Nr. 114. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pfa., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnand Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Sonntag, den 20. Mai 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Der internationale Bergarbeiter- höheren Geſellſchaftsordnung, neben der die heutige roh, drücken wir die Wünsche vieler Kongreßmitglieder aus, mit Kongreh, und gemein erscheint. Dieses Gefühl dieser denen wir Rücksprache genommen. Idealismus, Idealismus ohne verschwommene Als ein großer Nachtheil hat es sich erwiesen, daß die Schwärmerei, gesunder, thatkräftiger und werkthätiger Berichte der verschiedenen Länder nicht gedruckt in den drei den wir vor acht Tagen an dieser Stelle begrüßten, hat Jdealismus ist es, was der Arbeiterklasse ihre fittliche Sprachen beim Zusammentritt des Kongresses schon vor. innerhalb der Pfingstwoche seine Sigungen und seine Ar- Ueberlegenheit giebt gegenüber der herrschenden Klasse, die gelegt wurden. Dann hätte man mindestens zwei Tage er beiten beendigt. Und trotz einiger, durch die Sprach diese Ueberlegenheit sehr wohl empfindet. spart und damit das Zehnfa che dessen, was durch die verschiedenheit hervorgerufener Mißverständnisse sind die Die Organisation und Leitung der internationalen Verlängerung der Kongreßdauer an Kosten für Diäten erVerhandlungen glatt verlaufen und ist die Tagesordnung Kongresse ist keine leichte Sache. Die Schwierig wachsen ist. Der allgemeine internationale Arbeiter- Kongreß bis auf Untergeordnetes erschöpft worden. Den gegnerischen feiten, welche die Verschiedenheit der Sprachen von Paris litt so schwer unter diesem Nachtheil, daß das Blättern, die aus jenen Mißverständnissen, oder vielleicht bereitet, sind weit größer, als der Fernstehende vorbereitende Komitee für den nächsten Kongreß die richtiger ausgedrückt: aus jenen Echwierigkeiten der Ver- glaubt. Man muß das selbst durchgemacht haben. gedruckte Vorlage der Berichte in den drei Kongreßsprachen ständigung die Hoffnung geschöpft hatten, der Kongreß werde Der beftorganisirte Uebersekerdienst reicht nicht aus, um anrieth, ein Rath, welchem fast allseitig für den Brüsseler statt zu befestigter Einigung zu Hader und offenem Bruch die nothwendige Fühlung zwischen den Kongreßmitgliedern Kongreß entsprochen ward. Jetzt ist das Gedruckt- Vorlegen führen, ist die Freude verdorben worden und wie wir und der Kongreßleitung herzustellen, falls in dieser keine der Berichte feste Kongreßregel für die allgemeinen interdeffen von Anfang an sicher waren: der Geist des 1. Mai sprachkundigen Mitglieder sind. Es ist das ein Punkt, der nationalen Kongresse. Und wir hoffen, daß sie auch für hat über dem Kongreß geschwebt und alle Wolken ver- ernsthaft ins Auge gefaßt werden muß; denn die inter- die kommenden internationalen Gewerkschaftskongresse zur scheucht. nationalen Arbeiterkongresse sind eine stehende Einrichtung Regel gemacht wird. Im Großen und Ganzen war die Leitung der Ver- geworden und werden im politischen Leben der Kultur- Weiter möchten wir noch an die Hand geben, daß für handlungen und die Haltung der Delegirten geradezu muster- pölter eine immer bedeutsamere Holle spielen. Sie sind diese internationalen Gewerkschafts- Kongresse so wie haft. In keiner der gesetzgebenden Versammlungen unserer der Embryo der fünftigen Gesellschaftsorganisation. wir es bereits für die allgemeinen Arbeiterkongreffe gethan Klaffenstaaten, weder im englischen noch im französischen In den internationalen Kongressen haben wir schon im haben von den Delegirten der verschiedenen Länder Parlament, weder im amerikanischen Kongreß, noch im Reim und den Umrissen die Zukunftsregierung der Welt vor dem nächsten Kongreß eine genau festgestellte deutschen Reichstag wird auch nur annähernd mit der Ruhe eine Regierung, die über keine Werkzeuge der Vergewaltigung, Geschäftsordnung vereinbart wird. In England, dem und dem Ernste verhandelt, wie es in diesem Parlamente über keine Heere, keine Polizei, feine Richter, teine Geist- Mutterlaude des Parlamentarismus, sind die parlamender Arbeit der Fall war. Und wenn wir erst mit Privat- lichkeit verfügen wird die, frei gewählt von den Völkern, tarischen Formen seit Jahrhunderten feststehend, und sie Kongressen bürgerlicher Gruppen, z. B. der Evangelisch ohne andere Macht, als das Vertrauen der Völker, die weichen ganz wesentlich ab von den parlamentarischen Sozialen soeben in Frankfurt, vergleichen wollen, so tritt zur Erhaltung und Entwickelung des gesellschaftlichen Formen, die vor hundert Jahren in Frankreich eingeführt der Abstand noch viel greller hervor. Hier Ordnung und und wirthschaftlichen Lebens nothwendigen Ge- wurden, und von da aus, mit dem Sieg der revolutionärs Zielbewußtheit, dort wüster Wirrwar. Und gar ein Vergleich schäfte führen wird, so lange das Vertrauen der bürgerlichen Ideen, in alle Länder des europäischen Fests mit internationalen Kongressen bürgerlicher Gruppen, Völker dauert und ihr Interesse e3 erheischt. landes gedrungen sind. Die Deutschen, Belgier, Franzosen, selbst höchst wissenschaftlicher Gruppen! Wie sehr fällt er zum Nachtheile der letzteren aus. Man nehme z. B. den legten internationalen Aerztekongreß in Rom- mit seiner anarchistisch- tumultuarischen Plan- und Leitungslosigkeit, mit seinen zahlreichen Standalszenen, die theilweise in schamLose Orgien ausarteten. Nein da find wir Wilden doch bessere Menschen", und kein Arbeiter auf einem Arbeiterkongreß, der sich der Höhe seiner Proletariermission nicht bewußt und nicht von seiner hohen Aufgabe getragen wäre. Der Schliff verfeinerter Bildung fehlt natürlich dem Arbeiter in unserer Gesellschaft des Geldsacks, die ihn zum Aschenputtel gemacht hat, aber der Sonnenstrahl der menschlichen Heilslehre ist in sein Hirn, in sein Herz gedrungen, und er fühlt sich schon als Bürger einer besseren und Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Bon C. Spindler. Die Arbeiten, welche dieser Bergarbeiter Rongreß ver- Defterreicher haben alle ziemlich dieselben parlamentarischen richtet hat, gehen weit über die Machtsphäre irgend einer der Formen und Geschäftsordnungen und nachdem bisher vorhandenen Bourgeoisregierungen hinaus. Die Bourgeoisie, fast ausschließlich die englischen Formen auf den obgleich ihrer ganzen Thätigkeit nach international, ist doch internationalen Bergarbeiter Kongressen geherrscht haben, außer Stande, die nationalen Schranken zu beseitigen, ebenso was bei der Ueberlegenheit der englischen Organis wie sie -an den Boden der freien Konkurrenz angefationen fast unvermeidlich war, wird jetzt, nachdem schmiedet außer Stande ist, auch selbst nur innerhalb die kontinentale Bergarbeiter- Bewegung einen fräftigen Aufdes nationalen Rahmens die gesellschaftlichen und wirth schwung genommen hat, eine Annäherung an die kontinentalen schaftlichen Funktionen vernünftig und planmäßig zu regeln. Formen der parlamentarischen Geschäftsleitung angebahnt Unter allen Umständen haben die Arbeiter sich so zu werden müssen eine Thatsache, der die Engländer sich erziehen und auszubilden, daß sie, wenn die Herrschaft der schon auf dem soeben beendigten Kongreß nicht verschlossen Welt ihnen zufällt, auch fähig sind, sie würdig auszuüben. haben. Bu noch einigen Bemerkungen in bezug auf die Ge- Was nun die Arbeiten des Kongresses betrifft, fo schäftsleitung haben die Verhandlungen dieses Kongresses haben wir allen Grund zur Zufriedenheit. In der uns Anlaß gegeben; und mit dem, was wir sagen werden, wichtigsten Frage der Hauptforderung des 1. Mai ginge. Frisch hindurch und mitten unter das Gewühl, das Mohrengesichtern und klaffenden Bullenbeißern, denen man mit es für jetzt mein Herz ergöße!"- Er warf sich topf zerzauste Haarhauben auf die grämlichen Gesichter geftülpt über in den Zug, der aus mehreren hundert Verlarvten hatte. Ein lustig Gesindel von Thorhänsen und Gaukels bestand, den vornehmern Leuten angehörend. Von uns springern machte hier, radschlagend, purzelbäumend, schel= 42 zähligen Narren umschwärmt, die wie Besessene durch das lend, rasselnd und in den höchsten Tönen des Stiminen Buschauergedränge tobten, mit Ruthen und Peitschen die gejauchzes quinkelirend, das Gefolge, und zugleich den Hände der Gaffenden kielten, an Thüren und Laden Herold der größten Pracht des Zuges, des herrlichen Hofs flopften, in die Häuser drangen unter dem Vortritt eines der Frau Venus, wie ihn die schlichte Sage schildert. Der Herolds possenhafter Natur, um daselbst kleine Fastnachts- treue Eckart mit dem weißen Stabe ging voraus, warnend spiele aufzuführen, deren Wig oft nicht der züchtigste war, und ermahnend, mit langem Silberbarte, in schlichtem Willkommen, wilder Jägersmann!" schrie eine Schaarbewegte sich die Larvenschaar langsam vorivärts, und bot grauem Gewande. Dagobert's scharfer Blick entdeckte schnell von Larven, die sich um den verdutzten Gerhard verfam- dem Volte ein glänzendes Schauspiel. Ein Pickelhering mit unter dem faltigen Rocke eine fast unmerkliche Schulters melte: Du ließeft lange auf Dich warten!" Der erste der Narrenfahne in der Faust eröffnete es, auf einem Esel erhöhung, und wußte alsobald, daß der Graf von Monts Blick belehrte die beiden Gesellen, daß eitel Weiber sie um reitend. Eine Bande von Trompetern, Schalmeiern und fort unter der Larve stecke. Sein Ahnungsvermögen, von ringten, in grüne, luftige Waldfarbe gekleidet, mit Tannen- Gigenbucklern folgte- ihre Musika in den wunderlichsten den Muthmaßungen der ihn umsummenden Schauluſtigen sträußern auf den Hüten, Bogen, Pfeile und Jagdlanzen Tönen aufführend. Der ewige Jude und der lange und in das Larvengeheimniß Eingeweihten gerechtfertigt, in den Händen; schön verzierte Hüfthörnlein an der Seite. Christoph Arm in Arm schritten dahin mit langen Tannen- fand auch unter den Nachfolgern des treuen Eckart's Be Wie konntest Du Waldinen harren lassen, viel zu lange bäumen in den Händen. Der wohlgemästete Fasching, auf tannte auf. Ein über ein Stockwerk hoher Wagen mit für ihre Sehnsucht?" rief die Anführerin der Schaar, die einer Schleife ruhend, von Schinken, Würsten und Kürbis- vielen stufenweise erhöhten Sitzen wurde von acht Schimmeln den Sperber auf der Hand trug, und von deren Sammt flaschen umkränzt, wurde einhergeführt von dem brollig ge- gezogen, die, mit prächtigen Decken angethan, an jeder hütlein ein Strauß von grünen Federn nickte: Romm mit pugten Sonntag, Montag und Dienstag den Großen Seite von vier jungen Leuten in heidnischer Tracht mit uns! Komm mit Frau Holda Waldinen!" jauchzte die feines Reichs. Shm folgte ein Trupp von nähenden bekränzten Häuptern, geführt wurden. Zwei stattliche wilde ausgelassene Bande: Hussa! wackerer Waidmann! Ho! Schneidern auf Geisböcken, von zähnefletschenden Affen auf Männer lenkten von oben die Zügel, und saßen zu den ho! mit uns!" Tigerlarven sigend; der Vortrab der herbeigetragenen Fast Füßen liebenswürdiger Knaben, die in rosenfarbiger Seide Der verlegene Gerhard, der kein Wort zu erwidern ver- nacht, dem Weibe des Faschings, dessen Thron auf den Schultern gekleidet waren, silberne Binden auf der Stirne trugen mochte, fühlte sich, alles Widerstrebens ungeachtet, von von verlarvten Bäckergesellen in zierlichen Leinwandkitteln und goldene Bogen mit Pfeilen und Köcher in den Händen Dagoberts Seite geriffen, von den Jägerinnen im Triumph und blauen Schürzen errichtet war, und von welchen eine hielten. Hinter denselben saßen die drei Gesellschafterinnen davon geführt, und ein großer Larvenzug, der die Straße reiche Spende von Bregeln und Hornaffen unter das Volk und Gespielinnen der holden Liebeskönigin, in weißen, herauf tam, trennte unaufhaltsam die Gefährten." Ihn und die lärmende Jugend regnete. Nach dieser erfreulichen blauen und Amarant- Gewändern mit Granaten- und Berl reißt sein Schicksal dahin!" dachte Dagobert lächelnd für Augen- und Magenluft ergözte doppelt die schwere, schnüren geschmückt, und mit flimmernden Piretleins von fich: und mich beraubt es vielleicht dadurch eines hand- knarrende und von bebänderten Ochser geleitete Guggel- Straußenfedern umwallt. Die eine hielt einen runden festen Helfers. Immerhin jedoch, was beschlossen ist, muß fuhre, angefüllt mit den poffierlichsten Mummereien, mit Metallspiegel, die zweite einen Fächer von weichem Flaumengeschehen, selbst wenn mir der willkommene Wächter ent- langbärtigen Türken, kinnwackelnden Judenköpfen, verzerrten gefieder, die dritte eine weiße Taube mit vergoldetem " hat der Kongreß ein imposantes Votum in die Wagschale darin, daß die Presse ihre Stellung verbessert. Ja, aber Jordnung abgehalten. Die kapitalistischen Blätter sind von geworfen. Mit überwältigender Mehrheit, ja man fann warum muß die deutsche Presse ihre Stellung„ verbessern"? diesen öffentlichen Kundgebungen wenig erbaut und sie erjagen mit Ginstimmigkeit- denn die Minorität ist auch für Wer ist Schuld an der unwürdigen Stellung der deutschen mahnen daher die Arbeiter zur Ruhe. Fürchtet sich das den achtstündigen Arbeitstag, nur daß sie ihn nicht als Presse? Man hat gesagt: jedes Bolt hat die Regierung, nun aufgeschreckte schlechte Gewissen vor der herauf Regierungsmaßregel will hat der fünfte internationale welche es verdient. Und so hat jede Preffe die Stellung, beschworenen Empörung? Ruhe und Schweigen hieße jetzt Bergarbeiter- Kongreß sich für den Achtstundentag welche sie verdient. Die englische und französische Preß für die schweizerischen Arbeiter Feig heit. erklärt. Die übrigen Beschlüsse wollen wir hier nicht auf- freiheit ist in blutigen Revolutionen und langen zähen zählen; sie sind unseren Lesern bekannt, da wir im Vor- Kämpfen errungen worden. Das deutsche Bürgerthum ihren Schatten voraus. Die Präsidentenwahl in Frankreich wirft schon Der Präsident wird dort auf wärts" sehr ausführlich berichtet haben. bat niemals das Zeug gehabt, sich eine freie Presse zu er 7 Jahre gewählt, die letzte Wahl war 1887, und die nächste Ohne Erschütterung hat Niemand die Berichte über fämpfen. Es hat sich ein Bierteljahrhundert hindurch vor findet am 2. November b. J. statt, also in weniger als die Lage der Bergarbeiter in den verschiedenen Ländern einem Bismarck auf den Bauch geworfen, und Jahrzehnte einem halben Jahr. Herr Carnot scheint zu fürchten, daß findet am 2. November b. I. statt, also in weniger als gehört und gelesen. Ueberall dieselbe Unterdrückung, das lang hat die junge sozialistische Partei selbe Unrecht, dieselbe Rechtlosigkeit, wo nicht eine starke allein den Kampf für die politischen Frei- er nicht wieder als Kandidat aufgestellt wird. Er ist Vielen Organisation Schutz gewährt. Die Beschlüsse des Kongresses beiten, die Breßfreiheit einbegriffen, zu führen gehabt, Berier würde Manchem beffer gefallen. Wenn die Zeit nicht stramm" genug der Sozialistentödter" Casimir sind durchweg im Interesse der Bergarbeiter gefaßt, ohne daß die bürgerliche Presse uns unterstützt hätte. Im der Wahl kommt, ist er aber wohl schon gefallen. Mögen sie ihren Zweck erreichen! Gegentheil, neun Zehntel unserer sämmtlichen bürgerlichen Wichtiger noch als die Verhandlungen und Beschlüsse Zeitungen haben den Richtern zugejubelt, wenn diese die Der große Streik in Trignac( West Frankan sich ist die Stärkung und Befestigung der internationalen Sozialisten brausewetterisch verurtheilten. Jetzt auf einmal, reich), der zu dem schmählichen Prozeß gegen den Abwo einige bürgerliche Blätter zufällig mitgepackt worden geordneten Toussaint Anlaß gegeben hat, und das Ministerium Der Bund der Bergarbeiter aller Länder ist mit find, erhebt die bürgerliche Presse ein fürchterliches Beter Berier um ein Haar zu Fall gebracht hätte, neigt sich einem stählernen Reifen zusammengefügt keine Macht kann ihn geschrei. Nun sie braucht sich nicht zu ängstigen. Es fiegreichen Ende zu. Das Arbeitersyndikat hat sich so fest mehr sprengen. wird ihr nicht weh gethan werden; und ihr Zorn wird gezeigt und das Solidaritätsgefühl der Arbeiter sich so Und nicht blos unter den Bergarbeitern hat dieser bald verrauchen. Der Kampf für die Preßfreiheit wird trefflich bewährt, daß die Werkbefizer in Unterhandlungen Kongreß die Saat internationaler Verbrüderung aus- nach wie vor die Sozialdemokratie vereinzelt zu führen haben, eingetreten sind und schon wichtige Konzessionen gemacht gestreuter hat unfern Gästen aus Frankreich, England, und jeder Schlag, den der„ Geist des Richterstandes uns haben. Jedenfalls ist in der Hauptsache( Lohnhöhe und Belgien, Desterreich das deutsche Volk gezeigt, hat ihnen verseht, wird die Schadenfreude der bürgerlichen Presse er- Art der Lohnzahlung) die Schlacht für die Arbeiter schon Bolaget, und be cheche you gezeigt, wie die Arbeiter Deutschlands denken und fühlen. wecken. Wir kennen unsere Pappenheimer. Nicht in den Beschlüssen, sondern in dem gegen seitigen persönlichen Verkehr und Sichnähertreten liegt aber Die Spionenfenche graffirt seit einiger Zeit mit Die Franzosen scheinen schon wieder vor einem kleinen die vornehmste Bedeutung der Arbeiterkongresse. Und ganz ganz besonderer Heftigkeit in Deutschland. Kaum ist der Kolonialkriege in Siam zu stehen. besonders gilt dies von den internationalen Kongressen. Thorner Gymnasiast und Landesverräther nach wochenlanger Das internationale Lockspielthum. Die Lütticher 1. Die Mü Die Vertreter der englischen, französischen, belgischen und Haft in Freiheit gesetzt worden, so taucht jetzt in Mainz Attentate find, wie aus den Geständnissen des deutschen österreichischen Arbeiter, die das erste Mal zu einem inter- abermals ein Spion auf oder gar ein paar. Wir lesen" Anarchisten" Müller, welcher der Dumme und Betrogene in einem Frankfurter Blatt: nationalen Kongreß nach Deutschland kamen, sie sind von uns als Brüder aufgenommen worden und sie haben einDie Stadt Mainz hat schon wieder einmal ihre Spionage- gewesen zu sein scheint, hervorgeht, von einem geheimnisvollen russischen Baron, Herrn Unger b. SternAffäre. E3 wurden dort zwei feingekleidete Fran- berg", veranstaltet worden, der überall in Europa herumander und sie haben uns als Brüder erkannt. zosen verhaftet, welche angeblich die FestungsSolidarität. Das ist der höchste Gewinn dieses Kongresses. Und den Gästen, die wir lieb gewonnen, rufen wir nach: behaltet uns in gutem Andenken! Wirkt daheim für die gemeinsame Sache. Und auf Wiedersehen! sid xiu Dolitische teberlicht. Berlin, den 19. Mai. 100 Zum Jefuitengesetz.. Die bürgerlichen Blätter schreiben jetzt lang und breit über eine Aeußerung des Königs von Württemberg, wonach der Bundesrath dem Beschlusse des Reichstages betreffs Aufhebung des Jesuitengesezes nicht zustimmen wird. Einige Zeitungen sind komischer Weise hierüber sehr erstaunt. Wir waren überzeugt, daß der Bundesrath blos dann der Aufhebung des Jesuitengesetzes zustimmen wird, wenn er sich über die Annahme der Steuervorlagen brch das Zentrum verDer gewiffert hat. 0 Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung die Borlage, betreffend den Entwurf einer Verordnung wegen Aufhebung des Verbots der Ausfuhr von Streu und Futtermitteln angenommen. Betreffs des Antrags wegen des zollfreien Einlasses der von der Weltausstellung in Antwerpen zurückgelangenden Güter wurde der frühere Beschluß, wonach die Güter zollfrei wieder zurückgeführt werden dürfen, in einigen Beziehungen abgeändert. gewonnen. werte aufnahmen. Beide verweigern jeden Aufschluß gereist ist, auch in Berlin war und sich für einen Verüber ihre Persönlichkeit. Bis jetzt hat, wie man der Boss. wandten des russischen Gesandten in Paris ausgiebt. Der Beitung" melbet, bie Untersuchung noch nichts ergeben, und ist Name ist schwerlich richtig, wahr ist aber, daß der Mann deshalb vorläufig Vorsicht geboten. Das Reichsgericht wird über große Geldsummen verfügt und die Anstiftung zu Dynavon dem Falle benachrichtigt werden. Nach der„ Köln. 3tg." mit- Attentaten mit der Nonchalance eines Thring- Mahlow ist der eine Verhaftete angeblich Ingenieur, der andere Genie- betrieben, und daß ihn trotzdem die Polizei niemals Korporal. Sie sollen mit einem Amateurapparat die Festungsbelästigt hat. Auch jetzt ist er der belgischen Polizei werte von Raftet und Gustavsburg aufgenommen haben. entwischt, obgleich sie nur die Hand auf ihn hätte zu legen gehabt. Jedenfalls haben wir es hier mit einem Hauptdie Nieder- agenten des internationalen Lockspigelthums und Polizei Anarchismus zu thun und es würde sehr gut sein, wenn der Mann von Sozialisten abgefaßt, und sozialistischer Justiz unterworfen würde, wie weiland Schröder and Haupt. Denn die Polizei wird ihn schwerlich entdecken. Das Reisen wird wirklich gefährlich. Das österreichische Parlament und mezelung der Berglente. Aus Wien wird berichtet: Der Gewerbe- Ausschuß berieth heute den Antrag Ruß, betreffend die Erhebungen in den Bergwerken. Der Minister des Innern, Marquis Bacquehem theilte mit, daß an die Landeschefs die Weifung ergangen fei, über die Vorgänge in Oftrau genaue Erhebungen anzustellen und nicht nur die BeIn Italien friselt es wieder. Die Crispi'schen hörden, sondern auch die unmittelbar Betheiligten zu ver- Blätter sehen sich genöthigt, das Gerücht, daß das Kabinet nehmen. Das Ergebniß der Erhebungen werde dem Ausschuß abdanken wolle, für unbegründet zu erklären. Das beweist, innerhalb 