Mr. 90. flftonRenentS'Bedlngangtn: BtntnemflT«• Ctns pränumerando BictleljcStl SÄ) Ml. monati 1,30 Kl, IvSchenUiS 30 ftS-(tu ins Hau;, Einzelne Rümmer 5 Sfg. Konnlag;. nunimer mil illuinnerler Sonnlag;, keilage»Die Reue EeU'>0 Pig voll. iiöonneuieiU' 1.30 Marl pro Monar Eingerragen in die Loir-Leuung;. Vrsisliile llnlsr ftreuzbans rür Teuticbian» und veilerreich- Ungarn !,o0 Marl, für das übrige SuSianc t Marl pro Monab Poiladonnemem; nebmen an Belgien Däiiemari, Holland, Ilalieu. Luxemburg Bonugal. »iumäilieir. Schweden uns die Schweiz. Cri&iint tSglli, � f-, Verlinev Volksblnkk. B4. Jahrgang. Bic TnfertlonS'CJbßSr bejrllgi für die fechSgesvaltene kioiblief. ßeile oder deren Raum 30 Lsg., für poUniche und ge,oerll chafti!che Bei eine» Und Beriammiungs< Anzeigen 30 »lgleine Znreigen", See iciigodruclie Eorl A> Psg. izuläisig 3 rengedrilliie Welle). ledeZ wcilerc ZZori Ii) Vjg. Siellcngefilchc und Schiafficllenan zeigen das erite TZort 10 Lsg. jede» »euere LortSPfg. Sorte über lö Buch. (laben zädlen für zwei Worlc. Jnierare (rir die nächste Nummer Müijen bi> 3 Nlir nachmittags in der Exredition »Sglgeden werocn. Tic Exvebliion ist di» 7 Uhr abends gcöisnel. relexrau'.m-Sdreffe: »ZeziüiScmoillZl Belitz". Zcntratorga« der rozialdemokratifcheti Partei Dcutfchlanda. Neöaktion: EW. 68, Linüeostraße 3. ffernfnrerfier: Ami Morlnviae. Nr. läl SV— l.?! 97. Sonntag, den 1. April 1917. ExpeSitton: SW. 68» Linüenftraße 3. ih-rnfvreebei!-«mr Moritivlav. Rr. lül SV-lSl»7. festkalten am Friedensangebot. vis deutsche Sozialdemokratie und die cuftiside Revolution. Der Vorstand der deutschen sozialdemokratischen Partei hat gestern an den Minister Stauning in Kopenhagen folgendes Telegramm gesandt: Tie russischen Sozialisten in Kopenhagen über- mittcltcn uuS eine Friedenskundgebung, in der sie die Erwartung aussprachen, das; jede Einmischung in die Entwicklung der russischen Revolution von uns scharf bekämpft werde. Tie Sozialdemokratie Teutschlands befindet sich in völliger Ucbereinstimmung mit dieser Kundgebung, sie hat sich bei den lebten Reichstaasverhandlungen ent- schieden in diesem Sinne betätigt. Äuch die übrigen Par- tcieu und die Ncichsrcgicrung haben sich im Reichstag energisch gegen jede Einmischung in di. innere» Ber- hältnissc Rnsilands erklärt. Tie deutsche Sozialdemokratie beglückwünscht zu- gleich das russische Proletariat zu den Erfolgen auf dem Wege zur politischen Freiheit. Sie hat den dringenden Wunsch, dasi die politischen Fortschritte des russischen Volkes dazu beitragen mögen, der Welt bald deu frieden zu sichern, für den die deutsche Sozialdemo- kratie seit Ausbruch des Krieges gekämpft hat. Wir bitten, diese Mitteilung im„Sozialdemokraten" zu veröffentlichen und weiter zu telegraphieren an Tschcidse, Tuma, Petersburg. parteloorstaaö: Eberl. Zest zur Politik öes 12. Dezember! Oesterreich-Ungarn für eine Friedenskonferenz— „an jedem Tag!" Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Berlin hat der österreichische Minister des Aeußcrn. Graf Czernin, den Chef- redakteur des„Wiener Fremdenblatts" enrpfangen und ihm gesagt: Wenn der Ncgimcwcchsel in Ruhland dahin führt, dah die geaualten Böller des russischen Reiches einsehen, daß dir Fort- seyung dcS Krieges ein Brrbrcchcn ist, daß fir, ebenso wie die Entente, jeden Tag ciucn ehrendolle» Frieden mit den Zentral- mächten schlieste« können, dann wird diese entsetzliche Menschen- s ch l ä ch t e r e i ihre« Ende entgegengehen. Wir sind nicht zu vernichten, aber wir wollen auch nicht vernichten. Unsere Fronten sind stärler denn je, unsere wirtschaftliche Lage ist gesichert, wir können und werden durchhalicu. Die beispicl- lose Aufopferungsfähigkeit und Kraft, mit welcher die Böller der osterreichisch-ungarischen SJionarchie die Entbehrungen ertragen, sichert ihnen de» Endcrsalg. Der Redakteur fragte: Halten Exzellenz den Vorschlag zur Beschickung einer Friedenskonferenz durch alle kriegführenden Staaten nach wie vor aufrecht? Darauf antwortete der Minister: Gcwih, ich sehe nur diesen Weg, um zu einem allgemeinen Ende zu kommen. Für jene, welche deu Krieg fortsetzen wollen, bedeutet der Zusammentritt einer Konferenz keine Acndcrnng. Während dieser Tage kann ja der Kampf fortgesetzt werden, nur auf einer Friedenskonferenz können die Hunderte von Fragen, die der Krieg aufgeworfen hat und die ein unzerreißbares Eianzes bilden, gelöst werden. Wir besitzen weite Territorien unserer Feinde, sie ausgedehnte Gefilde von uns. Auf dem Meere kämpft die Blockade gegen den Unter- frebootkrieg, alle internationalen Verträge sind zerrissen; es ist unmöglich, einzelne dieser Fragen, herausgerissen aus dem Komplex de? Ganze», lösen zu wollen. Wer Frieden will, muß auch über denselben sprechen und ver- Handel« wollen. Erweist die Friedenskonferenz, daß eine Einigung unmöglich ist, so geht der gar nicht unterbrochrnc Krirg eben weiter. Ter Redakteur fragte weiter: Und wäre eö nicht möglich, den allgemeinen Rahmen unserer FriedsuSbedingunsm zu vcxkündeUx Ter Minister erwiderte: „TaS ist ja doch bereits geschehen. Ich habe Lffent- lich erklärt, daß wir einen uns aufgezwungenen Verteidigungskrieg führen, dessen Zweck die gesicherte, freie und ungestörte Entwickc- lung der Monarchie ist. Earantlen für unseren Bestand und unserer Existruzmöglichkeit müssen wir erhalten. Sobald die Gegner ihre unerfüllbaren Ideen, uns zu zerschmettern, fallen lassen, sobald sie bereit find, über einen für sie wie für uns ehrenvollen Frieden zu ver- handeln, stehtde» Verhandlungen nichts im Weg r." Oesterreich-Ungarn hält an der Politik dcS 12. Dezember fest. Das hat schon Graf Tisza dreimal mit schärfster Ent- schiedenhcit ausgesprochen, das wiederholt jetzt mit nicht ge» ringerer Klarheit Graf Czernin. Der Vorschlag vom 12. Dezember wird noch dahin er- gänzt, daß dem Gegner nicht einmal zugemutet wird, die militärischen Operationen, von denen er sich Erfolg verhofst, während der Konferenz einzustellen. Vor drei Monaten sagte die Entente, die Mittelmächte wollten die Einstellung der Feindseligkeiten, weil sie ihre unmittelbar bevorstehende Niederlage voraussähen. Inzwischen ist wieder ein Viertel- jähr vergangen, ohne dast sich etwas Wesentliches geändert hätte, und die Mittelmächte erklären nun, verhandeln zu wollen ohne Einstellung der Feindseligkeiten, also ohne dem Gegner die Aussicht auf die Erfolge, die cr crlvartet, zu ver- schränken. Wenn auch dieses erneute Angebot abgelehnt wird, so wird das weder für die Menschlichkeit der Gegner zeugen, noch für ihren politischen Verstand. An der Wiener Börse von gestern bewahrte die Stimmung ihren festen Charakter,„da die bisherige zuversichtliche Auffassung durch die Aeußerungcn des Grafen Czernin über die Friedensfrage gefördert wurde." Die Opposition im ungarischen Abgeordnetenhaus hat einen Antrag eingebracht, in dem es heißt, der Krieg habe nicht dem russischen Volk, sondern dem russischen Absolutis- mus gegolten. Ungarns sehnlichster Wunsch sei, daß das russische Volk im Genuß der erkämpften Freiheiten verbleibe. Der amerikanische Botschafter in Wien Penfield geht aus Berufung Lansings zu einem kurzen Besuch nach Washington. Sein Rat wird dringend verlangt„in Ange- legenhciten, die mit dem Krieg in Verbindung stehen". Die öeutsche Regierung Zu �zernins Erklärung. Das Wolfffche Tclegraphen-Bureau meldet: Aus beut- scheu politischen Kreisen erfahren wir folgende Stellungnahme zu der heute hier bekannt gewordenen Unterredung, die der östcrreichisch-nngarische Minister des Aeußeren, Graf Czernin, gestern dem Chefredakteur des„Fremdenblattes" gewährt hat: „W ir begrüßen mit Freuden die offene» und frei- mütigr« Aeußerungen beS bewährten Leiters der österreichisch- ungarischen Politik. Sie werden zweifellos in hohem Maße dazu bei- tragen, die von unsercn Feinden in leicht erkennbarer Absicht in diesen Tagen immer wieder in die Welt gesetzten Gerüchte zu zcr- streuen, dah die Zentralmächtc ein Interesse an der rufst- scheu Reaktion zu nehmen gewillt sind und ihr wieder zvr Mach« verhelfen wollten. Graf Ezernin schließt sich also eng an die am Tage vorher im Reichstag getanen Aeußerungen dcS Reichskanzlers an, der in bezug auf Rußland sagte-.„Wir begehren nichts anderes, als möglichst bald wieder ia Frieden mit Rußland zu leben, in einem Frieden, der auf einer für alle Teile ehrenvollen Grundlage aufgebaut ist." Somit ist eS nun an Rußland, eine Antwort auf diese klaren, unzweideiltigen Aeußerungen dcS deutschen und deS osterreichisch-ungarischen Staats- manncS zu geben. Was Graf Ezernin am Schlüsse der Unterredung über seine allgemeine Bereitwilligkeit erklärt, in VerHandhiiigcn für eilten ehrenvollen Frieden einzutreten, sobald die Gegner ihre unerfüllbaren Ideen, uns zu zerschmettern, fallen lassen und ihrerseits bereit sind, eine Friedens- konferenz zu beschicken, deckt sich gleichfalls grundsätzlich mit dem allgemeinen Wunsch deS deutschen B v l k e S» aber auch hier können wir aufrechten Hauptes und kühnen Sinnes das Angebot unserer Gegner, denen ja schon seit dem 12. Dezember unsere Ansichten bekannt sind, abwarten. Ungebrochen und stärker als je an allen Fronten, in harter, aber gestählter Arbeit daheim können und werden wir, wie Graf Czernin sagte, durchhalten bis ans Ende, bis zum ehrenvolle» Frieden» der wirklich dir ungehniren Lpser wert ist, die wir gebracht habe«. Revolution unö Neuorientierung Bon Paul L e n i ch. Tie Bedeutung der ReichStagssitzung vom letztcu DonncrS- tag wird man schweriich unterschätzen können. In ihr kam der Niederschlag zum Ausdruck, den das welthistorische Ereignis an unserer Ostgrenze in der deutschen Volksvertretung ausgelöst hatte. Zum zweiten Male schlug eine Revolution im Zarenreiche ihre Wellen hinüber in das deutsche Parlament. und wer sich der Methode entsinnt, in der das erstemal von der Erschütterung des Zarismus im Deutschen Reichstag und von der Deutschen Regierung Notiz genommen wurde, der lvird den Wandel der Zeiten nicht leugnen. Damals höhnte der vielleicht verhängnisvollste Reichskanzler, den das Deutsche Volk je im Amte gesehen, Herr v. B ü l o iv. übr� die „Mandelstamm und Silberfarb", über die„Schnorrer und Verschwörer". Jetzt sagte ein anderer Kanzler des Reiches von dem Werke dieser verachteten Schnorrer und Verschwörer: Trägt die Neuordnung der Dinge in Rußland dazu dci, die Wiederannäherung der beiden auf gute Nachbarschaft angewiesenen Völker zu erleichtern, so begrüßen wir das init Freuden. Diese Stellungnahme der Neichsleitung zu der Umwälzung in Rußland muß man an die erste Stelle setzen, wenn man sich den Wandel der Dinge recht vergegenwäriigen will. Leickt ist sie ihr sicherlich nicht gefallen: das läßt schon der beinahe elegische Rückblick erkennen, den der Kanzler auf die frühere enge Freundschaft Preußens und dann später deS Reiches mit dem Zarenlande warf. Jetzt und für absehbare Zeit gibt es kein Zarenland mehr, und das schnelle Zurechtfinden in diesen so völlig veränderten Verhältnissen verlangte gerade von der deutschen NeichSleitung kein geringes Maß geistiger Elastizität. Durch seine kluge und vorurteilslose Bereitwilligkeit, auch mit dem revolutionären, zarcnlosen und vielleicht sogar republikanischen Rußland zu einem Frieden zu kommen, hat der deutsche Reichskanzler eine größere Unbefangenheit erwiesen, als jene„revolutionären" Stockfische, wie sie heute noch in der Arbeitsgemeinschaft sitzen und früher im„Vorwärts" sich tummelten. Ivo sie bekanntlich seinerzeit einen Frieden mit einem zaristischen Rußland auf Tod und Leben bekämpften. Das Gegenstück zu diesem eingettock- neten Doktrinarismus bildete in der Reichstagssitzung der amüsante Herr v. Graefe, der die„schweren" Bedenken „weiter" Volkskreise gegen einen Frieden mit dem revolutionären Rußland zum Ausdruck brachte. Beide gehören zu einander wie Pol und Gegenpol derselben politischen Beschränktheit. Wenn wir davon sprachen, daß die nissische Revolution das Werk jener„Schnorrer und Verschwörer" von Anno 1905 ist, so ist das nicht bloß in dem Sinne gemeint, daß die jetzige Revolution die Fortsetzung jener ersten ist. Wir meinen es noch in einem anderen Sinne. Was die Heutige Bewegung erst zur Revolution machte, und den untergeordneten Zank zwischen Bureaukratie und Bourgeoisie erst auf die Höhe eines welthistorischen Ereignisses hob, das war siist daS Eingreifen jener„Schnorrer und Verschwörer". Der liberale Dumablock dachte nicht entfernt an einen Sturz des Zaren oder an die Berufung einer Verfassung gebenden � Nationalversammlung auf Grund deS allgeinrinen, gleichen. direkten und geheimen Wahlrechts. Der Block wie seine englischen Hintermänner wußten genau, daß sie mit dieser erzwungenen Konzession an die Radikalen nur ihr eigenes Todesurteil unterschrieben, und nicht grundlos ringt man jetzi in den Londoner politischen Klubs verzweifelt die Hände od der Tatsache, daß der russische Bundesgenosse sich aus Nimmer- wiedersehen den Umarmungen der Entente entzieht. Es ist eine Tatsache» die in der deutschen Parteipresse lange nicht geniig bekannt ist und die doch ein klärendes Licht auf die russische Revolution wirft, daß gerade in de il revolutionären Kreisen Rußlands die Abneigung gegen England stetig steigt und schon jetzt einen hohen Grad erreicht hat. Je mehr die Revolution ihre Wurzeln in daS russische Volkstum schlägt, je nationaler und bodenständiger sie also wird, desto scharfer muß ihr Konflikt mit England werden. Denn eS tjl nicht wahr, was auch den deutschen Arbeitern so oft und so lange vorgetragen ist, daß England das Land der Freiheit und der Demokratie sei.