Nr. 94. 34. Jahrg. Abonnements-Bedingungen: HionnfmcntS.®tctl Drdnumfrtmbo Stcrteljäbtl 3.90 Ml. monatl 1,30 Ml. «völvcnUich 30 Pfg frei m- HauZ. kinzclne Nummei b Pig eonnlagO. nunimei mit illuftncrtct Sonntags. Beilage»Die Zieue Well- 10 Big. Boll- iidomiemenr 1,30 Marl Uro Monat, eingetragen in die Boll. jjeitungS- Breislliie Unter Kreuzband tür DeuUckland und Oellerreich- Ungarn iÄO Marl, tür das übnge Ausland » Marl vro Monat. BoslabonnementS nebincn an Belgien, Dänemarl, Holland, Italien, Luxemburg, Ponugal, «mnänien. Schweden und die Schwei» kklcheiul tag na. s w z* m Berliner Volksblntk. Die Tniertlons-GebQlir betrügt für die sechSgewaltene Kolonet- leile oder deren Raum 60 Psg,. für dolitilche und gewerlichaftliche Vereins. und VersammlungS- Anzeigen 30 Pig, „Kleine Anreisen", das fettgedruckte Wort 20 Pig,(zulässig 2 fettgedruckte Wortel. jedeZ weitere Wort 10 Pig, Stellengesuche und Schlantellenan. zeigen das erste Wort 10 Pig,, jedes »euere Wort ö Vfg, Worte über lo Buch- itaben zählen für zwei Worte, Inserate tür die nächste Nummer müssen bis 6 Uhr nachmittags in der Expedition lbgegeden werden, Tie Exveditüm ist biS 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm-Adreffe: .SezUidtnokrat Bcrlla". Zentralorgan der foztaldem okratt feben Partei Deutfcblands. Redaktion: ctD. 68, �indenstraße Z. ,?erntvreckier: Am, Morivvla«. Rr. I-»I ttv— 151 97. Der ameri �euerkampf von Lens bis Arras.— Nänmungskämpfe westlich St. O.uentin, zwischen Somme- Life, bei Laffaux.— R.sfischcr Brückenkopf am mittleren Stochod genommen. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 4. April 1917. iW. T. B» Westlicher Kriegsschauplatz. Bon Leus bis Arras war auch gestern der Feuerkampf lebhaft. Westlich von St. Quentin und zwischen Somme und Oise sctzle» die Franzosen ihre heftigen Ertundungsangriffe fort. Mit blutigen Opfern erlausten sie Boden, der von uns schrittweise preisgegeben wurde. Bei Lasiaux, an der von Toissons nach Nordosten führenden «truße, scheiterten nach starlem Feuer einsetzende französische Vorstöße. In und bei Reims erkannte Batterien, Befestigungsarbeiten und Berkehr wurden von uns unter Feuer genommen. Neun seindliche Flug, enge und zwei Fesselballons find von «nseien Fliegern abgeschossen worden. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Front des G e n e r a I f e l d m a r s ch a l l» Prinz Leopold von B aper n.,. Zwischen Bieer und Pripjei war die Artillerietätigkeit t» mehreren Abschnitten rege. Am mittleren Stochod wurde der von den Russen auf dem Westufer gehaltene Brückenkopf von Toboly von unseren Truppen, denen belrächtliche Beute in die Hand fiel, genommen. Beiderseits der Bahn Zloezow— Tarnopol steigerte sich zeit- weilig der Geschützkampf. An der Front des Generaloberst Erzherzog Joseph und bei der Amerikas Kriegszustands- beschluß. Washington, 3. April. fMeldnng deS Renterscheu Bureaus.) Ter S e n a t S a n s s ch u ß für die auswärtigen Angelegenheiten sttmnite der Regiernngsresolntion zu, die er- klärt, daß der Är egs, zustand mit Deutschland tatsächlich bestehe. Washington, 4. April.t Reckrnuna gelragen Höne, bot nichl slallgeiuncen. Tie rm Änczust 1915 gewäbrie« Knegeaulage kann wegen ihrer geringen Sätze auch nicht als ein Ausglerch an- geiehen werden. Es wurden deswegen folgende Forderungen ge- stellt: Für Lohnarbeiter in der Weberei ein Mindestlohn von 39 M, wöchentlich. Für das Anknüpfen der Ketten pro 199 Faden 19 Pr. 75 Proz. LoHnau'chlag pro 1999 Schuj;, Die ausfallenden Ar- beiisstunden iReparaturen Warten auf Ketten oder Spulen usw,) werden mit 59 Pf, beaablt. In allen anderen Abteilungen wird ein Siundenlohn von 49 Pr, bezahlt. Bestehende höhere Löhne dürfen nicht berabgeietzt weiden. Auf diere Forderungen gaben die Fabrikanten einen so nichts- sagenden Bescheid, daß sich die Arbeiter veranlaßt iahen, das Kriegsamt als Vermittlungsstelle anzurufen. Daraus ist den Luckenwalder Betrieben von der.Kriegs- amtssteile in den Marken" folgender Vermittelungs- Vorschlag unterbreitet worden: „Auf die von den Arbeiterausschüssen der Luckenwalder Textil« rndustrie an das Kriegsamt gerichtete Eingabe betreffend Lohn- streit zwischen Arbeiterschaft und Fabrik macht die Kriegsamts- stelle auf Grund sachverständiger Prüfung folgenden Vermiltelungs- Vorschlag: Für Lohnarbeiter in der Weberer wird ein Grundlohn von 24 M.(49 Pf. pro Stunde! bezahlt. Für das Anknüpfen pro 199 Faden 7 Pfennig. 49 Proz. Lokalzu'chlag pro 1999 Schuß. Tie ausfall-ndeu Arbeitsstunden werden mit 49 Pf. bezahlt. Weber und Weberinnen erhalten gleichen Lohn, wenn letztere zu ihrer Arbeit die Hilfe von Männern nicht in Anspruch zu nehmen brauchen. In allen anderen Abteilungen wird ein Stundenlohn von 35 Pf, bezahlt. Sollten in einzelnen Abieilungen schon höhere Löhne bestehen, so dürfen diese nicht gekürzt werden. Es wird bemerkt, daß dieser Vorschlag auch Ihrer Fabrik unierbreiiet worden ist. Sie wollen in den Arbeiierausichüssen diesen Vorschlag beraten und das Ergebnis der Kriegsamtsstelle mitteilen." Unterschrift. Trotzdem diese Vorschläge die Arbeiter durchaus nicht befrie- digen, haben die Unternehmer sie glatt abgelehnt. Wenii die Luckenwalder Fabrikanien sich nicht noch in letzter Stunde zu besserer Einsicht bekehren, ist bei der gewaltigen Gärung, die unter den Arbeitern herrscht, mit einem größeren Streik zu rechnen. Ter Verband der Tattler und Portcfcuillcr im Jahre INIL. Gegenüber dem Vorjahre bewegte sich daS Jahr 1916 in der Produknon der Lederousrüstungsindustrie zeitweise in etwas ruhigeren Bahnen und begünstigte damit die ohnehin schon starke Fluktuation im Mitgliederbestände. Die Zahl der neu auf- genommenen Mitglieder betrug im Berichtsjahre immer noch 4378, darunter 1433 weibliche, demgegenüber ein Verlust von 6829 zu buchen ist. Die Mitgliederzahl ging demzufalge von 19 573 auf 3131 zurück, trotzdem bei den weiblics�n Mitgliedern eine Zunahme von 236 zu verzeichnen ist. Während der Kriegsdauer(ieit Beginn des drillen Vierteljahres 1911) hat die Organisation 21 969 Aufnahmen aemacht. allein 16 979 Miialieder j mußten aber wegen restierender Beiträge wieder gestrichen werden. An diesen Ziffern läßt sich recht deutlich die Beweglichkeit der Pro- duktion erkennen. Gemäß der rückläufigen Mitgiiederzahl gingen auch die Einnahmen des Verbandes zurück. Au Beiträgen wurden im Jahre 1915 noch 392 739 M. gezahlt. 1916 nur 299 434 M. Die Gesamteinnahmen des Verbandes be- trugen 256 999 M. Die Ausgaben blieben demgegenüber und trotz verringerter Mitgiiederzahl stabil. Sie bezifferten sich im Jahre 1916 auf 176 831 M. Der Hauptanteil der Ausgaben entfällt auf die Unterstützungen: es wurden dafür aus- yeaeben 78 539 M.(— 44,4 Proz. der Gesamtausgabe), darunter 48 282 M. für die Familien der eingezogenen Mitglieder. Während der KriegSzeit hat die Organisation durch ihre Haupt- und Lokal- kosten rund 549 999 M, an Unterstützungen ausgezahlt: davon etwa mehr als die Hälüe an Familienunterstützung. Außerdem haben die Ortsgruppen noch Sammlungen«ür die Familien veranstaltet, deren Endsunimen nicht feststeben. Im Verhältnis zu der Mitgiiederzahl bat der Verband reichliche Mittel zur Auszahlung gebracht und da bei den Aufbau des Verbandes nicht vergessen. Trotz der rück läufigen Einnahmen erzielte das Jabr 1916 bei den gleichen Aus gaben einen Ueberschuß von 79 253 M,: die Kassen der Organii'a- iionen verfügen über nahezu 1 M'llion Mark Kassenbestand. Aus dem Gebi-te der Verbesieiung der Lob»- und Arbeitsbedingungen hatte die OrganiiationSleitung ständig die Hände voll zu tun. Der Verbandsleituna gelang es, den 1915 abaeschlossenen Reichsiarif für das Lederausrüstungsaewerbe bei allen Behörden, die Aufträge ver- geben, zur Anerkennung z» bringen, infolge dessen setzte bei den säumigen Firmen eine rege Tätigkeit ein, um dieie zur Einhaltung der tariflichen Bedingungen zu zwingen. Gegen den Jahresschluß konnte eine Bewegung beendigt werden mit dem Erfolg einer 19 bis 15 prozentigen Teuerungszulage für die Militärsattler, Im Frühjahr 1916 wurde für die Lederwarenindustrie eine tariflich bindende Teuerungszulage erreicht mit der ausdrücklichen Verlängerung des Dreistädtetariis Berlin-Offenbach-Stuttgart aus ein Jahr. So darf das Jahr 1916 trotz der Ungunst der Zeit und angesichts des Mit- gliederrückganges doch als ein den Umständen angemeffenes gutes Jahr bezeichnet werden und kann der Verband mit dem Gesamt- ergebnis während de? Krieges wohl zufrieden sein. Die Angestellten der Vulkanwerft Hamburg beschäftigten sich kürzlich in einer von den Angestelltenverbänden einberufenen und von annähernd 899 Perionen besuchten Ver'ammlung mit den für die Angestellten in den Werstbureaus sehr unleidlichen Arbeitsver- hältnissen. Wie in der Versammlung zum Ausdruck kam. mißachtet die Leitung des Betriebes die Wünsche der Angestellten grundsätzlich. Die Zulagen, oder wie die Betriebsleitung es nennt, Zuwendungen oder Geschenke, die den Angestellten zuteil geworden sind, stehen weit hinter den Teuerungszulagen anderer Betriebe der gleichen Art zurück. Mehrere Eingaben der Angestellten darunter eine mit 1989 Unterschriften, sind von der Werkleitung nicht beantwortet worden. Die Angestellten sind es müde, immer wieder fruchtlose Versuche zu macben, sie haben deshalb die Wahrnehmung ihrer Interessen in die Hände der Verbände gelegt. In zahllosen Ueberstunden wurden die Angestellten des Be- triebes während des Krieges in Anspruch genommen. Sie verlangen hierfür eine Gegenleistung, nicht in der Form gnadenweiser„Zu- Wendungen", sondern als feste Entschädigung. Tie Mißstimmung der Angestellten hat einen ganz außerordentlichen Umfang an- genommen. In einer einmütig angenommenen Resolution wurden die Ge- hälter als nicht im Verhältnis zu der Lebensmittelteuerung stehend bezeichnet und deshalb eine Erhöhung