Nr. 103. flftennetnentS'ßedingnngn: Eioimrasntä. Sinä vrzniuneranda Biettcljäbrl 3,90 M!. motmtl 1,30 Mb. loöcbentlicö 80 Vig, rxci ins Haus, Sinzeine Nunnne: ö Big. Sonnlags. numniei mil il!u!!rter!er SonmagS- Beilage.Die Den? Veir' lO Pfg, Bc>i!< Abonnement: 1,30 Mart vro Monat. Gingelragen IN die Boit-Reitungö- iZrelsiiiie, Unter Kreuzband für Deutichlan» und Oeiierrnch. Ungarn 2.30 Mark, für das übrige Ausland t Marl bro Monai. ZZvslabonnemems nehmen an Belgien. Tänemarl. bolland, Italien. Uuxcmburg, Borlugai, fcumöuieiL Schweden und die Schwejj. Criajcint täaiia. Vevlinev VolKsblsL. »54* Jahrgang. Die!nter(ions.5ebül?r •ehägi für die sechsgesvaltene Kalonal- »eiie oder deren Raum 60 Pfg,. für rotitiiche und gewerlschartliche Br-eins- und iZersammlungs> Anzeigen 30 Pfg, »iilein« Znrei-zen�. das ietigebruch? Wort A> Pfg,(znlöisiz ü seltgedriüli? Worreb jedeS weitere Teert 10 Big, Kiellengeiuchc und Schianiclleuaü- zeigen das erste Wort 10 Big,, jedes weuere Wort 3 Big. Worte über 13 Buch» stabcn zäii.en für zwei Wone, Anscrale für die nächste vluinmcr münen bis I» llhr nachmittags in der Exredition »dgcgedeii werden. Die Erbeöuivn ijt bis 7 Uhr abends gcüiinet. Delegranmi-ildrelle: .!ailZ!i!eii!sl!bäl ötM»". ZentVidovqxn der rozialdemokratirchen Partei Deutfcblands. Neöaktion: SW. 68, Linüenstraße Z. Fernivrecher: Amt Morttzvlati, Nr. lül»0—131 S7. Sonntag, de« 43. April I.V17. Expeöition: SV. 68, Linöenstraße Z. Zhernivrecher: Amt Moritzvlav. Nr. 131 SO— 131 S7. Seuffchland und Oesterreich-Llugam anRußland Au Jrieöen und ZreunSschast bereit. . �Tie„Ztorddeutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht in ihrer heutigen Sonntagsnumnier folgende Erklärung: Die provisorische fiicgicrung in St. PetcrÄnrg hat unterm 10. April eine Äundyebung erlassen, die in ihren wesentlichsten Punkten mit den mehrfach wiederholten Er- klärungcn Teutschlands und seiner Verbündeten über- einstimmt. Danach erstreben beide Parteien' nichts anderes als die Sicherung des Taseins, der Ehre und der EntwickelungssreiHeit ihrer Völker. Weder i m W u n s ch e noch im Interesse der Mittelmächte liegt es, das; das russische Volk aus dem Äampfe er- n i e d r i g t oder in seinen Lebensbedingungen erschüttert hervorgehe. Sie brabsichtigev nicht, Ehre und Freiheit des russischen Volkes anzutaste», und habe« keinen anderen Wunsch, als mit einem gufric denen ?!achbaru in Eintracht und Freundschaft zu leben. Dabei liegt es Deutschland völlig fern, sich in die Neu- Ordnung �der russischen Verhältnisse einmischen oder gar in der Stunde, wo die russische Freiheit geboren wurde, Rustland von neuem bedrohen zu wallen. Der russische Heeresbericht vom 11. d. M. irrt, wenn er ein mili- tärischcs Untcruehmeo der deutschen Truppen, das von einer unabweisbaren, örtlich begrenzten taktischen Notwendigkeit vorgeschrieben war, als eine grösicrc Äriegshandlung von all- gemeiner Bedeutung aussaßt. Wenn das russische Volk noch länger blutet und leidet, statt sich ruhig und uugcstört dem iuncrcn Ausbau seiner Freiheit zu widmen, so ist nicht Deutschland daran schuld. . Tic Schuld liegt dort, wo Interesse am Fortgang des Krieges besteht. Wo findet der in der Erklärung vom 10. April ausgesprochene Friedenswille des russischen Volkes den entschiedensten Widerspruch? B e i s e i n e n eigenen Verbündeten. England, Frankreich, Italien und die ihnen angeschlossenen Alliierte» haben bei Ablehnung des Friedensangebotes der Mittelmächte es gan,; unpcrhüllt aus- gesprochen, das; sie nur Frieden schließen würden unter der Bedingung, daß Teutschland weiter, ihm rechtmäßig zugc- hörender Ländcrstrichc beraubt, Ocsterreich-Ungarn zer- trümmcrt, die Türkei aus Europa verdrängt und in Klein- asicn in weitem Umfange aufgeteilt werde. Das russische Volk wird, niemand wird es anders erwarten, den V er- Pflichtungeu gegen seine Verbündeten treu bleiben. Aber das russische Volk soll wissen, daß seine Söhne noch fernerhin kämpfen und sterben müssen, weil seine Verbündeten es so wollen, um ihre eigenen Erobc- rungs- und Anncxionsplänc durchzusehen. Das ist der Grund, weshalb Rußland hungern und leiden soll, anstatt sich der neu errungenen Freiheit zu freuen und sich im friedlichen Verkehr mit seinen Nachbar» dcnWcrkcndcsFortschrittsuuddenFdcalcn der Menschheit zu widmen. Zugleich veröffentlicht das k. k. Telegraphcn-Korr.-Bm. folgende Verlautbarung: Die Regierung der österreichisch-nngarischen Monarchie bat von der am 11. April lausenden Jahres veröffentlichten Erklärung der provisorischen Regierung Rußlands Kenntnis erhalten. Tic hat hieraus entnommen, daß Rußland nicht die Absicht verfolgt,„andere Völker zu beherrschen, ihnen ihr nationales Erbe wegzunehmen und gewaltsam fremdes Ge- biet zu besehen, daß es vielmehr einen dauerhaften Frieden auf Grund des Rechtes der Völker, ihr Schicksal selbst zu bc- stimmen, herbeiführen will". Die österreichisch-ungarische Regierung hat hieraus er- sehen, das; die Provisorische russische Reqiernna ei» Ziel zu erreichen wünscht, welches sich mit jenem deckt» das der k. und k. M i n i st e r des Aeußern in seinem um 31. März laufenden Jahres gewährten Interview als das Kriegsziel der öfter- r e i ch i s ch- u n g a r i s ch c n Monarchie b c z ei ch n c t hat. Es kann demnach festgestellt werden, daß die öfter- reichisch-ungarische Regierung und die provisorische russische Regierung in gleicher Weise einen für beide Teile ehrenvollen Frieden auftreben— einen Frieden, welcher, wie es in dem Friedens« angcbot Oesterrcich-Ungarns und seiner Verbündeten vom 12. Dezember 1916 heißt, Dasein, Ehre und Entwicklungs- fähigkcit der kriegführenden Staaten lichert. Die damals aus- gcsprvcheue Ikbei�engnug der Vcrbüudctcu, daß ihre Rechte und begründetcu Ansprüche sich mit jenen der anderen Ratio- neu widerspruchslos vereinigen lassen würden, besteht heute nach der Erklärung der provisorischen russischen Regie- rung im verstärkten Maße fort. Da hiermit der ganzen Welt und insbesondere den Völkern Rußlands klar vor Augen ge- führt erscheint, daß Rußland nicht mehr gezwungen ist, für seine Verteidigung und für die Freiheit seiner Völker zu kämpfen, kann es bei dieser Gleichheit der Ziele der Regie- rungen der Verbündeten und der provisorischen Regierung Rußlands nicht schwer sein, den W e g der Berständi- gun g zu finden— dies um so weniger, als Seine Majestät der Kaiser von Oesterreich und Apostolische König von Ungarn in Ucbcreiustimmung mit den ihm verbündeten Monarchen den Wunsch hegt, in Zukunft mit einem in seinen inneren und äußcxcu Lebensbedingungen gesicherten und zufriedenen russischen Volk in Frieden u nd Fr cu n d sch aft zu leben. O .. Der Glaube,.Deutschland führe einen Eroberungskrieg, hat siefs infolge der törichten Kriegszieldebatten bei den Gcg- nern so fest cingewurzelt/daß die Worte der neuesten beut- sehen Rsgierungserklärnng vielleicht auch noch nicht dazu hin- reichen werden, ihn zu entwurzeln. IN Rußland sollte man aber bedenken, baß die stärkste und zukunftsreichste Partei Teutschlands, die S b z i a l- demokratie. jcdc Eroberungspolitik aufs allers chörf st e und nllerentschiedcnstc ab. lehnt, daß sie für einen Frieden eintritt/der keinen vergewaltigt und der den Völkern ihr SelbstbestiimntmgSrechf garantiert.......... . Wir haben Grund zur Annahme, daß auch die deutsche Regierung heilte diesen Standpunkt als berechtigt anerkennt und daß sie ehrlich gewillt ist, den Krieg zum Abschluß zu bringen in Verhandlungen, in denen sich die Möchte als ein- ander vollkommen Gleichberechtigte< gegeniibertreten und in denen jeder Gedanke an gewaltsame Gebiets- abtrctungen ausgeschaltet sein soll. Ucberdies ermöglicht es der Czerninsche Vor- schlag, die Verhandlungen aufzunehinen, ohne daß der Krieg zugleich beendet wird; es steht somit in der Hand der Gegner, den Krieg weiter fortzusetzen, wenn sie die Varsckilägc der Mittclniäckste als für sie entwürdigend, nicht mit ihren Interessen in Einklang stehend befinden sollten. Schon dieser Umstand in Verbindung mit der Tatsache, baß die Regierungen der Mittelmächte, dem Drängen ihrer Völker folgend, dem Frieden zustreben, kann allen tvirkUÄen Friedensfreunden im Ausland die Gewißheit geben, daß die Mittelmächte in Verhandlungen treten würden mit dem festen Willen, sie zu einem guten, für alle ehrenvollen?lusgang zu bringen. Tic deutsche Regierung würde es nicht wagen, von einer Konferenz den Krieg zurückzubringen mit der Begründung, sie hätte diese oder jene Annexionsforderung nicht durchsehen können. Sondern nur dann würde das deutsche Volk die entsetzliche Last eines noch länger dauernden Krieges auf sich nehmen, wenn die Gegner die Wiederkehr des Friedens von Bedingungen abhängig machen wollten, die sich mit seiner Ehre und Freiheit nicht vertragen. So wie der deutschen Regierung würde es aber jeder Regierung ergehen. Sind die Verhandlungen einmal auf- genommen, so nrüssen sie auch zum Ziel eführen, weil es der Wille aller Völker so verlangt. Jeder Gegner wird die Masse des arbeitenden Volkes in Deutschland zum Kamps so lange bereit finden, so lange sie fürchten muß, sie würde ein Erlahmen in diesem Kampf mit dauernder Bedrückung und Verelendung zu bezahlen haben. Aber jeder Friedensfreund kann auf ihre Unter- stüßung rechnen, wo es gilt, imperialistische Gelüste zu bekämpfen und der Welt einen Frieden zu bringen, der allen Völkern die Freiheit gibt., � � Das deutsche Volk will mit dem befreiten ristsischen Volk in Freundschaft leben, es will daruni keinen Frieden, der die Revanchelust auf der einen oder auf der anderen Seite an- stachelt. Nur als Helfer bei Plänen, die auf Dcutichlands Zerstückelung und Zerschmetterung ausgehen, ist Rußland Deutschlands Feind. Die Freiheit des russischen Volkes aber hat an den arbeitenden Massen des deutschen Volkes einen treuen Vcr- b ü n d e t c n. «» »Das Drama nähert sich seinem Ende!" Aeustcrung des Grafen Czernin. Wien, 14. April. Minister des Aeußercn Gras Ezer- nin richtete an den Bürgermeister von Wien ein Schreiben, worin er zunächst herzlichen Dank für die ihm gewidmeten Worte ausspricht und sodann fortfährt: Das Bewußtsein, daß die Bevölkerung Wiens und, wie ich glaube, die der ganzen Monarchie, meine Politik billigt, gibt mir die Sicherheit, auf dem eingeschlagenen Wege fortzuschreiten. Das furchtbare Drame des Weltkrieges nähert sich seinemEudc, und dieses Ende wird ein für die Monarchie ch r cn v olle r Frieden sein, weil die Völker Ocftcrrcich-Nngarns in fast dreijährigem Ringen bewiesen haben, daß sie niemals zu besiegen oder zu oernichten sind. Vor ihrer Kraft und Größe verblaßt der Heroismus der Antike. Die heutige Generation wird in der Geschichte svrtlebe«. Noch Geschlechter ferner Jahr hiindertc werden mit Ehrfurcht und Bewunderung von dcnru sprechen» die im furchtbarsten Kriege aller Seiten Dasein und'Ehre der Monarchie erfolgreich verteidigt und deren Entwickclung für alle Zukunft gesichert haben. Wieder SS SSO Tonnen im Miadmeer vernichtet. Berlin, 14. April. Amtlich. Im Mittclmerr wurde» nach neu eingetroffeuen Meldungen weitere zwölf Dampfer unü vierzehn Segler mit 50 000 Brutto-Register-Tonuen versenkt, darunter«in 25. Marz vor Alexandrien der b c w af f n c t c e n gli s ch e T a m p f e r B e I lor e(4926 Brutto-Rc-r.Dö.) mit 7000 Tonnen Kohlen von Glasgow nach Alexandrien:, am 31. März ein unbekannterbrw äff n et er Dampfer von etwa 5000 Brutto-Rcg.-To.» der sich mit Kohle» auf dem Wege nach Neapel befand; am 1. April der b c w a f s- nete englische Dampfer Warr e n(3709 Brutto- Rcgister-Tv.) mit 5000 Tonnen Gerste und Mais auf dem Wege nach Spezia und ein unbekannter b o l l b c I a d c n r r Dampfer von 5000 Brntto-Register-To., der durch vier Fischdampfer gesichert war; am 3. April ein mt bekannter bewaffneter Material- Trans Port- d a m p f e r von etwa 5000 Brutto-Register-To.. ein mtbc- kannter bewaffneter englischer Tankdampfer von etwa 4000 Brutto-Register-To. und drei italienische Segler mit etwa 1000 Tonnen Phosphate von Tunis nach Livoruo? am 4. April ein nnbekanntcr vollbeladencr bewaffneter Dampfer von etwa 4000 BruttoReg.- Tonnen, begleitet von zwei Fischdampfcrn: am 5. April der norwegische Dampfer So l st a d(4300 Brutto-Reg.- Tonnen) mit 6495 Tonnen Weizen von Australien nach Li- vorno. Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Die Delegationen nach Rußland. Stockholm, 14. April. Die c n t e n t c s o z i a l i st i s ch e D e p u t a t i o n ist auf ihrer Reise nach Petersburg hier eingetroffen. Sie besteht aus den Arbeiterführern Will Thorne, O'Grady und Boiverman sowie des Sekretärs der Fabian-Gcsellschast Sanders. Bowerman ist Sekretär des gewerkschaftlichen Parlamentskomitees. Er, Thorne und O'Grady sind Mitglieder des englischen Unterhauses. Tie französischen Teilnehmer sind die Mitglieder der Deputierten- kammer Marius Moutet, Lafont und Marcel Cachin. Stockholm, 13. April. Die in Stockholm ans der Schweiz angekommenen russischen Revolutio- närc haben in der schwedischen Zeitung„Politiken" eine Kundgebung veröffentlicht, in der erklärt wird, daß England alles getan Hab?, um die Durchführung der politischen Amnestie in Rußland zu verhindern. Die b r i t if ch e R c- gierung halte alle im Ausland wohnenden russischen Revolutionäre zurück, die gegen den Krieg seien. Das Material hierüber solle dem- nächst in einer von den russischen Sozialisten aller Parteien beschlossenen Resolution veröffentlicht werden. Im Wortlaut heißt es nach dem„L. A." in der Er- klärung der russischen Revolutionäre:„Die Deutschen ge- währten dem russischen Zuge Exterritorialitätsrechte. Am 9. April reisten 3 0 russische in ä n n I i ch c und weibliche Sozialisten, darunter L e n i n und S i wo- w i e w, sowie einige Mitglieder des polnischen Arbeiterver- bandes durch Deutschland. Sie verließen während der Fahrt nicht den Wagen. Die deutschen Behörden erfüllten loyal das Uebereinkommen." In dieses Kapitel dürfte auch die gestern gegebene Mel- dung gehören, daß dem dänischen sozialdemokratischen Abgeordneten Bjorgberg bei Haparanda die Einfahrt nach Ruß- band gesperrt wird. ImsiMMe Manifestbeförgnisse Tie Besorgnis Frankreichs über das Manifest Prot«- sorischen Regierung ist unverkennbar. Nach einein SapveiZer Bericht schweigt sich der größte Teil der französischen Blesse. besonders die große Fnsormationspresse, aus. Herde>!at sich sofort geäußert: wir wiesen bereits daraitf hin. Er lioTN aber, es werde der russischen Regierung gelingen, die Frie-' denSfreunde zu besserer Einsicht zu bekehren. Das„Echo de Paris" teilt HerveS Besorgnisse. Weiter schreibt das Blatt: Wenn die russische Regierung erkläre, keine fremden Ge- biete besitzen zu wollen, müsse man auch zugeben, daß mau gezwungen sei, aus dieser neuen Tatsache heraus fest-' zustellen, daß hierdurch neue Regelungen im Orient in ö g l i ch würden. Indem Lwow auf Erobe- l ungen verzichte, arbeite er sicherlich für den Frieden: wenn Rußland die Unabhängigkeit der Türkei achte, sei es zunächst Rußlands Pflicht, Teutschland zu schlagen, gleichgültig, ob es das Testament Peters des Großen aufrechterhalte oder abschaffe. Das sei die Vorbedingung für den Frieden. Das Nationalistenblatt konnte seinen Wunsch, die durch die Revolution geschaffene Regierung solle das Erbe der Außenpolitik des Zarisnms ohne Abstrich antreten, gar nicht besser zum Ausdruck bringen, als durch diese Erinnerung. Das Testament Peters des Großen ist zwar nickt historisch echt, aber den Kern der zaristischen Politik, die für Europa eine dauernde Gefahr war, zeichnet es gleichwohl treffend. Indes andere Zeiten, andere Köpfe! Napoleon ließ das Testa- mcnt verfassen, um die europäischen Völker zu warnen, und der französische Nationalist von heute bemüht sich, dem zur Demokratie übergehenden Rußland beizubringen, daß es nationale Ehrensache sei, das Testament anzuerkennen und zu vollstrecken. Anders sucht der„Matin" der drohenden Gefahr beizu- kommen. Er hält sich nicht damit auf. russischen Chauvinis- mus durch Worte wachzukitzeln. Gewaltmaßregeln fordert er. Er schreibt: Tie kleine Gruppe der Extremen versuche, die Kriegspolitik der Regierung zu >t ö r c n. Man müsse hoffen, daß die Regierenden, die von der ganzen Welt unterstützt seien, alles versuchen werden, um diejenigen u n s ch ä d l i ch z u m a ch e n, die der loyalen, klaren Regierungspölitik Abbruch zu tun versuchen. Wir sind überzeugt, die Entente wird Hochdruck ein- setzen, daß Rußlands Krieg nicht im Sande festfährt. Eine englische Meldung äußert bereits Hoffnungen. Harald Williams berichtet aus Petersburg, daß die Veröfsenklichung der Regierungserklärung über die Kriegsziele die Luft gesäubert habe. Es habe sich endlich eine feste und ent- schiedene Meinung hinsichtlich des Krieges Bahn gebrochen. die rutschen Arbeite? unö öie ßront- Versorgung. Ter Vorschlag Zereielli. Petersburg, Iß. April.(Meldung der Petersburger Tele- graphen-Ageutur.) Im Laufe der Sitzung des Arbeiter- und Soldatenrates schlug der Abgeordnete der zweiten Duma Z o r c t c l l i eine Entschließung vor. die sich auf den n-'u 27. März von dem permanenten Rat der Arbeiter- und Soldatenvcrrrcter ort alle Völker der Welt gerichteten Aufruf bezieht'und den festen Entschluß der russischen Demokratie bestätiat. auf dem Gebiet der auswärtigen Politik die gleichen «Äundsätze'der Fretheit und'des Rechtes zu verwirklichen/die sie im Innern aufgestellt hat. Die Entschließung hebt die ungeheure Bedeutung der Proklamation der provisorisch eu Regierung vom 6. Aprrl hervor, die von der russischen Demokratie als wichtiger Schritt zur Verwirklichung der demo- k ratischen Grundsätze auf dem Gebiet der auswärtigen Politik angesehen wird. Sie sagt: Das revolutionäre russische Volk wird seine Beiniikulngen für einen frieden auf der Grundlage der Brüderlichkeit und Gleichheit sreicr Völker fortsetzen. Ein amtlicher Verzicht aller Re- gier un gen auf ein aunexioiustisch-eS Programm würde ein mächtiges Mittel zur Beendig ilng des Krieges unter ähnlichen Bedingungen darstellen. S o lange diese Bedingungen nicht verwirklicht sind, und"so lange der Krieg weitergeht, sieht die russische Demokratie ein, daß ein Bruch der Front und ein Erlahmen ihrer Wider st andskrast der verhängnisvollste Schlag für die Sache der Freiheit sein würde. Infolge- dessen richtet der Kongreß des Arbeiter- und Soldatenrates einen Aufruf an die russische Demokratie zur Mobilmachung aller lebendigen Kräfte der Nation auf allen Gebieten des Volkslebens, um die'Front und das Hinterland zu stärken. Das ctfordsre der gegenwärtige Augenblick gebieterisch für den Erfolg der großen Revolution. Der Kongreß for- d c r t alle Arbeiter in den Fabriken, in den Anlagen. in den Elsenbahnen, im Post- und Telegraphen- ivesen und anderen für die Armee und daS Hinterland schaffenden Unternehmungen auf, in der Arbeil die größte Betrieb- s a m k e i t zu entwickeln. Die wirtschaftlichen Erwerbungen der Arbeiterklassen und die Bemühungen um Reformen nach außen dürfen nicht nur die Energie der Arbeit nicht mindern, sondern müssen die Erzeugung zur Höchstleistung anspornen. -um alles, ivaS für die Bevölkerung und das Heer unumgänglich notwendig ist, sicherzustellen. Justizminister K c r e n s k i ergriff dann das Wort und sagte: Die Größe der Revolution besteht darin, daß mit ihr die russische Demokratie in die Arena trat und daß ihre Anwesenheit das Ziel des Krieges ändert. Die Demokratie bedeutet eine freie und freundschaftliche Gemeinschaft der Völker im Namen der Brüderlichkeit und Freiheit. Immer- hin gibt es Augenblicke, in denen es gilt, die eigenen Interessen zu schützen, und dieser Augenblick ist gegenwärtig da. Die russische Demokratie hat alle Stichworte der Annexionisten verworfen, solange aber an unserer Grenze nicht der Verzicht auf Eroberungen� gehört toird. müssen ivir auf u n serem Posten bleiben und die Freiheit des Vaterlandes verteidigen. Um des im Laufe des gegcwvärtigen Krieges an unserer Front verflossenen Blutes der Helden willen müssen wir ihnen auf dem von ihnen vorgezeichneten Wege folgen und unS bemühen, eine freie, unabhängige und mächtige europäische Demokratie zu bleiben. Dic Debatte lt über die Entschließung Zcretcllis wurden auf den 12. April vertagt. Basel, 14. April. Dem„Petit Parisien� wird auö Petersburg telegraphirrt: Zum ersten Male veröffentlicht das offizielle Organ der Soldaten- und Arbeiterdeputierte,, die Liste der Mitglieder des Revolutionsausschusses. Präsident des Ausschusses ist Tscheids e, Vizepräsidenten sind Nobel es und KereSSki. Haparonda, 14. April. Die Mitglieder der Arbcitergruppc �Partei Kerenskis) sind zu cinem am 20. April tagenden Engsische Attgriffe südöstlich von Arras und bei St. O.uentin scheitern— Fort- danernder Artilleriekampf von Soissons bis Reims und im Westteil der Cham- pagne. Amtlich. Großes Hauptquartier» den 11. April 1917. iW. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupp recht. Nordöstlich vou ArraS und au der Scarpe trat grsteru eine Kampfpause ein. Weiter südlich, bei CroifilleS und Bullccourt griffen die Eng- länder nach heftiger Feuervorbrreitnng mehrmals vergeblich an. Im Rachstoß brachten uusere Truppen dem Feinde erhebliche Ber- lustc bei. Auf beide« Eomme- Ufern stießen starke feindliche Kräfte abends wieder gegeu unsere Stellungen bei St. Ouentin vor. Di« Angriffe scheiterte» verlustreich; der Gegner ließ dort drei Offiziere und über 209 Maun gefangen in unserer Hand. Seit de« 7. d. MtS. werde« die inneren Stadtteil« von Qt. Ouentin iu zunehmender Stärke vou feindlicher Artillerie aller Kaliber willkürlich beschossen. Jnstizpalast, Kathedrale und Rathaus fiud bereits schwer beschädigt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Bon Soissons bis ReimS und im Westteil der Champagne bekämpfen sich die Artillerien weiter mit äußerster Kraft. Tie Frauzofeu setzen die historischen Bauwerke von ReimS durch Aufstellung von Batterie» in ihrer Nähe der Gefihrduug durch miscr WirkungSfeuer ans. Mehrfach wurden Vorstöße französischer Infanterie zurückgeschlagen. H eeresgruppe Herzog Albrecht. In de» Bogesen holte« unsere Stoßtrupps a« Plaiue-Tal 20 Gefangene aus den feindliche» Grabe». Au der ganzen Wcstftout, vornehmlich in de« Kawpf- abschnftteu, herrschte gesteigerte Fliegertätigkeit. Die Gegner verloren durch Luftangriff a« 12. April elf, a« 13. April 24 Flugzeuge und 4 Fesselballone. Ein feindliches Fliegergeschwader wurde über Douai aufgerieben. Die von Rittmeister Freiherr». Richthofen geführte Jagdstaffel schoß allein Kongreß berufen worden. Der Kongreß wird sich besonders mit den Wahlen zur konstituierenden Versammlung sowie mit der Frage des Zusammengehens mit den anderen Volksparteien beschäftigen. Basel, 14. April. HavaS meldet aus Petersburg: Unter dem Namen .Einheit" hat sich eine neue sozialdemokratische Gruppe gebildet. Sie verfolgt den Zweck, die Vereinheitlichung der demokratischen Ziele zu verwirklichen, die provisorische Regierung zu unterstützen, die Arbeiter zu organisieren und sie wieder der Arbeit zuzuführen. Sie will den Kampf bis zur Rieder- läge Deutschlands fortsetzen. Keine Vorschläge Miljukows an üie Türkei. Konstautinopel, 14. April. Die Agentur Milli ist zu der Erklärung ermächtigt, daß die Mitteilungen, wonach der russische Minister deS Aeußern, Miljukow, unter der Hand der kaiserlich osmanischen Regierung gewisse Vorschläge über die Freiheit der Meerengen und die Zukunft Ar- m e n i e n s gemacht habe, jeder Begründung entbehren. Zrieöenseiif üer Unabhängigen Arbeiterpartei in Englanü. Aus dem Haag wird gemeldet: Die Osterkonferenz der Unabhängigen Arbeiterpartei nahm in LeedL folgende Entschließung an: In der Ueberzeugung. daß jede Fortsetzung dieser schrecklichen und wahnsinnigen Menschenschlächterei nutzlos und wahnsinnig wäre und eine große Gefahr für die künftige Sicherheit und Wohlfahrt unseres Volkes bedeutet, ersucht die Konferenz die Regierung, zusammen mit ihren Ver- bündeien Verhandlungen zum Abschluß eines gerechten, ehrenhaften und dauernden Friedens zu eröffnen. wenn Deutschland besiegt ist! t« Milliarden jährlich. Im Pariser„Matin" veröffentlicht M. de Vermeuil eine Artikelreihe, in der er vor dem Abschluß eines„faulen Friedens" mit Deutschland warnt. Im Gegensatz zu unseren Ällldeutschen, die versichern, ein Frieden des Ausgleichs und der Verständigung bedeute Deutschlands Ruin, behauptet M. de Vermeuil. nach einem solchen Frieden würde Deutsch- land seinen wirtschaftlichen Siegeslauf sofort wieder aufnehmen können. Um dieses zu verhindern, ver- langt er, daß der Krieg bis zum Ende fortzu- setzen sei, worauf man Deutschland eine jährliche Kriegskontribution von 16 Milliarden auferlegen müsse. An der Hand von HelfferichS Zahlen über Deutschlands Skationalreichtum sucht er nachzuiveisen. daß Deutschland eine solche Last tvohl zu tragen imstande sei. Zur Aufbringung der Summe schlägt er u. a. vor: eine direkte Steuer von 10 Frank pro Kopf, die für die städtische Bevölkerung noch weiter gesteigert werden soll, Eisenbahn-, Tabak-, Bier-, Branntweinsteuern, 20— LOprozentige Rentensteuern, noch höhere Besteuerung oder gänzliche Konfiskation der Auslandswerte. Aus solche Weise sei„dem deutschen Raubvolk die grausamste aller Strafen aufzu- erlegen". M. de Vermeuil ist nicht irgend ein Beliebiger. Er ist einer der ersten Finanzmänner und Finanzsachverständigen Frankreichs. Ist es also zuviel gesagt, daß uns ein Sieg der Entente die dauernde Hungerknechtschaft bringen würde, unter der die breiten Massen am allerhärtesten zu leiden hätten?