Nr. 76. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Brets branumerando Bierteljabrl 3.90 9, azonati 1,30 wöchentlich 80 Big. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags. nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage Die Neue Belt 10 Big Boît Abonnement: 1,30 Rart pro Monat Eingetragen in die Boit- Seitungs. Breisliite. Unter Rreuzband Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat Bostabonnements Rebmen an Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal Rumänien, Schweben und die Schmeis Ericheint tägli für Vorwärts Berliner Dolksblatt. 34. Jahrgang. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fedsgefbaltene Rolonel geile oder beren Raum 60 Sfg., für bolittiche und gewerffchaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen". bas fengebrudie Bort 20 Big.( zulässig 2 fettgedrudte Borte), jedes weitere Wort 10 Brg. Stellengesuche und Schlafftellenan jeigen bas erite ort 10 Big, jebca weuere Bort 5 Big. Borte über to Buch flaben zählen für zwei Worte. Sniegate für die nächste Summer milen bis 6 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erbedition ijt bis 7 Uhr abends geöffnet Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Ami Morisolas, Nr. 151 90-151 97. Sonntag, den 18. März 1917. Expedition: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Am: Morisolas, Nr. 151 90-151 97. Rußland ohne Zar. Thronverzicht Michaels. Ein kaiserliches Manifest, das die Petersburger Telegraphen- Agentur unter dem 16. März im Wortlaut verbreitet, gibt den Entschluß des Zaren bekannt, die Strone niederzulegen, auf die Erbfolge für seinen Sohn zu verzichten und die Nachfolge dem Großfürsten Michael Alexandrowitsch zu übergeben. Dieser Entschluß entspricht dem Willen der Duma und hebt diese Uebereinstimmung auch ausdrücklich hervor. Boraus entnommen werden darf, daß die Erekutive der Duma die Feststellung des Wortlauts des Manifests beein flußt hat. liegt, der als abgesagter Feind der Duma zu betrachten ist, so weiß man, wer die Drähte der Gegenrevolution spielen laffen wird. Nikolais Abdankungsmanifest. weber auf den Thron zu verzichten oder enttbront zu werden. Die Zarin befindet sich Barstoje Sielo, Der Komman dant des Palastes hat dem Vertreter der Duma sein Ehrenwort gegeben, daß die Zarin feinen Fluchtverfuch unternehmen werde. Wolffs Bureau bemerkt dazu: Ueber die Anhaltung des Zaren Petersburg, 16. März. Meldung der Petersburger Tele- in Boloojia liegt hier bisher keine Melbung vor. graphenagentur: Das Programm der neuen Regierung. Kaiserliches Manifeft. ,, Wir, von Gottes Guaden Nikolaus II., Kaiser aller Reußen, Zar von Polen, Großherzog von Finnland usw., tun unseren treuen Untertanen hierdurch folgendes fund: Petersburg, 16. März.( Meldung der Petersburger Um dies Manifest schwirren aber Meldungen, die über Jn den Tagen des großen Kampfes gegen den äußeren Feind,| Telegraphen- Agentur.) Die provisorische Regierung veröffent die Nachfolge Nikolaus' anderes wiffen wollen, als die feier- der sich seit drei Jahren bemüht, unser Vaterland zu unter- licht folgende liche Urkunde des Zaren ausfagt. Die Petersburger Tele jochen, hat Gott Rußland cine neue Prüfung schicken geProklamation: graphenagentur teilte furz vor der Veröffentlichung des Mani- wollt. Junere Schwierigkeiten drohen eine verhängnisvolle fests mit:„ Der Kaiser hat dem Großfürsten Nikolaus Nachwirkung auf den endgültigen Ausgang des Krieges aus der Reichsduma hat, unterstützt von der Garnison und Mitbürger! Der provisorische Vollzugsausschuß Nikolajewitsch das Obertommando über die Feldarmee übertragen. Großfürst Mich a e I Alerandro- zuüben. Die Zukunft Rußlands, die Ehre unserer Armee, den Einwohnern der Hauptstadt, jest vollständig witsch hat seinen Thronrechten entfagt. Der Minister das Glück des Bolkes und die ganze Zukunft unseres tenren den schädlichen Einfluß der alten Regie: des Aeußeren Miljufow erklärt, seine Aeußerung über die Vaterlandes verlangen, daß der Krieg um jeden Preis bis rung gebrochen, so daß er jetzt zur festen einstweilige Regentschaft des Großfürsten Michael und über zum fiegreichen Eude geführt wird. Der grausame Feind Organisation der ausführenden Mach t die Throufolge des Großfürsten Alexej hätte feine persön macht seine lesten Anstrengungen und der Augenblick ist nahe, schreiten kann. In diesem Augenblick ernennt der liche Ansicht wiedergegeben." Diljukow hatte nämlich am wo unser tapferes Heer in Uebereinstimmung mit unseren provisorische Ausschuß folgende Minister des ersten Donnerstag vor den Vertretern der Entente- Agenturen Havas, glorreichen Verbündeten den Feind endgültig zu Boden ftreden nationalen Kabinetts, deren frühere öffentliche und Reuter, Associated Preß und..Temps" sich über dieRevolution, ihren mirk. politische Tätigkeit ihnen das Vertrauen des Landes fichert.( Sier folgen bie bereits gemeldeten Namen.) Die neue Regierung will ihre Politik auf folgenden Grundsäken 2. Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Militärpersonen innerhalb der Grenzen, die die milis tärischen und technischen Verhältniffe geftatten. und nationalen Gründen bedingten Einschrän 3. Abfchaffung aller aus sozialen, religiösen fungen. 4. Unmittelbare Vornahme von Vorbereitungen zur Einberufung cinertonftitutionellen Ver sammlung, die auf dem allgemeinen Stimm echt beruhend, eine Regierung einrichten und die Verfassung aunchmen soll. Verlauf und ihr Ziel geäußert und dabei laut offizieller Zu diesen für das Leben Rußlands entscheidensen Tagen Petersburger Meldung gefagt: " Die neue Regierung erachtet als absolute Bedingung: hielten wir es für eine Gewissenspflicht unferes Boltes, bie die offizielle Abdankung des Zaren und die eiustenge Vereinigung und die Organisation aller seiner Kräfte, weilige Hebernahme der Regierung durch den Groß- um einen schnellen Sieg zu verwirklichen, erleichtern zu müssen. aufbauen: fürst Michael Alexandrowitsch. Dies ist ein Beschluß, der Deshalb haben wir in Uebereinstimmung mit der 1. Allgemeine unmittelbare Amnestie uns unabänderlich erscheint." Duma des Reiches es für gut erkannt, der Krone des für alle Personen, die Verbrechen politischer oder reliDaß Miljukom dieſer energischen Faffung jekt die Schärfe russischen Staates zu entfagen und die obersteiöser Natur begangen haben, darunter auch terroristische abzuschleifen versucht, wird aus dem Wortlaut des Manifeftes Gewalt niederzulegen. Da wir uns nicht von Handlungen, Militärrevolten und Verbrechen gegen die einigermaßen verständlich. Der Schein soll gewahrt werden, unferem geliebten Sohn trennen wollen, Landwirtschaftsgefehe. daß der Zar feine Strone freiwillig und einzig im Drange übertragen wir unsere Erbfolge auf unseren patriotischer Hochherzigkeit niedergelegt habe. Bielleicht aber pieberholt sich in Rußland jett, was vor Bruder, den Großherzog Michael Alexandrowitsch, Bereins: und Bersammlungsfreiheit sorund siebzig Jahren unter ruffischem Einfluß etwas weiter den wir bei seiner Besteigung des Throues des russischen wie Streifrecht mit Ausdehnung dieser Rechte auf die westlich in Europa geschah, als der Ausschuß eines Revolutions- Staates segnen. Wir beauftragen unsern Bruder, in voller parlaments einem Herrscher die Kaiserkrone anbot. Stann ein Romanow sich eine Strone auf den Scheitel fetzen Uebereinstimmung mit den nationalen Verlaffen, die durch unabänderlichen Beschluß" der Duma ge- tretern zu regieren, die gefesmäßigen Gin wissermaßen aufgezwungen wird und an der also ganz zweifel- richtungen aufrecht zu erhalten und auf sie los der„ Lubergeruch der Revolution flebt"? Es tommen im Namen des vielgeliebten Baterlandes einen unverlesMeldungen von einer Weigerung, den Inhalt des Erbfolge lichen Eid zu leisten. Manifests auszuführen. Lich Miljukow etwa deshalb die Ließ Abmilderung seiner Aeußerung verfündigen? Die Ansicht, daß die bisher übermächtige Schicht, die den Sarismus ftüste und nügte, sich trot Petersburg noch nicht endgültig geschlagen geben werde, drängt sich jedermann auf, und wenn diese Schicht Gegenminen ziehen wird, so werden diese von den Linien des Heeres aus gegraben und zum Auifliegen gebracht werden. Wenn aber jetzt die Meldung zu trifft, die davon spricht, dem Manifest werde im Buntte der zufünftigen Zarenperion die Hauptsache, nämlich die Ausführung der Thronübertragung fehlen, so wäre das wohl als ein Zeichen zu nehmen, daß die Arbeit der Gegenminen schon im Gange ist. Aus diesem Grunde hätte folgende Meldung ein besonderes Interesse: " Durch meines Bruders Willen wurde mir eine schwere New York, 16. März. Associated Pres" erfährt aus Aufgabe auferlegt, indem mir während eines Krieges ohne Petersburg: Großfürst Michael hat am Freitag nachmittag Seitenstück und unter inneren Unruhen der kaiserliche Thron 8. Abschaffung aller Einschränkungen um 2 Uhr ebenfalls auf den Thron verzichtet. übertragen wurde. Beseelt von dem gleichen Gedanken, der Man muß diese Nachricht in Erinnerung an eine vor Be- das ganze Volk erfüllt, daß das Wohl des Vaterlandes allem für die Soldaten hinsichtlich der sozialen kanntgabe des Manifestes verbreitete Reuter- Depesche bom vorangehe, faßte ich den festen Entschluß, die höchste Rechte, die andere Mitbürger befigen, doch nur unter kanntgabe des Manifestes verbreitete Reuter- Depesche vom Macht nur unter der Bedingung anzunehmen, der Bedingung einer strengen militärischen Disziplin 16. März bewerten, in der mitgeteilt wird, Bonar Law babies der Wille des Volkes ist, indem das Bolt im aktiven Dienst. habe im Unterhause am Ende einer Sigung in Beantwortung durch ein einer Anfrage erflärt: Bon der britischen Botschaft in Petersburg sei ein Telegramm eingelaufen, das feststelle, daß die Plebisait, ausgedrückt durch seine Repräsen frühere Meldung von der Abdankung des Baren und fanten in einer konstituierenden Bersamm der Ernennung des Großfürsten Michael zum Regenten nicht ganz genau scheine. Die Abbankung des Zaren und die Ernennung des Regenten seien noch nicht aus geführt worden, obwohl das Erefutivfomitee einen dahin gehenden Beschluß gefaßt habe." Sicherlich also hat es Hem mungen für den Regierungsausschuß gegeben. Wir fordern alle treuen Söhne des Vaterlandes auf, ihre heilige Vaterlandspflicht zu erfüllen, dem Zaren im schweren Angeublic nationaler Prüfungen za gehorchen und ihm mit den Vertretern des Volkes behilflich zu sein, den russischen Staat den Weg des Glückes und des Nuhmes zu führen. Gott schüße Rußland! Michael fordert Volksabstimmung. Kopenhagen, 17. März. Ritaus Burcan meldet aus Petersburg von heute: Großfürst Michael Alexandrowitsch hat nachstehende Proflamation erlaffen: Iung, die Regierungsform und die neue Verfassung des russischen Staates festfehen muß. Indem ich den Segen des Höchsten herabflehe, stelle ich also allen russischen Mitbürgern anheim, sich der Regierung unterzuordnen, die auf Initiative der Duma gebildet und mit aller Macht und Autorität ausgerüstet Nationalmiliz mit gewählten Chefs, die 5. Die Polizeiinstitution wird durcheine Der Leitung der Seibstverwaltung unterstellt sind, er fct. 6. Die Kommunalwahlen finden auf Grund des allgemeinen Wahlrechts statt. 7. Die Truppen, die an der revolutips nären Bewegung beteiligt waren, sollen nicht entwaffnet, sondern in Petersburg tonfigniert werden. Die provisorische Regierung legt Gewicht darauf, hinzuzufügen, daß sie nicht beabsichtigt, den Kriegszustand zu benutzen, um die Durchführung der oben genannten Reformen aufzu schieben. Daß der Großfürst Michael sich geweigert hat, die Baren- ist, bis die durch eine allgemeine, direkte Die Forderungen der Arbeitervertreter. würde anzunehmen, wird aber auch von anderer Seite ge- gleiche und geheime Abstimmung gewählte meldet. Nach einer Londoner Nachricht geschah die Weigerung Fonstituierende Versammlung durch ihren Be ,, nach langer Ueberlegung". In der Frankfurter Zeitung" schluß über die Regierungsform den Volkswillen aus liest man von einem Telegramm an die russische Gesandtschaft gedrückt hat. in Bern, demzufolge der Großfürst die ihm anvertraute Regierungsgemalt in die Hände der Duma zurüdgelegt" habe. Aber dies ist wohl die Wendung, in der die gegenwärtigen russischen Machthaber den Borgang den Gesandtfchaften mit geteilt haben. Der Zar in Pskow. Petersburg, 16. März.( Renter.) Die Arbeiter. vertreter im Grefutivkomitee der Duma haben eine Webereinkunft erzielt, daß eine konstituierende Versamm Iung einberufen werden soll, die auf der Grundlage bes allgemeinen Wahlrechts zu wählen ist. Petersburg, 17. März.( Renter.) Der Justizminifter meldet der Petersburger Korrespondent des Daily Chronicle& ereusti jagte in einer Ansprache an Arbeiterbelegierte, feinem Blatte, daß der Zar, als er in Boloojia angehalten er fei zwar in die provisorische Regierung Wenn es zutrifft, daß der Oberbefehl der russischen Heere wurde, fich nach stow begab, too er fich mit einer fleinen Garde eingetreten, aber er bleibe doch, was er früher gewesen jekt in den Händen des Großfürsten Ritolat Rifolajewitsch noch befindet. Er wurde bor bic Alternative geftellt, ente fei, nämlich Republikaner. Amfterdam, 17. März. Nach dem Algemeen Handelblad " 1$. März. Eine Revolution durchführen— das Heist, an die Stelle einer alten Unordnung eine neue Ordnung setzen. Was dazwischen liegt, ist nur Mittel, nicht Zweck. Das geschichtlich Große«n den Borgängen des März von 1848 liegt nicht darin, daß in den Siraßen von Berlin Preußen auf Preußen'schössen, daß Häuser angezünder und Barrikaden errichtet wurden, sondern es liegt darin, daß daö Volk Unerhörtes wagte und sein Leben aufö Spiel seyte, um eine neue Ordnung zu gewinnen, ohne die cS erstickt und verkümmert wäre. Der deutsche März von 1848 ist nur ein Glied in einer Kette weltgeschichtlicher Ereignisse, die weit in die Vergangen- beit zurückreicht und alle Völker Europas umspannt. In seine Ahnenreihe gehören die englischen Revolutionen von 1649 und 1688, die große französische Revolution, die Pariser Erhebungen vom Juni 1880 und vom Februar 1848. Von Paris sprang der Funke zündend nach Wien und nach Berlin über. Erst nach Jahrzehnten begann auch für Rußland die Aera der vulkanischen Erschütterungen aus der Tiefe heraus. während sich bis dahin die nicht seltenen gewaltsamen Macht- ivcchsel nur an der Oberfläche abgespielt batten. Und nun, da wir 1917 schreiben und den größten Krieg erleben, den die Geschichte' kennt, ist auch Rußlands März gekommen. Am vergangenen Mittwoch hielt der deutsche Reichs- kanzler im preußischen Dreiklassenhaus eine Rede, in der er ein n e u e s, f r e i e s R c i ch verkündete. Es war eine „g r o ß e" Rede, über die viel Zeitungsartikel geschrieben und viel neue Reden gehalten morden mären, hätte nicht die Welt- gcschichte durch alle diese Schreiberei und Redners: einen Strich gemacht. Worts und Worte über Worte verhallton vor dem Tannerschlag einer großerr T a t. Revolution in Petersburg, der Zar abgedankt, die Dumaregiexung im Besitz der öffenr- lichen Macht! Die Kanzlcrrede war vergessen! Dennoch: soweit Reden in dieser Zeit noch etwas bc- deuten, cS waren Worte wahrlich zur rechten Zeit. Hätte der Kanzler am Mittwoch schon gewußt. waS sich am selben Tag in Petersburg ereignet hatte, er hätte kaum anders sprechen können. An diesem Tage verwandelte sich das zarische Ruß land zu einer konstitutionellen Demokratie mit monarchisch-repräsentativer Spitze. Sollte und durste das Land, das von deutschen Schützengräben umzirkt ist und das mit so vielem kostbaren Blut verteidigt wird, als eine Insel rückständiger Staatsverfassung' und-Gesinnung erscheinen? Sollte die Welt sagen können, daß alle Völker der Erde frei seien, nur das deutsche nichts War es in dieser Stunde nicht das allcrmindeste, daß de: leitende deutsche Staatsmann iein feierliches Gelöbnis abgab, das deutsche Volk solle in � seiner freiheitlichen Entwicklung nicht lange mehr hinter anderen i zurückstehen? Nicht lange mehr! Wie lange noch? Die provisorische l Regierung Rußlands schließt den Aufruf, in dem sie die ziositcstgchendew freiheitlichen Reformen ankündigt, mit, den Worten: Tie provisorische Regierung legt Gewicht daraus, hinzuzu« fügen, haß sie p i ch t b e a b s i ch: i g t, d e n Kriegszustand zu, benutzen,' um d.ie Durchführung der oben- S cnötiutc« Reformen a utz uschl e b en. Hingegen her deutsche Reichskanzler am 14. März: ■ T-tz die königk. LtäatSregierung«iite lfleform des preußischen Szahkrechj» vorschlagen wird, hat sie wiederholt in unmihvessiänd- lichtr �eise ausgesprochen. Sie hat aber auch der Ueberzeugung LiuSdruck gegeben, daß diese Reform für uns. die unzweifelhaft -zu schweren inneren Kämpfen führen wird, nicht zu einer Zeit in die Hanö genommen werden kann, wo wir noch vom Feinde von außen berannt werden, weil wir in einer solchen Zeit innere Kämpf« nicht ertragen Innncii.'