Nr. 91. 0 Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs: Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Ein neues Stück „ Sozialpolitik Sonntag, den 19. April 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Lösung dieses Rententheiles versteht sich die Regierung erst befizer nicht durch Anlegung vieler größerer Rentengüter dann, wenn nach ihrer Meinung die Beibehaltung des auf seinen Gute sein Wirthschaftsgebiet zerstückeln wird. Rententheils für die Erhaltung des Rentenguts nicht mehr Schon in den Verhandlungen des königl. Landes- Dekonomienothwendig ist." kollegiums von 1885 über das Rentengüterprojekt, bemerkte der liberal- konservative Professor von Miaskowski, daß die Besitzer der großen Allodialgüter von diesem Projekte kaum großen Gebrauch machen würden, weil bei ihnen mehr die Tendenz besteht, sich abzurunden, als die Tendenz, Theile ihrer Güter zu Bauernstellen abzugeben." Die Rentenschuld ist ferner unkündbar. Unsere Zeit schwitzt aus allen Boren sozialpolitische Gesetzentwürfe. Leider stellt sich nur zu oft der neue Gesetz Kommt jedoch der Besitzer des Gutes seinen Verentwurf als ein wahrer Angstschweiß der armen, von der pflichtungen in Bezug auf die ordnungsmäßige UnterSozialdemokratie so schwer bedrohten Zeit dar. Vor wenigen haltung der Gebäude" nicht nach, so kann die RentenTagen tauchte nun eine neue sozialpolitische Vorlage auf, bank sofort den ungetilgten Rest der Zahlungen zurückderen Grundsätze schon 1885 in den Verhandlungen des könig fordern. Die freie Beweglichkeit des Rentengutes ist nun viel lichen Landes- Dekonomie- Kollegiums als ein festes Bollwerk gegen die Umsturzbestrebungen" der Sozialdemokratie be- fach eingeschränkt. Der Parzellirung, der Verpachtung, der trachtet wurden. Es ist dies die Vorlage eines Gesetzes, be- Beräußerung des Gutes sind ganz andere Grenzen gesteckt, treffend die Beförderung der Errichtung von Rentengütern." als der Parzellirung 2c. 2c. der übrigen Güter. Man Hier mag zunächst eine kurze Auseinandersetzung über den schafft durch die Rentengüter einen vielfach gebundenen Begriff des Rentengutes am Plaße sein. Die ländlichen Grundbesit. Arbeiter und Kleinbauern sind meist außer Stande, sich Und weshalb schränkt man die Beweglichkeit des Grund größere ländliche Stellen von den Großgrundbefizern zu und Bodens ein? Nun um Güter mittleren und kleineren kaufen. Um diese Arbeiter nun dennoch in Besizer der Stellen Umfangs entstehen zu lassen, deren Existenzbedingungen in verwandeln zu können, will fie der Staat die Kaufsumme einer Beit, die den Großbetrieb zur typischen Betriebsform des Gutes sowie deren Zinsen durch langjährige Renten- erhoben hat, mehr und mehr schwinden. Selbst ein konservativer Gelehrter wie Schmoller gestand schon vor Jahren zahlungen aufbringen lassen. einmal in seinem Jahrbuch für Gesetzgebung, Statistik 2c. ein, daß der mittlere und kleinere bäuerliche Betrieb unvollkommen" fei, daß er iur langsam die Fortschritte der rationellen Landwirthschaft mitmachen", ja sie sogar mit unter garnicht ausführen könne. Ja nach Schmoller ist es möglich", vielleicht wahrscheinlich", daß der kleinere und mittlere Betrieb sich in der heutigen Form doch nicht auf die Dauer halten kann und daß andere soziale und rechtliche Formen des Betriebes und der Bodennutzung sich mit der Zeit entwickeln müssen." Man verzinst z. B. die Schuldsumme jährlich mit 4 pCt. Nun läßt man jedoch den Arbeiter 4 pet. entrichten, und häuft die Geldbeträge, die das halbe Prozent abwirft, so lange aufeinander, bis die ganze Summe zurück erstattet ist. Ein Gut, welches so allmälig durch Renten zahlungen erworben wird, nennt man ein Rentengut. In vielen Fällen wird nun der Gutsbesitzer," wie die Begründung zum Gefeßentwurfe sagt, nur dann zur Vildung eines Rentengutes schreiten, wenn er nicht auf den dauernden Bezug der Rente angewiesen, sondern ihm die Möglichkeit gegeben ist, für den ganzen Bes trag der Rente oder für den größten Theil derselben ein entsprechendes Kapital zu erhalten, um damit betriebsform! entweder Schulden abzustoßen oder das Betriebskapital zu vermehren 2c. 2c." " Mir wenigstens, sagte Miastowski weiter, sind keine Fälle bekannt geworden, die in nennenswerthem Umfange ein solches Abgeben von Theilstücken der großen Güter zu Bauerngütern nachweisen."( Sigung vom 11. Novbr. 1885). Ferner verbietet dem Gutsbesizer sein eigenes Intereffe, größere ländliche Güter, welche die Inhaber derselben voll kommenwirthschaftlich von ihm unabhängig machen würden, zu errichten, weil er in diesem Falle werthvolle Arbeitsfräfte verlieren würde. Ihm kann nur daran gelegen sein, kleine ländliche Stellen zu schaffen, die den Arbeiter nicht vollständig ernähren und ihn auf die Arbeit des Gutshofes anweisen. Daher muß er die Gründung kleiner Arbeiterstellen mit ganzem Nachdruck betreiben. Und nun vergegenwärtige man fich ferner die Lage eines solchen seßhaften Arbeiters, welcher durch die ihm an den Füßen festhaftende Scholle an der freien Bewegung gehindert ift. Der Arbeiter, auf einem, weit ausgedehnten, isolirt liegenden Rittergute angesiedelt, kann nur bei dem Rittergutsbesitzer selbst Arbeit finden. Jedwede andere Arbeitsgelegenheit ist ihm durch die weite Entfernung seiner Scholle von den übrigen Gütern und durch den Mangel eines auf dem Lande herrschenden Industries zweiges abgeschnitten. Ferner können die Arbeiter nur schwer die Rentengüter veräußern. Infolgedessen befinden sie sich in vollkommener Abhängigkeit von dem Gutsbesitzer. Ja und diese neue Form des Betriebes und der Boden Daher kann dieses Gesetz über die Errichtung der nukung wird keine andere sein als die sozialistische GroßRentengüter sehr wohl den Gutsbesitzern eine gefügige, halbWollen wir nun Millionen von Kleinbauern etwa-hörige Landarbeiter- Klasse schaffen, namentlich, da es den weil es ja so ungeheuer belustigend für eine Gesellschafts- durchschnittlichen Umfang eines Gutes nicht so bestimmt, daß In diesem Falle beabsichtigt nun der Staat zwischen Klasse ist, mit Haut und Haaren aufgefressen zu werden der Arbeiter vom Gutsbesitzer unabhängig dasteht. Der dem Gutsbesitzer und ländlichen Arbeiter die Rolle des von Neuem ins Leben rufen, um sie dann wieder durch den Gesetzentwurf spricht nur an einer Stelle von einer Maximalgrenze für den mittleren Umfang der Güter, überläßt aber Vermittlers zu spielen. Er will zur erstmaligen Großgrundbesitz aufsaugen zu lassen? Einrichtung eines Rentengutes sowie zur Wir sehen, wie uns heute die produktiven Riesenfarmen die Festsetzung derselben späteren Anordnungen. Gerade die Aufführung der nothwendigen Wohn- und Amerikas mit immer höheren Bergen von Fleisch und Korn Bestimmungen über die Minimalgrenze für die Größe der Wirthschaftsgebäude Darlehne in 3 pro überschütten, und wir bemühen uns mun unsererseits, kleine, Güter hätten sozialpolitisch eine große Wichtigkeit gehabt. Unsere Kritik des Gesetzentwurfes wäre hiermit der zentigen oder 4prozentigen Rentenbriefen unproduktive Betriebe zu gründen. Nein, die große sozialpolitische Aufgabe unserer Zeit Hauptsache nach erschöpft. nach dem Nennwerth oder, soweit dies durch solche nicht geschehen kann, in baarem muß es gerade jein, große genossenschaftliche Betriebe zu schaffen, denen dereinst doch einmal die Zukunft gehören Gelde" gewähren(§ 2 der Vorlage.) Die aufgenommene Schuld zur Erwerbung wird. Wegen seiner rückläufigen Tendenzen wird daher das des Gutes wird bei 32 prozentigen Rentenbriefen in 60% Jahren, bei 4 prozentigen in 56 Jahren Gesetz über die Errichtung der Rentengüter nie tiefe Wurzeln bei einer jährlichen Verzinsung von 4 resp. 4% Prozent der in unserer großkapitalistischen Wirthschaft schlagen können. Immerhin fann es jedoch unter den ländlichen Arbeitern Gesammtsumme getilgt( amortisirt) sein. einiges Unheil anrichten; und deshalb bekämpfen wir es mit aller Energie. Es ist von vornherein klar, daß sich der GroßgrundVollständig wird allerdings der Arbeiter die auf seinem Gute lastende Rente nicht ablösen können, da etwa ein Zehntel derselben als unlösbar eingetragen ist. Zur AbFeuillefont. Nachbruck verboten.] ( 40 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. Im Jesu willen, red' nicht so!" bat Stafi. Warum nicht?" fragte er mit bösem Humor. ist die Sach' auf einmal abgethan, und Du bist Klosterbäuerin." " " Aber zum Schluß dürfen wir nicht vergessen, eine Seite dieses Entwurfs hervor zu heben, die ihn für uns als Sozialisten besonders anziehend macht. Die liberalen Blätter, wie die Freifinnige 3tg.", die" Bolts- 3tg." haben sofort den Mund gar voll über den staatssozialistischen Charakter des Gesetzes genommen. Der Staat will nämlich den Inhabern der Renten güter einen bedeutenden Kredit für die Begründung dieser Güter gewähren. Das Berliner Tageblatt" berechnet, daß der Staat lose Genuß des Neichthums hat einen dunkeln Punkt. Dann Der Gedanke an den Eisblick des Vaters verdarb Ambros zumorgen weilen die gute Laune, und der Aerger darüber, daß er sie sich dadurch verderben ließ, verbesserte seine StimStasi sah ihn vorwurfsvoll mit ihren sanften Augen mung nicht. Er war doch sonst kein Grillenfänger und an und sagte:„ Ach, Ambros, ich habe mich Dir nicht auf- um sich auf andere Gedanken zu bringen, beschloß er gedrängt, und um meinetwillen sollst Du Dich nicht demü- am Samstag in das Sängerkränzchen zu gehen. Stasi selbst higen. Mir liegt nichts daran, Klosterbäuerin zu werden, erinnerte ihn an sein Versprechen; er saße viel zu viel zu das weißt Du. Bitt' den Vater um Verzeihung, ja; Hause, daran wäre er nicht gewöhnt, und am Ende würden aber wie ein verlorener Sohn sollst Du ihm nicht unter die die Leute wirklich glauben, daß er unter ihrem Pantoffel Augen gehen und gar um meinetwillen bas ertrüg' stände. Es kam Ambros höchst drollig vor, daß er unter ich nimmer, das würd' mir das Herz abdrücken. Ach Am- dem Regiment seiner kleinen Frau stehen sollte und er nahm bros, ich bin ja so stolz auf Dich." von Stafi einen mit Lachen untermischten zärtlichen Abschied, als er nach dem frühen Nachteffen fortging. Bist Du?" fragte er und nahm sie in seine Arme. und Du willst nicht, daß der wilde Ambros zahm " Sie waren mittlerweile vor der Schmiede angekommen, und Wolf sagte, indem er stehen blieb:" Noth bricht Eisen, aber Gewalt schaffet Gewalt.. Bei Deinem hastigen Zufahren ist auch von unserem Glücksrad der Reifen gesprungen." Ambros ging mit großen Schritten weiter, so daß Im Stern wurde er mit Jubel empfangen und von Stafi Mühe hatte, an seiner Seite zu bleiben. Sie beob wird? allen Seiten reichte man ihm die Gläser entgegen. Jerg hatte achtete ihn ängstlich, denn sie sah, daß etwas in ihm arbeitete. Bahm schon," wehrte sie sich gegen seine Stüsse, aber gewettet, daß er nicht kommen würde; denn gingen die Sie selbst machte der Vorwurf Wolfs beklommen, daß stolz. Dicht stolz wie ein Haushahn, sondern so Bögel zu Nest, wäre es mit dem Singen vorüber. Ambros durch sein rasches Handeln das Glück seiner Schwester wie Nun war der Jubel auf Jergs Kosten um so größer, und gefährdet hätte. Er jedoch dachte nicht daran. Als sie Ein Zauntönig!" fiel er lachend ein. Mutschleitner trug den verlorenen Wein mit der Bemerkung hinter dem Dorfe unter den Tannen fortgingen, von deren" Q, Du böser Mensch," schalt sie, gleichfalls lachend. auf: Jerg könnte von Glück sagen, daß er seine Wette Zweigen der Wind oder der Fuß eines Vogels dann und Nein, stolz wie ein Adler." just noch vor Thoresschluß verloren hätte, über ein Kleines wann Schneeflocken auf sie streute, sagte er, seinen Spizhut In heiterer Stimmung kam Ambros mit Stafi nach würde sie ihm theuer zu stehen gekommen sein. Die nun mit einem Rude tiefer über die Stirn ziehend: Hause. Es kommte indessen nicht fehlen, daß ihm der Vater, ausgeschriebene Trankstener wäre ein verteufelt Ding. " Ja, das ist's! Als verlorener Sohn soll ich heim so wie er ihn in der Kirche gesehen, unwillkürlich wieder Um so mehr Grund, den Wein nicht zu schonen. Ambros tehren! Dahin möchten sie mich bringen.- auch der Wolf vor Augen trat und wenn er auch die Hoffnung Anwesenheit wurde wie ein Fest gefeiert und er ergriff daß ich vor dem Vater auf die Kenice fallen und ihn nicht aufgab, daß jener sich eines Besseren besinnen würde, wieder wie in alten Tagen den Kommandostab. Frischer um Gotteswillen bitten soll, er möchte mir doch verzeihen." so konnte er sich doch nicht verhehlen, daß seine Rolle des mud freudiger erklangen die Chöre und höher sprühte Stafi legte ihm beschwichtigend die Hand auf den verwunschenen Prinzen länger dauern könnte, als er voraus die Lust auf. Mutschleitner trug zur Guitarre ſeine Arm. Er sah sie mit düster glühenden Augen an und gesetzt hatte. Was lag daran, da er mit Stasi glücklich hübschesten Lieder vor und begleitete die komischen so rief mit einem Hohnlachen: Der. Ambros Der Ambros der wilde war? Aber es ist ein übel Ding, sich geflissentlich daran wirkungsvoll mit seinen treuherzig schalthaften Blicken und Ambros vor dem Klosterbauer demüthig auf den erinnern zu müssen, daß man glücklich ist. Wer zu rechnen Mienen, daß von dem dröhnenden Gelächter der Zus Knien! Gelt, Stasi, so könnt' ich Dir gefallen?" anfängt, mag immer noch sehr reich sein; allein der sorgen hörer die Fenster zu springen drohten. Auch Ambros, der durch die Uebernahme der Rentenbriefe und durch große| Baarvorschüsse für die Errichtung von Wirthschaftsgebäuden möglicherweise seinen Kredit mit sechs Milliarden Mark belasten könnte. Und diese Summe ist nach ihrer Meinung noch sehr niedrig gegriffen. Das Haus vertagte sich dann bis nächsten Montag ,, Arbeiterinnen über 16 Jahre, die ein Hauswesen zu I beforgen haben, sind auf ihren Antrag eine halbe Stunde vor 12 Uhr. der Mittagspause zu entlassen, sofern diese nicht mindestens 11 Stunden beträgt." freise: Folgende Geschmacklosigkeit leisten sich die Ham Dr. Schädler diesmal las er nicht ab be burger Nachrichten" bei Besprechung des Wahlgründete seinen Antrag sehr warm. Die Wärme hielt jedoch ergebnisses im 19. hannoverschen Wahl. nicht vor. Kaum hatte der Handelsminister v. Berlepsch den Wunsch geäußert, Herr Schädler möge seinen Antrag im Interesse der verheiratheten Arbeiterinnen, die Gefahr liefert aus ihren Plähen verdrängt zu werden, zurückziehen der Was sonst noch an dem Wahlergebnis auffällig bleibt, darf getrost auf die scheue Besorgniß zurückgeführt werden, mit welcher in einigen Kreisen vor dem welthistorischen Moment zurückgeschreckt wird, wo der Begründer des Deutschen Reiches zum ersten Male als Abgeordneter in derjenigen Körperschaft erscheint, die ohne das Walten seiner starken Hand sich schwerlich ihres Daseins erfreuen würde." folgenden Stelle hervor: Weß Geistes Kind der Artikelschreiber ist, geht auch aus Nun, sei dem wie ihm wolle. Sicherlich hat die Regierung hier den sozialistischen Gedanken zu dem ihrigen gemacht, daß der Staat in die bestehenden Eigenthums- und Besitzverhältnisse eingreifen könne und müsse, um diese im Interesse der Gesellschaft selbst umzugestalten. Gewiß, auch ein Wunsch, dem der Sozialreaktionär Oberstaatsanwalt wir verlangen Staatshilfe zur Umgestaltung der bestehenden Hartmann eifrigst sekundirte, so war die Wärme Eigenthumsverhältnisse. Aber wir wollen mit diesen sechs des Herrn Schädler verflogen: er zog mit einer Berbeugung Milliarden, mit denen wir uns ja als bescheidene Menschen gegen den Minister seinen Antrag zurück. schon vorläufig zufrieden geben wollen, nicht kleine unHierauf sprach Dr. Max Hirsch zu Gunsten des produktive Bauernwirthschaften, sondern große leistungs- Bayer'schen, eventuell des Gutfleisch- Möller'schen Antrags. fähige ländliche Genossenschaftsbetriebe begründen. Nach ihm ergriff Ulrich das Wort, um in längerer Rede Die Sozialdemokratie unterläßt es jetzt, wo ihre Geschäfte Will der Staat einmal einen Kredit von mehreren die schreienden Mißstände, wie sie bei der Frauenanderweitig geführt werden, aus Klugheitsrücksichten überhaupt, Milliarden für die Errichtung ländlicher Betriebe gewähren, arbeit jetzt hervortreten, zu schildern und die sozialernste Anstrengungen zu machen und Besorgnisse zu erregen. gut, so handelt es sich doch nur einfach noch um die Frage, demokratischen Anträge zu begründen. Dem fozialdemo- wie die Kühnemann, Verdy, Maybach, Buttkamer, Richt Nun, die Caprivi, Miquel und Berlepsch sind so weit welche Betriebsform ist in Hinsicht der ökonomischen Ent- fratischen Redner folgte Bayer, der den volksparteilichen wie die Kühnemann, Verdy, Maybach, Buttkamer, Richtwicklung und im Intereffe der Gesellschaft die zweckmäßigste; Antrag vertheidigte, worauf der Regierungskommissär Dr. hofen und Bismarck über den Verdacht erhaben, bewußt denn andere Fragen können doch wohl kaum mehr im Zeit Königs dem Reichstag die Ablehnung des 10stündigen die Geschäfte unserer Partei zu verrichten, daß diese„ Veralter der Sozialpolitit" von Gewicht sein, so namentlich Normal- Arbeitstages für Frauen empfahl, weil die deutsche leumdung" sicherlich ihren Zweck verfehlen wird. die nichtssagenden politischen Machtfragen. Nun, und diese Industrie sonst Gefahr liefe, theilweise zerstört zu werden." zweckmäßigste Betriebsform ist unzweifelhaft die genossen Freiherr von Münch legte nun eine Lanze für seinen meinen und gleichen Wahlrech t8" enthält, nach ber Eine schneidende Kritik des allge: schaftlich- sozialistische Großbetriebsform, da sie auf dem Antrag ein. planmäßigen Zusammenarbeiten zahlreicher Arbeiter und „ Kölnischen Zeitung" das Wahlergebniß im 19. hannoverschen Dann erhob sich Bebel, um die Gründe der Gegner Wahlkreis. Daß der Millionärzüchter und Welfenfondsauf einer möglichst großen Ausbeutung der vorhandenen einer zusammenfassenden Kritik zu unterwerfen. Besonders Leerer von den Wählern des hannoverschen Wahlkreises Produktivkräfte( der Dampf, Wasserkräfte 2c. 2c.) beruht. scharf ging er mit dem Zentrum ins Gericht, deffen schwan- richtig be- und verurtheilt worden ist, gefällt ihm und Erbringen wir nun einen recht schönen direkten und in- kende Haltung in Sachen der Sozial- Gesetzgebung er träf seinen Rumpanen natürlich nicht, und in ihrer Wuth wenden direkten Beweis von der Zweckmäßigkeit der sozialistischen tigst geißelte- natürlich ohne die nicht geistlichen Kapital sie sich gegen das allgemeine und gleiche Wahlrecht, Großbetriebe, so kann es uns ja im Zeitalter der Sozial- Anbeter darum zu schonen. politik nicht mehr an einer staatlichen Kreditgewährung von welches das Werkzeug der moralischen Hinrichtung war. Die Herren Möller und Size suchten Bebels Aus Wohlgemerkt und gleiche"; denn das allgemeine 6 Milliarden zur Errichtung dieser Betriebe fehlen. führungen zu widerlegen. Charakteristisch war die Offen Wahlrecht, d. h. daß Jeder stimmen darf, wie beim heit, mit welcher Herr Hitze den Opportunitätsstandpunkt preußischen Dreiklassen- Wahlgesetz ist diesen Leutchen wer noch zweifeln konnte, daß das nicht im Weg Zentrum Regierungspartei geworden ist, muß recht, das der Stimme eines obsturen Zigarrenarbeiters das gleiche WahlPolitische Uebersicht. Durch das Verhalten des Zentrums in dieser dasselbe Gewicht giebt wie der Stimme des größten Staatsganzen Debatte von jeglichem Zweifel befreit worden mannes aller Jahrhunderte", und letzterem die fatale Mög Berlin, 18. April. sein. Herr Hitze hatte, um die Aufmerksamkeit von der lichkeit eröffnet, von ersterem bei der entscheidenden Wahl Der Reichstag trat heute in die Diskussion des§ 137 blamablen Haltung des Zentrums abzulenten, den recht ge- geschlagen zu werden- das ist ber Stein des Anstoßes, ein, welcher von der Arbeitszeit der Frauen handelt, und schmacklosen Einfall, den Sozialdemokraten Obflruktion" vor ben zu beseitigen bas„ Ideal" dieser sauberen Gesellder in der Kommissionsfassung wie folgt lautet: zuwerfen. schaft ist. Arbeiterinnen dürfen in Fabriken nicht in der Nachtzeit der auf die sozialreformatorische Thätigkeit des Zentrums Bismard schon einmal in Reichstag gewählt war. Den Herren