_ der Krieg auf öen Meeren. Seefperre unö Versenkungen. London, 18. April. Amtlich. Während der Rächt vom 30. zum 31. März torpedierten die Deutschen ohne Warnung mitten im Kanal das englische Hospital schiff Gloucestcr 14 feindliche Flugzeuge ab, von denen der Führer drei, Leutnant Wolff vier zum Absturz brachte. Ocstlichcr Kriegsschauplatz. An einzelnen Frontstrecken unterhielt die russische Artillerie lebhaftes Feuer; die Borfeldtätigkeit blieb gering. Mazedonische Front. Nicht« RcurS. Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff. Amtlich. Am 14. April früh wurden von unseren Kampfflugzeugen vor der flandrischen Küste zwei franzSsifchr Flugboote im Luftkampf abgeschossen, die vier Insassen gc- fangen geuommcn. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Abendbericht. Berlin, amtlich, 14. April abends. Bon der Scarpe bis Bullecoort sind wiederholte starke Angriffe der Eng- länder Verl» st reich gescheitert. Die Artillerie schlacht längs der A i S« e und iu der w e st l i ch e n Champagne ist in« n v e r m i«- derter Heftigkeit im Gange. Im Osten nichts Besonderes. Der österreichische Bericht. Wien, 14. April 1917.) Gefangeiie zurückgeführt wurden. Artillerickampf in der Aisnc-Gegcnd und in der Champagne. Englischer Bericht vom 13. April. Letzte Nacht unter- ».ahmen wir einen Angriff zwischen St. Ouentin und Cain- l> r a i und irahnrcii nach scharfein Kampfe die feindlichen Stellungen auf einer ausgedehnten o'ront von ichrdlich von Hargicourt bis M e tz- e n- C o u l ur c. Wir sind jetzt im Besitz der Sari- Farm, links vom Walde; ferner des Torfes Gouzeaucourt und des Waldes von Gouzeaucourt. Während der Nacht führten unsere Truppen südwestlich von Laos einen erfolgreichen Uebcrfall ans. Tee feindlichen Unterstmidc wurden mit Bomben beworfen und an d-n Verteidigungswerten des Feindes wurde beträchtlicher «chode» angerichtet. In der Nachbarschaft von Plocgsteert »criet ciilv feindliche Iagdabtellun« m unser Maschinengewehr- feuer und vermochte unsere Laufgriwen nicht zu erreichen. Vom 14. April. Das Gebiet der aktiven Operationen hat sich heute nach Norden auLgobreitet. Unsere Truppen haben östlich und nördlich des Rückens von Limb den Fmnd auf unserer ganzen ."ördlich von der Scarpe bis mdlich von L o o s gedränat. Wir haben die Dörfer Bailleul. Willerval. Vimy. Petit Vimh, �lVcncht,-m»-Gohelle und AngrcS genommen und Fuß gefaßt in �ii Schützengraben des FeiiideL nordöstlich voii L c n S. In diesem Gebiet haben wir den Turm von W a>i c o u r t a,if den, Borspruiig oitlich von dem»rorfc Wancourt geiwmmen und sind bis zu einem Puiftt fteben Meilen südöstlich von Arraö über die üindenburg- linie vorwärts gekommen. Wir I>abcn weitere Fortschritte auf dein Höhengelände östlich von Lcvergies und im Walde von Havrincourt gemacht. Die Zahl der Gefangenen, die wir feit dem Beginn der Operationen am 3. April gemacht haben, be- läuft sich auf mehr als 13 000. darunter 28S Offiziers. Wir haben 180 Geschütz-, darunter acht SLzöllige Haubipen, 130 Feldgeschütze >md Haubitzen. 84 Loiffgrabcmnörser und 250 Waschinengeivehre erbeutet. Außerdem ist eine beträchtliche Anzahl bon Geickützen und Laufgrabcnmörsarn vernichtet und durch Geschützfeuer de- graöen, so daß sie nicht aufgezählt lverdcn können. Viele von den erbeuteten Geschützen sind von uns mit gutem Erfolge gegen den tjfind verwendet wordcm Kleine Kriegsnachrichten. Der schweizerische Bundesrat hat aus Anlaß der durch die Vcr- einigten Staaten gegenüber Deutschland erfolgicn Kriegserklärung bei den Kriegführenden feine frühere Erklärung betreffend Einhal- tung der str ikten Neutralität erneuert. Da« polnische HilsskorpS ist nunmehr aus dem österreichisch. ungarischen HccreSverbande ausgeschieden und unter den Befehl des GencralgouverneurS von Warschau getreten, um, wie cS in dem Tagesbefehl des Generals von Bcsclcr heißt,„dem Wunsche des polnischen Volte» entsprechend unter Mitwirkung des Proviso- rischen Staatsrats für das Königreich Polen den Stamm für die unverzüglich aufzustellende polnische Armee zu bilden." In einer Ansprache sagte General von Beselcr: Polen müsse sein Heer bilden, um im A u g e n b l i ck e d e s Friedens- schlusscs fest gegründet und stark dazustehen. Portugal schlügt Macao loS. Nach Berichten der Madrider „Nacion" beabsichtigt Portugal, in Japan eine Anleihe aufzuneh- men und als Gegenleistung dafür in den Verkauf der portugiesischen Kolonie Vöacao einzuwilligen.— Macao ist ein Teil einer Insel vor der Mündung des Cariton-Stromes. Der Platz, einst der Mittel- Punkt ostajiatischcn Weltverkehrs, gehört den Portugiesen seit 1563. Portugiese» in der Arrasschlacht. Nach einer Aeußerung Affonso Eostaö des portugiesischen Finanzministers, steht gegen- wärtig an der Westfront eine portugiesische Division, die auf ein Armeekorps von 60 000 Mann Stärke erhöht werden soll. Nach einer anderen Meldung nimmt ein Teil des Expeditionskorps an der Arrasschlacht teil._ Graf Tisza unmöglich. Eine A«ti-WahlrechtSrede Tiszas. Die»Wiener Arbeiterzeitung" greift, ohne daß sie der Notstift des Zensors im Vergnügen störte, den Grafen Tisza mit denkbar schärfsten Worten an und schließt ihre wuchtige Anklage gegen diesen führenden Vertreter der ungarischen Adelsherrschaft mit dem summarischen Urteil: «Ter Gras T i s z a» der vor gar nicht langer Zeit der Mäch- tigste in Oesterreich-Ungarn schien, ist»nmSglich geworden!" Die ungarische Opposition spielt gegen den bestgehaßten»starken Mann" sensationelle Affären der jüngsten Zeit und vor allem das allgemeine, gleiche und geheime Wahlrecht aus. Sämtliche Oppo- sitionSparteien richten an das ungarische Volk ein Manifest, worin festgestellt wird, daß die Vertagung deS Abgeordnetenhauses sowohl vom staatsrechtlichen wie vom moralischen Standpunkt aus die größte Belastung bedeute. Die Opposition wollte den Bruch mit Amerika, den Kranzprozeß, den Wechsel im Kriegs mini st erium und verschiedene JnkompatibilitätS- angelegenheilen(Fälle von Unvereinbarkeit der politischen mit geschäftlicher Betätigung) von den Abgeordneten der Regierungspartei, hauptsächlich aber die Wahlrechtsfrage im Parlament zur Sprache bringen. Vor Erledigung dieser Fragen hat die Regierung durch Vertagung die Flucht ergriffen. Die Oppo- sition verurteilt das Vorgehen der Regierung aufs fchärffte und lehnt die Verantwortung für den weiteren Verlauf der Dinge ab. Die Opposition, die in dem auf Grund eines durchaus ver- alteten Wahlrechts gewählten ungarischen Abgeordnetc>rhanses auch nur aus Vertretern des Landadels besteht— die Karolyi, Andrassy, Zichy und Apponyi sind die größten Grundbesitzer des Landes—, will sich von der Demokratie in den Sattel heben lassen. Wird sie aber auch bei der Stange bleiben? »• Graf Tisza scheint inzwiscken nicht gesonnen zu sein, der Oppo- sition und dem ungarischen Volke irgendwelche Zugeständnisse zu machen. Auf einer außerordentlich zahlreich besuchten Konferenz der Nationalen Arbcitspartei(der ungarischen Regie- rungspartci) hat er eine Rede gehalten, in welcher er in schroffster Weise der Opposition den Handschuh hinwirft. Er bezeichnet daS Vorgehen der Opposition in den letzten Sitzungen des Abgeord- neienhauses als unwürdig und unparlamentarisch. Er wirft der Opposition vor, mit den heiligsten Interessen des Landes ein unwürdiges Spiel getrieben zu haben, indem sie d«n Anschein erwecken wollte, als wäre in Ungarn das Parlament nicht integer und korrekt. In der KonzentrationSfrage wirft er der Oppo- sition vor, sie wolle Desorganisation und Zerstörung. Zur Wahlrcchtsfrage führte der ungarische Ministerpräsident nach dem Bericht aus: Man habe diese Frage mit einer anderen verwechselt,»iä»n- lich mit der großen Wahrheit, daß Lehren aus diesem Kriege gezogen werden müßten, und daß die Statton nach dem Kriege eine große Dankesschuld abzutragen habe. Dies bätten der Ministerpräsident und seine Partei stets mit größter Entschieden- heit betont, doch müsse er gegen die unendlich kurzsich- t i g e Auffassung protestieren, die einfach in dem radikalen Wahlrecht ein Erfordernis der neuen Zeit erblicke. Graf Tisza führte sodann an der Hand von Zahlen aus, mit der Wahlrcchtsfrage in Preußen stehe es ganz anders, als in Ungarn, dort bestehe ein vollkommen veraltetes Wahlrecht, welches nicht ganz vier Prozent der erwachsenen männlichen Bevölkerung, nämlich 290 000 Personen, eine entscheidende Macht bei den Wahlen einräume. Ungarn aber habe vor vier Jahren eine Wahlrefxm durchgeführt, welche trotz des Krieg«- zustandcS, während dessen die Aufstellung der Listen keine voll- koimnene sein konnte, eine Zusammenstellung von 1 800 000 Wäb- lern ergeben habe. Die vor vier Jahren geschaffene Wahlreform, sagte Tisza. bedeutet einen gewaltigen Schritt vor- wärts. Wir dürfen nicht Schlagworten zuliebe einem Terrorismus weichen, sondern müssen auf dem Wege einer nationalen Realpolitik bleiben, welche nicht sagt, daß die Wähler- zahl nie vermehrt werden darf, aber dagegen protestiert, daß unter dem TerroriSmuS von Schlagworten so radikale Veränderungen durchgeführt werden, daß sie die Lebenswurzel der ungarischen Nation angreifen. Tie Rede wurde von den Parteianhängern des Ministcrpräsi- denten mit großem Jubel aufgenommen. Sachlich wird»nan pon ihr eine wettere Verschärfung der innerpolftischen Lage Ungarns zu erwarten haben, denn die Worte TiszaS bedeuten— weit cmfcrnt von jeder-Nachgiebigkeit— in jedem Punkt eine HerauZfovdcrmig der Opposition und der Bolksstimmung. politische Ueberficht. Verschiebung der Reichstagsarbeiten. Der Hauptansschuß deS Reichstages sollte seine Arbeiten am 17. April wieder aufnehmen. Da jedoch an diesem und den folgenden Tagen der Militär- und der Marineetat nicht verbandelt werden können, so wird der HauptauSsäjuß erst am 24. April zusauimeutretcn. An diesem Tage wird auch das Plenum wieder zu- sammentretcn. Da jedoch der Hauptausschuß dem Plenum bis zu diesem Tage keinen BeratungSstoff liefern wird, so ist nur eine kurze gcsöiäftliche Sitzung in Aussicht gcnomiueu. Am Schlaffe dieser Sitzung beabsichtigt der Präsident, vorzu- schlagen, die nächste Sitzung erst am 2. Mai abzuhalten. Es ist außerordentlich bedauerlich, daß in dieser politisch so bewegten Zeit die Verhandlungen des Reichstags wieder hinaus geschoben werden sollen. Der Reichstag hat eine ganze Reihe wichtiger Fragen zu besprechen und zu erledigen. Neben der Erledigung des Etats steht u. a. die Debatte über die Ernährungsfragen noch aus. Vor allem ist es aber nötig, daß der zur Beratung der Vor- fassungsfragen eingesetzte Ausschutz seine Ar- betten bald nach dein 24. April ausnimmt. Diese Arbeiten drängen um so mehr, da bereits am 27. Mai Pfingsten ist, der Reichstag vor diesem Termin also in die Pjingstfcricn gehen wird.