c 5 Pfennig) MoNtagSltUSgltbe( 5 Pfennig) Nr. 84 Hbonnemcnts-Bcdingung«: kbomiemerus- Preis prSnimier-indo: LkrteljäHrl. SSO SKt, monotL 1 JO SRt, IvöÄrnlllch SO$fg. frei WZ Haus. Binjelnf Rümmer 5 Sfj- EcumlagS» immmei mit illustrierter Sonntag». Vellage.Die Neue Veit' 10 Pia. Post- Zlbonnement: ISO Marl pro Monat, kinaetraqen in die Post-Zeitmigs- teisllüc. Unter Kreuzband fS, und Oesterreich» Ungarn Preit Deutichland £50 Marl, für oaS übrige i Marl pro Monat. PoslabonnemenlZ nehmen an Seigien. DSnemarl. Holland. Italien. Luxemburg. Portugal, viwnänieii. Schweden und die Schweiz. äMKilll ligNch. 34. Jahrg. Die fnfertions» Gebühr betrSgt für die lechsgeivaltene Kolonel- »eile oder deren Raum«0 Psg.. iür politische und gewerlschastliche Verein»- und Verlaniliiliiungs-Anzeigen A» Pf«. „Meine lZnreizen". das jettgedrullie «Lorl 20 Psa. lzuläsfig 2 seUgedruSle Worte», icdes writere Wort lO Bfg. Etellcngeniche und Tchlofstellenmi. leiaen da» erste Wort lO Big., jedes wettere Wort ö Pfg. Worte über ISVuch- ltaben zählen iür zwei Worte. Inserate kür die nächsie Rummer uiüisen biS S Uhr nachmittags in der Expedition ' abgegeben werden. Tie Expeditton ist biS> Uhr abends gcojjnst. Delsgramm- Ndreste: �«riilätmoltkil Stt»»-. �entralorgan äer fo�ialclemokratifcken Partei Dcutrchrandd. Neöaktisu: SV. HS, Linöenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morinplatz. Nr. läl S0—>S1S7. Montag, den 2«. März 1fH7. Expedition: SW. 6$, Linöenstraße 3. Kernsprecher: Amt Moripplatz, Rr. 1Z1SY— lälv« fiiegerKSmpfe Milche« Meer uncl Molel. Minenwerfen bei Dpern.— Gefechte an der Berlegungsfront.— Zahlreiche Flugkampfe zwischen Meer und Mosel.— Artilleriekampf bei Smorgon nnd in Qstgalizien. Amtlich. Großes. Hauptquartier, drn 23. März 1317.»W. T. B.l Westlicher Kriegsschauplatz. Bei klarem Wetter war an der flandrischen und ArtoiS- Front dir Artillerirtätigkcit lebhaft. Südöstlich von Aper« führten unsere Mincnwerfcr ein WirkungSschictzen durch; im Anschluß daran vordringende Erknndcr fanden dir Gräben völlig zerstört und vom Feinde geräumt vor. Bei Beaumetz, Roisrl und östlich deS Crozat-SauolS trafen feindliche Borftöfir auf unser« Sicherungen, die nach Schädigung des Gegners ihren Weisungen entsprechend auS- wichen; in einem Gefecht bei Brrgny(nordöstlich von SoissonS) wurden französische Bataillone verlustreich zitrüllgrfchlagrn. Bei Soupir und bei flcrny auf dem Nordufer der AiSne brache» in kraftvollem Sturm unsere Stoßtrupps nach wirk. famer Feurrvorbereituns m die französischen Linien unb kehrten mit 60 Gefangene« zurück. Zwischen Meer und Mosel waren die Angriffe unserer Flieger gegen feindliche Flugzeuge und Erdziele zahlreich. Fn Luftkämpfen verloren dir Engländer und Franzosen 17 Flug- zeuge; Oberleutnant Frhr. v. Richthofe» brachte den 30., Leut- nant Boß seinen 16. und 17. Gegner zum Absturz. Lesttiltzer Kriegsiliiauplatz. Front deS GrurralfrldmarfchallS Prinz Leopold von Bayern. Bei einem Handstreich nahe Lamman an der Düna bliebe« 21 Russen in unserer Hand. I« mehreren Abschnitte», vornehmlich bei Smorgo», West- lich von Luek, bei Brody und Brzezany nahm dir Frurrtätig- keit zeitweilig zu. An der Front des Generaloberst Erzherzog Joseph und bei der Heeresgruppe des General selb Marschalls von Mackensen. ist die Lage bei Tauwetter unverändert. Mazedonische ftfrvat. Nördlich von Mouaftir säuberte» unsere Streisabteilungeu ei» vor der Stellung verbliebenes französisches Schützeuurst. Der Erste Generalquartirrmristrr. Ludendorff. flbenöbericht. Amtlich. B e r l i n, 25. Mär» 1917, abends.(W. T. B.) Im Westen lebhafte G e f e ck t S t ä t i gk r i t im Winkel zwischen Sommr und Eroza.t- Kanal. Bom Osten und von der mazedonischen Front ist nicht« Besonderes gemeldet. Der österreichische Sericht. Wie», 25. März 1917.(W.X.B.) Amtlich wird verlautdart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Westlich von Luek auf unserer Seite günstig verlaufcur StoßtruppSunternehme». Smtst nichts von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. Auf der Karst- Hochfläche drangen unser« Sturm- Patrouille» gestern früh bei K o st a n j e v i r a i» die erste friqd- liche BefefiiguugSlinie«in, vertrieben die italieuifchrn Posten und kehrten befehlsgemäß wieder in unser« Stellung zurück. Nachmittags war der Artillerirkampf auf der Hochfläche frhr leb- hast. Im Gebiet des S t i l f f e r I o ch s wiesen unsere Truppen eine« Angriff der Italiener auf drn Monte S c» r l u z z» unter beträchtliche» Berluste« deS Feindes ab. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Stellvertreter de« Ehefs de» Generalstade» ' vo» Hocser, Fekdmarschafleutnaut. Wieüerum$0000 Tonnen vernichtet. Amtlich. Berlin, 25. März 1917. Außer der im Laufe des Monats März bereits veröfsentlichteu Schifssver- lusteu babcn unsere U-Boote in de» letzten Togen versenkt: 25 Tampfcr, 14 Segler und 37 Fischer- fahrzeuge. mit einem Gesamttonurngehalt von 80 009 Lr.-Reg.-T. Ferner wurde am 3. März von eitlem unserer Unter- secboote im Kanal ein englischer Doppeldecker durch Geschützfeuer vernichtet. Die versenkten Schiffe setzen sich zusammen Blaananbcn(954 T.), Ronald (3021 T.). Ervcdit(680 T.). Frist(1138 T.). Minar Iarl(1843 T.) und der Segler Efeu(etwa 600 T.). 5. Dir om'rifrnifchrn Damvker: Illinois(5226 T.) und City Memrbis'(6262 T.s. der spanischr Dampfer Bivina(3034 T.) und der s-iv�nd's'ye Damvfer La Camp ne(2657 T.). k> An Schissen deren Namen beim Nachtangriff oder weil sie leinen Namen an der Bordwand führten, nickt festgestellt werden konnten, wurden vernichtet: ein unbekannter beladener Dampfer von etwa 3000 T. aus eine« Couvoh heraus durch Torpedoschutz, ein englischer bewaffneter Dampfer von etwa 3000 ein Dampfer von erwa 3500 Tl., ein Tankdampfer von etwa 3000 T., ein Dampfer von etwa 8000 T., ein norwegischer Dampfer von etwa 2300 T., ein Dreimaftschuner von 300 T. sowie drei englische und zwe» französische Fischkutter. Mit vorsteheudeo Schisse« fmk, soweit bisher bekannt, unter anderem etwa 34 000 Tonnen Kohlen, iu der Hauptsache nach Frankreich bestimmt, 3000 Tonnen Brennöl, 3300 Tonnen Erz von Huelva vach West- hartlepoel unterwegs, 3300 Tvuue« Getreide und 9900 Tonne» Lebensmittel, abgesehen von den mit den Fischerfahrzeugeu versenkten Fischen, vernichtet. Der Chef des AdmiralftabeS der Manne. deutscblanü und Nußlanö. Wie das W. T. B. erfährt, hat Staatssekretär Zimmer- m a n n vor eimgen