Nr. 117. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. ufai theben. Dies suche aß fie in der Br Vorwärts 11. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 24. Mai 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Cafimir Perier gestürzt. Es giebt doch eine Nemesis, und die Bibel hat recht: womit du gesündigt hast, damit sollst du bestraft werden. Krieg auf Leben und Tod erklärte Herr Casimir Perier den Sozialisten im allgemeinen und den Gewerkschaften im besonderen und über die Gewerkschaften ist er gestolpert und die Sozialisten haben ihn zu Boden geworfen. ihren Beamten und Arbeitern Urlaub zur Theilnahme an| bricht sich den Kopf über die gegenwärtigen und kommenden dem Kongresse der vereinigten Eisenbahn- Syndikate Dinge. Ein Telegramm vom heutigen Mittag besagt: = 00 Paris, 23. Mai. Die meisten Blätter sind der Ansicht, daß der unvorhergesehene Sturz des Ministeriums von letzterem abfichtlich herbeigeführt wurde und daß die Intervention Casimir Perier's das Kabinet hätte halten können. Die ministeriellen Zeitungen beglückwünschen die Regierung zu ihrer Haltung(!) und machen der Majorität den Vorwurf, sich in die Arme der Sozialisten geworfen zu haben. Mehrere Blätter weisen von vornherein den Plan eines Konzentrirungstabinets zurück. Die radikalen und sozialistischen Organe sagen, das Kabinet set zurückgetreten, um seinem demnächstigen unvermeidlichen Sturze aus dem Wege zu geben, die Demission sei die Folge seiner fleritalen Politit.„ Petite République" meint, die gestrige Abstimmung sei ein sozialistischer Sieg, der Triumph der Republik über die finanzielle und industrielle Oligarchie. Die konservativen Blätter loben das Ministerium, weil es das Prinzip der Autorität vertheidigt habe und sprechen die Ansicht aus, Casimir Perier habe andere Gründe zu seinem Rücktritt gehabt, als die gestrige Abstimmung. Einmüthig ist die Presse in der Meinung, daß die Lösung der Krise schwierig sei. zu gewähren. Der Minister für öffentliche Arbeiten Jonnart erwiderte, er fönne nicht in amtlicher Eigenschaft bei den Eisenbahn Gesellschaften einwirken, er habe sie nur aufgefordert, den Arbeitern jeden möglichen Urlaub zu ge= währen. Die Regierung fönne es nicht gestatten, daß die Arbeiter der Staats- Eisenbahnen sich zu Syndikaten vereinigen, weil sie Beamte des Staates seien. Jourde beantragte, daß die Anfrage in eine Interpellation umgewandelt werde. Der Minister Jonnart stimmte dem Antrage zu. Jourde und Miller and protestirten energisch gegen das Verbot, daß die Arbeiter der Staatseisenbahnen zu Syndikaten zusammentreten. Miller and brachte eine Tagesordnung ein, in welcher der Minister der öffentlichen Arbeiten aufgefordert wird, dahin zu wirken, daß das Syndikatsgeseh vornehmlich von den Staatseisenbahnen respektirt werde. Der Minister Jonnart wiederholte seine vorige Erklärung. De Rame! von der Rechten beantragte eine Tagesordnung in demselben Sinne, wie diejenige Millerands; durch Zurufe aus dem Zentrum wurde die einfache Tagesordnung gefordert. Der Ministerpräsident Casimir Perier erklärte, er lehne die von Millerand und von de Ramel eingebrachte TagesDie Glückwünsche, die Herr Perier sich in seinen ordnung ab. Er verlange Annahme der einfachen Tages. ordnung. Die einfache Tagesordnung wird hierauf eigenen Blättern darbringt, werden ihm wenig Trost unter dem Beifall der Linken mit 265 gegen 225 Stimmen bieten jedenfalls fallen sie unter das bekannte Sprich abgelehnt. Die Minister verlassen den Sa al. wort vom Dufte des Eigenlobs. Daß das Ministerium Die Kammer nimmt alsdann mit 251 gegen 228 Stimmen die am neuen Geist", d. i. an dem Bündniß mit den Pfaffen, Tagesordnung de Rame 13 in folgender Fassung an: In erstickt wäre, wenn es die Zeit gehabt hätte, ist sicher. Erwägung, daß das Gesetz über die Syndikate ebensowohl auf Aber der Sozialismus war schneller, als der liberale Aufdie staatlichen Arbeiter wie auf die Arbeiter der Privatindustrie fläricht, und Herr Cafimir Perier ist gewesen" Anwendung findet, fordert die Kammer die Regierung auf, diesem Gesetze Achtung zu verschaffen und geht zur Tages der Vergangenheit an. gehört Das Blut Henry's und der Kochtopf- Bauber hat nicht lange vorgehalten: Das französische Ministerium ist gestern, wie wir bereits in der gestrigen Nummer unter den telegraphischen Depeschen anzeigten, zu Fall gekommen. Die Echlappe, die es in Sachen der Geheim- Köpferei erlitten, bedeutete nichts Gutes, und auf französische Kammermajoris täten ist kein Verlaß so wenig wie auf April- und Mai wetter. Gestern noch auf stolzen Roffen, heute durch die Brust geschossen, morgen in das fühle Grab!" taun Herr Casimir Perier jetzt mit Hauff's Reitersmann singen. Doch nein, tühl ist das Grab nicht, in das er mit seinem Ministerportefeuille und seiner Präsidentschaftskandidatur eingefargt wird. Heiß, glühend heiß, wie der Roft, auf dem der merikanische König von dem granfamen Cortez gefoltert wurde. Ja, der Tarpejesche Fels ist dem Kapitol nahe ge wesen. Der von Casimir Perier getödtete" Sozialismus trat ihm gestern lustig und munter entgegen in der Form eines von Guesde begründeten Antrags auf Einführung des Achtstundentags. Der Antrag, welcher in eine Kommission verwiesen ward, führte zu einer Anfrage" oder " Interpellation" deshalb, weil Arbeitern der Staats- Eisenbahnen der Urlaub zum letzten Eisenbahn- Arbeiter- Kongreß verweigert worden war. Aus der Anfrage" erwuchs eine ordnung über. Hierauf wird die Sigung aufgehoben; Wenn wir die Frage betrachten, die ihm verderblich Debatte über die Stellung der Regierung zu den Gewerk nächste Sigung Montag, den 28. b. Mts. Infolge der wurde, und Vergleiche austellen mit heinischen Dingen, Kammerabstimmung begaben sich die Minister in das dann beschleicht uns unwillkürlich schaften( Syndikaten), und nun wurde Cafimir Perier durch ein Gefühl tiefer seine findische Sozialistenangst zu solch falbernem, stierElysée, um dem Präsidenten Carnot ihre De- Beschämung. Im wilden" Frankreich verbietet das mission zu überreichen. mäßigem Vorgehen veranlaßt, daß die Kammermehrheit ihn Ministerium den Staatsangestellten die Theilnahme an geim Stich ließ und er ein gestürzter Minister ist in der Jetzt ist guter Rath theuer. Ein Sozialistentödter nach werkschaftlicher Organisation und den Besuch eines Versenkung zappelnd neben dem dicken Dupuy. dem andern wird getödtet der getödtete Sozialismus steht Gewerkschaftskongresses: das genügt der französischen Um den Verlauf der Dinge in ihrer Reihenfolge an- feft wie eine Mauer, und hat die Eigenschaft, daß Jeder, Volksvertretung, das ganze Ministerium zum Teufel zu schaulich zu machen, veröffentlichen wir nachstehende Depesche: der mit dem Schädel gegen ihn anrennt wie ein Stier, sich jagen, was nur in der Ordnung. Paris, 22. Mai. Deputirtentammer. Jules auch den Schädel daran zerschellt und wäre es der dickste, Und in Deutschland fann ein untergeordneter Guesde brachte einen Antrag auf Einführung des a cht- antikollektivistischste Stierschädel. Und noch eine böse Eigen- Minister, wie Herr v. Stephan, das Oberhaupt der deutschen tündigen Arbeitstages ein und verlangte die Dring- schaft hat der Sozialismus- er steht nicht blos wie eine Reichspost, sich als unumschränkter Gebieter aller Beamten lichkeit. Der Minister der öffentlichen Arbeiten Jonnart Mauer- er mars chirt auch vorwärts wie eine lebendige in seinem Departement aufspielen, ihnen die Benutzung des bekämpfte den Antrag auf Dringlichkeit, der mit 401 gegen Mauer, an der jeder Widerstand sich bricht. Roalitionsrechts und sonstiger politischen Rechte unmöglich 94 Stimmen abgelehnt wurde. Der Antrag Guesde's Genug Cafimir Perier liegt am Boden, wie sein machen und die Reichstags majorität rührt sich nicht. wurde einstimmig der Arbeitskommission überwiesen. Salis Judeß daß Herr v. Stephan noch im Amt ist, soll uns richtete eine Anfrage an die Regierung, betreffend Vorgänger. Wer ist der nächst e? die Weigerung der Eisenbahn- Gesellschaften, Die politische Welt, das heißt was sich so nennt, zer die Freude an dem Fall des Casimir Perier und seiner und stämmig, wie er war, in den Weg. Die Mönche, ob- nach dem Prior und dem Pförtner. Der erstere war aber gleich verdugt im Augenblicke, sahen doch gar bald, daß sie vom Schmausen noch nicht zurück, der zweite nirgends zu nur mit einem einzigen, wahrscheinlich trunkuen Wanne zu finden. Der Kellermeister faßte den Verdacht, der Frater thun hatten, und bestanden auf ihrem Hausrecht. Der möchte wohl im Keller stecken, und ein verbotenes Faß ver45 Wegelagerer ließ dasselbe jedoch nicht gelten, und verbot fosten und eilte, so schnell es seine Unbehilflichkeit, und fortwährend den Zutritt zur Pforte. Dringendes Anjuchen das Gedränge der übrigen erlaubte, der Treppe zu, die von der einen, murrische Abweisung von der andern Seite. nach den unteren Gewölben des Hauses führte, aber des Der Auftritt nahm bald eine ernstere Gestalt an. Die Todes war er fast vor Schrecken, da einige Verlarvte die Klosterlente, wenig gewohnt, sich auf ihrem Grund und Stiege herausstürzten, ihn samt der Lampe, die er in Händen Diese Aufforderung, verbunden mit dem so natür- Boden die geringste Widerspenstigkeit gefallen zu lassen, trug, der einzigen, die ein schwaches Licht verbreitet lichen Gefühl der Selbsterhaltung, wirkte auf den Gefangenen wurden böse und giftig; der Kämpfer dagegen rauh und hatte, die Ampel ausgenommen, welche am Bilde des Geund seine Freunde. Der erstere beschwor die Ueberraschten, grob. Bon den Worten fam's zu Thätlichkeiten. Die treuzigten in der Halle hing Die treuzigten in der Halle hing zu Boden warfen und mit sich dem Unheil zu entziehen, ihn ruhig seinem Schicksal Geistlichen wollten mit Gewalt den Schlagbaum auf die Riesensprüngen und Faustschlägen nach allen in den Weg zu überlassen; die Leyteren stürzten, da das Getümmel Seite schieben. Gerhards kräftige Faust stieß jedoch beide Tretenden, die Pforte gewannen. Der Bickelhering, der den lauter wurde, mit der Schnelligkeit des Hirsches aus zurück. Der Frevel gegen das heilige Gewand veranlaßte Vorläufer machte, und dessen Habit allein in etwas unterdem Kerkergewölbe, die Treppe hinan. Dagobert voran einen neuen gewaltigeren Angriff, der abermals abgeschlagen schieden werden konnte, riß, mit der Ortsgelegenheit verstürmend wie eine Windsbraut. Den fest entschlafenen wurde. Um seine Drohungen wirksamer zu machen, zog traut, den Riegel auf und tobte durch die aufflaffende Thür Frater weckte sein Gefangener selbst und ermahnte den Gerhard den Stoßdegen aus der Scheide. Während nun ins Freie. Seine Begleiter fäumten nicht, dem Beispiele Taumelnden, doch die Thüre zu verschließen, damit ihm nicht einer von den Mönchen vor der Klinge mit Betergeschrei zu folgen. Aufhalten!" donnerte Dagobert dem Gerhard die Luft auwandeln möchte, seine Haft zu verlassen. Kopf- zurückwich, schob sich der andere hinter Gerhards Rücken zu, der indessen noch immer seine Hetze in dem Gäßlein schüttelnd über diese seltene Bitte, gewährte sie der trunkene vorüber nach der Pfortenglocke, und hatte schon beträchtlich fortgesetzt hatte und lief ins Weite; aber der bereitwillige Dominikus, und schleppte sich langsam die Stiege hinan. Sturm geläutet, sowie mit Händen und Füßen an die Fechter konnte nicht verhindern, daß einige Klosterknechte Indessen war oben alles in Aufruhr gekommen. Die Ver- Thüre gedonnert, ehe der Hülshofner ihn von der Schwelle dem Flüchtigen nacheilten, dessen buntes Kleid ihnen besser anlassung zu der ganzen unzeitigen Störung hatte der vor peitschen konnte. Dieses Getöje, das der andere Pater im Auge blieb als die dunklen Gewänder der beiden anderen, dem Kloster auf einer Steinbank dahinbrütende Gerhard erneuerte, sobald Gerhard, den ersten verfolgend, den Rücken die nach verschiedenen Seiten sich verloren. Unter dem gegeben, da seine in Schlaf- und Weinlust blinzenden gedreht hatte, machte endlich die Schlemmer im Refetto übrigen aus dem Gebäude strömenden Gewühl von Mönchen Augen zwei Klosterherren erblickten, die, fatt von den Freuden rium, sowie die Knechte, die im Seitengebäude bei den und Laien wüthete Gerhard's flache Klinge mit übermenschdes Tages, sich behaglich nach ihren Bellen zurückzuwälzen Würfeln saßen, aufmerksam. Die ersteren schrien um Hilfe, licher Kraft." Bleibt zurück, ihr Schöpfe!" rief er den im Begriff waren. Seines Wortes eingedent, niemand die letzteren liefen zum Kreuzgange, ihre rostigen Hellebarden Bestürzten entgegen: Bleibt zurück, oder Ihr seid des hindurch zu lassen, glaubte er sehr wohl zu thun, wenn nach sich schleifend. Keiner von den Männern allen jedoch Todes."" Greift au!" hezten die beiden, seiner Wuth er auch diese Klosterbewohner von ihrer Klause zurück- hatte den Muth, die verriegelte Pforte zu öffnen, und entkommenen Klosterherren:" Er hat das Schwert gezogen, hielt. Hier geht niemand durch!" murrte er daher den von dem unbekannten Teufelsbraten mißhandelten und ist in des Kaisers wie in der Kirche Bann." Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. " Der barsch den Arglosen entgegen, und stellte sich ihnen, breit und zerbläuten Herren zu Hilfen zu kommen. Alle schrien ganze Schwarm wollte sich nun auf den Einzelnen werfen. nds sy lhr, bei h Cozialisten- Mittödter nicht geratsch, Rangefir. 24.- Sort:„ wer vom Sozialismus ißt*) ds 8½ Uhr bei Schmidt, Wiew will stirbt baran", hat sich wieder schuilt. Und es wird sich weiter erfüllen. Wo alles schimpft, kann Tante Voß allein nicht| baix den Zweiten dingfest zu machen und ihn, nachdem er auständig sein. Sie muß auch dem internationalen Berg- gebeichtet und eine kleine Abschlagszahlung erhalten hat, arbeiter- Kongreß die bekannte Litanei widmen. Bei dieser seinen Brotgebern zu überliefern, dann werden die VerGelegenheit paffirt ihr das Mißgeschick zu behaupten, die anstalter des Anarchisten Feldzuges gegen die Sozialdemoenglischen Gewerkschaftsführer seien grimmige Gegner der fratie keine vergnügte Viertelstunde haben. Feier des 1. Mai. Tante Voß, deren Unwissenheit in fozialen Dingen ebenso riesengroß ist, wie ihre AltjungfernAngst vor dem rothen Gespenst, weiß zufällig nicht, daß Pickard, der Führer der englischen Bergarbeiterbewegung, Als Schluß der Landtagssession für Preußen der eifrigste Befürworter des 1. Mai in sind die ersten Tage des Juni, für Bayern der 7. Juni in England ist, und es sehr scharf getadelt hat, daß dieses Aussicht genommen. Jahr noch von vielen Sozialisten und Gewerkschaftlern Englands am ersten Sonntag des Mai festgehalten Politische Leberlicht. Berlin, den 23. Mai. Zum Zolfkriege mit Spanien. Dem Bundesrathe ist der Entwurf einer Verordnung zugegangen, betreffend die Erhebung eines 8ollzuschlages für aus Spanien kommende Waaren. Die vorgeschlagenen Säße sollen in Kraft treten für den Fall, daß die spanische Regierung den Maximaltarif gegen Deutschland zur Anwendung bringen will. Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung die Eingabe des Zentral Ausschusses für das XI. deutsche Bundesschießen zu Mainz 1894, betreffend den zollfreien Einlaß von Waffen und Munition der Theilnehmer an dem XI. deutschen Bundesschießen, dem Reichskanzler mit dem Ersuchen überwiesen, sich mit den Bundesregierungen über die Angelegenheit in Verbindung zu setzen. Der Eingabe betreffend die Zulassung der Abiturienten der Realgymnasien zum Studium der Medizin wurde teine Folge, gegeben. wurde. Zur Spionenfeuche. Die in Mainz wegen Spionage verhafteten Franzosen sind noch nicht, wie irrthümlich gemeldet wurde, freigelassen worden. wurde.. Noch sei hier folgendes Telegramm veröffentlicht: Verviers, 22. Mai. In Dison fand gestern eine anarchistische Versammlung statt, welche die seitens der Polizei, der Presse und den Behörden gegen die Anarchisten erhobenen Anschuldigungen energisch zurückwies, wobei dem russischen Baron Sternberg die ganze Verantwortlichkeit für die in Lüttich verübten Attentate zugeschoben Der Baron habe sich bereits in Petersburg in Nihilisten freise einführen lassen, habe aber das Bertrauen der.. felben auf das ärgste mißbraucht. Auch in London habe er es verstanden, sich vor den Folgen mehrerer von ihm vorbereiteter Anschläge unbehelligt zurückzuziehen. Die Thatsache, daß in dem in Lüttich verbliebenen Handkoffer Sternberg's ein Verzeichniß sämmtlicher belgischer Anarchisten aufgefunden worden sei, beweise zur Genüge, daß der Baron ein Ver räther fei. einen Lockspigel entlaroten, statt sich stets von ihnen Es wäre gut, wenn die guten Anarchisten" einmal nasführen zu lassen. Macht und Recht. Die Hamburger Nachrichten" schreiben: " Muß je nach den obwaltenden Umständen in modernen Tonstitutionellen Staaten diktatorisch, fonservativ, liberal oder fortschrittlich regiert werden, so liegt es auf der Hand, daß in Ländern wie Serbien erst recht mit den dort landesüblichen ,, Guillotine, Pulver und Blei haben soeben in Mitteln zu erreichen versucht werden muß, was der Augenblick Spanien und Frankreich die menschliche Gesellschaft wieder erfordert. Für theoretische Bedenken ist da kein Raum. Politische Fragen find in lezter Instanz eben Macht- und feine von einigen anarchistischen Mordgesellen befreit"- also zu Rechtsfragen. Also mit sittlicher Entrüstung wird dem ferbischen lesen in einem Waschzettel unserer nationalliberalen" Staatsstreich gegenüber schwerlich viel auszurichten sein. Es Presse. Welche Fronie auf das liberal"! Vor einem fragt sich nur, ob er Erfolg haben wird, ob er zweckmäßig und zeitgemäß oder ob er ein Fehler war." Tode bestraft, gelungener mit der Krone belohnt. Ganz richtig. Mißlungener Hochverrath wird mit dem Generaldebatte mit großer Majorität den Gesetzentwurf Das ungarische Abgeordnetenhaus nahm in der beginnt die Spezialdebatte. betreffend die staatliche Matrikelführung an. Am Freitag halben Jahrhundert war unsere liberale" Presse ein: stimmig für die Abschaffung der Todesstrafe und brandmartte in flammenden Worten die Ordnung" durch Bulver und Blei". Es ist tief gesunken, unser Bürgerthum- und es finft noch immer tiefer. Das spanische Anarchistengeseh. In der spanischen Deputirtenkammer wird das Gesetz über Maßregeln gegen die Anarchisten berathen. Diese Berathung wird bis Ende dieses Monats dauern. Auch ein Musterbetrieb ist die königliche Münze in Berlin. In ihr wird regelmäßig an Sonntagen gearbeitet. Heulen und Zähneklappern herrscht im Lager der christlich- germanischen Agrarier und Junker Schauern der Hoffnung. Die drei gestrengen Herren Eisnach kurzen heiligen haben wohl grimmige Gesichter gemacht, aber fie haben die Kornerute in Deutschland nicht zerstört. Das Pourbaix der Zweite. Bei dem letzten der großen Brot bleibt billig, die Armen können etwas weniger schwer belgischen Kohlenstreits nach Mitte der 80er Jahre geschah scheinen eingestellt", wie der Telegraph sich diplomatisch In Serbien haben alle Oppositionsblätter das Erihren Hunger stillen, und die christlich- germanischen Groß- es, daß Tag für Tag Schauernachrichten von zertrümmerten ausdrückt in gewöhnlicher Sprache heißt das: fie find Kornwucherer müssen sich mit niedrigen Getreidepreisen Fabriken, Attentaten, gefundenen Dynamitpatronen durch unterdrückt worden. begnügen und ihre Bestellungen von Champagner( Seft), die Presse gingen, was natürlich nicht geeignet war, der Ferner ist der Führer der Kaviar und sonstigen Genüssen dieses irdischen Jammer Sache der Streifenden Vorschub zu leisten. Die Sozialisten Radikalen, Natarac, verhaftet". Das ist schon deuts sei thals einigermaßen einschränken. Dem Reichstag aber merkten die Absicht und wurden nicht verstimmt aber licher. Als Kuriosum fet gemeldet, daß Milan seine Natalie werden fie in der nächsten Session wieder Etwas vor aufmerksam. Namentlich unser Freund Volders, der nach Serbien eingeladen, von ihr aber einen Korb bekommen " schreien" von ihrem entfeßlichen" Nothstand", weil das Bolt jetzt leider infolge der Neberanstrengung im Dienste der hat. Der Humor der Geschichte ist hierbei, daß Milan den billigeres Brot hat und sich einigermaßen satt effen kann. Bartei trotz seiner herkulischen Konstitution recht frant ist, tritt, so daß diese Musterehe in mustergiltiger Weise und österreichischen Gulden, Natalie den russischen Stubel verKonfiskation wegen Caligula- Beleidigung. Wegen und der arme de Paepe, der noch nicht aufs Siechentritt, so daß diese Musterehe in mustergiltiger Weise und Beleidigung des vor mehr als 1800 Jahren verstorbenen lager geworfen war, organisirten eine sozialistische Polizei, auf Naturwahrste den Kampf zwischen Oesterreich und Kaiser Caligula wurde der Hamburger General- Anzeiger" und sehr bald gelang es ihnen denn auch, einen sauberen Rußland darstellt. konfiszirt. Sonderbar, höchst sonderbar! Polizeivogel, Namens Pour bair zu fangen, ein In Ein Schurke entlarvt. Der große Arbeiterwohlthäter dividuum, welches vom Ministerium Bernaerts, und auf dem Papier, und Arbeiterschinder in Wirklichkeit, der Die bittersten Reaktions- Pillen schluckt der Freis persönlich von Bernaerts selbst mit unbeschränktem von unserer Bourgeoispresse gefeierte amerikanische Philosoph, finn" herunter, wenn sie nur mit einem Tröpfchen liberalen Geldkredit und Dynamitvorräthen ins Streifgebiet Schriftsteller und philantropische Sozialpolitiker Carnegie, Syrups verfüßt werden. Jetzt benörgelt es die freifinnige geschickt worden war, um Exzesse auf Rechnung der Haupturheber der periodischen Arbeitermezeleien von Bresse, daß auf dem Gymnasiallehrertag der Kreuzzeitungs" der Streikenden zu begehen. Die Sache kam in Homestead und Pittsburg, hat sich jetzt gegen die Auflage Redakteur und frühere Gymnasiallehrer Kropatschet als der Kammer vor. Rechtsanwalt Janson überführte den zu verantworten, ein gemeiner Dieb und Be. offizieller Vertreter des preußischen Unterrichtsministeriums Minister und brachte ihn zu einem theilweisen Geständniß. trüger zu sein. Aus der amerikanischen Hauptstadt wird erschienen sei. Wir finden, daß Herr Bosse für seinen Bourbaix aber wurde zu längerer Zuchthausstrafe ver Standpunkt keinen bessern Vertreter wählen fonnte; mit urtheilt, jedoch bald entlassen. Bernaert tam nicht ins seiner Wahl war jede Möglichkeit einer Täuschung, auch Buchthaus, er blieb noch Jahre lang Minister, bis er vor der Selbsttäuschung aufgehoben. Aber gerade dies ver etwa 1 Jahr wegen eines Krakehls mit einigen seiner schnupft den Liberalismus. Er mag mit Füßen getreten Kollegen freiwillig abdankte. oder an die Wand gequetscht werden, wenn man ihm nur den Schatten eines Scheins der Geltung läßt. " telegraphirt: Das Repräsentantenhaus ernannte eine Rommission zur Untersuchung der angeblichen Betrügereien bei Lieferung von Panzern für die Marine durch das Haus Carnegie. Hoffentlich hat Carnegie in Amerika nicht die gleiche Macht wie Crispi in Italien. Ob Bourbaix selbst in dem gegenwärtigen Dynamit Feldzug gegen die Sozialdemokratie eine attive Rolle spielt, wiffen wir nicht genau. Die belgischen Genossen glauben seine Spuren verschiedentlich gefunden in dieser ist er ersetzt worden durch den„ Baron" Unger- dem heute die Nachwahl für den aus dem Reichstage hinausSternberg, den die Polizei überall hin und durchgewiesenen Herrn v. Polenz stattfindet, wird uns folgendes ge= läßt der die Dynamit Attentate Dugendweise verfertigt schrieben: Hier schlug in der letzten Woche die Wahlbewegung und sich eines Freipaffes erfreut. Wenn es unseren Ge- bohe Wogen. So viel Versammlungen wie diesmal, sind im noffen, die ihm auf den Fersen sind, gelingen sollte, Pour 23. Kreise noch bei feiner Wahl abgehalten worden. Alle ParParteinachrichten. u haben. Jedenfalls hat er nicht mehr die Führerrolle. Aus dem 23. fächsischen Reichstags- Wahlkreise, in *) Auspielung auf das alte Wort: qui mange de Pape en meurt wer vom Bapste ißt, stirbt daran ein Sprichwort, zu das nach dem Einen die Thatsache, daß jeder Feind des Papst thums ins Verderben geht, ausdrücken, nach Anderen sich auf die giftmischerischen Thaten gewisser Päpste beziehen soll. Nun, der Sozialismus mischt weder Gift, noch ist er Gift, wie ihm nachgesagt wird, aber wer ihn verspeisen will, dem betommt es schlecht. Н " " " Burück!" schrie dieser noch lanter, denn zuvor: Schufte! Füßen, ohne daß ich weiß, wo er ist hingekommen?" vor ihn trat, den Krystallbecher auf einem spiegelblanken habt Ehrfurcht! Ich bin der Kaiser selbst, Ihr Lottergesindel, Halt das Maul!" fuhr ihn einer von den Klosterknechten Kredenzteller. Die Bewegung Dagoberts war nur mit der und will Euch meinen Banu hinter die langen Ohren an: Dich suchen wir auch nicht, furchtsamer Jude, aber von des Mädchens selbst zu vergleichen, da es unmittelbar schreiben, daß Ihr an mich denken sollt!" Dir," zu dem andern gewendet,„ von Dir wollen wir erfahren, nachher den Mann erkannte, an welchem seine ganze Seele Diese Aufschneiderei, zu welcher den Edeltnecht, dessen ob sich nicht hier ein fremder Mann versteckt hat?"" Ge- hing. Teller und Becher drohten ihrer bebenden Hand zu Arm schon ermüdete, dieser Gedauke bewog, daß man ihn steht es, Ben David!" flagte Elieser; bringt nicht Euch entschlüpfen. Ben David nahm der Jungfrau die Laſt ab. bereits heute für den Kaiser angesehen, verfehlte ihre Wir ins Unglück, und nicht mich."