Nr. 119. 34. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Brets bränumerando Bierteljährl 8,90 M, monatl 1,30 R möchentlich 30 Big. frei ins Saus Einzelne Nummer 6 Big. Sonntags nimmer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt 10 Bfg. Boit. Abonnement: 1,30 Mart pro Monat eingetragen tit die Boit Zeitungs. Breisliste. Unter Rreuzband füz Deutschland und Desterreich. Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an Belgien Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal Rumänien, Schweden und die Schweis Erideint täglid. Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgeibaltenc ftolonel. geile oder deren Naum 60 Big., für politische und gemerfichaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen". Das fettgedru fie Bort 20 Big.( zulässig 2 fettgebruTie orte), jedes meitere Bout 10 Big. Etellengesuche und Schlafficülenanseigen bas erfte Bort 10 Big. jedes weitere Bort 5 Vfg. Borte über 15 Bum ftaben zählen für zwei Borte. niezate für die nächste Summer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlia". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Ami Morigplas, Nr. 151 90-151 97. Mittwoch, den 2. Mai 1917. Expedition: Sw. 68, Lindenstraße 3. Ferniprecher: Amt Morispins, Nr. 151 90-151 97. Der Verfassungsausschuss tritt zusammen. Verfassungsausschuß und Sozialdemokratie. Von Otto Landsberg. innere Kämpfe und die Notwendigkeit, sie zu vermeiden, noch Vorbereitungen für Stockholm. fiir ein Gewicht haben, nachdem die Furcht vor ihnen die Reichsregierung nicht von der Aufhebung des Sprachenparagraphen im Vereinsgesetz und des Jesuitengefches ab- Das Internationale Sozialistische Bureau. gehalten hat, die sie bis vor kurzem gleichfalls im Interesse Amsterdam, 1. Mai.( Eig. Drahtber. d.„ Vorw.") Der des inneren Friedens vor Beendigung des Krieges für un- Sekretär des Internationalen Sozialistischen Bureaus, Gemöglich erklärt hat! nosse Camille Huysmans, hat Ende letzter Woche die Reise nach Stockholm über See angetreten. Die gestrigen, angeb lich aus guter Quelle stammenden Mitteilungen des Petit Parifien" über einen Zwiespalt zwischen Troelstra und Huys. mans, gehören zu fieberhaften Versuchen der Entente- Kriegspartei, die Konferenz zu diskreditieren. Aufgabe einer Regierung ist es, ihrem Volt bei der Lösung wichtiger Aufgaben voranzugehen. Ein leitender Die Reichsregierung will die Führung im Kampfe um Staatsmann, der sich ziehen und schleppen läßt, statt aus ein freies Deutschland nicht übernehmen. Der Reichstag eigener Initiative träftig Hand anzulegen, wo es gilt, das muß zeigen, daß er unsere Zeit und ihre Forderungen besser Staatsschiff vorwärts zu treiben, hat den Nachweis seiner versteht als fie. Welches sind die Aufgaben des von ihm Befähigung für den von ihm befleideten Bosten nicht erbracht. eingesetzten Verfassungsausschusses? Er wird sich selbst Das deutsche Volk verlangt, daß der zu lange versäumte verständlich nicht darauf beschränken dürfen, einen Wunschfreiheitliche Ausbau seiner Verfassung unverzüglich in zettel aufzustellen. So schöne Dinge eine Liste von Angriff genommen wird. Der Reichstag hat sich zunt Sprach- Forderungen auch enthalten würde, fie tönnte durch rohr dieses Wunsches gemacht. Mit überwältigender Mehr- die Bestimmungen Der preußischen Verfassung von heit hat er die Einsetzung eines Verfassungsausschusses be- den Grundrechten der Preußen nicht übertroffen werden. Der schlossen, der kein Diskutierklub sein soll, sondern die Aufgabe Ausschuß muß tonkrete Arbeit leisten und da man ein Haus hat, die baldige Durchführung der unerläßlichen Reformen bei den Fundamenten zu bauen anfängt, hat er sich in erster vorzubereiten. gegen = für Aufschub. Die Behauptung, daß Huysmans Troelstra gezwungen habe, die Konferenz namens der holländischen Delegation an statt namens der internationalen Grefutive auszuschreiben, desavouiert nur die Proteste des französischen Parteivorstandes und der Humanité", die von der falschen Vorstellung ausgehen, daß die Holländer die Kompetenz des Internationalen Bureaus ufurpiert hätten. Reihe mit der Grundlage der modernen Staaten, mit dem Andererseits ist auch die Behauptung unrichtig, daß HuysEine Regierung, die ihre Zeit und ihre Aufgaben versteht, a hlrecht der Bürger zu befassen. Was hätte, es für mans als internationaler Sekretär lediglich zur Sammlung durfte es zum Zusammentritt dieses Ausschusses nicht erst einen Sinn, über das parlamentarische System zu des Materials nach Stockholm geht. Ich kann verkommen lassen; sie mußte vielmehr, bevor er sich zur ersten beraten, solange seine erste Bedingung, die Möglichkeit einer sichern, daß Huysmans entschieden für die Sigung versammelt, dein Reichstage diejenigen Gesezentwürfe Mehrheitsbildung, fehlt? Wenn eine Mehrheit des Reichs- Teilnahme der Entente Sozialisten an der vorlegen, die zur Beseitigung überlebter Borrechte und zur tages dieses System wollen wird, wird sie es haben. Gewißonferenz eintreten und alle Bemühungen für einen Befreiung gebundener Kräfte notwendig sind. soll der Ausschuß den ersten Spatenstich zur Begrabung ver- baldigsten allgemeinen Dauerfrieden unterstützen wird. Die VerDie Haltung der Herren, die kürzlich in der ersten jährter Gesegesbestimmungen, wie des§ 153 der Ge- ficherung des Petit Parifien", daß die Konferenz höchstens preußischen Stammer ihrer Abneigung gegen den werbeordnung, des Jugendparagraphen des eine Neuauflage des Zimmerwalder Manifestes fertig bringen Fortschritt so fräftig Ausdruck gegeben haben, kann man Vereinsgesetzes, der Koalitionsverbote werde, scheint höchst voreilig, zumal die Versuche, die schließlich verstehen; unsere politischen Einrichtungen sind so ländliche Arbeiter und Gesinde tun. Gewig französische Partei aufzutlären, auf direktom ganz auf ihre Interessen zugeschnitten, daß sie nichts an ihnen soll er die auf dem Papier stehende Minister- ege fortgesezt werden. geändert wissen wollen. Und da sie sich darauf beschränkt verantwortlichkeit im Reiche in eine wirkliche Die französische Minderheit haben, die Namen der Männer zu erwähnen, die den Glanz umwandeln helfen; seine Hauptaufgabe ist und bleibt, einc ihrer Familien begründeten, die Erbschaft ihres Verstandes sofortige Reform des Wahlrechts im Reich und Amsterdam, 1. Mai. Dem„ Handelsblad" wird aus Paris geaber ausgeschlagen haben, so zweifeln sie nicht daran, daß in den Einzelstaaten herbeizuführen. Ein Wahlsystem, meldet: Im Namen der Minderheit der„ Commission administrative das Heil des deutschen Volkes in der Erstarrung der aus der das unseren Ansprüchen völlig genügen soll, muß beiden permanente Sozialiste" hat Louguet die Organisatoren der Stoc Reaktionszeit stammenden Verfassungseinrichtungen ruht. Geschlechtern Stimmberechtigung zugestehen und die Minder- holmer Konferenz telegraphisch ersucht, diese bis zum 10. Juni, bis Nicht zu verstehen ist indessen die Haltung der Männer, heiten berücksichtigen. Zum mindesten muß aber im Reiche nach Bersammlung des französischen sozialistischen Nationalrats, der die zurzeit die Geschäfte des Reiches an leitender Stelle das Pluralstimmrecht beseitigt werden, das einen Wähler, am 27. Mai zusammentreten soll, aufzuschieben. führen. Der Reichskanzler hat erkanut, welche Kräfte in dem der in Deutsch- Krone oder Preußisch- Holland wohnt, einen Gedanken der Freiheit stecken. Er ist sich klar darüber, daß zehnmal so großen politischen Einfluß verleiht, als dem Wähler Borgbjerg in Petersburg. die Bedeutung der arbeitenden Schichten unseres Volkes für von Zeltow- Beeskow, und muß in die Reichsverfassung eine Der Kopenhagener Socialdeinofraten" vom 1. Mai meldet, das Reich in ihren staatsbürgerlichen Rechten nicht entfernt Bestimmung eingefügt werden, die besagt, daß jeder Bundes- daß der dänische Genosse Borgbjerg nun endlich nach leberwindung zum Ausdruck kommt. Wiederholt hat er sich zu der Ueber- staat eine Boltsvertretung haben muß, die aus allgemeinen, aller Schwierigkeiten in Petersburg angelangt fei. zeugung bekannt, daß Deutschland nur dann leben kann, gleichen, geheimen und direkten Wahlen hervorzugehen hat. wenn es eine tiefgreifende Aenderung seiner Verfassung in Ist die Frage, wie die Verfassung Sachsens, Mecklendem Reich und in den Einzelstaaten durchführt. Er weiß, burgs, namentlich aber Preußens beschaffen ist, eine deutsche daß unter dem Drud unserer innerpolitischen Zustände Kräfte Frage und daß sie das ist, kann nicht bezweifelt werden, fich nicht entwickeln können, die freigemacht werden müssen, so folgt daraus, daß der Reichstag sich der Lösung dieser Den Ratschlägen und Mahnungen folgend, die ihnen bon wenn wir uns behaupten wollen. Welche Folgerungen hat er aus dieser Erkenntnis Frage nicht entziehen darf, und dies um so mehr, als weder so vielen Seiten und in so verschiedenen keineswegs immer von den Rotabelnparlamenten Preußens und Sachsens, noch gut gewählten Formen zugegangen waren, haben die Bervon den Notabelnparlamenten Preußens und Sachsens, noch gut gewählten gezogen? Derselbe Mann, der das Wort des Arbeiterdichters von den Mecklenburger Rittern erwartet werden kann, daß liner Arbeiter auf die Arbeitsruhe am 1. Mai verzichtet, und zustimmend zitierte, daß Deutschlands ärmster Sohn auch sein sie eine einschneidende Wahlreform genehmigen werden. wie in Berlin scheint es auch im übrigen Deutschland gewesen getreuester ist, hat im preußischen Landtag das Fidei- Auf eine Reform des preußischen Wahlrechts, die einem Kom- 3u sein. wir " Nach dem 1. Mai. tommißgefe vorgelegt, das eine Befestigung von Vor- promiß zwischen den Herren von Zedlig- Neukirch und Also, es ist wieder Ruhe eingekehrt, und es ist dringend rechten schlimmster Art bedeutet; die breite Masse aber ver- Dr. Friedberg ihre Entstehung verdankt, verzichten wir. Bor 34 wünschen, daß mit den Versuchen, von zwei Seiten Del tröstet er auf die Zeit nach dem Striege. Mit der Energie, einigen Jahren hat der damalige Staatssekretär des Reichs- ins Feuer zu gießen, nun ein Ende gemacht wird. Benn ge.. die der Zaghafte immer aufbringt, wenn es gilt, die Zu- amts des Innern Dr. Delbrück namens der Verbündeten Regie- pisje Leute einsehen sollten, daß die ihnen so günstig scheinende mutung zu Handeln zurückzuweisen, beharrt er bei der An- rungen erklärt, falls Preußen die Aufgabe, ein Wohnungs- Gelegenheit vor über ist, so wäre das sehr nüßlich. Aufsicht, daß das Reformiert vertagt werden müsse. Wenn es gefeh zu machen, nicht löse, werde dem Reichstag der Entwurf geregtes Gezeter und Geschnatter über Gewesenes bat gar wahr ist, daß wir Sträfte, die in unserem Volt schlummerten, eines solchen Gesetzes von den Verbündeten Regierungen vor- Bartciziele verfolgt werden. Der Sache selbst fann durch feinen Sinn, sofern damit nicht offenfundig ultrarealtionäre bisher nicht zu wecken verstanden haben, wann haben gelegt werden. Die Wohnungsfrage ist gewiß wichtig, aber Parteiziele verfolgt werden. Der Sache selbst kann durch mehr gebraucht als jetzt! Der fürchtet angeblich von der sofortigen Inangriffnahme der gering. Wenn ein Versagen der preußischen gesetzgebenden schwerer fallen, da ihre österreichischen Genossen bekanntlich Kanzler gegenüber der Verfassungsfrage erscheint ihre Bedeutung endloses Fortspinnen des Themas nur geschadet werden. Der Verzicht mußte den deutschen Arbeitern um so Umgestaltung unseres innerpolitischen Lebens innere Kämpfe, Faktoren auf dem Gebiet der Wohnungsfrage die Reichs eine andere Haltung einnahmen. Auch in Desterreich sollte die wir nicht vertragen können. Sit diese Umgestaltung, wie gesetzgebung in Tätigkeit setzen müßte, so gilt dies erst recht auf die Arbeitsruhe verzichtet werden, wie die dortige Arer zugibt, für Deutschland eine Notwendigkeit, so kann der von der Wahlrechtsfrage nur daß es sich bei der Widerstand gegen sie nur von Männern ohne Einsicht oder vollen Aussichtslosigkeit einer Lösung dieser Frage durch beiterpresse uns Mitte April mitgeteilt hatte. Ende April von solchen geleistet werden, die die Aufrechterhaltung ihrer die rückständigen Parlamente der Einzelstaaten erübrigt, würde. Dazu veröffentlichte die Wiener Arbeiterzeitung" Borrechte für wichtiger halten als die Forderung des Ge- diese„ Volksvertretungen" erst zu bemühen. Aufgabe einen Aufruf, in dem es hieß: meinwohls. Ist ein Staatsmann berechtigt, der Urteils- der sozialdemokratischen Abgeordneten im Verfassungslosigkeit und dem grenzenlosesten Klassenegoismus Zu- ausschuß wird es sein, von den bürgerlichen Parteien des geständnisse zu machen, noch dazu in einer Zeit schwerster Reichstages und den Verbündeten Regierungen zu fordern, Not? Und hat der Kanzler nicht Beweise nicht Beweise dafür, daß fie den einzigen Erfolg versprechenden daß schon die Verheißung von Reformen Stämpfe gegen ihn Weg zur Erneuerung der Verfassung der Einzelstaaten, den Weg hervorgerufen hat, deren Gehässigkeit durch die Erfüllung seiner der Reichsgesetzgebung sofort beschreiten. Und wenn dieses VerVersprechungen nicht gut gesteigert werden könnte? Stann er langen feinen Erfolg haben sollte, dann wird die Sozialsich von den Zuständen der Zeit, die nach dem Kriege sein demokratische Fraktion von der Reichstagstribüne herab der wird, ein so klares Bild machen, um fagen zu können, daß sie arbeitenden Klasse zuzurufen haben: schwere Auseinandersetzungen besser vertragen werden als die Periode, in der wir uns befinden? Und erkennt er nicht, daß Von dem guten Willen und dem gerechten Sinn der Stämpie nicht bloß in den Reihen derjenigen ihren Ursprung haben Regierung und der Reichstagsmehrheit habt Ihr nichts zu können, die alles beim alten lassen wollen, sondern auch von erwarten. Ihre Taten entsprechen nicht ihren schönen Worten. denen drohen, die davon überzeugt sind, daß die sofortige Durchführung des Reformwerkes berufen ist, einen wichtigen Faktor in Macht Euch darauf gefaßt, daß mit dem Frieden der Stampf der Rettung Deutschlands aus den Gefahren zu bilden, die um die Freiheit nicht endet, sondern erst recht beihm zur Zeit drohen? Was soll endlich der Hinweis auf ginnt! kam dann überraschend der Beschluß, daß gefeiert werden Wir wollen, daß unser Entschluß nach feiner Richtung einer Mißdeutung verfalle, und darum haben Parteivorstand und Gewerkschaftskommission beschlossen, daß die Arbeit am 2. Mai ordnungsgemäß wieder aufgenommen wird. Die österreichische Kundgebung stimmt mit der ungarischen überein, sie geht über die Entschließung unserer reichsdeut= schen Bruderpartei hinaus. Dieser Unterschied tann Euch nicht beirren. Im Augenblick herrscht an allen unseren Fronten Ruhe, die Deutschen im Reiche aber bestehen an der Westfront den furchtbarsten, mörderischsten und opfervollsten Kampf der Geschichte, einen Kampf, der vor allen anderen ungeheure Rüftungsmittel verbraucht. Die Arbeiterschaft OsterreichUngarns benutzt in der Arbeitsruhe die augenblickliche Gunst der Kriegslage. Ein Versuch, zwischen Deutschland und Oesterreich einen Gegensatz zu konstruieren, wäre nach diesen Feststellungen unseres Wiener Bruderblattes hinfällig. Andere Länder, andere Mittel, das Ziel aber ist das gleiche. Der 1. Mai 1917 ist vorüber, daß aber Ser 1. Mai 1918 unter ganz anderen tmständen gefeiert werden wird, nehmen wir alle für sicher. Darum bitten wir gewisse Herrschaften, sich wieder zu beruhigen. Der Rampf um den Frieden geht weiter fort unter Bermeidung von Mitteln, die die Verteidigung des Landes zu schädigen geeignet sind. Für Denunzianten sind keine Geschäfte zu machen! Oesterreichs Maibeschluß. In San Bersammlungen, die gefiern in Desterreich massenhaft abgehalten wuchen in Wicut allein 22, im übrigen Niederöster rei ad urbe überall eine Entschließung angenommen, die feierlich bie en schlafiene Bereitschaft zum jofertigen Frieben ohne Groberungnd ohne Demütigung irgend eines der friegführenden Ländex befundet und Einspruch erhebt gegen jede Berlängerung des Bergießcus und der Vernichtung von Menschenleben und Bölfermand. Mit Genugtuung werden die bindenden Erklärungen der gemeinsamen Regierung Desterreich- llugarus aur Kenntnis genemmen, daß dieses Rei den Krieg nur zu seiner Berteidigung jühre und zu einem chrevollen Frieden ohne Groberung bereit sei; das unberbrüchlicha Festhalten an diesen Erklärungen als die notwendige Voraussehung erfolgreicher Friedensverhandlungen wird nachdrücklich gefordert. Die Entschließung begrüßt Aann weiter die internationalen sozialistischen Friedensbestrebungen und erklärt sich für die Aufrichtung eines neuer europäischen Völkerrechts und einer neuen, auf der Freiheit und Brüderlichen Solidarität aller Bölker beruhenden europäischen Staatengemeinschaft. Pétain und Nivelle. Die Ernennung des Generals Pétain, der als Berteidiger Berduns einen Namen hat, gum Generalstabschef, steht zweifellos die Kommentare französischer Blätter beweisen es mit dem Fehlschlagen der Hoffnungen in Verbindung, die an den Durch bruchsversuch gefnüpft wurden. In der Kammer drohte eine Interpellation Dalbiez, und die Bermutung hat Sinn, daß Pétains Ernennung beschleunigt worden ist, um der zu erwartenden Debatte die Schärfe zu nehmen. General Pétains Berufung verdrängt feinen anderen Kriegsführer von seinem Posten. General Nivelle, auf den die Anflagen wegen des gescheiterten Durchbrucha fallen müssen, bleibt an der Spike der Durchbruchsarmeen, aber Pétain wird ihm beigeordnet und vorgesetzt. Der militärische NPR- Mitarbeiter schreibt über die Ernennung: Fortdauernde Artillerieſchlacht voit Soissons bis zur Champagne Große französische Angriffe zwischen Prosnes und Auberive scheitern Artilleriekampf beiderseits der Scarpe. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 1. Mai 1917.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplah. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Bei Arras blieb die Kampftätigkeit der Artillerie auf beiden Scarpe- Ufern wechselnd starf. Vorwärts unserer Kampflinie bei St. Quentin finden täglich Heine Gefechte unserer Sicherungen mit den Bortruppen der Gegner statt. St. Quentin liegt oft unter Feuer; gestern erhielt die Kathedrale fünf Treffer. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Au der Aisne, aut Aisne- Marne- Kanal und in der Champagne zwischen Sillery und der Suippes- Riederung dauerte die Artillerieschlacht mit wenigen Unterbrechungen an; zwischen Soissons und Heims war sie vor allem gegen Abend heftig. Nachts bei Berry au Bac, am Brimont und östlich von Courch vorstehende Erkundungsabteilungen der Franzosen wurden zurückgeschlagen. In der Champagne steigerte sich am Vormittage das Feuer zu stundenlanger, stärkster Wirkung. Bald nach Mittag setzte zwischen Brosues und Auberive der französische Angriff ein. Frische Divisionen waren herangeführt, nat uns die Höhenstellungen füdlich von Nauroy und Moronvilliers zu entreißen. Der Ansturm ist am zähen Widerstand unserer Truppen gefcheitert; nach hartem, hin- und herwogenden Ringen sind die dort fämpfenden badischen, sächsischen und brandenburgischen Regimenter in vollem Befit ihrer Stellungen. Der Feind hat schwere BerTufte erlitten. Ein zweiter Angriff, abends füblich von Nauroy verbrechend, vermochte an dem Mißerfolg nichts zu ändern. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nichts Neues. Spanien verbietet die Erzausfuhr. Beru, 1. Mai. Lyoner Blätter melden aus Madrid: Die General Pétain, der jebt zum besonderen Generalstabschef Eisen- und Metallausfuhr ist verboten worden. beint Striegsministerium auserschen worden ist, gilt als einer der Der Finanzminister erklärte, die Regierung müsse eine Beersten Strategen des heutigen Frankreichs, wenn auch vorübergehend jein Ruf durch seinen Nachfolger an der Maas, den General standsaufnahme hinsichtlich des Bedarfes des nationalen Nivelle, verduntelt worden ist. War es doch Nivelle, der im Augen- Marktes vornehmen. Je nach Ausfall derselben werde das blic, wo die große Offensive begann, aus Verdun wieder abberufen Verbot beibehalten oder abgeschafft werden. und dem inzwischen zum Befehlshaber der Armeen des Zentrums ernannten Bétain als Oberfommandiarender und Nachfolger Joffres vorgeseht wurde. Nunmehr scheint das Berhältnis ein umgekehrtes zu sein, denn die Berufung Bétains als oberiter Generalstabschef fanu keinen anderen Zweck haben, als die nach Ansicht des franzöjifchen Barlaments fehlende und unerläßliche Kontrolle über die militärische Leitung herzustellen. Die Auszeichnung Bélains läuft also im Grunde auf eine scharfe Nüge Nivelles hinaus. " Dent Matin" nach hat indes Nivelle selbst seit geraumer Zeit die Errichtung eines Generalstabs mit sehr ausgedehnter Befugnis beim Kriegsministeriuur als permanentes Band zwischen Kriegsminister und Armeeteifen gewünscht. Das widerspräche also der Auffassung, es hauble sich bei der Berufung Pétains um eine ab fällige Stritit an Nivelles Leistungen. Beide Generale sollen nach dem„ Figaro" und dem„ Echo de Paris" ganz einer Meinung sein. Information", die in lester Zeit die Schaffung eines Obersten Generalstabes empfohlen hatte, führt aus, daß das neue Organ über allen Stäben und Dienstzweigen stehen müsse. Es müsse die nötige Stapazität haben, um die Probleme zu studieren und die Lösungen anzugeben und zu sichern. General Pétain, der das Vertrauen der Armee besitzt, werde unter seiner Leitung wirklich befähigte Männer zu probieren wissen. Man kann verstehen, daß die französischen Politifer zurzeit bemüht sind, die harte Nuß, die Nivelle knacken sollte, nicht zwischen den Zähnen noch härter zu machen. Durch die Einführung des neuen Amtes ist man einem Personenwechsel ausgewichen, der, wie das„ Echo de Paris" schreibt, das Zugeständnis wäre, daß bei den Ichten Kriegsoperationen Jrrtümer begangen wurden. Dies offene 3ugeständnis soll offenbar vermieden werden. Englands riesige steuerliche Leistung. Handelsblad" meldet aus London: Bonar Law wird om Mittwoch den Etat einbringen. Die Staatseinfünfte betrugen im letzten Jahre 573 Millionen Pfund Sterling und werden in diesem Jahre vielleicht 600 Millionen Pfund ( 12 Milliarden Mark gegen ungefähr 3,6 Milliarden Mark im Frieden!) betragen. Damit werden etwa 30 Broz. der vermutlichen Ausgaben gedeckt werden. Es ist nicht wahr. scheinlich, daß die Einkommensteuer noch weiter erhöht werden wird. Vielleicht wird man bestimmte Klassen, wie namentlich die Reeder, deren Gewinne außerordentlich groß sind, stärker belasten. Bisher hat England die ungeheure Steigerung der Staatseinnahmen vorwiegend durch eine ehemals als unglaublich verschriene Erhöhung der direkten Steuern erreicht. Erst nachdem die besitzenden Klassen dem Staate gezinst haben, kommen die ärmeren an die Reihe. Der Petersburger Rat und die Front. Gestern wurden 22 feindliche Flugzeuge im Laftkampf, droi durch Flugabwehrfanonen abgeschossen. Drei unserer Kampfeinsisce griffen eine Gruppe von fünf französischen Fesselballonen nordwestlich von Reims an und brachten sie sämtlich brennend zum Absturz. Deftlicher Kriegsschauplah. In mehreren Froutabschnitten forderte russisches Artillericfeuer unsere Gegenwirkung heraus. Mazedonische Front. Jm Cerna- Bogen und westlich des Vardar hat in den lehten Tagen lebhafteres Feuer angehalten. Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff. Abendbericht. Berlin, amtlich, 1. Mai abends. Bei Arras, au der Aisne und in der Champagne für uns günstiger Artilleriekampf. Bei Lens, Monchy und Fontaine( Artois) sowie bei Cerny( Aisne) scheiterten englische und französische Teilangriffe. Vom Osten nichts Neues. Ter österreichische Bericht. Wien, 1. Mai 1917.( 23. Z. B.) Amtlich wird verlautbart: Auf allen Kriegsschauplähen feine Ereignisse von Bc= deutung. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Hoefer, Feldmarschalleutnant. Ereignisse zur Sec. Am 29. April abends belegte eines unserer Sccflugzeuggeschwader das Barackenlager und andere militärische Objekte von Villa Vicentina mit gutem Erfolge mit Bomben und beobachtete mehrere Brände. Alle Flieger sind zurückgekehrt. Ein darauf folgender Angriff zweier feindlicher Flugzeuge auf Orte bei Triest hatten keinerlei Erfolg. Blottenkommando. 55 britische Schiffe versenkt habe. Diese Tatsache hat die Aufmerfjamfcit in der nachdrücklichsten Weise auf das Kriegsproblem getentt. Die Nation wurde an ihre Abhängigkeit von der Seeherrschaft erinnert, und es ist nur begreiflich, daß sie den lebhaften Wunsch fühlt, zu erfahren, ob unsere Seemacht sowohl als defensive als auch offensive Waffe in der vorteilhaftesten Weise verwendet wird. Amsterdam, 1. Mai. Ein hiesiges Blatt meldet aus muiden, daß die norwegische Bark Telefoon von einem deutschen U- Boot versenkt worden ist. Keine Kriegsgefangenen mehr in der Feuerzone. Petersburg, 30. April.( Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Die provisorische Regierung hatte bekanntlich erklärt, daß die Petersburger Garnison weder aus der Stadt herausgezogen, noch an die Front geschidt werde, vielmehr jederzeit Amtlich wird mitgeteilt: In Frankreich wurden, wie bebereit sein solle, jedem Versuch einer Gegenrevolution in der kannt, deutsche Striegsgefangene seit dem Sommer Hauptstadt oder anderswo entgegenzutreten. Heute hat der Rat der 1916 im Operationsgebiet, zum Teil sogar in der FeuerArbeiter- und Soldatenvertreter angesichts der Notwendigkeit, das zone bei unwürdiger Unterbringung und Behandlung zu gegen den Feind kämpfende Heer durch weitere Teuppenteile und bölferrechtswidrigen Arbeiten gezwungen. durch Militärtechniker zu ergänzen, beschlossen, daß die Beters Deutsche Proteste blieben erfolglos. Daher schritt die burger Garnison nach Bedürfnis verschiedene deutsche Heeresverwaltung Ditte Januar 1917 zur Vertattische Einheiten mit Erlaubnis des Rates in geltung. Mehrere tausend französische Striegsgefangene jedem Einzelfalle an die Front solle schicken tönnen. wurden in die Feuerzone übergeführt und den gleichen BeIn Petersburg hat sich ein allgemeiner Bund von Armee- dingungen unterworfen, wie die friegsgefangenen Deutschen und Marine- Offizieren gebildet zu dent Zwede, der hinter der französischen Front. Frankreich war diese GegenObersten Heeresleitung die Neuordnung des Heeres auf den neuen maßregel angedroht und dabei mitgeteilt worden, daß sic Grundlagen zu erleichtern, seine Kampfkraft zu erhöhen und den in Kraft bleiben würde, bis alle deutschen Kriegsgefangenen Krieg bis zum Siege durchzuführen. mindestens 30 Kilometer hinter die Front zurückgenommen wären, wo sie nicht mehr durch deutsches Feuer gefährdet sind. Die Polen der Duma. Haag, 30. April. Das Polnische Preßbureau meldet, daß polnische Abgeordnete in der Duma und die polnischen Mitglieder des Reichsrats ihre Mandate niedergelegt haben. Sozialisten Argentiniens und der Krieg. Die Gegenmaßregel hat ihren 3 wed erreicht. Die Die Gegenmaßregel hat ihren 3wed er. reicht. Die französische Regierung hat die deutsche Forderung angenommen und erklärt, daß die Südführung aller deutschen Kriegsgefangenen auf 30 Kilometer hinter die Front am 1. Mai beendet sein werde. Daraufhin veranlaßte die Heeresverwaltung, daß gleichzeitig die französischen Kriegsgefangenen auf mindestens 30 Kilometer hinter die Front abtransportiert werden. Buenos Aires, 1. Mai.( Meldung der Agence Havas.) Der Kongreß der Sozialisten hat sich nach stürmischer Sigung mit 4210 gegen 3557 Stimmen für unbedingte Neu- Der französische Ansturm bei Prosnes. tratität ausgesprochen. Der Krieg auf den Meeren. Seesperre und Versenkungen. London, 30. April. Reuter meldet, daß der amerikanische Deldampfer Vacuum am 28. April von einem deutschen Untersees boot versenkt wurde. Der erste Offizier und 17 Mann, darunter auch amerikanische Marineartilleristen, wurden gelandet. Ein Boot mit dem Kapitän und der übrigen Mannschaft sowie einem Marine- lich Bros nes bis westlich audesincourt. In einer Breite offizier und 9 Marineartilleristen wird vermißt. Kopenhagen, 30. April. Nationaltidende" meldet aus Kristiania Die norwegische Handelsflotte hat in der letzten Woche einen größeren Verlust zu verzeichnen gehabt als in jeder früheren; 23 Schiffe mit zusammen 36 000 Br.-Reg.-To. sind versenkt worden, oder durchschnittlich täglich drei Soiffe mit zu iammen 5000 Br. Reg. o. Amerika nimmt die deutschen Schiffe. Reuter meldet aus Washington: Der Senat hat ein stimmig einen Beschluß gefaßt, der die Regierung ermäch tigt, die feindlichen Schiffe in amerikanischen Häfen in Befährt, daß die holländische Bart Areole, die am 25. April iis zu nehmen und sie unter der Kontrolle des Schiff fahrtsrates zu verwenden. Daß dieser Beschluß vorauszusehen war, hat die Zer. störung der Schiffsmaschinen in der Stunde, als Amerika die Beziehungen mit Deutschland abbrach, bewiesen. Haag, 30. April. Die Niederländische Telegraphen- Agentur erausgefahren war, auf eine Wine gelaufen ist; von den 14 Mann der Besazung wurden zwei gerettet, von denen einer gestern in Hoek van Holland angekommen ist. boek van Holland angekommen ist. Berlin, 1. Mai. W. T. B. Der unter schweren Verlusten für die Franzosen gescheiterte neue große Angriff in der Champagne am 30. April wurde durch schwerstes Artilleriefeuer vorbereitet und mit mehreren Teilvorstößen gegen den Hochund Keilberg eingeleitet, die indeffen alle blutig abgewiesen wurden. Die mit Sturmtruppen aufgefüllten französischen Gräben wurden an vielen Stellen dieses Frontabschnittes unter stärkstes Vernichtungsfeuer genommen, so daß die Franzosen schon vor dem großen Sauptangriff schwere Verluste hatten. Nach einer erneuten Feuerwelle von größter Heftigkeit erfolgte nachmittags 2 Uhr der ge fchloffene französische Hauptangriff gegen die Höhenstellungen nördvon 11 Kilometern gingen frische französische Kräfte mit starker Wucht gegen unsere Stellungen vor. Durch unsere Feuerwirbel wurden die Sturmtolonnen an vielen Stellen schon während des Vorgehens zusammengetrommelt, vernichtet oder zur Umkehr gezwungen. An anderen Stellen, wo die Franzosen in unsere Gräben einzubringen vermochten, wurden sie im Nahkampfe, mit Handgranaten und durch unsere Gegenstöße sofort wieder geworfen. Im ersten Anprall der kräftig vorstoßenden französischen Massen war der 4 Kilometer nördlich Prosnes gelegene Hochberg verloren gegangen. Unsere Kolonnen gingen zu einem sofortigen Gegenangriff vor und nahmen dem sich verzweifelt wehrenden Gegner den Sochberg wieder ab. Sie trugen den Gegenangriff über die eigenen Stellungen hinaus und brachten dem Gegner blutige Verluste bei. London, 30. April.( Neuter.) Ein Dampfer der Zeeland- Linie Auch am Bochleberg erlitten die Franzosen eine schwere Niederlage. Nach wiederholten wütenden Feuerwellen versuchte der Franzose iraf heute mittag als erstes Schiff der neuen Linie Holland Marine- Southwold, frischer Kräfte das Schicial des Schlachttages zu seinen Gunsten Lyoner Blätter melden aus New York: Das Marine Southwold, für die die deutsche Regierung sichere Fahrt gewährt am späten Abend und in der Nacht durch Einsatz rasch herangeführter departement beschloß, die Ausbesserungen an dem hat, in Southwold ein. zu wenden. Tron größter blutiger Opfer und ungeheurem Muni Dampfer Vaterland der Hamburg- Amerika- Linie in Drontheim, 1. Mai.„ Dagsposten" erfährt aus Berlevaag: tionseinfas fcheiterten auch diese Angriffe vollkommen. Nach erSiverpool vornehmen zu lassen, da die Größe des Schiffes eine Ausbesserung in New York nicht zulasse. Zweitausend Der russische Dampfer Olga Avrida, 2400 Tonnen, von bitterten hin- und herwogenden Kämpfen ist unsere Infanterie in amerikanische Mechaniker werden nach Liverpool gesandt wer- Newcastle nach Kola mit Kohlen unterwegs, ist 80 Ceemeilen vor vollem Besitz ihrer bisherigen vorderen Linie, Auch dieser neue französische Angriff endete mit einer schweren dem Nordkap versenkt worden. Das U- Boot war ein solches der den, um bei den Ausbesserungen behilflich zu sein. Niederlage der Franzosen. Der Kapitän erklärte, es befänden allerneuesten Art. An der Aisne zerflatterten die französischen Angriffe in Teilfich 16 U- Boote zwischen dem Nordkap und der Mur- kampfhandlungen, die für uns erfolgreich verliefen. man füst c. Im Raume von Arras London, 1. Mai. Der Marinesachverständige Hurd schreibt im unternehmen die ermatteten Engländer am 30. April keine größeren Daily Telegraph": Aus der leben Beröffentlichung der Admi- Angriffe. Unser wirksames Bernichtungsfeuer hielt die englischen ralität geht hervor, daß der Feind in einer einzigen Woche Sturmkolonnen in ihren Gräben nieder. Nur gegen unsere Stellung Wie neulich gemeldet wurde, ist der Hafen von Liverpool regen Weinengefahr gesperrt worden. Die Lyoner Meldung dürfte also nicht in allen Teilen stimmen. Nur fobiel wird zunächst richtig sein, daß die deutschen Schiffe glücklicherweise in einem Zustande sind, der der amerikanischen Sehnsucht nach Schiffsraum ganz und gar nicht entspricht. Reichstagserfahwahl. Bei der Ersatzwahl zum Reichstag in Wahlkreise MedlenburgStrelik am 30. April wurde Dr. Stubmann( nail.) mit im ganzen gesichert. 