Ar. 170. nbonnements-Bedlngunfl«: ■bonnemcnts• Btn« ptömnnetmtbo BietteljäW B,90 MI. monatl L30 SKt, wöchentlich 30 8fg. hei mä HauZ. Einzelne Nummet ö Pig. Sanntagz. nunimer mit illullricrier Sonntags. Beilage.Die Neue Well' 10 Pin Post. Abonnement: 1,30 Marl Uro Monat, Eingetragen in die Poll- Zeilungt. Vreisliile, linier Kreuzband mr Deun'chlan» und Oelierreich, Ungarn ilöO Marl, für das übrige ilusland t Marl Uro Monat Poslabonnementi nehmen an Belgien, Dänemarl, Holland, Italien. Luxemburg. Portugal. «IMtänieit Schweden und die Schweis ttlcheiol lzgNch. Deelinev Volktsbl�kk. ZtntraXorgnn der fozialdemokrati fchcn Partei Deutfcblands. S4. Zahrgims Bit Tnlerflons-GcMUr tetrSgt für Wt sechsgefb alten« kolonel- •eile oder deren Raum m Pig. für Polrtilche und gewerlichaftliche.Bereins. und Berfammlungs. Anzeigen 30 Pfg, »Aletne anzrigm", da« iettgedNllve Eott 20 Pfg. fzulälftg 2 fettgedruckte Wortef, jedes weitere Wort 10 Pfg. klellengefuche und Schlafstellenan- , eigen da« erite Wort 10 Psg. jede« «euereWortöPfg,«orte über 13 Buch. ' aben zählen Mr zwei Worte. Jnferllte ': die nächste Nummer müssen bis _ Ud» nachmittags in der Ervedition »bgegeden werden. Die Txvcdition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. xelegraimn.Adeeffe. .»»Ä->ilre>»»!t»l«aA»". Neüaktion: EW. HS» Liaöeastraße Z. Fernsprecher: Amt Morttzpla«,. Str. Sv— 1S1 S7. Expeüitioa: EW. HS» �inöeustrahe Z. Hernlprecher: Amt Moritzplati. Str. ISI itv— 1SI 97. Draußen und daheim. Von Philipp Scheibema««. Man darf uns deutschen Sozialdemokraten glauben, daß wir es nicht leicht haben! Kommen wir ins Ausland und hören wir, wie dort von vielen unser Vaterland als Hort schwärzester Reaktion in den tiefsten Höllenpfuhl verdammt wird, England, Frankreich und Amerika dagegen als Freiheit- und Lichtbringer der ganzen Welt-gefeiert werden, hören wir, wie Wilhelm II. als finsterer kriegSwütiger Tyrann, Bethmann als sein schmiegsam durch- triebenes Werkzeug geschildert wird, so müssen wir halb lachend, halb ärgerlich erklären, daß das alles nicht halb so schlimm ist. Deutschland, England. Frankreich und Amerika sind doch alle kapitalistische Staaten, sie sind alle heute durchgehend militarisiert, und die Freiheit, die wir nieinen, liegt überall krank im Lazarett. Demokratien, die mit Zensur, Belagerungszustand und Poßverweigerung arbeiten, können uns nicht imponieren, wir können ihnen nicht das Recht zugestehen, den Kreuzzug gegen die deutsche Autokratie zu predigen, die nicht so arg ist, wie sie sie nialen, während jene selbst in ibrer kapitalistischen Sünden Maienblüte durch- aus nicht so erhaben sind, wie sie scheinen möchten. Kommen wir aber dann nach Hause zurück, so sagt man uns: Was ihr da in Stockholm auseinandergesetzt habt, ist sehr richtig. Ihr hobt selber eingesehen, daß die Demo- krgtie nur ein Schwindel ist. Preußen-Deutschland mit seinem Dreiklassenwahlrecht, seiner„starken Monarchie" und mit uns, ihren Stiitzen— Landräten und Junkern— ist das herrlichste Lond auf der Welt. Laßt also alles sein, wie es i st, und redet nicht mehr von politischer Neuordnung. Wir haben draußen in Stockholm der Wahrheit gemäß gesagt, daß wir deutschen Sozialdemokraten unsere Politik treiben, während die deutsche Regierung ihre Politik treibt. Daß wir dabei alles tun, um das ganze deutsche Volk und da- mit aüch seiye leitenden Stellen von der Nichtigkeit unserer Politik zu überzeugen, ist selbswerständlich. Wir tun das offen im Reichstag und in unserer Presse. Und ebenso Üar wie diese Propaganda selbst liegen auch ihre Erfolge und Miß- erfolge zutage. Wer die Reichstagsverhandlungen und den „Vorwärts" liest und wer andererseits die politischen Hand- lungen der Regierung kennt, der weiß genau, wo sich diese beiden Linien berühren und Wo sie weit auseinandergehen. Wir haben in der letzten Jnterpellationsdebatte im Reichs- tag von der Regierung verlangt, daß sie sich ohne alle Um- schweife zu dem allgemeinen Frieden ohne Annexionen und ohne Entschädigungen bekenne. Wir haben von ihr n i ch t verlangt, daß sie sich für den annexions- und entschädigungS- losen Frieden mit Rußland erklären möge. Wir haben sie aufgefordert, von der öffentlichen Rcichstagstribüne zu aller Welt zu sprechen. Wir haben sie nicht aufgefordert, andere Wege einzuschlagen, die bei allen Mißtrauischen— und Tin aCuslanhc gibt es fast nur solche— Verdacht erwecken müssen. Wir haben von der Regierung gewünscht, daß sie einmal eine erschöpfende Erklärung abgegeben und dann den Erfolg abwarten solle. Wir haben von ihr nicht gewünscht, daß sie unvollständige Erklärungen nach einer bestimmten Seite hin wiederholen möge! Die Regierung hat also unfern Rat nicht befolgt. Nach- dem sich aber gewisse Enttäuschungen eingestellt haben, sagt man mit drohend erhobenem Finger:„Das kommt davon, wenn die sozialdemokratischen Ratschläge befolgt werden!" Und man versucht, uns für die R e g i e r u n g s P o l i t i k, die nicht die unsere ist, verantwortlich zu machen. Das lehnen wir dankend ab. Ich glaube, wir sind alle aus Stockholm mit dem gefestigten Bewußtsein zurückgekehrt, daß wir mit unfern Rat- schlagen auf dem richtigen Wege sind. Wir wollten, daß die am 12. Dezember v. I. begonnene Friedenspolitik der Mittel- machte ohne Umweg weiter verfolgt und vervollständigt werde. Da kam, was wir vorausgesagt, tvas wir vergebens zu ver- meiden versucht hatten, derKrieg mit Amerika. Da- durch ist die Siegeszuversicht der Gegner wieder gewaltig gesteigert, der Krieg verlängert worden. Man stelle sich ein- mal die europäische Situation vor, wie sie sich hätte entwickeln können: Im Osten ein revolutionäres nach Frieden drän- gendes Rußland, jenseits des Meeres aber ein, sei es auch nur leidlich, neutrales Amerika! Um wieviel wären wir da dem Frieden näher, welche ungeheuren Mißstände, mit denen das Werk von Stockholm zu kämpfen hat, wären da von vornherein beseitigt! Wir können, was geschehen ist, nicht ungeschehen machen. Jedoch die Pflicht treibt uns, den Weg zu suchen, der uns aus dem endlosen Völkermord hinausfuhrt. Und da ist mir das, dessen ich mir schon zuvor bewußt war, in Stockholm erst recht zur unerschütterlichen Ueberzeugung getvorden. Es geht nicht ohne eine durchgreifende Demo- kratisierung Deutschlands! Es sind nicht die Feinde, es sind die— ach so seltenen— Freunde draußen, die uns immer wieder sagen: Ihr müßt endlich einmal heraus aus Euren innerpolitischen Ziiständen! Ihr müßt der Welt zeigen, daß der Unterschied zwischen ihr und Euch ni-Ä so groß ist, wie er scheint, und daß er nicht unüberbrückbar ist. Ihr seid eines der tüchtigsten, der ge- bildefften Völker der Welt, und Ihr dürft nicht länger Re- gierungs- und Verfasiungsformen ertragen, die dem Kindheits- zustande der Völker angepaßt sind. Erst wenn Ihr das über- wunden habt, ist der Weg gefunden, den Ihr sucht: der Weg zur Verständigung der Völler. Daheim aber gibt es wieder Leute, die folgendermaßen zu uns reden: Wenn die Feinde unsere inneren Zustände an- schwärzen, so ist das nur eine Kriegslist, um Deutschland zu entnerven und seiner besten Kraft zu berauben. Zumal jetzt reformieren, hieße sich dem Willen der Feinde unterwerfen und sich von ihnen in unsere inneren Verhältnisse dreinreden lasten. Also erstens überhaupt nicht, und zweitens gerade jetzt erst recht nicht! Die so sprechen, sind dieselben Leute, die im Frieden zu- erst gesagt haben, das preußische Wahlrecht könne so bleiben, wie es sei, Weil keine Bewegung da sei, die seine Aenderung verlange, und die dann, als diese Bewegung kam, sagten, das Wahlrecht müsse so bleiben, wie es sei, denn jetzt sei eine Be- wegung da und von ihr dürfe man sich nichts abringen lassen. Diese Leute hielten freiheitliche Reformen vor dem Kriege für überftüssig, während des Krieges erklärten sie sie für gefährlich, weil sie den inneren Frieden störten, und für die Zeit nach dein Kriege erklären sie sie jetzt schon wieder für überflüssig, weil dann das Volk ja ganz andere Sorgen haben werde. Wir aber sagen: Tiefgreifende, weithin sichtbare Re- formen unseres inneren Staatslebens sind jetzt nötig, und es ist keine weitere Verschiebung des �Ter- mins statthaft, wenn unser Volk nicht den schwersten Schaden leiden soll. Wir müssen leider— trotz Stockholm— fürchten, daß wir einem vierten Kricgswinter entgegengehen. Ihn, wenn es möglich ist. in Ehren zu vermeiden, ist unsere Pflicht. Ein Mittel dazu— gewiß auch kein unfehlbar sicheres, aber doch immerhin ein erfolgversprechendes— ist die Demokratisierung Deutschlands. Man entgegnet uns: Die kriegswütigen, eroberungs- lustigen Feinde werden eure Demokratisierung für Schein und Schwindel erklären und nur noch hitziger nach der Fort- setzung des Krieges rufen. Ja gewiß werden sie dos— aber ob sie dann bei ihren eigenen Völkern noch den Resonanz- baden finden werden, den sie brauchen, das ist eine ganz andere Frage. Je rascher, je eindrucksvoller gehandelt wird, desto größer ist die Aussicht, den Gegnern ihre gefähr- lichste moralische Waffe zu entreißen, den feindlichen Fanafis- mus zu dämpfen, die Kriegshetze zu unterbinden. .Wenn aber trotzdem der Krieg weiter geht und uns noch schwereres bevorsteht, wie will man diese ungeheure Belastungsprobe bestehen/ wenn die nafionale Verteidigimg nicht auf sreiheitlich-demokratischer Grundlage organisiert und damit das Gefühl ihrer Notwendigkeit noch fieser im Vollsbetvußtsein verankert wird? Man glaube mich mckt, daß das Volk für das, was über den Unterschied zwischen deutschen«ud fremden Verfassungszuftändeii gesagt wird, kein Gehör und kein Verständnis hat. Die Uebertreibung, die in der Gegenüberstellung:„Hie Autokratie, hie Demokratie!" liegt, mag auf alle klarer Schauenden abstoßend wirken, ober ein sehr unbehagliches Gefühl bleibt trotzdem bestehen, und wer wagt zu behaupten, daß es ganz unbegründet fit? Die Forderung nach der Ausgleichung zwischen deutschen und fremden Verfassungszuständen wird ja nicht nur von den Gegnern als Kriegsformel gebraucht und mißbraucht, sie ist in den Kämpfen zweier Menschenalter von einem immer wach- senden Teil des deutschen Volkes vertreten worden. Bürger- liche>vie Proletarier haben je nach Zeitumständen diese Kämpfe geführt und in ihnen reiche Märtyreropfer gebracht. Wir Sozialidemokraten haben diese Forderung vei-h-Wen, als wir alle noch hofften, die Katastrophe dieses Weltkriegs nie erleben zu müssen; wir haben dornt vom ersten Tage des Krieges cm erklärt, daß freiboitfiche Reformen ein Mittel er- folgreicher Verteidigung und eines beschleunigten Friedens- schlustes seien. Erst viel später, als die Gegner merkten, daß Deutschland mit dem van hinten aufgezäumten Gaul der„Neu- Orientierung" weder vorwärts noch rückwärts konnte, als Rußland seine gewalfige Umwälzung vollbrachte, Amerika in den Krieg eintrat, da erlebten wir das Bedrückende, daß die eigene Forderung des deutschen Volkes von den Gegnern als Kriegsformel wider Deutschland ausgerufen wurde.- Diesem vielleicht geschicktesten polifischen Schachzug der Gegner gegenüber gibt es nur einen möglichen Gegenzug: Deutschlands das nach allen Seiten geschützt dasteht und das keinem Siegerdiktat unterliegt, muß> seinem eigenen Volke geben, was es verlangt! Zu dieser Einsicht sollten sich heute alle politischen weitblickenden Männer und Frauen Deutschlands vereinigen, gleichviel, wie sie sonst in einzelnen Fragen zu denken gewohnt sind. 5°« diesem Punkte muß es heißen: Es gibt keine Parteien mehr, es gibt nur ein Volk, das seine Lebensnotwendigkeit erkannt hat und danach ohne jedwede Rücksicht auf einzelne Personen lediglich um der Sache willen handelt. - Ein solches Volk wird sich die Achtung der oanzen Well gewinnen. Ein solches Voll wird selbst in Feindesland Freundschaft werben, es. wird all seinen Gegnern standhalten, und es wird.sich auch den Frieden der ä u ß e re n Freiheit er- ringen: es hat ihn gewiß, wenn es seine innere Freiheit ge- Wonnen hat!--■ (Wg. Drahtber. d.„Vorw."» ei«, nach die Kon- Stockholm. �upsmans nach Petersburg. Stockholm, 22. Juni. Das Petersburger Exekutivkomitee ladet Huysmans Petersburg z» kommen, zn einer Besprechung über ferenzffage. Dringende Augelegeuheiteu und der gegenwärtig tagende Kongreß aller Arbeiterräte verhindere die Bildung und die Einzelinstruktiou der Abordnung des Arbeiter- und Sol> dateurats nach Stockholm. In der Einladung des Arbeiter- und Soldatenratö ist das Datum so zu verstehen, daß der Koufereuzbeginn zwischen dem II. und 21. Juli unseres Kalenders angesetzt wird. Die Unabhängigen. Etockliol«, 22, Juni.(Eig. Drohtbericht des„Vorwärts".) So- eben trafen Haase, Kautsky, Bern st ein, Hcrzfeld sletzterer für Hoffmann) iin4> Stadthagen ein. Die Verhand- Iimg mit ihnen beginnt noch heute. Sonnabend und Sonntag wird nicht verhandelt, da Mittsommer als Landesscst gefeiert Wirt. Montag reisen Troelstra und Älbarda zur Vereidigung als Abgeordnete ab. Die Verhandlungen mit den Tschechen, zu denen sich heut« Schmeral gesellte, sind aufgeschoben. Die Ankunft von sechszehn Vertretern des Arbeiter- und Solbatcurats wird er- wartet._ Wilsons Botschaft an Nußlanü. Berichtigter Wortlaut. Die Botschaft Wilsons an Rnßtaiw hat in bor Voröffeat- lichung durch Wolff vom II. Juni infolge teteglo"�-"'-'r Ver- stümmclungen Unrichtigkeiten enthalten. Aus dem nunmeln berichtigten Text sei nachfolgend dos Wichtigste wieder- gegeben: Der Krieg hat begonnen, eine für Deutschland un- günstige Wendung zu nehmen, und in ihrem verzweifelten Wunsche, der unvermeidlichen Niederlage zu entgehen, haben die Machthaber in Deutschland jedes mögliche Mittel angewendet uwd selbst den Einfluß von Gruppen oder Parteien unter ihren eigenen Untertanen benutzt, gegen die sie niemals ge- recht und billig, ja nichteinmal duldsam waren. um eine Werbearbeit aus beiden Seiten des Meeres zu fördern, die ihnen ihren Einfluß daheim und ihre Macht im Auslande, bewahren soll, zum Schaden gerade derjenigen Leute, deren sie sich bedienen. Wilson beteuert dann weiter die Un eigennützig?«! Amerikas und fährt fort: Die herrschenden Klaffen in Deutschland haben neuerdings begonnen, sich zu ähnlichen hochherzigen und gerechten Absichten zu bekennen, sie tun es aber nur zur Erhaltung der Macht, die sie(die herrschenden Klaffens sich in Deutschland angeeignet haben, sowie zur Wabrmig der Vorteile, die sie in selbstsüchtiger und unrechtmäßiger Weise für sich und ihre besonderen, den ganzen weiten iHrnttn von Berlin bis Bagdad und darüber hinaus umfaffenden Machtpläne sich zu verschassen wußten, Der bekannte Berlin— Bogdadplcm wird sodann als eine gegen die Freiheit der Welt gerichtete Intrige geschildeti und dann heißt es weiter: Natürlich suchen die kaiserlich deutsche Regierung und die- j ein gen, deren sie sich zu ihrem eigenen Schaden bedient, Unier- Pfänder dafür zu erlangen, daß der Krieg mit einer Wiedcrher- stellung des Ltstus guo ante endigt. Wer gerade der status quo ante, d. h. die Macht der kaiserlich deutschen Regierung innerhalb des Reiches, sowie deren Oberherrschaft und Einfluß außerhalb des Reiches, die weite Gebiete umfaßten— war es, der diesen frevelhaften Krieg entstehen ließ. Als Kriegsziel bezeichnet Wilson die Leistung notwen- digcr Wiedergutmachungen, keinen Gcbictslvcchsel, außer zu dem Zweck, der betroffenen Bewohnerschaft cine gute Möglichkeit zum Leben und zur Freiheit zu sichern und ein'■/- meinsames Abkommen aller freien Völler der Welt. Die Botschaft schließt dann wie bekannt: Der Tag ist gekommen, zu siegen oder sich zu unterwerfen. " Wenn die Kräfte der Autokratie uns trennen können, so werden sie uns überwältigen. Wenn wir zusommcnholten, ist der Sieg getvitz und die Freiheit, welche der Sieg sichern toird. Wir können uns dann großmütig erweisen, aber wir ' dürfen uns weder dann, noch jetzt schwach zeigen und eine einzige Bürgschaft der Gerechtigkeit und Sicherheit preisgeben. Herr Wilson darf glauben, daß die„Parteien", auf die er anspielt, nicht gewillt sind, ihren herrschenden Klassen um ihrer schönen Augen willen Dienste zu leisten. Desto fester sind sie entschlossen, eine kriegerische Niederlage Deutschlands zu verhindern, von der sie für die Welt keine größere Freiheit erwarten, für das deutsche Volk aber die schlimmste Knecht- schaft._ Deutschlanüs Aufteilung. Ein französisch-ruffischcr Geheimvertrag f Berlin, 23. Juni. