Ar. Ä07. 34. Jahrg. flbonncmfuts-Bedlngungni! ESonnfmenW• Siefl Stünumetiinbo BietteljälirL 8.90 Mk. monafl. 1,30 MI. wöchemlich 80 Pjg. frei tnS Hau». Einzelne Kummet 6 Pjg. Sonnlag». nummet mit Multrietiet Sannlax». BeUage.Die Neue Well' 10 Pfg. Post- llbonnement! 1,80 Marl Uro Munal, Eingetragen in die Doii- Zeitung». Vrei-Iiile. Unter Kreuzband ibr Deutickiland und Oeiterreich. Ungarn 8.50 Marl, für das Übrilie Kusland t Marl dro Monat. Posladannemenl» nehmen an»elgien, Dänemarl, Holland. Italien. Luxemburg. Portugal, «untmucn. Schweden und die Schwei», rnchiiol lägnch. Verlinev Volkrs�lÄkk. S Pfennig) Der Unzefgcnprfts betrüg! f. die flcbengesvaltene Kolon el- zeile 50 Pfg.„rlieine lZnreigen", das settgedruille Wort 20 Pfg.(zu- läslig 2 setigedrullie Warle), jedes wertere Wort 10 Psg. Stellengesuche und Schlafslellcnanzeigen das erste Wort 10 Pfg.. jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Tcuerungszuschlag 20%. Poll tische u. gewerlschnftliche Vereins. anzeigen die stebenpefpalleneKoloncl» »eile»0 Pfg. Familienanzeigcn 50 Pf. ilnzeigen für die nächste Nummer muffen bis n Uhr nachniiltags in der Haupt. Exvcdiltoii abgegeben werden. EleSssiret V.LUhrjrüh bis 1 Uhr abends, Delegranirn- Adresse: »;»»!Zlilem»Iil�I tierljh" ZentmXorgan der fozialdemohrati feben parte» Deutfchlands. Neöaktion: EW. HS» Änüenstraße Z. fferusprecher: Amt Sltoritzplatz. Str. 15» 90— 151 97. Dienstag, de« 31. Jnli 1917. Expedition:©SD. 6$, �indenftraße 3. »rrnsprrcher: Amt Morttzplatz. Sir. 151»0-151 97. Die russische Grenze am Zbrucz überschritten Der Zbrucz an mehreren Stellen llber» schritten.— Zaleszczyki eingenommen.— Kämpfe am Czeremosz.— Vordringen in der Bukowina.— Der Feuerkampf in Flandern.— Französische Großangriffe am Chemin-des-Dames. Amtlich. Gr»ße»H,»pt,«irtirr, den ZY. Juli 1917. jW. T. B.> Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Krenprin, Rupprecht. Unter dem lähmenden Einfluß unserer auch die Nacht hin- durch gesteigert anhaltenden Abwchrwirknng blieb dir Kampf- tätigkeit der feindlichen Artillerie an der flandrischen Schlacht- front gestern bis zum Mittag gering. Erst dann nahm ste wieder zu, ohne aber die Stärke und Ausdehnung der Bortage zu erreichen. An der Käste und im Abschnitt von Het Sas bis Wieltj« blieb der Feuerkamps auch nachts heftig. Mehrere gegen unsere Trichterlinicn vorstoßenden ErkundungSabtcilungen der Engländer wurden zurückgewiesen. Heeresgruppe Deutscher Kroupriu». Am Chemin-des-Dames»ersuchte gester» die frauzifisch« Führung in 9 Kilometer breiter Front mit mindestens drei neu eingesetzten Divisionen wieder einen großen Angriff! Räch Trommelfeuer brach morgenS der Feind von Cerntz»iS zum Wintcrberg bei Craonne mehrmals zum Sturm vor; unsere kampferprobten Divisionen wiesen ihn durch Feuer und im Gegen- stoß überall ab. Ein oft bewährtes rheinisch-westfälischeS Infanterie- Regiment schlug allein vier Angriffe zurück. Abends erneuert« der Gegner südlich vo» AillcS»ach tags- über andauerndem Borbereitungsfcuer seine Angriffe noch zwei- mal; auch diese Stöße scheiterten. Schwere Berlufte ohne jeden Erfolg find die Kennzeichen des Kampftages für die Franzosen! In Luftkämpfen verloren die Feinde 10 Flugzeuge; Obcr- leutnaut Ritter von Tutschrk schoß seinen 21. Gegner ab. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front de« G e n e r a l f e l d m a rs ch a l l» Prinz Leopold von Bayer». Heeresgruppe des Generaloberst v. Boehm- E r m o l l i. Rufsische Kräfte halten die Höhen östlich deS GrenzfluffeS Zbrucz, der an mehreren Stellen trotz heftige» Widerstandes überschritten und von unseren Divisionen auch südlich von Skala erreicht wurde. Auf dem Nordufer deS Dnjestr gewannen wir über Korolowka hinaus Gelände. Zwischen Dnjestr und Pruth leistet« der Feind von neuem erbitterte Gegenwehr, wurde jedoch südwestlich von Zaleszczyki durch Angriff weiter zurückgedrängt. Front des Generalober st Erzherzog Joseph. Längs des Czeremosz verteidigt sich der Gegner aus den östlichen Ufcrhöhe»; unser Angriff ist zwischen Zalucze und Wiznitz im Fortschreiten. Im Suczawa-Tal dringen unsere Truppen auf Sclctin vor; auch östlich des oberen Moldawa-Talcs kamen wir kämpfend vorwärts. Heeresgruppe des GeneralfeldmarfchallS von Mackensen. Erfolgreiche Borstöße brachten uns nördlich von Focsani und an der Rimnieul-Mündung mehrere Hundert Gefangene ein. Mazedonische Front. Nichts Wesentliches. Der Er st e Generalquartiermeister. Ludendorff. Abendbericht. Amtlich. Berlin, 30. Juli 1917, abends. In Flandern auch heute geringere Äampftätigkcit der feindlichen Artillerie als in letzter Zeit. Beträchtliche Teile unserer Korps stehen nach Kampf östlich des Zbrucz auf russischem Boden. Beiderseits von D n j e st e r und Pruth wurden Nachhuten des Feindes nach Osten geworfen. Im MestecaneSci- Abschnitt giugcn die R u s s e u u o r d- ostwärts zurück. Der österreichische Bericht« «« e u, 30. Juli 1917.(W. T. 0.) Amtlich wird vcrlautlart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Nlrdlich deS S« s i t a- und beiderseits de?v e d c n 26 Schiffe mit 20 023 Tonnen; Spanien 7 Schiffe mit 4422 Tonnen: Chile 3 Schiffe mit 823 Tonnen: Rußlands Schiffe mit 750 Tonnen: P o r- t u g a l 8 Schiffe mit 216 Tonnen. Insgesamt 728 Schiffe mit einer Bruttotonnage von 1 667 524 Tonnen. .Temps" schreibt, die Neubauten glichen die Verluste durch die Unterserboote keineswegs aus. » Ein gestrandetes deutsches U-Boot. Baris, 27. Juli.(Agence HavaS.) In den ersten Tagesstunden am 26. Juli bemerkten Zollwächter vom Küstenwachidienst in P a s- de-Cakais eiwa 500 Meier von der Küste entkernt einen treibenden Gegenstand, den sie alsbald als ein Unter- s e e b o o t von etwa 50 Meier Länge erkannten, das auf einer Un- tiefe festsaß; es war infolge eines Jlriums bei der Navigation bei Hochivasier ge skr and et, balle nicht wieder loskommen können und laß nun bei Ebbe fest. Die Küsieiitriippeli inachie» sich Pflicht- gemäß sofort daran, das Unieriecbool zu bergen, dessen Stab und Besatzung sich vollzählig ergab, ohne Schwierigkeiten zu machen. Jedoch hatten die Deutschen die Zerstörung des Schiffes vorbereitet, indem sie die Ventile de« Pelroleiim- lanks weit öffneten und Feuer anlegten. Das Unlerseeboot ist iebr schwer beschädigt und wahrscheinlich unbrauchbar. Sern Sonderauftrag war. an der französiicheil und englischen Küste Minen zu legen; man glaubt, daß es ihn»och nicht hat ausführen können. Tie Absperrung der holländischen Schiffahrt durch England. Haag, 28. Juli. Halbamtlich teilt die niederländische Regierung mit, daß die englische Admiralität die Sperrzone neuerdings derart festgelegt hat. daß niederländische Schiffe wieder ausfahren können. Das Fahrverbot durch die freie Fahrrinne bleibt für größere Schiffe vorläufig bestehen. Nur kleinen niederländischen Schiffen, die nach Skandinavien fahren, ist die Austeile gestattet, es muß jedoch für jedes einzelne Schiff besondere Erlaubnis zur Ausfahrt eingebolt werden. Die Verlegung der Grenzen des Sperrgebiets durch England gilt zunächst nur bis zum 1. September, doch behält sich die englische Admiralität vor, diese Verlegung schon zu einem früheren Termin ungeschehen zu machen. » London, 28. Juli. Unterhaus. Der Parlamentsfelretär der Admiralität Macnamara erklärte, daß bereits 3000 Schiffe bewaffnet seien und daß jede Woche wieder weitere bewaffnet würden. Die größten Anstrengungen würden gemacht, um eine möglichst große Zahl zu erreichen, es fei aber nicht im Skaatsinletesse, genaue An- gaben hierüber und über die Art der verwendeten Geschütze zu machen. die Einkreisung von Czernowih. Berlin, 30. Juli.(W. T. B.) Ostgalizien ist so gut wie be- sreit. Tie Russen haben sich östlich des GrenzfluffcS Z b r u c z gestellt, der von den Verfolgern in breiter Front erreicht und a n mehreren Stellen überschritten wurde. Bei Turylcze biegt die längs des Flusses von Norden nach Süden laufende Front nach Südwesten ab und läuft über Kowlowka�-Grodek— Kißleu— Stecewa und den Czeremosz, das Gebiet der Stadt Czerno- w i tz i n w c i t e m B o g e n umspannend. In diesem Räume setzen die Russen alles daran, um der drohenden Umfassung zu entgehen. Ihre besten Truppen, Tod-esbataillone und die neuge- bildeten revolutionären Bataillone für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit werden den vordringenden Kolonnen der Verbünde- Kit rücksichtslos eiikgegeitgeworfen. Um die Waldhügel zwischen Zbrucz und Tnjestr, zwischen Tnjestr und Pruth sowie beiderseits des Czeremosz wird erbittert gekämpft. Aller Widerstand jedoch vermag den Vormarsch nicht zu hemmen und erhöht lediglich die russischen Verluste. Die Feldartillerie und sogar die schweren Baiierieit bleiben auf den schlechtesten Wogen der unaufhaltsam vordringenden Infanterie auf den Fersen und greifen mit stärksten Feuerüborfällen ein, sobald der Russe sich setzt. Tie von der russischen. Heeresleitung befohlenen, Gegenangrifse aber scheitern im rasenden Maschinengewehrfeuer' Set keinen Zoll weichen den Jnfanterielinien der Verbündeten. An verschiedenen Stellen, wo der russische Mderstand besonders heftig war, wurden bei dem Vormarsch wahre Totenfelder gefallener Russen passiert. In den Waldkarpathen geht der Vormarsch in den nach Osten und Südosten streichenden Tälern des oberen Seveth. der Euczawa und der Moldawa ohne Stockungen voran. Tie Höhen bei Delnito, westlich Fundul-Moldawi sind erreicht. m Russischer Heeresbericht vom 28. Juli. Westfront: Aus der Front von der ballischen Küste bis zum Vripet Gewehrfeuer von Erkundungsabteilungen und Aufklärern. An der g a I i z i s ch c n Front erwies sich die gegnerische Offensive als wenig be- deutend. In den Karpathen griff der Feind unsere Trupe» in der Gegend östlich von Kirlibaba an und drängte sie um ein Geringes zurück. Rumänische Front: In der Richtung auf K e z d i e Vasarheli setzten die rumäiilschen Truppen die Verfolgung des Feindes fort und besetzten darauf am 27. Juli die Höbenlinie auf fünf Werst südwestlich des Dorfes Moneslirha— Kanim. DrageSleve- Beresci und die Höhen südöstlich des letztgenannten Punktes. Die Rumänen erbeuteten eine feindliche Batterie und machten Gefangene. In der Gegend von K a l a h u l drangen unsere Truppen gegen den Putna-Fluß vor und besetzten das Dors Poduple auf dem linken Flußufer. Rumänischer Heeresbericht vom 28. Juli. An der W e st g r e n z e der Moldau ivurden mehrere Vorstöße feindlicher Eikundungs- obteilungen durch Artillerie« und Jnfanteriefeuer der Russen zum Stehen gebracht. In dem Abschnitt zwischen dem C a I i n u- und dem P u t n a> a l sind unsere Truppen einige Kilometer weiter vorgerückt und haben die Dörfer ,'Soveja, Dragoslavle, Negrilesti, Topesti, Valea, Sarei und Calacul beietzt, wobei sie Gefangene machten und eine Houbitzenbatlerie und noch nicht gezähltes Kriegs- gerät erbeuteten. An P u t n a und S e r e t h beiderseitige Be- schießung' in verschiedenen Abschnitten. « Ueber die ungeheuren Osfiziersverluste der Russen läßt sich „Utro Rossij" vom 10. Juli von der Front berichten, bei manchen Regimentern erreichten die Verluste 60 Proz. Die Vorbereitung der neuen Infanterie- schlacht im Westen. Berlin, 30. Juli.