Nr. 125. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Oesterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs: Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vore mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 2. Juni 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Kaffenverfrekung und Kaffenpolitik. Vierundeinhalbmonatiges Gerede und Gethue, und als greifbares Ergebniß drei Gesetze, deren eines, die Genehmigung des Elbe- Trave- Kanals, praktischen Nutzen und Werth hat, während die anderen beiden, das Synodalgeset und das Gejet betreffs der Landwirthschaftskammern, aus reaktionärem Geiste geboren, die konfessionelle Berbitterung und die Kastenzertlüftung des Voltes zu verschärfen beftimmt find. An ihren Früchten kann man sie erkennen, die Erkorenen des elendesten und widersinnigsten aller Wahlsysteme, deren volksschädlichem Treiben die Herrenhäusler mit Behagen sekundirten. Auspizien günstig, steuerte das preußisch- deutsche Staats- davon hat doch noch die nothleidende Junkerfamilie was. liberale Sache. Und waren nicht nicht auch sonst die gelder giebt's höchstens für Pferdeftälle und Radettenhäuser; schiff nicht einen neuen Kurs, war nicht Herr Miquel, der Da alles so gut gegangen kein Wunder, daß den vielgewandte Advokat, Finanzmann und Bürgermeister auf agrarischen Hähnen der Kamm mächtig geschwollen! In den einflußreichsten Ministersessel hinaufgehuscht? herrlichen Visionen von den Landwirthschaftskammern hat Der preußische Landtag hat nach vierundeinhalb monatigem Gerede und Gethue denn der Ausdruck Nun der Ausgang hat's bewiesen, was es mit einer der Herrenhäusler, Graf Klindkomström, geschwelgt. " Thätigkeit" wäre zur Bezeichnung dessen, was hinter den dem Liberalismus dieser Partei auf sich hat. Wie von Eine Aenderung des Erbrechts, die allem Grundbesitz den beiden Pforten der Landtagshäuser vor sich gegangen ist, jeher, bald vor bald hinter den Wagen sich spannend, Charakter von Fideikommissen verleiht; die Umwandlung falsch angewandt- seine diesjährige Tagung beendet. Da haben sie mit der ohumächtigen linken Hand zwar das eine der Hypothekenschulden in unkündbare Rentenschulden; ziemt es sich, daß auch wir uns zu vergegenwärtigen versuchen, Reaktionsmachwerk, das Synodalgesez, vergeblich abzuwehren die Ausdehnung des Personalkredits für geldbedürftige was für Früchte diese doppelte Kastenvertretung gezeitigt gesucht das halfen die katholischen Boltstribunen den Grundbesizer; die Ueberwachung der Produktenbörsen; ja, hat. Denn auch sie soll man an ihren Früchten erkennen: Stöckerlingen unter Dach und Fach bringen- aber mit der sogar die gleichmäßige Vertheilung der Bevölkerung auf das Herrenhaus, in dem die Latifundienkaste den Aus- rechten haben sie dann den Konservativen zu den Land- Stadt und Land das alles erwarten Graf Klinkomström schlag giebt, und die Geldsacksvertretung, Abgeordnetenhaus wirthschaftskammern verholfen, die zu Hochburgen werden und seine Freunde von der Thätigkeit dieser neuen Hochgenannt. sollen für die sogenannten agrarischen Bestrebungen der burgen des Agrarierthums. preußischen Großgrundbesitzer- Kaste. So schwenkten sie ein Mit fühlem Lächeln wehrt denn auch unter sothanen wie die Unteroffiziere in richtigem Verständniß für das Umständen der von Hammerstein in der Kreuz- Zeitung" Horn signal ihres ministeriellen Führers Miquel, der zum die fernere Bundesgenossenschaft der nationalliberalen Sammeln blies um das agrarische Banner. Mannesseelen ab. Mit den Zentrumstribunen hofft er, fich So ein dreißig Jährchen verdoppelter und verdreifachter eher über eine reaktionäre Politik verständigen zu können. Fürsorge für die nothleidenden Schnapsbrenner, deren nnersätt- Den Junkerfreunden im preußischen Ministerium ruft er licher Magen die Liebesgaben der letzten Jahrzehnte längst ver- ermuthigende Worte zu, auf daß sie den unbequemen Caprivi daut hat: diese liebliche Zukunftsmusik hat dem ehemaligen abschütteln; dann fir hinein in eine fromm- fröhliche Bürgermeister die Herzen des gottesfürchtigen und dreisten Reaktion mit Hojotoho und Johotoso! Ein neues Voltspreußischen unterthums in voller Liebe zugewandt. Jetzt schulgesetz auf christlicher Grundlage unter Stöcker'schem betrachten sie ihn als ihren Mann", wie ihn auch andere Segen, das soll den Anfang machen, um den Bund zu Leute früher als ihren Mann" gepriesen haben. Die Hilfe titten. In trautem Verein mit den Nationalliberalen, der an seiner früheren Parteigenossen bei der Errichtung der Land- Recht so! wir können's uns gar nicht besser wünschen; geblichen Elite des deutschen Bürgerthums und mit den wirthschaftskammern, in denen der Großgrundbesitz aus die preußische Latifundien und Geldsacksvertretung muß Zentrumsdiplomaten, den angeblichen Tribunen des schlaggebend sein wird, nehmen sie mit gnädigem Kopf- noch eine Zeit lang nach Herzensluft daraufloswirthschaften, fatholischen Volkes, hatten die ober: und unter nicken entgegen, aber ohne Dank, wie den schuldigen Wege- um alle im Volke, die es noch nicht wissen, darüber zu be häuslerischen Konservativen das so wie so bereits zoll, den einstmals die Pfeffersäcke den schloßgesessenen lehren, wie kulturmörderisch das Kastenwesen wirkt. auf dem Kastenwesen auferbaute Wahlgesetz zu un- Herren von der Landstraße abladen mußten. gunsten der nichtbesitzenden Volksklassen in der vorigen Zwei reaktionäre Gesetze durchgebracht, das eine den Landtagsperiode noch mehr verschlechtert, so daß das neue Stöckerlingen zur besonderen Freude, das andere den Abgeordnetenhaus zu einer noch engherzigeren Kasten- Junkern; das ist ein guter Anfang für die preußische vertretung verkümmerte, als es sein Vorgänger bereits war. Latifundien- und Geldsacksvertretung! Nebenbei konnten Berlin, den 1. Juni. Selbst der gezähmte moderne Liberalismus Rickert'scher sie noch ihr Müthchen kühlen an allem, was wirkliche An den preußischen Minister des Junern richtet und Richter'scher Färbung wurde nur in fümmerlichen Resten Boltsinteressen zu fördern schien. Sie haben den die Kölnische Bolts- Zeitung" die Frage, ob er sich die durch die kaufmännisch gebildete bürgerliche Wähler- Dortmund- Ems- Kanal verhindert, um bürgerliche Wähler- Dortmund- Ems- Kanal verhindert, um die Industriellen Akten und stenographischen Berichte über den„ Gummischaft einiger großer Handelsstädte in das Abgeordneten des Westens zu ärgern und gegen den Elbe- Trave- schlauch- Prozeß" zu seiner Information hat vorlegen lassen haus hineingeschmuggelt. So herabgestimmt war durch Ranal haben sie wenigstens gestimmt. Zum Extra- und ob er mit dem Institut der„ Achtgroschen- Jungen" und diese Mißerfolge der alternde Freisinn, daß einige seiner vergnügen haben sie aus dem Budget die Forderung für der verkleideten Gummischlauch- Leute einverstanden ist. Organe sehnsüchtige Blicke warfen auf die Wetterhahnen- Errichtung würdiger Räumlichkeiten zur Aufbewahrung der Wir halten diese Frage für naiv. Sicherlich kennt politiker des Nationalliberalismus, ob von ihnen nicht pergamenischen Kunstschäße gestrichen. Was scheert sie Graf Eulenburg die Praktiken der Polizei, er meint un Rettung in der Noth fomme für die gefährdete solcher Plunder! Mag er verrotten und zerfallen; Bau- zweifelhaft, daß diese zur Erhaltung des Systems, das er Feuilleton. Der Jude. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Bon C. Spindler. 53 M Politische Weberlicht. ruhige Getreibe und Gewerbe los, das den Herzog heute schmiert, die Sporen gewett, in die Handschuhe gefahren, nicht verließ. Soeben hatte er einen geistlichen Herrn im den Degen umgeschnallt!"" In Gottesnamen!" stimmte violetten, roth verbrämten Habit zur Thüre geleitet, und Dagobert heiter ein:" Das ist meine Lust. Sagt an, gnä ihm die Worte nachgerufen:„ Sagt Eurem Gebieter, er diger Herzog! was soll ich für Euch thun?" Das ist möchte die Vesperglocke ebenso wenig vergessen, als ich mein bald gesagt, mein Geselle," begann Friedrich mit gedämpfter Wort je vergaß. Mit einem Worte: sagt ihm, ich sei ein Stimme, und winkte dem Aufmerksamen von der Thüre Habsburger und damit genug!" Der Geistliche ging, und weg, mehr in seine Nähe: mir liegt daran, einen Mann, der Herzog begann wieder seine Gebirgsweise zu fingen, als an den mich mancherlei Verbindlichkeiten fesseln, unversehrt ein neuer Gast von dem wachthabenden Edeljunker in das aus einer dringenden Gefahr zu bringen, die, verwirklichte Während jedoch Tausende von Gaffern die Gemach gelassen wurde. Sieh da! Dagobert!" rief Fried- sie sich, mir sogar Unehre zufügen würde. Euch ist gleichSchranken des Rennplates summend und durcheinander rich angenehm überrascht:" Du läsfest Dich lange erwarten, giltig, ob dieser Mann schuldig oder unschuldig in Gefahr wimmelnd umgaben, und in den gedrängt vollen Schenk- ehrliche Seele!- Aber, Jesus Christus! steckt Ihr wieder gerathen, denn ich hoffe, Ihr nehmt für ihn meine Bürg häusern häufig die Gesundheit des prachtliebenden Herzogs in der verwünschten schwarzen Kutte? So kann ich Euch schaft an."" Auf Euer Geheiß rette ich einen Vaterausgebracht wurde, war er der Geber all dieser Festlich- heute nicht brauchen."" Der Erzbischof hat mir heute mörder vom Scheiterhaufen;" betheuerte Dagobert: wie keit und Freude daheim, mißmuthig in sein innerstes durch meinen Ohm andeuten lassen, ich solle mich nimmer aber ist es zu vollbringen?"- Hört mir zu;" antwortete Gemach zurückgezogen, wo er bald unruhig auf- und unterstehen, in weltlicher Kleidung mich sehen zu lassen, der Herzog: Ich bedauere, daß Ihr kein Zeuge des heutigen niederging, bald eine Last von Schriften der Flamme seines und überhaupt mich fertig zu machen, nach Verlauf von Ritterspiels sein könnt, viel weniger ein Theilnehmer Kamins opferte, bald mit heimlichem Lachen ein Schnippchen zehn Tagen nach Cesena ins Kloster zu wandern," er- daran. Demungeachtet verheiße ich Euch einen Preis, tostin die freie Luft schlug, mit dem Finger vor sich hindrohte widerte Dagobert achselzuckend." So?" fuhr Friedrich barer und ehrenwerther vielleicht, als jeder von denen, die und sein Tyroler Liedlein jodelte, mit dem klirrenden fort," Die Herren eilen, aus dem freudigen Waldfinken eine im Rennen gewonnen werden sollen; meine Freundschaft, Sporn den Takt dazu tretend. Er konnte auch wohl un- schmußige Eule zu formen. Und Eure Fahrt gen Frank- wenn Ihr kühn und gescheit vollbringt, warum ich Euch möglich zu einer ebenen Stimmung gelangen, denn der furt?"" Ich soll sie morgen antreten, befiehlt man mir;" bitte. Sobald also die Vesperglocke läutet, und alles Volt, Geschäfte hatte er nebenbei viele. Jetzt war es der Stall- antwortete Dagobert, binnen neun Tagen muß ich jedoch dem Turnierplatz zugeströmt, nur Aug' und Ohr für die meister, der seine Befehle einholte, dann der Haushofmeister, zurück, um nach Wälschland reisefertig zu sein."" m!" daselbst zu schauenden Herrlichkeiten hat, eilt Ihr meinets welcher wegen der reichenden Erfrischungen, und der dem brummte der Herzog lächelnd: Nicht übel berechnet. Ich wegen in das Rabenkleid gehüllt, das Ihr auf dem Leibe Bolte zugedachten Spenden sich Raths erholen mochte, hierauf sage Euch jedoch, Ihr geht morgen ebenso wenig schon nach tragt, aber darunter mit Waffen und Rüstzeug versehen, der Turniermarschall, der neuen Geldvorraths bedurfte, und Frankfurt als überhaupt ins Bartholomäistift. Ich habe zu Roß in meinen Hof. Die Wächter werden Euch nur zu diesem Endzwecke eine Weisung des Herzogs an den Euch heute vonnöthen, und ein wackerer Altbürgerjohn zieht gegen das Losungswort: Destreich über alles! einlassen. Schahmeister verlangte; zulegt war es der Seckelmeister hoffentlich sein Wort nicht zurück."-" Wahrlich nein!" Unter dem Schuppendache rechter Hand werdet Ihr zwei selbst, der sich neuen Zufluß aus dem Beutel Seiner fürst- entgegnete Dagobert lebhaft. Ich scheere mich den Teufel Männer finden. Der eine, auf einem Maulthiere reitend, lichen Gnaden erbat, Alle diese dringenden Mahner und um alle Erzbischöfe, wenn Ihr mich eines Auftrags würdig ist ein Bekannter von Euch; der andre hingegen, auf einem Bittsteller befriedigte der Fürst auch mit gemessenen Be- haltet, gnädigster Herr." Das dachte ich mir!" versette grauen Pferde sigend, ist derjenige, den es heimlich fortfehlen und freigebig ausstreuender Hand. War ein solcher Friedrich mit wohlwollender Geberde." Heute soll's aber zubringen gilt. Am Thore gen Schafhausen, zu welchem Besuch jedoch abgefertigt, so ging wieder dasselbe un- nicht heißen: das Brevier gebetet, sondern, die Stiefel ge- Ihr Euch mit den Anbefohlnen zu begeben habt, alle star " repräsentirt, erforderlich sind. Deshalb ist eben der Kampf gegen einzelne Personen als nebensächlich, der gegen das ganze System als die Hauptsache zu betrachten. Die Agrarfonferenz ging gestern zur Spezialdiskussion über. Punkt 1 der geſtern feſtgeſtellten Tagesordnung„ Erbrecht für den Grundbesitz( Anerben? Rentenprinzip? 2c.") bildete den Gegenstand der Berathung. des Bewußtseins, zu erben, wirklich in dem Maße existire, müsse| Verfasser des betr. Artikels in einem Flugblatt für einen man folgerichtig das Erbrecht überhaupt abschaffen. elenden Ehrabschneider erklärt, und ihn aufgefordert, sie Dr. Hecht- Mannheim trägt die Ergebnisse einer Untersuchung zu verklagen. vor, zu welcher in Baden der Gesetzentwurf über das Anerben- Dieses Bubenstück ist so recht charakteristisch für diese recht Veranlaffung gegeben hat. Berlin würde ein absolutes Intestat- Anerbenrecht mit beschränkter ösischen Blatt auch nur die leisefte Andeutung gestanden, Geheimer Regierungsrath Profeffor Dr. Adolph Wagner Gesellschaft. Niemals hat in einem deutschen oder fraueftirfreiheit vorziehen, weil dabei sicherer der sozialpolitische daß Boulanger mit der deutschen Sozialdemokratie, oder Zweck erreicht würde. Mitgliedern der deutschen Sozialdemokratie in Verbindung oder Antheil derfelben am höheren Verkaufspreise des vom An- Lügenfingern gejogen. Schließlich spricht er sich für ein Verkaufsrecht der Miterben gewesen. Die Kartell- Lügenpeter haben sich alles aus ihren erben veräußerten Gutes aus. Die Wahrheit ist: die deutsche Sozialdemokratie war es und sie allein war es-, welche seinerzeit den Gewinn ansehen, wenn die Versammlung den allgemeinen GrundFinanzminister Dr. Miquel würde es bereits für einen großen Präsident des Königlichen Ober- Landestulturgerichts GlazelBerlin ging bei seinem Vortrage von der Ansicht aus, daß in den von der Königlichen Staatsregirung in Aussicht genommenen Maßregeln auf dem Gebiete des Erbrechts des ländlichen Grundbefizes ein Mittel zur Besserung der Lage der Landwirthschaft zu erblicken sei. Er führte aus, daß die ihrem Abschlusse entgegengehenden fat als richtig anerkenne, daß für ländlichen Grundbesitz, und französischen Schwindel und Revanche- General Arbeiten der Kommission für das Bürgerliche Gesetzbuch des Deutschen Reichs zur Beschleunigung der energisch aber mit par großen wie fleinen ohne Unterschied, die Vererbung auf von Anfang on in seiner wahren Gestalt zeigte, Vorsicht zu treffenden gesetzgeberischen Maßnahmen drängen. des dem Anerben zufallenden Hofwerthe wie der Affindungen internationalen Reattion, bezahlt, um als einen Familienangehörigen zu erfolgen, und die Bemeffung nämlich als Werkzeug der nationalen und Mit Entschiedenheit spricht sich der Redner gegen Einführung der Geschwister nach dem dauernden Ertragsmerth des Hofes Wauwau zu dienen, und die Freiheit zu untereines fakultativen Anerbenrechts aus und vertheidigt unter Darstattzufinden habe. In einem solchen Fall fönne, me die wirth- brücken- bezahlt von den französischen Pfaffen legung aller in Betracht zu ziehenden Gesichtspunkte folgendes fchaftlichen Verhältnisse jetzt lägen, von einer ungerechtfertigten und Anhängern der alten Monarchien, bezahlt von Ergebniß seiner Erwägungen: " Bur ausreichenden Sicherung des erblichen Ueberganges des für sein Voraus das ganze Rifito de Betriebes zu übernehmen der französischen Republik wünscht, und wie man in Ländlichen Grundbesitzes auf einen Familienangehörigen empfiehlt sich babe, während die übrigen Erben canz sichere Antheile be- Frankreich allgemein glaubte bezahlt aus dem deutschen Bevorzugung des Anerben nicht die Rede sein, da der Anerbe der russischen Diplomatie, die den Untergang von den vorgeschlagenen Maßregeln allein das Jntestatanerbenrecht. fämen. Ueber Ziel und Zweck, Grundzüge und räumliche Anwendungs gebiete der vorgeschlagenen Erbrechtsregelung sind die ländlichen führung des Auerbenrechts als Inteftaterbrecht für großen und Ctaatsminister von Heyden fenfatirte, daß über die Gin Reptilienfonds. Grundbesitzer durch Vermittelung der Landwirthschafts- tleinen ländlichen Grundbesitz Uebereinstimmung aller bislang it ühe der Bismarckschen Politik bildete, daß er Thatsache ist, daß Boulanger Jahre lang die Haupttammern oder der landwirthschaftlichen Vereine zu hören." Geheimer Justizrath Professor Dr. Brunner- Berlin stellt die aufgetretenen Redner herrsche, daß ihm jedoch die Frage der von den gesammten Ordnungsparteien Folgen der Vererbung des ländlichen Grundbesizes auf mehrere Einführung des Anerbenrechts in den Gebieten mit fortge Dentfchlands, also den Parteien der Verüber Folgen der Vererbung des ländlichen Grundbesitzes auf mehrere fegter ehelicher Gütergemeinschaft nicht ausreichend genug er dieses schmachvollen Bubenstücks als Liebling des Erben dar und fordert die Einführung des Anerbenrechts für örtert scheine. den ländlichen Besis, in erster Linie für den bäuerlichen, aber auch für den nicht gebundenen großen Grundbesitz. Generaltonmmissions- Präsident Küster. Düsseldorf stimmt den Ausführungen des Präsidenten Glazel zu. = - gemalten Landschafta Direktor von Laer- Münster i. W. begründete französischen Boltes und großer Mann ge= feinen Antrag, ein Anerbenrecht entweder durch obligatorische feiert wurde, damit das deutsche Volt, erschreckt, immer Eintragung in die Höferolle unter Wahrung des Widerspruchs mehr Geld und Menschen dem Moloch des Geheimer Ober Regierungsrath Dr. Hermes: Berlin führte gegen die Eintragung und der Löschungsbefugniß oder als Militarismus in den Rachen werfe. Thataus, daß die Frage nach der inhaltlichen und territorialen Ge- Intestatanerbenrecht einzuführen. Ueber Ziel, Zweck und räum- fache ist endlich, daß der unheilvolle Wahlkampf des staltung des zu schaffenden neuen Anerbenrechts eine genaue liches Anwendungsgebiet der vorgeschlagenen Erbrechtsregelung ahres 1887 von Bismarck und seinen OrdnungsFeststellung der in den einzelnen Landestheilen herrschenden Ver- seien die Landwirthschaftskammern bezw. die Provinzialvertretungen parteien unter Buhilfenahme Boulanger's erbungssitte voraussetze. Da ausreichendes Material für die zu hören. geführt wurde, deffen an die Wand Die Sigung wurde auf heute, Freitag, Vormittags 11 Uhr, Schatten die Massen der Dummen und Gleichgiltigen so in Beurtheilung der Art und Weise, in welcher die Vererbung und der Besitzübergang in der Familie unter Lebenden sich in den vertagt. Augst jagte, daß der berüchtigte Faschingsreichstag verschiedenen Gegenden thatsächlich vollziehe, zur Zeit jedoch Der Bundesrath überwies in seiner heutigen Sigung zu stande kam, der den Deutschen tausende von nicht vorliege, fei eine umfassende Untersuchung dieses wichtigen ben Antrag des Königreichs Sachsen, betreffend Abänderung millionen gekostet hat, und welche Summe von Punktes durch Befragung der Amtsgerichte und Landräthe bereits beziehungsweise Auslegung der im Bundesrath unter dem Schmach! eingeleitet. Professor Dr. Paasche- Marburg möchte bei der Frage, für 15. Juni 1893 vereinbarten Bestimmungen über den VerUnd dieser Boulanger, mit dem unsere Drdnungswelchen Grundbesitz das Anerbenrecht einzuführen sei, den kehr mit Sprengstoffen an den IV. und VI. Ausschuß.