcktvUz: Oskar M a b I c. Grünanerstr. 37. Orknrr, lVan-Zkittau: F. Panlig l. Kurzestr. 10. �rrtirrsckork-t?t:torsiiajx«n, Ilxxersciort: U s s e w'w a s s e r, PeicrSbngen. Vrlockanau, Stitlsack«;: H. Bcrnkee. Alsenstr. 5 in Steglitz. Geöffnet von 11— Ist, und von 4'/,— 7 Uhr» Friotiriciisliapen, Fichtenau. Itahnstlorf. Kc/.jönclchci Kk-»ch«nebeck: Ernst SSerlmanit, Friedrich kchagen, Köpc" nicker Straße 18. tiränan: Franz 5k lein, Friedrichltr. 10. •lohaiinisi li:il. Knclotv: Matz G o n ich u r, Parkst!.». 23 Karlshorst: Hermann B i l l i n q, Dönhoffslr. 28. Kbni-xs.tztz„sterilaasen, tz�'ilckaii, XietterkeAilte: Friedrich B a u ni a ii n, Luckcnivaldcr Straße 5. Köpenick: Emil Sii} ler, Kictzcrstr. 6, Laden. Geöffnet von morgens 7 Uhr bis abends 8 Uhr. Oiehtenherztz t. Frietiriehsteliie. tzIohei>«ej»i»ahansen: Otto Seilet. Wartenbcrgitraße 1(Laden). Geöff/net Eon 11— 1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Liiehtcnbcrj; II, Knminclsbur�, StraJIau: 21. Roten- ll aitz, rUt-Buxhageu 5t>. Geöffnet von 11— 1'/, ui»d von 4'/,— 7 Uhr. JJ nbistiorf, Knillsdorf, Kiesdorl: P. H ß b e r g, Kanls- dorj, Ferdinandstraße 17. liariendorl, Ziarieafeide: August L ei p, Ehauffeestr. 29. \cnenhasca, iloppegarten: W o. i S z,e l o iv S 1 i, Dolti (trage 14. Xeukdiln: M. Heinrich, Neckaritr. 2, im Lade it. Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr: Siciiköllii. Britz: Rohr,'Siegirtcdjlrage 28/29 Geöffnet von II— Ist, und von 4'/,— 7 Uhr. \icdcr-Scbo»civeide: Wikhelnr Unruh, kSrückenstr. 40, IL .\ otvatves: Kart Krohnberg, Eisentzahnitr. 10. Ober-�ebönervclde: Alsred Bader, Wikhelminenhosstr. 17, Laden Oteöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Oankor»,.V!c>iiila>isea. Xordend, Fri..|lncb- bolz, ISlanltcnbars:; 31 i t! nt a lt», Mühteustr. 30. Geöffnet von II— Ist, und von 4'/,— 7 Uhr. Ueinickcndort• Ost. IVillielmsrith und Mchilnholxs: P. G ii v i ch, Provinz irr. 55. Laden. Ohöifitct v. 11— Ist, n. 4'/,— 7 Uhr. Scbenkcntiort b.Köiiigs-Wnstcrhauicn: Ehr. H a Ii t j ch I c, Dorsstr. 10 Kciiiincbcrs:»Wilhelm B ä u in i c r, Meiningeo Straße 9, im Laden. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Spandau, Xonnendaium: S ch n m a ch c r, Brcitestr. 64. Ge» Lffncl von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends., Tegel, Borsigwalde, Wittenau, Waidmannslust, lierinstlorf, Hobe»■ Xcucudorf, Birken wer der, Freie Scholle u. Uoiuickondorf- Waat: Paul Slicnait »Borügivickde, Ränichstraße 19. Geöffnet von 11— Ist, u. von 4'/,— 7 Uhr. Teltow: L c n s ch n e r, Havclstr. 2. Tempeibof: Joh. Strohn, Bornissastr. 62. Treptow: Rod. Öiramenz, KicidoizNraße 412, Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr adendS. Wciücnsec, Muiucrsdarf: Gust. R o ß 1 o p s, Berliner Allee 11. IViliuersdorf, Bulensuc, Scbmarscndorf: Paul o chu bert Wilhelmsauc 27. Zeuthen, Eltersdorf: Wilh. Schulz, Zeuthen, Ziethenstr. 16. Bossen: Fr. Ratsch, Berliner Str. 2L öämllichc Partelllteratur toivic alle wiffcnschalllicheii Werke iverden gelieser Sonntags sind die Ausgadcflclleu geschlossen. t-rdütes tiieIojs;cnheif s-Kanibnns dieser Art für Herren- und Haiucn-Garderobe, l'clz- u. Schmu eksaehen. Tägl. Verkauf von Kavalieren wenig getragener sowie im Vcrsntis gewosener Jackett-, Kock- Anzüge, l'aletots. Ulster, teils auf Seide, enormbillig. Grolles Ijager in neuer lüaltgarderobe, aus feinsten StoiTon in erstklassiger Verarbeitung» Grolle A'aswahl in Ilanien-Kostümen, I Ister». I'lüsch- u. Astruchaii-Mänteln bis zur feinsten, Ausführung. Kelcgentieitskänfe in Pelzkragen, l'clerincn, Skunks. Marder. Herz, Alaska, Jtlan- urd Weißfuchs u. a., in moiicrnstcr Ausiüd-iing. statt 40— 250 51. jetzt IfO— 1.7!5 lll. Groilo Auswahl ii Kxtra-V.ngebot in Lombard gewe l'hrtyn. Kluge, Brillanten SozialdemokratiseherWahlvereln Ld. i ßerl. Reietista�wablkreis. GSrlltzer Viertel. Betzirk 108 II. Den Mitgliedern jut Nachricht, bnfc unsere Genrsstn, die Gast- Wirtin Berfa Hans gestorben ist. Etirr ihrem Andenken! Die Beerdigung findet heute Tonnabcnd, den LI. Oktober, nachmittaaS S Uhr, von der Leichenhall« de« ThomaS»Kirch> Hose« In Neukölln, Hermauustr., au« statt. 210,'16 Der Vorstand. SozialdeiüDkratisctierWahlverein 1.1 6.Beri.ßeiehstagswB!iDtre!s. 8. Abt. Bez. 6M. Nachruf l Hm Sonntag, den IB. Oktober. verstarb unser Genosse, der Tischler Busfav Muß Putbuser Str. 36. Ghre seinem Andenken t Die Beerdigung hat am Miit- woch, den 1«. d. M., bereit« statt» gesunden. «. Abt. Bez.«4. Hm Donnerstag. 10. Oktober, verstarb unser Genosse, der Kernmacher Karl Balls Seneseldtrstr. 26. Ehre seinem Andenken t Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. Oktober, nach- mittag« 3 Uhr, von der Leichen- balle des Freireligibjen Gemeinde- Friedhofs, Pavpel-Allee, an» statt. Um rege Beteiligung ersucht 22vs3 Der Vorstand. Vmln der Freidenker bh nerlln. Nachruf. Am 14. Oktober»erstarb nnser Mitglied, Frau Friös Märkisch geb. Weymann. Ehre ihrem Andenken t Di« Einäscherung ist bereit« in Treptow erfolgt. 287/8 Der Vorntand. TreueS Gedenken! zum Sterbetage meine« Neben Mannes und gmrn Batex«, Bruders, Schwagers iwd Schmie- gersohns Karl Diener Musketier im Nns.-Ateg. 97, geb. 4. 6. 1882. gcs. 21. 10. 1916. In schmerzlicher Erinnerung Wltwe Erna Diener geb. Liebeke. Karli, sein Sohnemann, nebst Angehörigen. Ruh« sanft in fremder Erde I SozIaldemokratlsetierWalilifereiD Britz-Buckov. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, das; unser Genosse kicksrd Harms am 9. Oktober verstorben ist. Ehre seinem Stndenken t 198/1 Der Vorstand. Sagst entschlafen ist meine liebe Gattin Gertrud Fluge geb. Pilgermann. 