Nr. 224. 34. Jahrg. Bezugspreis: ?iertMI» monatl. 1,30 BH, wöchentlich 30 Pi�. frei ins Haus. NorauSzahlbar, Einzelne Wochentags- nummern ö Psg. EonntagSnummer mit illuitriertcr Beilage.Die Neue Well' lO Pfg, Postbezug: Monatlich 1,30 Ml, Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2,30 Mb. für das übrige Ausland 4 Ml, nionatlich, Postbesiellungen nehmen an Dänemaib. Holland, Luxemburg, Lchwcdenu, die Schweiz, Eingetragen in die Post-Zeitungs-Prcisliste. Erscheint täglich. Telegramm- Adresse: »Eozialdemokrat iScrlin», Verlinev Doll;Sblnkk. ( 5 Pfennig) Der Anzeigenpreis beträgt s, die sicbengesvaltcne Kolonel- zeile 60 Psg,„Klei»» Anzeigen", das setlgedrucklc®otl_20 Psg, Maschinengewehre einbrachten. Bei S t r a c a n i scheiterte» schwere, durch erheb- lichr Berstirkungen genährte Feindangriffc. HecrcSfront des Gcncrnlobcrst Erzherzog Joseph. An der oberen S« s i t a wich der Gegner auf die Höhen «eftlich von R o r r a s a und östlich von S o v r j a. Honved- regimrnter entrissen ihm den M t. R r S b o i u l u i. Heeresfront des GeneralfeldmarschallS Prinz Leopold von Bayern. Srine besonderen Ereignisse. Italienischer und Balkan-KricgSschauplatz. Nichts zu melden. Der Chef des Gcncralstabes. kerenski dementiert Llovö George! Mannheim, lk. August.(Eigener Drahtbericht des „Vorwärts".) Die Neue Badischc Landrszcifting" meldet aus London über Rotterdam: Ter Petersburger Vertreter der Londoner„Daily News" hatte eine Unterredung mit Kerenski, zu deren Veröffentlichung er ermächtigt wurde. Kerenski führte aus: Man habe die Note der rusiischen Regierung in London mistvcrstandcn. Tie russische Regierung könne sich ans Bund- niSpflicht nicht von Stockholm binden lassen, für sie sei die Londoner Konferenz der Alliierten allein mastgebend. Die Konferenz von Stockholm sei nur eine Arbeiterkonferrnz, das bedeute aber nicht, das, die russische Regie- rung gegen dir Stockholmer Soziali st en- tagung sei. Auch Kerenski persönlich sei nicht gegen sie, obwohl die Konferenz in Stockholm nützlicher gewesen wäre, wenn sie während der russischen Offensive statt- gefunden hätte. Er habe immer die Meinung vertreten, dast die Ententeregrernngen mit ihrer Obstruktion gegen Stockholm nur daS Spiel der deutschen Regmrnng spielten. Der Berichterstatter fügt hinzu, dir ursprüngliche Haltung der englischen Arbeiterpartei habe viel dazu beigetragen, die Englandfrindschast in der russischen Demokratie zu befestigen. „Daily News" selbst meinen dazu, Henderson und die englische Arbeiterpartei seien damit glänzend gerechtfertigt. Einjchräntungen öes Versammlungsrechts. Der Parteivorstand hat gegen die aus verschiedenen Bc- zirken des Reiches gemeldeten behördlichen Ein- schränk ungen des Versammlungsrechts, auch gegen die Verbote der Diskussion in öffentlichen Versammlungen, beim Reichskanzler Einspruch erhoben und Aufhebung dieser Mastnahmen verlangt. Der stellvertretende Kommandierende General deS 2. Armeekorps in Stettin erlästt unter dem IS. August folgende Be- stimmung: Für die Stadt Stettin und den Kreis Randow bestimme ich auf Grund des§ 9b des Gesetzes über den Belage- rungSzustand im Interesse der öffentlichen Sicherheit: Bersamm- lnngen jeder Art werden bis ans weiteres verboten. Zuwider- Handlungen werden, soweit keine höhere Strafe verwirkt rst, mit Gefängnis bis zu einem Jahre, beim Vorliegen mildernder lim- stände mit Hast oder Geldstrafe bi« zu 1500 bestraft,'" Stockholm unö Rom. Ans den Fricdcnsruf von Stockholm antwortete die Entente' mit dem Pastvcrbot und dem Gebrull der Flandern- schlacht. Wieder triumphierten die Kricgsfanatikcr aller Länder, die in einer endlosen Fortsetzung des allgemeinen Völkcrlvürgens das Heil für das eigene Volk finden wollen. Aber der FriedenSgedankc lästt sich Iveder durch Polizcimast- regeln erwürgen, noch durch Tronimelfeuer totschlagen. Für einen Augenblick im Norden geduckt, erhebt er im Süden von neuem das Haupt, und die Zeitungen, die sich voreilig freuten, die Rubrik Stockholm verschwinden zu lassen, müssen ihre Spalten füllen mit der Friedensaktion des Papstes. Sozialismus und Papsttum— fürwahr ein seltsames Gespann! Zwischen der grasten geistlichen Macht der Vergangenheit und den emporstrebenden Kräften der Zukunft schien und scheint der Gegensatz unüberwindlich. In den Zeiten Leos Xll l. waren Kriegserklärungen an die sozialistische Arbeiterbewegung von Rom aus kaum seltener als von Pots- dam. Aber auch hier bewährt sich das alte Gesetz, dast das Christentum jeder Konfession, sowie es sich auf seinen sitt- lichen Kern zurückbesinut, wollend oder nicht in die Gesellschaft des Sozialismus gerät, der seinerseits ohne Rücksicht auf Glaubenssätze im Kampf um ein großes Ziel die Bundes- genossen nimmt, wo er sie findet. Der Kamps, den wir jetzt führen, ist der größte Kamps, den der Gedanke des internationalen Sozialismus je zu führen hatte, um so größer, als er nicht mit gesammelter Kraft nach außen geführt werden kann, sondern die schwersten und schmerzlichsten inneren Auseinandersetzungen mit sich bringt. Wir haben gestern nicht ohne Bewegung die Ausführungen des französischen Sozialisten Thomas gelesen, der vor drei Jahren und drei Wochen degeistcrt sür die dcutsch-franzöftsche Verständigung eintrat und der heute in der Sache Frankreichs so sehr alles Recht und in der Deutschlands so sehr alles ttn- recht verkörpert sieht, daß er von Verständigung und„faulem Frieden" nichts wissen ivill. Wir kennen die Note des Papstes nocb nickst in ihrem Wortlaut, aber nach allem, was wir von ibr wissen, icheint ne stark auf das hinauszulaufen, was Tboinas die ibm uner- wünschte Verständianna und den faulen Frieden nennt..Rom beweat sich in einer Parallele zu Stockholm, nickt zu ienem Stockholm, das Hendersoii und Thonias wollen, iondern zu ienem, das de» holländischen, den skandinavischen, den rusti- scheu Genossen vorschdvebte. dem Stockholm der Volkerver- föhmina und der Friedcnsarbeit. Dürfen. wir es ausivrecken. daß uns das Oberhaupt der katholischen Kircke dem w.a b r e n Gedanke» des i n t c r» a t i o n a l e n. S o zi a l r s- in i> s näher aekomnicn.zu scheint als der französische Minister- sozialist. und dürfen wir io ovtiiinstiich sein, zu erwarten, dast diese peinliche Lektion verstandeii»verde» wird? Zwilchen Rom und Stockholm besteht ein Wettstreit, den man nickt im üblen Sinn aeschäftlichen Wettbewerbs auszu- denken braucht. Die katholische Kircke versucht init klua er- dachten, politischen GrisL�t Werk bis zur Vollenduna.so-rt- zusetzen, um das sich der Sozialisniiis in. tausend fecfrtoiena- keifen müht. Wie er. Waat auch sie die. Gefahr des Mist- erfolaes. wohl wissend, daß a c i st i a e M a ch t e. wenn ne im Auaenblick noch der Geüvalt unterlieae». dock nicht die Be- sieaten sind. Der Papst. kann vielleicht etwas für den frieden erreichen, sehr viel erreichen wird er aber für die rakholischc Während wir— ohne übertriebene Kofsnunosscliakeit— die Wirkiiiiaen erwarten, die lein Voraeben aus die Reaie- rniiaen der krieasührenden State» ausüben wird,.ist es.zu- aleich interessant, die Bewcanna zu beobachten, die es i m L a a e r des K I e r i k a l i s m u s hüben und drüben auslösen wird. Ter französische Klerikajisinus war während des Krieges so sehr Träger des äußersten Chauvinismus, daß sich daaeaen selbst die in diesein Punkte leider inckt.bewnders empnndliche..Hun,anit6" wiederholt. enMörte. Hierzulande lraben stck im Zentrum, das sich ia nicht gern klerikal nennen hört, aber es diesmal ruhia sein maa. verwandte Stromunaen geltend aemacht. die erst in der letzten Zeit auf kraftiae Geaen- Wirkung aestoßen sind. Im deutschen Zentrum durfte durch die Note des Papstes der..Ricktuna Erzberaer" die Oberhand ae- sichert sein. Schwieriger bat der französische Klerikalismus umzulernen.. � �_.... Und wie tverden stch die andern christlichen Bekenntmffe. wie wird sich vor allem der P r o t e st a n t l s m u s zur Aktwn des Pavstes stellen? Er hat zun, Teil den Weg von chnstticker Huinanität zu züaekloiein Alldeutschtum bis zu deniVunftr zurückaeleat. an dem die Gestalten Christus und Bnldurs ineinander zu verschtvimmcn beainnen. Für uns ist dieses Ko- kettieren mit dem aennanischen.Heidentum eine iebr heitere. für den Protestantisnms aber eine sebr ernste Sache. Handelt es sich dock, nur niil eine letzte Konseanenz. die aus der Abkehr vom..jüdisch-sentiwenwlen" Christentum mit nnerbitt- lick�r Folaericktiakeit aezoaen wird.. Man sielst: dce Wirkunaen der päpstlichen Aktion strahlen nach den verschiedensten Seiten aus. In erster Linie ober interejsiert uns die Frage, wie stck die R e a i e r u n a e n zu ihr stellen werden. Die englische und die fran-m''che Regie.- nma haben viele Bststdesaenosten. Mer wennstie iomadfai- bie Sacke des Briedens als eme ikinen feindlicke Sacke be- trackten, so werden sie bald sehr viele Leinde im eiaenen Lande haben: den Bekennern iui Stockholm werden sick die Bekenner «t Rom beiaesellen. Solcke Betracktunasweise. verbunden mir den entsvreckenden Erfahrunaen, könnte sie dock veranlassen. in absehbarer.Reit einzulenken. Denn auch dem bärtesten �ackädel mun es allmäblick einleuckten. dak für die Sacke seines Volkes nur der kämvft. der für die Sacke aller Völker kämvft. für den Brieden, den sie alle ersehnen und den sie alle bearWen werden, ob er aus Rom oder aus Stockholm kommen maa!_ der Wiöerstanö gegen Stockholm. Stockholm, tö. August. der Kriegsparteien ausfallen. Alles in allem sei es vielleicht am besten, daß es so gekommen sei. Der Zeitpunkt müsse jetzt gekommen sein, wo die„heilige Einigkeit' ge- brachen werden und die Friedensmächte sich entfalten könnten. Die Arbeit für die Stockholmer Konferenz könne zwar noch Schwierigkeiten und Hindernisse finden/ lasse sich aber nicht mehr aufhalten. Troelftra über öas Stockholm-verbot. llllannhcim, 16. August.(Eigener Dvahtbericht des„Vorwärts".) Die„Neue Badische Landeszeitung" meldet: Der Führer der holländischen Sozialisten, Troelstra, erklärte einem Vertreter des„Rotterdamschen Courant".: Die Weigerung bore Ententeregierungen, ihre Sozialisten nach Stockholm reisen zu lassen, sei weiter nichts als ein« notwendige Episode. Die englischen und die französischen Arbeiter würden jetzt ihre Aktion beginnen und die Regierungen zwingen nachzugeben oder aber sie fort- treiben. Die Einheit der internationalen Arbeiterschaft zu- gunsten der Konserenz sei eine Tatsache. Der Gedanke von Stock- Holm sei geboren von dem Friedensverlangen der Arbeiter aller Länder. Der Standpunkt der rnsfischen Regierung. Petersburg, IS. August.(Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Zu den in auswärtigen Zeitungen erschienenen Meldungen über die Haltung der Einstweiligen Regierung zur Stockholmer Be- sprechung wird von zuständiger Seite mitgeteilt: Die Einstweilige Regierung ist der Anschauung, daß eine Lösung der Kriegs- und Fricdensfragen ausschließlich ihr im Verein mit den Regierungen der alliierten Länder, die von den alliierten Demokratien unterstützt werde», zukommt. Die s o z i a l i st i s ch e Zusammenkunft in Stockholm,— das hat die russische Regierung wiederholt zum Ausdruck gebracht,— stellt eine Be- sprcchung bestimmter Politischer Parteien dar und kau» somit in keiner Weise beanspruchen, Entscheidungen zu trefft», die irgendwelche verpflichtende Bedeu- tung für die Regierung hätten. Die Regierung ist stets weit davon entfernt gewesen, den russischen Sozialisten dir Pässe für Stockholm zu verweigern, da sie es für nützlich hielt, die Fragen von Krieg und Frieden den Beratungen der internationalen Sozialisten zu unterbreiten. Sie hat durch die Person des Ministerpräsidenten und Kriegsministers den alliierten Regierungen gleichfalls aus- gesprochen, daß sie rS als unerwünscht bettachtet, den sozialistischen Organisationen irgend welche Hindernisse für die Beteiligung an der Besprechung in den Weg zu legen. Obwohl die Einstweilige Regie- rnng die politische Tragweite einer sozialistischen Besprechung vom Gesichtspunkte der Aufhellung von Grundfrage», die der Krieg geschaffen hat, keines- wegs leugnet, kann sie doch den von der Zusummenkunft ge- troffcnen Entscheidungen niemals einen Charakter zuerkennen, der einzig und ausschließlich einer Entscheidung der alliierten Regierungen zukommen kann. Die russische Regierung will also den Mittelweg einschlagen. Sie kann nicht wagen, der Sache, die der Arbeiter- und Soldaten- rat auf seine Fahne geschrieben, entgegenzutreten, und sie wagt auch nicht, ihr ohne Abstrich die Bedeutung zuzuerkennen, die sie als Ziel der breitesten Volksmassen in allen Ländern unleugbar besitzt. Offen tritt abermals zutage, daß einer Haltung, die demokratisch genannt werden könnte, die Rücksicht auf jene Mächte im Wege sieht, deren Bündnis das revolutionäre Rußland von der zaristischen Regierung als blutig kostspieliges Erbe über- nommen hat. Die russische Regierung will den Weg ver- suchen, der den englischen und französischen Staatslenkern nicht geheuer erscheint: sie will die Beteiligung russischer Volks- abgeordneter an der Stockholmer Tagung nicht hindern und gibt zu erkennen, daß sie die Hand freibehalten will, unt hinterdrein, wenn's sein muß(das heißt: wenn die Alliierten so gebieten), das Gewicht der Stockholmer Entscheidungen ans der Wagschale wegzulassen. Ein gefährlicher Wegl Denn ist das Gewicht einmal da, so wiegt es eben mit und wird dem die Füße zerschmettern, der es beiseite heben will. Die Phase des Weltkriegs ist angebrochen, in der mit dem Faktor Demokratie nicht trügerisch gespielt werden kann. Die Stockholmer Tagung wird bedeuten, daß die, die bisher- das Wort mißbräuchlich zur Deckung schlechter Ziele im Munde führten, nunmehr die ganze Wucht des Wortes Demokratie kennen lernen werden. Die Imperialisten Englands und Frankreichs wissen das und suchen der Gefahr durch den Gewallstreich der Paß- Verweigerung zu entgehen, die russische Regierung aber ist schon in der Lage, wo solch' ein Gewaltstreich nicht mehr riskiert werden kann. Die englische Arbeiterpartei wählt Delegierte. Haag, 16. August.„Daily Telegraph' meldet: Der Vorstand der Arbeiterpartei hat auf Grund des Parteibeschlusses acht Mit- g l i e d e r ernannt, die die Partei in Stockholm zu ver- treten haben. Rotterdam, IS. August.„Daily Expreß' berichtet, ein Mitglied der Arbeiterpartei, das der Regierung angehört, habe gesagt, die endgültige Weigerung des Premiermini st ers Pässe für Stockholm auszustellen, habe den Wunsch, nach Stockholm zu gehen, nur gestärkt. Aufruhr in Spanien. Die spanische Regierung hat bisher die tiefgreifende Unruhe, die durchs ganze Land geht, zu bagatellisieren oder zu verheim- lichen gesucht. Daß es sich aber nicht um Einzelfälle handelt, geht daraus hervor, daß sich die Zeichen der Unruhe durch längere Zeit fortsetzen und mehren. Erst die Trutzversammlung der Katalanen in Barcelona und der Streik in Valencia, dann fortgesetzte Generalsiteikdrohungen, endlich jetzt offene Empörung in Madrid. Die Drahtnachrichten sind spärlich, und der konservative Minister- Präsident Dato hat bereits versichert, daß alles in bester Ordnung sei. Aber die Verwendung von Artillerie und die Entsendung des gefiirchteten Generals W e y l e r nach Barcelona geben doch sehr zu denken: In Barcelona schössen die Aufständischen aus einem Hause und töteten den Jäger-Hauptmann Inste Fee- nandez. Artillerie beschoß das Haus. Drei Soldaten wurden verwundet. Bon den Angreisern wurden mehrere getötet, zahl- reich« verwundet. In S a b a d e l l wurden zwei Gendarmen ge- tötet und drei verletzt. Die Angreifer erlitten zahlreiche Verluste. Verstärkungen wurden abgesandt. Ministerpräsident Dato erklärte, daß der allgemeine Aus st and gescheitert sei. Es sei den Aufständischen nicht gelungen, irgendeinen öffentlichen Bctticb stillzulegen. Die Polizei beschlagnahmte gestern Schriftstücke, die Aufschluß über die ganze Bewegung geben. Paris, 16. August.(Meldung der Agence HavaS.)«Petit Parisien" meldet: Die Lage in Katalonien ist ernst. Der Ausstand hat sich auf die ganze Gegend ausgebreitet. Neun Zehntel der Bevölkerung haben die Arbeit niedergelegt. Es kam zu sehr heftigen Zwischenfällen in Mataro, Sabadcll und Tarasa. In A st u r i e n ist die Lag« sehr gespannt. Die meisten Zeitungen sind verboten. Das Borgchen der Behörden ist äußerst streng. Die Gendarmerie und die Polizeibcamtcn machen bei der ge- ringsten Ausschreitung von ihren Waffen Gebrauch. Eine unparteiische Information ist unmöglich, da seit der Auf- Hebung der konstitutionellen Garantien am 25. Juni' 1917 der Presse verboten ist, Nachrichten und Besprechungen über die Militärfrage, Truppenvcrschiebungen, Offiziersvereine, Versammlungen und Streiks, Kriegsschiffbewegungen, Torpedierungen, den Aussuhrverkehr zzi veröffentlichen, Manifeste und Proklamationen abzudrucken u-ntz Kommentare zu den KriegSereignjZen zu geben. Der neue englische Ansturm. Berlin, 16. August.(W. T. B.) Im Westen hat der Gcncralangriff der Alliierten auf fast der ganzen�Front eingesetzt: In Flandern, im Artois und an der Aisne brtzch am 15. und 16. August die englische und französische Jnfanttrie zum Sturm vor, während vor Verdun die Artillerieschlacht noch andauert. In Flandern suchten die Engländer am IS.-i August durch starke Teilangriffe östlich B i x s ch o o t e, sowie südwestlich W e st- b o e k ihre Ausgangsstellungen zu verbessern. Nachdem alle diese Angriffe abgeschlagen, schwoll am Nachmittage und Abend das eng- lischc Artillcricfeuer an der Küste, sowie im Npcrn-Abschuitt von Merckem bis zur Dcule zu großer Heftigkeit an. Ohne Untere brcchung tobte das Feuer bis zum Morgen, wo es sich um 5 Uhr 29 Minuten ans die Frontstrecke von Draaibank bis zur Lys zum Feuerorkan steigerte. Kurz nach 6 Uhr ttat die englische Infanterie zwischen Vixschoote und Oesttaverne zum Angriff an. Der Kampf ist in vollem Gange. Bon Oesttaverne nach Süden bi� an die Dcule lag das starke englische Feuer in ungcminderttr Heftigkeit auf den deutschen Stellungen. Rege Fliegertätigkeit und- Luftkämpfe begleiten den Kampf der Infanterien. Im Artois, wo die Engländer, wie in Flandern, die vorde- ren deutschen Stellungen durch vicrwöchentliches Zerstörungsfeuer in Trichterfelder verwandelt haben, brachen die Engländer bereits in der Morgenfrühe des 15. August zum Angriff vor. Hier setzten sie auf der Front zwischen Hulluch und Mericourt süd- lich L e n s die Gesamtheit ihrer vier kanadischen Divi� s i o n e n ein. Mit zäher Tapferkeit stürmten die Kanadier, die dtt englische Heeresleitung stets an die schwierigsten und blutigsten Punkte einzusetzen pflegt, den ganzen Tag über gegen die deutschen Stellungen an. Nördlich Lcns brachen die kanadischen Sturmwcllcn blutig zusammen. Ebenso südlich Hulluch. Beiderseits Loos ge- lang der Einbruch in die erste Linie. Die Engländer warfen hier die Kanadier in dicht gegliederten Massen in den Kampf und führten mit Kraftwagen immer neue Reserven heran. Aber ebenso wie in Flandern war es auch hier nicht möglich, die Anfangserfolge voll zu bchaupte». Die volle Wucht des kraftvoll geführten beut- scheu Gegenstoßes warf die Kanadier wieder zurück und brachte das verloren gegangene Gelände größtenteils wieder- in deutschen Be- sitz. Vergeblich rannten sie immer wieder todetmuttg gegen die deuffchen Stellungen an. Bis zum Abend waren zehn Angriffe abgewehrt. Kurz vor Mitternacht versuchten die tsngländer nochmals nach stärkster Artillerievorbereitung vorzubuchen. Wiederum umsonst. Ter anbrechende Morgen zeigte vor ürn deutschen Stellungen feindliche Leichcnfcldcr von grauenhafter.Ausdehnung. Die Franzosen griffen mit wenig Glück an der. A r's n e f r o n t an. Am Vormittage des 15. wurde südöstlich Cernh«in franzö- sischer Teilangriff abgewiesen. Darauf begann von Mittag ab starkes Zlrtillerte- und Minenfener auf die deutschen Stellungen von Cerny bis Crcronne. Nachdem sich das Feuer um 6 Uhr nach- mittags zum stärksten Trommelfeuer gesteigert hatte, erfolgten starke Angriffe. Trotz der schweren, schon im Sperr:- und Abwehr- feuer erlittenen Verluste griffen die Franzosen immer wieder an. Aber alle ihre Anstrengungen waren umsonst."Durch Gegenstoß wurden sie überall restlos wieder geworfen. Vor Verdun tobt die Artillerie schlacht weiter. Durch di« deutsche Gegenwirkung geschwächt, vermochten die französischen Batterien jedoch nicht die Wirkung der Vortage zu erreichen. Gegen Abend ließ das französische Feuer merklich nach und lag die Nacht über in wechselnder Stärke auf den deutschen Stellungen vom Walde von Avocourt bis zur Caurettes-Höhe. Zahlreiche Pattouillenkämpfe beiderseits der Maas verliefen für die Deutschen