Nr. 1« �4. Jahrg. Hbonnementt'keäinzungen: HBormementä. SSrrtl stimmnroitbo eUdc�td 8,90 M. manoll L30 TV, wSchmtlich SO Psg, fttt ta» Hau». Einzelne Nummer 6 Bfz. Sonntag«. nuntmct mit Ulustrterler Sonntag«. Seiloge.Die Neue«elf 10 Pfn Poit. Ävonnement: ILO viark uro Monat. eingetragen M die Zos!. Zeitung». Pre«isie, Unter Kreuzband ftz T emlchland und Oeslerreich. Ungarn 2,rjO Marl, für da« übrige Nu-Iand « Mari vro Monat. Poftabonnemenl« nehmen an Leigien. Dänemark Holland. Italien. Luxemburg. Porwga� Rumänien, Schweden und die Schweiz, «chts» täglich. Verlinev Volksblstt. �entralorgan der rozialdcmohrati fchcn Partei Deutrchlands. [ 5 Pfennür) Die Inlertiont'fiebODr ««trägt für die sechSgelballene kolonel. «ei!» oder deren Raum 80 Pfg.. für dolitlsche und gewerlfchaftlichc Bercin«. und LersammlungS. Anzeigen 80 Pfg. ..«»lein« Snreisen-. da» serigedmiile «ort 90 Pig.(zuiäfsig 2 settgedruiti« Bart«), jede« weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstcllena». »eigen da« erste Wort 10 Pfg, iede» wettere Wortk Pfg. Worte über>6 Puch. liaben zählen für zwei Worte. Inserate Nir die nächste Nummer müssen dl» B Uhr nachmittag» in der Exdedition »bgegeden werden. Die Erpeditiot» lit dl« 7 Uhr abend» geöffnet, Telegramm-Adrefl«: �»ÄillliSolltll SrtNl". Redaktion: Ew. SS, �iaöeastraße 2. Ser>»svrecher:«mr Morttzvia«, Sir.»Kl S0— liil»7. Dienstag, de« Ä. Januar 1917. Expedition: Ew. SS. Linüenstraße 2. aernivrecher: Amt Moritzplatz. Nr. läl SO— Uli»7 Das Friedensangebot— abgelehnt! * WWMWWW die Note öer Gegner. s die schwer gevrüst s'«d, schon durch ihre Brrluste. zermürbt l durch dir Wirtschaft!.'che Not und zusammengrbrochc« unter der ' äußersten Anstrengung, dir von ihren BSVern verlangt wird. Sie Die„Agence Hcwas" meldet vom 30. Dezembei." i sucht die öffrnUiche Meinung der neutralen Länder zu täuschen und Die Antwort der Alliierten aus die Note der feindlichen cinzuschüchtrrn, die sich schon fest langem über die ursprüngliche Ber- ''ächte betreffend den Vorschlag auf Eröffnung von Friedens- antwortlichkeit ei« Urteil gebildet hat, die sich über die gegenwärtige Verhandlungen ist heute abend dem Botichafter der Vcr- Berantwortung klar ist und die zu hell sieht, um in<>), Garantien und Sicherheiten für die Zukunft verbürgen würde. »* » Zu diesem Bericht bemerkt W. T. B.:„Ein enogiilliges Urteil über diese durch die Havasagentur übermittelte Note wird erst möglich sein, sobald der offizielle Wortlaut hier überreicht worden ist." Diese Bemerkung des offiziösen Nachrichtenbiireaus mahnt zur Vorsicht bei der Beurteilung des vorstehenden Schriftstücks. Es enthält dein Wortlaut nach eine Ablehnung, ob aber diese Abehnung eine unbedingte ist, läßt sich nicht ohne weiteres erkennen. Oder, genauer ausgedrückt: es läßt sich nicht leicht entscheiden, ob nur ein Versuch vorliegt, die Ablehnung von Verhandlungen vor den eigenen friedens- bedürftigen Völkern zu entschuldigen, oder ob es sich um einen in die Form einer Strafpredigt gekleideten T o st v e r- s u ch handelt. In dem Schriftstück der„Agence Havas" ist trotz aller Schärfe der Ausdrucksweise von Eroberungs- und Zer- schmetterungsabsichten nickt die Rede. Nichts von Elsaß- Lochringen, von Posen. Ostpreußen. Triest, Konstantinopel oder von einer allgemeinen Kriegsentschädigung. Nur von Belgien. In dleser Beziehung kann sich das gegnerische Dokument auf eine Erklärung des Reichskanzlers berufen, die später auch von der sozialdemokratischen Fraktion wieder aufgenommen und unterstrichen worden ist. Es hätte dazu auch noch erwähnt werden können, daß Herr v. Bethmann noch am 9. November v. I. erklärt hat, er habe an eine Annexion Belgiens nie gedacht. Solche Betrachtungen können aber höchstens einen Finger- zeig für die Zukunft bilden. Nachdem der Vorschlag einer Friedenskonferenz von den Gegnern abgelehnt ist, sind die Mittel, die die Regierungen der Zentralmächte zur Wieder- Herbeiführung des Friedens anwenden können, bis auf weite- res erschöpft. Ter Krieg dauert fort, und die Verantwortung dafür werden die Staatsmänner der Entente nicht von sich. abschütteln können. Gerade die Erklärung des Reichskanzlers vom 9, November hätte den Gegnern ein Anlaß sein sollen, die VerHand- lungen aufzunehmen: bei ihnen hätten sie ihren eigenen Standpunkt geltend machen können, und eine Verpflichtung, deutsche Gegenvorschläge einfach.zu schlucken, hätte nicht vor- gelegen. Es liegt gar kein Grund vor. anzunehnien, dos; diese Verhandlungen zu einem„deutschen Frieden" hätten führen müssen, wie ihn die Gegner als ihr Ergebnis befürchtet zu haben vorgeben Da die Ge ner— lvenigstens bis ans weiteres U C»l K t K i•.«. 5 U f«. tz C il ii Ii s U) C Ii,£Uu)... 1 deutschen Volke keine Wahl. Es wird sich nicht darüber täusche i lassen, daß hinter der Ablehnung des Friedensvorschlags die Hoffnung steht. Deuijichland dennoch schließlich niederwerfen zu können. Diese Abstcht auch fernerbin zu vereiteln, liegt im Interesse des ganzen Volks. Inzwischen wird es vielleicht die Aufgabe derNcutralen sein, zu untersuchen, ob eine Begrenzung des Streitgegenstandes auf Belgien möglich ist und ob sich bier nicht doch vielleicht in absehbarer Zeit die Möglichkeit einer Vermittlung ergeben wird. Sie wird frei- lich erst dann vorhanden sein, wenn die Kette der Enttäuschun- gen für die Entente nicht abreißt und wenn der Friedenswillen drüben ebenso stark wird, wie er es hüben schon längst ist. So gilt es, weder in der Verteidigung des Reiches noch in der Politik zu erlahmen, die immer neue Wege sucht, um den Krieg zum Abschluß zu bringen. Einmal muß es doch sein. und es soll so bald geschehen, als es ohne Demütigung und dauernde Schädigung des deutschen Reiches möglich ist. ' die Entente-MtVort an Wilson. Die