Ur. 116. flbonnemcntS'Bedingungtn: Bbüimementä• litciS cranumtrmibo Lierieljährl. 3.90 Ml. monatt 1,30 Ml. wöcheiullck SO Pig. rrei ms Haus. kmzelue Nummei S Pig. Eonma�s- Nummer mil Illuslnerier Eomuags- LeUage.Die Neue Welt' lO Vlg, Loil- ilbonnemsm: 1.30 Marl vro Monal. »»igerragen in die koil-Zeuungs. Preisliiie. llnler Kreuzdans lür Teulichian» uns Oeilerreich> Ungam Z.ä>> Marl, lür das übrige Ausland t Marl pro Monal. Posiabaniiemenls nedmcn au Belgien. Dlmemarü Holland, Jlalien, Luxemburg. Portugal. Riuuäiiini. Schwedin und die Schweiz, tflchcim täglich, 34. Jalirgattg. Die TniertionS'Gebübr telrSgl für die scchsgespalieue Koldliel- xeile oder deren Raum 60 Psg.. für doliiiiche Ulis gewerlschaflliche Vereins- und Vcrsamnilungs- Anzeigen SO Pig. „Aleine Bnrcigen", das ieltgedruclie Wort Ä> Pfg.(zulässig 3 sengedruckle Worte), jedes weitere Wort lO Psg. Eiellengesuche und Schlafilcllcnan- »eigen das erste Bort 10 Psg. jedes «euere Wort ö Psg- Worte über ill Buch» siaben Mlen für zwei Worte. Inscraie für die nüchfie Slumnicc lnllsicn bis K Ulir nachiniltags in der Expedition »dgcgeben werden. Die Expedition ijt t>is 7 Uhr abends geoisiiel. Vevlinev VollesblÄN. Zcntralorgan der rozialdcmokratifchen Partei Deutfcblands. relegraniin-Adresie: .Sozialdcmoiirat Hcriin". Neüaktion: 6X0. 68, Linöenstraße 3. Fernsprecher; Amt ivtoritzPlab, Nr. 1S1»0—151 S7. � Sonntag, den Ä9. April 1917. «kxpeüitivn: 6X0. 68» Linöenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morinpia«, Nr. 151»U— 151»7. 5tämpfe beiderseits der Scarpe— Bei Monchl) scheiterten englische Angriffe— Bon Loos bis iOneant Trommelfeuer nnd abermals Jnfanterieschlacht— Bei Braye vergeblicher französischer Angriff— Lebhafte Tätigkeit englischer Artillerie in mehreren Frontabschnitten. Amtlich. GroßcZ Hauptquartier, den 28. April 1917.(W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Auf deiden Searpe-llfcrn setzte der Feind dir starke?c- schießung unserer>-tcllmtgen und des HintrrgcläudcS fort. Wir Iickämpften mit erkennbarer Wirkung die englischen Batterien. Bei Monchtz brachen gestern vormittag mehrere Angriffe der Engländer vor unseren Linien verlustreich zusammen. Heute vor Tagesanbruch nahm der Fcucrkampf von Loos biS Qucant äußerste Heftigkeit au; nach Trommelfeuer ist bald darauf fast auf der ganzen Front die Jnfanterieschlacht neu rnt- brannt. Heeresgruppe Deutscher Krouprinz. Tic Kampflage ist bei wechselnd starkem Feuer gleich ge- blieben. Bei Brahe ist ein srauzösischer Angriff gescheitert; bei Hurte- bisc Fe wurde» feindlichen Eturmtruppc« bei erfolgreicher Ab- wehr Gefangene und Maschiucugewehrc abgenommcu. Am Brimout und nördlich von RcimS schlugen Erkundungsvorstöße dcS Feindes fehl. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Keine wesentliche» Ereignisse. Durch Abwehrfeuer wurden drei feindliche Flugzeuge, durch Luftangriff zwei Fesselballone abgeschossen. Schwere englische Niederlage. Zllbritische Zollpläne. Oestlicher Kriegsschauplatz. Infolge lebhafter Tätigkeit der russischen Artillerie nahe der Küste, westlich vou Luck, an Alota Lipa, Narajowka und Putna war in diesen Abschnitten auch unser Feuer gesteigert. Hinter unseren Linien stürzte nach Luftkampf ein russischer Flieger ab. Mazedonische Front. Bei Regen- nnd Schneefall in den Bergen»vr geringe Ge> fcchtStätigkeit. Der Erste Generalquarticrmeister. Ludendorff. Abendbericht. Berlin, amtlich, 28. April abends. Auf dem Schlachtfeld von ArraS ist de» Engländern heute zum dritten Male der Durch- b r u ch der deutschen Linien völlig mitzlnuge«! Die bei Tagesanbruch mit starkcu Massen iu 3k) Kilo- meter Frontbreite auf beide» Scarpe-Uferu ein- setzenden Angriffe find sämtlich dnrch Feuer und im Gegeu- stoß gescheitert. Bon neuem hat der Feind eine schwere Niederlage er- litte», seine Berltistc sind sehr groß. An der A i S u e und in der C h a m p a g« e wechselnd starker Feuerkampf. Im Osten nichts Wesentliches. Der österreichische Bericht. Wien, 28. April 1917.(W. T. B.) Amtlich wird vcrlantbart: Seine Ereignisse von Belang. Der Stellvertreter dcS Chefs dcS GcncralstavcS v. Hocfcr, FcldmarfchallcuMaut. Luftgefechte vor Zeebrügge. Vorstoft deutscher Seestreitkräfte gegen die Themse- mündung. Berlin, 28. April. Am 26. April nachmittags griffen englische Großkam pfflugzeugc einige vor der tiandrischcn Küste kreuzende Torpedoboote nnd den Hafen von Zcebrüggc erfolglos mit Bomben an. Bei den anschließenden Luftgefechten wurde ein englisches Groß- kampfflugzcug durch einen unserer Scckampfciusitzcr ab- geschossen; ein hinzukommendes französisches Flugboot wurde gleich darauf durch unsere Llüstcnbattcricu außer Gefecht ge- setzt. Drei Insassen und das Flugboot kouüteu geborgen werden. Deutsche Seestreitkräfte führten in der Nacht vom 26. zum 27. April eine Unternehmung gegen die T h c m s c m ü n d u u g aus. Als sich auf dem Wasser kein Gegner zeigte, wurde der Hafen M a r g a t e mit den dazu gehörigen Befestigungsaulagen nachdrücklich beschossen. Die feindlichen Landda'tterien erwiderten das Fencr lebhaft, aber erfolglos. Unsere Seestreitkräfte sind ohne Beschädigungen oder Bcrluste zurückgekehrt. Der Chef des AdmiralstabcS der Marine. Die Zusammenkunst in Savopen. Wie sich jetzt herausstellt, ist die Zusammenkunft der führenden Staatsmänner Englands, Frankreichs und Jta- lienS in Savoyen vor allem— wenn nicht überhaupt— durch den Vorstoß der Engländer gegen Palästina veranlaßt worden. Das erhellt auS den Angaben dcS„Corriere della Sora" über die Beratimsen, die gestern nur kurz, jetzt ausführlicher gc- meldet werden. Es heißt darin: Unter allen türkischen und den den Orient betreffenden Fragen war besonders eine von einem gemeinsamen Jntcr- esse, die außerdem zugleich dringlich ist, durch den Fort- schritt der militärischen Operationen in jenem Sektor und durch densicgreichenVormarschderenglischenTruppen gegen das südliche Palästina brennend wurde, näm- lich der Beschluß für eine Teilnahme Frankreichs und Italiens an der Expedition nach Palästina, die bisher von England allein unter- »ommen worden war. Bei der Zusammenkunft in Savohen� wurden jedoch nicht nur die Fragen des gemeinsamen Lllteeesjcs im tüetischeg Omeur öo» sprachen, sondern auchFragendesEinzelinteresses und Forderungen der öffentlichen Meinung in den ein- zelnen Ländern der Alliierten. Während die englischen Interessen sich auf Mesopotamien richten, die französi- s ch c n auf Syrien und dieitalienischenauf das W i l a j e t S m y r n a. auf Kreta und A d a n a, bestand fortwährend leb- hafte Erörterung unter den Vertretern der betreffenden öffentlichen Bdetnungen über einige Punkte, besonders über Smyrna,?ldana und Alexandrettc. Wahrend die englische Anschauung Alcxan- d r e t t c als den natürlichenAuSgangMcsopotamienS nach dem Mittclincer bezeichnet, bedingt natürlich die U c b c r c i n- kunft über diese Eroberung die Notwendigkeit eines gegenwärtigen Ausgleichs mit spezieller Entschädigung, wie sie sich aus einem notwendigen Verzicht ergibt. Der größte Teil der französischen Meinung hatte zudem schließ- lich schon eine derartige Uebereinkunft für ausführbar erklärt in der Richtung, daß ein erreichbares Maximum in der Gesamtheit der syrischen Streitfrage die s r a n z ö s i s ch c n I n t c r e s s e n bei etwaigen Verlusten im W i l a j e t S m y r n a entschädigen könnte. Man darf sagen, daß auf einer derartige» Uebereinkunft die offiziellen Abmachungen, bei denen Italic» nennenswerte Vorteile finden würde, fußen können. Es scheint also, daß England sich bei diesem Plan der Aufteilung Klcinasiens von den Küsten her mit Frankreich über eineit schwierigen Punkt verständigt hat, und zwar zu- Ungunsten Italiens. Denn was Frankreich von dem Fell des durchaus noch nicht erledigten Bären an England abzutreten bereit ist. das soll aus dein Anteil, auf den Italien rechnet, entschädigt werden. Gleichwohl sagt die Mitteilung des „Corriere", über einige der wichtigsten Pro- b l e in e, die zu der plötzlichen Savoyer Zusaminenkunft führten, sei jetzt eine V e r st ä n d i g u n g e r r e i ch t worden. Man erfährt freilich nicht genau, welches der Probleme ge- meint ist: ob diese veränderte Küstenteilung oder ob die mili- tärische Hilfeleistung bei dem Palästmazuge. Eine Frage aber regen die Mitteilunzen dcS„Corriere" sehr lebhaft an: ob etwa Italien die Savoyer Tagung veranlasste und ob es sich dazu aus der Meinung entschloß, es sei Zeit, sich zu wahren, um nicht von den braven Alliierten in letzter Stunde höchst unerwünscht übers Ohr gehauen zu werden. An den Tatsachen der Kriegslage an der Sinaifront ge- messen, entbehrt die Sorge der Alliierten nicht eines er- heiternden Beigeschmacks. Ihr Erobernngsdrang hat aber durch den ganzen Krieg hin— bis in diese Tage herauf sich durch die kühnsten Teilnngsprojekte in bezng auf nner- obcrte Gebiete hervorgetan, London, 27. April. Im Unterhause sa>)tc Bonar Law in Erwiderung auf eine Frage: Tas tiricgskadinett sd. h. der Üricgsrat, der die jetzt in England befindliche» Staatsmänner der großen nbcrsccischcn Dominien einschließt) hat einstimmig de» Grundsatz angenommen, daß jeder Teil des Reiches, bei aller schuldigen Rücksicht auf die Interessen unserer Alliierten, de- sonders günstige Bedingungen nnd Er- Icichtrrungen gewähren soll, um für die anderen Teile des Reiches Waren zn erzeugen. Die Auskunft wurde mit Beifall ausgenommen. Von dem schönen Plan eine?. Zoll- nnd Wirtschasts- bündnisses der Ententemächte nach dem Kriege ist es iu der englischen wie französischen Presse recht still geworden. Der Kampfaufruf Ebmond Therys, des Herausgebers des„Ecouo- miste europeen", zum großen„ökonomischen Weltkrieg" gegen die Mittelmächte, der vor ctiva anderthalb Jahren in den Blättern Frankreichs und Italiens, zum Teil auch Englands mit lodernder Begeisterung erörtert wurde, ist verstummt— und anstatt der Frage, wie am besten die deutsche Industrie-, Handels- und Schiffahrtskonkurrenz nach dem Kriege niedergekämpft werden könnte, stellt man sich heute in den Kreisen der russischen und italienischen Industriellen die bange Frage:„Wie machen wir uns nach dem 5lricgc von dem wirtschaftlichen Einfluß Englands los?" Die ver- schicdcnen Wirtschastskonfercnzcn der Entente haben einen guten Erfolg gehabt, wenn er auch nicht in der Richtung liegt, die ihre Veranstalter eingeschlagen wissen ivollten. Tie Verhandlungen haben den Wirtschastsvcrbänden der einzelnen Ententestaaten gezeigt, wie verschiedenartig ihre Interessen sind und dadurch die einstige Schwärmerei für das einträchtige Zusammenarbeiten der Verbündeten nach Friedensschluß merk- lich abgekühlt. Und was die Erkenntnis der Interessen- Verschiedenheiten nicht getan hat, das hat die Verstimmung der industriellen Kreise Frankreichs und Italiens über das Ver- sagen Englands in bezng auf die versprochenen Schiffsfracht- regulternngen sowie die Kohlen- und Rvhmateriallicfcrungen zuwege gebracht. Selbst in Frankreich urteilt man heute über den„ökonomischen Weltkrieg" zur Vernichtung des Wirtschaftslebens der Mittelmächte ganz anders wie vor einem Jahr. Um so mehr gewinnt in England die Idee eines britischen RcichszollvercinS an Boden— von ihrem Fortschritt zeugt das vorstehende Telegramm. Die große Masse der Bevölkc- rung hat zwar heute andere Sorgen; ihr Interesse wird durch den Unterseebootkrieg und den Eintritt Amerikas in den Krieg in Anspruch genommen; aber in den Kreisen der englischen Schutzzöllner und Imperialisten wird für die Errichtung einer engeren Wirtschaftsvereinigung Englands mit seinen Kolonien im stillen rührig gearbeitet, und mehr und mehr findet diese Idee unter dem Einfluß der Kriegslage aitch in solchen Wirtschaftsgruppen Eingang, die bisher von einem Verlassen der alten freihändlerischen Bahn nichts wissen wollten. Wie tveit der Meinungsumschlag bereits gediehen ist, zeigt die Tatsache, daß das zur Untersuchung der zukünftigen Handelslage und ihrer Verbesserung eingesetzte„Komitee für die Handels- und Jndustricpolitik des Reiches" unter Leitnirg Balfours in seinem kürzlich erstatteten Bericht ganz offen empfahl, daß der Kreis der Gegenstände, die bei ihrer Einfuhr in England Zölle und Abgaben zahlen müssen, c r tu e i t e r t lver.de; dafür aber andererseits den Produkten und Fabrikaten der britischen überseeischen Kolonien beim Ein- gang in das Vereinigte Königreich Vorzilgs- zölle eingeräumt würden. Die Erklärung Bonar Laws kommt diesen Bestrebungen entgegen. Es ist im tvesentlichen dasselbe Programm, für das in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Joe Chamber- lain agttierte und zu dessen Propagierung 1881 die„ttaperial Federaüon Lea�ue"(RcichLvcreiuigungs- Liga) gegründet wurde. Es lvurde denn auch erreicht, daß das Kolonialamt die Kolonien zur Aeußerung über die Zollvercinsfrage auf- forderte und im April 1887 eine Konferenz darüber in London veranstaltete, zn der die lvichtigsten Kolonien Vertreter entsandt hatten. Die Frage der„Imperial Federatioii" (der Neichsvereinigung) lvurde zwar alS nicht spruchreif aus der Erörterung ausgeschieden, doch erklärten sich schon damals die meisten Vertreter der Kolonien für einen Zoll- verband, der England für seine nach den Kolonien ausgeführte Produkte besümuüe BopzpMW: sichere. Der größie Teil des englischen Handelssiemdes tvar jedoch mit diesen Zollplänen nicht einverstanden. Er erhob Wider- spruch und die Zollverbandspläne fielen einstweilen ins Wasser. Chamberlain gab zwar damit den Plan eines engeren Zusammenschlusses nicht ans; nachdem er selbst l895 im dritten Kabinett Salisbnrp Äolonialminister geworden war, veranstaltete er 1897 und 1992 zwei Konserenzen der zum Regierungsjnbiläum der Königin Viktoria und zur Krönung Eduard VIT. in London anwesenden Premierminister der größeren britischen Kolonien, erreichte jedoch nicht sein Ziel. Ter Plan der Begründung eineS ReichSzollverbandes erwies sich als noch nicht durchführbar. Immerhin hatten die Verhandlungen zur Folge, �daß nun die britischen Kolonien dazu übergingen, ihrem Mutterlande gewisse Vorzugszölle und Vorzugsrechte einzuräumen. Zunächst Kanada, das Eng- land 1897 auf eine Reihe Artikel Zollrcdnktionen von 29 bis 25 Proz. gewährte, die später teilweise erhöht wurden � freilich erst, nachdem es vorher, nni seine junge Baumwoll- und Lcinemndnstrie nicht von der englischen erdrücken zu lassen, seine Zölle für Baumwoll- und Leinenwaren entsprechend er- höht hatte. Und diesem Beispiel folgten alsbald auch Anstra- licn, Neuseeland und Britisch-Südafrika. Tiefe Begünstigungen Englands durch seine Kolonien vermochten aber die Kreise der englischen Exportindustrie und des Ausfuhrhandels nicht zur Aufgabe ihrer Opposition gegen den geplanten Reichszollverband zu bewegen: denn die Folge eines derartigen Verbandes wäre eine Verteuerung der britischen Rohstoff- und Nahrungsmitteleinfuhr und damit eine Erschwerung der Ausfuhr von englischen Industriewaren nach fremden Märkten. England ist Industrieland. Es führt Roh- stoffe und Lebensmittel ein, Jndustrieartikel auS. Seine Kolonien sind hingegen Agrarländer, deren Ausfuhr zumeist in Rohstoffen und Nahnmgsmitteln besteht. Gewähren die 5lolonien dem Mutterland Vorzugszölle für seine Industrie- waren, dann muß, soll der Reichszollverband für die Kolonien einen Zweck haben. England ihnen für ihre Rohprodukte und Nahrungsmittel ebenfalls gewisse Vorteile bieten. Es muß die Zufuhr ans dem Auslande von solchen fremden Pro- dukten, die mir denen der englischen Kolonien auf dem eng- lischen Markt konkurrieren, mit einem Einfuhrzoll belegen, während die Einfuhr aus den Kolonien zollfrei bleibt. Dazu vermochte sich aber bislang der größte Teil der englischen Ge- schäftswelt nicht zu verstehen, denn solche Zollmaßnahmen würden natürlich die in England eingeführten Rohstoffe und Lebensmittel verteuern und damit die Produktionskosten der Industrie steigern, also dieser die Konkurrenz auf den nicht- britischen Absatzmärkten erschweren. Der Krieg hat diese Bedenken in den Hintergrund ge- drängt. Der Export wird sich, wie man annimmt, nach Friedensschluß vielfach genötigt sehen, andere Bahnen ein- zuschlagen. Ein Teil der Absatzmärkte wird infolge der Kapital- Verluste nicht mehr in gleichem Maße wie früher für englische Fabrikare aufnahmefähig sein, ein anderer Teil der Märkte ist inzwischen an die fremde Konkurrenz verlorengegangen und schwer zurückzuerobern. Um so nötiger i st es, den englischen Export nach den britischen Kolonial markten auszudehnen irnd sie durch geeignete Maßnahmen der englischen Industrie zu sichern. Zudem würde die Einführung von Zöllen der Staatskasse eine Vermehrung ihrer Einnahmen bringen, und diese ist angesichts der enormen Steigerung der Staatsschulden durchaus nötig. Andererseits hat der Krieg in den britischen Dominions die Erkenntnis geweckt, daß sie zur Erhaltung ihrer politischen Position auf die Weltmachtstellnng und-die Seemacht des Mutterlandes angewiesen sind und sie bereits während der abgelaufenen KriegSzcit bewogen. Eng- land große Opfer zu bringen. Allerdings stehen der Vereinigung noch beträchtliche Hindernisse entgegen, und England wird, wenn es den geplanten Reichszollverband zustande bringen will, feinen Kolonien beträchtliche Gegcnzugeständnisfe machen müssen: denn keine der selbständigen Kolonien ist gewillt, dem englischen Mutter- land industrielle Vorzugszölle einzuräumen, welche die sich cntlvickelnde junge koloniale Industrie schutzlos der Konkurrenz der überlegenen englischen ausliefern und die Ansätze zu eigener industrieller Entwicklung der Kolonien ersticken könnten. Wir müssen uns natürlich in erster Linie fragen, waS die allbritischen Zollpläne für Deutschland bedeuten. Diese Bedeutung kann nicht leicht überschätzt werden. Der englische Plan ist sozusagen dreifach abgestuft. Er umfaßt in der ersten Klasse der Bevorzugung das britische Reich selbst, in der zweiten kommen die Alliierten, im Sinne der Pariser Wirtschastskonserenz, und dann folgt alles übrige. Mög- lichcrweise wird auch noch an eine unterschiedliche Behandlung der Neutralen und der Mittelmächte gedacht, die mit einer sönnlichen dauernden Absperrung vom Weltmarkt be- droht werden. Die Zukunft Deutschlands hängt aber, wie wir schon oft ausführten, nicht vom sogenannten äußeren„Machtznwachs", sondern viel eher von der künftigen Gestaltung der Handels- politischen Beziehungen ab. Der künftige Friedensvertrag wird entscheidend danach zu beurteilen sein, ob und wie er Deutschlands Wiedereintritt in die Weltwirt- s ch a f t ermöglicht.