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung' schreibt: Der französische Ministerpräsident hat bekannt- sich in der Kammer versprochen,„demnächst" die geheime» Ab- machu«gen mit Rußland zu deröffentlichen. Seitdem sind mehrere Wochen verflossen, Herr Ribot hat der Oeffentlichkeit noch kein Wort über die Geheimverträge mitgeteilt. Dagegen ist durch ein schweizerisches sozialistisches Blatt bekannt geworden, daß er in der letzten Gcheimsitzung der Kammer einige Angaben über ein im Februar zwischen der sranzösischen und der rusfijchen Regierung unter englischer Zustimmung abgeschlossenes Geheimabkommen gemacht hat, Frankreich s»I< danach erhalten. Elsaß-Lothringen, das Saargebiet, BcrfngungSrecht über diejenigen Teile der Rheinprovinz, die es kraucht~ der Rest der Rheinprovinz soll Pufferstaat werden—, Syrien.— Damit ist von dem Geheimnis, mit dem die Entente ihre Raudgei'üste umgeben hat, der Schleier zu einem Teil gehoben. Herr Ribot, der Bertrauenömann deS sranzösischen Volkes, hat es noch nicht gnwagt, sich öffentlich zu dem enthüllten Programm zu bekennen. Wir warten ab, ob dies demnächst geschehen wird. Wir finden die Kennzeichnung von Annexionsabsichten als R a u b g e l u st c n außerordentlich treffend. Uebergangsministerium Seiöler. Die österreichische Krise. Wie«, 23. Juni. Die„Rene Freie Preffe" meldet, daß der jüngst zum Leiter des Ackerbanrainisterinrns bestellte Sektionschef Tr. V. Seidler zum Vorsitzende» des Ucbcrgangs- Ministeriums ernannt worden ist, in dem die Sektionschcfs der einzelnen Ministerien als deren Leiter amtieren sollen. Scidler ist zum Minister ernimnt worden. Ter Deutsche Nationalverband hat den Antrag des Abgeordneten Steinwcnder einstimmig angenonvmen, wonach der Verbandsvorstand beauftragt wird, unverzüglich Vorbereitungen zu treffen, um alle deutschen Parteien einschließlich der Sozialdemo- kraicn zu einem einheitlichen Vorgehen zu vereinigen. Es müsse in der vöbiilischcn Frage, im Bcrhältniffc zu den Polen und in der südslawischen Frage ein Einverständnis erzielt werden. Das Ver- halinis der Nationalitäten zum Staate müsse klargestellt und dem deutschen Volke jene Stellung gesichert werben, wie sie das Staats- intcresse verlangt. Ein einträchtiges Zusammenwirken aller Deutsch- östcrreicher in den elementaren politischen Fragen unter Aus- schaltimg des abscheulich gehässigen Parteikampfes liegt nicht nur im höchsten Interesse der Deutschösterreicher, sondern auch in dem des Staates und der übrigen Nationen, weil sich die Zahl der Parteien verringert und der Gang der Verhandlungen sich ver- dusacht, ferner weil die deutschösterreichischen Sozialdemokraten ihren von der Rücksicht auf die Interessen des Proletariats und der staatlichen Zweckmäßigkeit bestimmten Einfluß auf die Gesamtheit der deutschöstcrreichischen Abgeordneten wirken lassen können. Auf der anderen Seite haben die deutschen Sozialdemokraten nicht das geringste Interesse, den längst bankrotten und sich tvährend dieser kritischen Tage in glänzender Ohnmacht offenbarenden National-- verband zu retten, indem sie seinen tief im Dreck festgefahrenen Wagen flott machen helfen. 'Angesichts der in der Oeffentlichkeit wiederholt verbreiteten Nachricht, daß der Polenklub bei der Gründung des slawisch-parla- mentarischen Blocks mitgewirkt habe, behauptet der Vorstand des Polenklubs, daß der Polenklub au seinem grundsätzlichen Beschlutz festhält, niit allen Parteien deS Abgeordnetenhauses in Fühlung zu treten, um sich tvie bisher auch künftighin in jeder Beziehung volle Freiheit de? Handelns zu wahren. « Provisorischer Charakter der neuen Regierung. Wien, 23. Juni.(K. k. Telegr.-Korr.-Burcan.) Nachmittags lrat in Anwesenheit des neuen Ministerpräsidenten Dr. v. Seid- l e r die O b m ä n n c r k o n fe r e n z zusammen, lieber den Verlaus der Konferenz verlautet: Ter Präsident Dr. Groß stellte den neuen Ministerpräsidenten den Parteiführern vor, worauf dieser eine kurze Ansprache hielt, in welcher er betonte, daß die neue Re- gicrung noch einen provisorischen(lharakter trage und von einer definitiven Regierung später abgelöst werden solle. Seine Auf- gäbe sei cS, die Erledigung des Budgetprovisoriums, die Verlängerung der Mandatsdauer und die Delegationswahlen durch- mführen. Er bitte um die Unterstützung der Parteien bei seiner schweren Arbeit. Tic Parteiführer nahnien die Erklärung deS Ministerpräsi- denten zustimmend zur Kenntnis. Man einigte sich sodann dahin, daß Dienstag die zlveite und dritte Lesung über das Budgetprovi- sorium durchgeführt werden solle. Die Abstimmung über die zlveite Lesung soll um S Uhr erfolgen. Es sind 13 Redner pro und 21 eontra vorgemerkt, doch sollen sich die Parteien auf die Abgab« kur- zer Erklärungen beschränken. Mittwoch soll die Vorlage über die Mandatsverlängcrung erledigt werden. Eine Vertagung über den Sommer ist nicht geplant. Während der eintretenden Pausen sollen die Ausschüsse arbeiten. « Die österreichische Kriegsanleihe. Wien, 23. Juni. Die Zeichnungen auf die sechste österreichische Kriegsanleihe erreichten bisher den Betrag von nominal > R1« 8llS voll Kronen. Die endgültigen Schlußziffern können erst später festgestellt werden. Regierung, firbeiterrat unü Wiborger viertel Das Landhaus des Generals Turnowo. In Petersburg das Kriegsrecht proklamiert. Petersburg, 23. Juni. Der Vollzugsausschuß des Arbeiter- und ToldatcnratS und da« Bureau der Arbeiter» und Soldatenräte ganz Rußland« haben am 21. Juni einen Aufruf an die Arbeiterschaft de» Wiborger Stadtteils von Petersburg gerichtet, in dem e» u. a. heißl: Seit Beginn der Revolution hatten mehrere Leute, die sich kommunistische Anarchisten nennen, da« Landhaus des Generals Durnowo im Wiborger Viertel besetzt. Ter Arbeiter- und Soldatenrat hat schon da- mal« erklärt, daß es nicht zulässig sei, in Privathäuser ohne Ein- willigung der Besitzer einzudringen. Jetzt dringt die Vorläufige Regierung darauf, daß das Ha»S sofort geräumt wird. Dies Ver- langen hat die Arbeiterschaft in Aufregung versetzt und zahlreiche Arbeiter haben erklärt, daß sie das HauS mit Waffengeivalt vereidigen würden. Außerdem ist in vielen Werkstätten des Wiborger Viertels der Ausstand erklärt worden. Nack Prüfung der Lage fft beschlossen ivorden, die Petersburger Bevölkerung wissen zu lassen, daß der Arbeiter- und Sol- baten rat jedes Eindringen in private oder öffentliche Räume verbietet und solche Taten als gegen die Sache der russischen Revolution ge- richtet ansieht. Die Arbeiterschaft im Wiborger Viertel wird mifgefordcrt, sofort die Arbeit wieder aufzunehmen, da jeder Aus- naiid nur der Gegenrevolution zugute kommt. Als ganz uner- t r ä g l i ch und äußerst gefährlich für die Sache der Revo- lnrion wird die Veranstaltung von bewaffneten Kundgebungen ohne direkten Befehl des Arbeiter- und Sol- dslenrats angesehen, Frattzöfifche Stellung bei Filain erstürmt. Gefechte bei Vauxaillon. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 23. Juni 1917.(W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. An der flandrischen Front und im ArtoiS beeinträchtigte di« in die Nachmittagsftunde» Regen die Kampftötigkcit der Artillerie. Sie war dann lebhaft nahe der Küste,»on Lixschote bis Armen- tibres und zwischen Loos und Bullecourt. Wie in der Nacht zu gestern wurden auch hrnt»or Hell- werden an mehreren Stellen englische Erkundungsabteilungcu zurückgeworfen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Gestern früh nahmen nach kurzem, kräftigen WirkungSfener von Artillerie und Mincnwcriern Abteilungen niederfächfischrr Regimenter am Chemtn-deS-Dames einen Teil»er französischen Stellung südöstlich von Filain im Sturm und hielten die in etwa l'/o Kilometer Breite und 500 Meter Tiefe gewonnenen Grädeu gegen drei heftige Gegenstöße. Der Feind erlitt schwere Berlustr, da auch dir fiüchlende Grabcnbesatzung van unserem AbriegelnagS- feuer gefaßt wurde. 300 Gefangene konnten zurückgeführt werde«. Die Franzosen griffe««orgeuS westlich des Cornillet, abends bei Vauxaillon an, ohne einen Borteil zn erzielen. Oestlich von Craonne und auf beiden MaaS-Ufer» brachten uns Erkundnngsstöße Gefangene ein. Heeresgruppe Herzag Slbrecht. Längs der Front nnr die»bliche GefechtStätigkeit. Franzö. fische AufkläruiigStrupps sind nördlich von St. Mihiel und östlich der Mosel abgewiesen worden. DaS Reutcrsche Bureau berichtet aus Petersburg vom 21. d. M. noch folgende Einzelheiten über die Besetzung d«S Hauses des Generals Durnowo: Der Justizminister orbtrete die Räumung deS HaufeS an, Die Anarchisten beriefen darauf eine Versammlung ein, die von Ver- tretcrn der sechs großen Fabriken, die sich in der Nachbarschaft be- finden, besucht wurde. Diese erklärten, daß sie die Anarchisten gegen jede Gewalt der Regierung beschützen würden. Zu Mittag war das Haus von Tausenden von Mensehen, die zum Teil bewaff- net waren, umringt. Mehrere Redner erklärten, daß blutige Zu- sammcnstöße unvermeidlich sein würden, wenn Gewalt angewendet würde. Abgcordn et« aus Kronstadt sagten, daß im Not- falle bewaffnet« Matrosen in Petersburg erscheinen würden, um die Anarchisten zu verteidigen. Um 2 Uhr erschien ein Abgesandter der Regierung, der ohne Erfolg mit den Anarchisten unterhandelt«. Die Vorläufige Regierung hat, nach Meldung Reuters, ange- ordnet, daß das HauS zu einer bestimmten Stunde geräumt sein müsse. Wenn das nicht geschehe, werde die Räumung mit den Waffen erzwungen werden. * Basel, 23. Juni. Die„Agence Havas" meldet aus Petersburg vom 22. Juni, daß dort das Kriegsrrcht prokla- miert Morden ist. die Neuorünung der finnischen Selbst- regierung. Aus führenden Kreisen der in Finnland maßgebenden und die parlamentarische Mehrheit besitzenden sozialdemokratischen Kreise wird uns folgende Darstellung übermittelt: Die im Jahre 1809 geschaffene autonome Verfassung Finn- lands legte bekanntlich die Personalunion mit Rußland fest, dessen Zar zugleich der Großfürst von Finnland war. Die Wegräumung deS Zarentums durch die russische Revolution hat die Frage aus- geworfen, auf wen nun die oberste Gewalt in Finnland übergehen sollte. Von finnischer Seite wurde bestritten, daß die monarchischen Rechte automatisch auf die provisorische russische Regierung über- gegangen seien, zumal die Finnen immer eine Zuständigkeit des russischen Ministerrats bestritten hatten, seit der Großfürst ver- pflichtet war, Finnland mit Hilfe finnischer Männer zu regieren.. Schon im März hatte die provisorische Regierung die vom Zarismus tniderrechtlich vorgenommenen Einschränkungen der Auto- nomie Finnlands— insbesondere den Stolyp irischen Staatsstreich von 1910— aufgehoben; es wurde auch eine parlamentarische Re. gierung für Finnland ernannt und der Landtag einberufen. Dem Verlangen des Landes nach gesetzlicher Festlegung der Neuordnung entsprechend, arbeitete der Senat einen einstweiligen Gesetzentwurf auS, wonach die Befugnisse des Großfürsten auf den finnischen Senat übergehen sollen, jedoch mit einem Einspruchsrecht des von der russischen Regierung zu ernennenden Generalgouverneurs in solchen Fragen, die das Rechtsverhältnis zwischen Finnland und Rußland oder russische Einrichtungen in Finnland berühren. Auch sollte der Generalgouverneur die finnische Regierung ernennen, und zwar aus solchen Finnländern, welche das Vertrauen des Land- tags genießen. Da nun in Finnland verschiedene Fragen eine alsbaldige ge- setzliche Regelung verlangen, wollte man den eben erwähnten Ver- fassungsentwurf möglichst schnell Gesetz werden lassen, schon nm nicht«in Präjudiz dafür zu schaffen, daß eine russische Regierung finnische Gesetze destätige. Aber die Regierung der Kadetten Gutsch- koff und Miljukoff wollte diese Regelung nicht gutheißen, obwohl sie sie nicht verwerfen durfte. So ging kostbare Zeit verloren. Ungeduldig erwarteten die Finnen diese erste Erfüllung der Ver- sprechungen und staunten bald darüber, was die neuen russischen Regenten unter„Freiheit" und„Demokratie" verstanden. Erst im Juni, nach den kräftigsten Vorstellungen von finnischer Seite, konnte die umgestaltete provisorische Regierung sich ent. schließen, diesen Gesetzentwurf dem Landtage vorzulegen, aber nicht in der ursprünglichen Form. Das Vetorecht des Generalgouver- neurs sollte erweitert werden, so daß es alle Fragen, welche die Interessen Rußlands berühren, umfaßte. Und sich selbst behielt die provisorische Regierung das Recht vor, den finnischen Landtag zusammenzurufen und aufzulösen(natürlich gemäß den Konstitu- tionen Finnlands, welche jährliche Landtage bedingt). Als der Vorsitzende des finnischen Senats, Genosse O. Tokos, die erste Lesung des Gesetzes eröffnete, beschrieb er alle di� Schwierigkeiten, die die finnische Regierung, auch nur soviel zu erreichen, gehabt hätte. Er berichtete auch, man habe in Petrograd der provi- sorischen Regierung klargemacht, daß es sich zunächst nur nm eine provisorische Regelung handle, daß aber Finnlands Volk staatliche Unabhängigkeit erstrebe. Jetzt kommt es also darauf an, ob der sinnische Landtag die provisorische Regelung in dieser Form annimmt. Von außer- ordentlicher Wichtigkeit ist e? für die Finnen, eine innere Selb- ständigkeit schon jetzt zu bekommen. Aber viel wichtiger ist die Diskussion gewesen, welche man in der Presse Finnlands und Ruß. Seit dem 15. R. sind in Luftkämpfen 23, durch Abwehrfener 5 feindliche Flugzeuge, außerdem 4 Fesselballone der Gegner ad- geschassen worden. Oestlicher Kriegsschauplatz. Erhöhte Fcurrtätigkcit herrschte gestern besonders zwischen der Bahn Lemberg— Tarnopol und dem Dnjestr. Mazedonische Front. Die Lage ist unverändert. « Der Erste Generalquartirrmeister. Ludendorff. Abendbericht. Amtlich. B e r l i n, 23. Juni 1917, abends. Keine besonderen Ereignisie. Der österreichische Bericht. Wien, 23. Juni 1917.(W. T.».) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. An der GebirgSfrant und in Wolhynien lebte da« feindliche Artillcmfeurr vorübergehend auf. Die anhaltende Beschießung des Raumes südlich Brzrzany wurde von unseren Batterien kräftig erwidert. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Geringe Gefcchtstötigkeit. Der Chef deS GeneralstabeS. lands geführt bat über die Selbständigkeitsbestrebungen des finni- schen Volkes. Der gehässige Widerstand, welchen die russischen Im, perialisten der Freiheitsforderung Finnlands entgegeysetzen, bc- weist, was diese Politiker unter„Völkerfreiheit" verstehen. Auch haben einige russische demokratische Gruppen die finnischen Pläne als Beleidigung der Demokratie Rußlands erklärt, und es hat viel Mühe gekostet, ihnen klarzumachen, daß Finnland, welches der Demokratie Rußlands Vestraucn entgegenbringt, doch gegen sich selbst verpflichtet ist, sich gegen eine eventuelle Reaktion in Ruß- land zu schützen. Für die ökonomische und kulturelle Entlvickclung Finnlands ist es von der größten Wichtigkeit, daß das Land niemals wieder zum Spielzeug der Schwankungen in der russischen Politik werde. Kopenhagen, 23. Juni.