Nr. 131. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs: Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn and Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend. den 9. Juni 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Schamlose Agitation weisen wir auf die Thatsache, daß der Artikel, in dem die Front und daß des vaterlandslosen Gefinders im schamlose Lüge über unsere Partei und ihre Führer enthalten " Hinterhalte! Natürlich sind uns die Namen dieser Schurken nicht enthüllt worden. Der französische Gerichtshof hat die Namen derjenigen, welche auf den Quittungen prangen, forg fältig geheim gehalten vermuthlich, damit Frankreich sich dieser Schurken in künftigen Fällen abermals bedienen könne. Sollten diese Vaterlandsverräther, für die Tausende von Franken aus dem französischen Staatsschaze gezahlt worden find, völlig unbekannte Leute innerhalb der fozialdemokratischen Partei Deutschlands sein? Kaum glaublich!" bei der Nachwahl in Plauen getrieben zu haben, wirst der ist, mit keinem Worte des Blum'schen Buches Erwähnung mp.( Paul Mehnert?) Korrespondent der Kreuz- Zeitung" thut. Der Korrespondent bedient sich also gleich in unserer Partei vor. Herr Mehnert, der konservative den ersten Zeilen seiner Korrespondenz einer faustMäßchenmacher aus dem sächsischen Landtag, steht in puncto bicken Lüge, und dieser Herr will dann uns Sozialistenfresserei auf dem gleichen Niveau wie der ver- schamlose Agitation"," Aufstachelung" und sozialdemo storbene Sparig, Hans Blum und das Leipziger fratische Art, unbequeme Dinge aus der Welt zu schaffen" Tageblatt". Das dümmste und gemeinste Zeug, was vorwerfen. über unsere Partei ausgeheckt wurde, ist diesen Ordnungs- Das Sprichwort sagt, der Ehrabschneider sei schlimmer flüßen das willkommenste Rüstzeug. So gleichgiltig es wie der Dieb. Was ist aber der Artikel des Plauener imms nun sein kann, was Leute von vorhin gekennzeichnetem Blattes anderes gewesen, als eine schamlose Ehrabschneiderei, Man beachte besonders die Schlußzeilen dieser Schlage über unsere Partei sagen und schreiben, so können die nur überboten wurde durch die erbärmliche Feigheit Notiz, man beachte weiter, daß der ganze Artikel, dem sie wir doch nicht schweigen, wenn ihre Kläffereien selbst in mit der sie in Szene gefeßzt wurde. Die Bezichtigung entnommen ist, sich ausschließlich mit der Vaterlands- und ernsten Blättern, wie die Kreuz- Zeitung" eins ist, Auf- eines Verbrechens, das unser Strafgesetzbuch mit Zucht Religionslosigkeit der Sozialdemokratie beschäftigt und der nahme finden. haus und eventuell mit dem Tode bedroht, einen Tag Zweck, der mit dieser Tartüfferie beabsichtigt war, liegt auf vor der Wahl gegen unsere Partei und ihre Führer der Hand. geschleudert, das ist eine Rampfesweise, für die die Bezeich Unsere Genossen Auer und Liebknecht, die im Wahlnung Bubenstück" noch ein milder Ausdruck war. Freilich, freise anwesend waren, antworteten in einem Flugblatt mit der Korrespondent der Kreuz- Zeitung" bezeichnet es als der Ueberschrift„ Ein Bubenstück" mit folgender Erklärung: schamlose Agitation", daß unsere Genossen das feige Der Verfasser dieses Zügenmachwertes denn von A bis 3. ist alles erlogen Bubenwert mit Keulenschlägen abwiesen. hat sich wohl gehütet, einen Sozialdemokraten namhaft zu machen, der sich jener angeblichen Landesverrätherei schuldig gemacht haben soll. Wir erklären den Urheber dieses Bubenstücke 3 für einen feigen, elenden Ehrabschneider, und indem wir dies unter Nennung unseres Namens thun, bieten wir ihm Gelegenheit, uns vor die Schranken des Gerichts zu ziehen. Unsere Leser wissen, daß beim Plauener Stichwahl tampfe, einen Tag vor der Entscheidung, der bis dahin wenn auch sehr energisch, so doch durchaus sachlich geführte Wahlkampf dadurch einen äußerst scharfen persönlichen Charakter annahm, daß in dem führenden Organ der ,, Ordnungsparteien", dem Vogtländ. Anzeiger", unserer Partei und ihren Führern in nicht mißzuverstehender, wenn auch indirekter Weise der Vorwurf gemacht wurde, zu landes oerrätherischen Zwecken seinerzeit mit dem General Boulanger und der französischen Regierung in Verbindung getreten zu sein und Gelder genommen zu haben. Diese ganz dem feigen und heimtückischen Charakter der sächsischen Kartellsippe entsprechende Kampfesweise tennzeichneten unsere in Plauen anwesenden Genossen Auer, Gerisch und Liebknecht sofort in gebührender Weise, indem sie in Versammlungen die Redaktion des Plauener Blattes der schamlosen Verleumdung ziehen, für welche mit der Hundepeitsche die Antwort gegeben werden müßte. Bu gleich veröffentlichten Auer und Liebknecht die untenstehende Erklärung, an welche sich dann die Kundgebung des Hans Blum und die Antwort unseres Wahlkomitees anschlossen. Wir veröffentlichen nachstehend sämmtliche Aktenstücke, um den Lesern ein flares Urtheil zu ermöglichen. Vorher aber haben wir uns noch mit dem resp. Korrespondenten der Kreuz- Zeitung" auseinanderzusehen. = Dieser saubere Herr schreibt:" Der Vogtl. Anzeiger", das von der Sozialdemokratie jener Gegend viel gehaßte Drgan der Ordnungsparteien, hatte bezug genommen auf Blum's Werk Die Lügen der Sozialdemokratie" u. f. w." Dieser Angabe des resp. Korrespondenten gegenüber ver" Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. Zweiter Theil. Erstes Kapitel. Der Lenz ist angekommen! Habt ihr es nicht vernommen? Es sagen's euch die Vögelein, Es fagen's euch die Blümelein: Der Lenz ist angekommen! Ihr seht es an den Feldern, Ihr seht es an den Wäldern: Der Kuckuck rust, der Finke schlägt, Es jubelt, was sich froh bewegt: Der Lenz ist angekommen! Hier Blümlein auf der Haide, Dort Schäflein auf der Weide! Ach seht doch, wie sich alles freut, Es hat die Welt sich schon erneut: Der Lenz ist angekommen! Wie das aber geschah, das mögen unsere Leser aus den nachstehenden Erklärungen ersehen, die wir in der Reihenfolge, wie sie erschienen sind, wieder geben. Ju der Nr. 122 des Vogtl. Anz." vom Donnerstag, 31. Mai- am 1. Juni fand die Stichwahl statt zu lesen: war Plauen( Hotel zur Wartburg), den 81. Mai 1894. J. Auer, Mitglied des Reichstages. 2. Liebknecht, Mitglied des Reichstages. " Erst in neuerer Zeit ist die Bereitwilligkeit deutscher Sozialdemokraten, ihr Vaterland an Frankreich zu verrathen und sogar zu vertaufen, wieder in einem Prozeß enthüllt worden, der in Der Vogtl. Anzeiger", der mittlerweile Kenntniß von Paris gegen den zum gemeinen Verbrecher und abenteuernden den Rundgebungen unserer Genossen in den Versamm Staatsverschwörer hinabgesunkenen, vormaligen französischen lungen erhalten hatte, rückte jetzt mit der Erklärung heraus, Kriegsminister Boulanger geführt wurde, der später durch daß er seine Angaben den" Lügen" des Dr. Hans Blum Selbstmord geendet. In diesem Prozeß ist festgestellt, und zwar entnommen habe, und außerdem erklärte die Redaktion, es unleugbar, sowohl nach den Ausführungen der Anklage, wie sich überlegen zu wollen, event. gegen unseren Genossen nach denen der Vertheidigung, nach den übereinstimmenden Auer eine Beleidigungsklage anhängig zu machen. Berichten der Presse, wie nach den zahlreichen Streitschriften für und gegen Boulanger, daß ein sehr namhafter Theil der französischen Staatsgelder, deren Unterschlagung dem französischen Kriegsminister beigemessen worden war, als wirklich ausgegeben belegt worden ist, ausgegeben an deutsche Sozialdemokraten zu dem Zwecke, damit diese im Rücken der deutschen Heere, wenn diese in den von Boulanger angezettelten Krieg gegen Frankreich zogen, eine Revolution entzünden sollten, um die deutsche Wehrkraft zwischen zwei Feuer zu bringen, das des Feindes in der tausend leichtbeschwingte und buntgefiederte Herolde ziehen vor ihm her, seine Ankunft verkündend; himmelblau und golden ist sein Kleid, an das sich der fernen Eisberge Saum 59 anschmiegt, wie Hermelinsverbrämung, und alle Blüthenbüsche fügt er in eine duftende Krone, womit er sich und seine Liebe ziert. Jetzt erschien auch Hans Blum mit folgendem Flugs blatt in der Arena: Ein Bubenstück ist der richtige Titel für die schmachvolle That, welche seiner Zeit der Boulanger- Prozeß enthüllt hat. Der vormalige französische Kriegsminister war bekanntlich angeklagt, franzöfifche Staatsgelder unterschlagen zu haben. Er führte nun den Beweis, daß ein guter Theil dieser Gelder ausgegeben worden sei zu dem Zwecke, um deutsche Sozialin edlen Gemüthern? O wahrlich, diese goldenen Tage sollten fein gezücktes Schwert schauen, die süße Frühlingsluft kein drohend Wort vernehmen! Aber die Leidenschaften ziehen eine Eiswand um des Menschen Herz, die auch der Lenz nicht zu schmelzen vermag; das rohe jüngere Geschlecht kümmert sich nicht um den Wonnemond, weil seine kräftige Begehrlichkeit nicht nach der Sonnenwende fragt, um Wonne zu genießen; und nur des reifen Alters Vorzug ist's, das Leben zu verstehen, ihm Sinn und Deutung zu geben, und zu wissen, daß unser irdisch Theil ein treues Konterfei des Wechsels in dem Weltall darstellt. Und die Braut, im Gewande zarter Hoffnung, um gürtet von den Gilberbändern, deren Juwelenschmuck erst wieder lebendig wurde durch des Ersehnten feurigen Gold blick, winkt dem Nahenden mit jugendlich grünen Zweigen, und scheint ihn demüthig zu fragen: Kommst Du noch ein mal, mit mir den Bund zu schließen in neuer Verjüngung! Wenn er's auch nicht aussprach, so fühlte doch Herr Nicht umsonst, Geliebter, trägst Du die Farbe der Beständig. Diether, der Altbürger, dasselbe, da er an einem wunderteit, denn viele tausendmal begingen wir schon unsere Feier, schönen Morgen in seinem Gärtlein lustwandelte, das vor und dennoch freist Du keine andere als mich. Der Hoch der Stadt gelegen war, und trotz seinem einfachen Plantens zeiter schüttelt hierauf lächelnd die duftenden Locken, daß gehege und dem darin schlicht von Dielen auferbauten Blüthe auf Blüthe und Perle auf Perle daraus in den Lust- und Werkhäuslein höher von Diether geachtet wurde, Schoß der Freundin sinkt, als ein Geschenk seiner Freigebig- als sein stolzes Haus zu Frankfurt selbst. Auf den Arm teit. Keine andere als Du, spricht er, schmückt mir Lager seiner Ehefrau gestützt, denn noch war die Wunde, an und Teppich so bunt und reizend; keine wölbt mir Lauben der er darniedergelegen, nicht völlig vernarbt, schritt er luftig und schattig, wie Du; feine andere theilt meine Lust sinnend, aber hellen Auges, auf und nieder, und erging sich das Leben zu beglücken, das aus Dir stammt, in Dir ver in der würzigen Luft und dem warmen Himmelshauche. geht, und wieder von neuem aufsproßt, sich unserer zu freuen Frau Margarethe ihrerseits in Gedanken versunken, aber Glücklich sei das Geschlecht während meines Reiches Dauer dennoch ein Auge sorglich auf den presthaften Gatten ges denn nach mir kommen strengere Herrscher, und die Sorge heftet, während das andere nach dem kleinen Hans hinund die Welkezeit und die Nacht! überschweifte, der mit Elsen in einem Winkel des Gartens Wer hat sich nicht schon gefreut unter dem lindwehen- spielte, schwieg gleich ihrem Herrn. Da begehrte der letzEs ist doch eine gar schöne muntere und selige Beit, den Panier des fröhlichen Lenzes? Wer, der ein fühlend tere zu sigen, und Margarethe führte ihn zu der Bank an wenn der Frühling wieder herein kommt ins Land, der gar Herz in der Brust trägt, hätte nicht schon unter dem der Thüre des Häuschens. Als sie nun beide darauf Platz nicht unebel von den Dichtern einem Bräutigam verglichen sonnigen Frühlingsschein die Arme ausgebreitet mit un- genommen, fingen die Glocken der Stadt an, ihr Geläute wird, welcher seine Braut zu schmücken und zu umfangen nennbarem Sehnen, entzückt von Dankbarkeit, erregt von ertönen zu lassen, Diether schlug die Hände fromm zus naht, im Glanz und Prunt des Hochzeitstages. Ein Fürst milder Nührung? Predigt die schöne Jugendzeit des Jahres sammen, sah eine Weile still vor sich hin, und redete alsder Erde könnte er nicht minder genannt werden, denn nicht Friede und Versöhnung? Entwaffnet sie nicht den Haß bann:" Sie haben in der Stadt ein gottesfürchtig werk Altd. Lied aus der Sage vom Venusberge. A. demokraten zu besolden, damit diese im Rücken| Weihnachts Flugblatt der Reformer", das jüdische Geunserer deutschen gegen Frankreich kämpfenden Heere die rothe schäftsleute einer abfälligen Kritik unterzog und vor EinRevolution entzünden würden. Diese Thatsache wurde in dem Prozeß Boulanger sowohl fäufen bei ihnen warnte, in seinem Blatte besonders hinEs wurde gegen Schmidt Anklage von dem französischen Generalstaatsanwalt Quesnan de Beaure- gewiesen hatte. erhoben. paire, als von den Wertheidigern Boulanger's, als von dem wegen groben Unfugs Das Amtsgericht Gerichtshof für vollständig erwiesen erachtet, wie fällte ein freisprechendes Urtheil, das auch in der die in meinem Besitz befindlichen amtlichen stenographischen Berufungsinstanz vom Landgericht bestätigt wurde. Berichte jenes Prozesses beweisen. Wie die Deutsche Wacht" erwähnt, heißt es in den Die Herren Auer und Liebknecht besitzen gewiß ein ebenso Urtheilsgründen: man dürfe der freien Meinungsäußerung großes hochpatriotisches Interesse daran, als auch reiche Mittel nicht zu viel Zwang auferlegen. Es scheint sonach, daß dafür, die Namen der„ Genossen" festzustellen, welche jenes die sächsische Justiz in der Aufforderung:" Kauft bei feinem französische Geld zu jenem landesverrätherischen Zwecke ge- Juden!" keine Boykotterklärung erblickt! Diese Dinge werden nommen haben. Sie werden sich durch diese Enthüllung zum wohl wieder im Reichstage zur Sprache konimen. ersten Mal den Dank Deutschlands erwerben. Leipzig, 81. Mai 1894. Dr. Hans Blu m. Dieses Flugblatt wurde am Wahltag Vormittag ausgegeben, wo unsere Genossen Auer und Liebknecht bereits wieder auf der Heimreise begriffen waren, aber unser Wahltomitee war am Playe und das gab folgende Antwort: Bubenstück betreffend. Der Kronzeuge ist da! Die vor die Schranken des Gerichts geladenen feigen elenden Ehrabschneider" neifen aus, wie Buschklepper vor dem Galgen! Aus der Verfentung taucht als Kronzeuge auf der bekannte. Dr. Hans Blum, bekannt durch seine Lügen über die SozialSemokratie, von denen er vor Gericht zugeben mußte, daß er nichts beweisen könne. Aufgefordert, Namen zu nennen, Beweise