Nr. 123. 34. Jabry. Jales. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Breis prinumerando Bierteljährl 8.90 ML, monatl 1.30 L möchentlich 80 Bfg. fret ins Haus Einzelne Nummer 6 Big Sonntags nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,30 Mart pro Monat Eingetragen in die Boft.Beitungs Breisliite. Unter Rreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mark pro Monat. Bostabonnements nehmen an Belgien Danemar Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweis Ericheint tägna. NO Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 60 Bfg. für bolitische und gewerffchaftliche Vereins. und Bersammlungs. Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Bort 20 Big. zuläffig 2 fettgedrudie Borte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inseraie für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition is bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm.breffe: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Am: Morisolas, Ar. 151 90-151 97. Sonnabend, den 12. Mai 1917. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Nernfprecher: Amt Morisplas, Str. 151 90-151 97. Will Bethmann schweigen? Englische Teilvorstöße bei Arras Neues Ringen um Bullecourt- Wieder zunehmender Kampf zwischen Soissons und Reims Vergebliche feindliche Angriffe zwischen Cerna und Vardar. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 11. Mai 1917.( 28. 2. B.) Weftlicher Kriegsschauplah. Heeresgruppe Kronprinz Ruppre& t Die Tätigkeit der beiderseitigen Artillerien erreichte gestern au der ganzen Kampffront von Arras größere Heftigkeit. Teilvorstöße der Engländer bei Fresnoy, Rocuz und zwischen Monchy und Cherish blieben erfolglos. Bei einem Versuch Bullecourt durch Umfassung zu stürmen, wurde der Feind verluftreich abgewiesen., Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nach verhältnismäßig ruhigem Vormittag hat gegen Abend die Kampftätigkeit zwischen Soissons und Reims wieder zugenommen. Stärkerer Artilleriekampf aller Kaliber entwickelte sich besonders an der Straße Soissons- Laon, beiderseits von Craonne, längs des Aisne- Marne- Kanals, in der Champagne und stellenweise auch in den Argonnen. Starke französische Angriffe zwischen dem Winterberg und der Straße Corbeny- Berry- an- Bac fowie bet Prosnes schlugen fehl. Seeresgruppe Serang Albreht. Keine besonderen Ereignisse. Im Luftkampf und durch Abwehrfener wurden am 10. Mai 18 feindliche Flugzeuge und 1 Feffelballon zum Absturz gebracht. Keine Regierungserklärung zu den Kriegszielen? Vertagung des Reichstags. Lentuant Frhr. v. Richthofen zwang feinen 22., 2Leutnant Gonter mann seinen 20. Gegner. Deftlicher Kriegsschauplak. Die Gefechtstätigkeit blieb gering. Mazedonische Front. Erneute Angriffsversuche der Franzosen und Serben zwischen der Cerna und dem Vardar konnten an der für die Ententetruppen verlorenen Schlacht nichts mehr ändern. Sie wurden restlos abgeschlagen. Aus den Truppenmeldungen geht hervor, daß der Feind in seinen dreitägigen ergebnislosen Angriffen besonders schwere Berlufte erlitten hat. Der Erste Generalquartiermeister. Lubendorff. Abendbericht. Berlin, amtlich, 11. Mai abends. An den Kampffronten im Westen ist die Lage unverändert. Der österreichische Bericht. Wien, 11. Mai 1917.( W. 2. 8.) Amtlich wird verlautbart: Deftlicher und füdöstlicher Kriegsschauplah. Nichts Wesentliches. Italienischer Kriegsschauplah. Am unteren Isonzo beiderseits lebhafte Fliegertätigkeit.) Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Hoefer, Feldmarschalleutnant. angehörenden Parteien Kenntnis genommen. Er begrüßte bie Initiative des Petersburger Arbeiterrats, der durch die Entschließung vom 9. 5. die noch zögernden Parteien zu gemeinsamem Handeln zusammenzuführen beschlossen hat. Der holländisch- standinavische Ausschuß ist fest entschlossen, feine Arbeit weiter zu berfolgen, was, wie auch in der Wie verlautet, wird der Reichstag am Mittwoch bis Petersburger Entschließung bestätigt wird, nur in einem neutralen ettva zum 20. Juli vertagt. Bei seinem Wiederzusammentritt Lande möglich ist. Der Ausschuß hat endgültig beschlossen, mit der wird ihm eine neue Kriegskreditborlage zugehen. deutschen Minderheit am 15., 16. und 17. Mai und mit Db und wann der Reichskanzler die Kriegsziel- Inter- den Vertretern der finnländischen Sozialisten am 18. pellationen beantworten wird, steht noch nicht feft. In den und 19. Mai zu beraten. Kanzler erklären wird, es sei mit Rücksicht auf die gegenDie Arbeiter und das Reich. Das Zentralorgan der weltpolitischen Hazardeure, die Deutsche Tageszeitung", beschäftigt sich viel mehr mit dem Vorwärts" als der Vorwärts" mit ihm. Der Eifer auf der einen Seite, die Zurückhaltung auf der anderen erklären sich daraus, daß die Deutsche Tageszeitung" naturgemäß viel Papier und Druckerschwärze verbraucht, um die einfachsten Dinge der Welt zu verwirren, während wir der Ueberzeugung sind, daß die Wahrheit sich nicht auf den Kopf stellen läßt, vielleicht auch manchmal der allzu optimistischen Auffassung huldigen, jeder denkfähige Mensch müßte sie ohne weiteres einsehen- wogegen freilich die gläubige Leserschaft der Tageszeitung" der lebendige Gegenbeweis ist. Gestern schrieben wir, und wir bleiben dabei: die dentschen Arbeiter, die das Reich drei Jahre lang mit Strömen ihres Blutes verteidigt haben, würden nicht dulden, daß ihr Werk durch eine Schar gewissenloser Abenteurer zerstört werde. Sie würden nicht dulden, daß der in Rußland erschlagene Barismus in Deutschland auferstehe. Darüber tobt nun die Deutsche Tageszeitung" in einem ihrer üblichen Leitartikel folgendermaßen: In Wirklichkeit haben nicht die deutschen Arbeiter, sondern die deutschen Heere und Flotten, und im übrigen die Tapferkeit und Arbeit des ganzen deutschen Volkes, unser Neich erhalten, und das Reich und zugleich damit die deutschen Arbeiter würden ruiniert, wenn wir einen Berzichts. frieden nach den Wünschen Scheidemanns schließen wollten. Die Aeußerung über einen Zarismus aber, der in Deutschland auferstehen tönnte, bedeutet einen Rekord der Unverfroren heit. Bei diesen sozialdemokratischen Anma zungen und Drohungen handelt es sich um weiter nichts als um dema= gogische Windmacherei von Leuten, deren Machtlosigkeit in demselben Augenblick klar würde, in dem man den Mut fände, gegenüber ihren großen Worten an das wirkliche deutsche Volk zu appellieren. Im Auslande aber muß man ihnen ganz selbstverständlich einen ausschlaggebenden Einfluß zutrauen, wenn man sie sich weiter als die Herren Deutschlands aufspielen läßt. Um so schwerer wäre der Schaden für das deutsche Ansehen und die deutsche Sache, wenn der Reichskanzler etwa nicht den Mut fände, diesen Windmachereien und Treibereien endlich die deutliche Absage zu erteilen, die mit einem Schlage die überwältigende Mehrheit des deutschen Volkes an seine Seite bringen würde. Die„ Deutsche Tageszeitung" will das Verdienst der Arbeiter an der Reichsverteidigung nicht gelten lassen. Sie weiß, daß„ Heer", Flotte" und überhaupt das ganze Volk zum Wandelgängen des Reichstags kursiert das Gerücht, daß der Borgbjergs Petersburger Sendung. Kopenhagen, 10. Mai. Das hiesige Blatt„ Socialdemokraten" größten Teil aus Arbeitern bestehen. Aber, indem sie wärtige Lage nicht möglich, die Interpellationen zu be- bemerkt heute zu Borgbjergs Aufenthalt in Petersburg: Selbst- bom Heer", von der Flotte" und vom„ ganzen Bolk" redet, antworten. Für diesen Fall sollen die bürgerlichen Parteien verständlich hat Borgbjerg teine amtliche Einladung zur Stockholmer will sie durch eine einfache Wortverschiebung den Arbeitern die Absicht haben, die Absetzung der Interpella- Friedenstonferenz überbracht. Er ist von unserem Blatte ausgefandt ihr Verdienst am Reiche abstreiten. So sprechen Volkstionen zu beantragen. worden, um die Verhältnisse im neuen Rußland zu studieren. genossen! Hören wir dagegen einen Feind! Sollte dieser angekündigte Att der Staatsweisheit wirt- Selbstverständlich ist dagegen, daß er während seines Aufenthaltes Im September 1915 hielt Lloyd George eine Rede, lich Ereignis werden, so wird über ihn noch einiges zu Besprechungen und Zusammenfünfte mit den leitenden russischen in der er den Verlauf des Krieges schilderte bis zum Stocken fagen sein. Einstweilen kann der Reichstanzler aus den um- Parteigenoffen gehabt und dabei mitgeteilt hat, was er über die des russischen Vormarsches gegen die Karpathen. Weshalb Herlaufenden Gerüchten erkennen, was man alles für möglich anschauungen wußte, die in den deutschen, österreichischen, fran- habe dieser Vormarsch aufgehört," fragte er, und er antwortete: hält und wie man seine Entschlußkraft beurteilt. zösischen und englischen Sozialistenkreisen herrschen. Verschiebung der Stockholmer Verhandlungen. Der annexionistische Vorwärts". Wie Frankreich belogen wird. In dem großen und angesehenen linksradikalen Organ des Südens, der Depêche de Toulouse" finden wir folgende Nachricht: Amsterdam, 25. April. Der Vorwärts", das Drgan der sozialdemokratischen Mehrheitspartei, veröffentlicht heute einen bedeutsamen Artikel, in dem er die faiserliche Regierung beftig bedrängt, fie möge der ganzen Welt erklären, sie sei bereit Frieden zu schließen, ohne daß eine friegführende Macht ein Opfer an Land oder Kriegskontribution zu leisten hätte. " An diese Nachricht knüpft Depêche de Toulouse" nun folgenden Kommentar: ,, Der deutsche Arbeiter trat auf. Die orga= nisierte Arbeiterschaft trat auf den Plan. Sie I arbeiteten und arbeiteten, ruhig, andauernd, gewissenhaft, ohne Streif, ohne Einschränkung, ohne Vorbehalt, Monate und Mouate hindurch, durch den Herbst, den Winter, den Frühling. Dann kam die furchtbare Lawine aus Kugeln und Granaten, die die russischen Heere brach und sie zurücktrieb. Das war der Sieg des deutschen Arbeiters. Der deutsche Vormarsch in Rußland ist der Sieg der deutschen Gewerkschaften. Es war nicht von Hindenburg oder von Mackensen oder ein anderer ,, bon", es war der Arbeiter, der gewann." Es wäre traurig, wenn wir uns bis ins feindliche Ausland flüchten müßten, um ein Zeugnis für die Verdienste der deutschen Arbeiter an der Reichsverteidigung zu finden. Tatfächlich werden sie auch in Deutschland nahezu allgemein anerkannt, nur ein paar Leute wagen es in schamlosem Undank, sie zu bestreiten. Neber den Termin der Stockholmer Sozialistenkonferenz find noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen. Daß voraussichtlich vor dem 10. Juni feine allgemeine Konferenz stattfinden wird, stand fest, seitdem die holländischen und skandinavischen Bureaumitglieder, welche die Konferenz vorbereiten, sich darüber geeinigt hatten, die Beschlüsse des französischen Nationalrats abzuwarten, der auf den 27. nud 28. Mai nach Paris einberufen ist. Das scheint auch eine Berschiebung der geplanten Vorbesprechungen mit den Vertretern der sozialistischen Parteien der einzelnen Länder zur Folge zu Man wird die Wichtigkeit dieser Kundgebung begreifen, wenn haben. Nach einem Telegramm, das Genosse Huysmans man sich daran erinnert, daß der„ Vorwärts" bisher zu den ent- Aber was erregt denn die Wut dieser Herren so sehr? Sem Parteivorstande der deutschen Sozialdemokratie am schiedensten Annexionisten gehört hat und daß er sehr gelehrig den Eben der Umstand, daß die Arbeiter in dem Reich, das sie 11. Mai gesandt hat, werden die SeparatWeisungen des Reichskanzlers folgt. verteidigen, mitreden wollen! Daß sie dieses Reich.als besprechungen mit den Delegierten der deutDie alte Verleumdung, der Vorwärts" sei ,, regierungs- ihr Miteigentum betrachten, nicht als das Eigentum einer fchen Sozialdemokratie nicht vor Anfang sozialistisch" wird mit der unseres Wissens neuen ber- fleinen Gruppe, und daß sie dieser Gruppe nicht das Recht Juni stattfinden. Ein genanes Datum soll noch mit- toppelt, der Vorwärts" habe bisher zu den entschiedensten zugestehen, aus Angst vor einer drohenden Abrechnung das geteilt werden. Annerionisten gehört". In Deutschland weiß bald jedes Reich in den Abgrund zu stürzen. Die Vorkonferenz. Kind, daß der Vorwärts" niemals annexionistisch gewesen ist, Auch diese Herrschaften wissen es ganz genau: Einen und daß er seit reichlich sechs Monaten von allen Annerio- Frieden, der uns für die gebrachten Opfer entschädigt", gibt Stockholm, 10. Mai.( Meldung des Svenska Telegrambyran.) nisten als ihr Hauptfeind bekämpft wird. In Toulouse es nicht. Und wenn der Krieg abermals drei Jahre dauert, Die Delegierten der Parteien, die übereingekommen find, die Stock- braucht man das freilich nicht zu wissen, und so werden an so werden wir doppelt soviel Tote, doppelt soviel Krüppel, Holmer Konferenz zu veranstalten, find heute unter dem Vorfiz die angebliche Schwenkung" des Schwenkung" des Vorwärts" tiefsinnige doppelt soviel Reichsschulden haben wie bisher. Was wollen Sjalmar Brantings aufammengetreten. Der Ausschuß hat Kommentare geknüpft, die uns lächerlich anmuten, und die die Herrschaften sagen, wenn einmal die Mütter kommen bon der gestrigen Vertrauenstundgebung der standinavischen Ab- doch bitter ernst zu nehmen sind, weil sie zeigen, wie wenig und von ihnen Entschädigung berlangen für ihre verlorenen ordnung sowie bou bem zahlreichen Anschluß der der Internationale heute ein Bolt bom andern weiß Rinder? Jeder Tag Krieg bedeutet unwiedereinbringlichen " erreichbar ist! Feindliche Kriegsberichte. des Berlust an Menschenglück und Volksguf. Ein paar Fehen Petersburg, 10. Mai.( Meldung der Petersburger Telegraphen- In der Champagne, wo besonders das Höhengelände nörd. Land und ein paar Milliarden Mark- was ist dieser Bettel Agentur.) Auf Grund der Ereignisse vom 3. und 4. Mai nahm lich der Linie Prunay- Prosnes unter heftigem feindlichem Feuer gegenüber den Opfern, die schon gebracht worden sind, und der vorläufige Ausschuß der Duma eine Entschließung an, lag, wurden 6 Uhr 30 vormittags zwei feindliche Angriffe gegen den wahnwißigen Opfern, die noch gebracht werden müßten, macht an Rundgebungen ausspricht. Die Entschließung lich St. Marie- a- ẞh brachten Stoßtruppe eine Anzahl Franzosen welche sich gegen die Teilnahme der bewaffneten unsere Stellungen nordwestlich Prosnes glatt abgewiesen. Südum jenes Ziel zu erreichen, vorausgesetzt, daß es überhaupt lautet dahin, daß die Regierung nur unter der Bedingung und ein Selbstladegewehr aus den französischen Gräben zurüd. die Verantwortlichkeit vor dem Bolte auf sich nehmen könne, Aber die Menschenmilliarde, die gegen uns aufgestanden daß sie tatsächlich über die bolle Macht verfüge. Die Einist, läßt sich nicht auf die Knie zwingen. Sie wird nicht wie mischung der bewaffneten Macht zu dem Swed, einen Drud auf die ein Redner in der Marinedebatte am Mittwoch so schön Regierung in dem einen oder andern Sinne auszuüben, sei unFranzösischer Heeresbericht vom 10. Mai nachmittage. Im sagte um Frieden bitten". Genug, wenn es uns gelingt, bedingt unzulässig, weil dies den Anfang einer neuen Revolution Laufe der Nacht versuchte der Feind erfolglos einige ziemlich uns diese ungeheuerste Macht mit Hieb und Stich vom Leibe bedeuten würde. Niemand dürfe über die bewaffnete Macht berschwache Infanterievorstöße an verschiedenen Punkten zu halten, unzerstückelt und unverstümmelt als Volfsganzes fügen, ausgenommen die Regierung. Denn wenn sich die bewaffnete Chemin- des- Dames zu machen. Alle diese Angriffe scheiaus dem Kampfe mit ihr hervorzugehen. Das wird die größte acht in ben Händen irgend einer Bartel befände, würde dies un terten in unserem Feuer. Ein stärkerer Gegenangriff auf Stellun vermeidlich zur Anarchie führen. Ruhmestat sein, die die Geschichte kennt! Die Drohung, sie zu verwenden, gen, welche wir in der Umgebung von Chevreur eingenommen Aber der Ruhm dieses gewonnenen Verteidigungskrieges mache die Bürger unfähig zu jeder produktiven Arbeit. führe zu einer Verwirrung des innern Lebens des Bandes und hatten, erlitt dasselbe Schicksal und vermochte uns nicht zu hindern, neue Fortschritte zu machen und einen befestigten Stüßpunkt wegwird dem ganzen Volk, vor allem dem arbeitenden Petersburg, 10. Mai.( Meldung der Petersburger Telegraphen zunehmen. Gefangene und ein Maschinengewehr blieben in unBolf Deutschlands zufallen, nicht einem weihrauchumkräusel- Agentur.) Die einstweilige Regierung hat General Rusti feren Händen. Unsererseits führten wir auf dem Nordabhang der ten Eroberer, der, von gloiretrunkenen Massen umjubelt, unter Belassung in seiner Stellung als Mitglied des Reichsrats und uns ermöglichte, unseren Gewinn zu vergrößern und Gefangene ochebene von Vauclerc eine Einzelunternehmung aus, die seinen Triumphzug hält. des Kriegsrats vom Oberbefehl der Nordfront entzu machen, welche zu einer neuen, erst unlängst auf diesem Teil hoben. der Front angelangten Division gehörten. Der Artilleriekampf Aus General Rußtis scharfem Gegensatz gegen die Peters- blieb in allen diesen Abschnitten ziemlich lebhaft. Deftlich der burger Bewegung wurde unlängst kein Hehl gemacht. Es war Höhe 108 in der Richtung auf 2a Pompelle zu, im Norden davon die Rede, er wolle gegen Petersburg marschieren. Daß von Begonvaug und in der Gegend von Mezeral Paer jetzt wie so mancher andere General talt gestellt wird, trouillen- Scharmützel und Handgranatenkämpfe. hat als ein neues Zeichen der Macht des Petersburger Rates dem Chemin- des- Dames Artilleriekampf mit UnterbrechunBom 10. Mai, abends. Nordöstlich von Soissons und auf zu gelten. gen, außer im Abschnitt von La Royère und nördlich von Braye en Laonnais, wo sich die Artillerie auf beiden Seiten sehr tätig zeigte. Wir führten Teilunternehmungen aus, Petersburg, 11. Mai. Die Petersburger Telegraphen- eine Reihe feindlicher Gräben genommen und etwa 30 Gefangene die uns Vorteile einbrachten, besonders nördlich Sanch, wo wir Agentur meldet: Die Regierung hat einen Ausschuß von gemacht haben. Im Abschnitt von Chevreur versuchten die 11 Mitgliedern zur Ausarbeitung der Bestim- Deutschen von neuem, uns aus den Gräben zu werfen, die wir mungen für die Wahlen zur gesetzgebenden Ver- am 8. erobert haben. Ihre Angriffe wurden durch Sperr- und sammlung eingesetzt. Maschinengewehrfeuer gebrochen. Unsere Batterien nahmen feind= liche Truppen, die sich in dieser Gegend angesammelt hatten, unter Feuer und zerstreuten sie. Recht lebhaftes Geſchüßfeuer südlich merkliche Fortschritte und etwa 30 Gefangene gemacht, sonst überall bon Moronbillers. Nordwestlich von Prosnes haben wir ruhiger Tag. Für das Wahngebilde eines Eroberungssiegs, der die Gehirne umnebelt und das Volk leicht regierbar" macht, wollen die deutschen Arbeiter nicht ihr Blut versprisen. Dieses Wahngebilde ist die letzte Starte, auf die jene Wenigen gesetzt haben, in der Hoffnung, sich durch glücklichen Gewinn an Macht und Einfluß halten zu können. Das deutsche Volk hat bei diesem Spiel nichts zu gewinnen und alles zu verlieren! Alles zu verlieren! Auch das, was es sich in drei Jahren unjäglichster Opfer und Leiden erhalten hat! Unser Werk, deutsche Arbeiter, der Erfolg unserer Verteidigung wird von einer Handvoll politischer Desperados bedroht! Wir haben am 4. August 1914 gesagt, daß wir ein Vaterland zu verteidigen haben, und wir müssen heute hinzufügen, daß wir es verteidigen werden gegen jedermann! Freiheit und ein baldiger glücklicher Frieden" sind uns versprochen. Man schuldet uns letzte sichtbare Beweise des auten Willens, diese Versprechungen einzulösen. Wir fordern fie nicht für uns, sondern weil sie notwendig sind, damit das Reich leben fann! Regierung und Arbeiterrat. Was in der gestern bekannt gegebenen Erklärung der einstweiligen Regierung bereits angedeutet war der Versuch), Vertreter des Arbeiterrats in die Regierung zu ziehen wird nunmehr durch einen Aft des leitenden Ministers als Ziel in festere Form gebracht. Die Petersburger Telegraphenagentur meldet: Im Hinblick auf die Aufforderung der einstweiligen Regierung ant die Vertreter der politischen Parteien, die noch nicht unmittelbar an der Regierung des Landes teilnehmen, zum Eintritt in das Kabinett, hat der Ministerpräsident Fürst 2 wow an den Vorsitzenden des Arbeiter und Soldatenrates Tscheidse und an den Dumapräsidenten Rodsi ante Schreiben gerichtet, in denen er sie ersucht, den Arbeiter- und Soldatenrat und die Duma hiervon in Kenntnis zu sehen, damit der Plan verwirklicht werden kann. Vorarbeiten für die Konstituante. Die Mühlen der einstweiligen Regierung mahlen in der Frage der Stonstituante erstaunlich langsam. Es dürfte eine Frucht der Ereignisse letzter Woche sein, daß jekt der genannte Ausschuß eingefekt wird. Ministerkrise in Holland. Haag, 11. Mai. Das Korrespondenzbureau meldet, daß der Kriegsminister Bosboom seine Demission an geboten hat. Der Marineminister wird vorläufig die Leitung des Kriegsdepartements übernehmen. Ueber die Ursache dieser Kriegsministerkrise wird mitgeteilt: Die Zweite Kammer behandelte einen Antrag des Abgeordneten Marchant, daß die Kammer ihr Bedquern ausspreche, daß der beschluß befolgt, sondern an seinem früheren Plan der Seriegsminister Bosboom nicht den früheren Kammerfestgehalten habe. Obwohl der Minister erklärte, Einberufung des des Landsturmjahrganges 1908 daß er die Annahme des Antrages nur so auffaffen könne, daß die Kammer keinen Wert darauf lege, mit ihm als Kriegsminister zusammen zu arbeiten, wurde der Antrag mit 44 gegen 26 Stimmen von 4 Abgeordneten, die freisinnigen Demokraten und die Sozialangenommen. Für den Antrag stimmte die Rechte mit Ausnahme bemokraten. Gegen den Antrag stimmten die liberale Union, die freien Liberalen und 4 Konservative. Englischer Heeresbericht vom 10. Mai. Die gestrigen Kämpfe bei Bullecourt waren schwer und andauernd. Wir machten Fortschritte trop wiederholter verlustreicher Versuche des Feindes, unseren Besitz seiner Stellungen zu erschüttern, von denen keiner Erfolg hatte. Während der Nacht wurde unsere Linie östlich von Gricourt und südlich vom Souchez- Fluß vorgeschoben, wonahmen und eine Anzahl von Gefangenen einbrachten. bei wir die Frontlinien und Unterstützungsgräben des Feindes auf dem südlichen Scarpeufer ein wenig vor. Gegen MitBericht vom 10. Mai. Am Morgen schoben wir unsere Linie von neuem Angriffe gegen unsere Stellungen in der Hindenburgtag versuchte der Feind unter Deckung schweren Artilleriefeuers linie östlich von Bullecourt. Der Angriff wurde völlig abbei Freiwy( Fresnoy?) waren ebenso erfolglos. Eine feindliche geschlagen. Weitere feindliche Gegenangriffe während der Nacht Abteilung machte eine Streife in unsere Gräben südöstlich von pern; einige unserer Leute werden vermißt. Schwere englische Verluste in Mazedonien. Es ist dies der Weg, den schon vor der Erklärung der Berlin, 11. Mai.