Möller und Size antwortete Singer, Bei dieser Gelegenheit sei baran erinnert, daß Fürst von 8/8 Uhr Abends bis 5% Uhr Morgens und am Sonn bes Näheren einging, den Vorwurf der Obsrubtion energisch Allerdings nur in den ben Norddeutschen Reichsabend sowie an Vorabenden der Festtage nicht nach 5½ Uhr zurückies, und Herrn Site zu einer zweiten Rede ver tag. Es war anno domini 1867 und damals verdankte der Nachmittags beschäftigt werden. Die Beschäftigung von Arbeiterinnen über sechzehn Jahre anlaßte, die nur seine erste kommentirte und die barf die Dauer von elf Stunden täglich, an den Vorabenden Opportunitäts- Politik des Zentrums nur in grellere Be- Arbeitern, die von dem bekannten Herrn von Schweizer und die Blut- und Eisenpolitikus seine Wahl den Elberfelder der Sonn- und Festtage von zehn Stunden, nicht überschreiten. leuchtung stellte. Eine Bemerkung Bebel's verschuldete Zwischen den Arbeitsstunden muß den Arbeiterinnen eine eine dritte Rede des Herrn Hitze. Dem Zentrum ist vor hierzu verleitet wurden. Wenn der Er- Reichskanzler bas mindestens einstündige Mittagspause gewährt werden. Damals mit dem dem Jetzt vergleicht, wird er einWöchnerinnen dürfen während vier Wochen nach ihrer bavor, daß sie den Zentrumswählern bekannt wird. Wir sehen, wie unglaublich beschränkt seine Auffassung der sozial Niederkunst überhaupt nicht und während der folgenden zwei werden uns das merken. feiner Regierungsfreundlichkeit ersichtlich bange- wenigstens demokratischen Bewegung war, und wie vollständig Wochen nur beschäftigt werden, wenn das Zeugniß eines approbirten Arztes dies für zulässig erklärt. funden hat. Daß der einst allgewaltige Minister, der sich und gründlich er in den Sozialdemokraten seine Meister geRefolution: Die verbündeten Regierungen zu erfuchen, vor 24 Jahren in einer der ersten deutschen Industriestädte mit der Frist bes§ 187, Abfaz 5, bie Frist des§ 20 Nr. 2 mit Hilfe verblendeter Arbeiter in den Reichstag eindes Krankenversicherungs- Gesetzes bei nächster Revision desselben und Annahme des Paragraphen in der Kommissionsfaffung, schmuggeln tonite, heute in einem der rückständigsten länd in Nebereinstimmung zu sehen. lichen Wahlkreise Deutschlands nur mit Hilfe feiner Salbes mit ihm gemeinsam haben, über einen Sozial grimmigften Feinde, die nur die Verehrung des Goldenen demokratischen Bigarrenarbeiter" obsiegen kann, das zeigt uns so recht deutlich und anschaulich die ungeheuren Fortschritte, welche die sozialdemokratische Bewegung in Deutschland gemacht hat. Also nochmals der Normal- Arbeitstag, und es liegt in der Natur der Sache, daß die Debatte verschiedentlich auf die gestrigen und vorgestrigen Verhandlungen zurückgreifen mußte. Bon sozialdemokratischer Seite ist zu§ 137 beantragt: a) Im ersten Absah statt 81/2 Uhr zu sehen: 8 Uhr", statt 5 Uhr Morgens: 6 Uhr Morgens", statt 51/2 Uhr Nachmittags: 5 Uhr Nachmittags". b) Jm Abfaz 4 erste Beile statt, vier" zu setzen: fechs". c) Dem Absah 4 hinzuzufügen: Eine Kündigung oder Entlassung der Wöchnerin aus der Arbeit darf während dieser Zeit nicht stattfinden." d) Für den Fall der Ablehnung des neu beantragten §136 a dem zweiten Abfate folgende Fassung zu geben: Die Beschäftigung von Arbeiterinnen darf die Dauer von 10 Stunden täglich, an den Vorabenden ber Sonn- und Festtage von 9 Stunden nicht überschreiten." Die Bolts partet beantragt ben 10 stündigen Normal- Arbeitstag für Arbeiterinnen über 16 Jahre; Frhr. von Münch den 11 stündigen für Arbeiterinnen über 17 Jahre; Dr. Schädler( 8entrum) den 10 stündigen Normal Arbeitstag für verheirathete Frauen, und Dr. Gutfleisch Möller( Kartell) beantragt: d. betonte Die sehr verwickelte Abstimmung, welche ein Viertel nach 4 Uhr begann, hatte zum Resultat Ablehnung fämmt licher Anträge mit Ausnahme des Gutfleisch- Möller'schen, sammt dem Antrag Gutfleisch- Möller und der Resolution. teine Anträge gestellt sind, in der Kommissionsfassung angeIn aller Gile wird noch ohne Diskussion§ 138, zu dem nommen. Derselbe lautet: Sollen Arbeiterinnen oder jugendliche Arbeiter in Fabriten beschäftigt werden, so hat der Arbeitgeber vor dem Beginn der Beschäftigung der Ortspolizeibehörde eine schriftliche Anzeige zu machen. aber Graf Wilhelm Bismarck dementirt im Hannoveras nischen Courier" die von uns einem auswärtigen Blatte entnommene Mittheilung, daß er Remunerationen aus dent Welfenfonds empfangen habe. Ju ber Anzeige find die Fabrik, die Wochentage, an welchen die Beschäftigung stattfinden soll, Beginn und Ende der Arbeitszeit und der Pausen, sowie die Art der Beschäftigung anzugeben. Eine Aenderung hierin darf, abgesehen von Verschiebungen, welche durch Ersetzung behinderter Arbeiter für einzelne Arbeitsschichten nothwendig werden, nicht erfolgen, bevor eine ents Immer weitere Kreise zieht die Diskussion über das sprechende weitere Anzeige der Behörde gemacht ist. In jeder Komplott gegen die deutsche Arbeiterklasse. Wir sind Fabrik hat der Arbeitgeber dafür zu sorgen, daß in den Fabrit außer Stande, alle Preßstimmen zu registriren; eine Ausräumen, in welchen jugendliche Arbeiter beschäftigt werden, wahl möge hier folgen. Die freisinnige Wochenschrift an einer in die Augen fallenden Stelle ein Verzeichniß Nation" erkennt rückhaltlos an, daß unsere Veröffentder jugendlichen Arbeiter unter Angabe ihrer Arbeits- lichung in der That die Berücksichtigung verdient, welche ihr tage, sowie des Beginns und Endes ihrer Arbeitszeit gewidmet wird, sie ist, wie das Blatt treffend bemerkt, von und der Pausen ausgehängt ist. Ebenso hat er dafür zu sorgen, prinzipieller Bedeutung für das Verhältniß der Arbeitgeber daß in den bezeichneten Räumen eine Tafel ausgehängt ist, welche in der von der Sentralbehörde zu bestimmenden Fassung zu den Arbeitnehmern überhaupt. Aus den eingehenden und in deutlicher Schrist einen Auszug aus den Bestimmungen Ausführungen des vornehmsten manchesterlichen Organs über die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen deutscher Zunge wollen wir folgende Stellen wörtlich hervorArbeitern enthält. heben: gleich den Meisten seine Joppe abgeworfen hatte, gab ein Stafi fuchte die finsteren Wolken, die sie auf seiner Letzterer, der die ganze Arbeit spielend allein verrichtet fchelmisches Lied zum Besten und als darauf Mutsch- Stirn lagern fah, zu zerstreuen; er wies sie aber ungeduldig haben würde, hatte mehr Muße als für ihn ersprießlich Leitner auf der Bither einen Schuhplättuer anschlug, zog er und zulegt mit barschen Worten zurück. Sie schaute ihn war. Die bösen Gedanken kehrten wieder. Die Enge der Moideli, die Kellnerin zum Tanze auf. Den Spizbut auf mit weitgeöffneten Augen an, worauf sie sich still in eine Verhältnisse begann sich ihm fühlbar zu machen, er verdas rechte Ohr gedrückt, trat er übermüthig den Taft und Ecke sette und weinte. Ihre Thränen machten ihn nur ver- mißte manches, woran er auf dem Klosterhofe gewöhnt schlug sich flatschend auf die prallen Schenkel, die nackten drießlicher, statt ihn zu rühren. Das fehlte ihm noch, daß gewesen, und die einst so heitere Seite der Entbehrung verKnie und Absätze, während das schlanke Moibeli, die Hand sie ihn mit ihren Launen quälte! Sie weinte nur um so dunkelte sich immer mehr durch den Vergleich mit der Verin die Hüften gestemmit, in der anderen einen Zipfel ihres stärker, es war ja deutlich, daß er sie nicht mehr lieb hatte! gangenheit. Es kam ihm selbst erbärmlich vor, daß er sich Fürtuches haltend, zierlich vor ihm sich drehte. Die Zuschauer Würde er sonst sie so hart angelassen haben, würde er ihr dadurch verstimmen ließ, hatte er doch durch eigene freie fauchzten und Ambros machte immer tollere Sprünge. nicht jetzt wenigstens, wo er sah, wie unglücklich sie fich Entschließung in die Lage sich versetzt, die ihn nun Seine großen, schwarzen Augen blitzten und flammten. fühlte, ein gutes Wort gegeben haben? Er that es nicht; drückte. Allein so viel er sich immer auf seinen Verstand Er vergaß, daß er ein Weib hatte: er vergaß alles in abgewendet von ihr saß er hinter dem Tische, blickte eingebildet hatte, das Vernünfteln wollte nicht viel nützen. der toll wirbelnden Luft. In späterer Stunde als sonst finster in die qualmende Flamme des Lichtstockes und Für Stast war es ein Glück, daß David mit ihnen hauste. trennte man sich. taute an seiner Pfeifenspitze. Die Beiber hätten auch Manchen Ausbruch von Ambros übler Laune der sonst Anderen Tages hatte Ambros ein unbehagliches Ge- gar keinen Verstand, grollte er in sich hinein. Stafi fie getroffen haben würde, lenkte er wie ein Blitzableiter füht, nicht so sehr infolge des reichlich genoffenen Weines, könnte es sich doch selbst sagen, daß ihn die Unversöhnlich auf sich. Aber nicht jedes Unwetter vermochte er an sich als wegen des Tanzes mit Moibeli. Es wollte ihn denn feit des Vaters verstimmte: aber wie alle Anderen hätte sie zu ziehen und immer häufiger. überzog sich der Ehehimmel doch bedünken, daß es sich für einen verheiratheten Mann nur ihre Liebe im Kopfe, als ob ein Mann nicht an Wich mit Wolken. nicht schicke, sich mit einer Kellnerin zu brehen. Betroffen tigeres zu denken hätte. Es war gar zu alberu! Hannes hielt Stafi für glücklich und es fiel ihm nicht aber traute er fich im Haar, als er seine Baarschaft nach- Aber warum sagte er ihr nicht, was dieses Wichtigere auf, daß er von ihr und seinem Bruder feine Nachricht erzählte. Er hatte sich nicht nur wie ein Junggeselle auf war? Gher hätte er sich die Zunge abgebissen. Er schämte hielt. Wann gedächten auch Glückliche des Einsamen? geführt, sondern auch das Geld nicht gefchont, als ob er sich des Grundes, ohne es sich einzugestehen. Stasi suchte noch der reiche Kloster- Ambros wäre. Dahin also war es ihr Lager auf, um ihren Jammer über ihr verlorenes mit ihm gekommen, daß er, der früher die Gulden nicht Glück unter der Bettdecke zit ersticken. Ambros blieb noch geachtet hatte, jetzt die Kreuzer erst umivenden mußte, ehe er eine Weile sizen und brütete über sein vermeintliches Alpenflora. Ihr widmete er die ganze Muße, die ihm seine fie ausgab? Und dann traf es ihn wie ein Donnerschlag, Krenz und Glend. Mit einem tiefen Seufzer stand er amtlichen Obliegenheiten gestatteten und mit ihrem Fortbaß das Geld, welches er forglos verthan hatte, nicht ihm, endlich auf. Als er aber Staft's hübsches Gesicht so blaß schreiten kam Ruhe über seine von den schweren Kämpfent sondern seiner Frau gehörte. Die wenigen Gulden, die er vom Weinen und so unglücklich unter der Decke hervor zerwühlte Seele. Er arbeitete nicht mehr um sich zu be vom Klosterhofe mitgebracht hatte, waren längst ausgegeben schauen sah, da konnte er sich nicht enthalten, sie zu küssen. Sie täuben, sondern aus innerem, wachsendem Drange. Fiel worden. Er besaß nichts. Jeder Bissen des guten Essens, jah ihn unter den bethränten Wimpern ungewiß an und in der Dämmerung, wann er die Feder niederzulegen das Stast für den Sonntag zubereitet hatte, schmeckte ihm dann schlang sie ihre Arme um seinen Nacken und zog seinen genöthigt war, sein Blick auf den Kalkstein mit den bitter. Es war das Brot seiner Frau, das er aß. Das Kopf an ihren Busen. war unerträglich und mußte ein Ende haben. Aber wie? Mit Gewalt war hier nichts zu erzwingen und so wandte sich seine Erbitterung zunächst gegen die Herzlosigkeit des Baters, durch die er in eine so demüthigende Lage versetzt worden, Ein Jeder lebt, ein Jeder liebt Und läßt ihn seiner Bein." Hannes arbeitete fleißig an seiner Beschreibung der Muschelabdrücken, der seine losen Papiere beschwerte, so Der Frieden ward ohne Worte geschlossen! spann er wohl seltsame Gedanken daran an. Wie jener Wäre es jetzt nur Frühling gewesen! Gab es während Masse, bevor sie zu Stein erhärtet war, die Gestalt von des Winters in der kleinen Wirthschaft überhaupt wenig zu Schalthieren, so hatte seinem Herzen das Bild Stafi's sich thun, so wurde dieses Wenige noch dadurch vermindert, daß eingedrückt. es zwischen David und Ambros getheilt wurde und ( Fortsetzung folgt.) einer Verständigung mit ihren Arbeitern zu kommen, fiele dann jeder Anreiz weg, auf der Bahn friedlicher Organisation fort zuschreiten. Besonders gespannt darf man aber darauf sein, was die Träger der offiziellen Sozialreform zur Betheiligung der Behörden an dem System von Bann und Acht sagen, das die Metallindustriellen über ihre Arbeiter verhängt haben. Ebensowenig wie zu den Geschichten vom Fideikommißstempel und vom Welfenfonds?? Die Rede des Herrn von Berlepsch in der gestrigen Reichstagssigung hat die Befürchtung der Frankfurter 8tg." nicht entkräftet. werden, sollen auf der Basis der Schtstundenarbeit beruhen, und es soll ungesetzlich sein, wenn besagte Kontrahenten von ihren Arbeitern mehr als achtstündige Arbeit verlangen ober gestatten.( es fei denn in den durch§ 1 erwähnten Nothfällen). § 3. Absichtliche Verletzungen dieser Bestimmung werden mit 50-1000 Dollars oder mit Gefängniß bis zu 6 Monaten oder mit beidem bestraft. Aber freilich, Nordamerika ist ein wildes Land", ja sogar eine+++ Republik! Was bei uns nicht zu wünschen erlaubt ist, dort ist es Staatsgesetz. Gegen diese Vermischung von Politik und WirthschaftsIeben sollte ganz nachdrücklich Einspruch erhoben werden. Man kann davon absehen, daß eine Ausschließung der sozialdemo fratischen Arbeiter aus dem Betriebe unserer Produktion praktisch unmöglich ist gleichzeitig aber muß theoretisch ausgesprochen werden, daß nicht der geringste Grund vorliegt, einen anständigen und. tüchtigen Arbeiter nur darum in seinem Fortkommen zu bemmen, weil er Sozialdemokrat ist. Und wie uns diese wirthschaftliche Vergewaltigung um politischer Ge finnungen willen durchaus unstatthaft erscheint, so möchten wir uns gleichzeitig gegen jenen Standpunkt verwahren, dem die Führer des Verbandes der Metallindustriellen zuzuneigen fcheinen es ist das der Standpunkt, als sei jeder Arbeiter, Nach Ansicht der nationalliberalen Münchener der sich an die Spitze seiner Genossen stellt, um deren wirth Neuesten Nachrichten" haben die Unternehmer nur schaft" finden wir einen Artikel ,, der Achtstundentag", In Herzka's Zeitschrift für Staats- und Volkswirthschaftliche Lage zu heben, im Allgemeinen als ein Unruhe ihre Pflicht gethan", als sie den Verband gründeten und in welcher insoweit Irrthümer enthält, als er behauptet, bie fliftender Sozialdemokrat anzusehen. .... Nun erweisen aber die Veröffentlichungen des der von uns geschilderten ungenirten Weise Recht, Gesetz Arbeiter versprechen sich von der Abkürzung der Arbeitszeit „ Vorwärts", daß der Verband seine Zwecke mit feineswegs und Moral mit Füßen traten. Nur zu einer kleinen Bebauernde Behebung der Arbeitslosigkeit." Hingegen schildert unanfechtbaren Mitteln zu fördern gesucht hat. Ist ein Zu- mängelung des Vorgehens der Unternehmer, die übrigens in Ser Artikel sehr gut die kulturelle Bedeutung fammenschluß der Metallindustriellen, um sich gegen ungebühr der Form recht charakteristisch ist, kann sich das Blatt auf des Achtstundentages und schließt mit folgenden Worten, liche Forderungen zu schützen, auch wohl berechtigt, so scheint schwingen. G3 schreibt nämlich: es doch kaum mit dem Gesetze vereinbar, daß dieser Verband die von einem Manne herrühren, der nichts weniger als auf einem Umwege durch die besondere Einrichtung der Sozialdemokrat ist: Entlassungsscheine das gesetzlich abgeschaffte Arbeitszeugniß wieder einzuführen sucht, und daß er unter seinen Mitgliedern Listen mit den Namen jener Arbeiter zirkuliren läßt, die als unruhige Glemente aus einer Fabrit ausgeschlossen, nunmehr auch in feiner anderen Fabrik des Verbandes mehr eine Anstellung erhalten sollen, d. h. diese Arbeiter sollen bleibend brot Los gemacht werden. Ein derartiges Vorgehen kann schon das einfache Gerechtigkeitsgefühl nicht billigen; dem Ankläger und Richter sind hier die nämlichen Personen, und es besteht nicht die geringste Gewähr, daß die interessirten Industriellen stets nur unwürdige Personen aus der Beschäftigung in dem gesammten Betriebe ausschließen; selbst die Ranküne und die Feindschaft untergeordneter Beamten können unter diesen Um ständen schon eine Familie ins Unglück stürzen. er= Endlich ist noch ein Wort zu sagen über die Stellung, welche die Regierung gegenüber den Bestrebungen des Verbandes der Metallindustriellen einnimmt; es handelt sich im Besonderen um die Haltung des Berliner Polizeipräsidiums und um den Inhalt des erwähnten Schreibens des Kriegsministeriums sowie um ähnliche Schreiben der EisenbahnVerwaltungen. Es ist klar, daß die Regierungsbehörden. sich hüten hüten sollten, irgendwie den Verdacht zu regen, als bevorzugten sie bestimmte Kreise der Be völkerung gegenüber anderen Kreisen, und als suchten sie durch das Gewicht ihres Einflusses die Interessen dieser gegen die Interessen fener zu stützen. Die Regierung ist für die gesammte Bevölkerung, nicht für eine Intereffengruppe ba. Und aus diesem Grunde müssen wir es denn auch bebauern, daß Kriegsministerium und EisenbahnDerwaltung ohne vorsichtige Prüfung den Standpunkt des Verbandes der Metallindustriellen zu dem ihrigen machen und damit prinzipiell gegen die Arbeiter und für die Arbeitgeber Partei ergreifen, während doch keine ernste Gewähr für die ftete Gerechtigkeit der Entscheidungen jener geboten ist. Im Interesse der völligen Unabhängigkeit der Regierungsbehörden sollte es dann aber auch unstatthaft sein, daß das Berliner Polizeipräsidium fich 3000 m. von dem Verbande schenken läßt zur Vertheilung an jene Beamte, die aus Anlaß der Be fürchtungen am 1. Mai in besonderem Grade dienstlich an= gestrengt worden sind, als hätte am 1. Mai die Polizei vor Allem zum Nußen einer Anzahl Fabrikbesizer gehandelt, sodaß diese nun zur Bezeigung einer besonderen Erkenntlichkeit sich verpflichtet fühlen könnten. Außer den politischen und rechtlichen Gesichtspunkten hat man aber auchy die reine Müzlichkeitsfrage in Betracht zu ziehen. Sind denn jene Bestimmungen, welche der Verband der Berliner Metallindustriellen" vereinbart hat, auch nur zweckmäßig, um das zu erreichen, was angestrebt wird? Wird ein einziger Streit weniger sein, wenn die Fabrikbefizer nach dem Statute der Vereinigung verfahren? Schwerlich. Es werden sich stets wieder Arbeiter finden, die den Kampf aufnehmen, und biefer Kampf wird gerade verschärft und verbittert, weil die Arbeiter burch Veröffentlichungen, wie die im Vorwärts", sich als ver gewaltigt und unterdrückt betrachten. Was Mittel, gleich diesen, bewirken, hat auf große Verhältnisse übertragen das Sozialistengesetz bewiesen. Der Weg zu einer besseren Gestaltung der Beziehungen und zum schließlichen Frieden zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern muß daher ein anderer sein. Statt daß beide Parteien einander bekämpfen mit erlaubten und unerlaubten Mitteln, und daß jede Partet den Gegner auf das Aeußerste zu schädigen sucht, muß mit dieser Methode gebrochen werden, und die öffentliche Meinung sollte die Pflicht haben, diesen Praftifen entgegen zu treten, auf welcher Seite sie sich immer zeigen. " Auch bie Frankfurter Beitung" nimmt unserer Veröffentlichung gegenüber eine anerkennenswerthe Haltung ein. Sie findet, daß die von uns abgedruckte Broschüre einen schneidenden Mißton in die Jubellieder der Kartells und Syndikatsippe gebracht hat. Das Blatt kon statirt, daß der Verband der Metallindustriellen nicht nur alle gesetzlich erlaubten Machtmittel angewandt hat, sondern auch zu gesetzlich unerlaubten Mitteln griff, wenn dies seinen Zwecken diente. Als Gefeßesübertretungen werden angeführt: die Verlegung Die Ueberweisung eines Geldgeschents an das hiesige Polizeipräsidium zum Zweck der Ueberweisung desselben an die beim vorjährigen Maifest im Dienste befindlichen Schuhleute wäre wohl am besten unterblieben. Man sollte auch den Schein vermeiden, als ob die Aufrechterhaltung der Ordnung im Inter esse einer bestimmten Bevölkerungsklasse erfolgte. Indem wir uns vorbehalten, aus den weiteren zahlreichen Stimmen der deutschen Presse*) über das Komplott