Agcnce Havas meldet: Tie Antwort au den Präsi deute« Wilson steht sehr uahc bevor. Sie wird um- fassender sein und im einzelnen Entstehung und Ende des Krieges auseinandersetzen. Matin sagt, daß sie von einer Erklärung öer belgischen Regierung begleitet sein werde, in der der amerikanischen Nation die Dankbarkeit für die erwiesenen Dienste und für die Zukunft das Vertrauen auf ein freimdschaftlicheS Zu- fainmenarbciten ausgedrückt werde. Eine Erklärung Raöoslawows. Teno, Lt. Dezember. Wie die Bulgarische Telegraphen-Agentur meldet, hat in der gestrigen Abendsitzung der Sobranje Ministerpräsident Radoslawow eine Erklärung abgegeben, in der es heißt: Ich versichere, daß das Werk Bulgariens vollbracht ist. Den- jenigen, welche behaupten, wir forderten zu viel, antworte ich, daß wir keine Phantasten sind. Wir kennen die Ansprüche des bulgarischen Volkes. Ans dem königlichen Manifest anläßlich der Kriegserklärutig find Ihnen die Ansprüche Bulgariens bekannt, und ich halte mich daher nicht für verpflichtet, jedem Rebner Antwort zu geben.■ Im weiteren Verlaufe seiner Ausführungen bemerkte Rad'.- lawow: Alle deutschen und österreichisch-ungarischen Offiziere, die sich in Bulgarien befinden, unterstehen dem bulgarischen Armeeober- kommando. Das Verkehrsleben im Lande besprechend, sagte RadoSlaivoiv, daß die Eisenbahnen, Post und Telegraphen sowie die Bergwerke sämtlich in mililärischer Verwaltung und im Dienste des gemeinsamen Werkes ständen. Zum Frieden sangebot sagte RadoSlawow, daß das An- gebot in den neutralen Ländern mit Begeisterung aufgenommen worden sei. nach der Schweiz auch in den skandinavischen Ländern, und erklärte: Ich bin darüber uisormiert, daß auch Holland und Spanien sich anschicken, den Schritt des Präsidenten Wilson zu unterstützen. Wir sind bereit, fuhr er fort, Frieden zu schließen, deuu wir wollen den Krieg beenden. Wir werden Zugestand- nisse machen im Namen der Menschlichkeit und zum Heile aller Nationen. Ter Ministerpräsident schloß: Ich bin im Besitze von Aktenstücken, die beweisen, daß unsere Gegner unser Recht und das, was wir verlangen, an, erkennen, die belgischen Sozialisten in Hollanö für öen Zrieöen. HuySmanns für Wiederaufnahme internationaler Beziehungen. Aus Amsterdam schreibt man uns: Am i. Weihnachtstag hat hier der Bund der belgischen Arbeiter seine erste Konferenz abgehalten. Die junge, vor drei Monaten ins Leben gerufene Vereinigung hat trotz der Anfeindungen von nationalistischer �aeite und klerikaler Intrigen einen ro-schen Aufschwung genommen. Sie zählt in sechs Abteilungen schon weit über IMO Mitglieder. Drei neue Abteilungen werden demnächst konstituiert werden. Im Be- richt des Bundessekretärs wird auf die Anfeindungen, die der Sozialismus in den Kreisen der Flüchtlinge und selbst an d e r F r o n t erfährt, hingewiesen und gesagt: „Woö die belchscke Presse in der Fremde schreibt, p r o p h e- zeit für die Arbeiter nicht viel Gutes. Wir sind verpflichtet, demgegenüber klar und deutlich zu erklären, daß wir kciuc» Hast und keine Rache wollen. Unser einziger Feind ist das kapitalistische System. Unser Stand- punlt ist: Belgien, so wie eS vor August 1914 war." Besonderen Beifall fand die Stelle des Berichts, die an- gesichts des gegen Genossen H u y s m a n s geführten Verleumdungsfeldzuges diesem Genossen das Vertrauen aus- spricht. Der Bericht klang in den Worten aus: Es lebe die Internationale, es lebe der Weltfrieden! Die Eröfsmingsrcde hielt Genosse HuhSmaus, der sich zu- nächst gegen die flämischen Slktiv-steu und mit gleicher Schärfe gegen die Annexionisten aussprach, lieber die Friedenspolitik sagte er, d a h e r L p r i m i st fit. Er habe den Eindruck be- kommen, day das deutsche Angebot nicht abgewiesen sei.„Man hat gesagt: das Angebot ist nichts als ein Manöver. Nun, man kann dann dieses Manöver nicht besser entlarven, als wenn man mehr Klarheit, eine Präzisierung der Bedingungen fordert. Wir vom Bund haben darum mit Freude die Initiative Wil- s 0 n S b c g r ii h!. Die Zeit ist gekommen, daß in allen Ländern die Tozialisten für Mäßigung eintreten. Tie Feit ist da, daß die Glieder der Fnternationale zusammengefügt werden, was auch die bürgerlichen Partein davon sagen mögen." ;stim Schluß der durchaus in.Harnionie verlaufenen Konferenz wurde bie-- telegrasthisch an alle sozialistischen Parteien mitgeteilte— Resolution, die den Frieden um jeden Preis ablehnt, aber die Regierungen mahnt, das Friedens- angebot nicht unbedingt abzulehnen und Wilson Zustimmung und Anerkemtimg ausdrückt, einstimmig angenommen. Der Bntente-Knebel für Griechenianö. PiräuS, 1. Januar. Meldung der Agence Havas. Die Ge- fand t e.n der drei Schutzmächtc haben gestern, am 31. De- zcmver, folgende Note unterzeichnet, die der griechischen Rc- gierung überreicht werden soll: Die Gesandten Frankreichs, Grotzbrinmuk s und Rußlands als RertrstdK W Sckuvmäcbie Griechenlands hak.' mit Genugtuung von der Antwort Kenntnis genommen, die ihnen auf ihre Mitteilung vom }. Dezember 1916 gemacht worden ist. Sie haben die Ehre, der griechischen Regierung im Auftrage ihrer Regierungen folgende Bürg- schafts- und Genugtuungsfordcrungen zu iKitcrbrciten: Biirgschastrn. 