Nr. 109. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs: Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11: 3ahra Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Willkommen in Berlin! Sonntag, den 13. ni 1894. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Und wo beides fehlte, da ist für die Bergarbeiter nichts gehört, die Männer, die im Saarrevier, im Rheinland und geschehen. In Belgien, in Amerika werden noch Frauen Westfalen, in Sachsen und Schlesien die Segnungen staatDer erste internationale Arbeiterkongreß auf deutschem und Kinder in den Bergwerken zu den niedersten Stlaven- licher Musterbetriebe und der kapitalistischen Weltordnung Boden vereinigt sich morgen- am Pfingstmontag- in und Lastthierarbeiten benutzt; und wollen die empörten am eigenen Leibe erfahren, sich aber durch nichts haben Berlin in den Konkordiasälen, in den Räumen, wo schon- Arbeiter diesen Gräueln ein Ende bereiten, so werden sie abschrecken lassen, ihre Pflicht zu thun. Und in unserer vor anderthalb Jahren ein Jahreskongreß der deutschen von Gendarmen, Polizisten, Milizsoldaten niedergeschoffen Mitte sind die Vertreter der Bergarbeiter Desterreichs Sozialdemokratie getagt hat. Es ist kein allgemeiner wie wilde Thiere. Vertreter jener Braven, die sich herausgenommen haben, Arbeiterkongreß, wie die internationalen Arbeiterparlamente Die Lage unserer deutschen Bergleute ist jedem Menschen zu sein und, weil sie am 1. Mai feiern von Paris 1889, Brüssel- 1891- und Zürich der Leser bekannt. Durch reaktionäre Gesetze und das Ein- wollten, schmählich gemaßregelt, in den Ausstand und 1893; es ist der internationale Kongreß eines bestimmten greifen der Behörden an freier Bewegung gehindert, in die schließlich vor die Mannlicher- Gewehre getrieben wurden, Gewertes, aber eines Gewerkes, das in dem Be- Zwangsjacke einer bureaukratischen Organisation, der welche die Wunder" des Napoleon und des Crispi an ihnen freiungskampfe des Proletariats stets in vorderster Reihe Knappschaftstassen, eingeschnürt, die, angeblich zum Wohle wiederholten. stand, über die größten und bestgegliederten Drganisationen der Arbeiter gegründet, in Wirklichkeit ihnen zum Knebel Achtung vor diesen Männern! verfügt und in allen Kulturländern der Erde seit Menschen- geworden sind, vermittelst dessen sie in tiefster Abhängigkeit Der Kongreß hat eine reiche Tagesordnung. altern den heftigsten Angriffen des organisirten Kapitals aus gehalten werden, sind unsere deutschen Bergarbeiter wird tüchtig zu arbeiten haben, will er sie erledigen. gesetzt ist und, wenn auch mit wechselndem Erfolg ringend, nie- noch nicht dazu gelangt, sich die granitnen, jeder Probe Die Fragen des Achtstundentages, des internationalen mals die Schlacht aufgegeben, niemals die Fahne der Arbeit hin- gewachsenen Organisationen zu schaffen, deren sie bedürfen. Zusammenwirkens bei Streiks und Lockuts, der Frauengeworfen oder dem Feind überlassen hat: das Gewerke der und was die deutschen Bergarbeiter erdulden müssen, wie arbeit, der Lohuregulirung, der Organisation u. 1. w., Bergarbeiter. jedes freie Wort, jede Regung des Selbstgefühls und des sind allesammt von brennendster Wichtigkeit und heischen Mannesstolzes mit Entlassung aus der Arbeit, mit Ver- eingehendste Berathung. nichtung der Existenz, mit der sozialen Acht bestraft wird, Der fünfte internationale Bergarbeiter- Rongreß wird das wissen wir alle. seine Pflicht thun. Der Geist des 1. Mai wird seine Be rathungen durchwehen und zum Beschluß bringen, was der Sache der Bergarbeiter im Besonderen und der Arbeiter im Allgemeinen am zuträglichsten ist. Die Delegirten der Bergarbeiter haben eine schwierige Aufgabe, fie treten in einer Zeit Er Es liegt in der Natur des Bergbaues, daß er große Arbeitermassen zusammenbringt, durch seine Gefährlichkeit den Charakter stählt und das Gefühl der Solidarität wach ruft und groß zieht. Hieraus erklärt sich die Festigkeit der Nur in einem Land haben die Bergleute sich eine, Bergarbeiter Organisationen. Auf der anderen Seite reizt vergleichsweise, unabhängige Stellung errungen und das der Bergbau in besonderem Maße die Habsucht des nimmer- ist England. Dank der eigenthümlichen wirthschaft fatten Kapitals, und so ist es gekommen, daß die Aus- lichen und politischen Entwickelung des Juselreichs hat die beutungssucht in diesem Gewerke allezeit sich aufs Rück Klassenscheidung dort früher sich vollzogen, als in den zusammen, wo das internationale Rapital in allen Ländern fichtsloseste geltend gemacht hat. übrigen Ländern, und haben infolge dessen die Arbeiter der Erde all' seine Kräfte zusammenrafft zu einem letzten Wer die Schilderungen früherer Parlamentsberichte früher die Nothwendigkeit der Klassenorganisation begriffen Vernichtungskrieg gegen die organisirte Arbeit. Der Konüber die Lage der englischen Bergarbeiter lieft, wer und sich in den Trades Unions Kampfes- und Klaffen greß wird auf der Höhe seiner Aufgabe stehen, und eine die Zustände in den französischen und englischen Berg- organisationen geschaffen. Die Geschichte der englischen Trades- neue Etappe werden in dem siegreichen Vormarsch des werten, so wie Bola in seinem" Germinal" sie wahrheits- Unions ist die Geschichte der englischen Arbeiterbewegung. Proletariats. getreu schilderte, sich vor Augen führt, wer der gräu- In ununterbrochenen Krieg mit der Kapitalmacht kräftigten Die Berliner Arbeiter sind stolz, daß der erste interlichen Mezeleien gedenkt, die in den belgischen, den fran- die Trades- Unions planvoll und zäh ihre Organisation nationale Arbeiterkongreß auf deutschem Boden in Berlin zösischen, den amerikanischen Bergwerksbezirken periodisch, und eroberten Zoll um Zoll sich eine achtunggebietende tagt. Sie werden alles aufbieten, um den Gästen, die uns mit unheimlicher Regelmäßigkeit vorkommen, und von denen Position im englischen Staatswesen. Die festest gegliederten die Ehre ihres Besuches geschenkt haben, den Aufenthalt in der auch England im vorigen Jahr durch das Blutbad von mitgliederreichsten englischen Trades- Unions sind die der Hauptstadt der deutschen Sozialdemokratie möglichst angenehm Featherstone ein Pröbchen gegeben hat, wer sich der Bergarbeiter. Die Riefenstreits und Riesen- Aussperrungen der zu machen. Und sie werden den Verhandlungen genau folgen zahlreichen Konflikte zwischen deutschen Grubenarbeitern und legten Jahre haben die Stärke der Bergarbeiterorganisation und lernen. den Grubenbesitzern erinnert, der verzweifelten Streit versuche und der grausamen Maßregelungen der Besiegten wer das alles betrachtet und berücksichtigt, kann sich annähernd eine Vorstellung bilden von dem ungewöhnlichen und in der Hauptsache ihre Forderungen durchzusehen. Die ausländischen Delegirten werden finden, daß für Druck, der auf den Bergarbeitern laftet, von den entseßlichen, Dieser glorreiche Streit, oder richtiger Lockout( Aus- die deutschen Arbeiter der Begriff Fremde" ein überden Geist herabwürdigenden, den Körper zerstörenden Busperrung) war der gewaltigste Kampf, der jemals zwischen wundener Standpunkt ist. Für uns ist die Menschheit eine ständen, gegen welche die Bergarbeiter sich aufbäumen, und Arbeit und Kapital gekämpft wurde fast eine halbe große Familie; die Grenzen und Sprachschranken lassen deren Besserung nur durch festestgeschlossene Organisation Million organisirter Arbeiter gegen die kapitalkräftigste, uns die Zusammengehörigkeit alles dessen was Mensahenbei straffster Disziplin herbeigeführt werden kann. brutalste Abtheilung der englischen Bourgeoisie. Die antlig trägt", nicht vergessen. gezeigt. Vorigen Herbst gelang es den Bergarbeitern nach Den Kongreßdelegirten rufen wir ein herzliches Willfajt viermonatlichem Ringen den Bund der Grubenbarone kommen zu: zu sprengen, die Regierung zum Einschreiten zu nöthigen Willkommen in Berlin! Willkommen! Denn auf andere Hilfe hat auch der Bergmann nicht zu Männer, die diesen glorreichen Kampf geleitet haben, sie Willkommen, Ihr Genossen und Brüder aus Frankreich, rechnen, als auf die eigene Kraft. Wo immer der Staat durch sind jetzt in unserer Mitte. Und in unserer England, Belgien, Desterreich, Deutschland! die Gesetzgebung eingriff, da geschah es nur unter der Mitte sind die Männer, welche die gleichzeitigen moralischen Einwirkung und dem Zwang der von den Ar- Kämpfe in Frankreich und Belgien geleitet haben. In beitern ins Leben gerufenen Agitation und Organisation. unserer Mitte sind die Männer, deren Namen wir so oft Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Bon C. Spindler. Elftes Kapitel. Und dem Kongreß aus vollster Seele Glückauf! ein lustig Bolt ist, und ein Oberhaupt hat, das Kurzweil Euch so gern Eure ehemaligen Landsleute in ihrer Glorie und Schimpf in Ehren liebt. Darum wollen wir befehlen, von Fröhlichkeit gezeigt." Ja, eine Glorie ist's," daß man jezo jubilire, wie sonst, denn des Herzens Fröhlich antwortete der Prälat: eine Glorie von Flammen aus 37 teit gefällt dem Herrn im Himmel, und darf demnach sich dem höllischen Pfuhl gewebt. D, Ihr Deutsche, Ihr vor seinen Statthaltern auf Erden nicht schen verkriechen." Deutsche! Wohl dem, der sich lossagen kann von Eurer Des Kaisers Wille geschah diesmal ohne fernere Wider Gemeinschaft." rede, und der Fastnachtsonntag trat einher in Prunk und Spricht lieb' Mühmlein desgleichen?" fragte Dagobert lustigen Glanz gehüllt, wie ein Fürst der Freuden. Alle die lächelnde Fiorilla. Diese aber schüttelte schelmisch mit Geschäfte blieben liegen, und nach außen in das herrliche dem Kopf und erwiderte:" Ich müßte lügen, Better. Die Wohlthat ist eine stattliche Pflanze; Frostwetter drängte sich alles, was deutsches, nordgewohntes Gestern erst, da zufällig der Kaiser mit seinem Gefolge ihre seltenste Blüthe aber ist: Dankbarkeit. Blut in den Adern trug, und nicht blos aus den Fenstern unter unseres Hauses Fenstern vorbeiging, lernte ich Eure Pers. Sittenspruch. der geheizten Gemächer die Ergöglichkeit mit ansehen Landsgenossen auf's neue bewundern. Welche kräftige Ge Allgemach war die Zeit eingetreten, in welcher nach den wollte, wie die Wälschen thaten. Dagobert blieb nicht ſtalten, welch' edler Wuchs, welch' stolze Haltung! Start Berichten alter Schriftsteller die Deutschen zu rasen pflegten, dahinten. Der geistliche Rock wurde in den Schrank von Brust und Schultern, aufgerichtet das Haupt, umwallt vorsätzlich sich in Gespenster vermummten, und allen Wuth gehängt, das enge Röcklein wieder hervorgesucht, und, das von krausem Goldhaar, kann dieses Volt das schönste gewillen für erlaubt hielten; die Fastnachtszeit nämlich das drei Symbolum der Fastnacht, den grünen Tannenzweig auf nannt werden von allen Reichen der Welt." tägige Fest, das einer lange dauernden Reihe von Tagen der Be- dem Hute, suchte der Neffe den Oheim auf, den er, an" Wie das plaudert! Wie das schnattert! Unedle trübniß und des Fastens vorausgeht. Diese fröhliche Beit, sehn- Suſten und Schnupfen und Gichtbeschwerden laborirend, Sinnenluft!" eiferte der argwöhnische Prälat aus seinem lichst herbeigewünscht von allen Ständen, setzte in Costniß alle im Sorgenstuhle antraf. Sieh da!" rief der Prälat mit Sessel. Dagobert tüßte aber die Sprecherin auf die Hände in Thätigkeit, alle Sinne in Arbeit. Der Ernst und die schlecht verborgenem Verdrusse: sieh da, wieder ein Stirne. Förmlichkeit der Kirchenversammlung, deren Beschlüsse eine Faschingsgesicht, dem man es ansieht, wie es nur auf die Ich bringe Euch den Dank meines Volkes," sagte[ er allgemeine Sittenverbesserung bezwecken sollten, setzten dieser Kirchenglocke lauert, die das Zeichen geben soll zu dem verbindlich:" Ich darf doch darauf rechnen, Euch zum minVolkslust wenig oder gar keine Schranken entgegen, und gräulichen Tollmannswesen! Gleich wie die blinden Heiden desten in das Festgewühl der belobten Landsleute führen der Kaiser Sigismund, ein gar kurzweiliger und freund- ihre Bacchanalien feierten in Rausch und Unzucht, also sieht zu dürfen? Entschuldigend und versagend zeigte Fiorilla licher Herr, dem Minne- und Larvenspiel nicht abhold, man heut zu Tage die Christen in den Schlamm der Ab- auf den leidenden Oheim, dem dagegen die Röthe des Mergers vermehrte die allgemeine Ergöglichkeit durch den eifrigen scheulichkeit stürzen, um sich auf vierzig Tage fatt auf die Wange stieg. Hebe Dich weg, Versucher!" rief er Antheil, den er daran nahm. Man muß dem Volke darinnen zu schlemmen! Du Du verlorener Sohn zorumüthig: Entführe nicht dem Kranken die Pflegerin. seine Spiele nicht nehmen," sprach er zu den strengen Absolom! Deine Mutter hat es noch einst am jüngsten Geh' zu Wallraden. Dort ist Dein Play. Sie magst Du Sittenrichter n, die ihn gern vermocht hätten, aus Rücksicht Tage zu verantworten, daß sie Dich zur Kirche be- führen, wohin Du willst." für das Konzilium die Fastnachtsluft zu beschränken: stimmt hat." Ach, Dheim!" entgegnete Dagobert mit schalthafter Schwerlich würdet Ihr uns wehren wollen, an unserer" Ihr habt völlig recht, lieber Ohm," versetzte Dago- Betrübniß: Die Fastnacht zwischen Wallraden und mir Hofftatt das Feft zu begehen; allein wir mögen in folcher bert, ich bin selbst dieser Meinung. Laßt uns indessen ist schon vorbei. Sie hat bessere Gesellschaft, denn die Zeit keine Freude genießen, an der nicht alles, das uns nicht grollen, nicht hadern an diesen Freudentagen; Fast- meine." umgiebt, theilnehmen könnte. Die Herren aus Wälschland nacht kommt nur einmal im Jahre...' 3 thut mir leid, Hm!" meinte der Prälat, die Nase rümpfend: Die und Frankreich mögen sehen, daß unsere deutsche Nation daß Euch das Zipperlein an die Stube fesselt. Ich hätte ist nicht schwer zu finden. Doch... ein Wort im Wer Politische Leberlicht. wenigsten verloren. Charakteristisch für die Nach: vahl war die geringe Betheiligung der Wähler. Nach der Schlochauer Zeitung" ist die Stichwahl auf den 23. Mai festgesetzt. holz u. Gen. haben an den Vorstand des Ber liner Anwaltvereins den Antrag gerichtet, noch Berlin, den 12. Mai. in nächster Woche eine außerordentliche Versammlung Pängsten bad fröhliche Fest ist gekommen, Alles des Vereins zu dem Zwecke einzuberufen, um über diejeni grünct und blübei, und in seltener Pracht prangt dieses gen Schritte zu berathen und Beschluß zu fassen, welche Jahr die Natur. Auch der richtige Pfingstgeist ist aus durch das Verhalten des Landgerichts- Direktors Brauses über die Tagegelder der Abgeordneten" sagt die„, Bossische Diäten und Sozialdemokratie. In einem Artikel gegossen über die Apostel der neuen Lehre; und die frohe wetter gegenüber den Angeklagten und den Bertheidigern Beitung" u. a.: Botschaft der Menschheitsbefreiung durch die arbeitende in der Strafsache contra Adam u. Genossen im Interesse Menschheit selbst wird während der Pfingsttage in der Rechtspflege geboten sind. Die Diätenlosigkeit steigert die Disziplin der Sozialdentofratie. Wenn Abgeordnete von ihrer Partei Tagegelder er halten, so fühlen sie sich nothwendig gedrungen, einmal im Interesse der Partei zu wirken, sodann ihre persönliche Meinung der Mehrheit gegenüber zurückzudrängen. Man hat jeit geraumer Zeit auf eine Spaltung in der sozialdemokratischen Fraktion gerechnet. Sie ist ausgeblieben. Selbst wenn zeitweilig persönliche Rämpfe zwischen einzelnen Führern vor tamen, so sind sie bald ausgeglichen worden. Vielleicht hätte die Reichsregierung Anlaß, die Frage zu prüfen, ob nicht die Diätenlosigkeit zu diesem Ergebnisse beitragen tann. " allen Kultur Ländern der Erde auf auf zahlreichen Aus den zahllofen weiteren Presstimmen über den Kongressen und Konferenzen gepredigt werden. Willionen 18. Januar Prozeß heben wir das Urtheil der englischen unserer Genossen, Millionen Mühseliger und Beladener Presse hervor: Der Berliner Korrespondent der Time3" werden hinauspilgern ins Freie; möge der richtige Pfingst fagt: Alles in allem genommen, scheinen die Berichte der Presse geist in ihnen lebendig sein, und möge er in jedem den über das Verhalten der Polizei der Wahrheit beträchtlich nahe Entschluß zur Reife bringen und stählen: alle Kraft daran- gekommen zu sein... Man muß gestehen, daß die Verhandzusehen, auf daß das Erlöserwerk rasch vollendet und fungen im Gerichtshof selbst keineswegs dazu beitrugen, das Ansehen der deutschen Justiz zu erhöhen." In den„ Daily New 3" die arbeitende Menschheit endlich befreit werde. heißt es:„ Die gesammte Berliner Presse verurtheilte das gewaltHoch die Sozialdemokratie! thätige Vorgehen der Polizei, aber es ist bezeichnend für die Art Das ist unser Pfingstgruß! und Weise, in welcher hier zu Lande Gerechtigkeit ausgetheilt Auch wir halten es für angemessen, daß die Abgeord Der 18. Januar vor Gericht. Von den Berliner wird, daß nur gegen radikale und sozialdemokratische Blätter neten Diäten empfangen, aber wir legen dieser Frage doch Beitungen haben nur die Kreuz- Zeitung" und die Nord- daß das Resultat dieses Prozesses nur Wasser ohne Diäten genau was wir mit Diäten sein werden, die gerichtliche Verfolgung angestrengt wurde... Es ist Elar, nur eine sehr untergeordnete Bedeutung bei. Wir sind deutsche Allgemeine Beitung" bis jetzt noch keine Zeit ge- auf die Mühle der Sozialdemokraten bringen wird". und wenn die Vossische Zeitung" meint, die Diätenlosigkeit funden, ihre Ansicht über den Prozeß und das Ver- Der Daily Telegraph" aber sagt:„ Das Urtheil ist, vom habe zur Einigkeit der Sozialdemokratie beigetragen, jo halten des Herrn Landgerichts- Direktors Brausewetter allgemeinen Standpunkt aus betrachtet, um so interessanter, als beweist sie damit nur von neuem ihre vollkommene Unfähig auszusprechen. Gut Ding will Weile haben. Die die Berichte einfache Beschreibungen nebst einer ver Redakteure dieser in den Vorzimmern des Hofes hältnißmäßig maßvollen Kritit der stattgehabten keit, das Wesen der Sozialdemokratie zu verstehen. Der und der Ministerien eine Rolle spielenden Organe Vorgänge enthielten. Keiner der Augenzeugen hätte in anderen Aus- selben Jllusion gaben die Weisen der Bossischen Zeitung" können doch nicht so fürchterlich entrüstet sein über die drücken schreiben können. In England würde sich ein Sturm und ihre Mitweisen sich bekanntlich im Herbst 1890 hin, Prozeßsührung und das Urtheil, daß sie fürchten ebenfalls aber mißt man den Aussagen der Polizisten, weil sie Diener des auseinanderfallen, nachdem der eiserne Reif des Sozialistendes unwillens gegen die Polizei erhoben haben. Hier als sie der Welt verkündeten, die Sozialdemokratie werde die Bekanntschaft des Herrn Brauferetter als Gerichts- Staates sind, einen übermäßigen Werth bei, so daß sich die gesetzes entfernt worden. präsidenten zu machen, wenn sie ihre Auffassung über den Beugen der anderen Partei unvermeidlich im Nachtheil be Arbeitslosenversammlungs- Prozeß ungeschminkt zum Aus- finden. Der Kampf um das allgemeine Wahlrecht und Die hochkonservative St. James Gazette" schreibt: gegen die Lebenslänglichkeit der Bürgermeister in Vielleicht ist Herr Brausewetter durch die Einmüthigkeit der Reiner der eingesperrten Redakteure scheint nämlich sein Im Württemberg. Das Weitere Landeskomitee der Wirtfür ihn zwar nicht existirenden, aber ihm doch recht fühlbar primatur zu etwas Aggressiverem gegeben zu haben, als zu Kom- Württemberg. Das Weitere Landeskomitee der Wirtgemachten öffentlichen Meinung" darüber belehrt worden, mentaren, welche bei uns in England bei solchen Gelegenheiten tembergischen Volkspartei hat in seiner Tagfagung zu Stuttgart am 6. Mai beschlossen: daß sein Verhalten als Richter im Volte kein Verständniß in einem Dugend radikaler Zeitungen erscheinen." findet, und sucht an irgend einem Oberlandesgericht- Herr Eine neue Beschränkung des Preßgewerbes. Tessendorf hat ihm das vorgemacht Ruhe für seine Der Frankfurter Beitung" wird aus München gezweifellos höchft angegriffenen Nerven. Wir würden zur schrieben: Bivilpraxis rathen, wo Herr Brausewetter mit der ihn ärgernden Deffentlichkeit" nichts zu schaffen hat. brud bringen. Im übrigen wollen wir abwarten, ob die Entrüstung der bürgerlichen Presse nachhaltig genug ist, um zu einer Interpellation im Abgeordnetenhause zu führen, damit der Justizminister Gelegenheit bekommt, seine Ansicht über die von Herrn Brausewetter beliebte Prozeßleitung öffentlich" tlarzulegen. b Sollte sich die Dreitlassen Volksvertretung zu einem folchen Schritt nicht aufzuraffen vermögen, so ist aufgeschoben nicht aufgehoben und im Reichstage wird sich jedenfalls Gelegenheit finden, über den Prozeß ein kräftig Wörtlein zu reden. Herr Brausewetter hat ein der Angeklagten auf grund des Abdrucks einer im Reichstage über die Vorgänge am 18. Januar gehaltenen Rede zu Gefängniß verurtheilt und sich dabei auch zum Richter über die betreffende Rede gemacht. ver= Die Volkspartei verharrt auf ihrer programmatischen For derung einer reinen, aus dem allgemeinen direkten Wahlrecht hervorgegangenen Voltskammer und erklärt jede Verfassungsrevision, welche nicht eine reine Boltskammer als 2. Kammer bringt, für ein Stückwert. 2. Der weitere Ausschuß der Boltspartei sieht durch die Erfahrungen des Prozesses Hegelmaier die Auffassung auf's schmerzlichste bestätigt, daß die Lebenslänglichkeit der Ortsvorsteher ein Unglück für die Bürger, ein Unheil für die Gemeinde, ein Verderbniß für die Orts. vorsteher, eine Strafe für die Regierung und eine Demüthigung für das Bewußtsein der Württemberger ist, und erklärt die Abschaffung der Lebenslänglichkeit für eine der dringendsten Staatsaufgaben. " Je formalistischer die Rechtsprechung wird, desto mehr entfernt fie fich vom lebendigen, praktischen Leben. Indem das Landgericht heute die zwei Kolporteure, die schon seit einem Jahre alle Gerichtsinstanzen beschäftigten, wieder urtheilte, hat es mehr von ihnen verlangt, als fich die Polizeidirektion selbst zumuthete. Die Kolporteure vertrieben vor einem Jahre mit anderen Zeitungen ein sozialistisches Blatt, das ein Gedicht über die Frohnleichnams prozession enthielt. Bier Tage nach dem Erscheinen erblickt die Polizeidirektion in dem Gedicht eine Verhöhnung der kathoDer Hamburger Verein für Handlungskommis lischen Religion und konfiszirte das Blatt. Die Kolporteure aber werden jest gestraft, weil sie nicht früher als die Polizei von 1858" hat beim Bundesrath dahin petitionirt, daß das Gedicht für strafwürdig befunden haben. Ale ob Kol er dem Beschluß des Reichstages betreffs der vierwöchent porteure die von ihnen vertriebenen Beitungen überhaupt lichen Minimalkündigungsfrist nicht zustimmen, sondern studiren könnten! Nicht uninteressant ist, daß die Verhandlung dem Reichstage in der nächsten Session eine Vorlage machen fogar unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattfand. Diese möge, welche die einmonatige vom Letzten jeden Monats Sorge für die Religiosität geht über das praktische Bedürfniß bis zum Ersten des nächstfolgenden Monats reichende weit hinaus. Minimalfündigungsfrist für Handlungsgehilfen einführt. Nachwahl zum Reichstage. Nach amtlicher Fest- Hätte der Reichstag den Antrag des Abg. Singer, Selbstverständlich steht Herrn Brausewetter die Kritik stellung sind bei der am 8. Mai im Wahlkreise Schlochau- welcher die einmonatige Kündigungsfrist verlangte, angeüber die Reichstags- Thätigkeit jedes Abgeordneten zu, aber Flator( 7. Marienwerder) stattgehabten Reichstags- Ersatz- nominen, so brauchten die Hamburger Handlungsgehilfen wahl insgesammt 14 528 giltige Stimmen abgegeben sich nicht um den Schuh des Bundesraths zu bewerben. der Herr wird sich nicht darüber wundern können, wenn worden. Davon entfallen auf Rittergutsbesitzer Hilgendorff- Die Sozialdemokratie weiß besser was den Handlungsim nächsten Reichstage als übereinstimmender Ausdruck der öffentlichen Meinung" dargelegt wird, daß das Ver- Plazig( tonservativ) 5679( 1893: 10 710), Rittergutsbefizer gehilfen noththut als die konservativ- kleritalcu Gesetzhalten des Herrn Brausewetter während der Prozeßverhand: bakleur v. Mosch- Steglitz( Antisemit) 3242( 1893: feine v. Prondzinski- Gr.- Loßburg( Pole) 3506( 1893: 4125), Re- fabrikanten im Reichstage. Diese Herren sind so arbeiterfreundlich, daß es ihnen lung den Anschein erweckte, als ob er seine Aufgabe als Stimmen), Dekan Neumann- Hammerstein( Bentrum) 1893 nichts ausmacht, wenn die Handlungsgehilfen jeden Tag Gerichtspräsident darin erblickte, das von der öffentlichen( 1893: 2553) Stimmen. Außerdem erhielten am 15. Juni die Kündigung auf vier Wochen zu gewärtigen haben. Je Meinung" scharf getadelte Auftreten der Polizei zu recht- 1893 die Sozialdemokraten 35 Stimmen. Die Angaben weniger Sicherheit in der Stellung desto mehr Fügsamkeit fertigen. über die bei der Nachwahl abgegebenen sozialdemokratischen in die Launen des Chefs! Von diesem Grundsay war der Inzwischen hat sich Herr Brausewetter wohl auch über- Stimmen fehlen in der offiziösen Depesche. Es findet somit Widerspruch gegen die von Singer vertretenen Forderungen zeugt, daß trog der von ihm verhängten drakonischen Strafen Stichwahl zwischen Hilgendorff und v. Prondzinski statt. der Gehilfen geleitet. Ob der Hamburger Verein, der noch in der Bürgerschaft Berlins sich die Ansicht über das Auftreten der Polizei am 18. Januar nicht geändert hat. Demnach hat die tonservative Partei die kolossale an die Harmonie der Interessen zwischen Prinzipal und Gegenüber den Aussagen der nichtpolizistischen Beugen selbst wenn man sämmtliche antisemitische Stimmen wollen es wünschen. Aber so lange die Handlungsgehilfen Einbuße von 5071 Stimmen( 46,98 pCt.) zu verzeichnen, Gehilfen glaubt, beim Bundesrath mehr Glück hat? Wir giebt es nur ein Urtheil: Die Redakteure sind bestraft der konservativen Partei zuzählen dürfte, so beträgt ihre fich politisch zu Schleppenträgern der bürgerlichen Parteien die Polizei ist ge Einbuße noch immer 1789 Stimmen( 16,7 pct.). Auch das mißbrauchen lassen, so lange werden fie bei den Gesetzgebern Zentrum und die Polen haben Stimmenverluste zu ein taubes Ohr für ihre Forderungen finden. Anschluß an verzeichnen, das Zentrum hat 660 Stimmen weniger als im die Sozialdemokratie, das ist auch für die HandlungsJahre 1893 zu verzeichnen, was einen Verlust von 34,85 pCt. gehilfen die einzige Bürgschaft für die Förderung ihrer bedeutet. Die Einbuße der Polen beträgt 619 Stimmen Interessen. ( 17,6 pt.), sie haben demnach bei dieser Wahl noch am richtet! In den Anwaltskreisen herrscht, wie uns versichert wird, eine noch niemals früher wahrgenommene Erregung über die Vorgänge in dem Prozeß Adam und Genossen. Eine große Anzahl von Anwälten- Justizrath Klein trauen." -VO " " semitische Abgeordnete Lueger führte in der Sigung des Lueglochhöhle und Polnisch- Ostrau. Der antiösterreichischen Abgeordnetenhauses vom 10. d. M. das Folgende aus: Eine Prügelmaschine wurde neulich von einem findigen Reporter in einem preußischen Gefängniß zu · Er zog den Neffen bei dem Arme sich näher, Schutz und Truh vor die verschwiegene Minne halten, und Rawitsch entdeckt, und der Bericht über die Entdeckung und Fiorilla entfernte sich auf seinen Wint. Warum durch solche Wache den Kaiser beglücken, bis dieser die Ge- für drei Mark den Zeitungen angeboten. Wir sparten kommst Du gar nicht mehr zu Wallraben?" fragte Mon- liebte ber Sache ein Ende zu machen einem reichen unsere drei Mark. einem reichen unfere drei Mark. Und heute bringt die„ Norddeutsche fignore:" Ich bat Dich doch, Deinen Einfluß für einen ihrer Magnaten als Gattin schenkt. Nun bin ich Dir doch klar Allgemeine Beitung" auch ein entrüstetes Dementi. Nun, Freier zu verwenden." Ohm!" antwortete Dagobert: genug gewesen, einfältiger junger Mensch?" nur nicht so entrüstet! Eine moralische Unmöglichkeit liegt Ich sagte es Euch: Mein Einfluß ist aus, und dann bin Weiß es Gott?" versetzte Dagobert, sich langsam von wahrhaftig nicht vor, und wenn wir an die Prügelmaschine ich ein schlechter Freiwerber."" Du weißt also gar nicht, dem Oheim losmachend:" Klarer ist das ABC nicht; aber nicht glaubten, so bloß, weil das Prügeln mit der Hand wie sich die Sachen gestaltet haben?" fuhr der Prälat fort: ich bin ein ungelehriger, fauler Schüler, der es mit Vorsatz viel billiger und auch viel gründlicher besorgt wird, als Wallrade hat mir selbst vertraut, daß unser allergnädigster in derlei Dingen nicht einmal bis zu den ersten Buchstaben mit einer hölzernen Maschine, die des verzehrenden" Feuer Herr, der Kaiser selbst, ein huldvolles Auge auf sie ge- bringen will; ein Troßkopf von Bruder, der einer Wall- eifers eines wohl dressirten menschlichen Prügelsklaven worsen. Das geschah am verwichenen Sonntag, bei dem rade nicht einmal dann etwas verdanken möchte, wenn es unfähig ist. großen Tanzfeste, das des Kaisers Majestät in ihrer Frei- mit Ehren geschehen könnte, geschweige hier, wo es sich um Das Verbot der Aufführung der ,, Galathée" in gebigkeit veranstaltet." eine Sünde handelt, die bei uns zu Frankfurt, an Bür Rolmar ist aufgehoben worden. Das Reich kann also Der gute Herr ist der Minne Freund," schaltete gersleuten wenigstens mit Rutenstreichen, mit Schande die Aufführung dieser Operette doch noch ertragen. GlückDagobert ein; was soll aber daraus folgen?"" Blöd- und Tod bestraft wird. Wallrade thue, was sie vor Gott liches Deutschland! fichtiger!" schalt der Dheim:" Daraus folgt, daß mein, thut Jhr, was Ihr vor Eurem Gewissen verantworten Dein und Wallradens Weizen blüht, wenn des Kaisers mögt,... mich laßt aus dem Spiele. Ich bin zu deutsch, Neigung begünstigt wird." zu dumm, wenn Ihr wollt, um Eure Würfel zu führen. Wieso denn?" fragte der Neffe mit großen Augen. Gute Besserung, Dheim!" Verwünschter deutscher Querkopf!" fuhr der Prälat fort: Was habt Ihr denn, Dagobert?" fragte Fiorilla " Wallradens zeitliches Glück, eine herrliche Pfründe für stugend, da er mit flammendem Gesichte aus der Stube beiter.