(Sehr richtig! und Widerspruch.) DaS sollten gerade die Hetr-n bedeaken, die ggnz radikale Wünsche in bczug auf das Wahlrecht haben. Wenn morgen der preußische König dem preußischen Volk sein im Jahre 1848 erkänipstes Wahlrecht wiedergeben würde— auf demselben Wege, auf den, eS ihm genommen worden ist— das ganze Volk, von wenigen Ausnahmen abgesehen, würde diese Tat' politischer Klugheit mit tiefer Genugtuung begrüßen. lind jene wenige:: Ausnahmen'1.Würden sie innere Kämpfe entfesseln? ' ch- Innere Kämpfe während des Krieges wollen wir nichts Das politisch reife Volk Deutschlands begreift, daß wir uns in der Lage, in der wir uns befinden, diesen LuxuS nicht leisten können, und darum erträgt es die Belastungsproben. die ihn: auferlegt sind, in einer Weise, die den Reichskanzler zu Ausdrücken der Bewunderung hinreißt. Wäre indes viel- leicht nicht etwas.weniger Bewunderung— und etwas weniger Belastung—- besser? DaS russische Volk. daS an Politischer-Einsicht und Bildung unter dem deutschen steht, hat die noch schwerere Be- laltungSProbc, die ihm auferlegt wurde, nicht ertragen. Hat es dadurch seine Lage gebessert? Die Zukunft wird cS lehren! Einstweilen hat es nur die Herrschast des Absolutismus mit jener der Bourgeoisie vertauscht. Die russische' Revolution war in ihrem vorläufigen Ergebnis eine b ü r g c r l: ch- l i b e r a l e Revolution. Alle erfolgreichen Gewalt revolutionev waren bisher b ü r g e r- liehe Revolutionen. DaS liegt tief im Wesen der Sache begründet, denn die revolutionäre Wirkung dbs Bürgertums war stetL auf die Sprengung alter Gesseln, politischer und wirtschaftlicher gerichtet; mik der Beseitigung der alten ergab sich die neue Ordnung beinahe von selbst. DaS Bürgertum halte ferner d:c politischen Führeroigcnschaftcn, ohne die eine erfolgreiche Revolution unmöglich ist, schon in der Zeit vor der Erhebung zur Reife gebracht. Das P r o l o r a r i a t hat es in beiden Beziehungen viel schwerer. Denn die neue Ordnung, die eS sich schaffen muß. ist' mit der Zerstörung der alten noch nicht hergestellt. Diese erhebt sich namrgemäß wieder ganz von selbst, lvenn an ihre Stelle statt neuer Bildung nur ein Wirrwarr tritt. In keiner Straßcnschlacht. und wäre sie so gewaltig wie die Schlacht bei Tanncnberg. kann die kapitalistische Gesellschaftsordnung durch die soziakisfische ersetzt werden. Die gewaltsame. Erhebung fordert aber auch, daß un- zählige Verwaltungsstellen mit neuen Kräften besetzt werden, die das Vertrauen der Bewegung genießen und zu ihrer schmoren Arbeit fähig sind. Tic müssen, wenn ein jäher Um- schwung zum Siege des Sozialismus führen soll. vorhanden sein. Und. wiederum: sozialistische Venvaltungs- arvett ist unendlich schwerer als liberale, denn sie soll nicht nur Fesseln beseitigen, sondern eine neue Wirtschaftsordnung aukbaucn'. Agitation, hinter der keine schöpferische Organi- Frontbewegung im Westen-— Gefecht westlich Tahnre.— Flieger gegen Fesselballons.— Kämpfe bei Monastir und östlich Doiran-See. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 17. März 1917.(W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen dem Kanal von La Lasiä» und der Ancre lebhafte Feuertätigkeit? o» mehreren Stelle» sind englische ErkundungS- trupps zurückgewiesen Worden. Zwischen Sallly und dem St. Pierre-Baast-Walde habe» englische, zwischen Bcuvraignes und Lassign»» frauziisische Ab- tcilui'gen in Gräden, die von unS planmäßig aufgegeben waren, sich festgesetzt. An der AiSne-Front Lorfelduntrrnehmungcn, die vnS 35 Gefangene einbrachten. In der Champagne zeitweilig starkes Artilleriefeuer; der Vorstoß einer französischen Kompagnie westlich von Tahnre scheiterte. Zwischen MaaS und Mosel holten unser« Stoßtrupps an vier verschiedenen Punkten Gesaugene auS Pen feindlichen Linien; bei eine« gelungenen Handstreich nahe Moncel an der Lothringer Grenze wurden 29 Franzosen gefangeu genommen. Unsere Flieger brachte» durch Lnftaugriff 4 Fesselballons der Gegner brennend zum Absturz. Oestlichor Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Mazedonische gsront. Nördlich von Monastir find neue Kämpfe im Gange. Oestlich deS Tojran-Sces hat ein englisches Bataillon den vor unserer Sicherungslinie lügenden Bahnhof Poroj besetzt. Tee Erste Generalquartiemeister. Ludendorff. * stbenöberkcht. Amtlich. Berlin, 17. März. Abends. An der A r t o i S- F r o n t, von der A v r a bis zur Life und auf devt westliche» MaaS- Ufer zeitweilig lebhafte. Gefechtstätigkeit. Im Osten bei anhaltender Kälte nichts Bc- s o n d e r e S. Ja Mazedonien wurden französische An- griffe zwischen Ochrida- und Prespa-See sowie nord- lich von Monastir abgewiese«; nördlich der Stadt wnrde abends noch gekämpft. »» -i» Der österreichische öericht. Wien, 17. März 1917.(W.T.B.) Amtlich wird vcrlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Nördlich des O i to z- Passes, westlich von Solotwina und südwestlich von St a«isla« wurden russische Vorstöße ad- geschlagen. Ja den W al d k ar pa eh r u von Erfolg begleitete Patrouilleuarbeit. Nördlich de« Dnjestr bei beträchtlicher Kälte geringe Kampftätigkeit. Südwestlicher Kriegsschauplatz. Auf der Costabella eroberten unser« Truppen die am 4. Mörz verlorene Vorstellung zurück, nähme« drei Ossiziere und 34 Alpini gesangen und erbeuteten zwei Maschinengewehre. Südöstlicher Kriegsschauplatz. AuS Albanien nicht« zu melde». Ter Stellvertreter des ChefS deS GeneralstabeS von Hocker, Feldmarschallcntnant. sationSkraft steht, ist nicht im Sinne des Proletariats revo- lutionär. Und dennoch ist daS Proletariat seiner revolutionären Aufgabe— an die Stelle einer alten Unordnung eine neue Ordnung zu setzen— treu geblieben, nur ist diese Aufgabe von den Gegnern oft verkannt und von ihm selbst in ihren Schwierigkeiten oft unterschätzt worden. Wir brauchen Demokratie, um zu lernen und zu erleben, wie Sozialismus wird. Wir brauchen Demokratie — und brächte er sie uns nicht, so wäre dieser entsetzliche Krieg für unS umsonst geführt worden! Wir führen ihn um unser freies Selbstbestimmungsrecht— nach außen und innen! Wir brauchen Demokratie— daS haben auch die ru ssisch cn Arbeiter erkannt. Unaufhaltsam wälzt sich der Strom freiheitlicher Entwicklung von West nach Ost, er kann, was in der Mtte liegt, nicht überspringen. Er kann vor Gräben und Drahthindernissen nicht Hall machen. Das wissen in Deutschland alle, wieder mit wenigen Ausnahmen. zu denen der leitende Staatsmann nicht gehört. Doch Wissen ohne Wollen ist keine Geschichte schaffende Kraft. In Rußland ist in diesem blutigen März Geschichte ge- schaffen worden. WaS drüben gesät ivorden ist. ist vielleicht eine Saat des Unheils für uns und alle Völker, die den Frieden wollen. Aber wer kann sagen, wann der ersehnte früher gekommen wäre: ob mit der russischen Revolution oder ohne sie? Heute stehen wir vor der ehernen Tat! Sie bringt uns die tröstliche Kunde, daß der Märzwind von 1617, der über alte und frische Gräber streift, dennoch der Welt einen neuen Frühling verheißt, und daß sie nicht umsonst gefallen sind, die im Friedrichshain ruhen— und die unzähligen andern!_____ Sie Kämpfe in Petersburg. Vrotanfuhr.— Immer noch Schüsse.— Abrechnung mit Polizei und Gendarmen.— Revolutionsumzüge. Amsterdam, 17. Mörz. Ter ,, TimeS" wird au» Petersburg vom 15. morgens gemeldet: Tie Stadt ist vollständig ruhig. Tie Lebensmittelfragc bildet die Houptforgc der neuen Regierung. Es tvmmcv regcM:nß:g Züge mit Mehl an und die Be< piüterung wird trotz aller Schwierigkeiten ernährt Tic Städte und Dörfer im ganzen Lande wurden trlegnnchisch ersucht, die Bauern zur An f» b r von Getreide und Mehl anzuspornen, damit Armcc und.Hauptstadt keinen Mang«! leiden. Bon den Trupvcn, die Protopooow in Petersburg koniigniert hatte, um jeden Aufruhr im Keime zu ersticken, wurden 4999 Mann gefangen, die übrigen halten sich verborgen. Petersburg, 16. Märs. Sirulermeldung. Heute wurden alle Banken wieder geöffnet. ES wurden strenge Befehle rrlaffen, all« Plünderer und entkommenen Verbrecher zu verhafte«. EU kommen koch immer Telegramme do« Gemeinde« und SemstwoS an. di« sich der neue» Bewegung anschließen. Hunderte von Waggons mit Lebensmitteln, die bitber unbenutzt ge- standen hatten, sind jetzt aus dem Wege nach den Großstädten. Petersburg, 15. März, 12 Ubr Mitternacht. Meldung de« Reuterschen Bureaus. � In der Hauptstadt wird noch hier und da geschossen, wenn die Polizei aus ihren gedeckte« Stellungen auf den Tächern das F-uer eröffnet. Wenn man die Polizisten findet, wird rasch mit ihnen abgerechnet. Man sieht überall rotr Arm st reifen, selbst aui de» Lanzen, Ge- «ehren und Mützen der Trupvcn. Truppen. Matrosen und Bürger machen Umzüge, und auf den Flaggen, die voeauSgetrvgen werben. steht: Freiheit! Gleichheit! Brüderlichkeit! Toglich versammelt sich eine große Menge von Soldaten und Zivi- listen vor dem Taurischen Palais. Au« der Meng« hört man vst den Rus, sich für daS Baterland zu opfern, aber auch Anklagen gegen die Tynastix und alles, was mit dem alten Regime»usammcnliöngt. In den Wandelgängen der Tnma liegen Säcke mit Mehl und Kisteu mit Patronen. Am Eingang steht ein Tisch mit Arzneimitteln und Berbandszeug zur ersten Hilfeleistung für Berwundete. An einem anderen Tisch sitzen Studenten und Soldaten, die Listen der Bor- rote anlege». Kopenhagen, 17. März,„verlingske Tidende" meldet auS Stockholm:„Aftonbladet" berichtet: U eberall in de« Straße» Petersburgs liegen Leichen erschossener Gendarmen. Alle Gendarmen, die sich aus der Straße zeigten, wurden ohne' Gnade niedergeschossen. Rotterdam, 16. März. Nach Meldungen, die die Berichte der„Times" ergänzen, haben sich die Petersburger Ereignisse vom Freitag am Sonntag vielfach wiederholt. An verschiedenen Stellen des Ncwski-Proivektrs wurden zahlreiche Menichen getötet.»der verwundet. Tie Schwierigkeiten in de- Brot- Versorgung hatte« sich nicht gebessert Schon am frühen Mornen wurde« di« Bäckerläden gestürmt. Tie Arbeiter erklärten, daß sie nicht wieder an dir Arbeit gehen würden, ehe sie Brot erhielt«», ohne stundenlang darauf warten zu müssen. Am Montag früh wurden alle vrnckcn über die Newa für den Berkehr geschlossen und ei hieß, daß am Norbuser des Flusses Unruhen ausgebrochen seien. Am TirnStag war der Straßenkamvi in vollem Gange. Danzerautomobile, die all« in Händen der Re» volutionäre zu sei» schienen, wechselten-Schüsse mit Maschineiinewebren, die von regierungstreuen Truvven bedient wurden. TaS Passirren der Straßen war mit Lebensgefahr ver« bunden. Tie Truckereirn streikten. ES boten sich freiwillig lkournalisten und Scvcr an, um ein tägliches Nachrichtrnblatt der- auszugeben, das die Bevölkerung über die Borsäll« auf dem laufen- den halten sollte. Tic reftc revolutionäre Zeitung erschien a-n Montagabeud.— Der Kerrrsvondent der„Times" will gehört haben, daß Lffizirrc, die regierungstreue Truppen kommandierten, ihren Leuten sagten: Alle Schwierigkeiten kommen von den Deutschen, worans die Soldaten zahllose Salven in der festen Uebeezeugung abgaben, daß sie gegen Dentsche kämpften. Dieser Zustand von Unwissenheit� meint der Korrespondent, werde noch viel Blutvergießen verursachen, ehe die Ruhe in Petersburg wiederhergestellt sein würde. Sveaborg unter Selagerunaszustanü. Stockholm. 17. März. Wie„Svenska Tagblabet" ou» Havaranda erfährt, soll über dir finnisch« Festung Sveaborg der Belagerungszustand verhängt fein, weil die dortige Garnison gemeutert habe. Auch sei die Ei s e n b a h n b r ü ck e bei T« r i j o k i zwischen Petersburg und Wiborg in die Luft gesvrengt worden. Ebenso sei die Eisenbahnbrücke über die Ntwa zerstört worden, als die Revolutionäre erfuhren, daß dir alte Regierung Teupven pus Wiborg herbeihole« wollte.; Wie weiter verlautet, ist auch über Helsingsvr» und W.ihprg der Belagerungszustand verhängt. Nach werteren Nach, richte» sind di« sibirischen Truppe« der Regierung treu gebsieben und Hachen vier Tage lang geze« die übergetretene« Koseken und die Arbeiter gekämpft._ die Gefangenen der dumaregierung. Petersburg, 17. März. Reuter. Fürst G o litz in. Gore-- mykim und der frühere Kommandant der Truppen in Petersburg sowie die früheren Minister und Generale Suchomlinv«, Vialaje«, Protopopow, Stschlag- lovatow, Maklakow, M a rako w und Kurlow sind in der Peter-Paul-Festung interniert worden. Die andere« Pcr- sonen, die hohe Stellungen bekleideten, und dir gefangen genommen worden sind, bleiben vorläufig im Dumagebände. e Genf» 17. März..(Telunion.) Entgegen anderslautenden Berichten meldet der Petersburger Sonderkorrespondent de«„Ten, PS". daß der ehemalige Ministerpräsident Stürmer sich nicht al» Ge- fangener im Taurischen Palais befindet, sondern bei einer Per- Haftung vor Schreck einem Schlaganfalle erlegen fft. Die italienische presse zur Revolution. Lugano, 17. März. Die italienische Presse versucht die russi- schen Ereignisse als durchaus günstig für die Entente darzustellen. Die Fortführung des Krieges fei in verschärftem Maße sicher- gestellt. Dar„Avant," hingegen bezweifelt die Möglichkeit der Fortsetzung deS Krieges durch Rußland überhaupt, selbst wenn die revolutionäre Regierung von Bestand sein sollte, WaS unwahr- scheinlich sei. Der Krieg auf den Meeren. Die übertroffenen Erwartungen öes U-Soot-Krieges. Zu Äem bereits gestern veröffentlichten Februarresultat des uneingeschränkten U-Boot-Krieges meldet T. 11. aus offenbar gut informierter Quelle, daß unter den persenkten 781 000 Tonnen mindestens y3 Millionen auf englische Schiffe entfallen, genau läßt sich die'Zabl nicht ermitteln, weil nicht bei allen versenkten Schiffen die Flagge auSzumachen'gewesen ist. Weiter besogt die Meldung: Das Ergebnis übertrifft die vor dem 1. Februar gehegten Erwartungen bei weitem. Man hatte, was zu verschweigen kein Anlaß mehr vorliegt, auf 600 000 Tonnen mo- natlich gerechnet, aur Grund des damaligen Seeverkehrs nach Abzug eines gewissen Anteils neutralen Schiffsraumes. der. wie man annahm, dem Sperrgebiet fernbleiben würde. Totsächlich ist der weit überwiegende Teil der neutralen Schiffe, die auf England fahren, aus» geblieben. Unter Berücksichtigung der dadurch hervor» gerufenen Einschränkung des englischen Seeverkehrs wären die Erwartungen der Marine schon erfüllt worden, wenn rund 525 000 Tonen versenkt worden wären. Statt dessen beläuft sich die Zahl auf 781 000 Tonnen. Das- Mehr von 256000 Tonne« bebeutet also, daß die Erwartungen um nahezu 30 Proz. übertroffen worden sind. Im weiteren wird berechnet, daß durch das Ausbleiben von zirka 2 000 000 Tannen neutraler Tonnage unter Hinzurechnung der 780 000 Tonnen vernichteten Schiffsraumes !?r. 76 34. Jadr-ang 2. örilßjf Ks Jonärts" KM» Wsdlsll Suntii). IS. Um 1917. kriegsforgen in däaemark. (Aon unserem nach Skandinavien entsandten Korrespondenten.) Kopenhagen,&i. März. Tie innerpolitiichcn Kämpfe, die auch im Kriege trotz oller Verständigungsversuäie nicht zur Ruhe kommen wollten, haben seinerzeit mit der Ergänzung des radikalen Ministe- riunis Zahle aus Vertretern der anderen drei Parteien einen gewissen Abschluß bekommen. Von unserer Zeile ist Stauning� auf Beschluß des außerordentlichen Parteitages in das Ministerium eingetreten, lieber die Erfahrungen, die mit der Teilnahme an der Regierung bisher gemocht wurden, werden wir unten berichten, soweit eine öffentliche Beur- teilung der Frage zurzeit möglich ist. Hier zunächst nur so- viel, daß dieses Koalilionsminisierium, wenn man es über- Haupt so nennen darf, in der Grundfrage seiner Existenz, der Aufrechterhaltuna der Neutralität des Lan- des, sich auf die einmütige Auffassung oller Parteicil und des gesamten Volkes stüsten kann. Wenn auch sonst die Sympathien im Weltkriege hier wie anderswo geteilt sind. darin besteht volle Einmütigkeit, daß eine unerschütterliche Neutralität nach allen Seiten gewahrt werden muß. Diese Auffassung habe ich überall im Volke vorgefunden, und ich hörte sie nicht minder aus dem Munde des verdienstvollen Leiters der dänischen auswärtigen Politik. Dr. S c a v c« n i u s. mit dem ich dieser Tage sprach. Die große Sorge oller ist, die Kriegssurie dem Lande fernzuhalten. In der deutschen Presse ist gelegentlich von einer deutsch- feindlichen Stimmung des dänischen Volkes die Rede ge- weien. und es ist nicht zu leugnen, daß einzelne dänische Ehauvinistblätter diesen Anschein manchmal erweckt haben. Die preußische Verwaltungsproris in N o r d s ch l e s w i g war immer die große Nummer dieser Blätter, mit der sie ihre Leser gegen Teutschland einzunehmen suchten. Abcp dahinter lagen Momente innerer dänischer Politik, denn die gleiche Presse vertrat zugleich die Bestrebungen der dänischen Mrli- taristen. Im Laufe des Krieges ist es auch in dieser Be- ziehung ruhiger im Blättsrwalde geworden. Vorläufig sind es Sorgen wirtschaftlicher Art, die neben der Neutralitätspolitik das Land beschäftigen. Der Krieg lastet schwer auch auf die neutralen Völker, und Däne- mark nimmt keine Vorzugsstellung ein. Die Teuerung wird von Tag zu Tag drückender, und wenngleich man durch eine Kontingentierung der Aussuhr gewisser Agrarprodurtc und Fest'etzung von Höchstpreisen versucht hat. die Spekula- tion einzudämmen, so folgt doch die Preiskurve auch hier jenem Weg noch oben, den sie in anderen Ländern geht. Dänemark ist eben nickst mir anssührendes Agrarland. Was es ausführt, sind die Produkte seiner Viehzucht. Brot- gctreide müß es in großem Umfange einführen, und die mancherlei Erschwerungen der Schiffahrt im Kriege zwingt fetzt zur Durchführung einer Streckung der Weizen- und Roggenvorrätc durch Zumtz von bis zu 25 Proz. Gerstenmehl bei der Broterzeugung. Schwierig steht es auch mit der Zufubr von Furtermitteln. Dünger usw. Achnlichen Schwierigkeiten begegnet die'�n d u st r i«, die ihre Rohstoffe aus dem Auslände holen muß. Die Liefe- rungsiähigkeit der Kriegführenden nimmt oh, und die Er- schwerungen der Schiffahrt durch den Krieg sowohl als durch die Eisverhältnine der letzten zwei Monate waren auch der Zufuhr hinderlich. Die Folge ist eine Steigerung der Arbeitslosen zifiern im letzten Monat, der Andrang zu den Arbeitsnachweisen wird größer, wahrend die Zahl der gemeldeten offenen Stellen langsam fällt. Die Kohle nimmt unter diesen Rohstoffen die erste Stelle ein. Der haupiiächlichste Kohlenlieferant ist England. das im letzten Jobre etwa des Bedarfs lieferte. während Deutschland das übrige lieferte. Auch in der Kohlen- zufuhr ist eine Stockung eingetreten, so daß erhebliche Ein- schränkungcn im Verbrauch notwendig sind. Tie Straßen- Beleuchtung ist eingeschränkt, ebenso der Gasverbrauch, die Gastwirtschaften müssen um 11_ Uhr schließen, so daß die lebenslustigen Kopenhagcncr keineswegs in diesem Punkte besser gestellt sind, als die— ehemals— nackstbummelnden Berliner. Alles dos wird ohne Murren ertragen. Tagegen ist man der Regierung weniger freundlich gesinnt wegen ihres plötzlichen Schnapsverbots..Seil acht Tagen darf in Dänemark kein Schnaps verkauft werden und die Brennerei ist auf ein Drittel ihrer Produktion gesetzt worden, das aus- schließlich technischen Zwecken dienen darf. Der Zweck der Maßregel ist, wie mir unser Genosse Stauning erklärte, die Verwendung von Getreide oder Kartoffeln für die Brennerei cinzinchränten. sowie auch Kohlencrsparnisse zu erzielen.