___ Zentrum und Wahlreform. Die„Kölnische Volkszeitung" versichert in einem Leitartikel ihres Berliner Vertreters(in Nr. 281), das Zentrum werde der preußischen Wahlrechtsreform»am ruhigsten entgegensehen". Es■ habe im Kampf um die Reform dieses Wahlrechts„etn gutes Gewissen und eine klare Vergangenheit". Von dem Antrage des Zenlrumöführcrs Windthorst ttn Jahre 1872 bis zur Wahlrechtsvorlage vom 4. Februar 1914 habe das Zentrum »bei den verschiedensten Gelegenheiten immer wieder" dem Wunsche nach dem gleichen Wahlrecht Ausdruck gegeben. Sehen wir zu wie weit diese selbstsicheren Behauptungen mit der geschichtlichen Wahrheit übereinstimmen. Obgleich es an Material aus früheren Jahren nicht mangelt, soll hier nur die Haltung des Zentrums bei den letzten Versuchen einer Wahlreform vor dem Kriege beleuchtet werben. Als im Jahre lL10 die Regierung ihre bekannte..Wahlreform" dem Landtage vorlegte, hat das Zentrum den Konservativen zu-- liebe die direkte Wahl preisgegeben. Der konservative Abgeordnete G c s ch e r hat im MErz 1910 in Huna ausgeplaudert, daß daS Zentrum den Konservativen, als die geheime Wahl gesichert er- schien, die Konzession angeboten habe, die indirekte Wähl in die Vorlage hmemzubringen, die, so sagte Gescher, den Krmserva- tiven wegen des iEnflusscs auf die Wahlmänner von großer Wich- tigkeit war. Im Juli 1911 hat dann das Zentrum den Konsorva- tiven durch eine geschickte Verteilung der Rollen ermöglicht, jede Wahlreform zu hintertreiben. Als im Mai 1912 der freisinnige Antrag auf Einführung des Reichstagswahlrechtes in Preußen im Abgeordneieuhause zur Debatte stand, ergab sich bei der nament- lichen Abstimmung statt der erwarteten Mehrheit für die geheime und direkte Wahl eine Mehrheit von dreißig Stimmen dagegen. weil sich vor der Abstimmung 33 Zentrumsabgeordnetr auS de« Saal entfernt hatten. So ist die»klare Vergangenheit" beschaffen, die daS Zentrum im„Kampf" um die Reform de? preußischen Wahlrechts nach der Versicherung der„Köln. VvlkSztg." aufweisen. Was wir über das „gute Gewissem" deS Zentrums in diesem Zusammenhange sagen möchten, müssen wir notgedrungen auf eine spätere Zeil verschieben. » ♦ » In welcher Weise das Zentrum auch jetzt wieder an der Wahl- reform„mitarbeiten" wird, davon gibt einen deutlichen Borge- schmack die„Germania". Sie schreibt im Anschluß an die von uns bereits wiedergegcbene konservative Erklärung in der»Kreuzztg."» die sich namentlich gegen eine preußische Verfassungsreform von Reichs wegen wendet, folgende Sätze: Tie Befürchtungen der„Kreuzztg." über eine Einmischung deS Reichstags kann man nach den Erfahrungen der letzten Wochen wohl verstehen. Wir glauben aber, daß die National- liberalen sich besinnen und der Linken bei. einem solchen Versuch nicht hilfreiche Hand leisten werden. Jedenfalls wird die Zen- trumspartei sich ebenso wie die Rechte jeder Kompetenzvrr- schiebung in dieser Richtung energisch widersetzen. Weiter heißt es, daß„für die preußische Wahlreform ledig- lich die preußische Regierung und der preußische Landtag zuständig sind". Damit erklärt sich das Zentrum in schärsster Weise gegen den Weg, der am ehesten die Einführung des gleichen und ge- Heimen Wahlrechts in Preußen erhoffen läßt. Wahlrechtsänderung in Hamburg. Der Hamburger Senat beantragt bei der Burgerschaft die Einsetzung einer Senats- und LnrgerschaftSkommiffion zur Beratung der Frage der Aufhebung des 1öQ6 zur Be�- kampfung der Sozialdemokratie geschaffeneu Klassenwahlrechts bei den allgemeinen Wahlen zur Bürgerschaft. Der Senat hält eine Unterscheidung der Bürger nach dem Einkommen angesichts der seit Kricgsbeginn gezeigten und betätigten Einigkeit der gesamten Bevölkcnuig nicht mehr für angängig.'_ Tic Demokratie marschiert auch in Oesterreich! Ter Wiener Bürgermeister Dr. Weiskirchyer bc- antwortete in der Gemeilideratsfitzung vom Freitag die Wicht- rechtsinterpcllation unserer Genossen: Mit der gespanntesten Aufmerksamkeit hat die Wiener Bevöl- kewung die letzten Lleußerungen des Ministers des Acußeven Grafen Czernin zur Kenntnis genommen, und mit aufrichtigem Danke dürfen wir feststellen, daß sich die Haltung unserer Regierung w der F r i cd e n s f r a g e volltommen im Einklang befindet mit den Wünschen und Hoffnungen der gesamten Be- völkerung. Ob Bürger oder Arbeiter, wir sind einig darin, unter Letztes zu geben für unsere Freiheit und unser Leben im geliebten Baterlande. Wir sind aber auch alle darin einig, daß unseren Feinden, sobald sie diese unanlaitbaren Rechte auch fiir uns und unser Land anerkennen, die Hand zum Frieden geboten werde. Ich habe es als meine Pflicht erachtet, dem Minister des Aeutzern für seine Kundgebung und seine Haltung in der Friedensftage im Namen der gesamten Wiener Bevölkerung zu danken. lieber die Erweiterung des Gcmettidewahlrechts unter Ettl- bcziehung der Frauen in daS aktive und passive Wahlrecht erklärte Bürgermeister Weiskirchner, es sei ein Gebot der Pflicht, allen, die im jetzigen Kriege ein solches Heldentum bewiesen hatten, eine» stärkeren Enffluß auf die städtische Benvaltnng einzuräumen. Er habe bereits den Magistrat beauftragt, dieser For» derunq der Billigkeit gerecht zu werden, wobei auch die Frage des Frauen Wahlrechts zu behandeln fei. Der Bürger- meister schlug die Bildung eines Ausschusses zur Neuordnung der �Gemeinde Verfassung und des Gsmeindcwahlrcchts vor. Lekte Nacknckten. Grostfurst Boris Wladimirowitfch verhaftet. Geuf, 14. Avris. Wie Havas aus Petersburg meldet, ist Grohfürst Äoeis Aladimirowitsch auf Bcfclil deS ObcrbcfeM- Habers General Alcxcjew im Gtotzcn Hauptquartier verhaftet und »ach Zarskojc Selo übrrsuhtt werden. CSin argentinisches Segelschiff gcsunkeu. Amsterdam, 14. April.l»,eld»ng für Graupen und Q a s e r f l 0 ck e 11 zusammen am Montag und Dienstag. Auf Abschnitt 14 1 Pfund KricgsmuS für 60 Pfennige. Auf Abschnitt 14 1 Pfund Rübensauertraul zum Preise von 20 Pfennige. Vor- aiunctdung für K r i e g s ui u S u ,1 d R ü b c n s a u e r k r a u t z u- sammen am Montag und Dienstag. Auf Abschnitt 21 der neuen LebenSmittelvezuäskarten, die Anfang der Woche ausgegeben werden: 50 Gramm Speiseöl für 2.— M. Voranmeldung Donnerstag und Freitag. An Schwangere vom sechsten Monat der Echivangerschaft ab je 0 Stück frische Eier gegen Borlag- der Bescheinigung eines Arzte» oder einer Hebamme. Bon Montag ab werden in de» Bürgerküchen für jedes Gericht wöchentlich 250 Gramm Rohfleifch verabfolgt, während die an der Speisung Teil- nehmenden daneben das verbilligte Fleisch auf Grund der K rerS- fleischkarte vom Fleischer entnehmen können. � In den letzten Wochen sind in einzelnen(tzroß-Berlincr Staut- gemeinden auf den Kopf der Bevölkerung mehr Eier verteilt wor- den, als der Gemeinde vom Kreise Teltow überwiesen worden sind. Auf eingelegte Beschwerde ist der Gemeinde von der Kreis« verivaltinig in sickere Aussicht gestellt worden, daß eine ent. sprechende Menge Eice in den nächsten Wochen nachgeliefert wer- den wird. Bris. Lebensrnittelvericilung. In der nächsten Woche gelangen in der Verkaufsstelle zur Abgabe: auf Abschnitt 47 Haferflocken (tt. Pfund je Person). Abschnitt 48:«crichiedene Waren(Muschel- fleisch in Dosen. Fischklöße. Klippfisch und Scholle in ASpik). Abschnitt 49: Sonderzuteilung.._,,... Eine Verteilung von ausländischem«�peck und diesen und zwar flir jede Person'/< Pfund, ferner Schinken, fe Perlon»/., Pfund. wird zum Ende der Woche vorgenommen. Nähere Bekanntmachung k>a ruber erfolgt im AuZhong in der LeböUZmiHelbsrlausZftelle Und im RalhauS."Tie angebotenen Lebensmittel sind in solchen Mengen vorhanden, dasz jeder das zugeteilte Luantnin erhallen kann. Die Abgabe der Waren erfolgt für die Leben-mitlelauSweife ?lr l— 800 oin Montag, Nr. 801—1000 om Dier.Slag. Nr. 1001 bis 2100 und Nachzügler der vorhergehenden Tage am Mittwoch, 2101—2900 am Donnerstag, 2901—3700 ani Freilag. 3701— Schills; und Nachzügler der vorhcrgcüendcn Tage am Sonnabend.— Durch die Kleinhändler iverden 5 Pfund Kartoffeln abgegeben. Mariendorf. ErHöhle Mietunterftühungeii, Tie Gemeinde« vsrtrelung von Mariendorf hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen, den als Bedingung für die Gewährung von MielbeibUscn von den Hauseigentümern verlangten Mictnachlatz von 25 Proz. auf 15 Proz. zu erinätzigen, so daß die Gemeinde jetzt Mietunter- stützungen bis zu 85 Proz. de-Z MietbetrageS gewähren kann. Den Vcamlcn. Lehrern und Lländigbefchäftigten der Gemeindeverwaltung wurde eine laufende KriegSteuerungSzulage nach dein Muster der Gemeinde Lichlerfelde bewilligt.— Als Ergänzung der bestehenden Lustbarkeilsstcuer wurde die Erhebung einer Steuer vom ZulassungS- preis für Lustbarkeiten»und sonstige Beranstaltungen in Form einer Billclisteuer beichlosicir. Die Steuer wird von einem Eintrittspreis von 50 Pf. ab erhoben und beträgt für jede Mark und jede an- gefangene Vz Mark 5 Pf. Wilmersdorf. Lebensmittelnachrichten. In dcr nächsten Woche gelangen zur Ausgabe: Lluf Abschmtt L der roten Bcziigslarte für Einzclperfoiir» Vi Pfund Sauerkohl, auf Abschnitt Vi' derselben Karle 50 Gnunnr Törrgcmüse, auf Abschnitt G 1 Piund Kriegs- nms, auf Abschiüit A dcr grünen BczugSkarto für Einzelpersonen (2. Ausgabe) 200 Gr. Hafergrütze, auf Abschnitt B 100 Gr. Gcrstcn- granpcn, auf Abschnitt Nr. 25 der grauen Haushaltungskarte ein Pfund Sirup. Demnächst gelangt für fcdcs Kind im Alter von über 0 bis zu 15 Iahren 1 Flascbe i?« Liters sterilisierter dänischer Vollmilch zum Preise von 1,25 M. gegen Voranmeldung zur Ab- gäbe. Tic Llnmeldcvordrucke iverden nach besonderer Ausgabe- ordnung in dcr Feit vom 18. bis 21. April durch die zuständigen Brotkommissioncu ausgehändigt. Tie Anmeldung ist in der Zeit vom 19. bis 23. April bei den Händlern zu bewirken. FricdrichShagen. LcbrnSmittclvcrtcilung. Die Gemeinde will für die Velniiiiderung der Brotration einen Ausgleich durch die Verfolgung mit andeicn Lebensmitteln schaffen. In den nächsten Wochen kommen angcr Kartoffeln»nd Kohlrüben, deren Lieferung sichergestellt ist, noch Granpen. Gries;, Sago. Sauerkraut, Brot- ausstrich und Heringe zur Verteilung. Die Gemeinde hat auch Vor- sorge zur Beschaffung von Saalkartoffeln getroffen; zirka «lOV Familien lvime» damit nnterslützl werden. Ferner ist die K r i c g z.k ü ch e ausgebaut und die Reparaturen bcciidel, so daß von morgen ab wieder Miltagesien verabreicht wird. Durch den EriveilcrungSbau kölineil täglich zirka 3000 Portionen mehr vei teilt werden. Hroß-Serliner parteinachrichten. Charlottciibiirg. Mitgliederversammlung DonnerS» tag, den 19. April, abends 8 Ilhr, im Volkshan?, Nosinenstr. 4, kleiner Saal. Tagesordnung: 1. Wahl von Delegierlen zur Kreis- GLmralöttiamvffltnz; 5. Lttaitlltg der StaiuiKisrtwärse. Außer diesen Punkten sind noch andere wichtige Angelegenheiten zu er- lcdigen. ES wird erwartet, daß die Mitglieder pünktlich und zahl- reich erscheinen, damit die Versammlung zur angegebenen Zeit eröffnet werden kann. Wilmersdorf. Sozialdemokratischer OrtSverein. Mittwoch, den 18. April, abends 8 Ilhr, Mitgliederversammlung bei Thomas. Durlachcr Slrape. Ecke Brnchsalcr Slrage. Tagesordnung: Statutenberatung und Wahl dcr Delegierten zur Krcis-Gcncral- versammltmg. Rcinickendors-West. Mittwoch, den 18. April, abends 8 Uhr: Zahlabend im Restaurant des Genoffen Schiller. Antonienstr. 10. Alle»BorwärtS'-Lescr sind eingeladen. Beiträge und Neuaufnahmen werden entgegengeiiommen vom Genossen Friedrich Rex. Wach- holderstr. 35, vorn 3 Tr.. und Genossen Schiller. Antonienstr. 10. KarlShorst. Dienstag, den 17. April, abends 8>/, Uhr, spricht Genosse Beer, dcr langjährige Londoner Korrespondent des „Vorwärts", über.England" im Lokal von Pofcr, Dönhoffstraße. iWitglicdcr und.VorwärtS"-Lcser werden gebeten, zahlreich zn er- scheinen. Köpcniif Sozialdemokratischer Verein. Mitgliedcr- versammlung Mittwoch, den 18. April, abends 8 Uhr, bei Stippe- kohl. Schöncrlinder Slr. 5. Tagesordnung: 1. Stclluiigiiahme zur KreiS-Generalbersammlung und Beratung der neuen Slatuten für Grotz-Berlin und den KrciS. 2. Wahl der Delegierten. 3. Partei- angclegenheitrn. AdlrrShof. DicnStag, den 17. April, abend? 8 Uhr. im Lokal von Feyerstein, Bismarckstraße 82, Lersaimnlung deS WablvcreinS. Tagesordnung: Wahl des Vorstandes. Wildau-KSnigS-Wustcrhauscn. Heute nachmittag 8 Uhr, im Lokale des Genossen Schumann, Wildau: Mitglieder- Versammlung. Genosse Bartels vom Partcivorstand spricht über.Weltkrieg und Sozialdemokratie". Alle Partei- genossen und.Vorwärts"«Leser, die ans dem Boden der Gesamt- Partei stehen, sind zu dieser Versammlung eingeladen. Nowawc?. Mittwoch, den 18. April, abends 8Vs Uhr, findet im Lokal von Singer, Priesterstraßc 31. die Miiglicdcrvcrsammlnng de» Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Statutenberatung für den Bezirk Groß-Berlin und den Kreis. 