- Nach einem Telegramm aus Heising- fors nahm ldcr Kongreß der finnischen Sozialdemo- kratie eine Entschließung an, welche die Trennung Finn- lands von Rußland sowie die Erklärung einer unabhängigen finnischen Republik fordert. Einspruch Rußlanüs gegen Griechenlanüs Vergewaltigung? �Stockholm, 23. Juni..Stockholms Tidningen" erfährt über Haparanda, die allgemeine Soldaten- und Arbeiterkonferenz in Petersburg babe die Meinung ausgesprochen, eS sei unbegreiflich. wie die Vorläufige Regierung an der Gewalttat gegen Griechenland habe teilnehmen können. Hierauf habe Tseretelli erklärt, Rußland habe durch seinen Minister des Aeußeren gegen diese Gewalttat Einspruch erhoben, durch die Griechenlands Verfassung und sein Recht, über sich selbst zu bestimmen, verletzt worden sei. Der Einspruch solle demnächst veröffentlicht werden. Rußlanö besteuert Sie Zahlungsfähigen. Koprnhageu, 23. Juni.„Rjetsch" meldet, daß die Stadt PeterS» bürg vor dem finanziellen Zusammenbruche stehe. Der russische Finanzminister teilte in einer Versammlung von Finanzleuten mit. daß eine Erhöhung der Staatseinnahmen durch neue Steuern bevorstehe. Voraussichtlich werde eine sehr fühlbare Erhöhung der Einkommensteuer eintreten. Der Steuersatz für Ein- kommen von 40000 Rubel, der jetzt 12 Proz. beträgt, soll auf 30 Proz. erhöht werden. Die Ste.uer auf Kriegsgewinne soll künftig bis auf 80 Proz. erhöht werden. Der verbotene ukrainische Kongreß tagt. Stockholm, 23. Juni. Laut Stockholms.Dagblad" hat der von der Regierung verbotene ukrainische Militärkongreß, zu dem sich 2000 Teilnehmer einfanden, begonnen. In Gegenwart eines ukrai» nischen Regiments behandelt« der Kongreß die Frage der un» mittelbaren Verwirklichung der Selbstverwal» tung der Ukraine. Der Oberbefehlshaber der Truppen bat Südwestfront befahl dem ukrainischen Regiment, sofort an die Front abzugehen. Auch die Litauer haben, wie daS Blatt meldet, ihre Un- abhängigkeit beschlossen. Keine dänische Regierungskrise. Kopenhagen, 22. Juni.(Meldung des Ritzauschen Bureaus.) Gemäß der vom Ministerpräsidenten gegebenen Darstellung der politischen Lage wünschte der König nicht, das Abschieds- gesuch des Ministers Rottböll zu bewilligen. Rottböll bleibt daher im Amte. Kampf bei filain. Berlin, 23. Juni.(W.T.B.) An der Aisnefront bröckeln die ohnehin ringen Geländegewinne der Franzosen auS der großen FrühjahrS- offenfive langsam ab. Der neuerliche Borstoß bei Filain hat die Franzosen wiederum um ein Stück von den Nordhängen des Chemin- deS-DaineS-Rückens zurückgeworfen. Damit schwindet immer mehr die Hoffnung der Franzosen, jemals den Ailette-Grund zu über- schreiten, der am 16. April bereits von der ersten Angriffswelle er- reicht werden sollte. Durch das ununterbrochene Feuer der hin- und hergehenden Kämpfe ist hier auf dem ganzen Berghang der Boden aus- gerissen und zertrommelt. WaS von den Gräben und BerteidigungS- anlagen noch stand, fegte das verheerende Feuer der deutschen Batterien und Minenwerfer hinweg. Bor den unwiderstehlich an- rückenden deutschen Sturmwellen flüchtete die Grabenbesatzung. Allein auf dem offenen Hang faßte sie das deutsche Riegelfeuer. Wie eine schwarze Wand standen die Rauchfahnen der Granaten auf dem Berghang. Nur wenige kamen unverwundet hindurch. Der größte Teil der französischen Besatzung blieb in den Gräben und Trichtern. Der Rest, 308 Mann, wurde gefangen. Drei sofortige wütende Gegenstöße der Franzosen erhöhten nur ihre schweren Verluste. Upefnbnajc GeereSberschie. Fra»zlfischer Bericht vom 2'2. Juni nachmittag?. Südlich von La F e r e mochten wir einen Einbruch in die deutschen Linien in der Gegend von B c a u t o r und brachten Gefangene zurück. ES iolgtc ein vlrtillcriclampf östlich von Vau�aillon, der sich im Laufe der Nacht in der Gegend südlich von F l l a i n und nördlich von Bravc-en-Laonnais ausbreitete, wo er außergewöhnliche Heftigkeit annahm. In der Champagne griffen die Tcutschcn etwa um S Uhr abends nach starker Artillerievorbereitung unsere Gräben am Kamm des Teton-BergeS und östlich davon auf einer s?ront von 4M Meter Breite an. Es gelang ihnen anfangs, in unsere vorgeschobenen Werke einzudringen, sie wurden jedoch noch deftigem Kampf wieder hinausgeworfen und die französischen Linien ohne Einbuße wieder hergestellt. Vom'22. Juni abends. Am Chemin-des-Tames wurde die Beschießung unserer Stellungen südlich von F i l a i n und in der Gegend Braye-en-Laonn aisbis zum Morgen fortgesetzt; es folgte ihr eine Reihe sehr heftiger Angriffe in Frontbreitc von mehr als zwei Kilometern. Von westlich der Ferme Royere bis zur Spitze von Chevrignh haben die Tcutschcn bedeutende aus Sondcrwaffen zusammengesetzte Kräfte vorgeworfen, die mit großer Erbitterung angegriffen haben trotz der schweren Verluste, die ihnen unser Feuer beibrachte. Auf dem größeren Teil der Angriffsfront baben wir unsere Stellungen behauptet, abgesehen vom Zentrum, wo der Feind nach mehreren Versuchen in einen Vorsprung unserer Linie hat eindringen können. Auf dem übrigen Teil der Front Beschießung mit Unter- brechungen.__ Das Ergebnis der Frühjahrs- Offensiven. Wenn auch die Sommer-Offensiven an neuen Frontabschnitten schon begonnen haben, scheint es dem„New StateSman" vom 9. Juni doch angezeigt, die FrühjahrS-Offensrvcn noch einmal zu- sammenfassend zu betrachten. Er führt dazu folgende? aus! Der strategische Charakter der cnglisch-französischen Aprtl-Offen- sive war der einer riesenhaften Zangenbcwegung, lvelche den ganzen deutschen Vorsprung, der sich auf Douai. Cambrai, St. Quentin und Laon stützt, abkneifen sollte. Dieses Ziel schloß ein beträcht- IicheS Maß von.Durchbruch" in sich und ist, natürlich, nicht erreicht. Erwartete man denn, es zu erreichen? Eine gute Strategie setzt sich immer eine abgestufte Reihe von Zielen, deren entferntere zu erreichen nur geringe Aussicht besteht, während diese Ziele doch wertvoll sind, teils, weil sie eine Bedrohung für den Feind bedeuten, teils, weil sie die Sicherheit geben, daß irgendein unerwarteter Grad des Sieges voll ausgenutzt werden wird. War das Kneif- zangenziel von dieser entfernteren Art oder wurde von den April- Angriffen erwartet, daß sie es unmittelbar erreichten, wie zum Beispiel die Kneifzangen-Offensiven Mockenseius und Falkenhayns letzten Herbst in Rumänien? Diese Frage ist schwer zu beant- Worten, weil zweifellos an verschiedenen Stellen Erwartungen vcr- schicdener Grade gehegt wurden. Am hoffnungsvollsten von Leuten an hoher Stelle scheint General Nivelle gewesen zu sein. Tie Deutschen führen, angeblich auf Grund erbeuteter Urkunden, eine eindrucksvolle Anzahl von Einzelheiten an, die Nivelles Absicht und Erwartung, durchzubrechen, nachweisen, darunter die Organisation einer großen und besonderen„Armee de Poursuite", die durch die Turchbruchsstelle strömen sollte. Die Deutschen mögen damit recht oder unrecht haben— daß aber General Nivelle seiner Regierung Hoffnungen machte, die er nicht erfüllte, muß aus seiner Enthebung vom Oberkommando geschlossen werden. Und doch würde es mög- lich sein, dies damit zu erklären, daß er am lß. April auch un- mittelbarere Ziele nicht erreichte. Wenn wir uns auf die letzteren beschränken, so können wir die cApril- und Mai-Ergebnisse etwa folgendermaßen zusammenfassen: Der englische Angriff vom 9. April brachte vollen Erfolg, der französische vom 48. April war größtenteils ein Mißerfolg— wenige Ziele wurden erreicht, und die Verluste waren gewaltig. der Krieg auf den Meeren. Wieömim$�177 Tonnen versenkt. Berlin, 22. Juni. 1. Durch die Tätigkeit unserer U-Boote sind neuerdings in den nördlichen Sperr- gebieten 21 000 Br.-Reg.-To. versenkt worden. Unter den vernichteten Schiffen befinden sich n. a. der e n g l i s ch e be- waffnete Dampfer E» i d w c u(3594 Br.-Reg.-To.), ein großer bewaffneter unbekannter englischer Dampfer und der i l a- I i e n i s ch e Schuner L u i s a. Von den anderen versenkten Schiffen hatte eines 2090 Tonneu Getreide, zwei weitere Holz geladen. Die Ladung der übrigen Schiffe konnte nicht fest- gestellt werden. 2. Im M i t t e l m e e r wurden von nnseren U-Booten neuerdings wieder Dampfer und Segelschiffe mit insgesamt 49 177 Br.-Reg.-To. versenkt. Unter diesen befanden sich der englische Truppentransporter Cameronian(5861 Br.- Reg. To), der f r a n z ö s i s ch e Truppentransporter?)ar r a (4l63 Br.-Reg.-To.), die bewaffneten englischen Dampfer Jslandmore(3946 Br.-Reg.-To.) mit 4599 Tonnen Kohlen und B e n h a<1878 Br.-Reg.-To.) mit 1799 Tonnen Johannis- brot, ferner zwei unbekannte bewaffnete englische Dampfer von je 5999 Br.-Reg.-To. Mit dsn Schiffen wurden Ladungen vernichtet, die in erster Linie aus Kohlen, Getreide, Oel, Wein und Phosphat bestanden. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Berlin, 23. Juni. Amtlich. Neue U-Boots-Erfolge im Atlantischen Ozean! 28 999 Br.-Reg.-To. Unter den versenkten Dampfern befanden sich ein englischer Hilfskreuzer, der am 14. Juni frühmorgens v e r- -lichtet wurde, ein großer englischer bewaffneter Dampfer und ein unbekannter englischer Frachtdampfer von etwa 4599 Tonne». Der Chef de» AdmiralstabeS der Marine. Die norwegischen Schiffsverluste. Kopenhagen, 22. Juni.„Nalionaltidende" meldet aus Kristiania: Der Borsitzende des Norwegischen Reederverbandes teille in der Generalversammlung des Verbandes mit, daß die norwegische HandelSslotle bis heute während des Krieges S85 Schiffe mit zusammen 818 988 Tonne» verlöre-- habe. Bei Kriegs- ousbruch betrug die Tonnage der Schiffe über 190 Tonnen 2 800 008 Tonneil, somit ist ungefähr ein Drittel verloren gegangen. Die Ergänzungen der Handelsflotte während deS Krieges durch Neubauten oder durch Kauf belaufe-, sich auf 918 000 Tonnen. Da der natürliche Abgang der Schiffe im gleichen Zeitraum«inschließ- Iicki der Sch-ffsvertäufe ins Ausland 702 000 Tonnen beträgt, ist die -ivrwegische Handelsflotte somit heute ungefähr um 600 000 Tonnen geringer als im August 1914. kleine Kriegsnachrichten. Kriegsschäden in Polen. Wie auf der Tagung der polnischen Bauunternehmer in Warschau festgestellt wurde, beträgt der Scha- den, den der Krieg in Polen Da noch eine Lohnforderung an den Kläger anstand, unter- breitete Kunze folgenden Vorschlag: Um alle Streitigkeiten jn dieser Frage zu erledigen, schlage er vor, daß der Kläger an dtzn Beklagten glatt Sl> M. auszahle. Das Futter habe er jedenfalls gekauft und neu eingenäht, aber die Kragen dem Beklagten unge- nügend entlohnt. Das Gericht schloß sich dem Vorschlag Kunzes an, und der Vergleich endigte dementsprechend. Kuslanü. Die französischen Ausstandsbewegunge«. Von der französischen Grenze meldet die„Köln. Zt«.": UebSr die Ausstandsbewegungen, die von den.zahlreichen Ausständen fii der Pariser Frauenarbeit wie ein Stichfeuer sich über ganz Frank- reich ausdehnten, ist es in den französischen Blättern seit kürzest: still geworden.?Nan erfährt jetzt, dag die Zensur den Zeitungen ein förmliches Verbot zugehen ließ, von den Ausständen irgend einstimmig angenommen. «vetteransftchten für das mittlere Norddeutschland bis Montag mittag. Ziemlich kllhl, veränderlich, vorwiegend wolkig, öfttr Regensälle; strichweise Gewitter. Äcrantwortl. f. Politil: Dr. Kranz Ditderich, Berlin-Friedenau: sttr V. übrigen Teil des BlattoS: Alfred Scholz, Neukölln: für Inserate: Tb. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Einger& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen. KhnKiiuiuiiimiiaiuiiiueuitmiuiiiiluitiaittiidnii A. WERTHEIM nmuiniiiiiuniiiiniuuiuiiuiuiiiiuttUiaiuiifluMBn Seidenstoffe Schottenseide f"b.cn.st.eMS: 3.50 Gestreifte Blusenseide ISÄ 4.50 Granitseide Äj IV�.� 4.50 Bedruckte Japonseide Er. TJ. 7.90 Deutsche Bastseide �.Mct" 12.50,9.75 Gestreifte Kleiderseide in � breit, sebwarz-veifi und blau-weiß.... Mtr. Iv.UU China-Krepp S, Ä™."�«S 10.50 Seiden-Trikot 19.50 Damenhüte Ungarnierte Hüte* c0 4 qq« 25 neuesteFornu, rerseb. Geflechte 0»0\Sy*T.C7V/,\J.4D Tagab- u. Liseret-Hüte 7 � n co In modernen Formen nnd Farben.'.fvj 1 1«OVJ r�orn Hkifr» moderne Formen und Farben, aneb*er- »chiadeneGarnit 8.50, 1 1.25,15.50, 19.00 1 Damenwäsche Taghemden mit Stickerel-Antatx.... 7.75 TaghemdeO mit Stickerel-Ein- u. Ansatz 12.75 Taghemden mit Stickerei-Eln- u. Ansatz 13.75 Garnituren Taghemden Beinkleider Nachthemden 9.75 m. 15.50 7.50 m. 11.50 16.75 m. 21.75 Untertaillen»«> stickereistoir..... 6,75 Untertaillen mit Stickere<-Eln*n. Ansatz 12.75 Untertaillen 13.75 Stickerei- Röcke.......... 18.50 Rock-Beinkleider voiäJÄS 14.50 Weisswaren Blusen-Kragen KÄ'rsSs Blusen-Kragen SÄSIspTaL'Äm Roll-Kragen 2.35 Ttlll-Fichüs nie............. 1.95 Tall-FichOs SS',?". 2.90 rae"1.75 »"■2.50 Waschstoffe Baum woll- Musseline MÜsierhe. Mtr. 2.25 KraUSelStOffe Punkt- u. Blumenmast Mtr, 2.50 Weiße bestickte Volants. �- Kr, für Kinderkleider, schöne Muster. Mtr. leiste best. Mulle»"mlnSSÄS 3.60 Bedr. Tupfenmulle 4.75 Schleierstoffe SKÄ-'?': re? 5.50 D- J— Tfille* aparte Neuheit, in modernsten a oc oeur.» UI1C Mustern, etwa 100 cm breit Mtr. Qr»lil#sl ArctnfpA Vell-Voile, etwa 1 15cm breit, OCiilCICl oltMIC Streublumenmuster*7 Q ej"V auf hellem und dunklem Grund.. Mtr.'.VV/,VJ.«JV Sonnenschirme Reinseidene Sonnenschirme.- � tiefe Form, mit Schottenansatz........ Schirme fürSonne und Regen 17� reine Seide, in verschiedenen Farben.....*' Touristen-Schirme Q � Gloria-------------------- I laW�iWH ttr. 170 ♦ 34. Jahrgang t* Seilage öes Vorwärts Sonntag, 24.�unll417 Die neue Neichsgetreiöeorönung für Sie Ernte 70? 7. Beschlagnahme aller Getreibeartev.—©rohere Heranziehnvg des Handels.