--- Die Teilnahme S t a u n i n g s am Ministe- r i u m Hot die fast einmütige Zustimmung der Arbeiterschaft gefunden. Die Einmütigkeit in der Partei war selten so groß wie jetzt. Die politische Situation zwang ja geradezu die Sozialdemokratie, um an der Regierung zu beteiligen, um das Ministerium Zahle zu halten, das die beste Bürgschaft für die Neutralitätspolitik gab und das auch in'einer ollge- meinen Politik die Interessen der breiten Massen zu wahren sucht. Als Partei der breiten Lolksmassen hatte die Sozial- demokratie es nicht verantworten können, dieses Ministerium fallen zu lassen. Ein rcchtsliberales-kon'ervotiveS Ministe- rium aber, das die Folge eines Rcgierungswechfels gewesen wäre, konnte vom Arbeiterstandpunkt aus nicht erwünscht sein. Es bat sich denn auch in der Zwischenzeit zur Genüge berausgestcllt. daß die direkte Beteiligung der Partei an der Regierung ihr einen weit größeren Einfluß auf die politischen Geschäfte sichert, als die frühere rein parlamentarische Unter- stützung des radikalen Kabinetts. In dieser Frage selbst steht die dänische Sozialdemokratie auf dem Boden der Internationale, daß besondere Verhält- nisse die Beteiligung au einer bürgerlichen Regierung zweck- mäßig erscheinen lassen. Aber sie hat den Gedanken selbst nie doktrinär obgewie'en. Sckwn lange vorher hatte sie bc- Mosten, daß eintretenden Falles, den jeder kommen sah. nur einem Parteitooe die Entscheidung zusteben müste. Und ein'"lcher bat auch über den Eintritt Staunings in die Re- gieruna enstchieden. Nur wenige Stimmen wurden dagegen abgegeben, und nur ein einziges Parteimitglied, der Schritt- steller Gerson-Trier. bat durch den Austritt aus der Partei seinen revolutionären Protest gegen den Beschluß abgegeben. Zu einer Zeit, wo in der gesamten Internationale schwere Spaltungserschemungen sich geltend machen, wirkt die Ge- schlossenheit der dänischen Sozialdemokratie selbst in dieser sonst so heftig umstrittenen Frage wobltucnd. Man mutz da- bei in dankbarer Anerkennung eines Mannes gedenken, der in jahrzehntelanger Führung verstand, die rein akademische Resolutionspolitik von der dänischen Partei fernzuhalten. Ter Handschuhmachergeselle Peter Knudsen war ein tüchtiger Politiker, darüber bestand niemals Streit. Aber er war auch � ein umsichtiger Parteiführer, der seiner Partei geradlinige Bahnen wies und seinen Nachwuchs zu praktischer Arbeit er- zog. Diese auf p o s i t i v e P o l i l i k gerichtete Arbeit hat es der Partei ermöglicht, ohne jegliche innere Krise die weit- tragenden Probleme, die ihr die Kriegszeit stellte, zu lösen. Dazu gehörte auch die Teilnahme an einer bürgerlichen Re- gierung, die ebenso sehr im Interesse der Arbeitermasten als des ganzen Landes liegt. Wilhelm J a n s s o n. Hauptausschuß öes Reichstages. Am Sonnabend wurden die Haushaltspläne für das Reichs- «isenbahnamt und die Verwaltung der Reichseisenbahnen um? er- ändert angenommen. Beim letzten Haushaltsplan machte der preußische Eisenbahnminister v. Dreitenbach vertrauliche Mit- -"-01111® lililiuiim per Landwirt zeichnet Kriegsanleihe, weil Äefi'h und Arbeit in einem fleghasten Deutschland gesegnet sein werden; d» Arbeiter, weil seine aussichtsreichen Lebensbedingungen mit dem Wohlergehen des Vaterlandes aufs engste verknüpst sind) d« Industrielle, der den Schuh der Heimat und zuftiedene Arbeiter braucht, der Kaufmann, der seine Einkommensquellen von einem starken Vaterland beschirmt haben muß, k* Alter, das die Früchte feiner Arbeit nicht der Zerstörung durch rücksichtslose Feinde preisgeben will, die Jugend in dem ungestümen Streben nach allem, was groß und edel ist, Alle zeichnen die 6. Kriegsanleihe, weil sie Herz und Verstand zugleich haben. teilmtgen über die Verhältnisse auf den Eisenbahnen. Im Anschluß hieran fand eine Aussprache statt, in der sämtliche Redner an- erkannten, daß die deutschen Eisenbahnen unter den jetzigen schwierigen Berhältuisien sich ganz ausgezeichnet be- wäbrt babcn. Eine Reihe von Wünschen brackie» die Abgg. v. Öanip(Dt. Fr.) und Siebenbürgen sk.) vor.— Abg. GiesbertS ging>-«lf die Arbeiterauöschüss-' ein. Er wünsckte, daß auch in den Eisenbahnbetrieben eine Einrichtung geschaffen werde gleich den Schlichiungskommissionen am Srund des vaterländischen HilfS. dienstgesetzes.— Minister». Breiteabach antwortete, daß er darauf nicht eingehen werde. In allen Eisenbahiü-etrieben beständen Ar- deüerausschüsss, die durchaus geeignet sind, allen Wünsche» der Arbeiter Rechnung zu tragen. Er sei entschloffen gewesen, un- mittelbar nach dem Kriege in Verbindung mit anderen wesent» lichen Verbesserungen LezirkSarbeiterauSschüffc zu bilden. Nach dem Inkrafttreten des HilfsdicnstgesetzeS habe er sich entschlossen, diese BezirkSausschüffe schon jetzt in Kraft treten zu lassen. Er verspreche sich von dieser Einrichtung beträchtlichen Vorteil. In den Arbeiterausschüssen würden ganz besonders bewäbrte Arbeitervertreter Gelegenheit haben, sich mit höheren Beamten über die Arbcitervcrhältniffe aus- zusprechen. Das werde zur Klärung der Streitfragen dienen. Jedoch könne er nicht zugeben, daß hier Beschlüjse gckaßt und Eni- scheidungc» getroffen werden Er sei bereit, den u n m i t i e l- bare»Verkehr zwischen Arbeiter und Betriebsleitung in jeder Weise zu fördern; darüber hinaus würde er nicht gehe». Abg. Keil lSoz.I forderte, daß den ArbeiterauSschüffen das Recht zustehen soll, die vorhandenen Streitfragen zu e n t s ch e i- den. Außerdem wäre es wünschenswert, daß die ArbeiterauS- schüsie G�egenLeit hätten, sich über all« Angelegenheiten de? Betriebes auszusprechen, ohne durch die Anwesenheit ihrer Borgesetzten gestört zu werden. Nur auf solche Weise könnten die Ausschüsse eine wirklich segensreiche Tätigkeit entfalten. Abg. Schulz-Erfuri(Soff!) erkennt besonders die Tätigkeit der Sisenbahnbeamten i« de« besetzte» Gebiete» a», die viel Entsagung und Vcramwortlichteit erfordere. Er trug einig« Wünsche zugunsten der Eisenbahner und Soldaten vor und fragte an, wie es mit der Gültigkeit der Fahrkarten für die Re:chstag sab geordneten in den besetzten Gebieten stehe. In den meisten Fällen würden die Fahrkarten als gültig anerkannt; iß einzelnen Fällen hatten jedoch die Beamten Zweifel, so daß Schwierigkeiten entstanden., Herr v. Breiteubach weist darauf hm, daß für die besetzten Ge- biete die Militärverwaltung zuständig sei. Er sei /ibcr gern bereit, die Wünsche an maßgebender Stelle zur Geltung zu bringen. Die Fahrkarten der Abgeordneten würden in der Praxis auch in den besetzten Gebieten anerkannt Er würde sich mit den Militärbe- bürden in Verbindung, seilen, damit dies nirgends mehr'bezweifelt werde. Nächste Sitzung Montag: Postetat. Die Lehrlingsnot. Von M. K a h s e r. Tie Berliner G�erkschostskommmion hat sich, wie der „Vorwärts" kürzlich berichtet hat. für die Erhöhung des Kostgeldes der Lehrlinge ausgesprochen. Diese Forderung bedarf kaum einer Begründung; tatsächlich hoben auch bereits verschiedene Hondlverkcrkorporationen ihren Mitgliedern empfohlen, in diesem Sinne zu handeln. Wäh- rend ober die Gewerkschaften hei ihrem Vorgehen in erster Linie dos Interesse der Lehrlinge und ibrer Eliern verfolgen und ihre Forderung hauptsächlich deshalb erheben, weil"die seither übliche geringe Vergütung, die dem Lehrling gereicht wurde, bei weitem nicht ausreicht, dessen Lebensunterhalt zu bestreiten, erblicken die Handwerker in der Erhöhung des Kostgeldes ein Mittel, um der herrschenden Lehrlings- n o t abzuhelfen. Das höhere Kostgeld ioll die Elfern an- reizen, ihre fchulentlassenen Söhne in stärkerem Maße der Handwerkslehre zuzuführen. Tatsächlich besteht zurzeit ein sehr großer Man gel. an Lehrlingen. Genosse Lckinert hat dieser Tage im preu- ßischen Landtag erwähpt, daß in Berlin allein die Zahl der Lehrlinge in kurzer Zeit von Ii 000 auf 7000 zurückgegangen ist. Die Gründe für diesen Rückgang liegen auf der Hand. Ter junge Mann verdient als Hilfsarbeiter in der R ü st u n g s i nd u st r ie viel mehr, als dos Kostgeld des HandwerkslehrlingS ausmacht. Viele Familienväter stehen im Felde, die Lebensmittel sind sehr teuer geworden, da ist wohl in mancher Familie der früher gehegte Plan, daß der Junge ein Handwerk erlernen soll, unter dem Druck der augenblick- lichen Not ausgegeben worden. Statt in die Handwerkslehre, ging der schulentlosiene Sohn in die Fabrik, und sein Lohn ist oft der ausschlaggebende Faktor in dem Ernährungsbudget der Familie. Für dos Gewerbe ist diese Entwickelung sehr bedauerlich. Wenn auch in manchen Berufen eine ungesunde Lehr- lingszüchtcrei betrieben wurde, so weckt doch die jetzt beobachtete starke Hemmung des Zuflusses von Lehrlingen ernste Besorgnisse für die Zukunft mancher Gewerbezweige. Die Heranbildung eines in jeder Beziehung tüchtigen Nach- Wuchses ist für viele Gewerbe eine Lebensfrage. In verscksie- denen Gewerbezweigeu hat sich in neuerer Zeit das ernste Streben gezeigt, durch Erzeugung von Q u a I i t ä t S- arbeit das Gewerbe auf eine höhere Stufe zu heben. Dieses Streben, berufliches Können zu heben, wird von den G e- Werk schaffen lebhaft unterstützt. Der Kampf gegen die 'Schunde r 6 e i i ist zugleich ein Kampf gegen die von den Unternehmern vielfach betriebene S ch m u tz k o n k u r r e n z, die sich meist auf die schlechte Entlohnung.wenig l eistun gs- sähiger Arbeiter stützt. Tie in ihrem Beruf l e i st u n g s- fähigsten Arbeiter lind die wertvollsten und auch meist die z u v e r l ä s s i g st e n Mitglieder d.e r g c- w er ksch a f t I i ch e n Organisation. In der Forde- rung der beruflichen Tüchtigkeit begegnen sich die tonst vielfach auseinanderstrebenden Interessen vernünftig geleiteter Unter- nehmerorganisationen und der Gewerkschaften. Eine wichtige Voraussetzung für die Hebung der Leistungsfähigkeit eines Gewerbes ist die Erziehung eines tüchtigen Nachwuchs es. Daran sind aus den angeführten Gründen auch die Gewerkschaften lebhaft inter- eistert, und deshalb können auch sie an-dem herrschenden Lehr- lingsmangel nicht gleichgültig vorübergehen. Eine geringe Erhöhung des Kostgeldes lvird diesen Mangel allerdings nicht beseitigen. Auch die Belehrung der Eltern wird schwerlich viel Erfolg haben. Wissen doch viele Eltern, die ihre Söhne an den bähen Verdiensten in der Rüstungsindustrie teilnehmen lassen, den Weit der Hand- Werkslehre zu schätzen, aber die Not hindert sie, dem Zuge des Herzens zu folgen. Man wird üch deshalb wohl mit der. Per- Minderung der Zahl der Lehrlinge abfinden müssen, uni so größere Aufmerksamkeit mühte dafür der sorgfältigen Ausbildung der Lehrlinge zugewendet werden. Tis Qualität müßte die Quantität ersetzen. Hier aber versagen die berufensten Organe. Die Stellen, denen das Gesetz die Förderung des Lehrlingswesens übertragen hat, erblicken vielfach ihre Ausgabe mehr darin, die A u s n u tz u n g, st a t t die Ausbildung der Lehrlinge zu fördern. ES hat sehr lange gedauert, bis die Jnnungsmeister notdürftig den Wort der Fach- und F o r t b i l d u n g s- schulen für den gewerblichen Nochwuchs begriffen haben. Der Mangel an Arbeitern und Lehrlingen hat den Kampf der Jnnungskrauter gegen die Fortbildungsschule einen neuen Impuls gegeben, und es scheint, als ob auch sonst einsichtig«'« Unternehmer diesem neuen Ansturm unterlegen wären. Von verschiedenen Innungen ist die Forderung erhoben worden. während des Krieges die F o r t b i l d u n g s s ch u I p f l i ch t aufzuheben. Diese Wünsche haben schließlich auch in der Berliner Handwerkskammer, die ihnen lange Widerstand geleistet hat, Entgegenkommen gefunden. Ja, sogar im Handelsministerium liebäugelt man mit dem Plan. Für die nächste Zeit ist ein Ministerialerlaß zu erwarten, der die FortbildungSschiilpflicht erheblich eilst schränkt. Im Vorstand der Berliner Handwerkskammer ist kürzlich über Besprechungen im Handelsministerium berichtet worden. zu welchen der Vorsitzende der Kammer. Obermeister Rahordt, zugezogen war. In dem zu erwartenden Ministerialerlaß soll nach seinem Bericht die Befreiung der älteren Lehrlinge vom Besuch der Fortbildung's- schule für die Zeit ausgesprochen werden, in der das H i I f s d i e n st � e s e tz in Kraft ist. jjfür die beiden ersten Ährjahre soll die Fortbildungsschulpflicht erhalten bleibe», es inird aber erwogen, wenigfiens für die Gewerbe, die mit fürbe. Die Salefije Bergwat bespricht Sen Wohlber hieß und heist noch: Rari Rautisty. Diefer wolte, daß Seeresaufträgen beschäftigt find, ben Unterricht auf ausfall in folgender Weise:" Mehring ift Gammelfandidat für alle man sich ber Stimme enthielte. Das lehnte die Fraktion( ich sage: Gr, der die Barlaments- leiber) die Abendstunden und auf den Sonntag 31 ber- Spielarien ber Minderheitsgruppen. Tegen. Diese Pläne fanden die Zustimmung des Borstands aufstellen und bat um die Unterstübung der von ihm als weichlin Mehrheit den Krebit bewilligen werde, da jagte Karl Kautsty legen. Diese Bläne fonden die Buftimmung des Borstands arbeit so hämisch lächerlich machte, ließ fich als Spartabismann leiber) ab. Und als fein Zweifel mehr war, daß die überwältigende der Handwerkstanumer, der darüber hinaus noch eine Ber unb politisch charakterlos bezeichneten Arbeitsgemeinschaft. lind wiederum vergebens an: man sollte mindestens ein paar Gegenminderung der Schulstun ben wünschte. tros allebem dieses Resultat in der fogenannten uneinnehmbaren forderungen, Rompenfationen aufmachen! Bie gefagt: auch das Die Verschlechterung der theoretischen Ausbildung der Sofburg der rüdsichtslofesten Barteiverderber." Die Nagde- ward abgelehnt. Und zwar, ohne daß bei der Abwehr dagegen so Behrlinge wird also in Busammenhang mit der Arbeit für burger Boltsstimme", die das für Mehring bernichtende große und so billige Borte gemacht wurden wie etwa, politif den Heeresbedarf gebracht. Es mag zugegeben werden, daß Ergebnis der Wahl in den Spandauer Arbeitervierteln offenbar geschäftliche Ueberlegung, Grundfaglofigkeit. Opportunismus" die Heeresaufträge möglichst schnell erledigt werden müffen, noch nicht kannte, bebauert, baß die Erfenntnis des Sträfteverhält und sonst dergl. in den meisten Fällen handelt es sich dabei aber um Arbeiten, niffes ber beiben sozialistischen Barteien durch die Teilnahme Georg Davidsohn. die der Ausbildung des Lehrlings für seinen fünftigen Beruf bürgerlicher Wähler getrübt worden ist. Von überwältigenber Ropil ist die arbeitsgemeinschaftlichere orbhäuser Boltsnicht gerade förderlich find. Wenn diese Bläne verwirklicht seitung:„ Stolz und Zuversicht erfüllt die Herzen der Partei- Sechste Kriegsanleihe- Reichsschuldbuch. werden sollten, und es spricht bieles dafür, dann wird die opposition. Der 14. März ist ein Tag ber mutvollsten Kraft- Bon zuständiger Seite wird uns geschrieben: praktische Ausbildung der Lehrlinge in der anstrengung für fie. Sie wird ihn nugen! Denn weithin sichtbar ertirait minderwertig. Stati in ihrem Beruf und feit steht ihr Banner; der vereinigte Ansturm von Heydebrand Striegsanleihe aufgelegt ist, geben erneut Veranlassung, auf die Die günstigen Bedingungen, unter denen auch die seche unterwiesen zu werden, sollen fie tüchtig zulangen, damit die bis Scheidemann fonnte es nicht stürzen. Söri es, Arbeiter, Mr. Striegsanleihe aufgelegt ist, geben erneut Veranlassung, auf die Kriegsarbeit fertig wird, die meist mit dem eigentlichen beiterinnen! Das alte Banner der deutschen Sozialdemokratie Beruf nur in notdürftigem Zusammenhang steht. Dazu foll wirbt und fündet noch, tros des Weltkrieges! Und nun frisch auf, aber die theoretisme Ausbildung in der Sach- Pioniere, Bioniere!" Sin wenig Dummheit ist ganz amusant, und Fortbildungsschule beridledtert werden aber jovick Begeisterter Unverstand gehört schon der Groteste an. ober gang fortfallen. Brattis bedeutet das, daß der Unterschied zwischen dem jugendlichen Rüftungsarbeiter und dem Sandwerfslebrling in der Hauptsache barin besteht, daß der lektere meniger Bohn erhält. Kautsky: Der entfette Grundsägliche. In ber Neuen Beit" trattiert Stautsly, Sozialdemokratische und In der„ Neuen Zeit" trattiert Kautsky, Sozialdemokratische und nationalliberale Zaftif". Cin, wie er wohl meint, gerabe zeit gemäßes Thenta, jebenfalls eins, bas man sich schon gefallen laffen fönnte, zumal wenn der Kraftierende aus seinem Füllhorn auch ein eniges an Gedächtnisehrlichkeit zu vergeben hätte... 17 Start Kautsky beutelt den Vorwärts", weil in deffen Seit artikel vom 11. Februar dieses Jahres in einer fleinen Rüdichau gefagt war: bei Striegsbeginn habe die deutsche Sozialdemokratie die ruhige politische Ueberlegung" gebabt, die Striegsfrage unter bem Gesichtswinkel zu betrachten, welche Haltung der Partei dem fünftigen Siege der Demokratie und des Sozialismus am förder lichsten fel". Es berührt fomisch, wenn im Zusammenhang mit der ge planten Berschlechterung der Handwerkslehre davon gesprochen wird, daß man die Oeffentlichkeit über den Wert der Buführung der aus der Schule entlassenen jungen Beute in bas Handwerk aufklären miffe. Unter den gegebenen Berhältnissen muß man im Gegenteil die Oeffentlichkeit barüber aufklären, daß bei der Auswahl einer Lehrstelle gegen märtig eine ganz besondere Vorsicht am Blake ift. Die Sandmertstammer trägt durch ihre Stellungnahme bazu bei, daß die Sandwerkslehre entwertet wird. Sollte das Ich befige leinerlei Notizen über unfere Fraktionsfigungen, auch Sandelsministerium wirklich die Fortbildungsschulpflicht durch nicht über die des August 1914. Aber es gibt Dinge, die fich ein einen Erlag einschränken, dann würde es den Bestrebungen, prägen und es gehört nicht zu den schlechtesten Erinnerungen bie barauf abzielen, bas Sandwert durch Vervollkommnung jener Lage, daß in Wirklichkeit( foweit es sich um ausgefeiner technischen Leistungsfähigkeit zu heben, start Abbruchsprochene Beweggründe handelt und ich benfe, daß Kautely damals ebenso wenig Gedankenleser war, wie er es heute ist) der Gedanke an Borteile, Kompensationen und dergleichen fo gut wie gaz teine Rolle gespielt hat. Wo dieses Gedankens einmal Erwähnung geschah, da wurde er furz abgewiesen. tun. Aus der Partei. Das weiß Stautsty fo gut wie irgend einer. Nichtsdestotveniger ichlägt er auf die Rüdichau vom 11. Februar ein, als wäre jedes Nur im Banne so Wort, das er bekämpft, Amen und Halleluja. frommen Glaubens allerdings fonnte Stautstys Dreizeilengenfur reifen: jenigen hinzuweisen, die ihr Gelb nicht nur hodverzinslich, sondern großen Borzüge und Vorteile des Reichsschuldbuchs für alle biejenigen hinzuweisen, die ihr Geld nicht nur hochberzinslich, sondern durch Diebstahl, Berbrennen usw. duober, find ausgeſchloſſen; au bauernb anlegen wollen. Verluste, die dem Effettenbefizer Zinsen werden auf die bequemfte, allen Wünschen der Gläubiger redinungtragende Beise bei Boftsendung portofrei schon bor dem Fälligkeitstermin gezahlt; ber Gläubiger erfpart fich jede Beraliung des Kapitale, bie die Reichsschuldenverwaltung fostenfrei übernimmt. Daß die Erkenntnis hierbon in, immer weitere Kreise bringt, betveist die ungeheure Vermehrung, welche die Reichsfulb buchtonten feit riegsbeginn erfahren haben. Ende Juli 1914 bestanden beren 30 146, während fe jest auf 982 247 angewachsen find. die Schuldbuchintereifenten gerichteten Schreiben, welche bisher als Dazu bat bas Reich auch noch die Portokosten für die ant portopflichtige Dienstsachen versandt werben mußten und die des halb von ben Empfängern zu tragen waren, auf eigene Rechnung übernommen, so daß nunmehr alle Schreiben besonders also auch bie zahlreichen Benachrichtigungen über erfolgte Eintragung in das Schulbbuch portofrei überfandt werden. Nach allebem fönnen wir die Zeichnung der 6. Striegsanleihe überhaupt und besonders auch swede Eintragung in das Reichs schuldbuch nicht bringend genug empfehlen. Sierbei soll erneut darauf hingewiesen wenden, baß erhebliche Berzögerungen in der Zusendung der Benachrichtigungen bei der großen Zahl der Anträge unvermeidlich find, daß also beim nicht rechtgeitigen Eingang bon Benachrichtigungen tein Grund zur Benn rubigung borliegt. Sobald die Vermittlungsstelle den Eintragungs antrag an die Reichsschuldenverwaltung eingereicht hat, wird er un bedingt und in der Reihenfolge mit den sonstigen Anträgen en ledigt. Dem Gläubiger entstehen aus einer Verzögerung feine Nachteile, vor allem findet die Binfenzahlung auf jeden Fall pünktlich statt. Jugendveranstaltungen. 