Nr. 128. th Grscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummier 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste and für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vore mittags geöffnet. Eernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 6. Jnui 1894. to mi Expedition: SW. 19, 23euts- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Das französische Budget für 1895 fouen ins Wasser zu werfen, als das Defizit des Budgets Linien zu errichten, verlangen die Gesellschaften nicht und die Eisenbahngesellschaften. und dabei hat man dieses Jahr noch zum Glück die Staat ihnen für das ganze in den Bau gesteckte von 1895 zu decken, das sich auf 71%, Millionen beläuft; nur Staats- Unterstützungen, sondern auch, daß der ingaffer des Paris, den 2. Juni. Man hat sechs lange Tage gebraucht, um das Mi nisterium Dupuy zu Stande zu bringen, aber glauben Sie nicht, daß man neuen Wein in die alten Schläuche gegossen hat. Es ist noch immer derselbe schlechte alte Wein, der in neue Schläuche gegossen ward, neue, denn mehrere Mitglieder des neuen Rabinets rühmen sich noch parlamen tarische Jungfern zu sein das heißt sie sind noch nicht Minister gewesen. 67 Millionen der Konversion( Zinsenherabseßung) der vier prozentigen Staatspapiere sonst würde das Defizit 139 Millionen betragen, 4 Millionen mehr als man den Eisenbahngesellschaften bezahlen muß. Kapital 6 pet. Zinsen verbürge. Sehr nett! Nicht wahr? Alle bonapartistischen, mon archistischen und republikanischen Minister, die seit 1863 zu besitzen Frankreich das Unglück gehabt hat, haben sich ein Vergnügen daraus gemacht, die Forderungen der Gesellschaften zu erfüllen. Die ersten Verträge, die den Eisenbahnen die Binsen gewährleisteten, wurden 1863 unterzeichnet. Als die Verträge 1883 erneuert und zum Nachtheil des Staats ver schärft wurden, war Raynal Minister. Es wird bes hauptet, daß die Unterzeichnung dieser Verträge ihm Millionen Hier folgt, was diese Verträge dem Staat tosten Bor 1888 Seit 1883. • • 502 Millionen 819 821 Millionen " Um dieses Loch zuzuftopfen, hatte Burdeau, der frühere Minister, die Prägung von falschem Silbergeld vorgeschlagen, ganz wie die Könige des Mittelalters. Das wurde auch angenommen und man ging daran, Fünf frankenstücke zu schlagen, die nur drei Franks und etliche Centimen werth find.*) Aber man konnte aus dem falschen Mit der gegenwärtigen Rammer war übrigens kein Geld nicht mehr als 4 Millionen herausschlagen, und anderes Ministerium möglich, als ein Ministerium Cafimir 68 Millionen mußten noch gefunden werden. eingebracht hat. Perier unter einem anderen Namen. Um den Radikalen, beren Stimmen er zur Präsidentenwahl braucht, sich höflich folle von der Südbahn- und der Orleansbahn- Gesellschaft Burdeau, der ein findiger Kopf ist, schlug vor, man zu erweisen, hatte Carnot Anfangs Bourgeois, Brisson und die Zahlung ihrer Schuld an den Staat im Betrage von Beytral berufen; allein diese Führer des Radikalismus 680 Millionen Frants verlangen. Allein man merkte bald, waren einig darin zu erklären, daß sie kein Kabinet bilden daß dies nur ein indirektes Anlehen war, weil der Staat könnten, jedoch bereit seien, in das erste beste Stabinet ein die Zinsen dieser 680 Millionen zu bezahlen gehabt hätte unterstüßung, so findet man, daß die Eisenbahngesell Fügt man hierzu noch die 3600 Millionen Staats zutreten. Die Radikalen erklärten also zu gleicher Zeit -dank den Verträgen Raynal's, von denen ich vorhin schaften Frankreich 4 Milliarden 421 Millionen das ihre Unfähigkeit und ihre Aemtergier. Das Ministerium gesprochen. wäre schon früher fertig geworden, wenn nicht das Budget heißt viertausend vierhundert einundzwanzig Ueber diese Verträge einige Worte der Erklärung, die Millionen tosten fast ebenso viel, wie die Kriegsden politischen Himmel verfinsterte, eine Gewitterwolfe, zeigen werden, wie die Bourgeois sich der Eisenbahnen entschädigung, die Bismard uns auspreßte. Doch damit ist tausendmal drohender als aller anarchistische Dynamit. Aber die Kammer hat auch ihren reaktionären Geift bedient haben, um den Staatsschat unverschämt zu be es noch nicht zu Ende, denn die Last der Zinsengarantie stehlen. und ihre Zerfahrenheit enthüllt: sie stürzt Perier, weil er wächst von Jahr zu Jahr. Diese ungeheure Schuld der das Gesetz über die Arbeiterorganisationen( Syndikate) nicht Nordbahn- Gesellschaft, ihre Linien nur mit Hilfe der Staats- Staat ja die Zinsen sich selbst bezahlen; und deshalb hätte Die Eisenbahngesellschaften haben, mit Ausnahme der Eisenbahngesellschaften bringt keine Zinsen, sonst würde der achtet, und sie nimmt Dupuy an, der einen erbitterten unterstützungen( subventions) gebaut, die sich auf 3600, auch der Staat für die 680 Millionen- Anleihe der SüdKrieg gegen die Arbeiterorganisationen geführt hat.schreibe dreitausend sechshundert Millionen und der Orleansbahn, die Burdeau vorschlug, unter dem Wenn der gleiche Haß gegen die Arbeiterorganisationen belaufen, dem Staat keinen Centime Zinsen einbringen, Namen: Zinsen- Garantie die Binsen zu bezahlen gehabt. Berier und Dupuy beseelt, so erfüllt auch beide die gleiche und die er erst am Tage, wo die Konzessionen erlöschen, Angst vor dem Budget. Das Ministerium Dupuy tann In welchem Grade diese Zinsen- Garantie wächst, das erhellt aus folgenden Ziffern: dem Ungeheuer etwas leichter zu Leibe gehen, weil es zurück bekommen wird. Perier los ist, der die Abgeordneten wie Lakeien be- herzustellen, welche die volkreichen industriellen Mittelpunkte Die Gesellschaften haben damit angefangen, die Linien handelte und durch seinen rohen Ton erbitterte, mit einander verbinden und das meiste einbringen mußten. und außer Perier: Spuller, der den voltairianischen Jufolge dessen sind die Aktien in den 40 Jahren, seit denen ( freisinnigen) Bürgern mit seinem neuen Geist" einen die Eisenbahnen bestehen, um das Doppelte und Dreifache betragen. Schander 1889 betrug sie 51 Millionen 1892 1894 76 116 " " 1895 wird sie 135 Und bei dieser Zahl wird es nicht bleiben. In zehn Verträge mit den Eisenbahngesellschaften aus dem Jahr 1883 im Werth gestiegen. Um die übrigen weniger lohnenden Jahren wird sie 300 Millionen jedes Jahr überschreiten. eine Summe von 135 Millionen bedeuten, die der Staat 1895 ihnen zu zahlen hat. *) Dasselbe Kunststück wollen bekanntlich unsere Bimetallisten machen zur Bereicherung der armen Champagner- Landwirth Red. des Vorw." Doch es ist viel leichter, diese drei unbequemen Perschaft. dod Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von E. Spindler. Sechzehntes Rapitel. Frischer Muth, Junges Blut! Ziehe nach der Heimath Land An der schönsten Frauen Hand! Lied. Das ist ein Diebstahl am Vaterland. Aber die Herren Bourgeois haben keine besseren Mittel zur Verfügung, um ihren Patriotismus zu bezeugen. Gallus. " des Papstes Lage haben, ein schneidendes Gegenstück zu schmäht von denen, auf deren Beistand er gebaut, mußte Sigmund's gegen Huß bewiesenen Wortbrüchigkeit liefern, knirschend dem verhaßten Luxemburger das Feld räumen, alle weltlichen Stände auf die Seite des Herzogs bringen, ehe noch das Ungewitter zum völligen Ausbruch kam. 56 und der großen Anzahl derjenigen Geistlichen, die nur aus Seinem kleinen Heere von Rittern, Waffenknechten und Scheu und Furchtsamkeit Partei wider Johannes genommen Dienern hatte er es zu verdanken, daß man den Vorhatten, neuen Muth, Selbständigkeit und einen festen An- bereitungen zu seinem Abzuge nichts in den Weg legte. halt geben. Von diesem allem geschah indessen nicht Bittrex Unmuth und die Scham, seinem Todfeinde zu unters das Geringste. Friedrich's Biederkeit und Treue scheiterte liegen, peinigte ihn, und sprach auch aus ihm, als am an dem Bunde seiner Gegner, wie ein die offene See be- Abend vor seinem Wegzuge Dagobert, von Schafhausen fahrendes Schiff an dem verborgenen Felsenriff zerschellt. zurückkehrend, vor ihn trat. ,, Was wollt Ihr hier?" Der Herzog hat recht gehabt, als er sagte: Sigmund war fragte er den jungen Mann bekümmert: Entweicht unter nie mächtiger, als in dem Augenblicke, wo er, ein de- dem Fittich der Nacht, denn nicht lange wird's dauern, müthiger Knecht, des Papstes Füße füßte und ihm knieend und geächtet bin ich, wie alle, so mir anhängen. Jesus im Namen der Christenheit für seine Nachgiebigkeit dankte. Christus! mer hätte das gedacht? Wahrlich, wahrlich, die Diese Nachgiebigkeit eben, ein Schlangenmittel falscher Deutschen sind's werth, vor eines Schaltsnarren Bobelpelz Die Flucht Johannes XXIII., die noch am selben Tage, Staatskunst, von Friedrich mißbilligt, hatte alles verdorben. zu fazenbuckeln. Pfui! Pfui! Ehre, Treue und Redlichkeit wo sie statt fand, ruchbar wurde, hatte einen unbeschreib- Wer den Treubruch eines andern ahnden will, muß nicht sind nur leerer Tand, und der Falschheit gehört die Welt. lichen Eindruck auf Fürsten, Pfaffheit und Volt gemacht, selbst zum Doppelzüngler werden. Demzufolge fettete fich Flieht! mein guter Geselle. Eure Treue kann ich jetzt mit und das prächtige Turnier, das Herzog Friedrich zum Kaiser und Konzilium fest aneinander. Otto Colonna, ein nichts belohnen, als mit der Warnung: verlaßt die Stadt; Teckmantel seines Vorhabens gebraucht, auf eine ärgerliche Fürst der Kirche, ehrgeizig und durchgreifend, wie nur je man spricht schon hie und da von Eurer Theilnahme an Weise gestört und zu Ende gebracht. Ebenso wenig als ein Bewerber um die höchste Macht, trat an die Spitze der meinem Verrath, wie sie's nennen. Geht aber auch nicht die Sache selbst, konnte des Herzogs Mitwirkung lange zürnenden Väter. Offen ging er nun seinem, früher ver- mit mir; ich habe das Spiel verloren, und das Unglück ein Geheimniß bleiben. Friedrich mühte sich auch keines- hehlten, Zwecke entgegen, und benutzte geschickt die dem pererbt sich leicht auf junges Blut, Wird's wieder Tag, wegs, seine That zu leugnen, und berief sich fühn auf das Kaiser als Reichsoberhaupt zugefügte Kränkung, um den sollt Ihr von mir hören!" fichere Geleit, das er, nebst anderen Herren, dem Papst zu Bruch zwischen dem letzteren und seinem Reichsstand, dem gefagt; auf die Gefahr, in welcher Johann geschwebt hatte, Herzog, unheilbar zu machen. Während das Konzilium durch des Kaisers Hinterlift und des Konziliums Feind- auf der einen Seite die Blitze schmiedete, welche den profeligkeit Tiare und Freiheit zu verlieren; auf die Pflicht, testirenden Papst unrettbar von dem römischen Stuhle weichen. die ihm, dem Herzog, daraus erwachsen, solche Willkür nicht schleudern sollten, griff auf der andern Sigmund nach der Der Herzog schüttelte mit entschiedener Verneinung das zu dulden; und endlich auf die dem Fürsten wie dem schrecklichen Waffe, die den, oft nur Schattengewalt be Haupt. Ich verbiete Euch, mir anzuhängen!" rief er schlechten Edelmann heiligen Turnierartikel, die den Schuß figenden Kaisern Deutschlands zu Gebote stand, nach fast unmuthig. Der Teufel ist in die Zeit gefahren, und der Unterdrückten dem adeligen Manne auf das Gewissen des Reiches Acht. Wie langsam und zögernd auch diese was sonst in deutschen Landen unerhört war, ist an der binden. Sothane Ritterlichkeit, freudig und zuversichtlich, Strafe vorbereitet wurde, so fand sich doch kein Talisman, Tagesordnung. Geht's nach Sigmund's Sinn, und ohne Furcht und Neue offen an den Tag gelegt, sollte sie aufzuhalten. warum sollte es nicht nach ihm gehen?- so bleibt mir in kurzem fein Pfulb, um meinen Kopf darauf zu legen. Wie nach des Herzogs Berechnung die wirksamsten Folgen für Friedrich, verlassen von seinen Freunden, feindselig geDagobert, betroffen über das Unerwartete, das er hier erfuhr, versicherte dem Herzog seine Treue, seine Ergebenheit und den Entschluß, dennoch nicht von seiner Seite zu " σo Politische teberlicht. Berlin, den 5. Juni. " " Ja, wenn! Wenn das Wasser den Berg hinauffließen, I württembergischen Verfassungsurkunde vorgesehene Zweiwenn das Lamm den Wolf frißt, wenn Bennigsen kein drittel- Mehrheit für Verfassungsänderungen für ihre BorStaatsmann", aber ein Mann ist, wenn Eugen Richter lage nicht zu gewinnen war. Mit der Zurückziehung der 12 Jahre sind es heute, seitdem am 5. Juni 1882 sich ber zärtlichen Umarmung der Bierkönige entzieht, wenn Vorlage ist die Frage der Aenderung der württembergischen Die letzte deutsche Berufs- Statistik aufgenommen wurde. die Quadratur des Birkels gefunden ist, wenn der Nie- und Verfassung nicht aus der Welt geschafft. Die Nothwendigs Roloffal haben sich seitdem die Verhältnisse des Groß zum Nimmerstag erschienen ist dann werden auch immer noch feit derselben wird allgemein eingesehen und das Volk Kleinbetrieb, die Zahl der industriellen Arbeiter geändert. verschiedene Wenn" zu überwinden sein, ehe der Liberalis- wird schon so drängen, daß die Regierung wird nachgeben Es ist bezeichnend, daß man in einer Zeit der sozialen mus in Deutschland das Ziel des Ehrgeizes der Bossischen" müssen. Gesetzgebung so lange Zeit verstreichen ließ, ohne eine neue kommen sieht. Uebrigens ist nichts unberechtigter als die Berufs- Statistik aufzunehmen; man ersieht hieraus, wie Klage der Bossischen". Der Standpunkt der Regierung ist in Dresden unter dem Vorsitze des jetzt in Berlin so Der deutsche Berufsgenossenschaftstag trat heute wenig erst die soziale Gesetzgebung vorbereitet wurde. flar erkennbar ein absolutistisch konservativer; wie fann populären Herrn Rösicke zusammen. Jezt endlich verspricht man für das nächste Jahr die Auf- man da verlangen, daß sie in die leitenden Stellungen handlungen berichtet das Wolff'sche Telegragraphenbureau nahme einer neuen Berufs- Statistik. Ob das Versprechen andere beruft, als die denselben Standpunkt vertreten! Und aber auch eingelöst werden wird? Das amtliche Wahlresultat für die Stichwa hi im 23. sächsischen Wahltreise( Plauen im Vogtlande) meldet uns eine Privatdepesche. Nach der selben hat unser Gerisch 12 587, der Kartellkandidat Uebel nur 10 926 Stimmen erhalten, somit haben wir mit einem unferer eigenen Kraft allein zu dankenden Mehr von 1661 Stimmen gefiegt. wenn sie einmal Ausnahmen macht, wie es bei der Berufung des" liberalen" Miquel geschehen ist, dann hat der wer weiß, wenn die Regierung es wirklich einmal wieder Liberalismus sich am wenigsten darüber zu freuen. Und mit einem Ausnahmegesez, mit einem Sozialistengeset oder er mit einem Ausnahmegeseh, mit einem Sozialistengesetz oder versuchen will, ob sie nicht dann die Tage gekommen glaubt, gar noch mit der Vernichtung des allgemeinen Wahlrechts in denen sie den liberalen Bennigsen ins Ministerium be ruft. Was die reaktionärste Regierung sich nicht zu ver suchen unterfängt, das brächte der liberale„ Staatsmann" fertig. Als Eisenbahnminister und Kohlensyndikat sind wieder im Konflikt. Der preußische Eisenbahnminister will nicht mehr als 80 M. für den Doppellader zahlen, das Kartell 21s welfische Verbiffenheit wird von der nationalbesteht auf dem Preise von 85 m. Die bürgerliche Presse liberalen Bresse, so auch von der„ Magdeburger Zeitung" steht hier natürlich auf Seite der Kohlenbarone und nicht bezeichnet, daß der Reichstags- Abgeordnete Brüel sich gegen auf der der Steuerzahler, welche in diesem Falle die Ernennung des Oberpräsidenten von Bennigsen der preußische Eisenbahnminister repräsentirt. Die Führer des Kohlensyndikats sind in in Berlin, zum Ehrenbürger der Stadt Hannover aussprach. Wären um die Nationalliberalen aus wirklicher Ueberzeugung statt aus den Minister bearbeiten. zu Ein im der Börse stehendes Blatt widmet ihnen folgende wohl greifen, daß ein Anhänger der Welfenfamilie nicht dafür Dienſte Opportunitätsgründen Monarchisten, so müßten sie es betheurer bezahlte als tiefgefühlte Worte: Eine sachgemäße Darstellung der Lage des Kohlenmarktes, timmen kann, daß dem ersten Abtrünnigen derselben das die Nothwendigkeit, den Kohlenbergbau zu fördern, nicht allein Ehrenbürgerrecht der Stadt Hannover verliehen werde. im Interesse der Bechen als vielmehr auch im Inter. Der charakterlose Nationalliberalismus fann nun eben einen esse des Arbeiterstandes, für welchen fort- Charakter nicht begreifen. dauernd große Opfer namentlich zu Wohl" unter anderem: Ueber die VerDer Vorsitzende gab den Ueberblick über die Thätigkeit des Verbandes im abgelaufenen Geschäftsjahr. Handelsrichter Emil Jacob- Berlin referirte über die zu erwartende Novelle zu den Unfallversicherungs= Gesezen. Staatssekretär Dr. v. Bötticher theilte mit, daß die Gefeßentwürfe den ver bündeten Regierungen zur Zeit vorliegen und nach der dem nächst stattfindenden Ueberreichung an den Bundesrath auch dem Berufsgenossenschafts- Verbande bekannt gegeben würden. Die Versammlung erflärte sich mit dem Antrage des Referenten einverstanden, die für diese Frage eingesetzte Kommission bestehen zu lassen und nach Bekanntgabe der Gesezentwürfe einen außerordentlichen Berufsgenossenschaftstag nach Berlin einzurufen. Direktor Landmann- Berlin berichtete über die Ausarbeitung von normalen Unfallversicherungs- Vorschriften; der Ausschuß betreibe die Förderung dieser schwierigen Materie unausgefeßt. Im weiteren Laufe der Verhandlung empfahl Herzogs Danzig die Einrichtung von Samariterkursen nach territorialer Organisation. Direktor May Schlesinger- Berlin referirte über die Bildung von Unfallstationen und Verbandstätten mit moderner chirurgischer Einrichtung und stationärer Klinit, welche auch nach außen Hilfe bringen. Aus dieser vom ReichsVersicherungsamt empfohlenen neuen Einrichtung, an der jetzt fchon 8 Berufsgenossenschaften betheiligt sind, dürfte sich eine beffere Organisation des öffentlichen Rettungswesens herausbilden. Die Vorschläge von Rusch- Hannover über die Ver meidung der Doppelzahlungen von Rente aus der Unfall- und Invaliditätsversicherung und von Dr. Lachmann- Berlin über die Vertretung der Berufsgenossenschaften nach außen, nament lich bezüglich der Vermögensverwaltung, wurden dem Au schusse zur weiteren Berathung überwiesen. Der nächstjährige Berufsgenossenschaftstag wird in Danzig abgehalten werden. lamente haben bis zur Lösung derselben ihre Thätigkeit Die ungarische Ministerkrisis dauert fort, die Par eingestellt. Die Wiederberufung Wederle's gilt als wahrscheinlich. fabtszweden gebracht werden müssen, dürfte Die böse gute Ernte macht unseren gottesfürchtigen schwerlich ohne Wirfung bleiben und so ist wohl darauf und nächstenliebenden Agrarieru viel zu schaffen. Die zu rechnen, daß die Herren Kirdorf und Uncel ihre Reise nach harten Eisheiligen hatten leider ein weiches Herz für die Berlin nicht umsonst gemacht haben. Armen, und ließen das Getreide nicht erfrieren was Die Oeffentlichkeit beiden bayerischen Militär- gar grausam war gegen die nothleidenden Seltjunker, die gerichten. In der Schlußßigung der bayerischen Kammer bei billigem Brot verhungern" d. h. sich einige Dutzend Der Steichsräthe erklärte der Kriegsminister, bei den Militär- Flaschen Sekt die Woche vom Munde absparen" müssen. gerichten müsse ähnlich wie bei den Zivilgerichten die Deffent- und die Grausamkeit des Himmels dauert an. Das Korn lichkeit ausgeschlossen werden können, wenn höheres steht so üppig und reich, wie es selten gestanden hat, und militärisches Interesse und die Disziplin es erfordern. Er Freude leuchtet auf den Gefichtern des arbeitenden Boltes, werde in der nächsten Session einen diesbezüglichen Gesetz das nun hoffen darf, sich ein Jahr lang wenigstens an Brot Die Uebermacht des Geldkapitale zeigt sich wieder entwurf einbringen, wenn nicht inzwischen seitens des satt essen zu können, falls dauernde Arbeitsgelegenheit nicht in dem Plane des Hauses Rothschild, bie Gold. Reiches die erforderliche Regelung erfolgt ist. fehlt. Je mehr aber die Natur lacht, desto mehr verfinstert produktion in Transvaal( Südafrika) zu mononächstenlieben- produktion Was Bayern Jahrzehnte ertragen hat, das soll sich das Antlig unserer gottesfürchtigen und nächstenlieben- polisiren. Die Goldproduktion steigt dort ununternun das Staatswesen gefährden: die Deffentlichkeit bei den den Agrarier, welche die verdorbene Welt durch das Chriften- brochen. 