8 Tagen mitgetheilt werden. Ackerbau- Minister Graf Falkenhayn erklärte, ähnliche Weisungen feien auch an daß Crispi dem Landfrieden( oder Gottesfrieden", wie er die Bergbehörden ergangen. Der Gewerbe- Ausschuß beschloß ihn genannt hat) nicht mehr traut. hierauf, sich auf eine Woche zu vertagen. der österreichisch russische Handelsvertrag ist gestern unterfertigt worden. Fürstliche Worte. Vor 4 oder 5 Jahren verzichtete bekanntlich der österreichische Erzherzog Johann auf Rang, Titel und Fürstenwürde, nahm den bürgerlichen Namen Johann Deth an, wurde Schiffstapitän und ist mit feinem Schiffe spurlos verschwunden. Es werden jett Der Gummischlauch, die Brausewetter und Aussprüche von ihm veröffentlicht, die in einem seinen EntRichthofen haben endlich einen Vertheidiger ge- schluß erklärenden Schriftstück enthalten sind. Wir greifen funden. Wer kann dies sein, da die Hamburger Nachfolgende heraus: richten" in den Chor der Presse einstimmen und die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" noch immer schweigt? Wer kann dies sein? Die Antwort ist nicht schwer, es ist der Mann, der sich stolz Apostata", der Abtrünnige nannte, der von uns schon so oft gekennzeichnete Herausgeber der Zukunft", Herr Maximilian Harden. Herr Brausewetter hat durch sein Verhalten sich nicht Anspruch Daß Erzherzog Johann mit solchen Grundsägen nicht auf unsere Rücksicht erworben, daß er aber nach all dem Fürst bleiben konnte, ist einleuchtend. Und er hat wohl Bösen, was über ihn die Presse geschrieben hat, heute von manchmal an das Wort Rousseau's an die Barin Herrn Harden in Schutz genommen wird, erweckt selbst bei Katharina gedacht wenn ich das Unglück hätte, Fürst zu uns das Mitleid. fein"! " „ Ich muß aufhören Prinz zu sein, um Mensch sein zu dürfen. Ich suche das Recht auf Arbeit. Bin zu ftolz, um einen fürstlichen Müssiggänger abzugeben. Ich will Ich will nicht das Geld des Volkes aufzehren wie andere. dem Staate teine Last sem, dem ich nichts leisten darf. Leben felbst verdiene." Meine Standesgenossen betrachten es als Schaude, wenn ich mir das In dem Geist des Nichterstands" sah die Protesiversammlungen gegen den Berner JustizBossische Zeitung" neulich die Rettung der Presse vor mord haben schon in Zürich, Basel und Grenchen stattBrausemettereien. Von dieser Schildbürgerei scheint sie gefunden. Die Bewegung nimmt ihren Fortgang. In jezt zurückgekommen zu sein, in einem Artikel, betitelt dieser Woche werden noch in Lingenthal, Winterthur und " Die Stellung der Bresse" erblickt sie heute die Rettung St. Gallen weitere Versammlungen mit der gleichen Tages" " Das Branutiveinimport Monopol soll in Italien eingeführt werden. Eine englische Gesellschaft will dafür altfährlich 47 Millionen Franks der Regierung zahlen. Das Bolt aber wird mit Fusel oergiftet. ist sehr hart ausgefallen. Spanische Depeschen melden hierDas Urtheil gegen die Barcelonaer Anarchisten über: Der oberste Kriegsrath hat von den Barcelonaer Anarchisten sechs zum Tode und vier zu lebenslänglicher Zwangsarbeit ver urtheilt. Nachdem der Obergerichtsrath den Urtheilsspruch des hiesigen Kriegsgerichts bestätigt hat, sollen die verurtheilten Anarchisten in der nächsten Tagen erschossen werden. Der Zeitpunkt wird den Behörden geheim gehalten, um Demonstrationen seitens der Anarchisten zu verhindern. Wolff'sche Depesche aus Christiania vor. Dieselbe lautet: Zur Wahlreform in Norwegen liegt eine his Das Storthing lehnte heute alle eingebrachten Anträge betreffend die Einführung des proportionellen Storthing gerichtete sozialistische Adresse, in welcher gedroht wird, Gewalt anzuwenden und eventuell einen allgemeinen Ausstand zu proflamiren, falls das allgemeine Stimmirecht nicht durchgeführt würde, wurde auf Antrag des Präsidenten wegen der anstößigen Form zu den Aften gelegt. Wahlsystems bei der politischen Wahlen ab. Eine an das Serbien. Die Regierung berieth gestern über Maßregeln gegen den Rasfationshof, wobei sich herausstellte, daß nicht nu robitale, sondern auch der Iibe. ralen und fortschrittlichen Partei angehörigen Richter gegen die Giltigkeit des königlichen Utas stimmten. Die Unabhängigkeit der Gerichtshöfe erscheint in Belgrad in bestem Lichte. Ein Telegramm meldet hierüber: Der Ministerrath wird in den nächsten Tagen unter Vorsitz des Königs Berathungen abhalten, um strengste Maßregeln gegen den renitenten Raffationshof zu beschließen. Unter den vielen Gerüchten, welche die Stadt erfüllen, wird besonders dasjenige viel folportirt, daß die Erkönigin Natalie sich bereits auf der Reise nach Belgrad befinde. Nach dem Eintreffen der Rönigin soll die Verfassung suspendirt werden. Eykönig Milan soll dann die Regentschaft übernehmen, während der König feine Reise nach Konstantinopel antritt. Die ganze Situation ist sehr ernst. Schopfe. Ueber ihnen thronend jedoch unter purpurnem Staube wie der treue Ecart."- Tannhäuser schaute hoch Himmel, umgeben von einem zahlreichen Kreise der bestge- auf. Venus wendete sich aber mit verächtlichem Blicke zu zierten Frauen, glänzte Frau Venus selbst, angethan in Dagobert. Der Narr mengt sich in alles, und weiß alles!" goldnem Stück, strahlend von blitzenden Kleinodien, eine sprach sie höhnisch. Ei wohl," versetzte der Schalk dreist geborne Fürstin der Schönheit und der Bracht. Es war dies- und zuthulich: Weißt Du, warum der Bug jezt hält? Weil mal für Dagobert eine schlechte Aufgabe, in der heidnischen er unter des Kaisers Fenstern steht. Weißt Du, warum Göttin und Fee seine Schivester zu erkennen, da ihre Eitel Dein linkes Auge seitswärts schielt? Weil der Kaiser auf teit sogar die Gesichtslarve verschmäht hatte. Der geschnie- dem Altan fizt, und die Minnefürstin mit seinen Blicken gelte, geschnürte und geleckte Ritter Tannhäuser an ihrer verschlingt. Fürchte Dich vor Kron und Scepter, TannSeite fonnte niemand anders sein, als der stuterhafte Herr häuser! und Du,... setzte er in Wallradens Ohr flüsternd von Königseck. Wie spreizte er sich an dem Ehrenplate, bei:... Du, fürchte Eckarts Gifersucht!"-Abgeschmackter!" der ihm zu theil geworden war! Stolzer brüftete er sich zürute fie; erwiderte äugelnd des Kaisers zärtlichen Gruß, 20 Sort oben als der dicke Goliath, das Vorbild aller aus- heftete ihren Blick auf das Fenster eines benachbarten Nordamerikanisches Panama. Der Senat nahm gemästeten Philister, der hinter dem Prunkwagen zu Pferde Hauses und erröthete plöglich. Du bist bewegt, Frau mit großer Majorität den Antrag Lodge auf Ginsegung saß, und mit seiner Stechlanze die Rotten von kleinen Minne!" fragte Dagobert nedisch: Laß hören, Thorheit einer Untersuchungskommission gegen die verdächtigen schwarzen Teufelchen mit Schweif und Scharlachzunge weg- heilt das Herz." Wallrade sab ihm scharf in die Senatoren an. Wallrade sah ihm scharf in die Senatoren an. Die Kommission soll auch konstatiren, bis prügelte, die gern zum Thron der Venus aufgeklettert wären, gläsernen Larvenaugen, und glaubte eine zärtlichere Theil zu welchen Grenzen sich gewiffe Senatoren während der Lachend von dem halb erstiegenen Wagen purzelten, schnelnahme an dem Schaltsnarren zu bemerken, die sie, die schlaue Tarifdebatten an Buderspekulationen betheiligt haben. wieder von ihrem Falle erstanden und entweder das Wage- Männerquälerin, nie unbenügt ließ. Du brüftest Dich, stück von neuem versuchten oder die Pfeile ihres derben Wiges alles zu wissen?" fragte sie lauernd entgegen: Was war's, gegen den langen dürren und zerlumpten Aschermittwoch das mich bewegte?"- Du sahst an jenem Fenster ein fehrten, welcher matt und kenchend, sich anhaltend an den Weib, dessen Schönheit den Vergleich mit der Deinigen Schweif des friesischen Goliathhengstes, den Zug durch seine nicht scheut," antwortete der Schelm schnell und zuversichtJammergestalt beschloß. Du bist der treue Eckart, und lich. Wallradens Stirne zog sich zusammen. Du bist nicht warnst jedermann," rief Dagobert dem weißbärtigen Grafen der zierlichste Narr," erwiderte sie nicht ohne Bitterkeit: zu, und warf sich mit klingendem Schellengetöse in den Sage mir jedoch, wer ist die Frau mit dem holden Kinde Saufen: Aber Dich selbst warnt Deine Thorheit nicht. im Arm?"" Frage mich nicht," antwortete Dagobert Fliehe die falsche Benus!" scherzend. Sprich, ich befehle es Dir."- Die Minne Ehe noch der Graf nach dem aufdringlichen Mahner gebietet nie der Thorheit, sie ist ihr unterthan." Rebe, umschauen konnte, hatte dieser, tecker als das Teufelchen, ich laffe Dich nicht."" Das schöne Weib ist die Frau von und unangefochten von dem Philister, den Triumphwagen der Rhön!" raunte ihr Dagobert hart und rauh in das erklimmt, und sich vertraulich zwischen das Liebespaar ges Dhr.- Abscheulicher!" schrie Wallrade auf. Was schoben. Mit Gunst!" sprach er mit verstellter Stimme, giebt's?" fuhr Königseck dazwischen, dessen argwöhnischer die Schellen lustig schüttelnd: Wo die Minne haust, darf Leidenschaft die heimliche Unterredung mit dem raschen Die Thorbeit nicht fehlen. Wie gefällt Dir die Aussicht auf Fremdling schon viel zu lange gedauert hatte. Eine Ueber die Rechte des Bermiether3 an den in die MiethEs folgt die zweite Berathung des Gefehentwurfs, betreffend den Eckart dort unten, lieber Tannhäuser? Bilde Dir nicht raschung, guter Tannhäuser," lachte Dagobert ihm ins Geräume eingebrachten Sachen. Nach§ 1 der Vorlage zu viel ein auf Deinen Schnürleib und Deine wohlriechenden sicht: Weiter nichts! Leb' wohl!" Salben. Frau Venus ist falsch und in kurzem gehst Du im' ( Fortsetzung folgt.) " " " Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 68. Sigung vom 19. Mai 1894, 1 Uhr. Am Ministertische: v. Heyden, v. Schelling. Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Lesung des Gefeßentwurfes, betreffend die Fischerei der Ufereigen bümer in den Privatflüssen der Provinz 28 est. falen. Die Borlage wird einer Rommission von 14 Mitgliedern überwiesen. Es folgt die erste Berathung des Gesetzentwurfes zur Ausführung des Reichsgefeges über die Abwehr und unter. drückung von Wiebfeuchen vom 1. Mai 1894. Die Vorlage wird in erster und zweiter Lesung ohne erheb liche Debatte genehmigt. soll das Pfandrecht des Vermiethers sich nicht auf die der Pfändung nicht unterworfenen Sachen erstrecken. Nach§ 2 sollte das Gesetz mit dem Ta�e seiner Verkündigung in Krast treten und auch sür die zu dieser Zeit bestehenden Miethsverhältnisse gelten. Die Kommisston hatte dem Z 1 die Bestimmung hinzugefügt: . Rechte, welche dieser Vorschrift zuwider bestellt werden, sind unwirksam'.§ 2 ist dahin geändert, daß die Vorlage für die bestehenden MiethZverhSUnisse an, 1. Oktober 1894, im übrigen mit dem Tage der Verkündigung in Kraft tritt. Der Berichterstatter Abg. Bclcitcö weist darauf hin. daß nach Abschluß der Kvmmissionsvcrhandlungen noch zwei Petitionen von dem Bunde der Berliner Hausbesitzervereine und von dem Hausbesitzerverein Berlin. West gegen die Vorlage ein- gegangen sind. Tie einzelnen Bestimmungen der Vorlage werden darauf olme Debatte genehmigt. Die eingegangenen Petitionen werden für erledigt erklärt. Schluß nach 3 Uhr. Nächst« Sitzung Montag 11 Uhr. (Dritte Lesung der Vorlage betreffend die Landivirthschasts- kaunneru.) Die KoyKott-Uersammhmgen. Tie neun Versammlungen, die gestern Abend behufs Stellung- „ahnte zum Boykott über die Berliner Brauereien einberufen waren, tagten unter überaus zahlreicher Betheiligung der Partei- genossen. Alle Lokale mußten frühzeitig a b g e s p e r r t wer« den. Tische und Stühle wurden aus den Sälen entfernt, um wenigstens einem Theil derjenigen, welche Einlaß begehrten. den Eintritt zu gewähren. Eiumüthig gelangte in allen Ver- sammlungen die schon in der gestrigen Nummer wiedcrgegebene Resolution zur Annahme. Der großartige Verlauf der Ver- sammlungen. sowie die begeisterte Zustimmung zu der Reso- lution, giebt uns die Gewißheit, daß die Bierprotzen sehr bald fühlbar empsinden werden, daß sie nicht ungestraft ein derartiges frevelhaftes Spiel mit den Arbeitern treiben dürfen.— Ueber die Versammlungen liegen uns folgende Berichte vor. Die Räume des Feenpalast waren schon lange vor Beginn der Versammlung überfüllt, so daß eine polizeiliche Ab- sperrung erfolgte; vor dem Lokal waren eine ganze Anzahl Polizeibeamte aufgestellt, um die Massen, die nach der um ö Uhr erfolgten Schließung der Thören noch heranrückten, zurück- zuweisen. Um 3/49 Uhr wurde die imposante Versammlung durch Genosse Th. Mehner eröffnet und Genoffen Aug. Bebel, der das Referat übernommen hatte, das Wort ertheilt. Der erste Theil seines Vortrages bildete eine eingehende Darstellung der Vorgeschichte des Boykotts. Redner tadelte es, daß die Rixdorfer Genoffen einseitig, ohne sich mit den Berlinern in Verbindung zu setzen, einen Boykott aussprachen, der ohne Mithilfe der Ber- liner nicht durchzuführen war, wodurch dem Brauereiring eine bequeme Handhabe sür ihr brutales Vorgehen geboten wurde. Eine vermchtende Kritik übte der Redner an den Bestrebungen der „Arbeiterfreunde" des Großunternehmerthums mitihrenWohlfahrts- einrichtungen, und beschäftigt sich ini Speziellen mit dem Bierkönig Rösicke, der als liberaler Reichstags-Abgeordneter stets von Arbeiter- freundlichkeit nberstießt, mit feiner Arbeilerfürsorge bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit sich brüstet, dabei aber derjenige ist. der die melste» Arbeiter, ca. 130 Brauer und Hilfsarbeiter jetzt ent- lassen hat, die an dem Streik der Böttcher doch vollständig unschuldig sind. Von einem Boykott sämmtlicher Brauereien mußte man nach eingehender Erwägung absehen. Daß man aber auf dem richtigen Weg sei, beweise die letzte Erklärung des Brauerringes, die nichts weiter als eine Entschuldigung seines Vorgehens und den Versuch eines Zurückzuges darstelle. Hinter ihr stecke schon ein ganzes Theil der Angst, die die Berliner Brauereien vor den Folgen des Boykotts haben. Das einstündige vortreff- liche Referat unseres Genoffen Bebel wurde wiederholt von rauschenden Beifallskundgebungen unterbrochen. Nachdem be- schloffen war keine Diskussion stattfinden zu lassen, fand die Resolution einstimmige Annahme. Die im Martens'schen Festsaal, Friedrichstraße, tagende Volksversammlung war von etwa ISOV Personen besucht. Der Saal wurde bald nach>/sg Uhr polizeilich abgesperrt. In oft von Beifall unterbrochener Rede trug Genosse I. A u e r den Versammelten den bekannten Sachverhalt vor, welcher den Boykott„der Sieben" veranlaßt hat, scharfe Kritik übend an dem Verhalten des Brauereibesitzer- Ringes. Redner wies nach, daß nicht die Arbeiterschaft die Brauere, protzen provozirt hat, wie in den letzten Tagen von jener Seite behauptet wurde, sondern daß umgekehrt die Provokation von feiten der Brauerei-Unternehmer kam. Im Einklang mit den Beschlüssen des Berliner Partei- tages und Berliner Volksversammlungen, führte er u. a. aus, hätten sich die Berliner Arbeiter, ihre gewerkschaftlichen und politischen Vertreter, neutral verhalten gegenüber den Differenzen der Böttcher mit den Brauereibesitzern, insofern, als sie die auS- gesperrten und streikenden Böttcher nur unterstützten, wie andere Streikende auch unterstützt würden. fKein Gedanke an einen Boykott, weil diese Arbeiter sich mit ihren Unter- nehmern in den Haaren lagen! Da sei der von den Ar- beitern Berlins in keiner Beziehung zu dem ihrigen gemachte Doykottbeschluß in Rixdorf gekommen. Als hierauf 20 pCt. dabei ganz unbctheiligter Arbeiter von den Brauereien des Ringes auf die Straße geworfen wurden, war es einfach die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Vertreter der Ber- liner Arbeiterschaft, vorzugehen, wie es durch den Aufruf in Rr.sf III des�„Vorwärts" geschah. Galt es doch, die be- absichtigte Zerstörung der Brauereiarbeiter-Organisation, auf die es nach den vorliegenden Thatsachen nur abgesehen ist, zu ver- bindern und den ohne jeden durch ihr Verhalten gegebenen Grund— etwa beim Bötlcherstreik oder beim Rixdorfer Boykott — � Gemaßrcgelten die Solidarität der Genossen zu beweisen. Würde unter diesen Umständen die Berliner Arbeiterschaft nicht alles daransetzen, den Boykott durchzuführen, dann wäre ihr Klassenbewußtsein leerer Hohn.(Stürmischer Beifall.)— Bei der Androhung des Brauerringes. 20 pCt. der Arbeiter zu ent- lassen, wegen des Rixdorfer Boykotts, sei von einer Beschränkung nicht die Rede gewesen. Jetzt plötzlich habe man sich erinnert— zu lesen in einer Annonce— daß die Gemaßrcgelten nicht dauernd abgelegt werden sollten, sondern nur bis zum 26. Mai, wenn der Boykott zurückgenommen werde. Das sei schon eine Errungenschaft des Aufrufs in Nr. III des„Vorwärts". Nachdem Redner die Einkommen der Direktoren, Aufstchts- rathsmitglieder und Aktionäre verschiedener Brauereien(nach der „Vossischen Zeitung") den so sehr von Rösicke und Konsorten gerühmten hohen Löhnen der Branerei-Arbeiter gegcnübergehallen und die Zweckmäßigkeit des partiellen Boykotts hervorgeboben hatte, feuerte er nochmals die Anwesenden zu energischem Handeln und zu reger Agitation für den Boykott an. Stürmischer Beifall folgte seinen Ausführungen. Brauerei-Hilssarbeiter Schneider verweist darauf, daß die Organisation der Hilfsarbeiter von Ansang an den Unter- nehmern ein Tor» im Auge gewesen sei, das hätten die fort- währenden Maßregelungen von Vorstandsmitgliedern bewiesen. Der Verein sei dessen ungeachtet von 700 auf 800 Mitglieder angeschwollen. Es gebe Brauerei-Arbeiter, die für die Stunde 23 Pfennig erhielten, und 12 Stunden arbeiten müßten. Unter den jetzt Gemaßregelten befänden sich Leute, die in den be- treffenden Brauereien 12 bis 16 Jahre beschäftigt gewesen seien. Redner spricht für die von Auer verlesene und empfohlene Resolution. Boll: Als einige Fahrer der Schultheiß- Brauerei gestern Bier zurückbrachten, weil die Kunden es nicht mehr führen wollten, sind erstere mit dem Bemerken auf die Straße gesetzt worden, sie möchten nur aufs Tempelhofer Feld gehen.(Zwischenrufe der Rösicke'schen Getreuen: Namen nennen; ist nickt wahr ic. Unruhe und Pfuiruf auf Seiten der Genossen.) N e v i. Brauerei- Hilfsarbeiter, spielt sich als Vertheidiger Rösicke's auf. Warum dieser gerade heruntergemacht werde. es gebe Brauereien, deren Arbeiter kaum die Hälfte des Lohnes bekämen, der in der Schultheiß- Brauerei gezahlt werde. Knüpf er: Er habe erfahren, daß Herr Rösicke seinem Arbeiter- ausschuß erklärt habe, er lasse es in dem augenblicklichen Kampfe auf das Aeußerste ankommen. Gelegentlich der Maifeier der Böttcher habe Rösicke auf die für Brauereien liefernden kleinen Böttchermeister einen Druck ausgeübt, daß auch sie ihre Gesellen, welche den 1. Mai feierten, bis zum 7. Mai aussperrten. Nach dem Schlußwort des Referenten nahm die Versammlung die Resolution gegen zwei Stimmen an. In Kurth's Konzerthaus(Hasenhaide) waren weit über 2000 Personen versammelt; bald nach 3 Uhr mußte weiteren Schaaren der Zutritt versagt werden. Reichstags- Abgeordneter R. Fischer behandelte in einem fast zweistündigen Vortrage zunächst die Ursachen des Böttcher- Ausstandcs und die hierauf von den Brauereien beliebten Maßnahmen ihrem übrigen Personal gegenüber. Wohl erfreute sich das Vorgehen der Böttcher der Sympathie der organisirten Arbeiterschaft, es blieb aber an- gesichts der Parteitags-Beschlüffe in Angelegenheit der Maifeier eine private Streitfrage zwischen ihnen und dem Ring, in die sich einzumischen die sozialdemokratische Partei als solche keine Veranlassung hatte, da mit demselben Recht dann auch die wegen der Maifeier Gemaßregelten anderer Berufe sich darauf stützen könnten. Anders wurde die Sachlage, als die gegen die Brauer und Brauerei-Hilfsarbeiter geübten Praktiken seitens des„Bier- ringes" sich als ein von langer Hand vorbereiteter Anschlag gegen die organisirte Arbeiterschaft erwies. Die Berliner Ge- werkschaflskommission. seitens deS Ringes um ihre Stellung- nahnie zu dem Beschluß der Volksversammlung in Rixdorf betreffs der Vereinsbrauerei befragt, sei in ihrer Antwort bis zur äußersten Grenze ihres Ehrbegriffs gegangen; diese Älntwort ge- nügte den Brauereien nicht, weil sie den Kampf wollten. Tie Berliner Arbeiterschaft weiß, was für sie auf dem Spiel steht; sie hat den vom Kapital frivol vom Zaune gebrochenen 5iampf aufgenommen und wird ihn zu Ende führen, koste es was es wolle. (Stürmischer Beifall.) Die Arbeiter werden ihre Feinde dort zu treffen suchen, wo sie am feinfühligsten sind— am Geldbeutel; sie werden einzelnen Bierprotzen die Dividenden-Janche stehen lassen, bis ihr Cäsarenwahnsinn gebrochen, der Brauerei-Ring gesprengt und die gerechten Forderungen der Arbeiter erfüllt sind.