für ihre ihre schamlosen Verleumdungen beizu bringen, verlangen verlangen die Verleumder den Beweis Der Wahrheit von den Verleumdeten! So dumm hat sich noch tein ertappter Dieb herauszulügen versucht! So tölpelhaft kann nur ein Hans Blum, der Student der unveräußerlichen Menschenrechte, sein. Die Urheber des Plauenschen Bubenstreichs, mitsammt ihrem Handlanger, bleiben in den Augen jedes anständigen Menschen so lange feige elende Ghrabschneider", bis sie den Beweis der Wahrheit für ihre Verleumdungen erbracht haben. Tas Arbeiter- Wahlkomitee. Das war deutlich, Herr Blum aber schwieg darauf. Mittleriveile haben die Wähler des 23. sächsischen Wahlfreises ihr Votum abgegeben, indem sie mit einer Mehrheit von beinahe 2000 Stimmen unseren Genossen Gerisch in den Reichstag wählten. Das Volk hat also gesprochen. An unseren Gegnern aber ist es, dadurch, daß sie vor Gericht den Versuch machen, zu beweisen, jene angeblichen Sozialdemokraten, die in landesverrätherischer Absicht Geld aus dem französischen Staatsschaze genommen haben sollen, feien feine völlig unbekannten Lente innerhalb der sozialdemokratischen Partei Deutschlands", den Vorwurf der „ feigen, elenden Ehrabschneiderei" von sich abzuwälzen. Politische Ueberlicht. Berlin, den 8. Juni. Wie unsere Feinde fich trösten. Die Magdeburger Beitung", schreibt: versage ich mir; denn da meine Arbeit mit der Afademie in gar feiner Beziehung steht, vermag ich nicht einzusehen, woher die Klasse überhaupt das Recht nimmt, die persönliche Ansicht ihrer Mitglieder über meine Schrift als forporatives Urtheil abzugeben. Vielmehr bin ich der Meinung, daß eine derartige Zensur nicht zu ihrer Kompetenz gehört und ich bitte, dieje meine Verwahrung zur Kenntniß der Klasse bringen"). Reaktionäres aus Breslau. Die StadtverordnetenVersammlung lehnte die Anträge auf Erweiterung des kommunalen Wahlrechts, durch Herabsehung des Wahlsensus auf 660 bezw. 420 M., ab. Nachwahl zum hessischen Landtag. Zu der am 6. Juni stattgehabten Wahl zum hessischen Landtag für den Landtagswahlbezirk Gießen- Land, für den feither der Sozialdemokrat Orbig der Vertreter war, wurden abgegeben für Bähr( Deutsche Reformpartei) 21 Stimmen, für Orbig ( Sozialdemokrat) 6 Stimmen. Die Nationalliberalen brachten es lediglich auf 1 Stimme, Es scheint noch nicht das endgiltige Resultat zu sein. Wenn ein Jubelruf des„ Vorwärts" über den neuen Grfolg auch begreiflich war, so wirb bie pöbelhafte Form, in die er gekleidet ist, doch befremdlich erscheinen. Das Bentral organ wirft den Gegnern einen Appell an die Dummheit und die niedrigsten Instinkte und Leidenschaften vor und wendet sich selbst an die edleren Regungen der Genossen, indem es von Was ein deutscher Professor nicht alles sieht. plumpften und gemeinsten Lügen, schuftigsten Verleumdungen 2c. Der Tübinger Professor W. Hente stellt in einer anthrospricht. Man hat den Eindruck, als ob die Wuth über pologischen Studie" als germanischen Muster Lang= das Fiasko, das die Sozialdemokratie topf den Kopf Bismard's hin. Dieser Langkopf ist in auf dem internationalen Bergarbeiter Wahrheit nicht so lang wie breit und der vollendetste Kongreß gemacht hat, noch immer nicht verflogen Mongolen typus. Herr Henke scheint dem Professor sei, und als ob die Aufmerksamkeit von der noch feltsameren Saltung der bayerischen Genossen unter Treitschte Ronkurrenz machen zu wollen, der seiner Zeit in Vollmar's Führung abgelenkt werden solle. Auf dem dem Adlerfarrenkraut( das einen Doppel- Adler zeigt), Iegten Parteitage ist bekanntlich weder Vollmar noch Grillen- den preußischen einköpfigen Adler entdeckte- blos berger erschienen, der erstere aus Gesundheitsrücksichten nicht, weil es zur Demonstrirung vom„ deutschen Beruf" Preußens die ihn jedoch nicht verhinderten, an den Sigungen der nöthig war. bayerischen Stammer regsten Antheil zu nehmen. An den Sigungen des Reichstages haben beide auch nur einige Male Die ungarische Ministerkrise ist noch immer nicht theilgenommen. Jetzt haben die bayerischen Genossen auch gelöst. Trotz des großen Lärms der ungarischen Liberalen dem bayerischen Etat zugestimmt, während im Reichs scheint der Kaiser Sieger zu bleiben. tage die Sozialdemokratie, um ihre grundsätzliche Stellung darzuthun, noch jeden Gtat abgelehnt hat. Inmitten Fürchterlichen Spektakel macht der dicke Dupuy der Siege des Sozialismus battert also die Abwegen des neuesten englisch- belgischen Kongo- Verbrödelung nach rechts und links fort. Diese tra g 3. Er rasselt mit dem Säbel Verzeihung: mit hält sich naturgemäß in engen Grenzen, auch hat es dem der Papierscheere und thut, als ob er alle Engländer aufJungsozialismus bisher noch an einer kraftvollen, energischen Persönlichkeit als Führer gefehlt, wie ihn der rechte fressen wolle. Natürlich nur Komödie, um die Dummen zu Flügel des praktischen Sozialismus in v. Vollmar und fangen, die mit chauvinistischen Kraftphrasen noch hinter besigt Diesem dem Ofen hervorzulocken sind. Der ganze Kongo- Vertrag Grillenberger unzwe durch die Benutzung ist die Tinte nicht werth, mit der er geschrieben ist. Das # der in den unteren Bevölkerungsschichten Süddeutschlands und ganze Kongo- Gebiet ist Zukunftsmusik, die erst gespielt vor Allen Bayerns noch immer vorhandenen Abneigung gegen werden wird, wenn der dicke Dupuy längst begraben und alles Norddeutsche zu verstärken verstanden hat, muß in der vergessen ist; und den Engländern fällt es nicht im Traum weiteren Entwicklung der sozialdemokratischen Partei eine um ein, den Franzosen auf die Füße zu treten. Wenn der so größere Bedeutung zufallen, je bedeutungsloser der dicke Dupuy die Komödie nicht brauchte, wäre die ganze Zuwachs der Berliner Führerschaft wird, die bisher für die Kandidatenprobe mehr das Maß an Er Sache binnen 48 Stunden und für genau 8 Groschen gebenheit, als an großer Bedeutung hat ent- nämlich das Porto für zwei Briefe von Paris nach London scheidend sein lassen. Auch Herr Gerisch, der, selbst kein und von London nach Paris erledigt. So wird wüthig Arbeiter", als Vertreter der Arbeit" an Stelle des Vertreters mit der Papierscheere geraffelt, eine Truppenabtheilung nach Herrn Brausewetter sollen wir nun auch beleidigt des Rapitals jegt in den Weichstag einzieht, gehört zu den Afrika geschickt u. s. w.blos damit die Franzosen nicht haben. Er hat gegen uns wegen des Abdrucks der Auslassung unbedingt Ergebenen und darin besteht allein sein Verdienst. merken sollen, daß Mlidas- Dupuy Eselsohren hat und demeines höheren Richters an die National- Beitung" in unserer Wir theilen das Geschreibsel einfach mit, damit nächst wieder über den Sozialismus stolpern und, wie ein Nummer vom 12. Mai Strafantrag gestellt. Wir haben Jeder es lesen kann. Unsere Genossen werden mit Genug- Sack, auf den runden Bauch fallen wird. uns schon lange nicht so sehr über eine Anklage gefreut, thuung fehen, wie tief das geistige Niveau unserer Gegner wie über diese. ist, und mit Heiterkeit, welch seltsamen Illusionen sie, in Der Kommuneschlächter Gallifet will seine„ Chre" Bundesrath. In der am 7. d. Mts, unter dem Vor- ihrer völligen Unkenntniß unserer Partei, sich hingeben. dadurch wiederherstellen", daß er Paschal Grouffet zum size des Bize- Präsidenten des Staatsministeriums, Staats. Diese Steifleinenen, die uns toot schlagen wollen, haben in Duell herausfordert. In Frankreich herrscht in bezug auf sekretärs des Innern Dr. v. Boetticher abgehaltenen Plenar- ihrer Angst, gleich der Garde des edlen Falstaff, die das Duell auch unter sonst vernünftigen Leuten noch viel fihung des Bundesraths wurde dem Entwurf einer Berord- wunderbarsten Visionen. Bu feig, dem Geguer ins Auge Unklarheit, und ist das Duellvorurtheil noch start. Aber nung wegen Abänderung der Verordnung über den Geschäfts immer in die Luft, die armen Steifleinenen. Die armen? losen Banditen die Ehre authun wird, sich mit ihm zu nung wegen Abänderung der Verordnung über den Geschäfts. zu sehen und sich ihn zu betrachten schlagen sie natürlich wir können nicht glauben, daß Paschal Grouffet einem chrkreis 2c. der deutschen Seewarte, sowie dem Entwurf einer Verordnung, betreffend die Abänderung und Ergänzung der Ach nein! Sie sind ja glücklich. Schwelgen fie doch ver- schlagen. Von der prinzipiellen Verwerflichkeit und Lächerzückt in dem feligen Zukunftsbild: die deutsche Sozial- lichkeit des Duells ganz abgesehen, ist selbst vom Stand. Bestimmungen über die Tagegelder und Fuhrkosten von bemokratie zerrieben wie zwischen zwei Mühlsteinen von punkte des Duellvorurtheils aus ein ehrloser und niederBeamten der Reichs Post- und Telegraphenverwaltung, die Grillenberger Bollmar auf der einen, und dem noch un- trächtiger Mensch auch satisfaktionsunfähig. Zustimmung ertheilt. Die Beschlüsse des Landesausschusses von gefundenen großen X des Jungsozialismus". Wohl beElsaß Lothringen zu dem Entwurf einer GemeindeOrdnung, sowie die vom Reichstag bei der Berathung des Haushalts für die Schußgebiete auf das Etatsjahr 1894/95 gefaßten Refolutionen wurden den zuständigen Ausschüssen Lehre ist frei. Diesen Grundsatz sollten doch zum mindesten Wissenschaftliche Polizei. Die Wissenschaft und ihre und beziehungsweise dem Reichskanzler überwiesen. Endlich Akademiker der Wissenschaften berücksichtigen. Die wurde über die dem Kaiser zu unterbreitenden Vorschläge Münchener Akademie der Wissenschaften betrachtet es aber wegen Befehung der Stellen eines Mitgliedes des Bundes- nicht unter ihrer Würde, dem Professor Quidde gegenüber amts für das Heimathwesen und eines ständigen richter- den Zensor zu spielen. Hierüber lesen wir in der Franklichen Beisigers des Reichs- Versicherungsamts, sowie über furter Beitung": verschiedene Eingaben Beschluß gefaßt. M -T Antisemitischer Boykott ist auch in Sachsen ftraffos. Es liegt aus Dresden eine Meldung vor, die jetzt ganz besonders interessant ist: Von dem Vorsteher der hiesigen isreaelitischen Gemeinde, Rechtsanwalt Lehmann, war der Redakteur Schmidt von der antisemiti schen Deutschen Wacht" verklagt worden, weil er auf ein tomm's. " Wie die Allgemeine 3tg." mittheilt, sprach die historische Klasse der Münchener Akademie in ihrer legten Monatsfizung auläßlich der publizistischen Erörterungen über ihres außerordentlichen Mitgliedes Dr Quidde's Schrift Caligula" als über einen Mißbrauch der Wissenschaft ihre Weißbilligung aus.( Wie der K- Korrespondent der Frants. Zeitung hierzu berichtet, erwiderte Dr. Quidde hierauf, indem er die Benfur zurückwies:" Bu dem Urtheil selbst mich zu. äußern, " Ein internationaler Eisenbahnarbeiter- Nongrek wird im Oktober dieses Jahres in Paris zusammenBerier gab und über den wir in unserer Nummer vom treten. Auf dem französischen Eisenbahn- Kongreß, der be kanntlich den Anlaß zum Sturze des Ministeriums Cafimir 3. d. M. berichteten, wurden nachstehende Mittheilungen gemacht, die wir nach einer Korrespondenz der„ Kölnischen Bolts- Beitung" zusammenfassen: In Frankreich, England, Holland, Belgien, Italien, Spanien, Desterreich und der Schweiz ist die Organisation der unteren Eisenbahn- Angestellten und Arbeiter mehr oder weniger weit vorgeschritten. Am stärksten find die Organi fationen in Italien, in der Schweiz und in England; in Frankreich sind von rund 400 000 Eisenbahn- Bediensteten etwa 25 000 organisirt. In Oesterreich steckt die Organisation noch in den Anfängen, und in Deutschland ist der 1890 unternommene Verfuch einer Organisation an den reaktionären Maßregeln der Eisenbahn- Verwaltung gescheitert. Es war für Pfingsten vor. In diesem Augenblicke legt der hochwürdige Stifts- scheut, sein Unrecht einzugestehen, frage ich Euch heute, wie das Sprichwort heißt. Aber wehe thut mir's, daß bis dechant, Herr Jakob Herdan, den Grundstein zu einem unterm Blau des Himmels und in Gegenwart unseres jego auf mein redlich Schreiben weder Antwort kam, noch stattlichen Thurme, der am Damm aufgeführt werden soll. Kindes, ob Ihr den greulichen Verdacht vergeben könnt?" der herzliche Besuch von den Dreien, die sich zu Kostnih Ehrenwerth ist es, da ein Denkmal für den lieben Herrgott„ Mein werther Eheherr.. stammelte Margarethe plöglich zusammen doch gefunden. Ich hatte mich darauf hinzusetzen, wo früher das Rathhaus stand, auf dem der überrascht und beschämt. Wie könnt Ihr doch meinen, gefreut wie ein Kind. Ich hatte mir alles so schön und Bürger Wohl besorgt wurde; und ziemlich ist's zu gleicher daß ein Groll gegen Euch. heimlich ausgedacht, wie ich Wallraden- bie liebe Zeit, daß ich von Gebreste verhindert, von Amtswegen bei" Lieb Weib," fiel Diether ein, ich liebe das Geradezu. widerspenstige Tochter- in Deine Arme führen wollte; der heiligen Handlung zu sein, den festlichen Augenblick Scheltet mich aus wie einen Heiden, daß ich zweifeln konnte wie ich den zu unserer Wonne so glücklich gesundeten Sohn begehe mit frommer That und Rede. Seht, meine werthe an Eurer Ehre und Eurem Christenthum, auf das Zeugniß an der Geschwister Brust gelegt hätte;.. aber meine Hausfrau, ich habe es bis jetzt aufgefpart, mit Euch etwas eines Lügners hin, und auf die That eines meuchlerischen Freude fiel in den tiefsten Brunnen. Noch am verwichnen zu besprechen, das mir am Herzen nagte. Es kann Euch Buben. Nein," fuhr er fort, Margarethens Wange und Sonntage zupfte es mich an allen Nähten, und eine falsche nicht entgangen sein, daß ich seit einiger Zeit wohl nicht Hand streichelud, dies fromme Angesicht konnte mich Ahnung flüsterte mir zu: heute, ja, heute kommen sie berselbe gegen Euch war, der ich früherhin gewefen. Ich nicht an einen anderen verrathen; diese Hand, die mich so ganz gewiß. Schier hätte ich mich auf die Heerstraße fann leider nicht leugnen, daß der Tag, an welchem Euer zart und sorgsam pflegte, hat nicht auf das Leben eines tragen lassen, um ihnen in die Ferne entgegen zu sehen. Bruder uns mit gewohnter Unverschämtheit heimsuchte, eine alten Mannes gezielt." Der alte Thor hätte sich aber blind geschaut. Dem Greise Quelle des Argwohns und traurigen Berdachts für mich" Jesus!" seufzte Margarethe erschrocken: erschrocken: Was versagen sich die, die er liebt." geworden. Ich schäme mich schier, die Reden des wisten tommt Euch zu Sinne, lieber Herr? Die Heiligen mögen Menschen zu wiederholen, die niemals einen