- parteien Jahre lang das nämliche schmachvolle Spiel gegroßen, mittleren und kleinen Besit nicht Apothekengesek. Ueber Ueber den Gesetzentwurf zur trieben haben, wie gegenwärtig mit den Ans völlig gleich behandeln, wenngleich er aus praktischen Regelung des Apothekenwesens hat sich das Reichskanzler- archisten, erdreisten sich, uns der Gemeinschaft mit Gründen nach oben hin keine Grenze ziehen will. Staatsminister Graf von Bedliß- Trüßschler spricht sich für amt mit der preußischen Regierung geeinigt, sodaß dem diesem ihrem ehemaligen Schützling, den die Sozial. ein Intestatanerbenrecht mit Teftirfreiheit für großen und kleinen Reichstage in seiner nächsten Session die Borlage zugehen demokratie zuerst entlarvt hat, zu beschuldigen. ländlichen Grundbest ohne Unterschied aus, verwahrt sich aber dürfte. Pfui der Schande! gegen eine zu große Gebundenheit des Grundbesitzes. Professor Dr. Gierke- Berlin empfiehlt gleichfalls das An Ausschluß der Teftirfreiheit scheint ihm selbst auch nicht für gewiffe Fälle erforderlich, dagegen glaubt er eine Festsetzung der Untheilbarkeit für bestimmte Verhältnisse nicht entbehren zu können. Generalfommissions- Präsident Beutner- Bromberg giebt eine Schilderung der Thätigkeit der Königlichen Generalfommiffion zu Bromberg auf dem Gebiet der Rentenguts- Gesetzgebung. Professor Dr. Conrad Salle tritt für das Inteftatanerben recht, Rentenanspruch der Miterben und Sicherung der letzteren durch gesetzliches Vorkaufsrecht ein. Geheimer Regierungsrath Dr. Meißen- Berlin empfiehlt für Bauerngüter das Anerbenrecht in Form der obligatorischen Eintragung in Matrikeln. dem sächsischen Vogtland, wo Genosse Gerisch heute mit Die Kampfweise der Ordnungs- Parteien. Aus dem Kartellbruder Uebel zur engeren Wahl steht, wird uns geschrieben: An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen! sammlungen noch guten Dienst leisten, und so sollen auch Die Boulanger- Schande soll uns in den letzten Vers diesmal die Waffen unserer Feinde sich gegen sie selbst wenden. Es ist geradezu unglaublich, auf welch tiefer geistiger wie fittlicher Stufe die sächsische Kartellgesellschaft steht. beiten rustig, noch wirksamer arbeiten die wirthschaftlichen Die Aussichten find günstige,-unsere Genossen ar Nachdem die verschiedenen Frattiönchen des Ordnungsbreis Verhältnisse für uns, und während diese Notiz zur Bresse schimpft, kein gutes Haar an einander gelaffen hatten, die den Sieg unseres in der Agitation wahrhaft unermüd sich bisher wochenlang wie die Fischweiber gegenseitig ge- geht, wird vermuthlich die Depesche schon eingelaufen sein, haben sie sich jetzt brüderlich umschlungen- Kartellvolt lichen Gerisch meldet. schlägt sich, Kartellvolt verträgt sich und führt nun ein gemeinsames Schimpf- Konzert gegen die Sozialdemokratie Die Nachwahl im 23. Sächsischen Wahlauf. Alle alten Lügen, die an anderen Orten seit Jahr treise Plauen im Vogtlande fand heute statt. Die Defonomierath Winkelmann- Westfalen tritt auf das wärmste zehnten schon abgethan sind und nicht mehr hervorgeholt bis heute Abend bekannt gewordenen Ziffern finden unsere für Beibehaltung der Höferollen mit obligatorischer Eintragung werden, fegt man hier sorgfältig zusammen und tischt Leser unter Privatdepeschen. Ein endgiltiges Resultat und Einführung derselben in denjenigen Landestheilen ein, in sie den Wählern wieder auf. denen die Sitte der Vererbung des ländlichen Grundbesizes auf fehlt nicht. Sogar die Theilerei wird sich erst in der nächsten Nummer mittheilen laffen. einen Gutsübernehmer geübt werde. Und die Ablagerungsstätte für all diese Zum Vergleich stellen wir die Ergebnisse der früheren Geheimer Ober- Regierungsrath Dr. Thiel- Berlin macht Albernheiten und Schmutzereien ist der in Plauen er- Wahlen mit denen der diesmaligen Wahl zusammen. Es darauf aufmerksam, daß für den Inhalt des Anerbenrechts als scheinende Vogtländische Anzeiger und Tageblatt"( schon( wurden bei den Hauptwahlen Stimmen abgegeben: wichtigster Gesichtspunkt die angemessene Bevorzugung des An- der ungrammatikalische Titel verräth das Bildungs- Niveau erben den Geschwistern gegenüber in Betracht komme, und wider der Redaktion). In diesem Zentralorgan der Kartellparteien legt die Ansichten derer, welche gegen eine solche Bevorzugung, war heute u. a. zu lesen, daß die Sozialdemokraten weiland Im Jahre insofern sie im Vergleich zu dem von den Anerben zu über mit Boulanger im Einverständniß gewesen seien nehmenden Risiko wirklich eine solche sei, Gründe aus allgemeinen und den tenflischen Plan gehabt hätten, der deutschen Gleichheitsideen oder aus der Gefahr der Vermehrung der Armee in den Rücken zu fallen, während Boulanger fie Sozialdemokratie durch die im Erbgange nicht gleichmäßig von vorne angreife. Natürlich sind die Namen der Bedachten geltend machen, oder welche von dem Bewußtsein des Echurken von Boulanger nicht enthüllt worden," sagt der Anerben, demnächst dieses Vorzuges theilhaftig zu werden, ungünstige Wirkungen auf den Charakter und die Leistungsfähigkeit feige Verleumder echt jesuitisch. Die in Plauen anwesenden des Anerben befürchten. Wenn ein solcher schädlicher Einfluß Abgeordneten Auer und Liebknecht haben den anonymen " Insges. giltige: 1890 1893 1894 22 670 23 809 20 585 Für Deutschtons. 10 890 10 567 2 667 Für Kartell Für Für Freisinn Sozials demofr. 3504 8275 3961 9277 6000 1999 9919 blos Bur absoluten Mehrheit fehlten Gerisch 374 Stimmen, seinem Gegner Uebel dagegen 4293. Unsere Bartei ist die einzige, die hier gewonnen hat, und zwar gegen 1893: 642 Stimmen; die Kartellparteien( einschließlich Deutschkons.) dagegen haben 1900 Stimmen, die Freis sinnigen 1962 Stimmen verloren. Bei den Stich wahlen wurden abgegeben: 1890 für Deutschtons. 12 919 St., für Sozialdem. 10 583 St. 1893 12 766 " " " 12 052 " " Die National- Zeitung" erwirbt sich den traurigen Ruhm, im Gegenfaße zu der gesammten übrigen Presse zu behaupten, daß jetzt alle Welt einig ist über die aufgeworfene prinzipielle Frage des Gerichtsstandes. Thatsächlich ist das umgekehrte der Fall. 31332 belebten Straßen vermeidend, und Euren Trab fördernd, geschick."- Während Dagobert nun sorgfältig die Schnur mögt Ihr Euch von einem Knechte erwarten lassen, der, wieder in einen künstlichen Knoten schlang, und unter einer womöglich ein Fremder sein mag, und nicht meine Farben Spange den Schaden verbarg, betrachtete sich der Herzog tragen darf. Sobald Jhr jedoch langsam und unbefangen topfschüttelnd und spöttischen Angesichts. Wahrhaftig!" des Thores Bogen durchschritten, gebt Ihr dem Pferde begann er, je mehr ich mich beschane und beäugle, je mehr Sporn und Peitsche zu kosten, und sorgt, daß Eure Schutz- möchte ich mich einem edlen Thiere vergleichen, das man mit befohlenen nicht hinter Euch bleiben. Ich thue Euch im Tand und glänzendem Zeug schmückt, damit es vor demi Boraus kund, daß Ihr mit zwei schlechten Reitern zu Gebieter seine eingepeitschten Fertigkeiten und Künfte zur schaffen habt; darum wird es gut sein, wenn Ihr des Grau Schau lege. Jesus Christus! und vor welchem Gebieter! roffes Bügel ergreift, und der Knecht des Maulthieres sich Vor einem Lüzelburger, der nicht besser ist, als seine ehrannimmt, denn so schnell als die Pferde laufen und die bedürftigen Borfahren! Doch nur Geduld! Das ScharReiter es ausdauern, müßt Ihr Schaffhausen erreichen, wo- wenzeln und Höfeln und Bücken wird bald ein Ende haben, selbst Euch das Weitere berichtet, und die Erlaubniß zur sammt der freigebigen Gaftlichkeit, die mir, einem Sigmund Das Dynamitgesetz, das seiner Zeit der Reichstag über Rückkehr ertheilt werden wird. Ihr seht, die Sache ist nicht gegenüber, Erust ist, wie meinem Waldmann das Aufrecht- Hals und Kopf annahm, ist ein Denkmal der Kopflosigkeit der verwickelt. Den Mann binde ich Euch indessen auf die gehen. So, mein guter Dagobert, seid bedankt. Das herrschenden Klassen, sowie sie die Angit überkommt. Das Gesetz Seele. Sollten Hindernisse sich auf dem Wege finden war wohl der erste Fürstenmantel, den Eure Hand berührte bat den 3weck, den es verfolgte, nicht erreicht, wohl aber hat es treibt sie ab mit Gewalt oder List; nur bringt unsern und meisterte? Die kaiserliche Majestät möchte sich auch haben, zu harten Strafen verholfen. Statt nun das Gesez zu zahlreiche Personen, die taum eine Ahnung von diesem Gesetz Mann sicher und wohlbehalten an Ort und Stelle. Nun mit diesem Handwerk abgeben, aber, so geduldig auch der beseitigen oder unschädlich zu machen, läßt man es ruhig fort wißt Ihr Bescheid, und mögt ohne falsche Scham diesen Mantel sein mag der Fürst steckt nicht im Belz." benehen und fügt ein neues Uebel zu dem gefeßlichen hinzu, inBentel annehmen, der kein Lohn sein soll. Aber Gold Wahrlich! Ihr bedürft des äußeren Prunks nicht," ver- dem man im Verwaltungswege die Anwendung des Gesetzes ebnet Berge, schlägt Brücken, und hat schon oft aus drohen- ficherte Dagobert.-" Ich weiß das," entgeguete Friedrich regulirt. So soll nach einem an den Vorstand des Vereins für der Feindeswuth errettet. mit Selbstgefühl; und in meinem Bauernlande, wie es die bergbaulichen Interessen im Ober- Bergamtsbezirk Dortmund sprach:" So sei es denn, guädigster Herr. Ich hab' Euch's Leibe, wie er die Feßen des römischen Reichs. Ha! Ihr abfolgung von Sprengstoffen nur dann herbeigeführt Sich verneigend nahm Dagobert das Dargebotene, und Sigmund nennt, trage ich auch nicht mein Herzogthum am zu Effen gerichteten Erlaß des Ministers für Handel und Gewerbe eine Bestrafung der Betriebsleiter wegen Vers zugesagt, und eher will ich sterben, als den Ihr meinem solltet nach Tyrol gerathen! Jesus Christus! das Herz im werden, wenn dieselben ihrerseits unterlaffen haben, diejenigen Schirm vertraut, in Gefahr umkommen lassen."- Wohl Leibe würde Euch lachen. Ist zwar nur ein Bauerurock, Maßregeln, welche zur Verhütung einer mißbräuchlichen Ber gesprochen!" antwortete Friedrich. Der Himmel füge es mein Tyrol, aber ein feiner, warmer Rock, der vor Unwendung von Sprengstoffen geeignet sind, mit der möglichen indessen zum Guten. Ich erwartete indessen keinen anderen wetter schützt, und den Flitterprunk entbehrlich macht, den und billigerweise zu fordernden Sorgfalt zu treffen. Bescheid von dem jungen Wagehals, der den Böhmen zu ich hier wie ein Gautler für geringes Schildgeld zur Schau Ein Gesetz, ob gut oder schlecht, fann sich nur bewähren befreien dachte." Dagobert ftuzte. Der Herzog lächelte tragen muß. Das weiß kaiserliche Majestät; darum haßt und erproben, wenn feine Anwendung allgemein und der Willkür aber, drohte ihm mit dem Finger und sagte: Laßt's gut sie mich auch. Aber, bei des ersten Habsburgers Gebeinen! entzogen ist. Die eine strafbare Handlung dem Richter entziehen sein, mein Geselle. Das Pfaffenvolt mochtet Ihr hinter- so wenig Sigmund meines Insprucks vergißt, so wenig ver- und die andere vor den Richter bringen, heißt die Gleichheit vor gehen; ich hätte aber bei meinem Herzoghute geschworen geffe ich, was ich meinen Ahnen und mir selbst schuldig ein Gesetz bestrafen tann, ebenso wenig darf man ihn, oder gar dem Gesetz aufheben. Ebenso wenig wie man jemanden ohne auf Eure Mitwissenschaft. Gott gebe Euch heut ein bin. Gehabt Euch wohl, biederer Altbürger. Das ganze Kategorien von Perionen der Strafe, die das Gefeß vor besser Glück." Schicksal kann mir vielleicht in kurzem die Zähne fletschen, schreibt, entziehen. Man denke sich, als wie schreiendes Unrecht Judem platte die Schnur, die des Herzogs Hermelin aber immer werde ich doch noch eine Hand und ein Herz es einem armen Arbeiter erscheinen muß, der, weil er versehent mantel zusammenhielt, und das kostbare Kleidungsstück fant für die behalten, die ich liebe. Sigmund war am mächlich über Nacht eine kleine Menge Dynamit, die er bei der Arbeit zur Erde. Ein böses Omen!" scherzte Friedrich, sich nach tigsten und größten, als er im Konzilium des Papstes braucht, in seiner Wohnung behielt, drei Monate Gefängniß( das dem Entfallenen umsehend. Ein anderer als ich würde Füße füßte, und ihm im Namen der Christenheit für die ist die Mindeststrafe) erhält, während Vergehen gegen dasselbe üble Borbedeutungen aus diesem Zufall ziehen. Nicht wahr, gezwungene Gutsagung dankte; ich werde ihm wahr Gesetz anderwärts gar nicht verfolgt werden. Der Viinifter mag Entsagung dankte; ich werde ihm wahr immerhin von Billigkeitsrücksichten geleitet sein, aber dann bat Dagobert? Kommt, helft mir die Pruntdecke wieder auflich nicht nachstehen, sollte ich auch unverdient unter er dieselben dadurch geltend zu machen, daß er eine Gesetzes legen, wackrer Gesell. Eure Hände sind ja dem Altare ver- liegen!" disvorlage einbringt, die nicht an die Angstmeierei appellirt, sondern Fortsehung folgt. bi Bernunft und Billigkeit zur Geltung bringt. lobt; vielleicht bannt ihre Auflegung das prophezeite Miß 3 Parteinachrichten. Von der Agitation. Ueber feine zweijährige Thätigkti als Vertrauensmann Die preußischen Provinzial- Landtage dürften dem Das ungarische Ministerium ist zurückgetreten. Der nächst einberufen werden. Die Berliner Politischen Nach- reaktionäre Graf Khnen Héderváry, der Banus( Stattrichten" schreiben: Wenn auch sämmtliche Provinzial- Land- halter) von Kroatien, hat die Bildung des neuen Kabinets tage im Laufe Frühjahrs versammelt gewesen werden doch sämmtlich eine baldige Wiederberufung zu Verhandlung der Ehevorlage vertagt! gewärtigen haben, denn durch§ 1 des Gesetzes über die Landwirthschaftskammern ist die Staatsregierung ver Am 3. Juni findet in der Schweiz die Volks pflichtet, vor der Errichtung eine verpflichtet, vor der Errichtung einer Landwirthschaftskammer abstimmung über die Aufnahme des Recht es auf den Provinzial- Landtag der Provinz gutachtlich zu hören, Arbeit in die Bundesverfassung statt. Unsere schweizer und sie kann nicht säumen, die Voraussetzung für die Er Genossen haben es bekanntlich durch Sammlung von mehr cichtung dieser Kammern zu schaffen. als 50 000 Unterschriften durchgesetzt, daß diese Forderung Gegenstand der Voltsabstimmung werde. toexben sie but des tunjabis berjanely conſent find, so bernommen, was ungarische Oberhaus hat die zweite me in Dresden Bericht in einer vor wenigen Lagen bort Das Juteresse an den Verhandlungen dieser eigenthümlichen parlamentarischen Körperschaften ist in allen Kreifen der Bevölkerung ganz gering. Nun müssen aber die bayerischen Arbeiter ganz zufrieden sein, ist doch für sie ein besonderer Arbeiterorden, die bronzene Medaille zum Verdienstorden vom heiligen Michael eingeführt worden. Die ersten Exemplare sind in diesen Tagen vom Prinzregenten an Vorarbeiter und Obergesellen vertheilt worden. ure dass Ob sich die Sozialdemokratie in Bayern bei aus reichender Vertheilung dieses Ordens maufetodt machen läßt, ist freilich noch abzuwarten. stattgefundenen Versammlung. Der Der Vertrauensmann fonnte mit Genugthuung berichten, daß die Organisationen trotz polizeilicher Bedrückungen zunehmen. Besonders habe auch die Bewegung unter den Frauen zugenommen; ein beträchtlicher Theil sei hat, gehe schon allein daraus hervor, daß sie für Dresden bereits organisirt. Wie rege die Agitationskommission gearbeitet allein im verfloffenen Jahre 286 Redner, besorgt hat, für außerhalb des Agitationsbezirkes liegende Orte 22, zu fammen 308. Das neue französische Ministerium ist im wahrsten 469 ausgegangen. Ferner find 624 Briefe eingegangen und Sinne des Worts ein Gelegenheits- Ministerium und ein 9841 M. 5 Pf., die Gesammtausgaben 9841 m. 18 Pf., fodaß Die Gesammt Einnahmen betrugen Verlegenheits- Ministerium. Eigentlich, nach parlamen zur Zeit der Abrechnung ein Defizit von 13 Pf. bestand. Die 9841 ausgegangen. tarischem Brauch, hätten die Radikalen und Sozialisten, die Einnahmen setzten sich wie folgt zusammen:. Vom Parteivorstand den Sieg des 22. Mai erfochten, zur Bildung eines Ministe- in Berlin erhalten 6600 M. Durch die drei Dresdener Wahlriums berufen werden müssen. Das hat aber Carnot ver- freife( 4., 5. und 6.) 3196,5 M.; durch andere Wahlkreise 45 M. hindert, aus Furcht vor der Konkurrenz Dupuy's Ausgegeben wurden für die Reichstagswahl. 9032 M. 72 Pf., für bei der Präsidentschaftskandidatur. Dupuy und Cafimir die Landtagswahl 431 M. 65 Pf., für die übrige Agitation Berier waren die zwei gefährlichsten Konkurrenten. Cafimir 376 M. 81 Pf. Ein Fehler von den Parteigenossen sei es, daß Berier ist jetzt endgiltig abgethan, vor Dezember fann er um einen Redner wenden und wenn dann öfters den Wünschen ſie ſich meistens erst in lester Stunde an das Agitationgromitee nicht wieder auf die Füße kommen. Aber Dupuy hat, seit nicht stattgegeben werden konnte, so lag dies meistens an den seinem Fall am 27. November vorigen Jahres, sich wieder Genossen selbst. emporgearbeitet; er ist durch seine Kammerpräsidentschaft Die Verfassungsrevision Die Verfassungsrevision in der württem bergischen Kammer. Der Minister des Innern von Pischek vertheidigte die Vorlage. Die Regierung mißtraue in den Besitz großen Einflusses gekommen, und Herr Carnot wird uns geschrieben: Auch in unserem Wahlkreise beginnt wieder dem Bolte nicht, aber bei dem allgemeinen Wahl fürchtet ihn. Jetzt ist Herr Dupuy Minister sehr bald ein reges Leben. Reichstags Abgeordneter Genoffe Brühne Mal fallen und dann steht er nicht vertreten.(!!!) Carnot, die Volkspartei hätte tlare Ziele; die Privilegirten selbst Diplomat ist, durch den 22. Mai feine beiden gefährlichsten och ft a. M., sowie vor den in Frantfurt a. M. arbeiten wären uneinig. Besonders das Wahlrecht der Höchst Konkurrenten los geworden. Herr Dupuy hat sich auch bis den Genossen aus dem Kreise flatt. besteuerten wäre unzulässig. Redner verlangte die zum letzten Moment gegen das Danaergeschenk der Minister spricht Brühne vor seinen Wählern in Jostein im Taunus, - Sonntag, den 3. Juni, Gleichberechtigung aller und fügte hinzu, die Volks präsidentschaft gescheut ebenso wie vor 6 Monaten sein dort steht der größte Saal zur Verfügung, außerdem partei wolle die erste Rammer bestehen lassen. Wenn jetzt Freund und Leidensgenosse Casimir Perier. sind noch verschiedene Versammlungen im Kreise geplant. die Revision scheitern sollte, würde sie später wiederSonntag, den 10. Juni, findet im ganzen Kreise eine Flugblatt. tommen. Mayser( Demokrat) trat für die reine Volksvertheilung statt, und sind uns zirka 15 000 von dem Parteitammer ein. Fortsetzung der Debatte Sonnabend. vorstand zugeschickt worden, u. a. Nieder mit den Sozialrechte blieben große Minderheiten unwird er zum zweiten der ein ganz pfiffiger tages begonnen und fanden bereits Versammlungen in Homa Er hat sich aber, wie dieser, schließlich in die Falle hinein komplimentiren lassen. * diener und Nachtwächter. Gehalt 540 m. jährlich. Die Stelle heilen, und jede Dazwischenkunft des Staates zwischen Antisemiten haben auf dem Lande ziemlich erhebliche e schäftigung à Seite 6 Pf. ca. 50 M. monatlich. Ständig volle Nichteinmischung des Staates in den Augen die giltigkeit Beweist das Wachsthum der antisemitischen Partei zunächst ein Die Verfassungsrevision dürfte nicht zu stande kommen, Die Arbeiterschuhfragen in Luxemburg. Die demotraten"," Mutter, was läuft der Gendarm ſo?" – Die Geaber wenigstens für den Humor wurde seitens des Ministers Luxemburger Regierung, die bis jetzt den Arbeiterschutz- noffen geben sich der Hoffnung hin, diefelben in die richtigen Hände geforgt, der das allgemeine Wahlrecht beschuldigt, daß bei fragen vorsichtig aus dem Wege gegangen ist, hat vorgelangen zu laffen. Wenn so weiter gearbeitet wird, bleibt der denselben große Minderheiten unvertreten bleiben. Sicher einiger Zeit zwei Vorlagen bei der Kammer eingebracht, Sieg unser,„ Trotz allebem!" lich leidet jedes andere Wahlrecht mehr unter diesem welche die Abschaffung des Trucksystems und das Verbot Vom Wahlkampf. Bei der Nachwahl in Plauen hat leidet jedes andere Wahlrecht mehr unter diesem der Abtretung oder Beschlagnahme der Arbeitslöhne betreffen. fich u. a. auch herausgestellt, daß die Antisemiten erheblichen Fehler.. are decal chajed Gelbst diese harmlosen Vorlagen gehen den Agrariern zu Stimmenzuwachs zu verzeichnen haben. Diese Thatsache allein Die elende Lage der Subaltern- Beamten wird weit und der Abgeordnete v. Tornaco bezeichnete sie ohne würde auf der rechten Seite weniger Anstoß erregen, wenn der durch die folgenden Ausschreibungen im Bezirke des weiteres als„ kommunistisch". Ihm erscheint die Freiheit" Buwachs der Judenfresser nur auf Kosten der Sozialdemokraten 2. Armeekorps illustrirt: als das einzige Mittel, Bu sofort erdie sozialen Uebel zu erfolgt wäre. Das ist ja aber der Jammer, daß Lettere noch viel zugenommen. Im Voigtländ. Anzeiger" heißt ist nicht pensionsberechtigt. Bu sofort in Bergen a. R. beim Arbeitgebern und Arbeitnehmern gilt ihm als verwerflich. zielt, fie haben aber nirgends der Sozialdemo= Amtsgericht Stelle als Kanzleigehilfe. Bei seitenweiser Be- Es ist nur zu bedauern, daß der schöne Grundsatz der kratie Boden abgewinnen tönnen. Gewiß recht schade. aber Beschäftigung fann nicht garantirt werden. Bu sofort in vertreters gegenüber der Landwirthschaft keine Giltigkeit Beweis, daß die Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhält Bromberg beim Distriktsamt Stelle als Distriktsbote und hat. Er und seine Freunde werden nicht müde, die Staats- nissen auch in kleinbürgerlichen Verhältnissen eine recht tief= Vollziehungs- Beamter für die Ortschaften des Polizeidistrikts. mittel für landwirthschaftliche Meliorationen und unmittel- gehende sein muß und deswegen haben wir das Anwachsen der Gehalt jährlich 350 W., widerruflicher Gehaltszuschuß jährlich bare Unterstützungen an die Bauern in Anspruch zu nehmen, Antisemiten auf Kosten der alten Parteien weit weniger zu 140 M., Gebühren höchstens jährlich 100 M., Summa 600 M. und ein namhafter Theil der Staatseinnahmen wird in fürchten, als dieſe ſelbſt. Tie Stelle ist nicht pensionsberechtigt.