gegen die deutsche Arbeiterklasse bemerkenswerthe Aeußerungen nächstens wiederzugeben, wollen wir die Meinung einiger auswärtiger Blätter heute noch wiedergeben: Der hiesige Korrespondent der Wiener Arbeiter Beitung" schreibt ans Anlaß unserer Publikation: " In diesem Lichte betrachtet, ist der Kampf für den Achtstundentag etwas Anderes, als wozu ihn verblendete Kurzfichtigkeit machen will; er ist keine Razbalgerei um den ohnehin mageren Knochen, der in der heutigen Welt erzielbaren Produktionsgewinne, sondern ein Kampf für den menschlichen Fortschritt ganz im Allgemeinen. Und wer sich bem Achtstundentag widersetzt, der übt babei feinen Aft der Selbstvertheidigung gegen einen Angriff auf sein persönliches Interesse,.. er versündigt sich gegen die Interessen des allgemeinen Fort schrittes. Ein Staat vollends, der in diesem Rampfe gegen die Werkürzung der Arbeitszeit Stellung nehmen wollte, würde damit bie Waffen gegen die Grundlagen feines eigenen Gedeihens tehren, gegen bas Wachsthum der physischen Kraft und des Wohlstandes aller feiner Bewohner." Jene gutgläubigen Illusionäre, die sich gegenüber bem Klaffenkampf und dem wüsten Terrorismus der fapitalistischen Unternehmer damit trösten, daß in dem modernen Staate die Instanz existire, die unbeeinflußt von den Interessen der streitenden Parteien in unwandelbarer Gerechtigkeit über dem Rampfgewühl throne und den Streit zulegt auch versöhnend Zum Kapitel ber sozialdemokratischen Ueberfchlichte, mögen in diesen Tagen ihre helle Freude daran treibungen. Als vor ein paar Tagen der sozialdemohaben, wie diese vortreffliche Theorie fich bewährt. Bei Ihnen kratische Antrag auf zehnstündige Arbeitszeit für die Lehrin Osterreich können sich jene empfindsamen Seelen an der linge und Verbot aller Arbeiten, die nicht direkt mit dem Stellung erbauen, die die Regierung der kommenden Mat Betrieb in Verbindung stehen, zur Verhandlung im Reichsfeier gegenüber einnimmt, bei uns in Deutschland haben tag stand, behauptete der Regierungskommissar Regierungswir in diesen Tagen den mit einer Ueberfülle attenmäßigen Materials ausgestatteten Beweis erhalten, wonach rath Wilhelmi, die Schilderungen des Abg. Bebel über die die erhabene Rolle der über dem Klassenkampf schwebenden, in Wißstände im Lehrlingswesen seien übertrieben. Jetzt denselben mit unparteiischer Gerechtigkeit eingreifenden Staats- ersehen wir aus einem Briefe eines Obermeisters gewalt eine außerordentlich fatale Beleuchtung gewinnt. einer größeren Berliner Jnnung an den Abg. Bebel, Obwohl es sich hier um einen Kampf gegen die daß derselbe sich nicht nur mit den Ausführungen Bebels legalsten und berechtigsten Bestrebungen der Arbeiter, gegen einverstanden erklärt, sondern auch mit Bezugnahme auf beren Eintreten für eine erweiterte Arbeiterschuß- Gefeßgebung, jene Aeußerung des Regierungskommissars schreibt: Die bessere Lohnbedingungen u. dergl. handelt, so tönnte man gegen te bel stände seien noch weit schlimmer, als zu solchem Zweckt gebildete Organisationen der Unternehmer an sie geschildert wurden. und für sich nichts einwenden, weil sie das Ergebnis des infte der Gesellschaft herrschenden Klassenkampfes sind. Allein die Auch in der Zeitung Der Gastwirthsgehilfe" wird Unternehmer führen den Kampf mit vergifteten Waffen, mittelft dem Herrn Regierungsrath Wilhelmi eine Berichtigung zu eines Systems von Spionage und Denunziation, das die tiefste Theil. Derselbe hatte bekanntlich bei Berathung von§ 121 Entrüstung herausfordert. der Gewerbe- Ordnungsvorlage behauptet, das Kellnerpersonal Trotz alledem sind das Harmlosigkeiten gegenüber der That stehe überall in Deutschland unter der Gewerbe- Ordnung. sache, daß diese Unternehmer, deren Anführer ein gewisser In der Nr. 16 der erwähnten Zeitung vom 16. April 1891 Frih Kühnemann, Kommerzienrath und Aehnliches, ist, die wird dagegen durch den Kellner R. Hoffmeyer mitgetheilt, daß in ganze Staatsmaschinerie, sämmtliche Zweige der Verwaltung, der Republik" Bremen die Kellner Dienst bücher bea Ministerien, Polizeibehörden, Gemeindeverwaltungen geradezu in ihrem Dienste, zu lebhaftester, rückhaltlosester Unterstübung ihrer fizen, in denen Auszüge aus der Gesinde Ordnung Machenschaften bereit finden. enthalten sind. In Bremen werden demnach die Kellner als Dienst boten behandelt, unb so zeigt sich auch hier wieder, baß die betreffenden Ausführungen unserer Parteiredner weder überflüssig noch unrichtig waren.. Und so ist es nur folgerichtig, daß für alle Rechtsverlegungen, die sich nachgewiesenermaßen die in dem Metall- Unternehmer- Verband zusammengeschlossenen Unter nehmer- Bereinigungen zu Schulden kommen ließen, sich niemals ein Staatsanwalt gefunden hat. Für jenen Berband existirte das Vereinsgefeh einfach nicht... " Die demokratische 8üricher Post" verurtheilt ebenfalls das Vorgehen der Metall- Industriellen. Das Lamm Bismarck. Fürst Bismarck hat wieder einmal sein Herz ausgeschüttet und zwar vor einer Deputation der Kieler Konservativen. In langer Rede führt er aus, daß sein Wahlspruch sei und bleibe: quieta non movere", zu deutsch: was ruhig liegt, nicht aufzurühren. Wir werden hierbei an ein anderes Bitat Bismarcs er innert, daß er in der Konfliktszeit der 60 er Jahre der fortschrittlichen Majorität des preußischen Abgeordnetenhauses zurief und das weniger lämmchenmäßig klingt. Er rief ber liberalen Opposition zu: Flectere si nequeo superos, Acheronta movebo, d. h. geht's nicht mit Gott, so mag's mit dem Teufel gehen. Unter dem Teufel verstand er die Sozialdemokratie, mit welcher er die fortschrittliche Majorität bedrohte. Nun, die Sozialdemokratie war wenigstens kein dummer Teufel, der sich von Bismarck nach Belieben ausspielen ließ, wie er bald zu seinem Leidwesen erkennen mußte. Er mag wohl Nationalliberale und Freisinnige töbern, aber er ist der Mann nicht, der Geister zu bes Das System, dessen man sich bedient, um sich die Verschwören weiß. Tegenheit mit den sozialistischen Arbeitern vom Balfe zu schaffen Der Amsterdamer, Tageblatt für Nie berland" faßt sein Urtheil über die von uns veröffentlichten Aktenstücke der Vereinigung der Metallindustriellen in Folgendem zusammen: " Ohne Zweifel liegt in diesem ausschließlich gegen bie So staldemokratie gerichteten gemeinschaftlichen Vorgehen staatlicher Behörden mit privaten Vereinigungen viel, was nicht in Ordnung ist. Eins darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden: daß das Roalitionsrecht sowohl für Unternehmer als für Arbeiter besteht. Der Staat muß sich diesen beiden Rechten gegenüber streng unparteiisch verhalten und in Preußen ist bas wenigstens bis jetzt immer der Fall gewesen." liche der Sache mitgetheilt hat: Die Pariser Justice" schreibt, nachdem sie das Wesent liche der Sache mitgetheilt hat: und sie durch Aushungerung au erschöpfen ist endlich bes Genoffe May, Student an ber Beipziger Universität, Breiteren und mit Belegstücken versehen nachgewiesen worden." wurde in der lezten Woche relegirt. Als Grund der Maßdes preußischen Vereinsgesetzes durch Gründung eines Während es sich vor Kurzem aktenmäßig herausgestellt regelung find seine Vorträge und Reden in gewerkschaftlichen Versammlungen angegeben. Natürlich ist tur Verbandes von Vereinen, welche sich mit öffentlichen Ange- hat, daß aus deutschen Staats- Fabriken Arbeiter heraus- sozialdemokratischen Studenten jede politische Thätigkeit legenheiten befaffen, die Uebertretung der Bestimmungen der gemaßregelt werden, welche sich bessere Arbeitsbedingungen untersagt; das Bismarckanhochen und der antisemitische Gewerbeordnung durch die Verrufserklärungen mit schwarzen erkämpfen wollen, erläßt zur gleichen Zeit das Repräsen- Radau bleibt den Musensöhnen nach wie vor unverwehrt. Listen und den Kontroll- Entlassungsscheinen. Das Blatt tantenhaus der Vereinigten Staaten ein Achtmeint, daß der tiefe moralische Eindruck, den diese Dinge stunden- Geseb für alle Arbeiter, die dirett auf das Bolt machen werden, hundertmal mehr Schaden oder indirekt im Dienste des Staates arbeiten. frage nach der Provinz entsendete franzöfifche parlamen ſtiftet, als die geschilderten Maßregeln den Metallindustriellen Das Gesetz lautet kurz und bündig: Nuhen gebracht haben. Die Betheiligung der Behörden an Friz Kühnemann's Feldzug nennt die Franks. Beitung" ein würdiges Pendant zur Fideikommißstempel- und Welfenfonds- Affaire. Aus den weiteren Ausführungen des Blattes wollen wir zwei Stellen noch wörtlich wiedergeben. Sie Lauten: Staatliche Behörden, das preußische Kriegs- und Arbeitsminifterium, wie der Polizeipräsident von Berlin und jeden falls auch Provinzialbehörden hatten genaue Kenntniß von Borkehrungen der Metallindustriellen, welche gegen das Gefeß verstießen; und doch erfolgte nirgends ein Einschreiten, während man weiß, wie unendlich scharf, und zwar mit Recht, gegen die kleinste Ungefeßlichkeit vorgegangen wird, welche sich Arveitervereinigungen durch Boykott oder Aehnliches su Schulden kommen lassen. Die dem Aber noch mehr! Königlich preußische Behörden betheiligten sich direkt an den Maßnahmen. des Industriellen- Verbandes gegen die Arbeiter. Kriegsministerium unterstellten Werkstätten, wie die Betriebe der Staatsbahnen tauschten mit dem Verband der Privat Unternehmer die Listen und Entlassungsscheine zur Verrufs Erklärung der Arbeiter aus, já fie fezen ordentlich einen Stola darin, noch schroffer gegen ihre Arbeiter vorzugehen, als die Privatindustriellen. Vielleicht hat die Veröffentlichung die eine gute Wirkung, daß fie andere Unternehmerverbände vor ähnlichen Ungefezlichkeiten warnt. Es wäre traurig, wenn die soziale Ent wickelung, die sich ohnebies in recht scharfen Gegenfäßen vollDie zur Vornahme einer Enquete in der Arbeitstarische Subkommission vernahm mehrere Arbeiter- Abord§ 1. Acht Stunden bilden ein Tageswert mungen, letztere haben sich im Allgemeinen für die Festseßung für alle Tagelöhner, Arbeiter und Handwerker, bie nun oder des Achtstundentags ausgesprochen. Bahlreiche Hafenarbeiter Später für die Regierung der Vereinigten Staaten oder den sind jedoch Anhänger eines vollständig freien UebereinDistritt Columbia beschäftigt sind. Eine Ausnahme findet nur tommens.(? Neb.) statt unter außergewöhnlichen Dringlichkeitsfällen, die in Kriegsfällen eintreten mögen, oder wo es zum Schuße von Eigens Die Mutter des kürzlich wegen seiner Heirath mit thum oder Menschenleben nöthig fein mag, länger als acht einer unebenbürtigen Gräfin aus der Armee und Familie Stunden zu arbeiten. In solchen Fällen ist jedoch die Ueber- verstoßenen Großfürsten Konstantin starb plöglich auf der arbeit auf der Basis des Achtstunden- Lohnes zu bezahlen. Und Nun meldet eine Depesche aus Wien: Distrikts Columbia darf fein geringerer Tageslohn als der orts. bannt worden war. Den auffallend raschen Tod suchte besagten Achtstunden Arbeitern der Regierung und des Reise in die Krim, wohin sie von dem wüthenden Baren verübliche bezahlt werden. Tagelöhner, Arbeiter und Handwerter, man auf natürliche Weise zu erklären, doch fand diese Dardie von Kontraktoren oder Subkontraktoren angestellt sind, stellung nirgends Glauben. zur Ausführung eines Kontraktes derselben mit den Vereinigten Staaten oder mit dem Distrikt Columbia, gelten als Angestellte der Vereinigten Staatenregierung. Diejenigen Beamten der Vereinigten Staaten, welche für die Regierung Bahlung zu leisten haben an gedachte Kontraktoren oder Subfontrattoren, müssen sich, che sie auszahlen, beffen vergewissern, daß die Kontraktoren und Subkontraktoren ihre diesbezüglichen Arbeiter entlohnt haben, aber die Regierung soll für jene Arbeiterlöhne nicht hastbar sein. § 2. Alle Kontrakte, die fortan von der oder für die Regierung der Vereinigten Staaten( oder von dem oder für den Distrikt Columbia) mit einer Korporation, ober Person oder Personen für die Leistung irgend welcher Arbeit abgeschlossen Wir bitten die Genossen in der Proving, uns auch zieht, auch noch unnöthig vergiftet würde. Und für Unter- weiterhin alle Preßstimmen über unsere Veröffentlichung zugehen Red. des Vorwärts". nehmerkreise, die sich, wie die Buchdrucker, redlich bemühen, zu zu lassen. Als Das Lemberger Blátt Przeglond" erhielt aus Kiew einen Bericht, wonach die Großfürstin Olga Feodorowna thatsächlich Selbstmord begangen hat. Die Großfürstin war mit dem Hofzuge in Chartow eingetroffen, woselbst der Zug einen Aufenthalt von einer Stunde nahnt. Ms der Zug weiterfuhr, schüßte die Großfürstin Ruhebedürfniß vor und zog sich zurück. Um 4 Uhr flopfte die Hofdame an den Salonwagen. feine Antwort fam, rief sie bestfirst den Hofmarschall. Beide fanden beim Betreten des Salontoupees die Großfürstin blutüberströmt liegen, die faum mehr ein Lebenszeichen von sich gab. Man ließ den Zug nach Chartow zurückkehren, wo Universitätsprofefforen den Verband anlegten. Anfangs hegte man Hoffnung auf Rettung; doch verschieb die Großfürstin in der Nacht zum 13. April. Theater. Sonntag, den 19. April. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Montag: Das Nachtlager in Granada. Schauspielhaus. Die Räuber. bronn. Genossen des 4. Reichstags- Wahlkr.! Algemeiner Metallarbeiter- Verein Berlins und Umgegend. Die diesjährige Maifeier Montag: Das Käthchen von Heil- findet laut Beschluß der Volksversammlung am Lessing- Theater. Die alten Jung- Sonntag, den 3. Mai 1891 im gefellen. Montag: Die Ehre. Berliner Theater. Rean. Konzertpark Viktoria, Frankfurter Allee 72-73, Montag: Berschollen. Es hat so statt. sollen sein. Hektor. Die Liebesprobe. -O Deutsches Theater. Die Kinder der Exzellenz. Montag: Des Meeres und der Liebe Wellen.. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Saint Cyr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Weib. Auftreten des Künstlerpersonals und verschiedener Gesangvereine( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes). Nachmittags 4 Uhr: Feftrede gehalten vom Reichstagsabg. Paul Singer, Versammlung am Dienstag, den 21. d. M., Abends 81/2 Uhr, in der Norddeutschen Brauerei, Chauffeestraße Nr. 58. Tagesordnung: " 1. Vortrag des Herrn Henning: Ein Blick in Natur und Menschens leben. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Da diese Versammlung jedenfalls die letzte im Norden sein wird, so ersuchen wir um pünktliches und recht zahl Der Vorstand. reiches Erscheinen. 225/4 Berliner Arbeiter- Bildungsverein. Montag, den 20. April, Abends 8 Uhr, im Latal des Herrn Kuhlmey, Schönhauser Allee Nr. 28, Grosse Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Peus über: Inwiefern sind wir Sozial demokraten Jdealisten und inwiefern nicht?" 2. Distussion. 8. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Des Teufels worauf Abstimmung der in der Festzeitung enthaltenen 115/4 Resolution erfolgt. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Die Früchte der Bildung. Montag: Diefelbe Borstellung. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Der Giftmischer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ottend- Theater. Uriel Acosta. Montag: Jm Bann der Schuld. Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Montag: Diefelbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Große Spezialitäten Concordia. Borstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Borstellung. Beluftigungen für Kinder. 881/4 Bei Begin der Dunkelheit Große öffentliche Versammlung Fackelpolonaise. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Billets zu 20 Pf. find in allen bekannten Lokalen und bei den Ver- aller kaufmännischen Angestellten trauensleuten zu haben. Die Besitzer dieser Billets erhalten am Eingang des am Dienstag, den 21. April, Abends 8 Uhr, im Saale der Brauerei Böhow, Gartens die Festzeitung gratis. Sozialdemokratischer Wahlverein Prenzlauer Thor. Tagesordnung: 1. Die Arbeiterklasse und der Deutsche Reichstag, mit Berücksichtigung der kaufmännischen Angestellten. Referent Ibert Auerfür den 4. Berliner Reichstagswahlkreis. in Brüssel. bach. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delegirten zum internationalen Rongreß Dienstag, den 21. April, Abends 8 Uhr, im Vereinshaus ,, Süd- Ost", Waldemar- Strasse 75: Grosse Versammlung. Tages- Ordnung: 339/8 Zahlreichen Besuch erwartet 832b Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung S Des 17. Kommunal- Wahlbezirks 1. Bortrag über:" Die Chartistenbewegung in England". Referent: am Montag, 20. April, Ab. 8 Uhr, in Krieger's Salon, Wafferthorstraße. Fragekasten. R. Schmidt. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Programme zu der am 1. Mai stattfindenden Feier werden in dieser Versammlung ausgegeben; desgleichen auf sämmtlichen Zahlstellen. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Bahlstellen des Vereins sind bei folgenden Genossen: im SüdDer Vorstand. Gtablissement Buggenhagen traße 86, p.; Karl Scholz, Wrangelſtr. 32, part.; Benno Stabernack, Wrangel Often: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40( Rottbuser Blat); F. Zubeil, Naunyn am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Straße 85( im Bigarrengeschäft; im Osten: G. Tempel, Breslauerstr. 27( Rest.); 0. Heindorf, Langestr. 70, part.; Lock, Friedrichsbergerstr. 11( Restaurant). Auch werden daselbst neue Mitglieder aufgenommen. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. des Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seibel 15 Bf. 641 F. Müller. Bratweil'she Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert Sozialdemokratischer Wahlverein VI. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Dienstag, den 21. Februar, Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn ,, Knebel", Badstraße Nr. 58: Große Versammlung. Lages Drdnung: Zages Ordnung: Zempel und der Kandidat dieses Bezirks, Herr Wilh. Börner. Die bevorstehende Stichwahl in diesem Bezirk. Referenten: Stadtv. Alle Wähler dieses Bezirks sind bestens eingeladen. Das sozialdemokratische Wahlkomitee. J. A.: J. Apelt, Sebastianftr. 27/28, Verein d. Christbaum- Kleinhändler Berlins. am Montag, den 20. April, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Säger, Grüner Weg Nr. 29: Große öffentliche Versammlung. 368b Zages Ordnung: tuffton. 8, Berschiedenes.- Aufnahme neuer Mitglieder. Frauen haben Zutritt. 1. Zweck und Ziele des Vereins. Referent: Rollege Feldhan. 2. Diss Der Vorstand. Freie Bereinigung aller in d. chirurg. Brauche beschäft. Berufsg. General- Versammlung 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Herrn Förster. 2. Distuffton. am Dienstag, den 21. b. M., Abends 8 Uhr, bei Seefeld, Grenadierstraße 33. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. 841/13 Die Zahlstellen des Vereins, wo jeden Sonntag von 10-12 Uhr Beiausgeführt von der Kapelle des Musik- träge entgegengenommen werden( auch werden neue Mitglieder aufgenommen) Direktor H. Sanftleben Coll unter Mitwirkung des Opernfängers u. Konzertmalers E Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, soivie 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen befinden sich in folgenden Lokalen: Franz Gleinert, Müllerstraße 178; Oskar 130/5 Kleina, Gartenstr. 171; Julius Otto, Pantstr. 31; Louis Viek, Birkenstr. 24; Antonstr. 1( Bigarrengeschäft). und Diedenhofenerstraßen- Ecfe; Berth. Warttig, Templinerstr. 12; Steinbach, Der Vorstand. Zagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Vortrag. 3. Verschiedenes. Um pünktlichen und zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Alex Linke, Beuffelſtr. 67; Joh. Gnadt, Brunnenſtr. 88; Emil Schmidt, Tresdon: Verband der Möbelpolirer Berlins u. Umgeg. Saal zu Bergnügungen und Ber Fachverein der in Buchbindereien und verw. Betrieben beschäft. Arbeiter. 708 F. Sodtke. Montag, den 20. April cr., Abends 8 Uhr, Castan's Panopticum. in ,, Feuerstein's Salon"( oberer Gaal), Alte Jakobstraße 75: Jetzt: Friedrichstr. 165. Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kaffenbericht. 2. Bericht der Arbeitsnachweis- Kommission. 3. Statutenänderung und event. Wahl eines zweiten Rassirers, 4. Verschiedenes und Fragekasten. WF Mitgliedsbuch legitimirt. NB. Der Arboitsnachweis befindet sich Dresdenerstr. 