Eindruck auf Euch verzeihen, wie ich es thue, ob solcheni schnöden Vermich hätten machen sollen. Aber der Mensch ist ein dacht." schwaches Geschöpf. Von dem Kleineren zum Größeren Wenn Ihr vergebt, die Beleidigte, so thun es die fortzufchreiten, selbst den Funken zum Brande an- Heiligen nicht minder," antwortete Diether: und fürder zublasen, ist ihm ein gering Geschäft. Der Böse verblendete sollt hr nicht klagen können. Der Versucher soll nimmer mich ganz, da mich der Meuchelmörder überfallen und ge- an mich kommen. Mein Siechthum hat gar vieles anders Nicht doch, geliebte Ehefrau!" betheuerte der gerührte zeichnet hatte. Ich beklage den Wahn, der mich gehäffig gemacht in meinem Innern. Eine recht füße Wehmuth, alte" Mann, den Buben und feine Gattin abwechselnd gegen Guch aureizte, daß ich Eure Hilfe von mir stieß, und wie ich sie nie gefühlt, seit ich zum erstenmale freite, hat herzend und liebkofend: nicht doch, herzliebes Söhnlein! mich wie ein Toller geberdete, bis ich ohnmächtig mich mir's angethan, und den Wunsch in mir erregt, alle, die Aber, wenn ich Euch gleich inniger im Busen trage, als Gurer Fürsorge überlassen mußte. Da gingen mir endlich mir nahe angehören, um mich her versammelt zu sehen: die Vermißten,... sie sind doch auch meine Kinder; vorab nach und nach die Augen auf. Euer still besonnenes Thun, den Bruder, den Sohn, und... ach ja... auch die der Dagobert, der die Freuden des Hausvaters dahinten gleich weit entfernt von dem Trugeifer einer Heuchlerin, Tochter, obgleich sie sich von uns geschieden hat mit Bor lassen muß, um der Mutter zu einer fröhlichen Urständ zu wie von der schadenfrohen Sorglosigkeit eines Weibes, das bedacht. Seht, Margarethe, auch um deffentwillen muß ich helfen." fich Wittwe zu werden sehnt, erweichte mein Gemüth, wie meine Wunde. Dennoch, argwöhnisch, wie ich war, las ich aufmerksam in Eurem Blicke, und mir entging die ruhige Freude nicht, mit welcher Euch meine Genesung er füllte. D, diese Ueberzeugung trug viel zu meiner Her stellung bei und, als ein gerechter Mann, der sich nicht " Habt Ihr denn nicht uns?" fragte Margarethe mit ängstlicher Freundlichkeit, und hob den Knaben, der sich herbei gemacht hatte, auf den Schoß des Gatten, dessen Nacken sie umschlang." Bedürft Ihr, um glücklich und zufrieden zu sein, noch anderer Herzen, die Euch fremd geworden zu sein scheinen?" Euch danken. Wallrade hat Euch schwer beleidigt, und Hier, fagt man, soll ich Herrn Diether finden?" fragte dennoch tratet Ihr nicht zwischen sie und mein Verlangen." am Eingange des Gartens eine Stimme, die Margarethen Die Jahre werden viel geändert haben", erwiderte nicht fremb, ihrem Gatten eine liebe war. Diether's Gattin sanft. er Diether's Gattin sanft. Damals wollte sie nicht meine Tochter heißen; jezt würde sie vielleicht meine Freundin." gewiß;" bekräftigte Diether," bie Beit macht milder, ( Fortfehung folgt.) 570 M ( folgt Name) wurde am 16. Mai von mir entlassen. I. H. Wissel, Bürstenfabrikant, Bremen. Man sieht, wie das Unternehmerthum fortgeschritten ist. früher haben die schwarzen Listen die Deffentlichkeit gescheut, jetzt benußen die Kapitalisten offen zur Aushungerung der Arbeiter die Fachpresse. 1890 ein erster Rongreß der preußischen Staatseisenbahn- Arbeiter| Darauf erhielten die Genossen Kohn und Stahl eine Auflage zu schädigen, wo sie nur können. Dieses ist schon mehrfach in nach Magdeburg ausgeschrieben, der auch aus sechs Städten wegen öffentlicher Flugblattvertheilung und fand Termin amber" Holzarbeiter- Zeitung" vorgekommen. Gin jeder Arbeitgeber, ( Berlin, Hamburg, Leipzig, Halle, Dortmund, Magdeburg) 9. Mai statt. Der als Beuge geladene Wachtmeister Hagemann welcher nicht die Wünsche seiner Gesellen erfüllt oder ihr MißDurch zwölf Delegirte besucht war. Die Sache schlief aber wußte nichts von öffentlicher Verbreitung und wurde die Sache fallen erregt, fann in die Lage kommen, gemaßregelt zu werden, bald wieder ein, da die Staats- Eisenbahn- Verwaltung in einfach vertagt, damit Herr Hagemann erst noch recherchiren da die Gesellen zusammenhalten, was leider bei den Fabrikanten Breußen eine fachgenossenschaftliche Organisation der Eisen- sollte. Es wurde Haus bei Haus durch die Polizei Nach- nicht immer der Fall ist. bahnarbeiter nicht duldete. Um so größer sind die Fortschritte frage gehalten, verschiedene Personen mußten sich einem Der Bürstenmacher- Geselle der Organisation in anderen Staaten gewesen, wie aus den langen Verhör unterwerfen. Der neue Termin fand am auf dem vorigen Internationalen Sozialisten Kongreß in Mittwoch, den 6. Juni, statt und waren wir ca. 15 Genossen im Zürich erstatteten Berichten zu ersehen ist. Wie bei der inter- Zuhörerraum, um die Zeugen tennen zu lernen, da uns die Annationalen Bergarbeiter- Bewegung, so zeigt sich auch bei den geklagten versicherten, feine Flugblätter außer in Wohnungen Eisenbahnarbeitern die bemerkenswerthe Erscheinung, daß im vertheilt zu haben. Die ganze Verhandlung währte faum zwei Gegensatz zu den Engländern die feftländischen fachgenoffen- Minuten, der Staatsanwalt verzichtete auf die Bernehmung des schaftlich organisirten Eisenbahnarbeiter sich mehr und mehr Zeugen, die Angeklagten wurden garnicht zu Worte gelassen, der den sozialdemokratischen Parteien der betreffenden Länder Staatsanwalt beantragte Freisprechung und der Richter sprach, anfchließen. So hat z. B. der Ende April dieses Jahres in ohne mit den Schöffen ins Berathungszimmer zu gehen, ebenso wie das fächsische Vereins- und Versammlungsgeseh Mailand abgehaltene Kongreß der italienischen Eisenbahn- fchnell die Angeklagten fret. Wer entschädigt nun die zweimal interpretirt wird. Der Vorsitzende des Bürgervereins zu arbeiter, auf dem die verschiedenen Eisenbahnarbeiter- Ber- auf das Gericht geladenen Genossen? Hätten dieselben nicht Nerchau bei Wurzen, der Fabritarbeiter Genosse Otto, war von einigungen Italiens zu einer Gewerkschaft der italienischen wenigstens zu Worte tommen müssen, damit sie den Antrag hätten der Amtshauptmannschaft Grimma aufgefordert worden, ein Wie die Das geschah. Eisenbahnarbeiter sich zusammengefchloffen haben, ausdrücklich stellen können, daß ihnen die entstandenen Kosten vergütet Mitgliederverzeichniß einzureichen. den Beitritt zur sozialdemokratischen Arbeiterpartei Italiens würden? Neue Wurzener Beitung" mittheilt, ist daraufhin nun ein beschlossen, und der jüngste Kongreß der französischen Eisen" Beschluß" der Amtshauptmannschaft beim Vorsitzenden eine babnarbeiter in Paris hat nicht nur den Anschluß des Eisenbahnarbeiter Syndikats an den sozialistischen Verband der Saftautritt. Unfer Genosse Franz Wizischewati, gewesener Arbeitsbörsen genehmigt, sondern auch den Vorschlag des Redakteur der„ Gazeta Robotnicza", hat am Mittwoch die Billa Büricher internationalen Sozialistentongresses, wonach eine Plößensee aufgesucht. Er wurde für einen Leitartikel aus der internationale Widerstandskasse gegründet werden soll, gut geben sein soll, bestraft. Die schönste Sommerzeit muß nun unser Zeit des Wahlkampfes, in dem der Militarismus beleidigt worheißen. Wie die Bergarbeiter, so wollen auch die Eisenbahn: Genosse in den Mauern des Gefängnisse zubringen. Er verläßt arbeiter bei etwaigen Ausständen sich durch" inter: baffelbe erst am 6, Oktober, Doch als aufrichtiger Kämpfer für nationales Handeln unterstüßen. Vorläufig handelt es sich allerdings erst um die Anfänge einer internationalen Freiheit und Recht hat er das Opfer gerne auf sich genommen. Organisation, aber die Intereffen der Eisenbahnarbeiter sind Die Genoffen werden ihm das nicht vergessen. in allen Ländern nahezu die gleichen, und eine Verständigung 1905 ist daher auf die Dauer gar nicht ausgeschlossen. Sollten dereinst Berg- und Eisenbahn- Arbeiter bei den immer rascher- Von der Antlage einer Privatbeleidi fich folgenden Riesenausständen der ersteren zusammengehen, gung wurde der Genosse Schmid, Redakteur der Münchener dann könnten leicht Berwickelungen eintreten, die sich heute Post", vom Amtsgericht I in München freigesprochen, gar nicht übersehen lassen. Es ist jedenfalls die höchst beachtenswerthe Erscheinung zu verzeichnen, daß auch die Arbeiter im Verkehrsgewerbe mehr und mehr in den Kreis der inter nationalen Arbeiterbewegung einbezogen werden. Die Erscheinung ist allerdings eine hochwichtige, und bedeutet den Anfang der sich organisch vorbereitenden fozialistischen Gesellschaftsordnung, welche uns von dem Anarchismus der kapitalistischen Gesellschafsunordnung er retten wird. Ob Herr Thielen und andere Eisenbahn- Minister sich der Bewegung entgegenstellen, ist ebenso gleichgiltig, als ob ein Mückenschwarm einen heranbrausenden Schnellzug auf halten will.endigen. neuer Er vom Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Soziale teberlicht. Gewerkschaftskommission. " gelaufen folgenden Inhalts: Das eingereichte Mitgliederverzeichniß unter Bezugnahme auf§ 19 und 20 des Gesetzes vom 22. November 1850 mit ber Aufforderung zurückzugeben, noch den genauen Wohnort der zufügen und das Alter der einzelnen Mitglieder anzugeben. Mitglieder oder wenigstens den Namen des Arbeitgebers beiv. Gehe. Um dem Leser zu zeigen, worauf fich Herr v. Gehe stüßt, sei mitgetheilt, daß§ 20 des Vereinsgefeßes heißt: Vereine, in deren Zweck es liegt, Gefeßeßübertretungen oder unfittliche Handlungen zu begehen, dazu aufzufordern oder ge neigt zu machen, sind verboten. Wie aus diesem Paragraphen Herr v. Gehe die Forderung begründen will, mindestens die Namen der Arbeitgeber" ber Mitglieder zu erfahren, wird unseren Lesern ebenso unerfindlich sein wie uns selbst. Aber vielleicht fann er sich auf§ 19 berufen. Der Paragraph lautet in dem Theile, welcher im allergünstigsten Falle hier angewendet werden kann, folgendermaßen: Der Vorstand eines Vereins hat der Ortspolizeibehörde... alle sonst auf den Verein bezügliche. Auskunft auf Verlangen zu ertheilen. An die Gewerkschaften Berlins! Bezüglich des Schuhmacherstreiks in Burg bei Magde Maßnahmen des Schuhfabrikanten Conrad Zack nicht in ihrer mannschaft auf grund dieses Paragraphen stellt. Warum verburg, werden die Gewerkschaften Berlins aufgefordert, sich durch Das sind ja recht bescheidene Ansprüche, die die Amtshaupts Thätigkeit für die Ausgesperrten in Burg beeinflussen zu lassen. langt man denn nicht gleich von jedem Mitglied die PhotoHerr Conrad Tad veröffentlicht eine Depesche und die graphie und eine Personalbeschreibung? bürgerlichen Blätter sorgen emfig für die Verbreitung laut welcher der Streif in Burg durch den Vorsitzenden des Schuh- Ein eigenthümliches Verfahren wird von der Leitung Schuh der Bernburge Chromfabrit feit ber Einführung des macherverbandes für beendigt erklärt wird. Ein bankerotter Abenteurer. Bon Crispi ent- Magdeburg wird. Nach einer uns zugegangenen Mittheilung aus Burg und achtstündigen Arbeitstages innegehalten. Troß einiger fleiner dem Betriebe Betriebe erleidet die Vergiftung von der dortigen Streit Verbesserungen in wirft ein Rorrespondent der Frankfurter Beitung" in tommission der Streit aufrecht erhalten, da die der dort beschäftigten Arbeiter feinen Einhalt. Ein Ar nach dem andern erkrankt an den Folgen Rom nach der Kammerfizung vom 2. Juni folgen Forderungen der Streifenden nicht bewilligt worden find. Da beiter Sobald nun aber ein Erkrankter vom be des Bild: fich außerdent bis jetzt im ganzen in Burg nur 4 Streifbrecher der Vergiftung, Man erlebt jeßt das merkwürdige Schauspiel, daß die gefunden haben und die kleineren Fabrikanten einsehen, daß sie handeluden Arzt den Schein der Wiederarbeitsfähigkeit erhält Regierung, die vor drei Monaten in der Annahme der Finanz- für Herrn Conrad Zack nur die Kastanien aus dem Feuer holen, und sich damit ausgerüstet wieder an der Arbeitsstelle einfindet, vorlage das einzige Heil für das Land sah, deren Berathung so lag für die Ausständigen kein Grund vor, den Streit zu be- wird ihm die Entlassung vom Werke überreicht. Im Dienst des Kapitals wird der Arbeiter ausgepreßt und wenn nichts mehr und endliche Verabschiedung, die sie schon einmal verzögerte, um einen vollen Monat hinauszuschieben sucht. Das heißt mit Die Arbeiter Berlins werden deshalb aufgefordert, weiter auszupreffen ist, wenn er, wie in diesem Falle, vergiftet ist, dann anderen Worten, daß die Regierung in den mancherlei Dis für die ausständigen Burger Schuhmacher in der bisherigen Weise wirft man ihn auf die Straße. Diese Weltordnung nennt man Tussionen über diese wichtige Frage endlich zu der Ueberzeugung einzutreten und dafür zu sorgen, da der Streit günstig für die eine göttliche". gelangt ist, ihre Vorschläge fönnten nicht den Effekt haben, felben steht, daß ihnen auch genügend materielle Hilfe zu Theil Die italienischen Finanzen zu faniren. In diesem Falle blieb wird. Alle Sendungen sind au richten an Bogt, Burg bei wohnerin, der 64 Jahre alten Wittwe Schröder, von der wir zu Die amtliche Durchprägelung einer Armenhaus- Be der Regierung nur zweierlei übrig: entweder sich zurück- Magdeburg, Unterm, Hagen 68. zuziehen und ihren Gegnern die Verantwortung für die Lage Auch die Glasschleifer und Ziufgießer Berlins befinden vor längerer Zeit berichteten, hat jeßt ihre gerichtliche Sühne gezu überlassen oder der Kammer neue, wirksamere Vor- fich zur Beit in einem Ausstande und sind diefen Gewerkschaften funden. Vor dem Dresdener Landgericht hatten sich am schläge zu unterbreiten. Daß das Studium Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission bie Mittwoch voriger Woche der Bürgermeister Dr. Zahn sparniffe durch eine Rommission zu diesen wirksamen Sammellisten mit dem Stempel der Kommission versehen in Lommayich und der dortige Armenhausauffeher Bach Vorschlägen nicht zu zählen ist, liegt auf der Hand. Die wohl worden. Auch hier wird also die materielle Silie besonders mann wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt im Sinne allgemeine Ansicht ist, daß die Regierung, indem sie dem ver- nothwendig sein, worauf wir die Gewerkschaften Berlins auf des§ 340 des Strafgesetzbuches zu verantworten. Der genannte Armenhaus- Vorsteher hatte aus Entrüstung darüber, daß die nichtenden Botum der Kammer zu entgehen fucht, fich selbst merksam machen. verurtheilt hat. Ihre Absicht ist