„Man merkt hier", schrieb Friedrich Engels 1L56 auf einer Reise durch Irland,„daß die sogenannte Freiheit der englischen Bürger auf der Unterdrückung der Kolonien beruht," und Ivcltbckannt ist die merkwürdige Prophezeiung von Mar?' über die Rolle Englands in einem zukünftigen Weltkriege. „England wird wieder wie zu Napoleons Zeiten an der Spitze der lonterrevolutionären Armeen marschieren," schrieb er um die Jahreswende 1848,49, und es gibt kein Wort, das durch den heutigen Weltkrieg so über alle Maßen bestätig'. worden ist. England als Bollwerk der internatio- nulen Reaktion fiat sich auch darin bewährt, daß sein Bündnis mit Rußland nur so lange dauerte, wie der Zarismus in Rußland dauerte, und daß im gleichen Augenblick, wo der Zarismus zusanimen- brach, uotwendigerweise auch das Bündnis mit England �u- lammen brechen mußte. Hierüber darf man sich durch die sauer-süßen Glückwünsche der englischen Minister an das be- freite russische Volt nicht täuschen lassen. Für England ist das russische Volk nur Kanonenfutter, und nichts will und muß England energischer zu verhindern suchen, als daß Ruß- land sich seiner Sklavenrolle entzieht. Der russische Ruf nach Freiheit klingt mißtönend in die Ohren der englischen Machthaber. weil er zugleich der Ruf nach Frieden ist. Wenn John Bull könnte, so würde er gegen die russischen Revolutionäre� gegen die Träger des Rufes: Frieden und Freiheit mit genau den gleichen Mitteln vorgehen, wie einst der Zarismus. Er kann nur nicht, und deshalb gratuliert er. Es gibt für die englische Weltherrschaft keine größere Gefahr, als ein freies Volk, und dieie tief in den Verhältnissen beruhende Tatsache erklärt es, daß England, ob cS nun will oder nicht, Welt- politisch reaktionär auftreten muß. Im Gegensatz dazu Deutschland. Dieselben Bedingungen, die England zu einer reaktionären Rolle zwingen, zwingen Deutschland zu einer revolutionären. Ich sage: zwingen; denn an sich gibt es kein Land, das zu einer bewußt revo- lutiouärcn Rolle so ungeeignet und so wenig berufen erscheint wie just Deutschland. Sciilc konservativen wie seine liberalen Schichten haben keine revolutionäre Tradition, nicht einnial die deutschen Arbeiter haben sie, und doch sind gerade sie es gewesen, die zusammen, die einen als Offiziere, die andern als Mannschaften durch ihre militärischen Schläge erst den Zusammenbruch des Zarismus und den Sieg der Revolution ermöglicht haben. Ohne die deutschen Waffen keine russische Revolution! Diesen Zusammenhang soll nian sich nicht verdunkeln lassen. Und so erklärt es sich weiter, daß auch die Erfolge der Revolution an allererster Stelle bedingt sind durch die Haltung Deutschlands. Der russische Ruf: Frieden und Freiheit!, der u n c r t r ä g l i ch i st f ü r c n g l i s ch e O h r e n, lv e i l e r unvereinbar ist mit e g l i s ch c n Interessen, er findet in Deutschland das freudigste Echo. weil er vollkommen mit den Wünschen und Bedürfnissen des deutschen Volkes überein- sl i m m t. Für diese Zusammenhänge hat der deutsche Reichskanzler in seiner Rede vom Donnerstag eine feine Witterung und ein volles Verständnis bewiesen. Diese Tatsache ist grund- legend, und vor ihr verschwinden auch die übrigen Fragen oder treten wenigstens in die zweite Reihe. Wir meinen damit die Fragen der sogenannten Neuorientierung. Die Sozial- demokratie ist freilich kraft ihrer sozialen Struktur geneigt, die Fragen der inneren Politik in die erste Linie zu schieben, und noch immer nicht kann sie sich von dem alten Erbübel frei machen, diese Fragen hauptsächlich nach den Bedürfnissen der Agitation zu behandeln. Allein im Kriege ist nun einmal die auswärtige Politik der maßgebende Faktor, und wenn in dem augenblicklich ivichtigsten Punkte dieser Auslandspolitik, in der Frage unseres Verhältnisses zur russischen Revolution, der Reichskanzler mit richtigem Blick die Gelenke der Dinge ge- troffen hat, so sollte uns diese Tatsache allerdings über manches, was uns an diesem Manne sonst nicht gefällt, Hmwegschou lassen. Gewiß wäre es erfreulich, wenn der Reichskanzler die Entschlußkraft fände, schon in währender Kriegszeit mit großzügigen Reformen hervorzutreten. Aber niemand wird den Bedenken, die Herr von Bethmann Hollweg der Durchführung dieser Reformen entgegen- Hellte, eine gewisse Berechtigung versagen können. Bringt er uns in Preußen eine Wahlreform, die nicht das allgemeine Wahlrecht enthält, so toird er die Unzufriedenheit der Rechten ebenso entfacht haben, wie die der Linken, und in der Mitte Ivärc nur eine laue Stimmung. Daß aber die unbedingte und sofortige Entführung des ReichStagswahlrechts in Preußen nicht gerade wahrscheinlich ist, steht außer Zweifel. Sodann aber dünkt cS uns ein ärmliches Vertrauen in die Güte unserer Position und die Logik der geschichtlichen Tatsachen zu sein, wenn man die preußische Wahlreform über- Haupt gefährdet glaubt, sobald nicht der Reichskanzler sie so- iort in die Hand nimmt. Die revolutionäre Erschütterung. die dieser Krieg für a l l c L Alte und Veraltete bedeutet, ist so gewaltig, daß die Neuorientierung ihren Weg gehen wird, ganz gleich, ob man sie noch ein wenig im Donner der Kanonen glaubt aufschieben zu sollen oder nicht. Ebenso wie die revolutionäre Bewegung in Rußland kein Ding ist, das in wenigen Monaten erledigt sein wird, die viel- mehr Jahre und vielleicht Jahrzehnte dauern mag. so ivirö auch die politische Umwälzung Zentralcuropas kein Prozeß fei», der mit der Reform des preußischen Wahlrechts etwa abgeschlossen ist. Wir meinen sogar, daß diese preußische Wahlreform nicht einmal der wichtigsle Punkt dieser Neu- orieiitierung sein wird. Größere Aufgaben werden nnS noch bevorstehen. Aber das preußische Wahlrecht, dessen außer- ordentliche praktische Bedeutung niemand unterschätzen wird, vat im Lause der Jahre für uns alle auch eine f y m b o l i f ch e Bedeutung erhalten. Der Ernst der Neuorientierung sollte und soll sich zuerst an ihr erweisen, sie wurde zum Prüfstein iür die Aufrichtigkeit der volksfreundlichen Gesinnung. Und so lange dieses Wahlrecht besteht, und seine gründliche Demo- kratisierunz nicht in sichere Aussicht genommen ist, wird das Miß- iranen der Massen gegen die Neuorientierung nicht leicht zu beschwichtigen sein. Nun hat freilich Herr von Bethmann Hollweg seine ernste Absicht zur Neiiorientiening im preußischen Landtage mit Worten beteuert, deren sittliche Kraft und moralische Verbindlichkeit niemand leugne» ivird. Allein der deutsche Reichs- kanzler darf sich nicht beschweren, daß auch hier immer noch Bedenke» bleiben. Man denkt an die vor fast einem Jahr- zehnt gehaltene preußische Thronrede, in der die preußische Wahlresorm als die dringlichste Ausgabe der Zeit bezeichnet wurde. Codanu aber besteht das Mißtrauen, daß Herr von Bethinan». der ein ehrlicher Mann ist, schon die Absicht und den rechte» Willen zu einer Wahlreform nach dem Kriege haben mag. daß aber möglicherweise nach dem Kriege ein neuer Pharao da sein könnte, der die hinterlassencn Wechsel seines Vorgängers nicht anerkennt! Aus diesem Grunde möchten wir dem deutschen Reichskanzler anHeim geben, in einer verbindlicheren und nicht bloß ihn verpflichtenden Form den ernsten Entschluß nicht nur einer Demokratisierung des preu- ßischen Wahlrechts, sondern unserer gesamten öffentlichen Ein- nchtunge» zu verkünden. Das würde zwar nicht Wunder wirken, wohl aber manches erreichen, zumal ja, so lauge der Krieg dauert, jede provisorische Wahlreform doch nicht praktisch Englische Angriffe bei Loos und an der Straße Psronne-Fins— Gefechte bei Soiffons und südlich Ripont— Unternehmungen bei Widsy und Nowogrodek— Borstöße in der Bukowina. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 31. März 1917.(W. T. 25.) Westlicher Kriegsschauplatz. Ein nächtlicher Lorstoß englischer Abteihmgeil ieiderscits von Loos scheiterte im Nahkampf. Lebhafte Artilleriewirkuug begleitete dea Angriff englischer Bataillone zu beide» Seiten der Straße Peronue— Fins. Bei Meh-eu-Couture wurde der Femd abgewiesen, weiter südlich er- reichte er Heudicourt und Ste. Emilie. Die Franzosen erlitten in Gefechten nordöstlich von Toissoas in vnserem Feuer schwere Bcrluste. In der Champagne wurde um die Höhe» südlich von Ripoat hartnäckig gekämpft. Auf den Flügeln seines RugriffSstreifenS wurde der Franzose abgewiesen; in der Mitte drangen seine Sturmtruppen für einige Stunden i» unsere Gröben, die daun durch die Stoßtrupps der im Angriff nnd zähe« Ausharren de- währte» dort stehrudcu Division vom Feinde wieder gesäubert wurden. Ocstlicher Kriegsschauplatz. Front des Gcneralfcld Marschalls Prinz Leopold von Bayern. Ja einigen Abschnittea, vornehmlich an der Schtschara, am Stochod und an de? Zlota Lipa nahm die Tätigkeit der russischen Artillerie zu; gegen unsere Stellungen vordringende Jagd- abteilungcn sind zurückgewiesen worden. Eigene Unternehmungen südlich von Widsy und nordöstlich von Nowogrodrk verliefe» günstig; mehrere Blockhäuser wurden gesprengt, 7ö Gefangene und 5 Minenwerfcr eingebracht. Front deS Generaloberst Erzherzog Jvseph. Am Bistritz-Tal wurden bei Lorstößcu in die russischen Gräben östlich von Kirlibada und südlich von MestrcaniSci über 200 Mann gefangen und mehrere Maschinengewehre erbeutet. Lei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschall» von Mackensen und au der, Mazedonischen Front ist die Lage unverändert. Der Erste Generalquarticrmrister. Ludendorss. Abendbericht. Amtlich. Berlin, 31. März. Abends. Ein Gefecht mit den Eugländeru bei H e n i n s n r E o j e« l(südöstlich von A r r a S) verlief für uns günstig; bei Äugrisfen auf der Hochfläche von Bregoy iuord- östlich von Soissons) erlitten die Frauzoseu eine blutige Schlappe. Im Osten bei Tauwetter uichtSWesevtlicheS. Der österreichische Bericht. Wien, 31. März 1917.(W. T. B.) Amtlich wird vcrlaulbart; Oestlichcr Kriegsschauplatz. In der südlichen Bukowina holte» unsere Stoßtrupps bei gründlicher Zerstörung der feindlichen Lerteidigungsanlage» 2 Offiziere, 200 Manu und 1 Maschinengewehr aus den russischru Gräben. I» O st g a l i z i e» und W o l h y u i c u Borfeldkömpfc und sehr rege und erfolgreiche Tätigkeit unserer Flieger. Südwestlicher Kriegsschauplatz. Durch gelungene Unternehmungen unserer Sturmpatrouillcn und ErlundungSadteilungen ausgelöst, herrschte in beiden vcr- gangciicn Rächten an einigen Stellen der Küstcnländischrn Front lebhaftere GcfcchtStätigkeit. Ilnscre Truppen brachten 25 Gefangene und 1 Maschinengewehr ein. Angriffsvcrsuchc der Italiener westlich von I a m i a n o uud südlich von B i g l i a scheiterte» in unserem Feuer. Slrco wurde neuerdings beschossen; die evangelische Kirche stark beschädigt. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs deS Generalstabes von Hocker, Feldmarfchalleutnant. betätigt werden kann, sintemalen Landtagswahlen nicht statt- finden können. Erhalten wir aber die Versicherung, daß die nächsten Landtagswahlen bereits unter einem demokratisierten Wahlrecht stattfinden, so ist manches zur Beruhigung der Ge- mütcr getan. Die Neuorientierung geht ihren Gang; der Beschluß deS Reichstages vom letzten Freitag auf Einsetzung eines Ver- fasiungsausschusfes spricht dafür eine deutliche Sprache. Auch in ihm kommt die Rückwirkung der russischen Revolution zum Aus- druck, der sich niemand entziehen kann, der lebendig ist und wirken will. Wir betrachten das als ein günstiges Omen für die zukünftigen friedlichen und freundschaftlich e u Beziehungen des Deutschen Reiches zu dem befreiten russischen Volke, so schwere Ltäinpse und Rückschläge diesem Volke in seinem Freiheitskampfe vielleicht auch noch beschiedcn sein mögen. Nicht im Gegensatz zueinander stehen Rußland und Deutsch- land, sondern in engster Beziehung, und nicht eine Gefahr bildet„der preußische Feldwebel" für die junge russische Frei- heit, wie jetzt die organisierte Verleumdung Englands wieder behauptet, sondern im Gegenteil die erste Loraussetzung ihrer Erfolge. Dieser„preußische Feldwebel" hat der inneren russischen Revolution zum Siege verHolsen; es ist nur recht und billig, wenn uns da die russische Revolution zum Siege über den„inneren preußischen Feldwebel" verHilst. Amerika zum Kriege bereit. Washington, 31. März.(Reuter.) Das Kabinett hielt noch eine letzte Sitzung vor der Sonder- s e s s i o u des Kongresses am Montag ab. Bei Schluß der Sitzung war in gut unterrichteten Kreisen der Eindruck allgemein, daß die Äereiuigteu Staaten bereit seien, in de» Krieg gegen Deutschland einzutrete«. Es kann zuverlässig mitgeteilt werden, daß die amtlichen Kreise mit Rücksicht auf die letzte Rede deck deutschen Reichstauzlcrü keinen anderen Weg für das Land offen sehen. Demokratie und Autokratie. London, 31. März. Der„Associated Preß" zusolge bildete den hauplsächlichsten Gegenstand derKabineitsverhandlungen inWashington die Frage, ob Deutschland nicht durch eine lange Reihe inter- nationaler Rechtsverletzungen unverkennbar gezeigt habe, daß Amerika sich endgülüg mit den demokratischen Ländern der Welt gegen die vier vollendetsten Auto- k r a t i e ii für die Gegenwart wie für die Zukunft verbündeii müsse. Ein deutscher Sieg würde ipüier zu einem direkten Angriff auf Amerika führen und zum mindesten eine ausgedehnte Bewaffnung notwendig machen. Ein Frieden ohne Sieg würde dasselbe wie ein deutscher Sieg sein, denn dadurch würde die deutsche EiuHeit noch kräftiger werden. Ueber die Art und Weise, wie Amerika am Kriege teilnehmen werde, sei nun entschieden. Man habe sowohl über die Sendung einer amerikanischen ErpeditionSarmee nach Frankreich gesprochen, wie über die Gewährung eines Kredites von ein bis fünf Milliarden Dollar iür die Alliierten. In dieser Mitteilung der .Associated Preß" sehen viele einen Versuch, den Kongreß darauf vorzubereiten, Wilsons Antrag zur Anwerbung einer freiwilligen Armee günstig aufzunehmen und den Gesetzentwurf über die mili- rische Pflichtübung, die ini Senat eingebracht, schnell zu erledigen. Tie Auffassung, Deutschland wäre eine Autokratie, ist ein amerikanischer Irrtum. Daß sie aber von den Kriegstreibern mit solcher Entschiedenheit vertreten wird, ist ein neues Zeugnis für unsere Auffassung, daß die.Neuorienlierung" eine Frage nicht nur der inner», sondern auch der auswärtigen Polilik ist, und daß es ein Fehler des Reichskanzlers ist, diesen Zusammen- hang zu verkennen. Furcht vor Unruhen? Amsterdam, 31. März..Times" meldet aus Washington: Die Uneinigkeit zwischen Aktivisten einerseits und Pazi- fisten und Deutschenfreunden andererseits nimmt immer größeren Umfang an. Die Verbitterung ist so groß. daß die Regierung aus Furcht vor Unruhen in der kommenden kritischen Woche sowohl die Kundgebung der Pazi- fisten, die für Montag in Washington geplant war, als auch die Kund(jcbung der Aktivisten verboten hal. 5ür unö gegen öen Krieg in Rußianö. Die vorläufige Regierung speist den Draht ihrer Peters- burgcr Telegraphen- Agentur unermüdlich mit Botschaften über russische Kundgebungen für den Krieg. Auch heute liegen wieder viele Meldungen vor, die den Eindruck bestätigen. daß mit Hochdruck nach dem Willen Miljukows und seiner Gesinnungsgenossen gearbeitet wird. Das KriegSziel der russi- schen Imperialisten soll trotz der Revolution, die den Frieden braucht, wieder obenauf kommen. Die Kräfte, die die Revolution entfesselt und offenbart hat, sollen in das Kriegsgcschäftder Bourgeoisie eingeschossen werden. Da das Heer zum Faktor der Revolution geworden ist, wird nun in der Devise„Verteidigung der Freiheit und des Vaterlandes" Revolution und Krieg als untrennbar zusammengehörig aneinandcrgekuppclt, um das Heer als gefügiges Werkzeug für Sonderinteressen zurückzu- gewinnen. Das Spiel, das der Zarismus wagte, als er sich durch den Krieg gegen die Revolution sichern wollte, soll in verwandter Form abermals in Szene gehen. Zwar nur gegen einen Teil der Revolution, aber immerhin gerade gegen den Teil, der für Rußland als Volksganzes jetzt der wichtigste ist. Leicht ist die Arbeit, die von den Miljukows versucht wird. ganz gewiß nicht. Die brutalen Mittel anzuwenden, mir denen der Zarismus vorgehen konnte, ist gefährlich; demokratisch rücksichtsvolle Methoden wollen gewählt sein. Man muß sich hüten, die Massen zu erschrecken, zu verlieren; ihr Vertrauen ist unentbehrlich. Aber sie vom Heere aus zu bearbeiten, dem populär gewordenen Heere, das mindert das Risiko. Tie Revolution hat diesem Vorgehen den Weg geebnet, und so werden denn alle Drähte beschäftigt, das Heer durch Kund- gebungen, in die sich die neue Regierung eingliedert, als Volk nnd zum Volke reden zu lasten. In diesem Stadium hälr sich die Bewegung der Revolution seit Tagen, aber mit ficht- lichem Wachsen der Anstrengungen, dem Kriege zu dienen, und mit ganz deutlichen Anzeichen, daß auch die Bewegung. die den Frieden will, ihre Eisen im Feuer hält. Wie stark sie das mt, ist eben an dem Kraftanswand, den die Regierung in ihre Kungebungen einschießt, zu ermessen. » Petersburg» 30. März.(Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Rodzianko teilte Mitgliedern der Duma mit; laut Nachrichten von der Front bleibe dort nichts zu wünschen übrig. Ein Durchbrechen der Front komme nicht in Frage, und zunächst sei eine entscheidende Operation mit Rücksicht auf das Tauwetter nicht zu erwarten. Petersburg, 30. März.(Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Ter Tuma-Abgeordnele Ramot. den die provisorische Regierung und General Ransti beauftragt hatten, die verschiedenen est ländischen Orte zu besuchen, berichtete, daß�alle Mißper-- ständnisse, die zu Beginn der Revoluüon zwischen Soldaten Offizieren sich erhoben, gegenwärtig beseitigt seien, daß die Ord- nung überall wiederhergestellt sei lind daß die Soldaten sich bereit erklärt hätten, ihr Leben für die Perteidiaung der Freiheit und des Vaterlandes zu opfern und entschlossen seien, den Krieg bis zum sicgrcickien Ende durchzuführen. Die Garnison von Torpat nahm einstimmig eine E n t s ch I i c- ß u n g an, der provisorischen Regierung ihre Ergebenheit ouSzu- drücken, indem sie sich bereit erklärt, sie zu unterstützen, da sie im gegenwärtigen Augenblick die einzig rechtmäßige Regierung des russischen Staates sei, und daß sie das Vertrauen habe, daß die Re- gierung vereint mit dem russischen Volk und unterstützt von dem Rat des Abgcordnelenausschusscö der Arbeiter und Soldaten die neu errungene nationale Freiheit befestigen und Rußland zum Siege über seinen äußeren Erbfeind führen werde, der immer das Bollwerk der Reaktion und Gewali getvesen sei. Angesichts der Gefahr, die Rußland durch diesen Feinb droht, ist die Garnison überzeugt, daß die Arbeiterschaft Petersburgs und ganz Rußlands der Front Verieidigungsmittcl und Kriegsvorrat im llebersluß zuströmen lassen wird. Der Abgeordnete Rainot hebt hervor, daß die ganze estiändische Bevölkerung die Nachricht von der Beseitigung des alten Regimes mit Begeisterung aufgenommen und versprochen habe, die neue pro- vlsorische Regierung einmütig zu unterstützen. Petersburg, 30. März.(Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Das Komitee der Arbeiter- und Soldaten. abgeordneten von Rcval hat einstimmig einen Beschluß angenommen, daß Arbeiter und Soldaten die Waffen nicht niederlegen werden, clie nicht der deutsche Mili- t a r i s m u s zerbrochen i st. Volkskundgebungcn in Petersburg. Stockholm, 31. März, l..Franks. Ztg.") AuS Petersburg wird gemeldet: Die Straßen sind der Schauplatz großer Volksiund- gedungen.£i« der Duma und Regierung ergebenen Garbe, regt minier demonstrieren mit Fahnen und Musik für den Krieg bis zum äutzerston. die Arbeiter für den Frieden und die Republik. Die Kundgebungen der letz- ieren richte» sich immer deutlicher gegen die jetzige Regierung. linier den Arbeitern herrscht Unruhe wegen der Verhaftung zahlreicher, vom sozialistischen Ausschuß für die Front entsandten Soldaten, die von den Militär- behörden ais angebliche deutsche Spione festgenommen wurden. linier den in Petersburg Perhafteten befindet sich der Herausgeber der- Blaktcs„Prawda"(das als Organ der Gruppe bezeichnet morden ist, die sich von dem Arbeiter» und Soldatenrat abge- splittert haben soll). Lanö öen Sauern! Petersburg, 30. März.(Reutcrmstdung.) Der repubU- ka nischz Bauernverband der Duma hat ein Manifest an die Bauern gerichtet/ in dem er sagt, daß unter der republika- iiischeu Regierung, die auch für die Landleute segensreich fein würde, der Landbedarf der Bauern gedeckt werden würde. Im Manifest heißt es weiter: Bisher wurde uns in den Kirchen und Schulen gelehrt, daß die Menschen, die uns regierten. Gesalbte Gottes feien. Jetzt sind wir n n s c r e eigenen Herren und werden unser Schicksal selbst in die Hand nehmen. Sorgt dafür, daß wir nicht durch die Gnade Gottes regiert werden, sondern zu unserem eigenen Wohl von denjenigen, denen wir vertrauen. das Revolutionsziel öer Ukraine. � Petersburg, 30. März. �Meldung der Petersburger T'elegraphen-Agentur.) Eine Versammlung von Offizieren der Ukraine nahm in Kiew einen Antrag an über de» Zu- i a m m c n s ch I u ß aller Länder der Ukraine und ihre Bereinigung mit einem föderativen und freien Nußland. die rutsche Sozialdemokratie sendet delegierte ins Ausland. Stockholm, 31. März. Als Vertreterin der Leitung der ruisischon Sozialdemokratie ist Marja Jvanowna Stackuwitsch vier angekommen, um mit deii hiesigen russischen Sozial- demokraten über gewisse fragen der russischen Partei und ihre Stellung zur Nevolntion zu beraten. Der Krieg auf öen Meeren. Scesperre und Versenkungen. Lyon, 31. März.„ProgteS de Lpon" meldet aus Bordeaux, daß der Posidompfer Montreal<6143 Tonnen) am 23. März im A l l a» t i j ch e u Ozean verjelikl wordeu ist. Voir der Swweizer Grenze, Ll. März. Der russische Mit- arbeucr des.vcrner Bund" meidet nach dem„Rnßloje Slowo": Ini F ii d» scheu Ozean sei ein bewaffnetes deutsches �äiiff erschienen, das schon zwei britische Handels- ! w i ii e versenkt dabe. Amsterdam, 2S. März. Reuter meldet aus London, daß ein ln.iiischcs U-Boot zivei Rettungsbooten eines holländischen Dampfers begegnet sei, der 24 Stunden vorher torpediert wor- i i» war. Das U-Boot nahm die Boote in Schlepptau nnd übergab sie cincin norwegischen Schiff, das in Sicht kam. Noch mehr Olockade! Paris, 31. März.(Havaö Meldung.) Die Kammer hat ejiiitunmig eine Tagesordnung Tardieu angenommen, in ocr 'eitgestcllt wird, daß die Blockade gegen Deutsch- I a n d u n v o l l st ä n 0 i g ist, und die Regierung auf- gefordert wird, die unerläßlichen Maßnahmen zu ergreifen, rem die Anstroiigiingen Frankreichs mit denen seiner Alliierten ui Ilebercinstimmung zu bringen. Selgtens ftockenüe Versorgung. Berlin, gl. März.(Amtlich.) Die Anlünftc van Lebensmitteln für die belgische Unterstützungskommisjion in Rotterdam sind vor Mitte Februar 1317 zum Stillstand gekommen, zm englischen Häsen liegen 15 für die Kommission bestimmte Schisse mit rund 'OlVO bis 30 000 Tonnen Lebensmitteln. Die englischc Regierung hol durch Bermütlung des neutralen Auslandes die deutsche Rc- gierung benachrichtigt, daß sie diese Schiffe würde eniladcu lassen, wenn nicht vis zum 2. März 1917 von der deutschen Regierung das Auslaufen nnd die UebersaHrt nach Rotterdam durch den Kanal gestattet und sichergestellt würde. Daraufhin bat die deutsche Regierung die llcbersahrt der Schiffe sichergeslclU, unter der Bedingung, daß vorher genaue Angaben über Anzahl und Namen der Schisse, sowie über deren Ladung und Licgehäfen gemacht würben: ein Verlangen, das nicht nur in der derzeitigen Art der Seekriegfübrung, sondern auch darin seine volle Begründung findet, daß eine Garantie für sichere UebersaHrt der Schiffe nur dann übernommen werden kann, wenn den deutschen Seestreit- fräste» die vorerwähnten genaueren Angaben vorher zugänglich gemacht werben können. Dem Verlangen ist bisher nur für vier Schisse der HilfSlommission cilt!prock)cn worden. Hinsichtlich dieser Schiffe ist der Kommission sofort belannt gegeben worden, zu welcher Zeit und auf welchem Wege sie sicher nach den Niederlanden gelangen können. Im übrigen hat die englischc Regierimg cS abgelehnt, diese Angaben zu machen. Die deutsche Regierung ist daher nicht in der Lage, die gewünschte Sicherheit zu gewähr- leisten, und lehnt die Verantwortung für das weitere Schicksal icncr Schiffe, ihrer Ladung und der weiteren Folgen ab: es sei denn, daß über diese Fragen neuauszunehmende Verhaiidlungeu die Angelegenheit zu einem befriedigenden"Abschluß führen sollten. Vorgänge an öer Westfront. Feindliche Kriegsberichte. Französischer Heeresbericht vom 30. März nach- mittags. Von der S o m m e bis zur A i S n e war die Nacht bei den Vorposten ruhig. Kein Begebnis an der übrigen Front außer einigen Valrouillengesechlen und einen ziemlicki lebhaften Hand- pranaienkamvi im Abschnitt dec M a i s o n S- d e- C h a m p a g n c.— Abends: Nördlich der Somme und zwischen Somme und O i> e beichoß die feindliche Artillerie an einigen Punkten unsere vorderste» Linen. Unsere Batterien erwiderten energisch. Keine Infanlcriclätigkeit. Nordöstlich von Soissons rückien wir im Abschnitt von Vregny— Marqnival vor. Westlich von MaifoiiK-de-Cbampagiie konnten wir dank einein lebhaften Gegen- angriff« unserer Truppen am Vormittag den Feind ans den Graben» teilen werken, in denen er am 28. März Fuß gefaßt hatte. Im Verlaufe dieier Unternehmungen brachten wir 03 Gefangene ein. Zeitweilig aussetzendes Gcjchützfeuer auf der übrigen Front. Englischer Heeresbericht vom 30. März. Wir be- setzten die Dörfer Ruyanlcourt, Corel le Grand und Fi n s und gewannen nach scharfem Kainpie in der Nachbarschaft von Hendicourl Boden. Am srühen Morgen wurde ein feliid- sicher Angriff aus unsere Siellungen südlich Neuville— Bourjonval mit Verlusten abgeschlagen. Schwere Arlillerie erstelle verschiedene Treffer bei einer dentichen Kolonne östlich von Bermelles. Der„Times"-Rorleipo»deiit in Frankreich schreibt über die Lage der Eniciirelruppen: Alle Dörfer zwischen uns und der sogenannte» Hindenburglinie sind in Forls umgewandelt. Eine große Anzahl von Maschinengewehre» bestreicht das dahinter liegende Gebiei. An den Wegkreuzungen bcsinden sich Minentrichter von durchschnittlich 40 Fuß Tiefe. Tie Zugänge zu den Dörfern sind mit Stacheldrabt versperrl. Pariser Blätter melden, daß die Deutschen vor Räumung des Walde« von(! o u e y 28000 Kilo Sprengstoff zur Explosion biachten. Infolge der Explosion sei die ganze Ebene wie mit Mehl bedeck! worden. Der Kampf bei Gaza. Konsinulinopel, 30. März. Amtlicher Bericht vom 30. März. Tigrissroni: Kein Ereignis von Bcdeuiung, da« gemeldet zu werden verdiente. Sinai front: Nachhuten der Engländer sind augenblicklich i»it der Verschanzung ihrer Stellungen beschäftigt. Durch Beob- achtung unserer Flieger ist festgestellt worden, daß zahlreiche eng- tische Fubrwerlabteilungen sich in südwestlicher Richinng zurückziehen. Nach den jüngsten Nachrichten über den Kampf bei Eoza hat fich außer unserem früher genannten 125. Regiment unser 79. Regiment ebenfalls in benierkenswerter Weise ausgezeichnet. Bei Ausräumung des Schlachtfeldes stellte sich beraus, daß die Engländer dort mehr als 3000 Tote zurückgelassen haben. Wie gemeldet wird, wurden bi« jetzt 150 verwundete Engländer m einem einzigen unserer Hospitäler eingeliefert: weitere werden mich immer eingebracht. Tie Zahl der erbeuteten Maschinen- gewehre hat sich auf zwölf erhöht, die der Schnelladegewehre auf zwanzig. Die Gefangenen sagen aus, daß die Engländer aus große Schwierigkeiten der Verpflegung und der Wasserbeschaffung stoßen. Kaukasus- Front. Im allgemeinen Rube.— Eins unserer Unlerseedoole hat am 25. März im Golf von Alexandria einen euglifchen Transvortdampser von 7000 Tonnen versenlt und Teile der Besatzung gefangen genounnen. Der stellvertretende Oberbefehlshaber. Meine Kriegsnachrichten. vchinejen in Deiitichland. Wolff mcldel: Im Gegensatz zu den in der ieindlichen Presie auftauchenden Nachrichten über Verhaftung dec in Deutschland sich aufhallenden Chinesen erfahren wir von zuständiger«eile, daß dieie sich unbeläsligt frei bewegen und un- gehindert ihrer Geschäfsiguitg nachgehen dürfe». Die Not in der Schweiz. Bundespräsident Schultheß hat eine Einschränkung der Schlachiviehausfuhr und die Einführung der Brotkarte aiigelündigr. Bläimsch im belgischen Heer. Der„Belgische Reichsanzeiger" meldet, daß die vläinische Sprache im Heer eingeführt wird, damit Befehle und Unlerricht besser lote bisher duräigcsührt lverden können. Es soll zu diesem Zweck einer jeden Division und einem jeden Korps ein llcbcrsetzcr beigegeben werden. Tie Kriegswuchmr in den Schützengraben! Die Budapester Lbcrffadtkauplinannschaft gibt bekannt:»Der Aiagistrat ordnete an, daß alle Landsturinpslichtigcii, die wegen Kriegswuchers verurteilt werden, sofort zur Kriegsarbcit herangezogen werden sollen. Die Verordnung hat rückwirkende Kraft. Sämtliche zwischen 1805 und 1899 geborenen Männer, die seit Kriegsausbruch wegen Preistreiberei bestraft wurden, sind einzuziehen." politische Ueberstcht. Um den Verfastungsousschuh. Die Einsetzung des Verfast'ungKausschusssS durch den Reichstag wird in der gesamten linksstehenden Presse lebhast begrüßt. Als charakteristisch kann die Stimme der„Bossischen Zeitung" gelten, die schreibt: Der Schlußpunkt, den der Reichstag gestern, che er in die £ sterferiim ging, unter seine Beratungen über die Etats des Reichskanzler« und des Auswärtigen Amts sctzlc, war ein p o l i l i s ch es Ereignis: ein sehr erfreuliches politisches Ereignis, von dem zu erwarten sieht, daß cs von bct rächt- I i ch c m Einfluß a:i f unsere künftige E n t W i ck c- I nn g sein, daß cs sich als ein Baustein iür die Errichtung des neucit deutsche» Hauses, das uns der Friede zimmern soll, er- weisen werde. In der rechtsstehenden Presse herrscht verlegenes Schwei- gen vor. das lvohl minder groß wäre, wenn nicht die nament- liwe Abstimmung gleichzeitig die ganz auffällige Schwäche der un belehr s amen Reaktion im Parlamente des gleichen Wahlrechts enthüllt hätte. Mehr noch als der Berfassungsausschuß selber, liegen den rechtsstehenden Blättern wobt die kläglich wenigen 83 Stimmen im Magen, die sich im Reichstag gegen seine Einsetzung aus- bringen ließen. In den„Berliner Neuesten Nachrichten" sucht sich Otto Eichler in der ihm eigenen burschikosen Manier über den „kräftigen Paukenkrach" binnx'gzn trösten. Er muß aber doch zugestehen, daß der Berfassungsausschuß„zu recht weiten Wirkungen auSwachscn kann, zumal da die N a t i o n a l l i b e r a l c» im Reichstag setzt offen das parlamentarische S ff st e m anstrebe»". Das gleiche, daß nämlich ein großer Teil der National- liberalen eine ausfällige Linksschwenkung vollzogen Hot. konstatiert melancholisch O k t a v i o von Zedlitz in der frei- konscrvativeit„Post": Tie Richtung Stresemann Hai es mit großem Geschick bis- her verstanden, durch eine starke Betonung der nationalen Seit«, insbesondere der Kriegsziele im Sinne der Wirtschaftsverbände, die Altnationalliberalen sowie die übrigen rechtsstehenden Ele- mcnte der nationalliberalen Partei in das linksliberale Lager mit hinüberzuziehen. Tic Trennung der Abgg. Hirsch und Sck>lcc von der Partei und ibre Abstimmung gegen den Antrag der cigciieii Fraktion läßt erkennen, daß man in diesen national- liberalen Kreisen anfängt zu erkennen, wohin die Reise in Wirklichkeit führt. Im übrigen vermeidet der freikonsorvative Führer jeden Tadel des Reichstags wegen der Einsetzung des Verfassungs- ausschusses, den er beharrlich den„Verständigungsausschuß" nennt. Er sieht voraus, daß die Linksparteien„u n t c r Führung der sozialdemokratischen F r a k- tion zweifellos versuchen werden, aus den Beratungen des Ausschusses eine starke Initiative des Reichstags in bezug auf die Neuorientierung in der inneren Politik herauszueiitwickeln". Da Herr von Zedlitz aber bekanntlich dabei fein will, wenn die Neuorientierung gemacht wird, um bremsen zu können, so erblickt er in der Einsetzung des„Per- ständigungsails'chusseS" eins Unterstreichung seiner Forde- rung an die Stoatsregierung. mit kräftiger Hand dir? Wahl- rcchtssrcigc in Fluß zu bringen. Ganz anders tönt cs natürlich aus unentwegt konser- vativem— Herr von Zedlitz sagt„pseudokonservativem"—: Munde. Die„Deutsche Tageszeitung" sieht den Reichstag aus„schiefer Ebene" und gefällt sich zwei Spalten lang in ungeheurer iiioralischcr Entrüstung über alles mögliche, macht vor der Revolution graulich und betitelt in besonderer staats- männischer Erleuchtung die Märtyrer des russischen Freiheits- kampfeS..Mordgesellen". In der Anregung, das bekanntlich der gesetzlichen Grundlage entbehrende Drciklassenwahlrecht ans demselben Wege zu beseitigen, auf dem eS gekommen ist, erblickt die„Deutsche Tageszeitung" dos Ansinnen eines Eidbruchs an den Monarchen, und so fort in der gewohnten Tonart. Ja, ja, 227 zu 33 ist eine bittere Zahl! Hotel Ctimberlaitd. Die Militärverwaltung bat, worüber wir seinerzeit berichteten. ohne den Reichstag vorher?