um mindestens 33ffg Proz. neben der Bezahlung der Ueberstunden gefordert. Ferner wurde bedauert, daß die Leitung der Vulkanwerke noch keinerlei Schritte zur Einrichtung des in 8 11 des Hilfsdienstgesetzes vorgeschtiebenen AngestelllenauSschusses unternommen hat, obgleich die hamburgischen Ausfübrung-bestimmnngen bereits am 31. Dezember veröffentlicht wurden und die Vorschrift enthalte», daß die Wahl der Ausschüsse unverzüglich in die Wege zu leiten sei. Die Versammelten be« auftragen die Verbände, bei der Kriegsamtsstelle vorstellig zu werden, um die Einrichtung des Ausschusses zu veranlassen. Parteinachrichten. Zu Wilhelm Holzmeiers Tod. Dem freiwillig aus dem Leben geschiedenen Redakteur Wilhelm Holz meier widmet in der Bremer„Bürger-Zeitung" sein Freund und Kollege Sonnemann einen ergreifenden Nachruf, aus dem wir einige Zeilen wiedergeben: Wir alle haben von dir gelernt, was kämpfen beißt ohne Schonung der eigenen Person, nur erfüllt von der Güte und Hoheit des Zieles. Wie wärest du allem kleinlichen Hader ab- hold: wie hast du stets, bis in die letzte Zeit zu Frieden und Versöhnung geraten. Da ist niemand, auch nicht einer, ob Freund oder Gegner, der deines Namens blanken Ebrenschild auch nur durch einen Hauch trüben könnte und möcbte. Unter allen Menschen, die meine Bahn kreuzten, warst du der Edelsten und Reinsten einer: zeitlebens von Herzen ein Kind. Nie hat ein Mensch selbstloser den Menschen gedient als du. der ohne Besinnen das Letzte hergab, wenn es galt, Not zu lindern oder andern eine Bitte zu erfüllen. Selber in Not aukgewacbsen, rührend bedürfnislos, warst du stets bereit, von deinen kargen Mitteln abzugeben. Zu diesem wunderbar gezeichneten Charakterbild will es wenig paffen, wenn die„Leipziger Volkszeitung" behauptet, Holzmeier habe sich wegen Epi st enz sorgen erschossen. Der Grund zu dieier falschen Tarstellung ist recht durchsichtig, man will aus dem traurigen Ende dieses Mannes politisches Kapital gegen die Variei schlagen, unbekümmert, ob man dadurcb seinem Charakierbild einen unverdienten Schalten aufdrückt. Ganz abgesehen davon, daß Holzmeier nickt der Mann war, dem materielle Gründe den Lebensmut genommen hätten, liegen auch wichtige Tat» fachen vor, die diese Behauptung rundweg widerlegen. Holzmeier, der als Junggeselle nur für seine Person zu iorgen baue, war zur Zeit seines Todes im Besitze einer A n st e 1 1» n a beim Bremer Statistischen Amt, die ihn der materiellen Sor en enthob. Er hat ferner bereits mehrere Wochen vor seinem Austritt aus der Redaktion der„Bremer Bürger-Zeitung", der durchaus freiwillig erfolgte, wie auch die„Leipziger VolkSzeitung" zugesteht, «ein Testament gemacht und einem Ctolleaen übergeben, wah, ein sicheres Zeichen, daß er sich schon damals mit Selbstmordgedanken trug. Seine Tat ist also allein ans die ieelische Erschütieruna zurückzuführen. die der Parteizwist in ibm bervorgeruten bat Daß>bn diese Dinge so tief bewegen konnten, ehrt den Charakter des Mannes, wenn damit sein Bei'piel auch keineswegs als nachabmens« wert hingestellt werden soll, denn gar zu starke seelische Feinfühlig- keit wird dem Politiker leicht zum persönlicktn Verhängni-. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, vormittags 199. Uhr, Kleine Frankfurter Straß« 6: Vortrag des Herrn B. Wille:„Trost im Leide". Gäste willkommen.— Nächite Jugendvortetung am 15 April. Zlrbeiter-Samariterdund. Kolonne Gros? Berlin Familien-Aits lug Ostermontag nach Friedrichshagen beziv. Grünau. Treffpunki vorm I aqs tl Uhr Bahnhos Fricdrichsbagen Nachzügler bis nachmittags 2 Uhr im Strandschloß. Gärte sind gern geleben. Tic Freie Turnerschaft Ncukölln-Brit? veranstaltet am zweiten Feiertag eine Familicnpartie nach Neptunshai»(Oberspree). Abmarlch nachmittags 2 Ubr vom„Turnerheim", Böhmüchc Stranc 13 Freunde und Gönner des Vereins sind dazu herzlichst eingeladen. Verantwortlich für Politik: Hermann Btüller, Tempelhos; sür den übrigen Teil d. Blattes tillfred Scholz, Neukölln: iür Inserate: Tb. Glocke, Berlin Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstall Paul Sinqei& En Berlin SW, Hierzu I Ketlage und llnter'ialrnn,>> r' Chausseestf. IIS Beim(Stdilntr Sahnhof Sonntags geschloffen? Nr. H4 ❖ 34. Jahrgang Seilage des vorwärts Vonnerstag, 5. �lpril 1417 Die Kriegslage. Loti Richard Gaedk«. Wenn Zeitungen des feindlichen Auslandes meinen, daß man völlig im Dunkeln über die Weiterentwicklung der gegen- wältigen Lage tappe, so dürfen wir das, ohne in Prahlerei zu verfallen, nicht als Bekenntnis ihrer Fassungslosigkeit be- trachten, sondern als eine richtige und zutreffende Bezeich- nung der augenblicklichen Verhältnisse auf allen Kriegs�chau- Plätzen. Wenn die Zukunft für uns stets mit einem Schleier verhangen ist, den wir im günstigsten Falle für eine kurze Zeitspanne und auch nur bruchstückweise lüften können, so gilt dies besonders für die kriegerischen Ereignisse. Schon die Beurteilung der Möglichkeiten, die eine augenblickliche Lage bietet, hat für uns Außenstehende ihre großen Schmie- rigkeiten: denn nur selten besitzen wir die Unterlagen, um sie richtig beurteilen zu können. Ein großer Teil dieser Unter- lagen sind strengstes militärisches Geheimnis; was man ge- sprächsweise über sie hört, ist oft nur— Geschwätz. Sehr begreiflich, wären uns im Inlands diese Unterlagen bekannt, so ist zehn gegen eins zu wetten, daß der Gegner erst recht im Besitze des Geheimnisfes wäre. Das aber könnte doch recht unheilvoll wirken. Fehlen uns so schon die ersten Baustein« für ein zutreffendes Urteil, so tritt ein anderer Mangel noch weit entscheidender hervor, das ist unsere Unkenntnis über die Pläne der eigenen, über die Absichten der feindlichen Heeres- leitungen. Sie pflegen sie ja im allgemeinen nicht dem ersten besten aufzubinden, sondern so lange wie nur möglich im Dunkeln zu erhalten. Denn darauf beruht meist die Entschei- dung über Gelingen oder nicht Gelingen. Auch dabei, wo Aeußerungen feindlicher Führer in die Oeffentlichkeit dringen, muß man sich immer fragen, ob sie wohl die innere Wahr- scheinlichkeit für sich haben, ob sie entstellt wiedergegeben wurden, oder vielleicht gar— zur Täuschung bestimmt find. Wir sollten den Feinden daher auch nicht versichern, daß sie noch mehr durch die gelungene Räumung dann über- r a s ch t sein würden, wenn erst der l e tz t e A k t des Hinden- burgschen Planes zur Ausführung gekommen sein werde. Denn diesen letzten Akt kennen wir ja— glücklicherweis«, nachdem, was ich soeben gesagt— gar nicht; können also ebenso- wenig beurteilen, ob der Gegner durch ihn überrascht sein wird. Schließlich gehören doch auch zum Ueberraschen immer zwei! Wir sollten uns davor hüten, uns mit leeren Worten auf den vielleicht entscheidenden Abschnitt des Krieges vorzu- bereitem Eine große Rolle spielt endlich bei der Durchführung kriegerischer Unternehmungen das Glück oder der Zufall— das, was sich unserer Kurzsichtigkeit als Zufall darstellt— in Wahrheit ja freilich auch nur streng logische Folge von Ur- fache und Wirkung ist. Wir alle haben wohl mit einer neuen russischen Revolution gerechnet; aber wo find die, die ihren Ausbruch mitten im Kriege vorausgesehen und in ihre politischen wie militärischen Berechnungen aufgenommen hätten? Wer von uns hat geahnt, daß das vergöttlichte Zarentum so rasch, so widerstandslos, so kläglich auf den ersten Axthieb zusammenbrechen, so gleichgültig vom Heere würde verlosten werden? Wir erwarten nun, daß dieser Glücksfall für unS und für den Frieden günstige Nachwirkungen auslösen werde. Und doch wird es der Vorsicht entsprechen, mitallzuhoch ge- spannten Hoffnungen zurückhaltend zu sein. Noch wissen wir nicht, welchen Lauf die Dinge in Rußland ferner nehmen, ob die friedensbereiten Arbeiterschichten, die vielleicht die Mehrheit des Volkes vertreten, oder die kriegs- lüsternen Parteien der Duma in dem Ringen um die Herr- schaft den Sieg davontragen werden. Ob durch den Ausbruch der Revolution die große Entfcheidungsoffenfive unserer Geg- ner verzögert worden ist, mag immerhin noch dahingestellt bleiben. Wenn wirklich der Franzose Doumergue von der Petersburger Konferenz Ende Januar noch Hause telegra- phiert liat, daß das russische Heer erst im Jahre 1918 zum neuen Angriff bereit sein werde, so läßt das auf eine weit- gehende Zerrüttung der militärischen und politischen Organi- fation schon vor der Revolution schließen. Wir dürfen dann annehmen, daß Ersatz und Ausbildung, Bewaffnung, Schieß- bedarf, Ausrüstung damals noch weit im Rückstände waren. Andererseits werden wir doch auch damit als mit einer Mög- lichkeit rechnen müssen, daß die hohen Führer des Heeres ver- suchen werden, es durch einen allgemeinen siegreichen Angriff wieder fest in ihre Hand zu bekommen. Denn einem sieg- gekrönten Feldherrn Pflegt ein Heer blindlings durch dick und dünn zu folgen— siehe Cäsar, Cromwell, Napoleon. Im Osten ist also in der Tot noch alles dunkel und un- gewiß. Sicher ist nur, daß augenblicklich die Jahreszeit große Unternehmungen hindert, so lange und so weit sie sie eben hindert. In den Karpathen hat der Rüste am 1. April bereits wieder einen Vorstoß größerer Streitkräfte zu beiden Seiten des Uz-Talcs versucht. Wie steht es nun im West e n? Unsere Räumung der Ancre- und der Sommestellung zwischen Arras und der AiSne Ut als strategische Bewegung, für sich allein betrachtet, sorgsam vorbereitet, unbemerkt von dem Gegner eingeleitet, glänzend durchgeführt und also wohlgelungen. Sie hat dem Gegner größere Verluste gekostet als unseren Truppen. Wie sie sich aber in das kriegerische Gewebe als Teil eines Ganzen ein- fügt. daS wissen wir nicht und können sie von diesem Gesichts- Punkt daher auch nicht beurteilen. Hindenburg wird es wissen, aber der sagt es uns nicht. Unsu eigen Urteil können wir erst abgeben, wenn das Ganze fertig vor uns