- Zum 1. September 1894 in Naugard beim kaiserlichen Bostamt Stelle als Land- Luxemburg thatsächlich für diese Zwecke verschwendet. Die briefträger. Raution 200 m., fann durch Gehalts abzüge ge- Arbeiter aber weist man auf die Freiheit" hin. Raution. bildet werden. 650 M. Gehalt und der gefeßlich Wohnungs geld- Zuschuß. Zu sofort in Swinemünde bei dem AmtsSympathiekundgebungen für De Felice gericht Stelle als Kanzleigehilfe. Entlassung kann ohne voraus Italien der Bossischen Beitung" gemeldet. herige Kündigung erfolgen; in der Regel eine einmonatliche telegraphirt ihr aus Rom: Kündigungszeit. Einkommen richtet sich nach der Zahl der geschriebenen Seiten; die Vergütung, welche von 5 Pf. pro Seite fteigt, aber auch bei minderwerthigen Leistungen auf weniger als 5 Pf. pro Seite normirt werden kann, wird von dem Herrn Landesgerichtspräsidenten zu Stettin festgesetzt. -Zu sogleich in Znin beim Magistrat Stelle als Polizeielle als polizei: diener, Gefangenwärter und Hilfe- Wollziehungsbeamter. Nicht über 35 Jahre alt, der deutschen Schrift, sowie der deutschen und polnischen Sprache mächtig. Gehalt 360 M Die Stelle Neculai ist zu schwerer Gefängnißstrafe verurtheilt, weil er ist pensionsberechtigt; bei einer Pensionirung wird die zurückgelegte Militärzeit nicht angerechnet. Aus dieser Musterliste ist zu ersehen, wie Staat und Kommune als Arbeitgeber für ihre Angestellten Sorge tragen. dagegen ist ein Anwachsen der sozialdemokratischen Stimmen Der Freisinn ist bei dieser Wahl überall zurückgegangen; auch in allen Iändlichen Kreisen zu verzeichnen. Bennigsens werden überschritten habe, durch den der Kartellfippe allerwärts weiser Ausspruch, daß die Sozialdemokratie ihren Höhepunkt Man Man neuer Muth eingeredet werden sollte, ist durch das Wahlergebniß im Plauenschen Kreise glanzvoll als kompletter Blödsinn erwiesen worden. Mehrere demokratische und sozialistische Vereine faßten Beschlüsse der Gesinnungsgleichheit mit den Palermitaner Berurtheilten. Die Neapeler radikale Studentenschaft drahtete on De Felice's Tochter und forderte die Einstellung der Vorlesungen an der Universität als Zeichen ihres Protestes gegen die Berurtheilung ihrer Gesinnungsgenossen. Im 6. fchleswig holsteinschen Wahlkreise finden täglich viele Bersammlungen statt. gegnerische Referenten auftreten, sind unsere Genoffen auch am Blaze, um den Rednern entgegen zu treten. Recht unsaubere Manöver find es, die namentlich der Freifinn anwendet, um die freie Distussion zu hintertreiben. Sichern sie diese, in einer Anwandlung von Scham, auch in einer oder der anderen Versammlung zu, so suchen sie durch allerlei Kunstpausen, spätes Gröffnen der Verfammlung u. f. w. es zu ermöglichen, daß unsere Genossen nicht mehr zum Worte kommen. Trotz aller dieser Machinationen ist im Ganzen die Situation auch in diesem Kreise für die SozialEin Verräther. Der rumänische Soldat Michai sich bei Gelegenheit des Bauernaufstandes dem Befehle seines Kommandanten zu schießen widersetzte. Michai Neculai ist ein einfacher Bauernsohn. Renommiſsterei ist bei ihm ausgeschlossen, er weigerte sich seine Leidensgenossen todtzuschießen, weil er demokratie eine günstige zu nennen. begriff, warum sie in den Ausstand getreten sind." Umsomehr," sagt die Munca", unser rumänisches Parteiblatt, verdient seine. That Lob, da er ja gewußt hat, daß er sich eine schwere Strafe zuziehen wird, obgleich er seinen leidenden Brüdern mit seiner Weigerung nicht viel nußen konnte. Ein Krankenhaus- Boykott in Kiel. Man erinnert mann( nicht Fuhrmacher, wie gestern irrthümlich angegeben), Beugen gesucht. Der Bigarrenmacher Fuhr. sich noch des Geschimpfes der bürgerlichen Presse über den welcher Ende des Jahres 1893 in Kalau arbeitete und von Chariteeboykott. Man liest Tag für Tag in den Zeitungen der dort angeblich nach Groß- Schönau in Sachsen überBourgeoisie ohne Unterschied der Rasse und Partei die schärfften In Bulgarien haben sich nach langen Bemühungen ſiedelte, wird ersucht, da ſeine Person seitens der Behörde nicht und ungerechtfertigsten Angriffe gegen den Brauereiboykott, doch Leute gefunden, welche in das neue Rabinet ein Redaktion der Märkischen Boltsstimme" zu Frankermittelt werden konnte, umgehend seine genaue Adresse der aber fein Wort der Kritik wird gegen den Boykott eines zutreten wagten. Unter den neuen Ministern befinden sich furt a. D. mittheilen zu wollen, da fein Beugniß in einem Beint ein Krankenhauses in Kiel vernommen. Dieser Boykott mag auch Personen, welche der russischen Gewaltpolitik gegen Beleidigungsprozeß gegen den Redakteur des Blattes erforderganz berechtigt sein, wir führen den Fall blos deshalb an, Alexander von Battenberg ihre Kräfte zur Verfügung lich ist. um zu konstatiren, wie verschieden die gleiche Sache auf- ftellten. gefaßt wird, wenn sie von Arbeitern in Wahrung ihrer wenn sie Klasseninteressen und wenn sie von Mitgliedern der bürger- Ereignisse liegen die folgenden Depeschen vor: Ueber die der neuen Rabinetbildung vorangegangenen Die 51 Wurzer angeklagt. In der am 30. Mai stattgehabten Wegen Beleidigung eines Pastors war Genoffe lichen Gesellschaft zur Wahrung ihres Ehrenpunktes unter28ien, 31. Mai. Der Politischen Rorrespondenz" wird Name des Genossen Diebl als verantwortlicher Redakteur nur Gerichtsverhandlung wurde durch Zeugen bewiesen, daß der nommen wird. aus Sofia gemeldet: Auch in Barna fand ein Zusammenstoß versehentlich angegeben worden war. Genoffe Diehl ware gar zwischen Anhängern und Gegnern Stambulow's statt. In Sofia nicht in Wurzen anwesend, was durch Zeugen festgestellt wurde. veranstalteten Kollegen des gestern verwundeten und heute ver- Infolge dessen beantragte der Amtsanwalt Freisprechung; das storbenen Studenten. Demonstrationen. Die Polizei schritt ein Urtheil lautete dem Antrage gemäß und wurden die entstandenen und verhaftete zehn Studenten. Heute Nachmittag zog eine Kosten der Staatskaffe auferlegt. größere Volksmenge vor das Polizeikommissariat, in welchem Ueber den Boykott in Riel schreibt die National Beitung": die Studenten gefangen gehalten werden. Letztere wurden freigelassen. Als die Voltsmenge dennoch näher fam, gab die Polizei Feuer. Das Kommissariat wurde darauf von Kavallerie besetzt. Polizeiliches, Gerichtliches ze. Witterungsübersicht vom 1. Juni. Sofia, 81. Mai. Heute Nachmittag wurden die De Stationen. monstrationen fortgefeßt. In dem zu dem Hause Stambulow's führenden Straßen sind viele Menschen verfammelt, welches schreiend und pfeifend demonstriren und Drohungen gegen die Polizei, welche sich zurückhält, ausstoßen. Swinemünde Sofia, 81. Mai. Die politische Lage ist jeht von sehr Hamburg bedenklichem Charakter, da sie immer neue öffentliche Demon Berlin. bedenklichem Charakter. Die strationen hervorruft. Heute Vormittag fanden wiederum Biesbaden. Tumulte statt. Aus verschiedenen größeren Städten des Landes München treffen ebenfalls Nachrichten von mehrfach vorgekommenen Un- ien ruhen ein. Truppenverstärkungen sind nach hier eingezogen Saparanda worden. Oberst- Lieutenant Winarom hat das Kommando der Petersburg hiesigen Garnison übernommen. Einer der bei den gestrigen Gort. Exzessen verwundeten Studenten ist heute gestorben. Barometer reduzirt auf d. Meeressp. SSW Windstärke 124242( Stala 1-12) Wetter DIV Temperatur 50 C. 4° R.) SHABAHU( nach Celsius Peinliches Aufsehen erregt in Riel und namentlich in den dortigen akademischen Kreisen ein Vorgang am Anschar: Krankenhause. Gegen den dirigirenden Arzt dieses Krantenhauses, den außerordentlichen Professor Dr. Ferd. Petersen, war von der Oberin Fräulein W. Gräff eine seine Privatund Berufsehre angreifende Erfindung verbreitet worden, die zugleich andere dort fungirende Aerzte verunglimpfte. So fort hat Prof. Petersen ein Ehrengericht aus den angefehensten seiner Universitätskollegen einberufen und die völlige Grundlofigkeit der gegen ihn erhobenen Beschuldigungen nach gewiesen. Da es ihm nicht ferner möglich war, gedeihlich mit einer Dame zusammenzuwirken, die ihn in dieser Weise ohne jede Veranlassung beschimpft hatte, forderte Professor Petersen die Entlassung der Oberin, widrigenfalls er selbst fein Amt niederlegen wolle. Der Vorstand des Krankenhauses, an deffen Spitze die Oberhofmeisterin der Prinzessin Heinrich, Freifrau v. Seckendorff steht, entschied jedoch, daß eine Entlassung der Oberin nicht geboten erscheine, sondern eine Abbitte genüge. Hierauf legte Professor Petersen sein Amt als Oberarzt des Anschar- Krankenhauses nieder, ebenso der zweite Arzt des Krankenhauses sammt elf der bewährtesten und ältesten Schwestern. In seinem Kolleg gab Professor Petersen seinen Schülern Aufklärung über die Amtsniederlegung und diese brachten ihrem Lehrer am Montag Witterung in Deutschland am 1. Juni 8 Uhr Morgens. Abend im Verein mit 400 anderen Studenten einen überschritten hat, ist bei mäßigen südwestlichen Winden im Nachdem der Luftdruck seine normale Höhe allgemein etwas folennen Fackelzug dar. Als der Krankenhaus- Vorstand den erwähnten Mehrheitsbeschluß faßte, traten die Professoren größeren Theile Deutschlands heiteres Wetter eingetreten. Nur Bockendahl und Quincke aus dem Vorstande aus. Der Kieler Ein Aufstand in China! Nach einer der„ Bossischen rechts von der Oder herrscht noch bewölkter Himmel vor und an Aerzteverein machte die Sache des Prof. Petersen zu der Beitung" aus London übermittelten Drahtmeldung der der westpreußischen Küfte fält etwas Regem. Die Erwärmung feinigen und ließ demselben durch seinen Vorstand seine herz Times" aus Tientsin vom 31. Mai brach ein Aufstand schreitet überall langsam fort; gestern Nachmittag stieg die lichen Sympathien ausdrücken. Ferner haben die Aerzte, welche in der Mandschurei aus wegen agrarischer Streitigkeiten Temperatur im Binnenlande vielfach über 20 Gr., heute früh Batienten dem Anschar Krankenhause zu überweisen pflegten, befchloffen, dies nicht mehr zu thun. Herrn Prof. Petersen, zwischen den chinesischen Ansiedlern und den Mongolen- erreicht dieselbe zu Memel, Hannover, Karlsruhe und Mül Mongolenhausen i. G. 15 Gr. Gelfius. ber sich in medizinischen und akademischen Kreisen ebenso wie häuptlingen. in der Kieler Bürgerschaft großer Sympathien erfreut, wurde auch noch von der Rieler Liedertafel ein Ständchen gebracht. Der Rest ist Schweigen.Aberdeen Sofia, 31. Mai. Stambulow verharrt dringend auf Baris der noch nicht erfolgten Annahme seiner Demission. Oberst Rutinschen wurde verhaftet. Die Berhaftung des Bürger meisters Blagozew und des Abgeordneten Stoinow wurde verfügt. 761 762 heiter 13 SW 762 WNW 764 SM 766 SM heiter wolkenlos wolkenlos heiter 13 14 10 11 763 SCM bedeckt 13 763 MW bedeckt 8 757 DGD 758 763 DND heiter beiter 13 11 woltig 12 Wetter- Prognose für Freitag den 2. Juni 1894. fixinck Vielfach heiteres, etwas wärmeres Wetter mit schwachen lad ng füblichen Winden; feine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Juierate über nimmt die Redaktion dem Vublikum Castan's Alle Kollegen gratuliren unserm guten Freund Friedrich Eichorn zu der schönen Freude, daß ihm der Mai ersten Sohn 1030b Buchdrucker, gegenüber keinerlei Verantwortung Panoptikum. Die Kollegen Spandau's u. Umgegend. Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen. Theater. Sonnabend, den 2. Juni. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Christoph Marlow. Deutsches Theater. Des Meeres und der Liebe Wellen. Berliner Theater. Rean. Leffing- Theater. Gêne. Madame SansResidenz Theater. Jugend. Central- Theater. Der Traum des Aktionärs. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Aleranderplah- Theater. monde. O DemiNational Theater. Italien in Berlin. Theater Unter den Linden. Die schöne Helena. Farfarello. Apollo Theater. Die verkehrte Welt. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenBorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Italien in Berlin. Große Ausstattungs- Posse mit Gefang und Tanz in 4 Atten von Carl Peters. Musik von A. Wiedecke. Raffeneröffnung 5/2 Uhr. Anfang der Borstellung 7/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne Aufführung von Neu: Das Mene Tekel. Sonderb. u. geheimnissv. spiritistische Produktion. Neu: Der 13jährige Riese. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und Vater, der Lederarbeiter Wilhelm Neuwirth am Dienstag Abend 814 Uhr sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr, von der Halle des St. Thomas- Kirch1028b Passage- Panopticum. bofs flatt Ein Die trauernden Hinterbliebenen. Den Kistenmachern zur Nachricht, daß 1036b Dahomey- Hermann Rosenfeld Dorf gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, Nachmittags 8 Uhr, von der Leichenhalle des Dorotheenitätischen Kirchhofes, mit 51 wilden hoes, Liefenſtraße, ftatt. Weibern. Tägl. 8 Vorführungen. Sensationell! Noack's Sommer- Theater. Brunnenstrasse 16. Täglich: Großes Konzert, Theater- und SpezialitätenVorstellung. Anfang des Konzerts 6 Uhr, der Vorstellung 7 Uhr. Bie Kaffeeküche ist geöffnet. Brochnow's Luftspielen, Boſſen ſowie Spezialitäten- Ball- u. SpezialitätenVorstellung ersten Ranges. Kaffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang 61/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Leßte 14. Aufführungen! Charley's Tante. Etablissement Sebastianstr. 39. Täglich Interessen- Verein der Kistenmacher. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des 490/13 Sozialdemokratisch. Wahlvereins für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis zur Nachricht, daß das Mitglied Morgen Sonntag, den 3. Juni, Vorm. präz. 10 Uhr, in den Konkordia- Festsälen, Andreas- Straße Nr. 64: Große allgemeine Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wie verhält sich die Gehilfenschaft zu der von den Prinzipalen. geplanten Abänderung der Lokalzuschläge und der Lehrlingsstala? Referent: Emil Döblin. 2. Bilder der Gegenwart in den Berliner Druckereien. Referent: Albert Massini. 3. Diskussion. Das Erscheinen der gesammten Kollegenschaft Berlins und der Umgegend ist bei der Wichtigkeit der Tagesordnung dringend [ 283/10] Der Einberufer. geboten. Gauverein Berliner Bildhauer. " Laut Beschluß der Versammlung vom 29. Mai ist das für den 16. Juni in der Neuen Welt" festgesetzt gewesene Sommerfest des eingetretenen BierBoykotts wegen bis August vertagt worden. Die bereits verausgabten Einlaß farten sind zu dem späteren Fest nicht zu verwerthen, sind daher an Kollegen Otto Meyer, Streligerstr. 28, vorn 4 Tr.( Dienstags und Sonnabends Abends bei Ehrenberg, Annenstr. 16) zurückzugeben. 42/12 Der Vorstand. Georg Müller, Giseleur, Fr. Vereinigung der Zivil- Berufsmufiker verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, vom Krankenhause Friedrichshain nach dem Zions- Kirchhose in Weißensee statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Zentral- Krankenkasse der Zimmerer. Den Mitgliedern der Filiale V zur Nachricht, daß das Mitglied 371/11 Jch. Hoppe, Berlins und Umgegend. Dienstag, den 5. Juni, Vorm. 10% Uhr, im Lokale des Herrn Röllig, Nene Friedrichstr. 44: Ausserordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: Die Mitwirkung zur Matinee für die ausgesperrten Brauereiarbeiter. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein 487/10 Der Vorstand. Achtung, Töpfer und Berufsgenossen! Wir machen hiermit bekannt, daß der Arbeitsnachweis des Vereins zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer und Berufsgenossen Berlins u. Umgegend sich vom Sonnabend, den 2. Juni d. J., ab, Gipsstr. 16 im Restaurant befindet. Auch werden dort von da ab die freiwilligen Beiträge entgegen470/19 Ebenfalls werden dort die Beiträge zur Zentral- Kranken- und Sterbe von der Leichenhalle des Emmaus tasse der Töpfer Deutschlands entgegengenommen, sowie Mitglieder aufFriedhofes in Briz statt. genommen. Das Krankengeld wird Sonnabends, Nachm. von 22-5 Uhr, ausgezahlt. J. A.: Richard Topf, Gipsstr. 16. Spezialitätenvorstellung geftorben ist. Die Beerdigung findet genommen. von nur Künstlern I. Ranges. Anfang der Vorstellung: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. Wochentags 8 Uhr. Entree 20 Pf. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Art von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Schluss der Saisen: Freitag, den 15. Juni. Central- Theater. Alte Jafobstraße 30. Nur noch 2 Borstellungen. Gastspiel Emil Thomas. Sonnabend, den 2. Juni 1894: Der Traum des Aktionärs. Dramatisches Quodlibet in drei Akten ( 5 Bildern). Bis Schluß der Saison( 3. Juni) dieselbe Vorstellung. Sonntag: Benefis für Frau Josefine Dora. 411L* Im großen Saale: BALL. G. Brochnow. Weißbier! Für Fabriken und Werkstätten fowie für Wiederverkäufer liefere ich mein Versand- Weißbier in unübertrefflicher Güte zum Preise von 3 Mt. für 40 halbe oder 45 4/10 oder 25 8/10 oder 20 ganze Flaschen, frei in's Haus, in Flaschen mit Patentverschluß, ohne Pfandberechnung. Fernsprecher Amt Schöneberg No. 92. Lübbenerstr. 4, infolge eines Unfalles heute, den 2. Juni, Nachm. 41/2 Uhr, Der Vorstand. Die Beleidigung gegen die Herren Romszanstt und Siebel nehme ich hiermit zurück. C. Fischer. Tischler- Verein. Sonnabend, den 2. Juni, Abends 9 Uhr, Melchiorstraße 15: Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW ,, Beuthstrasse 2. Soeben ist erschienen: Bersammlung mit Damen. Kommunismus und Kapitalismus. Der Kommunismus und die ökonomische Entwidlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Sta hn. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. 338/20 Orts- Krankenkasse A. Seidler, fortirer und deren gewerbliche der Cigarrenmacher, CigarrenSchöneberg, 214L* Sedanstraße Nr. 73-75 und 82. Berliner Weissbier- Brauerei. Friedrichshagen. Restaurant ,, Waldkater Hilfsarbeiter zu Berlin. 3. Nachtrag zum Statut. Art. 1. Der§ 29, erster Absatz erhält folgende neue Fassung: Die wöchentlichen Beiträge betragen für Mitglieder der ersten Klasse 51 Pf., der zweiten Klasse 48 Pf., der dritten Staffe 27 Pf., der vierten klaffe 24 Pf., der fünften Klaſſe 18 Pf. Vorläufige Anzeige. Köpnickerstr. 37, 2 Min. vom Bahn- Art. 2. Dieser Nachtrag tritt am Central- Theater- 5of, mitten im Walde gelegen, 2000 Ber- Montag, den 4. Juni, nach der statutenfonen faffend. Kaffeeküche, 4 Regelmäßigen Bekanntmachung in Kraft. bahnen, Belustigungen aller Art. Bor- 1029b Der Vorstand. Garten bezw. Saal. Alte Jakobstr. 82. Vom 3. Juni ab außer Täglich( Sonnabends) Leipziger Sänger. Herren Wilh. Wolff, Horvath, Gipner, Röhl, Grosch, Böhmer, Ledermann. Victoria- Brauerei, Lüßowstraße 111-112. Garten refp. Saal. Täglich ( mit Ausnahme Sonnabends): Neu! zügliche Speisen und Getränke. Sält Vorstehender Nachtrag wird hier: fich Vereinen und Gesellschaften bestens durch genehmigt. empfohlen. Frei- Konzerte finden regelmäßig jeden Sonntag, Dienstag und Freitag statt. H. Koslowsky. Elysium. 3336 Landsberger Allee No. 40/41. Jeden Sonntag: Concert und Ball. Kein Ringbier. Berlin, den 30. Mai 1894. Der Bezirks- Ausschuß. Dippe. 1029b Etablissement ,, Süd- Ost" WaldemarAr. 75( C. Ulrich), empfiehlt seinen Saal und Vereinszimmer zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art. Sonnabende und Sonntage sind noch frei. 31L Stettiner Freireligiöse Gemeinde. Sonntag Vormittag 10% Uhr, Sänger Rofenthalerstr. 38, im großen Saal, Quergebäude 1 Tr.: Herren: Meysel, Häckel, Pietro, Britton, Eberius, Steidl, Bliemchen und Blank. Neu! Neu! Anf. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 P Britton als Charley's Tante. Det is ja jrade wat Sheenes. Herr Steidl. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Genossen, Freunden und Bekannten empfehle mein neu eingerichtetes Cigarren- Geschäft. 10405 S. Riess, Münchebergerfir, 28.1 Vortrag von Herrn Waldeck Manasse: Gottvertrauen, Selbstvertrauen. Menschenvertrauen. Gäste sehr willkommen. Restaurant zum Zeuthener See. Inhaber: Ernst Künhel. Station: Hankels Ablage- Zeuthen( Görlitzer Bahn). 76/6 Vorzügl. Ausflugsort für Landpartien, größere Gesellschaften Vereine ze. Angenehmer Aufenthalt an Wald u. Wasser. Sommerwohnungen. Tanzfaal, Billards, Kegelbahnen, Kaffeeküche. 897b Treptow. Kümpel's Parkſchloß. Köpnimer Landstraße. Größter Garten Treptow's.- Festsaal für 1000 Personen. 11 Kegelbahnen, Kaffeeküche, Volksbeluftigungen aller Art. Platz für 8000 Bers. Vorzügl. Bairisch- Bier 10 Ltr. 15 Pf. Bu Sommerfesten ganz besonders geeignet. 153L Bon Paul Lafargue. 448/17 Preis 20 Pfennige. Porto 3 Pfennige. Lafargue legt in der Broschüre dar, wie die ökonomische Entwicklung von Tag zu Tag mehr die Ueberflüssigkeit und Schädlichkeit des Privatbefizes an den Arbeitsmitteln vor Augen führt und nicht blos die Zweckmäßigkeit, sondern geradezu die Nothwendigkeit des Kollettivbesizes beweist. Ausstellung Italien in Berlin. ( Stadtbahn- Station: Zoologischer Garten.) Täglich geöffnet von Morgens 10 Uhr bis Abends 12 Uhr. Massen- Konzerte sämmtl. italien. Musikkorps, Darunter des Gr. italienischen Opern- Orchesters des Maestro Cav. Gialdino Gialdini, der Bersaglieri- Kapelle des Maestro Giacomo Gatti, des Venezian. Serenaden Orchesters des Mobile de Malipiero, des Mandolinen- Korps des Prof. Frouth. Ferner: Mailänder Marionetten- Theater u. Venezian.Variété etc. Donnerstag, Sonnabend und Sonntag: Auftreten des Cav. Prof. Eugenio Pini, Fechtmeister der königl. italienischen Marine. In der großen Arena um 9 Uhr: Floret-, Degen- und Säbel- Mensuren, an welchen sich Fechter gegen vorherige Meldung im Bureau der Ausstellung betheiligen fönnen. 