Nr. 176. 34. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: abonnements. Brets pränumerando Bierteljährl 8,90 M, monatl. 1.30 RL wöchentlich 80 Bfg. frei ins Haus Einzelne Nummer 6 fg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Belt 10 Big. Bost Abonnement: 1,30 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mark bro Monat. Bostabonnements nehmen an Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint tägld. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 60 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pig. Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Bort 20 Bfg.( zuläffig 2 fettgebrudte Borte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengefuche und Schlafstellenan geigen das erite Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buch. staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen, bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Bertin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplas, Nr. 151 90-151 97. Sonnabend, den 30. Juni 1917. Expedition: Sw. 68, Lindenstraße 3. ferniprecher: Amt Moritplas, Nr. 151 90-151 97. Neuer englischer Unsturm gegen den Lens- Bogen gescheitert. An der Arras Front heftige Kämpfe zwischen dem La Baffée- Kanal und der Scarpe Zahlreiche englische Angriffe verlustreich gescheitert Geringer feindlicher Gewinn bei Oppy- Gavrelle Deutsche Sturmerfolge östlich Ceruh und links der Maas. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 29. Juni 1917.( 2. Z. B.) Westlicher Kriegsschauplah. Heeresgruppe Kronprinz Ruppre& t In Flandern war nur in wenigen Abschnitten die Feuertätigkeit lebhaft. Heftige Kämpfe spielten sich gestern zwischen La BafféeKanal und der Scarpe ab. In dem seit längerer Zeit von uns als Kampfgelände auf. gegebenen, in den Feind vorspringenden Raum westlich und südwestlich von Lens wurde ein frühmorgens längs der Straße nach Arras vorbrechender Angriff starker englischer Kräfte zum Luftstoß. Abends griffen mehrere Divifionen zwischen Hulluch und Méricourt und von Fresnoy bis Gavrelle nach Trommelfeuer an. Bei Hulluch sowie zwischen Loos und der Straße-LensLiévin wurde der Feind durch Feuer und im Gegenstoß zurückgetrieben. Westlich von Lens tam nach heftigen Kämpfen mit unseren Vorfeldtruppen ein neuer Angriff des Gegners nicht mehr zur Ausführung. Bei Avion scheiterte sein mit besonderem Nachdruck geführter erster Ansturm völlig. Hier griff er erneut nach Heranziehen von Verstärkungen an. Auch dieser Angriff wurde drrch Feuer und im Gegenstoß zum Scheitern gebracht. Zwischen Fresuoy und Gavrelle nährte der Feind seine anfangs verluftreich in unserer Artilleriewirkung zusammenbrechenden Sturmwellen dauernd durch Nachschub frischer Truppen. Nach erbitterten Nahkämpfen festen sich die Engländer zwischen Oppy und der Windmühle von Gavrelle in unserer vordersten Linie feft. Unsere Truppen haben sich vortrefflich geschlagen; der Feind hat in der gut zusammenwirkenden Abwehr und im Kampf Mann gegen Mann hohe blutige Verluste erlitten. Heeresgruppe Deutscher Kronpring. Am Chemin des Dames hatteen bei Fort de Malmaison, südlich von Courteron und südöstlich von Ailles örtliche Borstöße, Die russische Konstituante einberufen. Festsetzung des Wahltermins. Petersburg, 29. Juni. Meldung der Betersburger Telegraphen- Agentur. Am 27. Juni hat die vorläufige Regierung einen Erlaß veröffentlicht, der den Zusammentritt der verfaffunggebenden Versammlung auf den 13. Oktober 1917, die Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung auf den 30. September 1917 festsetzt. Deutsche Kreise für Verständigung mit dem Westen. Erklärung von W. T. B. öftlich von Cerny ein größeres Unternehmen westfälischer Regimenter vollen Erfolg. Hier wurde die französische Stellung in über 1000 Meter Breite und ein zähe verteidigter Tunnel gestürmt und gegen heftige Gegenangriffe gehalten. Im ganzen find bei diesen Kämpfen über 150 Gefangene und einige Maschinengewehre eingebracht worden. Auf dem Weftufer der Maas kam ein sorgfältig vorbereiteter Angriff am Westhang der Höhe 304 zur Durchführung. Nach furzer Feuervorbereitung nahmen posensche Regimenter in fräftigem Anlanf die französische Stellung beiderseits der Straße Malancourt- Cones in 2000 Meter Breite und 500 Meter Tiefe. Bald vinfeßende feindliche Angriffe wurden vor den gewonnenen Linien zurückgeschlagen. Heute früh stürmte ein württembergisches Regiment im Walde von Avocourt einen 300 Meter breiten Stellungsteil der franzöfifchen Befestigungen. Wieder find an beiden Einbruchsstellen über 550 Gefangene gezählt worden; die Beute steht noch nicht fest. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Reine besonderen Ereignisse. Auf dem und an der Deftlichen Kriegsschauplah Mazedonischen Front ift die Lage unverändert. Der Erste General quartiermeister. Lubendorff. Abendbericht. Berlin, Amtlich, 29. Juni 1917, abends. Im Westen keine größeren Kampfhandlungen. Im Osten löste gesteigerte Angriffstätigkeit der russischen Artillerie zwifchen Strypa und Dujestr unsere starke Gegenwirkung aus. Der österreichische Bericht. 28ien, 29. Juni 1917.( W. 2. 8.) Amtlich wird verlautbart: Deftlicher und füdöstlicher Kriegsschauplah. Außer erhöhter Gefechtstätigkeit in Galizien nichts zu melden. Italienischer Kriegsschauplah. Stdöftlich von Görz und im Plöckenabschnitt war bas feindIfche Artilleriefeuer lebhafter. Der Chef des Generalstabes. Kreise zur Berständigung betonende Stelle dem kriegsmüden französischen Bolke vorenthielt, liegt auf der Hand Der Grund, warum diese Geneigtheit in so schüchternoffiziöser Form und nicht in einer offenen Erklärung der Regierung zum Ausdruck gebracht wird, liegt nicht auf der Hand. Amerikas Daumschrauben für die europäischen Neutralen. Der Kampf der Yankees um die Freiheit der Welt nimmt eigenartige Formen on. Reuters Bureau erfährt: Einheitliche Sozialpolitik! In dem Aufsatz des„ Vorwärts"" Neuorganisation der Sozialpolitik"( Nr. 173 vom 27. Juni) ist die Vereinheitlichung der Arbeitsgesetzgebung als Grundforderung einer neuen Sozialpolitik proklamiert worden. Diese für das gesamte Arbeiterleben so überragend wichtige Frage bedarf noch einiger näherer Ausführungen. Die Neugestaltung der Arbeitsgefeßgebung soll sich nicht auf die rein äußerliche Zusammenlegung aller Arbeitsgefeße zu einem allgemeinen Koder der Arbeit erstrecken - auf solche Aeußerlichkeiten kommt es recht wenig an-, sondern sie soll die Arbeitsgesetzgebung in ihren Rechtsgrundlagen und ihrem Aufbau nach einheitlichem Geiste ordnen, gleiche Rechtsgrundsäße für den Arbeiter im Gewerbe wie im Bergbau, am Lande wie auf See zur Anerkennung bringen. Man braucht nur auf die grundverschiedene Stellung des Arbeiters in der Gewerbeordnung, des Dienstverpflichteten im Bürgerlichen Gesetzbuch, des Seemanns in der Seemannsordnung, des Dienstboten in den Gesindeordnungen, der Pribatangestellten usw. hinzuweisen, um die Notwendigkeit eines einheitlichen Arbeitsrechts zu begründen. Dieses einheitliche Arbeitsrecht kann natürlich nicht alle Arbeiter- und Angestelltengruppen über den gleichen Kamm scheren, es muß den besonderen Berufsverhältnissen ebenso Rechnung tragen, wie es auf die verschiedenen Geschlechter und Altersstufen Rücksicht nehmen muß. Es muß aber dafür sorgen, daß Gleiches auch gleich behandelt wird und daß der Rechtsunsicherheit und Rechtszersplitterung, wie ste heute zum Nachteil der Arbeiter und Angestellten besteht, ein Ende gemacht wird. Im besonderen soll das einheitliche Arbeitsrecht den Entwicklungsgedanken zum Ausdruck bringen, daß die Rechtsbildung von unten auf, aus dem vielverzweigten wirtschaftlichen Leben, aus den Arbeitsverhältnissen heraus erfolgt, und daß es gilt, die in der Volkswirtschaft tätigen Kräfte der Unternehmer und Arbeiter zur Mitwirkung heranzuziehen. Das darf sich nicht auf die Rechtsprechung beschränken, sondern soll auch auf die Rechtsentwicklung, auf die schöpferische Weiterentwicklung und Neugestaltung des Rechts ausgedehnt werden. Schon der Hinweis auf die Bedeutung der Tarifverträge für die Umwandlung des Arbeitsrechts muß genügen, um die Bedeutung dieser Forderung plausibel zu machen. Die Träger dieser Rechtsentwicklung sind die Organisationen der Unternehmer, Angestellten und Arbeiter, die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, die schon jetzt in der Ausprägung der Rechtsgrundsäße für die Ordnung der Arbeitsverhältnisse ihrer Gewerbe Bedeutendes geleistet haben und nachmals zu Größerem berufen sein werden, wenn der Zentralisationsgedanke erst allgemein im Tarifwesen vorherrschend sein wird. Die Formen, unter denen die Mitwirkung der Organifationen in der fünftigen Arbeitsgesetzgebung zu erfolgen hat, find gegeben in der Schaffung öffentlich- rechtlicher Vertretungen durch Kammern mit den entsprechenden Befugnissen an der Vorbereitung und Durchführung sozialpolitischer Geseze und Maßnahmen mitzuwirken, und in der Einsetzung amtlicher Organe, in denen die Vertreter der Arbeitgeber, Angestellten und Arbeiter an der Ausführung der Geseze beteiligt werden. Das Unternehmertum in Industrie, Handel und Gewerbe, Die Verhandlungen zwischen der englischen Regierung und der der Bereinigten Staaten über die Einfuhrgüter, die bisher aus den Handwerk und Landwirtschaft besitzt seit Jahrzehnten eine geDie„ Agence Havas" verbreitet den Inhalt einer langen fort. Während die Vereinigten Staaten in der Vergangenheit mit nissen der Selbstverwaltung und sozialpolitischen Mitwirkung. Vereinigten Staaten nach den neutralen Ländern gingen, schreiten eignete Vertretung in Kammern mit weitgehenden BefugUnterredung des vormaligen Geschäftsträgers ben neutralen Ländern unbeschränkten Handel trieben ohne Rück- Nur der Arbeiterklasse hat man eine eigene Vertretung seither von Haiti in Berlin, Herrn Fouchard, mit dem Genfer ficht auf die letzte Bestimmung der Ware, verlautet jekt, daß die versagt, und zwar gerade deshalb, um den Einfluß der OrBerichterstatter der„ Daily News" über die Lage in Deutsch- amerikanische Regierung nunmehr von der britischen Re- ganisation auszuschließen, der allen übrigen Kammern erst land. Bei der Wiedergabe der Meldung im" Temps" vom gierung aufgefordert worden ist, die gleiche al die wirksamen Kräfte in stetiger Erneuerung zuführt. Dem 27. Juni find die fünf dem Satzen deutschen amtlichen ung einzunehmen, zu der die alliierten Regie- Handwerk verhalf man sogar zur Zwangsorganisation, um Streisen weist man verächtlich alle Anspielungen auf Ab- nämlich, daß die an Deutschland angrenzenden Länder nur diejeni lebensfähige Gebilde in Handwerkskammern zu erhalten; Ab- rungen nach drei Kriegsjahren gekommen tretung von Elsaß- Lothringen zurüd" folgende Zeilen gen Waren empfangen sollen, die für ihren eigenen Berbrauch un- den Arbeitern verweigerte man die Anerkennung der von der Zensur nachträglich ausgemerzt worden. bedingt notwendig feien. Wahl von Gewerkschaftsangestellten als Die ausgemerzte Stelle lautet: Mit Recht schreibt Svenska Dagbladet" zu den Nachrichten Kammervertreter. Nachdem indes die leitenden Gleichzeitig beobachtete ich aber unter den großen Finanziers von Wilsons beabsichtigter Kontrolle über die neutrale Einfuhr: Mit Regierungsvertreter während des Krieges wiederholt beund leitenden Kaufleuten die Bereitwilligkeit für einen Versuch, immer wachsendem Staunen beobachtet man in neutralen Ländern tont haben, daß ohne die Gewerkschaften unser Wirtmit Frankreich über diese heifle Frage zu einem Vergleiche dieses erste. Ergebnis des offenen Eingreifens der großen Republik schaftsleben gar nicht denkbar wäre, und der Bundesrat auch zu tommen. Diese Leute sind geneigt, die Regierung zu in den Kampf für Recht und Sicherheit der kleinen Nationen, und hinsichtlich der Fachausschüsse der Heimarbeiter ausdrücklich veranlassen, Frankreich einen Teil Lothringens an man fragt sich in Schweden wie in Holland, in Dänemark wie in die Zulassung von Gewerkschaftssekretären anerkannt hat, erzubieten unter der Voraussetzung natürlich, daß Frankreich Norwegen, wie es sich erklären läßt, daß das, was jest geschieht, das warten wir, daß die Forderung nach Arbeiterkammern endlich foloniale Entschädigungen gewährt. Es mag für die Entente Ergebnis der Bearbeitung vonseiten der englischen Regierung ist. in einer Weise, die jede Beschränkung und Bevormundung Vorstellungen lächerlich flingen, aber ich habe Grund zur An- Mit Unruhe fragt man sich, was für weitere Sorgen die neuen Maß- ausschließt, erfüllt wird. nahme, daß in der Formel keine Annexionen, keine Entnahmen für die Neutralen mit sich bringen werden. Schon jett Diese Arbeiterkammern sollen allgemeine Arbeiterverschädigungen“ wirklich die deutsche amtliche Idee des Friedens herrscht ja in bezug auf Lebensmittel und Rohstoffe in den neu- tretungen sein, nicht nur solche einzelner Berufe, und das gezusammengefaßt ist. tralen Ländern böser Mangel. Jede weitere Einschränkung drüdt famte Gebiet der Sozialpolitik soll ihr Arbeitsbereich bilden. Das Wolffsche Telegraphenbureau weist auf diese Zensur- der ganzen Sache unbedingt den Stempel auf, daß die be- Die Bezirke für solche Kammern dürfen nicht zu klein begrenzt tat hin und bemerkt erklärend: schlossenen Schritte der Vereinigten Staaten werden; sie müssen mindestens das Wirtschaftsgebiet eines Der Grund, warum die Zensur der Herren Poincaré und Ribot etwas anderes bezweden, als was offiziell ange- mittleren Bundesstaates oder einer preußischen Provinz undie fragliche, die Geneigtheit einflußrcier deutscher geben wird faffen. Für die lokale Selbstverwaltung sind besondere sozial politische Ausschüſſe oder Arbeitsräte einzusehen, und für die Bundespräsident Schultheß über Grimm- chen Gefahren verbundenen Wege über den Kongo olme jebe Ruc Betriebe obligatorische Arbeiterausschüsse zu fordern. Ist in diesen Arbeitervertretungen der sozialpolitische Unterbau gegeben, der die Einfügung der wirtschaftlichen Organisationen als mitwirkende Kräfte der Rechtsentwicklung Sachverständigen überzuleiten und durchzuführen. Rüc auf Alter und Gesundheit abbefördert. Selbst fleine Kinde Hoffmann. bis zum zartesten Alter, sowie Frauen, die unmittelbar vor der Niederkunft standen, mußten unter schlechtester Behandlung, die Die Vorfälle in Genf. über zehn Wochen dauernde Reise durch die Sumpfniederungen des In der fortgesetten Debatte des schweizerischen National Rongo zurücklegen. Viele von ihnen haben bei diesen Strapazen ermöglicht, so soll die sozialpolitische Organisation das feste rats über den Fall Grimm- Hoffmann ergriff am Donnerstag dauernden Schaden davongetragen und leiden jetzt noch an tropischen Gerüst schaffen für die Durchführung einer weitausschauenden auch der Bundespräsident das Wort. auch der Bundespräsident das Wort. Er schilderte die chronischen Krankheiten. Ihre schnellste lleberführung in die Hei Sozialpolitik. Diese Organisation ist mit amtlicher Autorität schwierige Lage der Schweiz, die von beiden friegführenden mat, wenigstens in ein neutrales Land, wäre daher selbstber auszustatten; sie hat die Aufgabe, die Sozialpolitik in die ständliche Pflicht der Menschlichkeit geweien. Selbstverwaltung der hierzu berufenen Streise der Arbeitgeber, fuhren so mangelhaft blieben, wie bisher- vor einer schweren von der deutschen Regierung an sie gerichteten Aufforderungen Parteien wirtschaftlich abhängig sei und die wenn die Zu- Dieser Pflicht ist aber die belgische Regierung froß wiederholter, Angestellten und Arbeiter sowie wissenschaftlichen Arise stehe. nicht nachgekommen, sie hat vielmehr die Gefangenen, vo Aus diefer Sorge heraus habe Hoffmann feinen Schritt unter benen ein Teil zunächst in England gelandet war, in verschiedene Die Spike dieser Organisation muß ein Reichs- nommen. Von dem Bestreben, dem Lande zu dienen, geleitet, habe Internierungslagern in Frankreich unterbringen laffen. Unter arbeitsministerium bilden, unter dessen Leitung alle Zweige der Arbeitsgesetzgebung und die Berwaltung aller er fich vergriffen. Nichts spreche auch dafür, daß Grimm ein diesen Umständen hat sich die Deutsche Regierung RC deutscher Agent fei. Arbeiterangelegenheiten zu vereinigen sind. Diesem besonzwungen gesehen, der belgischen Regierung unter Stellung Der Bundesrat fei der Ansicht, daß die weitere Untersuchung einer angemessenen Frist die Festnahme von zunächst etm deren Arbeitsministerium, das als Teil der Regierung für alle Arbeiterfragen zuständig und dem Reichstag verantwortlich laz zu greifen habe, welche alle Begleitumstände des Zwischenfalls 20 Belgiern aus angesehenen Kolonialtreisen für ift, soll als follegiale Behörde ein Reichsarbeitsamt zur Seite feststellen foll. Man wolle nichts berbergen und habe nichts zu ver- den Fall der Nichterfüllung des deutschen Verlangens anzu gestellt werden, dem ähnlich der Zusammensetzung des bergen. Weiterhin richtete der Präfident an die romanische Schweiz drohen, und, da die belgische Regierung hierauf eine völlig un Reichsversicherungsamts- Vertreter der Bundesstaaten, bie bringende Mahnung, den Gang der Untersuchung ruhig abzu befriedigende Antwort erteilt hat, diese VergeltungsmakSachverständige und Beisiger der Arbeitgeber und Arbeiter warten und das Vertrauen zum Bundesrat zu haben, daß die An- regel nunmehr auszuführen. angehören. Das Reichsarbeitsamt erläßt Borschriften für die gelegenheit die Erledigung finden wird, die dem Tatbestand, den AbDurchführung sozialpolitischer Gesetze, die heute den Bundes. fichten und Vorgängen entspricht und fuhr fort: rat erheblich belasten, es entscheidet als oberste Instanz in allen grundsäßlichen Streitfragen über die Anwendung solcher Gefete und es leitet die Vorarbeiten für die Schaffung neuer Arbeitsgesetze. Der Krieg auf den Meeren. verfenkt und zwar: 24500 B.-R.