— Erweiterte MachtdeHugnisie der verbände. Der Bundesrat hat in sein« letzten Sitzung dem Eni- wurf einer Reichsgetreideordnung für die Ernte IS 17 seine Zustimmung erteilt. Die Erfahrungen de» letzten Wirtschaftsjahres liehen es geböte« erscheinen, im kommenden Srntejahr nicht nur das B rotgetweid e, sondern auch Gerste, Hafer, Hülsenfrüchte, Buchweizen und Hirse re st- los zu beschlagnahmen, diq'e Früchte durch eine Hand zu erfassen und sie durch e i n e O r g am i sa t i o«, die ReichSgetreide- stelle, zu bewirtschaften.. An dem bisherigen Shsstem der Erfassung de» Brotgetreides, das auch auf die übrigen Früchte ausgedehnt worden ist, ist grundsätzlich festgehalten: die Lieferung der Früchte wird künftig wie bisher entweder durch den Kommunal- verband als Selbstlieferer oder durch die Kommissionäre der Reichs- getreidestelle, bei deren Bestellung der Kommunalverband mitzu- wirken hat, erfolgen. Dabei ist die Selbstwirtschaft der K o mm unalverbände auf diejenigen Kommunalbestände b e- Schränkt worden, die nach den Erfahrungen der Erntejahre ISlö und 1916 voraussichtlich zur Versorgung ihrer Bevölkerung bi» zum 15. März 1918, also neun Monate, ausreichen: die Lieferung be- fchlagnahmter Früchte durch den Kommunalverband an die Reichs- getreidestelle als Eigenhändler(Selbsstlieferung) wird ferner nur den selbstwirtschaftenden Kommunalverbänden und auch diesen nur dann gestattet, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen, insbe- sondere eine kaufmännisch eingerichtete Geschäftsstelle unterhalten, für den Einkauf mindestens zwei Kommissionäre bestellen, die gegenseitig in Wettbewerb treten und die Kommissionsgebühren restlos überwiesen erhalten, ferner der Reichsgetreidestelle wöchent- lich eine genaue Nachweisung der eingekauften Mengen«insenden. Selbstwirtschaft wird eS übrigen» nur b e i Brotge- treibe und in gewissem Ilmfang zweck» Bewirkung de» Futter- ausgleichs bei Futterge-treide geben: der Aufkauf von Hafer und Gerste zur Nährmittel» und Bierherstellung auf Grund besonderer Bezugsscheine wird nicht mehr statt- finden, die Zuweisung geeigneter Qualitäten für diese» Zweck wird vielmehr ausschließlich Sache der Reichsgctreidestelle sein. Dem Handel w'rd künftig eine größere Betäti. gungsmöglichkeit als bisher gegeben sein. Die bezüglichen Verhandlungen mit den amtlichen Handelsvertretungen nähern sich dem Abschluß. Um die Kommunalverbände in den Stand zu setzen. den ihnen obliegenden Pflichten zu genügen und für die Abernwng, den Ausdrusch und die Ablieferung der Früchte Sorge zu tragen, find ihnen gegenüber dem bisherigen Rechte wesentlich er» wetterte Machtbefugnisse«ingeräumt worden. cntspechend den schon für den Frühdrusch vorgesehenen Maßnahmen: namentlich können sie erforderlichenfalls zur Erfüllung ihrer«er- pflichtungen alle in ihrem Bezirke vorhandenen landwirtschaftlichen Gerate und Betriebsmittel jeder Art, also auch, soweit nicht die besonderen Anordnungen d«S Kohlenkommissars entgegenstehen. Kohlen m Anspruch nehmen. Die Pflicht des Kommunalverbande-, für die Ablieferung der in seinem Bezirk angebauten Früchte zu sorgen, ist zu«mer Haftung fiir die Ablieferung in der Art der- dichtet worden, daß der Kommunalverband eine Kürzung der für seine versorgungsberechtigte Bevölkerung und seine Selbstversorger festgesetzten Verbrauchsmengen an Brotgetreide. Mehl und Nähr- niitteln zu gewärtigen hat, wenn er e» etttu schuldhaft unterlassen sollte, seinen Lieferpflichten rechtzeitig zu genügen. Die Feststes. lung der Lieferpflichten soll auf Grund der im Sommer stattfinden. den Erntcschatzung und der früher vorzunehmenden Nachschätzungen erfolgen. Dabei sind die festgesetzten Mengen innerhalb der be- stimmten Fristen, die darüber hinaus verfügbaren, also die sonst schon ausgedroschenen oder durch die Festsetzung nicht erfaßten Mengen, jeweils sofort nachdem sie lieferbar geworden sind, der Reichsgetreidestelle zur Verfügung zu stellen. Dieser Haftung des Kommunalverbandes mit ihren Folgen entspricht eine Haftung der Gemeinden gegenüber dem Kommunalverbande und eine Haftung der ein- z einen Erzeuger gegenüber der Gemeinde oder, wo die Umlage durch den Kommunalverband unmittelbar auf die Er. zeuger vorgenommen wird, der letzteren gegenüber dem Kam- munalverbande. Die Folgen der Haftung sollen insoweit nicht eintreten, al» die Unterlassung rechtzeitiger und vollständiger Ab- lieferung m"STchTb nb e r g, zugetrSAini Während der Betrieb in vollem Gange war, ereignete sich plötzlich kurz vor 2 Uhp nachts in dem zu ebener Erde gelegenen Schmelzranm eine furchtbare Explosion, deren Knall wefthin hörbar war. Das Fabrikge- bände wurde zum großen Teil zertrümmert und in den benachbar- ten Häusern platzten die Fensterscheiben. Die in dem Raum, in dem sich die Explosion ereignet hatte, weilenden Personen, sechs Arbeiter und der leitende Ingenieur, wurden zum Teil unter den Mauertrsimmern verschüttet. Der Lichtenbevger Feuerwehr gelang es, unterstützt von den Arbeitern der Fabrik, sämtliche Verunglückte herauszuholen,. Fünf von ihnen hatten so schwere Verbrennungen nud andere äußere- Verletzungen davongetragen, daß sie nach dem Krankenhause 1 Fri'edrichshain' gebracht werden mußten. Es sind dies die.Arbeiter, Georg Kühn, Stefan Schreinach, Franz Pyijatzk'i, Ferdinand Michaelis' und Jakob Pcaja. Der leitende,� Ingenieur,: der ebenfalls erhebliche-Brandwunden davon- getragen., hatte, und ein- weiterer Arbeiter,- der nur leichte Verwun- düngen-erlitt, konnten nach Anlegung von' Verbänden nach ihren Mohnungen gebracht werden. Der infolge'der Explosion ausge- brochene Brand- wurde rasch gelöscht. Die Ursache der Explosion ist noch nicht festgestellt. Es wird vermutet, daß eine Ueberspannung des elektrischen Stromes statt- gefunden hat. Der angerichtete Schäden ist sehr erheblich.— Das Befinden der im Krankenhause Friedrichshain untergebrachten Ver- nngtücktcn läßt erhoffen,"daß sie mit dem Leben davonkommen werden. Mr 53 000 Mark Seidenstoffe veruntreut haben zwei junge Burschen namens Willi- Weiß und Artur Krüger, die Freitag mit ibrem Hebler festgenommen wurden. Die Beiden waren in einer hiesigen Spedition beschäftigt und holten eine große Seiden- stoffsendung von einem Gülerbahnhofe ab-; vier Kisten mußten sie für den nächsten Tag zurücklassen. Am anderen Morgen fuhren sie wieder nach dem Bahnhofe, sagten dort, daß sie im Auftrage der Spedition kämen,' luden die Stoffe auf, brachten sie nach einen, Wagenplatz in der Köpenicker Straße und fanden darauf einen Ab- nehmer in einen, Schneidermeister Timm. Dieser hatte bereits einen Teil wieder an einen zweiten Abnehmer und nach der Pro- vinz verschoben, als die Kriminalpolizei ihn und die beiden Burschen verhaftete. Origineller Letensmittelkarteuschwindel. Eine ganze Familie er- dichtete die Hausverwalterin Meta Jäger aus der Schinkestraße 23 zu Neukölln. Sie fälschte fünf polizeiliche An- Meldescheine auf die Namen von ebenso vielen Angehörigen einer „Familie Gerlach" und erhielt daraufhin für die fünf Personen Lebensmittelkarten. Ein Schutzmann, der die zugezogene„Familie" persönlich auffucheu wollte, konnte fie im ganzen Hause nicht finden, und so kam der Schwindel an den Tag. Frau Jäger wurde ver- haftet und dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Durch ihre Eitelkeit verraten' hat sich eine Einbrecherin in Neu- kölln. Einer Frau Agnes i Becker in, der Jägerstr. 40 dort war bei einem Einbruch Geld gestohlen worden. Bei der Befichtigung des Tatortes fanden die Kriminalbeamten in de>n Kamme der Be- stohlenen fremde Haä.re von auffälliger. Färbung. Diese Spur führte zur Ermittlung der Einbrecherin, einer 13 Jahre alten, der Frau Becker bekannten Arbeiterin Herta Borgwardt ans der Jägerstr. 46. Sie war mit einem Nachschlüsiel eingedrungen und hatte es sich nicht versagen können, fich vor dem Spiegel rasch noch die Haare zu machen, bevor fie die Wohmmg wieder verließ. Sie wurde verhaftet und dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Der kleine Meyer ist wieder da! Einen guten Ausgang hat die Kindesentführung aus dem Schöneberger Stadtpark gefunden, über die wir gestern berichteten. Die Täterin aber ist noch unbekannt und ihr Beweggrund noch ebenso rätselhaft wie früher. Während die Eltern, der Kaufmann— nicht Gastwirt— Meyer und seine Frau- ebenso wie die Polizei vergeblich nach dem Knaben suchten, brachte ihn Freitagabend gegen 8 Uhr ein neun Jahre alter Junge aus der Nachbarschaft, der die Familie kennt, unerwartet nach Hause. Der Kleine war munter und lustig wie immer, und frisch gewaschen, sogar die Stiefelchen, waren blank geputzt. Wo er gewesen ist, weiß man noch nicht, eine Spur jedoch zeigt nach Lichtenrade. Der Wieder- bringer berichtete, daß eine junge Dame ihn in der Nähe der Be- hausung in der Belziger Straße angesprochen und ihn gebeten habe, den Kleinen zu seinen Eltern zu bringen. Eine Familicntragödie wird aus der Putbuser Straße ge- meldet. In dem Hanse Nr. 53 wohnt die 32 Jahre alte Arbeiter» frau Marie A., deren Mann im Felde steht, mit ihren vier Kindern im Alter von drei bis elf Jahren. Gestern nachmittag nahmen die Hansgenossen einen Gasgeruch ivahr, der immer stärker wurde. Sie stellten fest, daß er aus der A.schen Wohnung komme, öffneten diese und fanden Frau und alle vier Kinder in den mit Gas gefüllten Räumen betoußtlos auf. Die Mutter lag auf dem Sofa, die Kinder in den Betten. Wiederbelebungsversuche, die sofort ange» stellt wurden, hatten bei allen fünf Personen Erfolg. Die Mutter und die älteste Tochter Gertrud waren jedoch so schwer mitgenommen, daß sie nach dem Virchow-Krankenhaus gebracht werden mußten. Ihrer drei anderen Kinder, die weniger gelitten hatten, nahm sich eine Schwägerin der Mutter an. In einem Briefe, der in der Stube lag, gab Frau A. an, daß sie aus Furcht vor ihrem aus dem Felde zurückkehrenden Manne mit' den Kindern habe aus dem Leben scheiden wollen. Wie sie behauptet, verbrauchte ihr Mann früher seinen ganzen Verdienst für sich, ohne ihr für die Wirtschaft das Notwendigste abzugeben. Sie mußte vielmehr selbst ihren eigenen Arbeitsverdienst noch hingeben, um Schneen des Mannes zu bezahlen. Charlottenburg. Lebetismfttelnachrichten. In der kommenden Woche gelangen zur Ausgabe: 500 Gramm Fleisch, 2 Pfund Kar- toffeln und 300 Gramm Gebäck. Auf die Abschnitte der roten Nahrungsmittelkarte werden abgegeben: 100 Gramm Fischmarinaden, zubereitete Heringe oder Sardinen in Eisig oder 1 Dose Sardinen in Oel. auf Abschnitt 93, ferner 2� Pfund Einmachezucker oder 3Vz Pftmd Konflhonig bezw. Südfruchtmarmelade auf Abschnitt 35 vom 27. Juni ob nach vorheriger Anmeldung, sodann auf Abschnitt 102 bis zum 30. Juni 125 Gramm Graupen oder Gerstengrütze, end- lich 1 Pfund Südfruchtmarmelade oder Kunsthonig auf Abschnitt 103 vom 28. Juni bis 7. Juli. Auf Abschnitt 11 der Nährmittelzusatz- karte für jugendliche gibt es 125 Gramm Hafernährmittel. — Die Brotkommissionen werden zur Erledigung dringender Arbeften an den Bormittagen des 27., 28. und 23. Juni geschlossen bleiben. Nachmittags zwischen 4 und 8 Uhr sind die Kommissionen, wie stets, geöffnet._ Neukölln. LebruSmittrlvrrsorgnng. In der kommenden Woche werden abgegeben: Brot, Mehl, Fleisch und Zucker wie bisher. 2 Stück Eier auf Abschnitt' 28 der Eierkarte. Kartoffeln dürfen zunächst nur in einer Menge von je 2 Pfund auf jede Kartoffelkarte und ikartoffel- zusatzkarte abgegeben werden. Wenn weitere Kartoffeln zur Per- teilung gelangen lönuen, wird dies besonders bekannt gemacht werden. Ersatz wird in Gebäck gewährt und zwar entfallen auf jede» Kartoffelabschnitt 50 Gramm. Wer bis einschließlich Freitag, den 29. Juni, keine Kartoffeln erhalten hat, kann ans jeden Abschnitt am Sonnabend und Sonntag je 50 Gramm Gebäck entnehmen. Auf die übrigen Abschnitte der Kartoffelkarte können als Ersatz gleichfalls je 50 Gramm Gebäck entnommen werden. Zur Abgabe von Gebäck auf die Kartoffel- kartenabschnitte sind nur diejenigen Bäckereibetriebe berechtigt, die ihr Mehl vom Magistrat Neukölln zugewiesen erhalten. Mehl gelangt auf die Kartoffelkarte nicht zur Verausgabung. Auf die schraffierten Abschnitte der Kartoffelkarte sind Kartoffeln, ohne daß eine besondere Bekanntmachung hierzu ergnitgeu ist, seitens der Kleinhändler nicht abzugeben. Sauerkohl wird weiterhin, soweit Vorrat vorhanden, bei den Händ- lern und in den städtischen Verkaufsstellen ohne Beschränkung verkauft. Kriegsmus wird bei den Kleinhändlern und in den städtischen Verlaufssiellen fteihänSlg abgegeben.. Fische und Wucher- waren find ohne Beschränkung in den einschlägigen Geschäften zu haben. le-.-ee.., ,>■l':i-w A-,. ä:>3 C Salzmakrelen werden auch in ganzen Tonnen(etwa 300 Stück enthaltend) an hiesige Einwohner(namentlich'Fabrik- betriebe) abgegeben. Preis nach Größen 60—80 Pf. je Makrele. Meldungen im Rathaus, Eingang Donaustraße, 1 Tr.. Zimmer 129. Der Kleinverkauf von Makrelen findet weiter in den städtischen Verkaufsstellen und in den beiden Fischhallen statt. — Die Kriegsuotstnndstüche 5 in der Bergstraße ist wegen ihrer unzureichenden Räumlichkeiten vorläufig geschlossen. Sie ist als Reserveküche bei unerwartet großem Andrang in den übrigen Küchen oder sür die Abendspeisung in Aussicht genommen. Eine neue Küche Nr. 9 wird am heutigen Tage in der Hertzbergstr. 23/24 eröffnet. Wilmersdorf. Lebensmittelabgabe. In der Woche vom 25. Juni bis 1. Juli gelangen zur Abgabe: 500 Gramm Fleisch, zwei Pfund Kartoffeln, Eier in zurzeit noch nicht besninmier Zahl. Aus die grüne Bezugskarte für Einzelpersone« werden bis 30. Juni gegen Abschnitt N 21/2 Pftmd Zucker zum Preise von 80 Pf. abgegeben. Ans die neue(rote) Bezrigskarte für Einzelpersonen sind erhältlich: gegen Abschnitt A 100 Gramm Weizengrieß, gegen Abschnitt L 40 Gramm verschiedenes Dörrgemüse, gegen Abschnitt C 200 Gramm Mohrrübenschnitzel, gegen Abschnitt v 1 Pfund Kriegsmu-s. Außer- dem findet vom 25. bis 27. Juni eine Voranmeldung auf Fruchtsaft und Puddingpulver statt.. Von Dienstag, den 26., ab gelangen auf die gelbe Haushaltungskarte, soweit die Händler beliefert sind, die auf Abschnitt 8 vorang'emeldeten Milchpräparate(sterilisierte Poll- milch, kondensierte Vollmilch, Milchpulver) auf Abschnitt 9 zur Ausgabe._ Lichtenberg. Lebensmittelversorgung. ES gelangen nur 2 Pfund Kartoffeln, 200 Gramm Gebäck und 70 Gramm Mehl zur Ausgabe. Gegen Abtrennung von Marken können entnommen werden: auf Abschnitt 46 100 Gramm Weizengrieß, aus Abschnitt 47 iL 100 Gramm Wasserteigwaren und ans Abschnitt 48 ein Salzhering. Soweit aus die Abschnitte 42 Haferflocken oder Hafergrütze, 43 K, G, I und E K u n st h o n i g, 44 E st e r i l i s e r t e ausländische Milch, 45 E Walnichöl noch nicht entnommen ist, darf die Entnahme noch stattfinden. Ohne Marken werden abgegeben: Rübensauerkraut, Salzschneide- bahnen, KnegSmns, Salzblumenkohl, Salzrotkohl und Salzspmat, Muschelwurst, Sardinen und andere Fisch- und Räucherwaren sowie frische Fluß- und Seefische.__ Potsdam. Wiederwahl des Oberbürgermeisters. Der zur Vor« bereituug der Wahl des Oberbürgermeisters Voßberg— dessen Amtsperiode demnächst abläuft— eingesetzte Ausschuß erstattete in der letzten Stadtverordnetenversammlung Bericht. Er schlug vor, die Stell« nicht auszuschreiben, da der Posten mit der Person des jetzigen Oberbürgermeisters ausgezeichnet besetzt sei. Die Versamm- lang stimmte dem zu._ Steglitz. Lebensmittelverteilung. Außer der üblichen Wochen- ration werden verteilt pro Kops: ungefähr 125 Gramm Hafergrütze. 125 Gramm Maggisuppen und 3 Stück Eier. Gleichfalls tst Mtttagsfisch, Fischpudding und Rübenblutwurst in den seinerzeit be- kanut gegebenen Geschäften zu den festgesetzten Preisen ohne Karten- abschnitt noch erhältlich. Treptow. Leieusmittelverteilung. In der kommenden Woche gelangen zur Verteilung: 2 Pfund Kartoffeln, 500 Gramm Fleisch, 1 Ei, außerdem für werdende und stillende Mütter 2 Eier, 350 Gramm Südfruchtmarmelade, 125 Gramm Hafergrütze, 2ll„ Pfund Einmache- -zucker oder 3ft,, Pfund Honig oder Pfund'Marmelade; für Jugendliche aus Abschnitt 1, soweit Verteilung nicht durchgeführt ist. 1 Dose Oelsardinen, 1 Paket Puddingpulver, und ans Abschnitt 3 1 Kilogrammdose Gemüsekonserven. Ferner ohne jede Einschränkung Flußfische, Fischmarinaden, Räucherwaren und Frühgemüse. Außer- dem kommen eine größere Anzahl geftorcner Gänse zum freihändigen Verkauft i; JBttlt, LebenZmittelverteilung. In der Verkaufsstelle der Ge» meinde gelangen zur Abgabe: auf Abschnitt 30 Graupen(Vg Pfd. Person), Abschnitt 31 Bouillonwürfel(je Person 1 Stück), Ab- dönitt 82 verswiedene Waren(Fischkonserven, Würztunke, Viandal- Fleischextrakt, Nährhefe und rote Beete, Abschnitt 33 Sonderzuteilung, Abschnitt 34 äCel(50 Gramm je Person). — Einführung einer ehrenamtlichen Fleischkontrolle. Dem Beispiele Neuköllns folgend, erlätzt der Bürgermeister nachstehende Aufforderung: ES gehen in letzter Zeit zum Teil berechtigte Klagen über den Fleischverkauf der hiesigen Fleischer ein. Diese Unbot- Mäßigkeiten der Fleischer beruhen darauf, daß sie das ihnen von dem Kriegswirtschaftsbezirk überwiesene gute Fleisch nicht immer ordnungsmäßig nach Fleischkarte abgeben, sondern auch Fleisch und Wurstwaren ohne Marken verlausen und dann angeblich nicht mit dem überwiesenen Fleisch ausreichen und die Kunden auf die kommende Woche verWösten. Ferner richten sich die Fleischer nicht iinmer nach de« vorgeschriebenen Höchstpreisen, und das kaufende Publikum läßt sich stillschweigend eine höhere Preis berechirung ge- fallen. Die Preistafeln sind auch zum Teil an für die Käufer wenig sichtbarer Stelle angestellt. Die Gemeinde beabsichtigt nunmehr, auch hier eine ständige Kontrolle bei dem Fleischverkauf einzurichten. Damen, die bereit sind, stundenweise den Berkauf der Fleischwaren bei den Fleischern zu überwachen, werden gebeten, sich unverzüglich im hiesigen Ein- Wohnermeldeamt zu melden. Groß-Serliner parteinachrichten. Groft-Berlin. Donnerstag, den 28. Juni, abends 8 Uhr, findet im Lehrervereinshaus, Alexandersw. 