15081 Die« zeigen hiermit an Die Hinterbliebenen. Di« Beerdigung findet am Montag, den 23. d«., nnchnliltags 3'/, Uhr, in Stahnsdorf statt. VeM der Brauerei- oJiilileQ- arbeileru. verw. Beniisgenossen Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, dajz unser Kollege, der Zimmerer Hermann 8ckre!ber (Böhm. Brauhau«) gestorben Ist. Ehre seinem Andenken l Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den LI. Ottober, nach- mittags 4'/, Uhr, aus dem Aus- crslehungS-Kirlbhos tu Wcißensce. Lichlcnbergcr Strasse, statt. 43/3 Um zabireiche BctciNgung wird erlucht. idie Orrsverwaltung Znm«edenktaxe Meines lieben Manne», guten Sohne«. Bruder», Schwiegersohnes, Schwager« und Nissen Fran? Homann gesallcn am 21. Oktober 1916. Tieft« Schweigen herrscht an Deinem Grabe, Stille Wehmut im verlass'uen Hau«. Die Liebe svrtcht in diesem Nachruf unsere Schmerzen aus. lS77b In schmerzlicher Erinnerung Deine Gattin Gertrud Homann geh iinten, Neukölln, Pfiügerstr. 16. Als Ovser de« Weltkriege« fiel »m 3. Oktober mein lieber Sohn, drer Musketier kmt Hilter im 20. Lebensjahre. Iii tiefet Trauer seine Mutter Fmim i-öHSingllH geb. BMer .-Soiberger Str. 31. 46A Kollsum-.Produktiv-n.Spar- oerti» Aehlendorf u. Nmg. r. G. m. b. H. Einladung zur ordenii. Ksiazrgi-VkrnWmIvrig am Tonntag, den SS. Oktober, nachm. 4 Uhr, Vm Lokal von Benno Mikley in Zehlrndorf, Potsdamer «trcch� 25. Tagesordnung- 1. Bericht des Borftande» und AusfichtSrales, Girnehmigung der Bilanz, Entlastungelrteilung sür den Borstand und Aussichasrat. 2. Beschlusssassinig'über bi« Ber- teilung de» Rewgcwii.rtes. S. Enthebung vom Vorstand« qnd Wahlen znm Borstanlt, desgleichen zum Aussichtsrat. 104/6 4. Genossenschaftliches. Der AnssichtS.Vt. ltSIlh. Jakob, Borsi�mder. KaaKsnanÄ�gs, Baletots nnd EyjmeKs. Oer Einzelverkauf zu FabrH\ireiten befindet eioh jetzt* Künlgslr. iö BEiSS. UesnKSSchclne vorrtttiu;! Kiunirn- und HraufdiudkM von Koderi Anh.: E.«oUets 9Unriaiiitenftr.it. Tel. Mpl. 1080? i SpezialarN für Haut». Harn-, Frauenleiden. nerv. Schwäche, Beinkrante jeder «rt.Khriich-Hatn-KnrtN, ! friedrlviisis. Li. �7«.; Sprchst. 19-2,'/,6->/,9, Sonntags 11-2. Honorar mäss., a. Teilzahl. m — Seperetee Damenzimmer.—# Spezialarzt Dr. med. Wockenfnü, Frieririchstr. 125(Oranienb. Tor), für Syphilis. Harn- u. Frauenleiden— Ehrllch-Hata-Kur(Dauer 12 Tajfe), Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Bernte- 222/6* Störung. Teilzahlung. Sprechstunden: 10—1 und 6— 8. IVSarRen. liefert seit IBV9' HAMB nj RO,! x 3 nJrelenSfunbetu Romane und Erzählungen sür da« arbeitende Volt. Pro Heft ISPs. Buchhandlung Vorwärt», Berlin SW. 68, Lindenstrasse 8. D Em Stuck Thüringer«»ld rar dem Fenster. Balkon- eobmucktannen. frisch--«• pj grline TannonbBumchen mit Wurzeln. Je dichter man pflanzt, um so schöner ist der Schmuck. 100 Stück hl. 8.—, 1000 Stück M. 20.—. unter 50 Stück werden nicht ver- sohickt. Die Tannen pflanze man in leere Blumentöpfe, Kübel, Kfisten, bedecke die Pflanzung mit frischem Wal d- moot und schmücke damit die Fenster, Balkons undTroppen- aufpänge. Das Waldmoos hSlt die Tannen immerwahrend ge- eundundfrisoh. FrischesWald- raoos, Paket SO Pf. Die Aufträge werden der Reihe nach, in der sie einlaufen, ausgeführt. soweit, wie die vorhan- dene TBnnonmcngezuiaflt.V«r- bindlieh ist dieses Angebot nur bis 81. Oktober. Blumen- t8rtnereienPetor«elm-E rfurt, leferanten für So. Majestät den Deutschen Kaiser. äASp" Für Geraüsesämereien wird gegen früher eine ungeheuere Preissteigung eintreten, und was das schlimmste ist: Es wird jn Kohlrabi, Salat, Gurken, Porree etc. nicht genug Samen Sim Frühjahr vorhanden sein. Heute ist alles noch billig und alles noch vorrätig. Wir raten Ku"'* ' daher unserer"Kundschaft bringend, ihren ganzen Bedarf -«fort einzudocken. Hanptknta- hV» umsonst über alle Gemüse- SM.'iereien.Obstbäumo�Beeren- strluohor, Rosen, Blumenzwiebeln. Allgemeine Kranken- o Sterbekasse der deutschen Drechsler (E.rHatzkaasc, Hambai*). Sonntag, den»». Oktober ISIS, vormirtag« I«'/, Uhr: ttnamalnn Bezirk A. WewerkschnstSha«», Saal 9, Engeiuser 15, Bezirk B. Restaurant Ehlert, Kettbuier Strasse 1F»». Bezirk O. Siestanraut Sasse. Alte Jatobstrasse 61«Virke Sebastumfir-asse). Bezirk D. Restaurant Altmann, Invalidenstrasse islh. Tagesordnung: 1. Veschäsiliche«. 2. Kassenbericht Pom II. nnd Dl. OuarlaI 3. Neuwahl de« Verstandes. 4. verlchtedene«. 1916. 39/ 12 ame serlige Herren-Rieiilung für Herbst und Winter. Oeberzieber oml Ulster 3600 4 500 5 400'KS°° 7500 W*'SS""'HO00 Sakko-Anzüge 3300 3800 45°° 5400'6 5 00 7500 bi.*8000 Röcke und Westen S600 4500 S4°°'SS°°*6800 7800 Gestreifte Beinkleider 6S0 8S0 930 lö50 18'° 14so 1850 13'°'21'24 Pbanlasle-Wesien 450 6S# 8S0 7'° 950*i05° Loden-(Bozener) Mäntel 26so 31'° 39so'42°° Regen- u. gumm. Mäntel bezu�X'XI 185° 25°» 30°» 36°° 42°° w. 70°° Loden-Joppen— Sehlalröeke— Pelz-Palelols gia mit* bazeiehneten Waren sind bezugscheinfrei. ezugscheinformularo werden von uns kostenlos verabfolgt. C Bösere MMümg lietert erstklassige Garderolie zn mäSigeii Preisen!) G. m. b. H. (Gegr&odel 1840) Frledrichstr* 108, Ecke Johannisstraße, gegenüber Karlstraße. Vom 1. Oktober ab Sonntags von 12 bis 2(Ihr geöffnet.= R. Landsberger [ äonntflg« von\i—2 L'br aeöffpot. 1 Erossle Auswalil!!! sehr billige Preise!!! KatsttekeBde FenteBÜ CAediofenste Stoffe 1 1 FlffBOhBifiBtcl Horrorroxd«. Sealplüzoh- m&Btol. deidsoplilsch, aur I» Qtfalit&tea, Qlocksn- formon, Ion« Formsn mit •chtsn Fslebea&tiM (keins Raklamowars od. Dnlzsndwnrs). n»r sinsslos Modslls 860,— 176.