-" Ich will sterben, wenn Gs ist schade," sprach er, daß Dein von dem vorigen tung nicht. Die Knechte wichen stumm und erschrocken ich weiß, was Ihr wollt," erwiderte Ben David kalt:„ Ich Auftritte herrührender Schrecken Dich unfähig macht, dem zurück; der Mund der anfeuernden Geistlichen verstummte, habe wohl gehört, wie ein Mensch rannte hier vorbei, doch edlen Herrn die Labung zu reichen. Von der Hand der und indem sich die Blicke bald nach dem Kaiser, bald nach herein ist keiner gekommen. Nicht wahr, Esther?" Jugend hätte er sie um so lieber genommen. Empfangt dem Pförtner richteten, der unbefangen, als ob er kein Wahrlich, wahrlich, Vater," bekräftigte Esther ganz unbe- sie indeffen von mir, und glaubt, sie ist Euch geboten von Waffer getrübt, und staunend unter die Menge trat, ging fangen. Laßt sehen!" erwiderte der Klosterknecht, nach einer treuen Hand. Starr auf die Tochter blickend, Gerhard stolz und aufrecht von dannen, weder aufgehalten dem Lichte greifend." Euch verdammten Juden ist nie zu nahm Dagobert das Glas und trant, ohne mit dem Blick von seinen Gegnern, noch vom Volke, das sich um das glauben. Hier ist er nicht, doch in der Kammer fißt er von ihr zu weichen, gleichsam als ob er auf ihr Wohl den Getümmel versammelt hatte. Seinem jungen Freunde war ganz sicherlich." Er leuchtete in die Kammer hinein Er leuchtete in die Kammer hinein; Wein foftete. Die Röthe der verleg'nen Scham färbte Esther's jedoch kein so ehrenvoller Rückzug vorbehalten. Von den kehrte aber, da er nichts in Unordnung fand, und auch kein Wangen, doch ihre Lippen waren ebenso stumm, als ihr rüftigsten Knechten des Konvents verfolgt, sprang er links Geräusch hörte, unzufrieden zurück.- Wenn Ihr doch Herz, fast hörbar pochend, eine laute Sprache führte.und rechts, geschmeidig wie ein Aal durch die Straßen und schwarz würdet, lüderliches Volk!" brummite er: bei Euch" Geh' zu Bette mein Kind," redete ihr der Vater zu.„ Der die gaffenden Pöbelhaufen, die sich noch in so später Nacht haben wir die kostbare Zeit verloren, und wer weiß, was heilige Gott segne Deinen Schlaf, wie ben der frommen Reim Freien befanden. Gern hätte er sich in einen Haus- indessen daheim vorgefallen ist."" Heraus, Bruder! ich bekka, und Lilis bleibe fern von Dir."- Esther, schmerzlich gang geworfen, allein allenthalben waren die Thüren ver- habe ihn!" schrie ein vor dem Hause als Wache zurück bewegt, so schnell von dem wiedergefundenen Freunde scheiden fchloffen. Endlich gewahrte er, an einem Hause hinlaufend, gebliebener Knecht, der einen harmlos vorüberstreichenden zu müssen, und dennoch halb froh, aus seiner ihr beiderin dem Erdgeschosse desselben Licht, erwischte, um die Ecke Fastnachtsnarren, seines Abwehrens ungeachtet, aufgegriffen feitiges Geheimniß bedrohenden Nähe zu kommen, neigte sich stürzend, einen zu der Thür heraustretenden Menschen, hatte. Die ganze Rotte stürmte auch hinaus, versammelte verschämt vor Dagobert, der den Gruß wortlos erwiderte, welcher bedächtig hinter sich zuschließen wollte, beim Kragen fich um den Bitternden, der in seiner Betroffenheit aus und verschwand in die Kammer. ,, Ruht jetzt aus, werther und schleuderte ihn mit Riesentraft den Nachseßenden fah, als hätte er irgend etwas übles verschuldet, und Herr!" jagte Ben David, und lud den Jüngling ein, auf in die Arme. Während nun die Letzteren den ihnen in schleppte ihn hohnlachend hinweg nach dem Kloster, theils dem Polstersize Platz zu nehmen:„ Der Zufall hat mir die Hände Laufenden aufhielten, befragten und dieser ihnen in der Meinung, sie hätten den Rechten erwischt, theils gedient, da er mich ließ in etwas vergelten, was Ihr an nichts zu erzählen wußte, da er den, der ihn um die Ecke aber auch, um nur nicht ohne Beute von ihrem Heldenzuge mir gethan. Besonders ist mein Herz freudig, da Ihr geworfen, nicht einmal gesehen hatte, machte sich Dagobert heimzukehren. gewiß nichts gethan, das wirklich gescholten werden könnte, eilends in die Unterstube, wo er noch zwei Menschen, einen Bon Ungeduld und Erschöpfung gepeinigt, lag, das böse. Ihr seid ein Vertrauter des Herzogs, und der edle Mann und ein Frauenbild, fand. Helft!" rief er ängst Ende des Vorgangs abzuwarten, Dagobert auf der Erde, Mann kann nur haben Edle in seinem Vertrauen. Bedürft lich dem Manne zu: ich bin des Teufels, wenn sie mich als Ben David mit der Kerze in der Hand vor ihn trat Ihr das Geringste, so wendet Euch an mich. Was ein erwischen!" und ohne eine Antwort abzuwarten, schlüpfte und ihm anzeigte, daß die Gefahr vorüber sei. Als der Ver- armer Jude thun kann, Euch zu gefallen, soll geschehen." er in die offenstehende Kammer, und fauerte sich unter das folgte aus seinem Schlupfwinkel troch und die Larve vom- Dagobert wich allen Fragen aus, die Ben David mit darin stehende Bette, dessen lange Vorhänge jede Spur Gesichte nahm, erstaunte er nicht wenig, in Ben David den der geschickten Neugier seines Volkes ihm stellte, um den von ihm verbargen. Der unerwartete Anblick des Ver- Juden zu erkennen, den er beim Herzog eingeführt hatte. Sergang des Abenteuers dieser Nacht zu erforschen; das mummten hatte die Bewohner der Stube in keine geringe Dienst gegen Dienst!" sagte Ben David zu dem jungen lettere Anerbieten wies er jedoch nicht förmlich von sich, Bestürzung versetzt; doch war stillschweigend ihr Entschluß Manne, dessen Gesicht, obgleich verstört aus der Narren- um sich die Möglichkeit, in Ben Davids Haus wiederzu gefaßt, ehe noch die Verfolger in die Stube drangen. kleidung schauend, ihm wohl erinnerlich war: Jhr scheint tehren, nicht zu rauben. Er verplauderte eine geringe Weile Um des Gottes Abrahams und Jakobs willen!" seufzte große Angst ausgestanden zu haben. Verfolger und Ver- mit Esthers Bater, und verließ ihn endlich mit dem Ber der Mann, den die Knechte beim Fittich hereinzogen:" lieb räther find ferne. Genießt ein Glas Wein, wenn es Euch sprechen, ihn wiederzusehen. Du wirst doch nicht?" stüsterte wertheſter Gastfreund! Wollt Ihr mir nicht bezeugen, daß nicht Etel macht, von einem Juden die Erquidung anzu ein Verstand. Ach! ich fürchte, Du wirst!" entgegnete ich bin der Eliefer, der Sohn des langen Schmuls, der nehmen. Esther! aus der geschliffenen Flasche dort in der sein Herz, und zerrissen von Ueberraschung, Wonne und gewesen ist ein Leibarzt bei des Markgrafen Hoheit zu Ede!"- Dieser Name schlug betäubend an des Jüngs Pein langte er in seiner Herberge an, woselbst er sich aufs Baden? Berdiene ich nicht redlich mein Brot durch Handel lings Ohr, der sich willenlos in die größere Stube ziehen Lager warf, um nicht zu schlummern. und Wandel, und weiß ich etwas von dem schlechten ließ. Sein Schreck, wenngleich ein freudiger, war noch Menschen, der mich hat umgeworfen und getreten mit betäubender, da Esther selbst in der Blüthe ihrer Schönheit " ( Fortsetzung folgt.) eien haben sich noch Redner von außerhalb kommen laffen. So demokratie in Sachsen in einer für die Gegner geradezu unheim- den " stelligen?, 4 thehen. Dies suchen sie namentlich dadurch zu bewerks aß sie in der Presse die trasfesten Unwahrheiten gegen Es wird dieser Rührigkeit unserer Gegner auch wir Sozialdemokraten in nicht in unserer Absicht gelegen," Blumen zu pfdie uns zuhalten und bitb ersucht, den Zuzug von Freiburg ferns " agitirt für den Nationalliberalen Uebel, der felbft lichen Weise zu. die Gabe der freien freien Rede Rede nicht besitzt, und daher die Streifenden schreiben, indem sie dieselben als Räuber und fein Programm" ablesen muß, der bekannte Pro Aus Breslau wird uns von parteigenössischer Seite be- Diebe darstellen. Die Freiburger Zeitungen leisten hierzu fessor und Reichstage- Abgeordnete Hasse aus Leipzig, richtigend mitgetheilt, daß der Stadtverordnete Seilberg, der den Unternehmern die niedrigsten Handlangerdienste, indem sie sowie der Generalsekretär der nationalliberalen Partei fürzlich im Stadtbause den Antrag auf Erweiterung des die Lügenberichte derselben berettwilligst veröffentlichen, dagegen Herr Pazig. Für den Antisemiten Schubert sind die Herren Gemeinde- Wahlrechts gestellt hatte, nicht Sozialdemokrat, sondern die Berichte der Streikenden zurückiveisen. Ullrich und Liebermann von Sonnenberg auf dem ein Freifinniger ist. Der„ Brest. Morgen- Zeitung", welche diesen Auch die Freiburger Polizei steht auf Seiten der Ars Blane erschienen, und auch die Freisinnigen haben nach Mög: unsern Irrthum in einer wißig sein sollenden Notiz gegen uns aus beitgeber; Tag und Nacht werden die Bauplätze bewacht. lichkeit für ihren Kandidaten Propaganda gemacht. Daß bei zuschlachten sucht, geben wir die Versicherung, daß es gewiß die Streifenden um moralische und materielle bezug auf Agitation unsere Schuldigkeit gethan haben, ist wohl nicht gehören und noch dazu von dem so spärlich mit Blumen Unterstützung. felbstverständlich. Die Versammlungen, welche unser Kandidat, Gen. bedeckten Stoppelfelde der sogenannten Freisinnigen. So herzlos Wir ersuchen alle arbeiterfreundlichen Blätter um Abdruck Gerisch durch den ganzen Wahlkreis hindurch abgehalten hat, sind wir nicht! Der Irrthum unsererseits war eben gerade darum diefer Zeilen. waren außerordentlich zahlreich besucht und vom besten Geiste um so verzeihlicher, als wir derartige freiheitliche Anwandlungen Das Streittomitee. befeelt. Bu wahren Völkerwanderungen gestalteten sich jedoch die von den Freifinnigen" schon längst nicht mehr gewöhnt sind. J. A.: J. Häuse I, Schriftführer, Weberstr. 16, Versammlungen, welche die Genossen Singer und Bebel am Ein blindes Hubn findet eben auch einmal ein Körnchen. Den vergangenen Sonntag, ersterer in Delsnit und Pausa, Antrag selbst heißen wir nichtsdestoweniger, gleichviel ob er von lezterer in Markneukirchen und Adorf, sämmtlich freisinniger Seite oder unseren Genoffen ausgeht, als zeitgemäß 1. April ununterbrochen fort. Die Unterſtügungen sind bis jetzt, unter freiem Himmel, abgehalten haben. Von weiten Entwillkommen und knüpfen nur daran noch die Bemerkung, troß der geradezu unglaublichen Arbeitslosigkeit, welche augenfernungen her waren die Landleute gekommen, und auch der daß er eben noch lange nicht weitgehend genug blicklich im Steinſeggewerbe herrscht, zur Genüge eingelaufen; größte Saal wäre nicht im stande gewesen, diese Menschen ist. Dieser lettere Umstand hätte uns allerdings noch am ehesten außerdem ist in sämmtlichen Verbandsfilialen beschlossen worden, massen, die alle Wege und Straßen füllten, aufzunehmen. Ein wie vor dem Irrthum bewahren können, es mit einem sozial- den Streit bis aufs Aeußerste durchzuführen. G3 haben sich in großes Intereffe die ländliche Bevölkerung unseren Lehren entgegen- demokratischen Antrage zu thun zu haben. Daß wir den Wasser- der ganzen langen Zeit nur sieben Streitbrecher( Stettiner) bringt, zeigte sich auch gelegentlich einer Versammlung, die fuppenantrag für einen von sozialdemokratischer Seite ausgehend gefunden, während von auswärts zwei Mann zugereist find, am vergangenen Montag Abend in dem Dorfe Lauterbach ab- angesehen, das bedauern wir und bitten deshalb nicht die Frei welche jedoch nach Jukenntnißsegung sofort wieder abdampften. gehalten wurde. Das Wetter war falt und stürmisch geworden, sinnigen, die sich dadurch höchstens geschmeichelt fühlen können, Den Unternehmern brennt das Feuer bereits auf den Nägeln so daß es fast unmöglich schien, eine Versammlung im Freien sondern nur unsere Parteigenossen um Verzeihung. und bemühen sich dieselben aufs eifrigste, durch verlockende abzuhalten. Troydem erschien die Bevölkerung Lauterbachs so Annoncen Arbeitskräfte von Auswärts heran zu ziehen. Wenn zahlreich, daß der zur Verfügung stehende Garten gefüllt wurde, Oeffentlicher Umzug oder Spaziergang? Am ver- irgend möglich, ersuchen wir die Streifenden materiell zu unterund die Leute hielten auch aus, als ein Regenschauer nach dem gangenen Sonntag machte eine Anzahl Hamburger Partei: stüßen( Adresse: C. Ortmann, Stettin, Deutsche Straße 36); andern herunterprasselte und folgten dem Vortrage unseres Ge- genossen mit einem Arbeiter- Gesangverein einen Ausflug nach vor allen Dingen bitten wir jedoch sämmtliche Genossen nossen Gerisch mit gespanntester Aufmerksamkeit, zum Schluß Neugraben. Dieselben marschirten vollkommen regellos, in des Baufaches, für Fernhaltung des Zuzuges ihre Zustimmung durch lauten Beifall und Hochrufe erkennen gebend. fleinen Truppe die Landstraße entlang; dabei wurden einige au forgen. Welches Resultat die heutige Wahl zunächst ergeben wird, ist Lieder angestimmt. Als die Ausflügler in den Gasthof von Alle Arbeiterblätter werden um baldigsten Abbruck gebeten. wegen der im gegnerischen Lager eingetretenen Spaltungen halber altenberg einzogen, wurden fie empfangen vom Der Buchdruckerstreik in Brünn ist nach kurzem Kampfe schwer vorherzusagen. Während der hiesige Zweigverein des Gendarmen. Der Ordner" wurde notirt und es wird nun wohl Bundes der Landwirthe beschlossen hatte, für Herrn Uebel ein- ein hochnothpeinliches Verfahren eintreten wegen Veranstaltung 3u gunsten der Arbeiter beendet. zutreten, hat gestern das Bundespräsidium eine Bekanntmachung eines öffentlichen Umzuges". Nach Auffassung des Gesetzes- Der Streit der Maurer in Schwebt a. D. dauert, erlassen, nach welcher die Mitglieder des Bundes der Landwirthe büters sei derjenige der Ordner", der den Sängern den Ton trok der gegentheiligen Meldung der bürgerlichen Presse unvers angewiesen werden, für Herrn Schubert zu stimmen. Trotzdem angegeben. Wahrlich, es wird immer schöner in der großen ändert fort. Die streitenden Arbeiter ersuchen deshalb ihre dürfte eine Stichwahl zwischen Uebel und unserem Genossen deutschen Kinderstube und es sollte uns gar nicht allzu sehr Stollegen allerwärts, den Lockungen der Meister durch ZeitungsGerisch wahrscheinlich sein. Wunder nehmen, wenn demnächst der gemeinsame Ausflug einer inserate nicht Folge zu leisten. Alle Arbeiterblätter werden um etwas vieltöpfigen Familie als ein öffentlicher Umzug" Abdruck dieser Notiz gebeten. verboten würde. ristene " " " Dem steht aber die Thatsache entgegen, daß die Burger Ünternehmer in den Kreisblättern Sa chens und Thüringens fort Das Gegentheil geht auch aus einem Schreiben hervor, welches gesezt Arbeiter suchen, denen sie natürlich hohe Löhne versprechen. der Magdeburger Voltsstimme" aus Burg zugeht und welches lautet: Im sechsten Schleswig- Holsteinschen Neichstage- Wahlfreise herrscht ebenfalls die regste Thätigkeit. Die Kandidaten Der Schuhmacherstreik in Burg dauert fort. Die Vers aller Parteien find jetzt daran, ihre Kandidatenreden zu halten. GI auch auer Stadtrathes die Mitglieder des dortigen Gesang nosse Bock, mit den Fabrikanten gepflogen, find bekanntlich Staatsgefährliche Sangesbrüder sind nach Ansicht des handlungen, die der Borsigende des Schuhmacherverbandes, Ge Die Freifinnigen, sowie die Nationalliberalen sind sich bewußt, welch schlechte und unhaltbare Grundfäße sie vertreten; sie dulden vereins Vorwärts." Der Vorstand dieses wie wir bereits refultatios verlaufen. Der Vorschlag Bod's: Es solle tein deshalb nicht, daß Diskussionen stattfinden. Am Sonnabend Am Sonnabend mittheilten zu einem politiſchen" gestempelten Vereins Fabrikant gebunden sein, die Arbeiter, mit welchen fie vor denz sprach der freisinnige Rektor Kopsch in Horst. Der Herr erhielt folgendes Schreiben zugestellt: Streit Zwist gehabt, anzunehmen; jeder Fabrikant solle sich aus mag ein ganz guter Lehrer sein und sich mit Gifer seinem Beruf " Dem Gesangverein" Vorwärts" dürfen nur dispositions- der Bahl der Streifenden seine Arbeiter wählen, aber erst gewidmet haben, und zwar mit solchem Eifer, daß er niemals fähige Personen angehören. Es wird Ihnen deshalb aufgegeben, nur dann fremde Arbeitskräfte engagiren, wenn keine Streifenden Seit gehabt hat, sich um andere Dinge zu fümmern, als in§ 2 der zurückfolgenden Statuten das beitrittsfähige Alter in mehr vorhanden sind, wurde von den Fabrikanten schroff abum die, über welche er in der Schule zu unterrichten Statut wieder einzureichen, ferner binnen gleicher Frist Namen gemacht. Nach den Berichten der gegnerischen Blätter wäre der 21" Jahre umzuändern, binnen einer Woche das abgeänderte gelehnt. Nicht das geringste Zugeständniß wird von jener Seite bat. Ueber welch geradezu staunenerregende Unkenntniß in und Wohnung fämmtlicher Vorstandsmitglieder anher anzuzeigen. Streit beendet oder das Ende zu Üngunsten der Arbeiter gewiß. wirthschaftlichen und parteipolitischen Dingen er verfügt, mögen folgende Beispiele beweisen. In seinem Vor- Jede Zuwiderhandlung gegen vorstehende Anordnungen wird trage hatte er behauptet, daß es unrichtig sei, wenn die Sosial- mit 30 M. event. 10 Tagen Haft bestraft. demokraten behaupten, das Großkapital werde die Kleinbetriebe schlagnahmt worden und können deshalb nicht wieder zurückDie Lieder Ihres Vereins find f. 3. als Beweismittel be: vernichten, denn sehr viele Produkte des Handwerks könnten gar gegeben werden. nicht im Großbetriebe hergestellt werden. Moltenbuhr Der Stadrath. ihn bat, einige von diesen Handwerken zu nennen, erklärte er, ( gez.) Hindelmann." er fei der Sohn eines Schuhmachers und wisse daher sehr genau, sehr wacklich sein, wenn man schon fürchten muß, sie durch die Unsere vortreffliche Gesellschaftsordnung muß doch etwas daß nicht alle Leute gleiche Füße haben; das könnten die Sozial- Grundtöne des Basses ins Wanten gebracht zu sehen. demokraten auch in ihrem Zukunftsstaat nicht ändern. So lange als nicht alle Füße gleich sind, set aber Großproduktion und Jericho! fabrikmäßige Herstellung von Schuhwaaren ausgeschlossen. Diese pyramidale Weisheit scheint den Freisinnigen selbst unter der Kritik zu sein, denn sie gestatten in allen ihren Versammlungen, wie schon oben erwähnt, feine Diskussion. Sie sind blatt" zugestellt. darin den Antisemiten und Nationalliberalen weit über; diefe wahren hie und da den politischen Anstand doch wenigstens in soweit, als sie den angegriffenen Gegner allerdings auch nicht überall zum Wort kommen lassen. In Pinnes berg, wo derselbe freisinnige Herr Lehrer noch am gleichen Zage sprach, verlangte Genosse Frohme vergblich das Wort. In Lockstedt präsentirte fich am 18. d. M. der Kandidat der nationalliberalen Partei Herr Margarinefabrikant Mohr, während in Segeberg der antisemitische Kandidat Raab sich den Wählern vorstellte. Ueberall in den gegnerischen Versammlungen find die Genossen anwesend, um in der Diskussion Gelegenheit zu nehmen, die Schauermärchen, die dort über die Sozialdemokratie erzählt werden, ins rechte Licht zu stellen. vom " " 1 Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Armes macher dauert fort. Die Fabrikanten richten heute an jeden Burg, den 21. Mai. Der Ausstand der hiesigen Schuhi. Der Ausstand ber bieſigen ihnen angenehmen Ausständigen das Ersuchen, sich zu melden. Gemeldet haben sich ca. 20 Kollegen. Also von ca. 600 streitenden Schuhmachern haben sich, für 5 Fabriken 20 Mann den Unternehmern zur Verfügung gestellt. Dieselben gehören nicht Eine fünfte Anklage wurde dem Fächf. Bolts- der Organisation an. Zuzug von außerhalb ist wenig zu ver Soziale Leberlicht.veebenbubler ein Schnippchen geſchlagen hat. Die konAchtung, Brauerei- Arbeiter! Die Unterstüßung beträgt pro Tag: 1. für Ledige 1 M., 2. für Verheiratbete 1,50 M., 3. für Verheirathete mit drei Kindern und zeichnen. Die Bahnhöfe werden von den Fabrikanten und der Polizei, sowie selbstverständlich auch von den Ausständigen be= fetzt, und wer einen Fremden erwischt, freut sich, daß er seinem der Bahnbillets fragen oft Fremde nach ihrem Stande. Und wenn sie in Erfahrung gebracht, daß in dem Lokal von J. Die Unterstüßung der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter wird welche sich im Wartesaal 1. und 2. Klasse aufhalten. sie Schuhmacher find, so senden sie dieselben zu den Fabrikanten, bezahlt. Für die vor dem 13. b. M. Ausgesperrten wird die Fabrikanten steht die Polizei zur Seite und läßt, ofal von 3. 23 iedemann, Blumenstr. 