41, eine Ver- sammlung statt, die sich mit den Verhandlungen der Stock- holmer Borkonferenz befchitstige« wird. Eintrittskarten sind bei allen bekannten Parteigenossen zu haben. Bezirksorganisation Groß-Berlin. Skentolln. Mitgliederversammlung Dienstag, den 26. Juni, abends 8'/z Uhr, im großen Saale der Berliner Kindl-Brauerei, Hermannstr. 214/219. Bericht der Stadtverordneten- fraktiou. Bei den überaus wichtigen Fragen, über die sich der Bericht erstreckt, sind die»VorwättS'-Lefer besonders eingeladen, auch Gäste sind willkomnten. Schöneberg. Dienstag, den 26. Juni, abends 9 Uhr, bei Obst. Marliu-Luther-Str. 69: Mitgliederversammlung. Genosse R. Küter spricht über»Die Friedenstätigkeit der Vertreter der Sozialdemokratischeu Partei Deutschlands und der Gewerlschaften in Stockholm'. Auch die„Vorwätts'-Leser sind eingeladen. Friedrichsfelde. Mittwoch, den 27. Juni, abends 8� Uhr, im Lokal von Dorn, Pnnzen-Allee 35, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Die Lebensmittelversorgung. Verschiedenes. Alle zur Sozialdemokratischen Partei Deutschlands stehenden Genossen und Genossinnen find eingeladen. Aufnahmen nehmen der Borsitzende Genosse E. Oehl ert, Pnnzen-Allee 12, und der Kassierer Genosse E. Fuhrmann, Walderseefiraße 42, ent- gegen. Soziales. Unfallversicherung des GastwirtsgcwerbeS. Nach dem Recht des Geioevbe-Unfallvcrsicherungsgesetzcs vom 30. Juni 1900 waren in Gast- und Schankwirfichaften nur die sogenannten Lagerunysarbeiter versicherungspflichtig. Zu diesen Arbeiten wurde gerechnet das Heranschaffen der für den Umsatz im Geschäfte bestimmen Waren zum Schanktisch, das Wegschaffen der leeren Gefäße usw. vom Schanktisch zum Keller oder zu den sonstigen Vorratsräumen, das Anstecken des Bieres, das Aufräumen und Reinigen des Schankraumes und der sonstigen Vorratsräume. Aber die Versicherung war auch an die weitere Voraussetzung ge- bundeil, daß der Besitzer der Gastwirtschaft nn Handelsregister ein- getragen stand. Null ist das geltende Recht durch die Rcichsversicherungsordnung geändert worden. Nicht mit Rücksicht auf die Verhältnisse im Gast- Wirtschaftsgewerbe, sondern der Unstimmigkeiten wegen, die sich in den sogenannten Lagerungsbetrieben herausgestellt hatten. War z. B. der Verkäufer eines im Hcmdelsreflister eingetragenen Geschäftes bei dem Vorzeigen der aus dem Handlager entnommenen Waren an die Kundschaft verunglückt, war er unversichert, ereignete sich jedoch der Unfall beim Forttragen der aus dem Ladentisch liegen gebliebenen Waren in das Haadlager, dann war es ein cntschädi- gnilgspftichtiger Unfall, denn die verrichtete Tätigkeit galt als Lagcrungstätigkeit. Unstiimnigkeite« ähnlicher Art hatten sich noch mehrere ergeben. Um sie zu beseitigen, hat die Reichsversichermigs- ordnung den früher geltenden Begriff des„Lagerungsbettiebs' durch den des„Betriebs zur Behandlung Und Handhabung der Ware' ersetzt. Der neue Begriff umfaßt nach der Begründung erstens die bereits früher versicherten, eigentlichen Lägerungs- arbeiten. Er geht aber darüber hinaus und umfaßt demgemäß zweitens auch Verrichtungen, die dem technischen Teile des Betriebs angehöre«, sich von der Lagernngstätigkeit äußerlich meist nicht Wesen tt ich unterscheiden, aber zu der uiwersicherten Verkaufstätigkeit in näherer Beziehung stehen, wie das Herbeiholen der Ware aus dem Hand- oder sonstigen Lager, das Borlegen und Vorzeigen der Ware zum Zwecke des Verkaufs, das Hantieren mit der Ware während der Verkaufsverhandlungen, das Abmessen, Abwägen, Verpacken oder Bereitstellen der Ware zum Zwecke des Verpackens, die Uebergabe der Ware an den Käufer und die Zurücklegung der un- verkauften oder nicht passenden Ware in das Lager usw." Ausdrücklich wird jedoch in der Begründung der Reichsversiche- rungsordnnng gesagt,„daß das Kleingewerbe(Höker, Trödler, Hausierer, Inhaber, kleiner Ga st hänser, Schänken, Desiillatione nft für das kein Versicherungsbedürfnis vorliegt", aus der Versicherung ausgeschieden werden solle. Diese Begründung ergibt ganz klar, daß an sich also das Gast- wirtsgcwerbe versicherungspflichtig sein sollte. Nur mußten die einzelnen Betriebe über den Umfang des Kleingewerbes hinausgehe». Die Abgrenzung des Kleingeiverbes ist nun dahin erfolgt, daß als Kleinbetrieb derjenige gilt, in dem n«ht an mindestens 300 Arbeitstagen im Jahr ein Arbeiter beschäftigt wird. Danach müßte also auch das Gafttvirtsgewerbe versichert sein, sofern nur mehr wie 300 Arbeitstage ein Beschäftigter mit versicherungspflichttgen Arbeiten beschäftigt wird. Das Reichsversicherungsamt hat bisher anders entschieden. Aus dem Ilmstande, daß bei der Beratung der Reichsversichcrungsordnung Anträge, die das GastwirtsgSoerbe der Versicherung ausdrücklich unterstellen wollten, abgelehnt worden find, schloß es, daß sich das geltende Recht nicht geändert habe. Als versicherungspflichtige Behandluiig und Handhabung der Ware könne nicht die mit der Beivirtung der Gäste unmittelbar zu- saumienhängcnde Tätigkeit angesehen lverden. Nun ist ein anderer Senat des Reichsversicherungsamts hier- Wer hinausgegangen. Man könne nicht die Tätigkeit am Schanktische. insbesondere die eines Büfettiers, aus den als Behandlung und Handhabung der Ware anzusehenden Verrichtungen ausscheiden. Tie Tätigkeit eines Büfettiers unterscheide, sich von der technischen Tätigkeit eines Verkäufers, die man doch gerade unter die Ver- sicherung bringen wollte, überhaupt nicht. Dies zeige sich im be- sonderen Maße bei solchen Gastwirtschaften, in denen zugleich ein Verkauf über die Straße stattfinde. In einem solchen Falle mache es für die Tätigkeit des Büfettiers keinen UnterWied, ob er die Wgre cüim Kellner-zu* Weitergabe an einen Gast oder ein«» Käufer nimiiltelbar verabfolge. Sofern in Gastwirtsschäftsbettieben eine Trennung Mischen versicherter und unversicherter Tätigkeit überhaupt gerechtfertigt sei, sei die Grenze nicht hinter dem Schank- tische, sondern vor diesem zu ziehen, so daß nur die Tätigkeit der Kellner, die sich übrigens allein als„eigentliche Bedicnnngstätig- keit" darstellt, ausscheidet Wenn auch nnt dieser Entscheidung die grundsätzliche Frage der Verficherungspslicht der eigentlichen Bedienungstätigkeit noch offen steht, so bedeutet doch diese Entscheidung eine wesentliche Erweite- rung des bisherigen Rechtszustandes. Jetzt sind also grundsätzlich die Büfettiers und alle anderen Personen, die hinter dem Schank- tisch stehen und die für die Gäste bestimmten Waren verabfolgen, gegen Unfall versichert. Ihre Tätigkeit gilt als Behandlung und Handhabung der Ware.. Allerdings immer nur dann, wenn es sich um einen Betrieb handelt, der über den Umfang des Kleingeiverbes hinausgeht. Das ist der Fall, wenn in ihm die Tätigkeit der vpn dem Unternehmer beschäftigten Personen im ganzen jährlich min- destcnS 300 volle Arbeitstage(Tagesleistungen) ergibt, grauen- LeseabeuSe. Charlottenburg..Morgen Rofmenftruße 4, vorn I, im Jugendheim: Vortrag der Genossin>s chfin i-d t- L a h r. Allgemeine Familiensterbekaffe. Zahl- und Ansnabmetag von 3— 6 Uhr in den Restaurants Gcrichtstr. 12/13 und Buckower Str. 14. Sriefkaften der Redaktion. — M. A. 36. ES kam« Ihne« in diesem Fall die Unterstützung entzogen werden. Sic müssen' der Steuerkassc von den eingetretenen Veränderungen in Ihren Verhältnissen. Mttteilung machen.— D. Z. Ja — Agnes D. 9. Sie hätten nur Anspruch aus die Löhnung, wenn Sie in diesem Fall auch' die KriegSrmterftützung beziehen.— H. T. 78. Sie müssen die Kündiaung annehmen.— Wehrm. ÄHanthe. Sie können durch Kündigung zur Räumung der Wohnung verpflichtet werden..— E G. 1. Sic können Ihre Unterstützung weiter beziehen.� 2. Die Versicherung ist zur Auszahlung erst dann.verpflichtet, wenn Sie die amtliche Toten- bescheinigung vorlegen können.— A. P. 53. Die Teuerungszulage rechnet mit zum GeHall.— P. K. O. 15. Der Hinterlegungsschein genügt doch sür Sie. Ihnen die Kupons jetzt auszuhändigen ist von wenig?!utzen jür Sie, da Sie die Einlösung von dort aus nicht betverlstelligen lönnon. — E. R. 41. 1. Nein. 2. Sie müssen sich in diesem Fall damit zufrieden gehen..3.• Ein« Schadenersatzklage wäre für sie aussichtslos.— Fußball. Englischen Ursprungs: ungefähr 18S5— 90. M. Z. 50. Sie können als Tochter auf Grund der Unterhaltspflicht dazu veranlasst werden. Wenn der Bruder aber die Mutter unterstützt bat, soll sie doch Antrag aus Kriegselterngetd stellen. Der Antrag ist denn Polizeirevier einzureichen.— R. H. 277. Sie hatten nur bis Ende Mai Anspruch aus die Unterstützung.— P. 15. Mictsftcigerung und Kündi- gung ist in Ihrem Falle zum 1. Oktober zulässig.— O. H. 30. Zur Zahlung der Gemeindecinkommenfteuer sind Sie i schon verpflichtet, zur Zahlung der Staatseinlommensteuer aber erst nach Ihrer Entlassung. — E. D. 100. 1. Ein solcher.»teuer Erlaß ist uns Mcht bekannt. 2. Das kann geschehen, wenn bei der Nachmusterung durch den Militärarzt diese Mannschastcn als selddienstsähig erachtet werden.— Lotte 1. Die Wirt- schast erben Sie m kinderloser Ehe im voraus, die Eltern und Geschwister des Mannes haben darauf, keinen Anspruch, wohl aber an dem baren Räch- laß und an den Sachen Ihres Ehemannes.— E. A. 07. Die Korresvop- denz mit den englischen Kriegsgefangenen vermittelt Holland. Die Sep- düng muß aus der Vorderseite den Bermerk:.Kriegsgesangenenscndung" tragen, an den Empsänger selbst gerichtet und offen abgesandt sein. Ein- fache Briesfcndungelt können durch den Briestasten besördert werden, sonst müssen sie bei den Postanstalten abgegeben werden. Die Adresse muß den genauen Vor- und Zunamen, Dienstgrad des Gefangenen und das Unter- bringungslagcr oder Lazarett. entbatten. Postpakete bis zu 5 Kilogramm sind zulässig. Geldsendungen würden sich durch Vermittlung der Bank empschlcn. v.. r Spezial=Angebot unseres Sehmienoasehtnitlels„Germania" vorzü�liclie Qualität, außerordentlich sparsam im Gebrauch. Pro bekülfel von Liekeri 36-60 >ar kg Waggonladungen. zum Konsumetitenpreis. Pfund 60 Pf. (Gegen Nachnahme pro festgesetzt.) —— Vertreter unter günstigen Bedingungen gesucht—— omS«a44 Fabrik kosmetischer and UKtnia technischer Präparate. Berlin W 57, Bttlowstr. 66.— Telephon Lützow 8249. Neurasthenie, Kheumutlsmns, Zlrkulationssttf rangen durch Schlaganfall etc. behandelt gewissenhaft und gründlich durch elektr. Massage. Hyglen.-med. l-abopatorinm, Invalidenstr. 5 1(nahe Brnnnenstraße) Geschäftsz. 9— 12, 3— 7. Mehr Gmnst! Die Norddentsche Gemüseban- Gcnosseuschast e. G. m. b. H., Geschäftsstelle: Berlin 14'. 15, Pariser Str. 18 a; welche mit der Reichsstelle für Gemüse und Obst sortlausend günstige Liefern ngover- träge abzuschließen gedenkt, beab- sichtigt zur Erweiterung ihrer Ge- inüsepflanzungen noch eine beschränkte Zahl von stillen Teilnehmern mit Beteiligungen von hundert Mark bis zweitausend Mark(auch in Klriegsauleihe) auszunehmen. Gemüse wird noch auf Jahre hinaus gute Marktpreise finden. Vermehrter Anbau ist durchaus notwendig, aber auch gut rentabel. Auch Frauen können teilnehmen. Weitere Auslunst durch obige Ge- schäslsftelle der Genoffenschast. 2690b' Forel, Pros. A., Die sexuelle Frage. Volksausgabe 2 80 M. Buchhandlung Vorwärts Lindenslraße 3. MaU GesiclMal macht die Haut neu und samtweich, glättet jede Runzel. Nur allein echt Patma R. Bich, Ctaarlottenbnrg V, Weimarer Str. 2t. Viele Oanksehreiben. Berlin SO. 16, engd-öfer 5. Tabak-Großhandlnng und Tabaklabrik. H.& P. Uder. Rauch-, Kau-, Schnupftabake, Zigarren, Zigaretten."MU Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Größte Auswahl gelagerter Zigarren in allen Pmislagan. Sämtliche be- zu Originalpreisen. kannten Marken ÄlgÄkUtXvW V 111 1 Mpl., 30 1 1, Kerven- u. Stoffwechselleiden, insbesondere Magen- nnd Darmleiden, Gicht und Rheumatlsanis, Zuckerkrankheit., Nervenschwäche, AderverkaHcung, Herzleiden, Hautkrankheiten. Schwächezustände, lungenleiden, Nieren- u. Leberleiden. Verzügliche Erfolge selbst in veralteten Bällen, ohne jede Berufsstörung durch naturgemäße Heilweisen: Sauerstoffkuren und künstl. Höhensonne. Harn-, Auswurf- u. Blutuntersuchungen. Sprechstunde 9— lO'ft, 3— 41/i Uhr. Sonntags 10— tl Uhr. Sanitätsrat Dr. Weise's Ambulatorium. Berlin 117. Wilhelmstr. 94-96. Verlangen Sie Gratisprospekt. Das ist das bekannte Ge« schäst für Damenkleiöung Chausseestr.-115 Königstr. 33 Beim(Stettiner Bahnhof Am Äahnhof Alexanderplatz Kleine Liiger- Teppichen, Möbelstoffen, Gardinen, Läüferstnlfen, Tisch- db, Diwandecken sind reich sortiert! Teppich"Se!!!!!üü Emil Lefevre Berlii-SOd. Seil Uli nur il mr Mein Met, Hees hat keinerlei Bezieimg zu ähnlich laut. Firma.. Ehefragen Aerztl. Belehr, üb. gesunde, glückliche Bebensgemeinschait u. ihre Vorbedingungen v. Dr. med. K. Hutten- Mit Anhang: Knabe oder Mädchen? Für M. 1,50 Naohn. M. 1,70 v. Hausarzt-Verlag, Berlin- Steglitz 14.* Spezialarzt Dr. med. Colomann f.Geschlechtskrankh., Haut-, Harn-, Frauenleid., aerv. Schwäche, Bein- kranke, Khrllch-Hata-Kuren (Dauer 12 Tage). Behandlung schnell, sieher u. schmerzlos oh.Berufsetor. i. Or.Homeyer Jl Co. konz. Labor, t Blut. nnterg., Fäden im Harn usw. kmMist. 81, KMgslr.U-H, FriSÄ. Spr. 10— 1 u. ö— 8, Sonnt. 10— 1. Honorar mäßig, auch Teilzahl.. Separates Pamenzimwer.— ReukersZverke > 3 Stete 5 IRott- Luchhaudlung Vorwärts Deutsch. Metallarbeiter-Verband I Ortsverwaltung Berlin. Dem Andenken unserer im �selde gefallenen und verstorbenen Kollegen gewidmet. HanOr, Max, söffet, (jeS. 30. 1. 74 in Berlin. Bllsse, Fritz, Schlosser, geb. 7. 12. 85 in Lankwitz. Büchel, Fritz, geb. 14. 1. 93 in M-HIIZ. Bühle, Albert, Dreh«, geb. 28. 12. 87 in Berlin. Bomaszewskl, Max, Schroffer, geb. 12. 6. 84 in Rawiisch. Funke, CrUStaT, Drechstee, geb. 19. 9. 85 in Alt.geschdorf. Oera, Frnst, Schlosser, geb. 8. 1. 93 in Toidap. � Srrapp, Franz, Helzmigtmontenr, geb. 23. 4. 81 in tzlngerburg. Brüssel, Murt, Arbeit«. geb. 4. S. 93 in Berlin. Minze, Oskar, Dreh«, geb. 19. 9. 87 in Magdeburg. Jbhn, OttO, Helfer, geb. 21. 1. 72 in Berlin. ürüKer, Fritz, Hess«, geb. 26. 5. 92 in Neu-Weitzense«. Meyer, Willi, Arbeit«, geb. 16. 6. 84 in Tulau. Mucks, Friedrieh,»lempn«, geb. 10. 11. 86 in verlin. Richter, Paul, Zl-kgieß«, geb. 6. 2. 88 in Berlin. Schumann, Max, Arbeit«, geb. 6. 8. 91 in Berlin. Tsehoosch, Karl,©iwr«, geb. 7. 11. 88 in Wilhan. Wlldbredt, Willi,«whr, geb. 12. 12. 91 In Berlin. Wolfram, Rudolf, Dreh«, geb. 25. 11. 90 in Berlin. Ehre ihrem Andenke«! Die OrtSberwaltnng. ifl inie-n. Staatsarlei Filiale Groß-Berlln. Den MitgNedern znr Nachricht, daß lolgende Kollegen-nf dem Schiachtseide gefallen sind: Max Büge,«4.»«<«<«*««{•«. OttO Born,«aSanstnlt Gitscht»« Strafte. Franz �Pollo�v, Englische Sa»w«ke. Paul Kaatz, GaSanstaltGitschtnerStrafte. Otto alunck, Neukölln. Max Kielner, Straftenreiuls««a. .lohann Suttcr, Tegel. Paul ÜVllke,«allanftalt Dauziger Strafte. Otto Bergemann,*e>nn«. Onstav Weiland, m s..««»? ffitr werden ihnen ein ehrende« Andenken bewahren. 