116, im Restaur. Gründel. An Wochentagen von 12-1 Uhr Mittags und 8-9 Uhr Abends. Telephon- Anschluß Amt IXa Nr. 578. Passage- Panopticum. Sonntags von 10-12 Uhr Vormittags. Unter d. Linden 22/23. 11-1 u. 5-9 U. Knabe mit 2 Köpfen. Esau- Lady. won Theater 6-10 hr: 118/8 Die Mitglieder werden ersucht, mit den Stiftungsfest Billets abzurechnen. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung Im Spezialitäten- aller gewerbl. Hilfsarbeiter sämmtl. Branchen, als da sind: Gummi-, Appretur-, Färberei-, Fabrik-, Anilinarbeiter, Holz- und Bretterträger u. s. W. am Montag, den 20. April cr., Abends 82 Uhr. Neu! Minnie Caß, 10jährige Soubrette. Gebr. Forès, Inftrumentalisten. Sgr. Rappo, Jongleur. Ilka Scherz. Laura Zimmermann. Sigmund Stein. Mr. Wrighton. ACTION BRAUERE! BIEDRICHSHAIN 210 im Saale des Herrn Reichard, Müllerstraße Nr. 7( Norden). Zages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Fr. Zubeil. 2. Diskussion. 3. Bericht erstattung der Delegirten über den vom 6. bis 9. April fstattgefundenen Rongreß in Halle der Bau- u. gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. 4. Verschiedenes. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht, daß ein jeder Silfearbeiter erscheint. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Der Einberufer. Aktien- Brauerei Friedrichshain 157/13 Königsthor. InstrumentalKonzert Arnold. Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Montag, den 20. d., Abds. 81/2 Uhr, bei Hoffmann( Tunnel), Oranienftr. 180: Versammlung. Zages Drdnung: Montag, den 20. April cr., Abends 8 Uhr, bei Bolzmann, Andreasstr. 26: Generalversammlung. Zagesordnung: 231/10 1. Bericht des Vorstandes. 2. Vierteljahres- Raffenbericht. 3. Erfahwahl der ausscheidenden Vorstands- und Kommissions- Mitglieder. Erfahwahl der Revisoren. 4. Abrechnung vom Maskenball. 5. Anträge, speziell den Arbeitsnachweis betreffend. 6. Verschiedenes. Der Vorstand. Große öffentl. Versammlung aller in der Bekleidungsindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den 20. April, Abends 81/2 Uhr, bei Müller, Johannisstr. 20. Zagesordnung: 1. Große Mißstände in den besseren Geschäften. 2. Der am 1. Mai in Kraft tretende Arbeitsnachweis und Auskunftbureaus. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. Die Agitationskommission. 276/6 Große öffentliche Versammlung fämmtlicher Dachdecker, Klempner, Schornsteinfeger und Telephonarbeiter Berlins und Umgegend am Dienstag, den 21. April, Abends 8 1hr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstrasse No. 75. Tages- Ordnung: 1. Wie stellen sich die Berufsgenossen zur Ausarbeitung der Petition zur Verhütung der Unfälle in unserem Berufe. Ref.: Herr Kirsch ( Klempner). Korreferent: Herr Hanke( Dachdecker). 2. Wahl einer Kommission. 3. Verschiedenes.. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer: W. Rackwitz. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 22. April, Vormittags 10 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79: Ordentliche Generalversammlung. Zages Ordnung: 317/7 1. Bericht des Borstandes. 2. Bericht des Kassirers und der Revisoren. 1. Vortrag über: Die internationale Arbeiterschuh- Gesetzgebung. 3. Neuwahl des Vorstandes und der Revisoren. 4. Berathung des Reglements. Anfang 4 Uhr, Referent: Reichstags Abgeordneter Rollege Bock aus Gotha. 2. Diskussion. 5. Verschiedene Vereinsangelegenheiten.- Quittungsbuch legitimirt. Eintritt 30 Pf. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Programm unentgeltlich. Welt- Restaurant. 97. Dresdenerstraße 97. HS Heute, Sonntag: Auftreten der Nordd. Sänger- Gesellschaft, sowie der Duettisten Geschw. Waldmann. Gäfte haben Zutritt. Achtung! Rixdorf. 272/10 Der Bevollmächtigte. Achtung! Arbeiter- Bildungsverein Rixdorf und Umgegend. Montag, 20. April, Abds. 8/2 Uhr, in Barta's Salon( fl. Saal), Bergstr. 120, General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Raſſenbericht. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragetasten. 107/5 Gäste tönnen durch Mitglieder eingeführt werden. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. NB. Bei der Reichhaltigkeit der Tagesordnung beginnt die Versammlug puntt 101/2 Uhr und werden die Mitglieder ersucht, zahlreich und pünktlich au erscheinen. Maifeier Sonntag, den 3. Mai im Johannisthaler Volksgarten: Concert, Gesangvorträge, Volksbeluftigungen, Tanz ic. Bei Entnahme eines Billets im Vorverkauf erhält jede Person eine Festzeitung gratis. à Person 30 Pf. Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Vading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2 262/5 Das Festkomiter. Hierzu zwei Beilagen 134 T 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 91. Parlamentsberichte. 2ohmann. Deutscher Reichstag. Die Abgg. Auer und Genossen wollen das Verbot der Nachtarbeit auf die Zeit von 8 Uhr Abends bis 6 Uhr Morgens erstrecken und statt 51/2 Uhr Abends 5 Uhr setzen, für die Wöchnerinnen sechs Wochen statt vier frei lassen und die Bestimmung die Bestimmung hinzufügen, daß eine Entlaffung der Wöchnerinnen oder eine Kündigung während dieser Beit nicht stattfinden darf. Sonntag, den 19. April 1891. = 8. Jahrg. Leibe erfahren. Die übermäßige Arbeit ruinirt die Frau vor der nicht blos darin feinen Grund, daß Spinnen, Weben, SeifenZeit. Andererseits wird das Familienleben durch die Arbeit der machen, Lichteziehen u. dgl. Großgewérbe geworden sind, sondern Frau völlig zerstört, die Kinder verwahrlosen infolge des Mangels besonders auch darin, daß unsere Technik von Jahr zu Jahr vollan Erziehung. Wenn man die Schuld an der Verrohung der kommener wird und immer mehr an die Stelle der gelernten 103. Sigung vom 18. April. 11 Uhr. Jugend der Sozialdemokratie zuschiebt, hat man keine Ahnung von Arbeitskräfte ungelernte treten können. Dabei bietet die FrauenAm Tische des Bundesraths: v. Berlepsch, v. Malzahn, den sozialen Verhältnissen, unter denen eine große Zahl von Kindern arbeit noch besondere Vortheile für den Unternehmer. Da sich aufwächst. Müde und abgerackert kommen die Frauen nach elf- die Frauen unendlich mehr bieten lassen als die Männer und den Die Berathung der Gewerbeordnungsnovelle( Arbeiterschutz- stündiger Fabritarbeit nach Hause. Was können Sie dann noch verschiedensten Wünschen gegenüber viel nachgiebiger, besonders Gesetz) wird fortgesetzt. für den Haushalt thun? Sie können höchstens noch das Aller- auch ihre Ansprüche auf Lohn weit geringer find, als die In§ 137 wird die Nachtarbeit der Arbeiterinnen nothwendigste waschen und flicken und das Essen für den nächsten der Männer. Herr Geheimrath Königs hat die Zunahme der ( zwischen 8½ und 51/2 Uhr) verboten. Am Vorabende der Fest Tag etwas vorbereiten. Die Gesetzgebung hat in dieser Hinsicht weiblichen Arbeitskräfte in Abrede geftellt unter Berufung auf tage soll die Beschäftigung derselben nicht über 5/2 Uhr hinaus schwere Sünden auf sich geladen, und jetzt, wo sie endlich ein- Aeußerungen von Fabrifinspektoren; diesen stehen aber zahlreiche dauern. Für die Arbeiterinnen über 16 Jahre darf die Arbeits- greift, thut sie es mit Sammethandschuhen. Die Arbeitgeber Aeußerungen anderer Fabritinspektoren gegenüber, die das Gegenzeit die Dauer von 11 Stunden, an den Vorabenden der Sonn- treffen in der Regel humanitäre Einrichtungen für ihre Arbeiter theil besagen. Nach dem einstimmigen Zeugniß aller Fabrikund Festtage von 10 Stunden nicht überschreiten. Die Mittags nur dann, wenn ihnen diese Einrichtungen nichts foften, oder inspektoren ist von Jahr zu Jahr die Zahl der Arbeiterinnen in pause muß mindestens eine Stunde betragen. Wöchnerinnen wenn sie ihnen gar noch Profit einbringen. Die Arbeiterinnen der Textilindustrie größer geworden, so daß sie die der Männer dürfen während vier Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt find weit weniger im Stande, sich des Koalitionsrechts zu be- schon bedeutend überragt. Aehnlich liegen die Dinge in der nicht, in den folgenden beiden Wochen nur dann beschäftigt mächtigen, als die Männer, und deshalb müssen wir doppelt und Bigarrenfabrikation, in den Porzellanfabriken, in der Metallwerden, wenn das Zeugniß eines approbirten Arztes dies für dreifach darauf dringen, daß eine vollständige Regelung dieser bearbeitung, besonders in der Anfertigung von Kochgeschirren, zulässig erklärt. Frage mit möglichster Beseitigung aller Ausnahmen eintreten in der Industrie der Steine und Erden und in der Hüttenkann. Die Einschränkung der Frauenarbeit auf 10 Stunden ist industrie. Ein solches Ueberhandnehmen der Frauenarbeit wird eine unabweisliche Forderung. Von 7 340 789 gewerblich be- nothwendiger Weise Einfluß üben auf das ganze soziale und schäftigten Personen im Jahre 1888 waren 1 509 167 Familienleben. Die Schonung der Frauen vor Ueberanstrengung Frauen, davon waren über 130 000 verheirathet. In in den Betrieben ist aber besonders nothwendig, weil auf der der Textilindustrie von Elsaß Lothringen waren 1889 Gesundheit und Kraft der Frau eine gesunde Fortentwickelung der 31 216 weibliche Arbeiter beschäftigt und nur 29 496 männliche. Nation beruht. Die Statistik beweist, daß die Zahl der MilitärdienstIn der Bigarrenindustrie Badens waren 9866 weibliche Arbeiter tauglichen in den großen Industriezentren stetig zurückgeht. In Die Volkspartei( Abgg. Payer u. Gen.) will den beschäftigt und nur 4656 männliche. In den Petitionen der ober- dem Maße, wie die Großindustrie immer mehr um sich 10 stündigen Normal- Arbeitstag für alle Arbeiterinnen über schlesischen Montanindustrie ist die merkwürdige Thatsache aufge- greift und auf das Land hinausgetragen wird, in dem 16 Jahre. führt, daß bei rund 80 000 Arbeitern 14 532 Arbeiterinnen be- selben Maße besteht die Gefahr, daß die Degeneration der Nation Abg. Schädler beantragt, daß für verheirathete Frauen schäftigt werden. Davon müssen 5786 regelmäßige Tag- und immer mehr zunimmt und die Quellen der militärischen Ver die Beschäftigung nur 10 Stunden täglich gestattet sein soll. Nachtschicht machen. Die Zahl der weiblichen Arbeiter hat sich theidigung des Landes versiegen. Es ist durchaus nothwendig, Abg. von Münch hat ein Amendement eingebracht, wonach in 20 Jahren um 46 208, die der männlichen Arbeiter nur um daß das Gesetz ausreichende Mittel an die Hand giebt, um diesem Arbeiterinnen über 17 Jahre in Fabriten nicht länger als 12 889 vermehrt. Dabei werden den Frauen die schwersten Ar- Uebelstande entgegenzutreten. Welche große Wirkung diese 11 Stunden beschäftigt werden sollen, sowie daß Arbeiterinnen, beiten, wie das Schieben von Karren, zugemuthet. Der Arbeits- industrielle Arbeit der Frauen hat, zeigt z. B. auch die Statistik welche ein Hausívesen zu besorgen haben, an Sonnabenden und lohn der Frauen ist durchschnittlich nur halb so hoch, wie der Ar- der Sterblichkeit der Kinder unter einem Jahre. In Industries Vorabenden von Festtagen auf ihren Antrag nicht später als beitslohn der Männer. Der Kapitalismus hat eben nur deshalb bezirken betrug dieselbe für das Jahr 1885 in Sachsen 30, 40 51/2 Uhr entlassen werden müssen und daß ihnen auf ihren An- die Frauenarbeit eingeführt, weil sie ihm billiger zu stehen ja sogar 50 pet., während diese Sterblichkeit des gesammten trag eine Mittagspause von mindestens 1/2 Stunden gewährt kommt als die Männerarbeit. Auf moralische und sittliche Rück- Landes nur 28,5 pet. ausmachte. Diesen Zuständen muß Einhalt werden muß. sichten kommt es den Arbeitgebern nicht an, sondern nur auf den geboten werden. Ich verwahre mich aber entschieden dagegen, Abg. Schädler beantragt, in dem bevorstehenden Antrag Profit. Deshalb sträuben sie sich auch gegen die Reduktion der daß Maßnahmen getroffen werden, die darauf hinausgehen, die die Worte auf ihren Antrag" zu streichen; die Abgg. Gut Frauenarbeit und namentlich gegen die Beseitigung der Nacht Frauen aus der Industrie und den Gewerben überhaupt zu ent fleisch und Möller wollen einen Abfaz folgenden Wort- arbeit. Es könnten ihnen am Ende größere Anlage- und fernen. Das ist eine Unmöglechkeit. Wir würden dadurch nach lauts einschieben:„ Arbeiterinnen über 16 Jahre, welche ein Haus- Produktionskosten daraus crwachsen. Am Schlagendsten beweisen dem ganzen bisherigen Entwicklungsprozeß Ratastrophen über wesen zu besorgen haben, sind auf ihren Antrag eine halbe dies die Petitionen der Buchdruckereibefizer, welche sagen, daß Tausende und Hunderttausende von Familien herbeiführen, wofür Stunde vor der Mittagspause zu entlassen, sofern sie nicht min- solche Bestimmungen ihr Gewerbe und Staat und Gemeinde Niemand die Verantwortung übernehmen kann. Nun entsteht die destens anderthalb Stunden beträgt." schwer treffen, und da wirft man uns Uebertreibungen vor. Ein Frage: Kann die Frauenarbeit eingeschränkt werden in dem Maße, Abg. Schädler( 3.) befürwortet die Annahme seines An- ähnlicher Geist durchweht auch die Petition der Handelskammer wie wir es beantragen? Ich betone, daß die Schweizer Gesetz trags mit Rücksicht auf die gebotene Schonung der verheiratheten in Offenbach. Geheinirath Königs hat in seinem bekannten gebung Nacht- und Sonntagsarbeit der Frauen unter feinen Um Frau in ihrer Stellung als Hausfrau und Mutter. Buche selbst die Zunahme der weiblichen Arbeiter zugegeben. ständen zuläßt. Insofern geht also die Schweiz erheblich weiter, Minister v. Berlepsch: Die Regierung muß dem Antrage Minister von Berlepsch hat ganz richtig bemerkt, daß speziell in als Sie es jetzt bei uns regeln wollen. Daß ein finanzieller Bayer und Schädler zu ihrem Bedauern Widerspruch entgegen der Weberei und Spinnerei eine Arbeitszeit von 12, 13 und 14 Ausfall für die Frauen, den sie faum zu ertragen vermöchten, fetzen. Die verbündeten Regierungen müssen zugeben, daß die Stunden für die Arbeiterinnen besteht. Das schweizerische Fabrik- durch die Herabsehung der Arbeitszeit von 12 auf 10 Stunden Motivirung des Antrages richtig ist; es ist eine der Aufgaben gesetz verbietet jede Sonntags- und Nachtarbeit der Frauen. eintritt, bestreite ich ganz entschieden. Der Abg. Barth hat gestern unferer Gesetzgebung, die Arbeit der Frau so zu gestalten, daß Ueber 8 Uhr Abends darf nicht gearbeitet werden. Die Ansicht, ausgeführt, daß eine Berkürzung der Arbeitszeit in Verbindung sie ihren Pflichten als Gattin, Mutter und Erzieherin nach daß nur sanitäre Rücksichten eine Verkürzung der Arbeitszeit er mit einer Erhöhung der Löhne eine Vertheuerung der Produktion tommen tann. Es ist reiflich erwogen worden, ob es nicht richtig heischen, entspricht dem Sklavenhalter- Standpunkt. Die von der und Konkurrenzunfähigkeit der Nation oder eine erhebliche Einsei, schon jetzt den zehnstündigen Maximal- Arbeitstag für sämmt- Kommission beschlossenen Bestimmungen über den Schutz der schränkung des Verbrauchs nothwendig zur Folge habe. Nun ist liche Frauen einzuführen. Nach der Einbringung des Antrages Wöchnerinnen reichen nicht aus. Eine Frau, welche während. B. in der Textilindustrie des Rheinlandes die Arbeitszeit verSchädler in der Kommission haben erneute Erwägungen darüber ihrer Schwangerschaft gekündigt ist, hat wenig Aussicht, wo hältnißmäßig die kürzeste und der Lohn der höchste, in der stattgefunden. Die erstatteten Gutachten haben uns aber leider anders Arbeit zu bekommen. Schlesiens die Arbeitszeit die längste und infolge der starken überzeugt, daß eine Annahme des Antrages Schädler zur Zeit nicht Abg. Payer: Die meisten der gestellten Anträge sind, ob- Heranziehung der Frauen der Lohn am niedrigsten, die möglich ist. Wenn der Antrag angenommen wird, ist die noth- wohl von Wohlwollen gegen die Arbeiterinnen diktirt, doch nicht Differenz des Lohnes beträgt nahezu 50 pt. Wäre die Bewendige Folge in dem überwiegenden Theile der Textilfabriken, geeignet, ihnen einen wirklichen Dienst zu leiſten; so derjenige, hauptung Barth's richtig, so müßten doch die rheinischen daß die verheirathete Frau aus diesen Fabriken überhaupt aus der die Entlassung der Arbeiterinnen eine halbe Stunde vor der Industriellen mit den schlesischen überhaupt nicht tongewiesen wird und darin liegt ein empfindlicher Eingriff in die Mittagspause verlangt. Stellt die Arbeiterin den Antrag, so furriren können. Sie tonfurriren aber doch und zwar Ernährungsverhältnisse einer großen Bahl von Arbeiterfamilien. wird sie eine halbe Stunde früher entlassen werden, aber auch namentlich, weil der rheinische Arbeiter von kräftigerer In solchen Betrieben, wo nicht die Mehrzahl aus verheiratheten für eine halbe Stunde den Lohn verlieren, ohne daß ihr irgend Natur und größerer Intelligenz ift. In der schlesischen MontanFrauen besteht, wird die Entlassung derfelben jedenfalls ein- wie erhebliche Erleichterung gewährt ist. Der von uns gestellte industrie sind 15 000 Frauen beschäftigt, in der rheinischen faft treten. Die Einführung eines zehnstündigen Maximal- Arbeits- Antrag muß gerade, weil Herr Schädler den seinigen zurück- gar keine. Auch bei der Nachtarbeit sind in Schlesien die tages ist heute ohne die empfindlichste Störung und Schädigung gezogen hat, aufrecht erhalten werden. Wir halten an der Ueber- Frauen mit 40 pct. betheiligt, im Rheinlande gar nicht, und nicht möglich. Heute beträgt die Arbeitszeit 12 Stunden und zeugung fest, daß die Befürchtungen der verbündeten Regierungen wären die Löhne für die Konkurrenz einer Industrie maßgebend, mehr für zahlreiche Frauen, der Abstand würde also zu groß nicht begründet sind, daß sie vielmehr bloß etwas zu ängstlich so müßte die schlesische Montanindustrie die gesammte Montan sein, und das von der Vorlage gebotene Maß der Erleichterung sich den Befürchtungen einzelner Unternehmer gefügt hat. Die industrie Deutschlands aus dem Felde schlagen. Wenn man aber barf deshalb zur Zeit nicht überschritten werden. Das Zustande großen Industriellen in unserer Partei find der Meinung, daß, fragt, wer die besten Montanindustrie liefert und auf diesem Getommen des Gesetzes würde ernsthaft gefährdet sein, wenn der ganz ohne den berechtigten Interessen der Unternehmer zu nahe biete am fonkurrenzfähigsten ist, so ist es nicht Schlesien, sondern Reichstag diese Anträge zum Beschluß erheben wollte. zu treten, diese Konzession des zehnstündigen Normal- Arbeitstages das Rheinland. Für Drechslergesellen ist der Lohn heute um Abg. Hartmann( deutschkons.): Nach der Erklärung des gemacht werden kann. Es ist nicht damit gethan, daß man nur 50 pet. höher als in den sechziger Jahren, die Arbeitszeit aber Ministers, daß die Annahme der Anträge die Vorlage geber Hausfrau die Möglichkeit giebt, nach zehnstündiger Arbeit sich um 10 pst. niedriger und doch sind die Drechslerprodukte erheb fährden würde, kann ich Sie nur dringend bitten, diese Anträge dem häuslichen Leben zu widmen; es muß diese Möglichkeit allen lich billiger geworden. Es kommen eben noch andere Faktoren zurückzuziehen. Die Vorlage bringt so viele Vortheile, daß Arbeiterinnen gegeben werden. Wie soll ein Mädchen sonst sich in Frage, durch die diese Dinge vollständig ausgeglichen werden. wir sie dieses einen Punttes wegen nicht aufs Spiel feßen auf ihren Hausfrauenberuf vorbereiten? Gewiß sind Schädigungen Im Zeitungsgewerbe sind die Löhne der Schriftfeger in 20 Jahren für die Industrie mit der Annahme dieses Antrages verbunden; um 40 pet. gestiegen, die Arbeitszeit hat 10-15 pet. abgeAbg. Schädler erklärt, nach der Erklärung des Minifters, aber in feiner Beziehung ist auch bis jetzt schwerer gesündigt nommen und die Zeitungen find billiger geworden: die Massenbei der Aussichtslosigkeit seines Antrages, denselben unter Wahrung worden durch die Industrie als im Gebiete der Ausnuzung der produktion hat das möglich gemacht. Ebenso würde sich die des prinziellen Standpunktes für jetzt zurückzuziehen. Frauenarbeit. Man soll nicht bei halben Maßregeln stehen Lage der Frauen bessern, wenn man mit der Herabsetzung der Abg. Hirsch( dfr.): Wir finden, wie Barth gestern ausgeführt bleiben. So lange es sich nur um die Gefährdung