>i fragen, das Luxushotel C u m b» r- l a n d in Berlin snr 0 800 OCO M. angekauft, lim in diesen Räumeit das Waffen- und Munitivnsbe schaffungsam t unter- zubringen. Im HauShalisausschuß kam eS darüber zu Hefligen Au«- einandersetzungen. und von de» verschiedensten Seiten ist sestgestellt worden, daß in diesem eigenmächtigen Vorgehe» obne jeden Zweifel eine Verletzung de« B u d g e t r e ch t« des Reichstages liege. Das Hotel hätte von seinem Besitzer, einem vielseitigen Unter- nebmer. lamn gebasien werden können: die Misitärverwaltuna aber habe mit ihrem Ankauf seinen Ruin in ein glänzendes Geschäft ver« wandelt. Was da« Iieich später mit diesem Besitz an« fangen werde, sei völlig unklar. In einer Denkschrift versuckit nun da« ReichSschatzmiii, den Erwerb diese« Hotel« als ein glänzen- des Geschäft binzustellen. Die Angaben de? Reichsschatzamte-Z werden einer grnndsichcn Nachprüfung seitens des Reichstags unter« zogen werden. Ob sie ihr standhalten, bleibt abzuwarten. Gelbe Besorgnisse. Der im»Pnrwur!»" angeregte und diskutierte Gedanke einer Organisation der proletarischen Kriegsteilnehmer bereitet gewissen Kreiseil schweren Verdruß. Wenn eS noch eines Beweises bedarf, daß diese Organisation nach dem Kriege der Arbeiterbewegung in ihum Kampfe gegen solcke Elemente, die nichts gelernt und nichi« vergesse» babe», von Nutzen sein wird, so das Zetermordio, das die Gelbenpresse ob tcs neuen Gedankens erhebt. Sckon vor Wochen stieß ein Organ der gelben Werksvereine ängstliche WarnungSrufe ariS; jetzt gesellt sich zu ihm die»Unabhängige NationaUorrejpondenz" deS als eifrigen Schirmer der Gelben bekannten Dr. Fritz Stephan Neumann. Natürlich mutz auch dieses Organ von»Sozialdcmo» kratijcheu Kriegervereineu" reden. Wenn es im übrigen die neuen OrganisatioiiSbesirebungen ouS der Angst der Sozialdemokratie er» Mären will, ihre Mitglieder könnten im Felde ihre sozialvemokratiswe Gesinnung verloren haben, so spricht aus diesen und ähnlichen Sticheleien wohl mir die schlecht verhüllte Besorgnis vor einem umgekehrten Umlernen der eigenen Anhänger. Herr Neninanii ruft»die Parteien und nationalen Arbeiterverbändc, Behörden und Kriegcrvereine" zum Kampf gegen die neue Ge- fahr aui. DaS ficht doch so auS, als ob die Furcht aus seiner Seite ist. Ein« fall allerdings noch zur Charakterisierung der Neumami» scheu Kampsedmeihoden iestgenogelt werden. In der Polemil gegen Genosse Davidiobn spricht Herr Reumann von den»Sorgen im Lager der sozialdemokratischen H e im k ä in p s e r". Genosse Daviosohn ist. wie auch bürgerliche Blätter berichieten, bereits zweimal im Felde verwundet worden und besitzt das Eiserne Kreuz.— Herr Neumann auch? Nicht Iür ibn aber uiiiere Leser teilen wir mit. daß auch die meiste» übrigen Anreger de« Gedanlens aus Kreisen der Kriegs- teil nehm er, namentlich auch der KricgSinvaliden stammen.______ Eine abgetane Verdächtigung. Der gelbe Atbeitersekretär F i ch t n e r(Waldenburg) hatte die gewer kswaftlich-genossenschaflliche V o l k s s ü r f o r g e als eine Ein-. richinng bezeichnet, die von den Geldern,„die. sie den Arbeitern ab- nimmt. 33>,z Proz. zur Besoldung politischer Dema- g o g e» benutzt". Diese Behauptung hat er schriftlich und münd- sich verbreitet, obwohl er bereits früher durch GerichlSerkenntinS verurieUt worden war. solche BehanpUmgon zu unterlassen. Der Vor stand der'Bollsfürsorge erhob jetzt Beleidigungsklage. Vor dem Waldenburger Schöffengericht suchte Fichtner seine Verdächtigungen al« Wahrnchmuiig berechtigter Interessen zu verleidigen, bequemte sich aber ilt-liegsich. sie insgesamt öffentlich zurückzu- n c h m e ii und die Kosten des Verfahrens zu trage!,. Letzte Nackrichten. Tie Gcneralftreikgefahr in Spanien. Madrid, 30. März.(Funtspruch deS Vertreters des Wiener K. ft. Telegr..Korresv.'B»reans.) In einer offiziösen Note zur Aufhebung der V c r s a s s u n g s g a r a n- t i c n erklärt die Regierung, daß die ergriffenen Maßnahmeir eiirzig dein Zwecke dienen, die Aufrechterhaltung der ösfent- licheii Ordnung zu garantieren und Vorbereitungen zum Generalstreik unmöglich zu machen. Das Madrider Arbeiter- heim wurde polizeitich gesperrt. Bern, 31. März. Lyoncr Blätter melden aus Madrid. die Lage bleibe nach wie vor gespannt, obwohl der G e n e r a l- streik nicht m ehr droh c. Die llnterzeichner des Ar- beiteniiaiiifests werden wegen Aufwiegelei standrechtlich verfolgt. Die Arbeitervcrtreter von Katalonien, Saragossa und Biscaya, die in ihre Heimat zurückkehrten, sollen verhaftet worden sein.___ Krvpotkins Heimkehr. Amsterdam, 31. März. DaS„Allgemoeu Handelsblad" meldet aus London, daß Fürst Kropotkin, der in letzter Zeit in Brighton wohnte, nach Rußlmid zurückzukehren gedenkt. Tic Not«ms Brot in Frankreich. Bern, 31. März. In der französischen Kammer sagie der Ber- kchrsimnister Violette, das Getreide sei in dein Augenblick knapp geworden, in dem die Brotkarte angekündigt worden sei. Man müsse die Bauern dazu bringeu, das Getreide herauszugeben, wcs- wegen der Preis aus 40 Franken erbökst worden sei. Wer bei der BcstaudSaufnahnie Getreide verheimlicht, Habs schwere Bestrafung zu gewärtigen. Der Unterschied zwischen dem alten Getreide- Höchstpreis von 33 Franken und dem neuen von 40 Franken solle von der Staatskasse getragen werden. Wenn trotzdem der Preis für das Kilogramm Brot um 22,5 Centime« erhöht werde, so ge- schehe cs vornehmlich, um die Brotverschkeuderung zu verhindern. Die AnSsühmiigeu Violettes wurden von den Sozialisten an- dauernd unterbrochen. Erhöhte Fawiticnuuterstützung in Oesterreich. Wien, 31. März. Das morgige Reichsgesetzvlatt veröffentlicht eine kaiserliche Verortmung, die bestimmt, daß die Frauen der Eingerückten eine zwischen 10 und 25 Prozent abgestufte Erhöhung des Unterhaltsbeitrages erhalte!« sollen. Jahresbericht der Holzarbeiter. � Die Ortsocrwaltung Berlin des Hol�arbeiterverbandcs sagi in ihrem Bericht fü. das Jahr 1916 unter anderem: Die geschäft- liche Lage in unserem Gewerbe hat sich gegenüber der des Bor- jahres wesentlich gehoben. Neben einer größeren Nachfrage nach Erzeugnissen unserer Industrie lagen auch umfangreichere Auf- träge für den Kriegsbedarf vor. Die Arbeitslosenzahl hatte sich so � verringert, daß in einigen Branchen die Nachfrage nach Ar- heitern das Angebot dauernd überstieg. Troß dieser günstigen Konjunktur und troß der ungeheuren Steigerung der Lebensmittel- Preise zeigten die� Unternehmer gegenüber den Forderungen un- screr Kollegen auf höhere Löhne ein sehr geringes Entgegenkom- inen. � Es bedurfte des energischen Eingreifens des Verbandes, um die Unternehmer zur Gewährung einer Teuerungszulage zu vercmlasien. Mit der Unternehmerorganisation wurde nach mehr- fachen Verhandlungen eine Wprozeniige Teuerungszulage vereinbart, die gleichmäßig in allen Betrieben gezahlt werden soll. Ver- Handlungen über eine weitere Erhöhung der Teuerungszulage zeitigten am«chluß des Jahres das Ergebnis, daß vom ib. Februar 1917 ab die Teuerungszulage um weitere 6 Proz., im ganzen also auf 39 Proz. steigen soll. Ter bis zu demselben Datum laufende Tarifvertrag wurde auf ein Jahr verlängert. Die hierzu nötigen Verhandlungen nahm der Verbandsvorstand zum Anlaß, um eine generelle Teuerungszulage und eine Erhöhung der Ver- tragslöhne für alle Kollegen im Reiche znr Durchführung zu bringen.— Die Fürsorge für die Kriegsbeschädigten hat die größte Aufmerksamkeit der Kollegen und der Arbeitgeber gefunden. — Die Agitation hat durch die rührige Tätigkeit der Bezirks- und Branchcnkom m issionen, in die die Einziehungen zum L>eere starke Lücken gerissen hat. einen kleinen Zuwachs der Mitglicderzahl erzielt. Die günstige Konjunktur konnte nicht voll in Erscheinung treten, weil eS infolge des Krieges an Arbeitskräften und Roh- sioffen fehlte. Die Zahl der in der Tischlerei beschäftigten Arbei- ter ist von 10 525 aus 9039, also um 1186 oder 14 Proz. zurück- gegangen. Dieser Rückgang konnte nur zum Teil durch weibliche Arbeitskräfte erfcht werden, da in der Tischlerei hauptsächlich nur gelernte Arbeiter beschäftigt wei-den können. Von dem Verlust an Arbeitskräften wurde besonders die Möbcltiscklerei betroffen. Die Bautischlerci hatte einen stä keren Rückgang der Beschäftigung zu verzeichnen, da die private Bautätigkeit fast völlig ruht und nur öffentliche Bauten in beschranktem Umfange ausgefübrt werden. In der Laden■-—-............. 1= und Kontormöbeltischlerei zeigte sich eine Zunahme der Zahl der Beschäftigten, weil die Rehrzahl dieser Betriebe für den Heeresbedarf arbeiten. Der erwähnte Rückgang der Zahl der beschäftigten Arbeiter hat seine Ursache hauptsächlich in den Ein- Ziehungen zum Heeresdienst sowie darin, daß viele Kollegen in der Kriegsindustrie Arbeit nahmen, wo ihnen ein höherer Verdienst in Aussicht steht.— Die Möbclpolierer hatten zum Teil noch mit längerer Arbeitszeit zu rechnen. Bei �cn Modell- und Fabriktischlern hat die Zahl der Beschäftigten seit Beginn des Krieges stark zugenommen.— In der Klavieriudustrie war die Konjunktur den Verhältnissen entsprechend durchweg gut.— In der Vergolderbranche hat sich die Zahl dar Beschäftigten weiter vermindert.— Die Bilderrahmenmacher hatten eine verhältnismäßig günstige Konjunktur.— In der Stellmacherei und Wagenbauindustrie wurde fast ausschließlich für den SeercSbedarf gearbeitet. Auf. träge waren reichlich vorhanden.— Tie Stockarbeiter hatten wäh- rend des ganzen Jahres nur wenig Arbeitslose.— Bei den Kamm- machern hat sich Sie-�Zahl der Beschäftigten nicht wesentlich ver- ändert.— In der Bürsten- und Pinselsndustrie war infolge ver- mehrten Heeresbedarfs gute Arbeitsgelegenheit.— Die Parkett- Vodenlegsr mußten' wegen mangelnder Baukatigkekk großkenkelks in anderen Berufen Arbeit suchen.— Tie Kistenmacber hatten eine rege Geschäfistäiigk->it zu verzeichnen.— Die Korbmacher arbeiten m der Mehrzahl auf Geschoßkörbe, die Zahl der in dieser Branche Beschäftigten'st von 909 aus 179 zurückgegangen.— Die Schirmmacher hatten infolge des vielen Regenwetters ebenfalls eine gute Konjunktur.— Di« Flugzeugindustrie bat sich sebr stark entwickelt. Deshalb ist auch dm Zahl der Beschäftigten, namentlich auch der Frauen, erheblich gestiegen. Die Löhne sind im Berichts- jähre weiter erhöht worden. Die Mitgliederbewegung zeigt im Gegensatz zu den drei vor- hergegangenen Jabren ein etwas günstigeres Bild. Die Mit- gltederzahl ist im Berichtsjahre von 29 349 auf 21192 einschließlich der Kriegsteilnehmer gestiegen. Von den Mitgliedern sind 29 466 männliche 596 weibliche und 49 jugendliche. An der Mitglieder- zunähme, die im ganzen 753 beträgt, sind die weiblichen Mit- glieder mit 196 beteiligt. Im Jahre 1915 wurden 3966, im Jahre 1916 dagegen 3447 neue Mitglieder aufgenommen. Der Geschäftsbericht wurde der am Freitag abgehaltenen Generalbersammlung unterbreitet. Der Vorsitzende Glocke er- läuterte den Bericht und wandte sich zum Schluß an die Mit- glieder mit dem Ersuchen, nicht durch das Hineintragen politischer Streitigkeiten die Einigkeit und Geschlossenheit der Gewerkschaft, die nach dem Kriege nötiger sei als je, zu beeinträchtigen. In der Diskusston nahmen nur zwe, Redner das Wort. Sie kritisierten die Gewerkschaftsleitungen im allgemeinen und die Lrtsverwaltung des Verbandes im besonderen. Die Redner ver- traten den Standpunkt der Parteiopvosition und behaupteten, die Ortsverwaltung, die auf dem entgegengesetzten Standpunkt stehe, vertrete nicht mehr die Interessen der organisierten Arbeiter. Glocke wandte sich gegen die Resolution und gegen die Ausführungen der beiden Redner. Er betonte, die Resolution gehe von falschen Voraussetzungen aus. Die ganze Tätigkeit der OrtS- Verwaltung beweise, daß sie stets die Klasscuintereflen der Arbeiter vertreten habe. Die Resolution wurde gegen eine starke Minderheit ab- gelehnt. Als die Neuwahlen znr Ortsverwaltung vorge- nommen werden sollten, beantragte ein Redner, die zur Wahl Stehenden zu fragen, welcher volitiscben Rich- tung sie angehören,— Glocke führte hierzu aus, es sei nichts dagegen einzuwenden, wenn, wie bisher, nack der Zu- aebörigkeit zur sozialdemokratischen Partei gefragt werde. Aber die Frage, welcher Richtung die Betreffenden angebörvn. und die Wabl davon abhängig zu machen, ob sie sieb zur Mehrheit oder »ur Minderheit rechnen, das heiße, den Zankankel des Richtunas- sireits, der ja noch aar nick� aeklärt sei, in die Gewerkschaft tragen. Davor könne im Interesse der gewerkschaftlichen Einheit nicht drinaend aenug oewarnt werden. Nun kam es zu einer längeren Debatte. Eine Reibe van Rednern vertraten,-nm Teil unter hektiaen Anariffen au? die Politik der Parteimebrheit. den Standvnnkt der Minderheit und meinten, nur wer aus diesem Standvunkt stehe, könne d'" aewerk- schaftlicken Interessen der Arbeiter vertreten.— Nachdem sick> Glocke nochmals in längeren Ausführungen gegen diele Redner aewandt hatte, wurde über den Antraa. nack der vositsscken Rick- tung zu fragen, abgestimmt. Zweimal wurde das AbitimmnnaZ- eraebnis anae-cweiselt. Bei der dritten Abstimmung konnte obne Widerspruch eine zweifellose Mehrheit für die Ab- lehnung des Antraaes festgestellt werden. Hierauf wurde Glocke gegen wenige Stimmen als erster Bevollmäcktiater wieheraewählt. Einstimmig wurden wiedergewählt der Kassserer Miele, der SckriKsührer Ernst, die Bei- fitzer W i t t i n a und G r ö n k e, die Revisoren Schmidt und F r a n z, die Angestellten Tomalski. Werner, Fendel und L u s ch.,. • Ein Antrag Wagner, welcker fordert.' daß der Generalkom. Mission keine Beitrags mehr gezahlt werdeil. weil deren.TNigke't während de- Krieges den Arbeiterinterefien zuwiderlaufe, wurde wegen der Vorgerückren Zeit zurückgefiellt bis zur nächster� Generalversammlung. Legten soll ersucht werden, in jener Versammlung einen Vortrag über die Tätigkeit der Gewerkschaften während des Kriege? zu halten._ Partemachrichten. V löten des Oppafuwnskampscs. Gegenüber der Berichtigung des Parteisekretärs Linde in Nr. 65 des.Vorwärts" stellt die gewerkschaftlich- sozialdemokratische Fürsorg»- k o m m i s s i o n in Königsberg in einer Zuschrift an uns svl« gendes fest: Durch Gründung der Arbeiisgemeinschasi machte sick eine andere Zusammensetzung der gewerkschafiläch-sozialdemokranschen Fürsorgekommission notwendig. Durch diese Zusammensetzung schied Linde(Arbeitsgemeinschasi) aus der Kommissicn aus. Dieser Tu- bestand ist Linde von dem Kassierer der Kommission mitgeteilt worden, nni dem Ersuchen, d i e eingegangenen Unier. stützungsanträge der Kommission zur Erledigung zu überweisen. Linde erklärte dem Kassierer gegenüber: Ich bin trotzdem noch Mitglied der Kommission und gebe die Anträge nicht heraus. Wir werden in einer Sitzung darüber Beschluß fassen und Dir(dem Kassierer) Mitteilung machen. Da die versprochene Mitteilung ausblieb, erinnerte der Kassierer der Kommission nockmalS Linde an sein Versprechen. Dar- auf erklärte Linde wörtlich: Wir haben mit Euch nichts zu tun, die Anträge gebe ich nicht heraus, wir werden die Kriegerfrauen weiter unterstützen. Darauf erschien die Notiz in der.Lönigsberger Volkszeitung" des Inhalts, daß Linde die UntersiützungSamrägc zurückhakte und die Antragsteller die Anträge bei dem Vorsitzenden der Kommission wiederholen möchten. Nachdem die Notiz zum zweitenmal in der.VvlkSzeiwng" erschienen war, erschien nun Linde lder mit uns nichts mehr zu tun haben wollte) bei dem Kassierer und verlangte den Betrag ftir die bewilligten Anträge. Auf die Erklärung des Kassierers, daß er(Linde) nicht mehr Mitglied der Kommission sei, erklärte Linde mm plötzlich, daß die Anträge schon vor der Zusammensetzung der neuen Kommission an ihn gerichtet lvorden seien. Auf diese Erklärung von Linde— toelcher Zeugen bei- wohnten—, und nicht auf die von Linde in der Berichtigung an- gegebene Ursache, hat der Kassierer den Betrag gezahlt. Die Schweizer Partei und die russische Revolution. Aus der Sckweiz wird uns berichtet: Unsere Genossen bean» fragten im Nationalrat eine Slimpathietundgebung für die siegreiche russische Revolution, und gleichzeitig sandten sie auch selbst ein Sympathietclegramm an die sozialdemo- kratischc Fraktion der russischen Duma, ebenso sandte die Geschäfts- leitung der schweizerischen sozialdemokratischen Partei ein länge- res Glückwunschschreiben. Auch im Zürcher Kantonsrat gab es eine eindrucksvolle Svmpathiekundgebung für die russische Revolution Genosse Greulich als Präsident des Kantonsrais widmete ihr eine längere Eröffnungsrede und verband damit die Hoffnung, daß das neue demokratische und freiheitliche Rußland den Frieden bringen werdet Vcranlwortl, s. Politik: Dr. Franz Tiederich, Berl.