Tagen eine Mordnung von Litauern aus dem besetzten Gebiete empfangen. Er hat im Laufe der Unterhalsting getagt, daß die Regierung der litauischen Be° Völker! das größte Wohlwollen entgegenbringe und beim Frieder...ilufe ihren Wünschen nach einer weitgehenden Selbstverwaltung volles Entgegenkommen geigen werde. Heber die Frage, im Rahmen welches Staatsver- b a n d e s die Litauer ihre Seldstverwaltung genießen sollen, hat sich Herr Zimmermann danach nicht ausgesprochen. Zarenflucht-Herüchte. Petersburg, 25. März. kMeldimg der Petersburger Telcgraphen-Agentur.) Alle Gerüchte, daß der Zar geflohen sei, sind frei erfunden. In schwedischen Blättern waren solche Gerüchte aufgc- taucht und alsbald, sensationell aufgebauscht, in alle Welt hinaus telegraphiert worden. Stockholm, 25. März. Laut Petersburger..Börsenzeitung" wurden bei der Haiisiiickung im Zaeenschloffe Zarskoje große Lorräte an Lebensmitteln, Waffen und Sprengstoffen gefunden. die Kohlensteuer kommt! Von W i l h e I m-K e i l. Die erste Beratung der Kohlensteuervorlage im Haupt ausschuß' des Reichstags bat sich ziemlich lange hingezogen. Das kam daher, daß das Z e n t r u m wieder einmal in seine bekannte Gewohnheit zurückfiel, sich zunächst em wenig spröde zu zeigen, um sich im weiteren Verlauf der Beratung um werben zu lassen und schließlich, wenn seine Wünsche erzielt sind, mit Inbrunst der Regierung an die Brust zu sinken. Es ist sicherlich kein Zufall, daß gerade in diesen Tagen in der Presse die bestimmte Ankündigung der deinnächstigen Aufhebung des I e s u t t c n g e s e tz e s zu lesen mar. Diese Ankündigung lag noch nicht vor, als der Abgeordnete Erz- bergcr'mit nngewöhnlicher Lebhaftigkeit dem Ausschuß aus einandersctzte, daß es geradezu unsinnig sei, stiit der Kohlensteuer das Gleichgewicht im Etat für 1917 herbeiführen zu wollen. Denn die Steuer bringe dem Reich ja gar keine Ein nahmen. Zu einem erheblichen Teil fei das Reich selbst Kohlenverbrancher und müsse mit der linken Hand wieder geben, was eS mit der reckten nabm; zu einem anderen Teil werde die Kohle von den.Knegslieferanten verbraucht, die sich durch Preisausschläge, die höher sein würden als df Steuer, schadlos halten würden. Schließlich werde das Reick während des Krieges infolge der Kohlensteuer größere Am gaben als seine Einnahmen haben. So der Wortführer des Zentrums bei B e g i n» der Ausschutzberatungen. Es waren seitdem noch keine acht Tage verstrichen, als derselbe Abgeordnete Erzberger seinen Antrag, die Kohlensteuer schon am 1. August d. Z. in Krem treten zu lassen, damit begründete, das Reich brauche Geld und man solle es ihm so rasch als möglich zuführen. In der Zwischenzeit hatte sich das Zentrum ein kleines Manöver geltattet mit dem Antrag, von der Regierung Material über die Preisbildung der Kohle im Klernverkaus zu ver langen. Von diesem Material wollte das Zentrum seine Eni scheidung über die Kohlensteuer abhängig machen. Die Regierung entsprach dem Verlangen. Sic bediente sich dabei eines Fachmannes, der ihr vom Abgeordneten Erzberger emp fohlen worden war. Das Material fiel jedoch so dürftig aus. daß Erzberger selbst sich darüber lustig machte. Mit vollem Recht, denn die von der� Regierung vorgelegten Zahlen- zusammenstellungen bewiesen nicht mehr und nicht weniger. als daß der Groß- und der Kleinhandel trotz der ungeheuer lich gestiegenen Kleinverkaufsvreisc einen lächerlich bescheidenen Gewinn erzielt!! Dem Zentrum aber genügte dieses Material, um seine„schweren Bedenken" gegen die Kohlensteuer zu überwinden. Des Rätsels Lösung ergibt sich daraus, daß in der Zwischenzeit die feste Zusage- Mgcben worden ist, das Jesuitengcsctz aufzuheben. Das deutsche Volk muß also die Zulassung der Zesmten ins Gebiet des Deutschon Reichs mit 500 Millionen Mark Kohlensteuer bezahlen. Nach der Regierungsvorlage sollte die Steuer 20 Proz. des Wertes der Kohle, berechnet nach dem Preis ob Grube. betragen. Gegen die sozialdemokratischen Stimmen bat dtckV grundlegende Bestimmung Annahme gefunden. Die große Verbitteruug. die sich aus dieser Mehrbelastung der ohnehin unter der Last der Kriegsteuerung seufzenden Vvlksmasson ergeben wird, suchte man möglichst zu mildern durch Bor- schristen zum Schutze des sogenannten Hausbrandes. Selbstverständlich waren auch die Vertreter unserer Fraktion bemüht, die minderbemittelten Kohlcnver- braucher gegen die Koblensteuer zu schützen. Sie wollten den Zechen d,e gesetzliche Verpflichtung auferlegen, direkt zu Zeckenpreisen an Gemeinden und Genosienschasten für Haus- brandzwccke Kohle zu liefern. Tie Gemeinden sollten der- pflichtet werden. Vorkehrungen zu treffen, daß den Minderbemittelten die Kohle ohne Steueraufschlag geliefert werde. Das Reich sollte in diesen Füllen den Gemeinden die Steuer ersetzen. Ein Antrag Erzberger»sachte sich einige Gedanken dicker Vorschläge zu eigen, indem er vorschrieb, daß für Kohle, die den Gemeinden auf Verlangen für Hausbrandzweck« von den Zechen geliefert werde, die Steuer„nur" 15 Proz. betragen soll. Von unserer Seite wurde dazu erklärt, daß der Antrag nur dann ein«» praktischen Zweck habe,»venn den G e- m e i n d e n die Pflicht auserlegt wird, die Minderbemittelten mit Hausbrandkohle zu versorgen. Der Antrag Erzberger hat zunächst Annahme gefunden unter der Voraussetzung, daß er eine Grundloge zur Ausschaltung der enormen Handels- Profite bilden könne, mit denen heute der Kohlenverbrauch be- lastet ist. Kaum aber war dieser Beschluß gefaßt, da lag auch sckon ein cnergilcker telegrapbischerEinspruchdes Kohlen syndikatS vor. das erklärt, die Durchführung der direkten Lieferung an die Gemeinden sei praktisch unmöglich. Wenn man weiß, wie sehr ine Zechengesellschaften mit 5ein Kohlenhandel versippt sind, wundert man sich nicht darüber, daß das Syndikat seine schützende Hand über den Handel hält. Sehr wahrscheinlich ist, daß auch die Gemeinden sich entschieden wehren werden gegen die Aufgabe, die ihnen zugedacht ist. Nachdem die Reichsleitung bei ihren Steuer- Vorschlägen entschiedenes Gewicht dnrauf gelegt hat, jede stärkere Anspannung des Beamtcnapparats während des Krieges möglichst zu vermeiden, kann man es verstehen, daß die mit der Kriegsfürsorge sehr stark in Anspruch genommenen Gemeinden sich nicht eine große neue Aufgabe zuweisen lassen .vollen. Es ist daher noch sehr zweifelhaft, ob überhaupt die Der- ■chonung des Hausbrands der Minderbemittelten von der xrohlensteuer erreicht wird. Natürlich würde auch die vollste Steuerfreiheit des Hausbrandes an unserer grundsätzlichen Stellung zur Kohlensteuer nichts ändern. Die Kohlensteuer belastet d je gesamte Warenproduktion in sehr empfindlicher Weise. Sie wird zur weiteren Steigerung der Preise aller Bedarfsgegenstände stark beitragen. Nach dem Friedensschluß wird sie die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Industrie auf dem Weltmärkte beeinträchtigen. England, der stärkste Rivale Deutschlands, schafft während des Krieges nicht neue Produktions-, sondern Besitzsteuern. Deutschland verjährt umgekehrt. Wenn die Sozialdemokratie diese Politik nicht mitmacht, so dient sie im uahrstenSinnedenJnteressendesdeutschen P o l k c s._ Wilson gegen hysterisches Kriegsgefchrei. Amsterdam. 