3190 Stimmen zum Reichstagsabgeordneten gewählt. Ungültig waren 452 Stimmen. Ernährungsfragen im Reichstagsausschus. bei Avion drang eine starke feindliche Patrouille unter Semt Schuhe| Ausnahmebestimmungen für Berlin. So ist denn die Auvon Rauch und Qualm vor. Sie wurde blutig abgewiefen. Desnahme gegen eine ganz fleine Minderheit außer den Ungleichen wurde ein schwächlicher Versuch der Engländer, nördlich abhängigen werden höchstens noch vereinzelte Sachwalter Monchy in unsere Gräben einzudringen, durch Gegenstoß vereitelt. Nach diesen nuklofen Versuchen flaute das Feuer auf der ganzen hausagrarischer Interessen dagegen stimmen Arrasfront ab. Es bestätigt sich, daß die Verluste des Fein- Im weiteren Verlaufe der Verhandlungen kant dann noch des am 28. und 29. April außerordentlich schwer gewesen einmal der fortschrittliche Antrag fortschrittliche Antrag auf Einsetzung bon find. Alcin im schmalen Abschnitt zwischen den Dörfern Oppy und Schlichtungsfommissionen im Eisenbahnbetriebe zur Verhand Rocug muß nach Zählung der Toten, die das Kampfgelände bedecken, lung. Namens der sozialdemokratischen Fraftion erklärte Ge- Am Dienstag sprach zunächst Böhme( natl.) über die zi der Berlust der Engländer an Toten und Verwundeten die Zahl von nosse Haenisch unsere Zustimmung zu dem Antrage und geringen Gerstenablieferungen des Großgrundbesizes und beauswanzigtausend übersteigen. Bei Bullecourt machte im Laufe des Tages eine unserer immer wieder vorstoßenden Aufklä- allerlei törichte Angriffe gegen die Eisenbahner gerichtet hatte. sprechen, fünf Pfund Kartoffeln pro Kopf und Woche zu liefern, wandte sich gegen den freifonservativen Grafen Moltke, der tragte Bildung einer besonderen Kommission zur Untersuchung dieser Angelegenheit. Stubbe( Soz.) stellt fest, daß das Verrungspatrouillen mehrere Gefangene. Auch gegen Abend blieb die feindliche Artillerietätigkeit geringer als in den Vortagen, um in Unser Redner bedauerte, daß der Antrag nicht sofort er in Hamburg nicht erfüllt worden sei, dort gäbe es nur drei. der Nacht wieder lebhafter zu werden. ledigt, sondern erst einer Stommission überwiesen werden solle, v. Batocfi erklärt, daß das Defizit durch größere Mehllieferung was bei der Geschäftslage des Hauses einer Vertagung bis ausgeglichen sei. Schmidt- Berlin( S03.) fragt nach dent zum er bit gleichfomme. Ergebnis der Kartoffelbestandsaufnahme. b. Batocki erflärt, Französischer Heeresbericht vont 30. April noch- Den Schluß der Sigung bildete eine längere Geschäfts- die Kontrolle jei noch nicht abgeschloffen, das Ergebnis jei günstig. mittags. Während der Nacht ziemlich heftige Artillerietämpfe jüd- ordnungsdebatte. Die Regierung hatte sich mit den Westpreußen habe ein Mehr von 450 000 Zentneru gestellt. Die lich von St. Quentin. in der Umgebung von rohon, Parteien dahin verständigt, daß angesichts der allgemeinen fünf Pfund seien bis Mitte Juli gesichert, dann müsse man niit den Surtebise und Craonne. Unsere Batterien fepten ihr 3erFrühfartoffeln rechnen. störungfeuer auf deutsche Werke am Massiv von Moron bil- politischen Lage die Verabschiedung des Fideicommißfers fort. Mehrere feindliche Angriffsversuche auf unsere gejeges bis zum Herbit hinausgeschoben werde. Dagegen Schüßengräben und kleinen Posten im Abschnitt von Surtebise, in protestierten die Konservativen durch den Mund des Herrn Richtung auf den Cornilletberg und auf Les Chambreites scheiter- v. Heydebrand. Sie bestanden auf der sofortigen Er ten in unserem Sperz- und Maschinengewehrfeuer. Ueberall sonst ledigung des Gesetzes. Doch blieb es gegen die Stimmen über Fragen der auswärtigen Politik ausgefüllt. war die Nacht ruhig. der Rechten bei der Bereinbarung. Feindliche Kriegsberichte. Haushaltsausschuß des Reichstags. Anträge zum Militäretat. Die Sibung vom Dienstag wurde zunächst mit der Beratung Vom 30. April abends. Ziemlich heftige Artillerie- KampfDann nahm der Ausschuß noch die Abstimmung über die zum Militäretat gestellten Anträge vor. handlungen zwischen St. Quentin und der Oise und auf dem Die von der sozialdemokras Reine neue Ranzlerrede. Chemin des Dames. Handgranatenkampf im Abschnitt der tischen Fraktion gestellten Anträge fanden fast durchgängig AnSurtebise Ferme. In der Champagne ging unsere InDas„ Berl. Tagcbl." brachte die Nachricht, daß der Reichs- nahme. Insbesondere wurden angenommen die Anträge, die hin fanterie nach lebhafter Artillerievorbereitung um 12 Uhr 40 Mi- fanzler die Absicht habe, am Donnerstag im Reichstag über zielen auf eine Reform des militärischen Beschwerde rechts, auf nuien zu einem Angriff auf die deutschen Linien zu beiden Seiten die Seriegsziele zu sprechen. Wie wir von informierter Seite des Cornilletberges. Im Westen nahmen wir mehrere befestigte erfahren, besteht eine solche Absicht nicht. Grabenlinien von diesem Berge an bis südlich Beine in einer Liefe von 500 bis 1000 Meter. I mOsten schoben wir unsere Linien auf den Nord- und Nordosthängen des Berges bis in die Nähe der Straße Mauroy- Moronvilliers vor. Der heftige Artilleriekampf hält in dieser Gegend an. Im Priesterwalde wirt james Zerstörungsfeuer auf deutsche Einrichtungen. Englischer Bericht vom 30. April. Gin feindlicher Angriff. der heute gegen unsere neuen Stellungen zwischen Manchy le Breur und der Scarpe unternommen wurde, wurde voll ständig zurückgeschlagen. Die feindliche Artillerie war auf beiden fern der Scarpe tätig. Auch herrschte gestern und in der Nacht bedeutende Fliegertätigkeit. Auf eine Anzahl von Punkten hinter den feindlichen Linien wurden mit Erfolg Bomben abgeworfen. Es wurden mehrere Brände verursacht und in cinem Falle eine große Explosion. Auch drei feindliche Eisenbahnzüge wurden von unseren Bomben getroffen. Der Feind fämpfte hartnädig, um die angegriffenen Puntte zu schützen. Kleine Kriegsnachrichten. Die Mitglieder der chinesischen Gesandtschaft in Berlin im ganzen 25 Personen sind nach Kopenhagen abgereist. Luftbombe auf Schweizer Gebiet abgeworfen. In der Nacht vom 24. zum 25. April wurde nach einer Meldung der Schweizerischen Depeschen- Agentur von einem Flieger unbekannter Nationalität über Pruntrut eine Bombe abgeworfen, durch die ein Haus schwer beschädigt, Opfer an Menschenleben aber nicht herborgerufen wurden. Zu dieser Meldung erhält der Bund von der deutschen Gesandtschaft in Bern die Mitteilung, daß die von deutscher amtlicher Seite angestellte Unterfudung ergab, daß bei dem Pruntruter Bombenwurf deutsche Flugzeuge nicht in Betracht kommen, da um die genannte Zeit tein deutsches Flugzeug unterwegs war. Wohl aber erfolgte etwa um 10 Uhr ein französischer Bombenflug auf Orte in der Gegend von Altkirch. --Amerikanische Anleihe für Belgien. Reuter meldet: Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, demnächst Belgien eine Anleihe zu gewähren. Der Betrag wird auf annähernd 150 Millionen Dollar geschätzt. Agenten des feindlichen Auslandes. Agenten des feindlichen Auslandes find Personen, die absichtlich und um ihres Vorteils willen die Verteidigung des Deutschen Reiches zu schädigen versuchen. Solche Personen sind Lumpen und verdienen keinen Bardon. Da es in Deutschland feinen geistig gesunden Menschen gibt, der Deutschlands Niederlage will, wird jedermann nach seinen Sträften das Treiben solcher Agenten zu befämpfen suchen, und das Bewußtsein, seine Pflicht erfüllt zu haben, wird ihm 2ohn genug sein. Nicht als Agenten des Auslandes können Personen betrachtet werden, die unbewußt und ohne Abficht auf Gewinn Sandlungen verüben, die nach der Auffassung der meisten 511 Bermeidung einer unnötigen Ausdehnung der Briefsperre, auf Heimaturlaub für Verwundete und Kranke, auf Erhöhung der Löhnung auf Gewährung des zweiten Bußgeldes, auf Beseitigung der Strafe des Anbindens. Von den Anträgen der Sozialdentofratischen Arbeitsgemeinschaft wurde u. a. angenommen der Antrag auf Festsetzung von Höchstpreisen für die Kantinen. Dagegen wurden abgelehnt der Antrag auf Einjeßung eines Ueberwachungsausschusses für die Kriegführung und die Verwaltung in den befesten Gebieten. Von den Anträgen, die von den bürgerlichen Barder Bestimmung, daß zum Offizier nur befördert werden kann. teien gestellt wurden, fanden Annahme: ein Antrag auf Aufhebung wer die Berechtigung zum Einjährig Freiwilligendienst hat; andere angenommene Anträge bezwecken die Erhöhung der Pensionen der im Striege wieder verwendeten Altpensionäre, die anderweite Rege Tung der Pensionsverhältnisse der wiederverwendeten inaktiven f fiziere. Gine Anzahl weiterer Anträge verlangen größere mili läische Hilfe bei Beurlaubungen, Entlassungen usw. für die Land wirtschaft. Die Versorgung mit Kartoffeln und Gemüse. In einer Mitteilung von zuständiger Stelle wird zur Spar famkeit gemahnt. Wenn auch die Vorräte bis zur Frühkartoffelernte reichen, könnte doch manchenorts Kartoffelnot eintreten. Auch der Kartoffelkonsum der Landbewohner muß ratio= niert werden. Ein Eingriff in das Saatgut sei nicht zu vermeiden. Auch die Frühkartoffeln müssen in Zwangswirtschaft genommen werden, wie überhaupt das bestehende System der Be= wirtschaftung unter Zuziehung von Händlern und Sachverstän= digen aufrechterhalten werden muß. Ohne Höchstpreise würden die Kartoffelpreise nuerschwinglich hoch teigen, der Getreideanbau würde dann verringert weranderen aber nicht nach ihrer eigenen zum Schaden des Deutschen Reiches ausschlagen müssen. Diese Leute handeln wohl manchmal als ob jie Agenten des Auslandesamteit wären, sind aber gewöhnlich wohl feine. Wenn z. B. jemand zum Generalstreif gegen den Krieg auffordert oder wenn ein anderer eine Politik treibt, die dem Reich neue Feindschaft schafft und seine alten Bundesgenossenschaften gefährdet, oder wenn ein Dritter allgemein als notwendig erkannte Reformen zu hintertreiben versucht, so könnte einem wohl manchmal der Zorn gegen einen solchen Aberwitz das Wort„ Agent des Auslands" über die Lippen drängen, aber man würde damit den Leuten bitter Unrecht tun, solange man feinen Beweis dafür hat, daß sie sich bewust in den Dienst des Auslands gestellt haben. deit.(!) Gemüse und Obst fönnen nicht wie Kartoffeln rationiert, sondern nur durch den Kleinhandel den Konsumenten zugeführt Am schlimmsten wäre es, wenn jemand seinen politi- merben, der reguliert werden müsse. Die Reichsstelle hat den Abschen oder persönlichen Gegner, gegen den er schluß von Lieferungsperträgen zwischen Landwirtschaft feinen Beweis in Händen hat. aus Haß oder gar des Gewinns und Städten begünstigt und damit günstige Erfolge erzielt. Da der wegen als Agenten des Auslands" denunzieren wollte. Solche Denunziationen sind eine Gefahr für die Rechtssicher heit, und wer aus Gehässigkeit eder Geldgier falsch 3eugnis ablegt wider seinen Rächsten, den trifft allgemeine Verachtung: zu allernächst schon die Verachtung jener Behörden selbst, die sich mit folchen unbegründeten und unwahrhaftigen Anzeigen beschäftigen müssen. Fleischkonsum von 108 Pfund in Frieden auf 52 Pfund, ähnlich auch der Brotkonsum zurückgegangen ist, steigt die Nachfrage nach mug. Auch die kleineren Städte find zu Lieferungsverträgen überGemüse, auf deffen Produktionsvermehrung hingewirft werdet gegangen. Die Preisregulierung soll beim Erzeuger einsehen und bis zum Steinhändler fortgescht werden. Der Handel soll auf seine often fommen, ohne reich zu werden. Englische Bomben über Holland abgeworfen. Aus dem Haag wird vom Montag gemeldet: Beste Nacht wurden von einem lug zeug auf Bierifzee Bomben abgeworfen. Drei Personen, nämlich ein Mann, eine Frau und ein Kind, wurden getötet. Es wurde auch viel Sachschaden angerichtet. Aus Zierikzee wird gemeldet, daß die Untersuchung ergeben hat. daß die von dem Flugzeug abgeworfenen Bomben englischen Ursprungs find. Wir glauben nicht, daß irgendein Leser dieses Blattes Von der Adria nach Saloniti. Laut Phoner Blättern soll eine eine Belehrung nach dieser Richtung nötig hat. Aber vielVerbindungsstraße zwischen Santi Quaranta leicht ist in einer anderen Richtung eine Warnung nicht überand Saloniti fertiggestellt und sogar für Lastautos fahrbar flüssig. Die Zeiten sind ernst, Beichtsinn kann sich bitter sein. Die Italiener bauten die Strede Santi Quaranta- Herzeg, rächen. Darum muß jeder bei allem, was er tut, die mögden übrigen Teil die Franzosen. Als seinerzeit die Flucht der lichen Folgen seines Handelns flar überdenken. Dunkle Serben nach Albanien den Plan einer Landung von Entente- Ehrenmänner und gewissenlose Elemente gibt es leider in truppen in Santi Quaranta aufkommen ließ, wurde der Weg von jedem Volte, unter den verschiedensten Masken. Vor ihnen diesen Play nach Monastir für gänglich ungangbar bezeichnet; foll man sich hüten! im Anschluß daran wurde die Expedition aufgegeben. Englischer Bericht aus Mesopotamien vom 30. April. Es wurde Gleiches Wahlrecht mit Alterszusahstimme? heute gemeldet, daß das türkische 18. Korps auf beiden Ufern des Die mitunter offiziöse Kölnische Zeitung" läßt sich aus Tigris 13 Meilen nördlich von Samara sich verschanzt habe. Wie Berliner parlamentarischen Kreisen melden, daß das Plural- gute gepflückte zobst und das Marmelabenobst. Es ist auch verfestgestellt wurde, hat das Korps in den Kämpfen vom 18., 21. und -22. April etma 4000 Mann verloren. Die Herabsetzung der Sceversicherungsprämien ist nach einer 28. 2.-B. Meldung darauf zurüdzuführen, daß die Differens zwischen 2% Proz. und dem gewaltig hohen Prämienjak von der englischen Regierung gezahlt wird, um die neutrale Schiffahrt zu ermutigen. Politische Uebersicht. Bom Verfassungsausschus. Die sozialdemokratische Fraftion entjendet in den Berfassungsausschus folgende Mitglieder: Scheidemann, Dr. Gradnauer, Dr. David, Soffmann- Kaiserslautern, eine und Dr. Landsberg. Den Vorsitz im Verfassungsausschuß wird Genosse Scheidemann führen. Abgeordnetenhaus. Wohnungsgeses Eisenbahnenwww fommisse. Fidei. wahlrecht für die Reform des preußischen Wahlrechts wegen der schier unüberwindlichen Schwierigkeiten der Abgrenzung bei der Mehrstimmenzuteilung taum noch in Be. tracht komme. Vielmehr dürften sich die Absichten der Regierung dahin verdichten, neben dem allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrecht in der Vorlage weitere Bestimmungen vorzusehen über den Proporz zur Sicherheit der Minderheit sowie über fefte Anwesenheitslisten. Außerdem wird erwogen und nötigenfalls zur Debatte gestellt, ob fich eine Berücksichtigung des Alters durch 3 usah stimmen empfiehlt. Kölner Oberbürgermeister Wallraf im roten Tag" einen WahlRicht ganz unauffällig ist es, daß zu der gleichen Zeit der vechtsartikel veröffentlicht, der ebenfalls darauf hinausläuft, von allen sonstigen Ungleichheiten abzufchen und nur ben wählern von 40 und mehr Jahren cine 3oeite Stimme zuzuerkennen. " In der Berliner Börsenzeitung" erflärt fidy Graf Bosadowsky gegen jedes Pluralwahlrecht. Er fordert aber für das Reich und Preußen den dreimonatigen Wohnsitz als Bedingung der Wahlberechtigung. Alle zwanzig Jahre feien in Reich und Das Abgeordnetenhaus wird voraussichtlich nur noch am Staat die Wahltreise neu abzugrenzen, wobei aber nicht nur die Mittwoch eine Sitzung abhalten und dann bis zum Herbst Scelenzahl, sondern auch teilweise die Fläche zugrunde zu legen ist. vertagt werden. Es besteht die Absicht, auf das Herrenhaus Also ein Wahlrecht zuungunsten der flukturierenden Elemente dahin zu wirken, daß es das Wohnungsgefes unmittelbar in und zugunsten der Londbewohner. Ohne irgendeine Künstelei Angriff nimmt; die Regierung wird von der ihr zu erteilenden kommt keiner dieser Wahlrechtstünstler aus. Und doch ist das Ermächtigung auf Vertagung des Landtags erst dann Ge- einfachste auch das beste! brauch machen, wenn das Wohnungsgesetz von beiden Häusern verabschiedet worden ist. Bis dahin wird das Abgeordneten- Die Herobjekung von Mindeststrafen im Militärftrafgesetz haus zwar noch formiell versammelt sein, um zu etwaigen buch. Der Reichsanzeiger" publiziert in feiner DienstagabendAbänderungen des Herrenhauses Stellung nehmen zu können, Ausgabe das Gefeß betreffend Herabfezung von Mindesstrafen aber in Wirklichkeit besteht die Tätigkeit der preußischen Drei des Militärgefehbuches, das vom 23. April 1917 datiert ist. Plassenleute nur in der Entgegennahme ihre Tagegelder. Anträge zum Beamtenrecht. Die Erzeugerpreise sollen von der Zentralstelle aus festgesekt werden. Das Frühgemüse bleibt davon jedoch ausgeschlossen; denn haben wir eine gute Ernte, dann werden die Preise für das Frühgemüse niedrig sein, andernfalls aber hoch". Die Preise für das spätere Gemüse und für das Cost aber werden festgelegt. In den fab ist, daß ein einmal festgesetter Preis nicht geändert wereinzelnen Bezirken werden Preiskommissionen gebildet. Grundden darf. Die Zentralstelle gibt die Richtlinien für die Preise, an die fich die Kommissionen mit der nötigen Freiheit halten sollen. Um eine genaue Stontrolle zu erhalten, find Abschlußich eine eingeführt worden. Die Kleinhändler müssen über ihre Baren eine Bescheinigung haben, in welcher die Preisentwicklung angezeigt ist. Bei der weiteren Kontrolle sollen die Hausfrauen im meitgehendsten Maße mitwirken. Das Obst wird in drei Sorten eingeteilt: das Edelobst, das gescheit worden, daß im kommenden Winter auf den Kopf der Beofferung im Monat awei Pfund Brotaufstrich gegeben werden können. Letzte Nachrichten. Ein Institut für Flugwissenschaft. Braunschweig, 1. Mai. Wie die Blätter melden, ist in Braun* fchweig im Anschluß an die technische Hochschule aus Stiftungsmitteln ein flugwissenschaftliches Institut gegründet worden. Banzerwagen mit dem Roten Kreuz. Arrasschlacht hat die Franzosen an der Aisne zu einem neuen Berlin, 1. Mai. W. T. B. Das Bersagen der Lants in der Völkerrechtsbruch veranlaßt. Sie haben Tants mit dem Koten Streuz- Abzeichen verfehen und als angebliche Sanitätsautos vorgeschickt. Bei Juvincourt, wo den Franzosen das Vordringen über den ersten Graben geglüdt war, sah die Bedienungsmannschaft einer Batterie sechs solche Ungetüme mit den Roten Kreuz- Abzeichn heranrollen. Nach