Nr. 90. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen tn der Post- Bettungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- unt Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis i Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Eernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. O jerum, jernm! Sonnabend, den 18. April 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. M ler und Welfen nicht ein menschliches Rühren haben und durch jene Versprechungen gebunden meinte jedoch, es in der Stichwahl nicht für ihn stimmen, wird der Säkular- bedürfe feines Reichstags Beschlusses, um die 8stündige Klio, die Muse der Geschichte, dichtet nicht bloß die mensch unfehlbar gegen den sozialdemokratischen Bigarren- Bergarbeiter- Schicht einzuführen die Regierung habe - und zwar mit Glanz. Aber sie es in der Hand, auf Grund des§ 120 e derartige Dinge auch besten Tragödien und Schauspiele, sondern auch die besten arbeiter" durchfallen ein menschlich Rühren empfinden und ist nicht blos ein Musterfabrikant, sondern auch ein Musterohne den Reichstag zu regeln. Man sieht- Herr Müllensiefen Komödien und Possen. Und niemals hat sie eine beffere, werden Bismarc wird als Gewählter von parlamentarier. Der nächste Redner war der konservative packendere Posse gedichtet, als die Bismarck'sche Reichstags- Fürst Richters und des Herzogs Großindustrielle und Sozialreaktionär Leuschner. Der tandidatur im 19. hannover'schen Wahlkreis. Eine Kan- Eugen didatur ohne Kandidaten! Der größte Staatsmann dieses von Cumberland Gnaden in den Reichstag ein- nächste Redner? Nein! Denn tros des ausdrücklichen und aller Jahrhunderte, der sich in einen der abgelegensten, ziehen. Und das ist der schönste Wit in dieser göttlichen Verbots der Geschäftsordnung brachte der Herr es mit großer Geschicklichkeit fertig, seine aus allen möglichen politisch rückständigsten Wahlkreise einschleicht, wie ein Komödie der Jrrungen, Wirrungen und Foppereien. In den Reichstag einziehen? Wohl faum. kapitalistischen Schmökern und Parteischriften zusammenSchuljunge, der einen Obstgarten plündern will, und ebenso sorgfältig das Gesicht umdreht, wenn er Jemandem Im Reichstag herrscht Redefreiheit- da kann der treue Basall" reden was er will allein draußen vor den begegnet! Thüren des Reichstags steht der Staatsanwalt. Und wenn man 24 Jahre an der Krippe des Welfenfonds gestanden und Hausmeier gespielt hat, ist mit dem " Bürschchen, Du willst Deiner Großmutter in die Stachelbeeren gehn! Nimm Dich in Acht!" " Ich? Denke nicht daran!" rathen!" Was geht mich der Schoof an!" " Und er ist doch hineingegangen Der Sturm des entfesselten Nationalgefühls ein gestoppelte Rede" abzulesen sogar die traurigen paar" Wize", die er sich vermuthlich von einem seiner Kommis hat machen lassen, las dieser Biedermann ab, der natürlich die Annahme des Normal- Arbeitstages für das Beichen zum Weltuntergang erblickte. Das Ablesen wirkte ansteckend. Auch der folgende Red" Aber Dein Freundchen Schoof hat Dich ver- Staatsanwalt nicht zu spaßen. ner, der Zentrumsmann Schädler, las ab, was er zu So wird das Reichstagsmandat, welches dieser sagen hatte- nämlich, daß seine Partei zwar prinzipiell heiteren Kandidatur ohne Kandidaten entsprossen ist, nach wie vor für den Normal- Arbeitstag sei, aber für den anonym. Und wahrscheinlich nur den platonischen Zweck dienen, das sozialdemokratischen Antrag nicht stimmen könne, weil ein neuer Molière wird ein neues Lustspiel dichten können stolze Wort: Der König wird mich wiedersehen! in denk- der famose§ 120e die Regierung ja in den Stand setze, mit dem Titel: Le Candidat malgré lui Verbesserungen im Sinne einer kürzeren Arbeitszeit für geder bar bescheidenster Form einzulösen. Kandidat wider Willen und ohne sein Wissen. Die Nationalliberalen thun mit dem Ergebniß des wisse Produktionszweige eintreten zu lassen. Das Zentrum Le roi me reverra. Der König wird mich 15. April sehr zufrieden. Das ist Geschmackssache. Wir Hand in Hand mit seinem grimmigen Gegner Müllenfiefen, der ihm den Bochumer Wahlkreis entrissen! Im Zeichen wiederfehn! rief der Säkularmensch stolz, als er vor gönnen ihnen das Vergnügen, und ihrem Abgott des Heiligen Kapitals vergessen diese Mammonsdiener alle( 13 Monaten Berlin, seine Hausmeierei und die Krippe die Ehre, und denken für uns: O quae mutatio rerum! sammt ihre Feindschaft da sind sie Brüder. des Welfenfonds verließ. - o welche Aenderung der Dinge! Eine tüchtige Rede vom Standpunkte des ManchesterDoch noch ein Wort, ehe wir schließen. Bloß thums hielt Dr. Barth, der verjüngte Bamberger", sollte ihn mit unwider- Posse ist diese Bismarck Wahl nicht. Sie hat auch ihre wie Auer ihn hernach nannte; Barth ist geistreich, Plebiscit des deutschen Volks stehlicher Elementargewalt nach Berlin, in die Haus- ernste Seite, und auch diese ist durchaus erfreulich selbst belesen und hat gute Formen er führt eine scharfe meierei und an die Krippe des Reptilienfonds zurück in den entlegenften und rückständigen Ecken unseres Vater- Klinge, ist aber nicht verlegend, nicht gehässig. lands ist es mit dem Bismarck- Gözendienst vorbei. schlug er mit seiner scharfen Klinge in die Luft. Die bringen. Am 15. April des Jahres 1891 haben die Wähler schärfste Manchesterklinge schlägt immer in die Luft, wenn Und er kommt zurück. Aber wie? Durch ein dunkles Hinterpförtchen des des 19. hannoverschen Wahlkreises den deutschen sie gegen den Sozialismus schlagen will. Sie kann nur deutschen„ Parlaments" er der Verächter des Parla- Boulanger und die deutsche Boulanger- treffen, wenn sie gegen die abgestorbenen oder absterbenden des Feudalismus und Bureaukratismus schlägt. mentarismus, er der das große Wort gelassen aussprach: Mythe begraben. Die Behauptung der Manchesterleute, daß eine Abkürzung Wir brauchen uns vor den Franzosen nicht mehr zu der Arbeitszeit durch private Organisation und Vereinbarung ich will den Parlamentarismus durch den Parlamentarismus vernichten! er, der den Reichstag stets mit aus- schämen. gesuchtester Geringschätzung behandelte! Und nun die Wahl selbst. Wo war die Alles fortreißende Urgewalt Jever'ſcher, Politische Uebersicht. Berlin, 17. April. Dies Mal zu erreichen sei, und daß die staatliche Einmischung dem Prinzip der Freiheit zuwider laufe, verträgt keine Wieder holung und bedarf keiner Widerlegung in einem sozial demokratischen Blatt. Dem Freihändler Barth folgte der Ober Staatsanwalt Hartmann, der vor seinen großkapitalistischen Wählern pflichtschuldigst Reverenz machen mußte. Bewer'scher, bismarckbrünstiger Berserkerwuth? Sogar in die fernsten Dorffchaften war die Mär von den 350 000 Mart Der Normal- Arbeitstag zwang auch heute den aus dem Welfenfonds gedrungen, und der Säkularmensch Der Handelsminister von Berlepsch, der nun das erhielt über 1000 Stimmen weniger, als der simpelste der Reichstag, über seinen, allerdings nicht durch Gesez, aber nationalliberalen Reichsbürger 14 Monate vorher, bei durch die Sitte festgestellten parlamentarischen Normal- Wort ergriff, stellte sich wieder auf die Seite der Kapitalisten, Arbeitstag hinauszugehen. Die vertagte Debatte wurde er er sprach von den vielen Ausnahmen vom Normal- Arbeits der Wahl des 20. Februar 1890, erhalten hatte. Und die öffnet durch Herrn Müllensiefen, dessen famose Ver- tag, welche in der Schweiz und in Desterreich gemacht Sozialdemokraten, Welfen sprechungen bei der Bochumer Wahl gestern von Grillen- werden mußten, und folgerte daraus mit wenig beneidens drei reichsfeindlichen Gegner haben zusammen über 2000 Stimmen berger als Zeugniß zu Gunsten des Normal- Arbeitstages an- werther Logik die Undurchführbarkeit des Normal- Arbeitstages. und Fortschrittler mehr, als der Säkularmensch! Und wenn die Fortschritt- geführt worden waren. Er erklärte sich für seine Person Er kam im Laufe seiner Ausführungen auch auf das Feuilleton. Nachbruck verboten.] Die Falkner von St. Vigil. 89 D!" rief Staff, peinlich berührt und Ambros sagte ziemlich scharf: Laß das." sich versteckt hielte, wie das Gerücht zu gehen schien. haben, als er von der Geschichte gehört hat." Abermals Er willigte daher eines Sonntags darein, mit Stasi, lachte er. die ihn schon wiederholt darum gebeten, zur Kirche zu gehen. Bevor sie aufbrachen, mußte er sich jedoch gefallen lassen, daß Stast erst seinen Anzug musterte und ihm das Halstuch sorgfältiger knüpfte; denn jetzt wäre sie dafür verantwortlich, daß er ordentlich vor den Leuten erRoman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol schiene. Ambros kam das sehr komisch vor und er trieb so ist blos zum Lachen. Und was ich sagen wollte: Gestern von Robert Sameichel. Staft lebte auf und beeilte sich, ihre Gäste nach besten Kräften zu bewirthen, und ihr sanftes, freundliches Wesen gewann ihr vollends Lisei's Herz und die Freundschaft des viel Possen, während sie an ihm herumpußte, daß das Geschäft ungebührlich viel Zeit in Anspruch nahm. Sie waren ausgelassen wie zwei Kinder. Jerg legte betheuernd die Hand auf das Herz und sagte:„ Nein, wahrhaftig, ich hätt an Deiner Stelle ebenso gehandelt. Mag sich der Alte auf den Kopf stellen; das Abend war's mit dem Singen im Stern recht langweilig. Ohne Dich hat's teine Schneid. Deine Frau erlaubt es schon, daß Du an den Samstagen wieder hinkommst." Stafi lächelte darüber, daß sie Ambros etwas zu er Wenn die Leute, die noch auf dem Kirchhofe beisammen Lauben haben sollte. standen, erwartet hatten, daß der aus der Gnade des KlosterUnterdessen war von den Bekannten Einer nach dem bauers gefallene Ambros eine demüthige Figur machen Andern herangekommen, und sie stimmten Jerg bei, daß Dieser bachte, wie glücklich auch sie sein könnten, wenn würde, so fanden fie fich getäuscht, und ihre heimliche Ambros an den Singabenden nicht lägner fehlen dürfte. Lifei das Beispiel ihres Bruders nachahmen wollte. Um Schadenfreude mußte Noth leiden. Ambros trat mit seiner Jerg hatte ihnen eine bequeme Brücke zu der alten Verben Zorn des Kloſterbauers würde er sich so wenig gewohnten lässigen Sicherheit auf und blickte frei und stolz traulichkeit geschlagen, und Stafi vernahm mit innerem gekümmert haben, wie Ambros. Aber er wußte, daß um sich, während Stasi verschämt die Augen niederschlug. Stolze, wie sehr Allen an dem Verkehr mit Ambros gelegen Lisei jetzt noch weniger als früher zu bewegen sein würde, Nicht er, sondern seine Bekannten fühlten sich unsicher und war.' Ambros versprach zu kommen. Schmiedes dazu. und er mußte sie darum achten und schwieg. ihm gegen den Willen des Vaters vor den Altar zu folgen, verlegen. Er grüßte, hielt sich aber nicht auf, sondern Doch es war Zeit in die Kirche zu treten. Der KlosterAmbros tame ihm gegen Stasi wie ein Prinz vor, der schlenderte der Kirchenthür zu und Stafi folgte ihm. Jergbauer war schon dort. Er saß mit seiner Schwester und sich um der Libe willen in einen armen Teufel verkleidet hätte, meinte Wolf. Und Stafi blickte auch so glückselig vertrat ihm den Weg. Lisei auf seinem gewöhnlichen Plaze, lints von dem Also endlich kommst wieder zum Vorschein?" sagte er Mittelgange, fast unmittelbar unter der Kanzel, das Portal demüthig zu ihm auf, als ob er ein wirklicher Prinz wäre. treuberzig. Hab' schon ganz vergessen, wie Du ausschauſt. im Rücken. Ambros trat mit seiner Frau gleich in eine Ambros erschien in der That sein gegenwärtiges Leben Na, freilich! ha! ha! ha! Die Fliege im Honigtopf!" der nächsten Bänke auf der rechten Seite. Im Begriffe sich wie eine Art Komödie, wie ein töftlicher Scherz, der über wieder lachte er und zu Staft gewendet fuhr er fort:„ Aber hinzusetzen, gewahrte er die Seinigen und das Blut drang lang oder kurz damit enden müßte, daß er Stafi im die junge Frau wird es gar nicht glauben, daß wir ihm stärker in die Wangen. Während Stasi, die sich schon Triumph auf den Klosterhof führte. Vorläufig lag ihm zwei Beide immer die besten Freunde gewesen find. längst danach gesehnt hatte, der Mutter Gottes an heiliger daher nichts ferner, als der Wunsch, daß diese wonneselige Ladet mich nicht einmal zur Trauung ein. Potz Tausend, Stätte für das Glück zu danken, das sie ihr durch Ambros Weltabgeschiedenheit ein Ende nähme. Dennoch sollten die was haben wir Beide nicht für luftige Streiche angegeben! befcheert, in Andacht versunken war, mußte Ambros immer Leute nicht etwa glauben, daß er mit Stast vor dem Vater und das Gesicht von Deinem Alten möcht' ich gesehen wieder nach dem Vater sehen, von dem er nur das gelblich Komplott" der Berliner Eisenindustriellen zu sprechen und Jessirt uns nicht; übrigens würden unsere Gegner, mögen sie Courier" und die„ Norddeutsche Allgemeine entschuldigte es mit dem 1. Mai, durch den es provozirt nun Buttkamer oder Kühnemann heißen, keinen Moment Beitung". worden sei. Er, gleich den früheren Rednern, wurde gründ- zögern, Aftenstücke, welche gegen uns ausgespielt werden Weitere Preßstimmen aus unserem reichen Borrath lichst nach allen Richtungen hin von Auer widerlegt, der könnten, wenn es solche gäbe, zu publiziren und auszu- werden wir demnächst veröffentlichen. in 5/ 4stündiger Rede den sozialdemokratischen Antrag ver- beuten. theidigte und namentlich dem Herrn Handelsminister harte Nüsse zu knacken gab, Nüsse, die derselbe bis dato nicht geknackt hat und auch wohl nie knacken wird. Nachdem noch die Herren Böttcher und Stumm das Loblieb des Heiligen Kapitalismus gesungen hatten jeder in seiner Weise, wurde die Debatte um 1/25 Uhr geschlossen. Für den Normal Arbeitstag stimmten nur die Sozialdemokraten. Nächste Sigung morgen Vormittag 11 Uhr. Ueber das Ergebniß der Wahl im 19. hannoverschen Wahlkreis wird nun gemeldet: Nach den nunmehr vollzählig vorliegenden Wahlresultaten erhielt Fürst Bismarck 7557 Stimmen, Schmalfeldt 3928, v. Plate 3348, Adloff 2619. Es entfielen demnach auf die Gegner Bismarcks 9890, das find 2333 Stimmen mehr, als auf den ehemaligen Reichstanzler. Selbst hinter dem unbedeutenden Gebhardt blieb er um 529 Stimmen zurück. Die Freisinnigen haben trotz ihrer außerordentlich großen Anstrengungen sich mit der geringsten Stimmenzahl in dem schon einmal von ihnen vertretenen Wahlkreise begnügen müssen; während sie ohne nennenswerthe Agitation in der Hauptwahl vom 20. Fe bruar v. J. 1798 Stimmen erhielten, brachte ihnen das Aufgebot aller Kräfte jetzt nur einen Zuwachs von 821 Stimmen, so daß sie ihren Stand von 1887 noch lange nicht erreicht haben. Die Welfen haben, und dies gehört zu den bezeichnendsten Momenten des Wahlkampfes, um 754 Stimmen im Kampfe gegen den Welfenfonds- Verwalter zugenommen. Unseren Verlust von 960 Stimmen haben wir schon gestern erklärt. Die Wahlbetheiligung war etwas stärker, als im Jahre vorher. Es wurden am 15. d. M. 17 447 Stimmen, demnach 333 mehr als bei der Hauptwahl abgegeben. Die Bedeutung der Wahl haben wir schon gestern gewürdigt, in unserm heutigen Blatte kommen wir an leitender Stelle auf das Wahlergebniß zurück. Uns ist das Schreiben von Herrn Kühnemann nicht Die Bourgeois presse hat bekanntlich in der Zuzugegangen. Das„ Berl. Tageblatt" aber meldet, daß der wendung von 3000 Mark seitens der Kühnemann und Herr den§ 2 seines Verbandsstatuts nicht mitgetheilt hat. Konsorten an das Berliner Polizeipräsidium nichts UngeDerselbe lautet: höriges gefunden. Nicht nur vom sozialdemokratischen, sondern auch vom formal juristischen Standpunkte ist dieses Geschenk zu verurtheilen, wie aus einer dankenswerthen Buschrift aus juristischen Kreisen hervorgeht. Es wird uns nämlich geschrieben: Die dem Verbande angehörenden Werke sind verpflichtet, streifende Arbeiter anderer Verbandsbetriebe so lange nicht in ihren Arbeitsstätten zu beschäftigen, als der von einem Bezirksverein für unberechtigt erflärte Streit dauert. Als unberechtigten" Streit erachtet der Verband das gemeinsame planmäßige Niederlegen der Arbeit zu dem Zwecke, die Erfüllung von Arbeitsbedingungen, welche durch die Arbeiter einseitig aufgestellt sind, zu erringen, gleichvièl ob die Arbeitsniederlegung mit oder ohne Kontrattbruch erfolgt." Hierzu bemerkt das Blatt: Dieser§ 2 ist nun auffallender Weise in dem uns jet überfandten Eremplar der Satzungen nicht enthalten. Diese merkwürdige Thatsache bedarf noch der Aufklärung durch den Verband. Der Börsen Courier" fürchtet die lärmende agitatorische Ausbeutung" der Aftenstücke; er hätte wohl lieber gesehen, daß man den Schleier von der Arbeiterfreundlichkeit unseres Großunternehmerthums nicht weggezogen hätte. Das Börsenblatt wird doch nicht annehmen wollen, daß unsere Arbeiter sich, von allem Anderen abgesehen, den Zwang zum Streitbrechen, die Untergrabung des Solidaritätsgefühls und die Vernichtung der Existenzen so vieler tüchtiger, ehrenwerther Männer ruhig gefallen lassen werden. Im Verlaufe seiner ausführlichen Darstellung schreibt das Blatt: Wir zögern auch keinen Augenblick, das lebhafteste Bedauern darüber auszusprechen, daß diejenigen Verabredungen getroffen worden sind, von denen in obigen Mittheilungen die Rede ist. Wir würden vielleicht einen schärferen Ausdruck wählen, wenn wir nicht bis auf Weiteres annehmen müßten, daß das mitgetheilte Material unvollständig ist, und daß die zu vermuthenden Lücken angethan sind, die ganze Angelegenheit in einem weniger ungünstigen Lichte erscheinen zu lassen. Daß das Material unvollständig ist, gestehen wir gerne Unsere Veröffentlichung über das Komplott gegen die deutsche Arbeiterklasse wird den Kühnemanns und ihren amtlichen und nichtamtlichen Hintermännern recht zu und wird der Börsen- Courier" aus dem heutigen Reichsunbequem und dürfte ihnen noch unangenehmer werden. tagsberichte ersehen. Was aber noch vorgebracht werden Herr Kühnemann hat nun auch eine Erklärung abgegeben, welche verschiedene bürgerliche Blätter zum Abdruck bringen. Dieselbe lautet: kann, wird, wie wir aus London erfahren, das Material in gewünschter Weise vervollständigen, aber Herrn Kühnemann und seine Hintermänner immer mehr belasten. Nicht für eine Broschüre, nein für einen ziemlich starken Band sollen eine Broschüre, nein für einen ziemlich starken Band sollen unsere Londoner Gewährsmänner Material befizen. Im weiteren Verlaufe seiner Ausführungen bringt der BörsenCourier" nicht wesentlich Neues vor. " „ Der Verband Berliner Metall- Industrieller ist hauptsäch lich zur Erstrebung folgender Zwecke zufammengetreten: 1. gefchloffen und einheitlich unberechtigten Ausständen der Arbeiter gegenüberzustehen, 2. anerkannten Unruhestistern und wüsten Agitatoren den Eingang in seine Werkstätten zu verschließen, In dem würdigen Reigen der für Kühnemann ein3. aber auch, wie das§ 1, Abschnitt 1 und 2 der Sagungen tretenden Blätter fann natürlich das Unternehmerblatt par ausspricht, berechtigten Klagen der Arbeiter durch gemeinsames excellence, die Nordd. Allgemeine Beitung", Wirken Abhilfe zu verfchaffen. Wir halten unsere Bestrebungen nicht fehlen. An sich hält das Organ Pindter's das ad 1 für unfer gutes Recht, ad 2 für unsere Pflicht den Enthüllte für durchaus berechtigt und sieht darin nichts ruhigen und arbeitswilligen Arbeitern gegenüber; die ad 3 fprechen für sich selbst. Wir haben übrigens hieraus