Nr. 44. 34. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: abonnements Brets bränumerando Bierteljährl 8,90 m, monat! 1,30 R möchentlich 80 Big. fret ins Haus. Einzelne Nummer 6 Big. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Belt 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,30 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost- Beitungs Breislifte Unter Kreuzband Deutichland und Defterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mark pro Monat Bostabonnements nehmen ant Belgien, Danemari, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglia. Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 60 Big., fie bolittiche und gemertschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das fettgedrudie Bort 20 Big.( zuläffig 2 fettgedruckte Borte), jebes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und SchlaffteDenan zeigen das erfte Wort 10 Bfg., jedes weitere Bort 5 Bfg. Worte über 15 Buch fiaben zählen für zwei Borte. Inferate für die nächite Nummer müjjen bie 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlig". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands. Redaktion: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Ami Morisplas, Nr. 151 90-151 97. Mittwoch, den 14. Februar 1917. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernibrecher: Amt Moriblas, Nr. 151 90-151 97. 74,6 milliarden englische Kriegskoften. Feindliche Vorstöße zwischen Ypern und Arras Ruffenangriffe bei Zwyzyn Sturmerfolg an der Valeputna- Straße Höhe bei Paralovo erstürmt. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 13. Februar 1917.( W. T. B.) Weftlicher Kriegsschauplah. Tagsüber schränkte starker Nebel die Gefechtstätigkeit an faft der ganzen Front ein. Im Somme- Gebiet lebte der Artilleriekampf abends auf und hielt nachts in wechselnder Stärke, besonders lebhaft zwischen St. Pierre- Banft- Wald und Péronne an. Zwischen Jpern und Arras scheiterten zahlreiche Berstöße feindlicher Aufklärungsabteilungen. Deftlicher Kriegsschauplah. Front des Generalfeldmarschalls Brinz Leopold von Bayern. Südlich des Dryswjaty- Sees brangen einige Stoßtrupps in die russische Stellung und fehrten mit 90 Gefangenen und einem Maschinengewehr zurück. Westlich von Luck blieben Erkundungsvorstöße und Minensprengungen der Ruffen ohne Erfolg. Bei Zwyzyn am oberen Sereth wurbe der zweimal wieberSolih mehrerer russischer Be gejaagen. Front des Generaloberst Erzherzog Joseph. Süblich der Baleputna- Straße nahmen unsere Truppen einen start ausgebauten Stüspunkt im Sturm. An Gefangenen wurden 3 Offiziere, 168 Mann, an Bente 3 Maschinengewehre und viel Feldgerät eingebracht, Zwischen Uz- und Butna- Tal vielfach lebhafte Artillerie- und Borfeldgefechte. Seeresgruppe bes Generalfelbmarfalls von Madensen Reine besonderen Ereigniffe. Mazedonische Front. Jm Cerna Bogen griffen nach wirkungsvoller Fener vorbereitung unsere Truppen eine feindliche Höhenftellung östlich von Paralovo an und stürmten sie und einige hinter der Front befindliche Lager. Bei geringem eigenen Berluft wurden 2 Offiziere, 90 Italiener gefangen, 5 Maschinengewehre und 2 Minenwerfer erbentet. Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff. Die englischen Kriegsausgaben. Die neue Kreditvorlage einstimmig angenommen. Die filbernen Kugeln, mit denen England seine Kriegsoperationen ausführt, werden in wahren Trommelfeuermassen verschossen. Im englischen Unterhause hat Bonar Bam einen Gefebentwurf zur Genehmigung eines Kredites von 530 Millionen Pfund Sterling eingebracht, durch den die notwendigen Ausgaben bis Ende Mai gedeckt werden sollen. Insgesamt soll im laufenden Finanzjahre um die Genehmi gung von 1950 Millionen Pfund nachgesucht werden. Abendbericht. Amtlich. Berlin, den 13. Februar. Abends. Vormittags scheiterte ein englischer Zeil. angriff füdlich von Serre. Im Westen und Often sonst keine größeren Kampfhandlungen. Jm Cerna- Bogen wurden Gegenangriffe in der von uns genommenen Höhenftellung abgewiesen. Der österreichische Bericht. Wien, 13. Februar 1917.( W. Z. B.) Amtlich wird verlautbart: Deftlicher Kriegsschauplak. Süblich der Balepatua Straße erstärmten unsere Truppen einen stark befestigten Stüspunkt. Hierbei wurden drei Offiziere und 168 Mann als Gefangene eingebracht und drei Maschinengewehre erbeutet. Bei 3 wyzyn aur oberen Sereih sprengte der Feind einen Minengang und versuchte hierauf im zweimaligen Angriff vergeblich in unsere Stellungen einzu. bringen. 101 Italienischer Kriegsschauplatz. Im Wippach Zal hielt der lebhafte Gefchistampf auch gestern an. Die Zteliekte verfeuerten zahlreiche Gasgranaten. Feindliche Angriffe aus dem Raume von St. Peter wurden abgewiesen. Die Anzahl der südlich der Coalba Schlucht eingebrachten Gefangenen hat sich auf drei Offiziere und achtundachtzig Mann erhöht. Am Tonale Paß überfielen unsere Truppen einen feindlichen Stütpunkt und nahmen breiundzwanzig Italiener gefangen. Südöftlicher Kriegsschauplak. Keine Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs bes Generalstabes. 1. Hoefer, Feldmarschalleutnant. Ereignisse zur See. Am Nachmittag des 11. Februar unternahm eine Gruppe unferer Seeflugzeuge einen gelungenen Erkundungsflug nach Balona, Santi Quaranta und Korfu. Eine andere Gruppe hat in früher Morgenstunde des 12. militärische Objekte und Torpedofahrzeuge in Brindisi angegriffen und Bombentreffer erzielt. Alle Flugzeuge find wohlbehalten eingerüdt. Flottenkommands. Krieg und Reichsfinanzen. Die sich mehrenden Abhandlungen über die Reichsfinanzen nach dem Kriege leiden alle daran, daß weder der Gegenstand der Betrachtung scharf begrenzt ist, weil niemand auch aur annähernd den gesamten jährlichen Mehrbedarf von Reich, Staaten und Gemeinden schäßen kann, noch die Art der die Deckung bestimmenden politischen und wirtschaftlichen Berhältnisse flar ist. Nach einer vor kurzem im Reichstag borgelegten Denkschrift waren bis 30. September 1916 folgende Schulden aufgenommen worden: Millionen Mark 5 proz. Reichsschuldverschreibungen 32 172,08 4 312 3 5 Schazanweisungen 41 1187,81 1972,19 1 630,99 1906,65 1 588,81 80, 10 339,20 Unverzinsliche Schabanweisungen Unberzinsliche Schapscheine" ein leicht mißzuberstehender Fachausdrud sind Schabicheine, denen feine eigenen Binsscheinbogen anhängen, sondern die auf Furze Zeit wie Wechsel verkauft werden, d. h. gegen einen Abschlag vom Nennwert( Diskont), der den Zinsen bis zum Ende ihrer Laufzeit entspricht. Unverzinsliche Schatscheine" werden zur Befriedigung eines borübergehenden Geldbedaris aufgenommen, wie er sich z. B. einstellt, wenn das aus einer Kriegsanleihe fließende Geld verbraucht ist, che noch eine neue Kriegsanleihe aufgenommen worden ist. Aus der Aufstellung der Reichsschulden ergibt sich, daß die fünfte Kriegsanleihe gerade zur Abdeckung der in Form unverzinslicher Schatzscheine" aufgenommenen schwebenden Schulden ausgereicht hat, daß aber der wahrscheinlich sehr gewachsene Bedarf feit Oftober schon wieder durch Aufnahme unverzinslicher Schatscheine" befriedigt werden muß. Daraus ergibt fich weiter, daß, wenn die legte Kriegsanleihe zeitlich nicht gerade mit dem Friedensschluß zusammenfällt, das Reich auch sofort in den ersten Friedensmonaten mit recht großen Forderungen an den Geldmarkt herantreten muß, wozu noch Staaten, Kreise und Gemeinden fommen, die ihren sehr großen Geldbedarf überhaupt nur durch Geldaufnahme mittels Wechsel befriedigt haben und die ihre schwebenden Schulden konsolidieren müssen. Diese Aussicht ist deshalb so betrüblich, weil der Geldmarkt nach dem Kriege von Handel, Gewerbe und Industrie in stärkstem Maße in Anspruch genommen werden wird, um Geld zur Wiederauffüllung der Warenlager oder zur Umstellung auf die Friedenswirtschaft oder zur Wiedererrichtung gewerblicher Betriebe, oder zun habe einen schwierigeren Weg als alle übrigen Nationen, aber es werde nicht eher Schluß machen, bis nicht das Ziel erreicht fei, das man sich ge- Häuserbau zu erhalten. Je mehr der Geldmarkt von Reid), stedt habe. Die Kreditvorlage wurde, wie gestern aus London gemeldet wurde, einstimmig angenommen. Die gefälschte Mehrheit für Briand. Staaten und Gemeinden in Anspruch genommen wird, desto enger ist der Spielraum seiner Koftgänger aus dem Wirtschaftsleben. Einen gewissen Trost gewährt nur der Umstand, daß die schwebender Schulden der anderen Staaten, die durch langfristige Anleihen abgelöst werden müssen, noch unendlich Rund hundert Stimmen wurden von der letzten Mehr- größer als die des Deutschen Reiches find, und ferner die heit, die Briand in der Kommer erzielte, nachträglich ab- gewichtige Tatsache, daß die öffentliche Verschuldung zum Hierzu erklärte Bonar Law in einer längeren Rede fol- gestrichen. Die Zahl von 389 Stimmen fant auf 290. Ein bedeutungsvollen Gegenstück eine Entschuldung sehr gendes: Diese Summe stelle einen höheren Betrag verdächtig hoher Unterschied, der sich nicht mit einem bloßen vieler Betriebe, landwirtschaftlicher wie gewerblicher, hat. dar als der, den Schazsekretär Mc Kenna im ber Irrtum erklären läßt. Jezt haben, wie Pariser Blätter Biele dieser Unternehmen haben sogar große Reserven zuriidgangenen Jahre angegeben habe. Die Zunahme melden, einige oppofitionelle Abgeordnete, darunter der gestellt, die zu einem erheblichen Teil in Kriegsanleihe anfei eine Folge der größeren Ausgaben für Munition sowie Redakteur des Temps", Tardieu, einen Antrag ein- gelegt find. Ihrem Zwed nach ist diese Anlage nicht als für Vorschüsse an die Kolonien und die Berbündeten. Bonar gebracht, daß fünftig jedesmal, wenn in der Kammer dauernd gedacht; sie soll nur einen hohen Zinsgewinn Bam sprach die Ueberzeugung aus, daß das Haus diese Aus- die Vertrauensfrage gestellt wird, eine Stich probe über bringen, ficher und leicht flüffig zu machen sein. Eines der gaben bewilligen werde. die Zahl der Anwesenden und die abgegebene ernstesten Probleme der Finanzpolitik nach dem Kriege wird Die Durchschnittsausgaben für den Muni- Stimmenzahl erfolgen muß. Es soll dadurch vermieden es sein, die Verkäuflichkeit der Anleihen zu angemessenent tionsbedarf des Heeres und der Marine seien im Vergleich werden, daß von demselben Abgeordneten mehrere Kurse und damit die Liquidität der Reserven zu sichern. Doch zum Beginne des Finanzjahres um 1 Million Pfund Stimmzettel abgegeben werden und eine falsche darf auch nicht vergessen werden, daß die Betriebe, die an Sterting pro Tag gestiegen. Fortwährend werde Abstimmungszahl bekannt gegeben wird, denn dies ist, wie dem reichen Segen der Kriegskonjunktur nicht. teilhaben, zu die Munitionserzeugung gesteigert. England sei nicht nur an die Blätter sagen, jüngst bei der Abstimmung über die Kredite ihrer vor dem Kriege angehäuften, während des Krieges Truppen, sondern auch hinsichtlich seiner Ausrüstung dem für die Unterstaatssekretäre geschehen. Es liegt also jest ein noch gewachsenen Schuldenlaft die größten Schwierigkeiten Feinde überlegen. Am Ende des ersten Kriegs- siffermäßiger und instruktiver Beleg vor, daß die Briandisten bei der Geldbeschaffung nach dem Kriege finden werden. Be: jahres sei ein kredit von 362 Millionen Pfund, bereit sind, für ihre Sache die öffentliche Meinung zu fälschen. sonders der städtische Grundbesig wird noch lange am Ende des zweiten ein Kredit von 1420 mil. an den Kriegsfolgen zu tragen haben. lionen bewilligt worden, und am Ende des britten würden 1950 Millionen verlangt Indien auf dem Weg zur Allgemeinen Kriegsanleihe zu sichern, hängt von vielen Faktoren ab, beWehrpflicht. sein, so daß insgesamt seit Beginn des Krieges sich die Summe auf 3732 Millionen Pfund( 74 640 Millionen Mark) belaufen würde. Bonar Sam schätzte die Bor. Rotterdam, 12. Februar. Dem„ Nieuwe Rotterdamschen schüsse, die England seinen Verbündeten gewährt Courant" zufolge erfährt die" Times" aus Bombay: Es ist hat, für das Ende des Finanzjahres auf insgesamt 800 mi I- dort eine Berordnung erlassen worden, daß fich alle mannlionen Pfund Sterling. Am Schluffe seiner Rede erklärte der Minister, daß er bolles Vertrauen für die Zukunft bege. Er wiffe nicht, ob die Anleihe einen Erfolg haben werde und meinte, England Das Gelingen des Kunststüdes, die Verkäuflichkeit der sonders aber von der Beschaffung von Mitteln für den Schuldendienst. Wir sagen Schuldendienst, weil es mit der Berzinsung nicht genug ist und die Anleihen auch getilgt werden müssen. Selbst wenn zu gleicher Zeit neue Schulden aufgenommen werden müssen, ja selbst wenn lichen britischen Untertanen vom 16. bis zum die Tilgung aus neuen Anleihen erfolgen sollte. Die Tilgung 50. 2ebensjahre melden müffen. Die Times" bemerkt fann zwei Zwede verfolgen: Entweder die Schuldsumme zu dazu, dies sei der erste Schritt zur Einführung der allge- verringern oder den Kurs der Anleihe zu stüßen, sei es dameinen militärischen Uebungspflicht in Britisch- Indien. durch, daß Schuldenverschreibungen zu dem Tagesturs auf Dicht vor dem Kriege! In diesen Beiten, wo lufionen zusammenknüpfen zu können, kann es doch nicht gleichgültig sein, feine nüßliche Speise sind, hat man solche Worte, die in poli- in welchem Augenblide und unter welchen Umständen das erste tischer Absicht gesprochen sind, als das Wichtigste herauszu-| 3usammentreffen von Vertretern der friegführenden Länder heben. Die diplomatischen Beziehungen sind in aller Form stattfindet. Und vieles spreche dafür, daß der jetzige Augenblick abgebrochen, und nur ein Schritt noch trennt vom Kriege. wirklich nicht der geeignete sei." Es wird nicht verhandelt," schreibt der„ Lokal- Das Blatt schließt:„ Da das schwedische Landessekreanzeiger" gestern über eine Notiz, die von der Meldung tariat jest Bedenten hegt und solche aus den gleichen Ursachen fremder Blätter Mitteilung macht, der Washingtoner auch in der dänischen und norwegischen Gewerkschaftsbeweministerrat beschäftige sich mit Anregungung gegen den schweizerischen, von Regien unterstüßten Vorgen europäischer Neutralstaaten, die darauf abschlag entstehen fönnten, dürfte ein Zustandekommen einer zielen, von der deutschen Marineleitung gewisse Erleichte- Konferenz zurzeit wohl noch ziemlich ungewiß sein." rungen im Seeverkehr zu erlangen. Also ein Versuch, der Es geht aus alledem hervor, daß die schwedischen Deffentlichkeit beizubringen, daß es diesseits des Ozeans Gewerkschaften der Einberufung nur für den Augenimmer noch Neutrale gäbe, die in Amerika die Vormacht und blick steptisch gegenüberstehen. Dagegen haben die norden Sachwalter der neutralen Angelegenheiten sehen möchten. wegischen Gewerkschaften ein zustimmen des Der Lofalanzeiger" erledigt indes die Meldung mit der Be- Telegramm an Regien gesandt, während über die Haltung merkung:„ von solchen Verhandlungen sei in Berlin nichts der dänischen Gewerkschaften noch nichts Bestimmtes beon folchen in Berlin nichts bekannt". fannt ist. Sen Martt genommen werden, sei es dadurch, daß der Staalr zum Nennwerte tilgt, wobei auch die kleine Chance, die Stüde zum Nennwert bezahlt zu erhalten, die Befizer ermutigt und an ihren Bapieren festhalten läßt. Um zu verhüten, daß Kriegsanleihe nach dem Kriege in großen Mengen auf den Markt geworfen wird, werden die Darlehnskaffen fortbestehen, vielleicht durch lange Jahre, mit der Aufgabe, Striegsanleihe zu sehr annehmbaren Bedingungen zu beleihen. Der Zinsendienst der Kriegsanleihe ungerechnet die notwendige Tilgung berlangt bis jetzt einen jährlichen Nehraufwand von 2,5 milliarden Mark. Dazu fommen no die Summen, die Staaten und Gemeinden für den Schuldendienst brauchen, sowie die Renten und Entschädigungssummen, die auf mindestens drei Milliarden Mark zu schäßen sind. Für die Deckung muß durch Steuern jorgt werden, und zwar so vollkommen, daß die Aufnahme von Anleihen zur Dedung von Fehlbeträgen bei der Bestreitung aufender Ausgaben überflüssig wird. England ist vorbildlich vorgegangen, indem es den Steuerertrag fast ausschließlich durch Verschärfung der direkten Steuern während des Krieges von ungefähr vier auf zehn Milliarden Berlin, 13. Februar. Heute hat der hiesige chilenische GeMark erhöht hat. Da Steuern in der Regel aus dem Ein- fandte Dr. Cruchaga im Auswärtigen Amt die Note überfommen geschöpft werden müssen und das werbende Kapital- reicht, durch welche die chilenische Regierung ihre Antwort Bern, 13. Februar.( W. T. B.)" Figaro" veröffentvermögen nicht vermindert werden soll, muß das Bolts- auf die deutsche Mitteilung über die neuen Maßnahmen für licht eine Aufstellung der Berluste der Haudels. einkommen durch Erhöhung der Produktivität den U- Boot- Krieg übermittelt. Die chilenische Note stimmt flotten der Alliierten und der Neutralen der Arbeit gesteigert werden. Es muß gleichzeitig ge- inhaltlich mit der Mitteilung überein, die der chilenische Mi- vom 1. bis 10. Februar. Die Aufstellung umfaßt insgesamt ipart werden, damit das für die Existenz der Menschen und nister des Auswärtigen vor einigen Tagen an den kaiserlichen 58 Handelsschiffe der Alliierten und 32 der Neutralen mit zufür die Erweiterung der Wirtschaft umumgängliche Rapital Gesandten in Santiago gerichtet hat. Wie bereits aus den sammen 176 925 Tonnen. nicht vergeudet wird. Diese Pflicht liegt vor allem dem Reiche von uns wiedergegebenen telegraphischen Nachrichten zu ent- Wolffs Bureau bemerkt dazu: Die Aufstellung stützt sich ob, das durch internationale Verträge mit den anderen nehmen war, beschränkt die chilenische Regierung sich darauf, lediglich auf 21oydmeldungen und läßt die große Leidensgenossen dieses Krieges die Rüstungslaften auf einen einen Protest zu formulieren und gleichzeitig zum Ausdrud Anzahl der selbst in der französischen Presse versenkt geBruchfeil herabdrücken muß. Der Frieden muß in der Er zu bringen, daß sie sich alle die Rechte vorbehalte, die einen meldeten Schiffe außer acht. Trotz der zu niedrig gefenntnis geschlossen werden, daß sich der europäische Bestandteil ihrer bisher beobachteten Neutralität bilden, griffenen Angaben glaubt aber Figaro" Imperialismus, so sehr seine Ideen noch die welch lettere fie auch weiterhin aufrecht zu erhalten gedenkt. Leser mit der Hoffnung vertrösten zu müssen, daß die U- BootMenschen beherrschen, selbst totgeschlagen hat. Notiz des W. Z. B.: In Deutschland hatte man im Hinblick auf Tätigkeit nicht lange auf solcher Höhe bleiben tönne. Imperialismus ist das Streben, dem Kapital mit Staats- die Festigkeit und Unabhängigkeit, die stets ein Mertzeichen der hiffe im Auslande ergiebige Anlagen zu sichern. In und nach internationalen Politik Chiles waren, begründeten Anlaß, von diesem dent Ariege wird aber die kapitalausfuhr ein ande die in seiner Note zum Ausdruck gebrachte Haltung unbeirrter politisches Rapitalverbrechen, und selbst dort. Neutralität zu erivarten, die am besten der seit altersher avischen Tonnen verlorengegangen. Bekanntgegeben wurden nur die Chile bleibt neutral. Isisol Der Krieg auf den Meeren. wo sie von der Rücksicht auf den Bundesgenossen erfordert wird, werden die verantwortlichen Personen beide Hände auf den Geldjack hütend und abwehrend legen. Sowohl die in der Oeffentlichkeit etwas vernachläffigte Geldbeschaffung des Reiches, der Staaten und der Gemeinden wie die steuerliche Deckung des Schuldendienstes werden die Sozialdemokratie bereit zu ernster, vom Gefühl größter Verantwortung erfüllter Mitarbeit finden. Das lehrteiche Beispiel des Bivildienstgefeges zeigt jedem, der sehen und hören will, daß auf diese Weise das Unvermeidliche erträglich werden kann. Aber die Mitarbeit der Sozialdemokratie ist an die Forderung geknüpft, daß die schwer geprüften Volksmassen durch lastende Steuern nicht um hundert Jahre zurädgeworfen werden, daß die Leistungsfähigkeit zum Maßstab der Steuerpflicht wird, daß das Reich ohne Rücksicht auf staatsrechtliche Schrullen derer, die für die Souveränität der im Kriege start zurückgedrängten Bundesstaaten schwärmen, ein einheit. liches Steuersystem und eine den heutigen Bblitischen und wirtschaftlichen Verhält. nissen Berteilung entsprechende Steuergemalten anbahnt und durchführt. Bei der Ablehnung der im Frühjahr 1916 angeforderten Verbrauchsund Verkehrssteuern hat die Sozialdemokratie bewiesen, bak fie fich nicht mit fteuerlichem Flidmerk kompromittiert, das auf der Jagd nach Geld entstanden, schablonenhaft erdacht, weber politischen noch wirtschaftlichen Bielen dient, Deutschland und Amerika. Kriegsnähe keine Verhandlungen! der Faßt man zusammen und vergleicht man, was die englische Presse in den ersten Tagen des Februar und dann in den jüngeren Tagen von den Hoffnungen, die in den Kreisen der Entente auf die Beteiligung der Vereinigten Staaten an dem blutigen Weltwürfelspiel gehegt werden, verlauten ließ, so ergibt sich, daß diese Hoffnungen sich heute weniger fühn als vor Wochenfrist äußern. Das kann für die europäischen Mittelmächte nicht bedeuten, daß die aufsteigende neue Wettervolte sich verzogen habe, aber die Entente hat Anlaß, daraus zu entnehmen, daß Wilsons Weg, mag er sich zurzeit immerhin verbreiternd neben den ihren legen, doch von seiner Selbständigkeit nichts aufzugeben wünscht. Das entspricht durchaus dem Gewinn, den die große Union aus dem Kriege der europäischen Mächte ein geheimst hat, und den sie sich nun weder durch Deutschlands Seegebote mindern lassen, noch durch ein Anhängen an das Schlepptau der englischen Weltdiplomatie selber verkürzen mill. Snowden über die Kriegsziele der Entente. Angriff, Vernichtung und Beherrschung. 