Kr. IM. S4.MPV. RboBDflMRlS'BcAammflOi Hlionnnnentä•*tet» prtmnrwtmtk« Bifrleljätrl 8.90 Ml. monall tSO SH, wöcheiülich SO Pfg. frei tnS HauS. Singeine Shimmct 5 Ng. konntagZ. nununct mil inuftrietlet SomuaqZ. Seiloge»Die Reue Bell" 10 Pf«. Boil. Iläonneniem: ILO Marl dro Monal. Swzelrageu in die Poft-ZeitungZ- Vrei-Iiiie. Unter ftreugdand tut Deutichland und Oesierretch> Ungarn ZA) Diart, für da- übrige ZWSland t Marl vro Monat. Pojtal-onnemem» nehmen an Selgien. Tänemarü Holland. Italien. Luxemburg. Portugal. Bumönicn, Schweden und die Schweis cnaeii» ugNi». Verltnev Volksblakt. ( 5 Pfennig} Wf Tnfoflons-Cebflljr lefrtgt für die sechigefpaliene fflotonel« »eile oder deren Raum M Pfg., für dolitifche und gewerischaftliche Vereins- und BersammlungS-Angeigen Z» Pig. »kUerue Kureigen-, daS tetfgedruliie «ort 20 Pfg.(jUläsfig 2 feitgedruckie «orte), jedes weitere Wort 10 Pfg. KleHengesuche wid Echlaffiellenan- »einen das etile Wort 10 Pfg. jede- «euere Worts Pfg. Worte über IS Buch- liaden»rchien für zwei Worte. Inserate für die nächste Rummer Müs ton bis fe Uhr nachmittags in der Sxoedition idgegeden«erden. Die Erveoitwu ijt bis 7 Uhr abends geöffnet. Delegramm-Nd reffe: �«f,!at«»>ü?l«er»»". ZcntruXovqim der fozialdemokratifAcii Partei Deutfcblands. Redaktion: EW. öS. Lindenstraße Z. Fernivrecher: Zlmi Moritzvlan, Nr. 151 9V— 15197. Expedition: EW. öS» Ltndenstraße 3. Nerniprecher: Amt Morttzplan, Nr. 151 99—151 97. 86-1 000 Tonnen Märzbeute. Scheiternde englische Angriffe bei Arras — Französische Angriffe bei St.;Cuientin schlagen fehl— Fortdauernder Feuer» kämpf an der Aisne und in der Cham- pagne. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 13. April I9l7. lW. T. SB.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ruvprecht. Am Nordflügel des Kampffcldes bei Arras wurden Anfangs- erfolge starler englischer Angriffe auf Angres und Givruchy-en- Gohelle durch unsere Gegenstöße wettgemacht. Von der Straße ArraS-Gavrelle bis zur Scarpe: Zweimal angreifende feindliche Divisiouen wurden verlustreich abgewiesen. Südöstlich von Arras sind mehrere Angriffe, auch von Kavallerie, gescheitert. An den von Pöronnc auf Cambrai und Le Catelct führe« den Straßen kleinere Gefecht« bei Gauzeaueourt und Hargicourt. Das gestern auf St. Quentin und den südlichen Anschluß- linien liegende lebhafte Feuer dauerte an; es bereitete französische Angriffe vor, die ans beide» Svmme-Ufern heute früh einsetzten; sie schlugen fehl. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Ter heftige Arttllerielmnpf längs der Aisne und in der west- lichen Champagne dauert in wechselnder Stärke an. Bielsach vorfühlende Erkundungsabteilungen wurden zurück- gcwiescu; dabei bliebe» IVO Franzosen in nnserer Hand. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Die Lage ist unverändert. Aus dem Oestlichen Ltriegsschauplatz ' und au der vie Märzbeute öes U-öoot- Krieges. Berlin, 13. April. Aach neu eingegangenen Meldungen sind weitere 61 666 B r.- R e g.- T o. feindliche und neutrale Handelsschiffe versenkt worden. Damit stellt sich das März-Ergebnis der kriegerischen Maßnahmen der Mittelmächte schon jetzt auf 435 hanüelsschiffe mit 8b1 000 Srutto- Register-Tonnen. In dieser Zahl sind von der Beute S. M. Hilfskreuzer Möwe noch elf Schiffe mit 49 666 Br.-Reg.-To. enthalten; die übrigen Erfolge dieses Schiffes find bereits früher in Au- rechnuug gebracht worden. Das'end gültige Ergebnis des Monats März, das erst im letzten Drittel des April übersehen werden kann, wird sich noch etwas höher stellen, als eingangs augegeben. Gegenüber den in der feindlichen, wie auch der neirtralen Presse erschienenen phantastischen Behauptungen über unsere U-Boots-Berluste wird ausdrückstch festgestellt: in den beiden ersten Monaten der Scesperre sind sechs U-Boote verloren ge- gangen, eine Zahl, die durch den Zuwachs während des gleichen Zeitraums nm ein Mehrfaches übertroffcn wird und die im Verhältnis zur Gesamtzahl unserer U-Boote überhaupt nicht ins Gewicht fällt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. » Wolfis Bureau schreibt zu dem Märzergebnis des U-Boot- Krieges: Nachdem im Februar, seit dem Beginn des uneinge- schränkleu U-Boot-Krieges. 781(XX) To. Schiffsraum versenkt worden waren, hat der März nach der vorläufigen Bekanntmachung des AdmiralstabeS. einschließlich der unseren Kreuzern zum Opfer gc- fallenen rund 86(XX) To., eine Ausbeute von 861060 To. erbracht. Damit ist. wenn man von den noch ausstehenden Mel- düngen aus März absieht, der Weltfrachtraum um rund 1 640(XX) To. vermiadert worden. Mindestens 1 M i l l i o n entfällt davon auf die e n g l i s ch e Handelsflotte. Um sich klar zu machen, was diese Ziffern bedeuten, muh man berückfichrigen, daß den Engländern für ihren Güterverkehr. nach Abzug des immer noch steigenden militärischen Bedarfs an Schiffen, nur noch wenig mehr als 7 Millionen Tonnen am 1. Fe- bruar zur Verfügung standen. Davon haben sie also in den Mazedonische« Front keine besonderen Ereiguisse. Im Weste« verloren die Gegner 13, im Osten 2 Flugzeuge. Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorfs. Abendbericht« Amtlich. Berlin, 13. April. Abends. Bei ArraS keine Kämpfe; starkes Feuer«mr bei B» l l e c o u r t. Au der A i s n e- F r o n t, besonders nördlich von Reims, dauert die Artillerieschlacht an. Bei Auberive«Champague) scheiterte ein französischer Augriff. Im Osten nichts von Bedeutung. Der österreichische Bericht. Wien, 13. April 1917.(W. T.».) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Belang zu melde». Italienischer Kriegsschauplatz. Der Geschützkampf auf der S a r st h» ch f l i ch e und km W i P P a ch- T a l ist bei guter Sicht andauernd lebhaft. Der Stellvertreter des Chef» de» Generakstabe» von Hoefer, Feldmarfchalleutnant. Ereignisse zur See. Am 13. d. vor Tagesanbruch griffen mehrere unserer See- Flugzeuge das Pumpwerk Codigorv im PomünbungS- gebiete mit schweren Bomben an und erzielten mehrere Treffer. Alle Flugzeuge find wohlbehalten zurückgekehrt. Flottcnkvmmaudv. beiden ersten Monaten deS uneingeschränkten ll-Boot-KriegeS bereits ein rundes Siebentel eingebüßt. Der Frachtraum, der den englischen Seeverkehr des Monats Januar besorgte, kann auf Grund der englischen statistischen Zahlen mit knapp 9'/, Millionen Tonnen an- genommen werden. Davon macht die GesamIauSbeute der Monate Februar und März etwa l?1/« Proz. aus. Rechnet man dazu den Ausfall an neutralem Schiffsraum, der dem Sperrgebiet aus be« greislichen Gründen fernbleibt, auch nur mit einer weiteren Million und damit nicht unerheblich unterhalb der Grenze des Wahrschein- lichen, so begreift sich die verhängnisvolle Wirkung ans den eng- tischen Seeverkehr und damit auf die englische Wirtschaft.... Was England noch im Januar d. I. an Schiffsraum zur Ber- fügung stand, deckte schon nicht mehr zureichend den Bedarf deS Landes. Verminderungen deS Schiffsraumes, die sich von Monat zu Monat in derartigem Verhältnis steigern, neigen die schiefe Ebene, aus der das englische Wirtschaftsleben nach unten rollt, in einem immer steileren Winkel Die sich überstürzenden, unsicher hin und her tastenden An- ordnungen des englischen KriegseruährungSamteS sprechen eine be- redte Sprache. England ist nicht wie wir in der Lage, in Zeiten zunehmenden Mangels ouk heimische Vorräte zurückzugreifen. Ein Land, das zu 2 U bis*ls vom Auslande lebt, erschöpft seine Vorräte, über deren Geringfügigkeit der Ministerpräsident Lloyd George in ernsten Worten geklagt hat, mit einer unvergleichlich größeren Schnelligkeit als ein Land, das zur Hauptsache sich selbst erhält. Noch mag sich der Anschein des Auskommens aufrechterhalten lassen. Nach einigen weiteren Monaten aber wird den Leitern der englischen Politik die Rechnung für die Verblendung vorgelegt werden, mit der sie im Dezember 1916 das deutsche Friedensangebot zurückgestoßen haben. Petersburger Ernährungsfthwierigkeiten. Haparanda, 12. April. Russischen Blättermeldungen zu- folge nehmen die Ernährungsschwierigleiten in Petersburg trotz der Einführmig von Brotkarten in besorgniserregender Weise zu. Der durch diese Schwierigkeiten für die arbeitende Bevölkerung verursachte Zeitverlust macht sich immer empfind- licher bemerkbar._ Der neue öfterreichijche Kriegsminifter. Das Wiener k. k. Telegr.-Korresp.-Bureau meldet: Der Kaiser hat den General der Infanterie Stoeger-Steiner von Stein st ätten zum gemeinsamen Kriegsminister er- nainit. Das Korr.-Burean rühmt das theoretische Wissen und die praktische Erfahrung an dem Nachfolger Krobatins. Zur Neuregelung öer Lebens- miUelverforguug. Am 13. April. Von der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands wird uns geschrieben: Die vom Kriegsernährungsamt angeordnete Herab- sctzung der Brotration ist in der Arbeiterschaft auf berechtigten Unwillen gestoßen, und zahlreiche Zuschriften an die Generalkommission der Gewerkschaften lassen erkennen, wie außerordentlich schwer dieser Eingriff in unsere Lebens- Mittelversorgung empfunden wird. Die Mftglieder der Gencralkommijsion, die im Beirat für Volksernährung tätig sind, verkennen den Ernst der Situation nickst, haben sich auch von den Ereignissen nickst überraschen lassen. Sie haben schon im Vorjahre nach Abschluß der Ernte davor gewarnt, die Schwierigkeiten in der Ernährung zu unterschätzen; wieder- holt ist in eindringlicher Weise im Kriegsernährungsamt darauf hingewiesen, daß ein festes Zugreifen erfolgen mutz, um die vorhandenen Getreide- und Kartoffelbestände in öffentliche Bewirtschaftung zn nehmen. Es fehlte leider in den tonangebenden agrarischen Kreisen das Verständnis für die Durchführung der hierfür erforderlichen Matznahmen. Man hat den ganzen Einfluß, den diese Kreise besitzen, aus- genützt, um der Durchführung der Beschlagnahme hindernd in den Weg zu treten. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen kommen wir aber ohne die verständige Mithilfe der Landwirte bei der Behebung unserer Ernährungsschwierig- keiten nicht vorwärts. Der von bestimmten Kreisen gepflegte passive und aktive Widerstand hat leider die Auf- fassung befestigt, die Beschlagnahme sei eine unnötige, schwere Belästigung der Landwirtschaft; er hat verhindert, daß ein Verständnis aufkommt für das, was die Zeit fordert. Gewiß verkennt niemand den Wert der Viehhaltung, aber an erster Stelle stand in diesem Jahre die Sicherstellimg der pflanzlichen Nahrungsmittel für die Menschen. Ein Hinder- nis der ungestörten Abwicklung der organisatorischen Matz- nahmen für die Verteilung der Lebensmittel war der harte Winter, der Transportschwierigkeiten hervorrief, die in der gegenwärtigen Zeit bei allem guten Willen nicht zu beheben waren. So hat auf der einen Seite das Wollen, auf der anderen Seite das menschliche Kön- neu versagt. Niemand wird sich der Einsicht verschließen, daß wir großen Gefahren entgegengehen, wenn wir nicht jetzt die sicher erfaßten Bestände gleichmäßig verteilen, und zwar so, daß bis zur nächsten Ernte das Auskommen möglich ist. Besonders schwer wird die Herabsetzung der Brotration von der arbeitenden Bevölkerung enrpfunden. Es ist aber nach den bisherigen Ergebnissen der Bestandsaufnahme leider nicht möglich, mehr zu aeben, wenn wir bis zur nächsten Ernte auskommen wollen. Werden die Bestände an Brotgetreide vor der nächsten Ernte verbraucht, dann würde sich später ein diel schiinnnercr Notstand ergeben. Gemildert soll die Herabsetzung der Brotration dadurch werden, daß eine Erhöhung der Neischration um 250 Gramm pro Woche und die Lieferung von 5 Pfund Kartoffeln sicher- gestellt werden. Vielfach werden Zweifel laut, ob dieses Ver- sprechen innegehalten wird, ein Mißtrauen, das nach der bis- herigen Erfahrung verständlich ist. Wir haben deshalb das Kriegsernährungsamt um Auskunft darüber ersucht, welche Anordnungen getroffen sind, um das gegebene Versprechen zu erfüllen. Darauf ist uns folgende Antwort zugegangen: Der Präsident des.Berlin, den 12. April 1917. Kriegsernährungsamts. An die Generalkommrifsion der Gswerkschaften Deutschlands, Berlin. An die mündlich von der Generalkommifsion an mich ge» richtete Anfrage teile ich im Einverständnis mit dem Chef deS Kriegsamts und dem Staatskommissar für BolkZernährmrg folgendes mit: Nach den vorliegenden Berichten ist die Lieferung der zum 16. April 1917 in Aussicht gestellten Kartoffelration von 5 Pfund pro Kopf und Woche nebst der vorgesehenen Schwcrarbeitcrzulago und der verbilligte« Flcischzulagc von 256 Gramm(125 Gramm für Kinder) in der großen Mehrzahl der Bedarfs- bezirke gesichert. Für die wenigen Bezirke, wo die An- lieferung der Kartoffeln wegen der bis in die letzte» Tag« fort- dauernden Fröste bis znm 16. Zlpril noch nicht genügend hat erfolgen können, ist entsprechend den amtlichen Beröffentlichnngcn des KricgsernährungSamts(Mitteilungen deS KriegsernährungS- amtö Nr. 21 vom 27. März 1917) Borsorge getroffen, daß für die fehlenden Kartoffeln Mehl als Ersatz gegeben wird. W» die Lieferung der Flcischzulage von eurem halben Pfund wöchent- lich ausnahmsweise am 16. April noch nicht erfolgen kau«, wird füt tot mcht gelieferte FleksHzulage gleichfalls M e tz l f z to. B r»t als Ersatz ausgegeben werden, so daß eine Kürzung der Brot- bzw. Mehlration ohne gleichzeitige verstärkte Fleisch- licserung nicht eintritt. gez. B a t o c k i." Voor KrlegsernährungZaint ist uns die Versicherung ge- geben, daß die Verwnitungsbehörden angewiesen sind, Pein- lichst für die Turchführung der getroffenen Anordnungen zu sorgen. Ferner, daß die von der Mititärbehörde begonnene Nachprüfung der Angaben bei der Bestandsaufnahme und die Beschlagnahine der Vorräte mit aller Strenge weiter durch- geführt wird. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die bei dieser Nachprüfung sich ergebenden Mehrbestände eine E r- h ö h u n g der Brotration ermöglichen. Die Zulage von 250 Gramm Fleisch wird an die Kon- sumenten zu einem niäßigcn Preise abgegeben, so daß für die- jenigen, die bisher ihre Fleischration bei der hohen Preislage nicht in Anspruch nehmen konnten, der Einkauf jetzt möglich wird. Es ist also anzunehmen, daß die Ernährung der Be- völkerung gegenüber dem gegenwärtigen Zustande nicht der- schlechtert wird. Die Generalkommission der Gewerkschaften hat gemein- sam mit den übrigen Gewerkfch sisgruppen und den Ange- stelltenverbänden in der Eingabe an den Reichskanzler am 21. Februar d. L. mit aller Entschiedenheit die Durchführung der Beschlagnahme der Nahrungsmittel gefordert. Dem Ver- langen ist nachgekommen, die Revisionen erfolgen jetzt und sie werden, wie uns ans mehreren Orten berichtet wird, streng durchgeführt. Die Generalkommission wird auch weiter im Interesse der arbeitenden Bevölkerung jede Verzögerung der getroffenen Maß- nahsiren oder ein Abweichen von den gegebe- n e n Versprechungen rücksichtslos b e k ä m p- f c n. Sie weiß, daß sie hierbei nickt nur im Einverständnis mit den Mitgliedern der Gewerkschaften handelt, sondern daß sie auch der Zustimmung und Mithilfe der übrigen Unter- zeichner der Eingaben vom 21. Februar und 1. März d. I. sicher ist. Die englische Absperrung vom Auslandsmarkt macht die Zufuhr von Lebensmitteln unmöglich und legt uns schwere Entbehrungen auf. So bitter es ist, diese Tat- fache zu konstatieren, so wenig beseitigen wir sie durch Hand- lnngen, die der Einheitlichkeit eines bestimmten erreichbaren Zieles entbehren. Wir müssen alle Kräfte ein- setzen für die Einheit und Geschlossenheit der Arbeiterbewegung, damit durch die Organisation die Sicherung der Volkser- uährung herbeigeführt wird, die unter den gegebenen Verhältnissen möglich ist. Der Wille, öen Krieg zu beenöen. Die Revolution hat öi? Kriegsziele veränöert. Petersburg, 11. April.(Meldung der Petersburger Telegraphenagentur.) Im Tanrischen PalaiS wurde ein Kongreß von Bertreteru der Kreisräte der Arbeiter- und Soldateuabgeordnete» Rußlands eröffnet. Ter Abgeordnete T s ch e i d s e hielt eine Rede, in der er». a. sagte: Der Augenblick ist gekommen, wo die Völker selbst die Frage des Krieges in Angriff nehmen uiiisie». Mr können sagen, daß wir uns allen denen an- schließen, die darauf bestehen, daß alle Regierungen sofort auf alle Eroberungen verzichten und zu einer Umarbeitung ihrer Vertrage schreiten. Wir muffen in diesem Sinne arbeiten, da unser Schritt znr Le- endigung des Krieges führen muß. Auch Justizmiuister K e r e n s k i sprach auf dem Kongreß. Nach einer Stockholmer Meldung des.B. T." sagte er:.Die Größe der vollbrachten Revolution besteht darin, daß in und mit ihr die russische Demokratie auf dem Schauplatze auftritt, wodurch die Kriegsziele verändert wurden. Die Demokratie will Völker, die in Freiheit, freundschaftlicher Gemeinschaft und Brüderlichkeit miteinander leben. Es gibt aber Stunden, wo man seine Interessen wahren muß, und eine solche Stunde ist nun da. Wohl wies die russische De- mokratie für sich jede Lösung dieses Krieges auf annexio- nistischer Basis zurück, aber solange wir dasWortvom Verzicht auf Eroberungen jenseits unserer Grenze nicht aussprechen hören, müssen wir auf unserem Posten bleiben und die Freiheit des Vater- landes verteidigen. Im Namen der Helden, die in diesem Kriege ihr Blut an der Front vergossen haben, müssen wir jenen Weg wettergehen, den sie betreten haben, und danach streben, eine freie, unabhängige und mächtige europäische Demokratie zu bleiben. * Laut telegraphischer Berichtigung heißt es in der Erklärung der provisorischen russischen Re- g i e r u n g vom 10. April: Die Verteidigung unseres natio- naleu Erbes um jeden Preis, nicht, wie auf Grund des zu- erst übermittelten französischen Textes übersetzt werden mußte: Die Verteidigung unseres eigentlichen nationalen Vaterlandes um jeden Preis. Kopenhagen, 1.1 April.„Berlingske Tidende' meldet aus Stockholm, die schwedischen Sozialisten Branting und Ahden trafen gestern auf der Rückreise aus Petersburg in Haparanda ein. Sie erklärten, in Rußland herrsche eine st a r k e F r i e d e n s st r ö m u n g. RuPsche Grenzsperre für neutrale Sozialisten. Kopenhagen, 13. April. Nach einer hiesigen Blätter- Meldung aus Stockholm befindet sich der dänische Rcichstagsabgcordnete Borgbjerg, der vor einigen Tagen nach Petersburg abreiste, noch immer in Haparanda. Wie man erfährt, wurde ihm von den russischen Grenzbehörden die Erlaubnis zum U eberschreiten der Grenze verweigert, obwohl sein Paß von der diesigen russischen Gesandtschast visiert ist. Man vermutet, daß die russischen Grenzbehörden auf Befehl aus Petersburg gehandelt haben. Zwischen der dänischen und der russischen Parteileitung hat dieser Sache wegen ein Telegrammwechsel stattgefunden, bis- her jedoch ohne Ergebnis. » Das französische KriegSministerium hat die bekannte in Paris in russischer Sprache erscheinende Zeitung„Na- t s ch a I o" für die Dauer eines Monats verboten. In seiner letzten Rummer schon war der Leitartikel, der die russische Revolution als Liquidierung des Krieges begrüßte, stark von der Zensur verstümmelt. In Pariser russischen Emigrantenkreisen ist eine starke Mißstimmung verbreitet über das Gerücht, daß die französische und englische Regierung be- absichtige, nicht alle durch die provisorische russische Regierung | amnestierten Flüchtlinge nach Rußland abreisen zu lassen, sondern nur an Anhänger des Kriegs„bis an's Ende" Pässe auszuteilen. Nachdem, was man selbst von neuttalen Ländern über englische Schwierigkeiten für russische Ausreisende hört, hat das Gerücht, einige Wahrschein- lichkeit für sich. « Großes Aufsehen machte nach„Nowoje SSremja' die Rede der Vertreter der in Redal liegenden Flotte auf der Versammlung zur Festlegung der Bürgerrechte der Soldaten in Petersburg. Er er- klärte:„Die Revaler Flotte ist voll bereit, sich nach den Vorschriften zu richten, die ihr vom Rat der Arbeiter« und Soldatendepntierten gegeben werden; aber sie hält das gleichzeitige Nebeneinanderbestehen zweier Negierungen für durchaus unzulässig. Wem soll man gehorchen, der provisorische» Regierung oder dem Rat der Arbeiter- und Soldatendeputierten? Diese Frage muß klar und deutlich entschieden werden. Dann wünscht die Revaler Flotte �di« Meinung des Arbeiterrats über den Krieg zu wisien. Das Sckiweigen des Rats darüber, noch jetzt, unmittelbar vor Wiederaufnahme der Kampfhandlungen zur See, schafft große Be> unruhigunq. Auf diese Fragen antwortete der Vorsitzende der Versammlung: Der Arbeiter- und Soldatenrat ist keine Regie- run g; aber als Organ der Bevölkerungsklassen, die Rußland die Freiheit geschaffen haben, muß er für die Sache der Revolution auch in den Fällen eintreten, w o ihr von feiten der provisorischen Regierung Ge- fahr droht. Der Arbeiter- und Soldatenrat hält es für u n- umgänglich notwendig, keine Kraft zu zeigen. Zur Frage des Krieges bat sich der Rat bisher deswegen noch nicht aus- gesprocken, weil er die Kriegsziele der provisorischen Regierung nicht kennt. Der Rat tritt für den Krieg ein, aber ausschließlich für einen Verteidigungskrieg ohne irgendwelche Annexionen. Die öeutschen Sozialüemokraten Gefteereichs cm öie Sozialüemokraten Rußlanös. Der Vor st and der deutschen Sozialdemo- kratie in Oe st erreich ließ den russischen Sozialisten durch Vermittlung des Internationalen Sozialistischen Bureaus folgende Erklärung zugehen: Die deutschen Sozialdemokraten in Oesterreich begrüßen mit größter Freude und Genugtuung das heldenmütige Eingreifen des sozialistischen Proletariats Rußlands in die revo- lutionäre Bewegung, die unsere Genossen mit bewunderns- würdiger Energie und mit hoffentlich stets wachsendem Erfolg in die Bahnen des Kampfes für Freiheit und Frieden zu lenken bemüht sind. Ucber alle Grenzen hinweg reichen wir unseren russischen Ge- nossen die Hand und wünschen sehnlich, daß ihr Kampf den gequälten Völkern Europas den Frieden bringe, und daß der Sturz des zarischen Absoluttsmus die demokrattsche Entwicklung Europas, die Ueberwindung der Mächte der Reaktion entscheidend fördere. Wir wünschen der Sozialdemokratie Rußlands den Sieg über die kriegs- schürenden Elemente, die derzeit auch innerhalb der revolutionären Bewegung mächtigen Einfluß zu haben scheinen. Zugleich spricht der Vorstand der deutschen Sozialdemo- kratie in Oesterreich die ernste Erwartung aus, daß die Regierungen der Zentralm ächte ihre wieder- holt von ihnen betonte Friedensbereitschaft unter den dem Frieden nunmehr weit günstiger gewordenen Bedingungen offen bekunden und wirksam betättgen werden._ die Zreiheitsanleihe. Petersburg, 13. April. fMeldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Ein RegierungSerlaß ermächtigt den Finanzminister, die sogenannte Freiheitsanleihe zu b Proz. in unbegrenzter Höhe auszugeben. Die Anleihe wird frei von jeder Steuer sein. „die Grundlage für öen Geginn der Irieüensverhanülungen/ Ter polnische Staatsrat an die rnsfische Regierung. Warschau, 12. April. Der provisorische Staatsrat hat in seiner letzten Plenarsitzung am 6. April nach Prüfung des Aufrufes der russischen Regierung an die Polen folgende Erklärung einstimmig angenommen: Der europäische Krieg hat die polnische Frage als großes Problem der internationalen Politik aus den Wellplan gerückt. Unsere Nation fühlte, daß ihre jahrhunderte- langen Bestrebungen in Erfüllung gehen könnten, und die opker- willige Teilnahme der sich freiwillig und selbstlos zum Kampfe um die Unabhänaigkeit Polens stellenden Legionen war dieser Bestrebungen lebendiger Ausdruck. Die polnische Frage konnte nur durch Schaffung eine? polnischen R e icheS gelöst werden, diese geschichtliche Notwendig- kcit erkannten zuerst die Regierungen der Mittelmächte. Ihr Akt vom ö. November rief den unabbängigen polnischen Staat ins Leben, wenn er auch seine Landesgrenzen noch nicht bezeichnete. Nunmehr erkennt auch die provisorische russische Regierung die Unabhängigkeit unseres Vater- l a n d e S a n und stellt auf diese Weise fest, daß die Wiedererstehung Polens eine unabweisbar« geschichtliche Notwendigkeit ist. Die neue russische Regierung bietet jedoch den Polen Länder an. welche ihrer Herrschaft nicht unter st ehe», überträgt die Festlegung von Grenzen für den polnischen Staat der russischen Konstituante und sieht überdies von vornberein eine militärische Vereinigung der beiden Mächte vor. Jede unS aufgezwungene Verbindung beschränkt das Wesen der Unabhängigkeit und widerspricht der Ehr« einer steten Ration. Wir müssen uns überhaupt gegcu jede Bedingung verwahren, die unseren nationalen freien Willen fesselt. Der provisorische Staatsrat, als einziges polnisches Staats« organ, begrüßt mit Genugtuung den Strahl der Freiheit in dem Dunkel der Knechtschaft, m weicher die Völker des russischen Reiches gelebt haben: mtl Befriedigung stellt er auch die Tatiache fest, daß die neue russische Regierung die Unabhängigkeit Polens anerkennt. Gleichzeitig betont er aber, daß der Jahrhvndcrte lange polnisch-russische Streit um die ausgedehnten, ethnographisch zwischen Polen und Rußland liegenden, in alter Schicksals- beziebung zu Polen stehenden Länder durch die Kundgebung der russischen Regierung nicht entschieden ist. Die Erledigung dieses Streites könne» wir nicht der ein- fertigen Entscheidung der russischen Konstituante überlassen, das Schicksal dieser Länder muß im Sinne der staallichen Interessen des unabhängigen Polen» und unter B e- rücksichtigung deS Willens der sie bewohnenden Völker entschiede» werde». Der provisorische Staatsrat sieht seine Ziele klar bor sich: Die 'konstituelle Monarchie, eine st a r k e'R e g i e r u n g und ein zahlreiches Heer, das sind die Aufgaben, die wir lösen werden. Besonders die Bildung einer eigenen Wchrwacht als wirksame Bürgschaft für eine unabhängige staatliche Existenz ist die Pflicht, von deren Erfüllung unS nichts abzuhalten vermag. Mit dem russischen Reiche wünschen wir freundnachbar- liche Beziehungen zu pflegen, doch müssen wir uns gegen die Zu- «ntung verwahren, Krieg gegen die Mittelmächte zu führen, deren Monarchen unsere Unabhängigkeit verbürgt haben. Nicht einen längeren Krieg, sondern den Frieden ersehnen die blutenden Völker Europas. Der durch den Akt vom ö. November verkündcie und nunmehr durch die Negierung des neuaufcebenden Rußlands anerkannte unabhängige polnische Staat soll die Grundlage bilden für den Beginn der Friedensverhandlungen und die Festigung normaler Lebensbedingungen in Europa. Mmerika im Krieg. „Petit Parisien" meldet aus New Aork, dte Regierung der Vereinigten Staaten habe folgendes K r ie g s- Programm ausgearbeitet: Verwertung der Kriegsschiffe in gemeinsamer Tätigkeit mit den Alliierten, Munitions- lieferung, einen Vorschuß von drei Milliarden Dollar an die Alliierten, deren Verproviantierung gleichfalls gesichert wer- den solle. Eine Million Mann solle im ersten Jahr militä- risch ausgebildet werden, die zweite Million im zweiten Jahr. Es dürften keine Truppen nach Europa gesandt werden, be- vor nicht das erste Kontingent von einer Million Mann aus- gebildet und die Organisation für seinen Unterhalt auf den Schlachtfeldern gesichert sei. Nach der Agentur Radio hat der amerikanische Kongreß fünf Millionen Dollar zum Van von 75 Luftschiffen ausgeworfen. Die Länge der Luftschiffe solle 54 Meter, der Durchschnitt zehn Meter betragen; sie sollten mit Apparaten für drahtlose Telegraphie versehen werden. Nach Beratungen mit den Vertretern der Alliierten in Washington soll der Befehl gegeben worden sein, unverzüglich die Pattouillentätigkeit auszunehmen und die Küsten gegen die Vorstöße der feindlichen Unterseeboote zu sichern. In nächster Zeit wird eine amerikanische Mission unter Führung des Obersten House nach Paris abgehen. House wird von dem früheren Militärattaches in Berlin, Oberst Kuhn, von dem Chef der Kriegsschule, von Adrniral Bensor, einem Finanzmann, einem Juristen, einem Mplomaten und wahr- scheinlich von einem Mitglied der republikanischen Partei be- gleitet sein. Die amerikanischen Friedensfreunde ergeben sich den Kriegshetzern durchaus nickt bedingungslos. Konnten sie den Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg nicht ver- hüten, so sind sie doch bemüht, den Einzug des Militarismus in die Republik zu verhindern, die so lange als Hort des Friedens und der Demokratie galt. Sie greifen die Bcfür- worter der allgemeinen Wehrpflicht lebhaft an und wollen nur das Freiwilligen sy st em gelten lassen. Die Enten- tisten suchen natürlich, aus der Kriegsteilnahuie der Ver- einigten Staaten möglichst viel moralisch-volitisches Kapital zu schlagen. Der französische Kriegsminister P a i n l e v 6 hat den Oberbefehlshaber des Heeres beauftragt, den Eintritt der Vereinigten Staaten in die Reihen und an die Seite der Alliierten den Truppen mitzuteilen, ihnen die große Be- deutunq dieses Ereignisses klarzumachen und ihnen darzu- legen, daß die moralische Unterstützung der Vereinigten Staaten durch ihre materielle verdoppelt werde und sicherer als je einen vollkommenen Sieg verbürge. Auch Lloyd George