38, So geht der Kampf immer noch„ gemüthlich" zu. Aber den Unterstützung vom 21. d. M. ab, für die am 16. d. M. und wenn es irgend angeht, feinen Fremden mit den Ausständigen später Ausgesperrten vom 28. d. M. ab ausbezahlt. zufammenkommen. Im Namen des Gesetzes werden Streifende aufgefordert, den Platz zu räumen, und wer nicht folgt, wird notirt und bekommt ein Strafmandat von 3 M. oder wird( wie Kapital und Staatsgewalt vereinigt. Aber trotzdem lassen sich dies heute geschehen) eingelocht. Man sieht also hier wieder reißen. Die Haltung der Ausgesperrten ist eine musterhafte. Am die Ausgesperrten auf keinen Fall zu Gewaltthätigkeiten hinheutigen Zage beabsichtigten die Fabrikanten einen Hauptangriff gegen unsere Organisation. Aber derfelbe prallte an der Standbehaftigkeit der Streifenden ab. Nur noch furze Zeit, Kollegen Kreisen der selbständigen Schuhmacher, besonders der Junungs haftigkeit der Streifenden ab. Nur noch furze Zeit, Kollegen und Kolleginnen, und die Fabrikanten geben nach. In den meister, erregt das Vorgehen des Herrn Tack Aufsehen. Er stellt Nichtschuhmacher in seiner Fabrit ein und liefert fomit den Beweis, daß die Maschinen durch ungelernte Arbeiter bedient noch weiter geschädigt und beseitigt wird, daß der Großbetrieb werden können, wodurch das ehrfame Schuhmacher- Handwerk" die fleinen Schuhmacher zu Boden schlägt, alle Innungs privilegien nichts nugen. So bringt Herr Tack die Kleinmeister zur Erkenntniß und das hiesige" Amtsblatt" leistet Hilfe. So mehr 2 M. ist's gut. Ju bezug auf die strengere Sandhabung des gemeinen Rechts" find die Genossen in Sachsen schon Die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter erhalten eine Kontroll fühne Stücklein gewohnt und immer neue schier unglaubliche tarte und find verpflichtet, jeden zweiten Tag nach Empfang Dinge tann man darüber lesen. So hat das sächsische Ober- nahme der Unterstützung mit der Kontrollkarte und ihrem landesgericht, der oberste Gerichtshof in Sachsen, in seiner Sigung Quittungsbuche der betreffenden Organisation in dem oben bebehörden, wonach es strafbar sein soll, wenn durch Inserate der Dauer ihrer Kündigungsfrist von Seiten der Arbeitgeber bezahlt 15. Mai den Auslegungen der niederen Verwaltungs- nannten Lokal zu erscheinen. Für Brauerei- Arbeiter, denen die Beginn einer Versammlung etwas früher angegeben ist, ale in worden ist, besteht eine achttägige Wartezeit. Ferner der polizeilichen Anzeige, zugestimmt und damit Gefeßestraft machen wir bekannt, daß das Bureau von Vormittags 9-12 Uhr verliehen. In der langathmigen Begründung dieses monströsen und Nachmittags von 2-5 Uhr geöffnet ist. Gleichzeitig ist mit Urtheils heißt es u. a., daß durch das frühere Ginberufen dem Bureau der Arbeitsnachweis für Brauer und Brauerei einer Versammlung, als der Behörde angezeigt ist, der Hilfsarbeiter verbunden und werden die Brauereibesizer resp. Ungefeßlichkeit Thür und Thor geöffnet werde. Gs Leiter der Betriebe, welche die Bedingungen der Boykott bestehe die Gefahr, daß, wenn auch auf noch so turze fommission anerkannt haben, aufgefordert, bei Einstellung von Zeit, die Versammelten ohne polizeiliche Aufsicht blieben, Reden Arbeitern nur diesen Arbeitsnachweis zu benußen. Die Ausgabe gehalten und Beschlüsse gefaßt werden könnten. A1090 von Sammellisten, Ablieferung derselben, die Abgabe der 10 pt. Die Sächs. Arb.- 3tg." bemerkt zu dem Urtheil: Daß die Unterſtützung der in Arbeit stehenden organisirten Brauerei Einladung einer Versammlung zu einem etwas früheren Zeit- Arbeiter wird gleichfalls von der unterzeichneten Kommission ge= Wie Zufriedenheitserklärungen zu ftande kommen, puntte nicht nicht zu Ungefeßlichkeiten und Unzuträglichkeiten regelt. Sollten seitens der Brauereibefizer bei Einziehung der zeigte sich auch bei dem gegenwärtigen Brauerstreit in Braunführt, beweist die Erfahrung und besagt der gesunde 10 pet. Unterstüßung Schwierigkeiten bereitet werden, so empfiehlt ich weig. Dort hatte man bekanntlich 155„ Gutgesinnte" Menschenverstand. Wenn das Oberlandesgericht solches trotz- die Kommission den in Arbeit stehenden Brauerei- Arbeitern, zusammengetrommelt, die durch Zufriedenheitserklärungen eine dem für ungefeßlich erklärt, so beweist das nur, daß unser direkt mit der Rommission abzurechnen. Mohrenwäsche an ihren Arbeitgebern vornahmen. Sie erklärten, Gerichtswesen durch und durch polizistisch durchtränkt ist. Reat Die Ausgesperrten werden dringend ersucht, für die stritte daß sie mit den Löhnen und den bisherigen Verhältniffen volltionär genug ist unsere Vereins- und Versammlungs- Gesetzgebung Durchführung des Boykotts zu wirken, damit keinem Ginzigen der kommen zufrieden seien und baten um ihre Wiedereinstellung. an sich, aber unseren Oberlandesrichtern noch lange nicht reaktionär Vorwurf der Lässigkeit gemacht werden kann. In einem Inserat der Landesztg." nehmen nun 20 dergenug, fie verstehen es, durch Urtheile wie das obige das geringe Achtung, Parteigenossen! Durch Beschluß der kombinirten felben durch Namensunterschrift ihre früheren Unterschriften Maß der Bewegungsfreiheit, das noch geblieben ist, noch zu ver- Kommission der Brauereiarbeiter sind die Sammellisten der zurück und erklären sich mit den Ausgesperrten folimindern, während dem die Polizei sich der weitgehendsten Für Böttcher einzuziehen und an die unterzeichnete Kommission ab- darisch, da sie nicht gewußt hätten, welchen Zweck die daforge erfreut. zuliefern. An Stelle dieser Listen werden Sammellisten der malige Liste mit den Unterschriften gehabt habe. In einem Aus allen Theilen Sachsen 3 werden dieselben ausgesperrten Brauereiarbeiter Berlins und Umgegend" mit dem zweiten Inserat erklären drei Böttcher, daß ihre Unterschrift in Klagen laut über die behördlichen Uebergriffe. Dem Chemnitzer Gewerkschaftskommissions- Stempel versehen, ausgegeben. Die der Annonce am 17. d. M. in der Braunschw. Landesztg." Beobachter" wird aus 3s chopau geschrieben: Bei uns macht durch diese Liſten aufgebrachten Gelder werden gleichmäßig an ohne ihren Willen erfolgt ist. Wohl seien sie in ein sich der neue Kurs sehr bemerklich und namentlich bei der Mai- alle Ausgesperrten, gleichgiltig ob Böttcher, Brauer oder Hilfs Lotale gewesen, wohin sie bestellt waren und wo ein Formul feier bagelte es Verbote. Zunächst wurde eine Volksversammlung arbeiter vertheilt. ausliegen sollte. Sie hätten aber daselbst weder ein Formular auf grund ber§§ 5 und 12 des Vereinsgefeges verboten. Alš noch sonst jemanden gesehen. Man sieht, das Muster, nach dann der Volksbildungsverein eine öffentliche Maifeier anmeldete, welchem die Zufriedenheitserklärungen zusammengeschmiedet wer wurde diese ebenfalls verboten mit der Motivirung: Ein Verein den, ist überall das gleiche, in Braunschweig, wie in tönne teine öffentliche Feier veranstalten. Darauf meldete der Berlin. Bergolder! Wir ersuchen diejenigen Vertrauensleute, die genannte Verein eine Abendunterhaltung an, bestehendin Rouplets, Vorträgen, lebenden Bildern und darauffolgendem Tanz wie möglich, spätestens in 14 Tagen nach dieser Bekanntgabe, in ruft mit Emphase die" Badische Baugewerts 3tg." Im Jahre noch im Besitz von Sammellisten zum Streifionds sind, so bald Was unsere Fabrikanten für ihre Arbeiter thun! chen. Gäste hatten Zutritt. Das ließ sich nun schlechterdings nicht den Zahlstellen oder bei W. Schütte, Schlesischestr. 36, S. 1 r., 1892 sind ausgegeben worden für die Krankenkassen 132 Millionen verbieten; dagegen wurde ausdrücklich betont: die sämmtlichen Vor- abzurechnen. Sollte dies nicht geschehen, so müssen wir nach Mart, für Unfallversicherung 68 Millionen Mart, für Invalidität träge dürften feinen politischen Inhalt haben. Wenn man nun Ablauf dieser Frist die Namen der Inhaber noch nicht abge- 108 millionen Mart, zusammen 308 Millionen Mark! Diese berücksichtigt, daß alles, was mit der Maifeier zusammenhängt, in den Augen der Behörde politisch ist, kann man sich ein Bild lieferter Listen bekanntgeben. Beträge sind zum weitaus größten Theile von den Arbeitgebern von dem machen, was alles nicht vorgetragen werden durfte A aufgebracht worden nachdem, möchten wir hinzufügen, ste Die nicht politische Maifeier war aber doch außerordentlich stark zuvor den Unternehmern von den Arbeitern verdient" besucht. Am 3: Mai wollte der Verein nun in einer Vereins- leber den Stand des Freiburger Maurerstreiks wird worden sind. versammlung über die Maiforderungen sprechen laffen. Am uns berichtet, daß derselbe unverändert fortdauert. Die Stellung 2. Mai Vormittags wurde sie genehmigt Nachmittags wieder nahme der Arbeitgeber wird immer unverschämter und gebäffiger; verboten. Gegen alle diese Verbote ist Beschwerde geführt." sie wenden alle möglichen Mittel an, um die Arbeiterschaft, so. Troy dieser Unterdrückungsmaßregeln aber nimmt die Sozial wie die gesammten Einwohner Freiburgs gegen die Streifens Die Agitationstommission der Brauer und Brauerei hilfsarbeiter, Blumenstraße 38. Die Agitations tommission. J. A.: W. Schütte. legten 700 Behilfen die Arbeit nieder. Ju den Schuhwaarenfabriken von Ropenhagen Für den Inhalt der Inierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 24. Mai. Opernhaus. Die verkaufte Braut. Schauspielhaus. Ein Sommernachtstraum. Deutsches Theater. Senator. Der Herr Berliner Theater. Das Glas Wasser. Leffing Theater. Madame Sans Gêne. O Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der luftige Krieg. Residenz- Theater. Dekorirt. Central- Theater. Der Traum des Aktionärs. asse age- Panopticum Unserem Genossen und Pfeifenbruder Emil Hoffmann 500 Sehenswürdigkeiten von 9 Uhr früh bis zu seinem heutigen Wiegenfeste ein drei10 Uhr Abends u. a.: Blaue Grotte, historische Dioramen, Illusionen etc. Im Theatersaal v. 6 Uhr ab: Spezialitäten- Vorstellung Ganz neues Programm! Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Castan's Panoptikum. Weu: Das Mene Tekel. Sonderb. u. geheimnissv. spiritistische Produktion. Neu: Adolph Ernst- Theater. Charley's Der 13 jährige Riese. Tante. Vorher: Die Bajazzi. Alexanderplatz Theater. Demimonde. National Theater. Brochnow's Des Meeres Ball- u. Spezialitätenund der Liebe Wellen oder: Hero und Leander. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Farfarello. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Etablissement Sebastianstr. 39. Täglich fach donnerndes Hoch!!! vom Rauchklub ,, Eiserne Pfeife". Oeffentliche Versammlung der Brauerei- Arbeiter Berlins und Umg. 918b Emil, halte fest! am Freitag, den 25. Mai, Abends 8 Uhr, Unserem Vorsitzenden u. Pfropfenbruder in den ,, Konkordia- Festsälen", Andreas- Straße Nr. 64. Wilhelm Neumann Lages- Ordnung: 1. Unternehmergewinn und Arbeitslöhne in den Brauereibetrieben. zu seinem heutigen Wiegenfeste ein drei- Referent: Hermann Faber. 2. Diskussion. 3. Besprechung über den gegründeten mal donnerndes Hoch! Arbeitsnachweis. Der Einberufer. Der Pfropfenverein Wedding. Fehlst Du, das ist noch nicht dagewesen. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 23. Mai unser einziger lieber Sohn Georg nach kurzem, aber schwerem Leiden ver424b schieden ist. Rigdorf, den 23. Mai 1894. Hugo Schönfeld nebst Frau. Die Beerdigung findet am Sonntag Nachm. 4 Uhr von der Leichenhalle des alt. Jakobikirchhofs( Rollkrug) aus statt. Ich warne Jeden, meinem Sohne Gustav Bork auf meinem Namen zu borgen, da ich für nichts aufkomme. 921b Hermann Bork. Ehrenerklärung. Die gegen Frau Mehlhorn ausgesprochene Beleidigung nehme ich hiermit zurück, da ich die Thatsachen nicht Entschuldigung. Frau Reimann. Reichshallen Theater. Spezialitäten Spezialitätenvorstellung bevejen fann, und bitte deshalb um Vorstellung. Apollo Theater. Die verkehrte Welt. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. Adolph Ernst- Theater. Heute: Charley's Tante. von nur Künstlern I. Ranges. Anfang der Vorstellung: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Freie Volksbühne. Am Sonntag, den 27. Mai, findet für die V. Abtheilung eine Vorstellung im ,, Leffing- Theater" statt. Zur Aufführung gelangt: Die Krenzlschreiber. I Bauernposse in 3 Atten von 2. Anzengruber. Beginn der Verloosung 11/2 Uhr, der Vorstellung 22 Uhr. Zu dieser Vorstellung ist der Beitrag für den Monat Juni zahlen. Spielplan für den Monat Juni- Juli: Am Sonntag, den 3. Juni, für die I. Abtheilung. " " " 10. 17. " " II. III. " " " " " H " " " " 24. 1. Juli, " " IV. V. stellung beginnt um 21½ Uhr. Die Vorstellungen finden im National- Thenter statt. Die Bor stellung beginnt um 2/2 Uhr. Zur Aufführung gelangt: Das Fest auf der Bastille. Schauspiel in 3 Akten von Franz Held. Besetzung: Marquis de Launay Fr. Basil( Deutsches Theater); Celia, Henny Schmidt( National Theater); Paul, Julius Wessels( Deutsches Theater); Camille Thuriot, Bernhard Vorwerk( Lessing- Theater); René Thuriot, Wochentags 8 Uhr. Entree 20 P. Sozialdemokrat. Verein für Hermann Rhode- Ebeling( National- Theater); Asselin, Robert Janson( StadtJin großen Saale: 411L* BALL. G. Brochnow. Noack's Schwant in 3 Urt. v. Brandon Thomas. Sommer- Theater. Borher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jaco son. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. National- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Brunnenstrasse 16. Täglich: Großes Konzert, Theater- und SpezialitätenVorstellung. Anfang des Konzerts 6 Uhr, der stellung 7 Uhr. Stralau- Rummelsburg und Umgegend. Sonnabend, d. 26. Mai, Abds. 81/2 Uhr, im Lokale d. Hrn. Gursch, Stralau 5. = V Theater in Riga); Jaques Béquaro, Paul Panli( Viktoria Theater); Abbé Leroy, Hermann Paris( Viktoria Theater); Ein Arbeiter, Hans Hohenstein ( Urania- Theater); De Withe, Dir. Max Samst( National- Theater); Rudi von der Flühe, Emil Wittig. Der Vorstand der Freien Volksbühne. 85/10 J. A.: Julius Türk. O., Blumenstr. 21. Deffentliche Versammlung. Freie Vereinigung der Getreideträger und Speicherarbeiter. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Kiesel über„ Die Chartistenbewegung". 2. Diskussion. Gäste willkommen. 110/10 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Bor- Kranken- Unterstügungsverein Die Kaffeeküche iß geöffnet. der Tabak- Arbeiter Achtung Restaurateure! Des Meeres und der Liebe Wellen Brauerei Müggelschlößchen. oder: Keine Ring- Brauerei. Mit heutigem Tage übernehme ich den Bertrieb des vorzüglichen Versand: Bieres zu Tagespreifen à 21 M. int!. Telephon Amt IV No. 916. Heround Leander. Trauerspiel in 5 Atten von Franz Grillparzer. Regie: May Sam st. Raffeneröffnung 51/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. 213L Auf der Sommerbühne Aufführung von ,, Vom Viehhof bis zu den Menschenfressern", Große Posse mit Gesang und Tanz. Vor, zwischen und nach der Posse Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Kaffenöffnung 51/2 Uhr. Morgen: Die Ahnfrau. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Gastspiel Emil Thomas. Donnerstag, den 23. Mai 1894: * Der Traum des Aktionärs. Dramatisches Quodlibet in drei Atten ( 5 Bildern). Doktor Peschte, Schladerik, Strigow, Geyer, Gaspard, Emil Thomas. Morgen und folgende Tage: Der Traum des Aktionärs. Rentier Blafel Victoria- Brauerei, Lühowstraße 111-112. Garten resp. Saal. Täglich ( mit Ausnahme Sonnabend 3); Stettiner Sänger Herren: Meysel, Häckel, Pietro, Britton, Eberius, Steidl, Bliemchen und Blank. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Billets im Vorverkauf à 40 Pf. und Familien- Billets( à 1 M.) für 3 Personen giltig.( Siehe Plakate.) Sh Neu! Neu! Neu! Britton als Charley's Tante. Det is ja jrade wat Scheenes. Herr Steidl. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Verk. nur Bier d. Nordsternbraueroi. Carl Trittelvitz, Falckensteinstr. 7. Tischler- Verein. Sonntag, den 27. Mai: 338/19 Herren- Fusspartie. Treffpunkt: Schlesischer Bahnhof, früh 7 Uhr 30 Minuten. Der Vorstand. Evora- Bräu 910b in vorzügl. Qualität empfiehlt in Gebinden v. 20-100 2tr. 30 Fl. 3 M. Otto Linke, Lagerhof 3. Teleph. Amt III, Nr. 404. = Ed- Destillation mit Vereinszimmer Krankhett halber sof. bill. z. verkaufen Stephanftr. 25. 9156* Achtung. Ein alter Männer- Gefangverein( M. Berlins. 330/16 Sonnabend, d. 26. Mai, Abds. 9 Uhr, bei Feind, Weinstr. 11: Versammlung. Tagesordnung: Rechnungslegung, Antrag auf Erhöhung des KrankenUnterstüßungsgeldes, Vereinsangelegen heiten. Der Vorstand. C. Butry. Zeutral Krankenkasse der Zimmerer. ( Eing. Hilfskaffe 2 Hamburg.) Verw. Charlottenburg. Sonntag, den 27. Mai, Vorm. 10 Uhr, bei Krause, Bismarckstr. 73: General- Versammlung. Tagesordnung: Stellungnahme betreffs erhöhter Kassenbeiträge. Verschiedenes. 919b Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Steindrucker und Lithographen. Am Donnerstag, den 31. Mai cr., Abends 8 Uhr, findet im Saale des Vereinshauses, Sophienstr. 1o, die erste ordentl. Generalversammlung d. A.-S.-B.) sucht für Donnerstag noch pro 1894 statt. Sämmtliche Vertreter mehrere Mitglieder. Meldungen im der Arbeitgeber sowie der Kassen- MitRestaurant Reichenbergerstr. 16. 9116* glieder werd. hierzu ergebenst eingeladen. Weißbier! 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Zur Empfehlung dieses Werkes berufen wir uns auf den Prospekt, rer fürzlich dem Vorwärts" beigelegen hat. Das Werk ist für jeden Parteigenoffen, der die Geschichte der Partei fennen will, geradezu unentbehrlich, denn alle Vorgänge in der Partei seit ihrer Gründung, ihre Beschlüsse und Aktionen, die korrespondenz der Angeklagten und des Parteiausschusses mit Genossen und Politikern im Inund Ausland- alles liegt hier gesammelt vor. Das Buch ist daher auch für jeden politisch denkenden Staatsbürger ein reichliches politisches Quellenwerk und ein Arsenal der gesammten sozialistischen und revolutionären Literatur bis in den Anfang der 70er Jahre. Ausstellung Italien in Berlin. ( Stadtbahnstation: Zoologischer Garten.) Täglich geöffnet von 10 Uhr Morgens bis 12 Uhr Nachts. Massen- Konzerte sämmtl. italien. Musikkorps darunter des Gr. italienischen Opern- Orchesters des Maestro Cap. Gialdino Gialdini, der Bersaglieri Kapelle des Maestro Giacomo Gatti, des Venezian. Serenaden Orchesters des Mobile de Malipiero, des Mandolinen- Corps des Prof. Frouth sovie des aus 45 Sängern bestehenden Opernchors des Theaters Fenice in Venedig. Ferner: Mailänder Marionetten- Theater und Venezian. Variété: c. Während des ganzen Tages 1. Abends: Gr. Venezian. Gondel- Korso. Entree 50 Pf. Lehter Stadtbahnzug Nachts 12 hr 20 Min. 1. Auftreten des Cav. Prof. Eugenio Pini, Fechtmeister der Sonnabend: fönigl. italienischen Kriegs- Marine im Säbel- u. Floret- Fechten. Meldungen zum Wettfechten werden im Bureau entgegengenommen. von 5 bis Sonntag bei günstiger Morgens ou Große Früh- Serenade 10 uhr Witterung fämmtlicher Musikkorps. Entree bis 10 Uhr 30 Pf. 000000-0-0000000 Schweizer Garten. Am Friedrichshain. Am Königsthor. Täglich: Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. Im neu Volksbelustigungen aller Art. parquettirten Saale: Täglich: Gr. Ball. Von 5-71/ 2 Uhr: Freier Damentanz. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Entree 30 Pf., Billets vorher 25 Pf. Jeden Sonntag: BALL.0000000-0-0000000 Empfehle meine 4 Säle zu Festlichkeiten u. Versammlungen gratis. Künstl. Zähne, festsitzend, unt. Garantie. Plomben 1,50. Schmerzlos. Zahnz. und 848b H. Ebert. Nervtödten 1 M. Theilzahlg. Zahnarzt Wolff, Leipzigerst. 22. Sprechst. 7-8. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pönsch in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. Bierverlag Rauscher, Svalidenstr. 30. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 117. Boykoffirk lnd: 2. Brauerei F. Happoldt. 4. Brauerei Karl Gregory, Berlin( AdlerBrauerei). 5. Vereins- Brauerei Rixdorf. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. Donnerstag, den 24. Mai 1894. # und " schrecken 11. Jahrg. die großen Verschiedenheiten darin, die in einem einheitlichen genannte Blatt, daß die Brauereibesizer gedroht hatten. Wirthschaftsgebiete wie Deutschland feine Berechtigung mehr haben, bei Nichtaufhebung des Rixdorfer Boykottbeschlusses 20 pCt. müssen beseitigt werden. Diese Verschiedenheiten bestehen besonders der Brauerei Arbeiter, und zwar diejenigen Ar1. Schultheiss- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, in Preußen. Daß zum größten Theil die Kommunen nicht befugt find, beiter, welche zu dem Vorgehen der Rixdorfer Versammlung Berlin( und Tivoli). den Wein zu besteuern, ist eine Ungerechtigkeit, weil der Wein die Veranlassung gegeben haben", zu entlassen. in Deutschland mehr oder weniger ein Lurusartikel ist. That: Schon bevor es zu dieser Entscheidung fam aber hatten die sächlich verhindert die nicht vorhandene Möglichkeit der Be- betreffenden Verbände den Generalstreit proklamirt", heißt steuerung des Weins in manchen Kommunen die Heranziehung es in dem angezogenen Artikel weiter. 3. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesell- des Biers auch innerhalb der Grenzen, welche die Reichsgesetz- Wir erklären, daß diese sämmtlichen Angaben so viel Lügen gebung gestattet. Beim Branntwein liegt die Frage auders, als Worte enthalten. Auch nicht eine einzige Zeile entspricht schaft auf Aktien, A. Knoblauch. denn der Branntwein ist ja vom Reich schon mit über 200 pt. den Thatsachen, wie unsere Leser genau wissen und wie die feines Werthes besteuert; darum muß man sehr vorsichtig sein Redaktion der Freif. 3tg." wiffen muß, wenn sie sich über die in der stärkeren Besteuerung des Branntweins. Das Bier ist in Vorgänge, über welche sie leitartikelte, überhaupt orientirt hat. der norddeutschen Brausteuergemeinschaft mit 79 Pf. für das Und dieses Blatt, das über die ausgeschlossenen Brauerei Hektoliter besteuert, während die Gemeinden es mit 65 Pf. be- arbeiter als über die unschuldigen und harmlosen Arbeiter, steuern, also nahezu ebenso hoch. Daher steht die Frage welche man auf die Straße geworjen hat", höhnt, hat dann noch höheren Besteuerung des Bieres durch die Kom die Stirne, davon zu reden, daß es die wirklichen Interessen 6. Spandauer Berg- Brauerei, vorm. C. Bech- munen in innigstem Zusammenhang mit der anderweitigen der Arbeiter vertrete." Gestaltung der Biersteuer in der norddeutschen Brau Was ist da größer, die Verlogenheit oder die Heuchelei? mann, Westend bei Charlottenburg. steuergemeinschaft, und die Herren, welche in dieser Beziehung leber Terrorismus fabelt das kapitalistische Zeitungs7: Aktien- Gesellschaft Schloss Brauerei eine Erweiterung für die Kommunen haben wollen, werden Veran- geschwister, weil die Arbeiter am legten Sonntag in richtiger laffung haben, für die Nothwendigkeit einer anderweitigen Würdigung der Thatsachen das Publikum von dem Besuche Schöneberg. Regelung der Biersteuer im Reiche einzutreten. Der Biergärten abgeredet haben, die sich noch nicht von dem Früher hatte die Frage der indirekten Steuern in den Gemeinden Ring- resp. Boykottbier emanzipirt hatten. Will man kein diese Tringlichkeit nicht wie heute und wurde nach andern Ge- anderes treffenderes Wort aus dem deutschen Sprachschaze für sichtspunkten beurtheilt; es bestand eine Abneigung gegen jede diese eminent gemeinnützige Thätigkeit anvenden mag man indirekte Besteuerung. Die Erfahrung hat aber diese volks: wirthschaftliche Theorie beseitigt. ist heute kaum unseretwegen auch noch durch andere Schauerworte den Philister Zu die Hauptsache ist, daß der Boykott zieht". daß ein bestritten, daß hoch entwickeltes Staatswesen ohne welchen gewagten Experimenten dieser Bierkampf Veranlassung der Heranziehung der indirekten Steuern, Zölle 71. Sigung vom 23. Mai 1894, 11 Uhr. giebt, geht aus folgendem hervor: Ein Parteigenosse bestellt aus Am Mimistertische: Miquel, Thielen und Kommissarien. Verbrauchsabgaben überhaupt nicht beſtehen kann, streitig" Sicherheitsgründen" in einem in der Landsberger Allee bes Auf der Tagesordnung steht die Berathung der Reso- sind nur die Grenzen. Wo der Ausgabe Etat einer GeIntionen zu dem Gesehentwurf betreffend den meinde eine weitere Anspannung der direkten Besteuerung aus- legenen Restaurant eine sogenannte Potsdamer für 25 Pfennig. Bau eines Schifffahrts- kanals vom Dortmund schließt, namentlich bei fluktuirender Bevölkerung, ist eine in be- Der Geschmack kommt ihm verdächtig vor; per Zufall gelangt er in den Keller und macht hierbei die Entdeckung, daß man Ems- Kanal bis zum Rhein. stimmten Grenzen zu haltende Besteuerung von Getränken nach ihm unzweifelhaft ein Gebräu vom Böhmischen Brau= Der Antrag der konservativen lautet: Die Staats- meiner. Ueberzeugung eine wahre Wohlthat auch für die unterſten hau 3 vorgesetzt hatte. Daß mit solchen Mittelchen operirt Volksklassen. Für diese ist eine Erhöhung der direkten Steuern regierung zu ersuchen: 1. bei Feststellung von Ranalgebühren auf die Deckung der weit drückender als eine mäßige Abgabe für ein Genußmittel, wird, ist ein klassisches Zeugniß für die Wirksamkeit des Boykotts. And dem Gewerbegericht. Dreißig Arbeitnehmer- Beisiger Berwaltungs- und Unterhaltungskosten, sowie auf eine ent- welches sie einschränken oder ganz aufgeben können.