( Buiimmung auf der äußersten Linken und bei den Die Bergarbeiter feien die am meisten zu bedauernden ArDich, töstliche Privilegien für mich und mein Stift, eine trat: Diese Röthe auf Euerm Gesichte"... " Ich schäme Jungezechen.) Bischofsmüze vielleicht... begreifft Du nun?"" Ich mich, Base", antwortete der Jüngling. Der Ohm war so wischen der Unfruchtbarkeit der Arbeit und Gerade bei denselben trete der Gegensat würde das alles begreifen," versetzte Dagobert bedächtig, gütig, mich mit seinen Sittenlehren bekannt zu machen, ber unglaublichen Fruchtbarfeit bes Rapitals wenn Wallrade von Sigmund geehligt werden könnte. und ich stehe weiter hinter ihm, als ich gedacht. Ich eile, tlar und deutlich hervor. Während der arme hr vergeßt aber, guter Ohm, daß meine Schwester nur mich zu zerstreuen."" Glücklicher!" seufzte Fiorilla: ich arbeiter bungere, praffe der Besizer der eines Altbürgers Tochter, daß der Kaiser bereits ver- muß das Haus hüten und sehe nichts von all den Herrlich Gruben und man dürfe sich dann nicht wundern, wenn in den mählt. Wie räumt sich also, was Ihr sagt?" feiten, die sich draußen vorbereiten."- Ihr sollt wenigstens Kreisen der Bergarbeiter solche Strömungen plaßgreifen, wie sie Der Prälat spielte ungeduldig mit dem Kreuze auf durch meinen Mund erfahren, was sich alles begab," er- bas sogenannte Lugloch hineingefrochen find( Abg. Prinz hier zu Tage getreten seien. Als sieben Höhlenfege in seiner Brust. So alt schon," sprach er, und nicht flüger? widerte Dagobert, so hr mir erlaubt, in der zehnten Liechtenstein: Sehr gut und durch Anschwellen des Baches Ein Weltkind, und unbefangener als ein Klosterbruder, der Stunde ungefähr unter Euer Fenster zu kommen, und ein Gefahr liesen, in diesem Lugloch zu verhungern, da war es nie aus der Belle tam? Wie räumt sich denn das? Siehst Viertelstündchen mit Euch zu kosen, denn des Ohms Haus dringend, daß diese sieben Höhlenfere befreit werden. Man Du denn nicht ein, daß eines Kaisers, eines verliebten betrete ich vor der Hand nicht mehr."" Nicht?" rief bat Dynamit angewendet, man hat gesprengt, man bat Kaisers Leidenschaft sich nicht an Ring und Priestersegen Fiorilla erschrocken. Was ist geschehen?"" Fiorilla!" Dämme gebaut, um die fieben Höhlenfere zu retten. Die Berg bindet? daß es unendlich vortheilhafter ist, auf turze Zeit ließ sich der Prälat im Gemache vernehmen. Ihr arbeiter " Ihr arbeiter efterreichs sind in einem viel seine Freundin, als auf ewig seine Gattin zu sein? Sigismund sollt alles wissen," flüsterte Dagobert. Um die zehnte ärgeren 2ugloche eingefchloffen, als die fieben hat ein weiches, gottesfürchtiges Herz; er liebt es, alles Stunde?" Fiorilla nidte mit dem Haupte, und verlinken und bei den Jungczechen.) Sie sind in ein Lugloch ein Höhlenfere.( Beifall und Kändeklatschen auf der äußersten um sich her zufrieden zu sehen, und beginnt unstreitig bei schwand. den Blutsfreunden seiner Huldin, wenn sie norsichtig eins willigen, ihren Bruder- und Dheimsnamen als Schild zu " ( Fortfehung folgt.) gefchloffen, in welches ein Strahl des Tages, tein Strahl der Lebensfreude hineinblickt. Die Bergarbeiter Desterreichs sind verdammt, in der Erde zu schürfen und Mailands. Des Die Agitations Rommission. der Brauer und Brauerei Silfsarbeiter Berlins und Umgegend. J. A.: Paul Hilpert, Rigdorf, Karlsgartenstr. 1. Achtung! Bildhauer! Kollegen! Wie aus den Situations berichten in heutiger Nummer des Vorwärts" zu ersehen ist, ändert fort. Kollegen, unterstützt die Streitenden und sorgt das dauert der Kampf der Wiener Bildhauer und Tischler unver für, daß die Listen fleißig abgeholt werden. abend bei Ehrenberg, Annenstr. 16. Die Listen gelangen zur Ausgabe am Dienstag und SonnBeschluß der Maiversammlung aufmerksam, nach welchem die Gleichzeitig machen wir die Kollegen noch einmal auf den arbeitenden Kollegen einen Theil ihres Arbeitsverdienstes den au arbeiten, blos deswegen, damit einzelne Roblenbárone ihren] sprich wurde Taut von seiten der zahlreich anwesenden Vertreter der ihrem Verhalten in bezug auf die einseitige Veränderung des Reichtum erlangen( Beifall auf der äußersten Linten und bei herrschenden Klasse und wenn der Telegraph anders berichtete, Arbeitsvertrages durch die Brauerei- Direktionen. Den Jungczechen), damit einzelne Kohlenbarone dann in Wien so hat er gelogen; es war das Volk von Mailand, das die Konsumenten wieder so besteuern, wie in feinem Staate der feiner Empörung, seinem Gtel und feinem Born gegen Crispi weigerung der Böttcherarbeiten entlassen resp. gemaßregelt werden, Diejenigen Brauerei- Arbeiter, welche demzufolge wegen VerWelt. Ausdruck gab. Ein Berichterstatter des„ Secolo" giebt die Zahl haben sich sofort an den Unterzeichneten zu wenden. Abg. Schlesinger: Das find Diebe und Räuber! der bei Grispi's Ankunft Manifestirenden auf 400, der am Vor- Bezugnehmend auf die Inferate der dem Abg. Lueger: Um das Leben der Höhlenfege su mittag beim Königsaufzug Pfeifenden und Nieder mit Grispi!" angehörigen Brauereien in den Berliner Zeitungen geben wir Bierring retten, arbeitet man fo furchtbar, und hier Rufenden auf 2000, derer aber, die beim Abschied ihm ihre diejenigen Brauereien bekannt, welche dem Bierring nicht an= schießt man Leute nieder, als wenn sie Raub- Verwünschungen nachsendeten, auf 3500 an. thiere wären. Aber nicht die Arbeiter sind die Raubthiere, del Popole" nennt heute Crispi den ausgepfiffensten Men haus, Phönig Lichterfelde, Brauerei King& Ko. Die Stalia gehören: Nordstern Brauerei, Münchener Brausondern Jene, welche die Arbeiter ausbeuten. schen, den die Geschichte Italiens fennt: ,, il fischia- Die Brauerei Schweizergarten von R. Schneider, Der Abgeordnete Pernerstorfer, der in der tissimo". Diese Kundgebung wird nicht ohne bedeuten welche dem Ring nicht angehört, erklärt sich trotzdem mit dem Debatte, über die wir in unseren Ichten beiden Nummern den Einfluß auf die bevorstehenden Verhandlungen im Vorgehen desselben solidarisch. Ebenso hat sich die Brauerei ausführlich berichtet hatten, das Schlußwort erhielt, Barlamente bleiben. Crispi fann und wird, seiner rachfüchtigen, Stralau nachträglich den Bestrebungen des Hinges an führte aus: fleinlichen Natur gemäß, diese Auftritte, diese Boltstundgebung geschlossen. " Ich habe niemals behauptet, das Monopol eines Volfe- nicht vergessen, die Rufe: Nieder mit dem Henker von vertreters zu besitzen. Es wäre mir im Gegentheil sehr an- Sizilien! von Massa- Carrara! Nieder mit dem genehm, wenn alle wetteifern wollten in der Bertheidigung der echsel ma cher! müssen ihm noch in den Ohren gellen. Er Rechte des Voltes. Es ist nicht meine Schuld, wenn ich allein bat ja schon à la Crispi vorläufige Sache genommen. mit wenigen in diesem Hause die politischen Rechte des Volkes Abends bei der Abreise- Flucht hatte er zweihundert mit dicken vertrete. Sie haben das nie gethan. Aber Sie( die Deutsch- Knütteln bewaffnete Polizei- Agenten in Zivilkleidung unter der liberalen) sind nicht nur eine große politische, Sie sind auch eine Führung eines von ihm ausgewählten Kommissars, Oldrati mit nationale Partei. In dem Fall, der uns hier beschäftigt, Namen, an den Bahnhof vorausbestellt. Diese Knüttelgarde fiel handelt es sich um 5000 Volksgenossen, freilich um solche in zwei Sturmangriffen und zwar ohne jede gefeßlich vorLeute, die we der Wähler sind, noch volle Taschen geschriebene Warnung auf die am Bahnhof anwesende Volksbaben.( Beifall auf der äußersten Linken.) Hier hatten Sie menge los, und schlug nieder, was sie traf, darunter Kinder und zu zeigen, daß auch der Niedrigste Ihres Volkes Ihrer Fürsorge werth mehrere später nach dem Hospital geführt werden mußten. Etwa ist. Wundern Sie sich nicht, wenn die großen Massen des Volkes 25 Gefangene wurden gemacht, darunter bekannte Advokaten Eie auch in anderen Beziehungen als ihre Feinde hinstellen. Wo Sie wirklich etwas für Ihr Volk thun könnten, da verlassen Sie Massenverhaftungen in Rußland. In den letzten Ferner fordern wir diejenigen Kollegen auf, die noch im schmachvoll Ihre Volksgenossen!( Stürmischer Widerspruch links. Tagen wurden in Petersburg und in anderen Städten Besitz von Listen für die streitenden Steinbildhauer der Firma Beifall und Händeklatschen auf der äußersten Linken.) Wir werden heute wieder das Schauspiel erleben, daß die große Rußlands Polizeirazzias vorgenommen. Man will einer Schilling sind, dieselben ungesäumt an die unterzeichnete Romdeutsche Partei gegen die große Masse des Volkes ist, und daß weitverzweigten Verschwörung" auf die Spur gekommen mission abzuliefern, damit die Abrechnung erfolgen fann. diejenigen, welche sich einzig und allein auch der deutschen Ar- sein. Nach einem Berichte des Londoner Standard", der Die Agitationstommission der Bildhauer beiter annehmen, die Czechen sind. Es wäre besser, wenn über Rußland sehr gut unterrichtet ist, befinden sich unter Sie durch eine offene That im Hause beweisen würden, daß Sie den Verhafteten in Petersburg der Direktor des Statisti J. A.: G. Wintler, S.O. Wrangelstr. 135, 12r. Sinn und Herz haben für die Unterdrückten Ihrer Wolfsgenossen. schen Bureaus, Bureaus, Czermak, dessen Gehilfe Alexandrow Streit und Boykott in Braunschweig. Die gestern von Der Antrag Pernerstorfer und Kaiz! auf Einsetzung nebst Gattin, Herr v. Turnow, vom Finanzministerium, Braunschweigs ihr gesammtes Personal maßregeln wollen, uns unter Vorbehalt wiedergegebene Nachricht, daß die Brauereien einer parlamentarischen Kommission zur Untersuchung und zwei Beamte der Adelsbank, Professoren, Aerzte, etwa 50 weil über eine Brauerei( v. F. Jürgen 3) der Boykott aus raschen Berichterstattung über die Uebergriffe der Behörden Studenten. In Drel wurden ein Oberingenieur der Eisen- gesprochen worden war, bestätigt sich. Das Braunschweiger wurde, wie wir schon berichtet hatten, mit zwei Drittel bahn und mehrere Staatsbeamte wie orthodoxe Priester, in" Tageblatt" macht weiter die Mittheilung, daß für den Fall Majorität abgelehnt und hierauf der Verschleppungsantrag Nowgorod der Sohn des Senators Tjutschew verhaftet. umfangreicher Arbeitseinstellungen die Militärverwaltung den der Liberalen, wonach der Gewerbe- Ausschuß sich über die Man sucht lauter Leute aus den oberen Klassen. Sie Brauereien Hilfe in Aussicht gestellt habe durch sofortige Be Vorfälle informiren solle, angenommen. sollen einem„ Verein der Freunde politischer Freiheit" an- urlaubung zahlreicher Soldaten, die in ihrem bürgerlichen Beruf gehört haben, der in Wahrheit„ nihilistischen Bestrebungen" tarismus wird dadurch wieder auf's Deutlichste auch dem Blödesten dem Brauergewerbe angehören. Die Voltsfeindlichkeit des Milihuldige. vor Augen geführt. Jedenfalls geht die innere Zersetzung des Barenreichs rasch vorwärts. In Meißen Streift seit dem 21. v. M. ebenfalls ein Theil der Brauergehilfen. Schwindel. Der Anarchismus" hat sich den Die Streiffommission der Dachdecker und BerufsOrdnungsparteien" so nüglich erwiesen, daß sie ihn genossen befindet sich Gerbergasse 1, Peters Restau überall herum- und dem Volke vor Augen führen, damit es tant 3ur Wartburg", und besteht aus folgenden Ber ihnen aus Angst vor dem Wauwau hübsch ins Netz geht. fonen: Franz Bohne, May Sachse, Guido Seiz, Arthur Winseinen nach dem bekannten Sprichwort Rezept. So geht beten. Und wo kein Wauwau zu haben ist, da macht man sich mann, Franz Prißen, Bruno Günther. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck geheute folgendes Telegramm durch die Presse: Zweijährige Dienstzeit in Deutschland und Frankreich. In Frankreich plant man die zweijährige Dienstzeit und erhofft dadurch, 75 Millionen Franken zu ersparen. In Deutschland hat man sie eingeführt, und fast ebenso viele Mehrausgaben, als in Frankreich Ersparnisse, waren die Folge.Die Abschaffung der geheimen Fonds( Disposi tionsfonds) wird unsere Fraktion in der französischen Rammer in den nächsten Tagen beantragen. Die Schüler des Andrieux sind noch immer an der Arbeit. In Paris ist wieder eine Bombe geplatzt. Dies mal war es fein Rochtopf, sondern zur Abwechselung wieder eine Sardinenbüchse, ganz vorschriftsmäßig nach dem Rezept des braven Polizeipräfekten bereitet. Menschen wurden nicht beschädigt. Herr Kasimir Perier wird mit diesem Attentat also nicht viel anfangen tönnen. Nächstens werden die Schüler des Andrieux wohl zu den Kochtöpfen zurückkehren. Chriftlich- soziale Kandidaten, vornehmlich katholische Geistliche, werden schon jetzt in Belgien als Gegner der sozialistischen Mandatsbewerber für die nächsten Kammerwahlen in Aussicht genommen. " " Wiener Kollegen opfern sollen. " Berlins. Der Standard" meldet, daß die anar. Der von den schottischen Bergarbeitern geplante Auschistische Bewegung in den südamerikanischen stand scheint nicht zu stande zu kommen. Das Exelutionskomitee Staaten einen sehr gefährlichen Charakter hat den Arbeitern den Rath ertheilt, sich mit den Grubenbesizern angenommen habe." zu verständigen. Der Spießbürger, der das liest, bekommt natürlich eine Gänsehaut. Der Londoner" Standard" hat aber nicht von Anarchisterei in dem europäischen Kochtopf- Sinne gesprochen, Südamerika beiläufig seit beinahe hundert Jahren an sondern von den ungeordneten, rechtlosen Zuständen, die in dauern und dort zum politischen Leben zu gehören scheinen.Die Situation im Streifgebiet von Mährisch. Ostrau und Troppau ist noch unverändert. In zwet Schächten sollen, wie der Telegraph zu melden weiß, ein Theil Kolarz hat man verhaftet, tagtäglich treffen mehr Soldaten der Arbeiter angefahren sein. Die Behörden thun im übrigen alles mögliche, die Streifenden zu reizen. Den Streitführer ein, um die heilige Ordnung zu schüßen. Ueber die Beerdigung der von den Gendarmen erschossenen Bergleute in altenau wird der Wiener Arbeiter 3tg." von dort geschrieben: Die Behörde hat erst auf dringliches Gindem Leichenzuge folgen durften. Es waren aber mehr als 800 reden der Hinterbliebenen bewilligt", daß die Vereinsmitglieder Menschen, die an dem traurigen Atte theilnahmen. Um 1/48 Uhr zug entgegen und nahm sodann auf beiden Seiten Posto. Der laut auf. Am Eingange des Friedhofes waren sieben Gendarmen Der Plan eines Riesenwerks liegt jetzt, wie wir Der brasilianische Stact Niogrande, der südlichste schon berichtet hatten, den holländischen General Staat der Bundesrepublik Brasilien, soll, nach der staaten" der Rammer- vor: Die vollständige Au 3- Meldung eines englischen Blattes, mit der südlich an trodnung des Zuydersees. Ein Theil desselben grenzenden Republik Uruguay ohne Kampf vereinigt ist bereits dem Meere entriffen, das im 18. Jahrhundert worden sein. Die Bestätigung bleibt abzuwarten. Der- marschirte eine Kampagnie Soldaten auf der Straße dem Leichenweite Landstriche verschlang, und aus einem kleinen Binnensee artige Pläne haben jedenfalls bestanden. eine Meeresbucht von über 3000 Quadratkilometer machte. Internationaler Bergarbeiter- Kongreß. Aus Schmerz erschütterte die Menge auf's Tiefste; die Frauen meinten Der See ist nicht tief- darum der Schifffahrt gefährlich Deutschland sind 40 Delegirte angemeldet, darunter 10 aus und ein Wachtmeister, auf der Anhöhe hinter dem Friedhofe und der Boden besteht aus fruchtbarem Land, das so- Sachsen. Ein Theil der englischen Delegirten ist bereits sechs Gendarmen und ein Rittmeister poftirt und der Friedfort zu landwirthschaftlichen Zwecken verwandt werden kann. angelangt. Pickard, der Vorsitzende des Internationalen hof selbst von zwei Rompagnien Soldaten mit aufgepflanztem Die Arbeiten, die auf etwa 200 Millionen Gulden ver- Bergarbeiter- Ausschusses und Führer des englischen Arbeiter Bajonnet umzäunt. Noch nie sind schlichte Arbeiter mit so feieranschlagt sind, sollen auf 33 Jahr vertheilt werden. Der bundes( welcher den vorjährigen Bergarbeiterstreit siegreich lichem militärischen Bomp begraben worden.. fteigen. Es ist alle Aussicht vorhanden, daß der Plan so daß alle Anordnungen zweckmäßig und befriedigend ge- Gendarmen weggestoßen. G3 blieb, mit Blut bespritzt, regungsWerth des zu gewinnenden Landes würde die Kosten weit über- durchführte), ist bereits Mittwoch Abend hier eingetroffen, zehnjährigen Mädchens bestätigt sich glücklicherweise nicht. Das tind half einer Frau beim Verbinden und ward dabei von den von den Generalstaaten angenommen wird und daß er zur troffen werden können. Ausführung gelangt. In Holland hat man eben noch Geld für andere Dinge als Kasernen. Als im Reichstag von unserer Seite in der Arbeitslosen Debatte der Wie grausam und schamlos das Rapital fich an denjenigen Vorschlag gemacht wurde, die Lüneburger Haide urbar zu machen eine Arbeit, die ebenso nützlich Am Donnerstag, den 17. Mai, Abends 9 Uhr, wird im rächt, die weiter nichts gethan, als ihre Menschenpflicht, indem sie der Verwundeten sich annahmen, darüber schreibt derfelbe Berichtwäre und Deutschland verhältnißmäßig lange nicht so großen Saale der„ Konkordia", Andreasstr. 64, ein großer erstatter:" Jene Arbeiter, welche sich um die Todten und Ber schwer belasten würde, wie die Austrocknung des Zuyder- Rommers zu Ehren der Delegirten stattfinden. Das wundeten bemüht, haben ihren Sohn schon empfangen. Die fees das fleine Holland, da wurden wir von den Einen Programm enthält u. a. Aufführung von lebenden Bildern, Werke haben sie aus der Arbeit entlassen, die Wohnungen find ausgelacht und von den Anderen für„ unpraktisch" erklärt. Deklamationen, Musit- und Gesangsvorträge. Festrede. ihnen gekündigt worden: fie find vogelfrei. Die Behörden haben Und Deutschland wäre dann um eine große Provinz reicher Ginlaßtarten à 50 Pf. find am Mittwoch und Don Montag die Arbeit nicht aufgenommen haben wird, verfällt dem das sicherste Mittel angewendet, um den Strett zu ersticken: wer hätte dreimal mehr Land gewonnen als durch die nerstag von Vormittags 8-10 Uhr auf dem Gewerkschaftsbureau, Schubwagen." Das ist österreichische Koalitionsfreiheit. Die Annexion von Elsaß- Lothringen, und das ohne einen Schuß Rosenstr. 28, v. I, au haben und ist für jede Gewerkschaft eine Massen sind voll Empörung, und die Maßgebenden", so bemerkt abgefeuert und einen Tropfen Menschenbluts vergossen zu bestimmte Zahl Ginlaßkarten bereit gestellt, welche in der oben die Arbeiter- 3tg.", haben alle Ursache, den Bogen nicht allzu haben. Aber freilich, darin steckt ja gerade der Ruhm".- angeführten Beit von mit Legitimation versehenen Personen ab- straff au spannen. 5. Internationaler Bergarbeiter- Kongreß. Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Gewerkschaftstommission. Der ausgepfiffenfte Mann des Jahrhunderts. Zum ersten Mal hat sich eine Wolfsstimme erhoben, die von dem geholt werden können. offiziellen Lügentelegraph nicht todtgeschwiegen werden kann, eine öffentliche Kundgebung gegen den Menschen, der als größenwahnsinniger Narr und als Verbrecher zugleich, befleckt mit dem freiheitsmörderischen Berrath gegen seine Vergangenheit und ebenso mit der Korruption der heute vor Gericht stehenden Bankstandale, das unglückliche Land Italien in die Tiefe des Abgrundes geführt hat. Die Stadt Mailand ist es gewesen, die den Muth dieser Kundgebung gehabt mus in diesem Lande. Soziale teberlicht: An die Maurer Berlins und Umgegend! Unfere Organisation bat es sich seit ihrem Benehen zur Pflicht gegen die Uebelſtände in unserem Berufe gegen die los liegen, wodurch das falsche Gerücht entstanden sein mag. Die richtige Liste der Opfer ist: Bwei Todte, acht Schwerverleßte, ein Leichtverletter. " Dermischkes: Die 12. Versammlung des deutschen Freidenkerbundes findet vom 12.- 15. Mai cr.( Pfingsten) in Köln statt. Die ge schäftlichen Verhandlungen beginnen am 13. Mai, Morgens 9 Uhr, im Restaurant Karl der Große", Aachenerstraße. Auf der am 14. Mai, Nachmittags 21/2 Uhr, im gleichen Lokale angekündigten öffentlichen Bersammlung werden sprechen: 1. Profeffor Dr. ubw. Büchner, Darmstadt, über„ Borchriftliches Christenthum", Die Ants wahre geistige Hauptstadt Italiens genannt hat, die Geburtsstätte schlechte Behandlung von seiten der Unternehmer und Polierer geist", 3. Dr. Bruno Wille, Friedrichshagen, über ,, Die Veredelung und der Mittelpunkt des ernsten, die Zukunft erobernden Sozialis- entschieden Front zu machen. Pflicht der Kollegen ist es, uns der Menschheit", 4. Dr. A. Rüdt, Heidelberg, über„ Die Todes „ Die strafe eine Barbarei". Crispi hat es gewagt, nach Mailand zu kommen. Er kam mit fie der Deffentlichkeit übergeben werden können. Es werden folgendes Inserat die Runde:" Weltausstellung Antwerpen." von allen vorkommenden Uebergriffen in Kenntniß zu feßen, da strafe eine Barbarei". Mädchenhandel. Durch die deutschen Beitungen macht zur Eröffnung der Ausstellung, deren gelungene Durchführung in nächster Beit öffentliche und auch Verbandsversammlungen 50 junge hübsche Damen als Verkäuferinnen für den Goldpalast mitten in der gegenwärtigen traurigen Lage Italiens gleichfalls der Bahlstelle II Berlin fich mit der Erörterung dieses Themas gesucht. Salair 300 Frants pro Monat und 10 pet. vom Ver ein schönes Zeugniß ist für den ungebeugten Sinn dieser Stadt. beschäftigen: Um nun in diesen Versammlungen genügend Ver- fauf. Die schönste Dame erhält 5000 M. Brämie. Sofortige Schon die am Sonntag erschienenen politischen Wigblätter Mai- handlungsstoff zu haben, bittet Unterzeichneter im Auftrag meh- Einsendung der Photographie. Franto. Offerten an Haupts lands( Jl Guerino" und ,, Uomo di pietra") ließen die empörte Stimmung der Stadt gegen ihn erkennen. Nun, rerer Kollegen, alle Vorfälle und Erlebnisse, welche täglich den er tam am Sonntag früh, er begleitete mit der Madame Lina Kollegen zustoßen, auf der Arbeitsstätte an seine Adresse Enq. Bureau Walter, 21 Statiestraat, Antwerpen. Crispi den König zur Eröffnung der Ausstellung, und er fuhr zu richten; unsere Aufgabe wird es sein, davon genügend Ge- werpener Polizei erklärt dem gegenüber, daß es dort einen„ Gold. palaft" gar nicht giebt und daß die Anzeige augenscheinlich nur des Abends durch Seiten- und Nebenwege es war in Wahrheit eine wilde Flucht J. A.: Wilh. Frisch, Biethenftr. 14, Hof IV. den Zweck verfolgt, unerfahrene junge Mädchen aus Deutschland wieder nach Rom zurück, dorthin, wo nach Antwerpen zu locken. Der Inserent ist ein mittellofer er inmitten des Schlammes, der ihn umgiebt, allein sich sicher An die Brauerei- Arbeiter Berlins! Kellner Walter aus Köln, der eine Schlafstelle in der Winkelhaakfühlt. Sowohl bei seiner Ankunft, wie noch mehr bei seinem Wir machen sämmtliche Brauerei- Arbeiter nochmals darauf straat 4 inne hat. Die eingesandten Photographien zeigt er in prunkenden Aufzug mit dem Könige zur Ausstellung und am aufmerksam, daß dieselben keinerlei Böttcherarbeiten in den Wirthshäusern niederen Ranges vor, in welche er die Mädchen heftigsten bei seiner Abreise und wilden Flucht empfing und Brauereien an stelle der ausständigen Böttcher verrichten dürfen, vermiethen will. Die Polizei beschäftigt sich bereits mit Herrn begrüßte ihn das Volk von Mailand mit grellem Pfeifen und sondern sich den Beschlüssen der letzten Bersammlung zu fügen Walter, hat die Akten nach Brüssel ans Ministerium geschickt mit Ausrufen der Verwünschung. Der Kern der Kundgebenden haben. Auch werden die Brauerei- Arbeiter ersucht, sich durch die und wartet dessen Entscheidung ab, um den spekulativen Kellner waren Sozialisten Mailands und Republikaner, aber kein Wider- Beschlüsse des Bierringes in feiner Weise beirren zu lassen in über die Grenze zu spediren. brauch zu machen. Für den Inhalt der Injerate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. effing Sonntag, den 13. Mai. Freie Volksbühne. Lessing Theater. 3. Abtheilung. Beginn Nachmittags 22 Uhr: Kreuzlschreiber. Opernhaus. Lohengrin. Montag: Mara. Bajazzi. Slavische Brautwerbung. Dienstag: Don Juan. Schauspielhaus. Vasantasena. Montag: Das Wintermärchen. Dienstag: Die Jungfrau von Drleans. Berliner Theater. Narciß. Montag: Das Glas Wasser. Dienstag: Wallenstein's Tod. Deutsches Theater. Geographie und Liebe. Montag: Der Herr Senator. Dienstag: Faust. Leffing Theater. Madame SansGêne. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Flattersucht. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Giroflé Girofla. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der selige Tou pinel. Montag und Dienstag: Dieselbe Central- Theater. Sozialdemokratisch. Wahlverein 5. Internationaler Bergarbeiter- Kongreg. Alte Jakobstraße 30. Heute, Sonntag, den 13. Mai, ( 1. Feiertag): für den 2. Berlin. Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 17. Mai, Abends 9 Uhr, Den Mitgliedern die traurige Nach- im großen Saale der„ Concordia", Andreasstraße 64: richt, daß unser Genosse und Mitglied, Robert und Bertram, ber Schantwirth Posse mit Gesang und Tanz von Gustav Röder. Bertram: Emil Thomas. Karl Herrath Großer Kommers am 12. d. Mt3. plößlich verstorben ist gut Ehren der Delegi ♥ ken. Montag, den 14. Mai( 2. Feiertag): Nachmittags 4 Uhr, von der LeichenDie Beerdigung findet am 15. d. M., Der Registrator auf Reisen. balle des Krankenhauses am Urban asar Wichtig: Emil Thomas. nach dem neuen Jerusalemer Kirchhof, Dienstag, den 15. Mai( 3. Feiertag): Herrmannstraße, statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 15. Gastspiel. Emil Thomas. Der Vorstand. Die Lachtaube. Posse mit Gesang in 4 Aften Todes- Anzeige. von Ed. Jacobson. Verein zur Wahrung der Alcazar. Variété- u. SpezialitätenTheater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Durchweg neues Programm! Neu engag. Personal. Zum 1. Male: Gin Toiletten- Geheimniß. Posse mit Gesang. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Platz 50 Pf. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Entree 30 Pf. Reserv. Platz 50 Pf. R. Winkler. Interess.d. Gast- u. Schankwirthe Berlins u. Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Herrath, Planufer 92a,( früher Boeckhstr. 7) am 12. d. M. plöglich verstorben ist. Die Beerdigung findet am 15. d. Mis., Nachm. 4 Uhr, vom Krankenhause am Urban aus nach dem neuen Jerusalemer Kirchhof in der Herrmannstraße statt. Um zahlreiche Betheiligung seitens der Mitglieder bittet Der Vorstand. J. A.: W. Lorenz. Todes- Anzeige. Allen Bekannten und Genossen die traurige Nachricht, daß mein lieber Aufführung von lebenden Bildern. Deklamatorische, Musik- und Gesangs- Vorträge. Festrede. Einlaßkarten à 50 Pf. find am Mittwoch und Donnerstag von Vorm. 8-10 Uhr auf dem Gewerk schafts- Bureau, Rosenstr. 28, v. 1 Tr., zu haber und ist für jede Gewerkschaft eine bestimmte Zahl Einlaßkarten bereitgestellt, welche von mit Legitimationen versehenen Personen in der oben angeführten Zeit abgeholt werden können. Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Nieder- Schönweide. Große öffentl. Volks- Versammlung für Männer und Frauen Dienstag, den 15. Mai( 3. Feiertag), Vorm. 9 Uhr, im großen Saale der„, Borussia- Brauerei". F Tages Ordnung: Victoria- Brauerei, Mann, unſer guter Bater, der Restau- Streit der Arbeiter in der Fabrik von Kuhnheim. Lüßowstraße 111-112. An allen rateur Karl Herrath 774b am 12. d. M. nach furzen, aber schweren Central- Theater. Robert und Ber- 3 Pfingstfeiertagen: eiden fanſt entſchlafen ist. tram. Montag: Der Registrator auf Reisen. Dienstag: Die Lachtaube. Adolph Ernst- Cheater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Montag und Dienstag: Vorstellung. Alexanderplatz- Theater. garten. Montag und Dienstag: Vorstellung. Dieselbe HoppeDieselbe National Theater. Vom Viehhof bis zu den Menschenfressern, oder Berliner in Afrika. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Eine Nacht in Venedig. Hierauf: Farfarello. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten VorDie Beerdigung findet am 3. Feier Stettinertag, Nachm. 4 Uhr, von der LeichenSänger Herren: Meysel, Hankel, Pietro, Britton, Eberius, Steidl, Bliemchen und Blank. Garten resp. Saal. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Jeden Abend neues Programm! Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Bon Pfingsten ab findeu die Soireen der Stettiner Sänger in der Victoria( mit Ausnahme der Reichshausen- Theater. Spezialitäten Brauerei täglich Sonnabende tatt Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitätens Vorstellung. Parodie Theater. Spezialitäten National- Theater. Große Frankfurterstr. 