Ar. SIS. SS. Zatzrg. Id«vnemnitZ-vt«Nngm>?e»i Kbomxrmmti• 8tn« prümrmermid» Bictteliäfetl S,90 Ml, monalL L30 Ml. »öcheiulich 30 Big. frei mä feauä. Sinzews Nummer 5 Pfg. 6otmtagS. muiuner mit lüuftncttet EonniagK» Beilage.Die Neue Seit* 10 Big. Colt- «lbonnemeM: ILO Marl vro Monat. «ingerragen in die Bon. ZenungS. Breisiiiie. lwter lireuzband rür DerUichland und Oeiierreich- Ungarn ILO Marl, für da« übrige Vu-Iand 1 Marl vro Monat. BoflabonnememS nehmen an Belgien. Dänemarl Kolland. Italien. Luxemburg. Portugal. ■umänietL Schweden und die Schweiz. CMdat Uano. ( 5 Pfennig) Die Tntcrtlons-Gebüljr tetrSgt für die fechSaeivallene Kolonel- »eile oder deren Raum 00 Pfg, für »olitiiche und gewerüchailliche Vereins- «nd VerjammlungS- Anzeige» 30 Pig. »Kleine)Zn:eisen". das rellgednukre Worl 20 Pig. Izu.äisig 2 icilgedntclte Worte). ledes weitere Wort 10 Pig. Glelleugesirche und Schlaülellen anzeigen das erste Wort 10 Pfg, jedes «euere Wort 5 Pig. Sorte über lö Vuch- "aben zählen für zwei Sorte. Jnieraie finci ir die nächste Nummer miiiie» bis Uhr nachnullagS in der Exvedilion abgegeben werdeir Die Exveoirion ijt bis? Uhr abends geöijnet. Berliner Volkesblnkk. Zintralorqan der rozialdemokratifd�en parte» Deutfcblands. Delegramm-Adreffe: �ozialdemolirat Rcriig" Rcöoetion: ctD. öS, Linöenstraße Z. Fernsvreeber! Ami Morittplnt». 9tr. 15190—15197. Mittwoch, de« 15. November 1916. Expeüttion: SM. 68, Linöenstraße 3. isernsprecher: Amt Moritzpla». Nr. 15190—15197. TeKisvere Kämpfe an der Hncre. Russisches Weichen im Gyergyo-Gebirge. Mouastir und Cerna.— Flugzeugbeute. N« t l i ch. Große» H«»ptquartier, 14. November 1916.(W. T. B.> Westlicher Ztriegsschauplatz. Heeresgruppe Krouprinz Rupprecht. Beiderseits der Aacre spielten sich gestern erbitterte Kämpfe ab. Durch konzentrisches Feuer schwerster Kaliber vor- bereitet, erfolgten gegen unsere im Winkel nach Südwesten vorspringenden Stellungen starke englische Angriffe, bei denen es dem Gegner unter beträchtlichen Opfern gelang, uns aus Beaumont-Hamel und St. Pirrrc-Divion mit den seitlichen Anschlnßlinieu in eine vorbereitete Riegelstellung zurückzudrängen. Zähe Verteidigung brachte auch unS erhebliche Verluste. Au anderen Stelleu der Angriffsfrout von östlich Hebu- terue bis südlich Grandcourt wurde« die Engländer, wo sie eingedrungen waren, durch frische Gegenstöße uufcrer Infanterie hinausgeworfen. Französische Angriffe im Abschnitt vo» Sailly— SaiMsel scheiterten. Heeresgruppe Krvuprin». Auf dem östlichen MaaS-Ufer war die Artillerie- tätigkeit iu den Abendstunden lebhaft; Erkundungsvorstöße der Franzosen gegeu unsere Hardanmont-Liuieu wurden abgewiesen Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des G c u er a l f el d m a r s ch a ll S Prinz Leopold von Bayern Keiue besonderen Gefechtshandlungen Front des Generaloberst Erzherzog Earl. Nordöstlich von Jakobcny iu den Waldkarpathen wurden russische Abteilungen aus dem Borgeläude unserer Stellungen durch Feuer vertriebe». Bor den Angriffen deutscher und österreichisch-ungarischer Truppen ist im Gyergyo-Gebirge der Rnffe gegen die Grenze zurückgegangen; auch südlich de» ToelgyeS-PaffcS machten trotz hartnäckiger Gegenwehr Bayern und öfter- reichisch-uugarische Bataillone Fortschritte. Beiderseits des OitoS-TaleS haben auch gestern kleinere Gefechte um einzelne Höhen stattgefunden. Au der Sädfrout von Siebenbürgen dauern die Kämpfe für uns erfolgreich an. Es wurden wieder mehrere hundert Gesangeue gemacht, am Roten-Turm-Paß allein 6 Offiziere und 65V Mann. Balkau-Kriegsschanplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschall» von Mackensen. An der Dobrndscha nichts Neues. Die bewährte» österreichisch- ungarische« Monitore brachten nach Feuergefecht vom rumänischen Donan-Ufer bei Ginrgiu 7 Schleppkähne, davon 5 beladene, ei«. Mazedonische Front. Au der Gegend vo» Korra kam e» erneut zu Schar- wützel» unserer Eeiteuabteilnngen mit ftanzösischer In» fanterie und Kavallerie. Der Angriff der Entente-Truppe« iu der Ebene von Monastir und nördlich der Cerna dauert an. Die Kämpfe sind noch nicht zum Abschluß gekommen. Mit großem Erfolg hat auch im Monat Oktober unsere Fliegertruppe ihre vornehmlich ans dem westlichen Kriegs- schanplatz schweren und vielseitigen Aufgaben erfüllt. Insbesondere gebührt den Beobachtungsfliegern der Artillerie und Infanterie Anerkennung und Dank. Ihr wirksamer Schutz war durch die Kampfflieger, die auch ihre Sonderanfgaben glänzend erfüllten, and durch das Feuer unserer Flugabwchrkanonen voll gewährleistet. Wir habe« 17 Flugzeuge verloren. Unsere Gegner im Westen, Osten und ans dem Balkan büßten 104 Flugzeuge ein, davon im Luftkampf 83, durch Abschuß von der Erde 15, durch unfteiwillige Landung hinter unseren Linien 6. In unserem Besitz befinde« sich 6V feindliche Flngjeage, jenseits der Linien sind 44 erkennbar abgestürzt. Der Erste Generalquartiermeister. Ludeudorsf. Der österreichische Sericht. Wie», 14. November 1S16.(W. T. v.) Amtlich wirb verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des G e n e r a l f e ld m ars ch all» von Mackensen. Unsere Donau-Monitore erbeuteten nächst Ginrgiu bei stärkfier feindlicher Gegenwirkung 7 teils beladene Schlepper. HeereSfront des Generalobersten Erzherzog Carl. Sei Orsova säuberten wir daS rechte Cerna-Ufer. Im Norden der Walachei verlaufen die Kämpfe dauerud günstig. In den letzten zwei Tagen haben wir hier 1(300 Gefangene, 9 Maschinengewehre und 1 Geschütz eingebracht. Am Oitoz-Paß setzten die Rumänen ihre Angriffe fort. Im Abschnitt von Toclgycs wurde» die Ruffen gezwungen, mehrere Höhen westlich der Grenze aufzu- gebe». Nördlich von Jakodeny scheiterte ein russischer Vorstoß. HeereSfront de» G e n e r a l f e l d m a r s ch a l l S Prinz Leopold von Bayern. Nichts NeueS. Italienischer und Südöstlicher Kriegsschauplatz. steine Ereignisse von Belang. Der Stellvertreter deS Chefs de» GeneralstabcS.' v. H» e f e r. Feldmarschalleutnant. • Ereignisse zur See. In der Nacht vom 13. auf den 14. d. M. hat eincS unserer Sccflugzeuggeschwader militärische Objekte von Dobrrd» und das feindliche Abwehrflugfeld von Beligna mit Spreng- und Brand- bomben sehr wirkungsvoll belegt. Mehrere Hangars würben voll getroffen und ei» großer Brand erzeugt. Trotz heftiger Be- schießung kehrten alle Flugzeuge unversehrt zurück. F l o t t e n k o m m a n b». H.aU.«-Deutschland abgefahren. Haag, 14. November. Die.Times" meldet aus New Jork: Das deutsche Handelstauchboot„Deutschland" ist bereits abgefahren.(.Frks. Ztg.") Fliegerangriff auf Dünkirchen. Amtlich. Berlin, 14. November.