8weierlei Motive frieben alio die Mehrheit: blinde In Erbeiter- Jugend Schöneberg. Sonntag, den 18. März: fiinkte und politisch- geschäftliche Ueberlegungen". Von unseren Befuch der Maffengräber der Maragefallenen im Friedrichshain. TreffGrundfäßen ist dabei feine Rede. Es ist ein ausgesprochenes Be- punkt 1, Uhr Kaiser- Wilhelm- Plak. Fahrgeld 30 Bf. fenntnis zum Opportunismus Botsdam- Osthabelland im Spiegel der Parteipresse. In der sozialdemokratischen Preise spiegelt sich das lebhafte Erstaunen, daß der Wahlausfall eine so vollkommene Niederlage der verschiedenen oppofitionellen Gruppen und Grüppchen ist. Daß Mehring burchfallen werde, nahm jebermann an, niemand aber, daß er so resolut durchfallen toirb. Die Dresdener Bolts. aeitung" schreibt: Der Ausgang der Wahl ist ein ungtoeibeutiger Beweis dafür, daß die Massen tros aller Treibereien boll Bertrauen auf der Seite ber Parteimehrheit stehen." Ebenso das„ Sächsische Boltsblatt: Damit ist ein neues Grempel ftatuiert. Der Ausfall der Wahl zeigt, daß die breiten Boltsmassen mit den Tendenzen der Spartakusgruppe und der ihr eng liierten Arbeitsgemeinschaft nicht einverstanben find." Das gießt. Rolfsblatt für Anhalt bemerkt: Die Wahl ist der aus. gesprochene Bankrott der Arbeitsgemeinschaftler. Sie gibt ein An der Fraktionsfigung, die an der Harten Ruß der ersten Bild davon, was aus der Partei würde, wenn ihre Politit befolgt| Kriegskreditbewilligung berumfuadte, nahm auch ein Mann teil Verband der Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter Deutschlands. Filiale Berlin. Achtung! Sebastianfte. 37/38. tung Herren- Konfektion! tung! Montag, den 19. März, abends 8 Uhr, bet Schulz, Rönigsgraben 2: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: Das Ergebnis der Verhandlungen mit den Arbeitgebern. 165/1 Referent: Kollege Kunze. Die in der Hofen- und Westenbrauche Beschäftigten werden be sonders ersucht, in dieser Bersammlung vollzählig zu erscheinen. Sahlreichen Befuch erwartet Die Kommission. Verband der Sattler u. Portefeuiller Ortsverwaltung Berlin. Mittwoch, den 21. März 1917, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15: General- Versammlung. Zagesordnung: 1. Raffenbericht bom 4. Duartal 1916. 2. Bericht ber Berwaltung über bas Geschäftsjahr 1916. 8. Neuroabl ber Revisoren. 4. Berichterstattung und Reumabi ber Beschwerbefommiffion 5. Bortrag ber Genoffin Duncker über das Thema:" Glauben und Wissenschaft". 6. Distuffion. 7. Ber 139/16 fchiebenes. Zutritt ist nur gegen Borzeigung bes Witgliebsbuches bezw. ber Mitgliebstarte gestattet. Bahlreiches und pünftliches Erscheinen ber Mitglieber erwartet Die Ortsverwaltung. 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Ser auf England fahrende Frachtraum eine Berminderung von etwa 30 Prog erfahren hat. Interessant ist übrigens auch, daß die Ziffer der im Februar berienften Schiffe mit 781 000 Tonnen bei weitem höher ist, als die Biffer der Neubauten des ganzen Jahres 1916. Diese belaufen sich auf etwa 580 000 Tonnen. Englischer Zerstörer gesunken. onden, 16. März. Die Admiralität teilt mit: Ein Torpedobostszerstörer alten Type stieß am 15. März im Kanal auf sine mine unb jant. Alle Offiziere wurden gerettet. Ein Mann wurde getötet und 28 Mann werden vermißt, die vermutlich ertrunken sind. Jus Sperrgebiet verfenkt. Kristiania, 17. Mära. Rach einer Mitteilung an das misterium des Aeußeren wurde die norwegische Bark Aquile Mittwoch durch Geschüsfeuer eines deutschen U- Bootes verfentt. quile war von Aberben nach Stavanger mit Ballast unterwegs. Berlin, 17. März. Der engliige Dampfez illh Corthia( 882 Br.- Registertonnen) fowie der holländife Segler Angelita( 88 Br.- Registertonnen) wurden berjen! t. hai Bisher unter Bestimmten Umständen ein Recht der Aufbringung gestattet, aber niemals die blinde Bernichtung von Menschenleben und Eigentum. Die Neuheit der Unterfeebootwaffe fann eine weitherzigere Bestimmung der Bedingungen reifertigen, bie für eine effektive Blodade zur See notwendig sind, fie fann aber feineswegs ein Recht oder eine Rechtfertigung abgeben, ohne Rücksicht auf Abgangs ort oder Bestimmungsort zu vernichten und zu morden, gleichviel, ob es sich um Neutrale oder Kriegführende, Bewaffnete oder NichtBewaffnete handelt und ohne Unterschied des Geschlechts und Alters. Dies alles führt uns wieder in die grausamiten Zeiten des wilden und prähistorischen Menschen zurüd." äußerte: liches Mittel dazu aber fennt er nur die Berйtigie Bollit des Anreizes burch ständig steigenbe Preise. und gerade diese Politit hat die Lage der Berbrauder immer mehr verschlechtert. Deswegen fonnte der Minister im Landtag auch geger: ben fachlichen Inhalt der Eine gabe faum etwas vorbringen. Die Ausführungen, bie nach ihm ber preußische Staatsfommiffar für Ernährungswesen, Dr. Michaelis, machte, waren im Gegenfag hierzu geeignet, ben fachlichen Inhalt der Eingaben wahr und zutreffend barzutun. Die Landwirtschaft als Stand ist in den Eingaben nicht angegriffen worden, sondern die Angriffe richteten sich nur gegen gewiffenlose Elemente in ihr. Die Verwahrung des Herrn Giesberts auch in dieser Richtung war daher böllig gegenstandslos. Herr Giesberts mag für seine Berfon einen Sonderstandpunkt einnehmen. Ais Gewerkschaftsführer und Abgeordneter ist er aber den Drganisierten seiner Richtung und feinen Wählern im Ruhrrevier verantwortlich. Diese Streise werden sicherlich mit ihrem Urteil nicht zurückhalten." Soweit die Zuschrift, zu der nur noch zu bemerken ist. daß Herr Giesberts burch sein pflaumeniveiches Auftreten bei der Dritten Rejung des Etats feine Lage jebenfalls nicht verbessert hat. Danach haben also wohl die prähistorischen Menschen einen un eingeschränkten Strieg mit unterieeischen Einbäumen geführt. Die Beweglichen Alagen Sonninos werden übrigens verständlich, wenn man sie mit den Borten vergleicht, die fein tollege, der Ackerbau minister Raineri, zwei Tage vor ihm in der Stammer sprach, als er fich über die 2ebensmittelversorgung Italiens wie folgt linfere Berantwortung, meine geehrten Herren Kollegen, ist, wie Sie verstehen werden, eine ewige tägliche Angst unb zu allen Stunden verfolgen wir mit zitternden Herzen diefe Dampfer, die uns Leben bringen durch ein Meer boller Hinterhalte. Unser Sera hüpft vor Freude, wenn die Nachricht kommt, daß eines von ihnen heil und ganz angelommen ist. Diefe Freude dauert jedoch nur einen Augenblid, denn wir fallen sofort wieder in Angst zurüd wegen der anderen, die noch unterwegs sind." Die Deutsche Tageszeitung" regt sich darüber auf, daß Nach seinen U- Boot- lagen wandte fich Sonnino dem deuts& in Zeitungen berichtet worden ist, die Konservativen hätten megilanish amerikanischen 3 wifenfall und der die Rede Bethmanns, mit verschränkten Armen und in eisiger Bewaffnung der ameritaniigen Sandelsfiffe Stube" angehört. Sie nennt solche Stimmungsbilder un Rotterdam, 17. März. Der Holländische Dampfer Selena( 1146 au, phne etwas Neues zu diesen Dingen zu jagen. Heber bas mürbig, in denen davon gesprochen wird, wie die Mitglieder ...), der vor etwa sechs Wochen Käse, Butter, Kalas und Mil Darbanellenabfommen erklärte er, das es vor dem Ein- barlamentarischer Parteien während einer Ministerrede ihre für Bordeaux geladen hatte unb wegen des verschärften U- Boot- tritt Italiens in den Krieg getroffen, Italien ihm aber nachher beiKrieges nicht auslaufen konnte, mußte feine Ladung, die zur Hälfte getreten sei, und zwar unter den gleichen Bedingungen wie bie aus Käse bestand, löschen, da derfelbe anfing, flecht zu übrigen Alliierten. Aurfierdam, 17. März. Der belgische Dampfer Mainaut ist gefunken, die Bejagung, ist gerettet. werben. Folgen der Seesperre. * Rüdgang der amerikanischen Ausfuhr. Frankfurt a. M., 17. März. Ein Brivattelegramm der Frankfurter Zeitung"( Abendblatt) meldet aus New York vom 15.: Die Ausfuhr aus den Bereinigten Staaten if im Monat Februar um 30 roz. zurüdgegangen. Cadiz, 17. März. Der Kapitän eines neutralen Schiffes, das im Februar England verließ, hat in Carbif. 2iverpool unb Glasgow feinen einzigen großen überfeeischen Dampfer gefehen. Lebereinstimmend wird in englischen Häfen erzählt, daß der Schiffsberlehr im Atlantischen Ozean fehr ab genommen hat. 31 Stockholm, 17. März. Bei Wiedergabe des lehten englischen Wochenberichts über die Wirkung der Seesperre hebt Svenska Morgenbladet" hervor, daß sich die Zahl der auslaufenden und einlaufenden Schiffe weiter um 543 Taufenbe unb 518 einlaufende vermindert habe. Das Blatt sieht in dem dauernden Sinten des Schiffsverkehrs den un Bestreitbaren Beweis der Wirksamkeit der Seesperre. Saag, 16. März. Salbamtlich verlautet, daß das Berbot bes Ausfahrens- ber holländischen Getreideschiffe aufgehoben worden ist. Ausfahrt von Hollandschiffen nach Amerika. Amsterdam, 17. März. Aus Rotterdam finb elf niederländifde Dampfer na Rathamerita ausgefahren; einer davon mußte megen ichlechter Bunierfohlen wieber aurü diehren. Außerhalb Des Rieuwe Batertpegs wutben bie Dampfer bon etném beuifden U- Boot angehalten, fonnten aber nach Durgiicht ihrer Papiere ihre Reife fortiegen. Auch aus Amsterdam sind fünf große Dampfer aus. gefahren. China vor der Kriegserklärung? London, 17. März.( Telunion.)„ Times" melden aus Peking: Die Einstellung der Zahlungen an Deutschland, die Aufhebung ber deutschen Konzessionen und die Maßnahmen gegen die in China mohnenben Deutschen find unausführbar, wenn China nicht noch einen Schritt weiter geht und alle Verträge durch eine Kriegserklärung zerreißt. In der Hauptstadt selbst ist ein großer Teil ber öffentlichen Meinung einem solchen Schritte gegenüber nicht ab. geneigt. In der Probing jedoch liegen die Dinge anders, und die Regierung wird ein endgültige Entscheidung nicht eher treffen, als bis sie über die Stellungnahme der Provinz aufs genaueste unterrichtet ist. auf dem Auswärtigen Amt nauf der chinesischen Gesandtschaft Die„ Telegraphenunion" erfährt hierzu, daß hierorts weber Meldungen vorliegen, die auch nur den Abbruch der diplomatischen Beziehungen bestätigen. Die Agence Havas meldete bereits am Donnerstag aus Pefing: Der Minister des Aeußern hat den Gesandten der Alliierten mitgeteilt, daß die Regierung dem deutschen Gesandten, dem Personal der Gesandtschaft und den deutschen Konfuln in China die Pässe zugestellt hat. Ronservative Arm- und Beinstellung. Arme gehalten haben, welche Temperatur ihre Ruhe hatte up." Ja sie macht sogar die beachtenswerte Feststellung. daß die meisten Arme in der konserbatiben Graftion in Birlichkeit eine ganz andere Lage" während der Rede Beihmanns eingenommen haben.( Doch nicht etwa seitlich weit ausgebreitet?) Armitellung der Konservativen schreiben dürfen, auch wenn Man wird also fünftig nichts mehr über die sichtbare fie gleichzeitig unsichtbar jemandem ein Bein stellen. Erhöhung der Verpflegungssäge für Soldaten. Berlin, 17. März. Durch eine Verordnung des Bundesrats vom 15. März 1917 find die Vergütungsfäge für Naturalberpflegung sowohl für Difiziere, Sanitätsoffiaiere und obere Beamte als auch für Mannschaften und Unterbeamte mit Rüdficht auf die Teuerung für die Striegsbauer wie folgt erhöht worden: a) volle Tagesfost mit Brot ohne Brot ( Bisher 1,50 m. begro. 1,35 M.), b) Mittagelost mit Brot. 4 4 ohne Brot. ( bisher 0,72. bezw. 0,67 W.), c) Abendlost mit Brot ohne Brot ( bisher 0,62 m. bezw. 0,57 W.), d) Morgenlost mit Brot. ohne Brot. 2, M. : 1,80 1, . 0,95 . . . 0,67 0,62 " -0,88 . 0,28 llebrigens ist auch die Meldung aus Wafbington, daß die deutschen Schiffe in Schangbai von den Chinesen beschlagnahmt worden seien, mit größter Borsicht aufzunehmen. In amtlichen Berliner Kreifen ist, wie der Franff. 8tg." gemeldet wird, nichts davon bekannt. Wenn die Meldung überhaupt richtig ist, so handelt es sich wahr scheinlich um Maßnahmen der chineftchen golbehörben, um ein Ausfeber Gelegenheit immer wieder verlangt worden, daß die Manu fahren oder Beschädigen der deutschen Schiffe zu verhüten. Der australische Genat. Basel, 17. März. Datin" melbet aus Melboure: Der Senai hieß nach erregter Erörterung mit 18 gegen 18 Stimmen die Ernennung eines Ausschusses gut. der bic bom Senator Batsen gegen Hughes erhobenen Befchuldi Unterbindung der Zufuhr für Belgien. sungen wegen Bestechlichkeit untersuchen soll. Rotterdam, 15. März. Maasbode" meldet: Der nor wegische Dampfer Baarli, der mit Mais für das belgische Silfstomitee bon La Plata nach Rotterdam unterivegs tit, mußte seine Zabung für die englische Regierung in Eng land löschen. Das Schiff fommt nicht nach Rotterdam. Sonninos Programmrede. bi Begrüßung der ruffifchen Revolution- Eroberungsziele Phrafen gegen U- Boote. Der Fliegerangriff auf Margate. Berlin, 17. März. Amtlich. Am 16. vormittags murben die Bahnhofs- und Schuppenanlagen von Margate von einem unserer Mariueflugzeuge erfolgreich mit Bomben beworfen. Zwei große Brände konnten vom Flugzeug festgestellt werden. Politische Uebersicht. Der Arbeiterabgeordnete Giesberts. Bor der italienischen Stammer hat der Minister des Auswärtigen, Sonnino, am 16. b. M. eine große Programmrebe gehalten. Eber Die Haltung des christlichen Gewerkschaftsführer Giesberts im Donner der ruifischen Revolution verllingt seine dünne Stimme in den Schorlemer- Debatten hat in der Arbeiterschaft all trotz aller rhetorischen Sforzandos. Aus dem Bericht der Agencia gemein befremdet. Besonders die Arbeiterfreise des Westens, Stefani sei hier das Wichtigste wiedergegeben: die am meisten unter der mangelhaften Lebensmittelversorgung zu leiden haben, find über fie geradezu empört. Von den zahlreichen Zuschriften, die uns in dieser Angelegen heit zugehen, möchten wir wenigstens eine wiedergeben. Um sogleich der Erwartung der Kammer zu entsprechen, deren Aufmertfamfeit in diefem Augenblid besonders auf die großen Ereignisse in Rußland gerichtet sein muß, beeile ich mich, zu erklären, daß nach den aus allen Quellen bisher eingelaufenen Sie laufet: Nachrichten die ganze Bewegung, die fich in den legten Tagen in nicht auf ein Raclaffen, sondern 31 ( bisher 0,31 m. bezw. 0,26 M.). Die über Fünfundvierzigjährigen hinter die Front. Bon fozialdemokratischer Seite ist schon feit geraumer Zeit bei fchaften, bie bas 45 Bebensjahr pollenbet haben, hinter bie Front surüdgenommen werden sollen. Auf eine Anfrage bes Abgeordnetent Dr. Müller Meiningen( frf. p.) hat der Kriegsminister nun mitgeteilt, bas bie Surüdziehung aller Mannfchaften über: 45 Jahren, die länger als fechs Monate im selbe stehen, aus der vordersten zinie feit geraumer Zeit angestrebt und auch weiterhin betrieben wird, soweit diese Verwendung nicht dem ausdrüdlichen Wunsche des einzelnen entspricht. Bundesratsarbeit. In der Sonnabendfißung des Bundesrats gelangien zur Annahme der Entwurf einer Bekanntmachung bc= treffend Berbot der Ein- und Durchfuhr von Rubeln, der Entwurf einer Berordnung über die Breiie für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Grute 1917 und für& lat= bieb und der Entwurf einer Bekanntmachung über die Errichtung von Herstellungs- und Bertriebsgesellschaften in der Schuhindustrie. Das Auslandsmehl. Dem bisherigen schwunghaften Handel mit martenfreiem Auslandsmehl, dessen ausländischer Ursprung übrigens oft sehr zweifelhaft war und für das fabelhafte Breise gezahlt wurden, dämmt eine soeben erschienene Berordnung des Reichsfanzlers ein. Danach gelten für solches Mehl und das daraus hergestellte Brot diefelben Höchstpreise wie für inländische Bare, ferner ist eine Anzeigepflicht für diejenigen vorges fehen, die ausländisches Mehl einführen, außer wenn es für die eigene Wirtschaft bestimmt oder an die 3. E. G. abzuliefern ist. Letzte Nachrichten. Die Rebolution wird gestoppt! Der Abgeordnete Giesberts hat die beiden Gewerk Betersburg, 16. März. Meldung der Beiersburger TelePetersburg und Mostau entwidelt hat, im Hinblick auf den Krieg schaftseingaben fachlich preisgegeben und nur gegen den graphen- Agentur. In Petersburg weilende Effiziere gingen schlechten Ton des Ministers Verwahrung eingelegt. Seine Arm in Arm mit Leuten aus dem Bolke. Auf Aufforderung auf eine immer stärkere Fortsetzung der militärischen Operationen Pflicht