182. Sonntag, 1. Pfingstfeiertag: Castan's Panoptikum. Neu: Das Mene Tekel. Sonderb. u. geheimnissv. spiritistische Produktion. Neu: Vom Viehhof bis zu den Der 13 jährige Riese. Menschenfressern, oder: Berliner in Afrika. Große heroische- humoristische Rolonial und Reiseposse mit Gesängen u. Tänzen in 4 Aften von Dr. G. Braun. Mufit von verschiedenen Komponisten. Regie: May Sam ft. Kasseneröffnung 3 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 71/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. Eröffnung der Sommersaison, zugleich Aufführung von Possen, Lustspielen, sowie Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Kaffeneröffnung 3 Uhr. Anfang der Vorstellung im Garten ŏ Uhr. Die Theaterbesucher haben den Eintritt zum Garten frei. Montag u. folg. Tage: Diefelbe Borstell. Adolph Ernst- Theater. Heute: Charley's Tante. Schwant in 8 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Mufit von Franz Roth. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. P assage- Panopticum 500 Sehenswürdigkeiten halle des Krankenhauses am Urban dem aus nach Ben neuen Jerusalemer Kirchhofe statt. Die trauernde Wittwe nebst Kindern. Allen Freunden und Bekaunten hiermit die traurige Nachricht, daß der Bürstenmacher Herr Friedr. Meinicke nach längeren Leiden verschieden ist. Die Beerdigung findet am 14. d. M., Nachm. 6 Uhr, vom Petri- Kirchhof, Friedenstraße, aus 69/5 statt. 6. Meinicke. Statt besonderer Meldung. Am 10. Mai, 81/2 Uhr, entschlief of the bends 372 berlager fanft nach kurzem Krankenlager unser innigst geliebter Gatte, Vater ,. Schwieger- u. Großvater, der Stuckateur August Miericke. Die Beerdigung findet am 14. Mai, Nachm. 3 Uhr, in en interblieben Die tranernden Herzlichen Dank. Für die so zahlreiche Betheiligung an der Beerdigung unseres so früh verstorbenen Sohnes und Bruders, des Gürtlers 7666 Rudolf Moebis fagen wir hiermit unseren herzinnigsten 1. Vortrag des Genossen Jahn über„ Rapital und Arbeit". 2. Der Alle Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend find zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. Der Einberufer. Spandauerberg- Brauerei Am 1., 2. u. 3. PfingstFeiertage: Westend/ Charlottenburg Wunderfontaine. Militär- Concert Feuerwerk. ( Garde- Artillerie.) Donnerstag, den 17. Mai: Erstes Monstre- Feuerwerk. Grottenbeleuchtg. Kur- Bade- Anstalt und Massage bon H. Mania, Brunnenstr. 16. Dampf- und Heißluft- Kastenbäder, Wannen- und medizinische Bäder. Fuß, Arm- und einzelne Glieder- Bäder ohne den ganzen Körper zu strapaziren. Lieferant und Masseur sämmtlicher Orts- Krankenkassen und freien Hilfskaffen. 54482* Dienstag und Freitag von 1 Uhr ab nur für Damen. Die Filiale nur für Massage ist Thurmstraße 46, 4 bis 51/2 Uhr. Meinen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß während meine: viermonatlichen Erholungsreise meine Buchdruckerei ununterbrochen weiter fortgeführt wird. 5883L* M. Schrinner, Buddruckerei, Brunnenstraße 164. Große Berliner Schneider- Akademie. 5990L* Berlin C., Rothes Schloss nur No. 1. der unübertreffbaren und allgemein als beste anerkannten Methode Größte und besuchteste Fachschule; alleiniger Unterricht nach Kuhn. Wirkliche Garantie für gediegene theoretische und besonders praktische Ausbildung in der Herren-, Damen- und Wäscheschneiderei. Rostenfreier Stellennachweis. Prospekte gratis. 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Allen Denen, welche meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Bertha Janowsky die legte Ebre erwiesen haben, besonders dem Gesangverein Liedes Echo" sagen wir unsern innig sten Dank. 7696 Die Kollegen werden ersucht, sich am zweiten Pfingstfeiertage um 8 Uhr zum Frühschoppen im Lokale Weddingtraße S einzufinden. 703b Neu. D. R. P. G. M. Berliner Straßenführer", ein von 32, Kreuzbergstraße 32. Am 1. und 2. Feiertag Vorm. 10 Uhr: Spedfuchen à la Leipzig. Große Auswahl warmer und falter Speisen, junger Gänsebraten, Aal grün W. Laska herausgegebenes Taschen mit Gurtensalat à Port. 75 Pf. buch, welches wohl alles auf diesem Vorzügliches Bairisch Bier MünGebiete bisher Gebotene als praktisches chener Brauhaus. Alte Märzweiße. Nachschlagebuch übersteigt. 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Sie billigt die jeßige Handelsvertragspolitik des Reiches, insofern dieselbe eine Berringerung der bestehenden indirekten Steuern bewirkt, betont aber ganz entschieden die unabweisbare Nothwendigkeit der gänzlichen Beseitigung aller in direkten Steuern, welche lediglich eine äußerst ungerechte und geradezu unerträgliche Belastung der arbeitenden Klassen zu gunsten der herrschenden und befizenden Klaffen bedeuten. Die als die einzige, welche diese Forderung sowohl wie alle Be strebungen und Forderungen der arbeitenden Klassen Deutschlands zu verwirklichen im stande und gewillt ist, und erklärt daher ihren festen Willen, für die sozialdemokratische Partei und ihre gerechten Biele mit allen Kräften eintreten zu wollen." Der konservative Staatsanwalt Dr. Hartmann ins Gesicht, daß er selbst sie verhaftet habe, was Möhling in wurde in der Stichwahl gewählt, die Fortschrittspartei erzielte In die Zeit des Ausnahmegesetzes fühlt man sich zurück- Abrede gestellt hatte. Ebenso betundete das damals verurtheilte mit Eugen Richter's Kandidatur eine sehr bedeutende Stimmenverjetzt durch einen Prozeß, der gegenwärtig vor der Straftammer Mädchen, jest Frau eines Hoteliers in Belgien, daß der Kuhn zahl. Ebenso 1884 mit Rechtsanwalt Hempel Zwickau, indessen zu Elberfeld beendet wurde. Am 30. März dieses Jahres sie für die Gänge gut bezahlt hat. Auch sie sagte dem Kuhn wurde der frühere Vertreter wiedergewählt, dem das Mandat war die Verhandlung vertagt worden, da auf Antrag der An- ins Gesicht, daß er ihr einmal ein Goldstück, ein anderes Mal auch 1887 mit großer Majorität erneuert wurde. geklagten eine Anzahl Zeugen aus Verviers und Nachen geladen vier Thaler für den Transport der verbotenen Blätter gegeben. die freisinnige Partei hier teinen Kandidaten aufgestellt, Herr werden sollen. Die Zeugen sind mit Ausnahme des lungen- Von dieser Frau hatte die Polizei versichert, ein Schwager von Hartmann erhielt das Mandat mit bedeutend geringerer Mehrfranken Webers Hennes aus Verviers sämmtlich erschienen. ihr sei gefährlicher Anarchist in London; in Wirklichkeit gehen heit gegen eine stark angeschwollene sozialdemokratische MinderAngeklagt ist 1. Alb. Wilde, Redakteur der Bergischen Arbeiters thre Schwäger" noch in die Schule und einer ist in seiner heit. Im vorigen Sommer endlich erzielte der Sozialdemokrat stimme" und des„ Aachener Volksblatt", 2. Hub. Krewinfel, Ber- Heimath Lehrling. Der Schneider Tillmann von Verviers be- Gerisch 9277, der konservative Amtshauptmann v. Polenz leger des Aachener Volksblatt" und Verfasser der in beiden richtet, wie auch ihn der Kuhn zu verleiten gesucht habe, 10 567, der Kandidat der freisinnigen Golfsparter 3961 Stimmen. Blättern erschienenen Spizelgeschichte. In diesem Artikel soll Blätter nach Aachen zu bringen und zwar gegen Bezahlung. In der Stichwahl stieg die Betheiligung von 77,6 auf 81,2 pt. die Polizeiund die Gerichtsbehörde in Aachen beleidigt Der Vermiether des Kuhn bekundete, daß letzterer damals zu der Berechtigten. Es gelang durch unerhörte Wahlbeeinflussungen, worden sein. Aachen blutarm gewesen, daß er mit einer Familie von sieben welche der Reichstag durch Raffation des Mandats gefühnt hat, In dem Artikel wird angeführt, daß unter der Aera des Personen auf 3 Kämmerchen für monatlich 16 M. Miethe lag Herrn v. Polenz mit 12 766 gegen 12 052 fozialdemokratische Sozialistengesetzes die politische Polizei die Spigel in und diese Miethe noch schuldig blieb. Einmal als der Kuhn Stimmen durchzudrücken. selbstsüchtiger Absicht großzog, und dem Gerichte wird rückständige Miethe zahlte, sagte er zum Vermiether, das Geld der Vorwurf gemacht, daß es nicht gegen den Spigel, habe er beim Kommissar Möhling geholt. Kuhn wurde immer Nationalliberale Imstürzler. Eine Reform des welcher sich eines Meineids schuldig gemacht habe, eingetreten sei. verwirrter und ging um die Fragen des Herrn Vorsitzenden ver- sächsischen Vereinsgefeßes ist in der GeneralversammWilde ist bereits fünf Mal mit zusammen 19 Monaten Ge- legen herum. Auch behauptete der Schuhmacher Berges von Aachen, lung des nationalliberaler. Vereins für das Königreich Sachsen, fängniß wegen Beleidigung durch die Presse vorbestraft. Kreh- der Kuhn habe ihm erzählt, er sei dafür bezahlt worden, dem welche am Sonntag stattfand, angeregt worden. wintel ist unterm Sozialistengesetz mit 10 Monaten bestraft Strebwinkel verbotene Schriften in die Wohnung zu schmuggeln, Vortrag des Profeffo. Dr. Biedermann wurde beschlossen, bei worden und hat außerdem zwei kleinere Geldstrafen wegen Breß- damit sie bei der Haussuchung gefunden würden. Für den an den der Regierung zu petitionire. un. eine Novelle zum Vereinsgesetz, vagehen auf seinem Schuldregister. beiden Frauen verübten Verrath soll Kuhn 23 M. erhalten und durch welche das Verbot des Verkehrs politischer Vereine unterHerr Rechtsanwalt Landé machte abermals geltend, daß das auch das dem Berges erzählt haben, wie dieser auf Eid be- einander, sowie die Bildung von Zweigvereinen in Wegfall ge Elberfelder Gericht nicht zur Aburtheilung eines Vorgehens hauptet. Der Polizei- Inspektor Möhling bestritt diese Aus- bracht wird. Der Pferdefuß kommt aber gleich hinterher. G3 tompetent fein tönne, welches in Aachen begangen sein soll. gabe" wiederholt. Ueberhaupt war die Verhandlung an Wieder- soll nämlich der Regierung anheim gegeben werden, eine BeAllein das Gericht erklärte sich für zuständig, weil das in be- holungen überreich und erst gegen halb vier Uhr kam der Ver- schränkung des Vereinsrechts in der Richtung herbeizuführen, tracht tommende„ Aachener Voltsblatt" nichts als die in Solingen treter der Staatsanwaltschaft zu Wort und beantragte gegen jeden baß zur Theilnahme an Versammlungen die Bolljährigkeit, wo erscheinende Bergische Arbeiterstimme" mit anderem Titel sei. der Angeklagten 9 Monate Gefängniß und Publikation in der nicht das zur Ausübung des Reichstagswahlrechts nöthige Alter Da der gleiche Artikel, welcher unter Anklage steht, auch wegen Solinger Arbeiterstimme" und ihren Kopfblättern. von 25 Jahren zu fordern sei. gleichzeitigen Erscheinens in der Bergischen Arbeiterstimme" Rechtsanwalt Landé als Vertheidiger bemerkt in seinem Plaiangetlagt ist, so regte der Herr Vorsitzende an, beide Sachen zu ooyer, es sei ja bekannt, daß die Leute, welche Vergehen herVon der Agitation. Jm Rasino zu Bremen sprach vereinigen und zusammen zu verhandeln, welchem Vorschlage aber vorrufen, um sie dann zu denunziren, wie es der Kuhn gethan, der Vertheidiger widersprach. Auf Antrag des legteren wurde in Preußen aus den Zinsen des Welfenfonds bezahlt worden dieser Tage der Genosse Bruno Schoenlant vor etwa dann das Urtheil des Aachener Gerichts verlesen, welches am sind; das habe der Buttkamer sogar im Reichstage zugeben 4000 Personen über:" Die deutsche Handelsvertrags Politit". 8. Mai 1886 ein Mädchen zu 6 Wochen und eine Frau zu müssen. Dieses System zu bekämpfen sei Bürgerpflicht. Be- Am Schluffe feines 2/ 2stündigen Vortrages fand folgende Re3 Monaten Gefängniß verurtheilt hat, weil sie aus Belgien leidigungen" des Gerichtes oder der Postdirektion in Aachen feien solution einstimmig Annahme: perbotene Druckschriften über die Grenze nach Aachen gebracht in dem Artikel nicht enthalten; höchstens sei der Polizeiinspektor hatten. Nach Angabe der beiden Verurtheilten hatten sie nur Möhling betroffen worden, betreffs dessen sei aber kein Strafauf Anfiften und gegen Bezahlung durch den„ Agenten" H. Kuhn antrag gestellt. Es sei also auf Freisprechung zu erkennen. gehandelt, der die Blätter dann dem Polizei- Inspektor Möhling Gegen 5 Uhr erging das Urtheil dahin, daß die Polizei. zu Aachen auslieferte und am 29. März dann daselbst die Ver- direktion in Aachen durch den Vorwurf der Verwendung und haftung des Mädchens und der Frau herbeiführte, worauf am das Halten von Epiteln, und das Aachener Gericht durch den 8. Mai deren Verurtheilung erfolgte. Dann wurde der Artikel Vorwurf der Parteilichkeit beleidigt seien. Von Wahrung beaus Nr. 4 vom 14. Oftober des Aachener Volksblattes" ver- rechtigter Interessen könne teine Rede sein, nur die Angriffssucht lesen, durch welchen die Beamten der Polizei und des Gerichts habe( nach der Meinung der Richter) den Artikel erzeugt; der au Aachen beleidigt" sein sollen. In dem Artikel wurde die Kuhn sei allerdings nicht vertrauenswürdig. Krebwinkel Bersammlung erachtet von allen Parteien die sozialdemokratische Moral der Spigel mit derjenigen der Straßendirnen verglichen, erhielt ebenso wie Wilde vier Monate Geauch behauptet, die Polizei mache Spigel aus felbftsüchtiger fängniß. Auch wurde Publikation des Urtheils verfügt. Absicht" und dem Gerichte Mitwirkung dabei" vorgeworfen. Die Angeklagten bestritten, den Richtern zu Aachen in dem Artikel den Vorwurf der Parteilichteit gemacht zu haben; sie hätten nur in dem Schlußpassus ihr Bedauern darüber fund geben wollen, daß die Richter nicht gegen Spigel und Meineidige einschritten. Der Herr Vorsitzende bemerkte darauf, daß nach ,, Wie sollen wir die Sozialdemokraten bekämpfen?" dem Gesetze nur die Staatsanwaltschaft Anklagen zu erheben Unter diesem Titel ist eine Schrift erschienen, welche jegt in babe, feineswegs aber das Gericht. Krebwinkel behauptete, burch mehreren Beitungen besprochen wird. Der große Sozialpolitiker" die Münchener Post" veröffentlicht: einen Falscheid des Kuhn sei er ungerecht wegen Verbreitung ist ein ehemaliger Amtsvorsteher; die Weisheit, die er in seinem des" Sozialdemokrat" zu 10 Monaten Gefängniß verurtheilt Buche zum besten giebt, ist nicht einmal seine eigene- denn sie worden. In dem Unwillen hierüber habe er den Artikel ge- ist schon von Caprivi im Reichstage ausgesprochen worden schriel en und dessen Aufnahme im„ Aachener Voltsblatt" veran- und gipfelt darin, daß die Arbeiterklasse eine viel zu hohe last. Beide Angeklagten blieben dabei, daß der thatsächliche In- Bildung habe. Es sei das eine der schlimmsten Ursachen der halt des Artikels wahr sei. Polizei- Inspektor Möhling zu unzufriedenheit. Mit dem Letzteren hat der Mann vollkommen Aachen wollte sich der Einzelheiten des Verhältnisses des Recht und gerade deshalb befleißigen die Sozialdemokraten Agenten" Kuhn zur Aachener Polizet nicht mehr genau er sich, recht viel Bildung und Wissen unter den Arbeitern zu verinnern"; bestritt aber, dem Kuhn Geld gegeben zu haben. Daß breiten. der Kuhn die verurtheilten Frauen denunzirt babe, gab der Polizei. Inspetter im wesentlichen zu. Auf die Frage des R.-A. Landé, Gegen das sozialistische Gift reicht die Weisheit der ob der Inspektor, der in Aachen der politischen Polizei vorstand, Pfaffen nicht aus das scheint nun auch bald die Zentrums in dieser Eigenschaft vom Polizeipräsidenten in Aachen allein presse einzusehen. Der Rosenheimer Anzeiger" berichtet seinen abgehangen, oder auch mit so einer Art, dritten Abtheilung" in Lesern über eine sozialdemokratische Versammlung in Rosenheim: Berlin in Korrespondenz gestanden habe, hieß es, darüber ver- Beide Redner( Grillenberger und v. Vollmar) sind der weigere ich die Aussage". Ebenso wurde die Aussage ver Meinung, daß, je mehr Zentrum und ungeschickte Kapläne weigert auf die Frage, ob die politische Polizei nur aus der gegen die Sozialisten predigen, um so mehr das ChristenKaffe in Aachen oder auch aus irgend einer" Berliner Kaffe thum zu Grunde gerichtet wird, so daß schließlich auch schwänzenden Abgeordneten auf schnellstem Wege herbei. ihre Ausgaben" bestritten habe. Kuhn, der sich als Häuser noch der Bauer sein Heil bei den Sozialdemokraten gerufen worden, sodaß sie wenigstens an dieser wichtigen Sigung agent" bezeichnet, bestritt, die vernrtheilten Frauen direkt versucht. Leider müssen wir ihnen hierin recht geben, denn theilnehmen können. Bei der Aufräumung dieses Stoffes anlaßt zu haben, die verbotenen Blätter über die Grenze zu feit wir das Auftreten zweier jungen Geistlichen in der Bauern sind sie auch sicher weit eher am Blake, als in der Kammer und bringen. Uebrigens mußte der Kuhn zugeben, daß er sich in versammlung in Aibling gesehen, haben wir die Ueberzeugung besonderes Unglück können sie dort ja auch nicht anrichten. Verviers den Sozialdemokraten gegenüber als ein recht rother gewonnen, daß auf solche Weise weder der Kirche noch dem Genoffe" ausgegeben hat, während er die Resultate seiner Er Christenthum genügt wird. Vernünftige Pfarrherren mögen es mittelungen" in Aachen der politischen Polizei zutrug. Er bot sich wohl überlegen, ihre jungen Kapläne in öffentlichen Ver. fich den Genossen in Verviers zur Errichtung einer Agentur fammlungen, die nicht in der Kirche stattfinden, sprechen zu laffen. zur Verbreitung der verbotenen Schriften zu Aachen in seiner Der Most so junger Herren ist noch nicht vergoren und treibt Wohnung an, in der Absicht, Alle, die ihm vertrauten, der schädliche Blasen! In der Kirche freilich bleibt alles, was die Machener Polizei zu verrathen. Die Frauen brachten die ver: Herren Kapläne ihren Gläubigen erzählen, ohne Widerspruch botenen Truckschriften darauf unter den Röcken versteckt, in die das macht die Sache leichter. Wohnung des Kuhn. Letterer bestritt zuerst, den Frauen Geld dafür gegeben zu haben; als ihm aber die Details vorgehalten Der Antisemitismus als Vorfrucht" der Sozial wurden, sagte er:„ Ich weiß es nicht mehr genau." Daß er demokratie. Die von höherer Stelle früher gehätschelte antiselbst zu Aachen von der Polizei oder von einer anderen Stelle jemitische Bewegung beginnt den herrschenden Gewalten gefähr Geld für seine„ politischen Bemühungen" erhalten habe, bestritt lich zu werden. Haben die Sozialdemagogen Ahlwardt und Ge der Kuhn. Er will das alles umsonst gethan haben. Auch nossen schon bei der letzten Wahl den Ruf:„ Gegen Juden und mußte er bekennen, daß er sich Mühe gegeben, den Sozial- Junter" erhoben, so schreibt jezt Herr Dr. Böckel in seinem demokraten Hennes, den die Aachener Polizei äußerst gerne„ Reichs- Herold": verhaften wollte, in deren Auftrage aus Verviers über die Der geldgierige Großtapitalist " " " " " " Parteinachrichten. " " Wackere Volfsvertreter" find zweifellos die bayerischen Patrioten, wie nachfolgendes hochwichtige Attenstück beweist, das ( Vertraulich!) Für die Herren Mitglieder der Abgeordnetenfammer sind vier Heftoliter Hofbräuhaus-Bock refervit worden. Da am kommenden Mittwoch, den 9. 1. Mts. ohnehin die Sizung um 113/4 Uhr geschlossen werden muß, weil eine Sigung des Finanzausschusses der Kammer der Reichsräthe stattfindet, so dürfte wohl dieser Tag besonders geeignet erscheinen, mit dem refervirten Stoffe aufzuräumen. Ich beehre mich deshalb, Ihre Exzellenzen die Herren Staatsminister, die Herren Ministerialkommissäre und die Herren Kollegen ergebenst einzuladen, sich am oben bezeichneten Tage nach der Plenarsizung recht zahlreich im Hofbräuhaus- Keller in den oberen Sälen einzufinden und füge noch bei, daß nicht nur für Bockwürfte, sondern auch für den Mittagstisch ausreichende Vorsorge getroffen wird. München, 4. Mai 1894. gez. Walter, Präsident der Kammer der Abgeordneten. Hoffentlich sind die die Verhandlungen der Rammer 0 " An3 New York wird uns unterm 1. Mai geschrieben: Washington einmarschirt, ohne daß die Behörden Hindernisse in ogey ist mit seiner Abtheilung von 886 Mann gestern in Washington einmarschirt, ohne daß die Behörden Hindernisse in den Weg legten. Ein Grundbesitzer hat ihm ein neben Cleves auf dem das Lager aufgeschlagen wurde. Die fapitalistische land's Besigthum gelegenes Grundstück zur Verfügung gestellt, Presse der Bundeshauptstadt, welche noch bis zu den legten Tagen die Angst der Satten" durch Forderung energischer Maßregeln" befundete, fängt an, sich über die Affäre lustig zu machen. In der letzten Woche hat diese aber stellenweise einen Charakter angenommen, welcher vielleicht sehr bald wieder einen Rückschlag in der Stimmung Jener herbeiführen mag. In Chicago haben sich nämlich bie organisirten Gewerkschaften der Sache bemächtigt und die Aufbringing von Mitteln in die Hand genommen, um so viel Arbeitslose Chicagos als möglich Grenze zu locken. Es sollen zu diesem Zwecke sogar fälschliche einerlei ob Jude oder Nichtjude gana per Frachtzügen nach Washington spediren zu können. Die Eisenist der Former- und Gießer- Union foll allein 600 arbeitslose Kollegen Empfehlungsschreiben" Aachener Genossen eine Rolle gespielt würgengel unseres Volkes, dem er die Arbeits- ausrüsten wollen, und im Ganzen wird der Ausmarsch von haben. Aber wie oft auch die Aachener Polizei auf des Kuhn's gelegenheit entzieht. Das Aufspeichern großer 15 000 Mann erhofft. Das ist jedenfalls übertrieben; aber wenn Versicherung heute tommt er sicher!" auszog, um den Hennes te i ch thümer muß zur Verarmung und zur Ber- auch nur der dritte Theil von dort ausrückt und in den anderen abzufassen, derfelbe tam nicht und that wohl daran. Ruhnkehrsstockung führen." großen und Industriezentren des Landes das Beispiel Nachmußte zugeben, daß er als Förster wegen Holzdiebstahls und Das ist deutlich und das muß die Anhänger des Herrn ahmung findet, so würde die Geschichte für die Bundesregierung außer Anderem auch mit 18 Monaten Buchthaus wegen Veröd el, wenn sie ihm einmal bis zu diesem Punkte gefolgt, und den Kongreß doch höchst ungemüthlich. Im Uebrigen find leitung zum Bankrott vorbestraft ist. Als er mit der Polizei nach den an die Sicherheitsbehörden des Distrikts Columbia ges zerfallen zu sein schien, bot er sich schriftlich dem Vorstande der schließlich in das Lager der Sozialdemokratie treiben, langten Nachrichten zirka ein Dutzend Abtheilungen mit aus fozialdemokratischen Partei an; vielleicht geschah das aber auch im Einverständniß mit der politischen Polizei". Ein Aachener Die Wahlagitation im 23 sächsischen Wahlkreis wird fammen 6500 Mitgliedern auf dem Weg( zu Fuß und per be= Polizeikommiffar wußte nichts Wesentliches zur Sache; ein bald in vollem Gange sein, wenigstens, soweit unsere Partei in zahlten oder„ okfupirten" Güterzügen) nach der Landeshauptstadt. anderer Polizeimann von dort berichtet, wie man mit dem Kuhn betracht kommt. Der 24. Mai ist als Wahltag bestimmt und es wie viele davon anlangen, ist freilich sehr ungewiß, da die vergebens zur Grenze gezogen, um den Hennes zu fangen. ist somit auch gewiß gar feine Zeit zu verlieren. Der sozial Bivilbehörden sowie Miliz- und Bundestruppen begonnen haben, Hier angelangt, meldet sich Genosse Wilde, der aus dem Gesäng- demokratische Kandidat des Kreises, Genosse Gerisch, ist bereits die per gefaperten Güterzügen reifenden Wallfahrer abzufangen. niß vorgeführt wurde, unwohl," da er um 5 Morgens nur ein nach dort abgereist und hält während der Pfingstfeiertage mehrere Als bemerkenswerther Umstand ist noch anzuführen, daß an Stück Brot und seitdem nichts gegessen habe. Die Sigung mußte Versammlungen ab. Der 1. Feiertag soll dazu benutzt werden, der Spitze der Bewegung in Chicago der bekannte Pomeroy also unterbrochen werden, damit Wilde ins Gefängniß zurück ein Flugblatt im ganzen Kreise zu verbreiten. Zur Geschichte steht, ein Individuum, dessen Brodle- Charakter sozusagen ge= geführt werden und dort etwas essen tonnte, was geraume Zeit dieses viel umstrittenen Wahlkreises bringt die Sächs. Bolts- richtsbekannt" ist und der schon oft abwechselnd für die beiden bauerte. Bei Wiederaufnahme der Sigung tam die Wirthin zeitung" folgendes in Erinnerung: Der 28. fächsische Wahlkreis fapitalistischen Parteien gearbeitet hat. Sovereign ist dem Ponsen DON Verviers und berichtete, wie Kuhn( Plauen- Delsnig- Adorf) hatte 1871 als Bertreter den Amts Beispiel Gomper's gefolgt und hat die Bewegung ebenfalls fie zu verleiten gesucht, für gute Bezahlung" verbotene Blätter hauptmann Graf zu Münster, der sich zur liberalen Reichspartei" indossirt; beide wurden wohl von dem Motiv geleitet, der über die Grenze nach Aachen zu schmuggeln. Die Polizei rechnete; er siegte jedoch erst in engerer Wahl gegen einen Bundeskongreß werde, wenn er auch nicht auf die Forderungen wisse von der Sache, es sei feine Gefahr dabei." Die Frau Partitularisten. 1874 unterlag der Konservative in der Stich Corey's, resp. seiner Hintermänner eingeht, doch zu Maßregeln wurde aber noch rechtzeitig von anderen gewarnt und ging nicht wahl gegen den nationalliberalen Rechtsanwalt Krause. 1877 derartigen Umfangs gedrängt werden können, daß die„ tapiin die Falle. Dann wurde die am 8. Mai 1886 zu 3 Monaten hatten die Sozialdemokraten hier die größte Stimmenzahl auf sich talistische Reserve Armee" Arbeitsloser genügend zusammenGefängniß verurtheilte Frau Hennes aus Verviers vernommen, vereinigt, mit Hilfe der Nationalliberalen siegte jedoch der kon- schmelzen werde, um nicht mehr das unüberwindliche Hinderniß die im direkten Gegensaße zu den Aussagen des Kuhn befundete, servative Finanzrath Meusel. 1878 unterlag er in der Stichwahl für eine allgemeine Streitbewegung zur Eroberung der alten daß letterer die Frauen gegen Bezahlung veranlaßt, die ver- dem nationalliberalen Superintendenten Landmann- Plauen. Position zu bilden. Das Beispiel von der Verwendung der botenen Blätter über die Grenze zu bringen. Sie sagte es ihm 1881 stellten die Sozialdemokraten gar keinen Kandidaten im Million Dollars, welche die New- Yorker Legislatur für„ Noth" 1 " F standsarbeiten" ausgeworfen hatte, dürfte aber selbst im günstig forderungen und Hinweise nur Verwirrung erregen und außerdem Konferenz von Fabrikanten, Arbeitern und Regierungsften Falle die Hoffnung als sehr optimistisch erscheinen lassen!) dahin gedeutet werden können, als ob eine besondere Berücksichti- Kommissarien. Die Konferenz hat stattgefunden; die Firma Gleichwie in New- York hat auch in Brooklyn die„ Central gung bestimmter Orte vor anderen gewünscht werde. Aus obigen Spielhagen, Nostigstr. 30, hielt es aber für gut, nicht den Labor Union" die Betheiligung an der 1. Mai- Feier ab- Gründen drucken wir daher hinfort keine speziellen Aufforderungen bei ihr beschäftigten, von den Arbeitern gewählten Delegirten gelehnt, und zwar weil es eine sozialistische Bewegung unter aus bestimmten Orten mehr ab, es sei denn, diefelben ent- zu entfenden, sondern beauftragte mit der Vertretung der Inter dem Deckmantel der Achtstundenfrage" sei. Andererseits hat die hielten Mittheilungen über Wenderungen, welche die Lokalliste er efsen der Arbeiter jener Branchen vielmehr einen anderen und 1. Mai- Konferenz, welche an jene reaktionäre Körperschaft die fahren hat. jedenfalls einen Mann nach ihrem Herzen. So wird's gemacht; Einladung erließ, und die aus Delegaten der Sektion der sozialist. Bum Schluß richten wir an die Lokalfommissions- Mitglieder Beschlüsse der Arbeiter, die den Herren Fabrikanten nicht in Arb.- Partei und der C. 2. Federation bestand, das Anerbieten der Umgegend noch die dringende Bitte, hinfort strenge dafür zu den Kram passen, werden einfach ignorirt. Doch die Firma der„ Socialistic Labor Federation" auf Zusammengehen bei der sorgen, daß fünftige Ausgaben der Lokalliste einer nachträglichen Franz Epielhagen, SW. Noſtinſtr. 30( Inhaber die Gebrüder Feier abgewiesen, und diese hält nun gemeinsam mit den Korrektur nicht bedürfen. und mehrfachen Millionäre Franz Otto und Ernst Adolf SpielSektionen der sozialist. Arb.