(W. T. B.) Die Artillerie schlacht in Flandern, in der die beiderseitigen Artillerien um die Ober- Hand ringen, ehe die Infanterie in Aktion tritt, tobte auch am 29. Juli mit größter Heftigkeit. Die vorderen Stellungen sind zum Teil in Trichterfelder ver- wandelt, die Batteriestellungen sind von Einschlägen umsäumt und auf den Straßen, Zufahrtswegen und Unterkunftsorten liegt bis weit in das Hintergelände hinein Tag und Nacht schweres Feuer. Die deutsche Gegenwirkung hat jedoch trotz der Ueberschütwng mit Granaten aller Kaliber bis zu 38 Zentimeter und trotz reich- lichster Verwendung von Gas bisher keinen Augenblick an Stärke nachgelassen und ist in der Bekämpfung des Gegners erfolgreich. Am 29. Juli war die englische Artillerie gezwungen, bis gegen Mittag eine Erschöpfungspause eintreten zu lassen. Die englischen Batterien versuchen häusig, sich durch Einnebeln der Wirkung der deutschen Batterien zu entziehen. Ein Versuch, die deutschen Küstenbatterien von der Landseite her zu fassen und zum Schweigen zu bringen, mißlang. Die englischen Monitore und Torpedoboote, die sich der Küste zu nähern versuchten, wurden nach kurzem Feuerkampf vertrieben. An- der langen Front von. der Küste bis Lille beginnen sich langsam die Brennpunkte des für die nächste Zeit zu erwartenden Jnsanteriekampfcs zu zeigen. Die Engländer trommelten be- fortSctä heftig zwischen Het Sa- unö Wiehtje. Alle örllichen An- griffe, die die Engländer jedoch am Abend des 29. Juli und am 39. hier vortrugen, scheiterten verlustreich. Ebenso war an der Küste der Artilleriekampf besonders heftig. Die Engländer ver- suchen hier täglich von neuem, die Brücken über User und Nieuport- kanal wiederherzustellen, die das deutsche Feuer immer wieder zerstörte. An der übrigen W e st f r o n t war Artillerie- und Patrouillenkampf bei Hulluch, Lens und St. Oüentin. Der französiscke Versuch, den sich vorbereitenden englischen An- griff in Flandern durch einen starken Vorstoß an der Aisnefront zu unterstützen, ist kläglich zusammengebrochen. Im Laufe des 29. rannten die Franzosen auf der ganzen Front von Cerny bis zum Winterberge den ganzen Tag über immer wieder ver- geblich an. Tie ersten Angriffe brachen um 9 Uhr morgens im Ab- wehcfeuer und im Gegenstoß zusammen. Den Vormittag über schickten die Franzosen noch mehrmals dichte Sturmwellen vor, die größtenteils bereits durch das ausgezeichnet liegende Sperrfeuer, der Rest im Nahkampse abgewiese-n wurden. Ein neuer zusammen- gefaßter starker Angriff erfolgte um 5 Uhr 30 Min. nachmittags ohne besseren Erfolg. Noch einmal fingen die Franzosen an zu trommeln und steigerten ihre Artilleriewirkung bis 11 Uhr abends zu größter Heftigkeit. Tie Ängriffskcaft der französischen Divisionen war jedoch gcbrocken. Im deutschen Vernichtungsfeuer kam der französische Angriff nicht mehr zur vollen Durchführung. An zahl- rcicben Stellen war die französisck-e Infanterie nicht mehr zum An- griff vorzubringen. Wo sie zum Sturm antrat, begann der Angriff alsbald zu stocken. In dem Bleihagel der deutschen Maschinen- gcwehre und Schrapnell-Salven flutete» ihre Angriffswellen auf- gelöst in die Ausgangsgräben zurück. Der Lustfahrzeug-Verluft in örei Kriegs- jähren.. An feindlichen Flugzeugen find adgeschosien im Jahre 1914 9 feindliche. 1915 131 feindliche und 91 deutsche. 1916 784 feindliche und 221 deutsche, 1917 bis Ende Juli 1374 feindliche und 379 deutsche Flugzeuge. Abgeschossen wurden vom 1. S. 1914 bis 31. 7. 1916 72 feindliche Flugzeuge, davon 39 in deutscher Hand: vom 1. 8. 1916 bis 31. 7. 1916 455 feindliche Flugzeuge, davon 267 in deutscher Hand i vom 1. 8. 1916 bis 31. 7. 1917 rund 1771 feindliche Flugzeuge, davon 776 in deutscher Hand. Feindliche Fesselballone wurden, soweit Angaben hier vorbanden, im Jahre 1916 zwei, im Jahre 1916 42. im Jahre 1917 bis 1. August 142 abgeschossen. Feindliche Lenkluft- s ch i f f e drei. Der Abschuß vom 1. August 1914 bis 1. August 1917 beläuft sich auf rund 2298 feindliche und 683 deutsche Flugzeuge, 186 feind- liche Fesselballone und drei Lenklustschiffe. Rechnet man die Kosten eines Flugzeuges einschließ- lich Bewaffnung, Ausrüstungt hatten, tm Bereich des Gesamwerbandes nicht in Arbeit zu nehmen. Und durch die Errichtung ihrer besonderen Unternehmer- nachweise bewirkten sie, dost die mit solchen Kainszeichen versehenen Arbeiter aus Monate hinaus der Not und dem Elend preisgegeben würden, da sie durch die Kühnemänner-Arbeitsnachweise, die allein den Arbcitsmackt der Metallindustrie beherrschten, nicht vermittelt wurden. Unter den verschiedenen Aussperrungsverfahren, die da- mals entdeckt wurden, gebührt dem Bevband der Metallindustriellen unter Kühnem a,nns Leitung auch die Idee, daß hei ausbrechenden Ac'beiterjtroiks die Unternehmer verpflichtet werden sollten, zur Zeit des Ausbruchs 19 Proz., nach einer Streikwoche weitere 19 Proz. usf- bts zur tzöchstzahl von 79 Proz. auszusperren. Wie sie denn auch �n den späteren Jahren durch die Anwendung der verschiedenen Aüsspecvungsmeckhoden, so auch nach der später erfolgenden A-B-O Aussperrung versuchten, jeden aufkommenden Streik der Berliner Metallarbeiter im Keime zu ersticken. Wie rückständig die Kühn« männer in ihren Ansichten waren, erhellt allein die Tatsache, daß ihr Verband seinerzeit den Beschlust faßte, daß die zehnstündige Ar- beitszeit in allen Berliner Betrieben wieder eingeführt werden müßte, weil einige Betrieb« nur 914 Stunden arbeiteten. Wegen all dieser scharfmacherischen Allüren waren die Berliner Metall industriellen im allgemeinen unter dem Namen die„Kühriemänner" als rücksichtsloseste Unternehmer bekannt. Doch alle ihr« krampfhaften Versuche, besonders in Berlin die Organisation der Metallarbeiter aufzuhalten oder gar zu wer Nichten, zerschellten an dem von Jahr zu Jahr erstarkenden Or- ganisationsgodankcn der Metallarbeiter, der die Arbeiter zum eisernen Prellbock zusammenschweißte. In der KricgSzeit hat sich noch insbesondere herausgestellt, von wie weittragender Bedeutung gerade die gewerkschaftliche Organisation der Berliner Metall- arberter auch auf dem Gebiete der Kriegswirtschaft ist. Das Scharfmachersystem der Kühnsmänner ist längst vor seinem Namonsträger zu Grabe getragen worden: es hat der neu heranbrechenden Zeit der anerkennenden Tätigkeit der Gewerk- schaftsorg-inisation den Platz räumen müssen. Aus dem KriegSausschust für Schneiderei. Ist der zchnvrozciiti>w Lohnzuschust auf die neuerdings erhöhten Löhne für Militärschneidcrci zu zahlen? In der letzten Sitzung des Kriegsausschusses für Militär- schNeiderei wurde eine Klage verbandelt, wo die Zahlung des zehn- prozenligen Zuschusses für Militärarbeiten verlangt wird. Nach der Verordnung vom 4. April 1916 und 15. Mai 1917 sollen die Ar- beiter und Arbeiterinnen ans ihren Wochenverdienst einen Lohn« ziisckuß von 19 Proz. erhalten, und zwar a) Werkstattarbeiter, sofern sie bei dem Bctriebsunternehmer auf der Werkstätte beschäftigt sind. wenn ihr Wockrenverdienst den neunfachen Betrag des ortsüblichen Tagelohns nicht überschreitet; b) Heimarbeiter in jedem Fall, ohne Rücksicht aus die Höhe des Verdienstes; o) die bei den Inhabern von Arbeitsstuben oder Ausgabestellen Beschäftigten, gleichviel ob es sich um Werkstatt- oder Heimarbeiter handelt, in jedem Fall ohne Nücksicht auf die Höhe des Verdienstes. Sowohl vor der jetzt erfolgten Lohnerhöhung als nachher weigern sich die Auftragnehmer der Bekleidungsämter, den zehn« prozentigen Zuschuß zu zahlen. Sie weisen insbesondere daraufhin. daß ihnen schon vor der Lohnerhöhung die Zahlung nicht mög- lich war und daß die Unmöglichkeit jetzt erst recht vorliege. Die vor dem Kriegsausschuß beklagte Firma erkannte die Zahlungs- Pflicht gemäß der Verordnung ohne weiteres an, erklärte aber, nicht zahlen zu können, da ihr vom Bckleidungsamt der Zuschlag von 7 Proz., wie ihn die Verordnung vorsehe, auch nicht gezahlt werde. Sie sei in diesem Falle, soweit sie Lieferungen für das Amt habe, nicht als Unternehmer, sondern als Zwischenmeister anzusehen. Sobald ihr vom Bekleidungsamt der Zuschlag gezahlt werde. sei sie selbstverständlich bereit, den Arbeitern den zehn- prozentigen Zuschuß zu gewähren. Um eine Enrscheiduirg in dieser Hinsicht herbeizuführen, beantragte sie, das Bekleidungsamt des Gardekorps und das Jnstandietzungsamt vor den Kriegsausschuß zu laden. Im nächsten Termin werde sie dann beantragen, die Bekleidungsämter zu verurteilen, ihren Auftragnehmern 7 Prozent Auslragnehmerzuschuß zu gewähren. Auf Grund dieser Ausführungen wurde die Sache vertagt. Do außerdem noch eine Reihe Klagen