____ Die wirtsthastliche Wirkung ües U-Soot-Krieges. Ter Staatssekretär des Innern wies am Sonnabend im Haus haltSaus schütz des Reichstages daraus hin, datz das technische Resultat des U-Boot-Krieges die Erwartungen der Marine schon im ersten Monat um 2S, im zweiten um beinahe öv v. S. iibertrofsen habe. Das wirtschaftliche Resultat sei eine unbedingte Folg« des technischen Gelingens. Der StaatSsekreiär ging zunächst auf die Verminderung des FrachtraumcS in den ersten zwei Monaten des uneingeschränkten U-Boot-Krieges ein. In dieser Zeit seien mehr als 1ölX)000 Tonnen, davon mehr als 1 Millionen Tonnen englischen Schiffs- raumes, versenkt worden. Ob man nun die gesamte für den Handel noch verfügbare englische Tonnage auf 7 oder 10 Millionen schätze: es sei klar, datz die englische Handelsflotte Bersentungcn solchen Umfangcs nicht lange ertragen könne. Ein ausreichender Ersatz durch Neubauten sei ausgeschlossen. Wenn man annähme, datz un- ' gcfähr die Hälft? des neutralen Schiffsverkehrs durch die Eröff- nung des uneingeschränkten U-Boot-Krieges von England fern- gehalten worden sei, so komme man zu dem Ergebnis, daß sich be- reits im ersten Monat des U-Boot-Krieges die Eingänge und Aus- gänge au Schiffsraum in den englische» Häfen um ein Viertel bis ein Drittel verringert haben müsse». Die Zahlen des Verkehrs machen dann feit dem Beginn des U-Boot-Krieges weniger als ■40 v. H. derjenige» aus, die im Friedensdnrchschnitt die Ein» und Ausgänge der englischen Häsen bezeichnen. Diese Wirkung müsse pH progressiv steigern. Die Ichusend Holzschisse, zu je 3000 Tonnen, die die Vereinigten Staten jetzt bauen wollen, um England zu retten, würden aller Voraussicht nach erst in Aktion treten, wenn sie nichts mehr zu retten haben. Der Staatssekretär gab dann Zahlen über den Rückgang der englischen Einfuhr im Februar 1917 gegenüber dem Februar 1910. Wenn man die weitere Preissteigerung in Betracht ziehe, fo ergebe sich eine Verminderung der Einfuhrmenge um etwa 25 Proz. DieS stimme mit der Schätzung der Einschränkung de» Schiffsverkehrs überein. Der Versuch Englands, durch drastische Einfuhrdefchrän- ku n g minderwichtiger Güter die Schwierigkeiten zu be- heben, fei zum Mißlingen verurteilt, denn von einer Ge- samteinfuhrmenge von 42 Millionen Tonnen kamen im Jahre 191S allein auf die Warengruppen Nahrung-- und Genußmittel, Holz und Eisenerz rund 31 Millionen Tonnen. Der Staatssekretär legte dann ausführlich an der Hand eng- tische r Ziffern die Rückgänge der Einfuhr einzelner wichtiger Waren im Februar 1917 und die progressive Verschlechterung dar Versor- gung Englands mit diesen Waren im Verlauf« des Kvieges dar. Die Weltmitzernte von 1916, der allem Anschein nach eine solche von 1917 folgen werde, trete in ihren Wirkungen immer schär- fer hervor. In den Vereinigten Staaten selbst, dem wichtigsten Be- zngSgebiet, macbe sich Knappheit stark fühlbar, die in der geradezu phnntastischen Preisentwicklung für Weizen und Mai» zum Aus- druck komme. In England komme verschärfend dieautzerordent- liche Kartoffelknappheit hinzu. Am 19. April habe der Unterstaatssekretär des britischen Ernährungsamts öffentlich aus- gesprochen, datz in vier Wochen England ohne Kartoffeln sein werde. Angesichts der Kürzung der Getreidevorräte wirkt dieser Mangel doppelt einschneidend. Die an sich sehr grotzzügigen englischen Matz- nahmen zur Förderung des Ackerbaues könnten bis zur Ernte 1918 keine nennenswerten Wirkungen aus die britische Versorgung aus- üben. Ihre Wirkungen würden zu spät kommen. Der Hungerkrieg hat sich gegen seinen Urheber gewendet. Kerenstp über Rußlands Probleme. Bern. 38. April.„Petit Parifien" meldet aus PeterS- bürg: Kerensky gab den Vertretern der siebenten Armee eine Darlegung der hauptsächlichsten Probleme Rußlands. Die provisorische Regierung habe die ganze Macht, lieber die Ziele, d i e erreicht werden müßten, bestehe Einigkeit zwischen der Regierung und dem Arbeiter- undSoldatenkoniitee. Die Meinungs- Verschiedenheiten seien taktischer Art, man werde aber auch hier Uebereinstimmung schassen. Die Kontrolle des Arbeiter- und Soldatenrates sei für die Regierung notivendig, da der Rat der direkte Vertreter des Volkes und der Armee sei. Man sei in gewissen Kreisen über in Petersburg umgehende Gerüchte bestürzt. Man solle diesen jedoch keinen Glauben schenken, sondern an den gesunden Menschenverstand des Volkes glauben, das nicht feinem Ruin entgegengehen wolle. Kerensky sagte noch, kein Soldat der Welt besitze solche Rechte wie der russische, aber die größten Rechte bedingten auch die größten Pflichten, er sei sicher, daß die Soldaten ihre Pflicht dem Vater- iand und der Demokratie gegenüber erfüllen würden. » Bern, 28. April.„Petit Parisien" meldet aus Petersburg: Dem Exekutivkomitee des Arbeiter- und 3 o l- datenrateS wurden weitere 19 Soldatenmitgtle�ber beigegeben. Die Mitgliederzahl beträgt nunmehr 03. Eine GuilöhaU-Reöe Llopö Georges. Lloyd George hat am 27. April in der Londoner Guild- hall eine Rede gehalten, in der er sich mit allen Fragen des Krieges beschäftigte. Vom Frieden befindet sich jedoch nach den bisher vorliegenden Berichten nichts darin. Lloyd George prieS zunächst die Stärke des englischen Kredits und sprach dann über die militärische Lage, die besser sei als 1910, da man jetzt bei geringen Verlusten mehr Gefangene und Geschütze erbeute. Das Haupterfordernis sei eine starke Ausrüstung mit militärischen Kriegsmitteln, wodurch unzählige Menschenleben erspart, der Endsieg gesichert würde. In der Verzweiflung seien die Deutschen zur See- r ä u b e r e i übergegangen. Anfangs seien sie sich nicht klar darüber gewesen, was für eine mächtige Waffe das U Boot ist. Dann kam der Redner aus Amerika zu sprechen und sagte: „Seit die Deutschen beschlossen, jedes Fahrzeug unterschied»- los ohne Warnung zu versenken, haben sie ohne Zweifel mehr Schisse versenkt, aber sie haben Amerika zum Eintritt in den Krieg gebracht. Mit diesem Ausgleich bin ich durchaus zufrieden. Amerika ist, nachdem es lange Geduld geübt hat, zu dem Schluß gekommen, datz es keinen Zweck hat, die neutrale Flagge vor dem Rachen eines Hai zu schwenken. Es ist endgültig aus unsere Seite getreten, um dieser Pest ein für allemal ein Ende zu machen." Mit dem Problem der U-Boot-Bekämpfung sei man rastlos beschäftigt. Durch die Reorganisation der Landwirtschaft sei aber die Bolksernährung gesichert. In Irland würden jetzt mindestens 10 Proz. mehr Land bebaut, in drei bis vier Monaten fieberhafter Anstrengung sei eine Million Acres neu unter Pslug gebracht tvorden, das bedeute zwei Millionen Tonnen Nahrungsmittel. Drei Millionen Acres sollten aber im ganzen neu bebaut werden. Niemand könne England aushungern, selbst wenn von außen leine Tonne Nahrungsmittel komme, vorausgesetzt, daß man Verschwendung vermiede.„Wenn der Deutsche weiß, datz er gewinnen kann, wenn er bis zum Ende 1918 auShält, und indem er uns aushungert, so wird er aushalten, tvenn er aber weiß, datz, je länger er aushält, um so schlechter der Friede für ihn sein wird, so wird es viel eher zum Frieden kommen." Die Einfuhr von Holz und Erzen müsse ganz eingestellt werden. Schisse seien drei- bis viermal so viel gebaut worden wie im Vorjahre. Dadurch sei es auch bei Fortdauer der schweren Schisssverluste möglich, im Juli mehr Landungtonnage in die Häsen zu bringen als im März. So werde auch der U-Boot. Krieg abgeschlagen werden. Irland müsse aus einem mitztrauischen, gefährlichen Nachbar in eine» freudigen loyalen Kameraden verwandelt werden. Es sei der einzige drohende Punkt am ganzen Horizont. In allen Teilen Amerikas und Australiens werde die Regelung der irischen Frage als eine Hauptbedingung sür einen schnellen Sieg ange- sehen. Ueber Indien sagte der Premierminister: Deutschlands größte Enttäuschung in diesem Kriege tvar Indien. Anstatt des erwarteten Abfalls fand Deutschland in Indien Loyalität und Hilfsbereitschaft sür das britische Reich. Ich meine, daß die loyalen Millionen Indiens ein Recht daraus haben, zu fühlen, datz sie nicht eine unterjochte Rasse im Reich? sind, sondern ein Teil der Nation. Alle diese Frage» erfordern staatsmännische Kühnheit. Acilgstlichkeit und Schwächherzigkeit sind im Frieden vcrabschiucnZ- wert, im Kriege sind sie verhängnisvoll. Lloyd George tut, was jeder Staatsmann tut. wenn er seinem Volke den Sieg in Aussicht stellt. Diesen Sieg Eng- lands zu verhindern, ist die Aufgabe, vor die sich das deutsche Volk gestellt sieht. Und eben darum kann es nur wünschen, daß die Fragen der inneren Politik, die nicht nur im britischen Reiche mit der äußeren eng zusammenhängen, mit„staatsmännischer Kühnheit" erfaßt uno gelöst werden. Spaniens neue Regierung und öie Neutralität. In einer amtlichen Note erklärt nach einem verspätet ein- treffenden Funkspruch des Wiener Korrespondenzbureaus die neue spanische Regierung datz sich der Ministerrat mit der äußeren Politik und bezüglich der inneren Politik mit der Lebensmiltelfragc, dem Export und der Verproviantierung des spanischen Marktes befaßt hat. Was Probleme internationalen Charakter» anlangt, wird sich die neue Regierung an die in der Thronrede und deren Beantwortung durch Senat und Kammer niedergelegten Grundsätze halten. Ferner wird sie nach den von den Kabinetten Dato und RomanoneS befolgten Grundsätzen handeln. Sie wird den lrieg- führenden Staaten gegenüber dieselbe strenge Neutra- lität einhalten wie jene Kabinette und die von Spanien bisher eingenommene Hallung beobachten, nämlich allen in Verträgen und Deklarationen eingegangenen Verpflichtungen treu bleiben und stets auf die Verteidigung der Ehre, der Würde und aller Lebensinteresien des Landes bedacht sein. Wie in schwierigen Augenblicken jede Regierung und mit mehr Grund eine liberale in vollkommener Fühlung mit der öffentlichen Meinung des Landes leben soll, so wird das neue Kabinett von seiner neuen Handlungsweise in internationalen Fragen Rechenschaft ablegen, und wenn e« durch irgendwelche schwer- wiegende Umstände gezwungen werden sollte, seine jetzige Stellungnahme zu ändern, soll die» nickt gc- schehen, ohne datz vorher das Parlament zu Rate gezogen würde. Der Ministerrat trat ferner sür Wiederher- stellung der verfassungsmäßigen Bürgschaften ein. Bezüglich der Weizen-, Kohlen- und Transportsrage, die in letzter Zeit eine Ber- schärfung erfahren haben, sollen sofort entsprechende Maßnahmen getroffen werden. die Tagung in Stockholm. Kopenhagen, 27. April. Der holländische Seuator Van Kol, Mitglied der Exekutive des I. S. B., ist in Begleitung eineS anderen Mitgliedes dieses Komitees, A l b a r d a, in Kopenhagen angelangt, wo er sich mit Stauning besprach. Einem Mitarbeiter des„Socialdemokratcn" erklärte Stauning. daß die holländischen Parteigenossen die besten Hoffnungen sür Friedensarbeit hätten. Van Kol habe mit- geteilt, datz die Teilnahme von französischen De- legierten an der Konferenz als sicher anzusehen ist. Er habe hinzugefügt: „D i e K o n f c r e n z muß ein Resultat zeitigen. Alle blicken mit großer Hoffnung aus die Tätigkeit der Sozialdemokrati c." die norwegischen Arbeiter gegen Aic Regierung. Kristiania, 27. April. Wie bereits gemeldet, hat der norwegische I u st i z m i u i st e r nach der für ihn ungünstigen Abstimmung über das Preßgesetz sein RücktrittSgesnch ein- gereicht. Auch andere norwegische Minister sitzen nicht mehr fest im Sattel. Besonders groß ist die Erbitterung in Ar- beiterkreisen gegen den P r o v i a n t m i ni st e r.„Social- dcmokraten" nennt die beiden Minister untauglich und kündigt an, daß die Maidemonstration die Auffassung der Arbeiter über die Regierung in deutlicher Weise zeigen würde. Englanüs riesenhafter Munitionsaufwanö. Ter Sommeretord vielfach geschlagen. London, 27. April. fRentermeldung.) Unterhaus. Bei Ein- bringimg des Gesetzes betreffend Ausdehnung des Systems der Vermischung von gelernten und ungelernten oder halb gelernten Arbeitern, das bereits in den Munitionsfabriken unter Regierung:- aufficht in Kraft ist, aus private Betriebe, gab der Sekretär im Munitionsministerium, Kcllaway, überraschende Ziffern über den jüngsten Verbrauch von Granaten an der Front. Er sagte: Während der ersten Woche der jüngsten britischen Offensive war unser Verbrauch an Granaten von 1ö Zentiinctcr und darüber fast zweimal so groß wie der in der ersten Woche der Tommc-ssensive, während der Verbrauch in der zioeiten Woche der jüngsten Offensive sechseinhalbmal so groß war wie der in der zweiten Woche der Sommeofsensive. der Krieg auf öen Meeren. Deutsche Seeftugzeuge bombaröieren Sulina. Berlin, 28. April. Amtlich. Deutsche Secflugzeugc haben am 26. April die Hasenanlagen von Siilin» erfolgreich mit Bomben beworsea. Starke Brandwirkung im Hasengclände und aus Leichtern wurde beobachtet. Sämtliche Flugzeuge sind«roh heftigen feindlichen Abwehrfeuers wohlbehalte» zurückgekehrt. Sulina liegt an dem mittleren der drei Mündungsarme der Donau und gehört zu Rumänien. Seesperre unü Versenkungen. Kopenhagen, 27 April. Das Ministerium des Aeußern meldet: Folgende dänische Schisse wurden versenkt: Der Dampfer R o r d s ö e n, von Norwegen nach Italien, an der portugiesii-ben Küste, der Schoner Anna R i s e. von Amerika nach Dänemark mit Oelluchen in der Nordsee, die Bark E st e. von Amerika nach Dänemark mit Futterkuchen, und die Bark C a l l u n a, von Dänemark nach Amerika. Kovcnhagcn, 27. April..Nationaltidende" meldet aus Bergen. Der finnische Dampfer FixoS wurde bei den ShettandSmieln torpediert. Er sank so schnell, daß die Besatzung nicht die Booie be- steigen konnte. Von 22 Mann wurde nur einer gerettet. « Rotterdam, 23. April. Der Hafen von B e l s a st ist wegen Minengefahr von den englischen Behörden gesperrt worden. » Amsterdam, 23. April. Aus Vmuiden wird gemeldet: Gestern abend wurde hier die aus 11 Köpfen bestehende Besatzung des niederländischen Dampftrawlers A m st e l d y* � 1-2 flclandet Der Trawler war gestern morgen in der.Nahe des Haae-�euer- schiff-5 durch ein deutsche- U-Boot bcrscnlt ivordeu. Da- Unterseeboot fcuerle Warnungsschüsse ab, um den Trawler zum Stoppen zu ver« anlassen und ihn aufzufordern, ein Bool auszusetzen. Diesem An- suchen wurde sofort nachgekommen. Der ganzen Bemannung wurde befohlen, das Schiff zu verlassen. Man protestierte dagegen mit der Begründung, dajz man sich in der freien Fahrrinne befinde und das Bool nur ein Fischerfahrzeug sei. Das ausgesetzte Boot ruderte darauf»ach deni Trawler zurück, um die noch an Bord befindliche Besatzung abzuholen. Nachdem der Trawler von der gesamten Be- sayung verlassen war, wurde da- Fahrzeug von dem Unterseeboot durch eine Anzahl Schüsse verieukt. Die Versenkung wird im Sperrgebiet erfolgt sein. De? neue Tag öer �trrasschlacht. Berlin, 28. April.