günstig. Gegenüber des Cheppy- Waldes, sowie nördlich des C(ourieres-Waldes wurden von deut- schen Stoßtrupps und Patrouillen Gefangene in größerer Zahl eingebracht. Französischer Heeresbericht vom 15. August nachmittags. In Belgien machten unsere Truppen merkliche Fortschritte westlich der Strtße nach Dixmniden. Zwischen Hurtebise und Craonne ziemlich lebhafte Beschießung unserer ersten Linien. Ein Handstreich gegen einen Unserer kleinen Posten auf der Hoch- fläche von Vauclerc scheiterte vollkommen. Der Artilleriekampf dauerte sehr lebhaft die ganze Nacht hindurch aus beiden Maas- ufern an. Auf dem linken Ufer schlugen wir einen feindlichen Versuch westlich der Höhe 394 ab. Sonst überall Ruhige Nacht. Vom 15. August abends. Der Tag ist verbälttlismäßig ruhig verlaufen. Geschützkämpfe in Belgien, nördlich von der Aisne, in der Champagne, auf beiden Maasufern und im Oberelsaß. Wir haben einen Handstreich bei Four-de-Paris gemacht und ein Maschinengewehr und Kriegsgerät in unsere Linien gebracht. Der Feind hat R e i m s beschossen und hundert Granaten aus P o n t- ä- M o u s s o n geworfen. Englischer Heeresbericht vom 15. August nachmittags. Die Briten griffen heute morgen auf breiter Front von den Nordwest- lichen Ausläufern von Lens bis zum Walde von Hugo, nordöstlich von Loos, an. Wir eroberten die erste deutsche Per- teidigungslinie an allen Stellen und machen befriedigende Fort- schritte. Ein feindlicher Gegenangriff östlich von Sie. M i l i e wurde völlig erstickt. Die Franzosen gewannen wäbrend der Nacht westlich von Bixschoote weiter Boden. Feindliche Stoßtrupps griffen gestern abend unsere neuen Stellungen östlich von Klein- Zillebeke an, wurden aber völlig abgeschlagen und ließen 14 Gefangene in unserer Hand. Das stürmische Wetter hält an, schwerer Regen ist wieder gefallen. Vom 15. August, 1 Uhr 25 Min. nachmittags. Heute vor- mittag haben kanadische Truppen die deutschen Stellungen südöstlich und östlich von Loos auf einer Front von zwei englischen Meilen (3,2 Kilometer) erstürmt. Die gewaltigen Verteidigungsanlagen der Höhe 79, welche in der Schlacht bei Loos im Sevtember 1915 unserem Angriff widerstanden haben und seitdem auf jede Art und durch jeden unseren Feinden bekannten Kunstgriff verstärkt morden sind, sind im Sturm genommen worden. Nachdem unsere Truppen das erste Grabensystem des Feindes auf der ganzen an- gegriffenen Front genommen hatten, sind sie bis in die Höhe der westlichen Verteidigungsanlagen von Cite St. August vorgedrungen, indem sie bis zur Tiefe von einer Meile(1,6 Kilometer) in die deutschen Stellungen eindrangen. Außer einer ausgebauten Reihe von Schützengrabenlinien und Stützpunkten, welche die Verteidi. gungsarlagen der Höhe 79 bildeten, sind die Dörfer Cite St. Elizabeth, Cite St. Mille und Cite St. Laurent, ebenso das Bois Rase und die westliche Hälfte des Bars Hugo jetzt in unserem Besitz. Alle ins Auge gefaßten Punkte sind genommen worden. Unsere blutigen Verluste sind leicht. Der Kampf in der Nolöau. Berlin, 16. August.(W. T. B.) An der Ostfront spielen stch lediglich in der südwestlichen Moldau Kämpfe von Be- deutung ab. Zur Sicherung des Abzugs der Armee Avarescu leisten die Russen und Rumänen auf den Höhen östlich und nordöstlich von S o v e j a erbitterten Widerstand. Nördlich davon wurde jedoch die beherrschende Höhe des Mt. ReSboui südlich des Mgr. Casinu von den Verbündeten gestürmt und gegen Gegenangriffe gehalten. Zwischen Putna und Susita ist bereits Rezasesca erreicht. Inzwischen drängen die Verbündeten von Süden her weiter vor. Auch auf dem westlichen Serethuser geht der Angriff weiter. Bei P a n c i u wurde das eiligst verlassene Lager einer Division mit unzähligem Kriegsmaterial und großen Munitionsmengen er. beutet. Wien, 15. August Aus dem Kriegspressequartier wird ge- meldet: Durch die urmMiche Zähigkeit rM Ausdauer dsr J r Der Irieöensbrief ües Papstes. Rom, 16. August.(Stefani.) Heute wird der Wortlaut der Note des Pap st e s an die Oberhäupter der kriegfüh- rendcn Staaten veröffentlicht. Der Papst betont zunächst, daß er seit dem Beginn des Krieges bemi'ht gewesen war, voll- kommene Neutralität zu beobachten, sich der Opfer des Krieges ohne Unterschied der Nationalität und der Religion anzunehmen und endlich das Ende des gegenwärtigen Unglücks nach Möglichkeit zu beschleunigen. Er bedauert, dast seine Ermahnungen bisher erfolglos blieben, im Gegenteil wurde der Krieg immer grausamer. Der Papst fragt sich, ob Europa sich bis zum Selbstmorde fortreißen lasten werde. Angesichts dieser beängstigenden Frage erneuert der Papst ohne irgendwelche besondere poli- tische Absicht, ohne auf die Anregungen der einen ober an- deren der kriegführenden Parteien zu hören, einzig getrieben von seiner Pflicht, als gemeinsamer Vater der Gläubigen, seinen Appell an diejenigen, welche die Geschicke der Nationen in ihren Händen halten. Die päpstliche Note zählt sodann die Punkte auf, welche nach Ansicht des Papstes die Grundlage für die Herstellung eines gerechten und dauerhaften Friedens bil- den müssen. In erster Linie muß die materielle Gewalt der Waffen der moralischen Gewalt des Rechts Platz machen, und infolgedessen hat eine gleichzeitige und gegen- scitige Abrüstung stattzufinden nach festzusetzenden Regeln und Garantien und unter Berücksichtigung der Erfordernisse der öffentlichen Oordnung. Weiter wird die Einführung des internationalen Schieds- g e r i ch t s mit bestimmten Sanktionen empfohlen. Nachdem so die Vor- Herrschaft des Rechtes festgesetzt ist, muß jedes Hindernis für den Verkehr zwischen den Völkern beseitigt und die Frei heitund GemeinsamkeitdrrMeere gesichert wer den, was zahlreiche Ursachen zu Konflikten beseitigen und neue Quellen des Wohlstandes eröffnen würde. Was die Ver gütung der Kriegsschäden und die Bezahlung der Kriegs kosten anbelangt, so stellt der Papst als Grundsaü auf, den vollständigen und gegenseitigen Verzicht auf Entschädigungen und Krieg'skosten, sei denn, daß für gewisse Fälle besondere Gründe vorlägen, die mit Gerechtigkeit und Billigkeit zu erwägen seien. Er verlangt sodann die gegenseitige Rückgabe aller besetzten Gebiete, die Wiedcrhcrstel- l u n g B e l g i ens in seiner vollständigen politischen, mili- tärischen, wirtschaftlichen Unabhängigkeit, die Räumung des französischen Gebietes, die Rückgabe der deutschen Kolonien Was die besonderen territorialen Fragen anbelangt, wie die- jenige von Elsaß-Lothringen, Trcntino und Trieft, Armenien und Polen, so schlägt er vor, sie in versöhnlichem Geiste zu prüfen und zu lösen unter Berücksichtigung der Wünsche der Bevölkerung und des allgemeinen Wohles der Menschheit. Der Papst meint, daß auf diesen Grundlagen die künftige Reorganisation der Völker sich aufbauen müsse— sie seien geeignet, die Wiederkehr eines ähnlichen Konfliktes unmöglich zu machen. Er hofft, daß sie angenommen würden. Zum Schlüsse betont der Papst, jedermann erkenne an, daß beiderseits die Wasfenchrc gewahrt sei. Er for dert die Oberhäupter der kriegführenden Nationen auf, seine Vorschläge günstig aufzunehmen und an ihre schwere Verant- Wartung zu denken. Er wünsche, daß die künftigen Genera tionen ihnen den schönen Namen von Friedensstiftern ver leihen können. Gott möge sie erleuchten und beraten. Das Dokument ist datiert: Vatikan, den 1. August 1917. oberen Putnatal gegenüber den Russen und Rumänen ge- standenen verbündeten Abteilungen, die allen Angriffen mit bei- spiellosem Heldenmut Trotz zu bieten hatten, war die Borbedingung für den Erfolg im Räume nördlich Focsani gegeben. Der von den Deutschen auf den Brückenkopf von Baltaretu unternommene Angrifs hatte vollen Erfolg. Hier wie im Räume westlich von P a n c i u zu beiden Seiten der Putna befindet sich der Gegner im Rückzug. Auch die bisher im oberen Putnatal ihre Stellungen heldenmütig verteidigenden Truppen der Verbündeten beginnen nunmehr die Verfolgung des weichenden Gegners. Die Zahl der Gefangenen beträgt bisher über 3000 Mann. Mehrere Geschütze und viele Maschinengewehre wurden erbeutet. In der Gegend westlich Tirgu l— O c n a griff der Gegner wieder mehrfach erbittert an. Alle seine Anstrengungen, eine Aenderung der Lage in diesem Räume zu erzielen, sind vergeblich. Ter Feind bezweckt hier augenscheinlich mit Aufbietung aller zur Verfügung stehenden Kräfte den Rückzug der im Räume nördlich Facsani und Panciu zurückgehenden Kräfte zu decken und zu er- leichtern. In der Bukowina arbeitet der Feind emsig an der Ver- besserung seiner Stellungen. Weiter nördlich bei vorübergehend auflebender feindlicher Feuertätigkeit Patrouillenunternehmungen, die zu unseren Gunsten endeten. Die Flicgertätigkeit hat sich auch an dieser Front in den letzten Tagen erhöht. Russischer Heeresbericht vom 14. August. Westfront: Ge- wchrfeuer und Aufklärerstreifen.— Rumänische Front: Während des ganzen 13. August breiteten sich erbitterte Kämpfe in der Umgegend von Okna und Grczesci aus. Rumänische Truppen setzten die am 12. August begonnene Gegenoffensive fort, besetzten abends das Dorf Slonik und vertrieben den Feind von den Höhen sechs Werst südwestlich vom Dorfe Grozesci. Die Offen- sive dauert an. In der Richtung auf Focsani setzte der Feind nach starker Artillerievorbereitung mehrere überraschende Angriffe in der Richtung auf Straoani und Merescisu ebenso wie auf die Höhe von Doag an. Sämtliche Angriffe wurden durch rumänische und russische Truppen abgeschlagen. Versuche des Feindes, unsere Stellungen in der Gegend von Maksimin anzugreifen, wurden durch unser Feuer abgewiesen. Kaukasusfront. Eine aus 40 Mann bestehende Abtei- lung unserer Aufklärer unter dem Befehl des Leutnants Mok- 'borsky machte einen glänzende» Handstreich gegen ein« türkische Feldwache in der Gegend von Tirebeli, wobei sie Gefangene machte. Auf der übrigen Front keine Veränderung. Flugwesen. Deutsche Flugzeuge warfen Bomben auf die Bahnböfe von Molodetschno und Siniavka. Im Schwarzen Meer bei Sinope zerstörten unsere Kriegsschiffe zwei groste türkische mit Benzin beladene Schuten sowie 22 beladene Segler. Vom 15. August. Westfront. Stärkeres Feuergefecht in der Richtung auf Wilna und auf Tarnopol.