Hot eine große Rede ge- schwungen, in der er die üblichen Redensarten machte. Er rühmte den Nankees nach, daß sie durch ihre Munitionsliefe- rungen den Sturm auf die H i n d e n b u r g l i n i e erleich- tern, und schloß mit folgenden Worten: „Wir werden einen zweckmäßigen und siegreichen Krieg führen, aber es gibt noch einen Punkt von großer Wichtigkeit. Ich, der jetzt drei Jahr« gefühlt hat, welches unsere Schimerigkeiten, unsere Angst und unsere Sorge war, wäre der letzte aus der Welt, um zu sagen, daß die Hilfe, die Amerika uns jetzt leistet, nicht an sich etwas wäre, um sich darüber zu freuen. Aber das bedeutet nicht. daß ich mich nicht noch m«hr freue, weil ich weiß, daß Amerika jetzt das Recht erhalten hat, sich au unseren Tisch zu setzen, wenn wir über die FriedenSbrdin,uugrn verhandeln." Lloyd George hat aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht. Was die Waffen der Entente nicht erreichten, soll die gewaltige Wirtschaftsmacht der Vereinigten Staaten er- zielen: die Demütigung Deutschlands. In Südamerika freuen sich die Brasilianer könig- lich über die Ehre, an Seite so großer Nationen wie England. Frankreich, Vereinigten Staaten stehen zu dürfen. Argen- t i n i e n und Chile haben aus Anlaß des deutsch-amerika- irischen Konfliktes zwar formelle Neutralitätserklärungen los. gelassen, aber man weiß, daß auch hier ein Stoß genügt, diese wirtschaftlich so wichtigen Staaten auf die feindliche Seite zu bringen. Auch Uruguay hat mobilisiert und feine Grenzen gegen Brasilien geschlossen, damit die 50 0M Deut- schen, die im Staate Rio Grande do Sul leben, mcht über die Grenzen kommen. Im übrigen meldet der"TempS aus Montevideo, die Regierung von Uruguay bade ihre sc c u- tralität in dem amerikamsch-deuttch-kubanitchen Konflikt BrQärte lieber Mexiko erfährt man noch wenig. Die Agentur Radio meldet aus Netv Mork, aus-cexik» ttaren beuii- ruhiaende Gerückte ein. Man habe Corranza stark im Ver- dacht, mit Teutschland zu komplottteren. Der Präsident Wilson soll seinem Kollegen Carranza Mitgeteilt hoben, daß er ein merikanisches Ausfuhrverbot für Erdöl als..einen un- freundlichen Akt" betrachten wurde Danach ist die Lieferung von Kriegsmaterial nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch ein Gebot und Prüfstein wahrer Neutralität! ver Krieg auf öen Meeren. Englisches Patrouillenschiff gesunken. London, 12. April. Reutermeldung. Die Admiralität verlautbart. daß am Mittwoch ein Patrvulllensahrzeiiq im Kanal auf eine Mine gestoßen und gesunken ist. Zwei Ossiziere und 14 Mann werden vermißt. N-Boote bei Tan Francisco? Per», 13. April. Ein Funkentelegramm aus Sa» Francisco be- sagt, es wurde die Anwesenheit deutscher U-Boote im Stillen Ozean in der Nähe von San Francisco gemeldet. Die Marine- behörden hätten Maßnahmen getrofsc», um Ueberraschnngen zu der- meide». Seesperre unö Versenkungen. Haugesund, 12. April.(Meldung des Ritzauschen Bureaus.) Der Kutter Josephine von Kristiansund ist im Fiichereigebiet der- senkt worden. Die Besatzung wurde gerettet. Der Dampfer Star aus jiristiania und das Barkschiff Sylfiden aus Arendal find ebenfalls versenkt worden, auch ihre Mannschaften wurden ge- reitet. Die Deutfchen schleppten die Boote eine große Strecke land- wärts. Kristiania, 13. April. lMeldung des Norwegischen Telegramm- Bureaus.) Der norwegische Dampfer Randvik ist im Bis» cayischen Meerbusen versenkt worden. Kopenhagen, 13. April. Das dänische Ministerium des Aeußeren teilt mit: Die dänischen Dampfer S a x o und Nancy wurden auf der Reise nach England versenkt. Von der Nancy find drei Nkatroien umgekommen. Bisher sind während des Krieges im ganzen 107 dänische Schiffe verloren gegangen. Madrid, 12. April.(Funkspruch des Vertreters des Wiener K. K. Telegr.-Korr.-Bureaus.) In der Nähe von Almeria wurde das amerikanische Segelschiff Edwin R. Hunt(1005 To.), ohne Ladung von Cette nach New Jork unterwegs, von einem Untersee- bool versenkt. Das Blatt ABC meldet: Bei Granada landete die Besatzung des französischen Segelschiffes Eibele, das von einem Unterseeboot torpediert worden war. Die Zeitung.Jmparcial� meldet aus Barcelona, daß dort die Schiffbrüchigen des von einem Unterseeboot torpedierten i t a li e n i s ch e n Dampfers A lv a g u a gelandet sind. Kopenhagen, 13. April. Der dänische Justizminister er- w e i te r te das bisherige Verbot, Mitteilungen über die B e- wegungen dänischer Schiffe zu machen, auch auf solche dänische Schiffe, die zwischen ausländischen Häfen verkehren. London, 13. April. Reutermeldnng. Aus Achen wird berichtet, daß der griechische Dampfer Nestos, 40W) Tonnen, der mit Weizen geladen war, torpediert wurde. Haag, 12. April. Meldung der„Neederlandfch Telegraaf Ngeirtschap". Der Finanzmi nister hat mitgeteilt, daß die Ä r i eg 8» gewinn st e u e r für 1Ö17 zum Teil wegen des verschärften U-Boot-Kriegs hinter den Erwartungen zurück- bleiben werde. die Kämpfe im Westen. Berlin. 13. April.(W. T. B.) Die S ch l a ch t de i A r r a S nimmt ihren erbitterten Fortgang. Besonder? heftig waren eng- ltschc Angriffe im Gebiete Uvischen Angres und Givenchy. Be- reils um 8 Uhr vormittags trugen die Engländer einen heftigen Angriff n-estlich Angres vor, der indessen vollkommen scheiterte. Tarauf versuchte der Gegner die deutschen Stellungen im Laufe des Tages durch heftig gesteigertes Artilleriefeuer mürbe zu machen. Er wiederholte seine Sturmangriffe, wobei eS ihm an einzelnen Stellen g�ng, voübergehend in den deutschen Stellungen Fuß zu fassen. Durch energisch geführte Gegenstöße wurde er in erbittertem Nahtampfe größteyteils wieder hinausgeworfen. Weiter südlich bei F a m p o u x an der Scarpe-Bachniederung wurde der zwei- malige Angriff englischer Divisionen unter schweren feindlichen Verlusten zurückgewiesen. Westlich Wancourt und Heninel wurden feindliche Angriffe in unserem Vernichtungsfeuer erstickt. Die in der Schlacht bei Bullecourt gemachte Beute erhöhte sich auf 27 Offiziere, 1137 Mann und 53 Maschinengewehre. Nach heftigem Trommelfeuer wurde in dieser Gegend am Abend ein matter englischer Jnfanterieangriff unternommen, indessen durch unser Feuer unterbunden. Zwischen der Straße B a p a u m e— C ambrai und der S o m m e besetzte der Feind an der Straße FinS— Gouzeaucourt das vor unserer Kampflinie liegende Gouzeaucourt, nachdem er trotz überlegener Kräfte und starker Artillerievorbereitung beim ersten Versuch blutig abgewiesen war. Bei lebhaftem Feuerkampf der beiden Infanterien sowie kräftiger deutscher Artilleriewirkung erlitt der Gegner starke Verluste. Weitere Jnfanteriegefechte in der Gegend Haroicourt und beiderseits der Somme bis westlich St. Quentin. Feindliche Kriegsberichte. Englischer Heeresbericht vom 12. April morgens. Wir nahmen zwei lvichlioe Stellungen in den feindlichen Linien nördlich des Vimy- Rückens auf beiden Seiten des Fleckens S o u ch e z. Zwei feindliche Angriffe am nördlichen Ende des vimy-RückenS" wurden abgeschlagen. Das Wetter ist naß und stürmisch. Vom 12. April: Unsere Truppen haben heute nachmittag süd- lich der Straße ArraS— C a m b r a i die Dörfer Heninel und Wancourt nebst den angrenzenden Befestigungen im Sturm ge- nomnien, den Fluß C o j e u l überschritten und die Höhen auf seinem östlichen Ufer besetzt. Am Tage machten wir weitere Fortschritte nördlich von der S c a r p e. östlich vom Rücken von V i m y. Der Bericht, der beut« über unsere Gewinne einging, lautet, daß der Rücken gesichert ist und unsere Stellungen verstärkt wurden. Im Verlaufe der Patrouillenunternehmungen von der letzten Nacht nord- östlich von Epshy, bei denen wir einige Gefangene machten, kam eine starke feindliche Abteilung unter wirksames Feuer unserer In- santerie und erlitt starke Verluste. Während der Gefechte vom S. und 10. machten wir Gefangene von allen Jnfanterieregimentern von sechs deutschen Divifionen. nämlich von der 97. Reservedivision, der 1. bayerischen Reiervedivifion, der 14. bayerischen und der 11. Division, der 17. und 18. Reservedivision. Die Zahl der Ge« fangenen von jeder Division beträgt mehr als 1000. Französischer Heeresbericht vom 12. April nach« mittags: Zwischen der Somme und der Oise dauerte der Artilleriekamps während der Nacht mit einer gewiffen Heftigkeit fort, namentlich in der Gegend von Urvillers. Südlich der Oise griffen die französischen Truppen na>b Artillerievorbereitung die deutschen Siellungen östlich der Lmie Coucy— 2o«Stlle— Ouincl)— La Bassä an. Nach lebhaftem Kämpft triebe« wir die Deutschen bis zum Südostrande deS Hochwaldes von Coucy zurück. Mehrere wichtige Stützpunkte kamen trotz des Widerstandes der Deutschen in unseren Besitz. Die Deutschen ließen zahlreiche Tot« auf dem Gelände und Gefangene in unseren Händen. In der Gegend nordöstlich von S o i s s o n S Tätigkeit der Artillerie und Patrouillen- treffen be> anders im Abschnitt von L a f f a u x. Nördlich der A i S n e drangen französische ErtnnvungSableilungen an mebreren Punkten sn die deutschen Linien em und kehrten mit etwa 40 Gekangenen. darunter l Otfizter, zurück. Ocstlich von Sapignaul Vertrieben wir noch lebhaftem Angriff die Deutschen aus einigen Graben- stücken, die sie i'eit dem 4. April noch besetzt biclten. Die französische Linie ist damit wieder gänzlich bergestellr. In der Champagne wurden zwei deutsche Handstreiche in den Abschnitten von Bille-sur- Tourbe und der Butte du Mesnil durch Feuer abgewiesen. daS den Angreifern Verluste zufügte. In der W o- v r e brachten die Franzosen im Verlaufe von Einfällen in die deutschen Linien nordöstlich von Remen-au-Ville dem Feinde empfindliche Verluste bei. Pairouillengetecbie liidwestlich von Leintrey. Vorn 12 April abend«: Vom Verlauft de« Tage« ist nichls zu melden außer einer gewissen Tätigkeit der beiderseitigen Arlilleri«. besonders südlich der O i i e und in der Gegend nördlich der A i s n e. Regen- oder Schneestürme auf einem großen Teile der Front._ Wahlrechtssturm im ungaristhenParlament. Budapest, 12. April.(«. T. B.) Abgeordnetenhaus. Als vor Eröffnung der Sitzung der Munsterprästdent mit bat übrigen Mimstern den Sitzungssaal betrat, brach die Opposition i» den stürmischen Ruf aus:.Es lebe das allgemeine, gleiche und geheime Wahlrecht!" In diesem Hause darf von nichts anderem mehr gesprochen werden, als vom Wahlrecht! Als der Präsident die Sitzung eröffnen wollte, vergrößerte sich der Lärm der Opposition, wobei die Unterbreitung einer Wahlrechtsvorlage gefordert wurde. Der Präsident suspendierte die Sitzung. Bei der Wiedereröffnung wiederholten sich die Lärmszenen, so daß der Prä- sident die Sitzung'wieder suspendierte. Nach kurzer Unterbrechung wurde die Sitzung von neuem eröffnet. Der Ministerpräsident unterbreitete inmitten des Lärms ein königliches Handschreiben, durch welches das Abgeordnetenhaus vertagt wurde. DaS Handschreiben wurde von der Rechten mit Eljenrufen auf- genommen. Von anderer Seite wird dann noch gemeldet: Während der Präsident dieses Schreiben verlas, begab sich der Abg. Szmrecsanyi eiligst zu den Stenographen und zerriß ihr Stenogramm. Die Sitzung hatte nun ihr Ende erreicht. Die Regierungspartei brachte dem Ministerpräsidenten Grasen Tisza stürmische Ovationen dar. während die Opposition erneute Lärmszenen venusachte. DaS Abgeordnetenhaus muß Mitte Juli wieder einberufen werden, um das Budget zu erledigen. Budapest, 13. April. Der Führer der Verfassungspartei Graf Julius A n d r a s s y erklärte, die Vertagung des Abgeordneten- Hauses werde zur Folg: haben, daß die parlamentarische Verband- lung zum letzten Male unter der Präsidentschaft TiSzas stattfand. Auch der Führer der Uliabhängigkeitspartei, Graf Albert A p p o- n y i, der Präsident der Karolystiartei, Graf Michael K a r o l y i, und das Mitglied der Katholischen Vollspartei, Stephan R a- k o w s k y, halten die Vertagung des Hauses für eine verfehlte Maßregel und bezeichnen als die dringendste Aufgabe für Ungarns Zukunft die Schaffung des demokratischen Wahlrechtes. Durch die Vertagung kam ein Antrag des Wg. Ludwig Rollo von der Karolyipartei, welcher sich nnt der Bildung einer Nationalregierung, Einsetzung eines Wahlrechtes, Abschaffung sämtlicher Geburts- Privilegien und Reformierung des Magnaten bauses beschäftigt, nicht zur Verhandlung. Die Opposition hat bei der hiesigen Ober- stadthauptmannschaft für den 29. April die Abhaltung einer Landesversammlung für das Wahlrecht vor dem ParlamentSgebäude angemeldet. Keine spanische Kabinettskrise. Madrid, 12. April. Havasmeldung. Die Blätter melden, daß zivischen den Ansichten aller Minister Uebcreinstimmung besteht. Romanones erklärte am Abend: Die Einstimmigkeit meiner Kollegen im Kabinett hat mich gestärkt und mir die Kftaft gegeben, in der Haltung zu beharren, die uns die Um- stände einzuhalten zwingen._ Kleine Kriegsnachrichten. Tie Zahl der weiblichen Wähler in England. Die.Times" enthält die Zuschrift eines bekannten Parlamentsmitgliedes, des Jrtkjalts, daß die Frauen, falls sie ein mit den Männern gleiches Wahlrecht erhalten, voraussichtlich in die Mehrheit kommen würden. Die zukünftige Wählerzcchl würde dann 12 999 500 Frauen und 10 807 000 Männer betragen. Kohlcnkrawnlle in London..Daily NewS" schreibt: Währsnd der letzten Tage haben sich unter der ä rareren Bevölkerung Londons verzweifelte Kämpfe um Kohlen abgespielt. Die Kleinhändler können die Nachfrage nicht befriedigen und lassen teilweise ihre Wagen nicht mehr ausfahren, da das Voll sie umlagert und die Polizei einschreiten muß, um die Ordnung aufrecht erhalten zu Ion nein RevolutionS-Mckungen. Aus JgssY wird dem.Daily Tele- graph" gemeldet: Der König von Rumänien hat bei einer Truppen- Parade den Sokdaten die Versicherung gegeben, daß daS Volk künftig größeren Anteil an der Verwaltung des Landes haben werde. Kämpfe in Marokko. Lponer Blätter melden aus Marakesch. daß eine mobile Trupp« von Marakesch am 24. März von T t z r nt nach U j a n vormarschiert ist, das von El Tuba mit 6000 bis 6000 Anhängern besetzt gehalten wurde. Nach mehrstündigen schweren Kämpfen wurden Stellungen der Marokkaner von den Franzosen gestürmt und U j a n b e s e tz t. Die Bevölkerung des Gebietes unterwarf sich, die Anhänger El Tubas zogen sich nach Süden zurück. Ihr« Verluste sollen 300 Tote übersteigen. Di« französi- scheu Verluste werden nicht bekanntgegeben. Tie Beerdigung des als Flieger gefallenen Prin- gen Friedrich Karl fand, wie.Petit Parisien" aus Ronen meldet, auf dem Friedhof von St. Etienne de Ronvraix statt. Eine halbe