36/18 Die Ortsverwaltung. Unsere Hoffnung, alle von uns reschiedenen Kollegen I nach Beendigung des tobenden Yölkerringens wieder um uns versammelt zu sehen, ist zerstört worden. Ein tragisches Geschick hat dem sonst so frohen Lebensmut| unseres lieben Freundes und Kollegen� des Kanoniers Alexander Fickert im 42. Lebensjahre im Felde ein Ziel gesetzt. Allezeit ein I t reuer und braver Kollege, werden wir in stiller Trauer den uns betroffenen schmerzlichen Verlust zu ertragen suchen und unserem Freunde ein bleibendes Andenken bewahren. 278/2| Die Kolleginneii und Kollegen der Ortskrankenkasse für das Buchdrnck�ewerbe. Ein tödlicher Unfall im Felde entrig mir am 15. Juni 1917 meinen über alles geliebten Mann, den zärtlich befergien Bater j meines einzige» Jungen, den Bauführer Karl Boehm Armiermigsfaidat in einem ArmierungSLataillon im 32. Jstzre feines so hoffnungsvollen Lebens. Im tiefsten Schmerz für alle Hinterbliebenen Ciertrnd lloehm geb. Friedrich. Berlin-Lankwitz, den 22. Juni 1917. Muhlenftrasie 17. 27196 Dentseter lettUarteiter-Yertud Verwsnasgsstslls Bertis. De« Kollegen zu dasi unser Mitglied, d arbeiter ar Nachricht, er Maschinen am �emdold Birke Reinickendorf, Nafchdorfsstr. 66,; 21. Juni gestorben ist. «Vre seine« kl n denke«! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 24. Juni, nach- mittag» 3'/, Uhr, von der Leichen- Halle deS Äemeinde-griedhose» in der Humboldtstrasie au» statt. Rege Beteiligung wird erwartet j De» Kollegen serner zur NachMitglied. der richt, daft Anschläger unser Ulbert Kasper Neukölln, Hobrechtstrafte 28, am 20. Juni gestorben ist. «Vre seine««ndenken k Die Beerdigung findet am Montag, den 25. Juni, nach- mittag« 4'/, Uhr, von der Leichen- Halle de» Neuköllner Gemeinde- Friedhofe», Martendorser Weg, au» statt. Rege BeteMgung wir» erwartet. De» Kollege» fern« per Nach Icht, daß unser Mitglied, Zchloffer der kudotf Wesser Dunckerstr. n ist. am 22. Juni ge- starben «hre seinem Andenke«! Die Beerdigung findet am Montag, den 25. Junt,»ach- mittag» 3'/, Uhr, von der Leichen- Halle de« Himmelfahrt-Kirchhose» in Nordend au» statt. Siege Beteiligung erwmtrt 177/1 Dt« Oetöverwnltnng. Deutscher Banarbeiter-TeM. Zwelgrereln Berlin. Bezirk Schöneberj. Am 21. Juni starb unser Mit- gNed, der Maurer Gottfried Richter. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet Man- tag, nachmittag« 3 Uhr, aus dem neuen Zwöls-Apostei-Kirchhof w Schöneberg, Tempelhofer Weg, statt. 146/3 D« Vorstand. Al» Opser de» Weltkriege» starb im 31. Lebensjahre am 19. Mai 1917 im Lazarett an einem Granatsplitter mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Neffe, der Landsturm-Rekrut Max PeRnks. 9t folgte nach neun Monaten i einem Schwager, dem Land- siurmmann Paul Sabath. Im Uesen Schmerz Mag TrtnkS als Bat«. Therese Grenzer, Witwe, n. grida Sabath alS Schwestern. Skar«renzer alS Schwager. OSkar Martage. Onkel. Ruhe in Frieden.«2A Danksagung. Für die vielen Beweise berzllcher Teilnahme bei der Trauerseier für meine liebe Frau brise Roussel sage ich hierdurch alle» Freunden, Kollegen und Bekannten, InSoesondere dem Kollegen Fülle für die liebevollen Worte am Sarge meinen herzlichsten Dank. AlpkonW« Roneeel. Westmnnn's TnoMtozIn GrWte Auswahl. Billigste Preiee. L Mehrenstrile 37a (Kelonnaden) II. Gr. rrankfurter Str. IIS (nahe Andrsustr.) Ässwahlisndungtn ssfsn, Amt Zaatrum 7890. Sasntag 12—2 Uhr osllliiet i« den Preislagen von 120,— M. bis 600,— M., sortiert, werde» »eoh in jedem Quantum abge- ll&i« geben. Goldenes Haus?«" Frlcdrlchntr. 88 und Artillerleetr. 1(1. r is«m Sonnabend, de« SV. Jnni, abend? 7 Uhr: Jlußerordentliehe General-Venamtnltrag im BorwörtSgebände, Lindenftr. S.(2. Hof,?ing. III, 8 Tr. Tagesordnung: 1. SitnastonSderichte. 2. Der Parteitag In Sllrzburg. 8. Siotutenderatung 4. Verschiedene». Unter Hinwei» ans de« fi 10 de» Statnt« wird mit de« Bemerke» eingeladen, daft die verhandlnnge« pünktlich nm 7 Uhr deginne«. 246/13 D«r Vorstand. Zahlstelle Berlin. Buchbinderbranche! Montag, de« 25. Juni 1017, abend? 6 Uhr, im große» Saale de» GewerkschaftShanfeS, Engeluf« 15: Mitglieder-Versammlung aller in Kuchbivdneir«, Svchdrvckkreitn und SeschastsbScher- fabribtn btschM.Snchbinder v.Kvchbmdermrbttttrinnkn. Tagesordnung: 1. Bericht öder die neue» verhandlnnge» mit den Vri»»iPalS. »rganisatiane» wegen der TrneruugSznlagr«. 2. Verbandsangelegenheiten und BerfchiedeneS. Kollege»«n» Kolleginnen erscheint all« l 26/7 Hl« BrnnehonloltiuiU der Bnehblnder. I R.: Pagl Rüger. Beschlagnahm efreie Mengen gebraucht« v, Sektkorken Weinkorken 95 Pf.».» 4 Pf. Zellulold-iFllm. Gnttapercha- Hartgummi' ßlachswalzen- Schallplatte»- Abstille kaust Ordower S ns. b. B. Georgen Nrchstr. SO, b. kllexanderplatz. 9—1* 3-6 Uhr. 54/9» ■>■■■ mltn.ohncGaamunplntte, Brtieken.Plombes Jeder Art. / annQ«<»dhrunen, moderne Ooldteohnik, Cmarbcitnng LnllllUaehlechtHltz.Gcblsae. Repsratur. so(. Zahn ziehen a. m■■■■ v|.örti,BetftllblllI gi. Preise, tuchTsllzahl. Tel.Nordl0438 D. I. Löser KÄ � Rosenlhalerstr. 69-70 Umu.9h;*o-?5 Aerztlich gkleitetr, modern eingerichtete I HeilanSalt für nmbnlator. Sehandlung. T" r?kannte u"ÄwShrte ,,RNNlil. öhkllf0NlIkN".veha»dlnng.) 9.'!oder»eS, erprobtes Heilverfahre», Ratnrheilversahren, Elektro-«. Sicht-Therapie. Wafferheilverfahre», Pfianzen-«nd Kräuterbäder, Sanerstoffkuren, homöopathische Behandlung, Pflauzrniaftknren.— Nachweisbar gute Heilerfolge bei sämtlichen Krankheiten, inneren und äußeren(Ipeztell chronischen Leiden), z. B. Lungen-, HalS-, Herz-, Magen-, Darm-, Leber-, Niere», und Blasenleiden, Nervenschwächen, nervösen Kopfschmerze», all- I gemeiner Nervosität, allgemeiner nervöser Abspannung: i Ischias, Gicht, Rheumatismus: sämtlichen«»sschlägen, Flechten, Wunden, Lähmungen, sowie Kinderlähmung; Stoffwechsel- Krankheiten, Zuckerkrankheit usw.— Wegen Raum- manael seien nnr einige Ztzälle mitgeteilt: Herr A. Hellwtg, Borfigwalde b. Berlin, Ernst str. 25. Bon Magengefchwulft. Ber- ftopfung u. Nervenschwäche in 6 Wochen gedkiii. Sollte operiert werden.— Herr K. Wilthans, Berlin, Blumenihnistr. 3. Von Geschwulst und Abszeft an alter Lperationsnarde mit 15 Be- Handlungen geheilt.— Frl. M. Muschick, Bin.-Schöneberg, Sedan- siratz« 17 II bei grteblck. Von Geschwulst n. Nervenschwäche In 4 Wochen geheilt. Vorher dringend zur Operation geraten.— Herr 91. Schlabift. Berlin, Eapriviftr. 24. Bon Gesichtslnpns' in 1 Monat vollständig geheilt. Borher 6 Wochen mit Radium in einer Berliner Klinik ohne Ersolg behandelt.— Frau®. Popp, Lichten- berg. Särtnerstr. 10. Bon chron. Arouenleide», Herzschwäche! nnd Verstopfung gehellt.— Sohn deS Gärtners H. König. Pankow. In 6 Wochen von veralteter Betnlähmnng geheilt. Vorher anderwellig jeder Erfolg abgesprochen.— Bon Nervenschwäche in vier Wochen gehellt. Erklärt sich selbst für ganz gesund.— Herr Milch- Händler Eckert, BeUtn, Greisenhagener Str. 26. von gichtisch- rhenmat. Schmerze» in Bein u. Futzgelenk gehellt. Sehr zusrieden. Herr«. Bros«, Beriw-Mariendors, Stretitzer Str. 11. Von chront- nischer Rückenmarkeutznnduna und Lahmung geheilt. Vorher für unhellbar erklärt.— Herr R. Zöllner, Reintckendors-Oft, Provinz- strafte 117. Von Lnngendlntrn und Katarrh geheilt.— Frau I. Herold, Berlin. Ramlerstr. 23. Von Bronchialtatarrh gehellt. — Zwei Kinder de» Kuhlenhtndler« Herrn Linke, Beritn, Strelitzer Strafte 6. Vor 9 Jahren von Lungenleiden gehellt, heute noch ge- sund.— Herr G. Köppe. Btn.-Rummel»burg, Att-Boxhagen 8. Von doppelseitigem Lungenspitzenkatarrh gehellt.— Herr O. Ren- mann, Lichtenberg, Btumenthalstr. 13. Von Neurasthenie und»er- böser Magenschwächc gehellt.— Frau E. Groffe, Berlin, Zwtngli- strafte 26. Von Leberletben geheilt.— grau Restaurateur Hering, Berlin, Schönhauser Alle« 87. Von Basedowscher Krankheit ge- heilt.— Herr Erich Bock, Berlin, Stendaler Str. 17, IV. von Nieren- u. Blasenleiden. Waffersucht, allgemeiner grofter Schwäche geheilt. Vorher im Krankenhaus« ersoiglos bebandelt. Jetzt Fliegersoidat. Getrennte Behandlungsräume für Damen und Herren: > Sprech- u. BehandlungSzeit 9-1, 4-7'/, Uhr. Sonnt, u. Feiertag» 9-1 Uhr.> 1 Berlin SO 16, Brückenstr. 10b! Allgemeine Orts- Krankenkasse Spandau. Am Montag, de« L. Juli 1017, abends 8'/, Uhr, findet im Nestau- rant Griwow, Spandau, Moritzstrafte 2, eine anherordentliche Ansschntzsitzung Tagesordnung: 1. Wahl eine» AuZschuftvorsitzenden. 2. Satzungsänderung, beireüend§ 19 Abs. 1 und 2.§ 48 Abs. 1,§ 53 Abs. 1, und§ 56. 3. Kleine Anfragen. Anfragen, die eine Einsichtnahme in die Bücher oder Akten notwendig machen, müffen wenigsten» 3 Tage vor der Sitzung dem Vorstand schriftlich eingereicht werden. Die Herren Ansschuftmitglieder er- halten noch eine besondere Einladung. Der Borstand. 278/1 G. Richter, Vorsitzender. MOORi. in erstklassiger Ausführung zu aUerbilligsten Preisen liefert unmittelbar ab Fabrikgebäude an Private BObel-Groß-l-acer Berl. Tischlsr- u.Tapezierermstr. Albert Gleiser S.ii.b.H,, BERLIN C.33,*leiander:tr.42 Alexanderplatz Umfangreichste» Lager von über 500 Einrichtungen. Besichtigung lohnend und erwünscht. Reichhaltigste Auswahl bis zum Auserlesensten. Preisverzeichnis mit Abbildung umsonst. Bahnfreie Lieferung durch ganz Deutschland. Radfahrer! Sie kSunen ohne Erlaubnisschein Ihr Fahrrad benutzen mit „Spirala" (Spiralfeder- Fahrrad- statt M. 7.75 nur M, 650 per Stück. Hhndler erhalten Bsbatt. Standard-Bereifung nnr tt Mi P«r Stück. Versand gegen Nachnahme. Verpacktmg 50 Pfennig. f Berlin C. Weinmeister- » Straße 14. Gartenland sur Anlage von (sctnOae- n. ObstgÄrten. Billigste Kaufgelegenheit schönster Gartengrundstücke in 148L Kaulsdorf am Bahnhof beginnend riBate 10 M. an Kaulsdorf-Sfid Station Sadowa QBnte 15 M. an Petershagen Bahnhof Fredersdorf QBute lO M. an. Biesdorf Station der Stadtbahn QRute 03 M. an Ausk.an den ohigenBahnhifsn u.b. Kleenhelm-Oeaellsch., Berlin NO 43, Neue Ktnigstr. 16. 1�'»nz kauft Ball, Münzenhdlg., Berlin Wilhelmstr. 46/47. 12 2* in der Gartenstadt Falkenhagen-West Gartenboden 148L zum Kartodfslbam und Obst- anlagon, auch Waldorund- stücke, dirskt am Bahnhof Seegeßsld heginnen d, 20 3C- nuten ah Charlettenburgund Jungfernheide, die meisten StrÄen gepflastert, mit Gas und Wasserleitung. Qu.-Rute v.M. 15.- aufwärts Günstigste Zahlungsbedingungen Auskunft: a. Bahnhof Seegefeld und bei Eigentieim-Geseilschaft, Berlin NO., Neue Königstr 16 _ 2» ÖC0 ee(t8t09,44.>HlW Parteinachrichten. Die Sozialdemokratie auf dem Marsch. Ju den legten Tagen sprach Genosse Schöpflin in den ober- ichlesischen Industriestädten Beuthen, Äönigshütte, Ka t t o w i tz, G l e i w i d und Hindenburg über die Friedens- sroge und die politische Neuordnung in Deutschland. Zum ersten ZNale war es gelungen, grosse Säle für sozialdemokratische Vev- sammlungen zu erhalten. Der Andrang zu allen Versammlungen war so stark, dass jedesmal schon vor dem ssestgesessten Beginn die Lersammlunge» abgesperrt werden mussten. Politische Versamvi- Zungen und Kundgebungen dieser Größe sind in Oberschlesien wohl -«ch niemals zu verzeichnen gewesen. Obwohl bisher Zentrum und Polen den überwiegenden Einfluß auf die Bevölkerung Ober- schlejiens ausgeübt haben und die oberschlesische Zentrumspresse sich in ihren Kriegszielforderungen kaum von der alldeutschen Presse unterscheidet, fand Srböpflin in allen Versmirmlungen stürmische Zustimmung, als er die sozialdemokratischen Friedenssorde- ruugen vertrat. Nicht minder lebhaft war die Zustimmung zu der Forderung nach einer gründlichen und wirklichen„Neuorientierung", wie auch zu den Darlegungen über die sozialdemokratischen Be- muhungen zur besseren Regelung der Ernährung. In Kattowitz versuchten die Alldeutschen und die„Oppositionellen" die Versamm- luug für sich zu gewinnen, ihr Versuch scheiterte kläglich; Schöpflin und der Vorsitzende hatten schliesslich grosse Mühe, die empörten Versammlungsbesucher zu beruhigen. Außer in der Kattowitzer Versammlung meldeten sich die stets zahlreich anwesenden Gegner nicht zum Wort, obwohl ihnen in allen Versammlungen Rede- frccheit zugesichert worden war. Die Versammlungen haben sich zu einem volle« Erfolge der Sozialdemokratie im oberschlesischen Industriegebiete gestaltet. �>ie sind auch ein recht bemerkenswerter Beweis für die Fricdcnsstimmung der in der Rüstungsindustrie beschäftigten Arbeiter.__ » Die Leistung der Unabhängige«. Am heutigen Tage halten die„Unabhängigen" Berlins ihren Verbandstag ab, zu welchem sie auch einen Bericht herausgegeben haben. Wer aber glaubt, über eine politische Tätigkeit des Ber- bcmdeS etwas zu erfahren, irrt sich. Die Berliner Leitung hat an- scheinend über ih« Leistungen gar nichts zu berichten— ein Manko, das sie durch Anvempelungen ihrer Vorgänger zu vertuschen sucht'. Interessant sind aber doch einige Aufzeichnungen. Z. B. erfahren wir, daß der Verband nur noch 28 000 Mitglieder zählt. So weit hat ihn also die Taktik der„Unabhängigen" schon jetzt herunter- gebracht! Unter den Unkosten figuriert: Gehalt für Meper 2473,31 Mark, Gehälter für Verbundsheamte 11238,81 M., Drucksachen 14 372,65 M. und an Unterstützung der Familien inhaftierter Ge- nosscn 1920,66 M. Diese letzte Summe scheint gering. Von irgendeiner Tätigkeit zu berichten, sei, wie es heißt,„aus nahe- liegenden Gründen" unmöglich�_ Immer konsequeut. Der letzte Schweizer Parteitag hat in seiner Erklärung zur MUitärfrage den Gedanken der Landesverteidigung aufs schärfste verworfen und die„Eiitfackmng der Revolution" zur Verhinderung des Krieges gefordert. Als aber ein Oltener Genosse beantragte, daß die Parteimitglieder zunächst die Munitionsarbeit der- weigern sollten, die bekanntlich jetzt auch in der Schweiz die lohnendste Arbeit ist, weigerte sich der Parteitag, den Antrag über- Haupt zu besprechen._ Gerichtszeitung. Drohung mit dem Selbstmord ist kein EntlaffungSgrund. Mit der interessanten Rechtsfrage, ob cm Prinzipal sich eines Ange- stellten, der sich mit Selbstmordgedanken trägt, sofort entledigen kann, hatte sich die 1. Kammer des Berliner Kaufmannsge- richts zu befassen. Die in einer Filmfabrik beschäftigt gewesene Buchhalterin Leonis H. zeigte eines Tages ein etwas gedrücktes Wesen. Von einer Kollegin nach dem Grunde ihrer Melancholie befragt, äusserte sie, sie habe zu Hause viel Verdruß gehabt; sie habe das Leben überhaupt satt und werde Selbstmord begehen. Das der Kollegin anvertraute Bekenntnis mutzte diese im Hause weiter- kolportieren, rrnd so kam es auch zu Ohren des Direktors, der die geäusserten Selbstmordgedanken als Grund zur sofortigen Eni- laffung benutzte. Er könne sich, so führte er in der Verhandlung ans, derartigen Exzessen in seinem Geschäftsbetriebe nicht aus- setzen, zumal die Klägerin nach der Beobachtung eines Angestellten früher einmal einen Revolver ins Geschäft mitgebracht haben soll. Die Buchhalterin hingegen wies darauf hin, daß sie sich mit ihren Eltern bald ausgesöhnt und sich die dummen Gedanken schnell aus dem Kopfe geschlagen hatte.