I v � o Mr. m. flUonnements-Bedlngm»««» kbonnrmems> BTfi4 prönumecanb*' Pierteliäötl 8,90 JRt, monafl. UO Rt, wöchmilich 90 Sfg. kr, m« Hau», tinjelne»ummrt 5 Stg. Conmog*. nummex mit Uluftnrrm komuag», vrilage.Dir 8!eur»rik>0 Pia Poft- Pbonnemrn»! l.30 Mari vro Ronat Emgeiragen in die Posl. Zrttuna». Preis!!,!«. llnlrr lkruzban» tta Dcutichland und Oesterreich. Ungar» »SO Mari, wr dag übrige kusland i Marl vro Monat Postabomremrmg Nebmen an Lelgien. DSnemar» Holland. Ilalirn. Luxemburg. PorrugaH «umäuien. Schweden und die Schwei» (lUltlot lZgNch. Berliner Volksblnlt. S4. K«chrß«»g. Wk Tirffrflci«-€fWn>T Wtettgt tflt die sechSgridaliene ftolonei. irtl« oder deren Raum SO Sfg, für golitilche und gewerilchakliche Verein»- »nd Versammlung»- Anzeigen SO Pfg. .Aleirie Mnztigen", da» icagcdruckle feott 20 Pig.(zulässtg 2 leligedruckte vortei, jede» weilerr Wort 10 Psg. Stellengesuche und Schlafslellena»- zeigen da» erste Wort 10 Pjg. lede» »euere Wort k Pfg. Worte über IS Luch- Itaben züblen illr zwei Worte. Inscrai« mr die nächste Nummer müssen bi» S Übt nachmittag» in der Sxveditton »dgcgcden werden. Di-«xvcdition iL bi» 7 Uhr abend» geöffne». Telegrarnm-Udreff«: �»«I,igem»8fU Seilt»-. Zentratorgan der foztaldemokratifchcn parte» Deutfd�lands. Neöaktton: EW. HS» LinSenstraße 3. ffernivrecher: Am, Moritzpla«, 9tt. 151 90—151 97. Sonntag, den 15. Juli 1917* Expeöition: Sw. 68» Linüenstraße 3. Beruivrecher: Amt Morttzplatz. Str. 15190�.15197. ReicbsKanNer l>r. jMichaelis. Der Kaiser hat dem Ncichskanzler v. Dethmann Hollweg Vrn erbetene« Abschied bewilligt und an seiner Stelle den U n t c r.st a a t s s e kr e t ä r Dr. Michaelis zum Reichskanzler und preußischen Ministerpräsidenten ernannt. Als Nachfolger des gleichfalls scheidenden Staats. sekretärs des Auswärtigen Zimmermann wird der deutsche Gesandte iu Kopenhagen Graf Brockdorff. Rantzau geuaunt. Ein Mann, der auf begrenztem Gebiet eine große Auf- gäbe mit zäher Energie nach Möglichkeit gelöst hat, hat den Ruf erhalten, die Geschicke des Reiches in schwerster Zeit zu leiten. Tr. Georg Michaelis, Unterstaatssekretär im Preußischen Finanzministerium, Staatskommissar für Volksernährung in Preußen, hat dem deutschen Volk seit zwei Jahren das Brot zugeschnitten, knapp, aber doch so, daß es niemals ausging. Sein willcnsstarkes Auftreten gegen Schäden der landwirtschaftlichen und politischen Vertvaltung dät ihm Sympathien eingetragen und ihn fast zu einem Volks- tümlichen Mann gemacht. Auf der Suche nach einer energi- schen Persönlichkeit, die auch Vertrauen im Volke be- sitzt, stieß man auf seinen Namen und fand keinen besseren. Außerhalb der agrarischen Kreise, die ihm seine Feststellungen über die Verfütterung von Brotgetreide an das Lieb arg ver- Übeln, hat der neue Reichskanzler keine politischen Gegner. Man weiß von ihm, daß er dort, wo er eingreift, auch scharf zupackt. Mehr weiß man von ihm nicht. Seine Stcl- lung zu ben großen Problemen der Zeit ist unbekannt. Es war sein e r st e r Fehler, daß er sich über sie nicht mit den Parteien des Reichstags auseinandersetzte, bevor er sein Amt endgültig übernahm. Der Kronprinz, als Stellvertreter des Kaisers, hat die Parteiführer befragt, wie sie über das Ver- bleiben Herrn v. Bethmanns im Ainte dächten, er hat sich über ihre Auffassung der politischen Gcsamtlage informiert und darüber seinem Vater Bericht erstattet. Das Ergebnis war die Bewilligung des von Herrn v. Bethmann eingereichten Entlassungsgesuches und die Ernennmig Michaelis' zu seinem Nachfolger. Eine Sondierung, ob die Politik des neuen Kanzlers auf eine Mehrheit im Reichstag zu rechnen habe, ist aber nicht erfolgt, und insofern ist der Versuch, die Sitten parlamentarisch regierter Länder nachzuahmen, in seinen be- scheidensten Anfängen stecken geblieben. Niemand weiß heute noch, wie sich Herr Michaesis seine neue schwere Aufgabe denkt. Was darüber in die Presse ge- bracht worden ist,„innere Einigkeit",„Festhalten an der Bündnispolitik", sind nichts als selbswerständliche allgemeine Redensarten. In der nächsten Reichstagssitzung, Voraussicht- lich am Tonnerstag, wird sich der neue Reichskanzler über seine Politik genauer aussprechen. Dann wird sich auch zeigen, wie sich die Sozialdemokratie zu ihm stellt. Herr Michaelis ist der erste Reichskanzler bürgerlichen Namens, aber er ist aus der preußischen Verwaltung hervor- gegangen, der er, der jetzt Sechzigjährige, seit seinem 22. Lebensjahre angehört. Da nimmt man manches an, was man, zumal in vorgerückten Jahren, nicht so leicht abstreift. Aber der neue Reichskanzler kennt ja die Erbschaft, die er übernimmt. Er kennt die Wahlrcchtsbotschaft vom 11. Juli, kann also das Amt nur in der Absicht übernommen haben, sie durchzuführen, und da ist ein Mann ohne Schwächlichkeit und ohne Zaudern am Platze. Er kennt auch das Friedensprogramm der Mchrbeits- Parteien, das wir gestern veröffentlichten, und er kann kaum daran denken, die feste Plattform, auf der sich die Reichs- tagsparteien gefunden haben, wieder zu zerschlagen, denn damit würde er seinem ersten Programmpunkt, die innere Einheit zu fördern, geradeswegs zuwiderhandeln. An einer inneren Einheit, die sich nicht nach den klaren Richtlinien einer aufrichtigen Friedenspolitik bewegt, würde die Sozial- demokratie keinen Anteil nehmen können. Indes, Herr Michaelis war zwei Jahre lang die Zentral- Person, in der sich alle Brotsorgen des deutschen Volkes verkörperten, und in dieser Schule müßte, denken wir, auch ein noch so rabiater Kriegsfanatikcr zu einem ehrlichen Freund des Friedens werden. Nichts spricht indes dafür, daß Herr Michaelis ein solcher Kriegsfanatiker ist— wenn man von der etwas verdächtigen Empfehlung seiner Persönlichkeit durch die„Tägliche Rundschau", die ihn nüt stolzer Geschmacklosig- keit„unseren Kandidaten" nennt, absieht. In dicseni Punkte aber wird der neue Mann ein klares Bekenntnis ablegen müssen. Aus der Zweideutigkeit und Un° klarheit. die die deutsche auswärtige Politik in den Ruf der Unehrlichkeit gebracht hat, müssen wir heraus. Ent- weder treibt„uns" Eroberungssucht, oder sie treibt uns nicht. Entweder wir müssen aus dem Krieg fremdes Land und fremdes Geld holen, mag er dann auch noch zehn Jahre dauern, oder wir wollen in absehbarer Zeit zum Frieden kommen, und dann beschränken wir uns auf das unzweideutige Programm eines reinen Verteidigungskrieges. Tut der Reichskanzler das zweite, so hat er eine starke geschlossene Reichstagsmehrheit hinter sich, die er durch seine persönliche Arbeit noch festigen und erweitern kann. Will er das erste, nun, dann mag er sehen, wie er eine Mehrheit für seine Politik aufbringt, die Sozialdemokratie wird er aber dann jedenfalls in schärfster Opposition finden. Ohne Mehrheit geht es nicht! Das ist eine Tatsache, deren Selbswerständlichkeit sich ebenso wie seinerzeit beim Sturze Bülows so jetzt beim Fall Bethmanns erwiesen hat. Wenn man um sie verschämt herumgeht und so tut, als könne Reichspolitik so ganz einfach von oben her ohne, ja gegen den Reichstag getrieben werden, so tut man der Wahrheit Gewalt an und schädigt Deutschlands Ansehen im Ausland. Deutsch- land i st keine Autokratie, und kann keine sein, ein Kanzler, der nur das Vertrauen der Krone, aber nicht das der Volks- Vertretung besitzt, kann sich nicht in seinem Amte halten. Tic „besondere" Stellung des Reichskanzlers gegenüber dem Reichstag ist weiter nichts als eine leere Formalität, unter der die deutschen Interessen nach innen und außen leiden: es ist Zeit, daß der neue Reichskanzler diesen Zopf mit scharfer Schere abschneidet. Ein anderes, das uns not tut. ist die klare Scheidung desPolitischenvomMilitärischen in dem Sinne. daß das Militärische auf sein eigenstes Gebiet beschränkt wird und die Politik die führende Stellung einnimmt. Das gilt, wie auf anderen Gebieten, auch auf dem der Z e n s u r. Seit drei Jahren liegt die Presse in den Fesseln des Kriegs- zustandcs, die Erschütterung des Vertrauens, die in der 5trise der letzten Zeit zum Ausdruck gekommen ist, die herrschende Nervosität und Unsicherheit hat hier ihre stärkste Wurzel. Eine Gesundung der öffentlichen Meinung herbeizuführen, indem sie wieder an frische Luft gewöhnt wird, das wird eine hervor- ragend wichtige Aufgabe der Regierung sein. In enger Gemeinschaft mit der Volksvertretung Deutsch- lands innere Freiheit herzustellen und dem Völkergemetzel durch einen Frieden gerechter Verständigung ein Ende zu be- reiten, das ist das höchste Ziel, das sich ein deutscher Staats- mann der Gegenwart stellen kann, aber auch das notwendige Ziel, das er sich stellen muß, wenn er nicht scheitern Willi »» « Dr. Michaelis wurde am S. September 1857 in Hahrrau in Schlesien als Sohn des OberappellatiimSgerichtSrates Michaelis geboren. Nach Absolvierung seiner Studien wurde er 1879 Refe- rendar, 1884 Assessor. In dieser Eigenschaft war er ein Jahr bei der Staatsanwaltschaft in Berlin tätig, von wo er als Dozent an die Schule deutscher Rechts- und Staatswissenschaft in Tokio be- rufen wurde. Ende 1889 nach Deutschland zurückgekehrt, blieb er bis 1892 weiter im Justizdienst als Staatsanwalt tätig und wurde dann von der Regierung in Trier in die allgemeine Staatsver- waltung übernommen. Von hier aus kam er 1897 nach Arnsberg in Westfalen als OberregierungSrat. 19 wurde er als Vertreter des Regierungspräsidenten nach Liegnitz versetzt und ging von dort im Jahre 1992 als Oberpräsidialrat nach Breslau. Am 27. Juni 1999 zum Unterstaatssekretär im Finanzministerium ernannt, er» hielt er am 29. Juli 1915 den Charakter als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat Exzellenz. Zu Beginn des Jahres 191S wurde Dr. Michaelis an die Spitze der Reichsgetreide stelle berufen. Zuletzt wirkte er als Staatekommissar für VolkSernährung in Preußen._ Besprechung im Reichsamt ües Innern. Der neue Reichskanzler und die beiden Heerführer Hindenburg und Ludendorff hatten am gestrigen Abend im Reichsamt deS Innern eine Besprechung mit Vertretern der sozialdemokratischen ReichstagSfraktion, der Fortschrittlichen Volks« Partei und deS Zentrums. Auch der bisherige Vizekanzler Helfferich und der Unterstaatssekretär Wahnschaffe waren zugegen. Die Besprechung war vertraulich. Der neue Reichskanzler will sein Programm erst im Reichstag öffentlich entwickeln. weitere Wechsel in üen Regierungsstellen. Der Kanzlerwechsel dürste voraussichtlich weitere Veränderungen in den Regierungsstellen, sowohl unter den Staatssekretären wie unter den preußischen Ministern zur Folge haben. Das Ausscheiden des Staatssekretärs de? Auswärtigen Zimmermann ist gewiß. Die in der Oeffentlichkeit behauptete Ernennung des als sehr tüchtig geltenden Grafen Brockdorff-Rantzau zu seinem Nachfolger ist jedoch noch nicht erfolgt. Das �anüschreiben an öethmann. Das vom 14. Juli datierte kaiserliche Handschreiben an den scheidenden Reichskanzler hat folgenden Wortlaut: Mein lieber von Bethmann Hollweg I Mit schwerem Herzen habe Ich Mich entschlossen. Ihrer Bitte um Enthebung von Ihren Aemtern als Reichs- lau zler, Präfideut des StaatSmmisterüunS und Minister der auS« wältigen Angelegenheiten durch Erlaß vom heutigen Tage zu entsprechen. Acht volle Jahre haben Sie diese derantworUmgs- vollen höchsten Aemter des Reichs- und Staatsdienstes in Vorbild- licher Treue geführt und Ihre hervorragende Kraft und Persönlichkeit erfolgreich in den Dienst von Kaiser und Reich, König und Vaterland gestellt. Gerade in der schwersten Zeit, die je auf den deutschen Landen und Völlern gelastet hat, in der es sich um Entschließungen von entscheidender Bedeutung für das Bestehen und die Zukunft deS Vaterlandes handelte, haben Sie Mir mit Rat und Tat unermüdlich zur Seite gestanden. Ihnen für alle Ihre treuen Dienste Meinen innigsten Dank zu sagen, ist mir ein Herzensbedürfnis. Als äußeres Zeichen Meiner Dankbarkeit und besonderen Wert- schätzung verleihe ich Ihnen den Stern der Großkomture Meines HauSordenS von Hohenzollcrn, dessen Abzeichen Ihnen hicrneben zugeht. Mit wärmsten Segenswünschen verbleibe Ich Ihr Ihnen stets wohlgeneigter, dankbarer Kaiser und König Wilhelm I. E. Die acht vollen Jahre stimmen zufälligerweise ganz genau. Denn am 14. Juli 1909 hatte Herr v. Bethmann sein Amt übernommen._ Die Aufnahme in öer presse. Das„B e r l i n e r T a g e b l o t t" zollt der Kriegsarbeit deS neuen Reichskanzlers Achtung, rügt ober scharf feine Sen- dung„vom hohen Olymp"; „Wir sind noch ziemlich weit vom parlamentarischen System, von der Teilung der Macht und der Verantwortung, von parlamen- tarilcber Konlrolle entfernt, und alles spielt sich noch ganz nach der Tradition, unter Mitwirkung der verschiedensten Faktoren und nur nicht unter Mitwirkung der Voltsvertretung ab. Der Reichskanzler Michaelis kommt, ohne daß die Verlretungdes großen deutschen Volkes auf die Auswahl des Mannes, der in schwerer Zeit die Geschicke des Landes leiten soll, den mindesten Einfluß ausgeübt hat. Er wird sied das Vertrauen der Volksvertretung nur sichern können, und sie wird ihm ihr Vertrauen nur gönnen dürfen, wenn er ohne Zögern einer Neuordnung zu- stimmt, die wenigstens für die Zukunft dem Volksparlament den gebührenden und notwendigen Einfluß verschafft." Recht freundlich klingt die Begrüßung des veriraitlichen neuen Staatssekretärs des Auswärtigen, des Grafen Brock- iiorff-Nantzau: „Graf Brockdorff-Rantzau, der jetzt 43 Jahre alt ist, hat, mit seiner schmächtigen, schlanken Gestalt, dem etwas blassen Gesicht, den klug ironischen Augen und dem kleinen blonden Bärtrben, das Aeußcre und das Wesen einer jener feinen eleganten Hofleiite. die es besonders in ftüheren Zeiten gab Er hat auch den Witz, die leichte Art des Vcrhandelns und Plauderns, die jenen Hosdiplo- maten eigen war. Aber er ist nicht in engen Anschauungen befan- gen, hat bei den verschiedensten Gelegenheiten die Gabe sehr k I a- r e n, scharfen und unabbängigcn Urtcilcns gezeigt und mit der demokratischen Regierung in Dänemark ausgezeichnete Beziehungen zu unterhalten gewußt." Mit kühler Skepsis sieht dagegen die alldeutsche„Deutsche Tageszeitung" den neuen Staatssekretär kommen: „Graf Brockdorff-Rantzau ist, jedenfalls für die Oeffentlichkeit, staatsmännisch betrachtet, ein unheschricbcnes Blatt. Man weiß iveder, ob er ein Staatsmann ist, noch welches Ziel im Großen er hat. Auf seinem Kopcnhagcncr Posten hat ihm viel Anerkennung eingetragen, daß die Bcziebnngen zwischen dem Deutschen Reiche und Dänemark leidlich« geblieben sind und daß kein dänischer Ka- binettswechsel eingetreten ist. Wie groß die diplomatisch« Leistung des Grafen Brockdorff-Rantzau und ihr Nutzeffekt für das Deutsche Reich gewesen sei, ließe sich erst beurteilen, wenn man genau wüßte, um>v c l ch e n P r e i L von Fall zu Fall das obige Ergebnis crrcicbt worden ist und ob dieses Ergebnis einen tatsächlichen Vor- teil darstellt. Man behauptet, der Gesandte sei meist der Leitende gewesen und babe mit besonderer Energie eine Politik der Zuge- jtändnisse an Dänemark vertreten. Itcbcr die Natur dieser Zuge- ständiiisse haben wir seinerzeit gesprcchen. als es sich um dänische Schiffahrt nach Großbritannien auf Kosten des U-Boot KricgeS handelte." Von dein neuen Rcichskanzlcr hofft die„Deutsche Tages- zeitung"— die erste Sorge!