derselben Art bei dem Kriegsausschuß anhängig sind, so ist zu entscheiden, inwieweit die erwähnte» Verordnungen auf Heereslieferungen zutreffen und in welchem Umsange zu zahlen ist. Die bei der Kleider- v e r w c r> u n g s g e s e I l s ck a f t beschäftigten Arbeiter und Arbeite- rinnen tlogten aus Beibehaliung der bisherigen Arbeiiszeit von acht Stunden. Von der Geschäftsleitung war eine Verlängerung der Arbeitszeit ans neun Stunden angeordnet. Eine entsprechende Lohn- erhöbimg tollte damit verbunden fein. Von den Arbeiterinnen wurde eingewendet, daß die mit der DeSiufeltion verbundenen Dünste eine längere als die achtstündige 1 Arbeitszeit unmöglich machten. Auch könnten sie sich nicht rechtzeitig um Lebensmittel bemühen und beantragten daher, es bei der acht- stündigen Arbeitszeit zu belassen. Nach längerer Verhandlung wurde vereinbart, daß die Firma wegen dieser Anaelcgenhcrt mit Vertretern des Verbandes der Schneider versuchen solle, die Sache zu erledigen. Die VerHand- lungen haben inzwischen stattgefunden und wurde vereinbart, daß die achtstündige Arbeitszeit beibehalten wird und die Arbeiterinnen die verlangte Lohnerhöhung von 2 M. vro Woche erhalten. Die Plätterinnen erhatten 36 M. Mindestlohn. Da bisher noch kein Arbeiterausschuß gewählt ist, so soll die Wahl desselben umgehend vorgenommen werden. In vier anderen Fällen kamen Vergleiche zustande, wonach sich die Beklagten verpflichteten, insgesamt 6 M. nachzuzahlen. Da seil dem 18. Juni die erhöhten Löhne zu zahlen sind, so ist den Arbeitern und Arbeiterinnen dringend zu empfehlen, die Tarife zur Hand zu nehmen und nachzuprüfen, ob ihnen die richtigen Löhne gezahlt wurden. Hierbei ist besonders zu beachten, daß es unzulässig ist, andere als in den Teilstücklohntarifen borgesehene Löhne zu zahlen. Kuslanö. Massenstreik in England. Bern, 89. Juli..Daily Telegraph" meldet aus Glasgow: Auf dem Jahreskongreß der Bergarbeiter von Großbritannien in Glasgow beschlossen die Delegierten in Vertretung von 899 999 Ar- beitern, eine unmittelbare Lohnerhöhung um 2S Proz. zu fordern. Der Vorfitzende erwähnte u. a., daß im Heere wegen der Soldfrage Unzufriedenheit herrsche, es würde ein Glück sein, wenn dieses zum Ausdruck käme._ parteinachrichten. Die Probe aufs Excmpel. Der italienischen Presse zufolge hat die Parteileitung der ofiziellen Sozialisten in Florenz verschieden« Tagesordnungen beschlossen. Entgegen dem Vorschlage Turatis wurde be- stimmt, daß die parlamentarische Gruppe selbst im Interesse der Herbeiführung eines raschen Friedens keinerlei Kompromisse mit einer der bürgerlichen Parteien zwecks Zusammenarbeit eingehen dürfe, sondern auf dem intravstgenten Standpunkt des unbedingten Klassenkampfes beharren müsse. In einer Tagesordnung wurde ferner beschlossen, einen n a t i o n o- len Soziali st enkongretz auf den 25. bis 29. September nach Rom einzuberufen. Ohne den Pariser Kongreß der Entente- soziallsten abzuwarten, beschloß die Parteileitung sich sowohl auf der kommenden Zimmerwalder Besprechung in Stockholm als auch an der russischen Konferenz vertreten zu lassen. Turati äußerte die Ansicht, man müsse, nach Stockholm gehen und im höheren Interesse des Friedens und der Jnter- nationale dabei in Kauf nehmen, auch mit jenen Sozialistengruppen zu verhandeln, die im K.riege einen von der i n i e rn a t i o n a I i st i s ch e n Richtung abweichenden Standpunkt cingenom- mcn haben. Türatis Vorschlag, sowohl hinsichtlich der Haltung der Partei im Inland als auch in den äußeren Beziehungen, stieß bei der Parteileitung auf heftige Gegnerschaft, Die nach Florenz eingeladenen Russen teilten drahtlich mit, daß sie in- folge Zeitmangels unabkömmlich seien und baten die italienischen Delegierten, noch Paris zu kommen. Endlich wurde durch eine Tagesordnung Grimm als Opfer bürgerlicher Intrigen das Vertrauen der italienischen Sozialdemokratie ausgesprochen. Zu begrüßen ist der Beschluß, nach. Stockholm zu gehen— trotz der spitzen nnd unbegründeten Bemerkung gegen die deutsche Sozialdemokratie. Tie italienischen Sozialisten sind eben Zimmer- walder, wie aus ihrer Svmpathiekundgebung für Grimm, die sich gleichzeitig gegen die russischen, eigentlich an der Quelle der Erkenntnis sitzenden Sozialdemokraten kehrt, wie auch aus der Beschickung der Zimmerwalder Konferenz hervorgeht. Allerdings haben die italienischen Genossen noch zu viel gesunden Menschenverstand, um deshalb nach dem Vorbild der sich über- schlagenden linkesten Radikalinski? die vom A.» u. S.-R. einbe- rüfene Konferenz zu boykottieren. Am interessantesten ist aber der Beschluß, für den Frieden ans eigene Faust zu wirken und jede Zusammenarbeit mit bürgerlichen Parteien zum gleichen Ziel zu verpönen— ein Beschluß, der gegen den klugen, über jeden Verdacht schnöder Rechnungsträgerei erhabenen Turati gefaßt wurde. Die italienischen Sozialdemokraten wollen also die von unseren Unabhängigen empfohlene Methode in der Praxis er- proben. Aus den Orgcmisationen. Der ZentralwaMverein Brandenburg-Westhavelland hielt Sonn- tag, den 29. Juli, in Brandenburg a. H. seine Generalversammlung ab, die erste seit 1914. Mit einer Mit gliederzahl von 5219 steht der Verein an der Spitze der Bczirksorganifation Branden- bürg. Das Vermögen entspricht nahezu dem vor Kriegsausbruch, es beträgt rund 25 999 M. Das Parteiorgan, die»Brandenburger Zeitung", hat unter den Kricgsverhältnissen gelitten. Eine rege Werbearbeit wurde beschlossen. Ucber den Parteitag und d i c Lage in der Partei referierte Reichstagsabgeordneter Wels. Tie Redner in der Debatte� billigten die Politik der Reichstags- sraktion. Gegen nur eine Stimme wurde eine Entschließung an- genommen, welche die Zustimmung zu den Kriegskre- diten als nicht in Widerspruch stehend mit den Grundsätzen der Partei, den Beschlüssen der Parteitage oder internationalen Kon- grosse bezeichnet. Mit Genugtuung begrüßt es die. Entschließung, daß die Partei nichts unversucht ließ, um Verhandlungen mit den Bruderpartcien der am Kriege beteiligten und neutralen Länder zu erreichen, die zur Beendigung des Krieges ein gleichmäßiges Handeln der Arbeiten aller Länder herbeizuführen geeignet sind. Zum Parteitag in Würzburg wurden zwei Delegierte gewählt. • Für den Wahlkreis Mühlhausen-Langensalza-Weißensee wurde in einer Versammlung sin Mühlhauseo«Thür.) die Be- schickung des Parteitages in Würzburg beschlossen und als Tele- gierter der Kreisvorsitzende Genösse Hefter gewählt. Der Orts- verein Sömmerda ist durch seinen vor einiger Zeit erfolgten lieber- tritt zu den„Unabhängigen" aus'der'Kreisorganisation ausge- schieden. Ter Wablverein Randow-Greifenhagen wurde neu organisiert. Der Abgeordnete Korsten hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag. Genosse Herbert wies die gut besuchte Versammlung auf die Notwendigkeit reger Werbetätigkeit für die Parteiprcjse hin. Vertreter auf dem Würzburger Parteitag ist Genosse Blütz. Eine Berlcumdnng. Tie ganze Minderheitspresse,„Erfurter Tribüne",„Nord- Häuser Voltszeitung",„Gothaer Generalanzeiger" usw. bringen es fertig, zu behaupten, daß das neu gegründete ParteMatt in Leipzig folgenden Reklamezettel verbreitet habe: „Freie Presse." Ihre Auffassung, die„Freie Presse", sei überflüssig, ist. ein Irrtum. Die„Preie Presse" vertritt den Standpunkt der sozialdemo- krcrtischen Mehrheit und wird deren Erscheinen von amtlichen Stellen dringend befürwortet. >so wurde dem Verband der sächsischen Zeitungsverleger, von der Reichspapicrstelle geantwortet auf die Anfrage: od für zirka 599 Abonnenten die Herausgabe einer Tageszeitung not- wendig sei. Selbswerständlich ist dieser Verleumdungswisch von den Leipziger Unabhängigen unternommen. Der Aufruf ist auf Zetteln' ahne Angabe des Truckers und Verlegers verbreitet worden. Der dummdreist Versuch, diesen„Witz" der Sozialdemo- kratie in die Schuhe zu schieben, richtet sich von selbst. Wieder auf der Bildftciche. Tie„Schlesische Bergwacht" erscheint seit Sonntag wieder. Industrie und Handel. Die Rohstofsrinfuhr und der Handel. In den Kreisen, des See-Ejnfuhr-Handels sind Befürchtungen laut geworden, die von dem Reichskommissar für Uebergangswirt? schaft vorbereitete Regelung der Rohstoff-Einfuhr bedeute eine Be- vorzugung der v e ra r de i t e nd e n Industrien auf Kosten des deutschen Einftihr-Handels. Tiefe Befürchtung wird sich bei näherer Prüfung der geplanten Maßnabmen als grundlos erweisen. Tie Knappheit des verfügbaren Schiffsraums und die Belastung unserer Zahlungsbilanz zwingt zu einer Beschränkung der Einfuhrmengen und zu möglichst gleichmäßiger Verteilung der eingeführten Mengen on die verarbeitenden Industrien. Die aus diesen Gründen er- forderlichen Maßnahmen können nur bei der Industrie durchgefübrt werden,, nicht bei dem Handel, dessen Natur unmittel- bare staatlich« Eingriffe, die seine Bewegungsfreiheit einschränken, schwerer erträgt als irgendein anderer Erwerbszweig. Auch kann wöbl die Leistungsfähigkeit des einzelnen industriellen Betriebes, nicht aber der Anteil des einzelnen Händlers an der Gesamt- Einfuhr nach bestimmten Anhaltspunkten ermittelt werden. E s i st geplant, den Rohstosf-Einkauf im Ausland selb st v o n j« de r sl a a i I: ck c n Regelung frei zulasse n; nur soweit deutsche r S chi.ffs rguin erfordert wird'.und. Z ahlu ngs.mi t t el..in Anspruch genommen Iverdcn. wird auchl der Handel sich, in-die aus der Zuteilung von Schiffsraum und Zahlungsmitteln sich ergebenden Einschränkungen fügen müssen. Soweit es sich um industrielle Rohstoffe handelt, soll die Zuteilung der zur Verfügung stehenden Schiffsräume und Zahlungsmittel an Selbstvcrwaltungskörpcr der Industrie erfolgen, die bei ihren Verfügungen im Einvernehmen mit dem Reichs- kommissar borgehen werden. Es ist nicht zu befürchten, daß dies zu einer Ausschaltung des Sce-Einfuhr-Handcls führen wird. Falls nötig, werden besondere Schutzmaßnabmen getroffen werden. ES ist indessen kaum anzunebmen, daß solche Matznahmen nötig werden, denn nach dem Verlauf der durch den Reichskommissar eingeleiteten Verhandlungen zwischen Industrie und Handel darf mit Bestimmt- beit erwartet werden, daß es in jedem einzelnen Zweig dec Rohstoff- Einfuhr zu einer Verteilung der Arbeitsgebiete der beiden Erwerbs- gruppen kommen wird, die beide Teile befriedigt und den raschen Wiederaufbau der deutschen Friedenswirtschaft auf die zweck- mäßigste Weise sicherstellt. Aus dem Berliner Wirtschaftsleben. Die Ferdinand Beudix Söbne A.