— Das Kaufmanns gericht verurteilte das beklagte Unternehmen zur Zahlung des Gehalts bis Vcrtragsablauf. ES könne nicht gleich jedes dem Mitangestell- ten im Privatgespräch anvertraute Wort auf die Goldwage gelegt werden, besonders in psychischer Erregung sage man manches, was man später bei ruhiger Ueberlegung bereut. So liege der Fall hier auch. Die von der Beklagten befürchtete Gefahr für die Störung des Geschäftsbetriebes sei nur eine eingebildete. Jedenfalls sei durch die private Acusscrung der Buchhalterin, sie trage sich mit Selbstmordgedanken, die Ordnung des Geschäfts noch nicht gestört worden. Mus aller Welt. Militärische Maifeier in Rußland. Die menschewistische„Robotschaja Gaseta"(Arbeiterzeitung) ber- öffentlicht folgenden Befehl des Generals Kornilow, des bis« herigen Kommandierenden des Petersburger Militärbezirks: »Befehl an den Petersburger Militärbezirk, Petersburg Nr. 170a. 17. April 1917. Morgen, am 18. April(1. Mai) finden aus Anlaß des Weltfeiertages der Arbeit in den Truppenteilen deS mir anvertrauten Militärbezirks keine Uebungen statt. Die Truppenteile, nebst ihrem Mufikorchester, nehmen an den Volksaufzügen teil, nachdem sie. mit den betreffen- den Rayonkomitees Vereinbarungen getroffen. Unterzeichnet„Hauptkommandierender der Truppe» des Militär- bezirkes, Generalleutnant Kornilow." NebcrschwcmmungSschiide» in Italien.„Serolo" meldet ans Rom: Im Senat führte der LandwirtschaftSminister Raineri aus, die Ueberschwemmungen in den Provinzen Pavia, Mantua. Mailand und Piacenza sowie in Mittel- und Sllditalien seien sehr ernster Natur gewesen. Der Schaden an den Mais- und Kornknlturen sei sehr beträchtlich, vieles könne allerdings durch die rasch vorgenommene Neuaussaat wieder gutgemacht werden. Zahlreiche Kriegsgefangene seien zur Wiederinstandietzuitg der Dämme und zu den landwirt- schaftlichen Arbeiten herangezogen worden. Durch Blitzschlag getötet wurde bei einem in Heinersdorf (Kreis LandSbergj niedergegangenen Gewitter, das mit Hagelschlag verbunden war, 30 Kühe und anderes Vieh. Äorwärts-�eser! Parteigenossen! Arbeiter und Arbeiterinnen Groß-Äerlins! ,u ä H3i:sni i ■;*>......7 �•'' � Xv-Ji v.- er„Vorwärts" ist das einzige sozialdemokratische Parteiorgan in Groß-BerNn, das einzige Blatt', das eure Poll« 1 A\ tischen, sozialen und wirtschaftlichen Anschauungen zum Ausdruck bringt. Der„Vorwärts" ist die einzige Zeitung J/ Groß-Berlins, die für die Interessen des Proletariats auf allen Gebieten, den materiellen wie den geistigen, wirkt und kämpft. • Zm gegenwärtigen Weltkrieg ist der„Vorwärts" die einzige politische Tageszeitung Groß-Berlins, die stets und unbeirrt für einen Frieden ohne Annexionen und Kriegsentschädigungen eingetreten ist, für einen Ver» stäudigungsfrieden, der kein Volk vergewaltigt oder entehrt, für einen Frieden, der allen Völkem jederzeit annehmbar und erreichbar ist und der, trotz des Gezeters der bürgerlichen, kapitalistischen und imperialistischen Presse, die stille Sehnsucht aller Völker bildet. Der„Vorwärts", der sich von jeder Art chauvinistischer Völkerverhetzung fernhält, ist das einzige Organ, in dem die Solidarität des internationalen Proletariats einen kräftigen, mutigen und weithin vernehmbaren Ausdruck findet. 2m„Vorwärts", dem Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, verkörpert sich heute noch mehr als jemals in früherer Zeit die Bedeutung und Macht der deutschen Arbeiterschaft. Nicht nur das gesamte Inland, sondern auch das Ausland, das verbündete, Wiedas neutrale und das feindliche, beachtet sorgfältig jede Meinungsäußerung des„Vorwärts". Zahllose Zitate in der Presse der ganzen Welt beweisen dies, aber auch ebenso zahllose wütende Angriffe der reaktionären und chauvinistischen Zeitungen zeigen, daß der„Vorwärts" von den Interessenten jener schädlichen Machenschaften als ihr gefährlichster Gegner erkannt ist. Kat sich also der„Vorwärts" in der politischen Welt einen Rang erworben, auf den er und seine Freunde stolz sein dürfen, so hat er sich als Blatt der Groß-Berliner Arbeiterschaft die volle Stellung, die ihm gebührt, erst zu erwerben. Zehntausende von Groß-Berliner Arbeitem halten farblose, politisch bedeutungslose Blätter und entziehen damit dem Blatt, das ihre Ideen und ihre Interessen vertritt, die verdiente Unterstützung. Darum,„Vorwärts"-Leser, Parteigenossen, Arbeiter und Arbeiterinnen Groß-BerlmS, ist eS eure Ehrenpflicht, mit allen Kräften für die weiteste Verbreitung des„Vorwärts" zu sorgen. Ihr dürft euch nicht eher zufrieden geben, als bis e u e r O r g a n, der„Vorwärts", das meistgelesene Blatt Berlins ist! Wir erwarten in dieser schweren Zeit, wo eure Mußestunden noch spärlicher sind als in ruhigen Friedenszeiten, von euch nicht, daß ihr, wie ehemals, treppauf treppab laufend Abonnenten werbt. Es genügt vollauf, w-nn j-d.-°°°-°ch einen neuen Leser im Monat dem„Vorwärts" zuführt. Mit dieser kleinen Mühe werdet ihr eurer Sache, der Sache des Proletariats und der Sache des Weltfriedens Nutzen bringen. Denn wenn es jedem von euch gelingt, monatlich einen Abonnenten zu gewinnen, so wird der„Vorwärts" in kurzer Zeit auch in Groß-Berlin die Bedeutung gewonnen haben, die ihm als dem Organ der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und dem Organ der reichshauptstädtischen Arbeiterschaft zukommt und die ihm heute in der ganzen zivilisierten Welt beigemessen wird! Wer dem„Vorwärts" einen neuen Abonnenten gewonnen hat, der schreibe dessen Namen und Wohnung auf einen dieser Bestellscheine, schneide den Bestellschein aus und gebe ihn in unserer.Hauptexpedition, Lindenstraße 3, oder in einer unserer Ausgabestellen ab. Ich bestelle hiermit 1 Exemplar des„Vorwärts" mit dem Unterhaltungsblatt und der illustrierten Sonntagsbeilage„Meue Welt" zum Preise von Mk. 1,30 pro Monat oder im Wochenabonnement 30 Pfennig pro Woche frei ins Haus. Ich bestelle hiermit l Exemplar des„Vorwärts" mit dem Anterhaltungsblatt und der illustrierten Sonntagsbeilage„Neue Welt" zum Preise von Mk. IM pro Monat oder im Wochenabonnement 30 Pfennig pro Woche frei ins Haus. Fall» keine eigene Wohnung, bei wem?. Fall« keine eigene Wohnung, bei wem?. E« wird um genaue Angabe der Wohnung dringend gebeten! E« wird um genane Angade der Wohnung dringend gebeten! Bekanntmachung. Grieß,(Tciputcn«nd �artofeltttdpeßl. Qjcmäjj§ 5 der Verordnung über Lebensmittelkarten vom 18. Oktober ISIS wird sür den Gcmeindcbezirk der Stadt Berlin bestimmt: I. Aus Abschnitt Nr. 81 der Lebensmittelkarte entfallen 10« Gramm G rieft. II. Aus Abschnitt Nr. 82 der Lebensmittelkarte entfallen 10« Gramm Teigwaren. III. Aus Abschnitt Nr. 88 der Lebensmittelkarte cntsallen 100 Gramm Karrosfelwalzmehl. IV. Die Abschnitte Nr. 81, 82 und 88 sind in den durch ein Aushänge- schild »Berkauf von Gricft iTcigware») auf Lebensmittel- karren der Stadt Berlin« gekennzeichneten Geschälten gegen Empfangsbescheinigungen abzu- liefern, und zwar in der Zeit vom Montag, den Sü»., bis eiuschlteftlich Mittwoch, den 27. Juni 1017. Nachträgliche Annahme findet nicht statt. V. Die Kleinhandelogrichäfte haben die von ihnen angenommenen Kartenabschnittc in der bisher vorgeschriebenen Weise an ihren Großhändler abzulicsern, und zwar am TonnerStag. den 2«. Juni 1017. VI. Die Ware wird nach Ablauf der üblichen Frist bei den Kleinhandels- gefchäften gegen Rückgabe der Empjangsbeschcinigungen zur Wer- fügung stehen. VII. ES ist unzulässig, die Karte, labschnitte in Geschäslen abzugeben, in denen nicht das vom Magistrat ausgegebene AuShänges child(siehe zu IV> angebracht ist. Geschäften, die nicht im Besitze des 1'luS- hängeschildeS sind,. ist die Annahme der Karrenabschnitte untersagt. Berlin, den 23. Juni 1917. Magistrat der Köaiglicheu Haupt- und Restdeuzstadt. J.-Nr. 67 Br. 5. Abteilung sür Brotversorgung. Rfr Schuhmacher 149t. li-estanzte Flecke(geflcbl), gfin'lch', in allen Grögen Pfd. 5,50 W. Ovale tSohlenschoncr, gemischt, in drei Größen., 4,50» Rande tSclioncr in 5- und lo-Pj.-Brötzen....» 3,50, Brano Sennfn», Leder- At)älleIJSeiBen[ee,2angt|imsft,t.31, Tel. Deitz. 191 Baep9 " Ecke Prfnz.-Allee Herren- und Knaben- Moden, Berufskleidung. Einsegnungs-Anzüge, Joppen. Gr. Stofflager, eleg. MaBanfertigung, Billigste, feste Preise. imwfinBwniiiiiiiiiuiniiiuiMiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiMj MMmEMWll deil MWoiiHii! i IIIIIIIIIIIHIIIIII Brotzusatzkarte. Die städtische Arbeitsgemeinschaft Groß-Berlins hat in Ueberein- stimmung mit der Grnährungskommission der Arbeiterschaft Berlins und Umgegend beschlossen, daß in der Zukunft in der Brotzusatzkarte insofern eine Aenderung erfolgt, als der Begriff Schwerst- und Schwerarbeiter in Wegsall kommt und dafür nur Handarbeiter und Handarbeiterinnen eine Zusatzkarte erhalten. Zu diesem Zweck sind von den Ortsbehörden Ausrufe an den An- schlagsäulen erlassen worden zum Zweck der Anmeldung der Zahl der Beschäftigten in den Betrieben durch die Unternehmer. ggo/ig. Dieser Aufforderung sind leider noch nicht alle Unternehmer nach- gekommen, wir ersuchen deshalb die Arbeiter und Arbeiterinnen Groß-Berlins, sich darum zu kümmern, ob ihre Betriebe bei den Ortsbehörden gemeldet sind, da sie sonst ihre Berechtigung, eine Zusatzkarte zu erhalten, verlieren. Der flusfdjuß der GewerhfdjaftBhommiiiion Berlins und Ilmgegend. gez. A. Körstcn. S'flitlmtlic 25 pf. '/j Wcinkorten bis S'/j Ps., gebrauchte, kenecke Jnvaliden-Strasie 137 (nahe Stettincr Bahnhof» von 10 bis 5 Uhr �#0 Amt Norde» 8875.* Sektkorken bis 25 Pfennig, Weinkorken'i S'l, Pfennig sowie alle"anderen Sorten gebrauchte und neue Korken k a n 1 1 W. Nelke, Berlin, Krausenstr. 75 (neben Kemplnski) u. Steglitz, Bergstr. 2. V 0-1». 3-7. HeinesWerke 3 Bände 5 Mark• Suchhandlung vorwärt» Jedes Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckte Wort 20Pfg.(zulässig 2 fettgedr. Worte). Stellengesuche und Schlafslellen-Anzeigen SPfg.; das erste Wort(fettgedruckt) lOPfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt, Verkäufe Lcihlinus Rosentaler Tor, LmienstraKe 203/d, Ecke Rosentbaler' siraxc, virlauit neue Herrengarde- toben, Pclzstolas, Müssen. Golvene, silberne Herrcnubrcn. Damenubren, lleiten, Schmucksachen, Brillanten. Cilberlaschcn. Lim Ubrcn dreijährtgen Garantte'chetn. Eigene Wcrknaf:.* Tevvich-Tbomas. Cranienftr. 44 svoltbillig sarbieblerbaste Teppiche, Garbinen. Vorwärisicjcrn ö Prozent Epirarabatr._ 64� Grotjahn, Die lmgienische Forde- rung. Ein Buch über gesundbeits- inätzige Lebensiübrung.(©laue Bücher.) Preis 1,80 M. Buchhand. lung Vorwärts, Lindenstr. 3, Laden. Lieferwagen. Kiappsportwagen, Holzrädcr, alle Zieparaiurcn an «inderivagen. Korbmacher Weidlich. Brunnenstrasze 36. 23LK' Leihhaus� Warschauerstrage 7. Pelz- ganiiiuren l Neue Herrengardetobel Beticnverkauf! Plüschdcckcn l Uhren« rerlauj! Schmucksachen! Wand- bildet! Silbertaschen! Allerbilligste Preise!* Ter Polizeimeisterl Ein rufst- scher Polizeiroman von G. Zapolsla. Preis ö Mark. Buchhandlung Vor« wärtS, Lindenftrage 3, Laden.* Mein Gartengrundstücks Wand- litzscc, zirka 1 Morgen Wald, Wasser, Wiesen mit grogen Edelobsianlagen, Kartoffel-, Gemüseetnle, Hühner, Kaninchen, gutes Holzhäuschen(zwei Sluben, Küche, Schuppen. Stallungen, Invcnlar, alles schuldcnsrci, 12 Lahre in Kultur, ernährt llcinc Familie, sür 11 300 Mark an arbeitsamen jläuser abzugeben. Anzahlung nach lieber- einkunft. Gabbert, Schönhauser- ollec 130. Telephon Norden 4006.* Wie baue ich Gemüse'< Buch- bandlung Borwäris, Lindcnstraße 3, Laden. Preis 30 Pscnnige. Ältilchztrgcn, groffer Transport, put srischmilchcndcr, darunter prima Gchivcizcr, Schwarzwälder, eine scite Ziege zu haben bei Lewi, Lands- berger Straffe 16, vorn 3 Treppen. Kaliskis Spezialhaus sür Näh Maschinen, Kinderwagen, Wclall- belicn Äilmersdorscrstraffe 53/54, Chaussecstraffc76,Bcllealliancestraffc4. Brinzcnslraffe 45. L28K» Kunftseidcne Lacken, nnprägnierle Seidenmäntel aus Teilzahlung abzu- geben. Briese erbeten: Kallis, XWt 67. Ilntversal Briefsteller 3,r.o Mark. Buchhandlung VorwättS, Linden- straffe 3(Laden). Teilzahlung. Decken Sic Ihren Bedarf in Pelzkragen und Muffen schon jetzt zu noch erschwinglichen Preisen, bei bequemer Zablwcisc. Briese erbeten: Pelzwarcnfabrik Kallis. Berlin.NW 87. 241fl* Lauferschweine verkaust Stoff- züchtcrei Berlin-Wilhelmsberg. Wci- tzenseer Weg 44. Straffenbahnen 164, Nv. Lange. 245K' Legehühner,(ülucken�tnit Küken, Einzclkükcn, Entenküken oertauft Groffzüchicrei. Berlin- Wilbelmsberg, Weiffenseer Weg 44. Straffenbahnen 161.N0._ Lange. 24551* Tagebuch einer Berloreneti. Von einer Toten. Herausgegeben von M. Böhm. Preis gebunden 2 Mark, broschiert 1 Mark. Buchhand- lung Vorwärts. Laden, Lindensir. 3. Kaninchen, belegie Junglicte. Zuchthahn, Legehühner zu verlausen. Belgier- und Havannabock zum Decken, Mönch, Rosenlhal, Prinz- Heinrich« Straffe 47. Kaninchen wegen Aufgabe, auch Stallungen, belegte Häsinnen von 15 Mark an. Brauer, Biesdorf, Tors- straffe 70. 54/6 Zuchtkaninchrii, junge Hühner verlaust Ouoos, Gractzstraffe 5. Ricsonbafinne«, Belgier. Schecken, Wiener belegt sehr billig. Teckstalion, Mayer, Schäserstraffc 7, Ecke Schmid- straffe.___ 54/5 40 SkunkS-Garnituren, echt, groff, schön, modern, 250 Mark die Gar- nitur, da Sommer. SiSkoS, Alexan- drinenstraffe 72, an der Dresdener. straffe._____ 248K Huhnrr oertaus! Deutschländer, Berlin-Lichlenberg, Saganerstraffe, Eingang Kegelbahn.__ j 112 Hefscs Bolksbüchcrci. Soweit Vorrat jede Nummer broschiert statt 20 Pf. nur 10 Ps. Zu beziehen durch dte Buchhandlung Vorwärts, Linden- straffc 3. Geschäftsv-erkäufe Plätteret zu verkausen wegen 5bran!be>t. Schöneberg. Sedanslr. 79. Plättgeichäft krankKstSwegen zu verkausen. Material vorhanden, billige Miete. Holslciner User 16. ff Hobel Biocbel-Boebel, Moritzplay 58 Fabrikgebäude. Spezialität: Eilt. und Zweizimmer- Einrichtungen. Größte Auswahl, niedrigste Preise. Besichtigung ts'lf— 7. 38» fvtöbelaussieuer, gediegene, billig verkaust Möbeltischlerei Lebmert, Große Hamburgcrfiraffe 4. 2716b'' Bettstelle. Matratze, dreiteilig, preiswert. Simplonslraffe 37, 1. Por- tal IV Mitte. ffS Bettstelle, komplett, Kleiderschrank,©ertjto, Diplomat, Gold- Ipiegcl, Fahrrad, Marmorwaschtisch, kleinen �Teppich, Verschiedenes per« kaust. Skalitzerslraffe 98(II. Portal), Vorderhaus II links. L733b Sofa ocrkaust Borlenhagen. Koti buserujer 33. i-s Garderobenichrank. Nuffbaum, Kleiderschrank, Wäscheschrank. Auszieh- lisch, Stühle, Sosaumbau, Trumcau, Chaiselongue, Chaiselonguedecke, Bett« stellen. Kücheneinrichtung. GaSkroncn, Gasbängclicht billig verläuslich. Sudan, Pallasstraffe 13, Hochparterre. ff HuZikmsti'iilnente Patcntharinouium 123,—.Salon- Harmonium auch ohne Notenkennt- nisse spielbar, billigst, Klavier 245,—, kreuzsaitiges 385,—, Oranien- straffe 166 III. 194K' Wandermandoiiue 20,—, italie- Nische, portugiesische 35,—, Wander- gitarren. Lauten, Unterricht 6,— Monatshonorar, Notenlagcr, alt- cingespiclte Konzertgeige mit Zu- bchör 35,—, Solistenvioline 50,—. Ernst, Oranicnstratze 166 III. slölK� Grammopbon, ipottbillig, echtes, gekostet 110,00, sür 40,00. Teile, Fürilenstraffe 8 III. ff37 Künstlerviolinc mit Zubehör 95,— verkauft Sparr, Friseurgeschäst, Oranienstraffe 170. Tnchfcrlose Grammophone verkaust billigst Drews, Schliemann- straffe.19. 54/4 �abiraber' Herrenfahrrad, Tamensabrrad, Motorfahrrad, alles spottbillig. Kämmereit, Gl offe Franksurter- straffe 14, Ouergcbäudc. 54/10 sukgesucke Platinabfälle per Gramm bis 7,80 Mark, Ketten, Ringe, Schmuck- lachen. Bestecke, Uhren. Tafelausiäye, Treffen, Film- und Zellulotdabsällc, photographischc Rückstände, Papiere, Glühstrumpsaiche. aste Zabngcbisse. so- wie sämtliche Absälle, deren Rückstände und Gekrätze zc. käust Platin- und Silbcrschmclzerci Broh, Berlin, Köpc- nickersiraffc 29. Telephon Moritzplatz 3476. Eigene Schmelze, direkte Verwertung. Vertrcterbesuch. Schnllplattcn, abgespielte, sowie zerbrochene, kauft und lauscht jedes Ouantum, Musikhaus, Groffc Frank- surter Straffe 110. 242K' IKlektrijche Materialien aller Art kaust Schumann, Vcteranenstraffe 25, Hochparterre. Telephon Norden 558. Leinölfirnis, Borax, Kopal, Ko- lophonlum. Zeresin, Parassin, sänit- lichc Friedensöllackc, Emaillelacke, Terpenlinöl, Terpcntincriatz, Lciin und ähnliches kauft höchstzahlend Äollrr, Tbaerstraffc 6, 191JI* Raufe alles: Firnis, Leim, Biencnwachs, Paraffin, Kopal usw. Zahle anerkannt höchste Preise. Noack, Groffc Franksurterstratze 25. 