—, daß er seinen Ausspruch, die Landwirte hätten das für die menschliche Ernährung not- wendige Brotgetreide ans liebe Vieh verfüttert, nicht mehr aufrecht erhalte, und wünscht, Dr. Michaelis möge die innere Geschlossenheit wiederherstellen und„im Festhalten an unserer bewährten Bündnispolitik die deutsche Einigkeit kraftvoll nach außen betätigen". Wie bei dem Blatte nicht anders zu erwarten, bekommt Bethmann Hollweg den Eselsfußtritt: .... Trotzdem würden wir ohne Bitterkeit von der Kanzler- fchaft Bethmann Hollwegs Abschied nehmen, wenn nicht die Zahl der Mißerfolge, der versäumten Gelegenheiten und der Trümmer deutscher Werte, allem voran hier das alte Preußen und eine Unsumme verwüsteten monarchischen Kapi- t a l S, aus diesem Urcheilswege zu gewaltig groß Ware. Wohl noch kein iieub'chsr(Staatsmann hat eine so belastet« Erbschaft � vorgesunden wie der Nachfolger des Herrn von Bethmanrn" Die„V o s s i s ch e Z c i t u n g" begnügt sich mit einer Charakteristik der persönlichen Eigenschaften der neuen Männer. Dein scheidenden Betlsmann Hollweg wird vorge- morsen. daß er, entgegen den Berichten des Londoner Bot- schafers, des Dürften Lichnowsky, an die Neutralität Eng- land-i glaubte, daß er den feindlichen Mächten nicht die Kriegs- erklärung zuschob, daß er in der Behandlung der polnischen f?rage eine unglückliche Hand zeigte und schließlich, daß er Deutschland in den Bereinigten Staaten kompromittierte, in- dem er gleichzeitig das Bündnisangebot an Mexiko losließ und Wilson glauben ließ, seine Vermittlerdienste wären Deutschland angenehm. Zusammenfassend sagt das Blatt: „Wenn wi,r schon vor dem Kriege gewußt hätten, was jetzt all- mählich m allen aufzudämmern beginnt, daß an die Spitze der nicht rein sachmäniuschen Ministerien, insbesondere aber an die Spitze des Reiches ein Politiker und kein Beamter ge- här!, man würde niemals auf den Einfall gekommen sein, Herrn v. Beihmann Hollweg zum Reichskanzler zu machen. Bei uns (talt.aber bis zum Kriege der gute Vcrtvältungsbeamte ohne weiteres als grUer Minister. Und Herr v. Bethrnann Hollweg war— was heute dei seinem Scheiden gar nicht laut genug zu betonen ist— ein ausgezeichneter Verwaltungsbeamter, einer der besten preußische» Beamten, die es jemals gegeben hat. Äber seine Persönlich- teil war.zum Führer und Politiker nach gar keiner Richtung ge- eignet." Ter vTag" berichtet ähnlich wie die„Deutsche Tages- zcitung" üCer das Programm des neuen Kanzlers: „Der Kunzler betrachtet es als seine Aufgabe, die innere Geschlossenheit zu erhalten und, soweit sie etwa verlopen- gsgangcn ist, wiederherzustellen. Der Wille zur Einigkeit muß wieder ein maßgebender Faktor unserer Politik im Innern wreden. Nur wenn dies der Fall ist, lassen stch Kraft und Zu. verficht nach außen im nötigen Maße in den Dienst des Paterlandes stellen. Es bedarf keiner Betonung, daß cm unserer in den Glitten des Weltkrieges bewährten Bündnis- Politik festgehalten werden soll." Die„Germania" begnügt sich, an die Verdienste Michaelis' um die Brotversorgung zu erinnern. Jubelnd begrüßt den neuen Mann die alldeutsche„T ä g l i ch e R u n d. s ch a u": „Wir haben in Dr. Michaeli? eine Hindenburg und dem kSe- neraiquartiermeister v. Ludendorff verwandte Natur, eine in sich gefestigte, christliche und deutsche Persönlichkeit von großem Wissen, ungewöhnlicher Tatkraft und reinstem Wollen. Wir sehen in ihm den rechten Mann am Steuerruder, der sich, wie in allen seinen bisherigen Aemiern, so auch in dem neuen wichtigsten, rasch das Vertrauen aller gewinnen und mit Gottes Hilfe segensreich wirken wird. Er geht nicht aus der diplomatischen Karriere hervor; aber man darf bei seiner Befähigung sicher an- nehmen, daß er sich in die neuen Geschäfte einarbeiten und sie in festem Kurse leiten wird." Tie demonstrative Huldigung der alldeutschen Organe vor dem neuen Kanzler macht den E i n d r u ck e i n e r V e r- a b r c d u n g._ der Arbeiter- und Solöatenrat ' und die Konferenz der Entente-Soziallften. Ter Hauptgrund der Ausweisung Grimms. Stockholm, 14. Juli.g. Drnhibcr. des„Vorwärts".) Das Bureau des Arbeiter- und Soldntcnrats meldet: Auf die An- kündigung de« FabiervertreterS West, daß die Sniente-Sozialtsten eine besondere Konferenz vor der eventuellen allgemeinen abhalten wollen, antwortet» Tscheldse, der Arbtiter- und Soldatenrat sei der Meinung, nur»in» Allge meinkonferenz entspreche den Interessen des Kampfes für einen allge, meinen demakratischeu Frieden und auf der Konferenz nur einer kriegführenden Gruppe würden die Sertrete» deß Arbeiter- und Soldalenrats nur zu rein informatarifchen Zwecke« erscheinen. In Polemik gegen die Erklärung de» Zimmerwald-AuSschusses ertlärt die„JSvestia", das offizielle Organ deS Rates: Der Haupt- „rund der Ausweisung Grimms war sein chiffrierter Briefwechsel, der ihn als Werkzeug der Schweizer und der deutschen lliegierung erwiese» und den er selbst intimsten Freunden der» borgen hat. Als Vertreter der polnischen Sozialisten Oesterreichs ist Geuoff» Jgnaz DaszinSti hier eingetreffen. Die ö'fterreichische Zrage. Ter Entscheidung des Reichsrats auheimgestellt. Der österreichische Ministerpräsident v. Seidler hielt gestern im Wiener BerfassungSauSschuß eine Rede, in der er die Einheit Oesterreichs feierte und im übrigen der Volksvertretung die Auf, gäbe zuwies, die zur Herstellung der nationalen Gleichberechtigung nötigen Berfassungsreformen selbst in die Hand zu nehmen. Da- mit werde der ReichSrat das Recht der Völker Oesterreichs wahren, ihre inneren Schicksale in Freiheit selbst zu bestimmen.„Und so," heißt es dann zum Schluß,„wird dieses Werk des inneren Fr!e- dens zugleich ein wichtiger Schritt sein auf der Bahn zum ehren- vollen, auf Generationen hinaus dauernden Frieden nach außen, den wir schaffen wollen auf der Grundlage der Ge- r e ch i i g k e i t, M ä tz i g u ng und des einheitlichen Strebens nach Vesritigung jener Verhältnisse, die den Weltkrieg herbeigeführt haben. Wir alle wünschen diesen Frieden von ganzem Herzen her- bei. Bis dahin sind wir entschlossen, in festem Zusammenstehen van Front und Hinterland unerschütterlich auszuharren." Oesterreich ist die Herstellung de? inneren Friedens dringend zu wünschen, die Herstellung des äußeren Friedens möchten wir aber doch nicht gern« bt« zu dem Zeitpunkt vertagen, zu dem sich die Völker Oesterreichs über die letzte Sprachentafelfrage verständigt haben werden. Das Ergebnis des Arbeiter- und Soldatenrat-Kongref) es. Tie Verantwortlichkeit der sozialistischen Minister. Wie das Stockholmer Bulletin des Arbeiter- und Soldatenrats mitteilt, hat der allrussische Kongreß der Arbeiter- und Soldaten- rate folgenden Beschluß gefaßt: „Der Kongreß betrachtet es als notweiidig im Interesse der Aktionseinigkeil der russischen Demokratie ein Zentrum zu bilden, das die Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte vereinigt. Der Allrussische Kongreß der Arbeiter- und Soldatenräte ist das höchste Organ der Räte und leitet ihre ganze gesellschaftlich- politische Tätigkeit. Der Kongreß soll mindesten» einmal monatlich IN Petrograd zusammentreten. Das Zentralkomitee ist dem Allrusiischen Kongresse für feine Tätigkeit verantwortlich. A» den Resolutionen de» Kongresses festhaltend, leitet das Zen- »raltomitec alle Schritte der ganzen ruffischen Demolroti», die Er- -derunge» der Revolution beschützend und erwetternd, und vereinigt die Tätigteit der örtlichen Organe. Das Zentralkomitee bleibt im sländigen und nnmittelbarrn Kontakt mit den saztaltstischea M-nistern. lontrellieet der»» latigkeit j» dl« Englische Angriffe bei Lombartzyde— Starke Feuertätigkeit an der Aisne und in der Champagne— Gefechte bei Kalusz. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 14. Juli 1S17.(W. T. B.) Westlicher Ztriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ruppricht An der Küste setzte gegen Abend starke» Feuer gegen unsere neuen Stellungen ei». Nachts bei Lombartzyde porbrechende eng- tische Angriffe brachen»erlustreich in unserer Rbwehrwirkvng zusammen. Auch östlich und südöstlich oan Aper» sowie in einigen Ab- schnitten der ArtoiS-Front war der Artilleriekampf lebhaft. Bei Borfeldgefechte» nordwestlich von St. Ouentin wurde eine Anzahl Engländer und Franzosen gefangen eingebracht. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen SoissonS und Reimö«ah« die Fruertitigkeit zu; in der westlichen Champagne und aus de« linken Maas-llser blieb der Artilleriekampf bis zum Einbruch der Dunkelheit stark. Erkundungsvorstöße der Franzosen wurden an mehreren Stellen abgewiesen. Südlich des Bois SoulainS(nördlich von Reims) setzte« sich unsere Sturmtrupp» in Besitz französischer Grabenstücke«od hielten sie gegen mehrere Gegenangriffe. Südwestlich von Sowme-Py vereitelte«user Fever et«»» sich vorbereitenden feindliche« Vorstoß. Am Walde von Avorourt wurde« von unsere« Aufklärern Gefangene gemacht. Heeresgruppe Herzog Altrecht. In der Lothringer Ebene wäre« die Artillerien titiger olß sonst. Am Westhang der mittleren«ogefe» oerliefe« eigen« Er, kundungen erfolgreich. 31 feindliche Flieger und 1 Feffelballo« wurde« gestrra i« Luftkämpfen und durch Abwehrfeuer zu« Absturz gebracht. Bereicheder inneren und äußeren Politik und hilft ihnen bei der Durchführung ihrer Maßnahmen und bei der Bar. bereitung der Gesetzentwürfe. Die sozialistischen Minister sind in der Zeit zwischen de« Tagungen de« Kongresse» dem Zentralkomitee für ihre äußere und innere Politik verantwortli ch. Das Zentralkomitee tritt der internationalen Demokratie gegenüber als das bevollmächtigt« Organ der ruffischen Demokratie auf. Alle Resolutionen des Zentralkomitees sind für die vereinigten Arbeiter- und Solbatenräte bindend. Das Petrograber Stabtkomitee bildet in dem Zentralkomitee «inen Staptausschuß, der die Petrograder Arbeiter- und Soldaten- organisationen leitet und nicht nur dem allrussischen Kongreß, son- der« auch dem Petrograder Rate verantwortlich ist." Bei der Abstimmung über dies« Resolution enthielten sich die Bolschewiki der Stimme. Sie wiesen darauf hin, daß dies« Organi- sation nicht zum erwünschten Ziele führe, nämlich zur Bildung eines kräftigen und einheitlichen Zentrums, da? die Revolution energisch weiterführen könnte. Auf die Arbeiten de« Kongresse» zurückblickend sagen die„Js« vestija", da» offiizelle Organ de» Peter»durger Distrikt», daß seine historische Bedeutung in der Konzentration aller Kräfte der reno- lutionäreu Demokratie läge. Auf dem Kongresse offenbarte sich der Gegensatz zwischen der Minderheit und der gewaltigen Mehrheit, insbesondere die Nichtübereinstimmung eine» Teile» de» Petro» grader Proletariat mit dem Gros der Arbeiter und Soldaten der Provinz. Am Schlüsse de» Kongresse» wurde dieser Gegensatz merk- lich kleiner. Die wuchtige Stimme de» revolutionären Lande» übte eine gewaltige Wirkung auf die Petrograder au». Die Stimmung wurde mehr einheitlich. Das erwählte allrussische Zentralkomitee ist die Verkörperung der Einigkeit der revolutionären Kräfte und wird das Land bis zur konstituierenden Versammlung führen. Der �rbeiterrat an vanöervelöe, Thomas und Sroucköre. Dos Stockholmer Bulletin der Abteilung für internationale Per- bindungen de» Petrograder Arbeiter- und Soldatendelegiertenrat«» veröffentlicht den folgenden aulheniischen Text der Antwort de» Boll- zugsausschusse« an Vanderveld», Thoma» und de Brouckäre: Geehrte Genossen, in Ihrem Briese vom 2S- 6. 1617 stellen Sie mehrere wichtig« Fragen, aus die Sie eine Antwort bekommen möchten. Bevor wir un« mit dieien Fragen besoffen, betrachten wir e» für notwendig, Ihnen ins Gedächtnis zu rufen, wie der Arbeiter- und Soldatenral über die Aufgaben der kommenden internationalen sozialistischen Konferenz und seine Rollen in ihrer Vorbereitung denkt. Di« russisch« Revolution, die nicht nur»ine Erhebung gegen die Tyrannei de» Zarentum» war, sondern auch gegen die G r» u« l des Weltkrieges, dessen Schuld out den intir» nationalen Imperialismus fällt, stellte mit einer noch nicht dagewesenen Schärfe vor da» Bewußtsein aller Völler die Frage der Noiwendigkett eine» baldigen Friedentschlusse». Sie zeigte den Völlern auch den Weg zur Verwirklichung diese» Traumes der Volksmassen. die leiden uno verbluten: Vereinigung aller Arbeiter der ganze» Welt für den Kampf gegen die Versuch« de» Jmperialtsmu». mit allen Mitteln den Krieg im Interesse der wohl- hobenden Klaffen zu verlängern: sie rief dt» Arbtiter der ganzen Welt auf zum Kampf für den Frieden. Die Formel»Allgemeiner Friede ohne Annexionen oder Kon- tributione» auf der Grundlog« de» Selbstbesttmnmngtrechte» der Böller", drückt diese» Streben nach einem dauernden Frieden au». dessen Bedingungen ausschließlich im Jnteresi« der arbeitenden Klassen formuliert werden. Wenn die Arbeiter oller Länder sich nur von ihren Jnlereffe» leiten lassen und olle Prätentionen der offenen und ver st eckten Jmperiali st en undM'li- t a r i st e n abweisen, die so oft ihr wahre» Gesicht unter schönen Masken verbergen, dann müssen sie zu einem dauernden und schnellen Einvernehmen kommen. Nur bei einer solchen Stimmung der Teiliiehmer der Konferenz kann sie zu einem Wendepunkt in der furchtbaren Epoche de» dreijährigen brudermörderrschen Kampfes der Kulturvölker werden. Nur bei einer olchen Stimmung wird die Konserenz die Menschheit dem er- wünschten Frieden näher bringen. Aber bei einer solchen Slim- mung kann leine Rede davon sein, daß die von Ihnen aufge- worfenen Fragen zu einem Streitapfrl und zur Ursache einer Fort- setzung de» Krieges werden könnten. Da» Selbstbestimmung»recht der Völker anerkennend. werden sich die Teilnehmer der Konferenz leicht verständigen über den Weg der Bestimmung de» weiteren Schicksal» Elsaß- othringen«»ie auch der anderen Länder, deren Fragen so Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des G e n e r al f e l d m a»s ch» l l» Prinz Leopold von Bauern. Bei Dünadurg und Smorgon hält die reg« Gefechtstätig- keit an. In Ostgalizien war dos Feuer nur im Abschnitt von Lrzezany lebhaft. Starker Regen beeinträchtigte auch südlich de» Dnjeftr die Kampfhandlungen: dort kam c» nur südlich von Kalusz zu örtliche» Zusammenstößen. Bei den übrige» Armeen und an der Mazedonischen ffront ist die Lage unverändert. Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff. Abendbericht. Amtlich. B e r l i«, 14. Juli 1917, abends. Im Westen tagsüber lebhafter Feverkampf in der westliche« Champagne. Im Osten bei Regeu geringe Gefechtstitigkeit. Auch südlich de» Dnjeftr nur russische Deilangrisie, die abgewiesen wurde». Der österreichische Bericht. Wien, 14. Juli 1917.(W.?.».) Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Südlich von Kalusz war es gestern zu mehrfachen Kämpfen gekommen. Die Gefechtslage ist unverändert. Nördlich des D n j e st r trat an mehreren Stellen der galizischen Front und in Svolhynien beiderseits die Artillerie stärker in Tätigkeit. Italienischer KriegKschauplatz. I« Küstenland und an der Tiroler Front«tßiges Geschütz- feuer. Stabsfeldwebel Siß schoß bei Lcvic» im Lustkampf fein sechste» italienisches Flugzeug ab. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Chef de» Goneralstabes. scharf durch den Weltlrieg gestellt sind und deren Bevölkerung und demokratisch« Parteien die Frage der GtaatSunabhängigkett oder An« gebörigkeit zu dem einen oder anderen Staate der allgemeinen Volk«- abstimmung unterstellen wollen. Den Vertretern der Arbeitermasien, die sich befreien werden von dem von den Imperialisten geschürten gegenseitigen Mißtrauen und Verdacht, die die Gememiamleit ihrer Interessen erkennen und sich zum Kampf für den Frieden vereinen werden, wird e« nicht schwer iein, sich über Art und Größe der Schaden- ersätze für die Bevölkeruirg der Länder, die am meisten vom Kriege verwüstet und ruiniert wurden, wie z. B. Belgien, Polen, Galizien, Serbien uiw. zu einigen. E» kann doch keinem Zweifel unterliegen, daß da» Schicksal dieser Kriegsopfer nur da« heißeste Mitgefühl aller hervorrufen kann, in denen da» Proletarierherz schlägt. E» ist selbstverständlich, daß dies« Entschädigungen nicht» Gemeinsames mit Kriegs- kontributionen haben sollen, die dem Besiegten auferlegt werden- WaS Ihren Hinweis auf die Unmöglichkeit für Sie, den Burgfrieden zu brechen, anbelangt, so beruht er auf einem offenbaren Mißverständnis. Obne auf die Frage der Analogie zwischen der Beteiligung der Vertreter de» A.« und G.-Rate» an der provisorischen Regierung und der Beteiligung der Sozialisten anderer Läneer an Ministerien einzugeben, weist der Arbeiterrat darauf hin. daß er von keiner Partit als vorher- gehende Bedingung der Einladung zur Konserenz ein« Absage an die bisher von ihr befolgte Politik forder». Bon der Konferenz der Sozialisten aller Kriesiführenden und neutralen Länder«rwartct der Rat»in internakwnale» Eiuver- nehmen, da« den Arbeirern aller Länder gestatten wird, gleichzeitig und mit gleicharrigen Methoden den Kampf für den allgemeinen Frieden auf der allgemeinen Grundlage zu führen, ihnen gestattet wird, dt» Bande ,u zerreißen, die sie zwangsweise mir den Regie- rnngen und»lassen verbinden, welche pan imperialistischen Bestrebungen erfüllt sind und die Herbeiführung de« Frieden« ver- hindern. Der Arbeiterrat ist sicher, daß in allen diesen Fragen auf der Konferenz ein vollständige« Einvernehmen erzielt werden wird. Darum erockiet e« der«rbeiierrat für unzweckmäßig, daß einzelne Parteien a>« Bedingung ihrer Beteiligung an der Konferenz fordern. daß andere Parteien vorher erklären, sich irgendwelchen bindenden Beichlüsi« zu unterwerfen. Da« könnte den Schein unversöhnlicher Gegensätze erwecken dort, wo bei der gemeinsamen Beratung der Geist der proletarischen Solidarität ein« für alle annohmbar« Losung zu finden helfen wird. Wa« Ihren Wunsch anbelangt, vorher»in vollständiges Ein« vernehmen zwischen den Soziati st«n derEntenteländer .zu erzielen, so erscheint bei unserer Stellung der Frag,»in« >olche vorbereitende Konferenz nicht für not- wendig. Die Koordination de« Kampfe« für den Frieden beab« sichtigt gerade die Koordination der Aktionen der Sozialisten der kriegführenden Länder auf einer gemeinsamen Plattform de» Kampfe» für den Frieden. Wir denken aber, daß die Konferenz nur dann einen Erfolg haben kann, wenn b i« So- , Uli st»»sich nicht al« Vertreter der zw«ikri»g- führenden Parteien betrachten, sonder« al« Ber» tr»t»r einer Bewegung der arbiitinden Klassen zu einem gemeinsamen Ziel«--dem allgemeinen Frieden. Der Vollzugsausschuß de« vrdriter- und Ssldatenrates. Endbeschluß über Zinnlands Staats- grundgefetz. Allgemein« ArbeitSruhe am Tage der Beschlustfassung. Bus HelfingforS meldet die Petersburger Telegeophen.Agentur: Die dritte Lesung und du Abstimmung über die Gesetzvorlage de« treffend die neuen Staategrundgesetze Finnlands wird Dienstag an- stell« von Sonnabend stattfinde». Mit Rücksicht auf dt» groß» Wichtigkeit, die die Sozialdemokratie dieser Abstimmung beimißt, wurde beschlossen, daß an diesem Tage alle Arbeiter frier» sollen. Koprnhageu, 1». Juli.„Politiken" meldet au« Helsingfors: Der PolizeiauSstaud ist nun beendet. E» find jedoch mehrere neue Ausstände ausgebrochen. Die Lu»ständigen veranstalten Straßenkundgebungen. Auf dem Senatorenmarkt wurde eine große Volksversammlung abgehalten, an der namentlich Arbeiter und Soldaten teilnahmen. E» wurden Beschlüsse gefaßt, in denen die vollständige Unabhängigkeit Finnlands und der Ukrainer gefordert wurde. E« steht ein emster Generalousstand unmittelbar bevor. Wahrscheinlich«erden alle Etsenbohubedienstete« die Nr Seit niederlegen. EZ herrscht große Mißstimmung darüber. daß in Rußland gekaufte Waren mit finnischem Oelde bezahlt werden müssen und zwar zu einem von den Russen festgesetztem Kurse. Gegenwärtig halten sich in Helsingsor» ein« große Anzahl von russischen, rumänischen und serbischen Flüchtlingen aus. Die Garreldezufuhren au« Rußland haben von neuem aufgehört. S« erscheinen beständig keine finnischen Zeitungen. Sturm auf Peking. Awsterdaw. It. Juli. Nu« Shanghai wird gemeldet: Die Republikaner haben a« Morgen de« 13, Juli, um t Uhr, die Erstürmung Peking« begönne«. Sie henuhten dabei Artillerie, Maschinengewehre und Flugzeuge. Sech« Fremde sind bisher verwundet worden. 3000 Manu von der kaiserliche» Streit- «acht sind sefangengeuimuirn worden, Dl».Time«- erfährt au« Peking: Räch einer Beschießung, dt« neun Stunden andauert«, hörte da« Feuer auf. Sjang Hsun, der monarchistisch« General, befindet sich in der niederländiichen Ge- sandlschast; er hat seinen Leuten versprochen, sich zu ergeben. Ber- tchiedene Fremde haben Verwundungen erlitten; der sonstige Schaden rsl unbedeutend. Ein weiteres Telegramm aus Shanghai be- sogt: Nach el»er Mitteilung aus dem republtkanischen Haupt- quartier sind 3000 Mann der kaiserlichen Truppen im Tempel deS Himmels nach einem Gefecht, das zwei Stunden andauerte, gefangen- genommen worden. General Sjang Hsun tst in da» Gebäude der niederländischen Gesandtschaft geflüchtet. Der«t a m p s mit dem übrigen Teil der kaiserlichen Truppen dauert fort. In der Stadt wütet ein heftiger Brand. Da« Regterung»organ in Tientstn hat einen Prei« von 100 000 Dollar auf den Kopf des General» Sjang Hsun ausgesetzt. Der Krieg auf öen Meeren. Berli«, 13. Juli. Im englische» Kanal und in der Nordsee wurde» durch die Tätigkeit unserer U-Boote wiederum 0 Dampfer, 2 Segler und 7 Fischerfahrzcuge ver- senkt. Darunter befanden sich der englische Dampfer Solway Prtnce, der englische Motorschoner Ariel mit P-raifi», Naphtha und Kohlen, der bewaffnete französische DÄmpferMargumtr, ein durch Flieger und Bc- wachungSfohrzeuge gesicherter bewaffneter Dampfer von mindesten« 0000 Donnen,«in mittelgroßer Dampfer mit Papier, Papiermasie, Gruben-»nv geschnittene« Holz, der au« Ge- teitzug h«rau«gesch»sse» wurde, eiu Dampfer, der die Nr.»S4 an der Bordwand führte. Der llhef de« Admiralstadc« der Marine. ch Berlin IL Juli. Amtlich. Reue Unterseebootersolge i m Atlantischen Ozean. 21000 ör.-Reg.-To. Unter den versenkte» Schiffen befanden sich: der bewaffnete englische Dampfer Ultonia<10 40s T.)» der bewaffnete italienische Dampfer Phoebu«<3133%.), die bewaffneten englischen Fischdampfer Pretoria und Stola und die rnglischen Fischdampfer Romantic, Pacific, Seaktng, Erdric, Peridot, Mabel. Eines der per- senkten Schisse hatte Petroleum und ein andere« Eisen und Eisen- bahnschteuen geladen. Die Ladungen der übrigen kannten nicht fest- gestellt werden. Der Ebel de« Admiralstadc« der Marine. Englisches GroDnienschlff zerftSrt. Awsterdam, 14. Juli. Dt»«nglischo Admiralität meldet t Di« B a n g u a r d ist, während sie dar Anker lag, in der Nacht«»« 0. Juli infolge einer Explosion i« Inner» de« Schiffe» in die Lust geflogen. Da« Fahrzeug sank sofort. Zwei Matrosen und ein Offizier wurde» gerettet. Der letztere ist später gestorben. Eiu»eitere« offizielle« Telegramm meldet: Di» Gesamtzahl der Besatzung der Panguard, die gerettet wurde, betrug 97 Mann, da -ine Anzahl Offizier« und Mannschaften an Land gegangen waren, ol« die Explosion sich ereignete. Die Banguard war ein Linienschiff von s6400 Tonnen und lief am LS. Februar 1900 vom Stapel. Die Bemannung betrug 780 Köpfe. Mit dem Verlust diese« wertvollen Schiffe« sind die Gesamt- Verlust« der Entente an KriigSfahrzougen seit Kriegsbeginn außer Hilfskreuzern aus LOZ mit einer Gesamt- wasserverdrängung von 926 585 Ton««» gestiegen. Davon entfallen allein auf England 160 Fahrzeug» mit zusammen 656 660 Tonnen Deplacement. Die GesamtkriegSschiffSverlust« der Entente übersteigen somit den Bestand der amerikanischen Kriegsflotte zu Beginn des Krieges bereits um etwa 17 000 Tonnen. yollanüs Absperrung vom Weltverkehr. Noch einem Rotterdamer Telegramm besagt«ine Reutermeldung. die holländische Regierung sei unterrtchlel worden, daß die englischen Maßnahmen der Ausdehnung de« Sperrgebiets ausschließlich durch militärische Rücksichten geboten wären, sich nicht gegcn die holländischen Interessen richteten. Die Reutermeldung fährt fort: „Gleichzeitig wird da« holländische Boll daran ertnnert, baß zwischen den englischen und dsuische» Maßnahmen zur See keine Aehnlichleit bestehe. Deutschland verbiete der neutralen Schiffahrt die Benutzung de« Meere« und verletz« alle Völkerrechte, indem e« einen große» Teil der im Ozean fahrenden Schiff« versenke. Eng» land gebe jedoch pflichtgemäß bekannt, daß einige Gewässer gefähr- lich sind. Es wäre daher erklärlich, wenn Holland bei Deutschland gegen dessen unrechtmäßige« Borgehen proiostiert, anstatt bei England,- Hierzu wird von deutscher zuständiger Seite erklärt: Wenn England.Pflichtgemäß bekanntgegeben hat-, daß einige Gewässer gefährlich find, so hat die deutsche Regierung ebenso pflichtgemäß am 31. Januar 1917»rllärt, daß einige Gewässer, nämlich die« jeiiigen. welcke dt« Küsten der in Betracht komnienden Ententestaaten bespülen, gefährlich und dahar zu meiden sind. Wo in diesem gallo die Küstengcwässer aufhören und wo der Ozean beginnt, ist eine tzrog«, die lediglich durch militärische Interessen entschieden werden 7, nn. Di« englischen und deutschen Sperrgebietßorklärungen sind also -bjnsichtltch ihres militärischen Zwecke« nicht nur«inander ähnlich, sondern tbeniisch. Aber der große U ntor scht e d besteht zwischen beiden freilich, daß deutscherseits ausschließlich der See- verkehr zwischen den Neutralen und unseren Gegnern unterbunden, dagegen derjenige zwischen den ein- zeknen Neutralen untereinander freigelassen wird, während eng« lischersetts die Absperrung der Neutralen gegen- einander ebenso rücksichtslos durchgeführt wird wie die» jcnige des Gegnsr«. Auf diesen fundamentalen Unterschied kann nicht ausdrücklich geling immer tvieder hmaewiesen werde», ebenso wl« daraus, daß der Begriff de« Sperrgebiets in diesem Kriege von England ausgeht und im November 1914 zum ersten Male an- gewandt worden ist. An welch« Adresse also P>e holländische Be- icnwerde zu richten ist, darf dem gesunden Urteil der Neutralen selbst überlassen werben. Der englische ftngrist bei llombartApüe. Berlin, 1 4. Juli.(W.T.B.) In Flandern nahm da« feindliche Ar- tillerieseuer am 13. Juli auf der ganzen Front gegen Mittag zu und steigerte sich gegen Abend und in der Nacht. Besonders heftig ivar dos feindliche Feuer in der Gegend von Lombarizydc, Dixmuide, Langermark und Wytschacte. Die deutschen Batterien antwartcten erfolgreich. In Nieuport wurden zwei große Explosionen bcob- achtet. Zwei feindliche BeobachtungSbavsns wurden zum Nieder- gehen gezwungen. Von 7 Uhr abends ab lag schwere» feindliches Feuer, das sich mehrfach zum Trommelfeuer steigerte, auf unseren neuen Stellungen von der Küste bis Lombartzhde. 11 Uhr abends brachen englische Sturmkolonnen bei Lombartzpd« vor, der Angriff blieb jedoch unter erbeblichen feindlichen Verlusten in unserem Sperrfeuer liegen. Da« daraufbin einsetzende stark« feindliche Ver- gcltuugsseuer wurde von uns energisch erwidert. Di« eingebrachte Beute bei dem Angriff unserer Mavineinfanteri« an der Küste hat sich auf-10 Maschmengewehre erhöht. Von der Ostfront ist« r g ä n z e n d zu melden, daß ein 1 Uhr mittags gegen unser« Stellungen detderselt« N o w i c a matt vorgetragener russischer Angriff in unserem Feuer erstickte. DaS im Räume von B r z e n a n p zeitweise starke Feuer flaute in den Abendstunden wiedex ab. Im Ludowagebiet beiderseits der Oitoz und des Stanictglcs lebhaftere« schndliches Störungsfeuer und vereinzelte Patrouillentätigkeit. An der Donau bei Prislava und Tulcea schwaches Postenfcuer. * Russischer Heeresbericht vom IS. Juli. Aestsront. Im Laufe des 11. Juli enttvickelten sich di« Unternehmungen am Dnjastr und an der L o m n i c a weiter. Nach erbittertem blutigen Kampfe wurde der Feind aus der Stadt K a l u s z vertrieben, die von unseren Truppen besetzt wurde. Westlich von Bohorodczanp an der Front Gvaburk«— Rofiulna— Kriwttsch hält der Feind unter Ausnutzung de« sehr gebrochenen Gelände« unsere Offensive auf. Auf der übrigen Front ist die Lage unverändert. Rumänische und Kaukasusfront. Keine Veränderung der Lage. « Schwere Beschietzung von ReimS. verlin, 14. Juli. Verbandes veranlaßt, dem Arbcitgeberschutzverband für das deutsche Holzgewerbe Anfang Juni zentrale Verhandlungen über die bis dahin an den einzelnen Orten gestellten Forderungen der Arbeiter anzubieten. Wie bei den meisten derartigen Fällen hat eS auch diese» Mal wieder recht lange gedauert, bis die Unternehmer ihre Vorbe« reitungen für solche Verhandlungen getroffen hatten; doch werden diese Verhandlungen nunmehr in den nächsten Tagen unter der Leitung des Kriegsamies vor sich gehen. Der Holzarbeiterverband hat inzwischen auf einer Reichs« konferenz am 11. und 12. Juli, zu welcker Vertreter aus 103 Ver« tragsortcn delegiert waren, zu den bevorstehenden Verbandlungen Stellung genommen. Nach gründlicher Prüfung aller in Betracht kommenden Umstände bat die Konferenz ihre Stellung in nach« folgender, einstimmig beschlossener Resolution festgelegt: .Unter dem Drucke der wachsenden Teuerung, die die Existenz der Arbeiterbcvölkerung außerordentlich und in steigendem Maße be- lastet, haben die Holzarbeiter im Reich, gestützt auf das im vorigen Jahre vor dem Reichsamt des Innern getroffene Uebereinkommen, schon seit Monaten erneute Lohnforderungen an die örtlichen Arbeil« geberorganisationen gestellt. Die heulige Konserenz von Vertretern auS 103 Vertragsorten beauftragt den Verbandsvorstand, die Forderungen in Höhe von mindesteuS S0 Pf. für die Stunde mit den einsprechenden Neben- forderungen bei den von den Arbeitgebern angebotenen zentralen Verhandlungen mit größtem Nachdruck zu vertreten. Die Konserenz protestiert gegen die wochenlange Verzögerung dieser Verhandlungen durch die Arbeitgeber und verlangt unter allen Umständen jetzt eine schleunige Erledigung, weil der Verband die Verantwortung für die andernfalls entstehenden Folgen nicht zu tragen vermag.'