-T. in Genf nicht nur von der öffentlichen Meinung der deutschen Es ist festzustellen, daß die bedauerlichen Ausschreitungen Berlin, 28. Juni. Im englischen Ranal, in Schweiz, sondern auch von den Behörden mikbilligt worden find, Atlantischen Ozean und in der Nordsee wurden durch die alle Genugtuung gegeben haben, die nur verlangt werden unsere U- Boote weitere fonnte. Der Kern der romanischen Bevölkerung hat diese Dinge Die Berufung der Arbeitgeber- und Arbeitervertreter in das Reichsarbeitsaut ist durch Gefeß zu regeln; die Vertretung immer mißbilligt, genau fo wir sie mißbilligen. Besonders schmerz muß paritätiich sein und auf direkter Wahl der Organisa- lich war der Vorgang in Teffin. Man soll aber diefen Erscheinungen Zwei unbekannte bewaffnete englische Dampfer, der tionen oder Kammern beruhen. Unter dem Reichsarbeitsamt nicht eine übertriebene Bedeutung zumeffen und sie nicht als Gymenglische Dampfer Anglian( 5532 2.) mit Munition find ferner noch Landesarbeitsämter und lokale Arbeitsämter ptome sondern als Einzelborgänge bewerten. Der Bundesrat, fuhr der Präsident fort, wolle abfolute und Stüdgut nach England, der englische Segler Wilhelm mit zu errichten, die ersteren für den jeweiligen Bezirk einer Arbeiterkammer, mit denen auch die Bezirke der Unternehmer- obale eutralität balten, er fei für die begangenen Rohlen nach Frankreich, und Benita, der französische Segler vertretungen in Uebereinstimmung zu bringen sind, und als Fehler nicht verantwortlich und werde bestrebt sein, die freund- Bidartaises; ferner ein großer bewaffneter englischer ausführendes amtliches Organ der Gesamtvertretung aller haftlichen Beziehungen zu allen Mächten aufrecht. Dampfer, nach den Schornsteinabzeichen von der Linie W. Thomas Sons u. Co. Ld., London, ein mittelgroßer Dampfer, der aus Ge dieje Kammern, die letzteren für die lokale Selbstverwaltung zuerhalten. als Organ der örtlichen Ausschüsse. Bei der Abstimmung wurde die fofortige infegung leitzug herausgefchoffen wurde, und eine große Biermaftbart ohne Mit diejem amtlichen Organismus dark jedoch die Mit- ciner besonderen parlamentarischen Untersuchungskommission Flaggen und Abzeichen, die von Zerstörern gesichert war. Eines der Unterseeboote ist im Atlantit wiederholt bu: 11 wirkung der Arbeiterschaft an der Entwicklung der Sozial- mit 99 gegen 12 Stimmen, die fofortige Einschränkung ber biel Schiffstrimmer unb grole politik nicht erschöpft sein. Sie würde lediglich beratender außerordentlichen Vollmachten des Bundesrats auf wirtschaft- auffallend Natur sein, wenn man davon absehen wollte, die Arbeiter liche Fragen mit allen gegen 2 Stimmen( Willemin und Mengen Gefrierfleisch gefahren. Dasselbe U- Boot hatte unmittelbar an der Verwaltung teilnehmen Garbani) abgelehnt. Mit 95 gegen 16 Stimmen wurde ent- auf der Heimreise mit einem feindlichen U- Boot ein Artilleric zulasien. Die Ausführung der Gesetze liegt schließlich in sprechend dem Antrag der Kommission beschlossen, die all- gefecht, in dessen Verlauf sich das feindliche U- Boot dem Feuer den Händen des Beamtenapparats, und die besten Erwartun- gemeinen außerordentlichen Vollmachten unangetastet zu durch Tauchen entzog. gen der Gesetzgeber werden enttäuscht, wenn die ausführenden laffen. Beamten für die Entwicklung der Sozialpolitik im Sinne der Arbeiterschaft kein Verständnis besitzen, sondern wie bisher lediglich für das Unternehmertum sorgen. Wir wollen feine. Sozialpolitik für die Arbeiter, sondern eine soziale Arbeiterpolitik durch die Arbeiterschaft haben, und das hat zur Vorausjegung, daß die besten Kräfte der Arbeiterklasse in die öffentlichen Aemter berufen werden, die die Geseze durchzu- Die„ Times" meldete vor einigen Tagen aus Rio de Janeiro, führen und zu überwachen haben. Was in anderen Staaten der brasilianische Minister des Aeußeren habe mitgeteilt, daß er zur feit Jahrzehnten möglich war, daß Gewerkschaftsvertreter in Unterschreibung des Defrets, das die Neutralität aufgibt, ermächtigt die statistischen Aemter, Gewerbeaufsicht, Verwaltung der Staatsbetriebe und andere leitende Stellen berufen wurden, das muß nach dem großen Weltkriege auch in Deutschland zur Tatsache werden. Es ist nicht das erstemal, daß große Kriege, in denen ein Bolt um seine Eristenz kämpfen muß, zum Ausgangspunkt sozialer Umgestaltungen werden. Eine Regierung, die ihre Zeit begreift, wird die Wunden des Krieges durch volkstüm liche Reformen zu heilen suchen und das Wort erfüllen, daß die Schwerter zu Pflugscharen werden. Wenn das Volk selbst geAmungen wird, feines eigenen Glückes Schmied zu werden, dann wird es Pflugscharen schmieden, die viel tiefer pflügen...! Stockholm. Brasiliens Neutralität aufgehoben. Rio de Janeiro, 28. Juni. Neuter meldet, Brafilien hat seine Neutralitätsdekrete im Kriege zwischen den Alliierten und Deutschland aufgehoben. fei. Er warte mit der Unterzeichnung nur noch auf eine amtliche mitteilung, daß das britische Embargo auf brasilianischen Staffee aufgehoben sei. England hat bekanntlich aus Frachtraumnot die Einfuhr von Kaffee verboten. Brasilien Inüpft feinen Eintritt in den Krieg an die Bedingung, daß diefe für seine wirtschaft so schädliche Maßregel aufgehoben werde. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Amsterdam, 29. Juni. Nach einer Meldung des Algemeen Handelsblad" aus London sagte der Unterstaatssekretär Stellam:) gestern in einer Rebe, die er in Birmingham hielt, daß England in diesem Jahr bis zum lebten Sonntag durch den U- BootKrieg 449 Schiffe von mehr als 1600 Tonnen und 71 kleinere Schiffe verloren habe. Ein Teil davon müsse durch neue Schiffe ersetzt werden, wenn England nicht durch Hunger zur Uebergabe gezwungen werden wolle. Der englische Angriff auf den Lens- Bogen. Berlin, 29. Juni.( W. T. B.) Ein neuer großer englischer Angriff an der Wrrasfront, den schweres Zerstörungsfeuer und zablreiche Patrouillenvorstöße in den lezten Tagen ankündigten, hat in der Nacht vom 28. zum 29. eingefeßt. Am 28. 6., 6 Uhr abends, begannen die Engländer mit allen Stalibern auf die deutsche Front von Hulluch bis Gabrelle zu trommeln. Um 8 Uhr abends ballte sich das Feuer auf die Streden Hulluch- Mericourt und FresnonGabrelle zusammen. Eine viertel bis halbe Stunde später griffen die Engländer an. Ein russischer Reichswirtschaftsrat. Sondersteuern auf hohe Einkommen. Petersburg, 29. Juni. Meldung der Petersburger TelegraphenAgentur. Die Regierung beabsichtigt, zur allgemeinen Regelung des Das Biel des englischen Angriffs war augenscheinlich eine nationalen Wirtschaftslebens und zur Regelung der Arbeitsfragen Umfaffung und Abschnürung des Lens Bogens im größten einen besonderen Wirtschaftsrat unter dem Borfiz des Minister Maßstabe. Während zwei starte Angriffekolonnen den Lensdie erste öftlich und füdpräsidenten bei der Regierung einzurichten. Der Wirtschaftsrat wird Bogen zu umfassen versuchten, Vertreter der Arbeiter und Soldatenräte, der Bauern, der In- östlich bon 2008, bie zweite zwischen Fresnoy und bustriellen, der Kaufleute, ber Börſe, der Berufsverbände und der Gabrelle, griff eine britte im Zentrum zu beiden Seiten des Souchez Baches an. Seit der deutschen Frontberichti Städte umfaffen. Der A.- S.- Rat an die deutsche Delegation. Stodholm, 28. Juni.( Eig. Drahtbericht des„ Borwärts".) Der Finanzminister hat der Regierung einen besonderen Gefeß- gung zu Beginn des Arras- Angriffes hat der deutsche Lens- Bogen Auf das Schreiben, das die deutsche Delegation an den ruffi- entwurf unterbreitet, der außer der Einkommensteuer eine wütenden englischen Angriffen ftandgehalten. Die hier maffierteit schen A.- und S.-R. gefandt hat, erhielt der heute noch hier weilende dreimal jährlich zu zahlende Stener für alle Berfonen deutschen Batterien haben immer wieder durch verheerendes Flanken. Delegationsvertreter Genoffe Hermann Müller eine Antwort des vorsteht, deren Einkommen 10 000 Rubel übersteigt. Der Höchst- feuer ben gegen die Linie Mericourt- Gabrelle anstürmenben Maſſen Exekutivkomitees und des Ausschusses für auswärtige Angelegen- betrag der neuen Steuer beträgt 30 Proz. schwerste Berluste zugefügt. Die ehemals blühende Bergwerkstadi heiten, gezeichnet Tscheidse und Rofanoff. Darin wird die Zustimmung der deutschen Sozialdemokratie zu der vom A.- und S.-N. ordnet, daß die Zeitungen von jest ab in den Morgenblättern in den zerstörten Arbeiterkolonien und Vorstädten neue Schuttberge Im Hinblick auf die Papiernot hat die Regierung ange- ist heute ein Trümmerbaufen. Zwischen den Schladenhalden find einberufenen Konferenz mit großer Genugtuung begrüßt und hinsicht nicht mehr als 252 Spalten, in den Abendblättern 150 Spalten gewachsen. Die Wahrzeichen des Landes, die Schachttürme, find lich der Zulassungsbedingungen auf den bereits veröffentlichten Auf- wöchentlich drucken dürfen. Die Verordnung steht Ausnahmen zerschoffen, die Fördermaschinen vernichtet, bie Schächte verſoffen. ruf des A.- und S.- Rats an die sozialistischen Parteien aller Länder für das Regierungsblatt und für die Jeweftija", bas Millionenwerte franzöfifchen Nationalvermögens find von den Engaufmerksam gemacht. Drgan des Petersburger Arbeiter und Soldaten- ländern zerstört. rates, vor. Noch in diefer Woche wird hier die Delegation bes russischen A.- und S. Rats bestimmt erwartet. Zwei ihrer Mitglieder sollen hierbleiben, die anderen reifen nach London und Paris weiter, um dort mit den sozialistischen Parteien über die Teilnahme an der allgemeinen Konferenz in Stockholm zu beraten. Branting weilt zurzeit in Striftiania und nimmt an der Parlamentarischen Konferenz ber Bagtfiften teil. Hier trafen weiter ein der deutsche Unabhängige Oskar Cohn, ebenso Weltner- Budapest. Das Programm Seidlers. Da auch die deutschen Stellungen entsprechend gelitten hatten, wat die Hauptverteidigungslinie hier feit längerer 8eit zurüdgenommen. So wurde der englische Angriff gegen Lens am Morgen des 28. zum Luftstoß, und auch am Abenb tamen die Engländer nicht weiter als bis in die vorher ge wählte Linie. Schwache Poftierungen hatten die ganze Beit übe berstanden, die Engländer zu täuschen und ihnen überdies noch schwere Verluste zuzufügen. Auch nördlich von 2ens fcheiterte der Angriff unter schweren blutigen Verlusten. An einer Stelle gelang es den Engländern, in den vordersten Graben einzubringen; fie wurden aber in erbitterten Nabfämpfen wieder hinausgeworfen. Der österreichische Ministerpräsident Dr. Seidler erklärte gegen über dem Wiener Vertreter des Az Est", daß seine Mission zeitlich begrenzt sei und sich nur auf die Verlängerung der Mandate der Abgeordneten, die Wahl der Mitglieder zu ben gemeinsamen Delegationen und Det cichechische Deputierte Smeral wird auf bet al. die Einschränkung der militärischen Gerichtsbar schweren blutigen Verlusten. gemeinen Konferenz eine internationale Aktion für die Amne stie feit beziehe. Auch die Wiederherstellung der Geschworenengerichte derjenigen, die wegen politischer Delifte verurteilt werde geplant. Der Minister des Aeußern Czernin wünscht die Einberufung der Delegationen; ein geitpunkt hierfür ist aber noch nicht worden sind, anregen. 8 Uhr 35 abends fezten die Infanterieangriffe auf der Front festgestellt. Die ungarische Regierung nahm trop des Sonder Vandervelde in Stockholm. standpunktes des Kultusminifters Grafen Apponyi den Tisza- Clam- resney- Gabrelle ein. Seit Mitte April. steht hier der eng lische Angriff auf den alten Fled. Der wüst zerschossene Park von Amsterdam, 29. Junt. Der Stockholmer Korrespondent des Martinisschen Wirtschaftsausgleich mit Defterreich an; jegt werden Oppy und die Windmühle von Gabrelle, die heute nichts mehr als Oppy und die Windmühle von Gavrelle, die heute nichts mehr als Handelsblad" melbet: Bandervelde ist heute früh in Stocholm auch mit Deutschland Berhandlungen wegen bes Abſchluſſee ein großer Steinhaufen, find Wahrzeichen deutschen Heldentums, eingetroffen. Er hat dann stundenlang mit dem niederländisch- eines Handelsvertrages begonnen. Die Weizen und Korn- benn jeder englische Angriff, det hier hat Raum gewinnen Er hat dann stundenlang mit dem niederländischernte fei nicht foleat, bie gutterernte aber tönnen, wat stets in elastischem Gegenstoß wieder zurüdgeworfen standinavischen Somitee Tonferiert. iwa. Sofort nach Erledigung seiner Aufgaben würde das worden. Seit zwölf Tagen waren hier die Gräben unter schwerstem Wie dem Budapester Az Est" aus Stockholm gemeldet wird, Ministerium zurücktreten, da seine Mitglieder Beamte seien, die Feuer gehalten worden. Trok aller Verluste führten die Engländer hat Vandervelde auf der Rüdreise aus Rußland in Haparanda er feine Boliti! betreiben. flärt, daß die russischen Abgeordneten ganz ficher nach Stocholm tommen werden; der Zeitpunkt ihrer Ankunft fei aber noch unbestimmt. Die innere Lage Rußlands habe sich start gebeffert; es gäbe dort nur Demonstrationen ohne ernste Folgen, aber keine Unruhen. Die amerikanischen Gewerkschaften gegen die Friedensarbeit. Washington, 29. Juni.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Die amerikanische Arbeitervereinigung lehnte es ab, sich an der internationalen Zusammenkunft der Gewerkschaften zu beteiligen, die für den September nach der Schweiz zusammenberufen worden ift. Sie erklärte, daß alle berartigen Besprechungen unzeitgemäß jeien und zu keinem eriprießlichen Ziele führen tönnten. Dag die von Gompers geleitete Federation of Labour fich der Wilsonpolitik verschrieben hat, die mit irgend welcher Friebensarbeit der Arbeiterschaft nichts gemein hat, wird durch die eiligst lund gegebene Ablehnung des Septembertongresses abermals bestätigt. Tiszas Polizeichef erledigt! Der Budapester Polizeichef Boda, ein Mann aus der Aera Tisza, hat infolge der Demonstrationen sein Rüdtrittsgesuch eingereicht, bas auch angenommen wurde. immer neue Reserven heran. Allein die deutschen Bereitschaften fingen jeden Stoß auf, lediglich zwischen dem Bestrand des Baikes von Dppy und der Windmühle von Gabrelle gelang es dem Angreifer, in etwa 1000 Meter Breite das beim Ansturm genommene Gelände zu halten. Die verlustreiche Taftit des Generals Haig hat einen neuen schweren Migerfolg zu buchen. London Kleine Kriegsnachrichten. 8 11 Das Los der Gefangenen von Tabora. Deutsche Vergeltungsmaßregeln gegen belgische Kolonialperfonen. die Festung. Nach einem Londoner Telegramm er= Brüssel, 29. Juni. Während des ostafrikanischen Feldzuges sind den belgischen Truppen bei der Beseßung von Tabora auch eine lärte Lord Montagu im Oberhaus: Nach seiner Ansicht sei es größere Anzahl deutscher Frauen und Kinder sowie nicht wehr- absurd, london eine unbefestigte Stadt pflichtiger männlicher Zivilpersonen in die Hände gefallen. Nachdem nennen. London sei Mittelpunkt für die Munitions herstellung bieje unglüdlichen Opfer des Strieges, die bereits die Entbehrungen und infolgedessen sei es ein gutes Recht der Deutschen, London zu bombardieren." und Anstrengungen einer über zwei Jahre dauernden Kriegszeit im ungefunden tropischen Afrika hinter sich hatten, einige Zeit in Die hohen englischen Steuern. Die Rotterdamer Information" Tabora feftgehalten worden waren, hat sie die belgische Regierung, enthält ein Telegramm aus London, nach dem die Steuern in statt sie über die aftitanische Ofttüfte nach Hause zu bringen, nach England im Laufe des Krieges von 95 Fr. auf 265 Fr. pro und nach auf dem weiten beschwerlichen, mit größten gefundheit. Ropf geftiegen find. Die Bezirksorganisation Groß- Berlin zur Stockholmer Konferenz.) Parteinachrichten. Memorandums Frieden schließen, aber es fehlt ihr der Mut, das Die Reichskonferenz der Frauen. diesem Mut zu bringen. Rußland fann nicht mehr fämpfen, es fann wirtschaft" bon Gertrud Hanna, Organisationsfragen" von offen auszusprechen. Unsere Aufgabe ist es, die Regierung zu Auf der Tagesordnung stehen die Vorträge: Frau und Kriegsaber auch keinen Sonderfrieden schließen, zumal wenn er in so Marie Juchacz und„ Das Stimmrecht" von Wally 3epler. naiver Weise angeboten wird, wie wir es erlebt haben, durch deutschen Allgemeinen Zeitung" und dergleichen. Ein Separat Ergebnis darunter und unter dem Umstand leiden werde, daß jede Frau Meta Quard- Hammerschlag befürchtet, daß die Zahl der den Fall Hoffmann- Grimm, durch die Veröffentlichung der Nord- delegierten Frauen auf der Reichskonferens gering fein und das frieden mit Rußland bringt uns nicht den allgemeinen Frieden; denn Rußland zählt in der Entente nicht mehr mit. Aber eine Delegierte in der Regel nur einen einen Kreis zu übersehen vergroße Wirkung würde in Frankreich eintreten, wenn die deutsche engeren Bezirks; ja, öfters geht diese Kenntnis nicht über die mag:„ Jede Genossin tennt im besten Fall die Stimmung ihres Regierung im Reichstage offen erklärt, daß sie zu einem Frieden ohne Annerionen und Entschädigungen nach Often und Beffen beigene Stadt hinaus. Um aber Aufgaben in Angriff zu nehmen, reit ist. Eine offene, flare, unzweideutige Erklärung hat die deut- Kenntnis nicht nur des eigenen Bezirks oder Landes nötig, sondern wie die auf der Berliner Konferenz gestellten, wäre eine genaue sche Regierung bis jetzt noch nicht abgegeben. des Reichskanzlers im Reichstage waren doppelsinnig. Keine offene mert gewesen, wenn in den einzelnen Teilen Deutschlands größere Alle Erklärungen auch die der angrenzenden Bezirke. Es wäre daher sehr wünschensAbsage an die Aldeutschen, teine offene 3usage an die für den gemeinschaftliche Vorbesprechungen hätten stattfinden können. Die Frieden wirkende Sozialdemokratie. Jeder fonnte die Reden des venigen Delegierten, die nach Berlin gehen, hätten Gelegenheit geKanzlers in seinem Sinne auslegen, obwohl ich überzeugt bin, daß habt, die Wünsche und die Bedürfnisse dieser Bezirke und Länder sie in unserem Sinne gemeint waren. genau tennen zu lernen. Die Teilnehmerinnen der Vorbesprechung hätten durch das selbsttätige und verantwortungsvolle Mitwirken ein erhöhtes Interesse und lebhaftere Anteilnahme an der Organijation der Partei erhalten und würden befruchtend gewirkt haben zahlreiche, lebhaft interessierte Mitglieder in allen Teilen Deutsch auf die Zentralinstanz, der alles daran gelegen sein muß, recht lands zu haben. Und es wäre auf diese Art eine auf wahrhaft demokratischer Grundlage und auf die Kenntnis der Wünsche der breitesten Schichten aufgebaute Beratung über die Fortentwicklung der Organisation möglich gewesen. Leider ist es durch die Kürze der Zeit und manches andere nicht möglich geworden. Richard Fischer über Friedensarbeit und Demokratisierung. Die Bezirksorganisation Groß- Berlin( S.P.D.) hielt am Donnerstag eine startbesuchte Versammuung im Lehrervereinshause ab, in der Genosse Richard Fischer über die Stodholmer Konferenz referierte. Der Redner erinnerte daran, daß sich in den letzten Wochen die Blicke von Hunderttausenden, die sich nach dem Frieden sehnen, erwartungsvoll nach Stockholm richteten. Die Friedenssehnsucht ist so allgemein, daß man zum Teil