24. März. Ter„Times" wird aus New Bork gemeldet: Konservative Politiker verlangen, daß dem Vandc, vor allem dem Westen, ein deutliches Bild über den Gang der Ereignisse gegeben werde. Sie wünschen, daß ein allgemein verständlicher Aktionsplan eub worfelt und entsprechend erläutert werde. Die Parteifreunde des Präsidenten Wilson mahnen zur Ruhe, da sie davon über- zeugt sind, daß der Präsident weiß, was er will und vor allem einem Ausbruch hysterischer Ausreguug zn° vorzukommen wünscht, der die Kraft der Nation nur schädlich beeinflnsicn würde. » Tie Stimme der Wahrheit« In der Zeit, da eine bedenkenlose KriegSlieferantenpreffc die wildesten Lolksleidenschaften aufpeitscht und nach jeder Persenkung eines amerikanischen Schiffes als neuer will- kommener Sensation hungert, warnt ein Nordamerikaner seine Üandslcute in der Wochenschrift«New Republic" vor irrlichternden Schlagworten und mahnt eindringlich zu be- soimenem Urteil: .Wir sind in den Krieg ksineingerogen worden infolge der von Präsident Wilio» verfolgien Poliiik wohlwollender Neulrolirät egcniiber dem Verband. Beide kriegfübiende Parteien baben jrnen 5komplcx von versckiedener Teuiunp fähigen Präzedenzfällen. au« denen sich das Völkcirechl zu Beginn des Krieges zu- iammcnsctzie, verletzt. England beispielsweise verleidigt sein rigoroses Einschreilcn gegen den neuirnlen H-ndel mir der allgemeinen Bcbaupluna, daß sein Borgehen, sollie es auch dem Völkerrecht nicht enlsprecken, durch die Verwalligung Belgiens ierechtiertigt sei. Deurichland konnte sich der englischen Blockade auf zweierlei Weise entgegenstellen: entweder indem es neutrale 2 t a a t« n wie Amerika veranlatzte, ibrerserseit» auf der Be- algung derGrundsätze des Völkerrecht» zu be- neben, oder indem eS die widerrechlliche Unterdrückung de» iisutralen Handel« mit der Unterseebootwaffe vergalt. Unsere wohlwollende Neutral i rät belaubte Deutschland der Anwendung beider Waffen. Im Widerspruch zu unserer eigenm traditionellen Polilik haben wir Eng- nd gestalte:" die weitestgehende und unerbittlichste Handelssperre auszuüben, die in der Geschichte de« See- icchts bekannt ist. Und dennoch haben wir darauf be- 'landen, datz Deutschland einen Teil desselben Hölkerrechtskodex streng respektierte, den Eng- iand dauernd verletzte. In Verfolgung dieser Politik -aben wir alle« in unseren Krähen stehende ausgeboten, um da« li-Boot als Waffe gegen den Handelsverkehr unschädlich zu machen. Wir haben also bereits eine Rolle in diesem Kiiege gespielt, indem wir so gehandelt haben, daß dadurch der Eliolg der einen krieg- 'ührenden Partei gefördert und der der anderen beeinträchtigt /verden mutzte. Untere Politik wohlwollender Neutralität war. wie wir glauben. nrchauS gerechtfertigt. Aber indem wir sie besolgien. oerichafflen wir keineswegs dem Herrichenden Seerccht Anerkennung. winterkrieg am Stpr. Von unserem Kriegsberichter st atter Hugo Schulz. Anfangs März 1S17. Meine leyte Frostreise führte mich in den Bereich einer Di- Vision, die einer deutschen Armeegruppe angegliedert ist. Ich konnte an einem typischen Fall sehen, wie sich da« an der Ostfront Mirch die Ereignisse selbst gezüchtete A n e i n a�l d e r w a chs e n . e u tsch er und ö st e r r e i ch i s ch-u n g a r i s ch e r Tr uppener b ä n d e bcroährt und welche Wirkungen e» gezeitigt hat. Um ..j gleich zu sagen, habe ich nur solche Wirkungen wahrgenommen. -e dem Ganzen zum Vorteil gereichen müssen. Früher hätte ich zegtaubt, daß ein« so enge Verknüpfung unserer Truppen mit den Deutschen>— eine Verknüpfung, die sich unter Umständen bi» in die Sphäre der niederen Befehlsgebung erstrecken kann— gewiffc 'egensätze deö Temperaments bloßlegen und Mißverständnisse hervorrufen könnte. Die Erfahrung lehrt aber das Gegenteil. Ich habe früher bei österreichisch-unganschcn Truppen mitunter auch vi eußc rangen gehört, die das alte süddeutsche Vorurteil gegen nord- eutsches Wesen widerspiegelten. Geride dort aber, wo die Krieg«- oe eine Gemeinschaft fetzt, die die Bundesgenossen auch persönlich m iameradschaftlichen Zusammenhang bringt, sind solche AetchernngeN nicht zu hören. Im Gegenteil. Zu dem Respekt or der Tüchligkeir der deutschen Armee gesellt sich jetzt noch ein .mnz gefühlsmäßiges Einvernehmen, das über das bloße gegen- seitige Berstehen hinausgeht. ES wird bei den Deutschen vermut- iich auch nicht anders sein. Die Schätzung des Werte» unserer Soldaten und ihres besonderen Charakters ist bei ihnen jedenfalls „och erheblich gewachsen. Wahrscheinlich auch daS Verständnis für ihre Eigenart, wie denn andererseits bei den Unsrigcn ein gewisser Sinn für das erwacht ist. was man früher gern«preußische P eda n t e r i e' Penannt bat und waS in Wirklichkeit nichts an- .