handelt, so Arbeitszeit nur einmal den Anfang und die Probe machen wollte. hat, den sichersten Schutz für die Arbeiter in der vollsten Aus- lange die Regierung noch Veranlassung hat, eine erneute Prü- Die Kölnische 3tg." erhielt im vorigen Jahre eine Mittheilung gestaltung der Koalitionsfreiheit. Für die Frauen trifft diefer fung der Frage eintreten zu lassen, so lange sollen wir auf eines Fabrikanten aus dem Wupperthale, der einfach erklärte, es Standpunkt, schon wegen der sanften Natur des weiblichen Ge- unserm Schein bestehen. Nimmt der Reichstag den Antrag mit unterliege gar keinem Zweifel, daß mit einer 10/2 stündigen schlechts, nicht ganz zu. Hier muß gesetzlicher Schuß eintreten großer Majorität an, so giebt die Regierung vielleicht doch ihren Arbeitszeit das Maximum der Leistungsfähigkeit der Arbeiter und der würde am besten durch die gesetzliche Fixirung des zehn Widerstand auf. Leider habe ich keine Hoffnung, daß der Reichss erreicht ist. Als im Jahre 1888 in Desterreich die 11 stündige stündigen Normal- Arbeitstages gewonnen. Wenn wirklich zur tag fich dazu entschließen wird. Arbeitszeit auch für die Textilindustrie eingeführt wurde, machte Seit derselbe noch nicht möglich ist, so würde es rathsam sein, in Geh. Rath Königs: Die schweizerische Gesetzgebung hat eine große Spinnerei in der Nähe von Eger den Versuch mit Borlage eine Bestimmung, daß für die Zukunft der auch nicht den Sprung gewagt, von der thatsächlich bestehenden einer 10 stündigen, und das Resultat war, daß der wöchentliche zehnftündige Normal- Arbeitstag für die Arbeiterinnen gelten zwölfftündigen sofort zur zehnstündigen Arbeitszeit überzugehen. Sohn um 25 Kreuzer pro Woche und dementsprechend die Profoll aufzunehmen. Die große Mehrheit meiner Partei Ein solcher Sprung bei uns würde gleichbedeutend sein mit der duktion sich gesteigert hatte. Dieselbe Erfahrung hat man in der wird heute noch für den Antrag Payer stimmen, ein Theil schweren Schädigung fehr zahlreicher Industrien, und diese Schädigung Schweiz gemacht. Selbst der Geheimrath Königs erwähnt eine ist durch die ernsten Worte des Ministers in die Lage ver- würde doch ihre nachtheilige Wirkung auch auf die deutschen Ar- Spinnerei in der Schweiz, in welcher es infolge der technischen fetzt, den Antrag Bayer heute nicht anzunehmen. Wenn beiter ausüben. Wir müssen konkurriren mit Ländern, welche Einrichtungen tein Arbeiter länger als zehn Stunden aushalten die Koalitionsfreiheit von den Arbeitgebern der Metallindustrie eine viel längere Arbeitszeit haben; der einzige Staat, der eine fann. Gerade in den Industrien, welche auf dem Weltmarkt auch nach den neuesten Beröffentlichungen durchaus respektirt zehnstündige Arbeitszeit hat, England, hat auch eine ganz anders in Frage kommen, fann kein Unternehmer worden ist, wie der Herr Minister gestern ausführte, so hat mich beschaffene, träftigere, widerstandsfähigere Arbeiterschaft. Die Maschinen so abschreiben wie früher, weil dieselben, ehe sie abdiese Ausführung sehr befremdet.( Bizepräsident Graf Balle Buuahme der weiblichen Arbeiter ist bei uns durchaus nicht in geschrieben sind, schon wieder verbessert sind. strem erklärt diese Ausführungen für nicht hierhergehörig.) Dann schnellerem Tempo oder in stärkerem Prozentsaz als die der Gründen können wir unseren Arbeiterinnen nicht mehr als zehn werde ich später darauf zurückkommen. Die Schonung der männlichen erfolgt. Der Antrag Gutfleisch- Möller nimmt die Stunden Arbeitszeit zumuthen. In England ist die zehnstündige Wöchnerinnen ist nicht blos für die Mutter, sondern auch für das Regierungsvorlage wieder auf, welche in der Kommission in Arbeitszeit bereits seit Ende der fünfziger Jahre gefeßlich einge= Kind sehr nothwendig, wir werden also für die Ausdehnung der diesem Punkte abgelehnt wurde; er will aber die frühere Ent- führt, als bei uns noch kein Mensch an eine eigentliche FabrikFrist von 3 auf 4 Wochen stimmen. laffung nur auf Antrag der betheiligten Frauen zulassen. Die gesetzgebung dachte. Und die Entwickelung der Industrie hat es Abg. Ulrich( Soz.): Trotz der Erklärungen des Ministers verbündeten Regierungen erkennen hierin eine Verbesserung der bahin gebracht, daß die Arbeitszeit noch über die gefeßliche fällt es uns nicht ein, unseren Antrag zurückzuziehen. Wir wollen Vorlage. Die Ausdehnung der Nichtbeschäftigung von Wöchne Grenze hinaus verkürzt wurde und die Frauen in der Textil einmal die Probe sehen, wie weit man in diesem Hause den rinnen auf die Zeit von sechs Wochen ist wohl überflüssig, da industrie nur 54-36 Stunden in der Woche, also etwas über 9 prinzipiellen Standpunkt des Arbeiterschutzes an den Arbeitern schon die Fassung der Kommission die sechswöchentliche Schonungs- Stunden täglich beschäftigt werden. Wenn die englische Industrie auszuführen gesonnen ist. Der Minister von Berlepsch fagte zeit als Regel hinstellt. dabei durchkommt und doppelt so hohe Löhne bezahlt wie wir, Abg. von Münch tritt für seinen Antrag ein und empfiehlt wenn sie trotzdem den Kampf auf dem Weltmarkt ftegreich begestern und heute, daß zur Zeit eine Einschränkung der Frauenarbeit unter 11 Stunden nicht zulässig sei. Gewisse Leute haben außerdem für den Fall der Annahme des sozialdemokratischen stehen kann, brauchen wir nicht zu befürchten, daß unsere Inimmer den Refrain„ Morgen, morgen, nur nicht heute." Antrages betreffs der Wöchnerinnen folgenden Zusatz:" Auf dustrie durch die Einführung des zehnstündigen Maximalan une jagt alle Jahre dasselbe, so wird aus dem Arbeiterschuß fiber ihre Genesung darf sie nach drei Wochen wieder be- fich die Produktion verringert; jede Arbeiterschutz- GeſetzWendet man dieses Tempo auf die Arbeiterschutz- Gesetzgebung Grund sehr wenig werden. Die sittliche und moralische Seite, welche bei schäftigt werden, falls das Kind todt geboren war oder gebung hat bisher noch immer der Induſtrie zum Vorden Unternehmern vorhanden sein soll, hat bei der Frage des gestorben." theil gereicht und die Produktion gesteigert. Wurde wirkAbg. Bebel: Die Hilflosigkeit der Frauen, ihre Stellung lich eine Industrie geschädigt, so haben die Industriellen Mittel Schutzes der Arbeiterinnen vollständig Schiffbruch gelitten. Die gestern angeführten Gründe für den Maximal. Arbeitstag der im geſellſchaftlichen und Familienleben, dann ihre förperliche genug, um den momentanen Schaden möglichst rasch auszugleichen. Männer sprechen noch mehr für die Frauen, weil bei diesen die Beschaffenheit, machen es nothwendig, dafür zu sorgen, daß nicht Besonders aus Rücksicht auf unsere Frauen und Mädchen, im Gefahr der Degeneration der ganzen Nation größer iſt. Meine ihr Körper durch zu große Arbeit geschädigt wird. Es ist ein Hinblick auf die Bedeutung, welche sie für die physische und eigene Mutter ist ein Opfer der jezigen Arbeisverhältnisse ge- Merkmal unserer ganzen industriellen Verhältnisse, daß gerade die geistige Entwickelung der Nation als Kindergebärerinnen und worden. Ich habe das in der eigenen Familie und am eigenen Frauenarbeit immer größere Dimensionen annimmt. Das hat Kindererzieherinnen haben, müssen wir ein solches Gesetz schaffen. können. des mehr seine Aus allen diesen . 3 Die Klagen über den Verfall unseres Familien- und fittlichen| sequenzen der gestellten Anträge wirklich will. Trotz der ErLebens find allgemein, am stärksten aber bei dem Zentrum und flärung vom Bundesrathstische würde, wenn der Reichsden Konservativen, die gleichwohl es hartnäckig ablehnen, wirt- tag einmüthig den Antrag Schädler angenommen hätte, die famen Maßregeln ihre Bustimmung zu geben, für die vielmehr Regierung sich zehnmal besonnen haben, die Gewerbeein Wink von der Ministerbant genügt, um auch ihre beschei- Ordnung daran scheitern zu lassen. # Abg. v. Münch ändert seinen Antrag dahin ab, daß der 11 stündige Arbeitstag für alle Arbeiterinnen über 16 Jahre gelten soll. Ich stehe unter densten Anträge zurückzuziehen. Wenn das die Pflichten der dem Gefühl, als ob die Erklärung des Herrn Ministers Volfsvertretung sind, dann wäre es besser, wir blieben zu eine vom Zentrum bereits vorher erwartete gewesen ist. Hause. Sind Sie überzeugt von der Nothwendigkeit solcher Eine Partei, die hier und im Abgeordnetenhause einen Maßnahmen, so dürfen keine Winke von der Ministerbank Sie da- solchen ungeheuern Einfluß hat, sollte sich nicht freiwillig don abbringen. Schon vor zwei Jahren hat Herr Lieber degradiren, nicht die Waffen strecken, bevor die Schlacht angegesagt, daß das das Zentrum sehr im Zweifel sei, ob fangen hat. Auch ich rechne es namentlich den geistlichen Herren inan nicht statt eines elfstündigen schon einen zehn vom Zentrum als ein großes Verdienst an, daß sie diesen Dingen stündigen Normal Arbeitstag vorschlagen müsse; jetzt fo viel Zeit und Studium opfern und die Gesetzgebung fördern aber marschiren Sie so weit zurück, daß Sie selbst wollen, aber ich wünschte doch, daß der Eindruck, den die Herren ihren Antrag auf einen 11 stündigen Maximal- Arbeitstag in der aus ihren Erfahrungen, aus ihrem persönlichen Verkehr mit dem Tasche behalten und diesen Bestrebungen nur eine platonische Volke mitbringen, auch immer bis zum Schlusse der Session vorLiebeserklärung machen. Dieses Verfahren zeigt der Arbeiterklasse, hielte; bisher haben wir immer gemerkt, daß dieser Eindruck sich was sie von der sogenannten Arbeiterfreundlichkeit des Zentrums mit dem Fortgang der Session immer mehr abschwächt. Auch zu halten hat. Wir bleiben bei unseren Anträgen stehen, damit bei Ihnen scheinen übrigens Rücksichten auf den Unternehmer bei der Abstimmung dokumentirt wird, wie der Deutsche Reichs- nicht ganz ausgeschlossen zu sein. Im Fabritinspektions- Bericht tag den Arbeiterschuh verwirklicht. von Baden wird ausdrücklich erwähnt, daß das Entgegenkommen katholischer Geistlicher gegen ungerechtfertigte Anforderungen der Fabrikanten so weit gehe, daß sie die Messe schon um 4 Uhr Morgens lesen an gewissen katholischen Feiertagen, so daß die Abg. Müller( natl.) sieht in dem§ 187 drei gewaltige verheiratheten Frauen in den betreffenden Betrieben dann Schritte nach der humanitären Seite hin, Schritte, deren Bedeut- bis spät Abends arbeiten müssen. Herr Hize hat mit famkeit nur durch Uebelwollende verkannt werden könnte. Alle feinen Ausführungen seinen Freund Schädler nicht ge Argumente, die Herr Bebel für die gesetzliche Fixirung eines rettet; die Zurückziehung des Antrags Schädler wird im 10stündigen Arbeitstages angeführt hat, sprechen für den 11ftün- Bolle richtig verstanden werden. Im höchsten Grade bezeichnend digen. Es ist doch selbstverständlich, daß eine durch Hunger und und bedauerlich zugleich ist es, daß jetzt auch das Zentrum soEntbehrung herabgekommene Bevölkerung, wie die Weber im weit gekommen ist, vor den Aeußerungen von der Ministerbank Eulengebirge, nicht so viel leisten und verdienen tann troß zusammenzufnicken.( Bachen im Zentrum.) Uns fann das nichts größerer Arbeitszeit als die Textilarbeiter im Westen. Ueberall, schaden, uns kann es nur lieb sein, wenn auch die„ arbeiterwo die Textilindustrie, Spinnerei und Weberei neu begründet freundliche" Zentrumspartei ihre Anträge jetzt, wo sie dieselben wird, hat man mit 12. und 18 stündiger Arbeitszeit durchsetzen kann, vor einem Wink von der Ministerbank zurückangefangen, und in dem Maße, wie die Leute an Leistungszieht.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) fähigkeit zunehmen, setzt man dann successive die Arbeitszeit Abg. Gutfleisch würde für den zehnstündigen Normalherab. In einem großen Theile der mechanischen Webereien des Arbeitstag stimmen, wenn Aussicht auf das Zustandekommen des Westens wird nur noch 10 Stunden täglich gearbeitet. Das Gesetzes dann noch bliebe; er müsse aber in Uebereinstimmung Verbot der Nachtarbeit der Frauen bedeutet für viele Industrien mit Sitze glauben, daß man mit solchem Beschluß den dem Geauch einen ganz erheblichen Eingriff, den sie erst mit Mühe über- setze feindlichen Tendenzen im Lande nur Vorschub leisten würde. winden müssen. Was Herr Ulrich von der Frauenarbeit in den Die Berzögerung der Berathung würde vielleicht das ganze Geoberschlesischen Bergwerken mitgetheilt hat, erfordert insofern set vereiteln auf absehbare Zeit. Derjenige ist der bessere Areine Richtigstellung, als es sich da nicht um bergmännische beiterfreund, der einen wenn auch mäßigen Arbeiterschutz jetzt Arbeit, sondern um Arbeiten in den Aufbereitungs- Anstalten schon gewähren will, als Derjenige, der unabsehbare Hoffnungen handelt, die man den Frauen nicht abschneiden sollte, wenn man erregt, aber die Entscheidung auf unabsehbare Zeit verzögert. nicht die Existenz vieler Familien direkt gefährden will. Die( Beijall links.) gestellten Anträge bitte ich bis auf jenen des Abg. Gutfleisch Abg. Hine: Ich habe nicht gesagt, die Sozialdemokraten stellten anzulehnen. ihre Anträge blos deshalb, weil sie sie nicht durchsetzen könnten. Ich habe nur gefagt, eine Majoritätspartei müsse sich bei der Stellung von Anträgen auch bewußt bleiben, ob sie dann die Vorlage gefährden könne. Wir wollen die Vorlage nicht aus der Welt schaffen. Die Unterstellung, daß Herr Schädler seinen Antrag gestellt hätte in der Voraussetzung, daß eine Erklärung des Ministers erfolgen würde, die ihm mit guter Manier die Burückziehung desselben erlauben würde, weise ich zurück. Wir haben unseren prinzipiellen Standpunkt festgehalten und halten ihn weiter feft, aber nach der Erklärung der Regierung und des Abg. Hartmann mußten wir den Antrag als aussichtslos zurück ziehen. Wir stehen noch aufrecht, wir fniden nicht zusammen. Wir wollen aber das Volk nicht unter einer Oppositionspolitit leiden lassen. Das Verfahren der Kapläne in Baden kann ebenso gut auch dem Interesse der Arbeiter gedient haben. Auch ich. Ich hasse das Soldatenspiel, Den Krieg und Kriegsgeschrei; Doch wenn es gegen Rußland geht, Dann bin ich auch dabei. Wenn einst die freien Bölfer all', Zum Troß der Barbarei, Ein Racheschwur zusammengeschweißt, Dann bin ich auch dabei. Ich hasse all' den Pfaffenkram Mit seiner Heuchelei; Doch wenn der letzte Kreuzzug tommt, Dann bin ich auch dabei. Wenn es dann nach Sibirien geht, In eis'ge Wüstenei, Und donnernd dort die Windsbraut fegt, Dann bin ich auch dabei. Und wenn die Gräber dort gesprengt. Und jauchzend tönt es:" Frei!" Daß rings die Luft vor Freude bebt, Dann bin ich auch dabei. Dort öffnen wir manch' heilig Grab; Qual ist und Leid vorbei. Ein Fluch gellt über's Schneegefild, Auch meiner ist dabei. Und dröhnt dann der Vergeltung Schritt, Dann finis Tyrannei. Es faust, es fällt das Racheschwert, Auch meines ist dabei. Und haut man die entmenschte Brut Millionenfach zu Brei, Daß Henkerblut zum Himmel dampft, Dann bin ich auch dabei. Und finden wir den Heldentod, Klingt's nur noch einmal: Frei!" Lacht Leichen auch das Morgenroth, Bin ich doch gern dabei. C " Der Proletarier." Verhältnisse russischen Zuständen nicht abgeneigt zu fein scheint Herr von Stumm ist kein Russe- obwohl er für gewisse fein geheiligtes Haupt ist daher noch in Sicherheit: er fann diesen wichtigen Körpertheil immer noch jedem seiner Unterthanen ruhig in den Schooß legen. werden ersucht, ihre Partei- Beitungen und Broschüren nicht fort Die Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises zuwerfen, sondern in möglichst gutem Zustande an eine der nachstehenden Adressen abzuliefern: Emil Böhl, Frankfurter Allee 74; Otto Heindorf, Langestr. 70; Heinrich Hoffmann, Kaiserstr. 4; Wilh. Lock, Friedrichsbergerstr. 11; Aug. Insinger, Krautstr. 48; Guft. Tempel, Breslauerstr. 27; Rarl Roggendorf, Posenerstr. 5; Ostar Weinberg, Elisabethstraße 10; Otto Zabel, Frankfurter Allee 90 und Robert Berger, Frankfurterstr. 92. Gegen die Genossen Stabernack Berlin, Salomon, Schmidt und Mießling, lettere drei aus Wriezen a./D., war von der Strafkammer des königl. Amtsgerichts zu Eberswalde ein Strafverfahren wegen Majestätsbeleidigung eingeleitet worden. In der Sache stand Termin für den 16. d. M. an. Auf Antrag des Genossen Stabernack mußte der Termin vertagt werden, weil ihm die Vorladung um einen Tag zu spät zugestellt war. 17. b. M. feine einmonatliche Gefängnißstrafe wegen Beschimpfung Genosse Maler R. Lungwig aus Friedenau hat am der christlichen Kirche im Hilfs- Strafgefängniß zu Nummelsburg angetreten. Abg. Site( 3.): Die Stellung des Zentrums wird nicht durch die Wünsche der Regierung bestimmt( Wider spruch im Zentrum); wir lehnen aber die Anträge ab, weil die Regierung das Zustandekommen des Gesetzes für gefährdet erklärt. Wir werden nach wie vor Alles thun, um die Arbeiter aufzuklären auch über ihre falsche Freunde( Unruhe links); aber wir müssen Alles ablehnen, was das Zustandekommen der VorTage gefährdet; gerade weil wir die entscheidende Partei sind, müssen wir das thun. Die Sozialdemokratie, eine geborene Minoritätspartei, sollte sich hier sowohl den Lugus langer Reden als weitschichtiger Anträge ersparen, deren Nichtannahme von vorne herein sicher ist. Wir legen Werth darauf, daß diese Vorlage recht bald zu Stande kommt, haben auch kein Intereffe daran, sie zu diskreditiven. Wir sind dankbar im Großen und Ganzen für die Vorlage, wir nehmen auch hier den Sperling in Abg. Bebel( Soz.): Der Abgeordnete Singer hat keinen der Hand an, selbst auf die Gefahr, daß wir die Taube auf dem Vorwurf gegen die badischen Geistlichen erhoben, sondern er hat Dache verlieren. Wir müssen umfomehr besorgt sein, die Boalage darauf hingewiesen, daß dort die Arbeiterinnen, nach dent fie zu gefährden, als große Strömungen gegen fie im Lande früh Morgens zur Meffe gegangen waren, eine zwölistündige vorhanden sind. Wir brauchen das ganze Zusammengehen Arbeitszeit leisten müssen. Ich weise zur Kennzeichnung des Ver des Reichstags, um diesen Strömungen entgegenzutreten, haltens der Zentrumspartei auf die Thatsache hin, daß 1887 das damit das Gefeß nicht einseitige Mache, sondern der Aus- Zentrum und die Nationalliberalen einstimmig ein Arbeiterschuß von einem Leser der erste Maikäfer überreicht. Das Thierchen druck des Boltsbewußtseins werde. Nicht wir, sondern die Gesetz angenommen haben mit dem elfstündigen Normal- Arbeits- war noch halb im Winterschlaf. Aber um die Mittagsstunde Sozialdemokraten find es, welche die Verabschiedung der tage und mit einer Bestimmung, entsprechend dem Antrage stahlen sich ein paar Sonnenstrahlen in unser Zimmer. Die laue Borlage hinziehen nach Ihren Wünschen würden wir noch Schädler. Damals hat man dieselbe Einwendung gemacht, wie Frühlingsluft erweckte die Lebensgeister des Halberfrorenen und das nächste Jahr hier darüber siyen. Bei jeder Bestimmung heute, das Bentrum ist fest geblieben. Die Regierung nahm die bevor wir diese Zeilen niedergeschrieben hatten, schwirrte er haben Sie sich vorgesetzt, Mißtrauen zu erregen, das ist Ihre Sache nicht an. Heute, wo die Aussicht dafür, daß etwas zu durchs offene Fenster in die offene Natur. So hastig wie seine Aufgabe, das begreife ich vollständig; Sie wollen von dieser Stande kommt, größer geworden ist, tritt das Zentrum von Flucht, so schnell werden die Keime aus der Erde sprießen und Wohlthat des Arbeiterschutzes nichts wissen. Wir fordern nicht jenem Standpunkt zurück. Ich muß also sagen, daß Sie damals am Festtag der Arbeit werden sich alle Kollegen unseres Sendmöglichst viel, um wenig zu erreichen, sondern haben uns für den elfstündigen Normal- Arbeitstag und für die 10 Stunden lings in den Lüsten tummeln. zu einer Zeit, wo der Arbeiterschutz aussichtslos war, mit ge- für die verheiratheten Frauen nur gestimmt haben, weil Sie ringen Forderungen gegnügt; wir hätten nichts erreicht, wenn wußten, es würde beides von der Regierung nicht angenommen wir so maßlos wie Sie in unseren Ansprüchen gewesen wären. werden; wenn Sie heute darauf verzichten, so ist das das Wer mehr für das Gelingen gethan hat, Sie oder die Zentrums Stärtste, was mir noch jemals von Opportunitätspolitit vor partei, barüber überlasse ich das Urtheil dem deutschen Volke. gekommen ist. ( Zustimmung im Zentrum.) Der erste Frühlingsbote. Gestern Morgen wurde uns alle Genossen und Freunde der Arbeiterfache, nur bei denjenigen Die Lokal Kommission von Köpenick ersucht dringend wirthen zu verkehren, welche uns Ihre Lokale zu Versammlungen nicht verweigern. Abg. Sine: Der elfftündige Normal- Arbeitstag ist nie vom fein Lokal bisher zur Verfügung stellte; dafür hat sich derfelbe In erster Linie ist dies Herr Kautsch( Raiserhof), welcher uns Abg. Singer: Der Abg. Hige hat zwar nicht zum§ 187 Reichstage angenommen worden. Wir wissen heute, daß er der ganz besonderen Gunst der Gegner au erfreuen, nämlich in gesprochen.