(W. T. B.) Am 13. November belegte eines unserer Marineflugzeuge den Luftschiffhafen dl und Flugplatz St. Pol bei Dünkirchen mit Bomben. Es wurden einwandfrei Treffer auf eine Fabrik- anlage und einige Gebäude beobachtet. Das Flugzeug ist unbeschädigt zurückgekehrt. ltarüiff-Nachwirkungen. Rotterdam, 13. November.(SB. T. B.).Nieuwe Rotterdamsche Caurant" meldet aus London, daß die Vereinigung zur Verteidigung der bürgerlichen Freiheit morgen im Unterhause wegen der Spren- gung der pazifistischen Versammlung in Cardifs am Sonnabend eine Lnftage an die Regierung richten wolle..Manchester Guardian" verurteilt in einem Leitartikel die Sprengung der Versammlung aufs entschiedenste. Vor allem wendet sich da? Blatt gegen die Reeder und Bergwerksbesitzer, denen es vorwirft, daß sie die Störung der Versammlung mit vorbereitet hätten. ,Socialüemokraten� zur norwegischen Angelegenheit. Kristiania, 14. November.(W. T. B.) Zu der deutsch- norwegischen Auseinandersetzung nimmt ausführlich heute nur „Sozialdemokraten" Stellung, der von neuem der Negierung vorwirft, daß sie nicht gegen den Bannwarenhandel der nor- wegischen Schiffsreeder eingeschritten sei, und nochmals die unglückliche Form der norwegischen U-Bootsverfllgung vom 13. Oktober unterstreicht. Eine bessere Form ohne Androhung von Waffengewalt bei Handhabung des Verbots würde Nor- wegen nicht in die gegenwärtigen Schwierigkeiten mit Deutsch- land gebracht haben. Daß Norwegen um jsden Preis Frieden zu bewahren wünsche und die norwegische Regierung alles mögliche tun werde, dies zu erzielen, sei unzweifelhaft. Andererseits könnte aber die eine oder die andere der krieg- führenden Parteien versuchen, Norwegen in den Krieg hinein- zuziehen, indessen sei vorläufig kein Grund zu dieser Be- fürchtung vorhandeu. Verteidigung und frieden. Von Philipp Scheide mann. „Das deutsche Volk führt diesen Krieg als V e r t e i d i- gungskrieg zur Sicherung seines nationalen Daseins und seiner freien Fortentwicklung. Niemals ist etwas anderes von uns behauptet, etwas anderes gewollt worden." So der Reichskanzler im Hauptausschutz des Reichstages am 9.� November. Er bestätigt damit, was von sozialdemokra- tischer Seite in Parlament und Presse unzählige Male gesagt worden ist. Im Grundsätzlichen besteht also Uebereinstini- mung von den Spitzen des Staatswesens bis zu seinem Fun- dament. Wie lange soll noch der furchtbare, ganz Europa ver- beerende Kampf fortdauern? Das ist der Gedanke, der alle beherrscht. Alle erklären: So lange bis feststeht, datz die Opfer nicht umsonst gebracht sind, bis gewitz ist, datz ein solcher Krieg nicht noch einmal die Menschheit heimsucht. Diese Sicherheit wollen alle. Wann ist diese Sicherheit erreicht? Wenn alle Völker sich verblutet haben? Gibt es wirklich noch einen so kurz- sichtigen Menschen, der in der Einbildung lebt, der einen Mächtegruppe werde es doch noch gelingen, die andere so ver- nichtend zu schlagen, datz ihr der Frieden diktiert und dadurch die Sicherheit gegen eine Wiederholung des Krieges geschaffen werden kann? Ein Narr, wer das glaubt, nachdem der Kampf im 28. Monat tobt. Viel�— bei. uns sowohl wiesin den fe'mdlichen Staaten — haben simmer noch nicht' die Bedeutung.dieses Koglitions- krieges erkannt. Wohl konnte im Deütsch-Französischeti Kriege, im Russisch-Japanischen und erst recht natürlich im Kriege Englands gegen die Buren eine klare Entscheidung herbeigeführt werden. Eine solche Entscheidung ist nicht mög- lich, wenn sich zwei so ungeheure einander das Gleichgewicht haltende Mächtegruppen gegenüberstehen, wie in diesem bei- spiellosen Ringen. Die ganze nationale Wirtschaft ist in den Kriegsdienst gestellt. Und wie in andern Ländern soll auch bei uns die Munitionserzeugung noch gewaltig gesteigert werden. Alle Völker sind entschlossen, den letzten Hauch dranzusetzen, um eine Niederlage zu verhüten. Der Sieg aber, der bringen soll, was von Phantasie- begabten Helden der Feder und der Zunge in allen Län- dern gefordert worden ist, dieser-Sieg war nur ein Traum, der ausgeträumt sein sollte überall: diesseits wie jenseits der Vogesen, diesseits und jenseits des Kanals. Die Eroberung Elsatz-Lothringens, die Verschiebung der deutsch-französischen Grenze an den Rhein— das war ein ebenso ivüster Traum wie es die Kriegsziele der deutschen sechs Verbände und die russische Sehnsucht nach Schlesien und Ostpreutzcn gewesen sind. Für Deutschland ist die Abwehr einer ungeheuren Uebcr- macht Sieg genug. Denn dieser Sieg bedeutet, datz das Reichsgebiet unversehrt bleibt, datz die politische Selbständigkeit des Reiches ebenso unangetastet bleibt, wie seine Wirt- schaftliche Entwicklnngsfreiheit. Was wollten wir niebr? Wir sind in diesen Krieg nur zur Verteidigung gegangen und stehen noch immer im Zeichen des Worts, das am An- fange dieses Krieges stand:„Uns treibt nicht Eroberungs- lust!" Deutlicher noch als bisher hat der Reichskanzler am 9. November verkündet, datz er niemals daran gedacht habe. Belgien zu annektieren. T«tz er noch weniger daran gedacht hat, den Franzosen Landgebict zu entreitzen, ist selbswer- ständlich. Freilich hat Herr v. Bethmann Hollweg früher einmal von„realen Garantien" im Westen gesprochen. Schon vor Fahr und Tag habe ich darauf hingewiesen, datz solche Garantien am besten durch einen Vertrag gegeben werden, aus den sich ein dauernder Frieden gründen kann. In diesem � Sinne sind ja auch aus allen kriegführenden Ländern heraus im Laufe dieser Kriegsjahre internationale� Abmachungen verlangt worden, die Garantien gegen die Wiederkehr eines Krieges bieten sollen. In Deutschland hat man sich mit dieser Frage öffentlich vielleicht am wenigsten beschäftigt. Sie lebt aber und wirbt immer neue Anhänger in der ganzen Welt. Und auch der deutsche Reichskanzler hat sich in seiner Rede vom 9. No- vember als Anhänger des von Wilson und Grey propagierten „Internationalen Bundes zur Bewahrung des Friedens" be- kannt. Wenn Herr v. Bethmann Hollweg in seiner Rede die Freiheit der Meer� verlangt hat, so ist auch dies eine An- gelegenheit, die in letzter Linie nicht auf dem grünen Feld, sondern nur am grünen Tisch der Friedensverhandlungen geordnet werden kann. Man kann die Ausführungen des Reichskanzlers in vier Punkte zusammenfassen: f. Äsui-schlsnd' Hai itefen Krieg nicht gewollt. 