nie weniger denn ein„ Komplott gegen die deutsche Arbeiterein Geheimniß gemacht und unfere Satzungen nicht nur der klasse." Schamlos, wie es eben nur dieses Blatt schreiben Aufsichtsbehörde eingereicht, sondern auch auch dieselben alle kann, führt es aus: gemein befannt gegeben. Die veröffentlichten Schriftstücke maren naturgemäß nicht für die Deffentlichkeit bestimmt und sind durch Entwendung in fremde Hände gelangt. Zu unserem Verbande gehören fast alle Metallfabriken Berlins und die Prüfung aller Fragen erfolgt in eingehendster Weise durch eine Vertrauenstommission, der die ersten Namen dieser Branche in Berlin angehören, und die vor Urtheilssprechung auf diesen Satz. Die Norddeutsche" will natürlich be auch Arbeiter hört, um jede Parteilichkeit zu vermeiden. Die fegenszeichen Erfolge dieser Wirksamkeit sind nicht nur von den Verbandsmitgliedern erkannt, sondern werden auch von den ruhig denkenden Arbeitern gebilligt und dankend anerkannt. Wir werden deshalb auch fernerhin in gleichem Sinne fortDiese Vereinigungen hatten den ausgesprochenen Zweck, berechtigten Ansprüchen der Arbeiter zu ihrem Rechte zu verhelfen, unberechtigten Aspirationen der Sozialdemokratie jedoch durch ein entschiedenes Engegentreten die Spize ab zubrechen. Die heutige Rede Auer's überhebt uns jeder Erwiderung Die in Ihrem geschätzten Blatte enthaltene Publikation der Kühnemann'schen Attenstücke eröffnet auch eine Reihe interessanter kriminalistischer Gesichtspunkte, von welchen ich mir gestatten möchte, einen herauszugreifen und näher zu beleuchten. Wie aus dem Rundschreiben des Herrn Kühnemann vom 24. Juli v. J. hervorgeht, sind infolge des einstimmig gefaßten Beschlusses der Generalversammlung dem tgl. Polizeipräsidium 3000 Mart überwiesen worden mit der Bitte, diese Summe denjenigen Beamten zuzuführen, die aus Anlaß des 1. Mai über Gebühr angestrengt werden mußten und deren thatkräf tiger Unterstützung der Verband wesentliche Dienste verdantt. Herr von Richthofen bestätigt am 12. Juli amtlich den Empfang der 3000 Mart mit verbindlichstem Dank und theilt gleichzeitig mit, daß und in welcher Weise er diese Summe unter die betreffenden Beamten vertheilt hat. Also: eine Reihe von Polizeibeamten ist am 1. Mai amtlich thätig gewesen und erhält dafür ein Geschenk seitens eines Verbandes von Privatpersonen, und zwar mit Wissen und unter thätiger Beihilfe des höchsten Polizeibeamten. Nun lautet der§ 331 des Reichs- Strafgesetzbuches: Ein Beamter, welcher für eine in sein Amt einschlagende, an sich nicht pflichtwidrige Handlung Geschenke oder andere Vortheile annimmt, fordert oder sich ver sprechen läßt, wird mit Geldstrafe bis zu 300 Mart oder mit Gefängniß bis zu 6 Monaten bestraft." Der bekannte Strafrechtslehrer Oppenhoff bemerkt in seinem Kommentar zu§ 381 noch ausdrücklich, daß die Zustimmung des Amtsvorgesetzten die Strafbarkeit des Beamten nicht ausSchließt. Die königl. Staatsanwaltschaft wird ja von dem, schon heut den allgemeinen Gesprächsstoff bildenden Inhalte der Publikation sicherlich Kenntniß erhalten und, da eine Straf verfolgung wegen Vergehens gegen§ 331 St.-3.-B. vom Vorhandensein eines formellen Strafantrages nicht abhängt, Stellung zu der Frage nehmen, ob die Annahme des Kühnemann'schen Geschents unter§ 331 fällt oder nicht. Nach Bourgeoisblättern soll der Abg. Bebel einem Interviewer folgendes gesagt haben: Interviewer folgendes gesagt haben: und Wir denken nicht an einen internationalen Streit. G ist unbegreiflich. Wo soll das Geld herkommen? Und auch wenn wir der Mitwirkung aller Arbeiter in allen Ländern sicher wären, hätten wir keine Lust zum Streiken. Allein dies ist gegenwärtig nicht der Fall, und ein internationaler Streit würde uns mehr schaden als nützen. Im Falle eines Streits unterstützen gewöhnlich Diejenigen, welche arbeiten, die Streifenden, allein bei einem internationalen Streit gäbe es teine Arbeitenden. Selbst ein nationaler Streit ist eine Uns möglichkeit. Die Belgier schlugen auf dem Pariser Bergarbeiter- Kongreß die Veranstaltung eines beloiich- nationalen Streits vor, allein als sie heimkehrten, sahen sie die Unmög lichkeit ein und gaben die Idee auf. Wir müssen organisiren und auf die zukünftige Entwickelung vertrauen. Wir be absichtigen, am 3. Mai Demonstrationen im ganzen Lande zu veranstalten, aber wir dürfen keine Umzüge halten, und wir werden nichts derart versuchen, da wir ängstlich bemüht sind, nicht mit der Regierung zusammen zustoßen. Was auch unsere Zukunftspläne sein mögen weisen, daß alle Heldenthaten Friz Kühnemanns durch die was die Zukunft anbetrifft, sind wohl alle Sozialisten in jedem Arbeiter veranlaßt wurden. Hätten die Arbeiter den 1. Mai Lande ziemlich einig unsere unmittelbaren Forderungen sind sehr mäßige. Wir haben noch keinen achtstündigen Arbeitsnicht feiern wollen, wäre Kühnemann nimmermehr gegen die tag. Alles, was wir augenblicklich verlangen, ist ein zehn Arbeiter porgegangen. Das ist lächerliches Geschwät. stündiger Arbeitstag, Freiheit der Presse und das Recht öffent Warum sollen die Arbeiter sich nicht einen Feiertag belicher Versammlungen unter freiem Himmel. Wir sind keine Was hier über den Zweck des Verbandes gesagt wird, stimmen dürfen, wenn die Unternehmer den Arbeitern jahrelang demonstrative Rasse, wie die südlichen Völker, allein wenn uns hätte sich Herr Kühnemann ersparen können, denn bies weiß den Sedantag als Feiertag aufgedrängt haben, ohne sie für für den 3. Mai ein öffentlicher Umzug gestattet würde, möchte ich die Theilnahme von mindestens 300 000 Arbeitern garantiren." das Publikum viel genauer aus unserer Veröffentlichung. den Lohnentgang zu entschädigen. Wenn die UnternehmerDie Frage, wie die Schriftstücke zu unserer Kenntniß ge- blätter scheinheilig immer sagen:" Was dem Einen recht, In vorstehenden Sägen ist Wahres und Falsches fast Tommen sind, ist einfach beantwortet: Wir haben eben die muß dem Anderen billig sein", so vergessen sie ganz, daß unentwirrbar vermischt. Was die Aeußerung bezüglich im Verlage von E. Bernstein u. Cie in London erschienene die Unternehmer uns zuerst unangenehme Feiertage auf Belgien betrifft, so bezog sich diese auf die Idee der Broschüre abgedruckt, da wir die vollkommene nun auch von gedrängt haben:„ Ja, Bauer, das ist freilich etwas Anderes", Belgier, die sie 1889 in Paris entwickelten, einen allgemeinen Frih Kühnemann bestätigte Meinung hatten, daß eine werden wir bald als Antwort hören. Streit inszeniren zu können. Mystifikation nicht vorliegen könne. Wie der Londoner Von Berliner Preßstimmen sind noch zwei Bebel hat dann den für dieses Jahr beabsichtigten Verlag in den Besitz der Aktenstücke gekommen ist, inter- weitere Blätter zu erwähnen: Der Berliner Börsen- Streit der Belgier ein bedenkliches Unternehmen genannt. wirken." " " hat Dich lieb, tausendmal lieber, als Du fie." ironisch. Wolf begnügte sich, ihn mit seinen strahlend blauen Augen fest anzusehen; dann sagte er:" Sie wäre schon längst gekommen; aber sie darf nicht." graue Haar und die breiten Schultern wahrnehmen konnte. Viel Glück", sagte sie und lächelte, und im nächsten mit einander zu verhandeln haben," sagte er kopfschüttelnd. Der Klosterbauer regte und rührte sich während des moment reichte sie mit einer raschen Bewegung Stafi Etwas Gutes ift's schwerlich. ganzen Gottesdienstes nicht, und diese Unbeweglichkeit die Hand. Aber sie sprach dabei nichts, und wenn in der Auch Ambros bemerkte das Paar vor der Pfarre und begann Ambros eigenthümlich zu reizen. Er be letzten Zeit die Rosen auf ihren Wangen etwas verblaßt im Weitergehen äußerte er:" Auch die Muhme scheint's herrschte jedoch seine Mienen fo gut er fonnte; waren, so wurden sie jetzt noch um eine Schattirung lichter. sehr eilig gehabt zu haben." denn er war sich bewußt, daß er und Stafi von allen den Sie schaute Staft mit einem tiefen Blick an, indem sie" Ja, die pfeift mit dem Klosterbauer auf demselben jenigen, die sie fannten, beobachtet würden. Darin täuschte ihr die Hand kräftig drückte und zog sie dann nach dem Loche, entgegnete Wolf mit einer sorgenvollen Miene. er fich auch nicht; keiner aber hatte ein so aufmerksames Glockenthurm zu mit sich fort. Hier ließ sie Stasi's Hand und die Lisei wohl nicht? fragte Ambros heftig. Auge auf ihn und den Klosterbauer, wie der lustige Jerg, fahren und sagte mit einem Aufathmen:" " Nein, die Lisei nicht," sagte Wolf nachdrücklich. Denn dem nichts entging, nicht der eisige Blick, mit dem der Mein Mann hat Deinen Vater gut gekannt und auch Darum hat sie sich auch seit jenem ersten Sonn Selofterbauer, als er sich nach Beendigung des Gottesdienstes den Ambros seine Mutter, schon zu der Zeit, als sie noch sie erhob und wandte, seinen Sohn anstarrte, noch die Kellnerin im Stern gewesen ist. Er hat mir erzählt, tag nicht wieder bei uns sehen lassen," meinte Ambros Lähmung, welche Ambros an seiner Stelle festzubannen wie sie auseinander gekommen sind und jetzt ist es Gottes schien. Beide waren nach dem Amen des Geistlichen gleich Willen" zeitig aufgestanden: Ambros als ob er mit Ungeduld auf Sie vermochte den Schluß nicht über ihre Lippen zu das Wort gewartet, der Klosterbauer mit jener steifen bringen, und das verrätherische Herzblut ließ die verblichenen Langsamkeit, die seine Würde war, und jetzt begegneten sich Rosen auf ihren Wangen frisch erblühen. ihre Blicke. Nur einen Moment ruhte das Auge des" Ach ja, das hat der Herr Hannes auch gesagt," be Selosterbauers falt, stechend, fremd auf dem Sohne und merkte Staft, und darum hat er uns zusammen gegeben. wandte sich dann so gleichgiltig von ihm ab, als hätte es die Aber der Klosterbauer will es nicht gelten lassen." Wand getroffen. Keine Muskel zuckte in seinem Gesichte. Was der Klosterbauer ist," fiel hier Müller ein, der Ambros flimmerte es vor den Augen und er sah nichts, ihre letzten Worte gehört hatte, denn er war mit Ambros selbst nicht die traurige Freundlichkeit, mit der die Schwester den beiden jungen Frauen gefolgt, so laßt ihn nur mucken, ihm und seiner Frau zunickte. Mit Zorn sprühenden Augen er wird schon zur Vernunft kommen. Es ist kein Stamm packte er Stafi am Handgelenk und riß sie mit sich aus der so knorrig, die Säge geht doch hindurch. Wenn es am Bank und aus der Kirche. Morgen regnet, giebt's einen schönen Abend. Ich red' wohl In kurzer Entfernung vor dem Portale blieb er stehen selbst bei Gelegenheit ein Wörtlein mit dem Alten." Er hielt Staft und ließ die Kirchgänger an sich vorüber. Hier tam Wolf heran und Ambros, der den Müller immer fest und schien nicht zu hören, wie sie, geängstigt allein hat reden lassen, schaute sich lebhaft um und fragte durch sein Benehmen, ihn leise bat, ihr nicht wehe zu thun. nach seiner Schwester. " Hatte der Vater ihn in der Kirche nicht sehen wollen, so Sie läßt Dich und die Stasi grüßen," sagte Wolf. wollte er ihm nun hier vor allen Leuten entgegentreten Sie hat es etwas eilig gehabt und ist mit dem Vater und ihm seine Frau vorstellen. Schon kam der Kloster heim." bauer mit der ganzen Steifheit seines Hochmuthes herangeschritten. Da trat der Sägemüller mit seiner Frau auf Ambros und Stafi zu und begrüßte sie mit herzlichem Glückwunsch. Ambros mußte ihm nothgedrungen danken und unterdessen ging der Klosterbauer an der Gruppe vorüber, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Auch Afra begrüßte Ambros. Sie darf nicht?" rief Ambros stehen bleibend. „ Komm nur weiter," mahnte der Schmied und fügte hinzu:" Der Klosterbauer hat es ihr verboten." Ach, Gott, ist der hart," klagte Stast, während auf der Stirn ihres Mannes die Zornader schwoll. Ob der Klosterbauer um Lisei's Besuch bei ihrem Bruder wußte, oder nicht, vermochte Wolf nicht zu sagen. Hätte Ambros sich selbst fremd gemacht, so sollte er auch fremd bleiben und feinerlei Fäden mehr zwischen ihm und Sem Klosterhofe gesponnen werden. " und sie gehorcht!" knirschte Ambros. " Was bleibt ihr denn übrig, da sie mit dem Vater Leben muß?" fragte der Schmied. Auf diese Art findet sie wohl Gelegenheit, wo sie Dir nügen kann." Mit einem Seufzer fügte er hinzu:" Freilich, besser stände es um uns Alle, wenn Du damals meinem Rath gefolgt wärest, als Du nach dem letzten Streit mit Deinem Vater bei mir die Nacht zubrachtest. Du hättest auf den Klosterhof zurückkehren und Dich noch eine Weile schicken sollen. So eilig?" rief Ambros gedehnt. bilem ce Wolf schien es nicht zu bemerken. Wir gehen ja ein Stück Weges mitsammen," äußerte er. Darauf verabschiedeten sie sich von Arigaya und seiner Frau. Als die letzteren über den Anger nach der Brücke gingen, sah der Müller seinen Sohn mit Vefa vor dem Pfarr- das ist alles." hause stehen.„ Weiß der Himmel, was die Beiden immer said Was hilft's denn der Lisei, daß sie sich schickt," brauste Ambros auf.„ Unter die Füße wird sie getreten, ( Fortsetzung folgt.) ent, zum einstweiligen ersten Vorsitzenden. Ebenso unrichtig sind die Neuße ungen über den 3. Mai[ worden ist, darüber haben wir keine Mittheilung. Am 1. April Herrn Voigt i wenn in Berlin ein war es noch nicht der Fall. Das Wort erhielt hierauf Herr Stahn, welcher die wiedergegeben; Bebel sagte, daßize, sich 300 000 Personen Handlungsweise des Polizeibeamten fritisirte und dann, zur Sache öffentlicher Umzug möglich wä Wilfan bei Zwickaut. Das Herz eines treuen Anhängers fommend, das Komplott der Metallindustriellen und die Annahme baran betheiligen werden. mund steten Förderers der Sozialdemokratie hat zu schlagen auf des bekannten Geschenkes von dreitausend Mark seitens des PolizeiAuf die Frage Sozialdemokraten von der Re- gehört! Am 11. April erlöste der Tod unseren braven Genoffen präsidiums mißbilligte. Kaum waren inzwischen der Schuhmann bigortete Bebel: sehr wenig Christian Teichmann von seinem langwierigen, schweren und Neuhaus zurückgekommen, so erklärte der Lieutenant Serrn gierung erwartsbrzurufen haben wir kein Interesse, da wir rheumatischen Leiden, welches er sich jedenfalls durch seinen Stahn wegen Beleidigung des Polizeipräsidiums für fiſtirt. Konflikte wissen, daß man vielseitig darauf wartet und wir dabei nur den früheren Beruf als Brunnenarbeiter zugezogen hatte. Der Ber- Derselbe mußte also ebenfalls zur Wache und verblieb dort bis Kürs seren ziehen würden. Einstweilen wären wir froh, storbene, im 56. Lebensjahre stehend, war bei allen Kämpfen gegen 12 Uhr. Herr Hübsch ersuchte darauf die Anivesenden, wenn wir den zehnstündigen Normal- Arbeitstag durchsetzten, unserer Partei als einer der Ersten am Plaze und ist feiner Die Ruhe zu bewahren und sich nicht aufregen zu lassen. Die da vorläufig an den achtstündigen nicht zu denken sei und Ueberzeugung bis zum Tode treu geblieben. Dem am 14. April fortgefeßte Diskussion zeitigte die einstimmige Annahme folgender stattgefundenen Begräbniß wohnten eine große Anzahl Genossen Resolution:„ Da wir erkannt haben, daß nur durch eine Verwenn wir ein freies Koalitions, Vereins- und Versamm von Nah und Fern bei, zahlreiche prachtvolle Strangspenden, zum fürzung der" Arbeitszeit die große Zahl der Arbeitslosen verlungsrecht erhielten, wie es die Engländer längst befäßen. Theil mit Schleifen, die entsprechende Widmungen enthielten, mindert werden kann, so beschließt die heutige Bersammlung für Das seien lächerlich bescheidene Forderungen, versehen, gaben Beugniß davon, welche Achtung sich der Dahin eine solche einzutreten und sich der sozialdemokratischen Partei die aber zeigten, wie weit wir in Deutsch geschiedene errungen hatte. Wir aber wollen dem treuen Ge- anzuschließen. Sie beschließt ferner, am 1. Mai eine Versammland im Vergleich zu England noch zurück noffen stets ein ehrenvolles Andenken bewahren und wollen gelung mit darauf folgendem Tanzkränzchen abzuhalten, am dritten feien. loben, ihm muthig nachzustreben im Kampfe für Wahrheit und Mai aber an der Parteifeier theilzunehmen. Ferner beschließt Bezüglich der Demonstrationen erklärte Bebel, daß die Recht, im Kampfe für Verwirklichung der hohen Biele der Sozial- die Versammlung, daß jeder einen Theil des am 1. Mai ver Deutschen dafür weniger Sinn besäßen, als die süblichen demokratie! The dienten Lohnes an die Gewerkschaftskommission in Hamburg abliefern soll." Nachdem hierauf ein Antrag von Hübsch, gegen den Bölker, die mehr für laute Demonstrationen seien, aber weniger für ausdauernde organisatorische Arbeit. Hornberg. Wegen Beleidigung" des Magistrats von überwachenden Beamten wegen der Sistirung der beiden Kollegen Hornberg in Baden jener Stadt, die der weiteren Welt nur Beschwerde zu führen, einstimmig angenommen worden war, bebekannt ist durch ihr famoses" Schießen"( das Hornberger schloß die Versammlung eine Bertagung auf 15 Minuten, um Schießen, bei dem Niemand etwas gewann und Jeder Prügel auf den Delegirten der Berliner Streit- Kontrollkommission zu belam) hatte Dr., Rüdt in Heidelberg eine Gefängniß- warten. Dieser Beschluß bewog den Beamten, die Versammlung strafe von 14 Tagen abzufitzen vont 4. bis zum 18. März aufzulösen- wegen Chikanirung. Der Beamte erklärte, Ueber seine Haft macht Herr Dr. Rüdt einige intereffante Mit- daß er eine Fortsetzung der Versammlung als eine neue und theilungen: nicht angemeldete Versammlung betrachte und bedeutete ferner den Wirth, daß er keinen der Versaminlungstheilnehmer im Gastzimmer dulden dürfe. Auch gegen die Auflösung ist Beschwerde erhoben. Das Bentrums Wahlkomitee hat nunmehr offiziell beschloffen, für Windthorft's Wahlkreis Graf Ballestrem für den Landtag, Prof. v. Hertling, wenn dieser annimmt, für den Reichstag aufzustellen. Der„ Hamb. Korresp." und die Münchener Allg. 3tg." melden abermals nach Aeußerungen, welche bei der füngsten Anwesenheit des Kaisers in Stettin gefallen seien, der frühere Minister v. Buttkamer werde Öberpräsident für Pommern werden. Der Reichsanzeiger" veröffentlicht heute eine Reihe von Aktenstücken über das Verlangen der Reichsregierung an die argentinische Republik, die Auslieferung Winkelmann's betreffend. Der Reichsanzeiger" bemerkt zum Schluß: Es ist zu hoffen, daß es dem ernsten Bemühen der argentinischen Regierung noch gelingen wird, die Angelegenheit zu einer befriedigenden Lösung zu bringen, wie solche den beiderseitigen Interessen und der Solidarität, welche alle Länder gemeinen Verbrechern gegenüber verbindet, entsprechen würde." Wenn Herrn Winkelmann doch noch sein verdientes Schicksal trifft, so ist dies vor Allem das Verdienst der sozialdemokratischen Abgeordneten, insbesondere des Abg. Liebknecht, der immer wieder darauf hinwies, daß man auch die großen und nicht nur die kleinen Diebe bestrafen solle. Im Reichstage hatte unsererseits der Abg. Stolle in der Sigung vom 3. Februar d. J. den Fall Winkelmann vorgebracht. Die Sonne bringt es an den Tag. In Afrika verbreiten bekanntlich auch die Franzosen europäische Zivilisation", und bei dieser Gelegenheit haben fie Tausende von Männern, Weibern, Kindern niedergemehelt, unzählige Dörfer verbrannt ganz wie andere an der Spige der Zivilisation" marschirende Europäer das thun. Er war am Tage vor seinem Strafantritt mit einem Zeugnisse seines Hausarztes, worin ihm dieser bezeugte, daß er an Nervosität und Verdauungsstörung leide und deshalb die schwere Gefängnißkost nicht vertragen tönne, zu dem zuständigen Bezirksarzt Dr. Knauf, der obendrein auch Professor Der Fachverein der Stellmacher Berline und Umgegend und Sofrath" ist, gegangen, um diesen zu ersuchen, ihn auf hielt am Sonntag, den 12. April, seine Generalversammlung ab. Grund seines ärzlichen Beugnisses zu untersuchen und ihm Die Abrechnung vom vorigen Quartal wurde vom Kassirer nach Befund Selbstverköstigung zu gestatten. Dr. Knauf Böttiger verlesen und von den Revisoren bestätigt. Hierauf erhatte noch nicht einmal richtig vernommen, worum es sich theilte der Vorsitzende dem Kassirer Decharge. Folgende Kollegen handelte, als er laut schreiend und mit den Händen herum wurden in den Borstand gewählt: Schnellede, 1., Senze, fuchtelnd dem Dr. Rübt bedeutete: Ich untersuche Sie nicht, 2. Vorsitzender; Böttiger, 1., Posetart, 2. Rassirer; gehen Sie ins Gefängniß! dort habe ich allein zu entscheiden, Göle, i., Maßmann, 2. Schriftführer; Vogt, Schuster, was Sie für Koft erhalten sollen. Ich werde Ihnen einige anger, Revisoren. Es wurde dem Vorstand der Vorwurf Erleichterungen gewähren, allein Besonderes erhalten Sie gemacht, es unterlassen zu haben, die Statutenberathung auf die nichts, denn Strafe muß find!" Auf die Entgegnung Dr. Tagesordnung zu setzen, da sie nur in einer Generalversammlung Rübt's: Sie sind doch Mediziner," womit er dem Dr. Knauf geregelt werden kann. Es sprachen sich verschiedene Kollegen da zu verstehen geben wollte, daß demselben doch teine Straf gegen aus, da der Verein noch jung ist, nach den alten Statuten befugniß über ihn zustehe, antwortete dieser, wiederum laut noch weiter zu arbeiten. Es wurde der Wunsch allgemein auschreiend und gestikulirend: Nein, nein, für Sie bin ich nur gesprochen, den früheren Antrag hoch zu halten, alle Monate Bezirksarzt." Dr. Rüdt ging hierauf in das Gefängniß. eine Wanderversammlung und eine Vereinsversammlung abzu. Am nächsten Morgen erschien daselbst Dr. Knauf, ließ den halten. Der Antrag, die Regelung der Maifeier dem Vergnügungs Dr. Rüdt vor sich führen, untersuchte ihn aber auch jetzt nicht, fomitee zu überlassen, wurde angenommen. Der Gesellenausschuß sagte ihm dagegen wörtlich folgendes: Krant werden erklärte, daß er den Antrag an die Innung gestellt habe, den sollen Sie hier gerade nicht, ich will Ihnen etwas Gr§ 35 des Jnnungsstatuts zu ändern, damit ein jeder Gefelle leichterung gewähren, aber Strafe muß find." Auf die Bitte wahlberechtigt ist. Zum Schluß wurde noch bekannt gemacht, Dr. Rüdt's, ihm doch des Abends ein Glas Bier zu gewähren, daß die öffentliche Versammlung am 1. Mai in den Armin- Hallen, da er des Nachts nicht schlafen könne, hatte der Herr Hofrath Kommandantenstr. 