- liÄ— 08»- 82,- WoHplüssh, Kr imrasr o. AHracbnn, aaa bsaUo nltso Qaalit&toB. wunder- bnt nusffetnhit, ■ ehr, aehr billig. Folsmftatol Wanderroll«, eehta Fellp, bette KQrtehoer arbeit, aus In Perainner. �snl- bianm, Elsetrio sto. 1300,- ICOCt— 860,— •76g- PhnalnaUiiScke. sinxelao Modelle, trlindorroll, Ait echtem Ulis, Fach.-. besebxt 15\- Ulnter und �tantclkle&cler. Bezaubernde Stücke aas j?>itSn alten SrofTqaali- täten, dioken, molii�en Qualitäten fürden stren�- kten Frost, Glockenfor- men, rocht rrall u. lang, mit echtem Pelz, 103k— 75,-69,-48,-39%. Vorilhriqe Uitter, beslo weloneQua'it&ten. darunter Modelle, ohne 13e aatZBchein, da nicht be- zngsicheinpüichfcig;, 38,— 23— 18.— iLoatttniB. Modell• Koatüme, Ja Samt, mil Iltia echten Polzbosützen, reinwollener Kammgarn, Meisterstücke, Xa dtoffe, besie 195,— 145,— 10«p— 74,- W nndenrolle Kemmgarn- u. Phantatie-Kastflme 66.- 62.- 40.- 83— Vtrlflhrige Wlntar-Moaell-KostQm« 38.- 29- 22,— IS.— Modelle Lernt» und Seldemöcke UodenmSatol 33,— 25.— Leiden- n. Samtkleider Modelle 50,— 40,- 28— 100,- 75,- 60,— Besonderer Cedorenheltsksaf 1!! önaamimäntel nnd Ssidenmanfcel mit passender Kappe, in la Kasehmir, Fcin- küper, Kammgarn, imprägpierlen Seidenstoffen in den wunderljaisten Qualitäten und Farben, darunter Prachtstücke Modell«, Glocken- u. Gürtellormen 68,- 43.- Biofrehe QommimÄntol, Glockenformen 32,— 28.— 22.— 18,— Herren Gummimäntel in allen Welten vorhanden 60,— 36— 24,—* Auswahltbodurgen nach ahsserhalb Für stärkste Figaren passende gegen Au Zahlung. fcjtücko vonätig. L UeeefaUk MehrenatraA» 87 a (KolonnadeaX Westmann i U. Ue.onälV (lr. Frank turtei tür llö nahe AodreasstraOe. KW HIB mi Mieise(m Eine Reisebeschreibung von Ludwig Lessen— Mit Zeich. nungen v.IlseSchütze-Echur Gebunden Alk. 1.50 BllSijilvkilmz vorivLtts Berlin. Lind enftrahe Z. Laden. 4 Alfcoholtr. aetrBnhe> Fr an z Abraham «•(it. Uoajtaz-a.Rfimartrznk-Kell. t.Zt BirUlllt. 8«, F«rn«p. Kg»t.H708 4____ äano-Anata'ön|> [(Ölfel-Beil Anz0??rub?rV"«. Diana-BaflÄMer. National-Bad, Brunnenstr. 1. Passage- Bad Katorro-Bad, Wl«n«r Str.« 4 liilker- u. Kondltoralzn b 7S OcscHBIt« ta allen StatUtellen Borlinz lowio in Neukölln u. Trzptow 0ei.ründ6t 1893. P. Kiezewetter, Sekiulktiiiuiti. II. O, Meier, Ordnerwog 37. Otto Wolff, Treptow, Krttllet. 1« Zechau, Gr.-lJehterf.,Ck>M»»i»t.Mi IErs — r oheint 2 mal öeh«ntiioli. Bezugiic�uellen-Verzeichnis. 4 Bandsnen, Stimm!»-, d R. Bänke, Strclauer Str. i«. E. Kraue, Ktssuduieeiti. it. A. E. Langet Brunnenstr. 161 4 Butter. Her» lUUe � Wilhelm Göbel B 3» eigene FUlalas, I L ühly&Wolfram Vetttimvortiicher iKeiotuui; Alfted Wtete»«,«euttllo. Sür de» Suftratenterl veiantw.: August HoWz 4 Blerbrnüerel., BlerEdendlgTyV BrauereiBHtzei' empfiehlt Quamiere _ j ersten Ranges_ C. Habels Brauerei hell— Msbnlbr8o— dunkel, Münchener Brauhaus Berlin und Oranienburg TPinHi wanninoer Bierl Weissbier, C. Brcithaapt, Pelieedenetr.tT T«>.lz». >4 Qrog'sn und FsrSsw ► 31 erper-Droieric. iri!Tllit:n,Slehlw.Waffen, Werke. Carl VanK, btroinetr 31. Uühla.wnn.P.Jrfülleret.rOb.K.Seeet Inh.r Harm. Gerbsoh (C. herlottomburg, Berlineret. CS-G» []\ eiech- und Wureiwarentebrik u\"-" Vr\llyOerl»*.e,i'eter«hiirgeretr.31 Otto Kongal, Alt» Je co betr. 3«. !«»>«,««Ile Kaffes. Tse, Kakao und Schokelads etc. Sanburger Kaffee-Ioiportgescbärt Emil Tenffelmann 4 KlefiilianillunBcn d bethke, Gcorfl, Inkill., Slbtitr. 1». R»lnr-Pri�r. SU. 64. Wutntr. III, PrlttiliU. Ii T»|it»w. 0r»U-8tr«l» It. Gaege,Otto0hV«r"" Untemtehende Gesohäfte empfehl nslch b. Einkauf. 4 Weluc, hlkure. Prucht'iäHV j.SKMerSiV&S. 4 Kurz-.Wei i..Wollw.,iVikotnf.'V Hermann Meyer, 8ekH«l)«ioerl!. lt. < Photoar Anpaeats"> 4 Hannmzchinen» ISvkgo»«lixxg M Filielen In eilen Btadtellen. jHerm. Meyers co, � IcLSSOYerbnfUtgll. 6r;-Berl. 1 Gollnoiratr.* Nahnaschlnen »ellmann, K, "SIHgeF Nähmaschinen Lides In nlles Stadtteilen. 4 OstihSP. Wsohawilcee> Schubert, Carl. Nklln.Berotr.148 4 zSölirolbwnpnn b 0. Procknewshbiil» llermoiif.<9 4 ilhran u. Ganiwareu b Lehmann, Alb.» FrankL A.ileeA9 4 Warsloharunpen b „Deutschland" Berlin Arbeltenrenlcherenr— Schütien* Stcrbekaneavenicbcrx. etraSe>• 4 Spandau � Scheuerlele, Bullen, jj.niok�Wtilw. Druck u.lSeU(ia:«t»uuiitil Buchdruck»« u. VertagsanstaU Paul Stngcr U üo,»ttliu SW Nr. 290. 33. Jahrg. str MM 21. Olitolirt 1916. Soziales. Arbeitszwang für Kriegcrfrancn. Tie Hereinbriiigung der tlarioffeleriilc lcidcl zweifellos unter eine», Mangel der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte. Die Landwirtschaft, in der aiub im Frieden um diese Jahreszeit am meisten zu tun war, wo jetzt infolge Vergrößerung der Anbau- fläcke aber noch vermehrte Arbeit vorhanden ist, hat eben- falls Millionen tüchtiger männlicher Arbeilkkräft« abstoßen müssen. Die weiblichen Landbewohner, die an deren Stelle irelcu mußten, können jedoch selbst bei größter An- strengung die fehlenden Männcrkiäfle nickt im entferntesten voll ersetzen. Man mußte sich deshalb an die Städte wenden, um von dorther Erntehilfe zu erhalten. Männliche Arbeitskräfte sind aber auch in den Städten kaum noch übrig, und auch die kräftigeren Frauen finden dorr leicht Beschäftigung. Was an untätigen Arbeits- kräften in den Städten»och vorhanden ist. sind mir nock Frauen und Mädchen aus leichteren Bernsen und Kriegersraue», denen eine starke Minderzahl oder andere Umstände nicht gestatten, irgendeinem Erwerb nachzugehen. Die Frauen und Mädcken ohne Anhang werden wohl zum großen Teil gerne bereit sein, aufs Land zu gehen und bei der Ernte zu helfen, wenn man ihnen dort cinigcrmasicn erträgliche Arbeitsbedingungen verschaffte. Dem ist aber nicht überall so, sondern es mehren sich im Gegenteil die Ä lagen darüber, daß auf Gütern in bezug auf Verpflegung und Schlasgeleaenheit vieles alles zu