1. Die griechischen Streitkräfte auf dein griechischen Festlande und im aligemeinen in allen Gebieten außerhalb des PeloponneS werden auf denjenigen Mannfchaftsstand herabgesestt, der unumgänglich nötig ist für den Ördiiungs- und Polizeidienst. Alle Waffen und Munition, welche das diesem Stande entsprechende Maß überschreiten, werden nach dem Peiopvnne« gebracht, wie auch alle Maschinen- g c w e h r c und die gesamte Artillerie des griechischen Heeres mit ihrer Munition, so daß nach Beendigung der Ilcbcrfuhrnng außerhalb des Peloponnes weder Kanonen, noch Maschinengewehre, noch Material verbleiben. Die Fristen.für die Ausführung werden im gemeinsamen Einvernehnien festgesetzt, sobalo die gricchiiche Regierung die Truppen und Matcrialverschtebuiigcn im Grundsatz angenommen hat. Die so geichafsene militärische Lage bleibt so lange bestehen, als die alliierten Regierungen es für nötig halten, und zwar unter Ueber- wachung besonderer Delegierter, die von ihnen für diesen Zweck bei den griechischen Behörden beglaubigt werden. ll. Bervot aller Bereiniftunge» und Versammlungen von Reser- nisten in Griechenland nördlich von der Landenge von Korinth. Strenge Durchführung des Verbots für alle Zivilpersonen, W a t s c n z it trage». 3. Wiederherstellung der verschiedenen Auffichtsbefugnisse der Alliierten in einer Forni, die im Einvernehmen mit der griechischen Regierung hergestellt wird, um sie so wenig lästig wie möglich zu gestalten. Genugtuung. 4.?l lte ans politische» Gründen, wegen Hochverrats, Verschwörung. Aufruhrs und ähnlicher Tinge Festgehaltenen sind sofort freizulassen. Diejenigen, welche infolge der Er- eignisse vom l. und 2. Dezember und der folgenden Tage un- gerechterweise gelitten haben, werden nach einer Untersuchung, wekchc in« Eiiivernehine» zwischen der griechischen Regierung und den Alliierten geführt wird, entschädigt. Norwegen unö die Zrieöensaktion. Tie norwegische Rote zur Unterstützung der Friedens- Verhandlungen, welche init der schwedischen und der dänischen gleft* lautet, ist am Sonntag in Wien überreicht worden. Hethmann—«tzernin. Zwi'chen dem Reichskanzler und dem neuen österrcichi- schrn Minister des. Aeußeren, Grafen Ezernin, hat zu Neujahr ein Deveschenwechsel stattgefunden. Graf Ezerni n sagt in seinem Telegramm ü. a.: „Unserer Kraft bewußt und vertrauend aus unser Recht, unsere Existenz zu verteidigen, haben wir die Hände zur Verständigung aebot!-!!. Mit Gottes Hilfe werden wir de» schweren Kampf bis zum endliche» Siege durchkämpfen, falls unsere Feinde sich heute noch von der AnSjichlsloftgkeit ihrer EroberungSplänc nicht über- zeugen lassen wollen und der Menschheit die Segnungen friedlicher Arbeit noch weiter vorenthalten." In der Antwort des Reichskanzlers heißt es: „Gott, der Allmächtige, wolle Seiner Majestät Regierung 'egnen und nc im neuen Jahre des Glückes teilhaftig werden ! asten, den Völkern Destcrreich-Ungarns nach bortem, sieg- reichem Kampfe den e r>' e h n t e.n ruhmvollen F r i e- den wiederzugeben." Tibzo lobt Gefterreichs neuen Kurs. Budapest, 1. Januar. In seiner Neujahrs�Tprase spendete Ministerpräsident Gras Tisza der neuen österreichischen Regierung höchstes Lob, da sie die Parität zwischen Laster- reich und Ungarn befestigen wolle. Er fuhr fort: „Dies ist eine Erscheinung, von der ich nur gewünscht hätte, daß sie schon früher erfolgt wäre, und wir können diesen Kurs nur mit der größten Freude begrüßen. Eine solche Richtung in Oesterreich ist der größten Sympathie und Unterstützung Ungarns würdig und kann stets unbedingt aus die Unterstützung der ungarischen Regierung, wo es ihr nur möglich ist, rechnen. Wenn irgend jemand Zweifel gehegt hat, ob es im Interesse Ungarns sei, daß Oesterreich sich innerlich stärke, so konnte man aus den Er- fahrungen dieses Krieges unbedingt die Lehre ziehen, daß, j e schwächer Oesterreich, in desto höherem Maße von Ungarn Opfer gefordert werden." Dieses Lob ist nicht ohne Vorbehalt und von starkem ungarischem Selbstgefühl getragen. Das Staatsemkommen aus Kriegs- gewinnen. Das englische Schatzamt veröffentlicht die Staatsein- nahmen des Vereinigten Köniareiches vom 1. Oktober bis 31. Dezember: sie betragen 123 217 712 Pfund Sterling gegen ß4 390a10 Pfund Sterling im gleichen Zeitraum 1315. Die Steuer auf Mehrgewinne hat 48 443 styl) Pfund Sterling eingebracht. Also mindestens ö r e i V i e r t e l detz staatlichen Mehr- einnahmen stammen aus Kriegsgewinnen. Vertagung öes französischen Parlaments. Tie K a m m c r hat sich auf unbestimmte Zeit vertagt. Es wurde dem Präsidenten überlassen, sie wieder zusammen- zuberufen. Ter S e n a t hat sich Sonntag vormittag zu einer Sitzung auf den neunten Januar vertont.'' Oesterrrichisch-bulgzrische Meistbegünstigung. Aus Sofia ineldzi Wolfss Bureau: Tie bulgarische und die österreiu. eft-'ungarischc Regierung haben Noten ausge- tauscht bezüglich einer Verlängerung der Anwen- d n n g der Merstbegunsti gungsklausel in den Handelsbc'iehüngen zwischen Bulgarien und der Monarchie während des Jahres 1917. Französische Lahnverkehr-Einjchräukuug. Laut„Tempo" werden die französischen Eisenbahnen demnächst die noch bestehende Zahl von Personenzügen erheblich eins ch e ä n k c n. Wie die Gesellschaft Paris— Lyon— Meditcrannee oem„Dmips" mitteilte, sind die Eisen- bahnen infolge Kohlen« und Materialmangels zu dieser Maß- nähme gezwungenZE Tie von den Personenzügen befahrenen Strecken waren in � n beiden letzten Jahren gegenüber der Friedcnszcit b e rh i t s u m vierzig Prozent einge- schränkt. General Haig ist, wie Reuter meldet, für ausgezeichnete Dienste zum Marschall ernannt worden. Kaulmerszenru Zwei Interpellationen See Linken, sie«ich aus das Dekret der Verleihung des MarschalltibelZ an Josfre bezogen, heben am Freitag in der französischen Star-ner zu erregten Sgeiter geführt Bi- viani verlang« in Vertretung BritfwdtS Vertagung der Jnter- pcLaiionsdebatte. Tagegen wandten sich die Interpellanten. Der Sozialist Daguiss sagte:„Jawohl, wir haben ein Recht, zu er- fahren, warum man zur höchsten militärischen Würde einen Mann erhob, der seinen Anteil an der Verantwortlichkeit für. die fortdauernde Anwesenheit des Feindes in Noodfrankreich hat." Dem Dskvet war die Zummnumg des Parlaments vorbehalten. So er- regte es jetzt lebhafte Boivegung im ganzen Hause, als V i V i a n i erklärte:„Es möge vorerst dahingestellt bleiben, wer don Irrtum verschuldete, daß das Parlament zur Ratifizierung des Dekret» be- rufen sei. Die Regierung hielt sich berechtigt im Delretwege dem braven Soldaten Josfre mit Zustimmung des ganzen Landes und des Heeres bi« Marschallwürde zu verleihen." Der radikale Sozia- list Accambrah erwiderte:„Ich wiederhole, das Dekret ist un- gesetzlich." Äriegsminister Lhautey erklärte:„Es war mir eine hohe Ehre, den Mann auszuzeichnen, der den be wu nderu ngswürdi- gen Widerstand Frankreichs, die Grundlage unserer Hosinungen symbolifiert."