20, stattfindet. die Antwort: Das weiß ich wohl, daß Sie dann beffer schlafen tönnten, allein, das ist nicht nöthig, dazu find Sie im Gefängniß." Arbeiterbewegung. Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter Buchbinder. In der Versammlung des Fachvereins der in hielt am Montag, den 18. d. M., Herr Henning einen Vortrag über: Ein Blick in Natur und Menschenleben." " " Unter Verschiedenem" wurde der Versammlung ein Antrag der Arbeitsnachweis- Kommission unterbreitet, ca. 45 M. zu be willigen, um Drucksachen an die Arbeitgeber zur Hebung des Arbeitsnachweises versenden zu können. Es wurde eine unbestimmte Summe bewilligt und der Vorstand mit der Kommission beauftragt, das nöthige vorzunehmen. " Vorwärts" über den Verband der Metall Industriellen hinVon Kollege Schlegel wurde auf die Enthüllungen im gewiesen und die Versammelten aufgefordert, fräftig für die Drganisation zu arbeiten, da hier wieder ein Beweis dafür vorliege, daß nur eine kräftige Organisation den UnternehmernWiderstand leisten kann. Ein Pariser illustrirtes Blatt veröffentlicht, wie wir schon gemeldet haben, grausige Bilder von dieser Effen a. d. Ruhr, 17. April. Nach Meldung der RheinischZivilisationsarbeit. Die öffentliche Meinung empört sich: Westfälischen Zeitung" streikt seit heute früh die Belegschaft von von Schacht I der Beche Gintracht Tiefbau" bei Steele in daraufhin erklären die Behörden, Alles set Phantasie. Und Stärke von 400 Mann. Im ganzen beträgt die Zahl der nun bringt das betreffende Blatt die photographischen Streifenden auf dieser Zeche 1500. Originalplatten zum Vorschein. Die Sonne lügt nicht wohl aber mitunter die Menschen. Reichenberg( Böhmen), 15. April. Aus dem Jferthal wird D, Sonne, Du klagende Flamme." Vizlipuzli gemeldet: Bei der gestrigen Besprechung der Chefs der Firma fann trauernd sein Haupt verhüllen. F. Schmitt mit den streikenden Arbeitern brachten drei Deputirte Die Menschen er 650 streitenden Spinner folgende Forderungen schriftlich vor: hekatomben, welche die barbarischen Mexikaner ihm gebracht 1. Abänderung des Schiedsgerichtes bei der Strantentaffe. verwaltung Berlin III., hielt am Sonntag, den 12. d. M., eine Die Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Drtshaben, sind nichts neben denen, welche die europäischen 2. Behnstündige Arbeitszeit und Feier des 1. Mai. 8. Ab- Mitgliederversammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Abs Kulturvölker auf dem Altar der Zivilisation schaffung jeglicher Strafe; auch solle künftig kein Arbeiter mehr rechnung, 2. Vortrag des Stadtverordneten Herrn Heindorf, Schlachten. entlassen werden und die Auszahlung wöchentlich erfolgen; ferner 8. Diskussion, 4. Verschiedenes. Zunächst verlas der Kassirer, verlangten dieselben die Wiederaufnahme des entlassenen Ar- Kollege Reinte, die Abrechnung, welche von den Revisoren für beiters Housa, wegen dessen der Streit entstand. Die Chefs der richtig befunden wurde, worauf dem Raffirer Decharge ertheilt Firma Schmitt wieſen diese und die anderen Forderungen als wurde. Da Herr Heindorf am Erscheinen verhindert war, hielt unrealisirbar zurück, worauf die Arbeiter mit der Versicherung an dessen Stelle Herr Dick einen beifällig aufgenommenen Vortrag sich entfernten, nicht eher in Arbeit zu treten, bis man sie rufen über:„ Warum brauchen wir ein gutes Arbeiterschutz- Geſetz und ihre Forderungen erfüllen werde. Diskussion fand nicht statt. Unter Berschiedenem wurden mehrere Bereinsangelegenheiten besprochen.se 23 In Sydney( Australien) sind Vertreter aller Arbeiterorganisationen zusammen getreten und haben beschlossen, den 1. Mai in diesem Jahr wie in alle Butunft als Labour day- ag ber Arbeit zu feiern, was bei der einflußreichen Stellung der Arbeiter Klasse in Australien. leichter durchzuführen ist, wie bei uns. Ferner wird uns mitgetheilt, daß die australischen Arbeiter sich an den nächsten Wahlen zu den gesetzgebenden Körpern betheiligen wollen und auf Erfolge rechnen. Parlamentarisches. Reichenberg, 17. April. Den Beschlüssen des Zentralvereins der nordböhmischen Wollindustriellen, am 1. Mai den Betrieb unbedingt aufrecht zu erhalten, traten bisher 600 Firmen des Handelskammerbezirts bei. $ 100 Jun 246 Soziale Uebersicht. Potsdam. Eine außerordentlich stark besuchte Versammlung von Arbeitern sämmtlicher Branchen wurde hier am Donnerstag, den 16. April, abgehalten. Da bei Gröffnung der Versammlung der Referent, Genosse Friß Zubeil aus Berlin, noch nicht anwesend war, erledigte man zunächst den zweiten Punkt der Tagesordnung: Beschlußfassung über die Maifeier. Die Versammelten waren der Ansicht, daß am 1. Mai die Arbeit besser nicht ruhe, und beschlossen deshalb, am Sonntag, den 3. Mai, einen Ausflug mit Frauen und Kindern zu unternehmen, mit dessen Vorbereitung eine Kommission von sechs Mitgliedern beauftragt wurde. Zugleich wurde es dieser Kommission über tragen, den Vertrieb der von der Generalfommission in Hamburg ausgegebenen Marken in die Hand zu nehmen. Aufruf an alle in königlichen Eisenbahn- Werkstätten Der Bundesrath ertheilte in der am 16. d. M. unter dem und deren unterstellten Betrieben beschäftigten Arbeiter Vorsitz des Vize- Präsidenten des Staatsministeriums, Staats- Deutschlands. Kollegen! Nach unserem Aufrufe vom 5. FeSekretärs des Innern, Dr. v. Bötticher abgehaltenen Plenar- bruar d. J. betreffs Aufstellung einer Statistit über Löhne sowie fizung dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend das Reichsschuld- der örtlichen Lebensweise, haben bereits 18 Städte Material einbuch, und dem. Gefeßentwurf, betreffend die Feststellung eines gesandt. Wir richten nochmals an diejenigen, welche noch nichts Inzwischen war für den am Erscheinen verhinderten Genossen Nachtrages zum Landeshaushalts- Etat von Elsaß- Lothringen für eingesandt haben, die Bitte, dies schleunigst zu thun. Es wird Zubeil Genosse Reichling aus Berlin erschienen, der einen Vortrag 1891/92 die Zustimmung. Den zuständigen Ausschüssen wurden dieses Material an maßgebender Stelle verwendet werden. Alle über die Sozialdemokratie und deren Stellung zu der neuen zur Vorberathung überwiesen: Der Entwurf eines Gesetzes für Busendungen sind zu richten an Oscar Schüßler, Lackirer, Berlin, Gewerbe- Ordnungs- Novelle" hielt. Elsaß- Lothringen wegen Aufhebung der Denunzianten- Antheile Weidenweg 77, vorn IV. Alle Arbeiterblätter werden um Ab- Nachdem von einer Diskussion Abstand genommen war, ba in der vom Landes- Ausschuß angenommenen Fassung, der Gesetz- druck gebeten. fich trotz wiederholter Aufforderung fein Gegner zum Worte entwurf wegen Feststellung eines Nachtrages zum ReichshaushaltsGtat für das Etatsjahr 1891/92, der Entwurf eines Gesetzes Aus Bremen wird uns mit Bezug auf die Frage:: Ge- meldete, wurden unter Verschiedenem" einige Angelegenheiten wegen Ausnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen hören die Kellner zu den Gewerbegehilfen oder zum Gesinde?" besprochen. Man erwähnte auch die Thatsache, daß ein Feuerdes Reichsheeres und der Post und Telegraphen und der Bericht mitgetheilt, daß auch dort die Kellner Dienstbücher mit einem wehrmann, dem infolge einer bei der Ausübung seines Berufes der Reichsschulden- Kommission über die Verwaltung des Schulden- Auszug aus der Gesinde- Ordnung erhalten. Die Kellner wünschen erlittenen Verlegung eine Pension von täglich 1,35 W. zuerkannt wesens des Reiches. Endlich erklärte sich die Versammlung damit deshalb, nicht blos daß sie ausdrücklich für Gewerbegehilfen er fei, nicht im Stande gewesen wäre, die zuerkannte Pension bis einverstanden, daß die durch den Bundesraths- Beschluß vom tlärt, sondern auch, daß gleichzeitig alle Bestimmungen der Ginzel- iegt ausgezahlt zu erhalten. Hierauf wurde die Versammlung 7. Dezember 1871 angeordnete Veröffentlichung statistischer Jahres- staaten, welche die Kellner zum Gesinde zählen, aufgehoben wer- geschlossen. Uebersichten über die Einnahmen an Wechselstempelsteuer vom ben. Auf diese Mittheilung aus Bremen machen wir namentlich laufenden Jahre ab unterbleibe. den Abg. Schmidt Elberfeld aufmerksam. Versammlungen. Literarisches. Das EinkommensteuerDie Berliner Bolts- Tribüne" erscheint jeden Sonnabend Korrespondenzen und früh. Abonnementspreis für Berlin monatlich 50 Pf. pränumerando( frei ins Haus). Einzelne Nummer 15 Pf. Durch jede Varteinachrichten. In einer öffentlichen Versammlung der Wirker und Postanstalt Deutschlands zu beziehen.( Preis vierteljährlich Wirkerinnen am 14. d. M. tamen einige aufregende Zwischen 1,50 M.) Redaktion und Expedition SO.( 26), Elifabeth- Úfer 55. Soeben erschienen Nr. 16 der Gazeta Robotnicza" mit fälle vor. Die Tagesordnung lautete: 1. Bericht der Delegirten Ausgabe für Spediteure:„ Vorwärts" Berliner Boltsblatt Beuthfolgendem Inhalt: Was brachte dem Bolf die Konstitution des über den ersten deutschen Textilarbeiter- Kongreß in Pößneck. straße 3. Nr. 16. Sonnabend, den 18. April. Inhalt: 3. Mai 1791. Die Konstitution und die Bauern." Ferner ent 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Verschiedenes. Aus der Woche. Der Sumpf. hält die Nummer einen Artikel:" Die Bolksschullehrer", eine In das Büreau wurden gewählt Herr Neuhaus, Fräulein Gesetz und das Herrenhaus. Die Börse als Heimstätte des Rubrik„ Wie geht es unfern Arbeitern?", eine politische Ueber- Müller und Herr Janz. Der erste Punkt der Tagesordnung modernen Raubritterthums. Die Vertheilung des Einkommens. ficht und Notizen über die Arbeiterbewegung. wurde indeß wegen schwachen Besuches der Versammlung ab- Immer tiefer hinein. Die Zunahme der FabritarbeiterDer Tribut des Moloch. gesetzt, womit sich auch der zweite Punkt erledigte. Unter dem Bevölkerung in Sachsen. Vom Reichs. Versicherungsamte( gez. Dr. Böbiler) wird britten Punkte- ersten Mai- sprachen sich Liebers, Fräulein flärung. Gedicht. Novelle, Sybel's Begründung des uns, mit Bezug auf die Korrespondenz aus Ohrdruf in Nr. 78, Schulz und Neuhaus für Befolgung des von der Fraktion er- deutschen Reiches durch Wilhelm I. Die Bevölkerungsabnahme in Frankreich.die Abschrift eines Berichts des Vorstandes der Thüringischen theilten Rathes aus. Neuhaus übte Kritik an den Unternehmern, arbeiterstreik. Baugewerks- Berufsgenossenschaft mitgetheilt, nach welchem der insbesondere den Kartellen. Als er hierbei ein Urtheil über die Eine Lohnstatistik, und Folgerungen, welche aus ihr zu ziehen Arbeiter M. am 22. Dezember 1890 durch Anweisung in den Weltordnung einflocht, erklärte der überwachende Beamte ihn sind. Die Zunahme des National, wohlstandes" in Sachsen Bom Reichstag. Stand gesetzt worden sei, seine Rente zu erheben. Aus unserer wegen Gotteslästerung für verhaftet. Neuhaus konnte sich pro Kopf. Korrespondenz geht indeß hervor, daß M. die Rente trotzdem zwar legitimiren, das half ihm aber nichts, er mußte mit dem nicht hat erhalten können. Ob sie ihm inzwischen ausgezahlt Schuhmann zur Wache. Die Versammlung wählte nunmehr Er Der australische Dockpast? o 18 Theater. Sonnabend, den 18. April. Opernhaus. Ein Feldlager in Schle sien. Militaria. Schauspielhaus. Nathan der Weise. Leffing- Theater. Die alten Junggefellen. Berliner Theater. Schuldig. Deutsches Theater. Göz von Ber lichingen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Saint Cyr. Wallner Theater. Des Teufels Weib. Residenz- Theater. Die Früchte der Bildung. 10 Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance Theater. Minard u. Ro. Oftend- Theater. Gavaut, Uriel Acosta. Thomas- Theater. Der Millionen bauer. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Borstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Borstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Fachverein der Tischler. Die diesjährige Maifeier findet auf Beschluß der General- Versammlung am F Sonntag, den 3. Mai 1891, Sonntag, in der Neuen Welt, Hasenhaide, statt. Um derselben nun den Charakter einer großartigen Demonstration zu Gunsten der Verkürzung der Arbeitszeit auf 8 Stunden zu geben, erwartet der Vorstand die allseitige Betheiligung der Tischler und gesammten Berufsgenossen Berlins. Die Feier ist so arrangirt, daß bei einem billigen Eintrittsgeld jeder Kollege daran Theil nehmen kann. Die Feier soll gleichzeitig den Charakter eines Volksfestes tragen. Konzert. Auftreten des Künstler- Personals. Feuerwerk( bei günstiger Witterung), u. s. w. finden statt. Nachmittags 4 Uhr: Feftrede des Reichstags- Abgeordneten August Bebel, worauf Abstimmung der in der Festzeitung enthaltenen Resolution erfolgt. Billets sind auf allen Zahlstellen des Vereins und den untenstehenden Herren zu haben. Der Preis beträgt im Vorverkauf 20 Pf. E Etablissement Buggenhagen Diese Billets find mit dem Stempel des Fachvereins verfeben und erhalten die am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschaut von Payenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Besizer dieser Billets die Maifestzeitung am Eingang der Neuen Welt gratis, während die Billets an der Kasse 25 Pf. fosten und es auf dieselben feine Maifestzeitung giebt. Billets find zu beziehen bei folgenden Herren: Apelt, Sebastianstr. 27/28; Glocke, Laufigerstr. 52, 8 Tr.; Wiedemann, Wendenstraße 2, vorn 4 Tr.; Mende, Wienerstr. 87, vorn 2 Tr.; Wichert, Grimmstr. 38, v. im Keller; Monien, Kreuzbergstr. 9, Quergebäude 3 Tr.; Ahrens, Rottbuserstr. 13, IV I. b. Fengler; Schulz, Brigerstr. 42, v. 4 Tr.; Miele, veil'sche Bierhallen traße 21, v. 2 Tr.; Lenz, Dieffenbachstr. 67, v. 1 Tr. bei Walther; Recke, Bratw Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernfängers u. Ronzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Regelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Bersammlungen. 703 F. Sodtke. Castan's Panopticum. J etzt: Friedrichstr. 165. Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 Pf. Rinder 25 Pf. Passage- Panopticum. Unter d. Linden 22/23. 11-1 u. 5-9 U. Knabe mit 2 Köpfen. Adalbertfir. 9, vorn 4 Tr.; Haberland, Reichenbergerstr. 161, v. 2 Ir.; Hoffmann, Straußbergerstr. 86, Hof 4 Tr.; Rambow, Dieffenbachstr. 70, vorn 2 Tr. bei Mehnte; Polengowski, 3offenerstr. 40, Hof part.; Witte, InvalidenFrobenstr. 18, Hof 3 Tr. bei Schirmer; Boian, Wienerstr. 30, v. 4 Tr.; Brose, Rirdorf, Berlinerstr. 114, 1 Tr.; A. Schmidt, Grüner Weg 105, Hof Quergeb. 2 Tr.; Benschneider, Sorauerstr. 27; Häusler, Schulstr. 51; Bogasch, Frieden: straße 89, 8 Tr.; Hein( Neu- Weißensee), Charlottenstr. 156; Reichert, Fürbringerstr. 25, Hof I. 2 Tr.; Bruhns, Wrangelstr. 61; Hegeler, Brizerstr. 40; Grunert, Manteuffelstr. 64, 2. Hof 4 Tr.; Koblenzer, Adalbertstr. 96; Franz, Chorinerstr. 18; Fest, Wasserthorstr. 14. 813/87 Der Vorstand. Achtung! Metallarbeiter! Große öffentliche Versammlung aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter am Sonntag, den 19. April, Vormittags präzise 10 Uhr, im Feen- Palast Ecke Burg- und Wolfgangstraße. Tages Ordnung: Sozialdemokratischer ,, Max A Sonntag, den 19. April, Aben der ,, Berl. Bockbrauerei" ain und Diskutir- Klub Gedächtniß- Feier npelhujer 22 für den verstorbenen Reichstags- Abgeordneten Max Kayser Saale unter gütiger Mitwirkung des Gesang- Vereins ,, Zufriedenheit" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Festrede, gesprochen von Wilhelm Liebknecht. RF Grokjes Konzert, unter Leitung des Musikdirektors Herrn Rob. Thiele. Der Reinertrag ist für die ausgesperrten deutschen Arbeiter bestimmt. Straße 25, Sof part.; May Koch, Arndtstr. 10; Ammer, Bergmannstr. 30; Eintrittskarten à 30 Pig. find zu haben bei H. Schimansky, Arndts E. Wilschke, Kazbachstr. 1( Ecke Yorkstraße); Albert Auerbach, Rottbuser Damm 7; Otto Klein, Rottbufer Damm 14; Alfred Birch, Arndtstr. 7 und in den mit Blakaten belegten Geschäften. Auch findet Abendkasse tatt. Es werden alle Genossen um recht zahlreiche Betheiligung gebeten. J. A.: H. Schimansky. Herren- und KnabenGarderoben von R. Götze& Co. 168 Oranienstr. 168. Spezialität: Mittel- und feines Genre. Mart Preisverzeichnik fertiger Gegenstände. A. Anzüge. 