1891 wurden dort 52/2 Millionen Mart, 1892 Militärgerichten. Die vom Kriegsminister in Aussicht ge- thum heilen wollen. Ach, wenn der Himmel doch ein Ein- 87 Millionen Mark, 1893 106 Millionen Mark Gold nommene Einschränkung der Deffentlichkeit kommt einer Auf- sehen hätte! Wenn der Regen doch regnete alle Tage", hebung derselben gleich, denn bei jeder Soldatenmißhand- noch drei und vier Wochen lang, und" dann noch nach der gefördert. Für das Jahr 1894 wird die Gewinnung von 145-150 Millionen Mark erwartet. Der kapitalis lung, über die verhandelt werden soll, wird nach Ansicht Ernte, so daß ein Drittel, die Hälfte des reichen Ertrages firte Reingewinn wird auf mindestens eine Milliarde der Militärgerichte die Disziplin gefährdet sein. Der Hin- auf dem Felde verfaulten! geschäßt, und dazu kommt noch das Kapital, bas weis des Kriegsministers auf die reichsgefeßliche Regelung Sui! Wie da die Preise emporſchnellen und das Geld in den Anlagen steckt. Wenn das Haus Rothschild seine deutet darauf hin, daß man auch eine beschränkte Deffent in die Junkertasche hineinspringen würde! lichkeit bei der Reform des Militär- Strafprozesses nicht zudiese Dummtöpfe von Sozialdemokraten!" donnert Absicht durchführt, die Hauptproduktionsstätte des Goldes, diese Dummtöpfe von Sozialdemokraten!" donnert geftehen will. Durch die Abweisung so allgemein geforderter da Stöcker in seinem Volk" o diese Dummköpfe! in das heute nach der Entthronung des Silbers das einzige o diese Dummköpfe! in Maßregeln, wie die der Deffentlichkeit des militärgericht ihrem blinden Neid auf unsere christliche Gettjunker- Gesell- allgemein anerkannte Währungsmetall ist, monopolifirt, fo lichen Verfahrens untergräbt der Militarismus sich selbst. schaft, die beste Stütze des Staats, vergessen sie, daß dann liegt es in seiner Hand, durch Einschränkung oder stärkste Anspannung der Produktion dieser auf 7000 Millionen Wir traueru deshalb nicht, wenn trotz der seit Jahren an- ja auch das Korn der Junker verfaulen würde! gekündigten Reform alles beim Alten bleibt. Nein, lieber Stöcker, so dumm sind wir nicht, auf Deine flufsen und große, in ihren Folgen unabsehbare Preisgeschätzten Goldvorräthe die ganze Währungsfrage zu beein christlichen Scherze hineinzufallen! revolutionen zu bewirken. Schon jetzt ist, so bemerkt der " Deutsche Dekonomist", dem wir diese Angaben entnehmen, losen Wirthschaftsgebieten übermächtig thätig. Wo es aufdas Haus Rothschild mit seinen Riesenkapitalien auf zahl bas Haus Rothschild mit seinen Riesenkapitalien auf zahlLosen Wirthschaftsgebieten übermächtig thätig. Wo es auftritt, kann es, wenn es will, die schwächer bemittelte Ronurrenz niederwerfen. Sein Athem ist immer lang genug, Gegner ohnmächtig am Boden liegt, kann es den Lauf noch um den Wettlauf aushalten zu können und wenn der mit frischen Kräften fortseßen. Wir erinnern nur an seinen Antheil an der Errichtung des Petroleum- Monopols, wo feine Aufgabe war, die russischen Produzenten und Intereffenten mürbe zu machen und den Amerikanern die Bahn frei zu machen. Daß dieses Vorgehen des Hauses Rothschild nur uns nügt, sieht ein Kapitalistenblatt, wie der Deutsche Dekonomist" wohl ein; es schreibt: Wenn die Waschlappen Männer wären, dann könnte Weißt Du denn nicht, daß der Großgrundbesitzer bei man sie nicht als Waschlappen benutzen, leitartikelt heute nasser Erntezeit zehnmal mehr Aussicht hat, sein Getreide die ehrsame Vossische". Gelegentlich des nahenden Geburts- ins Trockne zu bringen als der Kleinbauer, der weder tages Bennigsens, der es nicht einmal zum Minister Ackerbau- Maschinen, noch Arbeitskräfte zur Verfügung hat? gebracht hat, erhebt sie ein Jammer- und Klagelied Im übrigen rathen wir Herrn Stöcker, den Leitartikel darüber, daß das Bekenntniß zum Liberalismus gleich der Kreuz- Zeitung" von gestern Abend zu lesen, und nachbedeutend sei mit dem Ausschluß von allen leitenden zudenken über die Christlichkeit unserer Junker und Stellungen in der Regierung" und schließt mit der Be- agrarischen Thronstüben im Besonderen, und unserer christlichen Welt und Gesellschaftsordnung im Allgemeinen. Die bayerische Kammer wurde gestern, die württem bergische wird morgen vertagt. merkung: Wenn der Liberalismus entschlossen ist, sich die Zurücksehung, der er seit Begründung des Verfassungsstaates ausgesetzt ist, nicht ferner gefallen zu lassen, wenn er dem kräftigen Wort die feste That folgen läßt, so wird er sich die Gleichberechtigung, die er nicht als Gnade zu erbitten, sondern als Die württembergische Verfassungsvorlage ist von Recht zu fordern hat, eher sichern als durch alle Seifetreterei der Regierung zurückgezogen worden. Die Regierung hatte und Rechnungträgerei." sich die Ueberzeugung verschafft, daß die in§ 176 der " " nur um Unser Blatt ist stets ein warmer Anhänger der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung gewesen; wir haben die Fort könnte ich Euren Bedürfnissen steuern. Geht, geht, wohin dem Wolf nicht in die Hände. Bringt es zur heimathlichen bildung derselben verlangt und die sozialistischen Angriffe nach des Sohns Pflicht Euch ruft: gen Frankfurt, und denkt Herde, und gebt der vaterlosen Maid in meinem Namen Kräften zurückgewiesen. Aber eben aus dieser Stellung heraus mein an dem Tage, wenn der Pfaffe Euch des Gelübdes das heilige Versprechen, daß ich mich meiner Schuld gegen müssen wir folche Auswüchse des Rapitalismus tief beklagen. entbindet."- Mein Wohlthäter!" seufzte Dagobert, Ben David entbinden werde, sobald ich den drohenden Die menschliche Gesellschaft wird es nicht ertragen, in eine tleine und abnehmende Bahl allgewaltiger Friedrich's Hand tüssend:" Euch zu lassen, fällt mir schwer." Sturm überstanden habe. Geht; ich rechne auf meines Kapitalisten und ein riesiges Heer von Doch ift's vonnöthen," entgegnete der Herzog, sich rasch Auftrags fichre Vollziehung. Zieht von dannen, ehe es zu Proletariern aufgelöst zu werden. The wir Losmachend, um der eigenen Rührung vorzubeugen. Geht spät wird, und Gott mich Euch." noch an diesem Ziele angelangt sind, wird sie durch heim, füßt den Vater und das Mütterlein, und freut Euch Der Herzog drehte sich kurz und rasch auf dem Absatze heftige Reaktion dagegen sich Lust gemacht haben, des Lebens. Jesus Christus! Wäre ich noch einmal jung um, und ging mit starken Schritten in das Seitenzimmer, selbst unter den nachtheiligsten und verhängnißvollsten Katastrophen. Alles was uns diesem Ziel und frei wie Ihr! Mit meinen Tyroler Gemfenschützen das er heftig hinter sich verringelte. Dagobert streckte die wollte ich ein Schießen anstellen, daß dem Mehrer des Arme nach ihm aus, wie nach einem scheidenden Jugendeinen Schritt näher bringt, vermehrt die Gefahr eines UmReichs die letzten Haare wackeln sollten. Aber heutzutage freund, und blieb einige Zeit bewegungslos im Gemache fturzes und eines Unterganges der Kultur. Bis jetzt ist nicht abzusehen, wie sich die Kultur ohne Privateigenthum, ohne gilts der eigenen Haut sich zu wehren. Geht heim, sage ich, stehen. Dann aber raffte er sich männlich zusammen, und engsten Zusammenhang zwischen der zielbewußten Thätigkeit und lernt ritterlich Gewerbe. Wer drein schlagen taun, floh aus dem Hause, in dem er bisher das Ideal eines des Menschen und seinem wirthschaftlichen Glück soll aufrecht und das Herz auf dem rechten Flecke hat, verdirbt nicht Ritters, wie er sich es dachte, bewundert hatte. In dem erhalten laffen. Wenn aber das Privateigenthum in unserm rauflustigen Vaterlande. Und weil mir's Hause seines Ohms fand er eine bestürzte und unfreund- schließlich in ganz wenigen Händen zusam gerade einfällt ich will Euch zu guterlegt noch Gelegen- liche Aufnahme. Des Prälaten Blicke maßen ihn mit ge menrinnt, wenn die Unterschiede zwischen heit geben, ritterliche Pflicht zu üben. Der arme Schächer, hässigem Ausdruck; Fiorillen's Augen mit ängstlicher Schen arm und reich immer größer, die Kluft zwider Jude, dessen Gold mit zu dem bewußten Turniere und Beklommenheit. fchen ihnen immer weniger durch eine breite helfen mußte, und dessen von mir ausgestellten Brief mein" Was willst Du noch bei mir?" fragte der Ohm nicht Mittelstandsschicht ausgefüllt fein wird, so wird es fallen. Dann wird die Menschheit es eben Spizbube von Rentmeister zu Schafhausen nicht eingelöst ohne Heftigkeit:" Freude bringst Du nie. Du tömmst un einmal mit dem Sozialismus versuchen, troz hat, wie Ihr mir berichtet, ist nach Frankfurt geschleppt geladen wie eine Krankheit, und gehst nur wie sie von des sicheren Verderbens, das aus ihm entspringen wird. worden; der Himmel weiß, was sie mit der Judenseele zu dannen: nachdem Du Schaden angerichtet."„ Ihr seid Dann wird sich die Menschheit sagen, daß hüben das gleiche beginnen denken. Die Tochter des unglücklichen Menschen fürcherlich streng in Eurem Urtheil," antwortete Dagobert, Verderben ist wie drüben und daß man es daher auch drüben hat sich mir zu Füßen geworfen, und um meine Fürsprache allein auch eine Krankheit sieht man gern Abschied einmal versuchen könne. Der sozialistischen Partei gefleht. Auf meine Fürsprache giebt aber jego niemand nehmen, und in keiner anderen Absicht hab' ich's gewagt, werden mächtig die Segel schwellen. Durch das Geringste, denn wie gesagt der Teufel ist in die Euch in dieser Zwielichtsstunde zu überfallen."" Fahre nichts treiben wir sicherer in den Strudel dieser Gefahren als durch Mißbräuche des Beit gefahren. Ich gab ihr jedoch mein Wort, sie nach der wohl," lautete es aus des Prälaten Munde, ich frage Rapitalismus, durch Privatmonopole, Syn. Heimath bringen zu lassen. Ich habe dabei Eurer gedacht, nicht, wohin Du gehst, denn dem Bösen soll man nie auf dikate u. f. w. Wenn das Privatkapital thatsächlich die und bestelle Euch zu des Mädchens Vogt." die Ferse blicken; auch bist Du seit längerer Zeit auf ge Gewerbefreiheit aufbebt, so fägt es den Aft ab, auf dem es Mein gnädigster Herr," stammelte Dagobert betroffen heimen Reisen begriffen, deren Geheimniß " Nicht fitzt. Wer die gegenwärtige Gesellschaftsordnung unterstügen und bestürzt. Friedrich fuhr aber gleichmüthig fort: lange geheim bleibt?" fiel der Neffe lächelnd ein. Ihr will, trete den angedeuteten Auswüchsen entgegen!" Fürchtet Euch nicht. Es ist zwar nur ein Judendirnlein, Herren habt das Vorrecht, allem auf die Spur zu kommen, Das Blatt überschäßt die Bedeutung des Willens der aber so fein und zart und lieblich, daß manche Heilige früher als alle anderen ehrlichen Leute. Für dies Mal mittleren Kapitalisten, den Kartellen und den Kapitalisten nicht zürnen würde, schriebe man ihren Namen unter der geht meine Fahrt zum Vater, und ich habe gewünscht, von der Macht eines Rothschild entgegenzutreten, das beweisen Jüdin Bild. Echafft die anmuthige Kezerin nach Hause, ehe sie wie es einem biedern Blutsverwandten zukommt, mich die kläglich mißlungenen Versuche einer Gesetzgebung gegen gezwungen wäre, Sigmunds Gerechtigkeit und Riterlichkeit mit Euch zu legen, und Euch zu fragen, ob Ihr mich nicht die Trusts in den Bereinigten Staaten. Die Kartelle werden in Verlegenheit zu sehen. Ihr wißt, um welchen Preis die mit einem Brieflein oder dergleichen zu beauftragen be- von Tag zu Tag übermächtiger, saugen die mittleren und Majestät Wittwen und Waisen zu schüßen, wie sie das gehrt. Vom Wiedersehen dürfte wohl nicht leicht mehr die großen Kapitalien auf und erleichtern uns die Aufgabe, zugesicherte Geleit zu handhaben pflegt. Jagt das Lamm Rede sein. ( Forschung folgt.) Riefenunternehmungen zu schaffen. Der langwierige Prozeß -OVD SUSHO Der " * den Magistrat aufzufordern, diese Angelegenheit in ges die keine so dicke Haut haben wie der Chef", boten noch das ist unmöglich, irgend einen Erlaß, welcher augenfällig er Vereinigung des zersplitterten Privateigenthums wird p und Herz, und das ist nun einmal die Rombination, welche| von statten. In Nienstedten wurde nämlich ein Verbreiter von durch die Kartelle beschleunigt, der gesellschaftliche Pro- dem Staatsmann, der Großes schaffen will, nicht fehlen darf. einem jungen Polizeibeamten unter der Vorgabe, er habe die duktionsbetrieb wird vorbereitet. Die Expropriation der Wenn Crispi dies läse und noch ein Funken von Ehr Vertheilung unter der Kirchzeit betrieben, angehalten. Unglücklicher Expropriateure durch die Kartelle erleichtert und be- gefühl in dem alten Revolutionär wäre, so würde ihn jedes weise hatte der Verbreiter feine Legitimationspapiere bei sich und schleunigt wieder die Expropriation der Kartelle durch die dieser Lobworte aus dem Munde des deutschen Junter- so mußte er mit nach Blankenese, wo man ihn indeß wieder Volksmasse, wodurch die sozialistische Gesellschaftsordnung und Pfaffenblattes wie ein Tropfen glühenden Blei's auf entließ, nachdem dem Polizisten seitens seiner Kollegen bedeutet die Haut fallen und sich zischend ins Fleisch einbrennen. war, daß eine Sistirung nicht nöthig gewesen wäre. Städtische Werke. Unter dieser Bezeichnung widmerz"-Crispi, der Ex Revolutionär und jetzige ist das dortige Lotal Schützenhof" gesperrt worden. " große Alte" ter biefer der Mann von Kopf und Militärboykott. Seitens der Milärbehörde von Bremen die Bossische Zeitung" einen ganzen Leitartikel der Frage, Aushungerer und Henker Italiens, und Diktator von ob es gerathen sei, die Berliner Elektrizitätswerte die Stanbrechts- und Goldenen- Kalbs- Gnaden! An Wahrfür das Trinkgeld von zehn Prozent der Bruttoeinnahmen haftigkeit sind die„ Kreuz- Zeitung" und der Crispi ein Ronfistationen der Wiener Arbeiter Beitung" in ebenso Die Prekfreiheit" in Oesterreich. Ginundvierzig das Monopol für die elektrische Beleuchtung Berlins von ander werth. viel Nummern derselben, Magistrat und Stadtverordneten erworben haben in das ist die Leistung der dortigen städtische Regie zu übernehmen. Bekanntlich hat die Stadt geworden. Die neuesten Telegramme aus Rom gegeben, in welcher die Staatsanwälte empfindlicher waren als Nachdem Obiges geschrieben war, ist die Krise akuter Polizei- Justiz in den letzten Wochen. Unser Wiener Bruder organ bemerkt zu dieser Mittheilung:„ Es hat niemals eine Zeit melden den Rüdtritt Es Gefeß zu der erste Termin, an dem die Stadt die Werke übernehmen gestern Abend ihre Entlassung an, indem sie ihn, nach der was er ist, es ist unmöglich, die Thatsachen einfach zu erzählen, kann, und da eine solche Absicht der Aktiengesellschaft fecha fomischen Mittheilung des Telegraphen, ihres Vertrauens wie sie sich z. B. jetzt in Ostrau nach dem Streit gutrugen, ohne Monate vorher mitgetheilt werden muß, so ift feine Beit ein. Heute kündigte er dies in der Kammer mit dem Besanwalts nervös wird, wenn man in einer Rede eines Ministers versicherten". Und dann reichte auch Crispi seine Demission der Konfistation zu verfallen. Daß der Rothſtift des Staatsmehr für die Entschließung der städtischen Verwaltung zu merken an, der König habe sich die Entscheidung vorbe beim besten Willen nicht den Ausdruck der staatsmännischen Weisheit und des höchsten sittlichen Das giebt auch die Bossische Beitung" unumwunden halten". So wie wir Crispi fennen, wird hier eine Komödie Grufteserblicken erblicken tann, versteht sich von selbst. So zu, aber der Weisheit letzten Schluß hat die brave Alte gespielt und eine Teufelei ausgeführt. Er erwartet ohne regnet es Konfistationen. Dabei ist die Ausführung der aus der Breitenstraße in dieser Frage noch nicht gefunden, weifel, daß der König die Entlassung des Kabinets vorläufigen Beschlagnahme" wieder eine viel energischere sondern dreht sich in zierlichem Giertanze im Kreise herum. Rammergut heißen wird. Dann hat Crispi that Detektivs belagern die Druckerei, die Administration und unsere nicht annehmen und die Auflösung der und amtseifrigere als gewöhnlich. Kleine Armeekorps von Wenn uns unsere Vermuthungen nicht täuschen, so stammt der Artikel der„ Vossischen Zeitung" aus der Feder eines fächlich die Dittatur auf einige Monate, und Verschleißfilialen. Man kann nicht sagen, daß der thatsächliche Vannes, der es prächtig versteht, in Sachen Elektrizitäts- er macht die Neuwahlen. Freilich durch keine Effekt dieser Bemühung mit dem Aufwand im Verhältniß steht, werke als Stadtverordneter die Interessen der Steuerzahler Fälschung und keinen Taschenspieler- sniff läßt sich das aber ohne Zweifel wird sie als eine große Belästigung empfunden, und das scheint der löblichen Preßpolizei vollständig zu genügen. zu vertreten, und es gleichzeitig fertig bekommt, als Mit- furchtbare Elend Italiens und die zornige Empörung des Der Herr Justizminister soll im Abgeordnetenhause erzählt haben, glied des Aufsichtsraths dieser Aktiengesellschaft eine ent. ganzen Volkes aus der Welt schaffen. Hier ist Crispi die daß die Zahl der Konfistationen im letzten Jahre eine kleine re Grenze gezogen. Das Verhängniß erfüllt sich. als im Vorjahre gewesen sei. Wir werden dem Grafen SchönStudentische Nohheiten. In Bukarest befindet sich ein born genau nachrechnen, aber was die Arbeiterpreffe ungarischer Verein, dessen Mitglieder in diesen Tagen ein Fest zumindest anbelangt, ist die Zahl der Konfistationen fo gestiegen, veranstalteten; daß dieses Fest den im Klausenburger Prozeß daß, wenn die Rechnung richtig wäre, daraus nur hervorginge, ( lehe" Vorwärts" vom 27. Mai) errungenen schmählichen Daß für die bürgerliche Presse allerdings große Erleichterungen Sieg" über verlieren. sprechende Tantième einzuheimſen. " 3wei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust, Die eine will sich von der anderen trennen", höchsten anzunehmen. Troydem entschloß sich die rumänische Jugend, baus zufrieben geben." die Rumänen feiern sollte, ist faum eingetreten find. Und damit wird sich ja wohl das Abgeordneten* Der Artikel verlangt unbefangene Prüfung der Angelegenheit. Wer lacht da? Zu einer ehrlichen Absage an das privatkapitalistische Ausbeuterthum der städtischen Straßen und Pläge tann sich das Drgan des Berliner Geld philifteriums natürlich nicht aufraffen, dafür befinden sich gar zu viel Kouponsabschneider unter seinen Abonnenten. Anderer auch einmal thätig einzugreifen und zu beweisen, daß sie die seits giebt es jedoch unter den Anhängern Tantchens eine Anzahl würdige Nachfolgerin Michaels des Tapferen ist". Der unga versturb am Sonntag der Parteigenosse Rob. Beuhne im Todtenliste der Partei. In Dresden- Striefen Bezirksvereins- Trompeter, die den stark verblaßten Freifinn rische Berein wurde meuchlings überfallen, die Ungarn ge- Alter von 45 Jahren. In Offenbach ist der Genosse durch ein wenig Kommunalsozialismus- Uebernahme der schlagen, ihrer Fahne beraubt und letztere auf einem Scheiter- Chr. Tröger, Schneider, nach langem Zeiden verschieden. Pferdebahn und der Elektrizitätswerke wenn auch nicht haufen verbrannt. vergolden, so doch wenigstens vernickeln möchten. Diese Der„ Adevarul", dessen Chefredakteur unser Genosse Den Verstorbenen wird von den Parteigenossen ein ehrendes AnFreisinnsflügen mag die Bossische Zeitung" auch nicht Batalbasa" ist, vertrat bei dieser Gelegenheit den Standpunkt, benken gewahrt bleiben. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. gerade vor den Kopf stoßen, dazu fehlt der Tante jene den ein jeder gebildete Mensch vertreten mußte. Er geißelte das rohe grobfnochige Brutalität, welche bei Vertretung der Kapitals hielt ihnen Wegen Tragens republitanischer Ab Verhalten der rumänischen Bourgoissöhnchen, vor, daß sie jetzt dasselbe begehen, und zeichen( Vergehen gegen die Verordnung vom 14. Juni 1849) interessen in der Freisinnigen Zeitung" herumrichtert. noch in viel schlimmerer Weise, was die ungarischen hatten sich zwei Genossen vor dem Landgericht Leipzig zu So ist es denn sehr ergößlich zu lesen, wie der Artikel- Studenten gelegentlich begangen haben. Diese Wahrheiten verantworten. Die beiden sollen am Nachmittag des 21. Februar schreiber der„ Vossischen Zeitung" nach Faust'schem Rezept schienen die Studenten sehr zu verlegen, fie riefen eine Versamm- diesen Jahres bei dem Begräbniß des Genossen Produktenhändlers flagend lung ein, um Stellung gegen den„ Anti- Nationalismus" und die Keck Kränze mit breiten rothen Schleifen dem Teichenzuge voran gemeine Haltung" des Adevarul zu nehmen. Fünfhundert(?) getragen haben. Durch Strafbefehl des Amtsgerichts hatte des an der Bahl, fammelten sie aus jenem rohen Bukarester Böbel, balb Jacob 4 Tage, Grellmann 14 Tage Gefängniß zudiktirt die freifinnigen Kommunalsozialisten zu beruhigen und der während der Wahlzeiten alle Rüpeleien und Unordnungen erhalten. Das Landgericht bestätigte das igte das amtsgerichtliche Urtheil. gleichzeitig den bedrohten Aktionären die Dividenden zu bes Adevarul". Die eifernen Läden der Redaktion waren ge- der Märkischen Boltsstimme", welches wegen Majestätsbeleidigung ,, von Regierungs wegen" veranstaltet, und zogen zur Redaktion Eingestellt ist das Verfahren gegen den Redakteur retten bemüht ist. schlossen. Schon wollten sie abziehen, da entdeckte Jemand Wir zweifeln nicht daran, daß die unbefangene Brü- eine schwächere hintere Thüre, fie drangen in das Redaktions- gegen ihn schwebte. fung" zu gunsten der Aktiengesellschaft ausfällt, denn im lokal ein, demolirten alles was sie vorfanden; Vor dem Landgericht Leipzig fand am 8. Juni cr. Verhandlung Sechs Wochen Saft wegen groben Unfug". Magistrat und in der Stadtverordneten- Versammlung sigen nichts wurde verschont, Bücher, Brochüren, Schränke, genug Leute, deren nationalökonomische Grundsäße ihnen Fenster, alles wurde zerstört und zerriffen, bis endlich, nachdem gegen Genosse Ad. Thiele wegen groben Unfugs statt, nachdem die Auslieferung des kommunalen Befiges an das Privat nichts mehr ganz geblieben war, die Polizei eingriff und die das erste in der Sache vom Landgericht gesprochene Urtheil, das tapital zum Zweck finanzieller Ausbeutung zur Pflicht häter sich in Ruhe" entfernten. Nachher begann eine förm- auf fechs Wochen Haft lautete, vom Ober- Landesgericht Dresden Pflichtfiche Jago nach der letzten Nummer der Zeitung; den Beitungs- aufgehoben und zur nochmaligen Verhandlung an die Borinstanz händlern wurde mit Zerstörung ihrer Stellen" angedroht, falls zurückverwiesen worden war. Es handelt sich um den Artikel, Im rothen Haus" wird bei der Berathung der Kom- fie die Zeitung zum Bertauf anböten. Die armen Zeitungs, welcher im vorigen Jahre unter der Spigmarke„ Jubiläumsmunalisirung der Elektrizitätswerke der Warnungsruf tolporteure wurden mißhandelt, ihre Beitungsexemplare zerrissen, rausch" in der„ Wurzen. 3tg." veröffentlicht wurde." Das Urtheil Zeitungsrausch" ,, Prin cipiis obsta" ertönen und siegreich bleiben. lautete wiederum auf 6 Wochen Haft. sollen denn auch die Dividenden für die At- Das Lokal des„ Adevarul" ist in einer solchen Weise demoWegen nicht rechtzeitiger Ginlieferung des Pflichteremplars r3 hatte die Solinger Polizeitionäre, wo die Tantièmen für die mit der lirt, daß das Erscheinen der Zeitung eingestellt werden goldenen Kette geschmückten Aussichtsraths Mitglieder mußte. Nachdem die Herren Studenten vor dem Denkmal verwaltung dem Redakteur der Bergischen Arbeiterstimme" ein der Aktienunternehmungen herkommen, wenn nicht die" Michaels des Tapferen" 20 Gremplare der Beitung verbrannt Strafmandat von 5 M. angesandt. Dagegen hatte derfelbe Ausnutung städtischen Grund und Bodens in den Dienst folger sind", zogen sie sich zurück und„ boykottirten" förmlich den der Strafe wird der verurtheilte Redakteur aus formalen Ausnutung städtischen Grund und Bodens in den Dienst hatten und dadurch gezeigt haben,„ baß fie feine würdigen Nachrichterliche Entscheidung angerufen und wurde zu 2 M. Strafe und Tragung der Kosten verurtheilt. Trotz der Geringfügigkeit machen. " Wo der Preis wurde ihnen aber erstattet. Schrumm! " des Privatkapitals gestellt ist. Antaaen La Adevarul". Sie beschloffen, alle Mittel zu gebrauchen, um Gründen Berufung einlegen. " " würde Die Sie Wie die Polizei das Gefet achtet! Bekanntlich Der Stadt die verlustbringenden Anlagen Ranali bas Verkaufen und Erscheinen der Zeitung zu verhindern. So fation, Stiefelfelder, Markthallen u. s. w. der privat- tämpfen die„ Söhnchen der Bourgeoisie" und ihre Bäter triefen follen alle Breußen vor dem Gesetz gleich seien und demnach, kapitalistischen Ausbeutung die gewinntragenden Ein- von Lob über ihre Heldenthaten. So handelt die Bourgeoisie wenn der schöne Satz auch so gehandhabt würde, auch Sozial richtungen Gas, Pferdebahn und Elektrizitätswerke. Ueberall sieht sie gleich aus! Nur wenn sie an ihrem eigenen So muß es sein, wenn Aktionäre und bezahlte Beamte Leibe die Schläge spüren, die sie austheilt, werden sie empört! pereine 2c. Die Breslauer Polizei jedoch, welche an Schneidigdemokraten dieselben Rechte eingeräumt bekommen, wie FachDa unterdrücken die Ungarn das rumänische Volk! von Aktiengesellschaften in der Kommune regieren. rumänische Bourgeoisie brüllt ob der Ungerechtigkeit, aber feit" ber Berliner nicht viel nimmt, dentt anders; sie weiß, geCrispi. Ob der parlamentarische Staatsdiefelbe Ungerechtigkeit begeht sie gegen 800 000 Juden, leitet von dem höheren Geist", der ihr inne wohnt, daß Sozia Ungerechtigkeit begeht fie gegen 800 000 Juden, listen und Kriegervereinler, oder Arbeiter und evangelische streich, den Crispi am Sonnabend in Szene gesetzt hat, die in ihrem Lande wohnen! Sie schimpft ob der Roh- Männer- und Junglingsvereine nicht miteinander identisch sind, feinen Bwed für einige Zeit wenigstens erreichen und beit der Ungarn, erreichen und beit der Ungarn, und ist selbst noch viel roher! ob Crispi zunächst freie Hand bis zum Ende des Monats billigt das Schießen auf die rumänischen Brüder, und würde folglich auch den„ Umstürzlern" nicht dieselben Rechte einzuräumen kurz der Maifeier der sozial erlangen wird, ist im Moment, wo wir dies schreiben, noch fich entschieden dagegen verwahren, wenn man ihrer Rohheit demokratische Verein für Breslau und Umgegend fich mit dem nicht entschieden. Aber die Thatsache, daß der sonst so kecke Den Adevarul" boykottiren kann die rumänische Bourgeoiste Ersuchen an das Polizeipräsidium wendete, am Tage der offiziellen Politiker sich zu Ronzessionen entschlossen hat, die er an- nicht, wohl hat sie aber dem in Ungarn wohnenden Theile des Feier eine Ansammlung der daran betheiligten Berfonen auf einem fangs weit von sich wies, hat die Schwäche seiner Position rumänischen Voltes gezeigt, was ihn erwartet, wenn es unter Blaze der Borstadt zu gestatten, damit ein gemeinsamer Marfch in ge verrathen. Er hatte die Schwierigkeiten der Lage doch ihrer Brüderschaft stände. Nachdem der„ Adevarul" wieder er- ordnetem Zuge nach Oswig- Schivedenschanze stattfinden könne, tam unterschäßt, und die Bahl seiner Gegner in der Kammer fchienen war, fuhren vier Studenten von Ort zu Ort, um die stets, so auch dieses Mal, eine abschlägige Antwort. Und gerade ist scheint eher zu wachsen als abzunehmen. Günstigstenfalls vorhandenen Beitungen zu vernichten: die Redaktion beschloß an feinem Sonntag im Jahr weniger die öffentliche Dronnng tann er nur einen Augenblicks- Erfolg davontragen- der daher durch ihre eigenen Arbeiter die Beitung verkaufen zu lassen. und Ruhe in Gefahr, als an dem, wo 20-80 000 Menschen in Als die Studenten auch lettere angreifen wollten, wehrten Dewiß ihr Maifest feiern. Dies haben die verschiedensten endgültige Zusammenbruch dieser Schwindler- und Abenteurer- sich diese, es entstand eine Schlägerei. Die Arbeiter flüchteten Polizeilieutenants, als auch der Landrath des dortigen Kreises Politik ist gewiß. Die gestrige Debatte brachte schon eine Niederlage, die Studenten eine andere Meinung von dem geknechteten Pöbel Vereine und räumt ihnen Rechte ein, die die Breslauer Arbeiterfich zur Druckerei, sammelten sich hier und scheinen hier den bekannt sein. Ganz anders behandelt man aber die frommen zugeben müssen und dürfte dem Herrn Polizeipräsidenten sicher freilich noch nicht entscheidend ist. Der Antrag der Re- beigebracht zu haben. Der ganze Borfall wird natürlich zu einem Vereine und räumt ihnen Rechte ein, die die Breslauer Arbeitergierung wurde in namentlicher Abstimmung nur mit 225 Kampf der Sozialdemokratie gegen die Studenten gestempelt, da 27. Mai der evangelische Arbeiterverein sein Stiftungsfeit und schaft in demselben Maße zu fordern hat. So feierte am gegen 214 Stimmen bei 6 Enthaltungen angenommen. Das Genosse Mille während der Schlägerei zugegen gewesen sein soll. unter der Obhut ihrer Hirten" war es den Schäflein ist ein noch schlimmeres Stimmenverhältniß als das des Er wurde auch verhaftet. Ebenso Banactescu, Besitzer der unter der Obhut ihrer Hirten" war gestattet, einen Umzug durch die belebtesten Straßen vorigen Sonnabend, und beweist, daß die Stellung Crispi's Druckerei und Genosse AL Jonesen. ber inneren Stadt zu machen Die Studenten haben auch die Frechheit gehabt, den Staatsder thatsächlich eine ernstlich erschüttert ist und daß seine Gegner an Boden gesanwalt anzurufen; wenn die rumänischen Gerichte nicht die ver: berbeiführte. Unter dem Zamtam breier Musikkapellen schritten Stockung des ganzen Verkehrs auf längere Beit winnen. pönten ungarischen nachahmen, wird der Ausgang wohl geeignet diese bevorzugten Bürger gar stolz einher, denn unter dem Zeichen Das Abstimmungsresultat hat auf den Oppositions- fein, den Studenten die Lust am Radau zu nehmen. bänken auch großen Jubel erregt, während auf den MinisterIn das Wasser gesprungen ist in der Nacht zum der Wahrheit" verboten ist. des Kreuzes" war ihnen gestattet, was anderen unter dem Zeichen bänken Niedergeschlagenheit herrschte. Nach parlamentarischem Dienstag gegen 12 Uhr die unverehelichte Bertha M. aus Brauch würde Crispi abdanken müssen, da unter solchen Schönhausen. Sie war nach der Marschallbrücke gegangen und Gefeße und wie eine hohe Bolizei es versteht, väterlich und Es ist doch ein herrliches Ding um die Anwendung unserer Umständen ein Votum mit so knapper Mehrheit einem Miß- hatte von dort aus den Sprung in die Spree unternommen. weise zum Wohle aller Staatsbürger 1. Klaffe" und im Intereſſe trauensvotum gleichkommt, allein Crispi pfeift auf den par- worden; das Mädchen wurde gerettet und nach der Charitee der„ öffentlichen Ordnung und Sicherheit" ihres Amtes zu walten. Dieser Vorgang war von vorübergehenden Personen bemerkt lamentarischen Brauch ebenso wie seine Geistesverwandten gebracht. Ueber die Beranlassung zu der That hat sich nichts Suum quique!!? Bismarck und Stambulow. Seinem Berhängniß wird er Bestimmtes ermitteln lassen; ebenso wenig weiß man, ob der los erwiesen sich die gegen vier Personen in Halle gerichteten - Antlagen ohne Unterlagen. As völlig halt. jedoch nicht entgehen. angegebene Name und der Wohnort richtig ist. Einstweilen lassen wir es uns an der Strafe genügen, Anklagen wegen Uebertretung des Bereinsgeſetzes. Genoffe die den italienischen Bismatd bereits ereilt hat in den Grothe und Mittag waren als Vorsitzende des ArbeiterBildungsvereins angeklagt, weil der Verein bezwecke, auf öffentSpalten der Kreuz- Zeitung". Das Zentralblatt des deutschen Junkerthums widmet Herrn Crispi heute folgende glieder anzumelden seien, was die Genannten unterlassen hatten. Worte: In zwölf fozialdemokratischen Versammlungen, die Des Weiteren sollten auch Versammlungen stattgefunden haben, Während wir diese Zeilen schreiben, muß in Italien die insgesammt von ca. 25 000 Personen besucht waren, sprach sich welche anzumelden gewesen wären; aus diesem Grunde war auch Entscheidung fallen, welche Grispi und den Sonnino'schen die Samburger Bevölkerung für die Einführung des Reichs der Gastwirth, bei dem die Versammlung getagt hatte, mit anFinanzprojekten den Sieg sichert. Die flare Politit des Wahlrechts auch für die Volksvertretungen der einzelnen Bundes- geklagt. Endlich saß auch der Professor Cantor auf der Anitalienischen Staatsmannes, fein schlagfertiger Kampfesmuth staaten aus. Bank 41/ flagebant wegen eines Vortrags, den er in der Versammlung und seine geistige Ueberlegenheit, find in den jüngsten Debatten gehalten hatte. Die Verhandlung ergab die volle Schuldlosigkeit wieder so glänzend zur Geltung gekommen, daß sich an dem Eine Flugblattverbreitung nahmen unsere Altona er der Angeklagten, sodaß Freisprechung erfolgen mußte. Genoffe Erfolg taum zweifeln läßt. Grispi gehört noch in den Kreis Genoffen am lesten Sonntag im 6. Schleswig- Holsteinischen Wahl Mittag beschwerte sich mit Recht darüber, daß derartige Ander großen Alten, die leider immer mehr schwinden, um freise vor, troßdem der Regen in Strömen herniederging. Mittlagen, denen es von vornhinein an jedem Anhaltspunkte fehle, neuen Leuten Platz zu machen; ein Mann von Kopf Ausnahme eines Zwischenfalls ging die Verbreitung überall exatt überhaupt erhoben werden. " Parteinachrichten.liche Angelegenheiten einzuwirken und deshalb die Wit Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Castan's Panoptikum. Der 13 jährige Riese. Neu: Theater. Christliche Märtyrerin. Mittwoch, den 6. Juni. Opernhaus. Die verkaufte Braut. Schauspielhaus. Der Tugendwächter. Deutsches Theater. Geographie und Liebe. Berliner Theater. Uriel Acosta. Leffing- Theater. Gêne. Madame SansRekdenz Theater. Jugend. Bellealliance- Theater. Wilhelm Tell. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Alexanderplatz- Theater. Demimonde. National Theater. Italien in Berlin. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Apollo Theater. Die verkehrte Welt. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Novität! Novität! Italien in Berlin. Große Ausstattungs- Poffe mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Carl Peters. Mufit von A. Wiedecke. Dekorationen aus dem Atelier von Müller und Schäfer. Kostüme vom Obergarderobier Paul Hildebrandt. Regie: Mar Samst. Kaffenöffnung 3 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne Aufführung von Luftspielen, Bossen sowie Spezialitäten ersten Ranges. Raffenöffnung 8 Uhr. Anfang 4 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Letzte 10. Aufführungen! Charley's Tante. Schwank in 8 Att. v. Brandon Thomas. Borher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Art von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. Anfang 2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Schluss der Saisen: Freitag, den 15. Juni. eue Welt. Hasenhaide Nr. 108-114. Mittwoch: Gr. Kinderfest. Gratisverloosung, Puppentheater 2c. Jedes Kind erhält ein Geschenk. 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Juni, Ab. 8½ Uhr, in den Arminhallen, Die trauernde Wittwe Pauline Roestel, geb. Walter. Todes- Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß meine Gattin Henriette, geb. Loeser, heute früh um 9 Uhr nach längerem, schweren Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donners tag, den 7. d. M., Nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause aus statt. 1089b Berlin, den 4. Juni 1894. Reinhold Bernicke, Schankwirth, Prinzen- Allee 64. Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: Der Bierboykott und welche Lehre haben die Gewerkschaften daraus zu ziehen. Referent Reichstags- Abgeordneter Genosse J. Auer. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliche Angelegenheiten. 446/1 Sämmtliche Maurer und Berufsgenossen werden ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Vertrauensmänner der deutschen Maurer: F. Gräschke, Staligerstraße 57. S. Schigolski, Fehrbellinerstraße 39. Große öffentliche Versammlung von Bureau angestellten am Mittwoch, 6. Juni, Ab. 8½ Uhr, Rosenthalerstr. 38. Zages Drdnung: 9 Sonntag früh 6 Uhr entriß uns nach schweren überstandenen Krankheiten der 1. Die Bedeutung der gewerkschaftlichen Organisation. Referent unerbittliche Tod plötzlich unsern ein Reichstags- Abgeordneter Frit Zubril. 2. Wahl eines Vertreters zur Gewerkschaftskommission. Im Auftrage der Agitationskommission. A. Hopp. igen, innigst geliebten, acht Monate alten Sohn Alfred Hermann. Dies zeigen allen Verwandten, Freun den und Bekannten tiefbetrübt an Adolf Adler und Frau Johanna, geb. Simon. 466/6 Achtung! Schuhmacher. Achtung! Große Frankfurterstr. 30: Beerdigung Mittwoch Borm. 10 Uhr Mittwoch, den 6. Juni, Abends 8 Uhr, bei Habrecht, 10896 Oeffentliche Schuhmacher- Versammlung von der Leichenhalle des jüdischen Fried hofes in Weißensee. Tages Ordnung: Theile den Genoffen mit, daß meine für alle in der Schuhindustrie besch. Arbeiter und Arbeiterinnen liebe Frau, unsere gute Mutter am 3. Juni früh 4 Uhr fanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch Nachmittag um 3 Uhr von der Wohnung Rigdorf, Berlinerstr. 104, aus statt. Um stilles Beileid bittet der trauernde C. Kuhnt. 1. Aufklärung über die Streitbrecher des letzten Schuhmacherstreits hierselbst. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gatte nebst Kindern 1088b 465/5 Pflicht eines jeden Kollegen ist es in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Agitationskommission der Schuhmacher Berlins. J. A. Aug. Deutsch. Konditoren, Pfefferküchler u. verw. Berufsg. Große öffentliche Versammlung Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß die Beerdigung unseres lieben Sohnes, Gatten und Bruders, am Sommer- Theater. des Mechanifers Brunnenstrasse 16. Täglich: Großes Konzert, Fritz Armand, welcher am 1. Juni Morgens in der aus Werkstatt von R. Wolter verunglückte, am Donnerstag, den 7. Juni, Nachm. 4 Uhr, vom Leichenschauhaufe Hannover'sche Straße aus nach dem Franzö stattfindet. Theater- und Spezialitäten- ſchen Kirchhof in der Prinzen Auee Vorstellung. Anfang des Konzerts 6 Uhr, der Vorstellung 7 Uhr. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Weißbier! Für Fabriken und Werkstätten sowie für Wiederverkäufer liefere ich mein Versand- Weißbier in 3 Mt. für 40 halbe oder 45 4/10 oder unübertrefflicher Güte zum Preise von 25 8/10 oder 20 ganze Flaschen, frei verschluß, ohne Pfandberechnung. Central- Theater- in's Saus, in Flaschen mit PatentGarten( b. ungünst. Witterung Fernsprecher Amt Schöneberg No. 92. in Schmiedel's Fettsälen), A. Seidler, Alte Jakobftr. 32. auper Schöneberg, 214L* 1085b Donnerstag, 7. Juni, Ab. 812 Uhr, bei Herrn Bühler, Rosenthalerstr. 38. Tages- Ordnung: 1. Wie schaffen wir uns bessere Verhältnisse? Referent Alwin Mohs Leipzig. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 96/10 Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer. Zentralverein deutscher Böttcher. Versammlung Die trauernden Hinterbliebenen. am Mittwoch, den 6. Juni, Abends 8 Uhr, bei Heise, Lichtenbergerstr. 21. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal und vom Generalfonds. Vereinsangelegenheiten. Für die vielen Beweise inniger Theilnahme bei der Beerdigung unferes lieben Sohnes Georg Müller sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, sowie dem Gesangverein Vorwärts II und dem Sozialdemokratischen Wahlverein des 6. Wahlkreises unfern herzlichsten Dant. 10906 Die tieftrauernden Eltern, Geschwister und Braut. Danksagung. Täglich( commands) Sedanstraße Nr.3% and 82. vollen Theilnahme an der Beerdigung Leipziger Serren Wilh. Sänger. Berliner Weissbier- Brauerei. Kelle Vereinshaus Wolff, Horvath, Gipner, Röhl, Grosch, Böhmer, Ledermann. Eintritt 50 Pf. Rart. 30 Pf. Big. Handl. Pache( im Hause) u. s. Plak. Victoria- Brauerei, Lützowstraße 111-112. Garten refp. Saal. Täglich( außer Sonnabends): Stettiner $ Sänger Herren: Meysel, Häckel, Pietro, Britton, Eberius, Steidl, Bliemchen und Blank. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Billets im Vorverkauf à 40 Pf. und Familien- Billets( à 1 M.) für 3 Berfonen giltig.( Siehe Platate.) Jeden Abend wechselndes Hochamüsantes Programm! Passage- Panopticum. Ein DahomeyDorf ( früher Kuhlmey) 28. Schönhauser Allee 28. Prachtvoller schattiger Garten. Tanzsaal. Kegelbahn. Vereinszimmer noch einige Tage frei. Kegelbahn, Stunde 50 Pf. Vereinszimmer für 10-200 Personen. ( Lucullus) Hafenhaide 55. 896b Für die vielen Beweise der liebe: unseres lieben Sohnes, Bruders und Schwagers, Hermann Rosenfeld, allen Freunden, Verwandten und Be tannten, sowie den Kollegen der Kiftenfabrik W. Gauert und der ArbeiterSanitäts- Kommission unsern herzlichsten Dank! 1084b Die Familie Rosenfeld. Die Beleidigung, die ich der Frau Wiese zugefügt habe, nehme ich zurück und erkläre dieselbe für eine ehrliche Frau. 1082b Frau Kozuscheck. Heilbronn am Neckar. Gasthof zur Rose. Verkehrslokal und Herberge der vereinigten Gewerkschaften. Reinliche Betten von 30 Pf. an. Für organisirte Arbeiter billiger. 