176 925 Tonnen versenkt. feine Nach einer anderen auf Lloyds gestütten Meldung, die die Kriegsmeldung gestern übermittelte, sind seit dem 1. Februar 39 englische Fracht oder Bassagierschiffe mit 137 414 bisher einwandfrei feststehenden Verluste. Diese Meldung gibt der Ansicht, daß die Angaben des Figaro" hinter der Wahrheit zurückbleiben, eine gute Stüke. Berlin, 13. Februar. Am 8. Februar wurde bekannt ge gegeben, daß ein rüdkehrendes U- Boot im Atlantischen Ozean en Schiffe mit 19000 Tonnen Gesamtraumgehalt verUnter diesen befanden sich zwei Schiffe von fenkt habe. Der bekannte englische Sozialist und Friedensfreund Philipp Snowden veröffentlicht im Babour Leader" bom 18. Januar einen Auffat, in dem die Antwort der Entente an Wilson in folgender Weise gekennzeichnet wird: Die von den Alliierten angegebenen Bedingungen sind nicht 4900 Brutto- Registertonnen mit Getreide und LebensWiederherstellung, Wiedergutmachung und Bürgschaften", fon- mitteln, eins von 2300 Brutto- Registertonnen mit Salpeter dern Angriff, Vernichtung und Beherrschung. Erwägt man die nach England, zwei Schiffe von 5000 Brutto- Registerwahre Wirkung der Forderung der Verbandsmächte auf Ge- tonnen mit Kohlen nach Gibraltar beziehungsweise für die bietsumgestaltungen, so fann fein Zweifel darüber obwalten, italienische Staatseisenbahn und ein Schiff von daß sie einer fast tatsächlichen politischen Vernichtung U- Boot wurde ein englischer Prisenoffizier von einem holländischen 2100 Brutto- Tonnen mit Del nach Queenstown. Von dem einiger der Mittelmächte gleichfominen, Die euro" Nach neueingegangener U- Boot- Meldung päische Türkei soll gänzlich verschwinden. Die Befreiung der Dampfer heruntergeholt. Italiener, Slamen, Rumänen und Tschecho- Slowaken bon fremder Herrschaft" bedeutet tatsächliche Zerstörung wurden ferner versenkt sechs Dampfer und ein Segel. Oesterreich Ungdrns und Bulgariens. Die Wiederher- fchiff von insgesamt stellung der den Alliierten in früheren Jahren entrissenen Brobingen bedeute die Rüdgabe Isab Lothringens, Schleswigs und Russisch- Polens an Frankreich, Dänemark und Rußland..... re 25 000 Brutto- Registertonnen. Die Seesperre. Die unaufrichtigen und unwahren Kommentare der britishen Breffe zu der Antwort der Verbandsmächte, fönnen die Tatsachen weder verschleiern noch ändern. Und es ist eine Tatsache, daß alle vernünftigen Menschen in unserem Lande schon ganz abgesehen von den Friedensfreunden über den Charakter der alliierten Bedingungen entsetzt sind. Dies ist auch die Auffassung der neutralen Völker. Die Bedin= Karlsruhe, 13. februar.( Lot.- Anz.") Die„ Neue Zürcher gungen sind derart, wie fie von einer vollstän- Beitung" meldet, daß England einen großen Teil seiner Flotte zu dig siegreichen Macht einem vollständig be. Patrouillendiensten auf der Strede bon der Nordküste siegten und tapitulierenden Feinde diktiert Schottlands zu den Faröer, Jsland und Grönland hinauf zusammengezogen habe. Jedes neutrale Handelsschiff, des der englischen Aufforderung, Sirtwall anzulaufen, nicht folge leiste, wird von den Kriegsschiffen nach England gebracht. Lars Kruse. Amsterdam, 18. Februar.( Telunion.) Wie Handelsblab" aus Dauiden bernimmt, sollen borläufig feine Schiffe der General Steam Navigations Company aus London in Amsterdam eintreffen. Der Verkehr wird über Rotterdam ge= Teitet werden. werden. Die Gespräche, die man darüber in den Klubs und in politischen Kreisen hört, find gänzlich verschieden von den Beitartikeln der Zeitungen. Die Alliierten haben der Friedens bewegung unter den Völkern der Mittelmächte einen schredlichen Schlag verfeht. Da nun die wirklichen Ziele der Verbandsmächte in einer Sertrümmerung der Mittelmächte bestehen, so wird es für die deutschen, österreichischen, ungarischen und bulgarischen Sozialisten eine schwere Aufgabe sein, ihr Friedens. werk fortzusehen.... J Ropenhagen, 13. Februar.( B. 2. B. Privattegramm.) Nach Pariser Meldungen hat der einzige Ueberlebende von der Befagung des dänischen Dampfers Lars Kruse, der Maschiniſt Möller, erklärt, er fönne nicht angeben, ob das Schiff durch eine Mine ober einen Torpedo verfenkt worden sei. Die Verluste der Laurentic. die Gegner der sozialdemokratischen Friedensarbeit in Die Voraussage Snowdens hat sich rasch bestätigt. Denn Deutschland überschlugen sich förmlich vor Freude über die Antwort der Entente, und die„ Tägliche Rundschau" schrieb 8. Februar enthalten die Ramen von 215 Seeleuten, die mit ihren Artikel Dant an Lloyd George". Die skandinavischen Gewerkschaften zur Einberufung eines internationalen Gewerkschaftskongresses. London, 9. Februar. Die Verlustlisten der Blätter vom 1. bis dem Hilfskreuzer Laurentic umfamen. Torpedoboot V 69. neten Augenblid ergreifen, um ihr Friedenswert, das ihnen Die Sozialisten der Mittelmächte werden jeden geeigvon den Staatsmännern der Entente aus der Hand geschlagen Haag, 12. Februar. Amtlich. Anläßlich der Abreise des deutDie anfangs so verstiegen rosige Stimmung in den eng wurde, wieder aufzunehmen. Bis dahin sollte aber fein fchen Torpedobootes V 69 teilen die Ministerien des lischen politischen Streifen ist also merklich abgeblaßt. Eine Sweifel daran bestehen, daß alle deutschen Sozia- eußern und der Marine folgendes mit: Nach Artikel 5, Meldung der„ Times" aus Washington zeigt jogar, daß fie listen einig fein follten in der Abwehr der erster Abfak der Neutralitätserklärung dürfen Striegsschiffe der schon ins Graue spielt. Aus Washington wird der" Times" feindlichen Bernichtungsabsichten, wie sie Striegführenden in bas niederländische Rechtsgebiet kommen, wenn geschrieben: LaloudSnowden geschildert hat! fie durch a varie dazu gezwungen werden; sie müssen wieder Der Präsident hat durch seine Weigerung, au abfahren, sobald die Ursache des Einlaufens zu bestehen aufgehört protestieren und den amerikanischen Reedern hat. Nach dem Artikel 6 der Erklärung, der mit dem Artikel 17 31 raten, wie sie am besten der Gefahr entgegentreten der 13. Haager Konvention gleichlautend ist, dürfen die Schiffe fönnten, Deutschland tatsächlich in den Stand geihre Havarie nur soweit ausbessern, als für die Sicherheit der jett, seine Blockade vorübergehend effektiv Fahrt unbedingt notwendig ist, aber nicht auf irgendwelche Weise 3u machen, foweit fie amerikanische Schiffe betrifft. Wilson ihre Kampffraft vermehren. Entsprechend diesen Bestimmungen hat auch über seine zufünftige Politik teine klaren Andeuhat die niederländische Regierung festgestellt, welche Reparaturen fungen gegeben. Nach dem Kabinettsrat am letzten Freitag Ueber die Stellungnahme der schwedischen zulässig waren und innerhalb welcher Zeit diese beendet sein wurde nur gesagt, daß, wenn es zum Kriege fame, Ameandeszentrale zu dieser Frage will" Socialdemo- mußten. Die in Holland zurüdgelassenen Seeleute müssen rifa lediglich einen Verteidigungsfrieg fraten" folgendes wissen: führen werde. Der Kongreß brauche daher nicht seine Zu-" Der Auftrag Legiens wurde vom Landessekretariat am werden. nach dem Artikel 15 der 10. Haager Konvention interniert stimmung zu einer Kriegserklärung zu geben, sondern habe Montag abend( 5. Februar) behandelt. Man war dabei vollständig nur solche Schritte gutzuheißen, die der Präsident für nötig einig, daß es unter den derzeitigen Verhältnissen weniger geeigerachtet, um mit Hilfe der Flotte die Mittel zum Schuße der net sei, eine gewerkschaftliche Konferenz einzuberufen, die, nach London, 13. Februar. Lloyds Bureau meldet: Der englische amerikanischen Seeleute und des amerikanischen Handels zu der Auffaffung des schwedischen Landessekretariats, nicht cher zu Dampfer Ada, ferner der griechische Dampfer Agios Sphfinden, wie er in seiner Botschaft fagte. standekommen darf, bebor nicht die Organisationen aller der ge- ribon( 1019 Tonnen), der englische Dampfer 2ycia( 2715 Dieser Aeußerung der Zimes" steht die grimme Unzu- werkschaftlichen Internationale angeschlossenen Länder bestimmt Tonnen) und der Fischereidampfer Ostrich( 148 Tonnen) friedenheit an der Stirn geschrieben, und vollkommene Bu- vertreten sein können. Es kann nämlich sehr wohl angenommen find versenkt worden. friedenheit wird bei den Ungeduldigen in England vielleicht werden," seht das Blatt fort, daß weder die Organisationen London, 12. Februar. Reuter meldet: Das Segelschiff da auch das noch nicht auslösen, was Staatssekretär& ansing England s oder noch weniger die meritas auf einer jetzt in ist durch Geschüßfeuer eines feindlichen Unterseebootes verſenti am Sonnabend, wie die Frankfurter Beitung" aus New der Schweiz veranstalteten Konferens fich vertreten lassen würden. worden. Die Mannschaft ist gelandet. Der ehemals griechische York meldet, gejagt hat. Er sagte nämlich auf einem Ban- Aber eine Sonferenz ohne Teilnahme folch bedeutender Organi Dampfer Aghios Spyridon ist durch ein Unterseeboot verfett:„ Wir dürfen die Augen nicht vor der Tatsache versationen bekäme nicht die Zusammenfebung, die mit Rücksicht auf fenkt worden. Fünf Mann der Befaßung wurden gelandet. schließen, daß wir dicht vor dem Kriege stehen, aber die den erwünschten Zwed nötig erscheinen muß. Es darf auch start Soffnung ist allgemein, daß es dem Bande eripart bleibe, in in Zweifel gestellt werden, ob gerade jekt der richtige Zeitpunkt Bern, 12. Februar. Nach einer Shoner Depesche aus. Almeria den Konflift hineingetrieben zu werden. Es ist auch der zur Einleitung einer Zusammenarbeit, die eines Tages doch ist der Dampfer Bussiania, dessen Nationalität unbekannt ist, Bunsch und das Bestreben der Regierung, den Frieden au fommen muß, aur Ablösung des jebigen Zustandes der Berwirrung auf der Fahrt von Buenos Aires nach Genua vor der Hafeneinfahrt erhalten." und Mißverständnisses gekommen ist. Um das Geriffene wieder bon Genua gejgheitegt. Versenkt. Nr. 44.- 1917. Unterhaltungsblatt des Vorwärts Das Lesebuch der Erde. " Mittwoch, 14. februar. der gleichen Schicht bald wunderschöne Nadeln aus Knochen weil er unter die Jugend das Gift der Fremdenverehrung geiät. Der und Elfenbein mit einer stahlnadelfeinen Spize und zierlich zarte Hyljajev wurde unter Alexander 1. als Mitglied eines Geheimgebohrter Deie: der Höhlenmensch hat die Felle erlegter Tiere zum bundes gehängt. Buschlin war reif für Sibirien; Freunden gelang Runst und Kultur aus Urmenschenzeit. einfachen, aber schützenden Gewande genäht. Ein fleiner Stein ist Die Wissenschaft von der Urgeschichte des Menschen ist noch nicht ausgehöhit, sieht aus wie ein Näpfchen, und die Höhlung ist wie 3, das Urteil in Berbannung nach dem Kaukasus abzuschwächen. alt. Es sind noch nicht neunzig Jahre verflossen, seit man sich rötlich gefärbt. Wunder, gleich färbt sich der Finger rot, die Der begabte Romantiker Bestuzew wurde vom Gardeoffizier zum zuerst in Frankreich, Belgien und England mit urgeschichtlichen Farbe ist noch heute wirksam; bald entdecken wir einen fleinen gemeinen Soldaten im Kaukasus degradiert. Er wurde von Broblemen zu beschäftigen begann. Aber die ersten Pioniere, die Klumpen roter Erde es ist wirklicher roter Offer und hat dem Tichertessensäbeln so zerfetzt, daß die Leiche niemals gefunden wurde. die Gristenz eines vorgeschichtlichen Menschen verteidigten und ge- Vorzeitmenschen zu gar mancherlei gedient. Sicher hat er sich, wie Bielinffi, der russische Leffing", wurde, schwer leidend, zur wisie Bodenfunde als von diesem herstammend erklärten, ernteten heute noch viele Naturvöller, mit solchem Offer bemalt, geziert, politischen Verbannung verurteilt. Der Tod rettete ihn. Dostojewskis, faum mehr als Hohn und Verachtung. Die Schweiz war berufen, wenn er ausging, zum Streit mit Nachbarstammen, wenn er des größten russischen Geistes, Schicksal ist bekannt. Er stand, zum an diesem Zweige der Wissenschaft die ersten anerkannten Erfolge liebewerbend einem Weibchen nachstellte. Aus anderen Funden Tode bestimmt, auf der Richtstätte, hörte das Urteil und zu erzielen als im Jahre 1853 Aeppeli und Ferdinand Keller die wissen wir, daß er feine Toten mit einer Lage roten Pfahlbauten im Züricher See entdeckten, da öffnete sich plötzlich Offers bestreute, und diefe Farbe hat oft bis die dann, nach qualvollen Augenbliden des Todesgrauens, auf das Buch der Erde: man förderte aus der Tiefe des Gees un die Knochen nachgefärbt. Wie menschlich näher fommt uns aber Begnadigung, die zehnjähriger sibirischer Sterker hieß. In zählige Werkzeuge, Waffen, Töpfe, Fisch und Bebegeräte zutage, jene Zeit, wenn wir Steinplatten finden, die schöne Zeichnungen Sibirien büßte auch Pletschjajeto feine freiheitliche Gea und die größten Zweifler mußten schließlich doch einsehen, daß damals vorhandener Tiere eingraviert tragen, und wenn wir be- finnung. Michailow, der Heine- lleberiezer, folgte dorthin. Turlarge vor der historischen Zeit schon Menschen gelebt merken, daß die Umrißlinien dieser lebenswahren Tierdarstellung genjew wurde wegen eines Nachrufes auf Gogol in Haft gesetzt und und gewirkt hatten. Später waren in Belgien und Frankreich Funde rötlich abgetönt sind. Der Künstler aus dem Magdalénien, einer später für zwei Jahre auf sein Gut verbannt. Korolenko, der Ent gehoben worden, die man mit den Entdeckungen schon hoch ent- Epoche, von der uns zwei Jahrzehntausende trennen, zeigt uns eine decker Gortis, war ebenfalls in Sibirien; später trugen ihm seine widelter Pfahlbauten in feinem Zusammenhang zu bringen wußte. Auffassung der Linien, ein Erfassen der Stellung des betreffenden fibiriichen Dichtungen die Mitgliedschaft der Petersburger Akademie Einfache Steine schienen sie nur zu sein; doch fiel ihre Form auf. Tieres, die verblüfft. Vom rauhen Nomadenjäger finden wir wahre ein. Tolstojs Perion freilich blieb unangetastet. Immerhin wurde und man erkannte, daß nur Menschenhand sie hate herstellen fönnen. Stunftäußerungen: wir bewundern funstvoll gearbeitete Harpunen Nicht auf der Erdoberfläche lagen diese Zeugen grauer Vorzeit; man aus Knochen und finden nicht weit ab Vogelfnochen: er hat ver- er mit dem Kirchenbann und seine Schriften mit Berboten belegt. mußte sie oft tief im Boden und aus Grotten holen, und fand sie standen, seinen urweltlichen Speisezettel mit lederen Bissen zu Kerker und Verbannung, dies russische Dichterichicial, traf unter umlagert von Ueberresten großer, nicht mehr lebender Säugetiere. ergänzen. moskowitischem Regiment auch die Dichter Bolens: Nowacki, Gosa System und Schule zu der Ausgrabungsarbeit aber fehlte; es fehlte Haufer grub in einer Siedelung aus der mittleren Duartärzeit lawsfi, Balinski, Czaikowski usw. das Rückgrat: die wissenschaftliche Genauigkeit. So stand im tenn wir ihr Alter ungefähr in Zahlen ausdrücken dürften, so großen und ganzen die urgeschichtliche Forschung, als vor bald an die 40 000 Jahre alt; die Funde tragen alle den unverkennbaren zwanzig Jahren der schweizerische Gelehrte Dr. Otto Hauser Stempel ihrer Zeit. Da deckte er plöglich ein Ding ab, das forg in Südfrankreich seine bedeutsamen Grabungen begann, die fältig im Innern des Häuschens", so etwa in der guten Stube", der Sonne in der nördlichen Zone eine gewaltige ledenmasse aufWie schon gemeldet, ist in den ersten Februartagen am Dstrande für die menschliche Urgeschichte und ihre Erkenntnis bahnbrechend aufbewahrt lag, aber es ſtimmte da etwas nicht, der Fund gehörte getaucht, die sich beim Fortrüden während der 26tägigen Sonnenwerden sollten. In unermüdlicher Tätigkeit gelang es ihm, givei einer weit älteren, mehr als dreifach so alten Epoche an. Hauser vollkommene Skelette des Urmenichen aus verschiedenen erdgeichicht öffnete den Boden des alten Hauses" und fand da weitere Funde das für scharfe Augen auch schon ohne Anwendung eines Fernrohrs rotation alsbald zu einem ungeheuren Eruptionsgebiet entfaltete, lichen Epochen, den Homo Mousteriensis und den Homo des gleichen Alters. Da erstand vor ihm in ungeahnter Vollendung lediglich im abgeblendeten Glafe sichtbar war. Aurignacensis, ans Tageslicht zu fördern und unsere Kenntnis eine weitere und ältere Schicht aus einer gar fernen Beit: zwei macht jetzt in Artur Stenzel jener unendlich fernen Zeiten in ungeahnter Weise zu bereichern und große Erdperioden( eine Zwischeneiszeit und eine Eiszeit) trennten teilungen über diefe Fleckengruppe. der Astronomischen Zeitschrift" nähere Mitabzurunden. Haufers ungemein umfangreiche Sammlungen bilden die beiden Ansiedlungsphasen voneinander, Jahrzehntausende lagen überschritt sie den mittleren Sonnenmeridian Amt 8. und 9. Februar fostbare Echäze zahlreicher deuticher Museen; jezt hat der Basler dazwischen. Die oberen" Siedler hatten bei irgend einer Gelegen 15. Februar den Westrand erreichen. und wird ant Gelehrte das Ergebnis seiner fast zwanzigjährigen Forichertätigkeit heit ein wohl ein Meter tiefes Loch mühselig herausgescharrt und Jm wesentlichen besteht in einem Buche, das bei F. A. Brockhaus in Leipzig erscheint, allen dabei glänzend schwarz und kunstvoll gearbeitete Feuersteine ent die Gruppe aus zwei Hauptflecken, deren westlich boran Gebildeten zugänglich gemacht, in einem Buche, dessen Titel„ Der deckt, die ihr Wohlgefallen erregten. gehender einen großen zerflüfteten Kern und einen breiten Mensch vor 100 000 Jahren" bereits die uns wundersam dünkenden jüngeren Urmenschen damals ein Loch? In diese untere Schicht schließende Fleck mehrere, von einem gemeinsamen Hofe umgebene Und warum scharrten die obalen Hof befißt, während der östlich folgende und die Gruppe abGeheimnisse ahnen läßt, die deutscher Gelehrteneifer in unermüd- betteten sie einen Toten. Die Leichenreſte wurden aber, weil fie Sterne zeigt. Dajwischen liegen zahlreiche kleine leden zerstreut. damals nicht sorgiam genug bewacht waren, von Höhlenbären und als wahre Größen ergab die Messung folgende Werte: GesamtHöhlenbhänen durcheinandergewühlt, und es fanden sich nur noch länge von Weit nach Dit 195 000 Kilometer; Länge des Westfleds wenige Arm- und Beinfnochen und zerstreute Zähne. Ditfledenmasse 70 000, Breite diefer Masse 42 000 Stilometer. Bum 40 000 Kilometer, Breite dieses Fleds 30 000 Kilometer; Länge der Bergleich fei bemerkt, daß der Sonnendurchmesser 1391 000, der Grddurchmesser 12 756 Kilometer groß ist. Im Vergleich mit der Ausdehnung dieser Fledengruppe erscheint die Erde somit als ein unscheinbarer Körper. licher Arbeit dem Lesebuch der Erde entloďt hat. Leider haben Hausers Grabungen am 1. August 1914 ein jähes Ende gefunden. Beim Ausbruch des Krieges batte der Gelehrte, den als Schweizer schon seine politische Neutralität vor Feindseligfeiten der franzöfifchen Bevölkerung hätte schüßen sollen, die größte Mühe, aus der Dordogne, feinem Grabungsgebiet im Südwesten Frankreichs, ungefährdet die schweizerische Grenze zu erreichen. Wahntoig und Dummheit vergriffen sich an den Grabungsstätten. Aber die unerießlichen Funde waren glüdlicherweise längst in deut schen Museen in Sicherheit gebracht. So reihen sich die Lettern( die Funde) mit den Sägen ( Schichten) zu einem großen, gewaltigen Lesebuch, deren Werden und Vergehen, Aufbauen und Absterben in gewaltiger Sprache geschrieben steht. Wie Rußland seine Dichter ehrt. Die riesige Sonnenfleckengruppe. Es gewährt hohen wissenschaftlichen Reiz, dem Forscher in seinen Vor kurzem erschien eine Studie eines schwedischen Gelehrten Kinder- Kinos in Norwegen und Schweden. Schilderungen und Schlußfolgerungen zu folgen, ihm zuzuhören, Alfred Jensen über Tarras Schewichtſchenko, dem ukrainischen Bolts- Um