vermuthlich, bis zum 30. Juni Der gefchäftsführende Ausschuß der Berliner bejahrte Frau am 16. Oktober v. J. in trunkenem Zustande von die Etats bewilligt zu bekommen und dann die Session zu verder Arbeit heimgekehrt war, einen Riemen ergriffen und der bereits im Bett liegenden Schröder mehrere Schläge auf das Gefäß, den tagen oder zu schließen. Diese Absicht fann ihr schon morgen An die Maurer! Von einer Anzahl Kollegen wird tros Rücken und die Arme versezt. Am nächsten Tage erstattete Bachmann verdorben sein, es macht wenigstens ganz den Eindruck, daß der eifrigsten Agitation von unserer Seite der Organisation nicht über dies Anzeige beim Stadtrath, und der Bürgermeister Dr. Zahn die Kammer diesmal den Kampf gegen die Regierung ernst die nöthige Beachtung und Unterstügung entgegengebracht, die ordnete nunmehr nach vorausgegangener Berständigung aufnimmt und gewinnt. Daß die Regierung nicht schon gestern im Interesse unserer gesammten Berufsgenossen nothwendig wäre. mit dem Polizeiarzt Dr. Naumann eine Strafe stürzte, findet in der Gepflogenheit der italienischen Kammer, Gerade die gegenwärtigen Verhältnisse in unserem Berufe follten von fünfzehn Stodichlägen an, die der Arzt für unüber eine Frage der parlamentarischen Prozedur ein politisches ein Ansporn sein für jeden aufgeklärten Arbeiter, mit allen bedenklich erklärte. Diese Büchtigung wurde am 19. Oftober Botum zu vermeiden, feine Erklärung. Der eine oder der Kräften für eine Besserung ihrer Verhältnisse thätig zu sein. mit einem„ Rohrstöckchen" auf dem mit Kleidern bedeckten Leib andere Deputirte dürfte vielleicht auch deswegen für die Regie: Kollegen! Die Organisation ist der Ort, wo wir in gemein- vollzogen." Da nun auch im Königreich Sachsen nach einer Ver rung gestimmt haben, weil Crispi in feierlichster Weise auf famer Arbeit gegen die Macht des Kapitals ankämpfen. Darum, ordnung des Ministerinms des Innern vom 15. Oftober 1888 Die Generalvollmachten verzichtete, die er für die Neuordnung Kollegen, tretet der Organisation bei! die törperliche Büchtigung an weiblichen Insassen der Ver der Verwaltung verlangt hatte, und weil er geradezu an Besonders machen wir unsere Kollegen auf die Versammlung sorgungshäuser als Zuchtmittel nicht mehr vollzogen werden darf, die Höflichkeit der Kammer appellirte; er erklärte sich physisch am Sonntag aufmerksam und geben hiermit die Lokale bekannt, fo mußte die Staatsanwaltschaft wegen Mißbrauchs der Amisaußer Stande, die Diskussion fortzufezen. Wie aber auch der in welchen des Sonnabends von 8-10 Uhr Beiträge für den gewalt einschreiten. Vor Gericht hielt die Anklagebehörde nur Würfel falle, das Kabinet Crispi ist gerichtet, oder richtiger Generalfonds entgegengenommen werden: Holzbecher, Thurm- ein Vergehen aus Fahrlässigkeit für erwiesen, das unter Bu gefagt, hat gestern durch Selbstmord geendet. Denn diefe straße 84; Böhl, Rudersdorferstr. 8; Behrendt, Blumenthalstr. 5; billigung mildernder Umstände zu fühnen sei und in diesem 2 ewige Flucht vor einem Votum, die ewigen Zugeständnisse, die Hoffmann, Waldemarstr. 61; Briefe, Mittenwalderstr. 48; Sinne erkannte der Gerichtshof gegen den Bürgermeister nur vom Selberhaltungstrieb diktirt sind, haben es um alle Schmidt, Trestow- und Rickestraße Ecke; Peterson, Veteranen Dr. Zahn auf 60 M. und gegen Bachmann auf 20 M. GeldAutorität gebracht. Welch ein Wandel hat sich mit dem straße 22; Wendt, Köslinerstr. 17. Wir empfehlen den Kollegen, strafe. Eine milde Strafe für derartige eist" ungen. leitenden Staatsmann vollzogen! Er ist nicht mehr der Mann, auch in diesen Lokalen die Frühsprache einzuführen. vor dem die Kammer zitterte und der ihr Achtung einzuflößen verstand; um nur an der Spitze der Geschäfte zu bleiben, weicht er Schritt um Schritt zurück, verleugnet sich und sein Der Streit der Schuhmacher in Burg. Wie wir bereits Programm und findet in seinen Reden Töne, die man ehedem gestern mittheitten, dauert der Streit der Schuhmacher in Burg von ihm nicht zu hören bekam. Man sah es ihm gestern an, fort. Ueber die Verhandlungen, die der Genosse Bock mit den wie er sich überwand und die bitteren Verdammnißurtheile, Fabrikanten geführt hat, ist in den Kreisen der Streifendie sich über ihn ergossen, hinunterschluckte, um nicht eine zweite den eine rege Misstimmung eingetreten, und haben verschiedenen Punkten wurden die Brücken der Baltimore- Dhio Auflage des 81. Januar 1891 heraufzubeschwören. Gleich ihm fich dieselben in einer Konferenz in geheimer Abstimmung Eisenbahn in Brand gesteckt. mögen gestern auch seine Freunde und Berehrer die peinlichsten gegen 2 Stimmen für eine Fortsetzung des Streits erklärt. Die Diese dem Wolff'ichen Depeschenmaterial entnommene Mele Stunden verlebt haben; wie innig mögen sie gewünscht haben, Bedingungen, die von den Fabrikanten unter Zustimmung des dung trägt den Charakter böswilliger Tendenz gegen die Arbeiter ihren Halbgott aus der politischen Arena verschwinden zu Genoffen Bock den Streifenden angeboten wurden, sind von auf der Stirne. Wir müssen sie aber in Ermangelung anderer sehen, wo er sich nicht mehr wie einft mit einem Fauftschlag diesen entschieden abgelehnt. Respett erzwingt und die Bolksvertretung meistert, sondern Nachrichten doch veröffentlichen. sein Ministerium sich durch sein wenig rühmliches Berhalten die zweideutige Bezeichnung eines gabinetto delle ritirate zugezogen hat. J. A.: Carl Schulze, Vertrauensmann. Von den Fabrikanten ist ein Flugblatt verbreitet, in welchem im Austrage Bock mitgetheilt wird, daß der Streit beendet ist und wird das Publikum zum Kauf der Tack'schen Schuhwaaren aufgefordert. Wir fönnen mittheilen, daß Bock das Opfer eines Gabinetto delle ritirate das heißt Rabinet der Rück Bertrauensmißbrauches geworden ist; au einem Flugblatt, züge, Retiraden Ministerium, wie dem veröffentlichten, bat Bod nie feine Kein Wunder, daß Herr Crispi seinen ehemaligen Stols 3uftimmung ertheilt. Mögen also bie Arbeiter nach wie verloren hat. Das Buch thans zieht ihn an, wie der vor ihre Unterſtüßung den Streitenden gewähren und den 3u Magnetberg ein Schiff, das in seinen Bereich gerathen. Die freng fern balten. Wir werden morgen einen ausführlichen Bericht über die Angelegenheit bringen. ausführlichen Bericht über die Angelegenheit bringen. Nemesis vollstreckt sich. Aus Sizilien herzzerreißende Nachrichten. Das Elend ist unbeschreiblich. Und dazu die Wuth über das schmachvolle Urtheil gegen De Felice. Ein neuer Ausbruch der Verzweiflung wird befürchtet. Parteinachrichten. Die norwegische Arbeiterpartei, die bei der letzten Landesversammlung in Bergen 6000 Mitglieder zählte, hat feit bem einen Zuwachs von 5500 Personen erhalten und zählt, wie wir der Frankfurter 8tg." entnehmen, jest 85 Vereine mit 11 500 Mitgliedern. Jedes Mitglied hat bei einem Streit, der von der Leitung der Partei anerkannt worden ist, einen wöchent lichen Betrag von 10 Dere zu leisten. Freisprechung in Boyköttsachen. havelland) wird uns geschrieben: Aus Nauen( Dit Anfang dieses Jahres forderten wir durch ein Flugblatt die hiesigen Arbeiter auf, nicht im Schüßenhaufe au vertebren. zug chwarze Liſten. In dem zu Reiberſtieg- Gamburg Kamm-, Seife- und Toilette Artikel Industrie finden wir das folgende Inferat: g Die Streifenden in Maryland, West- Virginia, Ohio, Indiana, Illinois und Colorado sollen ihre Angriffe auf die jenigen, die die Arbeit nicht niedergelegt haben, fortsetzen, indem fie bie Beamten der mit Kohlen beladenen Eisenbahnzüge mißhandeln und die Eisenbahnwaggons loslösen. Der Gouverneur Mc. Kinley hat infolge deffen weitere Truppen abgesandt. An Ist es richtig, getrennte Frauenorganisationen zu er richten oder die Frauen zum Anschluß an die Organisationen der Männer zu bewegen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Bleichheit in ihrer letzten Nummer im Anschluß an den Bericht ber englischen Women's Trade Unions Assoziation" ( Gewerkschaftsverband der Frauen). Es wird dort dargelegt, daß diejenigen Berufsvereine, die ausschließlich aus Frauen bestehen, mehr und mehr zurückgehen, während die gemischten Organisationen zunehmen. Organisationen, die nur aus Frauen bestehen, heißt dort, ex- nehmer zur Anerkennung ber berechtigten Forderungen der Arbeiterinnen zu zwingen, und der Kapitalist tann gelegentlich die Frauen gegen die Männer und die Männer gegen die Frauen auss spielen. Die bürgerliche Frauenrechtlerin Laby Dilfe, welche ein An die Bürsten 2c, Fabrikanten! Das Offertenblatt, welches mir zugesandt, findet meinen einflußreiches Mitglied der Women's Trade- Unions- Affoziation ist, vollen Beifall. Es würde aber noch mehr an Werth gewinnen, mit den Männern an. Und auf dem Delegirtentag der liberalen räth in Artikeln und Vorträgen ein Zusammengehen der Frauen wenn es von den Arbeitgebern auch dazu benugt würde, anderen Arbeitgebern etwaige Unannehmlichkeiten mit den Gesellen darin Frauenvereinigung zu Portsmouth erklärte Miß Balgarnie, eine mitzutheilen. Es brauchte ja nur angezeigt werden, daß der oder Borkämpferin für die Forderung, Arbeiterinnen als Gewerbeinspektorinnen anzustellen daß Gewerkschaften, denen Männer die betreffenden Gesellen sich die Zufriedenheit des Arbeitgebers und Frauen angehören, zur Gleichstellung der Geschlechter beinicht erworben haben. Die Arbeitgeber tönnen sich auf diese Weife gegenseitig etwas schützen vor der Aufhebung der sozial- tragen. Mehr und mehr bricht sich auch unter den Frauendemokratischen Arbeiter. Denn wenn ein gehäffiger Gefelle dar rechtlerinnen Englands die Erkenntniß Bahn, daß die Arbeiterinnen unter ist, so sucht derfelbe mit Hilfe Gleichgesinnter den Arbeit in ihrem Rampf gegen das Unternehmerthum auf die gemeingeber zu schädigen durch falsche Angaben. Auch werden andere fame Organisation und das Handinhandgehen mit den Arbeitern Gefellen durch Drohungen abgehalten, bei den betr. Arbeitgebern angewiefen sind. Die Fanatikerinnen ber Nichts als FrauenArbeit zu suchen. Dlamentlich in der Solzarbeiter Beitung" Drganisationen werden bald vereinzelt dastehen. machen sie ihrem Unmuth Luft, da dieselbe von allen Gesellen gelesen wird. Desgleichen werden barin Firmen bekannt gemacht, wo tein Gefelle Arbeit nehmen soll, und suchen den Arbeitgeber " 00 Für den Inhalt der Juierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 9. Juni. Opernhaus. Angla. Cavalleria rusticana( Bauern- Ehre). Schauspielhaus. Vom landwirthschaftlichen Balle. Verbotene Früchte. Deutsches Theater. Der Herr Senator. Berliner Theater. Goldfische. Leffing- Theater. Gêne. • OF Madame SansResidenz Theater. Jugend. Bellealliance Theater. Rigoletto. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Alexanderplatz- Theater. neueste Skandal. Der National Theater. Italien in Berlin. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Apollo Theater. Die verkehrte Welt. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Vorstellung. SpezialitätenCastan's Panoptikum. wadeln. Der 13 jährige Riese. Neu: Christliche Märtyrerin. Victoria- Brauerei, Lüßo ostraße 111-112. Garten resp. Saal. Täglich( außer Sonnabends): Stettiner Sänger Herren: Meysel, Häckel, Pietro, Britton, Eberius, Steidl, Bliemchen und Blank. Auf. Sonntags Uhr. Entree 50 Pf. Jeden Abend wechselndes hochamüsantes Programm! Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Ein donnerndes Hoch dem dicken August zu seinem 30. Geburtstage, daß alle boykottirten Flaschen und Gläser in der Stelzner'schen Fabrik Schwiegermütter.[ 11396 Verlobungs- Anzeige. Anna Beeskow Ernst Knobelsdorf Verlobte. Allen Bekannten zur Nachricht. Danksagung. 1122b Bekanntmachung. 298L* Die Stelle eines befoldeten Beigeordneten der Stadt Mainz ist nach Maßgabe der Bestimmungen der Städteordnung für das Großherzog= thum Hessen auf mindestens 6 oder höchstens 12 Jahre anderweit zu besezen. Mit der Stelle ist ein pensionsfähiger Jahresgehalt von 6000 m. bis 7200 M. verbunden. Der befoldete Beigeordnete ist berechtigt und verpflichtet, sofern er bei seiner Anstellung das 50. Lebensjahr noch nicht überschritten hat, der Wittwen und Waisenanstalt für die Angestellten der Stadt Mainz beizutreten. Der Antritt des Amtes soll möglichst bald, spätestens aber am 1. Oktober 1894 geschehen. Bewerber, welche die Befähigung für das Richteramt oder den höheren Den Freunden und Bekannten sage Verwaltungsdienst nachzuweisen vermögen, sind eingeladen, ihre Eingaben ich für die zahlreiche Theilnahme bei unter doppeltem Umschlage, wovon der innere lediglich die Aufschrift der Beerdigung meiner Gattin Hen- Bewerbung um die Stelle eines Beigeordneten" trägt, bis längstens den riette geb. Loeser, sowie für die 1. Juli 1894 an die Bürgermeisterei Mainz zu richten. Die Bewerbungen reichen Blumenspenden, ebenso den müssen eine Beschreibung des bisherigen Lebenslaufes und die Originale oder Damen, die meiner Frau während ihrer beglaubigte Abschriften derjenigen Urkunden enthalten, aus welchen sich die Krankheit die letzten Liebesdienste er- genügende Vorbildung des Bewerbers ergiebt. Mainz, 7. Juni 1894. wiesen haben, meinen herzlichsten Danf. Reinh. Bernicke, Schankwirth, Prinzen- Allee 64. 3032 Sage den Genossen, Freunden, Be fannten und dem Gesangverein Grüne Der Bürgermeister: Dr. Gassner. Arbeiter- Bildungsschule Die Klasse für Nationalökonomie der Nordschule macht am Sonntag, 456/7 Eiche meinen besten Dank für die den 10. Juni, einen Ausflug nach der Theilnahme am Grabe meiner Frau. G. Kuhnt. 1137b wohnhaft Büdlerstr. 8, ist unwahr. Die Beleidigung gegen Geschw. T., Ich ertläre sie für ehrenhafte, anständige Mädchen. E. Schneider. Gr.öffentliche Versammlung der Stereotypeure National- Theater. Brochnow's und Galvanoplafiter Berlins Große Frankfurterstraße 182. Blovität! Novität! Italien in Berlin. Große Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Carl Peters. Musik von A. Wiedecke. Dekorationen aus dem Atelier von Müller und Schäfer. Thinerien vom Theatermeister Otto Beise. Elektrische Beleuchtungseffekte Don Sałowsty. OberKostüme Dom garderobier Paul Hildebrandt. Regie: May Sam ft. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Borstellung 7/2 Uhr. Ball- u. SpezialitätenEtablissement Sebastianstr. 39. Täglich und Umgegend Sonntag, den 10. Juni 1894, Vormittags 11 Uhr, in Gratweil's Bierhallen( oberer Saal), Kommandantenstr. 