englische Kompagnie gab das Ehrengeleite. politische Uebersicht. Eine konservative Erklärung zur Wahlreform. Auf die mehrfach aufgeworfene Frage, ob die Konser- vativen bereit seien, an der Reform des preußischen Wahl- rechts mitzuarbeiten, gibt die„Kreuzzeitung" folgende „grundsätzliche Erklärung" ab: Die konservative Partei hat durch ihre maßgedeuien Stellen und Personen mehr als einmal erklärt, daß sie an einer Bei- bessern ng oder, wie es in einer früheren Thronrede heißt,„org»- nischen Weiterbildung", unseres preußischen Wahlrechts mitzu- arbeiten bereit sai. Sic hat den BaveiS dafür im Jahre 1910 auf Grund der damaligen Regierungsvorlage geführt. ES Nxrr nicht ihre Schuld, tvenn damals nichts zustande kam. Jetzt wird die konservative Partei wiederum beim Eingänge einer Vorlage ihre Mitarbeit einsetzen, geleitet lediglich von dun Be» streben, eine den Verhältnisse««nseres preußischen Vaterlandes und seiner soziale« Gliederung in Siechten und Pflichten ange- paßte Amderung zu finden oder herbeizuführen. Dabei hat aller» dings nur ber preußische Landtag das Wort, und es berührt nicht angenehm, neuerdings beobachten zu müssen, wie sich der Reichstag direkt und indirekt in diese Sachen mischt, die nicht zu seiner Kompetenz gehören. Auch besteht, soviel wir übersehen, in der Mehrheit des Landtages kaum die Neigung dem Reichs- tage hier wieder die Wichtigsien bundesstaatlichen Sonderrechte einzuräumen. Gerade deshalb, weil es stch hier um eine der Hauptgrundlagen unserer föderalistischen S t a a ts v e r f a-s s u n g handelt, müssen wir also gegen jene Versuche des Reichstages Protest erheben, und es ist für uns Preußen ein tief schmerzliches, bitteres Gefühl, hierbei nicht überall die Würdigung zu finden, welche man den Sachsen, Württembergern oder gar Bayern auch von feiten des Reichstages unbedenklich zugestehen würde. Die Berufung auf die„organische Weiterbildung" sowie die Erinnerung an die Haltung der Konservativen im Jahre 1310 besagen nichts weiter, als daß die Konservativen höchstens an einer solchen Reform mitarbeiten werden. diedenPelz wäscht, ohne ihn naß zu machen. AuS diesem Grunde auch die wütende Angst vor einem Eingriff des Reichstags, der die Wahlreform allerdings gründlicher besorgen würde als dos Dreiklassenparlament, dessen Mehr- heit sich mit der Aufgabe des Dreiklassenwahlrechts selbst daS Lebenslicht ausbläst.___ Mecklenburgisches Beharrungsvermögen. Nach Bekanntwerden der kaiserlichen Osterbotschaft hatte der fortschrittlich« ReichstagZabgeordnete S i v k o v i ch an die mecklen» bnrgischen SwatSminffter(von M.-Schw«in und M.-Stroiitz) et» Schreiben gerichtet mit dem dringenden Ersuchen, sofort eine wahr« Haft volkstümliche Veränderung der mecklen« burgischen Verfassung in die Wege zu leiten. Auf dieses Schreiben hal der Staatsminister von Mecklenburg-Schwerin, Dr. Langfeld, mit einem Brief geantwortet, in dem eS heißt, daß das Staatsministerium sich die Aufgabe gestellt habe, der Ver« jassungsreform„besondere Aufmerlsamkeit zu widmen und sie so vorzubereiten, daß die Verhandlungen darüber mit Ausficht auf Er- big wieder aufgenommen werde» können, sobald die Verhältnisse dies gestatten". Dieser Zeitpunkt ist noch nicht gekommen. So lange daS deutsche Volt in schwerem Kampfe an den Fronten und in der Heimat um den Sieg zu ringen hat, erscheint eS nicht rat- sam, durch Wiederausrollung der Verfassungsfrage in der Oeffenr- lichkeit die hierüber besonders in Mecklenburg»och bestehenden tief-. gehenden Meinungsverschiedenheiten neu zu beleben und dadurch die für eine siegreiche Durchführung des Krieges notwendige innere Geschlossenheit zu sprengen. Aus diesem Grunde vermag ich zurzeit Ihrer Anregung keine Folge zu geben. ReichStagS-VerfassungSausschuß, werde Haiti Wahlkreis Teltow-Veeskow-Charlottenburg. Die Organisation der fortschrittlichen Volksparlei im Wahlkreis Teltow-BeeSkow- Charlottenburg bat eine Eingabe an den Reichstag gerichtet, in der eine Teilung des Riesenwahlkreises noch vor den nächsten Reichs- tagswahleu gefordert wird. Die Eingabe weist daraus hin. daß der Wahlkreis nach dem Wahlgesetz auf dreizehn Vertreter statt deS jetzigen einen Anspruch hätte. Ferner wird eine allgemeine Neu- einteilung der Wahlkreise verlang:. Aufhebung deS JesuitengcsebeS? Nach einer Meldung der „Köln. Volksztg." soll die Bekanntgabe der Aufheibung des Jesuitengesetzes in allernächster Zeit bevorstehen. Heber die Aufhebung des Jefwitengefetzes liegt seit mehreren Fahren ein Reichstagsbeschluß vor, dem der Bundesrat seinerzeit nur zum Teil beigetreten ist. Staatsrechtlich ist die Frage, ob der Bundesrat jetzt noch, nach mehre- ven Jahren, durch einen Beitritt zu dem ganzen Beschlutz diesem Gesetzeskraft verleihen kann, bestritten. Doch ist praktisch die Frage infofern ohne Bedeutung, als der Reichstag auch in seiner jetzigen Zusammensetzung sicher für die Aufhebung des JesmtengesetzeS stimmen würde._ Wahlrechtsforderungen in Oesterreich-Ungarn. Nach einer Meldung der.Vossischen Zeitung' kam es in der Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses, welche die Vertagungsbotschaft entgegennehmen sollte, zu heftigen Kundgebungen der Bpposilion gegen das Ministerium. Durch heftige Zuruft namentlich auch unter Erinnerung an die Botschaft Kaiser Wilhelms wurde immer wieder die Wublreform ge- fordert, sowie das Weiterlagen des Parlaments bis in den Sommer. Erst noch mehrmaliger Vertagung der Sitzung konnte die Bot- schast verlesen werden, wonach der Reichstag auf unbestimmte Zeit vertagt wird. Di« sozialdemokratischen Mitglieder de? Wiener Gemeinderats haben eine Interpellation eingebracht, welche an Stelle de« gegenwärtigen, auf dem Unrecht des Wahlkörper. systems ausgebaule» Gcmeindewahlrecht«. ein wirklich demokranicheS Gemeindewahlrecht, auch für die Frauen fordert. LeAe Nachrichten. Die§liegervsr!usis im März. B- r l i n, 13. April.(W. T. B.) Im Monat Marz ver. lor die E n t e n t e im Westen 152, im Osten 9 Flugzeuge und 19 Fesselballons, während die deutschen Verluste 38 Flugzeuge im Westen, 7 im Osten betrugen. Die deutschen und österreichischen Schisse ,n Amerrkn. Amsterdam, 13. April. Havas meldet aus New Jork: Die deutsche» und österreichischen Schiffe, die in den Vereinigte« Staaten interniert sind, repräsentieren nach offiziellen Angabe» eine« Tonnengehalt von 518 327 Tonnen. Amerika nimmt Munition für Billa weg. Ber«, 13. April.„TempS" meldet aus New Jork: Zwei a nie rikaaische Torpedozerstörer habe» im Stille» Ozean einen Schoner aufgebracht» der M u n i ti o u für Billa führte. Die Sorge der Entente um Rußland. Lugano, 13. April. Der..Popow d'Jtalia" schreibt in einem von sehr nüchtern gewordener Stimmung getragenen Leitartikel über die Entwicklung der russischen Angelegenheiten: Das Arbeiter- komrtee verlangt nach Frieden. Es bekennt jetzt offen, es läge ihm fern, zu behaupten, daß alle nach Frieden verlangenden Extremisten deutsche 9t(Knien seien. Obgleich die Enthüllungen B u r tz e w S bewiesen hätten, daß einige bestimmt darunter seien, stehe doch fest, daß die Mehrheit in gutem Glauben handele, hingerissen von dem weltfremden Idealismus, welcher in allen Ländern Anhänger besitze. Sollte es zu einem Separatfrieden kommen, dann würde das neut Rußland mit«nein Schandmal der Unehre auf seinem Wappen ins Dasein treten. Rußland könne sein neue» Re- gim« nicht mit einem Verrat an seinen Verbündeten beginnen, ohne sich autornattsch außerhalb� der Grenzen aller ehrlichen Staaten zu setzen. Das Blatt hofft jedoch, daß die Berufung deS bekannten Revolutionärs Plechanow, über dessen kriegerische antideutsche Gesinnung kürzlich berichtet wurde, zum Arbeitsminister, für die Durchführung des Krieges günstig wirken werde. Umtaufe der Kadetten. Bern, 13. April. Nach einer Meldung der Agentur Radio ans Petersburg hat die Kadettenpartei den Namen „Partei der Volksfreiheit" angenommen. Die Anklage gegen Stürmer. Basel, 13. April. Die Agentur Radio berichtet aus PetcrS. bürg: Stürmer, dessen Tod gemeldet worden war, wird beschuldigt, 10 Millionen aus einem Geheimfonds unterschlage» und mit dem Feinde in Verbindung gestanden zu habe». Neberschwemmvngcn in Südrußland. Petersburg, 13. April. Infolge dcö außergewöhnlich schnec- reichen Winters nimmt die Ueberschweminung der Flüsse im süd- lichen Rußland, namentlich des Don und D o n e z, einen gefähr» lichen Charakter an. Dahl reiche Städte und Dörfer längs dieser Flußläufe sind überschwemmt und die Bevölkerung gefährdet. Getreidebeschlagnahme in Frankreich. Amsterdam, 12. April. Havas berichtet auS Paris: Di» Landwirtr müssen nach einer neuen Oicseizesbestiminung ihre sämtlichen Getreidevorrate, wie z. B. Gerste, Roggen und Mais, die sich in ihrem Besitz befinden, der Regirrung an. geben. Bon seinem Vorrat darf der Eigentümer 100 Kilogramm Getreide oder die gleiche Quantität eines anderen Produktes per Koos für sich zurückbehalten. Der verbleibende Rest wird vom Staaiangekauft, wobei der Preis für Getreide auf M Franl per IM Kilogramm festgesetzt Word» ist. OewerWPsbewGmm Lohnbewegung im Saugewerbs! Unter dieser Ueberschrift versendet der Arbeitgeberbund für das Baugewerbe nachstehende Notiz zur Veröffentlichung an die Fachpresse: „Eine Erhöhung der im Mai vorigen Jahres für die Zeit bis Ende März vereinbarten Teuerungszulagen der langen schon jetzt wieder die Bauarbeiter in viele Gebieten des Reiches. Der Deutsche Arbeitgeberbund für das Baw gewerbe, dessen Mitglieder ihre Bauverträge auf Grund der Vereinbarung des Bundes mit den Gewerkschaften vom Mai 1916 abgeschlossen haben, kann dem Verlangen nur so ioeit stattgeben, als die Bauherren— das sind bei der Stillegung fast aller Privatbauten nur noch Behörden und Unternehmungen der Rüstungsindustrie — sich ohne Einschränkung bereit erklären, eine etwa noch bewilligte neue Teuerungszulage den Unternehmern auf Grund der nachzuweisenden Zahlungen zurückzuerstatten, selbstverständlich nur, soweit es sich um Bauausführungen handelt, die vor der Neubewilligung vergeben worden sind. Es ist zu erwarten, daff bis zu der am 19. April in Berlin stattfindenden diesjährigen Hauptversammlung des Arbeit geberbundcs die obersten Reichs- und Staatsbehörden hierzn für die nachgeordneten Behörden die Zustimmung geben und auch die Unternehmungen der Rüstungsindustrie zu einer gleichen Stellungnahme veranlassen. Die Mitglieder des Arbcitgeberbundes sind von diesem angewiesen, die Beschlüsse ihrer Hauptversammlung abzuwarten, eigenmächtig also das Abkommen vom Mai 1916 nicht abzuändern." veuk�es Keicd. Die gemeinnützige knufmännischs StcUciwermittlung(Leipzig) sendel uns unter Bezugnahme aus Z 11 des Pretzgesetzes folgende Berichtigung: Die am 6. April im.Vorwärts* aufgestellte Behauptung, daß im Reichsaibeitsblott Nummer 3 folgende Stelle enthalten sei:„Für kaufmännische Berufe wurden im August 11453 Bewerber gezählt, für die 8336 offene Stellen zur Verfügung standen. Trotz starken Ueberwiegens der Stellensuchenden konnten dennoch die Stellennoch« weise nur 2323 Stellen besetzen. 2747 Stellen wurden infolge anderweitiger Besetzung zurückgezogen und miihin blieben 3306 Stellen unbesetzt und 3400 stelleniuchends Handlungsgehilfen blieben ohne nachgewiesene Stellung,* ist unwahr. Wahr i st, daß im Reichsarbeitsblatt Nr. 3 folgendes gesagtwird: „Bei diesen Vereinen bezw. Verbänden liehen sich im Berichts- nionat 2561 männliche und 2653 weibliche Bewerber neu eintragen. Einschließlich der im Vormonat unerledigt gebliebenen Bewerbungen von 4663 männlichen und 4581 weiblichen Personen lagen demnach insgesamt 14 453 Bewerbungen vor. Von den im Berichtsmonate selbst erledigte» Bewerbungen wurden 2323(46 Proz.) durch Ver- miltlimg der Vereine und 2633(54 Proz.) durch Zurückziehung der Bewerbungen oder anderweitig ohne Vermittlung der Vereine erledigt. Zu den aus dem Vormonat unerledigt gebliebenen angebotenen offenen Stellen für 1801 männliche und 1155 weibliche Personen traten noch 2572 Neumeldungen für männliche und 2868 für weib- liche Stellensuchende hinzu. Es standen somit den Bewerbungen im ganzen 8336 offene Stellen gegenüber. Zieht man auch hrer nur die im Berichtsmonate selbst erledigten Stellenangebote in Betracht, so find von diesen Anmeldungen durch Zurückziehung oder ander- wcitig ohne Vermittlung der Vereine 2747(54 Proz.) erledigt und 2323(46 Proz.) durch die Vereine besetzt.* Serlin und Umgegenö. Zu den Teuerungszulagen im Glasergewerbe nahm am Mittwoch, den 11. April, eine Versammlung der Glaser Groß-Berlins, die überaus stark besucht war, Stellung. In einer einstimmig angenommenen Entschließung erklärte sich die Versamm- lung mit den in den Verhandlungen der Unternehmer(siehe Notiz in Nr. 36 des„Vorwärts*) gefaßten Beschlüssen einverstanden, sie erwartet aber— weil das Zugestandene den Heuligen Teuerungs- Verhältnissen noch bei weitem nicht entspricht—, daß etwaige höhere zurzeit gezahlte Löhne nicht gekürzr werden. Die Versammlung hofft auf das bestimmteste, daß die Zugeständniffe in allen Werk- stäticn am Sonnabend, den 14. April, auch glatt zur Durchführung gelangen. parteinachrichten. Die Auscinndergeeinigten. Die Behauptung, daß auf der Gothaer Tagung iie Einigung der Opposition vollzogen worden sei, steht auf sehr schwachen Füßei.. Schon der gestern von uns zitierte Artikel der Oppositionspresse mutzte zugestehen, daß zum mindesten eine Gruppe draußen geblieben ist(wahrscheinlich Gruppe„Internationale Sozialisten*). Die„Bergische Arbeiter- stimme* wird schon deutlicher und schreibt, daß unier den mehr als 140 Delegierten„kein halbes Dutzend Leute* gewesen sei, die Sektierer sind. Zwei Teilnehmer werden sogar als völlig„ungenietz- bar* bezeichnet. Die„Bergische Arbeiterstimme" tröstet sich da- mit, daß die sie entsendenden Vereine ihnen nicht folgen würden. Warum mag man sie da erst entsandt haben?