- Partei aus der Umgegend Brooklyns eine ſeparate Feier in dem von der E. 2. Federation geboykotte Bestimmungen enthalten muß( ad 4) sofern Strafen vorgesehen bagen) leisten noch Erstaunlicheres. Trotz des flaren Wortlauts des§ 134b der Gewerbe- Ordnung, wonach die Arbeitsordnung ten Labor Lyceum" ab. Eintracht, holde Eintracht!" u. f. 10. anlassung und in Gemeinschaft mit anderen in Frage fommenden In der Boykottfrage haben wir, allerdings auf VerParteigenoffen, einer Anschauung Raum gegeben, die, wie sich nicht ist. Die hiesige Distrikt- Assembly des Ordens der Knights of auf grund der Berichte, die uns von einem unserer Mitarbeiter Festsetzung und, wenn fie in Geld bestehen, über deren EinMunisipalwahlen stattfanden; dort batten die Demokraten bei der vorigen Wahl noch 5000 Stimmen Majorität. Bolizeiliches, Gerichtliches 2c. Was im Deutschen Reiche alles strafbar ist. Genosse Baumüller hatte als verantwortlicher Redakteur der Magdeburger„ Voltsstimme" einen Artikel auf- In dieser Resolution ist also nur von dem Boykott der genommen, der sich mit der wegen Kuppelei bestraften Wittwe Vereinsbrauerei die Rede und wir haben daher auch keine Betbge beschäftigte. Dieser Artikel wurde als Verbreitung einer Beranlassung, diesem Beschluß eine weitere Ausdehnung zu unzüchtigen Schrift" angefehen und Baumüller, der sich geben, als ihm die Versammlung zu theil werden lassen wollte. gegenwärtig wegen Eidesverweigerung in Haft befindet, in nicht Wir erklären daher, daß die Nachricht von dem Boykott öffentlicher Sitzung zu 50 M. Geldstrafe resp. 5 Tage Gefängniß über die Bergbrauerei unrichtig ist. verurtheilt. Labor" hat an alle Lokal- Assemblies eine Aufforderung zur Be theiligung an die Maifeier gerichtet; es ist dies das erste Mal überbracht wurden, befannt gegeben, daß durch Beschluß einer in ziehung und über den Zweck, für welchen fie verwendet werden, -sind derartige Bestimmungen in der Arbeitsordnung für daß dieselbe sich offiziell an einer öffentlichen Demonstration be- Nixdorf abgehaltenen Versammlung, sowohl die Vereinsbrauerei, die Arbeiter der Stearinfabrik von Spielhagen nicht enthalten. theiligt. als auch die dortige Bergbrauerei boyfottirt worden ist. In Weiter wird uns von dort mitgetheil: Borige Woche ist der betreff der legten Brauerei bestätigt fich diese Mittheilung, wie er nun aber etwa bei seinem Antritt glauben sollte, daß erite fosialistische Wabisieg in New- Jersey er wir erfahren, jedoch nicht. Dies geht aus der Resolution hervor, Strafen, da sie in der Arbeitsordnung nicht enthalten find, auch fochten worden; bei den Lokalwahlen wurde nämlich in Paterson welche die in Frage kommende Bersammlung faßte und die nicht verhängt werden, der wird sehr bald durch den Direktor Dornbusch eines Besseren belehrt. Geldstrafen, die der der Seidenstadt", wo sich seit Monaten die Seidenbandweber, folgenden Wortlaut hat: Direktor willkürlich zwischen 1 und 6 M. festsegt, werden aufneuerdings auch die gesaminten Färber und ein Theil der Seiden- Die heutige öffentliche Bersammlung nimmt zu den Maß erlegt für Zufpätkommen, für Zerbrechen von Werkzeugen, fertigen stoffweber im Streit befinden in einem Distrikt unser Alder- regelungen, welche wegen der Maifeier verhängt sind und zu Waaren oder dergl. Wer irrthümlich mehr Lohn erhält als ihm man-( Stadtrath-) Kandidat gewählt, und zwar erhielt derselbe den Lohnforderungen der Böttcher folgende Stellung ein: Sie aufommt und es nicht sofort meldet, hat später den doppelten 898 Stimmen, während auf den demokratischen Standidaten 886 erklärt, daß durch die bezeichneten Maßregelungen die Prinzipien Betrag des Zuvielerhaltenen an Strafe zu zahlen. Ueber die und auf den republikanischen 382 fielen( Stichwablen kennt man der Arbeiterschaft verlegt sind. Infolge dessen sieht sich die Ar: Berwendung der Strafgelder ist selbst den Arbeitern, die schon beiterschaft von Rigdorf veranlaßt, gegen diese Maßregelungen hier nicht). Im übrigen haben auch bei den Wahlen in diesem energisch Front zu machen. Sie erklärt speziell in bezug auf die Jahre lang dort arbeiten, bisher nichts bekannt geworden. Staate fast überall die Republikaner gefiegt. Dasselbe war in Bereinsbrauerei, daß sie auf Kosten der Arbeiterschaft Rigdorfs keine Wancher hat innerhalb eines Jahres 30-40 Mark Strafe zu der Hauptstadt des Staates New York, Albany, der Fall, wo andere Berjammlungen zwecks Stellungnahme einberufen will, sablen, wer sich dieselbe nicht vom Lohn abziehen lästatist wenn die Verhältnisse sich nicht ändern. Sie erklärt vielmehr, übrigens, wie bereits in der Versammlung am 9. April konstatirt daß die Brauereien auch die Konsequenzen ihrer Handlungsweise wurde, im Verhältniß zu anderen Fabriken dieses Genres ein zu tragen haben. Infolge dessen beschließt die Bersammlung, ganz minimaler, wenn nicht geradezu ein erbármlicher ist, der von heute ab dafür einzutreten, daß das Bier der Vereinsbrauerei wird entlassen. Die Hungerpeitsche zwingt leider die meisten, so lange nicht getrunken werde, bis die Forderungen der Böttcher die Heizer jede zerbrochene Scheibe des mit einem Glasdach veralles Mögliche über sich ergehen zu lassen. Beispielsweise müssen bewilligt sind. sehenen Maschinenhauses bezahlen, sobald der Thäter von ihnen nicht bestimmt bezeichnet werden kann. Von dem Geiste, der durch die Arbeitsordnung" weht, nur einige Proben. § 10 lautet: Aus- und Eingang darf nur durch das Portierhaus erfolgen. Beim Verlassen der Fabrik hat sich jeder Arbeiter einer Bisitation zu unterwerfen. Die Arbeiter sind verpflichtet, die eingeführten Kontrolleinrichtungen persönlich zu benußen u. f. w. Aus dem Gefängniß in Hamburg entlassen wurde ,, Italien in Berlin". In der Nähe des Zoologischen Der§ 17 ist auch nicht übel: Es ist eine Ehrenpflicht der Aram Montag Genoffe Fischer, Redakteur des Hamburger Echo", Gartens ist seit drei Tagen ein bedeutungsvolles Unternehmen beiterschaft, die zu ihrer Kenntniß fommenden Beschädig ingen nachdem er dort 5 Monate lang in stiller Zurückgezogenheit eaöffnet worden: Eine Kneipenausstellung nämlich. Auf sandigem am Fabriteigenthum, Beruntreuungen, Diebstähle, Betrug und darüber nachgedacht hat, welch' großer Unterschied zwischen der Konzerthallen- Besitzers Schippanowsky Holzbuden von beträcht Kenntniß ihrer Vorgesezten zu bringen. So weit es die UmBoden sind unter der intellektuellen Führung des bekannten dergleichen unrechtmäßige Handlungen ihrer Mitarbeiter zur Ehre der Anhänger der Sozialdemokratie und der Ehre des licher Höhe errichtet worden, die innen nichts benn Biere und stände gestatten, soll der Name des Angebers verschwiegen Staatsanwalts Romen besteht. Herrn Romen ist Genugthuung eine enthalten, und außen vom Dekorationsmaler in über bleiben. Schriftliche Anzeigen ohne eigene Namensunterschrift geworden. Unser Genosse Fischer hat seine Haft gut überstanden. hafteter Akkordarbeit mit einem grau- und braunmelirten Anstrich werden verbeten." Nur dem Indifferentismus der Arbeiter ist Gegenwärtig weilt von unseren Genossen nur noch Stadthagen in der Hamburger Bastille, die er jedoch auch noch im Laufe tachirten Häusern, die sich an einer Stelle des Ausstellungsplatzes lauben dürfen. Im gegenseitigen Verrath erblicken lettere eine versehen sind, der andeuten soll, daß man sich unter den derart es zuzuschreiben, daß sich einzelne Unternehmer derartiges erdieses Monats verlassen wird um Platz für die Nachfolger gar zu winkligen Gassen zusammendrängen, ein Stück Italien Ehrenpflicht der Arbeiter, gemeinsame Schritte derselben in -Wegen Majestätsbeleidigung ist die Säch Berlin, die der gutmüthige Besucher sich nun einmal imputiren lich tommen auch die bisher indifferenten Arbeiter der Firma Wegen Majestätsbeleidigung ist die„ Sächs. vorzustellen babe. Diese vorgefaßte Meinung vom Italien in irgend einer Angelegenheit sind ihnen aber ein Greuel. Hoffent Arbeiter Zeitung" in den Anklagezustand versetzt worden. Zuerst lassen muß, erfährt eine Unterstützung durch allerhand füd Spielhagen zur Besinnung und zum Klassenbewußtsein und hatte die Staatsanwaltschaft nur groben Unfug" für vorliegend erachtet. Es handelt sich um einen Artikel, in welchem das Berländisch genannte Bermummungen, unter denen sich in der schließen sich der Organisation ihres Berufes an, um so in der halten eines Theiles der Dresdener Bevölkerung bei Gelegenheit Mehrzahl echte Berliner Kinder, und in der Minderzahl Lage zu sein, der schrankenlosen Ausbeutung und willkürlichen des Einzugs eines Prinzenpaares in scharfen Worten gegeißelt talia verbergen. waschechte Söhne und Töchter der ausgefogenen Festseßung der Strafen baldigst einen Damm entgegenfeßen zu Den zu geziemendem und ungeziemendem fönnen. zu machen. wurde. flame " neue für eine Der Die Revision des Staßfurter Genoffen Kneipfultur sieht man es zwar für den Anfang noch an, daß sie mit der„ Original Singer Nähmaschine" gemacht sind, war in Dienst gemietheten Vertretern der nordischen und südländischen Eine Ausstellung von Kunststickereien, die in Amerika Julius Große gegen das ihn zu 9 Monaten Gefängniß ver sich im grellen Licht des neuen Tags etwas genirt fühlen und urtheilende Erkenntniß der Magdeburger Straffammer wegen daß die Sammet, Seiden- und bunten Kattuustoffe, mit denen dem Geschäftslokale dieſer Nähmaschinen- Fabrik in der LeipzigerBeleidigung des Oberpredigers Weber wurde verworfen. Große soll mehreren aus der Kirche kommenden Schulmädchen laut se behaftet sind, nicht ganz soviel Bewegungsfreiheit lassen, als traße vom 1. bis 10. b. Mts. ausgestellt und war von vielen Es handelte sich um eine Renachgerufen haben:" Heute haben Euch wohl die Pfaffen wieder die altgewohnte Tracht von ernſtem Schwarz". Aber Geduld. Interessenten lebhaft besucht. Borrichtung an den SingerDiese Schmerzen werden überwunden, wenn die letzten Sonnenetwas Tüchtiges vorgelogen." Borausgesezt, daß die Aeußerung ftrahlen verschwunden sind und das Bogenlicht mit seinem liebe: Nähmaschinen, vermittels welcher einige Arten von Stickwirklich gefallen, finden wir diefelbe angesichts unserer ganzen voll gedämpften Echein sich in den anderthalb Fuß tiefen La- tichen, für die man sonst besondere Stickmaschinen( KurbelJustizverhältnisse mindestens sehr unüberlegt. Andererseits find gunen sanft verklärend wiederspiegelt. Dann wird auch der maschinen 2c.) bat, hergestellt werden können. Es ist durchaus wir der Meinung, daß die Sühne von 9 Monaten für eine der falte, schneidende Berliner Miz unter diversen Flaschen Weins in der Technik der Stickerei nichts Neues gezeigt worden, sondern artige unüberlegte Schnoddrigkeit" bei weitem zu hoch ge der Marca Italia oder auch unter der entsprechenden Fülle Stickereiarten auch auf der Singermaschine, aljo in jedem Privats nur der Beweis erbracht, daß man einige der gebräuchlichen griffen ist. echten und unechten Bieres begraben sein, und wenn dies besorgt, dürfte auch die Neigung nicht ausbleiben, den Himmel für bause, herstellen kann. einen Dudelsack und das nachgemachte Italien für echt zu halten. Am linden Sommerabend mag sich die Illusion " Tokales. stehend wieder zur Kenntniß der Parteigenossen: Vertrauenspersonen sind: Im 1. Wahlkreis: August Täterow, Bimmerstraße 95/96, 2. Hof 2. Ging. 2 Tr.; Fris Felgentreff, Moritstr. 5, part. Was ist nun das Ergebniß der Ausstellung, was hat sie gelehrt? Es ist gezeigt, daß ohne Zweifel mit geeignetem Material Die Adreffen der Vertrauenspersonen geben wir nach unter den angedeuteten Umständen einstellen, aber am lichten Tag von einer sehr gesd, ickten und fünstlerisch gebildeten Hand mit druck. Es soll übrigens bemerkt werden, daß die Ausstellung erst der Singermaschine ganz reizvolle Muster hervorgebracht werden der Vollendung harrt und in einiger Zeit nicht allein Kneipen tönnen, daß also eine Person, eine Dame, eine Stickerin, die und Musikkapellen, sondern auch aparte Sehenswürdigkeiten, als diese Eigenschaften besitzt, mit ihrer Nähmaschine ganz Ereinen Zirkus und ähnliche Schaustellungen enthalten soll. Es freuliches leiſten wird. fleinen Raum konzentrirten Getränke ihre volle Anziehungskraft wird nicht daran zu zweifeln sein, daß dann die auf einen so Es ist nur eines zu bemerken: auf das fneipluſtige und zahlungsfähige Berliner und FremdenPublikum ausüben werden. Im 2. Wahlkreis: H. Werner, Bülowstraße 59, Restaurant; Heinrich Wörner, Dieffenbachstr. 29. Im 3. Wahlkreis: Stephan Frig, Fürstenstr. 11, 4 r.; Wilhelm Börner, Ritterstr. 15, im Laden. Im 4. Wahlkreis, Ost: Robert Wengels, Fruchtstr. 30, Quergeb. 2 Tr.; Hermann Bolze, Weiden weg 27/28, 4 Tr. Südost: Franz Schulze, Oppelner firaße 3, 3 Tr.; Hermann Mattutat, Wrangelstr. 124, Hof 1 Tr. Im 5. Wahlkreis: Clemens Mager, Sophien straße 28/29; 2. actuscher, Greifswalderstr. 8, bei Wattke. Jm 6. Wahlkreis: Johann Pfarr, Wilsnacker ftraße 49( für Moabit). Friz Waschowsti, ReinickenDorferstraße 55, v. 1 Tr.( für Wedding). Dichard Augustin, Raftanien- Allee 11, im Laden( Schönhauser Vorstadt). Kari Helbig, Rügenerstr. 23( Rosenthaler Vorstadt). Mitglieder der Breßtommission find: Uebung erreichen, um die Singermaschine mit Vortheil verEine Dilettantin wird höchst selten das Geschick und die werthen zu können, für sie wird die alte Navelſtickerei, mit der Hand fördernder und leichter auszuführen sein. Außerdem giebt die Handfickerei viel größere Leichtigkeit im Schattiren", dem Verwenden der Farben, als die Maschinenarbeit besonders mit der Singermaschine. 8000 Kinder sind diesmal dem Komitee für Ferien kolonien" mit der Bitte um Entfendung in eine Sommerfrische gemeldet worden. Das vorige Mal waren es 700C, das vor vorige Mal 6000; die Zunahme der Zahl der Gemeldeten hat Die Stickereien, die das Sticken als Kunstgewerbe im sich also in den letzten beiden Jahren auf je 1000 belaufen. Die Großen treiben, tönnen die Stickereivorrichtung der SingerVertrauensärzte sollen erklärt haben, daß bei drei Viertel aller maschine gar nicht benutzen, weil die allein dazu verwendbare Kinder die Entsendung dringend nöthig sei. Im vorigen Jahre Seide viel zu kostspielig ist und die Maschine die Verwendung sind aber mit Rücksicht auf die geringen Mittel, welche zur Ver- geringeren Materials nicht erlaubt. Außerdem ist nicht nachjügung standen, nur 3000 ausgeschickt worden, und gewiesen und auch nicht anzunehmen, daß die Singer- Stic wenn man nach der in den letzten Jahren beobachteten maschine mit den schon eingeführten Stickmaschinen anderer Bunahme urtheilen darf, so ist für dieses Jahr höchstens Systeme, die sich theilweise sehr gut bewährt haben, wird in eine um 1-200 höhere Bahl zu erwarten.( Vergleiche Ferien- wirksamen Wettbewerb treten tönnen. Kolonien" in Nr. 88 des Vorwärts"). Man wird also voraus- Für einige wenige, ganz engbegrenzte Zwecke im gewerbsIm 1. Wahlkreis: Johann Zimm, Alte Jakob sichtlich eine noch höhere Bahl als im Vorjahre zurückweisen mäßigen Kleinbetrieb wird sich die Maschine vielleicht verstraße 18/19, v. 4 Tr. müssen. Die ärmsten und tränksten Kinder müssen, wie wir werthbar zeigen, wenn die Arbeiterin sich erst auf die Neuheit Jm 2. Wahlkreis: Her mann Knüpfer, Große früher dargelegt haben, nach der Lage der Sache und nach den eingerichtet hat; die besten Sachfennerinnen meinen aber, daß der Görschenstraße 12. vom Komitee befolgten Prinzipien von vornherein zurückgewiesen Vortheil auch hier nur ein sehr geringer sein werde. Im 3. Wahlkreis: Hoch, Manteuffelstr. 51a, Hof 1 Tr. werden. Aber auch die anderen Kinder, welche für die Ent- Was nun die ausgestellten Stickereien betrifft, so waren sie Tschernig, Fürstenstr. 17.'" sendung allein in Betracht kommen können, befinden sich meist der Mehrzahl nach auf solche Privatstickerei und auf den Geschmack Jm 4. Wahlkreis:( Dit) Rudolf Tschentscher, in einer ziemlich elenden Verfassung. Einem auf der von Dilettanten berechnet. Die Weißstickereien, mit der Maschine Breslauerstr. 11a, 4 Tr.( Sudoft) Richard Beyer, 65. Versammlung deutscher Naturforscher und Arzte zu gemacht, waren zum Theil ungemein reizvoll und graziös. Nürnberg gehaltenen Vortrage über die förperliche Entwicklung Die Ausstellungen von Landschaften, Porträts, Figuren, Dar Jm 5. Wahlkreis: Julius Schneider, Georgen- der Ferienkolonie Kinder" entnehmen wir, daß beispielsweise stellung in Stickerei nach Art der Del- oder Aquarellmalerei, ist firchstraße 17, im Laden. in Halle die Ferienkolonisten hinter der gleichaltrigen Volks- eine werthlose und ziemlich geschmacklose Spielerei, bei der man Im 6. Wahlkreis: Carl Senzner, Reinickendorfer- schuljugend an förperlicher Entwickelung um ein volles freilich technische Kunststücke hervorbringen kann. Was die Ausstraße 18d, 3 r, Dornbusch, Gerichtsstr. 82. Jahr zurückstanden. Der Vortragende, Dr. Schmid- Monnard stellung in dieser Art zeigte, war meistens mit Farben und Form Die Lokallifte betreffend geht uns die Mittheilung zu, daß in Halle, flüßte sich auf Untersuchungen, die er an 1000 aus- finn recht gefchickt gemacht. in der Umgegend von Schmöckwiß die Restauration von Röppel und meinte, das für die Halleschen Kolonisten Gesagte dürfe für und Ornamentalen. Was hiervon gezeigt wurde, war in der gesandten und 1300 zurückgewiesenen Kindern vorgenommen hatte, Die Kunst der Stickerei hat ihre Aufgaben im Dekorativen am Zeuthen- See nicht gesperrt, sondern frei ist. Ebenfalls ist die Ferienkolonisten ganz Deutschlands gelten. Für Berlin wird Technik recht sauber und genau ausgeführt, die Beichnung ließ das Gasthaus zur Linde frei. Desgleichen weisen wir die Lokalkommissions.Mitglieder der es sicherlich in erster Linie zutreffen, da hier die Momente, aber so ziemlich alles zu wünschen übrig. Umgegend, welche uns noch besondere Aufforderungen in der welche der Vortragende als Ursachen der Kränklichkeit der Volksschuljugend anführte( namentlich Schwächung der Eltern Wie's in Ostafrika zugeht, lehrten Reiseschilderungen nach Boykottfrage zur Veröffentlichung zugesandt haben, darauf hin, durch Fabritarbeit), mit am stärksten ausgebildet find. Man eigenen Erlebnissen, die Kapitän Spring, ein Lieutenant aur daß deren Aufnahme aus mehrfachen Gründen nicht angängig wird also auch unter den 4-5000 Kindern, welche in diesem Bagamoyo nach dem Victoria Njansa. Der VorSee der Reserve, am Dienstag in der Urania vortrug: von ift. Die am Freitag Don uns als besondere Bei Tage herausgegebene Lokalliste giebt, Jahre hier in Berlin wieder zurückgewiesen werden müssen, eine träglichen Berichtigungen abgesehen, flar und deutlich über die große Zahl folcher Kinder voraussetzen dürfen, bei denen der tragende ist der Meinung, Ostafrita fei ein ganz gesunder AufLokalverhältnisse der Umgegend Auskunft. Wir sind, gleich der oben erwähnte, erschreckend hohe Grad von Verkümmerung des enthaltsort: er hätte selbst nur 2-3 Fieber gehabt; sonst sei Berliner Lokalkommission, der Meinung, daß der flaren Ueber- Rörpers festzustellen ist. Aber sie müssen, wie gesagt, zurück- ihm das Klima sehr gut bekommen. Sehr gefährlich aber fei gewiesen werden, weil es dem Komitee an Geld fehlt. Und da dort der Genuß der Spirituosen. Trotzdem durchzog die ganze ficht gegenüber, welche die Lokalliste giebt, besondere Auf- wagt man noch, fort und fort zu behaupten, daß die Privat Schilderung der Leute in unserem kostbarsten Koloniallande ein eigenthümlicher Alkoholgeruch: die Rognatflasche scheint, auch *) Man kann ruhig annehmen, daß die Hälfte der Summe wohlthätigkeit ausreiche, um wenigstens die schlimmsten Aeußerungen nach den Erzählungen des Kapitän Spring, im Leben der Cuvrystr. 34, S. 5 Tr. Don ben nach des Nothstandes zu beseitigen! " gewohnter Weise in die Taschen der Politiker fließt. Die ausAfrikaner eine oft verhängnißvolle Rolle zu spielen. Vielleicht gestellten Arbeitskarten, welche nur durch diese zu erhalten Zur Begutachtung über die Durchführbarkeit der it's bei den Afrikanern der Wahl damit ebenso schlimm, wie bei waren, find jedem( wie fich jetzt herausgestellt hat) zum Theil Sonntagsruhe in Licht, Seifen und Stearinfabriken denen der Natur; jedenfalls wirkt auch auf ihre Gesundheit der verkauft worden, und zwar unter irischen Namen an Italiener, wählte am 9. April eine öffentliche Versammlung der Arbeiter Alkoholismus gerade unter den Tropen aufs schädlichste. Für welche den vermittelnden„ Padronis" 20 Dollars unt mehr zahlen jener Branchen ihren Kollegen Gustav Giedius als Dele- unsere Mäßigkeitsvereine ist dort also ein anbaufähiges Ackermußten. girten zu der im Reichsamt des Innern zusammentretenden feld; den Dank der Herren Agrarier und Spiritusbarone dürften de fich freilich mit einer Agitation gegen die Schnapsausfuhr I nach Afrika weniger erwerben. " " " im Sommerhalbjahre die unentgeltlichen Sprechstunden für UnIm poliklinischen Institut, Wildnackerstr. 63, finden bemittelte zu folgenden Zeiten statt: Für Frauenkrankheiten, Dr. Abel, wochentäglich von 41/ 2-52 Uhr. Für Krankheiten der Harnorgane Dr. Mankiewicz, Dienstag und Freitag von 12-1 Uhr, Sonntag von 11-12 Uhr. Denunzianten. Am Sonnabend Nachmittag ging uns eine| auch die subjektive Seite des Falles ausreichend gewürdigt und Postkarte folgenden Inhalts zu: das Bewußtsein des Angeklagten Dr. Jastrow von dem beleidi= Nicht gerade überraschend und neu, aber immerhin ganz Soeben, 3 Uhr, wurden auf telephonische Drdre des Staats- genden Charakter seiner Aeußerung festgestellt. In der Nichtlehrreich und charakteristisch waren auch einige Streiflichter, die anwalts, veranlaßt durch eine Denunziation unseres Zentral zubilligung des Schutzes des§ 193 war ein Rechtsirrthum nicht der Vortragende auf die Prinzipien und Magimen fallen ließ, vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, einige zu erblicken, denn es ist ausdrücklich festgestellt, daß es gar nicht nach denen dort Humanität und Kultur verbreitet wird. Bum 30 000 Flugschriften in der Redaktion des Antisemitischen der Zweck des Buches war, fremde Interessen wahrzunehmen. Exempel! In Tanga, dem ersten Hafen Deutsch- Ostafrikas, den General- Anzeigers", Rückerstr. 5, beschlagnahmt. Es handelt sich Im übrigen geht das Landgericht von der richtigen Auffassung aus, man erreicht, wenn man von Norden kommt, it's Stationsbefehl, um den Sonderabdruck aus Nr. 36 des A. G.-A." vom 6. d. M. daß der§ 193 nur Anwendung finden soll, wenn es sich um eigene, daß jeder Schwarze jeden weißen Mann zu grüßen hat; wer's des antisemitischen Agitationsgedichts" Der Bettler". Der Re- individuelle Interessen handelt. Sowohl in dieser Beziehung als nicht thut, bekommt unfehlbar seine„ fünfundzwanzig" aufge- dakteur soll sich geweigert haben und verhaftet sein( weil in Betreff der Frage, unter welchen Umständen der§ 193 an zählt! lautet der Utas der kaiserlichen Station!! Ferner: die zwei Kriminalbeamten teinen schriftlichen Befehl vorzeigen gewendet werden kann, wenn der Thäter die Interessen anderer Sultan Sicki scheint ein ganz schneidiger" Negerfürst gewesen tonnten!). Personen wahrzunehmen beabsichtigt habe, steht das Landzu sein, was unsere Schneidigen" in Deutsch- Ostafrika eigentlich Ob diese Mittheilung sich bestätigt, haben wir nicht erfahren gericht durchaus auf dem Standpunkte der konstanten Rechts würdigen müßten, und wenn er seinerzeit das himmelfchreiende tönnen. Beruht die Meldung aber auf Wahrheit, so ist unseres fprechung des Reichsgerichts. Bezüglich der Revision des MitVerbrechen gegen die Rourtoisie beging, den Lieutenant Sigl eine Grachtens mit dieser Denunziation der Zentralverein deutscher angeklagten Schröder ist der Paffus der Urtheilsgründe von allViertelstunde antichambriren zu lassen, so war Sidi doch eine Staatsbürger jüdischen Glaubens" in den Augen der anständigen gemeinerer Bedeutung, der die Bezugnahme auf die Revisions schwarze Majestät mit historischen Rechten, sein Besuch aber immer Menschen gerichtet. Wir verdenken es den Juden gewiß nicht, fchrift des Mitangeklagten, die dieser selbständig eingereicht hat, bin nur ein fremdländischer Lieutenant, der obendrein nach Sidi's wenn sie sich gegen antisemitische Rüpeleien zur Behr sehen, für unzulässig erklärt und die Revision Schröder's insoweit als Auffaffung ein ganz unbilliges Verlangen zu stellen beab- aber der Weg der Denunziation hat vor allem in heutiger Zeit gar nicht eingelegt bezeichnet. Im übrigen wurde noch auss fichtigte. Wenn Sultan Sici dem deutschen Lieutenant so etwas Beschämendes an sich, daß der Wandel auf seinen gesprochen, daß der Angeklagte Schröder aus dem Umstande, daß erflärte, er erkenne nur einen Sultan an, diefer sei er selbst und schmutzigen Pfaden durch nichts entschuldigt werden kann. Es er Redakteur bes Hauptorgans der sozialdemokratischen Arbeiters fich so weigerte, die deutsche Flagge zu biffen, so hatte er vom giebt nur ein träftiges Pfui" für solche Thaten! partei ist resp. war, teinen Anspruch auf Bubilligung des nationalen Negerstandpunkt eigentlich ganz recht. Ein nationaler Negerdichter müßte Sultan Sidi und feinen Tod eigentlich verSchutes des§ 193 herleiten könne. herrlichen. Wenn Sicki feinen zwölf Frauen den Hals abschneidet und sich dann auf ein Pulverfaß sezt, um in die Luft zu fliegen, so ist dies ein ganz heroischer Abschluß seines Handelns, das Heldenthum eines Wilden, der die Seinigen, wie fich selbst vor Unehre bewahren will. Wenig Ehre aber bedeutet es für die Sieger, wenn sie den sterbenden Negersultan, bei dem daz Pulverfaß seine richtige Schuldigkeit nicht gethan hat, dorthin schleppen ließen, wo er seiner Zeit einmal den Lieutenant Gigl antichambriren ließ, und ihn dort der bar barischen Wuth ihrer schwarzen Soldatesta preis gaben. Leider find die Anschauungen über Kultur und Humanität in der Welt oft himmelweit verschieden. Wenn Kapitän Spring der Ansicht ist, daß wir zwar nicht in absehbarer Zeit, aber doch in 10 bis 15 Jahren aus den dortigen Kolonien Nutzen ziehen werden, fo leute des 15. Polizeireviers gelegentlich der Verhaftung mehrerer Die blanke Waffe gebrauchten am vorgeftrigen Abend Schuh ist dies eigentlich ein Widerspruch in sich: denn 10 bis 15 Jahre Buhälter in einem Schanklokal der Mulackstraße. Dortselbst war wären doch eine absehbare Zeit. Der Weg aber, auf den sodann Herr Spring hinweist, widerspricht allen bisherigen Er- zwischen den Gästen, die theilweise aus zweifelhaften Elementen Schöffengericht erblickte in den inkriminirten Worten zwar eine fahrungen über das Leben der Naturvölker. Er meint, unser bestanden, Streit ausgebrochen, zu deffen Schlichtung ein größeres fahrungen über das Leben der Naturvölker. Er meint, unser Schuhmannsaufgebot erforderlich war. Bei der Verhaftung setzten Intereffe für die Kolonien müsse vor allem wachsen, und die Ruheſtörer derartigen Widerstand entgegen, daß die Schutzferner folle eine Bahn gebaut werden. Dann würde auch das Schamgefühl der Neger wachsen; sie würden leute blank zogen. Mehrere berüchtigte Buhälter wurden verKleider brauchen und würden das Land bebauen, um sich Zeug für Kleider bei den Kaufleuten erwerben zu können. Gin Körn- Beim Kalmusholen verunglückte am letzten Freitag chen Wahrheit mag auch in diesen Sägen wohl enthalten sein; Nachmittag der 12 jährige Sohn des Tischlers Hanke in der aber das Tragen von Kleidung ist nur ein Theil allgemeiner Gozlowski- Straße. Der Knabe hatte sich mit gleichaltrigen Kultur und will auch gelernt sein: in Australien z. B. wie auch Kameraden nach Schildhorn begeben, um aus den zwischen diesem fonsiwo gehen die Naturvölker zu Grunde, ebenso an der Klei Ort und Beelighof belegenen Sümpfen der Havel Kalmus zu dung, den Lumpen der Europäer, als am Fusel. holen.. gerieth dabei in eine triebsandartige Vertiefung des Wasserbettes und versant. Erst nach längerer Zeit gelang es den Knaben herauszuziehen, doch verstarb H., der noch schwache Lebenszeichen von sich gab, wenige Minuten, nachdem er an's und in ,, Die freiwilligen Gehilfen der Staatsanwaltschaft." Wegen öffentlicher Beleidigung hatte sich am Freitag der Buchhändler Adotf Hoffmann aus Pankow vor der 2. Straffammer am Landgericht II zu verantworten, nachdem er wegen desselben Delikts vom Schöffengericht in Köpenick freigesprochen Aus Verzweiflung über eine schon längere Zeit anhaltende worden war, gegen welches Urtheil die Staatsanwaltschaft Bes Bruftfrankheit nahm sich am vorgeftrigen Morgen der in der König- rufung eingelegt hatte. Angeklagter hat am 18. November v. J. in einer Bersammlung zu Nieder Schönweide einen Chauffee 90 wohnende Arbeiter Albert Rusch mittels Erhängen Vortrag gehalten seinem Schlußworte foldas Leben. Derselbe hatte sich gegen 8 Uhr früh nach dem Keller von Exemplaren gedruckt Abend wurde die Leiche von den Angehörigen des Bedauerns- und täuflich zu haben. Auch die freiwilligen Gehilfen der werthen aufgefunden und nach dem Schauhause gebracht. Staatsanwaltschaft können sich solche kaufen und dieselben als= bezog der überwachende Gendarm Hauschild auf seine Person, dann auf politische Trichinen untersuchen." Diese Aeußerung er erblickte darin eine Beleidigung und erstattete Anzeige. Das höhnische Redensart, eine direkte Beleidigung vermochte es aber nicht darin zu finden. Die Staatsanwaltschaft war anderer Meinung und versuchte es, mit der Berufung durchzudringen. Ihr Vertreter beantragte denn auch gegen Hoffmann 100 m. Geldstrafe. Der Angeklagte beantragte dagegen seine Freisprechung. Es sei logisch undenkbar, daß er unter den freiwilligen Gehilfen der Staatsanwaltschaft" den Die Gendarmen verstanden haben könne, denn diese seien nicht freiwillige Gehilfen" der Staatsanwaltschaft, sondern sie seien Behilfen derselben aus Pflicht und Beruf. Mit den, freiwilligen Gehilfen" habe er die gegnerische Presse gemeint, die, wie fura vorher das Berliner Intelligenzblatt", leicht zu benunziren geneigt sei. Der sich beleidigt fühlende Gendarm glaubt aus Aeußerung nur auf ihn und seinen mitanwesenden Kameraden den Umständen schließen zu müssen, daß sich die inkriminirte beziehen konnte. Der Gerichtshof ließ die Frage, wer gemeint sei, unerörtert und stellte sich lediglich auf den Standpunkt des Vorderrichters. Die Aeußerung sei wohl unpassend, aber nicht direkt beleidigend, womit sich die Verwerfung der Berufung der Staatsanwaltschaft und die kostenlose Freisprechung rechtfertige. begeben und sich dort eine Schlinge um den Hals gelegt; am trag ist bereits in Tausenden gende Bemerkung gemacht: Mein eben gehaltener Bors haftet. Tod. " Versammlungen. oder Ein zweites städtisches Asyl für Obdachlose will man auf einem der Stadt gehörigen Grundstück in der Wiesenstraße errichten. Die Nachricht, daß eine solche Absicht bestehe, soll, wie Land gebracht worden war. ein die Intereffen der Hausbefizer vertretendes Blättchen mitGegen den Waldfrevel". Die gesammte Gendarmerie theilt, großen Schrecken unter den Grund- und Hausbesitzern der der Umgegend Berlins war in der Nacht auf Sonnabend unter dortigen Gegend verbreitet haben. Infolge dessen hat der Haus dortigen Gegend verbreitet haben. Infolge dessen hat der Haus- wegs, um auf Leute, welche unberechtigter Weise Maien abhieben, und Grundbefizer- Verein Gesundbrunnen in seiner Sigung vom 9. Mai in anbetracht der großen Schädigung, die dem ganzen su fahnden. Es sollen vielfache Sistirungen erfolgt sein. Stadttheil daraus angeblich erwächst, beschlossen, eine De- Eine Beute von 1500 m. haben Einbrecher bei einem putation an den Bürgermeister zu senden, welche gegen den Ladendiebstahl in der Bergstraße gemacht. Sie gingen von Plan Einspruch erheben und die drohende Gefahr vom hieraus nach Hamburg, lebten flott, versahen fich mit feiner Gesundbrunnen, will sagen: von den Haus- und Grundbefizern Kleidung und wollten nach Amerika. Bu ihnen gehört der abwenden soll. Genau dasselbe Verfahren beobachtete vor zehn Schneider Heinrich, der gestern hier dingfest gemacht werden Jahren, als es sich um die Errichtung des städtischen Obdachs konnte. Die Böttcher tagten unter zahlreicher Betheiligung am an der Prenzlauer Allee handelte, der Bezirksverein der SchönSonnabend Nachmittag, um den Situationsbericht vom Streit hauser Allee", indem er in einer der Stadtverordneten- Versamme Polizeibericht. Am 11. d. M. Vormittags stürzte sich ein entgegen zu nehmen. Rollege Becker erwähnte in seiner Berichtlung übersandten Resolution es für eine entschiedene Schädigung Kanzleidiener des Reichs- Marineamts aus einem Fenster des erstattung, daß die Brauerei Nordstern die Forderungen bedes nördlichen Stadttheils Berlins erklärte, das Asyl für Obdach- Dienstgebäudes auf den Hof hinab und fand auf der Stelle den willigt hat; von der Brauerei Borussia ist eine auf später verlofe dorthin zu verlegen". Der Verein, in welchem selbstverständIn einem Hotel wurde ein Mann erschossen vorgefunden tröstende Antwort eingelaufen. Der Vorstand des Brauereiringes hat lich, wie in allen Bezirksvereinen, die Haus- und Grundstücks- Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Am Hafenplay fiel es nicht der Mühe werth gehalten, der Lohnkommission auf das besizer das große Wort führten, meinte, die Errichtung des Asyls einem Arbeiter, der mit Aufladen von Holz beschäftigt war, ein ihm in diesen Tagen zugegangene Schreiben zu antworten. werde die ganze Gegend geradezu ruiniren"," während es Kloben auf den Kopf und fügte ihm eine anscheinend schwere Die Diskussion ergab das gewöhnliche Bild, Klagen über Maßdoch( so Vor dem Hause Prenzlauerstraße Nr. 5 regelungen der Brauerei- Arbeiter. In der Brauerei Gregory städtischen Behörden sei, die Eigenthümer, Geschäftstreibenden wurde ein Mann durch einen Schlächterwagen überfahren und früher Adler- Brauerei) haben fämmliche Hilfsarbeiter wegen der Art und alle anderen Bewohner in steuerfähigem Zustande zu er anscheinend innerlich schwer verletzt. Abends fiel ein drei- der Behandlung, die ihnen zu Theil wurde, die Arbeit niederlegt. halten." Den Herren hat ihr Protest allerdings nichts genügt, jähriger Knabe aus einem Fenster der im dritten Stock des Troßdem verzweifelte Anstrengungen gemacht werden, um Artrozdem in der Stadtverordneten- Versammlung sogar ein dies. Sauses Grüner Weg 69 belegenen Wohnung feiner Eltern aufbeitsträfte heranzuziehen, kann, das war die einstimmige bezüglicher Antrag eingebracht worden war. Der Stadtverordnete den Hof herab, wurde aber anscheinend nur im Gesicht leicht Meinung der Versammlung, an einen auch nur theil Genosse Singer wies damals( Juni 1884) darauf hin, daß die In der Nacht zum 12. d. M. wurde in der Bergmann weisen Ersaz der Streifenden nicht gedacht werden. Abneigung der Grundbesitzer gegen eine derartige Anstalt sich straße ein Handwerker mit angeblich von einem Falle herrühren Aus Belle wurde brieflich mitgetheilt, daß eine nach sofort in das Gegentheil verwandle, sobald Aussicht vorhanden den, schweren innerlichen Verlegungen aufgefunden und nach dem dort abgegangene Sendung reparaturbedürftiger Fäffer schon Im Laufe des Tages fanden drei wieder im gleichen Zustande fei, daß ihre eigenen Grundstücke dazu verwendet werden könnten. Krankenhause gebracht. unterwegs fei.