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Petzold. Esau- Lady. Verband aller in der Metall- Industrie beschäftigten Arbeiter der Aung von blau Diagonal Im SpezialitätenBerlins und Umgegend. Bur gefl. Renntnißnahme theilen wir hierdurch mit, daß der Verband" • . . B. Hosen. Theater 6-10 Uhr: in her wallstraße 785 in Arbeitsnachweiſe. Bureau errichtet hat, welchefe von gezwirntem Bucstin in melirten Muſtern strumentalisten. haltbaren Stoffen . Neu! Minnie Caß, dasselbe find bis auf Weiteres auch alle auf den Verband bezüglichen Mit Hofe von gezwirntem Forster Buckskin, schöne Melangen 4,50 und 10jährige Soubrette. Gebr. Forès, In- gent, u. 1. theilungen, Anfragen, Beschwerden u. f. w. zu richten. Aufnahmen in den Verband werden außer im Arbeitsnachweis Gose von Gladbacher Zwirnbuckskin, schöne gestreifte Muster in noch an folgenden Stellen vollzogen: bei 0. Klein, Rottbufer Damm 14; R. Hofe von Gladbacher Kamingarn, schöne Streifen Niemetscheck, Staligerstraße 18; B. Stabernack, Wrangelstraße 85; Tempel, ofe von Forster Zwirn- Cheviot, elegante haltbare Stoffe Breslauerstr. 27; Gleinert, Müllerstr. 174( Ging. Fennstraße); Lenz, Gerichthofe von Velour in fräftiger gestreifter Waare, hell oder dunkel Straße 3; A. Schiefel, Gozłowstystraße 81. Ferner in den nächsten Wochen Hose von Velour in sehr frästiger Waare, gestreift oder gemustert jeden Sonnabend und Montag von 8-10 Uhr Abends und Sonntags von Hose von schwarzem Satin Welt- Restaurant. Staligerstr. 11, burch Roll, Stopjad; im Restaur. von Schönemann, Gtaliger: 10-12 Uhr Vorm. in folgenden Lokalen: im Restaurant von Schwartzkopf, ose von Sgr. Rappo, Jongleur. Ilka Scherz. Laura Zimmermann. Sigmund Stein. Mr. Wrighton. 97. Dresdenerstraße 97. Tägliches Auftreten der Norddeutschen Sänger, ( 7 Personen), sowie der Duettisten Geschw. Waldmann. Rheinländischer Tunnel, gen. Die fidele Nagelkiste" Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Ausschant von vory. 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Anträge zu demselben und Delegirtenwahl. 8. Gewerk Diese Versammlung wird punkt 10 Uhr eröffnet. Jeder Steinmetz ist verpflichtet, zu erscheinen. Der Einberufer. Delikatessen und Fleischwaaren schaftliches. von 318 L J. Ruff& Töpfer, Berlin SW., 10 Bergmannstraße 10. • 36,- M. 25, M. · 27,- M. Valetot von prima melirt Kammgarn, in allen Modejaroen Valetot von glattem Stoff mit feinem Futter, in allen Farben Paletot von Sommer- Estimo, sehr elegant Schuwaloffs in melirten Stoffen von 20 Mart an. Havelocks in feinen Lodenstoffen, auch wasserdicht von 15 Mark an. D. Westen. [ 471 L] Weiße Westen von 2,50 M. an. Seidene Westen in allen Qualitäten von 3-10 Mart. E. Knaben- Anzüge. In Knaben- Anzügen halten wir stets eine sehr große Auswahl der neuesten Stoffe und Façons vorräthig und empfehlen dieselben schon von 4 Mart an. Tricot- Anzüge in blau, braun, grau oder mode 3-8 Mark. Burschen- Anzüge sowie Confirmanden- Anzüge sind stets in reichhaltigster Auswahl vorräthig. F. Diverse. 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In 8 Stunden nicht geleistet werden kann; deshalb werden aus der Saarbrücken habe ich die Schichtdauer erheblich abkürzen lassen sogenannten industriellen Reserve- Armee neue Kräfte zur Produktion auf das Maximalmaß von 12 Stunden einschließlich der hinzugezogen werden müssen; diese Argumentation ist nach jeder Paufen. Die Maschinenwärter machten daraufhin eine Am Tische des Bundesrathes: von Berlepsch und Kom Richtung hin irrig. Man geht von der falschen Voraussetzung Gingabe an mich, indem sie mich baten, diesen übereilten missarien. aus, daß das zu leistende Arbeitsquantum überhaupt firirt ist, Schritt zurückzunehmen; ich habe ihnen allerdings diesen Sie ersehen aber daraus, daß Die zweite Berathung der Gewerbe- Ordnungs- Novelle aber dasselbe ist absolut variabel, es hängt ganz von den Be- Gefallen nicht gethan. ( Arbeiterschutzgesetz) wird fortgesetzt bei dem von den Sozial- dingungen ab, unter welchen überhaupt gearbeitet werden kann. in weiten Arbeiterkreisen eine Abneigung besteht, sich die Ausdemokraten beantragten§ 136 a Normal- Arbeitstag der erwachsenen Aber angenommen, daß die Gesammtarbeit sich nicht vermindert, nuhung ihrer Arbeitskraft beschränken zu lassen. Der Normalso würden in Folge der Verkürzung der Arbeitszeit rund 20 pet. Arbeitstag will im Wesentlichen das sanitäre Interesse wahrAbg. Müllensiefen( natl.) erkennt an, daß die Arbeit in Arbeitskräfte mehr zu beschäftigen sein. Nun meinen die Sozial- nehmen, der Maximal- Arbeitstag, der unter dem Begriff des Arden Fabriken, da wo schlechte Gase entstehen u. f. w. eine sehr demokraten, daß der erforderliche Mehrbetrag an Lohn einfach beiterschutzes steht, ist vielfach von konservativer, wie von der Davon unterscheidet sich gesundheitsschädliche sei. In seinem Betriebe habe er deshalb dadurch aufgebracht wird, daß der Unternehmer in seinen großen Seite des Zentrums angeregt worden. die früheren 12 stündigen Schichten in 8 stündige verwandelt, Beutel greift und die Differenz entrichtet, das ist doch eine naive aber der Maximal- Arbeitstag der Herren Auer und Genossen sehr ohne den Lohn zu ermäßigen; er habe dabei allerdings etwas Auffassung von dem ganzen Wesen der wirthschaftlichen Ent- wesentlich, wie ich in Uebereinstimmung mit dem Abg. Barth bemehr Lohn gezahlt, aber die Arbeiter haben intensiver gearbeitet. wickelung. Für das Prinzip ist gleichgültig, ob sie annehmen, haupten muß. Es giebt auch bei uns Betriebe, wo nur neun Die Waaren sind dadurch besser und gleichmäßiger geworden, die daß der Unternehmer aus seinem Beutel die gesammte Differenz Stunden gearbeitet wird, so in der ganzen Berliner GroßVerkaufspreise haben sich gesteigert.( Hört! bei den Sozial- oder nur einen Theil bezahlt. Der Unternehmer richtet sich aber industrie. Bezüglich der westfälischen Grubenarbeiter sagte Herr demokraten.) Dagegen ist es unnöthig, die Arbeitszeit zu ver- nicht nach den Produktionskosten, sondern nach den Konkurrenz- Grillenberger gestern, sie seien gezwungen, für die Regelung der kürzen da, wo die Arbeit eine leichte ist und in gesunder Luft verhältnissen zwischen dem Kapital des Inlandes und Arbeiterverhältnisse, unter denen sie Jahrhunderte lang glücklich stattfindet. Dadurch würde die Waare vertheuert und die Kon- Auslandes. Die Unternehmer werden doch einen solchen gewesen seien, jest wieder von Neuem zu kämpfen; er hält die furrenz mit dem Auslande erschwert, was wiederum zur Ein- Betrag nicht aus ihrer Tasche nehmen, ohne sich auf achtstündige Schicht einschließlich Ein- und Ausfahrt für jenen schränkung der Arbeit und Verminderung des Verdienstes der das Aeußerste zu sträuben. Die Sozialdemokraten meinen glücklichen Zustand. Diese Auffassung ist völlig unrichtig. Arbeiter führt. Die Bergleute haben eine Arbeit, die man nicht ja selbst, man müsse dem Unternehmer erst Alles abringen. Nach der Bergordnung, welche bis 1850 etwa in Kraft gerade als der Gesundheit förderlich bezeichnen kann. Deswegen Gewiß, mit Sentimentalität werden überhaupt Geschäfte nicht war, gab es achtstündige Vollschichten und vierstündige ist die Bemessung der Arbeitsschicht auf 8 Stunden für gemacht.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Es tommt Nebenschichten; aber aber die Arbeiter sollten acht Stunden Bergleute durchaus gerechtfertigt. Deshalb habe ich bei meiner also darauf an, ob durch die Natur der wirthschaftlichen Ver- beständig in der Arbeit sein und nicht eher ausfahren. Wahl die Erklärung abgegeben, daß die Ueberschichten nur frei- hältnisse gezwungene Lohnsteigerungen eintreten. Der Ansicht, Würde in Deutschland ein Maximal- Arbeitstag durch Gefeß einwillig geleistet werden sollen, daß sie besser bezahlt werden sollen daß mit einer Verkürzung der Arbeitszeit eine Erhöhung der geführt, die Ausführung würde eine ganz andere sein als in der als die gewöhnlichen Schichten. Die Erklärung, die ich abgegeben Arbeitsleistung Hand in Hand geht, liegt ein Körnchen Wahrheit Schweiz, da wir ein straffes Berufsbeamtenthum haben, welches habe, hat mich übrigens nicht irgendwie begünstigt, denn die zu Grunde. Die ganze Entwickelung unserer Kultur geht dahin, die Schweiz nicht fennt. Der Grundgedanke des sozialdemokra hat mein Gegner ebenso abgegeben, wie ich; ja, die Sozialdemo- die Arbeitsleistung im Verhältniß zu der aufgewendeten mensch- tischen Antrages ist ja aber auch gar nicht der Schutz des Arfraten haben noch in letzter Stunde ein Flugblatt gegen mich er- lichen Arbeitskraft immer mehr zu erhöhen. Die Interessen der beiters, sondern die Frage der Lohnregelung, wie ich mit Herrn laffen.( Heiterfeit links.) Arbeitgeber und Arbeiter fallen auf diesem Gebiete zusammen. Barth glaube. Daß eine größere Zahl von Arbeitern einzustellen Abg. Leuschner( Rp.): Wir sind nicht Gegner der Ar- Auch der Arbeitgeber ist start interessirt, daß die zu leistende nöthig werde, das Angebot von Arbeitskräften vermindert und beiter, sondern nur Gegner der sozialdemokratischen Agitation Arbeit in möglichst furzer Zeit geleistet wird. Aber deshalb nun damit der Lohn erhöht werde, das ist das Ziel des Antrages. ( Lachen links); wir sind Freunde der Arbeiter, wir haben Wohl- gleich ein Gesetz zu machen und eine Schablone herzustellen, unter Ich halte dieses Ziel durchaus für erstrebenswerth, erhebliche fahrtseinrichtungen für sie geschaffen, lange bevor von Sozial- welcher, ganz gleichgiltig wie die Verhältnisse in den einzelnen Bedenken aber habe ich, im Wege der Gesetzgebung solche Lohndemokraten die Rede war.( Erneutes Gelächter bei den Sozial- Betrieben sind, alles in gleicher Weise gemacht wird, liegt durch- regelung in Aussicht zu nehmen. Wenn wir auf den Boden demokraten.) Wer einen Normal- Arbeitstag will, verlangt Un- aus nicht im Interesse der Allgemeinheit. Der Glaube an die treten, damit eine Lohnerhöhung zu bezwecken, so erwächst daraus mögliches, denn dann müßte er auch für gleiche, ausreichende, seeligmachende Kraft des achtstündigen Maximalarbeitstages ist die Verpflichtung, einer Lohnverminderung entgegenzutreten, stets vorhandene Arbeit sorgen. Vizepräsident Graf Ballestrem auch in Arbeiterkreisen noch nicht vollständig durchgedrungen. Auch wenn die gehegten Erwartungen nicht in Erfüllung gehen. bittet die Unterbrechungen zu unterlassen.) Die achtstündige der Abg. Bebel hat früher einmal hier eine Ausführung gemacht, Es ist sehr wohl denkbar, daß der achtstündige Arbeitstag Schicht ausschließlich Ein- und Ausfahrt ist für die Bergarbeiter die mich davon überzeugte, daß er bei seinem Scharfsinn auf eine Verminderung des Lohnes nach sich zieht, durch vollkommen kurz genug, von einzelnen Ausnahmen abgesehen. diesem Gebiete längst erkannt hatte, daß bei dieser Maßregel Vermehrung der Maschinen und Ablegung von Arbeitern. ( Unterbrechung bei den Sozialdemokraten; Vizepräsident Graf schließlich nicht viel für die Arbeiter herauskommt, Ich nehme Schon daraus ergiebt sich die Unausführbarkeit des AnBallestrem ersucht wiederholt um Unterlassung der Unter- es den Herren ja nicht übel, daß sie aus praktischer, trages, der vielmehr zur allerempfindlichsten Schädigung brechungen und droht mit eventueller Anwendung der diszipli- agitatorischer Politik, die auch ihre Berechtigung hat, es vor unserer Industrie und unserer Arbeiter führen würde. Die narischen Bestimmungen der Geschäftsordnung.) Der zehnstündige ziehen, ihre Bedenken zurückzuhalten, wie sie die Bedenken von Regierung kann also nur entschieden sich gegen diesen Antrag erNormal- Arbeitstag in England ist sehr einfach damit erklärt, daß Karl Marx zurückgehalten haben, die er in sehr scharfsinniger flären. Herr Grillenberger will uns dafür eine ganze Menge der englische Arbeiter mehr leistet.( 3wischenruf bei den Sozial Weise vor 15 Jahren gegenüber dem sozialistischen Programm anderer Sünden vergeben, wenn wir ihn annehmen. Ich glaube demokraten: Er nährt sich auch besser!) Das ist nicht wahr; entwickelt hat. Es wird eben nicht Alles gesagt, was in einer aber ihm das nicht( Heiterkeit); die Herren würden dann sofort bei uns ist der Arbeiter auch gut genährt; von Hungerlöhnen Partei vorkommt, auch nicht in der sozialdemokratischen Partei. Die Regulirung des Lohnes in das Gesetz aufzunehmen verlangen. fann man nur unter Mißachtung der Mehrheit sprechen. Die Heiterkeit.) In Frankreich hat man unter den Arbeitern eine Die Erlasse des Kaisers vom 4. Februar 1890 sollen den Verbesserung der Maschinen kann den Ausfall der Produktion Enquete über den achtstündigen Arbeitstag veranstaltet, und von Maximal- Arbeitstag angekündigt haben. Das bedarf einer nicht ausgleichen, der unausbleiblich eintreten muß; für den 22 000 Antworten haben sich nur 7 pt. für denselben aus- Widerlegung. In den Erlassen wird eine Prüfung der ArbeitsBergbau ist eine Verminderung der Förderung sicher. Was soll gesprochen, 1/4 dieser Antworten hat sich gegen jede gefeggeberische verhältnisse angekündigt, welche auch die Dauer der Arbeitszeit aus der Kohlen konsumirenden Industrie werden, wenn die Beschränkung der Arbeitszeit erklärt. Auch in England ist der Ge- umfassen soll; aber mit feinem Worte ist von einem NormalKohlenproduktion vermindert wird? Die Kohlenpreise würden danke eines obligatorischen Maximalarbeitstages von 8 Stunden Arbeitstage die Rede. Einen weiteren Beweis für seine Benoch erheblich höher steigen. Auch die Landwirthschaft hat alle noch feineswegs so vollständig durchdrungen( Ruf bei den hauptung findet er der Broschüre Gin Komplott gegen die ArUrsache, diesen Antrag der Sozialdemokraten zu bekämpfen. Sozialdemokraten: abwarten!), wie mir Thomas Burt, beiterklasse". Die Ausgaben für diese Broschüre sind, fürchte ich, Jeder Arbeiter muß arbeiten, ebenso wie der Beamte und Ge- der Führer der englischen Bergarbeiter, versichert hat. unnüß vergeudet. Was ist der Inhalt dieser Broschüre? Die schäftsmann; wer nicht arbeitet, ist eben ein Faulpelz!( Große Die Reservearmee", die jetzt immer als Schreckgespenst hingestellt Arbeiter foalisirten fich voriges Jahr, um den Arbeit Heiterkeit.) Die Enquete über die Bergarbeiter Verhältnisse ist wird, ist in früherer Zeit viel größer gewesen und sie wird nie gebern den 1. Mai als Feiertag zu oftroyiren. Es durchaus unparteiisch veranstaltet worden.( Widerspruch ganz verschwinden. Selbstverständlich ist in großen Betrieben war völlig selbstverständlich, daß sich die Arbeitgeber da links.) Der große Streit wäre nicht ausgebrochen, wenn nicht immer ein Refervefonds da, beim Kapital und bei den Arbeitern gegen toalirten; thatsächlich beziehen sich alle Angaben die Bergleute durch die fortgesetzte wühlerische Thätigkeit von auch. Man kann doch nicht nach Art der sozialdemokratischen dieser Broschüre auf den 1. Mai. Wenn sich Staatsbetriebe daran außerhalb hineingekommener Agitatoren aufgehetzt worden wären. Utopien von Staatswegen den letzten Mann bei der Industrie betheiligten, so tann ich auch darin nichts Tadelnswerthes finden. Herr Bebel hat uns den großen entscheidenden Klassenkampf für beschäftigen. Trotz dieser Reservearmee haben sich die Löhne Der fiskalische Betrieb muß in dieser Beziehung ebenso beurtheilt die Zukunft in Aussicht gestellt, aber ich glaube nicht recht daran. Schon fangen die Arbeiter an sich darüber aufzuhalten, daß ihnen von den Führern so viel versprochen und so wenig gehalten wird, namentlich jetzt, seit sie erfahren haben, daß sie von dem Herrn Lassalle mit dem Sazze die Arbeit ist die Quelle alles Reichthums" gründlich an der Nase herumgeführt sind.( Große Heiterkeit bei den Sozialdemokraten; Vizepräsident Graf Ballestrem ersucht den Redner, bei der Sache zu bleiben.) Lehnen Sie den Antrag möglichst einstimmig ab. A " gradatim von Jahr zu Jahr gesteigert und zwar in allen Ländern. Der Preis der Bedarfsartikel hat sich nicht in demfelben Maße gesteigert. Die Verbesserung der Lage der Arbeiter wird um so sicherer herbeigeführt werden, je mehr die Gefeß gebung sich von derartigen Quacksalbereien, wie sie vorgeschlagen werden, freihält.( Beifall links.) werden wie der Privatbetrieb. Mit diesem Buche ist also in der Richtung des Komplottes gegen die Arbeiterklasse nicht das Mindeste nachgewiesen. Kommis des Unternehmerthums nennt man die Regierung und zeiht sie der Furcht vor dem Kapitalismus. Diese Vorwürfr tönnten es uns verleiden, den Arbeitern weiter entgegenzukommen; aber das ist nicht der Fall, denn die RegieAbg. Hartmann( dt.): Der Vorredner hat gegen die Schuß- rung verfennt nicht, daß eine Parteileitung eines Phrasenschazes zollpolitik gesprochen, nnd zwar in abfälligem Sinne; er nicht entbehren kann; sie braucht starke Worte, um die Geister hat sich aber nachher selbst widerlegt. Die Konservativen der Arbeiter im Baum zu halten und weiter unter ihre Herrschaft Abg. Schädler( 3.) verliest eine Erklärung, nach welcher das werden Mann für Mann gegen den Antrag Grillenberger zu beugen.