(W. T. B.) Die Schlacht bei ArraS nimmt ihren Fortgang. Ter heftige Artilleriekampf hielt nördlich und südlich der Scarpe auch am 27. mit voller Stärke an. Besonders beider- seits der Straße A r r a s— C a m b r a i hatte das feindliche Feuer die ganze Nacht hindurch außerordentlich heftig getobt, um sich gegen Morgen zu stärkstem Trommelfeuer zu steigern. Um 8 Uhr vor- mittags setzten die Engländer beiderseits dieser Straße zu neuen wütenden Angriffen an. Wie an den vorhergehenden Kampftagen, trieben sie auch am 5. Schlachttage ihre Jnfanteriehaufen in meh- rcreu Sturmwellcn bis zum Nachmittage gegen die deutschen Stel- langen vor. Wie an den Vortagen wurden sie zusammenkartätscht. An einzelnen Abschnitten kam es zu Nahkämpfen, wo unsere Hand- granaten die Entscheidung brachten. Trotz der erbittertsten feind- lichcn Versuche, an dieser alten Angriffsstelle endlich einen Erfolg zu erringen, wurde die gesamte Stellung von unseren tapferen Truppen restlos gehalten. Der Engländer kam nicht einen Schritt vorwärts und erlitt wie an den Vortagen allerschwerste Verluste. Das englische Feuer lag weiter mit gleicher Stärke auf diesem Frontabschnitt. Vorfühlende stärkere feindliche Patrouillen wurden westlich R o e u x und westlich R i e n co u r t durch Feuer vertrieben. In der Gegend von Queant bekämpfte unsere Artillerie erfolgreich die feindlichen Batterien. In der Nacht zum 28. schwoll das feindliche Artilleriefcuer abermals zu großer Heftigkeit an, um sich gegen Morgen auf dem ganzen 30 Kilometer breiten Frontabschnitt von nördlich Laos bis südlich Rienrourt zum Trommelfeuer zu steigern. Nach einer bis zum äußersten gesteigerten feindlichen Feuerwirkung setzte am 28. ä Uhr 30 Minuten vormittags ein neuer heftiger englischer An- griff gegen die Linie Acheville— südlich Fontaine auf beiden Seiten der Searpebachniederung ein. feindliche Kriegsberichte. Französischer Heeresbericht vom 27. April nach« mittags. Der Artilleriekampf war ziemlich lebhaft südlich von S r. Qu entin, im Abschnitt von N a n t e u i l- l a- F o s s e. S a n e h und bei L a V i l l e- a u- B o i s. Im Lause der Nacht versuchien die Deutschen an verschiedenen Punkten unserer Front Handstreiche und Teilangriffe, die von unseren Maschinen- gewehnnminschanen oder von unseren Handgranatenwersern leichr zurückgeschlagen wurden. Der Feind erlitt fühlbare Verluste, nameiitlich am Westrande des Waldes von St. G o- b a i ii, im Abschuilt von Reims und nordwestlich von Aub eriv e. Auf unserer Seile gelangen uns mehrere Teilunternehmungen. In der Gegend von Hurtebise und E e r u y gewannen wir Gelände und machten etwa 40 Gettnigene. Auf dem Massiv von M o r o n- V i l l r e r S nahmen wir mehrere Grabenabschnitte und besetzten einen Stützpunkt östlich vom.Berg ohne Namen". Bei einem Ein- brach in die deutschen Linien im P r i e st e r w a l d e fügten unsere Abteilungen den Deutschen schwere Verluste zu. zerstörtest Unter- stände und führten Gefaugeue mit zurück. Die Zahl der Geschütze, die wir dem Feinde während der Schlacht, die am 16. April begann, zwischen Soisions und Aubörive abgenommen haben, erreicht gegen- wärtig 130. Vom 27. April abends. Bemerkenswerte Tätigkeit der beiden Artillerien nordwestlich von Reims und in der Champagne. »leine Jufanleriegefechle. Der Tag verlief verhälluismäßig ruhig auf der übrigen Front. Englischer Heeresbericht vom 27. April. Der Feind griff erfolglos in der Nähe Tayot(?) nordwestlich von El. O u e n t i n au: er wurde mir Verlusten zurückgetrieben und ließ eine Anzahl Gefangener in unseren Hände». Wir erbeuteten die Steinbrüche und den Ostrand von Hargieonrt, Wir führten auch erfolgreich örlliche Uirlernehmungeir in der Nähe der Straße Arras— Cambrai und des Vorsprunges zwischen Rouer und G a v r e l l e ans und eroberten wichtige Stellungen an beiden Punkien. Vom 27. April. Es hat sich nichts von Bedeutung an der Front ereignet. Gestern herrschte von neuem lebhafte Flugtätigkeit. Die Lage an üer Tigrisfront. Heeresbericht aus Mesopotamien. n.as 30. türkische Armeekorps zog sich Dienstag nacht in aller Eile an beiden Ufern des Shatt el Adyaim in der Richtung auf die Berge von Febelmanrin zurück, wo es sich eingräbt. So ist der zweite Versuch, die Operation des Generals Maude gegen das 18. Armeekorps zu behindern, fehlgeschlagen. Kleine Kriegsnachrichten. Rußland zwang Rumänien zum Kriege. Rotterdam. 27, April. Dem.Nieuwe Rolterdamfchen Courant" zufolge wird dem„Dailh Telegraph" auS Petersburg gemeldet: In rumänischen Kreisen werde die Erklärung � des früheren rumänischen Krieg-- Ministers und Generalstabschefs Zlieseu, daß Rußland Rumänren durch ein Ultimatum zur Teilnahme am Kriegs gezwungen habe, viel besprochen. Die polnische Armee. Nach dem Warschauer„Glos" wurde an Stelle des Grafen Szepiycki der bisherige Führer der dritlen Legionenbrigade Zygmunt Zielrnskl zum Kommandanten der Legionen, welche die Kadres der sich bildenden polnischen Armee sind, ernannt.— Der bisherige 5iommandant der polnischen Legionen Generalmajor Graf Szeptycki ist an Stelle des Feldzeugmelsters Knl zum Generalgouverneur von Lublin ernannt worden. Kundgcbuiige» in New Aork. Lyoner Blätter melden aus New Norl, daß nach einer Versammlung zugunsten der Aufrecht- crhaltung der Neutralität sich ungefähr zwanzig Umzüge bildeten, an denen viele Tausende von Personen reil- nahmen. Die Kundgebungen, die anfangs friedlich verliefen. wurden durch Kriegsanhänger gestört, so daß schließlich die Polizei einschreiten mußte. Der deutsche Gesandte in Brasilien, von Pauli, ist mit dem Ge» sandiicbaftsperional aus Rio de Janeiro abgereist. Gegen Rooscvelts Freikorps für Frankreich. Washington. 23. April. Das Repräsentantenhaus hat mit 170 gegen lOZ Stimmen den Zmatzantrag zum MMtärgefetz abgelehnt, der Roofevelt ermächtigen sollte, eine Armee von Freiwilligen für den Dienst in Frankreich aufzustellen. Neue Jntcrmerungen von Deutschen in Südafrika. Wolfis Bureau meldet: Au- Furcht vor Unternehmungen deutscher U-Boore an der kapländischen Küste hat die Regierung Mitte Februar die Festsetzung aller Deutschen angeordnet, die im Bereich von 40 englischen Meilen von der See aus wohnhaft waren, und diesmal auch die Missionare nicht verschont. Den vor- liegenden brieflichen Nachrichten zufolge ist eine weitere Gefangen- setzung von Deutschen tu Südafrika nicht erfolgt. politische Uebersicht. Abgeordnetenhaus. T t a a t s a il f s i ch t ü b e r K o m m u n a l v e r b ä u d c. Tos preußische Abgeordnetenhaus beschäftigte sich am Tonnabend mit der wichtigen Frage der Staatsaufsicht. An- laß dazu gab ein Antrag Dr. Arendt(fk.) und Genossen, der die Regierung ersucht, dem Landtage möglichst bald den Entwurf eines Gesetzes vorzulegen, durch das die Staatsauf- ficht über die Komninnalverbände, insbesondere durch Wände- rirng einiger Bestimmungen des.Kommunalabgabengesetzes und der Städteordnungen sachgemäß eingeschränkt wird. Die iltotwendigkeit einer Beseitigung des heutigen Zustandes wurde von allen Seiten anerkannt, und auch der Unterstaats- sekretär ini Ministerium des Innern D r e w s stellte unum- wunden eine baldige Reform in Aussicht, die wenigstens in etwas das Selbstverwaltnngsrecht der Gemeinden erweitert. Mit der Tendenz des Antrages erklärte sich namens der sozial- deniokratischen Fraktion auch Genosse Hirsch einverstanden, doch forderte er vor allem ganze und gründliche Arbeit; die Reform dürfe nicht ans halbem Wege stehen bleiben, sondern man müsse die Grundlagen unserer Städteordnung ändern, das Dreiklassenwahlsystem mit dem Hansbesitzerprivileg fallen lassen und ein wirklich freies Selbstverwaltungsrecht schaffen. Unter Ablehnung eines konservativen Antrags auf Kommis- sionsberatung wurde der Antrag schließlich in einer von dem Genossen Hirsch beantragten abgeänderten Fassung einstim- mig angenommen. Wir wollen hoffen, daß die Reform nicht allzulange auf sich warten läßt. Weiter nahm das Haus den bereits niitgeteilten Antrag auf Beurlaubungen zur Frühjahrsbestellung und einige kleinere Borlagen an. Bor Eintritt in die Tagesordnung entspann sich eine interessante Geschäftsordnungsdebatte: die Fortschrittler pro- testierten dagegen, daß am Tage vorher ihr Antrag betr. Schlichtungsstellen einer Kommission überwiesen war, ohne daß der Präsident den: Antragsteller das Wort zur Begründung gegeben hatte. Man einigte sich, um den unliebsamen Zwischenfall aus der Welt zu schaffen, dahin, den Antrag noch einmal auf die Tagesordnung einer Sitzung zu setzen. Am Montag beginnt die zweite Lesung des Entwurfes eines Wohnungsgesetzes. Irrige Auslegung. Vom Genosien Dr. Paul L e n s ch erhalten wir eine Zuschrift, die sich auf unsere, an den Mahnruf der Gewerkschaften angeknüpften Ausführungen in der Freitaguummer bezieht. Genosse Lensch schluß- folgert aus unseren Bemerkungen, daß der.Vorwärts" sich bezüg- lich de- Zeitpunktes der Neuorientierung zu seinen hier nieder- gelegten und von der Redaktion bekämpften Ausführungen bekehrt hätte. Diese Auslegung ist durchaus irrig. Wir hatten in unseren Ausführungen nichts weiter gesagt, als der festen Zuversicht Aus- druck gegeben, daß nach dem Kriege die Arbeiterschaft auf alle Fälle mir Hilfe der zurückkehrenden Feldgrauen die Kraft haben werde, sich ihr Recht im Staat zu erkämpfen. Damit wollten wir, wie auS dem Zusammenhang hervorgeht, zeigen, daß für die Masten kein Anlaß vorliegt, mitten im Kriege zum Verzweiflungsmittel der «direkten Aklion" zu greifen. Unsere stet» mit großer Schärfe betonte Auffassung, daß mit offeukundigeu. Mißständen schon jetzt aufgeräumt werden muß, daß— aus Gründen der inneren wie der äußeren Politik— mit dem Nebergang Deutschlands zu freieren Formen des StaatSlebenS nicht gezögert werden kann, und daß e- die Pflicht der Regierung und des Reichstags ist, das jetzt Notwendige jetzt zu tun, wird dadurch nicht im mindesten berührt. Giesberts über das Preuhenwahlrecht. In einer Berliner Versammlung der„Freien Vatcrlän- bischen Vereinigung" sprach gestern abend neben anderen Rednern der christliche Arbeiterführer Giesberts über das Preußemvahlrecht. Wie er sich die Gestaltung des Wahlrechts denkt, darüber sprach er sich aber nicht klar aus. Es scheint, daß auch er sich für das gleickze Wahlrecht nicht gerade be> geistern kann und geneigt ist, für größere Kinderzahlen Zu- satzstimmen zu gewähren im Interesse der Volksvernieh- rung.(I) Aber, meinte er schließlich, man konnte es auch in Preußen mit deni gleichen Wahlrecht versuchen.(!) Dadurch würde zwar der Einfluß der Sozialdemokratie, besonders der radikalen Linken, im Abgeordnetenhause be- deutend gestärkt werden. Das würde a b e r zu Befürchtungen keinen Anlaß geben, so lange wir imHerrenhauseund in den Kronrechten ein Gegengewicht gegen das Abgeordnetenhaus haben. Von Herrn Giesberts hat man in letzter Zeit manch seit» sames Stück erlebt. Dies aber ist das selffamste! Ja Bauer, das ist gauz was andres! Die„Deutsche Tageszeitung" beschuldigt die Sozialdemokratie in der heftigsten Weise, daß sie durch ihre Kritik an der Forin des Grönerschen StreikerlasseS die Streikstimmung der Arbeiter b e» günstige und sich so zum Mitschuldigen künftiger Streiks in der Munitionsindustrie mache. Wer hat doch gleich immer behauptet, daß die scharfe Brand- markung gewisser Fälle von Getreideverfütterungen, Lebens mittelzurückhaltungen usw. aus die Land- Wirte verärgernd wirke. daß eine solche Kritik für die Produktion slu st der Landwirte nur schädlich sei und daher zu unterbleiben habe?!— War das nicht die «Deutsche Tageszeitung"? Und hat sie dann nicht— am Maßstab ihrer eigenen Logik gemessen-- Zurückhaltungen und Versütterungeir begünstigt und sich wissentlich zur Mitschuldigen an der Erna hrungS- krise in den Städten gemacht? Wucher mit Dörrobst. Eine kleine Anfrage des bayerischen Zentrums abgeordneten Dr. Trendel stellt folgende Tatsachen fest: Der Pflaumenhöchstpreis in Bayern betrug August 1S16 15 Pf. pro Pfund. Dörrpflaumen wurden im März 1017 mit 3,30—3,80 M. pro Pfund gehandelt.— Kirschen kosteten 38—46 Pf., das Liter Kivschsasl kostete dagegen 8— 8,50 M.(Friedenspreis 1,50 M.) Dörr- zlvetschgen, die im Herbst den Bauern für 80 M. abgenommen wurden, wurden im Winter den militärischen Stellen um 200 M. angeboten. Dr. Trendel fragt, was der Reichskanzler gegen diesen Wucher zu tun gedenkt. Zum 7-Uhr-Ladeuschluft. Tie kleine Anfrage de» Reichstagsabgeordneten Genossen Hoch zum 7.Uhr-Ladenschluß, die wir bereits inhaltlich bekannt- gaben, hat folgenden Wortlaut: „Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß. 1. die angeregte H e r a V i e y u n g der Ladeuschlußzeit von 7 auf 8 Uhr entschiedenen Widerspruch der beteilig- ten Handlungsgehilsen und der meisten Ladenbcsitzcr gefunden hat, 2. in vielen Orten die Jnbav, r der Lebensmittelgeschäfte freiwillig den 7-Uhr-LadenschIuß eingeführt haben, 3.'bei dem Zentralverband der Handlungsgehilfen bereits bis zum 23. April 1017 mehr als 7000 Zustimmung-- erklärnngen von Geschäfts i n h a b e r n und über 15 0 0 0 0 Z u st i in m u n g o e r k l ä r u n g e u von Hand- lungsgehilfcn und Handels Hilfsarbeitern für die dauernde Beibehaltung des 7-Uhr-Ladenschlusies und� seine � Ausdehnung auf die Lebensmittelgeschäfte eingegangen sind, 4. von weiten Kreisen der Beteiligten die Ausdehnung des 7-Uhr-Ladenschlusses aus den Sonnabend gefordert wird? Was gedenkt der Herr Reichskanzler zu tun, damit diesen � Wünschen Rechnung getragen wird?" Inzwischen hat der Bundesrat, wie amtlich mitgeteilt wird, davon Abstand g e n o in in e u, die geltenden Bestimmungen über den 7-Uhr-Ladenschluß für die Dauer der„Sommerzeit" aus- z u h e b e n. In der Bundesratssitzung vom 26. April ist lediglich eine Ergänzung der Bestimmungen in S 2 der Verordnung über die Ersparnis von Brennstoffen und Bcleuchtungsmitteln vom 11. Dezember 101L dahin beschlossen worden, daß Verkaufsstellen, in denen der Verlauf von Lebensmitteln oder von Z c i- t u n g e n als Haupterwerbszweig betrieben wird und denen in- folgedessen gestattet ist, über 7 Uhr abends bzw.(au den Sonnabcn- den) 8 Uhr abends hinaus offen zu halten, untersagt wird, in diesen Verkaufs stunden andere Waren als Nahrungsmittel oder Zeitungen zn verkaufen. Damit ist insbesondere den Klagen von Zigarren- und Tabak- Händlern entgegengekommen worden, die sich dadurch benach- teiligt fühlten, daß in Stunden, in denen sie selbst ihre Geschäfte geschlossen halten mußten, Lebensmittel- und ZeitungShäudler Tabalfabrikate feilbieten konnten. Hiermit kämpfen Götter selbst vergebens. Wir inadjicli in unserer Sonnabendnummer auf einen Rorrespondeilzartikei de- Ad- mirals z. D. von Thomsen wegen der darin enthaltenen geradezu kindlich anmutenden politischen Irrtümer auf- merksam. Aber gewisie Leute sehen blindlings in jeder Kritik von unserer Seite eine Empfehlung. Und so kann denn joderinann i n der Sonnabendausgabe der« V e r I i n c r N e u e st e n N a cii- richten' den Thoms'enschen Artikel lesen, samt der zweimal darin aufgestellten wundersamen Bchauptimg. daß im französischen Parlament die Sozialde m okraiie die Majoritäi besitze.— Wir geben resigniert den Kampf auf in dem Bewußt- sein, daß hier Götter selbst vergebens kämpfen würden. Parteinachrichten. Maifeier in Oesterreich. Wie uns auS Wien gemeldet wird, haben der Parteivorsiand und die GewerkschaftSkoiniiiiision Oesterreichs beschlossen, den I.Mai — nach dem in Oesterreich herrschenden Brauch— durch Arbeits- ruhe zu begehen. Am Nachmittag werden F r i e d e n s V c r- sammlungon veranstaltet werden. Klärung in Würzburg. Am Sonnabend, den 2t. April, saud eine Sitzung der Gesellschafter und der Prehkomniission des Würz- burger Parteiblattes statt, an der auch die Redakieure und der Ge- schäftSsührer teilnahmen. Von Milgliedern der Preßkommiision wurde es als ein unhalibarer Zustand bezeichnet, daß im„Fräuki- scheu Volksfreund" zum Beitritt zur neueii Unabhängigen Partei und damit zum Austritt aus der alten Partei aufgefordert werde. Nach eingehender sachlicher Aussprache erklärte Dr. Geyer, eS sei für ihn a u S g e s ch I o s s e u, a ii d e r s zu h a u d e ln, als er da» bisher getan dabe; el sei ihm unmöglich, im Blatte auszusprechen, die Genossen sollen der allen Partei treu bleiben und davon abzu- raten, daß die Genossen der neuen Partei beitreten. Taraus wurde in geheimer Abstimmung mit 11 gegen 3 Stimmen der Antrag eines Mitgliedes der Preßkommissiou angenommen, daß unter diesen Umständen Geyer die Redaktion des.Volk-freundeS" nicht mehr weiterführen könne._ Letzte Nachrichten. Tic französische Mehrheit gegen Stockholm! Haag, 28. April. Havas meldet aus Paris: Die periuanenie administrative Kommission der französischen sozialistischen Partei hat auf den Aufruf der niederländischen Genossen zu einer Teil- nähme an der internationalen Konferenz am 15. Mai in Stockholm geanüvortet: Sie stelle in Abrede, daß die niederländische Abord- nung die Befugnis habe, im Namen der Internationale zu sprechen. Die anberaumte Konferenz scheine keine bestimmten Ziele zu haben, denn ihre Tagesordnung sei unbekannt, und man werde den französischen Sozialisten keine Vollmacht zur Reise nach Stock- Holm erteilen können, weil kein einziger der Partei auf die übliche Weise in Kenntnis gesetzt worden sei. Die Kommission macht weiter den Deutschen und Oestcrreichcrn zum Vorwurf, daß sich der Sozialismus ihrer Länder au dem Angriff mitschuldig gemacht hätte. Die Wiederaufnahme der Beziehungen mit ihnen werde erst nach dem Kriege statt- finden können. Die sogenannte Stockholmer Konferenz würde überhaupt dazu beitragen können, die Bestrebungen für einen Sonderfrieden zu begünstigen. Die französische Partei könne aber an solchen Plänen nicht mitwirken und kein einziges Mitglied der Partei werde daher einen Auftrag zur Stockholmer Konferenz erhalten. Die Partei der srailzösischeit Sozialisten könnte sich nicht zu solchen Absichten hergeben in einer Stunde, wo die deutsche bicgie- rung sich weigere, ihre Kriegsziele bekannt zu geben. (Die Auffassung, die deutschen und österreichischen Sozialisten hätten sich an einem Angriff„mitschuldig gemacht" und die Stock- Holm er Konferenz diene einem Sonderfrieden, kann nicht anders denn als ein gewolltes Mißverständnis bezeichnet werden. Red. d..«.'.) Guatemala gegen Deutschland. London, 28. April. Dem Reuterschen Bureau wird aus Paris gemeldet, daß in einem Telegramm aus Guatemala amtlich der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Deutschland mit- geteilt wird. Desertion und Landaufteilung. Bern, 28. April.