( Sehr sprechende Verzinsung der Anlagekosten Bedacht zu nehmen und richtig! rechts.) Die Noth der Dinge ist hier oft stärker als die des Gewerbegerichts haben f. 3. an den Aussch ß für Gutachten die bestehenden Kanalgebi hren einer Prüfung zu unterziehen, Gedanken und Theorien der Menschen. Im Uebrigen bin ich und Anträge bezüglich gewerblicher Fragen den Antrag ergehen um diesen Grundsay, soweit solches mit den Wirthschafts- und weit entfernt, indirekte Steuern als Regel den Gemeinden lassen, daß der am 24. Oktober vorigen Jahres zur Berathung, wollen. Ich kenne Gemeinden, 100 Verkehrsverhältnissen vereinbar ist, zur Durchführung zu bringen, auflegen zu ich gestandene Arbeitgeber- Beisitzer- Antrag, den Bundesrath zu er Stadtverordneter gegen die Einführung einer in suchen, für Schneider, Schlächter, Handels- und Gastwirthschafts2. Die Einführung von Gebühren zum Ausgleich für die Citen, welche für die Verbesserung der natürlichen Wasserstraßen bezirfen ajgewandt sind oder werden, in Erwägung zu ziehen. wäre hingegen die Einführung Bestimmungen in Gemäßheit des§ 120 e der Gewerbes Abg. Gothein( Fr. Vg.) beantragt, der Resolution folgende der indirekten Steuer eine Wohlthat. Wenn ich nun auch im Ordnung zu beseitigen, zur Ausführung gelangt." Der Vor Fassung zu geben: allgemeinen die Dringlichkeit der Sache durchaus nicht vertenue, figende des Gewerbegerichts, Herr Magistratsassessor v. Schulz so möchte ich doch glauben, daß wir die definitive Gestaltung der hat in Verfolg des von den Arbeitnehmer- Beisißern gestellten 1. Bei Feststellung von Kanalgebühren auf die Deckung der kommunalen Verhältnisse und Lasten erst werden beurtheilen Antrages die eingesetzten vier Erhebungskommissionen, bestehend Verwaltungs- und Unterhaltungskosten, sowie bei den können, wenn am 1. April die gesammten Realsteuern den Ge- aus je 2 Arbeitgebern und 2 Arbeitern, nunmehr zum schleunigen neueren den jezigen Verkehrsbedürfnissen meinden überwiesen sind und wenn die Gemeinden auf grund Bericht aufgefordert und den Antragstellern mitgetheit, daß nach entsprechenden tünstlichen Schifffahrtsstraßen des Kommunalabgaben- Gesetzes ihre kommunalen Abgaben aller Eingang der Berichte unverzüglich Sigung des Ausschusses in auf eine entsprechende Verzinsung der Anlagetoften, fort neu gestaltet haben. In dieser Beziehung werden gewaltige diefer Angelegenheit stattfinden werde. weit dieselben für besondere der Schiff Aenderungen hervortreten, namentlich da, wo bisher verkehrter Obgleich das Gewerbegericht bereits über ein Jahr fahrt dienende Einrichtungen aufgewendet Weise, z. B. in der Vaterstadt des Abg. v. Eynern, Realsind, Bedacht zu nehmen und die bestehenden Kanalgebühren steuern gar nicht erhoben sind, sondern blos Personalsteuern. funktionirt, ist ein gleich Anfangs von vielen Parteien tief empfundener Uebelstand noch immer vorhanden: der nämlich, einer Prüfung zu unterziehen, um diesen Grundsay, soweit solches Die Gemeinden werden außerdem ihren Steuerbedarf sehr wesent- daß die Parteien oft mehrere Stunden lang warten müssen, ehe mit den Wirthschafts- und Verkehrsverhältnissen vereinbar ist, zur lich verringern können durch eine richtigere Gestaltung des Ge- ihre Sachen zur Verhandlung kommen. Es sind- und zwar bühren- und Beitragswesens. Mit anderen Worten: bei der 2. von dem zu verzinsenden Anlagekapital aber den anderweitigen Gestaltung und Vertheilung des Abgabenwesens nicht nur wenige Male Termine zu 912, 10 und 10% augefett Kostenbetrag für Festlegung der Ufer und Verbesserung der Vor- wird sich vielleicht die Frage der indirekten Besteuerung der gewesen und die Klagen erst um 1, 2 und 3 Uhr Nachmittags fluth wie überha pt für allgemeine Flußregulirungsarbeiten, sowie Getränke nach dem 1. April in vielen Gemeinden ganz anders wel B) hat schon mehrmals bis 5, 6 und sogar schon bis und noch später verhandelt worden. Die Kammer IV( Assessor schließlich den kapitali firten Werth der durch Kanäle oder Kanali- gestalten als man heute übersehen kann. Dasselbe gilt von der 7 Uhr getagt, während die Vorladungen der zuleẞt„ ranfirungen erzielten landwirthschaftlichen Meliorationen in Abzug Gewerbesteuer. Ich habe es schon oft ausgesprochen, daß ich gekommenen" Parteien auf 1 Uhr zirka lauteten. Das die Gewerbesteuer, wie sie heute besteht, als Staatssteuer, zu bringen; entschieden ein Mißbrauch mit der Geduld und namentlich für größere Städte und 3. bei Festlegung der Gebühren jede Wasserstraße für sich zu auf die Dauer, namentlich Zeit der Klagenden und Beklagien, Arbeiter und Gewerbes Daß eine Be= behandeln. Industriebezirke, nicht für geeignet halte. treibenden, der nicht ungerügt bleiben darf. Daß Leute, Nach längerer Debatte wurden die beiden Resolutionen zurückseitigung der Schranken der Reichs- Gesetzgebung in bezug die halbe Tage lang ihrer Gewerbsthätigkeit entriffen find, ihrem auf die Kommunalabgaben erwünscht ist, bestreite ic nicht, nur halte ich die Frage in diesem Jahre noch nicht weise, ist auf den korridoren und in den Wartesälen des Gefür spruchreif. Aber ich kann versichern, daß die preußische werbegerichts nichts Seltenes. Staatsregierung das Ziel, welches ich mehrfach bezeichnet habe, segung der Termine die Zeit genau bestimmen läßt, welche jede werbegerichts nichts Seltenes. Wenn sich auch nicht bei Anunbedingt festhalten wird. Auf Antrag des Abg. v. Eyneru tritt das Haus in die Sache in Anspruch nimmt, um danach die Vorladungen der Besprechung der Interpellation ein, die nichts neues zu Tage einzelnen Parteien zu richten, so läßt sich doch in gewissem Grade Abhilfe schaffen, die Wartezeit bedeutend zu ver= fördert. Schluß 2 Uhr. Nächste Sigung Freitag 11 Uhr( 3weite meistens, wenn nicht fast stets, bis in den späten Nachtürzen. Zum Beispiel ist es notorisch, daß die Kammer 1V Berathung des Antrages Ring; zweite Berathung des weſtmittag hinein sigt, und zur Erledigung der einzelnen fälischen Fischereigesetzes und Petitionen.) Die Regierung zu ersuchen: Durchführung zu bringen; gezogen. Eynern( ntl.) u. Gen. Es folgt die Verlesung der Interpellation des Abg. von In der Sigung des Abgeordnetenhauses vom 24. April 1893 wurde zu§ 9 des Kommunalsteuer Geseyes ohne Debatte und einstimmig eine Resolution angenommen, in ihrem ersten Theil folgenden Inhalts: gehabt? als Steuer stimmen würde. In vielen Industries Angestellte die gesundheitsschädlichen langen Arbeitszeiten, durch direkten des Westens Tokales. ist " Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen: Ohne Berzug beim Reiche die geeigneten Schritte zu thun, um den Gemeinden die Möglichkeit einer erweiterten Sachen weit mehr Zeit gebraucht, als der Terminzettel und die Gestaltung indiretter Steuern von Getränken Vorladungen der Parteien und Zeugen erwarten lassen. Dieser zu gewähren und die bestehenden Verschiedenheiten in der Thatsache könnte dadurch Rechnung getragen werden, daß Berechtigung der Gemeinden in der Einführung derartiger man die Termine desselben Tages von vorne herein weiter ausSteuern zu beseitigen. einander legt, so daß es einigermaßen tlappt". Gher kann das Die Unterzeichneten richten an die Regierung die Anfrage: Eugen Richter treibt ein verwegenes Spiel. Obwohl der Gericht mal auf die Parteien warten, als diese auf das Gericht, Welche Schritte sind im Sinne des oben angeführten Beschlusses Anhang des großen Führers des Freisinns, wie die letzten Wahlen welches ja um ihretwillen geschaffen ist. Im wesentlichen trifft des Hauses geschehen und welche Wirkung haben diefelben zeigten, auf ein jämmerliches Häuflein zusammengeschmolzen ist, das Gefagte auf noch einige Rammern zu, deren Verhand fcheut er sich nicht, im Interesse der Dividendenschlucker aus dem lungen, was ihre Dauer angeht, sich absolut nicht in Der Finanzminister Miquel erklärt sich bereit, die Inter- Brauerring, selbst Gesundheit und Wohlbefinden seines letzten Ginklang mit dem Terminzettel bringen laffen. Uebrigens pellation fofort zu beantworten. Fähnleins in Gefahr zu bringen. Angesichts des Bierboykotts sind auch die langen Tagessizungen( von 9 bis 4, 5 and 6 Uhr, Abg. v. Eynern( natl.) begründet die Anfrage mit dem richtet nämlich Eugen an seinen Anhang und alle bürgerlichen oft ohne Pausen) durchaus zu verwerfen, wo fast jede der 10-15 Hinweis auf die große Noth der Gemeinden in allen Theilen Kreise" die Aufforderung:„ den Brauereibesitzern überall, wo sich dazu Sachen neue Schwierigkeiten bietet. Richter und Beisitzer werden des Staates, namentlich aber im Westen des preußischen Staates, Gelegenheit bietet, in ihrem Kampfe gegen die Sozialdemokratie matt und nervös, hauptsächlich bei großer Size, was unmöglich im wo es schwierig sei, den Etat der Gemeinden troß der hohen beizustehen. Interesse einer sachgemäßen Rechtsprechung liegen fann. Es kann Zuschläge ins Gleichgewicht zu bringen und das werde auch mit Diese Aufforderung kann praktisch doch nur bedeuten, daß nur dringend gerathen werden, dem neuerdings durch Assessor der Einführung des neuen Kommunalabgaben- Gesetzes nicht das freisinnige Philifterium nun das Bier wegtrinken soll, an v. Schulz gegebenen Beispiel zu folgen, weniger Termine an möglich sein. Die Artikel des Massenkonsums können nicht be- dem die sozialdemokratischen Arbeiter den Geschmack verloren jedem Berhandlungstage abzuhalten. Um die Arbeitskraft der steuert werden. Deswegen sind die Gemeinden auf die Getränke haben. Die armen Freisinnigen sollen sich also den Magen ver- Kammer zu bewältigen, sollten dann lieber mehr Sigungstage fteuern allein angewiesen, aber in deren Ausnußung durch die derben, damit die Herren Rösicke und Goldschmidt nichts an Reichsgesetzgebung gehindert. Es besteht immer noch die große Dividende und Direktorialgebalt einbüßen. So mit dem Wohle eingeschoben werden. Kann der betreffende Vorsitzende er ist ja nur im Nebenamt Gewerberichter nicht an mehreren Tagen, Gefahr, daß durch die hohen Zuschläge zur Einkommensteuer die der paar Männchen zu spielen, die Herren Richter noch folgen, der Woche den Vorsiz führen, dann delegire man einfach mehr wohlhabenden Personen veraniaßt werden, aus den Industrie- das hätten wir, troß alledem, was wir an Eugen schon erlebt städten wegzuziehen, wodurch die Belastung der Zurückbleibenden baben, doch nicht erwartet. Er ist wirklich fein Parteiführer, der Assessoren an das Gewerbegericht und theile die in Frage kom fich erhöht. Herr Richter. menden Kammern. " Finanzminister Miquel: Die Frage der Vermehrung der So ungeschickt er aber als Parteiführer ist, so unwahr Auf den Sparkaffen nud Leihämtern foll sich, wie die Berliner Zeitung" mittheilt, jetzt nach Pfingsten ein übergroßer eigenen Einnahmen des Reichs durch die höhere Be- hastig um das schlimmere Wort nicht zu gebrauchen ist er steuerung des Biers ist ungelöst, ebenso ist die damalige in seiner Eigenschaft als kapitalistischer Klopsfechter. Wir ver- Andrang bemerkbar machen. Tausende feien gezwungen, Kleidung Novelle zum Branntweinsteuer- Gesetz nicht zur Verabschiedung langen von Herrn Richter nicht, daß er in Streitfragen zwischen und Weithfachen zu verfeßen, weil die Feiertage zu viel gekostet gelangt. Innerhalb der verbündeten Regie Unternehmern und Arbeitern eine neutrale Haltung einnimmt. hätten. Andere, meint das Blatt, gingen aus demselben Gunde rungen wird aber erwogen, wie in Zukunft auch der Wir wissen, daß er überall und immer auf Seite der Unternehmer jetzt in großer Zahl zur Sparkasse, um ihre Ersparnisse abzu Branntwein zu besteuern sei. Beim Reichs- Wein- und gegen die Arbeiter kämpft. Herr Richter wird in seinem hoben. Diese Erscheinungen sollen sich sogar jedes Jahr nach steuergesetz wollten wir durch den§ 20 des Entwurfs eine gleich- reich bewegten Leben vergeblich sich nach einem Beweis vom den Fest und Feiertagen mit großer Regelmäßigkeit wieder: mäßige Besteuerung des Weins in allen Gemeinden Deutschlands Gegentheil umsehen. Es überraschte uns deshalb auch nicht helen. Wir wissen nicht, ob sich die Berliner Zeitung" erreichen; natürlich sind dabei Schranken gesetzt, denn die schon einen Augenblick, als die Freifinnige 3tg." vom Beginn des hierbei auf statistische Ermittelungen von amtlicher Seite auf nur die mit den etwas Zahlen flinter vom Reich besteuerten Artikel können nicht auch noch den Ge- Kampfes an auf die Seite sich stellte, wo die reichlichen oder Bumspringende Phantasie eines Reporters stützt. Gewisse meinden zur Besteuerung in ganz beliebiger Höhe überlassen Dividenden gezahlt werden. werden. Insofern kann den Wünschen des Abg. v. Eynern nie- Was wir aber hier festnageln wollen, ist die unehrliche und Feststellungen, die in früheren Jahren im tgl. Leihamt gemacht mals stattgegeben werden. Dabei ist natürlich die Frage wider besseres Wissen gegebene Darstellung des Streit worden sind, deuten auf das letztere hin. bezug falles, wie sie in der Nr. 117 der Freisinnigen Zeitung" ge Im fgl. Leibamt ist nämlich in der Woche vor Weihnachten, offen, ob die jeßigen Schranken, namentlich in Ostern und Pfingsten seit vielen Jahren die Zahl der einge= auf die Besteuerung des Bieres zu eng gezogen sind geben ist. oder nicht. Mit dem Weinsteuergesetz fiel auch dieser§ 20. Auf das Gerede vom Rontraktbruch der Böttcher aus Ilöst en Pfänder immer bedeutend größer als die der einge= Ob die verbündeten Regierungen darauf zurückkommen werden, Anlaß der Maifeier, ist das nothwendige bereits früber gejagt. lieferten, während sonst im ganzen Jahre, und besonders weiß ich nicht, ebenso wenig tann ich sagen, ob, wenn dies der Hier konstatiren wir nur, daß die Freisiunige Ztg." der Wahr in der Woche vor den vier Umzugsterminen, das Umgekehrte der Fall oder wenn es nicht der Fall sein sollte, die gesetzlichen Be- beit zum Troy behauptet, die Böttchergesellen und Fall ist. Speziell in der Woche vor Pfingsten wurden an stimmungen über die kommunale Besteuerung des Weins durch Brauerei Arbeiter haben die Volfsversammlung am Pfändern 1891 1890 1889 1888 1887 1886 1885 1884 spezielle Bestimmungen zu ändern seien. Ich persönlich meine, 6. Mai in Rigdorf veranstaltet und die Führer des daß auf jeden Fall die Befugnisse der Gemeinden in bezug auf Brauerei Hilfsarbeitervereins haben dort eine eingelöst... 6723 5647 5429 6374 4721 5128 6243 7033 Weiter behauptet das eingeliefert. 5905 5144 4844 3962 4942 3881 4770 4914 die Besteuerung des Weines ganz gleichmäßig zu gestalten sind; hervorragende Rolle gespielt". abzugeben. gur, 100 Die Daraus möchten wir den Schaß iehen, daß viele zu den doch ein Leichtes sein, diesem peinlichen Uebelstande abzuhelfen.| Theilen der Stadt der Meierei in Moabit großen Festen ihre Sachen einlösen, in wider einmal in leidlicher Da mündliche Beschwerden der Asyliften nichts fruchten, so wird sie natürlich erit einige Zeit nach 10 Uhr eintrafen. Feiertagskleidung unter die Leute gehen können. Wenn jedes öffentlich die Bitte um Abhilfe ausgesprochen. Polizei hielt dieses Fahren der Milchwagen nach 10 Uhr füz mal nach den Festtagen, wie die erliner Zeitung" behauptet, eine große Menge von Sachen versetzt wird, so braucht das bei der sich am Sonnabend Abend um 6½½ übt au pet Gde ber Augenblicke andauere, wo die Milchwagen in die Meierei zurückDie Verionen, welche Augenzeugen des Vorganges waren, ungefeßlich, da der Handelsbetrieb auf der Straße bis zu dem obiger Annahme durchaus nicht so erklärt zu werden, wie es in York- und Razbachstraße zwischen einem Schußmann und dem gekehrt sind. Das Schöffengericht hatte die beiden Angeklagten dem genannten Blatte geschieht. Es werden dann eben jene freigesprochen, weil es annahm, daß, wenn das Feilbieten der Sachen, die nur zeitweilig und vielleicht mit geborgtem Gelde Bimmerer Carl Grube abgespielt hat, werden von letterem ge: Milch bis 10 Uhr geftattet ist, den Milchwagen auch die eingelöst wurden, nachdem sie ihren Zweck erfüllt haben, aufs beten, in seiner Wohnung, Willibald Alexisstr. 84, ihre Adresse möglichkeit gegeben werden müsse, heimzukehren und diese RückNeue versetzt. Es wäre am Ende gleichgiltig, ob man fahrt der Kutscher nicht mehr zum Handelsbetriebe gehöre. Der fich diese angeblich regelmäßige Erscheinung so oder so erklären will, wenn nicht die Mittheilung des genannten Blattes den Eindruck machte, als folle den Unbemittelten darin der Vorwurf der Vergnügungsfucht und Verschwendung gemacht werden. Wer den Nothstand nicht ausschließlich im Geldsack sucht, der wird in der richtigen Anwendung der Sonn- und Feiertagsruhe, auch wenn fie mit Koften verknüpft ist, feine Verschwendung, fondern einen Gewinn erblicken. Schreiber diefer Zeilen hörte in den Feier tagen in einem überfüllten Vorortzuge wieder einmal die bekannte Ter so Einer Richtigsteffung bedarf unfere gestrige Notiz„ Wenn Staatsanwalt hatte gegen das freisprechende Erkenntniß die Bedem Ejel zu wohl ist" insoweit, als wir aus den verschiedenen rufung eingelegt und er erzielte gestern vor der 5. Strafkammer bürgerlichen Blättern heraus, die die Nachricht über die uns des Landgerichts I die Verurtheilung der Angeklagten zu je erquickliche Lage der Brauereien brachten, die Bossische Zeitung" 8 M. Gelbbuße. Der Gerichtshof ging dabei von folgenden Erzitirt haben. Die„ Vossische Zeitung" hat, wie sie registrirt, die wägungen aus: Das Feilbieten der Milch an Sonntagen ist nur betreffende Mittheilung nicht gebracht und wir nehmen daher bis 10 Uhr gestattet, wenn dieses Feilbieten durch Arbeiter feinen Anstand, unfere gestrige Nachricht entsprechend richtig zu im Handelsbetriebe geschieht. Wenn dies Feilbieten durch den stellen. Unternehmer selbst geschähe, würde tein Mensch etwas da Aeußerung, an Sonn- und Feiertagen merke man nichts von Mädchen vor der Einfahrt des Güterbahnhofs der Ostbahn durchwärts führe.§ 105 b der Gewerbe- Ordnung in Verbindung mit Polizeibericht. Am 22. d. M. Vormittags wurde ein gegen haben können, wenn er seinen Wagen nach 10 Uhr heimeiner schlechten Zeit, da schlügen sich die Leute förmlich darum, einen Geschäftswagen überfahren und so schwer verletzt, daß es jener Polizeiverordnung verbiete dies aber für Arbeiter im ihr folgerte, bald darauf starb.- Vor dem Haufe Friedrichstr. 154 gerieth Wagen noch für eine Thätigkeit im Betriebe des Handelsgewerbes. Handelsbetriebe. Der Gerichtshof bält das Zurückbringen der begriff natürich nicht, daß die mit wenigen Grofchen erfaufte Erholung eine Steigerung der Arbeitskraft und Nachmittags ein Knabe unter die Räder einer Droschte und Auch den Einwand, daß hier der Fall des§ 105c vorliege, daß nämlich erlitt anscheinend erhebliche innere Verlegungen. Vor der eine Hebung des körperlichen und geistigen Algemein: Hedwigskirche fiel ein Arbeiter infolge von Krämpfen nieder und feit noch nach 10 Uhr erforderlich sei, hat der Gerichtshof nicht befindens bewirkt, welche, selbst von Standpunkte des zur Verhütung eines Verderbens der Waare eine solche Thätig feit noch 10 Portemonnaies aus betrachtet, das Zehn- und Hundertfache verletzte sich schwer am Hinterkopfe. verlegte sich schwer am Hinterkopfe. Im Laufe des Tages für zutreffend erachtet, da ja der Betrieb so eingerichtet werden wieder einbringt. Wenn ein Sonntag verregnet, lamentiren wurde die Feuerwehr nur einmal infolge blinden Lärms gerufen. tönne, daß die Wagen schon um 10 Uhr wieder in der Meierei Die bürgerlichen Blätter merkwürdigerweise immer nur darüber, Auf dem Egezierplatz an der einsamen Pappel wurde am find. Da die Angeklagten aber bona fide gehandelt haben, fo daß die Wirthe geschädigt seien, und wenn ein Feiertag von 23. d. M. Morgens die Leiche eines neugeborenen Kindes auf hat der Gerichtshof nur auf je 3. M. Geldstrafe erkannt. ganz besonders schönem Wetter begleitet ist, finden sie wieder, gefunden. daß er die Vergnügungssucht und Verschwendung der Unbemittelten befördert hat. Die arbeitende Bevölkerung hat zu ihrer Erholung nur diese wenigen Tage im Jahre. Möchten fie alle schön sein, nicht nur um der Wirthe, sondern noch mehr um der Erholungsbedürftigen willen. Das einfältige Geschwäß, daß sich nach den Feiertagen die Sparkassen leeren und die Leihhäuser füllen, wird feinen Arbeiter darüber täuschen, daß ein verregneter Sonn- oder Festtag ihm Sch a den bringt. Witterungsübersicht vom 23. Mai. Stationen. Charlottenburg. Sämmtliche Mitglieder des Wahlvereins Swinemünde werden hierdurch aufgefordert, sich am Freitag Abend pünktlich Hamburg 71/2 Uhr, im Lokale des Genossen Wernicke, Krummeftr. 19, ein Berlin zufinden, da um diese Zeit die Ausgabe des Boytott- Flugblatts Wiesbaden. beginnt, mit dessen Verbreitung spätestens 8 Uhr begonnen wird. München. Die Genossen, welche im Besitz der alten Tourenfarte sind, haben Wien diese mit zur Stelle zu bringen und event. für genügende Hilfs Träfte Sorge zu tragen. Die Vertrauensleute. Einnahme: Charlottenburg. Abrechnung von der Kommunalwahl. Auf Listen Zellersammlungen Bom Bureauvorsteher Zusch Für Druckfachen Summa Ausgabe: Amtliche Wählerlisten Annoncen, Säulenanschlag, Referenten, Hilfe am Wahltage 2c. . " 394,52 M. 86,70 3," 484,22. 817,40. 74,-" " Summa Ausgabe Einnahme . 161,85 553,25 M. 558,25 m. 484,22" Minus • 69,03 m. NB. Verzögert wurde die öffentliche Abrechnung durch die ausstehenden Listen. Innerhalb des Romitee's ist bereits im Januar d. J. abgerechnet worden. Das Wahltomitee. J. A.: Goerte. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( 1-1) BARI22382 etter Temperatur ( nach Celius 764 M 5 bedeckt 8 768 NND heiter 11 765 NV 4 Regen 9 764 NO bedeckt 764 N 1 bedeckt 761 NW woltig 12 11 14 Haparanda 772 NO wolfig 6 Petersburg 764 NO bedeckt 8 Cort. Aberdeen Paris 770 OSO heiter 11 773 764 660 Still heiter 9 bedeckt • 9 50.