liegt, wenn das, wa» gegenwärtig Zukunft ist, Vergangenheit wurde, wenn wir die inneren Zusammenhänge kennen. Daß diese Zurückverlegung der deutschen Girant auf die feindlichen Pläne umgestaltend einwirken wird, ist wahrschein- lich. Vorläufig'ehen wir beide Gegner der deutschen Bewe- gung folgen: daß dies mit der nötigen Vorsicht geschah, ist selbstverständlich. Dafür sorgen der Ruf deS deutschen Heeres nnd deS deutschen Feldherrn, die ausgesprochene Ueberlegen- heit unierer Truppen im Bewegungskriege und die ver- schleiernde Tätigkeit unserer Fliegerwaffe. In den letzten Togen hat der Gegner seine Artillerie teilweise wenigstens vorwärts und in den Kampf gebracht, doch haben unsere Batterien durch die genaue Kenntnis des Geländes seinen Truppen beträchtliche Einbuße zugefügt. Auf dem Nord- flügel scheinen dre Engländer vor unseren neuen Stellungen i zu halten, auf dem Ostflügel— nordöstlich Soistons— die Franzosen nur noch schrittweife vorgekommen zu sein. Ob beide ' Gegner in der Mitte unsere neuen Stellungen bereits schauen, ' mag noch zweifelhaft sein. Jedenfalls haben sie in den letzten Tagen beträchtliche Kräfte eingesetzt, denen unsere vorgescho- benen Abteilungen elasttsch ausgewichen sind. Man wird voraussetzen dürfen, daß der Gegner nunmehr auch seitliche Verschiebungen seiner zum Angriff aufgebauten Masten vornehmen wird und daß darüber eine gewisse Zeit vergehen wird. Seine stetigen Vorstöße in den: Raum um Arras lassen mit der Möglichkeit rechnen, daß die Engländer hier eine Verbreiterung des ursprünglichen, nun- WlMw-- ""fflWI Auf kommt es an! Gage nicht: Andere haben mehr Geld und verdienen mehr als ich) die sollen Kriegsanleihe zeichnen! Gage auch nicht: Was machen meine paar Hunderl oder paar tausend Mark aus, da doch Milliarden gebraucht werden! Und sage noch weniger: Ich habe schon bei früheren Anleihen gezeichnet und damit meine Pflicht getan! Aus jede Mark kommt es an! _ Auswinterung der Nachsaat. Die Deutsche LandwirtschasiSgesellschaft hat eine Erhebung über die Auswinterung von Weizen durch den letzten Kahlfrost ge- macht. Die allerdings nicht sehr umfangreichen Nacheichten er- geben, daß der Schaden kein sehr allgemeiner st. Immerhin finden sich stellenweise Answinterun- gen, wie die Nachrichten aus Lippe-Detmold, aus Bayern, aus Ostpreußen und anderen Orten ergeben. In Friedenszeiten wurde in der Regel nach ausgewintertem Weizen Gerste oder Hafer ge- baut, und diese sind auch im allgemeinen als die zweckmäßigsten. sichersten und ertragreichsten Ersatzfrüchte anzusehen. Gllttchwohl dürfte unter den heutigen Verhältnissen Sommerweizen zu bevorzugen und überall da als für etwa ausgewinterten Winter- wetzen anzubauen sein, wo die Bedingungen dafür vorhanden sind, also namentlich im Westen und Südwesten. Jedenfalls erscheint es notwendig, schon mfolge des Mangels an Gerste, nach Möglichkeit Sommerweizen für die Nachsaat bereit zu halten. Soziales. Ausbildung von Kriegsbeschädigten. ; Die auf Veranlassung des �Kriegsministeriums seinerzeit beim Kriegsbekleidunxtsamt bes Gardekorps errichtete Jnvalidenwerkstatt hat eine wesentliche Umänderung erfahren. Sie hat die neue Bezeichnung Kriegsbeschädigtenwerkstatt er- halten und besteht aus einer Abteilung für Schuhmacher und einer für Schneider, während die Sattlerwertstatt ausgelöst worden ist. Kriegsbeschädigte, welche das Sattlerhandwerk erlernen wollen, finden bei der Urtilleriewerkstatt in Spandau dazu Gelegenheit. Die Beschäftigung der Kriegsbeschädigten besteht nicbt mehr wie an- fänglich in ReparawraÄeiten, sondern es erfolgt eine regelrechte Ausbildung in dem gewählten Handwerk nach den für die Lehr- lingsausbildung maßgebenden Bestimmungen der Berliner Hand- Werkskammer. Mit Rücksicht aus das höhere Alter und die bessere Ausfassungsgabe hat diese eine Lehrzeit von zwei Jahren als ge- nügend erachtet und auch hinsichtlich der Ablegung der Gesellen- und Meisterprüfung Erleichterungen zugesagt. Während der Lehrzeit wird de» Lehrlingen auch Gelegenheit zum kostenlosen Besuch der Fachschule des betreffenden Handwerks geboten. Die tägliche Arbeitsvergütung beträgt anfänglich 4 M. für Ledige und 4,50 M. für Verheiratete. Dieselbe erhöht sich nach drei Monaten auf 5,94 M. Hierzu kommen noch Kriegsteuerungs- zulage und eventuell Famillenunterstiltzung. Eine Einrechnung des Lohnes auf die Militärrente erfolgt nicht. Die Arbeitszeit ist von 8 Uhr vormittags hiZ 2 Rhr 30 Minuten nachmittags mit einer halbstündigen Pause. ' Eingestellt werden, außer bereits Entlassenen, auch bis zur Enilaff'unz vom Truvventeil Beurlaubte, jedoch ist Bedingung, daß sie nicht von Beruf Schneider oder Schubmacher sind, und wirklich ein Berusswechsel dringend notwendig ists Einstellungsgesuche sind schnsilich oder mündlich bei der Ver- utgen. Sriefkasten der Redaktion. Tie Juristische Sprechstunde findet am Karfreitag. Lster- sounabend, 1. und Ä. Osterfeiertag nicht statt. F. W. ÄN. Ja,— BS. P. 73. 1. Neln, Sie find dazu gesetzlich nicht vervilichtet. 2. Beschwerde wäre s« erheben beim ZtegternngSpräfidenten in Potsdam.__ ZvetterauSstchte« fflt»aS mittlere Rorddeutfchlaud bis Freitag mittag.>nz,i!, 5eiltueve bitter, jedoch überwiegend beivölkt, mit geringen, nur an der Küste ftärkerett Niederschlägen._ 0»[Mn, XiMkite F. Emt Elsnnfrst-, Zt. f MkmhbVr. MWinfc« b irranzAtaraham Ruth. SUj5iiW-0.*3«»ItMBk-,E»ri, C IIEiriirstli*, F«raap.pg»,l»7()e || BeaeMB«�uellen-Veraeichni».| Urtentehaade 6mWft« enpfehleisleh b.EIVhliif. miVM Anttmgr�b*ntr. W. Dlana-MflÄMt-r. j Kotibuser- Ztanai 7f. Wianer Str. 45. ______ i. B* rfMWreltii b wMüiMIl, ra asscuatt« w Alten Sudtteiten »owie io SaaiäUn n. Trimo* BoeeCndot 1892. •tt* Wem, Treptew, Krtlltt. 16 KTlSaM, Biriflltier 3U. U. E. Bnes,(»miintiuti. Ii. A. E. Lange, Brocneastr. 166 S mUf. 41«.. Rleo b | VfHhelm SÄbel 29 Hrenc| Ii DeUlI- Oeiebifte. August Holte WHierbre« weL, Werna«neig, g p«i8iz ipfishlt tymuen ersten Range».| HabclsBrauero L—_|abei3raa—(ionttlj djrotcr.RJ 43-Z MM MlREtar Braiiöaas Berlin und Oranienburg Hink! Wanninger Bier! 4 broneii unä Fnrbnn v l?ere«r-»r*)rtrlf,iri,.i.l«l-WlrTr5» l r-df4gtrie, Irin.« BetintaWpli TimBgr�Bsslg Bhnpnll Thittllelik Beck 4 Elten,»Utalw, Wente.Wertarp KUInaea.P-Jfaneratuak.l.SeMt itnU 46- MWi,»««tr.ll, luwr-Wtto. «r. M, Waamti. in, Pmiatat. II rrtm#.. 6rHiAti«l« 14 | Kehlhendliia Aew Bethke, Georg,££ Inh.i Karin. Bappsch Obarlottenburg, Berlineret. 68-69 1 Wi""~ Mi» nretwereafebrtk e,Fet.r«herg«rttrJl Ctte'Keagel, Alte Jee�atr. 16. J4Wyeifen.u.Knabenaard.» SCsbom Badatr. tze, Sek« .usaer LeekeASIapeck), SeMik-ilMl faWrtiÜ.SnVSAr Gaege,OttoCh,b�'t,a 4 WWiiaaoaiwan» Bellraann, t, ---- iwetr. 96 Mihmeeehlaem Hilunaschmen Ltdea w«Nea«UdtteUea. 4 Mite. mUea. PeUwerea b 4 grirz-.Weiü f. U.T.r.viiT.r.tTeTT. n 1 Bhatoffr. AFliarat« b aottbneerstr.>. llirBUlI eueli Geleganhoitekf. Vre!nü,LII6rf.VruAt«6f>« b Solias 66 rniele» m«Uem Stedten»». Heim. memctUä: a.55QYcrHiifsrttll. 6r;-ßerl. MäIbey. � Sikperiddi 9 Meierei C. Bolle AltJfeaMt A.-a 8eriinn.u.2ia»»»- Altexter«ad grieeter ■UchwlrteeliettUehei - Orecebetrieb 9cE erfstr.liS aiarai» b Heräwttr, II V/, ITOCIieWt aeFiia BPiminair. GW d TapaleBaaMBaan b „Deutschland" Berliii IrbetteiTenldienac— L-ÜtAtie» atorbeloaxgaTCTiAtfit.»trab« i. llt�klwSEsr.�jsi.-.Tar Deutsche Bank. Geschäftsbericht für das Jahr 191®. Wir berichten über do5 siebe» und» icrzigste Geschäfts» l»hr der Deutschen Bant. Noch iwincr wütet der verbrecherische Krieg, der so viele hossnungs» »olle Menschenleben, so viel Arbeit, Gut und Wohlstand vernichtet. Die deutichen Heere sowie unsere tapferen Bundensgenofsen haben im weseut. uchen ihre Stellung aus allen Fronten behauptet. Berdientes Schicksal hat Rumänien ereilt, das sich ohne Not in den Kampf einmischte. Durch die Besetzung der Walachei und Dsbrudscha.ist den Jentraimächten wert, «olles Gebiet für die Erzeugung von Getreide und die Gewinnung von Erdöl zugewacosen.� Mit einer Einmütigkeit und Opferbereitjchaft, wie pe nur seltene Höhepunkte der Völkcraeschichte aufweisen, tritt das deutsche Jolt voll ernster Entschloffenheir und Zuversicht in den ent» scheidenden� Endkampf, für den unsere Streitmacht zu Wasser und zu tfittbe ebenso gerüstet ist, wie die Volkswirtschaft in der Heimat. In zunehmendem Grade haben die Ereignisse seit jiriegsbeginn auf» gedeckt und erwiesen, auf welcher Seite das überwiegende Schwergewicht nicht nur de: Stärke, sondern auch des moralischen Rechtes liegt, ob auf de: Leite unserer Gegner, die um Befriedigung ihres Hasses, um Gewinn an Land und Gütern kämpfen, oder auf leiten Deutschlands und seiner Verbündeten,�die um ihre Unabhängigkeit, um die Behauptung ihres Besitzes, die Sprengung unerträglicher Einkreisung, um die Freiheit der Meere und des Welthandels» um gleiches Recht für alle in den Kampf gezogen sind. Die Gcheimakten der Archive von Brüssel, Bukarest und Kowno haben bestätigt, was be: feit einem Jahrzehnt vor Ausbruch des Kriezes von unseren Gegnern geführte Feldzug der Verhetzung gegen veirtichland und der planmäßigen Vergiftung der Sffcntlichen Meinung hatte ahnen lassen. Deutschlands Kraft steht ungebrochen. Die Ernte war gut, wenn auch ungenügend im Ertrag an Kartoffeln. Zwei Kriegsanleihen lieferten in lstlk jede über 1v Milliarden Mark. Die bevorstehende sechst« Kriegs» a»leihe verspricht wieder guten Erfolg. Di« Einlagen in Banken und Sparkasse» sind höher als jemals zuvor. Obwohl aus deutschen Spar» koffengcldern über 7 Milliarden Mark zur Anlage in Kriegsanleihe» verwendet worden find, ist der absolute Einlagebestand noch ebenso hoch wie zu Anfang des Krieges, mehr als 20 Milliarden Mark. Fiir die Deutsche Bank lassen wir unsere Zahlen reden. Unser Gesamtumsatz erreichte 129 Milliarden und überstieg den vvriahrigen um 22 Milliarden Mark. Die Aktiven und Passiven