dem oft zweifelhaften oder geradezu verderblichen Einfluß wenn er uns erzählt, was er gelesen hat im Lesebuch der Erde. dichter, den Julia Virginia durch Uebersetzungen bei uns eingeführt des Kinos auf die Jugend zu steuern, trägt man sich in Norwegen Seit Anbeginn der Grabungen, so erzählt Hauser, lauschte ich der hat. Er war der Sohn eines Leibeigenen; aber fein Genie bahnte finos. In Saweden will man dies in der Form tun, daß eigene und Schweden mit dem Gedanken der Errichtung eigener KinderSprache der Funde. Sie sind nur aus leblofem Stein, aus von Luft und Sonnenlicht arg mitgenommenem Feuersteinmaterial, ihm den Weg in die Freiheit, und sein Bolk lauschte seinen Weiſen, Kinobühnen gegründet werden, die für die Jugend beſtimmt find, aber sie haben einstmale, vor hunderttausend Jahren, in der Hand in denen die unterdrückte Seele der Ukraine schluchzte. Da wurde während man im übrigen die Lichtspieltheater dann der Jugend, eines Menschen gerubt, find von diesem uns wefensfremden Menichen er den moskowitischen Gewalthabern unbequem, und sie benuzten etwa bis zum 17. Lebensjahre, überhaupt verschließen will. In bearbeitet worden. Der Urmenich jener fernen Zeiten hat dem seine ganz zufällige und äußerliche Beteiligung an einer politischen Norwegen empfiehlt sich diese Form nicht, weil außerhalb der Hauptharten Stein feinen eigenen Willen aufgedrängt, ihn in eine Form Gesellschaft, um sich seiner zu entledigen. Man schickte ihn nach stadt nur an ganz wenigen Orten des Landes die Bevölkerung zahlgezwungen, die für seine Hand brauchbar schien: das Werkzeug ent- dem Staufaius als gemeinen Soldaten, und als er nach zehn Jahren reich genug ist, um die Begründung eigener Kinderkinos zu ermög stand. Geschickt hat er es verstanden, einzelne Flächen des zurüdfehrte, war er ein gebrochener Mann, der bald darauf, vier- lichen. Hier will man zu dem Auskunftsmittel greifen, daß Steines feinem Handballen anzupassen, und wenn er dann undvierzigjäbrig, starb. Verbannung und Kerker ist typisches man in den Lichtspielbühnen Kindertage veranstaltet. Die die gegenüber liegende tante schärfte, gewann er ein brauch ruffiches Dichterschicfal. Die despotische Autofratie ist notwendig Films für die Kindertage werden von der Zenfur eigens ausbares Messer oder einen fertigen Fell- oder Wurzelichaber. Nun gewählt. Die Kinos die in Norwegen bereits zu erheblichem aber liegen diese Funde nicht einzeln da nicht isoliert, hier ein geitfeindlich. Sie muß jeden Hauch der Freiheit, jedes Kleimen Teil verstadtlicht sind und früher oder später wohl allgemein in die Stüd, dort ein Stüd- einzeln bilden sie für uns nur Buch- des Gedankens hassen und jeden Weg zur Bildung unterbinden. Verwaltung der Gemeinden übergehen werden sollen dann au staben im großen Buch der Erde; aber diese Buchstaben könnte sie Gutenbergs Werk vernichten, sie würde es heute noch tun. den übrigen Tagen den Jugendlichen verschlossen bleiben. Bei der rethen fich aneinander und häufen sich gerade da, wo der Mensch fie Die russische Literaturgeschichte hebt in Sibiriens Eiswüsten an. ungeheuren Beliebtheit, die die Kinotheater in Skandinavien anfertigte oder benuzte. Diese Häufung fezt sich horizontal und Der erste russische Schriftsteller, der Diffidentenpfarrer Avafunt, genießen, würde eine Regelung des Verhältnisses der Jugendlichen vertikal im Boden fort und formt so eine ganze Schicht. Erst Lettern wurde im 17. Jahrhundert nach Sibirien verbannt, gepeitscht, im zu den Lichtspielbühnen von großer Bedeutung fein; und wenn der nur, fügen sie sich nun zum ganzen Say, und dieser Schriftfag er eifigfalten Winter in ein ungeheiztes Kerferloch geworfen und Versuch mit Kinderkinos im Norden günstig ausfällt, so steht zu zählt uns gar mancherlei. An einer Stelle finden wir neben großen, schließlich nach Moskau zurückgeschleppt, um auf dem Scheiterhaufen hoffen, daß auch bei uns sich eine Regelung in ähnlicher Weise wird unbeholfenen Steinen eine Menge Knochen liegen. Es sind aufermöglichen lassen. gefchlagene Röhrenknochen irgend eines großen Säugetieres; der 3 enden. Unter Alexander I. schrieb Rabitschew gegen die Leib. Paläontologe weist nach, von welchen Tieren die Knochen stammen, eigenschaft. Er wurde zum Tode verurteilt, dann aber zur VerNotizen. das sie ursprünglich viel Mart enthielten, und wir wissen damit, schickung nach Sibirien, mit Transport in schweren Ketten, verurteilt. Das Lustspielhaus wird im März ein 14tägiges Gaftdaß der Urmenich aus allen diesen Knochen den nahrhaften In Raditschews Verleger, der angesehene Schriftsteller Madow, wurde spiel in Lille und an den Theatern der Westfront geben. Aufgeführt halt entnommen hat. Kleine feine Feuersteinipigen fönnen wir lebenslänglich in der Schlüsselburg eingeferfert. Karamjin, der werden:„ Der Widerspenstigen Zähmung"," Deutsche Kleinstädter" wirklich finden wir in Vermittler ausländischer Dichtung, sollte zum Tode verurteilt werden, und die Operettenposse„ Loge Nr. 7". uns nur 17] als Bohrer erklären, und Der Polizeimeister. Ein russischer Polizeiroman von Gabryela Zapolska. Die Demut des Bauern erregte Tagejews hysterische Natur immer mehr. Schweig," schrie er und stieß mit dem Fuße nach dem Bauern. Aber Gnat war zur rechten Zeit ausgewichen, er sprang nun auf und eilte zur Tür. Das geht mich nichts an, ich habe mehr Kosten, wenn] Tagejew hielt seine Faust plöglich Leinbram vor die ich Leute ohne Paß in der Stadt halte. Fünfundzwanzig Nase. muß ich haben... anders kann ich's nicht machen! Sonst ,, Nun, wenn Ihr kein Geld habt, werden wir dahinter wird die Person in 24 Stunden zuürückerpediert... fein, daß Ihr zur gegebenen Zeit schließt." hörst du?" Der Jude zuckte nicht. Er schien etwas zu berechnen und zu überlegen. " Ich gebe noch drei Rubel zu, aber nicht eine Ropeke mehr," sagte er schließlich langsam und bestimmt. Zagejew fühlte, daß Zeinbram wirklich nicht mehr Schmier" Na... Ich tue das noch einmal für dich, du Schurke, aber es ist das letzte Mal. Passiert es noch einmal, so kostet es fünfundzwanzig. Schick mir Frumele her, sie soll mir auch Rum mitbringen." Scher dich fort," rief Tagejem, und verlag sofort die geld zahlen würde. Stadt. Unterstehst du dich, zu erzählen, daß man dich auf dem Ball ausgeplündert hat, so wirst du sofort in Haft genommen." Ich sage kein Wort, erlauchtester Herr Polizei- Der Jude gab dem Polizeimeister das Geld. meister," stammelte der Bauer, am ganzen Leibe zitternd und die Türklinke suchend. Endlich öffnete er die Tür zum bitten, das Haus bis zwei Uhr offen halten zu dürfen," ,, Sie wollte ohnehin heute herkommen und um Konzession Flur. fagte er. Fort mit ihm," schrie Tagejetv. Bevor Semipudow fich bewegte, wälzte der Bauer sich in seinen schweren Stiefeln die Treppe hinunter. Der ganze. Flur war voll von Wartenden. Zagejew blähte die Lippen auf. ,, Ach, ihr Lumpenpad," erwiderte er, ihr habt ja nicht nur bis zwei, sondern bis zum Morgen auf. Aber ihr Leinbram wich nicht von der Stelle. „ Hundert Rubel haben wir nichts!" ,, Dann scher dich fort! Frumele soll herkommen! Du haft keine Ahnung. du ausgemergelter Halunke! Es ist ja auch ihr Geschäft!" Der Jude bohrte seine scharfen Augen wie zmei Messer in Tagejew und veerließ das Zimmer. An der Schwelle tauerte Jossele. sagen. Darf ich?" " Ich habe dem Herrn Polizeimeister 3tvei Worte zu Tagejew ließ ihn herein. Jossele sah am Tage noch schmutziger aus als in der Nacht und verbreitete einen üblen Ich habe ein gutes Geschäft oder sogar mehrere gute Rede, du Stinkferl." Geruch. Geschäfte!" ,, Au wei, was für ein hägliches Wort! Dabei bentüht Da waren sollt wissen, eines Tages komme ich hin und schaffe ausgedacht, man fönnte zu allen Staufleuten und Bürgern den sich Jossele nur für den Herrn Polizeimeister. Ich habe mir Juden, Jüdinnen, Bauern und Kaufleute. Zwei anständig Ordnung." gekleidete Herren warteten vergebens an der Wand. Tagejew Beinbram versenkte seine ruhigen Fischaugen in Tagejem. erkannte Mordko Leinbram, der blaß und mißmutig im Flur Soviel Selbstbewußtsein sprach aus ihm, daß Tagejew verstand. Neben ihm flüsterte Jossele Pinkas, die Geige unter legen wurde. dem Arm, mit einem Kaufmann, der verlegen an seinem Barte zupfte und zuhörte. Mordko Leinbram," rief Tagejew. Frumeles Mann trat ohne Spur von Erregung ins Vorzimmer. ,, Du hältst eine Person ohne Paß?" begann er. Leinbram streckte ihm die Hand entgegen, die er bisher in der Manteltasche versteckt hatte. Er übergab Tagejem einen Zehnrubelschein und sagte: Jawohl, Herr Polizeikommissar." Dieser sprang auf, wie von einer Wespe gestochen. ,, Was denkst du dir?" schrie er, zehn Rubel steckst du mir zu? Bist du verrüdt geworden?" ,, Es ist doch besser," stammelte er ,,, wenn Ihr wirklich von mir die Erlaubnis bekommt und Euch nicht zu verstecken braucht wie bisher." Bir verstecken uns nicht," erwiderte der Jude' phleg matijd). „ Troßdem." " Jossele sprach uns schon davon... aber er nannte eine Summe. Der Herr Polizeimeister sollen hundert Rubel berlangen." Er sprach offen, unverhüllt und zhnisch. " Das ist ohnehin billig." erwiderte Tagejew, ich habe große Unkosten." Er wollte augenscheinlich noch einen Vorwand vorschützen, einbram zuckte die Achseln. Ich muß ja Herrn Markowski auch fünf geben," ertviderte aber der Jude phlegmatisch, Hundert Rubel haben wir nicht!" Befehl ergehen lassen, neue Flaggen anzuschaffen." ,, Sie haben ja erst vor zwei Jahren welche angeschafft!" ,, Nu, die sind schon schlecht! Am Feiertag sieht es häßlich aus, wenn in der Stadt abgenuste Flaggen hängen. Mögen sie doch neue kaufen." Tagejew begann aufmerksam zuzuhören. sprochen. Er läßt die Flaggen anfertigen und der Herr Ich habe die Sache mit Isaak Feinbube schon be Polizeimeister werden ansagen, daß die Leute nur bei Feinbube die Flaggen kaufen dürfen. Die anderen werden von der Polizisten heruntergeriffen." Tagejew schwieg. Dieses Geschäft leuchtete ihm ein, cs fonnte ein paar hundert Rubel einbringen. ,, Wieviel gibt er pro Flagge?" fragte er mit gedämpfter, fast achtungsvoller Stimme. „ Einen Rubel!" sagte Jossele und blinzelte mit seinen entzündeten Augen. ( Forts. folgt.) Direktion Max Reinhardt: Deutsches Theater. 7 Uhr: Figaros Hochzeit. Kammerspiele. 7 Uhr: Das Konzert. Theater am Volksbühne, Balowplatz. 7 Uhr: Weh dem, der lügt! Theater i. d. Königgrätzerstr. 7, Uhr: Paul Lange und Tora Parsberg. Lessing- Theater. Direktion Victor Barnowsky. Musik 7 Uhr: Peer Gynt. von Grieg. Donnerstag: Charlotte Stieglitz. Deutsch. Künstler- Theater. Allabendlich 7 Uhr: Der Reisebegleiter. URANIA Tanbenstr. 48/49. 4 Uhr( halbe Preise): Die Bagdadbahn. Komödienhaus& Uhr: Dr. Christian von Hofe 7 Uhr: Die verlorene Tochter. 7, Uhr: Auf Flügeln des Gesanges. Ueber Militärfernrohre und Berliner Theater ihre Entwicklungsgeschichte. Theater für Mittwoch, 14. Februar. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. Metropol- Theater 7 Uhr: Die Königin von Saba. 7 Uhr Die Csardasfürstin. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 7, U.: Das Dreimäderlhaus. 10 Min.: Residenz- Theater Die Warschauer Zitadelle. Schiller- Theater 0. Gebr. Herrnfeld- Theater Uhr: 7 Uhr: Der doppelte Buchhalter. Kleines Theater 8 Uhr: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung. Komische Oper 7%, Uhr: Der Puszta- Kavalier. Lustspielhaus 7%, Uhr: Der sellge Balduin 7, Uhr: Götz von Berlichingen. Schiller- Th.Charlottenbg. 7, Uhr: Will und Wiebke. Thalia- Theater. 7. Das Vagabundenmädel. Theater am Nollendorfpl. 3 Uhr: Zar und Zimmermann. 7, U.: Blaue Jungens. Morgen: Neueinstud. z. 1. Male: Theater des Westens 7 Uhr: Die schöne Kubanerin. Neues Operettenhaus Kassentelephon: Norden 281. 7% U.: Der Soldat der Marie. 7, U.: Die Fahrt ins Glück mit Guido Thielscher. Trianon- Theater 7% U.: Willis Hochzeitstag. Busch Zirkus A. Schumann Täglich 7, Uhr: Die neue Riesen- Pracht- Wasser- Pantomime Die versunkene Stadt in 1 Vorspiel und 4 Akten nach der Vineta- Legende frei bearbeitet und inszeniert von Paula Busch. Besonders hervorzuheben: Untergang der Stadt Vineta, Im Reiche der Wassergeister, Das Nixenballett im wellenbewegten Wasser der Arena, Vorh. das gr. Zirkusprogramm. 12 Der Zirkus ist gut geheizt. Heute u. täglich abds. 7, Uhr ( Einlaẞ 7 Uhr): Das große glänzende Zirkusprogramm und die großartig inszenierte Ausst.- Pantomime Die Seeräuber m. d. prächt. u. märchenhaften Prunkfest. Jed. Sonntag 2 gr. Vorstellungen, 3 Uhr u. 7, Uhr. Nachmittags 1 Kind frei. Billetts ab Freitag an der Zirkuskasse zu haben. NORTH Apollo Lillebil's Hochzeitsreise. Aegypt. Burleske in 7 Bildern. Inszenierung von Max Reinhardt. Hauptdarsteller: Hans Wassmann, Lillebil Christensen, Katta Sterna, Ernst Matray. Hierzu das große Varieté- Programm. Reichshallen- Theater. . PRIEDRICHSTR AN DER KOCHSTR Anfang 1,8 Uhr. 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In der gestrigen, bersammlung dann noch beschlossen, als Ersatz für den jetzigen Berjache hervor, daß Daily News" bereits ernstlich vorschlägt, Eng- fonit ganz ereignislojen Sibung des Herrenhauses forderte aicht bei der nächsten Hauptwahl nach Friedensschluß mit Land jolle nach deutschem Vorbild sich Sandels- nämlich der Herr v. Buch sehr entschieden, daß über gewisse allen Mitteln die Vertretung im Reichstage durch einen„ bürgertauchboote durch den Amerikaner. Ford bauen grundlegende Fragen im Blenum geredet werde, offenbar lichen Arbeiterkandidaten" anzustreben. Na, wir werden es ablaffen. Das englische Blatt empfiehlt diesen Ausweg in der Er- um der Rechten des Herrenhauses den Rückhalt der- Deffent- warten. wägung, daß ein Handelstauchboot vor U- Boot- Gefahr verhältnis mäßig sicher sei. lichkeit zu verschaffen. Für die Linke bat Fürst Satfeldt, doch die Vorlage gleich einem Ausschuß zu überweisen, aber Die Kämpfe bei Serre. Herr b. Buch will auf eine erfte Lesung nicht verzichten und wenn sich dann eine Ausschußberatung als wünschenswert er Englischer Heeresbericht bom 12. Februar. Wir weist, will er sie allenfalls zugestehen. Gegen die Linfe stiegen in der letzten Nacht nördlich der Ancre in der Nachbarschaft wurde dann der Antrag v. Buch angenommen, wobei linfs von Beaucourt an der Straße nach Bridieur( Buifieur?) fogar ein Zwischenruf fiel. Die Debatte wurde einstweilen weiter vor, wo wir 600 yards feindliche Gräben ohne Schwierigkeit ausgesetzt. befesten. Zu Beginn der Nacht griff der Feind unsere neue Stellung füblich von Serre an, der Angriff wurde durch unser Artillerie- Siberniavorlage. Aus den Mitteilungen des Berichterstatters Alles übrige wurde ohne Debatte erledigt, sogar die und Maschinengetvehrsperrfeuer leicht abgewiesen. Haig meldet weiter fleinere Vorstöße und fügt hinzu, daß erfolgreiche Beschießungen nörd lich der Somme in der Nachbarschaft von Armentières und Ypern stattgefunden hätten. Hébuterne TaLouviere Eme 108 Puisieux au Mont Toutvent Serie Signy F Zu den Kämpfenium Serre Kleine Kriegsnachrichten. Schuß der britischen Interessen in Deutschland. Im Unterhaus teilte ein Vertreter des Auswärtigen Amts mit, daß die niederländische Regierung den Schutz der britischen Interessen in Deutschland übernommen habe, und daß von dieser Regierung zweifellos in angemessener Zeit Vorkehrungen getroffen werden würden, die Lager britischer Kriegsgefangener in Deutschland zu besuchen. über den vom Abgeordnetenhause angenommenen Gesezentwurf auf Beseitigung der disziplinaren Arreststrafe für Unterbeamte hörte man, daß der Minister diese Strafe zur Sicherung der Disziplin der Schuhleute und Feuerwehrmänner immer noch für nötig hält. Selbst das Herrenhaus war nicht dieser Meinung und trat dem Gesezentwurf bei. Aus dem Dreitlaffen- Barlament. In den nächsten Tagen wird für das preußische Abgeordnetenhaus voraussichtlich ein Silfspräsident" gewählt werden müssen, da sowohl der Bräsident Graf Schwerin- 2öwit als auch sein Stellvertreter Dr. Borsch für einige Zeit verhindert sein werden, an den Berhandlungen teilzunehmen. Nach Blättermeldungen ist Freiherr von Bedlig für ben Posten ausersehen. Letzte Nachrichten. Ein englischer 12 000 Tonnen- Dampfer versenkt! London, 13. Februar. Reutermeldung. Der Baffagier bampfer der White- Star- Line Afric( 11 999 Brutis Registertonnen) i st verfentt worden. Siebzehn Mann der Befagung werden vermist. Am Schluß wünschte Fürst Haßfeldt, daß der Etat recht- Ferner meldet Lloyds, daß das Motorboot Norwege zeitig vom Abgeordnetenhause man möchte faft fagen ge- versenkt und die Befahung gelandet wurde. Das Fischer. liefert" werde, denn in diesem Jahre habe das Herrenhaus fahrzeug Athenian und die Bart 2echevictoria wur teine Lust, ihn en bloc anzunehmen. Es ist im Augenblick ben versenkt. Die Bejagung des Athenian wurde gelandet. nicht recht zu erkennen, was für die Etatsberatung so Be- Bei der Versenkung des Withe- Star- Dampfers Afric wurden fonderes geplant sein könnte. Erst am 8. März wird sich das fünf Berfonen getötet. Herrenhaus wieder versammeln. Das Diätengeset liegt solange auf Eis. Gewalt gegen Berständigung. Ueber die Meldung, daß dem Zustandekommen einer Internationalen gewerffchaftlichen Konferenz in der Schweiz nichts mehr im Wege steht, ist die Deutsche Tageszeitung" außerordentlich ungehalten. Sie schreibt: Wir können unfererseits den Zeitpunkt einer solchen internationalen Konferenz nur möglichst unglüdlich gewählt finden und bermögen nicht einzusehen, daß es im deutschen Interesse liegen fönnte, menn gegenwärtig Vertreter beträchtlicher Gruppen des deutschen Voltes mit entsprechenden Vertretern des feindlichen Auslandes verhandeln. Wir würden es deshalb für das. Gegebene halten, wenn die deutsche Regierung für einen folchen Zweck Auslandspäffe verweigerte. Dieser Schritt läge um so näher, als die sozialdemokratische Friedenspropaganda uns nicht nur im allgemeinen schon genug gejchabet hat, sondern auch die Vertreter der deutschen Sozialdemokratie sich fürzlich, beim Bejuch der Abgeordneten Scheidemann und Ebert in Holland, nicht gescheut haben, notwendigen und wohlbegründeten Maßnahmen Der deutschen Heeresverwaltung in den Rüden zu fallen. und was ihm schadet, sind nun einmal sehr verschieden, und Die Ansichten darüber, was dem deutschen Volke nützt wir geben nach jahrelangem fruchtlofem Disput jede HoffEin vernünftiger Amerikaner. Kopenhagen, 13. Februar. Der Schiffahrtsverkehr zwischen den Bereinigten Staaten und Dänemark wird wahrscheinlich am Donnerstag wieder aufgenommen werden. Der Dampfer United States" wird als erster die feit Anfang des Monats völlig unterbrochen gewesene Amerikafahrt wieder aufnehmen. Es ist noch unbestimmt, ob das Schiff auch Bost und Baffagiere mitnehmen wird. Der Dampfer wird nicht in Kirkwall, sondern in Halifor bifitiert werden. Das Schiff wird nicht die Gefahrenzone zu durchqueren verfuchen, sondern wird an der norwegischen Küste entlang über die Farörinseln Kurs nehmen. Kindisches Spiel mit bitterernsten Dingen. New York, 12. Februar.( Meldung der United Breß.) Die unbewaffneten amerikanischen Frachtdampfer Orleans und No che ster veranstalten ein Wettrennen über den Atlantischen Ozean um die Ehre, welcher von beiden zuerst in die gefährliche Zone einfährt. Also ein Wettrennen um einen Kriegsgrund! Das ungarische Blatt A Nap" erscheint wieder. Der Minister des Innern hat das Erscheinen des Blattes" A Nap", das megen eines Berichts über Revolverschüsse im ungarischen Abgeordnetenhaus verboten worden war, wieder gestattet. Gegen den Schmuggelhandel in Holland. Die holländische nung auf, uns mit der Deutschen Tageszeitung" hierüber in längeren Ausführungen gegen die Behauptung gewisser englischer Kammer hat eine Gefeßesvorlage zur strengeren Unterdrückung des Schmuggelhandels während des Krieges angenommen. Dichavid Ben hat in dem neuen Kabinett Talaat das Finanzministerium übernommen. Politische Uebersicht. Abgeordnetenhaus. Zeuerungszulagen und pflege. " au berständigen. Eins aber ist sicher: nichts könnte dem Ansehen Deutschlands mehr schaden, als wenn die Regierung fich auf den Boden der von der Deutschen Tageszeitung" befürworteten Maßregel stellte und den Vertretern der deutschen Arbeiterschaft die Bässe verweigerte. Es ist der denkbar schlechteste Rat, wenn man der Deutschen Regierung zumutet, das Odium auf sich zu nehmen- momöglich im Gegenjab zu den Regierungen der feindlichen Bänder, das Zustande fommen einer internationalen Berständigungefonferenz der riegswohlfahrts- organisierten Arbeiterschaft verhindert zu haben. Wir glauben auch nicht, daß eine Regierung, die eben erst durch ihr Die Dienstagsjigung des Abgeordnetenhauses wurde faft Friedensangebot ihren eigenen ernsten Verständigungswillen gang mit der Beratung von Fragen ausgefüllt, die mit den gezeigt hat, derartiges tun kann, ohne sich mit sich selbst in Kriegsteuerungszulagen im Zusammenhang stehen. Zunächst schwersten Widerspruch zu sehen. Sesprach man in zweiter Lesung den Zentrumsantrag auf Steuerfreiheit der Kriegsteuerungszulagen. Herr Giesberts und in eingehender Rede Genosse Hue traten dafür ein, daß auch die in Privat betrieben bewilligten Leuetungszulagen frei von Staats- und Gemeindeeinkommensteuer sein sollen. Der sozialdemokratische Redner gab dabei eine nicht durchaus erfreuliche Uebersicht über das, was in der Bribatindustrie geschehen ist, um der ungeheuren Teuerung einigermaßen Rechnung zu tragen. Er schloß mit der Forderung gerechter Parität für alle Arbeiter im Privat- und Staatsbetriebe. Der Finanzminister wendete sich in entschiedenster Weise dagegen, daß auch private Teuerungszulagen steuerfrei gemacht werden sollen, da dies zu den schwierigsten Folgen führen könnte und zu ewigen Streitfragen darüber, was Teuerungszulage, was laufende Gehaltsaufbefferung und was Mehrverdienst sei. Das Haus berwies schließlich alle Anträge an den Haushaltsausschuß zurüd. Batocki und der Staatskommiffar. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet: Das Abwehrmittel noch nicht gefunden. London, 18. Februar.( Telunion.)" Daily Expreß" wendet sich Kreise, daß die englische Marine nun genug Großkampfschiffe befize und daß infolgedessen die Regierungswerften an Stelle von Kriegsfchiffen Handelsdampfer bauen müßten. Das Blatt ist der Meinung, daß zuerst für die Bekämpfung der U- Boot- Gefahr Sorge getragen werden müßte. Das könne nur durch den sofortigen Bau von Kriegsschiffen, besonders leiner leichter Kreuzer, Torpedojäger usw. gefchehen. Die Berluftziffer an Handelsbampfern beweise, baß England bas Abwehrmittel für die neuen deutschen Nebertauchboote noch nicht gefunden habe. Die Admiralität müsse dafür sorgen, daß England nicht wirklich belagert werbe; bas fönne aber nur geschehen, wenn die Schiffe mit Lebensmitteln unter dem Schuh einer machtigen Ariegsflotte ständen. Notschrei der französischen Reeder. Bern, 12. Februar. Nouvelliste de Lyon" meldet: Der Hauptausschuß der französischen Reeder forderte die Regierung nochmals auf, den Schiffswerften unverzüglich Material zum Bau von Handelsschiffen zur Verfügung zu stellen, da sonst der Handel Frankreichs infolge der Versenkungen und des Mangels an Neubauten nach dem Friedensschluß in die kritischste Lage geraten U- Boot- Unruhe in Paris. Die Ernährungsfragen haben in der letzten Zeit das Preu: Bische Staatsministerium eingehend beschäftigt. Nach Berhandlungen unter den beteiligten Refforts hat gestern eine Sigung des Staatsministeriums stattgefunden, in der über organisa- würbe, torische Maßnahmen wichtige Beschlüsse gefaßt worden sind. Es ist in Aussicht genommen, die auf dem Gebiete der Volksernährung während des Krieges errichteten oder noch zu errichtenden Preußischen Landes ftellen( Landesgetreideamt, Landesfleisch- Boot- Strieges rufen in Paris Beunruhigung herbor. Paris, 13. Februar. Die legten Ergebnisse des verschärften amt usw.) der Leitung eines besonderen Staats= tommiffars zu unterstellen und ihm die den beteiligten Paris Midi" und" Information" fordern dringend, daß alle Ministern zustehenden Aufsichtsbefugnisse zu übertragen. Gleich Maßregeln getroffen werden. La France" fragt: Wo stehen zeitig wird dieser Staatskommissar mit dem dem Kriegs- wir? Man muß wünschen, daß die Regierung schnellstens ernährungsamt in enge Verbindung gebracht werden. Durch dem Parlament Erklärungen abgibt, damit den Gediese Regelung wird ein schnelles und einheitliches Zusammen- rüchten ein Ende bereitet wird, die die Oeffentlichkeit nervös arbeiten zwischen dem Kriegsernährungsamt und der preußi- machen. Das Blatt fragt weiter: Welche Bedeutung hat der fchen Berwaltung gefichert. neue U- Boot- Krieg? Sind unsere Verteidigungsmittel " Mit Erklärungen und Worten wird Frankreich schwerlich zu Getreidemangel in Frankreich. Mit der darauf folgenden zweiten und dritten Lesung Monat des dritten Kriegsjahres ein schnelles und einheitliches Zu- fetzen? Wohin gehen die Waren, die nicht zu uns gelangen? Man vernimmt mit lebhafteftem Interesse, daß jest, im fiebenten wirkjam? Werden die Neutralen die Schiffahrt fort. Des 200- Millionen- redits zu Staatsbeihilfen für die fammenarbeiten" zwischen dem Reich und Preußen gesichert werden In welchem Maße wird die wirtschaftliche Rotlage unferer Feinde riegswohlfahrtspflege der Gemeinden wurden Zentrumsanträge verbunden, die auch den in der Heimat und soll. Damit wird bestätigt, was der Vorwärts" unaufhörlich be- erleichtert? Das Blatt fügt hinzu: Dies find lauter Fragen, zurüdgebliebenen Offizieren und Militärbeamten Kriegs- hauptete, daß nämlich ein solches Zusammenarbeiten bisher nicht auf die wir genaue Antwort haben müssen. teuerungszulagen und den zum Heeresdienst eingezogenen bestanden hat, sondern daß das Verhältnis, das bisher bestand, cher Staatsarbeitern Kinderbeihilfen gewähren wollten. Ein ähn- als Gegenteil von Zusammenarbeiten bezeichnet werden konnte. helfen sein. licher Antrag, der sich auch auf die Volksschullehrer erstredt, Leider berechtigt die jest in Aussicht gestellte Wenderung nicht foiveit fie als Mannschaftspersonen dienen, war vom Aus- zu der Hoffnung, daß auf diesem sehr weiten Felde endlich einmal ichuß gestellt worden. In die ausführliche Debatte griff Ge- Harer Wandel geschaffen werden soll. Das ist auch kaum möglich, Bern, 13. Februar. Lyoner Blättern zufolge mußte infolge Ge noffe Beinert mit einer Rede ein, in der er abermals die folange das alte Erbübel der Reichsverfassung, der preußisch- treidemangels in den Departements Haute Garonne und Lot eine Mängel der gemeindlichen Kriegswohlfahrtspflege besonders deutsche Doppelzentralismus, weiter fortbesteht. Auch in den Kleinstädten und Landkreisen nachwies, um schließlich jest follen wir zum deutschen Nahrungsmitteldiftator noch einen Requirierung von Getreide- und Mehlvorräten auch in den privaten Haushalten angeordnet werden. eine ausreichende Erhöhung der Familienunterstützung zu ämtern aufgeräumt wird, wird von den noch zu errichtenben" ge fordern. In der Debatte war mit vollem Recht auch auf die un- sprochen. Die Möglichkeit ist nicht von der Hand zu weisen, daß sich geheuere Belastung hingewiesen worden, die den Gemeinden der neue neben Batockt gestellte Staatskommissar zu einem fgl. preudurch die Auszahlung der Reichsunterstützung und durch die Bischen Hemmungskommissar entwvideln könnte, daß er also bloß jonstige Kriegsfürsorge erwächst, ohne daß Reich und Staat das bisher von Herrn v. Schorlemer innegehabte Amt übernimmt. die von ihnen übernommenen Verpflichtungen den Gemeinden Die Etatdebatte im Reichstag wird wohl noch Gelegenheit bieten, gegenüber auch in entsprechendem Maße erfüllen. Nach diese nicht unwichtige Angelegenheit eingehend zu erörtern. Tanger Debatte wurde der Gesezentwurf selbst einstimmig angenommen, bon den Anträgen jedoch nur der des Ausschusses. Wie uns aus Spanbau mitgeteilt wind, hat eine Delegierten Das Haus begann dann noch mit der zweiten 2e. bersammlung des Spandauer Staatsarbeiter- Berbandes" fung des Etats und erledigte einige der Heinen Etats. Sonntag befchloffen, die Kandidatur Fortenbacher im WahlBei der Münzverwaltung flagte ein Konservativer über den freis Spandau Osthavelland zurüdzuziehen. Da Mangel an Seleingeld und beim Staatsanzeiger" bemängelte mit bat bie im Januar der Oeffentlichkeit mit großem Lärm verNationalliberaler, dessen parlamentarische Bericht fündete gelbe Randidatur ein jähes Ende genommen. Wenn aller crftattung. dings zur Begründung des täglichen Rüdzugs in dem Beschluß gefagt wird, daß man mit Rücksicht auf die Aufstellung einer sozialdemokratischen Mehrheitskandidatur den Burgfrieden wahren wolle, so tann diese Erklärung nur Heiterkeit erweden. Bordem hatte ir aus brach ein Feuer aus, das sich rasch ausbreitete. Matrojen Athen, 12. Februar.( Reuter.) In der Waffenfabrikim es geheißen, die Kandidatur Fortenbacher würde unter allen der Alliierten halfen den griechischen Feuerwehrleuten bei den Man erinnert fish noch, daß die Konservativen des Ab- Umständen, selbst unbekümmert um etwaige bürgerliche Löscharbeiten. Biele Menschen sind dem Brande sum geordnetenhaufes das neue Diätengeset, das die Abgeordne- Kandidaturen, aufrechterhalten werden. Wenn die gelben Wahl- Opfer gefallen. ein 11 Am Mittwoch beginnt die Beratung des Etats des Innern. Herrenhaus und Diätengeses. Die fauren Trauben. Englische Rationen auf dem Papier. London, 13. Februar. Am Montag der vergangenen Woche stellte Lord Devonport die wöchentlichen Rationen für Brot auf 1800 Gramm oder 1350 Gramm Mehl, für Fleisch auf 1125 Gramm und für Suder auf etwas weniger als 340 Gramm fest. Das Bolt kümmert sich jedoch so wenig um diese Ver= ordnungen, daß ein Teil der Preffe auf sofortige Einführung einer 3wangsrationierung hindrängt. Das Munitions. Eine englische Munitionsfabrik explodiert. London, 13. Februar.( Reutermelbung.) ministerium teilt mit, daß sich in einer Munitionsfabrik in Borkshire eine Explosion ereignet habe. Die Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt. Man glaubt aber, daß alle Personen gerettet wur den. In der Nachbarschaft wurde einiger Schaden angerichtet. Brand in griechischen Waffenfabriken. Gewerkschaftliches. Die Berliner Gewerkschaften und die Lebensmittelversorgung. Dieser Zuftand, die 2ösung ber Lehrberträge während der von 364 auf 46,4 Millionen fund gestiegen Frankreich und Striegszeit, liegt weder im Interesse der Lehrlinge und ihrer Ange- Italien fonnten 1916 in ungefähr derselben Weise beliefert werden hörigen, noch in dem der einzelnen Gewerbe und des Handwerks, wie 1915. die im Hinblid auf die Zeit nach dem Kriege bestrebt sein müssen, Kanada hat sich während des Krieges infolge Uebernahme einen guten entwicklungsfähigen Nachwuchs an leistungsfähigen englischer Munitionslieferung sehr stark industrialisiert. Bis einArbeitnehmern heranzubilden. schließlich 1916 werden die gesamten Striegsaufträge auf 1000 Millionen Dollars oder 5,52 Milliarden Mart geschätzt. Aus Industrie und Handel. Währungsschus. Die Vertreter zur Berliner Gewerkschaftskommiffion glauben Wie wir gestern icon furz berichteten, hat sich eine Vertretung daher die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Zustände lenten zu der Gewerkschaften Groß- Berlins um eine Aufbefferung der Lebens- müssen; sie richten deshalb an die in Betracht kommenden Arbeit mittelrationen bemüht. Die Versammlung der Gewerkichaftsvorstände geberorganisationen, wie Arbeitgeberverbände, Innungen und Handund Unterfommiffionen, die am Montag" den Bericht über diese An- werkstammer, das dringende Ersuchen, in den Kreisen ihrer Mitgelegenbeit entgegennahm, hatte folgenden Verlauf: glieder für eine erhebliche, fofortige Aufbesserung der niedrigen Körsten führte aus: Der Ausschuß der Gewerkschaftskommission Säße des heute gezahlten Kostgeldes zu wirken. hatte in einer Sizung mit Vorstandsmitgliedern beschlossen, daß Der Ausschuß wird beauftragt, diese Entschließung der Berliner eine Vertretung der Gewerkschaften bei den zuständigen Behörden Gewerbedeputation, der Handelskammer, sowie den Dezernaten für dea Reiches, des Staates und der Gemeinden vorstellig werden gewerbliche Angelegenheiten in den maßgebenden Vororten von solle, um eine Erhöhung der gegenwärtig allzu fnappen Lebens- Berlin zu überreichen, mit dem Ersuchen, auch von dort aus ihren mittelrationen zu erlangen. Die Genoffen Glode, Rörsten Einfluß auf die Arbeitgeberkreise geltend zu machen." und Siering wurden beauftragt, die erforderlichen Verhandlungen mit den Behörden zu führen. Sie wandten sich zunächst an den Berlin und Umgegend. Oberbürgermeister von Berlin und erfuhren dort, daß der Magistrat Lohnverhandlungen in der Herrenkonfektion. bereits Schritte in derselben Angelegenheit bei den Meichsbehörden Am Montag, den 12., und Dienstag, den 13. Februar, getan babe. Die drei Vertreter der Gewerkschaften richteten dann eine Eingabe an die zuständigen Reichs- und Staatsbehörden. fanden Lohnverhandlungen zwischen dem Verband Sie wiefen darauf hin, daß wegen der gegenwärtigen Inappen gu- der Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter und dem teilung von Lebensmitteln eine Erhöhung der Rationen unbedingt Verband der Kleiderfabrikanten statt. Das Endergebnis stellt geboten fei. Die gemerfichaftlichen Vertreter wurden zu sich auf eine Lohuzulage von 35 Proz. einschließlich Streckungseiner Besprechung zum 7. dieses Monats eingeladen. An der zuschlag. Die neuen Lohnbedingungen treten am 1. April in Sigung nahmen teil: der Reichsfangler Bethmann Straft. Sollweg, der Präsident des Kriegsernährungsamtes b. Batocti, Staatsfetretär Dr. Helfferio, mehrere andere Vertreter bon Reichs. und Staatsbehörden sowie die Oberbürgermeister bon Berlin und den Vororten. Die Gewertichaftsvertreter trugen ihre Forderungen vor und legten zu deren Begrün- Die deutsche Währung steht bekanntlich ziemlich schlecht. dung dar, die Ernährung, wie sie sich in den letzten Wochen befon- Während man im Frieden für 100 M. 125 schweizerische Frank erders wegen der Kartoffelfnappheit gestaltet hat, set durchaus ungenügend, so daß es schon zu einigen Differenzen in den Betrieben hielt, bekommt man jebt aur noch 831 Je teurer Deutschland die gekommen fei. Insbesondere forderten die Gewerkschaftsvertreter, ausländischen Zahlungsmittel bezahlen muß, desto mehr verteuert daß die ursprünglich vom Magistrat festgesetzte Startoffel- fich der Bezug von Lebensmitteln und Rohstoffen. Jede Bigarre, ration von 7 Bfund pro Stopf und Woche wieber gewährt jedes Stüdchen holländischen Käses, jeder norwegische Büdling ist und für die Zukunft beibehalten werde. Das sei das mindeste, mit einem Währungsberlujte von 30 bis 40 Prozent belastet. was unbedingt gewährt werden müsse. Die Lebensmittel Die Währungsverschlechterung hat mannigfache Ursachen. zulagen, die die Schwer- und Schwerstarbeiter erhalten, feien un Eine der wichtigsten ist, daß Deutschland während des Krieges zureichend, auch geben sie den übrigen Arbeitern berechtigte Ursache mehr ein- als ausfülate und daß seine Nachfrage nach ausländizur Unzufriedenbeit. Einerseits ts fei, die Bestimmung, wer zu ben Schwer und Schwerstarbeitern zu rechnen fei, mehr oder weniger fchen Zahlungsmitteln ihren Kurs mächtig in die Höhe trieb. willkürlich und die Zuweisung im einzelnen von den Brotkommissionen Um eine weitere Verschlechterung der Währung durch überabhängig, die nicht alle nach demfelben Maßstab mefien. Anderer- flüffige Wareneinfuhr zu verhindern, ist am 16. Januar ein a IIseits sei zu bedenken, daß die Zuiagrationen doch nicht den be- gemeines Wareneinfuhr berbot erlassen worden. Diese treffenden Arbeitern allein zugute tommen, sondern mit den Familien einschneidende Maßregel wird ergänzt durch eine nicht minder geteilt werden. In dieser Art der Verteilung liege also an sich eine einschneidende Maßregel über die Gestaltung des internationalen gewiffe ungerechtigkeit, die in Arbeiter freisen unangenehm empfunden Zahlungsverkehrs. Das Ziel ist, einen Verkauf deutscher, auf werde. Zunächst müffe jeder ohne Ausnahme mindestens 7 fund Mark lautender Zahlungsmittel und einen entsprechenden Ankauf Kartoffeln pro Woche erhalten. Wenn dann noch Ueberschüsse bleiben, fönnten fie an die Schwerarbeiter verteilt werden. Die ausländischer Zahlungsmittel unmöglich zu machen, um den Drud Gewerfichaftsvertreter betonten, die gegenwärtige unzureichende auf die deutsche Währung zu mildern und die Nachfrage nach ausRationierung fei nicht zurückzuführen auf einen tatiächlichen ländischen Zahlungsmitteln einzuschränken. Die neue Regelung Mangel an Lebensmitteln, sondern in der Hauptfache auf des Bahlungsverkehrs ift auf jene guten Leute gemünzt, die ungerechte Verteilung derselben. Die Landwirte müßten die ihre Kriegs- oder Friedensgewinne vor dent Fiskus doch noch Lebensmittel genug haben, denn viele, die in Ver- und vor den Zufälligkeiten des Krieges ins neutrale Ausland in bindung mit Landleuten ständen, tönnten sich immer noch Sicherheit zu bringen eifrig bemüht waren. Die Maßregeln über ausreichend versorgen. Auch werde ein so weitgehender Schleich den internationalen Zahlungsverkehr bestimmen demgemäß: daß hantel mit Lebensmitteln getrieben, daß der wohlhabende Teil der teine Privatperson ohne Kontrolle der Reichsbant ausländische Bevölkerung vieles, wenn auch zu hohen Preisen, haben lönne. Dem müffe durch eine gerechte, gleichmäßige Berteilung in Stadt Bahlungsmittel erwerben darf; daß weder über fremde Zahlungsund Land ein Ende gemacht werden. mittel, noch über auf ausländische Währung lautende Forde Die Vertreter der Behörden, die in der Besprechung das rungsrechte mit Ausnahme von Effekten ohne Einwilligung der Wort nahmen, erkannten mie Körsten ausführte die Reichsbank verfügt werden darf; daß die Reichsbank jede VerRichtigkeit deffen, was die Gewerfichaftsvertreter vorgetragen sendung von deutschen Zahlungsmitteln ins Ausland kontrollieren hatten, an, und versprachen Abhilfe, foweit es möglich darf; daß von Deutschland aus Berbindlichkeiten im Auslande Sie verwiesen auf die Schwierigkeiten der Kontrolle bei nur mit Genehmigung der Reichsbank eingegangen werden dürfen; den Landwirten und stellten in Aussicht, daß die vorhandenen Vorräte ermittelt und gleichmäßig verteilt werden sollen. Der Reichs- daß eine Bestandsaufnahme der ausländischen Zahlungsmittel fangler erklärte, es sei beabsichtigt, die Zulage von 100 Gramm und der Geldforderungen an das verbündete und neutrale AusFleisch pro Stopf auch für die nächsten drei Wochen zu gewähren. land erfolgt; daß Ausländern Markkredite nur mit Genehmigung Herr v. Batocli fonnte feine bestimmte Zuiage darüber machen, ob der Reichsbant eröffnet werden. fei. die Kartoffelration dauernd auf 7 Pfund erböht werden kann. Das Die letzte Bestimmung hat eine intereffante Vorgeschichte. werde sich übersehen lassen, wenn die am 1. März stattfindende Besonders Desterreich und Ungarn ließen sich nach dem EinKartoffelbeftandaufnahme abgefchloffen fei. Sollte eine Erhöhung tritt Rumäniens in den Krieg wurde die unangenehme Uebung der Startoffelration nicht möglich sein, dann werde die Fleischaulage ziemlich allgemein in Deutschland Kredite eröffnen, bezogen von 100 Gramm weiter gewährt werden. Schließlich bemerkte der Reichskanzler noch, er hoffe, die Startoffelration werde auf 7 Bfund dafür Mart und schickten diese Zahlungsmittel ins neutrale Auserhöht werden fönnen. Solange das nicht möglich fei, werbe die land zur Anschaffung von Guthaben in ausländischer Währung. Fleischzulage beibehalten werden und so werde man über die Die deutsche Währung dankt einen gut Teil ihres Tiefstandes Schwierigkeiten der gegenwärtigen Zeit und über die tatsächliche Rot- diesen schlechten Praktiken. lage der städtischen Bevölkerung hinwegkommen. Die neue Verordnung ist vollständig, bis auf die Einbeziehung Siering und Glocke ergänzten die Ausführungen örften 8. des deutschen Befsizes an ausländischen Wertpapieren. Wie in Dann lan es zu einer lebhaften Disfuffion. Das Vorgehen der England, so werden auch in Deutschland die Kapitalisten auf ihren Gewerkschaftsvertreter wurde anerkannt. Sämtliche Redner gaben Befis, an ausländischen Schuldtiteln verzichten müssen, damit das aber der Ansicht Ausdrud, man müffe mit Nachdruck verlangen, daß Reich jetzt oder in Zukunft die für Kriegführung und Wirtschaft die Versprechungen auch erfüllt werden. Cohen, der Bevollmächtigte des Metallarbeiterverbandes, führte notwendigen Rohstoffe und Lebensmittel beziehen kann. aus: Die Stimmung, die hier in der Diskussion zum Ausdrud Am 1. August 1914 hat sich niemand träumen lassen, daß die fommt und die in den weitesten Kreisen der Arbeiter Wirtschaft nach 2% Jahren Weltkrieg in spanische Stiefel werde herrscht, ist vollkommen zu verstehen. Man verlangt von den geschnürt werden müssen. Nur wenige machen sich auch heute ein Arbeitern der Kriegsindustrie, daß fie recht viel leiften. flares Bild von der vollen Bedeutung