-G. für Hotz. bearbeitung in Berlin will 5 Proz. gegen 9 Proz. Dividende im Vorjaste verteilen. Der Brtriehsüberichuß beträgt 591508 (287 695) M., zu Abschreibungen werden 37 986> 39 919) M. verwendet. Ter Reingewinn beträgt 219 988 M. tVerliijt 8498 M.). Neben der Dividerrde werden daraus u. a. 79 999 M. für die lieber- leitung in die Friedenswirtschaft bestimmt nnd 13 473(8787) M. voogetragen. Im Geschäftsbericht heißt eS:„Tie Preise sind heute so hoch wie nie vorher, zudem ist die Beschaffung der für unsere Branche hauptsächlich benötigten Robstoffe eine recht schwierige. In- dessen waren wir imstande, auch unsere Verkaufspreise zu erhöhen. Unsere Fabrikationseinrichtungen konnten wir leider bei weitem nicht ausnutzen, denn unser eigentliches Arbeitsgebiet— Bau- und Möbeltischlerei— war auch in diesem Geschäftsjahr wenig ergiebig. Das Lagergeschäft konnte naturgemäß den früheren Umsatz nicht er- reichen." Lerantwor«. f. Volitik: Tr. Franz Tirderlch, Verlin.Fricdenau: für v. übrigen Teil des BtatteS: Alfred Scholz, Nsulölln: für Jnferaie: Tb. Glockc, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& So., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage und Untcrhaltnngsblatt. Zeitungs-Ausgabestellen und Jnseraten-Annahme. Zentrum: Albert Hahnisiv, Ackerstr. 174, am Keppcnplatz. Geöffnet von 11— 114 nnd von 4H—7 Uhr. 2. Wahlkreis: S. und SW.: Gnfta» Schmidt, Börwaldstr. 42, cm der Gneisenaustraßc. Geöffnet von 11— Iii und von 414— 7 llhr. 3. Wahlkreis: St. Fritz. Prinzenstr. 31, Hos rechts Part. Geöffnet von II— 11I!- und von 4'i— 7 Uhr. 4. Wahlkreis: Osten: Robert W e n g c l s. Markusstr. 36. Geöffnet von 11— II- und von 414— 7 Uhr.— Karl Melle, Petersdurger Platz 4 lLaden). Geöffnet von 11— 1V4 und von 4V4— 7 Uhr. 4. Wahlkreis: Südosten: Paul Böhm, Lausitzcr Platz 14/15. Gc- ciffncl von 11— 114 und von 414— 7 Uhr. 5. Wahlkreis: Leo Zucht, Jmmanelkirchstr. 12(Hos). Geöffnet von 11—114 und von 414— 7 Uhr. 6, Wahlkreis fMoabit): Solomon Joseph, Wilhelmshavcner Str. 48. Geöffnet von 11— 114 und von 414— 7 Uhr. Wedding: I. Hönisch. Mullerstr. 34a, Ecke Utrechtcr Straße(Laden). Geöffnet von 11— 114 und von 4'i— 7 Uhr. Rosenthaler und Oranienburger Vorstadt: A. Wolgast, Wattstr. 9. Geöffnet von 11— 114 und von 414— 7 Uhr. Gesundbrunnen: Fischer, Bastianstr. 6(Laden). Geöffnet von 11—114 und von 4'i— 7 Uhr. Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Greifenhagener Straße 22. Ge- öffnet von 11— 114, Ulli) von 414— 7 Uhr. Adlershos: Feuerstein,' Bismarckstr. 82. »t-Giienicke. Falkenberg: Wilhelm Dürre, Friedrichstr. 46. Banmichulenweg: Karl Köpke, Kütholzstr. 179. Leruau, Röutgental, Zepernick. Schönow, Schönbrück und Buch: Heinrich B r 0 j e. Mühlmstr. 6(Laden). Bohnsdorf: Horlemann, Gcnossensck'astshaus„Paradses". Charlottenburg: Gustav Scharnderg, Sescnhcimcr Straße 1. Ge- öffnet von 11— 114 und von 414— 7 Uhr. Eichwalde, Schmöckwitz. Zeuthen, Miersdors: Oskar Mahle, Grünauer Straße 37. FrederSdors-PeterShagen: Stellmacher, Peter-Hagen. Friedenau, Sieglitz, Südende: H. B e r n s e e, Steglitz, Mommsenstr. 59. Friedrichshagen, Fichtenau, Rahnsdors, Schöneiche, Klein» Schönebeck: Ernst Werk mann, Friedrichshagc», Köpenicker Straße 18. Grünau: Franz Klein, Friedrichstr. 10. Johannisthal, Rudow: Max Gonschur, Porkstr. 23. Karlshorst: Hermann Billing, Dönhoffstr. 28. ÄönigS-Wusterhausen, Wildau, Niederlchme: Friedrich Baumann, Luckenwalde! Straße 5. Köpenick: Emil Wißler, Ktetzer Straße 6(Laden). Geöffnet von morgens 7 Uhr bis abends 8 Uhr. Lichtenberg I, Friedrichsscld«, Hohenschönhausen: Otto S e i k e l, Warten- bcrgstraße 1(Laden). Geöffnet von 11— 114 und von 414— 7 Uhr. Lichtenberg II, Rummelsburg, Stralau: A. Rosenkranz, Alt-Box- vagen 56. Geöffnet von ll— 114 und von 414— 7 Uhr. Mahlsdors, Kaulsdorf, Biesdorf: P. Heßberg, Kaulsdors, Ferdinand- straße 17. Mariendorf, Marienfelde: August L e i p. Chausseestr. 29. Neukölln: M. Heinrich, Neckarstr. 2(Laden). Geöffnet von 11—114 und von 414—7 Uhr. Reukölln-Britz: Rohr, Sicgfriedstr. 28/23. Geöffnet von 11— 114 und von 414— 7 Uhr. Riederschönsweide: Wilhelm Unruh, Brückenstr. 19, IX. Rowawes: Karl Krovnierg, Etsenbghnstr. 10. Oberschöncweibe: Ida Freibank, Bismarckstr. 26, 1. Panlow, Riederschönhauscn, Nordend, Franp-Buchhvlz, Blankenburg: R i ß m a n 11, Pankow, Mühlenstr. 70. Reinickendors-Ost, Wilhelmsruh und Schönholz: P. G u r s ch, Provinz- straße 56(Laden). Geössnct von 11— 114 und 414— 7 Uhr. Schenkendors bei Königs-Wiistcrhauscn: Chr. Hanschke, Dorsstr. 19. Schöneberg: Wilhelm Böumler, Meininger Straße 9(Laden). Geöffnet von 11— 114 und von 414— 7 Uhr. Spandau, Nonnendamm: Ernst Bär, Moltkestr. 7. Geöffnet von 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends. Tegel, Borsigwalde. Wittenau. Waidmanuslust, Hermedors, Hohen-Neuen- dors, Birkenwerder, Freie Scholle und Reinickendors-West: Paul K i e n a st, Borsigwalde, Räuschstr. 19. Geöffnet von 11—114 und von 414—7 Uhr. Teltow: Pfeifer, Havelstr. 2. Tempelhos: Rud. U eck ermann. Kaiscr-Wilhelm-Straße 74. Treptow: Rod. G r a m e n z, Kiesholzstr. 412(Laden). Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Weißensee, Seinersdorf: Gu.st. Roßkopf, Berliner Allee II. Wilmersdorf, Halensee, Schmargendorf: Paul Schubert, Wilhelms- aue 27, Zossen: Fr. Ratsch, Berliner Straße 24. Sämtliche Parteiliteratur sowie alle wissenschaftlichen Werke werden geliefert, Sonntags sind die Ausgabestelle« geschlossen. Nr. 207 beträgt i M. pro Pfund.] Auf Abschnitt 24 der Süßstoffkarte H kann im August ein Päckchen Süßstoff H-Packung zu 25 Pf. entnommen werden. Die Abschnitte 1— 23 dürfen vom 1. August nicht mehr eingelöst werden. Herabsetzung des Preises für Frühkartoffeln. Die Provinzial-Kartoffelstelle in Potsdam, die für Groß-BerNn einschließlich der Kreise Nicderbarnim und Teltow zuständig ist. hat jetzt den Erzeugerpreis für Frühkartoffeln von 10 M. auf 9 M. herabgesetzt. In der aus Grund dieser Preisermäßigung erlaffenen Bekanntmachungen der Landräte wird darauf hingewiesen, daß wahr- scheiiilich die Provinzial-Kartoffelstelle eine weitere Herabsetzung des Preises, dergestalt vornehmen wird, daß Mitte August der Erzeugerhöchstpreis keinesfalls mehr als 7 M. bc- tragen� wird. Die einzelnen Gemeindevorsteher warnen neuerdings dringend vor.dem Verkauf von Kartoffeln durch die Landwirte an Privatpersonen und machen darauf aufmerksam, alle den zulässigen Selbstverbrauch übersteigenden Mengen an Kartoffeln ausschließlich an die Reichsverteilungs- stellen abzuliefern sind. Nur Laubenkolonisten und Parzellenbesitzer können ans Antrag Ausfuhrscheine erhalten, die sie berech- tigen, die � von ihnen angebauten Kartoffeln nach Berlin oder ihren sonstigen Wohnorten im Bezirk Groß- Berlin zu bringen. — Gegen den in letzter Zeit immer umfangreicher ge- wordenen Kartoffelschleichhandel werden die Behörden jetzt besonders streng einschreiten. Die Kartoffelhamsterei aus den Provinzorten nach Berlin hat in letzter Zeit derart überhand genommen, daß da- durch oder die Mitführung großer Gepäckstücke, Körben, Säcken usw., 'in denen Kartoffeln mitgeführt wurden, eine solche Ueberfüllung. der Züge verursacht wird, die zu großen Unzuträglichkeiten und Verkehrs- erschwerilissen geführt hat. Bczugschcme für Buttermaschinen. Die neueste Art von Bezug- scheinen sind Bezugscheine von Zentrifugen und Buttermaschinen,' die auf Grund der Bekanntmachung des Präsidenten des Kriegs- ernährungsamts über den Verkehr mit Zentrifugen und Butter- maschinell ausgegeben werden. Für diese Bezugscheine haben jetzt die zuständigeii preußischen Minister den Gemeindeverbänden ein bestimmtes Muster vorgeschrieben. Die Gültigkeitsdauer dieser Be- zugscheine beträgt einen Monat. Die Anzahl der Zentrifugen und Buttermaschinen, deren Erwerb von den zuständigen Kommunal- verbänden gestattet wird, sind in den Bezugscheinen in rLuchstaben anzugeben. Der Stadtverordnete Geh. San.-Rat Prof. Dr. JuliuS Lazarus ist nach längerem schweren Leiden gestorben. Er vertrat seit 1911 den 8. Gemeindewahlbezirk in der I. Abteilung und war u. a. Mitglied der Armendirektion und der Waisendeputation. Zum Leichenfund im Güterwagen. Die Bahnbehörde hat fest« gestellt, daß der Wagen, in dem die beiden Knabenleichen gefunden wurden, auf der Strecke KottbuS— Posen gefahren ist und seit imgefäbr drei Wochen in Berlin steht. Er ist jedenfalls leer in Berlin eingetroffen. Der ältere Knabe war, wie sich jetzt nach Reinigung der Kleider feststellen läßt, mit einer schwarzblanen Cheviothose, die mit einem viereckigen Flick aus anderem Stoff versehen ist, bekleidet, die Hose hat ferner drei Gürtelschlaufen und braune Hornknöpfe. Das Hemd des Knaben ist gelblich grau, mit graublauen Streifchen punktiert. Es ist eine Art Sporthemd ohne Kragen mit einer kleinen Vrusttasche auf der linken Seite. Der kleinere Knabe war ebenfalls mit einer blauen Cheviothose und einem grauen Leibchen mit Melallknöpfen bekleidet. Er trug ferner ein weißgelbes Barchenthemd mit roten Ouerstreifen. Am linken Hemd- ärmet sind weißichillenide Glasknöpfe angenäht. Besonders wichtig stir die weiteren Feststellungen ist, daß das Hemd des älteren Knaben am Bund ein aufgenühles Monogramm mit den rot gestickten B u ch st a b e n A. K. austveist. Der- Hosenträger des größeren Knaben ist grau mit rotbrauen Streifen und grau punktiert. Der„Großmarder" der Zentralmarkthalle wurde gestern un« schädlich gemacht. In dieser Halle hatten seit einiger Zeit die Groß- Händler unter Taschendiebstählen schwer zu leiden. Einer der Spezialisten wurde, wie wir mitteillen, kürzlich festgenommen. Es war aber nur ein„Kleiner", dessen größte Beule 900 M. betrug. Ganz andere Summen, bis zu 12 000 M. und noch darüber, fielen dem„Großmarder" in die Hände. Sonderpatrouillen der Kriminalpolizei fiel nun ein junger Mann auf, der, in langen Stiefeln und Arbeitskleidung regelmäßig erscheinend, den Eindruck machte, als ob er zu dem Kreise der Großhändler gehöre. Unauffällige Beobachtungen, die seit acht Tagen ständig angestellt wurden, ergaben jedoch, daß er mit ihnen nichts zu tun habe. Gestern früh wurde der Verdächtige endlich auf frischer Tat er- tappt, als er einer Händlerin die Brieftasche stahl. Er wurde fest« gestellt als ein gewiffer Johannes Z i e g I e r aus Lodz. Der Dieb wohnte in der Königstraße in Schlafstelle. Er ging jeden Morgen ganz früh in seiner Arbeitskleidung nach der Markthalle, kehrte in der zehnten Stunde zurück, kleidete sich nach der neuesten Mode um und ging aus, um das erbeutete Geld als Lebemann durchzubringen. Seiner Wirtin spiegelte er vor, daß er in der Markthalle beschäftigt sei und viel verdiene.