unserer Londoner Filiale sind in «lnseren Abschluß nach dem von der englischen Regierung veröffentlichten Bericht des Zwangsverwalters eingestellt. Obwohl die Liquidation unserer Filiale«inen Ueberschuß von mehr als Ihr Millionen Pfund Eierlinz über oll« Berbindlichteiten aufweist, verkündet die britische Rc. »ieruna, von«wer gewissen Presse aufgestachelt, unser Bankgebäudc solle verkauft werden. Es war England vorbehalten, das böse Beispiel zu Leben, unter Mißachtung allen Volkerrechts und auf Grund für über- rvundeu gehaltener mittelalterlicher Gebräuche dos Privateigentum an» zutasten. Wird London künftig als ein sicherer Aufbewahrungsort aus- lündischen Privatvermögcns zu betrachten sein? Der Banksatz betrug während des ganzen Jahres 5%. Der Goldbestand der Relchsbank hat sich noch etwas vermehrt, übersteigt den englischen Goldschatz um mehr als das Doppelt« und nähert sich dem wirklichen Goldbestonde der Lank von Frankreich, der früher ein Bielfaches de» deutschen Eoldvorrats zu betragen pflegte. Was die Bank von Frankreich in ihrem Status als„op» l'ätravger' aufführt, ist hauptsächgich(gegen das Versprechen dereinstiger Rückgabe) nach London abgeflossenes Gold, dos wohl längst seinen Weg nacy Rew 3)ot£ für die Bezahlung der riesenhaften amerikanischen Munitionslieferungen gesunden hat. Jedenfalls wird das gleiche Gold an mehr als einer � Stellt als Bestand aufgeführt.' Soldmünzen sind in allen kriegführenden Landern aus iem Uralons rerfchwunoen. Die. Währung der glücklichen� an dem Ktieg« unbeteiligten Länder wird ü b e r dem Goldpunkt bewertet. Die Aufhebung des Schcckstempels hat eine erfreuliche Zunahme des Scheckverkehrs, wenn auch enrsprechende Belastung unseres Personals zur Folge gehabt. Durch Einführung zweckmäßiger Zahlungs» n»d lieber. weifungskarten haben wir dazu beigetragen, den bargeldlosen Verkehr zu fördern. Was unsere Abschlußzahlen anbelangt, so' dürsen wir im wesentlichen auf unser« vorjährigen Erläuterungen hinweisen. Die ftär's» Abweichung zeigt die Summe unserer Kreditoren, die sich um über 900 Millionen Mark erhöht hat. Dieser Zunahme der »ns anvertrauten Gelder sieht eine entsprechende Vermehrung unserer Wechsel, Bankguthaben und Lombard-Borschüsse gegenüber. Das Verhältnis unserer flüssigsten Mittel zu den Verpflichtungen Hot sich weiter gehoben; von sämtlichen Derpfllchtungen unserer Bank betragen: die leicht greifbaren Mittel.... 78,87 gegen 71LS� im Vorjahr, unter Sinrechnung der Worenvorschüsse 84,63% gegen 77,41%. . Die Zahl de: bei der Deutschen Bank geführten Kundenrechnungen »at sich von 360 649 auf 380 416 am Ende des Berichtsjahres erhöht. .Die Zahl unserer Beamten, einschließlich der Mitglieder des «qrfiande« und der Direktoren aller Zweiganstalten sowie einschließlich »»: S'-ogen Zahl der im Heeresdienst Dirienden und der zu teilweifem in 1*1 Hilfskräfte, beirug am Jahresschluß 10 603 gegen Vorjahr. Wir geben wiederum als Anlage zu diesem Bericht d» unvergessenen Tapferen, die in Erfüllung ihrer Plllcht ch- Lebe» sur das Saterland lassen mußten. , 2" �odritacht der herrschenden Teuerung haben wir unserer Be- ,- dem bereits in 1913 bis auf weiteres gewährten wufenden Zuschuß, wahr«»» de» abgelaufenen Zahce» dreimal besondere Kriegsbechilfell bewilligt Eiuschlictzlich der aus dem Zahresgewinn zu �we�en� AbichluK�Gratlfikatiosen hat die Deutsche Bank für ihre »-*«»-»'•••• * 5;as3 Beitrage zum Beamtenfüisvrge.Verein... 1 612 893.79 Pensionen und Unterstützungen aus dem Dr. Georg von Siemens-Fonds......... S44 674.73 7 768 425.28 Dzau aus Anlaß de» stneges laufende Beihilfen und Teuerungszulage au die zum Heere«. diensi«inberufmeq sowie die im Betriebe täügen Beamten(Kriegs, ürsvrge)... MT 7 544 018.35 M. 15 312 443.63 •ft« einen Gesamtbetrag gleich aunähcrnd der Hälfte der Dlvidend«. Aachen Elbiug Konstantinopel Reichenbach i. Schi. Allenstein Frankfurt a. M. Langenbielau Remscheid Augsburg M.-Giadblich. Lanzerjeld Rheydt Barmen Glan Langfuhr Ronsdorf Äcrgedvrf Gleimitz Leipzig Rnbni! Berncastel-Cucs Glogau Leobfchütz Saarbrücken Beuthen O.-L. Gnadenfrei Libau Schlebusch Bielefeld Goch Liegnitz Schweidnitz -iocholt Görlitz Lippstadt Schwelm Bonn Gumbinnen London Soest Bremen Hagen i. D. Lotzen Solingen Breslau Hamburg Meißen Spandau Bromderg Womm i. W. München Evrottou Brüssel Hanau Neheim Stettin Bütov Hindenburg O-S. Neiße Thorn Chemnitz Hirschberg i. Schi. Neuß Tregenhos Coblenz Hohensalza Nürnberg Trier Crefeld Idar Offenbach Vegesack Cronenberg Znsterbnrz Oliva Velbert Culmsee Iauer Opladen Wald Danzig Kattowitz Paderborn Waldenburg i.Echl. Dormstadt Kolberg Posen Warburg Drüben Köln Potsdam Weißer Hirsch Dresden Köln-Mülheim Radeberg(Sachsen)Wiesbadsn Düsseldorf Königsberg Pr. Ratidor' Zopxvt. Elberfeld Könizshütte O.-S. Die beschlossene Eröffnung einer Filiale in Sofia ist in Dar- bereitung; die Zweigstelle Metz hat ihren Betrieb wegen des Kriegs» zustandes noch nicht aufgenommen. Wir haben uns kommanditarisch an der hochangesehenen Bankfirma C. G. Trinkaus in Düsseldorf beteiligt. In Trier übernahmen wir das altangesessene Bankhaus R« v e r ch o n k Co.. dessen Teilhaber, die Herren Kommerzienrat Adrian Reverchon und Zustizrat Dr. jür. Lorenz Hey, mit Beginn des neuen Seschäftsjahres als Direktoren in die Leituno unserer Filiale Trier eingetreien sind. Di« Deutsche Ueberseeis che Bank ist infolge der Tchwie» rigkeit des Verkehrs mit Uebersee noch nicht in der Lage, einen Abschluß aufzustellen, dürfte oder nach den eingelausenen Nachrichten wiederum 6% Dividende verteilen können. Der Ertrag aus„Dauernden Beteiligungen" und Kommanditen enthält die für ISIS vercinnahmteii. Dividenden auf unseren Besitz an Aktien der Deutschen Ueberseeischen Bank(6%)(für 1916 6% der Deutschen Vereinsbank(554%) l» 6% der Essener Credit-Anstalt(8%)(, 8i4% der Hannoverschen Bank(6%%)(. 754%) der Meckleichurgischeu Hypotheken, und Wcchselbanl(1-%)(. 15%) der Niederlausitz er Bank A.-G.(6f4%){, 7%) der Oldenburgischen Spar- und Leih Bam(10%)(, 10% der Pfälzischen Bank(6%)(. 6% der Privatbank zu Gotha(6%)( der Rheinischen Creditbank(6%)( des Echlcsischen Bankvereins(7%)( 10%) 6%) 6% .«%) 75�% Bayerische Geschützwerke Fried!. Krupp in München «-richtet. Nach zweisährigen Verhandlungen habe» wir gemeinsam mit der Dresdner Bank die„M itropa" Mitteleuropäische Schlaf- wagen- und Speisewagen» A.�G., Berlin errichtet.� Unter strenger Wahrung bestehender Rechte teiudlicher Ausländer ist �dieser Gesellschaft von de» deutschen österreichischen und ungarischen Staats» eisenbahnÄerwalduigen die Führung zahlreicher Schlafwagen- und Speisewagen-Kurse übertragen worden. Ein Kreis von Beteiligten aus Oesterreich-Ungarn und den deutschen Bundesstaaten hat sich mit uns zur Durchführung dieses verkehrspolitifch wichtigen Unternehmens ver» einigt. Sie Unaarische Erdaas-Akticn- Gesellschaft rn hat trotz aller Schwierigkeiten, die der Weltkrieg und insbesondere der rumänische Einbruch in Siebenbürgen mit sich brachten, seine Ein- richtungsarbeiten durchaefübrt. Die bereits erzielte Erzeugung ermog- licht schon nächstens die Lieferung bedeniender Crdgasmengen an Be- triebe der ungarischen Kriegs- und Friedenswirtschaft. Sie Tt. Louis& San Francisco Bahn ist mit gutem Erfolge reorganisiert worden. Es ist uns gelungen, unter Ausnutzung der hohen Wechselkurse, den deutschen Besitzern der von uns eingeführten Szinsigen Bonds, kurz vor Abbruch der diplomatischen Beziehungen seitens der Bereinigten Staaten, die Rücknahme dieser Bonds zu einem den Ausgabepreis"übersteigenden Kurse anzubieten� Die allermeisten unserer Kunden haben hiervon Gebrauch gemacht. So hat sich die An- lege in diesen Bonds seit ihrer Einführung, trotz der bedauerlichen Stockung in den Zinszahlungen, schließlich für die Erwerber doch als eine vorteilhafte erwiesrn; durch den Riickverkauf erwuchs überdres der deutschen Wäbrung eine willkommene Stütze in kritischer Zerr. Bon sonstigen K 0 n s 0 r t i a l g e s ch ä f t e n erwähnen wir die Ilebernahme özinsiger Kassenschbiue der Stadt Wien sowie von uiucacn der Deutschen Tobakhandels-T. m. b. H.(Filiale Bremeii): auch die Kapitalerhöbungen des Stahlwerk Becker A.-G., der Sächsischen Guy- stahlfabrik Döhlen(Filiale Dresden), der Essener Stcnnohienbergwerle A.-G., der Gelsenkirchener Bergwerls A.-G., der Howaldtswerke A.-G., der Echlcsischen Elektricitäts- und Gas A.-G., der Carl Berg u.-G. (Bcrgisch-Märkische Bank), des Deutschen Lloyd Bersicoerungs A..G., der Hirsch Kupfer- und Messingwerke, de- Rntgerswcrke A.-G.. der Vereinigten Glanzstoffabriken. der Reiniger Gebbcrt& Schall A.-G. (Filiale Frankfurt,, und der Wandsdel-r Lederfabrik A.-G.(Filiale §anUn$*e Konsoetial.Rechnung bestand am Jahresschlüsse aus: Beteiligungen an festverzmslidjen Werten. M. 13,13v,�v<.d4 van Eisenbahnen «iehungsbeitrag von M. WO; natürlich auch den zum Heeresdienst ein- berufenen Beamten nach ihrer Rückkehr da» gleiche, und zwar an Stelle »er jetzt von ihnen bezogenen Kinderznlage. r w?.u®tc.$.Mn hoben wir wegen der Teuerung unseren in Ruhestand be- fw.dlichen Beamten und den Witwen und Waisen der verstorbenen Be- amten zu den ihnen au» dem Dr. Georg von Eiemens-Fvndz gezahlten Pensionen rückwirkend vom 1. Januar d. 3- ad, bis auf weiteres einen besonderen Zuschuß bewilligt. De- Witwen und Waisen der im Krieg« xei allen en Beamten ist bereit-, wie in unserem Jahresbericht für 1914 ausgeführt, durch eine Erhöhung der üblichen Sätze gedacht worden. Auch in diesem Jahre haben wir alle Neueusgaden für Einrich. tun» völlig abge,chcieben sowie einen Betrag von A. 6 167 843 23 (einschl. M. 4 Millionen S 0 n d e r» b s ch r ei b u n«zf BankzebSude abgesetzt. In Trier wurde em Grundstück de« Reubau unserer dvrrigen Filiale erworben. Für Steuern und Abgaben hatten wir M. 5 200 151.91 zu «legen, gegen M. 4 190 670.32 im Jahre zuvor; zusammen mit dem WehcKiirag und der Zmsbvgensteuer jedoch über sechs Millignen Mari. Unsere Zweiganstalten haben sich unter den durch die Per. eingenrng der«MUitden BegAltenHaft recht lchwe«» Umständen jeder billigen Anforbelüng gewächsen geMgt. Durch die Aufnahme des «chlesifchen«ankoerein» und der Ro.ddcutfchen«reldtanstalt, die in der «ußerordentllchen Generalversammlung unserer Aktionäre am 7. März beschlossen wurde, ist die Zahl unserer eigenen Bank st eklen auf der Wülttembergischen Tereinsbänk(6%)(„ 7%) und der Deutschen Treuhand-Gesellschaft(1254%)■(. 