( W. T. B.) An der mazedonischen Front cinstweiligen Regierung Justizminister Kerensti in einem lag auf den Gräben nördlich Monastir, am Vormittage des 10. Mai Briefe au den Arbeiterrat und den Dumaausschuß als Englands afrikanisches Kriegsziel. stärkeres Artilleriefeuer. Im Gerna- Bogen febte beiderseits Matoveid wünschenswert empfahl. Kerenski hatte geschrieben, angesichts Amsterdam, 11. Mai. Ein Mitarbeiter der Reuter- Agentur morgens nach heftiger Artillerie- Borbereitung ein starter französis der immer verwickelter werdenden Lage des Landes sei er hatte mit dem Londoner Gesandten von Liberia eine Unter- icher Angriff in einer Breite von etwa 5 Stilometer ein. Er wurde der Ansicht, daß Vertreter der Demokratie die Last der Re- redung über den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit überall unter schweren Verlusten für den Feind abgeschlagen. Auf gierung nach Wahl und ausdrücklicher Ermächtigung durch die Deutschland. Der Gesandte erklärte: Liberia ging bereits seit Tagesanbruch an heftiges Feuer, dem hier und bei Betrenit, RoviL der Stellung der Verbündeten am Dobropolje lag gleichfalls von Organisationen, denen sie angehörten, auf sich nehmen könnten. langem darauf aus, mit dem deutschen Einfluß ein Ende zu 3borsko, Lusin und Nonte heftige serbische Angriffe folgten. Sämt Aus einigen Meldungen läßt sich erkennen, daß Kerenstis machen. Ungefähr 70 Prozent vom Handel des fiche Stellungen wurden behauptet. Südlich Huma, wo sich bie Ansicht dem Arbeiterrat zurzeit sehr erwägenswert scheint. Landes befanden sich in den Händen der Deutschen. Franzosen nach mehrfachen Angriffen in einer weit vorgeschobenen Der Petersburger Berichterstatter des„ Corriere della Sera" In Monrovia und längs der Küste befinden sich ungefähr bulgarischen Stellung füdlich Jarelizna festgesezt hatten, wurde will sogar wissen, daß die Teilnahme an der Regierung schon hundert deutsche Bankiers und Händler. Die Regierung er- die ganze Stellung im Gegenangriff zurüdgenommen, wobei der gesichert sei. Er meldet: wägt nun die Frage, alle deutschen Kolonisten Gegner schwere Verluste erlitt. Sonst bis zum Dojran- See nur Wie man hört, wird der ausführende Ausschuß der Arbeiter mit auszuweisen. Liberia war bisher das einzige Land in abwechselnd starkes Artilleriefeuer. Die Verluste der Engländer bei drei oder vier seiner Mitglieder als Minister ohne Afrika, in dem die Deutschen festen Fuß gefaßt hatten und dem lebten Angriff auf die bulgarischen Vorstellungen südwestlich Portefeuille aber mit Stimmrecht sich am Kabinett beteiligen. viel Geld verdienten, sodaß die Teilnahme Liberias am Der Plan soll am Donnerstag zwischen Mitgliedern der Arbeiterausschüsse von Petersburg und Moskau besprochen worden sein. Striege allein schon aus diesem Grunde nötig wurde, weil Mit der einstweiligen Regierung fanden hierüber bereits Beratungen dadurch die Deutschen gänzlich aus Afrika ver statt. trieben werden. Stellung wurden allein 1566 englische Tote mit Sicherheit gezählt. des Dojran- Sees waren außerordentlich schiver. In und vor der wie unsere Patrouillen feststellten, liegen außerdem noch ungezählte Tote in den Schluchten vor der Stellung. Der zähe Widerstand der verbündeten deutschen, bulgarischen, österreichischen und türkischen Truppen verdient ebenso wie der frohe Offensivgeist, den sie bei zahllosen Vorstößen beweisen konnten, höchste Anerkennung, gang besonders in Anbetracht der durch die ungünstige Witterung und das schwierige Gelände den Truppen während des Winters auferlegten Strapagen. Englischer Heeresbericht aus Saloniki. In der Nacht vom Von der hier gewagten Bestimmtheit, daß alles schon entschieden sei, ist in einer Petersburger Weldung des Petit Erweiterung des Schweizer Bundesrats. Parisien" noch nicht die Rede. Diesem Blatt wird gedrahtet: Der Gedanke eines Konzentrations ministeriums Bern, 11. Mai. Meldung der Schweizerischen Depeschen mit Beteiligung von Mitgliedern des Arbeiter- und Soldatenrats Agentur. Der Bundesrat hat heute beschlossen, eine Vermacht große Fortschritte. Eine einheitliche Politit zwischen fassungsänderung auszuarbeiten und den eidgenössischen Räten der Regierung und dem Arbeiter- und Soldatenrat erscheint not- zu unterbreiten, durch die die Zahl der Mitglieder des Bundes- 8. zum 9. Mai griffen unsere Truppen nach mehrtägiger Artilleriewendig; man darf sich nicht verhehlen, daß unter den gegenwärtigen rates von sieben auf neun erhöht werden soll. Die Maßregel vorbereitung die feindlichen Gräben von einem Bunkte gerade füdVerhältnissen der Arbeiter- und Soldatenrat die Autorität besitzt und bezweckt, größeren Voltstreisen und Parteien, westlich vom Dojran See auf einer Front von etwa vier daß ihm gehorcht wird. Vielleicht wird aber der Arbeiter- und besonders auch der Westschweiz, die Möglichkeit zu Meilen an. Auf dem linken Flügel eroberten wir die feindlichen Soldatenrat aus der Befürchtung, von den Anhängern Lenins an- vermehrter Anteilnahme an den Regierungs- Gräben in einer Ausdehnung von zwei Meilen und schoben unsere gegriffen zu werden, noch abwarten. geschäften zu schaffen. Wenn der Arbeiter- und Soldatenrat sich entschließt, an der Regierung teilzunehmen, so wird er es sicher nicht unter Verzicht seines autoritären Einflusses auf die Entwicklung der russischen Ereignisse tun. Mehr als er ist in dieser Beteiligungsfrage die einstweilige Regierung vor die Notwendigkeit gestellt, tiefgreifende Entscheidungen über ihre zu fünftige Haltung zu fassen. Der Eintritt von Arbeiterratsmitgliedern in die Regierung bedeutet nichts anderes als die Ausführung des vor furgent gefaßten Beschlusses des Rats, ein sicheres Kontrollrecht über die Handlungen der Regierung zu erhalten. Die Kriegslage im Westen. Linien durchschnittlich 500 Yards weit vor. Wir befestigten die neuen Stellungen. Auf dem rechten Flügel eroberten wir die feindlichen Gräben zwischen dem See und dem Kleinen Kronenwert auf einer Front von ungefähr einer Meile. Der Feind machte der Engländer auf Bullecourt am 10. Mai 5 Uhr 30 morgens fie von überlegenen Streitkräften in die eigenen Gräben zurüdBerlin, 11. Mai.( W. T. B.) Nachdem der umfassende Angriff einen scharfen Gegenangriff und nach erbittertem Handgemenge, in dem die Truppen dem Feinde schwere Verluste zufügten, wurden blutig gescheitert war, beschränkte sich die Kampftätigkeit bei Bulle gedrängt. Auf feindliche Belte, Schuppen und Unterstände wurden court auf Handgranatenfämpfe. Die gemeldeten englischen Teil- Bombenangriffe aus der Luft ausgeführt, die vielen Schaden vervorstöße am Abend bei Fresnoy, Roeur und zwischen ursachten. Anderthalb Tonnen Sprengstoffe wurden mit gutem Monchh und Cherish wurden teils schon durch unser Sperr. Erfolge abgeworfen. feuer angehalten, teils durch Maschinengewehrfeuer zurückgewiesen. Im Raume von Quentin wurden starke feindliche Patrouillenvorstöße bei Abrincourt und nördlich St. Quentin unter Die Petersburger Bewegung vom 4. und empfindlichen Verlusten für den Gegner abgeschlagen. Das 5. Mai. Der Krieg auf den Meeren. Artilleriefeuer war wenig lebhaft. Das Feuer unserer Geschüße Neue U- Boots- Erfolge im Atlantischen rief mehrfach Brände und Explosionen in den feindlichen Battericstellungen hervor. Ozean. Berlin, 11. Mai. Vier Dampfer und drei Segler mit 21 000 Tonnen. Aus Stocholm wird der Frankfurter Zeitung" mitgeteilt: Die Petersburger Rundgebungen vom 4. und 5. Mai glichen An der Aisne säuberten Freiwillige eines märkischen Reginach Schilderungen von Augenzeugen Unruhen. Soldaten hielten ments unter Führung ihres jungen bewährten Führers durch überdie Straßenbahnen besetzt. Der Arbeiterrat bot alle seine Sträfte raschenden Vorstoß ein Franzosennest westlich Froidmont- Ferme. auf, um den Ansbruch des Bürgerkrieges zu vermeiden. Seine Ber- 4 1hr 30 morgens wurde am 10. Mai bei Corbeny ein feindlicher Unter den versenkten Schiffen befinden sich n. a. folgende: treter, die in Autos überall hinfuhren, wo es am unruhigsten zu Vorstoß durch unsere Handgranatenwerfer abgewiesen. Beiderseits Der bewaffnete englische Dampfer a wildar( 4911 ging, redeten den Massen zu, ruhig zu sein und nach Hause zu Chevreur sowie füblich Corbenh lag auch am Nachmittag heftiges Tonnen), Ladung Zuder, feruer zwei große bewaffnete gehen. Den aus Dugenden von Kafernen herbeigeftrömt en Sol- Feuer auf unseren Stellungen, das gegen 7 Uhr abends zum Dampfer und ein Dampfer, Ladung anscheinend Baumdaten, die sich bereit erklärten, den Arbeiterrat durch bewaffnete Trommelfeuer anwuchs und sich auf unsere Stellungen am Winter- wolle, deren Name nicht festgestellt werden konnte. Sundgebungen zu unterſtügen, dankte der Arbeiterrat mit den berge ausdehnte. Die abends 8 Uhr östlich des Winterberges Die drei Segler hatten Holz für England geladen. Worten: Brüder, beruhigt Euch! Wir wissen, daß hinter uns bis zur Straße Corbeny- Berry- au- Bac in mehreren Wellen anMillionen Bajonette stehen." Der Chef des Admiralstabes der Marine. Der Kummer der Kriegsinteressenten. Amsterdam, 11. Mai. Reutermeldung. Gutstow fagte in der Duma, in Rußland herrsche Anarchie. Es gebe zwei Regierungen, und es gebe fogar eine Vielherrschaft. Die Armee leide an der jelben Krankheit, nur in noch viel schlimmerem Grade. Es sei nicht zu spät, die Krankheit zu heilen, aber man dürfe keinen Augenblid verlieren. greifenden Franzosen wurden verlustreich zurüdgeworfen. An einer Stelle brangen fie in 70 Meter Breite in unseren Graben ein, Das russische Linienschiff Pereswjet gesunken der indessen im Gegenstoß bis auf ein kleines Franzosennest wieder gesäubert wurde. In der Gegend Berry- au- Bac brachte eine deutsche Kopenhagen, 11. Juni. Die am 7. März 1917 gebrachte Patrouille am Vormittag des 10. Mai Gefangene und zwei Nachricht, daß Anfang Januar 1917 bei Port Maschinengewehre zurück. Nach der Anzahl der vor unseren Said ein großer russischer Dampfer auf eine Mine gelaufen Stellungen liegenden Gefallenen müssen die französischen Verluste und gesunken wäre, wird nunmehr dahin bestätigt, daß es sich bei ihrem am 9. Mai gescheiterten Angriff nordwestlich Bermeri- um das russische Linienschiff Pereswiet handelt, welches court sehr schwer gewesen sein. Mehrere hundert gefallene Fran- am 3, Januar 1917 50 Seemeilen bom Suezkanal im Mittelaofen liegen allein vor der Front eines einzigen Bataillons. meer durch Mine gesunten ist. Seesperre und Versenkungen. Amsterdam, 10, Mai. Der Ymuidener Berichterstatter des Amsterdamer Handelsblad" meldet, daß ein als Fischerfahrzeug verkleidetes deutsches U- Boot in der vorigen Woche in einen schottischen Hafen an der Dstlüfte eingedrungen ist und den norwegischen Dampfer Gerda versenkt und ein anderes Schiff beschädigt hat. Kopenhagen, 10. Mai. Die dänische Gesandtschaft in London berichtet, der dänische Schoner Jörgen Olsen fei auf der Reise von Amerika nach England mit Holzladung im Atlantischen Meere versenkt worden. Haag, 10. Mai.( Meldung der Niederländischen TelegraphenAgentur.) Der Motorioner Gruno wurde von einem deutschen Unterseeboot in der Nordsee versenkt, die Besatzung auf das Leuchtschiff Noordhinder gebracht. Kristiania, 11. Mai. Hiesige Blätter melden die Ankunft bon etwa 1700 norwegischen Seeleuten aus England, wobei das Blatt Sjöfartstidende das schlechte Ausieben der Leute infolge mangelhafter Ernährung in England hervorhebt. Kleine Kriegsnachrichten. Italiens interventionistische Parteien, deren Straßenkundgebungen bor nunmehr zwei Jahren wesentlich zur Erzeugung des nötigen Kriegstaumels beigetragen haben, wollen nach diesen bewährten Mitteln jetzt wieder wie im heiligen Mai des Blutes" allabendlich patriotische Kundgebungen auf Straßen und Plägen veranstalten. Die gleiche Voltsstimmung wie damals treffen sie schwerlich an. Ententearbeit für Benizelos? Havas meldet aus Saloniki: Die Bolizer hat eine Verschwörung gegen Venizelos entdeckt. Neun Verhaftungen wurden vorgenommen. Die verhafteten Personen haben gestanden, daß sich der Mittelpunkt der Verschwörung in Athen befindet, wo ein Ausschuß von Militärs und Politikern sich gebildet hat, um einen Anschlag auf das Leben von Venizelos zu machen. Die Untersuchung wird fortgesezt. Man erwartet Enthüllungen zur Entdeckung der hauptsächlichsten Anstifter. Am Jahrestage der Eröffnung der ersten Duma 10. Mai am - wurde im Taurischen Balast eine feierliche gemeinsame Sigung von Vertretern der drei früheren und der gegenwärtigen Duma abgehalten. Die einstweilige Regierung nahm vollzählig an der Sigung teil, ebenso das diplomatische Korps. Lansing als Breßknebler. Das holländische Nieuwsbureau meldet aus Washington: Die Blätter äußern sich sehr unzufrieden über eine Verfügung Lansings, wonach Berichte über diplo= matische Vorgänge nicht veröffentlicht werden dürfen. Die Angelegenheit wird zweifelsohne in beiden Häusern des Parlaments zur Sprache gebracht werden. Politische Uebersicht. Reichstag. nismäßig harmlofen Pluralsystems ausgesprochen sein, es wäre vielmehr eine halbheit und würde nur verbitternd wirken. Anschüß schließt mit den Worten: Ware auf ihre Lieferung oder Bezahlung entfallenden Warenumfazstempel von dem ihm von seinem Lieferer in Rechnung gestellten Breise zu fürzen." Was wir brauchen, ist ganze Arbeit, ein Reformiert großen Stils, eine Tat wie die, welche uns vor fünfzig Jahren das allgemeine und gleiche Wahlrecht gab für das werdende Reich. Mögen unsere Staatsleiter und Volksvertreter nicht fleiner sein als Bismard und die mit ihm das Reich schufen, mögen sie das, Jst dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß Hunderte von Berwas damals dem nationalen Ganzen gewährt wurde, jest dem sonen aller Stände, u. a. die Rechtsanwälte Konic, Brzezinski und größten seiner Gliedstaaten nicht länger vorenthalten, mögen Nowodworski aus Warschau, der Geistliche Kochanski aus Radun, sie die preußische Wahlreformfrage so lösen, wie sie gelöst werden muß, wenn die Reform das Mittel sein soll, um Volk und Staat zu versöhnen, den gordischen Knoten des preußisch- deutschen Dualismus zu zerhauen und solchergestalt unsere innere Ginheit zu vollenden: durch Einführung des Reichs wahlrechts in Preußen. Polen wie Elsaß- Lothringen. Die Reichstagsabgg. v. Czarlinski und Genossen haben folgende Anfrage an den Kanzler gestellt: Die demokratische ,, Kreuz- Zeitung". Bon einer hochgeschäßten Seite" läßt die treuz- Zeitung" ihren Lefern beweisen, daß der Reichstag eigentlich gar nicht mehr befugt sei, an so wichtige Dinge wie Verfassunsände rungen zu gehen. Einen Gesichtspunkt habe man bisher ganz übersehen: Das ist die Erwägung, daß diefer Reichstag von Rechts und Verfassungs wegen überhaupt nicht mehr vorhanden sein sollte, sondern daß er sein Dasein nur von Krieges Gnaden fristet. Dieser Gesichtspunkt ist deshalb wichtig, weil die Zusammenſegung des Reichstages abs hängig ist von der politisch psychologischen Stimmung der Wählermassen und weil naturgemäß durch den Krieg diese Stimmung gegenüber derjenigen im Frieden gewandelt sein muß. Ob nun diefe Wandlung eine Verschiebung nach linis involviert, wie vielerseits behauptet wird, oder ob sie eine Verstärkung des Autoritätsgebantens will, entzieht sich der Beurteilung. Nur eine abl tann auf diese Frage Antwort geben. Daß ein neuer Reichstag anders aussehen würde, als der jegige, fcheint außer Zweifel. Wohl aber ist es erklärlich, daß die in vorläufig un bestrittenem Besiz ibres Mandats befindlichen Abgeordneten die Fühlung mit ihrer Wählerschaft, die ja zum Teil im Felde steht, verloren haben. Erklärlich ist es weiterhin, daß angesichts des borläufig unbestrittenen Mandats auch bei vielen ein Tri bunengefühl besteht, dessen Berechtigung weder subjektiv noch objektiv begründet zu sein braucht. Pflicht der Regierung ist es, an diesen Tatsachen nicht vorüberzugehen, Pflicht der Regierung ist es, die wähler zu fragen, bevor sie entfcheidende Konzessionen an die Machtgelüfte von Gruppen macht, die in naher Zukunft vielleicht nicht mehr existieren oder wesentlich gewandelt sein können. Dwie demokratisch fann ein erakonservatives Blatt sein, wenn es ihm gerade in den Kram paßt. Du warst doch sonst nicht fo, möchte man singen. Nur an zwei Dinge soll erinnert werden: 1887 verschlechterte die konservativ- nationalliberale Kar tellmehrheit die bis dahin bestehende dreijährige Legislaturperiode in die heute noch geltende fünfjährige, obwohl die entschiedene Linke mit Recht dagegen einwandte, daß bei so langer Lebensdauer ein Reichstag noch jahrelang Beschlüsse fassen könnte, der nicht mehr das Vertrauen des Voltes genieße. Und als diefer Fall 3. B. nach 1909 eintrat, als jede Nachwahl zeigte, daß der schwarz- blaue Blod, in dem wiederum die Konservativen die Hauptrolle spielten, dem Volfe geradezu berhaßt war, da nugte diese Mehrheit unbekümmert um die deutlich zutage tretende Boltsder Ingenieur Findeisen aus Lodz, aus Polen nach Deutschland verschickt worden sind und hier, zum Teil seit Jahren, interniert gehalten werden, ohne daß ihnen ein verständlicher Grund dieser Freiheitsberaubung mitgeteilt wird? Was gedenkt der Herr Reichstanzler zu tun, um diesem Zu stande, welcher in Polen große Erbitterung hervorruft, ein Ende zu machen?" Schidfalen polnischer Sozialisten. Eine Anfrage des Abg. Rühle beschäftigt sich mit ähnlichen Wahlergebnis. Bei der Erfazwahl zum Abgeordnetenhauſe im Landtagsnachwahl in Konis. Danzig, 11. Mai. Amtliches Regierungsbezirk Marienwerder, Wahlort Koni 7, wurden 279 Stimmen abgegeben. Graf Strach wis auf Sirachwiz( Bentrum) erhielt 278 Stimmen, Ziegeleibefizer Johann Wroblewski in Brus ( Bole) eine Stimme. Graf Strachwig ist somit gewählt. ( Pole) eine Stimme. Letzte Nachrichten. Gefecht zwischen U- Boot und Fischdampfern. Berlin, 11. Mai. Amtlich. Am 4. Mai richtete eines unserer Unterseeboote im Sperrgebiet der Biskaya, etwa 25 Seemeilen nörd. lich Bayonne 8 auf nördlichem Kurse nebeneinander fahrende spanische Flagge und Fischdampfer, von denen der auf dem östlichen Flügel stehende Neutralitätsabzeichen führte. Der Kommandant des U- Bootes beschloß, die vermeintlichen spanischen Fahrzeuge zunächst anzuhalten, in der Annahme, daß sie infolge fehlerhafter Navigierung unbewußt ins Sperrgebiet geraten waren. Auf den Signalbefehl des U- Bootes zum Stoppen drehte ein Teil derfisch dampfer auf das U- Boot zu, der andere Teil versuchte zu entkommen. Von ersteren führten zwei Fischdampfer weder Flagge noch Abzeichen, einer spanische Neutralitätsabzeichen, aber keine Flagge, ein vierter eine nicht erkennbare Flagge. Das U- Boot verlegte den Dampfern nunmehr den Weg und schoß alsdann einen Warnungsschuß. Unmittelbar hierauf eröffneten drei von den Fischdampfern das Feuer auf das U- Boot. Im Verlaufe des sich entspinnenden Artilleric=' kampfes wurden ein Fisch dampfer durch Geschüßfeuer vernichtet, zwei weitere niedergekämpft und später mit Sprengpatronen versenkt. Hierbei wurden zwei französische 3,7-3entimeter- Geschüße mit Munition erbeutet. Die übrigen beiden Fischdampfer, die deutlich erkennbar spanische Abzeichen und Flagge führten und anscheinend spanischer Nationa Iität waren, entkamen. 11- Boote nicht davor zurüdschreden, spanische Fischerfahrzeuge auf Der Vorfall zeigt, daß die Franzosen zur Bekämpfung unserer das schwerste zu gefährden, indem sie sich ihnen anschließen, um sic als Dedung für ihre U- Boot- Fallen zu benützen. Stockholm. " Anfragen. Ernährungsdebatte. Im feindlichen Ausland war die wüste Behauptung aufgestellt worden, in Deutschland würde aus den Soldaten leichen Fett hergestellt. Auf eine Anfrage des Abgeordneten Heckscher gab der Staatssekretär des Auswärtigen 8immer mann die selbstverständliche Auskunft, daß von solcher Barbarei nicht die Rede sein kann; man habe im Ausland in böswilliger Absicht die deutsche Kadaververwertungsanstalt, meinung ihre Herrschaft bis zum legten Tage der gefeßBern, 11. Mai. Eine Pariser Meldung des Progrès de Lyon" die natürlich nur Zierleichen verarbeite, unter Ausnutzung Lichen möglichteit aus! Aber den Uebelstand der viel zu besagt: Der Abg. Lebeil Maignon richtete einen Interpella. der doppelten Bedeutung des französischen Wortes cadavre langen Legislaturperioden haben gerade die Konservativentionsantrag an die Regierung, welche Haltung sie bezüglich für menschliche und tierische Zeichen verleumderisch miß- absichtlich als Normal zustand geschaffen. Jezt, wo er in ionsantrag an die Regierung, welche Haltung sie bezüglich braucht. Eine fonservative Anfrage wünschte Aufflärung einem Ausnahmefall einmal wirklich nicht zu umgehen ist, gebärden gedente. der Vertreter zu der Stockholmer Konferenz zu ergreifen über die Schwierigkeiten der Papierlieferung für die deutschen fie fich als die Hüter des demokratischen Prinzips. Zeitungen; die fonservativen Blätter sind zurzeit bei ihrem wilden Papierkrieg gegen den Reichskanzler und den Scheidemannfrieden" auf biel Papier angewiesen. Die Regierung suchte zu besänftigen und zugleich den großen Berliner Zeitungen gut zuzureden, ihren Papierverbrauch etwas einzuschränken. Freie Bahn dem Tüchtigen? Bern, 11. Mai. Laut Avanti" hat die Parteileitung der offiziellen Sozialisten auf dem Mailänder Kongreß nach Anhörung Das Herrenhausmitglied Prof. Dr. J. Reinke gibt in einem eines Referates von 2azzari über den Verkehr mit dem InterArtifel des roten Tag" der Erwartung Raum, daß bei der Reform nationalen Sozialistischen Bureau eine Tagesordnung angenom des Herrenhauses das Prinzip von Sig und Stimme auf Grund men, die sich für die Teilnahme an der Stockholmer Konferenz auserblichen Rechtes nicht fallen gelaffen wird, wenn spricht. Alle Zimmerwalder Sektionen feien zur Teilnahme einauch wohl die Zahl der Erbberechtigten eine Einschränkung erfahren zuladen, erstens um das Programm der Tätigkeit aller Sektionen müsse. Unter den erblichen Herrenhausmitgliedern seien nach seiner für den Frieden festzulegen, zweitens um die Wiederauf28jährigen Erfahrung stets besonders tüchtige Männer richtung der Internationale in die Wege zu leiten. vorhanden gewesen. Bei der Fortsetzung der Ernährungsdebatte ſuchte zunächst ein bayerischer Regierungsvertreter die gestrigen Bemerkungen unseres Genossen Schmidt über die bayerischen Malzschiebungen abzuschwächen. Dann kamen die Redner der verschiedenen bürgerlichen Parteien zu Wort, von denen Wir können nicht finden, daß die Beibehaltung erblicher HerrenDer Arbeiterrat gegen den Bürgerkrieg. der eine leidenschaftlich die agrarischen Tendenzen vertrat, der Hausmitglieder dem von der Regierung aufgestellten Prinzip Freie Stodholm, 11. Mai. Nach der Zeitung„ Pravda" versuchte andere den Verbraucherinteressen zu ihrem Rechte zu ver- Bahn dem Tüchtigen" entspricht. In der letzten Tagung des Herren der Oberbefehlshaber des Petersburger Militärdistrikts, General helfen suchte, während der Nationalliberale mit einerseits und hauses hat eins seiner Mitglieder, Herr v. Hey debred, aus Korniloff, am 3. Mai die Demonstranten gegen die andererseits und wenig Geschick beiden Seiten Rechnung zu gesprochen, es sei ganz überflüssig von der Regierung gewesen, das einstweilige Regierung durch Militär zerstreuen tragen suchte. Von den unabhängigen Sozialdemokraten Prinzip Freie Bahn