2. Stellungnahme zur KrciS- generalversammluiig und Wahl von Delegierlen. Gäste können durch Mitglieder eingeführt werden. Industrie und Handel. Ans dcm Berliner Wirtschaftsleben. Auf der Geiieralveriammliing der Großen Berliner Straßenbahn ivnrde in den beweglichsten Worten über die böi'e Presse geklagt, die eine Echöbimg des Siraßenbalnitarifs vor Ablauf btt BeriiM-sstStzio?? uft Jahre 1920 nach Krälicn berhindere Nur eilt! Tariferhöhung, die mner den 15.Pf..Tnrif überhaupt nicht heruntergehe, tonne die ivcitcrc LeiftungSsäbigleit des IlutcrnchmenS sichern. Ein Aktionär erklärte gor. daß die Erliöhung dcr Dividende aus den Friedensstand von 8f/, Pro,;, a b> o l u: n n-» rei ch end sei ijetzigc Dividende 4 Proz.). Tie Straßenbahn müßte vielmehr eine dem allgemein gestiegenen Zinsfuß cnlsprcchcnde Rente ab- werfen. Die Eniriistung ist so harmlos und naiv, daß man mit einem Lächeln über iie hinweggehen laup. Eharakleriniich für sie ist der feste Glaube, daß das Publikum berusci! sci. das Koniuukturristko eines ErwerbSuniernchmenS ans sich zn ncbmcn. Tie.Possische Zeitung", die ansonsten den Aktionären dcr Großen Berliner Straßenbahn recht Wohl ivill. findet die Naivität dieses Aktionär- radikoliSmuS diskreditierend pnd hält dem übereifrigen Draufgänger vor. daß er denen neues BcweiSmalcrial geliefert habe, die einen Widerstreit der Interessen für unvermeidlich kalten, solange sich ein so großes BerlcbrSmitcrnehmcn m de» Händen einer privaten Akticngesellschast befinde._ Ms aller Welt. schwere Munitionscistlosionen in den Bereinigten Ätna tc». Nach Melduilgen der.Times" wurden die Vereinigten Staaten om DieuSlag'durch eine Reihe Erplosioncn und Brände in MiinitionSfabrikcn beiingesiichl, von denen die Explosion in Eddystonc, dgS 15 Kilomcler von Philadelphia entrernt liegt, die schrecklichste war. In dcr Fabrik arbeiteten 6—0000 Personen. Die ncnen Hauptgebäude dcr Fabrik wurden vollständig in Asche gelegt. 98 Leiche», zuineist Mädchen inid Frauen, wurden nach dem Leichcnhause gebracht. Ungefähr' zn derselben Sinnde. als da« IIn- glück in Eddystonc siatlsand. brach ein großer Brand in MassachuscilS aus. Ter dort angciichlcle Schaden ist noch unbekannt. In Minneapolis sind zivei Getreidcelevatorcn vernichiet worden. oO OOO Bnihel Getreide, die in Eisenbahnlvagen verladen waren »nd die sich in dcr Nähe der Elevatoren befanden, sind mitvcr- bräunt._ Kampf mit Eiubrechcr». Sonnabend morgen ermiticlten, wie au! H a» n o v e r berichtet wird, Kriminalbcanile in einem Hanse in Li n de n zwei gelvcrbsmäßige Einbrecher, die bei ihren Ein- brüchcn in zahlreichen Fällen van der Schußwaffe Gebrauch gemacht und n. a. zwei Hofbesitzer aus der llnigegend schwer verletzt hatten. AlS die Beamten ciiiziiSringcn vei suchten, sanden sie die Tür von inncn und außen vcrschloffen. und schlugen»irl einem Beil die Tür ein. In diesem Augenblick sielen zahlreiche Schüsse, von denen dcr eine Beamte am rechten Arm verwundet ivnrde. Die Kriminal- beanitc» machicn nun ebenfalls von ihren Schußwaffen Gebrauch und verlegien die beiden Einbrecher lebensgefährlich. Wege» Erschics-enS deS Fähnrichs Förster hatte vor Ausbruch des Krieges das Militärgericht in Metz den Oberlciiliiant Tieg« vom 10. Feldarlillcrie-Negiment in Diedenbofen zu zehn Ja h r e n Zuchthaus und Eulscriiung an- dem Heere verurteilt. Auf die Verusimg deS Angeklagten kam die Sache Freitag und Sannabend vor dem OberkriegSgericht des Slcllver'.rcicndcii 2l. Armeekorps zur Verhandlung, das TicgS freisprach. 8. FEDER Norden: Brunnen- Strasse 1 Süden: Kottbuser Damm 103 Osten: Frankfurter Allee 350 Westen: Chirlothlbur?. empfiehlt»». gegen 0 3 B* und auf C\ T G CS 8 t zu annehmbaren Bedingungen Frflmahrs• Neahellen Jackenkleider, Mantelkleider Seidenkleider, SeidenkostU ne FrUhJahrs-Mänte! Kleifler-Röcke Elegante Blusen tu Seid«, Volle u. Chiffon (Jummi-u Imprägnierte Seiden-Mäntel fertigo Herren-Klelilung fiursclien-a. Jünglings' Awiüge= Oute Verarbeitung. Wie gute Seife' ilt mein bcguIachlclcS und viel� erprobtes ist niem bcgulachlclcS und viel erprobtes Talmiak-Wasch-». Reimgungsmittel Schäumt tadellos, siir Wäsche und Gebranch das beste > Ohne Karte— Garantiert unschädlläi I lo-Psund-eliner N!?. �5.80 > L er s e» d c t g e g e n N a ch n° h ur e oder«im ft vorherige Einsendmig WH* O« OU L. Kuschlcwski, Berlin N, Stargarder Straße Mg!Ellll»S5WWlk de» El>ldi»k»il!I!elle»!! MäM ' r- r .... V'-Vj-v> Berlin C Wallftr. 13 Eine Million 200000 Stück WST Zigarren"M! hauptsHrhllch Hamburger Fabrikate von II. 08.— bl» JI. 300.— per 10U0 Stück in'/i, und V« l'aokungan. Alle« bessere ttzuall täten. Preislist steh, zu Pienstea. Master nur in Onginalklaten ab Hamburg geg. Naohnahme oder Voreinsendung. John Heinr. Hauschildt& Co. /.igarrongroiihiiadlung, Hamburg I, 1872L* inen Speziolfirmat OareUaanhau» Bernhard Schwrt» Westmcnn's TriuermBSazIn Größte AostraliL BUligats Preise. t. Mehren»»«»« 37a (Kolontudeu) II.«r. Frankfurter Str. IIS (nahe Andreas! tr.) Aitwihl(«iiüung«n toftn. Ami Z er Trum 7890. 8«antag 12—2 Uhr gtlRntL VF er eerristezes Schuhwerk, Godtirre, Ltder, Zdutoffe, Fahrradraäntcl, Filz nv. sclbtt I ausbessern vi», vervendti vor« zOglidi die liäliahIaSt«pperinp.E.e.i Solide beste Konstmfaian. Kikt Steppstidi vi« MasAiac. Lddit ra haadhaben. Garantie für Braudibarkeit. Viele Anerkennungen. Preis MI». 2.5« mit Nadelsortierunjf und Leinen« svirn, verparkr und postfrei. la Loderhandlungen kauflleli oder direkt durch Joh. Zucker Stuttgart- Botnang. in der Gartenstadt Falkenhagen-West Gartenboden 1J8L znm Kartoffolbau und Obst- anlagon, aueb Waldgrund- otücfce. d trollt am Babnli"i Seagelejd bsgirmend. 20 Minuten»b Oharlottenbarg und Jungfernhejde, die iue;ston Straßen gepflastert, nilt Gas und Wasserleitung. Qü.-Rute v.M. 15.- aufwärts! Günstigste Zalilungsbedingungsr. j Auskunft; a. Babiibof Seegefeld und bei Süesehalkc A XUmcIio, Berlin Ä'O.,| A'euo Honig, str. 10. Speziatarzt Dr. med. Wockenfaß. Friedrichstr. 126(Oramenb, Tor), für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden— Ehrlich-Hata-Kur(Dauer 10 Tage), Blutuntereuchung. Schnelle, sichere schmerelose Heilung ohne Berufs- SlöjlCbJ Störung. Teilzahlung. Sprechstunden: 11—1 und 0— 8 P »fetsit Nt et«'Aelt zitr<»> lin-kniig: des. Eigenheimes Guter Gartonboden tu Gemüsebau und Obstanlagen, Billigste Kaufgelcgcnheit sebünstor Gartongrunas tücke in- libL Biesdorf Station der Stadtbahn □ Kute S5 M. an KaulsdorS am Bahnhof heginnend □ Hute 13 M. an KaulsdorlcSüd Station Sadowa HHuto 15 Jf. an Petershagen Bahnhof Fredersdorf HB Ute 1« M. an. Ausk.an den obigenBahnhofen u.b. A'ieüchalki! A. Xltvebo Berlin NO 43, Neue Künigstr. 16 TrotJi sind meine Läger: Teppiche, Mobelstoifc, Gardinen, Liuferstoffc, Tisch- u. Diwandecken usw. noch reich sortiert!! Viele dieser Artikel zu alten Preisen!! Teppich-S M-limt Emil Lefevre Berlin-Süll. Seit 1882 mrWM.U Mein allbekanntes Haus hat keinerlei Beziehung zu ähnlich lautender Firma!!• Zcll,il«id- Film- und Hartgummi-Adsällc liintt Q r d o»' r r. Georgcnkirch. stralie 50. beim Alexailderplax,'J-l-J. 3-6 Uhr. Kostiime wasserdichte Mäntel, Röcke, Wintermäntel, neueste Formen, beste Sloste, gibt an Private Dameinnäiitrliabrtk Ilklaki, Krausenilrasic 30, Tönhofsplab. l803ll,- Soiinlag von 12— r! geössiiet. .c«.0.. Ii:--—; Für Schuhmacher m Gcfttanr.tn Flocke Geklebt), gemischt, in allen Großen. P'd. 5 M J Grünte Kulanz. .!>> ich illiljJit'jJil C if/1 IUI .isuvÄ aisdfl liisiS. Ua«»® siatfif z.T Deutsch. Metallarbeiter-VeM Ortsverwaltung Berlin. Ii Dem Andenken unserer im 5?elde gefallenen und verstorbenen Kollegen gewidmet. Ktanin, ASberi, Arbeiter, geb. 1J. 9. 71, HeinrichSwalbe. Gaiz, Paul, Schleifer, acD. 18. 5. 87,>schüncberg. Haar, Julius, Arbeit», Ccß."1. 11. 71, Hauiönrg. KardoSski, Hans, Mech-u»», gcö. 17. 1. 97, Berlin. Lindenbery, Richard, GSrtler, goß. 9. 3. 75, Berlar. Maser, Wilhelm, R-hrleg», gcS. 30. 3. 76, Posen. Neumann, Otto, Arbeit», qcD. 24. 1. 92, Berlin. Pankalla, Paul, Schleif», geb. 8. 4, 95, Neukölln. Schmitke, Erich, Arbeiter, geb. 20. 1, 9-1, Lichtenberg. Sitte, Robert, Schl-ff», geb. 9. 6. 77, Berlin. Ehre ihrem Andenken! i"S/io Die Ortsverttaltnng. r Ae',irksverwaltu»q Groh-Berlin. f ■4/7 Folgende Kollege« sind im Felde gefalle«: Albert Qabel, Troschkeuchanffesr. Wilhelm Gürnke, Industriearbeiter. Hermann Herzog, Industriearbeiter. Arnold Kindt, Industriearbeiter. Otto Klapp, GeschäftSdieu». Robert Kopischke, Industriearbeiter. August Kühl, GeschäftSdieu». Paul Kumritz, GeschäftSdieu». August Mücke, GerSstbau». Karl Mündt, Lagerarbeiter. Walter Rapsch, Gefchsftsdien». Fritz Tesche, s-schsftsdie»»! Emst Vettin, Industriearbeiter. Paul M ilke, Kohlcuarbeit». Otto Zitranski, Lagerarbeit». Ehre ihrem Andenke»! Vtv neRlrksIettmax. wm Gilt tragisches Geschick entriß am Montagabend auZ unseren Reihen den Kollegen August ECrohmann im Mer hon 63 Lahren. Sein Opfermut und feine Pflichttreue werden uns allen ein leuchtendes Beisbiel bleiben. Gr ruhe in Frieden! WQrlcsintt-IiolttrnNNainnilieal«»!» «los UeHtsclicu Holznrbeitcr-Vcrb. Tie Einäscherung findet am Donnerstag, den 13.?ldril. nachm. ö Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. 2181b likuizciies kteiäMrtkdäülj j Verwaltungsstelle Berlin. Ten Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Heiser Otto Pobi Koltbnser Str. 47 [am 12. April gestorben ist. Ehre seinem Andenken l Tie Beerdigung findet am I Montag, den 16. April, nach- l mittags 3' Uhr, von der Leichen- I halle des' Thomas- KirchhoseS, f Hermannstraße, auS statt. Rege Beteiiigimg erwartet st 73,'! 1 Die Crtsvernialitinrj. Sozialöenißkpailsclier Verein iiir Berlin Y. | Den Parteigenossen zur Nach. � richt. daß unier Mitglied tMexmund Feist Lßastcatitr. 20, am S. April im sLazarett Hasenheide gestorben ist. Die Beerdigung findet am I Montag, den 16. d. MtS., vor» | mittags 11 Uhr, aus dem jüdischen l Friedhof in Weißensee(Neue 1 Halle) statt. 223/2 Der Borftaud. Verhanl!U.Bemeinüe-n.!)iaal5ar!i. Filiale Ciroß-lierlin. Ten Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode deS Kollegen Karl Paulisch vom Lichtenberger Gaswerk. Beerdigung heute Sonntag, den 15. April, nachm. 3'/, Uhr, von der Leichenhalle des Ge- meinde-FriedhoseS in Boxhagen- Rummelsburg, Lückstraße,"aus. Ehre feinem Zliidenken l Um rege Beteiligung bei der Bestattung des Kollegen ersucht 36/3 Die Ortsverwaltung. Am 12. April verschied meine liebe Frau, unsere gute Mutler Herta Schröder im Alter vo» 37 Jahren. Dies zeigen tiesbetrübt an Uasiav SchrödeiT mid Kinder, 99A /tcklersliet, Hoffmannstraße 16. Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 15. April, nach- mittags ich', Ubr, von der Leichen- halle des Adlershoser Friedhofes aus statll Ben&her TranspoptariiEiter-VErliani!, Bezirksverwaltung GroB-Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Hauö- diener fM Hoppenheit am 9. April im Alter von 45 Vahren verstorben in. Ehre seinem Andenke« l Die Beerdigung findet ant Montag, den 16. April, nach- mittags 4'/. Uhr, von der Leichen- balle des Georgen-Kirchhofes in Weißensee, Nölckestraße, aus statll Die Bezirksverwaltung. Allen Freunden und Partei- genossen die traurige Nachricht, daß unser herzensguter Vater. Schwiegervater und Bruder, der Maurer Hermami Lehmann nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 50 Jahren an Lungeueiitzündnng im Kreis- Krankenhause in Britz ver- storben ist. Dies zeigen tiesbetrübt an Artur Lehmann als Sohn. Frau Lehmann geb. Kissing als Schwiegertochter. Ctta Lehmann als Sohn, z. Z. im Felde. Die Beerdigung findet am Mittwoch. den 18. April, nach- mitlags 4 Ubr. von der Leichen- Halle des Friedhofes, in der Friedenstraße in Mariendors aus statt. lOOA Allen Freunden, Bellnmten und Kollegen hiermit die traurige Nachricht, daß unser lieber, guter Vater, Schwieger- und Großvater, der Tischler 7A August Kruhmann kurZ vor seinem 63. Geburtstage am 9. d. M. gestorben ist. Um stilles Beileid bitten Albert Krohmann. Agnes Krohmann geb. StöBling. Richard Krohmann, z. Z. im Felde. Margarete Krohmann geb. lerratsoti. rrit? Krohmann. frida Krohmann geb. Beuricli, nebst Eukelkinbeen. Die Einäscherung findet am Donnerstag, den 19. April, nachmittags um 5 Ubr. im städtischen Krematorium, Gerichtslraße, statt. Kranzspende» verbeten. Am 12. April verstarb im Kreis- kranienhaus Britz unter lang- jähriger Kollege, das Vorstands- Mitglied, Herr «ermann Lehmann im 60. Lebensjahre. Sein ruhiges, schlichte? Wesen und seine aus reiche Erfahrungen gestützte praktische Mitarbeit sichern ibm ein dauerndes ehrendes An- denken. Der Borstand der Allgem. Orts-Krankenkasse für Berlin-Mariendorf«. Nmg. Die Beerdigung findet Witt- Ivoch, 18. April, nachmittags 4 Ubr, aus dem Kirchhos der Gemeinde Berlin-Mariendorf, Friedenstraße, statll 275/15 Am 12. April verstarb im Kreis- krnn.'eiihaus Britz miser Vorstands- Mitglied, Herr »ermann Lehmann im 60. Lebensjahre. Der Verstorbene war un? stets ein woh. wollender und humaner Vorgesetzter, dem wir ein dauerndes. ehrendes Andenken bewahren werden. Das Personal der Allgem. Orts- Krankenkasse für Bcrlin-Maricndorj u. Nmg. Die Beerdigung findet Mitt- woch. 18. April, nachmittags 4 Ubr, aus dem Kirchbos der Gemeinde Beriin-Mariendors, Friedenstraße. statll 275/16 AMctmit zur Nachricht, daß unser ! lieber Vater, Großvater und Schwiegervater, mein Mann Otto Bcckci' (Engelhardt) am Freitag. 