— Die„Bremer Bürgerzeitung" teilt mit, daß die Bremer Linksradikalen (Knief und Freunde) sich unter keinen Umständen an der Einigung mit beteiligen wollten. Das habe wenigstens die„Arbeiterpolitik", ihr offizielles Blatt, ausdrücklich beteuert. Selbst die Einigung zwischen den beiden Hauptgruppen„Ar- beitsgemeinschaft" und„Internationale"(Spartakusgruppe) er- scheint in sehr fragwürdigem Lichte, wenn man gewisse Spartakus- flugblättcr im Auge hat, die vo- noch gar nicht langer Zeit er- schienen und den Spartakusleuien Ratschläge für ihre Taktik gaben. Da wurde nämlich mit Rücksicht auf die Gefahren des Be- lagerungszustandes direkt empfohlen, in den arbeitsgemeinschaft- lichen Organisationen Unterschlupf zu suchen und diese dann von innen zu unterhöhlen und auf den Spartakusstandpunkt hinüber- zuziehen. Nicht unmöglich, daß die ganze Gruppe diesen Versuch im Großen unternimmt. Denn an ein« wirkliche innere Einigung kann nicht glauben, wer all die Beschimpfungen und An- klagen kennt, welche die Spartakusgruppe uoch in allerjüngster Zeit gegen die Arbeitsgemeinschaft in Flugblättern und in ihrer Presse geschleudert hat. Eine schmähliche Tat. Unter dieser Ueberschrift schreibt Genosse Redakteur Sonnemann in der„Bremer Bürgerzeitung*: Die„Leipziger Bolkszeitung* bringt es fertig, den freiwilligen Tod des Genössen Holzmeier in eine nicht mißzuverstehende Verbindung zu bringen mit der„Parteivorstands-Gewaltpolifik". (S. Nr. 80 der„L. V." vom 5. April d. I.) Mit äußerstem Widerstreben stelle ich, als des Verstorbenen Freund, dem er sich rückhaltlos offenbarte, das Folgende noch ein- mal fest: Wilhelm Holzmeier war ein überzeugter Anhänger der Opposition und rechnete sich zur„Arde'tsgemeinschaft"; in tiefster Seele waren ihm jedoch die Formen zuwider, die der Meinungsstreit in der Partei angenommen hat und höher als jedes Rechtbehalten stand ihm die Einheit der Parten Bis zuletzt hat er versucht, zu vermitteln. In den letzten schwersten Monaten hat er mir fast täglich versichert, daß es keine Möglichkeit für ihn gäbe, mit den Leuten von der Opposition zu- sammenzuarbeiten, weil ihre Kampfmethoden ihm ein Greuel seien. Ich verzichte vorläufig, seine stets wiederkehrende eingehende Begründung hierherzusetzen. Die schlichte und unantastbare Wahrheit ist auch hier, daß ihm nicht mehr zu helfen war; die Kerze war niedergebrannt. Man sollte meinen, unter dem Eindruck eines so furchtbaren Menschenschicksals müßte selbst der lauteste Schreier verstummen und in sich gehen; und es ist darum ein empörender Mangel an Herzenstakt, wenn der Schreiber der„L. V." versucht, aus dem Tode Holzmeiers für sich und seine Gruppe Nutzen zu schlagen. Schlimmer kann die Verrohung der politischen Sitten nicht ent- arten. Ich spreche im Sinne vieler, wenn ick» darum bitte, auf dem betretenen Wege nicht weiterzugehen. Es gibt viele, sehr viele ehrenwerte Menschen, denen das Bild des Verstorbenen unver- letzlich ist.— Keine Begrüßung der Essener Gründung. In unserem Bericht vom Donnerstag über die Gründung eines Verbandes der Kriegs- beschädigten in Essen befindet sich der Satz:„Unter den verlesenen Begrüßungstelegrammen und Antworten auf die Einladungen wurden auch die Grüße der„Sozialdemokratischen Feld- p o st* beifällig erwähnt." Hierzu bittet uns die Redaktion der „Sozialdemokratischen Feldpost* mitzuteilen, daß sie allerdings eine ihr zugegangene Einladung zu der Gründungsversammluug brief- lich beantwortet hat. Der Inhalt dieses Schreibens war aber in der Sache durchaus ablehnend und machte gewichtige Bedenken gegen die Gründung geltend. Nach dem Berichte muß angeiwmmen werden, daß der sachliche Inhalt de? Schreibens der Versammlung nicht oder nur unvollkommen zur Kenntnis gebracht worden ist. Industrie und Handel. Aus dem Berliner Wirtschaftsleben. Die DeutsÄen Waffen- und Munitionsfabriken verteilen wie ini Vorjahre„nur* 30 Proz. Dividende. Die Bergschloßbrauerei Akt.- Ges. in Berlin hat nach der„Voss. Ztg." im Hinblick aus die Verringerung der Bier- Produktion eine teilweise Umstellung ihrer Betriebe auf die Her- stellung von Kunstbonig, Dörrgemüie usw. vorgenommen und ist da- durch nun der Notwendigkeit zu einer teilweisen Betriebseinstellung überhoben._ Frankreichs Auslandsbesitz bor dem Krieg. Das französische im Ausland angelegte Kapital beträgt nach einer Schätzung: Rußland... 12 Milliarden Fr. Südamerika..6„„ Kolonien... 4„„ Spanien und Portugal.. 3—4„. Aegypten... 3, Balkanstaaten.3„, Türkei.... 3,„ Oesterr.-Ungarn 2—272»» Jetzt wird dieser Besitz nach Möglichkeit verkauft, um aus dem Gegenwert die amerikanischen und englischen Lieferungen bezahlen zu können. Das augenblicklich realisierbare Auslandkapital wird auf 12—14 Milliarden geschätzt. China und Japan. 2 Millarden Fr. Däncmark.Schwe- den, Norwegen, Holland, Belgien 17z„» Italien.... 1», Deutschland Schweiz.. Griechenland :: • 12 Soziales. Handbuch zum Militärhiuterbliebcneugeseu. Die Verhältnisse haben leider mit sich gebracht, daß das Militär. hinterbliebenengeietz vom 17. Mai 1307 zu den Gesetzen aehört, die beute eine große Rolle spielen. Täglich schwillt die Zahl derer an. deren Versorgungsansprüche durch dieses Geietz geregelt werden. Täglich zeigt sich deshalb aber auch, wie außerordentlich schwierig es ist, sich in den gesetzlichen Vorichrirten zrrrecht zu finden. Diese Schwierigkeiten sind im Verlaufe des Krieges immer größer ge- worden. Es hat sich sehr bald herausgestellt, daß das Gesetz den berechtigten Anforderungen nickt genügt. Es erschien ober auch nicht angezeigt, während des Krieges den schwierigen Stoff neu zu ior- men, und es sind deshalb auf dem Verordnungswege, wenn auch keine Aenderungen des Gesetzes, so doch Erweiterungen der Leittunaen in vielen Fällen geickaffen worden. Dieie Erweiterungen find natürlich nur zu begrüßen. Aber diese Art der Regelung Hai den Nachteil, daß die Erlasse und Verfügungen verzettelt sind und nur der orientiert sein kann, der sich ständig mrt der Frage beichäitrgt. Ein Buch, das all die zu beachtenden Fragen behandelt, muß deshalb allgemein willkommen sein. Es liegt jetzt vor in dem Handbuch zum Mililärhinierbliebenengeietz vom Regierungsrat Dr. Th. v. Olshauien.(Verlag von Franz Bahlen. Berlin.) v. Olshauien ist all denen, die sich mit dem Gesetz zu beschäftigen haben, kein Fremder. Von ihm stammt schon der vor zwei Jahren herausgekommene Kommentar zum Mililärhinterbliebenengesetz und er hat auch in der juristischen Fachpresse sich vielfach zu auf- tauchenden Streitstagen geäußert. Er dürste mit Recht als der beste Kenner des Gesetzes und der dieses ergänzenden Verordnungen zu bezeichnen sein. Sein Kommentar hat allgemeinen Anklang gefunden. DaS Handbuch stellt dessen neue Auflage dar. Damit ist es aber nicht charakterisiert. Schon die Bezeichnun, Handbuch sagt, daß der Ver- fasier sich nicht lediglich mit der Neuherausgabe seines früheren Buches begnügt hat. Auch der bedeutend größere Umfang zeigt dies schon äußerlich an. Das Handbuch ist eine völlig neue Be- arbeitung des Gesetzes, das auch alle Materialien enthält, die nach« träglich herausgekommen sind. Die umiangreichen Erläuterungen sind klar und verständlich. Sie machen das Buch zum Gebrauch für jedermann geeignet und es kann daher dessen Anschaffung nur empfohlen werden._ ZvetternuSftchten für das mittlere Sturddeuliauand oi» Sonntag mittag. Ziemlich mild; im Süden zunächst trocken und vielfach heiter: im Norden überwiegend bewölkt und besonders an der Küste leichte Niederschläge. Verantwortlich sür Politik! Hermann?)!üllcr. Tempelhos; für den übrigen Teil d.«latleS: Alfred Scholz. Neukölln: tür Jnscratc! Td. Glocke. Verlin, Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstait Paul Singer& Co Verlin S\V. Hierz« 1 Beilage«nd NnterhaltuugSblatt. Uirekrion Max Reinhardt. Oentsches Theater. 71/, Uhr: Tobias Bnntachah. Sonntag 7: Othello. Nachm. B/,(kleine Preise): Der Welbstenfel. Kammerspiele. 71/s Uhr: Fasching:. Sonntag; Fasching:. Nachm. 21/,(kleine Preise): Minna von Barnhelm. Volksbühne. Theat. a.Biilowplatz. 77z: Ein Sommernachtstraum. Sonntag: Die Familie Schimek. Theater i. d. Königgrätzerstr. Dir. C. Meinhard— R. Lernauer. 77, Uhr: F.rüjjeist. Kor�ddieniisus 77-: Wie verlorene Tochter. Beniner Theater 720 Uhr;®ie tolle Komteß. URANIA Taubenstraße 48/49. 4 Uhr(halbe Preise); Im U-Boot gegen den Feind. 8 Uhr: Dir. Professor Dr. P. Schwahn; ________ Werden und Vergehen im Weltenraunn Theater für Sonnabend, den 14. ApriI. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. Sessmc?-?heater. 77, Uhr: Flehe. Sonntag: I-Iebe. Montag; Peer Gynt. ßentsehJönstler-Theater. Allabendlich 77. Uhr: Der Kammersänger. Comtesse Mizzi, I. Klassa. 7 Uhr: Don Juan. Fricdrich-Wilbelmstädt, Theater. 77,uhr: Das Droimäderltiaus. Gebr. Uerrnfeld-Theater. T-st uhr: Elie-ürSaub. Kleines Theater 77. u.: te ilü Sel3oa!(£o!8eii. Komische Oper so iün.: Die Dose Sr. Majestät. Sonntag 37.: Der PuBta-Kavalier. Lustspielhaus 77. uhr: Dia solwe Kübsnerin. Morgen 3 ühr: Das Giücksmädel. Metropol-Theater lOMin: DIB 02300» Sonnt, 7,3 Uhr; Die Kaiserin. Neues Operettenhaus Schiffbd. 4a. KassenteL: Nord. 281. 77. u.: Der Soldat der Marie. Residenz-Theater 77. u.; Die Warsch. Zitadelle. Schiller-Theater O 7/, u.: Der Bibüßtliekar, Schillcr-Th. Charlottenb. 77, uhr: Minier Mauern. Thalia-Theater 25�.: Das Vagabundenmädel. Theater am Xollendortpl. 37, Uhr: Hamlet. 77, u.: Die Gulaschkanone. Theater des Westens 77.UU Die Fahrt ins Glück. Mit Guido Tieischer. Trianon-Theater 77. u.: Der alte Feinschmecker. Ctrcus TW Busck TägL 77z, Stg. 37, u. 77, Uhr d. ausgozeichn. Zirkus-Programm. Georjr, d. fallende Unikum, Ferner Geo Ranch, Kobo, Fatme Snleika, Brnm- bach, Männe n. Slarzclll usw. Zum Schluß: Riesen-Praoht-Wasser-Pantoraime DieversunkeneStadt Sonntag. 15. Apr., zum 1. Male £V* auch nachm. 37. Uhr~&IQ „Die versunkene Stadt" Billett�Vorverk. ohne Aufseid. täglich ab 10 Uhr. Lucy Rieseihausen mit ihrem Ballett Paul Beekers mit neuen Vorträgen sowie der abweciislungssreiche April-Spielplan! TägL 77, Sonnt. 37, u. 77, Gastspiel Gcorj-Basclt! Mit neuen Einlagen Die erfolgreiche, heit. Kevue: Berlin im Krieg Zirkus L Sohumann Einlaß 7 Uhr. Anfang 77, Uhr. Heute u. täglich: Das neue große Programm Delauneu. Benitas Große Illusion Eine Flucht mit Hindernissen. Die Seeräuber. Gr. Ausst.-Pr.-Pantom. i 4 Akt. Sonntags 2 Vorstell., 3 u. 77, Ohr. Nachm. 1 an gehörig. Kind frei, jed. weit. Kind halbe Preise. ÄOollo BUCOWCHSTR. AN• CER-nOOWIB- Allabendlich 77, Uhr: l>as vielseitige Varieie-Prograffim! Die Kasse ist ab 10 Uhrgeöffnet Rose»Theater. 37, Uhr: Max und Moritz. 77. Uhr: Das Findelkind. Walhalla-Theater. 77,11. Der sidele Dauer. NÄTIOHAL-THEATER SiiiriseherErfßli! Studentenliebchen. Poife m. G. u. Tz. i. 3 Akt. Mul. v. W. Bramme Sonnt. 37, Jugend v.Max Halbe. Vorwerk.: ab 10 Uhr ununtcrbroch. ohne Gebühr. Sadstr. 53. Badstr. 58. Täglich: 9er 9rotzenbaner. Eröffnung 67, Uhr. Ansang Vj, Uhr Sonntagnachm. 3: Jägerliebchen. Abends 7 Uhr: Ter Protzenbnuer. Reichshallen-Theater Stelliner Sänger. Cabaret„Feldgrau." Anfang 77, Uhr. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Vorstellung zu ermäßigten Preisen! Casino- Theater Lothringer Str. 37. Täglich 77, Uhr. 77, Uhr: Tas neue April-Progr. �esi-o.-ÄKemies. Fe. Steidl 87, Uhr: Allabendlich stürm. Beifall. Groster Heitcrkeitserfolg lÖeim's ptüiliiftfrl we.it. Sonntag 4 Ubr: Zein Puppche» J? Berliner Konzerthaus. Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Heute: Großes Konzert des Berliner Konzerthaas-Orctaesters, Leiter: Komponist Frz. v. Blon. Anfang 77, Uhr. Eintritt 30 Pf. Anfang 77. Uhr. Montag, den 16. April 1917: IV. Vaterländischer Vortragsabend, veranstalt. t. Verein ehem. Kameraden d. Inl-Kegts, ▼. StulpnagcJ #• HrarxWntairyiafävssj N*. 48, Admirals-Palast. Die Novität Abrakadabra großes phantastisches Ballett an! dem Eise. y/, Uhr. Vorzügl. Küche, Bezueseyenen-uerzeictiois Beplin-Mocden Bei Kiet.iifei««nfetlen. poc Brosen. Farben Fislsoh- u,«farstw. � HßgbcliJinßCeDlr.Äj ICofonUir/aren Sj !, Saijelrt EU'( 5 Möbelmagazlne ä • Tischlermeister BBZügsqiigilsii-UerzejGhnls Merl n-Csten »r,«deiit wöcheotüch eicnil. B«i Bhdiaun•ap|»bl«j._ R E'er. U»«n: ■•»orj cJer« Ks qo acM .föeMD.Brilialenl MehlhandSunfl 26/27 Kenigsberger Straße 3 ■ Photogranh. Atollara■ ÜTHWemelin�TO BilwSlrslM 11.V.rw.-LM.trt-f p-H Hr. 101 ❖ 54. Jahrgang Heilage öes vorwärts Sonnabenö, 14. �iprillOl? Berliner Lebensmittelnachrichte». LebenZmittclration für die kommende Woche. 1600 Gramm Brot, 350 Gramm Brotzulage für Schwerarbeiter; für Schwerst- arbeiter außerdem noch 1000 Gramm Brotzulage; 500 Gramm Fleisch; 50 Gramm Butter und 30 Gramm Margarine; 5 Pfund Kartoffeln; 3 Eier auf Abschnitt 17 der Eicrlarte; 200 Gramm Haferflocken, Abschnitt 58; 200 Gramm Grieß, Abschnitt 59; 100 Gramm Graupen, Abschnitt 60; 250 Gramm Sauerkraut, Ab- schnitt 61; 250 Gramm Kriegsmus, Abschnitt 62. Ab 23. April 250 Gramm Kaffee-Ersatz auf Abschnitt 2 der Kaffee-Ersatz-Karte. Ferner gelangen aller Voraussicht nach vom 23. April ab lBe« nachrichligung an die Fabrikleitungen ist bereits erfolgt) für Nüstuiigsarbeiter, und zwar für einen Monat, 3 Pfund Erbsen und Graupen zur Verteilung. Verteilung von Dörrgemüse und Gemüsekonserven ist zurzeit im Gange. Von Montag an gelangt auf Abschnitt 63 der Lebensmittelkarte ein Hering zum Preise von 3S Pf. in den durch ein Ausbänge- schild„Verkauf von Heringen auf Lebensmittelkarten der Stadtgemeinde Berlin" gekennzeichneten Geschäften und städtischen Markt- ballen zum Verkauf. Aus Abschnitt Nr. 64 entfallen 200 Gramm Graupen oder Gerstengrütze und auf Abschnitt Nr. 65 200 Gramm Haferflocken oder Hafergrütze. Die Abschnitte sind vom 14. bis 17 A p r i l in den durch besondere VerkoufSichilder gekennzeichneten Kleinkandelsgeschäften gegen EmpfangSbelcheinigungen abzugeben. Die Ware wird nach Ablauf der üblichen Frist zur Verfügung stehen._ VerzZgerung der Kartoffolanfuhr. Das Eisenbahniuiinsterium teilt uns folgendes mit: Wie aus den« Osten berichtet wird, haben die Kartoffelverladmigen in den östlichen Provinzen nach dem Osterfest noch nicht den erhofften Nm- sang angenommen. Die Tagesverladung an Kartoffeln insgesamt bat bisher nnr an einen. Tage 400 000 Zentner überschritten. Der Boden ist zum großen Teil so aufgeweicht, daß mit dem Fuhrwerk an die Mieten schwer heranzukommen ist.