= 40 R.) so Im Anschluß an unsere türzlich gebrachte Mittheilung in betreff des vom Rechtsanwalt Dr. Richard Wolff angestrebten Wiederaufnahmeverfahrens in Sachen des wegen Raubmordes verurtheilten Kaufmanns Kowalsti bittet der genannte Anwalt alle diejenigen Personen, welche irgend etwas zu bekunden vermögen, welches für die Nichtschuld des Kowalsti sprechen tönnte, sich in seinem Bureau Jerufalemerstr. 44/45 zu melden. leber die Eigenthumsrechte an den Alters- und Invaliditätsversicherungs- Karten scheinen bei manchen Unternehmern gar seltsame Anschauungen vorhanden zu sein. Beweis dafür ist eine Anflage wegen Freiheitsberaubung und Bedrohung, die heute den Stellmacher Rodewald vor die 7. Straffamme: des Landgerichts I führte. Der Angeklagte war bei dem Stellmacher Hauptmann beschäftigt, hörte eines Tages mit der Arbeit auf und erschien in der Wohnung desselben, um seinen rücständigen Lohn zu erheben. Hauptmann erklärte, daß er noch eine Marke auf die Invaliditätskarte zu fleben habe, behielt diese aber dann in Händen und verweigerte ihre Herausgabe. wiederholt Der Angeklagte machte vergebliche Bersuche, bie Karte herauszubekommen und als ihm dies nicht gelang, schloß er mit furzem Entschluß die Stubenthür von außen zu und holte sich zwei in demfelben Haufe wohnende Frauen als Beugen. Dann ergriff er ein Beil, stellte sich vor die Thür, die er wieder öffnete und rief laut: Hier fommt niemand lebend heraus, ehe ich nicht meine Karte habe." Der Angeklagte gab die Thatsachen selbst zu. Sein Vertheidiger, Rechtsanwalt seine, hielt trotzdem eine Freisprechung für geboten. Die Frei beitsberaubung falle aus zwei Gesichtspunkten weg: der Angeklagte sei sich einer Rechtswidrigkeit seiner Handlungsweise nicht bewußt gewefen und andererseits habe er sich in der Nothwehr befunden. Er wäre ohne weiteres berechtigt gewesen, Herrn nord- Hauptmann zu Boden zu werfen und ihm die ihm vorenthaltene Witterung in Deutschland am 23. Mai, 8 1hr Morgens. Seit gestern hat der Luftdruck in ganz Deutschland be trächtlich zugenommen. An der Nordsee und im nordwestlichen Binnenlande, woselbst er 765 Millimeter Höhe überschreitet, ift nahezu wolfenloser Himmel eingetreten; im Osten und Süden hält jedoch das trübe Wetter mit ziemlich lebhaften nördlichen Winden noch an, zwischen Elbe und Weichsel fällt verschiedentlich etwas Regen. Die Temperaturen, welche sich seit gestern febr wenig geändert haben, liegen heute Morgen zwischen 7 Grad Celsius in Chemnitz und 14 Grad in Karlsruhe. Wetter- Prognose für Tonnerstag, den 24. Mai 1894. Etwas wärmeres, ziemlich heiteres Wetter mit mäßigen östlichen Winden; feine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Karte gewaltiam wegzunehmen, denn nach dem Alters- und In validitätsversicherungs- Gefeh habe der Arbeitgeber unter feinen Umständen das Recht, die Karte zurückzubehalten, er mache fich vielmehr direkt strafbar. Der Gerichtshof schloß sich dieser Ansicht an, erkannte wegen der Freiheitsberaubung auf Freisprechung, hielt den Angeflagten wegen der Bedrohung für straffällig und verurtheilte ihn deshalb zu 10 M. Geldstrafe event. 2 Tagen Gefängniß. urtheilten an. Die gebildete Jugend stellt sich in ihrer zartesten Blüthe nach einer Zuschrift an das„ Berliner Tageblatt" wie folgt dar: Kammer II. Vorsitzender: Assessor v. Schulz. Der in neuester Beit vielfach erwähnte Hippodrom wird alltäglich, Von dem Posamentenfabrikanten Ebel beansprucht der in namentlich auch Sonntags, als Spielplay von der erwachsenen seinem Betriebe angestellt gewesene Herr W. 190 M. wegen un Auf schwere Körperverlegung in einer das Leben geund halberwachsenen Jugend gern aufgesucht. Leider jedoch rechtmäßiger Entlassung. Der Kläger stützt sich auf die Be fährdenden Weise lautete die Anklage, welche gestern den macht jeht wie uns ein Abonnent schreibt eine Horde halbstimmung der Gewerbe Ordnung, welche Perfonen, die nicht Konditorgehilfen Felix Falta vor die erste Straffammer des wüchsiger Bengel, zumeist Gymnasiasten, den Aufenthalt dort für lediglich vorübergehend mit der Leitung oder Beaufsichtigung des Landgerichts I führte. Der Angeklagte beirathete vor etwa zwei junge Mädchen geradezu unmöglich. Die unfläthigsten Redens Betriebes oder einer Abtheilung desselben beauftragt find( Be Jahren. Seine Ehefrau brachte ihm eine Mitgift von 6000 M. arten werden von diesen Burschen nicht allein im Vorübergehen triebsbeamten, Wertmeistern und ähnlichen Angestellten), mit. Von diesem Augenblicke legte Falta die Arbeit nieder, er absichtlich laut geäußert, sondern den jungen Mädchen geradezu eine sechswöchentliche Kündigungsfrist zusichert. Der Beklagte beschäftigte sich nur damit, die 6000 M. zu verprassen. Innerins Gesicht geschleudert. Die zum Croquetspiel benützten Reifen wendet u. A. ein, Kläger sei nur Arbeiter, eine Art Kontrolleur, halb zehn Monate war er damit fertig. Jetzt war er genöthigt, werden von den jugendlichen Strolchen aus der Erde geriffen, bei ihm gewesen; dessen Funktionen habe er sogar schon seinem sich nach Stellung umzusehen, er verdiente wenig und an ſtelle zerbrochen, die sich die Rohheiten verbittenden Mädchen werden Hausdiener übertragen wollen. Gegen die Klage an fich machte des früheren Ueberflusses trat der Wangel. Dann hatte Falta verhöhnt und, wie es am jüngsten Sonntag Nachmittag buch Ebel geltend, mit der Entlassung des Klägers im Recht gewesen das Unglück, ein Bein zu brechen, er wurde nach dem Krankenstäblich geschah, mit Schmuh beworfen und sogar angespieen! zu sein, weil derfelbe sich zur Ausfüllung seiner Stellung un- hause gebracht. Seine Ehefrau darbte. Falta batte sie während Leider gelang es mehreren intervenirenden Herren, die in ihrer fähig erwiesen habe und ihm hätte viel schaden können. Durch des früheren wüsten Lebens in schlechte Gesellschaft gebracht; Empörung einigen diefer Bengel eine fühlbare Lektion ertheilten, die Verhandlung wurde festgestellt, daß der Kläger bei G. eine als sie Noth litt, war ihre moralische Widerstandsfähigkeit leicht nicht, einen derfelben festzuhalten, da sie es im Laufen mit den fehr mannigfaltige Thätigkeit auszuüben hatte, zum Beispiel besiegt. Falta hörte üble Dinge von ihr, als er aus dem Krankenhause selben nicht aufzunehmen vermochten. verschiedene Meister und Die Arbeiter fontrolliren, entlassen wurde, er entdeckte auch, daß sie einen Theil seiner Sachen Wie oft mögen die Herren Väter dieser gebildeten Gym Waaren vor= und nachzuwiegen, die die Lohnlisten für versetzt hatte. Voller Wuth versezte er ihr mit einem schweren naflasten wohl über die Rohheit der Arbeiterjugend die Nase die Unfallversicherung aufzustellen, beim Ein und Stock einen so wuchtigen Hieb über den Kopf, daß sie wie leblos gerümpft und ihre Söhne vor dem Umgang mit den Kindern Verkauf mitzuwirken und so weiter. Durch Zeugen zu Boden fant. Der Unhold hatte ihr die Schädeldecke zerdes Plebs gewarnt haben. Es ist nach diesem erklärlich, daß wurde bestätigt, daß dem Kläger für einen Wochenlohn von trümmert. Im Krankenbause wurden ihr dreizehn Knochensplitter aus den derart erzogenen Gymnasiasten die antisemitischen 80 M. eine ungeheure Arbeitslast aufgehalft war. Der Kläger aus dem Gehirn genommen. Wunderbarerweise ist die Frau Rauf und Saufhelden der Universitäten werden. Was ein behauptet, die Stellung nur auf Bureden E.'3 angenommen zu völlig genefen, eine theilweise eingetretene Lähmung ist gehoben Hätchen werden will, trümmt sich bei Zeiten. haben; sie sei ihm gleich zu schwer erschienen. worden. Der offene Schädel muß aber fünstlich geschüßt werden. Der Gerichtshof war der Meinung, daß die vom Kläger Der Staatsanwalt gewann aus der Beweisaufnahme die UeberBezüglich der Kleidungsstücke eines Mannes, die am ausgeübten Funktionen denselben als Wertführer bezw. Betriebs- zeugung, daß der Angell gte an dem ganzen unglücklichen GheDienstag früh am Maybachufer aufgefunden wurden, ist jetzt leiter charakterisiren. Einen Grund zur Entlassung fab er nicht verhältniß schuld sei und seine Frau physisch und moralisch verfestgestellt, daß der Eigenthümer in der That, wie die Bolizei darin, daß der Kläger mit der erwiesermaßen durch seinen Vor- borben habe. Or beantragte gegen ihn zwei Jahre fecha Whe vermuthete, in das Wasser gesprungen ist. Ein Handelsmann, gänger verbummelten Buchführung nicht gut fertig werden fonnte. Gefängniß. Der erkannte Jahre der sein Geschäft mit den ihre Beschäftigungsstelle aussuchenden Der Beklagte wurde verurtheilt, an den Kläger 190 M. zu zahlen. Gefängniß und ordnete die sofortige Verhaftung des VerArbeitern macht, sah um 4 Uhr Morgens, wie ein Mann sich der Kleider entledigte und dann von der Treppe an der Kott- Rammer VI. Borsitzender: Assessor Leo. Sigung vom buferbrücke aus über den Rettungskahn hinweg mit einem Kopf 21. Mai. sprung in den Kanal stürzte. Dem Zeugen fehlte der Muth zum Gegen die Entschädigungsklage eines Hausdieners machte Nachspringen, er wollte vielmehr warten, bis der Unbekannte der Betlagte geltend, das Gewerbegericht fei wegen Zugehörigkeit wieder hochkommen würde, um ihn mittels des Kahnes zu retten. des Klägers zum Gesinde nicht zuständig. Auf Befragen giebt Be= Da er aber den Körper nicht wieder auftauchen sab, hat er nichts flagter zu, den Kläger außer in seinem Haushalt im Geschäft ver- Recht vernünftige Gedanken äußerte der Pastor Günunternommen und sich später geschämt, feine Wahrnehmung mit wendet zu haben. Derfelbe habe ihm aber, fügt er hinzu, auch die ther aus Breslau auf dem Verbandstage der evangelischen Zu dem Thema: zutheilen. Die Leiche ist bis jetzt noch nicht aufgefifcht worden. Stiefel geputzt und sei von der Polizei angehalten morden, sein Arbeitervereine in Frankfurt a. M. Theil zum Gesindebelohnungsfonds beizutragen. Das Gericht Arbeitslosigteit ließ er sich, wie folgt aus: Wiederum ist ein verschwundener Lehrling als Leiche verwarf trogdem den Einwand der Unzuständigkeit. Nun legte" Wir haben in Breslau Zehntausende von Arbeitslosen. aufgefunden worden. Der 16jährige Louis Arlt, der Müller der Beklagte zum Beweise seiner angeblichen Berechtigung, Wir haben auch viele öffentliche und kommunale Arbeiten in straße 165 a bei den Eltern wohnte und die Handlung erlernte, den Kläger ohne Kündigung entlassen zu tönnen, ein Breslau. Wer macht aber diese Arbeiten? Es sind polnische war am Sonntag vor Pfingsten von einem Ausgange nicht von diesem unterschriebenes Schriftstück vor. Der Kläger Arbeiter, die dazu extra über die Grenze fommen, mährend die zurückgekehrt und wurde vergeblich gesucht, obgleich bereits am verpflichtet sich darin, drei Tage vorher zu tündigen, einheimischen Arbeiter hungern und nach Brot schreien. Das nächsten Tage der Polizei Anzeige erstattet war. Vorgestern ist wenn er das Arbeitsverhältniß löfen wolle; jedoch erklärt er fich liegt an dem Submissionswesen. Die Unternehmer, denen wegen seine Leiche im Plößensee gefunden worden. Da Gründe für damit einverstanden, täglich entlassen werden zu können. Der ihrer Mindestjorderung der Zuschlag ertheilt wird, suchen sich einen Selbstmord nicht bekannt sind, so muß angenommen wer- Beklagte wurde verurtheilt. die billigeren polnischen Arbeiter. Die Oberschlesische Eisenden, daß Louis Arlt auf bisher nicht zu erklärende Weise verunglüdt ist. Bezüglich vermißter Perfonen, insbesondere junger Leute und Kinder, bemerft unfer Berichterstatter noch Folgendes: Es ist Thatsache, daß von allen Verschwundenen sich etwa zwei Drittel wieder einfinden. Nun wird aber der Polizei von dem Verschwinden einer Person Kenntniß gegeben, während die An gehörigen eine Nachricht über das Wiedereintreffen der Behörde nicht zugehen lassen. Dadurch können sehr unangenehme Zwischen fälle entstehen, insofern die Polizei die Verpflichtung hat, vers Herr Bolle und die Sonntagsruhe. Die beiden Söhne Freilich wird er, wie alle feine Standesgenoffen es unterlassen, mißte minderjährige Personen in ihre Obhut zu nehmen und den Verwandten zuzuführen. So tommt es oft vor, daß Kinder des Meiereibefigers Bolle als Generalbevollmächtigte des letteren Zur Frage des Achtstundentages. Den Versuchen der oder jugendliche Personen, die längst zurückgekehrt sind, polizeilich waren angeklagt, Arbeiter im Handelsbetriebe an Sonntagen zu aufgegriffen werden. Hinterher erfahren dann die Beamten erft, einer Beit beschäftigt au haben, in welcher dies gefeßlich ver- Arbeiter, die Arbeitszeit auj täglich 8 Stunden herabzusehen, be boten ist. Nach§ 5 der Polizeiverordnung vom 20. Juni 1892 gegnen bekanntlich die Unternehmer mit dem Einwand, die daß die Angelegenheit bereits erledigt ist. ift an Sonntagen der Handel mit Milch auf offener Straße bis Industrie vertrage das nicht, die Produktion gehe zurück. Die Aus dem städtischen Obdach geht uns folgende Beschwerde zum Beginn des Hauptgottesdienstes erlaubt und das Feil zahlreichen Versuche nun, die hauptsächlich von englischen und au: Die Wanzen haben sich in großer Zahl in den Stahldraht bieten über diese Zeit hinaus verboten. Die Bolle'schen amerikanischen Fabrikanten nach dieser Richtung hin gemacht Matratzen im Männer- Asyl, Büschingstr. 4, eingenistet, so daß Milchkutscher verkauften bisher an Sonntagen die Milch wurden, haben genau das Gegentheil ergeben. Es hat sich und fuhren dann aus den verschiedenen heraus gestellt, daß die Produktion durch die Berkürzung die Asyliften wenig oder gar nicht schlafen tönnen. Es dürfte bis 10 Uhr Soziale Uebersicht. Gründe: Da ungleiche Kündigungsbedingungen, wie sie bahndirektion hat bis jest 20 Millionen zu verbauen. Ihre Ar von den Parteien vereinbart waren, nach§ 122 der Gewerbe- beiter sind aber nicht die hungernden einheimischen, sondern Ordnung nichtig sind, hatte Kläger den Anspruch auf die gefeß- Polen. Die Angebote der Unternehmer bleiben oft um die liche vierzehntágige Kündigungsfrist. Die von Beklagtem an- Hälfte gegen eine ehrliche Schäßung zurück. Die Behörden gegebenen Entlassungsgründe daß sich der Kläger an seinem müßten veranlaßt werden, daß nur einheimische Arbeiter beAusgehtage gegen Verbot im Geschäft aufgehalten und als schäftigt werden. Büffetier gerirt habe seien nach der Gewerbe- Ordnung keine Das, was der Herr Pastor da gefagt, ist nun zwar nichts Entlassungsgründe. Neues, aber es ist anerkennenswerth von einem Geistlichen. 129 die nöthigen Konsequenzen daraus zu ziehen. der Arbeitszeit nicht nur nicht eine geringere wird, sondern in Quantität und Qualität sogar zunimmt. Durch den Bericht des österreichischen Fabrikinspektors in Pilsen vom Jahre 1898 wird zu den alten wiederum ein neuer Beweis erbracht von der Richtigkeit des oben Gesagten. Es heißt dort an einer Stelle: 0 ber " zu W nehmen Arbeiter als ein unerhört rigoroses, erklärt sich mit den aus- 1 gesperrten Arbeitern solidarisch, und verpflichtet sich, dieselben moralisch und materiell thatfräftig zu unterstüben, insbesondere dadurch, daß sie es entschieden ablehnt, Bier aus den boykottirten Brauereien zu trinken." Stattlub Tournee, abends 8% Uhr, bei üürich, Wrangelstr. 84. Rauchklub Rauchklub Stats Rauchklub Kollegia, Abends 9 Uhr, bet Hermann Rohr, Naunyns rüger, Forsterstraße 19. ftraße 78. Rauchfflib Waldesgrün, Abends 8% Uhr, bet Rauchflub hneforge, Abends 9 Uhr, bet Satob, Boeckhstr. 21. Rauchflub Kernspize, Abends 8½ uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchtlub Arabi Pafcha, Abends 9 Uhr, bei Restaurateur Schröder, Stephanftr. 45. Klub Ohne strett, Rauchklub Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Süd West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flick. Rauchklub Brüder= Eine wichtige Neuerung wurde in letzter Zeit von der Reinickendorf. Am Sonntag, den 20. Mai, hielt der Artichteit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernack, Bücklerstraße 49. Rauch= Graf Erwein von Nostih'schen Eisenwerts Direktion zu Rothau beiter- Bildungsverein für Reinickendorf und Umgegend seine lub Nordfern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bet durchgeführt. Bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 1892 regelmäßige Versammlung ab, in welcher Genosse Hoffmann über. Seinide, Friedrich Karlstraße 11, Friedrichsberg. Fidelio, Abends 8% Uhr im Restaurant Heine, Gisenbahnstr. 23. wurde in dem der obigen Direktion unterstehenden Feinblech- das Thema„ Gesez und Recht" referirte. Der Redner bewies in Rauchttub Pfeifendeckel, Sigung Abends 8 Uhr, bet Jeratsch, LangeWalzwerke in Schindelwald eine achtstündige Arbeitszeit derart längeren Ausführungen, durch zahlreiche intereffante Beispiele, straße 24. Vorwärts, Donnerfiag bei Salomo, ppelnerstr. 29. Abguß 1, Abends 9 Uhr, bei F. Nawrodt, Martusftr. 25. eingeführt, daß die Schichte I um 4 Uhr früb die Arbeit antritt daß im heutigen Klassenstaate die dem Volke vom Gefeß aus zu rüne Giche, abends 8½ Uhr bet C. Herrath, Planuser 92a. und bis 12 Uhr arbeitet, um diese Beit von der Schichte II ab- gesprochenen Rechte in sehr vielen Fällen durch das Abhängigkeitsgelöst wird, und um 8 Uhr Abends die Schichte III antritt, verhältniß der besiglosen Klaffe von den Beühenden geschmälert tub güc ro arts, Abends 8 1hr bei und Pallisadenir. 47.- Statderen Arbeitszeit bis 4 Uhr früh andauert. Jede Schichte werde. Am Schlusse des Vortrages drückt der Redner sich dahin aus, tub Bordischer Knoten Abends 9 Uhr, bet Schilling. Fachverein der Klempner Berlins und umgegend. Arbeitss hat innerhalb ihrer achtstündigen Arbeitszeit nach Verlauf daß es durch eine veredelnde Erziehung der Völker soweit kommen ausgabe bends 8-10 Uhr. Sonntag 10-12 Uhr bet Stramm, Ritter ersten vier Stunden eine angemessene Ruhepause, muß, daß das Wohl der Gesammtheit Recht auf Erden wird. ftraße 123. um eine eine Stärkung Schießtlub Zell, Abends 8 Uhr bei Nagel, Schwebterstr. 23. Der Vortrag wurde mit großem Beifall aufgenommen. Gine tönnen, Tambour Berein bei Haupt, Uhr während das Mittag- und Abendessen von jeder der drei Schichten Diskussion fand nicht statt. Unter Berschiedenem gab der Genosse Hebungsunde, nach berfelben Gisung. Aufnahme neuer Witglieder. vor oder nach der achtstündigen Arbeitszeit eingenommen wird. Rosenfeld bekannt, was für Bier die Reinickendorfer Gast- Ruderverein Borwärts, Abends e Uhr im Restaurant„ Bur neuen Poft", Dadurch wird für die Arbeiter der Vortheil gewonnen, daß sie wirthe ausschänken. Genosse Knauf stellte hierauf den Antrag, Beuthstr. 21. die Mahlzeiten in ihren Wohnungen frisch und warm im Kreise Bettel drücken zu lassen, die diejenigen Gastwirthe bekannt geben, der Familie in aller Ruhe genießen können, und das Tragen der welche boykottirtes Bier ausschänken. Der Antrag wurde einRost in die Werkstätten und das Wärmen derselben 2c. erspart timmig angenommen und beschlossen, die Zettel von Haus zu wird. Außer dem großen Vortheile für den Arbeiter, daß er auf Haus zu verbreiten. 8 Arbeitsstunden volle 16 Stunden für Erholung und Schlaf Eisenbahn Unfall. Die fönigl. Eisenbahn Direktion Nathenow. Am Montag, den 21. d. Mis., nahmen die Magdeburg giebt bekannt: Am Dienstag Morgen gegen 42 Uhr besißt, gelangt er auch erst in der dritten Woche zur Nachtarbeit Rathenower Parteigen offen in einer öffentlichen Boltsversammlung entgleisten zwischen den Buden 65 und 66 der Strecke Magde und hat sonach durch 14 Tage immer eine größere Anzahl Tages: Stellung zum Berliner Bierboykott. In der Versammlung geburg- Leipzig vom Gilgüterzuge 1009 16 Wagen durch Abspringen ftunden zur Verfügung, bezw. Erholung. Durch diese vortheil langte nach Klarlegung der Berliner Verhältnisse einstimmig eine eines Radreifens vom fünsten oder sechsten Wagen im Zuge hafteren Lebensverhältnisse wird, nach Versicherung des dieses Resolution zur Annahme, welche den Rathenower Parteigenossen und wurden mehr oder weniger start beschädigt und zum Unternehmen leitenden und human gesinnten Direktors Herrn zur Pflicht macht, kein Bier aus den Berliner Brauereien zu Heidler, der Arbeiter entschieden fräftiger und leiſtet trinken, welche dem Brauerring angehören. Rathenow hat zwei Theil die etwa 6 Meter hohe Böschung hinabgeschleudert. in den acht Arbeitsstunden bedeutend mehr als während der Bairisch- Bier- Brauereien am Ort, so daß es den Rathenower Ge- Bremser und 1 Viehbegleiter wurden leicht verlegt. Vor dem früher bestandenen zwölfftündigen Arbeitsdauer. Die hier ge- noffen ein Leichtes sein wird, das Bier der Brauereiproßen im Zuge befindlichen Vieh wurde eine größere Zahl getödtet. machten Wahrnehmungen waren Veranlassung, daß die gedachte Berlins nicht zu trinken. Möge jeder Ort, wo Berliner Bier Die beiden Geleise sind auf 100 und 150 Meter Länge gestört Eisenwerks- Direktion in der zweiten Hälfte des Betriebsjahres verschänkt wird, die Solidarität hoch halten und die Berliner und ist der Betrieb zwischen Halle und Cöthen auf mindestens auch bei dem in Rothau befindlichen Buddelwerke unter denselben Arbeiterschaft wird über die Nösicke und Konsorten den Sieg 10 Stunden völlig unterbrochen, da ein Umsteigen an der UnfallModalitäten, wie in Schindelwald, die achtstündige Arbeitszeit davon tragen. stelle nicht möglich ist. Die Wiederherstellungsarbeiten sind sofort eingeführt hat." in Angriff genommen. Das ist deutlich und gewiß um so weniger anfechtbar, als die Gewährsmänner nichts weniger als„ Wühler" und" Heger" find. Vielleicht gelingt es mit der Zeit doch, das blinde Wüthen der deutschen und österreichischen Unternehmer gegen jedwede Verkürzung der Arbeitszeit zu verhüten. " Vermischtes. = Ueber den Dowe'schen Panzer äußert sich im„ Hann. Kour." ein Fachmann, ein Offizier, der verschiedenen Beschies Bungsproben vor Offizieren mit dem Militärgewehr beigewohnt hat, dahin, daß in der That der Panzer sich als undurchschießbar erwiesen hat, daß die Beschießungen sich aber nur auf einen Theil des Panzers, ein Mittelstück von 25 Zentimeter Breite, 30 Zentimeter Höhe und etwa 6 Zentimeter Dicke, erstreckten, das Dowe als fugelsicher bezeichnete, und Mittelſtüct tann.. Auf die Schwere umfassender Panzerstücke tönne man danach keine Rückschlüsse ziehen; feststehe aber, daß eine Panzerung in ähnlichem Umfange wie der Kürassierharnisch ausgeschlossen ist, da der Mann, Reiter sowohl wie Infanterist, zu sehr belastet würde. Steglit. Am Montag, den 21. d. M., fand hier im Restaurant Gambrinus" eine gutbesuchte Volksversammlung statt mit dem Thema:„ Die Aussperrung der Brauerei- Arbeiter und wie stellen sich die Steglizer Arbeiter zu dem Bierboykott?" Genosse Friz Kaspar hatte das Referat übernommen und führte den Anwesenden die Veranlassung des Boykotts flar und Das Ende des Streiks von Trignae. Man schreibt uns deutlich vor Augen. An der Diskussion nahmen mehrere Redner aus Paris unterm 20. Mai: Trotzdem Regierung und Kammer theil, die sich alle energisch gegen den Ring der Brauereien ausunerhörter von Trignac in's Zeug legten, hat die Direktion schließlich sicherten. Gegner des Boykotts meldeten sich nicht zum Wort doch nachgeben müssen und so ist dank der sozialistischen Hezer" Nach beendeter Diskussion wurde die Berliner Resolution ein die Arbeit heute wieder aufgenommen worden. Die den nimmig angenommen. Im Anschluß hieran erfolgte die Wahl Streifenden gemachten Zugeständnisse bestehen darin, daß 1. der der Boykotikommission, bestehend aus den Genossen E. Sudrow, Stundenlohn der ungelernten Arbeiter von 28 auf 31 Centimes S. Bernsee, F. Kaspar, R. Fritsch, G. Krüger, Koloffer, Aus der Deformirung der Geschoßsplitter, die dem Polster erhöht wird, 2. die Lohnauszahlung alle 14 Tage statt monatlich R. Flügel, H. Sieg, Brinkert, A. Schwerite und D. Kluth. stattfindet, 3. sämmtliche Streifenden wieder aufgenommen wer- Sierauf wurden die Namen derjenigen Wirthe von Steglitz und den, bis auf die Puddler, denen, da das Stahlwert sich ge- Friedenau verlesen, die boykottirtes Bier verzapfen und versprach zwungen sieht, die Fabrikation von Stabeisen aufzugeben, eine die Versammlung diese Biere streng zu meiden. Entschädigung gewährt wird. Diese Bedingungen sind am Sonnabend Abend in Gegenwart des Unterpräfekten, des Bürgermeisters, des Abgeordneten Baudin, des Generalsekretärs des Metallarbeiter- Verbandes und des Sekretärs der Arbeitsbörse von St. Nazaire redigirt worden. Die Bourgeoisblätter sind über den Ausgang dieses Streits so verblüfft, daß fie, daß fie, die bisher spaltenlange Artikel und Korrespondenzen über die Vorgänge in Trignac gebracht hatten, nun mit einem Mal ganz sprachlos geworden sind. Der Temps", der bisher so weitschweifig war, hat sich bis auf ganze neun Beilen aufgeschwungen. Und selbst diese neunzeilige Meldung beginnt mit: Man telegraphirt aus Trignac." Der Temps" hat also mit einem mal nicht nur seine Sprache, sondern auch seinen Korrespondenten verloren. Welch' schrect liches Streifende! # 0111 Derlammlungen. Brunnenstr. 