der ersten Berblüffung erkannte die Wannschaft den Betrug. Aus 1000 Meter Entfernung eröffnete fic sofort das Feuer gegen die Tants. Bereits der dritte Schuß war ein Volltreffer im Führertant. Schwerfällig versuchten die übrigen um zutchren und auszuweichen, was aber keinem gelang. Alle sechs Panzer- Kampftragen mit dem aufgemalten Roten Kreuz liegen zerschossen vor Jubincourt. Der Handel der Deutschen in Amerika. New Yort, 1. Mai. Wie angekündigt wird, soll ein Gesehentwurf eingebracht werden, der den Handelsverkehr mit dem Feinde regeln wird. Die Grundzüge des Entwurfs fönnen im allgemeinen als liberal bezeichnet werden. So wird den Angehörigen der 3 weig niederlassungen deutscher Gesellschaften wie bisher die Fortführung ihrer Geschäfte erlaubt sein. Hingegen wird vorgeschlagen, rein deutsche Storporationen aufzulösen. BesonSers zu bestellende Aufsichtsbeamten werden das Eigentum dieser Gesellschaften zu konservieren haben, ebenso den Besitz von solchen Deutschen, die nicht in Amerika wohnen. Am Dienstag wurde der erste Teil der Sigung durch Die Fortschrittliche Boltspartei hat im preußischen Abgeordnetendie Beratung der Entwürfe eines Wohnungsgefeßes und eines Haus zwei Anträge zur Regelung des Staatsarbeiter und Beamten Bürgschaftssicherungsgesetzes ausgefüllt. Genosse Hirsch rechts eingebracht. Der eine Antrag verlangt gefeßliche Regelung übte an den die Selbstverwaltung einschränkenden Bestim- des Arbeitsverhältnisses der in den Staatsbetrieben beschäftigten mungen Kritik, berkannte aber andererseits nicht den großen Arbeiter und Angestellten; der zweite Antrag verlangt in AusFortschritt der Gesetze und begründete die Zustimmung seiner führung des Artifels 98 der preußischen Berfaffung eine einheitliche, erichöpfende und den heutigen Zeitverhältnissen entsprechende NeuFreunde. Die„ Unabhängigen" wollen auch von diesem Fort- regelung des gesamten Beamtenrechts, durch die insbesondere das ton: Bilson wird der amerikanischen Mission, die sich nach Rußland schritt nichts wissen, fie stimmen, wie Adolf Hoffmann Bahl, Betitions, Vereins- und Verfammlungsrecht der Beamten, begibt ein sozialistisches Mitglied und einen Arbeitererflärte, gegen das ganze Gefek wegen der darin enthaltenen fowie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung gewährleistet wird. führer beigeben. Amerikanische Mission nach Rußland. Basel, 1. Mai. Havas berichtet unterm 80. April aus Washing Gewerkschaftsbewegung Deutsches Reich. Konferenzen der Bergarbeiter. Im Ruhrgebiet fanden am 29. April vier Konferenzen des Bergarbeiterverbandes statt, in denen die wirtschaftliche Lage der Bergarbeiter besprochen wurde. An den Konferenzen nahmen teil insgesamt 534 Funktionäre, und zwar an der Konferenz in Dortmund 141, in Bochum 129, in Wanne 112 und in Mülheim 152. Es wurde dort folgende Resolution angenommen: Die Konferenz der Vertrauensleute des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands erkennt an, daß die Vertretungen der Gewerkschaften sich rechtzeitig und andauernd bemüht haben, mit den zu ständigen Behörden die Ernährungsfragen der Juduſtriearbeiterschaft möglichst gut zu regeln, verkennt auch nicht, daß jetzt die obersten Bivil- und Militärbehörden den ernsten Willen zeigen, mit den vorhandenen, durch die feindliche Handelssperre und mangelhafte Ernte recht Inapp gewordenen Lebensmitteln die Industriebezirte nach Möglichkeit zu verforgen. Die bisherigen Maßnahmen haben dies Biel nicht erreicht. Die Konferenz fordert aber auch von allen uns teren Berwaltungsbehörden, daß sie gewerkschaftlich organisierte Arbeitervertreter zu den für die Regelung der Lebensmittelverteilung und der Preisfeftfegung berufenen Kommissionen als Mitwirkende Heranziehen, damit die Arbeiterschaft fortlaufend über den Stand der Lebensmittel- und Preisfrage unterrichtet ist und so dem durch die Vorgänge auf dem Lebensmittelmarkt begreiflichen Glauben der Arbeiterschaft, sie werde nicht im gerechten Verhältnis zu den vorhandenen Lebensmitteln versorgt, der Boden entzogen wird. Dess gleichen fordert die Konferenz die Hinzuziehung der Arbeiterausschüsse bei der Lebensmittelverteilung auf den Zechen. Die Tabakarbeiter zur Tabakftreckung. Resolution für den Siebenuhrladenschluß zum Bundesrat entfandt Die vom Reichsamt des Innern verfügte Einschränkung der hatte. Wie der Referent Schmidt ausführte, hat die Kommission Labatverarbeitung hat unter den bodenständigen Tabalarbeitern des am Donnerstag eine Unterredung mit einem Beauftragten des ländlichen westfälischen Tabalindustriebezirks große Aufregung ver- Bundesrats gehabt, der ihr mitteilte, daß sich der Bundesrat für ursacht. die geforderte Beibehaltung des Siebenuhrladenschlusses entschieden Am Sonntag, den 29. April, batten fich im Stadtgarten zu hat. Die Kommission begründete dann die weiteren Forderungen Bünde 1500 Tabatarbeiter und Tabalarbeiterinnen versammelt. der Handelsangestellten: Ausdehmmg des Siebenuhrschlusses auf Nach einem Referat des Gauleiters des Tabalarbeiterverbandes für die Lebensmittelgeschäfte und auf den Sonnabend. Der Vertreter Westfalen und Lippe, Schlüter, wurde einstimmig beschlossen, das des Bundesrats sagte, das sei eine Angelegenheit, die nur im Wege Reichsamt des Innern dringend zu bitten, eine andere Art der der Gefeßgebung geregelt werden könne. Er gab der kommission Tabalstreckung nach den Vorschlägen der Vorstände der Tabat- anheim, Anträge in dieser Hinsicht einzureichen. Das soll denn auch arbeiterverbände vorzunehmen. geschehen. Nach einer regen Aussprache nahm die Versammlung folgende Resolution an: Hoffentlich tritt das Reichsamt des Innern schleunigst mit den Vorständen der Tabalarbeiterverbände in Verbindung. Diefelbe Einschränkung kann durchgeführt werden, ohne daß die bodenständige, an ihren fleinen ländlichen Besitz gefesselte Tabatarbeiterschaft erisienzlos gemacht wird. „ Die Verfammlung der Ladenangestellten nimmt Kenntnis von dem Bericht ihrer Kommission, wonach der Bundesrat davon Abstand genommen hat, die geltenden Bestimmungen über den Siebenuhrladenfchluß für die Dauer der Sommerzeit aufzuheben, und erEine Konferenz der westfälischen Zabatarbeiter, flärt, daß dies nicht die volle Befriedigung ihrer Wünsche darstellt. die von Delegierten aus fast allen Orten des Tabalindustriebezirks Sie richtet daher an den hohen Bundesrat sowohl als auch an den besucht war, hat das Reichsamt des Innern in Berlin um eine hohen Reichstag die Bitte, den durch die Bekanntmachung vom andere Regelung der Einschränkung der Tabakverarbeitung ab 11. Dezember 1916 eingeführten Siebenuhrladenschluß auf alle 1. Mai 1917 telegraphisch gebeten. Die Konferenz wünscht, daß offenen Berkaufsstellen, also auch die Lebensmittelgeschäfte, sowie die Vorschläge der Tabatarbeiterverbände berücksichtigt werden. auf den Sonnabend auszudehnen und den Siebenuhrladenschluß zu Versammlungen in Spenge und Vlotho haben sich eben einer dauernden Einrichtung auch für die Zeit nach dem Kriege zu falls an das Reichsamt des Innern um Abänderung der Berord- machen. Sie erwartet von einem hohen Bundesrat, daß er nunnung vom 12. April 1917 gewandt. Die Tabatarbeiter verlangen mehr den berechtigten Wünschen der Angestellten so schnell wie Reichsunterstützung für die Arbeitslosen. Mindestens 10 000 Ber- möglich Rechnung trägt." sonen würden bei strenger Durchführung der Berordnung arbeitslos werden. Berlin und Umgegend. Für Beibehaltung des Siebenuhr- Ladenschlusses. Der Transportarbeiterverband hatte am Freitag eine VerDie Konferenz erklärt weiter, daß durch die Werkspreffe start sammlung der Handelshilfsarbeiter einberufen, die als Demonübertriebene Vorstellungen über die Löhne der Bergarbeiter ver- ftration gegen die bis vor kurzem bestandene Gefahr der Aufbreitet werden. Wenn auch seit Kriegsbeginn die Löhne eine abiolut hebung des Siebenuhr- Ladenschlusses geplant war. Bekanntlich ist ansehnliche Steigerung erfahren haben, so ist doch der nun tatsächlich diese Gefahr inzwischen geschwunden, da der Bundesrat nunmehr ausgezahlte Lohn für die überwiegende Mehrheit der Arbeiter giveifel- endgültig die Beibehaltung des Siebenuhr- Ladenschlusses beschlossen los viel zu gering, weil der Geldwert infolge der folosialen Preis- hat. Deshalb beschränkte sich denn auch der Referent, Reichstagssteigerung für die nötigsten Lebensmittel und sonstigen Bedarfs abgeordneter Stahl, darauf, seiner Genugtuung über diese Erartifel außerordentlich viel stärker fiel, als die Löbne stiegen. Darum ledigung der Ladenschlußfrage namens der im Handelsgewerbe ist auch ein durchschnittlicher Schichtverdienst von 10,50 W., wie er tätigen Arbeiter Ausdruck zu geben und die Erwartung daran zu vor mehreren Schlichtungsausschüssen für Hauer und Lehrbauer ver- knüpfen, daß der Siebenuhr- Ladenschluß nicht nur eine Kriegseinbart wurde, gegenwärtig nicht als ein bober Lohn" zu bezeichnen. maßnahme bleibe, sondern als dauernde Einrichtung in die Dabei bleibt die große Mehrheit der Belegschaft noch immer weit Friedenszeit hinübergenommen werde. Ferner betonte der Refeunter diesem Lohn, was gleichfalls neben den Nahrungsforgen die rent, daß die im Handelsgewerbe Beschäftigten an ihrer weiter Belegschaften beunruhigt. Da es in diefer Zeit erst recht nicht auf gehenden Forderung des freien Sonnabendnachmittags festhalten eine reichliche Verzinsung des Unternehmungsfapitals, sondern vor und daß sie sich einmütig dagegen wehven würden, wenn später allen Dingen auf die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit der etiva der Achtuhr- Ladenschluß wieder eingeführt werden sollte. Arbeiterschaft antommt, so liegt unsere Forderung, alsbald eine Eine im Sinne des Referats gehaltene Resolution wurde einAufbesserung der Löhne, namentlich eine erhebliche Erhöhung der stimmig angenommen. weit unter dem genannten Satz von 10,50 M. bleibenden Schicht und Gedingelöhne eintreten zu lassen, durchaus im vaterländischen Interesse. Desgleichen ist es dringend erforderlich, daß für alle Ueber-, Neben und Sonntagsschichten ein Aufschlag von 30 Proz. bezw. 60 Proz. gezahlt wird, wie das die vier Berbände in ihrer Eingabe vom 7. februar bereits gefordert haben." Direktion Max Reinhardt. Deutsches Theater. 7 Uhr: Der Geizige. Donnerst. 7, U.: Tobias Buntschuh. Kammerspiele. 7, Uhr: Fasching. Donnerstag: Fasching. Volksbühne. Theat. a. Bülowplatz. 72 Uhr: Die Ratten. Donnerstag: Volk in Not. Theater i. d. Königgrätzerstr. Dir. C. Meinhard R. Bernauer. 7 Uhr: Erdgeist. Lessing- Theater. 74, Uhr: Madame Legros. Donnerstag: Peer Gynt. Freitag: Madame Legros. Weitere Forderungen in der Frage des Siebenuhrladenschlusses. Unter ungeheurem Andrang tagte am Montag eine vom Zentralverband der Handlungsgehilfen einberufene öffentliche Versammlung im Musikeriaal, Kaiser- Wilhelm- Straße. Sie nahm den Bericht der Kommission entgegen, welche die vorige Versammlung mit ihrer Zirkus A. Schumann Täglich abends 7½ Uhr: Deutsch. Künstler- Theater. Das vollständ. neue Programm. Allabendlich 7 Uhr: Der Kammersänger. Comtesse Mizzi. I. Klasse. URANIA Taubenstraße 48/49. 4 Uhr( halbe Preise): Komödienhaus Im U- Boot gegen den Feind. 72: Die verlorene Tochter. 8 Uhr: Berliner Theater Geheimrat Professor Dr. Seibt: Die Aushungerung Englands. 720 Uhr: Die tolle Komteß. Theater für Mittwoch, den 2. Mai. Deutsches Opernhaus, Charlottenb.[ Neues Operettenhaus 7 Uhr: Die toten Augen. Schiffbd. 4a. Kassentel.: Nord. 281. 7. U.: Der Soldat der Marie. Friedrich- Wilhelmstädt, Theater. 7% Uhr: Das Dreimäderlhaus. Residenz- Theater Gebr. Herrnfeld- Theater. 7, Uhr: Die Warsch. Zitadelle. 7 Uhr: Ehe- Urlaub. Kleines Theater 7. U.: Hans im Schnakenloch. Komische Oper 7 Uhr Die Dose Sr. Majestät. 20 Min.: Lustspielhaus Schiller- Theater O Z. 7.1.M: Der Tartuff. Sganarell. Schiller- Th. Charlottenb. 7 Uhr: Der Bibliothekar. Thalia- Theater 25 Min.: 7 Uhr Das Vagabundenmädel. Theater am Nollendorfpl. 8 Uhr: Die Räuber. 7% U.: Die Gulaschkanone. 8 Uhr: Die blond. Mädely. Lindenhof Theater des Westens Metropol- Theater 7 Uhr. Die Czardasfürstin. 10 Min: Rose- Theater. Zum 25. Male: Z. 1. M. 7 Uhr: Stolze Thea. Trianon- Theater 74 Uhr: Dreheri Jägerblut. Walhalla- Theater. 72 Uhr: 7, 15: Das Findelkind. Der fidele Bauer. Cigarren, Cigaretten, Rautabake Engros Ernst Borch, Elsasserstr. 21. Alkoholfr. Getränke Franz Abraham Hamb. Messina- u. Römertrank- Kell. C.25 Bartelstr. 8a, Fernsp. Kgst.13708 Bade- Anstalten Neukölln Central- Bad Anzengruberstr. 25. Diana- Bad Koppenstr. 93 Passage- Bad Kottbusersämtliche Bäder. Damm 79. Reform- Bad, Wiener Str. 65. Bäcker- u. Konditoreien Erscheint 2 mal wöchentlich. Otto Wolff, Treptow, Krüllst. 16 Labero Das Nätfel der Welt! und die übrigen großen Schlager. Außerdem: Noch kurze Zeit DieSeeräuber Brunt- Pantomime in 4 Aften. Apollo PRIEDRICHSTR AN DER KOCHSTE Allabendlich 7, Uhr: Das vielseitige Varieté- Programm! Die Kasse ist ab 10 Uhr geöffnet Reichshallen-Theater. Stettiner Sänger. Cabaret ,, Feldgrau." Anfang 7, Uhr. Für Militärpers. an den Wochentagen vollkommen freien Eintritt zu den Stettiner Sängern. NATIONAL- THEATER 38. Größter Lacherfolg. Studentenliebehen. 3148. Bosse mit Gesang u. Zanz in 3 Aft. Musik von Walter Bromme. Sonntag 34, Uhr: Jugend. Borverkauf ab 10 Uhr ununterbrochen. 17 PP Gerichtszeitung. Der schöne Handel". Die Bochumer Straffammer touchers zu 1900 M. Geldstrafe( 2700 m. beantragt). Der Anverurteilte den Händler Bernhard Knippers wegen Striegsgeflagte batte 40 Stiften Apfelfinen mit 28 M. eingekauft und diese zu 45 bis 58 m., also mit einem Gewinnanfichlag bis zu 107 Proz. gleich weiterverkauft. Weißkohl, der ihm 10 M. der Zentner foſtete, veräußerte er gleich wieder zu 15 M. Der Angeklagte hatte sich gerühmt, er überließe es den Dummen zu arbeiten und es ginge nichts über einen schönen Handel. Er hätte an einem Zage über 1600 Mart verdient. Der Staatsanwalt batte das unerhörte Treiben des Angeklagten, gegen den allein 15 Verfahren wegen Kriegswuchers schwebten und der geradezu auf die Dummheit der Leute spekuliert habe, in der schwersten weise gebrandmarkt. Die Händlerin Neuling, die ihm den Weißfohl zu 10 m. verkauft hatte, obwohl er ihr bloß 7 M. fostete, erhielt 100 M. Geldstrafe. Jugendvereinigung Sportfreunde". Neukölln. Die zweite Schülerinnen- Abteilung mußte wegen Ueberfüllung geteilt werden. Die Züge I- III( Mädchen im Alter von über 11-14 Jahren) turnen jebt Freitags von 6-8 Ubr, die Züge IV und V( 6-11 Jahre) Sonnabends von 6-8 Uhr in der Turnhalle der Mittelschule Donaustr. 120/127. Teil d. Blattes: Alfred Scholz, Neukölln; für Inserate: Th. Glocke, Berlin. Berantwortl. f. Politik: Dr. Franz Diederich, Berl.- Friedenau; für d. übrigen Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co Hierzu 1 Beilage und Unterhaltungsblatt. Berlin SW. Viktoria- Theater Kottbuser Straße 6/7 Ab heute täglich: Der große Kulturfilm THES Kurzes Gastspiel: Joseph Plaut dazu der glänzende Mai- Spielplan! Palast Tägl. 7 Zoo Sonnt. 3, u. 72 Gastspiel der Schlierseer mit Xaver Terofal. ,, St. Georg, der Drachentöter". Morgen dieselbe Vorstellung. Sonntag 32: , Der Herrgottschnitzer Berliner Konzerthaus Mauerstr. 82 Nur noch Es werde Licht 5 Akte von Rich. Oswald und Lupu Piek. Mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Regie: Rich. Oswald. Hauptrolle: Bernd Aldor. Vorher: Das vollständig neue glänzende SpezialitätenProgramm. Beginn: 5, u. 8 Uhr. Zimmerstr. 90/91. Voigt- Theater. wenig Tage Großes Konzert des Berliner Konzerthaus Orchesters, Anfang 7, Uhr. An Leitor: Komponist Frz. v. Blon. Eintritt 30 Pf. Anfang 7, Uhr. Badstr. 58. Badstr. 58. Heute 7%, Uhr: Benefiz für Emmi Anthos u. J. Witte: Wochentagen Nachmittags- Konzert bei freiem Eintritt Das rote Schloß. und voller Orchesterbesetzung. 