( Bizepräsident Graf Ballestrem: Der Bor weder vom Reichstage noch von der Regierung angenommen der Form von Denunziationen und Strafmandaten. zu redner hat einen Angriff auf ihn und seine Freunde zurück werden wird; den letzten versteckten Vorwurf des Abg. Bebel muß Herrn Kautsch stellt nur noch Herr Schmidt, Grünauerstraße, Außer gewiesen. Wenn Herr Singer oder einer seiner Freunde einen ich ebenfalls zurückweisen. Angriff zurückweisen, dann werde ich ihn auch nicht unterbrechen.) In der Abstimmung wird§ 187 mit dem Antrage Gutfleisch- Andere größere Lokalbesitzer halten es nicht der Mühe für werth, sein Lokal dem hiesigen Lese- und Diskutirklub zur Verfügung. Ich habe mich nicht mißbilligend über die Geschäftsführung Möller unter Ablehnung aller übrigen Amendements einstimmig ihre Lokale zu sozialdemokratischen Arbeiterversammlungen hera des verehrten Herrn Präsidenten ausgesprochen. Ich bin angenommen, ebenso ohne Debatte eine Resolution, welche von zugeben. Selbst diejenigen fleineren Lokalbefizer, welche unsere über diese Bufage fehr erfreut, barf aber doch bemerken, der Kommiffion vorgeschlagen ist, und die verbündeten Regierungen Parteiblätter auslegen und um Hergabe eines Zimmers zu Lesedaß sie beweist, wie Recht ich hatte, daß ich sagte, Herr auffordert, gemäß dem Beschluß, die Ruhezeit für Wöchnerinnen oder Diskutirabende für den sozialoemokratischen Arbeiterverein Size habe nicht zum§ 187 gesprochen. Herr Hize hat uns eine von 3 auf 4 Wochen zu erhöhen, auch das Krankenkassen- Gesetz seitens der Lokalkommission gebeten worden, wie die Herren Held, Borlesung gehalten, die doch etwas deplazirt war. Der Umstand, entsprechend zu ändern. Parlamentarisches. Goloner Hirsch", fühlen sich außer Stande, unserer Bitte zu will Müggelsheinerfstraße, Burrmann, Grünstraßen- Ecke, und Dallbriz, fahren, da sie wohl nicht ganz mit Unrecht fürchten, daß es ihnen ebenso ergehen tönnte, als Herrn Kautsch. Die Genossen sollten doch wohl von selbst wissen, wem sie hier zu besonderem Dank verpflichtet sind, jedoch wie der Augenschein tehrt, sind selbst ältere Genossen leichtsinnig genug, dies außer Acht zu lassen. Haben wir hierorts nur einen Wirth, welcher uns in unserem eigensten Interesse mit seinen größeren Räumlichkeiten zur Seite steht, so sind wir auch verpflichtet, das Seinige zu wahren und zu fördern. Im Austrage der Lokaltommission Köpenicks. Fr. Richter, daß wir in der Minorität sind, entbindet uns nicht von der Nachdem noch§ 188, der für die beabsichtigte Beschäftigung Verpflichtung, Anträge zu stellen, welche einerfeits die heutige von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern die schriftliche AnGesellschaftsordnung nicht in Frage stellen, andererseits aber den zeige bei der Polizeibehörde vorschreibt, ohne Debatte unverNamen Arbeiterschuß wirklich verdienen. Das ist die Differens ändert angenommen, wird die Fortsegung der Berathung um zwischen uns und Ihnen. Sie machen vielfach Arbeitgeberschuß 4a Uhr auf Montag 12 Uhr vertagt. unter dem Namen des Arbeiterschuhes. Nehmen Sie unsere Anträge an, entfernen Sie die arbeiterfeindlichen Bestimmungen aus der Vorlage und wir werden mit großer Freude für das Ganze nachher stimmen; Sie können uns also damit vor dem Lande diskreditiren, indem Sie uns zwingen, die so veränderte Vorlage anzunehmen. Ich lade Sie dringend dazu ein. Sie werfen uns vor, daß wir durch lange Reden die Verabschiedung des Die Wahlprüfungs Rommission hat in ihrer Polizeibericht. Auf dem Boden des Haufes WaterlooGesetzes aufhalten. Unter der Voraussetzung, daß dieses Geseb lehten Sigung, am Freitag Abend, die Wahl des Abgeordneten Ufer 9 wurde am 17. d. M. Nachmittags ein Dachdecker erhängt zu Stande fommt, halten wir es allerdings für richtiger, uns Dr. Gieje( 11. Sachsen Oschatz- Grimma) für giltig erklärt, au- vorgefunden. Auf dem Petriplage machte in der Nacht zum fänger damit zu befchäftigen als die Majorität, welche mit gleich aber beschlossen, über eine Anzahl von Protestpunkten Gr- 18. D. M. eine Frau den Verfuch, sich zu vergiften, indem fie Gile dieses Gesetz aus der Welt schaffen will. Die Partei des hebungen zu beantragen. Borrebners ist aber auch sonst am wenigsten berechtigt, den Vorwurf zu erheben, daß wir durch lange Neben die Verabschie dung des Gesetzes hinderten. Man denke nur an den Kultur kampf und die Reden der Herren vom Zentrum, welche mit nie versagender Ausdauer und bewundernswürdiger Zähigkeit immer und immer wieder die Schäden des Kulturkampfes darlegten. Herr Windthorst, den Sie mit Recht so perehren, hat bei jeder Gelegenheit, wo es angebracht oder weniger angebracht war, den Reichstages regte sich bekanntlich König Stumm über einen Vers Gelogen wie zitirt. In der vorgestrigen Sitzung des Kulturkampf herangezogen; das ist auch ganz natürlich. Wer aber diese Vergangenheit hat, sollte andere Parteien nicht mit auf, der in unferem Blatte gestanden haben sollte. Nun ist es Vorwürfen überhäufen. Wenn Sie etwa behaupten, Sie feien bekanntlich mit dem Zitiren eine eigene Sache; wenn man einen besonders tolerant gegen uns, so glauben wir Ihnen das einfach Satz aus dem Zusammenhang reißt, kann man mit demselben nicht; wenn Sie der Beschlußfähigkeit sicher wären, würden Sie alles beweisen. Schon seit einiger Zeit wüthet die gesammte schon durch Schlußanträge uns mundtodt machen, Charat- Unternehmerpreffe gegen die folgenden Zeilen: teristisch ist, daß zu man uns Vorwurf machen Den tann, mir stellten hohe Forderungen, um sehr wenig erreichen. Herr Hize ist sich seiner Verantwortung als Mitglied einer entscheidenden Frattion bewußt. Muß diese Berantwortung aber zu den Vorgängen führen, wie sie im Lokales. Und haut man die entmenschte Brut Millionenfach zu Brei, Daß Hentersblut zum Himmel sprigt, Dann bin ich auch dabei." Diefe Strophe ist einem Gedicht entnommen, welches in Zentrum uns täglich entgegentreten? Vor 2 Jahren stellten die unserem Sonntagsblatte am 25. Januar d. J. abgedruckt war. Herren vom Zentrum den Antrag auf Annahme eines elf. Um nun alle Leute, denen die obigen Worte schlaflose Nächte fündigen Normal- Arbeitstages; heute, wo Ihre Macht noch viel veruriacht haben, zu beruhigen, bringen wir hier das in Rede größer ist, Ihre Stellung eine viel günstigere, da treten Sie von stehende Gedicht noch einmal zum Abdruck. Man wird daraus Siesem Standpunkt zurück! Bennyt eine große Partei ihre Macht- ersehen, mit welcher Geschicklichkeit Herren vom Schlage des stellung dazu, ihre Anträge nicht wieder aufzunehmen, aus Furcht, Königs Stumm vorzugehen verstehen, wenn es gilt, die Sozialdaß sie angenommen werden könnten, so ist das kein Beweis für bemokratie zu vernichten. Das Gedicht hatte also folgenden die Festigkeit der Ueberzeugung und dafür, daß man die Kon- Wortlaut: eine geringe Quantität 5prozentiger Karbollösung trant. Sie begab sich darauf sofort nach der Sanitätswache in der Brüder straße, wo ihr die erste ärztliche Hilfe zu Theil wurde und wurde sodann nach der Charitée gebracht. Am 17. d. M. und der darauffolgenden Nacht fanden drei fleine Brände statt. Versammlungen. Oeffentliche Verfammlung der Riftenmacher Montag, den 20. April, 2. Ver Die abends 8 Uhr, im sotale des Herrn Heyer, Alte Jakobstr. 88. Tagesordnung: 1. Bortrag über 1. Mai und die Bedeutung des Achtstundentages. 2. Abrech nung des Vertrauensmannes( der Sammellisten). 3. Bericht der Berliner Gireitkontrollkommiſſions- Delegirten eventuell Wahl des Vertrauensmannes. Allgemeine ranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter, sowie Zentral- Branken- und Sterbekalle der Metallarbeiter Bulkan" ( E. H. Nr. 29 und 80 zu Hamburg) Filiale Berlings, Versammlung am Montag, Den 20. April, Abends sk Uhr, Manteuffelstr. 90. 1. Kaffenbericht, fündigung des Wahlresultats zur Generalversammlung. 3. Berschiedenes. Freie Vereinigung der Album- Arbeiter und Arbeiterinnen Berline. Die statutengemäße Versammlung zum 20. April 1891 fällt aus. nächste Bersammlung findet am 4. Wat, Abends präzise 8% Uhr, bet feßner, einladungen find von Sonntag, den 26. April, bei Herschleb, Adalbertstr. 4, in Annenstr. 16( unterer Saal) statt. Tagesordnung und BersammlungsEmpfang zu nehmen. Um rege Verbreitung berselben bittet der Borstand. Große öffentliche Versammlung aller kaufmännischen Angestellten am Dienstag, ben 21. April, Abends 8 1hr, im Saale der Brauerei Böhow, Tagesordnung: 1. Die Arbeitertlaffe und der Deutfche Reichstag mit Berücksichtigung der kaufmännischen Angestellten. Heferent Albert Auerbach. 2. Discussion. 3. Wahl eines Delegirten zum internationalen ongabanarbeiter Cabakarbeiter und-Arbeiterinnen. Dienstag, den 21. April, Abends Brenzlauer Thor. Brüffel. 9 Uhr, bei Feindt, Weinfir, 11 Deleatrten- Berfammlung, " Verein zur Wahrung der Intereffen der Schuhmacher. Generals Bersammlung bet Bratwell, Kommandantenstraße 79. Tagesordnung: 1. Abe rechnung. 2. Vortrag 2c. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Näheres stehe im Inferatentheil. Internübungsbund der Hausbiener Berlins. Sonntag, den 19. April, Großes Familienfest im Feen- Palaft, Burgstraße, verbunden mit Konzert und Spezialitäten Borstellung, nachdem Tanz ohne Nachzahlung zum Besten der Unterſtüßungstaffe und der Kaffe des Fachorgans Ginigkeit". Billets zu 50 Bf. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Die Genossen Freie Bereinigung der Graveure und Ziseleure. Bersammlung am und Gönner werden um zahlreichen Besuch gebeten. Montag, den 20. April, Abends 8 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdener Arbeiter- Gefangverein„ Vorwärts"( Norden) Montag, den 20. April, ftraße 45. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag über die Chartisten Abends präzise 9 Uhr, Uebungsfiuude im Restaurant Schönhauser Allee 28. bewegung in England. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Unterstützungsverein deutscher Tabaharbeiter. Mitglieder- Versamm Vergnügungsverein„ Fidelio"( Mitglied des Bundes der geselligen lung der Bablitelle Berlin. Dienstag, den 21. April, Abends 8 Uhr, bei Arbeitervereine Berlins und Umgegend), fetert am Sonntag, ben 19. April, Feindt, Weinstraße 11. Tagesordnung: 1. Abrechnung pro 1. Quartal. 2. Ber- tm Restaurant Feuerstein, Alte Jafobitraße 75, oberer Saal, ein großes Tanzvergnügen verbunden mit humorinifchen Vorträgen, ausgeführt von dem Charakterkomiter Herrn Köppel, wozu Freunde und Gönner sowohl als auch die Vereine, welche dem Bund angehören, herzlich eingeladen sind. Billets zu 50 Pf. sind bei der Garderobe und der Kontrolle zu haben. fchiedenes. Biedorf. Mitgliederversammlung des Fachvereins der Maurer von Rigdorf und Brieß am Dienstag, den 21. April, Abends 8 Uhr, im Cotale des Herrn Kummer, Berlinerstr. 136. Tagesordnung: 1. Gemertschaftliches. 2. Berschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Aufnahme neuer Mitglieder. Freie Vereinigung der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiterinnen Berlins. Große General- Bersammlung am Montag, den 20. d. Mis., Abends 8% Uhr, in Scheffer's Lokal, Inselstraße 10. Tagesordnung: 1. Diskussion über unsere Vereinigung und die Einführung der Quittungsmarken. 2. Wahl des gesammten Borstandes. 3. Sassenbericht. 4. Berschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ersuchen wir alle Mit alteder und auch diejenigen, welche Mitglieder werden wollen, zu erscheinen. Die rückständigen Beiträge fönnen in der Versammlung entrichtet werden. um pünktliches Erscheinen wird ersucht, da die Versammlung präzise 9 Uhr eröffnet wird. Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Ortverwaltung Berlin 4. Montag, den 20. April, Abends 8 Uhr, Versammlung bei Gnabt, Brunnenstraße 38. Tagesordnung: 1. Abrechnung. 2. Vorstandswahl. 3. Verschte= Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erbenes. scheinen. Roh- Tabake. Grösste Auswahl, billigste Preise von fämmtl. im Handel befindlichen Tabaken 1531a Heinr. Frank, Brunnenstr. 141-142. Hüte mit Kontrollmarke. Gr. FrankfurterG. Gottmann, Strasse Nr. 130, Cravatten, Handschuhe, Schirme. Moine Kranzbinderei und Blumengeschäft habe ich von Stalizer u. Wienerstr.- Ecke nach der Stallschreiberstr. 32a, Ecke Alte Jakobstr., verlegt.[ 449L] J. Döltz. Empfehle meinen Freunden u. Genossen mein reichhaltiges Lager fertiger Herren- und Privat- Theater- Gefellfdjaft Angusta- Viktoria". Um 2 Uhr im Bittoria- Saal, Perlebergerstr. 13: Probe, nachdem Sigung. Gäste willtommen. Boranzeige! Sonnabend, den 25. April, aur Feier des zweit en Stiftungsfestes: Theatervorstellung und Tanzkränzchen. Zur Aufführung gelangt:" Hotel Klingebusch". Programme zu 30 Pf. find bet den Mitgliedern zu haben. Privat- Theater- Gesellschaft Fidelio". Großer Gesellschaftsabend im Reſtaurant Gaillard, Prinzenstraße 87. Anfang Abends 6 Uhr. Gäste herzlich willkommen. Tambourverein Deutsche Eiche"( Bundesverein der gefelligen Arbettervereine Berlins und Umgegend), zeigt allen Bekannten, Freunden und Genoffen an, daß er am 25. April fein 2. Stiftungsfest in Strösche's Gefell fchaftshaus, Fichteftraße 29, feiert. Brogramms sind beim ersten Borstzenden Herrn G. Sänger, Belle- Alliancestraße 93, sowie bei allen Mitgliedern zu haben. Berein Gemüthliche Geister". Große Theatervorstellung am 25. April. bet Meyer, Ackerstr. 63. Sterauf Kränzchen. Anfang präzise 9 Uhr. Billets find zu haben bei Boß, Bergstr. 80, a Tr. Ich habe mich hier als Spezialarzt für die Krankheiten der Harnorgane niedergelassen. 40 b Dr. O. Mankiowicz, Königgrägerstr. 123 b. Sprechst. 8-10, 4-5. Praktischer Zahn- Arzt Jede Uhr Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Best, 18. April. Das Organisations Komitee der Arbeiter beabsichtigt am 1. Mai ein Arbeiterfest zu veranstalten und eine allgemeine Arbeiterversammlung abzuhalten. Das Komitee era flärt, die Verantwortlichkeit für die Aufrechterhaltung der Ordnung übernehmen zu wollen. In mehreren Provinzialstädten werden gleichfalls Borbereitungen für die Feier des 1. Mai getroffen. Briefkaffen der Expedition. Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: Gesangverein Kornblume" vom Vergnügen am 2. Osterfeiertag im Freischütz 20 M. Gesammelt am Geburtstag den 30. März Schulstr. 21 1,55 M. Edelweiß 1,80 M. Schriftgießer und SchriftgießereiArbeiterinnen 15,10 M. Gesammelt bei einer Geburtstagsfeier von einigen Mordinstrumentenmachern der Firma L. Löwe am 11. April 2,17 M. und am letzten Zahltag ebenda 3,50 M. Vom Verein der Kranken- u. SterbeUnterstüßungstasse des Berl. 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Neue Mitglieder werden aufgenommen.; Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Achtung Moabit! Sonnabend, den 25. April 1891, veranstaltet die ,, Moabiter Liedertafel", Mitglied des ArbeiterSängerbundes, in Ahrend's Brauerei ein Grosses Vocal u. Instrumental- Concert verbunden mit Tanzkränzchen, wozu wir Genossen und Freunde hiermit freundlichst einladen. Reinertrag ist für die streifenden Arbeiter bestimmt. 331b Der ganze Eintrittstarten à 30 Pf. find zu haben bei Brosch, Wilhelmshavener ſtraße 23, sowie bei sämmtlichen Mitgliedern und den mit Blafaten belegten Handlungen. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. E. M. Wilschke, Junkerstraße 1 u. Katzbachstraße 1, Ecke der Yorkstraße. Cigarren und Tabake. Alle Sorten Cigarretten. Lebens- u. FeuerVersicherungs- Agentur. Allen Freunden u. Genossen bestens empfohlen.[ 365 b Verband deutsch. Korbmacher ( Filiale Berlin) Fahverein für Schlosser Unferm Genossen, dem Bubiler Otto Dietz, zu seinem morgigen Ge Montag Abend Punkt 9 Uhr, U. Maschinenbau- Arb. Berlins burtstage die herzlichsten Wünsche. bei Roll, Adalbertstr. 21: Versammlung. 193/3 Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Versammlung bei Seefeld, Grenadierstr. 38: und Umgegend. General- Versammlung Montag, den 20. April, Abds. 81/2 Uhr, im Feuerstein's Salon, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung des Raffirers pro 1. Quartal 1891 und Bericht der 600 21 Die Kommune der Vierzehn aus dem Sechsten. Gundelach zu seinem morgigen Unserem Freunde und Kollegen Paul 30. Wiegenfeste ein donnerndes Lebehoch von seinen Ren aus der Alten Jakobstraße. T. R. Sch. P.[ 304 b Todes- Anzeige. am Sonntag, den 19. d. Mts., Revisoren. 2. Auflösung des Ver- Am 16. d. M. starb unser Genoffe, Abends 61/2 Uhr, eins event. Wahl einer Liqui- der frühere Vorsitzende des sozialdemokr. dationskommission. 3. Verschiedenes. Lese- und Diskutirklubs Natur", B. Selbstfucht und Gegenseitigkeit. der Wichtigkeit der Tagesordnung heit. Ehre seinem Andenken! Nachdem: Gesellige Unterhaltung werden die Mitglieder ersucht, vollDie Geschwister. 140/18 zählig zu erscheinen. J. A.: H. Hoffmann, Raiserstr. 4. Gäfte, Damen und Herren, will- 275/10 Der Vorstand. fommen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Versammlung Vortrag des Herrn Sievers über: Mitgliedsbuch legitimirt. Bei Burchardt, an der Proletariertrant und Tanz. General- Versammlung ber der Zentral- Kranken- u. Sterbekaffe der Maler und verwandten Berufsgenossen. Berlin W. Filiale IV. Tagesordnung:) Zinkgiesser u. Stürzer 1. Staffenbericht. 2. Wahl eines erſten Berlins und Umgegend am Dienstag, den 21. April, Abends 8 Uhr, bei Schröder, Reichenbergerstr. 24. Tages- Ordnung: 1. Wie ftellen wir uns zur Neuorganisation der Metallarbeiter. 2. Disfussion. 3. Abrechnung vom Vergnügen. Gute und gesunde Lebensmittel zu billigen Preisen. Kassenbericht. 5. Auflöſung des Dubois& Co., Berlin C., Neue Friedrichstraße 79 vis à vis des Gentralmarkt veranstalten täglich Restirende Mitglieder werden ersucht, die Beiträge bis zur General- Versamm lung beim Raffirer Kollege Kühn, Grünauerstr. 11, zu entrichten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreichen Besuch bittet 353/2 Der Vorstand. Morgens 10 Uhr und Abends 5 Uhr Freie Vereinigung der Gravenre Auctionen von Lebensmitteln in für einzelne Haushaltungen geeigneten Posten zu Engrospreisen. !!! Bitte zu lesen!!! und Ciseleure. Versammlung am Montag, den 20. April, Abends 81/2 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Tagesordnung: Bevollmächtigten. 3. Berschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet 220/2 Die örtliche Verwaltung. Vereinslokal d. Klavierarbeiter 78 Naunynstr. 78. Danksagung. ( 818 b Bußer, sowie dem Gesangverein„ Ge Hiermit sage ich dem Fachverein der müthlichkeit" für die Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes meinen innigsten Dank. 339 b Ww. Brandenburg und Kind. Kranzbinderei u. Blumenhdla von J. Meyer, 532L Nur Berlin So., Wienerstr. 1, wie bekannt. Guirlanden Meter von 15 Pf. Doppelbügel- Borbeer von 50 Pf. Allen Freunden und Bekannten zur an. Gr. Auswahl: Kränze, Bouquets, gefl. Nachricht, daß ich das Lokal des Blumenarrangements u. Zopfpflanzen. Herrn Winzer fäuflich erworben habe Fernsprecher Amt IX. 9482. und bitte ich dieserhalb, das dem Herrn Winzer geschenkte Vertrauen auch auf mich gütigft übertragen zu wollen. Meine Parole soll stets sein: Eine gute Waare und ein gutes Entgegenkommen meinerseits. 596L Empfehle mein vorzügliches Löwen bräu à Glas 10 Pf. Für Montags und Dienstags kann ich Arbeitervereinen mein schönes Vereinszimmer noch zur Verfügung stellen. Hochachtungsvoll H. Rohr, Restaurateur, Naunynstr. 70. Geyer, Oranienftr. 