der neuen Berordnungen, Also muß man auch bafür forgen, daß fie ausreichend die den Waren- und Zahlungsverkehr, das ist die Art, in der ernährt werden. Die Hindenburgipende ist ja gang gut gemeint. Deutschland wirtschaftlich mit dem Auslande in Berbindung tritt, Aber was ist dabei herausgekommen? An 150 Arbeiter eines Großbetriebes find bis jetzt z. B. je 100 Gramm Schmalz aus der von Grund aus umstürzen. Die neuen Verordnungen sind nicht Hindenburgivende verteilt worden. Das ist doch nur ein Tropfen auleht notwendig im Interesse des Arbeiters, für den auf einen heißen Stein. Es muß für eine gerechte Berteilung aller eine gute und stabile Währung die Grundlage vorhandenen Lebensmittel gesorgt werden. Die maßgebenden Stellen jedes sozialen Fortschrittes ist. Am schwersten wird sind über die wirkliche Lage der Arbeiter unterrichtet. Sache der der freie Sandel zu leiden haben, der seine fühnen Hoffnungen Arbeiter ist es, mit allem Nachdrud zu verlangen, daß die Ber- auf Wiedereinführung in den alten Stand unmittelbar nach Friesprechungen, die ihren Vertretern gegeben wurden, auch gehalten densschluß wird wohl begraben müssen. werden. Die Verfammlung faßte zwar keinen Beschluß in diefer Angelegenheit, ihre Haltung ließ aber feinen Zweifel darüber, daß sie mit den Ausführungen der Diskussionsredner durchaus einverstanden ist. Arts zweiter Buntt ftand die Frage des Roftgeldes der Lehrlinge auf der Tagesordnung. Der Referent Ritter führte aus, das übliche Koftgeld der Lehrlinge reiche schon lange nicht mehr aus, um die Ernährung der jungen Leute zu bestreiten. Eine Erhöhung des Softgeldes fei dringend notwendig. Mehrere Jnnungsvorstände hätten ihren Mitgliedern bereits eine zeitgemäße Aufbefferung des Softgeldes empfohlen. Aber diefe Angelegenheit bedürfe einer all gemeinen Regelung. Der Referent empfahl die nachstehende Resolution, welche die Versammlung einstimmig annahm: Nach den gefeglichen Bestimmungen über die Unterstützung von Angehörigen der Kriegsteilnehmer hört die Unterstützung der jugendlichen Berfonen mit dem 15. Lebensjahre auf. Aus der englischen Wirtschaft. Soziales. Zum Schuße von Kriegsflüchtlingen. Der sogenannte Kriegsteilnehmerschuß ist nunmehr auch auf die Kriegsflüchtlinge ausgedehnt worden. Eine Verordnung des Bundesrats vom 8. Februar 1917 bestimmt folgendes: In bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten hat das Gericht auf Antrag einer Partei, die ihren Wohnsiz oder ihre gewerbliche Niederlaffung im Kriegsgebiete hatte, die Aussehung des Verfahrens anzuordnen, wenn die Partei durch friegerische Unternehmungen oder durch militärische Anordnung genötigt worden ist, den Wohnsitz oder die gewerbliche Niederlassung zu verlassen und infolgedessen an der Wahrnehmung ihrer Rechte behindert ist. Der Antrag ist abzulehnen, wenn die Aussetzung nach den Umständen des Falles offenbar unbillig ist. aufzuheben, wenn die Voraussetzungen für ihre Anordnung wegAuf Antrag des Gegners hat das Gericht die Aussehung wieder gefallen find oder die weitere Ausseßung offenbar unbillig ist. Die Entscheidung fann ohne mündliche Verhandlung erfolgen. Vor der Entscheidung ist die Partei zu hören; die Aeußerung kann vor dem Gerichtsschreiber zu Protokoll erklärt werden. Auf Antrag eines Schuldners, der seinen Wohnsitz oder seine gewerbliche Niederlassung im Kriegsgebiete hatte, kann die Bewilligung von Zahlungsfristen( Reichs- Gesebbl. 1915, S. 290; Bahlungsfrist gemäß§§ 1, 4 der Verordnung über die gerichtliche 1916, S. 451) bis zu sechs Monaten bestimmt werden, wenn der Schuldner durch friegerische Unternehmungen oder durch militärische Anordnung genötigt worden ist, den Wohnsitz oder die gewerbliche Niederlassung zu verlassen, und feine wirtschaftliche Lage infolgedessen so wesentlich verschlechtert ist, daß fein Fortkommen gefährdet erscheint. ftandenen Geldforderung zulässig, sofern die Forderung entstanden Der Antrag ist auch bei einer nach dem 31. Juli 1914 eniist, bevor der Schuldner seinen Wohnsiz oder seine gewerbliche Niederlassung verlassen hat. Der Antrag darf nicht deshalb abgelehnt werden, weil anzu nehmen ist, daß der Schuldner nach Ablauf der Zahlungsfrist zur Befriedigung des Gläubigers außerstande fein wird. Unter den gleichen Voraussetzungen fann auch die Einstellung der Zwangsvollstreckung(§ 5 der Verordnung über die gerichtliche sechs Monaten erfolgen; das tann mehrfach geschehen und ist auch Bewilligung von Zahlungsfristen) für die Dauer von längstens zulässig, wenn eine Zahlungsfrist bereits bestimmt ist. Auf Antrag des Gläubigers fann das Vollstreckungsgericht die Einstellung der Vollstreckung aufheben, wenn die Einstellung infolge nachträglicher wesentlicher Veränderung der Umstände dem Gläubiger einen unverhältnismäßigen Nachteil bringen würde, insbe andere zwangsvollstredungen erheblich gefährdet wird. sondere wenn die spätere Befriedigung des Gläubigers durch Zahlung einer Geldforderung( Reichs- Gesetzbl. 1915, S. 292; 1916, Die Verordnung über die Folgen der nicht rechtzeitigen G. 451) findet unter den für die Gewährung einer Zahlungsfrist geltenden Voraussetzungen auch bei den nach dem 31. Juli 1914 entstandenen Geldforderungen Anwendung, fofern die Forderung entstanden ist, bevor der Schuldner seinen Wohnsiz oder seine gewerbliche Niederlassung verlassen hat. Die Verordnung findet auf Personen, die sich im Ausland aufhalten, keine Anwendung. im Sinne dieser Verordnung anzusehen sind. Der Reichskanzler bestimmt, welche Gebiete als Kriegsgebiet 1917) in Straft getreten. Der Reichskanzler bestimmt den ZeitDie Verordnung ist am Tage der Verkündung( dem 9. Februar punkt des Außertrafttretens. Lohnarbeiter oder Handwerksmeister? Der Anstreicher" Ernst H. erlitt am 18. Juni 1918 einen töb lichen Betriebsunfall. Der Anspruch der Hinterbliebenen wurde von der Berufsgenossenschaft der geinmedanit und standen habe. Der Verunglückte habe als selbständiger Malermeister Elektrotechnif abgewiefen, weil feine Versicherungspflicht bebas Streichen der Masten zum Attordpreis übernommen. Das Oberbersicherungsamt Berlin gab der Berufung statt. Es führt in feinem Urteil u. a. aus: Der Verstorbene lönne nicht als selbständiger Gewerbetreibender angefehen werden, denn er habe nicht einmal das Gewerbe angemeldet. Die Arbeiten habe er im Auftrage der Firma für einen mit der Firma fest vereinbarten Lohn ausgeführt und fremde Hilfe geleistet. Die Berantwortung, die der Verstorbene für die von ihm geleisteten Malerarbeiten hatte, der Umstand, daß mit ihm ein schriftlicher Vertrag über habe feineswegs Die eines Arbeiters überſtiegen. Schon Arbeiten auszuführenden war, geschlossen betveise, daß man von ihm als eine höhere Verantwortung die eines Arbeiters nicht verlangte. Das Abbängigkeitsvertältnis des Berstorbenen gebe daraus hervor, daß er auf nennenswerte Zeit feine Arbeit nicht unterbrechen durfte, daß ihm die erforderlichen Materialien geliefert wurden und er wie jeder andere Arbeiter wöchentlich Lohn erhielt. die frieben; fie legte gegen die Entscheidung des ReichsversicherungsDie Berufsgenossenschaft gab sich indeffen damit nicht au amie Returê ein. Das Reichsversicherungsamt hat noch weiteren Beweis erhohen und den Refurs der Berufsgenossenschaft zurückgewiesen. In seinen Gründen fagt der erkennende Senat u. a.: Das Reicheversiche rungsamt hat keinen Anlaß gefunden, von der Entscheidung des Oberversicherungsamts abzuweichen. Dieses hat den am Die zu 18. Juni 1913 tödlich berunglückten H. in Ansehung seiner Tätigfeit für die Firma Sch. u. 2. mit Recht nicht als Unternehmer, sondern als Arbeiter der Firma angefeben. Der Verstorbene, der früher Artist", dann Schloffer" gewesen ist und Der Economist" teilt interessante Zahlen über die Entschließlich ohne besondere Ausbildung das Malerbandweit ausgeübt widelung des englischen Außenhandels während hat, beiaß fein Betriebsfapital und abgesehen von einer Stebleiter bes Krieges mit. Der Wert der Einfuhr betrug 1916: 949,2 Millio- auch feine Arbeitsgeräte; er war auch nicht kreditfähig... nen Pfund, 1918 nur 768,7 Millionen Pfund. Berechnet man aber feinen Arbeiten erforderlichen Materialien, wie Farbe, Pinsel und die Einfuhr des Jahres 1916 auf Grund der Warenpreise des Steigeifen uit. wurden ihm häufig und so auch bei der unfallJahres 1918, fo ergibt sich ein Einfuhrwert von nur 655,9 Millio- bringenden Arbeit von feinen Auftraggebern geliefert. Er war nen Pfund. Die englische Einfuhr ist also trop der großen Wert- ferner verpflichtet, die Arbeiten für die Firma Sch. u. T. in C. hintersteigerung der Menge nach zurückgegangen. Die Ausfuhr ist vom einander ohne längere Unterbrechung auszuführen und hat auch tatJahre 1913 bis zum Jahre 1916 dem ausgewiesenen Werte nach fächlich nach der Mitteilung der Firma vom 6. Januar bis zum Un von 525,2 auf 506,5 Millionen Pfund gesunken. Würde man aber falltage, ohne auszusetzen, gearbeitet. Alles dieses läßt ihn die Preise des Jahres 1913 zugrunde legen, fo ergäbe sich ein Aus- nicht als selbständigen Baugewerbetreibenden, sondern als Arbeiter fuhrwert von nur 379,9 Millionen Pfund. der Firma erscheinen. Nach seinen gesamten wirtschaftlichen Verhältnissen war er überhaupt nicht in der Lage, Bauarbeiten für eigene Rechnung auszuführen. Lediglich die Tatsache, daß er bei Sch. u. T. in C. arbeitstäglich im Durchschnitt den hohen Lohn von 11,13 m. verdiente, hat ihm noch nicht die Stellung eines Unternehmers gegeben. Der Lohn wird dem Werte feiner Arbeit ent sprochen und zugleich einen Ausgleich für die hohe Unfallgefahr der Arbeit geboten haben. Der Berstorbene ist somit als Arbeiter der Firma Ed. u. T. verunglüdt. Damit ist indes auch die Entschädigungspflicht der Beklagten gegeben." Während im Jahre 1913 der Ueberschuß der Einfuhr über die Ausfuhr( Paffivum der Handelsbilanz) 243,5 Millionen Pfund betrug, ist er im Jahre 1916 auf 442,7 Millionen Pfund gestiegen. England muß also sehr viel mehr an das Ausland zahlen als Diese Bestimmung bat zu schweren wirtschaftlichen Nachteilen früher. Dagegen nimmt es von dem Auslande für Schiffsfrachten, folcher jugendlicher Angehöriger geführt, die in einem Lehr- an Provisionen und Schuldzinsen sehr viel weniger ein, da das verhältnis stehen und demnach, da fie teinen Lohn beziehen, ein neutrale Ausland einen guten Teil seiner Schulden abgetragen ausreichendes Unterhaltseinkommen wie andere jugendliche Arbeiter hat und sogar Gläubiger Englands geworden ist. Es darf aber nicht haben. nicht übersehen werden, daß in dem Einfuhrwert auch die SchiffsDas in den Lehrverträgen von den Lehrherren und den gefeß- fracht stedt. Da die Frachten folossal gestiegen sind und die Verlichen Vertretern der Lehrlinge vereinbarte Softgeld ist größtenteils fchiffung zum großen Teil in Händen von Engländern liegt, ist so niedrig, daß die Untosten für den Lebensunterhalt eines Lehrlings ber dafür entfallende große Betrag nicht als Zahlung an das Ausdamit bei weitem nicht bestritten werden tönnen. land, sondern als Wertübertragung von dem englischen Verbraucher an den englischen Reader zu betrachten. Die mit den teuren Zeitverhältniffen nicht im Einklang stehende Vergütung an die Lehrlinge führt in vielen Fällen zur einseitigen Aufhebung der Lehrverträge. Die englische Roblenausfuhr ist von 1915 bis 1916 bon 43,5 auf 38,4 Millionen Tonnen zurüdgegangen, der Wert aber Verantwortlich für Bolitik: Hermann Müller, Tempelhof; für den übrigen Teil d. Blattes. Alfred Scholz, Reutöln; für Inserate: Th. Glocke, Berlin Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderet u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co Berlin SW. Hierzu 1 Beilage und Unterhaltungsblatt. Пt. 44 34. Jahr ang Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 14 februar 1917. Parteiveranstaltungen und Beitragszahlung fiehe Anzeigenteil! Abgeordnetenhaus. 56. Sigung. Dienstag, den 13. Februar, nachmittags 2 Uhr. Am Ministertisch: Dr. 2 enge. Präsident Graf Schwerin- Löwit teilt mit, daß an Stelle des für längere Zeit verbinderten Vizepräsidenten Dr. Borich( 3) der Abg. Freiherr v. 8eblis zum Ersakpräsidenten gewählt werden soll. Die Wahl wird an einem der nächsten Tage erfolgen. Auf der Tagesordnung steht zunäc it die zweite Beratung des Antrages Dr. König( 8.) und Genossen, betreffend Steuerfreiheit der Kriegsteuerungszulagen. Abg. Dr. König( 3.): Heute berricht große Unllarheit darüber, welche Kriegsteuerungszulagen steuerpflichtig sind und welche nicht. Rach den Kommissionsbeschlüssen sollen in dieser Beziehung gleich behandelt werden alle Beamten, Lehrer, Angestellten und Arbeiter des Reiches, der Bundesstaaten und der Kommunalverbände, sowie die Geistlichen, Lehrer, Angestellten und Arbeiter der Kirchenverbände und anderer Religionsgemeinschaften. Ein Antrag, die Steuerfreiheit auch auf die Zulagen der Angestellten und Arbeiter privater Betriebe auszudehnen, ist in der Stommiffion abgelehnt worden. In Kraft treten foll dies Geiez mit dem Etatsjahr 1917. Abg. Giesberts( 8.) spricht dafür, auch die gleichwertigen Zu wendungen an Privatarbeiter und Angestellte steuerfrei zu laffen. Man fönne nicht z. B. die Munitionsarbeiter in Staats- und Privatbetrieben verschieden behandeln. Das würde viel böses Blut erregen. Abg. Schmiljahn( Vp.) befürwortet einen Antrag, auch die Kinderbeihilfen steuerfrei zu laffen. Aba. Sue( Soz.): Wir beantragen, dem Kommiffionsbeschluß hinzuzufügen, desgleichen sind die aus Anlaß des Krieges den Angestellten und Arbeitern privater Betriebe von deren Befizern be willigten laufenden und einmaligen Teuerungszulagen frei von Staats- und Gemeindeeinkommensteuern! Dem Antrag auf Berüd fichtigung der Kinderzulagen würden wir auch zustimmen. Ohne diese Bujaganträge aber würde die Faffung des Kommissionsbefchiuffes eine schreiende Ungerechtigkeit bedeuten. Es würde damit ein Privileg für die Beamten geschaffen, das in weitesten Kreifen Aweifellos große Erbitterung und böses Blut hervorrufen müßte. Nach der Judikatur des Oberberwaltungsgerichts und auch nach der Ansicht der Finanzverwaltung find Unterstügungen, auch wenn sie sich wiederholen, bei der Weranlagung der Einkommensteuer nicht heranzuziehen. Das gilt allgemein, auch für Privatbeamte und Arbeiter. stellen, sondern um dahin zu wirken, daß auch die anderen Streise vorstand zu beauftragen, die dem Parteivorstand zustehenden ben Beamten gleichgestellt werden.( Beifall bei den Sozialdemo- Pflichtbeiträge innerhalb der festgefeßten rift an fraten.) den Parteivorta: d abzuliefern, da rettete sich die Helbenmätige Kreisversammlung in ganz eigenartiger Beise: fie ging über den Antrag aur Tagesordnung über! Das ist in der Tat revolutionärer Betennermut! Finanzminister Dr. Lenge wendet sich gegen den Antrag König. wonach die Zeuerungszulagen ganz allgemein und nicht mehr nach Bedürfnis gewährt werden. Abg. Dr. Wagner- Breslau empfiehlt, diesen Antrag König an den verstärkten Haushaltungsausschuß zurüdzuberweisen. Nach weiterer Debatte wird diese Zurüdverweisung abgelehnt. Der Antrag König wird ebenfalls abgelehnt und die Kommissionsbeschlüsse angenommen. Hierauf wird noch in die zweite Lesung des Etats eingetreten; eine Reihe fleiner Etats werden debattelos erledigt. Beim Etat des Preußischen Staatsanzeigers" beklagt sich Abg. Beumer( natl.) über nicht objektive Berichterstattung des Reichs- und Staatsanzeigers". Ein Regierungsvertreter entschuldigt das Berhalten des offiziellen Blattes( starbe Kürzung einer Rede Dr. Friedberg) mit der Bapierteuerung. Nääfte Sibung: Mittwoch 11 Uhr.( Fortsehung der zweiten Lesung des Etats.) Schluß% 7 Uhr. Aus der Partei. Parteifriede in Bayern. Angesichts der lebten Borkommnisse in der Partei macht die Fränkische Tagespoft", deren vermittelnde Haltung im Parteistreit bekannt ist, den Vorschlag. wenigstens in Bayern die Partei einheit im vollsten Maße aufrecht zu erhalten. Sie schreibt: In Berlin und in Bremen, in Württemberg und in Sachsen muß man den Kampf austoben lassen. Dort ihn mäßigen zu wollen, wäre vergebliches Bemühen. Aber die Frage brängt sich auf: Muß man auch dort den Brand entfachen, wo bisher im wesentlichen Rube geherrscht hat, wo es zwar nicht an Stellungnahme ge= fehlt, aber Parteibersammlungen und Presseaußerungen, von verschiedenen Einzelfällen abgesehen, an der inneren Ruhe in der Bartei nicht gerüttelt haben. Bu unserer größten Genugtuung können wir darauf berweisen, daß ein so großes und wichtiges Parteigebiet wie Bayern so wenig vom Parteistreit gefährdet wurde, daß es ein Glüd für die Gesamtpartei wäre, wenn der gleiche Zustand für das ganze Reich gelten würde. Da entsteht die Frage, ob man diese von so manchem mit Mühe und von nicht wenigen mit Ueberwindung aufrecht erhaltene Einheit dauernd bestehen lafen fönnte, oder ob man, da nun die Partei in anderen Teilen Deutschlands auseinandergeht, das gleiche für Bayern erzwingt. Braunschweiger Vertrauenstundgebung für Genoffen Blos. Anläßlich des 40jährigen Barlamentsjubiläums des Genossen BIos reichten in der Stadt Braunschweig über 230 Genoffinnen und Ge noffen dem Vertreter des 1. braunschweigischen Wahlkreises durch Unterschrift ihren Glüdwunsch ein. In Blantenburg unterzeichneten 60 Gewerkschaftler und Parteigenossen die Glückwunsch adresse. Dies ist eine treffende Antwort auf den rüden Beschluß der Spartakusmehrheit im Braunschweiger Ortsverein. Der Einigungsapostel" Herzfeld und fein Wahlkreis. Die Medlenburgische Volkszeitung" enthält eine recht intereffante Polemit zwischen dem zur Arbeitsgemeinschaft" gehörenden Abgeordneten des Kreises erafeld und dem dortigen Partei sekretär röger. In einer Zuschrift wendet sich Herzfeld gegen Ausführungen, die Kröger in einer Mitgliederversammlung gemacht hat, und in denen er den Minenkampf" der Opposition gegen die Geschloffenheit der Partei geißelte. Dabei feiert es Herzfeld als sein persönliches Verdienst, wenn im Rostoder Kreise bisher die Spaltung noch nicht in die Erscheinung getreten sei. Er habe im Rostocker Kreis den politischen Meinungsstreit nicht geschürt und sei nicht an die Parteigenoffen herangetreten mit der Aufforderung, sich innerhalb 4. Auguft, die von Kröger und den Rostocker Instanzen vertreten der Organisation zusammenzuschließen gegen die Politik des wird". Im weiteren bekommt es Hersfeld fertig, zu behaupten, daß auf der Reichstonferenz der Partei im September 1916 der Antrag Auer, welcher die Bewilligung der Kriegskredite billigte, und der das Sondervorgehen der Arbeitsgemeinschaft mißbilligte, nur 218 Stimmen, alig die Minderheit der Stimmen" erhalten habe. apostel" Hersfeld an Hand bon beffen eigenen Aussprüchen ins rechte In seiner Erwiderung stellt Genosse Kröger den EinigkeitsLicht. Er erinnert daran, daß in Berlin 2 Hersfeld einer Versammlung folgende Thesen unterbreitete: Gegen die Gewerkschaftsinstanzen ist innerhalb der Gewerkschaften vorzugehen durch Gewinnung der Leitung. Ebenso gegen die sozialpatriotische Haltung der Gewerk schaftspreffe." In Hamburg verkündete Herzfeld schon im verflossenen Jahre folgendes Programm:„ Es muß Aufgabe der Versammelten sein, alle Funktionäre, die nicht zur Minderheit ge= hören, zu beseitigen."