� Zudem ist das schon vor Ostern wieder eingetretene Frost- und«chneewetter namentlich in der'ür den Kartoffelversand hauptsächlich in Betracht kommenden Provinz Posen hinderlich gewesen. Die Ei'enbahn Halle sich auf eni-n sehr starken Versand für den Monat April eingerichtet und Tauiende von Wagen nach den östlichen Provinzen geschafft. Tie Hälfte der Wagen ist aber bisher unbenutzt stehen geblieben. Die Stärke der Absuhr hängt allein vom Wetter ab, mit besten Besterung sie sich auf fast das Doppelte der genannten Zahl steigern kann. Charlottcuburg. Maßnahmen zur Behebung der Ernährungs- schwierigleiten. Der Magistrat schreibt: Am Montag, den 16., tritt die notwendig gewordene Herabsetzung der Brotration ein. Diese Herab- setzung ttlffr besonders hart die minderbemittelten Familien und die Familien mit zahlreichen Kindern. Zu den minderbemittelten und zu den Familien mit größerer Kinderzahl gehören in großem Um- fange die Rüstungsarbeiter, von denen die Schwersiarbeiter durch die'Neufestsetzung der Brotration eine Einbuße von 850 Gramm Brot in der Woche haben. Es erscheint deshalb zweckmäßig, in erster Linie die Rüstungsarbeiter mit Zulagen von Nährmitteln in stärkerer Form, als das bisher der Fall war, zu bedenken. Sodann er- scheint es angebracht, für die Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren, die bisher 500 Gramm Brotzusatzkarlen bekamen, die nunmehr fortgefallen sind, einen besonderen Ausgleich zu gewähren Der Magistrat wird daher eine wöchentliche Zulage an Nähr- Ein Prvbebacken des neuen Kriegsbrots unter Verwendung des zu 94 Proz. ausgemahlenen Mehls fand aus Veranlassung des Land- rats des Kreises Niederbarnim in der Bäckerei der Konsumgenoffen- fckait Berlin und Umgegend in Lichtenberg statt. Der Einladung des Laudrats waren zahlreiche Jimungsobermeister und Bäckermeister aus dem Kreise Niederbarnim gefolgt, denen das für das stark aus- gemablene Brotmehl erforderliche Backverfahren vorgeführt wurde. Ans Väckermeistertteifen waren mehrfach Klagen laut geworden, daß das zu 94 Proz. ausgemahlene Mehl sich schwer verbacken lasse. Diesen Beschwerden kann durch das besondere Backverfahren ab- geholfen werden. Durch das ihnen vorgeführte Probebacken sind die Jniiungsobermeister in die Lage versetzt, die Bäckermeister des Kreises Niederbarnim über die beiondere Behandlung des 94-Proz.- Mehls aufzuklären und ihnen mit praltischen Anweisungen an die Hand zu gehen. Ausbau der Tuberkulosefürsorge in der Kricgszeit. Der Fürsorgestellenausichuß des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämviung der Tuberkulose trat unter dem Vorsitz des Landesrats Dr. Freund und in Anwesenheit von Vertretern des Rcichsgesund- belisauus, des Reichsversicherungsamts, des preußischen Ministe- rinnis des Innern imd der Reichsveisicherungsanstail für Angestellte in Berlin zu einer Siyung zusammen. Man war einmütig der Ueber- zeugung, daß der Kampf gegen die Tuberkulose, der durch die beson- deren Verbältniste des Krieges in seinen Wirkungen notgedrungen eine Abickwächnng erfahren mußte, mit aller Energie weiter zu organisieien sei, damit man insbesondere den nach dem Kriege beianlrelenden erhöhten Anforderungen gerecht werden könne. Zu diciein Zweck soll das ganze Deutsche Reich mit einem Netz von Tuberkulose für sorge st eilen umspannt werden. Es soll zentralen, provinzialcn und Landesorganisati onen, unter Benutzung der� bereits vorhandenen Organ, sationcn zur Bekämpfung der Tuberkulose, die Autgabe zugewiesen werden, für die Errichtung neuer und den weiteren Ausbau vorhandener Fürsorgestellen in ihrem Bezirke tätig zu sein. Zur Durchführung dieser Aufgabe soll zunächst beim Deutschen Zentralkomitee für das laufende Rechnungs- jähr ein Betrag von mindestens 50 000 M. angefordert werden. Feuer auf dem Riesclgut Blankenburg. Die Berliner Feuerwehr wurde gestern nach dein� städtischen Riesclgut Blankenburg enliandt. Dort stand eine große Scheue total in Flammen. Auch die Wehren aus Vuchholz. Linkenburg, Hemersdorf, Pankow. Karow, Malchow-c. beteiligten sich an den Lölcharbeiwn. Trotzdem konnte von der Scheuiie nicht viel gerettet werden, wohl aber gelang es, eine weitere Ausöebming des FeuerS, das vermutlich auf Brandstiftung beruht, zu verhüten. Leichenfund. In der königl. Köpenicker Forst in der Nähe von Erkner fanden Arbeiter die Leiche eines alteren Mannes. Der Kopf wies eine Schußwunde an der rechten Seile auf; durch die Ver- letzung ist zweifellos der Tod verursacht Ivorden. Bei der Leiche und in der nächsten Umgebung wurde eine Schußwaffe nicht vor- ge-unden und der Tote trug keineilei Wertsachen bei sich. ES wird daher mit der Möglichkeit gerechnet, daß em M o r d vorliegt. Die Persönlichkeit des Toten konnte bisher noch mcht festgestellt'werden. Falsche Kriminalbeamte haben einer Schneiderin in der Lottum- straße einen bösen Streich gespielt. Die Schneiderin arbeitet für Geschäfte und Privatleute lind hat deshalb eine Menge Seide und andere Stoffe im Hause. Bei ihr erschienen nun am Sonntag zwei Männer, die sich als Kriminalbeamte vorstellten und erklärten, eS bestehe die Vermutung, daß hier gestohlene Stoffe verarbeitet würden. Sie hätten deshalb den Auftrag, ihre Vorräte zu prüfen. Die Schneiderin zeigte bereilwilligst alles was sie hatte und öffnete olle Behällnisie. Die.Beamten" beschlagnahmten die vorhandene Seide uiw. und nahmen alles mit. Sie entfernten sich mit dem Bemerken, daß nach Prüfung der Sachen sofort Bescheid erteilt werde. Als dieser ausblieb, wandte sich die Schneiderin an die Kriminalpolizei, wo sie erfuhr, daß sie Schwindlern in die Hände gefallen war. An einen netten Helfer geriet eine Frau aus der Choriner Straße, die von einem Geschäft in der Roßstraße für 3000 M. zu- geichniltene Burichenjacketts mit einem Handwagen zur weiteren Verarbeitung nach ihrer Wohnung brachte. Da ihr allein die Last zu schwer war, nahm sie in der Hirtenstraße einen unbekannten Mann, der dort stand, zur Hilfe an. Auf dem Heimwege benutzte der Helfer ein Gedränge, das au der Ecke der Svandauer und König- straße emftaud, mit dem beladenen Wagen zu verschwinde». Ver Frau gelang e»«cht, ferner wieder habhaft zu werde«. "imuililiUj Die Aniwori an Wilson Endlich sind die Vereinigten Staaten offen an die Seite Englands getreten, dessen Sache sie schon seit Kriegsbeginn insgeheim kräftig unterftüht haben. Als Vorwand muß der ungehemmte U-Äoot-Krieg herhalten� in der Verfolgung seiner Pläne scheut Wilson nicht einmal vor dem ebenso verbrauchten, wie verfehltenVersuch zurück, einen Gegensah zwischen deutschem Volk und deutscher Regierung aufzuftellen. Wie wenig weiß doch Wilson vom deusschen Volk und von deutscher Artl Noch nie, seit das Deutsche Neich besteht, ist ein Negierungsbeschluß vom ganzen Volt so einmütig herbeigesehnt und so begeistert aufgenommen worden, wie die Äefreiung unsrer U-Voote von allen Fesseln im Kampf gegen England, den fluchwürdigen Anstifter und verbrecherischen Verlängerer dieses entsetzlichen Kriegs. Die Kriegsanleihe bietet dle Gelegenheit, Wilson zu zeigen, wie das deutsche Volk in Wirklichkeit über die U-Vooi« Frage denkt. Keiner darf sich dieser Ehrenpflicht entziehen! Noch isi es Zeit! Zeichne auch Du, soviel Du kannst, und wenn Du schon gezeichnet hast, so erhöhe Deine Zeichnung, soweit es Deine Mittel erlauben! Das ist die richtige Aniwori an Wilson. i!"!,! m Hill iiiiii' Mitteln(Hafergrütze, Haferflocken, Grieß, Graupen usw. von einem Pfund an die genannten Arbeiter der RüstungS- Industrie austeilen. � Die Verlerlung dieser Nährmittel an die Rüstungsarbeiter ist für die Dauer von acht Wochen sichergestellt. Daneben wird am 20. April eine größere Verreilung aus der Hindenburgspende erfolgen. Die Jugendlichen im Aller von 12—17 Jahren erhalten vom 12. April ab wöchentliche Zuweisung von 125 Gramm an solchen Nährmitteln. Für die Ausgabe dieser Näho mittel an Jugendliche wird im Laufe der nächsten Woche eine be� sondere Karte ausgegeben. Ueber die Ausgabe dieser Karte wird noch näheres bekannr gegeben. Auch diese Sonderzuweisungen sind für eine Reihe von Wochen sichergestelll. Wollre man auch bei der Verteilung an die Bevölkerung die Menge der Nährmittel erhöhen, so würde das zur Folge haben, daß dann Wochen kämen, wo keine Aus- gäbe an Näbrmitteln statistuden könnle. Darum hat der Magistrat von einer Vermehrung der Nahrungsmittelausgabe an die allgemeine Bevölkerung Abstand genommen, um eine möglichst gleichmäßige dauernde Ausgabe an Nährmitteln sicher zu gewährleisten. Auch hier kann die Bevölkerung mit Bestimmtheit darauf rechnen. daß sie für eine Reihe von Wochen regelmäßig llt Pfund Nährmittel erhalten wird. Es ist nicht ausgeschloffen, daß es den Bemühungen des Magistrats gelingt, in einzelnen Wochen die Ausgabe größerer Mengen zu ermöglichen. Für die erste Woche der herabgeminderten Brotration sind im übrigen vorgesehen: die Ausgabe von'/s Pfund KriegSmus, von 60 Gramm Dörrgemüse und von Heringen. In der zweiten Woche wird'/z Piund Sauerkraut folgen; auch Kunst' Honig und Marmelade wird in Kürze zur Verteilung bereit stehen Die Eierausgabe wird in dem gleichen Umfang erfolgen wie in Berlin. Soweit es den Bemühungen des Magistrats nicht gelingen wird, für eine nochmalige Verteilung von Gemüsekonserven die erforderlichen Vorräte von der Reichsgemüsesielle zu erhallen, wird me Ausgabe von Sauerkraut« de«» Stelle erfolge». — Verstadtlichung der Müllabfuhr. Der Magistrat hat der Stadtverordnetenversammlung vorgeschlagen, unter Aufhebung der mit der„Dreiteilung" Allgemeine Müllverwertungsgefell- schaft mit beschränkter Haftung und der Diskonto-Gesellschaft be- treffend die Müllabfuhr abgeschloffenen Verträge, das gesamte lebende und tote Inventar der„Dreiteilung" zum Preise von 200 000 M. zu übernehmen und die Müllabfuhr vom 13. April d. I. ab in eigenen Betrieb zu nehmeu und durch die Organe der Stadt auf eigene Rechnung weiterzuführen. — Lcbensmittelmcngen vom 16. bis 23. April: Brot 1600 Gr., Schwerarbeiterzulage 350 Gr.; Fleisch 500 Gr., und ztvar 250 Gr. auf die städtische Fleischkartc am Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, 250 Gr. auf die Reichsfleischkarte am Freitag, Sonn- abend, Sonntag. Speisefett: 50 Gr. Butter, 30 Gr. Margarine. Kartoffeln 5 Pfund. Von der roten Nahvungsmiitelkarte werden eingelöst 65 mit Gemüsekonserven, 67 mit 125 Gr. Hafergrütze, Hafermehl oder Haferflocken(bis 21. April), 68 mit Räucherwaren, 69: Kontroll- abschnitt für Neuauflegung der Kundcnliste für Kolonialwaren vom 18. bis 23. April. Abschnitt 70: 850 Gr. Kriegsmus(vom 19. ab). Abschnitt 71: 125 Gr. Graupen(vom 19. ab). Abschnitt 72: 60 Gr. Dörrgemüse. — Umtausch der Flcischkarten gegen andere Nahrungsmittel. Mit Beginn der neuen Fleischkartenperiode wird vom 16. bis 30. April in Charlottenburg erneut der Umlausch der Fleisckkartcn stattfinden, und zwar werden auf eine Vollfleischkarts für je 250 Gramm Fleisch 375 Gramm Nudeln, Grieß, Graupen oder Hasernährmittel, für eine Kinderfleischkarte für je 125 Gramm 200 Gramm der genannten Nahrungsmittel gewährt. tztcukölln. Stadtverordnetenversammlung. Der zum Stadtrat gewählte Stadtv. W u tz k y(Soz.) wurde in der letzten Stadtver- ordnetenversammlung durch Oberbürgermeister Kaiser in sein neues Amt eingeführt und vereidigt. In der Einiührungsrede hob Oberbürgermeister Kaiser bervor, daß Stadtv. Wutzky in fachkundiger Weise sich stets bemüht habe, die Anschauungrn in den siadtischclr Körperichaften durchzuführen, die ihm durch sein Parteiprogramm vorgezeichnet gewesen feien. In diesem Sinne wird er nunmehr auch im Magistrat zu wirken haben. Reiche Aufgaben harren icrner dort. Wichtige Dezernate seien ihm zugedacht, die ihm Gelegenheit bieten, die enge Beziehung, die ihn mit der Bevölkerung Neuköllns verbindet, zum Segen derselben und der Stadt zu verwalten. Zum besoldeten Baurat für Hochbau wurde Herr Baurat Ziz- l e r, Fürtb, mit 36 von 49 Anwesenden gewählt und zum be- soldeteu Stadtrat Assesior Lindner mit allen 49 Stimmen. — Lebenmittelvertcilung. Der Magistrat hat angeordnet, daß die- jenigen Einwohner, welche bisher die ihnen auf Abschnitt 7 der Lebensmittelkarte zustehende Menge Kaffee-Ersatz nicht ab- genommen haben, dieselbe noch bis Sonntag, den 15. April, ab- nehmen können. In denjenigen Geschäften, in welchen die Anmeldung zum Be- znge von Brotäusstrichmitteln erfolgt ist, können jetzt auf Abschnitt 3 225 Gramm S p e i s e s i r u p entnommen werden. Der Verkaufs- preis wird festgesetzt auf 35 Pf. je Pfund Spersesirup und beträgt mithin für 225 Gramm 16 Pf. Diejenigen Einwohner, welche die rechtzeitige Anmeldung ver- säumt hoben, erhalten Speisefirup vom Montag, den 16. April ab, in den städtischen Verkaufsstellen. — Abgabe von Kartoffeln. Der Magistrat gibt bekannt, daß für die beiden Wochen vom 16.— 29. April d. I. je 5 Pfund Kartoffeln für den Kopf der Bevölkerung zur Ausgabe gelangen. Die Entnahme für beide Wochen kann auf einmal in der ersten Woche erfolgen. — Warmes Frühstück für Gcmeindeschulkinder. Nach den Oster- ferien wird in den Neuköllner Gemeindeschulen wieder warmes Frühstück an die Schullinder in Form von Mehlsuppe gegeben werden. Der Preis für die Portion ist auf 5 Pf. bemessen. Bei Bedürftig- kert der Schüler wird die Abgabe auf Vorschlag des Rektors auch unentgeltlich erfolgen. Die Kontrolle der Ausgabe und die Or- ganisation hat der Freiwillige Erziehungsbeirat übernommen. Spandau. Lebcnsmrttclvertcilung. Auf Butterabschnitt 1 der neuen Speiscfettkarte werden 70 Gramm Butter zum Preise von 36 Pf. ausgegeben. Mir Ablauf von Donnerstag, 19. April, ver- liert dreier Abschnitt seine Gültigkeit.— In den durch Aushang kenntlich gemachten Geschälten wird Auslnndsmarmclade gegen Vor- legung der Lebensmittelkarte verkauft. An einen Käufer darf nicht mehr als 1 Pfund(Preis 1 M.) abgegeben werden. Steglitz. Landaufenthalt für Schulkinder. Uns wird geschrieben: Der Gemcindevorstand beabsichrigt eine größere Anzahl von Schülern und Schülerinnen unserer Volks- und Mittelichulen von etwa Mitte Mai bis Ende September aufs Land zu schicken, um ihnen eine bessere Verpflegung zuteil werden zu lasten. Die Hin- und Rück- reife ist unentgeltlich, das tägliche Verpfiegungsgcld beträgt 50 Pf. Bei Beginn des Unterrichts nach den Osterfcrien werden den Eltern weitere Aufklärungen durch die Schule zuteil werden. Vis zum 18. April müssen sich die Eltern über die Teilnahme ihrer Kinder entschließen. — Brot und Fettkarten gestohlen wurden bei einem Einbruch in die Gemeindeichule in der Plamagenstraße. Nicderschönhauscn. Lcbcnsmittclnachrichtcn. Da in dieser Woche nur drei Pfund Kartoffeln geliefert wurden, so gibt es als Ersatz dafür nächste Woche sieben Pfund Kartoffeln und vier Pfund Kohlrüben. Die Abschnitte für die nächste Woche haben auch schon in dieser Woche Gültigkeit.