— RumänischeFront: In der Gegend von Ocna dauerten die Kämpfe mit geringerer Heftigkeit fort; dem Feinde gelang es nach einer Reihe von An- griffen, sich der Höhen 7 Werst westlich von Ocna zu bemächtigen. Feindliche Angriffe in der Gegend des Casinutales wurden durch rumänische Truppen abgewiesen. In der Richtung Foc- s a n i machte der Feind am 14. August keine Angriffe. In der Umgegend von Ärendsceni machte der Feind einen kräftigen Angriff auf unsere Stellungen und bemächtigte sich eines Teiles unserer Gräben, aber unser Gegenangriff warf ihn zurück und stellte die Lage wieder her._ Cm neuer Megerangriff auf Frankfurt a. Ltt. Berlin, 16. Aug. lW.T.B.) Abends gegen 148 Uhr erschien wiederum ein feindliches Flugzeug über Frankfurt. Es ließ über der Stadt wahllos 5 Bomben fallen, die 2 Männer, 1 Frau und 1 Kind töteten und meh- rsre Personen verletzten.— Da Frankfurt eine offene S t a d t ist und viel zu weit von der Front entfernt liegt, um als Bahnknotenpunkt irgendeine Bedeutung für die kriege- riichen Ereignisse an der Front zu haben, so kann man für die abermalige Bewerfung Frankfurts keinen anderen Grund finden, als die Freude an sinnloser Tötung und Lorbeeren durch einen Bombenflug in das deutsche Heimatsgebiet. 2HS00 ör.-Reg.-To. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der englische bewaffnete Dampfer M o r k st o n e(3097 To.) mit Kohlen nach Gibraltar, sowie ein englischer Hilfskreuzer vom Aussehen Afric<12000 To.), mit mindestens 18 Ge- schützen bewaffnet. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * China beschlagnahmt feindliche Handelsschiffe. Schantung, 14, August.(Reuter.) Die chinesische Flotten bchörde beschlagnahmte drei österreichische Handels- schiffe und internierte sie in Hongkong; die Schiffe wurden nicht beschädigt, die Ruhe wurde nicht gestört. Die beschlagnahmten deutschen und österreichischen Schiffe weisen zusammen einen Inhalt von 130 00 Tonnen auf. * Haag, 15. August. Amtliche Meldung des Korrespondenzbureaus Der holländische Gesandte in Berlin ist beauftragt worden, ernstlich dagegen Einspruch zu erheben, datz zwei deutsche Flugzeuge über den niederländischen H o h e i t s g e w ä sser n manövrierten und eines davon niederging, um an KricgShandlungen teilzunehmen, und daß sich ein deutsches Torpedoboot in die nieder ländischen Hoheitsgewässer begab. Haag, 15. August. DaS Korrespondenzbureau meldet amtlich Das Ministerium deS Aeußern teilt mit, datz ein deutscher Flieger, der auf dem Fischerfahrzeuge Vli 59 in niederländischen Hoheitsgewässern angetroffen wurde, interniert worden ist. deutsch-franzö'sifthe Austausch- Verhandlungen. Berlin, 16. August. Zwischen der deutschen und französischen Regierung schweben zurzeit Verhandlungen, die für alle beider- fettigen Kriegs- und Zivilgefangenen, die länger als 18 Monate in Gefangenschaft sind, den Austausch oder die Jntiernierung in der Schweiz herbeiführen sollen. Bisher steht ein endgültiger Abschluß noch aus, da die französische Regierung den weitgehenden deutschen Vorschlägen noch nicht in allen Punkten zugestimmt hat. Der Abschluß des Abkommens wird unverzüglich in der Presse veröffentlicht werden. Besonderer Anträge der Angehörigen für Austausch und Jnter- nierung bedarf es nicht, da bei der Annahme der deutschen Vor schlüge alle seit mehr als 18 Monate Kriegs- und Zivilgefangenen ohne weiteres in einer bestimmten Reihenfolge in Betracht kommen. Die heimliche Wegführung ües Aaren. Petersburg, 15. August. Eine amtliche Mitteilung erklärt alle Nachrichten der Blätter über den Ort, wohin der Zar mit seiger Familie in der Nacht zum 14. August gebracht worden sei, für frei erfunden. Kein Negierungsmitglied begleite den Zaren, und seine Ueberführung sei vollständig geheim erfolgt. Die Erwägungen darüber hätten seit Mitte Juli geschwebt und hätten nur militärische und politische Gründe. Man hat die Prozedur also als eine Nachwirkung der letzten Petersburger Unruhen zu betrachten. Kerenski hat es immer als seine besondere Aufgabe betrachtet, das Leben des Zaren zu schützen. In der Tat könnte es eine Rechnung der von rechts her bereiteren Gegenrevolution geben, durch ein Attentat auf den Exzaren ihre Sache zu kräftigen. Das Altentat würde sie selbst besorgen und dann der Revolution in die Schuhe schieben. Eine Erklärung ües bulgarischen Eesanüten. Vom bulgarischen Gesandten, Herrn Dr. R i z o f f, erhalten wir folgende Erklärung: „Die Einleitung meines letzten Artikels im„Vorwärts* vom 12. er., in der ich berichtete, in welcher Weise und warum die Mrtikel des Herrn Wendel über Mazedonien einen Sturm der Erst- Rüstung in Bulgarien verursacht haben, hat eine durchaus irrtüm- iese Hoffnung hat sich" allerdings nickt verwirklicht: daspi-che Auslegung erfahren. Man hat gemeint, daß dies meine Auf- feindliche Flugzeug wurde auf dem Rllckfluge durck deutsche Flieger über dem Heimatsgebiet gestellt und abgeschossen. Der Krieg auf öen Meeren. Englifther 7 2 000 Tonnen- Hilfskreuzer versenkt. Amtlich. Berlin, 15. August. Neue U-Boot-Erfolge Sperrgebiet um England. l m sassung sei. Gleichwohl habe ich doch nur die Entstehung dieses Entrüstungssturmes dargelegt, ebenso wie das, was man in Bul- garten über die Artikel des Herrn Wendel denkt. Ich verstehe nicht, wie man in diesem Fall die öffentliche bulgarische Meinung mit meiner eigenen Person zusammenwerfen konnte: denn ich weiß sehr wohl, daß eine politische Zensur in Deutschland nicht besteht und mir ist ebenso die Tatsache wohl bekannt, daß die großen Organe der deutschen Presse gegen die Artikel des Herrn Wendel Stellung genommen haben. Gerade um eine derartige Konfusion zu ver- meiden, habe ich am Ende der Einleitung den Satz beigefügt: Auf dem Balkan ist man leicht mißtrauisch. D. Rizoff, Kgl. bulgarischer Gesandter." Gestern abend sind zwölf Vertreler der bulgarischen Presse ln Berlin eingetroffen. Sie repräsentieren sämtliche größere Par- teien des verbündeten Landes. Die sozialdemokratische Presse ist durch den Sobranje-Abgeordneten Genossen Sakaroff vertreten. Die bulgarischen Journalisten beabsichtigen, nächst Berlin auch andere große Städte zu besuchen, wo ihnen überall wie hier eine herzliche Aufnahme gewiß ist. Ein politisches Bekenntnis. Die„Schlinge" der Kanzlerverantwortlichkeit. Es ist bekannt, daß Herr Dr. Michaelis ein fleißiger Mit- arbeiter der bisher ziemlich unbekannten Zeitschrift„Die Furche" gewesen ist, einer„Monatsschrift zur Vertiefung christ- lichen Lebens und Anregung christlichen Werkes in der aka- demischen Welt, herausgegeben im Auftrag der Deutschen Christlichen Studentenvereinigung". Manche seiner Aufsätze sind in der Presse schon zitiert worden, der interessanteste aber ist vielleicht der im Dezember 1914 erschienene, der die Ueber- schrift„Die neue Zeit" trägt und nach mancherlei moral- theologischen Betrachtungen über den Krieg in folgendes polt- tisches Bekenntnis ausklmgt: Auch im öffentlichen Leben muß die Schuld der alten Zeit erkannt werden, um eine neue Zeit beraufzuführen.— Welcher Demokrat kann nach dem kläglichen Fiasko des Parlamentarismus in England, der republikanischen Verfassung in Frankreich die Forderung nach parlamentarischer Herrschaft in Deutschland erheben?! Wer wird es wagen, die Kommando- gcwalt des Kaisers anzutasten und einen Keil zwischen Vorgesetzte und Untergebene im Heer zu treiben? Wer wird dem Kanzler die Schlinge eines Vcrantwortlichkeitsgesetzes über den Hals werfen wollen?! Auf der andern Seite werden sich die Parteien zu fragen haben, ob sie nicht Vorrechte und Einfluß aus der Hand geben müssen, weil diejenigen, denen man sie vorenthielt, bewiesen haben, daß sie vaterländisch denken und das große Ziel über das klein« liche Eigeninteresse stellen konnten, Durch die Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments geht der klare staatsmännische Gedanke, daß die Völker nur dann gesegnet werden, wenn sie„Gerechtigkeit regiert". Wenn eine Partei eine notwendige Wahlrechts- rcform nur von dem Standpunkt aus beurteilt, ob sie geschädigt oder gefördert wird,— wenn das Mitglied einer gesetzgebenden Körperschaft einen Stenerplan der Regierung nur vom Standpunkt der Wirkung auf sein eigenes Vermögen prüft,— wenn ein Be- rufsstand wirtschaftliche Gesetze fordert, die nur ihm Vorteil bringen, den Gegenpartner aber belasten.— wenn eine landes- kulturell entscheidend wichtige Maßnahme, wie die Ansiedelung von Kleinbesitzern, darum bekämpft wird, weil Bauern für den . Großgrundbesitzer unerwünschte Nachbarn sind, dann regiert nicht Gerechtigkeit,— dann kann keine neue herrliche Zeit anbrechen. Ein alltestamentlich-prophetisches Wort(Hosea 10, 12) lieble ich schon lange als Wegweiser für die Lösung der sozialen Fragen der Gegenwart:„Darum säet euch Gerechtigkeit und erntet Liebe; pflüget ein Neues, weil es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis daß er komme und regne über euch G e r e ch- ti gleit." Von diesen Sätzen könnte jeder den Gegenstand einer be- sonderen politischen Betrachtung abgeben. Ausgezeichnet ist der erste:„Auch im öffentlichen Leben muß die Schuld.der alten Zeit erkannt werden, um eine neue herbeizuführen." Aber was folgt, ist eine böse Entgleisung. Wird die Schuld der alten Zeit erkannt, dann muß gerade das Politische System abgeschafft werden, sür das Herr Dr. Michaelis sich einsetzt. Eine Prüfung der Vergangenheit im rechten Augenblick wird zeigen, wie unbedingt notwendig es ist, die Verantwortung der Regierung vor Volk und Volks» Vertretung auf eine ganz neue Grundlage zu stellen. In Wahlrechts-, Steuer- und Agrarfragen scheint dagegen die religiöse Grundauffaffung des Reichskanzlers zu Konsc- guenzen überzuleiten, die den Anhängern des Dreiklassen- Wahlrechts, den reichen Steuerdrückebergern und den Groß- agrariern wenig sympathisch sein dürfte. General Gröner. Entgegen der Mitteilung des„Berliner Lokal- Anzeigers" von einem bevorstehenden Rücktritt drs Leiters des Kriegs- amtes versichert die„Tägliche Rundschau", daß es sich hierbei ledig- lich um Stimmungsmache handelt. Die Oberste Heeresleitung habe sich noch nicht geäußert.__ Letzte Nachrichten. Verfolgung üer Kriegsgegner in üer �großen Demokratie�. Stockholm, 16. August.