übertriebene Hoffnungen auf die Stockholmer Verhandlungen sezte. Mehr als je droht heute die Gefahr einer Verlängerung des Krieges. Die gegnerischen Regierungen wollen feinen Frieden. Wenn ein solcher möglich ist, kann ibn nur die Sozialdemokratie, die Internationale der Arbeiter hringen. Wir deutschen Sozialdemokraten haben von der ersten Stunde an versucht, eine Verständigung mit unseren Genossen in den Ententeländern anzubahnen, doch alle unsere Bemühungen waren vergebens. Noch heute sind wir der Meinung: Wenn es uns gelänge, eine Verständigung mit den Genossen der feindlichen Länder herbeizuführen, dann könnten wir auf die Regierungen im Genau dieselbe Haltung nimmt die Regierung in der Frage Sinne des Friedens einwirken. Es war selbstverständlich, daß sich der Neuorientierung im Innern ein. Sie hat nicht einmal Parteivorstand, Parteiausschuß und Reichstagsfraktion auf den den Mut, das nichtswürdige Dreitlassenwahlrecht zum politischen Boden des Friedensprogramms des russischen Arbeiter und Sol- Blunder zu werfen. Die Osterbotschaft, an datenrats gestellt haben. Ein Frieden ohne Annerion und Ent- richtigkeit ich keinen Augenblid zweifle, ist doch bloß ein Stüd deren Auf schädigung ist ja auch die Forderung, welche wir in unserer Inter- Papier, das an das Dichterwort erinnert: Die Botschaft hör' ich pellation an die deutsche Regierung gestellt haben. Redner schil wohl, allein mir fehlt der Glaube." Der Glaube muß um so mehr derte jodann die Bemühungen des dänischen Genossen Borgbjerg, fehlen, wenn wir sehen, wie sich die Gegner jeder Neuorientierung dem Arbeiter- und Soldatenrat die Wahrheit über die Haltung der bemühen, die Osterbotschaft zunichte zu machen. Der Verfassungsdeutschen Sozialdemokratie zu unterbreiten, mit dem Ergebnis, ausschuß fommt mir vor wie ein Wagen, dem man ein Pferd vorn daß sich der Arbeiter und Soldatenrat mit der Abhaltung einer und ein Pferd hinten angespannt hat. Alle seine Bestrebungen Man wird einwenden, daß alles, was in einer Vorbesprechung internationalen Konferenz einverstanden erklärte, die er aber selbst werden durch den Regierungsvertreter vereitelt. Die bürgerlichen gefagt hätte werden können, ebenso gut in einer Nachbe einberufen will. Sogleich wurden wie der Redner eingehend dar- Klassen geben ihre Privilegien nicht auf, solange das Volk nicht die sprechung gesagt werden könne. Das ist unseres Grachtens nicht Tegte von den Ententeregierungen alle Sebel in Bewegung gemacht hat, sie dazu zu zwingen. Wir werden die Demo der Fall. Eine solche Nachbesprechung muß und wird ganz andere fest, um die Konferenz zu vereiteln. Als dennoch das Stattfinden kratisierung nicht erhalten, wenn wir sie nicht Aufgaben haben. Während die Vorbesprechung Richtung gebend und der Konferenz gesichert war, erfolgte der Hauptschlag der Entente erkämpfen gegen die bürgerlichen Parteien und mitbestimmend über das Was hätte werden fönnen, bleibt einer regierungen. Sie verweigerten den Delegierten ihrer Länder die die Regierung. Auf diesen Kampf müssen wir Nachbesprechung nur der Vollzug dessen, was in Berlin beschlossen Bässe nach Stockholm. Gine treffende Juustration zu der viel ge- unser politisches Programm für die nächste 3uwurde, übrig. Es bleibt, nun der Berliner Konferenz überlassen, rühmten Freiheit in den Ententeländern. Die deutsche Regierung unft einstellen. Wie wir die Regierung amingen Vortonferenzen wenigstens nachträglich als organisches Glied in die dagegen hat die Pässe nicht nur uns, den Vertretern der Mehrheit, müssen zum Frieden ohne Annegionen und Ent- fünftige Gesamtorganisation einzufügen." gegeben, sondern auch den Delegierten der Minderheit, den Geg- ich adigungen, so müssen mit sie auch zur Demonern der Kriegführung. tratisierung Deutschlands zingen. Industrie und Handel. Goldausfuhr aus Deutschland. Unser erster Gindrud in Stockholm war, daß man im Aus- Die mächtige Organisation der Sozialdemokratie ift jest geIande von der Haltung der deutschen Sozialdemo schwächt. Unsere Aufgabe ist es, sie wieder start zu machen. Dafür fratie jo gut wie gar nicht unterrichtet mar. Nur müssen wir agitieren in den Fabriken und Werkstätten. Die Kleinmas der Stimmungsmache zugunsten der Entente dient, wird im arbeit, durch die die Partei groß geworden ist, muß wieder verAuslande verbreitet. So ist Deutschland dem Auslande gegenüber richtet werden. Unsere Organisation hat sich wider Erwarten Schon bisher hat die Reichsbank Gold exportiert, um mit als ein Land von Räubern und Barbaren geschildert worden. Daß fräftig entwidelt. Schwere politische und wirtschaftliche Rämpfe diesem Weltgelde unsere Baluta zu stützen und die Einfuhr wichdies Treiben Erfolg hatte, das haben wir auch der Agitation, der stehen bevor. Der Krieg mag ausgehen wie er will, die wirtschaft- tiger Rohprodukte und Lebensmittel zu erleichtern. Die Ausfuhr Breffe und der Literatur der Audeutschen zu danken. Die annegio- liche Macht des Unternehmertums ist im Kriege riesig gewachsen, war aber fleiner als die Summen, die der Reichsbank durch die nistischen Erzeffe der Audeutschen sind dem Auslande als die die Macht der Arbeiterklasse ist durch eigene Schuld geschwächt. Ohne schäbenswerten Goldsammlungen ständig zufloffen. Der neue Meinung des ganzen deutschen Volkes dargestellt worden. starte politische und gewertschaftliche Organisationen werden die Ar- scharfe Rückgang der Markwährung beinhaltet aber die NotwendigDaß das möglich war, daran ist auch unsere Regierung schuld, denn beiter die bevorstehenden Kämpfe nicht fiegreich durchfechten tönnen. feit, Gold in noch größerem Maße zu exportieren, so daß, wie die sie hat nie den Mut gefunden, sich gegen die Grzeffe der Alldeut- Darum stärkt Gure Organisation, wirkt für die Ausbreitung Gurer Frankfurter Zeitung" anzeigt, der nächste Reichsbantschen zu wenden. Sie hat sich auch als unfähig erwiesen, der Presse, werbt für den Vorwärts", dann werden wir erreichen, wofür ausweis eine Minderung des Goldbestandes anStimmungsmache der Entente im Auslande entgegenzuarbeiten. Die Stocholmer Konferenz vorgearbeitet hat: den balbigen Frieden, zeigen dürfte. Wenn auch der Verlust nicht groß sein mag, so ist Unter solchen Umständen ist es kein Wunder, wenn Deutschland im die Demokratisierung Deutschlands, die Stärkung der Arbeiterbewe- er doch sehr bedauerlich, weil notwendigerweise der Notenumlauf Arbeiterbewe- eigen dürfte. Wenn auch der Verlust nicht groß sein mag, so iſt Auslande ganz falsch beurteilt, ja verachtet wird. Es ist höchste gung.( Lebhafter Beifall.) weiter wachsen und sich das Bild so von zwei Seiten aus ungünstig 3eit für die Demokratisierung Deutschlands, Bur Distuffion meldete sich niemand. Folgende Refo- verschieben muß. Nur ein baldiger Friede kann diesem wenn es seine frühere Stellung im Rate der Völlution wurde einstimmig angenommen: Prozesse Einhalt tun. Bekanntlich gibt es einige gute Leute, dic fer wieber einnehmen will. Redner gab sodann einen Die Versammlung spricht der deutschen Delegation auf der absonderlicherweise auch sogar in Universitäten eingedrungen find, Ueberblick über die Stocholmer Verhandlungen und deren Ergeb Stocholmer Konferenz ihr Einverständnis mit der gesamten und die glauben, daß der große Goldbestand gar keine Bedeutung nis. Er betonte, daß die Darlegungen unserer Vertreter Eindruck Tätigkeit der Delegation aus und stimmt den Zeitfäßen zu, welche habe und daß die Reichsbant mit der Ausfuhr von wenigen Hungemacht und das Friedenswerk gefördert haben. Kein vernünftiger sie über die Stellung der deutschen Partei zum Verständigungs- dert Millionen" Gold die deutsche Währung wieder in Ordnung Mensch konnte glauben, daß die Konferenz den Frieden bringen werde. Sie konnte nur die Grundlagen schaffen für eine Verstän frieben abgegeben hat. Die Versammlung ersucht die deutsche bringen könnte. Demgegenüber bemerkt die Frankf. 3tg." mit digung der Sozialisten der verschiedenen Länder. Haben wir Sozial- Delegation, die Arbeiten bis zur Hauptversammlung der Frie- vollem Recht: Die Summe( des exportierten Goldes) war, das demokraten uns erst verständigt, dann ist für uns die Aufgabe gedenskonferens weiter zu fördern, um das gestedte Ziel, die Gr- fteht für Beobachter unserer Handelsbilanz und des Devisen. reichung des Weltfriedens, zum Besten der leidenden Menschheit lionen" und hat doch nicht genügt, die Währungsparität dauernd marties fest, sicher viel größer als wenige Sundert Milgeben, in weitestem Maße für den Frieden zu wirken und so einen Crud auf die Regierungen auszuüben. An der altung der herbeignführen. ambilux zu sichern. deutschen Regierung sehen wir, daß auch sie dieses Drudes beharf. Ich zweifle, nicht, daß sie jeden Tag bereit ist, Frieden zu machen, wenn sie ihn haben kann. Ich glaube jogar, die Regierung würde auf Grund unseres Stockholmer Politische Uebersicht. Reichstag. Der Reichstag tritt bekanntlich am 5. Juli zusammen. Die Kommissionen nehmen aber schon am 3. Juli ihre Arbeit auf. Die fozialdemokratische Fraktion hat am 4. Juli nachmittags Sigung. Die Sozialdemokraten werden am 8. in allen Ausschüssen beantragen, am 4. nachmittags nicht zu verhandeln, damit Raum für Fraktionsberatungen, zu denen wohl auch die anderen Parteien das Bedürfnis fühlen dürften, geschaffen wird. Ein Ruf nach Freiheit. Unter der Ueberschrift Die Einheitspresse" macht die Deutsche Tageszeitung" folgende Bemerkungen: Wir wollen hier nicht auf die genjureinschränkungen eingehen, das erübrigt sich nach unseren Erfahrungen und den Erfahrungen unierer Lejer von selbst. Daran aber fet erinnert, daß es infolge dieser Zenfurbestimmungen so etwas wie eine Presse in Deutschland nicht mehr gibt... L Der Vorsitzende, Genosse Ernst, schloß die imposante Ver- Charakteristisch ist, daß die Börse von allen diesen ernſteſten sammlung mit einem Appel zur unermüdlichen Mitarbeit im Problemen feine Notiz nimmt und in ihrem wüsten Taumel die Dienste der Organisation der Sozialdemokratischen Partei Deutsch- Kurse eines der Papiere nach dem anderen in die Höhe setzt.( z) lands. Vor drei Jahren hieß es: Wir wollen fein ein einig Volt von Brüdern! Ein Herz, ein Volt, ein Vaterland! Heute sagt der Reichsbote": Ste Boltsschule, hie Gymnafium, hie General, hie Gemeiner, hie Rutscher und hie Herr! Das wagt man den gewesenen Boltsschülern, den Gemeinen, den Rutschern zu bieten, die in den Schüßengräben bluten während mandje„ Herren" mitunter ganz anderswo sind! Sagen wir beispielsweise als Zeugen im Gerichtssaal beim Prozeß der Frau Martha Kupfer! Erft verhauen, dann Schnaps trinken! Altdeutsche Politit. Der am 23. Juni abgeschlossene Reichsbantausweis zeigt eine Verminderung des Goldbestandes um 76,5 Millionen Mart an; der Goldvorrat beträgt jest 2457 Millionen Marf gegen 1253 Millionen Mark zu Kriegsbeginn. Es ist im allgemeinen Intereffe, daß der jetzige Goldverlust durch vermehrte Ablieferung von Goldmüngen und Goldschmuck ausgeglichen wird. Das Endergebnis der sechsten Kriegsanleihe. In der Freitag Sigung des Zentralausschusses der Reichsbant bezeichnete der Vorsißenbe, Präsident des Reichsbank. als befriedigend. Der Präsident erklärte im Anschluß hieran, daß direktoriums Dr. Havenstein, die Lage der Reichsbant nach wie vor nunmehr das Endergebnis der Zeichnungen auf die VI. Striegsanleihe borliege. Eingegangen sind einichließlich der nachträglichen Feld und Ueberfeezeichnungen 7 068 847 Zeichnungen über 13 122 069 600 M. Davon entfallen auf: Reichsanleihe- Stüde. • 9 182 868 500 m. Reichsanleihe- Schuldbucheintragungen 2575 054 900 Reichsschaganweisungen Die russische Ernte. 1 864 151 200 13 122 069 600 M. Die Schäferschen Annerioniffenklubs sind in jüngster Zeit in ganz Deutschland von einer besonderen Rührigkeit. Die Millionenjummen, die als Betriebskapital in das Unternehmen hineingestedt sind, machen sich bemerkbar. Troß dieser glänzenden Finanzierung ist es aber mit den Rednergarnituren, die auf die Bevölkerung los- Nicht berücksichtigt sind selbstverständlich in dieser Zahl die Angelassen werben, nicht weit her. Welcher Methoden sich diese„ Po- melbungen betreffend den Umtausch älterer Kriegsanleihen in litiker" bedienen, um Einfluß und Beachtung au finden, dafür lic- 4/ prozentige auslosbare Reichsschaganweisungen. ferte dieser Tage der Berliner Schriftsteller Bley Beweise. Er Man ist aut maßgebender Stelle nun bekanntlich der sprach im niederschlesischen Industrierevier über die Notwendigkeit Habas meldet aus Petersburg: Nach amtlichen Berichten über Ueberzeugung, daß man die demokratische Stimmung des des deutschen Friedens nach dem Patent Prof. Schäfers und Auslandes berücksichtigen müsse. Vielleicht wäre es gut, schmückte seine Vorträge mit einer solchen Fülle deutscher Rühr- die Ernteaussichten weise die Winterkornernte folgende Ergebnisse dieie Ueberzeugung der Breife gegenüber in Anwendung zu feligkeit, teutonischer Entrüstung und politischer Kannegießerei, daß auf: In 17 Distriften unter Mittel, in 28 Mittelernte, in 29 schwach, bringen und hier wenigstens jene Freiheit und geistige Höhe zu der Eindruck nach außen hin recht zweifelhaft blieb. In der Ver- in 21 befriedigend und in 57 gut. zeigen, wie sie der Demokratie und der demokratisch beeinflußten sammlung in Waldenburg leistete sich der Herr nach dem BeKreife zu eigen sein soll. Jedenfalls aber darf man doch er richt unseres schlesischen Parteiorgans außerdem noch eine ebenso warten, daß nicht das legte Wittel voch abgegraben wird, durch dumme wie ordinäre Beschimpfung des russischen Voltes. Nachdem das es möglich ist, vaterländisch zu wirken. Wir baben den Bapierikandal, und das genigt. Es ist nicht nötig, daß diefer er lang und breit auseinandergesetzt hatte, baß es recht wäre, wenn Standal sich auch noch zu einem Einheitspreffeftandal, dieser Deutschland mit Rußland zu einem guten Verhältnis käme, wurde widerlichsten Statilatur des Burgfriedens, aus- cr plöglich wieder von seinem Kriegerischen Geifte gepadt und sagte: Will der Russe nicht gutwillig unfer Freund Also von der Sozialdemokratie bis zu den Konservativen werden, muß man ihn dazu zwingen. Das geschieht am ein Ruf nach mehr demokratischer Freiheit wenigstens besten dadurch, daß man ihn erst bethaut und dann mit auf dem Gebiete der Presse! Es wird, fürchten wir, troßdem ihm Schnaps trintt." alles beim Alten bleiben. Denn so ist's ja hierzulande: Sollte Herr Bleh den bewußten Schnaps nicht unvorsichtigerMan räfonniert, dann gibt's Beruhigungen, Versprechungen, weise schon zuvor getrunken haben? und nachher ist es- auch noch fo! machit. Der Kutscher und der Herr. Ronservativer Geist in großer Zeit. Der Reichsbote" schreibt: Stettiner Gerüchte. Den Stettiner Zeitungen ist am Freitag nachstehende Mitteilung bom Geneealtommando zugesandt worden: Es ist zur Kenntnis des stellvertretenden Generalfommandos gekommen, daß in Stettin Gerüchte verbreitet werden, nach denen Der Vergleich mit Schule und Militär fpricht gerade zugunsten Echiffsladungen mit Kartoffeln, Getreide und Munition auf unehreines ungleichen Wahlrechts, alfo gegen das Reichstagswahlrecht. liche Weise aus dem Stettiner Hafen in das neutrale und feindliche Denn die Schule hat Abstufungen( Gymnasium Volksschule)) Ausland gelangt feien. und das Heer hat Unterschiebe( Generalfeldmarschall Gemeiner). Diese Gerüchte find unwahr und können nur in der Absicht verGerade der Grundfak Jebem das Gleiche" wird damit breitet werden, um eine unruhige Stimmung in der Bevölkerung widerlegt... Aber man ist eben dottrinär veriessen auf bas hervorzurufen. Jedem das Gleiche"! Also der Kutscher dasselbe Recht wie der Herrnun, ich brauche das nicht drastisch auszuführen; am beiten bent jeder dabei an seinen eigenen Betanntenfteis. N Das ftellvertretende Generalfommando weist darauf hin, daß Berbreiter solcher Nachrichten sich ernstesten Folgen ausfeßen. Der stellvertretende fommandierende General ges. Freiherr v. Vietinghoff." Letzte Nachrichten. Die tschechischen Sozialisten in Stockholm. Kopenhagen, 29. Juni.„ Berlingske Tibende" meldet aus Stockholm: Der holländisch- standinavische Ausschuß hatte gestern eine Besprechung mit der tschechischen Sozialistenabordnung, bie ihre Friedensvorschläge unterbreitete. Diese enthalten die Forberung des unbedingten Selbstbestimmungsrechts bet Nationen. Staaten, die mehrere Nationalitäten umfassen, müssen nach nationalen Grenzen geteilt werden. Barlamentarische Entscheidung über Krieg und Frieden. Wien, 28. Juni. Die deutschen Sozialdemokraten brachten in der heutigen Sisung des Abgeordnetenhauses den Antrag ein, wonach die Entscheidung über Krieg und Frieden zu dem WirkungsFreis des Reichstates gehören solle. Eisenbahnupfall in Sachsen. Auf dem Bahnhof Flöha in Sachsen ist gestern der aus Grdmannsdorf kommende Personenzug einem Güterzug in die Sette gefahren, wobei vier Reisende leicht verlebt wurden. Der Verkehr Dresden- Werbau konnte nur durch Umsteigen aufrechterhalten werden. Eine Auseinandersetzung über die gewerkschaftliche Kriegspolitit. k Köln, 28. Juni. nicht Diskussion derheit. Er wendet sich besonders gegen die Generalkommission. Der erste Redner, Ulrich( Berlin), spricht im Sinne der MinWir sind auf dem Wege, eine sozialreformerisch- patriotische Gewerkschaftsbewegung zu werden. Nehmen Sie die Berliner Resolution an und zeigen Sie dem Vorstand und der Generalkommission, was sie zu tun haben. 