-.ereS ist als die sorgfälGg« Beachtung aller jener > l e i n i g k e r t e n, deren lleberkehen die großen„Friktionen" Ktigt. Auch bei der Division, die ich am Sihr besuchte-» eS ist jene Infanteriedivision, die einst bei Sokal. unterstützt von den Deutschmeistern und Zehnerjägern, den Bugübergang erstritt Wären wir nicht parteiisch gegenüber Deutsckiland gewesen, so könnte e« nicht seine gegenwärtige Entschuldigung für die Anwendung der U- Boote gegen Handelssanffe vorbringen und baue wahrscheinlich überhaupt nie den U-Boot-Krieg eröffnet. Hätlen die Vereinigten Staaten whkliche Neutralität beobachtet, so würden wir entweder ge.ien beide kriegführenden Parteien oder gegen keine von beiden internaiionale Uebereinkommcn durchgesetzt haben. Im letzteren Falle würden wir jetzt nicht geraden Weges auf die Beteiligung am Kriege zusteuern." Tiefer Rufer in der Wüste ist kein Friedensfreund um jeden Preis. Er schließt sich vertrauensvoll an Wilson an und fürchtet von einer Niederlage Englands die Vereinsamung der Vereinigten Staaten; aber er hat den Mut, die Tatsachen zu sehen und zu sagen, was Rechtens ist. Deutschlanü an China. Zum Abbruch der Beziehungen Chinas zu Deutschland schreibt die„Nordd. Allg. Ztg." in einem längeren Artikel, der Vorgang müsse Verwunderung erregen, da China vom U-Boot-Krieg wenig berührt werde. Die Chinesen, die sich in die Sperrzone begeben und dabei ihr Leben verlieren, leisteten den Feinden Deutschlands Handlangerdienste. China folge dent Druck der Feinde und höre aus die Versp-re- chungen Amerikas, an deren Seite es seinen Vorteil zu finden hosse. Weiter heißt es:„Durch den Abbruch der diplomatischen Beziehungen werden die be st eh enden Verträge nicht aufgehoben. Den Deutschen in China steht weiter das Recht zu, unter dem Schutze der Erter- ritorialität in den Niederlassungen aller Nationalitäten und den Städten, die Ausländern geöffnet sind, zu wohnen und Handel zu treiben. Auch genießen sie nach wie vor die Vor- rechte der Meistbegünstigungsklausel." „Der jetzige Schritt droht, die schwache chinesische Republik des Wohlwollens der Macht zu berauben, die im Verein mit ihren Bundesgenossen als Siegerin aus dem Weltkrieg hervorgeben wird. Es wird an der Regierung Chinas liegen, sich die Rückkehr zu guten Beziehungen mit Deutschland offen zu halten. Sturm in öer italienischen Kammer. Vertagung auf unbestimmte Zeit. Rom, 25. März. Die Kammer hat einen s o z i a l i st i- s ch e n Antrag, sich bis zum 3. M a i zu vertagen, mit 283 gegen 31 Stimmen abgelehnt und sich dem Wunsch der Regierung gemäß auf unbestimmte Zeit vertagt. B o s e l l i versicherte, da. Ministerium sei sich vollständig der ungeheuren Verantwortung bewußt, welche es im gegenwärtigen Augenblick übernehme, daS Parlament ohne Festsetzung eines Ter- mins für den Wicderzusammentritt zu vertagen. Eine Annahme dieses Vorschlages werde daher ein Vertrauensvotum für das Kabinett bilden, welche» alle seine Kräfte für die Jnter- essen des Vaterlandes zum Zwecke de» Endsieges einsetzen werde. Ein großer, langer und stürmischer Beifall folgte diesen Worten. T u r a i i erklärte, die Minister müßten im gegenwärtigen kritischen Augenblick, wo jeden Tag die g r o ß c österreichische Strafexpedition beginnen könne, das Beöürfnis haben, das Parlament zur Unterstützung zur Seite zu haben. Außerdem müßten die Abgeordneten dem dunklen Manöver der neuen. 70 Mit- glieder zählenden nalionalen Aktionspartei, der ehemaligen Jnier- ventwnisten, scharf aus die Finger sehen. Diese Partei nannte Turati Italiens„Komitee für Einheit und Fortschritt", welche Worte einen tobenden Tumult auslösten. Turati setzte die n a- mentlicSe Abstimmung trotz der großen Gegnerschaft im Hause durch. Der„Avanti" sogt in Besprechung der Kamm� debatte: Der Abgeordnete Turati torpedierte das trojcmisa.c Pferd, welches daS FortschrittZkomitee im politischen System Italiens einzuführen versuchte. Darin verbirgt sich die demagogische Diktatur. DaS Fortschrittskomitee unternehme erst aufrührerische Manöver und handele in versteckter Weise im Einverständnis mit dem Ministerium. Die Zrieöensforöerungen öer ruffifchen Sozialüemokratie. Was der Stockholmer„Socialdemokraten", der über die Vorgänge in Rußlaird sich besonders gut orientiert bewiesen hat, dieser Tage über die Zusanunenwirkun� der Sozialdemo- traten mit den Bürgerlichen, sowie über die Frredensbestre- Hungen der ersteren schrieb, gaben wir schon kurz bekannt. Im Wortlaut sagt das Blatt: geht es recht phantastisch zu. An der Spitze steht ein General, deffen weltmännische Formey kaum erraten lassen, daß ihren Tra bis Fußlappen der Mannschaften nicht weniger interessieren als die großen Probleme, die der Krieg aufgerollt hat. Tte Leutnants und Fähnriche spüren daö sehr, denn der Dibtsionär ist fast täglich in den Stellungen draußen und verlangt Aufschluß über da« per- sönliche Wohl jede» einzelnen„PtönkerS". Ter Zugkommandant muß nicht nur über jeden Hautritzer. den der Mann irgendwie erl litten hat. über die Zähne die ihm fehlen, über den Zustand seiner Leibwäsche und Unterkleidung Aufschluß geben können, sondern auch über die Zahl der Kinder und die Lebensverhältnisse der Familie. Da» ist für die Leutnants nicht etwa bequem und auch der Mannschaft wird es dabei vielleicht manchmal zumute sein wie den Kindern, wenn der Arzt mit der bitteren Medizin komm!. Trotzdem ist eS meines Eracktcns die richtige Metbodc, den Offizier mit dem Soldaten in engen Zusammenhang zu bringen. Mögen unter den jungen Offizieren noch so viele sein, die ihren Leuten von ganzem Herzen zugetan sind, so ist doch auf die bloße Gut- herzigleit kein rechter V-rlaß, und ein nüchternes, sachliche« Verständnis für die Bedürfnisse kedeS einzelnen wirkt sicher. sich wohltätiger alü allgemeine Menschenliebe, die doch die strengen Anforderungen des Dienstes nicht auslöschen kann. Die ins kleine gehende Sorgfalt offenbarte sich mir am deut- lichsten in der Art, wie jetzt an der Ostfron! die Abwehr von Ga-angriffcn borbereitet wird In den Maßnahmen, die bei der Division, die ich am Sthr besuchte, getroffen sind, ist keine Spur mehr von österreichischer Gemütlichkeit zu finden: öfter- reichisch sind nur noch die Witz?, die im Schützengraben über die hochnotpeinlichen Fortschritte des gestrengen„GaSrcferenien" der Division gerissen werden Diese Vorschriften werden aber ge- naucstenZ befolgt, und trotz aller lockeren Reden mit dem richtigen Verständnis für ibre Notwendigkeit. Es ist freilich komisch, daß der Soldat selbst beim Besuch der Latrine die Blech- trommel, welche die Gasmaske birgt, um den Lcib hängen muh und überhaupt keinen Schritt ohne sie tun darf. Schließlich weiß aber doch ein jeder, daß»5 nur so zu machen ist und daß die beste Gasmaske gegen die aufquellenden giftigen Dünste nichts hilft. wenn man sie im Ernstsalle erst suchen muß. Auch die vielen blinden Gasalarme mit hölzernem Klappergerät sind notwendig. „Sollte sich da» Gerücht befiättgen, bast T s ch e i d s e in die provisorische Regierung eingetreten ist, so zeugt dieses in hohe« Grade vom großen Ernst der Lage: daß alle Kräfte konzen- triert werden müssen, die gegenrevolutionären Kräfte vollständig zn zermalmen. Unwahrscheinlich ist die Meldung nicht, denn zur Er- reichung dieses Zweckes— aber nur dazu— dürften die Arbeiter zu