125,%) Wie aus der obigen Aufstellung der für 1916 schon empfange»«» oder zu erwartenden �Dividenden oder Zahlungen ersichtlich ist, können alle diese Institute für das dritte Kriegsjahr den gleichen oder einen höhere» Gewinn vorschlagen als im zweiten. Wir haben die Geichäste merschredener Kriegsansschüsse und Ab- rechnungsstellen weitergeführt, als deren wichttgsten wir den Kriegs. a u.s f ch u ß für Oeleund Fette hervorheben. Unsere in dem vvrjäheigen Bericht erwähnte Einrichtung zur Der- mittlung von Geldsendungen an deutsche Gefangene im feindlichen Ausland, in der jetzt Nicht weniger als 81 Beamte arbeiten, hat ihr segensreiches Wirken fortgesetzt. Im Jahre 1916 sind rund 400 000 solcher Zahlungen, einmalig oder laufend, von uns ver- niittelt worden und in den meisten Fällen auch an die berechtigten Empfänger gelangt. Wir haben� zusammen mit Herrn A. L 0 h m a n n in Bremen und dem Norddeutschen Lloyd die Deuts äse O z e an- R e e d er e i E. m. b. H. gegründet, deren Unters«ehandelsb-ot.. Deutsch. U'nd" zwei erfolgreiche Fahrten nach den Bereinigten Staaten aus- führen konnte. Die Bank für orientalisch« Eisenbahnen bat 5% Dividend« verteilt, die wir von dem Buchpreise abgesetzt, aKo nicht in unseren Gewinn einbezogen haben. Di- Bank und ihre Untergesell- schaften befinden sick, in gesunder BersasstUtg; die Bank muß jedoch nach dem schweizerischen Obligationenrecht große Baluta-Abschreibunaen vornehmen. In dem Bestreben, unsererseits die dringend wünschenswerte Zu- fammenfassung der deutschen Bankkoost im Auslande zu fördern, haben wir uns im Berichtsjahr mit eineo namhaften Quote an der Deut. sehen Orienkbank A.- G. beteiligt und sind in deren Aufsichtsrat eingetreten. Unsere Eisenbahnunternehmungen in der Türkei haben dem verbündeten Osmanisch-n Kaiserr-'ch w-ii-r die wertvollsten Dienste geleistet. Die Anato lisch- Eisen bahu-Gesell- schast dürfte für 1316 wiederum mindestens 6% Dividende vor- schlagen. Die Bagdad-Eisenbahn-Ges ellschaft hat, trotz aller durch den Krieg geschaffenen Schwierigkeiten, mit Unterstützung der Türtischen und der Reichsregierung, sowie der beiderseitigen Heere«- organe. ihren Ausbau und Weiterban gefördert. Auch in Zukunft wird das Unternehmen der Hilfe der beiden Regieningen recht sehr bedürfen, weil der Bau unter den Bedingungen der Konzession von 1303 ebenso unmöglich geworden ist, wie der konzessionsgemäße Betried zu 45 bezw. 40% der Bruttoeinnahmen. Durch vierKriege, von denen der letzte und schwerste noch andauert, such der Bahn wie auch der Bauunternehmung außerordentlich große Berlusie erwachsen; die Steigerung de» Zinsfußes für alle festverzinslichen Wgrixapiere um die Hälfte und mehr, macht den Berkauf der 4% türkischen Subventionsanleihen, ans denen be- kanntllch der Bau zu bestreiten ist, auf absehbar« gukuusr hinaus un- möglich. Der„Bayerische Lloyd" Echiffahrtzgesellschaft m. b. H.. Regensbitrg, de» wir unter fördernder Älirwirkung und spätere: Kapitalbeteiligung der k. Bayerischen Staat-regieruug und im Verein mit süddeutschen Städten, den bayerischen Großbank«: und anderen Freunden entwickelt haben, konnte seine Flotte und Einrichtun- j gen im Laufe des Weltkrieges erheblich vermehren. Auch die Zentral- Elykaufsgesellschaft hat inzwischen für die Bedürfnisse der deutschen Einfuhr eine Reibe von Dampfern und Schleppkähnen gebaut, die auf den Bayerischen Lloyd gegen eine entsprechende Kapitalbeteiligung der PeichsregiepiiUg an dem Unternehmen übergehen. Darüber hinaus sollen durch eine beoorstchende Kapiralerhöhung des Bayerischen Lloyd die für dessen weitere Ausdehnung notigen Mittel beschafft werden. Di« Eteaua Romana, Altien-Sesellschast für Petroleum. Industrie, hatte die Ausschüttung«wer gegen ihren letzten Dividendensatz erhöhte» Verteilung in Aussicht genommen. Der Eintritt Rumäniens in den Krieg hat diese Absicht vereitelt, indem englische Agenten die Anlagen der Gesellschaft an viele» Stellen systema- tisch zerstört hoben, ein Teil der Bücher und Schriften vernichtet oder ! verschleppt, und sogar die bescheidene Habe und Einrichtung der Be- amten geraubt ywrden ist. Die Gesellschaft ist mit de» Aufräumungs- arbeiten befchästlZt; sie hat bereits ihren Bohrbetried und die Er- zeugung von Petrolemnprodukten, vorläufig in beschränktem Umfange, wieder aufgenommen. Bon den Borräten wurde durch die rasche Gin- nahm« von Constanza»ine bedeutende Menge gerettet. Unter den ge. schilderten Umständen wird die Aufstellung einer Bilanz Zeit erfordern, und bis dahin hat auch die Deutsche Petroleum A.-G. wegen ihrer großen Beteiligung an der Steaua Romana ihre» Abschluß aufgeschoben. Die Bayerischen Stickstoffwerke, deren Aktien noch in einem Syndikat gebunden sind, haben ihre Dividende auf 14% erhöht. Eine zweite Wasserkraft von 24 000 Pferdestärken an der Alz wird zur- zeit ausge�uit. Der Bsp uub Betrieb der großen Deichswerke hat diy GöfellWfft zu einem bedeutende» Unternehmen gemacht. Die Ge- sellschait hat in unserem Auftrage für ein Konsortium den Lau und die Leitung einer Fabrik zur Herstellung von Tetralin-Heizöl über- nommen. 1,637,634.15 6.117,221.50 2634,338.24 7,981,471.69 7,120,002.97 tut Aktien und an andren Transport- Unteimehmungcn..... „ an Bank-Aktien..... „ an Srundstücks-Ecschäften.. „ cm inländischen industriellen und anderen Unternehmungen „ an ausländischen dgl.... , cur Kriegskreditbankcn und anderen Kriegsgesellfchafteu.•* 2,48o,4�-.,0 zusammen 321 Beteiligungen im Buchwerte von M. 41,174,410.6.> Ter Destand eigener Wertpapiere gliedert sich wie folgt: Staats- und Konummal-Papte« deutsche Pfandbriese.............. W. 29,44., 350,-- Eis-nbahn. und Industrie-Obligationen..... 1,088,806.06 Eisenbahn-, Bank- und Jndnstrce-Aktun»...„ Verschiedene kleine Bestände.....-•„ 180,„i«.� zusammen in über 434 Gattungen M. 33 575,186.50 In diesem Bestand« befanden sich deutsche Staatspapiere im Buch- wert von M. 25 643 921.40. Wir waren auch im dritten Kriegsjayr imstande, die bei Ausgabe von Äriegsanteihen jeweils für eigene occch- nnng gezeichneten Beträge bei unserer Kundschaft unterzuormgen und uns aus diese Weise zweckmäßig für weitere Leistungen oorzubererten. Wir haben einen erheblichen Teil der Zeichnungen aus die ersten suns deutschen Kriegsanleihen vermittelt, nämlich einen Betrag von über 3 Milliarden Mark........•, � k, Trotz der gewaltigen Aufnahmefähigkeit des beul- scheu Marktes für die Kriegsanleihen war aorr auch sie Nacmrage nach guten Industrie-Ob' igaüor.cu und anderen Anlagen dauernd ledyast. Den über 4% Geldzins«:(welche in die Zinfcnrechnung �flössen sind) erzielten Gewinn auf Werlpapiere und Aansrrtien baben wir, wie iu den Borjahren, zu Abichreiöunpen auf die Bestände verwendet. Bei Aufstellung unseres Abschlusses hpoen wir abermals«rhebliche Rücklagen im Hinblick auf das unsicher« schicklal''»seree-ondoner Niederlassung gemacht. Auch haben wir alle sonstigen Aktiven der Bo... sorgfältig geprüft und unter Berücksichtigung der Kriegsgefahren b.- > Da« sich hiernach ergebende Bild der Gewinn, und Verlust. Rechnung zeigt einen bedeutenden Mehrgewinn 011 Finlen und be- . snedigende Zunahme der Einnahmen aus Provinonsgeoichren; aber die durch Aufwendungen für Kriegsfürsorge gelvaltig erholten Unrasten zehren die ausgewiesenen Mehrgewinne zu erheblichem �e:le auf. In den Aufsichtsrat wurden in der vorjährigen ordentlichen Genetalverfammlung neu gewählt die Herren:„. zz r. j u r. Rudolf F a u l I. Direktor der Mecklenburgischen Hypotheken- und Wechseidank, Schwerin. Alfred von Kaulla. Mitglied des Aufiichtsrats der Wurt- tembergischc» Veoeinsbank, Stuttgart; in der außerordentlichen Generalversammlunz vom 7. März 1917 di« Geheimer Zustizrat Dr. Felix Porsch, Erster Vizepräsident des Hauses der Abgeordneten, Breslau, Valentin Graf von B a 1 l e st r e m, Mitglied des Herren- hastses, auf Ober-Gläsersdvri, Fürst vou H a tz f e I d t S'e r z° g zu T r a ch« n v e r g, Mitglied des Herrenhauses, Trachenberg, Caspar Gras Kersfenbrock, aus Schurgast O. S,, Moritz Lipp, seitheriger Mtnhabcr des wchlesischen Bank» verein», Breslau, Fritz Zilske, Beisitzer des Borstehcromts der Kaufmaunschaft zu Königsberg, Kommerzienrat Adolf Unruh, Obervorsteher der Kaufmannschaft iu Danzig, Kommerzienrat Georg Manasse, Obervorsteher der Kauf- Mannschaft in Stettin. Im neuen Jahre haben wir den Tod des Herrn Kommerzienrat Franz Mackowsky in Dresden zu beklagen, der seit 1802 unserem Aufsichtsrat angehört hatte. Herr Geheimer Kommerzienrat Heinrich Lueg in Düsseldorf hat zu uusercm lebhaftesten Bedauern aus Gesundheitsrücksichten sein Amt als Mitglied unseres Aufsichtsratcs niedergelegt und gebeten, von seiner Wiederwahl abzusehen. Zu stellvertretenden Direktoren bei unserer Hauptuiederlassung wurden ernannt die Herren S e 1 m a r F e h r, dislang Abteilungs- direktor, Gerichtsassessor Dr, Kurt Weigelt und H e r m a u n Witsch er, welcher indessen bereits am 1. Dezember 1916 aus unseren Diensten schied, um den Posten eines Direktors der vorerwähnten , Mitropa" zu übernehmen. Herr Ludwig Leiffmann, seither Bbteilungsdirektor in Berlin, wurde zum Direktor bei unserer Frank- surter Filiale ernannt. Zu Abkellilngsdirektore» bei unserer Hauptniederlassung wurden er- nannt die Herren