„Petit Parifien" meldet aus Odessa: Der landwirtschaftliche Ausschuß der Offizier- und Soldatendclegierten beschloß, jeden nicht bis zum nächsten Sonntag zu seiner Truppen- einheit zurückgekehrten Deserteur des Rechtes verlustrg zu crkfiiren, au der künftigen Landaufteiluiig teilzunehmen. Zahlreiche Bauern desertierten bekanntlich, um bei der Land- aufteilung nicht zu fehlen.__ Der Streik der schwedischen Hüttenarbeiter. Stockholm, 28. April.(Meldung von Swenska Telegram- Bhran.) Der Ausstand auf den schwedischen Hüttenwerken, der seit Mitte März gedauert hat, ist jetzt durch ein mit dem Verband der Metallindustriearbeiter getroffenes U e b e r e i n k o m m e n glücklich beendet worden. Die Arbeit wird Anfang nächster Woche wieder aufgenommen, GewerffchHsbewVMV Einigung im SaugeWsrbe in Aussicht. Ueber die Teuerungszulage iiu Baugewerbe wurde aui 26. April im Reichsamt des Innern in Berlin verbaudelt. Nach einer uns telephonisch übermittelten Meldung ist eine Berständigung erzielt worden. Die Zulage soll vom 27. April ab für die weitere Tauer des Tarifvertrages 12 Pf. für die Stunde betragen. Eine Staffelung der Löhne nach Orts- großenklassen oder eine Verteilung der Zulage auf ver- schiedene Zeitabschnitte findet nicht statt. Etwaige vorher örtlich vereinbarte Teuerungszrllagen werden bis zu 15 Pf. angerechnet; soweit sie über 15 Pf. hinausgehen, bleiben sie bestehen. Für die Gültigkeit dieser Vereinbarung soll als Voraus- sotzung dienen, daß die Unternehmer den Mehraufwand für diese Zulage von den bauauftraggebenden Behörden und Ver- waltungen ersetzt bekommen; auch in denjenigen Fällen, in denen die Bauverträge bereits geschlossen sind. Eine solche Zusage soll bestimmt zu erwarten sein, so daß die Verein- barung ini Baugewerbe als gesichert zu betrachten ist. verlin unö Umgegenü. Neue Lohnregelimg im Vangewerbe Groft-Berlins. Tie seit Beginn des Jahres schwebenden Verhandlungen im Baugewerbe Groß-BerlinS über eine Neuregelung der Lohnsätze haften nunmehr ihren vorläufigen Abschlug gefunden. Der be- stehende Vertrag, der im Frühjahr 1316 für die Zeit vorn 1. April 1916 bis 31. März 1318, also auf zwei Jahre, vereinbart wurde, sah eine Lohnerhöhung von 81 Pf. auf 3ö Pf. bzw. 38 vor. Diese Lohnerhöhung war durch die rapide steigende Verteuerung der Lebenshaltung bereits überholt, ehe sie in Kraft trat. Man hatte bei Abschluß des Vertrages mit einer so ungeheuren Preissteigc- rung aller Gebrauchsgegenstände nicht gerechnet, wie sie später ein- trat. Die Folge davon war, daß die iin Vertrage festgelegten Lohnsätze ganz allgemein überschritten wurden. Die Arbeiter konnten mit diesen Löhnen den notwendigen Lebensunterhalt nicht bestreiten. Das sahen viele Unternehmer auch ein und es kam in den meisten Betrieben wiederholt zu Lohnaufbesserungen, die der außergewöhnlichen Teuerung wenigstens zum Teil gerecht wurden. Dieser Zustand war deni Verbände der Baugeschäfte höchst unangenehm, so daß er sich veranlaßt sah, das Kriegsamt daraus aufmerksam zu machen. Das Kriegsamt schlug daraufhin den Parteien vor. zu Verhandlungen zusammenzutreten und eine Regelung der Löhne von neuem vorzunehmen, ein Vorschlag, dem beide Teile zustimmten. Sonderbarerweise erklärten die Vertreter des Verbandes der Bangeschäfte zu Beginn der ersten Sitzung, daß sie in eine Beratung der Löhne erst eintreten könnten, nachdem die Arbeiterorganisationen ihnen eine genügende Garantie für die Jnnehaltung der neuen Vereinbarung gegeben hätten. Die Vor- gänge auf den Arbeitsstellen, insbesondere die erheblichen Ab- wcichungen von den im vergangenen Jahr vereinbarten Löhnen, sei die Veranlassung zu ihrem Verlangen. Das Ansinnen wurde von den Arbeitervcrtretcrn zurückgewiesen, weil es an sich selbstvcr- ständlich sei, daß die am Vertrage beteiligten Organisationen die Durchführgitg und Jnnchaltung der Vereinbarungen zu gewähr- leisten haben. Die Voraussetzung aber sei» daß der Inhalt des Vertrages den Bedürfnissen der Zeit entspreche und die Möglich- keit biete, den außergewöhnlichen Verhältnissen gerecht zu werden. Bei dem bestehenden Vertrage sei das nicht der Fall und daraus erklären sich die mehrfach vorgekommenen Abweichungen. Sollen in Zukunft Verstöße gegen den Bertrag vermieden werden, so müsse er in dem angedeuteten Sinne ergäirzt werden. Es sei deshalb richtig, erst den Inhalt des Vertrages zu bestimmen, ehe über Garantien für seine Durchführung verhandelt werde. Da die Ver- treter des Verbandes der Baugeschäfte auch in einer späteren Sitzung auf ihrenr Standpunkt beharrten, wurden die weiteren Verhandlungen als aussichtslos aufgegeben. Das Kriegsamt hat dann die Parteien noch einmal zusammen- geführt und sich erboten, die Verhandlungen zu leiten, mit dem ausdrücklichen Bemerken, daß es nicht beabsichtige, Einfluß auf die- Parteien auszuüben, sondern sich aus eine vermittelnde Tätig- teit beschränken wolle. Nach längeren Verhandlungen � wurde schließlich folgendes Ergebnis herbeigeführt: Ter Stundenlohn beträgt für Zimmerer, Maurer und die übrigen Spezialberufs des Baugewerbes, die am Vertrage beteiligt sind, vom 12. Mai ab 1,23 M., er erhöht sich vom 2. Juni ab um 13 Ps. ans 1,33 M. und vom 7. Juli ab um weitere 3 Pf. auf 1,13 Ti. Aus denjenigen Arbeitsstätten, wo höhere Lohnsätze gezahlt werden, dürfen Lohnherabsetzungen nicht vorgenommen werden. Ueber die Dauer dieser Vereinbarung wurde be- stimmt: Innerhalb des bis zum 31. März 1318 laufenderi Ver- träges vom 22. April 1316 sollen in Abänderung desselben die obi- gen Löhne bis zum 31. August 1917 Gültigkeit haben. Sofern eine Vertragspartei eine Abänderung der Löhne für die weiteren drei Monate, also bis zum 33. November 1317, wünscht, bat sie vor dem 1. August 1317 der anderen Vertragspartei die Abänderungs- antrüge schriftlich einzureichen. Die Verhandlungen müpen bis zum 8. August ihren Anfang genommen haben. Für die Sicherung des Vertrages wurden die nach stehenden Bestimmungen vereinbart: Die Vertragsparteien verpflichten sich, für die strikte Inns Haltung aller Vertragsbestimmungen, namentlich der vereinbarten Lohnsätze, einzutreten. Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, daß das Fordern und Anbieten höherer oder niedrigerer Lohnsätze, als im Vertrage vereinbart, als Vertragsverletzung gilt. Wird einer Vertragspartei eine Vertragsverletzung bekannt, so hat sie dies pflichtgemäß der anderen Vertragspartei umgehend mit- zuteilen. Beauftragte beider Parteien haben dann gemeinsam Abhilfe zu schaffen. Gelingt dies nicht, so ist der Fall der Acht- zehner-Kommission zur weiteren Behandlung zu überweisen. Zu diesen Vereinbarungen haben nunmehr die beteiligten Organisationen Stellung zu nehmen und darüber Beschluß zu fassen. Hudlond. Streik in Kristiania. Kopenhagen, 27. April.„Nationaltidende* meldet aus Kristiania: Auch die P o st b e a m t e n habe» sich der Lohnbewegung der Staatsange st ellten angeschlossen. Der Sekretär des Eisen- bahnerverbandes erklärie, wenn die Lohnforderung der Eisen- b a h n e r abgelehnt würde, könnten die Mitglieder des Verbandes, im ganzen 5333, nicht einen Tag länger arbeiten. Inöustrie unö Handel. Aus dem Berliner Wirtschaftsleben. Die Aktien-Gesellschaft G e n s ch o w u. Ca, zahlt 14 Proz. Dividende. In der Generalversammlung wurde mitgeteilt, daß volle Beschäftigung bis Ende Dezember gesichert ist.— Die Aktien- Gesellschaft Hein, Lehmann u. Co. zahlt gleichfalls 14 Proz. Der gegenwärtige Auftragsbestand übersteigt den des Vorjahrs um 16' Millionen. Die Aufträge sind laut Bericht durchweg zu gewinn- bringenden Preisen hereingenommen.— Der Berliner Spediwur- Verein Aktien-Gesellschaft zahlt 5 Proz., ans Vorzugsaltien 6 Proz. Er hat im feindlichen Ausland mehr als 2 Millionen Mark aus- stehen.— In den Aufsichtsrat der Lübecker Privalbant ist Direktor v. Sydow von der Deutschen Bank, Hamburger Filiale, eingetreten. Eine Fusion kommt jedoch, wie von zuständiger Seite versichert wird, nicht in Frage. Hiberma. Die„Hiberma" hat ihre letzte Generalversammlung als selb- ständiges Unternehmen abgehalten und geht nun in den Betrieb der preußischen Bergverwaltung über. Der gesamte Aufsichtsrat legte sein Amt nieder, an seine Stelle wurden Oberbergbauptmann v. Velsen und acht andere staatliche Vertreter gewählt. Zuvor wurde die Dividende auf 15 Proz. festgesetzt. Die Generalversammlung war von sechs Aktionären besucht, die ein Aktienkapital von 6189 933 M. vertraten. SoZialss. Altersrente. Nach§ 1278 Abs. 2 der Reichsverncherungsordnung haben die» jenigen Versicherten Anspruch ans Gewährung der Allersrente, die 1233 Wochenbeiträge geleistet haben, alio die Wartezeit erfüllten. Voraussetzung dabei ist. daß das 63. Lebensjahr erreicht ist. Eine Abkürzung der Wartezeit lri:: ein, wenn der Versicherte bei Jnkrasl- lreten des Gesetzes, zumeist dem 1. Januar 1831, das fünf- unddreißigste Lebensjahr überschritten haue. Dann mindert sich die Wartezeit von 1233 Wochen um so viel mal vierzig Wochen, als Jahre über das sünfunddreißigste Lebensjahr zurückgelegt waren. Diese Vergünstigung wird aber nur denjenigen z» teil, die entweder in den ersten fünf Fahren seit Bestehen des Ge« setzes mindestens 233 Marken geklebt oder in den drei Jahren vor dem Inkrafttreten der Versicherung nicht nur vorübergehend später versicherungspflichtig gewordene Lohnarbeit vorrichtet haben, das letztere muß durch Arbeitsbesche>nigungen nackgeiviesen werden. Wir haben an dieser«telle schon oft aus den Wert derartiger Bescheini- gungeu aufmerksam gemacht. Je länger die Versickerten mit der Beschaffung derselben warten, um so schwieriger ist sie, oft ganz unmöglich. An der Hand eines erst vor kurzem entschiedenen Falles soll wieder der Werl dieser Bescheinigungen nachgewiesen werden: Die 1813 geborene ZeilungSträgerin W. stellte den Antrag auf Ge- Währung der Altersrente. Sie balle 1136 Beitragswochen geleistet. Bei der Prüfung der Karten stellte sich heraus, daß die Frau in den Jahren 1891 bis 1893 nnr 13 Beiträge geleistet hatte. Bei der Vernehmung vor dem Versicheruiigsamr konnte sie auch nicht angeben, wo sie in den Jahren 1888 bis 93 gearbeitet halte. Ihr Anspruch wurde daher nach de» Besiimniunge» des Gesetzes abgewiesen. Nachträglich behauptete die W., in den in Betracht kommenden Jahren aus dem Kohlenplay von F. beschäftigt gewesen zu sein. Der Arbeitgeber war nicht mehr aufzusinden. Statt dessen konnte die W. noch einen Arbeiter, der mit ihr zu- sammen in der fraglichen Zeit gearbeitet hatte, namhaft machen. Dieser wurde als Zeuge vom Oberversicherungsamt vernommen und bestäligte die Angäben. Erst auf Grund dieser Bekundungen wurde die Landesversicherungsanstalt Berlin verurteilt, der Klägerin ab 1. Januar 1316 die Altersrente zu zahlen. Das Ober- verficherungsamt hielt den Beweis für erbracht, daß die Klägerin in den Jahren 1888—33 Lohnarbeit verrichtet halle, demzufolge einen Anspruch aus die Ermäßigung der Warlezeil hatte. Nicht immer aber gelingt dieser Nachweis, daher wiederholen wir nochmals unsere Mahnung, die Arbeitsbescheinigungen jür die vorgcsetzliche Zeit so bald wie möglich zu beschaffen. Zrauenveranstaltungen. Nereiu für Frauen und Mädchen der Arbeiterkloffe. Montag. den 33. April, abends 81/'. Uhr, in der Neuen PbUharmonic, Köpenickcr Straße 36/07:„Wir und die russischen Frauen." Ansprachen verschiedcncr Genossinnen. Berantwortl. s. Politik: Dr. Franz T iederich. Berl.-Friedenau: für d. übrigen Teil d. Blattes: Alfred Scholz, Neukölln: sür Inserate: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckcrci u. Vcrlagsanstalt Paul Singer& 6o Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen. A.WERTHEIM Damen- T�l• J aus weißem Waschvoile, Taille und IxlclQ Rock reich gestickt, moderner Hals- qq ausschnitt und Sarnrnethandgürtel......... T�"]* J aus weiß. Wasch voile, jugendliche Form, Taille rn. handgestckt. Revers u. großem Kragen, angekrauster Rock mit kleinen Frisuren W«crV»lrl■■■■aii iii 1|!1S m*' ■SS. ÜS!1" i»»»»»i»>» HÜS»•' s!»SHK hf!K!!ilffi llffl ■■sraaKBi'r�' siisäi».!»« itSS lliiuiMRni»»»»II»»»II»■■■'*5! HI Kinder- ItTlH-cA aus gestreift Waschstoff, m. einfarbigem IOC ISIIlGI Besatz.... Länge 45 cm und 50 cm l.OJ Kinderkleid SÄSsS«- rn„ 0r m.gepunkt Blendengarn., Lg. 55-400 cm fr. 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JÜ DIitca aus gestreiftem Wasch-Schleierstoff, i«-y ca DlUSe elegante Schoßform..........' 17. 50 Bluse aus guter gestreifter Seide...... 18.25 Dil TCP aus weißem Wasch-Schleierstoff. reich 1 o C A UiU�C mit Hohlsaum garniert......... lö. JU BluSe aus einfarbiger Perlseidc m. Stickerei 18.75 Morgenröcke Morgenjacke rni»-n einfarbiger Kreponblende.............. O.JU aus besticktem weißen i iOrgenjaCKe Schleierstoffm.farbiger1r nc Bandschleife...................... LD, /J M__ r aus gepunktem baum- ck kUrgenrOCK wollenen Musselin mit-j-i>n r Pelerine und Stickereikragen........... ll,/D aus gepunktem baum- x lOFgenrOCK wollenen Musselin, fesche i a Form, mit buntem Besatz.............. 14 M. M ArrrAArr»rt aus bel'geb'ümtem Woll- 1 musselin, kleiderartig ver- A/f arbeitet mit Stickereikragen............ Zftr M. Moropnmrk 5-U-S gemifstertera Krepon, i lOry"1 11 Uk-A Kimonoforra mit ein- q»? farbigem Besatz M- Kleidarr;1�:: 64» Kittelkleid wÄt 62* Damen-Maß- Abteilung besondere Werstätten für: Beste Tlaß-Anfertigung nach eigenen.Modellen Preiswerte Anfertigung Jackenkleider, Kleider, Mäntel v*. Nr. 116 ❖ 34. Jahrgang 1« Seilage des vorwärts Sonntag, 2§.�prillHl7 GroMerllu Die Berliner Schulreform. Aus dein Raihause wird uns gesibrieben: In du jüugsieu MugistratSsitzung sind die Pläne über Reugründung von Schulen und Aufstieg der begabte» Knaben ein- gehend erörtert worden. ES wird, die Zustimmung du Stadt- ucrordneten-Veriammlung vorausgesetzt, daß Sophien-Gymnasium nach dem Rurdosten verlegt und an seiner Stelle im Zcntrmn der Stadt eine Oberrealschulc eingerichtet werden. Eine zweite Ober- realschule soll ihren Platz tn du Nähe des Schillerparks finden. Das Kölln ischeGymnasium wird avniählich in eine S ib u l e für Begabte umgewandelt werden, die sich aus die erste Klasse der iöemcindeschult in einem sechsjährigen Kursus aufbaut, und zwar in der Form eines Realgymnasiums, von dem sich nach 2 Jahren ein Gymnasium abspaltet. Em Abschnitt für da» Einjährige ist hier nicht vorgesehen. Wer mit dem EinjäbrigenzeugniS in» Leben treten will, kann eine neue verkürzte Realschule besuchen, die in drei Jahren daS Pensum erledigt, und mit dem Friedrichs- Gymnasium verbunden werben soll, zugleich abu den Anschluß an eine der bestehenden Oberrcalschulen Gewähr leistet. Nur wirklich hochbegabte Schüler sollen in diese beiden neuen Anstalten auf- genommen werden. ES find im reichen Matze Freistellen, in ge« eigneten Fällen auch freie Lehrmittel und bei besonderer Würdigkeit und Bedürstigkeit ein Zusckutz von 300 M. im Jahre vorgesehen. Auch ist eine Präparandenanstalt und ein Stadtseminar für die- jenigen Knaben, die sich dem Lehrnberuf widmen wollen, in AuS- stchl genommen; doch ist diese Gründung vorläufig noch nicht spruchreif. » Datz die„Berliner Schulreform', von der man drautze» an Lande viel Susheben» gemacht hat, nicht» mit dem System der Ein- heiisschule. geschweige mit den sozialdemokratischen Schulforderungen zu tun hat, haben wir früher bereit« betont. Was der Magistrat von Berlin aber in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat. ist eine bedeutende Abschwächung desien, wa« über die Berliner Schulpläne in die Lesfentlichkeit gekommen war. Nicht jedem ge» eigneten, nicht jedem begabten Schüler, sondern nur den .wirklich(I) hoch begabten' Schülern soll der Zutritt zu den Höberen Anstalten gewährt werden! Freie Lehr- mittel sollen.in geeigneten Fällen', der Zuschutz von COO M. jährlich aber nur bei.besonderer(1) Würdig- leit und Bedürftigkeit' gegeben werden. Mit diesen Bedingungen kann man alle die vielen, die geglaubt haben, datz ihnen der Auf- stieg zu einer höheren Schulbildung möglich gemacht werden solle. bis auf einige Dutzende.wirklich Hochbegabter' zurückstotzen. Aber ganz so ist es wohl nicht gemeint, wie man au? dem.reichen Matze' der Freistellen entnehmen kann. Jedenfalls mutz indes die Fassung der magistratlichen Mitteilung die Befürchtung wachrufen, datz die ohnedies so geringfügige Reform durch besondere Eng- Herzigkeit in der Praxis noch bedeutend verschlechtert werden wird. Berliner Lebensmitteluachrichte». Vom 1. Mai ab soll B r ü h w u r st(Wiener, Jauersche, DreS- lauer. Bockwurst. Knoblauchwurst, Frumfurter) nur noch wie Fleisch mit cingewackienen Knochen auf Fleischkarten abgegeben werden und nicht wie bisher tn doppelter Menge. Diese Snord- nung hat ihren Grund darin, datz Brühwurst in der Hauptsache nur aus Fleisch und nur zu geringein Teil ouS Eingeweideteilen her- gestelU wird. StreckungSminel wie Semmel, Grütze usw. werden nicht verwendet. Die Abgabe in doppelter svkenge ist deshalb nicht gerechifenigt, sie ist nach Anordnung des Landes sleiichamtS vielmehr nur noch bei solcher Wurst zugelassen, zu deren Herstellung StreckungS- mittel verwendet worden sind. « In der kommenden Woche können fünf Pfund Kartoffeln entnommen werden._ Zur Frage der Crgamsatio« der Krieg Kteil«eh«er. Wir werden um Sufnahme folgender Zeilen gebeten: In den Kreisen der Kriegsteilnehmer, von denen sich schon ein grotzer Teil als beereSentlojsen oder beurlaubt in der Heimat befindet, wird die Frage einer Organisation in