(Zuruf auf der äußersten Linken:„Warum haben sie ihm dann den Oderbefehl entzogen?") Bei der namentlichen Wstinmiung wurde die Vertagung der Debatte mit 401. gegen 95 Stimmen beschlossen. Iranzö'sischer Panzer öurch U-Soot vernichtet. Tic„Kölnische Zeitung" meldet von der schweizerischen Grenze: Das französische Marincministcrium gißt lickannt: TaS Panzerschiff „G a u l o i s" ist am 27. Dezember im Mittelmecr von einem Nntcrsceboot torpediert worden. Das Schiff sank in einer halben Stunde. Tank der bis zum lebten Augenblick an Bord herrschenden Disziplin und Kaltblütigkeit aller und der raschen Ankunft von Patrouillenschiffen an der Unglücksstclle beträgt die Zahl der Opfer vier Matrosen, wovon zwei durch Expflosion getötet wurden. « „Gaulois"(sprich Goloa) ist ein älteres Linienschiff auS dem Jahre 1896. Seine Größe beträgt 11 299 Tonnen, die Friedens- besatzung 633 Mann, die Bestückung vier 30,5 Zentimeter-Kanonen und entsprechend mittlere und kleinere Kaliber, die Geschwindigkeit 18 Knoten. Der Kriegsverlust üer norwegischen tzanöelssiotte. Kopenhagen, 31. Dezember.„Nationaltidende" meldet aus Ehristiania: Tie norwegische Handelsflotte hat am Jahresschluffe einen Griamivcrlusl von 272 Schiffen mit einer Gesamttonnagc von 367 tWO Tonnen und einer Kriegsvcrsichernngssumme von 299 Mit- lionen Krone» zu verzeichnen. Vc r s e n k t. Ter holländische Dampfer„B r u n s w h k" ist m der Nordsee auf eine Mine gelaufen. Er wird vom Dampfer„Noordiohk" nnterstüht. Beide sind unterwegs nach Rieuwe Waterweg. Schlepper sind zur Hilfeleistung abgegangen. LlovdSmelduiig: Man glaubt, daß der englische Dampfer„Zo- r o a st e r" versenkt worden ist. Der englische Dampfer„A i s l e- b a y" ist versenkt worden, seine Besatzung gelandet, der Kapitän als Gefangener an Bord des Unterseebootes gebracht. Ferner sollen noch LloichZ der n o r w e a i s ch e Segler„K o r n m o" und die norwegischen Dampfer...Hero" und„Nnsgrand" versenkt wor- den sein. Lloyds meldet weiter: Der norwegische Danrpfer „T h v r a" ist versenkt worden; dreizehn Mann der Besatzung sind gelandet. Das englische Segelschiff„Harry W. Adam s" ist ebenfalls versenkt worden« Siegreiche Kämpfe in öen Duzeu-Sumpfen. TelcgrammunseresKrisgslberichterstattors Dr. A. Köster. Armeeoberkommando Falkeuhayn, 29. Dezember. Mit tvilder Energie verteidigen die jenseits Rimuicill- Sarak zurückgeworfenen Russen jeden Fußbreit Boden, der sie näher an den Sereth drängt. Als Meister in Rückzug und Verteidigung wühlen sie sich nach jeder Niederlage in neue rückwärtige Stellungen ein und führen von dort frische Massen zu rücksichtslosen Gegenangriffen herbei. Auch nach dem Ver- lust der Rimnik-Stcllung hatten sie Befehl, koste es, was es wolle, Widerstand zu leisten. Dennoch gelang eS norddeutscher und süddeutscher Infanterie, in zähem Ringen den Gegner weiter zurückzuwerfen. Während so die Mitte der 9. Armee weiter Gelände ge- wann, kämpfte sich der rechte Flügel auch am 28. unter schwie- rigsten Geländeverhältnissen tapfer vor. Das Kampfgebiet ist hier durch weite Sumpsstrecken zur Verteidigung wie ge- schaffen. Drei ausgedehnte Seen mit sumpfigen Ufern bilden mit zahllosen Windungen des sich nördlich schlängelnden Buzeu-Flusses vortreffliche Widerstandsabschnitte. Vom nörd- lichen der drei Seen zieht sich über Boldul westlich bis Rrmni- cul-Sarat eine zusammenhängende iumpsige Niederung. An Straßen stehen im ganzen Abschnitt nur schmale Feldwege zur Verfüguna, die bei Regen verwässern. Der Frost der letzten Tage hat nur die Oberfläche mit einer dünnen harten Schicht bedeckt, dennoch wurden auch in diesem Abschnitt 28. hervorragende Erfolge erzielt. An heftigen'.siachhut- gefechten wurde der Russe aus den Sümpfen geißorfen. Fast die ganze Seenplatte liegt heute hinter uns. Die Front der 9. Armee, von Nordwest nach Südost streichend, rückt auf ganzer Linie vor. Dr. Adolf 51 ö st Kriegsberichterstatter. Die Türken, döschießen Teneüos. Ävnstantiuopel, 30. Dezember. Bericht Vom 30. De- zember. Die I n s e l T e n e d o s, die vom Feinde besetzt ist, wurde von unserer Artillerie unter wirksames Feuer genommen. Eins unserer Flugzeuge nahm mit Erfolg an der Beschießung teil. Der Feind hißte die hellenische Flagge und das rote Kreuz, um uns zur Einstellung des Feuers zu veranlassen. (Tenedos liegt südlich des Eingangs zur Dardanellen- straße.). Konstantinopel, 31. Dezember. Amtlicher Bericht. Kein Ereignis von Bedeutung an den Fronten. Ter Stellvertretende Oberbefehlshaber. vaterländischer tzilfsöiensi. Aufforderung d e s K r i e g s a in t s zur f rei wi I li gen Meldung gemäß z7Absatz2 desGesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst. Htlssdienstpflichtige werden gesucht zur Verwendung im be- setzten feindlichen Gebiet, und zwar: Für Schreiber- und Botendienst bei militärischen Kommando- unS Lerwaltungsbehörden,' :r Keauspchvgnms fremdmodrschru ÄkbiStet," h zur Beschäftigung in mAitärischen Wirtschaftsbetrieben jeder Art, in Soldatenheimen und Lazaretten. Es wird zunächst ein vorläuftger Arbeitsvertrag mit 14 togig« Kündigung abgeschlossen. Die Hilfsdienstpflichtigen erhalten: Freie Verpflegung und