dem Tüchtigen" auszusprechen, denn bisher zu lassen. Sicegegen nahm der Arbeiter- und Soldatenrat sofort sprach Wurm, der als Berliner Stadtverordneter und als habe doch noch keiner verlangt, Freie Bahn dem dioten!" Stellung, indem er den Beschluß faßte, daß die Truppen oder die Nahrungsmittelchemiker mit besonderer Sachkenntnis die Wenn man auf diesem Standpunkt steht, so muß man die Forderung Arbeitermilia nicht bewaffnet auf die Straßen Interessen der städtischen Bevölkerung zu vertreten wußte. nach der Erblichkeit irgendeiner Barlamentsmitgliedschaft ungelaffen werden dürften. General Korniloff nahm darauf seinen Befehl zurück. Der Kommissar des Moskauer Bezirks berichtet über bedingt verwerfen, denn durch die Erblichkeit wird doch die Störung der Ordnung auf den Straßen am Freitag, daß im zweifellos gerade auch den Mindertüchtigen freie britten Bezirk 200 Personen umhergezogen seien unter den Rufen: Bahn geschaffen. Wie ist es denn z. B., wenn zufällig wirk- Wer gibt Brot und Wasser? Nieder mit der Milis! Nieder mit der lich einmal ein erbberechtiges Herrenhausmitglied, ohne gerade Interimsregierung! Gebt uns einen Zaren! Idiot zu sein, geistig sehr schwach veranlagt ist? überhaupt wendet. Er erklärt: Religion und Familienunterstügung. Profeffor Anschütz für das gleiche Wahlrecht in Preußen In einem sehr beachtenswerten Artikel der Annalen für soziale Politik und Gesetzgebung", Bd. V, Heft 3, behandelt der betannte Staatsrechtslehrer Professor Gerhard Anschütz die preußische Wahlreform. Er stellt fest, daß der Sak der Osterbotschaft Lloyd George und die Kriegsziele. Für das Klassenwahlrecht ist ein Raum mehr" Rotterdam, 11. Mai. Der„ Nieuwe Rotterdamsche sich nicht etwa nur gegen Auswüchse und SchönheitsWie überall in Deutschen Reiche sind auch von den Unter- Courant" schreibt in seiner Uebersicht über die Lage: Lloyd fehler des Dreiklassensystems, sondern gegen das System stützungskommissionen des Lieferungsverbandes Medlen George hat in der geheimen Sigung des Unterhauses erklärt, daß Die Staatsregierung würde, nachdem sie jetzt in feierlichster findern Beihilfen zu den mit der Ausschulung der Kinder habe und in den letzten zwei Jahren wiederholt Mitteilungen barburg Ostern dieses Jahres bei Ausschulung von Krieger- es nicht nötig sei, fich über die Kriegsziele der Alliierten auszusprechen, da sich daran nichts geändert Form und bedingungslos dem Klassenwahlrecht abgesagt hat, im Gefolge stehenden Kosten auch Kleidungsunterstützung ge- über gemacht worden seien. Der Nieuwe Rotterdamsche Courant" wider Treu und Glauben handeln, wenn sie in ihrem Wahlgesetz währt worden. Die Unterstüßungskommission für den Aus- findet das sonderbar und fragt, ob denn Rußland nicht zu den entwurf irgendwelche Begünstigung der höheren Steuerstufen, irgendeine plutokratische oder plutokratisch wirkende Bestimmung hebungsbezirk Rost o d hat nun die Gewährung der Beihilfe Alliierten gehöre. In die Kriegsziele Rußlands fei bod aufnehmen würde, und sie ist, falls im Landtage versucht werden abhängig gemacht von der Konfirmation der Kin- eine große Veränderung gekommen. Die Noten der einstfollte, derartige Bestimmungen in das Gesetz hineinzubringen, der. Wurde ein Kriegerkind nicht konfirmiert, gab es feine weiligen Regierung unterschieben fich sehr von den Auffassungen verpflichtet, solchen Versuchen ihr Veto entgegenzusehen, wenn Beihilfe. Dagegen wurde von Striegerfrauen beim medlen- bes Saren. Es scheint fast, daß Lloyd George dieſe Noten entweder anders sie das in der Osterbotschaft gegebene Wort halten will. burgischen Ministerium des Innern Beschwerde eingelegt. verleugnen oder so auslegen will, daß ihre Tendens sich mit den Weiter untersucht Anschütz die Frage, ob sich mit der Bot- Auf solche Beschwerde ging nun den Frauen vom Ministerium schuß der Arbeiter und Soldaten, der binnen kurzem an der Rezaristischen Kriegszielen deckt. Was wird wohl der Bertreterausschaft das Pluralwahlrecht( Mehrstimmenrecht) verträgt folgender Bescheid zu: gierung teilnehmen wird, dazu sagen? oder nicht: „ Nach den bestehenden Grundsäßen kann Ihnen eine Kleidungsunterstützung nicht gewährt werden. Der mit Ihrer Beschwerde angefochtene Bescheid der Unterstützungsfommission ist hiernach nicht zu beanstanden." Die Antwort tann nicht zweifelhaft sein. Das Pluralwahlrecht ist un berträglich mit der Botschaft, soweit es in irgendRodzianko gegen Sonderfrieden. einer Art, unverhüllt oder verhüllt, ausschließlich oder nebenher, Petersburg, 10. Mai. Meldung der Petersburger Telegraphen dem politischen Gedanken dient, welcher dem geltenden DreiKlassensystem zugrunde liegt, der Bemessung des Stim me tigen Zeit von einer Regierung Man sollte es nicht für möglich halten, daß in der heu- Agentur. In der feierlichen außerordentlichen Sizung der Duma und sei es auch die medlen- hielt der Vorfizende Rodzianko eine Ansprache, in der unter anderem gewichts nach dem Grade der Wohlhabenheit. jeden Gedanken an einen Sonderfrieden zurückDie Gewährung einer Zusabstimme an solche, die eine bestimmte burgische Grundsäße" anerkannt und bekräftigt werden, mies, welche Bekundung starken Beifall auslöfte, ebenso wie die Steuerstufe erreichen oder überschreiten oder die Grundstüde von welche dazu führen, daß einer Kriegerfrau wegen ihrer An- Erklärung über die Loyalität Rußlands gegenüber seinen Bundesbestimmtem Areal oder Wert befizen, widerspricht der schauung über eine kirchliche Förmlichkeit ein Teil der Fa- genoffen. Diese Erklärung gab Anlaß zu einer begeisterten KundBotschaft. Damit ist aber, wenn man der dort festgelegten milienunterstübung vorenthalten wird. Uns erscheint es an- gebung für die Botschafter der Alliierten, denen sich der ganze Saal Richtlinie treu bleiben will, gerade diejenige Seite des gebracht, daß sich das Reichskanzleramt mit der Sache befaßt. Beifall flatschend zuwandte. Pluralsystems ausgeschlossen, welche denen, die es bisher befürworteten, dieses System gemeinhin besonders wertvoll machte, die Seite, um derentwillen sie es vorzugsweise zu empfehlen pflegten. Professor Anschüß kommt zu dem Resultat, daß die Osterbot- Dem Reichstag ist ein Gefeßentwurf augegangen, der in seinem ist heute früh auf dem Ostbahnhof eingetroffen. Der Sonderzug schaft höchstens noch für solche Pluralwahlstimmen Raum ließe, die§ 1 befagt:" Für Lieferungen aus Verträgen, die nach dem 30. Eep brachte 919 Kinder, die hauptsächlich für den Kreis Labiau bestimmt feine Klaffenbevorzugung enthalten und die nicht an Bedingungen tember 1916 abgeschlossen sind, ist der Lieferer nicht berechtigt, den find. Der Geschäftsführer der Provinzstelle Ostpreußen, Oberauf die Lieferung oder deren Bezahlung entfallenden Warenumfazgeknüpft sind, deren Erfüllung regelmäßig nur den befizenden stempel dem Abnehmer neben dem Preise ganz oder teilweise ge- leutnant Kahna, war zur Begrüßung der Kinder anwesend. Klaffen vorbehalten ist, wie zum Beispiel höhere wissenschaftliche fondert in Rechnung zu stellen. Der Abnehmer aus einem Lieferungs- Morgen treffen zwei weitere Züge für die Kreise Ortelsburg und Bildung. Damit foll aber keine Empfehlung eines folchen verhält- vertrage ist nicht berechtigt, den bei der Weiterveräußerung der Roeffel ein. Abwälzung des Warenumsakstempels. Berliner Kinder in Ostpreußen. Königsberg, 11. Mai. Der erste Kindertransport aus Berlin GewerkschBsbewElmg Zurück zur Innung! Der Reichsverband deutscher Schneiderinnen bittet uns, nach- stehende Notiz aufzunehmen: .Notgesetz zur Frage der Fraueninnungen. Der Reichsver- band deutscher Schneiderinnen hat sich an den Staatssekretär für das Reichsamt des Innern gewandt mit der Bitte um ein Not- gesetz, das die Bestätigung von selbständigen Frauen- Innungen ermöglichen soEL Zurzeit sind die Frauen durch die 8§ 93a und 95a der Reichs-Gcwerbeordnung von den Jnnungs- ämtern ausgeschlossen. Der Reichsverband begründet dies« Bitte folgendermaßen: A. Die Schneiderinnen haben die Aufgabe, den Nachwuchs so zu erziehen, daß eine Weltnrachtstellung Deutschlands auf dem Ge- biete der Mode errungen werden kann. L. Das Handwerk geht einer schweren Zeit entgegen und muß auch weiterhin durch Ueber- nabmc öffentlicher Lieferungen sich in der Herstellung von Massen- ortikeln betätigen. Zur Erfüllung dieser neuen Aufgaben bedarf die Handwerkerin einer Lrganisationsform von öffentlich-recht- lichem Charakter. Die selbständige Fraueninnung gibt: t. die Möglichkeit der Zwangsorganisation aller Standesgenossinnen: 2. sie bietet die geeignete Grundlage zur Uebernahme öffentlicber Lieferungen; 3. sie legt die Prüfung der Lebrlinge in die Hand der Meisterin; 4. sie gibt den Meisterinnen das Recht, die schicdsgericht- liche Tätigkeit in ihrem Gewerbe selbst auszuüben." Hierzu wird uns von fachmännischer Seite geschrieben: Kurz nach Ausbruch des Krieges ertönte in ganz Deutscklond der Ruf: Los von Paris! Gemeint war damit die Schaffung einer deutschen Mode. Zur Durchführung dieses Planes wurden eine ganze Menge Reden gehalten, Vereine und Ausschüsse gebildet und eine Modenausstellung veranstaltet. Man gewann den Eindruck, als sei der Krieg die geeignetste Gelegenheit, für ein« deutsche Mode bahnbrechend zu wirken. Bei ruhiger Ueberlegung dürfte sich aber jeder klar werden, daß jede andere Zeit hierzu günstiger ist. Daher kam es auch, wie es kommen mußte. Die verslfnedencn Ausschüsse haben ihre.segensreiche" Tätigkeit eingestellt. Nur der Reicl>sver band deutscher Schneiderinnen geht jetzt noch mit diesem Plane hausieren, um gleichzeitig sein eigentliches Ziel, das auf einem ganz anderen Gebiete liegt, zu erreichen. Weil die Frauen nicht in den Jnnungsvorstand und die einzelnen Ausschüsse gewählt werden können, soll durch ein Notgesetz die Errichtung selbständiger Frauenzwangsinnungen ermöglicht werden. Da die Wahl eines Vorstandsmitgliedes der Innung die Fähigkeit, zum Schöffen oder Geschworenen gewählt werden zu können, voraussetzt, wäre es doch viel einfacher, den Frauen diese Rechte zu erwirken. Das Verlangen nach selbständigen Fraueninnungen wird weiter damit begründet, daß damit die Möglichkeit der Zwangs- organisation gegeben sei. Demnach ist es dem Reichsverband beut- scher Schneiderinnen bisher nicht gelungen, nennenswerten An- hang unter den Berufsgenoflcn zu finden. So soll nun die Zwang»- urnung helfen. Unbegreiflich bleibt dabei nur, wie auf solche Art„eine Welt- Machtstellung Deutschlands auf dem Gebiete der Mode errungen werden kann". ES scheint nun allmählich klar zu werden, daß wir keine„deutsche Mode".schaffen" können. Eine Mode läßt sich nicht von einem Verein, einer Innung oder einem Ausschuß „schaffen". Dazu gehört die Kundschaft, die die Kleider kauft und auch verwerten kann. Wer keine Zeit zum Reiten hat, braucht auch kein Reitpferd und kein Rcitkostüm. Vor dem Kriege war die deutsche Schneiderei ganz entschieden besser als die französische und englische. Wenn sich damals die deutschen Unternehmer cnt- schlössen hätten, das eigene Können deutscher Unternehmer und Arbeiter hervorzuheben, so wäre die ganze Modenfrage gelöst. Eine Einwirkung auf die Mode ist nur dann möglich wenn Deutschland wieder, wie vor dem Kriege, für Angehörige aller Nationen arbeitet. Dann kann aber keine deutsche, sondern nur eine Mode in Frage kommen. Das in Berlin gekaufte Kleidungsstück muß auch in Nizza, neben einem in London oder Paris gekauften, modern sein. Sonst kauft der Ausländer nur da, wo er sich aufzuhalten gedenkt. Dann soll die Innung.die geeignete Grundlage zur Ueber- nähme öffentlicher Lieferungen" bieten. Nun ist den Innungen durch das Gesetz solche Betätigung direkt verboten. Alle Innungen. die Lieferungen übernommen haben, gründeten zu diesem Zweck «ine besondere Genossenschaft. Solcher Genossenschaft kann jeder beitreten. Auch können weibliche Personen in den Vorstand ge- wählt werden. Zur Uebernahme öffentlicher Lieferungen kann daher eine Innung nichts nützen. Soweit die Prüfung der Lehrlinge in Frage kommt, tvare den Frauen das Recht einzuräumen, auch in den Vorstand und die Aus- schüsse der Innungen gewählt zu werden. An ein besonderes Jnnungsschiedsgericht wird wohl der Reichsverband deutscher Schneiderinnen selbst nicht glauben. Viel dringlicher erscheint es, die Jnnungsschiedsgerichte zu beseitigen und dafür die Gewer begcrichte für zuständigzucrklären. So hat also der große Plan des RcichsverbandeS deutscher Schneiderinnen, bahnbrechend auf dem Gebiete der Mode zu wirken, glücklich den Wunsch nach einer Schnciderinneuinnung hervorgebracht. Warum mag wohl die Sache so dringlich sein, daß hierzu ein Notgesetz gemacht werden muß? Die Mode, die öffent- lichen Lieferungen oder die Zwangsorganisation? Richtig muß dieser Satz wohl so lauten: Die Zlvangsorganisation soll durch die Versprechung öffentlicher Lieferungen ermöglicht lverden, und dann wird man gelegentlich über die Mode reden— die von den großen Schneidergeschäften angegeben wird. I II HI ss e IV 75 70 65 60 65 Pf. 70 66 60 55 50, Zur Zeichen Zeit berief der Hakzackekferveeband ein« Kon-s f e r e n z seiner Zahlstellenvertreter aus dem Sägegebiet nach München zusammen, welche die(bereits auf- gestellten? Forderungen einer'Nachprüfung unterzog und ihre Stellung für die bevorstehenden Verhandlungen festlegte sowie eine Anzahl von Ortsvertvetern für die Teilnahme an diesen Verhand- lungen ernannte. Am 26. März traten die von beiden Seiten gewählten Ver- Handlungskommissionen unter der Leitung des Kriegsamts zu- sammen. Die Kommissionen waren beiderseits je 10 bis 12 Mann stark; auf Arbeiterseite stellte der Holzarbeiterverband die gesamten Vertreter. Neben den Kollegen aus den Betrieben waren der Ver- bandsvorstand und die Gau- und Ortsbeamten aus München und Nürnberg anwesend. Das nachstehende Ergebnis wurde dabei er- zielt: Die Arbeiter und Arbeiterinnen der baherischen Sägewerke werden in sechs Sparten eingeteilt und für jede Sparte fünf Lohn- klaffen mit folgenden Mindestlöhnen festgelegt: pro Stunde 1 0 a) für Gatter-, Bauholz-, Kreis- und Spaltsäaer......... b) für alle übrigen Säger u. Maschinen« arbeiter.......... o) für Hilfsarbeiter im Werk und auf dem Platz......... 65 60 55 50 45, d) für Arbeiterinnen über 18 Fahre.. 50 45 40 40 35, e) für Arbeiter von 16— 18 Jahren.. 45 40 85 85 30„ k) für Arbeiterinnen von 16— 18 Jahren 40 85 30 30 25, In diesen Lohnsätzen sind die den Arbeitern und Arbeiterinnen zugestandenen Teuerungszulagen einbegriffen mit der ausdrück- lichen Festlegung, daß auf diese Löhne olle Arbeiter und Arbeite- rinnen Anspruch haben, und in keinem Falle, auch nicht bei Akkord- arbeit, weniger gezahlt werden darf. Was das' zu bedeuten hat, kann man erst voll ermessen, wenn man die bisherigen Löhn«, die in diesem Gewerbe üblich waren, kennt. Diese betrugen Ansang des Jahres nach einer vom Holzarbeiterverband veranstalteten Um- frage in den meisten Orten unter 40 Pf., teilweise gar weit unter diesem Satz. Die Löhne der Arbeiterinnen und jugendlichen Ar- beiter gingen bis unter die Hälfte der jetzt festgelegten Mindest- löhne herunter. Im allgemeinen dürfte die Lohnstetgeruug 20 Pf. für die Stnnde im Durchschnitt übersteigen. Diese Lohnerhöhungen sind vom 1. April ab nachzuzahlen. Es war natürlich auch eine Verkürzung der bisher ins Unendliche ausgedehnten Arbeitszeit gefordert worden, bestanden doch ganz allgemeine Arbeitszeiten von weit über 60 bis zu 78 Stunden die Woche. Trotzdem war es nicht möglich, schon jetzt Bresche in diese Zustände zu legen; infolge des geringen Widerstandes der Unternehmer mutzten sich die Ar- beiter vorläufig mit folgender Abmachung begnügen: „Zwecks Regelung der Arbeitszeit wird am 18. September 1917 eine weitere Borhandlung stattfinden, und soll diese Rege- lung dann im Sinne der schon besprochenen neuen Vorschläge erfolgen, wonach die Arbeitszeit beträgt in Klasse I 56, Klasse II 57, Masse III 58, Klasse IV 59 und Klasse V 60 Stunden pro Woche." Hatten schon bei diesen Fragen, insbesondere bei der von den Arbeitern verlangten Festlegung der Mindestlöhne und der Ein- beziehung der Arbeiterinnen in die Vereinbarung, die Unter- nehmer fortgesetzt die größten Schwierigkeiten gemacht, so sollte der Streit bei der Einteilung der Orte in die vorgesehenen Lohnklassen erst recht losgehen.— Die Gültigkeitsdauer der Vereinbarung ist festgesetzt bis 1. April 1918 bzw. bis drei Monate nach Friedens- schluß. Auf Wunsch der beiderseitigen Kommissionen hat«S das Kriegsamt übernommen, die abgeschlossene Vereinbarung in Form des amtlichen Protokolls allen Unternehmern mitzuteilen und deren Einhaltung zu empfehlen. Das wird, seine Wirkung nicht ver- fehlen angesichts des Umstandes, daß alle Betriebe für die Heeres- Verwaltung arbeiten und das Kriegsministerium keinen Zweifel darüber gelassen hat, daß es die Emhaltung dieser Bedingungen von jedem Unternehmer verlangen Wirb.— Sache der Arbeiter und Arbeiterinnen ist es, das Geschaffene zu vervollkommnen und die Arbeitsbedingungen für die Zukunft nach eigenem Wunsch zu gc- stalten als Mitglieder des HolzarbeitcrverbandeS. Deutsches Neick. Schaffung eines Lohntarifs für das bayerische Sägegewerbe. Als im vergangenen Herbst durch Vermittlung des Reichsamts des Innern eine Vereinbarung über Teuerungszulagen und Mindestlöhne für den größten Teil des Holzgewerbes mit dem Unter- nehmerverband zustandegekommen war, wurden auch in den übrigen Branchen und Orten von den Holzarbeitern mit tatkräftiger Unter- stützung ihrer Organisation die gleichen Forderungen gestellt und fast überall durchgeführt. Nicht nur in Ostpreußen und Rheinland, in Sachse», Hannover und anderen Gebieten, wo die einzelnen Spezialbrcmchen und Un-ternehmervcrdände ihren Sitz l>aben, kam es zum Abschluß gleicher Vereinbarungen, auch in Bayern fingen die größtenteils unter den elendesten Löhnen� stehenden Säge- wcrksarbeiter an, sich zu rühren, und forderten Tcucriingszulagcii. In einigen Fällen entsprachen auch die Unternehmer diesen Wün- scheu, so insbesondere in Nürnberg, München und einigen anderen größeren Orten, tvobei sie jedoch in Rücksicht auf die drückende Kon- kurrenz der rückständigeren Gebiete eine allgemeine Regelung die- ser Frage dringend befürworteten. An den Holzarbeiterverbiind wurde von den beteiligten Arbeitern das Verlangen gestellt, eine solche allgemeine Regelung alsbald herbeizuführen. Diesem Verlangen kam der Verband bereitwillig nach, und i n Ermangelung einer maß geben den Unternehmer- organisation setzten sich die Vcrbandsvcrtretcr mit. dem bayerischen Kriegsmini st erium in Verbindung, um zunächst eine berufene Vertretung der Unternehmer für die auf zeden Fall nötigen Verhandlungen zusammeuzubringen. In zu- vorkommender Weise ging das Kriegsministerium auf diese An- regung ein, und in seinem Auftrage leitete das bayerische Kriegs- amt, vertreten durch den Herrn Hauptmann Prinz, Sie Verhand- lungen ein. In allen Kriegsamtsstellen(München, Nürnberg, Würzbnrg und Ludwigshafen) wurden Versammlungen der Unter- nehmer abgehalten, um zu den zwischen einigen Vertretern des Kriegsamts aufgestellten Vorschlägen Stellung zu nehmen und die Vertreter für dre endgültige» Verhandlungen zu bestimmen, Familicnunterstützung im Zimmererverband. Verbandsausschuß und Zentralvorstand des genannten Ver- bandeS geben bekannt, daß den Familien der zum Heeresdienst ein- gezogenen Mitglieder wiederum eine Unterstützung— die siebente während der Kriegszeit— aus Berbandsmilteln gezahlt wird. Die Unterstützungssätze richten sich nach den geleisteten Beiträgen, sie be- tragen 8. 9 und 10 M. und gelangen in der Zeit vom 11. bis 23. Juni zur Auszahlung. Bei Hebung der Unterstützung ist eine Bescheinigung über die Reiibsunterstützung vorzulegen oder der Nachweis zu erbringen, daß der Ernährer noch im Heeresdienst steht. Angehörige von zur Arbeit in Privat- oder NeichSbetrieben Abkommandierten oder dahin Be urlaublen erhalten diese Unterstützung nur dann, wenn nachweislich die Reichsunterstützung während dieser Zeit weitergezahlt wird. Hinterbliebene Gefallener oder an den Folgen von Verletzungen Gestorbener, die die Hinterbliebenenrente bereits beziehen, scheiden für diese Unterstützung au»._ verlin und Umgegend. Lohnerhöhungen für Militärarbeit im Schneider- gewerbe. Das KriegsbeUeidungSamt des GardekorpS hat die Arbeitslöhne für einige Stücke, wie nachstehend ersichtlich, erhöht: Stücklohn des Unverkürzter Untl™,Cjrmer' Amtes Arbeitslohn deS Qnleu an den Auftrag- letzten Arbeiters nehmer M. Die GipSLranche war an den allgemeinen Verhandlungen nicht betefligi, weil die Ver- treter deS UnteruehmerverbandeS keine Vollmacht hatien, auch im Namen des Berliner Betonvereins zu verhandeln, der als Unter- nehmerorganisation für die Gipsbranche in Frage kommt. Für diese Branche wurden deshalb gesonderte Verhandlungen geführt, mit dem Ergebnis, daß eine Vereinbarung zustande kam, die sich in ihrem allgemeinen Teil mit den für das gesamte Baugewerbe getroffenen Vereinbarungen deckt und auch dieselben Lohnzulagen iestsetzt. nämlich 27 Pf. ab 12. Mai, weiiere 10 Pf. ab 2. Juni und nochmals 5 Pf. ab 7. Juli. Tie Lohnsätze selbst sind bei den verschiedenen Arbeitergruppen der Gipsbranche ver- schieden. Die Koksasche-Rabitz- und Zementdraht» Putzer hatten bisher(einschließlich der früher bewilligten Zulage) einen Stundenlohn von 1,13 M. Dieser erhöht sich an den genannten drei Terminen auf 1,40 M.. 1,50 M., 1.55 M. Ebenso steigt der jetzt 98 Pf. betragende Stundenlohn der Rabitz- s v a n n e r auf 1,25 M., 1,35 M., 1,40 M. Der Stundenlohn der Putzerträger erböht sich in derselben Weise von 96 Pf. auf 1,23 M., 1,33 M, 1,38 M. Die Hilfsarbeiter hatten bisher 76 Pi., sie bekommen nach den Vereinbarungen 1,03 M.. 1.13 M.. 1,13 M. Der Lohn der Wasserträger steigt von 81 Pf. auf 1,08 M., 1,18 M., 1.23 M. Am Donnerstag nahm die Sektionsveriammlung der in der Gipsbranche beschäftigten Arbeiter zu den Vereinbarungen Stellung und stimmte ihnen nach einer längeren Aussprache zu. Der Zimmerervcrband nahm in seiner Zahlstellenversammlung am Donnerstag den Bericht über die Verhandlungen entgegen. Die Verbandsvertreter, die an den Verhandlungen mit den Unternehmern teilgenommen hatten, empfahlen die Annahme der Vereinbarung und betonten, daß es trotz ihrer Bemühungen und eingehendster Begründung der Forde- rung von 1,70 M. Stundenlohn nicht möglich geweten sei, diese Forderung zur Anerkennung zu bringen. Dem Bericht folgte eine ausgedehnte Debatte, in der alle Redner gegen die Annahme der Vereinbarung sprachen. Sie führten aus, daß die bewilligten Lohn- sätze von 1.25 M. bis 1,40 M. den jetzigen TeuerunaSverbältnissen in keiner Weise entsprechen und als angemesiener Ausgleich nicht angesehen werden können. ES soll deshalb versucht werden, falls eine erneut« Verhandlung mit dem Verband der Baugeschäfle zustande kommen sollte, auf eine Erhöhung der Lohnsätze hinzuwirken. Aus diesen Gründen lehnte die Versammlung die Ver« einbarung ein st immig ab. Der Vorsitzende Witt teilte noch mit, daß dem Beschluß der vorigen Versammlung entsprechend beim KriegSamt der Antrag gestellt wurde, die Zimmerer den Schwerstarbeitern zuzurechnen und ihnen die entsprechenden LebenSmittelzulagen zu bewilligen. Dieser Antrag ist vom Kriegsamt abgelehnt worden mit der Begründung, die aufgestellte Liste der als Schwerstarbeiter anzusehenden Arbeiter- gruppen sei maßgebend und könne nicht zugunsten einzelner Gruppen erweitert werden.