77/79. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Christeller Spezialitätenvorstellung über Bleivergiftung. 2. Bericht des von nur Künstlern I. Ranges. Anfang der Vorstellung: Entree 30 Pf. Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 20 f. Jm großen Saale: BALL. 411L* G. Brochnow. Im Garten: Großes Konzert. Allgem. Kranken- u. Sterbekasse der Metallarbeiter. Auf der Sommerbühne Aufführung von Lustspielen, Poffen sowie Spezialitäten erften Nanges. Rassenöffnung 51/2 Uhr. Anfang 61/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. ette 8. Aufführungen! Charley's Tante. ( E. H. 29, Hamburg.) Filiale Berlin IV. Sonnabend, den 9. Juni, Abends 81/2 Uhr, Kleine Markusstraße 10: Ordentliche Mitgliederversammlung. Delegirten zur Gewerkschaftskommission und Neuwahl desselben. 3. Bericht über die Thätigkeit des Gewerbegerichts. 4. Verschiedenes. 1124b Das Erscheinen aller Kollegen ist nothwendig. Der Einberufer. Bentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter. Verwaltung Berlin A. 81/2 Uhr, im Lokal von Roll, AdalbertMontag, den 11. Juni cr., Abends ftraße 21: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Wahl der ge- Gehälter für die Ortsbeamten. 2. Wahl Tagesordnung: 1. Festseßung der sammten Ortsverwaltung. 2. Kaffen der Ortsverwaltungs- Beamten und Beitragsammler. 3. Wahl eines Vertrauensarztes. 4. Verschiedenes.[ 300/14 Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. bericht. Borher: Die Bajazzi. 224/18 Die Ortsverwaltung. Friedrichshagen. Parodistische Poſſe mit Gefang in 1 Art Restaurant ,, Waldkater" von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Schluss der Saisen: Freitag, don 15. Juni. Reichshallen DönhoffsPlatz. Im prachtvollen Garten, bei ungünstiger Witterung im Saal. Täglich Humoristische Soirée der deutschen Sänger. Italien in Berlin. EnsembleNordZum Schluß: fzene. Anf. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Sonntags Anf. 7 Uhr. Entree durchweg 50 Pf., nach 9 Uhr 30 Pf. Central- Kranken- u. Sterbekasse Landwirthschaftlichen Ausstellung. Der Eintrittspreis ist um die Hälfte ermäßigt und beträgt 50 Pf. Treffpunkt: Bahnhof ,, Alexanderplah", Haupteingang, Vormittags 9 Uhr. Gäste fönnen sich anschließen. Buchhandlung des Vorwärts" Berlin SW., Beuthstraße 2. In Neu- Auflage ist soeben erschienen und geeignet zur Massenagitation: Christenthum und Sklavenfrage. Aus den Reichstags- Reden der Abgeordneten Dr. Lieber, Pastor Schall und A. Bebel bei Berathung des Kolonialetats am 20. Februar 1894. Preis: Einzeln 5 Pfg. Bei Bezug von 100-500 Gr. 3 Pfg ,. bei Bezug von über 500 Ex. 2 Vfg. pro Exemplar. Porto zu Lasten der Besteller. Ihres Inhalts und billigen Preises wie des aktuellen Interesses wegen eignet sich diese Schrift ganz besonders zur Massenverbreitung, namentlich in tatholischen und in jenen Gegenden, wo das protestantische Muckerthum dominirt. Gegen die salbungsvollen Deklamationen Lieber's und Schall's konstatirt Bebel in seiner scharfen und schlagfertigen Weise den Widerspruch zwischen christlichen Redensarten und christlicher Praxis und weist an den geschichtlichen Vorkommnissen die Thatsache nach, daß die Vertreter des Christenthums allezeit und überall jede Form wirthschaftlicher Ausbeutung: Sflaverei Leib eigenschaft- freie" Lohnknechtschaft- im Interesse der jeweilen herrschenden Klassen zu vertheidigen verstanden haben- trot ber entgegenstehenden theoretischen Lehren Christenthums. des 448/18 der Tischler u. f. w. Ausstellung Italien in Berlin. s. Köpnickerstr. 37, 2 Min. vom Bahnhof, mitten im Walde gelegen, 2000 Per Oertliche Verwaltung Berlin E. fonen fassend. Raffeeküche, 4 Regel Sonntag, den 10. Juni 1894, 1127b Vormittags 10 Uhr, bahnen, Belustigungen aller Art. Borzügliche Speisen und Getränke. Sält im Lokale des Herrn Wilfe, Hochstr. 32a, sich Vereinen und Gesellschaften bestens Mitglieder- Versammlung. empfohlen. Frei- Konzerte finden regel mäßig jeden Sonntag, Dienstag und Freitag statt. H. Koslowsky. M. W. Walter Zeughofstraße Nr. 3. Offerire Ring freies Rathenower Export- Tafelbier, Dresdener Hofbrauhaus, Münchener Brauhaus, hell und Tagesordnung: 1. Neuwahl der gesammten Verwaltung, Aerzte u. s. w. 2. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der wichtigen Tagesordnung halber ist zahl reiches und pünktliches Erscheinen er wünscht. Die Ortsverwaltung. ( Stadtbahn- Station: Zoologischer Garten.) Täglich geöffnet von Morgens 10 Uhr bis Abends 12 Uhr. Massen- Konzerte sämmtl. italien. Musikkorps, darunter des Gr. italienischen Opern- Orchesters des Maestro Cav. Gialdino Gialdini. Entree 50 Pf.I Sonnabend, den 9. und Sonntag, den 10., Abends 81/2 Uhr, in der großen Arena: Auftr. des Cav. Prof. Eugenid Pini, Fechtmftr. der tgl. Ital. Marine. Grosses Fechttournier auf Floret und Säbel, Kontrahenten: Fechtmeister Neumeister, Neumann, Luigi Sestini, Baron Meloni, Ugo de Veroli. Bum Schluffe: duntel, fret Haus, 32 Flaſchen 8 Mart Verein der polnischen Entscheidungsmenfur um die Meiſterſchaft der Welt 3 Butter nur Natur 216L* & Pfund 1 Mart bis 1 Mart 20 Bf. Frische Eier von 45 Pf. an. Mehl, 2 Bib. 25 f. Pflaumen 2 Pfd. 35 Pf. Brennfpiritus Liter 25 Sozialdemokraten. Morgen Sonntag: zwifchen Cav. Pini und dem Universitätsfechtmeister Prof. J. Hartl aus Wien. Sonntag früh von 5/2 bis 10 Uhr bei günstiger Witterung: FrühKonzert sämmtlicher Musik- und Sänger- Chöre. Entree bis 10 Uhr 30 Pf. Landpartien. Grünan. 0000000-0-000000 Landpartien. Grünau. Pf. Sämmtliche Kolonialwaaren billigst. Weißbier! Für Fabriken und Werkstätten sowie für Wiederverkäufer liefere Passage- Panopticum. ich mein Versand- Weißbier in Ein unübertrefflicher Güte zum Preise von 3 Mt. für 40 halbe oder 45 4/10 oder 25 8/10 oder 20 ganze Flaschen, frei Dahomey- in's Saus, in Flaſchen mit PatentDorf verschluß, ohne Pfandberechnung. Fernsprecher Amt Schöneberg No. 92. Die gemeinsame Abfahrt ist 1/49 Uhr früh vom Schlesischen Bahnhof ab. Das Versammeln in Grünau findet im Gartenrestaurant Schöz, Röpenicker. 259/8 straße 105, statt. Bur regen Betheiligung der Mit Die Kommiffion. glieder und Gäſte ladet ein mit 51 wilden A. Seidler, in Weibern. Tägl. 8 Vorführungen. u 11, 12, 4, 5, 6, 7, 8, 9 Uhr. Noack's Sommer- Theater. Täglich: Brunnenstrasse 16. Schöneberg, 214L* Evora- Bräu orgl. Qualität empfiehlt in Gebinden v. 20-100 Ltr. 30 F1. = 3 M. Sedauftrahe Ur. 73-75 and 82. Otto Linke, Lagerhof 3. Berliner Weissbier- Brauerei. Telephon Amt III Nr. 404. Schweizer Garten. Am Friedrichshain. Am Königsthor. Täglich: Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. 6 Volksbelustigungen aller Art. Im neu parquettirten Saate: Täglich: Gr. Ball. Von 5-72 Uhr: Freier Damentanz. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Entree 30 Pf., Billets vorher 25 Pf. 0000-0-000000 Restaurant zum Zeuthener See. Inhaber: Ernst Künzel. Station: Hankels Ablage- Zeuthen Freireligiöse Gemeinde. Borziligt. Ausflugsort für Landpartien, größere Geſellſchaften Sonntag Vormittag 10% Uhr, im ofenthalerstr. 38, int großen Gaal, Quergebäude 1 Tr. Vortrag von Herrn E. Vogtherr: Eid und Eidesform. Gäste sehr willkommen. 76/8 Vereine ze. Angenehmer Aufenthalt an Wald u. Wasser. Sommerwohnungen. Tanzfaal, Billards, Kegelbahnen, Kaffeeküdje. 897b Mitheilung für die Herren Gastwirthe! Erlaube mir hierdurch anzuzeigen, daß ich aus dem Verein der Berliner Brauereien ausgeschieden bin, und offerire mein goldfarbenes und dunkles( Münchner Facbe) Carlsberger Bräu mit 248L* Großes Housert, Theater- und Spezialitäten Anfang des Konzerts 6 Uhr, der Vor- Platz für 8000 Perf. Vorzügl. Bairisch- Bier 10 Ltr. 15 Treptow. Kümpel's Parkſchloß. Größter Garten Treptow's.- Festsaal für 1000 Personen. 21 Mark pro Coune inkl. Spundgelb. Treptow's.- Feitfaal Friedrich Reichenkron, Brauerei- Carlsberg, Charlottenburg, Spreestraße 3( Telephon Nr. 83). stellung 7 Uhr. Die Kaffeeküche ist geöffnet. 11 Kegelbahnen, Kaffeeküche, Volksbeluftigungen aller Art. Bu Sommerfesten ganz besonders geeignet. 153L Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Gierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„Vorlviirts" Berliner Bolksblatt. Nr. 131. Somtabend, den 9. Juni 1894. 11. Jahrg. VotzKokkivk Und: i. Schultheiss-Brauerei, Aktien-Gesellschaft, Berlin(und Tivoli). 2. Brauerei F. Happoldt. 3. Böhmisches Brauhaus, Kommandit-Gesell- schaft auf Aktien, A. Knoblauch. 4. Brauerei Barl Gregor, Berlin(Adler- Brauerei). 5. Vereius-Brauerei Rixdorf. 6. Spandauer Berg-Brauerei, vorm. C. Bech- urann, Westend bei Charlottenburg. 7. �htieu- Gesellschaft Schloss• Brauerei Schöneherg. LoUsles. Willtommeu! Aus dem Plötzenseer Rumfutsch- Eldorado ist endlich gestern unser braver Genosse E n d e r s entlassen. Elf Monate acht Tage hat er wegen Ausgleitens der Redaktionsfeder in die vom Strafgesetzbuch und der Recht- sprechung geschaffenen Maschen im Gefängniß zubringen müssen! Unser wackerer Kampfgenosse ist insbesondere deshalb sehr hoch bestraft worden, weil das Gericht„die Tendenz des„Vorwärts"" zur Begründung der Verurtheilung verwenden zu dürfen glaubte. Die„Tendenz" bleibt unverbesserlich. Hoffentlich erholt Enders sich bald von seiner langen Gesängnißstrapaze. Bierköuig Rösicke'S Worte uud— Thaten. Am 19. Mai, gleich nach der Boykott-Erklärung schrieb der„Vorwärts" mit bezug auf den Arbeitersreund Rösicke folgendes:„Wer ein Unter- nehmer großen Stils heißen will, darf seinen Profil nur mit dem vorschriftsmäßigen sozialpolitischen Angenausschlag einsäckeln und muß von praktischem Christenthum triefen wie ein Braukessel von Würze." Die Wahrheit dieser Worte hat keiner eklatanter bewiesen als Rösicke selbst mit seinem eigenen Munde am b. Juli 1891, bei der Eröffnungsfeier des Kinderheims in Pankow. In der nur für den internen Kreis der„Seinen" berechneten Rede leistete sich der ungekrönte Aktien-Vierkönig in Arbeiterfreundlich- teit, praktischem Christenthum, Harmonieschalmeien, national- ökonomischer Unwissenheit, Selbstverherrlichung u. f. w. das denk- bar Höchste, so daß wir uns nicht versagen können, auf die Gefahr hin, daß man uns den Vorwurf der Indiskretion macht, wenig- stens die markanten Stellen im Folgenden wortgetreu wieder- zugeben: Verehrte Festgenossen! Es war am 30. September 1889, als der Aufrichtsrath unserer Gesellschaft mir die Miltheilung machte, daß er— einer früheren Anregung von mir Folge gebend— be- schloffen habe, bei der nächsten Generalversammlung die Bewilligung einer Summe von 20 000 Mark zu be- beantragen, welche zur Erbauung eines Kinderheims in Pankow verwendet werden sollte zur Erinnerung an meine LS jährige Thätigkeit in der Schultheiß- Brauerei, sowie in Anerkennung der erzielten Er- folge. Sie wissen, daß die Generalversammlung vom 29. November 1889 den Antrag des Aufsichtsrathes genehmigt und daß die vorjährige Generalversammlung einen weiteren Be- trag von 10 000 M. für den inneren Ausbau und die Einrichtung des Houses zur Verfügung gestellt hat. � Wie ich bereits auf dem am Abend meines Jubiläums ver- anstalteten Feslessen hervorzuheben Gelegenheit hatte, konnte mir kein äußeres Zeichen der Anerkennung will- kommener sein, als dieses! Ist es doch geeignet, als dauerndes Die landwirthschaftliche AnssteUung, welche am Mittwoch im Treptower Park eröffnet wurde, erscheint in der Hauptsache als eine Ausstellung von Zucht- und Zugvieh, von landwirthschaftlichen Maschinen und Geräthen. Gewiß, es piebt auch anderes zu sehen, ein Schock ausgestopfter Vögel, das Reliesbild einer Berliner Rieselseldanlage, einige Rieseurüben, vierzeiligen Moorweizen, der schier keine Granen hat, Damew kapellen, verschiedene Gesteinsproben und Mineralien, Kraft futtermehle und Dungstoffe, eine kleine Fischausstellung, in der auch ein oder zwei Krebse zu sehen sind, eine Pserde-Ringbahn, welche noch langsamer geht, als die faulste Sekundär- bahn: aber das Alles ist doch nur Nebensache, Aufputz Brimbrorium, wie die komischen Mützen, welche die Ausstellungs- kellner tragen; die Hauptsache sind Vieh und Maschinen. Und in dieser Beziehung ist viel zu sehen. Vieles und Schönes. Die lustigste der Ausstellungsbuden ist unstreitig diejenige, in welcher hinter Drahtgittern das bewegliche Hühnervolk sich seines Lebens freut. Da ist ein ewiges Gekrähe und Gegacker, als sollte der jüngste Tag anbrechem Und was für Töne dieses Gesindel in der Kehle hat! Da giebt's Hähne, die sehen aus, als hätten sie sich eine Unterhose bis zu dem Hals hinaufgezogen und ihr Kollern klingt wie das dumpfe Rasseln einer zehn- pfundigen, kopfgroßen Kuhschelle; die Zwerghähnchen auf der anderen Seite piepsen wie die Jüngjerchen. Und dann ist noch ein malaiisches Huhn da. das ist ein Unikum. Die Flügel hat es zwischen die Beine genommen, den Kops eingezogen und nun hockt es da wie ein Fahnenträger, dem das Laufen zu dumm geworden; sein Gesicht ist um nichts intelligenter als dasjenige einer Taube der nächsten Abtheilung, die ausschaut wie ein in der Entwicklmig zurückgebliebener Bart- Seier, der all seine Lebenstage nichts anderes als ostelbischen usel getrunken. In den Thierbuden muß jedem Berliner das Wasser im Munde zusammenlaufen; Fett und nichts als Fett und Fleisch in allen Stadien der Entwickelung und Blüthe. Man fragt sich unwillkürlich: Was, so etwas giebt's in Deutschland, und wenn man in Berlin ein Rindfleich ißt, thät's Nolh, man bestellte zu- gleich mit dem Gericht eine Portion frischer Zähne? Die Herren vom Ausstellunaskomitee wußten wahrscheinlich, weshalb sie den Eintrittspreis so hoch hinauf setzten; ein Proletarier müßte beim Anblick dieser lebendigen Fleischberge vor Zorn ja aufkochen wie ein Suppentopf. Fett sind diese Schweine, Schafe, Rinder alle, fett, daß sie sich kaum rühren können. Und wie vielerlei Arten und wie grundverschieden von allgemeinem Typus, welchen ein Nichtaararier in der Erinnerung hat, sind oft diese Thiere! Hier die feinwolligen Merinoschafe, dick wie eine Walze, kaum erblickt man das Auge unter den Zotteln der herabhängen- den Wolle, die auf dem Rücken über bandhoch empor sich rinaelt Wahrzeichen dafür zu gelten, daß die unter meiner Leitung stehende Gesellschaft bestrebt ist, mit der Verbesserung ihrer Lage auch die Lage der von ihr beschästigten Arbeiter günstiger zu gestalten, daß sie es als eine Pflicht anerkennt, nicht nur für das Wohlergehen ihrer Angestellten selbst, sondern auch für das ihrer Familien nach Möglichkeit bedacht zu sein. Gerade dadurch, das hoffen wir, wird das Band, welches Arbeitgeber und Arbeitnehmer, welches Direktion und Angestellte in jedem Betriebe umfassen sollte, bei uns immer f e st e r und f e st e r sich gestalten! Je mehr von gewisser Seite darauf hingearbeitet wird, dieses n a t ü r- li ch e Band zu lockern, desto mehr muß es unsere Aufgabe sein, uns aneinander zu schließen.... Verehrte Festgenossen! Fünfundzwanzig Jahre ist eine lange Zeit, wenn sie vor uns liegt, und eine kurze, wenn sie hinter uns liegt! In der Erinnerung kommt die Vergangenheit nur zur rechten Geltung, wenn man sich vergegen- wärtigt, was innerhalb einer gewissen Spanne Zeit geschehen und geleistet worden ist. Gestatten Sie mir daher einen kurzen Rückblick aus jene LS Jahre, soweit sie das Brauerei-Unternehmen betreffen, von dessen Gedeihen unser aller Wohl und Wehe mehr oder weniger abhängt.