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Grokes Doppel- Concert, ausgeführt von den Mitgliedern der Freien Vereinigung der Civil- Berufsmusiker unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Nordwacht"( M. d. A.-S.-B.) unter Leitung seines Dirigenten Herrn R. Blobel. Anfang des Concerts 1/29 Uhr. Großer Ball in 2 Sälen Bahnstation Johannisthal. Für Fußgänger auch von Sadowa in 30 Min. unter Leitung des Kollegen Heinrich, Mitgl. d. Tanzmaitre- Vereins Solidarität. durch prachtvollen Laubwald zu erreichen. 158L* Beste Gelegenheit für Tages- und Nachmittags- Ausflüge. Besonders geeignet für kleine und größere Gewerkschaften. Bei ungünstiger Witterung für ca. 3000 Personen sichere Unterkunft. Fr. Dolinski. A.Bethge's Konzert- und Spezialitäten- Park, im Britz, Chausseestraße 39, vorm. E. Engel. Um 12 Uhr: Grosse Fackelpolonaise. Um 1 Uhr: Abbrennen eines Riesen-, Land- u. Waffer- Feuerwerks. Früh 4 Uhr: Urgemüthliches Kaffeekochen. Gr. Früh- Concert. Bon 6-9 Uhr: Rückbeförderung der Theilnehmer per Dampfer. Herrlicher Aufenthalt im großen Park. In den am Preis: Hin- u. Rückfahrt incl. Lanz 60 Pf. Kinder unter 14 Jahren frei. Billets find in allen Zahlstellen und bei den Vertrauensleuten zu haben, tönnen jedoch infolge der großen Mitgliederzahl nur an Mitglieder und Der Billetverkauf wird bereits am 1. Juli geschlossen. Billets, welche Dienstag, 3. Juli, nicht zurückgegeben sind, werden als verkauft angesehen. Zur Beachtung! Die Abfahrt des 1. Dampfers erfolgt nicht um Orchestrion. Sämmtliche Räume sind mit elekt. Licht versehen. Für gute 71/2 Uhr, wie auf den Billets angegeben, sondern 6 hr. Speisen und Getränke Weiß- und Bairisch- Bier ist bestens gesorgt. Kein Boykott-, kein Ringbier. Familien tönnen Raffee tochen. Um zahlreiche Betheiligung ersucht und Mittwoch: Konzert, Spezialitäten- Vorstellung und Tanz deren Angehörige abgegeben werden. Jeden Sonntag mit 51 wilden Geſellſchaftsräumen Konzert- Unterhaltung burch ein großes Weibern. 82* Den geehrten Vereinen empfehle mein Etablissement zur Abhaltung von 488/19 m 11, 12, 4, 5, Sommerfesten( auch Sonntags). Fahrgelegenheit: Endstation der Pferdebahn. A. Bethge, Gastwirth. Tägl. 8 Vorführungen. 6, 7, 8, 9 hr. Rerantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. 756 Nr. 128. Bonkoffirt hind: 1. Schultheiss- Brauerei, Aftien- Gesellschaft, Berlin( und Tivoli). 2. Brauerei F. Happoldt. 3. Böhmisches Brauhaus, Rommandit- Gesellschaft auf Aktien, A. Knoblauch. 4. Brauerei Karl Gregory, Berlin( Adler ***** Brauerei). **** 5. Vereins- Brauerei Rixdorf. *** 6. 7. Aktien- Gesellschaft Schloss- Brauerei Schöneberg. Tokales. Mittwoch, den 6. Juni 1894. Schwerlich. Wie immer in den Zeiten großer sozialer Umwälzungen, so arbeiten auch in der Gegenwart die ökonomischen Machthaber mit blinder Wuth an der Beschleunigung ihres Untergangs. Sei es drum. " 11. Jahrg. Kragen rüden. Uns kann Keiner unsere Autorität von Kapitals| nehmungen noch viel skeptischer. Im Prinzip steh n Gnaden rauben," rufen die Herren Arbeitgeber", wenn sie sich wir den wohlthätigen" und gemeinnütigen" Bestre und sei es auch die bescheidenste Forderung ihrer Arbeiter zur sympathisch gegenüber, und wir möchten ſte, so lange die weiter nach dem heute noch bestehenden Gewohnheitsrecht gegen jede, bungen, wie wir das oft genug" betont haben, durchaus Wehr sehen. Uns fann Keiner" lautet auch bekanntlich die reichenden Ziele noch nicht verwirklicht sind, entschieden unterParole des Brauereirings mit alter Unverfrorenheit, troydem stützen. Aber wie die meisten dieser Bestrebungen heute von der die Aktien immer tiefer im Kurs sinken und troß- Bourgeoisie betrieben werden, sind sie nichts weiter als ein recht dem ein Sud nach dem anderen feinen verfehlt. Daß es der Unternehmerschaft aber doch im sozialen Eigennut. Wir haben das für zahlreiche Vereine an ihren Beruf unsympathisches Gemisch von Eitelkeit, Spielerei, Heuchelei und Kriege ganz haarig an die Leber geht, selbst wenn dieser Krieg eigenen Veröffentlichungen nachgewiesen, ohne daß mit einem vermeintlichen Siege der Brotherren" endet, das man uns zu widerlegen versucht hat. Verlangt die„ Berliner zeigt neuerdings wieder der Geschäftsbericht der„ Berliner Kunst- Zeitung" eine Wiederholung der Beweise wir sind bereit! druck und Verlagsanstalt vormals A. C. Kaufmann, A.-G.", Für die Ferienkolonien" bringt der Artikel des genannten der dieser Tage in den Börsenberichten der kapitalistischen Presse Blattes felber das Material zu einem solchen Beweise. veröffentlicht wird. Danach hat der Ausstand, der von dieser Die Wohlthäter" ziehen sich beleidigt zurüd, Firma im vorigen Jahre in ganz unverantwortlicher Weise nicht die erwartete Anerkennung beim Proletariat finden! 6. Spandauer Berg- Brauerei, vorm. C. Bech- beraufbeschworen ist, zum wesentlichen dazu beigetragen, daß statt Rennt man das selbst loses Wohlthun? Wenn das Blatt erhofften Gewinnes glücklich eine Unterbilanz dann den Beleidigten flar zu machen sucht, daß ihre Abwendung mann, Westend bei Charlottenburg. von 101 367. erzielt wurde. Dieser Verlust hat derart ein von den Ferien- Kolonien" unlogisch" sei, daß gerade die höheren schneidend auf die Verhältnisse der Aktiengesellschaft eingewirkt, Klaffen der Kinder der unteren Boltsschichten am meisten bebaß die Berwaltung sich gezwungen sieht, den Aktionären eine dürften, daß der Fabrikherr fräftige Arbeiter, die Bourgoisdame Zuzahlung von 15 pCt., event. eine Zusammenlegung der Aktien gesunde Dienstboten brauche, wenn, mit einem Worte, das im Verhältniß von 4: 3 vorzuschlagen, so daß Aktien im bis- Blatt so an den gemeinsten Egoismus der Besitzenden zu herigen Nennwerth von 4000 m. fünftig nur einen Nennwerth gunsten der Ferien- Kolonien" appellirt, so wird es wohl auch von 3000 m. haben sollen. Bemerkt sei noch, daß der Börsen wissen, daß bei den Besitzenden dieses Mittel am ehesten wirkt. furs der Aktien dieser Gesellschaft z. 3. glücklich auf 59,10 steht! Aber, fragen wir, ist das vielleicht selbstloses Wohlthun? Der Ob die Herren, denen zur Zeit das Wohl und Wehe der Artikel enthält schwerere Anklagen als alles, was wir bisher Bum Bierboykott. Die aus dem in der Nummer 121 des Brauereien anvertraut ist, sich das Schicksal der im vorigen Jahre über die Ferien Kolonien" geschrieben haben, und nach Borwärts" veröffentlichten Brief der Attiengesellschaft Brauerei so tampfesmuthigen Berliner Kunstdruck- und Verlagsanstalt folcher" Bertheidigung" darf das Komitee mit Recht Gambrinus in Charlottenburg bekannt gewordene Absicht der vormals A. C. Kaufmann zur Warnung dienen lassen werden? ausrufen:" Schüßet mich vor meinen Freunden!" Aber der Herren vom Brauerring, nach Beendigung des Boykotts sich be= Artikel trifft das Richtige. Der Egoismus ist die geheime Wurzel, sonders jene Wirthe vorzunehmen, welche in dem jezigen Kampf die bisher auch dieses wohlthätige" Unternehmen genährt hat. gegen die foalirten Brauereibefizer fich auf Seite der Arwenn auch nicht jeder dabei gleich an die Aufzucht kräftiger beiter gestellt haben, hat die vom Wirthsverein ein Arbeiter und gesunder Dienstboten denkt, so denken doch die gesetzte Zwölfertommission veranlaßt, ihr Augenmerk bemeisten, nicht blos unter den Geldspendern, sondern auch unter sonders darauf zurichten, gute und preiswerthe den thätigen Freunden der Sache, an die Versöhnung der Biere von auswärts hier einzuführen. Die dieserhalb bisher fozialen Gegensäße". Auf den Verhandlungen der Berliner unternommenen Schritte sind vom besten Erfolg begleitet gewesen und haben besonders gezeigt, daß die auswärtigen Kollegen des Eine Genoffenschafts- Brauerei ist, wie die„ Bolts- 3tg." Konferenz der Vereine und Komitees für Ferien- Ro.onien" Herrn Rösicke von den Solidaritätsbegriffen dieses Herrn ihre mittheilt, nunmehr gegründet und bei dem hiesigen Amtsgericht II im Jahre 1881 fagte Pastor Bion aus Zürich, der als Bater eigene Meinung haben. Nicht wenige der Herren Brauerei in das Genossenschafts- Register mit der Bezeichnung Brauhaus der Ferien- Rolonien" gelten kann, durch dieses Unterbesizer in der Provinz haben von früher her eine Rechnung Sohen- Schönhausen der Gast- und Schankwirthe Berlins und nehmen würden„ nothwendige soziale Reformen auf friedlichem, mit den Berliner Brauer Millionären zu begleichen der Umgegend"( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter geordnetem Wege erzielt" und" ungerechten Ansprüchen" entgegenund sie ergreifen die jetzige Gelegenheit, mit Vergnügen Haftpflicht) mit dem Sitz in Hohen- Schönhausen eingetragen getreten. Was das fagen will, ist klar. Der Düsseldorfer Bei um den alten Spahn auszutragen. Der von den Brauern ge- worden. Gegenstand des Unternehmens ist, wie das Blatt ferner geordnete Dr. Bausch meinte, es handle sich hier um eine plante Schlag gegen die Wirthe, welche das boykottirte Bier ab- meldet, der Erwerb und Betrieb von Brauereien und Mälzereien. Aktion, die unseren minder glücklich fituirten Ständen zeigt, daß beſtellt haben, wird also nicht helfen. Mögen die Herren vom Die Haftſumme eines jeden Mitgliedes beträgt 300 Mart. Ein man auch ein Herz hat, etwas für sie zu thun. Wenn es denn auch etwas tlingelt, es tönt aber ganz gut, und wir gewinnen auch die nicht unter Boykott stehenden- ihr Bier be: Genosse darf aber 100 Geschäftsantheile erwerben. Den Vorstand damit nur Mittel für eine größere Ausdehnung des Unterbalten, bis es fauer wird, es wird sich reichlich Ersatz dafür bilden der Kaufmann Ernst Hanschmann zu Charlottenburg und damit nur Mittel für eine größere Ausdehnung des Unternehmens." Und derselbe:„ Wenn auch wirklich etwas Eitelkeit finden. Damit dies möglichst rasch geschieht, hat die Zwölfer der Schankwirth Robert Brunzlow zu Berlin. hin und wieder dabei im Spiele sein sollte, so schadet das nicht, Rommission sich auch mit Bier- Agenten in Verbindung gesetzt, denen Kundschaft zugewiesen wird und die sich Die Herren vom Brauereiring haben, wie wir gestern wenn nur der Sache gedient wird." Dieser Geist scheint ihrer bereits avisiren fonnten, in einer bei Bolz abgehaltenen ge- auch heute noch die Ferien- Kolonien" zu erfüllen. Versöhnung, feits verpflichtet haben, preiswerthe Biere von auswärts einzu- fchloffenen Versammlung den Versuch gemacht, die Lokalinhaber für damit die besigende Klasse Ruhe hat, das ist sichtlich auch hier führen. Die im Einverständniß mit der Boykottkommission feft- ihre schlechte Sache zu armiren. Die Wirthe solen sich nach dem ihnen das eigentliche Ziel. Und dazu soll die Sozialdemokratie Ja gestellte Bedingung für das von auswärts eingeführte Bier ist, in der Versammlung in unverfrorenſter Weise gemachten Vor- und Amen fagen? Heilige Einfali! Es tann wohl sein, daß daß die betreffende Brauerei zur Zeit weder mit ihren eigenen schlage durch Unterschreibung eines Birkulars verpflichten, der viele Reiche nicht mehr beisteuern, nachdem sie erkannt haben, Arbeitern, noch mit den Arbeiterorganisationen am Orte sich in Arbeiterschaft hinfort ihre Säle zu verweigern. Im Falle jemand daß diefes eigennützige Biel doch nicht zu erreichen ist. Aber hat irgend welchem Konflikt befindet. Die durch die Bieragenten von nicht derart fein Todesurtheil unterschreiben will, wird ihm etwas das Komitee oder hat die" Berliner Zeitung", die ihre Leute auswärts erfolgende Biereinſuhr wird von besonders damit sehr Furchtbares in Aussicht gestellt ein solcher Wirth soll doch kennen müssen, denn jemals etwas anderes von den Reichen Beauftragten tontrollirt, damit die Abnehmer auch die Garantie nämlich zur Strafe fein Ringbier mehr erhalten. Die große erwartet? haben, nicht Bier unter falscher Flagge zu erhalten. Maffe der Wirthe nahm den Verzweiflungsvorschlag der Herrn Brauereien und Bieragenten haben ihre Offerten an Herrn Wasserfärber mit dem gebührenden Humor auf und ließ er- Arbeiter Felix Specht, ist am Dienstag Vormittag 10 Uhr ge Ein braver Mitkämpfer im sozialen Befreiungskampf, der J. Hente, per Adr. Friz 3ubei!, Berlin SO., Naunyn fennen, daß ihnen fein ftraße 86, zu richten. Gastwirthe, Budiker oder sonstige Bier- die angedrohte Entziehung des Ningbiers bereitet würde. allzu großer Aerger durch storben. Specht war, wie fich die Parteigenoffen noch erinnern händler, welche Bier zugewiesen wünschen, belieben ihre Be Anzahl von den Brauereien ganz besonders abhängiger Lotal- abspielte, verwickelt, und wurde in demselben zu der horrenden werden, in dem Prozeß Karklinnis, der sich im August 1888 hier ftellungen an eines der nachstehend verzeichneten Kommissions- inhaber tutete zwar auf höheren Befehl in das Horn des Strafe von 1 Jahr 11 Monaten Gefängniß verurtheilt. mitglieder zu richten: Die geisterung für ihren feuchtfrohen Wagemuth zu erwecken. Brauereirings, doch vermochten diese Herren nicht allzuviel Be- Beerdigung unseres Genossen erfolgt am Freitag Nachmittag 4 Uhr vom Trauerhause, Am Ostbahnhof 10, aus nach dem Be gräbnißplay in Wilhelmsberg. Ring J. Hente, Gr. Frankfurterstr. 78. F. Wilke, Andreasstr. 26. W. Lorenz, Roppenstr. 47. H. Köhn, Naunynftr. 83. G. Spiedermann, Weberstr. 66. Haferland, Bellermannftraße 87. M. Scheps, Reinickendorferstr. 7. B. Staber nac, Mühlenstr. 49a. G. Tempel, Langestr. 65. F. 3ubeil, Naunynftr. 86. Schonheim, Gräfestraße 8. Wernicke, Charlottenburg, Krummeftr. 19. berichtet: Die Arbeiterschaft, die fünftigen Erben, werden es an eifriger Beihilfe nicht fehlen lassen. " Gine " Das Sinken des Jntereffes für die Ferienkolonien" erörtert die Berliner Zeitung" nach Mittheilungen von Per- Das honnetefte aller Börsenjobber- Blätter, das Ber sonen, die seit Jahren an der Sache thätigen Antheil nehmen liner Tageblatt", unterfängt sich, uns in den Regeln des und also darüber unterrichtet sein tönnen. Unter den Ursachen politischen Anstandes zu unterrichten. Und das kommt so: Die nennt das Blatt an erster Stelle den Aerger der Besißenden gestrige Erklärung des Arbeiters Urban im Vorwärts", nach der Sie sitzen furchtbar in der Klemme. Nämlich die Ring ernte!" Von der proletarischen Presse würden die Bestrebungen habe, enthielt nicht die, für jeden Leser unseres Blattes übrigens darüber, daß man doch weder Dant noch Anerkennung dafür die Postkarten- Denunziation nicht zu seiner Entlaffung geführt brauereien. Ueber eine Sigung des Ringes, in der man der Besitzenden, mildernd und versöhnend einzugreifen, falt überflüssige Bezugnahme darauf, daß Herr Urban in der Rigdorfer einander die üblichen Trostworte spendete, wird einigen Blättern lächelnd und von oben herab abgethan". Diese gedruckten und Vereinsbrauerei arbeitet. An diesen, an sich durchaus nebenDie Direktoren des Brauerei- Ringes hielten gestern im gesprochenen hämischen Kritiken" würden von den Spendern, die sächlichen Umstand klammert sich nun das„ Tageblatt" an, um Leipziger Garten eine Versammlung ab, um zu dem fortgesetten ein Wort der Anerkennung für das Erreichte und ein Lob die sozialistische Gerechtigkeitsliebe" zu befläffen. Es muß in Boykott Stellung zu nehmen. für Es wurde der Beschluß gefaßt, das Gewollte glaubten erwarten zu dürfen", aufs der That um den moralischen Vertheidigungsfonds der Unterunter feinen Umständen nachzugeben und den Streitenden legten hohen feber tw. Muf bie Stritit, die wir in den nehmerpreſſe unterm Luder bestellt sein, wenn sie an derartigen ein Ultimatum bis zum 15. dieses Monats zu stellen, dahin wiederholt an dem Unternehmen geübt haben Nebensächlichkeiten einsetzen muß! lautend, daß wenn bis zu diesem Tage der Boykott nicht auf.( vgl. Nr. 88, 109, 125), können diese Klagen eigentlich nicht gut gehoben, weitere 25 pet. der Arbeiter entlassen werden sollen. bezogen werden. Wir haben ausdrücklich gesagt( Nr. 88), daß rade bei Arbeiten an öffentlichen Gebäuden an dem klassischIn der Frage der Sonntagsarbeit scheint es, als ob geSeitens des Ringes find namhafte Kapitalien zufammengebracht, das Unternehmen auch unseren Beifall hat, wenn es von wirklich geschädigt und in ihrer Existenzfrage gefährdet sind, finanziel 2ir haben jedoch gleichzeitig in streng fachlicher Beweisführung zu jeder Stunde als das benußt, wozu er gerade gut genug geum einige kleinere Brauereien, die durch den Boykott schwer nur guten, uneigennüßigen Absichten getragen wird. manchesterlichen Grundsatz festgehalten werden soll, daß es eine Sünde wider den heiligen Geist ist, wenn man den Arbeiter nicht unterstützen zu können. gezeigt, daß der" Segen" gegenüber dem Umfang des vorzu In diesem offenbar inspirirten Bericht afzeptiren wir mit handenen Elends fast gleich Null ist; und das mag in der That halten wird, nämlich als Ausbeutungsobjekt unter allen Ums Dant bas endlich flar und bündig abgegebene Geständniß von wir für die Sache nur Hohn und Spott gehabt hätten. Wir wurde erst neulich Sonntags luftig darauf los geschuftet schmerzlich empfunden worden sein, schmerzlicher, als wenn ständen. Bei den Renovirungsarbeiten am föniglichen Schlosse der einschneidenden Wirkung des Boykotts. müssen daher annehmen, daß das augenscheinlich inspirirte und im kühnen Wetteifer mit der Schloßfreiheit Im Uebrigen scheinen sich die Verfasser des Berichtes nicht Geschwätz der„ Berliner Zeitung" doch wohl gegen unsere Kritik mußte man denn auch im Rathhause ein übriges thun, allwo in recht flar über das geweſen zu ſein, was ſie ſchrieben. Die gerichtet ist und die Stelle des Gegenbeweises vertreten soll, auf den Zimmern 37 und 38 unter der Leitung eines Herrn Hartung Streitenden sollen ein Ultimatum erhalten! Aber du ben wir immer noch warten. Lieber Himmel, wo find denn Streitende? Bisher haben die ar- eines Gegenbeweises überhaupt verzichten? Das Blatt sagt, auch ersichtlichen Gründen seine Arbeiter am letzten Sonntag darauf Oder will man auf den Versuch Malerarbeiten verrichtet werden. Herr Hartung ließ aus nicht beiterfeindlichen Blätter es wohl mit allen möglichen und un- die Gebenden seien davon überzeugt, daß mit dem„ Etwas" noch los pinseln, was das Zeug halten wollte und die Verwaltung des möglichen Gründen zu verschleiern und zu beschönigen versucht, nicht genug gethan sei, und daß fast noch alles zu geschehen habe, Rathhauses scheint im Jahrzehnt der Kirchenbauten und der daß die Ringbrauereien in brutalster Weise gänzlich unschuldige aber sie glaubten, daß man auch im Lager der Sozialdemokratie bourgeois- servilen Modefrömmigkeit durchaus keinen Anstoß an und unbetheiligte Arbeiter auf die Straße geworfen haben; meinen sollte, ein kleines Etwas sei immer noch besser als ein dieser Sabbathschändung" genommen zu haben. Wozu auch! aber der Muth, diese Gemaßregelten als Streikende" zu bezeichnen, ist uns, bisher be großes Garnichts. Vorläufig, ja; das meinen auch wir. So lange or Es sind ja doch vorwiegend Gründe religiöser Natur, die auf dem gegnet. Dieses Bauernfänger Kunststückchen soll erst jetzt die besitzende Klasse die auf gründliche und dauernde Papier des Gesetzblattes für die Heiligung des Sonntags maßschüchtern versucht werden, wo die einst so übermüthigen Brauerei: Besserung der Lage der jetzt besiglosen Klasse gerichteten Forde gebend find, und daß es bei der erdrückend großen Mehrheit der direktoren am Ende ihres Lateins angelangt sind. rungen der Sozialdemokratie noch mit mehr oder minder Arbeiterschaft mit der Religion doch für alle Zeiten vorbei ist, Auch die neueste Großthat wird bei der Arbeiterschaft nicht großem Erfolge bekämpft und ihre Durchführung verhindert, das wird schließlich sogar unserer liberalen Stadtväterschaft nicht Derfangen. Die Herren Brauereidirektoren wissen ja, unter wird den Aermſten und Glendesten unter den Proletariern die mehr unbekannt sein. welchen Bedingungen an eine Beendigung des nicht zum Almofen oder in ähnlicher Form bewilligt, erwünscht und nüß- Gelegenheiten doch einen etwas bedenklichen Charakter an. Auf geringe und vorübergehende Hilfe, die die Bourgeoisie ihnen als Das Sparsystem bei der Pferdebahn nimmt bei manchen Schaden der Arbeiterschaft geführten Rampfes zu denken ist und desgleichen ist ihnen ja auch die Adresse be- lich sein. Dem Hungernden ist auch eine trockene Brotrinde der Tour Hafenhaide- Ackerstraße ist die etwas hoch angelegte kannt, an die sie sich zu wenden haben, wenn sie etwas willtommen, so lange er nichts anderes bekommen kann. Un