— Witt sprach sein lebhafte» Bedauern über die Ablehnung des Antrage» au» und bemerkte, die Arbeitsleistung der Zimmerer sei so schwer, daß sie mit gutem Grund den Schwerst- arbeitern zugezählt werden müßten. Es müsse nun versucht werden, iir Einzelfällen durch Borstellung bei dem Unternehmer die notwendigen LebenSmittelzulagen zu erhalten. für den Einheitsmantel „ die Gefaugenenjacke „ die Gefangeuenhose „ die Khalibluse.. „ die Drilchjacke.. „ die Drilch- u. blaue Arbeitshose.. Diese Lohnerhöhung für alle Stücke, die 10,75 4,04 2,82 4,28 1,80 75 Proz. M. 8,06 3,03 2,16 3 21 1,35 einschl. letzter Zwilchenstelle 25 Proz. M. 2.69 1,01 0,72 1.07 0,45 daß 2.— 1,50 0,50 tritt sofort in Kraft, mit der Maßgabe, die Unternehmer vom 16. Mai 1917 ab liefern, die Arbeiter und Arbeiterinnen auch den höheren Lohn er- halten müssen. Es ist mithin jetzt der höhere Lohn zu zahlen. Die Abänderung der Teilstücklöhne ist bereits erfolgt und wird den einzelnen Unternehmern umgehend zur Kenntnis gebracht. Wegen einer weiteren Lohnerhöhung hat sich der Verband der Schneider noch an das BekleidungSamt des Gardekorps und das Kriegsministerium gewendet._ Die neuen Lohnvereinbarunge« im Baugewerbe. Ueber die Verhandlungen im Baugewerbe und deren endgültigem Ergebnis hatten wir am 29. April ausführlich berichtet. Danach erhöht sich in Groß-Berlin der Stundenlohn der Zimmerer, Maurer und der übrigen Spezialberufe des Baugewerbes, der bisher 98 Pf. betrug, vom 12. Mai ab auf 1.25 M., vom 2. Juni ab auf 1,35 M. und vom 7. Juli ab auf 1,40 M. Kürzlich nahm die Generalversammlung des Bauarbeiterverbandes (Zweigderein Berlin) zu den Vereinbarungen Stellung. In der Versammlung kam die Meinung zum Ausdruck, daß die bewilligten Zulagen den Erwartungen der Arbeiter nicht entsprechen, weil sie leinen genügenden Ausgleich zwischen dem Lohn und den hohen Lebensmittelpreisen bieten. Aber um einer allgemeinen Lohnrege- lung nichts in den Weg zu legen, stimmte die Versamm- lung de« Beretubaruuge» zu. Ausland. Eisenbahnerstreik in Luxemburg. ?lus Luxemburg wird gemeldet, daß ein Streik bei der Prince» Henri-Bahn nach Zubilligung von Tcuerungszu- lagen beigelegt worden ist. Bon der schweizerischen Gewerkschaftsbewegung. Soweit bis jetzt die GewerkschaktSpreSIe Jahresberichte der- öffentlicht, haben die Verbände ausnahmslos im Jahre 1916 einen Mitgliederzuwachs erfahren, so die der Holzarbeiler, Zimmerleute, Textil- und Lederarbeiter, Lithographen, graphischen Hilfsarbeirer, Handels-, Transport- und Lebensmittelarberter. Der Zuwachs an Mitgliedern ist in verschiedenem Maße erfolgt, von nur 23 bis über 2000. Da wahricheinlich auch alle anderen � Verbände auf» neue erstarkt sind, dürste der Schweizerische Gewerkschaftsbnnd seiner Friedensstärke von zirka 90 000 Mitgliedern wieder nahe gekommen sein, worüber später sein Jahresbericht nähere Auskunft geben wird. Der vom Krieg schwer geschädigte Bauarbeiterverband kann seit Neujahr sein Organ, den„Bauarbeiter", wieder herausgebe». Die wiedererstarkten Gewerkschaften haben 1916 und 1917 Lohn- und zum Teil auch Streikbewegungen mit Erfolg durchgeführt und damit Millionen Franken an Lohnerhöhungen und TeuerungS- zulagen, zum Teil auch Arbeitszeitverkürzungen, Einführung des freien SonnabendnachmittagS, Verbesserung der Ferienverhätnisse usw. errungen. Die Koblennot und die durch sie erzwungene En'parniS an Brennmaterial in der Industrie, im Verkehr, in den HauS- Haltungen usw. bat auch in der Schweiz die Frage der englischen Arbeitszeit aktuell gemacht. Die Unternehmerkreise mit ihrer„Arbeitgeber-Zeitung" an der Spitze schwärmten sofort für die englische Arbeitszeit, aber die Ge- werkschastslreise winkten ab und brachten den Achtstundentag damit in Verbindung, für den aber die Herrschaften noch immer nichl be- geistert sind. Der Organisationsgedanke marschiert in der schweize- rischen Arbeiterschaft auch während der Kriegszeil. Parteinachrichten. Tie maßregelnden Spartakussc. Das Braunschweiger ultraradikale Gewerkschcrstskcrrtell will unbedingt die ihm nicht genehmen Aufsichtsratsmitglieder des dortigen Konsumvereins cnis politischen Gründen maßregeln und— zwei Fliegen auf einen Schlag!— gleichzeitig den Stellenhungcr seiner tüchtigsten Rufer im Streit befriedigen. Diesen Wunsch soll eine auf den 14. Mai einberufene Versammlung erfüllen. Für die Leitung eines Konsumvereins, wie er das Ideal eines lernigen Spartakusmanncs ist, sollen also nicht geschäftliche Tüchtigkeit und Ehrlichkeit, sondern der unverfälschte„Radikalismus" allein de- fähigen. Otto Nielmhr gestorben. Der frühere Redakteur der„Freien_Preffc" Otto Niebuhr erst 39 Jahre alt, im Garnisonlazarett Saarbrücken gestorben. hat als Organisator und Redakteur tüchtige Arbeit geleistet. ist. Er Scharfe Richter in England. Genosse Hobhousc ist wegen Dienstverweigerung zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt worden— die schwerste Strafe, die wegen eines solchen Vergehens in England je verhängt wurde, und um so auffälliger, als man dort weit mehr als in anderen Ländern die Freiheit der Persönlichkeit und des Gewissens zu achten pflegte. Das Urteil dürfte nicht frei von dem Wunsch gewesen sein, in dem Angeklagten auch seine Schwester zu tveffen, die nach einer Reise durch das besetzte Belgien feststellte, daß dort von zwei Millionen Häusern nur 15 000 zerstört sind, während die Engländer im Burenkriege 30 000 Bauernhöfe in Asche legten. Aretreliatöle(«rmeindc. Sonntag, den 13. Mai, vormittags 9 Uhr, Pappelallee 15/17, Nculölln. Jdcallasino, Weichselswaße 8, Ober- schöneweide, Klarastr. 2; Freireligiöse Vorlesung. Vormittags 10'/, Uhr, Kleine Franlfurter Straße 6: Vortrag von Heirn Dr. Konrad Schmidt: .Geschichte und Entwicklung". Gäste willkommen. Verantwortl. s. Politik: Dr. Franz Dicderich, Berl.-Frtedeuau: für d. übrige« Teil d. Blattes: Alfred Scholz, Neukölln: sür Inserate: 11). Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckeret u. Verlagsanstalt Paul Singer& Ha Berlin SW. Hierzu 2 Beilage a und Urtterhaltuugsblatt. Nr. 129 34. Jahrgang Beilage des Vorwärts Sonnabend, 12. Mai 1917 Fortsetzung der Ernährungsdebatte im Reichstag. 106. Sizung. Freitag, den 11. Mai 1917, vormittags. 11 Uhr. b. Batocki. Am Bundesratstisch: Dr. Helfferich Zimmermann, Anfragen. zur Ordnung.) Ich warne davor, die Entblößung des Landes so fortzusehen, kommt es doch vor, daß die städtische Bevölkerung aufs trägt die Schuld an den Verhältnissen? Man hat der Preſſe die Land geht und dem Landwirt raubt, was ihm gehört. Wer Freiheit gegeben, den Unmut des Volkes jezt auf die Landwirtschaft zu entladen. Von der Landwirtschaft Abg. Dr. Hedscher( Vp.): Jm englischen Unterbaufe hat ein berlangt man andererseits, sie solle schweigen und schaffen; Mitglied des Kabinetts, Lord Cecil, die Nachricht, die eutsche Regierung ziehe Fett aus Soldatenleichen als nicht unglaubwürdig hingestellt. Was gedenkt der Reichskanzler zu tun, um dieser er bärmlichsten aller englischen Verleumdunnen wirksam entgegenzutreten. Staat ekretär des Auswärtigen Amts Zimmermann: Die fragliche Behauptung ist zuerst in der französischen Preise aufgetreten. Es gibt in Deutschland eine Kadaververwertungsanstalt, bei der es sich selbstverständlich um die Verwertung von toten Tieren handelt. Wir haben die von der uns feindlich gesinnten Presse wider besseres Wissen zur Irreführung der urteilslosen Menge verbreitete Behauptung in der Preffe auf In neutralen Ländern wird, foweit die verleumderische Absicht greifbar zutage liegt, ein strafrechtliches Einschreiten herbeigeführt. Eine Reihe von Zeitungen, auch im feindlichen Ausland, haben die Unrichtigkeit der Behauptung zugegeben. Um so unerhörter ist es, daß fürzlich im englischen Unterhaus der Vertreter der britischen Regierung, Lord Cecil, die Nachricht als immerhin nicht unglaubwürdig hingestellt hat.( Hört, Hört! und Pfuirufe.) Daß Lord Cecil die Behauptung geglaubt hat, scheint vollständig ausgeschlossen. Seine Erklärung bezwedt offenbar, Abscheu und Empörung der gesamten Menschheit gegen uns anzufachen. Vielleicht spielte dabei auch die politische Berecnung mit, namentlich die Völker des Drients, insonderheit Indien durch Verlegung ihrer religiösen Empfindungen gegen Deutschland aufzubezen. Das Verhalten des englischen Regierungsbertreters, der vor ruhig überlegter Lüge selbst.( Lebbafter Beifall.) und vor bewußter Ehrabſchneiderei nicht zurückschreckt, richtet sich von Abg. Frhr. v. Richthofen( natl.) fragt, ob es zutreffend ist, daß die englischen Behörden in den besetzten Teilen Ostafrikas die Annahme der deutschen Silberrupie verweigern. Ein Regierungsvertreter erklärt, daß derartige Meldungen bisher nicht vorliegen. Abg. Malkewitz( f.) fragt, was der Reichskanzler zu tun gedenkt, um in Zukunft eine bessere Belieferung der deutschen Zeitungen mit Papier das ist schlimmer als Sklaverei. Parlamentarisches. Der Verfassungsausschuß vertagt. In der Sitzung am Freitag machte der Vorfißende Abgeordneter Scheidemann den Vorschlag, mit der Beratung einer neuen Materie nicht mehr zu beginnen, weil mit Rücksicht auf die bereits um 10 Uhr beginnenden Verhandlungen des Plenums ein Daß die Landwirte Getreide in großen Mengen verfüttert hätten, Abschluß der Beratungen nicht mehr möglich erscheint. Es empfehle ist nicht erwiesen, aber die vierte Brotfartenfabrik ist jetzt sich vielmehr, zunächst den Bericht über die bisher gefaßten Be festgestellt.( Sehr wahr! rechts.) Für die Arbeiter hat man im schlüsse des Ausschusses festzustellen und abzuwarten, Hilfsdienstgesetz geradezu eine Prämie ausgesetzt, um die Prowie sich die Regierung dazu äußert. duktion zu steigern, durch die Bestimmung, daß sie ihre Stellung Davon fönne man es dann abhängig machen, ob eine zweite aufgeben können, wenn sie eine mit besserem Lohn finden. Denesung stattfinden solle. Landwirten aber hat man die Preise festgelegt.( Sehr wahr! rechts. Buruf links: Aber sehr hoch!) Wenn man dem Landwirt allzu ſehr Frage des Wahlrechts in Preußen fennen zu lernen, Abg. Kreth hätte gewünscht, die Stellung der Parteien zur zusetzt und mit allem bricht, woran der Mann seit Jahrzehnten ge- während Abg. Gröber den Vorschlag des Borfizenden empfahl, wöhnt ist, so bricht er zusammen und wird zur passiven Resistenz mit dem Hinzufügen, daß der Ausschuß zwei Tage vor dem gezwungen. Deshalb sollte man sich die Psyche des Bauern besser wiederzusammentritt des Reichstags seine Arbeiten wieder aufansehen und ihm mehr Bewegungsfreiheit lassen.( Bravo! rechts.) nehmen solle. Die Herabsetzung der Wiehpreise wird sich rächen in dem Mangel an ett. Wir wünschen, daß alles geschieht, um es der Landwirtschaft sei, zu den Beschlüssen einer Kommission Stellung Ministerialdirektor Rewald erklärt, daß es nicht üblich zu ermöglichen, freudig und willig ihre Pflicht zu tun.( Bravo! zu nehmen. rechts.) Das geschehe erst, wenn ein Beschluß des Reichstages vorliege. Hier handle es sich um so einschneidende und nach den verschiedenen Seiten hin geprüft werden müßten, baß er schwerwiegende Fragen, die seitens der verbündeten Regierungeir nicht in Aussichi stellen könne, daß die Regierung be. reits in naher Zeit ihre Stellungnahme fundgeben fönne. Anders läge vielleicht der Fall, soweit es sich um die Frage einer handelt. Hier lägen auch keine Initiativgesezentwürfe, sondern nur zweckmäßigen Teilung der Riesenwahlkreise eine Resolution vor auf einem Gebiete, auf dem die Reichsleitung bereits selbst Vorarbeiten begonnen habe. Abg. Rupp( D. Fr.) äußert sich in gleichem Sinne und protestiert insbesondere gegen die Wirtschaft der Kriegsgesellschaften und gegen das Mieten von teuren Hotels durch diese. Ministerialdirektor Müller verteidigt die Kriegsgesellschaften. Abg. Wurm( Unabh. Soz.): an unserer Ernährungsfrisis nicht schuld ist. Aber aftenmäßig läßt Die Vorredner haben beweisen wollen, daß die Landwirtschaft sich zeigen, daß bei allen Maßnahmen im Zidzadkurs unserer Ernährungspolitik maßgebend waren agrarische Interessen. Der Grundfehler war, Abg. Dr. David: Nach diesen Erklärungen ist es nicht daß man nur die Verteilung regeln wollte, nicht die Pro mehr nötig, die Frage einer zweiten Lesung zu erörtern. Am duktion. Aber ohne Regelung der Produktion ist die der Ver- besten ist es, den Bericht über die erledigten Abschnitte möglichst Verhältnisse sagt, dem Bauern ist unser Begriff des Vaterlandes breitet werden können. Diese Vorschläge könnten auf eine große teilung unmöglich. Ein hervorragender Kenner der ländlichen rasch fertigzustellen, damit dem Plenum positive Vorschläge unter fremd, sein Vaterland ist seine Aderscholle, er ist im Grunde Mehrheit im Reichstage rechnen. Liege vorher eine Gr baterlandslos.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) flärung der Regierung vor, dann könne man noch immer prüfen, Herr Lederer hat gestern direkt mit dem Streik der Bauern gedroht, ob eine zweite Lesung erforderlich sei. wenn man Leistungen von ihnen im Allgemeininteresse verlangt. Der Ausschuß stimmte schließlich einstimmig dem Vorschlag Dabei hat die öffentliche Bewirtschaftung immer erst begonnen, des Vorsitzenden zu, die Verhandlungen des Ausschusses zu ver wenn es gar nicht anders ging, d. h. wenn nichts mehr zu bewirt- tagen. Beim Wiederzusammentritt werden sofort die Wahlrechtsschaften da war Die Kriegsgesellschaften haben die Waren nicht fragen der Einzelstaaten beraten, vom Markte vertrieben, sie sind vielmehr immer erst gegründet worden, wenn keine Waren mehr am Markte waren. in die Wege zu leiten. Herrn v. Batocki hat man als Lebensmitetldiktator begrüßt; ach Direktor im Reichsomt des Innern Müller: Der Mangel an nein, das ist er nicht, Diktator ist vielmehr das kapitalistische ProfitZeitungspapier ist auf Schwierigteiten in der Sohlen- interesse. Wirksame Hilfe konnte nur der von uns verlangte Anversorgung zurückzuführen. Die Reichsleitung wird sich im bauzwang und die Organisation der Produktion brinEinbernehmen mit der Heeresverwaltung wie bisher auch weiter gen. Aber das erklärt man für undurchführbar; das heißt doch bemühen, diese Schwierigkeiten zu beseitigen. Im Hinblick auf die nichts anderes, als daß die Selbstsucht der Landwirte größer Gesamtlage darf aber erwartet werden, daß die großen Berist als ihr Gemeininteresse.( Sehr wahr! b. d. Unabh. Soz.) liner Zeitungen ihren Verbrauch im allgemeinen Intereſſe Auch in der Nichtherabsehung ber Brothöchstpreise Abg. Kunert( Soz. Arbg.) fragt an wegen Einstellung belgiicher und Iuremburgischer Staatsange höriger ins deutsche Heer. Oberst Marquardt: Bezüglich der in der Anfrage genannten Personen wird eine Nachprüfung erfolgen; etwa zu Unrecht ins Heer eingestellte Personen werden ungesäumt entlassen werden. Die Ernährungsfragen. Bayrischer Ministerialdirektor Dr. Huber: Bezüglich der bayrischen Malzschiebungen hat der Abg. Schmidt es gestern so hingestellt, als ob die Schuldigen sich von der Strafe Losgetauft hätten. Das trifft nicht zu. Sie haben zwar für gemeinnüßige Zwecke größere Summen zur Verfügung gestellt, find aber nicht im Zweifel gelassen worden, daß selbst die Heraus gabe ihres gesamten Geldgewinnes sie nicht vor einer strafrechtlichen Berfolgung beichüßen fönne. Abg. Hoff( Vp.): Unsere Viehhaltung ist unwirtschaftlich gesteigert worden, dadurch unsere Voltsernährung erschüttert.( Sehr richtig! links.) Schuld an den Fehlern ist die im Frühjahr dieses Jahres ist die Regierung einem agratischen Gebot gefolgt. An dem Brotkartenschwindel sind nicht die Gemeinden schuld. Die Schuld trifft die Kriminalpolizei. Die Gemeinden haben nichts weiter als die Verteilung der Nahrungsmittel unter sich, darauf, was sie zur Verteilung bekommen, sind fie ganz einflußlos.( Zuruf bei den Sozialdemokraten: Leider!) Jezt, wo die Not so weit ist, daß den Herren vor den Folgen graut, kommt man endlich zu dem radikalen Eingriff bei den Landwirten, den wir längst gefordert haben. Die Landwirtschaft will streiken, Haushaltsausschuß des Reichstags. Am Freitag wurde die Gefangenenbehandlung besprochen. Der Berichterstatter Prinz Schönaich- Carolath führte eine Reihe Fälle an, aus denen hervorgeht, daß unsere Gefangenen im Auslande nur zu oft sehr schlecht behandelt werden. Auch im Inlande wären naturgemäß hier und da Mißstände nicht ausgeschlossen; aber im allgemeinen müsse zugestanden werden, daß bei uns die Gefangenen durchaus angemessen behandelt werden. Ministerialdirektor Dr. Kriege vom Auswärtigen Amt weist auf die Vereinbarungen hin, die mit den feindlichen Staaten geschlossen sind, um das Los der Gefangenen zu erleichtern. Von Anfang an habe das Auswärtige Amt mit allem Nachdruck dahin gewirkt, die traurige Lage der Gefangenen möglichst zu verbessern. Wenn alle Vorstellungen und Verhandlungen nicht zu dem gewünschten Ziele führen, bleibe nichts anderes übrig, als zu Vergeltungsmaßregeln zu greifen. an sich immer bedenklich, weil sie sich ja gegen Unschuldige richten; aber es gibt eben Fälle, in denen fein anderer Ausweg bleibt. Die Vergeltungsmaßnahmen haben in einer Reihe von Fällen Erfolg gehabt. Diese seien wenn sie nicht die Preise bekommt, die sie verlangt. Der Kartoffelpreis soll auf 8 M. erhöht werden, dann werden keine Startoffeln mehr verfüttert werden, meinte Herr v. Kardorff im AbGeneral Friedrich: Die Behandlung der Gefangenen, insgeordnetenhause. Also nur wenn ihnen die gewünschten Preise ge- besondere in Rußland und Frankreich, bildet eins der traurig zahlt werden, find die Herren gütigst bereit, die Verordnungen der sten Kapitel dieſes Krieges. Auch das Kriegsministerium hätte Regierung einzuhalten. Das Schwein hat in diesem Winter von der ersten Stunde an alles getan, um die Lage unserer GeKartoffeln und der Mensch das Schweinefutter, die fangenen im Ausland möglichst zu erleichtern; die Maßnahmen des Kohlrübe, erhalten. Das war der Wille der Agrarier! Auch Kriegsministeriums haben auch in einigen Fällen Erfolg gehabt. bei dem Zuckerrübenanbau haben die Landwirte ausdrücklich er- Schmidt- Meißen( Soz.): Die ungehörige Behandlung unserer flärt, streiten zu wollen, wenn die Preise nicht erhöht werden. Da Gefangenen im Auslande sei aufs schärfte an berurteilen. hat kein General von Hundsföttern gesprochen, sondern der preu- Die Nachrichten, die hierüber in der Presse erscheinen, scheinen allerBische Landwirtschaftsminister hat die Erhöhung der Zuckerrüben- dings mituuter übertrieben zu sein. Er rate dringend, Ueberschätzung der Wirkungen der Schutzzollpolitit; preise zugesagt, und der Bundesrat ist dem agrarischen Gebot ge- bei den Vergeltungsmaßnahmen große Vorsicht walten zu folgt.( Präsident Dr. Kaempf ruft den Redner zur Ordnung, lassen und sich immer bewußt zu sein, daß in solchen man hat nicht zugeben wollen, wie abhängig wir vom Aus der Bundesrat handle nur aus eigener Ueberzeugung.) Also der Fällen Unschuldige leiden müssen. Aber wir müßten auch land waren. Aber trop aller Mängel fann Deutschland nicht aus- Bundesrat hat sich die Ansicht der Agrarier zu eigen gemacht und sorgfältig darauf achten, daß bei uns feine ungehörige gehungert werden, wenn eine richtige Verteilung der Nahrung zwischen aus eigener Ueberzeugung so beschlossen.( Heiterkeit.) Behandlung der Gefangenen vorkomme. Redner verlangt Auskunft Mensch und Tier erfolgt. Durch eine falsche Preispolitik wurden Auch bei dem neuen Wirtschaftsplan ist man wieder den Wünüber einige Fälle und fordert, daß das Kriegsministerium derartige die unheilvollen Wirkungen der Fehler noch gesteigert. Man sette schen der Agrarier nachgekommen. Was für ein Unfug wird Mißgriffe in Zukunft unmöglich macht. Ganz verfehlt seien die mäßige Höchstpreise für Brotgetreide fest, ließ aber die Viehpreise mit der sogenannten Hindenburgspende getrieben! Sie wird ja be lagen darüber, daß die Gefangenen bei uns zu gut behan ungemessen steigen, so daß das Getreide durch Verfütterung besser zahlt und trotzdem klagt die sächsische Fettstelle, daß die ver- delt werden. Ein Vertreter des sächsischen berwertet wurde.( Sehr richtig! lints.) Versagt hat langten Mengen nicht eingehen, in Reuß hat das Ministerium mit Striegsministeriums versichert, es feien Vorkehrungen nicht der einzelne Landwirt, wohl aber die Zwangsmaßnahmen drohen müssen und ähnlich ist das anderwärts. getroffen, daß ein Fall wie der gerügte unter feinen UmFührung der Landwirtschaft, die in den Händen( hört! hört! bei den Unabh. Soz.) Auch die Milch not rührt ständen mehr vorkommen könne. General Friedrich bedauert, der Junker und Großagrarier liegt. Auch die Nicht- teilweise von der Verfütterung der Milch her, teilweise von der daß einzelne Mißgriffe vorgekommen sind und erklärt, daß ihnen heranziehung des Wildes in angemessener Weise zur Volks- Verbutterung für den Schleichhandel.( Sehr wahr! bei den Unabh. das Kriegsministerium stets entgegentreten werde. Ein Bertreter ernährung ist ein deutliches Zeichen der Junterherr Soz.) Darunter müssen Kranke und Kinder leiden, die keine des Reichs- Marineamts teilt mit, daß die Verhältnisse unserer Geschaft bei uns.( Sehr richtig! links.) Alle Bemühungen des Milch erhalten können. Dagegen sind die Gemeinden machtlos. fangenen im Ausland im allgemeinen besser geworden Reichstags und des Kriegsernährungsamts haben nicht vermocht, Sie reden immer von hohen Löhnen. Der Textilarbeiterverband seien. b. Boehne( f.): Jm Kriegsanfang hätten wir zu viel Enteinen genügenden Abschuß des Wildes zu erreichen, hat festgestellt, daß die Löhne der Textilarbeiter so gegenkommen gegen Angehörige des Auslandes gezeigt. Mit den Ver um die Saaten zu schützen und die Fleischmengen zu vermehren. niedrig sind, daß die Arbeiter in Lohnbewegungen eintreten müssen. geltungsmaßnahmen solle die Reichsleitung nicht zu lange warten. Wir werden den Wirtschaftsfrieg verlieren, wenn wir der Ueber Ebenso steht es in der Tabakindustrie und den anderen Die Gefangenen bei uns würden vielfach verwöhnt. - Abg. zahl der Tiere nicht ein Ende machen, wir werden Industrien. Die Fabriken freilich erzielen hohe Kriegsgewinne, Werner Gießen beschwert sich ebenfalls darüber, daß die Ge ihn unbedingt gewinnen, wenn wir den Viehbestand angemessen aber das Volk hungert. Die Rationen sind erheblich geringer als fangenen bei uns zu sehr verhätschelt werden. Auf An vermindern.( Beifall bei der Volkspartei.) man im Frieden den Strafgefangenen gewährt hat. Jetzt müssen frage des Abg. Erzberger( 3.) erklärt General Friedrich, auch diese, auch die politischen Gefangenen müssen jetzt hungern, daß nicht die Absicht besteht, die in Deutschland befindlichen Ameri Liebknecht hungert.