wäre es gewesen, fachlich zu den Eingaben zu des Erelutivausschusses hin erkannte die Duma an, daß um gerichtet ift. Die Regierung hat gestern durch die Presse die bisher stehen und für die dritte Befung des Etats eine entschiedene den rieg au einem fiegreichen Ende zu gemeldeten Einzelheiten mitgeteilt. Ich kann dem heute nichts Antwort zu finden. Ganz falsch ist die Behauptung Giesberts', fübten, es unerläblich sei, die Ordnung wiederhinzufügen, noch könnte ich auf irgend eine Frage über diesen Gegen- daß die wichtigsten Forderungen erfüllt seien. Herzustellen und die gemeinsame Arbeit hinter der Front stand antworten. Ich bitte die Kammer gerade im Interesse der Das gilt weder für die geforderte Berbindung des Kriegs- Gewalt des Erefutivausschusses der Duma anzuerkennen für wiederaufzunehmen. Es wurde einstimmig beschlossen, die großen Ziele, die the besonders am Herzen liegen, sich jeder ernährungsamts mit dem Kriegsamt, noch für die gealle Angelegenheiten, die mit der Verwaltung des russischen mitelbaren oder unmittelbaren Sundgebung forgfältig au forderten Preisrelationen. Die bom Kriegsernährungsamt Staates zusammenhängen, bis zur Einberufung einer gefek Sonnino forach hierauf von dem hinterliftigen Friedens Gelvertschaften, die sich gegen jede weitere Erhöhung der gebenden Versammlung. angebot der Mittelmächte und der im Gegenfas hierzu bon hohem artoffelpreise und gegen eine Erhöhung der Ge Schritt für Schritt vorausfogen! Ber Marg gelesen hat. Könnte ben Verlauf der Revolution balb Gefühl der Menichenliebe" getragenen Note Bilsons. Gegenüber treibepreife um 40 bis 30 2. ausgesprochen haben. Wenn Wilson erklärte er: Herr Giesberts nicht mit allen Einzelheiten einverstanden enthalten." " Die Rebolution in Finnland. Bas feine Shpothefe eines Friedens ohne Sieg anbetrifft, ift, fo ist das feine persönliche Sache. Schriftfäße. fo wäre sie gleichbedeutend mit der Berleugnung der Ursprünge bie von so vielen Verbandszentralen unterzeichnet sind, graphen- Agentur. Die provisorische Regierung hat den AbPetersburg, 17. März. Meldung der Petersburger Telediefes Krieges und mit einer Berkennung der von Italien und fönnen gewiß nicht in allen Einzelheiten jeder Auffassung ge geordneten odit cheff zum Minifter für finnländische Anfeinen Aliierten verkündeten Ziele, und hier ist es am Blaze, wieder einmal zu bekräftigen, daß Italien fein Ziel der Borherr recht werden. Aber wenn fie unter Verantwortung gelegenheiten ernannt. Robitcheff erhielt Befehl, heute nacht fchaft ober ber unterbrüdung verfolgt. fonbern baß es burch die der unterzeichneten Drganisationsvertreter hinausgehen, müssen nach Selfingfors abzureisen. Auf Befehl der provisorischen Zapferfeit feiner Rinber für die Befreiung feiner frembem Joche sie auch vertreten werden, und bas mar die Pflicht Regierung ließ der Chef der Oftieeflotte, Admiral Nepenin, unterworfenen Landsleute tämpft fowie für die Eroberung feiner des Herrn Giesberts als Vertreter seiner Gewerkschafts- den bisherigen Generalgouverneur von Finnland, Sain, sowie Regierung ließ der Chef der Ostseeflotte, Admiral Nepenin, von der Natur gezeichneten Grenzen, für die rechtmäßige Sich er richtung. Giesberts persönliche Auffassung ist belangtos für ben ige präsidenten des Berwaltungsdepar heit seiner Rüften im Abriatischen Meer und für die Wahrung die Unterzeichner der Eingabe. Die christliche Gewerkschafts- bements des Senates Borefitinoff verhaften. jeiner Lebensintereffen im Mittelmeer." presse hat sich im Gegensatz zu ihm mit größtem Mut hinter Mach diefen Worten, die ein Programm weitgehender die Eingabe gestellt, ganz besonders auch hinter jenen Zeil, Roditcheff ist Mitglied der Kadettenpartei, deren linkem Annegionen umschließen, wandte sich Sonnino dem uneinge- der sich mit dem Minister beschäftigt. Das christliche Flügel er angehört. schränkten U- Boot- Strieg zu und erging sich hier in den üblichen" Zentralblatt" schreibt: Beschimpfungen der Mittelmächte und Klagen über Barbarei ujf. Er sagte u. a.: Der Unterieebootkrieg wird neue Berbrechen gegenüber un schuldigen Opfern bewirken, aber nicht fein Ziel erreichen, den Sandel der Altierten zum Stifftand zu bringen. Das Völkerrecht Zechenunglück. Für uns ist es feststehende Tatsache, daß diefer MiEisen, 17. März. Auf Zeche Enscher plate ein unter nister für die von dem Werbraucherstandpunft aus so schlechten Tage angebrachter Luftteffel. 5 Bergleute wurden durch Berhältnisse in erster Linie berantwortlich machen ist. 8ugegeben ist, daß er fich um die Steigerung der umherfliegende Splitter tödlich, 4 fomer und 4 leicht vers landwirtschaftlichen Erzeugung fehr bemüht hat. Als ausschließe Icst. Ein Schwerverletter ist nachträglich geftorben, Gewerkschaftliches. Dieser Tarifabschluß ist deshalb von Bedeutung, weil er den größten Industrieort Norddeutschlands für Bedertreibriemen betrifft und eine gute Sandhabe für die spätere Gestaltung der Lohnund Arbeitsbedingungen bildet. Ein Antrag, der verlangt, daß die bis nach dem Kriege vers schobenen Neuwahlen der Generalversammlungsbelegierten jetzt vorgenommen werden, wurde nach einer längeren Diskussion abgelehnt. Schließlich fam noch der Antrag eines Mitgliedes zur Verhand lung, welcher beiagt, daß der„ Borwärts" nicht mehr als das Bublifatione organ des Verbandes benutzt werden soll. Die Bezirksverwaltung empfahl, über diesen Antrag zur Tagesordnung überzugehen. Die Bersammlung beschloß.ohne erhebliche Debatte Uebergang zur Tagesordnung. Aus dem Kriegsausschuß für Groß- Berlin. Ein Ingenieur der Firma D. will einen Abfebrichein, da er bei einem monatlichen Gehalt von 220 M feine Verpflichtungen nicht erfüllen kann. Nach längerer Berhandlung erklärte sich die Firma Bande der Cattler und Bortefeuiller organisierten Arbeitern ge- Inur 9375 befest iverben fomten. Für Aushilfestellen gingen 3839 fündigt worden, hauptsächlich zu dem Zweck, um Gelegenheit zu Meldungen ein, davon wurden 3425 Stellen besetzt. befonimen, mit den Fabrikanten Verhandlungen über die Be- Die fteigenden Lebensmittelpreise veranlaßten die Drganisation, Die Arbeitsnachweisfrage im Abgeordnetenhaus. fchäftigung Kriegsverlegter und die Einstellung heimfehrender mit der Forderung von Teuerungszulagen überall vorzugehen, wo Die Generalfommission der Gewerkschaften hat in Gemein- Strieger betr. allgemein gültiger Regeln zu schaffen. Dieser Zwed die in den einzelnen Betrieben und Branchen Beschäftigten die orgas ist auch erreicht worden Die Lohnsäße wurden in den lebten nisatorischen Vorbedingungen erfüllt hatten. Rohnerböbungen und schaft mit den anderen Gewerkschaftsleitungen an das bgeordnetenhaus eine Betition gerichtet, in der ein Ausbau des Arbeits- beiden Jahren infolge Mangels an Arbeitern und der Berufs- Teuerungszulagen wurden im Laufe des Jahres verschiedentlich verwandtschaft des Gewerbes mit den Militärjattlern wesentlich erzielt. nachweiswesens unter paritätischer Zeitung gefordert wird. Ga Neben der Aufbesserung der Löhne ließ sich der Verband auch sollen in allen gewerbereichen Orten, mindestens in solchen von über das Minimum erhöht. Nach den erneut getroffenen Verein100 000 Einwohnern aber, öffentliche paritätische Arbeitsnachweise barungen sollen die jest gezahlten Löhne nebst Teuerungszulagen die Unterstügung der Kriegerfamilien angelegen fein. Die agitatorische Tätigkeit war natürlich infolge der durch den errichtet, mit Austfunftsstellen am Orbe verbunden und unter die weitergezahlt werden. Acht Wochen nach offiziellem FriedensLeitung eines Landesamts für Arbeitsnachweis gestellt werden schluß treten die Parteien zur Festlegung der Tariflöhne zu Krieg bedingten Verhältnisse sehr erschwert und konnte deshalb feine sammen. Die Montagegelder von 450 M. für das Vierstädtegebiet befriedigenden Erfolge haben. Trogdem ist es, dank der intensiven Mit dieser Frage hat sich das Abgeordnetenhaus schon früher be- und 6 M. den Tag für weiter entlegene Orte werden durch Zahlung Tätigkeit der noch vorhandenen Funktionäre, gelungen, im Laufe schäftigt, sich aber immer gegen die Bevorzugung paritätischer der wirklichen Ausgaben, die weit höher sind, abgelöst. Hingegen des Jahres dem Bezirk Groß- Berlin 1939 neue Mitglieder zuzuArbeitsnachweise erklärt. Nunmehr mußte die Kommission für bleiben die tariflichen Montagezulagen bestehen. Kriegsverletzte führen. Dem stehen allerdings 3711 Streichungen an Beitragss Sandel und Gewerbe sich mit dieser Petition befassen, die sie vor cine wichtige Entscheidung stellte. Die Regierung erklärte, daß müssen von ihrem alten Unternehmer wieder eingestellt werden, restanten gegenüber. Die Mitgliederzahl, die am Anfang des Jahres die Petition durch die inzivischen erlassene Bundesratsverordnung müssen heimgekehrte Krieger bei Arbeitereinstellungen von ihrem ohne daß die Rente auf den Lohn angerechnet werden darf. Auch 17 115 betrug. ging bis zum Jahresschluß auf 15 100 zurüc Die auf der Tagesordnung stehende Neuwahl der Bezirksleitung überholt sei. Der Handelsminister habe darauf an die Regie: Testen Arbeitgeber in erster Linie berücksichtigt und Verheiratete wurde dadurch erledigt, daß man die bisherigen Mitglieder wieder rungspräsidenten einen Erlaß hinausgegeben, in dem fic aur Förderung des Arbeitsnachweiswesens aufgefordert werden. Heber bevorzugt werden. Im übrigen gilt der Tarif vom Jahre 1912 in ihren Aemtern bestätigte. Das Ergebnis konnte aber nichts weiter mitgeteilt werden, als dag bis längstens zwölf Monate nach dem Kriege weiter. Eine drei1915 in Preußen 376 Nachweissbellen beständen. Boritätische Bera monatige Kündigungsfrist ist vorgesehen, während welcher die waltungen ließen sich, namentlich wegen eines bkommens der Bazieien verpflichtet sind, einen neuen Tarif vorzubereiten. Kommt hier keine Ginigung zustande oder sind sonst Differenzen aus dem Landwirtschaftskammern mit den öffentlichen Arbeitsnachweisen, nicht überall durchführen. Das müsse der Entscheidung der Ver: Tarifverhältnis zu Ehlichten, jo tritt ein aus beiden Parteien maltungsbehörden nach dem örtlichen Bedürfnis überlassen bleiben, ausammengesettes Schiedsgericht zusammen, dem ein Vertreter der cbenso die Grrichtung von Fachabteilungen. Die Uebertragung der Gewerbekammer als Unparteitscher vorsteht. Die dann gefällten Befugnis auf die paritätischen Ausschüsse. den Verwalter des Schiedssprüche sind Schiedssprüche im Sinne der Zivilprozeß Nachweises zu ernennen, jei nicht angängig, weil der Verwalter ordning. Berstöße gegen den Tarif oder die Vereinbarung fönnen mit Geldstrafen geahndet werden, und zwar bis zu 100 m. bei ein Beamter fein müsse, den fuur die Behörde anstellen tönne. Dentgegenüber wurde die Petition von den sozialdemokra- Arbeitern, 1500 M. bei Unternehmern. tischen Mitgliedern der Kommission und dem fortschrittlichen Berichterstatter zur Berücksichtigung empfohlen. Das Arbeitsnach weistejen würde noch heute keinerlei Ausgestaltung durch die preußischen Verwaltungsbehörden erfahren haben, wenn nicht die Wilitärbehörde eingegriffen hätte. Die Konservativen, von denen ein Mitglied den Ausbau durch Reichsgesez wünschte, davon aber sogleich nach Belehrung durch ein anderes Mitglied Abstand nahm, ivaren für Uebergang zur Tagesordnung, da die Konservativen durch die Erklärung der Regierung zufriedengestellt waren. Gleicher Der am Donnerstag abgehaltenen Generalversammlung für den Ansicht waren die Nationalliberalen, die eine Abstimmung über Bezirk Groß- Berlin des Transportarbeiter- Verbandes lag der Jahresjeden einzelnen der acht Punkte der Petition wünschten, um dann bericht für 1916 vor, dem wir folgendes entnehmen. das, was nicht durch lebergang zur Tagesordnung erledigt wäre, Der Mangel an geübten männlichen Arbeitskräften für das der Regierung als Material zu überweisen. Schließlich wurde Handels-, Transport- und Verkehrsgewerbe Berlins hat sich im mit 10 Stimmen des Zentrums, der Freikonservativen, Fort- Laufe des Jahres immer mehr bemerkbar gemacht. schrittler und Sozialdemokraten eine Gesamtabstimmung be haben die Unternehmer des Kohlengroßhandels und besonders die schlossen. Trotz des Hinweises der Sozialdemokraten, daß der des Spediteurgewerbes Klage darüber geführt, daß abgesehen von Reichstag in seiner Kommission dieselbe Petition dem Reichstanzler den minderwertigen Leistungen der eingestellten ungeübten Kräfte zur Berücksichtigung überwiesen habe, wurde die gleiche Behand- auch ihre Zuverlässigkeit hinsichtlich der ihnen anvertrauten Güter fung mit 10 gegen 8 Stimmen abgelehnt. Für Berücksichtigung und Gelder manches zu wünschen übrig lägt. Die Bezirksver ftimmten mr die Sozialdemokraten, Fortschrittler und das waltung fonnte dem Wunsch der Arbeitgeber auf die hier in Bentrum. Mit Hilfe von zwei Stimmen der Freikonservativen Frage kommenden Arbeiter einen günstigen Einfluß auszuüben, nicht wurde dann die Betition der Regierung mit 10 gegen 8 Stimmen entprechen, weil die betreffenden nicht organisiert waren und sich den zur Erwägung überwiesen. Konservative und Nationalliberale Bestrebungen der Organisation nicht zugänglich zeigten. Infolge stimmten auch gegen diesen Antrag. des Mangels an männlichen Arbeitskräften hat die Einstellung von Frauen in den verschiedenen Zweigen des Handels, Transport- und Berkehrsgewerbes an infang zugenommen. Im Kohlengroßhandel wurde sogar im Herbst der Veriuch gemacht, Frauen als Kutscher für die schweren Koblenwagen auszubilden und als solche zu beichäftigen. Ob und wieweit Frauen als Koblenkuticher verwendet werden können, fann zurzeit noch nicht abschließend beurteilt werden. Unter den angeführten Umständen war die Arbeitsgelegenheit während des Berichtsjahres als eine dauerd gute zu bezeichnen. Es waren arbeitslos am Schluß des ersten Quartals 76, am Schluß Berantwortlich für Bolitik: Hermann Müller. Tempelhof; für den übrigen bes zweiten Quartals 95 des dritten Quartals 37, des vierten Seil d. Blattes: Alfred Scholz, Neutöün; jür Injerate: Tb. Glocke, Berlin. Quartals 44 Mitglieder. Das sind am Schluß der letztgenannten Drud u. Verlag: Bortvärts Buchdruderet u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co. mi Duartale 0.29 Broz. der jeweils vorhandenen Mitgliederzahl. Es Gegenüber früherer Behandlung dieser Frage ist soweit ein flciner Fortschritt erzielt, als man über die Ausgestaltung des Arbeitsnachweiswesens nicht mehr zur Tagesordnung überging. Ob im Plenum des Abgeordnetenhauses dasselbe Resultat erreicht terben wird, ist allerdings noch fraglich. Das Abgeordnetenhaus ist in sozialpolitischen Fragen stets rücständiger als der Reichstag. Deutsches Reich. Tarifverlängerung in der Hamburger TreibriemenIndustrie. Berlin und Umgegend. Jahresbericht der Transportarbeiter. Namentlich Der erstmalig vor fünf Jahren für die Hamburger Treibriemen- Industrie abgeschloffene Tarifvertrag ist von den im Ber- wurden während des Jahres 14 563 fefte Steffen gemeldet," wovon bereit, ab 1. März 30 M. Zulage zu geben und am 1. Juli 1917 weitere 25 M. An allgemeinen Teuerungszulagen, die eventuell den im Betrieb Angestellten von der Firma zugestanden werden, nimmt der Ingenieur M. gleichfalls teil. Fünf Fälle vin Beschwerden, an denen Sattler beteiligt find, zeigen ungefähr das gleiche Bild; durch die Spezialisierung der Sattlerarbeit tritt der liebelstand ein, daß, sobald bei einer Firma die Spezialarbeit, auf die ein Sattler eingearbeitet ist, nicht mehr hergestellt wird, der betreffende Sattler auf andere Arbeiten Um diefem llebelstand abzuunzureichend verdient. ganz Helfen, ist dem Sattler G. von der Firma R. ein Kriegsschein erteilt. Dem Sattler H. von der Firma R. gleichfalls, wenn er nachweist, daß er auf seine Spezialarbeit in einem anderen Be triebe Beschäftigung finden kann. Dem Sattler 2. von der Firma R. foll eine Entschädigung gezahlt werden für das Warten auf Arbeit. Falls das nicht geschieht, wird ihm gleichfalls der Abfehrichein zugesprochen, und der friegsbeschädigte Sattler E. von der Firma N. foll ein Attest beibringen, daß er infolge femer Berwundung die Arbeit nicht machen fann, dann wird ihm gleichfalls der Kriegsschein ausgebändigt. Der Sattler M. fann die Arbeit, die er zu machen bat, nicht ausführen, da er bei seiner Arbeit stehen muß, was ihm infolge eines Fußleidens schwer fällt. Es wird der Firma aufgegeben dem Sattler passende Arbeit zu geben oder den Abfebrichein auszustellen. Der Werkzeugmacher St. von der Firma B. erklärt, wegen Herz frankheit die Arbeit nicht machen zu fönnen. Es wird ihm auf gegeben, hierüber ein Attest beizubringen, dann soll er den Kriege schein erhalten. Berlin SW Hierzu 3 Beilagen. AWERTHEIM AUSSTELLUNG NEUER FRÜHJAHRS- MODELLE Kleider, Jackenkleider, Mäntel, Blusen Kleiderröcke, Morgenröcke, Kinderkleider usw. Besondere Abteilung für elegante Maß- Anfertigung DAMENKLEIDER Seidenkleid aus Chinakrepp, jugendliche Form, BLUSEN mit reicher Stickerei. Rock mit 2 Frisuren u. Hohlsaum, in dunklen und hellen Farben Taftkleid fesche moderne Form, mit bunter Seidenstickerei, Rock mit breitem Saumumschlag, in vielen 68.00 75.00 Farben.. 