Schillingsbrücke zu überfahren. Bis vor wenigen Tagen wurden gefähr ebenso wenig bedeutet aber für das Proletariat das die einfpännigen Wagen in einiger Entfernung vor der Brücke Mögen sie weiter drohen, mögen sie gar ihre Drohung aus- leine Etwas" der„ Ferien- Kolonien" und überhaupt der meisten mit Vorspann versehen, jezt sind die Vorspannpferde verwer hat den Schaden davon? Für die Gemaßregelten wohlthätigen" und" gemeinnüßigen" Bestrebungen. Da kann schwunden und die Kutscher haben die starke Steigung durch bedeutet die theilweise Bernichtung einer einst blühenden Industrie doch niemand im Ernst verlangen, daß wir in Bewunderung lebhaftere Anwendung der Peitsche zu überwinden. Die Pferdeain Ort schließlich nichts weiter, als einen Arbeitswechsel, für diese Bestrebungen ausbrechen und mit der Bourgeoisie rufen: bahnverwaltung erspart allerdings durch diese Einrichtung die für die betroffenen fleinen Brauereibesitzer die frühere oder keinen Mothstand!" Es wird sehr wenig, fast gar nichts gethan. drei Stallleuten; daß die eingespannten Pferde an dieser Stelle arg ge Seht, soviel wird gethan, es braucht keiner zu hungern, es giebt Ausgaben für den täglichen Unterhalt von sechs Pferden und Spätere Proletarisirung, und für Herrn Röside- nun ja, für Herrn Röfice bedeutet der Krach allerdings eine fleine Die Sozialdemokratie hält es für ihre Pflicht, immer wieder quält werden, was jeden Fahrgast empören muß, der die infolge starker Geburtstagsfreude, die ihm die Arbeiter schließlich darauf hinzuweisen und gleichzeitig dem Hungernden klar zu Entzündung geschwollenen Gelenke der Thiere sieht, läßt die Gemachen, daß man sich mit einer gelegentlich zugeworfenen Brot sellschaft gleichgiltig. Aehnliche Thierquälereien finden auch auf Was will man aljo? rinde wohl vorübergehend das Maul stopfen lassen, aber nicht anderen Strecken statt, wo die pflastermüden Pferde sich auf Die Arbeiterschaft Berlins, die hinter den Gemaßregelten vor dem Verhungern schüßen kann. Aber, meint die Berliner ihren geschwollenen Beinen so mühsam vorwärts quälen, daß steht, ist auch auf den zum 15. Juni avisirten Ausfall vorbereitet Beitung", wenn wir schon von dem bisher Erreichten oder noch jedem Fahrgast, der mit Pferden umzugehen versteht, der Aufentheraus denn aus dem Thor! zu Erreichenden nichts halten, so müßten wir doch wenigstens halt auf dem Vorderperron peinlich ist, denn thatsächlich ist diese den guten Willen anerkennen. Ueber den denken wir, offen ge- andauernde Thierquälerei viel ärger, als ein gelegentliches Anstanden und das gilt wiederum nicht blos von den Ferien- treiben von Pferden zu augenblicklicher, größerer Kraftanstrengung. Kolonien", sondern auch von den meisten ähnlichen Unter- Auf der Strecke Spittelmarkt- Rigdorf, die wegen der Pflaster wünschen. führen gönnen! V " doch noch nicht Uns fann Reiner! Go lautet allgemach der Wahlspruch des Unternehmerthums, wenn ihm die Ausgebeuteten an den CO theilt hat. " von arbeiten in Rigdorf nicht unerheblich verkürzt tft, fahren gegen- I folgende. In der fraglichen Kolonne spielte der Pußer P. die Rolle des wärtig zwei Wagen weniger als früher. Dafür haben aber Kolonennführers", d. h. er war Arbeiter wie die anderen Achtung, Steinarbeiter! Der Streit unserer Kollegen in Münchehagen ist zu fämmtliche Schaffner und Kutscher täglich zwei Touren mehr Kolonnenmitglieder und arbeitete, wie üblich, mit diesen zu gunsten der Streifenden beendet, was in erster Linie dem jeften zu fahren, als früher, also einen nicht unerheblich verlängerten gleichen Theilen". Ihn zeichnete nur aus, daß er den Gesammt- Busammenhalten der Kollegen zu danken ist. Nicht einer war Dienst. afford mit Zobel vereinbart hatte und demzufolge die wöchent zum Verräther geworden, sie haben alle bis auf den letzten Mann Gegen das freie Denken. Dem Lehrer der humanistischen lichen Abschlagszahlungen zur Vertheilung an die Mitarbeiter ausgehalten, ein Beweis, daß Einigkeit start macht. Gemeinde, Herrn G. S. Schäfer, ist in den letzten Tagen die erhielt; außerdem besaß er das Recht, den Kolonnenintereſſen Der Streit in Strehlen dagegen dauert unverändert Ertheilung des Jugendunterrichts vom Provinzial- Schulkollegium zuwider handelnde Mitglieder der Kolonne aus dieser zu ent- fort. Bürgerliche Blätter verbreiten die Nachricht, die Steinuntersagt worden; die Motive dieser Maßregel sind nicht flar fernen. Aus irgend einem Grunde ließ P. eines schönen arbeiter in Strehlen wären wegen 25 pCt. Lohnerhöhung in angegeben. Bemerkt sei, daß Herr Schäfer bisher 27 Jahre lang Tages das Kolonnenmitglied Fr. nicht weiter arbeiten, Ausstand getreten. Das ist jedoch die unwahrheit. Die Steinden Unterricht in der betreffenden Gemeinde unbehelligt er flagbar wurde. Das Amtsgericht nahm an, P., der Kolonnen- in Streit durch Lohnreduzirung getrieben hatte. worauf dieser Buzzer beim Amtsgericht gegen ihn arbeiter haben erst dann Forderungen gestellt, nachdem man sie führer, sei der Arbeitgeber des Klagenden gewesen, und ver- Die Forderungen, welche von den Streifenden gestellt worden, Auf eine sehr erfolgreiche Thätigkeit" foll nach der urtheilte ihn- Fr.'s Entlassung wurde als unbegründet er find folgende: 1. Wöchentliche Lohnzahlung, 2. Beibehaltung der Staatsbürger- Zeitung" ein Herr Riegel zurückblicken tönnen, achtet zu einer entsprechenden Entschädigung. Fr., wissend, alten Lohnfäße. 3. Lohnerhöhung bei einem Verdienst bis zu der, wie das Blatt meldet, kürzlich aus der Staatsanwaltschaft daß der Verurtheilte zu den Besitlosen gehört, verschaffte sich auf 15 Martin 14 Tagen von 25 pSt., von 15 bis 25 Mark ausgetreten und als Geheimer Justizrath in das Justizministerium grund seines Erkenntnisses einen schleunigen Arrest auf die 15 pt., von 25 bis 30 Mart 10 pCt., bei einem Berdienst über eingetreten ist. Die Staatsbürger- Beitung" hätte gut baran ge 110 Mart, welche P. als Kolonnenführer für die Kolonne, 30 Mart wird von einer Prozentzulage Abstand genommen. than, bei dieser Mittheilung näher zu definiren, wie man es nicht für sich selbst, Zobel noch zu bekommen 4. Zu Hilfsarbeiten müssen Arbeitsleute eingestellt werden. Aus machen muß, um als Staatsanwalt erfolgreich thätig" zu sein. hatte. P. hatte seinen Theil aus dem Afford schon, und zwar diesen Forderungen ist zu ersehen, in welch trauriger Lage fich Wird das Verhältniß der erfolgten Berurtheilungen zu den An- hatte ihm der oben als Mittläger gegen Zobel angeführte Träger die Kollegen in Strehlen befinden. Die Haltung der flagen, die der Staatsanwalt erhoben hat, etwa auf einer Kon- fein Wochengeld gestundet, in der ausgesprochenen Erwartung, Streifenden ist eine jer gute und bis jetzt noch nicht einer zum duitenliste prozentualiter berechnet? am Tage der Nachschußzablung alles zusammen herauszubekommen, Streitbrecher geworden und wird auch feiner werden, wenn die Die Beerdigung der Seeger'schen Familie ist am deshalb 76 M., während der Buyer Sch. nur noch 34 M. liche Kollegen und Genossen, die Steinarbeiter von Strehlen was ihm gehörte. Des Trägers Forderung an Zobel betrug nöthige Unterstühung nicht ausbleibt. Deshalb bitten wir sämmtDienstag Morgen auf dem Friedhof der Sophiengemeinde, aus dem Akford zu fordern hatte. Zobel wurde verurtheilt, nach wie vor, so lange der Streit dauert, thatkräftig zu unterPußer Freienwalderstraße, unter Betheiligung einer zahlreichen Menschen dem Puzer Sch. 34 M. und dem Träger 76 M. zu zahlen. menge erfolgt. Bahlreiche Kranzspenden, die in die Gruft gesenkt Das Gewerbegericht hielt gemäß seiner bisherigen Praxis stüßen, denn Unterstüßung thut dringend noth. wurden, gaben Zeugniß davon, daß die Laienwelt felbft in ihrem und im Gegensatz zu der erwähnten amtsgerichtlichen Entschei Strehlen i. Schl. zu richten. Alle Sendungen find an Herrn Traugott Schwarzer, philiströsen Theil immer noch um ein bedeutendes Stück vorurtheilsfreier und mitleidsvoller dachte, als der den Leichenzug nicht für den Arbeitgeber der außer ihm vor dung den Puzer und Kolonnenführer" P. Die Geschäftsleitung begleitende Geistliche, der zur großen Bestürzung mancher alten handenen Kolonnenmitglieder, darunter also der Kläger Weiber die Beremonien der Einsegung" nur an den vier Kinderleichen und nicht an den Zeichen der Eltern vollzog. Der und der Puzzer Fr. Es war vielmehr der Ansicht, daß Zobel der Arbeitgeber gewesen sei, Charakteriſtik halber wollen wir den Theil einer gotal- Rolonne alle Ansprüche aus ihre Attore dem 1. Juni in Streit. Sie verlangen Lohnerhöhung und WerForrespondenz, der das Benehmen des Pastors schildert, gemeinsam habe. Nach früheren prinzipiellen Entscheidungen fürzung der Arbeitszeit auf 10 Stunden. Zuzug aller Stein. hier wiedergeben. Es heißt dort: bielt, legte er den Pfalm 18 zu grunde: Aus der Tiefe, Herr, an der Affordsumme bei Vorenthaltung gesondert geltend machen, rant Prinzenhöhe" in Kunnersdorf bei Bannewiß in Sachsen Der diebe, die er in der Kapelle vor wenigen Leibtragenden des Gerichts- fo wurde weiter in der Begründung des ur- arbeiter ist fengubaten bir theils ausgeführt- könne jedes Kolonnenmitglied feinen Antheil Unterstützung ist nothwendig. rufe ich zu Dir." Alle Sendungen find an Louis Haßpacher, RestauSuperintendent Leonhardt betonte, daß die That nicht möglich indem es tlagt. P.'s Forderungen seien von Bobel bereits rant, Prinzenhöhe" in Kunnersdorf bei Bannewiß in Sachsen gewesen wäre, wenn die Eltern den Psalm 73 in ihrem Herzen beglichen gewesen, als der Arrest auf die 110 M. ausgebracht u richten, 〃 so an welchen die Akkord 1984-2013.A.: Ph. Thomas. der Steinarbeiter Deutschlands. Die Steinarbeiter von Welsch huse befinden sich seit bewahrt hätten, schilderte die trüben Zustände, die eine solche Kläger Forderungen aus dem Afford in dieser Höhe noch wurde. Es wurde von Zobel nicht bestritten, daß die NB. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Die Metallarbeiter Sachsens halten am 22. Juli in That hätten zeitigen tönnen, spendete den Leidtragenden Trost hätten. Da ihnen und nicht P. das Geld gehöre, sei der Wurzen eine Konferenz ab. und folgte schließlich den Särgen der vier Kinder, die zuerst Arrest hinfällig. Fr. bezw. der Käufer feines durch amtsgerichthinausgetragen wurden, bis an die Gruft." Recht häßlich waren die Szenen, die sich am Eingang des Kirch: hofes abspielten. Da der Zudrang schon in aller Frühe start war, so wurde der Friedhof durch eine Schußmannskette abgesperrt. Die Neugierigen, die sich zur Zeit der Beerdigung angesperrt. Die Neugierigen, die sich zur Beit der Beerdigung angesammelt hatten, versuchten nun mehrfach, die Kette, welche die Beamten gebildet hatten, zu durchbrechen. Es wurden weitere Echuhleute requirirt, welche die Aufgabe hatten, die nach vielen Hunderten zählenden Neugierigen zum Weitergehen zu bewegen. Erwähnt sei noch, daß der Transport der Leichen vom Schau hause nach dem Friedhofe am Montag Abend auf dem ja häufig zur Fortschaffung von Leichen benutten offenen Hundewagen erfolgte. Ertlärlicher Weise wurde diese Pietätlosigkeit des Beerdigungstomptoirs vom Publikum in zahlreichen Ausdrücken des Unwillens gerügt. liche Entscheidung festgelegten Entschädigungsanspruches hätte nur von P. verdientes Geld bei Zobel mit Arrest belegen lassen tönnen; und auch nur dann, wenn das Geld, nenne man es recht erfolgte Arreſtirung des Restlohnes der Kläger sei demnach nun Lohn oder Nachschuß, fällig gewesen wäre. Die zu Unschon beshalb nicht haltbar, weil sie acht Tage vor der letzten ohnzahlung an dieselben vorgenommen wurde, also bevor der Lohn fällig war. Der Böttcherstreit in Stettin, welcher am 15. Mai be gonnen hat, dauert noch fort. Die Verhandlungen der Lohus fommission mit der Direktion find resultatlos verlaufen. Lieselbe Böttcherarbeiten von ungelernten Arbeitern ausführen. Bon ber bofft noch immer, Streitbrecher zu bekommen und läßt jetzt die 30 Streifenden sind 3 abgereist, mithin noch 27 Kollegen, welche die Forderung von 24 M. Wochenlohn und eine halbe Stunde Frühstückpause( bisher war 1/4 Stunde Frühstück) aufrecht ers halten. Da diese Forderung gerechtfertigt ist, beschlossen sänmit Um ein sonderbares Diebstahlsobjekt handelte es sich in liche Böttcher Stettins und Umgegend, die Arbeit dort nicht eher einem Prozesse, welcher gestern vor der 181. Abtheilung des wieder aufzunehmen, bis die Forderung bewilligt wird. UnterSchöffengerichts stattfand. In dem der Berliner Bäckerinnung stüßung ist nothwendig; vor allem aber ist zuzug fern zu gehörigen Etablissement Germaniafäle" war der Elektrotechniker halten. Eduard Hölzel als Maschinenmeister bei der Elektrizitätsanlage Der Streit der Maurer in Schwedt ist noch nicht bes angestellt. Er soll zu wiederholten Malen dem in der Nachbar- endigt, aber es hat sich leider eine beträchtliche Anzahl Streik Der Maurer Gustav Heinroth, der im Schönholzer Forst Attumulator, den der Letztere mitbrachte, mit elektrischem Strom nach dem Arbeitsplatze geführt werden. Es macht so schreibt schaft wohnenden und ihm befreundeten Echlosser Reinsch einen brecher gefunden, die unter dem Schuße der Polizei von und durch einen Gendarmen aufgegriffen wurde, weil das Signalement geladen und die Bäckerinnung dadurch geschädigt haben. Die ein Genosse dem Voltsboten"- das Ganze einen tieftraurigen des Mörders der Krankenschwester Helene Schweichel auf den beiden bisher völlig unbescholtenen Angeklagten gaben diese That Eindruck; die Büge, die fich täglich 4 mal wiederholen, gleichen felben zu paffen schien, ist seitens des zuständigen Amtsfache unumwunden zu, beftritten aber, daß sie das Bewußtsein einem Gefangenentransport. Und das lassen Arbeiter sich bieten gerichts II dem Untersuchungsrichter am Landgericht II über einer rechtswidrigen Handlungsweise gehabt. Im Maschinenraume und fallen dabei ihren Brüdern, die um ein besseres 2003 wiesen worden. Es sollen sich so viel Verdachtsmomente an der Germaniafale feien nicht diejenigen Werkzeuge vorhanden fämpfen, in den Rücken. gesammelt haben, daß die Einleitung der Voruntersuchung ge- gewesen, welche nöthig waren, rechtfertigt erscheint. Die Ronfrontationen mit den Beugen fleine Reparaturen auszuführen. um häufig vorkommende Ta babe denn Reinsch werden demnächst von Neuem beginnen. " Der Streik der Bergleute in Bantorf( Provinz Han mit feinen Werkzeugen aushelfen müssen und als Entgelt habe nover) dauert unverändert fort; anstatt daß, wie die Gruben Polizeibericht. Am 4. d. M. Morgens wurde auf dem Hölzel ihm wiederholt einen Akkumulator mit elektrischem Strom verwaltung hofft, von den streikenden Bergleuten ein Theil an Hofe des Grundstücks Krautstr. 38 ein Handwerker mit schweren, geladen. Es sei dies aber frei und offen geschehen, der Portier, fährt, wird die Zahl der noch arbeitenden täglich geringer. anscheinend von einem Falle herrührenden Verletzungen am ber Inspektor, der Heizer und noch andere Personen hätten Die Streifenden harren ganz wider Erwarten der GrubenKopfe und am Fuße aufgefunden und nach dem Krankenhause darum gewußt und nie sei eine abfällige Bemerkung darüber ge- verwaltung aus. Daß es mit dem Widerstande der Grubengebracht. Auf ber Charlottenburger Chauffee fiel Vormittags fallen. Die Beweisaufnahme bestätigte diese Angabe, sodas verwaltung bereits zu wanken beginnt, zeigt beren jebiges Vors ein Arbeiter von einem Mörtelwagen, gerieth unter die Räder und der Staatsanwalt selbst die Freisprechung beider Angeklagten gehen, das allerdings geeignet ist, die Berglente in noch größerem wurde am Fuße erheblich verlegt. In der Reichenbergerstraße beantragte. Der Gerichtshof ließ die Frage, ob ein elettrischer Umfange zum Nachdenken zu bringen. Seitens der Gesellschaft wurde Nachmittags ein Knabe durch einen Omnibus überfahren und Strom eine fremde bewegliche" Sache sei und somit überhaupt ist jetzt, wie verlautet, der Aufseher der Zimmerhäuer, Rabe, auf der Stelle getödtet. In der Wohnung eines Arbeiters, in der ein Diebstahl vorliege, unentschieden, im vorliegenden Falle habe nach Obernkirchen gefandt, um dort Bergleute für die Beche Alexandrinenstraße schoß sich einhandwerker eine Revolverfugel in die den Angeklagten eine rechtswidrige Absicht gefehlt und seien die Antonie" anzuwerben. Den Bergleuten, die gewillt sind, nach Bruft. Er wurde noch lebend nach dem Krankenhause gebracht. In selben deshalb freizusprechen. hier zu kommen und hier zu arbeiten, soll ein Schichtlohn von der Nacht zum 5. d. M. brachte in der Gollnowstraße ein Haus4 m. versprochen werden. diener einem Schankwirth, aus deffen Wirthschaft er gewaltsam da ding entfernt werden follte, einen Meſſeriſtich in den Rüden bei. Soziale Leberlicht. Am Schiffbauerdamm sprang eine Frau in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht. Im Laufe des Tages fanden zwei Brände ftatt, außerdem leistete die Feuerwehr bei einem Feuer in Pankow Silfe. Witterungsübersicht vom 5. Juni. Stationen. Barometer ftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke NNANAFANN( Stala 1-12) etter Temperatur Celsius 50 E. 4° R.) ( nach Swinemünde 756 Still Hamburg 755 GD Berlin 756 GO Wiesbaden. 760 W Regen Regen bedeckt bedeckt 12 13 14 18 München 764 NW 14 Regen 19 Wien 760 Still wolkig 17 Haparanda 761 D Petersburg 753 GO 2 755 M 758 762 ND SSM 2 2 wolkenlos 12 wolfenlos 10 bedeckt 12 bedeckt bedeckt 9 14 Cort Aberdeen Paris. Witterung in Deutschland am 5. Juni, 8 Uhr Morgens. Nach raschem Fallen des Barometers ist im größeren Theile Deutschland wieder trübes, regnerisches Wetter eingetreten. Im Nordwesten fanden stellenweise Gewitter statt. Nur in den Provinzen Ost- und Westpreußen sowie im oberen und mittleren Rheingebiete ist es heute Morgen ziemlich heiter. In den west lichen Landestheilen haben sich sehr heftige, zu Münster stürmische Südwestwinde erhoben und die Erwärmung weiter fortgefeßt, so daß heute die Morgentemperatur zu Mülhaufen i. G. 21 Grad Celsius erreicht. Wetter- Prognose für Mittwoch, den 6. Juni 1894. Etwas fühleres, zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit Regenfällen und mäßigen, bis frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Kammer III. Vorsitzender: Assessor Gun o.( Sigung vom 1. Juni. Interessant ist ein Prozeß, welchen der Puzer Sch. und ein Träger( Arbeiter) gegen den Maurermeister Zobel ausfochten. Die Kläger, welche als Mitglieder einer Kolonne bei der Aus führung eines größeren Affordes mitgewirkt hatten, beanspruchten 110 M. Restlohn( Attordrest bezw. Nachschuß"). Der Beklagte enthiely ihnen das Geld nicht böswillig vor, sondern weil ein -schleuniger Arreft" darauf ruhte. Die Geschichte desselben ist kurz Th. Fischer, N. Dunderstr. 