Zuiammenhang mit der modenren Arbeiterbeivegung, die auch schon in der Partei- und GewerkfchaftS- presse eingehend' diskutiert worden ist, lebhaft weiter besprochen. Namentlich die Essener Gründung eines Verbandes der Kriegsbeschädigte ti und die versuche dieses in seiner Ten- denz sehr zweifelhaften Verbandes durch Gründung neuer OrtS- gruppcir überall in der Arbeiterschast Futz zu fassen, lassen eS angezeigt erscheinen, die hiermit in Zusammenhang stehenden Fragen einmal in dem weiteren Kreise aller Kriegsteilnehmer(nicht nur der Kriegsbeschädigten) gründlich zu erörtern. In Berlin Hab«: be- reitS eine Anzahl in der Arbeiterbewegung tätiger Kriegsteilnehmer miteinander Fühlung genommen, um demnächst eine Besprechung dieker Dinge zu veranstalten. Weitere Interessenten, KriegSteil- nehme: aller Art und sonstige Freunde der Sache, welche wünschen. an dieser Besprechung teilzunehmen, werden gebeten, ihre Adresse umgehend einzusenden an: Erich Kuttner, Berlin SW. 68, Linden str. 2._ Hrinrich Segelf. Wieder ist einer unserer Alten dahingegangen. Der Charlottenburacr Stadtverordnete Genosse Heinrich v o g e l ist im Alter von fast 78 Jahren verschieden. Aus kleinbürgerlichen Kreiien hervorgegangen, erkannte er schon früh die Halbheit de« bürgerlichen Radikalismus und die wirtschaftlichen Enlwick- lungSmöglichieiten de» Proletariats und wurde noch al» Jüng- lmg in den S0er Jahren des vorigen Jahrhunderts Mitglied des von Laflalle begründeten Allgemeinen deutschen Arbeitervereins. Auf dem allgemeinen Sozialistenkongretz in Eisenach im Jahre 1889 schloß er sich der unter Führung von Bebel und Lieb« mecht begründeten sozialdemokratischen Partei Eisenacher Programm an. Den Idealen seiner Jugend ist er bi« in sein hohes Alter trea geblieben und er hat für diese Ideale nicht nur gekämpft, sondern auch reichlich gelitten. Da? ichmach- volle Ausnahmegesetz gegen die Sozialdemokratie griff auch in sein Leben zerstörend ein. Al« geprüfter Apotheker hatte er ein Drogengeichäst in Berlin eröffnet, das ihn in den Stand setzte, eine Familie zu begründen. Seine wirtschaftlichen verhält- nisse befanden sich im besten Aufschwung, al« ihn. der bereit» für eine sünfköpfige Familie zu sorgen hatte, die AuSwessung traf und feine wirtschaftliche Existenz vernichtete. Erst nach Erlöschen des Ausnahmegesetze« durfte cr nach Berlin zurückkehren und zwar ließ er sich in Charlottenburg nieder, wo er viele Jahre hindurch zu den in aller Stille eifrig tätigen Genoffen gehörte. Erst in den letzten Jahren verhinderten die Beschwerden des Alter» den hohen Siebenziger, an dem Bersanimlungsleben so regen Anteil zu nehmen, wie eS seinen Wünschen und seiner früheren Gepflogenheit entsprach. In der jüngsten Zeit bewog ihn auch der die Versammlungen füllende Parteizwist, sich von ihnen fernzuhalten. Der Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung gehörte er seit dem Januar de» Jahres 1902 an. In diesen 1b Jahren hat er sich an den kommunalen Angelegenheiten sehr rege beteiligt, in der Deputation für Gesundheitspflege, deren Mitglied er in der ganzen Zeit gewesen ist. hat er zahlreiche fruchtbare Anregungen gegeben. lieber den KreiS der engeren Parteigenossen hinaus hat er sich dadurch Achtung und Anerkennung erworben. Der.Vorwärts' verliert in dem Dahingeschiedenen einen treuen Mtarbeiter, der namentlich seinen sozialen Teil mit zahlreichen wertvolle» Beiträgen versehen hat. Die Partei wird sein Andenken stets in Ehren halten. Die Antwort de« Bundesrats nnd der Siebrnuhr-Sadeufchlnß. ?u dieser Frage hat der Zentralverband der Hand- nngSge Hilfen zum Montag, den SO. April, abend« 8 Uhr, »ach den: großen Saal der Musikersäle, Kaiser-Wilbelmstr. 81, eine Versammlung aller Ladenangestellten Grotz-BerlinS und der vor- orte einberufen, in der die in der vorigen Versammlung gewählte Kommisston über ihre Verhandlungen mit dem Bundesrat Bericht erstatten wird. Jnr Zusammenhang damit steht die vom Reichstagsabgeordneten Hoch an den Reichskanzler gerichtete kleine Anfrage, in der die Einbeziehung der Lebensmittelgeschäfte, die Ausdehnung auf den Sonnabend und die Beibehaltung des Siebenuhr-Ladcn- schlusscS für die Zeit nach dem Kriege gefordert wird. Eine Zählung der Pferde, Esel und Menlticre. die im Bezirk der Stadtgemeinde Berlin stehen, ist vom Magistrat angeordnet. Di« Anzeige der Zahl bat auf einem Vordruck zu geschehen, der jedem Tierhalter vom Statistischen Amt zugesandt wird. Sollte ein Unterhaltungspflichtiger solch einen Vordruck nicht bis zum 1. Mai erhalten, so hat er ihn vom Bureau des Statistischen AmtcS der Stadt Berlin, Poftstr. 18 III, abzuverlangen. Die ausgefüllten Bordrucke sind spätestens bis zum 5. Mai dem Statistischen Amt, Poststr. 16, einzureichen. 300 junge Türken sind in Berlin eingetroffen, um al» Lehrlinge bei Handwerksmeistern in ganz Deutschland einzutreten. Sie werden von der Deutsch-Türkischen Vereinigung verteilt und von Vertretern der verschiedenen Handwerkskammern ihrem Bestimmungsort zugeführt. Da» Bild- und Filmmut, eine neue Schöpfung de« Krieg?- Ministeriums, führte am Freitagabend einem geladenen Kresse von Pressevertretern im Bankettsaal des.Rheingolds' einige seiner Arbeiten vor. In einem einleitenden Bortrage wurde die Organi- sation und Aufgabe de« Amt« erläutert, das in erster Linie der Aufklärungsarbeit bei den Neutralen dienen soll. Die„Kognutfatrik* in dt» Markusstraße. In Provinzzeitungnr erschienen verlockende Anzeigen, nach bellen in Berlin noch grotze Mengen Kognak und zwar.Prima Ware' zu kaufen sei. Zahlung mutzte in der Wesse geleistet werden, datz der Käufer bei Empfang des DuplikatftachlbnefeS das Kaufgeld bei einer Bank anwies. Dann sollte der Versand unverzüglich erfolgen. Er erfolgte auch. aber der.Kognak' war in Wtrktichkrit gefärbtes Wasser. Der Ab- fcnder war ein Kaufmann Emil P etrusch ke, ein alter DarlehnL- ichwindler. welcher behauptete, den.Pinna Kognak' nur im Zwischenhandel vertrieben zu haben. Es gelang auch die Herkunst der Flüjstgkeit, mit der besonders Oberschleften beglückt wurde, zu ermitteln. Petruschke hatte da« Kognakgeschäft seiner Frau über- tragen. Diese lieferte nach seinen Angaben einige billige Essenzen an eine« Schankwirt Vorkauf in der Kleinen MarkuL- st r a tz e und dieser benutzte so fleißig die Wasserleitung, datz au« den Essenzen im Handumdrehen grotze Gebinde Kognak entstanden. Die Planscheret wurde sogar dem Hausverwalter zu viel. Der Schankwirt beschwichtigte ihn, zahlte für den Mehrverbrauch 10 M. zu und planschte auf dem Hofe weiter. Hier füllte und signicrle Vorlauf grotze Fässer und schaffte sie dann nach der Bahn. Petruschke und Frau waren, eine Zeitlang verschwunden. Nach ihrer Rückkehr hatte die Frau den lohnenden Betrieb wieder aufgenoiiimcir. während der Dlann jetzt in Schöneberg im Krankenhause liegt. Frau Pc- truschke, die ein möbliertes Zimmer im Westen bewohnte, wurde jetzt nach einem Besuch ihres Manne» festgenommen und cbenia wie vorkauf dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Borkanf destillierte übrigen« noch andere schöne Getränke. Ein Kaufmann Felix Schmidt und zwei Arbeiter namens Fritz Krieg und M a x Kiel brachen in die Räume einer Spedition ein und stahlen für annähernd 10000 Mark Whisky, Cherry Brandti usw. Sie lieferte» alles an vorkauf, der die Sachen weiter vertrieb, nachdem cr auch sie mit Leitungewasser gründlich gestreckt hatte. Seine drei Liefe- ranken wurden ebenfalls festgenommen. Ei» dreister Raubüierfall ist Sonnabend morgen in dem Hause Petersburger Strotze 62 verübt Word«:. Dort befindet sich das Zigarren« und Zigarettengefchäst von Mnradolge. Gegen VjS Uhr erschienen in dem Laden drei etwa 17 bis 18 Jahre alte Burschen, die Zigarren und Zigaretten kaufen wollten. Der Gr- schäfrSinhaber, der allein in dem Verkaufsraum anwesend war, legte den Käufern eine Anzahl Kisten zur Auswahl vor. Als cr sich dabei einmal tief über den Ladentisch beugte, versetzte ihn» plötzlich einer der Burschen mit einer eisernen Stange, die er unter der Jacke vorsteckt gehabt hatte, einen wuchtigen Schlag über den Hinterkopf, sodatz der Getroffene eine klaffende Wunde erlitt»uro zu Boden sank. Dann raubten die Drei die Ladenkasse und mehrere Kisten Zigarren und Zigaretten und ergriffen die Flucht. In diesem Bugenblick betrat die Verkäuferin, die bis dahin m einem hinteren Raum beschäftigt war. den Laden. Sie überblickte sofort den Sach- verhalt und lief, laut um Hilfe rufend, hinter den Flüchtigen her. Ihr schlössen sich mehrere Sttatzenpassanten an und einigen Männern gelang eS auch, zwei der Burschen einzuholen und zu überwältigen, während der dritte entkam. Die Festgenommenen wurden der Polizei übergeben. Sie verweigerten vorlaufig jede Auskunft, sodatz ihre Personalien noch nicht festgestellt werden konnte». Die Verletzung de» Zigarrenhändlers ist glücklicherweise nicht lebenS- gefährlich. Zwei Einbrüche in einem Hanse würden in der Nacht zu Sonn- abend in der Französische Straße verübt. Auf dem Grund- stück an der Friedrichsttatze befinden sich die ausgedehnten Schanl- und Betriebsräume de« S p a t e n b r ä u» und der Rheinischen W i n z e r st u b e n. An beiden Stellen«nachten die Einbrecher einen Besuch. In den Räumen de» SpatenbräuS stahlen sie für 600 M. Treibriemen und Schmieröl, in den Winzerstubcn für über 2000 M. Fleisch. Pasteten. Butter, Eier u. dergl. mehr, autzerdem Tischtücher,■ Servietten und Bestecks. Eine LiebeStragodie. Der Oberlehrer und Leutnant Willi M. in der Roscher st ratze hatte ein Liebesverhältnis mit einem 17 jährigen Mädchen. ES entstanden Zwistigleiteu zwischen beiden und als das Mädchen den M. neulich auf der Treppe zu seiner Wohnung stellte, kam cS zu einem heftigen Streit. Trotzdem gelang es der jungen Dame, sich Einlaß in die Wohnnng zu verschaffen, in der sie. da M. fortgegangen war, allein verblieb. Am nächsten Morgen fand man sie hier bewußtlos am Boden liegen. Sie hatte sämtliche TaShähne geöffnet und ist an den Folgen der Ter- giftung in der Nacht zum Sonnabend gestorben. Arbeiter. 3] von Stisn Streuvel«. Sie ging einen Augenblick mit sich zu Rate. An Arbeiten lvur nicht mehr zu denken. Vor dem Mittagessen hatte sie noch Zeit, und sie empfand im voraus den Genuß, ihre Freude den anderen mitzuteilen, indem sie sie mit der guten Votschast überraschte. „Ich lvill gleich gchn," beschloß sie. Die Buben bekanlen die gleichen Ermahnungen wie am Morgen. Dem Kleinen gab sie zuerst noch zu essen, dann legte sie es in die Wiege. Sarel, der Aelteste. wurde be- auftragt, bei ihm zu bleiben und dafür zu sorgen, daß es nicht weine oder daß ihm nichts Schlimmes passiere. Auch den anderen wurden jedem eine besondere Aufgabe über- tragen mit der bedeutsamen Ermahnung: „Wenn einer ungezogen is oder dumme Streiche macht, wcrd' ich's dem Vatter sagen, und cr kriegt gar nicht?, wenn der Vatter heimkommt I' lind wieder war sie unterwegs, dieSnml nach einer anderen Richtung. Ten Brief hielt sie zärtlich wie einen Schatz mit der Hand in ihrer Schürzentasche fest. Zuerst lvürde sie zu Mutter und Emma gehen, um ihnen die Grüße von Sarel Seynacve auszurichten, und dann zu den Vervaeckes und dann zu den RylandtS. Bald würde das ganze Dorf erfahren, daß die letzten Schnitter morgen ankamen, und ihr größter Genuß war, daß sie selber die frohe Nachricht herumtragen durfte. Was ward das plötzlich für ein wunderlich Bormittag I Alles bekam ein besonderes Aussehen. Eine Stunde vorher war alles noch wie gewöhnlich, dachte niemand an etwas. Wäre dieser Brief nicht gewesen, so säße Manse jetzt noch am Webstuhl. Aber jetzt ging sie hier über das Feld, den Kopf voll neuer Aussichten, aufgerüttelt aus dein gewöhnlichen Lauf der Dinge. Unbewußt empfand sie jene besondere Stimmung, die nicht von ihr selbst, sondern von den sie umgebenden Dingen auszugehen schien. Tie Schwüle des feuchten Herbstwettcr?, die Düngerlujt über den emsamen kahlen Feldern, alles, loa« vor- mittags so still verlief— der alle Tage gleiche Uebergang vom Morgen zum Mittag— das war nun ganz anders. Die unbewegte laue Luft umschwebte sie wie ein sanfter Atemhauch» ein Nach» geschmack des Sommers, wie etwas, das sich anschickt, zu lausen, zu zappeln, sich zu wälzen oder laut zu rufen! Tie Sttlle ringsum kennzeichnete den Samstag, den Tag, der in stiller Erwartung lauert auf den Freudenausbruch und daS bewegte Leben des festlichen Sonntags... das war auch der Tag. an dem die Schnitter wiederkamen aus der Fremde. In ihrem Kopf brauste ein wunderlicher Taumel, und sie sagten sich in Gedanken, daß es das gleiche Gefühl sei, wie die änderet« Male, da sie Ivos Heimkehr erwartet... Sie machte es sich nicht in Worten'klar, sie empfand rS. Die Freude, die sie in ihrem Innern mit sich forttrug, sah sie außen auf den leblosen Dingen. Ihre eigene Freude über- trug Leben und Bewegung auf die trübe Umgebung, auf die ganze stille Herbstzeit. Was ihr jetzt unmittelbar den großen Frohsinn verlieh, ivar die Mitteilung der Neuigkeit und die Erlvartung auf bell nächstell Morgen, Ivenn sie nllt ihrer ganzen Bubenschar ausziehen würde, um Ivo abzuholen! Manse grüßte in aller Eile Jan, den Besenvinder, dem sie unterwegs begegnete. Weiter rief sie einen etwas zu lauten Gutentag und ein„Schönes Wetter, he!" dem Bauer Clement zu, der mit seinen Ochsen Rüben heimfuhr; aber die große Neuigkeit würde sie jetzt noch nicht verlauten lassen. bei der Rückkehr schon, aber zuerst sollte die Mutter erfahren, waS in dem Brief zu lesen stand. Ihr eiliges Hereinplatzen und ihr aufgeregtes Gesicht hatten auf die Mlltter eine entgegengesetzte Wirkung, als be- absichtigt war. „IS ein Unglück passiert?" rief Emma ihr entgegen. und das alte Fraule trat auch mit Verwunderten Blicken und einer ängstlichen Frage auf den Lippen zu ihr. „Sie kommen nach Haus! Morgen. Mutter!' rief Manse. „Sieh, hier is der Brief!' Und in einem Atem fuhr sie. zu Emma gewendet, fort: „Rat mal. wer schreibt?! Da, sieh!" und sie zog den Brief aus der Tasche.„Es iL Sarel Seynacve." Emma entfaltete ungeschickt dae, Papier und wendete sich dem Fenster zu, anscheiuend, um besser zu sehen, in Wirklich- keit aber, um ihre Bewegung und die Röte, die ihr Gesicht überzog, zu verbergen. Das Mädchen starrte aus die Buchstaben. die sie nicht entziffern konnte, aber darum war sie nicht minder voll Beivundcntng dafür, waS Sarel mit eigener Hand geschrieben hatte. Während Manse noch vollauf beschäftigt war. von der unerwarteten Neuigkeit zu erzählen, faltete Emma das Papierchcn wieder zusammen und wollte eS unbemerkt irgendwo wcgstecken, uin es für sich zu behalten, aber Manse suchte schon danach und wollte den Brief wiederhaben. „Ich muß ihn noch bei den RylandtS und bei den Vor- vaeckeS zeigen. Dann kriegst du ihn." In ihrer Freude wollte sie den Brief ihrer Schwester überlassen, wie gerne sie auch selbst daS Schriftstück behalten hätte; aber zuerst mußte es als BcwoiSstück der freudigen Kunde bei den anderen dienen. In aller Eile wurde verabredet, baß sie morgen vor- mittags Ivo am Bahnhof der Nachbargemeinde abholen wollten, itnd Manse erlangte von der Mutter die Erlaubnis, daß Emma mitdurfte. Und nun weiter I Die Buben waren allein, und sie hatte noch eine Menge Arbeit— eS durfte keine Zeit verloren werden, denn sie wollte alles in Ordnung haben, wenn ihr Mann heim kam. wie zur Kirmes! Manse brachte die Neuigkeit mit dem Brief zu den RylandtS und zu den Vervaeckes und erzählte sie unterwegs allen Leuten, die ihr begegneten. Aber unter dem Gehen war sie beständig mit ihren Plänen für daS große Reine- machen beschäftigt, und während ihre Erregung wuchs, dehnten sich ihre Vorsätze immer weiter aus und kamen neue Ent- würfe hinzu. Es war wenig Zeit, aber sie würde die S!acht durcharbeiten, wenn es sein mußte, und morgen früh noch ein wenig... Sie setzte alle Ehre drein. Ivo zu überraschen. Jetzt erst noch ins Dorf, da sie schon einmal unterwegs ivar — sie müßte Kalkweiß holen, etil Töpfchen grüne Farbe für den Fensterrahmen und die Türe und ein Töpfchen Firniß für Tisch und Stühle. In den Läden, in die sie kam,>r>ar sie doppelt stolz, weil sie die Neuigkeit von der Heimkehr der Schnitter verkünden durfte, und mit dem Brief als Beweis- stück in den Händen versprach sie, morgen zur Bezahlung ihrer Schulden wieder zu kommen! Jetzt schon fühlte daS Weib sich wohlhabend und reich und sie ivar imstande. Dummheiten zu machen mit dem bißchen Geld, das sie noch gar nicht besaß. (Soäi. folgt.) Lichtenberg. Stadtverordnetenversammlung. In der letzten Sttidwerordiietenversermmlung wurden zunächst die sozialdemo- iwatkschen Stadträte Ritter und Müller eingeführt. Bei der Einführung betonte der Oberbürgermeister Ziethen, daß die Partei, der die beiden neugewählten Stadträte angehörten, es sich zur besonderen Aufgabe gemacht habe, die Arbeiterinteressen zu wahren. Durch die Bestätigung ihrer Wahl sei ein langersehnter Wunsch der zweitstärikiten Stadtverordnetenfraktion erfüllt worden und er hoffe, daß durch den Eintritt der beiden Herren die häufig vorhandenen Mißstände leichter beseitigt und Unstr-mmigkeiten nicht in dem Verhältnis wie früher Platz greifen würden. Der Krieg babe die Wirtschaft der Gemeinde stark in Mtleidenschaft gezogen. Er hoffe und wünsche, daß die neugewäblten Magistratsmitglieder ihre ganze Kraft einsetzen, uni zum Wohl der Gesamtheit zu wirken. — Die hierauf folgenden Tagesordnungspunkte boten weniger Interesse. Bemerkenswert ist, daß die Pachtsumme für die öffentlichen Märkte herabgesetzt werden mußte, weil der derzeitige Pächter nachweisbar nicht annähernd soviel einnimmt, wie er an Pacht bezahlen mußte. Für 60 000 M. soll er in Zukunft übsr die öffentlichen Märkte verfügen können.