( In dieses Gebiet gehört auch der von uns neulich mitgeteilte Ausspruch Herzfelds: Für die Opposition tomme es darauf an, die leitenden Bosten in Bartei und Gewerkschaften an sich zu reißen. Red. d. Borivärts".) Weiter geht Kröger auf die Verhältnisse des 5. medlenburgischen Wahlkreises ein. Er des Kreises mit 18 gegen 5 Stimmen den Disziplinbruch der Arbeits-, erinnert daran, daß eine am 21. Mai 1916 tagende Konferenz gemeinschaft auf das schärfste verurteilt hat. In demselben Sinne der Bezirksvorstand und hat sich ausgesprochen eine Sibung der Rostoder Funktionäre, eine Bezirtstonferen Ströger fährt fort: Weiter haben sich Mitgliederversammlungen mit der Frage beschäftigt, und vor jeder Bersammlung hat Hersfeld mich sowohl wie den Vorstand ersucht, doch von der Einbringung einer Refolu tion abzusehen, um den Streit nicht noch zu verschärfen. Wir haben diesem Ersuchen jedesmal Folge gegeben, eine Toleranz, die nach dem ooen Geschilderten bei Hersfelb ein unbefannies Ding. Weiter hat Herzfeld an eine Anzahl Parteigenossen Flugblätter gesandt; Verbreiter hat er aber nicht gefunden. Wenn Herzfeld nun behauptet, daß er den politischen Meinungsstreit im Wahlkreise nicht geschürt hat, jo ist die Behauptung falsch; er hätte schreiben müssen, er habe den Streit nicht schüren fönnen. Nach dem Beschluß der Kommission sollen alle Zeuerungsaulagen für Beamte bis über 5000 Mart Gehalt steuerfrei bleiben. Bribat angestellte mit nur halb fobiel Gehalt, die Zulagen erhalten, sollen fie aber versteuern müssen. Das fönnen Sie gar nicht wollen! Ju Oberschlesien zahlen z. B. die Staatsbergwerte höhere Löhne an ihre Arbeiter als die Brivatbetriebe. Diese befferbezahlten Arbeiter wären nun bei Annahme des Kommissionsantrages noch mehr be vorzugt vor den schlechter bezahlten Brivatarbeitern. Wir haben längst der Parteimehrheit daran, irgend einem Gliede der Partei, Es denkt natürlich kein Mensch, zum mindesten niemand in gefordert, daß man das ft euerfreie Mindesteinkommen bon 900 auf 1200-1500 Marf erhöhen follte. in dem die Parteieinheit tatsächlich besteht, eine Spaltung aufBei den jegigen Teuerungsverhältnissen märe zwingen zu wollen. Die Parteimehrheit hat von vornherein erdie Erhöhung auf 1500 art eine dringende Not- flärt, bolle Freiheit der Meinungen und leberwendigteit. Eine große Maffe von Arbeitern gerade in den geugungen innerhalb der Partei gewährleisten zu wollen. Sie Riefenbetrieben hat heute noch nicht einen solchen Durchschnittslohn. wendet sich lediglich gegen diejenigen, welche durch SonderBedenken Sie auch, daß durch die enorm gestiegenen Kommunal fteuern, die zum Teil bis 400 Broz. gehen, und bis 420 M. Gin organisationen und Sonderbeschlüsse die nun einfommen herunter erhoben werden, gerade die fleinen und mittleren mal notwendige äußere Parteidisziplin durchbrechen und Einlommen am schwersten getroffen werden. Wir verlangen eine dadurch jede Geschlossenheit des Handelns und Auftretens unmög gerechte Barität für alle Arbeiter im Privat- und Staatsbetrieb. lich machen. ( Bravo! b. d. Soz.) Finanzminister Dr. Lenge: Die Ansicht, daß Zeuerungszulagen Redaktionswechsel in der Elberfelder Freien Presse". Das am der Beamten an sich steuerfrei find, trifft nach der Judikatur des 3. Februar erfolgte Verbot des Erscheinens unseres Elberfelder Bar- Das Tollste aber ist Hersfelds Behauptung, daß auf der ReichsOberverwaltungsgerichts nicht zu. Diese Steuerfreiheit tritt nur teiorgans ist wieder aufgehoben worden. An der Spike der Nummer konferenz der Antrag Auer, der das Vorgehen der Arbeitsgemeinschaft ein, wenn im einzelnen Fall eine Rotunterstügung gewährt vom 10. februar wenden fich Verlag und Redaktion der Freien mißbilligte, nur die Minderheit der Stimmen erhalten habe. Herzwird. Meine Bedenken gegen den Antrag König find durch Presse" an die Leser und teilen mit, daß zwischen der Geschäfts- feld weiß sehr gut, daß bei der entscheidenden Abstimmung das Verdie Debatte nur bermehrt worden. Die Annahme der über die leitung und der bisherigen politischen Redaktion sich über die fernere hältnis der Stimmen 276 der Mehrheit gegen 169 der Opposition geKommissionsbeschlüffe hinausgehenden Anträge würde den ganzen Saltung des Blattes, wie sie sich nach den Anforderungen des stellv. wesen ist. Wenn der gegen eine berschwindende Min Antrag zu Fall bringen. Denn diese Anträge sind steuer- Generalfommandos gestalten mußte, teine Einigung habe erzielen derheit angenommene Antrag Auer nur 218 Stimmen lich undurchführbar und würden außerdem eine große Üngerechtigkeit laffen. Die Geschäftsleitung trage aber die Verantwortung für. den erhalten hat, so lag das lediglich daran, daß in ihm über das Vergegenüber all denen bedeuten, die nicht Arbeiter und Angestellte find. Bestand des Blattes und war deshalb zu einer Neuregelung halten der Reichstagsfraktion abgestimmt wurde und sich infolgedessen Eine gewisse Ungerechtigkeit liegt natürlich auch vor, wenn man nur der Redaktion gezwungen, um das sofortige Wiedererscheinen die stimmberechtigten Mitglieder der Fraktion altem Brauche gemäß die Beamten berücksichtigt, aber dieser Wunsch der Kommission ist der Zeitung zu ermöglichen. Die Regelung soll nur eine vorläufige ihrer Stimme enthalten haben. Hieraus den Schluß zu ziehen, daß wenigstens durchführbar, denn hier handelt es sich um übersichtliche sein. In einer zweiten Notiz wird bekanntgegeben, daß der bisherige der Antrag Auer nur eine Minderheit der Stimmen auf sich vereinigt Verhältnisse und einen beschränkten Kreis. politische Redakteur Niebuhr aus der Redaktion ausgeschieden und habe, charakterisiert die Ehrlichkeit der Herzfeldschen Polemik in vollem an seine Stelle Genoffe aberland getreten ist. Maße. Abg. Gottschalk( natl.) beantragt, alle Anträge an die Kommiffion zurüdauberweisen. Nach weiterer furger Debatte wird der Antrag angenommen. Es folgt die zweite und dritte Beratung des Gefeßes über die Gewährung von weiteren 200 millionen an Gemeinden und Gemeindeverbände für die Kriegswohlfahrtsausgaben. Die Rommission beantragt die Gewährung von Kinderbeihilfen an die zum Heeresdienst eingezogenen Staatsbeamten und Bolts schullehrer, soweit fie Gemeine oder Gefreite sind, und Erhöhung der Familienunterstützungen für die Familien der eingezogenen Staatsarbeiter und Angestellten. 3 Aus Groß- Berlin. Nach den Krankenhäusern die Heimstätten! Eine Parteibersammlung des sozialdemokratischen Bereins Elberfeld- Barmen hat sich am vergangenen Sonntag mit großer Zob eines Barteiveteranen. Wie uns aus Forst( Laufiß) mitMehrheit auf den Boden der Opposition gestellt und die Aende- geteilt wird, ist am Sonntagmittag ein alter Parteibeteran, der langden Wahlkreis rung in der Redaktion der Freien Preffe" auf das schärfste verjährige Borfizende der Kreisorganisation für urteilt. Sorau Forst, Genoffe Gustab Berke, im 65. Lebensjahr verstorben. In dem Verstorbenen verkörperte sich ein Stüd ParteiEiertanz um die Beitragssperre. Eine Kreistonferenz des geschichte dieses Kreises. Er hat unter dem Sozialistengefeß die ParIn Verbindung damit werden beraten ein Antrag Dr. 1. braunschweigijchen Reichstagswahlkreises, die teibewegungen im Kreise Sorau- Forst unter den schwierigsten VerKönig( 3) auf Gewährung von Striegsteuerungszulagen auch am bergangenen Sonntag in Braunschweig tagte, nahm gegen zwei hältnissen, immer im Vordertreffen der Bewegung stehend, aufrechtan die in der Heimat zurückgebliebenen Offiziere und oberen Stimmen eine Resolution an, die sich im wesentlichen mit der vom erhalten helfen. Bei der Reichstagswahl 1912 fonnte er es als schönen Militärbeamten, sowie ein Antrag Schmidt( 3.) auf Gewährung von Ortsverein Braunschweig angenommenen( hier bereits veröffent- Erfolg feiner Tätigkeit noch erleben, daß der Kreis durch Genossen Kinderbeihilfen an die zum Heeresdienst eingezogenen Staats- lichten) deckt, durch die sich also der Kreis auf den Boden der Schumann für die Partei erobert wurde. Auch die Genossenschaftsarbeiter. Opposition stellt. Eine Anzahl proßer Parteiorte waren bewegung des Kreises verliert in ihm einen träftigen Förderer. Seine nicht vertreten, babon hatten einige, wie Gliesmarode und legten Gedanken galten der Partei: Bleibt einig und ge= Riddagshausen, ersterer Ort durch einstimmigen Beschluß schlossen, damit der Trugschluß der Parteigerstörer zuschanden der Mitgliederversammlung, eine Beteiligung an der Konferenz wird." abgelehnt, weil der auf dem Standpunkt der Beitragssperre ftehende Ortsverein Braunschweig die absolute Mehrheit der DeleAbg. König( 3.) befürwortet seinen Antrag. gierten zur Kreistonferens stellt und die betreffenden Orte nicht Abg. Leinert( Soz.): Wir vermissen eine statistische Uebersicht zu einem Beschluß, durch den die Beitragssperre auf den ganzen über die Leistungen der Lieferungsverbände und über die Ber- Kreis ausgedehnt wird, die Hand bieten wollen. Die Kreis teilung der bisher bewilligten 510 Millionen. Für verschiedene fonferenz umging aber die Frage der Beitragssperre, wie die State Landkreise dürfte diese Statistit allerdings nicht sehr ange- den heißen Brei. Der Bezirkssekretär Genosse Antrid hatte Für die Krankenhäuser der Stadt Berlin wurde im Herbst 1916 nehm sein, weil sich dann ergeben würde, daß sie nicht im ge- eine längere Resolution eingebracht, in der unter anderem auch gegen den Widerspruch der sozialdemokratischen Stadtverordneten ringsten über die geseblichen Mindestleistungen die Beitragssperre abgelebt wurde. Diese Resolution wurde eine Erhöhung des Pflegeſages beschlossen, die am 1. April 1917 in hinausgehen. Die Miniftererlasse in dieser Frage der Kriegs- einstimmig abgelehnt. Als Genoffe Antrid nun darauf Straft tritt. Jest beantragt der Magiftrat auch für die Heimstätten, wohlfahrtspflege finden durchaus unsere Billigung, aber es gibt aufmerksam machte, daß hiermit der Braunschweiger Beschluß den Pflegeias wenigstens der Erwachsenen zu doch viele Lieferungsverbände, die diesem Erlasse nicht nachkommen. auf Beitragssperre feine Bestätigung durch die Kreis erhöhen, und zwar von bisher 2,50 M. auf 3 M. pro Tag. Eine ungeheure Arbeit ist den Lieferungsverbänden neuerdings tonferens erhalten habe, wollten die tapferen Spartakusleute Bon dieser Maßregel ist zu befürchten, daß sie die Neigung der mit den Unterstübungen aufgehalft worden, die sie an Familien das nicht wahr haben. Keiner wollte zugeben, daß wegen des Krankenkassen, von Arbeitern zahlen wollen, die auswärts zu wenig einen Sapes in der Resolution Antrick die Beitragssperre be- Seimstätten zu überweisen, wieder noch abschwächen wird. geneiende Mitglieder aut weiterer Erholung an berbienen, um ihre Familie zuhause zu unterhalten. Darin schloffen sei. Der Kreisvorsitzende, der Ex- Anarchist Sepp die Pfleglinge. für die aus eigener Tasche die Kosten der Heimliegt außerdem ein Anreiz für die Arbeitgeber solcher Arbeiter, Derter, und andere Rebne erklärten frei heraus, sie wollten ihnen geringere Löhne zu zahlen. Eine Ablehnung von Familien- dem Barteivorstande den Gefallen nicht tun und die Beitragssperre ftättenpflege bezahlt werden, dürften nach der Erhöhung des Pflegeunterstützungen durch die Lieferungsverbände sollte auf jeden Fall beschließen, damit er feinen Grund zum Eingreifen habe. Also fazes fich vermindern. Die freisinnige Stadtverordnetenmehrheit seitens der Lieferungsverbände hinreichend begründet werden. Angst vor der früheren eigenen Courage! Derfelbe Sepp Derter begründete die Zustimmung zu der Hinaufschraubung des KrankenZweifellos werden auch berechtigte Ansprüche in großer Bahl zu aber hatte brei Tage vorher auf der Mitgliederversammlung in bauspflegefages mit ihrer wirtschaftlichen Grundauffassung", mit ridgewiefen; deshalb hat ja auch ein Ministerialerlaß den Liefe Braunschweig erklärt: dem Hauptgrundiaz des Kommnnalabgabengesetzes, daß für fede rungsverbanden größeres Wohlwollen in dieser Beziehung empe fohlen. Auf einen Fall darf eines Arbeitsverdienstes der Familie wegen die Unterfügung ge fürzt werden. Noch weniger dürfen etwaige Beihilfen der Arbeitgeber von der Unterstübung in Abzug gebracht werden. Wir stimmen für die Anträge, nicht um die Beamten besonders gut zu Auch „ Wir müßten ja Hornochsen sein, wenn wir diesem Bartei- Sonderleistung, welche an Berfonen gewährt wird, die zur Zahlung borstand Mittel bewilligten, damit er uns mit unserem eigenen imftande sind, auch die entiprechende Gegenleistung gewährt werden Gelbe eine Sonderorganisation entgegenstellt, die uns befämpft!" muß". Bollte man denselben Grundfat z. B. auf die Bemessung Als Genosse Antrid die Beitragssperrer aber nochmals ftellte, des Schulgeldes der höheren Schulen anwenden, so müßte es in indem er nun den turgen und flaren Antrag einbrachte, den Kreis- den Gymnasien, Realgymnafien und Oberrealschulen gegenüber dem 1853 eine " Aus den Gemeinden. Stadtverordnetenversammlung in Schöneberg. Genosse& üter wünschte, daß der Magistrat endlich energiich in dieser Sache vorgehen möge. Auf den Höfen und in den Kellern lägen die Müllberge so hoch, daß für die Bevölkerung die größte Gefahr entstehe. Unstimmigkeiten des Magistrats über diese Frage müßten vermieden werden, zum Wohle der Bevölkerung. Oberbürgermeister Dominifus erklärte, daß feinerlei Unstimmigkeiten bestehen, er schlug vor, die Angelegenheit der Straßenreinigungsdeputation zu überweisen. Dem wurde einstimmig zugestimmt. feßigen Betrag ziemlich verdreifacht werden. Jin Borwärts" wurde) Auch der Zwiebad ist zwar weiterhin zugelassen, jedoch fürzlich gezeigt, daß Berlins Ausgaben für diese Schulen im Schul- dürfen auf je 50 Gramm Brotkartenabschnitte nur je 40 Gramm jahr 1914/15 jich pro Schüler auf 887 M. stellten, während das Zwieback abgegeben werden. Schulgeld 140 M. beträgt. en, während das Den veränderten Brotpreisen entsprechen neue Kleinhandelspreise Die Frau in der städtischen Verwaltung. für Me H I. Roggenmehl kostet vom 19. d. Mts. ab im Kleinhandel Die Beschaffung von Brennmaterialien für die Bedas Pfund 22 Pf., Weizenmehl 25 Pf., Weizenauszugmehl 30 Pf. völkerung beschäftigte die Stadtverordneten in der Montag Der Magistrat Berlin hat dem Minister des Innern und dem fizung. Der Magistrat hatte erklärt, alles getan zu haben, um die Dberpräsidenten eine Eingabe unterbreitet, in der es unter anderem Die Kleiderverwertungsstelle Groß- Berlin, die demnächst in Bevölkerung mit Rohlen zu verforgen. Auf dem Wilmersdorfer heißt:„ Nur die Armendirektion, die auf Grund des preußischen Tätigkeit tritt, bedarf für ihre Annahmestelle für getragene Kleider, Güterbahnhof sind bereits Kohlen zum vorgeschriebenen Preise an Ausführungsgesetzes zum Unterstüßungswohnsiggefeß zu arbeiten Wäsche und Schuhwaren einiger zu ehrenamtlichem Dienst bereiter die Bevölkerung abgegeben worden. Weitere Waggons ſollen hat, und die Schuldeputation, für deren Bildung das Volksschul- Fachmänner für die Abschäzung der zur Abgabe kommenden folgen. Stadtv. Jazow hielt die Angelegenheit nicht für erledigt, unterhaltungsgefez maßgebend ijt, zählen auch Frauen Sachen. Es wird auf diese Möglichkeit der Betätigung im vater- denn die getroffenen Maßregeln feien ungenügend, der Magistrat mit vollem Stimmrecht AU ihren Mitgliedern. Irgend ländischen Hilfsdienst aufmerksam gemacht. Meldungen find an das müsse mehr tun. Genoffe Mohs wünscht, daß nicht nur die Privatwelche Mißstände haben fich hierdurch nicht gezeigt, die Gewerbebureau des Magistrats, Berlin, Spandauer Straße 3, zu haushalte, sondern auch die Betriebe, die mit der Herstellung von LebensMitwirkung der weiblichen Mitglieder ist vielmehr sehr richten. mitteln beauftragt sind, besser berücksichtigt werden. Erst dann schäzbar. Bei den übrigen Deputationen ist zwar eine Bewürde die Brotversorgung beffer geregelt werden können. Nachdem tätigung mit beratender Stimme möglich, aber es fehlt ihnen noch Stadtv. Wangemann( Lib. Frkt.) für diesen Notstand die Gleichberechtigung, da sie von der Beschlußfassung ausEine Schule für Gehirnverlegte. den Minister der öffentlichen Arbeiten verantwortlich gemacht hat, geschlossen sind. Dieser Unterschred ist für die fachliche Erledigung Wie uns vom Magistrat der Stadt Berlin geschrieben wird, wurde beichlossen, diesen Antrag dem Magisirat zur Berüdüchtigung der Geschäfte unerwünscht und muß von den Frauen, die gleich den nehmen sich die berufenen Stellen mit besonderer Aufmerksamkeit zu überweisen. Männern ihre Kraft der Verwaltung widmen, als eine Zurüd- derjenigen Kriegsverlegten an, die durch Gehirnschuß zu Schaden Die Beschaffung von Müllkästen für die städtische sezung empfunden werden. Es bedarf feines Hinweises, daß die gekommen find: Schon frühzeitig wurde vom Sanitätsamt des Müllabfuhr wurde angenommen. Ebenfalls der sozialdemo Beteiligung der Frauen an den verschiedensten Berufen eine Gardeforps die Wichtigkeit der Versorgung der Hirnverlegten er- fratische Antrag: Der Magistrat wird ersucht eine Vorlage einvöllig andere geworden ist als zur Zeit des Erlaffes der fannt und in Gemeinschaft mit der Kriegsbeschädigtenzubringen, die bezweckt, daß die Müllabfuhr für alle in Schöneberg Städteordnung. Ihre Mitarbeit auf fozialem Gebiet ist in fürsorge der Stadt Berlin für einen fachgemäßen Unter- liegenden Grundstücke in eigene Regie übernommen wird, ferner zu den letzten Jahrzehnten, ganz besonders aber jetzt von un richt gesorgt. Während aber in der ersten Zeit die Erteilung erwägen, inwieweit die Müllverbrennung von Vorteil ist bezw. in schätzbarem Werte für die Algemeinheit geworden. Sie auch zu den dieses Unterrichts ambulant geschah, ist neuerdings im Reserve- Verbindung mit der Uebernahme des hiesigen Gaswertes erfolgen Geschäften der städtischen Verwaltung heranziehen zu fönnen da, lazarett Katholisches Gesellenhaus" eine Abteilung und Schule kann, und zu diesem Zwecke sofort eine gemischte Deputation einwo ihre Mitarbeit zweddienlich erscheint, und sie dann nicht hinter für Gehirnberlehte eingerichtet worden. Die Stadt Berlin zusetzen. den stimmfähigen Bürgern zurüdstehen zu laffen, erachten wir für hat sich weitgehend an der Ausgestaltung beteiligt. Die für diesen Berichterstatter Schiller( Lib. Fraft.) betont, daß es geit fie durchaus gerechtfertigtes Bestreben. Entsprechend dem von der weck besonders befähigten Lehrer von den städtischen Schulen für wäre, diesen Antrag zu verwirklichen. Stadtverordnetenversammlung gefaßten Beschluffe bitten wir, dahin Schwachbegabte haben sich in den Dienst der Sache gestellt. Neben wirken zu wollen, daß der§ 59 der Städteordnung vom 30. Mai dem Schulunterricht wird auch Uebungstherapie getrieben, um geErgänzung erhält, die es ermöglicht, daß auch wisse Gangstörungen zu beseitigen. Auch Werkstätten sind von der Frauen zu Mitgliedern städtischer Verwaltungs- Kriegsbeschädigtenfürsorge der Stadt Berlin eingerichtet worden, deputationen, Sturatorien und Stiftungsvorständen mit be- die einmal dem Zweck der Uebungstherapie dienen, dann die Mögfchließender Stimme gewählt werden können." lichkeit der Erlernung eines Handwerkes geben sollen, und schließ lich als Maßstab dafür benutzt werden sollen, wie weit der einzelne Die Bolizei und das Prügelrecht der Lehrer Mann fortgeschritten, und ob er imftande ist, irgendwo im Leben wieder Wurzel zu fassen. Aus dem gleichen Grunde wird auch - so haben die Berliner Schultommissionsvorsteher in eine Art 2 au bentolonie eingerichtet. Hier sollen die Gehirn einer außerordentlichen Versammlung festgestellt sind besonders verlegten unter Leitung von Gärtnern arbeiten. Vor allen Dingeeignet, der in erschreckender Weise" zunehmenden Verwahrlojung gen sollen sie im Gemüsebau unterrichtet werden. Dabei wird der Jugend entgegen zu wirken. Unieres Erachtens bedeutet der hier die Absicht verfolgt, die sich für die Landarbeit Eignenden Schrei nach dem Knüppel stets eine Bankrotterklärung des Bädagogen herauszufinden. Diese sollen dann, nötigenfalls mit ihren Frauen tums. Birtlich berufsfreudige und befähigte Gr= zusammen auf das Lehrgut, das die Stadt Berlin einrichten ate her haben es immer verschmäht, nach homöopathischem Rezept will, geschickt werden. Als Endziel dieses Lehrganges schwebt die zu verfahren und der Roheit mit Prügeln zu begegnen. Im übrigen Kolonisation der geeigneten Gehirnverlebten vor, die auf dem müssen wir unsere Berliner Schuljugend gegen den Vorwurf zunehmen- Bande besser als in dem Lärm und der Unruhe der großen Stadt Genosse Küter wendet sich gegen die Zurüdießung der Una der Verwahrlosung denn doch aufs nachdrücklichste in Schuß nehmen. untergebracht sind. berheirateten, denn dadurch würden alle ledigen Lehrerinnen, Stenos Die Kinder, deren Bäter im Felde stehen und die ihre Mütter im typistinnen, Witwen, Geschiedenen und finderlofen Ehepaare, ebenio gegenwärtigen schweren Kampf ums Dasein zu unterstügen genötigt Tauchboot- Briefsendungen nach überseeischen Ländern werden auch die Kranken bestraft. Er beantragte, den Verheirateten 120 W., sind, erscheinen vielmehr weit über ihr Alter hinaus ernst, reif und von den Bostanstalten vorläufig nicht mehr angenommen. den Unverheirateten statt 40 M. 60 M., ferner bei einem Kind 40 M. gesezt. Was der bedauernswerten Jugend, deren schönste Lebensjahre in die Kriegszeit fallen, jest mangelt, ist Licht, Liebe und LebensAnmeldung österreichisch- ungarischer Staatsangehöriger. Alle in und für jedes weitere Stind 15 M. mehr fowie für das erste während freude. Diese ihnen zu verschaffen, sollte der Ehrgeiz aller Erzieher Groß- Berlin wohnhaften österreichischen und ungarischen Staats- des Krieges geborene Kind einmalig 50 M. Zulage zu zahlen, auch bei Kriegsteilnehmern. Redner fragt weiter an, wo die Teuerungsfein, die ihres schönen und verantwortungsvollen Berufes wahrhaft angehörigen, bezw. bosnisch- herzogewinischen Landesangehörigen, zulage für die Hilfsarbeiter und-Arbeiterinnen bleibt, die seit einiger würdig sind. Zeit vertagt wurde. Bei der Abstimmung wurde der sozialdemofratische Antrag abgelehnt und der Antrag des Ausschusses eintimmig angenommen. Kriegs- und Mietsunterstützungen bisher 11 562 000 m. ausgegeben. Für die Unterstübungen mobiler Mannschaften find an Es sind ungefähr 4 000 000 m. noch erforderlich. Genosse Eiche Ihardt wünscht, daß der auf 10 Proz. herabgefeßte Mietsnachlaß der Hauseigentümer auch auf die Kriegshilfsbedürftigen sich erftreden möge, da es diesen sonst schwer gemacht wird, Wohnungen zu bekommen. Dem wurde zugestimmt. Eine Vorlage über Einrichtung einer besonderen Striegsfürsorge für ganz oder teilweise ertverbslofe Angehörige der Bekleidungsindustrie wurde einem Ausschuß überwiesen... " Die Klage über die Vertvahrlofung der Jugend" ist so alt wie die Pieudopädagogik. Gewiß gibt es eine Verwahrlosung, aber gegen die erreicht man nichts mit dem Stod, der nach dem Urteil aller wirklich Sachverständigen das lebel verschlimmert. Wenn die Schulkommissionsvorsteher über das gebotene Maß von erzieherischer Einsicht verfügen würden, so hätten sie sich sagen müssen: Die Kinder, deren Vater im Soldatenkleide steckt und deren Mutter in Industrie, Verkehr usw. die Männer erfegen bilft, fönnen nicht in dem erforder lichen Umfange der elterlichen Obhut teilhartig werden; also müssen Staat und Gemeinde an die Stelle der Eltern treten und es müssen Einrichtungen schaffen, die den Kindern in der aufsichtslojen Zeit Unterhaltung, Erholung, erziehliche Beschäftigung und Pflege ge währen. Es rächt sich jetzt, daß man die dahin zielenden sozialdemokratischen Forderungen nicht zur richtigen Zeit erfüllt hat. die in den Jahren 1892 bis 1899 geboren sind, haben in der Landwehr- Juipektion, Berlin- Schöneberg, General- Bape- Straße, zwischen 9 und 12 Uhr, an folgenden Tagen zur Anmeldung periön ich zu erscheinen: am 16. Februar Jabrg. 