einer weitgehenden Zusammenarbeit mit den bürgerlichen Par- tcien geneigt sein, falls die Lage es erfordern sollte. Tie Leninsche Parole aus der Schweiz, die jede Zusammenarbeit abweist, ist, wie wir früher schon hervorgehoben haben, n i ch t m a ß- gebend für die russischen Arbeiter. Solange die neue Drdnung nicht vollständig gesichert sei. hat man sicherlich eine voll- ständig geschlossene Front de? gesamten revolu- tionären Rußland zu erwarten. Aber wenn die« Ziel erreicht ist, kann man erwarten, daß die Gegensätze innerhalb de? revolutionären Blocks in bczug auf die auswärtige Politik Rußlands voll und ganz wieder wirksam werden. Man kann dann eine mächtige, selbständige Friedens aktion von feiten der russischen Arbeiter in einem der internationalen Verständigung günstigen Sinne erwarten. Zu- nächst natürlich durch einen Druck auf die russische Regierung, dann jedoch mit drr autoritatlven Aufforderung an die Arbeiter der alliierten Länder, zum selben Zweck auf ihre Regierungen einen Druck auszuüben. Tie hier und dort aufgetauchte Annahme, daß die russischen Arbeiter einem Separatfrieden mit Teutschland gc- neigt seien, entbehrt einer Unterlage in den wirklichen Verhält- niffen. In diesem Punkte dürften vielmehr alle rlissischcn Sozial- demokraten, welcher Richtung sie auch seien, einiggchcn. Das Pro- gramm der russischen Sozialdemokratie ist ein allgemeiner Friede, ein Friede ohne Annexionen und Schadenersatz. Daß sie unter irgendwelchen Umständen deutscher Eroberungslust im Westen das Feld offen lassen werden, ist ausgeschlossen. Ganz abgesehen davon, daß Rußland außer Teutschland noch eine andere Großmacht als Nachbarn hat— Japan—, auf dessen unbedingtes Wohlwollen eS sicherlich bei einem Broch mit oll den allen BundrSfreunden nicht rechnen dürfte. Rußland will Frieden haben und nicht einen neuen Krieg!" � Inwieweit diese Ausführungen des cntente-freundlichen ..Socialdenrokraten" sich mit den wirklichen Anschauungen innerhalb der russischen Sozialdemokratie decken, muß bis zur Klärung der Lage in Rußland dahingestellt bleiben. Die Deuteprovinz öer Entente. Stockholm, 24. März. Wie„Nya Tagligth Allehanda" aus Haparonda erfährt, klagen die russischen Zeitungen dar- über, daß die Vertreter der Ententemächte bei der Kon- fercnz in Petersburg hauptsächlich danach strebten, ihren Ländern Vorteile auf Kosten Rußlands zu verschaffen. Dies gilt besonders von Englands Vertreter, der förmlich nach Privilegien jagte, und vom Vertreter der Vereinigten Staaten, der für Lieferungen an den russischen Staat Eisenbahn- konzessionen vor allem im Gebiet von Moskau bis Tonez und das Bestimmungsrecht über die russische Naphthaindustrie verlangte. Rußland muß die Hilfe, die es den Ententestaaten mit seiner Ricscnwalze bringt, mit schweren Opfern an seine Freunde bezahlen. Tie russischen Kriegsschiffe fla�qen rot. Stockholm, 25. März. Nach einer Schilderung des„Huf- vudstadblad" wehen auf a l-l e n Kriegsschiffen im Hosen von H eis i n g s o r s rote Flaggen. Unter den ge- töteten Offtziereu befinden sich der Hafenkommandant Generalleutnant P r o t o p o p o w. der Chef deS Hafenbau- Wesens Barnim und der Kommandant von Reval Gera- f i m o w. Aufänge der Petersburger Erhebung. „Brrssiewija Wjedomosti" vom S. März bringen im Abendblatt folgenden Stimmungsbericht aus der Duma: Tie Stimmung in der Duma war heute von Anfang an ziemlich nervös. Die Abgeordneten versammelten sich schon ftüh. Ab und zu trafen immer neue Per- sonen in der Duma ein, die einige Einzelheiten über die Vorgänge im Zentrum. der Stadt meldeten. Im Sitzungösaalc werden pic Debatten über die V.rsorgungsfrage fort- gesetzt, aber die Abgeordneten haben anscheinend sehr wenig Jnter- esse für diese politischen Reden auf der Dumatribüne, jetzt, wo das Leben selbst eine Rsihe wichtiger Fragen in den Vordergrund rückt. Im Katharinen- und im runden Saal sammeln sich Gruppen von Deputierten und kommen in eifrigen Bespr.'chungen der TageS-. ereignifle zum Ergebnis, daß die ganze Lage nick?t durch den Mangel an diesen oder jenen Nahrungsmitteln verursacht worden ist, son- dern durch daS Fehlen jeder Organisation. denn die Betätigung der Abwehrmittel erfordert, wofern sie mit der nötigen Raschheit vor sich gehen soll, sehr viel Uebung. Selbst die viel bewitzelte„Stinkkammer", die im Standort des DivisionSkom- mandos eingerichtet ist und der Erprobung der Gasmasken dicnt, ist ein nokwendiges Requisit Als ich die Stellungen besuchte, mußte ich selbstvcrstundlich auch eine Gasmaske umhängen und mich auch mit dem Gebrauche vertraut machen. Ich tand glücklicherweise keine Gelegenheit, meine ncuerworbcne Kenntnis zu verwerten, denn am Sthr haben augenblicklich die Kämpfe keinen besonders leldeiisckaktlichen Charakter. Im Abschnitte des Regiments, den ich besuchte, er- hoben sie sich nicht über das üblrch« Maß des wittterlichen Stet- lungSkriegeS E'n wenig gegenseitige Behelligung mit Artillerie.. hier und da das Geklapper eines Maschinengewehres, das eine Gurte voll Parronen ableiert, ze'tweilig ein Flintenschuß, so wie wenn ein Gewehr von selbst loS geht. Einige Tage vorher war es im fchneestarrenden Gelände beiderseits deS fest zugefrorenen Flusses weit lebhafter hergegangen. Auf einem Grabenabsckmtt verfeuerten da die Russen binnen einer Stunde lö Granaten. Die bombensicheren Erdkeller dielten aber dieser Prüfung zuver lässig stand, und bloß zwei, medr durch bösen Zufall als durch feindliche Einwirkung Schwerverwundete bildeten kür die Russen den Erfolg ihrer Munitionsverschwenvung. Freilich: harmlos ist auch der w i n t e rl» che Stellungskrieg nicht. Tie bittere Kälte hat den Truppen zwar nichts anzuhaben vermocht denn die Unterstände sind tüchtig geherzt, und im Freien erwieS sich auch die warme Kleidung— bei den Feldwachen noch verbessert durch Pelze und Decken— als völlig zureichend. Erfrierungen kamen nicht vor. Dagegen gat cö in klaren Nackten Ott erbitterte Patrouilleng- reckte im vcrsckneiten Borge- lande und auf der Eisdecke des Flusses. Erst kürzlich ist da ein? Patrouille des Regiments, das einst als erstes den Dunajetz überschritt, mit einem mehrfach stär'eren russischen Jagdkommando zu- sammengeraten. Di« Patrou'lle ging unver-agt auf die stark? feindliche Abteilung loS und verblüffte sie durch ihren wilden An- griff mit Gewehrkolben und Handgranaten dermaßen, daß sie nach kurzem Handgemenge unter Zurücklassung einiger Toter und Verwundeter davonstob. Auch Gefangeue brachten die- verwegenen Draufgänger noch mit w die Stellung.