2. Deutschland führt diesen Krieg nur als einen Ver- teidigungskrieg. ll. Deutschland hat nie daran gedacht, Belgien zu an- nektieren. ■4. Deutschland ist bereit, einem Internationalen Bund zur Bewahrung des Friedens beizutreten. Durch diese Erklärung des Reichskanzlers ist eine Grund- läge gegeben, auf der über den Frieden verhandelt werden kann, wenn die andern verhandeln wollen. Wenn die Staaten, die mit uns im Kampfe stehen, nicht darauf ausgehen, uns zu vergewaltigen, und wenn sie sich dainit begnügen, nicht inebr aus diesem Kriege zu holen, als was Deutschland er< 'eichen will, dann gibt es keine Notwendigkeit den Krieg 'ortzusetzen. Würden die Gegner nach der Erklärung des Reichskanzlers einen neutralen Vermittlungsversuch, der wohl nicht lange ausbleiben wird, zurückweisen, so würden iie damit vor aller Welt die Verantwortung für die Fortdauer des Krieges auf sich nehmen. In wenigen Wochen wird wieder von den Kanzeln aller slmistlichen Länder Europas die frohe Weihnachtsbotschaft ver- lündet:„Friede auf Erden!" Sollten wir auch dieses dritte Weihnachtsfest im Kriege verleben müssen?— Es wäre nicht unsere Schuld und nicht unser Will«! das griechijche durcheinander. Lvndon, 14. November.(T. U.) Wie der.Daily Telegraph' aus Nihen erfährt, wird die Lage in Griechenland immer unklarer. Es sind neue Verloicklungen zwischen Athen und Saloniki im Eni- stehen. Venizelos wirft in der Angelegenheit des Besitzkampfes um i'katcrim der griechischen Regierung Vertragsbruch vor und be- vauptet weiter, datz die Truppen von Athen aus dirigiert worden sind mit der Absicht Westmazcdonien wieder zu erobern. Venizelos Igt zusammen mit dem englischen und französischen Gesandten da- gegen protestiert. König Konstantin scheine, wie der Korrespondent i-eSselben Blattes mitteilt, zu einem freundschaftlichen Vergleich mit dem Vierverband in allen Fragen bereit zu sein, die nicht Saloniki betreffen. Haag, 14. November. Die„Morningpost' meldet auZ Athen vom 8. November: Die letzten Forderungen der Alliierten sind: Ilcbergabe der Geschützartillerie und Maschinengewehre und alle Munition an die Alliierten, ferner soll auch die Benutzung der Eisen- bahn ihnen übertragen werden. Für die griechische Regierung wird dieses Kriegsmaterial doch wertlos, da sie beschloffen haben, neutral zu bleiben und auch deshalb, weil die Alliierten durch die Besetzung von Ekaterini die Regierung in Athen gegen einen Angriff durch das nationale Heer von Saloniki gesichert hätte, dagegen werden die Waffen und die Munition dem Irieggesinnten Teile des griechischen Volkes, das gegen Bulgarien fechte, von autzerordentlichem Nutzen sein. Die Negierung babe es bisher durchaus abgelehnt, diese Forderung auch nur in Erwägung zu ziehen und eS sei zweifelhaft, ob die Angelegenheit in friedlicher Weise geregelt werden könne. Die Regierung verschanzt sich, wie gewöhnlich, hinter der Behauptung, datz eine Uebergabe von Kriegsmaterial, das gegen eine Gruppe der Knegführenden gebraucht wird, mit der Neutralität in Widerspruch stehe und mit Recht von der kriegerischen Gruppe als eine Kriegs- ucklärung aufgefatzt werden könne. Bern, 13. November.(W. T. B.) Nach einem Telegramm des „Petit Parisien' aus Athen haben griechische Osfiziere am 11. No- vember französischen Offizieren alle Munitionsvorräte der griechischen Flotte übergeben, die sich in den Zeughäusern und in den Munitions- depotS der Inseln Leres und Kyra befinden. Die griechische Wache wurde durch eine französische abgelöst und die Uebergabe protokollarisch aufgenommen. London, 14. November.(SB. T. C.).Times' erfährt aus Athen: Die Gesandten der Entente legten der griechischen Regierung Beweismittel vor, datz die Reservisrenbünde trotz deS gegebenen Versprechens ihre Tätigkeit fortsetzten. Der türkische Kriegsbericht. Koustautinopel, 13. November.(W. T. B.) Heeresbericht vom 13. November. Im Laufe des Vormittags des 11. November warfen vier feindliche Flugzeuge Bomben auf Birelseba, die keinen Schaden verursachten: zwei Arbeiter wurden verletzt. Diese feindlichen Flugzeuge wurden durch die unsrigen vertrieben. • An der Persischen und der T i g r i s- F r o n t be- iätigtcn sich die Russen und die Engländer, da sie sehen, daß sie keinen militärischen Erfolg erzielen konnten, in Angriffen auf die unverteidigten Dörfer und Stämme und in schamloser Plünderung und Verheerung. Unsere Truppen werden die Räuber bestrafen. Kaukasus-Front. Für uns günstige Scharmützel. An den übrigen Fronten kein Ereignis von Bedeutung. Der Stellvertretende Oberbefehlshaber. U-Ssot-Krenzerkrieg. Die Versenkung der„Columbian". London, 14. November.(T. U.) Der Korrespondent der.Times' in Washington meldet, datz der Bericht aus Paris, wonach der. C o I u m- v i a n' versenkt worden ist, nachdem der Sturm sich etwas gelegt hatte und die Rettungsboote ausgesetzt werden konnten, in Amerika einen guten Eindruck gemacht und die Spannung in Washington vermindert hat. Tie„New Aorl Times* berichtet, datz die.Columbian'-Angelegen- licit ebenso wie die der.William P. F r y e' behandelt werden wird. Die Angelegenheit der.Rowanmore', welches Schiff sich nach dem Bericht des deutschen l7-Bootkommandanten der Untersuchung durch die Flucht entziehen wollte, wird zusammen mit anderen Tat- jachen noch erwogen, ehe man einen Beschlutz fassen werde. * Kristiania, 14. November.(28. T. B.) Meldung des Norwegi- scheu Telegrammbureaus. Der Dampfer„ C a m m a'<784 Brutto Reg.-T.) aus Tönsberg ist laut einer Meldung aus Bilbao an das Ministerium deS Aeutzern am Sonnabend versenlt, die Mannschaft aerettet worden. Das Bizekonsulat in Garrucha drahtet: Der Dampfer„Tripel'(nicht im Lloyds-Register, auch als.Kripel' '4333 Br.-Reg.-T.) gemelde) aus Drammen ist gestern vor Gaviao versenkt, die Mannschaft gerettet worden. Das Vizekonsulat vi Coruna meldet: Der Bergener Dampfer.Fonsdalen' >1835 Br.-Reg.-T.) ist von einem deutschen U-Boot versenkt worden. Seine Mannschaft und die Mannschaft des norwegischen Dampfers „ B a l t o", je 25 Mann, sind in Camarina gelandet. Mit den übrigen heute gemeldeten versenkten Dampfern hat die norwegische Kriegsversicherung einen Verlust von g>/z Millionen Kronen erlitten. Rotterdam, 13. November.(W. T. B.) Die.Zeepost' meldet, datz das niederländische Motorschiff, O o st z e e' zur Untersuchung nach Emden aufgebracht worden ist. Berit 13. November.(28. T. B.) Aus Brest erfährt.Matin': Der italienische Dampfer.Na rg ad'(800 Tonnen) wurde ver- 'eilt, die Besatzung von dem Torpedoboot.Sainte Jeanne' in Brest gelandet. Bern, 13. November.(W.T.B.)„Matin'meldet aus Liffabon: Die Schiffbrüchigen des versenkten Dampfers.Norvegian' (6327 Br.-Reg.-T) sind in Leixoes ausgeschifft worden. London, 14. November.(W. T. B.).Lloyds' meldet, datz die Fischdampfer.Cur Boys' und.Supperb' versenkt wurden. Die Besatzungen wurden geladel. London, 13. November.(W. T. B.).Lloyds' melden: Der englische Dampfer„Morazan'<3486 Br.-Reg.-T.) ist versenkt worden. Der Kapitän wurde gefangen genommen. Lluch der englische Dampfer.Caterham"(1777 Br.-Reg.-T.) ist versenkt worden. London, 13. November.(W. T. B.)„Lloyds' meldet: Der englische Dampfer„Kapunda'(3087 Br.