(Leb- Haftes Bravo.) Der Redner legte hierauf die Gründe dar, welche für die Boykotlkommission maßgebend waren, sich vor- läufig„die Haupthähne des Ringes" herauszugreifen. Wohl sei Einer so ein schlimmer Ausbeuter wie der Andere, doch müffe man sich im Kampf nicht von der augenblicklichen Stinimung, sondern von der Klugheit leiten lassen und diese gebiete bei ge- uauer Prüfung aller Gesichtspunkte ein getheilles Vorgehen. Jedenfalls werden bei dem Kampf die kleinen Brauereien den größeren die Kastanien aus dem Feuer holen müssen; auch das sei ein Vortheil für uns, es beschleunige den Aussaugungs- prozeß. Wie wirksam unser Vorgehen ist. beweise die neueste Erklärung des Brauerei-Ringes in allen bürgerlichen Zeitungen; er suche sich Brücken für den Rückzug zu bauen. Es wirke mehr als komisch, daß die Ritter der Malzdarre jetzt alles bestreite», was sie vorher selbst frech behauptet haben; es sei wieder die alte Geschichte vom Lamm, was dem Wolf das Wasser trübte. (Großes Gelächter.) Feigheit und Erbärmlichkeit halten bei den Bierprotzen die Wage; mit schamloser Verlogenheit suchen sie der Oeffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen. An einer Gegenüberstellung der niederen Ausgaben für Ar- beitslöhne und den hohen Gehältern und Tantiemen der Direktoren und Aufsichtsräthe und den fetten Dividenden der Aktionäre der Patzenhofer Brauerei, des Böhmischen Brauhauses u. s. w. zeigte Referent, was es mit der faulen Aus- rede: die Brauereien könnten keine höhere» Löhne zahlen, auf sich habe. Nachdem er noch der jämmerlichen Haltung der „Freisinnigen Zeitung", der„Staatsbürger-Zcitung", des„Börsen- Couriers" und des„Volk" zur letzten Erklärung des Ringes Erwähnung gethäu, kam Redner zu dem Schluß: daß die Arbeiter sich in diesen. Kampfe von keinerlei Sentimentalitäten leiten lassen dürften, sondern ihr. mit aller Kraft bis zu der Stunde zu führen haben, wo der Ring gesprengt und die gerechten Forderungen der Arbeiter bedingungslos erfüllt sind.(Lang an- ballendes, stürmisches Bravo.) Auf Vorschlag des Genossen D a st i g wurde von einer Diskussion des Referates Abstand ge- nommen, jedoch auf Antrag der Genossin Palm etwaigen Gegnern vollste Redefreiheit zugesichert. Da solche sich nicht zum Wort meldeten, so erfolgte Abstimmung und einstimmige Annahme der vom Referenten im Laufe seiner Ausführungen begründeten Resolution. Dieses Resultat wurde stürmisch be- grüßt. Nach Annahme eines Antrages, die Tellersammlung zun. Besten der Gemaßregelten fortzusetzen, erfolgte mit einem Hoch aus die Sozialdemokratie der Schluß der Versanimlnng. Im Louise» st ädtischen Konzerthaus, Alte akvbstraße, war bereits vor Beginn der Versammlung der aal bis auf den letzten Platz gefüllt. Es mochten bei Beginn der Versammlung bvv— 600 Personen anwesend sein; um den immer noch hinzuströmenden Massen Platz zu schaffen, mußte eine Unterbrechung des Vortrages stattfinden. Der Genosse Timm gab in seinem Referat, welches von enthusiastischen Zu- stimmungsbezeugungen wiederholt begleitet war, einleitend einen Ueberblick über die Geschichte des Boykotts im allgemeinen, er- örterte ausführlich die prinzipielle Stellung unserer Partei zu demselben und geißelte scharf die unerhört rigorofeu Maßnahmen der Brauereibesitzer, hauptsächlich das anmaßende Verhalten des Herrn Rösicke gegenüber den Brauerei-Arbeitern. Redner wies ferner auf obige Resolution hin und schloß unter brausende.. Beifall mit der festen Zuversicht, daß der Brauereiring gesprengt werden muß. Genosse G r ü n d e l fügte hinzu, daß das Be- streben des Herrn Rösicke bereits seit 1390 dahin ging, sich zum alleinigen Bicrkönig in Berlin zu machen; auch jetzt lasse seine ganze Machination hindurchblicken, die Theilnehmer des Brauereiringes zur Pleite zu verhelfen. Genosse K r ä k e r weist darauf hin, daß in Fabriken und aus den Arbeitsplätzen auf strenge Durchführung der Beschlüsse gehalten werden muß. Nach einstimmiger Au- nähme obiger Resolution nahm man darauf folgenden Antrag an:„Die Versammlung beschließt, der„Vorwärts" möge läglich an hervorragender Stelle die unter Boykott gestellten Brauereien veröffentlichen; ebenfo beantragt sie, Plakate drucken zu lassen, um diese in Fabriken. Werkstätten, Bierlokalen auszuhängen." Dem Klubhaus„Süd-Ost", Waldeinarstraße, sah man schon von 7 Uhr Abends an mächtige Arbeitermassen zu- strömen. Lange vor ö Uhr mußten fämmtliche Tische, bald darauf die Stühle entfernt werden. Schon vor Beginn der Ver- sammlung war der Saal abgesperrt. Mit brausenden Beifallsstürmen nahmen die Versammelte» die Ausführungen des Refe- reuten, Genossen Fritz Z übe il entgegen, der klarlegte, daß es dem Kapital nicht allein darauf ankäme, die Arbeitcr-Organi- sationen zu vernichten; hinter den Rösicke und Konsorten ständen die Kühneniänncr und Genossen, um nach einein womöglichen Siege der Brauereibesitzer, wozu jedoch keine Möglichkeit voraus- zusehen sei. weitere Maßnahmen zu treffen. Redner nahm bezuz aus die bereits erschienene Resolution, dessen Verlesung enthusiastischer Beifall folgte, und empfahl überall ein aufmerksames Auge darauf zu baben, daß die Be- chlüffe hoch gekalten werden, aus diesem Kampf müssen wir iegreich hervorgehen. Tischler Franz erklärte sich sonst mit dem Referat einverstanden, nur nicht damit, daß 7 Brauereien boykottirl werden sollen, er verlangte Boykottirung sämmtlicher Brauereien, in denen Maßregelungen stattgefunden haben. Böttcher Winter erklärt noch einmal genau den Sachverhalt der BSttcherangeleaenheit und bekundet an einigen Beispielen. welche Unglücksfälle das Heranziehen ungelernter Arbeiter zu Böttcherarbeiten bereits herbeigeführt hat. Buchbinder Wilhelm schließt sich voll und ganz dem Referat an, ebenso Schuhmacher Kördel. Drechsler Mattutat begründet eingehend die Wichtigkeit der eingeschlagenen Taktik und stellt es dem Erniessen der Arbeiterschaft anheim, neben dem offiziellen Boykott der 7 genannten Brauereien auch den Maulwurfsboykott gegen die übrigen Brauereien recht wirksam zu gestalten, worauf jubelnder Beifall losbrach. Hierauf nahm man gegen 1 Stimme obige Resolution an. Nach dem Schlußwort des Referenten leerte sich der Saal mit begeistertem Hoch auf die Solidarität der Arbeiter. In der Konkordia hatten sich Saal und Gallerte bereits um 3>/s Uhr so stark gefüllt, daß die Tische zum Theil hinausbefördert werden mußten. Als etwa 4ö00 Personen den Saal betreten hatten, sperrte hie Polizei das Lokal ab, und nach Hunderte» zählte noch die Menge derjenigen, welche nunmehr an der Thüre wieder umkehren mußten. Genosse Psannkuch referirte, von der Zustimmung und dem Beifall der imposanten Verfamnilung wiederholt uuterbrochen, über die Maßnahmen des Berliner Brauereiringes und die Aussperrung der organi- sirten Brauerei-Arbeiter. Redner hob nach einem Rückblick auf die Vorgeschichte des Boykotts und nach scharfer Geißelung des brutalen Vorgehens des Bierringcs besonders hervor, daß. während der Dauer des Bierboykotts gegen die sieben Brauereien, mit der Heranschaffung von Bier kein in der Bewegung stehender Genosse sich zu befassen hat, daß das vielmehr denjenigen Mittels- Personen, welche bisher dafür sorgten, überlassen bleiben muß. Bei der Auswahl der sieben Brauereien sei auch auf lie geographische Lage in der Weise Rücksicht genommen worden, daß es jedem Genossen und jedem, der mit uns sympathisirr, ermüg- licht ist, in ihrem Bezirk sich an der Durchführung des Boylotis zu betheiligen. Besonders stürmischen Beifall in ver Versamm- lung fand die vom Referenten ausgesprochene Forderung, daß die Brauereibesitzer, wenn sie wieder Frieden mit der Arbeiter- schaff haben wollten, den ursprüngliche» Znstand wieder herstellen sollten, das heißt, die Gemaßregelten wieder sämmtlich an ihre früheren Plätze stellen unter vollem Ersatz für den denselben in- zwischen entgangenen Lohn. Genosse Psannkuch empfahl schließlich die oben abgedruckte Resolution zur Annahme. Die Abstimmung über dieselbe erfolgte mit Rücksicht darauf, daß im Laufe der Diskussion die Versammlung der polizeilichen Auflösung hätte verfallen können, sofort. Die Resolution wurde gegen 1 Stimme angenommen. In der Diskussion, an welcher sich 8 Redner be- tbeiligten, bedauerten einige, daß der Bierboykott nicht auf mehr Brauereien ausgedehnt worden ist, andere forderten zur energischen Agitation für gründliche Durchführung des Boykotts aus. Ge- noffe Franke und der Referent in seinem Schlußwort wiesen auf die augenominene Resolution hin, nach welcher es ja keinem Parteigenossen benommen ist, auch das Bier der übrigen zum Ringe gehörenden Brauereien zu meiden. Die Versammlung im Schützenhaufe war von mindestens 1000 Personen besucht. Obgleich noch Raum für mehr vorhanden war, wurde das Lokal doch polizeilich gesperrt, sodaß Viele keinen Einlaß fanden. Da der Schützenhauswirth Schultheiß' Bier ausschänkt, wurde kein Bier getrunken und die Genossen und Genossinnen löschten mit Selterwasser ihren Durst. T ä t e r o w referirte. In eingehender Weis« ent- ledigte er sich seiner Aufgabe und ebenso ruhig Hörle die Versammlung ihn an, trotz der Erregung, die alle Gemüther beherrschte. Die Begründung der befolgten Taktik bei Verhäugung des Boykotts begegnete vollstem Ver- ständnisse bei den" Anwesenden, die Bekanntgabe der an die Brauereien zu stellenden Forderungen veranlaßte laute Bravo- rufe, wie die Versammlung überhaupt wiederholt ihre lebhafteste Zustiinmnng mit den Ausführungen des Referenten bekundete. Die folgende animirte Diskussio» warf grelle Streiflichter aus die herrschenden Zustände in den Brauereien, insbesondere aus die „Humanitätscinrichtungen" des Herrn Rösicke. Die vorgeschlagene Resolution fand einstimmige Annahme. Mit der Mahnung, darnach zu band eln und überall für den Boykott zu wirken u..d sich soviel als möglich des Genusses von bayrischem Vier überhaupt für die Dauer des Boykotts zu enthalten, wurde die Verfamiulung geschloffen. Die ausgebotene Polizeimacht war völlig überflüssig. Der große Raum, den die G e r m a n i a s ä l e in der Chaiisseestraßo bieten, reichte nicht aus, um den so über Er- warten zuströmenden Volksmassen Platz zu gewähren; bis an die Treppen stände:, die zuletzt Gekommenen dicht gedrängt. Der Referent unterzog das Doppelspiel der Brauereihäupt- linge einer eingehenden Kritik. Grund zu der Annahme, daß dieser Kampf den Führer des Ringes, den Herrn Rösicke nicht überrascht habe, liege darin, daß derselbe seil längerer Zeit schon astagen aus dein deutschen Eesäßmarkte in größeren Posten auf orralh gekauft habe. Die Maifeier im Jahre 1890 stand unter der Aegide K ü h n e m a n n statt— hoffentlich hätten die Berliner Arbeiter in den vier Jahren soviel gelernt, um eine Aegide Rösicke ein für alle Male glänzend zu überwinden.(Wieder- Holter Beifall.) Ergänzt wurden die Ausführungen des Referenten durch die Genossen Zachan, Siegelt, Koopmann, sowie eine Reihe anderer Redner, die in wirkungsvoller Weise den Boykott unter- stützten. Unter anderm wurde vom Genossen G u t h e i t hervor- gehoben, daß der Brauercibetrieb bezüglich der Höbe der Unfall- ziffer allen anderen Betrieben voransteht und daß deshalb die Entlohnung der Brauerei-Arbeiter relativ wie absolut keineswegs als„glänzend" bezeichnet werden könne.— Als der Vorsitzende »ach Schluß der Debatte die Frage stellte:„Wer ist für die Re- folutirn.?* schnellten tausende von Händen empor und auf den Gesichtern las man die frohe Hoffnung, daß sie ihr gegebenes Wort:„Unterstützung ihrer gemaßregelten Brüder" gewiß halten werden. Der Ueberschnß der Tellersamnilung wurde der Boykott- Kommission überwiesen. Nachdem der Vorsitzende G i e ß h o i t noch einige turze Informationen bezüglich der praktischen An- wendung des Boykotts gegeben, endete die Versammlung mit einem brausenden Hoch aus die Partei. In dem Lokal Marienbad(Gesundbrunnen) referirte Genosse Schmidt. Trotzdem Tische und Stühle aus dem Lokal entfernt waren. mußte bereits um 8 Uhr das Lokal abgesperrt werden. Dichtgedrängt standen die Genossen. wohl tausend an der Zahl, und applandirten lebhaft die Ausführungen des Refe- renten, der nach einem Rückblick auf die Veranlassung des Streites in eingehender Weise begründet, warum von den im Ausruf des„Vorwärts" unterzeichneten Genossen die Taktik eines partiellen Boykotts empfohlen wird. Mit großer Majorität wurde von einer Diskussion Abstand genommen, woraus die Ver- sammlung gegen eine Stinime die Resolution annahm. Vviefflsltvn der GxpvdMon. Für die anögesperrten Braucrei-HilfSnrbeiter haben wir am Freitag von einem Ungenannten den Betrag von hundert Mark empfangen. Wir quittiren hiermit über diese Summe und theilen gleichzeitig mit, daß daZ Geld umgehend an die zuständige Stelle abgeliefert worden ist. Zur Annahme weiterer Beiträge für die Ausgesperrten sind wir gern bereit. Die Expedition. Für die ausgesperrten österreichischen Bergarbeiter gingen ein: Von den deutschen Delegirten des internationalen Berg- arbeiter- Kongresses 2S0,—. Von den Arbeiter» von Staßfurt und Umgegend S0,—. Summa 300,—. Betrag ist abgesandt. I. Meyer. Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 20. Mai. Freie Volksbühne( Lessing= Theater). 4. Abtheilung. Beginn Nachm. 2½ Uhr: Die Kreuzlschreiber. Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Montag: Hochzeitmorgen. Cavalleria rusticana. Carneval. Schauspielhaus. Der Tugendwächter. Die Dienstboten. Montag: Die Quizow3. Deutsches Theater. Senator. Der Herr Montag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Berliner Theater. Faust. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Leffing Theater. Madame Sans Gêne. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der lustige Krieg. Montag: Dieselbe Vorstellung. Rehdenz- Theater. Deforirt. Vorstellung. Central- Theater.rem verehrted Alte Jakobftraße 30. Sonntag, den 20. Mai 1894: Zum 1. Male: Lottchen Hahnold 850b Sozialdemokratischer Wahlverein zum heutigen Wiegenfefte die herzlichsten für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Glückwünsche. Die beiden Hausfreunde. Danksagung. Für die vielen Beweise der liebeDer Traum des Aktionärs. vonen Theilnahme bei der Beerdigung Dramatisches Quodlibet in drei Akten ( 5 Bildern). Blasel Peschke, Kanapel, Schurow, Geyer, Gaspard, Emil Thomas. Montag: Zum 2. Male: Der Traum des Aktionärs. Dienstag: Bum 3. Male: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Vom Viehhof bis zu den Menschenfressern. Große heroisch humoristische Kolonial. Reifepoffe mit Gesang und Tanz von Dr. Gustav Braun. Musit von Felix Jäger. Regie: Mar Samst. Raffeneröffnung 3 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne Aufführung von Charley's Tante und Die Bajazzi sowie Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Central- heater. Der Traum des Kaſſenöffnung 3 lbs., Borsand Aktionärs. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Aleranderplatz- Theater. Grille. Die Montag: Dieselbe Borstellung. National Theater. Vom Viehhof bis zu den Menschenfressern. Montag: Dieselbe Borstellung. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Farfarello. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Die verkehrte Welt. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. Adolph Ernst- Theater. Heute: Charley's Tante. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Borher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Montag: Dieselbe Vorstellung. In Vorbereitung: Italien in Berlin, Große Posse mit Gesang und Tanz. ACTIE BRAUE DRICHS HAIN AktienBrauerei Friedrichshain 846b Dienstag, den 22. Mai, Abends 82 Uhr, in den Concordia- Festsälen, Andreasstraße Nr. 64: Versammlung. meines lieben Mannes, des Zimmer manns Friz Hamann, besonders dem Meister Schröder, sowie feinen Zages Ordnung: 1. Durch welche Reformen kann die lieben Rameraden für die freiwillige Bedeutung des Wahlvereins gehoben werden? Referent: Genosse Unterstützung und Kranzspenden, fage Mattutat. 2. Distussion. 3. Verschiedenes. ich meinen tiefgefühlten Dank. Die trauernde Wittive Marie Hamann. Danksagung. C Für die überaus rege Theilnahme beim Begräbniß meines lieben Mannes, des Knopfmachers Rudolph Siegmann, sowie allen Freunden, Verandten und Bekannten, dem Personal der Fabrik Siegel, dem Vorstande nnd den Mitgliedern der Zuschustafse sage für Die Wichtigkeit der Tagesordnung macht ein recht zahlreiches Erscheinen erforderlich. Nur Vereinsmitglieder, die sich durch ihr Mitgliedsbuch als solche legitimiren, haben zu dieser Versammlung Zutritt. Zur Gratisvertheilung gelangt die Broschüre: Bur Naturgeschichte der antisemitischen Bewegung in Deutschland" von Gerhard Krause. hiermit meinen herzlichsten Dank. Ww. Klara Siegmann nebst Kindern. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Baters Bernhard Böhme sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Kranten- und Begräbnißkasse Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Montag, den 21. d. Mts., Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Brühning, Rosenthalerstr. 11-12: Ausserordentliche General- Versammlung. 3 Zages Ordnung: 1. Bericht der Revisions- Kommission. 2. Antrag des Vorstandes, betr. die Reorganisation des Vereins. 379/11 Pflicht der Mitglieder ist es, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. der Seifensieder und für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis. Sozialdemokratischer Wahlverein Berufsgenossen. ( E. H. Nr. 17.) Sonntag, 27. Mai, Vormitt. 10 Uhr, bei Wollschläger, Blumenstr. 78: Außerordentliche Generalversammlung. Am Dienstag, den 22. Mai, in den Germania- Sälen", Chausseestraße Nr. 103: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Bunte aus Dortmund, Delegirter zum Internationalen Bergarbeiter Rongreß. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Fragekasten. 2. Wahl Der Vorstand. Deute, Sonntag eines Beisitzers. 3. Verschiedenes. am Königsthor. Gr. MilitärKonzert der Kapelle des Königin AugustaGarde- GrenadierTages Ordnung: 1. Statutenänderung. 267/13 Der Vorstand. J. A.: W. Hoffmann, 1. Bors. Orts- Krankenkasse des Regiments Nr. 4 Maurergewerbes ( Roblenz). Rinder frei. Programm unentgeltlich. Anfang 42 Uhr. Eintritt 30 Bi. Brochnow's zu Berlin. 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Bauunternehmer H. Markau, früher Invalidenstr. 147. Bauunternehmer A. Pfennig, früher Thaerstr. 62. Bauunternehmer E. K. Schwarz, früher Steinmetstr. 39. Gr. Frankfurterstraße 117. Bauunternehmer Ad. Sprenger, früher Jm großen schattigen Garten verdeckte Hallen für 1000 Personen. Heute Sonntag Berl fowie jeden Sonntag und Lokal Humor Mittwoch: Soirée isten der Berliner LokalHumoristen. Novitäten- Programm. Lindowerstr. 16. Bauunternehmer H. Weiland& Co., früh. Charlottenburg, Generalftr. 8. Bauunternehmer B. Zoche, früher Halensee. 849b Berlin, den 18. Mai 1894. Der Vorstand. A. Dähne. A. Kelpin. Neues Club- Haus 72, Kommandantenstr. 72. 490/12 Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen: Kommunismus und Kapitalismus. Der Kommunismus und die ökonomische Entwicklung von Paul Lafargue. Preis 20 Pfennige. Porto 3 Pfennige. Lafargue legt in der Broschüre dar, wie die ökonomische Entwicklung von Tag zu Tag mehr die Ueberflüssigkeit und Schäd lichkeit des Privatbesizes an den Arbeitsmitteln oor Augen führt und nicht blos die Zweckmäßigkeit, sondern geradezu die Nothwendigkeit des Rollektivbesitzes beweist. Ausstellung Italien in Berlin. ( Stadtbahnstation: Zoologischer Garten.) Täglich geöffnet von 10 Uhr Morgens bis 12 Uhr Nachts. Massen- Konzerte sämmtl. italien. Musikkorps: darunter des Gr. italienischen Opern- Orchesters des Maestro Cav. Gialdino Gialdini, der Bersaglieri- Kapelle des Maestro Giacomo Gatti, des Venezian. Serenaden- Orchesters des Mobile de Malepiero, des Mandolinen- Corps des Prof. Frouth. Ferner: Mailänder Marionetten Theater und des Venezianischen Variété u. f. w. Während des ganzen Tages und Abends: Gr. Venezianischer Gondel- Korso. In der grande trattoria von Krüger: Déjeuners, Diners und Soupers( Kouvert 2-10 M.) Weine von Leon v. Beckerath und echte Biere. Letter Stadtbahnzug Nachts 12 hr 20 Min. 500 Sehenswürdigteiten U. a.: Die Kneippkur, Wafferpoffe. von 9 Uhr früh bis Meister Gottfrieds Traum, Butunfts- Jeden Sonntag: BALL, Entree 50 Pf. 10 Uhr Abends u. a.: Burleste. Neue Kouplets, Humoristische Empfehle meine 4 Säle zu Blaue Grotte, historische Vortrage, Instrumental- Imitationen 2c, Festlichkeiten u. Versammlungen gratis. Dioramen, Illusionen etc. Anf. 7 Uhr. Entree 15 Pf., reserv. 30 B 848b Im Theatersaal v. 6 Uhr ab: Spezialitäten- Vorstellung Gräzuweit's Feldschlößchen. Ganz neues Programm! Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Victoria- Brauerei, Lützowstraße 111-112. Garten refp. Saal. Täglich ( mit Ausnahme Sonnabend 3); Stettiner Sänger Herren: Meysel, Hankel, Pietro, Britton, Eberius, Steidl, Bliemchen und Blank. Stets wechselndes Programm! Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Sonntags Uhr Billets im Vorverkauf( nur für die Wochentage) à 40 Pf. und FamilienBillets à 1 M.( für 3 Personen giltig). Siehe Platate. Jeben Sonntag und Donnerstag nach der Soiree: Tanzkränzchen: Treptow. Part- und Röpnicker Landstraßen- Ece. Jeden H. Ebert. Fortuna- Säle 3. Weimann's Volksgarten, Badstr.56, Pautstr.25. Konzert, Spezialitäten ersten Ranges, Ball. S Hente Sonntag: Zum Schluß: Pantomime der Neger- Eventrics. Entree 25#fg. Bairisch Bier aus dem Münchener Brauhause. Stranßberger- Straße 3. Dienstag: 1. Soiree Hippel Stettiner Sänger. Mittwoch: Rinderfest. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Im fleinen Saal: 000000-0-0000000 Konzert- und Spezialitäten Spezialität.Vorstellung. Schweizer Garten. Vorstellung von nur Künstlern ersten Ranges bei freiem Entree. Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. Ausschant der Aktien- Brauerei Gesellschaft Moabit. Große Familien- Kaffeeküche. Se Einzig in seiner Art ist die neu eröffnete Lugloch- Höhle, FürstenGrosse Gesellschaftsstunde. Empfehle meine Säle zu PrivatFestlichkeiten u. Versammlungen; auch sind einige schöne Vereinszimmer zu haben. 