_ verlin and Umgegend. Die Tariffrage der Weihgerber und Färber. Die Weißgerber und Färber stehen schon seit längerer Zeit in Verhandlungen. Die Vereinigung der Berliner Glaceleder- In- dustriellen bat einmal eine Teuerungszulage von 7 M. für die Woche gegeben und nachträglich mal einen geringen Aufschlag auf die Akkordlöhne. Diese Aufbefferungen konnten aber bei den jetzigen Lebensverhältnissen nicht genügen; es haben deshalb schon mehr- mals Verhandlungen vor dem Einigungsamt und Kriegsausschuß stattgefunden, die eine Verbefferung herbeiführe» sollten, wie sie durch die Zeit bedingt sei. Fernerhin hat der Zentralverband der Lederarbeiter, dem die Weißgerber und Färber angehören, gemeinsam mit den Fabri- kanten eine Eingabe an die Kriegsleder-Akriengesellschaft gerichtet. die aber von der Gesellschaft abgelehnt worden ist mit der Begründung, sie zahle so, daß die Fabrikanten ausreichende Löhne gewähren könnten. Dies trifft aber— auch nach Ansicht der Arbeiter— nicht so ohne weiteres zu, vielmehr könnte die Gesellschaft den Zeit- Verhältnissen entsprechend sehr wohl zu einer Aufbesserung der Preise übergehen._______ In einer am Sonnabend abgehaltenen Versammlung der Weiß- gerber und Färber wurde nach eingehender Diskujston einstimmig beschlossen, die Forderungen dem Einigungsaml zu unterbreiten. Die Angestellten der Bergmann-Elektrizitätswerke nahmen in einer von über 000 Personen besuchten Versammlung am Donnerstag Stellung zur Antwort der Direkiion auf die Ge- Halts- und Teuerungszulagenforderungen der Angestellten. Krüger referierte. Die Direlrion hat lediglich die Teuerungszulagen um Beträge bis zu 25 M. erhöht, aber alle weitergehenden Wünsche, insbesondere eine Gehaltserhöhung, rundweg abgelehnt. In der Versammlung kam lebhafter Unwille über die Stellung- nähme der Direktion zum Ausdruck und einstimmig wurde eine Entschließung angenommen, in der ausgesprochen wird, daß die Versammlung die von der Direktion bewilligte Erhöhmtst der DeuelungSzukus« nicht M dm«lSrelchende und den jetzigen Teuerungsverhällnissen entsprechende Er böhung der bisherigen Gehaltsbezüge ansehen kann, zumal diese Erhöhung um einen Monat später in Kraft gesetzt ist als bei den übrigen Firmen. Die Angestellten halten an ihren Forderungen fest, insbesondere, daß neben der Erhöhung der Teuerungszulage eine allgemeine Gehaltserhöhung um 60 M. für den Monat ein- treten muß. Die Angestelllen-Ausschüffe werden beauftragt, zur Durchsetzung dieser Forderungen den Schlichlungsausschuß anzw rufen. fluslanö. Der Kohlenarbeiterftreik in Spitzberge». Kopenhagen, 14. Juli..Politiken' melden aus Kristiania: Unter den Arbeitern der norwegischen Kohlenfelder in Spitzbergen herrschte seit längerer Zeit eine Gärung. Vor einer Woche traten sie in den Ausstand. Seit Sonntag ist die drahtlose Telegraphen- Verbindung mit den Kohlengruben unterbrochen. Da man fürchtet, daß die bereits vorgekommenen Unruhen einen ernsten Verlauf ge« nommen haben, wurde ein norwegisches Kriegsschiff nach Spitzbergen abgesandt. parteinachrichten. Der Würzburger Parteitag verschoben! Der Parteivorstand schreibt uns: Da die Abordnung des Arbeiter- und GoldatenratS und das holländisch-skandinavische Komitee die Internationale Sozialisten- konferenz zum 15. August nach Stockholm einberufen haben, hat der Parteivorstand beschloffen, den Würzburger Parteitag, der am 19. August und den folgenden Tagen stattfinden sollte, zu ver- schieben. Der neue Termin wird noch bekanntgegeben werden. Die Genoffen werden ersucht, die Wahl der Delegierten und die sonstigen Vorarbeiten zum Parteitag vorzunehmen, soweit daS noch nicht ge- schehen ist._ Preßerfolge. Die ,V ollSwacht' in Breslau ist am Freitag wieder erschienen. Ihre Auflage, die fich bisher um etwa 45 000 bewegt, ist an diesem Tage zum ersten Male über 50000 ge- st i e g e n. Darunter befinden ficki 8500 Feldabonnenten.I Die.Rheinische Zeitung' in Köln ist einstweilen nicht mehr in der Lage, neue Bezieher anzunehmen. Ihre Be- zieherzahl ist seit einigen Monaten so stark gestiegen, daß fie in keinem Verhältnis mehr zu der Auflage in der Zeit steht, in der das Papierkontingent festgestellt wurde. Zurzeit bringt jeder Tag hundert und mehr neue Bezieher. Die Nachfrage im Straßen- verkauf kann nur zum Teil befriedigt werden. Um nicht dauernd nur vierseitig erscheinen oder wegen Papiermangels das Erscheinen ganz einstellen zu müffen, nimmt die.Rheinische Zeitung' bis auf weiteres neue Bezieher nicht mehr an. Sie will vor allem den- jenigen Beziehern, die ihr in schweren Tagen die Treue gehalten haben, die regelmäßige Zustellung des Blattes sichern. Es wird der Rat gegeben, daß mehrere Familien zusammen sich ein Exemplar der Zeiiung bestellen sollen.— Hand in Hand mit dem rapiden Anwachsen der Bezieherzahl gehl ein Ausschwung des Inseraten- gesckäfts. Namentlich Anzeigen für den Arbeitsmarkt werden zahl- reich herangeholt.__ Aus de» Organisationen. In zwei Mitgliederversammlungen des 17. hannoverschen Wahl« kreises, in Wil Helms bürg und Harburg, wurde einmütig anerkannt, daß der Parteitag in Würzburg die Aufgabe habe, die Partei, die wieder vor einer Schicksalsstunde stehe, zur' Einigkeit und Schlag- ferligkeil aufzurufen. Angenommen wurde in Harburg ein Antrag auf Neubesetzung der Redaktion der.Neuen Zeit'. In einem weiteren Antrage wird die Reickisregierung anfgefordert, sich klipp und klar und unverzüglich zur Politik des 4. August 1914 und zu einem Ver- ständigungsfrieden zu erklären.— Beschloffen wurde, einen Dele- gierten nach Würzburg zu senden. Am Sonntag tagte in Celle die Generalversammlung des Sozialdemokratischen Vereins sür den 14. hannoverschen Wahlkreis. Aus dem Bericht des Vorsitzenden und des Kassierers ging hervor, daß die Mitgliederzahl zurückgegangen ist. Als Gründe des Rückgangs wurden neben den Einberufungen der Personenmangel, die allgemeine Not und die Unzufrieden- heil vieler Genoffen mit der Politik der Reichstags- fraktion bezeichnet. In der Aussprache wurde betont, daß mm fich Besonders der vom Militär Entlafienen so- wie der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter annehmen müsse. Ueber den Parteitag referierte Genosse Schneider tHannover). Er bedauerte, daß erst jetzt der Parteitag einberufen würde. Der Referent glaubte dem Parteitag die Aufgabe zuweisen zu müssen, sich weitläufig mit den Unabhängigen auseinanderzusetzen. Folgender Antrag an den Parteilag wurde einstimmig angenommen: Der Parteitag wolle beschließen: Die Reichstagssraklion wird auf» gefordert, weitere Kriegskredite abzulehnen, solange die Regierung sich nicht zu einem Frieden ohne Annexionen und Entschädigungen bereit erklärt. Zum Parteitagsdelegierten wurde Genoffe Schneider gewählt. Die außerordentliche Generalversammlung des sozialdemokra- tischen Vereins für Rcuß ä. L. beschloß, sich den Unabhängigen an- zuschließen. Für den Antrag stimmen 35 und gegen den Antrag 9 Teilnehmer. Außer Greiz stimmen sämtliche Ortsgruppen ge- schlössen sür den Antrag. Von den 8 Greizer Delegierten stimmen sechs gegen den Antrag. In der Debatte war dem Wunich Aus- druck gegeben worden, daß die künftigen Parleikämpfe nicht in öden Stank und Streit entarten mögen. Industrie und Handel. Der Weltschiffbau im Kriege. Nach einem im.Journal officiel' veröffentlichten Bericht wurde» (in 1900 Registertonnen) gebaut in: Großbritannien.. Britische Besitzungen... Vereinigte Staaten. Norwegen Schweden Dänemark Spanien, Italien, China., Japan, Zusammen 2736 2393 1543 1839 Der Arbeiter« und Materialmangel hat den Schiffbau in Eng- land und Frankreich sehr verringert. Große Forlschritte hat er rn den Vereinigten Staaten, Japan und Holland gemacht. Unter Ein- Wirkung des U-Boot-Krieges bemüht man sich neuerdings in Eng- land, den Schiffbau auf die alte Höhe zu bringen und ihn in den Vereinigten Staaten kräftigst zu steigern. DaS New Dorker»Financial Chronicle' gibt einige Einzel- heiteu über den Fortschritt des Schiffbaues für die englische Re- gierung in Kanada. Stahlschiffe sind im Gesamtbetrag« von mebr als 100 000 Tonnen bestellt worden, die größten darunter von 7000 bis 8000 Tonnen. Das künslige Normalmatz ist auf etwa 2500 Tonnen für Holzschiffe festgesetzt worden. Da die ganze Srabl« fabrikalion der Dominion Steel Corporation bis Mitte 1918 von der Mnnitionsverwaltung vertraglich erworben ist, werden die Er- bauer neuer Schiffe, die noch auf Stapel gelegt werden sollen, hauptsächlich auf Holz angewiesen sein. Tabakeinfuhr aus Holland. Die deutschen Raucher werden mit Freude hören, daß, nachdem das holländische Ausfuhrverbot für Tabak nunmehr aufgehoben ist, der unmittelbare Vertrieb holländischer Kolonialtabake seitens holländischer Händler an deutsche Verarbeiter im Rahmen der mit Holland getroffenen Finanzvereinbarungen sowie in Gemäßheit der erforderlichen Formalitäten zugelassen, wird. Holländische Händler können, soweit ihr Diskontkredit an den vereinbarten allgemeinen Abkommen für zweijährigen Kredit ausreicht, nur an solche deutsche Verarbeiter und Händler dritter Hand verkaufen, die von der Deutschen Tabakbandels-Gesellschast in Bremen ausgestellte Bedarfs- anerkenntniffe nachweisen, und nur auf Grund der in den Bedarfs- anerkenntniffen angegebenen Sorten und Mengen. Ter Kohlenhnnger. Die Farbenfabriken vorm. Fried. Bayer u. Co. in Leverkusen erwarben die bei Grevenbroich liegenden umfangreichen Doktor Wolichen Braunkohlenfelder, die alsbald erschloffen werden sollen. Verantwortl. f. Politik: Dr. Franz Dicdcrich, Berlin-Frtedenau: für d. übrigen Teil des Blattes: Alfred Echolz, Neukölln: für Inserate: Tb. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanftall Paul Einger& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen. A. WERTHEIM GlasWaren Preßglasmuster „Rhein" Butterdosen...... 45 Pf Obstschalen...... 1.40 Salatschüsseln von 18 bis 90 pt Käseglocken...... 1.25 Kuchenteller 55, 70, 90 pf Kompotteller... 16, 18pe Zuckerschalen..... 27 pt Preßglasmuster „Oliven" Butterdosen...... 75 pt Käseglocken...... 1.10 Fruchtschalen..... 1.50 Salatschüsseln von 1 1 bu 80 pt Kuchenteller 55, 95, 1.35 Marmeladendosen.. 40 pt Kompotteller...... 13pf. Zuckerschalen.• 25, 30 pt Bierbecher 25, 27 pt Zitronenpressen gepreßt 1 5 pt Gebäckdosen gepreßt.. 95 pt Käseglocken M.■ 38 pt Wassergläser- 9, 13pf. Bierbecher geschliffen.. 50 Pt Wasserflaschen££,35, 45 pt Biomenvasen optisch,?. 35 bis 1.35 Kristall- Trinkgarnitur Rotweingläser graviert Rotweingläser glatt.. Portweingläser graviert Likörgläser graviert.. Bierbecher graviert.. Biertulpen graviert... 75 pf. 35 Pf. 65 pl 60 pt 70 pt 85 pt Vorzeüan Einmachehafen j von 1 5 Pf- bis\«SO 1 Einmacheflaschen 1 20, 27 pf.| Geleegläser 10,13, 20 �| Honiggläser ohne Deckel... 1 0, 1 3 Ph| mit Deckel... 20, 35 Ph| UllMIMSNMMttlNMMllllllUUlIIIIIMlMIIIIINUIlUNMIINIllMMlU| Kaffeeservice 9 teilig. 6.25, 10.75 I bunt bemalt, löteilig X 7*00= ' J[ L assen hunt bemalt 45, 50, 60 pl I Steingut Teegeschirr schwarz mit buntem Muster Teekannen....... 85 Pt Milchtöpfe....... 55 pt Kaffeekannen..... 85 pt Zuckerschalen..... 18pt Teller........... 38 pt Tassen.......... SSpt Majolika KannenaDtersetzer- 10, 15, 25 pt Fruchtschalen a. Fuß 1.25 Fruchtplatten...... 80 pt Brotkörbe........ 1.95 Obstkörbe. 85» 1.10, 1.95 Obstteller von ISpt bis 75 pt Wandteller....... 48 pt T«.. r• 1 oprereten bunt bemalt Blumenvasen von22ptbisl.50 Blumenschalen n 27 pt» 95pt Blumentöpfe..„18pf.» 55 pt Krüge, hoch..«23pf. 45pf. "Besonders preiswert: Waschschüsseln 95,1.35,2.25 Waschgarnituren 6.00 bu 11.00 Milchtöpfe....... 23 pt Wasserkannen..... 85 pl Weiß Speiseteller tief oder flach 35 Pt Brotteller........ 25 pl Kompotteller...... 20 pl Kartoffelnäpfe m. Deckel 2.00 Kompottschüsseln von 23 bis 75 pt Suppenschüsseln 2.65 Weiß Tunkeschalen...... 85 pt Kaffeekannen... 65, 85 Pt Milchtöpfe..... 12, 18pt Kuchenteller...... 1 8 Pt Tassen.......... 18pt Zuckerdosen...... 18pt Butterdosenmtit45pt j | Salzstreuer mSt 12pt| | Milchtöpfe bunt bemalt, von 1 5 bis 60 Pst| | Eierbecher mmSter 8 pt| j Gebäckdosen 65 pt j | Kaffeebecher 23 pt Vor zeit an Tafelgeschirr„Gertrud" breites, blaues Randmuster SpeiseteUer tief, flach.. 75 Pf Brotteller........ 55 pl Kompotteller...... 40 pt Kartoffelnäpfe m. Deckel 3.75 Kompottschüsseln 1.45, 2.05, 2.60 Suppenschüsseln 7.20, 8.90 Kaffeegeschirr mit Goldrand moderne, glatte Form Kaffeekannen.. von 1.20 bis 3.95 Milchtöpfe von 27 pt bis 1.60 Teekannen von 1.65 bis 2.90 Zuckerdosen v. 1.10 bis 1.75 Tassen.......... 