— Ich war noch nicht 20 Jahre alt, als mein Vater im Jahre 1864 die Schultheiß- Brauerei von dem bald darauf verstorbenen I o b st Schultheiß käuflich übernahm und mir die Leitung derselben übertrug. Das Geschäft war damals allerdings noch klein, denn der Abfatz betrug im ersten Jahre nicht ganz IS 000 Hektoliter. Immerhin wäre mir die Erfüllung der mir gestellten Aufgabe bei meiner Jugend und den da- maligen mangelhasten Einrichtungen nicht möglich gewesen, wenn nicht eine bewährte Kraft in der Person des damaligen Brau- meisters Beck mir zur Seite gestanden hätte. Diesem Mann danke ich und dankt das Geschäft, dem seine Kraft gewidmet war, sehr viel, und ich bin stolz darauf, daß er mich»och heute, nach beinahe 40jähriger Thätigkeit in der Brauerei mit Rath und Tbat unterstützt. Das Geschäft entwickelte sich in erfreulicher Weise und machte mich mein Vater nach wenigen Jahren zum Theilhaber desselben. Die Ausdehnung, die das Unternehmen bald erreichte, ließ es im Interesse der übrigen Familienmitglieder wünschenswerth erscheinen, dasselbe im Jahre 1871 in eine Aktien-Gesellschaft umzuwandeln, in welcher rch die Direktion übernahm. Ich glaubte, nicht lange in dieser Stellung zu bleiben, weil ich meinte, ich würde in den engen Formen, die eine solche amtliche Stellung gegenüber der eines Eigenthümers mit sich bringt, keine Befriedigung für meine Thätigkeit finden können. Sehr bald aber sah ich ein, daß es im Leben ganz gleich i st, unter welcher Form, in welcher Eigen- s ch a s t man etwas leistet, sofern man nur den Platz ausfüllt. der einem angewiesen ist. Das ist es, was man heut zu Tage nicht oft genug hervorheben kann: Nicht Alle können das gleiche sein! nicht Jeder kann der Erste sein! Es kann nicht Jeder Arbeitgeber, nicht Jeder Besitzer sein! Das eine ist aber möglich und auch nöthig, daß wir uns alle gegenseitig achten und lieben, lieben in echt ch r i st l i ch e m Sinne, indem wir einander nur Gutes zutrauen und uns gegenseitig zu nützen suchen.— Dieses Gefühl der Achtung und Liebe möchte ich vor allem denen gegenüber zum Ausdruck bringen, die seit langen Jahren mit mir gearbeitet und dazu bei- getragen haben, daß aus der anfangs kleinen Schultheiß- scheu Brauerei das jetzige bedeutende Unternehmen entstanden, daß dessen Absatz von 15 000 Hektoliter im Jahre 1364/65 aus 225 000 Hektoliter im laufenden(1391) Jahre, also um das 1ö- fache gestiegen ist. Es sind dies nicht nur meine Kollegen, die Herren Scheibe! und Merten, sowie Herr Braumeister Hauser. sondern die große Zahl von Beamten, Gehilfen und Arbeitern. die seil langer Zeit bei und mit uns thätig sind. Ich gebe nnch der Hoffnung hin, daß auch die neuere Ausdehnung, die die Schullheiß-Brauerei durch die Vereinigung mit der Tivoli- Brauerei erfahren hat, zum Nutzen des Ganzen ge- reichen und daß ein gutes Einvernehmen zwischen den Vor- gesetzten und Angestellten der einen Brauerei mit denen der anderen sich herausbilden werde.--- Soweit Herr Rösicke! Wie diese Worte zu seinen Thaten, und so dicht und zart ist, wie das feinste Wassermoos. Dort die Sropshire Schafe, zierlich, glatt geschoren, mit schwarzen Köpfen und Beinen, die kleinen Heidschnuckeu, die hochbeinigen ostfriesischen Milchschafe, deren Haar, schwarz- braun oder weiß urinlang herabwallt wie bei den Angoraziegen. Kommt man von diesen Echasriesen dann zu dem einsamen Somali- Fetlsteiß-Knirps, der einem aus seiner Negervisage anblinzelt wie ein geprügelter Hund, so muß man unwillkürlich lachen. Das ehrwürdigste lebendige Gestell in der ganzen Ausstellung aber ist der Ziegenbock Peter; hätte der unier der Negierung des seligen ikaisers Hadrian sein mannbares Alter erreicht, er hätte ans grund seines Monstrunis von einem Barte eine An- stellung als Staatsphilosopb sicher erlangt. Die Zahl der ausgestellten Pferde, Rinder und Schweine ist Legion. Es zeigt sich auch bei ihnen, wie Faullenzen und gutes Esse» die Körper veriveichlicht und desormirt. So ein feistes Jorkshire Schwein schläft länger als ein Rentier, während die knochigen oberpfälzer Landschweine ihre langen Köpfe eifrig hin und her werfen und jeden Augenblick bereit sind, ihre Hauer zu probiren. Unter den Rindern scheint viel„Ausstellungswaare" zu sein. Wenigstens sagte ein Aussteller z» einem Bäuerlein, das nach langem Zögern, Ueberlegen und Rechnen seine Geneigtheit zu erkennen gab, eine Prachtkuh in seinen Besitz zu bringen: „Geht nicht, mein Lieber. Die verknusen wir nicht. Die haben wir extra für die Ausstellung präparirt. Betritt man den großen, viereckigen Platz, auf welchem die taufende von Maschinen und Gerälhe Ausstellung gefunden, dann erkennt man so recht, in welchem Maße die Landwirth- schaft heule Wissenschaft geworden. Wie weit ist hier die Eni- Wickelung fortgeschritten, wieviel Menschenkraft ist durch Maschinen unnöthig gemacht, durch Maschinen, die oft so zierlich sich ans- nehmen, wie ein Spielzeug. Eine Berliner Firma hat ein vicrpferdigcs Petroleum- lokomobil ausgestellt, das kaum größer ist als die Gewandtruhe eines Dienstboten; und doch genügt sie vollständig für jede Kleinbahn. Wie plump und unbeholfen waren noch vor wenigen Jahren die in Deutschland gebauten Lokomobilen für Dampfdreschmaschinen! Heute hat schier jede das Aussehen eines Schmuckstückes. Und immer praktischer, immer handlicher werden selbst die einfachsten Gerälhe. Aus der Ausstellung sieht man eine neue Buttermaschine, die nach dem System der Wellenbadschaukel konstruirt ist; der leiseste Anstoß bringt das Ganze in wiegende Bewegung. Wie uralt und un- praktisch nimmt sich dagegen das schmächtige Faß aus, mit welchem sich die bayerische Gebirgsbäueri» stundenlang herum- ärgert, daß ihr der Schweiß in ganzen Strömen vom Ge- sichte fließt! Und doch, wenn man sich die Sache überlegt, für wen haben all diese Erfinder und Konstrukteure sich abgemüht? Wem fällt der Nutzen, der Profit zu, der mit diesen hundert und tausend Maschinen erzielt wird? Dem Kapitalisten, dem Groß- den vollzogenen und den neuerdings angedrohten Entlassungen völlig schuldloser Arbeiter, stimmen— darüber keine Worte, das wissen die Arbeiter, die so lange thätig sein werden, bis sie den Sieg über Rösicke und Konsorlen errungen haben. Sie haben den„großen" Bismarck besiegt, sie werden auch mit diesen„kleinen Bismarcks" fertig werden. Allgemeine Heiterkeit dürfte unter der Arbeiterschaft ei« Geseires erwecken, das in einem der berufensten Jobberblätter, dem„Berliner Börsen-Courier" zur Zeit angestimmt wird. Das Blatt, das schmunzelnd zugeschaut hat, wie die Arbeiter vor, unter und nach dem Sozialistengesetz von Behörden und Unter- nehmern gehudelt worden sind, schreit jetzt gelegentlich des Bier« boykotts und der angeblich terroristischen Kontrollmaßregeln, die damit verbunden sein sollen, in die Welt hinaus: � „Weite B-völkerungsschichten stehen thatsächlich bei uns unter dem Bann des Sozialismus, nicht etwa seiner Lehren und seiner Anschauungen, sondern seiner Schreckensherrschaft, seines Zwanges, der weit schlimmer ist, als es jemals irgendwo der von den Sozialdemokraten so böse gemalte Zwang des Kapitalismus ge- wesen. Kleine Gewerbetreibende und Handwerker müssen zu den sozialdemokratischen Kassen beisteuern, müssen sozial- demokratisch stimmen und womöglich sich auch äußerlich sozial- demokratisch geberden, wenn sie nicht wirthschaftlich ruiNirt sein wolle». Mit dieser Rücksichtslosigkeit, welche die Sozialdemo- kraten von den Agrariern erlernt haben könnten, haben die Sozialdemokraten gewisse Vortheile und Erfolge erzielt, und deswegen haben sie sich jetzt daran gemacht, das gleiche Spiel in einem weiteren Kreise und gegenüber kräftigeren Elementen zu versuchen. Es ist geradezu unglaublich, was bisher schon die Brauereien und die Gastwirthe von den Sozial- demokraten sich haben gefallen lassen, und es geschieht ihnen ganz recht, wenn auf grund ihrer Nachgiebigkeit und Schwachherzigkeit die Forderungen an sie immer mehr gestiegen sind. Jetzt sind sie allerdings bis in's Maßlose gestiegen, und das wird ver sozialdemokratischen Gewaltherrschaft hoffentlich ein Ende bereiten." Wir glauben im lächelnden Einverständniß mit unseren Lesern handeln zu können, wenn wir den Schmerzensschre» des Organs der Brauerei-Akiionäre, deren Papierchens immer tiefer im Kurs sinken, dankend als Zeugniß dafür quittiren, daß die Abwehrmaßregeln, zu denen die Arbeiterschast schreiten mußte, vollauf die wünfchenswerthe Wirkung ausüben. Die Schläge sitzen, denn der Jobber schreit! Sie lassen mit sich handeln. Wie das„Kleine Journal' mittheilt, hat die Höhe der Konventionalstrafe, welche in der Saalbesitzer-Versammlung festgesetzt ist, eine Abänderung erfahren. Es soll jetzt eine Konventionalstrafe von S00 M.(nicht 3000 M.) und sür die Brauereien eine solche von 3000 M.(nicht 10000 M.) beschlossen worden sein. Vielleicht ist man großmüthig und läßt noch einige Nullen ab. Woher sollen die„Saatbesitzer" in ihrem stillen Kämmerlein denn auch die Tausende nehmen und nicht stehlen? Die sozialdemokratische Fraktion der Stadtverordneten« Versammlung hat folgenden Antrag eingebracht: Die Versammlung ersucht den Magistrat, die amt- lichen Bekanntmachungen auch durch die hier erscheinende Zeitung„Vorwärts" Berliner Volksblatt zur öffentlichen Kenntuiß zu bringen. Arbeiter-Vildungsschule. Die Klasse für Nationalökonomie der Nordschule veranstaltet am Sonntag, den 10. d. Mts., einen Ausflug in die Landwirth schaftliche Ausstellung, die gegenwärtig im Treptower Park stattfindet. Der Eintritts- preis ist für die Theilnehmer dieses Ausflugs um die Hälfte herabgesetzt und beträgt S0 Pfennige. Da sich Gäste anschließen können, und bekanntlich nur dieser eine Sonntag in die Äusstellungswoche fällt, so ist Jedem, der sich für die gegenwärtige Entwickelung der landwirth- schaftlichen Technik, das Maschinenwesen u. s. w. interessirt, zu empfehle», sich an der Exkursion zu bctheiligen. Die Theil- nehmer versammeln sich Sonntag früh 9 Uhr am Bahnhof „Alexanderplatz", Haupteingang von der Königstraße. Wem es grundbesitzer, dem Großbauer und höchstens noch dem Mittel- bauer. Eine von Fowler neu konstrnirte Lokomobile sür den Dampfpflug kostet 25 000 M. All diese vier-, sechs- und acht« scharigen Dainpspflüge, diese Mähmaschinen, Sämaschinen. Rieseneggen, Kartoffel-Legemaschinen, Centrifngen kosten Geld und setzen einen großen Betrieb voraus, sollen sie sich rentire». Ich sah manchen Bauer, der mit glänzenden Augen an ein Ge- räth herantrat, dessen Brauchbarkeit er aus den ersten Blick er- kannt, aber nachdem er den Preis erfahren, zuckte er zusammen und drückte sich seitwärts. Sehr interessant ist die Darstellung der in einigen Gegenden Norddeutschlands immer mehr in Aufschwung kommende Moor- kultur; ungeheuere Torfmoore werdender Landwirthschaft zu- gänglich gemacht. Der auf Mooruntergrund gezogene Weizen und Roggen ist schier gerade so entwickelt wie der in den fettesten Boden gesäte. Diese Abtheilung mögen sich besonders diejenigen Herren ansehen, die eine Narrenlache anschlugen, als vor Jahr und Tag ein Sozialdemokrat von der Kultivirung der Lüneburger Haide sprach. Auch das preußische Ministerium für Landwirthschaft be- findet sich unter den Ausstellern. Unter andern hat es auch einige Photographien von Gehöften der neuen Rentenbauern zur Ansicht ausgestellt. Aufrichtig ge- standen, einen besonders guten Eindruck machen diese Wohn- und Wirthschaftsstälten nicht, ob sie nun nach niedersächsischer Art, Hans und Scheuer in einem Truinm oder in der geschlossenen viereckigen Hofform erbaut sind. Die Wände sind meist Riegelbau, und stellenweise ist sehr viel Holz verwendet. Freilich kosten sie nur 600 bis 700 M., aber wir glaube», das ist noch manchem Ne»ten„bauer" viel zu viel. Die Ausstellung ist im allgemeinen noch immer schwach be- sucht, obwohl sie nur noch bis zum Montag dauert. Der eine Grund mag lie schlechte Witterung sein, der andere ist ganz entschieden der hohe Eintrittspreis. Am ersten Tag betrug dieser 3 Mark, an den nächsten zwei Tagen 2 Mark, für jeden der übrigen Tage soll eine Mark bezahlt werden. Das ist doch sehr geschmalzen! Nun ja, die deutsche Landwirthschafts- Gesellschaft, welche die Ausstellung veranstaltet, hat im letzten Jahre nur 270 000 M. Ueberschutz erzielt. Man steht im schönen Treptower Park jetzt viele Grafen und Herren und Großgrund- besitzer herumstolziren, aber auch viele Bauern zaghaft von einem Schaustück zum andern sich wenden. In dieser Beziehung unter- scheidet sich die Ausstellung sehr vortheilhakl von der Feenpalast- Versamnilung der Bündler. Am meisten Aussehen erregte am Freitag ein schwäbischer Bauer. Mit einem unbändigen Dreispitz, rother Weste, langen Gamaschen und einem Schwanker, dessen Schäjte bis an die Knöchel reichten, kam er dahergestiegen. In der Rechten hielt er einen großen Moses- stecken, und seine vorgeschobene Unterlippe schien zu schmunzeln: Wasch? Ich gefall' Euch?! Sanften und setzten?! Und es sah ihm jeder nach vom kleinste« bis zum größten.