( Beifall rechts.) Zentrum noch heute auf seinem Standpunkte des allgemeinen stimmen. Prinzipiell sind wir ebensowenig wie früher gegen Abg. Barth: Nicht absichtlich haben unsere Gegner die Arelfstündigen Normal- Arbeitstages steht, diesen zu beantragen aber einen Maximal- Arbeitstag und mit Recht hat Herr Grillenberger beiter benachtheiligen wollen, aber sie wußten, daß ihre Schutzzollwegen der Aussichtslosigkeit eines solchen Antrages unterläßt. Darauf verwiesen, daß früher die Abgg. Wagener und von Politik diese Benachtheiligung zur Folge haben mußte. Ich fann Ebenso steht es noch auf dem Standpunkt des achtstündigen Brauchitsch einen Marimalarbeitstag im Reichstage beantragt weder einem Kollegen, noch einem Minister unterschieben, daß Normal- Arbeitstages für Bergarbeiter. Gs lehnt den sozialdemo- haben. Aber ich kann auch nicht erklären, daß wir geschlossen sie sich dieser Tragweite jener Politit nicht bewußt gewesen seien tratifchen Antrag als zu weitgehend ab; es hofft, daß aus dem elf- für eine gesetzliche Regelung des Maximalarbeitstages eintreten Abg. Auer( Soz.): Der Abg. Hartmann hat mit großem stündigen Normal- Arbeitstag für Frauen sich allgemein die Arbeits- werden. Wir haben die Frage noch nicht in Angriff genommen Aufwand von Pathos erklärt, daß er sich vor meiner Partei nicht zeit von elf Stunden als obere Grenze herausbilden wird und daß und haben das auch nicht nöthig gehabt; es ist überhaupt nicht fürchte; das glaube ich ihm aufs Wort, namentlich in seiner der Bundesrath von seiner Befugniß nach§ 120 c, die Arbeitszeit an der Zeit, diese Frage ihrer gefeßlichen Lösung entgegenzu Eigenschaft als Staatsanwalt. Er hat dann aus einer Aeußein gefundheitsgefährlichen Betrieben herabzusetzen, ausgedehnten führen. Die angeführten Beispiele der außerdeutschen Länder be- rung des Abg. Bebel den Schluß gezogen, daß wir drohen, und Gebrauch machen wird. weisen nichts, namentlich nichts dasjenige Desterreichs, dessen elf- hinzugefügt, daß er sich vor diesen Drohern nicht fürchte, daß Abg. Barth( dfr.): Der Antrag ist bei weitem der wichtigste, stündiger Nomalarbeitstag durch ein schier endloses System von aber er die Konsequenzen einer solchen Drohung gezogen und uns den die Sozialdemokraten überhaupt gestellt haben, nicht nur Ausnahmen völlig illusorisch gemacht wird. Eine zweckmäßige mit allen Machtmitteln entgegentreten werden würde. Nichts wegen seiner Tragweite, sondern auch wegen seiner prinzipiellen Regelung dieser Dinge kann nur erfolgen auf dem Boden des liegt uns ferner, wir könnten gar nichts Thörichteres thun Bedeutung. Bisher hat man die Sache so dargestellt, als ob das einzelnen Gewerbes, der einzelnen Juduſtrie; eine allgemeine wollen unter den gegebenen Umständen und angesichts der thatBrinzip durch Annahme des§ 125 e bereits entschieden sei. gesetzliche Festsetzung eines gleichen Marimalarbeitstages für fächlichen Machtvertheilung, als uns mit Drohungen Ihnen Zwischen dem Grundsay in§ 120 e und dem Prinzip des An- alle erwachsenen Arbeiter ohne jede Rücksicht auf die ver- gegenüber zu ergehen. Das Drohen findet vielmehr von Ihrer trags ist ein großer Unterschied. Wir sind bereit, von Fall zu schiedenen Industrien würde die Industrien und die in Seite in einem fort statt und es beweist nur das Unsichere Ihrer Fall zu prüfen, ob in einzelnen Betrieben aus Gesundheits- ihnen beschäftigten Arbeiter gleich sehr schädigen. Der Stellung, wie unheimlich Sie sich nach und nach zu befinden angründen geseßlich auch für erwachsene männliche Arbeiter die Einwand, daß auch England diesen gefeßlichen Normal- fangen, daß gerade Sie immer wieder und wieder mit dem Arbeitszeit zu ermäßigen ist. Das ist aber himmelweit von dem Arbeitstag nicht habe, wird von Herrn Grillenberger mit Appell an die Gewalt drohen, in der Form allerdings, daß wir Prinzip dieses Antrags verschieden. Herr Grillenberger hat dem Ausspruch abgethan, daß die englischen Arbeiter sich frei organi- die Gewalt in Anwendung bringen wollen. Fällt uns gar nicht ein. 1885 gesagt, daß der Maximal- Arbeitstag, wie er von firen dürften. Ich verstehe das nicht. Durch§ 152 der Gewerbe- Unsere Position ist eine viel zu angenehme. Wir befinden uns in den Sozialdemokraten beantragt ist, für die Arbeiterklassen Ordnung ist den deutschen Arbeitern das freie Koalitionsrecht ge- einer Stellung, wie wir sie uns gar nicht besser wünschen können. eine Steigerung des Arbeitslohnes bringen soll und wird. Es währt. Den Mißbrauch, die Ausschreitungen, den Terrorismus, Wir müßten sehr ungeschickt und dumm sein, wenn wir das handelt sich also um den prinzipiellen Gedanken, die Gefeß- den die Agitatoren mit diesem Rechte ausüben, bestraft die Gesetz thäten, was Sie uns glauben machen wollen. Wenn wir Ursache gebung zu gebrauchen, um den Lohn tünglich zu steigern. gebung bei uns wie in England mit vollem Rechte, nur mit dem hätten zu bezweifeln, daß wir nach und nach auf organischem, Wir find allerdings in dieser Beziehung von der Gesetzgebung Unterschied, daß die englische Rechtsprechung gegen solche Aus- friedlichem Wege zu unseren Bielen kommen werden, so würde nicht verwöhnt. Die wirthschaftliche Gesetzgebung der letzten schreitungen ganz bedeutend strenger ausfällt. Die Drohung der gerade die Frage der Einführung eines Normal- Arbeitstages uns zehn Jahre hat vielfach zu Ungunsten der Arbeiter und zu Sozialdemokraten mit dem, was passiren könnte, wenn wir jetzt beweisen, daß wir keinen Appell an die Gewalt nöthig haben. Gunsten des Kapitals Partei ergriffen. So sehr wir aber dies nicht den Normal- Arbeitstag dekretiren, schreckt uns nicht, wenn Ich bin ein langjähriges Mitglied dieses Hauses; ich habe den bekämpft haben und eine möglichst baldige Beseitigung dieser es sich nicht um die armen Berführten handelte, über die es dann Verhandlungen 1877 über die erste Gewerbe- Ordnungsnovelle bei protektionistischen Politik wünschen, so wollen wir auch nicht eine hergehen würde, würden wir sagen: Beran, je eher, je lieber!" gewohnt und seitdem mehrmals gleichen Verhandlungen. Uno Parteinahme der Gesetzgebung zu Gunsten der Lohnarbeiter und( Bustimmung rechts. Vizepräsident Graf Ballestrem ersucht nun vergleichen Sie die Stellung der verschiedenen Parteien von auf Kosten Anderer. Dieser prinzipielle Standpunkt macht es den Redner, nicht von der Sache abzuschweifen.) Wie die Sozial- heute und vor 10-15 Jahren zu dieser Frage! Das Zentrum uns unmöglich, auf den Boden des Antrages zu treten. Wir demokraten sich zum Umsturz zusammenschaaren, so schaaren sich hat sich für die gefeßliche Einführung des Normal- Arbeitstages sehen allerdings in einer Ermäßigung der Arbeitszeit einen alle übrigen Parteien zusammen unter dem Panier: Christenthum, erklärt, selbst aus den Reihen der Nationalliberalen kam eine äbnliche Erklärung seitens eines Großindustriellen. Auch die großen Kulturfortschritt, und wünschen, daß wir zu einer immer Waterland und Monarchie!( Beifall rechts.) Minister v. Berlepsch: In dem Augenblicke, wo wir die Konservativen haben dasselbe erklärt. Selbst unter den Freisinnigen türzeren Arbeitszeit kommen, und der Arbeiter einen möglichst hohen Lohn erzielt; aber durch gesetzgeberische Maßregeln wird Verminderung der Kinder, Berbot bezw. Einschränkung der Nacht befindet sich ein Mitglied, welches dem Normal- Arbeitstage audies Biel nicht erreicht, sondern eher verlangsamt. Die Wirkung und Frauenarbeit beschließen, können wir im Interesse der In- hängt, der Abg. Harmening. Hiernach muß es uns fernliegen, des Maximal- Arbeitstages in der Schweiz und in Desterreich wird dustrie, um ihre Konkurrenzfähigkeit zu erhalten, nicht weitergeben daß wir mit Gewalt unser Ziel zu erstreben gedächten. Legen durch die große Zahl der Ausnahmen beeinträchtigt, und außer au einer allgemeinen gefeßlichen Regelung des Maximal- Arbeits- Sie solche Behauptungen zu dem Sozialistengeſetz. dem handelt es sich da um einen elfstündigen Tag, der viel tages. Neben den Konkurrenz- Verhältnissen fällt die Frage der heute ist eine Mehrheit für den Normalarbeitstag vorhanden; weniger Bedeutung hat. Das österreichische Elfſtundengesetz ist Höhe des Lohnes für den Arbeiter gegen die gefeßliche Fest- nur über die Stundenzahl gehen die Weinungen auseinander. gar nicht mit dieser Maßregel, die hier beantragt ist, zu ver- fegung eines Normal- Arbeitstages in's Gewicht. Es darf hier Wir sind Ihnen allerdings hierin um einige Pferdelängen voraus. gleichen. Die Sozialdemokraten argumentiren, daß wenn die nicht ein zu tiefer Einschnitt das Einkommen des Arbeiters Die Frage, ob 11, 10, 9 oder im äußersten Falle 8 Stunden, Schon ges iva hat mit dem Prinzip selber nichts zu thun. Der Abg. Leuschner| Es sind sogar Irrthümer in diesen Listen mit untergelaufen. In daß alle wegen dieses Verbrechens Verurtheilten schreibens- und hat mit der größten Seelenruhe, die diesen Herrn auszeichnet, einigen Fällen haben die Unternehmer selbst um Streichung von lesekundig waren. Wollte man nach der Methode des Arbeiterbehauptet, ein gleichmäßiger Normalarbeitstag sei nicht denkbar. Namen aus der Liste der Agitatoren ersucht, weil die Leute ganz freund" verfahren, so könnte man auch zu umgekehrten Schlüssen Diese Weisheit wissen wir auch. Wer verlangt einen gleich unschuldig auf die Liste gekommen sind; am 4. August ist noch gelangen. Im katholischen Theinland and Westfalen sind die mäßigen Normalarbeitstag? Der Marimalarbeitstag schließt ein solcher Antrag gestellt worden. doch nicht die Gleichmäßigkeit ein. Es ist damit nur eine Beit Monate lang gedauert, bis die Betreffenden wieder zu ihrem und Ostpreußen. Natürlich wäre es auch ein Fehlschluß, in der Manchmal hat es also Löhne doppelt so hoch und höher als im protestantischen Bommern gegeben, über die nicht hinausgegangen werden kann. Für den Recht gekommen sind. Es handelt sich hier um einen fortgesetzten Religion eine Ursache hiervon zu erblicken. Eine ernsthafte fanitären Normalarbeitstag ist auch der Herr Minister. Ich Treubruch der Arbeitgeber gegen die Arbeiter. Der Abg. Biehl Statistit giebt aber zu anderen Schlüssen Veranlassung, die nicht möchte ihn um eine Vorlage für Einführung des sanitären hat uns im vorigen Jahre aus Hamburg einen Fall angeführt, genug hervorgehoben werden können und auf die immer und Normalarbeitstages ersuchen. Die übrigen Schlüsse, die sich wo ein Meister von seinen Arbeitern gezwungen wurde, aus immer hingewiesen werden muß. In den Herrschaftsgebieten der daraus ergeben werden, die Lohnregulirung, die wir als der Innung auszutreten.( Vizepräsident Graf Ballestrem: preußischen Junker und Mucker weist uns die Kriminalstatistik Nebenzwecke verfolgen, wollen wir gar nicht darin aus- Diesen Fall hat weder der Minister erwähnt, noch hat den größten Prozentsatz der Verbrechen nach; unter der aus- Diesen gesprochen haben. Es ist uns völlig gleichgiltig, aus welchen der Abg. Biehl hier gesprochen; ich bitte also den Redner, Herrschaft der preußischen Kornzöllner und Schnapsbrenner Gründen die Regierung einen solchen Antrag bringt. Also zum§ 136a zu sprechen.) Ich glaube also, die Aus- finden wir das größte soziale Glend. Gerade dort ist die her mit dem sanitären Maximalarbeitstag!( Seiterkeit.) führungen des Ministers widerlegt zu haben, weil seine Zahl der Analphabeten am größten, dort stehen die Schulen auf der Herr Leuschner hat dann den durch sein Alter sehr ehrbaren Voraussetzungen ebenso absolut falsche sind. Es sind That- tiefsten Stufe und ist die Lage der Lehrer die elendeste. Die Ginwand gemacht( Heiterkeit), daß derartige Maßnahmen nur sachen, daß die königlichen Behörden mit den industriellen Herren Agrarier und ihr muckerischer Anhang, Fürst Bismarc im Wege internationaler Vereinbarung getroffen werden können. Verbänden gemeinsame Sache gemacht haben, um den Arbeitern einbegriffen, hätten eine sehr schöne Gelegenheit, die SozialWas würde Herr Leuschner, der ja ein begeisterter Borkämpfer das ihnen gewährleistete Koalitionsrecht zu schmälern. Auf dem demokraten" zu bekämpfen. Sie müßten nur alljährlich eine Ander Schutzzollpolitit ist, gesagt haben, wenn wir 1878 erklärt Wege der freien Vereinbarung werden wir nicht dazu kommen, zahl Arbeiter aus Berlin und anderen sozialdemokratisch verhätten, daß, so lange nicht alle Staaten Schutzölle einführen, einen Normal- Arbeitstag herbeizuführen, in einem Staatswesen, feuchten Orten nach Friedrichsruhe und den schlesischen Magnatenauch Deutschland sie nicht einführen könne. Wir hätten nie wo die Polizei ein Trinkgeld oder Geschenk von 3000 Mart anfiben führen, damit sie sich von der wohlthätigen Arbeiterfreund Schutzölle bekommen, wenn dieses Argument auch für Sie ge- nimmt, um der freien Ausübung des Roalitionsrechts der Ar- lichkeit der„ Herren" mit eigenen Augen überzeugen könnten. Sie golten hätte. Sie beherrschen die nationale Produktion und das beiter Hindernisse in den Weg zu legen. Im Gesetz, auf dem Papier tönnten sich die dortigen Arbeiterwohnungen, Schulen, Wirths nationale Absatzgebiet; wie kommen Sie nun dazu, die Berechti- steht es; wie es aber in der Wirklichkeit gehandhabt wird, sehen häuser u. s. w. ansehen und könnten dann bei ihrer Rückkehr ein gung unserer Forderung, die nur noch von einzelnen Anhängern Sie aus meinen Darlegungen. Das Koalitionsrecht ist kein freies Bild von den Segnungen geben, welche die„ arbeiterfreundlichen“ der Manchestertheorie bekämpft wird, zu bestreiten? Mit der tei uns; es verhält sich damit ebenso wie mit Ihrer Sympathie Junker und Mucker um sich verbreiten! Umgekehrt könnte man bloßen Sympathie ist gar nichts gethan; zugreifen, ausführen für die Werkürzung der Arbeitszeit, diese ist nur platonisch, theo von dort Arbeiter nach Berlin und anderen sozialdemokratischen müssen Sie! Der Abg. Leuschner meinte, daß, wenn die Arbeits- retisch. In der Praxis folgen Sie den Grundsäßen, welche unser Heerden führen doch das ist wohl nicht nöthig, die zahlreichen zeit verkürzt wird, so würden die Arbeiter nur häufiger in dunst- Kollege Herr Puttkamer in seiner Ministerperiode in seinem Sachsengänger beweisen, was es mit den gerühmten Segnungen, und rauchgeschwängerte schlechte Kneipen gehen. Allerdings in Streiferlaß in flassischer Weise niedergelegt hat. sal ber Lage, die wohlventilirten Weinkneipen zu besuchen, sind sie nas mit denen Junker und Mucker uns beglücken wollen, auf sich Abg. Böttcher( nl.): Ich kann mich in der prinzipiellen Be- hat. Der Schwindel- Statistik halte man nur die wahre und nicht.( Buruf des Abg. Leuschner.) Ob Herr Leuschner handlung der Sache den Ausführungen des Herrn Barth an- wissenschaftliche entgegen, und dem blödesten Auge wird es sich fie besucht, weiß ich nicht. Aber er fönnte es, wenn er es schließen. Ich bin überzeugt, die Einführung des achtstündigen enthüllen, daß Junker- und Muckerthum im steten Gefolge soziales wollte.( Heiterfeit.) Aus bloßer Bosheit gehen die Arbeiter nicht Arbeitstages würde zu einem Ruin der mittleren und kleinen Glend und fittliche Herabwürdigung erzeugt. Jeder Fortschritt in die schlechten Lokale; sie können die besseren nicht besuchen, Betriebe führen zum Vortheil der großen. Das mag Ihnen( zu der Sozialdemokratie bedeutet einen Kulturfortschritt. in denen sie Herrn Leuschner und seinen Freunden Gesellschaft den Sozialdemokraten) angenehm sein, uns nicht. Die erwähnte leisten würden.( Heiterkeit.) Daß die Arbeiter mit der Abkürzung Reserve- Armee würde garnicht ausreichen, um das Manko an Der fromme ,, Reichsbote" versteigt sich in seiner Wahrder Arbeitszeit zunächst nicht einverstanden sind, gebe ich dem Arbeitskräften zu ersetzen, wie eine Statistik im Buchdruckerei heitsliebe zu folgendem Märchen. Er zählt zunächst alle mögHandelsminister zu. Die Arbeiter waren auch empört über die gewerbe beweist, wo man den elfitündigen Arbeitstag eingeführt lichen wahren und nicht wahren Thatsachen aus der Berliner Einschränkung der Kinderarbeit. Diese Elemente, die so schlecht hat. Die Erfahrungen der Schweiz und Desterreichs sind nicht Arbeiterbewegung auf und theilt seinen Lesern dann mit als über ihr eigenes Wohl unterrichtet sind, dürfen doch nicht aus dazu angethan, um auch bei uns den elfftündigen Arbeitstag einen Beweis von dem Rückgang der Sozialdemokratie jedenfalls, schlaggebend sein in solchen Sachen. Können Sie aus größeren einzuführen. Ich erinnere Sie nur an den übermäßigen Ge- daß auch die Former sich gezwungen sähen, mangels genügender Arbeiterkreisen der Länder, wo der Maximalarbeitstag eingeführt brauch der Ueberzeiten. So lange Sie es nicht fertig bekommen, Betheiligung ihren Fachverein aufzulösen. An dem Ganzen ist ist, ein Zeugniß anführen gegen diese gesetzliche Bestimmung? daß die Sache international geregelt wird, können wir uns die Thatsache wohl wahr, daß die Former sich entschlossen haben, Dagegen sind Taufende von Zeugnissen dafür vorhanden, daß nicht entschließen, zu dent Maximal- Arbeitstag überzugehen. ihren Fachverein aufzulösen; keineswegs wurde dieser Beschluß diese Arbeiter mit aller Energie daran festhalten. Der Abg. Barth Ueberlassen wir es dem freien Ermessen der Arbeiter, aber gefaßt, weil der Fachverein eine zu geringe Mitgliederzahl vertrat die eigentliche prinzipielle Gegnerschaft gegen unseren sich von den Arbeitgebern die Arbeitszeit zu erringen, batte, im Gegentheil war die Betheiligung der Berufsgenossen an Antrag und zwar in einer so brillanten Weise, daß man welche sie für nothwendig halten. Die Arbeiter sind im Besitze ihren fachgewerblichen Interessen bei den Formern, wenn sie auch angesichts des Umstandes, daß die Vertreter des Manchester der Koalitionsfreiheit.( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) hier noch Manches zu wünschen übrig ließ. im Vergleich zu thums nach und nach sehr rar werden, der frei- Wenn Sie darunter die Freiheit des Kontraktbruchs und anderen Organisationen, immer noch eine gute zu nennen. Das finnigen Partei dazu gratuliren kann, daß sie unter ihren das Verbot der Koalitionsfreiheit der Arbeitgeber verstehen, dann ganze Jubelgeschrei des Pastororgans läuft auf eine der bekannten jüngeren Kräften einen so ausgezeichneten Vorkämpfer hat. haben Sie recht.( Sehr gut! links.) Wir aber wollen gleiche Verdrehungen der Thatsachen hinaus. Aber der Glaube an die Zuverlässigkeit des Standpunktes des Freiheit für Arbeiter und Arbeitgeber. Die heutige lange DeAbg. Barth schwindet mehr und mehr, selbst in den Kreifen, batte hat wenigstens den Vortheil gehabt, denjenigen Arbeitern, welche mit diesem Standpunkte sympathisiren. Daß unser Antrag welche nicht unter dem Banne der Sozialdemokratie stehen, die fich in Bezug auf seinen Einfluß auf die Lohnregulirung von den Augen geöffnet zu haben. übrigen Schutzbestimmungen des Gesetzes unterscheiden soll, ist Abg. v. Stumm: Ich für mein Theil glaube nicht, daß mit nicht richtig. Auch die letzteren Bestimmungen haben nicht nur den technischen Fortschritten eine Konzentration der Arbeit vereinen fanitären Charakter, sondern werden ebenfalls, wenn auch bunden ist. Wenn ich bedenke, daß wir neulich im Reichstag die nicht in dem Umfange wie dieser Antrag, auf die Lohngestaltung 100. Sigung gehabt haben, so muß ich sagen, daß wir früher einwirten. So ist auch die letzte Schanze, von welcher aus Herr tonzentrirter gearbeitet haben. Ich fann doch nicht zugeben, Barth mit Heldenmuth wie ein Löwe seine Stellung vertheidigte, daß der Arbeiter weniger angestrengt wird, wenn er eine unterminirt. Auch für Sie kommt der Tag von Damastus. türzere Beit arbeitet. Das Umgekehrte ist der Fall. Der ( Heiterkeit.) Die Ausnahmen in der Schweiz und in Desterreich englische Arbeiter fann viel eher zu dieser Einrichtung von der- demokratischen Partei. Da das Bestehen dieser Partei Der Sozialdemokratie droht der Untergang, und zwar haben wieder eine große Rolle gespielt. Der Meinung des übergehen, weil er im Allgemeinen besser ist, als der deutsche Ar- dem Gedächtniß vieler Mitlebenden schon entschwunden sein dürfte, Ministers, daß bei uns im Gegensatz zur Schweiz das Gesetz mit beiter. Der deutsche Arbeiter macht sich lieber ein Vergnügen so wollen wir daran erinnern, daß die„ Partei" fich 1884 nach rigoroser Härte ausgeführt werden würde, weil unsere Bureau- oder besucht sozialdemokratische Feste. Ein allgemeiner fraten zu ecig sind und sich nicht der Volksanschauung atto- Maximal- Arbeitstag für alle Industrien gleichmäßig halte ich für Fortschrittler mit den Sezessionisten bildete. Die Gründer waren der Zertrümmerung der Fortschrittspartei und Verschmelzung der modiren würden, kann ich nicht beistimmen. Wo es sich eine Utopie für alle Beit. Ich hoffe sogar, der Bundesrath wird Lenzmann und Philipps. Anscheinend wirkte hinter den Kouliffen um bie Vortheile der Unternehmer handelt, verliert in der Ausübung seiner Befugniß auf Grund des§ 120 e nicht auch Eugen Richter mit, der einen Abmarsch zur Sozialdemokratie fich bie Eckigkeit unferer Bureaukraten vollständig. zu weit gehen. Ich hoffe, er wird sich sehr bald überzeugen, daß verhindern wollte, was ihm indeß bei manchem nicht gelang ( Sehr richtig! richtig! bei den Sozialdemokraten.) Daß das auf diesem Gebiete äußerste Vorsicht geboten ist. Wenn man dem 1885 hielt die Partei" in Hamburg einen Parteitag ab und gab Gefeß übertreten wird und in der ersten Zeit eine gewiffe Metallindustriellen Verband die schwarzen Liſten vorwirft, so hat sich ein Programm, das jeder Nationalliberale hätte unter Latitude obwalten muß, fann fein Grund sein, das Gesetz über- man doch in der Broschüre ganz ebenso eine schwarze Lifte von schreiben können. Lenzmann schwor alsbald dem Freifinn