-Reg.-T.) wurde ver- senkt. 'Amsterdam, 14. November.,>... i, n erat über die Tätigkeit der Gewerkschafts-Jnternationale. Er sagte im wesent- Ilchen: Das Ziel des internationalen Gewerkschaftsverbandes war im Anfang sehr beschränkt. Als er 1919 in Dublin errichtet wurde, war er kaum mehr als eine Einrichtung zu gegenseitiger Jnfor- mation, wozu dann noch das internationale Unterstützungswesen kam. Taktische Fragen spielen in der Internationale noch eine große Rolle. Es gibt zwei Strömungen, die zum Teil mit dem Rassenunterschied zusammenfallen. In den germanischen Ländern herrscht die in Holland befolgte Taktik, in den romanischen folgt man dem Syndikalismus. Will man also diese Strömungen in ein ge- meinsames Bett leiten, ist Vorsicht notwendig. Der holländische Gewerkschaftsverband hat stets in diesem Sinne gewirkt. Seit dem Anschluß des amerikanischen Gewerkschaftsbundes an die Internationale im Jahre 1919 haben die Schwierigkeiten zuge- nommen. Die amerikanische Gewerkschaftsbewegung umfaßt alle möglichen Richtungen, Katholiken ebenso wie Syndikalisten und Trades-Unicmisten. Umsicht und Vorsicht ist da doppelt nötig. Die Bcrufssekretariate könnten viel zur Entwicklung beitragen, jetzt sind sie nicht viel mehr als Sammelstellen für Tatsachen- und Studienmaterial und für Geldunterstützungen in Konfliktfällen. Es bestehen 31 Berufssekretariate, davon 26 in Deutschland, 2 in England und je 1 in Belgien, Schweiz und Holland. Zwischen der Gewerkschaftsinternationale und der politischen Internationale besteht ein großer Unter- schied. Die politische Internationale hat mit der Frage der Landesverteidigung, der Annexionspolitik usw. zu tun, woraus sich große Konflikte ergeben können. Sie sucht die Wege zum Sozialismus. Die gewerkschaftliche arbeitet allein auf dem Gebiet der täglichen Bedürfniste und der industriellen Entwicklung. Die Ursachen, die also in der politischen Internationale zu Streitig- leiten und zur Spaltung führen, brauchen in der gewerkschaftlichen nicht zu bestehen. Selbstverständlich beeinflußt der vom Krieg er- regte Haß auch die Gewerkschaften. Aber er hat keine Wurzeln in den Aufgaben und Grundsätzen, die für die Gewerkschaftsinter- nationale maßgebend sind. Es braucht also keine gegenseitige Entftemdung einzutreten. Die Jntereffensphäre ist in allen Län- dern die gleiche, mag die Taktik auch verschieden sein. Die realen Interessen, die hier wirken, werden die bestehende zeitliche Ent- fremidung viel schneller überwinden, als dies in der Wissenschaft- lichen und politischen Internationale der Fall sein wird. Sobald der Frieden geschlossen sein wird, wird es auch nicht lange dauern, bis die Gewerkschastszentrale wieder auf der früheren Grundlage. wirken kann. Um dies aber möglich zu machen, mußten verschiedene Maß- nahmen getroffen werden. Im September 1914 wurde wegen der Schwierigkeit der Verbindungen und auch unter dem Gefühl, daß es nicht möglich sein würde, die Verbände aufrechtzuerhalten, das internationale Blatt einstweilen eingestellt. Damit war das letzte Band zerrissen, und in den kriegführenden Ländern kam rasch ein Geist zum Vorschein, der eine schwer auszufüllende Kluft schuf.— Der Redner gibt eine ausführliche Uebersicht über die Bemühungen des Niederländischen Gewerkschaftsverbandes, die internationalen Verbindungen auftechtzuhalten. Die schriftlichen Verbindungen wurden von ihm in seiner provisorischen Sekretariatsftinktion ge- pflegt, mündlicher Verkehr war nur mit den Deutschen und Bei- giern möglich. Der in den Ententeländern geäußerte Gedanke, das internationale Sekretariat aus Deutschland zu ver- legen, und der Wunsch Legiens, darum eine internationale Kon- ferenz einzuberufen, wurde dadurch vereitelt, daß gemäß dem Gut- achten der Holländer weitaus die meisten Länder weder zum einen noch zum anderen einen Anlaß gegeben fanden. Neue Versuche in� demselben Sinn« werden hoffentlich das gleiche Resultat haben. Für die Belgier haben wir mit Hilfe von Legien das eine und das andere zur Linderung der ihnen geschlagenen Wunden tun können. Nach dem Krieg müssen wir in den Kriegsländern mit einer aus den Fugen geratenen Industrie, mit Versuchen der Unter- nehmer, sich an den Löhnen schadlos zu halten, mit einer durch den Krieg und den Zustrom der Frauen in die Industrie geschwächten Arbeiterbewegung, mit Lohndruck durch Krüppel und Kranke, mit lässiger Durchführung des Arbeitcrschutzes, möglicherweise auch mit Einschränkung des Streikrechts und mit Einfuhr ostasiatischer Lohndrücker rechnen. Weiter mit der Konzentration des Bank- kapitals, die das Unternehmertum stärken wird, mit Erschöpfung der Gewerkschaftskassen, mit unzufriedener Stimmung der Arbeiter wegen Teuerung und Steuerdruck, mit hohen Ansprüchen der Ar- beiter, deren Organisationen im Krieg offiziell anerkannt worden sind. Aus all dem folgt die Notwendigkeit der Vorbereitung der gewerkschaftlichen Internationale, der Berufssekretariate wie des internationalen Verbandes. Der Redner teilt mit, daß er in Kon- ferenzen mit Legien neue Statuten entworfen hat, wonach eine permanente Leitung von 5 Personen aus verschiedenen Läudergruppen eingesetzt und alle 3 Jahre eine internationale Delegiertenkonferenz abgehalten werden soll. Der Redner er- wartet, daß der gesunde Menschenverstand der Arbeiter und die An- griffe des Unternehmertums die baldige Ueberwindung der heutigen Spaltung bewirken werden.(Lebhafter Beifall.) An das Referat schloß sich eine Diskussion. Heeg(Schneider) warnte, sich nach dem Krieg nicht durch eine Schein- In ter- nationale fangen zu lassen, aus der die Eutenteländer aus- geschlosten wären. ©mit(Handels- und Bureauangestellte) besteht auf der Ge- winnung eines persönlichen Kontakts auch mit den Engländern und Franzosen. Es habe fast den Anschein, als ob die Verbands- loitung ein Sachwalter der Deutschen sei. Stenhuis(Vorstandsmitglied) fürchtet einen Bruch in der deutschen Gewerkschaftsbewegung und will keine Internationale, aus der die deutsche Minderheit ausgeschlossen wäre. Er sieht in Zukunft keine Möglichkeit, die Gcwerkschafts- internationale von den Konflikten freizuhalten, die die politische spalten. Der Nationalismus und der Imperialismus bedrohen auch die Fachbewegung mit einer dauernden Spaltung. Darum mutz die Gewerkschaftsbewegung fortan auch die politischen Kon- •likte ins Auge fassen. H e j k o o p(Hafenarbeiter) fordert eine gründliche Revision der Taktik nach dem Krieg. Oudegeest bestreitet im Schlußwort entschieden, auch nur ein einziges Mal durch Tat oder Wort Anlaß gegeben zu haben, um als Sachwalter der Deutschen angesehen zu werden. Was die Verbandsleitung für Belgien getan habe, widerlege die Behauptung hinlänglich. Im übrigen glaubt der Redner ebensowenig an eine dauernde internationale Uneinigkeit noch an eine ernste Spaltung in Deutschland. Würden wir uns in politische Streitigkeiten mengen, würden wir bald auf den Weg-des Syndikalismus geraten. Die Hauptfach ist, daß wir uns für den Wiedereintritt einer starken Fachbewegung bereit halten.