Unterkunft, freie Eisenbahnfahrt zum Bestimmungsort und zurück, freie Benutzung der Feldpost, freie ärztliche und Lazarettbehandlung, niilitärische Bekleidungs- und AuSrüstungSgegenstände. falls die Art der Beschäftigung es nötig erscheinen läßt. Tie Höhe des Lohnes oder Gehalt? wird nach Arbeitsart und-Dauer sowie nach der Leistung festgesetzt; eine auSkömm- liche Bezahlung wird zugesichert. Fm Fall des Bedürfnisses werden außerdem Zulagen ge- währt für in der Heimat zu versorgende Familienangehörige. Die Versorgung Hilfsdienstpflichtiger, die eine Kriegsdienstbeschädigung erleiden, und ihrer Hinterbliebenen wird noch besonders geregelt. Die auf Grund dieser Meldungen im Etappen- und Operationsgebiet verwendeten Hilfsdienstpflichtigen rechnen im allgemeinen zum HeereSgesolge und unterstehen insoweit den Kriegs- gesetzen. Meldungen nimmt die unterzeichnet« Krieg samisstelle bis 10. Januar 1917 entgegen. ES sind beizubringen: Polizeilicher Ausweis mit Photographie, etwaig« Militärpapiere, Beschäftigungsausweis oder Arbeitspapiere, erforderlichenfalls eine Bescheinigung gemäß K 9 Absatz 1 des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst(Abkehrschein), Angabe, wann der Bewerber die Beschäftigung antreten kann. Der Vor st and der ÄriegsamtSstelle im Bezirk des Oberkommandos in den Marken. Eisenbahnunglück bei Hamburg. Am Sonnabend gegen 6 Mi Uhr abends fuhr auf der Berge» dorf— Geesthachter Eisenbahn ein Leerzug mit voller Gewalt auf einen mit etwa vierhundert Personen, hauptsächlich Fabrikarbeitern, besetzten Zug auf. so daß die Lokomoiwe und. die ersten Wagen ksrzenzrade in die Höhe sprangen. Die erste Meldung sagte über den Umfang des Unglück?: Getötet wurden sechs bis sieben Personen, schwerverletzt 18 bis 20, leicht- verletzt 70 bis 80. Bon diesen wurden sechs mit Beinbrüchen nach Hainburg gebracht, die übrigen in das Bergedorfer Krankenhaus. Än der Unfallstelle waren Pioniere, die Hamburger Feuerwehr und ein HilfSzug mit drei Aerzteu ans Altona tätig. Am Sonntag konnten die Sehr ecken der ersten Nachricht wenigstens etwas ein- geschränk: werden. Ein Wolsfscher Berich! teilte mit: Das Eisen- babnunglück auf der Bergedors-Geesthachrer Eisenbahn auf Babu- Hof Bergedorf-Süd hat weniger Opfer gefordert, als bei der ersten Feststellung angegeben, da viele Ohnmächtige, für leblos oder schwer verletzt Gehaltene sich wieder erholt haben. Bis Tonntag morgen waren 2 Tote, 7 Schwerverletzte und 16 mehr oder minder schwer Verletzte geborgen; bei einigen mußten, um sie aus ihrer Lage zwischen den Trümmern zu be- freien, Amputationen vorgenommen werden; dann wurden sie im Aerztewagen des HilsszugeS sachgemäß verbunden. Außer den beiden Maschinen sind 7 Wogen stark beschädigt, die sich ineinander gebohrt hatten, der Materialschaden ist erheblich. Sonntag morgen um ö Uhr war das Gleis wieder frei. vorwärts bis zum Srückenkopf von Hraila. Heftige Artilleriekämpfe im Westen.— Gefechte südlich Riga, bei Smorgon und Pinsk«— Höhenstellungen an der Grenze zur Moldau genommen�— Der rusfifchc Widerstand zwischen Rimnicul und Foc- sani.— Vordringen bis Braila.— Die Ruffenstellimg bei Macin eingeengt. AmtliK. Gr,ßct Hauptnuartier, im ZI. Dezember 1916. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprccht Ter Artillerielamvf war zeitweilig südlich de« La Bassrr- Kanals, beiderseits der Sommc und nordwestlich von Reims deftig. Aus dem Tiiduser der Ancre bracht« unser �ernsener mehrere Mnnitivnslagcr zur Entzündung. festlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Lüdlich von Jakobstadt nahm dir Artillerie-Tätigkeit zu. Front deS Genera lober st Erzherzog Joseph. I« Grenzgebirge zur Moldau nahmen die Kämpfe für uns günstige» Serlauf. Deutsche Truppen entrissen nördlich des Nz-Tales dem Russen die Höhe Solhmtar und hielten sie gegen starke Gegenstöße, 1 Offizier, 80 Mann wurden gefangen ge- nommen. Beiderseits des Oitoz-Tales wurden von deusschen und östereichisch-ungarischen Regimenter» rumänisch-rusfischr Stellungen, im Putna-Tal Tulnici in hartem Häuserkampf ge- nommen. Bei Rereju im Zabala-Tal sind unscrc Truppen im Vordringen. Heeresgruppe des Generalfcld Marschalls von Mackensen. Tie Trupppen der Generalleutnants vou Morgen und Kühne fanden nördlich nnd östlich von Rimnicul Sarat starken A-iderftand, besonders am Rande des Gebirges. Forschem An- griff gelang eS, in die feindliche Stellung einzubrechen und in ihr starke Gegenangriffe zurückzuweisen. Auch zwischen den Rimnicul-, Sarat- und Buzaul-Riedernngen wurde unter hef- tigen Kämpfen Gelände gewonnen. Die Donau-Armee nähert sich fechtend der stark befestigten Linie Vur...tt»— Cinrea«'westlich und südwestlich von Braila). In der Tobrudscha erkämpften bulgarische Truppen Fort- schritte gegen Marin. Mazedonische Front. An der Struma erfolgreiche Unternehmungen bulgarischer und oömanischer Patrouillen. Der Erste Geueralqumtiermeister. Ludendorff. » Amtlich. Berlin, ZI.Dezember 1916. Abends. An West- und Ostfront geringe KampfeStätigkeit. In Rumänien ist der Russe bis in den Brückenkopf von Braila zurückgeworfen, gegen den wir im fortschreitenden An- griff stehen. In der Tobrudscha wurden rnssischc Stützpunkte östlich von Macin genommen. » Amtlich. GroßesHauptquartier, den 1. Ja- nuar 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Errigniffr. festlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeld Marschalls Prinz Leopold von Bayern. Südlich von Riga und bei Smorgon wurden starke russisch« JagdkommondoS abgewiesen. Auf dem Nordufcr des Pripjet bei PiuSk stürmten deutsche Reiter im Fuhgefecht z«ei Ztützpuukte der Russen und brachten einen Offizier nnd Z5 Mann gefangen ein. Front deS Generaloberst Erzherzog Joseph. Deutschen Jägern gelang in den Waldkarparbcn die