( Bravo.) Eine solche Aussicht ist diesmals freilich nicht vorhanden. Brände statt. Als Kuriosum wird erwähnt, daß die Hilfskräfte einer Brauerei Sollten die Hausbefizer des Gesundbrunnens die Angelegenheit jetzt fogar als untundbar eingestellt sind. Nach eingehender ebenfalls bis vor das Forum der Stadtverordneten- Versammlung Debatte stimmte man einmüthig folgenden Resolutionen zu. 1. Die Versammlung der streitenden Böttcher hält strikte an ben gefaßten Beschlüssen fest und nimmt die Arbeit keinesfalls frücker auf, bis der gerechten Sache zum Siege verholfen ist. bringen und dort unter der bürgerlich gesinnten Mehrheit wiederum einen Vertreter ihrer berechtigten Interessen" finden, so wird es von anderer Seite hoffentlich nicht versäumt werden, verlegt. -Witterungsübersicht vom 12. Mai. Barometerftand in mm, d. Meeressp. Windrichtung SW Windstärke NNW NINAN( Stala 1-12) Wetter Temperatur 50 G. 40 R.) 2. Die Versammlung appellirt an die Solidarität der Arbeiterschaft Deutschlands und ersucht, allerorts so schnell als möglich öffentliche Versammlungen einzuberufen, um unsere Lage flar E zulegen und für moralische und materielle Unterstügung Sorge zu tragen. wolfig 12 woltig bedeckt 12 762 761 762 © 12 12 759 762 Still GGD Regen 10 wolkig 769 2 764 Still 768 NNW 3 wolkig bedeckt heiter 15 9 762 760 NW 2 WSW 2 • · wolfig bedeckt 10 11 ihnen und ihrem Schutzpatron aufs Neue gebührend Bescheid zu Stationen. stoßen. Es giebt in der That kaum eine dreistere Sorte Menschen als die Hausbesizer. Wenn es nach ihnen ginge, dann hätte die Stadtverwaltung überhaupt nur eine Pflicht: die nämlich, dafür zu sorgen, daß die Miethen immer weiter steigen. Swinemünde. Den Bewohnern der Wiesenstraße und Umgegend, welche nicht Hamburg. zu den Hausbesitzern gehören, wäre gerade damit gedient, wenn Berlin die Miethen durch die Nähe des die Reichen verscheuchenden Wiesbaden. Asyls etwas herabgedrückt würden. Leider ist diese Besorgniß München der Hausbesitzer aber nicht einmal gerechtfertigt. In der Wien Nähe des Afyls an der Prenzlauer Allee ist von einem Haparanda Einfluß auf die Höhe der Wohnungsmiethen nichts su merken. Petersburg Die Miethen find dort genau so hoch, wie anderswo in ArbeiterCort. vierteln, und wir möchten das Gesicht eines Hausbesitzers sehen, Aberdeen dem man die Höhe des Preises seiner Wohnungen unter dem Paris Hinweis auf die Nähe des Asyls bemängeln wollte! Im übrigen wünschen wir jedem, in der Nähe eines Asyls wohnen zu müffen. Der Anblick der aus der Wärmehalle am Alexander play hinausgejagten Obdachlosen, welche im Winter manchmal noch spät Abends durch die Prenzlauerstraße und Prenzlauer Allee oder durch die Neue Königs- und Greifswalderstraße nach dem längst überfüllten und geschlossenen Obdach zogen, dürfte selbst einem Hausbesizer ganz dienlich sein. Es giebt fein wirkfameres Mittel, sich von der Größe des herrschenden Nothstandes zu überzeugen. werden. 10 Wetter- Prognose für Sonntag, den 13. Mai 1894. Ein wenig fühleres, zunächst ziemlich trübes, regnerisches, nachher aufklärendes Wetter mit mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. N Die Regelung der Unterstüßung wurde einer späteren Bers sammlung überlaffen. Mit dem Bewußtsein, daß ihnen die Sympathie aller tlassenbewußten Arbeiter ficher sei und dem Versprechen, unter allen Umständen fest zu stehen, schloß die Ver sammlung. Der Verein der Bureau- Angestellten hielt am 7. Mai cr. eine Mitgliederversammlung ab. In derselben hielt Rollege Walther einen Vortrag über:" Unsere Biele". Hierauf er stattete Kollege Scheib I Bericht über die mit der Freien Vers einigung gepflogenen Einigungsberathungen, aus welchen zu ent nehmen ist, daß sich die Freie Vereinigung der Bureau- Angestellten Berlins und Umgegend mit den vom obigen Berein gestellten Bedingungen nicht einverstanden erklärte und daher an ein Zu fammenwirken sämmtlicher Kollegen nicht zu denken sei, zumal Kollege Astor erklärt habe, einer event. neu zu gründenden Dre ganisation nicht beizutreten. " Eine vom Kollegen Walther eingebrachte Resolution besagt: ,, daß die Versammlung des Vereins der Bureau- Angestellten und verw. Berufsgenossen" das Anfinnen der Freien Bereinigung der Bureau- Angestellten Berlins und Umgegend, sich zu deren gunsten aufzulösen, ein für alle Mal ablehnt und erklärt, daß, wenn von folch kleinlichen Gesichtspunkten die Ginigungsfrage aufgefaßt werden soll, es nur recht und billig wäre, daß die Freie Ver einigung sich dem Verein, dessen Handeln das vom Standpunkte der modernen Arbeiterbewegung richtige war und ist, anschließt. Der Verein ist nach wie vor jeden Moment bereit, sich aufzulösen, wenn die Freie Vereinigung ein Gleiches thut und eine vollständig neue Organisation auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehend geschaffen wird. Will die Freie Ber einigung den Frieden und eine wirkliche Kampfesorganisation, dann wird sie ihre egoistischen Regungen fallen lassen müssen." firaße 17: Deffentliche Bersammlung. Bestilarbeiter. Dienstag Vormittag 9 Uhr in Neft's Salon, WeberFür die Dalldorfer Jrren- Anstalt soll ein besonderer Die vom Privatdozenten Geleise- Anschluß an die Echönholz- Gremmener- Eisenbahn her- Dr. Jastrow verfaßte Druckschrift Sozialliberal" gestellt werden. Die Kosien der Anlage mit 54 000 m. sind der bildete am 11. d. M. den Gegenstand einer Verhandlung, vor Bahnverwaltung bereits vor längerer Zeit zur Verfügung ge- dem zweiten Straffenat des Reichsgerichts in Leipzig. Aus einem stellt, doch haben die Arbeiten wegen der verspäteten Fertig- Abschnitt dieses Anfangs Oktober v. J. erschienenen Werkes hatte stellung der Bahnlinie noch nicht in Angriff genommen werden der Vorwärts" Material zu einem Leitartikel mit der Uebertönnen. Es sollen nunmehr event. wegen Herstellung der Anschrift:" Im Auftrage Freund"! entnommen, welcher die Vorlage mit der Bahnverwaltung Unterhandlungen angeknüpft gänge beim Erlaß der Bergwerksabgaben behandelte. Wie wir feinerzeit berichteten, fühlte fich der Handelsminister v. Berlepsch durch die Darstellung dieser Vorgänge beleidigt Endlich! Der Nachtwächter Hildebrandt in Riydorf, der und die 7. Straffammer verurtheilte nur wegen einfacher Be wegen grober Amtsvergehen( empörende Mißhandlung eines ohne leidigung aus§ 185 den Dr. Jastrow zu 100 m., Grund Verhafteten) vom Landgericht 11 zu 9 Monaten Gefängniß den Redakteur des„ Vorwärts", Schröder, au 150 M. Geldverurtheilt worden ist, hat soeben seine Entlassung aus dem Amte strafe. Beide Angeklagten hatten die Revision eingelegt. erhalten. Es war die höchste Zeit, denn dieser musterhafte Das Reichsgericht verwarf jedoch, gemäß dem Antrage des Wächter der Nacht, der seinem eigenen Geständnisse nach im Reichsanwalts, beide Revisionen. Aus den Gründen ist hervorDienst zwar nie betrunken" war, der aber vor dem Dienst- zuheben: Alle Einwendungen gegen die Auslegung der inkrimi antritt immer Schnaps trant", hat schon wiederholt Krawalle nirten Druckschrift müssen der Natur des eingelegten Rechtsmittels ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) provozirt und seine Gegner alsdann auf die Anklagebant gebracht. nach unberücksichtigt bleiben. Festgestellt ist, daß dem Minister Paris, 12. Mai. Der aus dem Bergarbeiterstreik von Es hat immerhin erst der gerichtlichen Verurtheilung bedurft, um eigennützige Motive untergelegt find. Das Landgericht hat nicht Carmaux bekannte Maire Calviniac ist zur Theilnahme an dem den rechten Werth dieses Beamten" zu erkennen. nur objektiv den Thatbestand der Beleidigung festgestellt, sondern Bergarbeiter- Rongreß nach Berlin abgereift. Depeschen. Telephon Amt I. 7468. Kalläne& Meiling Berlin SW., Beuthstr. 9. Kunstfärberei und chem. Waschanstalt Herren- Garderoben- Reinigung u. Reparatur. 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Der Streit um die evangelische burgen pendelten nur hin und her zwischen dem staatlich| Rechtgläubigen nicht die Forderung eines freien, auf un Kirchenverfassung in Preußen. lichen Richtung, die einen festen Glaubenszwang nach dem Rettung an die bureaukratischen Bevormundungsrechte anbehinderter Gemeindesouveränität beruhenden VolkskirchenNeuerdings macht sich nun innerhalb derjenigen firchs thums entgegenzustellen wagten, sondern sich zu ihrer Unter großem Geräusch, einerseits unter freudigem Vorbilde der katholischen Kirche ersehnt, eine Opposition flammerten. Gerieth doch im Abgeordnetenhause Herr Jubel der konservativen Richtungen im Staat und Kirche gegen die staatliche Bevormundung geltend. Diese anti- Rickert vor Freude ganz aus dem Häuschen, weil und unter entsprechendem Geklage und Geftöhne der Liberalen staatliche Partei erstrebt ihrer rechtsgläubigen Anschauung sich im Herrenhause der General von Stosch andererseits, ist vom preußischen Landtag ein Gesetz an- gemäß indeß nicht die Herstellung einer Volkskirche, die alle denkt doch mal an: ein wirklicher preußischer General! genommen worden, das die bestehende Kirchenverfassung in Entscheidung in die Hände der unabhängigen Gemeinden genau im Sinne der kirchlichen Liberalen über die KirchenPreußen zu Gunsten einer Verstärkung des hierarchischen legt, sondern die Verstärkung des Priestereinflusses. Der verfassung ausgesprochen habe. Mit Hilfe des Zentrums, Einflusses und einer Schwächung des Einflusses der Staats- Hauptvertreter dieser Richtung ist der Hofprediger Stöcker, das es natürlich freudig begrüßt, wenn auch die protestan verwaltung verändert. Die Parteien, die in der Groß- dessen Anhängerschaft in den Provinzialsynoden und der tische Kirche einer Hierarchie überantwortet wird, gelangte grundbefizer- Vertretung des Herrenhauses und der Geld Landessynode das große Wort führt. das Gesetz zur Annahme. Die Liberalen trauerten acht fackvertretung des Abgeordnetenhauses zu Worte kommen, Diese Synoden sind, trotzdem sie der liberalen Fall- Tage lang in Sad und Asche. Wir kennen diese pflaumenschlugen unter den Schlachtrufen: Hie Kirche! hie Staat! schen Aera ihren Ursprung verdanken, wahre Musterbilder weiche Sippe aber zu gut, als daß wir glauben könnten, -richtiger hätte es flingen müssen: Hie Priesterschaft! von Bevormundungseinrichtungen. Die preußischen Synoden sie würden alle die großen Worte vom Kirchenaustritt, die hie Bureaukratie!- erbittert auf einander los. Bom werden auf grund eines Filtrirsystems gewählt, das von fie in dieser ersten Zeit des Kummers und des Schmerzes Bolt und seinen Rechten war auf beiden Seiten nicht die Stufe zu Stufe den Gemeinden einen geringeren, den Geist von sich gaben, zur That werden lassen. Eine Zeit lang Rede. lichen und den Staatsbehörden einen stärkeren Einfluß werden sie Hilfe flehend emporstarren zum summus episcopus; Wie bezeichnend war dieser Streit für den Zustand in sichert. Die Provinzialsynoden wählen in die General- und läßt der sie im Stich, dann werden sie sich nach einigem der evangelischen Kirche Preußens, wie bezeichnend für die fynode 150 Mitglieder, von denen mindestens 50 Prediger Geftöhne löblich unterwerfen, ob auch die evangelische Kirche Stellung dieser Kirche zum Bolke! sein müssen, meist sind es aber deren mehr. Dann noch mehr verstöckert wird, als sie schon ist. Der evangelische oder protestantische Glaube in Deutsch werden 30 Mitglieder vom Könige ernannt; ferner gehören Biel mehr als dieser Frosch- Mäusekrieg zwischen den Land der Name der Protestanten, der Einsprucher 6 Professoren der Theologie und von Amts wegen alle Staatskirchlern und den Priesterkirchlern interessirt uns der hebenden", deutet das schon an- entstand aus der Empörung Generalsuperintendenten der Generalsynode an. Neigt der Feldzug, den beide mit gemeinsamen Kräften zur Bea gegen den Glaubenszwang und priesterliche Ausbeutung, die oberste Landesbischof der sogenannten positiven Richtung zu, fämpfung der Sozialdemokratie unternehmen wollen. Die wie alle geistigen Bewegungen durch wirthschaftliche Ur- dann ist ihr von vornherein die Mehrheit gesichert. Dazu Kreissynode Berlin I hat schon eine Fanfare geblasen. fachen in Fluß gebracht wurde. Sobald aber diese be- muß man bedenken, daß auch schon die Provinzialsynoden Doch scheinen die Berliner Synodalen von wenig Vertrauen lebende revolutionäre Bewegung zu erstarren begann in eine Anzahl obrigkeitlicher Mitglieder enthalten und daß auf ihr Werk erfüllt zu sein, denn in der fraglichen KundDogmengebilden und Kirchenverfassungen, da wirkte sie auch sie schon den Predigern einen breiten Platz sichern. gebung heißt es: sofort ihrerseits hemmend ein auf die geistige Entwicklung. Die Synoden beruhen auf Staatsgesetzen; sie können nur Der aufstrebenden Fürstenmacht in Deutschland gelang es, durch Gesetz geändert werden; zur Giltigkeit ihrer Beschlüsse fich der kirchlichen Organisation des Protestantismus zu ist die ministerielle Genehmigung oder doch wenigstens die sobemächtigen und sie zur weiteren Versklavung der Unter- genannte Unschädlichkeitserklärung erforderlich. Diese Kirchenthanenschaft zu verwerthen. So wurde Deutschland mit der organisationen haben denn auch nie ihre Stellung anders Institution des summus episcopus, des obersten Landes- aufgefaßt, als daß die Kirche die dienende Magd des bischofs begnadet. Der oberste Landesbischof einer evanges Staates zu sein hat. lischen Landeskirche, das ist der Landesfürst, mag er glauben, was er will, mag sein Charakter sein, wie er will. Er ist der oberste Lenker der Landeskirche von Geburt, wie er von Geburt der oberste Lenker des Staats ist: der Vater seiner Unterthanen mit der Zuchtruthe in der Hand. So viel steht fest, daß der Boden unseres Volkslebens von dämonischen Geistern unterwühlt ist und von Tag zu Tag mehr unterwühlt wird, und daß tros aller Kirchenbauten, tros Stadtmission und Gemeindediakonie, trotz des ausge dehnten Neyes der Arbeiten der Inneren Mission, trotz aller aus dem synodalen firchlichen Leben entsprungenen Anregun gen von einem Umschwung in der gesammten Denkweise un ferer Arbeiterhevölkerung noch wenig zu merten und die Kirche von dem Ziele, eine Voltskirche zu werden, heutzutage weiter entfernt ist, als je." Weiter als je ja! Und weiter als je sind die Kirchenftreiter auch von einem Siege über die sozialdemokratischen Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Rammer Vl. Borsitzender: Assessor Leo. Sigung vom An Herrn Stöcker und den Stöckerlingen bewährt sich nun aber das alte Sprichwort:„ Es set ein Pfäfflein noch so klein, es steckt ein kleiner Papst darein." Sie streben banach, den Priestereinfluß zu verstärken. Nach langem Werben und Drängen ist ihnen denn auch die Bureau- Ideen entfernt. So spielte nacheinander die Rolle eines obersten Kirchen- fratie, die da weiß, daß sie an dem rechtgläubigen Hofherrn in Preußen: Friedrich Wilhelm I, der stockschwingende predigerthum immer einen ergebenen Bundesgenossen gegen Unteroffizier auf dem Thron: Friedrich II, der voltairifirende, volksthümliche Bewegungen finden wird, auf halbem Wege aufgeklärte Despot; Friedrich Wilhelm II, der versumpfte entgegen gekommen. Der Bosse'sche Gesezentwurf, der am und vermuckerte Roué mit seinen zwei, ihm durch Hof- 28. April im Abgeordnetenhause endgiltig zur Annahme gepredigerhand angetrauten Frauen u. f. w. u. f. w. langte, erweitert die Befugnisse der Kirchensynoden dahin, Dieser Berquickung mit dem Staat, die in der Bischofs daß die Vorschriften, die sich auf die Zusammensetzung der 9. Mai. würde des Landesfürsten ihren prägnantesten Ausdruck fand, Synoden beziehen, auch ohne staatliche Zustimmung ge Gegen den Ungegypften", Herrn D. Nier, richtete sich die hat die evangelische Kirche in Preußen und den übrigen ändert werden können. Ferner sollen die Synoden das Klage eines Oberkeliners H., welcher Lohnentschädigung wegen deutschen Theilfürstenthümern niemals zu einer wirklichen Recht haben, die Gründe des Ausschlusses vom Wahlrecht unrechtmäßiger Entlassung und 25 M. verlangte, die er in Baar Boltskirche werden lassen. Das Beste, was sich von ihnen zu ändern. Offenkundig liegt den Strenggläubigen zahlt hatte. Es giebt nämlich in der Nier'schen Hausordnung bie für zu Schaden gekommene" Inventarstücke dem Beklagten gefagen ließ, war, daß sie durch Beseitigung von allerhand au dieser Bestimmung deshalb so viel, weil fie famose Bestimmung, daß jeder Angestellte für das ihm anvertraute religiösem Formeltram, durch die Abschwächung des Beicht durch Einführung des Glaubenszwanges, der Ver- Restaurationsinventar mit feiner Raution( und überhaupt) hafte. verhältnisses zwischen Briefter und Gemeinde, durch pflichtung durch pflichtung auf das sogenannte Apoftolikum, hoffen, Der Kläger behauptet was nicht direkt bestritten wird Lockerung des Bekenntnißzwanges der geistlichen Ent- die nicht Strenggläubigen von allen Kirchenämtern daß die von Inventarverlusten betroffenen Angestellten die be wickelung größere Bewegungsfreiheit gestattete als die und Pfarrämtern ausschließen zu können. Haben sie Er- treffenden Gegenstände theurer hätten bezahlen müffen, wie sie katholische Kirche. Während aber die protestantische folg damit, so wird die Verknöcherung und Berkümmerung das Geschäft einkaufte. Der Paragraph der Hausordnung, Boltskirche der Schweiz sich durchgearbeitet hat bis zur der evangelischen Kirche noch rascher von statten gehen. welcher die Ersatzverpflichtung enthält, ist so umfassend und so Selbstregierung und freien Pfarrerwahl der Gemeinde, ist in Die ganze jämmerliche Schwächlichkeit der firchlich allgemein gehalten, daß er eine richtige Inventarversicherung für den landesherrlich bespizten evangelischen Kirchen Deutschlands Liberalen, die ungefähr zusammenfallen mit der freisinnigen bildet. den Beklagten auf Kosten seiner Arbeiter und Arbeiterinnen die Pfarrerernennung und Kirchenverwaltung stets obrig- und nationalliberalen Partei des Abgeordnetenhauses, zeigte teitlich bevormundet worden. Die Bevormundungseinrich sich nun darin, daß sie den hierarchischen Bestrebungen der Sonntagsplauderet. fo Der Vertreter des Beklagten wandte ein, es fei, ganz ab gesehen von einer Bestimmung der Hausordnung, Grund genug wie ästhetische Seelen allen Schmuz, alle Nachtseiten ir- eine reglementmäßige Stüze geboten, die die beffere Geselldischen Daseins weit von fich wehren, so halten es die schaft dringend braucht, um die räubigen Schafe von den Wiänner der besseren Gesellschaft mit den sozialistischen Frommen zu sondern. Aber so: der erste beste hüpft unIch liebe den Hohn! Er ist ein fräftiger Geselle. Er Dingen. Sie wissen nichts und wollen von alledem nichts bekümmert in die Reihen der Zeitungsschreiber und kaum reinigt die belastete Seele vom Unmuth. Es lebt befreiende wissen, was mit diesen Dingen zusammenhängt. Hat jemals eine Spur von Befähigungsnachiveis hat er erbracht. BielGewalt in ihm. Er ist eine tüchtige Waffe gegen das ein Agent provocateur fich zu einem Universitätsprofessor leicht weiß er nicht einmal den Aorist des griechischen ZeitNiedrige, gegen Seichtigkeit und Spießbürgerthum. Das oder zu einem Regimentsobersten begeben und ihn zu ver- worts Tithemi!" Solcher Mensch mag wohl wissen, wo Widrigste, was man mit Zähnetuirschen in sich verbeißen brecherischen Thaten aufgefordert? Der wäre bei den Herr ihn und seines Gleichen der Schuh drückt. Er mag in müßte, ist zur Hälfte abgethan, wenn man sich seiner schaften auch schön mit seiner Unmoralität angekommen. schlichter Beredsamkeit aussprechen, was ihn bekümmert, höhnischem Ingrimm erwehren kann. Nicht in Da fabelt man immer noch von Lockspizzeln was ihn erheben könnte. Wer nicht selbst zu der erregten erregten Galle allein sigt der Hohn. Auch und phantasievolle Zeitungsschreiber wissen Wunderdinge den verkommenen Geschlechtern der Sozialisten gehört, die befeuerte Phantasie, die über manche von ihnen zu erzählen, und ein Mensch aus der besseren wird ihn darum doch nicht als Bruder in der Zunft be irdische Erbärmlichkeit hinweg hebt, schafft ihm Gesellschaft hat diese Märchenthiere ebenso wenig je zu grüßen tönnen, wofern er auf Bucht hält und Ansehen in Durchbruch. Die fuchtbar Ernsten freilich, die rundum in Geficht bekommen, wie etwa einen geflügelten Drachen. feiner Gilde. Moderner Gesinnungspöbel mag den Begriff Deutschland auf den Kathedern siten und auf den Richter- Es hilft nichts, die phantasievollen Zeitungsschreiber Journalismus so weit ausdehnen, daß er alle Sorgen der stühlen, sie halten den Hohn für den Ausfluß eines ge- sind und bleiben frivole, lüderliche Märchenschwäßer. Ihnen Deffentlichkeit erörtern darf; aber die sogenannte Deffentmeinen Gemüths. Immer war ich bestrebt, artig und ge- ist es um Recht und Unrecht nicht zu thun. Sie haben lichkeit giebt's nur für die Menge, die auf der Straße sich horsam zu sein und gerne fügte ich mich den Anschauungen teine persönlichen Sentiments. Sie fabuliren blos. In ihnen tummelt; die bessere Gesellschaft dekretirt sie einfach ernster Männer; aber ich liebe den Hohn und mag ihn nicht zuckt fein heißes Empfinden auf, wenn die Gewalt den hinweg. Der Journalismus der Akademischen wäre verleugnen. Schwächeren knebelt. Sie finden kein Wort grollender ein Elite Journalismus. Der Lärm der Straße Es geht mir mit dem Hohn, wie mit den phantafie- Empörung, wenn die Mannlichergewehre von Gendarmen dringt nicht zu ihm; wer unter Jagdhieben aufvollen Zeitungsschreibern. Ich gebrauche das Wort Zeitungs- auf flüchtige Arbeiter abgedrückt werden und vortreffliche heulte, den hörte er nicht; tein phantasievoller Zeitungsschreiber ohne jeden ironischen Beiklang. Ich möchte um Arbeit thun. Sie werden nicht zu warmblütigem Haß auf schreiber würde in beweglichen Worten das Elend der Alles in der Welt nicht jener bösartigen Rotte beigezählt geftachelt, wo Wahrheit in Lüge verkehrt wird; sie standen Straße schildern; fein halbgebildeter Bursche könnte sich werden, die feststehende, gute Begriffe bespöttelt, und wenn vor aller genialen Größe stets mit blödem Auge da; sie erdreisten, seine Halbbildung durch verlegende Frechheit zu fie etwa das Wort„ Polizist" ausspricht, dabei wegwerfende haben die Lauen niemals gegeißelt, die Trägen niemals verdecken und Zweifel auszustreuen über die allgütige VorHintergedanken hegt. Also nicht wie Menschen, die leider vorwärtsgepeitscht; und wenn neue Ideen geboren wurden, sicht und Weisheit und über die unbedingte Gerechtigkeit so tief gesunken sind, daß sie jeglichen Respekts bar werden, da licßen sie sich allenfalls für fie aus modischer Sucht der herrschenden Autoritäten. Dann wäre der Journalis von Polizisten sprechen, spreche ich von den Beitungs- nach Sensation ins Gefängniß sperren; aber was hat das mus erbaulich und belehrsam, dann wären die Phantasie schreibern. Aber ich liebe einmal die Phantasiebegabten viel zu bedeuten? Im Grunde trotteten fie immer, wie verbannt und der Hohn und die Satire. Dann stände das unter ihnen. Es ist meine Schwäche; ich fann nichts dafür. halbverschlafene Träumer, im Hintertrab daher. Es sind System gefestigt und die furchtbar Ernsten, die ringsum Die furchtbar Ernsten, die auf den Kathedern figen oder auf eben armselige Echächer, frivole, lüderliche Subjekte. Es hat im Lande auf Kathedern siten und Nichterstühlen, die Richterstühlen ihres gestrengen Amtes walten, mögen darum höchstens einer oder der andere von diesen Zeitungsschreibern, furchtbar Ernsten, die das System geboren hat, wären grollen. Ich muß mich bescheiden. Sie sind ganz gewiß im den die Eitelkeit nicht blendet und der sich vollauf seiner über solche Pfingstverkündigung von Herzen fröhlich. Recht mit ihrer gewichtigen Anklage von den frivolen, Würdelosigkeit bewußt ist, die kluge Einsicht, demüthig Wir aber, die wir in anderen Zungen reden, die in lüderlichen, phantafievollen Zeitungsschreibern, und es sei an seine Brust zu klopfen und in Selbstironie, wie der völlig anderen Gedankenkreisen leben und sinnen, wir ferne von mir, mich in Bettelstolz und Troz zu wiegen und Schelm im Volkslied, auszurufen: Daß ich lüaderli( lüder- halten uns an des Dichters Verkündigung. Henrik Ibsen, auszurufen: Auch ich bin ein Zeitungsschreiber. Ich weiß, lich) bin, dös is aa( auch) nit mei Freud und ich derf mi der kampfesfrohe Nordlandmann, hat es in martigen es rumort viel Zigeunerblut in uns Zeitungsschreibern, und nur trösten, es giebt mehr a su Leut!" Worten ausgedrückt: darum sehe ich sehr wohl ein, daß die Kluft zwischen uns Ja, wenn noch der angeborene Hang zum Zigeunern, Zeitungsschreibern und der besseren Gesellschaft leider immer zu lüderlichem Fabuliren und zur Verkommenheit noch durch größer wird. Denn was macht den Mann der besseren Ge- strenge akademische Zucht gebessert würde! Da würden die sellschaft? Seine glücklich- naive Unerfahrenheit über sozia- furchtbar Ernsten auf den Kathedern und den Richterstühlen listische Anschauungen. Er hat keinen Grund, unzufrieden sich unserer Niedrigkeit vielleicht noch eher erbarmungsvoll an zu sein, und er empfindet es sehr wohl, wie aus Nörglern nehmen. Wenn man so einen Graduirten vor sich sicht, und Unzufriedenen zum Schluß ein Haufen von Verkommes einen Mann mit akademischem Rang und Ehren, einen nen wird. Ihn macht das unerschütterliche, felsenfeste Ber- Menschen, den der Magister oder Doktor sauber zu Gesichte trauen auf die herrschende Autorität wacker und edel und steht, da weiß man doch, wen man vor sich hat. Es ist " Doch ob derweil im Sumpf wir geh'n, Es thut mir doch nicht leid, Daß tausend üppige Blüthen steh'n Am gift'gen Baum der Zeit. Erst wenn die Schlange die Schale zerbricht, Erst wenn das System fich verzerrt in Gicht, Erst dann erfolgt ein fühnend Gericht Am legten Lügentag. Alpha. vorhanden gewesen, den Kläger ohne jede Kündigung zu entlassen. Zeuge der Polizeihauptmann Feift vernommen. Derselbe ber hierauf erfolgten Wahl des Vorstandes wurden wiedergewählt: Derselbe habe z. B. erklärt, sich nicht mehr an jene Bestimmung erklärte, daß ihm nicht bekannt sei, ob eine besondere Instruktion Daste, Pestel und Henner, Krebs als erster Bors der Hausordnung zu fehren, welche das abhanden oder zu Schaden nach der fraglichen Richtung hin vorliege, er meine aber, daß es figender, Hubert als zweiter Schriftführer, Schulz als Hilfsgefoinmene Inventar betrifft, und habe außerdem die anderen Sache des Tattgefühls des betreffenden Beamten sei, ob er einer faffirer für Charlottenburg. Nachdem noch die Wahlen für die Kellner dazu aufgehegt". solchen Aufforderung Folge zu leisten babe oder nicht. Die anderen Posten erledigt waren, wurde die Versammlung ge Der Beklagte wurde zur Zahlung der Lohn Frage fönne nur von Fall zu Fall entschieden werden. Der schlossen. entschädigung( 119 M.) verurtheilt und Kläger mit Staatsanwalt war der Ansicht, daß der Angeflagte unbedingt sich der Mehrforderung von 25 M. abgewiesen. Der Gerichtshof eines Hausfriedensbruchs schuldig gemacht habe, er beantragte war der Ansicht, die Bestimmug der Hausordnung, daß gegen ihn 30 m. Geldstrafe. unter gewissen Bedingungen die Angestellten für Bruch" u. f. w. zu haften hätten, sei nicht als Verpflichtung aus dem Arbeitsverhältniß anzusehen; eine Weigerung, für den Bruch einautreten, gebe teinen Entlassungsgrund ab. Die vierzehntägige Kündigungsfrist sei darum als vorliegend zu erachten, weil der die Lösung des Arbeitsverhältnisses betreffende Baragraph verschiedene Bedingungen für Arbeiter und Arbeitgeber involvire; er sei ungefeßlich. Mit der Forderung, ihm die 25 M. herauszuzahlen, fei Kläger darum abzuweisen gewesen, weil er, solange zuzahlen, fei Kläger darum abzuweisen gewesen, weil er, solange er im Geschäft war, in Uebereinstimmung mit dem betreffenden Paragraphen gehandelt hatte. 