— Auf der Rennbahn im Grunewald wurde am Sonntag auch ein Langfinger erwischt. Er benutzte die Zeit der höchsten Spannung, als gerade Pferde durchs Ziel gingen, einem Herrn die Brieflasche zu stehlen. Der Bestohlene merkte aber doch die fremde Hand in seiner Tasche und ließ den Dieb festnehmen. Er entpuppte sich als ein 22 Jahre alter Kellner Gustav Lange, der seit Mai von seinem Truppenteil verschwunden ist. Eine Pfandleihe ausgeräumt. Geldschrankeinbrecher drangen in der vergailgeiien Nacht in eine Pfandleihe ein. die sich im hohen Erdgeschoß des Hauses Fennstraße 18 befindet. Sie erbrachen mit Gewalt die Eingangstür und knabberten das Geldspind nach Art der gewerbsmäßigen„Knacker" auf. In die Hände fielen ihnen für 10 000 Mark Pfandstücke aller Art, goldene Uhren, Ketten, Ringe, Brillanten, Kleidungsstücke usw. Bon den Tätern ist noch keine Spur gefunden. Für ihre Ergreifung ist eine angemessene' Be- tohnung ausgesetzt, für die Wiedererherbeischaffung der Beute eine Belohnung von 10 Prozent des Wertes. Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. Tod den Kohlraupen! DaS Polizeipräsidium teilt mit: Die trockene Witterung der vergangenen Wochen hat die Entwicklung des Kohlweißlings sehr begünstigt. Die Falter fliegen in solchen Mengen umher, daß mit einer außergewöhnlich großen Raupen- zahl zu rechnen ist, die unsere Kohlfelder erheblich gefährden kann. Dieser Gefahr wird dadurch entgegengetreten, daß die air den Kohlblättern sitzenden Eierhäufchen durch wiederholtes Zerreiben zwischen den Fingern vernichtet und die Raupen aus den Kohl- köpfen immer wieder sorgfältig herausgeholt werden. Die Mit- Hilfe der Kinder bei dieser Arbeit wäre sehr zu wünschen. Charlottenburg. Lebensmittel. In der Zeit vom Donnerstag, qen 2. August, bis Sonnabend, den 11. August d. I., findet eine allgemeine Verteilung von Graupen, Hafermehl und Mar- melade statt. Es werden verabfolgt: 125 Gramm Graupen zum Pfundpreise von 30 Pf. auf Abschnitt 115 der roten Lebensmiltet« karte, 125 Gramm Hafermehl zum Pfundpreise von 44 Ps. auf Ab- schnitt 116 der roten Nahruiigsniittelkarte und 250 Gramm Mar- melade auf Abschnitt 117 der roten Nahrungsmiitelkarte, und zwar folgende Sorten: Jnlandsmarmelade per Pfund 0.64 M.,■ Süd- fruchtmarmelade per Pfund 0,95 M., Auslandsmarmelade per Pfund 2,00 M. Bis einschließlich Sonntag, den 5. August, wird auf die Nähr« mittelzusatzkarte für Jugendliche ausgegeben: auf Abschnitt 15 125 Gramm Graupen zum Pfuudpreise von SO Pf Die CninnEme kann in dem Koloniaklvarenlieschäft er- folgen, in dein der Hauöbalt der Jugendlichen in die Kuiidenliste für Grietz. Graupen usw. cingeiragen ist. Neukölln. Spciscfcttkartcn für Kranke. Die NeuauSgabe der Sveisefetikarten für Kranke und Brotzuiatzkarten für werdende Mütter für� die Zeit vom 6. August bis 2. September erfolgt in der Zentralstelle für Krankenernährung. altes Rathaus. Erdgeichost, und awar im Zimmer 452 die Buchstaben A— C am Mittwoch, die Buchstaben D—? und J am Donnerstag, die Buchstaben C und H am Freitag, im Zimmer 465 die Buchstaben X—<3 am Mittwoch, die Buchstaben X—? am Donnerstag und die Buchstaben 17—55 am Freitag. Werdende Mütter erhalten die Brotrusatzkarten durch die Post zugestellt. Dchöncbcrg. Bestätigiing de» neuen Bürgermeisters. Der an Stelle des am 1. Januar lSlS ans seinem Amte scheidenden Bürger- nreisterS Blankenstein in Schöneberg kürzlich gewählte Stadtrat und Kämmerer Machowitz ist von, NegierungSpräsidenten für den neuen Posten bestätigt worden. Lichtenberg. Lebensmittel. Jir der städtischen VerkaukShalle. Kronprinzenftrage, können 85 Gramm Tilfrter Käse zum Preise von 35 Pf. ohne vorherige Annieldung gegen Abtrennung der drei gleichlautenden Abschnitte 66,7 der Lebensmittelkarte entnommen werden. Die Berteilung auf die einzelnen Lebensmittelkarten wird durch Aushang in der Verkaufsstelle bekanntgegeben. Soziales. Spandau. Lebensmittel. Auf Feld 7 der Eierkarte kann 1 Ei bezogen werden. Feld 6 hat mit Ablauf von Sonntag, den 20. d.M., feine Gültigkeit verloren. In SiemenSstadt läuft Feld 6 dagegen erst am Mittwoch, den 1. August, ab. Spandan-SirmenSstadt. Für die„VorwärtS'-Leser in Siemens- stadt findet morgen abend 8l/3 llhr im Lokal von Marsandt ein Zahlabend statt. ES wird daS AbonnemenlSgeld kassiert, auch wird über die Zustellung des.Vorwärts" gesprochen werden. DaS Er- scheinen oller Abonnenten ist notwendig. Tempelhof. Lebensmittel. In der Woche vom 30. Juli bis 5. August werden auf die sechs schraffierten Abschnitte 66 a— o der �artoffelkarte je Vz Pfund, also zusammen 3 Pfund Kartoffeln abgegeben.!Wer'bis einfchlieizlich Freitag, den 3. August er., die Ihm zustehenden Kartoffeln nicht erhalten hat, kann vom 4. August ab auf die sechs schraifierten Abschnitte der Kartoffelkarte je 100 Gebäck entnehmen. Auf die weißen Ab- schnitte 66 ä— s der Kartoffelkarte dürfen je 100 Gramm, also höchstens 400 Gramm Gebäck bezogen werden.) Die Kartoffelzusatz- karten berechtigen nur zunt Bezug von Gebäck von insgesamt höch- stens 400 Gramm. Auf Abschnitt 32 der Berlin-Tempelhofer roten Lebensmittel- karte werden je Vs Pfund Suppen wäre in den amtlich bekannt- gegebenen Geschäften verkauft. Diese Suppenwaren müssen bis zum 1. August einschließlich bezogen werden. Tegel. Lebensmittel. Auf Abschnitt 66a der Kartoffelkarte wird vorläufig je Pfund szusammen 1 Pfund) Frühkartoffeln abge- geben. Der Kleinhandelspreis beträgs für 1 Pfund 15 Pf. Von morgen ab können in den bezüglichen Geschäften auf Bezugs- abschnitt 1 der Lebensmittelkarte 1 Ei(36 Pf.), Bezugsabschnitt 47 200 Gramin Graupen(20 Pf.) und 100 Gramm Sago(18 Pf.), Bezugsabschnitt 43 1 Suppenwürfel(10 Pf.) entnonimen werden. Niederschöiihausen. Lebensmittel. Auf die Kopfstücke der Brot- karte werden in dieser Woche 250 Gramm Teigwaren und 80 Gramm Kaffee-Eri'atz verausgabt. Der Preis für Teigwaren beträgt für Wasserware 51 Pf., für AuSzugware 72 Pf. das Pfund, für Kaffee- Ersatz 1,40 M. Butter werden 80 Gramin verabfolgt. Ein vorbildlicher Pfarrer. Eine Trauerkunde durcheilt die Marken Westfalens. Pastor Arndt ist gestorben. Plötzlich und unerwartet ereilte ihn der Tod in Rostock. Die sozialdemokratische»Freie Presse" in Elberfeld bringt ihm folgenden warmen Nachruf: „Mit ihm ist ein Mann aus der Welt geschieden, der mehr ge- Wesen ist als ein Pastor im landläufigen Sinne, ein Mann, der wirklich ein Herz hatte für die, die das soziale Elend für' immer an die unterste Stufe der Gesellschaft gefessellt hat. 67 Jahre alt ist Pastor Arndt geworden und 42 Jahre wirkte er in Volmarstein. Während dieser langen Zeit hat er Kulturwcrke geschaffen, die seinen Namen für alle Zeiten unvergeßlich gemacht haben. So gründete er das Altersheim Bethanien, das Johanna-Helenenheim für Krüppel, das Hermann-LuisenbauS. in dem die Krüppel zu Handwerkern ausgebildet werden, ein Frauenheim und ein Ver- einshaus. Noch in den letzten Tagen hat er für 22 000 M. Grund- stücke angekauft zur Errichtung des Margaretenhauses, das ein Heim für alte Leute werden sollte. Wie war der Pastor zu diesen Gründungen gekommen? Ein Kind von ihm war verkrüppelt und das täglich geschaute Elend ergriff ihn dermaßen, daß er sich ent- schloß, sich aller von der Natur Vernachlässigten anzunehmen. Seine Kräfte waren vorerst recht schwach. Doch energisches Wollen und zielbewußtes Handeln überwanden alle Hindernisse. Seine treff- liehen Worte damals stehen uns noch in so lebhafter Erinnerung, wie er sagte:»Diese Armen, diese Stiefkinder der Natur, müßten eigentlich von der Gesellschaft erhalten werden. Sie sollten nicht als Wohltat empfinden, was zu fordern sie ein Recht haben. Die Gesellschaft hat die Pflicht, für alle ihre Glieder in ausreichendem Maße zu sorgen und vor allem für die, die zu schwach sind, sich selbst zu helfen und den sckweren Kampf ums Dasein zu kämpfen. Da aber die Gesellschaft sich dieser Aufgabe nicht bewußt ist, muß ich mir die nötigen Mittel pfennigweise zusammenholen für alle, die ich bei mir aufgenommen habe, weil sie zu.Hause nur als Last empfunden werden." So zeigte sich Pastor Arndt als wahrer Be- tätiger seiner Lehre, des Christentums der Armen. Das bezeugte er auch bei dem großen Bergarbeiterstreik in den 60er Jahren, wo er mit Wärme für die Rechte der Unterdrückten eintrat. Natürl-ch verschaffte ihm das keine besonderen äußere» Ehren. Desto mehr wird der Verstorbene aber fortleben im Geiste derer, denen er ein sorgender Vater, ein Führer und Lehrer des Lebens gewesen ist! Nur ein Mann von so unbeugsamer Willensstärke und nie ver- siegender Zuversicht wie Pfarrer Arndt durfte es wagen, aus dem Nichts heraus M'llionengründungen auf so schwache Füße zu stellen. Keiner verstand es so gut wie er, die Wohltätigkeit wachzurütteln und für seine Zwecke Gelder freizumachen. Die Gemeinde Vol- marstein dankt ihm viel. In seinem Heim fand jedermann Auf- nähme. Als Geistlicher wie als Mensch erfreute sich der Verstorbene großer Beliebtheit, als ausgezeichneter Redner war er geschätzt, sein goldener Humor würzte manche frohe Stunde. erfahren, daß er zur Teilnahme an den Uebungen verpflichtet sei. So habe er sicb durch das Fernbleiben strafbar fleinacbl.