1892, am 17. Februar Jahrg. 1893, am 19. Februar Jahrg. 1894, am 20. Februar Jahrg. 1895, am 21. Februar Jahrg. 1896, am 22. Februar Jabrg. 1897, am 23. Februar Jahrg. 1898, am 24. Februar Jabrg. 1899. Sämtliche Ausweispapiere, ein polizeilicher Anmeldeschein und zwei behördlich beglaubigte unaufgezogene Photographien find mitzubringen. noch nicht eingetroffen. Der Wahre Jakob" Nr. 797 und 798 ist infolge der Bahnsperre Hierauf wurde die einmalige Teuerungszulage beraten. 8o bel( Lib. Fralt.) berichtet, daß für Verheiratete 100 m. und Unverheiratete 40 m. gewährt werden. Dagegen soll die Kinderzulage eine Erhöhung erhalten, denn es fei an der Zeit, für den Nachwuchs beffer zu forgen; für das erste Sind sollen daher 50 M., das zweite 60 M, das dritte 70 M., das vierte 80 M. und für jedes weitere Kind 10 M. mehr gegeben werden. Außerdem soll für jedes weitere feit dem 1. Januar geborene Kind einmalig noch 50 M. gezahlt werden. Die nächsten Tage werden an uns erhöhte Anforderungen benacholen. Zirkus Busch. Vor überaus startbesetztem Hauje konnte die Uraufführung der neuen Riesen- Bracht- Wasser- Bantomime" Die berAn die Parteigenoffen in Spandau! schwundene Stadt" vor sich gehen. In einer Fülle schöner Szenen, großartiger Dekorationen und farbenprächtiger Beleuch- Fraktionsmehrheit steht, hat in erfreulicher Weise an Mitgliedern Parteigenossen! Der neue Wahlverein, der auf dem Boden der Die Arbeiter sollen 2. Klasse fahren! tungseffette hat Baula Busch die Sage von der untergegangenen stetig zugenommen. Alle diejenigen Genofsinnen und Genossen, die Während auf der Stadt- und Untergrundbahn in den Ab- Stadt Vineta bearbeitet. Das starte Ballettkorps kann in glänzenden der alten Partei die Treue bewahren und den wahren Interessen der teilungen der 3. Klasse die Fahrgäste oft wie die weiland Softümen in Vollstänzen und Nirenreigen Hervorragendes leisten. Arbeiterschaft dienen wollen werden Mitglieder in dem„ SozialStieler Sprotten aneinander geschichtet sind, fahren die Bagen Als besondere Neuheit gilt das im 4. Att dargestellte Nirenballett demokratischen Wahlverein für Spandau". 2. Klasse mit nur wenigen Personen besett. Den Arbeitern, im wellenbewegten Wasser" und der Riesenwasserfall", die eine gelungene patentamtlich geschüßte Illusion darstellen. Unter den Tändie pünktlich zur Arbeit antreten müssen, bleibt vielfach nichts zerinnen ragte besonders die Prima- Ballerina Göhlert mit ihrem züglich der Wahlarbeit stellen. Jeder einzelne Genoffe, der sich bisweiter übrig, als in den überfüllten Frühzügen die 2. Wagen Fußspikentang hervor. Das eigentliche zirzeitsische Programm fonnte her noch nicht entschloffen hat, seine Um- bezw. Anmeldung bei klasse zu benutzen mit einer Wochenfahrkarte, die nur für die infolge der umfangreichen Pantomime nur kurz sein. Der Aufmerk- feiner alten Parteiorganisation zu vollziehen, möge dieses schneüstens 3. Klasse Gültigkeit hat. Die Bahnverivaltung hält aber streng famkeit des Publikums erfreuten sich vor allem Herr Direktor auf Ordnung und läßt auch jetzt zur Striegszeit die Abteile Wilte jun. mit seinen Pferdefreiheitsdreſsuren und die Kunstrad richten: Willi Jahnte, Beißenburger Straße 16a; Wilhelm Pieper, An- bezw. Ummeldungen bitten wir an folgende Genossen zu der 2. Wagenklasse scharf fontrollieren. Jüngst war es einem fahrer Cape- Truppe. Pichelsdorfer Straße 11; Sauhmacher, Breitestraße 64( Laden); Arbeiter wieder einmal nicht möglich, die 3. Wagenklasse des Bestrafungen wegen Nichtablieferung von Lebensmittelkarten. Eine Emil Stahl, Marschallstr. 10 III; Mag Jahnke, Streiftr. 25 II; Frühzuges zu benugen und er stieg in die 2. Wagenklasse ein. hiesige Hausverwalterin ist wegen Nichtablieferung von Lebensmittel- Frau Anna Appoldt, Württembergstr. 14 II. Der Kontrolleur traf ihn bei dieser Missetat und die Folge farten für eine im Hause gestorbene Person und Verwendung eines Parteigenoffen! Bleibt treu der alten Partei, arbeitet gemeinwar das übliche Strafmandat von 6 M. Der Bestrafte bat Teiles diefer Starten für sich selbst vom Amtsgericht Berlin- Mitte fam am Aufbau der alten Organisation, dann wird der Sieg den Vorstand des kgl. Eisenbahnverkehrsamts um Absetzung zu einer Geldstrafe von 50 W. bezw. 10 Tagen Gefängnis, eine auf unserer Seite sein. der Strafverfügung; er erhielt einen abschlägigen Bescheid. andere Einwohnerin wegen der gleichen Unterlassung eines nach ausDer Vorstand des Wahlvereins Spandau: Auf eine weitere Beschwerde an die Kgl. Eisenbahn: wärts untergebrachten Kindes und mißbräuchliche Verwendung diefer J. A.: Willi Jahnke. Direttion ging dann dem Arbeiter folgendes interessante Starten vom Amtsgericht Berlin- Wedding zu 35 M. bezw. 7 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Besondere Zuckerzulage im Kreise Niederbarnim. Im Kreise Schriftstück zu: Niederbarnim wird für Familienhaushaltungen und Einzelpersonen Daß einige Züge, die von Arbeitern benutzt werden, start Das verhängnisvolle Kohlrübengericht. Eine Wilte Sch. in in diesem Monat eine besondere Buderzulage von 125 Gramm auf besezt sind, ist uns bekannt. Diefer Umstand berechtigt jedoch der Friedenstraße hatte für sich, ihre Tochter und eine Cousine ein jede Buderkarte gewährt. Der Zucer tann in der Zeit vom 12. bis feinen Reisenden, eigenmächtig mit Fahrkarte 3. Klasse ein Abteil Gericht mit Stohlrüben gekocht. Nach dem Genug ertraniten alle 28. Februar bei demjenigen Kleinhändler, in dessen Kundenliste der 2. Klasse zu benutzen. Diese Eigenmächtigkeit darf im Interesse drei unter Vergiftungserscheinungen. Frau Sch. starb, ihre Empfangsberechtigte eingetragen ist. entnommen werden. der Ordnung und des geregelten Betriebes feinesfalls geduldet Tochter mußte nach dem Krankenhause gebracht werden, die Cousine Bujazzuderkarten berechtigen nicht zum Bezuge der besonderen Zuckerwerden. Um pünktlich und bequem befördert zu werden, haben fonnte zu Hause bleiben. Die Ursache der Erfrankungen fonnte zulage. sich bereits viele Arbeiter Abonnements 2. lasie noch nicht festgestellt werden. Doch dürften die Kohlrüben an sich beschafft, wozu sie bei den heutigen Arbeits- nicht die Schuld tragen. Iöhnen sehr wohl im stande sind. Diese Maßnahme Wie nun aber, wenn alle Arbeiter diesem weisen Rat folgen würden, durch den allerdings die Klajsenunterschiede auf der Stadtbahn völlig aufgehoben würden. Die in Die Charlottenburger Sparkasse im Jahre 1916. Die städtische Sparkasse hat im verflossenen Jahre wieder einen außergewöhnlichen enthebt sie allen Unannehmlichkeiten. Wir sind daher grundsätzlich Geheimpatente. Im Kriege ist das Batentamt genötigt, Er- Rüdzahlungen um ziemlich 13 000 000 m. überstiegen. Von diesem Zugang an Spareinlagen gehabt. Die Einzahlungen haben die nicht in der Lage, das nach§ 16, 2 der Eisenbahnverkehrsordnung findungen, gegen deren Patentierung fein Bedenken vorliegt, gleich Betrage find den parern 9 100 000 m. für die Kriegsanleihen verwirkte erhöhte Fahrgeld niederzuschlagen. wohl geheim zu halten, wenn die Bekanntmachung nach militärischem fündigungslos zur Verfügung gestellt worden. Die Einzahlungen Urteil geeignet wäre, dem Feinde Borteile zu bringen. Um den im Januar dieses Jahres betrugen 4787 576 M., Die Rüdist in der am 8. Februar 1917 vom Bundesrat erlassenen Verord- dieſem einen Monat um 3 385 321 9. zugenommen haben. 1 402 255 mr., daß die Spareinlagen M. nung über den Ausiß der Deffentlichtert für Batente und Ge- Die Gesamtspareinlagenfumme ist jetzt auf rund 76 062 650 M. an brauchsmuster vorgesehen, daß in Fällen der bezeichneten Art das gewachsen. Patent ohne jede Bekanntmachung erteilt wird. Zur Anfechtung des angelegt worden, während nur 11 604 Spartonten erloschen sind, Im verflossenen Jahre find 23 908 neue Sparkonten Berliner Lebensmittelnachrichten. Batentschutzes steht die Nichtigkeitsflage zur Verfügung. Bei dem so daß fich die Sparerzabl um 12 804 erhöht hat. Die Gefamizahl Auf Abschnitt Nr. 32 der Lebensmittelfarte entfallen 300 Gramm Batentamt wird für diese Patente eine besondere Kriegsrolle an der Sparer beträgt zurzeit 157 001. Seit Beginn des Krieges ist Hafergrüße oder Haferfloden. gelegt, die streng geheim gehalten wird. Den Militärbehörden steht die Anzahl der Sparer um 27 952 gestiegen. Die Abschnitte sind am 14. oder 15. Februar in den durch be- die Einsicht der Kriegsrolle und der Aften über die Anmeldungen, eine neue Nebenstelle der Sparkasse eröffnet worden. Die KaffenSuttenstr. 72 ist fondere Verkaufsschilder gefennzeichneten Kleinhandelsgefchäften gegen welche die Interessen der Landesverteidigung oder der Kriegswirtschaft stunden sind werktäglich von 9-2 Uhr. Empfangsbescheinigungen abzugeben. Die Ware wird dann etwa berühren, frei. Entsprechende Vorschriften gelten für die Anmeldung sechs Tage nach Ablieferung der Abschnitte in den Kleinhandels- und Eintragung von Gebrauchsmustern. gefchäften gegen Rückgabe der Empfangsbescheinigungen zur Verfügung stehen. Pünktliche Innehaltung der Ablieferungsfristen ist Oeffentliche Bewirtschaftung der diesjährigen Honigernte. Die erforderlich, da nachträgliche Meldungen nicht mehr ent- Reichszuderstelle hat jetzt die Bedingungen veröffentlicht, unter gegengenommen werden fönnen. Erweiterung der Fortbildungsschulpflicht für Mädchen in Charlottenburg. Vom 1. April 1917 ab wird die für weibliche Handlungsgehilfen und lehrlinge bereits bestehende Fortbildungs. fhulpflicht auf die in Charlottenburg beschäftigten gewerb denen den Imkern Zuder zur Bienenfütterung im Jahre 1917 zu- lichen Arbeiterinnen ausgedehnt, soweit sie den Berufen der gewiesen wird. Bedingung für jede Zuweisung ist, daß die Schneiderinnen, Weißnäherinnen und Buzmacherinnen angehören. zuderempfangenden Bienenzüchter sich verpflichten, ihre Die vor dem 1. Januar 1917 aus der Volksschulpflicht entlassenen Die Neuregelung der Brotversorgung wird am Montag, ben 19., Honigernte nach näherer Bestimmung der Reichszuderstelle zu Mädchen bleiben von diefer Schulpflicht befreit. Der Unterricht in Straft treten. Der Preis des Einheitsbrotes ist: einem noch festzusehenden Preise an eine noch zu bezeichnende findet nach den entsprechenden Berliner Lehrplänen in den Räumen 1900 Gramm 80 Pf., 1000 Gramm 42 Pf. Weizenbrot: Stelle abzuliefern. Durch diese Bestimmung wird die diesjährige der Mädchen- Fortbildungsschule, Bismardstr. 21/22, statt. Für die 1900 Gramm 86 Bf., 1000 Gramm 45 Pf. Das Weizenbrot wird Honigernte, soweit die Imter Zuder zur Bienenfütterung be- Anmeldung, den Schulbesuch und die Abmeldung der vom 1. April auch in Teilungen von je 50 Gramm abgegeben. Wer Weizenbrot fommen haben, wenn auch nicht beschlagnahmt, so doch in öffent- 1917 ab hiernach neu schulpflichtig werdenden Arbeiterinnten find die beziehen will, muß feinen Wochenbedarf beim Bäder anmelden und liche Bewirtschaftung genommen. Diese Maßnahme ist im Inter- Bestimmungen des Drtsstatuts maßgebend, das zum Preise von 10 Pf. sich dort in eine Liste eintragen. Das Baden und der Verkaufe der Allgemeinheit durchaus zu begrüßen. Gegenwärtig werden in der Buchhandlung von Karl Ulrich u. Co., Charlottenburg, Bervon Kuchen und Torten ist nur den Konditoreien und nur zum für die nächste Ernte werden schon jest Preise in Aussicht gestellt, für Sonig, jelbst von Imfern, ganz unerhörte Preise gefordert und liner Str. 76, zu haben ist. unmittelbaren Verbrauch an die Gäfte, nicht zum Verkauf über die die mit den tatsächlichen Verhältnissen schlechterdings nicht in Ein Straße gestattet. flang zu bringen sind. Zahnklinik der Landkrankenkaffe Wilmersdorf. Die gegen wärtig etwa 13 000 Mitglieder( meist Dienstmädchen) zählende Landfrankentañe Wilmersdorf Hat feit Beginn des Jahres eine] eigene Zahnklinik im Betriebe. Vollständige Sanierung des Mundes ist das Ziel, das die Zahnklinik für jedes Mitglied erstrebt. Zuzahlungen find lediglich bei der Beschaffung von Gebissen zu leisten, sie betragen für den Zahn 70 Pf., das heißt ein Fünftel der entstehenden Kosten. Den Rest der Kosten tragen zu gleichen Teilen die Bandkrankenfasse und die Landesversicherungsanstalt Gemeindevertretersihung in Steglit. In der letzten Vertreterfizung wurde ein Antrag des Gemeindevorstandes, 5000 m. für Ankauf einer Turmuhr für die neue Lukas- Kirche zu bewilligen, abgelehnt, nachdem sich außer den Sozialdemokraten auch verschiedene Bürgerliche dagegen gewandt hatten. Die in einer schriftlichen Vorlage nachgewiesenen und begründeten Etatsüberschreitungen aus dem Jahre 1915 in Höhe von 253 744 M. wurden genehmigt. Von diefer Summe entfallen auf das Elektrizitätswert 152 140 M. und hiervon Mehrausgabe für Brennmaterialien 85 337 M. Weiter wurde beschlossen, auch im neuen Rechnungsjahr die Anleihetilgung mit dem auf ½ Proz. reduzierten Saz vorzunehmen. In geheimer Sigung wurden 20 000 m. betvilligt zur Anschaffung zweier Gesvanne, Wagen, Mülltästen usw. zur Abfuhr von Hausmüll aus den Gemeindegrundstücken. Saatkartoffeln für Stegliter Laubenkolonisten. Auch in diesem Jahre wird die Gemeinde wieder Saattartoffeln( Kaiserkrone") abgeben. Bestimmte Preisangaben fönnen noch nicht gemacht werden. Bestellungen werden bei der Gartenverwaltung in der Bergstraße noch entgegengenommen. Gerichtszeitung. Für nahm zu Weihnachten an Eintrittsgeldern 30 000 Stronen ein, in den eleganten Weinrestaurants herrschte riesiger Andrang. fchiveren Strafen wegen Nichtbeachtung der EinschränkungsvorPrag, wo lehthin die vornehmsten und beliebtesten Gasthäuser mit fchriften belegt wurden, sind auch Tanzunterhaltungen wieder gestattet. Es muß nur ein Teil der Eintrittsgelder für KriegsfürParteiveranstaltungen. Gerichtsverhandlungen im Winterüberzieher find jest im Kriminalgerichtsgebäude an der Tagesordnung. Infolge Kohlenmangels versieht auch dort die Zentralheizung ihre Dienste nur so mangelhaft, daß auf den eistalten Wandelgängen die vorgeladenen forgezwecke abgeliefert werden. Zeugen frierend umhergehen und sich durch förperliche Bewegung die nötige Blutwärme zu erzeugen bemühen. Auch in den VerHandlungssälen ist es mehr als ungemütlich, so daß man Richter in Ueberziehern und mit Decken sich vor Kälte schüßend am Richtertische erblicken kann. In einer Straftammer des Landgerichts III verkündete der Vorsitzende kurz bevor die Beratung des Gerichtshofes stattfinden sollte:" Der Saal ist zu räumen, da der Gerichtshof fich nicht zurückziehen kann, weil es im Beratungszimmer noch fälter ist, als hier." Im Schwurgerichtssaal war es beim gestrigen Beginn der Verhandlung des Prozesses Schiff mann so talt, daß die beiden Angeklagten in winterlichen Hüllen erschienen und auch ein großer Teil der Geschworenen es vorzog, fich der Winterüberzieher nicht zu entledigen. der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands anzugehören, fönnen ihre Steglit. Diejenigen Mitglieder, die Wert darauf legen, auch ferner Parteizugehörigkeit wahren durch Eintritt in den Sozialdemo= fratischen Ortsverein Steglig", der heute, Mittwoch, abends 8 1hr, feine Mitgliederversammlung im Zofal von Clément, Düppelstraße 7, abbält. Der Borstand. Leimbach, Vorsitzender. des Vorwärts", die mit den Tendenzen des örtlichen Wahldereins nicht Mariendorf. Diejenigen Parteigenoffinnen und Genossen und Leser einverstanden sind, sondern der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands abends 8 Uhr, im Restaurant Hoch, Chausseestr. 44, zieds Beitragsleistung weiterhin angehören wollen, werden ersucht, Donnerstag, den 15. Februar, zu erscheinen. Ist das Restaurant geschlossen, erfolgt der Eintritt vom Hausflur links. Bohnsdorf. Sozialdemokratischer Wahlverein. Heute abend 81%, Uhr im Restaurant Grabow, Am Bahnhof: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Vortrag über das Hilfsdienstgeset. Parteiangelegenheiten. Verschiedenes. mitgliederversammlung wird eingeladen. Mahlsdorf( Ostbahn). Heute findet kein Zahlabend statt, zur nächsten stunde mit. Das Kündigungsrecht der Hinterbliebenen gefallener Kriegsteilnehmer bei Miet- und Pachtverträgen. Nach dem Bürgerlichen Gesebbuch ist, wenn der Mieter stirbt, sowohl der Erbe als auch der Vermieter berechtigt, das Mietverhältnis unter Einhaltung der gefehlichen Frist auf den nächsten zulässigen Termin zu fündigen. Diese gefeßliche Bestimmung kann aber durch Vereinbarung der Parteien geändert werden und ist auch tatsächlich vielfach dahin Gemeindevertreteritung in Nowawes. Die in der Januarjisung abgeändert worden, daß in den Verträgen festgelegt wurde, die angeregte Angliederung realer Rebentlassen an das Realgymnasium, Anwendung des betreffenden Paragraphen des Bürgerlichen Gefeßworaus man neben anderen Vorteilen auch den Zuzug steuerkräftiger buchs jolle beim Tode des Mieters ausgeschlossen sein. Die Erben Bewohner erhofft, wurde nach kurzer, zustimmender Debatte ein find also in diesem Falle an den Vertrag auf dessen ganze Dauer*** Briefkasten der Redaktion. stimmig beschlossen. Die Angliederung soll vom 1. April d. J. ab gebunden. Das hat nicht selten zu Härten gegenüber den Hinter- Die furistische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, 1. Hof erfolgen. Genosse 3öllner wies auf die unregelmäßige Brot- bliebenen gefallener Kriegsteilnehmer geführt. Deshalb hat der links, parterre, am Montag bis Freitag von 4 vis 7 Uhr, am Sonnabend versorgung hin, die die Hausfrauen nötige, von einem Bäder zum Bundesrat bestimmt, daß sich der Vermieter auf eine Vereinbarung von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftast en bestimmten Anfrage andern zu rennen, erwerbstätigen Frauen es sogar unmöglich mache, des obigen Inhalts, die das Kündigungsrecht der Erben beim Tode ist ein Buchstabe und eine Bahl als Merfzeichen beizufügen. Briefliche Antnach Feierabend ein Brot zu erlangen, und regte schließlich des Mieters abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen regelt, wort wird nicht erteilt. Anfragen, denen teine Abonnements quittung beizur Behebung dieses mißlichen Zustandes die Einführung von dann nicht berufen kann, wenn der Mieter in folge seiner gefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der SprechKundenlisten und eines Einheitsbrotes nach Groß- Berliner Teilnahme am Kriege gestorben ist. In der Bundesrats- stunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die SprechMuster an. Gemeindeverordneter Nathan erwiderte, daß die verordnung ist nun nichts darüber gesagt, ob fie auch für PachtStriegsfürsorge sich mit dieser Frage auch schon beschäftigt habe und berträge gelten soll. Das Reichsgericht hat jetzt diese Rechts- C. B. Sie fömiten fich eventuell mit einer Beschwerde an das zuibre Lösung in dem hier angeregten Sinne für möglich halte. Gs frage verneint und entschieden, daß die Verordnung auf Pacht- zur Aufnahme nicht verpflichtet werden. 