10 Mai. von 4,50 M. 11. Mai. halten, den eigentlichen Arbeitgeber. Der Gerichtshof ließ es dahingestellt bleiben, ob der Angeklagte der Aufforderung Folge zu leisten hatte oder nicht, es fei ein freisprechendes Urtheil gefällt worden, weil angenommen worden sei, daß der Angeklagte sich in dem Glauben befunden habe, er besände sich in seinem Rechte. aber der Name Des " Arrestanten als Briefkaffen der Redaktion. mir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wet Buchstaben oder eine Zahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Arbeiter der Schultheiß' Brauerei. Wegen Ihrer Er flärung bitten wir Sie, auf der Redaktion vorzusprechen. " E. Laczech. Ortsübliche Alimente. Schramm. Wir können von auswärts längere VerfammDie Verurtheilung des Nigdorfer Nachtwächters Alb. lungsberichte nicht aufnehmen. Warum schicken Sie den Bericht Friedrich Wilhelm Hildebrandt ist bereits von uns furz be- nicht an die Märkische Volksstimme"? Schmidt. Beantragen Sie beim Gewerbegericht unter An richtet worden. Die Angelegenheit hat jedoch aus bekannten gabe des Aktenzeichens Wertagung des Termins aus den ans Vorgängen neuerdings ein derartiges typisches Interesse gewonnen, geführten Gründen. daß wir uns nicht versagen können, den Berhandlungsbericht in Rammer VII. Borsitzender: Assessor Alberti. Sigung vom der ausführlichen Form, die uns unser Bj.- Berichterstatter zugehen von dem Bureau ergangene Aufforderung giltig. G. B. Wenn das Bureau Vollmacht aufweist, so ist bie läßt, nochmals mitzutheilen. .. Diejenige Person, welche die juristischen AngelegenDer Arbeiter Th. beansprucht von der Firma Schiebel die Der Angeklagte, so schreibt der Berichterstatter, hat in bekannte Lohnentschädigung. Der Vertreter derfelben behauptet, übung feiner amtlichen Funktionen schon wiederholt zu öffent- heiten besorgt. G giebt nur den Gnadenweg. Jansen. Die Bescheinigung des Austritts. die Kündigung sei ausgeschlossen gewesen, muß aber zugeben, lichem Aergernis Anlaß gegeben, nur waren es immer Privatdaß dies nicht ausdrücklich, weder beim Engagement, noch später, perfonen, welche seinetwegen auf die Anklagebant mußten, wenn dem Eisenbahn- Fahrplan nach, der im Anhalter Bahnhof 3. M. 6. Sie brauchen keine Papiere. Sehen Sie auf geschehen, sondern in der Weise, daß der Kläger am Sonnabend sie auch schließlich freigesprochen wurden. Diesmal war aber aushängt. einen Lohnzettel erhielt, auf dem vermerkt war: Kündigung der Spieß umgedreht worden und er selbst mußte auf . G. 16. Wenden Sie sich an den Vorstand der Krankenist ausgeschlossen." Den Zettel mußte dieser ¡ bei der Lohnzahlung die Anklagebant. In der Nacht zum 3. November abgeben. Kläger war nur wenige Tage mehr als eine Woche vorigen Jahres stolperte der Rohrleger Ignaz Dydersky taffe und an die Abtheilung des Magistrats für die AltersverDyderskyficherung. bei der beklagten Firma thätig. Der Gerichtshof hielt den Ver- auf dem Heimwege über einen Hund. Er ärgerte sich darüber mert auf dem Lohnzettel nicht für einen regelrechten Sündigungs- und schimpfte laut auf das Thier. Der Angeklagte, der sich in bat das Blecht, binnen zehn Tagen Klage beim ordentlichen C. W. 1. Durch die Gewerbe- Ordnung bestimmt. 2. Er ausschluß und verurtheilte die Beklagte zur Bahlung der be- der Nähe befand, erblickte in dem Ausdrucke des Aergers auf Gericht zu erheben. 3. Durch Nachfrage auf dem Bureau der antragten 36 M. Entschädigung und einer Versäumnißgebühr Seiten des D. ruhestörenden Lärm" und verhaftete den Mann, Innung. Beschweren Sie sich bei der Gewerbedeputation des obwohl er denselben genau tannte. Als er denselben in die Als er denselben in die Magistrats. Rammer III. Vorsitzender: Assessor Te chow. Sigung vom sich ganz still verhielt, ohne Weiteres wiederholt mit der Fauft fragen dieser Art von uns erwidert worden ist, unmöglich, ein Wachstube im Amtshause brachte, schlug er den Arrestanten, der J. W. G3 ist, wie schon wiederholt von uns auf AnDer Arbeiter Sch. war in einer Bugkolonne als Träger be- in das Gesicht. D. ließ alles ruhig über sich ergehen und sagte abschließendes Urtheil über den Werth der verschiedenen stenoschäftigt; der Kolonnenführer hatte ihn engagirt. Dieser entließ fein Wort. Er gab auf Befragen seine Wohnung an, welche graphischen Systeme abzugeben. Man kann es wohl in jedem ihn wegen angeblichen unbefugten Berlaffens der Arbeit. Sch. er schon seit zwei Jahren inne hat, beim Nachschlagen der Systeme zur Fertigkeit bringen oder auch in ihm ein Stümper war Melderegister glaubte sich unrechtmäßig entlassen und wurde klagbar, und zwar nicht zu finden, so daß es den Anschein gewaun, bleiben, je nach der Ausdauer und dem Fleiß, den man zur flagte er gegen den Rolonnenführer. Im Termin wurde festgestellt, sei derselbe gar nicht gemeldet. Jest mußte D. über Nacht graph über eine nicht zu geringe Schulbildung verfügen und das Ausbildung verwendet. Auch ist es richtig, daß man als Stenodaß der Kolonnenführer nicht auch zugleich Bauausführender ge- ei wesen ist, sondern die Rolle des Bertreters der Kolonne gegenüber dem ausgeleert, und dabei fand sich ein dietrichartiges Instrument, baher zu rathen, vorerst gründlich deutsch zu lernen und fich eingesperrt werden. Dem Arrestanten wurden die Taschen her vor allem seine Muttersprache kennen muß; Ihnen wäre Mit Rücksicht hierauf wurde Mit Rücksicht hierauf wurde Kläger abgewiesen. Derselbe habe sich, wurde in der Begründung welches der Rohrleger bei Ausübung seines Berufes brauchte, das dann etwa an die Stenographie heranzumachen. Das von Ihnen ausgeführt, nicht gegen die richtige Person gewandt. Das Ge- der Nachtwächter jedoch für ein gewöhnliches Verbrecherwerkzeug bezeichnete System ist uns übrigens unbekannt. werbegericht habe bisher in konstanter( fich stets gleichbleibender) hielt. Er schrie deshalb: Was, Du verft. Hund, Du hast auch Eisinger. Die Angelegenheit geht uns nichts an. Melben Brayis an dem Standpunkt festgehalten, daß nicht der Kolonnen- noch Dietriche bei Dir?" und schlug dem Arrestanten von neuem Sie den Vorfall der Generatkommission. führer, sondern sein Auftraggeber, der Bauunternehmer, für An- ließ D. sich die zahlreichen Kontufionen im Geficht ärztlich 3. Mein. in das Gesicht. Nach seiner Entlaffung am nächsten Morgen O. H., Forsterstr. 16. 1. In Köpenid. 2. Für sich. sprüche aus dem Arbeitsverhältniß verantwortlich gemacht werden tönne. Der Beklagte fei demzufolge als zu Unrecht beklagt zu attestiren und erstattete Anzeige. Hätte Aussage gegen Aussage D. S., Naunynstraße. Er ist nicht Erbe. betrachten. Der Kläger müsse sich an den Baumeister Nitsche Nachtwächter war aber unvorsichtig genug gewesen, seine Bruin einer Buchhandlung nach dem Preise, diesen müssen Sie gestanden, so würde er damit wenig Erfolg gehabt haben; der J. F. Wir sind nicht unterrichtet. Erkundigen Sie sich Gegen den Restaurateur Thamm und den Schloffermeister talität in Gegenwart eines einwandsfreien Beugen, eines Amtsschreibers, auszuüben und dessen Zeugniß brachte ihn auf die erfeßen. Heinze klagt der Maurer R. auf Bahlung einer Lohnentschädigung. Schreibers, auszuüben und dessen Zeugniß brachte ihn auf die W. 2. 10. Es können an verschiedenen Orten verschiedene Thamm läßt durch seinen Wertreter einwenden, er sei nicht Arbeit- untlagebant. Diesem Zeugen gegenüber konnte Hildebrandt nicht Bestimmungen bestehen. Die Betreffende ist uns nicht bekannt. geber des Klägers gewesen. Durch die Aussagen mehrerer leugnen; zu seiner Entschuldigung konnte er nichts, aber auch Der Schuhmann hatte das Recht. glaubhafter Beugen wird festgestellt, daß dem Th. die Baugelder Landgerichts- Direktors Renthoff, ob er gereizt worden sei, oder rein gar nichts anführen. Auf alle Fragen des Vorsitzenden, cebirt waren und er, so beim Fortschreiten des Baues inter- was ihn sonst veranlaßt habe, hatte er nur ein beredtes Schweigen. 9. O. 188. Kommen Sie in die Sprechstunde. effirt, mehrere Male auf der beitsstätte erschien, um Der Vorsitzende ging mit ihm scharf ins Gericht und sagte u. a.: H. B. Kommen Sie in die Sprechstunde. Anordnungen betreffs der auszuführenden Arbeit zu geben. Is Erekutiv Beamter müssen Sie doch so viel bar. Bei dem Bier ist es zweifelhaft. Nehmen Sie einen Ver F. B. 84. Wegen des Branntweins find Sie nicht strafFerner, daß er er feit der Ueberweisung der Baugelder Selbstbeherrschung haben, daß Sie wissen, was Forderungen des Zimmermeisters beglich und das Geld zur Lohn Sie thun tönnen theidiger. zahlung lieferte. Dann wurde noch bezeugt, daß am Bauzaun Saben Sie diese Selbstbeherrschung unterlassen müssen. 2. B. 100. Erfahreserve ist auch der Rontrolle unter. bes in Frage kommenden Grundstücks unter den Worten: Unnicht, befugten ist der Eintritt verboten" der Name ,, Thamm" stand. Dann sollten Sie lieber ihr Amt nieder: worfen und kann bis zum 27. Lebensjahre zu Uebungen einThamm ebenfalls als Bauherrn betrachtend, verurtheilte der legen. Seitens des Gerichts wird den Beamten Gerichtshof die Beklagten solidarisch zur Bahlung der Klage- em Publikum gegenüber der benkbarste Schub fumme, 63,36 M. Den Beklagten gelang es nicht, ihren Ein- gewährt, die Beamten haben daher auch die wand, Kläger habe unbefugt die Arbeit verlassen, zu beweisen. besondere Pflicht, dem Publikum anständig gegenüber zu treten." Der Staatsanwalt beantragte Zur viel umstrittenen Frage, ob das Gewerbegericht neun Monate Gefängniß und der Gerichtshof erkannte Gefinderecht gilt, hier nichts Sicheres ermitteln können. Nach M. T. Wir haben, weil in Schleswig- Holstein noch dänisches fompetent sei, Ansprüche aus der Einbehaltung der Invaliden diesem Antrage gemäß mit dem Ausdruck des Bedauerns: daß unserer Information besteht der Anspruch nicht. Wenden Sie tarte, des Krantentassenbuchs u. f. w. zu prüfen und dem Angeklagten wegen seiner bisherigen Unbescholtenheit anzuerkennen oder zu verwerfen, wird uns folgendes berichtet. mildernde Umstände bewilligt werden mußten. Sonst würde die sich aber der Sicherheit wegen an einen dortigen Rechtsanwalt. Nachdem das Gewerbegericht eine Zeitlang über derartige An- Strafe viel höher ausgefallen sein. $. W., Stakfurt. Wir halten die Rückforderung nur für sprüche abgeurtheilt hatte, wandte es sich der höheren Weisheit zulässig, wenn Ihre Mutter in bessere Verhältnisse gekommen ist. zu, daß dieselben nicht als aus dem Arbeitsverhältniß hervorgehend H. G. in D. 1. Am 1. April 1894. 2. Mein. 3. Nur, anzusehen seien und deshalb vor das ordentliche" Gericht, das wenn sie feststellen will, ob fein Fall der Hilfsbedürftigkeit vorAmtsgericht, gehörten. Alle beim Gewerbegericht solche Anliegt. sprüche erhebenden Parteien wurden, zogen fie auf Anrathen des A. S. 73. Fragen Sie einmal auf dem Bureau des GeBorfihenden nicht gutwillig ihre diesbezüglichen Klagen zurück, werbegerichts nach und beschweren Sie sich eventuell beim Prawegen Inkompetenz des Gerichts abgewiesen und es wurde ihnen Berlin, Bezirt Often, bielt am 29. April eine VersammDer deutsche Holzarbeiter Verband, 3 abl stelle fidenten des Landgerichts II. A. 100. Die Erben des Mannes können, auch wenn der der Rath ertheilt, sich an das Amtsgericht zu wenden. So ging es auch einem Arbeiter, ber gegen die Firma Ortis, lung ab. Unter allseitiger Zustimmung sprach der Genoffe Kontrakt noch länger läuft, den Vertrag zum Ablauf eines halben Brothers u. Komp. tlagte. Der Buchhalter der Beklagten hatte Besprechung von Werkstatt- Angelegenheiten waren die Kollegen ist, fündigen. Die Kündigung muß spätestens am dritten Tag Aus der guten alten Zeit." Bur Jahres von dem Ende des Quartals, in dem der Tod erfolgt des Klägers Invalidenkarte ganz unnüßer Weise mit Daten be- aus den Werkstätten von Klug, Fruchtstr. 32; Belder u. Plath, des letzten Bierteljahres in den Händen des Vermiethers fein. schmiert, so daß dieser bei seiner Entlassung Grund genug zu haben glaubte, der Polizei die Karte einzureichen. Dieselbe Königsbergerstr. 9; Pieper, Weberstr. 52; Bolle, Elisabethstr. 62; Die Sachen der Frau haften; ste ist darüber hinaus nicht verwurde faffirt, ihr Bahlenschmuck aus der Hand des erwähnten Heidemann u. Höhning, Elifabethstr. 62, eingeladen. Ginige pflichtet. Buchhalters sah man als mit dem Gesetz in Widerspruch stehend von diesen waren erschienen; fie gaben zu, daß 1 bis 2 Mann an. Der ursprüngliche Besizer wollte nun für die Zeit eine nach Feierabend und Sonntags gearbeitet haben, aber nur in Lohnentschädigung, in welcher er nach seinen Behauptungen etliche gehören schon einer Organisation an, sie wollen auch da dringendsten Fällen, sonst haben sie eine 9stündige Arbeitszeit; mangels einer Invalidenkarte keine Arbeit erhielt. Der vom nach streben, daß sie sich alle dem Verband anschließen. Bei Gewerbegericht Abgewiesene beherzigte den Nath des in Frage Belder u. Plath liegen die Verhältnisse ebenso, nur mit dem schuftern 5,-. Tischlerei Friedrich, Rüdersdorferstr. 48 10,60. Für die Wiener Tischler gingen ferner ein: Von den Flügels tommenden Vorsitzenden und„ ging" an das Amtsgericht. Aber über sein Verlangen fein; auch hier wurde er, wegen Infompetenz, nicht begreifen, daß sie sich selbst und ihre Mit- Vogt 7, die Leute können Werkstatt Eichel, Stralsunderstr. 20 4,30. Die Tischler der Werkstatt abgewiefen und an das Gewerbegericht zurückverwiesen. Dieses ihre Mit- Vogt 7,-. Summa 31,50 M. Bereits quittirt 686,45, in Von den anderen Werkstätten war nie- Summa 667,95 M. mußte sich nun wohl oder übel mit ihm und seiner Klage abgeben. Es arbeitern schädigen. gelang ihm zu beweisen, daß er 21 Tage auf die ihm aus- mand erschienen, deshalb bedauerte es die Versammlung fehr, gestellte neue Karte gewartet und daß während dieser Zeit sich daß die Kollegen schon so tief gesunken sind, daß sie es nicht ihm keine Arbeitsgelegenheit geboten hatte; ferner daß dies auf Mun kam der Kollege Klinger auf die Werkstatt von Franz Berndt, mehr der Mühe werth halten, eine Versammlung zu besuchen. den Nichtbesiz einer ordnungsmäßigen Karte zurückzuführen ist, Friedrichsberg, Blumenthalstr. 41-42, zu sprechen; derselbe Das Gericht Rammer III, Vorsitzender Assessor Techow erkannte den Anspruch des Klägers als berechtigt an und ver- führte aus, daß Berndt im Januar in der Versammlung bei urtheilte die Beklagte zur Zahlung der für 21 Tage verlangten Joel versprochen hat, in seiner Werkstatt richtige Arbeitszeit und 63 M. Durch Verschulden des Vertreters der Firma sei dem Ordnung zu schaffen, es aber trotzdem bei ihm noch weiter Usus sei, Ueberstunden zu machen. Zur letzten KontrollkommissionsKläger dieser Schaden erwachsen. G3 steht zu erwarten, daß von nun ab Ansprüche wie der Sigung sei Herr Berndt sogar per Poſt eingeladen worden, gegen D., B. u. Ro. geltend gemachte, sowie auch die oben näher trotzdem habe er durch Abwesenheit geglänzt. bezeichneten, wieder vom Gewerbegericht erledigt werden. Unseres Erachtens gehören sie mit zu denen aus dem Arbeitsverhältniß, wie wir bei anderer Gelegenheit schon ausführten. und Versammlungen. Mattutat über das Thema: = gezogen werden. A. N. Sie kommen noch zur Superrevision. Jeder Ersays reservist kann zur Uebung herangezogen werden; aber nicht jeder reservist kann zur Uebung herangezogen werden; aber nicht jeder wird einberufen. Die Abkürzungen bedeuten förperliche Schwäche. Briefkaffen der Expedition. o weh! auch dieses woüie nicht zuständig zur Entscheidung gewohnheitsmäßig Neberstunden machen; linterschiede, daß es immer dieselben sind, die schon Tischlerei von Carl Krug, Prenzlauerstr. 52 3,60. R. 1,-. Von der Ites und Neues Museum am Lustgarten. Besuchszeit täglich, mit Die National= verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Besuchszeit Ausnahme des montags in ben& Wintermonaten von 10-3 ute, on be Sommermonaten von 9-3 Uhr: Sonntags im April- September 12 bis uhr, Oftober und März 12-6 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, gatterie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 lbr Dezember und Jamuar 12-3 Uhr( unentgeltlich). Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis 6 Uhr, im März und Ottober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis 4 Uhr, Januar und Dezember 12-8 Uhr( itnentgeltlich). RunstgewerbeMuseum, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags genommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 1hr, Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Oktober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-8 Uhr( Unents Museum für Bölterfunde, Königgrägerstr. 120. Besuchs: geltlich). zeit wie im Kunstgewerbe- Museum( Unentgeltlich).- ygiene Museum, stofsterfir. 35. Befuchszett Sonntags wie im Kunstgerverbe- Muſeum. Stuberdem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Mufeum für museum für deutsche Boltstrachten und Erzeugniffe bes sewerbe- Mufcumi. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 uhr. ausgewerbes, Klosterftr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Erwachsene 60 Bf., Kinder 25 Pf., öffnet Sonntags 12-2 ihr, Montage, Dienstags, Donnerstags, Freitags von außer Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr( unentgeltlich). Aussichtsturm 11-2 Uhr( Unentgeltlich). Wilhelmstr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Pf. Entree. Naturkunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie tm Runft Bereine Sonntags 10 Pf. Der Verband der Möbelpolirer für Berlin und umgegend hielt am 7. Mai eine außerordentliche Generalversammlung ab, um zu berathen, welche Schritte gegen den Dah im Polizeistaate die Befugnisse der Polizeibeamten flüchtigen Kassirer Max Günther zu unternehmen sind. Nach weitgehender Natur sind, zeigte sich in einer Verhandlung, welche Auskunft der Revisoren beträgt die unterschlagene Summie unvorgestern vor der dritten Straffammer des Landgerichts I stattgefähr 300 Mark und ist von p. Günther bis jetzt noch keine fand. Der Kriminalbeamte Gustav Holtfoth hatte sich wegen der Staatsanwaltschaft zu übergeben und in der gesammten Spur gefunden. Die Versammlung beschloß, den Defraudanten Hausfriedensbruchs zu verantworten. Der Schankwirth Fischer Arbeiterpresse, politischer sowohl als gewerkschaftlicher, vor ihm war von dem Angeklagten zwei Mal wegen Gewerbevergehens zur Anzeige gebracht worden, weil er unbefugter Weise Spiri au warnen. Gin Antrag des Kollegen H. Schulz und Getuosen ausgeschenkt hatte. Am 14. Oftober v. J. betrat Holtfoth offen auf Ergänzung des Statuts wurde der nächsten General Meichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Ge in Begleitung eines Bekannten das Fischer'sche Lokal. Er ver- noch die Mittheilung, daß die Herrenpartie am dritten Feiertag versammlung überwiesen. Von Seiten des Vorsitzenden wurde Rathhaus, Königstraße. Gebffnet täglich Fischer erkannte den Beamten wieber, er fab ein, daß ihm eine Falle gestellt werden durch die Jungfernhaide nach Saatwinkel stattfindet, Treffpunkt Kunstausstellung des Vereins Berliner Künstler, follte und erwiderte furz, daß er Schnaps nicht verab- früh 7 Uhr am Schlesischen Bahnhof. Sternwarte, Endeplag 3a. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis folge. Nun wies Holtfoth auf ein hinter dem Schant11 Uhr Vormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. Der Fachverein der Stuckateure hielt am 7. Mai seine Invalidenitr. 57-62. Geöffnet von 6 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. tisch liegendes Fäßchen hin und sagte:" Da ist ja doch Kognak Generalversammlung ab. Nachdem der Vorsitzende einen Ge- Entree 60 Pf. Zuschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M. Aquarium, drin." Fischer wurde ärgerlich, rügte bas Berhalten des Be- schäftsbericht gegeben hatte, wurde die Abrechnung des vierten br. 14. ffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Pf., an jedem amten, der ihn wieder zu einer Uebertretung veranlassen wollte, Quartals verlesen, Es war eine Einnahme von 300,6 m. und straße. legten Sonntag im Monat 25 f. Castan's Panoptitum, FriedrichGeöffnet 10-10 Uhr. Gintrittspreis 50 f. und forderte ihn auf, das Lokal zu verlassen. Der Kriminal- eine Ausgabe von 137,15 M. zu verzeichnen. Die Mitgliederzahl an optitum Paffage= 10-10 hr. Eintrittspreis 50 f. beamte weigerte sich, mit der Begründung, daß er sich in amt hat sich um 66 Kollegen vermehrt. Die Abrechnung vom Masten- anorama, Am Behrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree licher Eigenschaft im Lokale aufhalte, er ging erst, nachdem der ball ergab ein Defizit von 10, à0 M. Des schlechten Besuches Dioramen: Ratatomben des Kapuzinertlofters zu Palerino und Befuvausbruch, 50 f. Neapel Panorama am Bahnhof Thiergarten, awet neue Wirth die Aufforderung mehrfach wiederholt hatte. Es handelte halber wurde der 3. Punkt der Tagesordnung: Wie stellen Sonntags 25 Pf. Eintrittspreis. Das Panorama ist bis 7 Uhr Abends fich in dem Strafverfahren gegen Holtfoth nun darum, wir uns zum Beschluß der letzten öffentlichen Versammlung" 50 f. zu besichtigen. Boologischer Garten, Lügowufer. Sonntags ob sein Verhalten torrekt sei oder nicht Es wurde als( dieselbe beschloß, der Zentralisation beizutreten) vertagt. Bei Gintrittspreis 50 f. 50 f. 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Zu zahlreichem Besuch ladet ein Die Musik wird von der Freien Vereinigung unter Leitung Der Vorstand des geselligen Vereins: des Herrn Gartmann ausgeführt. 350/18 Eröffnung 4 hr. Entree 20 Pf. ,, Die lustigen Brüder". Fortuna- Säle Anfang 5 Uhr. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Billets find an der Rasse sowie in allen mit Plakaten belegten Hand- 3. Straußberger- Straße 3. fungen zu haben. Das Comité. Schneider's Gesellschaftshaus( Proskauer Garten). Montag, den 14. Mai( 2. Pfingstfeiertag): Großes Früh- Konzert Arbeiter- Bildungsverein zu Friedrichsberg arrangirt vom unter Mitwirkung der ,, Sängergruppe" sowie des Volkshumoristen Herrn Richard Heise. Ronzertmusit von der Kapelle des Herrn Musikdirektors Wernicke. Entree 25 Pf. Anfang 5 Uhr Morgens. 122/9 Jm Saale: Grosser Ball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Die Raffeeküche ist den geehrten Dainen von früh 5 Uhr an geöffnet. Das Comité. Wilh. Groth's Danziger Volksgarten Jeden Sonntag: Grosser Ball. Im fleinen Saal: ausgeführt von der Hauskapelle unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Nordwacht( Mitgl. des A.-S.-B.) Im Saale: Großer Te Tanz. 72/4 Die Musik wird von Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Die Kaffeeküche ist von 5 Uhr an geöffnet. Kasseneröffnung 4 Uhr. Anfang 5 Uhr. Billets sind an der Kasse und in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Entree 20 f. Bender, Defonom. Lehmann's Salon u. Garten, Kreuzbergstr. 48. Montag, den 14. Mai( 2. Pfingßfeiertag): Großes Früh- Konzert arrangirt vom Spezialität.- Vorstellung. Gefangverein Frühlingslust( Mitgl. des A.-S.-B.) Jeden Donnerstag: Grosse Gesellschaftsstunde. Empfehle meine Säle zu PrivatFestlichkeiten u. Versammlungen; auch haben. in einige fchöne Vereinszimmer au 5731L* Neues Club- Haus 72, Kommandantenstr. 72. unter Mitwirkung der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmufiter.. Im Saale: Gr. Tanz. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 30 Pfennig nach. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Anfang 5 hr Morgens. Hierzu ladet freundlichst ein Ausstellungspark Entree 20 Pf. Das Comité, Hasenhaide. eröffnet und glänzend renovirt unter Direktion H. Martin. 72/1 Jeden Sonntag: BALL.::Bedrutrudes und großartiges Etablissement der Hafenhaide!! Am 1. und Gr. Früh- Konzert u. Früh- Vorstellung. 5 Uhr!! Empfehle meine 4 Säle zu Festlichkeiten u. Versammlungen gratis. 348b H. Ebert. Empfehle den Genossen mein Weiß und Bairisch Bier- Lokal nach wie vor. Kl. Vereinszimmer, passend zu Bahlstellen. W. Thierbach, Friedrichsgracht 16. 2938b Danzigerstr. 50/51. Haltestelle der Pferdebahn Moltenmarkt- Weißensee 1., 2. und 3. Pfingstfeiertag: Concert. Vorstellung des Circus Ernest Erman. Gfeireiten. Brochnow's Boltsbeluftigungen aller Art. 3 neue Regelbahnen. 1602 2. Feiertage: Morgens Dazu: Gr. Frühlings- Morgenball, Kaffeekochen, Volksbelustigungen zc. 2c. Am 3. Feiertag: Morgens 9 Uhr: Gr. Doppel- Konzert, Doppel- Vorstellung auf 2 Bühnen, Ball 2c. Nachmittags: Gr. Fest- Elite- Vorstellung im neuen Sommer- Theater. Auf der gr. Spezialitäten- Bühne: Die berühmte Pinzgauer NationalASF Sänger- Familie Seppl Brettschneider.!! Ganz neu!!!! Großartig!! Doppel- Konzert, Gr. Fest- Ball, Kaffeekochen 2c. Entree 15 Pf., dafür 1 Glas Bier. eröffneten American Sommer- Theater: Men ,, Licfide in Italien" Weiss- und Bairisch Bier. Gute Speisen. Kaffeeküche. Entree 10 Pf. Ball- u. Spezialitäten- Im neu Entree 10 Pt. Ball- u. Spezialitäten- en American Sommer- Theater: Aktien- Brauerei ,, Friedrichshain", KönigsACTI FRIEDRICHSHAIN Etablissement Sonntag, den 13. Mai cr.( 1. Pfingsttag), Nachm. 41/2 Uhr: Sebastianstr. 39. Grosses Militär- Konzert( M. Przywarski). Bom 1. Pfingstfeiertag ab, sowie Eintritt 30 Pf.- Kinder frei. Programm unentgeltlich. täglich Montag, den 14. Mai cr.( 2. Pfingsttag), Morgens 5 Uhr: Grosses Militär Früh- Konzert( M. Przywarski). Spezialitätenvorstellung Eintritt 20 Pf.- Kinder frei.- Programm unentgeltlich. Nachmittags 41/2 Uhr: Grosses Militär- Konzert( M. Przywarski). Eintritt 30 Pf.- Kinder frei.- Programm unentgeltlich. Dienstag, den 15. Mai cr., Nachm. 5 Uhr: von nur Künstlern I. Ranges. Anfang der Vorstellung: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Wochentags 8 Uhr. Entree 20 Pf. Jm großen Saale: 192 = BALL. Grosses Doppel- Konzert 1411 der Berliner Vereinigung des Märkischen Sängerbundes unter gefl. Mitwirkung der Kapelle des Königin- AuguftaGarde- Grenad. Regm. Nr. 4( Koblenz) Hr. M. Przywarski, Freitag, den 18. Mai cr. Nachmittags 7 Uhr: Grosses Militär- Frei- Konzert. Stralauer Brauerei- Ausschank An allen 3 Feiertagen: Große Gala- Vorstellung von sämmtlichen Künstlern und Künstlerinnen. Außerdem: Gr. Concert und in den Riesensälen Ball. Entree fret. 1502 Achtungsvoll G. Brochnow. Noack's Sommer- Theater Brunnenstr. 16. Am 1., 2., 3. Pfingstfeiertag: Concert, Theater- und SpezialitätenVorstellung. Zur Aufführung gelangen: Operetten, Possen, Lustspiele. [ Entree frei. B Fr. Kalbhenn. W. Buge's Vereinshaus Jm Saale: Grosser Ball. „ Zum Lindengarten" Nieder- Schönhausen mit d. Personal des American Winter- Theaters. Außerdem großartiges Programm, neueste hochinteresante Spezialitäten, Große Früh- u. Abend- Vorstellung in glänzendſtem Gepräge!! Entree Morgens 10 u. 20 Pf. Nach. 30 Pf., 1. Play 50 Pf., Loge 75 Pf. Schweizer Garten. Sonntag, 13. Mai: Beginn der Hauptsaison. Theater und Spezialitäten. Neu engagirte Ensembles. und Feiertag früh Früh- Konzert, Früh- Vorstellung u. Ball. 137L* Pankow. Gasthaus ,, zum Thürmchen Pankow. Jeden Sonntag: Promenaden- Konzert. BALL. Schöner Garten. Großer Saal mit neuer Theaterbühne, A. Krüger, Kaiser Friedrichstr. 