-Friedenau; für d. übrigen Teil d. BlatteS Alfred Dcholz. Neukölln: jür Inserate: Dli. Glocke, Berlin Druck n Bercag: Vorwärts Buchdrucker?, u. BcrlagSanltalt Paul Singer � Co Berlin 6\V. 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Gründung eines �weckvcrbandes zum Erwerbe der Englischen Gasanstalt. Zwischen den Städten Berlin, Wilmersdorf und Schöneberfl und den Kreisen Teltoiv und Niederbarnim schloebcn zurzeit Vcrhand- lungen über den Ankauf der Englischen Gasanstalt(Imperial Eon- tinental Äas-Asfociation). Es ist die Bildung eines besonderen �ivcckvcrbandcs beabsichtigt, der die gesamten Anlagen der Gas- gcsctlschaft übernehmen und dauernd für die in Betracht kommenden Gemeinden im Betriebe halten soll. Dieser Erwerb wird dadurch ermöglicht, daß durch Bundcsratsverfiigung die Auflösung der Eng- lischen Gasanstalt verfügt und der Liguidator bereits zur Abgabe von Kaufangeboten bis zum 15. Mai öffentlich aufgefordert hat. Die Grotz-Berliner Gemeinden, die hier in Betracht kommen, wollen nun verhindern, daß die Gaswerke ausgelöst werden und jede Gemeinde nur den Teil erwirbt, der für sie gerade in Betracht kommt, weil da- durch die Rentabilität der Werke selbst beeinträchtigt lvürde. Die Eng- lische Gasanstalt wurde im Jahre 1825 in Berlin gegründet und hat hier die Gasbeleuchtung der Straßen eingeführt. Ihre Verträge mit der Stadt Berlin sind derart, daß die Gesellschaft niemals voll- ständig ausgeschaltet werden konnte. Sie konnte ihr Rohrnetz ständig behalten und hatte sogar das Recht, Gas an jedermann abzugeben. So kommt es, daß auch heute noch ein großer Teil des Berliner Westens, mit Ausnahme der Hauptverkehrsstraßen, durch die Eng- lische Gasanstalt versehen lvird. Die Verträge mit den Vororten waren noch günstiger, zum Teil sogar unkündbar. Die Verhandlungen der an dem Erlverb der Gesellschaft inter- essierten Gemeinden befinden sich gegenwärtig erst im Vorbercitungs- stadium. Die Gemeinden Ivollcn zugleich mit der Regierung in stühluug treten, um die gesetzlichen Vorbedingungen sür die Grün- düng eines Zwcckporbandes möglichst schnei! zu erreichen und mög- kichjt güuilige ErwcrbSverträge zu erzielen. Die in Betracht kom- Menden Gemeinden geben sich dabei der Hoffnung hin, daß die Staatsbehörde sich nicht nur auf den rein gesetzlichen Standpunkt stellt, sondern darauf Rücksicht nehmen wird, daß hier ein großes öffentliches Juteresse vortiegt.__ Berliner Lebensmittelnachrichten. Die sv l c i s ch- W o ch e n m c n g e für die nächste Woche ist auf Uöll Gramm festgesetzt worden. An Kartoffeln werden l! Pfund geliefert. Brot wird auf Kartoffelkarten nicht verabfolgt. Dahingegen gelten die Mehl- abschnitte der Brotkarte wieder nur zur Entnahme von Brot und nicht von Mehl.— Auf Abschnitt 5(3 werden wieder 3 Pfund Kohlrüben abgegeben. Bon Montag, den 2., bis Sonnabend, den 7. April, liegen die neuen stle i sch k und e n I i sie n ans, die vom 10. April ab gelte». Eintragen lassen müssen sich auch die- j e ii i g c ii. welche bei ihrem bisherigen Fleischer weiter kaufen wollen. Am 2. und 3. April werden auf die Bezugsscheine Hühner abgegeben. Die Abgabe in den auf den Bezugsscheinen vermerkten Verkaufsstellen erfolgt nach Maßgabe der vermerkten Nummern. Es wird aus die bezüglichen Säulenanschläge verwiesen, aus denen ersichtlich ist, mi welchem Tage auf die betreffende Be- zugsscheinnummer die Entnahme des Huhns erfolgen kann. Der Verkauf findet nachmittags von kl-L bis 5 Uhr statt. * In der kommenden Woche werden wieder 50 Gramm D u t t e r und 33 Gramm Margarine verabfolgt. Bezugscheine. Da die GültigteitSdauer der im März 1317 auf den alten B c z u g f ch c i n f o r m u l a r« u A und B ausgefertigten Bezugscheine von der Reichsbekleidungsstelle bis zum 1. Mai verlängert worden ist, die Geschäfte also berechtigt und verpflichtet sind, neben den neuen Formularen A 1 und B 1 auch die alten Muster A und B anzunehmen, so liegt eine Veranlassung für das Publikum, die alten Bezugscheine tu neue umzutauschen. nicht vor. Wer bis zum 1. Mai von seinem Bezugschein keinen Gebrauch gemacht hat, hat lediglich das Recht, drei Tage nach Ab- lauf der Gültigkeitsdauer, also bis zum 3. Mai, die Berichtigung der Personalkarte zu beantragen. Ein Anspruch auf Aus- fcrtiguug eines neuen Bezugscheines besteht also nicht. 5i\ Der poliMmeister. Ein russischer Polizeiroman von Gabriicla Zapolska. Verzweiflung faßte sie. Sie suhlte, daß sie ein elendes Geschöpf war, daS man nicht tötete, aber vor dem man sich ekelte. „Ich werde gehen!" sagte sie. Horski hielt sie nicht zurück. Er hatte getan, was sein Gewissen ihm eingegeben hatte. Ihre Schuld ivar getilgt durch den großen Dienst, den sie ihm erwiesen hatte. Doch sah er in ihr den Verrat und vermochte das Gefühl des Widerwillens nicht zu unterdrücken. Nur als sie schon an der Tür ivar. fragte er rasch: „Wieviel hast du dem jungen Herrn gegeben?* Eine tiefe Röte bedeckte ihr Gesicht. „Nichts, nichts... ich iveiß nicht," stammelte sie.„Er- landen Sie mir wenigstens, dieses gute Werk zu tun... vielleicht werden mir meine Sünden dafür verziehen." Ihre Bitte war so aufrichtig, ihr Reugefühl so tief, daß Horski mit dem 5topf nickte und erwiderte: „Meinetwegen!... Aber laß mich wissen, wo du bist, damit ich dir später..." „Gut, gut," unterbrach sie schluchzend und lief hin- unter. Im Hauotor begegnete sie der Köchin, die erschrocken nach oben rannte. „Im Keller ist cingebrochen worden, der Wein ge- stöhlen." „Gehen Sie zum Herrn, er ist schon angekommen!" Iuzia rannte jetzt zur Polizei. „Sie müssen mir den Paß toiedergcbcn, sonst schlage ich sie tot. Sie müssen mich fortlassen Als sie an einem kleinen Laden vorbcilief, vernahm sie das Geschrei einer Frau. „Diebe! Raubmord!" Aus der Ladentür stürzte ein halbwüchsiger Bursche heraus, in der Hand ein Drahtkörbchcn, in dem die Kauf- leutc das Geld zu halten pflegten. Er machte aus seinem Raub kein Getzeimnis und schüttete das Geld ganz offen- kundig aus dem Körbchen in die Hosentasche. An der Straßen- Das Inipfloknl in der 3 0 0. Gemeinde schule, O st e n d e r S t r ci ß e 3 9, ist wegen der sinkenden Besuchsziffer in den öffent- lichcn Jmpftermincn von hellte ab geschlossen. Eine Erhöhung der Kur- und Berpslegungskosten ist bekannt- iick für die hiesigen städtischen Krankenhäuser vom 1. April ab be- schlössen. Jnsolgedeisen sind nunmehr aucb staatlicherseits für das Ehnrite-Krankenbaus und das Klinikum die Kosten in der III. Verpflegnngsklasse auf 4 M. erhöht worden. Für Kinder, deren Aufnahme vor dem vollendeten 14. Lebensjahre erfolgt, ver- bleibt es bei dem bisherigen Satze von 3 M. Diese Kostensätze gelten in gleicher Weise für Einheimische wie Auswärtige. Tic in Schiffalirts- und Hafenbetrirben brschnftigtcn Personen, die zurzeit ihren Beruf nicht ausüben oder nicht in einem kriegswirtschaftlichen Betriebe beschäftigt sind, werden zur sofortigen frei- willigen schriftlichen Meldung unter Beifügung eines polizeilichen Ausweises mit Bild und Führungszeugnis bei der Kriegsamtstelle in den Marken, Viktoriastr. L4, aufgefordert. Annahme von Zeichnungen für die firiegSanleihe an Sonntagen. Bei den Nebenstellen(Annahmestellen) der Berliner Sparkasse werden Zeichnungen auf die ilieichskriegsaiileihe auch an Sonntagen während der üblichen GeschäftSstnndcn entgegengenom- men. Außerdem werden am letzten Sonntag der Zeichnungsfrist(am 13. April) a l l e K a s s e n der Sparkasse und ebenso die Zeichnung»- stelle im Rathaus von 3— 2 Uhr geöffnet sein. Ofterkonzert im Stadthaus. � Zum Besten der Unkerstützungs- lasse seiner im Felde stehenden Sangesbrüder veraiffwltet der Ge- sangvercin„M änner- und Frauenchor O st" unker der Leitung feines Ehormeisters E. Thilo� am Sonntag, den 8. April )>. Ostcrfeiertag) in der FesthaUe des Stadthauses(Neues Rathans) ein Ssterkonzert. Zur Mitwirkung find das Int. Tonkünstler- Streichquartett sowie die Herren Solisten E. Laczek(Violine), I. Witek lEellol und Frl. Ilse Malenc(Opernsängerin) gewonnen worden. Ter Chor bringt Männer-, Frauen- und gemischte Chöre mit gänzlich neueinstudierten Tonwerken von N. Schumann, C. M. v. Weber, F. Schubert, A. E. Marschner, F. Abt, C. Kreutzer, A. Uth- niann u. a. zum Vortrag. Eintritt inkl. Garderobe 0,00 M. Billett» erbältlich bei V. Kuvrer. Petersbnraer Str. 00 I, H. Grarest, Wil- hclm-Stolze-Str. 25(Laden), P. Schneider, Hufelandstr. 31(Zigar- rengeschäst), M. Aiasscmh, Marienburger Str. 7, F. Masche, Köper- nitusstr. 1(Zigarrengeschäft), Frau Beicr, Pillauer Str. 4. Im Zoologischen Garten ist heute wieder billiger Sonntag. Der Eintritt kostet einschließlich Konzertsaal nur 23 Pf. die Person, für Erwachsene und Kinder, ebenso für das Aquarium, das von 9 Uhr morgens bis 8 Uhr abend» geöffnet ist. Von 4 Uhr nachmittags an findet Konzert statt. Eine Gasexplosion, der leider eine Frau zum Opfer ge- fallen ist, fand in der Nacht zum Sonnabend in der Britzer Straße 27/30 statt. Dort war in der Lampen- und Beleuchtungs- fabrik von Gebrüder Israel ein Trockenofen infolge Entzündung von Gasen explodiert. Eine Frau A. Kitztisch aus der Friede!- straße 7 in Neukölln, der eine eiserne Tür an den Kopf flog, starb um VA Uhr nachts. Schwere Verletzungen erlitt ferner Frau Hanisch aus der Kopfstr. 27 in Neukölln. Sie wurde nach dem Urban-Krankenhaus gebracht. Leichtere Verletzungen trugen die Frauen Brünig und Witte davon. Beide konnten sich nach Anlegung von Verbänden nach Hause begeben. Tie Feuerwehr löschte den entstandenen Brand in kurzer Zeit vollständig ab. Wegen unheilbarer Kranlheit hat die 00jährige Rentnerin Anna K. aus der Panlsborner Straße 25 Selbstmord verübt. Sie wurde Freitag früh in ihrer Wohnung tot aufgefunden, in der alle GaShähne geöffnet waren. Ein hinzugerufener Arzt konnte nur noch den bereits seit einiger Zeit eingetretenen Tod feststellen. Frau K. loar schon seit langer Zeit schwer krank und konnte Heilung nicht finden. Mord und Sclbstmord. Eine Ehetragödie hat sich am Freitag- abend in dem Haufe Defsaner Straße 13 abgespielt. In einem dortigen Pensionat wohnte der 00 Jahre alte Kaufmann Wilhelm Walter, der von seiner um fast 30 Jahre jüngeren Frau getrennt lebte. Die beiden waren erst kurze Zeit verheiratet gewesen, das Eheleben hatte sich von Anfang an �unglücklich gestaltet, so daß Frau W. bald ihren Galten verlieh. Seit der Trennung wohnte sie in der Friedrich-Wilhelm-Straße 14 in Tempelhof. Walter ver- suchte wiederholt eine Aussöhnung mit seiner jungen Frau herbei- zuführen, die aber immer abgelehnt wurde. Zu Freitagnackmuttag hatte der Kaufmann seine Frau nach dem Pensionat bestellt, und die Frau war der Aufforderung auch nachgekommen, da ihr der Mann angebliche wichtige Mitteilungen machen wollte. Zwischen dem Paare kam es zu einer erregten Auseinandersetzung, da Walter durchaus seine Frau bewegen wollte, die eheliche Gemeinschaft mit ecke konnte man einen in entgegengesetzter Richtung davon- eilenden Polizisten sehen. Die Passanten verzogen sich eben- falls eilig. Sie lvaren darauf abgerichtet, sich niemals in Diebesangelegenheiten zu mischen. Der Bursche versetzte Iuzia einen Stoß, als er an ihr vorüberrannte. Sie rief ihm laute Schimpfivorte nach und tief ebenfalls weiter, niit ihren eigenen Gedanken be- fchäftigt. Auf HorSki machte die Meldung von dem Einbruch in seinem Weinkeller keinen Eindruck. Als der junge Mann kam, um den Laden zu öffnen, schickte er ihn wieder fort. „Der Laden bleibt heute geschlossen!" X. Luzia luiid woillijch.— Ilulcr wilden Tieren.— Aug' in Aug'.— Zur Buge zu.Muttern". Wie ein Wirbelwind stürzte Iuzia die Treppe zur Polizei- kauzlei hinauf. Trotz deS frühen Morgens sah man ver- dächtige Gestalten, Polizisten und Joffele Pinkas auf dem Treppenflur umherstehen. In der!tanzlei machte ein Schutz- mann„Ordnung". Soeben goß er Oel aus das Lämpchen vor dem Heiligenbild. „Wo ist Markowski?" fragte Iuzia. „Zu Hause. Er schläft! Kommen Sie geschäftlich?" Iuzia autivortcte ihm nicht. Sie ging wieder auf den Flur und überlegte, was sie tun sollte. Sic beschloß. Mar- kvwski nicht unter vier Augen zu sprechen. Das würde zu nichts führen. Sie wollte sowohl Tagejew wie Markolvski Angst einjagen, ihnen mit einem großen Skandal drohen. Noch tvußte sie aber nicht, lvie sie das anfangen würde. Sie wollte sich um jeden Preis aus Tagejews Netzen befreien, nach Warschau zurückkehren und dort>vie früher mit der Nadel ihr Brot verdienen. Jetzt zog sie heftig an der Klingel zu Tagejews Woh- iiung. schlug mir der Faust und mit dem Knie an die Tür und schrie: „Aufniachen! Aufmachen!" Tagejetv sprang von seinem Lager auf. Seit zwei Tagen war er wieder zu Hause, aber er hielt sich bei geschlossenen Fenstern in den Zimmern versteckt und wußte selbst nicht, ihm wiederherzustellen. Alle Ueberredungskunst scheiterte jedoch cin der Weigerung der Frau. Darüber geriet der Kaufmann in starke Erregung, und als auch seine letzte dringende Bitte ohne weiteres abgewiesen wurde, zog er plötzlich einen Revolver und gab aus nächster Nähe mehrere Schüsse auf die Frau ab. Zwei Kugeln drangen ibr in Kopf und Brust und töteten sie auf der Stelle. Als W. sah, was er angerichtet hatte, schoß er sich eine Kugcl in die rechte Schläfe und brach ebenfalls sofort tot zusammen. Lebcnsmittclnbgiibe in Eharlottenburq. In der Woebe vom 2, bis 8. April gelangen zur Ausgabe: 350 Gramm Fleisch und 3 Pfund Kartoffeln auf den Abschnitt 49 der Kartoffelkarte. Von der roten Nahrungsmittclkarte werden eingelöst: Abschnitt 50 mit 100 Gramm Räucherware, Abschnitt 57 mit Pfund Graupen oder Grützen, 58 mit'A Pfund KriegSmus, 59 mit ii- Pfund«auer- kraut, 0t mit 14 Pfund Graupen oder Gerstengrütze vom 5. bis 14. April, 02 mit 100 Gramm Nudeln zum Pfundpreise von 51 Pi. für die zweite Sorte und 72 Pf. für die erste Sorte, ebenfalls vom 5. bis 14. Avril, 63 mit 2 Pfund Kohlrüben und 04 mit 200 Gramm Mehl. Auf Bezugsmarke ff(kleine! 