8 Sonntag bis 10 ur: von früb 5½ Morgen- Serenade fämmtlicher Musikkorps. Entree bis 10 Uhr 30 Pf. 00000-0-00 Schweizer Garten. Am Friedrichshain. Am Königsthor. Täglich: Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. Volksbelustigungen aller Art. Im neu parquettirten Saale: Täglich: Gr. Ball. } Von 5-7 Uhr: Freier Damentanz. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Entree 30 f., Billets vorher 25 Pf. 0000-0-0000000 Landpartie. Birkenwerder an der Nordbahn. Restaurant Schützenhaus. Schönster Aufenthalt der Umgegend. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Vösich in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 5709L* C. Hietzig. Gierzu zwei Beilagen 荐 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 125. Bonkoffirt hnd: 1. Schultheiss- Brauerei, Aftien- Gesellschaft, Berlin( und Tivoli). 2. Brauerei F. Happoldt. Sonnabend, den 2. Juni 1894. 11. Jahrg. 3. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesell- bringen. Die Muſterrede hat er sich aber aufbewahrt. Hier steht. Jezt erhalten die Mitglieder, nachdem die Kaffe ungefähr schaft auf Aktien, A. Knoblauch. 4. Brauerei Karl Gregory, Berlin( AdlerBrauerei). 5. Vereins- Brauerei Rixdorf. 6. Spandauer Berg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend bei Charlottenburg. 7. Aktien Gesellschaft Schloss- Brauerei Schöneberg. Dreizehn große öffentliche Volksversammlungen Die bei Schluß des Blattes eingelaufenen Versammlungs: berichte müssen wir bis morgen zurückstellen, wir geben deshalb hier nur eine kurze Uebersicht über den Besuch der überall ausgezeichnet verlaufenen Versammlungen. Im Feenpala ft, wo Genosse Pfannkuch das Referat übernommen hatte, waren über 2000 Personen anwesend. In Kurth's Festsälen( Referent Genosse Mehner) waren gegen 2000 Personen anwesend. Das Lokal wurde voli zeilich abgesperrt. Der Königshof, dessen Saal gegen 600 Personen faßt, wurde polizeilich abgesperrt, nachdem taum 400 Personen zu gegen; das Referat hatte hier Genosse Antric. Marten's Salon, Friedrichstraße, war überfüllt( gegen 800 Personen). Das Referat hatte Genosse Stabernad. ,, Geehrte Anwesende! Im Namen der hier versammelten Arbeiter- Vorstände erlaube ich mir das Wort zu ergreifen. singen. Genosse Gandorfer ward vom Brauereidirektor und Fest-| Blick in das Statut lehrt, augenscheinlich kaum etwas anderes redner Merten zu dieser Rolle ausersehen. Gandorfer schüßte als eine Privatspekulation bedeutet. merten selbst entwarf ihm die„ aus dem Herzen eines Angestellten" einem monatlichen Beitrag von 1, 2, 3, 4 oder 5 M. eine ent Mangel an Talent im Reden vor. Half alles nichts. Herr Direktor Die Kasse gewährte bis vor kurzem je nach der Klasse bei des Bierkönigthums Rösicke fließende Dankrede. Gandorfer ver- sprechende Unterstügung auf die Dauer von 13 Wochen in Höhe stand es dann allerdings Schüchternheit vorzuschüßen und statt von 1, 2, 3, 4 und 5 M. pro Tag; eine Leistung, die mit den der tiefgefühlten Danfrede ein furzes Mußhoch auf die Direktion sonst üblichen Unterstützungen der freien Hilfstassen im Einklang wörtlich: 5/4 Jahr besteht, ein Zirkular, datirt vom 24. Mai, in dem ihnen mitgetheilt wird, daß sich der Vorstand genöthigt sah, die Beiträge vom 1. Juni ab in den einzelnen Klassen auf 2,80 M., 5,80 m., 6,80 m., 7,80 m. und 8,80 M. zu erhöhen. Natürlich sind die Mitglieder auf das Aeußerste entrüstet, daß bei den selben Leistungen die Beiträge zum Theil um nahezu das Dreifache erhöht werden. Dabei wird den Mitgliedern ganz trocken erklärt, daß sie von ihrem Recht des Austritts Gebrauch machen tönnen. Wie weit diese Maßnahmen gerechtfertigt sind, entzieht Dieses Kinderheim ist ein Geschenk, welches sich der Beurtheilung der Mitglieder, denn von einer freien uns dargebracht worden ist. Wir sagen hiermit, Selbstverwaltung ist im Statut, auch bei den bescheidensten Anindem wir es übernehmen, unseren herzlichsten Dank und sprüchen, nicht die Spur zu finden. find überzeugt, daß dieses Heim seiner Bestimmung gewiß entsprechen wird und unseren gesammten Arbeitnehmern gewiß ein liebes Geschent ist. Wir sowohl als auch die gesammten Arbeitnehmer der Schultheiß- Brauerei haben mit Interesse von dem Bau des Kinderheims in Pankow Kenntniß genommen und freuen uns, daß der Bau fertig gestellt und das Heim init heute der Benugung übergeben wird. Ich kann die Gelegenheit nicht vorüber gehen lassen, ohne der Geschäftsleitung und in Sonderheit Herrn Direktor Rösicke unseren herzlichsten Dank zu sagen für den neuen Beweis der Für forge. Nach dem Statut hat die Generalversammlung über der= artige Aenderungen zu bestimmen. Wer ist nun die Generalversammlung dieser Kasse? Nach dem Statut beschließt ein kleiner Kreis von Abgeordneten, deren Zahl unter Umständen nur 20 und darunter beträgt, über solche tiefeinschneidenden Bestimmungen des Statuts. Regelmäßige Generalversammlungen werden nur alle 3 Jahre einberufen. Der Vorsitzende hat sich vorsichtshalber auf 10 Jahre und die beiden anderen Kaffenbeamten auf 6 resp. Wir Borstandsmitglieder haben mehr als unsere Mit- 3 Jahre wählen lassen. Als Publikationsorgan dient die„ Kreuzarbeiter Gelegenheit mit der Direktion in dirette Ve Beitung". Wer von den Arbeitern liest aber die Kreuz- Zeitung"? ziehung zu kommen und haben stets das Gefühl Sicherlich sehr wenige. Soll der Zweck erfüllt werden? Daß gehabt, daß die Direttion es sich an dem Vorstand, der aus 5 Personen besteht, die weitgehendsten gelegen sein läßt, für unser und un- Befugnisse eingeräumt sind, ist selbstverständlich". Diese wenigen ferer Familien Wohl zu sorgen. Proben aus dem Musterstatut mögen genügen. Diese neue Einrichtung wird sicher dazu beitragen, das Die Mitglieder werden kaum etwas unternehmen können, tann ich wohl versichern, das gute Ginvernehmen um gegen diesen fein durchdachten Feldzugsplan erfolgreich anzwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu zukämpfen. Ihr Geld haben sie hingegeben, vielen wird es kaum fördern und gewiß zum Vortheil von uns Ar- möglich sein, die hohen Beiträge, die jetzt gefordert werden, zu beitnehmern." zahlen. Nochmals also bei allen Versicherungs- Unternehmungen, und lasse sich nicht durch schwindelhafte Prospekte verleiten. die der Privatspekulation dienen, prüfe man genau das Statut Das Louisen städtische Konzerthaus, Referent Die Genoffen Schönebergs mache ich nochmals darauf Die Verkündigung des Wahlresultates aus Plauen wurde hufs Veröffentlichung derjenigen Wirthe, welche noch immer Genosse Jahn, war bereits um 8 Uhr vollkommen überfüllt. aufmerksam, daß sämmtliches Material in der Boykottsrage, bevon der Versammlung mit großem Enthusiasmus aufgenommen. boykottirtes Bier ausschänken, bis Sonntag Vormittag an meinem Das Vereinshaus Süd- Ost, wo Genosse Näther Stellvertreter Genossen Weißgerber, Grunewaldstraße 116, sprach, war überfüllt, ca. 800 Personen waren im Saale und den Vorräumen anwesend. In der Urania, Wrangelstraße, wo Genosse Täterow referirte, hatten fich gegen 1200 Personen eingefunden; auch die Tribünen waren besetzt worden. Gegen 8 Uhr wurde der Saal polizeilich geschlossen. = abzuliefern ist. Die Lotalkommission. J. A.: Schubert. Jm, Scheunenviertel" soll das Treiben der Dirnen und So ist all " hielten heute die Berliner Arbeiter ab, um ihre Stellung zu dem über die sieben Brauereien verhängten Boykott zu bekunden. Schon der Besuch der Versammlungen beweist, daß es der Berliner Arbeiterschaft bitterernst mit der Durchführung des Boytotts ist. Sämmtliche Versammlungen waren ganz ausgezeichnet besucht. Die größten Säle Berlins waren brechend voll, die Zahl der Versammlungen war fast um die Hälfte größer, als an dem Tage, an dem der Boykott verhängt wurde. Es ist somit erwiesen, daß der Eifer unserer Genossen, den Boykott durchzuführen, noch im Steigen begriffen ist. In allen Versammlungen war den Anwesenden von der Stirne zu lesen, die Zuversicht, daß der Sieg unser sein wird, daß der Kapitalisten von den übermüthigen Brauring- Kampfgenossen auf die Straße Gandorfer gehört zu denen, die ohne irgend eine Veranlassung übermuth gebrochen werden wird. Die Herren Rösice, Happoldt und Konsorten werden keinen gesetzt sind. Vielleicht ist es Herrn Merten jetzt klar, wessie werden einsehen, daß sie der Solidarität der Berliner Arbeiter der vor den Direktoren nebst Familien heucheln soll, er" babe wenigstens in der letzten Sigung des Grundbesther- Vereins des Trost finden in den kostspieligen Notizen der bürgerlichen Presse. ist. Sind die Herren wieder auf der Suche nach einem Arbeiter, ihrer zuhälter in der letzten Zeit so überhand genommen haben daß viele Wohnungen bereits unvermiethbar seien. gegenüber den kürzeren ziehen müssen. Ihr Bier wird schal und sauer stets das Gefühl gehabt, daß die Direktion es sich angelegen sein Schönhauser Thores und der angrenzenden Stadttheile behauptet wenigstens in der letzten Sitzung des Grundbesitzer- Vereins des werden, ihre Dividenden werden sich verringern, bis sie sich ent- läßt, für unser und unserer Familien Wohl zu sorgen?" schließen werden, die Friedensbedingungen der Arbeiter zu be worden. Die Behörden, meinten die um ihre Einkünfte besorgten willigen. Eine allgemeine Gastwirthe- Versammlung, welche die Hauspafchas, seien taub gegen alle Beschwerden der AnwohnerTagesordnung Bericht der Bierkommission, Mittheilung über schaft. Sie haben daher beschlossen, sich nun mit einer Petition die Brauereigenossenschaft und Antwort des Ministers betreffend um Abhilfe den Minister des Innern zu wenden, die Einführung einer allgemeinen Polizeistunde" erledigen sollte, wie es die gleichfalls über das Treiben der Dirnen und war zum Freitag Nachmittag nach Schnegelsberg's Lokal in der Buhälter klagenden Bewohner der Gegend an der Borsig, Hafenhaide einberufen. Die Versammlung war äußerst zahlreich Lieck, Schlegel, Eichendorff- und Novalisstraße bereits besucht; um 51/2 Uhr mochten es 1500 Personen sein, die den gethan haben. Wir bezweifeln, daß das viel helfen wird. Saal bis auf den letzten Platz füllten. Eine halbe Stunde Zwischen Rosenthaler- und Oranienburger Thor beschäftigt man später ließen sich auch die Einberufer, die inzwischen einer Auf- fich mit dieser Angelegenheit schon seit einem vollen Jahrzehnt, forderung der Polizei, nach dem Präsidium zu kommen, hatten oder vielleicht auch länger, aber bisher immer noch ohne Erfolg, Folge leisten müssen, am Bureautisch sehen, um dem ungeduldig wie ja auch die Petition der Bewohner der Borsigstraße u. f. w. gewordenen Publikum mitzutheilen, daß die Versammlung von lehrt. Wenn wir uns recht erinnern, war es der Hamburgerder Polizei als politische angesehen werde und, da sie zwar von Thor Bezirksverein", der einmal das Polizeipräsidium in einer dem Wirth beim Reviervorstand, nicht aber von den Ein- Eingabe fragte, warum die Prostituirten aus der Friedrich- und berufern beim Präsidium angemeldet sei, nicht tagen dürfe. Leipzigerstraße verbannt, aber in der Elsasserstraße geduldet würden, und darauf die Antwort erhielt, das sei im öffentlichen oder höchstens das ihres engeren Bezirkes verstehen, haben da Interesse nöthig. Die" freisinnigen" Spießbürger, die unter öffentlichem Interesse" immer nur ihr eigenes Interesse mals den Sinn dieser Antwort nicht begriffen. Die Polizei ging augenscheinlich und geht wohl auch heute noch von der Erwägung aus, daß die Prostituirten nicht aus purer Lüderlichkeit auf den Strich gehen, sondern weil sie von diesem Gewerbe, Junungsmitglieder als Gewerbegerichts- Beifiker. An- nachdem sie einmal hineingerathen sind, leben wollen und müssen. gesichts der im Herbst vorzunehmenden Neuwahlen eines Dritt Sie mag daher glauben, daß der Kampf gegen die Prostitution, theils der Gewerbegerichts- Beisitzer beider Kategorien, Arbeit- den sie als im öffentlichen Interesse liegend erachtet, nur dann geber und Arbeitnehmer, erscheint es angebracht, auf einen von Erfolg begleitet sein kann, wenn man den Dirnen ihr GeUmstand hinzuweisen, der oft in Arbeiterfreisen Stopfschütteln werbe weniger einträglich macht, indem man ihnen erregte. Auf den nämlich, daß Mitglieder von Innungen, die diejenigen Straßen verbietet, in denen die taufkräftige ein Schiedsgericht haben, als Gewerbegerichts- Beisiger Jugend der Bourgeoisie Abends und Nachts zu bummeln funktionirten bezw. zum Theil noch funktioniren. Sagt doch pflegt. Das wäre vom Standpunkte der Polizei aus nicht das„ Ortsstatut betreffend das Gewerbegericht zu Berlin" in ganz unlogisch gedacht, und anders wird wahrscheinlich auch der seinem§ 9 ausdrücklich, in Uebereinstimmung mit dem Gewerbe- Minister des Innern nicht denken. Die Dirnen werden also ihre gerichts: Gesetz: Hauptquartiere trog aller Petitionen da behalten, wo sie sie jetzt haben, und wo man sie für weniger schädlich hält. Irgendwo müssen sie doch auch schließlich wohnen, und eine neue Verweisung in noch andere Gegenden würde nicht die Klagen verstummen machen, sondern nur anderswohin verlegen. Im übrigen dürfte ein Theil der Hausbesitzer derjenigen Stadttheile, aus Ein Mitglied des Gewerbegerichts, hinsichtlich dessen Umdenen die Klagen jetzt kommen, nicht so ganz schuldlos fein. stände eintreten oder bekannt werden, welche die Es hat Beiten gegeben, in denen man den Dirnen wählbarkeit zu dem von ihm bekleideten Amt oder Damen, die an Dirnen abvermiethen, fehr bereit nach Maßgabe dieses Statuts ausschließen, ist willig Unterschlupf gewährte, weil sie sich die zu ihrem des Amtes zu entheben. Die Enthebung erfolgt durch den Gewerbe nöthige Duldung durch gute Bezahlung สิน Oberpräsidenten zu Potsdam nach Anhörung des Betheiligten." sichern suchten. Vollends im„ Scheunenviertel" und Umgegend Interessenten mögen aus diesen gesetzlichen Bestimmungen hat man erst in neuerer Zeit angefangen, zu meinen, daß das die bezügliche Nutzanwendung ziehen, um verhüten zu nicht so weiter gehen dürfe. Das viel mißbrauchte Wort Sitts Die Antwort, welche die Direktion der Allgemeinen helfen, daß Leute dort Recht sprechen, wo ihre eigenen lichkeit" hat hier herhalten müssen, erst, um den Plan einer ErElektrizitäts- Gesellschaft auf den gestern von uns veröffentlichten Arbeiter wirkliche oder vermeintliche Ansprüche nicht geltend richtung des neuen Rathhauses auf diesem Terrain empfehlenswerth Drohbrief der Unionsbrauerei ertheilt hat, lautet folgendermaßen: machen können. Bekanntlich ist für Streitigkeiten aus dem erscheinen zu lassen, und nachher wieder, um für das Projekt Berliner Unionsbrauerei Arbeitsverhältniß zwischen Arbeitern und Innungsmeistern das einer Weiterführung der gegabelten Kaiser Wilhelmstraße bis Schiedsgericht der betreffenden Innung zuständig, sofern dasselbe zum Schönhauser und Prenzlauer Thor Stimmung zu machen. in Gemäßheit der§§ 97a, 100d der Gewerbe- Ordnung er. In beiden Fällen würden die dortigen Hausbesitzer ihre richtet ist. schmalen und wenig wenig tiefen Grundstücke, die nach der Sich auf die angeführten Bestimmungen stüßend, verlangte jegigen Bauordnung nur Bauordnung nur mit Verlusten bebaut werden fürzlich ein Beisiger der Arbeitnehmer- Kategorie( Kammer 111), daß fönnten, vortheilhaft an den Mann bringen; aber ein Zapezirermeister, welcher der Innung angehörte, nicht als Richter beide Projekte sind ins Wasser gefallen. Daher der Schmerz der mitwirke. Dem Antrage wurde stattgegeben. Ist nun auch an- sittlich" entrüsteten Hauspaschas, und daher sogar die von dieser Allgemeine Elettrizitäts- Gesellschaft. zunehmen, daß bei der Wiederholung derartiger Anträge die Seite ganz ungewöhnliche Aeußerung, daß man Kirchen über Unparteiischen( die Vorsitzenden) sich darauf berufen werden, die Kirchen" baue. Es ist wahr, durch die Kirchenbauerei wird man Experimente des Ringes. Gine interessante Episode Enthebung vom Amte fönne nur durch den Oberpräsidenten zu die Prostitution nicht ausrotten, aber Polizeimaßregeln werden spielte sich gestern früh in der Schüßenstraße ab. Vor einem Potsdam erfolgen, so werden sie doch indirekt den bezweckten dazu auch nicht im stande sein, selbst dann nicht, wenn sie den ausschließlich von Arbeitern frequentirten Lokale, in welchem Erfolg haben. Denn wohl oder übel werden die angestellten Prostituirten nicht nur die Friedrich- und Leipzigerstraße, sondern selbstverständlich kein Ringbier verzapft wird, pflanzte sich Vertreter des Rechts das Weitere vorkommenden Falles beim auch das Scheunenviertel" und die Gegend am Oranienburger oftentativ ein Wagen der Rirdorfer Vereinsbrauerei auf ohne Oberpräsidenten veranlassen müssen, handelt es sich doch darum, Thor verbieten wollten. Ja, wenn man mit Polizei und Kirchen irgend welchen plausiblen Grund-, bis der Kutscher, durch die Geseze zur Anerkennung zu verhelfen. die Noth beseitigen tönnte, es müßte längst alle Noth aus der Intervention des Wirthes und der Gäste gezwungen, die leeren, forgfältig mit dem Plane zugedeckten Fässer anderswo spazieren Krankenkassenverhältnisse hat es mit sich gebracht, daß bei einer Die Krankenkaffe ,, Südstern". Die Gestaltung unserer Welt verschwunden sein! Für die Ferienkolonien soll bisher nur wenig Geld ein fahren mußte. Wie wir erfahren, ist dieses geistreiche Manöver Anzahl von Arbeitern das Bedürfniß entstanden ist, sich gegen gekommen sein, obwohl erst kürzlich die Nachricht durch die an verschiedenen Stellen in Anwendung gebracht worden. Db einen geringen Beitrag in einer Zuschußkasse zu versichern, damit Presse ging, daß gerade diesmal besonders viel Geld gebraucht das löbliche Bestreben, das Publikum irre zu führen, Erfolg ihnen in Krankheitsfällen zu der ungenügenden Unterstüßung, werde, da 8000 Rinder gemeldet seien und ein Sommeraufenthalt haben wird, darf wohl noch bezweifelt werden. welche die Ortskaffe gewährt, noch eine fleine Zubuße zu theil bei mindestens 6000 von ihnen nöthig erscheine. In der Sigung Die Kontordia Festsäle waren bereits um 8 Uhr überfüllt, eine Schägung von 3000 Personen dürfte nicht zu hoch gegriffen sein. Das Referat hatte hier der Genosse Zubeil. Im Schüßenhause, wo Genosse R. Schmidt referirte, waren 800 Personen versammelt. Die Germania Festsäle( Meferent Genosse Singer) waren bereits furz nach 8 Uhr überfüllt, so daß Tische und Stühle entfernt werden mußten. In Hensel's Festsälen, wo Genoje Millarg referirte, war der Saal überfüllt, mindestens 700 Personen waren anwesend. Im Artushof sprach vor über 1000 Personen Genosse Richard Fischer. Nagel's Salon mußte schon um 1/29 Uhr abgesperrt werden. Obgleich Tische und Stühle hinausgeschafft wurden, war im Saal Kopf an Kopf gedrängt. Hier referirte Genoffe Faber. Tokales. Hier Hafenhaide 22-31. Auf das geehrte Schreiben vom 21. cr., das Sie an unfere Fabrik, Ackerstraße gerichtet haben, erwidern wir, daß der Inhalt von irrthümlichen Voraussetzungen ausgeht. Wenn Sie Jemand zu uns entfenden wollen, würden wir Sie gern über die einschlägigen Verhältnisse aufklären. Hochachtungsvoll Mitglieder einer Junung, für welche ein Schiedsgericht in Gemäßheit der§§ 97a, 100 d der Gewerbe- Ordnung errichtet ist, und deren Arbeiter sind weder wählbar noch wahlberechtigt." und der erste Absatz des§ 25( Gesetz, betreffend die Gewerbegerichte§ 19) lautet: " Wie in der Schultheiß Brauerei Reden gebraut werde. Wie vorsichtig man beim Eintritt in eine derartige der Vorsitzenden der Lokalkomitees für Ferienkolonien wurde werden. Herr Rösicke und sein Brauereidirektor Merten feierten Zuschußkasse aber sein muß, ist an der Hand mancher warnenden( dem Bericht eines Blattes zufolge) am Montag geklagt, daß am 5. Juli 1891 die Eröffnung des Kinderheims" in Pankow. Beispiele schon des öfteren von uns dargelegt worden. Auch das Interesse für diese ideale Sache in beklagenswerthem Damit nach außen die Harmonie von Arbeit und Kapital wieder das Schicksal, welchem die Mitgliedschaft der Kasse„ Südstern" Rückgange begriffen fei". Vieie Hausbesiger hätten sich ge im Schultheißglanz erstrahle, sollte im Anschluß an eine verfallen ist, zeigt wieder, daß die Einsicht sehr oft zu spät weigert, die Listen umgehen zu lassen, und wo man es gestatte selbstherrliche Hede des Arbeiterfreundes" Generaldirektors fommt. Trotz der übelen Erfahrung an der famosen Unter- habe, seien die Erträge gering gewesen. Die Zurückweisung der Rösicke ein Mitglied des Vorstandes der Brauereigesellen gleichfalls stüßungskasse" Zukunft haben sich wieder manche Arbeiter als Listen durch die Hauswirthe kann doch nur darauf zurück das hohe Lied von der Eintracht zwischen Chef und Unterthan Gimpel für ein Unternehmen fangen lassen, das, wie schon ein zuführen sein, daß die Miether in früheren Jahren über di Aufforderung zur Beitragsleistung ihren Unmuth geäußert haben. Bewunderungswürdigen Muth beweist das 51 Mann, Erklärung in der„ Germania" zu veröffentlichen, worauf gegen Wir vermuthen aber, daß das weniger in ärmeren als in reicheren pardon, Weiber starke Amazonenkorps, das gestern zu längerem ihn die Klage zurückgezogen wurde. Der Beklogte Dr. Wlüler Stadtgegenden geschehen ist, wenigstens lafen wir erst in diesen Aufenthalt im Passage- Panoptikum Quartier gemacht hat. Sie war dagegen zu einer Ginigung nicht bereit. Er behauptete in Tagen in einem bürgerlichen Blatt von Zurückweisung der Listen tamen, obgleich sie wußten, daß sich der Weiberprügler Zeit femer Bertheidigungsrede, daß er nicht die Persönlichkeit des gerade im Westen der Stadt. Dagegen wußte ein anderes auch in Berlin befindet und daß Berlin die Hauptstadt jenes Klägers treffen, sondern nur den objektiven Widerspruch habe bürgerliches Blatt in einem der Vorjahre zu melden, daß auch Reiches ist, dessen Beamte nach Afrika mit Hilfe von Nilpferd geißeln wollen, der in der Geschäftsführung der beiden unter der ärmeren Bevölkerung der Sinn gerade für dieses peitschen Kultur tragen. Sie haben sich jedenfalls dessen Blätter bestehe. Er stellte außerdem Beweisanträge, woraus Unternehmen sehr rege ist". Es gäbe Stadtbezirke, in denen versichert, daß die Direktion des Passage- Panoptikums hervorgehen solle, daß fortgesetzt Annoncen der zweifelhafteſten ganz kleine Leute es für Ehrensache hielten, ihr zehn oder handieste Männer an den Eingang feßen wird, die dem Leist Art in den Beitungen des Klägers Aufnahme fänden und nahm 3wanzig Pfennig- Stück beizusteuern. In manchen nicht eben den Eintritt verweigern werden. Uebrigens haben sie sich ihre schließlich den§ 193 des Str-G.