(r) Erstürmung rujstscher Sastillen. Stockholm, 23. März. Nach Meldungen finnländilcher Blätter wurden aus dem brennenden Gefängnis S poler- ua�a in Petersburg vicrhundtert Finn lande r befreit, von denen vierzehn ihr Todesurteil erwarteten. Petersburg, 23. März. Reutcrmeldung. Bei der B c- freiung politischer Gefangener in Orel durch eine revolutionäre Menge ist auch General G r i g o r i c w. der sich in K o w n o ergab, aus dem Gefängnis entkommen. Andere Gefangene erkannten ihn und riefen laut, daß der Verräter wieder festgenommen werden müsse. Ter General wurde neuerdings gefangen genommen. In Cherfon entwaffneten 1700 Verurteilte die Gefangenenwache, brachen in einen anderen Flügel des Gefängnisses ein und befreiten noch 200 Gefangene. Zu gleicher Zeit brach die Menge die Tore auf und befreite weitere 300 Gefangene. Es kamen keine tödlichen Unfälle vor. Der Krieg auf öen Meeren. IS? Schiffe in vier Wochen verloren. vlnstrrdilm, 22. SKtirz. Die Versicherungsfirma Blom und van der Aa versendet die 20. Verlustliste für die Zeit vom 1K. Februar bis zum IS. Marz. Tie Liste enthält die Namen von 60 englischen. SS norwegischen, 12 italienischen. 3 schwedischen, 2 dänischen. 13 holländischen. 16 französischen, Z russischen. 4 griechischen, 1 österreichischen, 1 amerikanischen und 2 Schiffen unbekannter Nationalität, im ganzen umfaßt die Liste 167 Schiffe. In dieser Liste sind auch die nicht vom Kriege verursachten Schiffbrüche mitgezählt. Aber das Gros kommt zweifellos auf das Konto Krieg. • Wien, 23. März. Wie ein Funkspruch vom Vertreter des K. K. Telegr.-Korr.-Bureaus aus Madrid berichtet, meldet das Blatt 11 B. C. aus San Sebastian! Zwei spanische Seeleute, die der Mannschaft eines norwegischen Dampfers angehörten, der am 16. d. MtS. auf der Fahrt von Cardisf nach Venedig mit einer Ladung von 3000 Tonnen Kohlen in dar Nähe der französischen Küste von einem Unterseeboot versenkt wurde, berichteten u. a., daß sich in dem Hotel, in dem sie zurzeit untergebracht sind, außerdem Mannschaften von 20 gleichfalls von Unterseebooten ver- senkten Schiffe« befinden. Ferner teilt ABC aus Bilbao mit, daß am letzten Sonntag in der Nähe der englischen Küste der in Bilbao beheimatete spanische Dampfer G r a c i n(205(3 To.) von einem Unter- seeboot versenkt wurde. Christania, 24. März.(Meldung des Norwegischen Telegramm- bureauS.) Wie daö Ministerium des Aeußercn bekanntgibt, ist der Stavangerer Dampfer Ebcnäs am 22. 3., 0 Uhr früh, von� einem deutschen U-Boot lO Meilen südlich Peterhead versenkt worden. Der Kapitän und 6 Mann find gerettet, die übrigen werden vermißt.— Der hiesige Dampfer Frist wurde versenkt, 7 Mann sind rn Aarmouth eingetroffen, die übrigen werden vermißt.— Der Dampfer B l o m v a a g ans Bergen, von Lcith nach Bergen unterwegs, ist versenkt. Die»tzumanit�über öen deutschen Rückzug. Bei dar Erörterung der Ereignisse an der Westfront, die in der franzöjisich.n Presse immer noch einen breiten A-nrrn einnehmen, sprechen nach einem Berner Telegramm de» Wolsfschen Bureaus die FackkrttUer bereits Von einer Erstarrung der neuen Linien. AuS Sonderberichren von der Front gebt hervor» daß in den ge- räumten Gebieten keine Srraße, kein« Bahnstrecke mehr benutzbar ist. u tn a n i t e" veröfsentlicht den Bericht eine» Sonderbc- ricbtcrsratwrs/ welcher das von den Deutschen geräumte Gebiet be- sucht hat und die Darstellung der deutschen Heeresberichte und Kriegsberichterstatter bestätigt, die Behauptungen der Agence HavaS aber in vielen Punkten widerlegt. So heißt eö bei Beschreibung der verlassenen deutschen Stellungen: Einige unversehrte Apfelbäume und aufrcchtftchende Häusertrümmer beweisen, daß unsere Artillerie keine regelmäßige Beschießung dieses Ortes durchgeführt hat, wie an der Sommc. wo man von gewissen Dörfern keine Spur mehr findet. Verfasser gesteht, daß er die Gründe des deutschen Rückzugs nicht verstehe. Vom übermächtigen Druck der Alliierten, von dem der Agence Havas fabelt, weiß er also nickt«; vielmehr schreibt er wörtlich: Der lange vorbereitete Rückzug hat sich in guter Ordnung vollzogen. lieber die Zcrftörungsarbeit der Deutschen in dem , geräumten Gebiet berichtet der Korrcsponddnt ähnlich wie die beut- sebcn und die neutralen Berichterstatter und sagt: Der Feind hat auf seinem Rückzüge alle Wcgc systematisch zerstört und die Hindernisse für die Verfolgung geiiäaft; er hat alle Mittel angewandt. um unsere Trubpcn aufzuhalten. Von blinder. Zerstörungswut. l e alle» ohne militärische Grund« vernichtet hätte, wie Havas glauben machen will, werß der Korrespondent jedoch nichts,' hebt vielmehr hervor, daß die berühmten historischen Denkmäler in Neben unversehrt seien. Er schreibt wörtlich; Ein Besuch der S'adt überzeugt uns, daß nur diejenigen Häuser zerstört sind, wclckic infolge der Minenerplosionen auf den Straßenkreuzungen und'Brucken einstürzten. Die o'te Kathedrale und die Bibliothek der Domherren mit ihrer eigenartigen Holzkonstruktion aus dem 15. vadrhundcrt sind nickt beschädigt. Wie die französischen Blätter melden, ist in den befreiten Gegenden auf Anordnung der Militärbehörden seder Ver- kehr sowie der Verkehr der Ortschaften untereinander strengstens untersagt worden. Unruhen in Jnöien. TU. London, 25. März, lieber die Lage in Indien wird aus Delhi gemeldet, daß am 17. März eine fliegende.Kolonne von Tank au. unierstützt von einer Brigade, ein« große Anzahl von Mob- m a n d S in der Nähe von Sawaiki auseinandergetrieben habe. Die Nohmands standen unter dem Befehl ihres Mullah Fazedins. ES wurden ein englischer Anführer, zwei Offiziere und dreizehn SepohS getötet. Tie Mohmands in der Nordwestecke Indien» haben den Eng- ländern während des Weltkrieg» zu mehreren Malen schwere Ge- fechte geliefert. Sie sind also immer noch nicht zur Ruhe gebracht. Hanöenaufstanö in Norögriechenlanö! Französischer Bericht aus Saloniki vom 30. bis 22. März. Nördlich von M o n a st i r kam es zu heftigen Kämpfen um den Besitz der Höhe 1243, die endgültig in unseren Händen verblieb, trotz der wiederholten deutsch-bulgarischen Gegenangriffe. In b'escr Gegend wurden insgesamt mit Einschluß der im früheren Berichl mitgeteilten Zahlen erbeutet: tl Maschinengelvchre und 2 Grabcngeschfltzc; 24 Offiziere und 1777 Mann wurden gefangen gencu.men. Gleichzeit, o wurden 3 feindliche