wünschen übrig bleibt. Selbst in rechtsstehenden bürgcr- Iichen Blättern, z. B. in der„Tägl. Rundschau", ivcidcu lebhafte Klagen über die Behandlung, Verpflegung und Entlohnung von Iveiblicheu Arbeitskräften auf dem Lande laut. Angesichts dieser Zustände»inst cS doch Verwunderung erwecken, wenn jetzt einzelne Gemeindebehörde» dazu schreiten, die Kriegersrauen unter Androhung der Unlerstützungscntzichung zur Arbeitsleistung bei der Kartoffelernte zu zwingen. Aus Berlins Ilmgegend nennen ivir beispielsweise Licbenwaldc. Die Regierung niüsttc vor ollem dafür Sorge tragen, dost die Arbcitsverbälluisse auf dem Lande verbessert werden. Bei den hohen Preisen, die die Landwirte jetzt für ihre Erzeugnisse er- hallen, inüsieu sie doch wenigstens solche Löhne zahle», dast auch un- geübte Arbeileriiinen damit ihren Lebensunterhalt bestreiten können. linier diesen Voraussetzungen werden denn auch srciwillige Arbeits- kräfle genügend vorhanden sein, und man braucht nicht zu dem Zwangsmittel zu greisen, Kriegersrauen aufs Land hinaus zu senden oder ihnen die Unlerstützung zu entzicheu. Allerdings müßte die Regierung, wenn die diesjährige Ernte nicht gefährdet toerdcu soll, schnell und unverzüglich handeln. Boi» Tienstvrrtrag ländlicher Arbeiter. Der Jnstmanil Bianger war auf dem Gutshos des Herrn Knitter in Amalienfelde vertraglich als Gespannknecht tätig. Wegen riucs zerbrochenen Pfluges kam es eines Tages zu einer Ausein- andcrsctzung zwischen B. und K. Der Gutsherr wies B. darauf aus dein Stall und schob ihn, indem er ilm an die Schulter packte, aus dem Stall. Schlicstlich forderte ihn K. auf, Kartoffeln aufzu- sainmcl». Bianger verliest aber den Dienst und kehrte trotz Auf» sordcrung nicht wieder zur Arbeit zurück. Wegen unberechtigter einseitiger Aufgabe des Dienstes vor Ablauf der vertraglichen Frist wurde B. demnächst van ' der'Strafkammer in Tanzig zu eiiicr' Strafe' v e r N r ke il t. Er sollte das Gesetz vom 24. April 1854, betreffend die Dienstpflichten des Gesindes und der ländlichen Arbeiter, übertreten haben, und zwar in Verbindung mit einer auf Grund des§ 9b des Belage» rungsgesetzes erlassenen Anordnung des kommandierenden Gene- rals vom LI. Mai 4915, wodurch mit Strafe bedroht werden solche ländliche Arbeiter beiderlei Gejchlechis, die unter einseitiger Vcr- Ictzung des Vertrages oder ohne ausdrückliche schristlichc Einwilli- gniig' des Dicnstherrn den Dienst verlassen. B. legte beim Kainincrgcricht Revision ein und machte unter anderem gellend, daß das Aufsammeln von Kartoffeln nicht von ihm hätte verlangt werden können. Als Pferdeknecht brauche er nur Arbeiten zu verrichten, d>c mit den Pferden zusammen hingen. Die Arbeit mit den Pferden habe er aber nicht mehr inachen sollen. Er sei deshalb zuin Verlassen des Dienstes be recktigt gewesen. Im übrigen hätte er als aller Mann sich auch nicht von Knitter rütteln lassen brauchen, was dieser getan habe, als er ihn an die Schulter fasttc. Das K a ni in c r g c r l ch t h o b d a s Urteil auf und verwies die Sache zu nochmaliger Verhandlung an das Landgericht zurück. Gründe: Räch den gcricht- ticken Feststellungen sei Angeklagter als Pferdeknecht in Arbeit genommen worden. Als solcher brauche er aber nur als Pferde- kncckt zu arbeiten und war nicht verpflichtet, Kartoffeln aufzu- sammeln, nachdem ihn der Gutsherr aus dem Stall gewiesen hatte. Es frage sich jedoch noch, ob sich die bisherigen Feststellungen des Landgerichts in einer neuen, landgcrichtlichen Verhandlung nicht dahin ergänzen licstcn, dast die Rückkehr zur Arbeit, zu der B. nachher durch den Hofmeister aufgefordert wurde, eine Rückkehr zur Arbeit bei den Pferden sein sollte. Nur wenn das der Fall wäre, würde den Angeklagten ein Verschulden treffen. I in anderen Falle wäre er freizusprechen. (siegen die Waisenkinder. Das Reichsversicheriingsanit hat kürzlich„grundsätzlich" eine Entscheidung zuungunsten der Vollwaisen getroffen, die nach Abhilfe rust. Tie Reicksveisichecungsordnuiig sagt, dast Witwengeld und Waiseurenie gciuählt iverden,.weim... die Witwe zur Zeit der Fälliglcir der Bezüge selbst die Warlezeit für die Jnvalivetircilte erfüllt und die Anwartsckast ausrechierhallen hat" lZ 1252 R.V.O.). Und weiter:»Das Witwengeld wird beim Tode des Ehe- manneö fällig, die Waisenanssteucr bei Vollendung des fünf» zehnten Lebensjahres der Kinder" 18 1264 R.B.O.). Die Bc- grün d UN g zur Rcicksversicherungsordiiuilg erklärt hierzu, dast für die Zubilligung der Waifeuaiissteiier„ebenso wie beim Witwen» gcld c in a l l g e m e i n e ii das Vcrsicheruiigsverhältnis der Mutter beim Tode des EbeniailneS maßgebend" sein müsse. Es sei aber a u ck den Waisen die Waiicnaussleuer nickt vor.zuenthalleu, ivcim die Witwe erst nach dem Tode des Ebcniauncs bis zum Zciipuukt der Vollendung des sünfzehnteii Lebensjahres die Wartezeit für die Juvalidenrentc erfüllt habe, sei es, dast sie beim Tode des Ehemannes die erforderliche Zahl der Beiträge noch nicht enlncklel rder die Beitragsleistung erst»ach diesem Zeitpunkt begonnen gehabt hat. Nun bezog beim Ableben eines Vcrsicherien�dessen Ehefrau selbst die Invalidenrente, Halle also zweifellos beim Tode des Ehcmmmes de» Anspruch mir die Invalidenrente erworben. Sie starb dann, bevor die Kinder das innfzebnie Lebensjahr vollendeten. Als dieser Zeilpuntt ciniral, stellte der Vormund den Vollwaisen An- Irag aus Gewährung der W a i s en a u S st e u e r. Die L a n d c s V c r s i ch c r u n g S a n sl a I t lehnte den Antrag a b,»weil die Mutter bereits verstorben, ihre Anwartschaft auf die Invalidenrente also nicht mehr bestehe". Das Ober- verficheruugsamt hielt im BeruftiugSverfahreii d c u A u i V r u ch T ii r gerechtfertigt. ES verwies aber, da es sich um eine noch nickt festgestellte Auslegung ciiicr gesetzlichen Vorschrift von giundiützlicher Bedeutung Handelle, die Sache zur Entscheidung an das R e i ch s v e r s i ch e i u n g s a in t. DicS bestätigte nun in einer grundiätzlickeu Entscheidung l„A»iU. Nachr." 