13. Generalversammlung der Metallarbeiter beeinflußt, fie wird meiter machfen. Infere politische Inter wird das Wort außerhalb der Reihe der Rednerliste erteilt. Er aufer die Opposition wird freilich Surd folche Graffe Dem Bertreter der Generalfommission, 2egien( Berlin), essenvertretung können wir nicht erbliden in der alten Partei, bei, sagte: Ein Teil der Opposition meint, die gewerkschaftlichen Orga Denen, die wir als Regierungsfozialisten bezeichnen. Ich kann im nifationen hätten ihre Grundsäße geändert, ein anderer Teil 3weiter Verhandlungstag. Auftrag eines Teiles der Delegierten erklären, daß wir unsere glaubt, daß die Zeit dafür gekommen ist, die Gewerkschaften ins Das Korreferat zum Vorstandsbericht( Saltung politische Interessenvertretung erbliden in der Unabhängigen Partei. syndikalistische Fahrwasser zu treiben; das haben wir in den neunDas Korreferat zum Vorstandsbericht( Haltung( Lebhafte Zustimmung bei einem Teil der Delegierten.) Wir ver- ziger Jahren überwunden. Die Gewerkschaften sind geblieben, der Verbandsinstanzen zu den durch den Krieg aufgeworfenen urteilen die Kriegspolitik der Generalfommission und können was sie vor dem Kriege waren: fie sind bestrebt, die Lebenshaltung Fragen) hält heute Barteisekretär Dißmann( Frankfurt a. M.) Er erklärt, die Das ist die Schlußkonsequenz, die im Berliner Antrag zum Aus- Grundsätze nicht geändert, richtig ist, daß bei der Regierung sich darum diese nicht mehr finanziell unterstüben. der Arbeiterklasse zu heben. Wir haben unsere Auffassung, unsere Minderheit vertrete die Grundsäße, die jahrzehntelang in der mo- druck kommt. Wenn die Einheit aufrechterhalten werden soll unter die Auffassung gegenüber den Gewerkschaften geändert hat. Haben dernen Arbeiterbewegung maßgebend gewesen seien. Wir halten Aufgabe der Grundsäße, dann ist dies keine Einheit mehr, dann wir es jemals abgelehnt, mit der Staatsleitung in Verhandlungen fest an unserer alten Weltanschauung. Durch den Krieg wurde haben wir den Schritt zu tun, der notwendig ist. In der Partei zu treten? 1902 in Stuttgart haben wir die Regierung eingeladen, diese Bahn verlassen, die Grundsäße fortgeworfen und ein anderer ist dies geschehen. Fort mit der arbeiterschädigenden Kriegs- und sie war damals auf dem Kongreß vertreten. Die Gegensätze Weg eingeschlagen, unvereinbar mit den Interessen der Arbeiter- politik der Gewerkschaftsführer, das alte Banner muß wieder auf- zwischen Regierung und Gewerkschaften kamen vor dem Krieg zum betwegung. Wir blicken zurück auf jahrzehntelangen lassen- gerichtet werden!( Lebhafter Beifall bei der Minderheit.) kampf, der die Grundlage unserer Organisation ist. Wir samSiedepunkt. Die Gewerkschaften sind von dem, was melten die Massen auf dem Boden des proletarischen Klassen Die Wortmeldungen für die sie vor dem Kriege vertraten, nicht ein Jota abfampfes, ivir sagten, es gibt keine Harmonie zwischen Kapital und gegangen, und sie werden von diesem Wege nicht abgehen, Arbeit. Unser Ziel ist die Sozialisierung der Gesellschaft, das will find außerordentlich zahlreich, es erfolgte ein starker darauf können Sie sich verlassen. Wenn man kritisirt, hätte man nicht nur die Partei, sondern auch die Gewerkschaft. Das war Ansturm auf die Führer der Rednerliste. Zunächst tamen einige zeigen müssen, wie es hätte anders gemacht werden sollen. Da unsere Kraft und Stärke, das gab uns die Entwicklung. Wie ist Delegierte der Minderheit zum Wort, die im Sinne Dißmanns haben die Kritiker versagt. Sie haben auch kein Wort davon ge= es nun jezt? Jezt sehen wir Verbeugungen gegenüber der Re- sprachen und noch auf Einzelheiten eingingen. Dann sprachen De- redet, was die Gewerkschaften, die Arbeitervertreter, während des gierung, wie Hilfsbeflissene sind die Gewerkschaftsführer gegenüber legierte der Mehrheit, und im weiteren vertraten Redner beider Krieges geleistet haben. Was sie durchsetzten auf sozialpolitischem der Regierung. Diese Führer haben den Christlichen und Hirsch- Richtungen ihre Ansicht mit großer Entschiedenheit und oft auch Gebiet, für die Kriegsteilnehmerfamilien usw. Auf welchem Dunderschen nichts mehr vorzuwerfen, ivir sehen hier eine Ver- mit großer Schärfe. In der Hauptsache behandelten die Redner die Gebiet sollen die Gewerkschaften denn eine Dunderschen nichts mehr vorzuwerfen. Wir sehen hier geradezu eine allgemeine Kriegspolitik, die Streitfragen in der Partei und im Schwenkung vorgenommen haben? Die Rede des Verbrüderung. Man hat die Interessengemeinschaft proklamiert, besonderen das Hilfsdienstgesetz und die Rüstungsstreiks. Korreferenten gehörte eigentlich nicht hierher, die für manchen Führer Selbstzweck geworden zu sein scheint. Wir haben aber auch im Krieg die Klasseninteressen des Proletariats stand abgelehnt, das lehnt die Generalkommission ab. Die Gesondern auf den Parteitag.( Sehr richtig!) Wir sollen uns für eine neue politische Partei erklären. Das hat Ihr Voraufrechtzuerhalten. Bei den bürgerlichen Parteien steht die Klassenvertretung furmhoch über der Vertretung der Arbeiterinteressen. füllen. Soweit ihre politische Vertretung in Frage kommt, stellen werkschaftsorganisationen haben ihre eignenen Aufgaben zu er( Lebhafter Widerspruch.) Wir können nicht zulassen, daß der sie sich unter den Schutz der sozialdemokratischen Partei. Sie lehnen Metallarbeiterverband erklärt, in der alten Partei erblicke er seine politische Vertretung, und die Unabhängige Partei gehe ihn nichts es ab, bei politischen Fragen direkt zu entscheiden, ihre Organijaan. Die alte Partei, die Gewerkschaftsführer, gehen Hand in Hand gen" müßten übrigens erst den Beweis dafür erbringen, daß sie tion irgendwelcher Partei dienstbar zu machen. Die„ Unabhängimit der Regierung. Die Gewerkschaftsführer, die Vorstände der das Grundprinzip der Demokratie, die Disziplin, Gewerkschaften sind die Träger der Kriegspolitik der Regierung. hochhalten.( Sehr gut!) Ich sehe in der„ Unabhängigen Partei" Sie handelten nicht nur als Träger eines politischen Mandats, keine Gefahr für die Gewerkschaften, denn diese sind über die sondern auch als Vertreter der Gewerkschaften, darum haben wir uns hier mit diesen Fragen zu beschäftigen. Die Generalfomdie Gewerkschaftsorganisation der Disziplinbruch. Die Disziplin Phraseologic längst hinaus. Erschüttern kann allerdings auch mission und die Vorstände der Gewerkschaften haben sich mit dem muß aufrecht erhalten werden. Die Rede Dißmanns führt nicht Standpunkt der alten Partei, mit der Politik des 4. Auguſt einverdazu, die Enigkeit herbeizuführen. Zum Parteistreit haben wir standen erklärt und Aufrufe dafür erlassen. Darum haben wir Stellung genommen, als versucht wurde, den Streit in die Gewerknicht nur das Recht, sondern die Pflicht, zu fragen, sind die Kol schaften zu tragen und diese für ihre Zwecke dienstbar zu machen. Tegen mit dieser Stellung einverstanden? Wir lehnen es ab, daß mir wollen in unseren Gewerkschaftsorganisationen auf keinen bei der Politik der sogenannten praktischen Arbeit unsere Grundall die Zügel treiben lassen, daß jeder tun kann, was ihm gefällt. fäße verlassen werden. Zeigt uns eure Errungenschaften, zeigt Nein, dann lieber Trennung.( Unruhe.) Aber ich bin überzeugt, daß uns, was ihr praktisch mehr erreicht habt! Die Osterbotschaft ist ein diese Trennung in der Gewerkschaftsorganisation nicht erfolgen Wechsel auf die Zukunft, der für die proletarischen Massen nichts wird. Trotz aller Versuche, die ja auch hier gemacht worden sind. darstellt. Wir bleiben unter dem Ausnahmezustand. Die Berufung Dittmann hat ja non dem Riß gesprochen, der durch den Verband Schlickes ins Kriegsamt war eine der„ Errungenschaften" ein Brosamen. Sie sollte eine Beruhigungspille für die arbeitende Klasse gehe. Legien ging dann auf die Eisenbahnerfrage ein. Es sei sein, die durch das Hilfsdienstgesetz schwer getroffen wurde. Das das Streifrecht der Eisenbahner preisgegeben habe. Die Generalfalsch, daß was Dißmann behauptete die Generalfommission Hilfsdienstgeses ist ein Zwang, eine Feffel, es wird von den Arkommission habe an dem Grundsatz festgehalten, daß die Eisenbeitgebern ausgenüßt.( Zuruf: Von uns auch!) Die Schußbebahner genau dieselben Rechte wie die Arbeiter eines anderen stimmungen im Hilfsdienstgeset sind unzureichend. Die Vertreter Der Unabhängigen Partei find mit aller Schärfe für die InterUnternehmens haben müssen. Beim Hilfsdienstgeset haben wir essen der Gewerkschaften eingetreten. Die Mehrheitspartei, die schaftsführer sind Arbeiterverräter. von vornherein erklärt, daß die Mitwirkung der Gewerkschaften nur Gewerkschaftsführer, sind den Weg des Kompromisses gegangen. in Frage kommt, wenn bestimmte Forderungen erfüllt werden. Wir Getroffen durch das Silfsdienstgeset wurden nur die Arbeiter, eine große Arbeit im Dienste der Arbeiter geleistet haben. G find der Ueberzeugung, daß die Gewerkschaftsorganisationen hier nicht die Müßiggänger der oberen Klassen. Der Redner ging dann tommt eine Zeit, wo wir in Ruhe das feststellen können. Ihre auf die Haltung der Generalfommission bei der Gründung des Generalversammlung hat die Verpflichtung, eine Entscheidung in Gisenbahnerverbandes ein, die er entschieden verurteilte. Mit der diesen Fragen zu treffen. Sie darf sich nicht begnügen, die vorAufgabe des Streifrechts sei ein fundamentales Lebensrecht der liegenden Anträge abzulehnen, sondern muß eine klare Kundgebung Gewerkschaften preisgegeben worden. Man sagt, das Hilfsdienstgesetz war nur das kleinere Uebel, es wäre sonst viel schlimmer für die Arbeiter geworden. Die Arbeiter sind unentbehrlich für die Fortsetzung des Krieges. Der Bogen kann auch von jener Seite nicht überspannt werden. Auf die Arbeitseinstellungen eingehend, bemerkte Redner, daß diese urwüchsig, spontan kamen, als lebendiger Protest gegen die Mißstände in der Lebensmittelversorgung, sie waren ein Protest gegen die Herabjehung der Brotration, Der Verband kann nicht sagen, daß Kollegen, die sich Müller( Berlin) bespricht das Hilfsdienstgesetz, an dessen an solchen Arbeitseinstellungen beteiligen, sich außerhalb des Ver- zustandekommen die Gewerkschaftsführer schuld wären. Es sei bandes stellen. So geht es nicht. Jetzt wird gegen die Opposition hinter verschlossenen Türen mit ihnen vorbereitet worden. Dabei mit allen Mitteln des Reichsverbandes zur Bekämpfung der So- habe Cohen, der Vertreter des Verbandes in der Generalfommission, zialdemokratie gearbeitet. Das Vertrauen der Arbeiter zu den in Berlin erklärt, er wisse niets von den Vereinbarungen der Reoffiziellen Führern ist geschwunden, es ist zum Teufel gegangen gierung mit den Gewerkschaftsführern. Cohen habe die Regierung durch deren Handlungen. Die Kundgebungen der General- auf dieses Gesetz aufmerksam gemacht, denn er habe etwas Aehnkommission gegen die Opposition müssen wir auf das entschiedenste liches schon früher vorgeschlagen. Deutsches Theater. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Max Pallenberg in Familie Schimek. Kammerspiele. Heute u. folgende Tage 72 Uhr: Die Tänzerin ( mit Leopoldine Konstantin). Volksbühne. Theat. a. Bülowplatz. Untergrundb. Schönhauser Tor. Heute u. folgende Tage 7%, Uhr: Die Königin der Luft. Lessing- Theater. Heute u. folg. Tage 8 Uhr: URANIA Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Direktor Prof. Dr. P. Schwahn: Die Erscheinungen auf der Sonne. und die sich daran schließenden Vorkommnisse näher ein. Er wendet Schäfer( Leipzig) geht auf die Arbeitsniederlegung in Leipzig sich lebhaft gegen den Aufruf des Vorstandes anläßlich des Rüstungsstreiks. Generalleutnant Groener habe mehr Verständnis für den Streit wegen der Ernährungsschwierigkeiten gehabt als der Vorstand. Schwarz( Dresden): Der Parteivorstand hätte früher eingreifen müssen. Leute, die ihr eigenes Haus beschmußen, gehören nicht mehr hinein. Das gilt auch für die Gewerkschaften. Dißmann hat lediglich eine Propagandarede für die„ Unabhängigen" gehalten. ( Sehr richtig!) Die Phrasenpolitik ist im Krieg elendiglich zu fammengebrochen, wir haben gelernt, mit realen Tatsachen zu rechnen. Die Opposition wendet sich gegen die Instanzenpolitit, fie fagt aber nicht, wie es anders gemacht werden soll. Das Hilfsdienstgeset beengt uns, aber es muß berücksichtigt werden, was durch die Annahme des Gefeßes verhindert worden ist. Es war das kleinere Uebel. Die" Unabhängigen" wollen bei uns im trüben fischen. ( Beifall.) Jansen( Mainz) meint, daß durch die Berliner Resolution der politische Streit in die Gewerkschaften getragen wird. Die politische Vertretung der Gewerkschaften wäre die sozialdemokratische Partei. Wer ist übrigens von unseren Mitgliedern politisch organifiert und wer gehört der Minderheitsrichtung an? Es sind nur wenige. Es ist unverantwortlich, wenn gesagt wird, die GewerkDußend Delegierten bestimmt worden wäre. Der Kampf gegen die Koch( Hamburg) stellt fest, daß der Korreferent nur von einem angebliche Instanzenpolitik" werde seit langem systematisch betrieben. Es handle fich um Sein oder Nichtsein der Arbeiterbewegung. Wer will behaupten, daß wir nicht alles getan haben, um das Los der Arbeiter zu verbessern? Wir haben während des Krieges viel für die Kollegen herausgeholt. Die Hamburger Kollegen wollte man vor den Karren der Opposition spannen und uns ein gebundenes Mandat mitgeben. Unsere Versammlung tat es aber nicht. Dißmann hatte nicht den Mut gehabt, für die Flug- gen. In einer Abendsizung wird lebhaft weiterdiskutiert. blätter der Opposition einzutreten. Das ist bezeichnend. Die Mehrheit der Arbeiter steht hinter uns und will die Einigkeit. Diejenigen, die einen Riß durch die Gewerkschaftsbewegung machen wollen, besorgen die Geschäfte der Unternehmer. Theater für Sonnabend, den 30. Juni. Deutsches Opernhaus Neues Operettenhaus 7 Uhr: Der Postillon v. Lonjumeau. Schiffbd. 4a. Kassentel. Nord. 281 7% U. Der Soldat der Marie. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 7%, Uhr: Das Dreimäderlhaus. Rose- Theater. Kleines Theater 7, br: Der Mann seiner Frau. Marie Ottmann u. Hans Waßmann in Gartenb.: Berlin wie es liebt u. haßt. Niobe. Oper. v.0. Blumenthal. Musik v. Osk. Straus. Dir. C. Meinhard R. Bernauer. Theater i. d. Königgrätzer Str. 8 Uhr: Schnitzler- Abend. Komödienhaus 8 Uhr: Wie fessle ich meinen Mann? Berliner Theater 720 Uhr: Die tolle Komteß. NATIONAL- THEATER. Stöpenider Str. 68 Heute: 18 Uhr Was junge Mädchen träumen...! Bosse mit Gesang u. Tanz. Musik von Walter Bromme. Voranzeige! Ab Sonnt. 1. Juli 18 Uhr: Die Lieder d. Musikanten. Boltsst. i. 7B. Cigarren, Cigaretten, Rautabake Engros F. Ernst Borch, Elsasserstr. 21. Alkoholfr. Getränke FranzAbraham 7, v.: Jettchen Gebert. Komische Oper 31 Apollo che le Dose St. • FRIEDRICHSTR AN DER KOCHST Allabendlich 7, Uhr: Das vielseitige Varieté- Programm! Die Kasse ist ab 10 Uhr geöffnet Admirals- Palast. Abrakadabra großes phantastisches Ballett auf dem Eise. Angenehmer kühler Aufenthalt 7 Uhr. Vorzügl. Küche. Erscheint 2 mal wöchentlich. Otto Wolff, Treptow, Krüllst. 16 Zachau, Gr.- Lichterf., Chausseest.85a Bandagen, Gummiw. Hamb. Messina- u.Römertrank- Kell. R. Bauke, Stralauer Str. 56. C.25 Bartelstr. 8a, Fernsp. Kgst. 13708 Bade- Anstalten Neukölln Anzengruberstr. 25. Central- Bad Diana- Bad Koppenstr. 93 Passage- Bad Kottbusersämtliche Bäder. Damm 79. Reform- Bad, Wiener Str. 65. Bäcker- u. Konditoreien E. Kraus, Kommandantenstr. 55. A. E. Lange, Brunnenstr. 166 Butter, Eler, Kase Wilhelm Göbel 25 eigene Filialen. Gebrüder Manns 48 eigene Detailgeschäfte Die Dose Sr. Majestät. Lustspielhaus 7% Uhr: Die blonden Mädels vom Lindenhof. Morgen 3 Uhr: In Vertretung. Metropol- Theater 74, Uhr: Die Czardasfürstin. der Residenz- Theater 7 Uhr: Die Konkurrenten. Schiller- Theater O 7%, Uhr: Kammermusik. Schiller- Th. Charlottenb. 7%, Uhr: Traumulus. Thalia- Theater 7, Uhr: Sonnwendzauber. Theater am Nollendorfpl. 3 Uhr: Die Grille. 7%, U.: Die Gulaschkanone. Theater des Westens 7% U.: Stolze Thea. Trianon- Theater 7 Uhr: Der Star. Bon Oberbaumbrücke- saldensteinfte. Dampfer- Extrafahrt ujit 8 U. u. 2. nad Morgen Sonntag mit ers Woltersdorfer Schleuse, 8½ 1 u. 2, 1. nach Neu- Heringsdorf. Reederei Kieck, Falckensteinstr. 48. Tel.: Mpl. 8197. Bezugsquellen- Verzeichnis. August Holtz 15 DetailGeschäfte. Blerbrauerei., Bierhdandig Brauerei Bötzow empfiehlt Qualitätsbiere ersten Ranges. Essigfabriken Timmer- Essig Bberall erhältlloh! Fielsch- u. Wurstw. W. Beck Inh.: Herm. Gerbsch Charlottenburg, Berlinerst. 68-69 Fleisch- und Wurstwarenfabrik erlassen.( Lebhafter Beifall.) Ueber die weiteren Auseinandersehungen berichten wir morBei der am Freitag vorgenommenen Abstimmung über einen Antrag Kurth und Genossen, der die Haltung des Verbandsvorstan des billigt, wurde dieser mit 64 gegen 53 Stimmen angenommen, dagegen eine Resolution der Opposition mit 73 gegen 44 Stimmen abgelehnt. Berantwortl. f. Politik: Dr. Franz Diederich, Berlin- Friedenau; für d. übrigen Teil des Blattes: Alfred Scholz, Neuköln; für Inserate: Th. Glade, Berlin. rud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage und Unterhaltungsblatt. Zirkus A. Schumann Bahnh. Friedrichstr. Anf. 8 U. Rauchen gest. Kühler Aufenthalt. Das Zirkus- Varieté- Progroße U. a.: gramm. Bayr. Alpen- Spiele. Die drei Grazien am Draht. Peppos kom. Dressur- Akt. ParforceHalali SchnitzelJagd. Sonntag 3, und 8 Uhr. Nchm. 1 Kind frei sowie GratisPony- Reiten für Kinder. Walhalla- Theater. 712 Uhr: Zigeuner. Gartenbühne Vorstellung. Voigt- Theater. Badstr. 58. Badstr. 58. Täglich große Extravorstellung. Pieper und Sperling Erstklassiges Spezialitäten- Programm. Anf. Sonntags 4, wochent. 5 Uhr. Berliner Prater- Theater Kastanienallee 7-9. Heute: Aha- famos! Große Ausstattungs- Operettenposse in 3 Atten mit Gesang und Tanz. Vorher das große Varietéprogramm. Anjang 42 Uhr. Reichshallen- Theater. Plast Eisen, Stahlw, Waffen, Werkz. Carl Jung, Stromstr. 31. Rühlmann, P., Müllerst.40b, E.Seest Mehlhandlungen MuskauerBethke, Georg, traße 44Neukölln, Elbestr. 33, Kaiser- Friedr. Str. 64, Weserstr. 189, Friedelstr. 23 Treptow, Grätz- Straße 64. Gaege, Otto CharlottenMünchener Brauhaus WillyGericke, Petersburgerstr.31 F. W. Sichter Wrangelstr. 75 Berlin und Oranienburg Otto Kongel, Alte Jacobstr. 26. Horren- u.Knabengard. burg. Ecke Cuvrystr. Nähmaschinen Ecke 26 Oskar Hanke's Brotback. Schröter, R. Trink Wanninger Bier! J. Baer, Bellmann, E., Sühmaschiner 75 Geschäfte in allen Stadtteilen Berlins Bowie in Neukölln u. Treptow Gerründet 1892. 43 Derkaufsstellen 43 F.Klesewetter, Schivelbeinerstr.16. G. Meier, Grünerweg 27. Uhly& Wolfram Weissbier, C. Breithaupt, Lesko& Slupecki, Beboah- Allee? Palisadenstr. 97 Tel.Kgst. 2081, 2082 Fabisch& Co. Eckhaus Linienstr Rosenthalerstr. 3. Kolonialwaren Drogen und Farben Werder- Drogerie, Brits Baborerst be Adam Schmit, Schliemannstr.11. Singer Nähmaschinen Läden in allen Stadtteilen. Stettiner Sänger. Cabaret ,, Feldgrau" Anfang 7 Uhr. Untenstehende Geschäfte empfehlen sich b.Einkäuf. Hute, Mützen, Pelzwaren Kottbuser-. Damm 18/19 Vester, E. Kurz-, Weiß-, Wollw., Trikotag. Hermann Meyer, Schivalbeiner 8 21. Photogr. Apparato SO. Kottbuserstr. 3. auch Gelegenheitskf. Weine, Liköre, Fruchtsäfte M. Albrecht Hugo Beling 60 Filialen in allen Stadteilen. Act.Herm. Meyer& Co, os. ca. 550Verkaufsstell. Gr:-Berl. Underberg Wahlspruch SEMPER IDEM Thealer Tägl. 73 Am Zoo Sonnt. 