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Heute dürfen Kinder unter 6 Jahren überhaupt in fein Kino hineingelassen werden, weder allein noch als Begleiter von Erwachsenen, md für Kinder und Jugendliche. bon 6 bis zu 16 Jahren ist der Besuch bon Jugendvorstellungen erlaubt. Diese besonderen Borstellungen hatten anfangs viel Zulauf, aber ihre Anziehungskraft ließ allmählich nach, so daß die nicht auf ihre Kosten kommenden Unternehmer fie nur noch selten veranstalteten oder fic ganz abschafften. Hitter n erkennung der Berechtigung des Verlangens auch der Jugend nach dem Kino bedauerte der Vortragende, daß durch schlechte Kinos nicht nur Erwachsene, sondern auch Jugendliche und Kinder ver dorben worden seien, so daß befiere Darbietungen wenig Verlodendes für sie baben Er warnte davor, in Kulturfragen immer. nach der Polizei und ihren Verboten zu rufen( in diesem Zusammena hang gebrauchte er jogar das Mort Denunziantentum"). und empfahl, durch Bildung Des Geschmads die fulturwidrigen Answüchse des Kinos zu be tampfent. Gegenüber der von ihm selber hervorgehobenen Tatsache, daß die Unternehmer aus Rücksicht auf den Ertrag doch immer wieder I man die Gewißheit, daß man es nicht mit armen Gemeinden, nicht dem schlechten Geschmad thres Besucherfreises nachgeben werden, I mit Arbeiterwohngemeinden, die lediglich die Lasten der Betriebe schien Brunner fein Mittel zur Abhilfe zu wiffen. Wir schlagen vor, zu tragen haben, sondern mit aufstrebenden Betrichsgemeinden zu daß die Gemeinben das Kino aus den Fesseln des gewinn fun hat, die sich fortgesezt derartig günstig entwidelt haben, daß fuchenden Erwerbsunternehmens befreien und eigene Kinos diese Entwidelung fogar stellenweise als glänzend bezeichnet wer- schaffen, die in der Kette ihrer Bildungsveranstaltungen ein neues Ein Genosse, der seit 30 Monaten an der Front steht, den fann. Glied wären und besonders zu den Schulen in enge Beziehung ge schreibt in den Mitteilungen des Vereins Arbeiterpresse" über Als neuer Gesichtspunkt sollen in der Petition die hohen bracht werden müßten. Die Aufgabe, das Kino in eine Stätte der die Zeitung im Felde": Kriegskosten dieser Gemeinden zur Begründung ihres Geschmacksbildung und Kulturförderung umzuwandeln, läßt sich nicht Die sozialdemokratische Presse hat in Gädfe wohl den Anspruchs angeführt sein. Eowert für Berlin Zahlen dort mit- von heute auf morgen durchführen und geht über die Kraft des militärischen Wochenschauer und in geteilt sind, so sind, wie in der Gegeneingabe des Magistrats ein Unternehmers, der ein Geschäft machen“ will. Eine Gemeinde farn, Dr. Köfter sicher den vortrefflichsten Bericht- gehend dargelegt wird, die Zahlenangaben unzutreffend. wenn's sein muß, durch Zuschüsse ihr Mustertino solange in seinem erstatter dieses Krieges. Daher ist es doppelt Schließlich heißt es in der Berliner Eingabe dann noch mörilich: venn's fein muß, durch Zuschüsse ihr Musterfino solange in feinem erstatter dieses Krieges. Daher ist es doppelt leberhaupt muß das Moment der Kriegsausgaben bei dieser Beſtand ſichern, bis es sich durchgesezt hat. schmerzlich, daß just sie in dieser Zeit eigentlich so wenig Frage ausschalten. Denn die Belastung, die einer Gemeinde aus zur Geltung fomnit Scheidemann ist der meistgenannte diesem Anlaß erwächst, nimmt fie lediglich im Interesse des Reichs Da bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen die Zufubr Politiker diefes Strieges, der Vorwärts" das best und des Staates auf sich. Ist also eine Gemeinde durch die informierte und meist zitierte Blatt und doch Kriegslasten in Not geraten, jo irird es auch Aufgabe des Staates schwierigkeiten unverändert geblieben sind, wird auch für die fol ist er in Felde ganz schwach, vertreten." sein, hier helfend einzugreifen. Irgendein Zusammenhang solcher gende Woche in Berlin die Ration au Kartoffeln wiederum Das ist ein hohes Lob für den„ Vorwärts". Aber ein Leiftungen mit den bürgerlichen Beziehungen zu benachbarten Ge- auf drei Pfund mit der Maßgabe fefigefeßt, daß derjenige, der feine drei fund Kartoffeln nicht zu erhalten verinag von schlechtes für Euch, Vorwärts" Leser! Barum sorgt Ihr meinden ist schlechterdings nicht ersichtlich. Benn endlich in der Petition darauf hingewiesen wird, der Donnerstag der nächsten Woche an auf die fechs blau schraffierten nicht dafür, daß der" Borwärts" hinaustomint? Sendet ihn gegenwärtige Zeitpunkt jei besonders für einen Lastenausgleich Startoffelfartenabschnitte zusammen 600 Gramin Gebäd, entnehmen ins Feld! Macht von der Einrichtung des Feld post- geeignet, so find wir entgegengesetter Meinung. Einmal läßt sich Abonnements Gebrauch! nicht übersehen, wie die Verhältnisse sich nach dem Kriege gestalten Auf die Fettkarte werden in der Tommenden Woche 50 Grant werden, wie die finanziellen Wirkungen für das Reich sein werden, Butter gegeben. Margarine wird nicht verabfolgt. wieweit auch eine Erstattung der Kriegsausgaben seitens des Das Berliner Armenwesen. Reichs möglich ist und erfolgt, ferner ob eine Zu- oder AbwandeDer Etatsausschus der Berliner Stadtverordnetenver ?? 3 Den Vorwärts" an die Front! 17 Der Lastenausgleich für Groß- Berlin. J Berliner Lebensmittelnachrichten. Bom Magistrat Berlin werden wir um Aufnahme einer 3u rung von Personen, Fabriken und sonstigen Betrieben in großem fammlung beriet die Pläne für das gesamte Armenwesen. Der " Maße stattfindet, sowie welche kommunalwirtschaftlichen Verändeschrift gebeten, der wir entnehmen: Einige Nachbarorte Berlins und der Kreis Niederbarnim rungen überhaupt vor sich gehen werden. Sodann erscheint eine Etat für die offene Armenpflege sieht einen Bedarf von 11 186 500 97. unter Führung von Neukölln haben eine Eingabe an die Staats- Beit, in der die Groß- Berliner Gemeinden sich mit bisher unge- vor, der um 2 Millionen Mark geringer ist als der fitr 1916. Fir regierung gerichtet, die darauf hinzielt, einen Lastenausgleich ahnten Schulden belasten, ganz und gar nicht dazu angetan, eine Kur- und Pflegekosten werden 35 000 M. mehr verlangt. Für die innerhalb der Gemeinden Groß- Berlins herbeizuführen. Die er- folche Opferwilligkeit mit einer Einbuße an Selbständigkeit zu be- Hospitäler ist der Bedarf um 53 940 2. quf 1583 280 m. infolge wähnten Gemeinden glauben jest eine günstige Gelegenheit zu strafen. Die westlichen Vororte und Berlin müßten es überaus höherer Verpflegungsfosten gestiegen. Die Baisenpflege erfordert haben, ihren Versuch dadurch stüßen zu können, daß sie die Ver- bitter empfinden, wenn die Staatsregierung nicht anstehen würde, 3272 730 m., 160 000 m. mehr durch erhöhte Ausgaben für Privatschiedenartigkeit der Höhe der Kriegsausgaben neben der schon ihnen diese teilweise Entrechtung gewissermaßen als eine Quittung anstalten. Erheblich gestiegen find die Anforderungen an die Fürs früher behaupteten unbilligen steuerlichen Mehrbelastung der Ar- für die außergewöhnlichen Anstrengungen und Leistungen dieser forgeerziehung von 245 610 9. auf 524 230 M., hervorgerufen durch die Eröffnung der landwirtschaftlichen Erziehungsanstalt in beiter- Wohngemeinden ins Feld führen. Beide Versuche müssen Kriegsjahre zu bieten. Struveshof. Für das Arbeitshaus Rummelsburg wurden 61 920 M., fehlschlagen. Zur Biderlegung der schon vor dem Kriege angeWas das Kino sein könnte? für das städtische Obdach 579 300 M. und für die Strantenanstalten führten Gründe der genannten Vororte hatte der Magistrat Berlin, im Einbernehmen mit den westlichen Nachbargemeinden, schon in Vorurteitslosigkeit gegenüber den Reino fordert Brofeffor& 648 420 m. verlangt und bewilligt. Die Srrenanstalten bedürfen 6377930 9? Sommer 1914 eine Dentschrift über die Berechtigung eines inter- Brunner, der Filmzensor des Berliner Polizeipräsidiums. Auf Meldung der Hilfsdienstpflichtigen durch die Post. Das Kriegsfommunalen Lastenausgleichs in wirtschaftlich zusammenhängen- einem„ Beratungsabend für die Frauen und Mütter von Großden Gemeinden, insbesondere in Groß- Berlin" verfassen lassen, Berlin" sprach er über Das Kino und unsere Jugendamt hat bestimmt, daß die Hilfsdienstpflichtigen ihrer Meldepflicht Man dürfe das Kino nicht verherrlichen, doch sollte auch nie- dadurch genügen, daß sie eine ordnungsmäßig ausgefüllte Melbes die soeben an die Staatsregierung und die ge= jebgebenden Körperschaften zur Verteilung ge mand es scheiten, der selber noch nie in einem Kino war. Gs farte nicht nur bei der Ortsbehörde abgeben, sondern auch der Post langt. In dieser Denkschrift wird nachgewiesen, daß das Bet- tönne kulturfördernd wirken, wirke aber leider nur zu oft fultur- unter Umschlag zur Aushändigung an die Ortsbehörde übergebent Tangen eines Steuerausgleichs zwischen Gemeinden überhaupt widrig, weil der Unternehmer feinen Vorteil dabei fuchen muß. tönnen. Die Poft liefert die Starten der Ortsbehörde portofrei ab, grundsäglich als unmöglich zu erachten ist; namentlich aber, daß ein zum Schutz der Jugend vor den schädlichen Einflüssen wenn der Briefumschlag den Vermerk Heeresjache, Hilfsdiensts das in feiner Entwicklung. bas jolcher Versuch unfehlbar mit einer schweren Beschränkung der des Kinos, Naturbild" pflichtigen- Meldung" trägt und pffen am Schalter übergeben wird. auf Unter vernachlässigend, den Abweg des Selbfiperivaltung der Gemeinden verbunden sein muß. gewinnbringenden an den Meldefarten ist ein Abreißftreifen unten angebracht, der von mit fei.: „ gestellten Bildern geraten Beibringung ausführlichen statistischen Materials wird in der„ Dramas" babe den annehmenden Bosibeamten mit Interschrift und Tagesstempel Denkschrift der Nachweis erbracht, daß die Behauptung der man zu beschränkenden Maßregeln greifen müffen. versehen, den Meldepflichtigen als Meldebestätigung" zurüdgegehen petitionierenden Gemeinden, daß sie steuerlich gegenüber Berlin Brunner schilderte, wie in Berlin die Durchführung der Ende 1912 wird. Am Schalter stud die Meldefarten mit dem zugehörigen und den westlichen Vorortgemeinden unbillig belastet jeien, un- ergangenen Polizeivorschriften beftigsten Widerstand nicht bei den Briefumschlag offen abzugeben. Der Annahmebeamte legt die Starte richtig ist. Aus den der Denkschrift beigegebenen Tabellen gewinnt Unternehmern, sondern bei den Müttern gefunden habe. Manche in den Umschlag. Eine Prüfung oder Vergleichung des Inhalts der Aber wie durch den Fluch hernorgezaubert, öffnete Tagejem plöglich die Tür seines Vorzimmers und befrat, zum Ausgehen angezogen, den Flur. 45] Der Polizeimeister. Gin russischer Polizeiroman von Gabryela Zapolska. ,, Aber, Janfa! Wenn Kazio das sieht!" ,, Ach, der sist ja über seinen Büchern. Ich habe mich schon oft als Student verkleidet, wenn Kazio seinen Anzug zum Bürsten gab. Bin ich nicht ein feiner junger Herr?!" Sie ging vor dem großen Spiegel auf und ab und rückte die Müße auf ein Dhr. Ich möchte gerne ein Junge sein!" feufzte fie. ., Dam fönntest du aber nicht Frau Klizki werden!" ,, Das ist wahr.!" lachte Janka, aber jest wolleit wir gehen!" Halina fah sie erstaunt an. ,, Willst du etwa so auf die Straße gehen?" ,, Barum denn nicht? Wer soll mich denn in der Nacht erkennen? Uebrigens gibst du mir für den Rüdweg einen dienstbaren Geist zur Begleitung mit." ,, Das ist mir auch lieber!" sagte Halina, die sehr streng erzogen wurde. ,, Ra, siehst du!" Sie vergaßen ihre Rollen und füßten sich. Aber sofort fiel ihnen ein, was sie getan hatten. Sie fuhren ebenso schnell mieder auseinander und begannen zu lachen. ,, Ein nettes Mädchen!" sagte Janta ,,, das sich von einem Studenten auf der Straße abtüssen läßt." ,, Ein Glück, daß es niemand gesehen hat!" erwiderte Halina. Schließlich nahmen sie ernstlich Abschied, heiter und voll jugendlicher Lebensfreude. „ Gute Nacht, Herr Studiofus! Ich komme übermorgen wieder zu dir!" ,, Bieber morgen. Papa ist verreist. Ich muß den ganzen Tag zu Hause bleiben." ,, Also morgen. Zeb wohl!" Janka riß die Müße vom Kopf und schwang sie in der Luft. Dann ging fie raschen Schrittes durch die dunklen, engen Gaisen VI. Juzia wollte zurücktreten, aber er bemerkte sie sofort und fragte, die Augen zusammenkneifend: Zu mir?" Zuzia antwortete nicht, fie überlegte, wie sie diese Begegnung erklären könnte. Ja," ſagte fie schließlich ,,, ich wollte mitteilen, daß.." Sie hielt inne und sann nach, was sie sagen könnte, ohne Horsti zu schaden. Daß was?" 2 ,, Daß der Bräutigam des Fräuleins, Herr Slikti, morgen aus Strafau fommt." Sagejew fuhr auf, wie von einer Tarantel gestochen. ,, Mit welchem Zug?" ,, Mit dem Abendzug." ,, Was noch ..eiter nichts!" Zagejem nickte mit dem Kopf und ging die Treppe hin„ Aber Janka, du könntest doch erkannt werden, und dann unter. Juzia begriff jedoch nach der Art, wie er ihre Mitgibt's erst ein Gerede in der Stadt." teilung entgegengenommen, daß auch diese ihre Bedeutung Tagejem habe. Sie murde traurig bei dem Gedanken, daß sie den ,, Ach, verdirb mir nicht den Spaß! Wir werden ganz Die arme Suzia. Zagejew wird ängstlich. Jm Wolfsrachen, racht fich. Der Zufall erweist Sagejch einen Dienst. Der StudentenHorsfis vielleicht wieder geschadet habe. schnell gehen!" mantel. Juzia handelt. Kazjos Flucht. Juzia wird losgetauft. Ihre Augen leuchteten bor Uebermut. Sie schlichen sich Santa ist verschwunden. ,, Als hätte mich jemand verflucht!" flüsterte fie, während ganz leise aus dem Vorzimmer. Janta nahm den Schlüssel Als Juzia die Wohnung ihrer Herrschaft verlassen hatte, sie zu Markowski hinaufging. mit. Schließlich wurde auch Halina ausgelassen. Janka lief sie geradewegs nach dem Polizeigebände. Ihre Phantasie Inzwischen ging Tagejet nach dem Marktplay zu; er führte ihre Rolle durch und zwang die Freundin, ihren Arm arbeitete fieberhaft. Sie sah sich gerettet, selbst, wenn sie wollte den Sängerinnen einen Befudy abstatten und seine zu nehmen. ihre Freiheit mit dem teuersten Opfer bezahlen sollte. Sie Gedanken, die ihn seit dem Morgen peinigten, ablenken. Zum wußte, wie Marfowski Tagejew haßte und sie kannte ihre erstenmal wußte er nicht, wie er es anfangen sollte, um sich zu retten. Eines war ihn nur klar, daß Horski, der Haupturheber der gegen ihn gerichteten Aftion, eine Zeitlang unschädlich gemacht werden müsse. Durch Horsfis Reise hatte er zwei Tage gewonnen. Aber was sollte weiter geschehen? Er dachte daran, ob es nicht zweckmäßig wäre, Joffele einzeln zu jedem abzuienden, der seine Unterschrift gegeben hatte und ihnen die furchtbarsten Folgen vor Augen zu führen, die dieser unerwartete Aufruhr nach sich ziehen würde. Vor allemt Sobald das Haupt galt es aber, Horstis Zorn zu brechen. ,, Eins, zwei, cins, zwei. Siehst du, es fällt keinem Menschen ein, uns nachzusehen." Sie gingen über den finsteren Marktplatz und bogen immer fühner und ausgelassener in eine Nebenstraße ein. Was doch die Kleidung ausmacht!" sagte Janta lachend. Wenn ich Rod und Jadett und einen Federhut trüge, würde ich vor Angst zittern, aber so fürchte ich mich nicht im geringsten." Sie gingen eine Weile schweigend einher. Die Straße war menschenleer. Nur hier und dort blickte ein Licht in den Fenstern. ,, Weißt du, ich gehe allein nach Hause!" sagte Janta schließlich, einen Studenten wird niemand anreden." ,, Nein, ich lasse dich nicht allein!" „ Ach, du Angsthase! Leb wohl! Wir sind jetzt vor beinem Hause, und ich muß dir gestehen, daß es mir lieber ist, wenn mich deine Mutter in dieser Verkleidung nicht sicht." Macht über ihn. " Ich werde es ihm schon danken," dachte sie, er soll nich nur von hier fortbringen." Es lag wie zarter Frühlingsdunft über der Erde. Auch Zuzia, die niemals eine reine, makellose Jugend gefannt hatte, empfand den Zauber der Frühlingsnacht. Mein Gott," dachte sie, warum bin ich anders als jene Mädchen, die aus dem Elternhaus heiraten, Kinder haben... ein Heim, einen Mann." Heiße Tränen rollten über ihre Wangen. fie Wie glücklich ist mein Fräulein," dachte sie weiter, braucht sich nicht mit Männern einzulassen." Inzwischen war sie vor dem Polizeigebäude angelangt und warf einen haßerfüllten Blick hinauf. Wenn der Hund nur nicht herausfame," dachte sie. und der Anstifter der Tat versagten, würde die Menge die Energie verlieren. Auch Klipfis Anfunft war Tagejem nicht recht. Er überlegte, ob er nicht Markovski zur Grenze schicken sollte, um Stlikti in Güte zur Umfehr zu bewegen, oder ob er nicht lieber sofort Anzeige erstatten sollte, daß Klikki nicht über die Grenze gelassen werde. ( Forts. folgt.) Melbefarten liegt ben Annahmebeamten nicht ob. Für die Tantahme mitte, fpätestens Ende nächster Boche werden die Buderfarten- 1 der Meldefarten werden bei den größeren Bostämtern besondere inbaber in den Besitz des ihnen zustehenden Zucers gelangen. Die Schalter bestimmt. rüdständigen Zuderfarten fönnen dann in vollem Umfange eingelöst Bekleidung der Hilfsdienstpflichtigen. Das neue Armee- Verordnungsblatt teilt mit: 1. Hilfsdienstpflichtige und freiwillig Silfsdienst Leistende tragen grundsäßlich bürgerliche Kleidung, auch wenn sie bei Truppenteilen und militärischen Behörden beschäftigt werden. Für die Unterhaltung, Beschaffung und Ersatz der Bekleidung müssen sie selbst sorgen. Eine besondere Bekleidungsentschädigung erhalten sie in keinem Falle, dieje ist vielmehr in ihrem Lohn§ 8 des Gefches über den vaterländischen Hilfsdienst( A.-B.-Bl. S. 540) enthalten. werden. Spartakus- Taktik. Soziales. 