1916, S. 635> den ablebnendcn Bescheid der Landes- Versicherungsanstall. Es führte aus, dast»die wohlwollende Absicht des Gesetzgebers im Gesetze selbst keinen Ausdruck gefunden" habe. Nach dem Wortlaut des§ 1252 im Zusammenhalt mit§ 1264 der RcichSvcrsichermigSordvlmg erscheine nur die AnSlegnng zulässig, dast für die Auspnüche aus Witwengeld und Waisenaiissieuer einheitlich der Zeilpuntt der Fälligkeit dieser Bezüge maßgebend sein solle. Hicinach sei der Anspruch auf Waisciiailtstcucr nicht begründet, ivcnn die Witwe vor Eintritt der Fälligkeil dieses Bezuges vcr- stirbt. Nach dieser grundsätzlichen Entscheidung des ReichSversicheningS- aintS sind die Vollwaisen eines Versicherten st c 1 S von dem Anspruch aus die WaiseiiouSstencr ausgeschloffen. Das RcichSver- NchernngSanit verkeimt dieie Tatsache nicht, halt sie aber wcgcn dcS GcsctzeSlexleS für unvermeidlich. Uns dünli, dast das Reichsversichcrlnigsamt auch ohne DcutungS- zwang zu einer audern RechiSauSlegmig bälle kommen löniien. Auch der groste Helimaunsche Kommcnlar zur RcichsversichcrungSoldnuiig lHanow u. Lehmann. Anm. bb zu§ 12521 nimmt eine andere Ncchlsstcllung citi. Tic llicchlsstcllung dcS NcichSvcrsichcrmigsami zwingt zu einer A c n d r r u n g deS GesctzeStextcS, so dast in ihm die»wohlwollende Absicht dcS Gesetzgeber«" unzweideutig Ausdruck erlangt.__ TaS erste konsiimgenosscuschaftlichc Vaucrngut in der Schweiz. Die im Juli in Schaffhauien abgehaltene Delegiertenbersamm- lung des Schweizerischen KoninmverbandeS bewilligte einen Kredit von 359 699 Fr. zur Erwerbung landwirlschasilicker Güter nnd wenige Monate nachher ist damit Nim der erste Schritt getan worden. Tic Bcrbaiidsleilimg hat das Landgut zum»Schlachthof" bei Sem- pach, das auf dem bistoüsch berühmten Schlacktscld vom 9. Juli 1386 aclegc» ist nnd 95 Jncharicu(34,2 Heltarj Land ninfastt, um den Preis von 189 999 Fr. ohne Inventar gelaust.»Kenner der Berhäl nisse erachten de» Preis als angetnesien," schreibt der„Schweizer. Konsumverein", das Organ des Verbandes. Das erste lonsum- gcnosicnschafiliche Landgut umsastl Wald-, WicS-, Kartoffel-, Ge- treibe- und Sireuland sowie zirka 599 Obstbäume. Ter Vieh- bestand?ähli 31 Kühe, 4 Rinder, 7 Kälber, 2 Zuchtochsen, 2 Pferde, 52 Schweine und 34 Hühner. Wir wünschen dein ersten genoffenschaftlichen LandwirischaflS- betrieb in der Schweiz im Jnlcrcffe der gnlcn Weilcreiilwickilliig de« GcnosscnichastsgcdanlcnS vollen Erfolg! Nachträgliche Bezahlung von Uebcrstuildcu. Eine Probicrdnmc. die bei der KonfeklionSfirrna Kraft u. Lebin beschäftigt war, sordcrle durch eine Klage beim Gewerbe- g e r i ch t Berablting der Neberstunden, die sie in den sccks Jahren, Ivo sie bei der Beklagten in Stellmig war. gemacht bat. Die Klägerin gab die Zahl der Ueberstunden schätzungsweise ans 299 in jedem Jahre an nnd sordcrle einen Betrag von über 1999 M. In der Verhandlung kam znr'Sprachc, dast die Firma bei Ausbruch des Krieges die Gehälter ihrer Angestellten auf die Hälfte herabgesetzt, später aber wieder etwas cihöht und sich verpflichtet hat, während des Krieges keine Entlassungen vorzunehmen. Tie Klägerin ist während des Krieges entlassen worden. Sie bat deshalb in einem srnhcrc» Prozcst um Nachzahlung der GehaltZdifserenz gellagt, die ihr vom Gericht auch zugesprochen worden ist. Jetzt foldeUe sie auch die Bezahlung der lieber- st n n d e n, wogegen die beklagie Firma den Einwand crhvb, dast inir der Klägerin keine bestimmte Arbeitszeit vereindarl gcwcien sei und jede der Probierdamen abwechselnd über die übliche Geschäfts- zeit hinanS habe tätig sein müssen. Eine Verpflichtung zur Bc- zahlunz von Ueberstunden bestritt die Firma.— Vom Vor sitzenden wurde der Klägerin bedeutet, dast ihre Forderung, iowcil sie sich auf vor dem 1. Januar 1914 geleistete Ueberstuudeu bezieht, verjährt sei und dast auch im übrigen die Berechtigung ihres AnipruchS zweifelhaft sei, weil die Klägerin während der ganzen Zeit ihrer Beschäftigung niemals Bezahlung der Ueberstunden vcr- langt, soudern ihr Gehalt ohne Emweudungen ciiigcgcngeiiommcn habe. Nach längeren Verhandlungeii stimmte die Klägerin einem Vcr gleich zu, wonach sie vom Beklagten 399 Mark als lieber jtundencntschädigrmg erhält. Gerichtszeitung. HöchstpreiSüberschrcitliiig und Preisprüfuiigsstckle. Das Kainmergericht entschied jetzt über den eigenartigen Prozeff gegen den selbständigen Leiter der Lcbcnsmittelabteilung des Warenhauses Tietz. Kleinhändler waren niit den vorn Berliner Magistrat durch Verordnung vorn 9. Februar 1916 für den Kleinhandel iiir Möbren und Karotten scstgeietzicn Höchstpreisen nickt einverstanden. Man rief die PreiSprüfungSsielle für Grost-Bcrlin an. Ter Fach» ii u S s ck n st trat dann zusammen. Dieser beschlost nach Anhörung Sachverständiger, zu dciicn auch Herr Dchr, der selbständige Leiter der LcbenSmiliclableilnng des Warenhauses T.. gehörte, dast für ge- waschcne Möhren die Kleinhändler 11 Pf. pro Psund nehmen sollten, statt 8 Pf., wie der Magistrat damals de» Höchstpreis bestimmt balle. Von Karotten wurde nicht gesprochen, man ging aber davon auS, dast für sie eine entsprechende E r h ö b u n g de« Preises eiinreten sollte! Der vom Magistrat für Karotten bestimmte Höchstpreis betrug 11 Pf.