— Jeffer paßt, der kann sich um 9/2 Uhr am Bahnhof" Treptow"| zahllose Arbeitslose giebt, würde sich für diesen Tagelohn aller-| Abtheilung des Innern der Regierung abgelegen, auf den Ne einfinden. dings dem Herrn E. Reiß keiner dienstbar erzeigen. gierungspräsidenten übergegangen find, so ist sur Zeit, so meit nicht in den Gesetzen besondere Ausnahmen gemacht sind, auch heiten zu treffen, also auch Absperrungs- und Aufsichtsmaßregeln nur dieser befugt, Vorkehrungen gegen ansteckende Krant behuss Verhinderung der Verbreitung derselben zu erlassen. „ Der rothe Sanitätsrath." Unter dieser Stichmarke bringt Aus dem Fenster gestürzt ist am Donnerstag Mittag das Berliner Tageblatt" folgende Mittheilung: Vor einiger um 12 Uhr die 54 Jahre alte Zimmervermietherin Mathilde Zeit erschien im Vorwärts" eine Mittheilung des Inhalts, daß Krusch. Sie war damit beschäftigt, die Fenster ihrer am Kaiser ine Arbeiter Sanitätstom mission gebildet worden Franz- Grenadierplay 4 im vierten Stock belegenen Wohnung zu et, deren Vertrauensmänner die Aufgabe hätten, fanitären Uebel- reinigen, verlor das Gleichgewicht und fiel auf den Bürgersteig Neue Kniffe bei der Verübung von Taschendiebstählen tänden nachzuforschen. Im Mai erschien dann im Vorwärts" binab. Die Verlegungen waren so schwere, daß der Tod auf der tamen in zwei Verhandlungen zur Sprache, welche geſtern vor daß der Lo eine Notis, in welcher über die Wirksamkeit dieser Kommission Stelle eintrat. der achten Straffammer des Landgerichts 1, beziehungsweise voi oeziehungsweise eines ihrer Mitglieder berichtet wurde. In der Sörligerstraße, so hieß es in derselben, befinde sich ein haupt Polizeibericht. Am 7. d. Mis. Morgens fiel ein Maler der 136. Abtheilung des Schöffengerichts stattfanden. Vor der forderungen in keiner Weise genüge. Die Wände seien naß und in den Borgarten hinab und erlitt eine Verstauchung des Rück- und Hilprecht wurden die beiden Angeklagten dadurch auffällig, daß der Hausdiener Gustav Westphal. Den Kriminalbeamten Wand ächlich von Arbeitern bewohntes Haus, das den fanitären An- gehilfe aus dem ersten Stocke des Neubaues Landgrafenstr. 18a Strafkammer standen der Arbeiter" Heinrich Stephan un mit Schimmel bedeckt, und die Bewohner deshalb leidend. beim Pugen der Fenster ihrer im vierten Stocke des Hauses Leipzigerstraße entlang gingen, wobei sie sich wiederholt durch grats, des Armes und des Fußes. Mittags stürzte eine Frau fie jeder in gleicher Richtung aber auf beiden Bürgersteigen die Polizeilicherseits wurde festgestellt, daß sich in dem betreffenden Kaiser- Franz- Grenadier- Plas 4 belegenen Wohnung auf den Blicke verständigten. Die Angeklagten drängten sich möglichst Haufe in der That ein rothbärtiger Mann, der sich den dort Bürgersteig hinab und starb auf der Stelle. wohnenden Familien als„ Stechercheur der Sanitätskommission" dicht an die Damen heran, welche vor den Schaufenstern standen. and des„ Vorwärts" vorgestellt, über die gesundheitlichen Bu- fraße fiel ein Kutscher in der Trunkenheit vom Wagen und 808 Den Beamten fam es so vor, als ob der eine Angklagte dem In der Nacht anderen ei bie stände und die Beschaffenheit der einzelnen Wohnungen erfundigt ich eine bedeutende Verlegung am Kopfe zu. In der Nacht anderen ein Zeichen machte, hatte. Damit glaubte er aber feine Pflicht noch nicht erfüllt um 8. d. Mts. fand im Hause Waldemarstr. 51 ein kleiner haben, erklärte vielmehr, Brand statt. auch die Frauen törperlich untersuchen# 1 müffen, um fefttellen zu können, ob ihr törperlicher Zustand, besonders aber der reiche Kinderfegen, dem er im Hause begegnet, auf die chlimmen Wohnungsverhältnisse zurückzuführen feien. Eine Frau war auch den Gründen des Mannes zugänglich und ließ sich untersuchen; von anderen wurde der Biedermann zur Thür Stationen. hinausgeworfen. Die Kriminalpolizei warnt vor dem Manne, der, wie gesagt, durch seinen rothen Bart besonders cenntlich ist. er Uns ist nicht bekannt, welchen thatsächlichen Untergrund die Swinemünde. Mittheilung hat, die von dem, wie bekannt, namentlich in Hamburg Schauergeschichten wohl bewanderten Berliner Tage Berlin In der Viktoria, Witterungsübersicht vom 8. Juni. Barometerftand in mm, reduzirt auf b. Meeressp. Windrichtung Winditärke LABDA2DA8( Stala 1-12) Wetter Temperatur ( nach Celfins 50 C. 4° R. 750 NO 754 752 Regen bedeckt Regen 10 760 W bedeckt 12 13 12 760 NW bedeckt 11 756 St bedeckt 15 762 754 Still wolfenlos Dunst 14 762 NW 3 wolfig 12 13 760 • 764 NM SW 3 wollig 13 wollig 12 war, deuten welches dahin zu betreffende Dame in ihrer Seitentasche ein Portemonnaie berge, beiden Nunmehr wurden die Verdächtigen auf's Genaueste beobachtet. Die Beamten faben, daß Stephan sich auf die andere Seite des Straßendammes begab, mit Westphal einen Blick des Einverständnisses austauschte und sich dann an mehrere Damen herandrängte, welche nebeneinandergehend den größten Theil des Bürgersteiges in Anspruch nahmen. Als Stephan sich dicht hinter den Damen befand, that er in sehr ges fchickter Weise, als ob er stolperte, mit gebeugtem Oberförper vorwärtsschießend, streifte er die ihm zunächst gehende Dame in heftiger Weise. Diese betam einen solchen Schreck, daß sie nicht beobachtet hatte, daß der stolpernde Mann ihr bei dem Zusammenstoß mit großer Fingerfertigkeit das Portemonnaie aus der Tasche geholt hatte. Sie wurde es erst gewahr, als die Be amten hinzusprangen, beide Angeklagten ergriffen und dann die Dame fragten, ob sie bestohlen sei. Das Portemonnaie wurde bei dem Angeklagten Stephan gefunden. ES stellte sich heraus, daß man es mit einem gewerbsmäßigen Taschendieb zu thun habe, welcher schon schwere Buchthausstrafen hinter sich hatte. Jm Termine fonnte er den vorliegenden Fall nicht leugnen, er bestritt aber, daß Westphal, den er erst wenige Tage zuvor fennen gelernt habe, blatt" aufgetischt wird. Wohl aber können wir zu der Wiesbaden. in wohlwollendster Absicht in die Deffentlichkeit gefeßten München Geschichte erklären, daß der Vorwärts" noch niemals eine Wien Person zu Recherchen der geschilderten Art beauftragt hat. Ob Haparanda Der Name der Arbeiter- Sanitätskommission, die bekanntlich feit Petersburg etwa zwei Jahren sich der vom besten Erfolge getrönten Auf- Cort. gabe unterzieht, die sanitären Mißstände in den Arbeitervierteln Aberdeen Berlins aufzudecken, von irgend einem Strolch zu unlauteren Paris Bweden gemißbraucht worden ist, haben wir zur Stunde noch Witterung in Deutschland am 8. Juni, 8 1hr Morgens. fein Helfershelfer gewesen sei. Dem Letteren fam zu gute, daß nicht in Erfahrung bringen können. Sobald wir Näheres in der Angelegenheit erfahren haben, werden wir natürlich darüber Deutschland mit Ausnahme des Nordostens sehr reichliche der vorliegenden Verdachtsmomente freizusprechen. Nachdem auch im Laufe des gestrigen Tages in ganz er bisher unbestraft war, der Gerichtshof zog es vor, ihn trob berichten. Stephan Gewitterregen herniedergegangen sind, welche zu Berlin über wurde zu vier Jahren Zuchthaus, fünfjährigen EhrAuf den fünf städtischen Nathswaagen haben im ver- 24 Millimeter Regenhöhe ergaben, hat das Barometer zu steigen verlust und Stellung unter Polizei- Aufsicht verurtheilt. gangenen Jahre im Ganzen 79 365 Verwiegungen( einschließlich begonnen. Das Wetter ist jedoch noch größtentheils trübe und der zur Feststellung des Taragewichts gebührenfrei gewogenen etwas regnerisch. An der Nordsee haben sich stürmische Nordwest 27 685 Posten) stattgefunden, wofür 41 562 M. an Waagegeldern winde, an der Odermündung stürmische Nordostwinde erhoben eingenommen wurden. Außerdem wurden auf der Gold- und und auch im Binnenlande haben sich die westlichen Winde erheb Silberwaage am Betriplay 89 Posten von 172 Kilo Gesammtlich verstärkt. Die Temperatur, welche jest auch im Süden gewicht für 15,60 M. Waagegeld gewogen. Die Zahl sämmtlicher ziemlich stark gesunken ist, liegt heute Morgen in den meisten verwogenen Posten betrug 43 187, Gegenden zwischen 11 und 13 Grad, nur Breslau meldet noch Wetter- Prognose für Sonnabend, den 9. Juni 1894. Etwas wärmeres, zeitweise heiteres Wetter mit schwachen " 1 Berliner Wetterbureau. Sie färben roth, fle färben gut. Nämlich die Wasser: 16 Grad Celsius. wagen" der Linie Spittelmarkt- Wedding der Großen Berliner Omnibus- Gesellschaft. Wie schon gestern bemerkt, haben diefelben die unter den gegebenen Berhältnissen nicht besonders westlichen Winden; keine oder unerhebliche Niederschläge. angenehme Eigenschaft einer Brause, indem sie das herabströmende Regenwasser wie ein Sieb durchlaffen. Dieses unfiltrirte Regenwasser bewirkt nicht allein eine direkte Beschmutzung der Gewandung der Fahrgäste, sondern auch eine indirekte, indem die durchnäßten Rückenlehnen aus rothem Plüsch ihre Farbe den Rücken der Fahrgäfte in bebentlicher Weise mittheilen. Diese Entdeckung verursachte vorgestern in einem dieser Wagen begreiflichen Schrecken bei den lichtgekleideten Fahr gästen, besonders bei den Damen. Was den guten Berlinern doch alles geboten wird! Ueber die Heiligkeit des Eigenthums" tönnen sich auch zuweilen bei ehrfamen Handwerksmeistern berechtigte Sweifel einstellen. Ein hiesiger Tischlermeister St. hatte nach einem Neubau in Rigdorf die Fournituren geliefert, fonnte aber sein Geld von dem Bauherrn nicht erlangen. Da wiederholte Mahnungen nichts fruchteten, so griff der Handwerker zu einem Gewaltsmittel; in der Nacht zum Mittwoch vor 8 Tagen fuhr er nach dem Neubau hinaus und holte sich die Waare, für welche er feine Zahlung erlangen konnte, zurück, um am nächsten Morgen dem Bau Unternehmer von dem Gewaltstreich Mittheilung zu machen. R., der geglaubt hatte in vollem Recht zu sein, wird die That jedoch arg büßen müssen. Auf Antrag des geschädigten" Unternehmers ist gegen den Tischlermeister wegen Einbruchsdiebstahl" die gerichtliche Untersuchung eingeleitet worden! " Gerichts- Beitung. Soziale Meberlicht: der Kellner Paul Schmitz bei Ausübung von Taschendieb3arter, aber nicht weniger verfch mit ging stählen zu Werke. Der Kriminalbeamte Wand hatte an dem Tage, als der Blumen- Rorso in Charlottenburg stattfand, vor Kranzler's Gcfe Unter den Linden Aufstellung genommen. Auf dem Bürgersteige standen tausende von Menschen, um die vorüberfahrenden mit Blumen geschmückten Wagen zu fehen. Der Beamte beobachtete den Angeklagten, wie diefer sich stets dicht neben Damen stellte. Eine der Damen griff plözlich nach ihrer Tasche und sah den neben ihr stehenden Angeflagten scharf an, welcher aber dadurch einen gegen ihn aufgetauchten Verdacht zu zerstreuen wußte, daß er mit beiden Händen in den Taschen harmlos dastand. Der Kriminalbeamte, dem von dem kleinen Vorgang nichts entgangen war, nahm ben Angeklagten aber doch feft, untersuchte dessen Taschen und machte eine Entdeckung, die ihm bisher noch nicht vor= gekommen war. Der Angeklagte hatte bie unteren Von einem bemerkenswerthen Versuch, Veröffentlichungen Seitentaschen feines Ueberziehers, sowie auch das Futter durch die Presse erforderlichen Falles außerhalb des Rahmens an jener Stelle burchschnitten. jener Stelle burchschnitten. Seine Hände in seine des Preßgesetzes zu stellen, giebt der 24. Band der Entscheidungen eigenen Taschen steckend, griff er durch die Deffnung in die des Reichsgerichts Kunde. Der Einsender eines beleidigenden Taschen der neben ihm stehenden Damen. Die Bewegungen seiner Artikels war von einer Straffammer außer Verfolgung gesetzt Hand wurden vollständig durch den darüber hängenden Schooß worden, weil die im§ 22 des Presgesetzes vorgesehene Ber- feines Roces verdeckt. Die Behauptung des Angeklagten, daß jährungsfrist abgelaufen war. Die Staatsanwaltschaft hatte es der mißglückte erste Versuch gewesen, bei dem er ertappt hiergegen die Revision eingelegt und den Versuch gemacht, die worden sei, ließ sich nicht widerlegen und so kam der Unneue Theorie zu verfechten, daß der Einsender des Artikels durch geklagte tros des Raffinements seiner Handlungsweise mit zwei fortgesettes Handeln daffelbe Strafgesetz wiederholt verlegt habe, Monaten Gefängniß davon. daß somit sein Handeln unter den Gesichtspunkt der Idealfonkurrenz falle. Mit anderen Worten: Die Staatsanwaltschaft wollte neben der mit Wissen und Willen des Angeklagten erfolgten Veröffentlichung des Zeitungsartikels auch schon in der Einsendung des Manuskripts eine einfache Beleidigung erblicken, für welche die furze Breßverjährungsfrist nicht zutreffe.