— Da auch in diesem Jahre vor- aussichtlich nur auf geringe Mengen Einmachezucker zu rechneu ist, sollen zur Haltbarmachrmg der Obsternte Einmachelabletten zum Verkauf kommen. Zur Feststellutrg des Bedarfs sollen Bestellungen bis zum 20. April schriftlich aufgegeben werden im Raihause, Zimmer 32. Das Kuvert muß die Aufschrift„Einmachetabletteu" tragen. Die Rolle mit zehn Tabletten kostet 25 Pf., mehr als vier Rollen werden nicht abgegeben. — Die Zahlung der Familieuuiiterstützung an die Angehörigeir der Kriegsteilnehmer erfolgt nur noch am 1. und 2. sowie am 16. und 17. jeden Monats. An anderen Tagen wird nichts mehr gezahlt._ Groß-Serlmer Partemachrichten. Neukölln. Der fozialdemokraiifche Onsverein hielt am Mittwoch seine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Genosse N e u m a n n erstaltele den Geschäfts- und der Kassierer Genoffe Jacobs den Kassenbericht. Die Berichterstatter konnten die erfreuliche Tatsache feststellen, daß nach anfänglichen Schwierigkeiten die Organisation sich jetzt gefestigt und ausgebaut hat. Die Mitglieder haben ständig zugenommen. Der Kaffenbestand ergibr für den Orr den Betrag von 124,20 M. Dem Kassierer wurde Entlastung erteilt. Die Vor- standswahlen zeiligten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Fiedler, 2. Vorsitzender Res ke, Kaisterer Jacobs, Schrift- sührer Groger und Bartsch; Beisitzer: Ganger, Guse und N e u m a n n; Vertreterin der Frauen: Frau L i e t s ch; Revi« soren: Heitmann, Zepmersel und Brinkmann. Genoste Neumann lehnte eine Wiederwahl zum ersten Vorsitzenden ab, da es ihm durch geschäftliche Behinderung nicht möglich sei. fernerhin dies Amt mit der erforderlichen Sorgsalt ausüben zu können. Genoffe G r o g e r erstattete den Bericht über die Slatutenentwürfe für di« Bezirks- und Kreisorganisation. Nach kurzer Aussprache gab die Versammlung den Entwürfen ihre Zustimmung. Im Anschluß hieran wurden die Deiegierteuwahle» zur außerordentliche» Kreis- �eaaalveriammlimg vollzöge». Tchöucbcrg. Frauen-Leseabend am Montag, 16. STpril, S Uhr, Wartburgslr. 41. Genossin Wachen heim spricht über die »Verfassung des Deutschen Reichs". Laiikwiti. Umständehalber findet die Mitgliederversammlung schon Sonntag, den 15. April, abends 7 Uhr, bei Dohn. Koisev Wilhelm- Straße 34. Gde Scydliystraße, statt. Reterem: Genossl K. Wenzel- Lichterseide.»Voiwärts"-Leser, Genossen und Frauen im Felde stehender Genossen sind freundlich eingeladen. Lichtenberg. Die Parteimitglieder werden gebeten, darauf zu achten, daß sie bei der Beitragskaisieruug nur Beitragsmarken unserer Organisation, der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (S. P. D.) erhalten. Andere Mrrken sind entschieden abzulehnen. Die Bezirksleitung. Potsdam. Für die Potsdamer Genossen, die auf dem Boden der Parteieinheit stehen, findet Sonntag, den 15. April, nachmittags 7 Uhr. im»Friedrickisgarten" ein Zahlabend statt. Wer seine Mit- gliedschaft für die Gesamtpariei erhalten will, der ist verpflichtet, am Sonntag zu erscheinen. Keiegstagung öe? ömtschen Ingsnö- gerichtshiifen. Der erste Tag, über dessen Verhandlungen wir gestern be- richteten, endete niit einem Referat des Stcafrechtslehrers Prof. v. L i s z t über»Jugendgerichtsverfahren in Gegen- wart u n d Z u k u n s t". Eine Umgestaltung des Jugendgerichts- Verfahrens könne herbeigeführt werden entweder im Wege der Verwaltung innerhalb des geltenden Rechts oder im Wege einer Aeiidc» rnng de§ Gesetzes. Manches, womit man sich einverstunden erklären dürfe, sei bereits in den einzclnen Bundesstaaten durch bloße Er- lasse erreicht worden. Es fehle aber noch vieles, zum Beispiel jede Anweisung über die Strafvollstreckung. Lis-t knüpfte hieran eine Betrachtung, die in einer scharfen Verurteilung der von einem der Diskussionsredner unzweideutig empfohlenen Prügelstrafe gipfelte. »Wollen Sie," sagte er,»überhaupt gegen junge Leute eins tvrper- liche Strafe, dann prügeln Sie auti> liniere Primaner und unsere Studenten. Denken Sie daran, daß wir im Heer keine Prügel- strafe haben." Auch sei nirgends in den Erlassen die Stellung der Iugendgerichtshilfe zu dem Jugendgerichtsverfahren scharf umrisien, ebenso wenig die rechtliche Stellung der in der Ji�endgerichtshilfe täligen Personen, und Weiler fehle auch eine Regelung der Schutz- aufsichl. Man müsse bei den einzelnen Bundesstaaten daraus hin- wirken, daß die im Verwaltungswege getroffenen Matz- nahmen miteinander in Uebereinstimmung gebracht würden. Vieles laste sich aber nur durch Geietzesänderung verwirk- lichen. Liözt riet dringend zu einer Agitation für Wiederaufnahme des im Jahre 1912 dem Reichstag borgelegten Gesetzentwurfes über den Strafvollzug gegen Jugendliche, der nach den Äommiisionsbeschlüfsen nicht geicheitert, sondern nur liegengeblieben sei. Mehr als damals könne man heute auf die Erkenntnis rechnen. daß die eingeschlagene Richtung die rechte war. Heute komme die Kriegserkabrung hinzu. Man habe jetzt keine Zeit mehr zu warten. Das Reierat war eine eindringliche Empfehlung des Aus- schusseS für Jugendgerichte und Jugendgerichts- Hilfen, der gegründet werden soll. Ohne weitere Erörterung wurde diesem Plan zugestimmt. Am zweiten Tag wurden Fragen aus der praktischen Arbeit der Jugendgerichtshilfen erörtert. Ueber» Ju g end g er ich ts h i lfe auf dem Lande, in Klein- und Mittelstädten" sprach Gebeimer Justizrat W i ii k l e r- Erstirt. In Erfurt will die Jugendgerichtshilfe künftig auch den Familien angeschuldigter Jugendlichen ihre Füriorge widmen. Guiartige Jugendliche von 12—14 Jahren werden jetzt zur Bewahrung vor Untenuchungshaft bis zur Hauptverhandlung in Erziehungsanstalten untergebracht. Amtsrichter Dr. Philipp- Rantzau lHolsteini berichtete aus den Eriahrnngen deS ländlichen Richters. Auf dem Lande hänge die Wohlfahrtspflege nickt von schematischen Organisationen, sondern ganz von dem persönlichen Eingreifen ob. Sehr wichtig sei dabei die Persönlichkeit des Bor- mundschastsrichters. Ein Referat von Frl. Elsa v. LiSzt über»Gewinnung und Ausbildung von Helfern" betonte die Skotwendig- keit des Zusammenwirkens von freiwilligen und beruflichen Helfern. In der Aussprache wünschten berichiedene Redner stärkere Heran- ziebung einzelner Berufe, der Geistlichen, der Lehrer, vor allem auch der Arbeiterschaft, deren Mitarbeit sich sehr be- währt habe. Prof. Dr. K r a m e r- Berlin forderte in seinem Referat über »Jugendgericht und Arzt", daß crnsnahmslos alle jugendlichen Angeklagten untersucht werden. Meist ergebe sich nicht eine psychische Srkrnniung schwerer Art, aber eine psychopathische Minder- Wertigkeit. Korreferent Prof. Dr. Anton- Halle bezeichnete den geschulten Arzt als besten Berater des Erziehers. Der Arzt könne die Zusammenhänge xtvischen körper- lichen und seelischen Ssisrungen misdecken. Danach fei zu ent- scheiden, ob ansiiozial« Handhingen eines Kindes den eigenen Män- geln oder denen der Unnvelt entstammen. Die AnSspeache ergab Uebeecinstnnniung darüber, daß weiteste Berücksi»ni annehmen. Die sittlichen Eigenschaften feien bei ihnen keineswegs durchweg schlechter als bei den vielleicht nur zufällig unbestrait Gebliebenen. Zur Frage»Arbeitsbeschaffung für straffällige Jugendliche" berichtete Frl. Klausner« Berlin über die beim Berliner Zeniralarbeitsnachweis gemachten Erfahrungen. Jugendgerichtshelser haben bisher nur selten für ihre Schütz- linge den Nachweis in Anspruch genommen. Reserenlin emp- fieblt. daß sie sich stets dorthin wenden, für Bestrafte wo- möglich noch vor der Hasientlastung. Andererseits wollen künftig auch Angestellte des Arbeitsnachweises eine Füriorge« tätigkeii für Bestrafte übernehmen. Magistratsassessor Ganß- Frankfurt a. M. zeigte an Einzelfällen, wie bei Bestrasien die Arbeitsbeschaffung oft das wirkiainste Mittel der Wiederausrichtung ist. Dire'ior Stolzenberg- Berlin teilte aus Berliner Großbetrieben mit, wie sie sich bei Straftaten ihrer Jugendlichen verhalten. Gegen die schnell wechselnden Ungelernten wird meist mit Entlastung und Strafantrag vorgegangen, während inan � bei Lehrlingen ebcr zur Nachsicht neigt. Wird frühere Bestrafung eines Jugendlichen bekannt, so erfolgt meist keine Entlastung. VorbcugungS- maßregeln, die der Jugendbewahrung dienen sollen, sind in manchen Betrieben üblich. Beispielsweise wird Kontrolle der Lohnverwendung angestrebt durch vierteljährlich den Eltern übersandte Aufstellungen der gezahlten Löhne. Referent hält für sehr bedenklich, in der Kriegs- zeit den FortbildungSunlecricht einzuschränken. Die Aussprache über diese Referate findet Sonnabend statt. flits aller Welt. Damtubruch» Katastrophe in Ostpreußen. Bei Schilleningkcn durchbrach der Rußstrom an zwei Stellen den Damm. Viel Vieh ist umgekommen, mehrere Familien werden vermißt. Zur Affäre dcS Fürsten Odescalchi. Aus Budapest wird ge« meldet: In Verbindung mit der Affäre des aus dem Leben ge- schiedenen Fürsten Odescalchi hat die Polizei hier eine Haussuchung bei einem aus der Besitzung des Fürsten beschäftigten Ingenieur und die Verhaftung von 0 Soldaten vorgenommen. Turnvaeein„FirWe" Berlin.(Arb.-Turnerb.) Am Sonntag, den 13. Aprll,»achimkozs 3 Uhr, veranstaltet der Turnverein„Fichte", Berlin. leiiMN Frühjahrs tvaldlaui in der Jungfernhcide, nahe Forsihaus Kön-gSdan,»!. Di« Reaastrelke beträgt für Männer und Fugendlichc-2000, Frauen nad Schiler idcr 11 ktahre je 500 Meter. Uuillcidciolal: Ver- «tuaempöpinr>>a«erntzeü»e. Tegeler Weg 74. Gäste und Anhänger des Sports herzlich imDonaaen. SIllaernrinr Rraiiteei-»nd Srerbekafie der Metallarbeiter CS. n. G. Hambnrg.). Filiale Berlins. Lcrsammlung bei Scheel, Berlichingenztr. 14, Sonnla», vormittags 10 Uhr. Zeichnei die sechste Kriegsanleihe! Todes-Anzeigen uta BeulsolieF BnciintoaiM (Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern zur Nachricht, | daß unser Mitglied Leopold Radio verstorben ist. Ehre seine« Andenke«: Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 14. April, nach» mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle des Gemeinde- Friedhofes üi AdlerShof, Hackenbergstratze, aus stait. 23/17 Die Lrtsverioaltung. � eulfsI-üi'Sfflieii-lliitei'ZtjitÄiiizS' verein der Sdnnlede u. verw. Gewerbe OeuUclilands Zahlstelle Berlin III. Am Mittwoch, den 11. April, verstarb unser Mitglied Raul Seyffarth. Ehre seinem Andenke«: _Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den 14, April, nach- mittags 4 Uhr, von der Halle der Freireligiösen Gemeinde in der Pappelallee aus stait. 231/1 Die Ortsvorwaltung. Veriiand der Sattler und Ortsverwaltung Berlin. Den Kollegen hiermit zur Nach- Acht, daß unser Mitglied, der! Mtlltärsatller 133/11! ICaH Jacob verstorben ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am z Montag, den 16. April, nachmittags 31/, Uhr, von der Leichen- halle de» Zions- Kirchhofes in Nordend- Ntederschöithailsen auö stait. Zahlreiche Beteiligung erwartet j Tic Ortsvorwaltung. Hellt dem Verwnssdeten: I fay Zlchnnj am 16., 17., 18., 19. u. 20. April'<3S(3 Rote KreuzsGeldsLotterie Erster Haaptsewian Mark 100000 Zweiter Hauptgewinn Mark 50 OOO Dritter Hauptgewinn Mark 30 000.. Lose züih Originaiproiss von M. 3.30 35° pf�erdlm 11 Losa in feiner ßanknotentasohe M. 37.- geiDkL l'ost' noch zu haben be! Gostav tiaase Nchf. »obühr u. Liste (Inhaber\ K. Sshwarj/ Berlin HO 43, Neue KSnigstraOs 88, und SO 16, Neanderstraße 38. Telegramme: Schwarz. Neuokönigstr. 86. ipeziaKlU�t Dr. med. Hasehe, Friedriohsfr. 90 ÄÄ Behandl. von Syphilis, Haut-.' H am-, Erao e n I cid., spez.chroff Fälle. Ehrlich-Hata-Kuren. schmerz- lose, kürzeste Behandlung ohne Be- russstörung. Llutunleriuchung. M Teilzahlung. Sp 0— 1 und 3— 8, .■ Maß. prechftundcn Sonnt. 11— 1. E33 süchtiger Werkmeister für Spritz- und Preßguß sofort gesucht. PpeiSgu&lwork Ubimana, 1895L lierlln-Stegüte, Schloßstr. 90. Spezialarst n Dp. med. Colcmann I- für Haut-, Harn-, Frauenleiden, j nerv. Schwäche, Beinleranke, j 1 Ehrlich- Ilata- Karen■ j(Dauer 12 Tage), Behandlung j | sohneil, sicher und schraorz- los ohne Bern F�stönmg. Kllnigstr.34-36)A1s.±5.i- | Spr. 10— 1 u.5— 8, Sonnt. 10— 1. A Hansdiener, mehrere krästige, verlangt(13993 «ehrllder Kr«n«r, Warschauer Straße 34/35. sMflg FfeöhhMntBüTO suchen St. Flelselnuann ACo., 1898S Mausteeitr. 8. KsümbtiieriMil lv erden sofort eingestellt Kriegs» bau En'ni-biN! 40 Arttllericwert- stait Spandau. Meldung beim I Polier H o f f m a n n. 216/18> Akt.-Ges.für Vanausfühniiigen.' BuchhandlungVorwärts Paul Singer G.m.b.H.. Berlin EW. 68, Lindenstr.Z Wimderizare AuswaU! ReizüBdi KostQme s. Mantelkieitkr Praehtstftcke, entefioksr.de Formen. Fesob« Neaheiten, jrediegcae Stoffe(fci od«! lo), Kaxam- RarQ. Taofa, Seide 26a-«>0 155,- 12?»,- 96.— Fesche Kosiflm«(ju�otidlicbs Formen) 30.— 69.— 66.- 42.— 35.- 26.— 68,-' 66.— 49— FoinkSper(CoverkoahnSntel) Giockenformen, flotte AutmachaBgea 125,— 100,— 75,— 56,— Eintacho Aasiuhraneeu 42,— S6.— 28% Fsstbsüo Fintii Lotsgummi(SsidHmäü!«!) zez-tilleii geschätztes Fftbriket, feine FarboDKoellaagen, flott© Formen, weite Glockenschnitte 15a- 126.- 100.- 75,- 69.- 56V, Gammlmäntel mit passender Kappe, gedeckte praktische Farben, nette Formen ~ 36.- 28.— 24.- Piüsehmäntsl iSohf.r- Plüso'n. Seidenplflteh. waaderrollo Aueiführongfen aal Seide 500.- 150,— W- Seuiwnk laider Modelte 160,— W— dca fü*«eärkete Figaren rorrätig. Pelzmäntel Parsiaae� ElecCric. feseh an« geführt, feine Felle, �ediesroae Arbeit, 150a— 1000,- 600- ziemlieh langerPhaatfiflie-Pela- mactel mit Pelzbesatz 275,— Seiden Köck# 79.— 60,- Staabmaotel am Fr iedenas tollem 60,— 30,— 18,— Ulster teil» Fnedensqaalitäten. moi- iiee Stoffe, wuaderTolle Formen 160,— 100,- 75— 50,- Ein fache Aoalöhraogen 45.- 38,— 28,- Lodeo-Pelerinen A- ▲ cu w maieemda Ii fms naen mufierhaih. Äicior Scheffels Werke Ekkehard, gebd. Mark 1,50. Trompeter von Säckingen, gebd. Mk. i,20. Gaudeamus, gebd. Mk. 1,—. Frau Aven- tiure, gebd. Mk 1,20, Sun!- Perus, gebunden Mark 1,20. Scheffels sämtliche Werke (Z Bände) gebd. Mk. 8,-. Neu« billige Ausgaben: Raab«, Der Äuugerpastor, gebd. Mk. 3,—. Nietzsche, Zarathuftra, gebd. Mk. Z,—. I. GeeeiiMk Uohromstr. 87a, ■ IL Quehfih: Qt.Bir*ak>artar8lr. WS. j Pabatiinarken der Knns»mn«nog3eB8ch«ft Berlin und Umgegend wasserdichle Mäntel, Röcke, Wintermantel, neueste Formen, beste Zloss«. gibt °"PrWat, Tamenmäntelsabrit »ilsk«, K»u, isenstraffe liv. � Dönhofiv.ab. 18S3B" Donntag von 12—2 geöffnet. LeiszziziiÄIm-vsrMcliiiiL Sorlln-SVCon Inedel»! ro°d«i>!l!ed«ii»»l. r ftslach- n. tfurarnrar. fj Im Hülisr, FtenMj MKiWi«swti7« 4!dÄch.i»WWitd ii n ■i-Ktreia, eeulwaren x, jS. t'easIie.Kotdbas.üajnijiWi» rztrurg«nwkiirnt d« st "�eMklllw C. Dittmann J Berlinerstr. 42 ]WUd- Oeflfigoi- Fische. B3zagsi|i!3ii§n-i'srz»i5i!nis korl!