1 Flasche sterilisierte Voll- milch und auf Bezugsmarke ff(große) ebenfalls 1 Flasche Vollmilch und 1 Büchse kondensierte Milch.(Voranmeldung bis zum 2. April, Ausgabe vom 5. April ab.) Auf Abschnitt 17 der Eierkarte gibt es 2 Eier. Außerdem erhalten Schwangere und stillende Mütter je 5 Eier vom 2. bis 15. April aus die Milchkartemnittelstücke gegen Abtrennung de» an diesen befindlichen Abschnitte» B. Lebensmittelversorgung in Neukölln. In der kommenden Wockce werden abgegeben: Fleisch 350 Gramm, K a r t o f f e l n 5 Pfund, außerdem 2 Pfund K o b l r ü b e n auf Nr. 0 der N c u k ö l l- ner Lebensmittelkarte(nicht lvie bisher auf das Brot- kartenmittelstück). Eier: 1 Ein auf Abschnitt 19 der Eierkarte. Auf die Fleischkarten für Erwachsene gelangt kondensierte Mager- milck an die Haushaltungen mit 2 Personen, Anfangsbuchstaben A— L, gegen Vorlegung der Haushaltskarten in� den städtischen Verkaufsstellen zur Ausgabe. Der Verkauf von Sauerkohl in den städtischen Verkaufsstellen wird fortgesetzt, und zwar werden dies- mal die Haushaltungen mit 6, 7, 8 und mehr Personen beliefert. Ter Verkauf von Pudding- und Saucenpulvcr unter den bekannt- gegebenen Bedingungen wird im Laufe der Woche abgeschlossen. Am Montag beginnen die Haushaltungen mit 3 Personen und den Anfangsbuchstaben M— Z..Kaffee-Ersatz und Weizengrieß gelangt nocch an die Inhaber der Abschnitte 0 und 7 der Lebensmittelkarte zum Verkauf. Neuauflegung der Kartoffel-Knndenlistcn in Neukölln. Bis zum Dienstag, den 3. April, hat eine Neueintragung in die Kar- toffel-Kundeuliste für den Kartoffelbezug vom 10. April d. Js. ab zu erfolgen. Zur Anmeldung für den Kartoffelbezug vom 10. April ab, unter Abgabe des Allschniites Nr. 8 der Neuköllner Lebensmittelkarte, sind auch diejenigen Personen berechtigt, die mit Kar- löffeln im Wege der Hausbelieferung versorgt lvorden sind. Dick brauchen also mit ihvsin Kartoffelvorrat nicht, wie vor einigen Wochen bekannt gemacht war, bis zum 0. Mai, sondern nur bis zum 15. April zu reichen. llmzugsmcld, ingen bei den Neuköllner Brotkommisnoncn. Bei Verzügen der Bevölkerung innerhalb Neuköllns aus dem Bezirk einer Brotkommission in den einer anderen, hat der Magistrat an- geordnet, daß eine Aufnahme in die Hauslifte der neue» Brot- kommission nur dann erfolgen darf, wenn eine Abmeldung bei der Kommission der alten Wohnung erfolgt i st. Ter Zuziehende bat daher solvohl die Abmeldung der früheren Brotkommission wie die polizeilich abgestempelte Anmeldung vor- zulegen. LcbenSmittelverteilung in Schöncberg. Ans Abschnitt Nr." der Lebensmittelkarte entfallen 400 Gramm Graupen zu 2> Pf. und auf Abschnitt Nr. 4 125 Gramm Weizengrieß zu 7 Pf. Die Anmeldung beim Kleinhändler mittel» der Bczugsab- schnitte 3 und 4 der Lebensmittelkarte findet von Montag bis Mittwoch nächster Woche statt. Spätere Anmeldungen werden nicht berücksichtigt. Die Aushändigung der Ware erfolgt gegen � Abgabe der entsprechenden Quittungsabschnitte in der Woche nach Ostern. �... r.„ Tie Neueintragung in di« Zuckert undcnli st c muß zum 4. April bewirkt werden. Lebensmittelnachrichten aus Steglitz. Vom 3. bis 0. April müssen die Fleischer neue K u n d c n l i st e n auslegen. Vom 1. April ab wird die Zuckerration auf 375 Gramm herab- gesetzt. Die halbpfündige Zulage für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjabre bleibt bestehen. Tie Kasse der Kriegs- küche II in der Albrechtstraße ist vom 1. April ab nur noch Mon- tag». Mittwochs und Freitags von 5— 7 Uhr geöffnet. Lebensmittelversorgung in Trevtow. In der nächsten Wocke werden abgegeben: 200 Gramm Mehl auf Abschnitt 15 der Lebens- was er beginnen sollte. Die Niederlage, die er an der Grenze erlitten, erfüllte ihn mit verzweifelter Wut. Er hatte sich so viel von dein Abfassen der von Klitzki geschmuggelten Propaganda versprochen, daß er jetzt bei dem Gedanken zitterte, durch Unachtsamkeit diese Beute verloren zu haben. Er fluchte über sich, über die Gendarmen, über daS Schicksal und die Unistände. Er fluchte vom frühen Morgen bis zum späten Abend und fand darin eine gewisse Linderung. Stühle und Tische flogen nur so im Ziminer umher, die Geige hatte er an der Marmorplatte seines Waschtisches zerbrochen. Aber die Situation klärte sich dadurch nicht. Kazjo war geflohen! Klitzki war ihm im letzten Augenblick entschlüpft und in die 5?ände der Gendarmerie geraten, der er anS Rache bei seiner Vernehmung die schönsten Dinge über ihn, Tagejetv, erzählen würde. Kazjos Brief wollte er noch für einen ivichtigen, ent- scheidenden Augenblick aufbewahren. Er_ beschloß also abzuwarten, bis er in Janlas Angelegenheit verhört werden würde. Inzwischen befand er sich aber in einem Zustand höchster Erregung, konnte nicht schlafen, trank mehr als sonst und ver- suchte... Katjuscha seine Gunst zu erweisen. AlS die Klingel so heftig gezogen wurde, erschrak Tagejew und riß die Augen weit auf. Denn es wagte niemand, an der Vordertür zu klingeln, so lange die Jalousien heruntergelassen waren. „Katjuschah," brüllte Tagejew,„schau mal, was für cin Pack hier Einlaß verlangt." Während Tagejew sich ankleidete, öffnete Katjuscha die Tür und erhob gleich ün Vorzimmer lauten Lärm und Streit. „Diese freche Person will in Ihr Schlafzimmer!" schrie die Köchin. Tagejetv erkannte Iuzia. Er"war überzeugt, daß sie mit einer neuen Anzeige kam. „Laß sie herein!" fuhr er die Köchin an. Er ging auf Iuzia zu. „Was willst du so früh, und warum koininst du über die Vordertreppe? Weißt du nicht, daß sür Dienstleute der Küchcnaufgang bestimmt ist?" Vorts. folgt.) IdaaaaBBiS'ami�BBaa�'-ä««� mittelbezugskarke, S Pfund Kartoffeln oder dom Donnerstag, den 5. April, ab je 100 Gramm Gebäck, 2 Pfund Kohlrüben, 250 Gramm fleisch, 1 Pfund Rübensaucrkohl zum Preise von �0 Pf. pro Pfund, Vorm, Meldung am 1., 2. und 3. April. Die Anmeldung für Gemüse- tonscrven erfolgt am 1., 2. und 3. April auf Abschnitt 1. Auf Ab- schnitt 19 2 Pfund Mohrrüben. Preis: das Pfund 30 Pf. Im Orts- teil Baumschulenweg Verkauf vom Montag, den 2. April, ab in den Kartoffeffiefcrungsgefchäften. Für Kinder von 6 bis 14 Jahren Grieß, ans eine Karte'A Pfund. Preis: das Pfund 28 Pf. Groß-Serlmer parteinachrichten. OrtSverei» Wilmersdorf. Montag, den 2. April, abends 8A Uhr, Mitgliederversammlung bei Schäfer, Brandenburgische Str. 09. * t**- Vortrag des Genossen Redakteur Emil Dittmer Wer:»Land und Leute auf dem Balkan." Gäste und ,,Borwärts"-Abonnentcn sind willkommen. Gelegenheit zur Beitragszahlung.für diejenigen, die ihre Zugehörigkeit zur Partei erhalten wollen. Beiträge nimmt entgegen Paul Goldberg, Wilmersdorf, Uhland- ftraße 79. Karlshorst. Dienstag, den 3. April, Punkt 8A Uhr. Mitgliederversammlung: Bericht von den Krciskonferenzen, Groß-Berliner Statut und Generalversammlung, Bericht vom Karlshorster Lebensmittelausschuß. Deutscher Arbeiter-Wanderbund»Die Naturfreunde", Orts- grupp e Berlin. Heute Sonntag, den l. April, im Genurlschastshause, Engclufer 15: Jichtbilder-Vorlraa„Sie malerische Sprech von Oskar Bolle, Schriftsteller. Konzert der Musikalischen Abteilung der Ortsgruppe Berlin, .Dirigent Herr Vorvahl. Eintritt 59 Pf. Garderobe srei. Saalöffnung 5 Uhr. Anfangt Puntt 6 Uhr. Einlafttarten sind zu haben bei Fritz Kruse. Mari- annMstr. t t, Horsch, Engeluscr 15, Heyse, Boyenstr. 19, sowie in den Zahl- stellen.''"_ Sriefkaften der Redaktion. S. S. Nr. IL. Ja.— Adlersbof. Absindung aus der Unfallrcute kann auf Antrag durch die Berufsgcnossenschnft erfolgen, wenn die Reute bis zu 29 Prozent beträgt. Die AbsindungSiümme erfolgt in Höbe der Jahrcsrcnte.— H. F. 50. 1. Sie sind zur Anmeldung der Arbeiterinnen bei der Krankenkasse verpflichtet. 2. Ja. den Gewerbeschein müssen Sie sofort baben.— B. 42. 1. Rein. 2. Nein.— 31. M. 7. Wenn ein Dissident den Befehl dazu erhält, mutz er dem Folge leisten. Die Dissidenten sollen aber zum Kirchgang nicht gezwungen werden. Oeutsch.RMallarbeiter-Verbaiiil Ortsverwaltung Berlin. Dem Andenke» unserer im �elde gefallenen und verstorbenen Kollegen gewidmet. Zfogo Brakopp, Anschläger, geb. 8. 11. 80 in Neuenbürg(Wcstpr.) Kivkai'ei Buchholz, Bohrer, geb. 17. 12. 77 in Seebnrg. Karl Decker, Arbeit«?, geb. 19. 1. 94 in Nesselgrukid. BaSiEias Greiner, Klempner, geb. 10. 11. SO w Hürnheim Paul Herrmann, Dreher, geb. 2. 10. 90 in Franksnrt n. O. Hugo �leseck, Klempner. geb. 5. 11. 74 in Berlin. Alfred Kogge, Schloff», geb. 21. 10. 90 in Berlin. Kurf TckaHemann, Dreh», geb. 10. 5. 90 in Lübeck. Ehre ihrem Andenke«! 132ns Die OrtSverwaltnng. Verband der Maler, Lackierer etc. Filiale Berlin. Den Mitglied»« zur Nachricht, daß folgende Kollegen als Opfer des Weltkrieges verstorben sind: Der Maler Lengelin N-rd«rft) im DisztzMbcr 1910. Ter'Maler Gnstav Hellwig am 28. Februar 1917. Der Maler Franz Schiffner(»ejwofM am 12. März 1917 im Lazarett. Der Maler Paul Thiele(»ezlrr Nordens am 17. März 1917 im Lazarett. Ehre ihrem Andenken! 137/9 IM« Ortsverwaltnni;. Deotseber BuchliintleFveriiaiiil. 1 (Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern zur Nachricht, datz der am 12. 2. 1917 an den Folgen seiner schweren Vcrtvun- dung in einem Lazarett in Mainz verstorbene Kollege 25/15 kniuo Sommer nach Berlin übergeführt ist. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Die Beerdigung findet morgen Montag, den 2. AprU 1917. nach- mittags 3 Uhr, von der Kapelle des Ehrcn-FricdhofcS in Nenlölln, Mariendorscr Weg, auS statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Die OrtSv»waltu«g. VeFb»iilIlI.Keii!l!iiii!e-!!.8r»»rz»Fb. k'lUt»!« CroU-Bcrlln. Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode der Kollegen AdoM Heider vom Gaswerk Schmargendorf, Beerdigung am Montag, den 2. April, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Südwest- Kirchhofes in Stahnsdorf aus; Gustav Laser vom Gaswerk Schmargendorf, Beerdigung am Montag, den 2. April, nachmittags 3% Uhr, von der Leichenhalle de? Südiveft- Kirchhofs in Stahnsdorf auS. Ehre ihrem Zlndcnken k 36/5 Die OrtSverwaltnng. Hännergesanprein „Lorlieerkpanz 1819". Hierdurch die traurige Nach- richt, datz unser lieber Sanges- brnder 60/14 krit? Schraps am 29. März verstorben ist. Ehre seine« Andenken l Die Beerdigung findet am Montag, den 2. April, nachmittags 4»/, Uhr, aus dem städtischen Friedhof, Seestratzc, Ecke Müllerftratze, statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Borstand. DeQtseberMetallaFlieiter-Veflianil Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, datz unser Mitglied, der Dreher Mellrjeli fionkat Blumenslr. 55 am 26. März gestorben ift Die Beerdigung findet am Montag, den 2. April, nachmittags 4 Uhr, von der Leichcuballe des Georgcnkirchhofes, LaildSberger Allee 21—29, aus statt. Den Kollegen ferner zur Nach- richt, datz unser Mitglied, der Schlosser Ks?! Gultl Ramlerstr. 34 am 29. März gestorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, deu 2. April, nach- mittags 3'. Uhr, von der Leichen- Halle ocs Himmelfahrt-KirchhoseS tti Nordend aus statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Bcieiligung wird erwartet. 132/20 Die Ortsverwaltung Am 29. Blärz starb plötzlich an Herzläbmung mein lieber Bruder, ocr Gürtlcrgeselle �uäolt Morit? im 65. Lebensjahre. Dies zeigen licfbetrübten Herzens an Albert Moritz u. Frau. Die Beerdigung finde! morgen Montag, den 2. April, nachmittags 4 Uhr, auf dem neuen Thomas- friedhof, Neukölln, Hermannftratze, statt. SA Verwandten, Freunden und Bekannten die Trauerbotschaft, datz unser guter Junge Otto Satlo�ski am 29. Dezember bei einem Sturmangriff gefallen ist. 19A Die trauernden Eltern und Geschwister. Eharlottenburg, den 30. 3. 1917. Als Opfer des Weltkrieges starb infolge schwererVerwundunz durch Einschlagen eines Volltreffers im Unterstand am 19. März 1917 mein innigstgcliebtcr Mann, Vater seines einzigen SohneZ, Schwager und Onkel, der Gefreite 34A kau! Ehrhardt nach 3lmonatigen schweren Kämpfen im Alter von 34 Jahren. Dies zeigt ticfbetrübt an im Namen aller Hinterbliebenen Alma Ehrhardt geb. Klopsteg, Werner als Söhnchen. Mögft Du in fremder Erde Als Held begraben sein, Du wirst in unserm Herzen Doch nie vergessen sein. Deuteeber Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Im Felde sind folgende Kollegen gefallen: Motter, Gustav, Hilfsarbeiter, Jakob, Erich, Stuffatenr, Marker, Oskar, Putz», Mittelstädt, Leopold, Putz», Pfänder, Artur, Maurer, Rißmann, Otto, Fahrstuhlarbeit», Thum, Max, Steiuholzlcg», Ehre ihrem Andenken! 145/2 vi« örtUctzo Verwaltung. Cej. o. n. , Westen. , Neukölln , N. IL . N. I. , Neukölln. . SO. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, datz meine liebe Frau, unsere guie Mutter, Schwiegermutter, Grotzmutter Marie Perlmann geb. Kasper, am Sonnabend früh 8 Uhr im 57. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bitten Fr«, Perlmann, Gatte. Wilii und Artur Perlmann, Söhne. Martha u. Emma Perlmann. Schwiegertöchter. 2t l8b Gertrud, Erna und Rudolf Perlmann, Enkel. Die Beerdigung findet DienS- tag, den 3. April, nachm. 41/, Uhr, v. d. Kapelle des neuen Johannis- Friedhofs, Plötzensee, aus statt. �»clmik. Am 20. März 1917 starb als Opfer des Weltkrieges unser wertes Vercinsmitglied Fritt Burdack. Wir werden- seiner stets gc- gedenken. 219/15 Thoatemreiii„Shakespeare". Hiermit zur Nachricht, datz unser alter Sangesbrudcr und Freund Uiislgv Wewerski im Alter von 02 Jahren am 26. März 1917 verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 2. April, statt. Ab- fahrt 1.17 Uhr von Friedrichs- selbe nach Ahrcnsselde. Um rege Beteiligung bittet der Gefanaverei» Frisch auf Hnflnung, Danksagung. Für die Beweise hcrzlicherTcilnahme iowie zahlreichenKranzspendcn bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vater, des Tischler- meistere Friedrich Feuster, sagen wir allen Freunden und Be- kannten, den Arbeiten: und Ar- Leiterinnen der Firma Krüger u. Co. unseren innigsten Dank. Dkarie Pcufter und Kind». Danksagung. Für die zahlreiche Beteiligung so- wie Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Schlossers Fran? Schilling, sage ich hiermit allen meinen herz- lichsten Dank. 15A Witwe Angn sie Schilling. Tonkiaguug. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meiner Tochter Liuiso Ucntschkc geb. Trenner sagen wir allenBerwandten, Freunden und Kolleginnen unseren herzlichen Dank. 911Lb Frau Fuhrmann, Mutter. FrauAnnaHentschke.Schwiegertocht. Edith Hentschke, Enkelin. KL Knnnomann. Berlin y, Svrcngelstr. 13. Für die Beweise herzlicher Teil- liahme sowie Krmizjpeiiden� bei der Beerdigimg meines lieben Mannes, unseres guten Baters sagen wir Ver- wandten und Bekannten sowie den Kollegen der Firma Weiner, den Formcr-Kollrgen und Bei-usSgeuoffen und dem Deutschen Metallarbeiter- verband unseren herzlichsten Dank. hau Helene Götzky tÄ«, Berlin NW. 87, Bcrlichingenstr. 