( Pfui! bei den Unabh. Soz.) Die faner zu internieren. Abg. Cohn- Nordhausen( Unabh. Soz.) Schuld trägt das System, gegen das Sie nicht vorgehen können, bringt ebenfalls mehrere Beschwerden vor. General Friedrich weil es das Ihres Staates ist. Sie wollen eben gegen Ihre Klassen- sagt zu, die einzelnen Fälle zu untersuchen. genossen nicht vorgehen und hoffen zugleich den Sozialismus zu Nächste Sitzung Montag. diskreditieren. Aber diese Verquidung von Profitinteresse und bureaukratischer Verwaltung, die man Kriegssozialismus nennt, ist nur eine Organisation des Verbrauches. Eine Organisation der Der 16. Reichstagsausschuß für Bevölkerungspolitik begann in Produktion, die der Sozialismus erstrebt, und die Sozialismus ist, lehnen Sie ab, von der wollen Sie nichts wissen. Abg. Heck( natl.): Die vielfachen Angriffe auf die Landbevölkerung sind zu be dauern; mehr als je ist uns im Kriege Einigkeit not. Die Herren Schmidt und hoff haben sich ja bemüht sachlich zu fein, aber ihre Schlußfolgerungen fann ich nicht teilen. Durch allerlei gute Ratschläge wird die Produktion nicht gefördert werden, der gesunde Sinn unserer Bauern trifft schon das Richtige. Bei dem Mangel an Arbeitskräften ist es mir unverständlich, daß man gefangene französische Unteroffiziere von dem Zwang zur Arbeit entbindet. Auch sollte man die griechischen Soldaten, die sich nach Tätigkeit sehnen, auf dem Lande beschäftigen. Die Dienstmädchen in der Stadt sollten in größerer Zahl aufs Land zurückkehren. Der in den städtischen Abfällen vorhandene Stickstoff könnte ebenfalls durch gute Draanisation dem Lande als Düngemittel nutzbar gemacht werden. Die Landwirte werden ihr Bestes hingeben, damit wir, wenn auch mit knappen Vorräten, durchhalten und schließlich zu dem Frieden kommen, den wir haben müssen.( Bravo! bei den Nationalliberalen.) Die Ursache der Not ist der Krieg. Wenn keine Munition mehr erzeugt würde, so würden Sie sofort große Mengen von Fett und Bucker haben. Und da wollen Sie noch sagen, der Friede schaffe fein Brot. Es geht durchs Land der Schrei der Not, der Schrei nach Brot. Sorgen Sie dafür, daß nicht noch schlim= mere 3ustände eintreten!( Lebhafter Beifall bei den Unabh. Soz.) Abg. Pospiech( Pole) erörtert die Ernährungsschwierigkeiten im oberschlesischen Industriegebiet und wendet sich gegen ein zu scharfes Vorgehen gegen die Bauern. Abg. Roefice( t.): Mit den Landwirten springt man heute in einer Weise um, wie man es den Arbei. Sierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Sonnabend tern gegenüber niemals wagen würde.( Abg. 11 Uhr.( Vorher Umsatzstempel- und Postscheckgesetz.) Fegter[ Bp.]: Hesrede!- Präsident Kaempf ruft den Abg. Fegter! Schluß 7 Uhr. Das Elend des unehelichen Kindes. seiner Donnerstagssißung die nunmehr fertiggestellten Anträge feines Unterausschusses zur Besserung der Lage unehelicher Kinder zu beraten. Der Referent, Abg. Dr. Quard, begründete die folgenden Anträge, auf die sich alle Parteien geeinigt haben: I. eine Novelle zum B.G.B. vorzulegen, die 1. die Einrede des Mehrverkehrs(§ 1717) be seitigt; 2. die Empfängnisfrist des§ 1717 im Sinne des§ 1592 Abs. 2 festieẞt; 3. die Höhe der Unterhaltspflicht nach dem Stande des Vaters bestimmt( oder bei Bemessung der Höhe der Unterhaltspflicht den Stand des Vaters berücfiimtigt); 4. die Bedingungen für Adoption und Führung des Vaters namens erleichtert; II. dahin wirken zu wollen, daß 1. für die Beitreibung der Unterhaltsbeiträge ein bereinfachtes und schnelles, dem Verwaltungszwangs= verfahren zur Beitreibung öffentlicher Abgaben ähnliches Verfahren eingeführt, und 2. eine wirksame Bestrafung der Väter ermöglicht wird, die sich mit Erfolg der Unterhaltspflicht entziehen. Stunde schmählich verscherzt. Politik der deutschradikalen Mundhelden die große Gunst der Warum das wohl so sein muß, wenn die große Masse der Bevölke rung Opfer zu bringen hat? Nachfolgende Zusammenstellung zeigt die Verschiebung der Dividendenhöhe gegenüber der verarbeiteten Rübenmenge in den beiden leßten Geschäftsjahren. Buderfabrik in sonders bei den bis auf die Knochen blamierten DeutschDarüber nun große Aufregung im Nationalverband, beradikalen. Die beiden deutschen Vertrauensmänner im Kabinett gaben ihre Entlassung. Aber schließlich sahen III. Novellen zu den Militärversorgungsgesetzen zu veran- auch die Nationalverbändler ein, daß in dieser Tassen, durch welche die Rentenzahlung an uneheliche Stunde Schmollen unfruchtbar ist; der Sturm im Mütter und Kinder, nach dem Vorgang der B.R.V. bom Wasserglas legte sich, die beiden Minister blieben. Aber 4. August 1914 zum Unterstützungsgefeß von 1888( für die Fa- wenn es den Deutsch- Radikalen gelingen sollte, der Regierung Rubike( Prov. Bosen milien der Kriegsteilnehmer), geregelt wird. und dem Parlament Snüppel in den Weg zu werfen, so tun Camburg( S.-M.) sie es mit Wonne. Als stärkste Partei hat der National Culmiee( Prov. Westpr.) verband das Recht, dem Abgeordnetenhaus einen Präsidenten Amjee( Prov. Posen) zu präsentieren, und er hat sich dazu Dr. Gustav Groß Lobau( Sachsen). auserforen, der allen anderen Parteien als Mitschuldiger am Körbisdorf( Prov. Sachsen) geplanten Verfassungsbruch und an der Ausschaltung des Opaleniza( Prov. Posen) Reichsrats je des Vertrauens unwürdig scheint. Kruschwitz( Prov. Posen). So sind die innerpolitischen Verhältnisse Desterreichs von Nauen( Prov. Brandenburg) Köln( Rhein. Aft.- Verein) Klärung noch weit entfernt! Neu- Dffstein( Pfalz) Glauzig( Anhalt) Stuttgart IV. Die Verbündeten Regierungen zu ersuchen, eine baldige Verständigung darüber herbeizuführen, daß zur Ergänzung der Gemeindetätigkeit eine Fürsorge der größeren Gemeindeverbände eintritt, die Generalvormundschaft unter Ausbau des Vorschußverfahrens für Alimente und der ehrenamt lichen Einzelvormundschaft organisiert wird, sowie Reichszuschüsse zu den Kosten der Erziehung in Aussicht genommen werden. Nach längerer Diskussion wurden die Anträge zur nochmaligen Durchficht und Ergänzung an den Unterausschuß zurückver wiesen. Die nächste Sigung des Ausschusses findet am 14. Mai statt. Lohnfragen und Preise im Kaligesets. Die Kommission zur Beratung der Kalinovelle hat am 10. Mai ihre Arbeiten erledigt. Die Preisfrage ist nach einem Antrage Bärwinkel entschieden worden, der für die Zeit vom 1. Juli 1917 bis 31. Dezember 1918 für alle Sorten Düngesalze und für Chlorkalium und schwefelsaures Kalimagnesia, eine Er höhung von 5 Pf. für 1 Stiloprozent im Doppelzentner vorsieht. Industrie und Handel. Herzogliche Kohlensteuer. der reichs unmittelbaren Fürsten, von dem auf ihrem Grund und Das Bergregal, ein aus den früheren Zeiten stammendes Recht Boden betriebenen Bergbau Abgaben zu erheben, hat dem Herzog von Arenberg in den letzten Jahren große Summen eingebracht. Auf Antrag der Sozialdemokraten wird nunmehr der Durch waltige Summe von 26,53 Millionen Mark eingebracht. Im Jahre Bis Ende 1916 hat das Bergregal dem Herzog insgesamt die geschnittslohn vom 1. Oftober bis 31. Dezember 1916 die Berechnungs- 1866 betrug die Summe der Abgaben 379 M., im Jahre 1916 ergrundlage bilden. Zu diesem Durchschnittslohn sind alle Teuereichte sie den Betrag von 2 085 000 M. Der Westfälische Bergfiskus rungszulagen und sonstigen Zulagen zuzurechnen. Ueber liegt mit fast seinem ganzen Felderbesit in dem Arenbergschen die so ermittelte Summe hinaus ist dann zu gewähren: für erwachsene Realgebiet und hatte in dem einen Jahre 1916 dem Herzog bereits männliche Arbeiter 1 M., für erwachsene weibliche Arbeiter 75 Pf., über 365 000 M. an Bergwerksabgabe zu zahlen. Nach völliger Infür jugendliche männliche und weibliche Arbeiter 50 Bf. für angriffnahme seines westfälischen Bergwerksbesizes wird der Bergjede Schicht. Ein sozialdemokratischer Antrag zu§ 20 wollte im fistus an den Herzog von Arenberg ein Mehrfaches der bisherigen Gesez festlegen, daß diese Zulagen vom 1. Juli 1917 zu Beiträge zu entrichten haben. Da der Ruhrbergbau bei seinem gewähren und in die Lohnausweise den Arbeitern besonders auf Fortschreiten nach Norden sich vor allem in der Grafschaft Reckzurechnen feien. Der Antrag wurde unter der Begründung a blinghausen ausbreitet, ist die Zahl der der Bergwerksabgabe an den gelehnt, daß die Gewährung vom 1. Juli selbstverständ- Herzog von Arenberg unterworfenen Zechen in ständiger Zunahme lich aus der Fassung des Gefeßes sich ergebe. Die Kommission begriffen. 1900 zählte man ihrer 13, 1910 dagegen 20 und 1916 gab alsdann einem sozialdemokratischen Antrag die Zustimmung, gar 26. der Beschwerden der Arbeiter über gesegwidrige Lohnzahlungen den Arbeiterausschüssen überweist. Die Werksleitungen haben, Bergbautreibenden keine Regalabgaben mehr erhebt, haben die NachWährend der Staat auf seinem Grund und Boden von den wenn erforderlich, durch Vorlagen der Lohnnachweisungen den kommen der Reichsunmittelbaren auf dieses Recht" nicht verAusschüssen den friedlichen Ausgleich von Streitigkeiten zu erzichtet. Der Staat muß also an diese seine Regalabgaben zahlen, Teichtern. ein Widersinn, der eigentlich schon längst abgeschafft sein müßte, aber deshalb nicht abgeschafft werden konnte, weil die Mehrheit des Abgeordnetenhauses nicht dafür zu haben ist. Nicht mehr Arbeitsgemeinschaft" sondern„ Unabhängige". Die Fraktion der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft hat dem Reichstagsbureau mitgeteilt, daß sie sich fortan als Fraktion der unabhängigen Sozialdemokraten" bezeichnet. Aus der Zuckerindustrie. Das fortgesette Drängen und Drohen des Vereins der deutschen Buderindustrie auf Erhöhung der Preise für Zucker und Rüben dem auch stattgegeben wurde fommt in Wirkungen in den letzten Geschäftsberichten der AftiengesellDeutsch- österreichische Irrungen.aften bereits teilweiſe zum Ausbrud. Teilweiſe inſofern, als viele Zuckerfabrikanten und Aktionäre zugleich Rübenbauern sind, die zirka 45 Prozent der verarbeiteten Rüben selbst produzieren. Ihnen kommt also als Rübenlieferanten schon ein ansehn licher Gewinn zu und abermals als Zuckerproduzenten. In seiner letzten Eingabe an die Regierung sagt der Verein der deutschen 3uderindustriellen: Vor der Einberufung des Reichsrats. Die bürgerlichen Parteien Deutsch- Desterreichs haben in den großen Weltereignissen just keine erhebende Rolle gespielt. Ihr erster schwerer Fehler war, den Weltkrieg als Krieg des Deutschtums gegen das Slawentum auszurufen, dadurch die" Die Anbaufreudigkeit der Rübenbauern, die durch die geringe Slawen zu verlegen und ihnen gleichzeitig eine nachträgliche Rübenernte 1916, die teilweise hohen Verluste bei der Mast, den Entschuldigung für Verfehlungen gegen den Staat zu liefern. Mangel an Arbeitskräften und Dünger sowie durch den AnbauIhr zweiter Fehler war, die Regierung zu einer Straf- zwang stark herabgedrückt ist, kann noch in letter Stunde durch politit gegen die Slawen aufzuputschen, wobei Waßnahmen der Staatsregierung gehoben werden, die den berech tigten Wünschen der deutschen Zuckerrübenbauer Rechnung tragen. fie zwar die Staatsnotwendigkeiten im Munde führten, Der gesetzlich festgelegte Mindestpreis von 2 M. bietet keinen Anreiz in Wahrheit aber nicht staatliche, sondern sehr enge zum Anbau einer Pflanze, deren Kultur mit den denkbar größten parteiische und nationale Ziele verfolgten. Das Mittel zu ihrer Mühen und bei der Unsicherheit des Arbeitsmarktes mit einem ganz Erreichung sollte der berüchtigte Paragraph 14 sein, den die erheblich gesteigerten Rijiko verknüpft ist. Eine Minderung des AnRegierung zur Einführung der deutschen Amtssprache, der baues würde aber die hohe Kultur unserer Rübenböden auf Jahre Kreiseinteilung in Böhmen und der Sonderstellung Galiziens hinaus herabdrücken, die Versorgung unserer Bevölkerung mit anwenden sollte. Nebenzweck war die Abspeisung der Ar- Mundzucker wesentlich ungünstiger stellen, und vor allem einen sehr nachteiligen Einfluß auf die Belieferung der Städte mit Milch, beiterschaft mit einem elenden Kurienwahlrecht für den Land- Fleisch und Fett ausüben.... Angesichts der drohenden Gefahr tag und die neu zu schaffenden Kreisvertretungen. einer starten Einschränkung des Zuckerrübenbaues hält es der Bund deutscher Zuckerrübenbauer für seine Pflicht, eine den Konsum kaum fühlbar belastende Erhöhung des Rüben- und Zuderpreises und eine bessere Versorgung der rübenbauenden Landwirtschaft mit Stickstoff und Phosphorsäure nachdrücklichst zu fordern. Bei schneller ErRübenbau, soweit es betriebstechnisch möglich ist, zum mindesten aufrecht zu erhalten. Die Voraussetzungen hierfür sind: " Salzwedel( Prov. Sachsen) Wevelinghoven( Rheinproving). Zduny( Prov. Posen) Bennigsen( Prov. Hannover) kosten( Prov. Posen) Barth( Prov. Pommern) Wendessen( Braunschweig) Groß- Gerau( Hessen) Alt- Jauer( Prov. Schlesien). Prosigk( Anhalt). Friedland( Mecklenburg) Thiede( Braunschweig) Neutverk( Prov. Hannover) Demmin( Prov. Pommern) Anklam, Bommeriche Zuckerfabrit Rübenverarbeitung Dividende Zentner in Proz. 1914 1915 / 15/ 16 02530 15 12 12 1914/15 1915/16 1 276 260 771700 4 420 040 2023 960 628 548 862 000 539 580 121, 10 488 880 15 12 1826 440 981 821 371 702 466 000 20 29 6 6 3 502 632 2 101 210 1 766 560 1 011 370 15 15 15 15 5 946 597 3 236 799 15 15 1 132 000 644 000 16 16 2 194 590 731 830 18 18 1 282 694 1 059 448 1861 062 623 010 20 20 25 25 2 380 000 1 480 700 6 1 036 000 450 000 8 10 1 330 693 851 959 5 1 712 000 1 420 240 7 10 450 670 296 450 2 064 970 544 200 1 081 530 ? 1 416 841 810 940 258 750 1 134 800 1 353 300 80808 12 15 1 368 920 221 251/2 367600 824 360 ? 875 597 533 050 217 000 697 000 882 400 6 91a 71 11 2 15 20 171221/2 20 25 4 10 9 15 15 25 3613 100 1 977 260 18 29 Das sind geradezu glänzende Ergebnisse. Sie erklären auch die von verschiedenen Aktiengesellschaften vorgenommenen unber hältnismäßig hohen Abschreibungen. Eine ganze Anzahl Firmen geben ihre Gewinne überhaupt nicht an, bemerken nur, daß der ganze Gewinn als Rübengeld ausbezahlt wird. In diesem Falle bringen die teuersten Rüben den Zuckerfabrikanten die höchsten Gea winne. Aus dem englischen Bergbau. Bergbaues in England. Die Zahlen für 1916 weisen eine ZuEine neue Statistik zeigt eine bemerkenswerte Erweiterung des nahme von über einviertel Millionen Tonnen Roheisenproduktion und eine Zunahme von fast dreiviertel Millionen Tonnen Stahl auf. Zum erstenmal in der Geschichte der britischen Eisenindustrie übersteigt die Stahlproduktion die Roheisen= erzeugung. Die erstere beträgt 9 244 457 Tonnen, die letztere 9 047 983 Tonnen. Die Stahlerzeugung war die höchste bisher erreichte. Gerichtszeitung. 100 M. Gehalt 100 M. Vertragsstrafe bei Nichtantritt. Bei der Berliner Pelzwarenfirma C. A. Herpich Söhne bewarb sich eine Buchhalterin Johanna J. um einen Kontorposten und forderte dabei ein Gehalt von 130 M., was der Firma zu hoch war. Die Angestellte ging in der mündlichen Besprechung erst auf 115 M. und schlieblich auf 100 M. Herunter. Mit diesem Monatsgehalt wurde sie auch engagiert, gleichzeitig wurde aber auch eine Vertragsstrafe von 100 m. für den Fall des Nichtantritts vereinbart. Kurz vor dem Antrittstermin bot sich der Buchhalterin eine besser bezahlte Stellung. Sie bat um Entbindung vom Vertrage oder wenigstens um 15 M. Zulage. Beides wurde abgelehnt. Da die Angestellte nicht antrat, so flagte die Firma dic 100 M. Vertragsstrafe vor der 2. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts ein. Eine Ersatzkraft hätten sie zwar, so führte der Vertreter der Firma aus, nicht eingestellt, aber die ganze Arbeit fei liegen geblieben. Außerdem hätten sie Insertionskosten gehabt. Das Kauf mannsgericht entschied, daß eine Strafe von 100 m. bei dem niedrigen Monatsgehalt von 100 m unangemessen sei, und es ermäßigte die Strafe auf 20 M. Außer den Ausgaben für Inferate sei der Firma nach Auffassung des Gerichts kein Schaden entstanden. warenfabrikant Cohn hatte eine Stickerin eingestellt, die er vor 70 Pf. Stundenlohn für eine tüchtige Arbeitskraft. Der PutzSo verließen sich die Deutsch- Bürgerlichen frohen Glaubens auf die Regierung des Grafen Stuergth, der grundsätzlich alles allen versprach, um Ruhe zu haben, und schalteten gleichzeitig die deutsch- österreichische Sozial- füllung nachstehender Mindestforderungen dürfte es gelingen, den dem Gewerbegericht als eine tüchtige Kraft bezeichnete, mit Die Deutsch- Radikalen ließen sich auch dadurch nicht irre machen, daß Graf Stuergkh dem wegen Hochverrat verurteilten Tschechenführer Kramarsch als Entlastungszeuge beisprang. Jetzt hat sogar der Nationalverbändler Dr. Dingelhofer verraten, daß der Graf den Tschechen just das Gegenteil dessen versprochen hatte, was er den Deutsch- Radikalen zugesichert hatte. 1. Der Mindestpreis für Rüben ist auf 2,50 M. zu erhöhen. 2. Bei der Festsetzung des Zuckerpreises sind die tatsächlichen Verarbeitungskosten von 1 M. für den Zentner Rüben zugrunde zu legen. 3. Auf den Morgen Zuckerrüben sind je ½ Zentner Stidstoffdünger und je ½ Zentner Phosphorsäuredünger spätestens bis zum 1. Juni 1917 zu liefern. 4. Eine Zusammenlegung von Fabrikbetrieben zum Zwecke der Ersparung von Kosten darf nur auf Grund freiwilliger Vereinbarung geschehen." Die drohende Gefahr einer starken Einschränkung des Zuckerrübenbaues fonnte glüdlicherweise abgewehrt werden durch schnelle Erfüllung der Mindestforderung, womit die Anbaufreudigkeit der Rübenbauern gehoben wurde. Das Ministerium Körber wollte die von seinem Vorgänger ausgestellten Wechsel nicht honorieren, seine Versprechungen nicht unter schmählichem Bruch der Verfassung im übel beleumundeten Verordnungswege erfüllen. Es stürzte darüber. Graf Clam- Martiniz erneuerte die Versprechungen Stuergths. Aber dann kam die russische Revolution und damit die Gelegenheit zum Frieden. Die österreichische Regierung sah ein, daß man die Russen nicht zum Friedensschluß einladen und die Tschechen zugleich als Sträflinge behandeln könne, und erkannte, daß ihre Stellung auf dem Friedenskongreß um so stärfer sein wird, je rascher und fräftiger sich alle österreichischen Völker zum Die neue Preiserhöhung tritt erst in der kommenden österreichischen Staat im Parlament bekennen. Die deutschen Kampagne in Erscheinung. Aus den Geschäftsabschlüssen der Aktien" Belange" verschwanden in den Papierkorb und dürften vorerst gesellschaften für 1915/16 ergibt sich dagegen schon, daß die vorjährige Preiserhöhung den Aktionären recht hohe und teilweise noch höhere den Reichsrat nur sehr wenig beschäftigen. Die Deutsch Gewinne als im Vorjahr gebracht hat, trok stark verminderter RübenDesterreicher, die für den Staat die schwersten blutigen Opfer verarbeitung. Die meisten Zuckerfabrikanten haben demnach nicht willig gebracht hatten, sehen durch die heillos verfahrene nur absolut, sondern auch relativ ausgezeichnete Geschäfte gemacht. Cigarren, Cigaretten, Rautabake Engros F. Ernst Borch, Elsasserstr. 21. Alkoholfr. Getränke Erscheint 2 mal wöchentlich. Otto Wolff, Treptow, Krällst. 16 Zachau, Gr.- Lichterf., Chausroost.85& Franz Abraham Bandagen, Gummiw. Hamb. Messina- u. Römertrank- Kell. R. Bauke, Stralauer Str. 56. C.25 Bartelstr. 8a, Fernsp. Kgst.13708 E. Kraus, Kommandantenstr. 55. A. E. Lange, Brunnenstr. 166 Bade- Anstalten Butter, Eler, Käse Wilhelm Göbel Neukölln Anzengruberstr. 25. Central- Rad Diana- Bad Koppenstr. 93 Passage- Bad Kottbusersämtliche Bäder. Damm 79. Reform- Bad, Wiener Str. 65. Bäcker- u. Konditoreien 25 eigene Filialen. Gebrüder Manns 48 eigene Detailgeschäfte Oskar Hanke's Brotbäck. Schröter, R. 75 Geschäfte in allen Stadtteilen Berlins sowie in Neukölln u. Treptow Georündet 1892. F.Klesewetter, Schivelbeinerstr. 16. G. Meier, Grünerweg 27. 43 Derkaufsstellen 43 Uhly& Wolfram In einer früheren Eingabe hat der Verein 3. M. pro Zentner Rüben verlangt, und als keine Aussicht bestand, dieses hohe Biel zu erreichen, nachträglich seine Forderung auf 2,50 M. reduziert und erhalten. Wie lange wird es wohl dauern, bis ein neuer Anreiz erforderlich ist? in der dieser Stickerin hatte Herr Cohn einen Stundenlohn von 70 Pf. deren Arbeiten er ein gutes Geschäft gemacht haben würde. Mit vereinbart, so daß sie bei der jetzt auf Grund der Bundesratsberordnung geltenden 40stündigen Arbeitszeit einen Wochenlohn von 28 M. hatte. Die Stickerin hatte einen Arbeitsvertrag unterzeichnet, der eine vierwöchige Kündigung vorsieht. Sie hatte aber die Stellung nach einem halben Tage wieder verlassen irrigen Meinung, es sei zulässig, innerhalb 24 Stunden nach dem Abschluß eines Vertrages von diesem zurückzutreten. Cohn flagte auf Schadenersatz wegen Vertragsbruchs. In der Verhandlung bemühte er sich, die tüchtige Kraft, wenn irgend möglich, für fein Geschäft wiederzugewinnen. Doch die Beklagte wollte zunächst nichts davon wissen, weil sie fürchtete, der Kläger werde, sobald die Saison vorüber sei, von seinem Kündigungsrecht Gebrauch machen und sie würde dann in der stillen Zeit, die in der Puzbranche von Pfingsten bis Oktober währt, ohne Existenz dastehen. Diesen Einwand der Beklagten erklärte der Vorsitzende des Gerichts für begründet und verwies darauf, daß es in der Bußbranche allgemein üblich sei, Arbeitsverträge in der Weise abzuschließen, daß der Arbeitnehmer in der stillen Zeit nicht entlassen werden könne. Dem Kläger war es augenscheinlich darum zu tun, die Beklagte an sein Geschäft zu fesseln, ohne die ihm unbequeme Bedingung, sie in der stillen Zeit zu beschäftigen, einzugehen. Da aber die Beflagte ohne diese Sicherheit von einer Wiederaufnahme der Arbeit nichts wissen wollte, fam schließlich ein Vergleich zustande, wonach die Bellagte wieder bei Cohn eintritt, einen Monatslohn von 120 M. erhält und die Kündigung nur zum Ersten jedes Vierteljahrs, und zwar 6 Wochen vor demselben erfolgen darf. Bezugsquellen- Verzeichnis. August Holtz DetailGeschäfte. Bierbrauerel., Bierhdandig. Brauerei Bötzow empfiehlt Qualitätsbiere ersten Ranges. Münchener Brauhaus Essigfabriken Timner- Essig überall erhältlich! Fleisch- u. Wurstw. W. Beck Inh.: Herm. Gerbsch Eisen, Stahlw, Waffen, Werkz. Carl Jung, Stromstr. 31. Rühlmann, P., Müllerst.40b, E.Seest Mehlhandlungen MuskanerBethke, Georg, straße 44Neukölln, Elbestr. 33, Kaiser- Friedr. Str. 64, Weserstr. 189, Friedelstr. 23 Treptow, Grätz- Straße 64. Charlottenburg, Berlinerst. 68-69 Gaege, Otto CharlottenFleisch- und Wurstwarenfabrik burg. Willy Gericke, Petersburgerstr.31 F. W. Sichter Ecke Cuvrystr. 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Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht dom Tode des Kollegen Ernst Necker von der Berliner Kanalisation. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 13. Mai, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des neuen Friedhofes der St. Paulus- Gemeinde, Seestraße, aus statt. Um rege Beteiligung bei der Bestattung des Kollegen ersucht 36/16 Die Ortsverwaltung Am 10. Mai 1917 entschlief nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser Vater, Schwieger und Großvater, der Maler 19A Hermann Schiller im Alter von 55 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen Wwe. Emilie Schiller, Charlottenburg, Potsdamer Straße 38. Die Beerdigung findet am Montag, den 14. Mai, nachmittags 2 Uhr, auf dem GemeindeFriedhofe in Stahnsdorf statt. Allen Freunden und Bekannten Ortskrankenkasse die traurige Nachricht, daß mein der Mechaniker, 6ptiker lieber Mann und guter Bater, Schwieger- und Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Karl Greifelt verstorben ist. Die trauernden Hinterbliebenen Witwe Greifelt und Kinder. Die Beerdigung findet Montag, den 14. Mai 1917, nachmittags 5 Uhr, von der Halle des St. Thomas- Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. 23646 Allen Bekannten zur Nachricht, daß unsere liebe Mutter, Groß, Urgroß- und Schwiegermutter, Schwester und Tante Wwe Auguste Grob geb. Seyler( Aderstr. 60) am 9. Mai verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 14. Mai, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Elisabeth Kirchhofs, Pankow, Wollantstr. 66, aus statt. 23665 Die Hinterbliebenen. G Orts- Krankenkasse = der und verwandten Gewerbe zu Berlin. Bekanntmachung. Am Montag, den 21. Mai 1917, abends 8 Uhr, findet im Musiker. Vereinshaus, Kaiser WilhelmStraße 31, die B ordentliche Ausschußsikung statt, zu welcher die Vertreter der Arbeitgeber und Rassenmitglieder eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung für das Jahr 1916. 2. Nochmalige Beschlußfassung Teuerungszulage. 3. Verschiedenes. für die Berlin, den 12. Mai 1917. Der Vorstand. M. Gutsche, F. Hemann, Borsigender. Schriftführer. Anfragen und Beschwerden, welche die Einsicht in die Aften der Kasse erforderlich machen, find spätestens bis 16. Mai 1917 im Rassenlofal schriftlich einzureichen. Die den Vertretern zugeftelte Einladung gilt als Ausweis und ist am Saaleingang vorzuzeigen.[ 276/19 Allgemeine OrtsKrankenkasse Buchbinder Berlin- Wilmersdorf und verwandter Gewerbe zu Berlin. Einladung . zu der am Dienstag, den 22. Mai 1917, abends Uhr, im Gewerkschaftshans, Engelufer 15, Saal 3, statt findenden Ordentlichen Ausschuß- Sigung Tagesordnung: 1. Protokollverlesung. 2. Abnahme der Jahresrechnung für 1916. 3. Antrag auf Erhöhung des Bor. anschlags für 1917. 4. Beschlußfaffung über Vereinbarungen betr. Durchführung der §§ 219, 220 und 222 der R.-B.-D. 5. Verschiedenes. Auf die Bekanntmachung vom 5. betreffend Sonntags 8-10 Uhr geöffnet! nur von Entzückende Seidenmäntel Setagummin( gesetzlich geschützter Seidenmantel), imprägniert, herrliche Farbentöne, fesche Aufmachungen, Glockenschnitte, lose Mantelkleiderschnitte, bester Regenschutz 135.- 120.- 100- 85.- 69.50 Staubmäntel aus Friedenskammgarnstoffen 48. 25.86. 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Preußisch- Süddeutsche ( 235. Königl. Preuß.) Klaffenlotterte 5. Klaffe 4. Biehungstag 11. Mai 1917 Bormittag Auf jede gezogene Nummer find svet gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I n. II. Nur die Gewinne über 240 M. find in Klammern betgefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdrud verboten) 4 215 397 628 825 58 907 26 36 1165 469( 500) 621 612 49( 600) 831 84 99 2081 274 348 425 610 68 94 732( 1000) 878 94 2084 431 761 800 4001 37 104 302 32 402 684 619 23 748( 500) 5140 90 240 304 621( 3000) 603 922 6031 120 60 77 363 425( 1000) 632 40 675 813 96 918 7108 28 236 51 641 771 2287 37 443 610 777 79( 1000) 80 832 981 6116 243 64( 3000) 83 358 79( 1000) 418 45 771 927 10032( 500) 74 87 848 89 685 687 820 908 11215 62 377 ( 1000) 81 435 722 887 990 12051 286 463 647 68 808 13035 92( 1000) 119 665 783( 800) 866 974 14025 26( 1000) 147 92 205 69 388 461 658 701 61 859 968 15001 148 55 229 47 332 408 90( 1000) 676 780 81 862 937 16100 67 88 389 402( 3000) 788 96 17263 90( 1000) 309 94 617 728 944 18010( 600) 47 108 48 49 438 642 722 68 828 92 962 19113 95 96 322 440 653 637 65 749 79 884 980 84 20188 93( 1000) 311 15 97 611 608 64 711 44 69 897 99 956 21295( 600) 96( 3000) 352 637 80 644 49 808 87 960 22062 101 72( 1000) 320 508 625 744 862 928( 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873 183203 88 390 841 184077 383 473 685( 1000) 688 712 185000( 1000) 68 246 416 49 99 543 610 11 83 94 795 868 186015 25 55 71 ( 500) 137 276 80 406 558 613 788 187036 48 135 98 237 517 80 646 721( 500) 76 814 47 98 921( 500) 188016 244 598 703 8 817 46 904( 1000) 50 71 189144 318 454 605( 3000) 18 98 912 49 99 190020 206 534( 500) 39 87 721 34 832 946( 1000) 191228 831( 3000) 62 405 90 633 616 862( 500) 67 192279 447 87 702 46 953 193093 198 290 323 670 636 765 68 194056 103 69 228 333 85( 500) 501 89 734( 500) 967 97 195090 165 73 295 401 869 917( 600) 196074 336 403 57 673 76 667 197048 163 224 311 493 631 740 75 96 855( 1000) 90 966 198047 63 190 222( 1000) 440 61 685 71 755 849 199109 235 424 200067 94 183( 1000) 271 359 484 628 35 88 89 648 735 201026 139 206( 1000) 40( 600) 75 328 418 640 709 818 65 910( 500) 25 202314 81 481 786 812 70 912 426 2040: 9 108 18 229 49 61 92 315 913 80 203009 869 205067 191 617( 500) 629 881 948 206063 106 42 336 504 16 613 67 768 207211 43 569 720 889 91 208054 160 311 636 740 851 209114 262( 1000) 85 92 369 520 717( 500) 90 890 832( 1000) 210161 403 39 576 829 924 211021 160 374 613 727 29 867 212060 306 42 76 425 73 538 635 782 868 213181 42 64 201 16 19 35 339 649 80 700( 500) 214040 72 154 71 364 65 787( 3000) 988 215003 124 74 332 459 516 65 660 878 930 216051 54( 500) 148 61 211( 1000) 36( 500) 77 517 650 59( 1000) 711 25 846 948 217358 564 937 89 218096 189( 1000) 93 805 57( 1000) 502 842 47 929 47 219120 378 87 615 28( 1000) 612 734 61 829 92 220108 448 58 595 676 861 85 221208 369 539 64 87 99 645 908 222198 392 506 688 717 27 838 973 223056 85 191 266 447 666 75( 500) 865 963( 500) 71 224006 41( 1000) 123 99 309( 3000) 627 721 67 76 876 925 225172 260 315 62 69 410 35 718 60 95 8.6( 3000) 80 940 226250 405 600 63 889 227252 76( 1000) 676 779 87 228336( 3000) 47 466 567( 500) 730 64 983 229017 85 208 45 464 609 16 96 652 928 42 92 230021 65 590 783 870 960 231122 230 43 530 90 781 964( 3000) 68 90 232119 235 450 702 96 233411 667 713 68 69 941 2 Raffecbecher mit Kinderbildern 55 PL. A. Jandorf& C 1 Besteckkasten 2 teilig 55P Belle- Alliance- Strasse Gr. Frankfurter Strasse 1 Spirituskocher 55PL. 3 Dosen Schuhpasta 55 P P1. 8 Pakete Blitzblank 55 Pt. Glas Brunnen- Strasse Rottbuser Damm Wilmersdorfer Strasse Porzellan 1 Fleischbrett 55Pt. Verlangen Sie bei Einkäufen Rabattmarken 2 Likörgläser Schalenform 55 Pf. 3 Bierbecher verschiedene 55 Pl. Formen 2 Kompottschüsseln reiches.55 Pressmuster 2Portweingläser 55 P Pressmuster schönes 4 Kompotteller 55 Pl. 1Kompottschüsselreiches muster, rund oder 55 Pf. viereckig 1 Blumenvase schiedene Formen, schweres 55 Pf. Pressmuster 3 Kompotteller weiss, Porzellan 55 P 3 Gewürztonnen 1 Butterdose schönes Pressmuster" 1 Blumenvase 31 cm, hübsch 55 Pt. 31 cm, hübsch 55 Pl. bemalt..... 55 P1. 3 Abendbrotteller 55P Pt. 1 Kompottschale mit reichen Blumenmustern 55 Pl. 1 Leuchter mit Gold 55 verzierung.. 3 Milchbecherweis55 55 Pf. mit reicher 1 Milchtopf verzierung..... 2 Kaffeetassen mit Unter 55 Pl. tassen, Goldband und Linie 1 Kaffeekanne Weiss, ko 55 Pf. 1 Kaffeebecher grosse Form, mit patriotischem Bild 55 Pf. nische Form 1 Streichholzständer zusammen 1 Zahnstocherbecher 55 PL P1. P P P 3 Obertassen weiss...... 55 Pl. Wirtschaftsartikel 1 Schinkenteller........ 55 Pl. 3 Frühstücksbretter.... 55 Pl. 1 Messerputzbank........ 55 Pt. 1 Kammkasten 55 PL. 1 Gazeglocke 55 PL. 55 Pl. 1 Teekanne weiss...... 55 PL 1 Tischmesser 55 Pf. 2 Kaffeebecher weiss 55 Pt. 1 cheuerbürste 55 PL 1 Kartoffelschüssel weiss 55 PL. 1 Obstkorb mit Henkel, reiches! Pressmuster.... Steingut $ 55 Pf. 3 Obertassen bunt weiss oder 55 PL 2 Vorratstonnen..... 1 Vorratsbüchse.. 1 Vorratsbüchse.......... 55 Pf. form........ 55 Pt. 1 Königskuchen1 Müllschaufel 55 1 Staubwedel 55 1 Haarbürste 55 55 PL. 1 Obstteller gross, reiche 2 Obstteller reiche AusAusführung.. 55 Pl. 55 Pf. 1 Frühstücksdo sem 55 Umhäng. Pf. führung 1 Essig- und 10elflasche 55 PL. Buchdrucker! Tarifkreis VIII Berlin Die zum Sonntag, den 13. Mai, einberufene Papierwaren 1 Postkarten- Album hohes 55 Pf, Format, schöner Einband.. für 1 Tasche Lebensmittel- 55 Pt. karten 1 Poesie- Album 55 Pf. 1 Brieftasche mit Notizbuch 55 und Geldscheintasche 25 Pf. mod. Zusammen 100 Hanfumschläge..... 55 Pf. Brietbogen Format, 25 Umschlägedruck m.Innen. 55 PL 55 Pl, 50 Berliner Ansichtspostkarten bunt......... 55 25 gemischte Postkarten 55 Pl. 3 grosse Bilder( Gravüren) 55 Pf. 2 Rollen Toilettepapier 55 PL. Galanterie 55 Pl. 1 Stehspiegel mit Metallrand 55 Pf. 1 Obstkörbchen mit Gläseruntersätze and 6 Henkel... m. Metallrand..... 55 1 Rocknadel mit Steinen... 55 Pt. 1 Wachsperlkette...... 55 Pf. 55 Pf. 55 Pf. 1 Haubennetz............. 55 1 Wandspiegel Holzrahmen mit Parfumerie 1 Flasche Mundwasser... 55 Pf. 3 Fl. Putzwasser ,, Sidol" 55 Pf. 1 Tube Zahnpasta....... 55 1 Handwaschbürste...... 55 1 Zahnbürste. 1 Schreibzeng 55PL. aus Metall Rasiergarnitur 55PL 2 große Pakete Waschpulver 55 PL. 50 Kartenbriefe 55PL. 55 PL 55 PL. 100 Bogen Briefpapier 55 Pt. 55 Pt. 2 Pakete Puderpapier.... 55 Pf. Deutscher Metallarbeiter Verband Verwaltungsstelle Berlin+ N. 54, Liniensfr. 83-85. Telephon Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Geschäftszeit von 9-1 Uhr und 4-7 Uhr. Die Wahl der Delegierten Versammlung aller tariffreuen Gehilfen Berlins zum Verbandstag in Köln a. Rh. kann besonderer Umstände halber nicht stattfinden. Die Versammlung findet erst am findet am Sonnabend, den 12. Mai 1917, nachmittags von 4 bis 7 1hr und am Dienstag, den 15. Mai 1917, abends 6½ Uhr, Sonntag, den 13. Mai, vorm. 10 Uhr bis nachm. 2 Uhr in Obiglos Fest- Sälen, Koppenstraße 29 Meier, Ackerstr. 123 Riedel, Hussitenstr. 40 Franke, Badstr. 19 in folgenden Lokalen statt: Büttner, Schwedter Str. 23 NO. Spaeth, Georgenkirchstr. 65 23. Friedenau: Gürlich,( Rheinstraße 31( Nur am Sonnabend.) 24. Lichtenberg: Kurkowski, Pfarrstr. 74 25. Blume, Alt- Borhagen 56 26. Mariendorf: Benscheck, Chausseestr. 27 27. Neukölln: Albrecht, Reuterstr. 29 mit der festgesetzten Tagesordnung statt. 1. Berlin N. Nebel, Marstr 12 2. 28/5 Der Kreisvertreter: M. Massini. 3. 4. " 5. " 6. " Strack, Schönhauser Allee 134b 7. 28. " 8. " 9. D. Heinrich, Gr. Frankfurter Str. 30 Grunwald, Memeler Str. 67 29. 30. " 10. " 11. " 12. " 13. " 14. " 15. " 16. " 17. " Bar Gegen und auf Kredit unter günstigsten Zahlungsbedingungen Frühjahrs- Neuheiten Jackenkleider, Mantelkleider, Seidenkleider, Seiden- Kostüme Frühjahrs- Mäntel, Kleiderröke aus Seide, Volle und Wollstoff, Elegante Blusen in Seide, Voile, Chiffon, Gummi- und imprägnierte Seiden- Mäntel Fertige Herren- Kleidung, Burschen- und Jünglings- Anzüge empfiehlt B.FEDER Scharrenstr. 5 Norden: Brunnenstrasse 1 Süden: Kottbuser Damm 103 Osten: Frankfurter Allee 350 Westen: Charlottenburg, Ecke Wilmersdorfer Str. Sonntag von 8-10 Uhr geöffnet Inserat mitbringen! 3 Mark Wert! 18. Rott, Straßmannstr. 29 SD. Gewerkschaftshaus, Engelufer 15 Lange, Köpenicker Str. 47 Fröhlich, Muskauer Str. 1 S. Blenkle, Boppstr. 1, Ecke Schönleinstr. SW. Schünemann, Alte Jakobstr. 145 W. Wiemers, Bülowstr. 58 NW. Sand, Beusselstr. 9 Pazenhofer Brauerei, Turmstr. 2619. Adlershof: Restel, Friedenstr. 14 20. Baumschulenweg: Boche, Baumschulenstr. 67 21. Charlottenburg: Porschel, Kaiser Friedrichstr. 82 22. Köpenick: Kaßner, Kaiserin Augusta Vittoriaftr.29 Rückbeim, Bergstr. 98 Idealklause, Mareschstr. 14 Idealpassage, Weichselstr. 8 31. Oberschöneweide: Warnecke, Wilhelminenhofstraße 18 32. Pankow: Gaßmann, Kreuzstr. 14 33. Reinickendorf: Bedellt, Eichbornstr. 48 34. Rosenthal: Feind, Am Bahnhof 35. Schöneberg: Obst, Martin Lutherstr. 69 36. Spandau: Derp, Kurstr. 21 37. Steglit: Clement Düppelstraße 7( Nur am Sonntag.) 38. Tegel: Lehnhard, Berliner Str. 84 39. Tempelhof: Grüßmacher, Berliner Str. 160 40. Weißensee: Masche, Berliner Allee 251 41. Wildau: Schumann, Schwartzkopffstraße. Soweit nichts Besonderes bemerkt ist, findet die Wahl in jedem Wahllokal an beiden Tagen statt. Jedes Mitglied ist verpflichtet, zur Wahl zu gehen. Ohne Mitgliedsbuch darf niemand wählen. Mitglieder, die mit ihren Beiträgen über sechs Wochen restieren, werden zur Wahl nicht zugelassen. Wahlleiter ist der Kollege Wilhelm Siering, N. 54, Linienſtr. 83/85. Rege Beteiligung erwartet 174/ 19* Die Ortsverwaltung. Zengen gesucht. Monatsgarderobenhaus Augenzeugen, die den Unfall am M. Türkischer, Prinzenstraße 79, nahe Moritzplatz, Mittwoch, abends 8 Uhr, an der Haltestelle in der Franklinstraße Empfehle aus guten beobachtet haben, werden gebeten, Herren- Garderobe, ihre Adressen bei gut und billig fleiden. Beiersdorf, Charlottenburg, abzugeben. Cauerstraße 18, 2367b Ersatz für Maß: Friedensstoffen gefertigte elegante neue auch für starte Figuren. Jedermann fann fich Jackett, Rock, Sport- Anzüge, Paletots. Damen- Garderobe. — 1917 Unterhaltungsblatt öes vorwärts Sonnabend, 12. Mai Stille Fronten. Nicht überall brausen die Stürme, zieht sich daZ Gewölk am Krieg-Zhimmcl zu brausenden Gewittern zusammen. Ist eZ ein Naturgesetz des ilrieges geworden, daß nicht zu gleicher Zeit ans allen Fronten der Kampf entbrennt? Mars scheint'doch noch etwas beitragen zu wollen zur Erhaltung jener Art auf Erden, die man Mensch nennt, und Darwins Theorie triumphiert in dem Moment, wo Millionen von Menschen, die Stärksten und Besten, ihr Blut verspritzen. Und so ist es gut, daß es noch zwischen all dem gigantischen Vernichten und Zerstören stille Winkel gibt, wo noch Kraft gedeiht, Leben pulsiert als Speicher sür die Zukunft der Rosse, die Kraft und Gesundheit braucht zu neuem Aufbauen und Blühen.... Der alte, harte Winter liegt begraben, trotzdem er sich sträubte und noch in der ersten Maiennacht seinen letzten Schnee wie ein Leichentuch über die werdende Natur breitete. Die Sonne hat ge- siegt! Und in einem Taumel von Glück und Triumph atmet nach der Zeit der Erstarrung jeder Lungenzug neues Leben und stärkende Hoffnung. In Schützengräben und Stollen, Unterstände und Schlupf- winkeln flutet neues Licht und ein Kamerad sagt dem anderen:„Du, wir sind nun Menschen geworden!' In verschlammten Granat- trichtern schläft aller Haß und in den lauernden Kanonenschlünden und Maschinengewehrläusen flüstert das Esperanto der Weltnot und universellen Elends: es ist noch nicht vollbracht!... Und der blaue Maienbimmel läßt uns träumen vom kommenden Tag, der alle Sehnsucht der Menschen stillen soll.... Erholung und Frieden! Das mag paradox klingen, aber es gibt auch— Frieden im Kriege, Tags und Stunden, wo man den Krieg vergißt: und sogar friedvolle, stille Nächte. Mag auch hie und da ein Kanonenschuß an die rauhe Wirklichkeit erinnern: Die Seele, die Nerven reagieren auf Kleinigkeiten nicht mehr und suchen und genießen Stunden der Menschlichkeit am Rande des Grabes noch... Feuchtes, faulendes Stroh, Decken und Wäsche, alles sieigt zum Licht; die Unterstände werden gesäubert und renoviert: ein Kalk- Pinsel klettert an Balken und Wänden entlang: hie Schmutz I hie Ungezieser! Und in die dunkelsten Winkel trägt der Kalk Helligkeit, und an den weißen Pfosten der Türen und Lichtschächte tanzt die Sonne in schäumenden Reflexen, Strahlen werfend auf entlegenste Pritschen in dunkeln Winkeln... Wir lachen wie die Kinder und gedenken ihrer daheim, der Kinder, die uns so nottun. Denn die Welt ohne Kinder und Frauen hier draußen war im harten Winter dabei. unS das Lachen zu rauben. Heule aber hören wir im Geiste den Jubel der Kinder: „Mutter, cS wird schönes Wetter, wir ziehen in's Freie 1' Denken wir an dieser Kinder Freuden, die fort sind von Muttern auf die Felder der Bauern. Hoffentlich finden sie in der Natur das, an dem es unS in der Stadt mangelt— mit Liebe gewürzt! Nickt nur die Unterstände und der äußere Mensch werden neu hergerichtet, auch im geistigen Leben herrscht Frühlingsstimmung. Noch niemals halten tue Feldbuchhandlungen in dem Umfange zu tun als jetzt. Und jeder läßt sich dazu noch von Freunden und Be- kannlen Bücher senden. Am grünen Rand des Grabens, am Anger der Wiesen und stillen Plätzen hinter deckenden Wällen sucht und finde: auch der Geist icine Nahrung. Er. auf denen Zustand und Vmasiung alles Geschehen der Weltgeschichte basiert, wird nicht in Munitionsfabriken hergestellt: er lebt im weilen All und guten Büchern. An den Fronten, an denen Goethe, Schiller, Heine, Otto Ludwig. Strind- berg, Hauptmann und die Lagerlöf u. a. m. mit uns spazieren gehen, wohnen nicht nur raube Krieger, sondern Menschen, Staatsbürger, die nur für die Staatsexistenz.streiten. Viele Männer sind erst im Kriege Leser, Denker, Staatsbürger und Politiker geworden, die nach dem Kriege mit dem neuen Staat auch„Staat" machen wollen, Nicht Stillstand und alte Dumpfheit beherrscht die Köpfe, nein, so mancher hat sich empor gelesen I Und so atmen wir Sonne und Luft auch geistig an diesen stillen Fronten, gedenkend der Brüder, die jetzt im Westen sterben.(z) E. P. Die Zukunft üer deutschen Sühne. Der Schutzverband deutscher Schriftsteller hat am Donnerstag im gemeinsamen Vorgehen mit einer Reihe anderer interessierter Verbände eine Kulturfrage zur Erörterung gestellt, die für jetzt und später von der größten Bedeutung ist: die Zukunft unserer Bühne. Vortreffliche Reden sind zu diesem Thema gehalten worden. Vom Standpunkt der Kultur aus behandelte Profi W a l z e l s Dresden) die Frage. Er stellte weitgehende Forderungen zum Besten der jungen und jüngsten Bühnenschriftsteller auf. Der Staat soll eingreifen. Versuchsvorstellungen und sogar unentgeltliche werden verlangt. Weniger vertrauensselig, dafür aber zielbewußt und vom Boden der praktischen Politik aus faßte Wolfgang Heine das Thema an. Seine Rede über„die Freiheit als Voraussetzung der künstlerischen EntWickelung" erinnerte an die großen Programmreden, mit denen bor 17 Jahren der Goetbe-Bund ins Leben trat. Aber indem hieran erinnert wird, steigt auch sofort die unleugbare Tatsache auf, daß loir seitdem so gut wie keinen Schritt weiter gekommen sind. Die tox Heinze ist zwar nicht Gesetz geworden, aber in den Aus- legungskünsten unterer Juristen ist sie leider immer noch herrschend lebendig. Heine fordert daher mit Recht vor allem: Freiheit der Kunst vor allen staatlichen Eingriffen und die Beseitigung jeder Zensur. Die„Zukunft" der deutschen Bühne umfaßt viele Probleme. Einige davon: das Verhältnis zum Ausland, die Beziehung zwischen Bühne und Publikum(die Organisation der Konsumenten) werden von Herbert Eulenberg, Franz Servaes und dem Königsberger Direktor L. Jeßner berührt. Aber die eigentlichen wirtschaftlichen Grundfragen fanden nicht die gebührende-Beachtung. Vorläufig ist und bleibt unser Theater zum größten Teil eine Privatunter- nehmung, die denn auch den allgemeinen kapitalistischen Entwicklung?- gesetzen folgend, jetzt die thpischen Züge deS kapitalistischen Betriebs annimmt(Vereinigung mehrerer Bühnen in einer Hand, wachsende Abhängigkeit von den Tbeaterhausbesitzern und den Vertriebs- anstalten, Verarmung des Spielplans, Vernachlässigung der Jungen usw.). Die Gegenwehr gegen diese verhängnisvolle Entwicklung kann nur von der Organisation der Theaterbesucher (Volksbühnen) und dem kulturellen Eingreifen der Stadtverwaltungen erfolgen— von den Hoftheatern ist vor der Hand wenig zu er- warten. Die Mithilfe der Bühnengenossenschaft kann natürlich gute Dienste leisten. Nun ist ja ein Theaterkulturverband ins Leben gerufen worden, dessen Haltung freilich noch zumindest zweifelhaft ist, der aber ge- wiß— wenn er in richtigen Händen ist— fördernd einwirken kann. Es kam denn auch zu einer lebhaften Auseinandersetzung zwischen den Vertretern dieses Verbandes und den Versammlungsrednern. Trotz aller guten Versicherungen wird man gut tun, die weitere Entwicklung dieser Bewegung kritisch im Auge zu behalten. Folgende Resolution faßte das Ergebnis des Abends zu« fammen: „Die Zukunft der deutschen Bühnen darf und kann nicht ab- hängig gemacht werden von obrigkeitlicher Bevormundung noch von Stimmung und Willensäußerung einzelner Gruppen oder organisierter Mafien, sie kann nur in der Freiheit geistiger Entioickelung dem Volke Kraft und Erhebung zuführen. Diese Freiheit verlangt, daß die deutschen Bühnen sich mehr wie bisher den jungen schöpferischen Begabungen öffnen und den deutschen dramatischen Eigenbau nicht zugunsten der ausländischen Bühnen- schriftsteller zurückdrängen. Wenn auch die Pflege der Wellliteratur im Sinne Goethes ein stolzes Erbteil der deutschen Bühnen bleiben muß, so darf doch keine Kraft des eigenen Bodens durch die Teil« nahmlosigkeit der Bühnenmachlhaber verkümmern." /Inatole France über den frieden ohne Sieg. In Paris hat eine Gruppe junger Schriftsteller am 1. Mai ein Kampfblatt erscheinen lassen, das den Titel„Da tranchee repu- blicaine"(der republikanische Schützengräben) führt. Sein Pro- gramm lautet:„Für die Zivilisation gegen die Barbarei," wobei aber zu bemerken ist, daß das neue Blatt die beiden abgegriffenen Schlagworte nicht etwa in dem Sinne verstanden wissen will, den ihm die Ententephilologen von heute unterlegen wollen. Als Hauptstück wollte der„Republikanische Schützengraben" einen offenen Brief von Anatole France veröffentlichen, der, nach den Stichproben zu urteilen, ganz dazu angetan gewesen wäre, allen denen eine angenehme Enttäuschung zu bereiten, die mit Be- dauern wahrnehmen, daß der geistvolle Skeptiker auf dem besten Wege schien, seine Ironie in dem Nebelmeer der Henri Barbusse und Genossen zu ertränken. Indessen, die Redaktion denkt, und die Zensur lenkt. Sie hat von Anatole France' Brief nur einige Stellen stehen laffen, immerhin aber noch genug, um den Leser davon zu überzeugen, daß der geistige Näbrvater des Monsieur Bergeret seine gute Laune und Spottsucht wiedergesunden hat. Die gutgespiclte Entrüstung über die sozialistischen Befürworter der Formel„Frieden ohne Sieg" trägt nur noch dazu bei, die feine Ironie des geistvollen Spötters zu unterstreichen. „Allein Anschein nach," heißt es in dem Bricffragment, da? die Zensur übrig gelassen hat,„steht es in unserem Belieben, einen Frieden zu haben, wie wir ihn wünschen. Es handelt sich nur darum, Zeit zu gewinnen, sonst hätten ja wohl die Gegner auch ihre Friedensbcdingungen genannt. Da es uns also gestattet ist, zwischen einem Frieden ohne oder mit dem Sieg zu wählen, so nehme ich keinen Anstand, einen Frieden ohne Sieg mit Entrüstung zurückzuweisen. Ein Frieden ohne Sieg? Das kann uns nicht ge- nügen. Ein Frieden ohne Sieg ist wie das Brot ohne Sauerteig, der Hasenpfeffer ohne Wein, der Fisch ohne Kapern, die Liebe ohne Streit, das Kamel ohne Höcker, die Nacht ohne Mond, das Dach ohne Schornstein, die Stadt ohne Bordell, das Pökelfleisch ohne Salz, die Perle ohne Loch, die Rose ohne Duft, die Republik ohne Geldvergeudung, die Katze ohne Fell, der Aal ohne Gurkensalat, kurz, er ist eine unmögliche, sinnlose Sache. ES kann ja freilich sein, daß die Sozialisten angesichts der Schwierigkeit, zwischen den vielen Frieden, die sich bieten, einen zu wählen, die Hand nach diesem Frieden ohne Sieg ausgestreckt haben, auf diesen hinkenden Frieden, wie man sich vnlgär auszudrücken beliebt. Aber was sage ich: einen hinkenden Frieden? In Wahrheit ist es ein Friede ohne Beine, der nicht einmal auf Krücken vorwärtskommen kann, eine ekelhafte, schmutzige Sache, mit einem Wort eben ein Friede ohne Sieg. Aber was soll man denn auch von jenen Unholden anders erwarten, die nicht einmal davor zurückschrecken, das Einkommen zu besteuern und die Reichen zur Kriegsgewimrsteuer heranzuziehen? Mit Fug und Recht hat deshalb auch der„Temps" erbarmungslos diese Feinde des Menschengeschlechtes gebrandmarkt. Wie schön und erschrecklich zugleich ist doch die kochende Entrüstung der anständigen Leute!" Nach diesen Proben zu urteilen, muß man eS doppelt bedauern. daß die Zensur den Hauptteil des Briefes unterschlagen hat. Es müssen recht erbauliche Dinge darin gestanden haben, daß man es für notwendig befand, die Prosa eines Mitgliedes der Akademie von dem Range eines Anatole France der Oeffentlichkeit vorzu- enthalten._ Das Aluminium im Kriege. Als vor W Jahren das von dem Chemiker Wähler cntdeckie Aluminium zum ersten Male fabrikmäßig in größeren Mengen ge« Wonnen wurde, bestach es durch seinen Glanz und seine Leichiig- teit,»nd man setzte große Hofftiungcn auf dieses„Silber aus Lehm". Aber das Metall war ursprünglich recht teuer, das Kilo kostete gegen 800 Mark. Später erst kam die Elektrizität zur Hilfe. Das Aluminium floß reichlich aus dem elektrischen Ofen. Sein Preis sank bis auf wenige Mark für das Kilo. Nun konnte es von der Technik verwendet werden. Aber der Hauptnutzen, den es der Menschheit spendete, bestand nicht, Ivic man anfangs plante, in der Herstellung leichten glänzenden Kochgeschirrs. Es wurde vielmehr zu einem Glutspcnder ersten Ranges. Vermischt man zu Pulver zerkleinertes Aluminium uiit einem Metalloxhd, z. B. Eisenoxyd, so entsteht ein Gemenge, das man mit Hilfe geeigneter Mittel leicht entzünden kann. Es tritt alsdann eine überaus heftige Reaktion ein, das Aluminium entzieht dem Eisenoxyd den Sauer- ftoff und- verbindet sich mit ihm zu Äluminiumoxyd od?r Korund, während das Eisen sich als Metallmasse flüssig ausscheidet. Dabei entwickelt sich die bedeutende- Hitze von 8000 Grad Celsius.