(Eigner Drahtbericht des„Vor- wärts".) Das hiesige Bulletin der Zimmerwalder publiziert ein Schriftstück aus Cincinnati(Vereinigte Staaten), wonach in dem dortigen Gefängnis 13 Sozialisten, von denen nur zwei ausländischer Geburt sind, wegen einer mit Todes- strafe drohenden Anklage sitzen, weil sie nämlich Flug- blätter gegen die Rekrutierung verteilt, einer auch hiergegen gesprochen hat. Alle sind nicht vorbestraft, die Familien mittellos. Die amerikanischen Zeitungen fürchten, hierüber etwas zu publizieren. In- zwischen sind noch die Schneiderin Burke und der Ingenieur Hammerschmidt wegen Hochverrats verhaftet worden, gleich- falls weil sie ihrer Kriegsgegnerschaft Ausdruck gegeben haben._ Almercyda durch Selbstmord geendet. Lugano, 16. August.. Glackc, Berlin. Druck u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanftalt Paul Singer& Co., Berlin SW. i Hierzu 1 Bxilagc und Unterhaltnngsdlatt. Nr. 224 ♦ 34. �ahrgattg Heilage des vorwärts 5rektog,17.�vgu/t1417 GroßSerün Gegen Sie Gasverorünung! Tie Erregung wegen der den Gasverbrauch einschränkenden Verordnung ist, wie die aus unserem Lesekreis uns zugegangenen Aeußerungen zeigen, sebr stard Die Gasverordnung setzt sich über die rat sachlichen Verhältnisse des Haushalts der Unbemittelten glatt hinweg— offenbar deshalb, weil die Väter der Maßregel von diesen Verhältnissen gar keine Ahnung haben. Eine Leserin schreibt uns, daß ihre kleine Wohnung früher Warmwasservcrsorg ung hatte, daß sie aber in diesem Jahre schon seit Monaten ohne Warmwasserzufuhc geblieben ist. Infolge der Notwendigkeit, das Warmwasser nun in der eigenen Wofmung zu bereiten, muß sie jetzt natürlich bedeutend mehr Gas als trüber verbrauchen. Und da verlangt man, daß sie Gas sparen soll I Sie ist Heimarbeiterin und braucht auch zur Be- leuchtung viel Gas, toeil die Wohnung dunkel ist. Schon im August empfindet sie die Verkürzung der Tage an ihrem Gasverbrauch, mit Sorge aber sieht sie den trüben Winlermonalcki entgegen, wo sie die Lampe am Morgen lange brennen lassen und am Abend zeitiger wiederanzünden muß. Tagsüber gebt mit dem Einholen und Anstellen so manche Stunde drauf, die zur Erwerbsarbeit nötig wäre. Am Abend möchte man es nachholen, aber— da mutz GaS gespart werden, sonst gibt's Strafe. .Kindersegen' mutz unter der Herrschaft der Gasverord- nung für manche Familie zum Fluch werden. Vielköpfige Familien brauchen, wenn sie auf Gas kochen, selbstverständlich mehr Gas als Familien von nur zwei oder drei Personen. Da ist, wie im„Vorwärts' schon hervorgehoben wurde, mehr Wäsche nötig. die mindestens für die ganz Kleinen in der Küche gewaschen werden muß. Der durch Strafandrohung unterstützte Zwang, am Gas zu sparen, könnte leicht die Wirkung haben, daß die Sauberkeit nach« läßt und die Volksgesundheit leidet. Kinderreiche Familien brauchen auch deshalb mehr Gas, toeil der Inhalt der sür sie erforderlichen größeren Essenstöpfe langsamer als der eines kleinen Topfes zum KcMn gebracht werden kann. Daß obenein das Gas jetzt geringere Heizkraft als früher hat, wird jede aufmerk« same Hausfrau längst gemerkt haben. Aber die Verordnung fordert: spare am Gas oder zahl' deine Strafe! Die Benutzer fünfflammiger Münzgasmesser sind besonders schlimm daran, weil ihnen noch weniger Gasverbrauch als den Benutzern fünfflammiger gewöhnlicher Gasmesier zugebilligt ist. Es ist schwer oder unmöglich, im Jahre mit bSb Kubikmeter und in einem Sommermonat mit 86 Kubikmeter auszukommen. Man stelle sich vor, wie dem vielleicht mit Kindern reichlich ,ge- segneten" Münzgasmesserbenutzer zumute sein mutz, der bei not« gedrungen starkem Gasverbrauch mit nur 365 Kubikmeter im Jahr und nur 24 Kubikmeter in einem Sommermonat auskommen soll. Auf die in dieser Benachteiligung liegende Unge- rechtigkeit hat der„Vorwärts" sofort und wiederholt hingewiesen. Dazu kommt, daß gerade die mit den Münzgasmessern von den Gaswerken gelieferten Gaskocher keinesstegS immer auf sparsam st en Verbrauch eingerichtet sind. Es ist daher doppelt unge« recht, bei Münzgasmessern noch um ein Drittel weniger zu ge« währen als die bei gewöhnlichen Gasmessern festgesetzte'GaSmenge, die ja auch schon sür viele Familien ganz unzureichend sein wird. Mit Recht wird gegenüber der Gasverordnung gefragt, wem denn die Strafgebühr zufallen soll. Darauf antwortete in einer Pressekonferenz eine Auskunst des Direktors Lenze, des kaufmännischen Leiters der Berliner Gaswerke, sie werde in die Kasie der betreffenden Gaswerke fließen als Ent- schädigung für die durch Einschränkung des Gasverbrauches ihnen entstehende Gewinnminderung. Auch hiergegen scheinen die Gaswerksleiter, denen das Amt der„Vertrauensmänner" beim Reichskommissar übertragen ist, sich nicht gewehrt zu haben. Natür- lich gilt, was über die Verwendung der Strafgelder bestimmt wird, auch für die sogenannte englische Gasgesellschaft, die ja vor- läufig immer noch eine private Erwerbsgesellschaft ist. Müssen die von ihr versorgten Gasabnehmer die hinter ihr stehenden Kapitalisten durch ihre Strafgelder bereichern? Die Gültigkeit der Gasverordnung konnte natürlich erst mit dem Tage der Veröffentlichung beginnen, wie ihr Wortlaut(stehe das Inserat im„Vorwärts" vom 12. August) ausdrücklich sagt. Danach dürfte sür die Kontrolle de? Monatsyerbrauchs im August-September nicht der Gasmesserstand zugrunde gelegt werden, der etwa schon vor Inkrafttreten der Verordnung aufgenommen war. Wünschenswert wäre eine besondere qmtliche Erklärung hierüber, die Beruhigung schaffen könnte. Eine der an uns gelangten Zuschriften regt an, daß wegen dieser vorzeitigen Standaufnahmen die unglückselige Verordnung wenigstens sür August-September noch ausgesetzt werde. Die Meldung einiger Blätter, daß eine allgemeine Aussetzung bis September beabsichtigt sei, ist— wie jetzt von anderer Seite gemeldet wird— vom Reichskommissar für unrichtig erklärt worden. Die Be« stimmungen der Gasverordnung seien bereits in kra!t. Die Bevölkerung verlangt mehr als nur eine Hinausschiebung. Sie fordert als Mindestes eine weitgehende Aenderung der sinn- los schematisierenden Verordnung, womöglich aber deren vollständige Beseitigung und einen gänzlichen Verzicht auf die Gas- verbrauchseinschränkung, die bei einer sehr wohl durch- sührbaren besseren Kohlenbelieserung durchaus unnötig wäre. Wen trifft die Schuld? Zur Ausführung der Gasverbrauchsbeschränkung Hot man für Grotz-Berlin in den sür dieses Gebiet erlassenen Sonder- b e st i m m u n g e n das schematisierende Durchschnittsprinzip ge- wählt. Die Gaswcrksdirektoren lehnten in einer von ihnen zu- sammenberusenen Pressekonferenz die Verantwortung für diese L-onderbestimmungen ab, so daß wir sie dem Reichskommissar auf- bürden mutzten. Jetzt soll der R e i ch S k o m m i s s a r in einer von ibm selbst verauslalleten Pressekonferenz erklärt haben, er habe sich mit Grotz-Bcrlins Gaswerksdirektoren, den ihm beigegebenen „Vertrauensleuten", ins Einvernehmen gesetzt und Vorschlage von ihnen entgegengenommen. Die Berliner Bestimmungen, gegen die so sehr Sturm gelaufen werde, seien also nicbt sein Werk, sondern das Ergebnis der Arbeit dieser G aswerksdirektören. Wer hat nun recht—?_ Wilmersdorf gegen die Einschränkung deS Gasverbrauchs. Der Magistrat Wilmersdorf hat an den Reichskommissar sür Elektrizität und Gas eine Eingabe gerichtet, in der es heißt:„Wenn wir auch in keiner Weise die Pflicht verkennen, daß möglichst auf eine Er- sparung des Gasverbrauchs hingewirkt werden mutz, so glauben wir dock, daß andere Bestimmungen getroffen werden müssen, welche die Aufrechterhaltung aller Haushaltungen unbedingt sichern und die sehr verschiedenen dabei in Betracht kommenden Verhältnisse berück- sichtigen. Zur Vermeidung weiterer Erregung bitten wir deshalb dringend, zunächst zu veranlassen, daß sofort die getroffenen Be- stimmungen aufgehoben werden und dann die Herren Vertrauens- männer anzuweisen, durch Verhandlung mit den Vertretern der be- teiligten Gemeinden die Grundsätze zu finden, wie unter möglichst gerechter Berücksichtigung aller Teile der Bürgerschaft und aller in .Frage kommenden Verhältnisse die gebotene GaScrsparnis durch- geführt werden kann." Die Rückkehr zum Torf. Im Hinblick auf die Schwierigkeiten der Kohlenversorgimg für den nächsten Winter gewinnt ein guter alter Heizsloff, der Torf, neue Bedeutung. Die Gemeinden, in deren Nähe größere Torf- brüche liegen, sollten diese zugunsten der Allgemeinheit ausnutzen. Hierzu haben sie auch die gesetzliche Möglichkeit durch die Bundes- raisverordnung über die Versorgungsregelung vom 25. September 1915, worauf auch die Volkswirtschaftliche Abteilung des Kriegs- ernährungsamts hinweist. Die Gemeinden können mit Zustimmung der Landeshauptbehörden oder der von ihnen bestimmten Behörden Vorschriften über den Betrieb, Absatz, Erwerb und die Preise erlaffen, unter Ausschluß des Handels und Gewerbes die Ver- sorgung nötigenfalls selbst übernehmen, auch die ausschließliche Versorgung bestimmten Handels- und Gewerbetreibenden übertragen und dabei über den Vertrieb, insbesondere den Weiterverkauf und die Preise Bestimmungen treffen. Es würde danach nichts im Wege stehen, wenn die Gemeinden in allen Gegenden, wo abstichfähige Torfmoore vorhanden sind, sqfern die Besitzer selbst nicht in an- gemessener Weise für das Stechen des Torfes und für die Abgabe zu angemessenen Preisen sorgen, ihrerseits den Betrieb übernehmen oder bestimmten Handelstreibenden übertragen. In diesem Falle empfiehlt es sich, Bestinimungen über die Preise auch im Weiter- verkauf und zur Regelung des Verbrauchs zu erlassen. Mehrere Ladungen Torf sind in letzter Zeit schon in Groß- Berlin eingetroffen und sind schlank verkauft worden. Der Grzeugerhöchstpreis für Frühkartoffeln ist von der Brandenburgischen Provinzial-Kartoffelstelle in Potsdam für die Zeit vom 16. August ab auf 8 M. für den Zentner fest- gesetzt worden. Für den Kreis Niederbarnim ist demgemäß der Zentnerpreis von 8 M. vom 16. August ab bis auf weiteres als Uebernahmepreis sür die freiwillig abgelieferten Frühkartoffeln be- stimmt worden._ Beschlagnahme des WildpretS? Infolge der immer größer werdenden Knappheit an Wildfleisch beabsichtigt das Kriegsernährungsamt das Wild bei den Jägern zu beschlagnahmen. Danüt die Zufuhr nach den großen Städten, die seil Kriegsausbruch auf ein Minimum gesunken ist, gebessert wird, ß&e und Mi&hCandsCleße gcHcfcn �bUefcnmgr ifaidfcfymiuSj&r an töc AnEaxif0ßcUax soll auch gegen die Ausfuhrverbote einzelner Landkreise eingeschritten werden. Nach Verträgen, die die staatliche Verteilungsstelle Groß- Berlin abgeschlossen hat, sollen in