5731L* Gr. Vereinszimmer Simeonstr. 28. 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Dieses Werk führe aus, daß bei bekannt ist, 209 Stimmen erhalten, gewiß ein Beweis, wie sehr viel einer Herabsehung der Arbeitszeit die Arbeitsleistung immer in. Often noch gearbeitet werden muß. steige. 1. Schultheiss- Brauerei, Aftien- Gesellschaft, Broschüre: Die englische Fabrikgefeggebung". mit dieser Frage Auch der jetzige Finanzminister habe sich in seiner Der sozialdemokratische Verein von RöIn hat seitens Berlin( und Tivoli). beschäftigt. Er spricht in derselben von dem englischen Kampfe der Oberbürgermeisterei ein Schreiben empfangen, in welchem um die verkürzte Arbeitszeit und sagt: Da zeigt es sich bald daß der Vorstand aufgefordert wird, drei Arbeitnehmer zu wählen, die bloße Ausdehnung der Arbeitszeit eines welche in Verbindung mit den Vertretern anderer Korperationen Arbeiters nicht gleichbedeutend sei mit der und der städtischen Deputationen für sozialpolitische Angelegen3. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesell- vermehrung feiner Leistungsfähigkeit. Die beiten Statuten für einen städtischen Arbeitsnachweis ausarbeiten Broschüre führe aus, daß die Arbeiter, und namentlich die follen. Das bedeutete wenigstens eine behördliche Anerkennung schaft auf Aktien, A. Knoblauch. jüngeren, bei einer verkürzten Arbeitszeit dasselbe und häufig des sozialdemokratischen Vereins. Leider müßte sie in diesem Falle wenig, denn da in dieser Angelegenheit die Betheiwöhnlich als unentbehrlich bezeichneten letzten zwei Stunden weit ligung sämmtlicher Gewerkschaften nothwendig ist, der sozials schlechter gearbeitet wird, als in den vorhergehenden Arbeits- demokratische Verein jedoch mit denselben gefeßlich nicht in Verstunden. Die Arbeiter- Zeitung füge zu diesem Gitate aus der bindung treten fann, so wurde, nachdem die Kartellkommission Broschüre bei, daß unserem Finanzminister die Wege zu Baron der Gewerkschaften als zur Regulirung dieser Angelegenheit maßRothschild, dem größten Gewerken des Reviers, nicht fremd seien; gebend bezeichnet worden, zur Tagesordnung übergegangen, und 6. Spandauer Berg- Brauerei, vorm. C. Becker möge es versuchen, seine Kenntnisse am richtigen Orte an es dem Vorsitzender überlassen, das Schreiben an die Kartell zubringen. Gerade jetzt sei Gelegenheit, daß die Parlamente tommission zu übermitteln und dem Bürgermeister die ents mann, Westend bei Charlottenburg. der zivilifirten Staaten sich endlich mit der Frage des Acht- sprechende Mittheilung hiervon zu machen. stundentages für den Bergbau beschäftigen. 4. Brauerei Karl Gregory, Berlin( Adler- fogar ein größeres Quantum produziren und daß in den geBrauerei). 5. Vereins- Brauerei Rixdorf. 7. Aktien Gesellschaft Schloss- Brauerei Schöneberg. Der Achtstundentag für Bergarbeiter im österreichischen nehmen. zu erstatten. Parlamente. bevorzugt. von mir Der fürstliche Landrath. Werner. Tokales. au Redner verweist auf die große Bewegung der gesammten Berg- Verbotener Parteitag. Um 14. Mai sollte in Rönigarbeiterschaft, welche den Achtſtundentag fordere, und selbst die see ein sozialdemokratischer Parteitag stattfinden für das englischen Bergarbeiter, die früher infolge eines starten Individual- Fürstenthum Schwarzburg Rudolstadt; derselbe wurd gefühles von einem diesbezüglichen staatlichen Eingreifen nichts aber verboten. In dem das Verbot begründenden Schreiben wissen wollten, schließen sich jetzt immer mehr und mehr der Forderung heißt es: Nach§ 8 der Verordnung vom 23. Mai 1856( Gef.- S nach gesetzlicher Bestimmung des Achtstundentages an. Wenn der S. 147) sind im hiesigen Fürstenthum Arbeitervereine und Ver. Ackerbauminister Recht hatte, so wäre es ja in Defterreich leichter brüderungen, welche sozialistische oder kommunistische Zwecke vers als in irgend einem anderen Lande, den Achtstundentag geseßlich folgen, verboten. Nach Nr. 2 der Tagesordnung des an einzuführen, da nach seinen Angaben drei Viertel der Betriebe gemeldeten sozialdemokratischen Parteitages soll jedoch über die in Desterreich den Achtstundentag haben. Es wäre für Dester- Thätigkeit einer solchen verbotenen Organisation bezw. eines In der geftrigen Sitzung des österreichischen Abgeordneten- reich gewiß ehrenvoll, wenn es in dieser großen Frage den an: Kommission derselben Bericht erstattet werden. Hierin muß ich deren Ländern vorausgehen würde. Das scheine aber für manche eine Gefahr für die öffentliche Ordnung erblicken. Die hauses stellte der Abgeordnete Pernerstorfer folgende Dring- Leute ein unerträglicher Gedanke zu sein, und daher verschanze angemeldete Versammlung wird deshalb lichkeitsanträge: I.§ 3, Alinea 1 und 2, des Gesetzes vom 21. Juni 1884 man sich hinter alle möglichen Besonnenheiten. Redner bemerkt, grund des§ 3 des Geießes vom 5. Januar 1894, die Aus. über die Beschäftigung von jugendlichen Arbeitern und die Einbringung seines Antrages allein scheine dazu hingereicht übung des Versammlungsrechtes betreffend, hiermit verboten. zu haben, daß die führenden Parteien des Hauses den Gedanken Uebrigens erweckt die Fassung der Nr. 1 der Tagesordnung Frauenspersonen, dann über die tägliche Arbeitsdauer und erwägen, ob nicht eine Enquete einberufen werden solle, und er insbesondere bei rechtsunkundigen Personen eventuell die Mei die Sonntagsruhe beim Bergbaue werden außer Kraft als bescheidener österreichischer Parlamentarier sei zufrieden, wenn nung, als wenn der Landtag des Fürstenthums auf dem sozial gesezt und haben fünftig zu lauten:"§ 3. Die Schicht: feine Aktion auch nur diesen Erfolg habe. Dauer aller im Bergbaue beschäftigten Arbeiter darf acht demokratischen Parteitag über seine Thätigkeit Bericht erstatten Stunden nicht übersteigen. Der Beginn der Schicht wird Redner wendet sich gegen die gesteigen Ausführungen des laffe und damit den Landtags- Abgeordneten Karl Apel aus bei den unter Tag beschäftigten Personen nach der Zeit Ackerbauminiſters, der ihn als eine Art von wüstem Agitator Frankenhausen betraut habe. Dies entspricht selbstverständlich der Einfahrt, ihre Beendigung nach der vollendeten Aus- hingestellt habe. Er bemerkt, daß er mit Bergarbeitern und weder den Thatsachen unserer Verfassung und ist als eine Be fahrt berechnet. Ausnahmen hiervon kann der Ackerbau- Bergarbeiter- Agitationen bis zu seiner Reise nach Falkenau leidigung des Landtages anzusehen. Sönigssee, den 9. Mai 1894. Minister für hochgelegene Bergbaue mit der Maßgabe be- gar nichts zu thun gehabt habe. Der Minister sei also sehr willigen, daß die Zahl von 48 wirklichen Arbeitsstunden in der Bergarbeiterschaft agitiri habe. schlecht unterrichtet, wenn er glaube, daß Redner speziell Er ist nicht nur in der Woche nicht überschritten werden darf." Ale Antwort auf dieses Verbot verbreiteten unsere Ge Der Gewerbe- Ausschuß wird beauftragt, diesen Antrag schlecht unterrichtet, sondern entbehrt auch der nöthigen sofort in Berathung zu ziehen und dem Hause ehestens Einsicht in die Dinge, wenn er mir, sei es auch nur hypothetisch, noffen im Wahlkreis Schwarzburg- Rudolstadt ein Flugblatt mit über das Ergebniß seiner bezüglichen Berathungen Bericht unterstellen wollte, daß ich aus persönlichen oder eigennützigen der Ueberschrift:„ Warum muß die Sozialdemokratie fiegen?" Gründen diese wüste Agitation entfalte. Wer meine politische II. Der Gewerbe- Ausschuß wird beauftragt, sofort eine En- Thätigkeit verfolgt hat, wird Alles finden, nur nicht dies. Es quete über die Verhältnisse bei den sogenannten Werks: ist auch nicht gut, wenn ein Minister dergleichen von der Miniſterfonfumvereinen zu veranstalten und ehestens dem Hause Minister sagen, wenn ihm Jemand zumuthen würde, er size bant aus einem Abgeordneten sagt. Was würde denn der einen Gefeßvorschlag zu unterbreiten, der nöthigenfalls nicht auf seinem Sessel als Einer, der sich dessen bewußt sei, daß schaft namentlich am Sonntag ganz besonders wirksam geDer Brauerei- Boykott tann von der Berliner Arbeiter das Verbot dieser Werkskonsumvereine ausspricht. III. Der Budgetausschuß wird beauftragt, noch in dieser er zum Besten des Volkes wirken könne, sondern als Giner, der staltet werden. Der Sonntag ist der einzige Tag, an welchem Session dem Hause Borschläge, betreffend die Unter diesen Plaz aus eigennützigen Absichten einnimmt. Dergleichen der Proletarier, der die Woche über in der Fabrit gefrohndet stügung der Hinterbliebenen der am 3. Mai in Falfenau Dinge muß man erhärten tönnen. Ein solcher Anwurf ist daber hat, für einige Stunden frische Luft schöpfen kann. Und ist der ftützung der Hinterbliebenen der am 3. Mai in Falkenau schon durch seine geistige Infufficiens vollständig hinfällig. Ich Arbeiter im Sommer in der Lage, sich mit Weib und Kind noch an der Eger und am 9. Mai in Polnisch- Ostrau getödteten Arbeiter, vorzulegen. bin gar nicht empfindlich in meinem öffentlichen Leben, aber ein Gläschen Bier gestatten zu fönnen, so werden die Lokale in wer jemals In formeller Beziehung wird in bezug auf alle drei An- das erkläre ich heute zur Klarstellung für alle Zeit Abkürzungen(§ 42 der Geschäftsordnung) in Verhandlung zu selbst als einen ehrlosen Werleumder charakterisiren, und für mich garten, der bis jetzt fast ausschließlich von der Arbeiterschaft träge beantragt, fie mit allen geschäftsordnungsmäßig zulässigen in meinem öffentlichen Wirken an meinen Motiven zweifeln oder der nächsten Nähe der Stadt offenbar am ehesten von ihm fie gar als anrüchig hinstellen wollte, der würde sich dadurch Hier heißt es nun Vorsicht üben. Gar mancher Sommers würde das gar keine andere Folge haben, als daß ich es ruhig frequentirt worden ist, muß während der Dauer des Kampfes Zur Begründung der Dringlichkeit erhält das Wort Abg. Pernerstorfer. Derselbe bemerkt bezüglich seines dem Lande überlassen würde, derartige Anwürfe zu tagiren. Antrages auf Unterstügung der Hinterbliebenen der in Falkenau und die Bevölkerung gerichtet, zu Gott zuiüdautebren ausschließlich das Bier der Schöneberger Schloß Der Ackerbauminister hat schließlich einen Appell an das Haus unbedingt gemieden werden. Da ist vor allem zu nennen der su große Ausstellungspark in der Hafenhaide, in dem und Ditrau Getödteten, daß diese Forderung so billig erscheine, daß Da fiel mir die Sigung des Gewerbe- Ausschusses ein, als es sich brauerei ausgeschenkt wird. Gegenüber diesem Lokal liegt das Haus sich derselben wohl faum verschließen werde. Es sei im Hause selbst betont worden, daß die Getödteten, umſomehr also ihre Ber- darum handelte, die Bruderladen zu reformiren. Es ergab fich, appoldt's Biergarten. Auch dessen Bier ist bekannt. wandten, völlig unfchuldig gewesen sind. Der zweite Antrag gehe daß die Leute um 22 Millionen geschädigt wurden. Damals appoldt's Biergarten. Auch dessen Bier ist bekannt. wäre es an der Zeit gewesen auf Einsetzung einer Enquete in der Frage der Werks- KonsumAbg. Sokol: Zu Gott zurückzukehren! vereine. Schon die vorjährige Enquete habe sonderbare BeiAbg. Pernerstorfer: spiele einer Form des Trucks geliefert. Dieses Institut soll aber ..vom religiösen Standpunkte aus bisweilen auch zur Bewucherung der Arbeiter benutt Vorschläge zu machen, durch welche dieses Unrecht beseitigt werden. Der Gewerbe- Ausschuß hatte blos aus einigen Ge- worden wäre. In dem Streite zwischen Unternehmer und Bergbieten Leute über die Frage zu vernehmen, eine furze Enquete arbeiter, das ist meine Empfindung, ist unser Herrgott bei den bieten Leute über die Frage zu vernehmen, eine kurze Enquete Bergarbeitern( Bravo! Bravo! auf der äußersien Linken), und es abzuhalten und dem Hause Bericht zu erstatten. Der wichtigste wäre am Blaze, wenn Sie Ihre beweglichen Deklamationen an Antrag sei allerdings der auf Einführung des Achtstunden- Tages von Ihrem Standpunkte aus gebeim Bergbaue; aber auch hier handle es sich nicht um eine Jene richten würden, welche plöglich aufgeworfene Frage, sondern um eine solche, in der die sprochen- Gott verleugnen jeden Tag. Wenn sich Gott mit Abgeordneten schon seit Jahren versirt sein müssen. Der Aus den Dingen dieser Erde beschäftigt, so ist er ein entschiedener schuß solle die Sache blos in Angriff nehmen und selbst dem Anhänger des Acht- Stunden- Tages. In diesen Dingen immer Hause Vorschläge über die ihm nöthig scheinenden Arbeiten nur nach der einen Seite hin predigen und nicht auch nach der andern, das heißt die Religion herabsetzen zum Mittel der fönnte vielleicht auch Entscheidung zur tommen, daß eine Vermanenz- Erklärung des Ausschusses Herrschaft, das heißt sie mißbrauchen. Wenn Jeſus Chriſtus über die Ferien angezeigt wäre. Die Anträge sind in heute im Oftrauer und Faltenauer Revier aufgetreten wäre, teiner Weise überstürzt. Sie lassen der Besonnenheit den so würde er, wie er Zeit seines Lebens auf dieser Erde es weitesten Spielraum und die Möglichkeit offen, Enqueten gewesen ist, ein Freund der Unterdrückten und ihr Tröjter jäger, Hasenhaide, Ecke der Bergmannstraße, Happold'sches gewesen sein. Ich habe nichts gegen wirklich tief abzuhalten und sich zu instruiren und zu informiren, so viel man will. Ueber die hygienische Wichtigkeit des Echt- Stunden- Tages, religiöses Empfinden, aber es darf sich nicht nur nach der insbesondere beim Bergbau, seien die medizinischen Autoritäten Seite der Gefahrlosigkeit hin bethätigen, sondern auch dort, wo der ganzen Welt einig. Der wesentlichste Einwand ſei stets es Muth foftet. Wenn man die Bergarbeiter tennt, so muß man ökonomischer Art und gipfle in der Behauptung, daß die Industrie zugeben, daß sie durchaus nicht revolutionär gesinnt sind. Das auf diese Weise nicht bestehen könne. Wenn Graf Wilczek nach find Elemente, in denen der kirchliche Glaube noch mächtig ist seinem in der„ Neuen Freien Presse" abgedruckten Interview zu und die vom Standpunkte eines konservativen Politikers aus als den streifenden Arbeitern fagte: 25 p& t. Löhnerhöhung und Pfeiler und Stüßen eines konservativen Staates benützt werden tönnten. Aber wen Gott verderben will, den schlägt er mit BlindAcht- Stunden- Schicht, das mache fast 50 pet. mehr Lohn scheine diese Berechnung nicht richtig zu sein, nachdem bei dem beit, und darum sehen die Führer und Leiter der heutigen Ordnung, Bergbaue Affordarbeit herrscht. Wenn die Arbeiter in fünfzehn bezw. Unordnung, garnicht, welcher Weg ihnen noch offen stünde, Stunden im Afford so viel arbeiten, wie in acht Stunden, so be- um sich zu retten. Redner schließt mit der Erklärung, er trete für die Bestrebungen tommen fie in beiden Fällen daffelbe. Man könnte also höchstens von einer Erhöhung der Betriebskosten um 25 pet. fprechen. der organisirten Arbeiterschaft ein, weil er in ihnen eminente Es sei aber durch eine Reihe von praktischen Versuchen, die Kulturbestrebungen erblice.( Lebhafter Beifall auf täglich gemacht werden, erwiesen, daß die Acht- Stunden der äußersten Linfen.) Bei der hierauf vorgenommenen Abstimmung wird die Schicht durchaus teine Berringerung der Pro Dringlichkeit sämmtlicher Anträge abgelehnt. Für die duktion nach sich ziehe. Ein bekanntes Beispiel felben stimmen nur die Jungczechen, die Deutschnationalen und die fei das der Lettowizer Spinnfabrik von Arthur Antisemiten. Dieselben werden somit der geschäftsmäßigen BeFaber, 100 die Unternehmer infolge einer Geschäftsstockung eine Herabsehung der Arbeitszeit auf acht Stunden handlung zugeführt. burchführten, um die Produktion zu verringern. Nach mehreren Wochen ergab sich jedoch, daß mehr produzirt worden war als früher. Redner verweist ferner auf den Bericht der Handelsund Gewerbekammer Leoben für die Jahre 1886 und 1890 und machen. Es so Parteinachrichten. lich boykottirt. Jn Schöneberg hat die Schloßbrauerei ebenfalls ihren großen Biergarten. Auch den darf während des Boykotts Tein Arbeiter besuchen. Der Schöneberger Schloßbrauerei gehört, was auch noch nicht allgemein bekannt sein dürfte, ebenfalls das große gofal 8um Prälaten" am Alexanderplas ( Stadtbahnbogen). natürlich Pflicht der Arbeiterschaft selber, die Augen offen zu Dies sind einige wenige Fingerzeige. Im ganzen ist es halten. Bei jedem Glase Bier, das getrunken wird, ist aufs Gewissenhafteste zu prüfen, ob dasselbe auch aus einer boyGewissenhaftefte zu prüfen, ob dasselbe auch aus einer boyfottirten Brauerei herstammt. Nur bei gewissenhaftester Pflichterfüllung kann der Bier boykott mit niederschmetterndem Erfolg durchgeführt werden. Sorgt namentlich zum Sonntag dafür, Parteigenossen, daß jeder Arbeiter seiner Pflicht eingedenk werde! Dann muß der Sieg binnen kurzem Suer werden! Weiter wird uns mitgetheilt, daß auch in Keller's Hof= Bier verschenkt wird. Schultheiß' Bier wird ferner in Zeuthen, Hantel's Ablage ( jeßiger Inhaber Künzel) vergezapft. Misstimmung gegen den Branerring ist auch in nicht geringem Maße bei den Berliner Gastwirthen vorhanden. In der am Freitag abgehaltenen Sigung der sogenannten Bier kommission, in welcher die verschiedenen Wirthevereine durch Delegirte vertreten sind, gelangte das zum drastischen Ausdruck. Den Wirthen, welche verzweifelte Unstrengungen machen, sich von dem Druck der Brauereien zu befreien, war höhnend geants wortet worden, daß die hiesigen Wirthe dem Ringe nicht weniger als 11 Millionen Mark schulden und daß sie daher absolut nicht daran denken könnten, sich unabhängig zu machen. Diese Angaben wurden von verschiedenen Rednern als folossale Aufschneidereien gebrandmarkt und das diktatorische Verhalten der Rösicke, Happoldt zc. auch gegenüber ihren Arbeitern ins rechte Licht gestellt. Vielseitige Zustimmung fand der Vorschlag eines Redners, zu einer Art Konsumverein zusammen zu treten, um auf diese Weise dem Uebermuth der Brauereidirektoren zu bes gegnen. Am 28. Mai soll eine allgemeine Gastwirthsversamm lung dieser Frage näher treten. Es hat sich bereits eine Ge= nossenschaft von Gastwirthen gebildet, die den Erwerb und Bes trieb einer Brauerei in Aussicht genommen hat. Die Arbeiterschaft Hamburgs wird im Hamburger Wie von den Herren Rösicke nnd Kompagnie gemaks die darin entholtenen Daten bezüglich der dortigen Braunkohlen Echo" dazu aufgefordert, Berliner Bier überhaupt regelt wird. Ohne daß fie irgend etwas begangen hätten, Produktion. Bei einer Reduktion der Arbeitszeit um 20 pet nicht zu trinten. Solches Vorgehen scheint uns was gegen die heiligen Grundsätze des Kapitals verstößt, ergab sich im Jahre 1890 eine Verminderung der Leistung um schon das konsequenteste zu sein, da auf diese Weise find gemaßregelt worden: In den Brauereien Schultheiß, Abblos 3,92 p& t., die übrigens vielleicht anderen Ursachen als der wenigstens jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, boykottetes Bier zu theilung I 66 Hilfsarbeiter, Schultheiß, Abtheilung II 65, verkürzten Arbeitszeit zuzuschreiben ist. Der Bericht der Handels- erhalten, indem ein Nicht- Berliner ja nicht jederzeit die Böhmisches Brauhaus 28, Bazenhofer 20, Bögow 24, und Gewerbekammer Brünn für das Jahr 1898 fonstatirt eine Namen der boykottirten Brauereien im Gedächtniß haben kann. Unions- Brauerei 17, Sappoldt 7, Moabit( Arends) 12, Steigerung der Arbeitsleistung der Roffiger Bergarbeiter bei Außerdem muß immer festgehalten werden, und ein großer Königstadt 18, Oswald Berliner 6, Gregory Brauerei( Adlerreduzirter Arbeitszeit. Weiter macht Redner auf den eben er- Theil Berliner Parteigenossen handelt demgemäß, daß im Brauerei) 22, Bock- Brauerei 10, Vittoria- Brauerei 4, Friedrichs schienenen ersten Theil des ersten Bandes des Werkes aufmert Grunde genommen, die 25 vorläufig vom Boykott noch ver- hain 22, Norddeutsche 4, Pfefferberg 7, Germania " Die Arbeiter des mährisch schlesischen Steintohlen- fchonten Brauereien denselben ebensogut verdienten, als die steben. Bürgerliches Brauhaus 7, National Brauerei 6, G. Lehfam: Reviers, sozial statistische Untersuchungen von Dr. Benno mann, Belforterstraße 4, Josty- Brauerei-, Werm, Zions Karpeles." Dieses Werk sei auf grund streng wissenschaft- Bei der Ersatzwahl in Inowraslaw Mogilno hat firchstraße 3, Schweizergarten-, Bereinsbrauerei 23, Bergschloßlicher Methode gearbeitet und operire nur mit den An- der Genosse Berfüß Berlin, soweit bis jezi das Resultat' Brauerei 10, Spandauer Berg 12, Stralau-, Schöneberger = # Schloßbrauerei 26, Habel's Brauerei 2, Borussia- Brauerei 3,1 in allen Arbeiterblättern zum Boytott des Berliner ganz zurechnungsfähig sein. Alle Nachfragen nach der Vers zusammen 428 Hilfsarbeiter. Bieres aufgefordert. Recht so! Hierzu kommen noch 270 g em aßregelte Böttcher. Arbeiter, merkt Guch, daß diese Leute ohne jegliche Schuld, aus reiner Frivolität auf die Straße geworfen ſind, und gebt den übermüthigen Brauereiproßen die rechte Antwort durch stritte Durchführung des Boykotts! Buttmannstr. 