-B. als Schuh für sich in Anvornehmen Häusern fehle auch nicht eine Familie auf der Liste. Waffen mitgenommen und tragen fie so zur Schau, daß dem spruch. Der Gerichtshof lehnte jeden weiteren Beweisantrag Mit bem warmen Herz" der reichen Leute für die Ferien- Kameruner Kanzler die Luft vergehen wird, mit ihnen an- als unerheblich ab, da es sich hier um einen konkreten Fall " anbinden. Das Urtheil lautete auf 10 Das Urtheil lautete auf 100 M. Geldstrafe und Publikationsbefugniß im Reichsboten", dem Berliner Tageblatt" und der Berliner Morgenzeitung". Ovis " 1 Wegen Unterschlagung in zwei Fällen war der Kanzleigehilfe August Weiß vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe von 30 m. verurtheilt worden, wobei folgender Sachverhalt als erwiesen ongenommen worden war. Im Sommer des Jahres 1892 war Weiß ein rühriges Mitglied der Antisemiten. Als Broschüre" verbastet und dies Greigniß in einer großen Ver 1892 wegen seiner Judenflintenfammlung, die Tags darauf stattfand, besprochen wurde, wurde in der Spree resp. in einem Teich bei Kallehne, einem bei Boffen die Selbstbeköstigung im Gefängnisse verschafft werden könne. Ertrunken sind in den letzten beiden Tagen zwei Knaben eine Tellersammlung veranstaltet, damit dem Verhafteten belegenen Dorfe. In dem ersteren Fall stürzte der 5 jährige Sohn Die Sammlung gab 100 M. 4 Bf., welche dem Weiß mit dem des Schiffers Zehme von dem bei Friedrichshafen liegenden Kahne ausdrücklichen Auftrag eingebändigt wurden, das Geld am feines Vaters am Donnerstag Vormittag in die Spree und ertrant. folgenden Tage bei der zuständigen Gerichtskasse für Ahlwardt Weiß that dies nicht, er brachte den AnFerner fand beim Baden in dem obenerwähnten Pfuhl der einzuzahlen. aus die m Kolonien scheint es also nicht weit her zu sein. Der guten Abficht der Ferienkolonien ist fein Herz verschlossen," heißt es in Die eigenartigen Soldaten des Erkönigs Behanzin von dem Aufruf des Komitees. Denit an die bietenden armen Dabomeh sind sehenswerth nicht blos aus Interesse an unfern Kinder, blickt auf eure eigenen Kinder und schließt euch nicht Rolonien, sondern zur Befriedigung auch anthropologischen aus." Und der Reiche blickt auf seine eigenen Kinder und Wissensdurstes. Da einige Männer und Kinder in verschiedenem schließt sich aus. Er muß ja sein Geld sparen", um feine Lebensalter die Kolonne begleiten, so kann man sich ein volleigenen Kinder in einen Sommeraufenthalt fchicken zu können fommenes Bild von dieſem eigenartigen Voltaitamme machen, Belege für das mangelnde teresse gerade der Reichen für die man sieht, wie sie ihre Kinder nähren und pflegen, ihre Musik Ferienkolonien finden sich in dem Bericht des Komitees über und Tänze kann man staunend studiren und dabei lernen, wie 1898 genug. Greifen wir beispielsweise eine der nächsten Stadt- verschieden die Menschen geartet find. Der Freund der Natur gegenden heraus, die Stadtbezirke 32-34, d. h. das von der wissenschaft wird durch die Besichtigung der Dahomehweiber sich Viktoriaftraße bis zur Lichtenstein- Allee sich an der Thiergo reiche und eigenartige Belehrung schaffen. straße entlang ziehende Viertel. Hier wurden dem Bericht zitfolge im Jahre 1893 nur 2615 M. gesammelt. Nun betrug aber in diesen 3 Bezirken die Zahl aller vermietheten Wohnungen im 1. Quartal 1893 2281. Auf jede Wohnung tamen also im Geschenk, nicht wahr? Daß dort wirklich sehr reiche Leute wohnen, und daß es sich bei dieser Behauptung um eine unbewiesene Redensart, um ein„ Sentiment" handelt, ergiebt sich 14 jährige Sohn des Arbeiters Schuster aus Berlin seinen Tod gehörigen athlward's brigen folgenden Tage nur 50 M. 4 Pf. 50 Mart für sich. Im aus dem Bericht der Steuer- Deputation, die in den 3 Bezirken Der Knabe war in eine Untiefe gerathen und verschwand in dem und im Jahre 1893 einen Miethsbetrag von 5917 282 m., also fumpfigen Gewässer ehe Hilfe gebracht werden konnte. zweiten Falle hatte Weiß vom Restaurateur Nieprich 50 M. 2594 M. pro Wohnung ermittelte. 2594 M. Miethe und etwas Eine unerhörte Nohheit ist am Mittwoch in Spandau erhalten mit der Weisung, das Geld zwischen den beiden über 1 M. Beitrag für die Ferien- Kolonien, ist das richt eine verübt worden. Ein arbeitsloser Zimmermann Namens Grunow Schlossern Brettschneider und Krähan, welche wegen ihrer Betreffliche Illustration des„ warmen Herzens" der Reichen? fam auf einen Neubau und fragte um Beschäftigung an; er ziehungen zu Ahlwardt aus der Löwe'schen Fabrik entlassen Patriotismus auf anderer Leute Kosten kann wohl die wurde aber mit höhnischen Worte z oboetiesen, dem waren, zu theilen. Weiß gab den beiden Arbeitslosen nur je eigenartige Anordnung genannt werden, welche de- Maurerpolier er sich entfernte, foll er die Arbeiter 3 Unmuth über seine 10 M., die überschießenden 30 m. steckte er in seine Tasche. Echulz auf dem Bau Fidicinftr. 32 gelegentlich der Parade am Bau warf. Nunmehr trat de Polie auf ihn zu und Angeklagte einen großen Zeugenapparat aufgeboten, haben, indem fleine Steine nach dem ber Mittwoch getroffen hat. Morgens Punti 9 Uhr wurde plötzlich schlug ihn mit einem tüd Solz nieber. Der zu beweisen, daß er verschiedene Forderungen Feierabend geboten und die erstaunten Arbeiter, die nach Getroffene blieb regungslos liegen: das Blut drang ihm aus antisemitische Partei hatte und sich wohl für berechtigt dem Grunde dieser Maßregel fragten, erhielten vom Polier die Antwort, daß er sich die Parade ein Bischen ansehen wolle dem Munde und aus einer starken Wunde am Hinterkopf. Der halten konnte, s zu schalten und zu walten, wie er es gethan. und daher auch für seine Arbeiter, die sich ja ebenfalls dies anscheinend lebensgefährlich Verletzte wurde nach dem Kranken- Der Gerichtsho hielt diesen Beweis nach jeder Richtung für Bergnügen machen könnten, eine dreistündige Pause angeordnet hause geschafft. Der Thäter, Polier Tesch, ist von dem Bau weg völlig verfehlt. Das erste Erkenntniß wurde daher bestätigt. habe. Er stelle ihnen frei, den Ausfall an Verdienst durch verhaftet worden. Der Hauger vor Gericht. Eine Anklage wegen schweren Nachfeierabendarbeit wieder einzuholen. Im übrigen hieß es Polizeibericht. Am 31. v. Mormittags wurde ein Fohlen Diebstahls, welche gestern vor der ersten Straflammer des Landnatürlich auch bei diesem Ufas stillschweigend:" Wer nicht will, bändler in seiner Wohnung, in der Langenstraße, und Nachgerichts I verhandelt wurde, hatte den für die Angeklagten wie ich will, der braucht bei mir ja nicht weiter zu arbeiten" 2c. mittags ein Handwerker in seiner Wohnung, in der Vorsigstraße, ebenso unerwarteten als erfreulichen Ausgang, daß sie troß ihres Gemäß diesem Grundsaße ist denn auch einein Maurer, der erhängt vorgefunden. Vormittage vergiftete sich ein Mann in Geständnisses freigesprochen wurden. Die angeschuldigten Argegen die patriarchalische Anordnung des Poliers aufzumucken seiner Wohnung, in der Bücklerstraße. An der Ecke der Reiniden- beiter Grünert und giersch gestanden unumwunden ein, wagte, am nächsten Tage für immer Feierabend gegeben worden. Dorfer- und Schulzendorferstraße wurde Nachmittags ein Knabe daß fie eines Morgens früh den auf dem Nachbargrundstücke be Männerftolz vor Königethronen. Die Staatsbürger burch einen Arbeitswagen überfahren und am Kopfe erheblich ver findlichen Kaninchenstall erbrochen und sich je ein Kaninchen Zeitung" berichtet: Ein heiterer Vorfall ereignete sich am legt. In einer Schankwirthschaft in der Neuen Königstraße herausgeholt hatten. Eine Beweisaufnahme war bei diesem Geständnisse überflüssig. Der Staatsanwalt beantragte Mittwoch nach der Parade, als der Kaiser an der Spitze der entstand eine Schlägerei, bei der ein Schlächter von seinem je drei Monaten. Die bisher Fahnen Kompagnie durch die Friedrichstraße zog. Unter den Gegner durch einen Schlag mit einem Bierglase am Kopfe bes eine Gefängnißstrafe von deutend verletzt wurde. In der Nach zum 1. d. M. wurde unbescholtenen Angeklagten schienen auf's tiefste erschüttert. Der vielen Personen, welche an der Krausenstraßen- Ecke der Rückkehr in der Friedrichstraße die bereita start ve este Leiche eines neu Borsitzende sah sie prüfend an. Wie sind Sie denn nur dazu des Kaisers vom Paradefelde harrten, befand sich auch der kgl. Hof- Schauspieler Blenke, der sich bekanntlich in hohem Maße prang in der Fabrik für photographische Apparate von Wolter, Grünert: Herr Präsident, wir hatten mit der bittersten Noth Am 1. d. M. Morgens zer gekommen, einen schweren Diebstahl zu begehen? geborenen Kindes aufgefunden. der kaiserlichen Huld zu erfreuen hat. Der Kaiser erkannte beim Müllerstr. 13, eine zum Schleifen benutzte Schmirgelscheibe. Durch kämpfen. Unsere Familien wußten fast nicht mehr, wie Borüberreiten den beliebten Künstler und streckte ihm die Hand eins der umhergeschleuderter Bruchstücke wurde ein Mechaniker Fleisch schmeckte und da haben wir uns verabredet, uns jeder entgegen. Herr Blenke stürzte eilig hinzu, um die dargereichte Am 31. v. Mein Kaninchen aus dem Stalle zu holen.- Präs. Haben Sie Hand zu erfassen, strauchelte aber und fiel zu Boden. Der am Kopfe getroffen und auf der Stelle getödtet. es sofort verzehrt?-Angeti: Gewiß, es gab nur eine Raifer lachte und hielt dem sich schnell aufraffenden Künstler noch fanden zwei Brände statt. fleine Mahlzeit. Präs.: Wie viele Personen haben Sie einmal die Hand hin. Nun lief Herr Blenke hinter dem Pferde des Kaisers her und erfaßte endlich unter dem Jubel des Publikums die dargebotene Hand des Monarchen. Achtung, Köpenick, Adlershof, Glienicke, Schönweide! Die am Mittwoch, den 9. Mai, in Scheer's Lokal, Köpenick, in Die Statutenberathungs- Kommission gewählten Genossen werden hierdurch dringend aufgefordert, am Montag, den 4. Juni, Abends 8 Uhr, im Lokale Ackermann in Adlershof, Bismarck- 6 straße 53, zu erscheinen, damit das Statut fertig gestellt werden kann. J. A.: Gallasch.. Jn Ausübung des Berufes wurde ferner am Freitag Morgen gegen 7 Uhr der 26 Jahre alte Metallpolirer Fris Armann aus der Gerichtstr. 9 getödtet. Er arbeitete in der Fabrit für photographische Artikel von Rudolf Wolten, Müllerstr. 13, an einer Schmirgelscheibe, als diese plötzlich auseinanderflog. Infolge der sehr schnellen Umdrehung war die Gewalt der umbersprißenden Theile sehr start. Armann, der von den geschoßartig wirkenden Stücken am Kopf getroffen wurde, blieb sofort als Leiche liegen Zu der Baukatastrophe in der Kochstr. 73 wird mit getheilt, daß am Donnerstag Nachmittag die Leiche eines Verunglückten gerichtsärztlich geöffnet worden ist. Man hat es mit der einen Obduktion bewenden lassen, weil alle drei Fälle gleichzeitig verlaufen sind. Der Tod ist nicht infolge Erstickung, sondern durch die erlittenen Verwundungen sofort eingetreten. Besuchszeit Schadowstr. Geöffnet von 9-6 Pf., en jedem 1 Marine " an die Angeklagter u ernähren?- AngelL.: Wir sind fünf Personen, ich habe drei Kinder. Präs.: Angeklagter Liersch, wie ist es mit Jonen?- Anget I.: Auch bei mir war bittere Noth, ich habe zwei Kinder. Präs.: Haben Sie das Kaninchen auch sofort Nach Angell: Jawohl. furzer Berathung fälte der Gerichtshof ein freisprechendes geschlachtet und verzehrt? Urtheil mit der Begründung, daß überhaupt kein Diebstahl, sondern nur Mundraub vorliege, da die Kaninchen als Nahrungsmittel angefehen seien, die im vorliegenden Falle auf der Stelle verzehrt werden sollten. Wegen Mundraubes sei aber gar fein Strafantrag gestellt worden. Die Angeklagten mußten deshalb freigesprochen werden. Soziale Ileberlicht. " verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Altes und Neues Museum am Lustgarten. Besuchszeit täglich, mit Ausnahme des Montags in den& Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den uhr, Oftober und März 12-6 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr. 6 Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April September 12 bis Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich). Die National gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-8 uhr, im März und Oftober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis ( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich).-unit gewerbe Museum, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im 23 nter von 10-3 Uhr, Arbeiterrififo. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich am Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Ottober und März 12-5 Uhr, Freitag Vormittag vor dem Hause Königgräberstr. 44. Maler Movember und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( Unentgeltlich). Museum für Bölterfunde, Königgrägerstr. 120. Besuchswaren hier in Höhe des ersten Stockwertes auf einem Hänge- sett wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich). Hygiene- Museum, gerüst damit beschäftigt, die Fassade zu streichen; bei dieser Ar- Klosterftr. 35. Befuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum AußerMuseum für beit verlor einer der Maler, Namens Emil Kluge, plötzlich das dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Naturtunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im KunstGleichgewicht und stürzte auf das Trottoir hinab, wo er mit gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. An die Stuckateure! Kollegen! Der Vorstand unserer anscheinend mehrfach gebrochenen Gliedmaßen liegen blieb. Ein Museum für deutsche Voltstrachten und Erzeugnisse des Organisation hat sich die Aufgabe gestellt, nach besten Kräften hinzugerufener Arzt fonstatirte neben einer Gehirnerschütterung ausgewerbes, Kloſterſtr. 3. Jeden Tag mit Ausnahme des Mitch für die Verbreitung unserer Ideen thätig zu sein. Kollegen! von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Grwachfene 50 f., Kinder 25 f., auch mehrfache Rippenbrüche und ordnete die Ueberführung nach Bereine Gonntags 10 Pf. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Ge Nicht nur zur Zeit der Arbeitsnoth, des tiefsten wirthschaftlichen dem Krankenhause Am Urban an. Der Verunglückte ist veröffnet Conntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donneriags, Freitags von Druckes, gehören wir zusammen, sondern auch während der 11-2 Uhr( unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich heirathet und hat zwei Kinder. außer Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr( unentgeltlich). Aussichtsthurm besseren Arbeitskonjunktur müssen wir fest zusammenhalten, damit 50 Pf. Kunstausstellung des Bereins Berliner Künstler, wir thatkräftig für unsere Biele, die Verkürzung der Arbeitszeit, Wilhelmstr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Pf. Entree. wirken töinen. Darum, Kollegen, fordern wir Euch auf, schließt Sternwarte, Endeplay sa. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis Euch dem Fachverein an. In der nächsten Vereinsversammlung 11 Uhr Vormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. Snvalidenir. 57-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. findet ein Vortrag des Fräulein Baader über Gesetz und Entree 69 214 Sufchlag für Theater. Enter Sonntags 50 uarium, Recht" statt, zu der wir die kollegen besonders einladen. legten Sonntag im Monat 25 Pf.- Caftan's Panoptikum, Friedrich Näheres die Annonce am Sonntag.) Der Vorstand. Straße. Geöffnet 10-10 Uhr. Gintrittspreis 50 Pf. Baffage Panoptitum An die Gewerkschaften! Wie bereits bekannt gegeben ist, 10 10 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Panorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree haben in Strehlen i. Schl. bei der Firma Völker u. Nitoleier 50 f. Neapel- Panorama am Bahnhof Thiergarten, zwet neue 400 Steinarbeiter der Granitindustrie wegen Lohntürzung die Sonntage 25 Pf. Eintrittspreis to end or malerme und Besuvausbruch Arbeit niedergelegt. Das Panorama ift bis 17 Uhr Abends Troydem bisher für Hungerlöhne im zu besichtigen. Boologischer Garten, Lügowufer. Sonntags vollsten Sinne des Wortes gearbeitet wurde, wollte man 50 Pf. Borsig's Garten mit Palmenhaus, Alt- Moabit 85-86. von Neuem die erbärmlichen Löhne noch mehr fürzen; Eintrittspreis 50 f. die Folge davon war, daß sämmtliche Arbeiter die Arbeit niederlegten. Eine dazu beauftragte Kommission hat dreimal den Versuch gemacht, mit den Unternehmern in Der frühere Droschfenfuhrherr, jetzige Restaurateur Carl Unterhandlung zu treten, wurde jedoch jedesmal abgewiesen. Böst in Neu- Weißensee, Pistoriusstraße 29, welcher in der Nacht Gegen den Redakteur der ,, Germania", Ernst Unsere Kollegen hatten die gewiß bescheidene Forderung gestellt, vom 4.- 5. Mai 1893 mit seiner Droschte 2. Klaffe Nr. 4219 an Ien, und den Redakteur des. Reichsboten" Dr. doch die alten Lobnsätze beizubehalten, indem diefelben so schon dem Troschten Halteplay Neue Schönhauserüraße( Rothe Apo- Konrad Müller, stand gestern vor der 145. Abtheilung zu gering wären. Darauf wurde ihnen von Herrn Nikoleier, theke) hielt, ersucht die Personen, welche den Vorfall zwischen des Schöffengerichts Termin in einer Privatbeleidigungsklage dem Geschäftsinhaber, erwidert: Sie, die Arbeiter, müssen doch Fahrgast, Kutscher und Polizet mitangesehen haben, sich bei ihm an, welche der Zeitungsverleger Rudolf Mosse gegen die Ge- ihrem Herrn" so viel Vertrauen schenken, daß er seinen Arzu melden. nannten angestrengt hatte. Es handelte sich um dieselbe Sache, beitern feine Lohnabzüge machen wird, wenn es nicht der der Redakteur Oberwinder vom Eine überraschende Aufklärung hat das am 13. Mai d. J. wegen Bolt" nöthig ist, und überhaupt habt Ihr nichts danach zu zit 150 Mart Geldstrafe verurtheilt erfolgte Verschwinden des in dem Destillationsgeschäft von B., bereits worden fragen, was ich für die Waare geben will, Ihr habt Euch nur In den beiden von den Beklagten redigirten Zei Sonnabends den Lohn zu holen. Diese unerhörte echt Neue Königstraße, angestellten Handlungsreisenden Gustav Huster ist. gefunden. Ter Vermißte hat jetzt an seine früheren Chefs aus tungen war ein Artikel zum Abdruck gelangt, der zuerst kapitalistische Antwort hat unter den Arbeitern große EntAmsterdam ein Schreiben gerichtet, in welchem er mittheilt, daß im" Wolf" veröffentlicht wurde. Der Artikel beschäftigte sich mit rüstung hervorgerufen und den Gleichgiltigsten wurden mit er entflohen sei, weil er sich einer Gesammt- Unterschlagung von dem Kläger. Es wurde ihm vorgeworfen, daß er auf einer Seite einem Mal die Augen geöffnet, daher das einmüthige Vorgehen 2000 m. schuldig gemacht habe! H., der nur wenige Tage in den Schwindel brandmarken lasse, während er auf der anderen sämmtlicher dort beschäftigten Arbeiter, trotzdem die Organidem B.'schen Engrosgeschäft als Reisender thätig gewesen, hatte Seite den Schwindel durch Aufnahme von Annoncen begünstige, fation dort noch sehr jung ist und der größte Theil derselben bei den Kunden die fälligen Beträge eingezogen und, nachdem er um sich zu bereichern. Zum Beweise für diese Behauptung bis jetzt ferngestanden hat. Hier gilt es, den der Organisation sich noch von verschiedenen Geschäftsinhabern Geld geliehen, war wurde darauf hingewiesen, daß sich in der Nummer des noch nicht angehörenden Steinarbeitern, welche sich am Streit er am 13. Mai flüchtig geworden. Der Neisende ist wegen Berliner Tageblatt" vom 20. August vorigen Jahres ein betheiligen, zu zeigen, welche Macht eine organisirte ArbeiterBeruntreuung bereits vorbestraft und zwar ebenfalls wegen Unter- scharfer Artikel gegen den Verirbilder Schwindel befinde, schaft befigt. Uns allein ist es jedoch nicht möglich, die große schlagungen, welche die ansehnliche Höhe von 36000 refp. 20000 m. während am folgenden Tage in der, ebenfalls im Verlage Bahl der Streifenden auf die Dauer über Wasser zu halten, wir des Klägers erscheinenden Berliner Morgen- Zeitung" sich eine richten deshalb an alle Gewerkschaften und Genossen die erreicht haben sollen! Verirbild Annonce der Parfumerie bygiènique Victoria in dringende Bitte, uns in diesem Kampf thatkräftig zu unterstützen. Den Vergiftungstod find am Donnerstag Morgen zwei Wien" befinde. Hieran schloß sich die Bemerkung: Herr Mosse Alle Sendungen für die Streifenden sind an den Steinmez TrauPersonen innerhalb weniger Stunden gestorben. Die 38 Jahre gegen den Schwindel? Der Kafns macht mich lachen." In dem gott Schwarzer in Strehlen i. Schl., Altstadtstr. 