11. Innungskrankenkasse der Tischlerinnung ZII Bekanntmachung betreffend die Wahlen der Ersatzmänner zum Ausschuß. Auf unser WahIauSichrriben vom 25. Februar 1917 ist von feiten der Versicherten nur ein Wahlvorschlag der Erfatzmänner zum Ausschutz ein- gereicht worden und dieser vom Vor- slande gemätz ß 3 der Wahlordnung als güllig anerkannt worden. Gemätz§ 9 der Wahlordnung gelten die darin von 1 bis t20 auf- geführten Personen als gewählt, da eine Stimmabgabe nicht notig ist. Die Wahlvorschläge liegen zur Einficht der Beteiligten im Kassen- lokal, Michaelkirchstr. 15, wäbrcnd der Zeit von vormittags 8 bis 1 Ufir mittags aus und tönncn Einsprüche gegen die Richttgkcit derselben bis zum 30. April d. IS. beim Vor- stände oder dem VersichcruiigSamt der Stadt Berlin angebracht werden. Die zum 12. April d. Js. ange- setzten Wahlen finden nicht statt. Berti n. den 1. April 1917. Der Vorstand.[275/5 Otto Gronau, Vorsitzender. Spezialarzt Dr. med. Wocbenfnd, Friedrichstr 125(Oramanb. Tor), <&r Syphilis. Harn- u. Frauenleiden— Ehrlich-Hata-Kur /Dauer 10 Tage), Blutuntersuchung. Sehnelte, sichere schmerziose Heilung ohne Berufs- 215/10*] Störung. Teilzahlung. Sprechstunden 11— 1 und 6— 8. J. Baer, BadstrJpHÄe. Herren- und Knaben- Moden, Berufskleidung. Einsegnungs-Anzüge, Joppen. Gr. Stotflager eleg.MaBanfertigung. Billigste, teste Preise. Dr. Alfred Simonsohn, Inralldcnstr. 128, -ist bis zum 14. April Tim 9— 10 und 1— o Uux zu Sprüchen, SozialdcmoHr. Zcntralivahlvmin CcItow'Bccskow- Charlottenburg. Ortsves'ein WiBmersdorf. Montag, den 2. April, abends K1/* Uhr, bei Schäfer, Brandenburgische Str. 69, Ecke Mannheimer Straße: Iftitgtlcdcr-Versammlung Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Redalteurs Emil Dittmer über:„Laud und Leute auf dem Balkan". 2. DiSkussio». 3. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung laden wir unsere Mitglieder, Genossinnen und Genossen ein, seiner die Abonnenten des.Vorwäris", sowie die Mitglieder des Lese- und DiSkutierklubs»Vorwärts�. Diejenigen, die ihre Mitglied- schast bei der alten Partei ausrecht erhalten wollen, sind besonders ein- geladen mit dem Hinweis, datz aus der Versammlung Gelegenheit zur Zahlung der Beiträge gegeben ist. Kassierer faul Gcldderg, Uhlandstr. 79, Gartenhaus. Mit Parteigrutz l 199/6 Ad. Huppert, Saalfelder Str. 8. Nrwsiitmlgsstttte Serlin N 54, litiinißr. 88-85. Bureau geöffnet von 9—1 und von 4—7 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Montag, den 2. April 1917, abends 8 Uhr: Branchen-Versammlung der Scbweißer u. Scbweißerinnen im Gewcrkschaftshaus, Engclufer IS, Saal 1. Tagesordnung: Branchenangelegenhciten. In Anbetracht der äußerst wichtigen Tagesordnung ist eZ Pflicht der Kollegen und Kolleginnen, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. XU. Die Vertrauensleute werden dringend ersucht, die Handzettel gewissenhaft zu verbreiten. 131,19_ Die Ortsversraltnns- Verband der Sattler u. Porteteulller Orts Verwaltung Berlin. Acht»»,! Ktilitärbranehe. Mm Uhr, Mittwoch, den 4. April 1917, abends 7 im(Ycwcrkschaftshansc, Engeluscr 13: Kranchen- Rrrsammluug. Tagesordnung: 1. Geschästllches. 2. Antrüge des Kollegen Albert, de«„Vor- wärtS-- und die Lebcnsmittelbeschaffung betreffend. 3. Branchen- angelegeubesten. ä®"" Wir bitten die Kollegenschast, die Versammlung vollzählig zu besuchen>uid vor allen Dingen zu beachlen, daff die Bcrsammlnng be- reits um 7 Uhr deginnt. 159/13 Die Branchcnleitnng:. Bekanntmachung. Betriebs-Krankenkasse der Stadtgemeinde Berlin. Einladung zur ordentlichen Ausschußsitzung der Betriebs- Krankenkasse der Stadtgemeinde Berlin am Donnerstag, den 12. Aprtl d. I., abends K Uhr, im Sitzungssaal Nr. 63 des Rathauses zu Berti». Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung für 1916. 2. Satzungsänderung. 3. Verschiedenes. Aufragen und Beschwerden, für weiche Altencinsicht und Vorbereitungen notwendig find, inüffen min- destens 3 Tage vorher beim Bor- stände eingereicht werden. Berlin, den 29. März 1917. Ter Vorstand der Betriebs-Krankenkasse der 2 tadtgemeindc Berlin. Lpeaialarzt Dr. med. Colcmesna f.Geschlechtskranlrti., Haut-, Harn-, Frauenleid., nerv. Schwäche, Beinkranke, Ehrlich- Hats-Kuren (Dauer 12 Tage). Behandlung schnell, sicher u. schmerzlos oh.Bonifsstör. i. Dr.Homeyer dk Fo, konz. Labor, f. Blut- uriters., Fäden im Harn usw. ffickicklt. Sl, SSplito. läiljslr. H-Sf, aäK. Spr. 10— 1 u. 5— 8, Sonnt. 10— 1. Honorar mätig. auch Teilzahl. — Separates Damenzimmer.- Tüchtiger au selbständiges Arbeiten gewöhnt, und ein Rammer für Spandau io- fort gesucht. 85A Brandenburgische Tief- nnd Strasienbaugciellichaft m. b. H. Berlin HIV ZI. iVilhelmshavener Str. 5. Waslerölchte Mäntel koktüme— Röche OTintcrmäntcl neueste Formen, beste Stoffe, gibt an Private Damenmautclsabrik Bllski, Kransenstr. 30, HossDön- bofsplatz). 18121:* In Einzelfällen auch cntgegei!- kommend- ZahiUngsweise. Sonntag von 12— 6 geöffnet. Die 3 nFreien Stunden. 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Das iKeich darf die Schuldverschreibungen ftühestens zum 1. Oktober 1924 kündigen und kann daher auch ihren Zinsfuß vorher nicht herabsehen. Sollte das iKeich nach diesem Zeitpunkt eine Ermäßigung des Zinsfußes beabsichtigen� so muß es die Schuld- verschreibungen kündigen und den Inhabern die Rückzahlung zum vollen Nennwert anbieten. Das gleiche gilt auch hinsichtlich der früheren Anleihen. Die Inhaber können über die Schuldverschreibungen und Schahanweisungen wie über jedes andere Wertpapier jederzeit(durch Verkauf, Verpfandung usw.) verfügen. Die Bestimmungen über die Schuldverschreibungen finden auf die Schuldbuchforderungen enffprechende Anwendung. 1. Annahmestellen. Zelchnungsstelle ist die RclchFbank. Zeichnungen werden von Donnerstag, den 15. Marz, bis Montag, den 16. Aprill917, mittags 1 Llhr bei dem Kontor der RelchShauptbant für Wertpapiere In Äerlin(Postscheckkonto Äerlln Nr. 90) und bei allen Zweiganstalien der lfleichsbant mit Kasscnelnrichtung entgegengenommen. Die Zeichnungen können auch durch Vermittlung der Königlichen See« Handlung(preußischen StaatSbanfs, der preußischen(Zentral« Genossenschaftökasse In Äerlln, der Königlichen Hauptbank in Nürnberg und ihrer Zweiganstalten, sowie sämtlicher Äanken, Äankier» und ihrer Filialen, sämtlicher öffentlichen Sparkassen und ihrer Verbände, jeder �ebensversicherungsgesellschaft, jeder Krebitgenossenschaft und jeder Postanstalt erfolgen. Degen der postzeichnungea flehe Ziffer?. ZeichnungSschelne sind bei ollen vorgenannten Stellen zu haben. Oie Zeichnungen können aber auch ohne Verwendung von Zeichnung�« scheinen brieflich erfolgen. 2. Einteilung. Zinsenlauf. vie Schuldverschreibungen sind in Stücken zu 20000, 20000, 3000, 2000, 1000, 300, 200 und 100 Mark mit Zinö- schcinen, zahlbar am 2. Zanuar unb l. Juli jedes Fahre», ausgefertigt. Der Zinsenlauf beginnt am 1. Juli 1017, ber erste Zinsschein ist am 2. Fanuar 191» fällig. Die Schahanweisungen flnd in Gruppen eingeteilt unb in Stücken zu 20000, 10000, 3000, 2000 und 1000 Mark mit dem gleichen Zinsen- lauf und den gleichen ZinSterminen wie die Schuldverschreibungen aus- gefertigt. Welcher Gruppe die einzelne Schahanweifung angehört, ist aus ihrem Text ersichtlich. 3. Einlösung der Schahanweisungen. Die Schahanweisungen werden zur Einlösung in Gruppen im Januar und Füll jedes Fahre», erstmals im Fanuar 191», ausgelöst und an dem auf die Auslosung folgenden 1. Fuli oder 2. Fanuar mit 110 Mark für je 100 Mark Nennwert zurückgezahlt. Es werden jeweils so viele Gruppen ausgelost, als dies dem planmäßig zu tilgenden Äelrage von Schatzanweisungen entspricht. Die nicht ausgelosten Schahanweisungen sind seitens des NeichS bis zum l. Fuli 1927 unkündbar. Frühestens auf diesen Zeitpunkt ist da» Reich berechtigt, sie zur Rückzahlung zum Nennwert zu kündigen, jedoch dürfen die Fnhaber alsdann statt der Äarrückzahlung 4-/«Ige, bei der ferneren Auslosung mit 113 Mark für je 100 Mark Nennwert rückzahlbare, im übrigen den gleichen Tilgungsbedingungen unterliegende Schahanweisungen fordern. Frühestens 10 Fahre nach ber ersten Kündigung ist da» Reich wieder berechtigt, die dann noch unverlosten Schatzanweisungen zur Rückzahlung zum Nennwert zu kündigen, jedoch dürfen alsdann die Fnhaber statt der Barzahlung 3'/,°/« ige mit 120 Mark für je 100 Mark Nennwert rückzahlbare, im übrigen den gleichen Tilgungsbebingungeo unterliegende Schatzanwelsungco fordern. Eine Bedingungen. weitere Kündigung ist nicht zulässig. Die Kündigungen müssen spätestens sechs Monate vor der Rückzahlung und dürfen nur auf einen ZinS- termin erfolgen. Für die Verzinsung der Schatzanvelsungen unb Ihre Tilgung durch Auslosung werden jährlich 3% vom Nennwert Ihre» ursprünglichen Äetrage» aufgewendet. Die ersparten Zinsen von den ausgelosten Schahanweisungen werden zur Einlösung miwerwendet. Die aus Grund der Kündigungen vom Reiche zum Nennwert zurückgezahlten Schah- anweisungen nehmen für Rechnung des Reich» weiterhin an der Ver« zinsung und Auslosung teil. Am 1. Füll 1967 werden die dl» dahin etwa nicht ausgelosten Schatzanweisungen mit dem alsdann für die Rückzahlung der aus- gelosten Schahanweisungen maßgebenden Äetrage(110%' H 5% ober 120%) zurückgezahlt. 4. Zeichnungspreis. Der Zelchnungspreis deträgt: für die 3% R ei ch»a n l ei h e, wenn S t L cke Verlangtwerden 9»,— Mark, * h 3%» wenn Eintragung in das Rclchsschulbbuch mit Sperre bis zum 13. April 191» beantragt wird...... 92,80 Mark, * m 4%% Reich»schahanweisungen..... 9»,— Mark für je 100 Mark Nennwert unter Verrechnung der üblichen Stückzinsen. 5. Zutessung. Stückesung. Die Zuteilung findet tunlichst bald nach dem Zeichnungsschluß statt. Die bis zur Zuteilung schon bezahlten Äetrage gelten als voll zugeteilt. Fm übrigen entscheidet dl- Zeichnungsstelle über die Höhe der Zuteilung. Äesondere Wünsche wegen der Stückelung flnd In dem dafür vor- gesehenen Raum auf der Vorderseite de» Zeichnungsscheine» anzugeben. Werden derartige Wünsche nicht zum Ausdruck gebracht, so wird die Stückelung von den Vermittlungsstellen nach ihrem Ermessen vorgenommen. Späteren Anträgen auf Abänderung der Stückelung kann nicht stattgegeben werden'. Zu«(Im SchahaiUvtlllingeii foreotl wie ja den Stücken der JWckKanIrif-e ran 1000 Marl und mehr werden auf«ntrag vom ReichebandDlrillorlum«»szestellte Zwischenscheine au«gezeben, Iber deren Uniiousch In endglitize Sticke da« 34. Jahrgang 2. Heilage öes vorwärts Sonntag,?. �prt! Die neue„Kleiöerkarte". Tie Anschaffung neuer BÄleidungsstückc war sdnan bisher nur gegen Erteilung eines Bezugsscheines möglich. Offenbar ist aber auch hierbei gegenüber den vorhandenen Vorräten noch zu der- schulend errsch geirnrtschafiet worden, denn die ReichSbeklcidungs- stelle erläßt soeben neue Richtlinien für die Verteilung von Bezugsscheinen, die eine wesentliche Einschränlung de» Verbra u ch s bedeuten. Sie hat für Männlein und Weib- lein einen Tarif dessen � aufgestellt, was sie zur Bekleidung für ausreichend hält. Nur iver wen'ger besitzt, soll künftighin einen Bezugsschein erhalten. Gleichzeitig ist aber � auch der Stoffverb rauch für d�e einzelnen KleidungS- stücke auf ein ziemlich knappes Höchstmaß festgesetzt wor- den, um auf diese Weise stoffvcrgeudenden Modeaus- schweifungen einen Riegel vorzuschieben. Tag die neue„Kletderkartc" sehr reichlich ausgefallen ist, wird iliemand behaupten förmeu, namentlich werden gewisse Kreise der Frauen-,� aber auch der Männerwelt über diese neue Ein- schränkung nicht sehr erbaut sein. Immerhin ist hier einmal eine Maßregel zu verzeichnen, von welcher die Arbeiterklasse noch verhältnismäßig am wenigsten getroffen wird. Denn ihr Kleider- bedarf erbebt stch gegenüber anderen Bcvölkerungsklassen am wenigsten über das, was der behördliche Tarif dem einzelnen zu- billigt; außerdem werden bei den kolossal gestiegenen Preisen aller Beklsiduiigsgegenstönde Arbeiterfamilien doch nur dann zu Neu- anzchasfungen icbreiten, wenn diese gar nicht mehr zu umgehen sind, wenn die betreffende Person also sicher Iveniger hat, als die „Kleiderkam" anzeigt. Dazu ist die B e r u f s a r b e i t s k l e i- du�ng besonders berücksichtigt stkder aber nur bei Männern; unseres Eracbtcns hätte das gleiche auch bei den Frauen ge- schehcn müssen, deren größter Teil heute doch auch im Erwerbs- leben steht. Am meisten getroffen werde» durch die Verordnung natürlich die Modegecken und Modedamen, die auch unter der bisherigen Einickstänkung sich noch einen weitgehenden KleiderluruS gestatten tonnten. Allerdings wird sich für sie die Einschränkung erst in geraumer Zeit wirklich körperlich fühlbar machen, weil es ihnen wie fr de tu änderst, unbenommen bleibt, die vorhandenen Bestände aufzutragen. Jedenfalls aber können sie sich nicht aus reinem Modebedürfnis mehr neue Sachen anfertigen lassen. Ter bedenklichste Punkt der neuen Kkeiderordnung ist vielleicht, daß sie nicht zwischen S o m m er- und W i n t c r k l e i d n n g unterscheidet,.stier wird eine weitherzige Auslegung der Kom- Missionen oin Platze fein, denn in einem Winter wie dem ver- gangenen kann wirklich niemandem Winterkleidung abgeschlagen werden, weil er noch ein paar Sommeranzüge besitzt. Nunmehr soll, angeführt werden, waS nach der neuen Per- Ordnung dein einzelnen als ausreichend zugebilligt wird, also der Bestand, über den hinaus er keinen Bezugsschein er- hält Für Männer soll ausreichen an O b e r k l e i d u n g: ein Werk- tagsanzug, ein SountagSanzug, ein Itcl, erziehet oder Umhang ins. ge>aml, zwei Eiiizelarbeitskittel(Bliesen, Joppen), zwei Einzel- Westen, zwei Einzelarbeitshosen, zwei Berufsschürzen, ein Paar Winterhandschuhe, sechs Taschentücher. An Unterkleidung: drei Oberhemden(Taghcmden), drei Unterhemden, zwei Nacht-! Hemden, drei Unterhosen, vier Paar Strümpfe. Für Kiilibcn von 2 bis 14 Johren wird als mi-Zrcichend an- gesehen an Oberkleidung' ein Werktagsanzug, ein Sonn- tagscmzug, eine Einzeljacke(oder statt dessen eine Bluse, Schwitzer oder Kittel), eine Ernzelweste, eine Evrzelhose, ein Wtnterüb»zieber oder Umhang, ein' SomnierWerzieher oder Umhang, hierzu zwei Schürzen, ein Paar Wnrterhandschube, sechs Taschentücher. An Unterkleidung: vier Hemden, zwei Nachthosen oder Nachthemden, vier Unterhosen, vier Paar Strümpfe. Einer Fran werden zugebilligt an Oberkleidung: zwei WerktagSkIe:der, ein Sonntagskleid, ein Einzelkleiderrock(Tag- rock), zwei Einzclblufen oder-Jacken ein Mantel oder Umhang, ein Umschlagetuch, ein Morgenrock, drei Schürzen, ein Paar Winterhandfchuhe, sechs Taschentücher. An Unterkleidung: vier Taghemden, drei Nachthemden oder Nachtsacken, vier Bein- kleidcr oder Hemdhosen, drei Unterröcke, vier Paar Strümszse. Mädchen von zivei bis vierzehn Jahren haben als ausre'.chend zu betrachten an Oberkleidung: ein Werktagskleid, ein Sonn� tagskleid, einen Einzelkleiderrock, zwei Einzelbluseu oder-Jacken insgesamt ,etn Wintermantel oder«Umhang insgesamt, ein Sommermaniel oder-Umhang insgesamt, hierzu: drei Schürzen, ein Paar Winterhandschuhe, sechs Taschentücher. An Unter- tlcidung: vier Taghemden, drei Nachthemden oder Nachtsacken ins- gesamt, vier Beinkleider oder Hemdhosen insgesamt, drei Unier- röcke, vier Paar Strümpfe. Die Kleiderkarte der Kinder von ein bis zwei Jahren steht folgendermaßen aus: sechs Hemden, drei Nachthoscn oder-Nock- chen, vier Unterhöschen, zwei Kittel(oder Kleider, oder Jacken, oder Blusen), zwei Unterröckchen, vier Paar Strümpfe, drei Schürzen. An Schuhwaren werden jeder Person zugebilligt: drei Paar Schuhe oder Stiefel, ein Paar Hausschuhe oder Pantoffel. Die Bcttiväschc beträgt für jede Person