34. Böttcher. 1 Brandenburger Kommunitation 16 bei@lafer. 1 1 Corar, ReichenbergerGefango. Oranienburger Borstadt, Hochstr. 32a b. Wife. 1, Der Verfasser wirft aber zugleich die Frage auf, ob die Schuhwirkungen des Panzers nicht ebenso gut durch einfache Benutzung von kleinen Nickelstahl- Panzerschilden, die um nichts schwerer, steifer oder unhandlicher als der Panzer erreicht werden tönnen. Wie die Die Reaktion und die Fenerbestattung. Betitions= der Panzerung entnommen worden, sowie aus der Häufigkeit der Beschießung des Panzers auf ein und denselben Punkt geht hervor, daß der Panzer eine jeden Eindruck vermeidende gleichsam stahlharte Masse sein muß. Der Geschoßmantel Verband deutscher Barbiere... Berlin Filiale No rden. zersplitterte in längliche, vielfach verbogene Streifen, das Blei Donnerstag, den 24. Mat, Abends 10 Uhr: Bersammlung bei Bettin, Deformirte fich und erreichte durch den Anprall ersichtlich in kleinerem Umfange Schmelztemperatur, die Stauchung der GePankow. Deffentliche Boltsversammlung am Donnerstag, den 24. Mai, schosse war bedeutend. Die Vermuthung, daß es sich bei dem Panzer Abends 8 Uhr beim Wirth Störr, Mühlenstr. 25. Tagesordnung: Die Ausum eine federnde Widerstandskraft handle, ist danach abzuweisen. perrung der Brauereiarbeiter. Referent: Genosse Wilh. Pfannkuch. Arbeiter- Bildungsfdjule. Tonnerfiag, abends 3%-10% Uhr: Nord Alle Versuche, durch Federkraft, durch dicke, aus Spiralen von Schule, Müller str. 179a; Geschichte( neue). Güd it-Schule, Waldemar bestem Klavierdraht hergestellte Panzerung dem kleinkalibrigen Ge straße 14: Geschichte( alte). Bet allen Unterrichtsfächern werden neue Theil schoß den Durchgang zu wehren, find thatsächlich fehlgeschlagen. nehmer, Tamen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Bet allen Unterrichtsfächein fönnen. Echüler und Schülerinnen auch jetzt Die Härte und Starrheit der Panzermasse lasse bei ihrem Geim Laufe des Semesters, eintreten. Lefe- u. Diskutirklubs. Dennerking. Dießgen, abends 8 1hr, wicht also als praktisch brauchbar vielleicht eine Verwendung zu Giesboit.-ud- D it, bei Tolfsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecke. bei Schröder, Wiesenfir. 39, Neue Beit, Abends 8 Uhr, Boveniir. 40, bei fleinen Schußschilden zu. Können diese so leicht hergestellt wer= den, daß sie mit dem Tornister des Mannes verbunden lub der Freunde bet Gnabt, Swinemünderitraße 120. werden, so könnten fie als jederzeit im Gelände aufSafene lever, Abends 8 Uhr, Resaurant Bischof, Baumschulenweg Treptow. cheétatififeer gefe- und istutiitub abends Bienen Brößere Körpertheuerauflage beim Ziegendschießen 8% Uhr, Reichenbergerfir. 157, Sigung.. Beitgeist" zu bekleiden erscheint ausDonnerstag nach dem 1. und 15. des Monats bet Tempel, Langeftr. 65, Abends geschlossen. Vielleicht blühe dem Panzermittel eine Zukunft im 8½ Uhr. August Geib Abends 9 Uhr im Restaurant Zubeil. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenbergen im Festungekriege an stelle von Faschinen, Sandsäcken, Schanzkörben und Bereinskalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. dergleichen. Ferner zu flüchtiger Feldbefestigung, an Bord von Von der Agitationskommission der Schneider und St. Urban, Annenfir. 9, bei Prok.-Kornblume, Gr. Frankfurterstr. 133 Der Gefechtsmasten und an ähnlichen Orten. Im Feldkriege aber Donnerñag. Uebungsfiunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Schiffen zum Schutz der Mannschaften auf Deck und in den Marsen Schneiderinnen war zum 21. Mai eine öffentliche Versammlung b. Gold.-- Frühlingsluft, Bülowftr. 69, bei Werner. Bregelschluß, nach Joël's Festfälen einberufen, die sich eines recht guten Be- Annenftr. 16, bet Ghrenberg. Weise Rose. Reinickendorf, Seeschlößchen bei dürfte sie, wenn überhaupt, nur in der angedeuteten Weise verfuches namentlich der Frauen erfreute. Zur Tagesordnung Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte. wendbar sein, und da die Herstellung ausreichender Deckungen viel Zeit Dorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Augufifir.- Ecke bei Schulz. stand: Die geplante Lohnbewegung in der Konfektion und unter& inigtett( Butmacher), Pappel- Allee 3/4, b. 2. Meinhardt.- Harmonie, in Anspruch nehme, werde die Vertheidigung den größten Nuzen welchen Bedingungen ist dieselbe erfolgreich durchzuführen? Das Tempelhof, Torffir. 10, bei Gerth. Oft- und Westpreußischer Männer aus solchen Feldbefestigungen ziehen; doch auch wo beim Aneinleitende Referat hierzu war dem Kollegen Täter om über- Se fangverein, Neue Königftr. 73, bet Sahn.-Gbel weiß 2, Potsdam griff das Schanzzeug wertvolle Dienste zur Festhaltung und tragen. Sein sehr ausführlicher Vortrag refümirte sich in fraße 134 bei Schult. Freie Sänger, Strautstraße 6, bet Rudolf. Verstärkung gewonnener Abschnitte leisten kann, möchte der Panzer folgender zur Disfuffion gestellten Resolution: Die Versammlung 8utunft s, Belten, bei W. Grunow. Kreuzberger har verwendbar sein. erkennt mit dem Referenten an, daß es die höchste Beit ist, die monie, Safenhaide 52-53, Kurth's Ealon. Morgengrauen,( Bäder), -5 1hr Nachm, Königstr. 73 bei Hahn. Steinfeger Sängerchor traurigen Lohn und Arbeitsverhältnisse in der Schneiderei, uftanien Allee Nr. 28 bet Maiwald.- Liedes Echo, Reichenbergernamentlich in der Konfektion, aufzubessern. Da die künftige Zeit fraße Nr. 24 bei aufchte. Borwärts 9, Charlottenburg, Bismard als günstig zu betrachten ist, ist es Pflicht der Kollegen und fake 80. Abendroth in Deutsch Wilmersdorf bet Mölter. Gesang verein der Grudateure Berlins und Umg., Seydelftr. 30 bei Preußer. Kolleginnen, fich der Organisation, dem Verbande deutscher Borwärts 2 Schönhauser Allee 28 bei Ruhlmen. Syra 2, CharSchneider und Schneiderinnen anzuschließen, um als geschlossenes tottenburg, Wallſtr. 54.- Gefangverein der Kürschner, Landsbergerstr. 31 einiges Ganze in einen eventuellen Lohnkampf eintreten 3 Gänger runde, Kottouferftr. 6 bei Braun. bei Seehausen.. Glodenrein( gemischter Chor) Kastanien- Allee 95/96. Münchener Neuesten Nachrichten" melden, hat der Frohsinn 2, Friedrichs:" tönnen. Um einen solchen in der Konfektion erfolgreich durch- berg Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bet Müller. Treu und Fest, ausschuß der Abgeordnetenkammer die Plenarerörterung der auführen, ist es vor allen Dingen nöthig, daß sämmtliche maß- Sebuferfir. 5 b. Nemiz..- Brüderfchaft Stallschreiberstr. 29" Bum etchenen Petition auf Zulassung der Feuerbestattung in Bayern gegen eine gebende Konfektionsorte gemeinsam vorgehen. Als Hauptforde. Stab".- Gintracht 2, Neu- Glienice, Rudowerstr. b. Hasdorf. Arbeiter: Stimme abgelehnt, nachdem der Minister des Innern, Freiherr rung in dem Lohnfampf sind von dem Unternehmer Errichtung Wrangelfir 91 bet kind. Flöter fcher Gefangverein, Soppen v. Feilitsch erklärt hatte, die Zulassung der Feuerbestattung sei von Betriebswerkitätten zu verlangen, um vorerst eine Regelung fr. 43 c bei Lorenz. intracht 3, Eberswalbe, Eisenbahnstr. 77 bei Düball. zur Zeit gefeßlich unmöglich; die Regierung erwäge die ganze Der Arbeitszeit herbeizuführen, da eine bloße Lohnerhöhung in Zitania, Cuvryir. 48 bei Tielsch. Morgenroth 4 in Röpenid, Frage vom juristischen, medizinischen und religiösen Standpunkte Müggelheimeiftr. 4 bei Held. Alpenrofe, Forsterstr. 22. Arion 2, der Hausindustrie nur den Zwischenunternehmern den größten Shorinei straße 27 bet atland. Felfenfet( gem. Chor), Neue Soch aus auf das Eingehendste; er bezweifle(!), daß in Bayern ein Vortheil bringen würde. Die Versammlung beauftragt die Agi- fraße 49 bet Paul Altmann. Junge Eiche, Reinickendorf, Gesellschafts: Bedürfniß für die Leichenverbrennung vorliege. tationskommission in allen Stadttheilen Berlins Bersamm- straße 11 bet 2. Hartmann. Freundschaft 1, Brunnenstr. 143 bei New York, 21. Mai. Die Städte Tyrone und Hollidays= Dewald Berliner.. Lungen und Werkstattdelegirten- Sigungen Maiglödchen 2, Reichenbergerstr. 16 bei Hoffmann. burgh in Pennsylvanien find theilweise überschwemmt. Die Ein8aget nicht, Stegliz, Schüßenftr. 40 bet Rentfch. Berathungen und Besprechungen in diesem Sinne Sund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. wohner haben große Verluste erlitten. Der Juniatafluß ist ausherbeizuführen. Gleichzeitig wird die Agitations- Kommission de Zuſchriften den Bund betreffend find zu richten an: Gent, getreten und hat die Saaten vernichtet. In Portsnown stieg Adalbertstraße 95. Donner Ang: Vergnügungsverein Bruderbund, beauftragt, bei den Behörden und gefeßgebenden Körperschaften andreasir. 3 bet Moll. Rauchtlub Graue Wolte, Krautstr. 48. Das Wasser in vielen Häusern bis zum zweiten Stockwert. dahingehende Forderungen zu stellen, daß bei Vergebung von Berein Grüne Eich e( vor dem Halle'schen Thor), Solmsitr. i bei Sagorfe. Viele Brücken sind zerstört. Weitere Verheerungen werden bea Submissionsarbeiten nur solche Unternehmer berücksichtigt werden, Bergnügungsverein Jugendlust, Obmgaffe 2 bei Krebs. Rauchflub fürchtet. Dezimalwaage, trautstr. 36 bei Infinger. Rauchflub Erholung, die in eigenen Betriebswerkstätten nach den Grundsäßen der wienerfir. 18 bet Drieschner. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei Heberschwemmungen haben insobem ganzen Gebirgsland organisirten Arbeiterschaft produziren lassen. In Sachen der Bringborn, Mataifir. 12. Sumuristischer Klub universum, Veteranen- von Pennsylvanien und in dem westlichen Theil von New York Brüderlichteit, Bücklerstr. 49 bei Stabernack. Arbeiterschutz- Gesezgebung ist es nöthig, daß die Fabritinspektion fraße 18, bet Schulz. große Verheerungen angerichtet. Der Eisenbahn- und Telegraphenauf das Gewerbe und speziell auf die Hausindustrie ausgedehnt Edjtuner, Rubber alten Moabiter: Cinheners u. Badenferstr.- Ge bei verkehr ist unterbrochen. In Johnstown und Williamsport in Schirmer, Abends 9-10. Alpenröslein, Bergstraße 60 bei wird." Für die Resolution sprachen Frau Gubela, die Kollegen Ch. Gilgenfeld. Pennsylvanien wurden mehrere Häuser und Brücken weggerissen; Pfeiffer und Täterow. Arbeitgeber- Beisitzer des Gewerbe- Gesangverein' Alt- Dessau, Abends& Uhr, bei Kind, Wrangelftr. 91. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer- die Einwohner flüchteten auf die Hügel. In Williamsport wird gerichts Baier behauptet, daß angesichts so unerhört beispiel- Besangsabtheilung des fostáldemokratischen Arbeitervereins für der Schaden auf 1 Mill. Dollars geschäßt. In Pittsburg und lofer Fälle, wie solche häufig zur Aburtheilung vor das Gewerbe- weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; Johnstown find je zwei Personen ertrunken. gericht gelangen, es dringend geboten ist, daß endlich Wandel in der bet Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chaussee. Zyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faufmann, Reichenbergerstr. 73a. Konfektion geschaffen werden muß. Des weiteren warnt der Gesangverein Glodenrein, gemischter Chor, Abends von bis 11 Uhr Redner vor Einreichung solcher Klagen, die nicht begründet find, bet narp, Kastanien- Allee 95-96. Mufit- Dilettantenverein 2obengrin, indem derartige Fälle ein ungünstiges Licht auf die klagenden beverein money Arbeiter werfen. Zur Ehre der Arbeiterbeisiger müsse er ftraße 47.Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im Restaurant Bräuer, Soms: Theaterverein Crescendo bei Maißner, Gartenstr. 162. tonstatiren, daß sie sich solchen Klagen gegenüber durchaus forrekt Theaterverein Maig lödchen, Englischer Hof, Neue Noßitr, 3, und ablehnend verhielten. Er empfehle, von Zeit zu Zeit sämmt- Gesellschaft Harmonie, Donnerstag Abends 9% Uhr, Chorinerstr. 55. liche böswilligen oder zahlungsunfähigen Zwischenmeister, wie sich bei Mowat, manet Bilarmonie, Sigung mit Damen Donnerstag, denen zwar die Bausteine verwittert, die Farben indeß Manteuffelftr. 9. solche oft im Gewerbegericht herausstellen, im Vorwärts" war- Geselliger Klub Blau Beilchen, Abends 9 Uhr, bei Schönwälder noch unversehrt geblieben sind. Die Farbe, Farbe, die nend zu veröffentlichen. Bügler 3iezmann ist, da event. Lohn Dranienstr. 135. Berein ehem. 22. Gemeindeichüler, puntt meisten verwendet wurde, ist ein unter dem Namen„ Pom9 Uhr bei Echröder, Etegligen ftr. 18. Bergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, erhöhungen nur den Zwischenmeistern zu gute kommen, der Meinung, abends im Restaurant Gös, Dranienftr. 163.- Gefangverein Broletariat pejanisches Roth" bekanntes Gemisch von Eisenoxyd( natürForderungen um Lohnerhöhung an die Zwischenmeister selbst zu stellen,( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Mowes, Böchstr. 8. lichem Rotheifenstein) und Thon. Diese Farbe ist weder von dem diesen bliebe es dann anheimgestellt, thre Forderungen an die Geselliger Berein univerfum, Gigung mit Damen Abends 9 Uhr Sonnenlicht Egyptens während fünftausend Jahren, noch von Unternehmer zu richten, er schlage vor, den Kampf in der Berein üniverfum, Gigung Abends 9 Uhr, Retaurant Meumann nicht angegriffen. Sie ist zu jener Zeit ferner in einem solch bet Hagemann, Lothringerstraße 81. Vorträge, Fidelitas. Geselliger Witterungseinflüssen verändert worden und wird auch von Säuren Damenmäntel- Konfektion hier in Berlin vorerst allein aufzu- ginienftr. 19: Vorträge, Fidelitas. Verein Gemüthlichteit und klub nehmen. Hiernach wurde obige Resolution einstimmig an- Sumor, Abends 9 Uhr, Bothringerfir. 105: Geselliges Beisammensein mit außerordentlichen Grade der Feinheit zubereitet worden, wie wir Damen, Fidelitas und Zanz. genommen. Bum Punkt: Die Aussperrung der Brauerei ben de 9-11 Uhr, Tazenhofer Ausschant, Landsbergerfiraße Nr. 82. Diännergefangverein Gangesfreunde, heute unsere Farben nur durch Ausfällen auf chemischem Wege Arbeiter und das Mittel des Boykotts richtete ein dazu beauf Geselliger Verein ertha", Donnecftag, Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, erhalten; sie wurde jedenfalls zwischen Steinen unter Wasser tragtes Kommissionsmitglied der Brauer an die Schneider, haupt- bends up. Berein Wandertlub Norden), Sigung jeden zerrieben. Eine gleichwerthige Farbe, die ebenfalls häufig vors fächlich an die Frauen einen lebhaften Appell, überall dafür Donnerstag von Uhr Abends im Restaurant G. Baatsch, Hennigsdorferjir. 24. Waldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Langestraße 108. tommt, besteht auch aus natürlichem Eisenoxyd, vermischt mit Eorge zu tragen, daß der Boykott ftritte zur Durchführung Bitberttub Gleichheit, Uhr Abends, bei 5. Reimann, Alte Schön- viel Thon, Kalk und Wasser; die Mischung, die ein schönes Gelb gelangt. Nach kurzer Diskussion wurde folgende Resolution ein- hauserfir. 42, Geselliger Club der Alten Moabiter: Jeden Donnerstag ergiebt, bräunt sich beim Erhiben; durch Mischung beider erzeugte man stimmig angenommen:" Die Versammlung bezeichnet das Bor- benetſtr. 47 bet echirmer, Gefelliger Arbeiterverein ofnung Orange. Als Gelb wurde jedoch auch Goldbronce und Blattgold verGeselliger Arbeiterverein Soffnung wendet. Als blaue Farbe diente eine Art Glas mit Zufaz von gehen der in Brauereiring organisirten Unternehmer gegen ihre bet Gittler, Mariannenstraße 48. einzuberufen, ber 9 Männer Gesangverein Theater = Farben des Alterthums. Im Alterthum war man auf nur wenige Farben angewiesen, außer dem Judigo und der Purpurschnecke meist auf Mineralfarben, aber dafür waren sie noch, nach Jahrtausenden, wohl erhalten sind, obwohl sie dem von einer derartigen außerordentlichen Lichtechtheit, daß sie heute Einfluß der Sonne und Atmosphäre ausgesetzt waren. Besonders zeigt sich dies an den Baudenkmälern der alten Egypter, an am Kupfererzen, welche an Beständigkeit der vorgenannten nichts A. B. 1. Das Landgericht II Berlin. 2. Es muß ein Sühnenachgiebt, sodaß selbst Säuren nur eine geringe Wirkung an der termin vorangehen und die Heirathsurkunde beschafft werden. Oberfläche hervorzubringen vermögen. Weiße Farbe wurde durch 3. Die Klage kann nur durch einen Rechtsanwalt geführt Gyps hergestellt, und dieser auch als Grundlage zu blaffen werden. Farben verwendet, wozu er wohl auch mit organischen Farb S. H. Grünberg. Der Fabrikant ist schadensersaßpflichtig, stoffen, z. B. vermuthet man Krapp bei röthlich, versezt wurde. weil er dem Arbeiter gehörige Papiere einbehalten hat, ohne ein Das Verdicken und die Haftfähigkeit der Farben wurde jeden Recht dazu zu haben. Die Klage gehört, wenn dort ein Ge falls durch Zusatz von Gummi erreicht. Interessant ist, daß sich werbegericht besteht, vor dieses, sonst vor das ordentliche die Künstler, aufgefundenen Inschriften zufolge, der Unvergänglich- Gericht. teit der Farben wohl bewußt waren. Eingelaufene Druckschriften. Unter dieser Rubrit zeigen wir sämmtliche der Redaktion zugehende literarische Neuigkeiten an. Wir bitten unsere Leser die Nennung der Schriften nicht als Empfehlung der Rebattion, sondern lediglich als Empfangsbestätigung aufzufassen. Blos über diejenigen Erscheinungen, welche im Jutereffe unserer Leser oder aus politischen Gründen besprochen werden müssen, veröffentlichen wir, soweit dies der Raum unseres Blattes zuläßt, Kritifen. Genügt einer Verlagsbuchhandlung die Anführung der übersandten Rezensionsexemplare in dieser Rubrit nicht, so bitten wir von der Zusendung der Neuerscheinungen des BerTages abfehen zu wollen. Romanbibliothek für das werkthätige Bolk. Von E. Rosenow. Heft 1. Hainichen. Verlag des Sächsischen Verlagshauses. Logik und Wissenschaftslehre. Von Ernst Keil. Berlin. Berlag von Strappe u. Winkler, Dorotheenstr. 82. Heft 1. Blätter für soziale Pragis. Von Dr. N. Brückner. Frank furt a. M. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diez Verlag) ist uns soeben die Nr. 10 des 4. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Vor der eigenen Thür kehren. Die Maifeier. Agrarische Unverfrorenheit im Reichstage. Die Wirkungen der GewerbeordnungsNovelle auf die Beschäftigung von Kindern und jugendlichen Arbeitern. Feuilleton: Die Engelmacherin. Ein Berliner Sittenbild. Von May Kretzer. In den Marmorbrüchen ( Gedicht). Von H. Rügen. Arbeiterinnen- Bewegung. Kleine Nachrichten. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1894 unter Nr. 2660) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inseratenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pi. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Zahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. 3. K. 999. Gr fann verkaufen, so lange das Reich das Patent nicht für sich beansprucht. Echönwalde. Der Todtengräber wird behaupten, daß er im Interesse der öffentlichen Ordnung gehandelt habe. Strafantrag, der bei der Staatsanwaltschaft in Landsberg a. M. zu stellen ist, wird also wohl keinen Erfolg haben. E. K. 20. Ein Vater haftet für Schaden, den sein Kind angerichtet hat, nur dann, wenn er die Aufsicht vernachlässigt hat. Liegt ein solcher Fall nicht vor, so kann nur das Kind in Anspruch genommen werden. Chrl. 100. Reklamiren Sie, Ihr Wahlrecht kann dadurch nicht leiden. B. G. 61. Der Vater muß sich auseinander setzen und kann durch das Vormundschaftsgericht dazu gezwungen werden. R. 10, Adlershof. Nein. Er tanu auf Ausstellung eines anderen Scheins flagen. K. 503. Nein, die Frau fann troh Testament ihre Rechte geltend machen. Gerechtigkeit. Nein. C. B. Beantragen Sie beim Gewerbegericht Ertheilung der Urtheile. Eie müssen dann selbst einen Gerichtsvollzieher beauftragen. W. B. Das Honorar ist offenbar vereinbart. Dies ist zulässig. Ob es angemessen ist, läßt sich nur aus den Akten feststellen. J. P. I. Nein, Sie haben durch Stillschweigen Ihre Rechte aufgegeben. G. H., Grüner Weg. Der Anspruch auf die Miethsraten verjährt mit Ablauf von vier Jahren, vom Ende des Jahres gerechnet, in welchem die Raten fällig waren. Der Anspruch auf Herausgabe der Sachen selbst verjährt in 30 Jahren. E. J. 108. Wir verweisen Sie auf unsere heutige Notiz unter Parteinachrichten:" Das Lügen über die Sozialdemofratie 2c." O. S., Friedrichsberg. Die Neischach'sche Brauerei ist nicht boykottirt. M. R. R. Kommen Sie in die Sprechstunde. C. Sch. 22. Sie sind gesetzlich zur Zahlung verpflichtet. Ihr geringer Verdienst befreit Sie nicht, wird aber wohl zur Bewilligung von Ratenzahlungen führen, wenn Sie deshalb ein kommen. W. H. Ihre Anfrage ist uns durchaus unverständlich. Sie sollten als Leser des„ Borwärts" doch wissen, daß wir uns noch nie um die Fremdenliste gekümmert haben. Berichtigung! Mit Bezugnahme auf die im Ber I. Intelligenz- Blatt" vom 22. Mai cr. und in anderen Beitungen in den Berichten über Versammlungen über unsere Brauerei enthaltenen unrichtigen Angaben erklären wir hiermit ausdrücklich, daß wir schon vor Jahr und Tag aus dem Verein der Berliner Brauereien ausgeschieden Moft. Wie gerichtlich erwiesen nichts anderes als eine niederträchtige Verläumdung. Wir haben dieser Sache, als sie hier folportirt wurde, Beachtung geschenkt, auch Klage wurde erhoben. Ueberall aber, wo dieses Lügengewebe zum Vorschein Wir werden durch solche fommt, zu tlagen, geht nicht an. Dinge nicht mehr nervös. Köln a. Rh. Genosse Singer ist schon vor vielen Jahren aus der Firma Gebrüder Singer ausgetreten. Damit erledigen sich von selbst die Liebenswürdigkeiten des Geraer Blattes und der Kölnischen Zeitung". F: St. D. ist Advokat. Er wurde von belgischen Gerichten Db in absencia zu vielen Jahren Gefängniß verurtheilt.