-Dieses von Dr. Hans Gvldschmidt in Essen erfundene und„Thermit" ge» nannte Gemenge erregte so großes Aufsehen, daß es der berühmte Chemiker Ostwald„ein Schmiedefeuer und einen Hochofen in der Westentasche" nannte. Will man nun z. B. eiserne oder stählerne Teile zusammenschweißen, so dringt man ihre Enden aneinander und umgibt sie mit einer passenden Sandform, lieber dieser wird ein Tiegel angebracht, in dem sich Thermit befindet. Das Gemenge wird angezündet, und durch die untere Oeffnung des Tiegels fließt das geschmolzene Eisen in die Form und schweißt die Teile fest an- einander. Die größten Triumphe feierte die Aluminothcrmie auf See. Zur Ausbesserung gebrochener Teile brauchte man früher Monate, jetzt wird sie in Stunden hergestellt, und Beschädigungen, die früher die Schiffe manövrierunfähig und darum kampfunfähig machten, kann man heute rasch und prompt beseitigen.(z) Arbeiter. Von S.tijn Streuvels. 14] Die Männer waren schon beim Plaudern über andere Sachen; sie tranken Kaffee, und später kamen sie auf die Ar- beitsfrage zu sprechen: „Sag', Kamerad," fragte Rylandt,„was meinst du, was du im Winter tust? Hast du schon eine Arbeit?" „5!ec," antwortete Ivo überrascht.„Warum fragst du das?" „Du wirst es hören! Wir kommen überall zu spät, hörst du; die Kameraden sind uns überall vor, die Plätze sind be- setzt, wir haben es uns sagen lassen und haben es auch selbst erfahren. Bei Brakels, Parmentiers, Verschures, alle Höfe haben wir abgefragt..." „Und die Wannyns und die Calmehns?" fragte Ivo. „Dahin müssen wir noch, aber..." „Und an's Weben iL auch nich zu denken," erklärte Ver- daccke.„Du solltest die unsrigen hören. Miel und Warden sind zurückgekehrt, ohne etwas bekommen zu haben— sie sollen warten!" „Ka, ja, so is es immer..." machte Ivo bedenklich. „Weißt du was?" rief Rylandt;„ich sür meine Person gehe lieber zu den Walen in die Zuckerfabrik— und wenn wir dahin wollen, is es auch hohe Zeit, da heißt es nich zaudern; morgen kommen die letzten Nachzügler, und der ganze Schwärm läuft dann direkt drauf zu— dann stehen wir wieder da und gaffen." Ivo war zu sehr überrascht, um an seine eigene Eni- täuschung zu denken, er wollte noch nicht dran glauben. „Ach was, keine Arbeit finden?!" „Geht ihr mit?" schlug er vor.„Wir wollen erst zu Wannyns gehen und dann weiter. Zu den Walen geh ich nich," erklärte er entschieden. Dieser Gedanke war ihm noch zu neu, er kam ihm zu unerwartet, und gegen diese Gegend und gegen diese Arbeit hatte er einen Widerwillen— er kannte beides! Ueberdies war er jetzt zu sehr darauf versessen, daheim zu bleiben. Dieser Vorsatz war unbewußt zu einem festen Entschluß geworden, obwohl er nicht untersuchte, ob Gründe vorhanden seien, so stark daran festzuhalten... aber niemals hatte er daran gedacht, daß irgend ein Zweifel bestehen könne über die Mög- lichkeit, seinen Wunsch zu erfüllen— jetzt dachte er nicht daran. Manse hatte kein Wort dazu gesagt, aber das Verlangen. Ivo zu Hause zu haben, war ihr nicht mehr gekommen; nachdem jetzt die Aussicht bestand, arbeitslos zu bleiben, ver- zichtete sie von selber auf ihren eigenen Wunsch, und ihr eigenes Vergnügen zählte nicht mehr, sobald irgend eine Gefahr oder Befürchtung für den Unterhalt der Familie auftauchte. Mit der Armut hatte sie schon Bekanntschaft gemacht, und um dieser Plage zu entrinne;, opferte sie instinktiv alles, was ihr lieb war, und sie erwartete das auch von Ivo. Während sie ihren Mann betrachtete, der seine Schuhe anzog, wagte sie zu äußern: „Es wird doch ivohl was zu finden sein, du mußt auch mal bei Seynaeves vorkommen. Und wenn nun nirgends...?" Sie sprach es nicht aus. Um Ivo zu über- reden, dennoch zu den Walen zu gehen, war es noch zu früh, jetzt traute sie sich uicht. Ihr Spürsinn einer besorgten Mutter gab es ihr ein, daß sie noch warten müsse, aber sie blieb doch in Furcht vor dem eiligen Entschluß ihres Mannes und war bange, daß er erst gehen würde, wenn es schon zu spät sei. Bei allen diesen Leuten erwachte plötzlich das Angstgefühl, als ob die Not schon drohte, als ob sie im kalten, düsteren Winter dasitzen müßten ohne Rettungsmittel, eng zusammen- gedrängt, um sich gegenseitig zu beschützen. „Du wirst doch nich zu lang ausbleiben?" fragte sie, weil sie nicht wußte, was sie fragen sollte, und gleichzeitig fand sie ihre Frage unpassend, denn sie fühlte das Bedanern über die zerstörte Feststinimung mit. Sie waren so trefflich geeignet, zusammen einen schönen Abend zu verleben, diese Kerle, ein wenig zu trinken und zu rauchen, und nun sollte es hinausgehen auf ein Umherlaufen und Suchen nach Arbeit, während sie selber ängstlich hier sitzen und auf den Erfolg warten würde. Ivo sagte nichts, und die drei Männer entfernten sich ohne Umsehen, jeder mit jeinen eigenen Gedanken be- schäftigt. Alle ihre Maßnahmen, ihr ganzer schöner Eifer, alle ihre Erwartungen auf den glücklichen, ruhigen, frohen Tag des Wiedersehens und der Heimkehr waren dahin. Die Buben waren draußen beim Spiel, und sie blieb allein zurück und wiegte das Kindlein, das immerfort schrie und nicht schlafen wollte. Dabei gingen ihre Gedanken suchend umher, um irgend eine Hilfe oder einen Ausweg zu finden. Sie überlief die ganze Gegend und verwellte überall, wo einige Möglichkeit bestand, Arbeit zu finden, aber eS blieb bei bloßen Vermutungen. Sie hatte selbst früher nie daran gedacht. In ihrer Unruhe und in ihrem Drang, doch irgend etwas zu tun, hob sie den Zwerchsack ans und leerte ihn aus. Eine alte Hose, eine Jacke, einige abgerissene Hemden, ein blauer Kittel— alles in Fetzen, bis ans den Faden verschlissen, ab- getragen, stinkend nach Schweiß und Schmutz. Mit ihrem Wirklichkeitssinn und mit dem Trieb ihres weiblichen Spür- geistes sah sie doch die Möglichkeit voraus, daß Ivo zu den Walen werde wandern müssen... daß sie vielleicht noch diesen Abend aufbrechen würden, und schnell und ohne Zaudern verdrängte die Wirklichkell die Einbildung; seine Sachen mußten bereit sein! Sic suchte in dem Koffer, der Ivos alte Kleider barg, um etwas zu finden, das noch getragen werden konnte— ein Riß mußte geflickt, Knöpfe mußten angenäht und ausgerissene Knopflöcher ausgebessert werden; Strümpfe waren noch da, und zum Glück waren die Hemden gerade gewaschen. Eine Schüssel Speck, Brot— das Kuchenbrot— waren gleichfalls vorhanden l In dein Maße, wie Mause vortvärts kam, gingen ihr die Erwägungen durch den Kopf, bis sie endlich definitive Eni- schlüsse faßte und sich in Eile daran machte, das Nötige zusammen zu raffen. Solange sie mit der Arbeit beschäftigt war und ihre Gedanken gerichtet hielt auf das, was in dem Sack bereit sein mußte für den Fall, daß Ivo noch diesen Abend fort mußte, empfand sie keine Unruhe oder Ver- wunderung über ihre Tätigkeit. Sie hatte keine Zeit, über die Möglichkeit eines Ausgangs nachzudenken, der vielleicht alle ihre Erwartungen über den Haufen warf. Als aber einmal der Sack gefüllt ivar und sie nichts mehr finden konnte, was noch fehlte, setzte sie sich mit den Händen in den Schoß hin. und dann erschrak sie plötzlich über das, was sie getan hatte. Es tvar ja möglich, daß Ivo noch am gleichen Abend wieder fort mußte— er war eigentlich gar nicht zu Hause gewesen! Hatte nicht einmal daheim geschlafen! Es war so plötzlich gekommen, daß sie nicht daran glauben konnte. Einem rasch auftauchenden Trieb nachgebend, wollte sie das Zeug wieder auspacken, denn in einem Gefühl des Aberglaubens meinte sie, das Herrichten des Sackes werde verschulden, daß Ivo wieder fort müsse. Sie blieb aber sitzen,>vie gelähmt durch Auf- regung und Angst. Ein wenig später ging sie bis zur Türe. um Ausschau zu halten. Sie merkte nicht, daß sich der Wind erhob und schlechtes Wetter drohte. Sie antwortete nicht auf die Fragen ihrer Buben; sie ließ das Kleine schreien und starrte auf ihre Fußspitzen und dann auf das Zifferblatt der Wanduhr, sie war aber so verstört, daß sie nicht einmal sah, wie st>ät es war.(Forts, folgt.) Direktion Max Reinhardt. Deutsches Theater. 72 Uhr: Der Geizige. Sonntag: Der Geizige. Kammerspiele. 7%, Uhr: Fasching. Sonntag: Fasching. Volksbühne. Theat. a. Bülowplatz. $: Elga. Sonntag: Elga. Lessing- Theater. 74, Uhr: Madame Legros. Sonntag: Madame Legros. Montag: Liebe. Deutsch. Künstler- Theater. Allabendlich 7 Uhr: Der Kammersänger. Comtesse Mizzi. I. Klasse. Theater i. d. Königgrätzerstr. URANIA i, Dir. C. Meinhard R. Bernauer. 7%, Uhr: Artur Schnitzler- Abend. Komödienhaus 4 Uhr( halbe Preise): Im U- Boot gegen den Feind. 8 Uhr: Busch Tägl. 7, Sonnt. 3% u. 72 Uhr: Das neue Mai- Programm. Geschw. Diek, Alfons Geißler, Hubertus und Ollaw, Leo Rauch. Frl. Martha Mohnke, d. bel. Schulreit. a. ,, Goldchen" Zum Schluß: Riesen- Pracht- Wasser- Pantomime 8: Die verlorene Tochter. Der Vierwaldstätter See Die versunkene Stadt Berliner Theater 720 Uhr: Die tolle Komteß. und der Gotthard. Theater für Sonnabend, den 12. Mai. Deutsches Opernhaus 7 Uhr Feuersnot. Die glückliche Insel. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 7, Uhr: Das Dreimåderlhaus. Gebr. Herrnfeld- Theater. 7 Uhr: Ehe- Urlaub. Kleines Theater 7, U.: Hans im Schnakenloch. Komische Oper 20 Min.: 7 Uhr Die Dose Sr. Majestät. Lustspielhaus 7%, Uhr: Die blonden Mädels vom Lindenhof. Sonntag 3: Das Glücksmädel. Metropol- Theater 7 Uhr. Die Czardasfürstin. 30 Min: Residenz- Theater 7% U.: Die Steiner- Mädels Schiller- Theater O 7%, U. Der Tartuff. Sganarell. Schiller- Th. Charlottenb. 7%, Uhr: Robert und Bertram. Thalia- Theater 25 Min.: 7 Uhr Das Vagabundenmädel. Theater am Nollendorfpl. 7, U.: Die Gulaschkanone. Theater des Westens Neues Operettenhaus..: Stolze Thea. Schiffbd. 4a. Kassentel.: Nord. 281. Trianon- Theater 7%, U.: Der Soldat der Marie. Gläubiger. 8 Uhr: Die Hochzeitsreise. Palast Reichshallen- Theater. Am Zoo Gastspiel der Schlierseer mit Xaver Terofal. Heute 7, Uhr: Der Amerika- Seppl. Sonntag, 3, Uhr: Almenrausch und Edelweiß. Sonnt. 7: Der Amerika- Seppl. Verkäufe Stettiner Sänger. Cabaret FeldApollo NATIONAL- THEATER. Köpenider Str. 68. Zägl. 8 Heiratsfieber. Deutscher Metallarbeiter- Verband Bosse mit Gesang u. Zanz in 3 utt. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, finienftr. 83-85 Musik von Walter Bromme. Neue Balletts! Vorverkauf ab 10-2 ut. ab 6 Uhr abds. Neue Ausstattung! Sonntag 3%, Uhr: Haubenlerche. Achtung! 12 1 Gastspiel Rudolf Nelson Käte Erholz Trude Troll Kurt Fuß FRIEDRICHSTR AN DER KOCHST Erna Alberti Trude Dusedann Allabendlich 72 Uhr: Das vielseitige Varieté- Programm! Die Kasse ist ab 10 Uhr geöffnet Viktoria- Theater Kottbuser Str. 6-7 Täglich: Unt.pers.Leit.v. Rich.Oswald Der großeKulturfilm Es werde Licht 5 Akte von Rich. Oswald und Lupu Pick. Mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Regie: Rich. Oswald. Hauptrolle: Bernd Aldor. Vorh.: D. vollst, neue, glänz. Spezialitäten- Progr. Beginn: 26 u. 8 Uhr. sowie die 12 Spezialitäten 12 des Geschäftszeit von 9-1 Uhr und von 4-7 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bauauschläger! Achtung! Die Branchenversammlung der Bauanschläger findet wegen der Wahlen nicht am Sonntag, den 13. Mai, sondern am Mittwoch, den 16. Mai 1917 bei Hummel, Sophienstraße 5, abends 8 Uhr, statt. Das Erscheinen aller Kollegen wird dringend zur Pflicht gemacht. 178/2 Die Ortsverwaltung. Voigt- Theater. 7: Heute Sonnabend, ben 12. Wat, 7% Gänse- oder Entenschmalz Benefiz für K. Nehrke: Mein Herzensfrih. fauft Bid. 14 M. Andere Ware Mai- Spielplans. Sonntag nadm. 8: Der Hüttenbesitzer Casino- Theater Lothringer Str. 37. Täglich 7, Uhr. 72 Uhr: Das neue Mai- Progr. Hervorragende Spezialitäten. 82 Uhr: Stürmischer Beifall. Großer Heiterkeitserfolg Wenn's Mail üfterl weht. Sonntag 4 Uhr:' ne gute Idee. Admirals- Palast. Die Novität Abrakadabra großes phantastisches Ballett auf dem Eise. 7 Uhr. Vorzügl. Küche. Rose Theater. 7, Uhr: Zum ersten Male: Er nimmt keine Frau. grau" Heines Werte Walhalla- Theater. Anfang 7 Uhr. Musikinstrumente Gitarrzithern mit fünfzig UnterLeihhaus Warschauerstraße 7. Belz- legnoten 15,-( Ladenpreis zirka 25,-), garnituren! Neue Herrengarderobe! gebrauchtes Harmonium 145, Bettenverkauf! Plüschdecken! Uhren- Mandolinen, Lauten, Wandergitarren berkauf! Schmucksachen! Wand- 12,-, alteingespielte Geigen 30,-, bilder! Silbertaschen! Allerbilligste Berger u. Co., Engroslager, Dranien * straße 166 III. 133 Preise! Kostüme Coverkoats, Seidenmäntel; Sportjaden, Seidenblusen, Glodenröde verlauft Falt, Chaussee ftrage 43, eine Treppe, fein Laden. Sonntags geöffnet. 226* Tevvich- Thomas, Dranienite. 44 bottbillig farbieblerhafte Tebbime, Gardinen. Borwärtslejern 5 Prozent Extrarabatt. 64* Abessinier, Sprippumpen, Ersatzteile. Stöchlin, Alte Jakobstraße 20/22. Universal- Brieffteller 3,50 Mart, Buchhandlung Vorwärts, Lindenstraße 3( Laden). Kaufgesuche Sparmetalle! Kupfer! Messing! Antimon! Zinn! fauft für Kriegslieferung der Kriegsmetallges.; außer dem laufe Zahngebijfe! Platin abfälle 7,50. Silberschmelze Chriftionat, topeniderstraße 20a( gegenüber Man teuffelstr.) 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Da gegen blieb im letzten Jahr der Betrag der von den Fürsorge- Taler usw. stellen gezahlten Still beihilfe weit unter dem des Vorjahres, während die Zahl der berücksichtigten Mütter nur wenig abnahm. größere Mengen von Zint bei verschiedenen Werken zur Herstellung Zinkmünzen in Sicht! Das Reichsschazamt hat vor kurzem 11 282 Mütter erhielten 127 540 m., durchschnittlich nur 11,30 m. von Münzen bestellt. Die Prägungen werden mit größter BeBom Eise befreit sind Strom und Bäche". ( im Vorjahr 11 767 Mütter 197 586 M., durchschnittlich 16,80 m.). schleunigung erfolgen. Sobald genügende Mengen Kleinmünzen ge Nicht so Ter Jahresbericht erklärt den Rüdgang aus dem Einfluß des prägt sind, wird an die geplante Außerkurssetzung der Silber- und milde, stürmische Gesellen wie die Bäche in den Gebirgen, die Reichsstillgeldes. reißend und tosend über zerklüftetes Gestein springen oder Im Laufe der Zeit haben die Säuglingsfürforgeſtellen ihren Nidelmünzen herangegangen werden.. als Wasserfall jäh in die Tiefe gischten, sind die Bäche unserer Wirkungsfreis erweitert. Seit einigen Jahren beaufsichtigen sie die Im Zoologischen Garten sind die Tierbestände gegenwärtig er Mart. Als stille Kinder der Ebene fließen sie dahin, des- Waisenkinder der Stadt, die in Berliner Stostpflege gegeben sind. heblich verringert, dafür aber die Eintrittspreise, erhöht worden. halb werden sie auch Fließe genannt. Leis murmelnd und über das Säuglingsalter hinaus bis zum sechsten Lebensjahr. Daß Nicht die für das zahlungsfähige Publikum, das in der Lage ist, plätschernd ziehen sie ihre Bahn, höchstens reicht ihre Munter- ebensjahr in Anspruch genommen werden können, wurde im richten, sondern die Sonntagnachmittag- Entrees, die früher 25 besie feit April 1917 für alle Kinder bis zum sechsten den Garten an Wochentagen zu besuchen und dafür 1 M. zu ent feit so weit, das Rad einer Wassermühle zu treiben. Aber dennoch üben sie durch ihr stilles Dasein einen unendlich tiefen einem weiteren Ausbau ibrer Säuglings- und Kinder fürsorge, zur 60 Pf. abgerundet" sind. ,, Vorwärts" bereits mitgeteilt. Wann wird die Stadt Berlin zu ziehungsweise 50 Pf. betrugen und nunmehr auf 30 beziehungsweise Zauber auf uns Bewohner der Ebene aus. Wir, die wir Errichtung eigener Säuglingsheime und Kinderuns mit den sanft geschwungenen Linien unserer Flachland- bewahranstalten gelangen? heimat so eng verwoben fühlen, spüren den Hauch, der von dem Zauber unserer Fließe ausgeht, recht innig, wenn wir an ihren Ufern entlang wandern. Ein gemeingefährlicher Unsinn. Walhalla Theater. Die Uraufführung der Operette„ Der am Sonnabend statt. Meisterfahrer Gustav Janke an den Start gehen. Er trifft auf Jm Sportpark Treplow wird am Sonntag auch der deutsche. Friz Bauer und Prezyrembel. Die drei Fahrer bestreiten zwei Rennen über 20 und 50 Kilometer. Außerdem fährt die Zukunft des Radrennsports Rudel, Tennigkeit, Niewerall über 20 Kilometer. Die Rennen beginnen um 4 Uhr. Vorsicht beim Besuch der diesjährigen Baumblüfe! Wie uns der Magistrat von Werder mitteilt, kann den Besuchern in diesem Jahre die gewohnte Verpflegung nur in beschränktem Maße gewährt In Potsdam wurde dieser Tage ein Theaterdirektor zu 10 M. den nötigen Mundvorrat mitzunehmen. werden, und es empfiehlt sich daher, bei etwaigen Ausflügen dorthin Eins der schönsten Fließe der Mark Brandenburg ist das Geldstrafe verurteilt, weil er feine Lohengrin"-Aufführung nicht zur werden nicht angenommen. Auswärtige Brotkarten Nonnenfließ zwischen Biesenthal und Eberswalde, das festgelegten Minute beendet und durch diese Unpünktlichkeit zuviel Rückfahrtverbindung achten, da Züge nur nach Bedarf ver Besonders aber möge man auf die fast in seinem ganzen Laufe durch dicht bewaldetes, hügeliges Beleuchtung verbraucht hatte. In Berlin wird man aber unter Um- teren. Rauschen, das den Wanderer, der einmal an seinen Ufern wenn man nach Ansicht der städtischen Obrigkeit mit der Beleuchtung Glücksbauer" von Felix Renker, Musik von Bruno Minkwiz, findet, Es raunt ein eigentümlich geheimnisvolles ständen mit einer mehr als doppelt so hoben Geldstrafe bedacht, weilte, immer wieder dorthin zu rufen scheint. Das Tal des zu sehr gespart hat! Nonnenfließes bietet so mannigfache und abwechselungsreiche Elektrizitätswerke Berlin", in der einem Abnehmer mitgeteilt wird, Vor uns liegt nämlich eine gedruckte zuschrift der„ Städtischen Naturschönheiten, wie man sie in der Mark selten findet. Zu daß er nach den geltenden Stromlieferungsbedingungen in der Zeit jeder Jahreszeit übt es seinen Reiz auf den Besucher aus. vom Januar 1916 bis Ende März 1917 einen Stromverbrauch Besonders großen Genuß gewährt der Besuch des Nonnen- im Betrage von mindestens 64 M. hätte erreichen müssen. Da er fließes jetzt im Frühjahr. Benn von den Weiden und Erlen aber nur für 21,60 m. Elektrizität entnommen habe, so müßten die Stäbchen herabhängen, die braunen Blätterknospen der ihm die werke 42.40 M. nachberechnen. Mit Rüdsicht auf die durch Buchen noch zusammengerollt sind, wenn auf dem Waldes- den Krieg geschaffenen besonderen Verhältnisse wolle man jedoch Die Berliner Feuerwehr wurde am Freitag nach der Michaelboden das erste Grün sich hervorwagt, wenn in den Lüften entgegenkommend sein und die Forderung um die Hälfte, d. h. auf 21,20 m. ermäßigen. firchstraße 23a gerufen, wo auf einem Epreelahn, der mit Mischerster Vogelstimmen Laut erschallt, als Boten des wieder Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, in welchem blamablen futter beladen war, Feuer ausgekommen war. Es gelang weitere jung gewordenen Frühlings, dann klingt uns das Plätschern Widerspruch die Klauiel des gewährleisteten Mindestverbrauchs" zu Ausdehnung zu verhüten und den Kahn zu retten. Die Kajüte ist des Fließes wie frohes Jauchzen, wie ein Gruß aus be- der in Deutschland herrschenden Kohlennot und der von der Re- ausgebrannt. Auf einem Lagerplaz an der Greifswalder Str. 92 freitem Herzen an den so lang ersehnten Frühling. Und in gierung immer wieder betonten Notwendigkeit, Licht zu sparen, steht. standen mehrere Stapel mit Brettern in Flammen. Durch fräftiges uns stärkt es die Hoffnung, daß ebenso sicher, wie der Früh- und wir haben mit Rücksicht darauf wiederholt verlangt, daß die Löschen und schnelles Vorgehen konnte hier die große Gefahr für ling über die Lande kommt und die Natur aus des Winters Städtischen Werte dieſe Staufel in ihren dieferungsbedingungen ben agerplas und die angrenzenden Pläge beseitigt werden. starrer Macht erlöst, auch der Frühling über die Völker suspendieren möchten. Trotzdem läßt man den im Hinblick auf die der Mittelstr. 