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Diese wünschten mit Rücksicht auf die Größe und Bedeutung der Vorlage eine Entscheidungsfrist möglichst bis Ende Juni. Der Schaaffhaufensche Bankverein Ein Antrag Aronsohn( Vp.) verlangt für die Kriegszeit ersucht die Gewerken, eine Entscheidungsfrist bis 25. Mai zu bei der Eisenbahnverwaltung Schlichtungsstellen bewilligen. In der Generalversammlung der 2. Loewe Aktien Ge im Sinne des Silfsdienstgesetzes und Ausschüsse sellschaft wurde mitgeteilt: Der Eingang an Heeresaufträgen für die Angestellten. Abg. Delius( Bp.) begründet den Antrag. Der Eisenbahn- vorübergehend Aufträge in Munition hereingenommen. Im ist großen Schwankungen unterworfen; die Gesellschaft habe nur minister hat in anerkennenswerter Weise den bei der Eisenbahn Berichtsjahr feien etwa 60 Proz. weniger Aufträge als im Geschäftsbestehenden Arbeiterausschüssen das Recht zugestanden, sich auch Einige Anträge der Fortschrittlichen Bollspartei selagen Rendes mit Lohnfragen zu beschäftigen uji. Aber diese Ausgestaltung jahr 1915 eingegangen; Heeresaufträge habe die Gesellschaft überusw. haupt nicht bekommen. In diesem Jahre wurden einige Heeresrungen zugunsten der Selbstverwaltung Gegeht uns nicht weit genug. Bei den Kaiserlichen Werf= meinden vor. ten haben sich die Schlichtungsausschüsse sehr gut bewährt aufträge wieder übernommen. Die Eisenbahnarbeiter empfinden es als eine Zurückfehung, daß untergrundbahnen beförderte( ohne die Schöneberger, Die zweite Lefang des wird fortgesetzt. Wohnungsgesetzes Abg. Hirsch- Berlin( Soz.): man sie ihnen vorenthält. Die Gesellschaft für elektrische Hoch- und Es ist bedauerlich, daß es nicht gelungen ist, die Bestimmungen der Borlage zu beseitigen, die vom Standpunkt der Selbſtver- nahe das Silfsdienstgesek gescheitert. Man sollte 9 233 005 Personen gegen 6 478 114 Personen im gleichen Monat Abg. Giesberts( 3.): Im Reichstag wäre an dieser Frage bei- Wilmersdorfer und Dahlenter Bahn) im Monat April 1917 waltung aus zu schweren Bedenken Anlaß geben. Von der doch jetzt im Kriege eigentlich gelernt haben, Bertrauen zu des Vorjahres. Die Einnahmen betragen 1248 280 M. gegen Einbringung von Abänderungsanträgen haben wir Abstand ge- den Arbeitern zu haben, nachdem sie in so mustergültiger 847 568. Die Betriebseinnahmen betragen seit dem 1. Januar nommen, obwohl wir eine ganze Reihe von Wünschen hatten. Aber Weise ihre Pflicht getan haben. 1917 5 139 093 M. gegen 3 552 537 M. im Vorjahre. Die Flachwir wollen das Zustandekommen des Gefeßentwurfs, der immerhin Abg. Graef( f.) äußert Bedenken gegen den Antrag. bahn Warschauer Brücke- Lichtenberg vereinnahmite im April 1917 wesentliche Fortschritte gegenüber den früheren Entwürfen aufweist, nicht verzögern, weil uns trotz aller Mängel, die trieb so vorbildlich wie die Eisenbahnverwaltung.( Burufe links: Abg. Graf Moltke( ft.): In der sozialen Fürsorge ist fein Be- 21 744 M. gegen 12 655 M. im Vorjahre. Die Bruttoergebnisse der Allgemeinen Berliner dem Entwurf anhaften, an einer möglichst schnellen Ber- Na, na!) Redner verliest einige Briefe von Eisenbahnhandwerkern, Omnibus- ft.- Gei. betrugen in der Zeit vom 1. bis abschiedung der Vorlage gelegen ist. Die Befürchtungen, aus denen er schließt, daß die Eisenbahner mit dem General 30. April 1917 311 561 M.( 1916: 393 747 M.), feit Beginn des die an die beschlossene Einschränkung des tom streik drohen, wenn ihnen die Schlichtungsstellen nicht gewährt Jahres betrugen die Einnahmen 1 134 621 M.( 1 608 454). munalen Bauverbots in der Presse und in der Kommission iverden. Die Einnahmen der Großen Berliner Straßenbahn und der geknüpft wurden, halte ich für übertrieben. Man muß zugeben, daß Abg. Gottschalk- Solingen: Wir halten den Antrag für geeignet, von ihr mitverwalteten Bahnen stellten sich im April 1917 auf eine ganze Reihe von Gemeinden mit diesem Bauverbot doch eine das Vertrauen zwischen Verwaltung und Arbeiter zu be= 5657 075 M.( April 1916 4743 808 M.). Vom 1. Januar bis Art Mißbrauch getrieben haben, indem sie es benutzt haben, den festigen. 30. April 1917 betrugen die Einnahmen 20 419 676 M., vom 1. Ja Unternehmer zu verpflichten, nur Wohnungen von einer Abg. Haenisch( Soz.): Unsere Stellung zu der Frage ist aus nuar bis 30. April 1916 18 052 474 M. Bei der Großen Berliner bestimmten Größe zu erstellen, um damit den Zuzug der den Verhandlungen des Reichstags bekannt. Wir halten den An- Straßenbahn betrugen im April 1917 die Einnahmen 4 563 156 M. minderbemittelten Bevölkerung zu verhindern.( Sehr wahr! bei den trag für spruchreif und bedauern, daß er noch einer Kommission( 1916 3 796 721 M.). Vom 1. Januar bis 30. April 1917 wurden Sozialdemokraten.) Ein wesentlicher Fortschritt ist, daß verfchiedent überwiesen ist, was jedenfalls eine Verschleppung bis zum bereinnahmt 16 485 631 W., vom 1. Januar bis 30. April 1916 lich Kann- Vorschriften durch Muß- Vorschriften ersetzt worden sind. Herbst bedeutet. Durch eine solche Verschleppung kann die in 14 538 482 M., 1917 mehr: 1947 148 M. So ist in Zukunft durch Wohnungsordnungen vorzuschreiben, daß großen Kreisen der Eisenbahner bestehende Unzufriedenheit nur als Wohn- und Schlafräume nur solche Räume benutzt werden verstärkt werden. Graf Moltke hat die von ihm berlesenen dürfen, welche zum dauernden Aufenthalt von Menschen baupolizei- Schreiben misverstanden. In diesen wird nur auf die große lich genehmigt find. Leider ist unser Antrag nicht durchgedrungen, Erbitterung in den Eisenbahnerkreisen hingewiesen und betont, daß die Wohnungsordnungen bestimmte Mindest man solle daher nicht noch mehr Del ins Feuer gießen. borschriften enthalten müssen. Ein weiterer, wesentlicher Damit schließt die Debatte. Die leberweisung des Fortschritt ist, daß die gemeinschaftlichen Wohnräume für Ar- Antrags an einen Ausschuß war bereits vor einigen Tagen beiter, die erfolgt. sogenannten Arbeiterkasernen, Gin Antrag des Zentrums auf Einfeßung eines ständigen Fachausschusses für Bevölkerungspolitik wird nach kurzer Debatte anDamit ist die Tagesordnung erledigt. # genommen. Präsident Graf Schwerin- Löwis schlägt vor, die nächste Sizung abzuhalten Mittwoch, 12 Uhr. Mit der Tagesordnung: Dritte Le fung des Wohnungsgesches, des Bürgschaftssicherungsgesetzes, Antrag auf Vertagung des Landtags. Abg. v. Heydebrand( f.): Nach dem Geschäftsplan sollte in diesen Tagen auch das Fideikommißgesch so eingerichtet sein müssen, daß in der Regel für jede Familie ein besonderer, abschließbarer Raum vorhanden sein muß, der den allgemeinen Vorschriften an Gesundheit und Sittlich feit entspricht. Die Tatsache, daß ein großer Teil von Anträgen, die ich 1914 eingebracht hatte und die damals abgelehnt worden sind, nun von der Kommission angenommen worden sind, beweist, daß sich die Erkenntnis von der Notwendigkeit, auf dem Gebiete des Wohnungswesens schärfer als früher vorzugeben, auch in den Kreisen Bahn gebrochen hat, die unseren Bestrebungen bisher feindlich gegenüber ge standen haben.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) behandelt werden. Es wäre bedauerlich, wenn es erst im Auch die Regierung, die noch 1914 ausdrücklich erklärte, grund- Herbst erledigt wird, denn dies Gesetz, das nicht von uns, sondern fäßlich könne die Befriedigung des Wohnungsbedürfnifies nicht von der Regierung eingebracht worden ist, hat uns schon seit vier als Aufgabe des Staates angesehen werden( hört! hört! Jahren unendlich viel Mühe und Zeit gefofiet. Meine Freunde bei den Sozialdemokraten), die Tragweite einer finan- beantragen daher, es morgen auf die Tagesordnung zu ziellen Beteiligung des Staates ant der sehen. 26 ohnungsfürsorge fet nicht abzusehen; gar ins Bräsident Graf Schwerin- Löwik: Mein Vorschlag ist erfolgt besondere müßten auch die Folgen auf politischem Gebiete zu auf Grund der Besprechungen der Parteiführer. lebhaften Bedenken Anlaß geben, denn ein solches Vorgehen würde den Staat auf jostalififce pabnet brängen hat durch die Erfahrungen im Kriege in jeder Beziehung umgelernt. Ich freue mich über diese Wandlung der Regierungsanschauung. Selbstverständlich ist, daß die Gemeinden nun nicht etiva un tätig die Hände in den Schoß legen. Zweifellos werden wir nach dem Kriege in dem größten Teile Preußens mit einem großen Mangel an fleineren und mittleren Wohnungen Abg. Waldstein( Bp.): Unsere Anregung das Fideikomteien mit Ausnahme der Konservativen Widerhall gefunden. Barmißgefeh nicht mehr zu verhandeln, hat bei allen Barteitaktische Erwägungen liegen uns dabei völlig fern.( Lachen rechts.) Ich muß bitten, daß Sie meinen ernst gemeinten Wor ten auch Vertrauen schenken. Wir halten aber feinen Zeitpunkt für diese Verhandlungen für weniger geeignet, als gerade den jezigen, aus Erwägungen der inneren wie auch der äußeren Politif. Sollte das Gesetz wirklich nicht zustandekommen, so wäre das das geringste Opfer dieses Krieges. Es wird glänzend weiter verdient. Die chemische Industrie pflüdt jegt eifrig Kriegsgewinne. Die Badische Anilin- und Sodafabrik, Mannheim, hat 1916 nach Abschreibungen 12 369 258 M.( i. V. 11 607 570 M.) und einschließlich des Vortrages von 2 823 875 M.( i. 23. 2 827 800 W.) einen Gewinn von 26 442 646 M.( i. V. 19 882 870 M.) erzielt. Der Aufsichtsrat beschloß, der Generalversammlung vorzuschlagen, dem außerordentlichen Reservefonds 3 Millionen( tv. i. V.) und dem Kriegsgefallenenfonds 2 Millionen( i. V. 1 Million) zuzuwenden und eine Dividende von 20 Prozent sowie einen Bonus von 8 Prozent zu verteilen( i. V. 20 Proz.). Die Chemischen er fe vorm. H. u. E. Albert in Amöneburg bei Biebrich werden für das Geschäftsjahr 1916 eine Dividende von 30 Prozent ( i. V. 28 Proz.) verteilen. mitgeteilt: Qu3 vielen Gegenden fommt die Nachricht, daß LandGegen die Erweiterung der Gerstenaubaufläche. Antlich wird wirte ihre Gerstenanbaufläche ohne zwingenden Grund auf zum Stoften anderer Früchte erweitern und daß auch Landwirte Gerstenbau wollen, übergeben die bisher über haupt keine Gerste angebaut haben. für Gerste weniger geeignete Böden in Frage kommen, eine Gefahr Darin liegt, soweit für unsere künftige Wolfsernährung. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Gerste hinsichtlich des Preises und der Ablieferungspflicht ihre bevorzugte Stellung vor dem Hafer im neuen Wirtschaftsjahre nicht behalten wird. Groß- Berlin Die Regelung des Handels mit Obst und Gemüse. händler fand am Dienstag in Berlin statt. 3wed war die Eine Tagung deutscher Obst- und Gemüse- Groß zu rechnen haben. Deshalb sollte die Regierung auf das Herrenhaus einwirken, daß diese beiden Geseze noch vor Pfingsten verabschiedet werden und sollte den Landtag nicht früher ver- gierung wollte mit dem Gesetz dem Fideikommißwesen eine einVizepräsident des Staatsministeriums v. Breitenbach: Die Re- Erörterung der neuen Bestimmungen über den Handel mit Obst und Gemüse. tagen, als bis dies geschehen ist.( Sehr gut! b. d. Soz.) was die heitliche Grundlage für die ganze Monarchie geben. Sie hält Der Vorsitzende Dr. Schade, Syndikus des Verbandes Deut vorliegenden Entschließungen der Kommission anlangt, so find auch die Vorlage nach wie vor für zwed mäßig. Die Erscher Obst-, Gemüse- und Südfrüchte- Großhändler", äußerte in seiner wir dafür, daß alles getan wird, um insbesondere das Wohnungs- örterungen des Ausschusses und das eben Gehörte lassen es aber Begrüßungsansprache die Hoffnung, daß man dem Handel mehr bedürfnis finderreicher Familien zu befriedigen.( Sehr richtig! faum abwendbar erscheinen, daß sich bei einer Beratung des Ge- Bewegungsfreiheit zubilligen werde. Das Wort ergriff dan bei den Sozialdemokraten.) Dies Problem hängt sehr fezes im Plenum Debatten entwideln, die weit über den Rahmen Oberregierungsrat v. Tilly, Leiter der Reichsstelle für Obst eng mit dem Bevölkerungsproblem zusammen. Der eigentlichen Vorlage hinaus auf das Gebiet der all- und Gemüse: Dem Handel die mögliche BewegungsMöge daher dieser Entschließung, sei es vom Einzelstaate, sei es gemeinen Politit übergreifen. Es würden dadurch freiheit zu sichern, habe ich mich bemüht, und das ist vom Reiche aus, möglichst bald Folge gegeben werden. Ebenso Meinungsverschiedenheiten auf dem Gebiet der inneren Politik zum mir auch gelungen. Ich habe mir allerdings das Recht hoffe ich, daß die Regierung, wie sie das fa in der Kommission er- Ausdrud kommen, die in einer Beit unbedingt zurück- borbehalten müssen, mit Beschlagnahme und Enteignung vorzuklärt hat, in Zukunft von ihrem bisherigen fistalischen treten müssen, in der das gewaltige Ringen um Deutschlands gehen, aber dazu wird es hoffentlich nicht kommen. In frischem Standpunkt abgehen wird, ihr Land nur zu sehr hohen Eristenz auf den Höhepunkt angelangt ist.( Sehr richtig!) Daher Bustand soll alles Gemüse und Obst den Verbrauchern nur auf Breisen an Gemeinden zu verkaufen, was dazu beigetragen hat, daß hält es die Regierung für geboten, daß die weitere Bera- dem Markt zum Verkauf zugeführt werden. Volle Freiheit können in einer Reihe von Großstädten der Bau von fleineren und tung des Fideikommißgefeßes ausgefekt wird, wir indes dem Handel unter den Verhältnissen der Kriegszeit mittleren Wohnungen nicht in der nötigen Weise gefördert bis eine ruhigere und fachlichere Behandlung möglich erscheint. Sie nicht gewähren; ich erinnere da nur an die vorgekommenen Preisworden ist. Ich erinnere an Berlin, wo in der Domäne Dahlem hofft, daß dieser Zeitpunkt beim Wiederzusammentritt des Land- treibereien. Durch Angebot und Nachfrage regelt sich der Preis in ein Wohnbezirk für reiche Leute entstanden ist, während es mög- tags gekommen sein wird.( Bravo! links.) normalen Zeiten, jezt aber kann man das nicht dem freien Spiel lich gewesen wäre, durch Ergreifung anderer Maßnahmen Wohnungen der Kräfte überlassen. Nur darf man nicht lediglich einen für die mittlere Bevölkerung dort zu schaffen. Kleinhandelspreis festiegen, sondern muß bei Preisfestsetzungen die Ware vom Erzeuger bis zum Verbraucher erfassen. Die bisher festgesezten Sichtpreise zu überschreiten', haben wir den Preiskommissionen freigelassen. Mit Festsetzung von Höchstpreifen wollen wir erst vorgehen, wenn die Ernte zu übersehen ist. Die Schlußscheine sollen die Möglichkeit der Kontrolle des bei der ihnen überlassenen Festsezung der Großund Kleinhandelspreise über die gegebenen Richtlinien hinausgehen, werde in Berlin der Fall fein, wo man es auch noch mit einem Groß zwischen bandel zu tun habe. Zu den dem Großhandel Bis zum 25. April sind bereits 13 862 Lieferungsverträge absehr unerwünschten Lieferungsvertragen fagte v. Tilly: kommenden Fläche, wir hoffen aber, sogar die Hälfte durch Liefe Das ist schon über ein Viertel der für Gemüse in Betracht geschlossen worden, die 26 800 Hektar Gemüseanbaufläche erfassen. rungsverträge zu erfassen. Meine Freunde werden also, wie gesagt, ohne ihre Augen vor den offensichtlichen Mängeln der Entwürfe zu verschließen, dem Wohnungsgesetz und dem Bürgschaftssicherungsgesetz zustimmen in der Hoffnung, daß diesem ersten Schritte weitere Schritte auf dem Gebiete folgen werden.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Abg. Caffel( Vp.): Die Vorlage gibt den Ortspolizeibehörden gegenüber den Gemeinden so weitgehende Befugnisse, daß wir ihr in diesem Punkte nicht zustimmen können. Eine so bedeutende Einschränkung der Selbstverwaltung ist in feiner Weise berechtigt. Bedauerlich ist, daß auch in diesem Gesetz wieder Ausnahmebestimmungen für GroßBerlin enthalten sind. Wir bitten die Regierung dringend, enda lich in dieser Beziehung eine Revision ihrer Anschauungen vorzunehmen und Groß- Berlin nicht bei jeder Gelegenheit unter ein Ausnahmegesetz zu stellen. Abg. Ad. Hoffmann( Soz. Arbg.): Wenn im Herbst das eintritt, was der Minister gesagt hat, dürfen wir wohl erwarten, daß dann mit dem Fideikommißgefeß zugleich auch die neue Wahlrechtsvorlage kommt, die das Haus schon viel länger als vier Jahre beschäftigt. Sollten die Verhältnisse nicht eintreten, die der Minister in Aussicht stellt, so hoffen wir, das Fideikommißgeseb nicht wiederzusehen. Händlergewinnes schaffen. Daß die Kommunalverbände Abg. v. Heydebrand( f.): Auch uns leiten teine parteitaktischen Motive. Wir würden bei den Debatten alles tun, um Ruhe und Frieden in der Bevölkerung zu wahren. Abg. Dr. Porsch( 3.): Auch wir bedanern die Bertagung der Verhandlung des Gefehes, stimmen ihr aber zu, um lange auf geregte Debatten zu vermeiden. bung der Vorlage auf den Herbst aus. Abg. Dr. Friedberg( natl.) spricht sich für die Verschie gegenüber muß ich erklären, daß, wenn das zu erwartende Abg. Adolf Hoffmann( Soz. Arbg.): Dem Abg. v. Heydebrand Wahlgese unseren Wünschen so entspricht, wie das Fideikommißgeset den Wünschen der Konservativen, wir versichern fönnen, daß es bei den Debatten über das neue Wahlgeseb von unserer Seite au feinen großen Erregungen fommen wird.( Seiterkeit und Sehr gut! Damit schließt die allgemeine Aussprache. Das Gesetz wird in zweiter Lesung angenommen. Es folgt die zweite Lesung des Bürgschaftssicherungsgesetzes. Abg. Dr. Arendt( ff.) begründet einen Antrag, wonach die gleichen Vergünstigungen, die die gemeinnüßigen Verlinke.) einigungen genießen, auch auf solche privaten Grund- Abg. Freiherr v. Sedlis( ft.) tritt gleichfalls für den Vorschlag eigentümer ausgedehnt werden sollen, die sich in jeder Hinsicht des Präsidenten ein. den gleichen Bedingungen unterwerfen( Kontrolle, Verhältnis von Nach kurzen Bemerkungen des Abg. Waldstein schließt die GeMieter zu Eigentümer usw.). Finanzminister Dr. Lente: Gegen den Antrag bestehen fech were Bedenken. Dem Staate erwachsen durch das neue Gefeß schwere Lasten. Die lassen sich nur bei gemein nügigen Unternehmungen rechtfertigen, nicht aber zur Förderung privater Erwerbszwede. Damit schließt die Aussprache. Unter Ablehnung des Antrages Arendt wird die Borlage angenommen, ebenso einige von der Kommission beschlossene Resolutionen. Abg. Heß( 3.) befürwortet eine hierzu gehörige Resolution des Zentrums auf Förderung des Kleinwohnungsbau= wesens. Abg. Ad. Hoffmann( Soz. Arbg.): Die beste Wohnungspolitik ist ein rascher Friede Solange dieser schreckliche Krieg dauert, werden sich die Frauen des Proletariats hüten, Kindern das Leben schäftsordnungsdebatte. Der Antrag der Konservativen wird gegen die Stimmen der Konservativen abgelehnt. Es bleibt also bei dem Vorschlag des Präsidenten. Schluß 4% Uhr. Darauf wurden Einzelfragen aus dem Obst- und Gemüsehandel erörtert. v. Tilly äußerte sich zu den vorgebrachten Beschwerden. Bei Gemüse feien alle unmittelbaren und mittelbaren Ausfuhrverbote aufgehoben und hieran solle fest* schränkungen nötig werden, um die Marmeladenfabriken eindecken zu gehalten werden. Bei Obst aber sei sehr leicht möglich, daß Befönnen. Im nächsten Jahr sollen pro Kopf und Monat zwei Pfund Marmelade gewährt werden. Auf die Klage, daß unter der Herrschaft der Lieferungsverträge es mit der Freiheit des Handels nicht weit her sei, erwiderte v. Tilly: Volle Freiheit tönnen Sie nicht haben, aber ohne Händler tommen auch die kom munalverbände nicht aus. Was diese sich durch Liefe rungsverträge sichern, bringen sie nicht selber an die Verbraucher heran. Auf dem Markt und beim Kleinhändler müssen sie es zum Verkauf stellen. In der Debatte über Preisregelung und Gewinnaufschläge wurde der Ton lebhafter. Ein Redner warf der Reichsstelle vor, sie sei die Kraft, die das Gute will und das Böse schafft.