Flugzeuge durch die englische Armee abgeschossen, deren tätige Flieger die Bahnhöfe und feindlichen Wagenparks bombardierten. Bei einer Polizerunternehmung, die durch bas Auftauchen grilchifcher Landen in der neutralen Zone nötig wurde, warfen wir mehrere Banden gegen Kirpugis zurück und beschlag- «ahmten eine große Zahl von Gewehren und versteckten Patronen. Wahrend dcS 23. März kein wichtiges Ereignis an der Front der Orientarmec. Heftige gegenseitige Beschießung. Der Feind feuerte auf M o n a st i r zahlreiche Brandgranatcn. Britische Wasserfliigzeuac warfen Bomben aus P r a d l st a und K e n a l i in der Gegend von Orfano. Organisation öer Verwaltung Selgiens. Brüssel, 24. März. Ter Generalgouverneur verordnete heute folgendes: In Belgien werden zwei Verwol- tungsgebiete gebildet, von denen das eine die Pro- vinzen Antwerpen, Limburg, Ostflandern, Westflandern sowie die Kreise Brüssel und Löwen, das andere die Pro- vinzen Hennegau, Lüttich, Luxemburg und Namur sowie den Kreis Nivelles umsaßt. Die Verwaltung des erstgenannten Gebiets wird von Brüssel aus. diejenige des lehtgenann- ten von Namur aus geführt. Alle weiteren Anordnungen zur Ausführung dieser Verordnung, insbesondere hinsichtlich der Organiiation der Verwaltung beider Gebiete und Hinsicht- lich des Ueberganges der Geschäfte, werden vorbeh llten. Kldine Kriegsnacbrichten. Großschiffahrtsweg Etbe-Oder-Donau. In Aussig wurde der Oesterreichische Arbeitsausschuß für den Croßschiffcchrtsweg Elbe- Oder-Donau gegründet. Der Vollzugsausschuß beschloß sodann, den Oder-Weichscl-Kanal in sein Arbeitsgebiet emzubeziehen. Ter gefangene Fliegerprinz. Reuter meldet: Einer der Fliege� welcher gestern gefangen genommen wurde, war Prinz Friedrich Karl von Preußen. Die frauzSsssche» BndgctzwLlstel.(Havasmeldnng.) Die Kammer hat mit 47L gegen 3 Stimmen die gesamte Vorlage der provisorischen Budgetzwölftel des zweiten Vierteljahres 1917 a n- genommen. (f.ruwttc(KrklSr'.irg des Heiligen Krieges. Räch einer Mel- duna de»..Progre» de Lyon" hat infolge der Einnahme von Bagdad der Eckeich ül Islam erneut den Heiligen Krieg erlärt. Ein Jrado der Regierung ordnet die Generalvoftsmobilmachung an. politische Ueberslcht. Die nächste Forderung. In einem Artikel, der in verschiedenen Parieiblänern erschienen ist, verlangt Genosse Eduard David, als nächste Forderung der Neuorientierung, eine Neueinteitung der Reichstags- Wahlkreise, Er weist aus die jetzi destehenden, geradezu un- geheucrlichen Ilnglelchheitea der Wahlkrelseinterlung hin, wonach z. B. bei den Wahlen 1012 beispielsweise der Wahlkreis Teltow- Becskow-Charlottenburg 1315 601 Einwohner mit 330 256 Wahl- berechtigten hatte, während der Wahllrcis Schaumburg-Lippe nur 46 652 Bewohner mit 10 700 Wahlberechtigten zählte. Tiefe beiden Extreme zeigen, wie weit sich infolge der Bevöltcrungsvermehrung seit 1360 das ReichStagswahlrccht von dem Zustand annähernder Gleichheit entfernt hat. Genosse David belegt die Ungerechtigkeit der heutigen Wahl- krciscintcilung tyit eingehenden Statistiken. Hier ist rascheste.Neu- Orientierung" eine vaterländische Ehrenpflicht, die zudem nichts weiier wäre, als die endliche Erfüllung eines bereit» gesetzlich anerkannten Anspruchs. Denn in ß ö des Reichstags- walssgeietze» heißt eS ausdrücklich:..Eine. Vermehrung der Zähl der Sog-ordneten infolge der steigenden Bevölkerung wird durch da» Gesetz bestimmt." „Nahezu ein balbeS Jahrhundert/ schreibt David,„ist ver- flössen und noch harrt die städtische Bevölkerung aus die Durch- suhrung dieser Bestimmung. Run aber ist es Zeit, das ihr gesetzlich zustehende Reckt endlich in die Praxis zu überftihren. Man mag darüber streiten, ob eS ratsam ist, bei der durch- schnittlichen Seelenzahl von 100 000 für den Wahlkreis zn bleiben. Es gäbe bei 70 Millionen Einwohnern 700 Abgeordnete. Das wäre vielleicht ein zu schwerfälliger Apparat. Will man ihn vermeiden, so bleibt die Erhöhung der Dnrchschnittszalst auf 150 000 für den Wahlkreis als AuSiveg. Das ergäbe zurzeit etwa 470 Sitze, die sich mit dem Wachstum der Bevölkerung auf 75 Millionen auf 500 Sitze vermehren würden. Das wäre durchaus keine übermäßige Stärke des deutschen Reichsparlaments. Das italienische Parka- ment zählt 503. das österreichische 516, das französische 534 und da» englische 670 Abgeordnete. Mit der Einführung des Propor- tionalwahlrechts wäre die genaue und dauernde Anpassung an die Bevölkerungsbewegung am leichtesten zu erreichen. Glaubt man aber eine so durchgreifende Umgestaltung, wie sie die Neueinteilung sämtlicher Wahlkreise oder die allgemeine Ein- fuhrung deS Proportionalwahlrechtö bedeutet, während des Krieges nicht durchfuhren zu können, dann erscheint wenigstens die rascheste Durchführung einer provisorischen Neuordnung geboten, die das schlimmste Unrecht»och vor der nächste,; Wahl beseitigt. Man ver- mehre die Mandate aller über 200 000 Bewohner zählenden Wahl- kreise, so daß auf jedes volle Hunderttausend ein Abgeordneter ent- fällt. Das ergäbe ein Mehr von etwa 1.15 Abgeordneten für die großen städtisch-industrieven Bezirke also eine Zulage, die den Vorsprung der ländlichen Wahlkreise noch keineswegs einholt. Aber durch dicscs spielend leicht durchzukührend« Provisorium wäre wenigsten» verhütet, daß die nächste Wahl noch einmal im Zeichen der krassesten Ungleichheit sich vollzieht." Geld aNein tut** nicht! Tie„Franks. Ztg." hatte kürzlich eine Einsendung ab- gedruckt, in der vorgeschlagen wurde, die gesellschaftliche Wer- tung nach der Steuerleistung zu bemessen. Tagegen wendet sich— mit vollem Recht— eine Zuschrift an die agror- konservative„Deutsche Tagesztg.", in der ausgeführt wird, daß dieser Vorschlag eine Beleidigung der Krieger sei: Von dem Augenblick an,>'0 die gesellschaftliche Stellung von der Steuerleistung abbäiigig wird, müßte man unter oieien anderen auch den Nichtstuer, der die e r c r b t e n M i l I i o n e n verpraßt, in«ine höhere Gesellschaftskiass« einreihen. Ich glaube nicht, daß unser Staat so tief sinken wird, solchen Materialismus anwenden zu müssen. Der Einsender erschrickt sofort vor den selbitvermindlichen Folgerungen, die man aus diesem unvorsichtigen Bekenntnis ziehen kann, und fügt vorsichtig, aber nicht ganz sicher hinzu: Wenn die Steucrleiitung politisch gewertct werden soll, s ch e i n t das eher Berechtigung zu haben. Abervergassen w i r auch hier nickt, daß Steuer lei st ungcn nie- malS das