Urfehde haupt nicht zu erlassen. Wie froh wären die deutschen Arbeiter, Firmen veröffentlicht. Hat denn die viel besprochene Phil Hat denn die viel besprochene Phil- und wurde von Richter aus der Rubrik Künftig, wegfallend" wenn, wie der Abg. Barth von Desterreich anführte, nur in 605 harmonie nicht auch Ihrem Bannstrahl verfallen müssen, ohne wieder gestrichen, ist aber seitdem als Kandidat immer durchFällen jährlich das Arbeitsmarimum überschritten würde! Der daß sie doch etwas Unrechtes gethan hatte? etwas Unrechtes gethan hatte? Oder hat gefallen. Am Donnerstag hielten diese Demokraten nun in Berlin Einwand, daß bei gesetzlicher Festsetzung einer Maximalzeit auch etwa Herr Liebknecht etwas Unrechtes gethan? Wenn Betriebe mit fürzerer Arbeitszeit angereizt würden, ihre Arbeits- Bebel nun fagt, er und seine Partei thue nichts Uebles, sucht war und in welcher ein Herr Schlesinger zur Neuorganisation eine große Boltsversammlung" ab, welche von 30 Personen be= zeit bis auf das Maximum auszudehnen, bedeutet nichts, denn alles Unrecht komme von der anderen Seite des Hauses, so der Demokratie aufforderte, der sich dann in hellen Haufen solche, gerade bei angehenden Krisen dehnen die Unternehmer, wie erinnere ich ihn an den Ausspruch des Abg. Grillenberger: die jetzt mit der Sozialdemokratie gehen, anschließen würden. Grillenberger gestern darlegte, die Arbeitszeit aus; es ist also Wir müssen die Herren auf den Kopf hauen; ich erinnere vortheilhaft, wenn sie dabei nicht über ein gewiffes Maß hinaus ihn ferner an ein Gedicht, das im„ Borwärts", bem offiziellen Dieser naive Jüngling soll identisch sein mit dem Vorsitzenden des gehen dürfen. Wenn Herr Barth die industrielle Reserve- Armee Blatt feiner Partei, stand, und frage ihn, ob folgende Berse Vereins der freisinnigen Handlungsgehilfen. auf die gleiche Linie stellt mit dem Reservefonds und Reserve- dieses Gedichtes auch harmlos sind: maschinen der Geschäfte und Unternehmungen, so übersieht er doch, daß jene Armee Menschen sind, die doch an sich etwas Anderes find, als ein beliebiges Rohmaterial oder oder eine Ma schine; diese Bemerkung erklärt sich eben nur aus dem rein manchesterlichen Standpunkt Unan des Herrn Barth. genehm bei der Einführung des Normal- Arbeitstages find nur die Uebergangsverhältnisse. Gewiß sind heute viele Bortheile, viele Genußmittel dem Arbeiter zugänglich im Vergleich zu Abg. Liebknecht: Ich bin dem Abg. v. Stumm dankbar früheren Zeiten; aber der Unterschieb der Lebenslage der Arbeiter dafür, daß er dadurch, daß er meinen Namen bei der Bemerkung und der höheren Klassen ist heute eher ein größerer als früher. über den Boykott der Philharmonie nannte, mir Gelegenheit gab, Anfenf an die Parteigenossen Berlins und Umgegend! Von diesem Standpunkte aus erft bekommt man das richtige Bild im Rahmen einer persönlichen Bemerkung den albernen Nach- Aus Freienwalde wird uns geschrieben: Da in hiesigem Orte von der sogenannten Verbesserung der Lebenslage der Arbeiter richten, die durch die Presse gingen, entgegen zu treten, als ob uns fein Lokal zu Arbeiterversammlungen zur Verfügung steht im Allgemeinen. Die Wohnungsverhältniffe, die Lebensweise hat der Besuch der Konzerte in der Philharmonie verboten wäre. Es und man dadurch jedenfalls beabsichtigt, die Bewegung hier im fich in den letzten Jahrhunderten durchweg verbessert, aber sehr ist den Sozialdemokraten niemals verboten worden, die Konzerte Orte zu ersticken, die Herren Gastwirthe sich aber vor allen viel mehr zu Ungunsten der Arbeiter wie der besser fituirten der Philharmonie zu besuchen. In der Zeit, als in mehreren Dingen auf die Berliner Grtrazügler verlassen, so halten wir es Klaffen. Gins aber ist erreicht, die Anerkennung, wenigstens Lokalen die Abhaltung sozialdemokratischer Versammlungen nicht für rathfam, die Parteigenossen Berlins und Umgegend darauf theoretisch, der Gleichberechtigung mit den übrigen Bevölkerungs- zugelassen und deswegen diese Lokale gebontottet waren, hatte aufmerksam zu machen, da in wenigen Wochen die Ausflüge nach tlaffen. Nun fagt der Minister, der Inhalt der von uns bei- auch die Philharmonie das Abhalten einer sozialdemokratischen hierher ihren Anfang nehmen. Wir richten an alle Parteigenossen gebrachten Broschüre bewiese nichts für die gegen das Unter- Versammlung allerdings aus Gründen, die ich für berechtigt die Bitte, unterstützt uns in unserem Kampfe dadurch, daß die nehmerthum erhobenen Anschuldigungen. Handelte es sich nur halte, verweigert und da ist der Boykott über sie verhängt wor- Genossen alle diejenigen Wirthe besonders berücksichtigen, welche um die Stellungnahme zum 1. Mat, dann ließe sich über die den, das bezog sich aber nur auf Bersammlungen, nicht auf ihre Säle zu Arbeiterversammlungen nicht hergeben. NachSache reden. Über der Minister ist schlecht unterrichtet, es ist Konzerte. stehende Wirthe geben ihre Lokale zu Versammlungen nicht her mit folgenden Bemerkungen: Und haut man die entmenschte Brut Millionenfach zu Brei, id Daß Henkersblut zum Himmel sprißt, 921 Dann bin ich auch dabei." Ich frage Herrn Auer: Ist er auch dabei? Die Diskussion wird geschlossen. Persönlich bemerkt Die Former hatten beschlossen, sich aufzulösen, um sich dem neu gegründeten oder vielmehr damals noch neu zu gründenden Verband sämmtlicher in der Metall- und Gisenindustrie be schäftigten Arbeiter anzuschließen. Also das stritte Gegentheil von dem, was der Reichsbote" herauslesen will und gerne herauslesen möchte. " Wenn die Herren Gegner glauben, mit dergleichen dummdreiſten Lügen und Verläumdungen die geistige" Bekämpfung erfeßen resp. bethätigen zu können, so deutete das auf eine Naivetät fondergleichen. " Bengen gesucht. Am Dienstag, den 24. März, wurde der vierjährige Knabe Alfred Biez an der Ecke der Andreasund Langeftraße von einem Möbelwagen überfahren und so schwer verletzt, daß das Kind auf dem Transport nach dem Krankenhauſe am Friedrichshain verstarb. Um seine Ansprüche gegen den Führer des Wagens geltend machen zu können, bittet der Bater des verunglückten Knaben diejenigen Personen, welche Zeugen des Hof parterre, mitzutheilen. Borfalles waren, ihre Adresse an Karl Biez, Rüdersdorferstr. 48, Noack( Königshöhe), welcher seinen Saal zweimal gab, veroben erhalten hatte, sein Lokal mit dem Bemerken, daß er sich weigert uns, nachdem er jedenfalls einen deutlichen Wink von nicht für verpflichtet halte, uns die näheren Gründe, welche ihn dazu bewogen haben, mitzutheilen. nicht wahr, daß der Metallarbeiter- Verband blos für diesen Tag Bizepräsident Graf Ballestrem: Das war bis jetzt keine sich engagirt habe. Ein Einblick in das Verbandsstatut wird persönliche Bemerkung, ich erwarte, daß der Abg. Liebknecht nunthn eines Besseren belehren; in 2 heißt es: A13 unbe- mehr zu feiner persönlichen Bemerkunge persönlich, daß mir nie § wird. rechtigte Streits werden solche angesehen, welche auf Gr- Abg. Liebknecht: Ich also awingung höherer Löhne gerichtet sind, gleich viel ob mals der Besuch der Konzerte in der Philharmonie verboten mit oder ohne Kontraktbruch. Das Mäntelchen wurde. Ueber die Versammlungen in der Philharmonie ist der des Kontraktbruchs fällt also hier hinweg. Herr v. Berdy hat Bontott verhängt, und dem füge ich mich, wie jeder Andere. Hufen und Benecke( Schüßenhaus) lehnten unser Ansuchen ausdrücklich an Herrn Frizz Kühnemann gefchrieben, daß die Die Abgg. Sirsch, Bebel, Leuschner und Hammacher er mit der Bemerkung ab, daß sie feiner(??) Partei ihre Lokaliwüsten Agitatoren" von der vaterländischen Arbeit aus- ffären zur Geschäftsordnung, daß ihnen durch den Schluß der täten zur Verfügung stellen. Aber des Sonntags unsere sauer geschloffen werden sollen. Es werden Listen solcher Agitatoren Debatte das Wort, zu dem sie sich rechtzeitig gemeldet hätten, verdienten Groschen hin zu bringen, dazu sind wir gut. aufgestellt, hier habe ich eine in der Hand, auf der sich 170 Namen abgeschnitten worden ist. Desterwitz( Hotel Stadt Berlin) erwiderte uns auf unsere Anbefinden; die Maschinenbauanstalt von Schwarzkopff zeigt darin Der Antrag auf Einführung des 10 stündigen Normal- frage, er wäre nicht abgeneigt, aber da zwei patriotische Vereine an, daß 20 namhaft gemachte Arbeiter auf die Liste gebracht und Arbeitstages wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, bei ihm tagen, auch das sogenannte Musterungsgeschäft bei ihm darin weiter zu führen seien; batirt ist das Schriftstück vom des Volksparteilers Payer und des Abg. v. Münch, der Antrag abgehalten wird, so fann er absolut nicht, da ihm sonst alles 2. Oftober 1890, also recht lange nach dem 1. Mai. Bei jedem auf Einführung des 9 stündigen von 1894 und des 8 stündigen andere entzogen würde. Einzelnen wird der Grund angegeben, weshalb er auf die Liste von 1898 ab gegen die Stimmen der Antragsteller abgelehnt. muß; da heißt es z. B., der Eine habe in besonders hervor Um 43/4 Uhr wird die weitere Berathung auf Sonnabend ragender Weise für die internationale Sozialdemokratie agitirt; 11 Uhr vertagt. ein Anderer hat über Berhältnisse in der Fabrik in öffentlicher Bersammlung entstellte Mittheilungen gemacht, ein Dritter hat zum Beitritt zu Fachvereinen aufgefordert. Entlassen kann die Farbit die Arbeiter, aber auf Grund dieser Dinge die Arbeiter in eine schwarze Liste hinein zu bringen, diese durch ganz Polizeibericht. Vor dem Hause Glifabeth- Ufer 10 wurde Deutschland zu verbreiten, um ihnen die Möglichkeit zu Statistischer Schwindel. Die gestern von uns gekenn am 15. d. M. Nachmittags ein neunjähriges Mädchen von einem nehmen, irgendwo Arbeit zu bekommen, fann das zeichnete Notiz des Berliner Arbeiterfreund" über die" Abhängig Geschäftswagen überfahren und erlitt eine Verlegung des Schädelrechtfertigen? Die Sache geht aber noch viel weiter. Ein feit der Arbeitslöhne von der Religion" erinnert uns an ähnliche Knochens. Vor der Thür des Hauses Templinerstr. 10 wurde Schreiben der Eisenbahndirektion Berlin an Herrn Fris Versuche" gutgesinnter" Pfaffen und Reaktionäre. Man hat auch in der Nacht zum 16. d. M. die Leiche eines neugeborenen Kindes Rühneniann besagt, daß hinsichtlich der wüsten Agitatoren und schon die Schädlichkeit der Bildung daraus zu erweisen gesucht, aufgefunden. Die näheren Umstände lassen darauf schließen, daß Unrueftifter" bie föniglichen Eisenbahnhauptwerkstätten sich dem daß man nachwies, daß während unter den Analphabeten gar das Kind erwürgt worden ist. Am 16. d. M. Vormittags verBorgehen des Verbandes der Metallindustrie anschließen follen. teine Urkundenfälschungen vorkommen, die Kriminalstatistik beweist, suchte eine Frauensperson in ihrer Wohnung, in der Grenzstraße. wer Lokales. Das einzige Lokal, welches uns zur Verfügung steht, ist der Gasthof zum Goldenen Anker( Inhaber Herr Radday), Kanalstraße. Briefe und Anfragen sind zu richten an F. Büttner, Freienwalde a. D., Wriezenerstraße 7. Die Genossen von Freienwalde a. D. wva tusfion. 6. Verschiedenes und Fragekasten. Um zahlreiches und pünktliches in sich zu vergiften. Sie wurde schwer verletzt nach der Charitee ge-| Annenstraße 16. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bericht der Rechts( Depeschen des Bureau Herold.) bracht. Der Arbeiter Nummel stürzte Mittags bei der Beschuhkommission. 3. Vortrag des Herrn Matutat über Bodenreform. 4. DisBochum, 17. April. Die Belegschaft beider Schächte feitigung eines Leitergerüſtes aus einem Fenster des ersten Stocks Grscheinen wird ersucht. Die Mitglieder sämmtlicher Ortsverwaltungen von Eintracht Tiefbau" hielt heute eine Versammlung ab, auf den Bürgersteig hinab und erlitt außer einer Verrenkung des Berlins sind wegen der Wichtigkeit des Vortrages zu dieser Versammlung welcher beschlossen wurde, den ben Streit fortzusehen, eingeladen. Ellbogengelentes einen Bruch des Oberschenkels, so daß seine Filiale 4 der Allgemeinen und Zentralkranken- und Sterbekasse eine Darlegung der Punkte, um welche sich der Streit dreht Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. An der der Metallarbeiter( E. 5. 29 und 89 Hamburg). Bersammlung am( Lohnabzüge und Nullen) der Regierung sowie der Bergbehörde Ecke der Markgrafen- und Behrenstraße wurde Nachmittags ein Sonntag, den 19. April, Vormittags 11 1hr, bei Bolzmann, Andreasstr. 26. auf einem Dreirad fahrender 11jähriger Knabe von einer Kutsche Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Wahl eines Revisors. 3. Statutenu unterbreiten und die Vermittelung beider anzurufen. Am Sonntag findet wieder eine Versammlung statt. überfahren und am Unterschenkel bedeutend verlegt. Zu der Fachverein der Weber. General Versammlung am Montag, den Brüssel, 17. April. Zentralfektion der Kammer. Berathung felben Zeit sprang ein Arbeiter gegenüber dem Hause An der 20. April, Abends 8 Uhr, bei Herrn Heise, Lichtenbergerstraße 21. TagesSchleuse 1 in den Spreekanal, wurde jedoch, anscheinend ohne ordnung: 1. Kaffenbericht vom 1. Vierteljahr. 2. Bericht über die Bibliother. der Revisionsfrage. Der Vorsitzende verliest die der Regierung Schaden genommen zu haben, aus dem Wasser gezogen. 3. Rechenschaftsbericht des Vorstandes. 4. Wahl des gesammten Borstandes. überreichte Note, die folgenden Inhalt hat: Die Majorität der Abends fand im Hause Schönhauser Allee 42 ein kleiner 7. Berschiedenes und Fragefaften. Quittungsbuch legitimirt. 6. Bericht über den Arbeitsnachweis. 6. Bericht über statistische Aufnahmen. Rentralsektion nahm in Uebereinstimmung mit der Mehrheit der Brand statt. Kammer die Revision auf folgender Grundlage an: I. Die Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher, Montag, Den 20. April, General- Versammlung bei Gratwell. Tagesordnung: Abrech= Wahlberechtigung ist geknüpft 1. an ein Alter von 25 Jahren; nung. Vortrag. Versammlungen. Tischler- Verein. Heute Abend, 9 Uhr, Adalbertstraße 21, bet Roll General Bersammlung der Stranten- Unterstüßungstaffe. Die Mitglieder werden ersucht, den§ 4 des Krantentassen- Statuts gefälligft zu beachten. Fachverein der Schloffer und Maschinenbau- Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 20. April, Abends 8% Uhr, bet Feuerstein, Alte Jatobftr. 75, General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung des Saffirers pro 1. Quartal 1891 und Bericht der Nevisoren. 2. Auflösung des Vereins event. Wahl einer Liquidations- Kommission. 3. Verschiedenes. Vet der Wichtigkeit der Tagesordnung werden die Mitglieder erfucht, vollzählig zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins sämmtlicher Berufsklaffen( Verwaltungsstelle 4), Sonnabend, ben 18. April, Abends 9 Uhr, Flottwellstr. 5, bet Bartelt. Verschiebends, Aufnahme neuer Mitglieder. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 19. April, Abends 6½ Uhr, Verfammlung Grenadierstr. 38 bet Seefeld. Bortrag des Herrn Sievers über Selbstsucht und Gegenseitigkeit. Gäfte, Damen und Herren willkommen. Achtung! Schäftebrandje. Sonnabend, den 18. April Abends präzise % Uhr, Generalversammlung des Vereins der in der Schäftebranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen bei Beyer, Neue Grünftr. 14. Bortrag von Ges noffen Wach. Abrechnung. Ergänzungswahl des Vorstandes 2c. Verband der Porzellanmaler and Berufsgenossen Berlino. Montag, den 20. April, Abends 8 Uhr, Monatsversammlung bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Abrechnung vom ersten Quartal 1891. 3. Berfchiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird erfucht. Achtung Möbelpolirer. Montag, den 20. April, große Generalver: sammlung des Verbandes bei Bolzmann, Andreasstr. 26, Abends 8 Uhr, Tagesordnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Bierteljahres- Sassenbericht. 3. Erfagwahl des Borstandes und Kommissionsmitglieder. 4. Anträge, speziell betreffs des Arbeitsnachweises. 5. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller kollegen in dieser Versammlung zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Allgemeine Kranken- und Sterbekalfe der Metallarbeiter. ( G.. 29 und 89.) Filiale Berlin 5. Bersammlung Sonnabend, den 18. April, Abends 9 1hr, bei Bemter, Münzftr. 11. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Statutenberathung. 3. Berschiedenes. Große öffentliche Versammlung fämmtlicher in der Karton- und Albumbranche beschäftigten Arbeiterinnen und Arbeiter am Sonntag, den 19. Mat, Vormittags 10 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75. Humoristischer Klub Adonis". Sonnabend, ben 18. April, große Theatervorstellung im Königstädtischen Kasino, Große Frankfurterstr. 76. Bor träge des Quartetts der Gefangfreunde"( u. A.: Gin Sohn des Voltes), Nach der Borstellung Tanzkränzchen. Beginn 9 Uhr. Eintritt 830 Pf. Gäste will tommen. berathung. 4. Berschiedenes. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins sämmtlicher Berufsklaffen, Verwaltungsstelle Berlin 5 Moabit. Versammlung am Sonn tag, den 19. April, Vormittags 10% Uhr, bei Blodsdorf, Rathenowerstraße 76. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Wahl eines Krankentontrolleurs. 3. Ber: schiedenes und Fragetasten. Gäfte willkommen. Krankengeld- 3ufuß- und Begräbnißkaffe der Berliner Knopfarbeiter. Sonntag, den 19. April, Bormittags 10% Uhr, bei Gäger, Grüner Weg 29: Außerordentliche General Bersammlung. Tagesordnung: 1. Antrag der Statutenberathungs- Kommiffion. 2. Innere Kaffenangelegenheit. 3. Ab rechnung vom Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Zentralhranken- und Sterbekasse aller Arbeiter Deutschlands ( Bufchußkaffe). Mitglieder- Versammlung der 6. Wahlabtheilung Berlin und Lichtenberg am Sonntag, den 19. April, Vormittags 10 Uhr, in Orschel's Salon, Sebastianstraße 39. Tagesordnung: 1. Berichterstattung der Delegirten über die Beschlüsse der Generalversammlung. 2. Verschiedene Kassen Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Montag, den 20. April, Abends 8½ Uhr, bei Soffmann, Drantenstraße 180( Zunnel): Ber: sammlung. Näheres siehe im Inseratentheil. und Männer am Sonnabend, den 18. April, Abends Uhr, in Hoffmann's Freie Gemeinde Riedorf. Große öffentliche Versammlung für Frauen Saal, Bergstraße 133. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bruno mille über Kirche und Wissenschaft im Mittelalter. 2. Diskussion. 8. Frage ftellung. Fachverein der Tischler. Die Zahlstellen befinden sich in den folgenden Lokalen: 1. Friedrichsbergerstr. 25 bei Schmidt, 2. Staligerstr. 107 bet Stunft, 3. Belleallianceplay 6 bei Hilscher, 4. Bionstirchplay 11 bet Sohn. 5. Schleiermacher und Gneisenaustraßen- Ecke bei Scheuer, 6. Steinmetstr. 67 bel Sindow, 7. Dresdenerstraße 116, 8. Lübecker und Thurmstraßen- Ecte bet Jahnke, 9. Langeftraße 70 bei Beindorf, 10. Rirdorf, Bergstr. 7, bet Duschet, 11. Fennftr. 