3, u. 73/4 Letzter Tag! Triumph der Schönheit und die hervorragenden Juni- Spezialitäten. Meierei C. Bolle A.-G. Alt Moabit Berlin N.W.21 98/103:: Ältester und grösster Milchwirtschaftlicher Grossbetrieb Optiker. Mechaniker Schubert, Carl. Nklln. Bergstr.148 Schreibwaren 0. Prochnow, Nkolla Hermannstr. 69 Uhren u. Goldwaren Lehmann, Alb., Frankt. Allee40 Versicherungen 99 Deutschland" Berlin Arbeiterversicherung SchützenSterbekassenversicherg. straße 3. Spandau Scheuerlein, Breitest.35 Pisch-, Wrat Nr. 176 34. Jahrgang Kriegerfrauen! Beilage des Vorwärts U Ihr wißt, daß der Vorwärts" wie feine andere Zeitung in Groß- Berlin euren Sorgen, Beschwerden, Wünschen und Hoffnungen Ausdruck verleiht. Ihr wißt, daß ihr alle die zahllosen Nachrichten und Be fanntmachungen, die heuzutage jeder kennen muß, im ,, Vorwärts" ebenso schnell und meistens flarer und ausführlicher findet als in den bürgerlichen Blättern. Deshalb lest ihr alle den Vorwärts" und möchtet ihn feinen Tag entbehren. Aber denkt auch an eure Männer, Brüder und Söhne im Felde! Auch ihnen ist der Vorwärts" ein altvertrauter Freund und Berater, den sie draußen nur ungern vermissen. Zahlreiche Zuschriften, die wir täglich aus dem Felde erhalten, geben uns dafür die rührendsten Beweise. Sonnabend, 30. Juni 1917 Verteilung von Anslandskäfe. tet worden. Die Zeugin Gräfin Ludmilla von retten mit Hohlmundstück 650 Gramm und ohne Hohlmundstück Zeppelin Charlottenburg ist trant und nach ärzt- 1000 Gramm nicht überschreiten. lichem Attest nicht vernehmungsfähig. Sie hat bei der gleichfalls nicht erschienen ist, hat 122 000 M. Einlage Angeklagten 94 000 m. verloren. Rittmeister v. Zech, der gemacht und 193 000 M. zurückerhalten. Nachdem der Zeuge Stolz 23. bis 29. Juli an die Einwohner der Stadtgemeinden Die Fettstelle Groß- Berlin( Käse) wird in der Zeit vom daß die Differenz mit den Feststellungen des Konkursverwaltersdorf, Lichtenberg und Neukölln Auslandsläse verteilen. nochmals über seine erzielten Gewinne vernommen worden, ohne Berlin, Charlottenburg, Schöneberg, Wilmersausgeglichen werden kann, wurde die Verhandlung auf nächsten Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen 115 Gramm; Kinder unter Montag vertagt. sechs Jahren können jedoch nicht berücksichtigt werden. Die Ver teilung erfolgt auf Grund von Bezugscheinen, die der Bevölkerung zugehen werden. Die Scheine sind vom Dienstag, den 3., bis Donnerstag, den 5. Juli, in den durch hellgrüne Verkaufsschilder gekennzeichneten Lebensmittelgeschäften zur Anmeldung vorzulegen. Nachträgliche Anmeldungen können nicht zugelassen werden. Groß- Berlin Non olet! Eure feldgrauen Angehörigen, die euch so oft mit Bitten beschweren müssen, sind meistens zu bescheiden, um euch auch noch mit dieser Bitte zu kommen. Wir aber dürfen es tun, wir dürfen euch bitten: Macht euren Angehörigen die Freude und sendet jede Nummer des„ Vorwärts", wenn ihr sie gelesen habt, euren Lieben ins Feld! Oder, wenn eure Mittel es euch irgend erlauben: Bestellt für euren Mann, euren Bruder, euren Sohn ein Feldabonnement auf den„ Vorwärts" Dem Anreiz der Konjunktur konnte ihr Talent nicht wider stehen; dasselbe legal" zu betätigen, hat sie ersichtlich den guten Willen gehabt, aber es fehlte an Geld. Es foftet nur ebensoviel wie euer Abonnement hier in Berlin; denn den Extrazuschlag für die Beförderung im Streifband trägt der Verlag des Vorwärts". Kriegerfrauen! Agifiert auch bei euren Nachbarinnen und Arbeitskolleginnen für euer Blatt! Gebt ihnen den „ Vorwärts" zu lesen, wenn sie ihn noch nicht kennen sollten! Sorgt dafür, daß sie auf ihn abonnieren, daß sie ihn ihren Angehörigen ins Feld schicken oder für sie ein Feldabonnement bestellen! Der Quartalswechsel steht vor der Tür. Berfiert teine Zeit! Ihr nützt durch die Verbreitung eures Blattes ebenso eurer Partei wie euch selber und euren Männern, Brüdern, Benutzt den am Schluß der Seite stehenden Bestellschein. Söhnen im Felde! Wenn du aber gar nichts haft, Ach, so lasse dich begraben, Denn ein Recht zum Leben, Lump, haben nur, die etwas haben! Berliner Lebensmittelnachrichten. Auf Abschnitt 23 der Süß stofftarte H fann im Monat Juli ein Pädchen Süßstoff entnommen werden. Zurückgehaltenes Obst. Das warnend Betrachtungen zum Prozeß Kupfer. Dichter, Gesellschaftskritiker seht und bewundert die Kunst des Lebens, Satiren zu schreiben! Ihr Millionen an der Front wie im Hinterlande, die ihr hineingeschleudert in einen grauenhaften Kampf um eure Erhaltung, in heißer Bei den vom Kriegswucheramt gemachten Feststellungen zur Seelennot an der Frage nach dem Zwecke des wahnsinnigen Behebung der Mißstände auf dem Obstmarkt hat sich, wie das Amt Unternehmens grübelt, müßt ihr nicht gestehen, daß sich die mitteilt, ergeben, daß vielfach in den Verlaufs- und PrivatTochter des Grundstücksspekulanten besser auf den Geist ihrer räumen der Obst- und Gemüsegeschäfte größere waren3eit verstanden hat!? vorräte vorhanden sind, die deshalb nicht zum allgemeinen Ver - Und ist doch auch nur eine Törin und ein Opfer zugleich. von bestimmten Kunden vorbestellt sind. Wie schon wiederholt von fauf an das Publikum gestellt werden, weil sie angeblich bereits Wer Frau Kupfer im Schwurgerichtssaale von Moabit zu der Preisprüfungsstelle Groß- Berlin bekanntgemacht worden, ist die fehen Gelegenheit hat, weiß, daß sie weniger an moralischer Annahme von Vorbestellungen unzulässig und strafbar. Schuld als an der Tragik ihres Geschickes zu tragen hat. Kriegswucheramt bringt diese Bestimmung erneut Sie ist weniger eine Hochstaplerin, als eine echte Bourgeoise, in Erinnerung und wird in allen Fällen, in denen die den Geldinstinkt mit der Muttermilch eingesogen hat und fünftig in Verkaufs- oder Privaträumen der Obst- und Gemüsemit allen Wassern kaufmännischer Zugenden gewaschen ist. handlungen Vorräte gefunden werden, die auf diese Weise braucher vorbehalten werden sollen, unnachsichtlich mit der bem Abjat an eine beſchränkte Zahl bevorzugter Rersofortigen Schließung der betreffenden Geschäfte vorgehen. Die erst in den gestrigen Vormittagsstunden bekannt gewordene Herabiezung der Obstpreise hat unter den Kleinhändlern lebhafte Entrüstung hervorgerufen, da sie die einzigen Leibtragenden des plöglichen Kurssturzes waren. Die Erzeuger hatten ihre Waren noch zu den alten Preisen losschlagen können und auch der GroßDiese Logit ist ihr wohl zu hart gewesen. Die andere handel brauchte nichts von seinem Gewinn einzubüßen. Erst als Konsequenz hat sie gezogen. Sie täuschte glänzende Geschäfte ahnungslos zu den alten Preisen verkauften, wurden sie vom die Kleinhändler mit ihrer Ware nach Hause tamen und noch vor, bei denen in einem Monat 60 Proz.(!!) zu verdienen Bublifum, das inzwischen die Zeitungen durchgesehen hatte, auf die weder die dürftigen Unterlagen noch die Fadenscheinigkeit der rüstung verstehen, wenn man bedentt, daß fie die halbe Nacht unterwaren. Die Geldgeber waren wie Fliegen um den Honig. Ermäßigung der Preise aufmertiam gemacht. Man fann ihre EntKupferschen Manipulationen weckten ihr Gewissen oder wegs waren und nun die Waren noch unter dem Einkaufspreis vielmehr ihr Mißtrauen. Ich habe ein unbegrenztes Ver- abgeben mußten. Hoffentlich werden die nächsten Preisermäßigungen trauen zu Frau Kupfer gehabt, zudem handelte es sich um nicht lediglich auf Kosten der Kleinhändler vorgenommen. bringen zu helfen. So hielt ich die Unterstüßung für eine neues Liederspiel in einem Alt Auf der Alm" von Ludolf Waldmann den guten Zweck, Nahrungsmittel nach Deutschland hereinIm Sommertheater Spreezelt geht heute zum ersten Male ein patriotische Pflicht." sprach Frau Wille geb. Körting; dabei in Szene. Vorher wird die Operette Die schöne Galathee" gehat sie über 100 000 m. verdient und derzeit auf Einlösung geben. von 900 000 M. Wechsel bestanden. Nach jeweiligem Ablauf einer zehntägigen Frist verzinste sich das eingelegte Rapital unkenntlich zu machen. Eine Händlerin Frau Wystrach aus der In einen Mann verwandelt hat sich eine junge Diebin, um sich Frau Kupfer vor den Geschworenen. wie die einbelassenen Zinsen von Zinsen von neuem, die An- Reichenberger Straße hatte sich nach und nach 4500 M. gefpart und sprüche der Gläubiger wuchsen ins Ungeheure. Mit bewahrte ihren Schatz im Ofen auf. Das reizte ihre Tochter Martha, Der erste unter den gestern vernommenen Zeugen ist der Kauf- verblüffender Naivität erklärte Frau Wille: Wenn ich sich ihn anzueignen. Vor einigen Tagen benutzte sie eine frühe mann Georg Kadisch. Er bezog 10 Broz. und berechnet seinen heute einen schließlichen Verlust auf 10 425 M. Bei dem folgenden Fall handelt einen und so fort Schrank berkaufe und morgen wieder Morgenstunde, als die Mutter schon weggegangen war, das Papieres sich um eine ganze Familie Namens Stolz, die in ihren berund an jedem verdiene ich, wer meine Frau, die das junge Mädchen kennt, hat es jest in Männers geld aus dem Versteck herauszuholen und damit zu verschwinden. schiedensten Gliedern mit der Angeklagten in Verbindung getreten Es geht doch nichts über die Schlag fleidung auf der Straße gesehen. Es hat sich das blonde Haar kurz ist und nach der Behauptung der Frau Kupfer sehr große Gewinne fraft volkswirtschaftlicher Argumente. Und wie ergöglich ist schneiden lassen und trägt einen Waschanzug mit gelbem Jadett, eingeheimst haben soll. In diesem Fall spielt auch ein großes nicht folgendes Zwischenspiel: Der junge eifrige Verteidiger einen Herrenstrohhut und Schnürstiefel. Benzolgeschäft eine Rolle, bei dem die Angeklagte wieder mit ge- der Angeklagten macht dem Zeugen Frig Körting den mittelgroß und hat blaue Augen, auf einem Arm Narben und auf Der faliche Mann ist fälschten Briefen operiert hat. Die Angellagte gibt auch diese Vorwurf, Frau Kupfer ausgenüßt zu haben, worauf er sich einer Handfläche Nähte, die von Verlegungen herrühren. Fälschung zu, ebenso eine Fälschung eines Briefes, der sich auf die Liefe- vom Vorsitzenden in ziemlich schroffer Art belehren lassen rung von Heringstran im Gesamtbetrage von 618 450 M. bezog. Ueber 600 Zentner Kartoffeln und Getreide verheimlicht hat der Die Familie Stolz dürfte nach Meinung der Angeklagten einen Ge- Konjunktur ausgenügt hat! muß, daß Frizz Körting nicht Frau Kupfer, sondern die Landwirt Otto Dunkel in Schönefeld im Streise Teltow. winn von 400 000 m. gehabt haben. Die Gewinnanteile hätten sich Bei einer Durchsuchung der Besitzung des D. entdeckte man in der auf 48-60 Proz. gestellt. Sie sei schließlich im Laufe der VerEine Anzahl von Zeugen ist durch den Umstand, daß sich Scheune unter Stroh vergraben große Mengen an Kartoffeln und bindung mit den Stolzes fehr ausgenugt worden. Manchmal seien ihnen die Sache auf die Gesundheit geschlagen hat, von der Getreide. Das Auswiegen der gefundenen Vorräte ergab das Vorbeide Brüder täglich zu ihr gekommen und hätten sich 1000 m. und Zumutung befreit, einer Person vom Schlage der Kupfer bandensein von 308 Bentnern Speisekartoffeln, 115 Zentnern Futtermehr geben lassen, manchmal feien fie früh und abends gekommen, gegenübertreten zu müssen. Andere Leute, wie der frühere fartoffeln, 120 Bentnern Hafer, 48 Bentnern Roggen und je bis sie ihnen gesagt, daß fie dies nicht mehr machen fönne und daß Cafétier Mandel und der Kaufmann Rö diger beweisen 20 Zentnern Gerste und Weizen. Das Getreide und die Kartoffeln die Herren alle 8 oder 14 Tage kommen sollten. Wenn das so durch ihre eidliche Aussage, nach der sie sich wohl ganz Menschen hätten satt gemacht werden können, nur noch zum geringen wurden beschlagnahmt. Leider werden die Vorräte, mit denen viele weiter gegangen und die übrigen Einleger diefem. Beispiel gefolgt wären, würde sie im Januar 5 Millionen haben auszahlen müssen. genau auf die Höhe ihrer Einlagen, absolut jedoch nicht auf Teile für menschliche Ernährung nugbar gemacht werden können, Der Zeuge Georg Stola, Ingenieur und Holzhändler, Mit- das Maß ihrer Gewinne besinnen können,( es handelt sich da Mäuse und Ungeziefer die Vorräte gründlich verunreinigt und inhaber der Firma Gebrüder Stola, stellt die Sache viel- um Hunderttausende!) wie mangelhaft und eng begrenzt doch benagt hatten und andere Mengen wieder durch die lange Lagerung fach abweichend bon der Bekundung der Angeklagten das Erinnerungsvermögen des menschlichen Gehirns ift... verborben und ausgefeimt waren. Hoffentlich findet dieser Fall dar und es tommt darüber zu längeren Auseinander- Durch die Hände der Frau Kupfer sind se ch sdrei- feltener Gewissenlosigkeit die verdiente Sühne. fetzungen. Auf Borhalt bekundet der Zeuge, daß er viertel Millionen Mark Einlagen gegangen, die bis persönlich 20-25 000 m. eingelegt habe und diese Summe auf die von ihr persönlich verbrauchten 70 000 m. wieder in Charlottenburg. Die Brotkommissionen werden Freitag, den 6. fchließlich auf eine Million angewachsen sei. or die Hände der Gläubiger zurückgelangt find. Bei dem ganzen und Sonnabend, den 7. Juli von 8-1 und 4-8 Uhr und Sonntag, fizender: Das ist ein schönes Geſchäft in fo furzer Zeit! Geschäft ist die so geschickt Düpierende eigentlich die am den 8. Juli von 8-12 Uhr lediglich für die Abfertigung BerreisenStaatsanwalt Loch: Haben Sie denn nicht den Hintergedanken meisten Düpierte. Mag über sie der Stab gebrochen werden, misfionen von 8-1 und 4-8 Uhr für den allgemeinen Verkehr gegehabt, daß das alles nicht mit rechten Dingen zugehen konnte, daß der geöffnet sein. Vom 9. bis einschl. 14. Juli sind die Komfo ungeheure Summen in so furzer Zeit unmöglich auf rechtmäßige ihre Schuld ist bedeutungslos gegenüber der Anklage, die öffnet. Bom 30. Juni bis 3. Juli einschließlich find die Kommiffionen Weise errungen werden können, daß es sich hier um ganz un gigantisch aus den Enthüllungen dieses Prozesses wächst. nur in den Nachmittagsstunden von 4-8 geöffnet. Die Ausgabe geheure Wuchergeschäfte handle, daß die Notlage des wrnn auch ungewolltes Verdienst soll ihr der neuen Lebensmittelfarten an die Hausbesitzer findet Mittwoch, Staates hier in ungeheurer Weise ausgenugt werden müßte? Sie nicht geschmälert werden: Frau Martha Kupfer hat einen den 4. und Donnerstag, den 5. Juli von 8-1 und 4-8 Uhr statt. find doch ein erfahrener Kaufmann! 8euge: Wieso Schleier gehoben, hinter dem das mephistophelische Lächeln Einstellung der Ausgabe von Sacharin. Der Magistrat macht Buergeschäfte? Bei solchen Geschäften in der eines Molochs grinst, der eine ganze stöhnende Welt in seine bekannt, daß bis auf weiteres Sacharin für die Haushaltungen nicht Kriegszeit sind doch 25 bis 30 Proz. für das Pranken preẞt! mehr verausgabt werden kann. einzelne Geschäft nicht ausgeschlossen. Kontursverwalter Schmidt berechnet den Gewinn der Firma wesentlich höher als der Zeuge und zwar auf über 350 000 M. Die Geschäfte waren so umfangreich und verwickelt, daß es sehr schwer ist, genaue Feststellungen zu treffen. Bei den weiter vernommenen Zeugen bietet sich immer dasselbe, ſattjam bekannte Bild. Frl. Gertrud Grohmann war seit März 1915 bei der Angeklagten Kontoristin und mit der Buchführung beschäftigt. In dem Geschäft waren zehn Reisende zeitweise tätig. mir das verwehren?" Und ein Angebliche Differenzen in der sozialdemokratischen Stadtverordnetenfraktion. Entgegen den in geftrigen Abendblättern enthaltenen Nachrichten von„ heftigen Meinungsstreitigkeiten innerhalb der sozialdemokratischen Fraktion im Roten Haufe" können wir mitteilen, daß weder jezt noch früher scharfe, fachliche Differenzen innerhalb der Fraktion entstanden sind, die zu einer Krisis" hätten führen tönnen. " Die Zeugin hat im Vertrauen auf die Wahrheit der Angaben der Frau Kupfer Einlagen aus ihren Ersparnissen und aus Mitteln Ronzessionierung des Handels mit Tabakwaren. ihrer Eltern im Gesamtbetrage von 1188 M. gemacht. Sie hat etwa Durch eine Bundesratsverordnung vom 28. Juni 1917 ist der 180 M. erhalten, so daß sie etwa 1700, M. Schaden erlitten hat. Die Handel mit Zigarren, Rauch, Kau- und Schnupftabat( Tabakwaren) Beugin gibt aber auf Vorhalt zu, daß Frau Kupfer sie mehrfach vom 15. Juli 1917 ab nur Personen gestattet, denen eine besondere aufgefordert hat, Geld abzuheben. Mehrere 3eugen, auf Erlaubnis zum Betriebe dieses Handels erteilt worden ist. Ausberen persönliche Vernehmung schließlich verzichtet wird, sind durch genommen find der Verkauf selbst hergestellter Tabakwaren und der Atteste entschuldigt. Zeuge Erich Thiemann- Grune- unmittelbare Verkauf an Verbraucher, so daß der Erlaubniszwang wald ist mit Frau Kupfer in der üblichen Weise in Verbindung ge- nur für den Zwischenhandel( Großhandel) besteht. Wenn auch Ladentommen. Sie hat ihm vorgespiegelt, sie habe eine große Milchliefe- geschäfte zur Einholung einer Erlaubnis nicht verpflichtet sind, so rung von 1 300 000 m. für die Etappe und weitere Lieferungen von besteht jetzt doch die Möglichkeit, Auswüchse zu unterdrücken. Der 100 000 M. Wurst und Speck und einen riesigen Posten Heringe. Er Verkauf unmittelbar an Verbraucher fann untersagt werden, wenn hat zum Schluß 320 225 m. verloren. Buchmäßig beziffer- Bedenken wirtschaftlicher Art oder persönliche Gründe" vorliegen. ten sich seine Gewinne auf Unter den gleichen Voraussetzungen kann die Erlaubnis zum Zwischenhandel versagt werden. Die Erlaubnis ist in der Regel auch zu. berjagen, wenn der Antragsteller vor dem 1. April 1916 mit Tabatwaren nicht gehandelt hat. Ankündigungen zum Erwerbe oder zur Abgabe von Preisangeboten von Tabakwaren und die Steigerung des Preises für Tabafwaren durch unlautere Machenschaften, beüber 1 Million Mark. " Kaufmann Erich Segall Charlottenburg hat ein fast tragikomisches Glück bei allem Unglück gehabt. Er hat einmal 100 000 und dann 165 000 m. eingezahlt, die er allmählich b: 3 auf 16 000 M. zurückerhalten hat. Er wollte dann nochmals 250 000 Mart einlegen und als er damit zu Frau Kupfer ging, um sie ab- sonders durch Kettenhandel, find verboten. zuliefern, gelang ihm dies nicht und er protestierte zunächst ener- Ferner werden Höchstpreise für Bigaretten feftgelegt. Das gisch. Nachher tonnte er feinem gütigen Geschick danken, denn Tabatiollgewicht d. h. jenes Gewicht, das dem Herstellungsgerade an diesem Lage war Frau Kupfer verhaf.verfahren zugrunde gelegt wird Darf für je 1000 Stüd bet Biga Schöneberg. Lebensmittelnachrichten. Bis Dienstag, den 8. Juli anzumelden: 100 Gramm Graupen Abschnitt 38, 100 Gramm Berliago Abschnitt 30, 2 Suppenwürfel Abschnitt 40. Ausgegeben werden in der nächsten Woche: 1 Pfund Haferfabrikate, 1 Kilogramm Gemüsekonserven, 3 Eier und 100 Gramm Buddingpulver für Jugendliche, 1 Pfund Haferfabrikate für Kinder bis zu 2 Jahren und alte Leute über 60 Jahre. Wilmersdorf. Abgabe von Gemüsekonserven. Auf Abschnitt 15 der gelben Haushaltungsfarte gelangen demnächst 2 Pfund Gemüsetonserven zur Abgabe. Die Anmeldung erfolgt bis einschließlich Sonntag auf Abschnitt 14. Ich bestelle hiermit 1 Exemplar des„ Vorwärts" mit dem Unterhaltungsblatt und der illustrierten Sonntagsbeilage Neue Welt" zum Preise von Mf. 1,30 pro Monat oder im Wochenabonnement 30 Pfennig pro Woche frei ins Haus. Name Straße Bordh Nr. Seitfl. Duerg. Stod werk Falls teine eigene Wohnung, bei wem? Es wird um genaue Angabe der Wohnung dringend gebeten! Spandau. Für die Zeit bis zum 15. Juli werden von heute an auf Feld 6 je drei Gier zum Preise von 34 Pf. für das Stück abgegeben. Der den Geschäften über wiesene Auslandssauerkohl darf nur gegen Vorzeigung der Lebens mittelkarte und zwar an einen Käufer nicht mehr als ein Pfund abgegeben werden. Der Verkaufspreis beträgt 40 Pf. für 1 Pfund. Auf Feld 6 der Lebensmittelfarte werden 125 Gramm Sirup zum Preise von 10 Bf. abgegebent. Für die allgemeine Krantenernährung ist der Stadt ein Posten tondensierter Milch überwiesen, die auf ärztliche Bescheinigung in den Apotheken erhältlich ist. Der Preis für 1 Dose londensierter dänischer Vollmilch mit Buder beträgt 1,65 M., für 1 Dose fondensierter Magermilch mit Buder 95 Pf. Die vorgeschriebene Bescheinigung wird von allen hiefiegen Aerzten nur für diejenigen Spandauer Einwohner ausgestellt, deren Gesundheitszustand den Genuß von Milch erforderlich macht. Treptow. Lebensmittelversorgung. In der kommenden Woche gelangen zur Verteilung 2 Pfund Kartoffeln, 500 Gramm Fleisch, 1 Ei auf Abschnitt 13, außerdem 2 Eier für werdende und stillende Mütter, 100 Gramm Weizengries auf Abschnitt 51, 125 Gramm Südfrucht- oder Pflaumenmarmelade oder Kriegsmus auf Abschnitt 52, für Jugendliche 500 Gramm Sago, 500 Gramm Haferflocken für Kinder bis zu 2 Jahren. Ferner ohne jede Einschränkung Flußfische, Fischmarinaden, Räucherwaren und Frühgemüse. Groß- Berliner Parteinachrichten. Nowawes. Mittwoch, den 4. Juli, abends 81%, Uhr, findet im Rofal von May Singer, Briefterstr. 