4. Der große deutsche Buchdruckerverein, der sich's zur Zeit des Buchdruckerstreits im Jahre 1891/92 tausende und aber taufende tosten ließ, nur, um die unbotmäßige.n Elemente" der Gehilfenschaft nieder zu werfen, geht jetzt. " " zu öffentliche Versaminlung der Simmerer beschloß einstimmig, mit nehmern damals aus der Patfche geholfen. Anläßlich der am An die Zimmerer Berlins. Die am 3. Juni tagende betteln, betteln für jene guten Schäfchen, die den Unteraller Macht für die Danziger Kameraden einzutreten. Die Lage 10. Juni in Mainz stattfindenden Feier des 25 jährigen Be des Streits ist eine günstige, da fich bis jetzt teine Streitbrecher stehens des Vereins soll eine Invalioenkaffe für die Gut. gefunden haben und die Danziger Kameraden gewillt find, bis gesinnten" errichtet werden und so ist allen Inter zum letzten auszuharren. Bimmerer Berlins, es liegt nun an Euch, essenten" des Buchdruckergewerbes folgendes, strengvers dafür zu sorgen, daß die Danziger Kameraden so unterstüßt trauliche" Schreiben zugestellt worden: werden, daß der Sieg gewiß ist. Streug vertraulich! Leipzig, den 1. Juni 1894. Bersäume es daher keiner, sich sofort in den Besit von Sehr geehrter Herr! Sammellisten zu sehen, die in fämmtlichen Zahlstellen sowie beim Am 10. Juni b. J. begeht der Deutsche Buchdrucker- Berein Unterzeichneten zu haben sind. Sämmtliche schon in Umlauf be- in Mainz die Feier feines 25jährigen Bestehen3. Der Verein findlichen Listen sind wieder da abzuliefern, wo sie entnommen beabsichtigte bei dieser Gelegenheit im Anschluß an die im find; die gesammten Beträge aber fofort, spätestens bis Sonntag, vorigen Jahre errichtete Arbeitslosen- Unterstügungstaffe eine dem Unterzeichneten zu übergeben. Nochmals, Rameraden, Invalidentaffe für Buchdruckergebilfen schließe fich feiner von den Sammlungen aus, und sorge ein jeder gründen, um denjenigen Gehilfen, welche noch treu zu ihren dafür, daß kein Zimmerer nach Danzig abreift. Arbeitgebern halten und den sozialdemokratischen Verhehungen Der Vertrauensmann der Zimmerer Berlins nicht zugänglich sind, eine Unterstüßung im Falle ihrer Arbeitsund Umgegend. sunfähigkeit zu fichern. Wie werthvoll es unter den heutigen Verhältnissen ist, einen Stamm tüchtiger und An die Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen. Kollegen und Druckerstreit im Jahre 1891/92 zur Genüge bewiesen. Die Arbeit ruhig denkender Arbeiter zu erhalten, das hat der große BuchKolleginnen! Laut Beschluß der Generalversammlung vom geber des Buchdruckgewerbes wären ohne die Hilfe treuer Arbeiter 16. Januar d. J. führt unser Verein den Namen Allgemeiner bamals außer ftande gewesen, den Angriff der Verbandsgehilfen Arbeiter- und Arbeiterinnenverein aller Branchen Berlins und schaft zu pariren und eine Niederlage der ersteren, würde nicht Rassirern in den Bersammlungen, fowie in den Zahlstellen oder ziehung stehenden Gewerbe, sondern auch für alle übrigen Ge Umgegend". Das neue Statut wird den Mitgliedern vou den nur für das Buchdruck- und die mit demselben in engster Be Filialen ausgebändigt; ebendaselbst werden Beiträge, sowie werbtreibenden von weittragendsten Folgen gewesen sein. neue Mitglieder aufgenommen. Das Eintrittsgeld beträgt 20 Pf., der Beitrag für männliche Mitglieder 20 Pf., für weibliche Mit den Kreisen des Buchhandels heraus beim Vorstande des D. B.-V. Es wurde dieserhalb auch schon während des Streits aus glieder 10 Bf. monatlich. Kollegen und Kolleginnen, die immer die Errichtung von Unterstügungstaffen in Anregung gebracht, weitere Ausbreitung unseres Vereins sowie die stetige Zunahme beren materielle Förderung Aufgabe aller mit dem Buchdruckin der Mitgliederzahl giebt uns die Hoffnung, unfere Organi: gewerbe in Beziehung stehender Gewerbe sein sollte. So wohlfation zu einer Macht zu entfalten, an der alle Gelüfte des Unternehmerthums erfolglos abprallen. Kollegen und Kolleginnen, gemeint dieser Vorschlag auch war, so konnte doch an die Verunterstützt uns in dieser Arbeit, fordert die Indifferenten auf ließe sich, nachdem der D. B. V. ohne weitere Mithilfe wirklichung desselben nicht gedacht werden; wohl aber Nieder- Schönweide hat uns wiederum gezeigt, wie nothwendig die damalige Anregung dadurch verwerthen, daß eine Anzahl sich zu organisiren. Der Streit der Kuhnheim'schen Arbeiter in selbst an die Lösung dieser Aufgabe herangetreten ist, eine starte Organisation ist. Darum frisch an's Werk im Ramp größerer Firmen des Buchgewerbes sich bereit erklärt, bem für unsere gerechte Sache! Bum Schluß ersuchen wir unsere D. B.-V. anläßlich seiner Jubelfeier eine Spende Vorstandsmitglieder sowie sämmtliche Hilfskräfte in den Filialen am Freitag, den 8. b. M., Abends 8%, Uhr, bei Wilhelm Thiernommene Invalidentasse zu überreichen, eine Grundfonds für die in Aussicht ge. bach, Friedrichsgracht 16, zur Sigung zu erscheinen. That, welche die schönste Erinnerung des Jubelfestes bilden Der Vorstand. Achtung, Schmiede! Bon seiten unserer Arbeitgeber wurde in verschiedenen gegnerischen Zeitungen die Bekanntmachung er lassen, baß der Streit der Bremer Schmiede beendet sei. Wir erklären dies als eine plumpe Lüge, denn wir erwarten, daß in turzer Zeit der Streit zu unseren Gunsten erledigt sein wird. Buzug ist streng fernzuhalten. Das Streittomitee der Bremer Schmiede. J. A.: H. Wiechmann, Bremen, Friesenstr. 48. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck ersucht. 3 um würde. Der ergebenst Unterzeichnete ist von mehreren Seiten darum angegangen worden, die Verwirklichung dieses Gedankens zu ver mitteln und gestattet sich hiermit, Ihnen von der beabsichtigten Spende mit der höflichen Bitte Kenntniß zu geben, ihm falls Sie in Anerkennung der Bestrebungen des D. B.-V. zur Beichnung eines namhaften Betrages bereit sein sollten, möglichst vor dem 8. Juni davon Mittheilung machen zu wollen. Die Angelegenheit, von der auch der Vorstand des D. B.-B. teinerlei Renntniß hat, bitte ich, streng vertraulich zu be 900 mit hochachtungsvoller Begrüßung Bruno Klinkhardt, 3. 3. Vorsitzender " " 1 bandeln, da zur Ausführung des Planes nur verschritten werden wärtige Brauereien bereit, Mirthe abzulösen, nur müssen sie sich| dung eines Generalfonds; auch verlangte der Gewerbegerichtstönnte, wenn ein namhafter Betrag von etwa 10 000 m. bis an die richtige Schmiede wenden.( Beifall.) Ein Antrag beisiger, daß ihm Gelegenheit gegeben werde, Bericht zu erstatten. 20 000 M. zusammengebracht würde. Sollte sich diese Hoffnung Reterau's: Das Bureau der Versammlung zu beauftragen, Bum Schluß wurden noch einige gewerkschaftliche Angelegen erfüllen, so würde ich die Angelegenheit in der vor der Feftfeier zu Donnerstag eine öffentliche Gastwirths- Versammlung einzuheiten erörtert, deren eingehende Besprechung bis zur nächsten stattfindenden Vorstandssitzung zum Beschlusse erheben, andern- berufen, damit den Wirthen Gelegenheit gegeben wird, ihre Bersammlung zurückgestellt wurde. falls aber dieselbe einfach fallen lassen. Stellung zum Bierboykott klar zu legen," fand einstimmige AnEiner gütigen Rücäußerung gern gewärtig zeichnet Grünau. In Liedke's Lokal, Friedrich und Wilhelmstraßens nahme. Kurz vor Abstimmung obenstehender Resolution fuchte nochmals ein Kutscher der Vereinsbrauerei für Herrn in der Genosse Theodor Mehner über den Bierboykott Ecke, fand am Sonnabend eine öffentliche Volksversammlung statt, Gröppler eine Lanze zu brechen, erregte damit aber nur Heiterkeit. referirte. Nach einer kurzen Diskussion gelangte die Berliner Noch während Redner sprach, wandte sich der eine Gendarm an Resolution einstimmig zur Annahme. Von Genosse Niendorf den Vorsitzenden mit den Worten: Ich löse die Versammlung auf". Da absolut fein Tumult herrschte, so frug der Vorsitzende wurde mitgetheilt, daß in der Waldschenke" des Grünau gegennach der Ursache der Auflösung, welche Frage aber nicht beantüber liegenden über liegenden Wendenschlosses" Bier des Böhmischen wortet wurde. Die Versammlung ging in größter Ruhe aus Ruttkowsky die Stirn, das Publikum dadurch zu täuschen, Brauhauses verzapft wird; trotzdem hatte der Wirth einander; vor dem Lokal auf der Straße und im Garten befand fich ein starkes Polizer Aufgebot in Uniform und Zivil. Gegen Bier des Münchener Brauhauses, Berlin, Johannisstraße". Der daß er an Zäune und Thüren anschrieb: Hier nur den Gemeindediener Schmidt, der die ruhig nach Hause Gehenden Wirth Duchaufour, Köpenicker Chaussee, schenkt Happoldt's mit Schimpfworten regalirte und ihnen zurief: Sie sollten es Bier aus, die übrigen Wirthe führen zumeist Bößow'sches Bier. dem Vorwärts" mittheilen, wird von unseren Gemeindevertretern Die Parteigenoffen wurden aufgefordert, als Kontrolleure der in der Gemeinderathssigung Beschwerde erhoben werden; desgleichen gegen die durch nichts gerechtfertigte Auflösung der Ver- Gastwirthschaften, Kaufläden 2c., mitzuwirken und etwaige Wahr nehmungen von Schiebereien" der Lokalkommission zur weiteren fammlung. Maßnahme zu melden. Zur Entgegennahme von jeglichen Mittheilungen ist diese jetzt regelmäßig jeden Mittwoch Abend im Lokal von Lindenhayn anwesend. des Deutschen Buchdrucker- Vereins. Wir bitten Herrn Klinkhardt um Entschuldigung, wenn wir so schnöde waren und den Schleier vorzeitig von seinem süßen Geheimniß hinwegriffen, aber es geschieht schließlich doch zum Besten seiner Schäfchen, indem dadurch weitere Kreise Kenntniß erhalten von den edlen Absichten der Druckerherren. Im übrigen wollen wir uns jeden Kommentars enthalten, damit streng vertrauliche" Schreiben des Wohl thäters Klinkhardt zur vollen Geltung gelangen tann. didas 2100 Dersammlungen. H " B Bureau- Angestellte, Große öffentliche Bersammlung Mittwoch, ben 6. Junt, abends 8 Uhr, bei Bühler( früher Stein) Rosenthalerfir. 38: Tagesordnung: Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Bubeil. Landsmannschaft der Schleswig- Holftainer zu Berlin. Mittwoch, Frauen im Kommandanten- Garten, Kommandantenstr. 10-11. Ausgabe der den 8. Junt, Abends 8 Uhr, Versammlung der Schleswig- Holsteiner mit Bidets zur Dampferparthie. Mittwoch, Abends fegestunde( spez. Arbeiterrecht). Bei allen unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Beit aufgenommen. Lese- und Diskutirklube. Mittwody. Johann Jacoby, bet Friz dießte, Schwebterstraße 33. Gesund brunnen, Abends 8½ uhr, bet saferland, Bellermannsitr. 87.- Gleich beit, abends 8% Ubr bei Gramm, titterstraße 123.- Seine, Nixdorf Abends 8½ Uhr, Prinz- Handjeryſtr. 60, im Vereinstalender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelſtr. 49, v. 2 Tr. sunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. fraße 22-23, Bögon's Braueret. Silaritas, Hochstraße 32 a, bef Lübbenerstr. 30 bei Meyer. Schnee= 1 Moabit, Sumo= Gefelltger Charlottenburg. Am 26. Mai tagte hier eine öffentliche 10 Bum Bierboykott. Rigdorf. Ohne irgend welche erficht. Versammlung, die von Seiten der hiesigen Anhänger der Naturliche Veranlassung wurde die am Montag Abend hier im Lokal heilkunde einberufen war. Die Herren Bernhardt und Doll- Landsmannschaft von Bad- Schmiedeberg und Umgegend. Mitte von Wiersing. Knesebeckstr. 77, tagende öffentliche Volksversamm mann referirten über:" Die zulässigkeit und die Einführung woch, ben 6. Sunt, Abends by the, beim Landsmann Friedr. Klewiz. lung polizeilich aufgelöst. Der Besuch derselben war ein aus- des Naturheilverfahrens in den Krankenkassen". Nachdem die- Stralauerstr. 12. Landsleute wilkommen. gezeichneter; trotzdem das Lotal weit abgelegen, fanden dennoch selben die Prinzipien der Naturheilmethode dargelegt hatten, Viele feinen Einlaß.„ Der Stand des Bierboykotts und welche fuchten sie nachzuweisen, daß die Krankenkassen bei dem Naturweiteren Schritte sind gegen Gastwirthe und Lokalbesitzer einzu heilverfahren, wegen des schnelleren Heilprozesses, weniger Ausnehmen, welche Ringbier verzapfen", lautete die Tagesordnung, gaben haben, als bei der Medizinalbehandlung. Nach einer über welche sich der Abgeordnete 3ubeil ausführlich verlängeren Diskussion hierüber nahm die Versammlung eine Resobreitete. Daß der Boykott seine Wirkung ausübe, gehe aus lution an, dahingehend, daß die Vorstände der verschiedenen beiüuerfir. 1796 und üb oft- chule, Waldemarftr. 14: GeAeußerungen der Brauereidirektoren selbst, aus den Mogeleien Kassen dahin zu wirken haben, daß auch Naturheilkundige zur der Wirthe mit boykottirtem Bier und vor allem aus Krankenbehandlung zugelassen werden.. ist dem maßlosen Geschimpfe Der vom„ Bierring" an Die Vereinigung der Färber, Dekateure, Silfs geworbenen tapitalistischen Preßtosacken hervor. Die zum arbeiter und Arbeiterinnen hatte am 27. Mai eine Dienstag nach Bolt' Festsälen seitens des Bierkönigs Röside Bersammlung einberufen, in der Genosse P. Jahn einen recht einberufene Versammlung von Saalinhabern ewähnend, glaubt beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Von einer Diskussion parterre. Einigteit, Abends 8% Uhr bei Beige, Triftstraße 1. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen Redner, daß ein Theil der Wirthe ſich bedanken werden, den nahm die Versammlung Abstand und gelangten hierauf einige Bierproben die Kastanien aus dem Feuer zu holen, und mit den Bereinsangelenheiten zur Erledigung. Der Kassenbericht des Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittisch. Uebungsübrigen werde die Berliner Arbeiterfchaft bald fertig werden. Kassirers gab zu teinen Ausstellungen Veranlassung. Stedesfreiheit 1, Die Andreasstr. 26, bet Wilte. Freya,( Gemischter Chor), Alte SchönhauserEr appellirte eindringlichst an die Frauen, nur bei solchen Ersazwahl des 2. Kassirers hatte die Wahl des Kollegen Biehen Krämeru ihre Waaren zu kaufen, die sich auch betreffs ihrer Wilte. Deutsche Eiche, Grüner Weg 29 bei Säger. Echo 1 Pantow, zur Folge. Schulzefir. 27. Waare dem Willen der Arbeiterschaft, ihrer Kunden fügen. Die 2yra 1, Mariannen- Ufer 2 bet Wills. Hand in Sand 1, Reichenbergerstraße 16 bei Päzoldt. Brauereien feyen die Maßregelungen von Arbeitern fort, um so der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt den 2, Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16, bet energischer haben die Arbeiter den Kampf zu führen. Daß aus- am 2. Juni bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a, eine Berfamm- Blafer. Unverbroffen, Abends 8½ Uhr, bet Sachs, Sindowerfir. 26. wärtige und überseeische Kapitalisten dem Ring zu Hilfe kommen lung ab, in der Genosse Hoffmann in einem mit lebhaftem bei Beise. -Rütli, Friedenau im Kurhaus. Lorbeertrans, Lichtenbergerstr. 21 Rothe Nelte, Schöneberg, Golzftr. 48, bei Siegeler. werden, bezeichnet der Redner als Ammenmärchen; jedoch be- Beifall entgegengenommenen Vortrag über: Gesetz und Recht" upferschmiede, Weinstr. 11 bet Jeind. Deutscher Männers stände eine andere Gefahr in den Kühnemännern und Konsorten, sprach. Unter Bereinsangelegenheiten berichtete Kollege Neumann fang, Belforter fir. 15, bei Schneider. Unverzagt 1, Manteuffelwelche bei Strafe der Entlassung ihre Arbeiter zwingen wollen, über die mißliche Lage des Kollegen R., der seit längerer Zeit te beslust in Fürstenwalde straße bei Nowac. Lorbeertran 3 2, Dranienstraße 190 bei statsch. Schloßfelleret". Sängerchor ber das vom Hygieniter" Happoldt so warm empfohlene Boykottbier vollständig arbeitsunfähig sei. Nachdem ein Antrag des Kollegen maler, Kaiser Franz- Grenadier- Plaz Nr. 7. Fretheits- Gruß, zu trinken. Sollte große Hige kommen, so hätten aufgeklärte Arbeiter Drth: bem Soffnung 8, Branden burg a. S., Wilhelmsdorferstraße, Restaurant Concordia. bie Pflicht, namentlich des Sonntags etwaigen Ueberläufern in feitens des Beretesen eine einmalige Unterſtügung von 20 M. Schönbaufer Mille Mr. 40, bet Buffe zu gewähren abgelehnt war, wurde be- waldstr. 62 bei Gohr. Siederlust, Köpenickerstr. 100 bet Gründer( früher brüderlicher Weise flar zu machen, wie sehr sie sich und damit schlossen, zu diesem Zwecke eine Tellersammlung zu veranstalten. Mundt). Freiheitstänge 1," Bum eichenen Stab", Stallschreiberdie Gesammtheit schädigen; dies tönne keine noch so große Hinsichtlich des Sommerfestes, welches am 18. Juni in der Straße 29. Lyra 3, Brih, Werderstr. 15. Freiheitstlänge 2 Cho= Polizeimacht verhindern. Uebrigens werde dem gegenwärtigen Neuen Welt" stattfinden soll, beantragt Kollege Blum, dasselbe vinerfir. 55 bei Breitner, aifer'scher Quartettverein, Krautfir.& bet Rudolf Arbeitergefangverein von Brig in Briz, Bürgerstr. 4 bei Dorn. Biermangel bald abgeholfen sein; die Unterhandlungen mit aus- wegen des Bierboykotts bis auf weiteres zu vertagen. Nach Georginia, Admiralstr. 88 bei Schönherr. Ginig, Andreasstr. 26, bet wärtigen Brauereien dauerten nur deshalb so lange, weil man längerer Diskussion wurde dieser Antrag abgelehnt mit der Fr. Wilte.- Borwärts" 7 Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Ecke bet ficher gehen und nicht Bier von denen entnehmen wollte, die ihre Motivirung, daß das betreffende Lotal kontraktlich gemiethet ist Greinert.- Seeger'scher Männerchor, Frankfurterstr. 18 bei Kaprolatis Leute ebenso rücksichtslos wie der Ring die feinigen behandelt. und -Dämmerlicht, Doppel- Quartett, Landsberger Allee 152 bet Krause. der Dekonom den Verein von diesem Vertrage Felsenburg, Krautftr. 6 bei Rudolph.- GIüblicht( gem. Chor) BerlebergerDie Lieferanten müssen sich verpflichten, ihre Arbeiter nur von nicht entbindet, dem Verein somit ein Schaden von fraße 28 bet Hermerschmidt.- Steinnette. Neue Hochstr. 49 bei Altmann. Der Organisation unter den von dieser aufgestellten Bedingung 800 Mart erwachsen würde. Desgleichen wurden - Melodia, Nixdorf, Matengruß,, Charlottenburg, Wallstr. 54 bet Reichelt. zwei zu entnehmen und den 1. Mai als Feiertag frei geben.( Leb- weitere Anträge abgelehnt, welche besagen, das Sommerfest über- Rosenthaler Klubhaus. Bergstraße 133 bet Hoffmann. Appolonia, Rosenthalerstraße 11-12, Fretheit 1, Billowstraße 65 bet Richter. haftes Bravo.) Redner hegte teinen Zweifel, daß die Rig haupt nicht abzuhalten und die Unkosten einestheils durch Ab- manner: Chor Süd- Ost, Köpniderftr. 191 bet Foge. Westend, dorfer Arbeiterschaft mit der übrigen in jeder Beziehung nahme von Billets, anderntheils durch Extrabeiträge zu decken. Schöneberg, Kaser Friedrichsstraße Nr. 6 bei Gentelmann, Feldblume Schulter an Schulter weiter kämpfen und ber Schneeglöd chen 1, Rigdorf, Hermann= Wille Angenommen wurde dagegen folgende vom Kollegen Scholz ge- und Karlstraßen- Gde bei Silpert. Freundestreu( gem. Chor), Landsdes Volkes zum Siege gelangen wird.( Brausender Beifall.) stellte Resolution:" Die Versammlung erkennt den Boytott über bergerstr. 31 bet Seehausen. Allegro, Wrangelstr. 141 bei W. Schmidt. Schall gab bekannt, daß Herr Gröppler, der sich seiner Zeit die Berliner Brauereien als vollständig gerecht an und erklärt Steglig, Ahornftr. 15a im Gambrinus". Gefangverein Süd- Ost, Faltensteinstr. 7 bet Trittelwig. Butun fti bereit erklärt hatte, anderes Bier zu beschaffen, nach wie vor sich solidarisch mit den ausgesperrten Brauerei- Arbeitern. Die und Biethenstraßen- Ede bet St. Weiß. Arion 3 Rigdorf, Hermann= Matengruß 3, Friedrichshagen, Bier der Vereinsbrauerei verzapft habe. Auch sei er derjenige, Musikinstrumenten Arbeiter verpflichten sich, fein Ringbier Rundtheil, bet Lerche. welcher jedenfalls auf Geheiß der Direktion der Vereinsbrauerei während des Boykotts zu trinken. Die Versammlung beschließt schriften find zu richten an. Gent, balbertstraße 95. Mittwoch: Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bus fämmtliche Saalinhaber dirboris zu einer stonferenz einladin jedoch im Hinblick darauf, daß der Detonom ber neuen Welt" oleellier Beret ribalth, Manteuffelstraße 46 bei Biewald. der die Frage der Saalverweigerung erörtert wurde, die aber von dem Kontrakt ten Fachverein nicht entbindet, und der Gefelliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bet 85 bet an ſcheiterte, soft klärten, daß sie von den Arbeitern und nicht diese von ihnen fest abzuhalten, die Billets recht zahlreich umzusehen, und fein gerein über auch tett Georgentinenstraße 65 bet Müller. ristischer Musikverein ( Bravo!). Schall berichtete dann weiter Ringbier bei dem Fefte zu trinken." Bekannt gegeben wurde Bautenschwengel Annenstraße 16 bet Ehrenberg. Berein Rhetorit über die mit einem Genoffen unternommene Bierkontrolle. noch, daß der Kollege Wuſtrow am 17. Juni, Bermiflags 10 Uhr, Saugufir, 86 bet jubeti abends& upe, Gefelliger Verein offnung Lebuferstraße Nr. 5 bei Nemis( alle vierzehn Tage). Theaterverein Rammer am Richardplay habe sie geschlagen und hinausge- aus seiner Strafhaft in Rummelsburg entlassen wird. Die proletariat, Naunynftr. 83 bet köhn. ngergnügungsverein Amor II, worfen( Pfurufe). Böhlte( an der Bahn) hat seine bürger nächste Versammlung findet am 16. Juni statt. Prinzen- Allee 10 bet Bergemann. Touristentlub Freiheit und Wohl lichen Gäste eingebüßt, weil er das Vereinsbier abbestellte. ergehen, Neuenburgerstr. 37 bei tegeberg. Rauchklub Rothe Arbeiter Redner empfahl die einstimmige Annahme folgender Re- Die Getreideträger, Schipper und Speicherarbeiter Fabne, Abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 44, Restaurant Taubenbörse. folution: oliobas Bither- Berein Einigtett, Manteuffelstr. 9 bei Noiect, Abends 8½ Uhr, hatten am 3. Juni eine öffentliche Versammlung, in welcher nach uebungsstunde. Vergnügungsverein Hand in Hand 2, Gr. FrantfurterDie in Wiersing's Lokal tagende öffentliche Versammlung einem Referate des Genoffen Rogge über den Bierboykott die ftraße 80-81 Restaurant Müller. Schafstopftlub Spar- Agnes, Abends der werkthätigen Bevölkerung Rigdorfs erklärt: - Geselliger Berein Alpenrose, Briger 1. Der beiden Delegirten zum Haller Kongreß der Handlungs- Hilfe- Uhr, Blumenftr. 