— Da§ Kammergericbt als Revisionsinstanz slellie sich ebenfalls auf den Standpunkt, daß die Uebnngen der Jngendwebr als zu- lässiger Teil deS ForlbildungSiinterrichts in den Lebrvlan auf- genoinmen worden seien und daß der Angeklagte die Pfliebt halte, daran teilzunehmen. Auch die Bezugnahme deS Angeklagten auf die angebliche Aeußerung des Meisters habe das Landgericht zu- treffend zurückgewiesen. Gleichwohl sei das landgerichtliche lliteil auszuheben und die Sache an das Landgericht zurückzuverweisen, aber nur, weil sich daS Landgericht anscheinend in der Straf- zumessung vergriffen habe. Wenn eine einheitliche Handlung vor» lag. was nochmals nachgeprüft werden müsse, käme als Höchststroie nur eine solche von 10 M. in Betracht, da es sich um einen Jugend- lichen unter 18 Jahren handelte. flus aller Welt. Dampferznsammenstoß im Mittelländischen Meer. Laut»Corriere della Sera" stießen 250 Meilen voir Syrakus nachts zwei Dampier zusammen, wobei der moderne Dampfer.Rumania" mit Ge- treibe und anderen Ware» aus Indien glatt durchschnitten wurde und sofort sank) ein Teil der Besatzung ist gerettet worden. Gerichtszeitung. Wegen Bersäumung der Fortbildungsschule war der Konditor- lehrling L. in Rybuik zu einer Geldstrafe von 15 M. verurteilt worden, weil er öfter an den Hebungen der Jugend- wehr im Gelände nicht teilgenommen hatte. Das Landgericht führte aus, er hätte an diesen Uebnngen teilnebmen müssen, weil sie in den Lchrvlan der Fortbildungsschule mit auf- genommen worden waren. Er könne sich zur Rechtfertigung auch nicht auf die von ibm behauptete Aeußerung de« Lehrherrn beruren, daß er gleicb dableiben könne, wenn er zur Jugendwehr gehe. Selbst wenn, was der Meister bestreite, diese Worte gefallen wären, recbt- fertigten sie da« Verhalten deS Angeklagten nicht. Dieser habe nichts dagegen unternommen, so daß anzunehmen wäre, eS sei ihm selber gerade recht gewesen, nicht an den Uebnngen teilzu- nehmen. Andererseits habe er von den Lehrern der Scbule vriefkasten üer Redaktion. Die luristische SvreAstunde findet für Abonnenten Lindenftr. Z, 1. Hof tinti, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend von b b!S«»hr statt. Jeder für den B r t e f I a st e n bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine gaht als Merfzei-bsn beizufügen. Brtefliae AM- wort wird nicbt erteilt. Anfrngen, denen leine ilbonnementSauittung bei- gefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprech- stunde vor. Verträge, Schriftstückc und dergleichen bringe man in die Sprech- stunde mit. A. B. 200. Für einen Kriegsjungen wird im BedürsiigkeitSfalle und wenn der Vaier des Knabe» im Felde stebt oder gefallen ist. von der Kr ieaSkinderipendc Denticher Frauen, Privaikanzlei der Frau Kronprinzessin in PolSdam, Neuer Garten, eine Unterstützung von 60 Mark gezahlt. — Handlung ohne BerusSslörung. Blutuntersuchung. Maß. Preise. Teilzahlung, Sprechstunden 10 bi» 1 und 5—8. Sonnt. 11—1. Speziatavzf ~ Dr. med. Colcmann~ f.Geschlechtskrankh., Haut-, Harn-, Frauenleiden, nervös. 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Mit Rücksicht aus obige Versammlung findet die Vertrauens- männer-Konserenz eine Woche später stall.. 179/15 Die Drt»vertvi»4tiiiix. MlMAMikel'MM. Mittwoch, den I.'August, abend» 8 Uhr, im Lokal von Klein, Hasenheide 89: MtnUlisAliet-VetsWliiliiiig des Wils Mmlleii M Vesles. 99/19 Tagesordnung: Unsere Lohnbewegung. Der- Ddimrnn. Elektrolyt Georg Hirth hebi die Verdauung und fördert den Stoffwechsel. Wirft belebend auf den ganzen Organismus. Sin Versuch über- zeugt. Zn Pulver- u. Tablettenpackungen für 50pfa. bis üMk. Je nach Quantum In den Apotheken oder dlrert von der Ludwigs-Apotheke. München 5, Reuhauferssr.». „Fredy" Zigaretten 1000 B(3 Pf.).. M. 30,— 1000 C(4,2 Pk.).., 38,50 1000 D(6.2 Pf.).., 49,- Vorsand und Verkauf nur sortiert Nachnahme oderVorher- einsendung. „Fredy" Zigaretten-Vertrieb- Norden 1451.' Berlin N 64, BrunnenstraDe 17. Fernruf: Nord. 2343. wwwwwwww Lungen- und Kalsletdeti. Erfolgreiche Behandlung ohne Berufsstörung durch unsere kombinierten Heilmethoden.' 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I. beginnt In den städtischen Markthallen der Verlaus städtischer aefroreuer Hühner und Enten. Die Ver- taussstände sind durch Plakate kenntlich gemacht. Die Hübner werden in drei Sortierungen zum Verlauf ge- stellt, lind zwar: 1. Sortierung zum Preise von 5,50 M. pro Pfund 2....» 4.60.. 3.... Ter Preis der Enten beträgt Berlin, den 13. Juli 1917. 3.35. 4.00. Magistrat drr Königl. Haupt- und Restdeuchadt. I-Nr. 701 Leb. 17. Abteilung für. Flesschveriorgung. Jan"- Straossenleilero sind die besten. Janr-Edelstraiissleileni die allerbosten und bleiben 10 Jahre schön. „Atama"- Straussfedorn kost.50cmIangl2M.,55cmlang 18 M., 60 cm lang 25 M. „Atama''- Edelstraussfedern kost. 40 cm lang 15 dl., 45 cm 25 AI,. 50 cm 30 Jf., 55 cm 42 M., 60 cm 48 M. ♦ Versand nur direkt durch Hesse, Dresden, Scheffelstraße Binz. Probefedern pr. Nachn. Zähne mit und ohne Platte, mit echt. Briedens- kautschuk, Goldkronen. Brücken, Plomben L'marbeltgr.sichlecht zltz. Ueblzae. Reparaturen sofort. 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Da« CBe- biet ist von Hügelland durchzogen, da« sich mit Ausnahme der höhe- ren Randgebirge nur zu Mittelgebirge-hohe erhebt. Außerdem wird e« von großen Ebenen durchzogen, von denen die de« Liau im Süden zu den reichsten Fruchtfeldern der Erde gekört, während die der großen Ströme de« Norden«, namentlich die de« Sungari und feiner Zuflüsse, den Vorteil de« fabelhaften FischreichtumS dieser Ström« genießen und auch sonst au« reichen Naturerzeugnisien schöpfen können. Der Kamps um die Mandschnrel führte zum Russisch-Iapanischen Krieg und damit zur Teilung de« eigentlich zu China gehörigen Lande« in eine russische und eine japanische Jnteresfenzone. Japan hat seitdem die Erschließung der südlichen Mandschurei al» eine seiner vornehmsten Aufgaben betrachtet und durch den Weltkrieg begünstigt, seine Blicke immer weiter nach Norden ou«gesandt. Die japanischen Forisch, ine haben dann zuletzt genau vor einem Jahr«inen neuen Halte- Punkt erreicht, der schlechthin al« ein Markstein tn ihrem Vordringengegen da« russische Ciebiet bezeichnet werden kann. Nach diesem Vertrag zwischen Japan und Rußland vom?. Juli lSlö wurde nicht nur die wichtige Eisenbahn von Tschongtichun nach Carbin den Japanern überlassen, sondern ihnen sogar die Schiffahrt auf dem oberen Sungari eingeiäumt. mit dem sie in der nördlichen Mandschurei testen Fuß gefaßt haben. In den letzten Jahren ist Amerika als driller oder, wenn man au« Höflichkeit China als den eigentlichen Besitzer de« Gebiete« mitrechnen will, al« Vierter in den Weit- bewerb«ingelrelen. und e« haben sich Verhältnisse entwickelt. die nicht reckt zu überschauen sind, zumal die Karten der Mandschurei zumeist veraltet sind, und die Wiedergabe der Namen schwierig ist. Einen Einblick in den beutigen Stand der Verhältnisse gewährt hin- sichtlich der Dahnbaupläne ein Auslatz von Dr. Arlur Heber in Petermann« Mitteilungen, TS handelt sich neben der bereit« vor- handenen ostchincsischen Bahn, die vou der sibirischen Grenze über Zizikar nach dem Knotenpunkt Carbin tübrt und sich dann nach Osten auf Wladiwostok und nach Süden auf Mulden und zur chinesischen Grenze fortsetzt. Einer Erschließung der nördlichen Mandschurei war damit nur wenig Genüge geschehen, und besonder» fehlte e« an einer Erschließung des oberen Sungari und seiner Ouellflüsse, sowie an einer Verbindung mit dem Amur an der lvichtigsten Stelle', wo sich die beiden bedeutendsten Handel«- Plätze, Aigun aus der chinesischen und BlagowjeschtschenSk ans der russischen Seit« gegenüberliegen und sich seit dem Bau der Amurbabn an Einfluß noch gehoben haben. Um ein Bahnnetz von über 100 Kilometer Länge haben zwischen der Russisch-Astatischen Bank und der chinesischen Regierung schon seit einer Reihe von Jahren Verhandlungen geschwebt, die aber noch nicht so weit ge- dichen sind, daß e« zum Beginn der Arbeiten gekommen wäre. Hat schon der Wellkrieg allein durch die Lage Rußland« große Hindernisse geschaffen, so haben auch Japan und Amerika ihre be- sonderen Interessen zum Ausdruck gebrocht. Für Japan ist e« besonder« wichtig, von dem neuen Bahnney au« ein« Verbindung nach der südlichen Mandschurei zu gewinnen, und die«me- rikaner glaubten ihrem Wettbewerb den stärksten Nachdruck geben zu köniien durch Bildung eine» amerikanischen Syndikat«, das den Riesenplan einer Nord-Süddahn vom Chinesischen Meer bi« zum Amur verwirklichen sollte. Damit war nun aber wieder keiner der andern Nebenbuhler einverstanden, Rußland sah da- durch seine eigenen Bestrebungen, über deren Bewährung«S mit Mühe und Not mit der chtnestscheu Regierung einig geworden war. durchkreuzt, und Japan erblickte darin e,nen Eingriff in sein« Vormachlstelliing innerhalb der südlichen Mandschurei. Die Japaner zeigten sich in Behandlung auch dieser Frage wieder al« die überlegenen Bei'chäftSleute, denen es unfehlbar gelingt, au« einem Widerstreit der Jnter- est'en den eigene» Vorteil wahrzunehmen und sogar zu verstärken. Wer«ine Karle Ostasiien« mit einiger«uimerkiamkeit betrachtet, wird ohne Müde ertennen, daß e» Japan nicht so sehr daraus an- kommen