31( fleiner Saal), die Mitglieder versammlung mit folgender Tagesordnung statt: Stockholm und der Friede". Referent Reichstagsabg. Davidsohn. Geschäftliches. Stellungnahme zur Kreis- Generalversammlung. Wahl des Borstandes. Gäste haben Zutritt. Gerichtszeitung. Der Raubmord in der Matternstraße. Der Mord an der verwitweten Kohlenhändlerin Auguste Küßner, dem diese am 16. Dezember 1916 in ihrem Kohlenladen Todes- Anzeigen Kranken- Unterstützungs- und Begräbnisverein der Bau- und gewerblichen Arbeiter Berlins und Umgegend. Am 27. Juni verstarb unser Mitglied, der Hutmacher Karl Hallbauer. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. Juli, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Friedhofes, Kiefholzstraße ( Baumschulenweg), aus statt. 34/13 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Nach kurzer, schwerer Krankheit veritarb unser lieber Kollege, der Reffelschmied Artur Paarmann Reinidendorf- West, Kligstr. 14. Bir verlieren in dem Verftorbenen einen eifrigen, ehrlichen Kollegen, welcher stets in aufopferungsvoller Tätigkeit feine Pflicht in der Kommission als Mitglied des Arbeiterausschusses erfüllt hat. 2813b Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 30. Juni, nach mittags 3 Uhr, von der Leichenballe des Gemeinde- Friedhofes, Humboldtstraße, aus statt. Die Funktionäre d. Firma A. Borsig in Tegel. Am Dienstag, den 26. Juni, entriß uns ein grausames( Se fchic infolge Unglücksfalles bei Ausübung seines Kriegsberufes unseren herzensguten, heiß geliebten Gatten, Bater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onfel, den früheren Steinmek Dietrich Möller. Um stilles Beileid bittet im Namen aller Hinterbliebenen Die tieftrauernde Witwe. Wer ihn gekannt, der weiß, was wir berloren. Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags 4 Uhr, auf bem Südwest- Friedhof in Stahns124A dorf statt. In schmerzlicher Erinnerung zum Sterbetage meines lieben, unvergeßlichen Mannes und Baters, des Land Sturmmannes Paul Kluth gefallen am 30. Juni 1916. Gewidmet von seiner lieben Frau nebst Kindern Sathe und Walter. Andreasstr. 33. 630 Uns bleibst Du unvergeßlich. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die Kranzspenden bei Der Einäscherung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, sagen allen, insbesondere dem 5. Berliner Reichstagswahlkreis, den Mitgliedern und Angestellten des Konsumbereins, 16. Berkaufsstelle, sowie dent Genossen Wels für seine trostreichen Worte unseren herzlichsten Dank. 28066 Die trauernden Hinterbliebenen Witwe Minna Glashagen Emma und Johanna Glashagen als Töchter, sowie Geschwister. Flotter Gloden- Mantel 38,50 m. in der Matternstraße zum Opfer fiel, beschäftigte geffern als falsch eripiefen habe. Das A und O feiner Verteidigung sei unter Borsiz des Landgerichtsdiretto: s Splettstößer das Schwur- gewesen, daß die Polizei die Zeugen zu seinen n= gericht am Landgericht I. Die Anklage richtet sich gegen den gunsten gestempelt habe. Die Vernehmung der übrigen Kohlenträger Valentin Nowa d. Staatsanwaltschaftsrat Hofstädt Beugen ist sehr langwierig, da alle Einzelheiten seines Tuns und vertritt die Anklage gegen ihn, als Verteidiger steht ihm Justizrat Treibens zur kritischen Zeit nachgeprüft werden müssen. Das Dr. Kernizky zur Seite. Urteil ist daher nicht vor Sonnabend abend zu erwarten. Aus aller Welt. Wie noch erinnerlich sein dürfte, wurde die Kohlenhändlerin dicker Hanfstrick war der Toten um den Hals geschlungen, und Küßner eines Morgens in ihrem Laden ermordet aufgefunden. Ein außerdem wies der Kopf der Leiche verschiedene tödliche Schläge mit einem stumpfen Instrument auf. Die Ermittlungen führten in Köln hat im Hause eines Privatmannes nicht weniger als 3000 3000 Gier in einer Privathaushaltung! Die städtische Polizei dazu, daß der Angeklagte, der früher bei der Ermordeten gearbeitet Eier beschlagnahmt. Es zeigte sich, duß von der großen Anzahl Eier hatte, als der mutmaßliche Täter verhaftet wurde. Als auptbelastungsmoment war bei ihm eine Saffianbrief höchstens 250 noch genießbar waren. Die andern sollen als Schweinetasche gefunden worden, die Eigentum der Ermordeten gewesen den Vorschlag: Man möge den Menschen, der die Eier eingehamstert futter verwendet werden. Dazu macht unser dortiges Parteiblatt war und in einem Geheimfache noch 700 m. in Scheinen enthielt, von dem der Angeklagte nicht das geringste bat, auf dem Neumarkt ausstellen und ihn von Kölner Kriegerfrauen wußte, obwohl er die Tasche als ihm gehörig bestimmt be- mit den 2750 faulen Eiern bombardieren lassen. zeichnete. Schwere Unwetter werden aus verschiedenen Departements üb Der Angeklagte, der die Tat hartnädig leugnet, steht im frankreichs gemeldet. Der Ernteichaden soll mehrere Millionen 22. Lebensjahr und ist russischer Staatsangehöriger. Gr spricht betragen. aber, da er bereits mehrere Male längere Zeit in Deutschland war, Die russische Normalzeit. Um Brennstoffe zu sparen, hat die seiner Vernehmung sucht der Vorsitzende ihn zu einem offenen Ge- 14. Juli an um eine Stunde vorgeschoben werde. vollkommen deutsch, sogar im Berliner Dialekt. Beim Beginn Regierung verordnet, daß die Normalzeit in ganz Rußland vom ständnis zu bewegen, aber seine eindringlichen Fragen:" Sind Sie es gewesen?" beantwortet Nowac ständig mit einem festen„ Nein!" Er behauptet sogar, daß die Polizei die Scheine in die Geldtasche, die seit langem ihm gehöre, selbst hineingetan und auf neu" geputzt habe, um ihn hineinzulegen. Im Anschluß an 29. S. 15. Sie müssen dem Lehrherrn eine schriftliche Erklärung vor. die übrigens ziemlich kurze Bernehmung des Angeklagten legen, daß Sie ein anderes Handwerk erlernen wollen und um Lösung des gab dann Medizinalrat Dr. Störmer sein Gutachten über Sie an die Berufsgenossenschaft stellen. Lehrvertrages ersuchen. 2. R. 44. 1. Einen solchen Antrag können 2. Anspruch auf Invalidenrente die Todesursache bei der Ermordeben und den Geisteszustand des wird Ihnen in diesem Falle nicht zustehen, da die Unfallrente höher ist. Angeklagten ab. Die darauf vernommenen 8eugen gaben Aufschluß über die Lage der Leiche, die erst nach drei Tagen gefunden wurde, und über das Zustandekommen des Verdachtes, der dadurch gegen den Angeklagten entstand, daß die Küßner Zeugen gegenüber Angst vor Nowack, der eine Unterschlagung bei ihr begangen habe, geäußert hatte. Weiter erstatteten die Kriminalfom= missare Dargel und Kunze, die die Ermittlungen in dieser Sache geleitet hatten, einen Ueberblick über alle Verdachtsmomente und führten aus, daß das Alibi des Angeklagten in seinen schwankenden Angaben sich nicht nur als nicht richtig, sondern direkt Leichte Sommertleidung Wundervolle Kostüme und Mantelfleider aus Kamm garn, Luch, Golienne, Roverfot., in schwarz u. farbig, 65.-w. bis 225,- M. Röcke und Blusen in vielen Far ben u. flotten Formen, aus Setde, Wolle und Wasch ftoffen, 7,50 m. bis 46,- m Mäntel, paletots und Sport. jaden aus praktischer Fantasieware, Roverlot, Seide, Zaft 2c. 16,75 m. bis 118,- M. Große Aus wahl in Kinderund BackfischKonfettion entzückende Neuheuten in Kleidern, Män. teln, Paletots 2c. für jedes Alter 9,75 m. bis 34,- m. Imprägnierter Seidenmantel, 6950. Mantelkleid Fefches Roft in ber belieb ten losen Form 85 m. Brunnenstr. 56-57 Oskar Wollburg Brunnenstr. 56-57 Gegründet 1896. Pracht- Modelle! Entzückende Kostüme Pracht Modelle, Kammgarn, Tuch, Seide, Schöpfungen erster Meister 800,- 250,- 200,- 150.Fesche Seidenkosttime 129,- 106,- 75,- 64, Leinenkostlime, Kräuselstoff56, kostüme 48,- 85,- 24, Setagummin( Seidenmäntel), gesetzlich geschützt, imprägniert, wundervolle Formen, prachtvolle Farbenstellungen 180,- 140,- 93,- 74, Staubmäntel aus gediegenen Stoffen, teils aus Friedenszeiten 56, 44,- 82,- 20, Schwarze Eolienne- Seidenmäntel, auch für stärkste Figuren 150,- 120,- 98,- 65,- 42, Feinköper( Coverkot- Mäntel), glatt mit Steppereien 105,- 90,- 75, Plüschmäntel 125, 69, Kurze, flotte Taffetjacken, für jeden Rock passend 75,- 58,- 28, Herrliche PhantasieStücke, Sealplüsch, Seidenplüsch, Astrachan 800-250,- 200,- 150, 108, Kurze einzelne Plüschjacketts 75, Passendes für stärkste Figuren, Pelzmäntel das Wundervolle neue Modelle, Schönste auf dem Gebiete, Seal, Elektric, Fohlen, Bisam, Persianer 2000,- 1500,-1200, Phantasie- Pelzmäntel 900,- 600,- 1875, Sonntags geöffnet 8-10 Uhr. Ulster Praktische, mollige Qualitäten, Stoffe teils aus Friedenszeiten 100,- 75- 50, 36, Auswahlsendungen nach außerhalb Westmann I Geschäft: Mohrenstr. 87a. Il Geschäft: Große Frankfurter Str. 115. Rabattmarken der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend Bezugsquellen- Verzeichnis Berlin- Norden Bei Einkäufen empfohlen. Drogen, Farben Benckendorf Neue Hochstr. 39 Inah.Schulzendorfst. Fleisch- u. Wurstw. WichertGetschmanns Centr. Str. 150. Kolonialwaren AM. Saegebarth Strelitzer Str. 57 Möbelmagazine Wiese& Co. Reinickendorfrst. 97 Tischlermeister Bezugsquellen- Verzeichnis Berlin- Osten Erscheint wöchentlich einmal. Bei Einkäuten empfohlen. Butter, Eler, Käse P.H. Ackermann, B8 Filialen Mehlhandlung Königsberger Joh. Pietsch Straße 26/27 Photograph. Ateliers Inh.0.Zeschke, AndressTh. Wenzela. 28 Adressplats Warenhäuser Hamburger Warenhaus Max Flemming Alt- Stralan 11, Vorw.- Les. erh. 5% Möbel jeder Art sowie ganze Nachläffe lauft höchstzahlend Frosch, Neukölln, Steinmetzstr. 4. Für Ostpreußen fuche Bettstellen, Kleiderschränke, Vertikos, Sofas, Federbetten. Weinstock, Neukölln, Knesebeckstr.36. Telefon- Anschluß 2126. Möbel, Nachläffe, ganze Wirtschaften kauft Böhme, Neukölln, Anzengruberstr. 2. Briefkasten der Redaktion. Franz B. 3. Tragen Sie Ihr Anliegen dem Vorgesezten bor. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 1. Juli, vormittags 9 1hr, Pappelallee 15/17, Neukölln, Idealkasino, Weichselstraße 8, Dber. fchöneweide, Klarastr. 2: Freireligiöse Vorlesung. Vormittags 10%, Uhr, Mittwoch, den 4. Juli: Mitgliederversammlung bei Wilke, Sebaſtianſtr. 39. Kleine Frankfurter Straße 6: Vortrag von Herrn Emil Eichhorn. Mitgliedskarte ist vorzuzeigen. Wetteraussichten für daš mittlere Norddeutschland bts Sonntagmittag. Etwas fübler, zeitweise heiter, jedoch vorwiegend wollig; firichweise Gewitterregen. Allgemeine Orts- Krankenkasse Spezialarzt Пiederbarnim. Einladung zur außerordentlichen Ausschußsizung der Allgemeinen Orts Krantentasse Niederbarnim am Sonntag, den 8. Juli 1917, vormittags 10 Uhr, im Restaurant Hindenburg in Berlin Hanteftraße 4( Bülowplak). Tagesordnung: Erwerb eines Grundstückes zum Bau eines Verwaltungsgebäudes. Die Herren Ausschußmitglieder werden zur Teilnahme an dieser Sigung ergebenst eingeladen. Berlin, den 28. Juni 1917. Allgemeine Orts- Krankenkasse Niederbarnim. Kühn, Vorsitzender.[ 278/ 6* Bezugsquellen- Verzeichnis Berlin- Süden Erscheint wöchentlich einmal. Bei Einkäufen empfohlen. Fleisch- u. Wurstwar. Paul Müller, Friesenstr. 22. Mehlhdig., Kolonialw Joh. Pietsch, Gneisenaust.97 A. Schleinitz, Mariannenst. Uhren, Goldwaren S.Fenske, Kottbus.Damm 96 Streng reel, anerkannt bill.) Neukölln C. Dittmann Wild Berlinerstr. 49 Geflügel Fische. Dr. med. Colemann für Haut-, Harn-, Frauenleiden nerv. Schwäche, Beinkranke, Ehrlich Hata Kuren, ( Dauer 12 Tage), Behandlung schnell, sicher und schmerzlos ohne Berufsstörung. Stadtbhf. Königstr.34-36, Alexanderpl. Spr. 10-1 u.5-8, Sonnt. 10-1. Kranzu. Blumenspende schnell und billig. Turmstraße 56 Dabers Moabit 6131. Arbeiter Gesundheits- Bibliothek Jedes Heft 20 Prg. Bezugsquellen- Verzeichnis Berlin- Westen Bei Einkäufen empfohlen. Gelegenheitskäufe Rud. Flafaner, Alt- Moab. 110. Charlottenburg Mehlhdl., Kolonw. Otto Gaege Wilmerad. Str. 60. 61. Nowawes A. Kieper Friedrichstr. 28 Damen-, Kinder- Konfektion Spandau Paul Gaege Meni unah Holonialw Breitestr. 57, Schönwalder str. 13/14, Pichelsdorferstr. 13. Haus- und Küchengeräte Hermann Finck Eisenwar., Schönwalderst.87. A.Markgraf, Brüderst.11 Eck. Jägerst.Lamp., Gls..Porzell., Steing Goldschmiedemst. Ad. Tornow Markt10, gegr.1859. Berlin SO. 16 H.& P. Uder, Engel- Ufer 5 Tabak- Großhandlung und Tabaktabrik. Rauch-, Kau-, Schnupftabake, Zigarren, Zigaretten. Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Größte Auswahl gelagerter Zigarren in allen Preislagen. Sämtliche bezu Originalpreisen! Amt Mpl., 3014. kannten Marken Zigaretten Beschlagnahmefreie Mengen gebrauchter 1/1 Sektkorken Weinkorken 25 Pf. das Stück 4 Pf. Zelluloid- Film- Ich bin Zurückgekehrt. GuttaperchaHartgummi. Wachswalzen. Schallplatten. Abfälle fauft Ordower G. m. b. H. Georgenfirchstr. 50, b. Alexanderplat. 9-12, 3-6 Uhr. 54/ 9* Spezial- Arzt Dr. med. Hasche, Friedrichstr. 90 birelt am Stadtbahnhof Behandl. von Syphilis, Haut-, Harn-, Frauenleid.,[ pez.gron. Fälle. Ehrlich- Hata- Sturen, schmerz loje, fürzeste Behandlung ohne Be rufsstörung. Blutuntersuchung. Mag. Preise. Teilzahlung. Sprechstunden 10-1 und 5-8, Sonnt. 11-1. Große Gänseklein per Stüd 4.40 Gänfeftücken fleisch Pfd. 3.25 Gänsekeulen. bito geräu chert Spickgans " " " 5.50 " " 7.00 19 10.00 Max Westheimer, 28086 Neue Jakobstr. 12. fr. 176-1917 Unterhaltungsblatt des Vorwärts Blumenduft und Pflanzengeruch. Berühmte deutsche Linden. dt. Sonnabend, 30. Juni Pflanzen vorwiegend an sonnigen, trocknen Standorten wachsen, über sich ergehen. Die Darstellung suchte über die Unbeholfenund von den Buich- und Strauchheiden des Mittelmeergebietes, heit der Situationen nach Möglichkeit geichickt hinwegzugleiten. Der füße Duft der Rose, der sanfte Hauch, der einem Veilchen- den meist aus Myrten, Lorbeer und anderen Duftstoffpflanzen Eine sympathisch schlichte Darstellung fand das melancholisch resignierte beet entströmt, der betäubende Geruch der Hyazinthen und Tube- zusammengesezten Macchien ist bekannt, daß sie besonders bei ruhigem, Naturell im Spiel des Herrn Pfanz. rosen, dienen sie einem bestimmten Zwed, oder sind sie lediglich flarem Wetter schon von weitem durch ihren scharfen, würzigen Gedazu da, um uns zu erfreuen und uns einen Genuß zu bieten? ruch auffallen. Das gleiche gilt auch für die Pflanzen, die an ähnlichen Stellen in anderen Erdteilen wachsen, und zumal in den Es wäre zweifellos poetischer, das letztere anzunehmen. Doch die heißen, trockenen Teilen von Südafrika und Australien findet man Die deutsche Lindenpoesie ist so alt wie das deutiche Boltsium; Natur berfolgt auch hier ihre bestimmten Ziele, und wenn sie ihren viele start riechende, aromatische Kräuter und Sträucher, während nach dem Glauben unserer Altvordern wurde ja der erſte Lindenlieblichsten Kindern, den Blumen. neben dem Reiz, den sie dem in den eigentlichen Tropen die Luft mehr zu feucht für ihre Ent- baum dem deutschen Volke von Baldur geschenkt, als dem SinnAuge bieten, auch noch die Eigenschaft verliehen hat, anregend und wicklung zu ſein sein scheint. Es anziehend auf die Geruchsnerven zu wirken, so hat sie dies feines- fich gerade die ift fein Zufall, daß bild des Seins. Der herrlichste deutsche Lindenbaum ist wohl die Bewohner folder trockenen Gebiete durch gewaltige Schloßlinde im Burghofe des mächtigen Schloſſes wegs getan, um ihre Gaben zwedlos liebevoll zu verschwenden. Früher begnügte man sich freilich damit, die ätherischen Dele, bilden in Gasform um starten Duft auszeichnen. Denn die ätherischen Dele Augustusburg im Königreich Sachsen, das eine 515 Meter die Pflanzen herum eine Hülle, bohe Bergkuppe bei gleichnamigen Städtchen frönt. auf die der Pflanzenbuft zurückzuführen ist, einfach als Produkte eine Art Dunstfreis, der sie gegen die äußere warme Luft sowie Diese durch aber Tausende von Ansichtskarten auch außerhalb Sachiens des Stoffwechsels anzusehen. Man glaubte, sie entständen als überflüssige Zerſeßungssubstanzen und würden, da sich die Pflanze ihrer io vor der Gefahr des Vertrocknens, der sie an ihrem wasserarmen halben Jahrtausend ihres Bestehens( 1921) entgegensieht, hat einen gegen die allzu pralle Bestrahlung durch die Sonne schüßt und sie bekannt gewordene