13. April, an Schlag- | anfall gestorben ist. 2192b Frau Hvekei?. Die Beeidigung findet am I Dienstag, 17. April. 4 Uhr, auf dem EiiaSsriedhos, Nordend, statll Nach langer Ungewißheit die traurige Nachricht, daß unser einziger lieber Sohn an seiner sibweren Verwundung in einem Gefangenenlager am 14. Juli 1916 gestorben isll Die trauernde» Ellern lZuLla? Nonlag».Frau, Fennstr. 46. 41A Allen Kollegen, Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein lieber, herzensguter Mann, der Mechaniker Willi Schreiher Wollmer Str. 3, nach langem, schwerem Leide» sanst ent- schlafen ist. Dies zeigt mit der Bitte uu> stille Teilnähme an die trauernde Witwe. Die Beerdigung findet am Mitt. woch, nachmittags l'l, Uhr, von der Leichenhalle des'Slädtifchen Gemeinde- Friedhofes in Buch aus statll 2186b Volhs-Chor Tempelhof-Mariendorf, Als zweites Opfer dieses Weltkrieges siel am 2. April d. I. unser langjähriges Mitglied Emil Maus. Stumm schläft der Sänger. 2163b Der Borstand. [ Am 12. April 1917 verstarb nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, der Böttchermeister Georg Hanvich. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Wllhelmiiie Barwlch, geb. Elvert, und Kinder. Die Beerdigung findet am Montag, den 16. April, nachm. 6 Ubr, von der Leichenhalle des Sophien- Kirchhofs, Bergstraße, aus statll 2187b Zlllgemeine Ortskrankenkafse der»ladt Berlin-Schöneberg. Am Donnerstag, den SN. Zlpril 1917. abends 8 Uhr. findet im Neuen Rathaus, Haupteingang eine Treppe, Zimmer 142, eine ordentliche Ausschuß- Sitzung statt. Tagesordnung: 1. Kenntnisnahme von der Wahl des Herrn Kruiow als Vorsitzenden. 2. Verlesung des Protokolls der letzten Ausschuß-Sitzung. 3. Jahresbericht sür 1316 und Ab- nähme der Jahresrechnung. 4. Beschlußfassung über Erhöhung der Leistungen sür die Hausgewerbetreibenden zur Gleichstellung mit den gewerblichen Mitgliedern. 5. Bewilligung einer TeuerungSzu- Inge zum Kranlengeld lür alle Mitglieder. 6. Genehmigung der Enifchädigung für die Ausschuß-Mitgiicder. 7. Genehmigung der plnftellungsver- träge von Zahnärzten. 8. Kasjenangelegenheiten. Die Zlusschuß-Sitzung ist nicht öfienUich. 275/14 D» Bork and. F. Kruiow, Artur Schuld!, Vorfitzender. Schriftsührer. Allgemeine OrtMkranken- Uasse Berlin- ISriodcnuu, Rhemstr. 9. Einladung zur ordentliche» Ausschutz-Sitzung am Freitag, den 37. April 1917, abends 8'/. Uhr, im Sitzungszimmer der Kasse, Rheinstr. 9. vorn 1 Treppe. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Abnahme der Jahresrechmmg für das Jahr 1916. 3. Bericht der Revisorr». 4. Satzungsänderung des ss 77, wo- »ach den Ausschutzmttgliedern sür Teilnahme an den Ausschuß- sitzungen eine Entschädigung von 3 M. gewährt werden. 3. Verschiedenes. 275/11 Berlin-Friedenau, den 11. April 1917. Bauer,_ Ullrich. 1. Vorsitzender. Schristsübrer. Ortskrallktukaffe für das MaurrrgkuirrbenlStrlin, C 25, Hankc Strafic 4. Einladung zu der am Freitag, den:i7. April 1917, abends 8 Ubr, im Restaurant„Hindfnburg«, Berlin C 25, Haukestr. 4, stattfindenden Ordentlichen Schneider und Sehneiderinnen AtMinii! Heereslieferungen!**»9' Mittwoch, den 18. April, abends 8 Uhr, findet im Gcwcrk- schaftshauS, Engelufer IS, eine Versammlung aller mit Militärarbeiten lieslhöstigtrn Ardeiter und Arbriterinnen statt. 165/7 Tagesordnung: Die Emgaben des Verbandes an die Bekleidungsämter wegen Lohn- erhöhung und die Stellungnahme derselbe» hierzu. Neserent: Kollege Kunze. Zahlreichen Besuch erwartet Gewerkverei» Berband der Schneider. der Schneiderinnen und Wasche- Schneider und Schneiderinnen. arbciter Teutschlands. Der Borstand. Die Qrtsverwaltung. Zentralverbanil Schuiimaclier Deutschlands Zahlstelle Berlin. Bureau: Engeluler 14,15.' Part.— Tel.: Amt Moritzplatz Nr. 8430. Geöffnet: Vorm. v. 10—12, Nachm. v. 4—7 Ubr. Dienstagnachm. geschloffen. Montag, den 10. April, abends S'/z Uhr, bei Wilkc, Sebastianstraste 30: ßranchcn-Versammlung der Schotzarbeiter. Tagesordnung: 1. Die Stellungnahme des ArbeitgeberoerbandeZ zu unserer Forde« rung aus Erhöhung der Teuerungszulage aus 50 Proz. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 170/3 Die OrtSverwaltnnq. MM M Ziürer Mr Zahlstelle Berlin ur�d Umgegend. Montag, den 16. April, abends Ubr. im Gewcrkschaftshaus, Engel- Ufer 1.°»: Allgem. Mitgliedtt-ziechiitiiilllns. Tagesordnung: Unsere Lohn- und Arbeitsperhällnisse sowie die schwebenden Lerhandlnngeu mit dem Verband der Baugeschäfte zwecks Gewährung einer neuen tariflichen Teuerungszulage. Referent: Kamerad W. Witt. 255/13 Zahlreichen Besuch erwartet ve? Vorstand. Bekanntmachung. Am Dienstag, den«M. April 1917, abends 7 Uhr, findet im „Prälaten", Dircksenstrastc, Gcwcrbezimmcr, die statutenmäßige ZleWllljl des CtWftil-Aiisslljüssks statt. � � Wahlberechtigt find die bei eüicin Jnnungsmitgliede betchailigien voll- fahrigen Gehilfen, welche sich im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte bc- finde». Wählbar ist jeder wablberechngte Gebllse, welcher zum Amte eines Schöffen sähig isll Legitimation: BeschenüGung des Jnnungssuhrherrn. ' iv OT■-?l. IRdhnle. Obermeister.£91 291/2 ARBEITER-VORLESUNGEN der HDMBODLBT-ÄKABEMIE FREIE HOCHSCHULE Beginn der Vorlesungen: 21— 27, Aprü. „Bedcntnns niul Kotwcndljekelt der deutschen Kolonien"—„Nie Meister der Koiuuntik"—.. 14 lein hau» biedlunsen-"— ,.Die Verarbeltnns vlcs Jli«eiis~— „Erzlehunssf ragen"—„Irgeschlchle der Jlrde-'. rührungen an den Sonntagen: Drei FOhruncen durch das Kunstgewerbemuseum am 22. 29. April nod 6. Mai, 10 Uhr.— Drei Führungen durch das Museum für Meereskunde am 13,, 20. Mai nnd 3. Juni, 10 Uhr.— Drei Führungen durch das Kaiser-Friedrich-Museum am 10., 17., 24. Juni, 10 Uhr. Hürgebühr beträgt 1 Mark tiir eine Vorlosung und je drei Führungen. SisstiseSaitlie ttrte""*" 1 phP�täftPIl' in dcr 9' Michtfortbildunffschulo. N Friedrivhütr. 126, LCiilüllUlul. U vV emmoister.slr. 16/17. Sophien-Lycouni, Gculo�isehe Landcbaiibtalt, X iBvalidonstr. 4-1. 19001� IßrlesuDgsYerzeiclinisse m\ Börerkarten: Konsumgenossenschaft, der Neuen freien Volksbühne, dc'n\ enrauenbleuten des Eisenbahnvcrcins, den Jlil'-lieilcrn dos Hörerant, ehnssos: Hauptbureau C 2. Neue Friedrichstr.'53-56. II. 10-12. 1-5; Centrum 4690. der Lerlretcr der Arbeitgeber nnd Kasscumitglicder. Tagesordnung: 1. Vorlegmig dco Jicchmuigsab;chIuffcS für das GcjchäjtsjaHr 1916. 2. Bericht des RechnungSausschusses über die Prüfung der Jahres- rcchnung 1916 und der Prüfung über die Grundstücks- unb Baukosten des Hauses Haukestr. 4 so- wie Veschlußiassuug über die Abnahme der Necknuiigslegungeiu 3. Bericht über die Eiusübrung von Mehrleistungen bei der Kasse. 4. Bericht und Beschlußsassuug über die den Beamten und Angestellte» der Kasse gewährten Teuernngs- zulagen. 5. Verschiedene Mittellungcn. Bert in, den 15. April 1317. Ter Borstand 212Sb der Ortskrankenkafic kür das Zliaurcrgewerbe zu Berlin« A. Daehne, R. Freund, Porfitzcnder. Echrijtjützrer. iDnungs-Krankenkasse der Tischler- Innung. Ordentliche-W» Aussihiili-Mliug der Lertrctcr d.Äaffcnmitgliedcr nnd der Jnnungsmitglteder am Tonnerstag. ocn tili. April 1917. abends 8 Uhr. im Gcwerk- fchastshause, Engeluser Ij. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes... Ab- nähme der Jahresrechnung pro 1916 und Bericht der Nevisorcn. Ver- schicdcues/.. Der Vorstand. Ctto Gronau. Vorsitzender. J. Baer, BateffXJiSr,,,. Herren- und Knaben- Moden, Berufskleidung. Linse gnungs-Anzüge, Joppen. Gr. Stofflager eleg. MaBanfertigung. B iiiigste, feste Preise. HÖSEL jjj erstklassiger AusJ iihrung zu allerbilligston Preisen liefert unmittelbar ab bar brikgebäudo an Private Möbel-Groll-Ijagcr Berl. Tischler- uTapczierermstr. Albert Gleiser G.m.b.H., BERLIN C. 33, Hlexanderstr. 42 Alexander platz Umf angrej ehs* es I.ager von über500Kiurirhtungon. Be- Bii htigung lolincnd nnd er- wünsent. Keichh altigste Answahl bis zum Auserlesensten. Preisverzeichnis mit Abbildung umsonst. Bahnlreie Lieferung durch ganz Deutschland. Uuiversal-Briefsteller 3,50 Marl Buchhandlung Vorwärts, Linde«« Kratze S(Laden). Nr. 102> 34. Jahrgang 2. Seilage öes Vorwärts Sonntag, 15. Dpril 1017 Parteinachrichten. Au« drr Spaltuugspartci. Ücbcr die in Gott!« nrugcflründcic„Unobdängige" Partei werben noch folgende Cnnzelhciten Brfaiuu: Ter Zentrallcilung gehören«in Haas e und Lcdedour als Vorsitzende; D i t t m a n n und Frau Z ich als Sekretäre; Hafer. Wengcls und L au- kant als Veisi�er. Uut-er den sicl'-en BorstandSmitgticdern be- finden sich also rlcr Reichstags- bzw. preußische LandtägSabgeord- ncte. fHaafe, LetLwur, Dittnmnu, Hörer); diese. Feststellung ist intaressanr, Werl die neue Partei angeblich das..Ucbcrwuchcrn des Einflufles der Abgeordneten" ScZämpst. In den Beirat wurden enchandt: Sepp Oerter- Braun schweig. D'ittman n-Ham- bürg. He n/k c-Bremen, T i tz m a n n- Frankfurt, E r ü tz-'Remscheid. Banfe-Halle, Schnellbacher- Hanau. Tic Tagung bar ferner noch besondere„Organisationslirnen" beschlossen, in denen über die Stellung der neuen Partei folgendes gesagt wird: Sie stellt in grundsätzlicher Opposition zum berr- scheitden Regierungss Y ste m, zur KriegSpöliiik der Reicksregierung und zu der vom Parteivorstaüd im Äegieruugsfahrwässer geführten Politik der nominellen Partei. Zur llnrerscheidnng von dieser Partei führt die Organisation der Opposition den Namen„llnab- häitgige Sozialdemokratische Partei Teutschlands". Programm und Organisation der Partei sind nach den im Kriege neu, gewonnenen Erkenntnissen auszugestalten, was in vollem Umfange erst möglich ist, wenn die im Heeresdienst stehen- den Parteigenossen zurückgekehrt und die Grundlagen einer freien Aussprache wieder, hergestellt lind. Mehr als diese sehr dehnbaren Sätze würde freilich die Frage interessieren, welche Stellung die neugeschaffene Partei zur Frage der Landesverteidigung einnimint. Bis zur Gothaer Tagung standen sich hier die Ansichten der„Arbeitsgemeinschaft" und der Gruppe„Internatior-ale", aber auch die Ansichten innerhalb der Arbeitsgennnnfchaft schroff gegenüber. Tie einen lehnen jede Landesverteidigung prinzipiell ob, die andern besahen sie Prinz:- piell, leugnen nur den Charakter des jetzigen Krieges als einen Verteidigungskrieg, die dritten(wie z. B. Lcdebour) machen die Laitdesverieidigung von der miltärischen Lage abdängrg und wollen sie beginnen, wenn die Rüssen an der Oder und die Franzosen am Rhein stehen. Ist hierüber in Gotha eine Einigung erzielt worden oder will man zur Landesverteidigung auch erst Stellung nehmen, wenn d e r fX r i e g vorbei ist? Tie Grundlinien der Organisation sind wesentlich dein sozial- demokratischen Organisalionsstatu: nachgebildet. Von Interesse ist u. a., datz der Zeirrralleitung oder ihren Mitgliedern nicht gestattet ist. in irgeirdeiner Form Eigentumsrechte an den geschaft- lichcn Unternehmungen der Partei, insbesondere den Parteizeitungen »der Druckereien zu erwerben. Ferner haben besoldete Mitglieder des Aktionskonnitees nur beratende Stimme. Für wichtige Eni- scheidungen, die die Haltung der Partei für längere Zeit festlegen, werden Urabstimmungen der Mitglieder vorgesehen,„vorausgesetzt, datz die technischen Möglichkeiten dazu vorhanden sind". Zusammenschlus! am Nicderrbein. Im Wahlkreise Tiissel- dors'Stadt und Land haben sich jetzt, nachdem die bisherige Wahl kreieorgantsafton durch den Anschlutz an die Organisation der Opposition aus der sozialdentokratischen Partei ausgeschieden war, die zur Gesamtpartei haltenden Genossinnen und Genossen auf dem Boden der Parteiorganisation als Sozialdemokratischer Verein für den Wahlkreis Tüsseldorf(Mitglied der sozialdenw- tratischen Partei Teutschlands) zusammengeschlossen. Kmgswgimg öer üeutfihen)ugenö- gerichtshilfen. Ter driiie Tag brachte eine sehr lebbaste Ausspräche über die Referate zur Frage.