«.Hes;;Bn "d»WUll»_ stsr�rsM C« i'4« t ieäaepÄÄi ' Jäowsiwe«( 75. Kiepe«' , rriodrialiltr. SS !nsmcn-. Klndert.cptgMLM in« reoi»» ST. Schfiuwrdd.r 1 tr. H l*. rLholsdortiratr. U s Hau«-«a Oster lasle's Mlid! 73 Ocachail« w allen Btadtteilen Barlin. Mwie in Neukölln u. Treptow OaBrllndot IBSg. F. Kicsowrtter, EcUTdl.Ineriu. t t «. UMm. arüdaiwei«. Buchhandlung Vorwärts I Lrnskioial?! irsak «SoksnAi«!». vtt« WolH, Treptow, Krfilist. 18 Zacha«, Or.-Li<,.htert.,C!ua»«»»«l.86a 43 snetanon, Gü ntml R. Beeke, Straiauer Str. CS. E. Kraas, Ktmud.alai'tr. 84. A. E. Cause. Breaaoaatr. 16® 4' lllwn«ir. kler, Käso> I Wtfhetai fiflse! 3 8?-3 cli-ero FWio'ea._ r femsius g Schröter, 45 Pu«0rt)> Laak« A Slapaekl, SeUak-illHl f2!»iJälS[8.ilosentt"er8,rs- �'et.en.Siatitw, Waften.Weria. H Citri juas, Stromatr, 81. 8üalinaan.Paiüll«rst.tCb,E.3ent — 4 IWalimai»4lunoen K 1 IbethKc, äewi. L,m(ItatRh. Hterti JS. Itlaw-rrWr. r-k litt.«4. W»«mr. IS», II > sritt-StrU«»t. Gaege,OttoChab'�"- iUam»aoli;»aM efirz««; giljjiBn. PaUwaren b ¥®3iep,E.-"°r'- Eckhaus Lintenstr faUaMi, l, SSlnger NäiiBiaschiEen Udaa w«Baa 8aaI7. abends 8 Uhr, im Gewerkichaftsliauie. öngelujer IS, Saat ll, stailjindenden llil!kii!Iil:köiiAu88o!iul!-8it?liiili eingeladen. 275/13 Tagesordnung: 1. Prololollrcilcsung. 2. Slbnahme der JahreSrechnung siir 1918. 3. Antrag aus Erböbung deZ Vor- anschlagS sür 1917. 4. Gewährung von TeuerungS- Zulagen an die Angestellien. S. Beschwßfaisung über Verein- barungcn belr. Durchsührung der Kß 219, 220 und 222 der N.V.O. 6. Verschiedenes. Pünktliches Erscheinen erwartet .Der Vorstand. S. A.: Fr. Reese, Schrisisührer. Paul Hauptnian», 2. Vorsitzender. Xrsu?' schnell und billig. Tnrn.strnste DsdkrS Moabit 8131. irtViHVt,-s Zur Neberleitung in die«ommer- zeit treten am 15. und 16. April dieieS Jahres folgende Fahrplan- änderuugen ein: a) am 15. April. Es verkehren solgende Schnell- und Personenzüge ab Berlin 1 Stunde früher als fahrplanmäßig: ll 204 Berlin(ab 8'° anstatt?« abdZ.) — Halle(— Frankfurt a. M.), l) 38 Berlin(ad 8°° anstatt 7« abds.) —Halle(— Slultgari), l) 202 Berlin(ab?« anstait8«abds.) — Weißcnscls i— Fianisurt a. M.), 0 20 Berlin(ab 9" anstatt 10" abdS.) —Leipzig(—München), Personenzug 802 Berlin(ab IN' anstatt 12" abds.)— Weißenscls (— Frankfurt a. M.). Der Schnellzug 0 190 Berlin(ab 7°> abds.>— Elsterwerda(— Dresden) verkehrt durchweg 56 Min. srüber als jahrplanmäßig(Berlin ab 8" abds.). d) am 16. April. Folgende Züge kommen 1 Stunde später als jahrplanmäßig w Berlin an: 0 21(München—) Leipzig— Berlin (an 8"). 0 208(Frankfurt a. M.—) Halle- Berlin(au 9"), D 37(Stuttgart—) Halle— Berlin (an 10"), D 201(Frankfurt a. Vf.—) Halle— Berlin(an ll"). Wegen der übrigen Maßnahmen wird aus die aus den Stationen aus. gebäugic Bekanntmachung betreffend Sommerzeit verwiesen. 201/15 <: Kabarett Tivoli Vom 1.— 15. April täglich: Willy Schlesinger £inniy Werbke-Panti txcrtrnd ilinngelsdort Georg Gau Tcrka Semmelhof GroEes Orchester: Anfang 7'/, Uhr. Jnlias Hey er. Sonntags 4'/, Uhr. CotlöUÄJcr-jDemm 95• Emu) trnTiftri* tHOk Monaisgarderobenhaus 91. Tfirklschcr, rrlnzcnstraBc 70, nahe Horltzplata, Ersatt für Mast: Meine Lager biclen große Auswahl in Rock-, Jacketi-Anzügeu, Ulstern, Paletots mit guten Zutaten in prima Berarbeilung. Ferner Tamcn-Äostume, Mäntel w eleganter Älussührung preiswert. von Frolta?, den 13. bis RIontag, den 16. April im KÜKÜK nnd SaCSLSZOH von Dlonsta r, d. 17. bis Donnerstag, d. 19. April im LICHTSPIELHAUS STERBT ftiedritii Verden Senfians Eiu Menschenachictsal In 4 Akten nach dem sensationellen Roman von Hans Land, der im .Berliner Tageblatt* so grosses Interesse her- yorgernlen hat— Hauptdarsteller: Theodor Loos, Eva Speier, Carl de Vogt Else als Detektiv Ein lustiges Spiel in 3 Akten mit Else Eckersberg Nächste geheimnisvolle Telelon. Woche: Ein Abenteuer d, berühmten Öetekthrs Kolty Brown. In 6 Akten. Vcrfat*t end Intzenlcrt v. Hirry Plel von Freitag, den 13. bis Montag, den 13. April im STERN°. LICHTSPIELHAUS D V von Dienstag, d. 17. bis Donnerstag, d. 19. April iw KCSUS EXCELSIOB Wanda Treumann spielt zum ersten Male allein in„Irrende Liehe" Schauspiel in 3 Akten Sie yersehEossesie Tür Krirainaliilm in 4 Akten von Urban Qad In der Doppelrolle Marin 181 i f! Q II als Esther n. Edith Ii! u II u H I U u 1 II I I iM Sommer- Paletots M l-a.-.I-,IÄ«Sakko= Anzöge — ra.dcnuimeister= Rock= Anzage= Sport-Paletots Loden-Peleri n e n Dpesdener SiraiSe 4 Kottbuaor Tor Sonntags von 12—2 Uhr geöffnet If aUaniertigniig zu allei*billlg�ten Preisen. JönsgüngsaAnzö�e Verkäufe Leihhaus Roientaler Tor. Lwienstraße 203/4, Ecke Roienthalcr- üraße, vcrkauit Anzüge, Paletots, IlMer. neue Matzgnrdcrobe, Pelz- slolhS, Muffen, Slimis. Nerz, Alaska- süchse. Goldene, silberne Herren- uhren, Damenubreu, Schmittksachen, Brillante!!. Aus Ubren dieijährigen Maranlicschein. Eigene Werlstatt. Sonntag 12— 2.___ 181K* �Leihhaus Warschauerftraße 7. Verkauf allerlei neuer Waren! Pelz» ggruituren! Herrengardcrobe! Betten- Verlans! Plüschdeckcn! Tüllgardincnl Ubrenverlaus! Schmucksachen I Aller- billigste Prci'e!___ �_ 169SI* �Daiiieiitaichc», Geldtaschen wegen- Auslösung, GelegenheitSkauj sür Pri- vatc. Ledcrwarcnfabri'Andrve, Ritter straffe 108.�ll._____________+35* Kaninchen, größer Posten alte und jungt, spottbillig. Spinn, Ren- lölln,■.snnitr. 29, vorn] L 28/18 lBoruehme Herren anzöge, Paletots und Ulster aus haltbarsten Stoffen 4:>- 75 Mark, ebenso Hosen bis 27> Mark. Versandhaus Germania. Uvtcr den Linden 21.__ 190K* " Zuchtkaninchen gibt ab. Sonn- abend 5—7 und Sonntag 10—12 Uhr. Prestien, Winterieidtstraße 21 I. Bölfche, Die Abstammung des Menschen. Der Mensch der Vorzeit, Der Meu'ch der' Psahibauzett.— Weiser. Menschwerdung. Jeder Band reich illustriert statt M. 1,— sür 75 Ps. Buchhandlung Vorwärts, SV/ 68, Nudenstraßc 3, Laden. Musikinstrumente 10 000 löprechiiiaichinon, zum Seil Iveit unter Fabrilattonspreis trichtcrios und mit Trichter, von 9 Mark an, bis zur cleganleslcu Aus- jnbrung, werben zu nie wieder- lehrenden Preisen angeboten. Mufft- bans Müuzstraßc 18, dicht am Alcxanderplatz�___ 1781S* Ztieienlager, zirka 5000 Man- dnlinen, Zithern, Lauten, Gitarren, Alldrdcou, Schüler- und.Orchester, geigen kommen zu nie wiederkehrenden billigen Preisen zum Verlaus. Mufil- baus Blünzstraße 13, dicht am Alexanderplatz.__ 11821!* Gitarrzithern mit fünfzig Unter- leguoten 12,50 iLadcnpreis zirla 25,—), Mbndolinen, Lauten, Gitarren, alt- eingcsvicltc Geigen 20,—, Harmo- niums, gebrauchlc, billigst. Berger u. Co., Cngrosiager, Oranien- straffe 106 Hl. 193ft*. stauiieiidc Preise sür Möbelstücke, ganze Einrichtuugcn. Warenläger, Prlzsachen, Federbetten, Tcppiche und Nachlässe-zahlt Goldmann, Danziger- straffe 49. Königstadt 7631.* Sektkorken, Weinkorteip Jlunst- korken kaust W. Nelke, Steglitz, Berg- sttaffe 2.(4-7.) 1886L» Sparmetalle: Kavier I Messing! Antimon! Zinn! kauft sür Kriegs- iieicrung der Kriegsmetallges.; auffer- dem lause Zahngebissel Platin- absälle7.50. Silberschmelze Cbristiouat, Kövenickerstraffe 20a(gegenüber Man- tcuffelstr.)* Leinölfirnis, Emaillelach säml- liche Oellacke. Borax, Bienenwachs, Kopak, Kolophonium. Leim, Zeresin, Parasfin, Terpentincrsap laust, höchste Preise zahlend, Wolter, Thaer- straffe 6._ 17292* Leim, Leinölfirnis, Bicneiiwachs, Parasfin, Harze, Oellacke, Borax, ülebnlichcs kauft Drogerie, Licdig- straffe 34. 26/1* Kanfe alles, Firnis, Leim, Bienenwachs, Paraffin, Kovai usw. Zahle anerkannt höchste Preise. Noack, Große Franksurterstraffe 25. 26/2* Äietallkontor PeterS, Ztcinicken« dorferstraffc 12. Norden 6479. Höchste Preise._ 231,3* Metalikontor Peters, Prenzlauer- straffe 24. Königstadt 3885. Höchste Preise. 231,3* Platinankauf, Gramm bis 7.60 (cbensalls Anlaus alter Zahngebisse Bestecken, Ringe, Schmucksachen, Kelten. Glühstrumpsaiche zu gesetz- lichen Preisen. Nietalltontor John, gegründc! 1903, nur Alle Jakob- straffe 138 und Kottbuserstraffe 1 Kottbusertor). Moritzplatz 12853, Firma genau beachten. Kaufe alles) Firnis, Leim, Bienen- wachs, Parasfin, Ropal usw. Zahle anerkannt höchste Preise. Noack,- Große Franksurlersttaffc 25. 20/17* Schellack Kilogramm 16,00, Leim Kilogramm 2,00 kaust Schmock, Stargarderstraffe 51._ 26/16 Stube nmödel und Kücheneinrichtung. gebraucht, lauft Haase. Char- lolienburg. KaiserFriedrichstr. 44, Hos parterre.+16 Unterricht Giiglische» Unterricht sür Anfänger und Fortgeschrittene, sowie deutsche und französische Stunden er- tellt G. Swienty, Ehareottcnöurg, Slultgaricrpiatz 9, Reisetasche, braune, Inhalt Sä- mereieu,,vom Stettiner Bahnhos bis Alexanderplatz verloren. Gegen Be- lohnung- abzugeben Garienstratze 12 III bei Krawzack. 2074b Höheusoune(künstliche) gegen alle Leiden Lichtheilanstalt Kurfürsten- sttaffe 149. Prospett. 1892L* Arbeitsmärkt mszEnam Hausdiener sofort gc/ucht. Mel- düngen von 9'/,— 1 Ufst vormittags in unserer Hausinspektion. Kaus- haus des Westens,®. m. b. H., Tauentzienftraffe 21/24._ IfiO.H* Hausdienerinne», Icäjtig, sofort gesucht. Meldungen von 9I/S— 1 Uhr vormittags in uujcrer Hausinspektion. Kaufhaus des Westens, G. ms b. H., Tauentzienftraffe 21—24. 160K* Akzidenzsetzer sür lang! L. M. Barschall, sttaffe 11/12. soiort ver« Alle Jakob- 200/17 Beleuchter, tüchtiger, der gleich- zeitig tlcine Schlofferarbeiten ans- führen kann, lojort gesucht. Mel- düngen beim Maschinenmeister. Zl. Jandors u. Co., Große Frank- surterstraffe tl3._ 160.K* Maschinisten Meldungen beim A. Jandors u. Co. iosorl gesucht. Maschinenmeister. CharloUenburg. Wilmersdorserstraffc 118/119. 160K* Schlosier sür unsere Fahrstuhl- Reparaturschlofferei sofort gesucht. Meidungen beim Fahrsluhlmeister Kaufhaus des-Westens G. m. b. H., Tauentzienstraffe'21/24._ 16051* Ziinmermanu stellt sofort cm Otto Bormelcher. Moschinensabrik. Neue Königftraffe 6. 200/18 Hausdiener, die schon in großen Häusern tälia waren und gut empfohlen sind, finden sofort'An- siellung bei H. Joseph u. Co., Neu- lölln. Berlinerstraffe 51/55. Vorstellung 11— t. 5—7. 34A Rohrleger oder Schlosser, auch alleinstehende Frau mit Kind sür Hauswariung und Warmwasser- Versorgung gegen Wohnung und Vergütung sojort oder später zu per- geben. Lichtenberg, Möllendors- straffe 95, am Stadtpark.+67 Arveiterinneii aus bessere Kostümröcke verlangt R. Krause, Lindawer- Gartenhaus IV. I straffe 18/19, vorn II. 21S4b* Paket-Kontrollen, tüchtig, sofort gesucht. Meldungen in unserer Per- sonaiverwaltung III. Etage. Kaus- haus des Westens. G. m. b. H.. Tauentziensttage 21/24. 18051* Berkänscrtnnen, tüchtig, für die. Abteilung Weißwaren und Spitzen sofort gesucht. Meldungen um 11 Uhr. vormittags und 6—7 Uhr abends. Kaufhaus des Westens, G. m. b. tz., Tauentzienstraße 21/24. Berkänferinnen, nichtig, für ver- ichiedenc Abteilungen sofort gesucht. Meldungen um 11 Uhr vormittags und 6—7 Uhr abends. Kaufhaus des Westens, G. m. b. H., Taucntzien- straffe 21/24.__ 16051 Kassiererinnen, tüchtig, sofort ge- sucht. Meldungen um il Uhr vormittags und 8— 7 Uhr abends. Kaufbaus des Westens, G. m. b. H., Tauentzienstraffe 21/24. 16051 Verkäuferinnen, tüchtige, sür Hanbschubc, Weiffwaren. Kleiderstoffe, Möbelstoffe, Herrenartikel, Schreib, waren sofort geiucht. Meldungen 1— 2 Uhr mittags oder 6— 7 Uhr abends. 31. Jandors u. Co., Belle- Alliancesiraffe 1/2. 160K* Arbeiterinnen aus bessere Kostüm- sacken verlangt R. Krause, Lindower- ftraffe 18/19 II. 21696* Bogcntängerin sür Sicindruck sucht Lüdtte, Belle-3llliancesttaffe 82. Aulegerin sür Steindruck Lüdtke, Belle-3lllianccllraffe 82. sucht Stngerftickerin verlangen Stög«. Sabcrsli, Zimmcrstraffe 35. 2171b Zrituiigoansträgerin jojort ver- langt..Vorwär!S--Sved!tion Pankow, Mühlenstraffe 30.* Bnreaudiener. jüngerer, sofort ge- sucht. Nur solche Bewerber wollen sich melden, die bereits einige Zeit als Diener in groffcn Bureaus lätig waren und im Verkehr mit dem Publikum gewandt sind. Persönliche Vorstellung in der Zeit von 9—1 Ubr vormittags oder 5—7 Uhr nach- mittags. Zl. Jandors u. Co., Belle- alliancestraße 1/2/ IV. Stock 16055* Lehrmädchen aus achtbaren Fa- mitten, im Aller von 14—16 Jahren. bei monatlicher Vergütung sofort gesucht. Meldungen mil Schul- abgaugszcugnis und in Begleitung der Eitern oder des Vormundes in unserer Personal- Verwaltung. III. Etage. Kaufhaus des Weitens, G. m. b. H., Tauentzienstraffe 21/24, Bogenfängerin, perfekt. Stein- druck, kleines Format, Lohn 21,00. Dinse Eckert, Köpenickersttaffc 40/41. Laufmädchen, Tnubensttaffe 41. sosort. Werner. 2167b Korbmacher aus 9�cr Rümpfe, Lohn mit.Kricgszulage 2,67 Mark. Fahrgeld wird vergülel. LouiS Hau- ichildt, Spandau. Cdarloilcnstt. 10. Schmiede aus Heeresarbeiten(Hufschmiede und andere), Schirrmeister, auch arbeilsoerwendungssähige Heimat, für einfache, leichte Arbeiten verlangt 1472* ___ Berlin N 20, Paukst?. 29. Werkzeugmacher und Dreher, 21GÜD* Automaten- und Revolvereinrichter sowie Schlosser, auch gv. und av., stellen ein Spc�inlhonstrahtloncn, Berlin-Steglitz, ßirkbuschstr. 37—39. Werkzeugmacher Werkzeugdreher voriangt Munitionsfabrik F. Gaebert, 18892* l.ankwitz, Charlottenstr. 31. Erfahrener tZVO Werkzeugdreher sowie ein I8S32* Werkzeug- und Maschinensch losser zum sosoriigen Einttiii verlangt von Abteilung Bertffold Lif:ttcr, Guben._ Portier per 1. Juni f. mod Geschäftshaus gcs. Wohn. 2 St. u. Küche. Schrott. Meld. m. Zcugn.-Abschr. u. Gehalis- ansvr. H o mpesch, Rittcrstr. 9._ Hautet und Bauarbeiter werden>ofort eingestellt. 2 16/ 19« Krieg, bau Ersattbau IG Artilleriewerkftatt Spandau. Meldung bei Polier Hofsman». Akt.-Ges. für Bauausführungen. j als Einrichter, der glcichzcilig auch die Konttolle der Aibcilcn übernimmt, event. für 2 Schichten, 8 bis 2. 2 bis 10, sofort gesucht. Maschinenfabni: Vogsier. Alt-Moabit t. 18883 Packerinnen. mn. geüble, sür unseren Postpaket- Periand sosort verlangt. 21766* Plastische Pläne und Modelle G. m. b. H., chem.-techn. Abteilung, Berlin;SW 48,_ Friedrichsir. 10. Arbeiterinnen evll jugendliche sofort verlangt. Plastische Pläne und Modelle G. m. b. H...-175b* chcm.-lechn. Abi. Friedrichsir. 10. Arbeiter für StraHenbau ?->ucht �illieiigesellsehstt dodsmie8 de8ericd, 18S4L* Charlottenburg, Salzufer 17— IS. Vorardeiterin zum Abwiegen und Wischen pulveriger Massen sür unsere chemisch-tcchnoche Abteilung sofort oerlangt. Mit der- artigen Arbeiten Vertraute bevorzugt. Plastische Pläne und Modelle <5! es.»>. b. H.. 21786* Berlin 8V/, Friedrichftraste 1«. Plätterin. nur ganz perfekte, zum Ausprobieren von Stärkemitteln sür dauernd ver- langt. 21 77b* Plastische Pläne und'Modelle G. m. b. H., chemjs.ch-lcchn. Atzleiluna. Berim LV 48,'-Friedrichstt. IQ.