(Lebhafter Beifall.) Ein Sieg der Pariser Straßenbahner. SA. Am 25. Oktober begann in Paris ein Streik des Personals der Omnibusgesellschaft und der Stratzenbahngesellschaften des Seinedepartements Nord. In zwei Versammlungen, vom 1. und 22. Juli, hatten die Angestellten der Gesellschaften eine Teue- rungszulage verlangt und Delegierte ernannt, di« die VerHand- lungen mit den Gesellschaften führen sollten. Diese erklärten, ohne eine Erhöhung des Fahrpreistarifs die Forderungen nicht be- willigen zu können. Damit konnten die Arbeitervertreter nicht einverstanden sein, weil unter der Fahrpreiserhöhung natürlich gerade die arbeitenden Klassen am meisten zu leiden gehabt hätten. Sie ermäßigten ihre erste Forderung einer täglichen Zulage von 1,59 Fr. auf die Hälfte— 9,75 Fr.— eine Lohnerhöhung, die die Gesellschaften sehr wohl tragen konnten. Die Unternehmer etzten jedoch der Forderung passiven Widerstand entgegen, sie wollten nichts hören, und die Lage der unteren Angestellten wurde immer unerträglicher. Am 25. Oktober begann eine Anzahl von ihnen zu streiken. Der Ausstand nahm rasch beträchtliche Dimensio- nen an und wurde schließlich ganz allgemein. Die Vertreter der Angestellten, die Genossen Guinchart, I a c c o u d und L e c o u p l e begaben sich zum Minister des Innern M. M a l v h, setzten ihm ihre Lage auseinander und er- langten seine Zustimmung, wegen der Bewilligung ihrer Forde- rung bei den Oninibus- und Stratzenbahngesellschaften vorstellig zu werden. Die Regierung verhandelte mit den Unternehmern, die sich jedoch nicht geneigt zeigten, und machte dann der Delegation der Streikenden folgenden Vorschlag: Von den Transportgesellschaften wird verlangt, daß sie vom 1. November an die Forderungen der Streikenden bewilligen. Im Fall der Zustimmung nehmen die Arbeiter sofort die Arbeit wieder auf. Im andern Fall wird mit möglichst geringer Verzögerung vlgendes Dekret der Kammer zur Ratifikation vorgelegt werden: .Artikel 1. Während der Dauer des Krieges übernimmt die Regierung, da das Stillegen einer industriellen Unternehmung oder einer Unternehmung des öffentlichen Dienstes geeignet ist, die nationale Verteidigung zu schädigen, durch den Ministerrat alle nötigen Maßnahmen, um die Fortführung des Unternehmens zu sichern. Artikel 2. Das gegenwärtig« Dekret wird mit dem kürzesten Verzug den Kammern zur Ratifikation vorgelegt." Daraufhin beschlossen die Streikenden,«u 1. Zkovember die Arbeit wieder aufzunehmen. Die Vertreter der Unternehmer beharrten in ihrer Besprechung mit Herrn Malvh vom 31. Oktober auf ihrem Standpunkt, sie versuchten einen Aufschub zu erreichen, aber der Minister des Innern blieb fest. Ob sie inzwischen nachgegeben haben, ist nicht bekannt, da neuere Meldungen nicht vorliegen. Die Situation ur die Unternehmer war zuletzt so, daß in dem Fall, daß sie den Forderungen der Arbeiter nicht nachgaben, der Betrieb der Straßenbahnen von der Militärautorität durchgeführt werden würde. Für die Straßenbahnangestellten war die Bewilligung ihrer Forderung— sei es durch die Gesellschaften, sei es durch das Mi- nisterium— in jedem Fall gesichert. Die Anerkennung der Teuerungszulage durch die Regierung hat aber auch zur Folge, daß sie Angestellten anderer öffentlicher Betriebe ebenfalls nicht verweigert werden kann, und so erlangt der Streik der Straßen- bahner in Bezirk Nord des Seinedepartements eine viel umfassen- dere Bedeutung, als er von vornherein besaß. Die Arbeiter werden nun darauf achten müssen, daß dem Artikel 1 des Regieruugsdekrets nicht eine Auslegung gegeben wird, die den Arbeitern' ungünstig ist. Die Fassung ist reichlich vage gehalten, und es wäre möglich, daß eine Regierung unter „allen nötigen Maßnahmen" unter Umständen auch einmal Zwangsmaßnahmen für die Arbeiter verstehen könnte. Die Einführung von Arbeiterkontrolle«�« im holländischen Bergbau. Hierüber schreibt der„Bergknappe", das Organ der christlichen Bergarbeiter, in der Nr. 46 d. I.:„Durch königlichen Beschlutz ist dem„Mihnreglement" eine Bestimmung beigefügt worden, welche die demnächstige Einführung von Arbciterkontrolleuren vorsiehl bzw. regelt. Es sollen mindestens zwei Kontrolleure vom Minister ernannt werden. Diese Ernennung erfolgt auf Grund von Vor- schlügen der Arbeiterausschüsse. Sämtliche Arbeiterausschüste baben in gemeinsamer Sitzung unter Leitung des Haafdingenieurs des „Miynen"(Bergbaubehörde) für den Kandidaten wenigstens drei Vorschläge einzureichen. Der Minister kann von diesem Mo- dus Abstand nehmen, jedoch sind dann die Arbeiterausschüste zu „hören". Zum Amte des Arbeiterkontrolleurs ist nur zulässig, wer 39 Jahre alt und geborener Nieder- länder ist, die bürgerlichen Ehrenrechte besitzt und kein Geschäft betreibt; ferner ist vorgesehen zehnjährige Tätigkeit als Hauer, davon die letzten vier Jahre in holländischen Gruben. Wenn dieses System auch noch nicht voll und ganz den je- weiligen Wünschen der Bergarbeiter entspricht, so ist es doch be- deutend fortschrittlicher als das deutsche. Da der Bergbau in Deutsckland bedeutend ausgedehnter und die Schächte hier viel tiefer sind, wodurch die Gefahren wesentlich erhöht werden, so ist es nicht nur wünschenswert, daß die preußische bzw. die deutsche Regierung diesem Beispiele folgt, sondern daß sie in Anbetracht der veränderten Verhältnisse einen ordentlichen Schritt weiter geht. Bergarbeiterstreik in Australien. London, 14. November.es Ziels eine gute Organisation mehr beitragen kann, als dies die zwingenden Bestimmungen eines Gesetzes vernlögen. Wie immer die endgültige Stellungnahme zu dem Entwurf fein mag. jedenfalls wird man darauf bedacht sein müssen, die Arbeiter vor einer weiteren Verschlechterung ihrer Lebens. läge und vor unerträglichen Einschränkungen ihrer persöw lichen Freiheit zu schützen. Vielfach wird darauf hingewiesen, daß auch heute schon starke Beschränkungen der Freizügigkeit bestehen.