3 theilt uns mit, daß die in Nr. 109 des Vorwärts" Arbeiter Sanitätskommission. Der Verwalter des Hauses veröffentlichten Mittheilungen über die Zustände in der beschrie benen Wohnung wohl insoweit auf einem Frrthum beruhen müffen, als die Wohnung seit dem 1. April d. I, überhaupt nicht wieder vermiethet worden sei. in dieser Woche die letzten Wiederholungen des dekorativ aus In der Urania werden vor Eintritt ihrer Sommerferien stattfinden; der nächste Sonntag bringt die letzte Aufführung dieses gestatteten Reisevortrages Das Wunderland der Neuen Welt" Vortrages. Nachmittags schwundenen sind sowohl bei der Polizei, als auch in Krankenhäusern und Frrenanstalten ergebniẞlos verlaufen. Polizeibericht. Am 18. b. Mts, Morgens wurden in der Spree am Marstallgebäude die Leiche einer Frau und am Mühlendamm die Leiche eines Mannes angeschwemmt. fand im Keller der Gasmotoren- Fabrik, Kochstr. 58, eine Gasexplosion statt. Hierbei wurden die Schaufenster der beiden im Pferdebahnwagen vorbeifahrende Personen leicht verletzt. Sause befindlichen Läden zertrümmert und durch die Glassplitter brei auf der Straße vorübergebende, sowie zwei in einem offenen In straße aus in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus dem Der Nacht zum 19. b. Mts. sprang ein Mädchen von der BurgWaffer gezogen und nach der Charitee gebracht. Im Laufe des Tages fanden 2 Brände statt. weiter, dementſprechend angewieſen worden, gegen eine Strafe genannten Chriften auch Juden und Diffidenten mitzureden haben. Soziale Nebersicht. Das Kapitel von der Unternehmersolidarität erhält infolge des Brauereiboykotts eine so strahlende Beleuchtung, daß den Interessenten leicht die Augen übergehen müssen. Es sind nämlich, wie auch die Kreuz- Zeitung" melden muß, zum großen Berger der Kompagnie Röficke den boykottirten Brauereien bereits viele Lieferungen abgestellt worden. Die Solidarität des Brauereirings soll es aber ferner noch zu Wege gebracht haben, daß die Gastwirthe in eine neue Be Städtisches. Die Kreuz Zeitung" veröffentlicht eine Auf Drängniß" gerathen sind, indem sich sämmtliche Brauereien stellung über die Zusammensehung der verschiedenen kommunalen Berlins verpflichtet haben, an die Kunden der Boykottirten nichts Berwaltungskörperschaften, aus der sich die übrigens aller Welt zu liefern. Die Bierkutscher find, so heißt es in der Notiz bekannte Thatfache ergiebt, daß in der Verwaltung außer sovon 500 M. folche neuen Kunden nicht zu bedienen: eine Die Kreuz- Zeitung" knüpft an diese Aufstellung das Lamento, Achtung, Brauereiarbeiter! Wir machen hierdurch noch Brauerei, die die Vereinbarung bricht, hat für jeden Fall 1000 M. daß der monarchisch- patriotische, der christliche Sinn hier starter mals unsere Gesinnungsgenossen in den Brauereien auf die ReStrafe zu zahlen. Anregung bedürfe, damit die Gebildeten und Besizenden ebenso- solution der letzten Versammlung aufmerksam, die besagt, daß Auf dem Papier nimmt sich die Interessengemeinschaft der wohl wie der etwa noch einigermaßen selbständige Mittelstand 10 pet, ihres Ginkommens zur Unterstüßung der Gemaßregelten Brauereibefizer ja sehr behaglich aus. Die rauhe Wirklichkeit den demokratischen Terrorismus in Berlin zu brechen wieder an die Agitationskommission, Blumenstr. 38, jeden Sonnabend greift jedoch auch das Ring- Ideal härter an, wie der Rost das Muth finden. abzugeben sind. Kollegen! beweist Eure Solidarität mit den Te Gisen. Denn im selben Athemzuge mit der Nachricht von dem Für diese starke Anregung zu sorgen, bleibt der Kreuz ausgesperrten Kollegen. Sämmtliche Gemaßregelte haben sich Solidaritäts- Rütlifchwur des Unternehmerthums meldet die Kreuz- Beitung" ja unbenommen. Ueber die Wirkung eines konservativ- bis zum 21. Mai, Nachmittags 4 Uhr, im Bureau, Blumenchriftlichen Regiments in der Kommune Berlin gestatten wir traße 38 zu melden, widrigenfalls sie der Unterstüßung ver Da ich die Abfazgebiete der gesperrten Brauereien uns jedoch, eine eigene Meinung zu haben. Mit einer luftig gehen. in Berlin thatsächlich verringern, auswärtige Energie, wie sie schwerlich von den Männern der KreuzDie Agitationsfommission Brauereien aber bereits Bierlieferungen nach Zeitung" erreicht werden dürfte, bat die Berliner Sozial- der Brauer und Brauerei Silisarbeiter. Berlin übernommen und zum Theil auch schon ausgeführt demokratie die Gevatterschaft in der Kommunalverwaltung haben, werden die hier Gesperrten mit Maffenliefe- bekämpft. Aber trotz aller grundsäßlichen Gegnerschaft gegen aur Nachricht, daß die Sperre über die Firma A. Schmit. An die Maler, Lackirer und Anstreicher. Den Kollegen rungen nach den Provinzen antworten." den Kommunalfreifinn bekennen wir denn doch das Eine, daß Also trotz aller Brüderfchaft Maffenlieferungen uns fein Wirken immer noch weniger verderblich erscheint, als Chausse estr. 38, weiter bestehen bleibt. Leider scheint bei nach außen. Bon! Dieser Erfolg kann die Arbeiterschaft für's der von der Kreuz- Zeitung" herbeigefehnte Idealzustand, in manchem Kollegen das Solidaritätsgefühl nicht vorhanden zu erste darüber beruhigen, daß nicht sie es ist, der in diesem Stampf welchem auch für den noch der Bürgerschaft unterstehenden Theil sein, da bereits einige Streitbrecher, darunter fogar ein organi bas Pulver ausgeht. der Kommunalverwaltung die Serrschaft des Gummiirter Arbeiter, bei Herrn A. Schmitz in Arbeit getreten find. Wohl aber geben sich die Brauereiproken der begründeten fch I a u ch 3 proklamirt werden würde. Wir hoffen, daß diese Zeilen genügen, um die in Arbeit geHoffnung hin, daß ihnen das Bier sauer wird. Schreiben sie tretenen Rollgen an ihre Pflicht zu erinnern, die Arbeit wieder 1. Die in Arbeit doch selber in einem an die bürgerliche Presse versandten Ermittelt ist nunmehr das junge Mädchen, das sich am niederzulegen. Gleichzeitig werden die Kollegen der verschieden= Waschzettel, daß der Bezug von Bier in größeren Mengen, 15. d. M. in einem Gasthofe durch einen Schuß in das Herz sten Wertstätten, namentlich die Kollegen der Werkstatt Schmieder Gs ist die Verkäuferin Klara Sch., die Werftstr. 18, u. Bay, Chausseestr. 108, bei eventuellen Berborgungen an die abgesehen von den Transportkosten, schon wegen des Einflusses entleibte, der Temperatur mit großen Schwierigkeiten verknüpft ist. Und in Moabit wohnte. Sie war nervenkrank und ist deswegen Firma Schmiß ersucht, dort keine Arbeit zu nehmen. es ist kein ersichtlicher Grund vorhanden, daß, was dem auswärtigene gleichfalls im Zustande des wieder ausgebrochenen Wahn Streifenden stehen, sowie ihnen unfere moralische Hilfe, an wiederholt in der Charitee behandelt worden. Die That muß Kollegen! Nur dadurch, daß wir einmüthig hinter den Bier, das hier gemeint, recht ist, den Waffenlieferungen von Berlin nach auswärts nicht billig sein sollte. finns vollführt haben. gedeihen lassen, und dort keine Arbeit nehmen, sind wir im tande, den Sieg zu erringen. Alles Nähere am Donnerstag, den 24. Mai, in der öffentlichen Versammlung, Beuthstr. 22. G. Lint, Rottbuser Damm 34, Vertrauensmann. mit ihrem eigenen Mumpih! " 19 Man sieht, die Brauereien schlagen sich auch in der Logik Ein Moment aber, das in dem von den Brauereien mit feltenem Ungeschick geführten Kampf auftaucht, ist außerordentlich bezeichnend. " M Seltene Geistesgegenwart hat ein Maurer gezeigt, der Freitag Nachmittag beim Abpuh von Gebäuden auf dem Grund stück Adalbertstr. 7 beschäftigt war. Er glitt in Höhe des vierten Stockes vom Gerüste ab und flammerte sich im Falle zwei Stockwerte tiefer an einem Brette feft. Hier blieb er so lange hängen, Achtung! Metalfarbeiter! Am Montag, den 21. d. M., Gine in die Berliner Börsen- Zeitung" und auch wohl in bis er aus der gefährlichen Lage befreit werden konnte. Gr Abends 81/2 Uhr, findet in den Germaniafälen, Chauffeeſtr. 103, andere Zeitungen hineinlancirte Notiz lautet: Wie wir hören, hat der Verein der Berliner Brauereien batte nur eine Berrenkung der rechten Schulter davongetragen. eine öffentliche Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft" statt, um die daselbst beschlossen, um der Konkurrenz des außerhalb dieses Vereins Einen peinlich wirkenden Uebereifer macht einer unserer herrschenden Zustände einer eingehenden Besprechung zu unterstehenden Münchener Brauhauses den Boden zu entziehen, Beser einem katholischen Geistlichen zum Vorwurf. Unser der Kundschaft dieser Brauerei die Lieferung des Gewährsmann erzählt, daß, als seine Frau im städtischen siehen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der genannten Fabrik werden Gebräus der zum Berein gehörenden Gtablissements Krankenhause Moabit vor kurzem eine schwere Operation über- Deshalb ersucht, vollzählig in dieser Versammlung zu erscheinen, zum Selbsttostenpreise anzubieten. Andererseits standen hatte, am nächsten Tage ein fatholischer Geistlicher geba es sich um die Wahrnehmung ihrer eigensten Intereffen verlautet, daß das Münchener Brauhaus den an daffelbe heran- tommen sei, um ihr die Sterbesakramente anzubieten. Grklärlicher- da es sich um die Wahrnehmung ihrer eigensten Interessen handelt. Die Direktion, sowie die gesammten Meister tretenden Ansprüchen kaum noch zu genügen vermöge weise sei die Frau, die bisher in der Hoffnung gelebt find speziell eingeladen. Außerdem werden sämmtliche Metallund daß deshalb die Verwaltun, dieses Unternehmens wegen hatte, außer aller Lebensgefahr zu sein, aus's äußerste erschrocken arbeiter Berlins, vor allem die in den elektrotechnischen WerkAnfaufs einer anderen Brauerei in Unterhandlungen stehe. gewesen, als der Pfarrer sie urplöhlich und ohne ihr Verlangen auf den letzten Weg" habe vorbereiten wollen. Gie babe ftätten beschäftigten Kollegen auf diese Versammlung aufmerksam natürlich das Gebahren des Geistlichen ihrem Manne mitgetheilt, gemacht. worauf er in dem katholischen Kloster in der Thurmstraße Beschwerde geführt habe. Dort habe man ihn aber mit der felt famen Antwort beschieden, daß nicht er, sondern die Geistlich feit über das Seelenheil feiner Frau zu verfügen habe! Die Geschichte von seiner nicht vorhanden sein sollenden Leistungsfähigkeit zu widerlegen ist ja des Münchener Brauhauses Leistungsfähigkeit zu widerlegen ist ja des Münchener Brauhauses eigene Sache und wir haben uns also mit diesem Kapitel nicht eigene Sache und wir haben uns also mit diesem Kapitel nicht weiter zu befassen. F au # Metallarbeiter die Former in Keula, sowie Maimarken in ihrem Besiz haben, An alle diejenigen Kollegen, welche noch Sammelliften für richte ich das Ersuchen, diefelben umgehend abzurechnen, desDie Pflicht der Arbeiterschaft in diesem Kampfe ist ja nur gleichen das gesammte, noch in ihren Händen befindliche alte die eine negative: Stein bontottirtes Bier zu Material vom Agitations- und Unterstüßungsfonds" gegen neue trinten. Es ist Sache der Wirthe, dafür zu sorgen, Eine bodenlose Nohheit verübte am Donnerstag Nach- Marten umzutauschen. Es ist dies dringend nothwendig, damit daß die Arbeiter Bier vorgesetzt bekommen, das ihnen genehm mittag ein giggerlich gekleideter Herr an einem Pferdebahn- der Unterzeichnete am Schluß dieses Monats eine Abrechnung ist und ihre Geschäftskenntniß wird ihnen, trog der Schauer Schaffner. Ein Sommerwagen der Linie Moabit Spittelmarkt vorgenannter Poften aufstellen kann. märchen der Herren Rösicke und Konsorten, diese Aufgabe unter hatte vorschriftsmäßig vor der Haltestelle an der Werftstraße an Der Vertrauensmann der Berliner den obwaltenden Umständen keineswegs besonders schwer machen. gehalten, da aber niemand einstieg, gab der Schaffner das Der Punkt, der für die kämpfende Arbeiterschaft von außer Blockenzeichen zur Weiterfahrt. Etwa 20 Meter von der HalteOtto Räther, N., Antlamerstr. 44. ordentlichem Interesse ist, ist hier aber der, daß dieselben stelle tam ein Herr mit einer korpulenten Dame angelaufen und Brauereien, die den Arbeitern Lumpige 1,50 M. Lohn- gab durch Schreien und Winken zu verstehen, der Wagen solle An die Parteigenoffen von Friedenau und Steglitz! erhöhung pro Woche verweigert haben, so fpen- anhalten, was aber nach Dem Betriebsreglement Am Montag, den 21. Mai, Abends 8 Uhr, findet im Gambabel werden, daß sie den Kunden, des unliebsamen Konkurrenten anderen als den polizeilich genehmigten Haltestellen ver- brinus" in Stegliz eine öffentliche Volksversammlung statt, mit das Bier zum Selbsttostenpreise anbieten. Merkt Euch das, boten ist. Wüthend darüber, daß der Wagen, wenn auch der Tagesordnung: Wie verhalten sich die Arbeiter von Friedenau Arbeiter! Dem Böttcher, dem Brauer, dem Hilfsarbeiter wird in verlangfamtem Tempo weiterfuhr, sprang der Herr und Steglitz zu der Aussperrung der Berliner Brauereiarbeiter?" eine Lohnerhöhung von geradezu schäbiger Bedeutung verweigert. auf und schlug mit seiner Gigerifeule den Schaffner wiederholt Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht eines jeden Aber um eine Geschäftspraxis zur Durchführung zu bringen, über Schulter und Rücken. Jest ließ der Schaffner halten, ließ Genossen in der Versammlung zu erscheinen. Die Lokalinhaber die auch nach bürgerlicher Moral unlauter genannt auch die nachhastende Dame aufsteigen und verabfolgte beiden und Flaschenbierhändler find ganz besonders eingeladen. werden muß, kommt es dem Brauereiring nicht darauf an, Passagieren, ganz als ob gar nichts geschehen wäre, die geforderten J. A.: A. Schweride. auf ihr Allerheiligstes, auf den Profit eine Zeitlang zu verzichten. Fahrscheine. As aber der nächste Schußmannsposten in Sicht Die Wirthe können sich Glück wünschen zu dem Stück Unternehmer- tam, ließ der Schaffner den Knüttelhelden zur Wache fiftiren, des Saarreviers in Vorschlag gebrachte Eingabe an das preußische Zum Bergarbeiter- Kongreß. Die von einem der Delegirten Jdealismus, der ihnen zu billigem Ramschbier verhelfen soll. um seine Persönlichkeit festzustellen. Die übrigen Passagiere Ministerium zu Gunsten der abgelegten 1500 Bergleute bes SaarDie in den Kampf gedrängte Arbeiterschaft wird aber aus fonnten ein" Bravo"! nicht unterdrücken. diefem so wunderbaren Kapitel von der Unternehmerfolidarität befindet sich das Kriminalgericht, dort werden sich Beide dem zum Pensionsfonds beigesteuerte Geld zurückzugeben, wurde von Dicht am Thaforte reviers, um denselben entweder Arbeit oder Pension oder das die Nutzanwendung ziehen, daß sie nach wie vor energisch weiter nächst wieder begegnen, denn der Schaffner hat Strafantrag den Engländern sämmtlich unterschrieben, die Franzosen hielten au kämpfen hat, um den Sieg an ihre Fahnen zu heften. gestellt. Die Situation klärt sich von Tag zu Tag mehr dahin auf, das Recht zu fordern habe; die Deutschen haben es unterzeichnet die Fassung für zu gelinde, man müsse nicht bitten, wo man daß es um die Lage des Gegners, des koalirten Brauerfapitals, bis auf ein paar alte Frauen männlichen Geschlechts, welche eine außerordentlich windig bestellt ist. Maßregelung deshalb fürchteten. Ed Borwärts auf dem Wege zum Siege! Nicht die Schneider Bremens, wie wir in Nr. 110 unseres Blattes vom 16, d. M. mittheilten, sondern die Schmiede gefellen Bremens sind in den Ausstand getreten. Bei der Potsdamer Straßenbahn Gesellschaft sind um fangreiche Unredlichkeiten, die feit Jahren seitens einiger Angestellten begangen wurden, ans Tageslicht gekommen und haben zur sofortigen Entlassung des Buchhalters und Betriebssekretärs Wunderbar, höchst wunderbar Klingt eine„ Berichtigung", Meyfel geführt. Man wunderte sich in Potsdam immer darüber, Sie uns Herr Goldschmidt, der Direktor der Paßenhofer Brauerei, daß die Pferde der Straßenbahn so schlecht gepflegt ausfaben; zustellt. Der Herr erklärt:" Es ist unwahr, daß die von mir es hat sich nun herausstellt, daß, ganze Waggonladungen Mais gethane Aeußerung in irgend welchem Zusammenhange mit der gleich vom Güterbahnhof aus weiter verkauft sind, was natürBöttcheraussperrung" stand. Meine Aeußerung bezog sich lediglich lich auf Kosten der Pferdeverpflegung geschah, und daß noch andere Unredlichkeiten vorgekommen. Mieysel hatte eine einfluß auf eine persönliche Beschwerde des Brauers und Vorsigenden des reiche Vertrauensstellung inne und war bei den Angestellten der reviers wird seit gestern normal gearbeitet. Arbeiterausschusses, welcher sich bei mir über seine Zurückfegung Pferdebahn wenig beliebt, weil er scharf mit Strafen 2c. gegen durch den Braumeister beklagte. Auf meine Bufage, feine Beschwerde zu prüfen und mit dem Braumeister dieselben vorging. Ein Kontrolleur hat schließlich die ganze au besprechen, äußerte er die Befürchtung, daß es ihm dann Sache zur Anzeige gebracht, weil er von Meysel fortwährend wohl erst recht schlecht ergehen werde. Hierauf sagte ich ihm: chikanirt wurde. " Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, daß Ihnen deswegen hier nichts pafsirt." Unsere Unterredung konnte sich auf die ArbeiterWitterungsübersicht vom 19. Mai. entlassungen nicht beziehen, da sie schon am 7. Mai stattfand, während der bekannte Beschluß des Vereins der Brauereien Berlins und Umgegend erst am Abend des 8. Mai Stationen. gefaßt wurde. Bei der Prüfung der Beschwerde erfuhr ich nun durch meinen Braumeister, daß der Brauer mit feinem feiner Vorgesetzten( VorderBurschen) in Frieden arbeiten konnte und von einer Abtheilung Swinemünde des Betriebes in die andere versetzt werden mußte. Trotz dieses Hamburg feines Verhaltens hatte ich ausdrücklich angeordnet, daß bei der BerlinEinschränkung des Betriebes auf grund des Beschlusses des Vereins Wiesbaden. der Brauereien Berlins und Umgegend vom 16. d. M. der Betreffende von den vorzunehmenden Entlassungen nicht mitbetroffen werden follte. Seine Entlassung erfolgte aber, da er sich kurz zuvor in der ungehörigsten Weise gegenber dem Braumeister benommen Petersburg hatte. Goldschmidt, Direktor der Aktienbrauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vormals Pazenhofer. Wer nach dieser überzeugenden Erklärung nicht glaubt, daß hier eine wunderbare Wendung des Geschicks und nicht die Brauereidirektion dem Brauer so arg mitspielte, der zahlt, gleich dem Kind im Märchen, einen Thaler! Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Wetter Temperatur ( nach Celsius 50.40 R.) Der Bäckerstreik in Krakau wurde beigelegt. In sämmtlichen Schächten des Troppauer Rohlene Derlantmlungen. Im Saale der Schloßbrauerei Schöneberg fand unter Leitung des Genossen Schubert am Freitag Abend eine gutbesuchte Versammlung statt. Zum Punft 2 der Tagesordnung: Die Aus sperrung der Brauerei- Arbeiter und wie stellen wir uns dazu? erhielt cand. phil. Hoffmann das Wort. Redner zeigte in längeren Ausführungen, in welch frivoler Weise der Brauerring die gesammte Arbeiterschaft provozirt hat. Genosse Millarg E ergänzte die Ausführungen des Referenten und legte die auch in sämmtlichen Berliner Versammlungen zur Annahme, gelangte Resolution zur Abstimmung vor. Nachdem sich die Genossen Hackelbusch, Rohlmann, Kleinschmidt stritte für Durchführung des Boykotts ausgesprochen hatten, wurde die Resolution ein Da die Brauerei schon mit auf der stimmig angenommen. Boykottliste steht, so zogen es sämmtliche Anwesenden vor, nur Selterswasser zu trinken. 758 NW 763 NNW 4. wolfig halb bedeckt 10 9 759 NW 4 halb bedeckt 11 760 NW 4 wolkig 14 München 759 Still halb bedeckt 14 Wien Haparanda 757 NNW 2 heiter 16 755 NO 4 bedeckt 5 754 SW 1 bedeckt 9 768 DGD 4 halb bedeckt 11 772 762 NNW 3 NO 4 wolkig 4 bedeckt 10 Cort Aberdeen Paris • Wetter- Prognose für Sonntag, den 20. Mai 1894. Theils heiteres, theils woltiges Wetter mit frischen nördlichen Winden, tälterer Nacht und wenig veränderter Tages. temperatur; teine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Der Kampf gegen den Brauerei- Ring wedt, wie wir fonstatiren können, auch außerhalb Berlins in der Arbeiterschaft mächtigen Wiederhall. In sämmtlichen Partei- und Gewerkschafts- Vermißt wird seit Mitte März d. J. die am 26. Dezember blättern wird nicht allein der Uebermuth der Brauereiproßen auf's 1839 geborene Wittwe Louise Gäbler, geborene Reifer. Energischste gegeißelt, sondern es wird auch im Anschluß hieran wohnte bis dahin in dem Hause Mustauerstr. 14 und soll nicht Sie Vergnügungs- Verein Heitere Gesellschaft". Sonntag, den 20. Mai, Abends 6 Uhr: Sigung und Fidelitas bei Pallaz, Raupachstr. 6. Gäste willkommen. Vergnügungs- Versin,.Normannia 2". Sonntag, Nachmittags 4% Uhr, Köpnickerstr. 62: Sigung. Nach der Sigung Fidelitas. Vergnügungs- Verein Fritillaria". Sonntag, den 20. Mai, Abends 6 Uhr: Sigung bet Dreßler, Barnimstr. 16. Erscheinen aller Vereinsmitglieder fehr erwünscht. Verein der Bureau- Angestellten und verwandten Berufsgenossen. Montag, den 21. Mai: Mitgliederversammlung bei Golisch, Lothringerstr. 63. Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- AktienGesellschaft. Seute, Aderstr. 123 bet Stimte: Bahitag. Oeffentliche Versammlung der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Bolzplähen beschäftigten Arbeiter am Sonntag, den 20. Mat, Vormittags 10 Uhr, bet Gager, Grüner Weg 29. Verein der Malchinisten und Heizer Berlins. Sonntag, den 20. Mai, Nachmittags 5 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Bersammlung. Britz, Montag, den 21. Mai, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Bethge, Chausseestraße Nr. 38: Große öffentl. Volks- Bersammlung für Frauen und Männer. Tages- Ordnung: 1. Die gesellschaftlichen Rechte und Pflichten der Frauen. Referent Genoffe Jahn. 2. Diskussion. 3. Bericht des GemeindeWahlfomitees und der Revisoren. 4. Verschiedenes. 481/1 Zahlreiches und pünktliches Erscheinen, namentlich der Frauen, era forderlich. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Die Vertrauensperson. Meinen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß während meiner viermonatlichen Erholungsreise meine Buchdruckerei ununterbrochen weiter fortgeführt wird. Kranzbinderel and Blumen- Treptow. Reftaurant Zum Karpfenteich. 54402* von J. Meyer, Wienerstr. 1( nur dort) Guirlanden à Mtr. von 15 Pfg. an. Telephon Amt 4, 9482. Neu! Nen! 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Baarer Kassenbestand am 1. Januar 2. Zinsen von Kapitalien u. sonstig. belegten Geldern, fowie Erträge von sonstig. Vermögensvortheilen 3. Eintrittsgelder... 4. Beiträge.. 5. Erfazleistungen Dritter für gewährte Krankens unterstützung n. Krankenversicherungsgesetz§§ 50, 57 Abs. 4, Unfallversicherungsgesetz v. 5. Juli 1884 § 5 Abs. 8 1. 9,§ 8, Unfallversicherungsgeset v. 5. Mai 1886§ 10 Abs. 4,§ 11,§ 136 Abs. 5, § 137 Abs. 3. 6. Ersatzleistungen von Berufsgenossenschaften, Unternehm., Versicherungsanstalten, für gewährte Krankenfürsorge, Unfall renten, Unfallzuschüsse. 7. Aus verkauften Werthpapieren u. zurückgezog. Rapitalien, Sparkassenoder Bankeinlagen. 8. Aufgenommene Darlehne, Vorschüsse d. Rechnungsführers und sonstige Vorschüsse. 9. sonstige Einnahmen Mark b) Ausgaben. 1. Für ärztliche Behandlung 43 825,75 4 696,96 2. Für Arznei und sonstige 6 635,43 14 052, 410 390,44 5444,07 8 006,41 81 223,85 Heilmittel.. 3. Krankengelder: . 54 152,19 a) an Mitglieder..223 576,29 b) an Angehörige der Mitglieder nach§ 7 Abs. 2 des Gesetzes 4. Unterstügung. a. Wöchnerinnen 5. Sterbegelder • 8 291,85 Jeden Montag und Donnerstag jahren Extradampfer 3 419,60 von Berlin, Stralauerstr. 57, 15 524,32 nach Kyffhäuser, Friedrichs6. Rurs u. Verpflegungskost. an Krankenanstalten.. 80 220,60 7. Ersatzleistungen a. Dritte für gewährte Krankenunterstügung nach§ 57 Abs. 2 des Gesetzes,§ 16 d.Gesetzes v. 28. Mai 1885 8. Zurückgezahlte Beiträge und Eintrittsgelder 9. Für Kapitalanlagen( Anfauf v. Werthpapieren 2c.) Anlagen bei Sparkassen oder Banken 10. Zurückgezahlte Darlehne ( der bei den Einnahmen Biff. 7 bezeichneten Art) 11. Berwaltungsausgaben: a) persönliche. b) sächliche.. 451,84 12. Sonstige Ausgaben. • 5 000, hagen, Erkner und Woltersdorfer Schleuse und BerlinGrünau, Schmöckwitz, Hankels- Ablage und Neue Mühle bei Königswusterhausen. 135L Abfahrt Berlin 91/2 Uhr Morgens. 2081,61 Bettfedern, breifach gereinigte neue, vorzüglich 450,69 füllend, Pfund 50, 70, 90 Pf. Halbdaunen Pfd. 1,10. Halbdaunen, silberhell, Pfd. 1,60. Daunen von vorzügl. Füllkraft( 3 Pfd. genügen zum größten 5 069,63 Oberbett) Pfd. 2,75, empfiehlt das als streng reell bekannte, 1870 gegründete Spezial- Geschäft von S. Pollack, 5 000,- Oranienftr. 61, am Moritzplatz. 29 624,92 7 702,85 . 1 647,17 Gardinen- Reste zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst 10. Summe der Einnahmen. 485 901,-13. Summe der Ausgaben. 480 537,47 in der Fabrit Grüner Weg 80, part. Eingang v. Flur. c) Abschluß: • . Summe der Einnahmen. Summe der Ausgaben Ergiebt einen baaren Rassenbestand am 31. Dezember von. II. Vermögens- Ausweis nach dom Bestande vom 31. Dezember 1893. A. Das Gesammtvermögen der Rasse( ausschließlich des Werthes etwaiger Grundstücke) setzt sich wie folgt zusammen: 1. Attiva: a) der Baarbestand am 31. Dezember 1893. b) in Hypotheken, Werthpapieren, Sparkassenbüchern, Bankeinlagen.. • c) sonstige Forderungen( Ersatzforderungen gegen Gemeinden, Berufsgenossenschaften Arbeitgeber vergl. la 3iffer 5) 2. Passiva: fehlen, • 485 901, 480 537,47 5 363,53 Mart 5 363,53 172 001,64 194L* Mujikwerke verleiht von 1Mark an den Karlstr24 fredrichsto Arbeiter- Bildungsschule Sonntag, den 20. Mai, Vorm. präz. 10½ Uhr: Besichtigung der Urnenhalle auf dem Städtischen Friedhof in Friedrichsfelde. Die Erklärung giebt dort ein Mitglied des Feuerbestattungs- Vereins. Vorortzug am besten vom Schlenschen Bahnhof. Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof 9 Uhr 30 Minuten, vom 455/17 Bahnhof Friedrichstraße 9 Uhr 15 Minuten. Vom Dönhoffsplay Pferdebahn- Verbindung nach Lichtenberg. Um rege Betheiligung der Mitglieder bittet Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 27. Mai, Vormittags präzise 10 Uhr, im Saale der Brauerei Friedrichshain: Mebungskunde. Geübt werden die Lieder: Sommerfonnenwende, Bannerlied und Bruderlied. Die Vereine werden ersucht, obige Lieder in den Vereinsstunden durchzunehmen zwecks Vorbereitung zum 107/9 Sängerfest in Schmargendorf am 8. Juli 1894. Der Vorstand. Diejenigen Vereine, welche gewillt sind, zum Volksfest in Friedrichshagen am 17. Juni mitzuwirken, werden ersucht, dieses während der Uebungsstunde dem Vorstande mitzutheilen. Im Nebensaale findet die Billet- Ausgabe zum Voltsfest statt. Die Vertreter werden ersucht, sich mit der Vereins- Bundes- Mitgliedskarte zu versehen. D. D. Graveure, Ciselenre! Montag, den 21. Mai, Abends 81/2 Uhr, im Vereinslokal Dresdenerstr. 45: Derlammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Genossen Wagner über: Klein. meisterthum und Sozialdemokratie". 3. Diskussion. 4. Verschiedenes, Frage= tasten. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist das Erscheinen aller Mitglieder nothwendig. Gäste willkommen! Der Vorstand. 84/5 Fachverein der in der Lederwaaren- Industrie besch. Arbeiter von Berlin und Umgegend. 55/55 Jede Nähmaschine reparire unbedingt gut und billig, Erfahtheile berechne möglichst billig, Schiffchen 70 Pi., Spulen 5 Pf., M. 3.- Spulen 20 Pf. u. s. w. Auch habe Vertretung für gute neue Maschinen. Empfehle mich bestens allen Parteigenoffen. W. Maaske, Schwedterftr. 31. ihre Anwendung im Kunstgewerbe der Buchbinderei und Lederwaaren- Branche. 1. Vortrag des Rollegen M. Arndt über:" Die Heraldit- Ornamentit, 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Aufnahme von Mitgliedern. Gäste willkommen. Näheres siehe Anschlagfäulen. Der Vorstand. Montag, 21. Mai, Abends 82 Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Dranienstr. 180. Vereins- Versammlung. Summe. 177 365,17 · 177 365,17 202 424,87 25 059,70 800b 3. Hiernach beträgt das Gesammtvermögen der Rasse Nach dem vorjährigen Abschlusse betrug das Gesammtvermögen Ergiebt gegen das Vorjahr an Gesammtvermögen weniger B. Das Gesammtvermögen vertheilt sich wie folgt: 1. Staminvermögen fehlt. 2. Zum Reservefonds gehören nach den stattgefundenen Nebers weisungen( Entziehungen) Nach dem vorjährigen Abschluß betrug der Reservefonds Ergiebt gegen das Vorjahr an Reservefonds weniger. 3. Als Betriebsfonds verbleiben der Kasse von dem Betrage unter A 3 nach Abzug der Beträge unter B 1 und 2: a) baar. b) im Sparkassenbuch, Bankeinlagen 2c. Ergiebt einen Betriebsfonds von • Empfehle meine eleganten Kremser allen Vereinen, Fabriken 2c. zu Landpartien. A. Michaelis, Boeckhftr. 3 u. 10. Plättanstalt große Familie ernährend, krankheitshalber billigst verkäuflich. Auskunft: 498/8 Tagesordnung: Verband der Möbelpolirer Berl. u. Umg. Ausserordentliche Generalversammlung 166 860,75 Schönhauser- Allee 27, Deftillation. 8186 am Montag Abend 8 Uhr, bei Wilke, Andreasstrasse 25. 197 727,91 30 867,16 5 363,53 5 140,89 10 504,42 Daß Formular I und II übereinstimmend mit den Verzeichnissen, Büchern und der Kaffe aufgestellt sind, bescheinigt Berlin, den 23. Februar 1893. Der Vorstand. Straube, Vorsitzender. W. Arndt, Schriftführer. W. Arndt, Schriftführer. Schnur, Rendant. Borstehenden Rechnungsabschluß haben wir geprüft; wir haben denselben richtig und mit den ordnungsmäßig geführten Büchern übereinstimmend gefunden. Berlin, den 8. März 1894. Herm. Wirth. Max Prill. Emil Neumann. Buttel. Paul Kurz. H. Rieger. Vom 1. Juni 1894 ab wird das Kaffenlokal an Sonntagen gänzlich geschlossen. Berlin, im Mai 1894. Der Vorstand. Verbands- Versammlung der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzpläzen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, Filiale II, N., am 22. Mai, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Rehlitz, Bergstr. 12. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Schulz über:" Der Werth der homöopathischen Wissenschaft." 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 482/5 Die Kollegen werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Frauen werden besonders zu diesem Vortrage eingeladen. Der Vorstand. Verband der in der Kürschner- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Filiale Berlin. Mitglieder- Versammlung Montag, den 21. Mai, Abends pünktlich 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Seehausen, Landsbergerstraße Nr. 31. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Schöpfe über: Mary' Kapital." 2. Distussion. 3. Stellungnahme zum Bekleidungsindustrie- Kongreß. 4. Verschiedenes. Gäste willkommen. Die Ortsverwaltung. NB. Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß Mary' Rapital in zwei Vorträgen behandelt wird, weshalb ganz besonders zahlreiche Betheiligung erwünscht ist. D. D. Achtung! 98/2 Achtung! Dienstag, den 22. Mai, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Joël, Andreasstrasse No. 21: Große öffentliche Volksversammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Fritz Wilke über:" Der Werth und die Bedeutung der Presse". 2. Begründung über den Austritt mehrerer Billigste Bezugsquelle in Schuhaller Art nur einzig und waaren allein im Engros- Geschäft J. Rosenthal, bei Landsbergerstr. 76 1. Auch werden einzelne Paare z. B. Herrenstiefel 3,50, Damenstiefel 2,50, Lastingschuhe 1,40 2c., abgegeben. KinderWagen, Krankenwagen Zages Ordnung: 1. Statutenänderung. 2. Ersatzwahl des 2. Vorsitzenden und des 1. Schriftführers u. s. w. 449/20 Der Vorstand, Montag, den 21. Mai 1894, Abends 8 Uhr: Große öffentliche Tapezier- Gehilfen- Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tages- Ordnung: 1. Bericht und Abrechnung der Agitations- Kommission. 2. Bericht und Neuwahl der Arbeitsnachweis Rommission. 3. Statistische Erhebungen in unserem Gewerbe. Die Kollegen werden ersucht, in dieser wichtigen Versammlung recht Korbwaaren, zahlreich zu erscheinen. Holzwaaren, größtes Lager Berlins, Die Agitations- Kommission. 313/9 Theilzahlung Achtung! Filzschuh- Arbeiter. Achtung! Große öffentliche Versammlung gestattet, Musterbücher gratis, empfiehlt A. W. Schulz, aller in der Brunnenstr. 145 Gete Rheinsbergerstr.), Filzschuh- u. Pautoffelbranche besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Hauptgeschäft Brunnenstrasse 95, vis- à- vis Humboldthain. Teleph.- A. 3. Nr. 1767. Halbe Preise! stellt das unterzeichnete Institut der ,, Gold'nen Hundertzehn ( Leipzigerstr. 110) in seinem Ausverkauf, da das überfüllte Lager absolut verringert werden muß; zum Beispiel: Ueber 15 000 engl. Jaquetu. Rock- Anzüge( auch in schwarz Tuch und Kammgarn) von 12, 14, 16, 18, 20, 24, 27, 30 M. prima. 12 000 Sommerpaletots jeht zu halben Preifen von 8, 9, 10, 12, 15, 18, 20, 24, 25 Mark prima. 6000 Hosen in danerhaften, reinwollenen Stoffen von 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12 Mk. prima. Alpacca- und Turntuch- Jaquets v. 1,50 M. an. Havelocks u. Pelerinenmäntel von 10 M. an. Staubund Reisemän von 3. an. Knaben- und BurschenAnzüge in Wasch- und WallAtoffen, jekt von 3 M. an. Goldene 110, Mitglieder der Freien Bereinigung der Zeitungsspediteure und-Berkäufer 110. Leipzigerstr. 110. am Montag, den 21. Mai, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Stein, Rosenthalerstraße 38. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delegirten zur Gewerk schafts- Kommission. 4. Neuwahl der Agitations- Kommission. 5. Wahl der Revisoren, 6. Verschiedenes. Es ist Pflicht, daß jeder Rollege pünktlich erscheint. Die Agitations- Kommission. 451/14 Oeffentliche Bäcker- Versammlung Dienstag, den 22. Mai, Nachmittags 31/2 Uhr, im Schützenhaus, Linienstr. 5. Tages Ordnung: 1. Erster Vortrag des Genossen A. Hoffmann über: Die zehn Gebote und die besitzenden Klaffen." 2. Stellungnahme zu der Dresdener Resolution. 3. Die neuesten Vorgänge in der Genossenschafts- Bäckerei. 4. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. 5. Stellungnahme zu der Aussperrung der Brauerei- Arbeiter. 840b Die Agitations- Kommission. J. A.: Ernst Pfeiffer, Brunnenstr. 161. Achtung, Rixdorf! Parteigenossen! Einwohner Rixdorf's! Montag, den 21. Mai 1894, Abends 8 Uhr: Große öffentliche Volksversammlung im Lokale des Herrn Runge, Bergstraße Nr. 133. Tagesordnung: 1. Die Maßnahmen des Berliner Brauereiringes gegen ihre organisirte Arbeiterschaft und die Boykott- Erklärung der Vereinsbrauerei. Referent: Reichstags- Abgeordneter Genosse Frig 3ubeil. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Bier- Kontrollkommission. 4. Abrechnung von der Maifeier. Es wird zur Pflicht gemacht, daß alle Parteigenofsinnen und Genossen in dieser Versammlung erscheinen. Gleichzeitig werden alle Berichterstatter der bürgerlichen Presse ersucht, zur Klärung der Sache in dieser Versammlung anwesend zu sein. Der Einberufer. Die Vertrauensperson. Rob. Köppen. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Berlins und Umgegend. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 498/7 480/20 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 114. Sonntag, den 20. Mai 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! 5. Internationaler Bergarbeiter- rich bei der Verſchiedenheit der Sprache, bei der BerſchiedenKongreh. Gerichts- Beifung Gewerbegericht. Kammer III. Vorsitzender: Assessor Lohmeyer. Sigung vom 17. Mai. in den einzelnen Delegationen vorherrschenden Anschauungen, bei dem erklärlichen Wunsche jedes einzelnen Delegirten seine Spezialanschauung zur allgemeinen Anerkennung zu Berlin, den 19. Mai 1894. bringen und bei der kurzen Zeit, wo die verschiedenen Nationen 10. Gigung. Vormittag. begonnen haben, gemeinsam zusammen zu arbeiten. Man wird Der Tagespräsident der gestrigen Sigung Callewaert, gewiß versuchen, die geftrigen kleinen Differenzen aufzubauschen Der Anstreicher Sch. trat im Jahre 1892 bei dem bekannten Delegirter von Charleroi, eröffnet die heutige Sigung mit und aus einer Mücke einen Elephanten zu machen, wie das so Malermeister Bodenstein in Arbeit, die Kündigung wurde schriftfolgenden Worten: Indem ich mein lebhaftes Bedauern darüber allgemein üblich ist, wenn die Unternehmerpresse über die lich ausgeschlossen. Im Oktober desselben Jahres gab Sch. seine ausspreche, daß die Mehrzahl der englischen Delegirten durch ihre Arbeiterbewegung spricht. Dann vergessen diese Leute aber Stellung bei B. auf, trat jedoch im Dezember bei diesem wieder Reisedispositionen dazu gezwungen gewesen sind, schon vor Schluß gefliffentlich, daß weit größere Differenzen in unseren ein. Im Januar 1893 entlassen, wurde er im Mäcz abermals des Kongresses abzureisen, glaube ich doch annehmen zu können, Parlamenten vorkommen, daß man sich nicht selten wirklich von B. angenommen. Als er dann wieder entlassen wurde, daß trotzdem die Arbeiten des heutigen Tages zu einem gedeih- in die Haare gerieth, obwohl dort geschulte und erfahrene Par- flagte er auf Lohnentschädigung unter der Begründung, die lichen Ende geführt werden. Wenn gestern ein Mißton in die lamentarier, hier aber nur einfache Arbeiter tagen. In anbetracht Kündigung sei nicht ausgeschlossen worden. Der Beklagte wurde Berhandlungen hineinklang, so ist dieser doch ausschließlich der Verhältnisse und der bedeutenden Schwierigkeiten haben die zur Zahlung der beanspruchten 40,30 Mart verurtheilt. auf Mißverständnisse zurückzuführen. Ich zweifle nicht fleinen Differenzen und Mißhelligkeiten wirklich keine Bedeutung Gründe: Der Kläger habe zwar im Laufe der daran, daß es den Engländern troß ihrer großartigen Organi- und erscheinen durchaus nicht verwunderlich. Bei der brüder Verhandlung anerkannt, daß er im Jahre 1891 oder fation, troh ihrer gefüllten Kassen fern gelegen hat, die lichen Gesinnung, bei der Gemeinsamkeit der Biele, die alle Ar- 1892 unterschrieben" habe. Nachdem sei er jedoch zwei übrigen hier majorisiren zu wollen, auch sie sind sicher vom Ge- beiter vereint, ist die endliche Verständigung aber gewiß, und Mal aus dem Geschäft B.'s fortgewesen, jedesmal etwa zwei fühl bejeelt gewesen, im Interesse der internationalen Solidarität von Kongreß zu Rongreß werden die Fortschritte der Arbeiter Monate lang. Daß bei dem jedesmaligen Neuantritt der Arbeit die Arbeiten des Kongreffes zu fördern. Die Sprachverwirrung bewegung immer markanter zu Tage treten. beim Beklagten die Kündigung von neuem ausgeschlossen worden wie beim Thurmbau von Babel trägt die Hauptschuld an den sei, wäre nicht behauptet worden. Das Gericht habe anMißhelligkeiten, die nur Mißverständnisse waren. Die Dolmetscher genommen, daß der Kläger bei jedem Engagement durch Bodenhaben sich zwar dankenswerthester Weise der Mühe unterzogen, stein zu diesem in ein neues Arbeitsverhältniß getreten, bezw. die Arbeiten des Kongresses zu fördern, aber trotzdem ist es einen neuen Arbeitsvertrag eingegangen sei. Die Unter natürlich nicht ausgeschlossen, daß das eine oder das andere brechungen der Arbeit waren zu lange, um in der Beschäftigung Wort anders übersetzt worden ist, als es gemeint gewesen war. Schröder( Dortmund) dankt den Engländern. Die des Klägers durch Beklagten ein einheitliches Arbeitsverhältniß Besonderen Dank spreche ich den beiden englischen Telegirten Deutschen faffen die gestrigen Szenen ebenso auf, wie diese. sehen zu können. Es waren neue Abmachungen betreffs der Bayley und W. Johnson aus, die troß der getroffenen Nicht 3wietracht, sondern nur Mißverständnisse haben geherrscht. Lösung des Verhältnisses nöthig, sollte die gesetzliche KündigungsReisedispositionen das Opfer gebracht haben, hier noch einen Tie wichtigsten Punkte habe der Kongreß nun bereits erledigt, frist nicht gelten. Solche lagen nicht vor. Tag länger zu verweilen, um an den Arbeiten des Kongresses die Deutschen schlössen sich deshalb den Wünschen der Engländer theilnehmen zu können. Das schöne Frühlingswetter, das heut an, nur noch die rein administrativen Arbeiten zu erledigen, so nach den Tagen der Hike beginnt, möge eine gute Vorbedeutung gern sie auch noch die Frage der Bergwerksinspektion besprochen dafür sein, daß eine milde Stimmung allgemein Platz greife haben würden. Aber dafür seien ja noch die Brüsseler Beschlüsse und der Kongreß in einem verföhnlichen Schlusse ausklinge, daß maßgebend. Die Deutschen hätten den Wunsch, daß der nächste die Arbeiten in voller Einmüthigkeit beendet werden, zum Gegen Kongreß in Frankreich stattfinde, ob in Lens oder in Paris ist und zur Förderung der internationalen Solidarität.