— Eine Vcröfsentlichung de« Beschlusses deS Fachausschusses der PreiSprüsnngSstclle lehnte der Vorsitzende mit dem Hinweise daraus a b: da? ginge nicht, weil ja cigenllichder B e s ch l n st mit d e r H ö ch st p r e i S s e st i c tz u n g i m 28 i d c r- spruch stehe. Dagegen würden, so erklärte der Vorsitzende, etwa bei der PreiSprüfungSsielle eingehende Anzeigen gegen Händler nicht weitergegeben werden. Tatsächlich wurden auch?lnzeigen nicht weitergegeben, mit cincr ans einem Zufall beruhenden Ausnahme. Diese Ausnahme beiras den erwähnten D eh r. Dieser hatte� Anfang März für solche Karotten, die er erst halte waichen lassen, den VcikaufSpreis auf 15 Pf. pro Pfund bestimmt, während der vom Magisttat bestimmte Höchstpreis 11 Pf. betrug. Eine Käuferin, die für zwei Pfund 39 Pf. bezahlt halte, brachte die? zur Anzeige. Das Landgericht verurteilte � Herrn Debr wegen Uebenchreitimg der Höchstpreise zu einer Geldstrafe von 69 Mark. Es verwies ans die oben milgctellien Vorgänge und führte aus; Jener Beschluß de« FachauSschlisicS der PreiSprüfungSstellc sei nn- gültig, denn er verstoste gegen da« Gesetz, wonach die Tätigkeit der Prcisprüfnngsslellcn lediglich eine gnlachlliche sein solle. Es habe der Fnchansscknst bewußt seine Bcfuguissc übcrichrilicu. Das Kainmergericht verwarf die vom An- geklagten eingelegte Revision mit folgender Begründung: Die Revision könne keinen Erfolg haben. Es sei ausdrücklich vom Landgericht festgestellt worden, dast der Angeklagte wnstic, daß der Höchstpreis niedriger war. Und ferner habe der Angeklagte nach den Feststellungen gcivnsti. dast die PreisplüfungS- stelle, mit dcr die Kleinhändler verhandelt harten, nicht befugt gewesen sei. irgend welche eigene Anordnungen zu treffen. Ter An- gcllagre habe es aber darauf ankommen lassen. Dafür müsse er bestraft werden. Hinterzogenc Textilwaren. Wegen Vergehens gegen die Befchlagnahiueverordnung des Oberkommandos in den Marken vom 1. Februar 1916 waren gestern vor der 1. Siraflammer deS Landgerichts I die Kausleute L e v i n, Haike, Blume nthal. Goldener, ferner die Kontoristin Wessel sowie die Kaufsrau FuchS angeklagt. Sie waren bc- schuldigt, beichlagnahmle Flitter- und Unterhosen ver- resv. gekauft oder Beistand dazu geleistet zu haben.. Ferner wurde ihnen zur Last gelegt, die Bestandsanmeldung untci lassen und kein Lagcrbnch geführt zu haben. Mit Rücksicht ans die Gefahren, die infolge solcher Vergehen entstehen können, beantragte dcr Staats- a n w a I t gegen den Hmivlbeschnldigten Lcvin sechs Monate G c f ä ii g n i s u n d 8999 M. Geldstrafe, gegen Haile nild Blumen- tbal 19 999 reip. 5900 M. und gegen die anderen drei je 599 M. Geldslrasc. Da« G e r i ch t elkaimle gegen Lcvin aus 19 999 M. gegen Haile aus 8999 M. und gegen Bluincnibal ans 4999 M, Geldstrafe. Tie übrigen wurden zu je 399 M. G e l d st r a f c verurteilt. Ein streikender Gerichtshof. Das Tribunal von Manssicld ist laut„Daily Mail" in Slrcik getreten nnd amtiert seit Anfang dcr Woche nicht mehr. Tic Ursache des aufsehenerregenden Vorfalles ist darin zu erblicken, dast die englischen Militärbehörden den Spruch des Gerichtes in eine r Reklainationsangelegenhcit mißachtet und sich selbstherrlich' über ihn hinwegsetzlcn. Tic Mitglieder des Gerichts- Hofes haben erklärt, ihre Tätigkeit nicht früher aufzunehmen, als bis sie vollkommene Genugtuung von feiten der Militärbehörden erhalten hätten. Englische Bergleute als Autobcsihcr. Im„Basier Anzeiger" findet sich folgende bezeichnende Notiz: Vor dem englischen Gericht hatte sich kürzlich ein Kohle n h a u e r zu verantworten, weil er vorschriftswidrig Benzin verbrauchte. Bei der Gerichtsverhandlung sagte der Polizeiinspektor aus, die B c r g- l c u t e i n Wales verdienten setzt so Hobe Löhne, dast sie sich eigene Automobile leisten könnten. Dcr Herr Polizeiinspektor scheint uns doch ein bißchen zu stark ausgeschnitten zu haben. �__ Tic Ehrenlegion für Mütter von zwölf Kindern. Der französischen Kammer ist ein Gesetzentwurf zugegangen, demzufolge, wie dcr„Viatin" mitteilt, jeder sranzösischen Mutter, die zwölf Kindern das Leben geschenkt hat, das Band der Ehren- legion verlieben werden soll. Tic Auszeichnung soll nur vorbc- straften oder übel beleumundeten Müttern vorenthalten werden dürfen. Ter Gesetzentwurf hat Aussicht auf Annahme, da die Kammer zedes Mittel, das die Hebung der französischen Geburtenziffer zu fördern gecignet ist, gutheißen muh, um sich nicht in Widerspruch mit der öfscnilichcn Meinung niid dem dringenden Interesse des Landes zu setzen. Hungertod eines Goldsuchers. Ter Entdecker der Goldfelder von Klondyke, S h o k u in I i tu M a d o w, ein Indianer, ist kürz- lich, lvic die„Reiv Kjort Evening Post" meldet, in Eurcrost(Terri- torium Aukowl in größter Armut an Enikräftung ge- st o r b e n. In Gemeinschaft mit einem anderen Abenteurer aus Scatle, George Earmack, hatte er vor 29 Jahren das erste Gold in Alaska" gesunden und n u g-e. h-o n r e Ilde> ch in.ine r. ge- eruiei, die er in kurzer Zeit völlig sinnlos vergeudete. Eines Tages erschien er mit einer halben Million GoldsiUinpen in Seattle und ivars beträchtliche Summen buchstäblich zum Fenster seines Hotels hinaus, da es ihm ungeheuren Spast machte, zu sehen, >oie sich die Straßenjugend um das Gold balgte. Winters Einzug. Während wir in Berlin erst nur eine einp- siiidliche kalte Temperatur verspüren, hat in anderen Gegenden der Winter scincn Einzug bereits durch Schneefälle angekündigt. Im TI)ü ringet Wald liegt der Schnee sechs Zentimeter hoch. S ü d b a y c r n zeigt schon völlig eine Winterlandschast. Auch an« K a fiel und ebenso aus G ö r l i tz wird Schncefall gemeldet. Teilweise ist auch schon Froslwctter cingetretcu. Erdbebc» in Algier.