>vie sie z. B. in der Metallindustrie durch das Kriegsscheinwesen gegeben sind. Reklamierte Arbeiter entbehren oft des nötigen Schutzes, weil ihre Entlassung durch den Unternehmer mit ihrer Ein- reihung ins Heer gleichbedeutend ist. Solche Leute werden dann aber oft wieder nach einigen Wochen des Militär dicnsles nach der Heimat zurückentlassen, weil sie doch um entbehrlich sind. Vor allein werde eS sich darum handeln, die qualifizierten Arbeiter planmäßig zu verwenden und jede Verschleuderung ihrer Arbeitskraft zu vermeiden. Selbst- verständlich müssen sie dann aber auch entsprechend gestellt werden. Eine Gefahr für die Arbester besteht ferner in der Tat fache, daß in Gegenden mit sehr niedriger Lohnhöhe neue Kriegsbctriebe eingerichtet werden. Es geht natürlich nicht an, daß Arbcitcr aus Gegenden mit höheren Löhnen dorthin „verschoben" und etwa auf den„ortsüblichen Lohn" verwiesen iverden. Den Arbeitern kaim nicht ausgegeben werden, statt einer besser entlohnten Stellung eine schlechter entlohnte anzunehmen. Ein Gesetzentwurf, der solche Möglichkeit offen ließe, würde in den Gewerkschaften auf den entschiedensten Widerstand stoßen. Es ist jedoch anzunehmen, daß sich gegen eine derartige Praxis„reale Sicherungen" iverden schaffen lassen. Die Aufnahme des Gesetzes in Arbeiterkreisen wird von seinem Inhalt und der Art seiner Ausführung abhängen. Je größer die Einsicht der Regierung und der bürgerlichen Parteien sein ivird, daß bei der„Organisierung der Heim- anuec" über berechtigte Forderungen der Arbeiter auf keinen Fall rücksichtslos hinweggegangen werden darf, desto eher läßt sich erivarten, daß das schwierige Problem eine brauchbare Lösung finden wird.__ Schatzungsämter und Stadt' fchaften. Die umfangreichen Berichte der Kommission des preußischen Abgeordnetenhauses zur Vorberatmig der Entwürfe eines Gesetzes zur Förderung der Stadtschaftcu und eines SchätzungsamtSgesetzeS, die nunmehr der Oeffentlichkcit zugänglich gemacht sind, gewähren einen Einblick in die Vielgestaltigkeit der Fragen des städti- scheu Immobiliarkredits, den auf eine gesunde Grund- läge zu stellen die Absicht der Gesetzgeber ist. Das Stadt- schaftLgesetz soll, um der Notlage zu begegnen, in der sich der städtische Grundbesitz seit einer Reihe von Jahren befindet und die sich nach dem Kriege voraussichtlich noch wesentlich verschärfen wird, der Verbreitung der unkündbaren Tilgungshypothek den Weg ebnen, eine Kreditform, durch die dem Hausbesitz eine Schuld- abbürdung ermöglicht und auch zu Zeiten einer Geldstockung die Belassung der Hypothek zu einem gleichmäßigen Zinsfuß gesichert wird. Zu diesem Zweck erbittet die Regierung die Ermächtigung, der preußischen Zentralgenossenschastskasse einen Betrag von lO Millionen Mark zwecks Gewährung von Darlehen zur Förde- rung der Gründung von Stadtschaften zur Verfügung zu stellen. Tas Schätzungsamtsgesetz will die Unsicherheit beseitigen, die durch das heutige Schätzungswesen auf dem Grundstücksmarlt hervorgerufen ist und auch auf verschiedenen anderen Wirtschaft- lichen Gebieten schwere Schädigungen im Gefolge gehabt hat. Es ist bekannt, daß die systematische, die Bildung von SpekulationS- werten begünstigende Ueberschätzung der Grundstückswerte beson- derS in größeren Städten eine der Hauptursachen ist, durch die das Bauland in übertriebener Weise verteuert und die ungesunde Steigerung der Mietspreis«, und zwar nicht nur infolge der Ver- teuerung des Baulandes, sondern auch infolge der Ueberspannung der Beleihungen; denn die verhältnismäßig hohen Jahresleistungen für die zweitstelligen Hypotheken müssen durch den MictSpreiS auf- gebracht werden. Beide Gesetze gehören, wenn sie auch äußerlich keine Einheit bilden, doch eng zusainmen; sie sind deshalb auch derselben Kam- Mission zur Vorberatung überwiesen worden. Während die Kam- Mission an dem Stadtschaftsgesetz nur unwesentliche Aenderungen vorgenommen hat, hat sie den Entwurf eine» SchätzungSamtS- gesetzes in den entscheidenden Punkten völlig umgestaltet. Darüber hinaus schlägt sie dem Plenum eine Reihe von Resolutionen vor, die durch die Umwälzungen der Verhältnisse auf dem Grundstücks« markte bedingt sind und die auch über den Kreis der Grundstücks- bcsitzer hinaus einen Anspruch auf allgemeines Interesse haben. Von den Resolutionen zum StadtschaftSgesetz sind zwei be- sonders zn erwähnen. Durch die eine wird die Regierung ersucht, noch in der gegenwärtigen Tagung eine Gesetzesvorlage einzu- bringen, durch welche Mittel bereitgestallt werden, um Gemeinden Hilfeleistungen zu ermöglichen: 1 für durch den Krieg und Kriegömaßnahmen in Not geratene Hausbesitzer(Zahlung rückständiger Hypo- thekenzinsen, Steuern usw.), 2. für K r i e g s t e i l n e h m e r o d e r deren Hinter. blieben« und sonstige durch den Krieg und Kriegsmahnahmen in Not geratene Personen zweck» Abbürdung ihrer während des Kriege» rntstandencn MictSschnlde». Die andere Resolution ersucht die Regierung, dafür zu sorgen: 1. Daß durch die Stadtschaften Beleihungen bis zu 72 Proz. des geschätzten Wertes der Grundstücke gewährt werden, wobei, soweit die Forderung nicht durch daö Grundstück selbst mündet- sicher gedeckt ist, die Mündelsicherheit der Forderung bis zur vollen Höhe der Beleihung durch Sicherheitsleistung eines KommunalverbandcS hergestellt wird und für Tilgungshypotheken die Gewährleistung der ZinS- und RückzahlungSIeistungen aus- reicht. 2. Bei Einrichtung der Stadtschafien die Tilgungs- und AbzahlungSfätze so zu bemessen, daß sie der Leistungsfähigkeit des Grundbesitzes Rechnung tragen und insbesondere für die ersten zehn Jahre nach dem Kriege wciigchcnde Erleichterungen festzusetzen. 3. Für den Wert des Grund und Boden« die Tilgungssätze der Stadtschaften teilweise bzw. auch zeitweise in Wegfall zu bringen. Zum SchätzungSamtSgesetz liegt zunächst eine Resolution vor, die Maßnahmen zur Abbürdung der auf dein Grund- besitz la st enden öffentlich-rechtlichen Perpflich. tun gen verlangt. Hierfür kommen nach Ansicht der Kommission in Betracht insbesondere eine Herabsetzung deS Stempels beim B erkauf von Grundstücken von 1 auf s« Proz. und ein völliger Erlaß deS Stempels, wenn der Zuschlag einem nachstelligen Hypothekar oder Grundschuldgläubiger erteilt wird und dieser daS Höchstgebot zur Wahrung seiner dinglichen Forderung uiiter Zurechnung der von ihm übernommenen Leistungen abgegeben hat, ferner eine Er- Mäßigung des Mietsstenipels auf den früheren Satz von Vi« Proz. und ein Verzicht auf die dem Staate nach dem ReichSgcsetz vom 14. Februar 1S11 noch zustehenden ö Proz. der WertzuwachSstcucr. Endlich soll die Regierung auch auf eine Herabsetzung der durch Steuerordnungen von Gemeinden oder Kreisen eingeführten Um- satz- und Wertzuwachssteuern dringen, jedoch nur, wen» sie selbst mit einer Herabsetzung der durch Steuerordnungen von Gemeinden oder Kreisen eingeführten Umsatz- und Wertzuwachssteuern dringe», jedoch nur, wenn sie selbst mit einer Herabsetzung der Stempel steuern vorangeschritten ist. Soweit sich diese Resolution auf die Ermäßigung bzw. den Erlaß der Umsatzsteuer und des Stempels