( Beifällige Heiterfeit.) Scharfe Angriffe wurden Der A. Schaaffhausensche Bankverein schreibt den Interessenten, gegen die Kommunalverwaltungen gerichtet, aber daß die wegen des Verkaufs der Gewerkschaft Trier an die Stadt b. Tilly erklärte, es sei nicht seine Sache, hierauf einzugehen. Berlin geführten Verhandlungen fich länger hinziehen als ursprüng- Ein im Kriegsernährungsamt mitarbeitender Vertreter des Handels lich angenommen wurde. Nachdem mit dem Kohlensyndikat ein bedauerte, immer wieder zu hören, daß man den Kommunalvers Einverständnis erzielt worden sei, habe der Magistrat die Vorlage waltungen nicht dreinreden dürfe". Es müsse geradezu komman Industrie und Handel. Aus dem Berliner Wirtschaftsleben. 2 hiert werden, daß sie den Groß und Kleinhandel zur Mitarbeit Charlottenburg. Nährmittel für Jugendliche und Schwangere. heranziehen.( Stürmischer Beifall.) Einstimmig wird der An Auf Abschnitt 8 der Nahrungsmittelzuiastorte für Jugendliche wird trag angenommen, das Reichsamt des Innern und das Kriegs- bis 6. Mai 1 Pfund Weizengrich zum Pfundpreis von 28 f. ab ernährungsamt aufzufordern, daß sie die Kommunalverwaltungen gegeben. veranlassen, nur mit dem Handel zu arbeiten. Die Hauptwünsche der Händler wurden schließlich in einer Re folution zusammengefaßt. Sie erklärt eine geordnete Berior gung mit Obst und Gemüse für nur möglich, wenn der Handel von den Städten ohne Bevorrechtung einzelner Personen beteiligt wird, wenn er weder für Gemüse noch für Obst durch Ausfuhrverbote der Bundesstaaten und Kreise beschränkt wird, und wenn die Preisanf schläge dem natürlichen Verderb der Waren sowie den Verhältnissen der einzelnen Orte entsprechen. Erweiterung des Preußischen Landesgemüseamtes. Die preußischen Minister für Landwirtschaft, Handel und des Junern baben in einer neuen Ausführungsanweisung die Aufgaben des Landesamts für Gemüse und Obst, das der Reichsstelle angeschloffen ist, erweitert. Danach hat das Landesamt für die Aufbringung und Verteilung von Gemüse und Obst im Staatsgebiet zu sorgen und die Interverteilung der vom Reich überwiesenen Mengen an Gemüſewaren( Sauerkraut, Dörrgemüse, Gemiliefonserven usw.), Dbsterzeugnissen( Obstmus, Marmelade, Dbfiton ferven usw.) und zuderhaltigen Aufstrichmitteln jeder Art( Speisefirup, Kunsthonig usw.) vorzunehmen. Diese Berteilung unter stand bisher dem Landesamt für Mährmittel und Eier. Dem Landesgemüseamt wird ferner die Befugnis verliehen, die Versorgung der Bevölkerung des preußischen Staatsgebietes mit Gemüse und Obst sowie mit Gemüſewaren, Oosterzeugnissen und zuckerbaltigem Brotaufstrich zu regein. Soweit das Landesamt für Gemüse und Obst von dieser Befugnis Gebrauch macht, ruhen die entsprechenden Befugnisse der Kommunalverbände und der Oberpräsidenten und Regierungspräsidenten. Von diesen Stellen etwa erlassene, der Regelung des Landesamts entgegenstehende Anordnungen sind durch besondere Bekanntmachung alsbald außer wirtung zu setzen. Berliner Lebensmittelnachrichten. Bon Anfang Mai ab werden für diejenigen Personen, welche fich für länger als einen Kalendermonat aus ihrer ohnsisgemeinde entfernen, 8uderumtausblarten für jeden vollen Kalendermonat ihrer Abwesenheit auf Antrag ausgegeben, In Berlin wird die Ausgabe dieser Umtanichfarten ebenso wie die Einlösung von Umtauschkarten derjenigen Personen, die von außer halb nach Berlin fommen, nicht in den Brotkommissionen, sondern nur in der Zuderversorgungsstelle Berlin, Kommandantenftr. 80/81, crfolgen. Ein Raubmord wurde Montag früh an, der 63 jährigen Witwe Limbach in Hamborn verübt. Der Täter, der bisher noch nicht ermittelt werden konnte, hat die Frau mit einem Hammer nieder geschlagen und das Geld, das sie bei sich trug, geraubt. Einen Be trag von mehreren tausend Mark mußte der Mörder in der Eile zurüðlaffen. fammer den Brauereibejizer Auer von Steinweg zu insgesamt Wegen Walzschiebungen verurteilte die Regensburger Straf 21 200 M. Geldstrafe oder drei Jahren Gefängnis. Bom vierten Monat an fönnen Schwangere jeden Monat eine Büchie Reisfonierben zum Preise von 1.10 m. und im vierten bis sechsten Monat monatlich zwei Büchsen fondensierte Vollmilch zum Breise von 1,10 m. pro Büchse und zwei Büchsen Magermilch zum Breise von 90 Pi. pro Büchie erhalten. Bei den Anträgen. die monatlich erneuert werden müssen und die mündlich bei der Autsfunftsstelle Wilhelmplay la oder schriftlich bei der Abteilung für heute vormittag aus Deutschland in dem Baradenlager bei Helsingör Der erste Transport russischer invalider Kriegsgefangener trifft Krankenernährung des Magistrats einzureichen sind, muß erstmalig ein. Es bandelt sich vorläufig um 150 Russen, die mit einem ein Zeugnis eines Arztes oder einer Hebamme erbracht werden. Hoivitalschiff von Stettin übergeführt werden. Man hofft, daß Neukölln. Einschränkung des Bettverkaufs. In letter Beit hat wöchentlich ein Transport von Gefangenen von Deutschland abgehen sich ein Rückgang in der Belieferung mit fetten Schlachtschweinen tann, bis die festgefeßte Rahl von 1200 erreicht ist. Der erste Gebemerkbar gemacht, zunt großen Teil werden nur noch magere fangenentransport aus Rußland wird Mittwoch im Baradenlager Schweine überwiesen. Zur Anfertigung der vorgeschriebenen weni- bald bei Viborg in Jütland erwartet. Es handelt sich bierbei ebengen Wuritsorten, welche als Brotaufstrich dienen müssen, ist sett falls um 150 Gefangene, namentlich Desterreicher. Im gan: en jedoch unbedingt erforderlich. Um in der Zeit der Schweinefnapp follen in diesen Baradenlagern 1200 deutsche und österreichische heit genügend Fett zur Burstherſtelung zu haben, werden deshalb Kriegsinvaliden aus Rußland Unterkunft finden. icht schwere Echweine oder Fetteile von solchen eingefroren. Der Verkauf von rohem Schweinefett ist daher leider in dem bisherigen Umfange nicht mehr möglich. Schöneberg. Lebensmittelverteilung. Außer den bereits mit geteilten Waren werden auf Abschnitt 19 der Lebensmittelfarte ein Pfund Sauerkraut und auf Abschnitt 20 Pfund Sveifefirmv abgegeben. Mit dem Verlauf des Sauerkrauts find ungefähr 180, mit dem des Sirups ungefähr 50 durch besonderen Anschlag fenntlich nemachte Geschäfte beauftragt. Die Anmeldung in den Geschäften findet heute, morgen und übermorgen statt. Spandan. Lebensmittelverteilung. Auf Feld 11 der Eierfarte wird je ein Ei verabsolat werben. Je 125 Gramm Teigwaren werden auf Feld 5 der Lebensmittelkarte verteilt. Der Verkaufspreis für Ware aus 75 Broz. Mehl beträgt für 1½ Kilogramm 50 Bf., für Ware aus Auszugsmebl 72 Bf. Gegen Abstempeluna( nicht Abtrennung) des Feldes 13 der Lebensmittelfarte gibt es Süßstoff, und zivar auf givei Felder ein Pädchen. Der Ein Schiffbrüchiger". Aus Kopenhagen wird gemeldet: Montag früh gegen 9 Uhr wurde ein Flugzeug von der jütländischen Müste aus beobachtet und bald darauf iab man, daß es auf dem Meere niederging. stellte. wurde von einem Boot gerettet, das Flugzeug iant sofort. Der Flieger, der sich als englischer Offizier berousDer Engländer erklärte, er habe unterwegs die Entdeckung gemacht, daß er für den Rückflug nicht genügend Benzin habe. er beichiog daher, außerhalb der Dreimeilenfeegrenze auf das Meer niederzus gehen, weil er dann das Recht habe, als Schiffbrüchiger behandelt und nicht interniert zu werden. Ueber das Flugzeug wollte er feine Angaben machen; es wird jedoch angenommen, daß er beabsichtigt hat, nach Tondern zu fliegen, um die dortige Luftschiffballe an bombardieren. Die Meinungen über die genaue Stelle des Niedergangs sind hier geteilt. Groß- Berliner Parteinachrichten. Briefkasten der Redaktion. Tempelhof. Gemeindevertreteritung. Die Teßte Sigung beBerlin 4, Stralauer Biertel. Heute, Mittwoch, den 2. Mai. schäftigte sich mit dem von den sozialdemokratischen Vertretern ge- abends 8 Uhr, Zusammenkunft der Mitglieder vom Bezirk stellten Antrag auf Einsetzung eines Kuratoriums für den Arbeits- striner Plaz. Die Mitglieder des ehemaligen Leies und nachweis. Den vom Genossen Burgemeister begründeten An- Diskutierklubs„ Vorwärts", sowie alle Genossen, welche sich ein trag bekämpften der Sunditus und der Bürgermeister mit der Moti- schreiben lassen wollen, sind willkommen. Zur Besprechung fomment meindevorstehers eingegriffen werden soll, da von den Antragstellern vierung, man müsse befürchten, daß dadurch in die Rechte des Ge- Bezirksfragen. Die Viertelsleitung. auch eine Einflußnahme bei der Anstellung der dazu benötigten Beamten gefordert wurde. Nach längerer Debatte wurde eine Kom mission zur Borberatung des Antrages eingefeßt, der auch Genosse 2. R. 101. 2andsturmpflichtig. Herzschler. 2. 5. 200. Senden Burgemeister angehört. Der Errichtung cines Mietsie sich um Auskunft an den Schneiderverband, Sebastianstraße 37. Der 1. Mai ist dieses Mal, mit Rücksicht auf die Zeitumstände, und Hypotheken- Ginigungsamtes wurde zugestimmt. Sierauf 9. M. 34. Mein. Sie erhalten tein Sterbegeld. Für die Kinder wird vom Berliner Proletariat nicht in der sonst üblichen Beise begangen wird Mitteilung gemacht von einer Spende der Ballon Waisenrente gezahlt. Sie erhalten, wenn Sie selbst Warten getlebt haben, worden. Die Arbeiter nur sehr weniger Betriebe darunter die hüllen- Gesellschaft über 20 000 Wark zur Unterstügung Witwengeld. Sonit haben Sie Anspruch auf Bitwemente auf Grund der von Shrem Ehemann geklebten Marfen nur, wenn Sie selbst invalide sind. Angestellten der Konsumgenossenschaft benutzten den ersten von Witwen und benutzten den ersten von Witwen und Waisen von Kriegsteilnehmern. Freiwilliger Schl. Nähere Bestimmungen sind darüber noch nicht schönen Frühlingstag dieses Jahres zu Ausflügen ins Freie. Siquidator der Englischen Gasanstalt hat mitgeteilt, daß der erlassen. 21. 8. 89. She jetiger Arbeitsverdienst dient als Grundlage Über, ob er nun in der Werkstatt schaffte oder ant grünen Havel- Gaspreis auf 16 Bf. erhöht worden ist. Von dieser Erhöhung zur Einschätzung. Abzuziehen sind in der Hauptfache staatliche Invalidenfonnte nur sieninis genommen werden, da der abgeschlossene Berbeiträge. Krankenkassen und Lebensversicherungsbeiträge. ufer lagerie, in seinem Herzen hat jeder Berliner Genosse den trag befagt, daß eine Erhöhung in anderen Gemeinden auch gleich Das wissen wir nicht, das liegt bei der Entscheidung des Militärarztes. 21. 6. 143. Weltfeiertag der Arbeit begangen. Die Jdeen, die an den 1. Mai zeitig für Tempelhof Geltung bekommt. Bei der Feitsegung der sich knüpfen, sind nicht ausgetilgt oder auch nur verblaßt, und sie Gebühren für den Krantenwagen fam es zu einer längeren Dewerden, sobald der übermäßige Druck des Weltkrieges von uns ge- batte; unsere Genossen beantragten, von Einwohnern unter 3000 M. Donnerstag mittag. Zunächst trocken und vielfach heiter; am Tage nommen ist, aufs nene weithin sichtbar und hörbar Gestalt gewinnen. Ginkommen feine Gebühren zu erheben. Es wird gefordert: für überall mild; stellemveise Nacht cost; später im Nordwesten neue Trübung. eine Strecke bis 6 Milometer von der Dorfmitte an statt 6 M. Folgende Bekanntmachung hat das Oberkommando an den Ber- 10 2. und für jedes weitere Kilometer statt 1 M. 2 M. Gebühren. liner Anschlagfäulen veröffentlicht: Die Beratung des Antrages wird der Gesundheitskommission über wiesen. Zur Dedung der Unfosten für Unterbringung von Kin dern auf dem Lande wurden 10 000. bewilligt. Bei dieser Gea legenheit verlangte Genosse rang, daß darauf gesehen wird, daß die Kinder nicht zu Ausbeutungesweden benutzt werden. Vom Bürgermeister wurde erwidert, daß eine Arbeit der Kinder überleichte Arbeiten zu übernehmen. 3000 Mart Belohnung. Unsere Feinde sind am Wert, im deutschen Volk Unzufriedenheit und Zwietracht zu erregen. Deutschland soll um die Früchte seiner mit großen Opfern an Blut und Gut errungenen Erfolge gebracht werden. Selbstverständliche Pflicht jedes Deutschen ist es, zur Entlarbung solcher Agenten in Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Sozialdemokrat. Verein für Teltow- Beeskow Bezirk Neukölln. Donnerstag, den 3. Mai 1917, abends S, Uhr, feindlichen Diensten beizutragen. Sie treiben im Gewoude bürger. baupt nicht vorgefchen sei, die Kinder brauchten nur freiwillig in den Bassage- Festsälen, Neukölln, Bergstr. 151/52, gr. Saal: Berliner Str. 120 und Ringbahnstr. 57 findet ein Verkauf von Mitglieder- Verfammlung licher Biebermänner, politischer Agitatoren, ja auch in feldgraner Maste ihr hochverrätisches Handwerf. Ber einen solchen Bere brecher zur Strafverfolgung bringt, erhält eine Belohnung von 3000 part." Diese Befannimachung wird, wie wir erfahren, demnächst den Reichstag beschäftigen. Abgabe van Kriegsmus. In den öffentlichen Verkaufefielen Striegsmus fiatt. Auf Abschnitt 61 der Lebensmittelfarte wird Pfund für 30 Bf. abgegeben. Weißensee. Aus der Gemeindevertretung. Nach dem Bericht des Gemeindearztes soll der Gesundheitszustand der Bevölkerung Mutter und Tochter. Jut Aufirage der Deutschen Gesellschaft und insbesondere der Schultinder ein guter jein, ferner hat der zur Bekämpfung der Geschlechtsfrankheiten sprach in den Arminhallen Gemeindevorstand viel mehr als in anderen Orten getan, um den Frau Dr. med. Cordes über die Aufgaben und Pflichten der Ernährungsschwierigkeiten gerecht zu werden. Unsere Genossen Mutter gegen ihre heranwachsende Tochter mit fast ausschließlicher fonnten dem nicht ganz beistimmen, aus den vielen Erörterungen Betonung der feruellen Erziehung. Ausgehend von den Fordes in der Gemeindevertretung und in den Kommissionen, die in der rungen der Gegenwart, die hauptsächlich das Leben der Großstadt Hauptsache von unjeren Genossen ausgingen, war das heute au den Menschen, in Sonderheit an das junge Mädchen Gegenteil festzustellen. Wie Genosse Taubmann hervor stellt, besprach die Rednerin unter großer Aufmerksamkeit der hob, scheine es auch eine ständige Bragis der Gemeindezahlreich erschienenen Zuhörerinnen die erzieherischen Wlaßnahmen, ärzte zu werden. den Gesundheitszustand der Bevölkerung als gut die Schule und Haus, ganz besonders aber die Mutter, die auch die zu bezeichnen, während andere Aerzte und die Lehrerschaft das Freundin der Heranwachsenden Tochter sein soll, treffen muß, um das Gegenteil befunden. Der Gemeindearzt erwiderte, daß alles nur junge Mädchen zu wappnen gegen die Gefahren und Lockungen, die relativ aur jezigen Ernährungsweise gemeint sein fönne... Die in der Großstadt feine Sittlichkeit und somit aufs schwerste seine Gefund Gemeindevertretung gab iodann ihre Rustimmung zur Eröffnung heit gefährden. Nur volle Wahrheit über alle geschlechtlichen Vorgänge, eines Säuglingserholungsheims in der Cafelerstraße 3, welches von besonders auch Belehrung über die Gefahren der Geschlechtskrankheiten privater Seite errichtet werden soll. Von den Striegsteilnehmern allein tönnen das junge Mädchen gesund und rein erhalten, tönnen es sollen die Mindestverbrauchssäße für Elektrizität nicht zur Erhebung Tampftüchtig machen für den Beruf, gesund und bereit eine gute tommen. Ehefrau, eine gesunde Mutter zu werden. Eine Reihe interessanter Lichtbilder unterstügte den Vortrag.