muß, da« Innere der Mandschurei mit dem Chinesischen Meer zu verbinden, al« eine Ouerbahn in westöstlicher Richtung durch die südliche Mandschurei nach den. Japanische» Meer zu schaffen. Dadurch erst würde«ine wirtschaftliche und nach Wunsch auch polt- tische Bcherischung de« Bebiels mit dem Slammlande möglich sein, außerdem auch ein eisfreier Küstcnplatz vom offenen Ozean her zur Mandschurei geschaffen werden, gegen den da« im Winter Monate lang ausgeschaltete Wladiwostok sich nicht würde behaupten können. Ohne auf die zukünftige Bedeutung diese« Plane« irgendwie hinzuweisen, haben die Japaner ihren Willen durchgesefet und werden auch mit der Ausführung wahrscheinlich schneller sein als ihre Nebenbuhler, die sich ohnebin über den Bau der großen Nordsüdbahn nicht zu einigen vermögen. Auch die chinesische Regierung hat trotz der erzwungenen Verhandlungen mit Rußland versucht, einen Wichligen Teil de« in Aussicht genommenen Babnnetze« auf eigene Hand möglichst schnell in Angriff zu nehmen, um nicht bei den daran« zu erwartenden Einnahmen wieder in den Hintergrund gedrängt zu werden. Die Russen find aber nach Mitteilungen, die jetzt freilich einige Monate alt sind, auch schon mit den Vorbereitungen zum Sau der Eisenbahn von Carbin nach Aigun beschäftigt und wollen die Arbeiten mit Hochdruck betreiben. Ob ihnen die« gelingen wird, ist zum mindesten zweifethofler als der Fortschritt der japanischen Plärre, die sich durch eine Verlängerung der beschriebenen Ouerbahn nach dem Westen auch schon darauf erstrecken, mit ihrem Schienenweg bi« in da« Grenzgebiet zwischen Mandschurei und Mongolei durchzudringen und auch diese für ihre Handelsbeziehungen zu öffnen.____ trnteßttcn und«Setreiöesagen. An den Tag, an dem der Sandmann sein Getreide erntet, und der für ihn einer der wichtigsten Tage de« ganzen Jahrr« ist, knüpfen sich von alterlher die verschiedensten Bräuche. Um dem Gotte Odin Dank für eine reiche Ernte zu erweisen, ließen die alten Ger« manen im abgeernteten Felde ein Büschel Getreide stehen, und den- selben Brauch üben auch letzt noch viele Bauern in Mecklenburg und im f�arz, ober mit dem Unterschied, daß die Büschel den Sperlingen bestimmt ind. Eine Sitte, die lange Zeit noch in Hessen geübt wurde, bestand darin, daß man zum Dank für die glücklich eingebrachte Ernte nacht« eine lletne Korngarbe, für die Engel bestimmt, au« der Scheuer warf. Arn Sonntag Korn zu schneiden, aalt früher allgemein al« sündhaft und dem Korn Schaden bringend. Die drei ersten Halme. die womöglich von einem Kind oder einem juirgcn Mädchen ge- schnitten werden sollen, besitzen eine ganz besondere Kraft, vor Krankheit und Unglück zu schützen und werden deshalb hinter den Spiegel gesteckt oder über die HariSlür genagelt, wo sie da« ganze Jahr hindurch bleiben sollen. Findet die Ernte während eine« Kriege« statt, so sucht der Landmann mit besonderem Interesse nach Doppelähren, weil sie den baldigen Frieden bedeuten. Fast jede einzeln« Getrerdeart. ja sogar Heu und Stroh, ver- bindet der Bolttaberglaube mit selssamen Sagen, die wieder alle möglichen Bräuche erfordern. Bei den alten Römern gab e« eine förmliche Getreidereligion, die die Anbetung der verschiedensten Götter in sich schloß. Jede« Wachstumsstadium des Getreides besaß seine eigene Gottheit: selbst für die Belämvsung des Unkraut« war ein besonderer Gorr eingesetzt. Ein uralter deutscher Aberglaube läßt im Roggenfeld zur Zeil der Getreideblüte die Roggenmubme oder den Roggenwolf hausen, die die Kinder, welche blumenpslückend die Felder betreten wollen, erschrecken: noch einer anderen Sage soll auch in den Haferfeldern ein boshafter Geist, der Hafer- wurm, wohnen, den man sich indes durch allerhand Bräuche günstig stimmen kann. Der bekannteste Geist de« deutschen Kornfeldes und wohl auch der älteste, denn der Glaube an ihn reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, ist der vilwi« oder Bilwitz, ein böser Dämon, der nachts die Felder verwüstet, ganze Streifen heraus- schneidet sBilwiSschniit) und Unkraut sät, da» nur schwer wieder aus- zurotten ist. Wie beim Haferwurm. so versucht der Landmann auch. sich den Bilwi« durch Spenden günstig zu stimmen und sernzuhallen. Gerstenkörner am Erntetag verzehrt, sollen gegen Fieber gut sein. Beim Säen und Ernten de« Wetzen» muß der Bauer einen goldenen Ring trogen, weil da« Gelreide dann schön goldgelb wird und ihm viel Bold einbringt. Endlich soll die erste Garbe, die auf den Erntewagen geladen wird, vo» allen Garben zuletzt auSgedroscken werden, weil ihr eine besondere Kraft innewohnt: uin sie kenntlich zu machen, schrnückr man sie mit Blumen und Wachholderzweigen. Die Kreuzotter. Die einzige Giftschlange, die wir in Deutschland haben, die Kreuzolier, ist fast in allen deulschen Gegenden beimisch. Nur in einigen Bezirken Süd- und Westdeulschland« wird sie nicht an- getroffen. Ihr liebster Aufenthaltsort sind Wälder mit Laub« gestrüpp, weshalb sich auch die Beerensucber vor ihr sehr in acht nehmen müssen. Aber auch aus Halden, in Steinbrüchen und in Moor- und Heidegegenden wird sie häufig angetroffen und nicht nur weitab von den Hauptverkehrsstraßen, sondern selbst noch in der Nähe der Großstädle. Während sie sich innerhalb der Wintermonate, zur Zeit ihre» Winterschlafes, in größeren Massen zusammen tief tu Erdböblen versteckt hält, trifft man sie in der Sommerzeit immer nur einzeln an. Die Kreuzotter schafft einen gewissen Nutzen, weil sie ein starker vertilger von Mäusen«st. Ihr größter Feind ist der Igel, der gegen ihr Gift gefeit lst und der meistens im Kampfe gegen die Kreuzotter, auch wenn er von tbr noch so oft gebissen worden ist, nicht eher nachläßt, als bis er sie überwältigt hat. Dann verspeist er sie mit großem Behagen, ohne daß ihm ein Schaden anzumerken ist. Ihrem Biß fallen jährlich viele Menschen, namlntlich Kinder, zum Opfer. Wenn der Biß auch nicht immer zum Tod« führt, so bringt er doch oft lange Krank- heiten und Siechtum mit sich: daher find auch in Deutschland überall für die Ablieferung gefangener oder gelöteter Kreuzottern Preise ausgesetzt. Versteigerung eines Werkes von Thonvalöfen in London. Aus London geht die Nachricht ein, daß Lord Clinton Hope neben mehreren anderen Kunstwerken, die Erbstück« der Familie sind. auch ein Werk von Thorwaldicn, den.Hirtenlnabcn", zur Versteige- rung gebracht hat. Werke des dänischen Großmeister» erscheinen nur verhältnismäßig selten aus dem Kunstmarkle, und da« Thor- waldsen-Muieum zu Kopenhagen, da« e« sich zur Aufgab« gemacht hat, möglichst alle auf den Markt kommenden Originalwerke des Künstlers zu erwerben, bat denn auch alsbald den Versuch gemocht, den.Hirteuknaben" in seinen Besitz zu bringe». Doch bat e» da- mit keinen Erfolg gehabt, da der Marmor für über 15 000 M. von einem privaten Sammler erstanden worden ist. Dieser.Hirtenknabe' hat seine kleine Legende. Es ist die Gestalt eines aut einem Felsen ruhenden, nackten Knaben, der sein rechte« Bein hoch empor gezogen hat und neben dem sein Hund fitzt. Das Werk ist 1817 in Rom entstanden: es wird erzählt, daß Thorwaldsen während der Arbeit am .Bauhmed' eine« Tage? da« diesem Bildwerke verwandte Modell in einer ruhenden Stellung beobachtet«, die so anmutsvoll war, daß er fie augenblicklich in Ton festhielt und danach den .Hirtenknaben' schuf. Ganz sicher ist die Geschichte freilich nicht. denn man hat später unter Thorwaldsen« Zeichnungen eine Anzahl Sklizzrn zum.Hirtenknaben' gefunden. Jedenfalls zählt er zu den um ihrer Anmut willen beliebteste« Werken des Meisters, in desten Werkstatt er nicht weniger als sechsmal ausgeführt worden«st. Eni Exemplar besitzt da» Thorwaldsen- Museum, drei andere besinden sich in England— eingcschlofien da? Exemplar, da» jetzt seinen Besitzer gewechselt hat.__ NoKzev. — Algebra und AushebungSgeschäft. Der:in- gewShrili«he Kaff, daß ein Gerichtshof genötigt war, pst Recktefni- düng auf dem Wege einer algebraischen Gleichung zu suchen, ist kürzlich in England Ereignis geworden. Es Handel»« sich im bereg- ten Falle darum, sich darüber schlüsi'ig zu machen, fcelciyer der drei Söhne eines Gutspächters für die Feldarbeit vom Militäidstnir befreit werden sollte. Selbstverständlich lief die Beantwortung der Frage darauf hinaus, unter de« Dreien de« arbeitsistchtigsteu und brauchbarsten Landwirt auszuwählen. Der Vater selbst war in Verlegenheit, sich darüber zu entscheid» und wußte nur aus eigener Wahrnehmung vor dem mit der Prüfung der Reklamation betrauten Gerichtshof auszusagen, daß Charles und Jeron zusammen in 6 Stunden ein Stück Ackertand umgepflügt hätten, eine Arbeit, für die Charles und William 3, William und John aber 10 Stunden gebraucht hätten. Er selbst halte zwar William für den arbeitttüchtigsten, aber ein schlüssiges llrtetl über die Arbeit-.