45 pt Nr. 1*1 ♦ 34. �ahrgaag 1. Seilage öes vorwärts Sonntag, 15. Mi 1*17 GroftBerlln deutsche Moöe. Eine Sonderausgabe des»Wieland', einer von Künstlern berausgegebenen Mimchcner Zeitschrift, ist der diesjährigen Damenmode gewidmet. Die letzte Damenmode— sie nennt sich auch mit Vorliebe„Deutsche Mode"— ist dermaßen Hätz- lich und übertrifft an Narrheit vieles bisherige, daß ein ernst zu nehmendes Blatt einen solchen Unsinn lieber nicht mit- inachen sollte. Jeder Frauenkörpcr mutz zur Mißgestalt werden, wenn er sich mit den überflüssigen Stoffmengcn in solch widersinniger Anordnung behängt, wie sie die heutige Mode vorschreibt. Die zahlreichen, teilweise farbigen Bilder des„Wieland"- Heftes zeigen lauter solche Karikaturen. Der Oberkörper wirkt durch starke Verkürzung bucklig, der Unterkörper ist künstlich breit gebauscht, das ganze wogende Gestell ruht auf hohen Stöckelschuhen, die einen natürlichen Gang unmöglich machen. Plumpe Taschen, Kragen und ähnliches, viel zu große oder viel zu kleine Hüte, schief auf einem Ohr sitzend, vervollständigen das Bild, von dem sich jeder vernünftige Mensch schaudernd abwendet. Wenn ein Witzblatt oder eine eigentliche Modenzeitschrift, die der von der Modenarrheit lebenden Industrie dient, so etwas bringt, so ist das zu verstehen. Wenn aber angesehene Künstler solche Zerrbilder, denen jedes Gefühl für Schönheit und Zweckmäßigkeit mangelt, in einer künstlerisch ernst zu nehmenden Zeitschrist mit ihren Namen decken, so ist das für die heutige Geschmacksrichtung sehr bedenklich. Solches„Deutschwm" wollen wir lieber der internationalen Modetorheit, wie sie ohne Unterschied in allen Ländern zu finden ist, überlassen. Und doch haben wir auch bei uns gute Ansätze zu einer neuen, zweckmäßig- einfachen und schönen Mode, die dem deutschen Empfinden Ehre macht und die im Kampfe mit der herrschenden Moderichtung jener Art dringend der künst- lerischen Beihilfe bedarf, um zu dem wohlverdienten Erfolge zu gelangen._ Tie Kohlenversorgnng. Ter Magistrat Berlin schreibt unS: Nach der Verordnung des Oberkommandos in den Marken betreffend die Kohlcrtver- sorgung soll bis zur Ausgabe der Kohlenkarten vorläufig jeder- mann einen halben Zentner Kohlen gegen Abgabe bzw. Entwertung des Mittelstücks der Reichsfleischkarte entnehmen dürfen, Für diejenigen Personen, die nicht im Besitze einer Reichsfleischkart« sind(Selbstversorger, Inhaber von „Bezugsscheinen auf Teigwaren usw. als Ersatz fiir Reichsfleisch- karten") werden die Brotkommissionen vom morgigen Montag nachmittags ab besondere Bezugsschein« ausgeben, die ebenso zur Entnahme von einem halben Zentner Kohl« bei den Kohlen- Händlern berechtigen. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß die Kohlenhändler auf schon fest abgeschlossene Verträge auf Lieferung von Kohlen nur»m Rahmen der neuen Verord» n u n g erfüllen dürfen. In der Kohlenverordinrng wirb der Zentner Preß- kohlen gleich Iis Steinen gesetzt. Nun wiegen aber die Preßkohlen nur etwa 400 Gramm; eine Marke wog knapp 400 Gramm,«in« beliebte Marke 416 Gramm. Bei 400 Gramm kommen 123 Preßkohlen auf den Zentner, bei 416 Gramm innner noch etwas mehr als 120. Bei 110 Kohlen statt eines Zentners wird der Verbraucher stark benachteiligt. Er muß erstens über das Gewicht bezahlen, zweiten» über da» behördliche Maß hinan» frieren. Von tvem ist denn die verordnende Behörde in diesem Falle beraten worden? Der Kriegsansschuß für Konsumenten- interesse« wünscht mit Recht die schleunigste Richtigstellurig der Gleichung, abgesehen davon, daß die zugeteilten Mengen für die unteren Gruppen nach allgemeinem Urteil viel zu gering sind. Die„Vossische Zeiknn g" schreibt im Anschluß an einen Bericht über daS Kohlenstchen in Wilmersdorf, wo die Menschen in Reihen von mitunter einem Kilometer Länge gewartet hätten: Leider zeigt die Verordnung, für denen Zustandekommen die Ge- meinden keine Verantwortung tragen, bei deren Ausführung sie nur mitzuwirken haben, recht viele Lücken und Unklar- heiten. Hoffentlich werden bald die notwendigen Ergänzungen getroffen und auch dafür Sorge getragen, daß die Kohlen in ge- nügender Menge herangeschafft werden. In der„Kölnischen V o l k s z e i t u n g"(Nr. 542) macht ein Mitarbeiter unter Bezugnahme auf die Rede unseres Genossen Hoch im Reichstag und die Verordnung des Oberkommandos in den Marken Vorschläge zur Kohlenversorgung, die als Material Beachtung verdienen. Es heißt da: Die gewünschte Regelung nach der Kopfzahl hat den Nachteil, daß dadurch manche Familien größere Kohlcnmengen zugewiesen erhalten würden, als sie bc- zahlen können und auch verbrauchen, wodurch d'M Schleichhandel die Tür geöffnet würde. Die Zuweisung nach Anzahl der Zimmer aber wird insofern Mißmut erregen, als man daraus hinweisen kann, daß eine Familie, die wegen ihrer Zahl ihre zwei Zimmer notwendig heizen muß, doch bei zehn Zentner Kohle noch manchmal frieren wird, hingegen«ine gleich starke Familie mit sechs heizbaren Zimmern sich dadurch helfen kann, daß sie mit der Sechs-Zimmer-Menge etwa nur drei Zimmer heizt, diese dann aber wirklich und dauernd wnrm hat und die anderen Zimmer eben vorübergehend wenig benutzt. Den gerechten Ausgleich nun könnte man berbeiführen durch Ein- führung des Begriffs der„notwendig heizbaren" Zimmer in die Verortmungen. Tie Notwendigkeit der Heizung wird dann durch die Kopfzahl bedingt und so eine praktische Durchdringung der beiden Berechnungsgrundsätze erreicht. Etwa in folgender Weise: Für 1 bis 3 Personen können als„notwendig heizbar" angesehen werden: 2 Zimmer. Solche Einzelpersonen und Familien erhalten dann 5 Zentner, wenn sie nur ein Zimmer, 10 Zentner, wenn sie zwei oder mehr heizbare Zimmer haben. Für 4 bis 6 Personen wären etwa notwendig heizbar drei Zimmer. Solche Familien er- hielten also die Kohlenmenge für 3 Zimmer zugewiesen, wenn sie drei oder mehr heizbare Zimmer haben; besteht ihre Wohnung nur aus 2 Zimmern, dann erhalten sie natürlich auch nur für 2 Zimmer. Für 6 bis 10 Personen 4 Zimmer notwendig heizbar, für je drei Iveitere Personen je ein Zimmer. Jeder Familie müßte also nach derart kombinierter Zimmer- und Kopf- zahl ihre Menge zugewiesen werden. Dazu kämen noch die zwar nicht von der Familie benutzten, aber durch Berufs- tätigkeit im Hause notwendig heizbaren Zimmer: Warte, und Arbeitszimmer von Nerzten, Rechtsanwälten, Zivilingenieureu, Verkaufsräume und dergleichen, Schließlich ließe sich vielleicht durch die mit diesem Verteilungsschlüssel erreichte Ersparnis für das einzelne Zimmer eine höhere Menge festsetzen. So könnte das wirkliche Bedürfnis besser befriedigt und der Bevor- zugung einzelner vorgebeugt werden. Tie Eierversorgungsstclle im Osthafen. Von verschiedenen Seiten war n»S mitgeteilt worden, daß im Osthofen Eier zu Tausenden verdürben und fortgeworfen würde». Der Stadtverordnete Genosse Fröhlich, den wir als Mitglied der Hafendeputation ersucht haben, der Sacke auf den Grund zu gehen, berichtet uns über seine Ermittlungen folgendes: Die Stadt bot mit der Eierversorgung auf dem Osthaien nichts zu tun, da die Räume nur mielweise an die Versorgungsstelle abgegeben wurden, der Stadt aber kein Einfluß auf diese Gelellschaft zusteht. Die Stadt bezieht nur die ihr zugewiesene Anzahl Eier von dieser Verteilungsstelle. Der Dezernent der Eier- versorgungsstelle war jedoch sofort bereit, Auskunft zu erteilen. Danach kommt es allerdings vor, daß Eier verdorben ankommen; keinesfalls sei dies aber in so großen Mengen der Fall. wie behauptet werde. Der Höchstdurchschniit der verdorbenen Eier sei 4 Proz. Dies fei allerdings mehr, als gewöhnlich im freien Handel vorkäme, jedoch läge das an verschiedenen Ursachen. Ein- mal hat die große Hitze etwa? zum Verderben beigetragen, dann aber fehle das geeignete Packmaterial in den besetzten Gebieten, woher der weitaus größte Teil der Eier kommt, ES ist bereits Sorge dafür getragen, daß von hier aus geeignetes Pack- Material nach Litauen«lw, gesandt werde. Die Verteilung vollzieht sich innerhalb 48 Stunden, so daß kein« Rede davon sein kann, daß die Eier etwa hier zu lange lagern. Wenn ein Vorwurf erhoben werden kann, so nur der, daß nicht genügend Fachleute zum Verpacken der Eier gestellt wurden. Im übrigen geht kein der- doroeneS Ei verloren, da diese zu technischen Zwecken, insbesondere zu Schmieröl für Maschinen, verarbeitet werden. Irgendeine Ge- fahr, daß Taufende von Eiern verkommen, liegt nicht vor. Leider hat aber die Zufuhr in den letzten Tagen ans noch nicht bekannten Gründen fast ganz aufgehört und es wäre dringend zu wünschen, daß die Behörde in den betreffenden Gebieten schlelinigst darin Wandel schafft. Zulagcbrotkarten fiir Schwerstarbeiter. ES find in der Oeffentlichkcit Zweifel darüber laut geworden, ob die Brotzulagen für Schtverstarbeiter noch über den 23. Juli hinaus zur Verteilung gelangen werden. Zur Behebung dieser Zweifel wird darauf hingewiesen, daß es bei dem bestehenden Per- fahren der Brotzulage verbleibt, bis der für das Groß-Berliiicc Wirtschaftsgebiet gebildete Oberausschuß neue Grundsätze für die Zulagebemcssung ausgestellt hat und eine einheitliche Regelung der Zulagen für alle zum Bezirk des Oberausschusses gehörigen Ge- meinden gesichert ist. Tie Groß-Berliner Brotkommiss'ioncn werden daher bis auf weiteres wie bisher die Zusatzkarten an die Bcrcch- tigtcn auszugeben haben. Tas KricgSwuchcramt hat der Frau Hedwig Roth st ein iu Charlottenburg, Sybelstraße 37/88. Inhaberin der Getreide- und Futtermittelhandlung Ed. Julius Rodenbeck, und dem Prokuristen dieser Firma, Ernst Rothstein, den Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs, insbesondere mit Lebens- und Futtermitteln, untersagt. Das Verbot umfaßt auch die Tätigkeit als Auge- stellter in einem Geschäftsbetriebe der betreffenden Art. TaS Ehepaar Rothstein, gegen das ei» Strafverfahren schwebt, ist a u den umfangreichen Gerste- und Getreide schic- Bungen beteiligt, die in den letzten Monaten und Wochen u. a, in Pose n die Gerichte beschäftigten. Haftentlasiting des Administrators v, Eberstei». Der Administra- tor des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen, v, Eberiieiu. tu Düppel bei Wannsee, der unter dem Verdacht des Schleichhandels mit Schiveiucn und der HöchslpreiSübcrschreitung verbaitet wenden war. ist auf die Hanbeschwerde seines Verteidigers, Rechtsanwalt Dr. Aisberg, ohne Sicherheiisleistnug rniS der Hast entlassen worden. Die Untersuchung in der Angelegenheit wird von der StaatSanivaU- ichast weltergcsübrt. v. Ebezitein bestreitet, sich strafbar gemacht zu haben. Er behauptet, lediglich Znchtschweine verkauft zu baben, für die er nach feiner Anficht einen höheren Preis nehmen dnrite. Gegen v. Eberstein sind, wie wir dem„Berliner Tageblatt" entnebmen. auch andere Beschuldigungen erhoben worden, deren Nachprüfung noch nicht beendet ist.' Der Vorsitzende de? Berimiides Groß-Berli», Oberbürgermeister Wermuth, hat die Mitglieder des Verbandsansschusso? zu einer Sitzung ani 0, August nach dem Berliner Rathaus eingeladen. Auf der TageSordmiiig stehen Verkehrsangcleqenhciten, der allgemeine Bebauungsplan für Aerlin-Treptow, der GeneralbcbauuiigSplan von Friedrichshagen und einige Banpolizeiverordiiimgen. E? werden auch einige'Freiflächeiisacken und allgemeine Angelegenheiten zur Beratung gelangen. Im Zoologischen Garten ist heute tviedirr der billige Sonntag mit 30 Pf. Eintritt während deS ganzen Tages, ebenso für das Aquarium, daS von 0 Uhr morgens bis 8 Uhr abends geöffnet ist. Von 4 Uhr ab großes Konzert. Im Sportpark Treptow sollen beute ausschließlich die Dauer- fnhrcr zu Worr kommen. In zwei Läufen über 35 Kilometer ireffeu nochmals Bauer n. Pawke zusammen, denen sich TboniaS-BreSlan hinzugesellt. Außerdem werde» drei Läufe über 10. 20 und 30 Kilo- meter ausgefabreu, zu denen Kuschlow, Hoffmann, Rudel und Wiewerall perpflichtet sind. Berliner Prater-Thrater.„Aha— famoS I", daS lustige Zugstück begeht am Montag das Jubiläum seiner 50, A u f f ü b r u n g. An demselben Tage treten in dein voransgehendeu Barietbleile einige neue Spezialitäten auf. Familiendrama in Steglitz, Ein Familicndrama hat sich in der Kissinger Str. 9 in Sieglitz abgespielt. Die dort ivobnende Schrift- ietzerehefran Emilie Schuster, deren Mann im Felde steht, ivac schon seit langem nervenkrank. DaS Leiden verschtiinmerte sich immer mehr und die Frau verfiel schließlich in Schwermut. In dieser Ge- müttstimmung äußerte sie wiederholt Selbstmordgedanken. Seit einigen Tagen wurden weder Frau Schuster noch ihre siebenjährige Tochter Agnes gesehen. Man nahm an, daß Mutter und Kind zu Verwandte» aufS Land gereist seien. Erst als ans der Schusterschcn Wohnung starker Gasgeruch drang, schöpfte man Verdacht»nd ließ die Wohnung öffnen. Man fand Mutter und Tochter tot im Bette. Alle Gashähne der Wohnung waren geöffnet. An» dem Müggelsee gelandet wurden jetzt die Leichen der e�- trunkenen Soldaten Z n ch und Meckert aus Berlin. Beide sird beim HinanSschwimmen einen, Schlaganfalle erlegen. Chnrlottenbiirg. Lebensmittel. I» der Zeit vom TomierSlag, den 19. Juli bis zum Sonnabend, den 23. Juli d.J,, findet eine all- gemeine Verteilung von Hafernährmitteln und Suppen statt. ES werden verabfolgr: 125 Gramm Hafernäbrmittel zum 2) Müers hjarmsteö. Von Jakob Knudsen. Anders schielte von der Seite zu seinem Vater hinauf. Der alte Per Hjarmsted war ein großer, magerer, etlvas gebeugt gehender Mann. Sein Gang, selbst wenn er rasch ging, wie jetzt, war etwas unsicher, daS heißt gewunden wie der Gang großer, knochiger Müllerpferde. Trotz dieser Unsicherheit im Gange sah er wie ein sehr starker Mann aus, was er denn auch war. Er seufzte ein paarmal tief auf; doch daS Pflegte er stets zu tun, wenn er nicht gerade arbeitete, so daß es des Anders Spannung nicht weiter vermehren konnte, um so weniger, da sie von vornherein auf ihrem Höhepunkte war. „Das sind keine guten Leute hier in Hanherred.') Es steckt keine Gerechtigkeit in ihnen," sagte Per Hjarmsted, als sie bereits in völligem Schweigen ein weites Stück gegangen waren. Anders wußte hierauf nichts zu antworten. Der Alte rülpste laut. Es klang bekümmert und selbst- verständlich. „Man hätte in Vrejby in Lendshssel bleiben sollen. Da geschah niemals Unrecht. Da war Gerechtigkeit und Gottes- furcht. Ja, das ist wahr." Er ging und ließ die Eisenstange in seiner Hand Wippen. „Aber warum seid Ihr denn da nicht im Osten geblieben?" fragte Anders ein wenig ängstlich. „Ha, ich bekam die Idee, ein paar große Höfe hier oben westlich aufzuteilen. Sieh, da hatte nran ja keine Ruhe.— Jetzt hat man'L ja auch bei einem davon so gemacht." „Auf BiSgaard?" „O ja. Jetzt wohnen 36 Familien auf dem Hof, anstatt einer, wie früher. „Sie sagen, daß der nächste, den Ihr auf die Art kaufen wollt, Hangaard sein würde." „Darüber kann niemand etwas wiffen. ich selber auch nicht. Zuviel Geld ist zu riskieren, ohne Gottes Rat und •) Herred(Horde) ist der dänische Gerichtsbezirk. Beistand.— Und es sind ja alles nur Gauner, unter denen man wirtschaften muß. Ja, ja, so ist es. Der Hardesvogt ist ein Gauner, und der Adjunkt und die Anwälte sind Gauner, einer wie der andre, und die Hofbesitzer, von denen man kaufen soll, und die kleinen Leute, an die man verkaufen soll allesamt sind sie Gauner,— wenn man sie sich beim Licht des Lebens besieht. Und unser Gesinde, ja— Jens sowohl wie Kren Madsen— sind mir untreue Diener. Sie schaffen nichts für das, was sie zu essen kriegen," Kurz darauf fuhr er fort:„Und jetzt gehtS auch verkehrt mit den Nachbarn. Ah ja."— Er sah auf die Eisenstange nieder und bewegte sie ein wenig.—„Nein, in Vrejby, da war Gerechtigkeit— und Friede und Freude im heiligen Geist. Aber da durfte mau ja nicht bleiben."