11 Die Umgestaltung der seither bestehenden Arbeiterausschüsse. Bon heute bis Mittwoch, den 21. d. M., findet eine Neu- Das Hilfsdienstgeses, das für alle gewerblichen Betriebe anmeldung des Zuderbezuges beim Kleinhändler statt. Die bis- mit mindestens fünfzig Arbeitern das Bestehen von ständigen herigen Kundenlisten verlieren mit dem 31. März d. I. ihre Gültig Arbeiterausschüssen vorschreibt, deren Wahl und Einrich leit. Bei der Anmeldung sind die Zuckerkarten, die in diesen Tagen tungen näher geregelt find, befigt eine große Lücke infozugestellt werden, vorzulegen. fern, als es gestattet, daß Betriebe, in denen schon sicher Zur Waffenverschickung der Schöneberger Kinder. Im Interesse ständige Arbeiterausschüsse nach§ 134h der Gewerbeordnung der besseren Ernährung der Kinder beabsichtigt die Stadt die oder nach den Berggesehen bestanden, von diesen neuen Massenbersendung der Schulkinder während der Sommermonate Vorschristen auch auf die Kinder der höheren Schulen zu erftreden. In fönnen auch die Vorstände der Betriebsfrankenkassen als ausgenommen sind. Nach§ 134 h. Ziffer 1, Betracht kommen die Kinder vom 10. bis 16. Lebensjahr. Alle 2. Die Bundesratsverordnungen und die dazu gehörigen Aus- näheren Mitteilungen werden die Kinder in den nächsten Tagen Arbeiterausschüsse bestellt werden. Damit ist es möglich, daß führungsbestimmungen über den Erwerb von bürgerlicher Kleidung durch ihre Schule erhalten. folche alte Ausschüsse mit ihren vielseitigen Mängeln in der und Schuhzeug gelten auch für die Silfsdienstpflichtigen usw. Für berufliche Sonderkleidung gelten die Bestimmungen des nachstehen- Ausgabe der Magermilchkarten in Schöneberg. Die Magermilch- Zusammenlegung, Geschäftsführung usw. weiter bestehen können. den Erlasses vom 14. März 1917. Für die in befekten Gebieten farten werden am 19., 20. und 21. März an die Haushaltungen mit Durch eine Verordnung ist bestimmt worden, daß als Arbeiter bei Truppenteilen und militärischen Behörden beschäftigten Hilfs- Kindern von 6 bis 10 Jahren durch die zuständigen Brotfommissionen ausschüsse, die beim Erlaß des Hilfsdienstgesetes, das war am 6. Dezember 1916, bereits bestanden, jedoch nur dieDienstpflichtigen findet der Erlaß vom 9. November 1916 An- ausgegeben. Das Alter der Kinder ist nachzuweisen. trendung, mit der Abänderung, daß die Notwendigkeit der An= jenigen gelten können, die damals schon auf Grund schaffung die Dienststelle bescheinigt, bei der der Hilfsdienstpflichtige der Gewerbeordnung oder der Berggefege bestellt" oder er beschäftigt wird. Diese Dienststelle hat den Bezugschein der Sus Steglis wird uns geschrieben: Jm Braunschweiger richtet waren. Eine derartige ausdrüdliche Bestellung des Etappeninspektion( Etappen- Kommando, General- Gouvernement Bolksfreund vom 7. März berfucht ein Etegliger Spartakusmann Vorstandes der Betriebskrankenkasse soll aber nur dann als Belgien und Warschau, Militärverwaltung Rumänien) zum 1. und unfere hiesigen Gemeindevertreter zu verunglimpfen. Nachdem er vorliegend anzuerkennen sein, wenn z. B. eine Mitteilung an den 15. jedes Monats zur meiteren Erledigung zuzuteilen. durch Fälschung eines Verfammlungsberichts eines bürgerlichen 3. Welche Bekleidungsstüde von der Seeresverwaltung un- Blattes Aeußerungen unseres Genossen Ahmann in der Lebens- Vorstand der Betriebskrankenkasse und an die übrigen Arentgeltlich leibweise geliefert werden, ist durch den Erlag bom mittelfommission der Gemeinde in die Versammlung eines beiter der Fabrik ergangen war, daß der Kassenvorstand fort13. Februar 1917 geregelt. Wird weitere militärische Kleidung, au bürgerlichen Vereins verlegt bat, wirft er Agmann an die Aufgaben eines ständigen Arbeiterausschusses wahrder im Sinne dieses Erlasses auch Mannschaftsdeden gehören, für vor, daß er in bürgerlichen Vereinen auf Stimmenfang gehe, um nehmen sollte. Burden nur gelegentlich mit dem Kassenerforderlich erachtet, so ist sie von der militärischen Dienststelle, bei bei fünftigen Wahlen die Amtslette nicht zu verlieren, während er vorstand Fragen besprochen, die für die Arbeiterschaft des der der Hilfsdienstpflichtige beschäftigt ist, unter Begründung der in der Gemeindevertretersizung die Beschwerden der Wählerichaft Berkes Bedeutung hatten, so liegt hierin feine Bestellung". Notwendigkeit auf dem Dienstiege beim Kriegsministerium nicht vorbringe. Soviel Worte, soviel Inrichtigkeiten! Aber das Die Aufrechterhaltung der alten Ausschüsse zu beseitigen, ( Armeeverwaltungs- Departement) zu beantragen. In der Ent scheinen die Grundiäße" der Spartakus- Organisationen zu sein. war bei der Beratung des Hilfsdienstgesezes leider nicht mögScheibung wird bestimmt werden, ob die Bekleidungsstüde gegen Entschädigung oder unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden, Lebensmittelnachrichten ans Bris. In der laufenden Bode ge- lich. Da sie aber die Aufgaben, die das Hilfsdienstgesez ihnen und welche Abnutzungsentschädigung vom Hilfsdienstpflichtigen ein langen in der Verkaufsstelle der Gemeinde zum Berkauf auf Ab- ftellt, nicht erfüllen können, hat sich der Reichstagsausschuß auziehen ift. schnitt 21 Safermehl( je Perfon 4 Bid.). Abichnitt 22 Mebl( jebe für das Hilfsdienstgefes bereits mit Beschwerden aus ArbeiterBerson 200 Gramm, nur bei den Kleinhändlern), Abschnitt 28 freisen hierüber beschäftigen müssen und dabei folgende ReBeringe( jede Perion 1 Std), Abschnitt 24 Maagisuppen( jede solution angenommen: Berion 1 Teller). Abschnitt 25 Leberwurftpastete, Scholle in Aspik, „ Der Ausschuß spricht die Erwartung aus, daß die Ariichtlöße, Muschelfleisch oder eingebidies Gemüse, nach Wabl. Abschnitt 26 Sunsthonia( jede Berion 1% Bid.), Abschnitt 27 Sonder beitgeber die nach§ 134h der Gewerbeordnung bestehenden zuteilung, Abschnitt 29 Sauerkraut, nur bei den Kleinhändlern( jede Ausschüsse nach den Vorschriften des§ 11 des Hilsdienstgesetzes zusammenfeßen." leber Lungentuberkulose, ihre Gefahren und Bekämpfung sprit Berion Bid.) am Montag, den 19. März, abends 8 Uhr, im Bürgerfaal Kunstbonig und Eauerfraut gelangen nur bei den Kleinhändlern Mehr konnte der Ausschuß nicht fun, weil das Gesch des Rathauses Herr Dr. B. Goldheim. Der Vortrag, der von zum Verkauf. von ihm nicht einseitig abgeändert werden kann. Es bleibt Ohne Abschnitte der Lebensmittelfarte werden abgegeben: daher nichts anderes übrig, als, gestützt hierauf, die Umder Zentralfommission der Krankenkassen Berlins und der Vororte veranstaltet wird, findet mit Lichtbildern statt und wird für männ- Streichbölzer, Zwiebeln, Bieffer, Salmial- Waschmittel, Salz und gestaltung der einzelnen alten Ausschüsse zu betreiben. liche und weibliche Personen gemeinschaftlich gehalten. Fruchtfreude. Der Verkauf von Zwiebac erfolgt nur auf Karten mit Bleiben dahingehende Verhandlungen mit einem UnterSonderzuteilung und an Kranfe. Die Bersorgung der Kriegsteilnehmer, ihrer Familien und ihrer Hinterbliebenen. Dieser Führer durch die gejeglichen Bestimmungen wird in einigen Tagen wieder neu herausgegeben. Die Buchhand lung Vorwärts macht die Interessenten auf das Büchlein erneut aufmerksam. Unentgeltlicher Unterricht in Säuglingspflege findet wieder im Kinderhaus statt und zwar wöchentlich einmal mit praktischen lebungen. Meldungen schriftlich oder mündlich im, Bureau des Stinderhauses, Blumenstr, 97. Im Zoologischen Garten fostet am heutigen Sonntag der Eintritt während des ganzen Tages für Ertvachiene und Kinder nur 25 Bi. die Berion; ebenso für das von 9 Uhr morgens bis 8 1hr abends geöffnete Aquarium. Von 4-10 Uhr nachmittags ab findet Konzert statt. Die Abgabe von Fluß- und Teichischen erfolgt bei dem Kauf mann Brosius nur noch auf Abschnitt 90 des Lebensmittelausteises. " Eine Die Abgabe der Waren erfolgt für die Rebenmittelausweise nehmer ohne Erfolg, so können verschiedene Hilfsmittel Nr. 1-800 am Montag, Nr. 801-1600 am Dienstag, Nr. 1601 bis angewendet werden. Es kann nach§ 13 des Hilfsdienst2100 und Nachzügler Nr. 1-1600 am Mittwoch, Nr. 2101-2900 am gefeges der mindestens bei jedem Bezirkskommando bestehende Donnerstag, Nr. 2901-3700 am Freitag, Nr. 3701 bis Echluß und Schlichtungsausschuß angerufen werden. Weiter fann der zuständige Gewerbeinspektor gebeten werden, vermittelnd einzuSachzügler Nr. 1601-3700 am Sonnabend. greifen, und schließlich kam eine Beschwerde beim Kriegsamt in Berlin W, Leipziger Platz 13, erhoben werden. solche Beschwerde müßte entweder von einer Stommission, die von der Arbeiterschaft des Betriebes gewählt wird, oder von einer möglichst großen Zahl von Arbeitern des Betriebes Betrieb einzuwirken, daß ein Ausschuß nach den Bestimmungen unterzeichnet werden. Mit der Beschwerde müßte das Kriegsamt bewogen werden, auf den in Frage kommenden des Hilfsdienstgesetzes gewählt wird. Es ist nicht gut denkbar, daß alle diese Mittel erfolglos bleiben. Admiralspalast. Von dem Eisballett Frau Fantasie" findet Groß- Berliner Parteinachrichten. Heute die letzte Sonntagsvorstellung statt. Seute atvei Vorstellungen, nachmittags 4 Uhr( au halben Preisen) und abends 7% Uhr. In im Zolal von Mag Singer, Priesterstr. 31: Versammlung des Wahl Nowawes. Mittwoch, den 21. März, abends pünktlich 8%, 1hr, beiden gelangt die Pantomime ungefürzt zur Vorführung. bereins. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. Die LebensmittelGroßfenter kam in der Nacht zum Sonnabend aus noch nicht verforgung der Gemeinde. 2. Informatorischer Vortrag: Die Lage ermittelter Urface im Norden aus. Am Ente- von- Replom- lag unserer Streisorganisation. Referent: Gen. Page Is. Gäste fönnen brannte das Edhaus Nr. 8 und Tile- Wardenburg- Str. 9. Als die Feuerwehr an der Brandstelle anlam, schlugen die Flammen schon durch Mitglieder eingeführt werden. aus allen Dadilufen und Deffnungen. Das Saus mar total ver qualmt, die Treppen faum zu begeben. Hebei al geängstigte Hausverionen und Rufe nach Hilfe. Jin Schneesturm wurden mehrere mechanische Leitern aufperichtet und von allen Seiten tüchtig geTöscht. Nach achtstündiger Arbeit fonnte die Behr die Brandstelle verlassen. Verkehrsunfälle. An der Ede der Leipziger und Wilhelmstraße stießen ein Geschäftsfuhrwerk und etit Straßenbahnzug zu iammen, wobei das Pferd getötet und der Kuticher erbeblich verlegt wurde. Die Feuerwehr mußte das Verkehrshindernis beieitigen. Der Verkehr in der Leipziger Straße erlitt infolge des Zusammenstoßes eine Störung von längerer Dauer, die sich weit über Pots damer Platz und Spittelmarkt bemerkbar machte. An der Ecke der Zoffener und Gneisenaustraße wurde ein Senabe von der Straßenbahn überfahren. Die Feuerwehr brachte ihn nach dem Urban Aranfenbaus, wo man jovere Verlegungen feststellte. Bor dem Hause Sprengelstraße 6 auf dem Wedding ging ein mit Heu beladener Wagen in Flammen auf. Der zweite innerhalb 24 Stunden. Nur mit Mühe konnten die Pferde gerettet werden. Angeblich soll Fahrlässigkeit vorliegen. Aus den Gemeinden. Aus Industrie und Handel. Ein anderer Weg, die Umwandlung zu erreichen, ist nicht borhanden. Seither war noch die Meinung vertreten, daß bet Ergänzungsroahlen alter Ausschüsse nach den neuen Vorschriften zu verfahren ist. Diese Meinung ist aber durch eine Verordnung bes preußischen Ministers für Handel und Gewerbe bom 22: Januar 1917 zerstört worden, die in§ 9 ausdrücklich beAttentate auf die deutsche Währung. Durch die neuen Verordnungen über die Einfuhr aus dem Aus. stimmt, daß auch bei solchen Wahlen nach den Bestimmungen lande und den Zahlungsverkehr mit dem Auslande soll die deutsche für diese alten Ausschüsse, nicht nach§ 11 des HilfsdienstNachfrage nach ausländischen Zahlungsmitteln eingeschränkt werden. gefeges zu verfahren ist. Es bleibt daher in diesem Puntte Dadurch hofft man, den Kurs der Reichsmart zu festigen. Der nur übrig anzunehmen, daß lediglich bei solchen alten( nicht Sunger nach ausländischen Zahlungsmitteln ist aber so groß, daß aus dem Betriebsfrankenkassenvorstand bestehenden) Arbeiter der findigste Gesetzgeber merken muß, er habe noch Lücken gelassen. ausschüssen, die am 6. Dezember 1916 wohl auf dem Papiere Von einem ganz raffinierten Mittel, die Verordnungen zu um- in der Arbeitsordnung oder sonstwo standen, in Wirklichkeit gehen, berichtet der„ Lokalanzeiger" aus Bern. Danach haben aber gar nicht mehr vorhanden waren, wie es so häufig vordeutsche Firmen in der Schweiz Hypotheken in Deutschland angefauft, die furz vor der Fälligkeit standen. Diese Hypotheken wurden fam, auf Grund der neuen Vorschriften die Neuwahlen vor bann in der Schiveig weiterverkauft oder berpfändet. Da sich die sich zu gehen haben und eine Neufonstituierung vorzuEinschränkung des Zahlungsverkehrs mit dem Ausland nicht auf Zahlungen auf hypothekarische Verpflichtungen erstrect, so können die Inhaber der fälligen Hypotheken ohne weiteres Zahlung verlangen und erhalten. Auf diesem Umwege werden gewissermazen auf Mart lautende Banknoten zum Ankauf schweizerischer Zahlungs mittel ausgeführt. Die Zuschrift verlangt mit Recht, daß die Reichsbanf ohne Verzug diesen schlauen Manö bern Einhalt tut. Aus dem Berliner Wirtschaftsleben. Die Berliner Lloyd- Aftien Gesellschaft wird in der Schlesischen Dampfer- Kompagnie aufgehen, welche bereits früher die Breslauer Schiffahrtsgesellschaft und die Frankfurter Güter- Eisenbahn aufgesogen hat. Dadurch wird die Binnenschiffahrt im östlichen Teutschland einheitlicher. Charakte ristisch ist, daß in den Aufsichtsrat der Schlesischen Dampfer- Mom pagnie auch die Herren Ballin und Huldermann von der Sapag eintreten werden. nehmen ist. find 23 in Niederösterreich, 8 in Steiermart. 3 in Kärnten, 1 in Linz und 1 in Brünn. Die Ortsgruppen in Niederösterreich und in den Alpenländern waren zu Landesvereinen zusammengeschlossen, die die Aufgabe hatten, in ihrem Land zu wirken. Die wachsenden und immer verantwortlicher werdenden Aufgaben im Kriege habett gelehrt, daß die Organisation auf eine breitere Basis gestellt werden müsse, denn es gilt jezt schon für den Frieden zu rüsten. Der Reichsverein der Kinderfreunde Desterreichs. Mitten im Weltfrieg ist als legtes Glied der großen Arbeiter organisationen Desterreichs ein neuer Reichsverein entstanden, der eine Lüde im Leben der Arbeiterichaft auszufüllen baben wird: der Arbeiterverein Kinderfreunde" für Desterreich. Der Krieg hat in Desterreich die Notwendigkeit einer eigenen Kinderfürsorgeorganisation Lebensmittelverteilung in Charlottenburg. In der Zeit vom 19. Trog aller Versuche, den Kurs der Mark zu festigen, ist ihr der Arbeiterschaft deutlich werden lassen, und je länger der Krieg Bis 25. März gelangen zur Ausgabe 250 Gramm Fleisch, 3 Bfundert in letzter Zeit an den neutralländischen Börsenplähen dauert, um so größer werden die Anforderungen, die das Wohl und Kartoffeln oder, falls folche nicht erhältlich, 600 Gramm Gebäd. Europas etwas gesunten, wenn auch der Anfang Dezember er- der Schutz des proletarischen Kindes stellen. Schon vor dem Kriege An Zuder werden Pfund verausgabt. Auf die rote Nahrungsreichte Tiefstand nicht überholt wurde. Umgekehrt haben die Preise bestanden Vereine der Kinderfreunde", und zwar 36 arbeitende mittelfarte gibt es Pfund Weizengrieß( Abichnitt 49), einen der in Berlin notierten ausländischen Zahlungsmittel teilweise Ortsgruppen; einige hat der Krieg und die Einberufung der besten Von diesen Ortsgruppen Buckling oder Räuchertoren im Gewicht von 100 Gramm( Ab- eine, wenn auch nicht beträchtliche Erhöhung erfahren. Ständig Funktionäre zum Stillstand gebracht. schnitt 50), Kohlrüben 4 Pfund( Abschnitt 52), Kriegsmus/ Pfund bleibt nur der Kurs der Mark in New York, was auf den ersten zum Bfundpreise von 60 Pf. auf Abschnitt 53. Haferfloden, Pfund Blick auffällt, sich aber aus der Zurückziehung deutscher Guthaben auf Abschnitt 54 und 200 Gramm Mehl auf Abschnitt 55. Die in Amerifa und den dort herrschenden Mangel an deutschen Heinen Bezugsmarken werden mit 100 Gramm Haselnußöl und 125 Bahlungsmitteln unschwer erklärt. Gramm Bouillonertrait auf Abschnitt 3 eingelöst( Haushaltungen bis zu 3 Berfonen). Die großen Bezugsmarken( Haushaltungen von 4 und mehr Personen) mit 150 Gramm Haselnußöl und 250 Gramm Der Zweck des Vereins ist, die Eltern zu vereinigen, damit Bouillonertraft. Butter gibt es diesmal 80 Gramm, ferner 1 Ei zum Preise von 28 Pf. Ein Liter Magermilch wöchentlich wird für sie durch ihre Selbsthilfe und die Kraft, die in der Beidie Mittel erwerben. ihren Kindern eine jeden Haushalt mit Kindern, die vom 1. April 1907 bis zum einigung liegt, 31. März 1911 geboren sind, geboten, jedoch nur eine Karte für glücklichere Jugend und eine bessere Erziehung zu vermitteln. das soll für den Haushalt. Die Startenausgabe für die Magermilch erfolgt bis Was für den einzelnen Vater unmöglich ist, Gesamtheit der Bäter nicht unmöglich sein. Der zum 31. März d. J. auf der zuständigen Brotlommission gegen die Verein soll sich aber auch von den bürgerlichen KinderBorlage einer amtlichen Urfunde. Die Karten müssen bis zum fürsorgevereinen unterscheiden, die geschaffen werden, um anderen 24. d. Mts. abgegeben sein. Ein Schiffahrtsabschluß. Kindern Wohltaten zu bereiten. Es soll das proletarische Kind von Lebensmittelversorgung in Neukölln. In der Tommenden Woche Während die meisten Schiffahrtsgesellschaften von der Erlaub- der Bettelfuppe und dem Küß'- d'- Hand- fagen befreit werden. dürfen an Stelle von Kartoffeln, beren Lieferung infolge der nis des Bundesrats Gebrauch gemacht haben, in der Kriegszeit Die gründende Bersammlung der Reichsorganisation hat ant Witterungsverhältnisse noch nicht möglich ist, wie in der vorigen feine Bilanzen zu veröffentlichen, ist die Hamburg- Südamerikanische 25. Februar in Bien stattgefunden und alle Reichsorganisationen Bocce auf die Kartoffelfarte 600 Gramm Gebäd und 200 Gramm Dampfschiffahrts- Gesellschaft von dieser llebung abgewichen. Die hatten Delegierte entiendet. Mebl entnommen werden. Auf die Kartoffelzutaz tarte entfallen Gesellschaft hat die meisten ihrer Schiffe teils in heimische, teils in Der neue Reichsverein hat seine Tätigkeit aufgenommen und alle weitere 400 Gramm Gebäd. Gegen Vorlage der Mittelſtfide einer südamerikanische Häfen gerettet sie würde ihre Tonnage nur zuschriften sind an den Arbeiterverein Kinderfreunde" Desterreichs, Neuköllner Brotkarte der 108. Woche und Ausweis durch die Haus durch eventuellen Eintritt Brasiliens in den Krieg vermindert Wien XII, Schönbrunnerstraße 234 zu richten. haltfarte fönnen außerdem je 6 Pfund Rohirüben berfault ichen und war so glücklich, eine Anzahl von Dampfern in der Die Zentralisation bedeutet für die Kinderfreunde" einen Fortwerden. Die Fleischmenge ist auf 250 Gramm pro Kopf festgelegt. Erstfahrt mit Schweden beschäftigen zu fönnen. Sie zahlte deshalb schritt, der auch für die gesamte Arbeiterbewegung nicht bedeutungsWuf den Abschnitt 17 der Eierfarte entfällt 1 Gi. Ferner werden in den ersten beiden Kriegsjahren je 4 Proz. Dividende gegen los bleiben wird. Zu der Fülle an Tätigkeit, die die österreichischen in den Räucherwarengeschäften voraussichtlich Büdlinge und 14 Broz. im Frieden. Für 1916 entfällt eine Ausschüttung. An Barteiorganisationen in jeder Richtung ausgeübt haben und noch Sprotten abgegeben werden. Bom Donnerstag ab können die die Stelle des Gewinns von 1,1 Millionen Mart ist ein Verlust in immer ausüben, geiellt fich nun ein neues und großes Arbeitsfeld, Einwohner in den Geschäften, wo fie in die Kundenlijte eingetragen gleicher Höhe getreten. Für die Kriegsbörse ist höchst charakteri das gewiß neues Land ist, auf dem sie aber hoffentlich hald ein find, aller Voraussicht nach fund Graupen pro Kopf tijdh, daß der Ereuerfurszettel den Stand der Aktien dieser Gesell Reich für die Kinder errichten, das ihnen förperliche Gesundheit, erhalten. schaft mit 170 aufwies, cin Kurs, der angesichts des Risikos und geistige Klarheit und eine glückliche Jugend beschert. Zur Zuckerversorgung Neuköllns. Vom Magistrat wird uns der minimalen Rentabilität einfach lächerlich hoch ist. Aber die mitgeteilt, daß die Belieferung der Zuckerfarteninhaber mit dem hohen Kriegsgeivinne haben die Phantasie angereizt, und die Speihnen zustehenden Zuder fich noch immer nicht hat durchführen fulation treibt bereits eifrig die Papiere, die in dem leider noch so laffen, weil ein für die Stadt Neukölln berladener Kahn eingefroren fernen Frieden möglicherweise eine höhere Dividende abwerfen ist und die Heranschaffung des Zuders durch Babntransport nicht in werden, obwohl es gerade bei den Schiffahrtsgesellschaften durchaus dem erforderlichen Umfange erreicht werden konnte. Von dem auf nicht so jidher ist, ob sie nach den schweren Kriegsjahren ihre Aktioder Eisenbahn herangebrachten Zuder hat im Laufe dieser Woche näre jófort durch hohe Gewinnausschüttungen werden entziiden ein größerer Zeil der Kaufleute bereits beliefert werden können. fönnen. 