14 stand heute vormittag uni 9 1hr starrer Macht erlöst, auch der Frühling über die Völker gegenwärtigen Verhältnisse gemeingefährlichen Unsinn mit Stolonialwaren in großer Ausdehnung in Flammen, so fommen muß und sie erwecken wird aus langer, düsterer ruhig weiter bestehen. daß tüchtig Wasser gegeben werden mußte, bevor e3 Winternacht zu neuem, gemeinschaftlichem Leben. gelang, den gefährlichen Brand, der reiche Nahrung ge Schließung der Berliner Buttergeschäfte? Der Verein Berliner funden hatte, zu löschen. Außerdem hatte die Feuerwehr auf Butterkaufleute hat zum nächsten Montag eine Veriammlung ein- dem Anhalter Güterbahnhof zu tun, wo Loren mit Preßberufen, in der er über einen Antrag, die Verkaufsstellen sämtlicher fohlen brannten. Samariter der Wehr waren mit Erfolg in Mitglieder in Groß- Berlin demnächst zu schließen, Beichluß gefaßt der Tegeler Etraße 35 tätig, wo sich eine weibliche Person mit werden soll. Der Antrag ist eingebracht worden, weil der Aufschlag Gas vergiftet hatte. Küchenbrände mußten u. a. in der Palisadenauf den Einkaufspreis der Butter nicht erhöht worden ist. Die straße 70, Lüßowstr. 87 gelöscht werden, die auch Immobilien erKleinhändler hatten bis zum Dezember 1916 das Recht, einen Bu- griffen hatten. Weitere Brände wurden noch aus der Kazzbachschlag in Höhe von 11 M. für den Zentner zu erheben, dieser Aufstraße 33, Urbanstr. 37 u. a. Stellen gemeldet. In der Tiecitr. 17 schlag wurde dann auf 13 M. erhöht. Die Händler behaupten nun, und Neuen Jakobstr. 13 waren von der Feuerwehr angestellte daß sie mindestens 15 M. auf den Zentner haben müßten. Rettungsversuche bei mehreren Personen, die sich durch Gas vergiftet hatten, erfolgreich. In unzähligen Windungen schlängelt sich das Nonnenfließ durch den Waldesgrund, allenthalben sprudeln Quellen aus den Uferhängen hervor. Sehr gut tönnen wir die Windungen oder Mäander des Fließes( nach dem sehr Windungen oder Mäander des Fließes( nach dem sehr gewundenen Mäandrosfluß in Kleinasien so genannt) sowie die Erscheinungen des Prall- und Gleithanges auf der heutigen Wanderung studieren. Keller Georg dhidram aus der Stochstraße 27 geworden. Er wollie Ein Opfer feines Berufes ist der Bezirksschornsteinfegermeister Donnerstagvormittag die Schornsteine des Grundstücks an onierstraße 2 reinigen. Als er zu diesem Zwecke im Keller eine Tür öffnete, strömten ihm Kohlenoryogaie entgegen und nahmen ihm sofort das Bewußtsein. Da er erst nach mehreren Stunden aufgefunden, konnte ein hinzugerufener Arzt nicht mehr helfen. Der Lebensmüde mit den drei Frauen. Die zahlreichen Unebenheiten der Uferwände stellen sich dem fließenden Wasser als Hindernis in den Lauf und drängen es vom geraden Wege ab. Am Vollufer( die konvere Seite Die Berliner Fleischer über die Viehversorgung Berlins. Die der Strümmung) ist die Strömung nur schwach, deshalb Belieferung Berlins mit Vieh durch die in Betracht kommenden Viehlagern sich die im Wasser schwebenden Stoffe hier leichter handelsverbände gab in der letzten Sigung der Berliner Fleischer und bilden neues Land. Die Strömung gleitet ab, vesinnung zu lebhaften Stlagen Veranlassung. Es wurde ausgeführt, halb diese Uferseite Gleithang genannt wird. An das die Reichshauptstadt scheine die Abladestelle für gegenüberliegende Hohlufer( fonfave Seite) prallt die Strö minderwertiges Vieh geworden zu sein. So habe eine der mung mit voller Kraft an, Schlächtergruppen unter 135 Rindern nur ein fettes Stüd gehabt. da das Wasser infolge Der Magistrat soll ferner darauf aufmerksam gemacht werden, daß des Beharrungsvermögens möglichst in seiner bisherigen Bahn die üblanlagen auf dem Schlacht- und Vieh ho fortfließen will. Deshalb heißt diese Uferseite Prall- nicht mehr genügen und daß, wenn diese nicht erweitert hang. Die fräftige Strömung zerstört das Ufer mehr und würden, großer Schaden entstehen könnte. Am Donnerstag abend: hat sich der verheiratete Monteur B. W ille in der Wohnung mehr und spült das Land fort. An einigen Stellen, wo die Erzeuger- Richtpreise für inländischen Spinat sind von der seiner Geliebteu am Scottbuser fer 62a mit Gas vergiftet, Krümmungen des Fließes eng aneinander liegen, sehen wir, Reichsstelle für Gemüse und Obst festgesetzt worden, und zwar bis nachdem er vorher alles in der Wohnung kurz und klein geschlagen daß das Wasser die schmale Landbrücke zwischen ihnen nahezu zum 15. Mai 25 Pf., später 15 Pf. für das Pfund. Diese Säße hatte, angeblich aus Merger über Vorwürfe, die seine drei durchgenagt hat und sich bald den fürzeren geraden Weg er- gelten nur so lange, bis die Preiskommission, die für das Gebiet Frauen ihm gemacht hatten. Alle Wiederbelebungsversuche. zivungen haben wird. An einer Stelle ist dies sogar schon jeder Bezirksstelle, die in der Regel für jeden Regierungsbezirk be- waren erfolglos. Die Leiche wurde in Gegenwart der drei Frauen, der Fall und der abgeschnürte Fließbogen bildet jegt ein so- steht, die neuen Breise feſtgefeßt haben wird. Die Groß- und Klein- die mit ihren Kinder erschienen waren, von der Polizei beschlaggenanntes A It wasser. Hier liegt im kleinen, leicht über- handelszuschläge werden demnächst von den Gemeinden festgesezt nahmt. sehbaren Verhältnis vor unseren Augen, was die Flüsse und Ströme uns im großeu, nicht so einfach zu überblickenden Maßstabe zeigen. Der Weg zieht sich bald auf dem rechten, bald auf dem linken Ufer hin. Wir kommen zum Liesenfrüz, einer schirmartig gebauten Laube. Angenehm ist es, hier zu ruhen. Versunken in süßes Nichtstun lauschen wir dem Murmeln des Fließes, das zwischen buchenbestandenen Höhen dahinzieht. Am Ende des Nonnenfließes, bei seinem Einfluß in die Schwärze liegt Spechthausen. Hier befindet sich eine vom Alten Frig angelegte Papierfabrik, die noch heute das Papier für unser Papiergeld herstellt. Durch schönen Wald, am alten und neuen Wasserfall vorbei, gelangen wird bald nach dem freundlichen Eberswalde, von wo aus wir die Heimfahrt antreten. werden. Reisebrotmarken auch für Sommergäste. Zur Behebung von Zweifeln wird darauf aufmerfiam gemacht, daß auf Anordnung des Preußischen Landesgetreideamts Reisenden, wozu auch Sommergäste gehören, von der Wohnsizgemeinde unter Abnahme der entsprechen mand Anspruch auf Zuweiiung einer Brotkarte, der nicht seinen den Brotkarten Reisebrotmarken zu verabfolgen sind. Es hat niedauernden Wohnfig in der Gemeinde hat. Der Landrat des Kreises Teltow weist aus diesem Anlaß die Gemeinden des Kreiſes darauf hin, daß bei Personen mit doppeltem Wohnsiz festzustellen ist, welche der beteiligten Gemeinden Brotkarten verabfolgt hat. In Zweifelsfällen hat die Ausgabe von Brotkarten solange zu unterbleiben, bis der Berechtigte den behördlichen Nachweis der anderen Wohnsingemeinde erbringt, daß er für seine Haushaltung dort Brot nach den maßgebenden Grundsägen an Stelle von Brotkarten zu farten nicht erhält. Militärurlaubern sind Reichsreisebrotmarken berabfolgen. Einsam gestorben ist die 68 Jahre alte Aufwärterin Charlotte Hahn aus der Stegliger Str. 3. Die Frau war seit längerer Zeit fand man sie im Bette sigend, halb entkleidet, tot auf. Ein Arzt nicht mehr gesehen worden. Als man jetzt ihre Wohnung aufschloß. stellte fest, daß die Greisin von einem Herzschlage überrascht worden und der Tod schon seit längerer Zeit eingetreten iſt. auf dem Grundstücke Chausseestraße 109. Für etwa 25 000 Mark Herrenstoffe erbeuteten Einbrecher nachts eine Füllung aus der Tür, stiegen so in das Herrenkleidergeschäft Sie schnitten am Flur von Leese u. Wolff und suchten, nachdem sie die Füllung wieder eingejezt hatten, in Ruhe die besten Stoffe aus. Damenstoffe und Blusen erbeuteten Einbrecher, in den Damenfleidergeschäften von Klein, Jerusalemer Str. 44/45. und von Hirsch, Breite Ctr. 1. Charlottenburg. Lebensmittel der nächsten Woche. Es gelangen zur Ausgabe: 500 Gramm Fleisch und zwar 250 Gramm am Berliner Säuglingsfürsorge. Die Bekämpfung der Tuberkulose. Die Generalversammlung Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag auf die städtische und Die Säuglingsfürsorgestellen Berlins wurden im findet am 23. Mai, vormittags 11 Uhr, im Abgeordnetenhause in Fleischkarte. Startoffeln werden 5 Pfd. abgegeben. Die Abschnitte des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose 250 Gramm am Freitag, Sonnabend und Sonntag auf die ReichsVerwaltungsjahr 1915/16 trog der außerordentlichen Geburtenminde Berlin statt. Außer den geschäftlichen Angelegenheiten stehen Vor- der roten Nahrungsmittelfarte werden folgendermaßen eingelöſt: rung nicht viel weniger als im vorhergehenden Jahr benutzt. Sie mußten, wie der Jahresbericht meldet, 20 591 Stinder( gegenüberträge über Berufsberatung und Arbeitsvermittlung für Lungenkranke Abschnitt 68 und 84 mit Räucherwaren laut besonderem Anschlag in 22 923 Kindern des Vorjahres) neu in Pflege nehmen, wovon ordnung. Für Nichtmitglieder werden auf Wunsch Einladungen von 19. Mai, Abschnitt 81 mit 125 Gramm Teigwaren in derselben Zeit unter besonderer Berücksichtigung Kriegsbeschädigter auf der Tages- den Geschäften, Abschnitt 80 mit 100 Gramm Sago vom 11. bie 19 405 im Säuglingsalter standen und 1186 bereits das erste der Geschäftsstelle des Deutichen Zentralkomitees zur Bekämpfung je nach Vorrat. Lebensjahr hinter sich hatten. Aus dem Vorjahr übernahmen die der Tuberkulose in Berlin W, 2intstr. 29, abgegeben. Nachmittags Abschnitt 83 mit 125 Gramm Sirup ebenfalls vom 11.- 19. Mai. Abschnitt 82 mit 250 Gramm Kriegsmus und Fürsorgestellen 9902 noch nicht ausgeschiedene Kinder, so daß die 3 Uhr wird den Teilnehmern der Versammlung der vom Deutschen Abschnitt 85 mit 1 Pfd. Weißkohlsauerkraut vom 9.- 16. Mai und Gesamtzahl ihrer Schüßlinge sich auf 30 493 belief. Die unehelich Bentralfomitee herausgegebene Film„ Tuberkulose- Fürsorge" im Abschnitt 86 vom 17.- 26. Mai mit 30 Gramm Dörrgemüse oder geborenen Säuglinge, die ja größtenteils in die Vormundschaft der Stadt kommen und dann vom Vormundschaftsamt auch den Fürsorge- Uniontheater, Friedrichstr. 180, vorgeführt werden. Dörrrotkohl, Abschnitt 87 für diefelbe Zeit mit 40 Gramm ges stellen zugewiesen werden, waren mit 6539 Kindern an den Neuaufs Eine Zählung der leerstehenden Wohnungen und Gewerberäume 125 Gramm Graupen bezw. Gerstengrüge. trockneten Kohlrübenschnigeln, Abschnitt 88 vom 18.- 26. Mai mit nahmen beteiligt. Das Aufnahmealter war bei 5505 Kindern bis findet auf Grund eines ministeriellen Erlasses am 19. Mai statt. 7.- 19. Mai werden 3 Eier abgegeben. Auf die NährmittelzuiazFür die Zeit bom 14 Tage, bei 7126 Kindern-1 Monat, bei 4125 Kindern Die Aufnahme erfolgt nach einem Bordruck, den die Hausbefizer farte für Jugendliche gibt es in der Zeit vom 14.- 20. Mai 1-3 Monate, bei 2649 Kindern über 3 Monate. Den Bemühungen, oder deren Stellvertreter durch Vermittlung der königlichen Polizei 125 Gramm Kartoffelstärkemehl. Auf die Lebensmittelkarte wird eine möglichst frühzeitige 3uführung der Kinder reviere erhalten. Durch Verordnung des Oberkommandierenden in zu erreichen, ist noch mehr Erfolg zu wünschen. Gefördert werden den Marken sind die Hausbesitzer oder deren Stellvertreter ver- für jede Haushaltung je 1 Pfd. getrocknete Steinpilze abgegeben. fie jest durch die Reichswochenhilfe, die den mitwirkenden Kranken- pflichtet, den Vordruck vollständig und den Tatsachen entsprechend Schöneberg. Lebensmittelnachrichten. In der kommenden Woche fassen wie den das Stillgeld auszahlenden Steuerfassen eine Ge- nach dem Stande vom 19. Mai auszufüllen, zu unterschreiben und gelangen außer den üblichen Mengen an Fett, Fleisch und Brot zur legenheit bietet, Mütter auch auf die Säuglingsfürsorgestellen hin- bis zum 1. Juni an die Polizeireviere zurüd zuliefern. Ausgabe: 5 Pfund Kartoffeln und 3 Gier auf Abschnitt 21 der zuweisen. Erhebung über die Wohnverhältnisse der Kriegerfrauen. Auf mittelfarte 100 Gramm Perlsago, Abschnitt 23 50 Gramm MischEierkante. Daneben werden verteilt auf Abschnitt 22 der LebensZu der Frage nach der Häufigkeit des Stillens Grund einer Anordnung des Oberbefehlshabers in den Marken sind gemüse( Julienne) oder getrocknete Wohrrüben( Anmeldung bis unter dem Einfluß der Reichswochenhilfe jagt der die Striegsunterſtüßung empfangenden Frauen verpflichtet, ein ihnen Dienstag), Abschnitt 24 125 Gramm Weizengrieß( Anmeldung bis Jahresbericht: Es war zu hoffen, daß die umfassende Reichswochen bei der Auszahlung auszuhändigendes Formblatt über ihre Wohnbilfe ein Gegengewicht gegen die gewaltige, das Stillen hindernde Zuwaren die Brusilinder an den Neuaufnahmen im Alter bis zu folgenden Auszahlung an die zuständige Unterstügungskommission bung findet nur in den zum Verkauf ausdrücklich zugelassenen und nahme der Frauenarbeit im Laufe des Strieges bilden werde." In 1915/16 verhältnisse nach sorgfältiger und vollständiger Ausfüllung bei der Dienstag); Abschnitt 4 der Nährmittelkarte für Jugendliche 2 Pacete Mandel- Rosinen- Pudding( Anmeldung bis Dienstag). Die Anmeldurch besonderen Verkaufsanichlag fenntlich gemachten Geschäften statt. Vom Donnerstag ab wird ½ Pfund Kriegsmus ohne Voranmeldung verabfolgt. Die Abschnittnummer wied noch bekanntgegeben. Der Verkauf von Fisch- und Räucherwaren richtet sich zurzeit sehr reichlichen Zufuhren. Die wieder abzugeben. 14 Tagen mit 91 Proz., von 1 bis 1 Monat mit etwa 85 Proz., von 1-3 Monaten mit etwa 64 Proz. beteiligt. Wie man sieht, Verbot der gewerblichen Verarbeitung von Reichsmünzen. Wer zeigt leider noch immer die Anteilziffer der Brustkinder schon im ohne Genehmigung des Reichskanzlers Reichsmünzen behufs gewerb ersten Lebensvierteljahr eine rasche Abnahme. In den Leistungen licher Verwertung einschmilzt oder sonst verarbeitet oder Gegen der Säuglingsfürsorgestellen bat gegenüber dem vorhergebenden stände, die unter Verwendung von Reichsmünzen hergestellt sind, nach den jeweiligen Jahr sich einiges geändert. Die den Müttern oder Pflegemüttern verkauft oder sonst in den Verkehr bringt, wird mit Gefängnis bis für den Verkauf bestimmten Nummern der neuen Fischfarte sind unentgeltlich gewährten Konsultationen und Hausbesuche mehrten zu einem Jahre und mit einer Geldstrafe bis zu 15 000 m. bestraft. I aus den Anschlägen an den bekannten Geschäften zu ersehen. Umersdorf. Lebensmittelnachrichten. Die he be gett vom 14. Mai bis 10. Juni geltenden neuen Kartoffeltarten enthalten einen Anmeldeabschnitt zur Neueintragung in die Kundenlifte. Diese Neueintragung ist nur für Berlin, nicht auch für Wilmersdorf an geordnet. Deshalb hat der Abschnitt in Wilmersdorf keine Gültig feit, zumal hier neue Kundenlisten bereits am 1. Mai in Kraft getreten find. Einwohner, die bisher ihr Kartoffelquantum nicht erhalten fonnten, find berechtigt, bis einschließlich Sonntag auf jeden der nicht eingelösten Abschnitte je 100 Gramm Roggenbrot bei einem Wilmersdorfer Bäder zu entnehmen. Srichregex. Cervertelles Son Heute Bts eluffiesta Montag gelangen in den Geschäften, in welchen der Eierbezug an gemeldet ist, auf Abschnitt b der Eierkarte drei Eier a 33 Pf. zur Ausgabe. Voraussichtlich kommen in der nächsten Woche weitere Eier aur Verteilung. . Soziales. Bekanntmachungen bom Dftober 1916 fprächen nicht gegen die Annahme des Kammergerichts, denn durch die neuen Bekanntmachungen feien die Verordnungen auf Militärarbeit allgemein nicht ausgedehnt worden, sondern nur auf die reinen Heeres näharbeiten, so daß zum Beispiel das Verbot des Zuschneidens mit Motoren auch jetzt noch nicht auf Militärarbeiten sich erstrecke. - Die Handlungen des Angeklagten lägen vor der Zeit der neuen Bekanntmachungen vom Oktober, so daß er, wenn er nur Militärarbeit gemacht hätte, freizusprechen wäre.- Die Sache fei aber Angeklagter nicht nebenbei auch noch Zivilschneiderei betrieben habe. an das Landgericht zurückzuberweisen, weil noch nicht feststehe, ob Wohnungsfürsorge der Landesversicherungsanstalten für Kinderreiche Familien. Aus aller Welt. Streitfragen aus der Streckverordnung für die Verarbeitung von Web-, Wirk- und Strickwaren und die Heeresnäharbeit. Treptow. Lebensmittelversorgung. In der Woche vom 14. bis Bei Militärschneiderarbeiten sollte der Zwischenmeister Müller 20. Mai werden außer den üblichen Mengen an Brot, Fett, Fleisch in Stettin die bekannte Streckverordnung in der Zeit vom Mai 1916 und Milch noch abgegeben: 5 Pfund Kartoffeln, von heute ab bis Mitte Oktober 1916 übertreten haben. Erstens habe er die 2 Stück Gier auf Abschnitt 3 der Eierkarte. Wer innerhalb 3 Tagen reine Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche für die in feine Eier nicht entnommen hat, geht seines Anspruches verlustig. feinem Betriebe mit dem Zuschneiden beschäftigten Personen Leipzig stattgehabten Vollversammlung folgende Leitfäße aufge Die Landesversicherungsanstalten haben auf ihrer im Aprit in Berdorbene Eier werden nur am Tage des Ankaufs umgetauscht. überschritten, zweitens babe er Personen aus seiner Werkstatt, stellt: 1. Die Wohnungsfürsorge für finderreiche Familien der Außerdem 200 Gramm Kunsthonig auf Abschnitt 30. Der Preis für die die Arbeitszeit auf 40 Stunden pro Woche be- minderbemittelten Bevölkerung ist eine der dringendsten Aufgaben für 250 Gramm 28, für 500 Gramm 55 Pf. Auf Abschnitt 28 125 fchränkt sei, noch Arbeit zur Verrichtung außerhalb der Werkstatt der Allgemeinheit. Ihre Lösung muß tros der großen SchwierigGramm Speisesirup für 13 Pf. Auf Abschnitt 29 3 Würfel Maggi- mitgegeben, und drittens habe er den Heimarbeiterinnen den für feiten, die sie darbietet, ohne Verzug planmäßig in Angriff gefuppen a 10 Pf. und 50 Gramm Perlsago auf Abschnitt 27 für 9 Pf. diefe borgeschriebenen Zuschuß von 10 Proz. ihres Arbeitsverdienstes nommen werden. Ein Hinausschieben würde die Lage verschlimmern Die Voranmeldung für diese vier Artikel hat am Montag zu erfolgen. nicht gewährt. und die Lösung noch mehr erschweren. 2. Die aus den gegenMontag von 11 bis 3 Uhr in den Bürgerlichen Verkauf von ge Das Schöffengericht verurteilte ben Angeklagten, unter An- wärtigen Verhältnissen fich ergebenden gesundheitlichen Schädigungen räuchertem Schinken, Pfund zu 8 M. Ferner wie bisher Verlauf von nahme eines Verschuldens, wegen der ersten beiden Handlungen der versicherungspflichtigen Bevölkerung haben in der Zukunft notDörrgemüse, Getdürzgurken, Speiseöl, Rübenfauerkraut, Bouillon zu zwei Geldstrafen von je 75 M. und wegen der dritten ihm vor- wendig eine große Belastung der Versicherungsanstalten zur Folge. würfeln, getrocknetem Klippfisch, Rauchfisch und gesalzenem Dorsch. geworfenen Handlung beziehungsweise Unterlassung zu einer Strafe Sie sind deshalb bereit, innerhalb der ihnen gezogenen Grenzen Der Verkauf von Flußischen, Näucherwaren und Salzberingen von 50 M. Das Landgericht in Stettin hob die Strafe von 50 M. auf, gabe von Darlehen insbesondere geschehen durch Gewährung von erfolgt bis auf weiteres ohne jede Einschränkung gegen Vorzeigung sich an dieser Fürsorge zu beteiligen. Dies kann außer durch Herder Lebensmittelbezugstarte. Der Verkauf von Spargel findet der beließ es aber bei den anderen beiden Strafen von zusammen Beihilfen zu den Kosten der Einrichtungen zugunsten finderreicher Reihe nach, beginnend im Berliner Drtsteil, in denjenigen Ge- 150. schäften statt, in denen die Einwohner zum Bezuge von Kartoffeln Während der Angeklagte bestritt, daß die im Bezirk des zweiten Familien( Spielpläge, Kinderhorte usw.). eingetragen sind. Borzulegen sind die Kartoffellarte und Abschnitt 43 Armeekorps und in den anderen Bezirken gleichmäßig erlassenen der Lebensmittelbezugsfarte. Auf jeden Abschnitt entfällt 1 Bfund. Verordnungen vom 4. April 1916 auch auf Militärarbeit Anwendung Der Preis beträgt für 1 Pfund: 1,45 M, 1,05 m., 1,00 m. fänden, war das Landgericht in Uebereinstimmung mit dem und 0,45 M. In der ersten Zeit der Spargelernte wird die Gewerbe- Inspektor der Meinung, daß die Verordnungen vom Zum Tode durch den Strang verurteilt wurde in Wien die Kundschaft jedes Händlers nur nach und nach bedient werden 4. April 1916 von vornherein auch die Militärarbeiten Raubmörderin Leopoldine Kasparet, die mehrere Frauen übermit betroffen hätten und nicht erst vom Oktober ab, tvo fallen und eine von ihnen getötet hatte. Friedenan. Lebensmittelversorgung. In der legten Gemeinde- durch neue Bekanntmachungen der Militärbefehlshaber ausdrücklich erklärt worden sei, daß jene Verordnungen auch Heeresnäharbeiten Die amerikanische Munitionsfabrit Hammoth ist in die 2uft vertretersizung gab Bürgermeister Walger auf die Anfrage eines beträfen. Die Strafe von 50 M. wegen Nichtgewährung der 10 Broz. geflogen. Die Zahl der Opfer ließ sich nicht feſtſtellen. Gemeindeverordneten wegen der Ungleichheiten in der Lebensmittel- sei nur deshalb aufzuheben, weil dem Angeklagten in diesem belieferung der Groß- Berliner Gemeinden eine längere Erklärung ab, in der er betonte, daß diese Ungleichheiten für die Land- Punkte ein entschuldbarer Frrtum zuzugestehen sei, der ihn von Strafe gemeinden in dem längeren Instanzenzug beruhen, daß aber Be- befreie, da die Verordnungen der Militärbefehlshaber keine Rechtsnormen, sondern Verwaltungsanordnungen feien. Charlottenburg. Montag, den 14. Mai, im Voltshause, Rofinen strebungen im Gange find, einen Ausgleich zu schaffen und den Instanzenweg für die großen Vorortlandgemeinden abzutürzen. Für und verwies die Sache zu nochmaliger Verhandlung an das Landgericht Das Kammergericht als Revisionsinstanz hob das Urteil auf straße 3, vorn I, Jugendheim. Vortrag: Massenspeisung. den Lanaufenthalt von etwa 1000 erholungsbedürftigen Schulfindern in Waren in Mecklenburg wurden die Kosten von 20 000 m. zurüd. Es gab dem Angeklagten in der Hauptsache recht, Jugendveranstaltungen. bewilligt. Ferner wählte die Gemeindevertretung in die Aus- 1916 auf Militärarbeiten sich nicht bezogen hätten und erst im„ Arbeiter- Jugend für Groß- Berlin findet morgen Sonntag, indem es annahm, daß die Stredungsverordnungen vom 4. April Die Konferenz der Jugendausschüsse und Funktionäre der schüsse für Arbeitslosenunterstüßungen, Mietsunterstügungen, Striegs- Ottober 1916 durch neue Bekanntmachungen der Militärbefehls- vormittags 9 Uhr, im Sizungssaale des Bezirks- Parteisekretariats wohlfahrt und Kriegsbeschädigtenfürsorge Frauen. Zu Beginn haber auf Heeresnäharbeiten ausgedehnt worden seien. Lindenstraße 3, 2. Hof links 3 Treppen statt. der Sigung wurde der Gemeindeschöffe Sadée wiedergewählt. Da die Konferenz für die Jene Anordnungen vom 4. April 1916 feien auf das Kriegsrohstoff- weitere Jugendarbeit in Groß- Berlin von größter Wichtigkeit ist, müssen Brit. Sirup und Eierverteilung. Durch die Kleinhändler ge- amt zurückzuführen und hätten den Zwed gehabt, die Verwendung alle Orte und eingeladenen Organisationen vertreten sein. Yang auf Abschnitt 78 Rübensirup pro Kopf Pfund zur und den Verbrauch von Web-, Wirk- und Strickstoffen zu verringern. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Verteilung. Der Verkaufspreis beträgt 35 Pf. Bon heute an Da Militärarbeiten meist eilig seien, sei nicht anzunehmen, Sonntag mittag. Deftlich der Oder trocken und vielfach heiter; im wird je ein Ei auf die Abschnitte 17 und 18 der Eierkarte abge- daß die Militärbehörden selbst sich an der schnellen Be- Westen stärker bewölkt und strichweise Gewitter; am Tage überall warm; geben. friedigung ihrer Bedürfnisse behindert haben sollten. Auch die neuen in der Nacht zum Sonntag überall Frost. fönnen. Brillenträger. 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