„A r b c i t s b e s ch a s f u n g s ü r st ras- fällige Jugendliche". In ibr wurden die Schwierigkeiten erörtert, die sich dieser Aufgabe eingegenstellen. Gewerischaftssekretär R u d. W i s s e l l- Berlin wies darauf hin, datz nicht alles, was nach juristischen Begriffen als Tiebstahl' angesehen wird, unlauter beabsichtigt ist. In dem streng juristischen; Sinn bade gewiss jeder schon mal einen„Tiebstahl" von der Art! begangen, wie er z. B. dem bastelnden Lehrling bei unerlaubter Mäterialenknabme zur. Last gelegt wird. Bei der Beurteilung solcher Fälle müsse mau eben individualisieren. Zur Arbeitsbeschaffung für bestrafte Jugendliche genüge nirfit die Ausnutzung privater Beziehungen, sondern nötig sei planvolle Juan- spruch nähme der Arbeitsnachweise, mit denen die deutsche Zentrale für Jugendfürsorge in engste Verbindung treten müsse. So werde es besser gelingen, sozial gefilmte Arbeitgeber zu ermitteln, die bereit sind, bestrafte Jugendliche einzustellen. Herr B i r z er- Nürnberg empfahl Verpflanzung von Jugendlichen nach ausser lialb, die oft Gesundung bringe. Frl. K l a u s n er- Berlin! und Assessor Ga n tz- Frankfurt a. M. rieten, bestrafte Jugend- liche bei der Arvertsiiachweisinig nicht von unbestraften zu trennen, damit sie nicht in eine Ausiräymestellung geraten. Direktor Polligkeit- Frankfurt a. M. hob die Mitarbeit der Ge. werkschaften hervor, die als wertvolle Bundesgenossen zu schätzen seien. Er forderte, datz fiir die Jugendlichen in der Rege- lung ihrer Arbeitsverhältnisse neben den wirtschaftlichen auch die ! e r z i e h l i ch e n Momente berücksichtigt werden. Fräulein � S t r ä t c r Münster vcrmitzt Machtmittel der Schutzauff'iebt gegen-! über Iugndlichen, die eine nachgewiesene Arbeit nicht annehmen. � Schwierigkeiten der Arbeitsbeschaffung für Bestrafte siebt Professor ! Göns er- Berlin weniger in dem Vorurteil der Arbeitgeber als ! in dem ablehnenden Verhalten der Arbeits-! J k o l I c g e n, bei denen eruch das Geheimnis der Beftraftheit Iveniger! als bei dem Arbeitgeber gesichert sei. Stadtpfarrer Wüterich-' Stuttgart und Frl. v. d..L e Y e n-Berlin halten die Androhung der Strafausschubseniziehung für ein wirksames Mittel gegen Ver- i Weigerung der Arbeitsannahme. Dem Professor Gonser erwiderte ! Gelucrkschaftssekvetär W i ss e II- Berlin, datz ablehnendes Ver- halten der Arbeitskollege» gegenüber Bestraften keineswegs die Regel ist. Am meisten werde die Stellung der Bestraften durch . die Polizei gefährdet. Pros. Dr. v. D ü h r i n g, Leiter der Er- zichungsanstalt Steinmühle bei Frankfurt a. M., meint, datz alle Kreise zunächst sozial umlernen müssen. Das tue vor allem auch den Behörden not, die in ihrem Mitztrauen gegen Be- strafte noch viel weiter als private Arbeitgeber gehen. Es folgte eine Besprechung der Erlasse gegen die Ju g en d v c r w a h r l o s u n g, der von stellvertretenden Generalkommandos und auch von Zivilbebördeu getroffenen Anordnungen über den Sparzwang, gegen die Schundliteratur, gegen den Kino- besuch usw. Tie Referate von Landesrat Schellmann- Kassel, Tiözesanpräses O P f e r g e l t- Köln, B i r z e r- Nürnberg, Mach- stratsvat S äi ö n b c r n e r- Berlin behandelten die Frage der Wirkung der Erlasse und ihrer Uebcrsührung in die Friede nszeit.©chcllmann hob unter anderem hervor, datz Verleger von Schundliteratur jetzt ihrer Ware ein vaterländi- sches Mäntclchen umhängen. Datz der Erfolg des SparzwongeS erheblich fei, bezweifelt er. Opfergelt beklagte die Kluft zwischen der Welt der Verordnungen und Akten und der Welt der Praxi«, die sich nicht um einander tiimmern, so datz eine gesunde Durch- sührung der Erlasse nickt möglich sei. Birzer hält die gemachten Erfahrungen nicht für ungünstig. Eine Uebernayme in die Frie- denszeit würden diese drei Referenten nur mit Einschränkungen empfehlen. DaS Referat von Schönberne r schilderte die Durchführung de« p a r z iv a n g c s in B e r l i n. Schön- benier zeigte sich als Bewunderer und Befürweirter des Spar- Zwanges, dessen Erfolge er rühmte. Im Laufe des ersten Jahres bis zum 1. April 1S17 sei die Zahl der Zwangssparer ans 03000 gestiegen, deren Konto nach Abzug der. inzwischen wieder frei- gegebenen und zurückgezahlten 1 020 000 M. sich auf 2 506 000 M. beläuft. Er empfiehlt lieber nähme in die Friedens- zeit, sieht aber ein, datz sie gegen den Willen der Ar- bei ter schafft nicht möglich. ist. Den-Abzug will er gegenüber der jetzigen Höhe einfchrünkev, dafür fordert er aber Aus- dehnung des Sparzivanges bis auf das 21. Lebensjahr. Ter Korreferent Landesrat H a r t in a mn-�Hannover hält bei lieber- nähme der Erlasse gegen Iugendvcrwahrloiung in die Friedens- zeit die Beseitigung aller Bestimmungen für nötig, die nur dec Ausnahmezustand der Kriegszeit veranlasst habe. Man solle nickt Strafandrohungen gegen Jugendliche häufen, bei Erziehttngsauf- gaben brauche mau Freiwilligkeit. Auch der Sparzwang sei zu beseitigen. In der Aussprache wurde unein geschränkte lieber- nähme des KriegsnotrochtS der Jugendlichen in die Friedenszeit von keinem Redner befürwortet. Immer wieder würde die erziehlicke Seite der Aufgabe betont. Professor Gonser- Berlin nannte es erstaunlich und erfrcülick, datz bei den unge- Heiiren Versuchungen dieser- Kriegszeit-nicht-eine noch- höhere Kriminalität der Iugeudlicheu eingetreten sei. Als Vertreter der A r b e i t e r s ch a f t ergriff Gewerkschaftssekretär Miss e l l- Berlin das Wort zu einer scharfen Erwiderung gegen Schönberncr. Ter Sparztvang habe in einem ganzen Jahre eine Summe zu- sanAnengebracht, von der iui TUrchschgift auf jedes Konto, nur etwa 50 Bl. entfallen. Tie Ansicht, datz die Löhne allgemein hoch geworden seien, müsse als falsch und törickt zurückgewiesen werden. Wissell hob den grundsätzlichen linterschied der Anschauungen hervor, die hier einander gegenüberstehen. Durch Einzelfälle falsche« Verwendung des Arbeitslohnes solle man sich nicht zu Matzregeln verleiten lassen, unter denen dann alle leiden müssen. Mit solchen Mitteln, wie der Sparzivang es ist, könne mau nicht zur Erziehung des Volkes gelangen. Ter S p a r z w a n g.sei«in A u s n a h m e- recht, dasausschlietzlich d i e A r be i t e r k I a s s c f r i f f t. Ucbrigenö sei schon von Unternehmern gegenüber dem Verlangen nach Lohnerhöhung unter Ablehnung darauf hingplviesen worden, datz man doch nicht Teuerungszulagen geben_ könne, damit Er- sparuisic zurückgelegt werden. Das zeige, wie der Sparzwang a u ch lohndrückend wirkt. Wissell erklärte sich mit aller Entschiedenheit gegen das jetzt in Aufnahme gekommene Svstem der Zwangsmaßnahme in der Jugendfürsorge. Nur durch Belehrung und Erziehung sei da ein wirklicher Erfolg zu erreichen. Beschlüsse wurden zu dem in dieser dreitägigen Tagung ver- handelten Aeratimgsgegenständen nicht gefaßt. Der Ausschuß für Jugendgerichte und I u g e n dg e r i ch t s h i l fen, dessen Gründung gebilligt wurde, hat sich inzwischen konstituiert. ToetterauStickten tür das mittirre Norddeutickland dt« ?)iontag mittag. Ziemlich mild: im östlichen Küstengebiet trocken und nielläch heiter; in den anderen Gegenden etwas stärker bewölkt und geringe Niederschläge. Ein MeidungssiuS von nahezu unbegrenzter prak- tifcher Verwendungsmöglichkeit. Ob Sie ihn bei Jtegen oder Sonnenschein tragen, ob Sie ihn als Schuh gegen Wind oder Staub verwenden, oder als Mantelkleid benutzen, immer wird er fesch und elegant wirken, immerIhnen gute Dienste leisten. Sie finden ihn bei uns in vielen modischen Formen und zeitgemäßer Aufmachung, in den verschie- denen schönen Stoffarten(teilweise gefüttert) und in allen farbenprächtigen Schattierungen. fehlt Ihnen nicht, v. cjm sie nuuue{riun/. beguutcht. weich cn Mnlmiak- Hchmicr- Wu*ietiiiiittel srobrau�hon. Garantiert unsoh&dlich, kein i'on, kein Kulk, sohäumt. mucht die Wasche blütomvoiß. Mofurt bcutcllen. Versand *>bnc Sciicnkartc, ca. lO-Pfd.-Dose 31. y.OO frei Uaus, in Pässern brutto 100— 1a? I'W. frei Bahnhol. a Ztr. IL 55.00 Genossenschaftsbank des Stralauer Stadtviertels Kaiser-Wübelm-Straße 10, am Neuen Markt. 183IL A» KSsussS, Berlin 30, MOllerstr. 168 Volle Garantie bietet mein Ujuhriges Göscliafubestohon. Sonntag, den 15. April, geöffnet von 11-2 Ohr VI. Kriegsanleihe i auch auf Teilzahlungen seien Hn-gt-lnrü-zzeiidiiciiei'. nie. üUciiu::,:.! Don Eimen, cujoihetetn ur.fi üetfienita tiiurmfitiel v Bei aller Sri,»tc ÄntQtrten, tuberM9|en Qittanlungen, ÜSSraa x.«Tilelleti, wie zahlreiche älllUeUangcn non llrzlen. ngoihelern unfi ßclfitafiea emtrcmtfiel imtm.»nie« No to lin- Pillen in jabrelanncr Praxis— vorzügliche Erfolae. Outten,"Geiiifiltiniun j, Eiusmnif, Rachlschmeiz, Cllche im Rillken u. Brunschmerz törtan|" iieillt Anciübriichc Proschiire kosten srei. Plfi,»�» VolnSard gewesener Portiere», Betten, Uhren, Brillanten. iLchnrucksacheii, enorm hillig. ÜciHHau» Moritz- piatz hSa._____* Kanin che».>raiizöu>che Süe'cn, Silber, ziila lOPsuiio, deulsche Riesen» schecken und Hermelin billig. Nonn, Schöneiche, Friedrichtlmgencr Chan- siee 75, bei Friedriwohagen. 19032' Nirseuschecten, belegte, oerlmfft (Uollbillig Lauschbach, Dolzigerstrade L. Vorderhaus.____ tl3 Kaninchen, Nausen, Tröge, ver- .'oujt, schwere Ramler zum Decken stehe» zur Versügung tnür vor- ntiltagd). Snuibt, BorsigsNaxe T_ Ädefstnier, Spritzpumpen, Ersatzteile. ilöchiin. Rite �akobslrade LO/Ull. Fsoret, Pros. A., Tie sepuelle Frag». LoltsauSgabe 2 80 M. Bück- Handlung Vorwärts Lindenstratze 8. Leihhaus" Roseiitalcr Tor. Linienstratz« 203/4. Ecke Rolentbaier. siraße, vertäust Anzüge, Paletots. Ulster, neue Ratzgarderobe, Pelz- stolas, Muffen. SkunlS, Nerz, AlaSta- sjichs e. Goidene. silberne Herren- uhren, Damenuhren, Schmstdiachen, Brillanten. Aul Ubren dreijährigen karqntieicheln. Sigene Werfst»». Sonntag 12— j.___l8l£1* Leihhaus Warschauersiraße 7. Verlaus allerlei neuer Waren! Pelz- ggruilureu l Hcirengardcrobe l Velten- vertaus! Plüschdccken! Tüllgardinen! Ubrenueriuuj!«schmudsachen! üiller- billigste Preise:__ ISWV Rollpult. Eosa, Soiatisch. Psellcr- spiegcl, Zfanincheiislall, Laubenjensler. Gstd. Gustav-lNüllcrftrade 44. 1902L chascheubück für Gartenfreunde. Ein Ratgeber für die Pstege und fach- geinästeVeilllrtschastung deShäuSIicheii Zier-, Gemüse, uns Obstgartens uou Rar HeSdörser. Dritte erweiterte Allstaze. Mit 120 T-xtabb!Ivungen. Preis 4 Mark, ürpeditiou Vorwärts, Lindeustrade 3, Laden.____* 80 fiiidhrnUchcubc.'siegen von 8.", 00 Mark an sowie Lämmer. BertimLichicuberg. Herzbergstr. 40/48. HiicsrntailiuchciV grober Posten lDO kkaninchen. Belgische Riesen, ZuchlbSsninen, Huugiicrc, Dedstation. Legehühner. Bernhard, Neukölln. Hermaunstiahe üll. Qeschättsver kaufe LedenSuiiltel-Gcjchäst, schöne Ein- lichliiüg. auch für jede andere Branche vossend, beste Lage Spandaus, ver. laust»» i!,nzuashalber spottbillig, ereniuell Teilzahlung. Qssericii unter 165" aiutofl Mofse, Spandau. «elilrtserrt. eleilrischcr Betrieb. todeshalber verkäuslich. auch für Kriegs. b-schädiatcu.«lugc, Magdeburger stratze 20.________ ISTÖL* "PütsgeschW. gute, sichere EPstenz. sllr einzelne Dame umstaubehatber sofort billig zu verkaufe-!. Wcixensee. l.anghmlsstrade öü. LISüb Möbolaugeboi. Im Anhalte? Bahnspeicher, rtincang nur Möckern- strasie 25. direkt Hochbahnftatio» llllöikernbrücke, stehen mehrere mo- derne Wohnzimmer, cpclfejimmcr, Schlasziminer, Küchenmöbel, B-üelte, Büchcrichräuie, Schreibtische, Ruhe- bellen mit Dedeu, SäuleiilrumeauS mit Facetteglas. Aukzichlische, Tüll- 9 ardinen, Ühreü. Teppiche, Stand- uhrc» jeder Preislage und sonstige auch gr brauchte Viizeimöbel zum billigen Pertaus. Tllo LidekcS Mobcl- ipeicher, Möckeinstratzi! 