( Lebhafter ihnen gleichgiltig. Beifall.) Der französische Delegirte Gadot theilt mit, daß der Ort ens im Auftrage von 41 Delegirten der nordfranzösischen Kohlendistrikte vorgeschlagen worden sei, daß die Franzosen aber gern bereit feien, sich abweichenden Wünschen der übrigen Telegirten zu fügen. Die Gendarmen in der Klemme. Die Findigkeit der Ober Rechnungskammer hat den Sicherheitsbeamten in den Vororten Berlins eine fatale Ueberraschung bereitet. Behörd licherseits ist ganz genau festgestellt auch in dem Dienstreglement vorgeschrieben was Forstbeamte, Gendarmen und Amtsdiener an Zeugengebühren, d. h. Marschkompetenzen, Nach einigen weiteren Debatten wird einstimmig Paris Aufwandsgeldern, erheben dürfen, wenn sie nach Berlin Zu Tagespräsidenten der heutigen Sigung werden Lamendin, als Ort des nächsten internationalen Bergarbeiter Kongreffes zum Gericht fommen. Gebühren giebt es aber nur, Möller und Bailey ernannt. bestimmt. wenn der Mittelpunkt des Stationsortes des betreffenden Bailey: Im Auftrage und im Namen der abgereisten Bei der Wahl des internationalen Geschäftskomitees wird Beamten mehr als zwei Kilometer von der Berliner Weichbildenglischen Delegirten habe ich die Erklärung abzugeben, daß von den Engländern Pickard, Burt, und als Ersatzmann grenze entfernt liegt. Jit diese Entfernung nicht vorhanden, nicht die Absicht, den Kongreß zu sprengen, die Engländer vor Ashon, von den Deutschen Möller Waldenburg, Strunz dann werden keine Gebühren und Aufwandsgelder gezahlt, nur zeitig hat abreisen lassen. Wir sind bereits seit 9 Tagen von der Zwickau und Schröder- Dortmund( einer davon als Erfagmann), das baar ausgelegte Fahrgeld wird vergütet. Durch das immense Heimath abwesend und trotz der beschleunigten Abreise kommt von den Franzosen Rondet, Calvignac und Lamendin( einer Wachsthum der Vororte verschiebt sich aber auch der Mitteldie Mehrzahl erst nach 14tägiger Abwesenheit zurück, wo ihrer als Gifatzmann), von den Belgiern Cavrot und Callewaert, punkt derselben. Die Vororte entwickeln sich meist nach Berlin als Sekretäre und Beamten der Organisationen die wichtigsten von den Oesterreichern Czinger und Wölfer gewählt. zu. Damit rückt auch der Mittelpunkt derselben immer näher Arbeiten warten. In einer gestrigen Konferenz wurde nun beZum Generalsekretär des internationalen Komitees wird ein- an Berlin heran, so daß die Entfernungen dazwischen geringer schlossen, die beiden hier anwesenden Engländer( Bailey und stimmig Pickard, zum Echoßmeister Burt gewählt. werden. Dies hat die Oberrechnungstammer herausgefunden und W. Johnson) mit der Vertretung der englischen Delegation Damit find die Arbeiten des Kongresses erledigt. eine große Menge von Zengen- Liquidationen beanstandet. Die zu beauftragen, um die Ansicht der Engländer au Der Präsident erklärt den Kongreß um 112 Uhr für ge- betreffenden Beamten sind nun aufgefordert worden, die vertreten und an den weiteren Arbeiten theilzunehmen.chlossen. rechnungsmäßig zu viel erhobenen Gebühren zurückzuzahlen. Nach Meinung der Engländer müßten allerdings die Von den französischen und belgischen Delegirten, sowie von Diese Aufforderung erstreckt sich bis auf die letzten drei Jahre, prinzipiellen Fragen zurückgestellt und dem internationalen den deutschen und österreichischen Telegirten sind gestern( unter und in zahlreichen Fällen handelt es sich um 200 bis 300 m.! Geschäftskomitee des Kongresses zur Vorbereitung für den Assistenz von zwei uniformirten und einigen geheimen Polizisten) Wer das Geld nicht baar herauszahlen kann, muß sich dasselbe nächsten Kongreß überwiesen werden; wenigstens halten zwei große Kränze mit prachtvollen rothen Schleifen auf den vom Gehalt abziehen lassen; letterer Fall dürfte wohl die Regel es die Engländer für rathsamer, da doch nun einmal die Mehr- Gräbern der Märzgefallenen im Friedrichshain niedergelegt bilden. Diese Entscheidung der Ober- Rechnungskammer dürfte heit von ihnen abwesend sei, jetzt nur noch die administrativen worden. Die Schleifen des Kranzes der französisch- belgischen auch noch eine andere Folge haben: Bei jeder Verurtheilung Arbeiten zur Vorbereitung für den nächsten Kongreß zu er- Delegirten hatten die Aufschrist: Tedigen: d. h. die Wahl des Geschäftsausschusses für den nächsten Les délegués belges et français du Congrès international Kongreß und die Wahl des Kongreßortes. Was den letzteren des mineurs 1894 aux Combattants morts pour la Liberté. anbetrifft, so ist von den Franzosen Lens vorgeschlagen; wenn( Die belgischen und französischen Telegirten auf dem interdie Engländer auch sehr gern nach Frankreich kommen werden, nationalen Bergarbeiter- Kongreß 1894 den für die Freiheit geso halte er doch Paris für geeigneter als das kleine Provinz- fallenen Kämpfern..) städtchen, natürlich werden sich die Engländer den Wünschen der Der Kranz der Deutschen und Desterreicher hatte die In- Es ist bekannt, daß Beamten außerordentlich oft dem wirk. übrigen fügen. Aus eigenem Herzen muß ich noch folgendes schrift:" Gewidmet von den deutschen und österreichischen lichen Sicherheitsdienst entzogen werden, um in verhältnißmäßig hinzusetzen. Wir Engländer sind hierhergekommen, erfüllt von Delegirten auf dem internationalen Bergarbeiter- Kongreß 1894 unbedeutenden Sachen, wegen derer eine Strafanzeige erfolgt ist, dem tiefsten, herzlichsten Bedürfnisse, im Vereine mit den den Kämpfern für Freiheit, Wahrheit und Recht. als Zeugen aufzutreten, wenn der Angeschuldigte gerichtliche Delegirten der anderen Nationen für die Verwirklichung Nach Schluß des Kongresses lief noch die folgende Depesche Entscheidung in Anspruch zu nehmen fich verpflichtet der großen Ziele der Bergarbeiter Bewegung mit aus Wien ein: fi hlt. Daß derartige Zwischenfälle auf den eigentlichen zuarbeiten. Wenn trotzdem Mißhelligkeiten vorkamen, so Die österreichische Gewertschaftskommission erklärt sich mit Sicherheitsdienst, dem die Beamten wirklich zum waren diese doch mehr scheinbarer als wirklicher Natur. So Gueren Bestrebungen solidarisch und wünscht dem Kongreß den Schutz des Publikums agiren fönnen, oft eine lähmende viel in meinen Kräften steht, werde ich mich bemühen, wirkliche besten Erfolg. Hoch die internationale Vereinigung der Arbeit! Wirkung ausüben, ist so bekannt, daß diese Thatsache kaum Differenzen zu vermeiden. Mißverständnisse sind ja so leicht er- Mit Brudergruß. Die österreichische Gewerkschaftskommision. weiter erwähnt zu werden braucht. Fast jeder Verhandlungstag Kohlenwerkbesitzer aus, und das Entsetzliche wäre nicht geschehen. Vor dem Militär waltet ein ganz anderer Respekt in den Arbeitermassen, als vor einfachen Landgendarmen, meint der Herr Graf. Da wäre es nicht erst zu Zusammenrottungen gekommen und kein genialer Wachtmeister der Gendarmen hätte daraus das Stecht ableiten können zu allerlei Annahmen, und beklemmenden Ahnungen. Ist das nicht echt voltsmännisch gedacht von dem edlen Grafen? Ein Trupp Soldaten bürgt für Friedhofsstille, Alles ist ruhig, Alles gerettet! Aber der Volksmann Graf Wilczek that noch ein Uebriges! Sonntagsplauderet. fallen dem Angeklagten die Kosten zur Last. In allen Fällen, in denen sich die Kosten beitreiben ließen, würde zu prüfen sein, ob Beamte unberechtigter Weise" Gebühren er hoben haben. Müssen diese Gebühren wieder zur Gerichtskaffe gebracht werden, dann müssen sie folgerichtig auch den Parteien erstattet werden, welche dieselben gezahlt haben. wenn er guter Laune ist, lädt er Männer der Wissenschaft und der Kunst zu Tische, daß sie den Glanz seines gast freien Hauses erhöhen helfen. Auch für manchen zeitung Jede Großstadt hat ihr gutes Herz". Das ist beschreibenden Echmock soll an seiner reichen Tafel dann und kannt. Es geht dem Bürger von Paris nicht anders, wie wann ein Caviarbrötchen abgefallen sein. Was Wunder, dem von Berlin oder Wien. So oft man an seinen Wohl daß mit hellem Trompetenschall Lob über Lob vom edlen, thätigkeitssinn derb schmeichlerisch sich wendet, so oft ver- echten Kavalier von altem Echrot und Korn verkündet gießt er Thränen wohlfeiler Rührung. Manchmal ent- wurde! äußert er sich wirklich irgend eines Bettels; dann knickt er Und nun kommen die unseligen Vorgänge in den doppelt gerührt vor sich selber und seinem edlen Gemüth mährisch- schlesischen Kohlenrevieren. Von den Kugeln eifriger zusammen und in einen Wonnerausch lult ihn die üb Gendarmen zu Tode getroffen wälzen sich die Arbeiter in liche Zeitungsphrase:" Tas gute Herz unserer Stadt ihrem Blute. Das gute Herz von Wien krampft sich zu- Leutselig, wie er von Geblüte ist, trat er unter die hat gesiegt!" Nirgends aber vielleicht wird diese nichtige sammen. Wie ward solche Echreckensthat möglich? Der Schaar seiner erregten Arbeiter und mit dem Ausdruck Sentimentalität so zärtlich gepflegt, als in der arg prosti- Boltsmann und Kavalier dank der Presse Gnaden, Graf warmen Mitgefühls sprach er zu ihnen: Seht, Ihr lieben Kinder, tuirten Bourgeoispresse Wiens. Wilczek, ist in seinem seelischen Gleichmuth erschüttert. Vou ich will Euch ein gnädiger Herr sein. Gewisse Heter = Tas widerwärtigste und in seiner Widerwärtigkeit doch seinem Herrensiz zu Wien fährt er alsbald nach den haben Euch verführt, ich weiß es. Ihr seid immer friedso typische Beispiel hierfür gab dieser Tage die große Mege Oftrauer Revieren. Wit eigenen Augen will er den liche brave Wasserpolacken gewesen. Besinnt Euch nur auf von Wien, genannt" Neue freie Presse". Sie veröffentlichte Schauplatz des Aufstandes" sehen und die Lage prüfen. Euch selber. Seht, wenn ich Euch gewähre, was Ihr beeine Unterredung eines ihrer Mitarbeiter mit dem Grafen Ihm ist der Wachtmeister der Gendarmen, gerade der gehrt, so kann ich im Kampf gegen die harte Konkurrenz Hans Wilczek, dem Besitzer einiger Kohlengruben im Wiann, der das Kommando Fener!" gegeben, als durchaus der benachbarten preußischen Kohle nicht bestehen und Ihr, mährisch schlesischen Bergrevier, das jüngst zu so geschter und ruhiger Wiensch bekannt. Wie ist alles trog- meine lieben Kinder, seid ohne Arbeit und könnt sehen, wo trauriger Berühmtheit gelangte. Diese Unterredung dem so gekommen. Graf Wilczek, der Voltsmann mit dem ihr bleibet. Da wurden, so schildert er, der Graf und ist ein Meisterstück heuchlerischer Rührseligkeit und darum guten Herzen, hat mit Falkenblicken an Ort und Stelle leutselige Volksmann, die Seelen der Arbeiter weich und sei ihrer an dieser Stelle gedacht. gründliche Umschau gehalten. Seiner Weisheit war es nicht alte Bergwerksleute zitterten und wurden blaß und Thränen Wie es liberalen Leuten so wohl zu Gesichte steht, hat entgangen, daß die versammelten Bergarbeiter durchaus nicht rollten in ihre ergrauten Bärte. Der Fluch der Ver man im gemüthlichen Wien und in seiner gemüthlichen irgend einen Schacht stürmen wollten, wie der höchst vorführung war von ihnen genommen. Also stand es zu Bourgeoisie von jeher mit vornehmen Kavalieren" einen sichtige Auführer der Gendarmerie annahm". Er bestätigt lesen in der„ Neuen freien Presse", der großen Meße förmlichen Gößendienst getrieben. Zur wohlfeilsten„ Bolks- dies dem Gewährsmaun der„ Neuen freien Presse" ganz von Wien. Warum ftand nicht zugleich geschrieben, thümlichkeit" fann solcher Kavalier gelangen, wenn er nicht ausdrücklich. Allein wer kann dafür verantwortlich gemacht des Grafen Arbeiter hätten begeistert ihre Müge in die geradezu verblödet ist oder wenn er nicht allzu schroff junkers werden, daß Gendarmen und Polizisten von so unglück- Höhe geworfen und aus voller Mannesbrust gejubelt: lich auftritt. Wenn eine Baula Metternich Blumenfeste seligen Annahmen geplagt werden? In Mährisch- Ostrau Hurrah, hurrah, hoch unser allergnädigster Herr und Graf, veranstaltet und sich gemein macht mit dem Publikum, und auch anderswo? Ein Graf Wilczef indessen läßt sich der uns mit seiner Weisheit erleuchtet, dem wir alles verda schmatzen die„ Neue freie Presse" und ihre nicht verblüffen. Er weiß auch hierauf Bescheid. Heureka, danken, Luft, Licht und Leben, und unser süßes, mandels sehr geschätzten Abonnenten vor innerem Behagen und ruft er, ich hab's gefunden! Dian hätte der Gendarmerie süßes tägliche Brot bei zwölfstündiger Arbeitsschicht! Das jubeltrunken lallen fie: Hoch unsere Fürstin, hoch die erst nicht Zeit zu Annahmen und Ahnungen lassen sollen. wie ein noch viel kräftigerer Tamtamschlag gewesen nach geniale Paula. Graf Wilczek, der erlauchte Bergwerk- Der ganze Jammer kam daher, so lautet seiner Weisheit Schluß, dem Geschmack des guten Herzens von Wien. Das hätte Krösus, gehört gleichfalls zu den populären Kavalieren. daß nicht von vornherein Militär eingeholt worden war. Dem biederen Bürgersmann noch mehr imponirt und ihm Er trägt, wenn ich nicht irrig bin, einen schönen Bart und. Fünfzig Mann Militär nur, ruft der fürsichtige Graf und eine noch bejeligendere Ehrfurcht vor seinem Grafen, dem vor dem Schöffengericht bildet eine Bestätigung dieser den Staat| des Bureaukratismus kennzeichnenden Thatsache. Olle Ramellen vom Kantener Knabenmorde wurden in einer Beleidigungsklage aufgewärmt, die am Freitag den Reichstags- Abgeordneten Prof. Dr. Paul Förster vor die erste Straf kammer des Landgerichts I führte. Der Angeklagte hatte am 27. Oftober 1892 in einer im Böhmischen Brauhaufe abge= Der Generalftreik der Kohlengräber von BenfgI- ffügung zu stellen, damit die Flugblätter in den Städten und auf vanten greift immer mehr um fich; die Zahl der Streifenden dem Lande die weiteste, schnellste und billigste Verbreitung finden. ift seit Beginn von 125 000 auf 180 000 geftiegen. Es ist auch Jm. nächsten Jahre soll der Kongreß wiederum zu Pfingsten in schon mehrfach wieder zu Blutvergießen gekommen, indem Fürth abgehalten werden. Sheriffsmannschaften auf Streifende schoffen, welche Se abs Lebhafte Klage führten mehrere Redner über die Be ( Streifbrecher) aus einem der Werte vertreiben wollten; es läftigung, der die Radfahrer auf ihren Touren ausgesetzt wurden 15 der Streifenden verwundet. find. Die Kongreßtheilnehmer hoffen, daß die Presse Zum Bierboykott in Braunschweig. Wie in Berlin, soll eine rothe Rosette dienen, die mit entsprechenden mithilft, um diesen Uebelstand zu beseitigen. Als Erkennungsüber den Kantener Sinabenmord gesprochen, und gabei bie Włas so haben sich auch in Braunschweig eine Reihe„ Gut- eichen nine the hole benen G. ausgestatter tit. nahmen der an der Inszenirung des Buschoff- Prozesses gefinnter" unter den Brauerei- Arbeitern gefunden, die in öffent. Der Tourist, Arbeiter- Berkehrs- Zeitung" wurde einstimmig zum betheiligten Behörden einer Kritik unterzogen. Nachlicher Erklärung befunden, daß sie mit ihrer bisherigen Lage Organ der Organisation ernannt. einem A Hierauf gelangte eine Mit einem Hoch auf das Blühen und Gedeihen der neuen Organisation schließt der Vorsitzende den Kongreß. in der Staatsbürger- Beitung" enthaltenen Bericht sehr zufrieden" gewesen seien und sie verurtheilen den Boykott. Resolution que Annahme, die noch besonders hervorhebt, daß es über die Versammlung soll er dabei Redewendungen gebraucht Gleichzeitig haben sie eine Eingabe, unterzeichnet von 155 der Das Hauptbestreben ist, die Organisation nur zur Befferung der haben, die starke Beleidigungen gegen den Untersuchungsrichter Ausgesperrten, an die Brauereien gesandt, in der sie um Wieder- politischer und ökonomischen Lage der Arbeiter zu benüßen und Brigius und den Staatsanwalt Baumgard enthielten. Da der einstellung bitten. Währenddem suchen sich die Brauereibefizer Reichstag seinerzeit die Einstellung des Verfahrens während der durch Einstellung von Tagelöhnern, die ihnen durch andere Unter- jede Sportfegerei bei Seite zu laffen. Dauer der Reichstagssitzungen beschlossen hatte, hat sich die Er- nehmer zugewiesen werden, zu helfen. Die Zahl der Ausledigung dieser Straffache bis gestern verzögert. Der Ange- gesperrten beträgt gegen 400 Mann, worunter Leute, die 20 bis Am 2. Feiertag veranstaltete der Radfahrer- Verein und der flagte bestritt, daß der Bericht in der Staatsbürger Beitung" 27 Jahre in derselben Stellung sich befunden hatten. Ruderverein Vorwärts" Berlin einen Ausflug nach Wilhelminen seine Worte und seinen Gedankengang präzise wiedergegeben Verkracht ist die Gewerbebank in Glberfeld, deren bof. Während der Ruderverein per Boste vom Bootshause bet habe und da hierüber durch die Beweis aufnahme eine sichere Mitglieder, zirka 300, faft alle dem Handwerkerstande angehören. Stralau die Tour antrat, legten die Radfahrer per Rad rom Auskunft nicht ermöglicht wurde, so erfolgte auf den Antrag Die bis heute aufgedeckte Unterbilanz beziffert sich auf über Vereinslokal den Weg zurück. Am Abend fand ein gemeinschaft: des Staatsanwalts selbst die Freisprechung des Angeklagten. 260 000 m. inkl. der Geschäftsantheile der Mitglieder von zirka licher Bierkommers im fleinen Saale der Reischach'schen Brauerei Für Handlungsgehilfen ist ein Erkenntniß des 11. Zivil- 70 000 m.; diefelbe dürfte sich indeß durch richtige Bewerthung in Stralan statt. fenats des Kammergerichts von Intereffe, welches die Heraus hat der Vorstand Albach, welcher vor kurzer Zeit plöglich starb, des verunglückten Streits der Arbeiter der Kuhnheim'schen des Portefeuille auf etwa 350 000 M. erhöhen. Seit 10 Jahren Eine öffentliche Volksversammlung, welche den Abschluß gabe der Raution eines Handlungsgehilfen betrifft. Ein solcher hatte seinem Chef eine Kaution dafür bestellt, daß die Bilanzen zu verschleiern gewußt; der Aufsichtsrath ließ fich Fabrit bildete, fand am Freitag Abend in Bebrenb's gofal er die Firma nicht durch Veruntreuungen oder falsche Be- regelmäßig dupiren. In Banktreisen war die schlechte Geschäfts- in Köpenid statt. Jahn Berlin referirte über Entstehung, stellungen in Schaden bringe. Als der Handlungsgehilfe aus- lage schon lange bekannt. Verlauf und Ende des Streits, welchen die Mehrzahl der getreten war, machte er Monate hindurch vergeblich den Versuch, Die gewerkschaftliche Bewegung, so schreibt man aus Kuhnheim'schen Arbeiter in so schnöder Weise gebrochen haben, Die Auszahlung der Kaution zu erlangen. Die betr. Firma Fürth, macht hier recht erfreuliche Fortschritte. Allenthalben während sie bei auch nur achttägigem Ausharren gestegt hätten. erklärte jedesmal, daß ihre Erfundigungen, ob ihr etwa ein regt es sich in aller Berufen und der Zusammenschluß in fach- Für die übrigen Arbeiter, nicht nur Berlins und Umgegend, Schaden entstanden, noch nicht beendet seien. Der Gehilfe ist gewerblichen Organisationen wird von den Arbeitern mehr als sondern ganz Deutschlands, wird dieser Streit und ſein Berlauf schließlich flagbar geworden und hat in zwei Instanzen die bisher als Nothwendigkeit empfunden. Am Freitag Abend sprach eine besondere Lehre sein für die Zukunft, eine Agitation für die Verurtheilung der betr. Firma zur Herauszahlung der Kaution Genoffe Segit in einer Versammlung der Maler und Tün cher, Organisation, namentlich der ungelernten Arbeiter zu schaffen, nebst 6 pet. Zinsen für die ganze Zeit, von 4 Wochen nach dem welche von recht gutem Erfolg begleitet war. Die Organisation, mit welchen Bestrebungen schon in nächster Zeit begonnen Entlassungstage an gerechnet, erftritten. Das Kammergericht ist welche Jahre lang als Lokalverein ein beschauliches Dasein führte, werden müsse in der Umgebung Berlins. Die Streifbrecher mit dem Vorderrichter der Ansicht gewesen, daß ein Zeitraum hat einen bedeutsamen Aufschwung genommen und wird sich selbst werden für ihren schnöden Verrath ohnehin zu büßcn von 4 Wochen ausreichend sei, um der betr. Firma nach nunmehr dem Zentralverband der Maler 2c. anschließen. ordnungsmäßigem Geschäftsgange Gewißheit darüber zu verschaffen, ob ihr Ansprüche gegen den Kläger zustehen oder nicht. Dem Kläger gab das Rammergericht zu, daß er auf Auszahlung der Kaution, deren er zur Erlangung einer anderen Lebensftelling doch bald wieder bedürfen konnte, nicht zu warten brauchte, bis es den Bellagten beliebte, ihre Grfundigungen au beenden. Soziale teberlicht. Achtung, Glasarbeiter! Den Glasarbeitern Iden burgs ist eine bedeutende Lohnreduktion angefündigt und be abfichtigen die Kollegen, hiergegen Stellung zu nehmen, da deren Lage ohnehin schon eine traurige ift. Der Zuzug nach Oldenburg ist daher fireng fernzuhalten. Der Vorstand des Verbandes = der Glasarbeiter und Arbeiterinnen Deutsch Iands.( Sit Bergedorf.) I A.: A. Gebel. NB. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Vom Lohukomitee der streifenden Schuhmache in Burg wird uns auf telegraphischem Wege mitgetheilt, daß das Gerücht, welches die Gegner in der Kapitalistenpresse verbreiten, 150 der Streifenden seien zur Arbeit zurückgekehrt, falsch ift. Bis jetzt hat sich noch nicht ein Streitbrecher gefunden, alle Fabriken stehen leer. Alle Arbeiterblätter werden dringend gebeten, obige Notiz sofort zum Abbruck zu bringen. Die Streitbewegung im Baugewerbe in Danzig Die Streifbewegung im Baugewerbe in Danzig nimmt größeren Umfang an. Der Zuzug der Zimmerer ist ganz unerheblich. Die entlassenen Maurer haben die Uebernahme der Arbeiten in eigene Regie beschlossen. Der Streif der Loudoner Droich fenfutscher geht schon wieder seinem Ende entgegen. Die meisten Besizer haben bewilligt. haben, da bereits in nächster Zeit Entlassungen zu je 100 Mann stattfinden sollen; bei einer fräftigen Organisation wären der= artige Folgen einfach unmöglich. Mögen fich daher die unmeinsamen Feind: den Kapitalismus. In der Diskussion erflären sich sämmtliche Redner, Hildebrandt, Hilliger, itfin, Bröckert und Gurber, mit obigen Ausführungen einverstanden. Versammlungen. gelernten Arbeiter endlich organisiren zum Kampf gegen den geDie Freie Vereinigung der Bureau- Angestellten hielt am 8. d. Mts. ibré halbjährige Generalversammlung ab. ihre Kollege Astor ertheilte den Vereins- und Kollege Schulz den Kassenbericht. Dem Bericht war zu entnehmen, daß im letzten Während aber von Hildebrandt und besonders von Litfin die Halbjahre der Vereinigung 35 neue Mitglieder beigetreten sind. Gründung einer neuen besonderen Organisation für NiederJest zählt die Vereinigung 107 Mitglieder, hiervon müssen zirka Schönweide, Röpenick, Adlershof 2c. empfohlen 7-8 als ausgeschieden gelten wegen Zahlungsfäumniß. Die wurde, forderte Genosse Arndt Berlin den Anschluß, bezw. Ginnahmen betrugen im Halbjahre ertl. Stiftungsfest 194,50 M., die Gintritt in die bereits bestehende Organisation des Vereins der Ausgaben 192,20 m Nach dem Bericht des Stellenvermittlers Hopp Silisarbeiter für Berlin und Umgegend". Durch Annahme einer meldeten sich insgesammt 84 Etellensuchende. Arbeitgeber wandten Resolution, in welcher zum Anschluß an die Organisation aufsich an den Berein 25. Belegt wurden insgesammt 13 Stellen, gefordert wurde, erklärte sich die Versammlung mit den etwa theilweise wurde die Besetzung der gemeldeten Stellen wegen 70 Ausgesperrten der Kuhnheim'schen Arbeiter solidarisch und geringen Gehaltes abgelehnt, zum Theil die Stellen anderweit erwartet, daß die Sammlungen und Unterstützungen für dieselben befett. Das Stellenvermittelungs und Vereinsbureau brachte so lange fortgesetzt werden, bis sie wieder eine Gristens gefunden dem Verein an schriftlichen Arbeiten, freiwilligen Geschenken, haben. Ferner spricht die Bersammlung den Wunsch aus, daß Stenographie Unterricht 22,40 M. ein. Ausgegeben wurden in demnächst stattfindenden Versammlungen eine rege Agitation 102,20 M. Die Neuwahl des Vorstandes fiel auf folgende Per- für die Organisation entfaltet werden soll. Am Montag, den fonen: Bauer Vorsitzender, Voigt Schriftführer, Schulz Kassirer. 21. Mai, Abends 812 Uhr, findet eine öffentliche Volksversamms Ferner wurden gewählt je ein zweiter Borsigender, Schriftführer lung für Röpenick statt, die Stellung nehmen soll zu den Maßund Kassirer und ein Beisiger, sowie drei Kassenfontrolleure. regelungen der Brauer und Böttcher. Die Breßkommission für die Fachschrift Der Bureau- Angestellte" besteht aus drei Mitgliedern. Die zweite Monatsversammlung fällt während der Sommermonate aus. M " Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Zahl) Die Nadfahrer traten an den Pfingstfeiertagen in Berlin anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. 