4a bei Strüger, 12. Görliger- und Sorauerstraßen- Ecke, 13. Weißenfee: Bölter und Charlottenstraßen- Ecke bei Klebs, 14. Belforterstraße und Ecke Prenzlauer Allee, 15. Gesundbrunnen, Grünthalerstraße 66 bet Preuß. Der Arbeitsnachweis befindet sich Ballstraße 7-8 und ist von 7 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends, mit Ausnahme der Mittagsstunden von 12-3 Uhr, geöffnet. Die Arbeitsvermittlung gefchiebt unentgeltlich. angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. mann 2. einen Steuerbeitrag von mindestens 10 Frks. und den Besitz einer eigenen Wohnung; 3. an ein höheres Bildungsseugniß. Die Mehrheit der Bentralfektion ist geneigt, bezüglich des dritten Punktes geringere Ansprüche zu stellen, und auch einen niederen Bildungsnachweis für ausreichend zu er flären; sie ist unter allen Umständen gegen eine Kapazitätsprüfung. Die Zentralfektion hat ferner das Bestreben, eine große Anzahl von Arbeitern wahlberechtigt zu machen. Eine Minderheit spricht die Ansicht aus, die Versammlung sei inkompetent, die Grundlagen des neuen Wahlgesetzes zu legen, sie fönne sich lediglich über die Frage schlüssig machen, ob die Revision anzunehmen sei, oder nicht. Die Minderheit will sich indessen der Majorität unterordnen, wenn letztere als Wähler die jeßigen Gemeindewähler anerkenne.( 21 Jahre, 10 Frts. dirette Steuern und Kapazitätswähler.) Bezüglich des Wohnungsrechts will die Minorität sich nicht entscheiden, da dieses System sowohl zu Stimmrecht führen kann, oder auch zur Unterdrückung einer Partei sehr beschränktem Wahlrecht, oder im Gegentheil zum allgemeinen durch eine andere. Zwei Mitglieder erklären sich für Anhänger des allgemeinen Stimmrechts, wollen sich jedoch gleichfalls der Bentralfektion anschließen. p Briefkaffen der Redaktion. 2. 3. Das„ Leipziger Tageblatt" und verschiedene andere Blätter dieser Kouleur behaupten vermuthlich nach der Nationalliberalen Korrespondenz" Liebknecht sei nur selten im Reichstag zu sehen. Thatsache ist, daß Liebknecht, der vor Weihnachten allerdings am Besuch des Reichstags verhindert war, seitdem fast in feiner Sigung und bei keiner einzigen Abstimmung gefehlt hat. Daß er in der Session noch nicht gesprochen, hat seinen guten Grund darin, daß seine übrigen Berufsarbeiten des einschlägigen Aftenmaterials 2c. gelassen haben.] G. N. Aus preßgefeßlichen Gründen gekürzt. Depeschen. ihm bisher nicht die Zeit zu genügender Vorbereitung- Studium ( Privattelegramme des Vorwärts.") Bremerhaven.( Schlußresultat.) Fürst Bismarck 7557 St. Bereinigung der Bredjoler Deutschlands, Ortsverwaltung Berlin 1. Bersammlung am Montag, den 20. d. Mits., Abends 8% Uhr, bet Reßner, Adloff 2619 St., Plate 3848 St., Schmalfeldt 3928 Stimmen. 2. S. 108. In Zukunft frantiren Sie Ihre Briefe. Wir haben 20 Pf. Strafporto zahlen müssen. Möbel-, Spiegel-. Polsterwaaren- Magazin SO. 5. Reichenbergerstraße 5. S$ 0. Regenmäntel, Weltberühmt! sind meine Weltberühmt! Schwarze DamenWeltberühmt! Weltberühmt! Handschuhe, Weltberühmt! 4 Knopf lang mit seidenen Raupen. Weltberühmt! Weltberühmt! Weltberühmt! Paar Mark 90 Pfg. Henri Littmann, Warnung! Meine früheren Detailgeschäfte habe ich sämmtlich aufgegoben. Der Detallverkauf befindet sich jetzt nur Oranien- Strasse 140, zwischen Moritz- Platz und Genossen! # 7 Mark elegante wollene 554L Stoff- Hosen Mode 1891. Wegen Aufgabe der fertigen Garderobe verkaufen wir die noch am Lager: 2000 eleg.Sommer- Balet. pon 7, 12, 15, 18 bis 20 Mark. 5000 el. Jaquet- Anzüge von 10,75, 15,50, 20 bis 25 Mt. 8000 vorz. 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April, pünktlich Mittags 1 Uhr, im Lokale des Herrn Johann Gnadt, Brunnenstraße 38. Tagesordnung: 1. Bericht der Delegirten über die Stellungnahme der Gewerkschaften zur Resolution. 2. Wahl eines Ausschusses. 316/10 Um pünktliches Erscheinen der Delegirten ersucht das beauftragte Bureau. J. A. C. Thieme, Töpfer. Gauverein Berliner Bildhauer! Morgen, Sonntag, den 19. April, Vormittags 10 Uhr, bei Gaillard, Prinzenstraße Nr. 87: Mußerordentl. Mitgliederversammlung d. Zentral- Krankenkasse. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Delegirtenwahl zur Generalversammlung. 8. Eventualanträge zu derselben. 4. Verschiedenes. Kollegen! Der Sonntag Freie Volksbühne. Freie Zur ersten Vorstellung der dritten Abtheilung( graue Karten) am Sonntag, den 19. April, Nachmittags präzise 3 Uhr, im Ostend- Theater werden heute noch Mitglieder in den bekannten Zahlstellen aufgenommen. Das Einschreibegeld beträgt mindestens 50 Pf., der Monatsbeitrag ebenfalls 50 Pf. Zur Aufführung tommt: Das verlorene Paradies, Schauspiel in 3 Atten von Ludwig Fulda. Der Vorstand. Eingang: 273b Burgstraße. Feen- Palast. St. Wolfgangstr. Sonntag, den 19. April, Nachm. 4 Uhr, Grosses Familienfest, verbunden mit ift darum gewählt, damit Ihr recht zahlreich erscheinen ſollt. Der midten Konzert, Spezialitäten- Vorstellung und wichtigen Tagesordnung wegen ist selbiges in Aller Interesse nothwendig. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Verwalter. Achtung! [ 116/15] Achtung! Große öffentliche Versammlung sämmtlicher in der Karton- und Albumbranche beschäftigten Arbeiterinnen und Arbeiter am Sonntag, den 19. April, Vormittags 10 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Zagesordnung: 1. Der 1. Mai. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Abrechnung des Vertrauensmanns der Kartonarbeiter. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 131/4 Der Einberufer. Große öffentl. Versammlung Tanzkränzchen. ( Der ganze Saal ist mit neuem Fußboden versehen.) Arrangirt vom Unterstützungsband der Hausdiener Berlins. Billets à 50 Pf.( ohne jede Nachzahlung) sind im Bureau des Bundes, Neue Grünstraße 10, I.( an der Sendelstraße), und in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Tagestasse findet nicht statt. Eröffnung 32 Uhr. Anfang 4 Uhr. 168/8 Um zahlreiches Erscheinen aller Freunde bittet Der Vorstand. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekann ten hiermit zur Nachricht, daß unser Freund und Kollege Fritz Dückow nach kurzem Leiden am Donnerstag sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, Nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des St. Markus- Kirchhof in Wilhelmsberg aus statt. Die Arbeiter der HamburgBerliner Jalousie- Fabrik. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Zimmerer Adolf Karaus, welcher beim Bau in der„ Meuen Welt", verunglückte, am Montag verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, auf dem St. Piuskirchhof in Wilhelmsberg statt. 288b Die trauernde Wittwe. Am 14. d. M., Abends 8 Uhr, ver starb unser langjähriges Mitglied H. Knoblich. Glaser- Gesellschaft Berlins u. Umgegend. Die Beerdigung findet am 18. d. M., Unfern Mitgliedern zur Kenntniß, daß unsere statutengemäße ordentliche Generalversammlung " am Dienstag, den 21. d. M., Abends 8½ Uhr, in Gratweil's Bierhallen", Kommandantenstraße 77/79, Tages- Ordnung: stattfindet. 1. Geschäftsbericht des ersten Vorsitzenden. 2. Kassenbericht des ersten Kassirers. aller in der Musik- Judustrie besch. Arbeiter und Arbeiterinnen pflichtungen laut§ 2 Abs. 2 ber Statuten nicht nachgekommen find? 186/30 Bam Montag, den 20. April, Abends 8 Uhr, in Hoffmann's Festlälen, Oranienstr. 180. Tages- Ordnung: 1. Wahl einer Agitationskommission zur Gründung einer ArbeiterinnenDrganisation. 2. Stellungnahme zum Streit bei Maß u. Co. 3. Verschiedenes. Die Mechanifarbeiterinnen find alle hiermit eingeladen. Der Einberufer. Zimmerleute! 3. Wie verhalten wir uns den Mitgliedern gegenüber, die ihren Ver4. Borstandswahl. 5. Revisorenwahl. 6. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung erwarten wir von unseren Mitgliedern, daß sie zahlreich und pünktlich erscheinen. 161/7 Eintritt ist nur gegen Mitgliedsbuch gestattet. Mitglieder, die mit ihren Beiträgen länger als drei Monate restiren, haben dieselben vor der Versammlung zu entrichten. Der Vorstand. J. A.: R. Stampehl, 1. Borf. Fachverein der Former. Generalversammlung d. Freien Vereinigung Beschließende General Versammlung am Montag, den 20. d. M., in Rehlitz' Salon, Bergstraße 12. Tagesordnung: 1. Vortrag und Diskussion. 2. Abrechnung. 3. Verschiedenes.- Pflicht eines jeden Zimmerers ist es zu erscheinen. 352/11 Der Vorstand. NB. Achtung! Heute, Sonnabend, Abends 8 Uhr: Herren- Abend der Zimmerer Berlins im obigen Lokale. Zahlreicher Besuch erwünscht D. O. Fachverein der Weber. General- Versammlung am Montag, den 20. April, Abds. 8/2 Uhr, in ,, Seefeld's Salon", Grenadier- Strasse Nr. 33. Tages- Ordnung: 1. Wie stellen sich die Mitglieder des Fachvereins zur Auflösung? Referent: Rollege Körsten. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Wahl einer Liquidations- Kommission. 5. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung haben nur Mitglieder Zutritt. Am Eingang find die Mitgliedsbücher vorzuzeigen, jedoch können Mitglieder, welche noch mit ihren Beiträgen im Rückstande sind, dieselbe in der Versammlung begleichen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersucht um zahlreiche Beam Montag, 20. April, Abends 8 Uhr, bei Hrn. Heise, Lichtenbergerstr. 21. theiligung A Zages Ordnung: 1. Rassenbericht vom 1. Bierteljahr. 2. Bericht über die Bibliothek. 3. Rechenschaftsbericht des Vorstandes. 4. Wahl des gesammten Vorstandes und der Revisoren, 5. Bericht über den Arbeitsnachweis. 6. Bericht über statistische Aufnahmen. 7. Verschiedenes und Fragekasten. 347/7 [ 154/60] Der Vorstand. Aufforderung! Diejenigen Genossen und Genossinnen, welche an der in den Volksversammlungen zu Friedrichsberg und Stralau beschloffenen Nachmittags 5 Uhr, von der Halle des St. Johannes Kirchhofes, Seestraße, statt. 293b Um rege Betheiligung bittet Der Fachverein der Steindrucker und Lithographen. Orts- Krankenkasse der Steindrucker und Lithographen. Am 14. April er. verstarb unser Mit291b glied, der Lithograph Herr Hermann Knoblich. Die Beeerdigung findet am Sonnabend, den 18. d. M., Nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des Johanniskirchs hofes( Plößensee) aus statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand, Todes- Anzeige. Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß die infolge der Entbin dung gestorbene Frau unseres Genossen Mes am Sonntag, den 19. d. Mis., Nachmittags 5 Uhr, vom Leichenschauhause aus, Kommunikation am Neuen Die Genossen v. Gesundbrunnen. Thor, beerdigt wird. 578L Die Genossen des 6. Wahlkreises lade ich zur Einweihung meines neuen Lokals zu Sonntag, den 19. April, hierdurch ergebenst ein. Achtungsvoll Otto Dietze, vorm. Dillenberg, 54 Reinickendorferstr. 54. Das Mitgliedsbuch legitimirt. – Neue Mitglieder werden vor Beginn am 3. Mai am Bahnhof Strausberg, in dem Walde gelegenen Wald- Arbeitergesangverein Nord. der Versammlung aufgenommen. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung schlösschen" abzuhaltenden Mai- Feier der Lithographen, Steindrucker u. Berufsg. eingeichnen zu lassen und zugleich den Betrag von 60 Pf. pro erwachsene am Dienstag, den 21. April, Abends 8% Uhr, bri Feuerstein( oberer Saal), Alte Jakobstraße Nr. 75. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission über den Streit bei der Firma Oestreich & Hartmann. 2. Stellungnahme zum 1. Mai resp. Maifeier. 3. Bericht unferer Delegirten der Streit- Kontrollkommission. 4. Wahl eines Delegirten, welcher unsere ganze Gewerkschaft vertritt. 5. Berschiedenes. 200/8 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der wichtigen Tagesordnung halber bittet um zahlreichen Besuch Der Einberufer: J. A.: Friedr. Rose, Landsbergerstr. 16. Große öffentliche Versammlung der Klempner Berlins mit Frauen am Sonntag, den 19. April 1891, Abends 6 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Türt, über: Frauenbefreiung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes." 186/29 Nach Schluss der Versammlung geselliges Beisammensein und Tanz. Der Eintritt ist frei. Der Einberufer: Paul Selchow. Große öffentliche Versammlung der Töpfer Charlottenburgs u. Umgeg. am Sonntag, den 12. April, Vorm. 10 Uhr, im Saale der„, Gambrinus- Brauerei", Wallstraße 46. Tages Ordnung: 810b 1. Wie stellen sich die Kollegen Charlottenburgs zur Auflösung des Fachvereins? 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen erwünscht Der Einberufer. Fachverein der Tischler( Norden). Dienstag, den 21. April cr., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Schröder, Müllerstr. 178: Große Versammlung. Tages Ordnung: Sonntag, den 19. April 1891: Herrenpartie nach Friedrichshagen. Treffpunkt präzise früh 61/2 Uhr: Bahnhof Alexanderplay. Un pünktliches und zahlreiches Er scheinen bittet Der Vorstand. NB. Freunde und Genossen sind willkommen. 280b theilnehmen wollen, werden aufgefordert, sich spätestens Sonnabend, den 18. d. M. an den nachbenannten Stellen in den daselbst ausliegenden Listen Person für Hin- und Rückfahrt zu entrichten, behufs Erlangung günstigerer Fahrbedingungen. Für genügendes Unterkommen, sowie sonstige Bedürfniffe 280b find Vereinbarungen getroffen. Die Listen liegen aus: Für Rummelsburg bri Ritter, Bigarrengeschäft, Kantstraße 6. Für Stralau in der Gräfl. Reischach'schen Brauerei. Für Friedrichsberg bei Lippe, Friedrich- Carlstraße 11. ( Sonnabend Abend von 8-10 Uhr.) Jede nähere Auskunft ertheilt der Unterzeichnete. Wir ersuchen die Genossen, sich recht zahlreich mit den Familien an Klavierarbeiter und verw. Berufsgen. diesem Ausflug zu betheiligen, damit die in den um Bahnhof Strausberg ge- Herrenpartie am Bußtag legenen Dörfer wohnenden ländlichen Arbeiter sich an einem wirklichen ArbeiterFest betheiligen können und einen wahren Begriff von unserer Demonstration zu Gunsten des Achtstundentages bekommen. Das Fest- Komitee. J. A.: Adolf Schulze, Friedrichsberg, Jungstraße Nr. 4. Zentralverein Achtung! 834/14 deutscher Böttcher. Zimmerer Schönebergs! Dienstag, 21. April, Abds. 8 Uhr, in Heise's Salon, Lichtenbergerstr. 21: Versammlung Versammlung der Zentral- Kranken- u. SterbeTages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1891 und von Vergnügungen. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 122/8 Der 1. Bevollmächtigte. Verband der Vergolder, Goldleiften- Arbeiter n. Berufsg. ( Filiale Berlin.) Montag, den 20. April, Abbs. 8 Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10: Monatsversammlung. Unterstützungs- Kasse d. deutschen Zimmerer(.5.2) am Sonntag, den 19. April, Nachmittags 112 Uhr, in der Schloss- Brauerei. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 91. 2. Berichterstattung von der General. versammlung in Dresden. 292b Große öffentliche Versammlung der Filzschuh- Arbeiter und -Arbeiterinnen am Montag, den 20. ds., Abds. 81/2 Uhr. 1. Vortrag des Stadtverordneten in Hensel's Lokal, Invalidenstr. 1a. Herrn Heindorf. Tagesordnung: 2. Wahl von zwei Verbands: Vorsitzenden und Wahl einer Kommission zur Ausarbeitung der Fragebogen. 3. Gewerkschaftliches. 4. Verschiedenes. Starken Besuch erwartet Tagesordnung: schiedenes. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 8. Ver nach Rüdersdorf. Treffpunkt: Schlesischer Bahnhof 63/4 Uhr Morgens, auf der Seite des Fern- Verkehrs. 186/31 Der Vorstand. Fachverein der Lederarbeiter. Sonntag, den 19. April cr., Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn kehner, Annenstraße 16: Ordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Das religiöse Vorurtheil." Referent Herr Sievers. Bur Deckung der Unkosten findet 1. Bortrag des Kandidaten Herrn Hoffmann. 2. Diskussion. 3. VorTellersammlung statt. schlag für einen Kassirer für Zahlstelle Fennstraße 4a, bei Krüger. 4. Ver360/6 Die Agitations- Kommission. schiedenes und Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Ganz besonders zu dieser Versammlung sind alle Modelltischler eingeladen. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt. Gäste haben Zutritt. [ 318/40] Der Bevollmächtigte. Artillerieftr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10| Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 326/6 Die Ortsverwaltung. " 201/11 2. Geschäfts- und Kassenbericht. 8. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Um recht zahreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Demonstrationsabzeichen für den 1. Mai liefert und empfiehlt der Arbeiterbund Basel( Schweiz) und hofft durch die geschmackvolle Ausführung derselben auf zahlreiche Bestellungen. Vereine und Kolpor teure erhalten Rabatt. Kontroll573L Marken- Hüte zu den bill. Preisen Oscar Arnold, bei 2. Dresdenerstr. 116. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 90. Die LandgemeindeOrdnung in Preußen. Preußen. I. Geschichtliches. ( Fortsetzung.) weiter bauen konnte. Sonnabend, den 18. April 1891.38 8. Jahrg. Aufregung verfekt worden war. Der Adel, auch Reichs- Eine öffentliche Versammlung des Arbeiter- Bildungs freiherr von Stein, die Bureaukratie und der feudal pietistische vereins für Rigdorf und Umgegend fand am 5. April statt. Kreis, der sich um den Kronprinzen Friedrich Wilhelm IV. ge- Herr Pinn hielt einen interessanten Vortrag über Nordaus tonbildet hatte, waren einig in der Ablehnung des Entwurfes der ventionelle Lügen der Kulturmenschheit. In der Diskussion Immediatkommission, und die altständische Partei behauptete end- sprachen sich alle Redner im Sinne des Referenten aus. Unter giltig das Feld. Verschiedenem wurden einige Rirdorfer Angelegenheiten erörtert. Nach Beröffentlichung des Gesetzes vom 5. Juni 1823 wegen Die nächste Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins ist eine Die städtische Bourgeoisie, die freilich in Preußen sich nur Anordnung der Provinzialstände ergeht ein Auftrag an die Ober- Generalversammlung und findet am Montag, den 20. April, statt. zögernd und schwächlich entfaltete und niemals politisch sich aus- präsidenten, unter Berücksichtigung der provinziellen Verhältnisse zuleben vermochte, wie das englische oder französische Bürger- ländliche Kommunalordnungen aufzustellen. Diese Angelegenheit Die Graveure, Bifeleure und verwandten Berufsthum, hatte durch die Städte- Ordnung vom 9. November 1808 blieb", wie es im prächtigen Amtsstil heißt, indessen vorerst genossen hielten am Donnerstag Abend eine öffentliche Bersamm eine Grundlage erhalten, auf der sie zur Pflege ihrer Interessen wiederum auf sich beruhen.") Bis zum Jahre 1830 vollkommener lung bei Deigmüller unter Leitung des Kollegen Zac ab. Genosse Die gesetzliche Regelung der ländlichen Stillstand. Nach Erlaß der revidirten Städte- Ordnung vom Rohrlack referirte zum ersten Punkt über den neu gegründeten Gemeindeverfassung dagegen blieb ewig in der Schwebe. Oder 17. März 1831 neuer Auftrag an die Oberpräsidenten: sie sollten Metallarbeiter Verband und empfahl schließlich den Kollegen den wie diplomatischer die Regierung sich ausdrückt:„ Die Frage kam die Frage, ob die an und für sich jedenfalls zweckmäßige Ema- Beitritt zum Verband, da nur ein großer Verband im Stande in Anregung und hat seitdem zu mannigfachen Erwägungen und nation ländlicher Kommunalordnungen an der Zeit sei, näher erörtern fei, der übermächtigen Unternehmer Koalition den nothwendigen Versuchen einer grundgemäßen Regelung dieses Gegenstandes und eventuell bezügliche Entwürfe einreichen". Die Berichte gingen Druck entgegenzusehen. geführt." ein, und eine Kabinetsordre vom 11. September 1832 erflärte: In der Diskussion sprachen sich die Kollegen Heimann, Bad, Es würde zu weit führen, all die einzelnen Anläufe zu Diefe Angelegenheit muß mit besonderer Vorsicht behandelt Werner u. A. im Sinne des Referenten aus. Folgende Wesolution diefem Unternehmen auch nur zu verzeichnen, es genügt, das werden, da die Abänderung der bestehenden Einrichtungen, welche fand ein stimmige Annahme: Wichtigste mitzutheilen. das Bedürfniß noch befriedigen, eine unzeitige Aufregung ver Die heutige öffentliche Versammlung der Graveure, Biseleure Hatte der im Jahre 1808 von dem preußischen Provinzial- anlassen würde.