bezieht, entspricht sie einer alten Forderung der Sozialdemokraten, die in den Gemeindevertretungeil— insbesondere in Berlin unter Führung von Paul Singer— von jeher die Umsatzsteuer bekämpft haben. Auch die Ermäßigung des MietSstempelZ wird zweifellos die Zustimmung aller unserer Genossen finden, wenngleich damit unsere Forderung auf völlige Beseitigung dieser Belastung der Bc- völkerung noch nicht erfüllt ist. Zum Widerspruch dagegen fordert eine Resolution heraus, die die Regierung ersucht, von neuem in Erwägung zu ziehen, ob nicht eine landesherrliche Verordnung herbeizuführen fei, durch die der zlveite Teil des Gesetzes über die Sicherung von Bau- fo r der u n g e n vom 1. Juni 1A)S in den Gemeinden, in denen nach amtlichen Ermittelungen Bauschwiiidel festgestellt ist, auf die Tauer von 10 Jahren in Kraft gesetzt wird und die Verrichtungen, die nach dem bezeichneten Gesetz dein Aallschöfftnaint obliegen, den Schätzungsämtern übertragen iverden. Es besteht die große Gc- fahr, daß die Folge einer solchen Maßnahme eine Verteuerung des Wohnungsbaucs und ein weiteres Ansteigen der Mictspreise ist. Dem eiltgegenziltreten, haben wir alle Ursache. Zwei weitere Resolutionen bezichen sich auf die Schaffung von Interessenvertretungen des städtischen Grundbesitzes. Eminal soll die Regierung zur Vertretung der Interessen des städtischen Grundbesitzes durch ein Gesetz HauS- besitzerkainincrii ins Leben rufen, und zweitens soll sie bei Erlaß der Ausführungsbestimmungen zum Schätzungsaintsgesctz darauf hinwirken, daß in den Schätzungsämtcrn tunlichst auch Haus- und Grundbesitzer solvie Mitglieder der Katasterämlcr berufen iverden. Endlich ist noch zu erwähnen eine Dtesolution, die die Regierung ersucht, dahin zu wirken, daß auf dem Wege der Reichs- und Staatsgesetzgebung Maßregeln zur Erleichterung von un- beweglichem Eigentum in derselben Hand und zum Schutze der Gläubiger dinglich gesicherter Forderungen in die Wege geleitet werden. Hierzu hält die Kommission vorzugsweise cine allmähliche Abtragung crststclligcr Beleihungen für erforderlich, owcit diese im Verhältiiis zum Zeitwert deS Grundstückes die übliche Höhe übersteigen. Im einzelnen wird die Schaffung eines Verfahrens verlangt, durch welches auf Antrag eines der Be- tciligtcn im Wege der Einwirkung von Einigungsämtern oder anderen Behörden eine Vereinbarung von Gläubigern und Schuld- nern unter billiger Berücksichtigung der beiderseitigen Wirtschaft- lichen Lage über das Fortbestchccn des zeitigen SchuIdverhältnisseZ 1 in und unmittelbar nach der Kriegszeit ermöglicht wird. Weiter sollen die Bestimmungen deS ZwangsversteigerungSgesetzeS über die VersteigerungSbediiigungen derart geändert werden, daß den im Grundbuch eingetragenen zweitstelligen und»achstchcnden Glau- bigern das Herausbieten ihrer Forderungen erleichtert und nach- teiligen Vereinbarungen zwischen dem voreingetragenen Gläubiger und einem unbeteiligten Dritten(sogenannten Schiebern) vorge- beugt wird. Die Wirksamkeit der BundesratSverordnungen be- treffend die Betvilligung von Zahlungssristen bei Hypotheken- schulden soll in solchen Fällen über die Kriegszeit hinaus ausgc- dehnt werden, in denen es nach der angestellten Prüfung durch die besonderen Verhältnisse der Beteiligten geboten erscheint. Eni nachstehender Hypothekengläubiger, welcher seit mindestens zwei Jahren als Gläubiger im Grundbuch eingetragen war und im ZwangSversteigerungsverfahren durch AuSgebot seiner Forderung Erste her eines Grundstücks wird, soll von der RcichLabgabe, dem Staatsstempel, der Umsatzsteuer und der Hälfte der durch die Zwangsversteigerung entstehenden Gerichtskosten befreit werden. Die gleiche Vergünstigung soll auch jedem Rechtsnachfolger des In- Habers einer solchen Forderung zustehen, welcher bei deren Erwerb nachgewiesenermaßen den vollen Ertrag bis zur Höhe von 10Ö00M. und von dem überschießenden Betrag mindestens die Hälfte gezahlt hat, auch wenn er zur Zeit der Versteigerung noch nicht zivei Jahre grundbuchlich eingetragener Inhaber der Forderung war. Dagegen soll der Erlaß von Steuern und Stempeln nicht statt. finden, wenn der Gläubiger bei dem Enverbe der Hypothek iür diese keinen Gegenwert geleistet hat oder die Gegenleistung eine derartig geringe war, daß durch den Erlaß ein unbilliger Vorteil entsteht. Wenn sich die in diesen Resolutionen niedergelegten Wünsche zu gesetzgeberische», Maßnahmen verdichten, dann ist die Möglich- keit einer allmählichen Gesundung der Verhältnisse auf dem Grund» stückS- und WohnungSmarkt gegeben, die letzten Endes auch den Wohnungsmietern zugute kommen könnt-!, vorausgesetzt, daß Hand in Hand damit weiter« Aktionen zur Beseitigung deS Wohnung�. elendS einhergehen. Wir haben deshalb auch vom sozialdcmo- kratischen Standpunkt aus allen Grund, die weiteren Berhand- lungeii der Kommission, die, bevor sie mit dem Ergebnis ihrer Beratungen an das Plenum tritt, noch eine dritte Lesung vorzu- nehmen beschlossen hat, mit Aufmerksamteit zu versosgcn. P. H. Das tägliche Srot. Neuregelung der Fischrinfuhr. Ueber die bevorstehende Neuregelung der Einsuhr von frischen Fischen wird mitgeteilt: Durch daS Bestreben der vom Handel, von Gemeinden und von industriellen Werken in» Ausland gesandten deutschen Aufkäufer, sich möglichst große Mengen von frischen Fischen zu sichern, sind während der letzten Monate die Preise an den ausländischen Fischniärkten, die für die Zufuhr nach Deutschland in Frage iominen, sprungweise in die Hohe geirieben worden. Da dieser Zlistand lmerträglich wurde, hat sich die Regiennig veranlaßt gesehen, durch die Verordmnig vom 13. November 1ÜIS jedem, der nach dem 2V. November ISIS frische Fische aus dem Ausland nach Deutschland einführt, die Verpflichtung aufzuerlegen, die Ware an die Zentral-EinkaufSgesellschaft m. b, H. oder deren an der Grenze eingesetzten Bevollmächtigten auf Ver- lange» auszuliefern. Ueber die beabsichtigte praktische Durchführung der Neuregelung kann mitgeteilt werden: In Holland werden in Zukunft die frischen Seefische, soweit diese nach Deutschland ausgeführt werden können, ausschließlich durch eine unter gührung der Zentral-EinkaufSgesellschaft m. b. H. gc- gründete Vereinigung der größten, bereit» bestehenden Exportfirnlen aufgekauft und durch diese Firmen a» ihre alte Kundschaft nach Deutschland eingeführt werden. ES ist Vorsorge getroffen, daß die beteiligten Händler im Weiterverkauf nur eineu mäßigen Ausschlag für sich berechnen dürfen. In Zukunft werden sämtliche skandinavischen frischen Fische nur dann frei nach Deutschlaiid eingeführt iverden dürfen, wenn die Sendungen u»ter ausdrücklicher oder stillschweigender An- erlennung der von der Zentral-EiiiiaufSgescllichast ,n. b. H. fest» gesetzten Bedingungen an einen der fünf Z e n t r a l fi sch m ä r k i e Altona, Berlin, Bremerhaven, Geestemünde und t a mburg adressiert sind. Die an diesen Märkten eintreffenden ische werden in Zukunft nicht mehr versteigert, sondern von den Marktverwaliuiigen an den Fachhandel abgesetzt werden. Die Preise, zu welche» die a» die Zentralfischmärkle vom Ausland gesandten Waren abgesetzt werden dürfen, werden von der Zentral- EinkaufSgesellschost m. b. H., jeweils beftiiinnt, sie werden derart zu beincsseii sein, daß wohl die Auswüchse der letzten Monate b c- s o i t i g t werden, daß aber andererseits den ausländischen Fischer» ein starker Anreiz zu möglichst großen Fängen gegeben wird. Durch Vereinbarungen mit den Großhändlern soll u. a. gewährleistet werden, daß die Fische mit einem mäßigen Ausschlag weiter abgesetzt werden. Von vorstehend beschriebener Regelung sind folgende Fischaricn ausgenommen: 1. Frische Heringo und frische Sprotten: Diese Fische werden in Zukunft ausschließlich durch eine unter der Führung der Zentral-EinkausSgcsellschaft gegründete Vereinigung der Frisch« Heringsimporteure eingekauft und abgesetzt werden. 2. Karpfen, Schleie. Hechte, Plötzen und Rotaugen, Brachsen oderBleie, Barsen n d A l ä n d c r: Diese Sorten solle» in der Regel— lebende ausschließlich— durch die FlußftschhandelSges ellschaft Berlin nach Deutsch- land eingeführt und nach bestimmten Grundsätzen abgesetzt iverden. 3. E i n i g e L u x u S s i s ch c. wie z, B. Aale und Forellen, dürfen bis auf weiteres frei cingesühtt werden. Eine Regelung bleibt vorbehalten. ES wäre zu wünschen, daß diese von Herrn v. Batoeki bereit» im Reichstage angelündigte Neuregulierung die unerträgliche Fisch« teuerung berliiindert. Zeit war'S! Keine unangemeldeten Kartoffel«. Ter Landrat des Kreises Meppen schreibt: Eine kleine Zeitung hiesiger Gegend brachte vor kurzem folgenden Artikel, der leider i» viele andere Zeitungen übergegangen zu sein scheint:„Bei einer behördlichen Nachrevision der Kartoffelbestände im Kreise Meppen wurden bis jetzt über 30 000 Zeiilner u»a,i- gemeldeter Karloffeln vorgefuilden, welche größtenteils in versteckten Mieten vorgefunden wurden." Diese Meldinig bedarf der illichtig- stellung. Es handelte sich bei der fraglichen KartoffelbestandS- aufnähme nicht um eine Nach revisio», sondern um eine e r st- malige Bestandsaufnahme, die nicht den Zweck der Auf« deckung verheimlichter Kartoffelmengen batte und einen derartigen Erfolg in ke i n e r Weise gebabt hat. verheimlichte Kar« tofsel» sind überhaupt nicht gesunde» und bei de: Gründlichkeit der BestandSanfnahme auch nicht verheimlicht geblieben. Nur ein kleiner, gänzlich belangloser Fall, der als VerheimlichungS« versuch gedeutet iverden kvniile. ist vorgekommen. Unangemeldet waren die sämtlichen Mengen allerdings, und zlvar, weil keine An- Meldepflicht bestand. Deshalb fand eben die Bestandsaufnahme statt. Die festgestellt« abgebbare Gesamtmeng« hat übrigens leider längst keine 80 0m Melile» mieiel an! Den SlleMmM sfloDenen Semsleii! t~ Wahlkreis. «m 27. Ju»i 191« der Schloff« Hermann Klessig Bezirk 215. 4. Wahlkreis. Km 14. vktod« im Alter von 39 Jahre« der Brauereiarbeiter Wlkelm Drews Weißbachstr. 8, Bez. 409 1 Arn 28. Oktober verstarb an seinen verietzimgen im Lazarett im| Alier von 84 Jahren der Gerüstbauer LÄuarci Härich Liegnttzer Str. 3, Bez. 206 L Am 18. Oktober im Alter von 27 Jahren der Tischt« Paul Alter «berthstr. 20, Bez. 390 IL Km 8. Inst tm Aller von 33 Jahren der Kürschner «Josek Dziwnik Weidenweg 63, Bez. 352. Arn 28. September verstarb an seinen verlehmigen im Lazarett im Alter von 33 Jahren der Kutscher Fritz Buchholz voxhagencr Str. 6, Bez. 332. Wahlverein HeukSIln. Arn 28. Oktober der Schlosser Atfreck Kickhefer Hermannstr. 73, Bez. 17. Km 25. September der Sattler Franz L,angner Paunlerstr. 30, Bez. 3. Am 23. September der Barbier Daniel 8tark1,4 Uhr, von der Kapelle des Garnlson-FriedhosS Müllerstr. 32 aus statt. 1503b '«««rsr» aeif 1873 � «Jean Holze H AMBURG�XZ Universal-Briefsteller 3 Mark Buchhandlung Vorwärts, Linden- stratze 3(Laden). -"''•'• Ohne Bezugsschein! Fesche Pelzmfintelt Seht P»i aianer. 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Kart Zchwarzloie, BiSmarckstr. 28. Bsuntaeltuleuwex. H. Hornig. Marienthaier Ltr. 13, I. Borslzrwwlde. Paul Kienast, Stäulchftr. ll>. tlttrtrlottenknrx. Euftav Scharnberg, Seien heim er Ltr. 1, Prledrlokatinxe». Ernst Wertmann. Söpeaicker Str. 13. Grünau. Franz Klein, Friedrichstr. 19. �oliaiintntknt. Max Gonschur» Partitr. 23 Karlaltorat. Hermann B Illing. Dönhoffsir. 23. Kättpenieli. Emil Wiffler, Kietzerstr. 6, Lade». Ditettteztderjx 1. Otto Seikel, Warienbergilr. 1. Llchtonbere II. 2t. Rosenkranz, All-Bozyagen 56. Xenlzülln. Sit. Heinrich, Neckarstr. 2. E. Rohr, Siegfried. stratze 28/29. ?kfeer-8etiüne weide. Sllfrcd Bader. Wllhelminenhofstr. 17. Laden. I'anlrow. Otto gtifimanu, Mühlenstr. 30. Itetulelrenilorf. P. Gursch, Provuizstr. 56, Lade«. 8eiiönekers. Wilhelm Bäumler, Metninger Str. 9 im Laden. 8pandau. Schuhmacher. Breilestr. 64. Steglitz. H. Bcrniee» Alsenstr. 5. Xempclhof. Heimchen, Eermaniastr. 156. Treptow. Rodert Eramenz, Kiesbolzstr. 412, Lade» Weiücnaee, Gustav 3l osttopf, Berliner Allee 11. Wlluicrsdorf. Paul Schubert. WUb-toisauell?. Zink jede mee Mit .... jene Nummer find zwei aletch bebe Wewiiine aefnlle», itnb zwar j« einer ans die Lose glelchrr Nummer in den beideu Ableilunae« I u. U. Nur die Gewinne über 240 M. find in Klauimern beigesügt. (Ohne Gewähr«. Et.-A. f. 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Z.)(Nachdruck verboten) 71 911 541 820 35«1(500) 707 887 907 80 slOOO) 1014 63 930 411 97(1000) 39 82(600) 631 621 860 2058 52 70 83 13000) 124 63(3000) 284 363 09 407 66 678 99 660 751 60 641 907 3033 313 14 48 11000) 591 678 845( 500) 4010 46 99 373 661 77 611 87 862 66 802 6221 640(500) 41 705 18 23 74 811 0370 92«37 686 635 98(8000) 7166 205 21 29 79 344 672 860(3000) 991 0078 103 94«18 817 63 706 801 0078 438 99 629 71 627 74 10242 84 607 84 897 72» 11003 1»4 201 320 496 756 84 801 928(3009) 12057 97 168 70(1000) 933 343 91 428 45 960 13162 63 93 819 14002 159 237 425 634 748 1S063 62( 500) 09 154 264 359 606 62 86 649(1000) 10)03 22 67 84 94 382 666 966 74 1 7025 72 146 206 36 600 640 720 86 862 78(600) 18043 68 195 285 346 536 699 707 63 80 840 809 1 8101 237 479 660 664 2O067 71 160(3000) 225 310 835 770(1000) 808 21006 20 340 434 64 612 703 911 22156(600) 665 96 Sil 975 23018 (600) 357 455 69(600) 677 621 727 7 8 2 4021 64 236 88 484 (3000) 618 87(3000) 916 62 2 5 008 144 68 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