„Echo de Paris" meldet aus Algier, dast dort Mittwoch nacht ein ziemlich starker Erdstoß verspürt worden sei? angeblich sei lein Schaden entstanden. Würmer, die cinc» Zug zum Stehen bringen. Ein böchst merk- würdiges Ereignis wurde, ivie das„Journal des DäbatS" zu iiieldeii weist, auf der Strecke dcr riiisiicken lrauSsibirischeu Eisen- bahn beobachtet. Dorr wurde uänillch ein Zug durch Würmer zum Hallen gebracht. Dcr SlnlionSvorslebcr von BerSkaia iclcgriiphicrlc nach Tvinsl. dast in der ersten Hälfte dcS 2>ional« September der ganze Balmdamm auf cincr Länge von mehreren Werft über nnd über mir sogenannten Erdwürmcrn bedeckt lvar. Millionen dicscr Würmer lvimmcltcn aus den Schienen und den Bohlen nnd be- decklcn die ganze Strecke mit einer hohen beweglichen Schicht. Vor diesem nciiariigcn Hindernis miisttc der Zug. der nach dem Altai nnierwegS war, hallmache», denn die Räder, die ans den Würmern eine feste gliischige Masse machte», glitten sehr ans den Schienen und kamen darum nicht vorwäns. Daher mustic mau die ganze Slrccke vorsichtig mir Saud bestreuen, nnd erst dann tonnle dcr Zug in langsamer, vorsichlige» Fahrt seine Reise fortsetzen. B.' errernusstchte» nir Va« iniitlcre Rorddeutichlaud bis Toiintag iinttiig. Zeitweise nebelig. imNorden sonit Irocken und zienilü!, ticilcr, iin Lüden»iclinch irollig und geringe Niederschläge; Überall sehr kühl nnd au vielen Orten Nachlgost. Eingegangene Druckschristen. Krieg»nd Kunst. Von Dr. O. Tocrliia. I.M M... DaS Stabjechie»- Von P. A. Busch. VoltsvercniS-Veilog, M.-Gladbach. Illustrierte Geschichte de« Weltkrieges 1914/16. Heft 191—196. Jede Woche cln Heft. 25 Pf. Union. Teullche VcrlagSgcicllschäjl, Slutlgarl. Tie Elrilndlagcn des ursächliche» Pazifismus. Von Dr. A.H.Fricd. 1,20 M. Art. Lnililul Orell Fnßli, Zürich. Jahrbrich dcr lZozialdeiirokrarischen Partei dcr Schweiz 191,5. 187 S. Selbstverlag in Zürich, VolkShaus. Unsere Jcinde. Eharatlrrlöpse auS dculschcn KricgSgcsaiigcncnIagcrn. Bon O. Sllclil. 1.29 M. I. Hofsnuni», Stuttgart. Kriegsberichte ans den, Groste» Hauptquartier. Nr. 18: Tie russische Märzosiensive IS16.— Nr. 19: Tie Schlacht an der Soininr im Atonar Juli.— Nr. 20: Tic russische Tolumcroffciisivc 1916. Einzclnuiiliuer 25 Ps. Deutsche Vcrlagsanslalt, Slultgart. Tas Monopol. Sozialer Zioina» ans dein russischen Volksleben von 51. Knills. 3 M., geb. 4,59 M. Sozialer Verlag, Berlin, Hiionersir. 6. Tic Winterlnkenzricht uud ihre Vorteile. Von Vcrgniänil. 59 Ps. — Kauiiicheuzncht als Licbllabcrcr und Ernnalimeqnelle. Von P. Mahlick. 1 M. Verlag: F. Pfcnniugslorss, Berlin\V 57. Säugliiigspflege in Reim und Bild. Von Elisabcih Behreud. 1 M. B. G. Tciibncr, Leipzig. Taieu nud Gedaiileu. Kcdichic von Zt. ElSncr. 75 Pf. Selbst- Verlag in Bcrlin-Pankow, Kavalicrslr. 1. Tic 51 rjegsschnuplniic..Hcraiisgcgebcu von Dr. A. Hetiner. Heft 5: Ter Krirgsfchauplai! in Arrncriien und Mesopotamien. Von Pros. Dr. Jk. Frech. Geb. 2,19 M.— B. G. Tcnbncr» Leipzig. Ter Mittler. Novellen von L. Sleaug. 5 M., gcb. Hyperioiwerlag, Berlin LK'. 61. 4 IN.- Bücherei.?ir. 200: Li-tai pe. Nachdichtungen von Klabund. — Nr. üOI: Tie groiirn ZOiiichte. Von S. v. Akknte.— Nr. L02:S Ostaficn. 1 Vi. Th. Thomas, Leipzig. Beiträge zum Wirderaufbau der'Arbeitsverhältnisse nach dem Kriege. Von Frau Tr. Blimann-Goltheiner u.a. 1,50 M.— Tag Recht der gemerblicheu Kiuderarbci!. Von F. Hcrrmann. 80 Pf.— Die Bekämpfung dcö Wuchers mit Lebensmitteln»nd Gegenständen des täglichen Bedarfs. Bon SzczeSnh. Dr. tz. Ncumann u. Dr. H. Pott- hoff. 0 M., geb. 4 M. I. Hcff, Stuttgart. Gi» ArbeitStarifgefch. Die Idee der sozialen Selbstbestimmung im Recht. Von H. Siiizheimer.(Seh. 8 M.— Tie wirtschaftliche An- ilähernng zwischen dem Tentschen Reiche und sciucn Berbündrten. Von Di. H. Herlner. 0. Teil. t«cb. 4M.— Tie Aufgaben der Sozial, Politik lln österrelchische» Osten. sAuden und Banernsrgge.) Von Tr. E. Ehrlich. 1,50 M.— Christelllnui und Sozialismus. Von Dr. L. M. Harlmann. 1 M. Dumler u. Humbtoi, München und Leipzig. „Arbeiterpolitik". Wochenschrift für wissenschaftlichen Sozialismus. Heft 17. 15 Pf. Verlag in Bremen, Waller-Hccr-Straffe 52. pae«-««". Oestcrrcichiicher Verband für allgemeine Völker- Verständigung. Heft 0/4. 80 Heller. C. Fromme, Wien und Leipzig. ihachblätt für Holzardeiter. Heft 10. Herausgegeben vom Deutschen Holzarbciterverband. Erscheint am 15. jedes Monats. Viertels. 1.20 M. Selbstverlag de« Verbandes, Berlin 80 16. Tie KricgSziele unserer Feinde. Von H. Binder. 50 Pf. Krüger u. Co., Leipzig. Die HUsssPrache der Mittelmächte und Neutralen.(Esperanto, kurz gefastt.) 1,50 M. K. Birk u. Co., München. Amerika von Washington dtS Wilson. Von C. A. Bratter. 1 M. Ullstein u. Co.. Berlin LW 68. Teutschlands Rohstoffversorgung. Von W. Rathenau. 60 Pf. S. Fischer, Berlin, Bülowstr. 90. Tie fletichlose Küche. Von Dr. I. Marcuse u. Bernhardtne Woerner. 1 M. E. Reinhardt, München. Max SttrnerS kleinere Schriften und feine Entgegnungen auf die Kritik feines Werkes:„Ter Ginzige«nd fern Eigentum." Herausgegeben von I. H. Machay. 417 S. B. ZackS Verlag, Treptow bei Berlin. L Grössfej preiswertes Lager in Ulster, Paletots, Joppen ni Mose» S. JOSEPH SCHÖNEBERG Hauptstr. 1, Ecüe der Grunewaldstraße Modernes preiswertes Lager in Anzügen rar Herren, Burschen, Knaben BezugsqueSlen-Verzeichnis Berlin-Süden �roJpjmljwb�ied�iimil��J�tmlehend�Geiehsr�� BSchop- u. Konditoreien SP.BaMKÄK .-fTe-faTh-'ü: Wuratwar." M Müilep, Frie8fioslr.22. So lans�e der Vorrat reicht KORN ff. kandiert Paket t 300 gr. 27 Pfennige Johannes Gerold Berlin, Lfitzowstraße 94 nehlhdlOMKodOBiiaiw. SJoli.PietscMiieiseDaysLfl?