des Haushalt?: drei Kissenbezüge, zwei Bettücher, zwei Bettbezüge, eine Woll- oder Steppdecke. Zum Verständnis: Haushalte von zwei Per- sonen erhalten das Doppelte des vorstehend Genannten, von vier Personen das Vierfache usf. Die Haus- und Küchcnwäsche beträgt swiederum berechnet auf jede Person des Hausstandes, bei einem Hausstand von z. B. vier Personen das Vierfache): drei Handtücher, zwei Küchenhand- tücher oder Geschirrtücher, drei Wischtücher(Staub-, Seifen- oder Scheuertücher). Wer einen Bezugsschein beantragt, hat eine Erklärung über den Bestand an Gebrauchsgegenständen abzugeben, welche die Person besitzt, für welche der Bezugsschein beantragt wird. Hat die Prüfungsftelle Bedenken gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben, so mutz sie die Abgabe einer schriftlichen Versicherung fordern. Wer vorsätzlich falsche oder unvollständige Angaben hierbei macht, hat eine Gefängnisstrafc bis zu 6 Monate» oder Geldstrafe bis zu lä villi M. zu gewärtigen. Die oben wiedcrgegebene L'fde der als ausreichend geltenden Kleidungsstücke bezeichnet nur eine Regel, von der gewisse Aus- nahmen zulässig sind. Namentlich können ausnahmsweise an solche Personen, die durch Beruf oder Beschäftigung zu einem größeren Aufwand an Kleidung, Leibwäsche, Schuhwerk ge- zwungeu sind. Bezugsscheine auch über den in der Bestandsliste vorgesehenen Bestand hinaus, ober nur in mäßigem Um- fang ausgefertigt werden. Hoffentlich wird diese Vergünstigung namentlich gegenüber den A- b e i t e r n angewendet werden, vte durch ihren Berus doch am meisten Kleidung ruinieren. Uebrigens können derartige Antragsteller Oberkleidung und Schuhwerk auch ohne Prüfung der Notwendigkeit bewilligt erhalten, wenn sie entsprechende getragene Stücke abgeben. Die Ausnahmebestimmung gilt abcr nicht für Bettwäsche, Haus- und K ü ch c n w a s ch e. Das wird vielen Hausfrauen sehr schmerzlich fein, da diese Gegenstände ohnehin sehr knapp be- messen sind. Gegen solche Eigennützigen, die nnt falschen An- gaben über ihren Bestand sich die Ausstellung eines Bezugs- scheine»«schwingen, sind besonders Maßnahmen getroffen: ihr Borrat wird bis auf das Notdürftigste enteignet und den Be- dürftigsten zugefi'chrt. Solche Enteignung wäre unseres ErachtenS aucki gegenüber solchen Personen angebracht, die jetzt noch— wer denkt nicht an die Einkäufe der Frau Kupfer— über- mäßige Bestände an Wäsche, Kleidung u s w. be- sitzen. Die Richtlinien des Reichsbekleidungamtes lvciscn schließlich noch darauf hin, daß die ob«! auMeführte Kleiderkarte für den einzelnen nicht als Mindest zähl aufgefaßt werden darf, der- gestakt, daß jedermann den Anspruch erheben kann, seine Bestände bis auf diese. Dahlen zu ergänzen. Viel- mehr werdeii sich die Kreise des Volkes, die sich bisher regelmäßig mit weniger begnügen konnten und begnügt� haben, auch künftig regelmäßig mit weniger begnügen müssen. Diese Formulierung erscheint doch, wenn wir auch einen be- rechtigten Kern anerkennen, in dieser Weise sehr bedenklich. Wir leben min einmal längst nicht mehr in den mittel- alterlichen Zeiten, Ivo es als besonderer LnxuS gebucht wurde, wenn jemand ein Nachthemd besaß oder sich'die Nase in ein Tuch schnauzte. Bei dem heutigen Kulturstand gebt auch der nor- male K lei d e r b e st a n d, namentlich aber� Wäsche- bestand der Arbeiterklasse erheblich über daS hinaus, was die Reichsbekleidungsstelle in ihrer Tabelle für den einzelnen als ausreichend erklärt. Natürlich wird auch die Arbeiterschaft, wie jede andere Bevölkerungsschicht, der durch den Krieg und die englische Blockade erzeugten Stoffknappheit Rechnung tragen und sich nach Möglichkeit einschränken. Aber sie kann mit Fug und Recht verlangen, nicht hinter andere Bevölke- rungSklassen zurückgesetzt zu werden. T-ie Nicht- linien der ReichSbekleidungsstelle gestehen selber zm daß die jetzige Knappheit zum Teil auck durch einen bisher i m m e r n o ch getriebenen Luxus verursacht worden ist._ Diesen Luxus haben die Minderbemittelten sicher am wenigsten verschuldet. Man sollte ihnen jetzig nicht etwa Bezugsscheine verweigern zugunsten derer, die weniger sparsam gewesen sind, mit der Begründung, daß diese einen höhet gewohnt seien. DaS rechtigkeit. . ten Aufwand wäre das cTegeätetl sozialer Ge- Soziales. Eine Tagung zur Bekämpfung der uttlttukereit und unzulänglichen Fachschule» fand am 26. März in Berlin unter starker Be- teiligung der BeHorden, sozialpolinscben Vereine, Berustorgan:- sationen und Fachverbände statt, einberufen von der Gesellschaft für soziale Reform, dem 5tartell der AuskimftSstellsn für Frauen- berufe und deut Bureau für Sozialpolitik. Das Handelsministerium, Landwirrschaftsminiftcrkmn und Kriegs Ministerium, das Landes- gewetbscrnft, die Frauenarbeitszentrale beim Kriegsamt und eine Reihe von städtischen Bebörden bekundeten durch die Entsendung wachsen, daß von ungesigneten, oft gewissenlosen Unternehmer!! Schulen als Erwerbsunternehmen ins Leben gerufen werden, die mit minderwertigem Lehrpersonal, ohne jegliche Nt- tbode in kurzfristigen Kursen wahllos jeden ausbilden, der bereit ist. ihnen das unverhältnismäßig hohe Lehrgeld zu zahlen und die Miuderwert'igkcit mir hochkttngenden Bezeichnungen wie„Aka- demie",„Erstes deutsches Lehrinstitut" decken. Die marktschreierische Reklame dieser Jnstttute zieht leider viele, ganz un- geeignete Elemente in den Beruf, die ttachber ein den ganzen Stand aufs schwerste schädigendes Proletariat bilden. Der Vertreter des Handels m i n i st e r i u m s wies auf die Bedeutung positiver Maßnarraten, namentlich auf die Schaffung einwandfreier öffent- sicher Bildungsanstalten»nd Ausbau des Fortbildungsschulwesens. auch für Mädchen hin. Einstimmig beschloß die Versammlung mit folgenden Forderungen an die maßgebenden Stellen heranzutreten: Ausbau des Fach- und FortbildutigSschuIwtssens, Schaffung möglichst einheitlicher Vorschriften in den verschiedenen Bundesstaaten init dem Endziel nach reichsgesetzlicher Regelung; schärfere dauernde Beaufsichtigung privater Fachschulen in bezug auf sittliche und fach- liehe Befähigung des Unternehmers und der Lehrkräfte, Lehrpläne, Schülerzahl und Reklame, Äufnahmeprüft'ngen, Festlegung der Mindestdauer der Kurse, wenigstens für Jugendliche, Schaffung von besonderen Kontrollorganen. Die höchste Invalidenrente. Wie vorteilhaft die neue gesetzliche Vorschrift wirkt, daß ohne Rücksicht aus die Zahl der Kinder, die weniger als IS Jahre alt sind, die Invalidenrente um ein Zehntel ihres Betrages für jedes Kind zu«höhen ist. konnte in der letzten Zeit ein Kriegsinvalid'e erfahren. Er ist Vater bot: 9 Kindern unter 15 Jahren. Seine Rente beträgt 280 M., die Zuschußrente für die Kinder 252 M., so daß eine Jahresrente von 532,80 M. zu zahlen ist. Diese von der Landcsversich«ungsanstalt Berlin zu gewährende Rente dürste die höchste Invalidenrente sein, die seit Bestehen der Invaliden- Versicherung festgesetzt worden ist. eocttcrauSsiÄte!, cur das mittlere Norddeutschland bis Montag mittag. Ziemlich mild, zeitweise heiter, aber sehr unbeständig, inil Öjtcc miedet Hollen im Binnenland« meist geringen, im Küstengebiete etwas stärkeren Niederschlägen. Kalser-Willielm-Straße 10, am Neuen Markt. VI. Kriegsanleihe auf Teilzahlungen wen Anzahlung J0O/c. Weitere Zahlungen nach Vereinbarung. Derartige Teil- zablungsbucher sind auch beliobte Paten» und Hochzeitsgeschenke. Bargeldloser Verkehr über Scheck-Konto. An- und Verkauf von Elfekten. Vcrzlnsnng von Geldern auf längere und kürzere Kündigung. Darlehen und Beleihungen. Vermietbare Tresorfächer. 18312 Volksbank für Berlin und die Vororte. ••.■•jtfÄ'-A Vv-i�.v»v--«>v.(>V-; Diesen Mo�eiffnetlZ-Sfe! Entzückende ICostüme— EVSanfeikSeidcr— RftantellÜ Setagummi(Seidennränisi) Regenschntz Die Beta»i:lm>.chi!ttg des Odcrtommandos in den ÜKarfat, betressend .HöchstvreHe für NnturroHr(Glanzrohr) und Weide' tritt am 1. Slpril 1317 i» Kraft. Tie vollständige amtliche Bekamttmachung erfolgt an den Anschlagsäulen und in der.Norddeutschen Allgemetneu Zeitung-. 162L Berlin, den 1. April 1917. 222. I. Mtl. 17. Der Bolizeipräsident. Die Bekanntmach ung das Oberkommandos in den Marken, betreffend Be'chlagnahme baumwollener Spmnstoffe und Garne(Spinn- und Web- verbot) lNcusassung der Bekanntmachung Nr. W II. 1700/2. 16. K.-R.-A.) tritt am 1. April 1917 in Kraft. Tue vollständige amtliche Betanntmachung erfolgt an d en Anschlagsäulen und in der ,.3lorddeutsch»t Allgemeinen Zeitung*. Berlm, bett 1 224. L m 17. April 1917. Der Polizeipräsident. 1622 Tie Bekanntmachungen deS Oberkommandos in den Marken, betreffend Bcschlagnadmc und Bostandserhedung von Kunnvolle und Kunstbaumwolle aller Art und Höchstpreise sür Kunstwolle aller Art treten am 1. April 1917 in Kraft. Die vollständige cmlliche Bekanntmachung erfolgt an den Aujchlaglüulen und in der.Norddeutschen Allgemeinen Zelwng*. Berlin, den 1. April 1917. 1622 231. L Mu. 17. Der Polizeipräsident. Die NochtragSdrkonntmachunx des Oberlominandos in den Marken. ?!r. D. 88S/L 17. H. Ii. A. zu der Bekanntmachung Cb. II, 888/7. 16. K. B. A. vom 8. Augult 1916, betreffend �Höchstpreise und Beschlagnahme von Leder*, tritt am I. April 1917 in Krasl. Di- vollständige amtliche Bekanntmachung erfolgt an den Anschlagsäulen und in der.Norddeutschen Allgcm-m-n Zeitung*. Berlin, den 1. April 1917. 227. L iiu. 17. Der Pottzei-Pröfideut. MÖBEL in erstklassigerAusi'ühirmg ku allerbilligsten Preisen liefert nnmittclbar ab Fabrikgebäude an Private ültibel-OroU-I-nger Serl. 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[im Babmessaa!; KaUaFeU- VOrStellüDl} | 1810L* mit wechselndem Programm. Wochentags Eintritt frei. v.'- fV* KWkMtrAIM y.;•• • v�2Ä6P'' Walhalla-Theafer. Uhr: Oes Meeres u. d. Liebe V�ellen. ■'o uhr: 3as Giücksfflädel. V J&*** Rff/v«UÄtV* Bier-Kabaret Volks-Palast (früher Neue Philharmonie) Köpenicker Straße 96/97, Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Ubr. Wochentags Eintritt frei. 18111/ Mtreten bekannter Künstler. -WM Nachmittags Verstellung EUTE L'hr BHflfORSIELLüaü Uhr Q ROSSTER B E§1 L J 12 E in Spielplan OLOSS&L c K OTTBUSERSTR ßkämi iscato Vors toi I n n gen � 31/ Nachm. ied. Erw. � 1/ ' 2 1 Kind frei.■'i Gastspiel Georg Basclt. Mit neuen Einlagen d. erfolgreiche, heitere Bavua: Berlin im Krieo Direktion>1 a x 7? e i n h a r d t. lleutKchc» Theater. 7'/4Ulir: Tobias ItiintMchah. Nachm. 2XL Uhr(kleine Preise): Hamlet. Montag: John Gabriel Borkman. Ii omni erspiele. T'/j Uhr: l>as Konzert. Nachm. 2'j, Uhr(kloine Preise): Minna von Banihelm. Montag: John Gabriel Borkman. Volksbühne. Theal. a.Bßlcwplalt. (Untergrundbahn Schönhaus.Tor.) "'/.Uhr: Der G'wlsscnswnrm Nachm. 8 Uhr(kleine Preise); Hose llerssd. Montag: Das Konzert. d. königgraTzerstr. Dir. C. Meinhard— R. Bernauer. 7'/., Uhr: Totentanz II. Teil. Nachm. 3 Uhr; Kameraden, Komödienhaus 77,: Die verlorene Tochter. Nachm. 3 Uhr: Der 7. Tag. BerSifjef Theater 7M Uhr: Die tolle Komteii. Nehm. 3 Uhr: Auf Flügeln d. Gesang. Sessmcj-Theafsr. 7I/S Uhr: Eiebe. Montag: Eiebe. Büütschjütistler-Tlisater. �Uabondiicb 7J/4U.: Der Kaniinersiinger. Komtesse Mlzzi. Erster Klasse. URANIA Taubenstraße 48/49. 4 Uhr;(halbe Preise): Der Balkanzug und die befreite Donau. 8 Uhr; Die Bagdadbahn. Montag 4 Uhr(halbe Preise): im U-Boot gegen den Feind. Montag 8 Uhr: Die Bagdadbahn. RosesTheater. 3 Uhr: Mattersegen. p/.u.: Der sideie Dauer. I'kester kür Sonntax,«iea Z. �prll. vellfscdes Opernbaas, Cbarlottcab. 7Uhr; Carmeu. Kriedrich-Wilhelnigtädt. Theater. L Uhr: Violett»(La Travlata). 7i/.u.; Das Oreimadorliiaus. Gebr. Herrnfeld-Theater. b'/iUhr; Die Haubenlerche. 7»/. uhr; Der Stolz der Familie. Kleines Theater "■/. u.: Haas im Scliialumlflcli. 3 Uhr: Henriette Jacoby. Komische Oper S'/.Uhr: Der Puszta-ICavalier. 7,20 uhr: Dia Dose Sr. Majestät. Lustspielhaus 7'/. uu Die sotiöne Kubanerin, 3 Uhr: Als ich noch im FlUgelkleide Metropol-Theater ioMirn.: Die Csardasförstin. '/48 Uhr: Die Kaiserin. Ilesldenz-Theater. J�Die Warschauer Zitadelle, 3 Uhr: Der Weg znr Hülle. Neues Operettenhaus 3 Uhr: Der TogelhUndler. vu u..- Der Soldat der Marie. Schiller-Theater O. 3 Uhr: Johannlsfeaer. u/.u.: Ält-Heidelberg. Sehlller-Tb.Diarlottenbg. 3 Uhr: Kater Lampe. T'/a Uhr; Hlüter MUSflL Thalla-Xhcatcr. 25üMr: Das Vagabundenmädel. 3 Uhr: Hasemanns T vichter. Theater am Xollendorfpl. O'/aUhr; Klaue Jnngens. T'/jUhr: Die Guiaschkanone. Theater des Westens vi, u.: Die Fahrt ins Glück 3>/4 Uhr: Ein Walzortranm. Trlanon Theater 8 Uhr: Ein glücklicher Familienvater S'/t Uhr: Die Waise aus Lowood. Circum"•« JSuscti Sonntag 2 Vorstellungen 34 Märchen-Prunk- Pantomime „Die Gelerprtei" I"XS' Kitt"'iiS'" Ini! Mv> i Kieson-Piaoht- W> • T Wasser-Pantomime• 1 r Vorher in beid. Vorstellung.: Die neuen April-Nummoru! Passage-Theater. Unter den Linden 22-23 Direktion: M. Soliman Unt per«. Leit. v. Rieh. Oswald Der große Kulturfilm if 5 Aktev. Rieh. Oswald u.Lupu Pick mit Unterstützung d. Deutsch. Cjosolhächaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Regio: Rieh. Oswald. Hauptrolle: Bernd Aldor. Beginn 3 Ubr. idmiralspalasi. Ucnte Z Vorstellungen j des neuen Balletts Abrakadabra ■1 Uhr und 7'/, Uhr. Nachm. kl. Preise. Hinlaß abends 7 Uhr. Vorzügliche Küche. Zirkus A. Schumann 1 Heule Sonnlag, 1. Apri!: 3 Graste Varftellunaen £ nachm. 3 u. aBenfcS 7'/, U. W S. L» beiden Aarsiellungen: Das neue � ProgFamm!*■ u. die gr. Prunkvantvmtme U, i IDie Seeräuber.| � Nachm. 1 angebörig.Kind frci!"g j Jedes weit. Kind bald. Preis, r. ZMölko •RIWRICKSTR AN■ OES■ KOCHJTBi Aliabendlich 71/, Uhr: Das vielseitige Varietö-ProgFaBiai! | Die Kasse ist ab 10 Uhr geöffnet. Reicbsballen-Tiieater. Stettincr Siingor Heute nachmittag 3 Uhr Boritelluilg zu ermasttlZten Preise»: km Ppogramni! Abends l'J, Uhr: Cabaret Feldgrau Anfang 71|, Uhr. Die neue Revue in ö Bildern: Jk Beriier Honzortbans. Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Heute: Großes Konzert des Berliner Konzerthaus-Orchesters Leiter: Komponist Franz von Blon. Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. Victoria-Fortbiidungs- u. Fachschüls I. Seminare(mit ata atl Prüfung) a) Hundelslohrorinnen-Seminar. b) Gowerbelehrcrinnen-Seminar II. Fach- und Fortbildungskurse(Tages- und Aboudkurae), Höherer Handelskursus. Handelsfachkrs., Knraus f. Bureaubeamtinnen. Berufskurse f. Wäschekonf., Schneiderei u. Putz. Theoret. Vorbereitung f. d. Gesellenprüfung. Geschlossene Haushaltgskrs. Vorbereitung f. d. teenn. Volksschullcbr.- u. Kindorgärtn- Scminare. Kuutm., gewerW.. hanawirtsohafil. 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April 1017 ündet für die Mitglieder miserer Kaise eine uneutgcllliche freiwillige ZchvHpockcn-Jmpfung statt. Die Imvfung erfolgt werttögllch in der Zeit von VU bis 9 Uhr abend». Als Ausweis haben die versichernngs» Pflichtigen Mitglieder eine' Befcheiuv- gmic, ihres jeweiligen Arbsitgebei S darüber beiznbringen, daß fie in einem zu unserer Kasse zniländigen Betrieb zurzeit noch heschästigt sind. Lei den freiwilligen Mitgiiedcru genügt die Vorlegung der Mitglieds« karte als Legitimation. Es wird erwartet, dost jeder Lmpf- llng in rein gewaschenem Zustand und mit reiner Wäsche vcrsshen, er« Icheinr. Die LmPfung erfolgt ün Kuffen. lokal Weichselstrahe 8, Jdeal-Paffagc Nr. IS. Der Vorstand der Mlaemeimn OrvSkrunkp» taste«entöllu. UTsfS» gej. M. ch�iurich. 2. VorichSld«-.