Schloßlinde von Augustusburg", die dem in anderer Form nicht entledigen könnte, durch Drüsen als leicht Standort doppelt leicht ausgesetzt sind, behütet. Besonders bei Wipfelumfang von 100 Meter. Der Umfang des Stammes beträgt verfliegbare Dele abgeschieden. Indes hat diese primitive Auffassung ruhigen, windstillem Wetter ist dieser Schutz in hohem Grade wirk- 7 Meter bei einer Höhe von nur 3½½ Meter. Die Aeste dieses nicht lange standgehalten, sondern man hat sehr bald eingesehen, samt, da dann die Hülle fest und dicht aufliegt; bei stürmischem Baumpatriarchen sind nach unten gerichtet und werden geſtügt durch daß den ätherischen Delen zweifellos eine gewisse biologische Be Better kommt er dagegen weniger in Betracht; jedoch kann man ein von mehr als 50 Steiniäulen getragenes Gebälte. Dieſen feltdeutung zukommt, und daß fie im pflanzlichen Organismus wichtige häufig die Beobachtung machen, daß die Duftpflanzen vorwiegend famen Wuchs erklärt die Sage. Sie berichtet von einem Ange ative Funktionen zu erfüllen haben. Nach dem heutigen Stande in Schluchten und Tälern wachsen, wo sie dem Winde nicht voll flagten, der seine Unschuld durch ein Gottesurteil bewies. Er der wiffenſchaft dienen die ätherischen Dele, wie Dr. N. Krauſe ausgefekt sind und wo ihr Dunstmantel ungehindert zur Geltung Pflanzte ein Lindenstämmchen mit der Krone ein und erwartete, daß bom Botanischen Museum in Berlin Dahlem in der Deutschen fommt. Parfümerie- Zeitung" ausführt, je nach ihrer Entstehung und Ver- unter Umständen sein kann, dafür bietet schon der bei uns und das goldene Tor der Freiheit tat sich ihm wieder auf. Wie stark die Abscheidung von ätherischen Delen die Wurzeln sich mit Blättern schmückten. Das Wunder geschah, breitung ganz verschiedenen Zweden. Ganz allgemein muß man in Wäldern Mittel- und Süddeutschlands vorkommende, zu den Weit älter ist die Linde in Donndorf bei Bayreuth, die man " P dem unterscheiden zwischen Delen, die in äußeren, auf der Oberfläche Rautengewächsen gehörige Digtum( Dictamnus albus) ein gutes auf 1237 Jahre schägt und die schon 1390 einen Umfang von der Pflanzen befindlichen Drüsen abgeschieden werden, und solchen, Beiſpiel; bei günstigem, trodnen, warmen Wetter ist die um ihn 24 Ellen hatte. Lindenlagen und alte Linden gibt es in Deutschdie im Innern der Pflanzen zur Ausscheidung gelangen. Die natür- lagernde Dunstichicht so start, daß man sie mit einem Streichholz land in großer Zahl. Rühmlichst bekannt ist die herrliche Lindenliche Aufgabe der in Blüten zur Ausscheidung gelangenden Riech- anzünden kann, worauf der Strauch für kurze Zeit wie eine allee, die von Danzig nach Lanafuhr führt und die über 1400 Vielfach besteht der mächtige Linden zählt. In Schlesien gibt es uralte Linden bis zu durch den Duft angelodt, von Blüte zu Blüte, übertragen dabei den Trodenschuß, der durch die Abscheidung der leicht verfliegbaren 8 Meter Umfang, die größte von ihnen ist die von Rosterdorf bei Blütenstaub von einer Pflanze auf die andere und vollziehen so die ätherischen Dele bewirkt wird, nicht nur in der Bildung einer Steinau an der Dder. sogenannte Bestäubung, als deren Folge Früchte und Samen aus- Dunstatmosphäre, sondern es fommt nicht selten vor, daß die gebildet werden. Der Wohlgeruch ist hier also in den Dienst der ausgeschiedenen Dele an der Luft schnell berharzen und dann einen Die Kohlenversorgung der Gas- und Wasserwerke. Fortpflanzung gestellt und dient nur dazu, die den Verkehr mehr oder weniger dichten Lacküberzug über die Blätter bilden. zwischen den einzelnen Pflanzen vermittelnden Insekten auf sie auf- Bumal auf der der Sonne am meisten ausgesetzten Oberseite der Blätter des Vereins der Gas- und Wasserfachleute der Vorsitzende Direktor Vor rund 500 Fachleuten schilderte in der Hauptversammlung merksam zu machen. Dieser Zweck wird aber nicht etwa nur durch find diese Firnisschichten oft sehr schön entwickelt und verleihen Saafe- Lübed im Hause der Ingenieure die Lage der Gas- und angenehm riechende Stoffe erfüllt, wie wir sie vom Rosenöl, den Pflanzen ein eigentümliches, glänzendes Aussehen. Auch bei Wasserwerke. Die Koblennot droht nicht nur die Gas-, sondern Rellenöl und vielen anderen kennen, sondern es gibt auch zahlreiche Verlegungen sind diese Ueberzüge von Nugen, denn sie geben den auch die Wasserversorgung zu gefährden. Pflanzen, deren Blüten alles eher als wohlriechend find, ja, die Blättern und anderen trautigen Teilen eine harte, oft fast leder- Behörden einschränkende Maßnahmen auch für Gas und Wasser Zweifellos sind von den mitunter geradezu stinken. Auch sie locken Insekten, vorwiegend artige Befchaffenheit und machen sie so widerstandsfähiger. Außer- geplant. Man mag es nehmen, wie man will, die Einschränkung Schmeißfliegen und ähnliches Getier, in Mengen herbei und be- dem sind die schnell verharzenden Dele ausgezeichnet geeignet, um der Gasverwendung führt zum Gegenteil von dem, was notwendig wirken dadurch ihre Befruchtung. Ganz andere Aufgaben als die ätherischen Dele der Blüten wundschuh wirksam sein, Wunden zu verschließen und können daber gelegentlich auch als ift. Die festen Brennstoffe stehen in Heizwirkung weit zurüd, haben die von den frautigen Teilen der Pflanzen, vor allem von pflanzlichen ätherischen Dele, die Träger vieler wichtiger Duftstoffe, Ersparnis Die natürlichen Funktionen der die der Gaserzeugung zugeführte Koble stellt eine große den Blättern abgefchiedenen Riechstoffe. Eine ihrer Hauptbedingungen besteht zweifellos darin, die betreffenden Gewächse gegen weidende können sie bei der Fortpflanzung mitwirken oder zur Abwehr von schränkung des Gasverbrauches ist mur möglich in der Beleuchtung, Tiere, gegen Schneckenfraß oder ähnliche fchützen. Vor allem triffs dies zu für die vielen Dele, Bie Tierfraß, als Echutz gegen Austrocknen und Verlegungen dienen. und auch dann nur wirksam, wo sie nicht für Haushaltungen beBeim Kohlen Eine Einfönnen somit recht mannigfaltiger Art fein; je nach den Umständen herd findet die größte Brennstoffverschwendung ftatt. an Eisenbahntransporten dar. Residenz- Theater:„ Konkurrenten". ansprucht wird. Jede Einschränkung Jede Einschränkung der gewerblichen Gasverwendung ist ein Schlag ins Wasser, da sie fast stets Heereslieferungen trifft. Bei der Speisenbereitung ist das Gas nicht zu entbehren, es müßte durch feste Brennstoffe ersetzt werden, dies würde eine erhöhte Belastung der Eisenbahn im Verhältnis 8: 3 fordern. Auch ist die Entladungsarbeit für Kohlen bei den Gaswerken einfacher als bei Hausbrand, jeder weitere Abtransport entfällt. Eine Bollbelieferung der Gaswerke und damit die Vermeidung aller Schwierigkeiten würde sich erreichen lassen, wenn ein Bruchteil der Kohlen, statt den Kokereien, den Gaswerken überwiesen würde. Die Behörden sollen nochmals auf die große Gefahr aufmerksam gemacht werden. einen scharfen, oft fogar etwas beißenden Geruch besigen und denen infolgedessen auch meist ein übler, gewöhnlich etwas brennender Geschmad zukommt. Mögen sie auf der Oberfläche der Blätter und Stengel abgeschieden werden oder in inneren Drüsen Das Thema des Stückes von Frit Peters berührt sich in und Zellen zur Ausbildung gelangen, auf jeden Fall machen sie sich gewisser Hinsicht eng mit Karl Hauptmanns neulich gespieltem beim Kauen und Berbeißen unangenehm bemerkbar und tragen so" Tobias Buntschuh". Auch hier steht eine Persönlichkeit im Mittelzweifellos dazu bei, daß die mit ihnen behafteten, schon am Geruch punft, der ungewöhnliche Fähigkeiten nachgerühmt werden und die, fenntlichen Pflanzen von Tieren sorgfältig gemieden werden. von aller Welt bewundert, in dem, was doch ihr ganzes Herz erDazu kommt noch, daß die ätherischen Dele gerade füllt, dem Bedürfnisse nach Liebe, sich beitelarm fühlt. Aber der folcher Pflanzen vielfach mehr oder weniger giftig find. Durchführung mangelt es noch mehr wie bei dem Hauptmannichen So hat inan nachgewiesen, daß Fliegen, Bienen Versuche an psychologischer Anschaulichkeit und Sinn für innere und auch Hummeln in einer Atmosphäre von Pfefferminzöl binnen dramatische Entwickelung. Um den Schein einer Bewegung zustande weniger Sefunden betäubt und getötet werden; ebenso sterben zu bringen, greift der Verfasser zu Hilfsmitteln und Wendungen, in Sahneden, die auf ein mit Gaze bedecktes, Pfefferminzöl enthaltenes denen fich statt zwingenden Zusammenhangs ein dilettantisches Un Gefäß gelegt werden, in furzer Zeit. In anderen Fällen äußert vermögen seelischer Gestaltung ausbrüdt. Der von Brasilien fich die Giftwirkung auch auf der Haut, und es treten bei empfind- gleichfalls als reicher Mann heimgelehrte Jugendfreund des Einlichen Berfonen nach Berührungen mit manchen Rautenarten, famen, dem dieser seine Liebessehnsucht beichtet, schnappt ihm durch Brimeln, Pelargonien oder anderen stark aromatischen Gewächsen die Erzählung eines Jagdabenteuers die still berehrte Dame fort. Ausschläge auf, die bisweilen ziemlich bösartig werden können. Da Jung Siegfried", jubelt sie begeistert, als nach dem ersten Aft der auch auf Tiere die gleiche Wirkung ausgeübt wird, werden so ge- Vorhang fällt. Der blonde Glücksheld, der sie heimführt, macht später schüßte Pflanzen von Weidevieh oder von Schneden und Ameisen bankrott und erinnert sich dabei ganz plöglich des einstigen GeDer Berliner Voltschor hat soeben seinen 13. genau so gemieden, als seien sie durch die stärksten Dornen ver- nossen. Edelmütig hilft der, weigert sich aber, ihm unbegrenzte Jahresbericht( für das Jahr 1916/17) erstattet. Die militärische teidigt. Es trifft sich übrigens, daß auch auf Pflanzen selbst die in Summen für seinen Lurus vorzuschießen. Darob Empörung und Einziehung fast aller Vorstandsmitglieder machte eine völlige Neuden pflanzlichen ätherischen Delen enthaltenen Gifte wirken. pöbelhaft gehäisige Beleidigungen des Bittstellers! Im dritten Aft, bildung der Leitung nötig. Insbesondere schwer wurde Dr. Zanders Benigstens hat man feststellen können, daß Verfuchsgewächse, die drei Jahre nach dem Selbstmord dieses Herrn, erfolgt die Aus- Weggang empfunden. Doch gelang es dem von ihm empfohlenen für einige Zeit in einer start mit ätherischen Delen gesättigten Luft einandersetzung mit der Witwe, die jede Unterstügung ihres früheren Stellvertreter Musikdirektor Eschke, sich rasch das Vertrauen zu ergezüchtet werden, sehr bald schlaff und welt werden und schließlich Verehrers so lange unbedenklich annahm. Sie tommt, ihm Dant ringen und den Ghor auf der alten Höhe zu halten, wie die Aufgang absterben. zu sagen. Sein Gefühl verrät sich, doch nur mit der Wirkung, daß führung der Jahreszeiten" sowie der beiden Requieme von Mozart die Angebetete die Beleidigungen und schmuzigen Beschuldigungen, und Brahms bewies. Die Finanzlage bietet ein günstiges Bild. die ihr eifersüchtiger Gatte gegen ihn erhoben, wiederholt. Geduldig Der Chor hofft auch ferner die blutige Sintflut zu überstehen, wie schweigend und auch jetzt noch ungeheilt, läßt er das Ungewitter er denn im letzten Jahre kein Mitglied eingebüßt hat. Neben der Aufgabe, ein Schutzmittel gegen Tierfraß zu fein, fönnen die ätherischen Dele aber auch noch andere Zwecke erfüllen. Man hat die Beobachtung gemacht, daß start riechende 37] Der starke Mann. Direttor Kümmel Charlottenburg legte die Unmöglichkeit bon weiteren Sparmaßnahmen beim Wasser dar. Eine gänzliche Absperrung verbiete die Feuersgefahr, bei teilweiſen Sperrungen würde der Verbrauch nur steigen, da dann Waffer gebamstert würde. Eine Vollversorgung der Werke mit Kohlen liegt daber im allgemeinen Intereffe, ein Versagen bedeutet eine ungehcure Gefahr. Notizen. Schweigsam ritt Lenggenhager neben dem kurzbeinigen| einen alles durchdringenden Soldatensinn eingepflanzt, das Plakkommandanten her, der so breit und pomadig wie ein widerborstige Naturburschentum in gezähmte Männlichkeit Schneekönig auf seinem ftruppigen Rößlein saß und mit dem verwandelt. Leutnant, Korporal und Rekrut sie alle kannten Major angeregt verhandelte, ob wohl die Kavallerie oder die ihn und wußten, daß er nicht leicht eine Lotterei übersah und Eine schweizerische Offizieregeschichte von Baul 3lg. Fliegerei im nächsten Kriege den besseren Aufklärungsdienst keine halben Maßregeln duldete. Freilich blühten seine Erfolge Wohl waren die langatmigen Entrüstungsschreie über den leisten werde. Der Major hielt es mit der neuen Waffe, was nicht immer in der Stille; er ließ seine Stimme nicht rosten Treustädter Offizierstrawall im allgemeinen und Instruktor den Anhänger der vierbeinigen und bodenständigen Kund- und scheute auch vor einer Kommandoenthebung nicht zurück, Lenggenhager im besonderen allmählich verstummt. Hingegen schafterei ordentlich zu wurmen schien. wenn ein Dickschädel von Korporal den rechten Schneid nicht hörten die roten Aufpasser nicht auf, seine sofortige Dienst- Was sagen denn Sie zu dem strittigen Hammel, fand oder sich in Duzbrudereien mit der Mannschaft einentlassung zu fordern. Tagtäglich famen dergleichen Wühle- Lenggenhager?" wandte er sich an den sachkundigen Reiter ließ. Aber anderseits, wenn es galt einen Sprung, eine reien zum Vorschein.„ Der Treustädter Revolverheld immer zur Linken. Turnübung, einen Gewehrgriff vorbildlich auszuführen, stellte noch am Ruder"," Instruktor Standhaft"," Ein vorbild-" Ich sage nur so viel:. je höher man über dem ganzen er nicht minder seinen Mann als im Donnern und Bligen. licher Soldatenerzieher" so funkte der Haß unermüdlich Krempel schwebt, desto besser!" bemerkte der Gefragte höhnisch Dennoch haßten ihn also diese Leute dafür, daß er sie zu weiter, und nicht allein in der militärfeindlichen Presse. und fast bestürzt über seine Schlagfertigleit. Der Oberst ver- brauchbaren Soldaten erzog; sie sahen in ihm nur einen geJeder Schuljunge wußte bereits, was es mit dem Namen stand ihn jedoch ganz gut und konnte die bittere Stimmung walttätigen, hochmütigen Drillmeister und waren sicher gottLenggenhager für eine traurige Bewandtnis hatte. Mord- nachfühlen. Ja so? He, he, nicht übel!" mederte er in be- froh, von ihm los zu kommen. Nun ja, er verschmähte das geselle, Bluthund, Schurke, Landesverräter hießen die dauerndent Ton. Da mögen Sie wohl recht haben!" Aber beliebte windelweiche Auf und Ab von Barschheit und grimmigen Geschoffe, die hageldicht auf diese Scheibe fielen. im stillen dachte er doch:" Ja, mein Lieber, wie man sich biderber Tonart im Umgang mit den Untergebenen, sowie Schmählicher wurde wohl noch nie ein ehrlicher Name durch bettet, so liegt man." Der Major dagegen blieb kalt. Der Major dagegen blieb kalt. Er jene nachdienstliche Vertraulichkeit, die er leider nicht selten den Schmuß gezogen. war nicht geneigt, dem rücksichtslosen Streber seinen Beistand bei seinen Kameraden feststellen mußte. Die Distanz hatte " " Am liebsten hätte er eine Auslandreise angetreten, um gegen den Haß der Menge und die Verdrossenheit der er jederzeit streng gewahrt. Folglich war er auch den nichts mehr von dem fürchterlichen Skandal hören zu beren zu leihen. Fast unsympathischer noch als die Gestreiften" nicht sonderlich ans Herz gewachsen. Wenn ein müssen. Allein, die schwerste Prüfung stand ihm ja noch demagogischen Umtriebe der Militärgegner berührte ihn die Kamerad mitunter prahlte: Meine Leute gingen für mich bevor die Verhandlung vor dem Militärgericht. Noch einmal harthölzerne Selbstgerechtigkeit seines jüngeren Stameraden. durchs Feuer!" so pflegte Lenggenhager sarkastisch zu ermußte er den Schwall von Schimpf und Haß über sich ergehen Als beim Einmarsch in die Stadt die Bataillonsmusik widern:„ Das kann ich von den meinigen zwar nicht belassen. Obwohl er vor dem endgültigen Urteil nicht zu wieder frisch, beinlüpferisch drauflos schmetterte, kam es dem haupten; dafür tanzen sie aber wie ich pfeife!" zittern brauchte, erregte ihm der Gedanke daran nur noch Grübler zum Bewußtsein, daß er heute möglicherweise zum Heute durfte er das vielleicht noch sagen. Aber morgen, Summer und Ekel. Die Richter mochten sein Ehrenschild legten Wiale an der Spitze einer Truppe durch Treustadt übermorgen? Fühlte er doch deutlich genug, daß seine vor aller Welt und allem Geschrei zum Troß reinwaschen, reite. Das war weniger als eine Gewißheit und mehr als Autorität ins Wanten geriet, indes der heimtückische Widerallein den heimlichen Makel, der seinen Namen fortan eine zufällige Eingebung. Ob ihn die Krise wieder zum stand wuchs. Er mußte unsicher geworden sein. Vielleicht, umwitterte, fonnten sie nicht ausmerzen. Das allerschlimmste Milizler machte oder ob er nachher einem andern Waffen- daß er die gewohnten Befehle und Prüfungen vor lauter für ihn war, daß er aus seinen Kameraden nicht klug plaz zugeteilt wurde, kam schließlich fast auf eins heraus. Er Verdruß nicht mehr mit der früheren Bestimmtheit abgab wurde. Zwar hatte fein einziger seine Handlungsweise hatte sich ja ohnehin nicht aus Liebe zur Infanterie nach Treu- und vornahm. Daß sein Auge weniger scharf blickte! ber je getadelt; selbst die aufrichtigsten sprachen nur von stadt abkommandieren lassen, sondern einzig dazu, um sich nicht die Springflut öffentlicher Beschimpfung nein, einem fatalen Mißgeschid und das herumgebotene Wort zuerst einmal eine gesellschaftliche Stellung zu schaffen. Wenn vielmehr die leise raschelnde Verräterei, der stumm heimdes Obersten Steiger: Der Schuß war eine gesunde ihm nur dieser Plan nicht durchkreuzt wurde. Betroffen, liche Abfall im Bekanntenkreise hatte diese Veränderung Abfuhr für die Herren Demagogen und Bandenführer!" bersonnen drehte er sein Pferd bei und ließ die erste seines Wesens bewirkt. Der unsichtbare Feind da lag Iteß an eutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Und doch Kompagnie an sich vorüberziehen. Die Marschklänge der Hund begrabent. O dieses Ausweichen, Schönreden, meinte Lenggenhager in einer unerträglichen Atmosphäre von wirbelten aufreizend durch die verbogenen Reihen, die jugend- Händereiben und Augenverdrehen! Wehrlos mußte er es über Schonung, Betulichkeit und Drückebergerei zu atmen. Wenn lichen Körper strafften sich, die tausend Beine federten wieder, sich ergehen lassen. Er kam regelrecht ins Zappeln und Lauern er im Klub oder Kasino erschien, mußte er jedesmal zuerst und der haarige Aff auf dem Rücken wurde kräftig geschüttelt. hinein. Schon fühlte er feinen Hauch mehr von jener jugendeine Wolfe Verlegenheit zerstreuen. Ja, nun mertte er frei- Staubbedeckt und schweißgeleckt, aber stramm und gottergeben! lichen Schnellkraft, die ihn ehedem jeden Morgen frischfroh auf lich, was das bedeutete: In den Mund der Leute kommen." 