— Der elektrische Strom ist mit Rückficht auf die steigenden Kohlenpreise erhöht worden, und zwar dergestalt, daß für Lichtstrmn die Kilowattstunde, die seither 30 Pf. kostete, in Zukunft 40 Pf. kosten soll. Der Kraft- ström wurde von 10 auf 15 Pf. pro Kilmvattstunde erhöht.— Die Arbeiter der städtischen Werke forderten in Anbetracht der anhaltenden Teuerung eine Lohnerhöhung, die nach den Ausführungen des Magistrats eine Jahresbelastung von 150 000 M. gebracht hätte. Diese Forderung erschien Magistrat und Werks- deputaiion zu hoch. Beide Körperschaften haben beschlossen, zwei Drittel der Forderungen zu bewilligen. Die Stadtverordnetenver- sammlung hat sich diesem Antrag angeschlossen und werden dem- gemäß die Löhne der Vollarbeiter und Handwerker um 10 Pf. pro Stunde erhöht.— Dann folgte die Haus Haltsberatung. In der Äoimnission sind auf Antrag der Sozialdemokraten verschiedene Verbesserungen beschlossen worden. II. a. wurde auch die finanzielle Grundlage dadurch etwas besser gestaltet, daß die Gewerbesteuer von 150 ans 165 Proz. erhöht wurde. Von bürgerlicher Seite wurde der Versuch gemacht, diesen Antrag wieder zu Fall zu bringen. Die Rtehrheit der Stadtverordneten entschloß sich jedoch für die uiwer- änderte Enbloc-Annahme des Haushaltsplanes nach den Beschlüssen der Kommission. Namens der s ozi a locmoira tischen Fraktion erklärte John, daß sie mit der Wirtschaft in den städtischen Werken nicht einverstanden sei, jedoch ans den verschiedenen Beschlüssen der Stadiverordnetenversanrmlung in jüngster Zeit ersehen habe, daß die Stadtverordnete:', ernstlich gewillt sind, gründliche Aenderungen durchzuführen. Man sei daher berechtigt zu der Annahme, daß auch der Magistrat alles tun werde, um bessere Zustände zu schassen, und da es der Fraktion außerdem gelungen sei, bei verschiedenen Positionen Verbesserungen durchzuführen, so würde die Frak- t i o n in diesem Jahr« dem Haushaltsplan ihre Zustimmung geben.— Eine umfangreichere Debatte rief dann noch ein Aiurag bürgerlicher Stadtverordneter hervor, der besag!«, daß im Anschluß an den Nahrungsmittelausschuß eine Beschwerde st elle zu errichten sei, welche alle auf dem Gebiete der Nahrungsunttelversorgung eingehenden Beschwerden zu prüfen und Vorschläge für deren Abhilfe zu machen hat. Auf An- trag des Genossen M i r u s wurde diese AngeTegenheit einer gemischten Kommission überwiesen. Von unserer Seite wurden die Genossen John, Mirus und Witzke gewählt.— In jüngster Zeit hat die Nahrungsmittewersorgnng einige Aenderungen er- fahren und wurde die Gemeindz verpflichtet, um den Konsumenten bestimmte Lebensmittel zuzuführen. Zuschüsse zu gewähren. So er- fordert die Milchversorgung einen täglichen Zuschuß von 450 M. und die Fleiichversorgung der Stadt einen Zuschuß von 20 360 M. pro Woche. Zur Aufbewahrung von Gemüse soll am Bahnhof Lichten- berg-Friedrichsselde ein Lagerplatz gemietet werden, auf dem evtl. Baulichkeiten evvicktet werden können. Die Vorlage wurde, da sich der NabrungsmittelauSschutz mit der Angelegenheit beschäftigt und ihr zugestimmt hatte, auch von der Stadtverordne te:tvsrsammlung genehmig. Neukölln. Leluncaiiitteloersvrgung. In der kommenden Woche werden außer den üblichen Waren noch abgegeben: Auf Lebens- miitelkarten P furch Kriegsmus und ii Pfund Marmelade je Stopf. Voraussichtlich werden auf Lebensmittelkarten auch noch je vi Pfund Graupen verteilt werden können. F i s ch e und Räucherwaren gelangen je nach Zufuhr bis einschließ- lich Montag noch aus Abschnitt 1 der Lebensmittelharte, vom Dienstag ab auf Abschnitt 15 der neuen Lebensmittelkarte zum Verkauf. Fortgesetzt wird der Verkauf von Weißkohl-Sauer- br a u t auf Abschnitt 13 der Lebensmittelkarte, R ü b e n s a u e r- kohl ist weiterhin ohne Beschränkung erhältlich. Ebenso wird der Verkauf von Gemüsekonserven auf Abschnitt 12 der Lebensmittelkarte und von Kunsthonig auf Abschnitt 4 fori- gesetzt. In den städtischen Verkaufsstellen ist noch Straßmannsches Suv Pen Pulver zum Preise von 90 Pf. für JS Pfund und Nährhefe zu 1,50 M. je Pfund erhältlich. Auch Salz- makrelen werden weiterhin verkauft. — Abstempelung der neu ausgegebenen Lebensmittelkarten. Die neu ausgegebenen Lebensmittelkarten sind von morgen, Mon- tag, bis Mittwoch bei demjenigen Kleinhändler zur Abstempelung vorzulegen, bei welchem der betreffende HmlshaltungSvorftand für den Bezug von Kolonialwaren angemeldet ist. Ummeldungcn dürfen in keinem Falle vorgenommen werden. Der Magistrat weist ferner darauf hin, daß an der alten Lebensmittelkarte noch verschiedene Absckmitte Gültigkeit haben und dieselbe daher noch sorgfältig aufzubewahren ist. — Verkauf von holliindischent Frühgemüse. In den nächsten Tagen erfolgt der Verkauf des nach Grotz-Berlin gelangenden Frühgcnrüscs auch in den Neuköllner Geschäften. Die SÄeinhändler dürfen das Gemüse, das an sich nicht dem Marlen zwange unter- kiegt, nur an diejenigen Verbratnher abgeben, die bei ihnen in der Kartoffelkundenliste eingetragen sind, sollten sie bei Ein- baltung dieses Verfahrens noch rrgendwelcbe Ueberstände an Ge- müfe Habelt, so find sie berechtigt, um ein Verderben zu verbitten, dieses ausnahmsweise auch an Personett abzugeben, die nicht zu ihren Kartoffelkunden gehören. Wilmersdorf. LebenSmittelfürsorgc. Neben der üblichen Brot-, Fleisch- und Fcttmenge werden in der nächsten Woche auf Abschnitt 20 der Eierkarte 2 Eier abgegeben. Die Eiitwolstier erhalten weiter(rote Bezugskarte für Einzelpersonen) auf Abschn. G: 1 Pfund Kriegsmus zum Preise von 60 Pf., Abschnitt W: 50 Gramm Dörrgemüse zum Preise von 18 Pf., Abschnitt X: 5 Bouillon- Würfel zum Preise von 20 Pf. Auf die grüne Bezugskarte für Einzelpersonen werden abgegeben: V; Pfund Heringe zum Preise von 65 Pf. auf Abschnitt D, 90 Gramm Perlsago zum Preise von 16 Pf. auf Abschnitt E, 100 Gramm Teigwaren(Schnittnudeln) für 10 Pf. auf Abschnitt E, 3 Stück Ntaggi- oder Knorr-Suppen- Würfel zum Preise von 30 Pf. oder 125 Gramm lose Suppen für 19 Pf. auf Abschnitt G. Für Kinder von 6— 15 Jahren erfolgt die Abgabe van 1 Flasche dänischer sterilisierter Vollmilch zum Preise von 125 Pf. Außerdem können voraussichtlich an die Bevölkerung in der nächsten Woche verteilt werden: 100 Gramm Weizengrieß und 200 Granim Gerstengraupe oder Gerstengrütze. Tie Personen, die in der vergangenen Woche noch keinen Sirup erhalten haben, bekommen ihn voaussichtlicb in der neuen Woche nachgeliefert. Für den Monat Mai ist die Abgabe einer It-Packung Sacharin für 25 Pf. auf Abschnitt 27 der grauen Haushaltungskarte vorgesehen. Pankow. Aus der Gemeindevertretung. Die letzte Sitzung be- sdbäfligte sich eingebend mit einem von bürgerlicher Seite einge- brachten Antrag, welefier die Einsetzung einer ständigen Verkehrskömmission verlangte. Begründet wurde der An- trag damit, daß die bisherige Bearbeitung von Verkehrsfragen durch die Tiefbaukommilston nicht als ausreilbend erachtet werden könne. Nack längerer Debatte, in welcker auck Genoste Sckmidt die Not- wendigkeit intensiverer Förderung der Verkehrsfragen durck eine be- sondere Kommission befürwortete, wurde die Angelegenheit zu näherer Vorbereitung in die Finanzkommisston verwiesen.— Für die Unterbringung von Schulkindern auf dem Lande während des Sommers wurden 15 000 M. bewilligt.— Einen breiten Raum nahm dann außerhalb der Tages- ordnung eine Erörterung über die Versorgung mit Früh» g e m ü s e ein. Vom Vorsitzenden der für letzteren Zweck nieder- gesetzten Siommiision wurde ein reckt trüber Bericht über die Aus- sichten bei der Belieferung mit Frühgemüse gegeben. Wie aus vielen anderen Gebieten, ist auch hier wieder in erster Linie für Berlin und seine Vorort-Stadtgemeinden gesorgt, während die Landgemein- den der Kreise Niederbar n im und Teltow aller Wahrschein- lichkeit nach das Nachsehen haben werden. Es wurde energisch der- langt, daß hier beizeiten von den verantwortlichen Stellen Vorsorge getroffen werde, bevor es— namentlich in den großen Vorort- Landgemeinden mit großstädtischem Charakter— zu Verhängnis- vollen Folgen käme. Britz. Lebensmittelverteilmig. In der nächsten Woche ge- langen in der Verkaufsstelle zur Abgabe auf Abschnitt 65: Grieß (\e Person Ii Pfund), Abschn. 66: Maggisuppen(je Person ein Teller), Abschn. 67; Bouillonwürfel(je Person 1 Stück), Abschn. 68: .Heringe(je Person 1 Stück), Abschn. 69: Sonderzuteilung. Ab- schnitt 70: Verschiedene Waren(Muschelfleisch in Dosen, Scholle in Aspik. Klippfisch. Fischklöße). Ferner werden abgegeben: Pfeffer, Ztviebeln, Zwieback, Salz, Gurken, Streichhölzer und Waschmittel. Die Abgabe der Waren erfolgt in der üb- lichen Reihenfolge. Adlcrshof. Einrichtung der Masseuspeisung. Die Gemeinde beabsichtigt die Massenspeisung einzuführen. Der Preis für die ganze Portion von 1 Liter soll 75 Pfennige und für die halbe Portion 40 Pfennige betragen. Zwei Drittel der Kartoffel- karte und die Hälfte der Fleischkarte werden in Anrechnung ge- brachi. Sonntags findet eine Speisung nicht statt. Da in Grotz-Berlin fast durchgängig 40 Pf. für die Liter- Portion gefordert werden, so kann man annehmen, daß die Ge- meinde ein ganz besonderes Essen bieten wird. Richtiger wäre es allerdings gewesen, wenn die Gemeinde sich in Rücksicht auf ihre Arbeiterbevölkerung dem Vorgehen Groß-Berlins angeschlossen hätte und 1 Liter für 40 Pf. abgegeben hätte. Gerichtszeitung. Verstöße gegen die Webstoffvcrordnung. Gegen die Konfekt ionsfirma Schulten klagie vor dem Berliner Gewerb«gericht eine Arbeiterin auf Zahlung des Lohnzuschlages von 10� Prozent, der auf Grund der zur Streckung der Websiosfe erlassenen Verordnung den Arbeitnehmern zusteht, die nach der durch die Verorditung festgesetzten Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 40 Stunden weniger als das Neunfache des ortsüblichen Tagelohnes in der Woche verdienen. Tie.Klägerin hat diesen Verdienst nicht erreicht, denn sie hatte als Werkstattarbeiterin einen Wochenlohn von 21 M. Vor Gericht vertrat die Bevollmächtigte der Firma zunächst den Standpunkt, daß nur Mkordarbeiter, aber nicht Wochenlohnarbeiter Anspruch auf den Zuschlag von 10 Prozent haben. Das Gericht belehrte die Beklagte darüber, daß die Verordnung allen Arbeitnehmern, gleich- gültig, ob sie in Lohn oder in Word arbeiten, den Zuschlag zuspricht. Nun machte die Vertreterin der beklagten Firma geltend, die Klägerin sei nach Inkrafttreten der Verordnung bei der Firma in Arbeit getreten, es fei mit ihr vereinbart worden, daß sie ein- schließlich des Zuschlags von 10 Proz. einen Wochenlohn von 21 M. erhalle. Vom Richtertifche wurde der Beklagten hierauf vorgehalten, daß eine derartige Vereinbarung ein direkter Verstoß gegen die Verordnung sei und daß der Firma Unannehmlichkeiten erwachsen würden, wenn ihr Verhalte» zur Kenntnis der zuständigen Be- Hörden käme. Zu dem vereinbarten Lohn müsse der Zuschlag un- bedingt bezahlt werden. Ucbrigens bestritt auch die Klägerin, daß in dem Wochenlohn von 21 M. der Zuschlag bereits enthalten sein sollte.— Roch ein 1 vetteret Verstoß gegen die Verordnung laut im Laufe der Verhandlung zur Sprache. Die Klägerin hat nämlich während ihres etwa 20 Wochen währenden Arbeitsverhältnisses aus Verlangen der Firma oft Ueberstunden gemacht, also erheblich mehr als 40 Stunden in der Woche gearbeitet. Auch das wurde vom Gericht als ein Verfahren bezeichnet, welches für die Finita üble Folgen haben könnte, wenn cö bekannt würde. Ter Klägerin wurde gesagt, daß sie den Zuschlag allerdings nur für den regel- mätzigen Wochenlohn, aber nicht für die Ueberstunden fordern könne.— Schließlich erkannte die Firma die Forderung der Klägc- ritt an und zahlte ihr die beanspruchten 44 M. Mus aller Welt. Schweres Grubenunglück. Aus Bochum wird berichtet: Auf der Zeche Karl Friedrich in Wiemelhausen stürzte Sonnabend früh 5 Ubr 40 Minuten auf der Seilfahrt infolge Reißens des Seiles der mit 42 Bergleuten besetzte Förderkorb in die Tiese. Eine Bergung der Leichen und genauere Feststellung haben noch nicht stattfinden können. Leider muß mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß die sämtlichen In- fassen des Förderkorbes bei dem Unfall umgekommen sind. DaS Erdbeben in Italien hat namentlich in den Gemeinden Montecchi. Anghieri und San Sepelore(Provinz Arezzo) großen Schaden verursacht. In Montecchi wurden zehn Tote und etwa dreißig Verletzte gezählt, außerdem wurden Häuser beschädigt, von denen einige zusammenstürzten. In Anghieri wurden eine Periott getötet, vier verwundet. In San Sepelore ist kein Opfer zu be- Ilagen, jedoch wurde eine Anzahl Personen verletzt. Die Ueberschwemmung dc-Z Ton nimmt, wie die Havas-Ageniur ans Rostow meldet, großen Umfang an. Zahlreiche Dörfer wurden überflutet oder zerstört. Der Schaden ist ungeheuer. Das älteste Genoffenschaftsmitglied. Vor kurzem starb in Rochdale im Alter von 94 Jahren Frau Alice Ashwortb, die Frau des ersten Lagerhalters der be» rühmten Rockdaler Genossenschaft. Ihr Schwiegervater war einer der 28 redlichen Pioniere von Rochdale und der erste Leiter der Genossenschaft._ Der Dampfer Dhemis von der Königl. Niedert. Dampfschiff- sahrtsgesellschaft. der am 25. oder 26. Dezember v. J. auf der Reise von New-Castle in Amsterdcnn eintreffen sollte, ist, wie jetzt als feststehend angenommen werden muß, verunglückt. Ein Telegramm aus Amsterdam meldet nämlich, daß am 18. April eine Tasche aus braunem Leder aufgefischt wurde, die die Papiere dez Themis-Maimschaft enthielt. WetterauSstchten für das mittlere Norddeutscvlaud MS Montag mittag. Zeilweise heiter, jedoch kühl und sehr unbeständig; öfter Regen- oder Graupelschauern. die deutHe Schrift Ist viel besser als die lateinische /iaä beweisen. «Hundert 5al,re deutstHer Handphrift'- Preis 2,50 Markt '»Cy itnanpc fucbcutfcHc ödycift" Preis 2 Mark. *Qcut/H)c Siopffthvift'' Preis. J, 50 Markt- »Das dcutftbe Abc» Preis 0/0 Mark. Keintze * 33 erlag fuc HchriMunde unb Ödirifhmtcrruht' 2JcrUn TIC».<5 c o cg cn?! cdzfitj, 22 Danksagung. Zurückgekehrt von der Einäscherung meiner lieben Frau Emilie Hinz sage ich auf diesem Wege allen Ver- wandten. Freunden, Freundinnen und Bekannten im Namen der Angehörigen meinen verbindlichsten Dank. Jnsbesondeie danke ich meinem Freunde Waldeck Vtanasse sür die Gedenkrede am Sarge der leueren Entschlafenen, dem Gesangverein „Berliner Sängerchor* sür den schönen Gesang, der Landsinannjchast der Schleswig-Holsteiner zu Berlin, den Vorständen' und Mitgliedern der Zentral-Kranken- und Begräbniskasse sür Frauen und Mädchen der Ver- waltimgsslcllen Berlin I, II, IV und Neukölln, dem Vorstand der Zentral- »tränten- und Begröbniskassc der Buchbinder, den Mitgliedern der 73 B Armenlommission und der 134. Tteucrkomuiisston, dem Slandi- navischen Handwcrkerverein zu Berlin, den Angestellten der Allgem. Orts- Krankenkasse sür Zldlershos und lim- gegend, sowie den Mietern des Hauses Prmzcnftratze t>6 sür ihre zahlreiche Beteiligung soivtcKranz- undBIuinen- spenden. Was ich verloren babe, tvssscn alle, die meiner lieben Frau die letzte Ehre erwiesen haben. L277b Wlliolin Hinz. eStcUo Für die etwiefefle Zcssnc�me mW zahlreichen Kranzstenden bei der Beerdigung meines lieben unvergeß- lichen Gatten und Palers sagen wir hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten, iusbeiondere den Kollegen der Firma Ludwig Loewe u. Co., Abteilung Schleijerei, unseren tiefgefühltesten Dank. ISA Frau s». Hedwig Berg und Sohn Werner, Berlin X, Müllerstraße 126 a/b. Spezialarzt Dr. med. WockenfaB, Friedrichstr. 125(Oranienb. Tor), für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden— Ehrlich-Hata-Kur(Dauer 10 Ta-ot, Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufs- DlöflO*] Störung. Teilzahlung. Sprechstunden 11—1 und 6— S. Westmann's TrnieriMSiizln Größte-.nswahl. Billigste Preise. l Mehrsnstrela 37s (Kelonnadem It. Or. Frankfurter Str. 115 (nahe Andrcasstr.) Sitswahlsendingen sofort. Ami Zeptrum 7890. Sonntag 12—2 Uhr oaöltngi Wir haben unS in den dreißig Kricgsnionaten all- mählich daran gewöhnen müssen, alles, was für daS tägliche Leben gebraucht wird, im Preise steigen und immer wieder steigen zu sehen. Lns Riesenhafte geben oft die Lertcuerungen, und nicht zuletzt ist davon auch die gesamte Möbelindustrie betroffen worden. Sowohl diejenigen Möbelstücke, die sür den verschiedensten Ge- brauch notwendig sind, als auch diejenigen, die zu den entbehrlichen Lupus gegenständen gehören, sind infolge der KriegSkonjunkturcn nur noch zu festen Preisen zu haben, die gegen die früheren oft sehr bedenklich ab- stehen. Eine Erklärung hierfür ist unschwer zu geben. Schon die immer sellener werdenden Rohmaterialien sino um Hundcrle von Prozenten verteuert worden. Man denke da an Schellack. Leim. Politur, Farben und auch an alle Arten der sür die Btöbelindustrie not- ''gen Nutzhölzer. Die mangelhaste Zufuhr mid die i zu ersetzenden Arbeitskräste haben diese Teuerung rigesührt. Nicht so sehr die Industrie selbst, als die zurzeit herrschenden Verhältnisse haben dies ver- ursacht. Der leidende Teil hierbei ist selbstverständlich das kaufende Publilum. Der Bedarf au Möbeln ist in dieser Zeit sicherlich nicht geringer geworden, die ßlödelteneruna. Mittel aber, die zur Anschassung aufzuivenden sind, müssen weit größer sein, um den gegenwärtigen An- sprüchen zu genügen. ES wird daher in den Kreisen des kausenden Publitums mit Cienugtmmg zur Kennt- nis genommen werden, daß cS in Berlin noch?NöbeI zu annehmbaren Preisen gibt, Preise, die von Höchst- konjunkwren bisher nicht getroffen sind. Die ,strma M. Schlewinsly u. C... Lombard- Bankgeschäft, Berlin 0, Dirdsenstraße 31. am Bahnhof Alexanderplatz, ist in der Lage, die weitestgehenden Ansprüche aller Schichten der Bevölkerung beim Möbeleinlaus zu be- friedigen und die im offenen Handel gängigen Preise werden hier bei weiicm nicht' erreicht. Flühzeilige, günstige, großzügige ribschlüffe dediiigen dielen über- aus rorteildasten Bc ng. Das moderne Lombard- Geschäft, wie eS wi dieser Firma auf das bewährteste erprobt ist, ist längst von der allen Methode abgegangen, gebrauchte Möbel zu beleihen und zum Berkauf zu stellen. Im Lombard- geschäst M SchlewiiiSkh u. Co. werden ausnahmslos neue Möbel zu soliden Preisen angeboten, denn die Firma sud)t ihre Quellen im Kassa-Anlaus und Be- leihen von großen Fabri!