Paul Herr mann, Moritz Ioachimssvhn, Friedrich Koppe, Bernhard Müller, Louis Lübars ch, Ott« L p etzsißr und Oseor Kraetzig, welch letzterer aber zu unserem schulersticken Bedauern im Berichkssahre durch den Tod aus seiner Zssährigen Tätigkeit bei der Deutschen Bank geschieden ist. Wir verloren durch den Tod. gleichfalls nach llSjährigem Wirken in �2 gewalhscm. Die Deutsche Bank ist utpimebr außekhalb Grvß»Berlinz Hute; unsercx ffiitittÜJ-ag und im Vepeio mit bayerisch au Bauken «ach LHLW, toa8i't89'wi9Ae*9BtK-m Direktor Emil Beeck w den Riibestand getreten; an serner Stelle wurde der bisherig« BeoollmSchtigt« der Depositcnkasse Soest Herr Hans Feldmann ernannt. Das Wach». um unserer Organisation in Hamburg bedang die Ernennung derer langjährigen Mitarbeite' und seitherigen Prokuristen der Herren R o. bert Meyerding, Ott» Focke, Adolf Deutsch und W> l» Helm Bode zu stellvertretenden Direktoren. Nach K o n st a a t i- n o p e l wurde Herr Franz K ö b n e r als stellvertretender Direktor entsandt. Bei unserer Filiale Rheydt haben wir den Verlust des pello«. tretenden Direktors Herrn Hermann Rahusen zu beklagen, der am 27. Februar 1S1K für das Baterland auf dem Feld der Ehr« ge- fallen ist. Im neuen Jahre hat der Tod in den Reihen unserer altbewährten und geschätztesten Beamten drei schmerzliche Lücken gerissen. Wir haben verloren Herrn Fritz Lehmann, stellvertretender Direktor unserer Depositenkassen, seit 1887 in Diensten der Deutschen Bank; Herrn Ab- tcilungsdireitor Alfred L« i fj n e r, der seit 45 Iahren unser treuer Mitarbeiter und zuletzt Hmiptkassterer bei der Zentrale war; ferner Herrn Abteilungsditcktor Wilhelm«> s s i r i g, der uns feit L7 Iahren ein lieber Mitarbeiter und lange oberster Vorsteher unserer .Kontokorrent. Abteilung gewesen ist. Das Andenken aller dieser braven und tüchtigen Menschen bleibt in unserem Kreise unvergessen. Unser langjähriger Kollege im Vorstand, Herr Ludwig R»- itt n S. S B 4 e, Mitglied des Reich»iazes, ist zu unserem großen Schmerz am IS. Februar d. I. verstorben. Letztwillig hat er seine Anhänglichkeit an Miseren Kreis durch die Stiftung eine» grlißem Betrages für die Beamten der Deutschen Bank bekundet. Au» dem vorjährigen Bortrag von M. 12,184,558.98 ist die letzte Rate des Wehrbeitrages mit M. 698,496.— bezahlt worden. Einschließlich der alsdann verbliebene» Vortrags aus 1915 von M. 11,566,057.98, nach Bor» nähme unserer gewöhnlichen Abschret» düngen auf Bankgebäud» und Einrlch» t« n g im Betrag von........... SR. 2,718,069.46 einer Sonderrückstellung euf unser« 40 Bankgebäud« von.......» 4�00,000.— und der Rückstellung für ginsbogensteuer...., 250,000.— belauft sich das Erträgnis de» Fahre» 1916.. SU 0�H,SSM| abzüglich SN. 12,272,747.44 Bortrag auf neue Rechnung, erhält der Aussicht»rat7�/.uhr; flinter Mauern. Schiller-Th.Clharlottenbg, 7'/, uhr. Johannes. Thalia-Theater. 25LMr: Hasemanns Töchter. Theater am.Xollendorfpl. 3'lt U.: Die Brant v. Bessin a tv, uhr: Die Ehre. Theater des W estens 7v,u.: Eamiet. Trianon-Theater s uhr: Die Waise von Lowood. Gewerk fchaftsh n ns. Am 1. Ofterfeiertag Unterhaltungsabend des Männer»«. �rauenchor Neukölln VejangSelntage: Quartett, gesungen von VeretnStamen:»Wir man- delten',»Vergebliches Ständchen-,»Des Liebsten Schwur-. Am Ä. Feiertag Liederabend des Berliner Sängerchor unter Mtwtrkung der Opernsängerm Frl. Ussksüi Stoll. In den Parterreräumen und Wandelgängen erweiterter Restanrationsbetrieb, Konzert und Stimmongsvorträge. 1. Feiertag mittag: Hühnerbrühe....... 0,25 Schellfisch mit Senstunke... 2,00 Karotten mit Vellage.... 2,50 Wildragout....... 2,50 Vierländ. Snte mit Notkohl. 3,00 Wildschwein....... 3,00 Salat......... 0,30 2. Feiertag mittag: Ztrebssuppe....... 0,25 Hecht, grün....... 2,00 Rh. Rüben mit Pökelfleisch.. 2,00 Hasenpsesser....... 2,00 Masthuhn........ 2,50 Osterlamm........ 2,50 Salat......... 0,30 Heute ein sehr billiger Schnellverkauf! Kaninchen......Pwd 3,75 Eine Partie Gänse, Enten und Hühner. Hühnerbrühe a Liter 60 Pf., ein ganzes darin gekochtes _ Huhn 8 M., auch während der Feiertage. 124L KoLe-�keater. 7V, Uhr: Mnttersegen. Tf Vi Ctrcx.» T* Busch Heute 7V, Uhr: Die neuen April-Schlager: Georg, Leo Rauch, Koko usw. Zum Schluß: Riesen-Pracht-Wasser-Pantomlme Lie versunkene Stadt. 1., 2. u. 3. Osterfeiertag je 2 große Vorstellungen. 3V, Uhr: Die Gelernrinzessln. 7'/, Uhr: Die versunkene Stadt. Billetts i. Vorverk. entnehmen! Zirkusk. ab 10 U. ununterbr. geöffn. In sämtl. Vorst, j. humor.Festprogr. Reichshailen-Theaier. Stettiner Sänger. An beiden Feiertagen nachmittags 3 Uhr: Vorslellnng zu ermäßigten Preis.! (Parkett.'59 Pf.. Balkon 75 Pf.. Logen 1 Alk.) Abds. T'l, Uhr; .Cabarett Feldgrau4 Frieda Langendorff Zirkus A. Schumann Einlaß 7 Uhr, Anfang 7'lt ü. Heute und täglich: Das nene l'rogramm EDas Orakel_ lysteriössn Kiste der türk Illusionist. Delaune u. Benita. Dnsik. Phantast. Akt 4 Personen. Gebr. Wittas. Akrobaten. Der grolle equestr. Teil. Die Seeräuber Ausstatt.-Pantomime in 4 Akten. Karfreitag geschlossen. Walhalla-Theater. T'l, Uhr: Des Meeres iiDd der Liehe Wellen. Admirals-Palast. Die Vovität Abrakadabra grelles phantastisches Ballett anf dem Bise. y*/. Uhr. VorzQgl KDehe. Voigt-Theater. Badstr 58, Badstr. 58 Täglich T'l, Uhr: Mutter und Sohn. Schauspiel in 5 Bildern von Charlotte Birch-Pseiser. Karfreitag: Geschlossen._ Allabendlich 7J/i Uhr: Das vielseitige VarietG-Programm! | Die Kasse Ist ab tO Uhr geöffnet National Theater, Köp Str 68 Kasse v. 10 Uhr ad ununterbr. geöffn. '/zS Uhr. I.. n.,111 Feiertag>/.8 Uhr. Der Schlager von Berltnl Stndentenliebchen. Pisse in 8 Akt. Musik v. W. Bromme. Heule und Ostersonnabend:'/ß I. u. IL fteiertag, nachm. 31/,: Jugend. Liebesdrama in 3 Auszäg. 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Die Bekanntmachung des Oberlommandos tn den Marken, betreffend Befchlagnahme und BestandSeihebung von Rohdachpappen und Lachpappen aller Arten tritt am 5. April 1917 in Kraft. Die vollständige aniliiche Bekanntmachung eriolgt an den Anschlag- jäuien und in der»Norddeulichen Allgemeinen Zeitung*. Berlin, den 5. April 1917. 1622 249. I. Mil. 17. Der Polizetprästdent. ««■Nimm CägchlO-�iteUffllin bei Gicht, Rheumatismus und Nervenschmerzen. Ulitnsse.id begutachtet und bewährt! in allen Äpothek. erhältL in Tablett, zu 2 Mk. « tmd Salbe zur Massage zu 1,50 und 2,50 Mk. | H. Wunderlich, Apoth., Gera-R. f J Witte'« Apotheke, Askanlsehe Apotheke, I.ftwcn 9 Apotheke, Aeeculap- Apotheke, Mohren- Apotheke„ Für Schuhenacher � Oeatanste Flecke(geklebt), gemischt, in allen Grögen. Pfd. 5 Ä. Dvale Sohlenechoiier, gemiichl. in drei Größen..., d» Runde Schoner in 5- und 10-Ps.-Größen......, 3. Bruno Senafna, Leder-Abfälle, Teißenfei,LangHansstr.33. Tel.Weiß.191. Gemüsekonserven- Großhandlung, Landsberger Str. 92 gibt anch unmitt lbar an Verbraucher ab.* Kebanntmachnng der Ortskrankenkafse der 275/7 Surilsr zu Berli«. Auf Antrag deZ Kaffenvorstand es und durch Beschluß deö Versicherungs- amtS der Stadl Berlin vom 26. 3. 1917 werden folgende Mehrleistungen wieder eingeführt: a) A 20 Absatz 1: Zahlung des vollen KranfengeldeS als Haus- geld nach halbjähriger ununter- brochener Mitgliedschaft. d) z 20 Absatz 2: Zahlung tum Kranfengeld in Höbe von einem Achtel des Grundlohnes bei Kranlendauspflege, sosem Haus- geld nicht zu zahlen ist(Taschen- gelb). o)§ 23: Gewährung von HilsS- mittein gegen Verunstaltung und Verkrüppelung. Die vorsteoenden Mehrleistungen werden vom 1. April 1917 ab gewährt. verlin, den 8. April 1917. Der Vorstand. Guft. Wolf, ftellv. Vorsttzender. ttestiMnirt Traimasazln Größte aaswaki. Billigste Preise. L MonranzuaBe 37s (Kolonnaden) IL Or. Frankturlsr Str. 116 (nahe Andreasstr.) Amwahlsenöunßen tslsrt Ami Zentruni 7890. 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Bon einem Schweizer Geschäftsmann, der nach längerer Tätig- keil ans Frankreich zurückgekehrt ist, wird uns folgendes Stimmungs- bild übermittelt: Nordftankrcich steht so vollkomnien unter dem wirtschaftlichen (mfliiB von England, dast viele städtischen Bewobner bereits eine Ehre darein setzen, auch unter sich englisch zu sprechen. Der Eng- Kinder lehrt keineswegs den groben Herrn und Gebieter heraus, rm Gegenteil, er zeigt viel Mitleid mit den armen Franzmännern, aber er läßt sie doch immerhin fühlen, da« sie ohne seine Anwesenheit der- loren und verlauft wären, verkauft an die.Boches', die nirgends mehr gehatzt werden als im Norden Frankreichs. Und wer es nicht den Engländern glaubt, dem sagen es die Franzosen selber. das; sie ohne den starken britischen Arm das Frühjahr nicht mehr erlebt hätten, sondern zugrunde gegangen wären. Es steckt etwas Wahres in dieien Behauptungen. Der Engländer hat nicht blost dem Norden Frankreichs, sondern auch dem Süden und Westen die wirtschaftliche Organisation verschafft, ohne die Frankreich heut« vor dem Feinde bedingungslos kapitulieren mühte. Bis Mitte Februar herrichte in dem Lande ein BcrkebrSchaos, das unentwirrbar schien. Selbst die Beherztesten liehen die Köpfe hängen, als sie Frankreich ohne Kohlen, fast ohne Eisenbahnen, ohne Schiffe im grausamsten Winter, den die Leute konnten, liegen saben, und als die Be- wohn er in ihrer Bkehrzahl apathisch die Hände in den Schoß legten und resigniert dem Abschluß des Elendsdaseins entgegensahen. Da, in dieicr trostlosesten Zeil, in der das eigene Volt verzweifeln wollte, nahte sich England als Retter Frankreichs. Es nahm durch Tausende von Sachkundigen die Reorganisation des Landes und des Verkehrs in die Hand, und der Erfolg stellte sich nach wenigen Wochen ein. Die Bahnen laufen auch beule noch mehr schlecht als recht, aber sie laufen wenigstens und stehen nicht mehr beängstigend still. Ans den Flüssen und den vielen Kanälen herrscht seit vier Wochen ein Betrieb, wie ihn Frankreich in diesem Umfang früher gar nicht ge- kanilt ha«. In Paris hörte ich einen stolzen Politiker ausrufen: Frankreich ist durch seine Kanäle gerettet worden!