28ie eben eine friegstüchtige Truppe aussehen mußte. Das die Beine stellte und an sein Tagewerk trieb. Himmel DonnerDie Heinzelmännchen der Spottlust und Schadenfreude zer- war die Arbeit von wenigen Wochen. Sein Wille steckte in schlag, so war es. Und wenn er sich jetzt ein Aug' ausriß, nagten alles, was Rachsucht und Lücke übrig ließen. diesen gehorsamen Gliedern; er hatte dem spröden Stoffles wurde doch nicht anders. " Zeitungs- Ansgabestellen und Inseraten- Annahme. " Sentrum: Albert Hahnisch, Aderstr. 174, am Stoppenplay. Geöffnet| Bohnsdorf: Horlemann, Genossenschaftshaus Paradies". bon 11-1% und von 4%-7 Uhr. 2. Wahlkreis: S. und SW.: Gustav Schmidt, Bärwaldstr. 42, an der Gneisenaustraße. Geöffnet von 11-1½ und von 4-7 Uhr. 3. Wahlkreis: St. Fris, Prinzenstr. 31, Hof rechts part. Geöffnet von 11-11% und von 4-7 Uhr. 4. Wahlkreis: Osten: Robert Wengels, Markusstr. 36. Geöffnet bon 11-1½ und von 4-7 Uhr. Karl Melle, Petersburger Platz 4( Laden). Geöffnet von 11-1% und von 4-7 Uhr. 4. Wahlkreis: Südosten: Paul Böhm, Laufizer Platz 14/15. öffnet von 11-1% und von 4½- 7 Uhr. Ge5. Wahlkreis: Leo Zucht, Immanelfirchstr. 12( Sof). Geöffnet von 11-1½ und von 4-7 Uhr. 6. Wahlkreis( Moabit): Salomon Joseph, Wilhelmshavener Str. 48. Geöffnet von 11-1½ und von 4-7 Uhr. Wedding: J. Hönisch, Müllerstr. 34a, Ede Utrechter Straße( Baden). Geöffnet von 11-1½ und von 4-7 Uhr. Rosenthaler und Oranienburger Vorstadt: A. Wolgast, Wattstr. 9. Geöffnet von 11-1½ und von 4-7 Uhr. Gesundbrunnen: Fischer, Bastianstr. 6( Baden). Geöffnet von 11-1% und von 47 Uhr. Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Greifenhagener Straße 22. Geöffnet von 11-1% und von 4-7 Uhr. Adlershof: Feuerstein, Bismarcftr. 82. Alt- Glienicke, Falkenberg: Wilhelm Dürre, Friedrichstr. 46. Baumschulenweg: Karl Köpke, Kiefholzstr. 179. Bernau, Röntgental, Zepernid, Schönow, Schönbrück und Buch: Heinrich Brose, Mühlenstr. 5( Laden). Eichwalde, Schmödwiß, Zeuthen, Miersdorf: Oskar Mahle, Grünauer Straße 37. Nowawes: Karl Krohnberg, Eisenbahnstr. 10. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sesenheimer Straße 1. Ge- Oberschöneweide: Ida Freidant, Bismarckstr. 25, I. öffnet von 11-1% und von 4½- 7 Uhr. Bankow, Niederschönhausen, Nordend, Franz.Buchholz, Blankenburg: Rißmann, Pankow, Mühlenstr. 70. Reinidendorf- Oft, Wilhelmsruh und Schönholz: P. Guri, Provinz straße 56( Laden). Geöffnet von 11-1% und 4-7 Uhr. Schenkendorf bei Königs- Wusterhausen: Chr. Hanschte, Dorfstr. 10. Schöneberg: Wilhelm Bäumler, Meininger Straße 9( Laden). Geöffnet von 11-1½ und von 4½- 7 Uhr. Spandau, Nonnendamm: Ernst Bär, Moltkestr. 7. Geöffnet von 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends. Fredersdorf- Petershagen: Stellmacher, Petershagen. Friedenan, Stegliz, Südende: H. Bernsee, Stegliz, Mommsenstr. 59. Friedrichshagen, Fichtenau, Rahnsdorf, Schöneiche, Klein- Schönebeck: Ernst Werkmann, Friedrichshagen, Köpenicker Straße 18. Grünau: Franz Klein, Friedrichstr. 10. Johannisthal, Rudow: Mar Gonschur, Parkstr. 23. Karlshorst: Hermann Billing, Dönhoffstr. 28. Königs- Wusterhausen, Wildan, Niederlehme: Friedrich Baumann, Luckenwalder Straße 5. Köpenid: Emil Wißler, Kiezer Straße 6( 2aden). Geöffnet von morgens 7 Uhr bis abends 8 Uhr. Lichtenberg I, Friedrichsfelde, Hohenschönhausen: Otto Seitel, Bartenbergstraße 1( Laden). Geöffnet von 11-1% und von 4-7 Uhr. Lichtenberg II, Rummelsburg, Stralau: A. Rosenfranz, Alt- Boxhagen 56. Geöffnet von 11-1½ und von 4-7 Uhr. Mahlsdorf, Kaulsdorf, Biesdorf: P. Heßberg, Kaulsdorf, Ferdinandstraße 17. Mariendorf, Marienfelde: August 2eip, Chauffeeftr. 29. Neukölln: M. Heinrich, Nedarstr. 2( Laden). Geöffnet von 11-14 and bon 4-7 Uhr. bon 4-7 Uhr. Tegel, Borsigwalde, Wittenau, Waidmannsluft, Hermsdorf, Hohen- Nenendorf, Birkenwerder, Freie Scholle und Reinickendorf- West: Baul Kienast, Borsigwalde, Räuschstr. 10. Geöffnet von 11-1% und von 4-7 Uhr. Teltow: Pfeifer, Savelstr. 2. Tempelhof: Rud. Úedermann, Kaiser- Wilhelm- Straße 74. Treptow: Rob. Gramenz, Kiefholzstr. 412( Baden). Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Weißensee, Heinersdorf: Gu st. Roßtopf, Berliner Allee 11. Wilmersdorf, Halensee, Schmargendorf: Paul Schubert, Wilhelms Boffen: Fr. Ratsch, Berliner Straße 24. aue 27. Neukölln- Briz: Rohr, Siegfriedftr. 28/29. Geöffnet von 11-1% und Sämtliche Parteiliteratur sowie alle wissenschaftlichen Werke werden geliefert. Niederschöneweide: Wilhelm Unruh, Brückenstr. 10, II. Sonntags find die Ausgabestellen geschlossen. Einen Zwei- und Dreiradfahrer * den Linden 59. Verkäufe Stahl, fauft Metalleinlauf Herrmann, verlangt sofort Blumenschmidt, Unter Leihhaus Moritplay 58a. Troy allgemeiner Wareninappheit bieten meine Läger noch große Aus. wahl in Rockanzügen, Jadettanzügen, Paletots, Ulstern, teils auf Seide, prima Verarbeitung, billige Preise. Ferner Damenkostüme, Ulster, Mäntel in einfachster bis elegantester. Ausführung. Riesenauswahl in Pelzsachen, Stunts, Marder, Merz, Alaskasüchsen, modernster Aus Angebot führung, 30-150 Mart. in Herren- Gehpelzen, Wagen-, Reisepelzen. Ertraangebot in Lombard gewesener Bortieren, Betten, Uhren, Ringe, Brillanten, Schmucksachen sehr billig. 183 Leihhaus Warschauerstraße 7. Belzgarnituren! Neue Herrengarderobe! Bettenverkauf! Plüschdecken! Tüllgardinen! Prachiteppiche! Uhrenberlauj! Schmucksachen! Wandbilder! Allerbilligste Preise! 169 Teppich- Thomas, Dranienstr. 44 bottbillig jarbfehlerhafte Teppiche, Gardiner. Borwärtslejern 5 Prozent 64 Grtrarabat:. Lieferwagen, Selappsportwagen, Holzräder, Reparaturen an Kinderwagen, Storbmacher Weidlich, Brunnenstraße 96. Futterschweine und Läufer stehen zum Verkauf bei Weinert, Frants furter Allee 281. Alexander 4885. alle Feilen, Spiralbohrer, Werkzeuge, Kottbuser Damm 66. Fahrpersonal Schmiede 27365+ 279* fucht Schultheis' Brauerei, RichterMonteure werden sofort gesucht. felder Straße 11-17. Leim, Berliner Privat- Telephon- Gesellschaft m. b. S., Rosenthalerstraße 40, Aufgang V, 3 Tr. Kaufe alles: Firnis, Bienenwachs, Paraffin, Kopal usw. Bahle anerkannt höchste Preise. Noad, 55/ 4* Große Frankfurterstraße 25. Platinabfälle per Gramm bis 7,80 Mart, Ketten, Ringe, Schmudfachen, Beſtede, Uhren, Tafelaufsäge, Tressen, Film- und Zelluloidabfälle, photographische Rückstände, Papiere, Glühstrumpfasche, alte Zahngebisse, sowie sämtliche Abfälle, deren Rückstände und Geträge 2c. fauft Platin- und Silberschmelzerei Broh, Berlin, Köpe niderstraße 29. Telephon Morigplatz 3476. Eigene Schmelze, direkte Bertwertung. Bertreterbesuch. 2788* Arbeitsburschen sofort gesucht. Buchdruckerei Berolina, Blumenftr. 88. Bahutechniker- Lehrling gegen Bergütung sucht Hildebrandt, Brunnenstraße 26. 246/ 6* Sonntags- Kassierer auf Prozente sucht Hildebrandt, Brunnenstraße 26. Hansdienerinnen, kräftig, fofort gesucht Meldungen um 10-12 Uhr in unserer Hausinspektion. Kaufhaus des Westeus G. m. b. H., Berlin W 50, Tauenzienstraße 21/4. Schallplatten, abgespielte, sowie zerbrochene, tauft und tauscht jedes Packerinnen sofort gesucht. MelQuantum, Musikhaus, Große Frant- dungen zwischen 10-12 Uhr vor. furter Straße 110. 242* mittags in unserer Hausinspektion. Kaufhaus des Westens G. m. b. H., Berlin W 50, Tauen zienstraße 21/24. Elettrische Materialien aller Art fauft Schumann, Veteranenstraße 25, hochparterre. Telephon Norden 558. Leinölfirnis, Borar, Kopal, Kolophonium, Zerefin, Paraffin, samtliche Friedensöllade, Emaillelade, Terpentinöl, Terpentinersatz, Reim und ähnliches tauft höchstzahlend 1919 Wolter, Thaerstraße 6. 238* Licht und Kraftanlagen, neu und fauft Elektrotechnik", gebraucht, Stalizer Straße 43, I. Fernsprecher * Morigplak 14892. 246* Arbeiterinnen werden bei guter, dauernder Beschäftigung sofort noch eingestellt. Munitionsfabrik Josef Hellbach, Berlin Hohenschönhausen, Gödestraße. 239* Arbeiterinnen für Zigarettenmaschinen, auch zum Anlernen. Massary, Elisabethstraße 7. 55/ 2* Packerinnen, mur geübie. Maſsary, 55/ 3* Elisabethstraße 7. Plätterin sucht Färberei Silz, Leihhaus Rosentaler Tor, Platinantauf, Gramm bis 7,60 Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 150. Linienstraße 203/4, Ede Rosenthaler-( ebenfalls Ankauf alter Zahngebisse Anlegerinnen, flott, für Tiegel straße, vertaust neue Herrengarde Besteden, Ringe, Schmucksachen, und Schnellpressen, verlangen Reuter roben, Pelzstolas, Muffen. Goldene, Stetten, Glühstrumpfasche zu gefeß- u. Siede, Zimmerstraße 88. 2772* filberne Herrenuhren, Damenuhren, lichen Preisen. Metallkontor John, Kaffiererinnen, tüchtige, sowie Stetten, Schmucjachen, Brillanten. gegründet 1903, nur Alte Jakob- junge Damen mit schöner HandSilbertaschen. Auj Uhren dreijährigen straße 138 und Rottbuserstraße 1. schrift, welche gut rechnen tönnen, Garantieschein. Eigene Werfitatt. Kottbusertor). Morigplaz 12858 als Lehrkassiererinnen sofort gesucht. Firma genau beachten. Meldungen 1-2 Uhr mittags oder Vornehme Herrenanzüge, Baletots 6-7 Uhr abends. A. Jandorf u. Co., und Ulster aus haltbarsten Stoffen, Bellealliancestraße 1/2. 2538* Versandhaus Gerebenso Hosen. mania, Unter den Linden 21. Stannende Preise für Möbelstücke, ganze Einrichtungen, Warenläger, Pelzsachen, Federbetten, Teppiche und straße 49. Königstadt 7631. Nachlässe zahlt Goldmann, Danziger182 Rotschimmel, 6jährig, gesund, fehlerfrei, mit Geschirr und PlattenKaufe„ Neue Zeit"," Vorwärts", alte wagen, auch Teilzahlung, verkauft jojort. Jonas, Wilmersdorfer- und neue Jahrgänge. Buchhandlung 278 Streisand, Augsburger straße 38. straße 162. Geschäftsverkäufe Zigarrengeschäft wegen Krantheit preiswert zu verkaufen. Gesicherte Existenz für Kriegsbeschädigten oder ältere Leute. Monatsumjaz 1200 Mart. 8u erfragen Stettinerstraße 49. Möbel +46 Schnellanf Spiralbohrer, alte Treibriemen, Werkzeuge, tauft Maschinenfabrik, Pantstraße 3. Kaufe Kleiderfpind, Wäschespind, Sofa, Bettstellen, Trumeau, Küchenmöbel. Sellin, Gartenstraße 26.+ 27* Unterricht Englischen Unterricht für AnVerkäuferinnen, tüchtige, für Sturzwaren sofort gesucht. Meldungen 1-2 Uhr mittags oder 6-7 Uhr abends. A. Jandorf u. Co., Bellealliancestraße 1/2. Schloffer verlangt auf Heeresarbeiten( Hufschmiede n. andere), Schirrmeister( auch arbeitsverwendungsfähige für die Heimat 1472 und für einfache Arbeiten verlangt. Alex. Herman G. m. b. H., Berlin- Tempelhof, Kaiser- Wilhelm- Straße 10/11. Schmiede auf Heeresarbeiten( Hufschmied und andere), Schirrmeister für einfache 1472 Arbeiten verlangt Alex. Herman 6. H., G. m. Berlin- Tempelhof, Kaiser- Wilhelm- Straße 10/11. Alex, Herman G. m. b. H., Berlin N 20, Pankstr. 29. Schmiede auf Heeresarbeiten( Hufschmied und andere), Schirrmeister für einfache Arbeiten verlangt 1472 Alex. Herman G. m. Berlin, Bankstr. 29. Wir suchen sofort: Einrichter für Revolverbänke, Revolverdreher, 2682 Maschinenarbeiterinnen für Revolver, Arbeiterinnen für die Revision. Ehrich& Graetz, Berlin SO 36 Meldung an Abt. 28. Elsenstraße 90/94. auch Putzer, Bauarbeiter, frame, werden noch eingestellt Franen, Neubau Niederschöneweide, Berliner Straße 138. Meldungen beim Polier daselbst. Putzer 28055 253* für große Arbeit verlangt. Meldungen beim Kolonnenführer Müller, Berlin, Sickingenstr. 4. Ein Lehrmädchen und Laufmädchen verlangt sofort Blumenschmidt, Unter T den Linden 59. 2738* Botenfrau stellt ein Vorwärts". Neukölln, Spedition, Siegfriedftraße 28/29. Lehrfräulein für Lager, oder Fräulein, welches schon Zagerarbeiten verrichtete, sucht M. Schild, Neue Königstraße 79. Schriftliche Offerten. Tüchtige Dreher sofort gesucht. 28095 28026 AutomobilFlugmotorenSchlosser für sofort verlangt Benz& Cie., A.-G., Charlottenburg, Salz- Ufer 2/3. Zimmerer, Schmiede, Schloffer, Platarbeiter, für dringende Striegsarbeiten auf unserem Lagerplag Müllerstr. 182/83 zum sofortigen Antritt gesucht. Julius Berger, Tiefbau A.-G. 50162* Verleimer für Munitionskisten wird eingestellt. Schlesinger& Co., Berlin, Chausseestr. 88, Aufgang 8. 50182 Tüchtige Rohrlegerhelfer sellen sofort ein 50172 Rietschel& Henneberg, G.m.b.H., Berlin S 42, Brandenburgstr. 81. Tapezierer auf Polstermatragen sucht 56/14 ftraße 17. D. Feibel, ChauffeeHausdiener mit guten Empfehlungen zum fofortigen Eintritt gesucht. Vorstellung 11-1 oder 5-7 Uhr. Adlerwerke, Berlin, Zimmerstraße 92/94. Warenhaus H. Joseph& Co., Tüchtige Motorenschlosser sofort gesucht. 28035 Kräftige Arbeiterinnen als Adlerwerke, Berlin, Zimmerstraße 92/94. Hausdiener gesucht. Budbruderet Riesenläger! Daher selten billiges fänger und Fortgeschrittene, jowie Berolina, Blumenstraße 88. 232/20 Angebot in gediegenen Herren-, deutsche und französische Stunden erAnlegerin sofort gesucht. Buch teilt G. Swienty, Charlottenburg, Speises und Schlafzimmern. Besichtigung lohnend. Berliner Möbelhaus, Stuttgarterpias 9, Gartenhaus IV.druderei Berolina, Blumenstraße 88. Mamsells auf Jadetts verlangt Staligerstraße 25. 196 Möbel, Polsterwaren verkauft. Händler verbeten. Strause, Charlottenburg, Giesebrechtstraße 6. Verschiedenes Dreufide, Münchebergerſtraße 31. Botenfrau, Tour Reinidendorf10, 278 Darlehn, 6 Prozent Teilrüd- est, stellt ein Kienast, Borsigwalde, zahlung, auf Hypoth etenbriefe 5 Bro- Räuschstraße zent, gibt Bankverein Charlotten- Spedition. burg, Wilmersdorferstraße 163. * * Borwärts" Gelegenheitsfäufe! allergünftig. Herrenzimmer, sehr gediegene BiblioZeitungsansträgerin für große thet mit Kristallfacetten, tomplett 950,- Speisezimmer, schwereichen Elektrische Sicherungen repariert Tour mit Hilfe sofort einzustellen. Büfett, rund vorgebaut, komplett Merkur", Schönhauser Allee 158. Vorwärtsspedition Moabit, Wilhelms2498** haveneritraße 48, von 11-12 und 1275,-, Schlafzimmer, flammige Norden 6168. 42-7 Uhr. Birfe, 1550,-. Besichtigung lohnt. Lohnfuhrwerk, Einspänner und Möbelhaus Often, nur Andreas- Zweispänner, jede Arbeit, führt straße 30. 1668 prompt aus Hirschfeld, Landsberger Allee 51. Alexander 1127. 2778* Gitarren, Mandolinenspiel, Kommoden, Sofa, Chaiselongue, Küchenmöbel, Möbelversand nach außerhalb, Gartenstraße 26.+ 27* Kleiderspind, Wäschespind 38,-, Musikinstrumente Wandermandoline 20,-, italienische, portugiesische 35,-, Wandergitarren, Lauten, Lautenspiel, Dreimonatsturie zur perfekten Ausbildung, 6.- Monatshonorar, auf Wunsch auch in fürzerer Zeit. Lehrinstrumente billigit, Klavier, Bioline unterrichtet schnellfördernd Ernst, Dranienstraße 166.* Unterricht 6, Vermietunger Monatshonorar. Gitarrzithern mit 50 Unterlegnoten 15,-( Radenpreis ca. 25,-), eingespielte Geige mit Zubehör 25,-, Solistenvioline 50,-. Ernst, Dranienstraße 166 III. 2745 Fahrräder Herrenfahrräder, Damenfahr räder, Motorjahrräder, alles spottbillig, auch Sonntags. Kämmereit, Große Frankfurterstraße 14. Kaufgesuche 56/14 Schlafstellen Möblierte Schlafstelle. Dresdenerstraße 111, vorn I, Aufgang I, Landgraf. 56/ 7* Arbeitsmarkt Stellengesuche Farb- und Autoäker sucht Stellung. Lahn, Boppstraße 3, bei Haberstroh. 28106 berlangt Zeitungsausträgerin Berendsee, Steglig, Mommsenstr. 59. Zeitungsträgerin sofort verlangt. Spedition Lichtenberg, Wartenbergstraße 1, Laden. Frauen zum Zeitungsaustragen sucht Vorwärts"-Ausgabestelle AllBorhagen 56, Laden. Zeitungsansträgerinnen fönnen fich melden. Borwärts" Ausgabestelle, Laufiperplaz 14/15. * Botenfrauen verlangt sofort Ausgabestelle Greifenhagenerstraße 22. Zeitungsausträgerin sofort verlangt Vorwärts"-Spedition Bantow, Mühlenstraße 70. Botenfrauen werden eingestellt Borwärts", Charlottenburg, Sejenheimerstr. 1. Zeitungsausträgerin verlangt Vorwärts" Spedition Schöneberg, Meiningerstraße 9. Spitzendreher, Revolverdreher Schlosser u. Horizontalbohrer stellt ein Carl Flohr, Maschinenfabrik, Chausseestraße 35. Tüchtige Klempner verlangen sofort 2682* Ehrich& Graetz, Berlin SO. Elsenstraße 90/94. Tüchtige Sattler fofort gesucht. Adlerwerke, Berlin, 50022* Zimmerstraße 92/94. Schlosser, Klempner, Tischler, Neukölln, Berliner Straße 51/55. Laufbursche gesucht. Haupterpedition des„ Vorwärts", Lindenstr. 3, Laden. Arbeiterinnen kräftige, zum Kohlenpress., Löterinnen für Zinkhülsen, Löterinnen für Batterien, sucht BatterieFabrik 53/ 11* Zeiler Rungestraße 20. Laufmädchen sofort gesucht. 49992* Alexis Kellner G. m. b. H., Berlin NW. 87, Kaiserin- Augusta- Allee 101. Näherinnen auf Baby- Mäntel außer dem Hause berlangen Alex Roth& Goldschmidt, Spittelmartt 4/7. 55/ 19* Bootsbauer, Werkzeugmacher, Arbeiterinnen Maschinenarbeiter stellt ein 49442* Borwärts" Spe, Albatros", Gesellschaft f. Flugzeugunternehmungen m. b.H. Abt. Wasserflugzeuge und Reparaturwerkstatt, * Zeitungsausträgerin für Weißensee sofort gesucht. bition, Berliner Allee 11. Zeitungsbottn per 1. 7. 17 vers Stellenangebote langt." Borwärts"- Ausgabestelle BrückenKorbmacher verlangt Hensels, Berlin- Niederschöneweide, Ringe! Militärtrejjen! Blühstrumpf- Weißensee, Langhansstraße 33.+ 17* ftraße 10 II I., Unruh. Platinabfälle! Gramm bis 7,70! Zahngebisse! Schmudsachen! Ketten! ajche! Filmabfälle! höchstzahlend Silberschmelzerei, Metall EintaujsPacker sofort gesucht. Meldungen zwischen 10-12 Uhr vormittags in * bureau, Beberstraße 31. Telephon unserer Hausinspektion. Kaufhaus Mexander 4243. 98* bes Beftens G. m. b. S., Berlin Autoschlosser, Möbeleinkauf! Kleiderschränke, W 50, Tauențienstraße 21/24. Bertikos, Plüschsofas, Trumeaus, Hausdiener sofort gesucht. MelBettstellen, Waschtoiletten, Süchen- dungen zwischen 10-12 Uhr vor verlangt sofort einrichtung, ganze Wirtschaften und mittags in unserer Hausinspektion. Nachlässe fauft höchstzahlend Höfer, Kaufhaus des Westens G. m. b. H., Brinzenstraße 71.( Morigplay 1078.) Berlin W 50, Zauengienjtraße 21/25. Witmersdorf, Nassauische Str. 40. Friedrichshagen. für leichte, lohnende Beschäftigungsuchen Thedinga& Hennig Seydelstr. 14. Frau für Kellerarbeiten verlangt 28045* Essenzenfabrik Roedel& Vetter, Alexander- Straße 22. Weibliches Hilfspersonal Arbeiterinnen Dreher, Hilfsarbeiter für die Zigarettenindustrie wird eingestellt. 55/ 11* STUCKE, 1292* Zigarettenfabrik Garbáty Pankow, Hadlichstraße. für Munitionskiften werden eingestellt. Schlesinger& Co.. Berlin, Chausseestr. 88, Aufgang& 50192