31 einem Kongreß zusammen. Vertreter waren aus folgenden Abonnent Marienstraße. 1. Nein. 2. Wenn der Katalog ichweig, Fürth, Gera, Hamburg, Heilbronn, Krimmitschau, ganz noch theilweise nachdrucken. Städten erschienen: Altenburg, Berlin, Brandenburg, Braun- eine selbständige geistige Arbeit darstellt, dürfen Sie ihn weder Paul Jung. Sie haben nach§ 13 des Ges. vom 1. Juni Leipzig, Mannheim und Spremberg. Mancher von den Delegirten hat den Weg auf dem Rade zurückgelegt, allein aus 1870 die Staatsangehörigkeit verloren. Leipzig hatten 14 Mann sich dieser Aufgabe unterzogen. Die E. 2. 22. Unserer Ansicht nach ist der Hauswirth verPrüfung der Mandate ergab 21 giltige Mandate. Der erste pflichtet, Sie zu fragen; die Polizeiverordnung legt den HausPunkt der Tagesordnung lautete: Wie ist es möglich, einen wirth die Meldepflicht auf. existenzfähigen Bund der Arbeiter- Radfahrer Deutschlands zu. Scholz Für Wiederholungen ist kein Raum im Vorgründen?" Die Debatte drehte sich hierbei im wesentlichen um wärts" vorhanden. Was Sie einivenden, ist bereits im vorigen die Frage, soll dieser Bund einen politischen Anstrich be: Gingesandt enthalten. tommen. Nach einer längeren Aussprache über diese Stellung C. F. Expedition des Vorwärts", Beuthstr. 3. Der Streif ber m. Railway Union an der Great der Vereinigung, in der verschiedene Medner gegen eine politische D. M. Wir sind überzeugt, daß es kaum dieser Notiz beNorthern Bahn ist zu gunsten der Arbeiter beendet worden, Tendenz plädirten, entschied man sich für die politische Be- darf, um unsere Parteigenossen zu veranlassen, gegen den Wirth indem ein von beiden Theilen eingesetztes Schiedsgericht die thätigung. Zu diesem Zweck soll in Nürnberg- Fürth eine des Lokals Schwedterstr. 33 entsprechend vorzugehen, falls dieser Forderungen derselben zu 10/20 als berechtigt erkannt hatte; die Agitationstommiffion gewählt werden, zu deren Vorsitzenden wirklich boykottirtes Bier verschenken sollte. Mitglieder der alten Organisationen( Brüderschaften) waren auf eißenleiter Fürth bestimmt wurde. Diese Kommission E. F. Ihrer Anregung betreffs der Boykottplakate ist, wie Anordnung ihrer Beamten furz vorher wieder auf ihre Pläge hat die Aufgabe, sich mit den von ihr ernannten Vertrauens. Sie aus dec Sonnabendnummer ersehen haben werden, bereits zurückgekehrt. Es ist anzunehmen und zu hoffen daß die leuten in den einzelnen Städten in Verbindung zu setzen. Die stattgegeben worden. neue Organisation in furzer Zeit die große Maffe der Eisenbahn Bauptbestrebung dieser Berbindung soll sein, sich im Bedarfs- R. P. 100. Berlin, Hamburg Altona, Leipzig, München, Arbeiter vereinigen wird. falle, z. B. bei Wahlen, der sozialdemokratischen Partei zur Ver- Breslau. Die achtständige Arbeitszeit wird auch die Buchdruckerei bes Hamburger Echo" mit dem 28. b. M. einführen. " Alpha. H -Ravalier", beigebracht. Da hätte sein friedliebend gutes gütig gegen feine Arbeiter? Stand er nicht im ersten Schall: Wer ein Christ sein will und heute für Schaffung einer Herz sich in dem Ausruf entlaben: Glied, als es galt, auf der Ausstellung, die allerlei Ver- Republik mit den Sozialdemokraten zufammentämpfen will, ja Gan mer froh, daß mer froh san! ficherungen gegen Unfälle enthielt, der Welt zu zeigen, der ist entweder wahnsinnig geworden oder ich neune ihn auch und jeder Spießer zwischen der Taborlinie und dem Vorort wie herrlich weit wir es im Arbeiterschutz gebracht noch heute einen Feind des Baterlandes." Und was die Stellung zur Religion betrifft, so erklärt Schall offenbar als sein Hernals hätte hinter seinem Echoppen voll von grünem haben? Und so grausam verkennt man diesen uneigen Ideal: In Nord- Amerika, der Republit, wo Kirche und Heurigen hervorgeguckt und die tiefsinnigen Worte genügigen Wohlthäter und Großmillionär, daß man seinen Staat abfolut getrennt sind, besteht doch die Grundforderung, sprochen: Was wolle hernacher dö Malafiz- Bergarbeiter? Brauring mit Boykott belegt? Was that er denn Schlimmes, daß jeder Bürger und namentlich jeder Beauste an Gott glauben Gebe's denn no kan Ruah! als er Hunderte von Arbeitern auf die Straße weisen ließ? muß, ein Religion slofer fönnte dort nicht Präsident sein." Und Nicht mit so niedrigen Beweisgründen, nicht mit so Den Geist der Disziplin nur wollte er hochhalten, so sagt bei solchem Standpunkt ist Baitor Schall so naiv auszurufen: verlogener Rührseligkeit mehr darf die Bourgeoispresse er, und mit blutendem Herzen nur schwang er die Hunger Hätte man auf grund des Programms mich nicht willfommen Daß man seine Deutschlands, so weit sie sich noch ihres[ Einflusses rühmt, peitsche, so sagt er. Die Arbeiterschaft an sich ist rein und beißen sollen in der Sozialdemokratie!" christlich sozial= monarchischen Bestrebungen zurückwies, ist zu ihren Lesern sprechen. Zu gefestigt ist die Macht ber fromm und guten Herzens; da sie sich aber nun doch empört nur Machwerk der Judenherrschaft in der Sozialdemokratie! sozialistischen Ideen, als daß sie wagen fönnte, was und ungefügig wird, so muß abermals demagogisches Gift Ich bin heute noch fest überzeugt- man höre und staune Graf Wilczek und die Neue freie Presse" wagen. in ihre Adern geträufelt worden sein. Das ist das Um baß die ganze Magdeburger Bersammlung ohne auffallende Aber ihre Kindlichkeiten und ihren Köhlerglauben, und Auf in der Logik des hochgeschäßten Herrn Rösicke und Störung in mein Kaiserhoch nahezu einstimmig eingestimmt hätte, als gäbe e3 eine fromme, tugendfame Heerde der Seinen. Nicht im eigenen Walten erkennen sie die wenn nicht vom Präsidententische her, sobald man mein Hoch von Arbeiter- Schäflein, die durch nichtsnuzige, verheyende Keinie zur grollenden Unzufriedenheit, sie schaffen sich ein spürte, die deutlichsten Zeichen und Winke in die Masse gegeben Agitatoren in eine Art von Drehkrankheit versezt würden, lächerliches Phantom, ein unsinniges Gespenst, das sie Hetz- worden wären."" Das Volk ist verführt und folgt blindlings läßt sie doch nicht fahren. Wer selbst von diesem Köhler- brüder benennen, und sie sind so dummschlau, daß sie dem denen, welche ihm das Gold vor Augen halten, aus dem sie die glauben frei ist, der heuchelt ihn wenigstens, um das Ver- Gros der Arbeiter zu schmeicheln glauben, während sie es Ringe schmieden werden, es noch tiefer zu verderben in Gott Tofigteit, Jammer und Noth." Denn wenn auch die sozialtrauen seiner ruheliebenden Witgenossen nicht durch scharfe in Wahrheit beleidigen. demokratischen Führer die Revolution nicht wollen, und ich Gedankenarbeit zu stören. Wie bequem ist doch die prächtige glaub's ihnen, so wächst sie ihnen über den Kopf hinaus infolge Annahme", der gewissenlose Demagoge besorgt jeglichen ihrer gottlosen, unfittlichen, ja teuflischen Agitation, die das Aufruhr. Wie unbequem, wie erschreckend hingegen die Bolt nicht in die Höhe hebt zu großen Gedanken, sondern her Thatsache, welche Summe von Groll muß aufgespeichert Die Arbeiter und die befigenden Klassen." ,, Die unterzieht in die niederen Leidenschaften." Weil die Sozialsein, daß die Wortführer des proletarischen Gedankens dies Nothwendigkeit evangelisch sozialer Arbeitervereine." demokraten entgegen ihrem Programm( in der Religion) unduldsam Proletariat so einmüthig wiffen? Wieder hat der inter- 3wei Meden, gehalten in Hamburg am 28. Februar und 1. März find( dies begründet Schall vorher mit einer ganz erbärmlichen nationale Kongreß der Bergarbeiter zumindest die Ein 1894 von Eduard Schall, luth. Pastor in Bahrdorf. Seil rein aus der Luft gegriffenen Berleumdung betreffs Genosse müthigkeit des proletarischen Bewußtseins erwiesen; und an bronn. Verlag von Salzer. In einer christlich- sozial- monarchi. Wächter's Vertretung des Christenthums) und durch ihre Führer schen Boltspartei" möchte Schall die Arbeiter" sammeln im einen Fanatismus gegen die christliche Religion entzünden, des= Strohhalmie flammert sich die Aengstlichkeit der Bourgeoisie, Kampfe gegen die„ Besitzenden", Welchen Sozialismus diese wegen müssen wir dagegen reagiren, uns nicht rauben lassen, um sich in dem schwachen Troft wiegen zu können: Noch chrinlich- soziale Bolkspartei aber eigentlich erstreben soll, ist nicht was beilig ist, nicht still zusehen, daß unser Volk verdorben wird hat der Sozialismus nicht das gesammte Proletariat recht flar. Schall giebt der sozialdemokratischen Kritik des privat- und fo, ehe es selbst ahnt, zur blutigen Revolution präparirt zusammengeschweißt. Welch' jauchzendes Halloh, als der fapitalistischen Wirthschaftsfyitems vollständig recht, befämpft wird, damit dann die Gescheidten von dieser hernach brodelnden Reporter Wallstein lauf höchsteigene Faust eine Lanze für aber, daß die Sozialdemokratie alle Heilung allein vom Kollet: Suppe im Geheimen das Fett abfüllen und sich dann heimlich Papst und Monarchie brach! Immer sollen es die bösen, tivismus erwarte, der erst ein Problem" fei. Die Sozial- in die Büfche schlagen." Ist das die" chriftliche" Kampfesweife verhezzenden Führer" gewesen sein, die das gute gläubige demokratie verfolgt blindlings Probleme und wird utopistisch." der christlich- fozial- monarchischen Volkspartei von Pastor Schall? Herz der Arbeiterschaft verderben. Herr Wilczek sagt's und rismus, mit welchem sie dieses Problem, das nach ihren eigenen fie mit„ Berdrebungen und Berleumdungen" tämpfe? Die SozialTas Echlimmste ist, daß die Partei in dem blinden Fana und dabei wagt er noch der Sozialdemokratie vorzuwerfen, daß Herr Wallstein sagt's und Herr Rösicke, auch ein Bolts Meistern erit in Jahrhunderten verwirklicht werden tann( 1) demokraten haben an Schall stets anerkannt, was fie anerkennen mann und auch von der Rasse derer mit dem guten Herzen, verfolgt, jeden gesunden Blick verliert für bie fonnten, und wo sie ihn bekämpfen mußten, thaten fle es nie in betet es ihnen nach. Hat Herr Röfice je ein Wässerlein Besserung der Moth in der Gegenwart!" Gegen: folchen Beschimpfungen und Verleumdungen, wie wir sie von getrübt? War er nicht immer milde und gnädig und über dem Republikanisajus" der Sozialdemokratie erklärt Schall angeführt haben. M Literarisches. = " 11 Photographie 84L* Atelier Koch Hasenhaide 52/53 zwischen Gamphausen- u. 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Versammlung aller Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend am Mittwoch, den 23. Mai 1894, Abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Bühler, Rosenthalerstraße 38. Tagesordnung: 1. Stellungnahme der Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend zum ständigen Gewerkschafts- Bureau. 2. Inwieweit sind die Töpfer Berlins dem Beschluß der letzten Versammlung behufs. Wahl von Vertrauensleuten auf Bauten nachgekommen? 3. Verschiedenes. Wir ersuchen die Kollegen und Berufsgenossen, in dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen. 90/3 Der Vertrauensmann. Gustav Melzer, Friedrichsfelderstr. 26." Achtung! Achtung! Schneider u. Schneiderinnen. Montag, den 21. Mai, Abends 82 Uhr, im Lokal des Herrn Joël, Andreasstrasse 21: Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die geplante Lohnbewegung in der Konfektion und unter welchen Bedingungen ist dieselbe erfolgreich durchzuführen? Refer. Kollege Täterow. 2. Diskussion. 3. Die Aussperrung der Brauerei- Arbeiter und das Mittel des Boykotts. 野味 399 3 # 3u diefer hochwichtigen Tagesordnung sind alle Schneider und Schneiderinnen der Herren-, Damen- und Knaben- Konfektion, Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper 2c. besonders eingeladen. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten! Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Zwei große öffentliche Versammlungen für Männer und Frauen sämmtlicher Schmiede Berlins und Umgegend, Die erste: Dienstag, den 22. Mai, Abends 8%, Uhr, Oranienftr. 180, die zweite: Donnerstag, den 24. Mai, Abends 81/2 Uhr, bei Hänsel, Invalidenstraße 1. In beiden Versammlungen: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Referenten werden in der Versammlung bekannt gemacht. Der Einberufer. 280/11 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Montag, den 21. Mai, Abends 8½½ Uhr, bei Hoffmann, Oranienstr. 180( Tunnel): Werkstatt- Vertrauensmänner- Versammlung 439/14 für den Bezirk Süd- Osten. Tagesordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Orts- Krankenkañe des Maurergewerbes zu Berlin. Einladung. Dienstag, den 22. d. M., Abds. 8 Uhr, im großen Saale des Herrn Boltz, Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 20. Mai 1894, Abends 71/2 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 79: Derlammlung. Alte Jakobstr. 75: Außerordentliche 19. Jahrhunderts." Vortrag des Herrn Jahn über: Die Kommunisten des 18. und Nachdem: Gemüthliches Beifammensein. Gäfte( Damen und Der Vorstand. Generalversammlung serren) sehr willkommen. der Vertreter der Arbeitgeber und Raffenmitglieder ber Orto- Stranten Maurergewerbes". Tages.Ordnung: 1. Beschlußfassung über die Verfügungen des Herrn Oberpräsidenten, betreffend die Erhöhung der Beiträge und Abänderung des Statuts. 2. Bericht des Vorstandes über seine bisherigen Maßnahmen zu diesen Ver fügungen resp. das Vorgehen der Auffichtsbehörde. 3. Verschiedenes. Berlin, den 8. Mai 1894. Der Vorstand. A. Dähne, A. Kelpin, Vorsitzender. Schriftführer. 751b 150/20 Vereinigung der Maler, Lackirer u. Anstreicher. Dienstag, den 22. Mai, Abends 8 Uhr: Kombinirte Mitglieder- Versammlung in Cohn's Festsälen, Beuthstraße, Aufgang Beuthstr. 22. Tages- Ordnung: 1. Unsere Werkstätten- Organisation und Antrag sämmtlicher FilialBevollmächtigten: Verschmelzung der gesammten Filialen Berlins zu einer. 2. Bericht der Delegirten vom Provinzial- Verbandstag zu Rottbus. Sämmtliche organisirte Kollegen sind hierzu eingeladen. Mitgliedsbuch J. A.: Carl Weber, Bev. d. Fil. SW., Bergmannstr. 98. legitimirt. Große öffentliche Versammlung 442/18 908/13 der Herren- u. Knabenkonfektions- Schneider u.-Schneiderinnen Verband deutscher Korbmacher ( Filiale Berlin). Montag, den 21. Mai, Abos. 81/2 Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21: Versammlung. Achtung! Alle Militär-, Lieferungs- und Zivilschneider werden dringend ersucht, Montag, den 21. Mai, Abends 81/2 Uhr, Johannesstraße 20, in der Berichterstattung über die Verhand Versammlung zu erscheinen, wo die Iungen mit dem Handelsministerium auf der Tagesordnung ist. 238/3 Der Vorstand. Achtung, Arbeiter- Gesangvereine! Rönigsstr. 67, Hof part., Vereinszimmer, bis 50 Personen fassend, zu vergeben. H. Feistel, Gastwirth. 855b Für Sonnabend Abend bin ich für Männer oder gemischten Chor frei. A. Miesch, Gefanglehrer, Weißenburgerstr. 49. 841b Bierlieferungen Montag, den 21. Mai, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstrasse 33. Zages Ordnung: 1. Die Schäden in der Hausindustrie. Referent Ro lege Schmidt. 2. Diskussion.- Der Gewerberath von Stülpnagel ist eingeladen. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet 8226 Der Einberufer. Handlungsgehilfen und-Gehilfinnen! Große öffentliche Versammlung am Montag, den 21. Mai, Abends 8½ Uhr, in der„ Ressource", Kommandanten- Straße Nr. 57. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Handlungsgehilfen zu den Gewerbegerichten? Referent: Kollege Rich. Lipinski aus Leipzig. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht aller Handlungstaffer Sand gehilsen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. A. Penn. 500/8 Montag, den 21. Mai, Abends 81/2 Uhr, im Lokal des Herrn Joël, Andreasstrasse 21: Mitglieder- Versammlung übernimmt aus Brauereien, welche dem der Freien Vereinigung aller in der Schuhindustrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen sämmtlicher Branchen. Zagesordnung: Bierring nicht angehören, auch sich mit deren Vorgehen nicht solidarisch erflären. Gleichzeitig bin ich beauftragt, öffentlich anzuzeigen, daß der Brauerei 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.- Die Mitglieder werden ersucht, recht 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann über: Kampf ums Dasein". Besitzer F. W. Reichenkron in Ghar- pünktlich zu erscheinen. Gäste willkommen. lottenburg aus dem Ning aus geschieden ist. 821b Julius Kampfhenkel, 147a Schönhauser Allee 147a. Telephon Amt III No. 8852. Theater- Gesellschaft sught in Berlin oder außerhalb, für Sommer und Winter, auf einzelne Tage oder für ständig Lokalitäten. Gefl. Anerbietungen an Nich. Heise, Voltshumorist, Berlin N., Zionstirch straße 11, erbeten. NB. Zum Vortragen meiner Rouplets Montag, den 21. Mai, Abends 8 Uhr, bei Heinicke, c. bin ich noch frei. Friedrich Karlstraße Nr. 11: Bezirksversammlung für Friedrichsberg. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Werkstatt Angelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen von Friedrichsberg und Umgegend werden dringend ersucht, in dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen. Bezirksversammlung für„, Moabit“ 439/16 am Sonntag, den 20. Mai 1894, Vormittags 9% Uhr, bei Ahrens, Thurmstr. 26. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Un rege Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Arbeiter Bildungsverein Friedrichsberg. Dienstag, den 22. Mai, Abends 8½½ Uhr, im Lokal des Herrn Westphal( Schwarzer Adler): Versammlung. Zages Ordnung: 847b Zur Aufnahme von Feuer, Glas838b Der Vorstand. Freie Volksbühne. Am Sonntag, den 20. Mai, findet für die IV. Abtheilung eine Vorstellung im ,, Lessing- Theater" statt. Zur Aufführung gelangt: Die Krenzlschreiber. Bauernposse in 3 Atten von 2. Anzengruber. Beginn der Verloosung 1/2 Uhr, der Vorstellung 22 Uhr. E Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk. O., Blumenstr. 21. 85/9 und Kinderverſicherung und Sterbetaſſe Achtung! Müggelschlösschen. Achtung! empfiehlt A. Miesch, Weißenburgerstr. 49. Für den Nachweis von Versicherungen zahle ich Provision. 8426 Friedrichshagen. Friedrichshagen. Sonntag, den 17. Juni: as beße Brot im Norden, Großes sozialdemokratisches Volksfest 53/4 Pid. schwer, von reinem Roggenmehl, mit Kontrollmarke, bekommt Brunnenstr. 161, Hof, im neu renoman in Pfeiffer's Brotbäckerei, virten Backhaus. Stempel! 1. Vortrag des Genossen Borchard über: Die Bedeutung der Ar- S beiterorganisation. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. VerVereins- Abzeichen. H.GUTTMANN Stempel-, *( Schablonen-, SchilderFabrik Berlin N., Brunnenstr. 9. * 843b Stempel! unter Mitwirkung des Arbeiter- Sängerbundes und der Arbeiter- Bildungsschule sowie von Mitgliedern der Freien Volksbühne. Grosses Doppel- Concert ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Civil- Berufsmusiker. E Massengesänge. Volksbelustigungen, theatralische Aufführungen etc. etc. Zur Aufführung gelangt unter Anderem: Die Leichenfeier des Königs Mammon. Große humoristisch- satirische Darstellung. schiedenes. Gäste find herzlich willkommen. Der Wichtigkeit der Versamm. Gravirung von Inschriften etc. Leichenzug, Voltebelustigungen zur Feier des Begräbnisses im Theater, Museum, lung wegen ist vollzähliges Erscheinen Pflicht. 122/10 Nadeln z Wiederverk. Der Vorfand. Lassalle- ter frco. geg. Eini. Achtung! Friedrichsberg! Achtung! von 20 Pf. H. Guttmann, Brunnenstr. 9. Gr. öffentl. Bolfs- Berjammlung. S Sonntag, den 20. Mai, Vormittags II Uhr, im Lokale des Herrn Spitzig, Frankfurter Allee 193. Tages Ordnung: 1. Die Aussperrung der Brauerei- Arbeiter und wie stellen sich die Arbeiter Friedrichsbergs dazu? 2. Distussion. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. 484/9 Die Vertrauensperson. Lothringerstrasse 53, vis- à- vis der Pierdebahn- Wartehalle B. Günzel, Spezialität: Borträts der sozialistischen Führer Lassalle Das Groß Restaurant zum Segler- Schlösschen Schmöckwitz entspricht wegen seiner großen Räumlichkeiten den weitgehendsten Anforderungen, daher Vereinen, Gesellschaften, Fabriken zu Ausflügen besonders zu empfehlen. Th. Hahne. Empfehle meinen Bairisch BierAusschauk, nur vom Münchener Brauhaus, auch eine gute Weiße. # end Mary in Cigarrenspitzen, Pfeifen, Brochen, Nateln, Knöpfen, Stöcken, W. Grube, Mariendorferstraße, Büsten, Bildern u.bgl. en gros, en détail.( Man verlange den Preiskourant.)[* 18165* Ecke Solmsstraße. Panoptikum u. s. w. Großes Schanturnen des Turnvereins ,, Fichte". Mitgl. d. Brdb. Arb.-T.-B. Großes Wettrudern, veranstaltet vom Ruderklub Vorwärts". Produktionen auf dem Wasser vom Schwimmflub ,, Scht". Belustigungen, Spiele 2c. für Erwachsene und Kinder. Eierrennen, Blasenstechen, Dreibeinlaufen, Stangenklettern u. s. w. Bücher- und Bilder- Verloosung. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Anfang des Konzerts Morgens S Uhr. Billets 25 Pf. inklusive zweimaliger Ueberfahrt. Fahrgelegenheit: Von allen Stationen der Stadt- und Ringbahn, Dampfer Gesellschaft Stern"( Aofahrt Jannowißbrücke), Kremser. Für ausreichende hin und Rückfahrt ist Sorge getragen. Bildungsschule, sowie in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Billets find in allen Zahlstellen der Freien Volfsbühne" und ArbeiterDie Vertrauenspersonen. 492/8 " " Berantwortlicher Hedatteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.