- Vorträge über ähnliche den Gegenstand ergänzende Themata werden in nächster Zeit in den verschiedenen Stadtteilen folgen, um auch entfernt Wohnenden GeIegenheit zu geben, sich über die so wichtigen Fragen zu unterrichten. Näheres wird an den Anschlagfäulen befannt gemacht werden. Sämtliche militärpflichtigen türkischen Staatsangehörigen, die zur Musterung aufgefordert sind, haben sich bis zum 14. Mai bei dem zuständigen türkischen Konjulat zu melden, da sie anderenfalls als Dejerteure betrachtet und behandelt werden. Zwei Kinder durch Gas vergiftet. Drei Kinder im Alter von 1 bis 5 Jahren, Hans. Hildegard und Berthold Steigerleitner, wurden Montag abend in der Meinidendorfer Straße 96 bewußtlos aufgefunden. Die Wieder: von Erfolg. Die Kinder hatten in Abwesenheit ihrer Wutter wahr belebungsversuche waren leider nur bei dem fünfjährigen Berihold scheinlich die Gasleitung geöffnet. Lebensmittelnachrichten. In der Taufenden Woche werden auf Abschnitt 53b der Startoffeltarte 125 Gramm Grieg oder Haferfabrifate berabfolgt, auf Abschnitt 53d 125 Gramm Grüße, auf die Abschnitte 53f und h je 50 Gramm Dürrgemüse und auf das Kopfstück der Brotfarte ber 114. Woche ein Pfund Marmelade oder Mus. Die Entnahme fann in den Kolonialwarengeschäften stattfinden, von denen lezthin Nübensauerkraut und Graupen bezogen wurden, Kriegsmus wird erst gegen Ende der Woche ausgegeben werden. In den Gemeindeverkaufsstellen wird auf Abschnitt 7 der Eiertarten je ein Ei zum Breite von 28 f. verkauft. Außer Eiern wird noch Brotaufstrich, eine Dose auf jede Kaufberechtigungsfarte abgegeben. Haushaltungen mit mehr als drei Personen erhalten zwei Dosen. In beiden Verkaufsstellen fie Landbefizer oder-pächter find. Bordrucke zu diesbezüglichen werden Saaterbfen abgegeben. Griverber müssen nachweisen, daß Bescheinigungen sind in den Verkaufsstellen zu haben. Ein Pfund Saater bien fostet 1,30 M. der Gemeinden, auswärtige Großbetriebe in ihren ZweigniederAdlershof. Eine besondere Gemeindegewerbesteuer. Das Bestreben lassungen besonders steuerlich zu erfassen, gewinnt in Groß- Berlin Zwei große Dachstuhlbrände. Das Grundstück Schulstr. 66 immer mehr Boden. Die Gemeindevertretung von Adlershof hat wird von zahlreichen Barteien bewohnt, deren sich eine große Er in ihrer lebten Sigung beschlossen, eine solche besondere Gemeinderegung bemächtigte, als Dienstagmittag plöglich Feuerlärm ge- gewerbesteuer nach der ministeriellen Musterfteuerordnung einzuichlagen wurde, die Feuerwehr von mehreren Seiten erschien und führen. Um zu vermeiden, daß die Steuer auf die Großindustrie die Flammen mächtig aus dem Sache emporichlugen. Sie hatten abschreckend wirkt, sind jedoch in der Steuerordnung mildernde an dem Inhalt der Bodenkammern schnell reiche Nahrung gefunden Bestimmungen enthalten. Die Frage der Gaspreiserhöhung durch und gefährdeten nicht nur die oberen Wohnungen, sondern auch die die Englische Gasgesellschaft wurde bis zum 1. August, dem Inangrenzenden Gebäude. Die Feuerwehr mußte über mehrere krafttreten der Kohlensteuer, vertagt. Den Gemeindearbaitern mechanische Leitern und die bereits total verqualmten Treppen vors wurde eine weitere Lohnerhöhung bewilligt und für die Entgehen. In der Manteuffelstr. 96 brannte zu derfelben Zeit sendung von Schulkindern aufs Land wurden 7000 M. zur Verder Dachstuhl des Vorderhauses. Hier fonnte die Gefahr schneller fügung gestellt. Bei der Wahl eines unbefoldeten Gemeindeichöffen beseitigt werden. In beiden Fällen war es nicht möglich, die Ursache wurde der sozialdemokratische Kandidat Schwarzlose mit sieben der Brände festzustellen. Vermutlich liegt wieder Unvorsichtigkeit der gegen vier Stimmen gewählt, die auf den bisherigen MandatsMieter vor. inhaber, Ingenienc Müller, fielen. Aus aller Welt. Eine Räubergeschichte" in des Wortes doppelter Bedeutung war in den gestrigen Berliner Abendblättern zu lesen. Ein junges Mädchen hatte behauptet, daß es in seiner Wohnung, Landsberger Allee 130, von zwei Männern überfallen, gefesselt und gefnebelt Eine schwere Explosion, bei der 30 Arbeiterinnen worden sei, worauf die beiden Räuber die Wohnung ausgeplündert hätten. Im Laufe der polizeilichen Untersuchung verwickelte sich das tödlich verunglückten, hat sich Montag nachmittag Mädchen jedoch in unlösbare widersprüche und schließlich räumte es in der Sprengfapfelfabrit in Troisdorf infolge ein, daß die ganze romanhajte Geschichte erdichtet war. der Unvorsichtigfeit einer Arbeiterin ereignet. Tagesordnung: 1. Vortrag des Landtagsabgeordneten Otto Hue über: Kartelle, Truste und Monopole". 2. Vereinsangelegenheiten. Alle die Vorwärts".Leser, Genossen nnd Genossinnen, die auf dem Boden der Gesamtpartei stehen, werden um ihr Erscheinen ersucht. 199/9 Die Bezirksleitung. 000006600000000 + Aerztlich geleitete, modern eingerichtete Heilanstalt für ambulator. Behandlung. www + Modernes, erprobtes Geilverfahren wie Naturheilverfahren. Elettro: und Sicht Therapie. Hydro- Therapie, Pflanzen und Kräuterbäder, Sauerstoffturen. homöopathische Behandlung. Pflanzenfaftturen.- Nachweisbar gute Erfolge bei sämtlichen Krankheiten, inneren und äußeren( ipeziell chronischen Leiden). z. B. Lungen, Hals. Herz, Magen, Darm, Reber, Nieren- und Blasenleiden. Nervenschwächen. nervösen Kopfschmerzen, allgemeiner Nervosität, allgemeiner nervöser Abspannung: Ischias, Gicht, Rheumatismus; sämtlichen Ausschlägen, lechten, Wunden, Lähmungen, sowie Kinderlähmung; Stoffwechsel- Krankheiten, Zuckerkrankheit usw. Wegen Naum mangel scien nur einige Fälle mitgeteilt: Herr A. Hellwig, Borsigwalde b. Berlin, Ernstfir. 25. Bon Mngengeschwulit. Ber: stopfung u. Nervenschwäche in 6 Wochen geheilt. Sollte operiert werden. Herr K. Wilthaus, Berlin, Blumenthalstr. 3. Von Geschwulst und Abizes an alter Operationsnarbe mit 15 Behandlungen geheilt. Ful. M. Muschick, Bin.- Schöneberg. Sedan firage 17 II bei Friebid. Bon Geschwulit u. Nervenschwäche in 4 Wochen geheilt. Borher dringend zur Operation geraten. Herr A. Schlabi, Berlin, Capriviſtr. 21. Bon Gesichtslupus in 1 Monat vollständig gebeilt. Vorher 6 Bochen mit Radium in einer Berliner Klinik ohne Eriolg behandelt. Frau E. Popp. Lichten berg, Gärtnerstr. 10. Bon chron. Frauenleiden, Herzschwäche und Verstopfung geheilt. Sohn des Gärtners H. König. Bankow. En 6 Wochen von veralteter Beinlähmung gebeilt. Borher anderweitig jeder Erfolg abgesprochen. H. A. Rocitel, Lehrer, Berlin, Bornholmer Str. 89 III. Von Nervenschwäche in vier Bochen geheilt. Erklärt sich selbst für ganz gefund. Herr Milchhändler Eckert, Berlin, Greijenhagener Str. 26. Ron gichtischrheumat. Schmerzen in Bein u. Fuggelent geheilt. Scbr juirieden. Herr A. Brose, Berlin- Mariendorf, Strelizer Str. 11. Bon chroni nischer Rückenmarkentzündung und Lähmung geheilt. Borher für unbeilbar ertiärt. Herr R. Zöliner, Sicinidendorf- Dit, Provinzftraße 117. Bon Zungenbluten und Katarrh gebeilt. Fyrau 3. Gerold. Berlin. Namierite. 23. Von Bronchialfatarrb gebeilt. Zwei Kinder des Koblenhändlers Herrn Linke, Berlin. Strelitzer Straße 6. Wor 9 Jahren von Lungenleiden gebeilt, heute noch gefund. Herr G. Käppe, Bin.- Nummelsburg, Alt- Borhagen 8. Von doppelseitigem Lungensvigenfatarrh geheilt. Herr O. Neu mann, Lichtenberg, Blumenthalstr. 18. Bon Neurasthenie und nerböser Magenschwäche geheilt. Frau E. Große, Berlin, 3wingit straße 26. Von Reberleiden geheilt. Frau Restaurateur Sering. Berlin, Schönbaujer Allee 87. Bon Basedowicher Krankheit geheilf. Der Grich Bock, Berlin, Stendaler Str. 17. IV. Bon Rieren u. Blasenteiden. Wassersucht, allgemeiner großer Schwäche geheilt. Vorher im Krankenhause erfolglos behandelt, Jett liegersoldat. Getrennte Behandlungsräume für Damen und Herren! Sprech 1. Behandlungszeit 9-1, 4-7%, Uhr. Sommt. n. Feiertags 9-1 ilbr. Jannowitzbäde) Berlin 80 16, Brückenstr. 10b( am Bahnhof • 149. Für Schuhmacher Gestanzte Flecke( geliebt), gemischt, in allen Größen Bfd. 5 Ovale Sohlenschoner, gemischt, in drei Größen. Runde Schoner in 5 und 10-1.- Größen. Brano Scnsfus, Leder- Abälle, Weißenfee, Langhansstr.3. Scl. eig. 191 A" " r. 119-1917 Unterhaltungsblatt des Vorwärts Berufsbildung und Einheitsschule. zu werden? Mittwoch, 2. Mat Zur einem Mitgliede des Hauses Rothschild gehörte. Zur Geschichte der niederdeutschen Vornamen. Während die Geschichte der Orts- und Familiennamen in den letzten Jahren vielfach systematisch behandelt wurde, ist der Herkunft Sutereffe auteil geworden. und Bedeutung der Vornamen bisher weit weniger nadprüfendes Und doch ist auch ihre Entstehung fulturgeschichtlich von Bedeutung, besonders aufichlußreich cridicint Das deutsche Voit sollte nicht länger damit warten, den Auf die Betrachtung der niederdeutschen Vornamen, über deren Herkunft tieg rein prattis Begabter durch geordnete Berufs- und besondere Anwendung aus den Mitteilungen Dr. Gottfried bildung in Werkstatt und Berufsschulen zu fördern und sicher zu Kuhlmanns in dem von der Vereinigung von Freunden der niederstellen; sofern das Verſtändnis dafür noch nicht allgemein vor- deutichen Sprache und Literatur herausgegebenen„ Quickborn" lehe handen ist, wird es aufgabe der Einheitsschulbewegung sein, den reiche Einzelheiten zu entnehmen sind. Sinn für diese besondere Art der Erziehung zu weden. Eine Operettenrepublik. der höheren Schule veriagten, ganz andere Menschen werden, fo- für die Sicherheit und Freiheit eines Staates it", allein Liberia bald sie durch eine passende Berufswahl Gelegenheit erhalten, sich hat dennoch ein Heer und eine Flotte, ja die Republik ist sogar in mit den Dingen des Lebens in unmittelbare Beziehung zu sehen. diesem Zabihundert schon einmal in einen Strieg verwidelt worden! Warum wird in der großen pädagogischen Bewegung der Gegen nach dem Sinn als nach dem Nusen der Dinge zu forschen, möglichen Uniformen Die ihnen verliehene Lebensform der Seele" zwingt sie, weniger Das Heer besteht aus etwa 250 jogenannten Soldaten, die in allen oder Informstücken steden und mit wart, die den gesicherten Aufstieg der Tüchtigen auf ihre Fahne ge- weniger nach dem Warum als nach dem ozu zu fragen, nicht vorweltlichen Flinten bewaffnet sind; die Flotte tuitb schrieben hat, so wenig davon gesprochen, daß es außer dem Wege die Gewinnung allgemeiner Ergebnisse, sondern die Verwirklichung von einer Jacht von über die allgemeinbildenden Anstalten noch einen zweiten viel einer Idee in einem bestimmten Einzelfall ist ihre Stärke. 770 Tonnen gebildet, die ehemals breiteren gibt, der gleichfalls zur Höhe führt? Jit der Wea, der Pflege dieser Geistesrichtung gibt der Beruf den allein geeigneten mit etwa 200 Mann sicht hinter der Landmacht zurück. Zu dem von der Berufsbildung ausgeht, denn um ihn bandelt es sich hier. Nährboben ab. So wird es auch erklärlich, daß junge Menichen, erwähnten Kriege hat nur das Landheer gefochten. Es bandelte wirklich noch so wenig in seiner Bedeutung erkannt, oder wirft noch denen z. B. auf der Schule mathematische und physikalische Stoffe ich es war im Jahre 1910- um einen Krieg der Pfefferküste das alte Vorurteil nach, daß Schulen, die sich mit Berufswissen be- vollitändig gleichgültig waren, sich mit Eifer diefen Gebieten zu( jo hieß Liberia früher) gegen die Elfenbeinküste. Nach der Mobils schäftigen, als Pflegstätten„ barer Rüglichkeit" auf keinen Fall wenden, nachdem sie in ihrem Beruf bemerken mußten, daß machung zogen die zahlreichen Generale mit igren 250 Kriegern an beanspruchen könnten, mit den anderen Schulen zusammen genannt eine Maschine ohne mathematische und physikalische Kenntnisse den Baba, den Grenzfluß. und nahmen gute Dedung; die Leute Es gab eine Zeit, da urteilte man so; sie sollte aber vor- nicht zu bauen und in ihrer Wirkung nicht zu verstehen von der Elfenbeinküste hatten den gleichen strategischen Aufmarichüber sein, nachdem niemand mehr die Augen vor den gewaltigen 1. abträglich werden von den Hochveranlagten aus diesem plan befolgt, man schoß berüber und hinüber, und nach ein paar Leistungen der Technik, zumal in diesem Striege, verschließen fann. rein praftischen Anlas Wissensstoffe schwieriger Art in der Lehr- Monaten Strieges, in dem zwei Palmbäume und ein Hund genomen Schon rein äußerlich betrachtet ist es eine auffällige Erscheinung, lingss und Gehilfenzeit mit Erfolg durchgearbeitet, und so wurden, machten die Bereinigten Staaten auf diplomatischem Wege daß wohl die Mehrzahl der Menschen aus den verschiedensten Volls mancher, der auf der Bolksschulbant faß und dann Lehrling dem Blutvergießen ein Ende. schichten eine mehr oder weniger zutreffende Vorstellung von einer wurde, hat es zum technischen Leiter in Unternehmungen von BeltRealschule, einem Gymnasium, ja jogar von einer Universität hat, ruf gebracht." Hut ab, da kommt unser autünftiger Direktor!" iſt während die verschiedenen Anstalten auf dem Gebiete des beruf ein Scherzwort, das unter der Arbeiterschaft einer großen Berliner lichen Bildungswesens selbst denen oft noch nicht einmal dem Namen Fabrik umgeht und das man sich zuruft, wenn einer der jüngsten nach bekannt sind, die Anspruch darauf erheben können, nicht zu selbst hat einen durchaus ernsthaften Hintergrund, denn es beruht Lehrlinge zum erstenmal auf der Bildfläche erscheint. Das Wort den gang Unerfahrenen gezählt zu werden. Daher auch die Ratlosigkeit so vieler Eltern, wenn die Fortschritte auf der höheren auf Erfahrungen. Schule den Erwartungen fo gar nicht entsprechen wollen. Der allem Unichein nach so unbegabte Cohn würde aber vielleicht in einer guten Meisterlehre seine Fähigkeiten und sich mit Hilfe der vor handenen Fachschulen emporarbeiten tönnen, wenn nian ihm den Weg nur weisen wollte oder fönnte. Aber wie vielen ist es, wie gejagt, bekannt, über ein wie reich ausgebildetes Netz von Fachschulen viele Gemeinden und der Staat verfügen. Nur darf man fich nicht vorstellen, daß vorausbedachte llebergänge von einer Fachschule niederen zu einer anderen höheren Grades vorhanden jeien, wäre dies der Fall, dann hätten wir hier die Einbeitsschule in vollendeter Form. Es ist aber im beruflichen Unterrichtss ejen genau wie bei den allgemeinbildenden Schulen: an einzelnen Stellen besteht bereits eine brauchbare Verbindung, an den meisten aber fehlt sie. So haben wir wohl auf der unteren Stufe allerlei Fachschulen für die einzelnen Gewerbe, auf der mittleren die Bau newerlichulen, Maschinenbauschulen, Zeichen und Kunstgewerbeschulen, Handwerkerschulen u. dg., aber wir haben feinen in sich geordneten Aufbau. Jede Berufsschule steht für sich und fördert den Besucher bis zu einem gewissen Grade der Berwendbarkeit im Leben, white thin die Möglichkeit zu weiterem Aufstieg zu bieten. Die niederen Fachschulen bilden in der Regel Wertmeister für größere Betriebe und selbständige Handwerksmeister, die mittleren gewerblichen Schulen über nehmen die Heranbildung von Leitern mittelgroßer Betriebe und die Vorbereitung auf die Laufbahn der mittleren technischen Bureauund Betriebsbeamten bei den Megierungs-, Militär, Eisenbahns und Gemeindebehörden und dergl., aber fein Steg führt von den Wenn man sich aus einem Nachschlagewerk über Liberia unterstand Wickel, aus Justus Jost, aus Patrollus Trodels usw. Bei rund hundert preußischen mittleren und höheren Fachschulen hinüber richtet, erfährt man, daß dieses Land der Freiheit eine Republik ist, vielen Namen wurde dann noch eine Roseform gebildet, io entstand zur vollberechtigten Mitgliedschaft an der Technischen Hochschule. in der man einige Kultur vermutet; da gibt es Schulen, sogar eine aus Gildegard Hilde oder Hille, hieraus wieder Hillefe, aus Hier die Verbindungen zu schaffen, so daß ein Weg für die Be- Hochschule, bas Liberia College, das sogar den Doftortitel verleiht, Gertrud Drücke usw. gabten von der Boltsimule über die Fortbildungs, es gibt Post- und andere Berkehrsanstalten usw., allein alle Viele heute übliche niederdeutsche Vornamen entstanden wie geschule zu den Fachschulen bis zur Technischen Reisenden, die Liberia besucht haben, stimmen darin überein, daß ſagt aus der Zusammenziehung mehrerer Namen, so z. B. Janbärnd Hochschule auf der einen und der Handelshochschule auf sie im Lande selbst nichts von dieser Stultur angetroffen haben. aus Johann und Bernhard, Marie und Elise bildeten den Border anderen Seite führt, ist eine notwendige Aufgabe der Gegen- Wenn man die Hauptstadt Monrovia, nach dem Präsidenten Monroe namen Prillis, aus Maria und Katharine wurde Marifnine. Wenn wart und der nächsten Zukunft. genannt, vom Dampfer aus sieht, macht sie einen ganz guten Ein- in bestimmten niederdeutschen Gegenden heute einige Namen An Einwendungen gegen einen so gearteten Bildungsweg wird brud; wenn man an Land steigt, findet man aber ein fehr großes, besonders häufig auftreten. so hängt dies nach Ansicht es nicht fehlen; wir brauchen uns jedoch nur gegenwärtig zu halten, schmuziges Negerdorf: in der Hauptstadt laufen die Schweine in Dr. Kuhlmanus damit zusammen, daß dort gewisse Heilige bedaß es zwei grundverschiedene Begabungsformen den Straßen herum. Die Leute mit dem großen flingenden Titel, fonders verehrt werden. Am meister verbreitet au den norddeutschen gibt, die wissenschaftliche und prattische, um feine Be- von denen man gehört hat, entsprechen durchaus nicht der Vor- Küsten sind Klas und Jan, das letztere iſt jogar so häufig. dah; rechtigung zu verstehen. Der junge Mensch mit hoher wissenschaft- ste üung, die man hegte: die Exzellenzen, Generale usw. wimmeln man daraus zur Bezeichnung der Allgemeinheit das Wort Janhage! licher Begabung gehört in die allgemeinbildenden Schulen, der mit zu Dußenden im Lande verum. Bernt man aber etwa den bildete. Schließlich sei noch bemerkt, daß zur näheren Charafiehervorragender praliischer Begabung findet sich unter den 90 oder Generalposidirektor lennen, so ergibt sich, daß er gewöhnlich nur risierung alltäglich flingende Bonamen durch ein bezeichnendes 95 Broz. des gesamten jugendlichen Nachwuchses, die nach vollendeter mit einem dürftigen Schurze bekleidet, das Amt eines Eigenschafts- oder Tätigkeitswort bereichert werden. Wenn ein Boltsichulpflicht sofort ins Berufsleben eintreten. Diese Art der Briefträgers versieht, des Schreibens nicht fundig ijt, Mädchen, das Life beigt, als besonders fauft oder zagbait bingeBegabung ist mit den Maßstäben, an denen man das Schulwissen aber es trobem, so wie anders Postbeamten Liberias versteht, ſtellt werden soll, nennt man es Lifebetten mit besonderer Betonung mist, überhaupt nicht zu bestimmen; aber soviel steht fest, daß in Briefe mit wertvollen Jubalten nicht in die Hände des Empfängers des liie, was ja leise heißt. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß der kleinen Gruppe der Hochbegabten dieser Art die zukünftigen gelangen zu laffen. Die Herren des Landes, die ehemaligen in fait allen bei den Niederdeutschen gebräuchlichen Vornamen die Bahnbrecher und Erfinder auf einem der zahlreichen Gebiete der amerikanischen Negeriflaven und ihre Nachkommen, führen ein merk besondere sprachliche Veranlagung des Niederdeuschen zu erkennen Tecnif, die späteren schöpferischen Kräfte des Handels und Ver- würdiges. überaus angenehmes Dasein. Was Arbeit ist, wissen siet, nämlich Bequemlichkeit, gutmütige Spotsucht und eine Vorliebe lehes und die selbständig schaffenden Künstler enthalten sind. gewöhnlich nur vom Zusehen. Zudem gibt es faum einen unter für Stofeformen. Beim wissenschaftlich Begabten geht der naturgemäße Weg der ihnen, der nicht ein Staatsamt bekleidet, einen schönen Titel träg: Ausbildung von der Wissenschaft zum Beruf. beim rein praktisch und fich mit entsprechender Kleidung verieben hat. Außer Gehröden Beranlagten umgefehrt vom Beruf zur Wissenschaft, oder wie und Zylindern bei den Herren und verschollenen europäischen Ge-- Die erste ukrainische Universität wurde nach Serichensteiner sich einmal in recht treffender Weise ausdrückte, vom fellichaftskleidern bei den Damen sieht man als häufigste Be- holländischer Meldung am 3. v. Mis. in St ie w eingeweiht gebildeten Menschen zum Beruf und bei der zweiten Gruppe vom fleidung Uniformen in den schreiendsten Farben. Borlesung. Sonnabend, den 5. Mat, lesen Margarete Beruf zum gebildeten Menschen. Daher die Erscheinung, daß Buch und Berta Last im Lyzeum- Klub, abends 8 Uhr, aus eigenen manche Schüler, eben die hervorragend praktisch Begabten, die auf Dichtungen vor. 5] Arbeiter. Bon Stijn Streubels. Sie machte den Teig für das gewöhnliche Weizenbrot. mit dem Ueberschuß des Sauerteigs wollte sie ein wenig meht für ein Kuchenbrot anrühren. Das legte sie zum Aufgehen in eine eiserne Pfanne und deckte es sorgfältig mit einem wollenen Tuche zu. Der Süden Deutschlands ging mit der Einführung der Familiennamen voran, die nördlichen Küstengebiete folgten erit verhältnis. mäßig spät und vereinfachten sich die Neubildung insofern, als sie häufig die alten Personennamen heranzogen. Daher die zahlreichen Ableitungen durch das angefügte„ ion", fou",„ fen“ oder„ ing", Dem Zebne, Elfs oder Zwölfverbande unserer Gegner( die das gleichfalls die Abfunft bezeichnet, wie die niederdeutichen Namen Zählung ist allmählich unsicher geworden) ist es nach einer Reuters Johannsen, Petersen, Clazen, Klasing, Lüdeling uiw. Weniger leicht meldung gelungen, die Republik Liberia zur Aeußerung des ist zu erkennen, daß z. B. der Name Eggerts von dem alten Eckhart uniches zu bewegen, an dem Kampfe der Stulturvöller, will fagen, jammt oder Drews von Andreas, Mews von Bartholomäus. Neben des Zehn, Elf- oder Zwölfverbandes gegen die Barbaren teils dem Altgermanischen, das als Hauptgebiet für die niederdeutschen nehmen zu dürfen. Damit hätten die Westmächte einen Bundes- Bornamen diente. wurde besonders mit dem Christentum bruder gewonnen, durch den die Kulturstaaten Monaco, Cuba und und feinen Heiligen auch Hebräisches, Lateinisches Vortugal weit in den Schatten gestellt werden, denn die Republik Griechisces herangezogen. Daß troyden fast alle niederdeutschen Liberia ist eine Operettenrepublit im volisien Sinne des Wortes. Namen einen gewissen übereinstimmenden Charakter aufweisen, ist Was man den Vereinigten Staaten von Amerita Schlechtes nach auf das Bestreben zurückzuführen, die Eigennamen durch Vereinsagen fann, vereinigt diefer Negerstaat, als amerikanische Gründung, fachung und Zusammenziehung mundgerecht zu machen. Besonders zudem in schönster Ausleie; die Liberialeute sind anmaßend und wenn man einer Person mehrere Vornamen gegeben hatte, ging balbgebildet, gleißneriich- scheinheilig, der Bestechung über alle Maßen man bald zur Zusammenziehung über. Diese erfolgte jedoch nicht zugänglich, faul, verstehen dabei aber meisterhaft die fleißigen und willkürlich, sondern so, daß die ſchwad betonten Silhen von den arbeitsamen Keru- Neger auszubentent. am stärksten Betonten unterdrückt wurden. Bus Nikolaus cutDie Republik Liberia soll zwar nach ihrer Verfassung kein stehendes Heer haben, weil ein solches eine„ beständige Drohung Notizen. Emina versprach ein wenig zu helfen und die beiden Schwestern besprachen unterwegs das Ereignis des Tages. von Weib und Kindern. Die Sehnsucht, sie alle wieder zu sehen, wieder daheim zu sein, lebte in ihnen, sie waren auf geregt, ungeduldig, weil es so langsam ging und die Nacht Die ältesten Buben standen schon auf dem Ausguck, die so lange währte. Und der Zug rollte, rollte immer weiter anderen tummelten sich im Hause, und die beiden kleinsten in der Finsternis durch unbekannte Gegegenden, die Schnitter schrien, weil sie aus der Wiege heraus vollten. fangen, die Harmonika erflang, und fie ließen sich fahren auf„ Was is denn das? Das ganze Haus is ja wie neu! gut Glück, ohne an Gefahr zu denken, ohne zu wissen, daß Wann hast du denn das fertig gefriegt?" andere Züge in schwindelnder Fahrt den ihrigen begegneten.„ Gestern, ich hab bis spät in die Nacht geschafft. Is cs Sie nahten sich und da!- sie stießen zusammen und zer- nich schön? Jvo wird Augen machen, und er wird mir nich schellten in Splitter. vorwerfen können, daß es verwahrloft is." Hier in der nächtlichen Stille, in dem kleinen Backhaus, Manje fuhr mit einem unterdrückten Schrei empor, sie Manse selbst war sehr überrascht, so sauber und blikblank bei der behaglichen Ofenwärme, ward ihr so anheimelnd so sah einen Augenblick verwundert auf, riß die Dfentüre auf, jah alles aus. wohl ums Herz. Ein wohltuendes Gefühl durchströmte ihren und während der scharfe Dust des frischgebackenen Brotes in Die beiden Frauen legten die Mäntel weg, zogen eine ganzen Leib, und sie vergaß alle Müdigkeit und dachte auch einer Belle heißen Dunstes herausschlug und das ganze blaue Schürze an und nun mußten der Reihe nach die Buben nicht an die Ursache ihrer Freudigkeit oder an das, Backhaus füllte, hob sie das Lämpchen über die Brote, durch der Mutter Hände wandern, um gewaschen zu werden, was fie morgen zu erwarten hatte. Es war nur die die mit ihren in schönem Braun glänzenden Rücken anein- während Emma fie ankleidete. Dann wurde alles auf Eraulichkeit des Dfenfeuers, die helle, wärmende Flamme, ander gereiht lagen. geräumt, der Fußboden noch einmal aufgewischt, und als sie das Bewachen des gärenden Teigs und das Knistern der Manse lief eilig ins Haus, um zu sehen, wie spät es sei alle fertig waren, nahm die Mutter das Kleinste auf den Arnt trodenen Reisigbüschel, die sie ins Feuer warf. Sie wußte, Sie wußte, sie hatte geschlafen, geträumt es war hohe Zeit, das und ein anderes an die Hand, und dann brachen sie auf. Die daß jetzt alles schlies, daß auf der ganzen meiten Umgebung, Brot auszuschießen. Haftig, aufgeregt zog sie mit der Back- großen Buben tollten fröhlich voran. die nun im Dunkeln lag, niemand mehr wachte, daß sie hier schaufel die Brote heraus. Dieser Traum hatte ihr bange Es war ein grauer Herbstmorgen mit Tanem Bind, allein bei ihrem Djen stand... und daß alles, was sie sich gemacht, sie war furchtsam geworden in der nächtlichen Ein- echtes Sonntagswetter, bei dem es sich gut im Freien borgenommen hatte, vollbracht war. Welch ein Unterschied, samkeit des Backhauses und wagte nicht nach der schwarzen wandern ließ. wenn sie an den Morgen des gleichen Tages dachte, als sie Fensteröffnung aufzuschauen, aus Furcht, einen Sput herein- Gut, daß es nich regnet und nich falt is," bemerkte noch nichts wußte und mebend an ihrem Stuhle saß, wie an glogen zu sehen. Sie fühlte ein Zittern in ihren Beinen Manje, die sich darüber freute. allen anderen Tagen... und uun war es so nahe! Sie rief imd ein Rieseln wie im Fieberschauer auf ihrem Rücken. sich wieder ins Gedächtnis, wie der Briefträger gleich einer Alles, was sie berührte, machte doppelten Lärm, und sobald wunderbaren Erscheinung aufgetaucht war, und dann plöglich das letzte Brot aus dem Ofen war, schlug sie die Türe zu, diese aufrüttelude Neuigkeit, auf die sie schon so lange in Un- flüchtete ins Haus, schob den Riegel vor und schlüpfte ins gewißheit wartete! Morgen- nein, heute denn es war Bett. schon über Mitternacht!-Nachdem das Brot eingeschossen war, fette sie sich hin, unt aufzupassen, ob der Djen nicht überheizt sei, und träumte bei dem matten Licht des Lämpleins. Jetzt erst empfand sie die Müdigkeit und den unwiderstehlichen Drang, cin wenig auszuruhen. Ihre Gedanken eilten der Zeit voraus, und sie sah, wie sie mit den Buben, sauber herausgeputzt, und mit Emma fich auf den Weg nach dem Bahnhof machte, wo die Schnitter ankommen sollten.. Sonst müßten die Jungens daheim bleiben," meinte Entina. ..Und es is doch schöner, mit der ganzen Bande anszugehn- die Männer verlangen immer zuerst danach, die Jungens zu fehn." Emma wollte nicht sagen, was sie dachte: daß doch die Sie fürchtete, daß in jenem Augenblick wirklich ein Un- Weiber nach ihren Männern verlangten und besonders sie glück geschehen sei, daß es eine Vorahnung gewesen sei... fich am meisten danach sehnte, ihren Sarel wiederzusehen. Aber die Müdigkeit bewältigte ihre Unruhe. Eins aber beschäftigte fie noch einige Zeit, che sie in Schlaf fiel: daß fie infolge ihrer lleberarbeitung nicht zur rechten Zeit aufwachen und morgen zu spät fertig werden würde. 2. Manse und Emma trafen sich nach der Frühmejse unter der Kirchentür und Emma zog mit Manse unverweilt in In diesem Augenblick rollte der Zug irgendwo in Frank deren Haus, denn die Buben mußten noch angekleidet werden, reich durch die Nacht, und darin faßen oder lagen schlafend und es war nicht mehr viel Zeit, bis sie sich auf den Weg die Schnitter, abgearbeitet, müde, und träumten von daheim, machen mußten. Während die Buben sich miteinander beschäftigten und munter voraneilten, tamen Manje und ihre Schweiter unter heiterem Geplander auf dem langen, öden Wege vorwärts. Es ward gesprochen von den Schnittern, von dem Geld, das sie mitbrachten, von dem bevorstehenden Winter, und Manse drückte in begeisterten Worten ihre Freude aus, weil Jvo jetzt zu Hause sein würde, weil sie ihn jekt täglich) ,, haben" würde, nachdem sie ihn so lange hatte entbehren und als Witwe leben müssen, ganz allein mit den Buben mitten im Felde, wo niemals ein Mensch vorüberfam. ( Borti, folgt.) Todes- Anzeigen Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Rohrleger Robert Koschmieder Waterlooufer 14 am 26. April gestorben ist. Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 2. Wai, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Heiligkreuz- Kirchhofes in Mariendorf aus statt. Nege Beteiligung wird erwartet. Den Kollegen ferner zur Nach richt, daß unser Mitglied, der Maschinenarbeiter Paul Lübeck Waldeyerstraße 10 am 28. April gestorben ist. Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 2. Mai, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Anstalts- Friedhofes in Buch aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schloffer Richard Jahn Pantstraße 88 am am 27. April verstorben ist Die Einäscherung findet Donnerstag, den 3. Mai, nachmittags 5 1hr, im Kremas torium Gerichtstraße statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Rohrleger August Becher Sprengelstraße 6 am 30. April gestorben ist. amt Die Beerdigung findet Freitag, den 4. Mai, nachmittags 3 1hr, von der Leichenhalle des Ostergemeinde Stirchhofes T Ahrensfelde aus statt. in Nege Beteiligung wird erwartet. Nachrufe. Den Kollegen jerner zur Nach richt, daß unser Mitglied, der Stanzer August Graf Schöneberg, Afazienstraße 22 am 26. April gestorben ist. Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Karl Weißenberg Tegel am 22. April gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! 174/13 Die Ortsverwaltung. Verkäufe Scheuertücher, prima Wajch Sozialdemokr. Verein Berlin VI. Sozialdemokr. Partei Deutschl. Unser Mitglieb, Genosfin Marie Nölte ( Wiesenstr. 3) ist verstorden. Ehre ihrem Andenken! Die Einäscherung findet am Donnerstag, den 3. Mai, nachmittags 2 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße stalt. Unser Mitglied, der Schlosser Richard Jahn ( Pankstr. 88) ist am Freitag berstorben.( 28 Jahre Parteimitglied.) Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Donnerstag, den 3. Mai, nachmittags 5 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. Bahlreiche Beteiligung der Mitglieder erbittet 229/2 Der Vorstand. Deutscher Buchbinderverband. ( Zahlstelle Berlin.) Unferen Mitgliedern zur fraurigen Nachricht, daß unser langs jähriges Mitglied, der Buchbinder Max Schmidt am 28. April verstorben ist: Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 2. Dai, nachmittags Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Kirchhofes Mariendorf, Friedenstraße 14, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 25/20 Die Ortsverwaltung. Kranken-, Sterbe- u.Zuschußkasse für männl. Personen aller Berufe Groß- Berlin. Nachruf Am 27. April verstarb unser Mita glied Rudolf Huwe Lederarbeiter. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. 291/10 Alls Opfer dieses Völkerfrieges fiel fern von seinen Lieben, von einer Granate getroffen, welche in den Unterstaud einschlug, am 1. 4. 1917 unser inniggeliebter Sohn und Bruder Willi Reissert 105A im 20. Lebensjahre. In tiefer Trauer Seine Eltern und Geschwister. Georg Reissert, Antonstr. 24. E3 traj uns, ach, so tief der Schmerz, Denn sie zerriß auch unser Herz. Kaufgesuche 2C. fauft VolksFeuerbestattungsVerein Groß- Berlin Die Einäscherung unseres verstorbenen Mitgliedes Frau Emilie Bartl Oberschöneweide, Mathildenstr. 5, findet Donnerstag, den 3. Mai, nachmittags 4 Uhr, im Kremato rium in Baumschulenweg statt. Ehre ihrem Andenken! Zentralverband der Zimmerer Deutschlands. Zahlstelle Berlin u. Umgeg., Bezirk 24. Den Berufsgenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied Hermann Krähe verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 3. Mai, nachs mittags 2, Uhr, auf dem Friedhof in Groß- Lichterfelde, Langestraße statt. Um rege Beteiligung ersucht 255/16 Der Vorstand. Deutscher Bauarbeiter- Verband. Zweigverein Berlin. Bezirk Osten I. Am 29. April starb unser Mitglied, der Puter Friedrich Wilhelm Rosche. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 2. Mai, nach= mittags 23, Uhr, von der Halle des Marlus- Kirchhofes in HohenSchönhausen aus statt. 145/12 Der Vorstand. Nach 23jährigen Kämpfen und Entbehrungen sowie nach zivei. monatiger schwerer Verwundung fiel am 19. April 1917 auf dem Felde der Ehre unser lieber Schwager und Freund, der Webr mann Max Latzel 16A im 32. Lebensjahre. Toni Meyer als Schwägerin. Familie H. Pohft. Familie Weigt. Danksagung. = Da es unmöglich ist, jedem ein zelnen durch Karten zu danken, jagen wir hierdurch Herrn Behrlich, sowie dem Beerdigungsverein der Bimmerleide Groß Berlins, allen Freunden und Bekannten für die herzliche Teilnahme an dem Heimgange meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, den innigsten Dank. 105A Berta Strömann nebst Kindern. Spezial- Arzt Dr. med. Hasche, Friedrichstr. 90 direlt am Stadtbahnhof Behandl. von Syphilis, Haut-, Harn-, Franenleid., spez.chron. Fälle. Ehrlich- Hata- Kuren, schmerz lose, fürzeste Behandlung ohne Be rufsstörung. Blutuntersuchung. Mäg. Preise. Teilzahlung. Sprechstunden 10-1 und 5-8, Sonnt. 11-1. Reparaturen für Saiteninstrumente, wer übernimmt solche? Schriftliche Offerten an Breitkopf & Härtel, Potsdamer Str. 21. Hobelbank verfaust rese, Weinbergsweg 1. Bringt Euern Goldschmud den Goldankaufstellen! Fesche Kostüme! Mantelkleider! Seidenmäntel! Setagummin, gesetzlich geschützte Seldenentzückende Farbenstellangen, flotte Formen, Glockenund Faltenschnitte mäntel, Regenschutz, 138- 110,- 94,- 79,- 56% Gummimantel mit passender Kappe, einfache Ausführungen, Gloakenfoimen 65, 50,- 42, 1.5, 20% Wander- Kostüme u. 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