- und Häiidlerbeständen, und eS kommen hierfür wiederum nur die besten Fabri- kanten st, Betracht. Daher ist es leicht begreiflich daß in den sich über drei Elagen erstreckenden und'zirka 3000 Quadraimeter umsaffenden Verkaufsräumen des Hauses Möbel sowie komplette Einrichtungen jeder Art und in jedem Etil vorrätig find. Kostbare Gesamt- cinrichiimgen, Herrenzimmer, Speisezimmer, Schlaf- zimmer, Wobnsaions, Küchen, Dielenmöbel uiw sind hier in großer Auswahl ebenso zu finden wie be- scheiden- und einfache Zimmer, Ergänzungs- und Emzelmöbcl. Man sieht dort rctchgeschmtzie Möbel aus süddeutschen Künstlcrwerlstätleii mit erstllässigeii icinsten Bildhauerarbeiten. Truhen, Schränken usw., Kiubseiscl und SosaS tu Leder und Gobelinstoffen Goldmöbel usw. Jeder ist imstande, hier seiner wirtschaftlichen Lage gemäß sein Heim teils von Grund aus neu zu euichlen, teils dasselbe nach Wunsch zu ergänzen. Denn außer Möbel enthält die gesamte Ausstellung bei der Firma Lombard-Bankgeschäsl M. Schl-winSky u. Co. noch eine große Anzahl Tcppiche deutschen und orten- talischen llriprungs seinfter und cinfachercr Ausführung. welche letzlere die Firma i» ganz besonders großen Posten zur Zeit«och erworben hat, trotz der großen Knappheit in echten Teppichen, die durch die völlige Einstellung des ExvorteS aus Persien usw. eingetreten ist. Außerdem findet man eine entzückende Auswahl in erftllaistgcn Bronzen von Meisterhand geschaffen, aparte Stücke in Skulpturen, kostbare geschliffene Kristalle und echte Porzellane, wie Tafelservice. Kaffee- service, Motkatassen aller Marken, sowie Wanddckora- tionen, Bilder usw. aller Art. Auch in Beleuchlungs- gegenständen ist das Lager reichlichst sortiert, wie Krön- leuchter, Wand- und Deckenbeleuchtungen in feinsten modernsten Aussührungen. Diese kurze Ilebersicht gibt nur eilten skizzcnhasteti Umriß de: Lagerbestände dieses Hattscs, das allem in seiner cigctis eingerichteten Per- iaussabteiluitg gewaltige Umsätze erzielt, was wohl in erster Linie sür die Beschaffenheit und utt Rrichhabig. feit der Vorräte spricht. Die ständigen Käufer und Bezieher setzen sich aus allen Gesellschaftstreisen zu- sammen, ein weilerer Beweis sür die LeiswngS» sähiglcil und Reichhaltigkeit dieses� seit viele» Jahren großzügig geleiteten und bewahrten Hauses. Eine Besichtigung ist interessant, lohnend und unverbindlich. � ,, öclix Wolfs. Manil der Freien folksliinen Sonntag, den 29. April. Nachmittags 2'/, Uhr: Deutsches Opernhaus: Tie Entsiih- rung aus dem Serail. Lessmg-Thcater: Charlotte Stieglitz. 2! ach mittags 3 Uhr: Lolksbühnc, Theater am Bülowplatz: Die Ratten. Schiller-Theater, Charlottenburg: Lohannisjeuer. Deutsches Künstler- Theater: Lcnn wir Toten erwachen. DireKücm Mas Reinhardt. Oeutsches Theater. T1/« Xihr: I>er Geizige. Kachm. 21/o(Tel. Pr.): DerWeibsteufel. Montag T1/'« Uhr: Tobias Buntschuh. Kaninierspielc. 7'/. Uhr; Fasching. Kachm. 21/2(kl. Pr.): Das Konzert. Montag: Fa»icliing. Volksbühne. Theat. a. Bülowplatz. I'U Uhr; Volk in>ot. Kachm. 3(kloin o Pr.): Die Ratten. Montag: Das Konzert. Theater i. d, Königgrätzerstr. T1/. Uhr: tnlgeist. Kachm. 3 Uhr; Kameraden. Komödsenhaus 71/-.: Die verlorene Tochter. Berliner Theater T50 Uhr: Die tolle Kouiteii. Sessing-Tbeater. P/j Uhr: Sladauie Legros. Montag: liiebe. Deutsch. Künstler-Theater. 71/. Uhr: Oer Kammersänger. Comtesse Mizzi. I. Klasse. Montag: Arbeitervorstellg. auf Ver- anl.d.Kriegsamte: O.heid.Klingsherg Ü RAN IA la4,8,4,9tr' Sonntag 4 Uhr(halbe Preise): Der Italkanzug und die befreite Donau. Sonntag 8 Uhr: Professor Dr. Schwahn: Werden und Vergehen im Weltenraum. Montag 8 Uhr: Oer Vierwaldstätter See u. d. Gotthard. Theater für Sonntag, den 29. April. Deutsches Opernhaus, Charlottenb.[S(0yeS OpefetteilhaUS Natlonalst.f.d.HInterbl. d.i. Krieg. Gefall. 6l/s Uhr: Die Meistersinger v. Nürnb. Friedrich-Wilhelmstädt. Theater. 3 U.: Arbaitervorst. D.Waffenschmied i1/,: Das Dreimädcrihaus. Gebr. Herrn feid-Thcater. '•i'lt Uhr; Die Fhre. �'/jUhr: Ehe-Ürlaub. Kleines Theater o'/s Uhr; Am Tecf isch. •'/.u.: Baus im Selmakenloeli. Komische Oper ö1,'. U.: Der PuBta-Kavalicr. 20 Mm.: lZjg DOSB Sf. Lustspielhaus 3 Uhr: Djis GlUcksmädci. vv« ubx; Die schöne Kubanerin. Metropol-Theater Uhr: Vorstelk f. d. Arbeiter d. Schwerindustr.: Die Kaiserin. i7o mü.: Die Czardasförstin. 3 Uhr: Der Vogelhändler. tv.u.; Der Soldat der Marie. Residenz-Theater 3 Uhr: Der Weg zur Hülle. u/eUhr: Die Warscii. Zitadelle. Schiller-Theater O 3 Uhr: Wilhelm Teil. vi, u.: Bluter Mauern. Schiller Th. Charlottenb. 3 Uhr: Johannisfeaer. 7';5uhr: Der Bibliolliekar. Thalia-Theater 3 Uhr: Charleys Tante. lö�nn.: DasVagabundenmädei. Theater am AoIIendortpl. S'/j Uhr: Blaue Jungens. u-u.: Die Gulaschkanone. Theater des Westens äljt Uhr: Ein Walzertraum. T'/iUa Die Fahrt ins Glück. Trianon Theater 31;. Uhr: Dreher in Jägcrblnt. 8 Ü.: Dreher i. 0. a. Feinschmecker. Ziikus A. Schumann Heute Sonnfag. den 29. April, 3 und 71/. Uhr; 2 gr. Vorstellungen 2 Kachm, 1 angobör. Kind frei, jedes weitere Kind halbe Pr. Das große Zirltusprogramm. DieWunderkiste Die Prunk-Paniomime Die Seeräuber. Rose=Theater. 3 Uhr: Das Glücksmildcl. 7'/. Uhr- Das Findelkind. Walhalla-Theater. 1 Uhr: Komeo und Julia. .-uu Der fidele Dauer. Getztcr Sonntag mit dem gläazrudea Aprii-Sipieipiau! 2 Vorstellungen 2 Nachm. 3'/, Uhr. Kleine Preise! Kinder d.Hälfte. Abends 71/. Uhr. In beiden\ oi'stellungen: Lucy Kieselhausen mit ihrem Ballett g- Kcno Tiinzo! IRI Paul Beckers iiijxneuen�or�ägen��� NATldNAL-IHEATER 0;48. wcüiftet Lacherfolg.'US. Sludentenliebeheu. Posse mit Gelang u. Tanz in 3 Alt. Musik vo» Walter Bromme. Sonntag 3-/. U»r: Jugend. Dorvertani al> 10 Uhr ununterbrochen. Belchshallen-Ihealer. Ltettiner länger. __ Heute__ Letzte Nachmitt.-Vorst zu crmauigton Preis.! Anfang 3 Uhr. (Parkett 3» Pf., Balkon 75 Pf., Dogen 1 Mfc.) Abds. 7ll, Uhr: ,Cabarett Feldgrau* Tägl. 7'/. Sonnt 31/. u. 71/. Vorletzter Tag des April Programm». Vorletzter Tag: Senl M'ahesa. Voranzeige: Im Mai; Gastsp. d. Sclilierseer mit Xav er Tcrofai. Dienstag, den 1. Mai, zum 1. Male: ySt. Georg. der Drachcntötcr". Apollo fRIED«ICH5TR-AN• OER-KOCK5T*! Allabendlich 7'/. Uhr: Das vielseitige Variel6-Progranim! Die Kasse ist ab 10 Uhr geöffnet Voig-t-Theater. Badstr. 58. Badslr. 5g Heute nachm. 3 Uhr- Der Tanzteufel. Heule Abcub 7 Uhr• Die Halkünigln. AB Montag, 30.4.: Der Hünenbesitzer. Admiralspalast, Heute 2 Vorstell., 4 u.T/, Uhr. Abrakadabra GroBes phantastisches Ballott auf dem Else. Nachm. kl. Pr. Vorzügl Küche.� J|( Berliner Konzerthaus Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91 Heute Großes Konzert des Berliner Konzerthaus-Orchesters X�eiier* Komponist Frz. v. Bioa, Anfang 4 Ulir. iiiiiiyijijiiiiiiiiijijiiiiijijijiiijijijijiiiiijiiiiiiiii� Auf Veranlassung der . �MDdaitor� * Gonniag, 6. Mai ��Millr Sfrtur Saiomonioha Dr. Hiekmar Schacht«uet Sobernheim «eh. Aommeezlenrai DlStontogeseNschaff Bantdlrettar Dlretler H.Mommeez- u.MSrontohant preise der Plätze. Cogen-Vorderplähe.... Cogen-Hin erplctze..... I. Rang 1. und 2. Reihe. I. Rang 3. Reihe..... I. Rang 4.-6. Reihe . an.ioo— . M. 50.— .. M. 50.- . M. 30,- . M. 20.- Orchestrr .. M. 20- und 30- I. P-rkeii.... M. 20.— II. parke«............ M. 10.- II Ra g Mike........ M. 20.— II Rang Seile......... Vi. 10.— III. Rang Mite.. M. 10.— III. Rang Seile......... M. 5- IV. Rang............. M. 3.- Karten bei Sole 6 Sock, Sl. Weriheim und Thealcr.'asse(10—2 llhr). ArWEumEoWmll den MMMelleit! i ................................................................... �■Stoffe-1� Handlung. Kammgarne, Tuche, Cheviots, blau und farbig. Imprägnierte Mantelstoffe, Plüsch, Samt. Moderne Kostüm- u. Rockstoffe. 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Nach§ 28 finden im übrigen alle Bestim- mungeu über die Behandlung von Gesetzentwürfen auch auf Jnitia- tivanträge Anwendung. Es mutzte also auch hier eine erste Be- ratung stattfinden, nach deren Beendigung zu beschließen war, ob Ausschußberatung eintreten soll oder nicht. Verzichtet hat der An- tragsteller nicht auf die Begründung, er hat im Gegenteil aus- drücklich gegen das Verfahren der Mehrheit Widerspruch eingelegt.(Beifall links.) Präsident Graf Schwerin-Löwitz: Der Abg. DeliuS hat sich gestern zwar zum Wort gemeldet, aber nicht den Anspruch erhoben, das Wort zur Begründung zu erhalten. Es wäre allerdings wohl richtiger gewesen, ihn nochmals zu fragen, ob er auf das Wort vcr- zichtet. Abg. Ad. Hoffmann(Soz. Arbg.): Das ist richtig, der Abg. Delius hat aber gestern nicht verzichtet, sondern ausdrücklich protestiert. Ich beantrage Aufhebung des gestrigen Beschlusses. Abg. DeliuS(Vp.) betont, daß er auf die Begründung des An- träges gestern den größten Wert gelegt hätte. Abg. v. Hcydebrand(k.): ES ist sehr häufig schon ein Antrag ohne Begründung durch den Antragsteller an den Ausschuß über- wiesen worden. Nachdem aber Wert auf die Begründung gelegt wird, würde ich nichts dagegen haben, wenn der Präsident den Antrag auf die Tagesordnung einer der nächsten Sitzungen setzen würde. Abg. Dr. Mugdan(Vp.): Die Ueberweisung ist gestern auf jeden Fall geschästsordnungs widrig erfolgt. Es bleibt nur übrig, den Beschluß wieder aufzuheben. Abg. Frhr. v. Zcdlib(fk.): Ich will es dahingestellt sein lassen, ob das Verfahren gestern ganz korrekt war oder nicht. Jedenfalls werden wir alle bereit sein, den Antrag noch einmal zu beraten. Abg. Dr. Porsch(Z.): Als Regel ist es gewiß nicht erwünscht, daß ein Antrag ohne Aussprache an den Ausschutz verwiesen wird. Es ist an sich aber auch möglich, daß das Haus den Beschlutz faßt, daß der Antrag st eller nicht zu Worte kommen soll. (Eebbafter Widerspruch links.) Präsident Graf Schwerin-Löwitz: Ich bin bereit, für die Zukunft der Beanstandung Rechnung zu tragen und den Antragsteller in solchen Fällen zu fragen, ob er das Wort zur Begründung haben will. Ich nehme an, daß das Haus damit einverstanden ist. daß ich den Antrag auf eine der nächsten Tagesordnungen setze. Abg. Dr. Pachnicke(Vp.): Ich mutz gegen die Ausführungen des ersten Vizepräsidenten Dr. Porsch Verwahrung einlegen. Nur wenn ein ausdrücklicher oder stillschweigender Verzicht des An- tragstellers auf sein Begründungsrecht vorlag, sind Anträge bisher ohne Begründung an den Ausschuß verwiesen worden. Abg. Adolf Hoffmann(Soz. Arbg.) bleibt bei seinem Antrag. Abg. v. Hctidebrand(f.); Gegen einen solchen formellen B e s ch l u tz erhebe ich Widerspruch. Abg. Dr. Porsch(Z.) hält seinen Standpunkt unter lebhaftem Widerspruch der Linken aufrecht. Abg. Adolf Hoffmann(Soz. Arbg.): Dann ist mein Antrag ab- solut notwendig. Präsident Graf Schwerin-Löwitz: Die Aufhebung eines frühe- ren Beschlusses ist erst recht nicht in der Geschäftsordnung vorge- sehen. Ich werde also den Antrag auf eine der nach st en Tages- ordnu ngen setzen; das genügt wohl. Abg. Dr. Pachnicke(Vp.) erklärt sich damit einverstanden. Abg. Adolf Hoffmann(Soz. Arbg.) zieht seinen Antrag zurück. Damit ist die Angelegenheit erledigt. Das Haus tritt in die Tagesordnung ein. Abg. Graf v. Spce(Z.) begründet einen von allen Parteien mitunterzeichneten Antrag, die Erledigung von Urlaubsgesuchen für Mannschaften zur Frühsahrsbestellung mehr als bisher zu beschleunigen. Der Urlaub der bereits zur Frühjahrsbestellung beurlaubten Mannschaften soll infolge der ungünstigen Witterung verlängert werden. Abg. v. Bockclberg(k.) wünscht eine'Erweiterung des Antrags dahin, daß allgemein die Erledigung von Entlassungen und Zurück- stellungen beschleunigt wird. Abg. Brütt(fk.) empfiehlt, in den Antrag Spee einzufügen: „soweit militärische Gründe es zulassen". Ein NcgicrungSkommifsar erklärt, daß die jetzigen Beur- laubungen sich in der Hauptsache bis Ende Mai erstrecken und auch für die Zeit der Ernte wieder erfolgen sollen. Der Antrag Spce mit den beantragten Veränderungen wird angciwmmcn. Ter Gesetzentwurf über die Gewerkschaftsfähigkeit von Kalibergwerken in Hannover und die Vorlage über die Erledigung von Reichssteuersachen bei den Oberver- waltüngsgerichten werden in dritter Lesung ohne Debatte ange- nommen. Es folgt die Beratung eines Antrag? Dr. Arendts(fk.) auf baldige Vorlegung eines Gesetzes, durch das die Staatsaufsicht über die Kommunalverbände, insbesondere durch Abänderung des Z 55 des Kommunalabgabengesetzes vom Juli 1893 und der§§ 59 Nr. 1 und 51 zur S tä d t c o rdn u ng für gesctzästliche Provinzen der preußischen Monarchie vom 39. Mai 1853 und der entsprechenden Be- stimmungen der anderen Städteordnuagen sachgemäß eingeschränkt wird. Abg. Freiherr v. Zedlitz(fk.) begründet den Antrag. Reformen sind auf diesem Gebiete notwendig. Die Staatsaufsicht muß der freien EntWickelung der Kommunalverbände und dem Geist der Selbstverwaltung mehr Rechnung tragen. Bei rein koimnunalen Fragen muß der Staat mit Ausübung seines Auf- sichtsrechts zurückhaltend sein und dies nur auf rein politische Angelegenheiten beschränken. Unterstaatssekretär Drews: Die Regierung wird die be- stehende Staatsaufsicht möglichst weitherzig handhaben. Ich beabsichtige, in nächster Zeit dem Staatsministerium Grundzüge für die Vereinfachung der Verwaltungsarbeit vor- zulegen, die dann in kurzer Zeil zur Ausarbeitung von Gesetzent- würfen führen werden. Die allgemeine Staatsaufsicht kann sich darauf beschränken, daß die Verwaltung der Kommunalverbände in einem ordentlichen Gang bleibt. Im speziellen kann die Staatsaufsicht in vielen Fällen wesentlich eingeschränkt werden. Natürlich muß der Staat darüber wachen, daß die Ge- setze nicht verletzt werden und muß sich eine Art Ein- spruchsrecht vorbehalten. Ich hoffe, daß, wenn die Vorschläge dem Hause im Rahmen eines in stch geschlossenen Werkes unterbreitet werden, sie altgemeine Zustimmung finden wer- den.(Lebhafter Beifall.) Abg. Müller. Koblenz(Z.) begrüßt den Antrag. Abg. v. Werder(k.): Wir haben Bedenken gegen Einzel- heilen des Antrages und beanfagen Ausschußberatung, ohne gründliche Prüfung könnten wir ihm nicht zustimmen. Abg. Fink(natl.): Nach der entgegenkommenden Erklärung der Regierung halten wir eine Ausschußberatung für überflüssig und stimmen dem Antrag zu. Abg. Hirsch(Soz.): Wir bcautragcn, die Worte„insbesondere" bis„sachgemäß" in dem Antrag zu streichen. Es genügt bollständig, wenn eine uiög- lichst baldige Einschränkung der Staatsaufsicht über die Kommunal- verbände im allgemeinen verlangt wird. Eine Ueberweisung des Antrags an die Gcmcindekonimission empfiehlt sich nicht. denn wir wissen bei der Geschäftslage nicht, ob der Antrag dann in diesem Tagungsabschnitt noch wieder an das Plenum kommt. (Sehr richtig!) Die Staatsaufsicht muß sich auch nach unserer Meinung beschränken auf die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. Die Frage des Staatsinteresses darf dabei nicht in Betracht kommen, denn auch das ist ein viel zu dehn- barer Begriff. Das BestätigungSrecht des Staates gegenüber Kommunalbeamten muß ganz beseitigt wer- den; eS ist ein Ueberbleibsel aus einer Zeit der Reaktion und hat lediglich zu kleinlichen Schikanierungen geführt. Jetzt, wo die Regierung nicht mehr ganz den parteipolitischen Gebranch davon gemacht hat wie früher, ist es auch sehr gut gegangen. Immer- hin wird auch jetzt noch Sozialdemokraten, die die Regie- rung zur Minderheit der Partei rechnet, die Bestätigung versagt. Wir fordern, daß jeder politische Gesichtspunkt hierbei ausscheidet. Aber die Abschaffung der Staatsaufsicht wäre nur eine Abschlagszahlung, auch im übrigen ist das Kommunal- abgabengesetz sehr reformbedürftsg. Noch vielmehr gilt das von den Städteordnungen mit ihren veralteten Bestimmungen über das Hausbesitzerprivilcg und das Wahlrecht zu den Gemeindevertretungen. Nachdem auch von höchster Stelle anerkannt ist, das, für ein Klasscnwahlrecht in Preußen kein Platz mehr ist, muß auch das Geiucindewahlrecht Wundert werden.(Sehr wahr! bei den Sozialdemorrcrten.) Trotz der bisherigen Bestimmungen hat sich ja die Zahl der sozialdemo» kratischen Gemeindevertreter ständig vermehrt. Schaden haben die Städte davon nicht gehabt. Im Gegenteil, hätte man dem Rate dieser sozialdemokratischen Vertreter früher gefolgt, so wären die Schwierigkeiten der Ernährungs» frage jetzt nicht so groß.