Bpren- gung einrS feindlichen Blockhauses mit Besahung. Zwischen Uz- und Putna-Tal nahmen deutsche und öfter- rcichisch-ungaeische Bataillone mehrere Höhenstellungr» im Mus Groß-öerlin. Januar. Der erste Ntonat des Jahres verdankt seinen Namen den: doppelgesichtigen Janus. dem Gotte alles Anfangs, dem im alten Rom nicht nur der erste Monat des Kirchenjahres (Januarius), sondern auch der Tagesanfang, die Monats- ersten, alle Türen und Strayendnrchgange geheiligt waren. Als kältester Monat im Jahre wurde der Januar oder Jänner früher in Deutschland„Hartmonat" oder einfach„Winter- inonat" genannt. Von jeher hat er, als der erste seiner Brüder, im Volksglauben und in der Mythe eine nicht ge- ringe symbolische Bedeutung gehabt. Wie das Wetter des kommenden Jahres sich gestalten wird, wie Wachstum und Ernte. Viehzucht und Handel sich entwickeln werden, das alles glaubte man ehedem aus gewissen Anzeichen bereits iin Ja- nuar vorhersage« zu können. Noch heute ist er ein besonders beliebter Monat für allerlei Wetterpropheten, die sich bei der Ausübung ihrer Tätigkeit auf eine ganze Reihe alter Sprüche berufen können. Sonnenschein am NenjahrStage kündet danach eine gute Viehweide, dafür aber ein schlechtes Weinjahr. Scheint die Sonne am 2. Januar, so wird der Fisch, und Wild- vogelbestond reich sein. Am 6. Januar ist das Fest der drei Könige, an das sich viele alte Volksbräuche heften. Ju diesem Jahre freilich wird selbst in dem lebensfrohen Rheinland, wo in FriedenSzeiten mit dem DreikönigStage die Fastnachtslust- barkeiten offiziell einzusetzen pflegten, das Fest ernst Md still Sturm nnd wiesen heftige Gegenstöße der Rumänen und Russen zurück. Hereftrau und Ungureni im Zabala-Tal sind genommen. Heeresgruppe deS GeneralseldmarschallS von Mackensen. Im Rordtcil der Großen Walachei ist der Russe erneut ge- «orfcn. Tie 9. Armee hat den Feind in Stellungen halbwegs Rim- nicul-Iarat und Forsani, die Tenou-Armrr in den Brücken- köpf von Braila zurückgedrängt. In der Tobrudscha engten die Erfolge deutscher und bulga- rischer Truppen die russische Brückenkopfstellung östlich von Macin beträchtlich ein. Gestern wurden dort IlKX) Gefangene gemacht, 4 Geschütze und 8 Maschinengewehre erbeutet. Im Mündungsgebiet der Trnau machte die bulgarische Flußficherung etwa 50 Russe« nieder, die den St. Georgsarm in Kähnen überschritten hatten. Mazedonische Front. Nichts Wesentliches. Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff. * Berlin, 30. Dezember. Amtlich. Ein deutsches See- flugzeug hat o« 29. Dezember Hasenanlagen und feindliche Schisse im Hasen von S uli n a mit Bomben belegt und Trrfser aus einem TranSportdamvscr erzielt. * Dbenöbericht. Berti«, 1. Januar. Abends. Rur an den rumänisch-russikchen Fronten lebhafte Kampf- tätigkeit. ** * Vordringen im Grenzgedirge zur Moldau. Der österreichische Bericht. Wien, 31. Dezember. Amtlich wird vcrlautbart: Oestlichcr Krirgcschauplatz. Heeresgruppe des Grnrralfeld Marschall» v. Mackensen. Der Feind weicht schrittweise gegen die Linie Braila- Focsani zurück. Während er sich östlich des Buzeu-Fiussc» schon gestern im Rückzug befand, leistete er westlich des genannten Flusses und nördlich von Rimnicul-Sarat noch erbitterten Widerstand, der an mehreren Stellen in heftigem Kampfe ge- brochcn würde. Heeres front des Generaloberst Erzherzog Joseph. Im Gebirgsland östlich und nordöstlich von Kezdi-Basar- hcly arbeiten sich die österreichisch-ungarischrn und dentschcn Truppen des Generals von Gerok auf rumänischem Boden vor- wärts. Rereju und Tuliei bei Paulesci stnd genommen, beider- seitS de» Casinu- und Oitoz-Talcs ist Raum gewonnen worden. Im Grenzgebirge westlich von Ocna wurde die Höhe Solyomtar gestürmt. HerrrSfront de» G e n e r a l f eld m a r s ch a l l» Prinz Leopold von Batzern. Richte von Belang. Italienischer und südöstlicher Kriegs» s ch a u P l a tz. Unverändert. Ter Stellvertreter des Ehcfs des Generalstabes. v. H» e f e r, Feldmarschalleutnant. * ®ifn,l. Januar. Amtlich wird vcrlautbart: Oestlichcr Luiegsschauplafc. Tie in der rumänischen Ebene kämpfenden verbündete» Streiträste haben de» Feind unter Rachhutkäinvfr» in seine vorbereiteten Stellungen südwestlich von Braila und halben Weges zwischen Rimnicul-Sarat und Focsani zurückgedrängt. I» den oberen Tälern der Zabala, Raruja und Putua sind die österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen de» Aeldmar- schalleutnants von Ruiz in fortschreitendem Angriff. Im Räume von Harja stürmten unsere Bataillone mehrere hinter- cinanderliegcndc Stellungen. Der Feind verteidigt jeden Fuß- breit Bodens. Weiter nördlich bei den k. nnd k. Streitträste» keine Ereignisse von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. In der Silvesternacht unterhielt die feindliche Artillerie zeitweise ein sehr lebhaftes Feuer gegen die Korst Hochfläche. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts neues. Ter Stellvertreter de» Chef» de» Arncralstabe». v. H o e f e r. Feldmarschalleutnant. verloufen. Auch der in etlichen rheinischen Gemeinden noch bestehende Brauch, am 17. Januar das Fest des heiligen Antonius, die Viehpatrons, dadurch zu feiern, daß Schweine- fleisch als Opfer zum Altar gebracht und vom Pfarrer nach dem Gottesdienst unter die Armen verteilt wird, kann im Zeichen der— Fleischkarte natürlich nicht auftechterhalten werden''_ Silvester 1917. Tie Silvesternacht zum Jahre 1917 ist in Groß-Berlin Mßerordentlich ruhig verlausen. Trotz der erweiterten Poli- zeistunde Haiben die meisten Berliner es vorgezogen, den Sil- Nester zu Hanse zu verleben, anstatt in Restaurants zu weilen. Das Straßenbild zeigte nur wenig vom sonstigen Leben und Treiben der Großstadt in der Neujahrsnachs. Nur die Haupt- straßcnzüge Berlins, wie die