8, zu richten. alte Gastwirthsfrau Marie Röhr, die mit ihrem Manne in der Verfahren gegen Oberwinder war für erwiesen erachtet worden, Außerdem befinden sich in Münchehagen bei StadtMosse weder von dem Annenstraße 28 ein Geschäft betrieb, hatte in der Wohnung daß der Verleger Artikel hagen feit dem 2. Mai d. J. 17 Steinarbeiter aus denselben von dem einen geringfügigen Wortwechsel gehabt. In der Erregung noch Inserat Kenntniß gehabt hatte, Daß Gründen wie in Strehlen im Ausstand, wo ebenfalls Unterstützung der beiden darüber griff sie zu einer mit Salzfäure gefüllten Flasche. Troß die Redaktionen angezogenen Blätter völlig dringend nothwendig ist. Die Haltung der Streifenden ist eine Anwendung von Gegenmitteln ist Frau Röhr den inneren Ver getrennt und jede für sich selbständig seien und daß der Kläger sehr gute, es hat sich bis jetzt noch fein Streitbrecher gefunden. legungen erlegen. Aus ähnlicher Beranlassung ist der 30 Jahre dem Redakteur Perl vom Berl. Tagebl." Auftrag und Vollmacht Wir bitten, nach beiden Orten den Zuzug ftreng fernzuhalten. alte Maurer Peter Klaubauf um das Leben gekommen. Er war gegeben hatte, den Schwindel zu brandmarken, wo ihm solcher auf- Alle Sendungen für Münchehagen find an den Steinmez With. in seiner Wohnung, Püdlerstr. 10, mit seiner Braut in 3wist ge- oße. Die im gestrigen Termin vom Vorsitzenden angebahnten Ver- Grothe in Stadthagen a. Bahnhof zu richten. rathen und leerte gleichfalls eine mit Gift gefüllte Flasche. Er gleichsversuche hatten nur mit bezug auf den Beklagten Kley Die Geschäftsleitung war fast argenblicklich todt. Erfolg. Derselbe erklärte sich bereit, eine den Kläger befriedigende der Steinarbeiter Deutschlands. Gerichts- Beitung. " 5 " Achtung, Metallarbeiter! Darum, Genossen, kommt alle, zumal Jhr, Die von den Kühnemännern" dem organisirten Brauerei- meindewahl für uns stimmtet, und tretet Tapital gewährleistete Unterstügung und der hierdurch auf die Bildungsverein; derselbe hält am die Ihr bei der Ge W. C. Die ein in den Arbeiter- R. B. 100. Grunewald- ist. Kommen Arbeiter ausgeübte Druck, boykottirtes Bier zu trinken, hat 4. Juni, Punkt 8 Uhr bei Jacob Montag, den in der gerichtlichen mandersehungs- Verhandlung ausgemacht bereits in einer Reihe größerer Fabriken zu Differenzen Anlaß it raße 110, eine Versammlung ab, Forderung ist nicht verjährt. Das Mädchen fann nur das verlangen, was in der Genosse Nather ſegung und des Namens beim Vormundschaftsgericht, Neue Angabe des Jahres der Auseinandergegeben; in 2 Werkstätten sind Arbeiter bereits beshalb gemaß über das zeitgemäße Thema Streik und Boykott refe- Friedrichstr. 13, um eine Abſchrift ein. von Menschen besucht Der Vorstand.K. Sch., Ja, wenn der Ort nicht Der Metallarbeiterftreit bei der Firma Kleyer in wird und feine Gebäude in der Nähe find. Sonst bedarf es Streit polizeilicher Erlaubniß. Am Mittwoch, den 6. Juni, Abends 81/2 Uhr, findet in den Frankfurt a. M. ist beendet, da sich genügeno fiel ab oder will sie jetzt darum einkommen? Wiederholen Sie Ihre regelt worden. Der Unterzeichnete ersucht deshalb die gesammten riren wird. Kollegen, vor allem die Vertrauensleute, um Mittheilungen über den Stand dieser Angelegenheiten in allen Werkstätten. Arminhallen, Kommandantenstr. 20, eine öffentliche Metallarbeiter Versammlung statt, welche sich, außer mit einer Reihe anderer wichtiger Angelegenheiten, speziell mit dem Verhalten der Fabrikanten zu dem Bierboykott" beschäftigen soll. Die Kollegen werden deshalb um zahlreiches Erscheinen ersucht. Des Weiteren werden die Kollegen ersucht, auch fernerhin für die Sammlungen zum Maifonds und den Agitations- und Unterstügungsfonds der Berliner Metallarbeiter" lebhaft zu agitiren. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter.psd Otto Naether, N., Anklamerstr. 44. brecher fanden. Selbst ein großer Theil der Streifenden und machte daher einen Sieg der Arbeiter unmöglich. Frage unter Beifügung dieser Angaben. Pickert. Fügen Sie Ihre Mittheilung dem nächsten Wer. fammlungsbericht bei. Der Streit der Zimmerleute Danzige dauert unverändert fort. Ein Vermittelungsvorschlag der Oberbürgermeisters der Anzug geändert werden kann. Ist dies der Fall, so lassen W. F. 1000. Fragen Sie einen anderen Schneider, ob Dr. Baumbach, daß 371/2 Pf. pro Stunde gezahlt werden Sie ihn ändern und flagen Sie auf Ersatz der Aenderungskosten. sollten, wenn nicht der Geselle ausdrücklich erklärt, mit einem Kann der Anzug nicht geändert werden, so flagen Sie auf Rückniedrigeren Lohne zufrieden zu sein, wurde von den Zimmer- zahlung des bezahlten Betrages. Sie dürfen den Anzug dann leuten nicht angenommen, sondern diese beschlossen, an der For: aber nicht tragen. derung des Minimallohnes festzuhalten. Die Haltung der 2. 13. Erheben Sie Widerspruch, offeriren Sie aber eine Streifenden ist eine vorzügliche. Streifbrecher sind keine zu- Rate direkt dem( filis) Gläubiger. gekommen. Nach Mittheilung der Arbeitgeber sollen Italiener Glasschleifer. Bitte bei Berichten das Papier nur auf ( Maurer event. auch Zimmerleute) herangezogen werden. Nach einer Seite zu beschreiben. An die Schneider und Schneiderinnen! Auf grund der eben eingegangener Meldung haben die Arbeitgeber den Revers am 21. Mai stattgefundenen Versammlung, wo beschlossen wurde, zurückgezogen, und werden die Maurer die Arbeit ausnehmen. in allen Stadttheilen Berlins Versammlungen abzuhalten, findet In Glauchau ist am 30. Mai ein Streit der Arbeiter in am Montag, den 4. Juni, Abends 812 Uhr, im Lokale des Herrn der mechanischen Weberei von Bäßler u. Co. ausgebrochen. Schröder, Weddingpart, Müllerstr. 178, eine öffentliche Versamm: Es handelt sich um Lohndifferenzen. 19CH lung statt, wo Frau Reimann über: Die Zustände in der Konfektion und wie streben wir nach Besserung?" referiren wird. Hartlepool und von Tees sind ausständig. Die BretterSchiffsbauhöfe von Bei der hochwichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden fäger und Tischler haben sich diesen angeschlossen, so daß der Kollegen und Kollegin, recht rege für diese Versammlung zu Schiffsbau der ganzen Gegend ruht. agitiren, und find hierzu alle Schneider und Schneiderinnen der Schiffsbau der gangen Gegend une bretel bez gumbes be Herren-, u. s. w. Eine Konferenz von Abgeordneten des Bundes der besonders eingeladen. Bergleute von Großbritannien findet gegenwärtig in Carlisle statt. Es werden Berathungen gepflogen über den Ausstand der schottischen Bergarbeiter.copat Die Agitationstommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Achtung, Tischler! In der Möbeltischlerei von Weißmann, Dieffenbachstraße 36, wurden mehrere Kollegen gemaßregelt, weil dieselben sich weigerten unbezahlte Arbeiten zu machen. Die übrigen in der Werkstatt arbeitenden Kollegen erklärten sich mit den Gemaßregelten solidarisch und legen nach Ablauf ihrer Kündigungsfrist die Arbeit nieder. Die Lohndifferenzen in der Werkstatt von Kutschmar, Stral sunderstraße 7, dauern unverändert fort. Eine eigenthümliche menschenfreundliche Stellung nimmt der Eigenthümer der Fabrikräume Herr Heckert in dieser Angelegen heit ein, derselbe rathet den Streifenden, wenn sie nicht arbeiten wollten, sollten fie fich an Heu fatt fressen und Buttermilch zu faufen. Jedenfalls ein sehr netter Herr. Wir bitten die Kollegen, die Streifenden moralisch zu unterftüßen und Zuzug fern zu halten. Die Werkstatt- Rontroll- Kommission des ( Bahlstelle Berlin.) Deutschen Solzarbeiter- Werbandes. 11 10 000 Arbeiter der Vermischtes. A.. 121. Uns nicht bekannt. Fragen Sie bei den betr. Nr. 42. S.. Sie haben das Wichtigste vergessen, wo Gemeindebureaus an. hat Ihr Bruder gewohnt. Daß es Muttererbtheil war, ist nicht des Ortes, wo Ihr Bruder bei seinem Tode wohnte. entschieden. Wiederholen Sie Ihre Frage also unter Angabe 5. B. 100. 1. Sie brauchen Nichts zu bezahlen. 2. Ihr Sohn muß aber bezahlen, deshalb find ihm die Sachen mit Recht einbehalten, da nach bisherigem Rechte auch die nothwendigsten Sachen einbehalten werden durften. Hodapps. Nein. би Wette. Ja, sobald es ganz vereinzelt und ohne Rücksicht auf das, was der Gast verzehrt, geschieht. F. in G. Unseres Erachtens nein. K. R. 25. Der Arbeitgeber muß der Kaffe alle Kosten er setzen und außerdem eine Geldstrafe zahlen. Eine Haftstrafe giebt es dafür nicht. 15 G. 2. 1000. Kommen Sie in die Sprechstunde. Herzig. Nein. In Warnsdorf ist am Donnerstag die Spinnerei der Brüder Perug völlig niedergebrannt. Der Direktor und der das Leben eingebüßt. Der Schaden wird auf eine halbe Million logen, wie alles, was der fromme" Deutsche Arbeiterfreund" Spinnmeister haben bei den Rettungsarbeiten durch Erstickung Jhehoe. Das ganze Gerede ist natürlich erfunden und erMark geschätzt. telegraphische Meldungen vor: Ueber das Fortschreiten der Cholera liegen folgende bringt. Ein sozialistisches Blatt„ Gazette" exiftirt weder in Brüssel telegraphische Meldungen vor: Petersburg, 1. Juni. und kampfesluftig und fein„ armer, blaffer Asthmatiter", wie der Petersburg, 1. Juni. noch sonstwo. Sie können beruhigt sein, Singer ist sehr wohl des Innern für choleraverdächtig erklärt worden. Die ProDie Gouvernements Plodzt und Radom sind vom Minister Arbeiterfreund weiß. venienzen aus China und Japan werden in den russischen Häfen des Stillen Ozeans und des Schwarzen Meeres als choleraH. W., Krummestraße. Wir müssen Sie auf den In feratentheil verweisen. O. A. Jm Reichs- Anzeiger". M.. 100. Stadtverordneter Riemer wohnt Bischof Tr. traße 2-8, 3 21. papier. Köln, 31. Mai. Wie„ Kölnischen Zeitung" Lüttich gemeldet wird, find in Jemoppes eine aus fechs perſonen be stehende Familie und zwei Kinder an Cholera ertrantt. Gestern nach dem 1. Mai bei uns einliesen, ist es unmöglich, zu wissen, E. V. Vilbel. Bei der Menge von Briefen, die namentlich Der Grund zur Arbeitseinstellung der Dreher in der ist daselbst eine Person an Cholera verstorben. Motorenfabrit von Phil. Swidersti in 2- Plagwig lag in der Die Cholera soll einer Meldung aus London zufolge, in ob eine Karte von dort dabei war. Ist der Bericht zur Beit Behandlung der Arbeiter feitens des Drehermeisters Gursch. Die Metta ausgebrochen sein und bereits einen größeren Umfang an angelangt, hat er auch Verwendung gefunden. To J. S. W. Wenn es eine schwere iſt, ja. Arbeiter hatten eine Besprechung darüber und beschlossen, einen genommen haben. R. H. I Brief an den Chef zu senden, worin ihm die Handlungen seines Thierfreundlicher Wahnsinn. Bu einer Zeit, wo in Geben Sie ein außer Kurs gesetztes Werth Meisters den Arbeitern gegenüber bekannt gegeben werden sollten. allen Großstädten tausende Menschen nicht wissen, wo sie ihr Daraufhin wurde der Briefschreiber entlassen, die Kollegen er- Haupt betten sollen, dürfte ein Inferat, welches das Organ des Kind noch lebend getroffen hat. G. G. Sie müssen beide Aerzte bezahlen, wenn Dr. B. das tlärten sich mit dem Gemaßregelten folidarisch und wählten drei Wiener Thierschutzvereins„ Der Thierfreund" bringt, wohl einiges Mann, um an den Chef mit dem Ersuchen heranzutreten, die Interesse haben. Es lautet: Entlassung zurückzunehmen. Hierauf ging der Chef nicht ein Ein möglichst großer Rater, dunkler Farbe( schwarz bes Briefkaffen der Expedition. und nun legten von 26 Mann 21 die Arbeit nieder. Alle vorzugt), wird bis Ende Mai an Kindes statt angenommen. Waldt Potsdam. Inserat kostet 1,60 m. Bitten den arbeiterfreundlichen Blätter werden um Nachdruck ersucht. Zuzug Gute Behandlung, angenehme Gesellschaft, Landaufenthalt." Betrag einzusenden. people nach Leipzig ist strengstens fernzuhalten. Der Vertrauensmann der Metallarbeiter von Leipzig We st. Briefkaffen der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. basov 300 Depelchen. Privat Telegramm des Vorwärts". Plauen im Voigtlande. In der Stadt Plauen erhielt Gerisch 4083, der Kartellkandidat Uebel 3148 Stimmen. Sieg Gerisch's sicher. Berisch's An die Genossen von Schöneberg und Umgegend wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Swet Buchstaben oder eine Bahl) richten wir das Ersuchen, sich mehr der politischen Organisation, dem Arbeiter- Bildungsverein anzuschließen; wer zur Partei ge- M. B. Friesenstraße. Es giebt einen Gesangverein rechnet sein will, muß politisch organisirt sein. Die jetzige Mit- Apollo. Sie müssen den Verein polizeilich anmelden und den gliederzahl von 200 entspricht aber nicht dem, was wir sein Borstand bezeichnen. müßten denkt an die Stimmenzahl in unserem Orte bei der Völkel. Da die Lokalliste jetzt zweimal im Monat legten Reichstags-, ja sogar bei der letzten Gemeinderaths- Wahl, Veröffentlichung gelangt, fönnen wir besondere Aufrufe nicht 10 836, für Uebel 8499. Obgleich 60 Dörfer fehlen, kann und Ihr müßt sagen, das kann und darf so nicht bleiben. mehr aufnehmen. „ Der freie Dichter" Organ für volksthümliche Dichtkunst und Kritik. Internationales Volksdichterheim zur Pflege der Dichtkunst in Arbeiterkreisen und zur Bekämpfung der tapitalistischen Literatur. 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Wir erklären ferner ausdrücklich, daß wir weder jetzt noch später fremde Biere zum Ausschank bringen werden. Wir werden uns von keiner Seite beeinflussen lassen, den bisher eingenommenen Standpunkt zu verlassen und werden nach wie vor bestrebt sein, unsere Konsumenten gut und billig zu bedienen.tid Süddeutsche Brauerei. sandsinst Carl Kintz& Co. 119 0.2 mil 3 ting Detalo9. bru lepeiq? 商 190BSINT SOSTI 2579 JedoM Arbeiter- Bildungs- Schule. In Lehrplan für das Sommerhalbjahr Montag Dienstag. Mittwoch. Donnerstag Freitag. • 1894. Nord- Schule. Müllerstr. 179a. . Nationalökonomie. Wolksthümliche Medizin. Gesezeskunde( spez. Arbeiterrecht). Geschichte( neuere). Deutsch( Logit u.Rethorit) Sonn- 12. u. 4. im Monat) Naturerkenntniß. abend 1. u. 3. im Monat) Diskutir- Uebungen. Südost- Schule. Waldemarstr. 14. Nationalökonomie. Volksthümliche Medizin. Gesetzeskunde( spez. Arbeiterrecht). Geschichte( ältere). Deutsch( Logik u. Rethorik). Naturerkenntniß. Diskutir- Uebungen. Der Unterricht wird des Abends von 81/2 bis 10/2 Uhr ertheilt. In größeren Lokalitäten werden in bestimmten Zwischenräumen große Versammlungen abgehalten, in welchen wissenschaftliche Themata's in volksverständlicher Weise behandelt werden. Die Theilnahme an dem Unterricht steht Jedem, auch Nichtmitgliedern, an einem Abend im Semester unentgeltlich frei. Für sämmtliche Lehrsächer werden zu jeder Zeit neue Theilnehmer ( Damen und Herren) aufgenommen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Pf. monatlich. Das Unterrichtsgeld beträgt monatlich für jedes Unterrichtsfach 25 Pf.; für den Sonnabends Unterricht wird fein Entgelt erhoben. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt an endstehenden Zahlstellen, deren je eine audy in jeder Schule errichtet ist. Die Zahlstellen sind folgende: S. Schöning, Stallschreiberstr. 29. SO. Südostschule, Waldemarstr. 14. Schulz, Admiralstr. 40 a. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. Windhorst, Junkerstr. 1. 0. Tempel, Langeftr. 65. 455/13 C. Drescher, Linienstr. 50. Wernau, Rosenstr. 30. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Gnadt, Swinemünderstr. 120. Gleinert, Müllerstr. 174. NO. Mamlock, Barnimstr. 42. NW. Vogtherr, Stephanstr. 27a. Der Vorstand. Die Bibliothek ist allabendlich geöffnet und steht jedem Mitgliede aur unentgeltlichen Benuzung zur Verfügung. Verband der in Buchbindereien, der in Papier- u. Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. Mitgliedschaft Berlin. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 4. Juni, Abends 8½ Uhr, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag bes Frl. Ida Altmann über: Seele und Sprache bei Thier und Mensch. 2. Wahl eines Vertrauensmannes für die Luruspapierbranche. 3. Mitgliedschaftsangelegenheiten( Antrag des Borstandes betr. Sommerfest). Es wird dringend ersucht, die statistischen Fragebogen baldigst zurück zu liefern. Dieselben werden entgegen genommen in sämmtlichen Zahlstellen, fowie im Arbeitsnachweis, Annenstr 16.( Telephonamt IV Nr. 1116.) 459/6 Achtung! 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Das ist die Wirkung Nahrun u. Petsch ins Feld geführt wurden, versuchten einige dieses ganzen Systems, Systems, und so werden von Jahr zu In der Generalversammlung des Wahlvereins für dort beschäftigte Kollegen dadurch abzuschwächen, indem sie be- Jahr die Preiſe immer weiter herabgesetzt. Von den den 1. Wahlkreis vom 30. v. m. sprach Genosse Dr. Ar ons merkten, daß die rigorosen Bestimmungen der Arbeitsordnung vielen tausend Gürtlern bier in Berlin sind nur etwa über das Thema:„ Bauer und Edelmann in Preußen" und nicht in Anwendung gebracht würden. Von den Kollegen 300 organisirt, was den Fabrikanten sehr genau bekannt ffizzirte in fesselnder Weise die ſyſtematiſche Trennung des Becker, Ficius, Karpentiel u. a. wurde diese irrige, Un ist. Diese Organisirten müßten mehr mitarbeiten, in den WerkBauern von seinem Eigenthum, dem Grund und Boden, die vor scheuung lebhaft bekämpft und zum Schluß gegen 1 Stimine eine stätten müssen sie für Einigkeit sorgen, sowie vor allen Dingen nehmlich durch die Beschüßer" des Bauernstandes, die Edelleute, Resolution gefaßt, in der es heißt: Die Versammlung mit für die Wahl von Vertrauensmännern, welche die Vermittelung erklärt die den Arbeitern auf übernehmen zwischen den Kollegen der Werkstatt und dem Borin wahrhaft raffinirter Weise erfolgte. Der Vortragende wies dem Referenten einverstanden durch Beibringung reichen statistischen Materials nach, daß die gezwungenen Fabrikordnungen als Eingriffe in die persönliche stand des Verbandes. Mit der Aufforderung, jede Gelegenheit von staatlicher Seite gegen dieses gemeingefährliche Treiben der Freiheit und verpflichten sich die Kollegen, dem Vertrauensmann zu benußen, die Indifferenten heranzuziehen, schloß Redner feinen Junker unternommenen Schritte anderen Gründen als der alle derartigen unpassenden Bestimmungen bekannt zu geben, Vortrag. In der Diskussion wies ein Kollege auf die Gesunddamit dieselben unterbreitet der Deffentlichkeit Gerechtigkeit und Menschlichkeit entsprungen so gut wie erwerden. heitsschädlichkeit der Arbeit bei der Firma J. in der Waldemarfolglos geblieben sind, und gab am Schlusse seiner Rede der Jeder Rohrleger und Gehilfe ist verpflichtet, dem Ver- straße hin. Von den Wohlfahrtseinrichtungen sei die neueste bei Hoffnung Ausdruck, daß der Sozialismus bald den geplagten, aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Siemens u. Halske die, daß der Direktor den Arbeitern gefagt ausgemergelten Landarbeitern den Nachkommen der früheren anzugehören." Die Zusammenfünfte der Werkstatt- Vertrauens habe, fie müßten Bier von Pfefferberg trinken. Ein anderer stolzen Bauernschaft die Erlösung bringen werde. leute finden, wie der Vorsitzende bekannt gab, jeden Sonntag nach Kollege erzählt, daß bei Jofeph die von Kollegen angehefteten Der Beifall nach Beendigung der Rede und der Verzicht auf dem Ersten bei Radke, Krautstraße, statt. Plakate vom Bierboykott auf Befehl des Chefs abgerissen wurden, jede Diskussion bot die Gewähr, daß die Genossen sich der An= was indeß nur günstig für den Boykott gewirkt habe. Eine gutbesuchte öffentliche Versammlung der Hierauf ficht des Referenten durchaus anschlossen. der Geschäftsbericht des Vorstandes und Kassenbericht. Genosse Bericht ihres Delegirten der Gewerkschaftskommission entgegen. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter verEs folgte hierauf Kupferschmiede, die am 27. Mai tagte, nahm zunächst den nahm die Versammlung eine Resolution an, die ihr Einverständniß mit dem Referenten bekundet und zum Anschluß an den Petermann führte eine Einnahme von 323,35 M. und eine Alsdann wurde die fünftige Verwendung und Verwaltung des Ausgabe von 192,60 m. auf, der Kassenbestand ist somit Dispositionsfonds durch Annahme einer längeren Resolution neu- pflichtet. Schmoll berichtete sodann über seine Thätigkeit als standswahl zu vertagen und den Gesammtvorstand noch weitere bewilligt und von mehreren Rednern auf die strenge Durch vier Monate, bis Oktober, amtiren zu lassen, fand nicht die zu führung des Bierboykotts hingewiesen. Nachdem konstatirt stimmung der Versammlung. Es wurden gewählt: Boblig 1., wurde, daß die Betheiligung an der Organisation und den öffent: Bohne 2. Vorsitzender; Petermann 1, Bach mannlichen Angelegenheiten im Zunehmen begriffen ist, erfolgte durch 2. Kassirer; Buch 1., Domscheit 2. Schriftführer; als Bei den Vorsitzenden der Schluß der Versammlung. fizer Büttner und als Revisoren Rörsten und Ziersch. Dem neuen Vorstande wurde auf den Weg gegeben, öfter als bisher und regelmäßig Versammlungen abzuhalten. " " Klage haben, zu verlangen, daß die ihnen durch Versäumniß eines halben Arbeitstages entstandenen Unkosten dem Beklagten auferlegt werden. Eine gut besuchte Rollfutscher- Versammlung wurde am Sonntag Abend in der Konkordia abgehalten. Den Bericht vom ersten Berufskongreß in Halle a. S. gab Kollege WangenIn einer öffentlichen Versammlung der Vergolder, die heim, der auch hierbei der schlechten Lobn- und Arbeitsam 28. Mai tagte, gab der Kollege Nagel Bericht über seine bedingungen der Kollegen in anderen Städten Erwähnung Thätigkeit als Gewerbegerichts- Beifizer. Hiernach folgte Ersatz- that. wahl der Agitationskommission; gewählt wurden die Kollegen: weniger In Hamburg sollen im Laufe eines Jahres nicht als Kirsch und Grimm. 22 000 polizeiliche Strafmandate all die Betreffs des Streifs der Wiener Ruticher abgegangen sein; der Lohnfag betrage dort wöchentlich Kollegen theilte Nagel mit, daß derselbe wegen der Vereinigung 14 18 M. In Breslau ist eine Arbeitszeit von 4 Uhr früh der Unternehmer und des ihnen geleiñeten polizeilichen Beistandes, bis 9 Uhr Abends, nachdem sei der Kutscher noch verpflichtet, verloren gegangen ist. Ausgesperrt resp. gemaßregelt sind über die Ladung für den folgenden Tag zu besorgen; ein sogenannter 40 Kollegen. Zum Schluß wurde mit großer Majorität dem Lohn wird in Höhe" von 10 M. wöchentlich gezahlt. Autrage zugestimmt, die Namen der säumigen Abrechner, die Delegirte Grauer ergänzte das Bild, welches der VorListen von der Agitationstommission übernommen haben, nach redner über den Kongreß gegeben. Der Druck der Unternehmer Ablauf der angekündigten 14 tügigen Frift im Vorwärts" zu fei so groß gewesen, daß dadurch die Kollegen mehrerer veröffentlichen. Städte von der Beschickung des Kongresses abgehalten wurden. Der Eine Volksversammlung, welche zum Mittwoch Abend nach dem Lokale von Bühler, Rosenthalerstraße 38 seitens einiger früheren Mitglieder der Freien Vereinigung der Zeitungsspediteure und Verkäufer Berlins" einberufen war, sollte zunächst einen Vortrag des Stadtverordneten Wilke über Werth und Bedeutung der Presse" und dann die Gründe des Austritts einiger Mitglieder aus vorgenanntem Verein anhören. Wie in voriger Woche bei Joel, Andreasstraße, so zeigte auch der Besuch dieser Versammlung( es hatten sich nur etwa 50 Personen eingefunden), daß der Streit der Zeitungsspediteure die Berliner Arbeiterschaft fühl läßt bis ans Herz hinan. Von dem Referat wurde begreiflicherweise Abstand genommen; der zweite Punkt 28. Mai tagte, referirte Mäther über die wirthschaftliche Lage sprochen waren, gelangte ohne Diskussion folgende Resolution In einer öffentlichen Gürtler- Versammlung, die am Nachdem noch die Beschlüsse im Einzelnen von dem Redner bewar nur eine Wiederholung des bereits Ende März und An der Metallarbeiter und die Praktiken der Fabrikanten. Redner zur einstimmigen Annahme:" Die 2c. Versammlung erklärt ihre fang April in den Spalten des Vorwärts" unter der Rubrik wies darauf hin, daß die Entwickelung der Technik eine ganze Bustimmung zu den Beschlüssen des 1. Berufskongresses in Halle. Sprechsaal" und im Inferatentheil geführten Krieges betreffs Reihe von gelernten Arbeitern auf den Aussterbe- Etat gefeßt Die Anwesenden verpflichten sich, der gewerkschaftlichen sowohl der Reklame, die in Wirklichkeit jedes öffentlichen Interesses enthat, wie namentlich die Nagelschmiede, die Feilenhauer, die als der politischen Organisation beizutreten, um die Forderungen behrt. Die Debatten zogen sich bis lange nach Wlitternacht hin Nadler, die Former, denen neuerdings die Formmaschine, und des Kongresses mit Nachdruck zu unterſtüßen". und nahm die Versammlung nach gegenseitiger gründlicher die Schraubendreher, denen die Revolvermaschine harte Kon Kopfwäsche" den Ausgang des berühmten Hornberger Schießens". furreng mache. Auf äbuliche Weise seien auch der Gürtlerei eine vereins auf dem Ostbahnhoie, ebenso auf der Görliger Bahn, Ueber die Arbeitsverhältnisse der Rollkutscher des SpediteurVorläufig dürfte alles beim Alten bleiben. ganze Reihe von Beschäftigungen entrissen worden. Bei großen wurden durch Marten und nachfolgende Redner viele Klagen Firmen, wie bei Ludwig Löwe und bei der Allgemeinen geführt. Als besonders ungerecht wurde es bezeichnet, daß die Elektrizitäts- Gesellschaft übersteigt dem entsprechend die Zahl der zehn Pfennig, Abtragegebühr( für Gegenstände unter ungelernten und der weiblichen Arbeiter diejenige der gelernten 50 Kilo) ohne jeden Grund dem Kutscher vor= Arbeiter ganz beträchtlich. Bei Ludwig Löwe find unter den enthalten werden. Unzulässig sei es, diese Gebühr, wie iogenannten ungelernten Arbeitern Schlächter, Schuhmacher, es geschehen, in die von dem Kutscher zu fordernde Summe mit Reliner, kurz jede Branche vertreten, die dort aber alle Metall- zu verrechnen, da der Frachtbrief die Bestimmung enthalte, arbeiten machen, während Taufende gelernter Metall- daß die bezeichneten Gegenstände nur auf Verlangen des arbeiter auf dem Straßenpflaster liegen oder sonstwo ar- Adressaten in die Wohnung u. s. w. geschafft werden dürfen. beiten. In n der Allgemeinen Elektrizitäts Gesellschaft Den Beschluß dieser Tebatte, in welcher die Praktiken des und bei Siemens u, Halste werden fämmtliche Klempnerarbeiten Spediteurvereins ins hellste Licht gestellt wurden, bildete die Auvon Frauen besorgt. Redner schildert ausführlich, wie die nahme einer Resolution, welche besagt:„ Die Bersammlung Fabrikanten diese Verhältnisse benutzen, um die Löhne immer nimmt Kenntniß davon, daß der Berliner Spediteurverein Bosten mehr zu reduziren und die Arbeitszeit in die Höhe zu schrauben. auf den Frachtbriefen einstellt, für die dem Tarif entsprechend vor wenigen Wechen wurden bei Schuster u. Bär die Alford- teine Erklärung vorhanden ist. Die Versammlung erwartet Auffäße um 10 pet. herabgesetzt, ohne daß die Kollegen es für noth flärung." Genosse Grauer machte sodann noch einige Mit Die Rohrleger und verwandten Berufsgenossen tagten am Sonntag, den 27. d. M. Zur Besprechung gelangten einige besonders hervorgetretene Mißstände in der Branche, über die Genosse Nät her das einleitende Referat hielt. Die Firmen Nahrun u. Petsch und Gesellschaft Neptun wurden wegen ihrer nichts weniger als humanen Arbeitsordnungen von dem Referenten sowohl, als auch von den Tiskussionsrednern scharf tritifirt. Strafen werden, und zwar in hohem Grade bei der letzteren Firma verhängt. 25 Pf. zahlt zum Beispiel Jeder, der anders als auf dem türzesten Wege von und zur Arbeitsstätte angetroffen wird; 50 Pr. rer offen bar zu langsam" nach dem Ermessen des Werkstattvorstehers der in den wenigsten Fällen überhaupt nur Kontrolle ausüben tann- eine Arbeit verrichtet oder auch wer durch unnüße Redereien" das gute Verhältniß zwischen der Direktion und den Sozialistische Moral. H S Literarisches. Der Irrthum von Karl Marg. Aus Ernst Busch's Nachlaß Herausgegeben von Dr. Arthur Mülberger- Basel. Verlag von Dr. H. Müller. 1894. " der modernen Gesellschaft unabänderlich hinarbeiten. In ihrer reinen Form ist diese Treue freudige und bewußte Hingebung Professor G. v. Gizycki hat die Vertreter der verschiedenen nicht an die ruhende, sondern an die bewegte Gesellschaft, an politischen und philosophischen Richtungen aufgefordert, ihre ihren allgemeinen, grenzenlosen Fortschritt, der fünftigen Stellung zu den Fragen der Moral auseinanderzusetzen. In Geschlechtern jene Freiheit der Entwickelung gewähren soll, den Nummern 20 und 21 der von ihm herausgegebenen Ethischen für welche die Lebenden kämpfen, ohne fie zu ge Dr. Mülberger geht es wie den Bourbonen: er hat den Kultur" tommt der frühere Redakteur der Bolts- Tribüne", Genießen. Früher die Gesinnung wenig erleuchteter Geister, Proudhon nicht vergessen und nichts hinzugelernt. Der„ tonnoffe Conrad Schmidt, jetzt Privatdocent an der Universität erzeugt die Macht der Verhältnisse jetzt in unabsehbar weiten fiituirte Werth" ist die Zauberformel, die ihn in den magischen Zürich zum Wort. Reihen heller oder dunkler diese Art des Bewußtseins. Denn Kreis bannt und ihn zwingen wird, is an sein Lebensende geWir bedauern sehr, seine interessanten Auseinandersetzungen die Verhältnisse zwingen zu einem Kampse, der sein Endziel horsam die abgesteckte Bahn zu trotten. Wir haben uns verüber„ Sozialistische Moral" nicht vollständig zum Abdruck bringen nur durch Aufhebung der Klassen und allen aus dem Gegen- geblich gefragt, weshalb Dr. Mülberger aus dem Nachlaß eines zu können, wollen aber wenigstens seine Schlußiolgerungen zur fate der Klassen hervorgehenden Jammers erreichen kann, ein unbekannten Dilettanten die vorliegende Schrift hervorgezogen hat Renntniß unserer Leser bringen: Dieselben lauten: Entziel aber, das die Kämpfer nicht selbst mehr zu erleben und wem er damit einen Gefallen hat erweisen wollen, seinem In der gesellschaftlichen Natur" prallt alle Bemühung der boffen dürfen. Diese Art moralischen Bewußtseins geht ihrem Freund Ernst Busch oder den gefährlichen Warristen" oder sich. hochherzigen Moralisten ab und nirgends sehen wir, daß das Wesen nach( die Unvollkommenheit der Einzelnen soll damit 2ollte er den vernichtenden Nachweis führen, daß er nicht der Wesen einer Gesellschaft, mag es auch noch so grell gegen das nicht geleugnet werden) über die beschränkt enge Tüchtigkeits einzige Gläubige des Dogmas vom konstituirten Werth" ist? offiziell anerkannte„ oberste" Moralgesetz abftechen, durch den moral, wie über die der wirklichen Gesellschaftsbewegung ab- Wir gratuliren ihm; der Nachiveis ist gelungen. Es giebt Nachweis solchen Widerspruches umgeändert wurde. Im Gegen gewandte, utopistisch edle, aber machtlose reine" Moral weit oder gab denn leider hat ein zu früher Tod seinen Freund theil, auch wenn die Gesellschaft die reinsten Morallebren offiziell hinaus. Sie sprengt die Schranken jener, ohne in das Dog dabingerafft zwei Gläubige: Arthur Mülberger und Ernst annimmt, so weiß sie stets ihnen den gefährlichen Stachel zu matisiren dieser zu verfallen. Der individuelle Wille weiß sich Busch. Arthur und Ernst! aber selbst die teuflische Bosheit nehmen und sie ihren eigenen, im Lichte dieser Moral oft sehr an das hochherzigste und dabei ganz reale Fortschrittsstreben der der Marristen hätte Ernst's ökonomischem Rufe nicht mehr schaden unmoralischen Bedürfnissen anzupaffen. Die ganze Geschichte des Gattung gefettet. Das Bewußtsein solcher Verkettung, wie vage tönnen, als dieser tindliche Wunsch Arthur's! Christen.thums ist ein fortlaufender Beleg hierfür. auch immer, erschließt neue Quellen moralischer Selbstbefriedigung Wir kennen die Erstlingsschrift von E. Busch:" Die soziale Nicht in der Moral, in den Klaffenkämpfen, die sich im und hilft über die Opfer des Kampfes hinweg. Ohne alle Hoff Frage und ihre Lösung" nicht und tragen auch kein Verlangen Schoße der Gesellschaft aus dem Widerstreit ökonomischer Inter- nung jenseitiger Belohnung wächst der Wille der Massen, wenn danach, sie kennen zu lernen, wenn schon Dr. Mulberger von ihr enen mit Nothwendigkeit erzeugen, liegt die treibende, den Bau auch der Form nach immer an die Selbstbefriedigung gebunden, rühmend erwähnt, daß er in ihr zum ersten Male aus deutscher der Gesellschaft umändernde Macht. Freilich, der Klassenfampf, weit über jeden egoistisch beschränkten Jubalt hinaus. Feder eine vollständig klare Auffassung des Zirkulationsprozesses der gegen eine bestehende Gesellschaftsordnung sich richtet, schließt Hier wie überall ist indessen die Vorausseßung der Moral des Rapitals angetroffen hätte. Nachdem num Herr Busch in zugleich auch eine Kritik der Moral ein. Aber dieser Kritit, eine Entwickelung gewisser ideeller Bedürfnisse auf dem Boden diesem Buch den erschreckenden Nachweis" geführt, daß welche den dumpfgläubigen Respekt vor den Geboten der Ge- fonkreter Gesellschaftszustände. Kritik an die Bedürfnisse zu der Despotismus von selbst zusammenbrechen wird, 10= sellschaft in den Massen gründlich erschüttert, gilt natürlich nicht legen, auf welchen das moralische Verhalten ruht, erscheint an bald die Arbeit lernt, Werth gegen Werth die Moral schlechthin, sondern die den bestehenden Zustand sich im Interesse sowohl des individuellen als des gesellschaft auszutauschen", nachdem er dann Flürscheim heiligende Moral als Feindin. Ja, der Kampf der unterdrückten lichen Fortschrittes sicher sehr wünschenswerth. Nur muß die kritisch niedergefnittelt und feine Theorie der Grundrente der Selasse schafft aus den Bedürfnissen des Kampfes selbst heraus einen Kritit ihren Maßstab von bestimmten realen Zielen des Fort- staunenden Nachwelt in dem Sage: Die wachsenden Preiseigenen neuen Maßstab moralischer Beurtheilung, der ebenso wie der schrittes hernehmen und so gewissermaßen ein Interpret des zuschläge, wie sie das Geschäft mit sich bringt, steigern den Preis Maßstab der alten Gesellschaftsmoral ganz fonkreten Zwecken Fortschritts auf moralischem Gebiete sein. Eine Kritik dagegen, des Bodens", überliefert hatte, da blieb dem kühnen Neuerer", entspricht. So ist in der Sozialdemokratie der gute Genoffe", die das moralische Bedürfniß schlechthin( schon weil es der mit zuversichtlicher, ruhiger, ja heiterer Art und Weise an welcher solidarisch mit dem Proletariate fühlt und entsprechend autoritär fordert) verdächtig machen und das emanzipirte die heifelen Probleme der Sozialwissenschaft" heranzutreten handelt, moralischer Typus. Denn wenn auch der Kampf um Individuum an das eigene Glück als Leitstern feines pflegte, nur noch die Vernichtung Mary's übrig. Wie ein alter die materiellen Interessen des Proletariates geführt wird, so ist Handelns verweisen wollte, ist ihrem Wesen nach nicht fort- Rhapsode schildert uns Dr. Mülberger zuerst die beiden damit nicht gesagt, daß der einzelne Proletarier, indem er schrittlich. Jumer nur unter der Voraussetzung bestimmter Forscher, ihr ungleiches Rüstzeug, ehe er sie den furchtbaren diesem Kampfe sich anschließt, seine persönlichen materiellen moralischer Bedürfnisse ist darauf zu rechnen, daß ein moralisches Rampf über Mehrwerth, Produktionsprozeß, Zirkulationsprozeß Interessen stets besser wahrt, als wenn abseits Berhalten Selbstbefriedigung gewähre und darum auch prattigirt beginnen läßt: Der eine( Mary) ausgestattet mit bedeutendem bleibt. Soll er trotzdem ein zuverlässiger Kämpfer fein, fo werde. Niemand vermag dem Einzelnen zu sagen, ob er nicht ökonomischem Wissen und tiefer philosophischer Bildung, auch ist die Voraussetzung dafür, daß neben den persönlichen ohne solche Voraussetzung glücklicher sein würde, ob es also vom formell vorzüglich geschult, in allen Künsten der Dialettit wohl materiellen Bedürfnissen noch andere Bedürfnisse in ihm ent- bloßen Glücksstandpunkt aus nicht vielleicht vortheilhaft wäre, erfahren, der andere( Busch) mit nicht viel mehr, als ein paar wickelt seien: das Bedürfniß, der erkorenen Partei und den Ge- alle derartigen Bedürfnisse in sich so weit als möglich auszu- hellen Augen im Kopi, mit einer Sprache, wie sie jedermann noffen treu zu sein, das opfermuthige Gefühl für Parteiehre und rotten. Das wäre nur tonfequent. Aber die Freiheit einer spricht, mit einer Feder, wie sie Allen zu Gebote steht." Herr Parteipflicht. Diese Treue ist zugleich Treue gegen das erfirebte solchen Emanzipation wäre die Freiheit der Decadenze. Doktor, ich möchte nicht einen Groschen wetten, daß der Zweite Gesellschaftsideal, auf deffer: Verwirklichung die treibenden Kräftel puidals za mit dem Leben davonkomat. " 00 " " er am Sonntag, den 3. Juni, Vormittags 10% Uhr, Sebaſtianſtr. 39. Arbeiter- Bildungsschule. 2. und 4. Sonnabend im Monat, Abends Waldemarstr. 14: Naturertenutniß. 1. und 3. Sonnabend im Monat, Abends 8-10% Uhr: Diskutir- Uebungen. Bet allen Unterrichtsfächern werden neue beilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Neumann. Aue Aenderungen im Vereinstatender sind zu richten an Friedrich Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. Vorsitzender Ad. Kortum, Manteuffelstraße 49, D. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9 Uhr: nebungsunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Gich e, Nirdorf, 84. 2prania, Landsbergeritraße 31 bei Musehold. anges: Edo, Raurant, andsbergerir Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollfühn. Glück zu Ackerstr. 123 bet Stümfe. Esmeralda. Friedenstr. 74 bei Engelhardt. Lieder tranz in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Hand in hand 2, Frisch auf, Borwärts 7, Immers grün, Tegel, Spandauerstr. bei Rentner. Frisch auf 2, Schönwalde in Ganges freund, Dragonerstr. 32. Deutsche Eiche 2, Brandenburg a. S, Hauptfraße, Winkel's Salon. Gesangverein Sängerhain Reichenbergerstr. 16, bei Hoffmann. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Alle Zufchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend find zu richten P. Gent, Adalbertstr. 95. Sonnabend: beaterverein auretta, Mendelssohnſtr. o bei Mie he Abends 9 Uhr. Vergnügungsverein Einigteit, Manteuffelstr. 67, Abends 9 Uhr. Gefelliger Verein Deutsche Eiche, Kohlen- Ufer 2, bei Bech. felligteit, Brenzlauer Allee 26, bet Drübler, alle 14 Tage.- Theaterverein Gemüthlichte it, Lindenstr. 105, im Bürgergarten. effing. Langeftr. 9, bei kiezewsti. 1 an: theilungen über die Entscheidungen des Gewerbegerichts. Bis und Arbeitsverhältnisse im Bäckereigewerbe sowohl wie auch die Woche vorher bei Kleinschmidt, Frit Reuterstr. 3, in Empfang jetzt seien nur Rutscher als Kläger in der Kammer Vll auf allgemeinen sozialen Verhältnisse und gelangte zu dem Schlusse, nehmen. getreten, viele darum aber abgewiesen, daß sie die Bestimmungen daß zur Besserung der Verhältnisse eine starke Organisation Gefelliger Verein Anna Marie". Sonnabend Sigung und Fidelitas der von ihnen unterschriebenen Dienstordnung" nicht gekannt nothwendig sei und empfahl er den Beitritt zum Zentralverband im Restaurant Dresdenerfir. 116. haben! der deutschen Bäcker. Der gehaltvolle Vortrag fand lebhaften Sozialdemokrati cher agitationsverein für Arnswalde- FriedeIn einer öffentlichen Versammlung der Zinkgießer Beifall. In der folgenden Diskussion tritifirte Pfeifer die berg. Connabend, den 2. Juni, Abends 8 Uhr, bei Tempel, Langefir. 65, große General- Versammlung. Verein Schäftebranche. Sonnabend, den 2. Juni, Abends 9 Uhr, und Stürzer, die am 29. Mai tagte, behandlte der Stollege Agitation der Innungsmeister gegen die Sonntagsruhe und Näther in seinem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrage Bäckerei- Arbeiter auf täglich 12 Stunden durch geießliche Be- bericht die gegen eventuelle Beschränkung der Arbeitszeit der Wallstr. 20, Bersammlung. Bericht des gesammten Vorstandes und kassendie Frage der Aussperrung der Zinkgießer von P. Welt, Instimmungen, wie sie in der von der Berliner Bäckerinnung dantenfiraße 79, Vortrag des Herrn G. Schäfer über: Den sogenannten WeltHumanistische Gemeinde. Sonntag, Vormittags 10% Uhr, Kommanhaber Winkler und Stoof Nachfolger. Zu dieser Versammlung Germania" am 16. Mai beschlossenen, an den Bundesrath zu anfang und Untergang. Gäfte willkommen. waren die Vertreter beider Firmen besonders brieflich eingeladen, richtenden Petition sichtbar zu Tage getreten ist und wie sie von Berein der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Bersammlung doch wie sich später ergab, nicht erschienen. Laut des ihm zu den gesammten Bäckermeistern Deutschlands getrieben werde. gegangenen Materials behauptete der Referent, daß Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 3. Juni, Vormittags 10% Uhr, Diese Herrn Waldeck Manasse über:" Gott Dem gegenüber sei es geboten, Massendemonstrationen zu ver- Rosenthalerstr. 