202, 3. Heinrichsplay u. Manteuffelstraße. Fabrik und Lager von Schuh u. Stiefeln für Herren, Damen und Kinder, sowie sämmtlicher Filzschuhe, Pantoffeln u. Pantinen. 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Unter Berücksichtigung, daß der Kaufpreis des obigen Geschäftes ein enormer, ver- und Kartonpapier Fabriken sorgt. neuez Geſchäft zu eröffnen, er dennoch ein solches, und zwar, nachdem die Große öffentliche Versammlung Landpartien, eftlichkeiten z. Geſell= schaften und Vereinen. [ 248b] Für gute R. Bohre. mag ich die Handlungsweife des Herrn Stowald nicht näher zu fennzeichnen, beſchäft. Arbeiter u. Arbei- Restaurant Reichsgarten hoffe jedoch, daß alle meine verehrten Kunden und Freunde mich nach wie vor in meinem Unternehmen unterstüßen werden, um dadurch meinem Vorgänger terinnen Berlins u. Umg. Herrn Kowald zu beweisen, daß von Ihnen denen Handlungsweise unter am Dienstag, den 21. April, Abends keinen Umständen gebilligt wird. Mit vorzüglicher Hochachtung 596L M. Berndt, A. Kowald's Nachfolger, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ede. Friedrichshagen 81/2 Uhr, in Scheffer's Salon, zu Landpartien und Ausflügen bestens Inselstraße 10. empfohlen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Hrn. Dr. Lütgenau über die Ziele der Sozialemate 2. Diskussion. 3. Wie 298b L. Wandrey. Emil Göthe, Restaurant zum„ Bukunftsstaatſtellen wir uns zur Wahl eines Agi Kottbujer Damm 39, Adolph Scholz, 882 L Kaftanien- Allee Nr. 35.( Bis 12 Uhr Nachts geöffnet). Arbeiterliteratur infl. ,, Gazeta Robotnicza" liegt aus. Freunden und Genoffen theile ich hierdurch mit, daß ich mein Cigarren- und Zeitungsgeschäft von der Wendenstraße 4 nach der Schlesischenstr. 35 verlegt habe. Fr. Schulz. Rheinländischer Tunnel, gen. Die fidele Nagelkiste" Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Ausschant von vory. Lagerbier à Seidel 10 Pfg. bei guter musikalischer Unterhaltung u. aufmerksamer Bedienung. Urgemüthliche Kneiperei. Komitees? 4. Berschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer. J. A.: Ad. Jahn. Tellersammlung statt. Zur Deckung der Unkosten findet 859 b Dienstag, den 21. April, Abends 9 Uhr, bei Feindt, Weinstraße 11: empfiehlt allen Freunden und Genoffen am Hermannplay. feine Cigarren und Tabake, Cigarren eigner Fabrik! Nordhäuser Kantabak von Grimm u. Triepel, fowie Hanewacker.[ 267b Westfälische W. Gründel's Restaurant, Delegirten- Versammlung Fleischwaaren- Handlung, S., Dresdenerstraße 116. der Tabakarbeiter u. Tabat Arbeitsnachweis u. Verkehr der Maler, 309 b Buchbinder, Schlosser, Töpfer, Drechsler, Sattler und Gärtner. 221L 2 Billards, Vereinszimmer und Saal. Täglich: Frei- Concert. Empfehle mein 529 H. Schulke( mit'n h). Weiß- u. Bairisch Bier- Lotal. Bestellungen auf Musik für jedes Vorkommniß werden im Lokal entgegengenommen. 565L 0. Witzke, Stalizerstr. 61. Empfehle allen Freunden und Be fannten mein Weiss- und Bairisch- Bier- Lokal, verbunden mit Frühstücks-, Mittagsarbeiterinnen. Die Kommiffion. Unterstützungsverein 8106 deutscher Labakarbeiter. Mitgliederversammlung der Zahlstelle Berlin am Dienstag, den 21. April, Abends 81/2 Uhr, bei Feindt, Weinstraße 11. Tagesordnung: 1. Abrechnung pro 1. Quartal 1891. 2. Verschiebenes. 2. Dechand, 1. Bevollmächtigter. H. Stramm's Restaurant, und Abendtisch. Auch ist ein Bereins- Offenbacher Frauen- Kasse. 123. Ritterstraße 123. zimmer mit Piano zu vergeben. Fr. Fröhlich, Naunynstraße 43. Großes Fremdenlogis, Herberge und Arbeits- Nachweis der Vereine der 361L] Klempner, Glaser und Korbmacher. 366 b Reichhaltiger Frühstüch-, Mittag- Empfehle allen Freunden und Be und Abendtisch à la carte zu foliden fannten mein Preisen. Ausschant von vorzüglich. Weissund Bairisch- Bier. Berwaltungsstelle III( Nord). Haupt- Versammlung am Dienstag, den 21. April, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gnadt, Brunnenstr. 38. T.- D.: Vierteljährbeiten. 5371 Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal cher Rassenbericht, innere AngelegenL nebst Regelbahn. F. Wendel, Garde du Corpsstr. 15. 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Dieses Fließ hat aber ein so starkes Gefälle, die Ehrlichkeit behandelt? daß es, zumal es zwischen Waldbergen hinströmt, durchaus Im Lokal- Anzeiger" veröffentlicht ein Hausbesitzer einen Nothschrei über die Zustände in der Greifswalderstraße und in eine Quantität Olivenöl an ein Delikateßgeschäft abzuliefern, denkt man unwillkürlich, wenn man es ansteht, müssen Forellen Am 3. d. M. hatte der Hausdiener der Firma B. u. Ko. den Eindruck eines Gebirgsbaches macht. In dem Wasser, der umliegenden Gegend, weil die Herren Hausbesitzer durch das wofür er den Betrag einer Rechnung von 16 M. einzufassiren leben können. In der That find vor einigen Jahren nabebei in der Danzigerstraße belegene Asyl für Obdachlose arg hatte. Diese Summe wurde ihm in Rollen, welche Zehnpfennig- Bachforellen hineingefeßt, und es scheint, daß fie gut belästigt werden. Der Herr Hauswirth verlangt, daß mindestens stücke enthielten, gezahlt. Da der Hausdiener Abends nicht mehr gedeihen. Mehrere bekamen wir zu sehen, der Versuch aber, noch einige Asyle in anderen Gegenden der Stadt, Halleschen ins Geschäft zurückkehrte, so behielt er das Gelb bis zum anderen eine Anzahl von ihnen mittelst ins Wasser gesetzter Reufen zu Thor, Potsdamer oder Schlesischen Thor erbaut werden möchten Tage bei sich; wollte aber, um nicht soviel Kleingeld mit sich fangen, mißlang uns. Die liebenswürdige Müllerin brauchte den und daß dem Magistrat und den Stadverordneten diesbezügliche herumzutragen, die Rollen in bequemiere Münzsorten umwechseln. Fischkessel für uns nicht ans Feuer zu rücken, die EierkuchenVerschläge gemacht werden müßten. Auf den ersten Blick wird hierbei stellte sich heraus, daß sich unter den Zehnpfennigstücken Pfanne genügte. Als ich am Hellmühlenfließ entlang durch das Jeder ausrufen:„ das ist einmal ein humaner Hauswirth!" Aber 800 Mark in Gold( Behnmarkstücke) befanden, die ihm nach enge Thal ging, sah ich doch schon etwas von Frühlingsblüthen: nur gemach! Der Pferdesuß kommt gleich hinten nach. Nicht seiner Meinung von der Firma gezahlt sein mußten. Er ging außer einigen unscheinbaren Blumen war es die reizende blaue Humanität veranlaßt unseren biederen Hausbefizer aus der Greifswalderstraße zu seinem Herzenserguß in dem„ Lokal- Anzeiger". Tags darauf zu der betreffenden Firma und lieferte die 800 m. Anemone oder Leberblume, die an vielen Stellen in Menge die Greifswalderstraße zu seinem Herzenserguß in dem ,, Lokal- Anzeiger" ab, natürlich in der unter diesen Umständen gewiß erklärlichen steilen Abhänge zierte, je näher dem Wasser, um so voller und Der Grund hierzu ist ein ganz anderer, das sagt der Herr in Voraussetzung, eine Belohnung zu erhalten. Dieselbe wurde ihm üppiger blühend. Auch allerhand Thierleben war zu spüren. feinen Zeilen ganz unverblümt. denn auch zu Theil und zwar in Gestalt eines 3 weimart- Von den Zweigen erkfangen die Stimmchen der Meisen, aus stück 3! So wird heutzutage die Ehrlichkeit der Hausdiener einiger Entfernung ließ sich das Gurren der Ringeltaube ver nehmen. Eichkäßchen liefen auf und ab an den Buchenstämmen, ein Reh, von mir ausgescheucht, sprang durch die Gebüsche davon. Oben aber über dem Thal, emfing mich, nachdem ich wies der emporgeklettert war, eisiger Wind. Feld und Heide lagen öde und kahl da, die Landschaft machte noch einen ganz winterlichen Eindruck. Ein Blinder aber würde das nicht geglaubt haben: so überzeugt, so zuverlässig, so rückhaltslos erklang der er Jubel der Lerchen. Der Frühling schwebte doch in der Luft belohnt! schon, Gerichts- Beitung. Der Hausbesitzer sieht sich nämlich in seiner beschaulichen, Miethszins einstreichenden und steigernden Ruhe allabendlich und allmorgendlich gestört durch die vorbeiftrömenden Leute, welche zu und von dem Asyl kommen. Er fürchtete nebenbei auch, daß In Betreff der schaudervollen Geschichte aus Carow dies auf die Bourgeoisphilister in erster Reihe ebenfalls bei Französisch- Buchholz, welche ein hiesiger Berichterstatter den ruheftörend" und dann natürlich, und das ist wohl Zeitungen übersandt hat, wird uns von einem anderen Reporter auch die Hauptsache, auf den Miethszins schädlich" mitgetheilt, daß die sensationell klingende Affäre in unerhörter einwirken dürfte. Daher befürwortete lediglich aus Weise aufgebauscht" worden sei. Der Lehtere schreibt uns: dem Grunde, daß der Schwarm der Obdachsuchenden von seiner Der Reſtaurateur Thiemann war nach seiner Entlaffung aus Gegend abgelenkt werde resp. vermindert werde, diese von unserer der Edel'schen Frrenanstalt keineswegs von den Seinigen in GeSeite schon oft genug als dringend nothwendig hingestellte Ver- fangenschaft gehalten worden, sondern konnte noch bis Anfang mehrung der Asyle. Wie nothwendig eine solche Vermehrung ist, März frei umhergehen, wurde täglich spazieren geführt und fuhr geht auch aus dem hausbesitzerlich- lokal- anzeigerlichen„ Nothschrei" den Winter hindurch fast täglich im Schlitten aus. Nur Nachts hervor, es wird dort erwähnt, daß die Obdachsuchenden bis in verweilte der Krante in der" Belle", welche aus einem fünf die Nacht hinein in den umliegenden Straßen umherschwärmen. Meter im Quadrat messenden Zimmer im Altentheilhause" Nun dies sind doch jedenfalls diejenigen der Einlaß begehrenden, besteht. In einem daranstoßenden Raume, durch eine offenwelche nicht mehr Einlaß gefunden haben. stehende Thür mit dem Zimmer des Kranken verbunden, völkerungsklassen gegen einander stand Genosse Max Baginsti Unter der Anklage der Aufreizung verschiedener BeAm Morgen! heißt es dann in dem Artikel weiter schlief stets Jemand, um die Wünsche desselben entgegen gestern vor der zweiten Straffammer des Landgerichts II. Am ist die Greifswalderstraße voller Menschen, als wenn die zu nehmen. Ende vorigen Monats hatte der Ortsvorsteher 4. November 1890 fand in der Gosebrauerei zu Charlottenburg Bienen schwärmen; oft zu Bieren nebeneinander gehen die Herr K. bereits beim Amt die Ueberführung des T. nach der eine öffentliche Volksversammlung statt, in der Baginski einen Patrone auf dem Trottoir und dieses ist für die Anwohner Kreis Jrrenanstalt in Eberswalde beantragt; doch unter Vortrag über Sozialdemokratie und Anarchismus hielt. Verbelästigend. blieb dieselbe, da der behandelnde Arzt, Herr Dr. Groebel schiedene Aeußerungen, die Baginsti in seinem Vortrag gethan Also die Patrone", ein schöner Ausdruck für die Aermsten aus Französisch- Buchholz, welcher die Woche 3 bis 4 mal bei dem hat, gaben die Unterlage für die Auflage. Unter anderem ſoll Der Arinen sollen wohl nicht einmal Morgens das Asyl, durch die irrsinnigen T. erschien, dem Wunsche der Gattin desselben nach- Baginsti sich dahin geäußert haben, daß die Thätigkeit der UnterStraße gehend, verlassen! Sollen sie vielleicht durch die Luft fliegen? gebend, in Berücksichtigung der thatsächlich vorzüglichen Benehmer schädlich resp. überflüssig zu werden beginne; daß die An wen sich die Herren Hausbesitzer zu wenden haben, von wo sie handlung des Kranken, die Internirung in einer Anstalt nicht Bourgeoisie nicht die Nase rümpfen brauche, wenn etwa die Sozialauf Vertretung ihrer Interessen hoffen dürfen, das hat der Lokal- für nothwendig erachtete. Seit Anfang März hatte sich der Bu- demokratie die Revolution anstreben würde, da sie ihre Existenz auch Anze iger" gleich heraus. An die städtischen Behörden mögen sich stand des Kranken wesentlich verschlimmert, T. verfiel öfters in die Hausbesitzer wenden. Nun, der„ Lokal- Anzeiger" muß ja am Tobsuchts- und Krampfanfälle und durfte auf ärztliche Vorschrift dorf, Kammerer und Genossen hoch achte, ihre Taktik aber nicht nur der Revolution danken; ferner, daß er den Charakter der ReinsBesten wissen, an welche Stellen er seine Schützlinge zu veriveisen nuninehr nicht mehr das Zimmer verlassen. Das Lettere war hat. Uns ist noch sehr wohl aus dem eben erst verflossenen jedoch stets geheizt und wurde penibel sauber gehalten; da der für richtig halte. Die Revolution könne überhaupt nicht ge= macht werden, Winter erinnerlich der große Ausspruch des Stadt- Oberhauptes, Stranke Unfug init den Federbetten vielmehr sie sei eine Folge der er hatte dieselben in die wenn ökonomischen Entwickelung; des Herrn von Fordkenbeck, welcher unter dem Jubel der soge- glühende Ofenröhre gesteckt fich über die nannten oder vielmehr der sich so nennenden freisinnigen" letzten Beit Strohsack und Decke gegeben. Die Kleidung, welche wolle, so hätte man auch volle Gelegenheit dazu, wenn man die getrieben, so wurde ihm in der Thaten eines Reinsdorf, Stammerer 2c. aber sittlich entrüsten Stadtverordneten Mehrheit dem ganzen Lande verkündete, es T. in Tobsuchtsanfällen sich selbst vom Leibe gerissen, wurde stets Geschichte der Machthaber verfolge. herrsche kein Nothstand ob; auch eine Vermehrung der Asyle für erneuert, ebenso war dies mit den zerschlagenen Fenstern der Fall, Aeußerungen, welche durch die Beweisaufnahme festgestellt und Geschichte der Machthaber verfolge. In dieser und anderen Obdachlose sei nicht nöthig, da das jetzige vollständig ausreiche, doch dauerte deren Erneuerung manchmal einen halben Tag, da auch im Allgemeinen von dem Angeklagten nicht bestritten werfo gab er unserem Genossen Singer damals auf deffen Aus der Glaser Dorf Carom besitzt einen solchen nicht erst von den, soll der Thatbestand des§ 130 vorliegen. führungen zur Antwort. Hier freilich liegt ja die Sache doch auswärts geholt werden mußte. Der Kranke wurde täglich mehr anwalt hält die Anklage im vollem Umfange aufrecht. Die Anetwas anders, es handelt sich hier nicht um einen Nothstand fach gereinigt, die früheren Freunde des Z. besuchten den Frrunter der arbeitenden Bevölkerung Berlins, sondern lum einen finnigen sehr oft, natürlich aber konnte der Zutritt nicht Jeder- lung sei nicht in Abrede zu stellen, ebensowenig wie die aufwesenheit der verschiedenen Bevölkerungsklaffen in der Versammfolchen unter den armen, gequälten, unter der Last ihrer schweißmann gestattet werden. triefenden Arbeit schier erdrückt werdenden Hausbesitzer und da Von ärztlicher Seite werden einem hiesigen Blatte noch tragt 4 Wochen Gefängniß. reizende Natur der gefallenen Worte zu bestreiten sei. Er beanfolgende Thatsachen mitgetheilt: -man Der Staatsja, Bauer, das ist etwas ganz anderes. Hoffen wir also, daß die armen belästigten Herren Haus- Der Gastwirth Th. aus Garow leidet feit einigen Jahren an nächst darauf hin, daß die Aeußerungen, die der Angeklagte in Der Vertheidiger Rechtsanwalt Wolfgang Heine weist zubesitzer von den Patronen" bald befreit werden. Mittel und Gehirnerweichung, einer in absehbarer Zeit zur Auflösung Wege werden sich ja wohl finden lassen, wohl auch andere, als führenden Krankheit, und zwar befindet er sich im letzten Stadium Bezug auf die Herrscherhäuser gethan habe, eine Anklage den für die Unterkunft genüge das dazu beſtimmte Zimmer, wenn noch einige Bedingungen erfüllt würden: Erfaz einer gerade zerbrochenen Fensterscheibe, Sicherung des Fensters durch ein Drahtgitter von innen und Heizung. Von der Ausführung dieser Anordnungen hat sich späterhin der Arzt überzeugt. Wenn Der Gerichtshof hält nicht für erwiesen, daß an eine Gefährdung des öffentlichen Friedens, wenn auch nur in fernerer Zeit, durch die Rede des Angeklagten gedacht werden könne, er habe vielmehr vielfach von der Gewalt abgerathen; daß einzelne Worte schlecht gewählt sind, könne zu keiner Verurtheilung führen. Es wird auf fostenlose Freisprechung erkannt. die vorgeschlagenen, noch einige Afyle zu bauen. Dergleichen derselben. Aus letzterem Grunde und wegen der Ungefährlichkeit Diese Anklage sei jedoch zurückgezogen worden. wegen Majestätsbeleidigung zur Folge gehabt haben. koftet Geld und das Geld des Stadtfäckels kann zu weit noth- des Kranken nahm Frau Th. denselben im Herbst vorigen Jahres wendigeren Dingen benutzt werden, als für solche" Patrone", aus einer Anstalt nach Hause zurück. Im Winter, sah man es nun aber in der vorliegenden Anklage der Herr Staatsweiß man doch noch gar nicht, welche Feststraßen und welche Kranken öfters auf der Straße umhergehen. Als er in der letzten anwalt das, was nach seiner( des Staatsanwalts) Meinung mit Festessen uns der kommende Sommer bringen fann. Strafe muß sein! In unserem benachbarten Mariendorf mußte, entstanden allerlei thörichte Redereien, und, um diesen Anreizung aufgefaßt habe, so lasse sich hierüber eigentlich gar Beit etwas unruhig wurde und im Zimmer gehalten werden jenen Aeußerungen der Angeklagte habe sagen wollen, als herrscht Heulen und Wehklagen! Wie nämlich überall, wo sechs entgegen zu treten, fragte Frau Th. am 23. März d. I. einen nicht disputiren. Wenn das Gericht wegen der zitirten NeußeMenschen beisammen wohnen, auch sofort ein Krieger- Verein ge- Arzt, ob sie bei ihren Einrichtungen ihren Mann zu Hause be- rungen zu einem„ Schuldig" komme, so sei der berühmte alte bildet wird, so besteht auch in dem weltverlorenen Mariendorf halten dürfe. Der Arzt erklärte, man könne nach den gesetzlichen Erregung noch ein Segen gegen den jezigen§ 130. Dieser alte preußische Paragraph vom Haß und von der Verachtungsfeit dem Jahre 1889 ein Verein ehemaliger Militärs". Diesem Bestimmungen den Kranken gegen feinen Willen nicht nach einer Baragraph sei in das Reichs- Strafgefeßbuch nicht aufgenommen ist nun durch Verfügung des dortigen Amits- Vorstehers die poli- Anstalt bringen, wenn er nicht gemeingefährlich sei, und wenn Paragraph sei in das Reichs- Strafgesetzbuch nicht aufgenommen dorf! Fragst Du, lieber Leser, nach der Ursache des Schreckalte Paragraph wäre hier, bei der von sämmtlichen Zeugen zeiliche Bestätigung entzogen worden! Wehe Dir, armes Marien- für ihn genügend gesorgt werde. Ersteres sei nicht der Fall, und worden, weil der Gesetzgeber die Aeußerung der freien Meinung nicht in solchem Maße habe einschränken wollen, und selbst jener lichen, so antwortet Dir darauf das„ Teltower Kreisblatt": " Nach allgemeiner Annahme hängt die polizeiliche Maßregel bekundeten außerordentlichen Ruhe des Redners und seiner Ausmit dem Eindringen sozialdemokratischer Elemente in den Verein führungen noch nicht einmal anwendbar gewesen. Er beantrage zusammen, deren zersetzender Einfluß in letzter Zeit bei verschie Freisprechung. denen Gelegenheiten auch öffentlich zu Tage getreten ist. So hat Daß ein Geistestranter sich entkleidet, Stroh von seinem der Verein zufolge Majoritätsbeschlusses in diesem Jahre von Lager ißt, Lähmungserscheinungen zeigt( Rheumatismus" des einer Feier des Kaifersgeburtstages Abstand genommen, auch Berichterstatters), liegt in der Natur der Krankheit." feine Versammlungen nach wie vor in dem Blocksdorf'schen Lokale abgehalten, trotzdem hier in letzter Zeit mehrere sozialdemokratische doch Frühling wird, Wenn die Lerchen nicht unaufhörlich versicherten, daß es Versammlungen stattgefunden haben. Ein einflußreiches Mitglied doch Frühling wird, man würde es kaum glauben. So wenig des Vereins hat sich auch mehrfach als Vertrauensmann bei der ist von ihm draußen zu bemerken. Von einiger Wirkung ist ja Ueberwachung von Tellersammlungen in derartigen Berfamm- trotz der falten Luft. Er hat die Blüthenkäten im Gezweige der gerichts I zu verantworten. Der Angeklagte fuhr am 31. Oftober Wegen fahrlässiger Tödtung hatte sich der Landwirth freilich der Sonnenschein der Morgen und Vormittagsstunden Aug. Strenge vor der III. Straffammer hiesigen Landlungen beinertlich gemacht." Strafe verhängt werden und der Herr Amtsvorsteher von Marien- Sträuchlein schon in ein dünnes, schleierartiges Frühlingsgewand Grimmstraße. Gs herrschte gerade ein starker Nebel und man Für solche Frevelthaten mußte freilich eine exemplarische Weiden und Pappeln hervorgelockt, er hat einige vorwitzige gerichts I zu verantworten. Der Angeklagte fuhr am 31. Oftober vorigen Jahres mit einem unbeladenen Kohlenvagen durch die dorf konnte den Verein wahrlich nicht schwerer treffen, als durch gekleidet. Auch auf dem Boden breitet sich hie und da schon konnte kaum die Hand vor Augen sehen. Plöglich merkten die Die Entziehung der polizeilichen Bestätigung, wodurch demselben etwas junges Blattiverk aus, und aus den Gartenbeeten brechen Mitfahrer, daß der Wagen über ein Hinderniß, ging und der bas ebenslicht so gut wie ausgeblasen ist, indem ihm alle jene bie kräftigen Schosse von allerhand Staudengewächsen hervor, zahlreichen den Kriegervereinen eingeräumten besonderen Vor- halbgrün und purpurn. Das ist aber auch Alles. Wenn der Apri Aufſchrei von Personen zeigte an, daß sich ein Unglück ereignet Torbe, é: 9 bas Recht, uniformirt zu erscheinen, vie Leichen ver- uns die Baumblüthe bringen soll, muß er noch sehr sein Wesen pui haben müſſe. So war es denn auch. Der Grünframwaaren storbener Mitglieder mit militärischen Gebräuchen zur Gruft au Tr. in der Nat.