4 Gerichtszeitung. Flugblattprozesse. Unter der Anklage der Aufreizung zum Klassenbaß wurden die Tischler Seinrich Sch. und Mar Sch. aus der Untersuchungshaft der 1. Straftammer des Landgerichts III vorgeführt. Sie hatten " ax Threr Arbeilstätte ein gegen das Bibitbiengejek ge, fie eine neue Straft suchten, unb jobann bekämte die Erjasfraft| erichossen und in einen See geworfen. Die Leiche ist bis heute noc richtetes Flugblatt, betitelt Deutschland, ein fertiges Buchthaus", 250 W. Monatsgehalt. Der Chef habe allerdings die Genehmi- nicht gefunden. Erst am 4. September v. J. stieß der Förster Brendel verbreitet. Da beide Angeflagte früher Beamte von Wahlbereinen gung zum vorzeitigen Austritt erteilt, aber nur unter der Voraus auf den Dagbergen mit dem Wilderer zusammen, als er gerade, ein waren, jo fand ihre Angabe, daß sie den Inhalt des Flugblatts fegung, daß eine Ersatzkraft da sei. Da sie nicht billiger zu be- Stück Bild zerlegte. Brendel erhielt vier Schrotschüsse und starb nicht gekannt, feinen Glauben. Der Staatsanwalt beantragte je schaffen war, so müsse L. für den der Firma entstandenen Schaden an den Verlegungen. Einem Berliner Kriminalbeamten gelang es sechs Monate Gefängnis. Der Gerichtshof berücksichtigte, daß die aufkommen. Das Kaufmannsgericht hielt den Standpunft der jegt, den Verbrecher in der Gegend von Terreldjewo aufzuspüren Angeklagten unbestraft und ein großer Schaden nicht angerichtet Beklagten sowohl in menschlicher wie in rechtlicher und auf einem der fleinen Gehöite, auf denen er in den grozen worden sei und erkannte auf drei Monate Gefängnis unter Beziehung unhaltbar. Wenn die Beklagte den Gehilfen Waldungen einen Unterschlupf fuchte, au überraschen. In dem heiAnrechnung von zipei Monaten Untersuchungshaft. Die Angeklagten jo gering entlohne, daß sie einer Erjaskraft das Dreitigen Stampfe erhielt Stopistesti vei echüsse in den Oberschenkel wurden aus der Haft entlassen. fache zahlen müsse, so fönne man es dem Kläger, der für feine und den rechten Arm und wurde, so lampfunfähig gemacht und überEine Anflage ähnlicher Art führte sodann noch die Arbeite- Mutter, eine Striegerfrau, und einen unmündigen Braide: zu wältigt. Er ist dem Landgerichte Thorn eingeliefert worden. rinnen 2. und S., deren Schicksal in der Schughaft, wie erinnerlich, jorgen habe, nicht verden fen, wenn er sich besser be= im Reichstage sehr lebhafte Debatten verursachte, wieder vor das zahlte Arbeit im vaterländischen Hilfsdienst Gericht. Wie seinerzeit mitgeteilt, waren die beiden Arbeiterinnen fuche. Auch in rechtlicher Beziehung babe 2. feine volle Schuldig vom Schöffengericht Berlin- Mitte zu je sechs Wochen Gefeit getan, denn er fei nicht einfach fortgelaufen, sondern habe sich fängnis verurteilt worden, weil sie Flugblätter, die zu einer erst ordnungsgemäß die Erlaubnis zum vorzeitigen Austritt erRundgebung für Liebknecht aufforderten, berteilt hatten, auf denen wirft. Nachdent der Kläger sich freiwillig bereit erklärte, der weder Druder noch Verleger angegeben war. Eine Anrechnung der Firma 10 M. Insertionstojten zu vergüten, empfahl das Gericht dreiundeinhalbmonatigen Schußhaft fand nicht statt, da sie schon der Beklagten, die verbleibende Summe von 125 M. zu zahlen, was bei dem erkannten Strafmaß berüdsichtigt worden sei. Gegen dieses diese auch tai. Urteil war Berufung eingelegt worden. Das Gericht erkannte jedoch auf Verwerfung. ( z) Aus aller Welt. Doppelmord. Unter dem Verdacht, die Ehefrau Hirschen und ihr Dienstmädchen ermordet zu haben, ist in Bojen ein alter Zuchthäusler, namens Röchner, der vor einigen Tagen aus einer Strajanstalt entsprang, berhaftet worden. Briefkasten der Redaktion. B. 100. Samußig und gelb gemordene Büsten werden wie folgt gereinigt: Man loit etwas Chlor in fochendem Wasser. Mit diesem Wasser, dem weiter nichts beigejezt wird, mäjcht man mit meichem Pinsel oder Schwamm die Büste. Es ist darauf zu achten, daß Binjel oder Echwamm Beim Baschen friejend nas gehalten werden. 9. 92. 1000. Nein. D. 3. I. Gin 10%, jähriger Knabe fann aus der Volksschule noch in eine höhere Schule übergeben. Schulgeld in neuntlaifigen höheren Schulen jährlich 140 M. Weitere Austunit am besten in der betreffenden Mustalt. Sch. In sogenannten Naitörben. Belche Geräte in der See zur An wenbung fomunen, ist uns nicht bekannt. Unseres Wissens: ja.- R. Sch. 33. Reiber nein; dazu ist fachmännische Stennins und Uebung erforderlich. 8. 2. 67. Ja, da die Operation nicht als lebensgefährlich zu BeF. A. 40. Von der Miete dürfen Sie nichts fürzen, der trachten ist. auswirt tönnte sonst gegen Sie Ermissionsflage einlegen; auch eine Klage auf Schadenerfas erscheint uns in ihrem Ergebnis für Sie zweiselbait. . 3. Sie können die Geschenke nicht zurüdverlangen. Sie haben auch keinerlei Erbanipruch. C. 8. 58. Sie tun wohl am besten, fich zu Ihrer Information ein Fischereigeses zu laufen.. Der Hilfsdienst vor dem Kaufmannsgericht. Die 2. Kammer des Berliner Raufmannsgerichts Ein gefürchteter Waldmensch, der lange Zeit der Schrecken der hatte sich Freitag mit dem Falle eines freiwillig in den vater- Förster in dem Gebiete zwischen Deutsch- Enlau und Soldau war, ländischen Silfsdienst eingetretenen Sandlungsgehilfen zu be- und zwei Bluttaten auf dem Getvissen hat, wurde jetzt von einem schäftigen. Der Kläger 2. verdiente bei der beklagten Schuhfirma Berliner Kriminalbeamten unschädlich gemacht. Ein 32 Jahre alter S. nur 80 M., womit er nicht auskommen konnte. Als ihm ein Theophil Kopisteski, der als Wilderer in den Wäldern haufte, Berdienst von 180 M. im vaterländischen Hilfedienst winfte, bat er war früher schon einmal festgenommen worden. Im Jahre 1915 feine Chefs um die Erlaubnis, schon am 1. Februar austreten zu entsprang er aus dem Gefängnis in Osterode und nahm sofort sein dürfen, was ihm bedingt mit den Worten bewilligt wurde: Ge- Treiben wieder auf. Die Bevölkerung, die ihn fürchtete, gewährte wig können Sie schon am Ersten gehen, wenn wir Erjak für Sie ihm und den Spießgefellen, die er fand, oft genug Unterschlupf und betommen." Der Kläger wurde denn auch am 1. februar verab- erschwerte io feine Berfolgung. Den Verbrechern kam zustatten, daß schiedet, sein verdientes Gehalt wurde ihm jedoch vorenthalten, jest die meisten Förster zum Heeresdienst eingezogen find. Mit mit der Begründung, die Firma hätte durch seinen frühen Aus- russischen Gewehren ausgerüstet, überfiel die Bande Forsthäuser tritt einen die Forderung von 135 M. übersteigenden Schaden. Vor und einsam gelegene andere Gehöfte und veranstaltete mitGericht gab der Vertreter des Unternehmens dazu die Erklärung unter eine regelrechte Belagerung. Ein Forstgehilfe Gleisner Montag mittag. Ziemlich milde und zeitweise ausflacend, jedoch vorab, fie hätten zuerst Ausgaben durch Inserate gehabt, mit denen aus Strotoschin, der ibn überraschte, wurde von Kipistetti wiegend trübe mit geringen Niederschlägen. Deutscher Metallarbeiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schloffer Walter Baumann Dberschönetoeide, Edisonstraße, am 15. März gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 19. März, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhoses in Oberschöneweide aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. am Den Kollegen ferner zur Nach richt, daß unser Mitglied, der Kernmacher. Paul Schrobsdorf Gartenplat 2, am 14. März gestorben ist. Ehre seinem Andenken! 182/2 Die Ortsverwaltung. Gesangverein Maientraum. Is 3. Kriegsobfer aus unserer Mitte fiel am 28. Februar 1917 unser lieber Sangesbruder, der Jäger Richard Meuche im 20. Rebensjahre. Der Berein wird seiner stets ehrend gedenken. 2040b Der Borstand. Stumm schläft der Sänger! Verb. d. Schneider, Schneiderinnen u. Wäschearbeiter Deutschlands. Filiale Berlin, Sebastianstr. 37/38. Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß der taubstumme Softüm schneider, Stollege Ferdinand Schröder geb. 15. 2. 1858 am 15. März 1917 gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 19. März, nachmittags 2, Uhr, auf dem städfi. schen Friedhof Müllerstraße, Ede Geestraße, statt. 165/2 Die Ortsverwaltung. Nachruf. Als Opfer des Weltkrieges starb am 12. März d. J. an einer Lungenentzündung im Lazarett unfer lieber Stollege, der Tischler und Landsturmmann Gustav Otto im Alter von 43 Jahren. 6A Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Kollegenschaft der Firma Emil Trebesius& Knappe, Köpenider Straße 126. Schwimmverein„ Vorwärts" Berlin 1897. Allen Mitgliedern die traurige Nachricht, Daß unser alter Schwimmgenosse 20376 Max Dahse nach lurzer Strankheit gestorben ist. Wir verlieren in dem Ent schlafenen einen in der Schwim merei groß gewordenen Genossen, welcher allezeit die Interessen des Vereins wahrgenommen hat. Ein ehrendes Andenken be. Der Vorstand. wahrt ihm Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Sollege, der Hausdiener Rudolf Krause von der Firma Borwärts- Druderei Berlin, Lindenstr. 3, am 14. März im Alter von 21 Jahren verstorben ist. . Die Beerdigung findet am Montag, den 19. März, nach mittage 4, Uhr, von der Zeichen balle des städtischen Zentral Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 1lm rege Beteiligung wird er fucht. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Pader Friedrich Rammelt von der Firma Franz Glinide, Berlin, Rungeftr. 16, am 15. März im Alter von 68 Jahren vers storben ist. Die Beerdigung findet ant Dienstag, ben 20. März, nachmittags 2, Uhr, von der Zeichen halle bes städtischen Friedhofes Berlin, Müllerstr. 44/45, aus statt. Nachruf. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Stollege, der Droschfenführer Ludwig Nahrstädt ant 1. März im Alter von 65 Jahren verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! 72/17 Die Bezirksverwaltung. Sozialdemokratischer Ortsverein Neukölln. Am 12. März verschied der Genosse Julius Tyra im 59. Lebensjahre. am Die Beerdigung findet Sonntag, den 18. März, nach mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi- Stitch hojes, Hermannstr. 99, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 199/4 Der Vorstand. ArbeiterRadfahrer- Bund Solidarität". Mitgliedschaft Neukölln. As neuntes Dpfer dieses Bellfrieges fiel am 27. Oftober 1916) unfer treues Mitglied Walter Gummich. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. 9/18 Deutscher Bauarbeiter- Verband. Zweigverein Berlin, Bezirk Norden I. Am 25. März starb unser Mitglied, der Einschaler Richard Brauer. Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 3 Uhr, auf dem Friedhof der Stadt Beelig statt. Bezirk Lichtenberg. Serner starb am 16. März unser Mitglied, der Hilfsarbeiter Ferdinand Heinrich Die Beerdigung findet am Dienstag, den 20. März, nach. mittags 3 Uhr, in Marzahn statt. Ehre ihrem Andenken! 144/17 Die örtliche Verwaltung. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser lieber Sportsgenoise, der Mechaniker 290/6 Ernst Haas im Dftober 1916 gefallen ist. Ehre feinem Andenken! Ruderverein Vorwärts. Dantjagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet der Beerdigung meines lieben Sohnes, meines lieben Bräutigams Bruno Schmoock jagen mir allen Beteiligten, ins besondere Herrn Dupont für die trost reichen Worte am Earge des Verstorbenen, dem Turnverein Fichte, dem Deutschen Holzarbeiter- Verband, dem Borstand der Zentral- Kranten fasse der Tischler Berlin B, somie den Kollegen der Firma Luftverkehrs- Gesellschaft, Abteil. Rumpfbau, unseren herzlichsten Dant. 203866 Familie A. Schmeock, Martha Benisch. Danksagung. Für die vielen Beweise innige Teilnahme beim Heimgang unferes teueren Entschlafenen, des Bäder meisters Gustav Seifert jagen wir allen guten Freunden und Bekannten unseren herzlichen Dant. 230/17 Im Namen, aller Hinterbliebenen: Anna Seifert und Kinder. Berlin, 16. März 1918. Gollnowstr. 17. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und Vaters, des Schneidermeisters Ernst Remann, sage ich allen Berwandten und Bekannten und dem Männer- Gejangverein„ Namentos" meinen innigsten Dant. 20275 Die trauernde Gattin Anna Remann und Kinder. Nachruf. Am 14. März. d. J. starb unser Zimmerpolier, Herr Friedrich Eidtner Seit 1910 als erster Polier bei uns tätig, verlieren wir in dem Verstorbenen einen treuen Mitarbeiter, der infolge seiner vielseitigen Kenntnisse, reichen Erfahrung und großen Umsicht unser volles Vertrauen genoß. Schwer leidend, hat er bis zum letzten Augenblick seinen Dienst versehen, bis nach kurzem Krankenlager der Tod seinem Streben ein Ziel setzte. 216/6 Wir betrauern diesen Verlust und werden dem Verstorbenen stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Direktion der Aktiengesellschaft für Bauausführungen. fir Wetterauschten R. 2. 78. Nein. das mittlere Norddeutschland hig Versicherung von Kriegsanleihe Nach dem Fehlschlagen aller Versuche, Deutschland militärisch zu bezwingen, ist es die letzte Hoffnung der feindlichen Koalition, daß das Reich die Mittel zur weiteren Kriegführung nicht mehr aufbringt; hierdurch soll es zu einem schimpflichen Frieden gezwungen werden, der es zum Bankerotteur machen und sowohl seine Staats- und Industriepapiere wie auch seine Bank- und Bodenkredit- Obligationen völlig entwerten würde. Es gilt, diese letzte Hoffnung zu zerstören. Fünfzehn Milliarden Mark müssen für die Führung des Sommerfeldzuges, der über das Schicksal Deutschlands für die nächsten Jahrhunderte entscheidet, bereit gestellt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde ein Weg gesucht, der es jedermann ermöglicht, nicht nur sein augenblicklich verfügbares Bargeld, sondern auch die sicheren Ersparnisse künftiger Jahre schon jetzt zum Erwerb von Kriegsanleihe zu benntzen. Diese Möglichkeit bietet unsere vom Kaiserl. Aufsichtsamt für Privatversicherung genehmigte Kriegsanleiheversicherung". Wer z. B. den einmaligen Betrag von Mk. 150.- und fortan vierteljährlich je Mk. 19.50 aufwenden kann, der bewirkt durch den Abschluß einer Kriegsanleiheversicherung die sofortige Zeichnung von Tausend Mark 5prozentiger Kriegsanleihe. Stirbt der VerDie Versicherung läuft zehn Jahre. sicherte vor Ablauf derselben sei es auch bereits im ersten Jahre so folgt die„ Arminia" seinen Angehörigen das auf die Versicherungssumme lautende Stück 5prozentiger Kriegsanleihe ohne jeden Abzug und ohne jede weitere Ratenzahlung aus. Im Erlebensfalls erhält der Versicherte selbst die für ihn gezeichnete Summe. Aufnahmefähig sind alle gesunden männlichen und weiblichen Personen bis zum Eintrittsalter von 50 Jahren. Es findet keine ärztliche Untersuchung statt. Trotzdem gilt die Versicherung vom ersten Tage des Inkrafttretens ab in voller Höhe; auch die Kriegsgefahr ist eingeschlossen. Die Anzahlungen und Beitragssätze sind für jedes Alter und Geschlecht gleich hoch. Höchste Versicherungssumme für eine Person Mk. 5000,-. Der in vielen Bundesstaaten mögliche Abzug der Beiträge vom Steuereinkommen bewirkt Ersparnisse, auf Grund welcher der Erwerb von Kriegsanleihe mittels unserer Versicherung vielfach billiger zu stehen kommt, als durch Beleihung zum Höchstbetrage und Abzahlung in gleichen Raten bei den Kriegsdarlehenskassen. Prospekte und Antragsformulare kostenlos. Deutsche Lebensversicherungsbant.Arminia" Aktiengesellschaft in München München, den 15. März 1917. Danksagung. Für die bei der Beilegung meines Mannes so zahlreich bewiesene Teil nahme jage ich allen Freunden, Kollegen und Bekannten, insbesondere für die troftzeichen Worte des Herrn Kühne meinen aufrichtigen herzlichsten Dant. w: Juliane Leuschner nebit Kindern. teppdecken Unauffällig gr.usm. febrpreisw., dir. erhält erarautes hear eleichmäßige Natur Fabrit Wallstraße 72. farbe wieder durch eixiades lehet hien Bernhard Strohmandel, mit eisele„ Regenerator". Sicht Spittelmarkt, Ede Seydelitraße. a mäblich, it unvermajebar und absolut Joachimsthaler Str. 25-26. unicädlich. l. 3 Aufarbeitung alter teppdeden lohnend Co Reichel, Berlin 43 Eisenbahnstraße 4. Prachtstücke- Einzel- Modelle!! Wunderbare Kosláms Mantelkleider Seide, Kammgarn. Gabadine, Tuch, beste Qualitäten, aus erster Meisterhand 300,- 250,- 200,- 150,- 98, Einfache, gediegene Kostüme, saubere Arbeit, gute Arbeit 90,- 75,- 68,- 51,- 36, Kostbare Fohlen, 29% Selagummi( Seidenmäniel) imprägniert gesetzl. geseh.. 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Städtische Volksspeisung. Am 26. März d. J. wird im Erdgeschoß des Hauses Naugarder Straße 45 die 65. Ausgabestelle eröffnet. Die Ausgabe der Teilnehmerfarten erfolgt zum erstenmal in der Zeit vom 19. bis 22. März, in den Mittagsstunden bon 1,12-12 Uhr. Die Teilnahme fann wochenweise, beginnend am Montag, den 26. März, unter den üblichen Bedingungen stattfinden. Die für die Teilnahmewoche geltenden Fleisch- und Kartoffelfarten sind zur Abtrennung der nötigen Abschnitte vorzulegen. Die Bezahlung der Speisen erfolgt täglich bei der Entnahme der Speisen; jedoch wird Sonntags bei der Speisenausgabe nur berücksichtigt, wer Freitag bereits für Montag vorausbezahlt hat. Berlin, den 14. März 1917. Magistrat der Königlichen Haupt- und Residenzstadt. Wermuth. Möbel- Beiser Lothringer Straße 67 liefert auf bequemste Teilzahlung und gegen bar Wohnungs- Einrichtungen Riesenauswahl komplett aufgestellter Wohn-, Schlaf-, Speise- u. Herrenzimmer in jeder gewünschten Holz- und Stilart. 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