-15 das derselbe Fr. ist, ist aus dem Berichte nicht genau ersichtlich. Anfrage wird bei unserem dortigen Korrespondenten gestellt werden. N. Walther. Wir haben auf die Inserate des„ BoltsLeriton" keinen Einfluß. Wenden Sie sich an Wörlein u. Co. in Nürnberg. M. 8 B. Ihre Frage ist wirklich sehr naiv. Ein Offizier hat selbstverständlich mehr Gehalt als ein Unteroffizier, zu welch letzteren auch der Feldwebel zählt. " Wahrheit. Wilhelm Tell hat nicht existirt und ist das Ganze eine Sage, geschichtlich ist nichts festgestellt. Gadegast. Ihr Eingesandt fann nur als Annonce aufgenommen werden. N. N. Sie müssen den Wirth wegen Beleidigung ver flagen. Daß Sie wegen der Möbel bestraft werden, ist kaum anzunehmen. P. M. 64 562. Sie müssen durch einen Anwalt Klage auf Schadenersaz anstellen. Kommen Sie im Armenrecht um Bestallung eines Anwalts ein. Tiesler. Sie müssen Berufung einlegen. Es giebt fein anderes Mittel. Beziehen Sie sich auf das Zeugniß des Unter nehmers. Briefkaffen der Expedition. B. G. u. M. 2. Der Schweichel'sche Roman ist in Buchform erschienen und zum Preise von 1. M., broschirt, gebunden 2 M., zu beziehen. Porto 10, bezw. 20 Pig. Depeschen. ( Wolff's Telegravhen- Bureau.) Paris, 23. Mai. Bourgeois hat den Auftrag, ein neues Rabinet zu bilden, abgelehnt. Köln, 23. Mai. Nach einer Meldung der Kölnischen 3tg." zersprang in dem Eschweiler Walzwerk das Schwungrad der Maschine; es erfolgte hierauf eine Kesselerplosion, bei welcher sieben Arbeiter, darunter einige lebensgefährlich verbrüht wurden. billig. Tuchreste hosen von 2,50 M., Knabenhofen von 90 Pf. an, Schulgeführt. Auch Lieferant des KonfumMetzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, 1. Gesch. Andreasstr. 23, S. pt., gegenüb. Andreaspl Kinderwagen, her gratis. Theilzahlung getattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß vereins des Ostens. .ch nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. 2. Gesch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain Anzüge von 3,50 M. an. 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NeueJakobstr. 17, Brunnenstr. 162, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36, Potsdamerstr. 5 Min. von Bahnhof Börse Wohn., No. 57/58, Alte Schönhauserstr. 2, empf. 1. z. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spizen, Gard., Möbelst. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stube, Küche, Kloset, für 80 Thir. Stück. Herren- Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen zu verm. Näh. das. Rückerstr. 5 billigst. Neu! Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben. an d. Linienstr., zwischen Rosenthalerund Schönhauserfstraße. In RohTabaken und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Neue Friedrich- Strasse 9. Streng reelle Bedienung. Deffentliche Versammlung der Böttcher Berlins u. Umgegend. Creditgewährung! Tages: Ordnung: 1. Die Lage unseres Gewerks im Allgemeinen. Referent: Kollege Winkelmann aus Hamburg. 2. Diskussirn. 113/14 Die Kommission. nach Uebereinkunft! Ein Jeder mache den Versuch. Verband der Sattler und Tapezirer. 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Trinkt kein boykottirtes Bier! Derlautulungen. סטן die Verhältnisse verschiedener Berliner Arbeiterkategorien gegen-| Orte und Umgebung verbraucht. Der Bevollmächtigte macht bes über, zeigend, daß diese nicht besser sind als jene. Nachdem noch fannt, daß auf Veranlassung der hiesigen Ortsverwaltung in Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten millarg das Wort zur Diskussion genommen hatten, ging bands mit einer Mitgliederzahl von 50 Kollegen gegründet ist. v. Wächter, Krüger, Mäther, Ernst Fischer und Keula eine Verwaltungsstelle des Deutschen Metallarbeiter- VerBerliner Reichstag 3- Wahlkreis diskutirte in seiner fehr gut besuchten Sigung vom 22. Mai die Frage:" Durch die Versanimlung zum Punkt„ Vercinsangelegenheiten" über. Es Außerdem soll in einer am Sonntag, den 27. d. M., in Schönewelche Reformen kann die Bedeutung des Wahlvereins gehoben wurden den ausgesperrten Brauerei- Arbeitern aus der Vereinsberg, Grunewaldstr. 110, stattfindenden öffentlichen Bersammlung dort eine Verwaltungsstelle errichtet werden. werden?" Mattutat referirte zu dieser Frage, die zulegt Ende fasse 100 m. bewilligt. vorigen Jahres auf der Tagesordnung des Vereins stand. Der Verband der Bauarbeiter hielt am 6. Mai eine Die in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplähen Redner empfahl den damals abgelehnten Vorschlag der De Mitgliederversammlung ab, in der Genosse Seiler über die beschäftigten Arbeiter hielten am 20. Mai eine öffentliche Versentralisation, wie er nebst den Genossen Böhm und Ledebour Entwickelung des Kapitalismus sprach). In der Besprechung fammlung ab. Nachdem eine Reihe persönlicher Differenzen ihn am 26. November 1898 im Vorwärts" veröffentlicht habe. über die Statistik sprachen sich mehrere Kollegen dahin aus, das im Anschluß an Auseinandersetzungen, welche in der letzten Wie die empfohlene Reorganisation wirfe, lehre der die Statistik teinen Werth habe, denn viele Kollegen würden sich öffentlichen Versammlung im Schüßenhaus erfolgten erledigt sechste Wahlkreis, die Mitgliederzahl des Wahl schämen, ihre Verhältnisse bekannt zu geben. Hierauf gelangte waren, wurde die Neuwahl der Vertrauensleute und des Delevereins von etwa 1800 auf 5000 gestiegen ist. folgender Antrag vom Kollegen Krüger zur Annahme: Da die girten zur Gewerkschaftskommission vorgenommen. Gewählt In der Diskussion erklärt sich Gadegast gegen den Vorschlag. Mitglieder nicht einsehen, was die Statistit in Anbetracht der wurden A. Burut, welcher den Markenvertrieb( AgitationsDie Erfahrung im 6. Kreise zeige, daß bei Durchführung dieser eigenartigen Verhältnisse im Verufe für einen Werth haben fonds) zu besorgen hat, Stein als Delegirter zur GewerkschaftsReorganisation Mußsozialdemokraten herangezogen würden; in sollte, so wird ersucht, diesen Punkt auf dem nächsten Verbands- tommission zu dessen Aufgabe auch die Einberufung der der Wiesenthalerstraße im Norden habe man jeden Schlächter tage auf die Tagesordnung zu sehen. Unter Verbandsangelegen öffentlichen Versammlungen gehört und als Stellvertreter desund Schuster zum Beitritt bestimmt. Sailer beantragt, eine heiten ersuchte Rollege Morasas, die Streiklisten der Kollegen selben 2. Hoffmann. Die drei Gewählten zusammen bilden Statutenkommission zur Ausarbeitung der Neorganisation einzu- von Flensburg, sowie Lüneburg so viel wie möglich in Umlauf die Agitationsfommission. Außerdem wurde eine dreigliedrige setzen, und meint, das vom Vorredner gemalte Schreckbild dürfe zu sehen. Kommission gewählt, die, zur Vermeidung jeglicher Streitigkeiten von der Neuerung nicht abhalten. Glode is gleichfalls für Der Verein zur Wahrung der Jutereffen der Zink- tommissionen nochmals nachprüfen soll. Die Wahl erfolgte auf unter den Kollegen, die Abrechung einer der früheren Agitations Die Reorganisation, die nöthig sei, um die jungen Genossen die in gießer und Stürzer hielt am 8. Mai eine Generalversammlung Organisation hineinzubringen, um sie dort für den Kampf 8 ab. Nach dem Bericht des Kollegen R. Wagner über die Antrag Betheiligter. Stein ersuchte zum Schluß die Bersam ſchulen. Riefel bestreitet, was Gadegast vom 6. Wahlkreise ge- Thätigkeit des Vereins erstattete der Kassirer Kollege Kühn den melten, unablässig für den Agitationsfonds zu agitiren, um fo fagt hat; ein derartiges Vorgehen wäre einfach unmöglich. Nur Diejenigen Geschäftsleute, welche z. B. bei der Stadtverordneten- Kaffenbericht. Danach betrugen die Einnahmen im letzten mehr, als die in einem Ringe zusammengeschlossenen Holzwahl sozialistisch gestimmt haben, feien aufgefordert worden, Bierteljahr mit dem Sassenbestand 316,30 m., die Ausgaben industriellen allerlei verdächtige Bewegungen machten. dem Wahlverein beizutreten. Der 6. Wahlverein, der jetzt 6000 162,25 m., sodaß ein Rassenbestand von 154,05 m. vorhanden Die öffentliche Versammlung der Maurer, welche am Mitglieder zähle, habe mit der vollzogenen Reorganisation einen ist. In den Vorstand wurden hierauf folgende Kollegen ge- 20. d. M. tagte, beschäftigte sich mit den Mißständen im Bauguten Griff gethan, er habe dem Verein auch eine große Anzahl wählt: 1. Borsigender D. Volgmann, 2. Vorsitzender H. Klinner, gewerbe. Referent war 23ilte. Derfelbe setzte als bekannt von Genossen gewonnen, die durchaus gute Kräfte feien. 1. Kassirer H. Kühn, 2. Kassirer P. Irrgang, 1. Schriftführer voraus, daß die Mikstände auf den Bauten im allgemeinen die Wengels: Vor einem halben Jahre seien die Gegner dieser H. Weber, 2. Schriftführer M. Findeisen, Revisoren: Herrmann, gleichen wären. Leider fehle es aber an positivem Material, um Reorganisation nicht Preißer, Schmidke und Schulte. Alsdann wurde der Antrag des die Unregelmäßigkeiten auf einzelnen Bauten zu besprechen. Ihm auch gegen jede Reform Des Vereins Kollegen Findeisen angenommen, den monatlichen Beitrag von seien nur zwei Mittheilungen dieser Art zugegangen. Die eine gewesen, es habe fich bamals nur um die Form gehandelt. Redner giebt sich 40 Pr. auf 60 Pf. zu erhöhen, und soll derselbe in 14 tägigen Mittbeilung betraf einen Bau in Schöneberg, woselbst täglich pro auch heute noch bezüglich der gemachten Vorschläge nicht gleich weit Raten à 30 Pf. eingezogen werden. Betreffs der Aussperrung Mann 1000-1200 Steine„ verknufft" würden, wo stets länger der Kollegen von P. Welt Nachf. und Stoof Nachf. verpflichteten als ordnungsmäßig gearbeitet wird u. dgl. m.; die andere Mit gehenden Hoffnungen hin, wie der Referent, erfennt aber an, Aus der Versammlung daß einige Bedenken von damals nunmehr geschwunden sind. sich die Anwesenden, wöchentlich freiwillig 2 M. so lange zu theilung betraf den Schloßumbau. Er ist daher für Einsetzung der beantragten Kommission. Auf geben für die Ausgesperrten, bis die Sache zu gunsten der heraus wurde weiter mitgetheilt, daß Maurermeister Gerbsch gleichem Standpuntte steht Stabernad. Dr. Heymann Kollegen entschieden ist. Zur Einziehung dieser freiwilligen( Bau Chorinerstraße) 471%, Pfennig Stundenlohn, Held u. bemerkt, er stehe in der Hauptsache auf dem Boden des Ent- Gelder wurde der Kollege Gürtler beauftragt, der Sonnabends Franke( Landtagsbau) gar nur 45 Pf. Stundenlohn zahle. Derartigen Mißständen gegenüber fönne nur helfen einiges Zuwurses, welchen 1. 3. der Vorwärts" veröffentlichte. Alle Wahl von 6 Uhr ab im Vereinslokal anwesend sein wird. vereins- Versammlungen litten unter der zu großen Konzentration, Der Verein der Stockarbeiter hielt am 15. Mai eine Sammengehen und das Sammeln von Material, um es der die bei der weiten Ausdehnung des Kreises von Nachtheil sei. Mitglieder- Versammlung ab, in der Frl. Baader über" Die der Versammlung gab Veranlassung zu einer Grörterung der Deffentlichkeit übergeben zu können. Der mangelhafte Besuch Ferner böten sich bisher nicht genügend Genossen zur Theilnahme technische Revolution der Neuzeit" referirte. Der Genosse an der Agitation an, namentlich die jungen Genossen hielten sich Adolph Hoffmann, der anfänglich das Referat zugefagt fönnten. Blauroc war der Meinung, daß hier jeder einzelne Frage, wie die Versammlungen mehr bekannt gemacht werden zu sehr zurück. Auch die Berbreitung des Vorwärts" und unserer hatte, war inzwischen erschienen und ergänzte die Ausführungen ein Agitator sein müsse. Leider fümmere fich aber nur ein Broschürenliteratur müsse viel umfangreicher werden. Alles der Vortragenden in trefflicher Weise. Die in der letzten Versation nach Art der vorgeschlagenen durchgeführt sei. Auch mehr Angelegenheit des Kollegen Schensch empfiehlt der Versammlung burch, vergäßen jedoch, daß derfelbe aus der Bedrohung ges dieses werde anders und beffer werden, wenn eine Reorgani- fammlung gewählte Schiedsgerichts- Kommission zur Regelung der winziger Bruchtheil der Kollegenschaft um gewerkschaftliche Angelegenheiten. Den Bierboykott führten fie zwar tonsequent Befugnisse, als der Verein bisher ausgeübt, müßte derselbe er eine Refolution, wonach die Echensch zum Vorwurf gemachte wertschaftlicher Organisation refultire, blieben ihrer eigenen halten; die größere Macht würde eine gewisse Anziehungs Stellungnahme für den Stockfabrikanten Herrn Noa lediglich gewerkschaftlichen Organisation fern, fammelten nicht für den traft üben. Nachdem sodann die Diskussion geschlossen als ein taktischer Fehler, und etwa gethane Aeußerungen gegen Generalfonds und hielten sich für derartig politisch gebildet", war, erklärte sich die Versammlung gegen zwei Stimmen den Verein als in der Erregung und nicht mit beleidigender daß sie die Gewerkschaft nicht zu brauchen vermeinten. Dieser im Prinzip Prinzip für Vornahme einer Reorganisation und Absicht gethan zu betrachten sind. Kollege Schensch erklärt, stets Indifferentismus müsse erst gebrochen werden, bis es besser wählte eine Kommission, bestehend aus 15 Genossen, welche das Interesse seiner Kollegen wie auch der Arbeiterschaft werden könne. Beschlossen wurde, die Einladungen zu öffentdie Aufgabe hat, in einer demmächst stattfindenden General- gewahrt zu haben und auch fernerhin wahren zu wollen. Die werden könne. Beschlossen wurde, die Einladungen zu öffentversammlung einen ausgearbeiteten Entwurf vorzulegen.-Be- Resolution wird einstimmig angenommen.- Kollege Liebenow lichen Versammlungen mittels Handzettel zu bewerkstelligen. Der kannt gegeben wurde dann, daß die Sammelliste Nr. 1068 für sucht alsdann das Interesse für die Zentralisation der Orts- weitere Gegenstand der Besprechung betraf die Stellung der Berliner Maurer gegenüber den streikenden Genossen anderer die ausgesperrten Brauer auf dem Wege von Joël nach der tranfentassen wachzurufen. Mit der Bekanntgabe des am Konkordia verloren gegangen ist. Auf dem Stiftungsfest des 16. Juni stattfindenden Sommernachts- Balles in der Königsbank, tönnen, welche Pflicht der Maurer allgemein anerkannt wurde, Gewerkschaften. Um dieselben wirkungsvoll unterstützen zu Wahlvereins ist ferner eine Damenuhr verloren worden. Der Große Frankfurterstr. 117, schließt die Versammlung. erachtete die Versammlung das thatkräftige Sammeln zum Finder wird gebeten, diese beim Vorstand abzugeben. Die Verwaltungsstelle des Deutschen Metallarbeiter: Generalfonds der Berliner Maurer für unerläßlich. Ebenso Der sozialdemokratische Wahlverein für den sechsten Verbandes hielt am 19. Mai bei Ehrenberg in der Annenstraße wurden alle Kollegen moralisch verpflichtet, sich gewerkschaftlich Berliner Reichstags- Wahlkreis hörte in seiner am 22. d. M. eine sehr gut besuchte Versammlung ab. Das Referat des zu organisiren. in den Germania- Sälen abgehaltenen ordentlichen Mitglieder: Kollegen Berger über Die Gewerbe- Ordnung" wurde von Eine große Versammlung der Arbeiter und Ar versammlung einen Vortrag des Genossen Bunte Dortmund der Versammlung recht beifällig aufgenommen und folgte dem beiterinnen der Allgemeinen Elektrizitäts ( Delegirten vom stattgehabten internationalen Bergarbeiter eine Besprechung der kürzlich veröffentlichten Verbandsabrechnung Gesellschaft, die von ungefähr 2500 Personen besucht war, Kongreß) über die Verhältnisse der Bergarbeiter in seinem Bezirke. pro 1893, wobei betont wird, daß die eigentlichen Verwaltungs- tagte am Montag Abend in den Germantasälen zwecks StellungDie Darlegungen des Referenten wurden mit großem Interesse fosten sich bedeutend niedriger stellen, weil in der im Vorwärts" nahme zu den in den Betrieben der genannten Firma herrschenentgegengenommen und mit Beifall belohnt. Anschließend hieran veröffentlichten Abrechnung unter der Rubrik Verwaltungs- den Mißständen, über die der Genosse Nät her referirte. Den nahm Guttmann Gelegenheit, auf die Kongreßverhandlungen tosten auch die von den örtlichen Verwaltungsstellen ver harmlosen Leuten gegenüber, so bemerkt der Redner vorweg, die einzugehen und die Berichte der gegnerischen Presse ad absurdum brauchten 33s pet. der Einnahmen einbegriffen sind. Von es unbegreiflich finden, daß Jemand, der nicht dort gearbeitet, zu führen. Giesing stellte den Verhältnissen der Bergleute diesen 331/3 pet. wird aber der größte Theil für Agitation am über die dortigen Zustände sprechen wolle, müsse er betonen, daß Die Landpartie. ' n Morjen, Oller!" Mit Kaffeekanne, Tassen und Weißbrot beladen, trat die junge Frau eilfertig ins Zimmer. Ihre Augen wurden groß vor Erstaunen, als sie ihren Mann am Tische sitzen sah. Wat? Du bist heut schon aus die Federn? Und ooch schon gewaschen?" " Ja doch! Aber meine Schuld ist's nicht. Um fünfe wollte ich mich noch einmal auf die andre Seite legen, da tam der Hans zu mir ins Bett gefrochen. Vater, steh' auf, die Sonn' scheint! Gleich kommt die Mutter mit dem Kaffee. Steb' auf, Water! Wir müssen doch gehen!..." Ich wollt' dem Quälgeist anfangs feine Audienz geben, aber der Lausbub hat mich solange an der Nase gezogen, bis ich raus war." | " . Die erregte Frau verzog sich mit ihrem Geschirr in die Küche, und ihr Mann begann, sich und seinen Jungen anzutleiden. Schon nach einigen Minuten lärmte draußen die Korridorflingel und gleich darauf ertönte die Stimme der Hausfrau und diejenige eines Mannes. Onkel Willem! Onkel Willem!" schrie der kleine Hans und sprang aus den Händen seines Vaters, der ihm eben die Schuhe anziehen wollte. An der Thür wäre er bald an seine Mutter gerannt, die den Ankommenden ins Zimmer geleitete. Is man och gut!" Die Frau ordnete die Tassen und goß" N' Tag, Schwager!" fagte die Frau, und ihr Geficht den Kaffee ein. Dann ging fie um den Tisch und wollte den leuchtete wieder wie eitel Sonnenschein." Js jut, daß Sie Kleinen, der auf dem Knie seines Vaters ritt, herabheben. tommen. Karl weeß noch nich, wo er hin gehen soll." Komm' mal, Hanne!" Der aber wehrte sich aus Leibeskräften. Oho!" machte der Vorarbeiter. Das weiß ich ganz be" Id bleib bei Battern! Jd hab' ihn ufgeweckt!" Nimm Play, Wilhelm!" Dicktopp!... So bleib man. Da haft' ne geschmierte Schrippe!" ftimmt Der Frau stieg die Röthe in die Wangen. darfst feen Kaffee mehr trinken und nich'n Rollmops mehr " Doch nich? Denn jag' doch Du mal n'en Ton, Bär oller. effen... Weeste,' n halbe Stunde haste Zeit, bis ich ufgeräumt habe. Der Vorarbeiter nahm den Kopf seiner Frau zwischen seine Wennst es denn noch nicht weeft, wo wir hingehen, dann gibt's Hände: List... List! Thu doch net gar zu dumm! Das n'en Krach... Verstanden. kann doch Dein Ernst net sein! Was gehn denn meine Rameraden die Rollmöpse an, die ich esse?! Das ist doch keine Sach, die sich mit dem Bierboykott vergleichen läßt? Himmel und eins. Die Berliner Brauherrn waren von jeher übermüthig. Von ihrem Geschäft verstehn sie eigentlich den blauen Zwirn, faum soviel wie der Zigeuner vom Glockengießen. Aber's Geldeinstreichen haben sie weg. Für ihre Huzelsupp', die sauer wird, wenn man sie nur schief anschaut, verlangen sie so viel, wie' s beste Bier in München fost't. Und wer trinkt ihr Gschlader, wer muß es trinken? Die Arbeiter. Die Reichen haben ihr„ Echtes". Das wissen die Herren von der Braupfann' und vom Kühlschiff sehr genau. Aber weißt, was fie gethan haben, um sich dafür den Arbeitern erkenntlich zu zeigen? 1890 tit es ihnen auf einmal eing'fallen, die Arbeiter brauchten keine Säle zu Versammlungen mehr, das ganze Bersammlungswesen fei der belle Unsinn. Darauf haben Die Berliner Arbeiter gesagt: Ist gut. Wenn Ihr feinen Saal mehr zu einer Versammlung gebt, tönnt Ihr auch Euer Bier, das ja so nur eine Schlafuzelbrüh ist, behalten und selber faufen. hat gar nicht lange gedauert und die Herren haben aus einem ganz andern Loch gepfiffen, sie haben nachgegeben und der Streit war wieder beigelegt. Ein paar Jahr war Ruh. Heuer haben die Böttcher, was bei uns die Schäffler sind, zu den Brauherrn g'fagt: Jhr habt's ganze Jahr Feiertag, wir wollen auch einmal einen haben, wenn's uns gerade paßt, und sie haben den ersten Mai gefeiert. Gleich haben die Brauer g'schrieen: Das giebt es nicht, wir haben zuviel zu thun. Die Böttcher haben trozdem g'feiert. Wie sie am andern Tag wieder arbeiten wollten, war auf einmal so viel zu thun, daß sie erst die nächste Woche wiederkommen sollten. So ist der Böttcherstreit entstanden. In Rixdorf ist eine Brauerei, die hat überhaupt keine andere Kundschaft als Arbeiter, aber gerade die hat es mit am ärgften getrieben in dem Cujoniren ihrer Arbeiter. Da ist den Rixdorfern die Geduld g'rissen. Sie haben in einer Versammlung erklärt, sie wollen so lange tein Bier von der Rigdorfer Brauerei trinken, bis die Gemaßregelten wieder eingestellt, die Schinderei aufhört und die Leute anständig bezahlt werden. Das war den übrigen Brauherren Wasser auf die Mühle. Sie haben " Nanu? Warum hast denn mich vorhin geukt?" " Selbst d'rauf kommen solltest Du. Wir können überall hin Für eine Weile war es still in der guten Stube des Borgehen, nur nicht, wo man geboykottetes Bier schänkt. So steht arbeiters Frenzel. Durch die geöffneten Fenster drang der mild- die Sach'." frische Hauch des Frühlingsmorgens, in der Ferne rasselte ein Nu jeht mir' n Licht uff!" Die Frau fant auf einen Stubl Lasiwagen und auf der Straße erledigten einige Spatzen eine und rückte einigemal hin und her, als müßte sie sich recht fest Familiendiskussion. Ab und zu klang ein Kaffeelöffelchen, flirrte sezen. Meen Mann läßt sich befehlen, ob un wat für'n Bier eine Taffe, ertönte das Geräusch schmayender, schlürfender er trinken soll. Lippen. Mit einem Nuck hatte die junge Frau ihre Tasse ge leert, fuhr mit der Rechten drehend über den Mund, als wollte sie ein Schloß zuschließen, schob das Tischtuch zurück, stügte die Elbogen auf und legte das Kinn auf die in einandergeschobenen Hände. " Wohin jeh'n wir, Karl?" " Gar nichts läßt sich Dein Mann befehlen, g'scheidte List, aber er thut, was er für recht und gut hält, was ihm nüßt und feinen Kameraden. Können die dicken Bräuer zusammenhalten, tönnen's wir Arbeiter auch. Net wahr, Wilhelm?" ,, Aberst Du biste doch feen enfacher Arbeeter!" " Heute nicht, liebe Lisl. Heute bin ich Vorarbeiter. Aber mein Herr mich auf die Straße, und ich bin der Niemand, wenn ich nicht meiner Organisation angehöre. In meiner Fabrit stehen zwei Mann; der eine war jahrelang Meister und der andere war auch schon selbständig, aber das Großkapital hat sie gefreffen, wie die Katz die Mäuse frißt und heute sind sie nichts anderes als„ enfache Arbeeter". Mm!" brummte der Angesprochene und faute ruhig weiter morgen, oder übermorgen, oder wenn es ihm einfällt, wirft mit beiden Backen. Nach'n Grunewald?" M- m- m!" 21 " Nach Halensee?" M- m- m- m!" " Nach Johannisthal und Abends in de Hafenhaide?" " Nee, Madamten, ooch nich!" Und wenn die... die... Deine Rolleien sagen, Du 21 Summe 0011 zu Schlüter gewählt. nur die Furcht vor sofortiger Entlassung eine ganze Reihe von oberen Beamten und die Ungerechtigkeit der Direktoren, die in haltig anerkannt werden können; weshalb sich die Versammlung Personen abhalte, an seiner Stelle die Thatsachen vorzuführen. einem Falle 5 Arbeiter, die der Direktion von den unredlichen der am 20. März von den Dresdener Kollegen angenommenen Das Unternehmen, welches die öffentliche Kritik herausfordere, Machenschaften eines Meisters Mittheilung gemacht, auf die Resolution anschließt, welche lautet: Die Versammlung erklärt fei, obwohl neueren Datums, eifrig bestrebt, die Praktiken der Straße gesetzt hatten. Nach einem kurzen Schlußwort des sich mit der von der Majorität der Kommission für Arbeiter Siemens u. Halste 2c. nachzuahmen. Frauenarbeit und jugend- Referenten wurden folgende Resolutionen von der imposanten statistit im Reichsamt des Innern beschlossenen Regelung der liche Arbeit werden in diesen Betrieben, es sind deren drei, Acker- Bersammlung einstimmig genehmigt: 1. Die hier versammelten Arbeitszeit im Bäckergewerbe, einer wöchentlichen Maximalstraße, Schiffbauerdamm und Schlegelstraße, in bedeutendem Arbeiter und Arbeiterinnen der allgemeinen Elektrizitäts- Gesell- arbeitszeit von 72 Stunden und einer 18 stündigen Sonntags= Maße kultivirt. Im Ganzen beschäftige die Firma zirka 2000 fchaft erklären ihr Einverständniß mit den Ausführungen des Ruhe von Morgens 6 Uhr bis Nachts 12 Uhr, sowie mit der Hände". Ein großer Theil der eingelaufenen Beschwerden Referenten und verpflichten sich, den hier bestehenden Organi- Einschränkung der Lehrlingsarbeit und dem Verbot des Waarerichte sich gegen die unmenschlich lange Arbeitszeit habe fationen beizutreten. 