**)" Die eingeforderten Berichte follten zurück- und verwandter Berufsgenossen erklärt sich im Prinzip mit den minister Freiherrn von Schrötter entworfene Plan wegen Neu- gelegt werden, bis die Stände selbst auf eine Modifikation der Ausführungen des Referenten einverstanden. Mit Rücksicht auf gestaltung der Kreis- und Provinzialverfassung die Frage der bestehenden Einrichtungen antragen oder sonst ein dringendes die Beschlüsse des Erfurter Kongresses wird jedoch eine Auflösung ländlichen Gemeindeverfassung im Wesentlichen unberührt gelaffen, Bedürfniß nachgewiesen würde." Der verhängnißvolle Einfluß der Freien Vereinigung gegenwärtig noch nicht für angebracht so war der im Jahre 1809 von dem Staatsrathe Köhler aus des Junkerregiments in Preußen wird schlagend durch dies Vor- Bem neugegründeten Metallarbeiter- Berband gehalten. Alle Anwesenden verpflichten sich aber, gearbeitete Entwurf einer Ordnung für sämmtliche Gemeinden gehen nachgewiesen. des platten Landes unter den Tisch gefallen. Das unter dem Den Adel zum Richter in seiner eigenen Sache machen, ihm beizutreten, um so der Allgemeinheit ihre Kräfte nicht zu Namen Gendarmerie Edikt bekannte Edift vom 30. Juli 1812 die Entscheidung übertragen, hieß die Regelung einer wichtigsten entziehen." scheiterte an dem Einspruch der Junker und ihrer Gefippten, der Frage bis zum St. Nimmerleinstage aufschieben. Aber die An Stelle des ausscheidenden Kollegen Schimansky wird Beamten: sollte doch durch das Gdikt die Polizeigewalt der ständischen Interessen sollten ja gewahrt werden, mochte auch die Kollege Kasper zum Mitglied der Agitations- Kommission gewählt. Gutsherren ein wenig eingeschränkt, eine neue Kommunal- age der ländlichen Bevölkerung immer drückender werden. bekannt, daß die am 1. Mai, Abends, abzuhaltende Versammlung Beim dritten Punkt der Tagesordnung giebt der Vorsitzende ordnung angebahnt werden. Die tlägliche Frage einer parla- Friedrich Wilhelm III. begnügte sich nicht mit dieser mentarischen Körperschaft, die am 10. April 1812 zusammen einen Rabinetsordre, er nahm Veranlassung, nochmals die in Schmiedels Saal, Alte Jakobstraße, stattfindet. Ein Antrag, getretene interimistische Nationalrepräsentation" rührte sich, Erhaltung der bestehenden mißlichen Verhältnisse zu sanktioniren, von dem Tagesverdienst des 1. Mai 1 M. zu Gunsten der all allerdings gegen den Widerspruch der bäuerlichen Ab- da sonst der ruhige Zustand der Provinzen leicht gefährdet gemeinen Arbeiterbewegung zu opfern, findet nach eingehender geordneten, was als Zeichen der Zeit bemerkt zu werden werden konnten einer letzten Kabinetsordre vom 4. Sep- Begründung durch den Vorsitzenden die Zustimmung der Berverdient, für gutsherrliche Polizeigewalt, für patrimoniale tember 1888 wurden die Bestimmungen über die Einstellung der sammlung. Gerichtsbarkeit und andere. Privilegien. Diese National Berhandlungen scharf wiederholt. Und der Minister von Brenn, repräsentation", die klägliche Nachfolgerin dietlägliche Nachfolgerin der" tläglichen den diese mehrfachen königlichen Rügen persönlich betrafen, sprach Landesdeputirten- Versammlung" aus dem Jahre 1811, hatte es offen aus, daß vorzüglich die Beschwerden einiger Guts nur dann eine berathende Stimme, wenn es dem Staatsfangler befizer... dem König Veranlassung zum Einschreiten gegeben ( Hardenberg) gefiel, ihr seine Gefeßentwürfe vorzulegen." Die hätten". Die Angst, welche die Pariser Juli- Revolution an den Nationalrepräsentanten" wurden gewählt, nachdem sie vorher Höfen Europas hervorgerufen, verfehlte bei diesem Auftreten des welche am 16. d. M. im Feenpalast unter Zeitung des Kollegen Die Versammlung Berliner Bäckergesellen, vom Regierungspräsidenten auf ihre Einsicht, ihren Patriotismus Königs seine Wirkung nicht. und ihre Vorurtheilslosigkeit geprüft worden waren." Die Feu- Es nimmt nicht Wunder, daß der fünfte sächsische Provin- Pfeiffer abgehalten wurde, nahm zunächst einen kurzen dalen, welche natürlich in dieser von der allgemeinen Verachtung zial- Landtag, ein Junker- Konventitel, unverwässert, ungezuckert", Situationsbericht über den Ausstand der Wiener Bäckergesellen durch den Vorfißenden entgegen. Der Ausstand hat schon am verfolgten Farce die Hauptrolle spielten, wußten doch ihren Ein- ausdrücklich eine neue Landgemeinde Ordnung für die östlichen durch den Vorsitzenden entgegen. Der Ausstand hat schon am fluß zur rechten Beit geltend zu machen. Keil( a. a. D. S. 110 Provinzen als schwierig, aber auch unnöthig" bezeichnete. Gr- April begonnen und dreht sich in der Hauptsache um die achtund 111) schreibt:" Gine fulminante, an Hardenberg gerichtete folglos blieben die Versuche, der Provinz Breußen stündige Arbeitszeit, von etlichen Nebenforderungen abzusehen. Eingabe der Nationalrepräsentanten vom 16. Februar 1814 mag Drönung zu geben. Und der Landtagsabschied vom 28. Oktober die etwa 400 Gesellen beschäftigen, bewilligt worden, bei denen Die Forderungen der Gesellen waren bis bato von 50 Meistern, schließlich auf den Erlaß der das Editt suspendirenden Rabinets- 1838 erklärte ausdrücklich.„ daß dasjenige, was die Stände ordre vom 19. Mai 1814 nicht ohne Einfluß gewesen sein.. auf die ihnen vorgelegten Fragen erklärt hätten, die Ueberzeu- ca. 5000 Gesellen. Der Ausstand wird ein allgemeiner werden gearbeitet wird. Beschlossen worden war der Ausstand von Batrimonialgerichtsbarkeit und Polizeigewalt blieben nunmehr auf gung von der Nothwendigkeit neuer gefeßlicher Bestimmungen nach Ablauf der Kündigungsfristen und die Stadtverwaltung von lange Zeit dem Adel gesichert. 1815 überreichte der Staatsrath Bedenten getragen werden müsse, in die in jeder Gemeinde indi- Wien hat sich, um die gute Stadt vor einer etwaigen Hungers über diesen Gegenstand nicht habe begründen können, und daher Anfang Röhler der Regierung einen das städtische und ländliche Gemein- viduell gestalteten Verhältnisse durch eine allgemeine Anordnung au treffen. Go find mit Ginverständniß der Militärbehörden noth zu bewahren, bereits veranlaßt gesehen, Vorsichtsmaßregeln wen zugleich umfassenden Entwurf einer Gemeindeordnung für einzugreifen." die gesammten königlich preußischen Staaten. Es ist beachtens- Friedrich Wilhelm IV., der Romanfiter der Reaktion, stellte fchon 50 Militär- Feldbäckereien in Betrieb gesetzt, auch sind mit werth, daß schon Köhler von dem Gedanken ausging, daß die sich in dem Landtagsabschiede am 30. Dezember 1848 auf den Da die Wiener Meisterschaft hierdurch zwischen zwei Feuer ges auswärtigen Bäckereien Lieferungsverträge abgeschlossen worden. Rittergüter in den Gemeinden aufzugehen hätten, ein Gedanke, von selben Stundpunkt, wie sein Vater; das Bedürfniß einer Landverwirklicht. Der Gemeindeverband, so führte er aus, solle sich er das schlesische Dreiding, ein mittelalterliches Dorfgericht, Genauere Nachrichten lagen noch nicht vor, doch wird in der am ihm schon 1809 zum ersten Male formulirt und bis heute noch nicht gemeinde- Ordnung wurde kurzerhand geleugnet. Dafür wollte nommen wird und den größten Schaden hat, so glaubt man, daß innerhalb der äußeren Grenze der Gemeindemark auf alle darin wieder einführen als ein Institut, welches sich eigne„ ein wahres 21. d. M. in der Königsbank( Gr. Frankfurterstr. 117) stattwohnhaften Personen und darin belegenen Grundstücke- ab- und kräftiges Voltsleben" hervorzurufen; unumgänglich noth föniglichen Familie, sowie von den königlichen Schlössern und Provinzialstände wiesen die nichtige Phantasterei zurück, und von gefühl der Berliner Bäckergesellen hinsichtlich der thatkräftigsten gesehen von der Person des Königs und den Mitgliedern der wendig" fei in diesem Dreiding der Vorsitz des Gutsherrn! Die findenden öffentlichen Bersammlung Zuverlässiges mitgetheilt werden. Kollege Pfeiffer appellirte nun an das Solidaritätss Gärten erstrecken. Er hielt die Unterscheidung der Gemeinden dem Dreiding ist niemals wieder die Rede gewesen. in Stadt- und Landgemeinden fest und sah vor, daß keine Ge- Gegen Ende des Jahres 1844 unternahm man es, provin. Unterstützung der Wiener streitenden Kollegen, sowohl durch meinde weniger als 200 Feuerstellen und eine Bevölkerung von zielle Landgemeinde- Ordnungen in's Leben zu rufen. Aber diese materielle Zuwendungen, als auch durch Fernhaltung des Bu eintausend Köpfen enthalten dürfe und daß Flecken und Dörfer, Experimente des ständisch provinziellen Partikularismus wurden welchen diese Größe fehle, fowie einzelne abgesondert liegende durchkreuzt durch die Ereignisse des Jahres 1848. Etablissements der nächstgelegenen Gemeinde zuzuschlagen seien. Wie lagen die Dinge damals? Von 1807 bis 1848 marDie Bildung der Gemeinden sollte möglichst so erfolgen, daß jede schirte die vielgerühmte Agrarreform unter einem Banner mit Gemeinde zugleich ein Kirchspiel ausmache. Die Gemeinde fonnte der unrühmlichen Inschrift: 44 in Bezirke zerfallen, die aber, ohne irgendwelche Selbständigkeit is zu haben, nur den Zwecken einer übersichtlichen Verwaltung dienten. An der Spize der Gemeinde stand als deren Vorsteher von der Regierung sil D Indessen vorerst wiederum!" ibid eine Ueber die Verwendung der auf diese Art gesammelten Gelder wird beschlossen, die Hälfte davon dem Agitationsfonds der Gras veure und Biseleure zu überweisen und die andere Hälfte an die General- Rommission in Hamburg zu senden. auges. Von den österreichischen Kollegen hätten die Wiener Aus ständischen weniger Zuzug zu erwarten, da dieselben zu sehr folidarisch mit einander verbunden wären. Das Band der Internationalität, welches die Arbeiter aller Länder verbinde, müsse at auch die deutschen, speziell die Berliner Kollegen abhalten, zum Streitbrecher zu werden. Den Ausführungen des Kollegen Pfeiffer fchloffen sich die Nachredner, Kollegen Nuoffer, Schlüter, Most, Milde und Lehmann an. Die Ver fammlung erklärte sich schließlich mit dem Vorgehen der Wiener Kollegen einverstanden und wünschte denselben Glück zu ihrem Ausstande, denselben den Ueberschuß der Tellersammlung übera weisend. Auch werden bei Seefeld, Grenadierstraße 83, frei willige Beiträge entgegengenommen. willige Beiträge entgegengenommen. Ueber die Bedeutung des 1. mai sprachen sodann präfentirter Umtmann bildeten bas Schulzenamt, das zugleich die Versammlungen. Repräsentativ- Versammlung der ländlichen Kommune darstellte. Der lebenslängliche, unbefoldete Amtmann war zugleich Inhaber Aufruf an die Steindrucker, Lithographen und Berufs. der Polizeigewalt und oberster Kommunalbeamter. Festgehalten genoffen! Kollegen! Trotzdem Ihr in letzter Beit schon fast war der Unterschied zwischen Bürgern und Schußverwandten. übermäßig in Anspruch genommen seid mit Bersammlungsbefuch, Zu den ersteren gehörten, wie früher, im Wesentlichen die erb- so tritt doch wiederum die Nothwendigkeit an Guch heran, am Kollege Schlüter und Genosse Goldberg unter dem fichen Besizer oder die nicht blos vorübergehenden Zeitpächter nächsten Dienstag, den 21. d. M., in ber öffentlichen Verfamm- Beifall der Versammlung, welche der Ansicht war, daß die eines spannfähigen Grundstücks; jedoch war der Kreis der Per- lung( siehe Inferat dieses Blattes) möglichst alle zu erscheinen. Bäder bei der Maifeier der Arbeiterschaft nicht fehlen dürfen. sonen, die das Bürgerrecht erwerben konnten, so ausgedehnt, Die Tagesordnung ist so wichtig, wie selten eine wichtiger sein daß ein Zenfus von mindestens 300 Thalern Ginkommen nur(!) tann. Zunächst handelt es sich um den Bericht der Kommission In Aussicht genommen ist für den 8. Mai eine Partie nach dem die Proletarier fernhielt. Gefinde, Tagelöhner und Lassiten blieben über den jezigen Stand des Streits bei der Firma Destreich und Charlottenburger und Spandauer Kollegen. Die Beschlußfaffung Spandauer Bock und eine Vereinigung daselbst mit den wiederum ausgeschlossen.")" Hartmann; denn es ist äußerst nothwendig, in dieser traurigen hierüber wurde jedoch bis zur nächsten Versammlung( am Die Köhler'schen Pläne, so sorgfältig sie den Kleinbauern Angelegenheit Beschlüsse zu fassen, nachdem wir uns nach allen 21. b. M.) vertagt. Beschlossen wurde jedoch mit allen gegen und den Landarbeiter von den Rechten der Kommunalverfassung dichtungen hin klar geworden sind. Gin weiterer, in der Wich zwei Stimmen, daß die am 1. Mai arbeitenden Kollegen zu ausschlossen, so sehr sie auf kapitalistische Verhältnisse zugeschnitten Stellungnahme zum 1. Mai resp. zur Maifeier. Es sind mehrere steuern haben, mindestens aber 50 Pf. Der Gesammtbeitrag wird tigkeit der Streifangelegenheit nicht nachstehender Punkt, ist die Gunsten der ausgesperrten Arbeiter Deutschlands je 1 M. zu waren, wurden nicht verwirktlicht. Die Angelegenheit", heißt es in dem anmuthigen Ministerialdeutsch der Uebersicht, blieb hier- Kollegen in der Stille zuſammengetreten, haben die Gedanken sodann der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands nach vorerst wiederum auf sich beruhen." ausgetauscht und durch diese Gedanken angeregt, sind bereits Gbenso erfolglos blieben die Borschläge einer zur Ordnung fünf Kollegen zu einer Kommission zusammengetreten, welche nach überwiesen werden. Ebenso erfolglos blieben die Borschläge einer zur Ordnung bestem Wissen und Gewissen Schritte gethan haben, um zu ver- der Vorsitzende sodann die Versammlung mit einem dreifachen Nach Erledigung einiger unwesentlicher Angelegenheiten schloß der chaotischen Rechtsverhältnisse eingesezten Immediatkommission vom 7. August 1820. Die Verwirrung war ungeheuerlich. Im hindern, daß unsere Gewerkschaft den anderen nachsteht, in der der Vorsitzende sodann die Versammlung mit einem dreifachen Often, in den ehemals polnischen Landestheilen, war der Bauer festen Ueberzeugung, im Sinne aller Kollegen gehandelt zu haben. Hoch auf die Arbeiter aller Länder. zwar persönlich frei, aber zugleich auch durch die derb zulegenheit erhält, Euch, Kollegen, das Ergebniß dieser Schritte vor bericht erstattete Herr Jagow als Revisor, da der Kassirer, Herr Nun handelt es sich zunächst darum, daß diese Kommission Ge- Die Ethische Gesellschaft tagte am 8. April. Den Raffens greifende Raffgier der Schlachtschizen um die von ihm Augen zu führen, um Gure Mitarbeit herbeizuführen. bebauten Ländereien betrogen worden, natürlich von Rechtswegen; die Gemeinde- und Polizeiverfassung sicherte dem Adel die Herr Beschluß der Streik- Kontrollkommission, wonach nur ein Dele- Einnahmen 856,64 m., Ausgaben 554,03 M., mithin Bestand Als dritter Punkt der Tagesordnung gefellt sich der letzte nahmen und Ausgaben für das verflossene Vierteljahr wie folgt: Banten, nicht erschienen war. Darnach beliefen sich die Einsthaft. Im Norden erhielt das neuerworbene SchwedischBommern die Zustände des achtzehnten Jahrhunderts, Bauern- girter von jeder Gewerkschaft in die Streit- Kontrollkommission 311,61 M., wovon aber nur 82,12 M. vorgefunden wurden. Der stand und Landgemeinde blieben vernichtet. Im Westen hatte gewählt werden soll. Da aus unserer Gewerkschaft 4 Delegirte Fehlbetrag von 229,49 M. soll angeblich durch die Frau des die französische Herrschaft gründlicher mit dem historischen leht vorhanden sind, so haben diese das Bedürfniß, vor Euer Herrn Kassirers Banten verloren worden sein. Bei der ErRechte" ausgeräumt; auf dem rechten Rheinufer blieben wohl die Forum zu treten und Bericht zu erstatten über ihre Thätigkeit. gänzungswahl des Vorstandes wurden folgende Herren gewählt: dinglichen Rechte der Gutsherren, nirgends aber deren politische Kollegen! Dies ist in kurzen Zügen das Material, welches wir Richard Fessel als 1. Kassirer, Gustav Hinze, May Engel, Robert theilen waren nach altständischem Brauche die Vorrechte des wird die äußerste Wichtigkeit dieser Tagesordnung verkennen. Joren. Ferner wurde das von der Bibliothekskommission vorge Adels noch intakt, die„ Agrarreform" war noch nicht in Angriff Darum Kollegen, rafft Euch noch einmal auf und erscheint in legte Statut angenommen und beschlossen, die Bibliothek bel genommen. Wie es im Kernland der Ländermasse, im Preußen dieser Versammlung. Zum wenigsten müßt Ihr dafür Sorge Herrn Salzwebel, Klosterstr. 93, zu belassen, wo Sonntags des Tilsiter Friedens, aussah, ist bereits früher geschildert worden. tragen, daß aus jeder Werkstatt eine Vertretung da ist, damit Bücher für die Mitglieder der Gesellschaft ausgegeben werden. Allein dies Alles vermochte nicht, ein positives Ergebniß werden. Nun Kollegen! In der Erwartung und Hoffnung, daß Berichtigung. Wir erklären hiermit auf Wunsch, daß Herr herbeizuführen. Man vertagte die Sache bis zu der in Aus- am Dienstag Abend feine Lithographie, teine Druckerei oder M. Böpti in der lesten Versammlung des Wahlverein des sechsten ficht genommenen Bildung von Provinzialständen, um denselben Prägerei unvertreten ist, damit wir Schritt halten können mit Wahltreifes sich nicht gegen die Fraktion, sondern gegen die Gelegenheit zu geben, fich darüber zu außarlamentarische Verben übrigen Gewerkschaften auf Grund und im Geifte der mo- Redaktion des„ Borner ausgesprochen hat und war wegen Provinzialstände, nicht etwa eine Berbernen Arbeiterbewegung, nehmet meinen Gruß und Handschlag. ihrer Bemerkung zu Maifeier- Resolution. An der tretung des Gesammtstaats, ständische Provinziallandtage, Im Auftrage mehrerer Kollegen: F. Rose, Landsberger- selbst ändert das übrigens nichts. Denn die Redaktion hat mit das war das äußerste Zugeständniß Friedrich Wilhelms III., traße 16. in große Bezug auf den fraglichen Beschluß im Einklang die füdeuropäischen Revolutionen mit der Frattion und im Gingerständniß mit dem Parteivorstand gehandelt. der durch *) Reil a. a. D. G. 112. *) Anlage A G. 28. **) Steil, a. a. D., S. 189. guida ga neu " Verkauf nur gegen Baar zu ftreng fest. Preisen. Geschäfts- Häuser Paletots nach Maaß 45..35. Baer Sohn BERLIN. N. Chausseestraße 24 a. 0. Gr. Frankfurterstraße 16. SO. Brückenstraße 8, am Bahnhof Jannowihbrücke. Trot gegnerischer Anfeindungen eröffnen wir wieder die Geschäfte unter strengster Beobachtung reeller Grundsätze und stets steigender Leistungsfähigkeit. Täglicher Anzug, dauerh. überall 14 M., für Stoff, M. vorzügl. 8,50 Sommer- Anzug, Butting überall 27 M., für. 17,50 sehr prak Reise- Anzug, lische Me langen, überall 30 M., für M. feines Salon- Anzug, Kammgarn 21, mit seidener Borde, überall 90 28,50 40 M., für M. Rod- Anzug, feines Kammgarn, mit [ 472 L feidener Borde, überall 30, 42 M., für Sommer- Paletot, balt barer Diagonal in schönen Far ben, überall 20 M., für hochf. Sommer- Paletot, Satin Waare, überall 82 M., 12, für: 20,50 M. Knaben- Anzüge aus nur Stoffen, 12, 8, 6, 4, 3, 2,50 guten Herren- u. 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