2. Bom nächsten Zahlungstermin fei nur ein Beschluß der Gemeindevertretung nötig, der er sobald berträge keine Anwendung findet. Sie gilt nur für Miet- ab noch für einen halben Monat. Zivildienst 100. Sie fönnen wie möglich eine Probe des Einheitebrotes zur Prüfung vorlegen verträge. darüber Auskunft beim Militärbureau des Magistrats, Klosterfir. 67 erhalten. werde. Die gegenwärtige Kartoffelknappheit sei hauptsächlich auf G. 43. 1. 3hr Mann kann zur Operation nicht gezwungen werden, den starken Frost zurückzuführen, der ein Deffnen der Mieten una wenn die Operation lebensgefährlich ist. 2. Ja. 3. A. 6197. Sie möglich mache. Die Gemeinde habe trotzdem einen Versuch mit haften für die Miete bis zum Ende des Kontratts. .. 35. 200 Zentnern gemacht, möchte ihn aber vorderhand nicht wieder. Friedensinvaliden fallen nicht unter das Kapitalabfindungsgeser. holen. Brand einer Munitionsfabrik im Piräus. 2. 2. 63. Ja. E. S. 11. Militärbureau des Magistrats, Klosterstraße 67. London, 13. Februar. Aus Athen wird gemeldet, daß in einer 2. K. 70. Ausländer unterstehen nicht dem Hilfsdienstgesek. Munitionsfabrit im Biraus ein großer Brand ausgebrochen ist. K. J. 8. Sie sind zur Steuerzahlung vom 1. Januar an verpflichtet. Reutermeldungen zufolge griffen die Flammen mit großer Schnellig bis zum 1. Februar, zu erhalten. Beschwerde an das Militärbureau des A. W. 60. Jore Frau hat am 15. die Unterstüßung noch einmal, also feit um sich. Matrosen der alliierten Kriegsschiffe unterstüßten die Magistrats, selosterstr. 67. R. 23. 10. 1. Besondere Küchen für Untergriechische Feuerwehr beim Ablöschen des Brandes. Die Zahl der offiziere sollen nicht erlaubt sein. 2. Das, mas Sie eigentlich meinen, ist für den Laien ohne Anleitung und Instrumente nicht erkennbar. 8. 6. Berunglückten ist bereits sehr beträchtlich. 80. Wenn Sie selbst einen Teil der Schuld tragen, ist die Firma dazu A. B. 100. Bayonne im Staate New Jersey ausgebrochen. Eine furchtbare Feuersbrunst ist im Petroleumgebiet von nicht verpflichtet. Klage ist deshalb nicht zu empfehlen. 2 bis 3 Bochen. F. P. 205. Benden Sie sich au die Postverwaltung, Berlin. Der Wahlverein in Nowawes hielt Sonntag im Singerschen Lokal eine Mitgliederversammlung ab, in der Genosse Bartel Berlin über die Parteidifferenzen und die letzten Beschlüsse des Parteiausschusses sprach. Die vorgenommene Abstimmung ergab die einmütige Billigung dieses Beschlusses. In der Diskussion über In der Diskussion über den Bericht von der Streis- Generalversammlung wurde es als Pflicht bes Parteivorstandes bezeichnet, dem Mißbrauch unserer wissenschaftlichen Drgane Neue Beit" und" Gleichheit durch die derzeitigen, die Parteizersplitterung offen betreibenden Leiter endlich ein Ende zu machen. Der Vorschlag, auch die weiteren Versammlungen bis Ende des Winterhalbjahres Sonntage abzuhalten, fand Widerspruch; es wurde schließlich dem Vorstand überlassen, den jeweiligen Verfammlungstag zu wählen. " Todes- Anzeigen Deutscher Transportarbeiter- Verhand. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Rolltutscher Albert Bratz am 11. Februar im Alter von 66 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 16. Februar, nach mittags 3%, Uhr, von der Leichen balle des neuen Thomas Kirch hofes, Neukölln, Hermannstraße, aus ftatt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Geschäftsfutscher Friedrich Leidig am 9. Februar im Alter von 70 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 14. Februar, nach mittags 5 Uhr, von der Leichenballe des Heilig Kreuz- Kirchhofes in Mariendorf, Eisenacher Straße, aus statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Droschtenführer August Wiebach von der Firma Pohl, Alt- Bor bagen, am 11. Februar im Alter Do 67 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 14. Februar, nach mittags 2, Uhr, von der Leichen. balle des Georgen Kirchhofes, Landsberger Allee, aus statt. 0 Nachrufe. Den Mitgliedern ferner zur Rachricht, daß unser Kollege, der Fahrstuhlführer Gustav Netzner am 10. d. Mts. im Alter von 31 Jahren verstorben ist. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Stranführer Ewald Schindler von der Firma R. Guttmann, Berlin, am 9. d. Mts. im Alter non 46 Jahren verstorben ist. Den Mitgliedern ferner zur Rachricht, daß unser Kollege, der Droschfenführer August Thiede am 26. Januar im Alter von 63 Jahren verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! 71/18 Die Bezirksverwaltung. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Klempner Franz Tibus Charlottenburg, Galvanistraße 4, am 9. Februar gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 18. Februar, nach mittags 2, Uhr, von der Leichenhalle des Gemeindefriedhofes in Staaten aus statt. Nege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Den Kollegen ferner zur Nach richt, daß unser Mitglied, der Dreher Karl Hecht Reinidendorf, Hansastraße 17 am 8. Februar gestorben ist. Ehre seinem Andenken! 130/4 Die Ortsverwaltung. Arbeiter Gesundheits- Bibliothek Jedes Heft 20 Rg Aus aller Welt. Ja, die Kriegsgewinner! Wie die Prager Bohemia" be=" richtet, hat ein dortiger Kommissionär im vergangenen Jahr mit dem Absatz von 132 000 Flaschen Champagner den Sekt- Reford in feinem bisherigen Geschäftsleben erzielt. Ein Prager Kabarett| Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands. Am Sonnabend, ben 10. Febr., verstarb unser Mitglied Fritz Behrendt. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 14. d. Mis., nach mittags 2 Uhr, von der Halle des Nazareth- Kirchhofs, Reinidendorf. Kögelstraße, aus statt. Um rege Beteiligung wird ersucht. Am Freitag, den 9. Februar, verstarb nach furzem Krantenlager unser langjähriges Mitglied Hermann Flögel. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 15. Febr., nachmittags 3, Uhr, von der Halle des Dantes- Friedhofes, Reinicken dorf, Blankestraße, aus statt. 56/6 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise berzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meines geliebten Mannes, unjeres treu forgenden Vaters, fagen wir auf diesem Bege allen Bekannten und Kollegen herzlichen Dant. ite Rosa Scheer nebst Kindern, Böttgerstraße 6 +44 Verband der Sattler und Portefeuiller. Ortsverwaltung Berlin. Den Kollegen hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied Joseph Krembel verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet hente Mittwoch, den 14. Februar, nach mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Michael- Kirch hofes am Mariendorfer Weg aus statt. 159/12 Die Ortsverwaltung. ständige Landratsamt wenden. D. S. 50. 1. Die Krankenkasse fann Donnerstag mittag. Im östlichen Ditjeegebiet, trübe mit leichten Schneejällen; in den übrigen Gegenden zeitweilig nebelig, fonit troden und ziem lich heiter, auger am Mittag mäßiger Frost. Wetterausfichten für das mittlere Norddeutschland bis Bon Mittwoch, den 14. Februar d. J., ab fallen folgende Schnellzüge fort: D22 zwischen Berlin Anh. Bf.( ab 7.35) und Leipzig( an 10.09). FredyZigaretten zu Fabrikpreisen! D29 zwischen Leipzig( ab 9.30 1000 Zig., Kleinverk, 1,8 PI., 16 M. abends) und Berlin Anh. Bf.( an 1000 1000 11.59 abends). doi D22 Berlin SInh. Bị.( ab 8,05)| 1000 3,0 99 23 M. 4,932 M. 6,2 46 M. -Weißenfels( an 11.02, ab 11.04) Versand nur gegen Nachnahme (-Stuttgart). D33( Stuttgart-) Weißenfels( an 7.56 abends, ab 8.00 abends) von 300 Stück an. Zigarren am Lager. Berlin Ang. Bf.( an 11.17 abends). Fredy- Zigaretten- Vertrieb D134 stijdjen Berlin Sing. Bị.( ab 6.22 abends) und Leipzig( an 9.07 abends) und D47 zwischen Leipzig( ab 12.30) und Berlin Anh. Bj.( an 3.04). N Berlin, Brunnenstr. 17 HofII Geöffnet 8-7, Sonntag 12-2 Uhr. Tel. Norden 2343. Rach Lunzen, schweren Leiben Branche der Drechsler, Treppengeländer- und Alabasterverstarb an der Lungenentzündung mein lieber Mann und guter Pflegevater 1868b Hermann Flögel im 50. Lebensjahr. Dies zeigen tiefbetrübt an Die tranernde Gattin nebst Pflegefind Hannchen. arbeiter. Donnerstag, den 15. Februar, abends S 1hr, im ,, Verbandshaus", Rungestr. 30( Arbeitslosensaal): Versammlung Die Beerdigung findet Donners: aller in Drechslereien, der Treppentag, den 15. februar, nachmittags 3 Uhr auf dem Dantes- Stirchhof, Reinidendorf, Blankestraße, statt. ReutersWerte 3 Bände 5 Mart. Buchhandlung Vorwärts Neueste Frühjahrs- Modelle! Herrliche Kostüme u. Mantelkleidor, Ersatz für feinste Werkstättenarbelt, Kammgarn. 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Mts., abends präzise 8%, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15: Zahlstellen- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Duartal 1916. 2. Bericht und Ergänzungswahl des Vorstandès. 3. Bericht der Schiedskommission. Bollzähliges Erscheinen der Delegierten ist Pflicht. 255/10 Der Vorstand. Zentralverband d. Hausangestellten Ortsgruppe Berlin. Rat und Auskunft in allen Dienstbotenangelegenheiten Engelufer 21 III v. 9-5 Uhr, Sonnabend v. 9-2 Uhr. Tel.: Mpl. 298. Achtung! Zusammenkunft aller in den Bürgerküchen und sonstigen Küchen beschäftigten 48/3 Hausangestellten, Frauen u. Mädchen morgen Donnerstag, den 15. Februat, abends 8 Uhr, in der ,, Neuen Philharmonie", Röpenider Str. 96/97. Vortrag über: ,, Es ist die höchste Zeit". Der Vorstand. Um weiteste Verbreitung bittet Parteiorganisation von Groß- Berlin Partei- Veranstaltungen am Mittwoch, den 14. Februar 1917, abends 8 Uhr. 1. Kreis. 3ufammenkunft aller Mitglieder bei Glane, Kommandantenstr. 88. 2. Kreis. Gemeinsame 8ablabenbe: I. und II. Abt. Westen bei Schneider, Winterfeldtstr. 8( Ede Frobenstraße). III. und IV. Abt. Friedrichstadt, Linden fstraße 3, of parterre lints( Juristische Sprech ſtunde). V. Abt. Die Bezirfe 88, 92, 93 in ihren Zahllokalen, die übrigen Mitglieder bei Keufner, Hagelberger straße 20a. VI. Abt. Südwest bei Schufter, Chamissoplatz 4. VII. und VIII. Abt. Süden bei Reim, Urbanstraße 29. 6. Kreis. Zusammenfünfte der Mitglieder: Schönhauser Vorstadt( 1.- 7. Abt) im Restaurant 1. 9", Schönhauser Allee 143( Hochbahn Danziger Straße). Gesundbrunnen( 8., 18. t. 19. Abt.) bei G. Hoffmann, Swinemünder Str. 47. Rosenthaler und Oranienburger Vorstadt( 9., 10. und 11. Abt.) bei Böhl( Bienen forb"), Watt- und Usedomstraßen- Ede. Moabit( 12-15. Abt.) in Patzenhofer- Brauerei, Turmstr. 25. Wedding( 16., 17., 20., 21. und 22. Abt.) bei Sachse, Lindower Str. 26. Teltow- Beeskow. Baumschulenweg bei Erbe, Baumschulenstr. 14. Britz bei Bahr, Werverstr. 37. Charlottenburg im Voltshaus, Rosinenstr. 4, Borderhaus 1 Tr. Köpenick bei Stippekohl, Schönerlin der Str. 5. Neuköln in den folgenden Lofalen; 1. bis 4. Bezirk bei Schulz, Reuteritr. 47, Ede Lenaustraße; 5. u. 6. Bezirk bei H. Schittler, Weichselstr. 5, Ede Donaustraße; 7. bis 9. Bezirk bei Rob. Jden. Boddinſtr. 58, Ede Jfarstraße; 11. Bezirt im Turnerheim, Böhmische Str. 13; 10. u. 12. Bezirk bei Rufusch, Wipperstr. 1; 13. bis 17. Bezirk bei Joh. Centel, Hermannstr. 178. Ede Thomas ftrage; 18. bis 20. Bezirk bei Ed. Richnow, BrinzHandjery- Str. 69; 21. bis 24. Bezirk bei Herm. Hentschel, Herrfurthstr. 27. Schöneberg in den befannten Lokalen. Tempelhof- Mariendorf bei Ueckermann, Tempelhof, Kaiser- Wilhelm, Ede Werderstraße. Treptow Elfenstr. 97 bei Lindstädt. Im 3., 4. und 5. Kreis finden Steglitz bei Clément, Düppelstr. 7. keine Zahlabende statt. Niederbarnim. Friedrichshagen bei Witwe Lerche, Friedrich straße 112, Bersammlung der Mitglieder des fogtala demokratischen Wahlvereins. Fredersdorf- Petershagen bei Stirchner in Fredersdorf, am Bahnhof, Zusammenkunft aller Borwärts"-Refer und Genossen des Bezirks. Tagesordnung: Vortrag und Aussprache, Mitgliederaufnahme, Borstandswahl. Um pünktliches Erscheinen ersucht H. Kreuer, Fredersdorf( Dstbahn), Platanenstraße. Pflicht jedes Parteigenossen ist es, an diesen Veranstaltungen teilzunehmen und dafür zu sorgen, daß er feine Zugehörigkeit zur Gesamtpartei nicht verliert. Auschneiden! Zahlstellen der Parteiorganisation Groß- Berlins: 1. Kreis. Glaue, Gastwirt, Kommandanten straße 88. 2. Kreis. Hermann Frige, Siefenstr. 6b. Auguit Brandenburg, Charlottenftraße 17. Heinrich Sauerweyer, Markgrafen straße 13. Alle Mitglieder der Berliner Parteiorganisation zahlen ihre Beiträge: 4. Kreis. 5. Kreis. Straße 163. Paul Böhm, Laufizer Blak 14/15, 6. Thate, Gastwirt, Greifswalder Borwärts"-Spedition. H. Guiard, Wrangelfir. 66. Otto Geisler, Stalizer Str. 59, Gastwirt. Winzer, Gastwirt, Christburger Str.9. Rösner, Immanuelkirchstraße 25. Suhr, Muladftr. 19. Christian Schulze, Manteuffelstr. 77, Frau Wollstein, Liegmannstr. 5. Gastwirt. H. Schley, Wrangelftr. 61, Gastwirt. Paul Weifter, 22, H. Daus, Laufikerstr. 46, 54. " Georg Felsmann, Lindenstr. 2. August Keufner, Hagelbergerstr. 20a. Heinrich Schröder, Reinhold Böhmchen, Kreuzberg- Fr. Schlienz, Simplonstr. 37. ftraße 12. Karl Schuster, Chamiffoplatz 4. Gustav Schmidt, Bärwaldstr. 42. P. Wisnewski, Prinzenftr. 110. 3. Kreis. Felsmann, Lindenstr. 2, 3igarrengeschäft. Fischer. Sebaftianstr. 52, 3igarren" geschäft. Rabte, Gastwirt, Neue Jalobitr. 1. Lange, Stopenider Str. 47 Schafow, Stallschreiberstr 6. Abeling, Dresdener Str. 17, 3igarrengeschäft. " Frit, Prinzenstr. 31, Vorwärts". Spedition. Gabron, Gastwirt, Simeonftr. 18. Gülzow, Dirschauer Str. 17, 8igarrengeschäft. M. Gerhardt, Stralauer Allee 23. May Knappe, Allensteiner Str. 26. Wilh. Vogel, Hufelandstr. 14, Gaftwirt. Aug. Spannemann, Pasteurstr. 30, Bigarrengeschäft. Sahnisch, Ackerstr. 174( Borwärts". Spedition). Bickert, Gastwirt, Linienftr. 198. 23iefe, Marienftr. 26 IV. 6. Kreis. . Burg, Gastwirt, Prenzlauer Allee 189. P. Schmidt, Schönhauser Allee 57. W. Goldschmidt, Gastwirt, Stolpische Straße 36. G. Hoffmann, Gastwirt, Swine münder Straße 47. P. Dobrohlaw, Gastwirt, Swine münder Straße 11. Karl Kühn, Schreinerstr. 58, Gaft- lb. wirt. Rarl Schrader, Rigaer Str. 100. R. Klingler, Rochhannftr. 15. Max Saffen, Barnimftr. 36. Alban Welker, Perfiusstr. 1. olgaft, Battstr. 9( Borwärts" Spedition). E. Reuter, Gastwirt, Birtenstr. 29a. K. Weiner, Wicleffstr. 23. J. Hönisch, Müllerstr. 34a( Bor wärts" Spedition). G. Fuchs, Gastwirt, Weddingstr. 5. Frik Stäffler, Gastwirt, Bankſtr. 65. V. Rosenberg, Gastwirt, Fennstr. 21 R. Abraham, Gastwirt, Nordufer 10. Frida Amis doTeltow- Beeskow. Adlershof. Johannes Feher-| stein, Bismardstr. 82. Baumschulenweg. Gerisch, Behringstr. 48. Bohnsdorf. Emil Hamann, Privatstr. 14. Britz. Wilhelm Butenschön, Rungiusstr. 37 b. Charlottenburg. Mag Rley, Rosinenstr. 4, Neubau IV; August Gebert, Rofinenstr. 3, vorn I; Johann Schneider, Rosinenstr. 4, Seitenfl. IV; Otto Neumann, Königin- Elisabeth- Str. 6a; Richard Preczang, Sidingenstr. 51, 1. Eingang, Uferstraße; Max Prill, Snejebedstr. 2; Frau Anna Hoppe, Sommeringstr. 22; Frau Hedwig Kofte, Rosinenstr. 4, Neubau. Cöpenick. Rudolf Krüger, Müggelheimer Str. 32; Otto Hoene, Kaiser- Wilhelm- Str. 103. Friedenau. Xaver Ramrowski, Ronnebergstr. 4; Ferdinand Pasche, Schwalbacher Str. 2. Lichterfelde. Serm. Röppe, Hindenburgdamm 75a I. Lankwitz. Paul Lampke, Char lottenstr. 50 I. Mariendorf. Richard Stern, Streligstr. 8. Neukölln. Aufheben! Niederbarnim. Karlshorst. A. Baumeister, Fürstenbergallee 2; A. Heitmann, Weseler Str. 2. Pankow. F. John, Mendelstr. 50. Niederschönhausen. Mar Vieth, Treskowstr. 52; F. Tiet, Marthastr. 10. Buchholz. A. Domnick, Pase walter Str. 109. Rosenthal. Alfred Böttger, Nieberschönhausen- West, Sachsenftraße 24. Rari Reinickendorf- Ost. Schönberg, Residenzftr. 66; P. Gurich, V: ovinzftr. 56. Lichtenberg. Peterhansel, Bühlischstr. 12/13; Börkel, Ritters gutstr. 25. Oberschöneweide. Krüger, Helmholtstr. 20. Weißensee. Alb. Taubmann. Lichtenberger Str. 11; Ludw. Hodapp, Wörthstr. 6. Straße 5; Kristel, Cannerstr. 15; Schmidi, Boddinftr. 43; Vogt, Warthestr. 69; Howald, Böhmische straße 47: Frau Lietich, Wilben bruchstr.85/ 86; Bock, Steinmetstr.66; Jacobs, Weichselstr. 8, Aufg. 10. Nowawes. Adolf Richter, Wilhelmitr. 41-43. Schöneberg. Lazer, Berchtes. gadener Str. 22/23; Bröcker, Merseburger Str. 4; Franke, Meininger Str. 9; Geist, Sto burger Str. 12; Senkel, Meininger Str. 8; Meißner, Roburger Str. 5; Folger, Kyffhäuser Straße 16; Schneckenhals, Golzftr. 14; Plus. fat, Hohenstauffenstr. 64; Bäumler, Martin- Luther- Str. 60; Brock. Bahnstr. 18; Wandke, Bahnstr. 25; Zettlit, Sedanstr. 60; 3innol, Cherusterstraße 1; Rosenthal, Gustav- Freytag- Straße, Ede FrißReuter- Str.; Rathmann, Tempelhofer Str. 18; Thomar, Wilhelm- Fredersdorf- Petershagen. Hauff- Str. 8; Krachfe, Begasstr. 1 5. Krener, Petershagen, PlatanenFrl. Wagenheim, Mogstraße 2; straße 2. Küter, Ebers ftr. 70. Steglitz. Gustav Akmann ,; Lemm, Düppelstr. 7. Tempelhof. Guftab Naumann, Friedrich- Wilhelm- Str. 94 I. Wilhelm Farwig, Weichsel straße 68; Schütz, Stuttgarter Straße 15; Glöge, Lenauftr. 18; Rechter, Knesebecstr. 67; Gauper, Donaustr. 26; Scheich, Köllnisches Ufer 73; Bartsch, Köllnisches. Ufer 52; Pfannkuch, Hermann ftraße 174; Brinkmann, Nogats Treptow. Braegitr. 51. Wilmersdorf. Paul Goldberg, Uhlandstr. 97. Zehlendorf. Mittelstr. 11. Zossen. Otto Dorn, Stuben rauchstr. 25. Karl Bonaw, Fichtenau. Meinh Mag Tobias, Moltkestr 14. Reinickendorf- West. Guft. Niece, Scharnweberstr. 126. Friedrichshagen. Richard Röderit, Rlutſtr. 3. Kaulsdorf. Friedr. Simpel, Bülowstr. 21. Mahlsdorf. F.Kaming, Bahnhofstraße 19 I. Friedrichsfelde. Prinzenallce 12. Dehlert, In allen Bahlstellen: Neuaufnahmen von Mitgliedern.- Umtausch der alten Bücher und Annahme von Beiträgen. Abonnements auf den„ Vorwärts". 9. Brenhisch- Süddentsdje ( 235. Königl. Preuß.) Klaffenlotterie 2. Alasje 1. Biehungstag 13. Februar 1917 Vormittag Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. 1. Nur die Gewinne über 96 M. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdrud vezboten) 616 714 800 22 1089 670 89 711 61 822 2255 476 83 658 848 71 931 70 813 947 4173 363 418 867 80( 200) 737 967 5018 235 G125 63 503( 200) 61 656 759 7066 120 94 292 312 64 69 670 727 95 803 8258 342( 200) 606 9437 669 744 £ 4 146 950( 200) 9093 809 8268 342( 20 10175 94( 200) 98 743 893 11223 341 402 75 87 550 685 906 12210 742 907 55 13103 263 79 84( 300) 621 782 837 14102 329 463 643 732 15194 452 633 16095 179 85 303 713 905 70 91 17392 468 762( 300) 66( 200) 862 83 958 89 18048 236 41 68 442 812( 200) 14 922 19027 397 660 659 771 98168 67 360 421 686 657 89 97 795 850 946 00131 211 863 629 767 936 100012 52 100 60 341 101210 347 419 534 814 914( 6000) 102144 274 307 412 70 103641( 200) 763 808 20 39( 200) 908 82( 300) 104027 600 793 932 105241 325 721 89 802 950 106081 67 98 425 92( 200) 900 40 64 107079 248 343 45 46 108252( 200) 635( 200) 109038 91 200 407 738 846 00 407 738 65( 200) 86 110082 135 371 434 504( 200) 111110( 200) 48 709 112235 87 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Prenhisch- Süddeutsche ( 235. Königl. Preuß.) Klaffenlotterie 2. Klaffe 1.8iehungstag 13. Februar 1917 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 96 M. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachbruc verboten) 14 126 263 405 16 826 1102 31 50 262 304 97 99 577 669 709 58 876 941 2044 258 63 357 613 93 686 3478 586 624 788 867 4295 377 569 652 5075 167 238 53 318 618 6122( 400) 28 222 68 332 696 726 806 7178 311 722 37 94 8000 1 61 250 412 635 8260 86 869 73 10177 368 659( 200) 663 712 33 71 823 11014 119 243 322 731 12620 926 60 13090( 200) 197 203 669 89 951 83 14603 96 788 877 969 99 15009 48 271 321( 200) 411 703 25 16064 92 268 885 17071 135 452 94 593 695 18408( 600) 96 866 700 71 979 19126 293 812 32 20061 302 32 639 66 21063 76 105 318 600 22027 103 13 214 347 81 864 69 23087 251 63 86 599 743 81 24024 338 446 843 904 25360 99 752 26193 272 430 86 800 910 11 27067 108 509 904 28097 450 641( 200) 720 987 29092 676 704( 200) 71 946 80396 423 630 918 31255 413 646 839 32051 561 602 23 36 899( 200) 33151 58 301 17 560 668 74 758 828 969 34688 708 969 80 85106 332 42 90 455 84 96 576 673 36297 674 602 64 900 40 38271 37387 606 928 30 72 75 824 604 70 92 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