2. Die Anwesenden erachten, mit Rück- austragens durch die Lehrlinge einverstanden und ersucht den man doch in einzelnen Abtheilungen überhaupt keine bestimmte sicht darauf, daß die Angaben des Referenten von den bethei- hohen Bundesrath, die Infraftsetzung dieser Bestimmungen Arbeitsdauer Ueberstunden sogar bis 2 Uhr Nachts feien zur ligten Meistern und Beamten nicht widerlegt find, die Schilderung möglichst bald eintreten zu lassen; ferner die Durchführung und Regel geworden. Falle es einem Arbeiter ein, im Interesse von den Mißständen in dem Betriebe der allgemeinen Elektrizitäts- ueberwachung dieser Vorschriften den Gewerbe- Inspektoren oder feiner Gesundheit gegen diese Zustände Einspruch zu erheben, so Gesellschaft als zutreffend und fordern die Direktion auf, die sonstigen behördlichen Organen übertragen. werde mit dem Zaunpfahl gewinkt: Na, wir werden uns das Ursachen für die Beschwerden bezüglich der Arbeitszeit, der Der folgende Bunft der Tagesordnung betraf die leidige merken, wenn weniger zu thun ist.( Sehr richtig!) So gehe es Löhne, der Behandlung, sowie der hygienischen Vorschriften auf Genossenschaftsbäckerei- Frage. Während ein Theil der Anwesenzu in der sogenannten Unterwerkstatt, ähnliche Zustände herrschen schnellstem Wege zu beseitigen. Der Ueberschuß der Teller den den Geschäftsführer dieses Institutes wegen seiner Stellung in der Gummi- und Drahtabtheilung. Hier sei es vorgekommen, fammlung wurde den ausgesperrten Brauereiarbeitern über zu den Arbeiterforderungen scharf angriff, wurde das Vorgehen daß im vorigen Sommer die Arbeiterinnen von früh 6 bis wiesen. desselben durch mehrere Redner eingehend vertheidigt. Nachdem Abends 10 Uhr ohne regelmäßige Mittagspause aushalten mußten, Eine Bezirksversammlung des deutschen Holz ein Theil der Versammelten den Saal verlassen, gelangte weil die Arbeit angeblich so sehr eilig war. Jugendliche Ararbeiter Verbandes tagte am 20. Mai im Arendt'schen folgende Resolution zur Annahme: Die 2c. Verſammlung erklärt beiter sollen entgegen allen gefeßlichen Bestimmungen bis Lokal( Moabit), um einen interessanten Vortrag des Genossen das Vorgehen des Geschäftsführers Freitag aus der Genossen= 12 und 1 Uhr Nachts beschäftigt gewesen sein.( Entrüftungsrufe.) Jahn über die Entwicklung der Volkswirthschaft schaftsbäderei für Berlin und Umgegend für entschieden frivol Und das zu einer Zeit, wo Tausende ohne Arbeit sind, wo vor hören. Unter Verbandsangelegenheiten stellte Kollege Zimm den und bemerkt, daß die von der legeren geführte Schuhmarke mit den Thoren Leute, die gern arbeiten wollten, vergebens auf Be- Antrag, die Zahlstelle von Roshan zu verlegen. Die Versamm der Kontrollmarke der Bäckereiarbeiter absolut nichts zu thun schäftigung warteten. Nicht zu vergessen sei die schwere Schädi- lung stimmte dem zu, und befindet sich die Zahlstelle vom 1. Juni hat; die Versammlung fordert darum die Arbeiter Berlins auf, gung, die den wenig widerstandsfähigen Körpern der jungen ab bei der Wwe. Holzbrecher, Thurmstraße 84. Kollege nur Brot mit der Kontrollmarke zu kaufen. Der Delegirte zur Leute durch die übermäßige höchst ungesunde Arbeit zugefügt sei. Weber machte darauf aufmerksam, das bayrische Bier so viel wie Gewerkschaftskommission wird beauftragt, diese Angelegenheit bei In welchem Verhältniß ständen nun die Löhne. An der Hand von möglich zu meiden und das boykottirte Bier gar nicht zu trinken. Der Kommiſſion anhängig zu machen. Als Delegirter zu vorLobuzetteln wollte er( Redner) die grandiose Bezahlung in diesen Die Kollegen erklärten sich solidarisch mit den Ausgesperrten. genannter Kommission wurde Schappei, als Stellvertreter Betrieben vor Augen führen. In der Maschinenfabrik wurde gezahlt: für 58 Stunden 15,95 M., für 65 Stunden 13,65 M., Der Fachverein der Holz- und Bretterträger befür 721/2 Stunden 21,05 m. 1. f. w. Heizer und Maschinisten schäftigte sich in seiner Versammlung am 20. Mai mit der Eine öffentliche Versammlung der Handlungshilfs= erhielten für 76 Stunden 22,80 M., für 86 Stunden die Regelung einer Reihe geschäftlicher Angelegenheiten. Unter Arbeiter( Hausdiener 2c.) tagte am Dienstag Abend im Neuen 29,28 Mart als 2ohn für eine anderem wurde auf das Ersuchen eines franken Kollegen dem Klubhaus, um den Bericht der Delegirten von dem Hallenser wöchentliche Arbeitszeit! Die Stundenlöhne erreichten felben 25 M. Unterstüßung gewährt. Den streifenden Böttchern Kongreß vom 13.- 15. Mai cr. entgegenzunehmen. Die Kollegen felbstverständlich die gleiche Höhe". Man zahle von 13-21 Pf. und den Laurei Hilfsarbeitern bewilligte die Versammlung die dort gefaßten Beschlüsse, woran sich eine ausgedehnte Debatte Alboldt, Pahliy, Barnewiß und Pinzer erläuterten per Stunde, so daß Löhne von 11,52 m., 12,80 m. Usus seien. ie 15 M. Wie weit die Geduld der Arbeiter auf die Probe gestellt wurde, schloß. Im Allgemeinen war Die Freie Vereinigung der Banarbeiter hielt am greffes durchaus zufrieden; Beschlüsse wurden bei diesem Punkt man mit dem Erfolge des Kongehe daraus hervor, daß Familienvätern Stundenlöhne von 20. d. Mis. ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Da ber Tagesordnung nicht gefaßt. Wie mitgetheilt wurde, soll ein 22 Pf. angeboten wurden. Im schärfsten Widerspruch mit der Referent, Reichstags- Abgeordneter Zubeil, nicht erschienen diesem erbärmlichen Verdienst stehe die Thatsache, daß in dem war, mußte vom Vortrag Abstand genommen werden. Auf An- ausführlicher Bericht in furzem in Broschürenform herausgegeben Katalog des Fabrit- Konsumvereins, eine sogenannte Wohlfahrts trag Wernau beschloß die Versammlung, der Gewerkschafts- Debatte, in welcher hervorgehoben wurde, daß es sich jeder Die Wahl des Vertrauensmannes zeitigte eine längere einrichtung, Hochheimer, Benediktiner, Sardinen, Stangenfpargel, fommission 20 M. für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter zu zum Theil theurer als anderswo, zum Kauf empfohlen würden. überweisen. Die nächste Versammlung findet am 10. Juni bei Rollege angelegen fein lassen solle, den Vertrauensmann zu unterftüßen; zur Erleichterung seiner Thätigkeit soll derselbe zwei ( Heiterfeit.) Das Bier sei zum Theil ungenießbar, Beschwerder Wilke, Andreasstr. 26, statt. dieferhalb würden aber mit der bekannten bärbetßigen Grobheit Personen als Hilfskräfte annehmen. Gewählt wurde als Verder Beamten gedämpft. Nach berühmten Mustern besize die Der Kranken Unterstügungs- und Begräbnißverein trauensmann für Berlin Kollege Schuhmann; zu Revisoren Gesellschaft auch eine Unterstützungskasse für das erkrankte für Bau- und gewerbliche Hilfsarbeiter hielt für die Agitationskommission Streitner, Jagow und Personal. am 20. Mai eine außerordentliche Generalversammlung ab, in Barnewit. Am Sonntag hält die Branche der Rollkutscher Wer außer der Zwangstasse noch einer anderen freien Kasse angehöre, welcher eine Erfahwahl des ersten Rendanten vorgenommen Versammlung ab. werde dafür bestraft, indem nur Hälfte der Unterstüßung, nämlich 2,25 wurde. Die Versammlung betraute mit diesem Amt den Kollegen 2,25 Mark per Charlottenburg. Am 20. Mai tagte hier eine öffentliche Woche gezahlt werde, ebenso geht es den Arbeiterinnen Michterscheinens des alten Rendanten Feldhahn und infolge der Berlin referirte in einstündiger Rede über: Unsere Lohn- und Georg Nöding, Adalbertstr. 10 wohnhaft. Auf grund des Versammlung der Maler und Anstreicher. Kollege Lint= und jugendlichen Arbeitern. Buspätfommen" muß mit 20 Bf. Verweigerung der Revision sowie der Auslieferung der Lages Arbeitsverhältnisse, Zweck und Nutzen der Werkstellen- Organisa beim ersten Mal, dann mit 40 resp. 60 Pf. gebüßt werden. In kasse und der Kassenbücher wurde beschlossen, denselben sofort tion". Nach dem beifällig aufgenommenen Vortrage folgte eine dem Betriebe in der Schlegelstraße habe man für Sprechen und Lachen 25-50 Pf. Strafe festgesetzt. Wer das Kloset länger als Lofal des abgesetzten Rendanten Frankfurter Allee 73 war, wurde werkstellen- Organisation hier im Drte drehte. Die Zahlstelle Oft, welche bis dato im rege Diskussion, die sich hauptsächlich um die Einführung der gewöhnlich benüße, müsse ebenfalls 50 Pf. dafür opfern! Die hygienischen Zustände in den Fabriken ließen meist alles zu legt. Kassirt wird jeden Sonntag nach dem 1. des Monats von Von der Wahl eines Vertrauensmannes wurde Abstand ge nach dem Lokal des Genossen Friz Wilke, Andreasstr. 26, ver- die sich dafür aussprach, wurde hierauf einstimmig angenommen. wünschen übrig. In dem legtgenannten Betriebe würden durch 10-12 Uhr Mittags. die Klosets die Gerüche im Arbeitsraum verbreitet; die Thürnommen und ein Agitationsfomitee, bestehend aus den Kollegen füllungen fehlten zum Theil, wodurch das Sittlichkeitsgefühl Im Verein der Schäftebranche gab in der letzten Ver- Düfer, Flemming und Habicht gewählt. jedenfalls auch nicht gehoben würde. Als die Anwohner der sammlung Kollege Köbler einen Bericht über die Lage des Ackerstraße über die aus der Gießerei dringenden Dämpfe Be- Streits in Burg. Die Situation, so bemerkt Redner, sei ziem- am 20. Ma Stellung zu der Aussperrung der Brauerei- Arbeiter. In Friedrichsberg nahm eine öffentliche Volksversammlung schwerde führten, wurden die Fenster verfchloffen gehalten. Das lich dieselbe. Bis jetzt seien 2500 M. an Unterſtüßungen gezahlt. Genoffe Schneider schilderte die verschiedenen, von den felbe sei im Saal 9 und 10 der Fall, wo sich geradezu unerträgliche Redner fordert zum Schluß zur eifrigen Unterstützung der Dünfte entwickelten. Auf die Denunziation einzelner Perfonen, Streifenden auf. Im Verschiedenen sprachen sich mehrere Redner und Hilfsarbeiter verübten Brutalitäten, welche zur Boykottirung Brauereibesitzern seit dem 1. Mai gegen die Böttcher, Brauer welche durch die permanente Sonntagsarbeit gestört wurden, für Aufhebung des Arbeitsnachweises aus, da sich derselbe nicht der Brauereien seitens der Berliner Arbeiterschaft geführt haben, ist seitens der zuständigen Behörde noch keine Wenderung ge- bewährt habe und große Kosten verursache. Dem widersprachen and empfahl schließlich die von den Berliner Versammlungen troffen. Lebhafte Klage führten besonders die Arbeiterinnen die Kollegen Kleinau und Baumgart mit der Begründung, daß über die rigorose Behandlung durch die Meister. Daß die der Nachweis gerade jetzt zur Geltung kommen wird, weil die angenommene Bierboykott- Resolution zur Annahme. Die Ver letzteren in vielen Fällen ihre Autorität über die weib Arbeitsgelegenheit nach Pfingsten abnimmt. Die Versammlung riethen einzelne Redner unter dem Beifall der Zuhörer, überfar..mlung ftimmte derselben einmüthig zu. In der Diskussion lichen Arbeiter in einer gewissen Weise ausdehnten, gab deshalb der Anregung, den Arbeitsnachweis aufzuheben, sei ebenfalls ebenfalls notorisch. Recht bekomme ein Urbeiter feine Folge. Eine kleine Streitfrage entstand wegen der Kinder- haupt kein bairisches Bier während der Dauer des Boykotts zu Die Genossen Schulze, Lange, Heineke, Kopp und Es wurde bestimmt, daß Kinder Schimke wurden als Kommiffion gewählt mit dem Auftrag bie über 6 Jahre 75 Pf. für die Fahrt zu zahlen haben. stritte Durchführung des Boykotts zu überwachen und täglich Der Verband deutscher Kürschner( Filiale Berlin) hielt der Berliner Boykottkommission Bericht zu erstatten. Der Ueber am 21. Mai seine Mitgliederversammlung ab. Von dem Vor- ichuß der Tellersammlung wurde den ausgesperrten Brauerei trag des Genoffen Schöpke nahm die Versammlung wegen des Arbeitern überwiesen. schwachen Besuches Abstand. Der 2. Punkt der Tagesordnung: Stellungnahme zum Kongreß der Bekleidungsindustrie, wurde, lung, die von 4-500 Personen besucht war, um Stellung zum Köpenick. Am Montag tagte hier eine öffentliche Versamme da sich die Kollegen über diesen Punkt nicht einigten, bis zur Berliner Bierboykott zu nehmen. Da im Versammlungslokal nächsten Versammlung vertagt. " verhaften zu lassen. einem Meister gegenüber von der Direktion wohl niemals, billets zur Dampferpartie. das erschüttere angeblich die Disziplin. Mehrere Arbeiter unter stützten dieses Treiben der Meister noch dadurch, daß sie ihr Verhalten auch außerhalb des Betriebes nach den Wünschen der Meister einrichteten. Hier müsse eine kraftvolle Organisation bessernd eingreifen. Darum sollten die bedrückten Arbeiter und Arbeiterinnen endlich begreifen, daß nur ein Weg sie befferen Zuständen entgegenführt: Masseneintritt in die fachgewerblichen Vereinigungen. Die Ausführungen des Referenten, welche lebhaft applaudirt wurden, veranlaßten eine umfangreiche Diskussion, die Hoffnung jedoch, daß eine Widerlegung des Gehörten durch einen der anwesenden Meister und Beamten erfolgen würde, erwies sich als trügerisch. Das Bewußtsein ihrer Schuld verhinderte anscheinend die Herren von der Redefreiheit Gebrauch zu machen. Von den Diskussionsrednern traten Boesch und Berger mit Närme für die Organisation, besonders der Arbeiterinnen ein. Kein führte einen Fall vor, wo in dem Maschinensaal fogar eine 180 stündige Arbeitszeit in einer Woche geleistet war.( Hört! hört!) werden. trinken. Bier aus der Böhmischen Brauerei ausgeschänkt wurde, so bes In der öffentlichen Bäckerversammlung vom Dienstag gnügten sich die Versammlungsbesucher mit Weißbier, während gelangte nach einem Referat des Genossen Hoffmann- Pankow die Frauen dem Kaffee zusprachen. Das Referat hatte Genosse die Art der Agitation zur Erörterung, welche die Unternehmer llarg übernommen, der den Anwesenden eingehend die Verim Bäckergewerbe gegen die geplante Beschränkung der Arbeits- arlassung zu dem Boykott darlegte, worauf die Berliner Resozeit in Szene fetzen. Gegenüber diesen Machenschaften hielt man lution einstimmig zur Annahme gelangte. In der Diskussion eine scharfe Burückweisung am Plaze und nahm nach Schluß de versuchte der Vorsitzende des hiesigen katholischen Arbeitervereins, Debatte einstimmig folgende Refolutionen an:„ Die Verfammlung Herr Krause, den bedrängten Herren Brauerei Direktoren zur erklärt, daß alle Einwände, die von dem Freien Deutschen Bäcker Hilfe zu eilen. Seine Ausführungen wurden zum Theil von der Verband und von den der Germania angehörenden Innungen die Bersammlung recht humorvoll aufgenommen. Behufs that Einführung einer Maximal- Arbeitszeit und einer größeren fräftiger Durchführung des Boykotts wurden 12 Genossen zur Sonntagsruhe betreffend gemacht sind, in teiner Weise als stich- Unterstützung der Lokalkommission gewählt. = ununterbrochen mit den Augen gezwinkert; jetzt schnellte sie empor, wuthentbrannt zum Ingenieur laufen, war beim Werkführer als wäre eine Last von ihr genommen und hastig redete fie auf eins. Er stellte den Antrag, daß sofort einige Arbeiter ihren Schwager ein: Wat sagen Sie dazu, Willem? Sie sind entlassen würden, dann würden die übrigen Furcht friegen und ja Mitfahrer. Ob's wat hilft?" sofort wieder Bier beim Werfführer taufen. Der Ingenieur sah den Antragsteller von oben bis unten an und sagte gelaffen: „ Das geht nicht; Ihres Bieres wegen kann ich doch teine Arbeiter entlassen! Die Sache ist erledigt." Seit der Zeit macht der Herr Werkführer ein Gesicht, wie die Kaze, wenn's donnert. Ja, die Perzentchen! " Ja, ja, die Bandwurm Mediziner!" meinte Wilhelm schmunzelnd. Bandwurm Medizin? Wat is denn det?" " $ Andere Redner schilderten den militärischen Geist der gethan, als wären sie die unschuldigsten Rindeln von der Welt, und den Arbeitern in den Zeitungen vorgeworfen, sie wollten sie total zu Grunde richten. Das fönnten fie sich nicht gefallen lassen, und wenn der Boykott über die Rixdorfer Brauerei nicht bis zu dem und dem Datum aufgehoben sei, so müßten sie " Und dicke! Mein Fahrer flucht seit drei Tagen wie ein jeden fünften Mann ihrer Arbeiter entlassen. Nun, der Boykott Kümmeltürk. Ist auch fein Vergnügen, so umsonst mit dem über die Rirdorfer Brauerei wurde nicht aufgehoben, Wagen voli Bier in der Stadt rumzukutschiren! Und erst draußen und als der bestimmte Tag herankam, flogen einige Hundert in der Brauerei. Die Gesichter! Als hätten sie alle Sauerampfer Brauerei- Arbeiter auf's Pflaster. Jetzt mischten sich die Berliner gegessen, so schauen sie drein, wenn ein Wagen nach dem andern Arbeiter in den Streit und sie mußten sich hineinmischen. Was schier voll wieder bereinrasselt. Liebe Schwägerin, die Berliner hatten die Entlassenen verbrochen? Rein gar nichts. Die ver- Brauer hätten es schon lange verdient, daß ihnen einer aufs einigten Brauherren wollten mit der Entlassung den Arbeitern Dach gestiegen wäre. Was die verdienen, geht auf keine Ruhihre Macht fühlen lassen, der Uebermuth stach sie, der haut. Sie kochen ja nichts ein. Ein alter richtiger Hopfenherr So sagt man bei uns von einem Bier, das extra- schlecht Stolz und Der Eigendünkel. Die Brauerei Arbeiter wehrt sich mit Händen und Füßen, wenn er den Leuten was ver- ist. Wer es trinkt, von dem geht der Bandwurm, aber mit'n hatten in den letzten Jahren tüchtig zusammen gehalten, taufen soll. Und dann, was haben sie denn für ein Risiko? Kopf." fie hatten es durchgesetzt, daß fie einen höheren Das eigentliche Geschäft macht ja der Bierjahrer. Der stellt Der Vorarbeiter bekam einen Sustenanfall und die Frau Lobn betamen, die Arbeitszeit wurde geregelt, furz, wenigstens 500 M. Kaution und ist dem Brauer verantwortlich. schüttelte den Kopf, als hätte sie etwas ganz Unglaubliches ge sie ließen sich nicht mehr behandeln wie Fußfeßen. Das war Fast jeden Abend rechnet er mit ihm ab. Die großen Restaurants hört, dann sagte sie:" Wat, mein Oller is schon fir un fert'g?... der Wurm, der an den dicken Biersiedern fraß, die Organisation bilden ja eine Ausnahme, aber bei den meisten mittleren und Weeste wat? Wir geben eenfach hinter Dir her. Du kannst mußte zerschmettert werden, damit für die Unternehmer die allen kleineren Kneipen erhält der Bierfahrer sofort Geld, uns ja führen, Du hast de neien Stiebel an Profite stiegen. Aber das ist noch nicht alles. Es hat ganz wenn er ablädt. Der Bierfahrer erhält monatlich die Mutter Bumte nehmen wir ooch mit, der ihr Oller ist schon den Anschein, als sollten die Brauereibefizer nur den Anfang 25 Thaler und das Spundgeld, 1 Mark für die Tonne. wieder seit jestern Abends angeln gegangen. Er fängt zwar nie machen und die andern Unternehmer würden nachfolgen. Was Aber das Spundgeld zahlt nicht der Brauer, sondern der n' Schwanz nich, aber er meint' s war' n Vergnügen! heute die Brauer gethan, hätten morgen die Eisenfabrikanten, Bierwirth. Kann man da noch von einem Risiko reden? Eine halbe Stunde später trat die Familie Frenzel ihren übermorgen die Buchdruckereibesizer nachgemacht, eine Organisation Ich glaube nicht. Aber das Sprichwort gilt hier: Aus anderer Sonntagsspaziergang an. Boran marschirte der Mann mit dem nach der andern wäre an die Reihe gekommen und zerschlagen Leute Taschen kann man schon splendid sein. tleinen Knaben, dann folgte die Frau init'n Onkel Willem, die worden. Die Berliner Arbeiter hätten Prügel verdient, wenn Der Vorarbeiter hatte feine Kravatte glücklich unter den Nachhut bildete Frau Bumke. Sie agirte träftig mit ihrem alten fie nicht den Braten gerochen und sich auf die Hinterbeine gestellt Umlegekragen gebracht. Lachend wandte er sich an seinen Bruder. gewaltigen Regendach, und die Bänder ihres Hutes flatterten hätten. Sie haben aber gemerkt, sofort, was auf dem Spiele Wilhelm, laß Dir eine Geschichte erzählen, fie geht auch vom lustig im aufspringenden Winde. stand, den Spieß umgedreht und sich sieben von den Dividenden- Bierboykott. Am Plan Ufer ist eine große Fabrik. In der jauche Händlern herausgeholt. Die müssen jetzt Kagen halten, Schlosserwerkstatt hatte bisher der Werkführer den Bierverkauf. E3 war am Abend desselben Tages. Der fleine Hans lag und eher giebt's keinen Frieden, bis die Kerle nicht nachgeben Es stammte aus einer der Brauereien, über welchen jetzt der bereits in seinem Bettchen und schnarchte wie eine kleine Säge und alles wieder im Loth ist, wie es früher gewesen. Wir haben den Boykott lastet. Am Tag nach der Boykotterklärung war es. mühle. Der Vorarbeiter faß mit seiner Frau an dem Tisch in Beschluß gefaßt, ein jeder von uns hat aus freier Ueberzeugung dafür Schon zog der Mittag heran, aber noch kein Arbeiter hatte der guten Stube und ab Abendbrot. Da schob ihm die Frau gestimmt, daß der Boykott über die sieben Brauereien verhängt ein Bier verlangt, wer Durst hatte, trank Wasser. Stirnrunzelnd die Schale mit der Butter zu und sagte:" Hast et gesehen, Karl, werde, tausend und abertausend halten seit Tagen, was sie aus fab der Werkführer er und lange kounte feine wie der Kellner im Treptower Park mit de Ogen flapperte, wenn freien Stücken versprochen. Und ich sollte ein meineidiger Schuft Erklärung finden. Da warf er einen Blick in den Vorwärts", en neuer Jast tam un ihn fragte, wat et für'n Bier jäbe. Un werden, mein gegebenes Wort brechen? Pfui Teufel! Schämen den man ihm wohl absichtlich zugeschoben, und die Sache war wie dann uff enmal alle Leite den Kopp hochhielten un nidten. müßte ich mich, einem Kameraden und Genossen unter die ihm klar wie Schuhwichs. Am andern Tage, als die Arbeiter Ich ilob', Karl, die jehörten alle zu uns." Augen zu treten, oder auch nur in den Spiegel zu schauen. zur Arbeit antraten, hatte jeoer von ihnen einige Flaschen Bier Der Mann nickte, sein Auge lachte und lieblosend glitt seine Die Frau hatte während der letzten Worte ihres Mannes an einer Strippe über der Schulter hängen. Das sehen und Hand über ihre Finger. " " das " Aberst Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Vading in Berlin SW., Beuthstraße 2.