nächster Zeit 56 090 Wildenten nach Groß-Berlin geliefert werden. Die Brotzusatzkarten für die krankenversicherungSpflichtigen Ar- bester können durch die Betriebe auch für die nächste Woche bei der Brotkommission, in der der Betrieb seinen S'tz hat, am Sonnabend, den 18., und Montag, den 20. August, abgeholt werden. Der Bote, der die Abholung vornimmt, muß sich wiederum als empfangsberechtigt ausweisen. Neber den Bertried von vackware vor 6 lNjr früh und das bis- herige Verbot des Verkaufs hat das Oberkommando bestimmt, daß Ausnahmen von dieser Bestimmung von den Gemeinden angeordnet werden können._ Die Zusammenlegung der Handwerksbetriebe. In einer gemeinsamen Sitzung der drei Abteilungen der Handwerkskammer zu Berlin berichtete der Vorsitzende Rabardt im Anschluß an die auf der Tagesordnung stehende Roh- stoffversorgung des Handwerks über' die jetzt aufgetauchte Frage der Zusammenlegung von Betrieben. Bezüglich der Rohstoffversorgung des Handwerks schweben Vorarbeiten beim Deutschen Handwerks- und Gewerbelammertag. Ueber die Zusammenlegung der Betriebe und die weitere Durchführung des Hilfsdienstgesetzes wurden ver- trauliche Mitteilungen gemacht, in denen die Handwerksmeister auf die bevorstehenden Matznahmen vorbereitet wurden. Um vom Handwerk selbst Vorschläge für die Zusammenlegung zu erhalten, sollen in der nächsten Zeil für die Abteilungen der Handwerkskammer drei Versammlungen nach Berlin einberufen werden, zu denen die Vorstände der Innungen und gewerblichen Vereine geladen werden. Zur Wiedereröffnung geschlosseuer Gastwirtschaften. Vielfach ist die Anficht verbreitet, daß die Schank- und Gastwirte, deren Betrieb wegen Nnzuverlässigkeit der Besitzer geschloffen worden ist, nach etwa drei Monaten wieder zum Handel mit allen Gegenständen des täglichen Bedarfs, insbesondere der Abgabe von Speisen und Ge- tränken, zugelassen werden. Diese Ansicht ist eine irrige, wie sich aus einem von den amtlichen„Mitteilungen sür Preisprüfungs- stellen" erörterten Falle ergibt. Da hatte ein ausgeschlossener Schankwirt nach drei Monaten um Wiederzulassung zum Handel gebeten, war aber vom Kriegswucheramt abschlägig beschieden worden. Die hiergegen erhobene Beschwerde hat der Oberpräsident der Provinz Brandenburg zurückgewiesen. In der betr. Verfügung heißt es:„Ein Gastwirt, der bei den gegenwärtig knappen Vorräten dazu beiträgt, durch Beteiligung am Schleichhandel die allgemeine Volksernährung im Kriege zu gefährden, ist in so hohem Maße un- zuverlässig, daß es im allgemeinen Interesse unbedingt geboten ist, ihn für längere Zeit vom Gastwirtsgewerbe auszuichlietzen. Eine Rücknahme der Handelsuntersagung nach Ablauf von drei Monaten kann nur dann m Frage kommen, wenn besondere Gründe eine mildere Beurteilung angezeigt erscheinen lassen." Eine bequeme Art, einzubrechen. Bei einer Frau in der Putbuser Straße wurde, während sie verreist war, die Wohnung ausgeräumt. Der Verdacht lenlte sich auf ihre Flurnachbarin, eine 28jährige Arbeiterin Emilie March. Die Ermsttelmigen ergaben dann, daß sie sich auf eigenartige Weise Zu- tritt zu der Wohnung verschafft hatte. Einem Schlossermeister in de� Nachbarschaft spiegelte sie vor, daß sie ihren Schlüssel ver- loren habe, und sie bat ihn. ihr doch die Tür aufzuschließen. Der Meister war so vorsichtig, sich bei der Pförtnerfrau nach der Auf- traggeberin zu erkundigen, erhielt aber die Auskunft, sie wohne in dem Hause in dem von ihr angegebenen Stockwerk. Jetzt erklärte er sich bereit, zu öffnen. Die Äustraggeberin führte ihn aber nicht nach ihrer eigenen, sondern nach der Wohnung der Nachbarin und ließ sich diese aufschließen. Ohne eine Ueberraschung von der In- haberin befürchten zu müssen räumte sie nun nach und nach die Wohnung aus und verkaufte die Einrichtung. Mit Hilfe des Schlossermeisters gelang es, die March der Tat zu überführen. Eine neue Lesehalle, die mit der 29. Volksbücherei verbunden ist, wird Montag, den 20. August, abends 6 Uhr, im Schulhause Ulrechter Straße 30/31 eröffnet. Sie ist an den Wochentagen von 6—9 Uhr abends und SonntagvonnsttagS von 10—12 Uhr jeder- niaiiii zagänglich. Brunning ist uiicnige'ilich, j Ein Volkskonzert des Philharmonischen Orchesters findet heute in der Philharmonie. Bernburger Sir. 22/23, statt. Beginn des Konzerts 8 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 30 Pf. Kaffeneröffnung 7 Uhr._ Neukölln. Keine Boranmeldung beim Mehlbezug. Im Gegensatz zu dem zur Einführung gelangenden Berliner Verfahren der Vor- anmeldung beim Mehlbezug wird in Neukölln nach wie vor das Mehl bei jedem Mehlkleinhändler gegen Abtrennung der Mehl- abschnitte der Brotkarte ohne weiteres erhältlich sein. Der Magistrat bat lediglich zur Bedingung gemacht, daß gleichzeitig die Neuköllner Lebensmittelkarte vorgezeigt wird. — Lebensmittel. Die der Stadtgemeinde erneut zuge- wiesenen Mengen an Marmelade kommen in den städtischen Verlaufs st eilen sofort nach Eingang der Ware unter s e r i e n- weisem Ausruf der HaushaltungSkarten zum Verkauf, und zwar wird je Person ein Pfund Ware auf Ab- schnitt 16 der Lebensmittelkarte abgegeben. Die Abfertigung erfolgt an Inhaber der Haushaltungskarte für 7 und mehr Personen heute. für 6 Personen morgen, für 5 Personen mit den Anfangsbuchstaben .Ä.— L am Montag, mit den Anfangsbuchstaben M—Z am Dienstag und für 4 Personen mit den Anfangsbuchstaben am Dienstag. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß eine vorzeitige Abfertigung unter keinen Umständen stattfindet, jedoch werden diejenigen Einwohner, die ihre Ware innerhalb der festgesetzten Fristen nicht abholen konnten, nachträglich ab- gefertigt. Der Verkaufspreis beträgt für Sorte I 1,40 M. und für Sorte II 0,80 M. je Pfund. Diese beiden Sorten werden möglichst je zur Hälfte abgegeben werden. Die Käufer haben sich durch Vorlegung der Haushaltungs- karte auszuweisen. Die Abgabe an Inhaber der Haushaltungskarte der Serien 1—3 und Serie 4 mit den Anfangsbuchstaben H— Z wird noch bekannt gegeben. Schöneierg. Sonderbelicfernng mit Kehlen. Haushaltungs- vorstände von Wohnnngen mit Zentralheizung, die zum Waschen oder Kochen Kohlen benötigen, erhalten auf schriftlichen, ausführlich begründeten Antrag Sonderkarten zum Kohlenbezug. Antrags- formulare sind im Neuen Rathaus, Kohlenversorgung, Zimmer 136, abzuholen._ KrciS Teltow. Neue Höchstpreise. Die ermäßigten Höchstpreise für Rindfleisch, die in Berlin bereits seit dem 13. d. M. Geltung haben, treten nach neuerer Anordnung des Teltower KreisauZschuffes erst mit dem 1. September in Kraft.— Der Aufkaufspreis sür Frühkartoffeln, zu dem die Teltower KriegswirtschastSgesellschast durch die beauftragten Händler den Aufkauf vornehmen läßt, ist vom Donnerstag, den 16., ab bis auf weiteres auf 7,75 M. für den Zentner festgesetzt worden._ KrciS Niedcrbarnim. Nachanmeldung für Einmachczucker. Nach- dem vom LandeSzuckeramt dem Kreise Niederbarnim eine einmalige Sonderzulage an Zucker gewährt worden ist, ist die Niederbarnimer Kreisvcrwallung in der Lage, für diejenigen Einwohner, die infolge besonderer Umstände an der rechtzeitigen Anmeldung für den Bezug von Einmachezucker verhindert gewesen sind, eine Nachanmeldung zuzulaffen. Diese Nachanmeldung hat vom 19. bis 25. August ein- schließlich bei der Ortsbehörde oder der von ihr bezeichneten Stelle (Brotkommission) gegen Abgabe der Sonderabschnitte I— IV der Niederbarnimer Zuckerkarte zu erfolgen. Wer aus besonderen Gründen nicht mehr im Besitze der Sonderabschnitte I— IV ist, hat hierfür der Ortsbehörde einen glaubhaften Nachweis zu erbringen. Zum nachträglichen Zuckerbezuge ist nur berechtigt, wer weder innerhalb des Kreises Niederbarnim noch in einem anderen Kommunalvcrbande bisher Einmachezucker erhalten hat. Die Orts- behörden können zum Nachweis hierüber urkundliche Belege oder eidesstattliche Versicherungen verlangen. Oderschöneweidc. Lebensmittel. In dieser Woche werden ab- gegeben: Bis einschließlich den 15.: 2 Pfd. Kartoffeln auf die Ab- schnitte 68» und 68b, ferner noch 1 Pfd. aus die Abschnitte 68a. Desgleichen an Schwerarbeiter 2 Pfd. auf die vier Abschnitte 68. Ab Donnerstag, den 16.: 2 Pfd. Kartoffeln auf die vier Ab- schnitte 63ä und 68s der Kartoffelkarte. Brot darf auf Kartoffel« karte in dieser Woche nicht abgegeben werden. Auf Butterkundenliste wird abgegeben: Auf Abschnitt 13 '/� Pfd. Graupen, Abschnitt 14>/, Pfd. Grieß. Abschnitt 15'/« Pfd. Teigwaren und auf Abschnitt 16 1li Pfd. Marmelade. Ohne Kundenliste:'/« Pkd. Bonbon auf Abschnitt 17 und 25 Gramm Speiseöl auf Abschnitt 13 der Lebensmittelkarte. Friedenau. KriegZauSgaben der Gemeinde. Die Gemeinde- Vertretung hat seit Kriegsausbruch bis jetzt insgesamt für Kriegs- Wohlfahrt usw. 1 500 000 M. bereitgestellt. Bis Ende Juni 1917 sind aber ausgegeben worden: für die Kriegswohlfahrt 1 181 405 M.. sür Gehälter und Löhne mit Unterstützungen und Teuerungszulagen 781 419 M., für Kriegsunterstützungen 3 742 934 M., für die Lebens- mittelversorgung 10 334 071 M. und für Verschiedenes 568 182 M. Die Gesamtausgabe beträgt 16 608 011 M.. der eine Gesamt- einnähme von 14 896 959 M. gegenübersteht, sodatz ein Zuschuß von 1 710 000 M. von der Gemeinde zu tragen ist. Zur Deckung dieses Zuschusses und der weiterhin erforderlichen Mittel sollen zunächst 750 000 M. bewilligt werden. Gerichtszeitung. Die Buttcrkartcnabschnitte. Betrug gegen die Fett st eile Grotz-Berlin und Vergehen gegen die Verordnung über die Abgabe und Entnahme von Speisefett führte gestern den Kaufmann Ferdinand Linden- thal vor das Schöffengericht Berlin-Milte. Der Angeklagte hat bei der Veräutzerultg von Butler und Margarine nicht die jeweils gültigen Abschnitte abgetrennt und die von ihm als Kleinhändler abzuliefernden Wochenabschnitte nicht in Päckchen von höchsten? 