- 3tg." Um zu sehen, wie es draußen stände, unternahm ich so plaudert Boden. Man mußte den Verunglückten sofort nach dem KrankenHändler Westphal war überfahren worden und lag stöhnend am geleiten, bewaffnet eine Versammlung abzuhalten und dergleichen am legten Sonnabend mit einer kleinen mehr entzogen werden. Was ist ein Kriegerverein ohne diese Gesellschaft einen Ausflug nach Bernau und von dort durch die hause schaffen und hier stellte sich ein Bruch des Oberschenkels und ein komplizirter Unterschenkelbruch heraus, an welchen VerVorrechte? Ein Schemen! Gin Nichts! Armes Mariendorf: Zadeburger Haide nach ber Hellmühle." Gg fah draußen noch letzungen der Berunglückte am 3. November gestorben ist. Der Der Verein geht gleichzeitig auch recht öde aus. Die Wintersaat war noch so klein, daß sie dem Unglücksfall wurde dem Angeklagten zur Last gelegt, indem man rechtigung verluftig, eine Fahne zu führen! Und das haben anbe kaum einen grünen Schimmer verlieh.. Auf den Feldern ihm vorwarf, daß er in zu schneller Gangart gefahren sei und alles die Sozialdemokraten verschuldet! Nun, da werden die- trieben sich Gesellschaften von Krähen umber, die um diese Jahresſelben auch wohl Ersatz schaffen müssen für das Berlorene. Und zeit fleißig Ausschau halten nach den bei ihnen so sehr beliebten nicht die genügende Aufmerksamkeit habe walten lassen. Dem Da wird der Verein zunächst wohl die Fahne wechseln! blutjungen Häschen. Im kahlen Gezweige der Chauffeebäume Bertheidiger Rechtsanwalt Greschke gelang es aber durch saßen viele Goldammern, verhielten sich aber still. In den Vorführung mehrerer Entlastungszeugen, den Gerichtshof davon Die Unredlichkeit der Hausdiener soll bekanntlich nach Bauerngärten von Ladeburg standen die Schneeglöckchen, deren zu überzeugen, daß nicht der Angeklagte, sondern der undurcheiner Behauptung, welche ein Staatsanwalt in öffentlicher Beit schon vorbei sein müßte, noch in voller Blüthe. Noch ein dringliche Nebel die alleinige Schuld an dem bedauerlichen Gerichtsverhandlung aufstellte, in ganz erschreckend zahlreichen Beilchen war zu sehen. Die Wasserlachen auf der Straße waren Unglücksfall trage und es erfolgte deshalb die Freisprechung des Fällen vorkommen. Wir haben bereits dieser Behauptung wider noch gegen Mittag mit Eis überzogen. In der Haide war es Angeklagten. man denke!" der Be sprochen, weil wir der Meinung sind, daß ein großer, vielleicht sehr still. Nur ab und zu ließ sich das sonderbare Versuchte Nöthigung in mehreren Fällen, verbunden mit der größte Theil aller Eigenthumsvergehen ein ganz naturgemäßes weitschallende Gelächter des Grünspechtes vernehmen. Bom Beleidigung und versuchtem Betrug führte gestern das Schneiderund nothwendiges Produkt unserer modernen wirthschaftlichen Frühling war nichts zu fehen. Baumwipfel wie Wald- meister Anton Wächter'sche Ehepaar vor die dritte StrafVerhältnisse sind. Indessen, man braucht nicht einmal immer in boden, alles erschien noch winterlich fahl. Auf dem kammer des Landgerichts I. Im Dezember 1889 hatte der Fähndie Tiefen des Zusammenhanges sittlicher Erscheinungen und Waldboden dort wächst freilich auch im Sommer nicht viel, weil drich Warnstedt sich nach Berlin begeben, um hier das Offizierwirthschaftlicher Ursachen einzusteigen, um Erklärungen für die die Ladeburger Bauern, denen das Holz gehört, den ganzen examen zu machen. Er miethete sich als Chambregarnist bei den modernen Eigenthumsvergehen zu finden. Die Stellungen der Nadelabfall sorgfältig zu Streu wegharken. Dadurch verarmt der Angeklagten ein. Als er am 1. Februar seine Rechnung erhielt, Hausdiener sind die am schlechtest bezahlten, namentlich in den Boden so sehr, daß er auch keine ordentlichen Bäume mehr, fam er mit Wächter wegen angeblich zu viel berechneter Posten großen Städten, weil sie oftmals teine besondere Fachkenntnisse sondern nur schwammiges und„ murfsiges" Holz trägt. Bei der in Differenzen. Der Wortwechsel ging sogar zu Thätlichkeiten ober Borbildung erfordern. Troß dieser geringen Bezahlung ist Hellmühle waren schon eher Spuren des Frühlings zu erwarten, über. als der Fähndrich ausziehen wollte, wozu der Vermiether die Hausdienerstellung eine Vertrauensstellung und wie wird weil dort Laubholz und fließendes Wasser ist. Die Hellmühle demselben ohne vorherige Kündigung das Recht absprach. aun ein solcher Mann gewöhnlich behandelt? Jeder Kommis, liegt aber recht einsam am ansehnlichen Hell- See in einer Gegend, Wie Wächter behauptet, hat der Fähndrich ihm mit der Spize jeder höhere Angestellte des betreffenden Geschäfts glaubt an den die von hohem landschaftlichen Reiz ist. Vom Hell- See strömt feines Stiefels zweimal so derb gegen das Schienbein gestoßen, Sausdiener ſeinen Herger und seine schlechte Laune auslassen ein Fließ zum großen Theil durch enges Thal zwischen steil ab- daß eine bis auf den Knochen reichende Wunde entstand. at können. Wäre es ein Wunder, wenn ein so mißhandelter fallenden Waldbergen nach der Gegend von Biesenthal zu. Es Der Fähndrich behauptet dagegen, daß die Verlegung, wenn eine Mensch schließlich in seinem Rechtsbewußtsein Schiffbruch leidet? ist eigentlich kein ſelbſtändiges Gewässer, sondern ein Wasserlauf, solche stattgefunden, seinerseite nicht beabsichtigt gewesen sei. Da Die Geschworenen sprachen den Angeklagten nach kurzer Berathung schuldig und billigten ihm mildernde Umstände nicht zu, worauf der Gerichtshof nach dem Antrage des Staatsanwalts auf eine Buchthausstrafe von drei Jahren und fünfjährigen Ehr verlust erkannte. der Lehtere unmittelbar vor dem Examen stand und Wächter mit| fach wegen Betrugs vorbestrafte Angeklagte sich auf's Leugnen.[ wir müssen dazu Stellung nehmen und müßten uns wenigstens einer Anzeige bei dem Regimentskommandeur drohte, so fürchtete Er tischte den Geschworenen eine höchst wundersame Geschichte prinzipiell für Zentralisation erklären. der Fähndrich Unannehmlichkeiten und erklärte sich auf Wächter's von dem großen Unbekannten auf, der Eigenthümer des Spar- Dem Kongreß soll es überlassen bleiben, eine Form zu finden, Vorschlag zu einem Vergleich bereit, der auch durch Ver- kassenbuchs gewesen sein sollte und der sich nur seiner Person be- unter welcher der Anschluß geschehen kann, ohne unsre Stellung mittelung des Rechtsanwalts Friedländer zu Stande tam. Der dient habe, um den verwerflichen Schwindel auszuführen. Dieser zu schädigen, denn wir müssen vor allem darauf bedacht sein, daß Fähndrich mußte 160 M. Schmerzensgeld zahlen, wogegen Mann habe sich Schmidt" genannt und näher könne er den unsre Vereinigung bestehen bleibt, in welcher Form oder unter Wächter versprach über den Vorfall zu schweigen. Der Fähndrich selben nicht bezeichnen. welchem Namen, fann dabei nicht in Betracht gezogen werden. wurde Offizier und nach Metz versetzt. Etwa 6 Wochen nach Was weiter unfere internen Angelegenheiten betreffe, wie den diesen Vorfällen erhielt der Vater des Lieutenants W., der Rechtsschutz und die Unterstützungen an frante Mitglieder, so Regierungspräsident Warnstedt zu Birkenfeld, ein langes könnten wir dem Zentralvorstand die Direktive freilich nicht Schreiben von der Frau Wächter, welches dieselbe angeb überlassen. Rollege Dähne führte aus, daß wir Berliner lich hinter dem Rücken ihres Mannes verfaßt und abgesandt erst recht für die Zentralisation eintreten müßten, weil hatte. Dem Adressaten wurde darin die ganze Geschichte betr. wir hauptsächlich der Konkurrenz der Kollegen aus der feinen Sohn erzählt. Das Bein ihres Mannes sei nachträglich Ein von höchst traurigen Folgen begleiteter Unglücks- Provinz ausgesetzt seien. eine Durch Zentralisation sehr schlimm geworden, es sei die Rose hinzugetreten und ihr fall bei Benutzung eines Fahrstuhls gelangte geste aur wären wir eher in der Lage, die Kollegen in kleinen Ortschaften Mann fünf Wochen arbeitsunfähig gewesen, wodurch ihm ein Kenntniß der ersten Strafkammer des Landgerichts I. It dem zu organisiren. Denn es ist leichter, eine Filiale zu gründen, als großer Schaden erwachsen sei. Derfelbe wolle fein gegebenes Hofgebäude des Grundstücks Schönleinstr. 20 betreibt der Tischler- einen selbständigen Verein. Habe man die Kollegen aber erst Bersprechen allerdings halten, der ihn behandelnde Arzt dränge meister Lindemann eine ziemlich umfangreiche Tischlerei. In organisirt, so sei es auch leichter möglich, fie au einer Lohnaber täglich darauf, daß er weitere Entschädigung fordern, oder der obersten Etage befinden sich die Lagerräume für die Hölzer, bewegung zu bringen, damit sie am Drt so viel verdienen, daß die Sache dennoch zur Anzeige bringen solle. Am Schlusse des welche mittelst eines an der Außenwand des Gebäudes ange- fie ihre Familie gut ernähren können. Dann werden wir uns Briefes verlangte die Angeklagte denn auch 500 M. Als der brachten Fahrstuhls hinaufgeschafft werden. Am Nachmittage die große Konkurrenz vom Leibe geschafft haben. Koll. Schulz Adreffat von dem Schreiben keine Notiz nahm, wiederholten sich des 13. September v. J. waren die Tischlergesellen Dunckel und Gräschte sprachen in ähnlichem Sinne. Es wurde hierauf die Briefe. Jetzt trat der Ehemann Wächter unverblümt mit und& igner mit dem Ausziehen von Brettern beschäftigt. Ein über einen von Roll. Neumann gestellten Antrag abgestimmt, seiner Forderung hervor, in beleidigender Weise spielte er auf schweres Brett entglitt dabei dem Fahrstuhl, fiel aus beträcht- welcher besagte:„ Sollte sich der Kongreß für die Zentralisation den Fall Graf Kleist- Loß an und drohte mit Anzeigen licher Höhe hinab und gerade dem über den Hof gehenden aussprechen, so wird sich der Fachverein derselben anschließen", bei Behörden und mit einem Standalprozeß, wenn er das Geld Schuhmacher Schneider auf den Kopf. Der Getroffene wurde wie der Antrag wurde einstimmig angenommen. Nachdem dann noch nicht erhalte. Jetzt wurde der Spieß seitens der Bedrohten um- tobt vom Platze getragen. Seine Schädeldecke war zertrümmert verschiedene Rechtsschutz- und Unterstützungsgesuche erledigt gefehrt und gegen das Wächter'fche Ghepaar obige Anflage er- es ist troß der schweren Verlegungen aber dennoch der ärztlichen waren, wurde die Versammlung geschlossen. hoben. Im Zermine erbot Wächter sich zum Beweise, daß seine Kunst gelungen, ihn nach achtmonatlicher Behandlung in der Der Fachverein der Tischler( Ostbezirk), hielt am Dienstag Verwundung thatsächlich nachträglich einen schlimmen Charakter Charitee soweit wieder herzustellen, daß er hat entlassen werden angenommen habe, er vermochte aber nicht einmal nachzuweisen, tönnen. Sein Nervensystem ist aber vollständig zerrüttet, der eine Versammlung ab, worin Herr Th. Glocke unter großem daß er ärztliche Hilfe in Anspruch genommen hatte. Der Ge- Verunglückte machte einen bejammernswerthen Eindruck, als er, Beifall über Kontrattbruch und Koalitionsrecht der Arbeiter" richtshof hielt dennoch einen versuchten Betrug nicht für erwiesen, an allen Gliedern zitternd, von zwei Personen in den Gerichts: referirte. Redner erläuterte im Einzelnen die wichtigsten Parasondern nur die versuchte Erpressung und Beleidigung in je faal geführt wurde. Die beiden genannten Tischlergesellen be- graphen der Arbeiterschutz- Vorlage und weist nach, wie das einem Falle. fanden sich wegen fahrläffiger Körperverlegung auf der Anklage- bischen Recht, sich zu toaliren, welches die Arbeiter bis dahin Der Ehemann Wächter wurde zu vier Monaten Ge- bant. Sie sollen dadurch gefehlt haben, daß sie versäumten, den gehabt haben, ihnen durch die neue Vorlage, die allem Anschein fängniß, die Ehefrau Wächter zu vierzehn Tagen Gefängniß Fahrstuhl mit einem Gitter zu versehen, wie ein solches auf Annahme Aussicht hat, genommen wird. Die einzige Waffe, verurtheilt. zu ihrer Verfügung stand, wenn der Fahrstuhl gebraucht den Streit, will man dadurch verhindern, um die Ausbeutungsluft werden sollte. Der Angeklagte Figner, der erst drei der Unternehmer nach Kräften zu erhöhen. Man hat durch die Eines recht plumpen, mittels eines Sparkassenbuchs Tage vor dem Unglücksfall bei Lindemann eingetreten war, wollte Bestimmungen ein schlimmeres Ausnahmegesez für die Gewerkbegangenen Schwindels war der Schneider Eduard Doetsch von der Eristenz eines Schutzgitters überhaupt keine Ahnung ge- fchaft geschaffen, wie unter dem Sozialistengefeh auf politischem beschuldigt, der gestern wegen schwerer Urkundenfälschung vor habt haben und Dunckel erklärte, daß jenes Gitter nie oder selten Gebiete; und das tauft man mit dem wohlklingenden Namen dem Schwurgerichte des Landgerichts I stand. An einem Sep: gebraucht wurde, selbst wenn die Benutzung des Fahrstuhls unter Arbeiterschutz- Gesetz". Es ist also bewiesen, daß von der Geseztember- Abende des vorigen Jahres erschien der Angeklagte bei den Augen des Meisters geschah. Da die letztere Behauptung gebung der Arbeiter kein Schuß zu erwarten hat, sondern daß einem in der Karlstraße wohnhaften Juwelier und bestellte zwei durch die Beweisaufnahme bestätigt wurde, so war der Gerichts: er sich selbst überlassen ist. Es ist daher unbedingt nothwendig, Ringe mit großen Brillanten, welche als Verlobungsringe gelten hof mit dem Staatsanwalte der Ansicht, daß den Zeugen Linde die Organisation auf's träftigste zu unterstützen, ihr beizutreten follten. Als Unterpfand hinterlegte der unbekannte Besteller ein mann eigentlich der größte Theil der Schuld treffe und dies und dafür nach Möglichkeit zu agitiren, worin einem Jeden Spartaffenbuch, welches, wie der Juwelier sich oberflächlich über- mag bei der Festsetzung des Strafmaßes- 60 Mart gegen feine eigene Klaffenlage vor Augen geführt wird. Dann werden zeugte, über einen eingezahlten Betrag von ca. 900 m. lautete, Dunckel und 30 Mart gegen Fizner von Einfluß ge- auch die Arbeiter sich durch eigene Kraft ihre Existenzbedingungen während der Preis der Ringe gegen 500 m. betragen sollte. wesen sein. verbessern. Der Besteller wollte die Ringe am folgenden Tage abholen. Bei näherer Besichtigung des Buches fiel dem Juwelier auf, daß die beiden ersten Blätter desselben künstlich zusammengeklebt waren. Er ging zum Sparkassen- Bureau und hier wurde festgestellt, daß es sich um eine dreiste, Fälschung handelte. Auf der ersten Seite des Buches war ursprünglich eine echte Eintragung, über eine Mark gewesen. Der Fälscher hatte versucht, hieran eine Aenderung vorzunehmen, dies war ihm aber nicht geglückt und er hatte deshalb die beiden ersten Blätter zusammengeklebt. Dann war auf der dritten Seite wiederum eine In Betreff der Fußpartie wurde beschlossen, dieselbe am Mark eingetragen und dieser Eintragung folgten in furzen zeit- Simmelsfahrtstage stattfinden zu lassen, und zwar soll der Ab- Argen Unfinn sprach am Mittwoch Abend der antisemis lichen Zwischenräumen andere gefälschte über 511, 300 und 100 M. marsch von der Station Grunewald um 8 Uhr Morgens statt- tische Abg. Bidenbach in einer Versammlung, in der er sich Dem Juwelier wurde von der Polizei gerathen, er folle eine finden. Bielpunkt Schildhorn resp. Spandauerbock. von anwesenden Sozialdemokraten eine Abfertigung holte. Pickenleere Schachtel einpacken und versiegeln und für den Besteller Zu der Frage: Wie stellen sich die vereinigten Buzzer zu bach meinte u. A., für die Nationalität( z. B. der Juden) sei zur Abholung bereit halten. Wie vorauszusehen war, erschien dem geplanten Verband deutscher Maurer? nahm Kollege Dietrich nicht die Sprache bestimmend:" Denn ich frage Sie, würden Sie auch zur angegebenen Zeit ein Dienstmann mit einem Briefe, in das Wort: Im Hinblick auf die gewaltigen Organisationen der einen Chinesen, der zufällig deutsch spricht, als Landsmann welchem der Besteller um Aushändigung der Ringe bitten ließ. Arbeitgeber habe auch der 7. deutsche Maurerkongreß sich veran- und Bruder anerkennen?" Ein Chinese, dessen Muttersprache Der Juwelier gab dem Boten die leere Schachtel und machte laßt gefühlt, zu erwägen, ob eine Zentralisation sämmtlicher zufällig" deutsch ist giebt es einen größeren Unsinn? Warum dem draußen stehenden Kriminalbeamten eine bezeichnende deutscher Maurer nicht vortheilhaft der Lokalorganisation gegen- follten wir aber die Chinesen nicht als Brüder anerkennen, und Geberde. Dieser folgte dem Dienstmanne, welcher die Schachtel über wäre; er habe auch demgemäß die Geschäftsleitung in war, auch ohne daß sie deutsch sprechen? Mit der Bildung bes an einer Straßenecke dem auf ihn harrenden Angeklagten Hamburg damit beauftragt, einen Entwurf auszuarbeiten, und Antisemitenführer sieht es wirklich traurig aus; Dr. Böckel hat übergab. Der Letztere wurde im nächsten Augenblick verhaftet. Dem 8. Rongreß vorzulegen. Die Vorlage sei schon in darin troß seines akademischen Grades nicht viel vor Pickenbach Troß des erdrückenden Beweismaterials legte der bereits mehr verschiedenen Maurerversammlungen diskutirt worden, und auch voraus. Verkauf nur gegen Baar 31 ftreng fejt. Preisen. Geschäfts- Hauser Paletots nach Maaß 45 M. t. 35 M. -W Versammlungen. Der Fachverein der Putzer hielt am 12. April seine Versammlung ab. Nachdem der Vorsitzende der Versammlung von dem Ableben dreier Mitglieder Kenntniß gegeben, ehrte die Versammlung sie durch Aufstehen von den Bläßen. Sohn BaRLIN. N. Ghausseestraße 24a. 0. Gr. Frankfurterstraße 16. SO. Brückenstraße 8, am Bahnhof Jannowihbrücke. Troß gegnerischer Anfeindungen eröffnen wir wieder die Geschäfte unter strengster Beobachtung reeller Grundsätze und stets steigender Leistungsfähigkeit. Läglicher Anzug, dauerh. überall 14 M., für M. vorzügl. Sommer- Anzug, Bustin überall 27 M., für M. sehr prat Me 8,50 17,50 Reiſe- Anzug, lische We Langen, überall 8021, für M. Salon- Auzug, samingarn feines 28,50 mit seidener Borde, überall 90 40 M., für Rod- Anzug, feines stamm garn, mit [ 472 L feidener Borde, überay 30, 42 M., für M. Sommer- Paletot, haltbarer Diagonal in schönen Farben, überall 20 M., für m. 12, Sommer- Paletot, bocht. Satin Baare, überall 32 W., 20,50 für M. aus nur Knaben- Anzüge guten 2 M. 0,50 Stoffen, 12, 8, 6, 4, 3, 6,50 Herren- u. KnabenBekleidung Jeder Kunde hört die reine Wahrheit über unsere nur reellen Waaren. Eigene Werkstätten Anzüge nach Maaß Eine Versammlung der freien Vereinigung der Zimmerer Berlins und Umgegegend tagte am 6. b. M. Genoffe R. Baginsti hielt einen Vortrag über: Rußland und die Nihilisten, der lebhaften Beifall fand. An der Diskussion be theiligten sich die Herren Lehmann und Kerlin im Sinne des Referenten. Der Kassirer konnte die Abrechnung nicht verlesen, weil die Revision noch nicht erfolgt war. Nachdem der Vor figende bekannt gemacht, daß am Sonnabend, den 18. April, ein Serrenabend stattfindet, schloß er die, Versammlung. Die seit 1877 bestehende, weltbekannte Uhrenfabrik von Max Busse 157 Invalidenstr. 157, Markthalle. neben der verkauft jetzt sämmtliche Uhren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Für jede Uhr wird reelle Garantie geleistet. Grosse Abschlüsse mit Pforzheimer und Hanauer Fabrikanten ermöglichen derselben Firma den Verkauf von Gold-, Silber-, Granaten- und Korallenwaaren zu fabelhaft billigen Preisen. Specialität: Ringe. 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