-- Sie waren vor das große Kleefeld des Gutes ge kommen, das Heuer ganz ausgezeichnet stand. Es war kein Mondschein; doch in der lichten Sommernacht sah man deut lich die feinen Nebel über den hohen, betauten Klee Hirn ziehen. Ein Stück weiter fcldeinwärts standen die Pferde des Tanghofs. Es war so still, daß man in weiter Eiw fernung den leise lärmenden Laut ihres Knaupelns hören konnte und den harten Laut der Hufe auf dem sonn- gedörrten Boden, wenn sie sich während ihres rastlosen Fressens von der Stelle bewegten. Nun wollen wir uns beeilen, etwas in den Leib zu kriegen, damit wir morgen tüchtig arbeiten können, dachte?lnders für die Pferde. Sie waren so wach, während das ganze Kleefeld stand und schlief.- Da hatte Anders einen wunderlichen Anblick. Sein Vater ging gerade mitten hinein in den hohen, prächtigen Klee.„Komm mir nach!" sagte er.— ES mußte ja richtig und zulässig sein, da sein Vater eS tat. Anders folgte.— Ein paar Ellen weit im Klee drinnen legte der alte Per Hjarmsted sich nieder, wobei feine Glieder stöhnten und krachten. Anders legte sich zu seinen Füßen hin. „Kren Thomsen, das ist ein Dieb; er kommt und stiehlt meinen Klee mit seinen Pferden." Anders meinte plötzlich, er habe sich die ganze Zeit mit der Ahnung getragen, daß eine Exekution vor sich gehen solle. Doch erst jetzt wurde er von Angst und dunkelm Grauen überfallen— und zugleich von Erstaunen beinl Anhören von Kren Thomsens Namen. Kren Thomsen, der muntere, freund- liche, gemütliche Mann,— daß der um Mitternacht zum Diebstahl mit seinen Pferden draußen sein sollte! daß der ge- zogen— oder doch wohl geritten— kommen— und sich vom Pferd schwingen und dort stehen sollte-- seine Beine, seine Hosen, die sahen doch so rechtschaffen ans!— Ah, aber das war ja noch viel schlimmer: Wollte sein Vater ihn wirklich mit der Eisenstange schlagen? „Vater, Ihr wollt ihn doch nicht totschlagen?' „O nein, Gott bewahre mich wohl, nur mein Besitztum will ich schützen." Lange lag Anders da und betrachtete heimlich die Eisen- siange. So dick wie der kleine Finger eines erwachsenen Manne? war sie doch. Per Hjarmsted gähnte, umständlich und auf die ins Schicksal ergebene Art, wie die Leute sie sonst meist beim Zudettgehn anwenden,— indem er sich ganz auf den Rücken niederlegte, die Hände unterm Nacken. „Ich hab's ihm gesagt." äußerte er entschuldigend oder gleichsam zur Selbstverteidigung,„daß cS mir geträumt hat, daß es so kommen würde." DaS ivar das erstemal, daß Anders seinen Vater selbst etwas von seinen Träumen erwähnen hörte.— Oft genug hatte er junge Leute im Kirchspiel sich lustig darüber macheu hören. Er empfand ein Unbehagen dabei. Denn wenn nun sein Vater unrecht hatte, so bekam Gott ja auch llnreckst.— Aber dann mußte sein Vater eben immer recht haben! Er hob den Kopf ein wenig, so daß er eben über die Kleespitzen weg sehen konnte. Der Tan trieb darüber hin, nicht in gleichmäßigem Nebel, sondern in ganz feinen Streife». Er hörte wieder daS Trampcln der Pferde, wenn sie die Beine beim Weiden fortbewegten.— Da war eins,— das unternahm gern eine längere Wanderung ani Tiidcr. Es ließ nicht ab.— Oder— nein, das mutzten doch mehrere Pferde sein. Es kam näher. Er drehte den Kopf und sah zwei zu- sammengekoppelte Pferde und einen Reiter auf dem Satlel- Pferd über die Felder vom Sumpfweg herkommen. „Ach, Vater, ist da? Kren Thomson?" flüsterte er und duckte sich in den Klee hinab. „Bleib ganz ruhig!" sagte Per Hjarmsted, hob vorsichtig den Oberkörper und drehte sich auf die Seite um. Er guckte über die Kleespitzen hinauf. »Hm,-- er ist auch durch den Hafer geritten," (Forts, folgt.) Vfundpreise von 4i Pf. auf SföfcBnitt III der roten NahrungZmittel- korte und IVO Grannn Suppen, lote zum Preise von 13 Pf. oder 2 Suppenlvürfcl bezw. Beutel. Serie I zum Preise von 13 Pf. für den Würfel Eezw. Beutel, Serie II zum Preise von 15 Pf. sür den Würfel bezw. Beutel ans Abschnitt 112 der roten Nabrungsmittel- larte. Die Ausgabe der Anweisungen an die Händler mit den Anfangsbuchstaben A— L findet am Montag, den 16. Juli, M— Z am Dienstag, den 17. Juli d. I. statt. Die Ausgabe der Waren an die Händler mit den Anfangsbuchstaben A-— H erfolgt am Montag, den 16. Juli, I— Q am Dienstag, den 17. Juli, N— Z am Mittwoch, den 18. Juli d. I..— In derselben Zeit werden an die Inhaber der großen Bezugsmarken H für Char- lottenbuiger Haushaltungen, also nur Haushaltungen von i und mehr Personen, gegen Abgabe der Bezugsmarken sterilisierte Vollmilch und Milch Pulver verausgabt und zwar werden verabfolgt, soweit der Vorrat reicht, 1 Büchse sterilisterte Vollmitch sl Liter) zum Preise von 1,65 M. oder 100 Gramm Vollmilchpulver zum Preise von 0.55 M. oder 100 Gramm Magermilchvulver zum Preise von 0,45 M. Die Abgabe der Milch und des MlckPulvsrs erfolgt in den 36 städtischen Verkaufsstellen, die durch ein Aushänge» schild al?� solche kenntlich gemacht sind. Der Bezug der Ware'ist nicht an die' Kundenliste gebunden.— In der Zeit vom Dienstag, den 17. bis Dienstag, den 31. Juli findet gegen Abgabe des Abschnitts 110 der roten Lebensmittelkarte die Verausgabung von Heringen statt.- Es werden 125 Gramm Heringe auf den Abschnitt 110 ver- abfolgt. � Der Preis sür 125 Gramm betragt 35 Pf. Der Verkauf der Heringe regelt sich nach den numerierten Serien der roten Lebensmittelkarten, und Awar erfolgt der Verkauf vom 17. Juli ab an die Inhaber der Serie I sschwarze Nummern), vom 13. Juli Serie II(grüne Nummern), vom 19. Juli Serie IU(blaue Nummern), vom 20. Juli Serie IV(braune Nummern), vom 21. Juli scrie V(rote Nummern), vom 23. Juli Serie VI(lila Nummern). Der Verkauf der Heringe findet in den durch weißen Aushang mit rotem Rand besonders gekennzeichneten Geschäften statt, ohne daß die- Eintragung in eine Kundenliste Voraussetzung ist.— In der Woche vom Montag, den 16., bis einschließlich Sonntag, den 22. Juli, wird auf die Nährmittel» Zusatz karte für Jugendliche in den 86 städtischen Verkaufs» itellen ausgegeben: auf Abschnitt 14 125 Gramm Hafe-nährmittel .um Pfundprciie von 44 Pf. Die Entnahme darf nur in den durch Aushang bezeichneten Geschäften erfolgen und hat mit der Ein- iragung in die Kuudenliste nichts zu tmi. — Tie Sparkasse der Stadt Charlotdenbiwg hat in der Hutten» üraße 72(Ecke Beusselstraße) eine neue Nebenstelle für Ein» und Rückzahlungen eröffnet._ Spandau. Eiernachliefcrung. Wegen mangelnder Zufuhr war es nicht möglich, die sür die Zeit vom 25, Juni bis 15. Juli auS» zugebenden drei Eier pro Kopf zu verteilen. Die Eier sollen in oer nächsten Woche nachgeliefert werden. DaS Feld 6 der Eierkarte behält in der nächsten Woche noch seine Gültigkeit. Steglitz. Lclensmittcl. In der Woche vom 16. bi? 22. Juli werden außer der üblichen Wochenrate verteilt: Holländer !äse, 110 Gramm auf den Kopf; feinstes H a f e l n u ß ö l, 50 Gramm soweit Vorrat reicht; eine beschränkte Menge Sardinen n Brühe und T o m a te n und Kipperetheringe; Gemüse- kons e r v e n, stwcit Boranmeldung erfolgt ist. Wilmersdorf. Bollmilchkartcn für Kranke nnd Genesend«. Die Ausgabe der auf Grund ärztlichen Zeugnisses bewilligten Voll- milch karten sür August erfolgt durch die Abteilungen für Kranken» entährung, Wilhelmsaue 114/115, nach besonderer Ausgabeordnung vom Mcntaz, den 16., bis Freitag, den 20. Juli, während der Tagesstuudeit von 9—2 Uhr und 5— 7 Uhr. Neukölln. Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte in ihrer letzten Sitzung für die Kriegsbeschädigtenanfied- lung einen einmaligen Beitrag von 1O00 M. Mit Berlin wurde einem Abkommen wegen Aufhebung des Fremdens chul- g e I d e s an böheren Schulen nach einem Vorschlage des Magistrats zugestimmt. In geheimer Sitzung wurde die Errichtung einer Neuköllner städtischen Bank einstimmig beschloffen. Sie ist eine Fusion des Neuköllner Bankvereins mit der Sradtgemsinde m der Form einer G. m. b. H. Das Stammkapital bgAägt 1 000 000 Mark: daran ist die Stadtgemeinde Neukölln mit 060 000 M. geteiligt. — Lebensmittel. In der Woche vom 16.— 22. Juli dürfen zunächst auf die zwei weißen Abschnitte 64« der roten Kar- loffelkarte je Vz Pfund Kartoffeln, zusammen also höchstens l»Pfund Karlofielu, abgegeben und entnommen werden. Als Ersatz mr die resilichen 4 Pfmid Kartoffeln soll auf die 6 schraffierten Abschnilte 64s,— 64o und die 2 weißen Abschnitte 64d der roten Karlosfelkarto in der gleichen Woche bei einem hiefigen Bäcker Gebäck enmommen werden dürfen und zwar 100 Gramm Gebäck auf sedcn Abschnitt, zusammen also höchstens 800 Gramm Gebäck. Der roien Neuköllner Kartoffelkarte ist die Kartoffel- karte der übrigen Groß-Bcrliner Gemeinden gleich zu erachten, wenn sie als„Urlauber-Karte' gekennzeichnet ist. Auf die Kartoffelzusatz- karte Nr. 38 dürfen 2 Pfund Kartoffeln abgegeben und entnommen werden. Wer auf die roten Kartoffelzusatzkarten Kartoffeln nicht zu erhalten vermag, ist berechtigt, für jeden Kartcuabschiült ebenfalls 100 Gramm Gebäck, zusammen also höchstens 400 Gramm Gebäck, zu entnehmen. In derselben Weise dürfen auch Militärurlauber, falls sie auf ihre Karten Kertoffeln nicht er- halten können, für jeden Abschnitt sc 100 Gramm Gebäck entnehmen. Wer bis zum Freitag, den 20. Juli, einschließlich, das Pfund Kartoffeln auf die zwei weißen Abschnitte 64s nicht zu er- halten vermag, ist berechtigt, auch auf dieie zwei Abschnitte je 100 Gramm Gebäck zu entnehmen.— Bei nachträglichen Anmeldungen zur Kundenliste für Kartoffeln, Eier, Zucker und Kolonialwaren werde» vom 16. Juli ab die Ausweise in der Brotkommission zugleich mit der Uebergabe der Karten ausgegeben. Näheres hierüber enthält die amtliche Bekannt- machung des Magistrats. Britz. Die Gemeindevertretersitzung vom 13. Juli beschloß, den Genreindevorstand zu ermächtigen, aui Grund eines vorgelegten Bertragsentwurfs der Stadt Neukölln die Versorgung der Gemeinde Britz mit Gas zu übertragen. Der gleichzeitige Ab- schlnß eines Vertrages, wonach Neukölln die Abführung der Ab- Wässer von Britz an sein Kanalisationsnetz übernimmt, soll zur Bedinonng gemacht werden. Für das Jnbustriegeläirde an der Grodestraße wurde die Herstellung eines Bahn- ansSIuffeS an die Neukölln— Mittenwalder Kleinbahn be- schloffen. Die Gemeinde tritt als Unternehmerin ans. Zum Zwecke der Versorgimg der Gemeinde Britz mit Elektrizität hat die Gc- mernde mit der Stadt Nenkövn einen Vertrag abgeschlossen. Zur Erfüllung dieses VeMrages ist es notwendig, die Kabel über die Brücken des Deltow-Kanals zu legen. Der Kreis mackit die Genehmigung hierzu von Bedingungen abhängig. Die Gemeindevertreterfitzrmg be- schloß hierzu emstimmig das unbeschränkte Recht der Kabelverlegrmg über die im Gemeindebezirk belegenen Brücken des Tellow»KanalS auf dem Wege der Klage zu erstrenen. Ferner wurde beschlossen, einen Lebensmittelausschutz zu bilden, welchem zwei Mitglieder des Gemeindevorstandes rmd vier Gemeindcverordnete angehören sollen. Zu diesem Ausschuß sollen eine Anzahl Frauen aus der Einwohner- schaft hinzugezogen werden. Die Gemeindevertretung wählte in den Ausschuß die Gemeindeverordneten Riemann, Zickert, Buten- schön und Lübeck. — Lebensmittel. In der Woche vom 16.— 22. Juli gelangen in der Verkaufsstelle der Gemeinde zur Abgabe auf Abschnitt 51: Graupen(V« Pfund je Person), auf Abschnitt 52: Hasenn-hl(Karten 1— 2000), auf Abschnitt 52: Sago(Karten 2001— Schluß), auf Abschnitt 53: kondensierte Milch(je Haushalt 1 Dose), mit Abschnitt 54: Bouillonwürfel(1 Stück je Person), auf Abschnitt 55: Fisch- konserven, Mandal-Fleischextrakt, Nährhefe und Note Beete, auf Abschnitt 56: Sonderzuteilung. Ferner werden abgegeben: Pkeffer, Zwieback, Salz, Gurken, Streichbölzer und Salmiak-Waichmittel. Die Abgabe der Waren erfolgt für die Lebensmittelansweiie Nr. 1 bis 800 am Montag, Nr. 801— 1600 am Dienstag, Nr. 1601—2100 und Nachzügler der vorhergehenden Tage am Mittwoch, 2101—2000 am Donnerstag, 2901—3700 am Freitag, 3701 bis Schlnß und Nachzügler der vorhergehenden Tage am Sonnabend. Nachzügler der Str. 3701— Schlnß am Montag, den 23. Juli. Sollie durch Stach- zügler ein zu großer Andrang entstehen, so haben sie leinen An- svruch auf Abfertigung._ Nirderfchönhausen. Lebensmittel. Auf die Kopfstücke der Brot- karte gelangen in kommender Woche 125 Gramm Graupen und 375 Gramm Erbsensuppen zur Abgabe. Der Preis beträgt sür Graupen 8 Pf., für Erbsen 63 Pf.— An Stelle von Kartoffeln, die voraussichtlich erst Ende der Woche abgegeben werden können, wird anfangs der Woche Gebäck verabfolgt und zwar pro Ab- schnitt 100 Gramm.— Einmachezucker wird wahrickieinlich in den nächsten Tage« eintreffen und sofort verteilt werden.— Butter gibt eS wieder 50 Gramm, Margarine 30 Gramm. Hroß-Serliner parteinachrkchten. Sozialdemokratischer verein für Berli» V. In der am Miit- woch, den IL d. Mts., stattgehabte« Generalversammlung referierte Genosse Robert Schmidt über den bevorstehenden Parreitag. Zum Delegierten wurde der Genosse Lesser, zum Stellverrreter Genosse H. Lorenz gewählt. Sozialdemokratischer verei« str SerÖ» VI(S. P. D.). Unsere Generalversammlung findet am Donnerstag, den IL. Juli, in Frankes Festsälen statt. Tagesordnung: Der Parteilag in Würzburg. Ref.: Reichstagsabg. Genosse Robert S ch m i d tz Der Vorstand. Cöpenick. Mitgliederversammlung Mittwoch, de« 18. Juli, abends 8 likr, im Stadtlhealer, Friedrichstr. 9. Tages« ordnung: 1. Der Parteitag in Würzburg. Ref.: Genosse Krüger. 2. Stellungnahme zur Kreisgeneralversammluug und Wahl der Delegierten. 3. Bericht über unsere Eingabe betr. Kohlenversorgung. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Britz. Dienstag, den 17. Juli, abends 8lls Uhr, im Lokal von Bahr, Britz, Werdeistr. 37: Mitgliederversammlung. Tages« ordnung: 1. Der Parteitag in Würzburg. Ref.: Genosse Groger. 2. Stellungnahme zur Generalversammlung. 3. Wahl eines Delegierten. 