Linden, die Leipziger und Fried richstraße, wiesen regeren Verkehr aus, der aber ßegen W llhr bereits fast völlig nachließ. Äe Restaurants hielten sich streng an die Vorschriften der Polizei, und Punkt 1 Uhr verließen die letzten Gäste das Lokal. Fast nirgends sind Ansschreitnngen vorgekommen, und Verhaftungen von Angc- heiterten sind bisher nur in einigen Fällen gemeldet worden. Die Theater waren sämtlich ausverkauft, und so entwickelte sich der Haupwerkehr aus den Straßenbahnen bereits in der elften Nachtstunde. Die Hochbahn und die Straßenbahn konnten auf ihren sogenanten Bummlerzügen zwischen 1 und 2 Uhr nachts ohne allzu große Überlastung das Publikum nach den Vororten befördern. Zweifach versuchter Gatte«mord. Wegen versuchten doppciicn Gattenmordeß ist eine 56 Jahre alte Frau H ö l g c r gcb Ollenberg aus dem Rarden der Stadt verhaftet worden. Tie längere Zeit verwitwet gewesene Frau lebte mit ihrem betagten zweiten Manne in ständigem Unfrieden. Tos kam wohl besonders daber, daß sie. trov ihrer Jabre noch Bs- ziehungen zu einem Troichkcnkutfchcr unterhielt. Vor einigen Tagen machte Hölzer die Anzeige, daß seine Frau ihn habe vcr- gislen wollen, um sich mit ihrem Liebhaber ganz vereinigen zu tonnen. Sie habe ihm Lysol m den Kaffee gemischt. Zum Glück habe er das gemerkt, bevor er noch ernstlichen Schaden genommen. Als man die Frau zur Verantwortung ziehen wollte, war sie aus der Wohnung verschwunden und nicht zu ermitteln. Wahr- scheinlich hat sie sich hei ihrem Geliebten verborgen gehalten. Vor- gestern traf sie mit ihrem Manne wieder zusammen und redete auf ihn ein, seine Anzeige doch zurückzunehmen und sich wieder mit ihr zu vcruagcn. Beide gingen dann am Spandaucr Schissahrts- fanal entlang. Plötzlich gab Frau H. ihrem alten Manne einen Stoß, daß er von der Usermaucr beräo ins Wasser siel. Er wurde iedoch gerettet. Di« Frau wurde jetzt festgenommen und unter dem dringenden Verdacht des doppelten Mordversuchs dem Unter- suchungsrichtcr vorgeführt. Im Berfolgungswohn in den Tod gegangen ist der 62 Jahre alte Maurer Ernst Hede aus der AlvenSlebenstr. S,. Polizcilicki beschlagnahmt wurden die Leichen zweier Männer, die in. ihrer Wohnung tot aufgefunden wurden. Ter 39 Jahre alte Kaufmann Heinrich Plack kehrte vorgestern in einer Herberge in der Lretzmannstraße ein. Hier fand man irm gestern nachmittag tot aus dem Fußboden liegen.— Ter 67 Jahre alte Rentenempfänger Solomon Grünau, der für fich allein in der Tragoncrstr. 47 wohnte, war ebenfalls nicht mehr zum Vorschein geiommen. Auch ihn fand man in seiner Siuüe tot auf. In beiden Fällen konnte der Arzt die Todesursache nicht feststellen. Dem Gatten gefolgt. Aus Gram um ihren im Felde gefalle- nen Gatten hat sich gestern die Frau des Kaufmanns Meiser in der Nhinschenburoer Str. 2 irr Schömberg das Leben genommen. Tie hat sich mit Leuchtgas vergiftet. Auch im Tode vereint. An der Leiche ihres alten Lebensgefahr- ten und Geliebten wurde die 69 Jahre alte Zimmervermieterin Barbara Ullmann aus der Lindenstraße 2 vom Tode überrascht. Sie lebte seit 26 Jahren in Gemeinschaft mit dem jetzt 75 Jahre atlen Buchhalter Julius Kockwitz. Das betagte Paar wohnte seit vielen Jahren hier in derselben Behausung und genoß in der ganzen Nachbarschaft allgemeine Achtung. Der alte jlflann kränkelte schon längere Zeit und war zuletzt bettlägerig. Seine Lebensgefährtin sorgte auf das treueste für ihn. Vorgestern und gestern kam auch sie nicht mehr zum Vorschein. Die Nachbarn benachrichtigten des- bald die Polizei. Diese öffnete daraufhin gestern nachrnitiag die Wohnung und fand das Paar tot auf. Kockwitz lag im Bell. Wie der Arzt feststellte, war er an Altersschwäche gestorben. Vor dem Bette kniete leblos seine alte(tzefährtin, wahrscheinlich vom Herz- schlag getroffen. Die Leiche,� wurden von der Revierpolizei be- schlagnahmt und nach dem Schauhans gebracht. Die Wohnung wurde verschlossen. Vermißt wird seit Mitte Dezember der SS jährige Kauftnann Otto GeblowSki, Berflstr.?5 wohnhaft. Der Kaufmann war verWbt und feine Hochzeit sollte f.-r 16. Dezember, einen Tag nach seinem spurlosen Verschwinden, stattfinden. G. hatte sich am 15. abends festlich angekleidet, um zum PoLerabend in die Wohnung seiner Schwiegereltern zu gehen, ist aber dort nicht eingetroffen. ES wird vermutet, daß G. einem Urlglücksfall zum Opfer gefallen ist. Ter Vermißte ist etwa 1,56 Meter groß, ochnd und bucklig. ileber den dunklen Anzug trug er einen grauen wasserMDM Uedec zieher sowie steifen Hut, Lachiiefel und goldem« Lrille. Die Leiche«ine? unbekannte« Selbstmörders, der sich durch einen Revolverschrß in den Kopf oeiöket hat, wurde am Abend bei 24. Dezember in einem flemen Wäldchen bei Buckow bei Berlin aufgefunden. Es handelt fich nm einen großen, kränigen Mann im Alter von 25 bis 30 Jahren, der betleidet war mit dunklem Rock und Weste, gestreifter Hose, dunklem Sommerüberzieher, grauen Handschuhen und weichem Filzhut. In den Taschen des Mannes iand man Marine-Mützenbänder niit der Aufschrift'. S. M. T. Pommern, Uhr und Kette, verschiedene Kleinigkeiten, jedoch kein Geld. Mitteilungen, welche zur Feststellung der Personalien des Toten beitragen könne», werden an die hiesige Polizeibehörde er- oelsn. Das Verschwinden einer Schülerin in Potsdam beschäftigt die Kriminalpolizei. Seit dem 22. d. M. nachmittag? 