46 bet Wend. Privattheater- Gesellschaft Rometta, Pücklerstr. 2 bet Beschluß, tein Bier aus den sieben boykottirten Braue- arbeiter, die Kollegen Otto und Sauer, über die Verhandlungen müder.( Außerdem alle 14 Tage Sonntags.) Butrinten, wird Theaterverein Nora. reien vollkommen aufrecht erhalten. und Beschlüsse jenes Kongresses berichteten. Nach kurzer Dis- Admiralstr. 18e bei Möhring. 2. Jeder Parteigenosse wird aufgefordert, den Genuß des Ring- tusfion, in welcher die Redner zu energischem Eintreten für die Dilettantenverein Preciosa, Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde Gefang-, Turn- und gesellige Bereine. Mittwody. Musikbieres überhaupt zu meiden. 3. Die Vereine, Klubs 2c. werden, Organisation aufforderten, nahm die Versammlung einstimmig Geisler's Restaurant, Fenn- und Tegelerstraßen- Ece. Männer- Gesangwie überhaupt alle Parteigenossen aufgefordert, in erster Linie folgende Resolution an:" Die Versammlung ist mit der Bericht verein Apollo, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schulze, Beuthstr. 18-19. die Gastwirthe zu besuchen resp. zu unterstützen, die sich durch erstattung der Delegirten des Kongresses zu Halle einverstanden Männer- Gesangverein Jugendfreuden" jeden Mittwoch Abend bis den Aushang des Bontott- Platates" als der Arbeiterschaft nicht und erklärt dahin mitzuwirken, daß sich jeder Kollege der gewerk- 11 hr bei Meißner, intenftr. 142. Turnverein Hoffnung, abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Man feindlich erweisen. 3. Die Versammlung erklärt es ferner für schaftlichen sowie der politischen Organisation anschließt, damit teuffelfir. 9.- Feraftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und Sonn eine Pflicht der Parteigenoffen, das Lotal von Groppler, wir endlich zu einer menschenwürdigen Gristenz gelangen." In abend 8-11 Uhr Abends bet gade, Seughoffir. 6. Turnverein Gesund Bergstraße, bis auf Weiteres zu meiden, da dieser Herr den einer zweiten, gleichfalls einstimmig zur Annahme ge in ber Turnhalle, Freienwalderstraße 39.brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8-10% Uhr abends Kraftturnverein Berolina, Versuch macht, den Rigdorfer Arbeitern die Säle zu Verfamm- langten Resolution erklärte die Bersammlung sich mit Abends 9 Uhr Uebungsstunde bet Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. lungen zu verweigern und ungeachtet der Wünsche der Rigdorjer den Ausführungen des Referenten Rogge einverstanden und ver- tbletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Nebungsfiunde, BrunnenArbeiterschaft Vereinsbier" nach wie vor ausschänkt, und verpflichtete sich, das Bier aus den sieben boykottirten Brauereien Die 3. Männer- Abtheilung turnt jeden Mittwoch und Sonnabend Abend von ftraße 154, Lotal Kontordia. Berliner Turngenossenschaft: pflichten sich die Anwesenden, dafür zu sorgen, daß kein nicht mehr zu trinken, bis die Brauereibesizer ihren Verpflich von 8%-10% Uhr in der Chorinerstr. 74. Turnverein Fichte"( MttArbeiter eher dieses Lokal besucht, bis dieser Herr zufrieden- tungen nachgekommen sind. Der Vertrauensmann Kollege Bez glied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes). Die 1. Männer- Abtheilung ſtellende Erklärungen an die Bier- Kontrolleure" abgegeben hat. gab dann die Abrechnung vom letzten Jahre( April 1893 bis furnt Mittwoch und Sonnabend von 8-10% Uhr Friebenstr. 37. Theater und Vergnügungs- Verein humanitas Abends 9% Uhr bet 5. Jm weiteren spricht die Versammlung die Erwartung aus, Mai 1894). Die Einnahme aus Tellersammlungen hat 53,75 M. Reed, Lothringerstraße 94. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, daß der Sieg in diesem uns aufgedrungenen Kampfe der Ar- betragen, die Ausgabe für die öffentlichen Versammlungen Restaurant Lothringerſtraße 101. Theater und Lefetlub Morgenroth, beiterschaft zufallen muß, wenn jeder Einzelne für die Durch- 66,70 M., so daß ein Manto von 12,95 M. entstanden ist. Die jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringertr. Mr. 67. Theaterverein erres jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Restaurant Lewinstt, führung der gejaßten Beschlüsse Sorge trägt. 6. Die Lokal- Einnahme aus dem Vertrieb der Agitationsmarken betrug Bülowstr. 45. Seimathlu ft, Gizung jeden Mittwoch, Abends& Uhr, besizer, Kaufleute, Grünkramhändler 2c., die sich uns entgegen- 18,50 m., die Ausgabe 15,30 M., es blieb also ein Ueberschuß bet H. Lange, Stromstraße 28. Theater- Gesellschaft laus Beneditt, tommend verhalten, ebenso wie diejenigen, welche uns entgegen von 3,20 m. Auf Antrag der Revisoren erhielt der Vertrauens: Abends 9 ühr, im Dresdener Garten, Dresdenerfir. 45. Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant arbeiten, find den Parteigenossen von Zeit zu Zeit bekannt zu mann Decharge, derselbe wurde dann einstimmig wiedergewählt. Sommer, Grünfiraße 21. Kreuzfidel, bet Gumitch, Reichenbergergeben. 7. Die Versammlung erflärt es als Ehrenpflicht jedes Kollege Sauer warnte die Kollegen vor dem Eintritt in den ftraße 149.- Fidele Brüder, bet 5. Mroſe, Lachmannstr. 5. Touristen verein Frei Weg, Abend 9 Uhr bet Sieblutad, Manteuffel Parteigenoffen, die Ausgesperrten finanziell nach Kräften zu( Bergnügungs-) Verein der Mehl- und Getreidekutscher und er- Straße Jεc. 86. 8ithertlub Ipenglöden delmeiß. unterstüßen."( Beifall.) mahnte zum Zusammenschluß sämmtlicher Kollegen in der Freien uebungsabend Gipsstr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler Herr Gröppler nahm wiederholt das Wort zu seiner Vereinigung der Getreideträger und Speicherarbeiter Berlins", mit Damen bei Weigmann, andreasitraße 32. willkommen. Verein Wohlgemuth jeden Mittwoch 9% Uhr Sigung Große FrankfurterRechtfertigung. Er sei fein Gegner des Poykotts und der die eine Besserung der Arbeitsbedingungen anstrebt. ftraße 80-81. Gesellschaft Hero, Abends 9 Uhr, Sigung Brunnenstr. 155 Versammlungsbeschlüsse und zur Einberufung der Gastwirthe Eine öffentliche Versammlung der Zimmerlente, die bet eft. Geselliger Verein unter uns. Jeden Mittwoch Abend um Konferenz als Vorsitzender des Vereins verpflichtet gewesen; zum am 3. Juni tagte, beschäftigte sich mit der Stellungnahme zu dem Seelen Sigung und Fidelitas jeden Mittwoch Uhr bei Heinrich, Blücher8% ühr bei 6. Fischer, Beuffelstr. 66.- Vergnügungsverein 2uftige Beschluß ist es jedoch nicht gekommen. Betreffs des Vereins- Streit der Zimmerleute in Danzig. Einleitend erklärte der Straße 61. Vergnügungsverein Gemüthlicher Schulz. Sizung jeden bieres" fuchte er ſich mit„ Berpflichtungen" gegenüber ben Bereinsbrauerei zu entschuldigen. Jonas und Regerau hauptsächlich um die Erringung eines Minimal- Stundenlohnes gume sau ch flub, übends upt, bet at. Tiemann, der hiesige Vertrauensmann Fischer, daß es sich in diesem Kampf Mittwoch, Abends 8 Uhr, im Lotale des Herrn 6. Schulz, Fennſtr. 33. hielten ihm entgegen, daß es jedenfalls nicht sein Verdienst ist, von 40 Pf. handele. Die Situation sei im allgemeinen günstig, Görligerstraße 42. Rauchtlub Sanssouci, wenn ein Beschluß in Sachen der Saalverweigerung bisher nicht bei 500 Arbeitern haben sich nur 10 Streitbrecher gefunden; Rauchfluh Grüne Quante, Abends 9 Uhr, bei Gorn, kleine MartusBoechstraße 61. Rauchklub Ohne 8wang, Abends 9 Uhr bet Späth, Weinstr. 28.zu Stande tam; übrigens werde man auch dieser zu begegnen gelänge es, den Zuzug noch zirka zwei Wochen fernzuhalten, so fraße 10. bet Rauchklub Vultan Abends Uhr Rachfall, wiffen. Sie berichteten ebenso wie Schent des weiteren über ist bei genügender finanzieller Unterstügung der Sieg gewiß. Waldemarfir. 18. Rauchtlub Golbene Quaft e, Abends 9 Uhr, ihre Bierkontrollen und ersuchten gleichfalls die Resolution in Gine längere, recht lebhafte Debatte entspann sich über die Ur- bet Muß, Joftyftraße s. Rauchtlub Schmotes Werte, Röpenider, vollem Umfange anzunehmen. ftraße 121a bei Schöbel. sache der Verzögerung der Danziger Streifangelegenheit, die oft abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genoffen W. Salzwebel. Sumoristische Pfeifenbrüder= Trotzdem im Versammlungslokal nach Versicherung des Vor- auf persönliches Gebiet hinüberglitt. Währenddem waren dem Deutsche Eiche, Abends 9 Uhr bet John, Waldemarstr. 52. figenden Nordstern und Rathenower Bier verzapft wurde, ver- Bureau zwei ziemlich gleichlautende Anträge eingegangen des uftige Brüder Abends 8 Uhr Bucklerstr. 61 bei Faulhaber. hielt man sich steptisch und trant Weißhier. Nach Köppen Inhalts, die von dem Lokalverband bereits Rauchtlub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerstr. 41.in Umlauf Rauch- Klub Einfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelste Nr. 6 bei Bogt. sprach noch Neumann, der Defonom der Vereins- gesetzten Sammellisten weiter zirkuliren zu lassen, die Altdeutscher Raucht lub bei Gäbecte, Münchebergerstr. 5.- Rauchklub brauerei. Seine Jeremiaden, zumal sie von ausfälligen Redensarten felben sodann an ihre Ausgabestellen abzuliefern und Granade, Abends 9 Uhr, Forsterftr. 40 bei Tuguntte. Rauchklub gegen jüngere Genossen begleitet waren, gingen spurlos an der das gesammelte Geld dem Vertrauensmann zur Beförderung Taubenbahne, wiitwa gbends& tur, Oppelnerfir. 44. Reſtaurant zur Rauchflub Sumatra Süd- Ost, Sigung alle Mittwoch Bersammlung vorüber. 3 ube il fertigte diesen Herrn sowohl als an den Bestimmungsort zu übergeben. Die vom Verband noch abends 8 Ubr bei Tilgner, Forsterstr. 22. Rauchtlub Die Dampfen, Herrn Groppler in seinem Schlußwort gehörig ab; wenn ungestempelten Listen sind dem Vertrauensmann zur schleunigen den, Mittwochs, Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, Langeſtr. 24.- Rauchklub Arbeiter zu hunderten und tausenden Monate lang auf dem Ausgabe zu übermitteln. Dieser Antrag wurde einstimmig an- Rautio sung jeden mind, bends s¼ ühr bei Schmidt, Atenerfir. 44 Rauchtlub Arcona, Mittwoch. Abends 8% Uhr, bet Brand, NetchenPflaster liegen, fein Hahn trähe danach, also habe auch der Ar- genommen. Dem Vertrauensmann wurde anheimgegeben, einzelne bergeritraße 122. beiter jetzt leine Rücksicht zu nehmen auf einzelne Existenzen und Beträge den streifenden Kameraden nach Barth in Pommern zustattlub Rare au bet sange, Friedrichsberg, Wartenbergstraße 67. Stattlub reff, abends s uhr, bei Otto Babel, Frankfurter Allee 90.noch dazu in einem Kampfe, durch welchen das Rapital versucht, senden. Ferner wurde beantragt, in nächster Zeit eine öffentliche Schwimmverein ord. Uebungsstunde Abends 7% Uhr im Reinicken die Arbeiter politisch rechtlos zu machen. Uebrigens feien aus Bersammlung einzuberufen, um Stellung zu nehmen sur Grün- so rfer Seebabe. " 10 straße 22 bet Graf. Rauchflub 9 Kierstein, in Rauchtlub Rauchklub Vermischtes. Bei einem Eisenbahnunglück, das sich in der Nähe von Klaufenburg( Siebenbürgen) ereignete, sind 30 Personen, darunter 5 schwer verletzt worden. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Zahl) Karl F., Perlebergerstraße. Kegel's Liederbuch ist im Vertrieb der Buchhandlung des Vorwärts". Stolzenberg. Der Hering stirbt, sowie er aus dem Wasser anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. gezogen ist. C. W. 2. Sie können nur nach§ 12 verfahren und an die Generalversammlung Berufung einlegen. Statutenbuch können Sie bei uns abholen. P. F., Hungerrentier. Ihr Gedicht können wir leider nicht benügen, steht zu Ihrer Verfügung. mi di B. G. W. 88. Das Sterbegeld wird nach§ 20 des Ges fetes nur gezahlt, wenn der Zod innerhalb eines Jahres nach Beendigung der statutenmäßigen Zeit erfolgt. Zwei Wettende. Ein Ehemann fann vor Nachweis der Trennung seiner ersten Ehe( durch Tod der Ehefrau oder durch Scheidung) nicht abermals heirathen. FO. 62. Der Sohn fann zur Unterstützung seiner Mutter durch Klage angehalten werden. Obige. 1. Zur Anstellung eines Ehescheidungs Prozesses Beiordnung eines Anwalts Bewilligung des Armenrechts bean= bedürfen Sie des Beistandes eines Anwalts. Sie können zwecks tragen. 2. Wahlvereine, Gewerkschaften u. s. w. tönnen sich nicht mit Derartigem abgeben. 3. Durch Bewilligung des Armenrechts gehen Sie teines politischen Rechts verlustig. Wuttke. Die Kaiser Brauerei steht zwar nicht im Verzeichniß der Ringbrauereien, doch hat sie sich mit dem Ring solidarisch erklärt. 5. B. 100. 1. Zwei Jahr. 2. Nein, aber Ihre Sachen dienen als Pfand, da der Mann dieselben zu verpfänden befugt ist. 2. M. Nein. Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend. 搖 起 H. R. 1. Hamburger Lotterie in Preußen zu spielen, ist mit Strafe bedroht. 2. Der Präsident des Reichstags wird von den Reichstags Mitgliedern gewählt. 3. Die Alimentenflage ist noch nicht verjährt. 4. Die Versammlungen werden den Wünschen der Einberufer entsprechend annoncirt. = Frisch- Frei. Ja. 2. K. 93. Kommen Sie in die Sprechstunde oder geben Sie Ihre Thätigkeit und seit wann Sie in Stellung sind, genauer an. C. W. 12. Sie können nach§ 12 der Statuten nur Berufung an die Generalversammlung einlegen. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) 174 Stimmen wurde beschlossen, die Interpellation des Paris, 5. Juni. Deputirtenkammer. mit 270 gegen sozialistischen Deputirten Vaillant über das Verbot der Kundgebung auf dem Père Lachaise am 27. Mai auf einen Monat zurückzustellen. 19 Achtung! Den Genoffen und Abonnenten des Vorwärts" in Moabit, die von mir beziehen, folgende Mittheilung: In Moabit wird das Gerücht verbreitet, daß ich die Besorgung des Vorwärts" an meine Abonnenten zum 1. Juli einstelle, ferner daß ich ein beruht auf grober Unwahrheit. ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Geschäftssozialiſt ſei und 9 Mark täglich zu verzehren hätte. Dieses Gerücht N., Müllerstrasse No. 34. Wir haben aus Rücksicht auf Sauberkeit und Hygiene Maschinen zur Her stellung des Teiges und zum Sieben der Mehle eingestellt und machen speziell darauf aufmerksam, daß wir nur reine Roggenmehle verbacken, unser Brot demnach als das sauberste und schmackhafteste Berlins empfohlen werden kann. Nebenstehende Schutzmarke befindet sich auf jedem unserer Brote. Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend SCHUTZ MARKE ( Eingetr. Genossensch. m. b. H.) Die Gewerkschaften werden um ihren Besuch gebeten. Zu unserer Veröffentlichung am Sonntag, den 3. d. M., haben wir noch folgende Niederlagen nachzutragen: Fennstraße, Ecke Müllerstr., Gleinert| Kreuzbergstr. 74, Ebeling. vom 1. Juli cr. Müllerstr. 7a). Schlesischestr. 42, Beier. Friedrichsbergerstr. 24, Helfer. Waßmannstr. 17, Jeste. Wrangelstr. 74, Gast. 89, Möride. Zwingliftr. 16, Selz. Typographia Kinderwagen- Bazar!!! 1000 Damen!! Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. Freitag, den 8. Juni 1894, Abends präz. 10 Uhr, bei Th. Boltz, Alte Jakobstr. 75: Außerordentliche Max Brinner, Jerusalemer Brake 42, part. und 1. Etage, und Brunnenstraße 6, Hof parterre. Großart. Auswahl Kinderwagen, Puppenwagen Kinder Sportwagen billigst. Theilzahlung gestattet. Weltere Muster billiger. General- Versammlung.hotographies Der Wichtigkeit der TagesordAtelier nung wegen ist zahlreiches und von Carl Gräfe pünktliches Erscheinen erforderlich. Die Uebungsstunde beginnt präz. 8½ Uhr. 72/5 Der Vorstand. Zentral- Krankenkasse der Zimmerer( Fil. III). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied Rudolf Schwanke, Fruchtstr. 85, gestorben ist. Die Beerdigung findet heute, den 6. Juni, Nachm. 41/2 Uhr, von der Leichenhalle des Städtischen Kranten hauses Friedrichshain aus statt. Der Vorstand. Berlin S., Prinzenstr. 11 hält sich den Parteigenossen zur Aufnahme von Porträts u. Gruppenbildern bestens empfohlen. Spezialität: Vereinsund Fabrik- Gruppen. 2302* Gardinen- Reste zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst in der Fabrik Grüner Weg 80, part. Eingang v. Flur. " Staub- u. Regenmäntel v. 4-20 m., Sammet-, Seiden-, Spitzen- Kragen 2bis 15 M., Jaquets mit Seidenfutter 4 bis 10 M., Rester- u. Partiewaaren- Handlung Landsbergerstr. 48, I. Vier Mark Lote 2 Stabinet 12 Visitbilder bei Böhme, Lindenstr. 43, gegenüber der Simmerstraße. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Nur eigene Fabrikation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabate. Hippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. 71 L* . E. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Ich fordere denjenigen auf, der in der Stendalerstraße 16 für Herrn Hempel Abonnenten auf den Vorwärts" gesammelt hat, in meine Wohnung fommen, um sich zu überführen, ob ich 9 Mart täglich zu verzehren habe, werde, so wie mit den anderen Herren, die mit betheiligt find. widrigenfalls ich mit dem Betreffenden auf einer anderen Stelle sprechen den Borwärts" liefern werde, bie nicht etwas Anderes von der Partei festgesetzt ist, und dann werde ich selbst die Leser, die von mir den Vorwärts" erhalten, darauf hinweisen. Carl Weisse, Beitungsspediteur, Triftstraße 46a. Geschäftseröffnung. Hierdurch erlaube ich mir den werthen Freunden und Parteigenossen mitzutheilen, daß ich am heutigen Tage ein Weiß- und Bairischbier- Lokal eröffnet habe. Garten und Regelbahn sowie ein Saal resp. Vereinszimmer für 150 Personen stehen zur Verfügung. Für Speisen und gute Getränke ist bestens gesorgt. Hochachtungsvoll 2832 a. d. Gerichtsstraße. Adolf Neumann, afewalkerstraße 3 0000000-0000000 Schweizer Garten. Am Friedrichshain. Am Königsthor. Täglich: Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. 15 Volksbelustigungen aller Art. Im neu parquettirten Saale: Täglich: Gr. Ball. } Von 5-7/ 2 Uhr: Freier Damentanz. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Entree 30 Pf., Billets vorher 25 Pf. 0000000-0-000000 Roh- Tabak Ausstellung Italien in Berlin. Detail- Verkauf 194 Rud. Völcker& Sohn, Herren j. Standes w. als Vertreter f. b. Sterbekasse Borussia", Prinzefsinnenstraße 19, gegen hohe Provision 371/12 gesucht. 1043b J. A. Zippte, Markusstr. 14. In RohTabaken und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! B. Nieft's Festsäle, 17. Weberstr. 17. Empfiehlt sich zu Vergnügungen und Versammlungen. 66. Resterhandlung. 66. Billig Reste zu Knaben- Anzügen von 1 M. Große Anzüge von 7 M. an bis zum feinsten Rammgarn, auch pal zu Einsegnungs- Anzügen. Große Aus wahl in Paletotstoffen, sowie zu Frühjahrs- und Sommermänteln, Jaquets, Plüsch, Atlas, Seide, Sammt u. Spizen. 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Die russischen Verhältnisse der Mitte unseres Jahrhunderts, die Reformperiode unter Alexander II, den damaligen eigenartigen russischen Sozialismus schildert und erklärt der Verfasser an der Hand des hiftorischen Materialismus. Im zweiten Theil untersucht er den utopischen Sozialismus an der Hand der Marristischen Lehren und gestaltet die Darstellung zu einem Kompendium des wissenschaftlichen Sozialismus, das an Schärfe, Klarheit und Beweiskraft faum übertroffen werden dürfte. 448/20 Schlafsopha verkauft Sänger, ottenburg, Kantstr. 59.[ 1091b W., Rantstr. 106. 1092b Zum Waldfest am 17. Juni cr. sind noch Plätze zum Bier Ausschant zu vergeben. Meldungen diese Woche Nachmittag im Müggelschloß.[ 1086b Zum Waldfest am 17. Juni findet im Müggelschloß ein Berkauf von Wurst, Schinken, auch warmen Würstchen 2c. zu Fleischerpreisen, ebenso Verkauf von Backwaaren zu Bäckerpreisen statt. 10876 Arbeitsmarkt. Piano- Hammertopfarbeiter fofort gesucht. 1090b Köhler, Marfiliusstr. 20, II. 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Darum richten wir die Bitte an alle Genossen, besonders an diejenigen der großen Städte, sorgt dafür, daß die Ziegler auch während des Sommers etivas zu lesen bekommen, agitirt auch unter ihnen. Lasse sich keiner dadurch abhalten, daß ihm vielleicht der eine oder andere schroff entgegentritt, die große Mehrzahl der Lippischen Ziegler ist unseren Ideen durchaus zugänglich. Also Genossen, hellt uns in dem Bestreben, dem Ziegler auch die Erkenntniß beizubringen, daß nur der Sozialismus wirklich im stände ist, seine so überaus traurige Lage zu verbessern. Im Auftrage der Lippischen Genossen! H e i n r. Baum, Oerlinghausen(Lippe). Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ge- beten. t-> 4-* Ein Nachspiel zum Freiburger Maurer streik spielte sich am 31. v.M. vor der dortigen Strafkammer ab. Die Maurer Fromm und Burkhart waren beschuldigt, den bekannten Architekten Eugen Schmidt thätlich beleidigt zu haben. Die Angeklagten behaupten, Schmidt habe sie durch be- leidigende Aeußerungen provozirt und ihnen mit dem Revolver gedroht. Schmidt wußte die Sache so zu schildern, als habe er in der Nothivehr gehandelt. Nach seiner Schilderung sind die beiden Maurer die Karnickel, die angefangen haben. Daß er mit einem Dolchmesser nach den beiden Angeklagten gestoßen und den Fromm dabei in die Hand gestochen, leugnet er ent- schieden. Er habe mit dem Messer nicht gestoßen, sondern er glaube, daß Fromm mit der Hand nach dem Messer gegriffen und sich dabei verletzt habe.(!!!) Das Gericht schenkte leider dein Schmidt in allen Punkten Glauben und verurtheilte Fromm zu 5 Wochen und Burkhart zu 3 Wochen Gefängniß. Einige zuhörende Maurer, die während der Verhandlung einige Zwischenbemerkungen gemacht hatten, wurden in eine„Ordnungs- strafe" von b Mark genommen. Dieses Urtheil macht sehr viel zu denken. Ein neuer Köder? Wie man aus Halberstadt be- richtet, soll die dortige Handelskammer auf Anregung aus in- dustriellen Kreisen sich an den Handelsminister wegen Schaffung einer Arbeiter-Verdien st medaille gewendet habe«.— Weil wir unsere Gegner nicht gar zu tief einschätzen wollen. können wir die Nachricht nickt ohne weiteres als glaubhaft an- nehmen. Sollten jedoch gewisse industrielle und andere Kreise dem Drange, sich zu blamiren. nicht widerstehen können, so kann man ihnen getrosten Muthes die Versicherung ertheilen, daß sie in diesem Falle denn doch zu spät kommen werden. In einer Zeit, wo das Selbstbewußtsein der Arbeiter als Individuen so- wohl wie als Klassenangehörige erfreulicherweise stetig wächst, wo mit der Erkenntniß seiner Lage auch in dem letzten Arbeiter das Gefühl tiefer Erbitterung über die ihm von dem Ausbeuter- thum zugefügte Behandlung lebendig wird,— wir meinen, in gegenwärtiger Zeit die Frage einer Verdienstmedaille für Ar- beiter in ernsthafte Erwägung zu ziehen, dazu gehört ein gut Theil Unternehmer-Bornirtheit. Ein Opfer der Ueberarbeit. Aus W r i e z e n wird uns oesckzrieben: Der Bier- und Destillateurkutscher Franke bei der Firma O. Welz hier wurde am 1. d. M. früh auf dem Wege bei Kunersdorf bei Wriezen als Leiche gesunden, und zwar derart, daß der Kopf zwischen einem Baume und dem Wagen eingequetscht war. Franke war jedenfalls eingeschlafen und hatte so gelegen, daß der Kopf über der vorderen Schutz- wand hinauslag. Bei der Biegung des Weges waren die Pferde gewiß aus der Spur gegangen, der Böschung des Weges zu nahe gekommen und so gegen einen Baum gefahren, der un- glücklicher Weise den Kopf des Kutschers traf. Nach Bericht vorher besuchter Gastwirthe muß dieses schon um 12 Uhr Nachts ge- fchehen sein. Tie Pferde standen noch früh um 5 Uhr auf derselben stelle. Wenn diese armen Kutscher auf dem Wagen schlafen, so ist es gewiß nicht zu verwundern, müssen sie doch oft 12—18 Stunden arbeiten. Wenn sie oft des Nachts um 3 oder 4 Uhr nach Hause kommen, müssen sie schon wieder früh um 7 Uhr auf dem Hofe sein, um ihre Ladungen für die neue Tour in Empfang zu nehmen. Einen freien Tag nach langer Tour gicbt es nicht, und wenn sie auf dem Hofe oder dem Lande arbeilen müssen. Also wieder ein Opfer mehr, das wohl bedauert, dann aber aar bald vergessen ist und schließlich bleibt alles beim Alten. Und es wird so lange so bleiben, bis die heutige Wirthschasts- ordnung einer neuen Platz gemacht hat. bis uicht mehr einzig und allein des lieben Profits willen gearbeitet wird. Die Zentral-Kranken- und Begräbnistkasse für Frauen und Mädchen in D e u t s ch l a n d(Sitz O f f e n b a ch) hielt dieser Tage in Mainz ihre vierte ordentliche Generalversammlung ab. Erschienen sind 33 Delegirtinnen sowie 17 männliche Beiräthe. Nach dem Kassenbericht des Hauptkassirers betrug Ende 1893 die Zahl der Verwaltungsstellen 121 und die Zahl der Mitglieder 9010. Die Einnahmen der Hauptkasse und in den Verwaltungs- stellen betrugen im Ganzen 171 682.10 M., davon waren Kassen- bestände 7700,91 M., Eintrittsgelder 16S8.S0 M.. Beiträge 156 817,85 M., Zinsen 3861,32 M. Die Totalausgaben be- trugen abzüglich der Kassenbestände pro 1. Januar 1892 164 093,04 M._ VerlÄtninlungen. Die Zentral-Kranken- und Begräbnisttaffe für Frauen und Mädchen(Sitz in Offenbach a. M.). Die Berliner Delegirten zur Generalversammlung in Mainz warenvon der in einer öffent- lichen Versammlung der Mitglieder der aufgelösten Zahlstelle Berlin 1 gewählten Befchwerdekommission zu einer Versammlung eingeladen. Genosse M o h r b a ch(früherer Revisor der Zahlstelle i) gab ein übersichtliches Bild über die Vorgänge be, der Wahl der Delegirten zur letzten Generalversammlung in Ham- bürg, welche die Ursache zu Zerwürfnissen der gesammlen Wer- watlungsbcamten der damaligen Zahlstelle I mit deren Bevoll- möchtigten Papke wurden. Beschwerden über Papke be- handelte der Zentralvorstand stets sehr einseitig, den Neuwahlen versagte er die Bestätigung, wodurch die Erbitterung tu den Reihen der Mitglieder und deren Anverwandten auf's Höchste stieg. Der von Braunschweig eigens nach Verlin gesendete Vorsitzende des Ausschusses verstand eS in keiner Weise, die erregten Gemüther zu beruhigen; die Mehrheit der Mitglieder verlangte die Amtsentsetzung resp. Niederlegung des Bevollmächtigten. Der Streit setzte sich in den Versammlungen der Zahlstelle I fort und schließlich wurde diese von, Zentralvorstand ausgelöst und die Mitglieder der Zahl- stelle II überwiesen. Eine öffentliche Versammlung der Mit- glieder der aufgelösten Zahlstelle I protestirte gegen die Auf- lösung und beschloß Beschwerde gegen Vorstand und Ausschuß bei der Aufsichtsbehörde. Diese verwies die Beschwerdeführer an die Generalversammlung. Infolge der diktatorischen Handlungs- weise des Zentralvorsitzenden rumorte es auch in anderen Städten zum Beispiel Nürnberg, wo die Verhältnisse ebenso liegen. In einem Brief schrieb Herr Schulze- Offenbach: wer gegen uns (den Vorstand) ist, der ist auch gegen die Kasse, er scheine sie so- mit als sein Privateigenthum resp.„sein Geschäft" zu betrachten und speziell hiergegen wendet sich der Protest der Mitglieder. Die Delegirte Frau Ihrer versprach bei passender Gelegenheit, die Angelegenheit auf der Generalversammlung zur Sprache zu bringen, machte aber gleichzeitig der Beschweidekommission den Vorwurf der Lässigkeit, die versäumt habe, vor der Wahl der Delegirten diese Beschwerden allen Zahlstellen im Reich zu unterbreiten. Frau Gubela ersuchte die Delegirten dahin zu wirken, daß der Sitz des Ausschusses der Kasse nach Verlin ver- legt werde und war im übrigen derselben Ansicht eines Vor- reduers, daß durd Entsendung ein und derselben Delegirten sich in der Kasse ein 5lliquenwesen heranbilde. Nachdem noch Herr Lutz(Zahlstelle 2) versucht hatte, die Maßnahmen des Zentral- Vorstandes zu vertheidigen, nahm die Versammlung nachstehende Jiesolution an:„In aubetracht der ungerechten Maßnahmen des Vorstandes ersucht die Versammlung die Berliner Delegirten, auf der Generalversammlung dahin zu wirken, daß unter„Bericht des Vorstandes" die Auflösung der Verwaltungsstelle Berlin I diskulirt und gegen dieselbe Beschwerde geführt werde. Die Versammlung prolestirt gegen die seitens des Vorstandes wieder- holt geübte Praxis der Nlchtbestätigung ihm nicht genehmer Mit- glieder zu Verwaltungsbeamten der Kasse, welche das Wahlrecht der Mitglieder geradezu illusorisch macht und jedem demo- kratischen Gefühl und Brauch ins Gesicht schlägt." Die eingeschriebenen freien HilfSkassen, welche dem Ver- bände freier Krankenkassen(Sitz Hamburg) angehören, hielten am 27. Mai eine Versammlung ab, zu welcher der Verbands- Vorsitzende Herr Blume aus Hamburg anwesend war. Der am Anfange dieses Jahres stattgehabte Streit der freien Hilfskassen mit ihren Aerzten und demzufolge erfolgte Austritt der Zentral- Krankenkasse der Tischler aus der hier bestehenden Vereinigung freier Hilfskassen war der Zweck zur Einberufung dieser Ver- sanunlung. Herr Blume erläuterte nach den Bestimmungen des Vcrbandsstatuts den Zweck des Verbandes. Hiernach haben alle sich an einem Orte befindenden Verbandskassen zu vereinigen, um gemeinsam mit Aerzten, Apothekern und anderen Lieferanten für die Kasse und deren Mitglieder günstige Verträge abzuschließen, sowie in allen Fällen sich gegenseitig zu unterstützen. Der Ver- bandsvorstand steht auf dem Standpunkte, daß die Verbands- lassen vereinigt sein müssen, die Zersplitterung der Kassen muß aufhören, denn nur durch die Vereinigung aller Kassen sei etwas zu erreichen. Von den folgenden Rednern wird allseitig einer Vereinigung zugestimmt und die eingetretene Zersplitterung bedauert. Durch eine Statistik wird nachgewiesen, daß die Ho- norirung der Aerzte fast einer Bezahlung wie bei ihrer Privat- Praxis gleichkommt; außerdem ein Risiko für die Aerzte nicht vor- handen ist. Folgender von Herrn Paul Schneider gestellter An- trag wird einstimmig angenommen: Es ist eine Kommission zu wählen, welche die Vorarbeiten zu einer Vereinigung sämmtlicher Verbandskassen vorzunehmen hat, auch soll es den hiesigen freien Hilfskassen gestattet sein, sich der Vereinigung anzuschließen. Hierauf ward bestimmt, jede örtliche Verwaltungsstelle hat einen Delegirten zu wählen. Die Adresse desselben ist bis zum 5. Juli 1894 an Herrn Wilhelm Roll, Stralauerstr. 43, vorn 2 Treppen mitzutheilen. Die Zustände in der Konfektion und wie streben wir nach Besserung?" lautete die Tagesordnung einer öffentlichen Schneider- und Schneiderinnenversammlung, welche am 4. d. Mts. im Weddina-Park tagte und rege besucht war. Frau R e i m a n n als Referentin beleuchtete in ein- gehender Weise die Mißstände in der Konfektion, welche auf der einen Seite Millionäre, auf der anderen Seite elende Arbeiter züchte. Während man die Arbeiterinnen in der unglaublichsten Weise ausbeute, erhalten die Beamten großer Konfektionshäuser wahre Ministergehälter. Die Arbeiterinnen würden doppelt aus' gebeutet, durch den Konfektionär indirekt, durch den Zwischen meister direkt. In drastischer Weise schilderte die Rednerin das namenlose Elend der Arbeiterinnen bei den Zwischenmeistern. Es sei bei den Arbeiterinnen bald soweit gekommen, daß sie alle Widerstandskraft verloren haben. Soweitdürfe es abernichtkommen. Möge man den Arbeiterinnen eine menschenwürdige Existenz ge- wahren, dann würde auch die Unsitllichkeit aufhören. Leider würde von manchem Zwischenmeister die weibliche Ehre sehr gering geachtet. Referentin kam nach Vorführung vieler das Arbeiterelend veranschaulichenden Einzelheiten zu dem Schlüsse, daß es so nicht weiter gehen könne, daß das den Arbeitern wie Arbeiterinnen gewährleistete Koalitionsrecht thatkräftig ausgenützt werden müsse. Bügler, Stepper und Mäntelnäherinnen hätten sich gemeinsam zu organisiren und zwar im Deutschen Schneider- und Schneiderinnen-Verbande. Ter Rcferentin wurde lebhafter Beifall gezollt. Die folgende Diskusston wurde in der Haupt- fache von Büglern geführt, welche wieder einen ziemlich ab- sonderlichen Standpunkt einnahmen. Bemerkenswerth sind die Aussührungen des Herrn Zitzmann, welcher die bündige Er- klärung abgab, daß die Bügler sich von der Agitations-Kommission nichts aufoktroyren lassen, daß die ganze Agitation auf die Errichtung von Betriebswerkstätten hinauslausen solle. Betriebswerkstätten legten den Unternehmern große Lasten auf und hätten zur Folge die Beseitigung der Zwischenmeister und der Hausindustrie. Dies sei ein Unding. Einer Beschränkung der Hausindustrie stimme er wohl zu. einer Beseitigung derselben könne er seine Zu- stimmung nicht gebe». Wo sollten denn die ganzen Hausindustrie- Arbeiter bleiben? Die Bügler ließen es sich nicht nehmen, auch für Erhöhung der Löhne zu wirken, und hätten auch diese Ab- ficht, sobald die Organisation fertig fein würde. Ein nichtiger Streit entspann sich wiederum über die Frage. ob die Bügler von den Mäntelnäherinnen oder diese von jenen abhängig seien. D a n z i g und W. Schulz übernahmen es, Herrn Zitzmann unter dem Beifall der Versammlung den Standpunkt klar zu machen. Schulz besonders veranschaulichte, daß die Forderung der Betriebswerkstätten eine sehr zeitgemäß» und dringend noth- wendige sei. Auch Herr Drees, Vorsitzender des BüglervereinZ Wedding, welcher etwas stark im meisterlich-harmonischen Fahr- wasser segelte, wurde von Schulz in ganz entschiedener Weise in Uebereinstimmung mit der Versammlung ab- gewiesen. Z i tz m a n n blieb bei seiner Ansicht, daß dw Forderung von Betriebswerkstätten ein Größenwahn sei. Seiner Ansicht nach sei der Schneiderverband für die Konfektion auch nur ein„Organisatiönchen", wie man die Büglervereine zu bezeichnen beliebe. Die Bllgler beabsichtigten, die Stückarbeit abzuschaffen und diese Angelegenheit liege den Büglern mehr am Herzen, als die Betriebswerkstätten. In ihrem Schlußworte be- schäsligte die Referentin sich gleichfalls in liebevoller Weise mit terrn Zitzmann und ermahnte nochmals, dem Verbände der chneider und Schneiderinnen beizutreten. Die Moabiter Agitationskommission wurde durch Stein! e und Frau Säger ergänzt. Der deutsche Metallarbeiter-Verbaud(Verwaltungsstelle Berlin C.) hielt am 2. Juni eine sehr gut besuchte Versammlung ab, in der Dr. H e y m a n n über das Thema:„Die Natur- Wissenschaft und das Proletariat" referirte. Auf Antrag der Ortsverwaltung wird beschlossen, die„Deutsche Metallarbeiter- Zeitung" nur noch gegen Vorzeigung der Mitgliedsbücher an die nicht über acht Wochen restirenden Mitglieder zu verabfolgen. Sodann wird bekannt gegeben, daß in Schöneberg eine Ver- waltungsstelle gegründet ist. I» Charlotteuburg tagte am 31. Mai eine recht zahlreich besuchte Volksversammlung in dem Lokal„Bismarckshöhe", Wilmersdorferstraße. Hierzu war von den Genossen an den Reichstags-Äbgeordneten Fritz Z u b e i l die Aufforderung er- gangen, Bericht zu erstatten über die Thätigkeit des Reichstages. Die gespannte Aufmerksamkeit, mit der die Versammelten dem Vortrage folgten, gaben einen Beweis von dem durchaus regen Interesse der Wähler an der Thätigkeit ihrer Vertreter im Parlament. Der Redner berührte alle im Reichstage zur Ver» Handlung gekommenen Fragen und Anträge, und präzisirte genau den Standpunkt, den die Vertreter der sozialdemokratischen Partei zu denselben eingenommen haben; daß dieser vollständig dem Wunsch und Willen ihrer Mandatgeber entsprach, bewiesen die wiederholten lebhaften Zustimmungsbezeugungen. Da die Ver- sammlung sich durch den Vortrag zufriedengestellt erklärte, nahm man einstimmig von einer Diskussion darüber Abstand, und stimmte folgender Resolution gegen eine Stimme zu:„Die Versammlung erklärt sich mit der Berichterstattung des Vertreters für Teltow» Beeskom-Charlottenburg, Fritz Zubeil, einverstanden; sie ist von der Ueberzeugung durchdrungen, daß die Thätigkeit der gesammten sozialdemokratischen Fraktion, treu dem Prinzip:„dem Wohle des gesaminten arbeitenden Volkes" gewidmet ist, und in Zukunft sein wird; sie bringt derselben das vollste Vertrauen entgegen, mit dem Versprechen, auch fernerhin mit ganzer Kraft für die Ausbreitung des Sozialismus einzutrete», und stets neue Kämpfer für die gerechte Sache des geknechteten Proletariats zu werben." Sodann erstattete die Lokalkommission Bericht über die Ergeb- nisse ihrer Thätigkeit betreffs der Kontrolle über die verschänkten Biere. Hiernach werden in einigen kleineren Lokalen verschiedene Arten Brere ausgeschänkt. Eine Reihe Lokalinhaber erkläre», Bier von auswärts zu beziehen, einige weigern sich, Angaben über die Bezugsquelle ihres Bieres zu machen, andere erklären, von der Spanvauer Berg-Brauerei abhängig zu sein und deS- halb Bier von dort entnehmen zu müssen. In einem Falle wurde der mit der Kontrolle beauftragte Genosse aus dem betreffenden Lokale gewiesen. Nachdem zu diesem Punkt von den ver- schiedensten Rednern hauptsächlich, Machinationen zur Sprache gebracht waren, nach welchen das Publikum, und wenn irgend möglich auch die Kontrolleure betrogen werde», erklärte Genosse Zubeil, daß sichere Vorkehrungen und Abmachungen getroffen sind, nach henen von heute(1. Juni) ab gutes Bier aus Fürsten- walde eingeführt wird, ebenso aus Luckenwalde. Selbstverständ- lich sind die hetreffenden Brauereien unterschriftlich verpflichtet worden, die Bedingungen, die die große Boykott-Resolution vor« schreibt, gewissenhast zu erfüllen. Ju RnmmelSburg beschäftigte sich am 4. Juni eine öffentliche Volksversammlung mit dem Bierboykott, über dessen Ursache und bisherige Wirkungen Genosse Stabernack aus Berlin referirte. Genosse Oclking berichtete Namens der Boykott» kommission über die Thätigkeit derselben und führte die Wirthe an, welche trotz Aufforderung das boykottirte Bier nicht ab- bestellt haben. Redner forderte die Genossen auf, nur in den Lokalen zu verkehren, in welchen das von der Berliner Kom» Mission gestempelte rothe Plakat aushängt. Gastwirth Bort (Schiller- und Kantstraßen-Ecke) bestritt, daß er boykottirtes Bier ausschänke; verschiedene Genossen waren aber in der Lage, ihm den Nachweis zu erbringen, daß er in den letzten Tagen wiederholt von einer der boykottirte« Brauereien Bier bezogen hat. Die Arbeiter der Orlamünder'schen und Lehmann'schen Fabrik, die bisher Schultheiß-(Flaschen-) Bier trinken, wurden aufgefordert, nicht die schuldige Rücksicht auf die anderen Ar- beiter zu vergessen. Ein Genosse theilte auch mit, daß in Wilhelminenhof, wo einige Gewerkschaften Sommcrvergnüzen abzuhalten beabsichtigen, Bier aus dem Böhmischen Brauhause aeschänkt wird. Nach einem Schlußworte Stabcrnack's nahm die Versammlung einstimmig die Resolution der Berliner Boykott« kommission an. Für Steglitz uud Friedenau fand am 29. Mai in letzterem Orte im großen Saale des Etablissements„HohenzollerN" (Handjerystraße) eine sehr zahlreich besuchte öffentliche Volks- Versammlung statt. T h. Glocke sprach über„Klassenkämpfe". In einer Resolution erkläne die Versammlung ihr vollstes Ein- verständniß mit den Ausführungen des Referenten. Den Bericht der Lokalkommission erstattete K l u t h; sein Antrag: den Boykott über die Lokale.Hohenzollern"-Friedenau und„Schwarzer Adler"- Steglitz aufzuheben, nunmehr aber nur in solchen Lokalen zu verkehren, welche von der Lokalkommission freigegeben sind, fand einstimmige Annahme.— Ueber den„Bierboykott" referirte Kasper. Redner empfahl der Versammlung, sich für die Dauer des Boykotts mit anderem Getränk zu be- gnügen und„Ringbier" strengstens zu meiden.(Beifall.) Mit- getheilt wurde, daß bei dem Gastwirth Hundertmark in Lichter» selbe ein Kutscher der Weißbier-Brauerei Hilsebein Bayrisch-Bier in Weißbier-Gefäßen abgeladen habe, und ferner, daß bei Schütze(Bahnhof Schöneberg) Bwr der Spandauer Berg- Brauerei verzapft wird. Die Frauen wurden ermahnt, in gleicher Weise bei Einkauf von Flaschenbier in Krämerläden x. ein wachsames Auge zu haben. Schließlich gelangte eine Reso- lution zur Annahme, worin die Versammlung versprach, mit aller Kraft und Energie den Boykott speziell der Me» be- kannten Brauereien durchzuführen. Mit bezug auf unsere Erklärung in Nr. 125 verzeichnen wir nachstehend die Lokale, in welchen unsere garantirt reinen, nur aus Hopfen und Malz gebrauten Biere zum Ausschank kommen und zwar zu den bekannten billigen Breisen: 14 Liter Bairisch 12 Liter Bairisch 5 Pfg. 10 Pfg. 14 Liter Münchener 7 Pfg. Liter Münchener 13 Pfg. Süddeutsche Brauerei. Anklamerstraße 29. C. Kintz& Cie. Große Frankfurterstraße 39. Invalidenstraße 135. Alte Jakobstraße 61. Ackerstraße 112. Kaftanien- Allee 11. Barnimstraße 19. Köpniderstraße 114. Bernauerstraße 47c. Köpniderstraße 23. Blücherstraße 34. Königsbergerstraße 3a. Büschingstrasze 5. Oranienstraße 14. Budowerstrasse 11. Reichenbergerstraße 21. Brunnenstraße 12. Rügenerstraße 13. Chausseestrasze 28a. Neue Schönhauserstraße 19. Chausseestrasze 51. Skalizerstraße 75. Köslinerstrasse 11. Usedomstraße 32. Dresdenerstrasse 18. Weidenweg 34. Fransedistrasze 49. Waldstraße 57. J Schöneberg: Hauptstraße 138. In Charlottenburg: Garde du Corpsstrasze 1. Potsdamerstrasse 5. In Friedrichsberg: Blumenthalstrasze 45. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 294L