100 Stück abgeliefert. Er hat ferner eine Zeit hindurch stets an« gegeben, daß in den Paketen 400 Butterabschnitte enthalten seien, während tatsächlich die Zahl sich zwischen 284 und 326 bewegte und darunter sich noch wiederholt bis zu 90 Stück ungültige befanden, die aus anderen Wochen herrührten. Der Angeklagte soll auf diese Weise eine höhere Zuteilung von Butter und Margarine erlangt haben, als ihm rechtmäßig zustand. Er gab die Tatsachen an sich zu, be- stritt aber ein absichtlich wider die Gesetze verstoßendes Handeln, da die Erledigung dieser Formalitäten beim Buttergeschäft leiner schon seit Jahren in seinem Geschäft tätigen Schwester oblag. Das Schöffengericht nahm nicht, wie der Verteidiger wollte, nur Fahr- lässigkeil an. sondern daS Schöffengericht hielt— gestützt auf ein Gutachten der Fetlstelle— sowohl Betrug, als auch ein vor- sätzliches Vergehen gegen die Verordnung für vorliegend und ver- urteilte den Angeklagten�zu 15 00 Mari Geldstrafe, hilfsweise 150 Tagen Gefängnis._ Komm' den Frauen zart entgegen. Die Nichtbefolgung dieser weisen Mahnung hat dem Kaufmann Richard Marian eine Anklage wegen Beleidigung einer Postaushelserin zugezogen, die gestern vor dem Schöffen- gericht Berlin-Mitte verhandelt wurde. Der Angeklagte halte in einem Schreiben an das Postamt sich darüber beschwert, als sein Dienstmädchen für ihn einen Postauftrag zu erledigen hatte, das Fräulein hinter dem Schalter zunächst geplaudert und dann das Schallerseiister geschlossen und sich mit Zählen von Geld be- schäftigt hake, so daß das Dienstmädlhen 40 Minuten auf Abfertigung habe warten müssen. Dem Publikum! könne nicht zugemutet werden, sich den Schikanen einer msisiaunigen Person zu unterwerfen. Ein solches„empörendes Verhalten" iei ein Produkt schlechter Erziehung oder schlechten Umgänge, und passe noch nicht einmal für die Markthalle, geschweige denn für eine Post-- Angebellte. Die Sache ist untersucht und die Beschw tde als nicht gerechtfertigt erklärt worden. Der Angeklagte erklärte, er habe niemand persönlich beleidigen, sondern nur gegen ein System an- kämpfen wollen, unter deni das Publikum leide. Der Amts- nnchalt hielt den Angeklaalen aus keinen ftall für berechtigt, seine Beschwerde in der von ihn, beliebten Form vorzubringen und' beantragte 40 M. Geldstrafe. Der Gerichtshof erkannte auf 1 S M Geldstrafe. Ein Jahr Gefänznis und 5000 M. Geldstrafe wegen Wuchers. Eine empfindliche, aber gerechte strafe ist dem Viehhändler Fritz Unglaube in Brandenburg a. d. Havel von der Magde- burger Strafkammer auferlegi lvorden. Unglaube wurde überführt. sich gegen die Verordnungen über den Handel und die Schlachtung von Schweinen wiederholt vergangen, fortgesetzr den Höchstpreis überschritten und sich auch des Kr'egswuchers schuldig gemacht zu haben. Die Magdeburger Fecienstrafkammer verurteilte den Händler zu einem Jahr Gefängnis und 5000 M. Geldstrafe. Iugenüveranstaltungen. Groü-Berlin. Die Leser der„Arbeiter-Jugend" von Kroß-Berlin unternehmen am Sonntag, den l9. August, einen Waldausilug nach Sand- bam'en bei Heiligenlee. Treffpunkt am Bahnhof Stolpe(Station an der Stettiner Vorortbahn nach Oranienburg) morgens um 8'/, Uhr. Zug- abfahrt Stettiner Bahnhof 7" und 8" Uhr. Um rege Beteillgmlg wird gebeten.'.' Schöneberg. Arbeiterjugend. Sonntag Fahrt nach Stolpe- Zandbausen. Treffpunkt 6 Ufr, Kaiser. Wilhelm- Platz. Fahrgeld 1 M. Mittwoch Spielen auf dem Platz Rüben straffe. Ansang 8 Uhr. Gäste bei allen Acranftallungen ivillkommen. Ein Spielfest mit sportlichen Wettkämpsen und Wettspielen sür Männcr-Fugendturner und Turner innen veranstaltet der 5. Bezirk(Kreis I) des Arbeiler-Turncrbundes Sonnlag, den 19. August, auf dem Neuköllner städtischen Sportplatz an der Grenz-Allee. Abmarsch der Vereine mit Musik nachmittags 1 Uhr von der Turnhalle Neukölln, Donaustr. 120/127. An, fang der Wetlkämpfe 2 Uhr. vn'efkcsten der Redaktion. Tie iuriftifche Sprcoftunde findet für Abonnenten giitbenftr. 3, 1. Hol links, parterre, am Moutag bis Freitag von t bis 7 Uhr, am Sonnabend von b bis s Uhr statt. Jeder sür den Brieflalten bestimmten Anfrage ist ein Luchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Ant- wort wirb nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abomrementsouittung bei- gefügt ist, werden nicht beantworter. Eilige Fragen trage man in der Sprech- stunde vor. lverträge, etjtififtütfe uno vergleichen bringe man in die Sprech- ftinidc mit. E. 33. 68. Der Easstier kann zur Zahlung eines höheren Lohnsatzes doch nur bei Eingebung des Dienstvertrages aezirumgcn werden.— BS. G. 757.«ie hasten als Erbe sür die Miete bis zum 1. Oktober.— E. G. 460. Die Unterstützung sür den Sohn wird abgelehnt werden, da Sie die Hinterbliebenenrente sür Ihren Ehemann erhalten.— F. 8. 15. 1. Gegen die Entziehung der Unterstützung in diesem Falle läfft sich leider nichts imternehmen. 2. Die Klage muff innerhalb 6 Monaten nach Ver- kündung des Urteils gegen den Ehemann durch einen Rechtsanwalt beim Landgericht des Bezirks, in dem der Ehemann zuletzt wobnte, eingereicht werden. Eine Diederverheirawng der Ehefrau kann erst 10 Monate nach Rechtskrait des Ebeicheidungsurteiis erfolgen. 3. Durch Antrag beim zuständigen, Amtsgericht.— G. G. 26. Es besteht kein «chtkicher Anspruch auf Urlaub.— 33. S. 78. 1. und 2. Nein. — Bek-istigungc ratio n. Die jetzt geltenden Bestimmungen,.find uns nicht belannt.— Soberha 64. Richten sie eine Eingabe an das Polizei- Präsidium.— K. Ä. 366. Nach dem Versicherungsgesetz ist die Ver- längerunz des Vertrages in dem Fall nur aar ein Jahr italtbast.— R. R. 4. 1. Ihr jetz-ger miiimafflicher Verdienst ist zu versteueen. 2. Die Miete können Sie nicht cinbebalten. Wenn Sie die Vereinbarung nicht ichrijllich gerrosien baben, werden Sie daraui keinen'Rechtsanspruch stützen tönnen.— stiefr. K. 8. F. iil. Nur Unteroffiziere und Ser. geantan rücken nach ö'/.jähriger Dienitzeit in die höhere Sol- datcnklasse auf.— H. D. 3. Die Auskunft des Arbeitgebers ist richtig. — E.(§. Markirch. Landfturmp süchtig; nach Verletzungen oder Krank- heiten zurückgebliebene andauernde Schwäche eines' grofferen Gliedes. — H. S. 255. sie find zur Traguug der Kosten auch nach der Scher- dung verpflichtet.— M. B. 46. Unterstützung wird in dem Fall nicht gezahlt.— Kopenhagen. 1. Als Kriegsverletzter bis zu 7Z Proz. der 540 M. jährlich betragender Vollrente, dazu 27 M. monatlich Berstümme- lungszulage und 15 M. monatlich Kriegszulage.— 8. M. 46. Dazu tonnen wir Ihnen hilfreiche Kand nichr bieten, das müssen Sie schon selbst besorgen.— F. M. 4. l. Der Unternehmer müffic für die Besorgung der Karten außerhalb der Arbeitszeit eine Eunchädigung gewähren. 2. Dazu kann er wohl nicht oerpflichtet wcroen.— C 33. 108. Die Rente wird Ihnen mindestens von der 27. Woche an nachgezahlt, eventuell auch an die Erben. Mahnen Sie bei der Landes- Versicherungsanstalt um Erteilung eins Bescheides.— M. 7. Ja. 3Letteraussich>en für das mittlere Norddeutschland dtS Sonnabend mittag. Mäßig warm, zunächst noch vorherrschend mollig mit weiteren, in den meisten Gegenden geringen, nur im westlichen Küsten- gebiete etwas stärkeren Rezenjällen; strichweise Gewitter: später nordwärts fortschreitende Aufheiterung. Deutscher MetiMsrbelter- verdsnck. Vorwalttuigeetelta Berlin. Xachrnf. Den Mitgliedern zur Nach- richt, daß unser Kollege. der Mechaniker 180/t3 Walter Wehde Gabelsbergerstraffe 1 am 12. August gestorben ist. Den Mitgliedern serner zur Nachricht. daß unser Kollege, der Metallarbeiter Karl Ldineider Oppelner Straße 49 am 12. August gestorben ist. Ehre ihrem Andenken k Die Ortsverwattung. Typographia, Am Montag, 13. August, verstarb unser langjähriges Mitglied «ildelm Webling. Der Verein wird feinem treuenKameraden ein ehren- des Andenken bewahren. Der Borstand. Die Beerdigung findet heute, nachmittags 4 Uhr, VON' der Leichenhalle der Friedhossgemeinden'St. Si- mion und Lukas, Blitz. Tempelhojer Weg 3, aus statt. Um rege Beteiligung der Sänger wird gebeten. Allen Freunden und Be- kannten hiermit die traurige Nachricht, daß unser alles Glück und Stolz, unser einzig geliebter Sohn und Nesse, der Landsturmmann Otto Keim im Alter von 23 Jahren im Lazarett zu Tegel am 14. 8. 17, nachmittags 4 Uhr, ver- starben ist. Dies zeigen ticfbetrübt an die trauernden Ellern Wilhelm Kelm u. Berta geb. Mattes, Chausseeftraffe 91. Die Beerdigung findet am 1s. August, nachmittags 3 Uhr, aus dem Garnison- sriedhos, Hasenheide, statt. In unsrer Mitte wird sehten dein edles Herz, treu und rein, in unseren Herzen .sollst du leben und unoer- gessen sein. Wer viel ver- loren, leidet unermessen, sür Iiescs Leid gibt's, lein Ver- 201b gessen. Am 8. August verstarb msolge eines Unfalls mein unvergeßlicher, wnig ge- liebter Mann, unser lieber Bruder und Onkel, der Bretterträger 2Y0b Karl Setzborn. Dies zeigt im tiefsten Schmerz an Frau Marie Sctlkorn geb. Vogel. Die Beedigung findet Freitag, nachmittags b'/jUhr, von der Leichenhglle des alten Jatobi-KirchhoseS, am Rolllrug, aus statt. Deutscher IrznzportardelterverbsnS. Bezirksverwalt. Groff-Berlin Den Mitgliedern zurNach richt, daß unser Kollege, der Bretterträger Karl Selzborn am 8. August im Mter von 70 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet heute Freitag, den 17. Zluguft, nach- mittags 5'l, Uhr, von der Leichenhalle des allen Jakobi- Kirchhofes in Neukölln, Ber- liner Str. 2/S, aus statt. Nachruf. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Bierfahrer »ermann Weigel von der Firma Gebrüder Wanninger, Neue König- straße, am 11. August im Alter von 53 Jahren ver- storben ist. 7/15 Ehre ihrem Andenken! l»e Bezirksverwaltung Allen Freunden und Be- kannten die traurige Nach- richt, daß unser lieber söhn Bruno Pfeifer am 7, d. M. im Alter von 20 Jahren gefallen ist. Familie ff.!iz Pfeifer, Neukölln, Allersiraffe 32. LMM MlMSM-MM. Berwalrungsftelle Berlin, 54, Linienstraste 83—85. Gefchäilszeit von 9—1 Uhr und von 4—7 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Lia vlrfsebattlieber unseres Handels u. der Industrie wfrd die Folge dieses Krieges sein. Eine tiefgreifende A enderung unseres gesamten öffentlich. Lebens steht bevor und unzählige Stellen werden neu zu schallen sein. Es werden daher überall geprüfte und geschulte Kräfte gesucht sein. Beamte. Lehrer, Angestellte d. Handels u. d. Industrie sollten nicht versäumen, jetzt ihre Vorbereitungen zu treffen. Das beste Mittel, rasch u. gründlich, ohne Lehrer, durch einfach. Selbstunterricht auf ein Examen vorzubereiten, die Einj.-Freiw.-Prüfuhg u, das. Abitur.-Examen nachzuholen od. die fehlenden kaumänn. Kenntnisse zu ergänzen sowie eine vortr. Allgemeinbildung sich anzueignen, bietet die Selbstunterrichts- Methode„Bustin si AustOhrl.60 S. starke BrosehDre kostenlos durch Bonncss& Hachfeld, Potsdam, Postfach 224. Dinger' üßeratt Mes Nette 91 3 Bände 5 IN. Buch- wy Handlung BonuScf* Ziehung: 23. a. 24. August ii-Hiffl Gesamtw. d.Gewmne: Mark 100 000 Hauptgewinne: 50 000 10 000 4 ( ( ( < ( ( « Cwwwi Ziehung: 29. August. G Olympia eld-Lotterie Gesamtbetr. d. Gew.: Mark 90 000 Hauptgewinne: 50 000 10 000 Lose zu 3,30 M. Postgb. n. List.35Pf. außerd.