38: Vortrag des Aussperrung ebenfalls aus dem Verhalten der Arbeiter am 1. Mai herrühre. Gemäß eines Be anstalten, damit die Unkenrufe der Bäckermeister die Stimme der vertrauen, Selbstvertrauen, Menschenvertrauen." Versammlung der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Hols gedrückten Arbeiter nicht übertöne. Ebenso sei die Stärkung der plähen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. schlusses des Fachvereins der Filiale Stürzer, Zinkgießer und am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen, feierten die Kollegen und Organisation nothwendig. Die Thätigkeit der 14 Agitatoren, Berlin 1, am Montag, den 4. Junt, Abends 8% Uhr, bet Saeger, Grüner wurden von den genannten Firmen gemaßregelt. Die Verhält: land bereisen, um die Arbeiter der Nahrungsmittel- Industrie auf Abends 8% Uhr, im Restaurant Admirals- Garten, Admiralstraße 38. Gäfte welche gegenwärtig im Auftrag der Generalkommission Deutsch- ea 29. Tagesordnung: Vortrag des Stadtv. Dr. Badet. Privat- Theater- Gesellschaft„ Gefelligkeit". Sigung nebst Fidelitas nisse der Firma Welt wurden hierauf vom Referenten einer eingehenden Kritik unterzogen. Die Arbeitszeit, welche im Winter zurütteln, habe bereits sehr erfreuliche Früchte gezeitigt. Aus w atommen. von 7-7 Uhr, im Sommer von 6-6 Uhr dauere, werde von einer ganzen Reihe von Städten lägen Nachrichten vor, daß 8-10% Ubr: Nord Schule, Müllerftr. 179a, und Süd- Ost Schule neue Mitgliedschaften gegründet worden seien. Darum dem Meister willkürlich dadurch verlängert, daß die Arbeiter gemahnte er auch Die Berliner Kollegen: Tretet ein halten würden, schon um 3/46 Uhr des Morgens zu beginnen, in den Bäckerverband!( Beifall.) In ähnlichem Sinne auch Abends wiederholt über 6 Uhr hinauszuarbeiten, ohne daß sprachen noch Werner, Scholz und Most und stimmten die diese Ueberzeit bezahlt werde. Wer nach 3/46 Uhr komme, Anwesenden nach einem Schlußworte des Referenten folgender dem werde anheimgegeben, am Nachmittag, oftmals auch Resolution zu:„ In Erwägung, daß die Lohn- und Arbeite vereift am anderen Tag wieder in Arbeit zu treten. Das hier bestehende verwerfliche Akkordsystem schließe eine Enthältnisse der im Bäckereigewerbe beschäftigten Arbeiter tief schädigung für derartige Muß- Feiertage vollkommen aus. Einen traurige find und eine Besserung seitens der Arbeitgeber nicht zu allgemeinen Entrüftungsruf veranlaßte die Bekanntgabe, daß von erwarten ist, beschließt die heutige Versammlung, Mann für der Firma Welt zwei Arbeiter den Auftrag erhielten, über den Mann dem Verbande deutscher Bäcker und Berufsgenossen bei Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bei seinede. Gesundbrunner Verlauf der Versammlung den Firmeninhabern genauen Bericht zutreten, da nur dadurch eine Besserung der Verhältnisse zu Männerchor, Gesundbrunnen, Brinzen- Allee 10. zu erstatten. Die beiden Arbeiter haben jedoch dieses Anerbieten, erwarten ist." Mitgetheilt wurde noch, daß das Verbands- Friedrichsberg, Rummelsburgeriiraße bet Deckert. wofür ihnen Entschädigung geboten war, zurückgewiesen. Sprechbureau von Gipsstraße 3 verlegt werden muß, da die Rummelsburg, Goethe- und Kanthraßen- Gde bei Greinert. Der in obiger Angelegenheit eingesetzten Unterhandlungs- Innung dies Lokal mit Beschlag belegt hat. Ein passendes Lokal der Mart bei Restaurateur Schulz. Tommission sei der Bescheid zu theil geworden, daß die Herren ist noch nicht gefunden. Am 7. Juni feiert der Verband bei bet kamlowsty. Mit der Mahnung, den BierFirmeninhaber sich mit Unterhandlungen nicht einließen, sondern Puhlmann sein 9. Stiftungsfest. boykott streng durchzuführen, schloß die Versammlung. sich die Verhältnisse in den Werkstätten selbst regeln würden. In der Diskussion wurde bemerkt, daß die an Die Böttcher beschäftigten sich in ihrer am 1. d. Mts., stelle der gemaßregelten Arbeiter eingestellten ungelernten Vormittags, bei Heise abgehaltenen stark besuchten Versammlung Arbeiter nicht im Stande feien, brauchbare Arbeit zu liefern. mit dem gegenwärtigen Stande der Bewegung. Derselbe ist, wie Von der Firma Welt sind gegenwärtig 7, von Stoof 1 Kollege hervorgehoben wurde, genau derselbe, wie derjenige der Bewegung ausgesperit. Nach längerer Debatte über obigen Punkt nahm der Brauereiarbeiter. Besonders wurde darauf hingewiesen, daß man gegen eine Stimme folgende Resolution an: Die Ver- alle die Böttcherbewegung betreffenden Angelegenheiten nur der sammlung erblickt in der Maßregelung der Kollegen der Firma Streitkommission, nicht aber dem Bureau in der Blumenstraße Welt und der Firma Stoof einen Aft der rücksichtslosen Unter- zu unterbreiten sind. Wenn auch die einlaufenden Unterstützungsnehmerwillkür, einen Angriff auf die Organisation der Arbeiter. gelder gewissenhaft unter den drei Arbeiterkategorien vertheilt Sie verpflichtet sich, mit aller Energie die Gemaßregelten mora- werden, so bleibe doch jeder Kommission überlassen, die Höhe der lisch und finanziell zu unterstützen; die Anwesenden erblicken Unterstüßung nach Maßgabe der vorhandenen Mittel zu beferner die einzige Waffe gegen derartige Maßnahmen in stimmen. Die Auszahlung erfolgt regelmäßig Donnerstags. Veder Gewerkschaftsorganisation; jeder Anwesende verpflichtet sich, tont wurde, daß die arbeitenden Kollegen ihre Prozente nicht auf sich seiner Gewerkschaftsorganisation anzuschließen." Ein weiterer Listen zu zeichnen, sondern die Gesammtbeträge der Werkstätten Antrag wurde angenommen, dahingehend, daß die Gewerkschafts: regelmäßig an die Kommission abzuliefern haben. Darauf hintommission im Verein mit Kollegen Näther mit der Firma Welt, gewiefen wurde ferner, daß die Bewegung mit dem Boykott zu Inhaber Winkler, in Unterhandlung treten solle. Nachdem auf hehen und zu fallen habe. Gin Zurück fei völlig ausgeschlossen. wiederholten Wunsch die Namen der an stelle der gemoßregelten Einige Arbeitsgelegenheiten sind nach Lage der Verhältnisse Kollegen eingetretenen Arbeiter bekannt gegeben waren, stimmte besetzt worden. Die Haltung der Streifenden ist nach wie man einem zweiten Antrage zu, die Tellersammlung nach Schluß vor eine musterhafte. Zur Besprechung gelangte noch die Ander Versammlung fortzusetzen und den Ertrag den gemaßregelten gelegenheit der Kaiser- Brauerei in Charlottenburg. Es wurde Zinkgießern zu überweisen. fonstatirt, daß diese Brauerei alle Forderungen bewilligt habe. Der Umstand war nur der, daß die Brauerei an stelle des ersten Böttchers den zweiten wieder eingestellt hat unter der Begründung, daß sie gegenwärtig nur einen Böttcher gebrauche. Da aber Jeder auf seinen Posten zurückkehren soll, so wurde die Einstellung des zweiten Böttchers nicht für richtig besunden. Außerdem wurde festgestellt, daß die Kaiser Brauerei einen Brauer mit Böttcherarbeiten beschäftige. Die Veriammlung beichloß einstimmig, die Bewilligung der Kaiser- Brauerei so lange nicht anzuerkennen, so lange der erste Böttcher nicht wieder in seine alte Arbeit eingestellt ist. Ersucht wurde ferner, der Kommission genaue Mittheilungen zu machen über vorkommende Unfälle in Böttchereibetrieben. Zur Erörterung tamen sodann verfchiedene Angelegenheiten, die in die Bewegung eingreifen, und wurden die Kollegen zum ferneren treuen Ausharren ermahnt. Dieselben haben jeden Tag nach erfolgter Auszahlung die Bücher zur Kontrolle abstempeln zu lassen. Da die Auszahlung der Unterstützungen erfolgen sollte, so wurde nachdem die Versammlung mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung geschlossen. = Eine außerordentliche Generalversammlung hielt die Arbeiter Bildungsschule am 29. Mai in der Konkordia ab. Zur Berathung gelangten zunächst zwei Anträge des Vorstandes: das Lehrerhonorar von 4 auf 5 M. pro Abend, zurückwirkend auf das laufende Semester, zu erhöhen und ferner, auf Kosten der Schule hinfort feine Jenlichkeiten mehr zu entriren. Die Debatte zog sich, infolge des versönlichen Tones, den einzelne Redner anschlugen, sehr in die Länge; das Ende war die Annahme beider Anträge. Vom Genossen Danzer war ein Antrag, betreffend Hergabe der Schullokale am Sonntag an Private eingelaufen, der zu einer lebhaften Aussprache über die Thätigkeit des Vorstandes Veranlassung gab; schließlich wurde über den Antrag zur Tagesordnung übergegangen. Die neuen Statuten welche nunmehr zur Berathung gestellt wurden, unterscheiden sich im wesentlichen nur insoweit von den alten, als in denselben (§ 2) die Fächer, in welchen unterrichtet wird, genau präzisirt werden. Der Unterricht erstreckt sich auf: National- Dekonomie, Geschichte, Gesetzestunde, Literatur und Naturwissenschaft. Ueber die einzelnen Paragraphen wurde eingehend diskutirt und der Entwurf sodann im Ganzen gegen eine Stimme angenommen. Die Agitationskommission der Bäckerei Arbeiter hatte am 29. Mai im Feenpalast eine öffentliche Versammlung der Bäckerei- Arbeiter veranstaltet, in welcher Kollege Alwin Mohs aus Leipzig die Frage erörterte: Wie schaffen wir bessere Verhältnisse? Behufs Beantwortung dieser Frage zergliederte er zunächst die bekannten, so sehr reformbedürftigen Zustände, LohnDie ganze mit so mächtigem Trompetenschall eingeleitete Widerlegung von Marx ist kein Wort der Kritik werth, sie ist unter aller Kritif. Dr. Mülberger's Einleitung ist amüsant in der Jdiosynkrasie, aber die Schrift selbst drei Säße, Kernsätze, die wir ihr entnehmen, sollen uns jedes ausgesprochenen Urtheils entheben: Seite 44. Also nicht das Selbstwerben des Kapitale, sondern die ungenügende Kontrolle in bezug auf die Qualität der Tauschwerthe erzeugt den Profit. ch. Gde Forsterftraße. Zitherklub Nordklub Ge= Paul Gefang-. Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Midel'icher Mufitverein Allegro bet Spindler, Reichenbergerstraße 118, Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute von 8-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Bühnenverband Normania jeden legten Sonnabend im Monat bei abends 9 Uhr bet Echulz, Brunnenftr. 116. Leichnis, Königsbergerir. 24. Brivattheatergesellschaft Schneeglödchen, Theaterverein Berliner Bar jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9½ Uhr, Köpenickerstr. 55a. Brivat- Theatergesellschaft Beneta, Sigung mit Damen jeden Sonnabend bem ber het Tape, Kolbergerſtr. 22. Theatergesellschaft Edelweiß, Connabend 9% Uhr, eigung mit Tamen bei Navul Adree, Chorineritr. 53. Bultania, 9 Uhr. Gigung in Täger's Gesellschaftshaus, Gartenstr. 13-14. didelitas. Berein Morgenstern, 9 Uhr, Sigung mit Damen im Reftauverein Bohemia bei Kummer, Acterstr. 13, Sigung und Aufnahme neuer rant von Krone, Wortherstr. 11 Nach der Sigung Fidelitas. TheaterMitglieder. Boruffia, Sigung 8% Uhr, bei Schröder, Wienerstr. 31. Restaurant Baub, Blumenftr. 10, Sigung mit Fidelitas. Gefelliger Verein Freundschaft, jeden Sonnabend Abend 9 Uhr im sustige Brüder 2, Sigung mit Danten jeden Sonnabend Abend 9 Uhr Theaterverein bei Krüger, Blanufer 34. Theater u. Artisten- Club ,, Humor", Fidelitas und Tanz bei Echön wälder, Orantenstr. 153, part. Privattheater. Gesellschaft Toni Sonnabend 9% ühr bet Günther, Brunnenſtr. 30. Vergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei O. Heindorf, Barnimitt. 16. Bergnügungsverein Zuftige Jugend Abends 9 Uhr, im Reſtaurant Gründer, Köpnickerstr. 100. Vergnügungsverein Quftige Becher Abends Uhr im Reſtaurant von D. Wils, Mariannen- Ufer 2. Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung Geselliger Verein einde jeden Sonnabend 9 Uhr bei Grawe, Brunnenstr. 147. gnügungsverein Sarmlos, Gigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, Blumenftr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Theaterverein Freundesreis uhr, im Reñaurant Raporte, Golmsftr. 1.-- Vergnügungsverein unig, Sigung Abends 8½ Uhr, bei Falbe, Reichenbergerstr. 149. Raud flub Blaue Quane, Connabend 9 1hr bet Müde, N., Wöhlertstr. 2. Rauchtlub Dornröschen, Gigung Abends 9 Uhr, bei Krüger, Fenns straße 5, Rauchklub Weiße Wolte, Bernauerstr. 14, bei Henoch. Rauchflub Giferne Pfeife, Mittwoch und Sonnabend Sigung bei Weinert. At ol ffir. 20, Abends 8 Uhr. Schieß- Klub Fein korn, KöpRauchtlub nicenftr. 23a, Refaurant saun, tagt Sonnabend und Montag. Rothe Nelte, Abends 9 Uhr bei Steuer, Weinstr. 22. 9½ 11hr Mendelssohnfir. 9. Vers Etatklub Gordischer Knoten, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Karl Echiding, füdlerstr. 55. Verein ehemaliger Schüler der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Freitag, Roppenfirabe 65. Gefelliger Ber ein Italia, jeden Sonnabend im teftaurant Boite, Kolbergerfir. 23. Stattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinitr. 22.- Sfatklub Revolution Abends 8 Uhr, Grürauerstr. 17 bet Deez. Kartentlub Nulle tagt jeden Connabend und Montag im Restaurant Humboldhein, Hochstr. 32a. Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei Wuttke, Graubenzer Straße 2. Stattlub Einigtett bei Grube, Martendorferstraße, Ecke Solmsstraße. Schafstopftlub Brubertette, jeben Sonnabend Abends Uhr Sigung bet Herrn B Wiesegarth, Strautstr. 38. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Sof, Admiralstr. 18c Weißensee. Am 19. Mai fand hier eine Versammlung des hiesigen Arbeiter Bildungsvereins statt, in der Genosse Hansen in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über den Zweck und die Ziele der Arbeiter- Bildungsvereine sprach. In der Dis- 9 fussion wurde den Anschauungen des Referenten in einigen Punkten widersprochen und gestaltete sich die Diskussion zu einer recht interessanten Polemik. Alsdann gab der Vorsitzende bekannt, daß vom 20. Mai ab des Sonntags Vormittags von 10-12 Uhr im Lokale des Genossen Müller der Unterricht im Deutschen vom Genossen Hansen ertheilt wird. Während einer Besprechung des Bierboykotts löste der überwachende Beamte wegen vorgerückter Polizeisiunde die Bersammlung auf. industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, die hier am Weißensee. In einer Versammlung der in der Holz" Tambourverein uf Sonnabends 9 Uhr bei Jakob, Inselstr. 1. Deutscher sozialdemokratischer Lefeklub in Paris. Rue St. Honore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber fammlung: reiche Bibliothek, Zeitungen, franzöflicher Unterricht. London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Berein Londons, der atte, von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 mitbegründete kommunistische Arbeiter: Bildungsverein bestudet sich nach wie vor 40 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Sprecisaal. " Seite 21. Die Lehre von Mary läßt sich, wenn wir von 26. Mai tagte, referirte der Genoffe Robert Schmidt über Die Redaktion fiellt die Benugung des Sprechiaals, soweit der Raum dafür allen Gemeinplätzen absehen, in die Worte zusammenfassen: Daß das Thema:" Die Aufgaben der Gewerkschaftsorganisation". abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen der Arbeiter von allen Errungenschaften der Kultur ausgeschlossen Dem Vortrage folgte eine längere Diskussion, in der sämmtliche Sutereffes zur Verfügung; fie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inbalt desselben identifizirt zu werden. bleibt, weil er fein Eigenthumsrecht an die vorhandenen Pro- Redner zum Anschluß an die Organisation aufforderten. Zum In betreff des Sprechsaal- Artikels in Nr. 113 des Vorduktionsmittel besitze und deshalb gezwungen sei, seine Arbeits- Schluß wird bekannt gegeben, daß am 1. Juni von der Orga wärts" sieht sich der Unterzeichnete zu folgender Erwiderung ver. sation ein Arbeitsnachweis errichtet wird; derselbe befindet sich anlaßt: trajt unter Preis zu verkaufen. im Lokale des Herrn Klebs, Rölfe- und Langhansstr. Ecke. Ich habe nicht gesagt, Herr Berndt wäre zu der betreffenden Friedrichshagen. In der am 26. Mai stattgebabten regel- Sigung eingeladen, sondern die Kollegen, und liegt hier unmäßigen Monatsversammlung des Allgemeinen Arbeiter- bedingt ein Frrihum vor. Im übrigen hat Herr Berndt Kennt Seite 59. Die ganze Kundschaft ist und bleibt in letter Linie, Bildungsvereins für Friedrichshagen und Umgegend" sprach Ge- niß von der Einladung gehabt, denn er hat dieselbe mit dem um diesen über das Schicksal der Menschheit entscheidenden Saß nose riz Hansen- Berlin über:" Materialismus Bemerken:" Was wollen denn die schon wieder", auf die Bank noch einmal auszusprechen, ein freiwilliges Geschenk der Arbeiter- und Gthit. An den höchst interessanten und mit großem eines Kollegen selbst hingelegt. Ferner beschwert sich Herr Berndt, tlasse u. s. w. Die Feder firäubt sich, sie will nicht weiter! Beifall aufgenommenen Bortrag fnüpfte fich eine lebhafte daß ich gesagt habe, er hätte in der Januar Versammlung verDebatte, insbesondere bezüglich des Austritts aus der Landes- sprochen, für bessere Ordnung in seiner Werkstatt zu sorgen. firche, in welcher auch der Referent mehrmals zu längeren Aus- Daß sich dies nur auf die Arbeitszeit, eventuell niedrige Bon der ,, Nenen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' führungen das Wort ergriff. Nach Erledigung einiger interner Löhne beziehen kann, sollte doch selbst Herr Berndt Verlag) ist soeben das 35. Heft des 12. Jahrgangs er Vereinsangelegenheiten forderte der Vorsitzende noch zu recht wissen. Was das andere anbelangt, überlasse ich das schienen. Aus dem Jubalt heben wir hervor: Klassentämipfe.- reger Betheiligung an der im nächsten Monat stattfindenden Urtheil den Kollegen selbst. Wenn Herr Berndt weiter sagt, es Die Preßzustände in Desterreich. Von Dr. J. Ingwer. Generalversammlung des Vereins auf. stände Jedem frei, sich von der Wahrheit zu überführen, so hätte Eine neue Geschichte der Trade Union- Bewegung in England. ich nur gewünscht, daß jemand am Abend des 1. Mai um 9 Uhr In Schöneberg tagte am 27. Mai eine öffentliche Ver- nach der betreffenden Wertstelle gegangen wäre, er würde eines Von Eduard Bernstein. Der Schutz der jugendlichen Ar Commonweal and Industrial fammlung aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter und anderen belehrt worden sein. Es sollte uns sehr freuen, wenn beiter. Von H. Rohrlack. Arbeiterinnen von Schöneberg und Umgegend. Kollege Max wir nicht wieder Veranlassung hätten, mit der betreffenden Werkarmies. Von Philipp Rappaport. Notizen: Nochmals mancherlei Drähte. Von F. Mehring. Feuilleton: Lebens- Bösch referirte über Zweck und Nutzen der gewerkschaftlichen statt in Unterhandlung zu treten. bilder aus England. Von Andr. Scheu. III. Des Herzogs der ja als einzelner dem Unternehmer gegenüber völlig machtlos Organisation und zeigte, wie nothwendig für jeden Arbeiter, Die Werkstatt kontrollkommission Weste.( Fortsetzung.) des Deutschen Holzarbeiter Verbandes ift, der Anschluß an die Gewerkschaft, und zwar an die zentrali( Bahlstelle Berlin, Bezirk Ost). Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Ar sirte, ist. Redner forderte daher die Anwesenden auf, dem J. A.: Otto Klinger, Friedrichsfelderstr. 25. beiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Dietz' Verlag) ist uns Deutschen Metallarbeiter- Verband beizutreten. Eine Diskussion foeben die Nr. 11 des 4. Jahrgangs zugegangen. Aus dem schloß sich an das ausführliche, mit Beifall aufgenommene ReInhalt dieser Nummer heben wir hervor: Klassenkampf ist ferat nicht. Kollege Lange beantragte, eine Zahlstelle des die Losung. Die Aerztinnenfrage im Reichstage. Moderne Deutschen Metallarbeiter- Verbandes für Schöneberg und Um- Briefkaffen der Redaktion. Sklaverei. Zur Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in gegend einzurichten. Nachdem Kollege Kleinschmidt sich für Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Zahl der Berliner Kragen- und Manchettenfabrikation. diesen Antrag ausgesprochen, wurde derselbe angenommen. In Feuilleton: Die Engelmacherin. Ein Berliner Sittenbild. einer darauf eingetretenen Pause zeichneten sich eine Anzahl G. L. Ein Dienstmädchen, das heirathen will, kann, wenn Bon May Kreger.( Schluß.)- Arbeiterinnen- Bewegung. Kollegen ein, die dann nach Wiedereröffnung der Versammlung es monatsweise gemiethet ist, mit Ablauf des Monats, sonst mit Kollegen Kleinschmidt zum Bevollmächtigten und Kollegen Holz- Ablauf des Vierteljahres nach vorheriger Aufkündigung abgehen. hüter zum Kassirer, ferner auch drei Revisoren wählten. Die Die Aufkündigung tann auch später als sechs Wochen vor Ablauf Beiträge sollen jeden Sonnabend Abend bei Pomerente, Bahnftraße 28, entgegengenommen werden. Die nächste Bersammlung der Verwaltungsstelle findet am Dienstag, den 12. Juni, Abends, in Jakob's Salon, Grunewaldstr. 11, statt. Die Kollegen, welche dazu Handzettel verbreiten wollen, können solche in der letzten Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Kleine Nachrichten. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Poft bezogen( eingetragen in der Reichspost Beitungsliste für 1894 unter Nr. 2660) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. AM Inseratenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. erfolgen. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. 2. S. 20. Er ist als amerikanischer Bürger frei. Ostermann, Rigdorf. Ihre Mittheilung faun nur aufgenommen werden, wenn dieselbe von der Boykott- Kommission kontrafignirt ist.