(Sehr wahr! bei den Sozialdemo- kraten.) Möge die Regierung baldigst eine völlig neue Städteorduung vorlegen, die mit all den veralteten Bestim- mungen, den Vorrechten für bestimmte Klassen der Bevölkerung bricht. Das wäre ein wirklicher Llnfana der Neuorien, t i e r u n g.(Sehr wahr! bei den Sozialdeuwkratcll.) Abg. Poblmann(Vv.): Wir sind für sofortige An- nähme des Antrags. Die erste Reform mutz die Wahl- reform sein; dann wird die Verwaltungsreform von selbst kommen. Der Antrag der Konservativen auf Ausschußberatung wird abgelehnt. Der Antrag selbst wird in der vom Abg. Hirsch vorgeschlagenen Fassung angenommen. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Nächste Sitzung Montag 3 Uhr.(Wohnungsgesetz.) Schluß gegen 2 Uhr. Felz" A.ufbewahrun ff gegen Mottenschaden, Feuer, Wasser, Diebstahl. Zusendung der Preisliste auf Wunsch. 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HoSland, ülfSaX, Kernmacher, geb. 4, 10. 81 in Berlin. ieziorowski, Josef, Klempner, geb. 15. 11. 87 in Berlin. Lehmann, Otto, Schleifer, geb. 21. 3. 82 in Berlin. Mandausch, Paul, Schlosser. geb. 15. 8. 81 in Freienwalde. Marx, Reinhold, Schlosser, geb. 11. 2. 94 in Frankfurt. Mayerhof, Walter, Dreher, geb. 27. 2. 98 in Berlin. Metto, Ernst, Werkzeugmacher, geb. 4. 8. 79 in Berlin. Rissmann, Wilhelm, Schleifer, geb. 1. 1. 93 in lleichholz. Röhl, Wilhelm, Dreher, geb. 13. 10. 81 in Berlin. Thoms, Gustav, Klempner, geb. 30. 8. 82 in Schlppenbcil. Thoresch, Wilhelm, Schlosser, geb. 6. 10. 80 in Brandenburg. Wendt, Emil, Schlosser, geb. 27. 7. 84 in Roßwiesc. Ehre ihrem Andenke»: 174/7 Die OrtSverwalwug. Völbglill llöl Brauerei- und Mühlenarlieiter und verwandter Berufsgenossen. Zablatello Berlin. Als Opfer des Weltkrieges find folgende Kollegen im Felde gefallen: Max Kurz, gflofchealeßerorbdttr Brauerei Engelhardt, Abt. Pankow. ?rilz Steppke, Stallmann Löivcubrauerci. Otto Bolde, Flaschenkellerarbeiter Brauerei Patzcnhoser, Abt. II. Otto Wust, Handwerker-HilfSarbeiter Brauerei Patzenhofer. Abt. Spandau. Albert Potratz, Flafchenbiermitfahrer Brauerei Niebeck. Friedricli Rose, Refervefahrer Spandauer Bcrgbrauerei. Paul Koras, Flafchenbierf-Hrer Läwcubranerci. Paul BubolZ, Mühleuarbeiter Bikloriamühle. Otto Felehow, Hilfsarbeiter Biktoriabraucrci. Paul Gehrmann, Hilfsarbeiter Wcigbierbrauerei A.-G. Landrs. Albert Wozak, Handwerker.Hilfsarbeiter Versuchs- und Lehrbrauer-!. Ehre ihrem Andenke«! m Die Ortsverwaltung. !f MM.............. Bezirtsverwaltuua Groh-Bcrlin. Folgende Kollegen sind im Felde gefallen: Mdolf Babkuhl, Bierfahrer. Paul Beibier, Kohlenarbeiter. Emil Hamann, BrettertrSger. Gustav Henning, MSllkntfcher. irs 3 S-8Anvl«nnM- es i�ara nerzDerg, Fensterputze Hermn Pommerening, Otto Prohm, Geschäftschauffe-r. Fritz Reckner, "y AÄfcirl AA A-W»» Bierfahrer. Geschäftskutscher. Straßenbahner. o rn�z neexner, Gesch> Theodor Tzozuka, Hugo Ttahn, Bierfahrer. Anton Thimm, Arbeitskutscher. ItarB Wisotzki, Industriearbeiter. i/is Ehre ihrem Andenken! Die Bezlrkaleitang. i—- Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands Verwaltung Groh-Verlin. Gefallen find folgende Mitglieder: I Paul Berthold Bezirk Oberschöneweide Karl Bahne Max Reichert. Norde» Otto Bulle„ Spandau 1 Erich Lunkwitz„ Osten Ehre ihrem Andenken! 1 56/12 Die Ortsverwaltung. aad mMdtea Berufe senS�uund). Berlio. Den Mitgliedern geben wir hiermit bekannt, daß folgende Kollegen als Opfer de? Weltkrieges zu verzeichnen find: Paul Weidlich, gS'Ä 'We�-i-4-t Chemigraph, verstorben am 7. April 1917 an p-n Folgen einer schweren entzündung. Lungen« Formitecher, verwundet imOkto- lix\f ni.£i) j,ec igig und kurz vor seincr Entlassung am 19. März 1917 infolge eines Gehirnschlags plötzlich verstorben. Vattl'K'rtlne Steiudrucker. gefallen am 10. März 1917 £�£»1 a durch Granatsplitter(Rücken schütz). JPvftnr K'nn�hlpv Ch-migraph, verstorben *1 AVctll 9 am 6. April 1917 infolge emcS Unglücksfalles in seiner Garnison. Ein ehrendes Andenken ist ihnen gefichert k Dl« Drtvvom-nltllnx. 109/1« .Am 22. d. Mts. entschlief unerwartet am Herzschlag der Dreher Herr Eltlü Aacke Mit ihm verstarb der älteste Arbeiter meines Betriebes, der in den 33 Jahren seiner Tätigkeit in demselben meinen Vorgängern und mir allezeit treue Dienste geleistet hat. Die Lauterkeit seines Charakters und sein emsiger Fleiß bis zur letzten Stunde seines Lebens sichern ihm bei allen, die ihn kannten, ein treues Gedenken. 32/14 Artnp Landsberger, Inhaber der Armaturenfabrik Eduard PlnkuB. Die Beisetzung findet am Montag, den 30. ds., nachmittag 5 Uhr, auf dem Friedhof der Auferstehungs-Gemeinde zu Weißensee, Lichtenberger Weg, statt. Verband der Sattler und Porleleuiller. Ortsverwaltung Berlin. Den Kollegen hiermit zur Aach« jricht, datz unser Mitglied Monis Otto Firma Loth u. Wewland | verstorben ist. Ehre ihrem Andenken 1 Die Beerdigung findet am Montag, den 30. April, nach- mittags 2 Uhr, von der Leichen- balle deS Thomas-KirchbofeS in Neutälln, Hermannstratze, ans statt. 100/2 Tie Ortsverwaltung. Verband der Sattler mi Portelenlller. Ortsverwaltung Berlin. Am 9. April verstarb im Rc- ierve-Lazarctt unser Mitglied, der Militärsattlcr franz Katschun 46 Jahre alt. Ehre seinem Andenken k 160/1 Die Ortsverwaltung. Am 25. April 1917 verschied | mein lieber Mann, der Arbeiter Paul Matezieski | nach kurzem Leiden an Lungen- entzündung. Die Einäscherung findet am Montag, den 30. April, vormittag 10 Uhr, im Krematorium, Ge> richistratze, statt. 4621 Fran StatczlosUi, Votischedstr. 20. Kranken- und Begräbniskasse der Seifensieder und Benils- genossen zu Berlin. Nachruf. Am Sonnlag, den 22. AprU, verstarb nach schwerem Leiden. 75 Jahre ait, unser ehemaliges VorstandSmiiglied und Begründer der Kusse, der Seifensieder vllo ntflZlians. Unermüdlich für die Interessen der Kasse tätig, wirkte er als Vor- biid treuer Pflichterfüllung im Vorstand, bis ihm sein hohes MIer zwang seinen Posten zu verlassen. Seinem schlichten Charakter und seinem Wim ich entsprechend, wnrde er am Freitag, den 27. April, in aller Stille eingeäschert. Ehre seinem Andenken: 291/7 Ter Vorstand. Am 27. SIpril, morgens 3 Uhr, entschlief sanft nach kurzem Leiden, durch Schlaganfall, meine liebe, gute Frau, unsere herzensgute Mutier,«chwieger- und Grotz- muiler Marie Luise Rasch geb. Rosenthal, im Alter Bon 63 Jahren. Die Beerdigung findet am Montag, den 30. April, nachmittags 4 Uhr, aus dem Semcindc-Fried- hos in Weitzensec, Rölckesir. statt. DieS zeigen im tiefsten Schmerz an 1731 Heinrich Rasch als Kalle. Otto Rasch und Frau. Paul Rasch und Frau. Willi Rasch. Trndchen. Lieschen u. Erna als Enkel. Bezirksverwaltung GroB-Berlin Den Milgliedcru zur Nachricht, datz unsere Kollegin, die Bolensrau Ottilie öteiuke am 27. April im 3liicr von 51 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung iindet am Dienstag, den 1. Mai,»ach- mittags 1 Uhr, von der Leichen- balle des Luiscn-Kirchhoses.?le»- lölln, Hermaimstratze, aus statt. Den Mitgliedern serner zur Nachricht, dag unser Kollege, der Hausdiener Karl Kietzmauu von der Firma Tarnowsli u. Blum- berg, Leipziger Str. 77 am 27. Llprii im 3Ilier von 47 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 1. Mai, nach- mittags 5 Uhr, von der Leichen- balle des Neuen Jakobi-Kirchhoses, Neukölln, Hermannsir., aus ftail. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Den Mitgliedern ferner zur I Nachricht, datz unser Kollege, der | Autofahrer 4/16 Paul Herrn l am 21. April im Alter von | 28 Jahren verstorben ist. Ehre ihrem Zludeuken! Die Bezirksverwaltung. Die Einäscherung unseres ver- storbenen Mitgliedes Herrn Perlüuaull Klüekrnann Berlin, Jablonskistr. 6 findet am Dienstag, den 1. Mai, mittags 12 Uhr, im Krematorium, Berlin, Kerichistratze 37, statt. Ehre seinem'Anbeute»! 3lm Donnerstag, den 26. Zipril 1917, vormittags um Uhr. verschied nach schweren, langen Leiden und mit geduldigem Er- tragen nach 24 jähriger glück- iicher Ehe meine liebe Frau und Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Brnma Neißer geb. Schühler im 46. Lebensjahre. 4821 Um stille Teilnahme billen Tkeofior Neißer u. Sohn. Die Beerdigung findet am Sonn- tag, den 29.'April, nachmittags 3>/, Uhr. von der Leichenhalle des Jalobi-Fried Hofes,'Neukölln, Her- £ mannstratze, aus statt. I Verband d.Ceineinde-u. Staatsarb. g Filiale GroB-Bcrlln. L Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode deS Kollegen Oeorx Petzoldt früher Revier-Inspektion. Ehre seinem Andenken k Beerdigung am Montag, den 30. April, nachmittags 4 Uhr, von I der Leichenhalle des Thomas- s Kirchhofes, Hermannstratze, aus. Um rege BeleUigung bei der Bestaiwug deS Kollegen ersucht ! 36/14 Die Ortsverwaltung. BeutseherKetallarbeiter-Yerband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, datz unser Mitglied, der Former Konrad Altmann am 26. April in der Charlie gestorben ist. Ehre seinem Zlndenken 1 Die Beerdigung findet morgen Montag, den 30. April, nachmittags 4 Uhr, von der Leichen- halle des Garnison-KirchhofeS in der Müllerstratze aus statt. Rege BeleUigung erwartet 174/8 Die Ortsverwaltung. Beutseber Bauarbeiter-Verband. Zlwelzxverelit Berlin. Am 24. April starb unser Mit- glieb, der Maurer >Villielm Griebe. Ehre seinem Andenken k Die Einäscherung findet am Montag, den 30. April, nach» mittags 5 Uhr, im Krema- torium Gerichtstratze statt. 145/10 Der Vorstand. Adlershof. Teil Genossen und Genossinnen I zur Nachricht, datz unser ältestes | Mitglied, der Gasiwiri Gustav Tempel am 23. April im 59. Jahre nach schwerem Leiden verstorben ist. Ehre seinem Audenken k Die Beerdigung findet heute Sonntag, de» 29. April,»ach- niistagS 4 Uhr vom Trauerhause, BlSmarckftr. 78, aus stall. Um rege Beteiligung wird ge- beten. 199/8 Zeutralverbaud derScbubinaeher Deutschlands. == Berlin. Den Miigiiedern zur Nachricht, datz unser Kollege, der Wender Priedricb Born verstorben ist. Ehre seinem Andenken k Die Beerdigung findet am Montag, den 30.'April, nach- millags 4 Uhr. aus dem neuen Jakobi- Kirchhos in Neulölln, Hermannstratze, statt. 170/5 Die Ortsverwaltung. Schmerzliches Gedenken zum Sterbetage unseres lieben> Sohnes, BruderS und des Pioniers Onkels, I Paul Fritz Ba�en geiallen am 29. April 1916 im blühenden'Alter von 22 Jahren. Ein Grab im Walde, vom Sturm vmrollt— Keine Blumen drauf, leine Schrift in Gold, Kein Stein ziert Deinen Hügel, 'Nicht Lorbeer deckt ihn reich. Säilässt einsam und verlorcn, Unzähligen andern gleich. Teine trauernde Mutter und Geschwister. 2251b � Noch 22jähriger glücklicher Ehe entschlief sanft nach schwerer Kranlheit im 3llter von 44 Jahren mein lieber Mann, unser guier Bruder und Onlel Karl kielzmaon. Tics zeigen tiesbetrübt an W«g. Maris Kietzmann, geb. Gärtner, nebst Verwandten. Oppelner Str. 11. Die Beerdigung findet am 1. Mai, nachmittags 5 Uhr, von der Leichcilballc des neuen Ja- kobi-Kirchhoses aus statt. 721 Heute morgen entichlics nach I kurzem, schwerem Leiden im j 78. Lebensjahre mein lieber Mann. 1 unser guter, treuer Vater, Grotz- 1 vatcr und Schwiegervater, der! Stadtverordnete 22S9b s Apotheker ßemr. Vogel. Charlottenburg, 27. April 1917. Im Namen der Hiiiicrbliebcucn Die iiestrauernde Witwe Marie Vogel geb. Fährmann. Die Beerdigung findet Dienslag, den I.Mai, nachinittagS S'l, Uhr, von der Kapelle des Südwest- sricdhoseS in Stahnsdorf aus stall. 9!achruf. Unserem lieben Bruder, Schwa- I ger und Onkel, dem Landsturm- | mann Hans Balzen gefallen am 30. November 1916, gewidmet zu seinem 30. Geburis- lag, welchen er nicht mehr er. leben sollte. ISZl Im Namen der Hinterbliebenen Ott« Balzet-. Magst Du i» fremder Erde Zur Ruh' gebettet sei», Du wirst in uns'ren Herzen Doch nie vergessen sein._ Herzlichen Dank allen, welche meinem lieben Mann Edmund Wilhelm nach seiner letzten Ruhestäiie das Geleit gaben. Besonderen Dank den Herren Meister Kühn II und Meister Ludwig nebst ihren gesamten Mit- arbeitcriiincli und Mitarbestern der A. E. G., Appärate-Fabrit, Berlin, tzochplatz, für die zahlreiche Beteiligung und jür die prachtvollen Krunzspendcn sowie für die Bemühung um den Gesangverein, welcher nur sein Bestes gab. Auch Herrn Vrediger Bcriich für seine trostreichen Worte am Sarge deS lieben Eutschiasene» sei hier noch- malS herzlich gedankt. 10521 Berlin X, Bcusselstr. 22. Witwe Elise Wilhelm. TO-Dkzx.-'reiRr ! Gär reu von 3000 Mk. an. Intl. Zaun, Obstbäume usw.> Nahe Glrzsche Fabrik in Zehlendorf-Schönow. Zu ersr. Park. J Restaur. Kilbe, Lichlersclde.Wcst,! 1 Luzerner Str. Günstige Zahlbed.» »MWMWWWWWWW»»M»»»»>t Deutscher Metaüarbeiter-V erband Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linisustraße 83—85. Geschäftszeit von 9—1 Uhr und von 4—7 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. D ie Mr heute Sonntag, M.April, angekündigte General-Uersammwng findet nicht statt. 17-1/3 vis Ortsverwaliimg. Filiale Berlin. Arbeitsnachweis: Andrcasstr. 17, in der Geschä/t Melle- Tel.: Kgst. 1873. Verein iler berliner bnelnknelMi��ll�chlW� ««> lchnpp|kr. Aw Freitag, den 4. Mai 1917, abends präzise 8 Uhr, im Gaswvr&scKsflskÄfiiiT s Außerordentliche Generalversammlung. WWWWWWWW� W pilm-�ZelluIM' Abiälle laust jede» Popen— Korkliaus Gsrhanl Beneeks, Berlin X 1. Javalibenftr. 137 (SJ Min. vom Stettincr Bahnhoy. Annahme v. 10—5 Uhr. Fernsprecher Älmt Norden 8875.* Tagesordnung� Bericht über Teuerungszulagen» Außer den Delegierten sind die Vertrauenmänner und Druckerei- kassierer eingeladen. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Lcqitimationskarten."MW Der Vorstand: Xlliert?Ia««ini. LsllensAgkbiMß! VerkSufemveu! Donnerstag, den 3. Mai 1U17, abends 8 Uhr, bei Nowottnick, Laugestr. 3O: General- Versammlung. Tages ordnung: 1. Bericht vom 1. Quartal 1317. 2. Vortrag des Gewerischastsiclrctärs Genossen Ad. Ritter:»Die EntwiSelnng des deutschen Arbeitsnachweisweseus". L. Bcschlustsassung über die Verschmelzung unseres FacharbcitSnachweisc-Z mit dem paritätischen ArbeitsnachmetS der Stadt Berlin. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung er: suchen wir um eine» guten Verfammlungsbcsnch und um Punkt- liches Erscheinen. 1V0/3 Her>'«»r»tnn,I. 5pS2i»lsr?t Die Kommission, welche in der von unZ abgehaltenen Versammlung im LehrervereinshanZ am 23. Zlpril gewählt wurde, hat austragSgemüg mit dem Bundesrat verhandelt. Das Resultat wird in einer öffenil. Uersammlnug am Montag, de» 39. April, abends 8 Uhr, im großen Saale der Mnsikersäle, Kaiser-Wilhclm-Strasze 31 (Nähe Alexandcrplaii), bclannlgegebcn. TageS ordnung: Sie Aiitiillirt des Kiliidesrnis lüld der S'iebkiiulsr-FndkiislhlnK. Referentin: Fran ReZma Friedländer. Zeigt durch Massenbesuch, dag Ihr gewillt seid, den Siebenuhr-Iladenschlusi nie wieder loszulassen. Werbt Mttglicder für die- 78/13 Handlnngsgrhilfen-Gewerk schaft 1 ES ruft Euch zur Versammlung der Zentralverband der Handlungsgehilfen Tel. Kgst. iliSS. Ortsgruppe(Srofi-Bcrlin. Münzstr. S«. Nr. ine«i. O«!ean»nn l.Lesoklvobtskesnkli., tiaut-.llaen-, keauonlvill., noev. 8ob>väcko, öein- steanks, FltriieN-Batn-stuesn (Danor 12 Tage). Behandlung schnell, sicher u. schmerzlos oh.Beiufsstör. i. Or.Homeycr a& Co. konz. Labor, f. Blnfc- unters., Fäden im Harn usw. FrieWclislr. 81, iaijslr. 34-88, ÄÄ» Spr. 10— 1 u. ö— 8, Sonnt. 10— 1. so B1" Honorar mäßig, auch Teilzahl. 0 — Separates Damenzimmer.— Jj Spezlaiarzt• tür alle Geschlecsttskrankfieit., Sypbilis, Harn-, Fraucnleideji, Blutuntersuch., Ehrlich-Hata-Kur. Schnelle, sicher, schmerzlose Behandl, ohne Berufsstörung. Glänz. Erfolge. Mäßig. Honorar. Sanitätsrat Dr. Müller. 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Kolleginnen und Kollegen: Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist zahlreiches Erscheinen notwendig. 174/11 Die Versammlung wird pünktlich ersssnet l— Mitgliedsbuch ist unbedingt vorzuzeigen Die Ortaverwaltnnj:, Verein f. frauen u. JVIadcben der Arbeiterklasse. Montag, den 30. April, abends 8'/, Uhr. in der Neuen Philharmonie, Köpenicker Straße 96/37: „Wir und die russischen frauen.� 52/3 Ansprachen verschiedener Genossinnen Der Vorstund. Rar1 SchiaSimachßs* m Gestanzte Flecke(geklebt), gemischt, in allen Größen. Psd. 3 M. Gvale SoblenHcltoncr, gemischt, in drei Größen..., A» Rande Schoner in 5- und 10-Ps.-Größen......„ 3, BrnnoSensfas, Lodcr-AbäilOjiBeiBcnsee/S-tmgbattsiti'.SS. Tel. Weiß. 191 Leibbails Moriuplan 5.Sa. Gelegenheitskäuse neuer" hKafi« garderobc sowie PaletoiS, Ulster in erstklassiger Verarbeitung. Ferner SkunISstolas, Müssen. ÜKnrder, Nerz, Alaska, Blau- und Weißsüchfc, Pelz- Mäntel, Wagcnpelzc, Plüsch- und Astrachanmäntel, Kostüme, Ulster, 20—125 Mark. 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Mühleri straße 70.* Zeitungsausträgerin sofort� ver- langt...Vorwärts'-Spedition Schöne- berg, Meiningerstraße 9, Lad-n.* �eitunZöäusträqClin, Tour Tegel. verlangt.Vorwärts*< Spedition, Bmssigwalde�RäuschstraßelC�*__ wärts", Prrnzenstraße 31, Hos Parterre. �VoTTniFaiWü fbffoW eiMsiellt .Vorwärts". Eharlottcnburg, �esen- heimerslr. 1.* Der Post- und Feldpost-Auslage unserer heutigen Nummer liegt ein Aufruf des Brandenbnrgischen Provinz-Nuöschusteö der Na- tionalftistung für die Hinter- vliebenen der im Kriege Ge- fatteoeu bei.