12. 60022* A. Bethge's Konzert- und Spezialitäten- Park, Britz, Chancestraße 39, vorm. E. Engel. und Mittwoch: Konzert, Spezialitäten- Vorstellung und Lanz Jeden Sonntag im großen Riesensaale. Herrlicher Aufenthalt im großen Park. In den übrigen Gesellschaftsräumen Konzert- Unterhaltung durch ein großes Orchestrion. Sämmtliche Räume sind mit elekt. Licht versehen. Für gute Speisen und Getränke Weiß- und Bairisch- Bier ist bestens gesorgt. Familien können Kaffee fochen. Pankow,--Station Pankow der Nordbahn. Anfang 5 Uhr. Sonntag, den 13. Mai( 1. Feiertag): Entree 25 Pf. 25 Lindenstrasse 25 empfiehlt sich dem geehrten Publikum, fowie Vereinen zu Landpartien. 80* 1 Den geehrten Vereinen empfehle mein Etablissement zur Abhaltung von A. Bethge, Gastwirth. Extra- Vorstellung des Theatervereins Edelweiss. Großer fchattiger Bore ut. Hintergarten. Sommerfesten( auch Sonntags). Fahrgelegenheit: Endstation der Pferdebahn. Nach der Vorstellung: Grosses Tanzkränzchen. Am 2. und 3. Feiertag: Grosser Ball. Hierzu ladet freundlichst ein W. Buge, Gastwirth, Schulzestr. 28. Nordbahn. Paradies- Garten Nordbahn. am Untermühlen- See in Birkenwerder. Herrlich schön und schattig am Wald und Waffer gelegen. 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Telephonbuch unter: Spree- Havel- Dampfschifffahrts- Gesellschaft ,, Stern", Die Direction. Am 1., 2. u. 3. Pfingstfeiertag: Große Spezialitäten Vorstellung u. Concert. Artistischer Leiter: Fritz Sydow. Auftreten nur Künstler ersten Ranges. Entree frel. Reservirter Platz 10 Pf. H. Otto. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Wwe E. Schmiedel. Kollegen, Freunden und Genossen empfehle mein neu eröffnetes 7426 Britz. Rofen- See- Terraffe. Pferdebahn- Haltestelle 1., 2. u. 3. Pfingstfeiertag: Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Frei- Konzert. Programm 10 Pfennig. See- Promenade. Volksbelustigungen aller Art. Pariser Tanzplatz. 4 Kegelbahnen. Kaffeeküche. Vorzügl. Bier des Böhmischen Brauhauses. Platz für 5000 Personen. Vereinen und Gesellschaften ganz besonders empfohlen. Bu recht zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein 154L Ausspannung f. 50 Pferde. 6 Kegelbahnen. A. Philipp( früher Oranienplaß und Rosenthalerstraße). Grosse Spezialitäten- Vorstellung. In beiden Sälen Tanz. Gruß aus Adlershof! Rinder, nun kommt wieder zu Eurem lieben Vater, dem Kleinen, dicken Wöllstein. Urgemüthlich Muß es wieder werden, wie früher, Man muß, will man recht lange leben, l Von Vatern's Sorte oft enen heben. Jacko, der friedliche Affe, ist auch wieder da. früher [ 5978L Schaukel. Buden aller Art. Eselreiten. Caroussel. Weiss- u. Bairisch- Bierlokal, Treptow. W. Heydrich( r.) Reſtaurant u. Garten franz. Billard. Bereinszimmer, 40 Pers. faff., mit Piano, ist noch zu vergeben. H. Hobein, Buttmannstr. 2. Bair. Bier 4/10 L. 15 Pf., Kaffeeküche, Kegelbahnen. 49L* Echt Stonsdorfer NB. Zur Gründung einer Gesundbr. Likör à Liter 1,20, 5 Liter 5,50, 10 Liter 10,- Mt. 677 Liedertafel werden noch einige stimm begabte Herren gesucht. Eugen Neumann& Co., 6a. Belle- Allianceplay 6a. 81. Neue Friedrichstr. 81. 8. Dranienftr. 8 Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 109. Arbeiter- Sanitäts- Kommission. Sonntag, den 13. Mai 1894. 11. Jahrg. Gerichtsstr. 6. Die Wohnungen im Seitenflügel und| Streit dieser Arbeiter als berechtigt anerkannt hat. Zu Quergebäude durchweg feucht. Die Kellerwohnungen im Seiten diesem Zweck sind Listen mit dem Stempel der Gewerkschaftsflügel sowie eine Wohnung Quergeb. 3 Tr. unbewohnbar. Auf Kommission versehen und zur Zeichnung bereits an die Arbeiterdem Hofe drei Klosets für 33 Haushaltungen und ca. 140 Be- fchaft von Nieder- Schönweide und Umgegend sowie an wohner; ferner Pferdeställe mit Dung- und Müllgruben, die un- die Arbeiter Berlins zur Vertheilung gelangt. Da der Streit sauber gehalten sind. Der Wirth verhält sich den nassen Woh- noch unentschieden und besonders die verheiratheten Arbeiter und nungen gegenüber vollständig ablehnend und ist nicht gewillt, Ab- Familienväter der Feiertage wegen vor der dringendsten Noth änderung zu treffen. geschützt werden müssen, ersuchen wir alle Arbeiter Berlins und Umgegend, während der Feiertage durch lebhafte Agitation und Beichnung der Listen die Streifenden bis auf weiteres fräftigst zu unterstützen. Grünauerstr. 27, 2. Hof, Fabrikgebäude. Aeußerst schlechte Kloset- und Pissoiranlagen. Das Kloset, 31, Treppen hoch belegen, ist sehr unsauber und ohne Wasserspülung. Aus dem 21/2 Treppen belegenen Kloset lief der Unrath auf die Treppen hinaus und verbreitete Gestant. Die unteren Klosets sind etwas besser, doch sehr verwahrlost und mit zum Theil verfaultem Fußboden. Das Haus ist nicht an die städtische Leitung angeschlossen, sondern besitzt Privat- Wasserleitung. Der Wirth versprach nach Möglichkeit die Schäden abzustellen. Wie die Proletarier wohnen und wie sie arbeiten. Wir müßten kaum ein traurigeres Kapitel aus der Geschichte des Klassenstaats als dieses. Nicht nur, daß sie gezwungen sind, die Drohnen der Gesellschaft, die besigenden Klassen mit zu erhalten, sie müssen es noch unter Bedingungen thun, die zumeist ein Hohn auf das Kulturniveau unserer Zeit sind. Während der Bourgeois im Winter gen Süden, im Sommer gen Norden sich flüchtet, um das für ihn besonders schwierige Dasein so angenehm wie möglich zu verbringen, giebt es für den Proletarier keine Jahreszeit, Der geschäftsführende Ausschuß die nicht andersgestaltete Leiden und Unbillen mit sich brächte, der Berliner Gewerkschafts- Kommission. denen er leider nicht zu entrinnen Gelegenheit hat. Bringt der Winter in naffen Räumen bitterliche Kälte, so schafft der Sommer Kollegen! In anbetracht der überaus schlechten Lage unserer Charlottenburg. An die Pußer und Maurer! faum zu ertragenden Gestank. Selten jedoch wird sich ein von Befiz Berufskollegen ist es bedauerlich, daß wir am hiesigen Orte keine und Bildung geziertes Gemüth finden, sei es Hausbesizer oder Unternehmer, welches die im Interesse des Arbeiters nöthigen Schritte thun wird. Nur ein Mittel ist im stande, Zustände, des Schlächtermeisters Kolberg. Vom Laden führt eine enge Gründung einer Filiale eine Zusammenkunft der hiesigen Maurer Rottbuser Damm Nr. 8. Schlafraum der Gesellen Filiale des deutschen Maurerverbandes befizen. Der Unters zeichnete will nun in Gemeinschaft mit einigen Kollegen behufs wie die unten geschilderten, zu beseitigen, die Organisation der eiserne Wendeltreppe nach dem im Keller am Ende eines langen. Arbeiterklasse. Ift sie vollendet, ist der Ring geschlossen, dann finsteren Ganges belegenen Schlafraum. Derselbe ist so dunkel, Kongresses der Maurer vom 12. Mai 1891 aufmerksam, der allen veranstalten. Besonders machen wir auf den Beschluß des wird man dem Proletarier dergleichen nicht mehr zu bieten wagen. daß man auch am Tage nur bei Lampenlicht etwas segen tann. Kongresses der Maurer vom 12. Mai 1891 aufmerksam, der allen Buchdruckerei Trowitsch u. Sohn, Leipziger- In demselben stehen für drei Gesellen zwei Betten, so daß Kollegen die Pflicht auferlegt, sich an den Zentralverband anzuftraße 133, 2. Hof 3 Tr. Unterm Dach befindet sich ein Seger- in einem 2 Mann schlafen müssen. Der Raum ist sehr vernach faal für 18 Personen, der Luft und Licht nur durch Dachfenster lässigt und unsauber. Die Waschschüssel steht auf dem Boden unsere Busammenkunft behufs Gründung einer Filiale des Möge Jeder diesem Beschluß Folge leiften und vor allem erhält, weshalb dort stets schlechte Luft ist. Trinkwasser befindet und das Wasser wird von den 3 Gesellen benutzt. Neben dem Zentralverbandes zahlreich besuchen. Diese findet statt am fich nicht im Saal, auch Waschwasser muß erst von 2 Treppen Schlafraum ist die Räucherkammer, deren Rauch die Gesellen des 3. Pfingstfeiertag, Vormittags 92 Uhr, im Lokal des Herrn geholt werden. Der 2 Treppen belegene Segersaal für 22 Personen Nachts sehr belästigt. In der Mitte des Arbeitsraumes besitzt zwar Ventilationsklappen, doch sind dieselben durch das befindet sich eine Sentgrube, die nur alle Sonnabende entleert Krause, Charlottenburg, Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39. W. Schulze. Nachbargrundstück zugemauert, weshalb die Luft hier äußerst wird und einen sehr üblen Geruch verbreitet. Die Arbeit ist dunstig ist. unter solchen Umständen eine gesundheitsschädliche, weshalb die Gesellen sehr häufig wechseln. Der 3 Treppen befindliche Schriftgießerraum für zirka 8 Personen, darunter eine weibliche, besigt 4 Behälter zum Waschen, doch muß das Wasser erst mehrere Male benutzt worden sein, bevor es erneuert wird. Ueber den Grund dieses, wirklich nicht kostspielig zu hebenden Uebelstandes äußerte sich der Werkführer, daß der für diese Arbeiten d. h. zum Wasserund Kohlenholen angestellte Mann für seine eigentliche Beschäftigung nicht Beit fände, da er auch, Gänge gehen und gewerbliche Arbeiten verrichten müßte; woraus zu ersehen, wie sehr im Vordergrund der Unternehmergedanken die Fürsorge für die Sauberkeit und Gesundheit der Arbeiter steht. Als unser Kontrolleur nach Inspizirung mehrerer Säle den parterre belegenen Maschinenraum betreten wollte, wurde er von Komptoirbeamten hinausgewiesen, an welcher staatsretterifchen Thätigkeit sich mit groben Redensarten auch leider 2 Maschinenmeister betheiligten. Görligerstr. 37. 2. Quergebäude sind die Wohnungen an der Giebelwand 1, 2, 3, 4 Treppen naß und mit Schimmel belegt, in der 2. Etage ist trotz Bretterwand die Nässe durch gedrungen, die Möbel sehr beschädigt, die Bewohner zum größten Theil leidend. Im Erdgeschoß sind Pferdeställe. Der Dung lagert auf dem Hofe theils in Gruben, theils in offenen Haufen, die Müllgrube ist überfüllt, außerdem lagert Schutt dort, beide Höfe sehr unsauber. Große Frankfurterstraße 16. Auf dem Hof zwei offene Klosets, sehr unsauber, für 50-60 dort beschäftigte Personen. Löwe u. Co., Martinidenfelde, Ludwig Waffenfabrik. Aus derselben wird uns gemeldet, daß sich daselbst ein 7 Quadratmeter großer Raum befände, der Brunier raum heißt, von den Arbeitern die schwarze Bude" genannt. Auf dem Hofe sind 3 Klosets, eins für 15 weibliche Per- In demselben befinden sich 8 3entrifugalbürsten in Betrieb, tie fonen mit Wasserspülung, 2 für männliche Personen, davon eines einen Staub machten nicht zum durchsehn", für welchen absolut mit, eines ohne Wasserspülung. Alle 3 in sehr schlechtem zu fein Abzug und keine Ventilation vorhanden sei, so daß sich der stande, unrein und mit zerbrochenem Fußboden. Daneben ein Staub auf die Lungen der Arbeiter lege und dieselben bei ihren Pissoir ohne Wasserspülung, daher sehr übler Geruch, und Kollegen stets die Schwarzen" hießen. Leider ist es unserem ohne Thür, so daß die im Papierteller beschäftigten weib- Kontrolleur nicht möglich gewesen, sich von der Richtigkeit dieser lichen Personen an dem offenen Bissoir vorübergehen müssen. Angaben zu überzeugen, da man es vorgezogen hat, ihm den zu Auf dem Hofe ist ein Reffelbrunnen mit stinkendem Wasser. Antritt zu verweigern. Ob man bei Ludwig Löwe u. Co. vielleicht und Auskleideräume befinden sich in der Druckerei nicht, die ein böses Gewissen hat? Kleidungsstücke müssen an den Wänden aufgehängt werden. Die Müllerstr. 174( Ede Fennstraße). Auf dem Hofe Beleuchtung in den Arbeitsräumen ist sehr mangelhaft, die zwei Klosets für 21 Haushaltungen und eine Keller- Restauration. Treppen sind überhaupt nicht beleuchtet. Während der Arbeits- Neben den Klosets ein übelriechender Müllbehälter; dicht am zeit wird das Fabrikgebäude vollständig verschlossen gehalten. Hause ein sehr übelriechendes Pissoir ohne Wasserspülung. In Bernauerstr. 79 im Keller, Obstgeschäft mit daran ander gegenüberliegenden Goldwaarenfabrik ist es manchmal vor schließender Wohnung, bestehend aus Stube und Küche. Das Gestant taum auszuhalten. an sich fleine Stubenfenster fann seiner Baufälligkeit wegen nicht geöffnet werden. An den Seiten des Fensters befinden sich nach Im Jahre 1894 gingen für die Arbeiter- Sanitätstommiffion außen führende Löcher, so groß, daß man die Hände hindurch ein: Bon Filiale II der Maler( durch Dr. P. B.) 6,-. Vom Fachstecken kann. In den Wänden befinden sich Pilze, im Fußboden verein aller in der chirurgischen Branche beschäft. Arbeiter 10,-. fizt der Schwamm. Die Küche hat kein Fenster, sondern nur Von Meit 6,-. eine Thür, die nach dem Hofe führt und auch undicht ist. Neben Ferner für den Charitee- Boykott( Drucksachen): Bon der der Küche die Waschküche, deren Dunst und Dampf die Wohnung Orts- Krankenkasse der Weber 6,-. Von der Orts- Krankenkasse erfüllt. Ueberall ist Feuchtigkeit an den Wänden, der Fußboden der Uhrmacher 5,-. Von der Orts- Krankenkasse der Mechaniker durchgetreten. Auf die Aufforderung, die Löcher neben Thür und und Optiker 20,-. Von der Hilfskasse der Zimmerer 15,-. Fenfier zudecken zu lassen, erklärte der Wirth, das ginge nicht, Bon der Krankenkasse der Hutmachergesellen 10,-. da der Schwamm im Hause sei; infolge dessen müßten Luftlöcher vorhanden sein! Die Wohnung ist in hohem Grade gesundheitsschädlich. Buttmannstr. 3, Quergeb. 4 Tr. r., Wohnung aus Stube und Küche. Troh täglicher Lüftung find Giebel- und Fensterwand vollständig mit Schimmelpilzen bedeckt, so daß die Tapete taum zu sehen ist. Das Kind ist kränklich, die Frau flagt über Augenschmerzen und Reißen. Wirth und Verwalterin verhalten fich ablehnend. Der Soziale Ilebersicht. Achtung! Die Berliner Gewerkschaften werden ersucht, die streifenden Arbeiter der chemischen Fabrik von Kuhnheim in Nieder Schönweide in jeder Weise zu unterstüßen, da der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission den brave Haus und der böse Jacob. tann er heute noch bei jeder Wallfahrt und von jedem Leut" demokratie vorbringt, hat vor ihm schon von hundert katholischen Predigtstätten gedonnert und gepustet, sinn- und wortgetren. Das Gleichniß von den zusammen- und auseinanderlaufenden Hunden prediger zu hören befominen. Er braucht nur hinzugehen. Was hat also der Herr Verfasser geleiftet? Er hat das Echo abgegeben für seinen Kaplan, Präses, Pfarrherrn oder sonst wen. Dazu braucht es doch nicht, das Bulver zu erfinden! dem Arbeiter und schließen. Wilmersdorf. Wir richten an die Berliner Genossen, welche auf ihren Ausflügen unseren Ort besuchen, die Auffor derung, streng auf die Lokalliste zu achten. Ferner ist nach zutragen, daß durch ein Versehen das Restaurant Rudolf, Wilhelmsaue, nicht in der Lokalliste steht. Das Lokal steht uns zu allen Versammlungen unentgeltlich zur Verfügung. J. A.: Gustav Behrendt, Mitglied der Lokal- Kommission. Zum Schuhmacherstreik in Burg wird uns von dort geschrieben: Der Streit dauert unverändert fort. Bei den Bertags- Abgeordneten W. Bock mit dem Streiffomitee stattfand, ist handlungen, welche zwischen den Fabrikanten, sowie dem Reichsfeine Einigung erzielt worden. Organisation zu sprengen, indem sie die Mitglieder, welche für Die Fabrikanten suchen unsere den Verein thätig sind, überhaupt nicht wieder einstellen wollen.. Sie wollen nur solche Arbeiter einstellen, welche geduldig wie Lohn- und Arbeitsbedingungen seitens des Herrn gefallen lassen. ein Lamm, sich alle Brutalitäten und Gemeinheiten, sowie alle Der Arbeiter der alles schafft, soll nichts zu bestimmen haben, er soll wie eine Maschine als willenloses Werkzeug benutt menschenwürdiges Dasein führen, werden; aber auch wir sind Menschen und wollen ein auch das Selbst= Bewollen stimmungsrecht deshalb wollen wir aushalten im Kampfe gegen das Proßzenuns nicht rauben Lassen, thum und hoffen auf die Unterstützung der Arbeiterschaft Deutschlands. wir heranzuziehen und ersuchen wir deshalb besonders die SchuhDie Fabrikanten suchen jekt Arbeitskräfte von außerhalb macher, sich nicht durch süße Versprechungen verleiten zu lassen, nach Burg zu fommen; auch wollen die Fabrikanten in anderen Städten fertige Waare auftaufen, um dadurch den Arbeiter zu zwingen, nachzugeben. Der Geist der Ausständigen ist ein guter Streitbrecher zu verzeichnen. Ausgesperrt sind die Arbeiter in und haben wir von den ca. 500 Betheiligten bis jetzt noch keinen folgenden Fabriken: Konrad Tan u. Ko., Dedermann u. Hömen, Gleiche u. Grabow, Krojanker und Hömen u. Ko. Im Auftrage des Streit Romitee's. Wilhelm Vogt, H. Förster's Restaurant, Unterm Hagen 68 bei Burg. NB. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Achtung, Albumarbeiter. Aus Kopenhagen wird uns mitgetheilt, daß dieser Tage ein Fabrikant in Berlin eintreffen wird, um Albumarbeiter für seine Fabrik anzuwerben. Die dortigen Arbeiter, darunter mehrere deutsche, haben die Arbeit niedergelegt, weil man versuchte, Berliner Atfordpreise einzuführen. Mit dieser Maßnahme konnten sich die Arbeiter nicht einverstanden erklären, da diese so niedrig bemessen waren, daß ein einigermaßen annehmbarer Sohn dabei nicht erzielt werden konnte. Es wird deswegen gewarnt, nach Kopenhagen zu gehen. weiß hierfür auf dem Lande thäten es die gröbften Worte. Das ist grundfalsch. Was Gefühlssachen betrifft, ist der Bauer. mindestens so zart und empfindlich wie der Städter. Aber die Beherrschung der äußeren Formen eines Dialekts macht allein das Kraut auch noch nicht fett. Der Dialett operirt nicht mit Begriffen, sondern mit Bildern, mit ganz be= stimmten Bildern, wie sie sich ergeben aus den natürlichen und sozialen Verhältnissen des Landes, der Gegend, in welcher er er wachsen ist. Wie häufig kommt es vor, daß einer hochdeutsch denkt und diese Gedanken dann in Dialektworte kleidet. Damit wird er im Leben nie eine Wirkung erzielen. So ähnlich ist es dem Pulverfabrik- Arbeiter Nikolaus ers Das wissenschaftliche" Blech, welches der lauthin donnernde Herr Bachem vor Jahr und Tag im Reichstage über den Bufunftsstaat" zum Besten gegeben, hat nicht vermocht, auch nur einen denkenden Menschen vor den Zielen der Sozialdemokratie Die vorliegende Streitschrift wider die Sozialdemokratie graulich zu machen. Nun, geht's nicht mit der Gescheidtheit, so thut's wohl gespräch zwischen interessirt uns hauptsächlich wegen ihrer Form. Das WechselDem Bauer ist die Burleske, dachte die agitationserfahrene Kaplanokratie des im Dialekt und zwar in Knittelversen gehalten. Daraus Zentrums und griff wieder zu den Waffen und Hilfsmitteln, spricht die Hand des erfahrenen Bauernagitators. Die gangen, der auszog, die Sozialdemokraten zu verjagen. Seine deren Wirkungen sie so manches mal mit stiller Freude und be- dramatische Form des Wechselgespräches, Wechselgesanges Knittelverse müssen ursprünglich hochdeutsch gedacht worden sein. friedigter Genugthuung von der Rangel aus verfolgt hat. ist dem deutschen Bauer, besonders dem süddeutschen, etwas Be- Da ist kein Bild, kein Wort, feine Wendung, die wurzelständig Aus diesen Erwägungen heraus ist eine kleine Schrift) ent- fanntes und Liebes; die„ Neujahrsfänger", die heiligen drei herauswüchse aus dem Boden der Mundart, sondern alles an= standen, welche der Verlag der Saar- Zeitung" vor einigen Könige"," Sommer und Winter" u. 1. w. geben heute noch ihre geleimt, aufgepappt, Flitter und flatternde Fetzen die Menge. Tagen in die Welt geschickt. Würden wir unsere Ansprachen in dieser Form zum Besten, und ihr Ber3 ist der, So redet einer, der an der Weichbildgrenze einer kleinen Stadt Aufmerksamkeit nur auf den Inhalt des Schriftchens Knittelvers mit seinen fräftigen Reimen. Berstärkt wird die aufgewachsen ist, den Dialekt nicht beherrscht, dem dafür aber lenten, so tönnten wir die Sache mit einem mitleidigen Sandhabung dieser altgewohnten Form durch die Anwendung jeden Daumen lang das Hochdeutsche durchgeht, wie ein wildAchselzucken und ein paar Worten abthun. Die Borwürfe und des Dialekts. gewordenes Roß Gottes. Unterstellungen, welche in dem Opustulum der Sozialdemokratie Das vorliegende Schriftchen ist ein Verfuch der Klerifalen, und ihren Anhängern und Bertretern gemacht werden, sind so 3 giebt äußerst wenige Menschen, die sich, besonders in ihre Gegenagitation gegen die Landagitation der Sozialdemo alt, wie die Sozialdemokratie selbst. Nech vor zehn Jahren längerer Rede, ohne Ausnahme schriftgemäß ausdrücken; tie traten rein volksthümlich zu gestalten. Sie friegen Angst, die fütterten die bürgerlichen Wizblätter ihre gebildeten Leser mit fleinste Erregung, und aus den Worten des Redners lugt fein lieben Brüder, daß ihnen ihr lester Getreuer, der deutsche, ben Aussprüchen eines Sozialdemokraten", dem aus der einen heimathlicher Dialekt und sei es aus der Klangfarbe eines Botals. Katholische Bauer, auch noch davonläuft. Der Versuch ist noch Tasche eine Petroleumfanne schaute, aus der andern die Schnaps- Der Bauer spricht überall noch seinen Dialekt, in manchen Gegen- schlecht ausgefallen, aber es werden andere fommen. Sie werden flasche guckte, und dessen zweites Wert war: Theilen wir. Den den versteht er nicht einmal hochdeutsch, besonders, wenn es ihm besser werden, aber ihre Wirkung wird troßdem verpuffen. Was Gebildeten darf man heute mit der Frage nicht mehr tommen, in der eingerissenen, schnellen, schnatternden Manier vorgetragen die schwarzen Herren können, fönnen wir auch; und mit uns aber von der Kanzel herab schreckt sie als Wau- Wau die guten, wird. Daß der Dialekt bei jeder Art von Agitation zu umgehen streitet etwas, das sie nie gesehen, die Wahrheit und die Gebraven, großen christkatholischen Kinder noch immer. Und von ist, ist einfach unmöglich. Es fragt sich nur um das Wie der rechtigfeit. daher ist sie in das vorliegende Schriftchen gerathen. In der Anwendung. " Zum Schlusse noch einige Worte über den Herrn Kaplan Borrede wird von einem Kaplan und Präses bezeugt, daß der Wer einen Dialekt nicht vollkommen beherrscht, thut am und Präses J. Mumbauer, der die Knittelverse des Dichters Berfasser ein Pulverfabrikarbeiter" sei, der, gedrängt von seinem besten, ihn entiveder gar nicht anzuwenden oder sich auf wenige Thimmel erläutert, ins Hochdeutsche übertragen und das Schrift. natürlichen gefunden Gefühl, die Verse niedergeschrieben habe. Worte zu beschränken, die in ihrer malenden Anschaulichkeit, werk mit einer Vorrede versehen hat. Auch den Herausgeber Wir wollen das dem Herrn Präses glauben, weil wir es müssen. Frische und Ursprünglichkeit im Hochdeutschen kein Gegenstück hat der Herr gespielt. Trotzdem stempelt er im Vorwort den Wir wollen auch recht gern glauben, daß der Dichter Nikolaus haben. Das macht dem bäuerlichen Zuhörer eine Sache ver- bedächtigen, treuen, gutgesinnten Bauer Hans des Stückes zum Thimmel ein„ gutgesinnter" Arbeiter sei, daß aber seine literarische ständlich, und erfüllt ihn gewissermaßen auch mit Stolz, daß ein Sozialdemokraten. Na, wird der sich bedanken! Ob der hoch Arbeit die Leistung eines intelligenten Arbeiters, daran wagen anderer seine Sprache und Ausdrucksweise versteht. Die schlechte deutsche Nachdichter seine Verse nach den„ Leberreimen" gemodelt, wir zu zweifeln. Und stark auch noch. Was er gegen die Sozial- Anwendung eines Dialektwortes dagegen hat schon manchen beim Reimen sich den seligen Kandidaten Jops zum Vorbild ge Redner um den Erfolg seiner Anstrengung gebracht, ja nommen oder aus den Büchern eines Morih Busch geschöpft, *) Der Bauer und der Sozialdemokrat." Ge- ihn lächerlich gemacht. Nur สิน leicht glaubt der wage ich nich zu entscheiden. Vielleicht ist die Leistung auch spräch zwischen dem Landmann Hans und dem Arbeiter Jacob. Bauer, daß ihm mit seinem Dialekt aufziehen unverfälschter Eigenbau. Ein Prä muß ein Präses doch wohl Bortrag in der Mundart des Saargaues von dem Fabritarbeiter oder hänseln will. Man meint vielfach, und die so- schließlich haben." Nicolaus Thimmel aus Fraulautern. genannte deutsche Dialektdichtung liefert den traurigsten Beman GO Die Zimmerer Danzige ersuchen uns, mitzutheilen, daß smalen Fracht bezw. im Wechselverkehre des bayerischen Fracht. Die Exekutive bes Ordens der nights of Labor ber Streit unverändert fortdauert; betheiligt daran find antheiles im Rückvergütungswege nachgelassen wird. Staats- hat ihre Sympathie für die streitenden Kohlengräber erklärt und 500 Wiann, d. b. fast alle Zimmerer Danzigs. Streitbrecher hilfe für die„ nothleidenden" Großgrundbesitzer, Staatshilfe für ebenfalls den Streit der„ A m. Railway Union" an der haben sich kaum 10 gefunden. Die Lohukommission bittet, ihr die Schlotbarone, nur nicht für die Arbeiter, sonst wirkt die Great Northern Bahn indossirt. Dagegen sind die Mitglieder materielle Unterstützung zugehen zu lassen und dieselben zu richten Staatshilfe demoralisirend und steigert die Begehrlichfeit. So der alten Organisationen( Brüderschaften) der Maschinisten, an: Eugen Sellin, Danzig, Rittergaffe 17. behaupten die Vertreter des fapitalistischen Klassenstaates. Heizer und Bremser, welche sich erst dem Streit angeschlossen batten, wieder an die Arbeit zurückgekehrt. Von den 1800 hierbei in Betracht kommenden Meistern Versammlungen. leber den großen Tischlerstreit in Wien wird uns von Auch bei den Bergwerken, Hütten und Salinen des dort ein eingehender Situationsbericht zugesandt, den wir hier preußischen Staates ist im Etatsjahre 1892/93 bie 3 a hl im Auszug folgen lassen: Seit 16. April d. J. befinden sich der Arbeiter herabgefest worden. Es wurden durchgegen 13 000 Tischler sammt deren Hilfsarbeitern im Ausstande schnittlich 632 Arbeiter weniger beschäftigt als im Jahre vorher. und muß derselbe, mit Ausnahme der Kisten- und Photographen Die Produktion von Erzeugnissen des Bergbetriebes und der Die Freie Vereinigung der Graveure und Ziseleure apparat- Tischler, welche sich wegen der für sie ungünstigen Steinbrüche und Salinen ergab dem Werthe nach rund hielt am 7. Mai cr. ihre zweite Monatsversammlung ab, in der Geschäftskonjunktur nicht betheiligten, als ein allgemeiner be- 3 Millionen Mark weniger Gewinn als im Etatsjahre 1891/92. Herr Dr. Wurm in einem lehrreichen Vortrage über die häufigsten zeichnet werden. Auf die von den Arbeitern gestellten Trotzdem betrug der rechnungsmäßige Ueberschuß noch über 13% Augenleiden der Graveure und Biseleure sprach. Nachdem der Forderungen gaben die Meister in einer am 25. April ab: Millionen Mart. Referent durch Experimente die einzelnen Theile des Auges er gehaltenen Generalversammlung eine ablehnende Antwort. Die Gefinde- Orbunng foll bleiben. In einer mit 1000 läutert hatte, sprach er in eingehender Weise über die verschie haben bis jetzt 156 die Forderungen als: Achtstundentag, Ab- Unterschriften bedeckten Petition hatten landwirthschaftliche Bedensten Leiden in unserem Berufe. Des weiteren warnte Redner schaffung der Akkordarbeit und Minimallohn per 10 fl., be- amte beim Abgeordnetenhause beantragt, gleich den Gewerbe- vor Vernachlässigung der leichten Verlegungen und führte durch willigt, während der andere Theil in der größten Bedrängniß, gehilfen dem Handelsgesetz unterstellt zu werden. Gegenwärtig einige Beispiele die schweren Folgen an, welche aus geringen Verlegungen entstehen können. Lebhafter Beifall wurde dem von Tag zu Tag auf das Brechen des Widerstandes und die finde- Ordnung vom 3. November 1810 als auch für die In- eine Reihe eingegangener Fragen und ergänzte an der Hand dererklärt man die unter ganz anderen Verhältnissen erlassene Ge- Redner zu Theil. In der Diskussion beantwortete der Vortragende damit verbundene Rückkehr der Arbeiter in die Werkstätten fpektoren und Landwirthschaftsbeamten maßgebend. Die Juſtiz- felben seinen Vortrag in zufriedenstellender Weise. Nach ErDie Mittel zur Unterstützung erwiesen sich bei der großen überzugehen. Es liege fein ausreichender Grund vor, zu erklären, ledigung einiger geschäftlicher Mittheilungen und der Aufforde Anzahl der im Ausstande Befindlichen, als auch bei der nicht daß die Gesinde- Ordnung auf die Wirthschaftsbeamten teine An- rung für rege Benußung der Bibliothek, welche durch zwei Jahr kämpfen die Arbeiter mit einer an Heroismus grenzenden wendung finde, und zwar um so weniger, als die Bezeichnung größert wurde, schloß der Vorsitzende die zahlreich besuchte VerAusdauer. Die an die Streitenden bisher verabfolgte Unter- Wirthschaftsbeamter" zu wenig streng begreiflich sei, um darauf- fammlung. ftübung betrug pro Kopf und Woche 1 Gulden 50 Kreuzer bis hin allgemein die Bestimmungen der Gesinde- Ordnung für nicht anwendbar zu erklären. Von einem anderen Mitgliede der Kom mission wurde noch ergänzend bemerkt, daß gerade auch diese Materie der baldigen reichsgefeßlichen Regelung entgegenfehe und gegenwärtig zu einer doch nur vorübergehenden landesgesetzlichen Regelung kein genügender Grund vorliege. wartet. voraus geahnten Länge des Streits als unzureichend und gegenüberstehen. gänge der„ Neuen Zeit" und mehrere andere Werke ver. Der Frauen und Mädchen Bildungsverein des ar beitenden Volkes für Berlin und umgegend ( Filiale Charlottenburg) tagte am 9. Mai. Fräulein Ottilie Baader übernommen, die in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über die technisch- wirthschaftliche Revolution der Neuzeit und die Frauenarbeit sprach. Hierauf erfolgte eine lebhafte Diskussion, an der sich Frau Mesch und Genosse Siegerist betheiligten. Ein Vorschlag, alle Monat eine Vereinsversammlung und eine Wanderversammlung einzu berufen, wurde dem Vorstand überlassen. 