/z Uhr unter Leitung von Hoflapell meister Hermann Kutzschbach nur neue Werke zur Aufführung bringen. Das Programm lautet: Vioiin- konzert von Julius WeiSmann; Vorspiel zu einem Drama von Schreckcr; Lieder eines fahrenden Gesellen von G. Mahler; Sinfonie Nr. 2, G-Dur von Paul Büttner. Solisten: Gustav Havemann (Violiiie) und Dr. Waldemar Staegemann(Gesang). — Treptow-Sternwarte. Es finden folgende Kino- Vorträge statt: Sonnabend, 7. April, 5 Uhr„Vom Monte Rosa zur airikamschen Küste'. 1. Osterfeicrtag, Sonntag, 8. April, 3 Uhr „Sitten und Gebräuche fremder Völker', 5 Uhr„Theodor Körner' (Vaterländischer Film, Lichtbilder und Kino), um 7 Uhr„Unser Heer in Krieg und Frieden". Ostermontag, S. April, 3 Uhr „Aus unseren Kolonien', 5 Uhr„Unsere Feldgrauen an der Front', um 7 Uhr„Uusere Luftflotte'(Lichtbilder und Kino). Dienstag, 10. April, ö Uhr.Mit Ozeandampfer von Bremen nach New Aorl' und um 7 Uhr.Christoph Kolumbus (Entdeckung Amerikas). Mittwoch, 11. April, 5 Uhr:.Polarjagden' (Seelöwen, Rennliere und Elche); um 8 Uhr:.Im Spreewald' (Lichtbildervortrag von Herrn Kurt Boenisch). Mit dein großen Fernrohr werden am Tage die Sonne mit ihren Flecken, abends Saturn und Mond, Doppelsterne, Sternhaufen usw. beobachtet. Das Jnstltut ist täglich von nachmittags 2 bis abends 10 Uhr geöffnet. 60] Der polizeim eiste?. Ein russischer Polizeiromau von Gabryela ZapolSka. AlS Jllüa sich a»? ihrem Tuch herausgewickelt hatte, befand sie sich in vollständiger Finsternis. Schreiend stürzte sie zur Wand und schlug mit den Fäusten drein. „Macht auf! Schurken!" Sie fand tastend die Tür und begann an ihr zu rütteln; aber die war fest und dick, wahrscheinlich, um das Schreien und Jammern zu dämpfen. Iuzia raste vor Angst und ohn- mächtiger Wut. Ter Schmerz raubte ihr den Nest der Be- sinnung. Wie eine Besessene lief sie in der Kammer auf und ab. Plötzlich stolperte sie über eine Flasche. Zornig erfasitc sie sie und schleuderte sie gegen die Tür. Der Lärm des klirrendeil GlaseL und der Dust alten Tokayers erregten sie noch mehr. Sie bückte sich, fand eine zweite Flasche und schlug mit dieser wieder gegen die Tür. Immer wieder bückte sie sich schluchzend und wie von Sinnen. Der starke Dilft begann sie zu berauschen. Jutzia atincte ihn mit bebenden Nüstern ein. ES schien ihr, als verschaffe ihr das eine Llnderung. Plötzlich hörte sie auf zu schreien. Wie betrunken sank sie vor der Tür nieder, zwischen GlaS'PüKern, in eine von vergossenem Wein gebildete Piütze. Sie schloß die Augen und atmete schwer. Sie litt in diesem Augenblick am meisten darunter, daß sie weiterleben müsse; denn sie fühlte, daß ihr Entschluß, ein besseres Leben zu be- gümen. vernichtet würde, daß sie die Fesseln, die sie um- klammerten, nie mehr abwerfen könne... XL Der Pollzetmeister und HorSti.— Tagejcw letzt alles auf eine Karte.— Das er'te Straucheln.— Tageje« ran.— tfjaU Flaggen.— Umzingelt. Als Ju,ia fort war. stürzte sich Tagcjew auf den Samo- war und begann nach rusiischer Titte aus der Untertasse zu schlürfen. Cr hätte viel darum gegeben, wenn er Juzia irgendwie zugrunde richten könnte. Verhaften wollte er sie nicht. Er fürchtete, daß sie möglicherweise als Zeuge ver- nommen werden und unliebsame Dinge aussagen könnte. Er war sich dieses Gedankens kaum bewußt, doch fühlte er, daß ihm von der Gendarmeric Gefahr drohte. Seitdem Juzia ihre Tienste als Spitzel verweigert hatte, Wichte er auch irnhtl mehr, wie die Dinge standen. Die Kaufleute nahmen sich in acht. Alles lag in Horskis Hand. In diesem Zustand war Tagejcw der Gedanke gekommen, Juzia bei Frumele unterzubringen. Dort sollte sie dafür büßen, das niederträchtige Luder, daß sie ihm zur Flucht verholfen hatte! Es klingelte. Tagejew eilte selbst ins Vorzimmer und öffnete die Tür. Vor ihm stand Horski. Zum erstenmal suchte er Tagejew auf. obgleich dieser sich schon oft bemüht hatte, seinen Einfluß auf die Einwohner auszunutzen. Zu dem früheren Widerwillen gegen Tagcjews unsauberes Treiben gesellte sich jetzt ein niaßloser Haß für das seinen Kindern zugefügte Unrecht. Horskis Gesicht spiegelte seinen Seelenzustand klar und deutlich. Selbst Tagejew las, was in diesem Menschen vorging. Er wich von der Tür zurück und sagte mit leiser Stimme: „Kommen Sie zu mir Ja i" Er fsrderte Horski niit �cincr höflichen Bewegung auf, näherzutreten und öffnete die Tür zuni Salon. Horski trat ein. Er betrachtete den Polizeimeistcr mit stumpfem Blick und rieb sich dann die Stirn, als wollte er seine Gedanken sammeln. Plötzlich blickte er Tagejew fest ins Gesicht und fragte: „Wo ist meine Tochter?" Tagejew, der emen Augenblick die Rache deS Vaters gefürchtet hatte, erkannte nun, daß Horskis Kraft zu einer Ge- walttat nicht ausreichte. Er kniff die Augen zu, neigte den Kops zur Seite, legte die Hände über den Rücken und nahm eine amtliche Stellung an, die in seinem Negliges zum min- besten sonderbar wirkte. Horski wiederholte seine Frage: „Wo ist mein Kind?" „Ach. Ihr Töchterchen?" VJa! Was haben Sie mit ihr gemacht?* Horskis Stimme zitterte, seine Lippen bewegten sich nervös. Tagejew richtete sich auf. „Ich habe getan, ivaS ineine Pflicht mir gebot, Herr Horski erwiderte er hart. „Und was gebot Ihnen diese Pflicht?" „Ihre Tochter für ihr unanständiges Benehmen zu ver haften." Horskis blaffeS Antlitz färbte sich plötzlich. „Sic oergefsen sich!" sagte er mit zusammengepreßten Zähnen.„Meine Tochter konnte sich nicht unanständig be- nehmen." Tagcjew lächelte spöttisch: „Nun," sagte er,„vielleicht ist es bei euch Polen Sitte, daß anständige Mädchen in Männerhosen auf der Straße herumgehen. Für mich ist das eine Schande, ein anständiges Fräulein tut so etwas nicht. Ich habe Ihre Tochter auf der Straße aufgegriffen, wie sie als Herr verkleidet irgendwo hinlief.... Da habe ich sie verhaftet! Was sollte ich tun?... Ich muß auf Ordnung halten l So was würde ja selbst ein Mädchen vom Zirkus nicht tun I Schämen würde sie sich I" Horski stockte der Atem in der Brust: Fürwahr... Jnnka ging in ihren Scherzen manchmal zu iveit. Auch jetzt hatte sie eine Taktlosigkeit begangen. Aber dafür wird man doch nicht verhaftet und inS Gefängnis gesteckt. Mit immer heftiger zitternder Stimme entgegnete er: „Herr Polizeimcister, meine Tochter fit jung, heiter... sie hat einen dummen Streich begangen! Sie hätten_ sie auSschelten und nach Hause begleiten lassen sollen. Ich hätte sie bestraft. Aber Sie haben sie verhaftet und fortbringen lassen... Wo ist sie? Sagen Sie mir, was mit ihr ge- schiebt?" Tagejcw schwieg. Er blickte Horski unverändert an. die Hände auf dem Rücken: „Nun, sie ist im Gefängnis!' „Im Gefängnis? Wofür?... Wegen eines Scherzes?' „Ich habe fie der Gendarmerie übergeben!" „Jesus Maria I Sie sind von Sinnen! Das ist doch ein Kinderstreich! Wie haben Sie das wagen können?" TagejcwS Augen blitzten plötzlich auf. „Mein Herr, ich frage Sie, wie Sie cS wagen, so zu mir zu sprechen? Wenn ich eS getan habe, so ivußte ich, warum ich cS tue. Ein ehrlicher Beamter ivie ich tut nichts um eines Scherzes willen. Ich mußte wohl meine Gründe haben, wenn ich Ihre Tochter verhaften ließ." Er schlug init der Hand ans die Marmorplatte. „Verstehen Sie? Gründe,©— r— ü— n— D— e." (Socts. folgt.) [DenisctiErMetillarlieiler-yErbanill Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, i dag unser Milglicd, der Klempner j psul ExKert J Elscnstr. 82, am 31. März ge- j | storbeii ist. Die Beerdigung findet am| I Denncr-iag, den 5. April, nachmittags 2 Uhr, von der Leichen- Kalle des Gemeindesriedhoses am j | Mariendorser Weg auS statt. Rege Betciligtmg erwartet Tie Ortsderwaltung.! Nachruf. Den Kollegen ferner zur Nach- i richt, dag unser Mitglied, der! Lackierer KernKsrd Pieleke am 28. März gestorben ist. Ehre ihrem Andenken: 173/4 Die Ortsverwaltung.| Dc» Kollegen serner zur Nach- richt, dag unser Mitglied, dcr j Metallarbeiter Pickdo!? 102, am i ttuxu I Nenkölln, Donaustrage ] 1. AprU gestorben ist. Ehre seinem Andenken I Die Beerdigung iindet am ] Donnerstag, den 5. April, nach' j mittags S1', Uhr, von der Leichen | balle des Gemeindc-FrieddoseS am j Mariendorser Weg aus statt, Rege Beteiligung erwartet Tie Ortsverwaltung, Am 3. April entschlief sanft nach langem, ichwercm Leiden mein geliebter Mann, unser guier Vater L132b tteia�icd Poäe im 48. Lebensjahre. Dies zeigt tiesbetrübt an Im Namen der Hinterbliebenen Auguste Rode geb. Krämer, Ida und Karl als Kinder. Am 26. Mär», früh 7 Uhr. fi-t j als Opfer dieses WelllriegeS in- � folge Kopfschusses mein innig- 1 geliebter Mann, unser berzenS- guter Vater, Sohn, Bruders I Schwager und Onkel, der Gefreite Otto Fecliner Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse. ! im Alter von 32 Jahren. I Im Namen der Hinterbliebene»| Anna Fechner als Frau, Neukölln, Roseggcrstr. 47. Florcbön und kurtchen a!S Kinder. Luise FeclinsraissKutter,! Neukölln, Anzengruberstr 11. Ruhe sanft! Auf ewig unver- gessen I 34A I löek NMMer vLUisciilaiiSs. vrtsverwaltung Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, j daß unser Kollege ünstav Rabe j nach längerem Leiden am 2. April ' tSl? verstorben ist. Ebre seinem Andenken k Die Beerdigimg findet am I Tonnetstag, den 5. April, nach- mittags 2'/. Uhr, von der Leichen- balle des Ändreas-Kirchhofes zu Wilhclmsberg- Hohenschönhausen I aus statt. Zahlreiche Beteiligung erivartet ! 