51/11' Licht- und Kraftanlagen, neu und gebraucht, lauft„Elektrotechnik", Skalitzer Straffe 43, I. Fernsprecher Moritzplatz 14892..__ 24651* Möbeleinkauf! Kleiderschränke, Vertikos, Plüschsofas, TruineauS, Bellstellen, Waschtoilctieii, Küchen- einrichlung, annze Wirtschaften und Nachlässe kaust höchstzahlend Höser, Prinzenstratze 71.(Moritzplatz 1078.) Ttzeile», Sviralbohrcr, Werkzeuge, Slahl,. kauft Metalleinlaus Herrmanu. Roltbuser Damm 66.' Platiuabfälle! Gramm bis 7,70! Zahngcbissc! Schmucksuchen! Keilen! Ringe! Militär tressen! Glühstrumps- asche! Filmabsälle! böchstzahicnd, Siibcrschmelzeret, Metall- Einkaufs- bureau, Webcrstraffc 31. Telephon Sllexander 4243. 98' Gluhstrumpfasche kaust Blümel, Auguststraffe 69 I._ 241/2' Kraukeitfahrstuhl kaust(Preis- augabe) Zocller, Waffmann straffe 3. Bricfmarkensamiitluitg Kcffler, Lausitzcrstraffe 52. kaust 264t b' Leim, Leinölsirnis, Parasfin, Harze, Oellacke, Borax, Aehnliches laust Drogerie, Liebigslraffe 34._' LeiiiölfirniS, Standöl Mk. 16,—, Oellacke Mk. 8,—, Terpentm.Sanzajol, Bleiweiff, Leim, Schellack kaust Malerei Zöls, Neuenburgerstraffe 16, Moritzplatz 586t. 203/1' Säcke, Packleinen kaust Schermer, Langestraffc 19. ff63' Staunende Preise für Möbelstücke, ganze Einrichtungen. Warenlager, Pelzsachen, Federbetten, Teppiche und Nachlässe zahlt Goldmann, Danziger- strusze 49. itönigsladt 7631. 182K' Platinaiikaiif, Gramm bis 7,60 (ebcnsalls Ankauf aller Zahngebisse Bestecken, Ringe, Schmucksachen, Kellen, Glühstrumpsajche zu gcsetz- lichen Preisen. Melallkontor John, gegründel 1903, nur Alle Jakob- straffe 138 und Koltbuserslrnize 1 Kottbusertor). Moritzplatz 12858. Firma genau bcachlen. �Wertpapiere, Zinsscheinc, Hopo- thcken, Sparbücher, Erbschajteii, Lebenspoliceu laust, beleiht, jede Höhe, vorspcsensrei.(Sosorltge Geld- auszahlutig.) Deutsche Krcdstkasse, Prinzenstraffe 54(Motitzplatz).' Gebrauchte, heschlagiiahmesreic Seltkorkc bis 25 Pjennig, Weinkörke '/> 3'/, Psennig sowie alle anderen Sorten gebrauchte und neue Korke, jeden Posten, Schallplaltcn und-wal- zen taust Mallhäus, Berlin, Alte Leipzigerstrage LI. 12351' � Schlafzimmer, Bücherschrank, Schretblisch, jlüchcncinrichtung laust privat Hopp, PotSvamerstr, 82.' Herreuradgesuch, Damenrad- gcsuch, auch dcsctles. Kümmeren, Groffe Frankfurterstraffe 14, Hos. Schellack. Leint, Lacke, Firnis, Oele usw. kaust Roß, Kommandanten- straffe 72. 2734b Feilen, Spiralbohret, Fräser, Treib. riemen, neue und gebrauchle Werk- zeuge, taust Melallankaus Bcussel- straffe 5. 136K �nterrickt RöSners Handclslehranstalt, Neue Promenade 3(Bärsenbabnhof) und Berliner Handelsschule, Scydelstt äffe 1, Ansang Juli Beginn ucuer Kurse. Ausbildung zu wirklich pcrsekten Buchhaltern. Buchhalterinnen. Kon- toristen, Stenotypiften, Bureau- bcamtinNen, Haibjabrslurse. Jahres- kurse. Honorar 20—25,00, Abendkurie 15,00. Einzelfächer, Stenographie, Schreibmaichine, Buchführung 15.00, Richtigsprechen.Ricbtigschteibcn.Schön- schretbctt, Wechiellchre, Rechnen, Kor- respondenz. Englisch, Französisch, mo- nallich 6,00. Acllcren Perionen und Nichtkauslcuicn Einzelunterricht. Ab- gangszeuguis kostenlos. Gratis- prospelt. 246/2' Tanten Ausbildung als technische Zeichnerinnen, sehr guter lohnender Berus, Tages-. Abendunterricht. Prospekte. Ansang I. Juli. Polytechnisches Gewcrbe-Jnstitut, Inhaber L. Barth. Ingenieur, Chaussecstraffe 1. s262/t' Packer sofort gesucht. Meldung in unserer Hatisittspelt,-' zwiichen 10—12 Uhr vormittags. Kaufhaus des Westens G. m. b. H., P.-P.. Taueittzieitslraffe.' Pureaudicuer, jüngerer, sofort ge- sucht. Nur solche Bewerber wollen sich melden, die bereits einige Zeit als Diener ln groffen Bureaus tätig waren und im Verkehr mit dem Publikum gewandt sind. Persönliche Vorstellung in der Zeit von 9—1 Uhr vormittags oder 3—7 Uhr nach- mittags. A. Jandors u. Co., Belle- allianceslraffe 1/2, Personal- Verwal- lung 4. Stock. 253K' Fahrstuhliührrr sofort gesiichl. Meldungen im Maschinenhaus. A. Jandors u. Co.. Brunnenstraffe 21.* Trechsler sür Ovalrahmen ver- langt Partettfabrik, Charloticnburg. Salzuser 22. 247K' Schlofser aus Mililärarbeil ver- langt Ed. Puls, Tempeldos. 273K' P ortier sür llcincre MieiSvilla am Bahnhos Grunewald, Wintler- straffe 28. Kriegsbeschädigte, Renten» empsänger oder Pensionäre bevor- zugl. Schlosser, Klempner, In- slallateur, überhaupt Feuerarbeiter erwünscht. Düstng. 246K' Anisigsn im„Vorwär sind billig und erfolgreich! Maschinenbau, Elektrotechnik, Eifenkonstryltion, Nusbildung Werk- meistcr-Tcchnilcr, Konstrukteur. Pro- spektc frei. Ansang 1. Juli. Poly- technisches Gewerbc-Jnslitut, Inhaber L. Batih, Ingenieur, Chaussee- straffe 1._ 261/2' «nglifchen Unterricht für Anfänger und Fortgcichrittene. sowie deuljche und französische Stunden er- teilt G. Swicnly, Charlotlenburg� Stuttgartervlatz 9, Gartenhaus IV Ptandölineitspiel, Gitarren, Laulenspiel, Dreimonatskurse zur persekten Ausbildung, 6.— MonalS- honorar, auf Wunsch auch in kürzerer Zeit. Lehrinitrumentc billigst, Klavier, Violine unlerrichlet schnell- ördernd Ernst, Oranienstraffe 166�' Manvo linenspiel, Gilarrenipiel, Spezialität Dreimonaisliirsc. Leib- inftrumentc. Abends. RehdeS, Brunnenstraffe 160. 54/14' Ve:schledenes Kunftstopserci Groffe Frankfurter straffe Gl.__ �__. 6851* Elektrische Sicherungen repariert .Merkur", Schönhauser Allee 158. Norden 6168. 24951' Gefunden'jr.tf verloren Rucksack, unter anderem cnt- hallend Ztelsetnrohr und Fernglas, im Zuge Erfner-Grunewalo liegen geblieben. Wiederbringet' genannter Gegenstände erbält gute Belohnung. Paul Selchow. Cöpemck. 248K Vermietungen Wohnungen Hofwohnuiigen. billige, Zentrum, Rvsenthalerstraffc 39. 244/1' Möblierte» Zimmer oermietet ciiizclne Dame. Naunynstraffc 25, vorn ll links. jV Möbliertes Zimmer, 15 Mark, Krause, Kiesholzstraffe 13. 2743b Herr findet sreundlich möbliertes Zimmer bei Witwe Sorger, Schwedtcr- straffe 236, vorn I links. 2740ö Mietgesuche Alleiniges billiges, möblierles Zimmer, wanzctisrci, sucht älterer Mann. Preisofsertcii>1. 3.Vor- Wärts'-Erpeditivn, Lmdenstraffe 3. � Dauermielcr, Preis Niechniiiter 50, suchl möbliertes Zimmer. offerien an.Votwörls"-Lltzsgabestelle. Baerwaldstt'affe 42. 2732b itr'�eitsmsrkt Stellenangebote Haiisdiencr sofort gesuäit. Mel- dungin utisercrHausmspcltion zwischen 10—12 Uhr vormittags. Kaufhaus des Westens G. m. b. H., P.-B., Taucntzicnstraffe.• Portier sür Fahrstuhl, Zentral- Heizung und Warmwasfer, beim Wirt. Charlollenburg, Roscherstraffc 17, I. Stellmacher und Holzhauer iinden sofort dauernde Beschäftigung Kohlen- blatz-Betricb, Charlotten bürg, Kaüciin- Augusta-Allce 96, 232/13 Packer stellen ein sür dauernde Tätigkeit Emaillelvarengroffhandlung Kantoriwicz u. Zieich, Schönebcrg, Gcnesistraffe 9� Bahnhof Papestraffe, KreiSsägenschncider aus Horn und Elsenbein, auch Kriegsbeschädigte, stellt ein Boschwitz, Neue Friedrich- straffe 48. 53/9 Hausreinigung, srcic Wohnung und 10 Mark. Katzbachstraffe 24. Geselle» aus Kvblenisepen stellt ein Korlh, Weiffensee, Langhaus- straffe 4. sil? Arbcitsburscheii verlangt Buch- druckerei Beroiina, Blumenslraffe 88. Hausdiener für Möbelabtctlung und Packerei zu sofortigem Antritt gesucht. Vorzustellen mit lückenlosen Zeugnissen 9'/z— II Uhr. N. Israel, Köntgftraffe 11, Dienerinspektion. Lehrling aus guter Familie, mit schöner Handschrist, voci GrvffhauS gegen Vergütung gesucht. Selbst- schrist-Angcbotc an Bchnc ti. Lotb, S. 42, Ritterstraffe 84. 2737b Hauöreinigung zum 1. Juli, auch später zu vergeben(zwei Auf- gänge), desgleichen Bureaurciniguug. Herwalter Thiele, Chaussecstraffe 27. Hauswart für zwei Linoleum- auigänge, elektrische Treppenbclcuch- luug, gegen freie Wohnung und Barvergütung gesucht. Hauswirt, War- schauer Straffe 73. L Packcrinnen sofort gesucht. Meldung in unserer tzausinspettson zwischen 10—12 Uhr vormiitags. Kaushaus des Westens G. m. b. H., P.-V., Tauentzicnstraffc.' Arbeiterinnen werden� bei' 311!», dauernder Beschäftigung sofort noch eingestellt. Muniiionsfabrik Joses Hellbach. Berlin- Hohenschönhausen. Göckestraffc. � 239K' Arbeitsstüben aus guten Mittel- genre in garnierien Kleidern finden forilauscnd Beschäftigung. Wenn möglich Vorlage von Probearbeit. Max Dienstag, Mohrenflraffc 13/14.» Zigaretten- Packerinnen, nur geüble, Massary, Elisabethstraffe 7._ Selbständige Jacken- und Rock- arbeitcrinncn /ucht Stehlit, Prinzen- straffe 57 III. 247' Fahrftuhlführcriniien sofort gc. sucht. Meldungen im Maschinen- Haus. A. Jaudots u. Co., Belle- Lllliance-Siraye 1/2. 253K' Fahrstuhlfiihrcriniien ioforl gc- sucht. Meldungen im Maschiueithatis. A. Jandors u. Co., Brunnen- straffe 2l.___ 25851* Pluscnarbriteriiineii sür das elegante Genre finden dauernde Beschästigung(Probearbeit). Artur Teppich, Leipziger Straffe 38* Kriegsnäharveit. Näherinnen werden gesucht. Besonders solche, welche Knaben- und Männerlonsetlion arbeiten. Kaiser-Bilhelm-Straffe 12, Laden. 24751' Frauen, Mädchen zuin Kassieren verlangt Berlinisches Buchversand- hauS, Preitzlancr'Allee 29. s27lSb' 'Aiilegeriiineti, auch zum Anlernen, verlangt Brichdruckerei Beroiina, Blumenstraffe 88. 232/14 für die»il cbste Nummer werden Berlin bis l Uhr, für die Vororte Expedition, Undenstrasie 3, bis I Hausdieueriitiicii, kräftig, io- fort gesucht. Meldung in unserer Hausinspettion zwischen 10—12 Uhr ' vormittags. Kaushaus des Wesleus G. m. b. H., P.-V., Tauentzienstraffe. Geüble Uttioiinäherinneu iowtc Zuschneiderinnen aus Kunilieideu- Jacken verlangt Leopold Könlgsbergcr, Kommandanlenstraffe 5/6. 2729b Tüchtige Mamsells aus Kostüm- Jacken verlangt Gotdbcrger, Greifs» waiderstraffe Nr. 217. 24851 Junge Mädchen sür leichte Arbeit und Gänge verlangt Knopsiabrlk Philipp, Alte Jakobstraffe 108. s248K Mamsells auf Plüsch-, Astrachan- mäntel, hohe Preise, verlangt Reiff, Alt-Boxbagen 3t III. 24851 Blusennähertitiien im, aufferm, gute Eeidenblusen, Jahresarbeit. Ärbcitszetl 8—3. Oskar Cohn, Wil- mersdors, Psalzburgerslraffe 39. Ubland 5927. � 248K Blusennäberin auffernt verlangl Liebermanu, Niederbarnimilraffe 3. Geübte Arbeiterinnen sür unsere Zigaretten-Maschinenavteiluttg ge- suchi. Auch zum Anlcriteti werden Mädchen eingestellt. BoSnia-Ziga- rcttensabrik. Alcxanderstraffe 27. Arbeiterinnen werden sosorl eingestellt. Papierverarbcilunaswerk Robert Keilpflug, Berlin f31V 48, Fricdrichslraffe II. 24851 Maiiisclls aus ganz cinsache Mäntel oder Kostümjacken. Böhme, Müllerstraffe 156». fflOb* ZeituiigSnitöträgerin gesucht. Meldung bei Frau Wiener, Siemens- stadt, Reiffstraffe 25.' Zritiingsnusträgerin verlangt Berendiec, Steglib, Mommienstr. 59. Zeitungsträgeriii sofort verlangl. Spedition Lichtenberg, Wartenbcrg- straffe l. Laden.' Frauen zum ZeilungSaitstragen iucht„Vorwarts"-Ausgabestclle All- Boxhagen 56, Laden.' Botenfranen verlangt sosort Aus- gabcslellc Grcisenbagenerstraffe 22. Zeitungsausträgerinnelt könnet! sich melden.„VorwürlS'-Ausgabc- stelle, Lausitzcrplatz l4/l5.' Zeitungsausträgertn sofort ver- laugt„Vorwärls'-Spedition Pankow, Mühlenftraffe 70.' Botcnsrauen tvcrdcn eiiigestells .Vorwärts", Eharloltenburg, Sejen- hcimerslr. 1.' Zcittiiigsmtö trage rin sür einen Bezirk im Zentrum der Stadt ver- langt. Lindeustraffe 3(Laden).'' Zeituiigsausträgerin verlangl „Vorwärts"- Spedition Schöneberg, Meiningerslraffe 9.___' ZetlungsaaSträgeri« sür Weißen- see sosorl gesucht.„VorwärtS"-Spe- dilion. Berliner Allee II.'' Zeilungsbottn der l. 7. 17 ver- langt.„Vorwärts"- Ausgabestelle Berlin-Nledcrschönewcidc, Brücken- straffe 10 II l., Unruh.' Schmiede aus Heeresarbeitett(Hufschmiede u. andere). Schirrmeister(aucharbeils- vcrwetidungssähigr sür die.Heimat und sür cinsache Arbcilen verlangt. Alex, Hernian G.m.b.H., Rerlin HI JJO, Pankwtr. Li». Schmiede aus Hecresarbetlen(Husschmied und andere), Schirrmeister jur cinsache Arbeileu verlangt 147L �!ex. ttermsn v. Brrlin-Tempelhof, Kaiser-Wilhelm-Siraffc lO/ll. Schmiede aus HeercSarbeilen(Hufschmied und andere), Schirrmeister für einsachc Arbetlcn verlangt 147L (Alex. German Berlin, Pankstr. 29. Schlosser verlangt 147L Akx. Herman h;«,; Berlin-Tempelhof,' Katser-Wilhelm-Slraffe 10/11. Schlosser aus Heeresarbeit verlangt 4936L Ott« Liubttz. Neue Königslraffc 72. Tüchtigen, sauberen Schrifthauer. eventuell mit Berpslegung. stellt sosorl ein 4948L Gustav Borsdorff, Bildhauerest Gverswalde. Kesselschmiede, Kupferschmiede, Maschinenschlosser sowie erfahrene Hilfsarbeiter für solche stellt sosort ein A. Waeener. Maschinenfabrik, *__ Küstrin-Äenftadt. Tüchtige Raspler verlangen V. A K. Res,!8(1, Manteuffclstr. 125.- GeslhAtsbiitslhtr, itüchleruc, zuverlässige Leute, mil Führung und Warlung von Pserden vertraut, ortskundig, mit gulcn Zeug- nisten verlangt 22A Hötrnsnn �ksöt�Go.g�!7°h., Wattftr. ll/lS. IllMgg WstllxsugmzlZbös und Werkzeugdrehcr verlangen Gebr. Tietinann, Tcmpcihos, Ringbahn- straffe 4. �_______________ 2731b' Kutscher Lützowstr. 2._ 54, 1 fiitzcr sür Fässaden- und Innenputz werden sosorl eingestellt. Meldungen Bau- snhrcr Wolfs. Fnbriineuban Nationale Aulomobil-GeseMchalt. Tbcrschöne weide, Wilhcliuinciiyolstraffe, Ecke Biintzelstraffe. 220 16' Slkticn-Gcscllschaft für Äaltausführungen. Siirtüiiboleu \ für leichte Bureauarbeiten und Botengänge sofort gesucht. J Meldungen a. Montag 8—1 Uhr. 1 Held u.Fmitcfe Akt-Grsellsch | Berlin SO 16, A. KSllniich.Park I. Bauarbeiter werden eliigcstelll. Tteglib, Wiesen- weg 10, Polier Radike. 16A s Automobil- �lugmotoren- ScMosser , für sofort verlangt IC<>117. A Cic., A.-«., Charlottenburn, Salz-Ufer 2/3. wwtrwwwwxrwe-wwv-wwwv: Für Landarbeit zuvet lässiger Mann sosort gesucht. Meldungen bei G«?»«!«, Neukölln. Biebrichslr. 3, Eonulag vm. 10—12 U. Jahrpersonal und Stallrute sucht Schultheis)' Brauerei, Lichter selber Straffe 11/17._____ 5 1 ,1-1' iaichtn ÄfSä-f""'"' Z-schneidn ShÄ"" Hilfsarbeiter verlaiigt 2709b' iVletaIl>varenfal)riii Kottbuser Str. 23, AI und Handwerker gesucht,' — passend fiit UarailienviUer— Städtisches Gaswerk II Charlottenburg, Qaußstraße. TUchtig/c Kräftige rbeiter rer auf ktiuftlerifche Figuren sofort gesucht. 53/6' Angebote mit Lohnansprüchen und Angabe der bisherigen Tätigkeit an Rept« A Trlnte, Klmstanstait, Mngdr.burg-R. Redakteur gesucht! Für die„Volksstfmme" Frankfurt a. M. wird zum 1. Oktober ein politischer Redakteur gesucht, erste Kraft. Bewerbungen mit QehaKs- ansprüchen bis spätestens 10. Juli an den Vorsitzenden der Preßkommission O. Brennecke, Frankfurt a. M., Allerheiligenstraße 53, erbeten. 1 Gcfcbaftsführcr J eines größere« ParteiblatteS sucht gleichartige Aastellmtg, « Autritt kau» zum 1. Oktober oder früher erfolgen. i Angebote unter Ij. 3 an die Hanptexpcditio« des»vor- � w ö r< S Li ndc u st r� crbeteiu geübte, mSglichst militärfrei, auch kriegsbeschädigte. Stock Motorpflug, Köpenicker Str. 48/49. Wir stellen ein: Automateneinrichter, die selbständig Wattig- and Offenbaoher Aatomaten einricbten können. Werkzengdreher, Maselilnenarbeiter, der an Hobel-, Stoß- n. Sbapingm aschinen arbeiten kann. Vorstellung Sonntagvormittag 10— 12 Uhr. J. Mehlich Aktienges. C 54, Sophienstr. 21. h. »GM fr.«Ks STBSb* Junge Leute I5�rm rib können das Bohren und Po» licreu von Drahtztehstetnen er« lernen. Ausreichende Vergütung während der Lehrzeit wird gemährt. Verjenliche Vorstellimg von 10—12 Uhr.vormittags und ö— 6 Uhr nach- inilllPs. 03/14" u. Heckmann Neukölln.