- kraft der drei Brüder könne er nicht abgeben. Die Pninings- kommission sah sich unter diesen Umständen einer Naffiscken Formel von drei Gieiäungen ersten Grade? gegenüber, die den Schiaß er- gab, daß sich die Leistung sfähigiert von Charles, John und William in dem Zahlenverhältnis 23, 17 und 7 ausdrücke. Aus Grund dwsrS Ergebnisses wurde dann auch die Entscheidung gefällt, — Zur Gründung einer d e«ts e n For i ch u n g s- anstait für LebenSmittelöbemie gibt Krvst Dr. Theodor Paul, Direktor de« Laboratoriums für angewandte Cherni- an der Universität München, die Anregung. Die Aufgabe der Ansialr würde es sein, das Wesen der chemischen Veränderungen heim Ans- bewahren der Lebensmittel, bei deren Verderbnis usw. zu erkennen und Schutzmittel gegen letztere zu ersinnen. Auch dse wirtschaftlichste Zubereitungeart der Nährmittel zur Verringerung der Abfälle sowie zur günstigsten AuSnutzungSmöglichkeit im menschlichen Körper fielen in den Wirkungskreis de« nenen Instituts. — I it der Volksbühne fT beater am Bülowplatzi wird am Mittwoch, den 1. August. daS dre'aktige©ingstucl .Fahrende Musikanten' von HanS GauS, Mufik von Roberl Schn- mann, für die Bühne bearbeitet vou Johannes Docbber, zur Erst- aufführung gelangen. ISj Inders hjarmsteö. Von Jakob Knudfen. Hierauf antwortete der Alte gar nichts. Doch Anders hatte das bestimmte Gefühl, daß er in Wirklichkeit einwillige. — � Es dauerte auch nur ein paar Wochen, da bekam Anders einen Brief von seinem Onkei Hans, der Alte hätte nnn an- gefangen, sich nach einem Hof für seinen Sohn umzusehen. — Das kam für Anders nicht überraschend. Doch gleichzeitig damit, daß er so des Vaters Willen mehr und mehr in dem feinen schwinden fühlte, war eS ihm, wie wenn er nun auch seines Vaters ganze streitbare mibtrauischc Stellung zu der übrigen Welt erbe, sie gleichsam gesetzmäßig übernehme. Er fühlte. wie der Zorn des Vaters in ihm auf dem Sprunge liegen werde bei all den alten Gelegenheiten, wo er früher loszubrechen pflegte: gegenüber dem Ungehorsam und der Untreue des GcsindeS, gegenüber der Neckerei und der Bosheit der Nach- barn,— vor allem aber gegenüber dem Unrecht, das sich für Recht ausgab und mit Autorität umgeben austrat, dem Un- recht, das von oben kam. von der Obrigkeit her. oder das zu üben die Vielen übereinkamen. Umd cS deuchte ihn, daß der Alte doch in vielen Fällen zu schnell im Sichbeugen ge- Wesen sei; daß er weiter kommen werde als sein Vater,— er hatte ja doch den alten Per Hjarmsted selber überwunden, da mußte er wohl auch einige von den Schwierigkeiten be- wältigen könne», denen sein Vater auS dem Wege gegangen war.— Als Anders von« Militär nach Hause kam, statte er sich doch kurz vorher dazu entschlossen, erst eine Stellung als Verwalter auf einen größeren Hof tn der Gegend von-Randers anzunehmen, um etwas mehr zu lernen, che er selber Hof- besitzcr würde. Und es wurde nichts daraus mit dein Hof in Vendsyssel. woran sein Vater für ihn gedacht hatte.— Doch ein Jahr darauf erhielt er einen Brief von dem AUen, jetzt müsse er endlich nach Hause kommen. Jetzt sei da ein Hof drüben im Kirchspiel Harrcby südlich vom Fjord, der im Monat April im Wege der Zwangsversteigerung verkauft werden sollte.— Er wäre 14 Stcuertonnen groß und sicherlich in jeder Hinsicht ein guter Hof. Und Ander» habe sich ja nicht länger als bis zum April verdungen. Anders sagte ohne Zögern Ja zu dem Vorschlag seines Vaters und kam schon am ersten nach Hause.— Er war setzt 21 Jahre.— Er war nie in Harrcby oder den Kirchspielen der Umgegend geivcsen: doch er wußte wohl, daß, wenn nian vom Tanghof»ach Süd-Südostcn sah,»wischen den beiden Höhenzügen auf der Nordscite des Fjords hindurch, die „Haldornc" nach Westen zu und„Forlandet" im Osten heißen,— daß dann das Kirchspiel Harrcby daS Stück Lande? südlich vom Fjord war, das man da sehen konnte.— Er meinte im übrigen, einmal einen Mann auS Harreby gesehen und mit ihm gesprochen zn haben, konnte aber eine Zeitlang nicht darauf kommen, wer das gewesen sein sollte. Endlich besann er sich auf Pastor Steffensen, der zusammen mit jenen Männern auS der Koldinger Gegend auf dem Tanghof geivcsen war.— Nun kannte er doch einen Menschen da drüben, dachte er bei sich selbst. Es war ein paar Wochen später. Ende April. Pastor Steffensen in Harreby tvar auf dem Heimwege zum Pfarrhof nach einer großen Trauung oben tn der Kirche. Proprietär FaurholtS Tochter Cccilie auf Stavn, hier auS dem Kirchspiel Harreby, hatte Hochzeit gefeiert mit Leutnant Fischer auf Oestergaard.— An der Stille auf dem Hof merkte er, daß er als einer der ersten auS der Kirche zurückgekehrt war. Denn auch vom Pfarrhof waren alle dabei gewesen, um das große Ereignis mit anzusehen. � Er ging durch die Wohnstube in die Studierkammer und war außerordentlich geschäftig, ohne doch so recht seine Augen bei dem zu haben, was er vornahm. Er ergriff das Kirchenbuch und legte es auf den Tisch, zog sein Taschentuch mit dem„Opfer" auS dem Talar und legte es ins Fenster. Dann entledigte er sich des TalarS und brachte ihn in ziemlich nachlässiger Weise auf dem Sofa unter. Dar- auf setzte er sich in Hemdärmeln an den Tisch und fing an, ins Kirchenbuch einzutragen. DaS ging mit der gleichen Eil- fertigkeit vor sich,— er schrieb jedoch ein paarmal etwaS Ver« kehrtes und mußte es durchstreichen August Ehrhardt Fischer........ Sohn des Zollverwalters Ernst Leopold Fischer usw. Und: Anna Eccilie Faurholt..... Er stockte einen Augenblick, als er den Namen der Braut geschrieben hatte,— sofort stellten sich lose, flackernde Zuckungen um seinen Mund herum ein, er sah gleichsam hilflos, suchend um sich und verbarg dann das Gesicht in seinen Händen. -- Ein paar Minuten lang saß er auf diese Art da. Dann bekam er wieder Eile, als fürchtete er, daß jemand kommen könnte.— Er tvar an sich keine Schönheit, und er wurde vom Weinen nicht schöner. Die Augen toarcn blutunterlaufen, die Nasenspitze rot.— und dann kam nun ja das unvermeidliche Naseputzcn. Er mußte ein neues Taschentuch aus seiner Kommodcnschubladc nehmen, was er auf sonderbar diebische, verschüchterte Manier tat.— Aber wirklich fromm sah er aus tn seiner Trauer: trotz dem Schmerzbcwenten lag etwas Offenes und Vertrauensvolles in seinem Blick, das deutlich sagte, daß der Kunimer ihn nicht geringer machen werde. Die Tür ging auf. ohne daß angeklopft wurde. „Gutentag, Madam Bölling I" sagte der Pfarrer und folgte mit dem Blick der Wandleiste oben unter der Decke ein Stück entlang, drehte sich sodann um und schickte sich an. daS Taschentuch mit dem Gcldc aufzuknüpfen und vom Fenster wegzunehmen. „Gutentag, Madam Bölling!?"— wurde drüben von der Tür wiederholt.„Haben Sie ganz vergessen, daß Sic mich heute morgen am Teetisch gesehn haben'4" „Ist ja auch wahr, ja— hä, hä, hä," sagte er, ohne sich umzudrehen. „Hören Sic. lassen Sic mich nur das Geld zählen und in die Schublade legen, ich tn es ja sonst immer. Sic muffen sich gewiß sputen, wenn Sic rechtzeitig zum Mittagessen kommen»vollen." Sic ging an? Fenster hin und' sah ihm ins Gesicht:„Na. also so steht es!— Ja, ja.— da sehn wirs.— Nein, ich. habe es doch immer und immer gesagt: Sie hätten mich und meine zwei Kinder nie ins Haus nehmen sollen. Dann hätt es jetzt anders ouSgesehn." Sie fing eisrig an. das Geld zu zählen, oder ließ es ivenigstcus ordentlich klappern. Er war damit beschäftigt, einen andern Kragen anzuziehen. „Ach, Madam Bölling.— ich weiß Ihnen gar nichts zu antworten. Aber wenn Sie das Geld hätten später zählen wollen--" „Na, also daS kann wirklich gesagt werden, ohne daß Sie eS ableugnen: daß es meine Schuld wäre, wenn Sie Cecilie Faurholt nicht bekommen haben!"-- (Forts, folgt.) ■J ■Deutsches Thcafcp. Heute und Tage 8 Uhr: Max Pallenberg in Der kleine Xupoleon. Kaminersuiele. Heute zum letzten ifule T'.'j Uhr; Die TaiiKerin mit Leopoldine Konstantin. HI ittwoch V�'oUiir zum I.Male CJoldfische(Xustspiel). Hünncrstag u. folgende Tage fioldtlschc. � olUsböhne. Theater am Bülowplalz. Untergrund!). Kchönh. Tor. Heute zum letzten Male 7z/4 Uhr; Die Künigin der Duft. Mittwochs1), Uhrzuml. Male Fahrende Tünsikanten (Singspiel), Musik von RobertScfauniann. Donnerstag u. folgende Tags Führende Jtlusikuuten. Walhalla-Theater. Zigeasner. Önrtcnhüfjiic: Lorstellung. Theater für Dienstag, den 31. Juli. Desslng-Theafer. -'Heute zum letzten Male 7j14 Uhr: Marie Ottmann u. H. Waßmann in Hinho Oper. V. 0 Blumenthal. lliUUC Musik v. Osk. Straus. Mittwoch und folgende Tage Ts/4Uhr: Die Königin der Luft. (Gesangsposse.) Theater i. d. Könlggrätzerstr. 8 Uhr; Künstlerische Tänze. „Abschiedssouper". Komödienhaus 8: Wie fessle ich meinen Mann? Berliner Theater H°U.: Die tolle Komteß. NÄTIOHÄL-THEATER CöpeinckcrStr. 68. TägL'/48Uhr vis l�ieilei' lies MMn Großer Erfolg! Ab I.Aug, bleibt dasThcalcr weg. Vorbereitung der neuen, großen Ausstattungsposse kurze Zeit ge- schlössen. 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Zeitungsträgcrin sofort ver- langt Spedition Lichtenberg, Wartenbergstroßc 1, Laden.* Zeitungsausträgcrin verlangt ,,Borwärts"-Spcdition Schöne- berg, Meiningerstraße 9.* Boteusrauen werden einge- stellt„Vorwärts", Charlotten- bnrg, Sesenheimerstr. 1.* Zeitungsbotin verlangt„Bor- Worts" Ausgabestelle Berlin- Niederschöneweide, Brücken- straße 10 u t., Unruh.* Zeitungssrau verlangt„Borwärts"- Spedition Neukölln. Siegsriedstraße 28/29.* Botenfrau. Tour Tegel und Reinickendors-West, stellt ein Kienast, Borsigwalde. Räuslb» straße 10,„Vorwärts"-Spedi- tion.* Zeitungsausträgerin herlangt Bernsee, Steglitz, Mommsen- str. 59.* WWW» HSSM sofort gesucht. 52232* Masclinenfabrik Keuköliu G.m.b.H., IVcnköUn, Bersstr.104. ~ �ffichtige Einrichter sucht jür sosort 68/15 webr. Dietmann. Tempewos. Ringbabnslr. 4. ialirikariieiter verlange» Potfliber« Schwabach. Waßmaunstr. 29. 68/14 Fchliilgsmoutture, DHrkger und Helfer werden gesucht. 49b MWchiWiiük. 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Aussübrliche Angebole an: Rar! Rätter. Rnpf erhütet, Wien XII, Johann-Hosfmann-Platz 4, zu richten._ 68/8* Für unseren Flugmotorenban suchen wir Drehermeister, Präzisionsdrehcr, Fräser, Revolverdreher, Motoren- u. Maschinenschlosser, | Hilfsdreherinnen. Dcutfdrc IMotorcn-Baugcrdirchaft Berlin- Marienfclde, Straße 94, neben Eiko-Film-Gcsotlschaft. ZllsliMsltt Äickzesclltll StUh& Holdefleiß, N"' und sofort gesucht. MMeiit aus Telephonanlagen cingearb., zum bald. Antritt gesucht. Rel- dung. an Chem.-ivtetallurg. Jndustriegesellschaft m. b. H., Berlin O 17, Ehrenbergstr. 11/14. rXBZZSSKEXZXZZXV DIonomediaDtieo: Tigutenitbneiöei ZecklgmMer Mßeillseber Bottiiötei Vobrerivvell 211� stellen sofort ein Oscar Köhler A.-O. Greifswalder Str, 155/156. e Sattler für Carrosseriebau sofort gesucht. AlexisKellner G. m. b. H., Kaiserin Augusta Aller 101. Arbeiterinnen kräftige, z. Kohlenpress� Löterinnen für Zinkhülsen, 64/15* Löterinnen für Batterien, sucht BFaSsr Zeiler Rungestraße 20. 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