5 Uhr wird die Iljährige Gertrud Kühne, die mit ihrem 5jährigen Bruder die elterliche Wohnung im Haufe Lcnnöstraße«0 verlassen heute, um Besorgungen zu machen, vermißt. Sie hatte ihre Handtasche mit 7,45 M. verloren und man nimmt an, daß sie aus Angst nütu »ach Hause gekommen ist und umherirre. Das Mädchen ist 1,50 Meter groß, schlank, hellblond, hat blaugraue Augen und scharf gebogene Rase. � Es trug ein stahlblaues Kleid, grauen Mantel und rotbraune Strickmütze. Der Schrecken der Schankwirte von Moabit war eine Ein- brecherbande, die am Silvesterabend von der Kriminalpolizei un> schädlich gemacht wurde. Zwei gewerbsmäßige nnd schwer bestrafte. Einbrecher, ein 22 Jahre alter Arbeiter Rudolf Bicgcrt aus der Waldenserstraße und ein' 34 Jahre alter Schmied Franz Laböhn ans der Jagotvftraße, überredeten zwei unbescholtene junge Burschen. Schankwirtschaftcu zu besuchen und in der Maske Harm- loser Gäste Einbruchsgelegeiiheiten anszutundschaftcn. Die Burschen waren aber bei ihren Beutezügen gesehen worden. Räch der Beschreibung wurden sie ermittelt. Kriminalbeamte beobachte- ten sie auf einem Gang nach der Jagowstraße zu den Einbrechern, denen sie eine» neuen Wink gebe» wollten. So fanden sie die ganze Gesellschaft vereint und nahmen sie fest. In den Behausun- ge» war von Beutestücken nichts mehr zu finden. Auch der ständige Hehler, ein Schuhmacher Paul Winter aus der Bcrlichingen- straße, der ebenfalls verhaftet wurde, hatte schon alles weiter „verschoben". Deshalb leugneten die Verhasteten auch anfangs. Sie gerieten aber bald aneiuander, schoben sich gegenseitig die Schuld zu und räumten endlich alles ein. Alle fünf wurden dcni Untersuchungsrichter vorgeführt. Grschästöftatistik der Arbeitslose»für sorge. Bei den 23 stetdti« scheu Geschäftsstellen find in der Woche vom 11. bis 17. Dezember 79 Gesuche eingegangen. cS wurden abgelehnt 26, an die Lande»« Versicherungsanstalt Berlin verwiesen 3, bewilligt 28; ausgeschieden aus der. Unterstützung s überwiegend wegen Wiedereintritt» in Ar- beit oder Erwerb) sind 64 Personell! 90 männliche und 1539 weib- liche Personen bezogen Unterstützung im Gesamtbetrage von 6622 M.. davon je 4 M. 1523 Personen, je 5 M. 106 Personen. Bon der Stadt wurden an 145 Mitglieder von 15 Arbeiter- und An- g e sie llt e n o r g a n i s a t i o ii c ii, die selbst satzungsgemäß Un- terstützunp gewähren. Zuschläge im Gesamtbetrage von 530,30 M. gezahlt. Hiervon trafen auf die fteien Gewerkschaften 137 Mit- glioder mit 500.80 M.(und zwar Metallarbeiter 41,60 M., Holz. arbciter 52,30 M. usw.). Tie LandcsversicherungSanstalt Berlin hat von 22 465 bei ihr überhaupt bis 16. Dezember eingegangenen, teils von den städtischen Unterstützungskommissionen ihr über» wicfenen, teils von den Organisierten ihr eingereichten Gesuchen 15 499 genehmigt. Gegenüber der Porwoche ist eine Person hinzu- gekommen. Wetteraussichtrn für da» mittlere Norddeutschlaud bis Ritt- wich mittag. Von Nordosten nach Südwesten fortschreitende Ab. kühlung; zeitweise heiter, jedoch noch überwiegend bewölkt. Oester Niederschlage. Direjction Max Bernhardt. Deutsches Theater. VI, Uhr: Figaro« Hochzeit. Kammerspiele. 7 Vz Uhr: Der Welbstenfel. Volksbühne. Theat. a.BSIowplatz. 7 /. Uhr: Xachtasyl. Theater i. d. Königgrätzerstr. 7l/4 Uhr: Erdgeist. Komödienhaus 7V« Uhr: Die verlorene Tochter. Berliner Theater. 7V, Uhr: Auf Flügeln des Gesanges. Mitfcw. u.Sonnab. nachm.'il/t Uhr; EI«I s Jüttrchen reise. Lsssing-Tksster. Direktion: Victor Baraowsky. 7V, Uhr: Die beiden Klingsberg, Mittwoch: Julias Cäsar. Deutseh. Jfönstler-Theater. vi, Uhr: Wölfe in der Nacht Mittwoch:.71 oval, URANIA Taubenstraße 48/49. 4 Uhr(halbe Pr.); Skagerrak. Unsere Hochseeflotte im Weltkrieg. 8 Uhr: Die Bagdadbahn. Theater tur Dienstag, den 2. Januar. Residenz-Theater üh�Oie Warschauer Zitadelle. Schiller-Theater O. s uhr: Seine einzige Frau. Schllle r-Th.Charlottenbg. 8Uhr:No¥ella dlndrea. Thalia-Theater. 7V.U.: Das Vagabundeninädel. Theater am h'ollendorfpl. SV« U.: Des Meeres u. d. Liebe Wellen. Vi, Uhr: Blaue Jnngens. Theater des H'estens s uhr: Die Fahrt ins Gluck mit Guido Thielscher. Trlanon-Theater s uhr: Willis Hochzeitstag. Rose-Theater vi, u.: Das Gliieksmädel. Walhalla-Theater vi, u.: Das Musikantenmädel. Deutsches Opernbaus, Ctaarlottcnb, 7 uhr: Das Testament. Friedricb-Wilhcluistädt. Theater. v:, u.: Das Dreimäderlhaus, Hehr. Hermfeid- Theater 7J/, Uhr: Der doppelte Buchhalter. Gesangsposse in 3 Akten. Kleines Theater s utr: im Teetiscb. Komische Oper unÄlu. DerPuszta-Kavalier Lustspielhaus 'V.u.: Der selige Balduin mit Henry Bender. Metropol-Theater vi, u.: Die Csardasfürstin, Neues Operettenhaus Kasse�jtelephon: Norden 281. vi, u..- Der Soldat der Marie. Joneph Plaut (Nur kurzes Gastspiel) Helene Ballot „Die grüne Flöte" Ballettpantomime. Musik von M o z a r t. Inszenierung von Max Relnh-rdt sowie der neue Varlett-Splelplan. Jeden Sonn- und Ueiertag; Nachmittag 3 Eh. Vorstellung Kl. Preise; Kinder die Hälfte. Possen- Theater. Täglich VI, Uhr: Den JLttwen Erwachen Ent oder weder Hoffmann'n Schmus. Re�ehshallen-Theater. Stettiner Sänger. fNeujalaret Feldgrau" ? Mllit.HumcrcSL v.Meyjel. HumcreZL .Anfang 8 Uhr- Sonntag, nachmitt.S U. zu ermäB. Preisen: Weihnachtsab. I. Schützengrab. f�Admiralspalasl. Schlittschuhläufer- Ballett aus der Oper„Der Prophet" und 'ran Vorzügl. Küche a. allen Plätzen- Zirkus A. Schumann Anfang 8 Uhr. Der Zirkus ist gut gsheizt. Heute nnd täglich Die Seeräuber Er.?lusstat!u«gtpa«i. in 4 Akten und das große equestr. Zirkus-Programm. Casino- Theater Lothringer Str. 37. Täglich 81/« Uhr. Tic Schlagerpnüe dies. Spielzeit Einzig in seiner Art! Zwei helle Serlitier Berliner Figuren— Berliner Humor. Bcrher: Sonntag Erstklassige Spezialitäten. 4 Uhr: Weihnachtsurtaub. V oigt-Theater. Badstr. BS. Badatr. BS. Täglich: Richters Millionen ZZclkSstuck mit Gelang in Z Akten von I. K. Schade. Kafsenerössnung 7 Uhr. Ansang 8 Uhr. Anlang 71/» Sonnt. S1/, u. VI, „Berliner Bilder" Heitere Eovue von K. Steidl m. R, Steidl, Ä. Müller-Linoke. Dazu Otto Bentter Herzina— Irene Marohn Käto Loisset— Vera-Truppe Oanova usw. 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