einzige sind, worauf sich das Staats» Wesen gründctl Ter Krieger soll also hinter dem„Nichtstuer, der die ererbten Millionen verpraßt", in der Reihe bei Tisch nicht zurückgesetzt werden! Aber in seinem Recht als preußi- scher Staatsbürger dürste er es? Anträge zum Etat deS NekchSkanzlerS. Tie Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft hat Zum Etat des Reichskanzlers einen umfangreichen Antrag ein- gebrochr. Der Antrag fordert die schlennigc Vorlegung eines Gesetz- entwurss, durch den die Einholung der Zustimmung des Reichs- tags bei der Einleitung und beim Abschluß von Bündnissen sowie bei Kriegserklärungen und Friedensver- trägen sichergestellt wird. Ferner wird gefordert, auf den schleunigen Abschluß eines Friedens auf der Grundlage des Verzichts auf Annexionen scdcr Art durch alle kriegsührendcn Staaten hinzuwirken. Außerdem wird verlangt, dem Reichstag schleunigst einen Geietzentwurf zu unterbreiten, der für die Reichs- tagswaül künftig die B e r h ä l t n i ö w ah l festsetzt, das aktive und das passive Wahlrocht an das 20. Lebensjahr knüpft, den Frauen das Wahlrecht gibt und weiter sestsetzt, daß der Wahl- tag ein Sonntag oder Feiertag sein mutz. Sodann wird gefordert, daß in jedem Bundesstaat eine aus dem allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrecht hervorgegangene Vertretung be- stehen muß, und daß die bestehenden Ersten Kammern(Herren- Häuser) aufgehoben werden. Ter Antrag fordert dann noch die Aufhebung der noch bestehenden Ausncnhmegc setze(Jesuiten- gesetz, Sprachenparagraph usw.); serner die Aufhebung der Gesinde- Ortung und sicherstellung des Koalitionsrechts: außerdem wird gefordert eine Sicherstellung des Vereins- und Versammlungsrechts, des Briefgebeimnisses und der Wahlfreiheit gegen militärische und polizeiliche Angriffe, wie sie unter den? Belagerungszustand er- folgen. Zum Schluß wird der Reichskanzler aufgefordert.� dafür Sorge zu tragen, daß schleunigst die sämtlichen wegen politischer Delikte ergangenen Strafen aufgehoben werden. Daß dieser Antrag, der eine Zusammenstellung bekannter früherer Antrage der sozialdemofratisifien Reichstagsfraktion darstellt, von der bürgerlichen Mehrheit abgelehnt werden wird, ist vorauszusehen. Vielleicht aber schafft man bei dieser Geleaenheit eine ,.N e u- O r i e n t i e r u n g s"- K o m- Mission, die endlich einmal feststellt, was nun eigentlich geschehen kann und geschehen soll. KriegSwuchcr an den Kranken. Eine neue Bundesratsverordnung macht den Großhandel mit Heilmitteln von einer besonderen Erlaubnis� abhängig. Begründend wird dazu ausgeführt, daß sich die ilspekulation — und zwar vielfach ieitensPersonen.diesichbls» her niemals m i.t d e m A r z n� i m i t t e l h a n d e! b c- faßt hatten— dieses Handels bemächtigt hatte und zu befürchten stand, daß durch Ankäufe ein Mangel an einzelnen Arzneimitteln sowie eine unerwünschte Verteuerung entstehen würde. Es wird daher die Steigerung des Preises für Arzneimittel durch unlautere Machenschaften, namentlich durch K e t t e n h ä n d e l, besonders unter Strafe oestellt. �.. Dieses wuchernde'Schmarotzertum an den Krauten gehört zu den herrlichsten Blüten einet Gesellschaftsordnung. die auf sogenannte„wirtschaftliche Freiheit" gegründet ist. Ter Deutsche Wohimugoausschuß zur Reichsvertehrssteucr. Uns wirb geschrieben: Der geschästssührcndeAusschuß desDeutschcnWoh- nungsausschuiies hat sich am 19. d. M. in eingehender Beratung mit der Frage der Verkehrssteuer beschäftigt. Das Ergebnis der Verhandlungen war. daß dringend gefordert werden muß, den VerkchrderSlraßenbahncn usw. vonderVerkehrS- st e u e r v ö l I i g f r e iz u l a s s e n. weil sonst die Wohnungspole. lisch so wichtige Neigung, die Wohnung möglichst in die Außen. gebiete der Städte zu verlegen, auf daS schwerste ges cka- digt würde. Jedenfalls würde eö für die Ziele einer g-iunden WoünungspolUik sehr nachteilig sein, wenn infolge«n« Erhöhung des Straßenbahnpreises weüe Teile der Bevölkerung an mn«: engen Umkreis um ihre TrbvitSstabte seressrtt wurden. &cU0 Im Zell, auZgcnemmeir.„ 3,— Ausgeschlachtete Ziegen.„ 8,50 TcCPllO Plnnnfer«1.» IndvIiC, Hochhahn HalleicheS Tor. Schmerzliche Erinnerung. AlS Dvser dieses Völkerringeus fiel am 26. März 1916 mein her- zensguierMunn und treusorqender Bater fernes gnrdeS. unneeaeß- licherBlutcr, Schwager und OntA, der Landswrmmann Kax kSüIilLllliek'leill Landwebr>Ins.-R«g 43. Tiefes Schweigen herrscht an des- neni Grabe Wehmut lm rerlaßnen HauS, und die Liebe spricht In diesem Nachruf alle ihre Schmerzen aus. Gewidmet vou seiner Gattni nebst Tochter u. Angehörige« stellt em Allgemeine Betriebs-Abteilnug, Flugzengmeisterei Adlershof. Polizeiliches FührungSattest ist Mitzubringen. s l-omdarü-Ssliz ZA »» H. Grall, Loipzigerst. 75 Ii f S Voile normale Beleihung c Diskretion, ReellitSt. z» Gelegenheitskäufe � - Ihren« - Ili-Illanten Z Schmucksaohen? | lO—£0% unter dailenprels» in guter Ausführung VORWÄRTS BucheirucHerel und Verlag SW.68 Lindenstrede 2 w» Schlosser für Teilban in Akk ord sotort eesneht. Sablalnig Flugzeugbau, Sehlesiscliestr. 26. Spezialarzt ilr me.i iiarl Uei aariit. Potsdamer Str. 117 1?s'�� vs- Aulkläreude t. Geschlechtskrankheiten Harnleiden. Schwache. Ehrlich-Hata-Kuren. Bio:- uno Harn-Lntersuchunge'' Institute u.',',6-'/, 10 ü. abda, Sonat. ll-l 4L Seiten starke Brosohüre 50 PI, nach außerhalb 1 M. in vereciiloesenem Kuvert Deutsches Arbeiter-Wandeibundi Die Naturfreunde" Ortsgruppe Berlin.== Sonniae, den 1. April ISIT, Im Gesrerkscbarts- hanso. Enaeelaler 13: Großer heiterer Mtbilder-Vortrag i Vis malerische Spree. X X Sine Rdfe von der Quelle bis;ur stlOndung. X X Von Oskar Bolle, Schriftstellor. - still Über WO f4»tllrf.-,yhg«1irtl..- 1. Von der Quelle bis Lübben. | U. a.: Vom grünen Strand der Spree— XHo SproequeUen im Gebirge— Homaatnsche Folscntälof bei Bautzen— Die Ortonburg;— Branitz— Der ßpreewald. Konzert der Masikalischen Abttilung der Ortsgrappe Berlin. Dirigent Herr Vorpahl. 2. Von Beeskow bis Spandau. ü. a.: Fürstenwalde— Die Löcknitz— Die Dubrow— Im Gebiet der Mö{rge]bergo— Stralau und Heiteres vom Stralaucr Fischzug 1330— Die 1 Spree in Berlin. I Eintritt i.0 PI. Garderobe Irei. Saalbitn. b Uhr. An.ang Punkt 6 Uhr. Rauchen während des Vortrages verboten. Bilictts stiid zu haben bei Fritz Kruse, Mariannenstr. 11; Borsch, Engelufer 15; Heyse. Boyenstr. 19; Huth, Warschauer Straß e 61; Well, Hochstr. 10. 2/4