| 1 0 Lose i.f. Bankn otent. SSM. Postgebühr u.Liste einsohl Lose z. amtl. Preise v. 3m. Postgb. u.List. 35Pf. außerd, 1 0 Lose i.f.Banknotent, 30M. Postgebühr u.Liste einschl. Eine Banknotentasche) 4 Bote u. 2 Olympia-Lose 19 M, enthaltend... J 7 Eote+ u. 3 Olympia-Lose 31 M, einschließlich Postgebühr und 2 Listen. NO 43, Neue KSnlgstr. 86. SO 16, NeanderstraBe 38. Ii Krömers Danksagung, i Für die herzliche Teilnahme und Kranzspenden bei der Be- «rdigung meines lieben Mannes, guten Baters und Schwieger- oaters Wilbelm Genscb sagen wir allen lieben Ver- wandten und Bekannten sowie den Kollegen und dem Deutschen Metallarbeiter-Verband unseren herzlichsten Dank. j-108 Ww. Auguste Qensch, Familie Richard Schmidt Er fr isclmngs- Oe tränke Himbeer-Exlrakt Zitronen-, Waldmeister-Extrakt Eiter 2,00 M. Mit Wasser verdünnt ergeben die Exiralle eine herrliche süße Limonade. Kein Zucker erforderlich. Auch zur Bereitung von Speisen bestens geeignet. 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Sorge jeder sür einen zahlreichen Besuch der Versammlung. Die Branchenkommission. Sonntag, den 46. August 4647, vormittags 16 Uhr: Versammlung aller in Zink-, Zinn- u. Bleigießereien beschäftigten Kollegen u. Kolleginnen im Lokal von Müller, Alcxandrinenstr. 32. Tagesordnung: 1. Verbands- und Branchenangelegcnheiten. 2. Abrechnung unserer Feldgrauen-Sammlung. 3. Verschiedenes. DV Zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird erwartet. Sonntag, den 46. August 4647, vormittags 6-/, Uhr: Gruppcn-Vcrsanitiiliing d. Werkzeugschleiser u. Schleiserinnen in den»Humbold i-Salen-, Hussitenstr. 40. Tagesordnung: 1. Bericht der Gruppenleiter. 2. Wcrtstattangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen ist notwendig. Sunntag, den 16. August 1647. vormittags 46 Uhr: Bezirks»Versammlung für Friedrichshagen u. Köpenick im Lokal von Jähniche«(Lindengarten), Friedrichshagen, Frredrichstraße. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur ordentlichen Geucraloersammlung am 3. September. 2. Fortsetzung der Berichterstattung vom Ver- bandsmg in Köln. DM- Zahlreiches nnd pünktliches Erschemen wird erwartet. Montag, den 26. August 4617: BezirkS'UerfammlUDgeD für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin in folgenden Lokalen: Ziorilen: Pharussäle, Mülle rstr. 142, abends 8'/, llhr. Morcken: Büllners Festsäle, Schwedter Str. 23, abds. 8>/. Uhr. Morden; Frankes Festsäle, Badstr. 19, abends 8 Uhr. Honklt: Sands Festsäle. Bcusselstr. 9, abends 8>/, Ubr. Cknrlottendnrg: VollShaus. Rosincnstc. 4, abds. 8'/, Ubr. tVeaten, Sclsöncbcrg und Steglitz: Kaiser-Wilhelm- Garten, Friedenau, Rheinslr. 65, abends 8si, Uhr. Voten und Mordooten: Comemussäle, Memeler Skr. 67, abends 8'/, Uhr. Idektenders und Stralan-RnmmclobarK: Blume, Alt-Boxhagen 56, abends 81/, Uhr. Welfiensee: Restaurant Masche, Berliner Allee 251, abends 8 Uhr. Süden bezirke: GcwerkschaftShaus, Engelufer 15, Saal 1, abends 81/, Uhr. Henkölln: Jdeal-Feftsäle, Weichs elstr. 8, abends 71/, Uhr. Tegel-Reinickendorf- West: Restaurant Otto Miethe, Eichborn str. 49, abends 6 Uhr. OberscbUnewelde, Miederschöneweide, Johannisthal n. rmgeRond: Restaurant Warnccke, Oberschöneweide, Wilhelmmenhosstr. 18, abends 8'/, llhr. Spandan: Dertz' Restaur., Spandau, Kurstr. 21, abds. 8 Uhr. Tagesordnung in allen Versammlungen: Stellungnahme zur Generalversammlung der Verwaltungsstelle Berlin am 3. September d. I. Xorden: Fraukes Festsäle, Welfiensee u. KenköIIn: 2. Punkt der Tagesordnung: Forisestung der Berichterstattung vom Berbaudstag i» Köln. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird erwartet. JßO/U________ Ple/, Uhr; Charleys Tante. Theater am Nollendorfplatz 7'/. utr: Die Gülasehkanone. Theater des Westens Tv.uhr: stolze Thea. Anf. 7V,U. Reichshallen-Garten u. Saal Großes Blüthgen-Konzerl. URANIA 8 Uhr: Das Oberengadln nnd der Splügen. Tägh TU Sonnt 3'/, u. 7'/. Nur noch bis 31. August! it. Stelril, A. Mfiller-Lfncke in; „Der Herr ohne Wohnung44. ? Afra? Perzinn— Kantl. 2 Ellerks, Fangspiele 8 Germanlas, Tanz-Truppe Willi Agoston, Musikal. Akt Margot u. lenni, Kautsch.- Akt Onre U.Partner, Radfahrszene 2 Blessings, Equilibristen Dazu: Moderne Pantomime in 12 Bildern von Carl Vollmoeller Musik v. Friedrieh Bermann Hauptdarsteller: Blanche Dergan v. Älbert-Theater Dresden, Lena Amsel, Fritz Achterberg, Georg Blanvalet, Victor Jansou, W. Agoston, Erik Charel), Mart.Martens. Dekorat. n. Kostüme nach Entwürfen von Ernst Stern. Casino-Theater Lothringer Strohe 87. Täglich'/.« Uhr: Wirklicher Humor! Gr. Erfolg! Die neue Eröffnungspoffe Heiraten mußte Vorher ein für Berlin vollständig neuer Spozialttäten-Teil. Vorverkauf tägl. von ll— 2 Uhr. WaltmUa-Tkestef. --1' Zigeuner* Uhr: Gartenbühnc Borstellung. Pose-Theater. ?'/. Uhr: Die Stunde des Bertrauens. Gartenb.: Seemannsliebchen. Bödiuss Prater-Ttieater. Kastanienallee 7—9. Zum 81, Male: AHa— famos! Gr. LIusstattungs-Operettenhosfe in 3 Akten mit Gesang u. Tanz. Vorher d. gr. Varietbprogramm, Anfang i'l, Uhr. Mozarttaal Nollendorfplatz 5 Das grosse Eröffnungs- Programm! Beginn: _ Uhr. Frank Hansens Glück Drama in 3 Akten mit VlflflO BbSTSCW In der Hauptrolle. Admirals-Palast. Abrakadabra gr. phantastisches Ballett anf dem Else. Angenehm, kühl. Aufenthalt. U. Vorzügl. Voixt-Theater. 8a d Ztr. 58. Täglich: Badstr. 58. Gr. Extra-Vorstellung. Was junge Mädclien träumen! Vorher: Erstklassiges SPczialttnten-Programm. Ans, wochent. i'U, Sonnt. 4 Uhr. Bahnhof Friedriohstraße. Anfang 8 Uhr. Rauchengest. Kühl. Aufenth. neue u. a. Gebr. Blassen neuer akrob. equilibr. Akt pgT" 3 Meinickes"9� halsbrecher. Leiter- Akt. S&- Luis u. Sohn. Max u. die unerreichten Moritz radfahrend. Affen Hnlnli Parforce- Ildldll Schnitzeljagd Forel, Pros. 21., Die sexuelle Frage. Volksausgabe 2,80 M. Buchhandlung Vorwärts, Lin- denstrahe 3. Verkäufe Teppich-Thomas, Oranien- strafe 44, spottbillig, farbfehler- hafte Teppiche, Gardinen. sLllSK« Pelzgarnituren! Riesenaus- wähl! 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I* Zeitungsfrau verlangt„Vorwärts"- Spedition Neukölln, Siegsriedstraße 28/29._* Botenfrau, Tour Tegel und Reinickendors-West, stellt ein Kienast, Borsigwalde, Räusch- straße 10,„Vorwärts"-Spedi- tion.* Zeitungsfrau sofort Spedi- tion Jmmanualkirchstraße 12.* Zeitungsausträgerin verlangt Bernsee, Steglitz, Mommsen- str. 59.« Zeitungsausirägerinnen kön- neu sich melden.„Vorwärts"- Ausgabestelle,Lausitzerplatzl4/15. Frau zum Zeitungsaustrageu verlangt Klein, Grünau, Frie- drichstraße 10.* Zeitungsbotin verlangt„Vor- Wärts"-Ausgabestelle"Berlin- Niederschöneweide, Brücken- straße 10 n l., Unruh.* Frauen zum Zeitungsaus- tragen sucht„Vorwärts"-Aus- gabestelle Alt-Boxhagen SO, Laden.* Botensrauen verlangt„Bor- Wärts"-Spedition, Watistr. ö, Laden. Von II— 154 und 4': bis 7 Uhr. ZeitungSauSträgerin sofort einzustellen. Borwärisspedilion Moabit, Milhelmshavenerstraße 43, von 11—154 und 454—7 Dw____• Botenfrau verlangt Heßberg. Kaulsdorf. Ferdinandstr. 17.* Botenfrau stellt ein Werk- mann, Friedrichshagen, Cöpe< Nickerstraße 18.* Tüclitige Kohlerklempner ip. für Reparaturen sucht s198b Wkitteldcutsche Kuhlcrfabrik T;eves u. Braun G. m. b. H., Bertin SW. Charloiienstr. 95. Heljungsmontkure, tüchtige," sofort gesucht. 74/4 Kussatz u. Riefcnstahl, Berlin\V 35, Kursürstenstr. 143. Tiegeldrucker selbständiger, flotter Einrichter, per sofort oder später oerlangt L. JS. llarschall, Alte Jakobstr. 11/12. Bureanbursche Laufmädchen verlangt S303L Zlhcklschcs Elcktrlzltlltswcrk, DorotHeenstraße 11 II. stellen ein 53142* ittknmrkelempellieljLlkp!? Bcrlin-Tempelhof, Germaniastratze Nr. 145/140. möglichst kräftig, für bald gesucht.— Vor- j I slellung'U9—12 ober| 'Ui-6 Uhr. 53612| Papierfabrik Sacrao, Wilhelmstratze 9. MMn aus Polstermatratzen sucht v. Beikel, 74/3* Ehausfeestraße 17. für Dreherelbetrieb sofort verlangt. 73/14* m. Wh& So., MmftitgeleilfMt Berlin-Tempelhof, Jndustriestrahe 1—5. Feuermehrmann verlangt 3002* Anergesellschaft, Sern« o 17, Zu melden im Einstellungsbureau. Ehrenbergstraße. flutoöenfchweißcr für schwere Bleche werden verlangt. >VoIk Detter& Jacobi, Adlershof bei Berlin. 53582* Vernerwerk Marienfelde gesucht. 193b Zu melden beim Polier Behrend. werden sofort eingestellt.* 531 IL* & Co., G. m. b. H., Automobil- nnd Flngmotorenfabrik, Kcrlln-Ohai-lsttcnbui-g, Fritschestraste 27/Z8. Tischler Schloffer Elektriker per sofort gesucht. Ballonhüllen- Gesellschaft, Tempelhof, 73/20* Urtedrlch-Wilhelm-Straste B»— 51. stellt sofort ein 53102* Loeb& Co. G. m. b. H., Automobil« und Flngmotorenfabrik, Derlln-Hohenschttnhuasen, Goectestrafte Maschinisten und Heizer zum sofortigen Antritt gesucht. Knattussonk Weißensee, 53642_ Weißensee, Gr. Seestraße 13/14. Spitzendreher, geübte, möglichst militärfrei, auch kriegsbeschädigt, sucht 184b* Stock �lotorpklux, Str. 18/19. WA. WerlMWA iw NWlel 8002, werden eingestellt. Meldungen Einstellungsbureau Ehrenbergstraße. �nccgcscllschaft, Dcclin D. 17. Kontoristin I sucht 5S69L* Vorwärts-Buchdruckerei! Berlin SW, Lindenstraße 3, 4. Hof 3 Treppen. Wir suchen größere Anzahl Silillisier ilt MAlnen-tepataiur. ferner 53542* MrlzeugWkk. ie((roinon(ente und ItunspoitotUflter. Argus Motoren-Gesellscliait, Berlin-Reinickendorf. Packer, mannl.od.weibl., geübte, verlangt Handelsgeselljchaft Deutsch. Apotheker, Dortmunderstr. 12. Tüchtige Arbeiterinnen werden eingestellt. 3002' Meldungen Einstellungsbureau Ehrenbergstraße. �uerxesellscdsft, Berlin o 17. Ärbeiterinnen kräftige, z. Kohlenpress., Löterinnen für Zinkhülsen, 73/1* Löterinnen für Batterien, sucht 'SS' Zeiler Rungestraße 20. Gelerntes und ungelerntes weibliches Personal für dauernde Arbeit sucht in allen Abteilungen Zigarettenfabrik Qarbäty, BerllnaPankow, Berliner Str. 123-125. Melbmtgen im BetriebS-Bureau, Ewgang Hadlichstraße, wochentags von 8— 5 llhr. Sonntags von 10—12 Uhr. 1292' Verbindungen: Straßenbahn Nr. 45, 47, 49, 51, 57, SiemmZ-Bahn, 2inie Treptow— Buchholz, Auto-OmnibuS Nr. 4. Borort-Berkehr: Stettiner Bahnhof— Bernau, Stettiner Bahnhof— Oranienburg.