4. Vereinsangelegenheitcn. Vollzähliges Erscheinen der Mitglieder dringend geboten. Gäste willkommen. Die Bezirks- leitung. I. A.: Franz Gutschmidt. Soziales. Unterschiedliche Behandlung der Ausländer in der Unfall- verflcherung. Der Umstand, daß durch den Krieg ausgedehnte feindliche Ge- biete durch deutsche Truppen besetzt sind, hat es mit sich gebracht, daß Ausstrahlungen inländischer Betriebe ins Ausland in vorher nie dagewesenem Umfange zu beobachten sind. Als Ausstrahlungen inländischer Betriebe werden im Auslande befindliche Betriebsteile bezeichnet, die ihrer ganzen Art nach dort nur vorüber« gehend sind und die in jeder Weise von dem in Deutsch- land befindlichen Hauptbetriebe abhängen. In ihuen werden naturgemäß nicht nur de»lsche Arbeiter, sondern auch aus« ländische Arbeiter beschäftigt. Versichert sind beide, sowohl der Deutsche, als auch der Ausländer. Da jedoch nach§ 615 Abf. 1 Ziffer 3 der R.B.O. die Rente ruht, solange sich der rentenberech- tigle Ausländer freiwillig gewöhnlich im Auslände aufhält, so er- gibt sich die allerdings nicht neue, absr doch eigenartige Rechtslage, daß wohl der deutsche Arbeiter, ivcnn er in einer solchen Betriebs- ausstrahlung vernnglückt, Rsnle erhält, und daß auch seine Hinter- bliebeuen dem Gesetz amiprcchetib unterstützt werden, daß aber die »eben ihm arbeitend«! versicherten Ausländer, solange sie sich im Auslande aufhalten, keine Reute bekommen. Die Hinterbliebenen eincS Ausländers, die sich zur Zeit des Unfalles nicht gewöhnlich im Inlands aufhalten, haben nach§ 596 der R.V.O. überhaupt keinen Anspruch auf Rente. Durch die Verordnung vom 14. Juli 1916 hat nun der Bundes- rat in einer anderen Beziehung die Reichsversicherungsordnung ge- ändert. Er bestimmte, daß die Hinterbliebenen von Ausländern, die ni Deutschland verunglückten, dann Anspruch auf die Hinter- bliebenenrente haben, wenn die Verstorbenen vor ihrer Beschäftigung in Deutschland ihren letzten gewöhnlichen Aufenthalt im Gebiets des Gcneralgouvernemeurs Warschau oder der Kaiserlich- und Königlichen Militärverwaltung in Polen hatten, und die Hinter- bliebenen dort wohnhast blieben. Dies gilt bei Unfällen, die sich seit dem L Mai 1916 ereignet haben. Diese Verordnung schuf für die Hinterbliebenen der polnischen Ausländer doppeltes Recht. Ist der aus diesen Gebieten stammende Ausländer in D eu l s ch l a u d in einem versicherten Betriebe ver« unglückt, so Phallen die Hinterbliebenen die Rente, obgleich sie sich im Auslände befinden. Ist jedoch der Verletzte tri einem i n den betreffenden Gebieten selbst befindlichen deutschen Betrieb, der der weil er als Ausstrahlung eines betrachten ist, verunglückt, dann bliebenen keine Rente. Das wird empfunden und die Berufsgenosscnschaften haben einen Ausgleich zu erwirken versucht, indem sie beim Bundesrat vorstellig geworden sind, daß auch den ausländischen Verletzten und deren Hinterbliebenen ber Unfällen, die sich in versicherten deutschen Betrieben im Aus- lande ereignen, eine Rente gezahlt werden möge. Ihr Wunsch nach einer entsprechenden Verordnung ist jedoch vom Staats- sekretär des Innern abgelehnt worden. Dieser hat dem Verband« der BerusSgenossenschasten mitgeteilt, daß da- von abgesehen werden müsse, eine solche Ausdehnung vor- zunehmen, weil im besetzten deutschen Gebiet an russisch- polnische» Arbeitern für die dortigen deutschen Betriebe ohnehin kein Mangel sei und deshalb kein Anlaß vorlieg«, für die dortigen Betriebe eine ähnliche Bekanntmachung zu erlassen, wie die er- wähnte vom 14. Juni 1916. Mit Recht ist auf dem letzten BerufSgenoffenschaftstag dieses Berhalwn der Regierung bemängelt worden. Es wurde dort ein- stimmig der Auffassung deS Berichterstatters beigetreten, daß die von der Regierung beliebt« Regelung weder billig noch sachgemäß sei. Wir können diesen Beschluß nur unterstreichen. NlctieranSsichte»: für daS uiittiere Norddontfchland bis Montag mittaz. Zunächst trocken und vielfach heiter; am Tage sehr ivarm, später im Blnueniande strichiosts: Gewitter. Versicherung untersteht, deutschen Betriebes zu bekommen die Hinter- natürlich als ungerecht SlMikhe YMsipeisung. Für die Woche vom 9.— 15. INN 1917 usw. sind bei der Anmeldung, unn erstenmal in der Zeit vom 2.— 5. Juli 1917, von de» Teilnehmern an der Bolksspeistmg von der KiNttoffekkarte abzugeben: Bei Entnahme einer ganzen Portio» 2 Abschnitt«, bei Entnahme einer halbe« Portion 1 Abschnitt. Dir Anrechnung der Reichssicischkarte bleibt unverändert. Da infolge des großen Mangels an Kartoffeln eS nicht möglich sein wird, Karlofjctu in dem Essen zu verabreichen, werden in größerem Um» lange als bisher Kartoffelwalzmchl, Kartoffelflocken, sowie Teigwaren und Gctteidesabrikate verwendet werden. Berlin, den 29. Juni 1917. Magistrat Abteilmig für Volksspeism»s. o f l e l n. lltSL» MUBEL in ersUdassigerAnsfülming zn allerbflligsten Preisen liefert unmittelbar ab Pa- brikgeb&udo an Primte Möbel-Croß-I-njjer Berl. Tischler-«.Taperierermslr ABbert Gieiser BERUH C.B3,Atn»nlersfr.42 Ale xanderplatz Umfangreichste« UagerTon über 500 JSinrichfcungen. Besichtigung lohnend und erwünscht. Reichhaltigsto Answahl bis«um Auserlesensten. Preisverzeichnis mit Abbildung umsonst. Bahnfreie Lieferung durch ganz Deutschland Spezlatarzt I»p. med. Colomann f.GeschleclitsItranlrti., Haot�Harn- FraucnloitL, nerv. Schwache, Bern- kranke, Elhrlleh-Hnta-Karen (Daner 12 Tage). Behau dlnng schnell, sicher u. schmerzlos ohJlerufastör. i. Dr.Homeyor & Co. honz. Labor, t Blut- nnters-, PSden im Harn usw. Friettstr. 81, KöDinstf.§4-a8, �i�nchuw.» Spr. 10— 1 u. 6—8, Sonnt. 10— 1. i B Honorar rnllöfg, auch Teilzahl. S — Separate« Damoazinunar. 3 ft M■■- kauft Kail, Mnnzenhdig., Wilhelmstr. 46/47. Berlin 12 2* Wallstr. 13 ' Spcgla(fl**Biii GarcUp«Rb9iu Bernhard ScHwartu AMische Spatbaff. Dir Hab« in der Huttmstratze 72 (Ecke B«ffclstraße) eine neue Neben- stelle zur Annahme und Rückzahlung von Spareinlagen eröffnet. Tägliche Verzinsung. Kaffenstund« von 9 bis 2 Uhr. 203/17 Die in unserer Hauptflelle im Rat- Hanfe, Berliner Straße 70(71, und in unser« Ncb«ftell« Augsburger «Straße 25, und Groimaustr. 21, aus- gefertigt« Sparbücher können hier eb«salls zu Sin- und Rückzahlungen vorgelegt werden. Der Vorstand ver«psrkosse der Stadt«Har- lotteuburg. Zelluloid-! Film- Guttapercha- Hartgummi- Wachswalzen- Schallplatte«- Abfülle kaust Ordowor ö. m. st. H. Georgeukirchstratze 50 beim Aleximd erPlatz 9—12, 3—6 Uhr. «1/2» Pläne, Tegel, Packleinen, auch Säcke, allerhand, jeden Posten taust 227/7 Losnci», Lothringer Str. G4. (Nord« 107 35 Nebeumischiuß.) owoww Jlt AÄÄtWÄl! macht die Haut neu und samtweich, glättet jede Ruuzel. Nur allem ocht bei ♦ Fatma R. Bich, Ch&rlottoubaps* V, Weimarer Str. 28. Viete Dankach reiben. BescMapabmefreie Sektkorken bis Zl'lzKs. Weinkorksn'/, S3|2 Pfennig sonrie alle ander«» Sorten gebrauohter und»euer Kork« taoft Berlin, Kransenslr. 75 (neben Kempinski) Bölowslrafle 24, Ecko Potsdamer Straße. v°" 3-6-; HemesWerke W« rorfescBea Srfiabverfc Geschirr Leder. Edtstofte, Fahrradmintel, Fib trrr. selbst sosbessern viN, vervrendet vor« züglich die MhaMe Stepperia 8 jlbx Solider beste Konstrnkri.�n. NSIit Stqppstid» vie Masdafaic. Leicht ra handhaben- Garanfte für i'ranchbarkcif- Viele Ancrkcna- ongeau Preis 31 Ii- Ä.SO mit Nadcfeocticrnntf ord Leincn- rvira# vrrpacict und postird. In LdShmaBdlcngAB kScfdch oder direkt dtndi Joh. Zucker Stn ttgart- Botnang. Kostüme wasserdichte Mäntel, Röcke, Wiuterrnäntef, neueste Form«, beste Stoffe, gibt im Private Dame»- mänteikabrik Bllnkl, Krausenstr. Zv. Dönbofiptatz. Sonntag 8-10 geöffnet. J. Baei«, EaM�-lne. Herren- und Snr.ben- Morien, Berefskleidnng. Einsegnungs-Anzöge, 1 vppe». Sr. Sioft Inger, e'eg. MaBanfertigung, Büligste, leste Preise. KramBiariflrgcschwflre. anch voralt., sohmeeahatte Wanden, Enfcändg. mit unerträgl. Jucken heilt ohne Nachteil lt. vielen Erfolgsbericht. die echte„OLiada- Salbe'-. Äbsol. milde, nartu-gem-Wirkung, überaus wohltuend. Otto Reichel, Beriia 43, Bisenbahnstr. 4.* 3 Baute b Sari• Buchhandlung Vorwärts fnJmenShmöciL Romane und Erzählungen lüi das arbeitende Boll Pro Heil 15 Pj. Buchhentwug Berioarts, Seriiu SW. 63, Lindenstraße ä, M-inpst m 1-3 uescMosseii UemeLsgsr- TeppicliSD, Möbelstoffen, Geniinen, Läuferstoffen, Tisch- - Dmantfeckeu» sin! reieh sortiert! Teppich-Se*?!. Emil Lefevre Berlin-Süd. Seit 1862 BnrSnieit.l mr Mein slldsk. Bans hat keineriei Bszieimng zo shniich laut, Firnia.. Gutes Obst- und Gemüseland farreile ZSS Ii!., Wallipsr�elleZZSK. NN Bahnstat., Chaussee, tgl. Wald. Off. ?. 855, Gersunamis Ann.- Bureau. lMoxaudcrplatz. 283/11- r Bezirksverwaltuug Grofz-Bcrlt»r. Folgeude Kollege« find im Felde gefalle«: Halilaiig, Industriearbeiter. EhrenfriedL IBlna, Straßenbahaer. MemhoM Fi'iedricli, Rollkutscher. I Fritz Crierscla, Geschäftsdie««. Sfermaim Crorr, Geschsstsdi««. Wilhelm Meinricli, Gefchsstskutscher. Friedr. Industriearbeiter. Karl Küdolf, Droschkcnchanffenr. Karl Schulz, GeschSftSkntscher. Faal Htemer, J«d«striearbeiter. uFmil Treiehel, Kasscubote. | Faal Treppenhaaer, Geschsstsdieuer. | s/12 Ehre ihrem Andeake»! 0!« Schm»«Biches Gedenke» zum Sterbetage meines innig �.gei lebten, nnvergetzltchen McmneS, Böttchers und Landiturmmannes Karl Hoffmafm, gefallen am 15. Juli 1916. deZ 1 Sich, ich kann's noch gar nicht fassen, 'b Dag Du nie mehr lchrft zurück. Für wen mugteft Du Dein Leben lassen? Für was mugte ich geben mein ganzes Glück? I Ost ist es. wenn mich still der Tag vereint, alsmügteftDunoch wiederk vvunen. fZ Ich hatte Zwiegespräche mitDeinem S BUd, DaS Mich ist'Z) »on der Wand aaf herniedcrfchaut So lieb und mild. Doch gegen Deine« Willen geschehen, Dein letzter Grug, der lautete: Sllut Wiederschen! Schwer war der Abschied, das| Aus ein andergehe«, Doch wieviel bittrer ist mir«sn das Nimmerwiedersehe«. Dein gedenkt stet? w Liebe Deine Lebe Frau Witwe Ann» Hoffmann gri. GSCabar. Ruhe sanft in Feindestand k USA j Plötzlich und unerwartet verlor . ich durch den Tod meine innigst- s aelicble Frau 63/15 j �milisZelZuster im Atter von 34 Jahren ■ und mein einziges herziges Kind Apes � im Alter von S1!, Jahren. Im tiefsten Schmerz trauernd« Gatte und Baier Arno Schuster. Steglitz, Kissinger Straße S. Die Beisetzimg findet morgen Monlag, den 16. Juli, nachmittags der p■J'/„ Uhr. von der Leichenhalle des j Z Steglitzer Friedhofes, Bergstraße,' K aus statt. .:iKwSS3SCTa Davksagmtg. Für die bewiesene Teilnahme«nd die reichen Kranzspende» beim Hi»- scheiden meines lieben Mannes. unseres guten Vaters, de? Masrers Hennana Bönger sagen wir hiermit alle» Verwandte«, Genossinnen nnd Genosse», auch dem Gesangverein unsere» besten Dank. Fran An graste Bfin�er geb. Behm and Kinder. Bohnsdorf(Kr. Teltow), 15. 7. 1917, Dantsagnns;. Ffe die vielen Beweise herzlicher Tettnahme bei der Beerdigung mei- neS lieben MarmeS, unseres gute« Laier» sagen wir alle» denen, welche ihn zur letzte» Rnhestätte begleitet haben, sowie Herr» Kraute für seine troftreiwc« Worte am Sarg« des Eutschlasenc« unsere« besten Dank. Lnise Brau«»ebst SShae«. llvllketilü'\ Verwaltungsstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, E daß wtser Kollege, der Schlosser x Qeorx �usimski ! am 11. Juli an Magenleiden ge- I slorben ist. Ehre seinem Slndeuke«! Die Beerdigung findet heute l Sonntag, den 15. Jnli, nach- � mittags 2'/, Uhr, von der s Leichenhalle des neuen Sanis» j Kirchhofes in Plötzensee aus statt. Siege Beteiligung wird erwartet Nachruf. De« Mitgliedern serner zur E Nachricht, dag unser Kollege, der| Schlosser Eduard Stein am 9. Juü an BruflkrebZ gestorben ist. Ehr« seiuem Andenken k 177/17 Die LrtSverwattnng.! iesMlnsr LieöeHaJei 1911 Als weiteres Opfer des Welt-\ krieges fiel unser lieber Sanges- bruder NIM Er war uns immer ein lieber E ausrichtiger Freund und werden s wir seiner stets gedenken. 60/20 Der Borstasd. Stumm schläft der Sänger. Aügememe Grts-KraAks«k«sse Kerllü-Wtißcnsee. Die«ichste OrdenMche CtLtral-RtrsaWMlMz findet am Donnerstag, de» 28. JvL 1917, abends 8 llhr, im Restaurant»Zum Präktttr»», zu Berttn-Weißensce, Lehderstr. 122, statt, mit folgender Tagesord»«»«: 1. Bericht der Rechnmigspruser. 2. Belchlußsassnng über die Entlastung de» Vorstandes a. des Nendanten. 8. Bericht de» Vorstandes durch den Vorsitzenden. 4. Beschlnßsaffuug über die Ke» Währung einer Teuerungszulage zur Kranlenunterstützung. 5. Befchlußjassung über die Oe- Währung einer Entschädigung für die Betetltgnng an den Ausschuß- sitznngen. 6. BZchtußsassnng itder die««- wäbrnng emer einmalige« de- sondepen tkriegStenerungSznlage. 7. Beschwßtassnng über die Aenderung d«S ß 75 der Kassensatznnge». 8. Kassenangelegenhetten. Antritt p» dieser«ttznug Halle» mw die mtt«wer Legtttmatio«»ersehe««» AuSschMftnitglieder. 278/10 Der Borft««d. 8. S.: Kendel. sSozialdemo kratische Partei Deutschlands). Dounerstag, de» IS. Jnli, abends 8V, Uhr, im Lokal von Heinrich, Große Frankfurter Straße 80: G@ii@r£9!"¥ersanimgiifii||. Tagesordnung: 1. Der Parteitag in Würzbmg. Rcserent: Gen. Karl Klinglor. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delegierten und Stellvertreters zum Parteitag. 4. Beschlußfassung über die Einführung ewes monattgen �tradeitrags von 10 Ps. 5. OrganisattonS- angelegenheitcn. Pünkilichen und zahlrrichm Besuch erwartet 217/9* Ber Torstand. Besiobtiien 810 iwlMiterFsileii ßeutsciisr Textiiarbeiter-Verband. .1. Filiale Berlin.- ArvettS«achwet»> AndreaSstr. 17, in der Geschäftsstelle. Del.: Ztzgst. 1873, Mittwoch, de« 18. Jnli 1917, abends 81/, Nhr, bei Stowottnick, Lange Str. 30: Generalversammlung. Tagesordnung: artal 1917. 190/12 terstattnng von der Antzcrordentllchr» Generalversammtung 1. Bericht vom 3 Quartal 1917. 2. Bericht! Augsburg. 3. Stellungnichote pec Gankanserrnz. Buchkontrolle. PitukMcher Anfting. Der Torstand. Beschlagnahmefreie Menge» gebranchtrr Sektkorke I Weinkorke »71- Pf.«*. 5l|t Pf. tauft 88/14* ®rt»nn, tt-» Zlwmdn?lch Sendungen von anSwitrts ohne vorherige Nnfrage nicht erwünscht. r 5pcxlai>Ang/ebot idnnierwasdmiitteis„Germania" vonnfliche Qnalitllt, auBero rd entlieh svarnam im Oebraooh. Waggonia-änngen.— iPro bekfibel Lief erb etr 36—60 kg ___ ron Konsumentenpreit.(Gegen Nachnahme pro Pfand 60 Pf. festgesetsst.) —— Tertroier ander günstigen Bodingnngen gesneht.—- tittt 44 Fabrik kosmettseher nnd „uermtmm teebnlselier Pr¶te. Berlin W 67, llfllovratr. SS,— Telephon. Lütsow 8249. das In der Gartenstadt FiÄpj-öai (Ct&rtecrbodoa) 1 strs« Kartoffel aau mtl Otiat- j»ylHzev, aueh WaQsrriwid* ül-iltg i B. IS.- hMÄ. ! G ü ust Zt�nff«bPdh>«tragjBn. am Ba'bav bof 6•• g e zo l d, = FsfMrs= trliiiii rar Aalae* t a. Ob»1 Bffllgrte Fi e-jc Mm Babtlti QBtttS ,3«detr*, EWoD Boliatoi Q II trt ö Bles' � Nation der 8t.__ □ Eutn S5 JUj na. AwakOnfts a» Hot! obigen BalinhWen av» Lei der VSÄ-SSU Barifo HO 41, -IvlRB». ru B»nh«It dstetoke rf tpaond im KS» bahm WWW- Speziat-Arzt Dr. med. Hasehe, Friedfioöstr. 90 ÄÄ Beh-mdl. von Syphilis, Sinnt-, H arn-. Pranenleid., spez.chron. Eälle. Ehrlich-Haia-Kuren, schmerz- se, kürzeste Behandlung ohne Be- rusSstörung. Bluiuntersuchung. Mäß. Preise. Teilzahlung. Sprechswnden 10— 1 und 5— 8,«onnt. 11— 1. ReutersWerke . S««nSt 5»«f. Buchhandlung VvmSrH Zähne mrt hl ohne Platte, mit eerrtera Frieden«- kautschafc, Goldkronen, Brücken, Plomb. Umarbeite, sehleehtaltzender Gebisse. Boporatoxen sofort Zahnziehen In Srtticher Betüabaag. Billig« Preise, auch Teilaahlg. TeL Nord. 10438. D.i.Löser Ä � teläaierStr. 61-70 „Turfsie08r"-„Sßbl«ßgalflpp". Verlar, von Sie Probemcmntier vom Bern „Tnrfm dller", JBgenstr. 63— Sentrem 11004. Renrneport- Verlag ----- B139L* iösaün's lMMMWÄN Gs®fit» AasnrahL Billigste ProSs«. I HkIHrtBairtjSe 37a GMeauadeat IL«r. Frankwrter Stf. IIS (aeba Audrcasatr.) totwahiiMdsngen ssktL Amt Zcamne W90. SmaUj) 12— 2 Uür ctiümt HSSZSSSB tUäi Leihhaus Warschauerstraße 7. Pelz- gauiituren I Nene Herrengardcrobe! Bettcnverkaui! Plüschdecken I Tüll- gardin»« I Prachtlepviche l Uhren- vcriauf! Schmucksachen! Wand- bi-der! Merbilligste Preise! 