2 Gulden und ist bei dieser minimalen Unterstüßung nicht nur der Widerstandsfonds, sondern auch die durch die Sammlungen eingelaufenen Beträge vollständig aufgebraucht, so daß wir gegenwärtig, knapp vor der Entscheidung, mittellos und ohne alle Aussicht auf ausgiebige Unterstützung den Unternehmern Was das Unternehmerthum an Gewinn einstreicht, Nachdem es sich bei diesem Lohnkampfe, betreffs Erringung darüber geben wir unter der Rubrik: Rapitalistische Entdes achtstündigen Arbeitstages, nicht nur allein um die Unter- behrungslöhne" unseren Lesern von Zeit zu Zeit einige Daten. nehmer der Tischlerbranche, sondern auch um die der anderen Auch der Ueberschuß, den der Staat aus seinen Betrieben allIndustriezweige handelt, so ist denn auch der Umschwung jährlich herauszieht, ist nicht so unübler Art. Wird er auch zum in der Taktik der Regierung und der ihr unterstellten Be- großen Theile zusammengebracht durch die gänzlich ungenügende In der Generalversammlung des deutschen Metall hörden ein begreiflicher. Bei bem musterhaften Ver- Honorirung der Leistungen des unteren Personals was macht arbeiter Verbandes wurden nach einem beifällig aufhalten und der bereits vierwöchigen Ausdauer sämmtlicher das; Geld riecht ja nicht. Kommt der echt kapitalistische Pferde- genommenen Vortrag von Frl. Baader, die Berichte über bas Streifender, ist die Möglichkeit der Erringung des bisher fuß hier unverhüllt zum Vorschein, so scheint dem Sparsiun des 1. Quartal 1894 vorgelegt. Aus dem Bericht des Bevoll in Desterreich nur theoretisch behandelten Achtstundentages nicht Staates doch manchmal ein Zügel angelegt zu sein, sobald die mächtigten ist zu entnehmen, daß die Ortsverwaltung eine rege ausgeschlossen, weshalb sämmtliche Unternehmer und die auf ihrer mit letterem im Vertragsverhältniß stehenden Industriellen in Thätigkeit entfaltet hat. Die Berfammlungen waren sehr gut Seite stehenden Behörden die Gefahr erkennend, mit allen Mitteln Betracht kommen. Ein Beispiel hierfür liefert uns der Militär- besucht; in den Werkstätten ist durch das Vertrauensmännerfystem den Streit zu unterdrücken suchen. effekten- Fabrikant Emil Meyer in Breslau, dem seit eine erfolgreiche Agitation für den Verband wachgehalten worden. Dem Widerstande der Unternehmer der Tischlerbranche liegen 25 Jahren die Lieferung von Dienstleidern für Angehörige des Die Mitgliederzahl hat sich von 287 auf 314 gesteigert. Der demnach nicht nur Motive rein persönlichen, sondern die des Ober- Postbirektionsbezirkes Breslau übertragen Kassenbericht weist eine Einnahme von 365,24 M. und eine Ausallgemeinen Unternehmerinteresses zu Grunde, so daß die ist. Herr Meyer hat dieses Jubiläum nicht würdiger zu feiern gabe von 349,85 M. auf, wovon 243,04 m. als ausgezahlte tapitalfräftigeren Fabrikanten, welche hierbei fast ausschließ- vermocht, als indem er bem Töchterhort", der neuesten Reiseunterstüßung auf das Konto der Hauptkasse tommen. Ueber lich in Betracht kommen, durch Beschlüsse der Handels- und Ge: Schöpfung postalischen Wohlwollens, das ja in erster Linie in der den Antrag, mit dem Berliner Metallarbeiter- Verband bezüglich werbevereine, sowie Der diversen Industriellenflubs sich Errichtung von Wohlthätigkeitsanstalten zum Ausdruck kommt, des Arbeitsnachweises in Verbindung zu treten, wird zur Lages gebunden erachten. Die Bedrängniß, in welcher sich die zur beliebigen Verwendung die Summe von 1000 M. überwiesen ordnung übergegangen. felben gegenüber ihren Architekten, Baumeistern 2c. befinden, hat hat, nachdem er bereits im Oftober 1891 dem„ Horta" den gleichen fie schon gänzlich topflos gemacht, so daß die Situation des Betrag zur Verfügung stellte( Dt. Verkehrs 3tg." Nr. 16 vom Streifs, wenn wir von der Uninöglichkeit, die Leute materiell 20./4. 94). zu unterstützen, absehen wollen, als eine günstige bezeichnet werden muß. Da jedoch die Unternehmer über den Stand der Unterstützungsmittel informirt zu sein scheinen, so knüpfen sie daran die Hoffnung, daß in der nächsten Zeit eine Entmuthigung der im Lohnkampfe Befindlichen playgreifen wird. Die Entscheidung hängt demnach an einem Zwirnsfaden und tommt es jetzt darauf an, welcher von beiden Theilen in diefer Kraftprobe er liegen wird. Was den Unternehmern nicht möglich ist, das überlassen ste der Polizei und den Bezirksämtern zur Besorgung an der Vernichtung des Streits. Einzelne, in der Nähe von Tischlereien befindliche Personen werden arretirt, andere auf die Bezirksämter vorgeladen, wo man ihnen bemerkt, fie möchten doch zurück in die Werkstätten gehen, site werden polizeilich beschützt, widrigen falls gegen sie wegen Kontraktbruchs strafbar vorgegangen werden müßte. Mehr als 200 Streifende find verhaftet und ein großer Theil bereits verurtheilt. Doch das alles vermag die eiserne Ausdauer der Streifenden nicht zu erschüttern. Wir sehen gegenwärtig einer fiegreichen Durchführung dieses Streits auf das Zuversichtlichste entgegen und wenden uns vertrauensvoll an die Organisationen Deutschlands mit der Bitte, uns in diesem Rampfe thatkräftigst zu unterstüßen. Boller wir nicht erleben, daß die Streifenden durch die Hungerpeitsche zurückgetrieben werden in die Werkstätten, so ist Hilfe dringend nothwendig. Mit sozialdemokratischem Gruß Ferdinand Staret, Wien V/ 2, Arbeitergasse 41. NB. Für Unterstützungen aus Berlin übernimmt die Exped. d. Vorwärts" gern die Uebermittelung. Nixdorf. Am 11. Mai tagte hier eine öffentliche Versamme lung der Delegirten des Gewerkschaftskartells. Das Bureau bildeten die Genossen Schulz, Poteiste und Lieben. Zun ersten Daß diefe milden Gaben von der Stiftung dankbar ent- Punkt der Tagesordnung, die Aussperrung der Böttcher, nahm gegengenommen wurden, ist bei dem innerhalb der Postverwal die Versammlung folgende Resolution an: Die Versammlung tung waltenden Wohlthätigkeitsfinn" ebenso begreiflich, wie daß des Gewerkschaftskartells hält den in der Boltsversammlung am der Fabrikant Meyer bei seinen Schenkungen feineswegs einem 6. Mai ausgesprochenen Boykott aufrecht und verpflichte sich die ihm innewohnenden Triebe auf Milderung von Noth und Elend, Delegirten, in ihren Gewerkschaften dafür zu agitiren, jo lange das hätte er ja viel näher unter feinen" Arbeitern folgt, das Bier der Vereinsbrauerei zu meiden, bis die Forderung der sondern nur die inder nach Profit jagenden Gesellschaft allgemein Böttcher erfüllt ist." Zum zweiten Punkt der Tagesordnung ers übliche Praxis ausübt, nämlich, wie es im Boltsmunde heißt, stattete Genosse Pannide Bericht über das Schicksal der Petition mit der Wurst nach der Speckseite zu werfen. für Einführung des Gewerbegerichte. Nachdem die Petition. alle Wenn aber Herr Meyer im Stande ist, von dem Berdienfte Instanzen bis zum Handelsminister glücklich überstanden hat, aus der ihm von der Postverwaltung übertragenen Lieferung wurden die Petenten von der letzten Instanz abschläglich bes innerhalb 22 Jahren 2000 m. zu milden Stiftungen derselben schieden, weil wie es in dem Bescheid heißt, die EinverleibungsVerwaltung zu verwenden, so find nur zwei Wege denkbar: frage noch schwebt. Bum dritten Punkt, Gewerkschaftliches, stellte Entweder liegen die Lieferungsbedingungen außerordentlich Genosse Freese den Antrag, das Gewerkschaftskartell möge Marken günstig für ihn dann müssen diese Schenkungen die Post beschaffen, welche unter den Arbeitern vertrieben werden können, verwaltung zur Prüfung der Frage veranlassen, ob im Interesse damit man auch Gelegenheit habe, den Indifferenten zu einer des Staatssäckels nicht ein anderer Abschluß geboten ist; viel Beifteuer heranzuziehen. leicht würde sich bei Ausdehnung dieser Frage auch auf die anderen großen Lieferanten Lachs, Mohr u. Speier 2c. eine solche Ersparniß ergeben, daß den Post- Unterbeamten der bis jetzt von ihnen zu zahlende Zuschuß zur Dienstkleidung erlassen werden könnte, was jedenfalls viel eher am Plate wäre, als Almosen aus den Wohlfahrtseinrichtungen; oder aber Herr Emil Meyer zahlt, um auf die Kosten seiner Milothätigkeit zu kommen, seinen Arbeitern entsprechend niedrige Löbne, was allerdings ebenso nahe liegt. Unsere Breslauer Genossen werden über den letzten Punkt wohl besser informirt sein. Sum Bergarbeiterftreit in BenfyIvanien wird uns von dort geschrieben: Der Streit soll günstigere Aussichten haben, als selbst die Führer hofften, da es heißt, die KohlenStaatshilfe. Den bayerischen Spiegelglas- Fabrikanten wird vorräthe feien viel geringer, ale jene angenommen hatten. vom 1. Mai bis Ende Oktober L. J. eine Frachterleichterung in Möglich ist das schon, da die Minenbefizer, um den Preis hochder Weise gewährt, daß denselben für die zur Erzeugung des zuhalten, feit Monaten die Produktion eingeschränkt hatten. Rohglafes benöthigten Materialien, als Soda, Sand, Kalt, Andererseits find die Streifenden aber ohne alle Mittel, der Scherben, Thon und Glauberfalz, dann für das zum Zwecke der Verband verfügt ebenfalls über feine und auf Unterstützung von Veredelung in einheimischen Schleifereien, Polirwerken und anderer Seite ist unter den obwaltenden Umständen nicht zu Spiegelbelegereien versendete Rohglas der dritte Theil der nor- rechnen. Literarisches. Folgende Berichtigung geht uns zu: In Ihrer Nr. 107 vom 11. Mai, 2. Beilage, schreiben Sie bei Besprechung der Verfammlung der streifenden Böttcher", daß die Brauerei Boruffia, wie verlautet, den Betrieb am 1. Juni einstelle. Dies ist that sächlich unwahr, und geeignet, mein jetzt allerdings nur bis zur Subhastation resp. 20. Juli gepachtetes Unternehmen zu schädigen. zur Nichtigstellung theile ich Ihnen mit, wie auch durch Bublitation bekannt gegeben ist, daß von mir sämmtliche Be stände, Borräthe, Debitores, Pferde und Wagen vom Konkurss massen- Verwalter Herrn Gödel gekauft und bezahlt sind und der Betrieb unverändert fortgesetzt wird. Brauerei Borussia. Wilh. Hewald, i. V.: Franz Hassen. Briefkaffen der Expedition. H. Beer, Wien. Ihr Abonnement läuft vom 2. März bis ultimo August 1894, die fehlenden Nummern haben wir Ihnen sofort gesandt. Auf eine Kritik Proudhon's, oder vielmehr der einzelnen für glücklich gewählt, da und die heutige Rechtsordnung fo Phasen in Proudhon's theoretischer Entwickelung geht Stammler außerordentlich verbesserungsbedürftig erscheint, daß wir einen nicht näher ein. Er sucht nur logisch nachzuweisen, daß deffen anderen Ausbruck mählen würden als Vervollkommnung". Die Theorie des Huarchismus von Dr. Rudolf Stammler, Meinung von einer natürlich bestehenden Harmonie als der Auch die Stammler'sche Begründung der Nothwendigkeit des Professor an der Universität Salle a. G. Berlin. Berlag gesetzmäßigen Grundlage des sozialen Lebens anzutreffend ist, Rechts erschöpft die Sache nicht. Neben dem Hinweise barauf. von D. Häring. 1894. und daß diejenigen Anarchisten, die, auf Proudhon fußend, sich daß die Gesellschaft eine große Anzahl von Individuen( Kinder, In der Einleitung au seiner Broschüre hebt der Verfasser eine kommunistische Gesellschaft auf grund ausschließlicher in Greife, Krante u. f. m.) umfaßt und immer umfassen wird, die richtig hervor, es werde über den verbrecherischen Attentaten dividuell lösbarer freien Vereinigung herstellbar denken, mit sich nicht die zur vertragsmäßigen Bereinigung mit andern erforder einiger zum Anarchismus sich bekennender verworrener Menschen selbst in Widerspruch gerathen. Thatsächlich seien sie in ihrer liche Befähigung befizen, hätte es noch der Berücksichtigung der leicht vergessen, daß es eine Theorie des Anarchismus giebt, die Mehrzahl dem Ziele nach Sozialisten, die, durch die schweren Hechtsobjekte und ihrer Eigenart bedurft. Auch wenn die Vors von der Sozialwissenschaft nicht ignorirt werden darf. Der Ber- Mißstände der gegenwärtigen Rechtsordnung erbittert, fälschlicher aussetzung der thatsächlichen Verfügungsfähigkeit aller Individuen faffer versucht nun aus den vorhandenen Schriften anarchistischer weise die Rechtsordnunh überhaupt für entbehrlich hielten. In autreffend wäre, würde die Gesellschaft doch nicht die Verfügung Theoretifer den wissenschaftlichen Kern ihrer Lehre heraus- fich geschlossener und konfequenter sei das System May Stirner's, über den Grund und Boden, ausschließlich der indivis ba dies eine zuschälen. Er verzichtet auf die Erörterung der von den ver- das auf dem absoluten Egoismus bafirt, bem natürlich eine duellen Vereinbarung überlassen können, und nicht beliebig vermehrs schiedenen anarchistischen Richtungen befürworteten Mittel und menschliche Gesellschaft nicht über den Verein von Egoisten gleichzeitig unentbehrliche man darf. Gäbe Wege zur Verwirklichung ihrer Jbeen und beschränkt sich darauf, hinauswachsen Stirner seinen Aus- bare Kommodität ist, und da die Gesellschaft gegenüber nachzuweisen, worin sich der Anarchismus sowohl von der gangspunkt zu, das isolirte, völlig auf sich selbst den Ausnußungsbestrebungen der heutigen Individuen unter heutigen geltenden Ordnung wie auch vom Sozialismus unter geftellte Jch, so sei das System unanfechtbar. That Umständen die Interessen fünftiger Generationen( die ein poten scheidet. Bei der Untersuchung der beiden Hauptrichtungen fächlich sei das isolirte, auf sich selbst gestellte Ich aber tieller Bestandtheil der heutigen Gesellschaft sind) zu wahren hat. des Anarchismus, der kommunistischen, die auf Proudhon, weiter nichts als ein dem Kopfe Stirner's entsprungenes Hirnund der individualistischen, die auf Max Stirner zurückgeht, gespinst. Es sei mehr als ein geistvolle? Paradoxon, wenn ein führt Stammler aus, daß die Theoretiker des Anarchismus einig zeitgenössischer Philosoph dem gegenüber den Ausspruch gethan sind in der Verneinung der Nothwendigkeit des Rechts überhaupt. habe:„ das Individuum ist eine Fittion, so gut wie das Atom." Sie erstreben nicht, wie man ihnen nach oberflächlicher Bekannt- Die wissenschaftliche Bedeutung der Theorie des Anarchisschaft mit ihren Schriften hin und wieder vorgeworfen hat, das mus" erfennt Stammler darin, daß in ihr der radikalste Stepallgemeine Fauftrecht, den Krieg aller gegen alle, als den Jdeal- tizismus in Sachen der Rechtsordnung beschlossen ist." zustand der Menschheit, sondern glauben, daß die natürliche Der Sozialismus stimme nun gegenüber dem Anarchismus Das Berliner Verkehrslegifon, das dieser Tage im Bers Intereffenharmonie der Einzelnen ein geordnetes Zusammenleben mit den Vertretern der heutigen Rechtsordnung überein, als er lage von Max Schildberger neu erschienen ist, bietet auch dies und Zusammenwirken der Menschen, auf grund seiner, also jederzeit das Mittel der Rechtssagungen an sich zur Herstellung einer mal auf dem denkbar tleinsten Raume eine Fülle von Angaben durch den einzelnen Theilnehmer wieder lösbarer Vereinbarungen, er gesellschaftlichen Ordnung für unentbehrlich erflärt; er be nicht allein über das, was der Berliner über das Innere feiner zeugen werde. Während sie also die vom Staat oder anderen mensch fämpft indeß entschieden den Rechtsinhalt der heutigen Stadt wissen muß, sondern es enthält auch über die Verkehrslichen Bereinigungen ausgegangenen Rechtssagungen ver. Rechtsordnung. Stammler begründet die Nothwendigkeit des verhältnisse nach außen hin eine vortreffliche Uebersicht. Es läßt werfen, wollen sie die gegenwärtig neben jenen Rechts- Rechts in seinem formalen Bestande auf die Erwägung, daß die sich aber die Bemerkung nicht unterdrücken, daß das Leriton in seinem satzungen gleichfalls wirksamen Konventionalregeln rechtliche Organisation die einzige ist, welche allen Menschen ohne Adressenverzeichniß stabiler geblieben ist, als nöthig wäre. Um einiges aum alleinigen Hebel der gesellschaftlichen Unterschied besonderer zufälliger Eigenschaften offen steht", und Mangelhafte herauszugreifen, weisen wir z. B. darauf hin, daß Beziehungen der Menschen machen.( Nebenbei gelingt meint deshalb:" Darum tann nicht in der Abschaffung des rechts Adressen, wie die des Alters- und Invalidenversicherunge- Ges Stammler hier im Gegenfah zu anderen Juristen eine sehr glückliches Bwanges als solchen, sondern nur in der Vervollkommnung bäudes und des Gewerbegerichts in dem Beriton immer noch liche und einwandsfreie Scheidung des Begriffs der Rechts des geschichtlich überlieferten Rechtes seinem Inhalte nach der nicht zu finden find. Hoffentlich wird derartigen Mängeln, deren satzungen" von dem der Konventionalregeln", auf die wir aus foziale Fortschritt gefunden werden." Die Faffung dieses legteren bei genauerer Prüfung vielleicht noch mehrere zu finden wären, brücklich verweisen.) Sages halten wir von unserem Standpunkte aus nicht gerade in der nächsten Ausgabe nach Kräften abgeholfen. Obgleich die Schrift derartige Rücken aufweist und der Ver. faffer ja auch keineswegs das Thema erschöpfen wollte, ist sie doch äußerst anregend, besonders in ihren juristischen Beweise führungen Neues bietend und kann deshalb jedem Sozialpolitiker gl zur Lektüre dringend empfohlen werden. Größtes Manufaktur- und Modewaaren- Hans des Nordens M. Grünberg, Inhaber: L. N.& A. Jacob. 766L Müller- Strasse 18!( Ede Weddingplatz). Verkauf nur gegen Baar zu streng festen Fabrikpreisen. Müller- Strasse 181( Ede Weddingplatz). Elegante HerrenElegante Herren- u. Sinaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß. Paletots. empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen Anzüge. J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Cdte der Stettinerstraße. Ich habe keine Filialen und Behe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerz Künſtl. 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Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. Gäste( Damen und Der Vorstand. Serren) sehr willkommen. 150/19 Möbelpolirer! Am dritten Feiertag findet eine Herrenpartie " 449/19 aller Kollegen statt. Treffpunkt früh 7 Uhr Schlesischer Bahnhof"( Madaistr.). Abfahrt mit Nordringzug nach Station Jungfernhaide, von dort nach Haselhorst- Saatwinkel zc. Freunde und Genossen tönnen theilnehmen. A. A.: Robert Weber, Achtung, Genoffen aller Orts! Falls irgendwo der Möbelpolirer Max Günther, geb. am 3. November 1866 zu Berlin, auftauchen sollte, dies fofort Unterzeichneten zu melden ev. den Günther festnehmen zu lassen. Unter Mitnahme unseres Verbands- Rassenvermögens, ca. 280-300 M., verschwand derselbe am 16. April, Abends kurz vor der Revision. Derselbe ist blond, hat D- Beine und trägt Brille oder Pincenez. Wir bitten auf denselben Acht zu geben. Der Vorstand des Verbands der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Robert Weber, Vorsitzender, Berlin NO., Fliederstr. 6. Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Ordentliche Mitglieder- Versammlung am Donnerstag, 17. Mai, Ab. 8 Uhr, in Brodnow's Salon, Sebastianstr. 39. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Ad. Hoffmann über: Gesez und Recht. 476/10 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Kollegen! Da Genosse Hoffmann die Rückfahrt nach Pankow nicht verpaffen darf, wird die Versammlung pünktlich eröffnet. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. und verw. Berufsgenossen. Mitglieder- Versammlg. am Dienstag, den 15. Mai 1894, Nachmittags 4 Uhr, in Pyrtet's Lokal Gipsstraße 3. Tagesordnung: 86/5 1. Regelmäßige Monatsgeschäfte. 2. Wissenschaftlicher Vortrag. 3. Verschiedenes. Gäste sind herzlich willkommen. Der Vorstand. J. A. E. Gütschow. Orts- Krankenkasse der Böttcher in Berlin. Laut Erlaß des Oberpräsidenten der Proving Brandenburg und von Berlin vom 19. April 1894 hat folgende Aenderung des Statuts stattgefunden und tritt mit 30. April dieses Jahres in Kraft: B. Ordentliche Kaffenbeiträge. § 28. Die monatlichen Raffenbeiträge betragen: 1. für männliche Mitglieder über 16 Jahre, ausschließlich der Lehrlinge 2,85 M.; Ausstellung Italien in Berlin. Täglich geöffnet von Morgens 10 Uhr bis Nachts 12 Uhr. Am 1. und 2. Pfingstfeiertage, Morgens 5 Uhr: Gr. Früh- Concert von 5 Kapellen. Bon Nachmittags 2 Uhr: Grosse Concerte sämmtlicher Kapellen und Sängercorps, Mailänder Marionetten. Theater, Vorstellungen im Venezianischen Variété. Während des ganzen Tages Gondelcorso auf dem Canale grande. Entree bis 10 Uhr Vorm. 30 Pf., nach 10 hr 50 Pf. Täglich in der grande trattoria non rüger: Dejeuners und Soupers von 2 bis 10 Mark, Wein erßer Häuser, verschiedene echte Biere etc. Sebring enmitglieder Th. Keller's Hofjäger 2. für männliche Kaffenmitglieder unter 16 Jahren und für Lehrlinge 1,25 m. Borstehender Paragraph wird als zweiter Nachtrag zum Statut gedruckt. Berlin, im Mai 1894. Der Vorstand. 113/11 Otto Schmidt, i. V.: Otto Thonac, stellv. Vorsitzender. Schriftführer. Orts- Krankentafe des Maurergewerbes zu Berlin. Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. Am 1., 2. und 3. Pfingstfeiertage, Morgens 5 Uhr: Grosses Früh- Doppel- Concert. 70/10 Am 1., 2. und 3. Feiertage Nachm. 4 hr: Am 2. und 3. Feiertage: Grosses Garten- Concert. Marionetten- Theater. Volksbelustigungen aller Art. Ball. Entree für jedes Konzert 15 Pf., vorher in den mit Plakaten belegten Handlungen 10 Pf. Die Kaffeküche ist von Morgens 4 Uhr ab geöffnet. A. Froelich. Mittwoch, den 16. Mai: Erstes grosses Kinderfest. Deffentl. Textilarbeiter Versammlung Einladung. Schlosspark Wilhelminenhof. ( Weber, Wirker, Posamentiere etc.) Dienstag, den 15. Mai( 3. Feiertag), Vormitt. 9% Uhr, in Nieft's Salon, Weberstr. 17. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kollegen Löscher und Resch über ihre nach Ratscher ( Schlesien) unternommene Untersuchungs- und Werbereise. 2. Bericht der Lohnkommission über: Die Stellungnahme der Fabritanten zu ihrer Forderung. 7586 3. Beschlußfassung über weitere Maßnahmen in Sachen der Lohnbewegung. Achtung! Der Einberufer. Former! Bentral- Verein der Former Achtung! sowie aller in Eisen- u. Metallgießereien beschäft. Arbeiter. Dienstag, den 15. Mai, Vormittags 10 Uhr, Schulzendorferstr. 27: Grosse Versammlung. Zages Ordnung: = 1. Vortrag des Kollegen Schwarz. 2. Diskussion. 3. Spezialberathung der Statuten für die Orts- Buschußtaffe. 4. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreichen Besuch bittet 154/20 Die Ortsverwaltung. Dienstag, den 22. d. M., Abds. 8 Uhr, im großen Saale des Herrn Bolt, Station der Dampfschifffahrts- Gesellschaft.a Alte Jakobstr. 75: Außerordentliche Bahnstation Johannisthal. Für Fußgänger auch von Sadowa in 30 Min. Generalversammlung der Vertreter der Arbeitgeber und Kaffenmitglieder der„ Dris- Krankentasse des Maurergewerbes". Tages- Ordnung: 1. Beschlußfassung über die Ver. fügungen des Herrn Oberpräsidenten, betreffend die Erhöhung der Beiträge und Abänderung des Statuts. 158L* durch prachtvollen Laubwald zu erreichen. Beste Gelegenheit für Tages- und Nachmittags- Ausflüge. Besonders geeignet für kleine und größere Gewerkschaften. Bei ungünstiges Fr. Dolinski. Witterung für ca. 3000 Personen sichere Unterkunft. Badstr. 58. Weimann's Volksgarten. Pankstr. 25. Am 2. Feiertag: Früh- Concert und Sängerfest Dirigent: Herr Gutau. 2. Bericht des Vorstandes über seine der Vereine Deutsche Einde" ,,, Eintracht"," Vorstädt. Liedertafel" bisherigen Maßnahmen zu diesen Verfügungen resp. das Vorgehen der Aufsichtsbehörde. 3. Verschiedenes. Berlin, den 8. Mai 1894. Der Vorstand. 77 A. Dähne, A. Kelpin, Vorsitzender. Schriftführer. Bekanntmachung der 751b Am 2. und 3: Konzert. Spezialitäten 1. Ranges. Ball. Entree 25 Pf. Kaffeeküche. Bolksbelustigungen. Mittwoch: 1. Kinderfest. 1., Schloß Weißensee. Pf., 25 Pf. 2., 3. Pfingstag Gr. Land- und Wasser- Feuerwerk. übertreffl. preisgetr. Entrée 30 Ft., im Thurmseillauf d. un Anfang 4 ust. Broth. Niagara. Gr. Militär- Konz.1arde- Drag. Reg. und verwandt. Gewerbe zu Berlin. Seetheater. iur. Bal champêtre. arquetboben. Drtskrankenkasse d. Korbmacher Geschlechtlich ertranften RaffenmitBund der gesell. Arbeitervereine Berlins u. Umg. sliedern wird ein Strantengeld gewährt. Versammlung am Sonntag, den 20. Mai, Vorm. 10 Uhr, Annenstr. 16. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann. 2. Aufnahme neuer Vereine. 8. Bundesangelegenheiten und Fragekasten. Bundesvereine werden ersucht, vom Stiftungsfest abzurechnen. 495/4 Nieder- Schönhausen und Umgegend. Dienstag, den 15. Mai, Nachmittags Punkt 2 Uhr, in Thieme's Lindengarten", Linden- Straße Nr. 25: Große öffentliche Volksversammlung TENAS Zages. Drdnung: 1. Der Kampf ums Dasein!" Referent Genosse Adolf Hoffmann. 2. Was lehrt uns die Lokalsperre? 3. Diskussion. 4. Verschiedenes.[ 759b] Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Der Einberufer. Der Bezirksausschuß. Leyser. Vorstehender Nachtrag tritt mit dem Tage der Bekanntmachung in Kraft. Berlin, 13. Mai 1894. 760b F. Podszuks, Vorsitzender. A. Kaweletzky, Schriftführer. Ortskrankenkasse der 2. schneidiges Personal. Prachtvoller Feiertag: Früh- Konzert, See- Theater, Frühlings- Bail. Mitw. versch. Gesangvereine. Elektr. Nutschbahn. Dampfer, Volksbel. aller Art. 768 Anfang 5 Uhr. Entrée 25 Pf., vorh. 20 Pf. Pferdebahn- Verbindung ab Molkenmarkt 4 Uhr früh. Vorläufige Anzeige: Donnerstag, 17. Mai: 1. Monstre- Feuerwert der Saison. bardmento Rio Janeiro 3. Barth, St. Schent. Charlottenburg. 1699 Steindrucker Lithographen Brauerei Gambrinus. u. Berlin. Am Montag, den 21. Mai, Abends 8 Uhr, findet im kleinen Saale des Wallstr. 94 und Bismarckstr. 23. Heute, Sonntag, den 1. Pfingst- Feiertag: Eröffnung der Vereinshauses, Sophienstr. 15, eine Großen Spezialitäten- und Theater- Vorstellungen, Wahlversammlung der Arbeitgeber statt. Tagesord.: Nachwahl von 57 Vertretern der Arbeitgeber. Berlin, 12. 5. 1894. 761b M. Stuhlmann, Borsigender. Verein zur Wahrung d. Interessen d. Stodarbeiter Berlins. Versammlung Schneider und Schneiderinnen! en d. Stodarbeiter Berlins. Am 2. Pfingßfeiertag: Ausflug nach Johannisthal. Treffpuntt: Restaurant Senftleben früh 8-11 Uhr. Alle Kollegen und Kolleginnen sind hierzu eingeladen. 899/2 Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Verein deutscher Schuhmacher. Am 2. Pfingstfeiertag: Ausflug nach dem Grunewald. Abmarsch: Früh 61/2 Uhr vom Brandenburger Thor( rechts). Abfahrt: 71/2 Uhr vom Bahnhof Alexanderplay. Treffpunkt: 10 Uhr auf dem Spandauer Bock. Alle Kollegen und Freunde sowie die umliegenden Filialen sind hiermit eingeladen. 465/2 Am 1., 2. und 3. Festtag: Neue Welt. Eröffnung der Saison. Am 2. Festtag: Früh- Konzert und Früh- Ball. von 4 Uhr Nachm. ab: Am 1., 2. u. 8. Fetas Finterbusch- Konzert. Spezialitäten- Vorstellung Brillant- Feuerwerk m 2. u. 3. Internationalen Fahnenjaal: Ball. 767M Feiertag im Volksbeluftigungen aller Art à la Dresdeuer Vogelwiese. Mittwoch, 16. Mai: Erstes Kinderfest. Donnerstag: 1. Monstre- Feuerwerk. am Dienstag, d. 15. d. M.( 3. Feiertag), Borm. 10 Uhr, bei Joël, Andreasstr. 21. Tagesordnung: welche sich am 2. und 3. Feiertag, sowie jeden Sonntag wiederholen. Im Saale: 2. Reimann. Grosser Ball. Hierzu ladet freundlichst ein Park Bade's Volksgarten. Treptow, Strasse. 1. und 2. Pfingstfeiertag: frei. E Früh- und Nachmittags- Concert. Entree Stegelbahnen, Kaffeeküche. Vorzügliches Weiß- und Bairisch- Bier. Charlottenburg.on Bismarkshöhe. Am 2. und 3. Feiertag: Grosser Ball. Voltsbeluftigungen. 1. Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann. 2. Diskussion. 3. Wahl von Vertrauensleuten in den Werk stätten. 4. Verschiedenes. 289/1 Jm Der Vorftand. Romplete Jahrgänge der Nenen " Zeit", des Sozialdemokrat", des „ Volksstaat", der„ Zukunft", des " Wilmersdorferstr. 39. An allen drei Pfingst- Feiertagen: Grosses Frei- Konzert. großen Saale: Ball. Regelbahnen und Kaffeeküche eröffnet. Das Lokal steht zu allen Versammlungen frei.[ 1682] H. Krause. Erklärung. Auf den Angriff der streikenden Böttcher im Vorwärts" vom Vorboten", der Rheinischen Bei 11. Mai erklären wir: daß wir uns solidarisch gezeigt haben, haben tung"( 1848-1850), fowie sozial- aber in der am Montag, den 7. Mai, stattgehabten Versammlung demokratische Zeitschriften, Bücher ( insbesonders Werke und Schriften älteren Datums nur zu gut eingesehen, welches Loos uns einstmals bestimmt sein von Mary, follte. Erstens mußten wir die Ueberzeugung geivinnen, daß wir in Engels, Weitling 2c.) unserem Lohn geschädigt, unsere gute Brotstelle verlustig, unsere gute sucht zu kaufen Erste WienerWolfsbuchhandlung zwanzig Jahren in unserem Geſchäft thätig sind. Zweitens: Da die Ignaz Brand, Wien VI, Gumpendorferstr. 8. Angebote finden fofortige Erledigung. Arbeit sowie die gute Behandlung von seiten der Direktion einbüßen mußten; wo nur der sogenannte Brotneid der Böttcher auf uns ruhte, da wir eben schon zu lange, nämlich zwischen fünfzehn und wir in oben erwähnter Versammlung uns suchten zu vertheidigen, wurden wir mit Hohn und Spott verlacht und nahmen daraufhin Die Arbeit wieder auf. 770b Die arbeitenden Böttcher des Böhmischen Brauhauses. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.