30/2 Die Ortsverwaltung. Bekanntmachung betreffend Wahle» von Vertretern und Ersatzmännern zum Ausschuß der ALgem. OrtstaWasse Kkrliil-Wilmersdors Am Freitag, den 18. Mai 1917, finden im Kasscnlokal, Berlin-Wil- mersdors, Kalser-Allee 173a, Ersatiwahlen für Vertreter und Eriadmänner der Versickerten zum Aus schuft der Allgemeinen Orts- Krankenkasse Berlin- BjilmerS- darf statt. ES sind zu wählen aus der Mitte der Versicherten S3 Vertreter und 80 Ersavmäiiner. Gewählt wird aus die Dauer der laufenden Wahlperiode. Das Wahlrecht ist m Person auS- zuüben. Wahlzeit ist von ß biS 8 Uhr abends im Borraum der Kasie. Wablberecktigt sind alle volljährigen Personen männlichen oder weiblichen Gejchiechis, welche bei der Orts- irankenkasie versichert sind. Jeder Wahlberechtigte hat eine Stimme. Wählbar als Vertreter der Ver- sicherten ist nur, wer bei der Kasse versichert ist. Wählbar sind nur volljährige Deutsche. Weder wählbar noch wahtberechligt find BersicherungSvsilchtigc, die Mit- glieder einer Ersaykasse sind und deren eigene Rechte und Pflichten aus idreu Antrag ruhen. Nicht wählbar ist: 1. wer infolge straigerichtlicher Ver- urteilung die Fähigkeit zur Be- kleidung öffentlicher Aemtcr ver- lorcu hat oder wegen eines Verbrechens oder Vergehens. das den Verlust dieser Fähigkeit zur Folge haben kann, verjolgt wird, falls gegen ihn das Haupl- versahren eröffnet ist; 2. wer infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über sein Vermögen beschränit ist. Die Wahlen sind geheim; gewählt Wird nach den Grundsätzen der Ver- häitniSwahl nach näherer Bestim- Mung der Wahlordnung. Die Wahlberechiigten werden hier- mit ausgefordert, Wahlvorschläge aus- zustellen und dem unterzeichneten Vorstande, spätestens bis 20, April 1917 unter der Adresse: Wahlbureau der OrtSkrankenkasse Lcrlin-Wllmersdors Kaiscr-Allce 173a einzureichen. lieber die zu beachtenden Vor- schritten zur Einreichtmg gültiger Vorschläge verweisen wir hiermit aus d.e Wahlordnung, welche aus Wunsch im Kassenbureau unentgeltlich ver- abiolgt wird. Die zugelaffcncn Wahlvorschiage werben eine Woche vor der Wahl im Kassenlokal während der Zeit von S Uhr vormittags bis 1 Uhr nach- mittags zur Einsichtnahme für die Wähler ausliegen. Daselbst können mick die Mtgliederverzeichniffe ein« gesehen werden und eftvaige Ein- sprücne gcgev die Richttgiett der sich .. a—.-�erverzeichnis er� und Stwimbcrech- Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teil- nähme sowie die zahlreichen Kranz- spenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres gute:? Vaters deS Tischlers PaE£i Franz sagen wir allen Bckamiteii und Ver- wandten sowie den Kollegen der Firma Starick, Beulke u. Co. unseren ün igiten Dank. 621 Wittve tVana und Kinder. TTfgung ßct Vermeidung des Ausschlusses spätettens zwei Wochen vor dem Wahltage unter Bcisügung von BeweiSptilleln geltend gemacht werden. Enthalt ein Wablvorschlaa mehr Bewerber, als zugetassen sind, so werden diejenigen Borceschlagenen gestrichen, deren Namen den in der zulässigen Zahl vor ihnen Genannten iolgen. Die Wahlvorschläge sind ungültig, wenn sie verspätet eingereicht tverden, oder wenn sie nicht mit den crsorder- lichen Unterschristen verseben, oder wenn die Bewerber nicht in erkenn- barer Neihenjoige ausgcjührt sind, es sei denn, dag die Mängel rechtzeitig beseitigt werden. Die Stimmabgabe ist an die Wahl- Vorschläge gebunden. Sind aus gültigen Wablvoi schlügen im ganzen nur so viele wählbare Bewerber bemannt, wie die Vertreter zu wählen sind, so gelten sie als ge- wählt. Sind weniger Bewerber vor- geichiagen, so gellen diese ebenfalls als gewählt. Tie Wähler haben sich über ihre Wahwerechtigung durch eine Wahl- karte auszuweiten, welche denjenigen Wahlberechtigten, weiche bei der OrtS- kranienkasje sür Bcrün-Wilmersdorj versichert sind, aus ihren Antrag in der Zeil vom 3. Mai bis 17.Mai d.J., während der Zeit von 8'/. bis 1 Uhr vormittags, Sonntags von 0— II Uhr vormittags von der Kasse ausgestellt werden. Ter Wahlausschug ist befugt, die Wahl- und Etimmberechtioung jedes Wählers bei der Wahlhandlung zu prüfen. Iii der Wähler nicht im Besitz einer Wahlkarte rcsp. Bescheinigung, so wird er zur Wahl nur zugclaisett. wenn er in einer sämtliche Mitglieder des Wahlausschusses überzeugenden Weise seine Wahlberechtigung nachweiion lann. 273/8 Das Wahlrecht wird in Person und durch Abgabe eines Stimmzettels ausgeübt. Der Sümmzeltcl, der dem Wähler im Wahllokal ausgcbändigt wird, muff die Ordnungsnummer deS Wahl- vorschlages, dem der Wähler seine Stimme geben tviv, enthalten. Der Wähler kann nur einen solchen Stimm- zettct abgeben, der mit einer Ord- nungsnummer der zugelassenen Wahl- Vorschläge vollständig Übereinstimmt Die Stimmzettel sollen von weißer Farbe und 10 X 15 Zentimeter groß seilt. Stimmzettel, die von diesen Bestimmungen abweichen, find un- gültig, tvcnn das Aweichen die Absicht einer K-nnzeichnung wahrscheinlich macht. Ueber die zu beachtenden Vor- sckristen der Bahlhatidlung venoeisen mir hiermit Otis die Wahlordnung, welche im Kaffenbureau aus Wunsch unentgeltlich verabfolgt wird. Tie Wahl wird zur festgesetzten Zeit geschlossen; nur die am Schlug der Wadldändlung im Wadlraum an- wescnden Wähler dürfen dann noch von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Berlin-WilrnerSdors. 5. AprU 1917. 11er Vorstand der Allgemeinen Ortskrankenkasse BeFlio-Wilniersdorf. Zentralverbani] öer Zimieper DentsclMs. i Zahlstelle Berlin und Umgegend, j Vczirk 11. Den BerufSgenoffen zur Nach- I rickt, daß unser langjähriges Mit- f glied iCasrS Sens j nach längerer und schwerer Llrank- | beit verstorben ist. Ehre seinem Andenke«: Die Beerdigung findet am j I Freitag, den 6. d. Mts., nach- I mittags 2 Ubr. auf dem Friedens. I Kirchhos in Nordend statt. Um rege Beteiligung ersucht 1235/12 Der Vorstand.) DeiMer ßanarbeitsr-Vertianil. JÄwcigrvcrein Berlin. Bezirk Nordost. Am 1. April starb unser Mit- | glied, der Maurer kran? Becker. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet heute, ! nachmittags 2 Uhr, vom Trauer- Hause GreisSwalder Str. 9, nach dem Barlholomäus-Kirchhos in Weiffensee, Falkenberger Chaussee, aus statt. 145/3 Der Vorstand. Musik erfreut des Ericgers Herz!— Bringt Linderung in Leid und Schmerz! 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Hans-cdlldt, Spandan, Charlottenftr. 10. �__ 25/2 Bauarbeiter und Bauarbeiterinnen werden gesucht auf dem Flugplatz Johannisthal, Neubau der Ägv- Flugzeugwerke. 2130b Zu melden am Eingatig 12 beim Maurerpolier der Held&Fraaske ÄMeageseilseML Arheitkriuntil bei dauernder Beschäftigung stellt ein Denip?!!,»«.»all»»- hüilen.GcHclIscSiaft.Frlcd- rlcli-Wilhclm-Str. 58— 54. Tie städtische Gat�cy- waltnng Blankenkeldo bei Berlin N. sucht per sofort 0. Meldungen im Bureau der Guts- Verwaltung�_ ISI.'ck* JUbeitmiumi Bei dauernder Beschäftigung für Erd- nnd Bauarbeit stellt ew 1S47L» ciirl öurcvsi'dl, tzieuchau E. P. Goerz, A.-K. in '' mw bei Zpi/ttpchvtt. Meldung st bciN Policr G drisch. Nr. 04+ 54. Jahrgang Heilage öes vorwärts lSüöen-Westen) s. KM 1017 Eingegangene Druckschriften. Parteispalttlng und Parteierueuerung i» der schweizerischen Arbeiterbewegung. Bon Dr. HanS Müller. Grütliverein. Zürich 1. 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Ml 3,50=-= Sco Deutsch, unter den russischen Revolutionären eine der be----= lanweften Personen, zeigt hier in feiiclnder. oft leidenfchnftlichcr- z Sprache die Selben und Kampfe des russischen Polles um die Freiheit.■= — Viermal entflohen. Mk. 1,50; gebd. Mk. 2,—|_= Im ersten Teil des Buches gibt der Bersasser eine Ergänzung= eines früheren äSetles»Sechzehn Jahre in Sibirien" und im All- ä— E chluh an diese schildert er seine Flucht aus Sibirien, seinen ilulent- mit im Ausland und seine Rücklehr nach Rutzland im Jal)re wöZ. B-3 itatiZ- schnell und billig. Turnlstrasse VZft BsKSPS Moabit 6134. SSVGSSEEVG0S«« I teil il Eine Reisebeschreibung von Ludwig Lessen— Mit Zeichnungen v.IlseSchütze-Schur Gebunden Alk. 1.50 bM!ZL!iö!M3 All'MttS Berlin, Lindenstraße 3. Laden. u während desICrieges und dem Gesetz Ober den VaterlSndlSsctieR :i NiEfsdienst:i Preis 40 Pf. Ein Buch, das Auskunft gibt über Famlllenunter- stützung, Wöchnerinnen. 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Brandes. Mk. 11,— Uarnns, In der russischen Bastille während der Revolution. Gebd. Mt. 1,50; drosch. Mk. 1,— virderich, Dr. F., Die Zarengeißcl. Stunnschreie aus hundert Jahren. Das Thema dieses Buches ist der Kampf gegen den Zarismus, der Rußland blutig knechtet und Europa barbarisch bedroht. Die Zarengeißel ist ein Kampf. buch voll Unerbitterlichkeit. Aus dem Sturm des gegen- wältigen Krieges ist es hervorgewachsen. Mk.—.60 üarl War» über den Ursprung der Borherrschaft Rußlands in Europa. Kritische Untersuchungen von|i. Rjasauosf. Deutsch von A. Stein. ErgänzungShest zur Neuen Zeit Nr. 5. Mk.—.50 »!|ilnllll»miiiiii»,> iimiiiuiimiiiiiii Neue Steuern während des Krieges? Von Gustav Hoch,?)t. d. R. Preis l Mark Die neuen Steuerentwürfe, für die das gesamte deutsche Volk Interesse hat, werden in dieser Schrift ausführlich und in allgemein verständlickfer Forin kritisch behandelt. AnÄand reichlichen Materials beantwortet der Verfasser die Frage, ob und in welcher Form neue Einnahmen des Reiches während des Krieges nottveudig sind. Praktische Steuerpolitik oder Stenerdogmatik? Von Heinrid) Cunow. Preis 1 Mark Diese Broschüre bietet eine gute, gemeinverständliche Einführung in die Ausgaben der Steuer- und Finanzreform nach dem Kriege und bildet somit gewissermaßen eine Ergänzung zu obiger Schrift. Elsaß-Lochringen und die Sozialdemokratie Von Hermann Wendel, M. d. R. Preis 75 Pfennig Inhalt: Elsaß-Lothringen als KriegSziel.— Geschichtliches.— Die deutsche Sozialdemokratie und Eftaß-Lothringen.— Räch 44 Jahren. Die wirtschastlicheVerknüpfung.— Elsaß-Lothringen undFrankreich. Arbeiterkultur und Krieg Von Heinrich Schulz, M. d. R. Preis 75 Pfennig Aus dem Inhalt: Kultur und Arbeiter.— Kultur und Klassen- kämpf.— Nationale und internationale Kultur!— Krieg und Kultur. — Klassengegensatz und Klassenkampf nach dem Kriege usw. 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