1V9K* Leibbans Resentnler Ttor, Linienstraße 203/4, Ecke Nvienthaler- fiiapc, verkauft neue Herrengardc. robeu, PelznolaS. Müssen. Goldene, silberne Herrenubren, Damenubren, Kelten, Schmucksachen, Brillanten, Silbcriaschen. Aui Uhren dreijähngen Garanticichein. Eigene Werkstatt.* Teppich-irvomaS. Oranicnstr. 44 spottbillig sarbsehlerbast« Teppiche, Gardinen. LorwärtSleser» 5 yrszeitt Erirarabatt. 259K* Gebranchte Echnellnäher, Garantte, neue, 1,50 wöchenüich. Kaliski, Ebaufseestraße 76, Prinzenstrahe 45, Wüinersdorserstr. 53—54, Tauen tzien- straße 7b. Neparaturwerkstatt. 50822* Krankeustühle aller Art, auch Selbstfahrer. Schmallenberg, Hagel- dergerjtraße 16. 2917b* Gediegenes schwergeschnttztes Speiiczimmer, großes Büfett, Wunder- volle moderne Form mit Lrtstall» verglasung. aparte Kredenz, großer ovaler Tisch, 6 Lederftühlc, ganz Isiervorragende Tischlerarbeit, noch außergewöhnlich billig. Bestchttgung lohnt. AttbetannteS Möbelvaus Moritz Hirschowitz,«nr Slalitzer- ftraße 25 19611* Grosse Auöwahl hervorragend gediegener Herrenzimmer, schwer geschnitzt, noch in großer Auswahl«n Lager. Befichttgnng lohnend. Altbekannte» Möbelhaus Südost, Moritz Hirschowitz, Skatitzcrstraße 25. 196Ä* Mctallbetten, KlapPwagc». auch gebrauchte. Babybazac. Taueutzton» straße Tb, WilmcrSdorserstr. 53—64, Chaussccstraße 76, Prinzen swaßr 4L. Morbel-Bordel, Moritzplatz 58 Fabrikgebäude. Spezialttät: Ein» und Zwcizimmer- Einrichtung«. Größte Auswahl, niedrigste Presse. Besichtigung 81/,— 7. 257* .itegenmantel, einig« schicke Kleider, Glockenrock, Serdenmanlei, schwarzen. eleganten, schicke Blus« 8,—, Güntzel- straße 25. Hochparterre, tmts vorn.* Ziegenfutter abzugeben. WinS- straße 18. Lange. 233/13* Lieferwagen- Klapp lportnxrgrn, .Holzräder, alle Stcparatnr« an Kinberwe.g«, Korbmacher Weidlich, Brunnenftraß« 96,_ 280K* Kaninchen verkauft LI Stück Maybachuser 17, Scssenladcn, Schulz. Laude mit Ernte zu verlausen FrtedrichZsclde, Tristweg, Kolonie Heinrich. tll2 Zwei Milch zieg« wegen Futter- Mangel 100 Mark. Zielte, Sophie- Charlotienftraße 103, vorn III. ssl24 Ht,«ZesehäNpverlthafs Gutgehendes Zigarreugcichäst, viel Lotterie, gute Lage, umstände- balber sür 500 Mari verkäuflich. Osserlen bitte unter A. K. 217, .Vorwärts-- Spedition Äckerstr. 174 zu ersrage». jüT Speisezirumer J[cOent Gelegenheit, Bchett mit reicher Sristall- verglasung, komplett 1275,—. Be- sichttgung lohnt. Möbelhau» Osten, nur Anbreasslratze 30, löSSt Lederiofa, Chaiselongue, Bettstellen mit Federmatratz«, Nußbaum, mahagoni, verkäuflich. Enban, Pallas- straße 13, vorn Hochparterre. ßtL N'.i« n»IfU MDSMMM Piano 450,—. straße 9. PianahmtS, Turm» 67/5» Trtchterloje kaust billigst DrewS, straße 19. der» Schlicmann. 63,1 Plattuadfüllr! Gramm bi« 7,70 l Zahngebisse I Dchnmcksach» l Kette« l Sttnge I Militärtressen I GILHstrnmps- aschel Fttmabsüllel höchstzahirrrö, Silberschmelxerei, Metall- EwtarssS- bnrean, Weberftraße 31. Telephon Alexander 4243 261» Leinölfirnis, Stand«, bis 16,50, Oellacke bis 8,50, EptriluSIocke tauf« Borowsli, Gneljenaustraße 5(Nolle::- darf 2379). Klavier, Edhreit schrank kaust Nopper, straße IM._ Kleider- enberger- tl40* Vlatinabfölle per Grtmnn bis 7�0 Mark, Kelle», Ringe, Schmuck- lachen, Bestecke, Uhren, Taselaufsätze, Treffe», Film- und Zelluloidabsäll«, photographssche Rückstände, Papier«, Glühstrumpsasche, alte Zahngeblsse, so- wie sämssiche Abfälle, der« Rückstände nnd Gekrätze x. fattff Platin- und Silberschmetzerei Broh, Berlin, Köpc- »ickerstraße 29. Telephon Moritzplatz 3473 Eig«e Schmelze, dirrtte Verwertung. Vertteterbesuch. 171 Kaufe alle«: Firnis, Leim, Bi««wachS, Parafstn, Kopal usw. Zahle anerkannt höchste Presse. Noack, Große Franks nrterstraße 25. 61/16' Staunende Preise für Möbelstücke, ganze Einrichtungen. Wanniäger, Pelzsach«, Federbett«, Teppiche und Nachlässe zahlt Goldmann, Danziger- straße 49. Kömgstadt 7631. 182K* Elektrische Materialien, Packleinen. Säcke kaust Scherrner, Langestriche 19. Schmucksache»� Brillante n- Perlen, Farbsteme, Kette», Ringe, Zahngebisse, Plassna 7,60, Uhren kauft Juwelier Fuß, Seydeistraß« 32, Ecke Sptttelmartt. 51412* KtaS Mtfuvimwf JZw* sC-tdpmdx*/* yU*'» o«-». ■w- i ff mpßtm Licht- und Ärast anlag«, neu und gebraucht, kaust.Eiettrotechmk-, Skakitzer Straße 48, L Fernsprecher Moritzptatz 14892. 246K* Elektrische Materialien aller Art kaust Schumann, Veteranensttaße 25, Hochparterre. Telephon Norden 558. Kleiderschrank, Lerttko, Plüsch- sosa, Bettstellen, Trumeau, Küchen- einrichtung laust Höser, Prinzenstraße 7L 39/12* Schallplatte«, abgespielte, sowie zerbrochene, kanst«nd tauscht jedes Quantum, Mufikhaus, Große Frank- surter Straße 101. 242K* Leim, LeinSjfirnich Parafstn, Harze, Oellacke, Borax, AehnlicheZ kauft Drogerie, Liebigstraße 34.* Leinölfirnis, Standöl, Oellacke, Terpentin(Ersatz), Blciwetß, Leim, Schellack, Firnis(Ersatz) kaust Malerei Zöis, Neuenburgcvstraße t6, Moritzpiatz 5861. LV3/13» Säcke- gebrauchte, lause zahle höchste Presse. rgcnkirchstraße 65._ jcd« L-oy, 62/6 Schuelianf-Spiralbohrer, Werkzeuge, Stahl laust Metallessikaus Herr- mann, Kottbuser Damm 66. 136K* Möbeleinkanf! Kleiderschränke, VertikoS, Plüschsofas, Trmneaus, Bettstellen, Waschtoiletten, Kücheneinrichtung. ganze Wirtschaften und Nachlässe kaust höchstzahlend Höser, Prtnzenstraße 71.(Moritzptatz 1078.) Platinankanf, Gramm bi« 7,60 (ebensall» Anians alter Zahngebisse Besteck«, Ringe, Schmucksachen, Kcitm, Giühstrumpsasche zu gcsctz- lichen Preisen. Mctallkontor John, gegründet 1903, nur Alte Jakob- straße 138 und Kottbuserstraße 1. Kottbusertor). Moritzplatz 12858 Firma genau beachten. Leim, Schellack, Schleisöl, Polieröl, j egliche Wfallöl«, auch kleinste Quanten kaust Minerva, Mohrevstraße 15. 8-5 Uhr. bl48L* Gebrauchte, beschlaznahmcsreie Settkorke bis 26 Psennig, Wetnkorke bis 4 Ps«nig sowie alle anderen Sort« gebrauchte und neue Korke, jed« Post«, Schallplatte» imd-wai- z« taust Matthäus, Berlin, Lllte Leipzigerstraße LI. 1S3K* Damen Ausbildung als technische Zeichuerinn«, sehr guter lohnender Berus, TageS-. Abendunterricht, Pro« spettc. Ansang I.Juli. Polytechnisches Gewerbe-Jnstitnt, Inhaber L. Barth, Jngenienr, Chaossrrstraßr 1,(262/1* Mafchtuettba«. Elektrotechnik, Kfienkonstruktto«. A«»b!ldmrg Werl- messter-Technitcr, Konstrukteur. Prv- spette frei. Ansang 1. Juli. Polh. technsscheS Sewerbe-Jnstttut, Inhaber L. Barth, Ingenieur, Chanssee- straße 1. 261/2* «»glifche« Unterricht für Anfänger und Fortgeschrittene, sowie deutsche und franzöjssche Stunden er- teilt G. Ewieiuy, Charlott«b«rg, Sruttgarterplatz 9. Garrenhaus IV. RöSuerS HandelSIehranstatt, N«e Prvm«ade 3(Börjenbahnhof) und Berliner Handelsschule, S-Ydelstraße 1, Ansang Ängust Beginn ucuer Kurse. Ausbildung zu wirklich perselte» Buchhaltern, Buch hol tcrirmen, Kon- wrist«, Steiwlypssum, Bureau» beamttmie«, Haldjabisturse. Jahres- ttufe. Honorar 20—25,00, Abuidhrrse 15,00. Einzessächer, Stenographie, . hrrlbtnaschme, Biuhsührung 15.00, Sssch ttgsprech enMchttgjchrerbezi, Sch ön- schreiben, Wcchsellchrc, Rech»«, Kor« respondenz, Englssch, Franzostsch, mo- nailich 6,00. Aeller« Person« und Nlchlkausi«tm Einzelunterricht Ab- gangSi«gniS kostenlos. GrattS- Prospekt 247/2* MMMWAM Photographie, crnttaifig, Kabinett- Ausnahme 3,—, Visit 2,— Mark. Vergrößerung« nach jedem Bilde. Franljurtcr Allee 313. HauS Pfeffer- berg, zwischen Warschauer- und Proskauerstraße. 63/13 Ku n fijsttMrK�DÄßb'Mnjs urter straße 67.«LK* Schmidt, MaillouMstiaße 19. fl40 tellcn�ngeböte Schlvner ouj Militärarbelt ver. Innnt Ed. Puls. Tcmpelhos. 27SK' PaSer sosort«esucht. Meldungen zlvischen 10—12 llbr vormittags in iiilscrcr Hausinspektion. Kaufhaus des Westcns"G. tn. b. H., Berlin W 50, Tauentzienstrafze 21/24. 254 S" Hausdiener fofcrl gesucht. Meldungen zwischen 10—12 Uhr vor- mitlagS in unserer Hausinspeklion. tiaushauS dcZ Westens K. m. l>. H., Berlitt W 50, Taucnizienstraße 21/24. Bostnerineister, der im Stande ist, Iieparatureii an Parkettfustböden vorzunehmen, sofort gesucht. Mel- düngen von 10— 12 Ilbr vormittags in unserer Hausinspektion. Kaus- haus des Westens Ort. m. b. H., Berlin W 50, Tauentzienstraste 21/24. Schnekd ermeister, der lm Ttande ist, Acndcrnngen und Reparaturen an Nnisormcn vorzunehmen mtd unserer Bekleidungskammer vorzustehen, sofort gesucht. Meldungen zwischen 10— 12 Uhr vormittags in unserer Hausinspektion. Kaufhaus des Westeus G. m. d. tz., Berlin W 50, Tmientzienftrahe 21/24. Jüngerer Hausdiener als Helfer beim Post« und Dahn-Verfand sofort verlangt. Rimpler Alexandrinenstraße 105. u. Co., LS58b» Stetumetz auf Marmor und Schleifer verlangt Prieß, Oranten- stratzc 20, 2959b Linolenmleger. itlchtige, für dauernde Beschäftigung gesucht. 39. Ncimsseld u Co, Tbarloiten- straße 86.' 2953b Invaliden nnd Kriegsbeschädigte, gut zu Fuh, zur geitlchnfteniieserung. Buchhandlung Schild, Linden- straße 105. 2954b' Drei anständige Burschen für Botengänge bezw. Cxpcditions-Ar- beitcn iucht sofort»Lcha', Fabrik clcktrischcr Heizapparate, Rcutölln, Wciganduser 42. hl 18 L Schuhmacher für Besohlanstakt verlangt Nauhrimerslraße 24/25, nabe Babnhof Schmargendorf. stl38 Korbmacher auf S8cr Ringkörbe und Drillinggcstclle gesucht. Anger- bach, Fricdcnslraße 41. f-L4 Laufburschen verlangt Wilhelm Gutlsmam«, Dresden erstr. 75. 137 Backfischkleider- und Blusen- Arbeilerinnen, die bessere Sachen arbeiten, gesucht gegen Vorlage von Probearbeit. Orgler u. Ktdsimann, Mohrenstraße.20/21, Hos rechts, drei Treppen. 2g24b' SestrmSdchen i Mmge Mädchen aus achlbarcn Familien, im Sllter von 14—15 Jahren, welche mindestens die erste Klasse einer Gemeinde- schule besucht haben, zur Erlenmng des Verkaufs sofort gesucht. Mc!- düngen in unserer Bevsonalverwaltnng im 3. Siock. Kaufhaus des Westens, (5. m. b. H., Berlin i>V 50, Tauentzien- straße 21/24. 251K' Junge Mädchen siir strich te Sir- beit sucht sofort Kaim Nachf., Georg Lewin, Fiiedrichstraße IS, Portal 9, 1 Treppe. 220/19' Gehilfin für Schnellphotographie sosori gesucht. Meldungen um 11 Uhr vorniillags oder zwischen S— 7 Uhr abends. Kaufhaus des Westens, G. m. b. H., Berlin IV 50, Taucntzien« straße 21/24. 25151* Piin-Zuarbeitcrinncn. tüchtige, sofort gesucht. Meldungen um 11 Uhr vormittags oder zwischen S— 7 Uhr abends.— Kaufhaus des Westens G. m. b. H., Berlin stV 50, Tauentzien- straße 21/24. 25451' Pltckcrinncn sofort gesucht. Mel- duugcn zwischen 10—12 Uhr vor- mittags in unserer Hausinspektion. Kaufhaus des Westens G. m. b. H., Berlin W 50, Tauentzicnslraße 21/24.* Watteflüqel-Näberinnen. Heimarbeit, verlangt Most, Frankiurter Zlllee 85_____* Arbeiterinnen für Buchbinderei verlangt Knörck, Alte Jakobstr. 144. HauSdienerinnen, kräftig, sofort gesucht. Meldungen zwischen 10— 12 Uhr noimitlagS in unserer HanS- inspektion. Kaufhaus des Westens G. m. b.©., Berlin W 60, Tauenbien- straße 21/24._____* ihrisiermodelle, auch Kinder, sucht täglich Aiexanderstraße 37». 233/14 Frauen irnd Mädchen zur Zelt. schrisienlteserung. Buchhandlung Schitd. Lindenslraßc 105. 2955b' Anlkgerinnen für ZKtellpreise und Tiegel verlangt Zdnänk, Alte Jakobstraße 144. 2945b HilfSarbeiterinnen sofori ver- langt. Prötzel u. Co, Hamburger- straße 32. 247/12! F-antasicfedern, tüchtige Klebe- rliinen, verlangt sofort Ruhemann. Kommandantenstraße 45. 203/16 Lcbrmiidchen verlangt, für unsere Fantasie- Federsabrik. Ruhemann. Kommandantenstratze 45. 203/3 Kräftige Arbeiterinnen für dauernde Beschäftigung verlangt Genthiner Cartonpapierfabrtk, G. m. b. H., Kulmstraße 20. 2SS2b Zeituugsanstrügerinnen können sich melden. �Vorwärts'.Ausgabe- stelle, Lailsitzcrplatz t4/15. Frauen zum FeitungSaustragen sucht»Vorwärts'-Ausgabestclle All- Boxhagen 56, Laden.' Zeltungsträgeriii'sösört verlangt Svedition Lichlcndcrg, Wartenberg- straße 1, Laden.' Botenfrauen verlangt ioiort Aus- gabeilelle Greifenbagenersiraße 22.' Ze itungSa us träger i n verlangt Bcrendiee, Siegllb. Mommlenstr. 69. �citilngsausträgerin sür grofio Tour mil Hilse sofort einzuilellitu BorwärtSipedikion Moabit. Wilhelms- haveuerftraße 48, von 11—1'/. und 4'/,— 7 Uhr.' Fettungsträgerin verlangt Neu- kölln, Ncckorstraße 2.' Botenfrau, Tour Reinickciidois- West, stellt ein Kienait, Borsigwalde, Rämchstraße 10,.Borwärls'- Spcdilion.' ZeitllngSauströgerin oerlangt „Vorwärls"- Spedition Schöiiebcrg. Meiningerstraße 9.'' Botenfrauen werden eingestellt .Vorwärts", Charloitenburg, Sejen- heimcrstr. 1.' Zeituilgsaiisträgertn sofort ver- langt.Vorwärts'-Spedition Panlow, Müblenitraße 70.' Zeitungsbottn verlangt.»Vor» wärtS"- Siusgabestelle Berlin-Nicdcr- jchönewcidc, Brückenstraße 10 II>., Unruh.' geübte, möglichst militärfrei, 21716* auch kriegsbcschädigt, sucht Sl�cS� flfotorpfgug, Cöpenicker Str, 48/49, 0 Straßenhändler iflr Berlin mi» Spandan-«10»»« Re AWlexv«!«» Ii« Jmsörts" Lindeustraße 3. Kteinträger für Turmbau Messtngwerk-Heegermühle sofort gesucht. Zu erfragen Sonntag vormittag bei Scheffler, Berlin- Wilniersdorf, Spessartstraste l5. es/lg» ftlSESiaEEffl xzm tüchtige Klempner ans Schwarzblecharbette« verlangen sofort & Oraetz9 Berlin SO 36, Ein Radfahrer mit eiZenem Rad wird sofort verlangt. L» melden bei der Derlin- Anhaltischen MaschinenbaL-A!it.-G< IlQtvIiu 5�7. Morzedlla««!'. 10/17. /g Versandabteilung «» W Tächtige Masciiinensciiiosser stekkt sofort ein Loeb& Co. Q. m. b. ff. Btare« Berlin- Rcbenscbönhausen, GoeckestraOe. EIsenntraBe 00/94. 8685t* WWM Blankealiurg-Berlln. Wir suchen aus unserer Abteilung k-ovllonck. kossnlbal für die Nacht sofort einen zuverlässtgen UUeMsb. Meldungen auf der Kolonie beim Lioteil.- Vorsitzenben Höppner. psvllvr iiglutg. -i.bmbf! findet dauernde Befchästi�. Bachmann. Großbuchhandlnng, 2934b* Wallstraße 17 Ordentliche Leute, die in Berlin gut Bescheid wissen, zu« Abliefern mit Handwagen, finden dauernde Beschästtgimg. 293Sb* Bachmann, Wallstraße 17—18. Mehrere Schmiede aus Heeresarbeiten/z9— 9 Uhr morgens. 265K Alex. Herman G. m. b. H.. Berlin X 20. Vankftraße 29._ Mehrere jüngere Leiterinnen (nicht unter 18 Jahren) sür Bohr- und Schleifarbeiten verlangt* Alex. Herman G.m.b.H., Berlin X 20, Pankatr. 20. Meldungen o.'1,9 bis 9 Uhr morgens. Kartouartzeiterinnen verlangt Karton-sfabrit Plant. Wnstuiainistr. 24. �__ 5119* Arbeiterinnen krästige, für sofort sucht Seife«. fabrik«rndtftr. 23. 02/17* »<. ! Arbeiterinnen!! kräftige, zum Kohlenpress., ! Löterinnen für Zinkhülsen, 62/3* ! Löterinnen für Batterien, sacht Ä Zeiler Rungestraße 20. Pfitniinfn Thedinga dt Hennig, Seydel- liriBe>4. 2949b* Männer und Frauen, die Abend» von 6— 8V» Uhr mit Leitungen handeln wollen, tonnen sich melden bei dem 2958b* Deutschen Kurier, VertriebSabtrilvng.