� jUctileiDitzMariafliißiist.lw tmBinB,FPuciiug»B.ilHiir.i iE.& in. Lei/dickel MansteinstP« 4(j ■■■■■■■■ m-m-m ancUhpen, Goldwarenx MS. Fenske,Kottbn«.Damm9 �Streng reoll, anerkannt bül.) ~Meuteöl1lir |C. Dittmannl Berlinoretr. 43 ffWUd- Osflilc«!- Fiiche.Q Bezugsquelien-Vepzeichnis Bert in- Westen Eracfaint wochautlicli einmal. 1 ntenitvilsvä«(iey.cliäff empfehlcp Bich LaJ Rinkäiiy««� r- tt sc ßrauepelton eaace nacWelne, Fruchtsäfte, Likörcacn « SÄÄK k.t. w. LBydicKeS MEig. Niederlag. Berlin SW.47H H" Akt.-Branerei Potsdam U MSig. Niederlag. Berlin SW. 47« «üreuzbergstrasso 23, ßran-N Hdenbcrg a. H.t Wilhelms-M kj dorferstraßc 72. N HCnn?•Potsdnrr.StanBon-M �ya.. blep«rifuerbrrtii.M ü i�Ic�'�Wur�twaren jca {j�ors BaSielow'�gnb.fl &u Üofeäen'iieltskfiufe» M. Hataa«, IHt�oaa.110. i Solange der V orrat reicht ■kk Cnarlottenburq Kxoi gOttcGaeiie�M:�™ ICORNI 0ms�l Sil. kandiert Paket h 300 gr. 27 Pfennige| Johannes Gerold{ Berlin, LQtzowatraOe 94| Hn ll.zf, b'liuhw.-Lag., Rep. | U. Uluit bill. Lfltzow-* i howawe« PL. Klcpcr r 1 Friedrichstr. 28 pDamen-, Kinder-Konfektion Stiandau: pij ml PaUiE38Q8 uumSS. Breitestr. 57, Schönwaldor- str. 13 14, Pichelsdorferetr. 12. Haus- und Küchengeräte Hermann Fmck Eisenwar., Sohön walderst.87. Alfred Härtels, Breitestr.«5 Schirme, Leder-, Drechalerw. A. Markgraf, Brüderat.li tck. jHgerst.Lamp.,(iIs..Por;sn.,8teiB8. ju Tftrnnur*o!!ls(:iimiedem8t- NJjEHn Marktl0,gogr.l859. sekwsren nn reichhaltiges Lager in allen Pelzarten, Reparaturen nach tchloken Modellen. "::!i!rit!ii,KiBistr.arÄS Kranz � u. Glumenspenilen schnell und billig. Turmstrasie CfL Tkah&VQ Moabit Nickt. Jwallör» ReutersDerke . 3 Bäube 5 Blatt- Buchhandlung Borwcirks felzwaren wegen Einberufung enorm billig. Aiaskafuchs-Kragen.. M. 18.— an SkunksUragon..... 50—„ Im it. Alaskafuchs..„ 12,—„ Marder....... 60.—„ Große Auswahl in allen anderen Pelzwaren.— Reparaturen werden schnell und billig ausgeführt.* Pft P 7 t C 1' Kürscbnermstr, rU L AilCl, Kottbuser Damm 15. Uitto genau Hausnumm. zu beucht. H.Pfau, ®c!.itt Dlrcksenslraße 20 zwilcken Babnbos VIexanderplatz und Polizeipränbiiim,— Amt dlsr. S208. für Damen Frauen-Bedienung.* Lieferant sür alle jtraukenlassen SvKuKKsus TvKLnedvpg ftsuzzisinsKs 100 Eclic Kalst-p-Ifrlcdpleh-StpaKe. Wilmersdorf Augustasiraße I. Pur den Winter: Filz- und Kamelhaarschuhe für Damen- Herren und Kinder in sehr großer Auswahl. Billigste Preise! Elle zi Wie Spezialhaus für Pelzwaren MinüISBiestaitad]!) jus am Oranienplatz.- J!iins~;: Nur Prachtsiflcke m Echt Skuaks „ Fuchs „ Marder „ Sknnks-Oppossum sowie in allen anderen Pelzarten zu wirklich hinig-eu Preisen. Pelz-HQte leicht und eohiok. El9eRepara7u0pcnn rel 1 do��S.'rasso 119 uuä'l'.r.na�Ne zu I neBITnet. olange Vorrai reicht liefert die Buchhandlung Vorwärts GW. 6S,�indenstr. 3, und die Ausgabestellen Beyer,<£., 3m Pharaonenlande(Aegypten). Reileschilderun» gen aus Aegypten. Statt Gebd. 6.— Mt. für I.Ks) Mk. Lewes. G. h., Goethes Leben und Werte. Die mit literarl- scheu und kritischen Anmerkungen versehene Ausgabe ist eine der besten Goethe-Biographien. Statt Gebd. 6.— Mt. sür 3,— Mk. Vöde, Dr. w.. Geschichte der deutschen Plastik. Statt Gebd. 15.— Mi. sür 7,— Mk. ZNankegazza. P., Die Physiologie de» hasse». Statt 7.— Mk. für 1.50 Mk. Pehei. Christian, Die Blütezeit der deutschen politischen Lyrik von 1810— 1860. Statt Gebd. 10.— Mk. für 3,50 Mk. Lchmann, P� Länder- und Völkerkunde. 2 Bände, reich illustriert. Statt 18.— Mk. sük 8.— Mk. Seidel, R, Friedrich der Greste.„Der Heros der deutschen Volksbildung" und die Voltsbildung. Statt Gebd. 1,60 Mt. für 1,—. Mt. Sobelt, Dr. W.. Die Verbreitung der Tierwelt. Mit zwölf Tafeln und vielen Textillustrationen. Statt Gebd. 20.— Mt. für 8.— Mt. Zacoby, L., Tunita. Ein Gedicht aus Indien.. Statt 2,50 Mt. für 0.50 Ält. Sinclair, Der 3ndustriebaron. Geschichte eines amertta- nisch-n Millionärs. Statt 2.— Mk. für 0.50 Mk. preczang, Ernst, Die Glücksbude. Statt 2.— Mk. für 0,50 Mt. Herzliche Grüste. Geschichten von Grostmann. Statt 2.— Mt. für 1,20 Mt. Aus dem Inhalt: Ein nächtlicher Ruf.— Der Verteidiger.— Debatte über das Beten.— Der Staatsanwalt Bunter.— Die Hinrichtung. ZNorrl». w.. Ein« königliche Lektion.— Ein Traum von Zohn Ball. Statt G-bd. 2.— Mt. für 0.50 Mk. Reclam. Pros� Da» Buch der vernünstigen Krankenpflege. Winke und Belehrungen für Gesunde und Kranke. Statt Gebd. 5.— Mt. sür 1.50 Mk. Rlarshatl, Dr. TD., Eharakterbilder au« der heimischen Tier- weit. Ein reich illpstriertes und gut ausgestattetes Buch. Marshall ist bekannt als ausgezeichneter Kenner der Tier- weit. Statt Gebd. 6.— Mk. für 1,50 Mk. Büchner, Prof. Dr.. Da» Buch vom langen Leben oder die Lehre von der Dauer und Erhaltung de» Lebens. Statt Gebd. 6,— Mk. für 2.— Mk. Außerdem empfehlen wir einen Posten älterer Reclam- Bändchen, je 4 Stück für 0.50 Mk. Pen Genossen im Felde ist es Bedürfnis, Uber das politische und organisatorische Leben in der Heimai stets untbi-riehtet zu sein. Darum sendet Ihnen regelmäOig die Neuerscheinungen der parteigenössischen Literatur des Krieges. Sie sind zu beziehen durch die Zeltungsausträger oder direkt durch die BUCHHANDLUNG VORWÄRTS BERLIN EW. 68, Undan.lr.B« 3 Winter-Paletots Winter-Ulster Winter-Joppen von M. 12. von M. 36. an an von M. II. an M. Schulmeister Dresdener Straße 4 av" okVb"°nm Maßanfertigung zu allerbilligsten Preisen Sacco- Anzüge. o»«38.- Rock-Anzüge.»»« 54.- sr,«« Jünglings-Anzüge.on« 29.- an an an LerantwonUchcr Redakteur; Alfred Wiclrpp. Reukölln. Für de» Lni-ralenlett veranuv.: Td.Gt°cke.>Wt7�rud u-Lertag-Vorwärtb Luchdrudece. u. Vertagsanstatt Paul Singer U Ev. lücttin SW