25. �' B.ocbrliBoebel, Morlsplatz öS Fabrikgebäude. Spezialität! Sin- uno Zwiizimmcr> Sinrichtunzeu. Küchenmöbel. tSröblo Auswahl, itiedrrgtle Preise. Bellchtiguua 8'/.— 7, ioonnlag 12— i Eoenluell Zahluitgs- uicithtcrurg. os* Gediegen gearbeitetes Herren- z immer, elegante Fornr. loiirplctt 010,—. Sveiseziumier schwerciozen, kompteit 0ö0.—, Schlajzimmer in allen Holzarten, kolostale Auswahl, billigste Preiic. lllöbcihauS Osten. mir ÜliidrcaSstrasie�LO._ 105/1 Ge brauchte B cUftcllen" bi ll ige NvhnungS- Slnrichtungen. Stall schreiberstraxe 57, Fabrikgebäude. IduaikinZtrumc-nte Grammophone spottbillig, echte», gekoster 1t>'>,00, für 35,00, Zeith, Fiirftenstrahe 3 III._ 1-35* KTOOtT Svrechmäfchtnen. zum Stil weil unter FabrilationSpreiS IricktcrluS und mit Trichter, von « R-arl an, bis zur elegantesten AuS- sübrung, werden zu nie wiederkehrenden Preisen angeboten. Musik- baus Münzsirasie 18, dicht am Aleranderplatz�__ l"81g* Rtefenlaacr» zirka 5000 Man- dolinen, Zithern, Lauten, Gitarren, Akkordeon, Schiller, und Orchester- geige» kommen zu nie wiederkehrenden billigen Prellen zum Verkauf. Musik- baus Münzstrage 18, dicht anr Atexandervlatz._ 17822* Mandotine 18,—, bessere 30,—, Konzerttauie, Gitarren 12,— ab, Unterricht C,— Monatsbonorar, alt» eingespielte Orchcstergeige 30,—, SoiisteiiviotinenöO,—.(inist.Croiiicii» strasie 166, III.___ 1g3K* Gitarrztthern mit fünfzig Unter- legnoten 12,50(Ladenpreis zirta 25,—), Mandolinen, Lauten,(Bttamn, all» eingespielte Geigen 20,—, Hanno. niums. gebrauchte, billigst. Bergcr u. Co., Eiigroslagcr, Lranien- strasie ISO III. 193Ä* Kaufgesuche Sparmctalle.' Kuoscr! Mcsstng 1 Antimon! Zinn! kauft für Kriegs- lieierunq der Kriegsmetallges.: aus, er- dem kause Zabngebissc I Platin- ahsälle 7.50. Silberschmeize Cbriitionat, Kövenickcrstrasii 20s(gegenüber Man- ieustckslr.t 9 Staunende Preise für Möbelstücke, ganze(iinrichlungcn. Warenläger, Peizsachen, Federbetten, Tcppiche und Nachlässe zahlt Eoldmann, Danziger- strasie 42. Königstadt 7631.* Sektkorkc». Weinkorken, Kunst- korken kauft D. Nelke, Steglitz, Berg- strasie 2.(4—7.) 13602- Leinölfirnis» Emaillelack, iämt- liche Oellacke, Borax, Bicncnwachs, Kopal, Kolopbonium. Leim, Zeresin, Paraffin, Terpentinerlatz kaust, böchste Preise zahlend, Wolter, Tbaer- strasie 6. 17202» Gliilifirumpfafche Aliguststrasie 6g I. Motallkontor kaust vlümel. 241/2* Reiuicken Peter». dorserjlrasie 12. Norden 6470. Höchste Preise. � 231/3' Metalltontor Peters. Prenzlauer- strasie 24. Königstadt 3885. Höchste Preise. 231/3* Kaufe alles�ziniis. Leint, Bienenwachs, Paraf-üi, Koval usw. Zahle anerkannt höchste Prei'e. Noack, Große Franksurterstrnsie 25. 26/17* Werkzeuge, gebrauchte und neue Treibriemen, Spiratbobrer, Fräser, Berizeuzmas chw en, Abrcisiniagnete kaust laufend für eigene» Betrieb Heinrich Briest, Beufselstrasie 5, Laden. Telephon Moabit 2338.* Balancier», Schrnubstöcke, ZUn- bosic, Fcidschmieden. Abkante-, Rund-, Sickeiiuiaschwen» Lölgebläse. Boston. pressen, TigeldruSprrs'en.Pappschercn, Steindruck. Tasellchere», Hebelscheren, Lochslanzcn, Steinwannen, Motoren, Werkzeuge aller Art verkaust Freuden- eeim, Georgenkirchstrasie 40. 18842* Platiuankanf. Gramm bi» 7,60 (ebeniallS vnkauf alter Zahngebifle Bestecken, Ringe, Schuiucksacheu, Kelten. Glühstrumpsaiche zu g-ietz. lichen Preisen. Metalllontor Lohn, gegründet 1303. nur?llte Jakob- strasie 13.3 und Koitbuserstrasie 1 Kotlbuserior). Moritzplatz 12358, Firma genau beachten................. Alte Bücher, wie Ehronikcn, Klassiker u'w., kaust sederzcit Carl P. EhrvieiluSschc Buchhandlung, Berlin SvJ 68. Friedrfidstrasie SIY. Leinölfirnis, Standol bi» 13,—, Fusibodenlacke. Oellacke, Kopallackc, Weisilacke bis 6,— laujeit sofort Gebrüder Borowski, Gueiscnau» strasie 5.(Rollendorj 2370.) 242/12 k Bronzetarbe» kauft höchsizabkend � Belschiier, Llii'eniifer 40. t35* Piaiiinö kaust Overholthaus. | Eksasselitrasie 70. 26/20 Unterricht Maschinenbau. Elcflrotechnik Eiseiikonstrnflion, Ausbildung Werk- meiiter-Techniker, Konstrufleur. Pro- ipekie trei. Polntechnischc» Gewerbe. Institut, Inhaber L. Barth, Luzcnieur, Cbailssccslrasie 1.__ 261/ 1.3* Dame« Ausbildung als technische/ Zeichiierinncn, sehr guter lohnender Berus, Tages.. Abendunterricht, Pro« spelte. PotyicchiiischeS Eewerbc-Jnst!- »it, Inhaber L. Barth, Ingenieur. Chaulieestrabe 1.____ 260/ 3* �Englischen Unterricht für An- i länger und Fortgeschrittene, sowie deutsche und franzosische Stunden er- teilt G. Swienth, Charloitenöiirg, Stuitgartervias 3. Gartenbau» IV. Mandolinenspicl, Gitarren-, Lautenspiel lehrt in zehn Stunden, 6,— MonatSdonorar, Lehrlnstrumcnte billigst. Klavier,'Violine unterrichiet sdinclliördernd, Ernst, Lrailicn- strasie 166. lS3K* Zn drei Monaten erlernen Cr- wachsene jeden Atter» nach Willy BoedmeS ovdtbalmohlcplischer Mc- ihode siiesicnd Klavieijpielen nach den gebräuchlichen Jiolni obne Vorkenntnisse. Sicherer Erlolg garamiert. Höchste Auszeichnungen und An- crtennungen. Einzelunterricht. TagcS- surfe, Abendfiirle. Persönliche tzln- meldungeii täglich Reichrnberger- strasie 145-146. Loehme, Herzogitcher Musiidnekior. ISSOL* DhicmaniiS Schreib-, Handels- schule, Wilmersdorierslrasie 122/123. Halbjahrskurse, Dreimonatskurse, minzelsächcr schltellstenZ. 21 Schreib- Eas chincn. ISOIL* Z II ge n ic iirfu rsus cinschlicRlich Einjähriges für Herren ohne Bor- kenntliisie: Wochenbonoiar � 4,00. Streng wisienschafllichc Ausbildung. Oiarek. Fchtbellinerslrasie 51 III. Kiäpierkurs«S, ErwachseiieuSchnell- inctbode, Monaispreis 3,—. kilavicr- üben frei. Musikakademie Lran en- slrasie 63(Moritzplatz). 27/13* Verschiedenes Höheusonne(künstliche) gegen alle Leiden LichlbeilansiaU Ziursürstcn- strasie 140. Prospekt. 18022* Kunststopscrci Grosie Franlsurter. strasie 67. 68ic* Vermietungen Geschansräuine Bureauräume sofort zu vermieten VotlshauS Eharlottcnburg. Rosinen- strasie 4, vorn I. Näheres beim Ver- ivaltcr Fr. Reinsch daselbst. t13* Schlafstellen ZchtassteUe. möbliert, nermiciet Forka, Belle-Zlllianceplatz 7-8.'2080b Hausdiener sosori gesucht. Met- düngen von O'/z— 1 Uhr vormittags in unserer Haüsiiispektion. Kauf- bauS des Westens. G. m. b. H., Taucntzienstrasie 21/24._ ISPs* Schlosser aus Militärarbeit ver langt Ed, Puls. Temxelbos. Ollii* Zichriftsestcr sucht Heuer, Linden- strasie 43.____ 31836 Schachtmeistcr zur Aushebung von Rohrgrüben sosori gcNlcht nach Frankfurt a. O. Conrad, Berlin, Kursürstendamm 105.___ 21005 Fahrstuhlführer, geprüst. für Sasteiisabrsiiihl sucht Anton Bertinctli. Buchdruckcret, Berlin X. Brunnen- strasie 180._ 27,20 Pappdachdeeker uns Aivhall- arbeilcr gesucht. Ü. F. Weber, A.-G., 'Berlin IV 0, Köthenerstrasie 2t. Vuroaudiencr, jiingerer, sofort ge- Gcht.'Rur solche Bewerber wollen sich melden, die bereit» einige Zeit als Tiener in grosien Bureaus tätig waren und im Verkehr mit dem Buvüium gewandt find. Persönliche Vorstellung in der Zeit von 0— 1 Uhr vormittags ober �—7 Uhr nachmittags. A. Blandorf u. Co., Belle- alliancestrasie 1/2, IV. Stock 160K Buchbinder auf Koniobücher, auch ältere oder Kriegsbeschädigte, sucht Heiler, Lindenstrnsie 43. 2l82b Rentenempfänger. KriegSbeschä- digler, tnll Cbefran, als Hauswart, Wohnung und 100 Mark monatlich. verlangt 1. 5. Neukölln, Hennann- strasie III.-100 Berkäuferiiincn. tüchtige, für Handschuhe, Wcisiwaren,.Kleiderstssic, Möbclstone, Herrenarlikel. Schreib- waren sofort gesucht. Meldungen l— 2 Uhr mittag» oder 6— 7 Uhr abend». A.(landors u. Co., Belle- Allianecstrasie t/2. l60jV Lehrmädchen aus achtbären Fn- mitten, im Aller doii14— 16 Fahren, bei monatlichcc Vergütung sofort gesucht. Meldungen mi: Schul- abgangSzeugni» und in Begleitung der Eltern oder des Vormunde» in unserer Personal- Verwaliung. III. Etage. Kaustaus de» SOestcns, G. in. b. H.. Taiienhienstrasie 21/24. Lanfmädchen Taubenstrasie 41. josort, Werner, 2167b Ardetteriuueü aus bessere Kostüm- rocke verlangt R. Krause, Lindower- strasie 18/10, vorn Ist_ 21646* �Pake» Kontrollen, tüchtig, sofort geincht. Meldungen in unserer Per- sonalverwaliuiig Iii. Etage..Kauf- stau» des Westens. G. m. b. H.. Tauen hlenftrage 21/24._ löo-G — atrbcitcrtnnctiauj bessere»oftüm- jacken verlangt R. Krause, Lindower- strasie 18>10 II. 2l69b* Arbetteriunen, gcüblc und An- sängfrinnen, spater Akkordarbeit, sucht für dauernde Seschästigung Nähielden- sabrik Isidor Solomon. Kur) trage 15. Bluiennäberiiineit feiner Wwch- fikufcii im j'ait'c bei dauernder Be schasliguilg sucht sojor: BlUIenjabrik William Levinsohn, Kaijer-Wilhelm- slrasie�50._ 242/13 Faiitasiesedern. Erste llLuiicr- arbciterin, weiche Muster fclbständig cntwerseir kann, verlangt sosorl oder später Ruhemann, Kouimandanteu- strasie 67.__ Upl/iy Hausdien crinncu. tra'iig, sofort gesucht. Meldungen von 0'/,— 1 Uhr vormittag» in uniertr HastSinfPefilon. Kaufhaus des Westen», G. m. b. H.. Taucnpienstrasic 2t— 24. 100.«* Zcitungsaustragerin sofort verlangt. Vorwärts*. Spedition Pankow, Mühlenitrasie 30.* Korbmackier aus vier Rümpfe, Lobu mit KriegSzulage. 2,67 Mark. Loui» HftUschildt, Spandau, Char- lollensträsie IE_______ JPET Grfährcncr"MPZ Werkzengdrehev sowie ein t83LL* Werkzeug- und Maschinenschlosser zum sosortkgen Eintritt verlangt voll Abteilung Berthold Lißncr, Guben. Seliismsiiickgldsilsf, stooploe, Lobteitee, Polierer, Vorkolsler f. Ansiitzo suclit Ftl 03■ MichaclkirchstxaBo 20. Werkzeugmacher und Dreher, Automaten- und Revolvereinrichter sowie Schlosser, auch gv. uno av., stellen ein SpeAilalkonsteaktionen. öer!>n-SiegtiIo. Birkduecheir. 37—39. Werkzeugmacher eim Werkzeugdreher verlang�; iMunitionsfabrik F. Gaebert, 13892» Lanknltz, C'hariottenstr. 31. Arbeiter für Stratzenbau gesucht. �Ittieiige8el!5ehskl doitsvaez dsseried, 1S3IL* txharlottenbnr«. Salznfcr 17— IS._ Meister für 7,0 Granate« gesucht. Off. mit ZeuaniSab'Sriften, lllngabe von Lohnansprua), Ein- irillStermtn und MililärverhättN!» un..... 25/12 VezSa=Werke gäSSS"��.. verlangt 10081- Munitionsfabrik F. Gaebert, Berlin, Sophienstr. 22. Verkäuferinnen für die Abteilungen Krasiw- Bijouterie- Gardinen- Korsetts ideiriersloffe- Lederwaren- Weisswaren sosort gesucht. Meldungm 1-2 wir miti-gS. e-7 Uhr abend,. A.ftl£izi.dox*f«Sc Co. Grosse Frankfurter Strasse 113 Brunnenstrasse 19—21. Schmiede an! HrrrcSorbcucn(Hufschmiede und andere), Schirrmeister, auch arbeiisvenvendungssähige Hrl» mal. für rüisachc, leichte Arbeiten pcrlangt 147�* Berlin X 20, Pankskr. 2!». Maurer »»d Banarbeilcr werden safort eingestellt. 216.16* Krieg bau Ersatzbau 1t» Slrtillcrtewcrkftatr'Spandau. Meldung bei Polier-boffmann. •Itft.-Wcf. für Bnuaiiotiihrnngrii. Fachmann von gcifcüfubtil gesucht, der fetilosi» Zchmierwaschmittcl Herzustellen versteht. Dauernde Stelle, tägilche Arbeit», wü 7 Stund»i. Schriftliche Meldungen an Resorni- hau». Berlin EdeistvaiderVtrVl. aus 08cr, Zlingkörbe und 66er. Gin- dinder aus iKer. Heimarbeiter aus Fächer verlalrgl 2188!» 1'. pte-baltr, Karlstr. U«. Kutsch er, KriegSliekchädizter bevorzugt. sofort verlangt. Butterbaud!»»« WiiSiialfcr Strafte 53.-2* 1 Schristhauer fauch Kriegsbeschädigter), d-r leloit zcichiiet. kann sosorl m dunernt? Stellung iretc». ItzOtta* Ikarl Llrbner. Bildhauer, IVrlrrton, Werlftatt für Grabinalkunst. I.shz'iing für chemigr. Rttkitanstall zur Au?- bstdung verlangt. 288,0 Cllclie-GieMclInc hallt, __ Friedrichstr. 231. 5 Schofföre für Lastwagen sofort gesucht. 27,15* �luto-Neparatttr Bs!l m e rsdorf, LaiivliqiiSftr. 21. �üititiiie Automobil- Motorcuschloffer und-Arbeiter losori gc'uchl 2-, 16* Auto-Reparatur BSilmersdorf. Landti-nottr. 2f- Illgeiidiiliit Arbeilmiiiikil werden verlangt 2? 14 Gedr. Stollwerck C'hanssecstr. 87'. GtcinträFcr für Akkordarbeit geiuchi. Vangeichäst itzloria». Lpatidau, Falkotihagtiicr Strasie 33.{•ZU Kuuiirdkilkliililtn werden sofort eingestellt Krieg»- bau Eisatzbau 40 Ariille-tewer'- stall Spandau. Meldung ben» Polier Hots m a n». 616, i. Akt, Grs. für Bailanstuhrunoen. Krawatten- Arbeiterinnen Lon Hesse:. �kAteS unü Bindern suchen-UU* Knrapcr A eher, 5ki:mtNltudnntcnNv. 15._ Zlrbeiteriuneu, sortbiidungSschnlsrei, für lcichic Ar- p-il'o'srl aeiuchl. Blucn u. Go-. -»ln�Schöneb.'va. Krlosnenllr. 26* Mamsells auf kurz« Paletots u. Sportjacken fuibt Huutsrhmiuuu, Zranscilystr- Ii.