- Das Au die Mitglieder der Ortskaffe der Tischler und Reichsgericht hat diese staatsanwaltliche Auffassung von der Pianoforte Arbeiter Berlins! Die hiesige Tischlerinnung Natur der Presdelikte in jeder Beziehung als unzutreffend ver- beschloß in ihrer letzten Quartalsversammlung eine eigene worfen. Es heißt in dem betreffenden Erkenntniß unter anderem: Innungs- Kranfenfasse zu gründen. Wird diese Gründung von Ein Bild von dem granenhaften Glend, unter dem Nach regelmäßigem Berlaufe der Dinge fann ein Beitungsartikel, der Aufsichtsbehörde bestätigt, so sind die bei Innungsmeistern schon der Jugend des Proletariats der schwache Funken von werden, ohne daß schon vor dem Zeitpunkte des Erscheinens der Sie gehen dann der Rechte, die sie sich durch jahrelange Mitder ehrenrührige Behauptungen enthält, gar nicht veröffentlicht arbeitenden Kollegen gezwungen, der Innungskasse beizutreten. Lebensfreudigkeit mitleidlos zertreten wird, entrollt sich, nach der betr.Zeitungsnummer einzelne Personen( Redakteur, Sezer, Drucker, gliedschaft in der Ortstaffe erworben haben, verlustig. An Stelle Mittheilung eines Gerichtsberichterstatters bei Betrachtung der Korrektor) von dem Inhalt und zwar mit Wissen und Willen der zweiundfünfzig Wochen Krankengeld bei der gut fundirten, vier Kinder im Alter von 5-11 Jahren, welche jetzt häufig nach des Einsenders oder Redakteurs dem Moabiter Kriminalgericht kommen, um Kenntniß erhalten. Schon und auch, wie von jener Seite wiederholt anerkannt wurde, gut ihre Mutter zu besuchen und deren Hilfe anzurufen. Die Kinder kommen aus hieraus ergiebt sich, daß, wenn die Verfolgung der von dem An- verivalteten Ortstaffe würde die Mindestleistung von dreizehn Weißenfee, wo bisher die Eltern wohnten. Der Vater ist in die geklagten durch die Veröffentlichung seines Korrespondengartikels Wochen bei der Jnnungskaffe treten. Bei den herrschenden Fremde gegangen, um Arbeit zu suchen, die Mutter sitzt in Unter- begangenen Beleidigung verjährt war, auch die Verfolgung wegen schlechten Verhältnissen, die ein schnelleres Wechseln der Werkfuchungshaft wegen Urkundenfälschung. Sie soll auf falschen diese Auffassung um so mehr gerechtfertigt, wenn man den Sinn nicht in die Lage fommen, vollberechtigte Mitglieder zu werden. nicht öffentlicher Beleidigung unstatthaft war. Es erscheint itätten naturgemäß mit sich bringen, würden die Kollegen gar Namen und gefälschten Miethsvertrag Waaren auf Abzahlung und Zweck der Bestimmung im§22 des Preßgefeges in Betracht zieht. Während Ihr in der Ortskaffe Personen, die Euer Vertrauen entnommen und zu Gelde gemacht haben. Die Kinder find bei einer Tante Tante in Pflege, die Nach diesem soll die Strafverfolgung aller Verbrechen und Vergehen, haben, mit der Führung der Geschäfte betraut, darüber wachen felbst zwei Die burch die Verbreitung von Druckschriften begangen werden, tönnt, daß Euren Kraufen Meditamente verabfolgt werden, die Kinder hat und obendrein nicht ganz bei Sinnen fein in sechs Monaten verjähren. soll. Die Kinder flagen über schlechte Behandlung und Die Motive begründen dies mit auch geeignet sind, die Gefundung zu fördern, müßt Ihr dort fuchen bei der Mutter Schuß und Silje, allerdings vergeblich, einem Hinweise auf die Natur der Breßdelifte". Damit ist die Fürsorge für Euer Wohl dem Unternehmerthum überlassen. fuchen bei der Mutter Schuß und Hilfe, allerdings vergeblich, offenbar gemeint, daß der fofortigen Verfolgung der im Augen- und fragt Ihr, weshalb man sich auch hier wieder bemüht, Euch denn wenn auch ab und zu die Besuche genehmigt werden, to denn wenn auch ab und zu die Besuche genehmigt werden, so blicke der Begehung an das Licht der Deffentlichkeit tretenden zu schädigen? Nun, da in der Innungskasse die Beiträge, die ist doch die Mutter in der Haft außer stande, etwas zu thun. Preßdelikte regelmäßig nichts im Wege stehe, und daß mit Rück- beide Parteien zu zahlen haben, eher höhere, denn niedrigere als Wenn die Untersuchungshaft andauern sollte, so meint unser ficht auf ihre der Regel nach bald vorübergehende Bedeutung in der Ortskasse sein werden, da die Leistungen gegenüber der Gewährsmann, wird sich wohl die Weißenfeer Gemeinde der und Wirksamkeit eine unverzügliche Aburtheilung und endgiltige anderen Kaffe zurückbleiben müssen, fann man nur zu der ErRinder annehmen müssen. Also doch! Wer aber entfänne sich hier nicht des Dichter- Grledigung anzustreben sei. Legt man aber die Auffaffung der flärung kommen, es handelt sich darum, die Vormundschaft der Also doch! Wer aber entfänne sich hier nicht des Dichter: worts: Ihr laßt den Armen schuldig werden, dann überlaßt Revision zu Grunde, so würde regelmäßig, wenn eine Innungshelden über die Gesellen zu sichern. Kollegen! Gegen Druckschrift beleidigenden Inhalts erscheint, eine Wenn wir übrigens nicht irren, verlangt Reihe vorhergegangener nicht öffentlicher Beleidigungen vorliegen, erfordert es. Es werden zu diesem Zwecke am Montag und ganze dieses Vorgehen muß protestirt werden, Euer eigenstes Interesse man auch von derart zerzausten Geschöpfen in allem Ernst, daß die mit dem Breßdelift in Jbealfonkurrenz stehen. Wollte man Mittwoch nächster Woche zwei Versammlungen stattfinden.( Siehe fie in" Gottesfurcht" und" Liebe zum Vaterlande" aufwachsen annehmen, daß in allen diesen Fällen die furze Verjährungsfrist Annonce vom Sonnabend und Sonntag.) Kollegen! Es ist sollen! nur für die öffentliche Beleidigung laufe, dagegen nach Ablauf Gure Pflicht, in diesen Versammlungen Mann für Mann zu erArge Enttäuschung hat gestern Nachmittag ein Bahnhofs- dieser die vor dem Erscheinen der Druckschrift erfolgten Mit- fcheinen. dieb erlitten. Gin Schiffer, der mit dem um 6 Uhr theilungen des Artikels als besondere nicht verjährte Beleidi 43 Minuten vom hiesigen Anhalter Bahuboje abgehenden Zuge gungen übrig blieben, so würde die Bestimmung des§ 22 des nach Dresden fahren wollte, war vor der Zeit dort eingetroffen Breßgesezes hinsichtlich der Beleidigungsdelifte fast ganz ihrer und hatte außerhalb der Absperrung seinen grauen Handkoffer vom Gesezgeber beabsichtigten Wirksamkeit und Bedeutung verunter eine Bank gestellt. Um sich mit Bigarren zu versehen, vers luftig gehen. ließ er auf höchstens 5 Minuten den Bahnsteig. Diese Zeit ihr ihn der Pein! 38 E. Roblenzer, Vorsitzender, Adalbertstr. 96. J. Conrad, Schriftführer, Staligerstr. 118. Lohnkommission der Zimmerleute Danzig's geschrieben: Die Zum Streit der Zimmerer in Danzig wird uns von der Situation ist unverändert, ca. 100 Zimmerer haben die Stadt hatte einem herumlungernden Diebe genügt, um mit dem Koffer Zum Erlaffe von Absperrungs- oder Aufsichtsmaß verlassen. Die Arbeitgeber verharren hartnäckig auf Fallenlassen unbemerkt zu verschwinden. Die Spigbüberei hat dem Thäter regeln behufs Verhütung des Einführens oder Verbreitens einer der Forderung des Minimallohnes. Die Streifenden wollen die unbemerkt zu verschwinden. Die Spizbüberei hat dem Thäter ansteckenden Krankheit ist, nach einer vorliegenden Reichsgerichts. Forderung auf 88 Pf. Minimallohn ermäßigen, sofern die Arbeitnichts eingebracht; denn der Inhalt des Roffers bestand aus alten Entscheidung weder der Landrath, noch der Amtsvorsteher oder geber jegt darauf eingehen wollen. Der Kampf ist ein harter. Stiefeln und werthlosen Kleidern. Dagegen ist dem Eigenthümer ber Kreisphysikus die zuständige Behörde, sondern einzig und Buzug ist bisher feiner eingetroffen. Die Einigkeit der Streifenein empfindlicher Berlust erwachsen, da er seine von Jugend auf allein der Regierungspräsident. angesammelten Bapiere darin aufbewahrte. Der Bestohlene hegt gebung, so heißt es in Die Reichs- Gefeß- den ist vorzüglich. Um Unterstügung wird dringend gebeten. dem betreffenden Erkenntniß, den Wunsch, daß der Dieb die Papiere nicht vernichten möge. hat in dieser Beziehung bis jeht Bestimmung noch und Begräbnißtaffe für Mädchen und Frauen Die IV. Generalversammlung der Zentral Krankenleberziehermarber machen sich in der letzten Zeit wieder nicht getroffen bie deshalb Frage nach Deutschlands führte am 6. d. M. ihre Berathungen zu Ende. auffallend bemerkbar. So sind namentlich die Universität und zu entscheiden. In Preußen ist ein Wirthshaus in der Friedrichstraße heimgesucht worden. nach der Instruktion zur Geschäftsführung der Regierungen in Der Sih der Kaffe bleibt in Offenbach und wurde der seitherige den f. preußischen Staaten vom 28. Oftober 1817 im§ 2 Nr. 3 Borstand widergewählt. Auch der Ausschuß, der seinen Siz in Die Gefängnißarbeit scheint berufen zu sein, nicht nur den als zu den der ersten Abtheilung der Regierung überwiesenen Braunschweig bat, wurde einstimmig wiedergewählt. Um 2 Uhr Sandwerkern, sondern auch den Schreibern Ronkurrenz bieten zu Gegenständen gehörig der Erlaß von Vorkehrungen gegen an- Nachmittags wurde die Generalversammlung durch Frau Bußfollen. Wie uns nämlich mitgetheilt wird, wurden um die Ofter steckende Krankheiten und Seuchen unter Menschen" aufgeführt. Berlin als Vorsitzende geschlossen. zeit im Hausvoigtei- Gefängniß am Moltenmarkt von den Sträf- An die Stelle der ersten Abtheilung ist nach der Rabinetsordre In der Junung& presse wird die Nachricht, der Handelslingen, die dem Raufmanns resp. Schreiberstande angehörten, vom 31. Dezember 1825 die Abtheilung des Innern getreten minifter laffe einen neuen Entwurf betr. Gewerbekammern, der im Auftrage des Herrn G. Reiß Sammellisten für bedürftige und diese hat die Funktionen der ernen Abtheilung beiden Theilen, Innungen und freien Handwerkervereinigungen, Kinder" angefertigt. Der Verdienst, ber hierfür den Sträflingen übernommen. Da nach§ 18 des Gesetzes über die allgemeine genehm sei, ausarbeiten, mit steptischem Lächeln aufgenommen. gewährt wurde, betrug--- 20 Bf. pro Tag. Troudem es Landesverwaltung vom 30. Juli 1888 bie Geschäfte, welche der Man erklärt Berrn von Berlepfch ganz trocken, daß die Innungen " dem Landesrechte und ift als kompetente Vertreter des Handwerks alles ablehnen, was besigende Klasse großes Gefchret. Sehen wir dabei nicht fort die meisten Unterschiebungen vorkomment.( Lebhafter Beifall.) ihre nicht geringen- Ansprüche nicht befriedigt. Inzwischen während, daß jede Forderung, die die Arbeiter an die Referentin schloß mit der Mahnung, die Versammlungsbeschlüsse dauern die Verbandstage und Konferenzen der Wackeren fort. Unternehmer stellen, mit einem Boykott beantwortet wird? hoch zu halten und tein boykottirtes Bier zu trinken.( AnDie deutschen Kürschner werden durch lange Aufrufe zu einem Was sind denn die schwarzen Listen anderes, mit haltender Beifall.) In der Biskussion bezeichnete Herr Kluge, Rongreß eingeladen, der im Anschluß an die Messe in denen die Unternehmer streifenden Arbeitern nicht blos welcher erklärte, Sozialist vom reinsten Wasser zu sein, das Leipzig tagen, und wo berathen werden soll, wie sich das an ihrem derzeitigen Wohnorte, sondern durch ganz Feiern der Böttcher am 1. Mai für brutal, als eine Dittatur des Kleinhandwerk vor dem aufgesperrten Rachen des Großkapitals Deutschland die Beschäftigung abzutreiben suchen? Und unter: Proletariats.( Pfui!) Auch er hätte sich das Feiern am 1. Mai in Sicherheit bringen kann. stüßen dieses Vorgehen nicht die Staatsbehörden, üben diefelben nicht gefallen lassen.( Dho.) Redner belannte, auch ein Versammlungen. Wie stellen sich die Frauen zum Bierboykott? Mit diesem Thema beschäftigten sich am Donnerstag Abend vier große Versammlungen, die von der Frauen- Agitationstommission einberufen waren. Die Versammlungen erfreuten sich troß des un günstigen Wetters eines sehr zahlreichen Besuches. " Wir können feinen Nachdem noch Die das Daß auch die Post- Unterbeamten nicht heirathen dürfen nicht in Eisenbahn- und anderen Betrieben den Boykott gegen fleiner Geschäftsmann zu sein.( Aha!) Infolge des Boykotts ohne Erlaubniß ihrer Vorgesetzten, dürfte gewiß nicht allgemein Sozialdemokraten selbst aus? Alfo die bürgerliche Breffe hat seien die Brauereien genöthigt, den Betrieb einzuschränken! bekannt sein. Vor uns liegt ein von der faiserlichen Ober- Post- gar keinen Anlaß, sich über die Anwendung dieses Mittels zu Ohne Hilfe der bürgerlichen Gesellschaft sei fein Streit durchzudirektion Dresden ausgestelltes Beugniß, aus dem hervorgeht, daß beklagen. Redner erinnert an die in der Freisinnigen Beitung" führen. Hier handele es sich nicht um wirthschaftliche Fragen, der Inhaber desselben aus dem Post Unterbeamtendienste ent- trinken, das nicht von Ringbrauereien stammt, und an den über bahin, daß der 1. Mai nur dann durch Arbeitsruhe gefeiert empfohlene Boykottirung der Lokale, in welchen Arbeiter Bier sondern lediglich um eine Machtfrage. Der Parteibeschluß laute lassen worden ist, weil er sich ohne Vorwissen der Ober- Post- einen Berliner Schnapsfabrikanten megen feines Eintretens für werden solle, wenn dies ohne wirthschaftliche Schädigung gedirektion in noch zu jugendlichem Alter verheirathet hat." Das Treptow von Charlottenburger Beschäftsleuten verhängten Boytott fchehen könne. Er befürchtete, daß der Boykott zu Ungunften ber ist fa wirklich ein beneidenswerthes Loos. Es tommt aber hinzu, daß der Uebelthäter, ein und fügt hinzu: Wir halten uns darüber nicht auf, wir reißen Arbeiter enden werde. Die Brauereien warteten darauf, daß feine Herren Vorgesetzten einen nach dem anderen der bürgerlichen Gesellschaft nur die Heuchlermaste vom Geficht die Streitagt begraben werde. Redner wünschte, daß diesem Wunsche himmelhöch gebeten hatte, ihm doch das Heirathen und zeigen ihr, daß sie Zeter und Mordio schreit, wenn Arbeiter Rechnung getragen werde. Der Kampf sei den Brauereien aufzu geftatten, und er hatte auch einen sehr triftigen zur Bertheidigung ihrer Rechte sich eines Mittels bedienen, das sie gedrängt worden.( Fronischer Beifall.) In der weiteren Diskussion Grund dazu er wollte dem schon vorhandenen Sohne auch bei jeder Gelegenheit anwendet. Der Referent streift ferner das bot sich reichlich Gelegenheit, den Herrn Kluge gründlich zu widerlegen. offiziell einen Vater geben und obwohl er damit doch gerade der Aufheben, welches Nösicke von seinen Wohlfahrtseinrichtungen at her fertigte ben Sozialisten vom reinsten Wasser" unter bürgerlichen Moral genug thun wollte, so war es ihm nicht macht, und er führt bürgerliche Professoren, wie Herkner- Straß- größtem Beifall der Versammlung in gebührender Weise ab und möglich, den Konsens zu erlangen. Er war aber zu moralisch burg, und Fabrikdirektoren, wie den verstorbenen Reichstags- ließ auch den Herren vom Brauereiringe die nöthige Beachtung und heirathete drum ohne Erlaubniß. Die Folge war die Ent- Abgeordneten Grat, als Zeugen dafür an, daß es der reinste zutheil werden. 8a cha u tennzeichnete gleichfalls den Standlassung. Bu bemerken ist, daß der Betreffende im 24. Jahre Schwindel ist, wenn die Unternehmer so thun, als ob die Wohlfahrts- punkt des Herrn Kluge, beschäftigte sich mit den neuesten Vorstand. Freilich, wenn die Reichspost ruhig zusehen wollte, wie einrichtungen nur für die Arbeiter von Nuzen wären. Gr kommt gängen in dem Kampfe gegen die Brauereien und ermahnte zum ( Lebhafter Beifall.) ihre Beamten so mir nichts dir nichts alle heirathen, dann müßte würdigt zum Ergößen der Versammlung die darin zum Aus- Raschel, Stiller und Fischer das Wort genommen, zu sprechen und festen Zusammenhalten zum er prif Sapple sie bald auskömmliche Löhne zahlen; das geht aber nicht an, bruck gebrachte Fürsorge für die Gesundheit der Arbeiter. Wenn wurde folgende Resolution einstimmig angenommen; weil der Militärmoloch die Postüberschüsse braucht. Darum darf sie den Beamten solche leichtfertige Handlungen nicht gefeine Schicksalsgenossen über diese Art von Solidarität mit ihm Brauereien einverstanden und verpflichtet sich, mit aller Energie Happoldt weiter darin nur sein Bier anpreist, fo mögen sich heutige Versammlung erklärt sich mit dem Boykott der sieben statten. auseinandersegen. Die größte Unverschämtheit aber ist es, wenn für denselben einzutreten, bis die Forderungen der Arbeiter be er dem Unternehmer eine Einwirkung auf das Verhalten der willigt sind. Die Frauen verpflichten sich, den Kampf durch beArbeiter in Dingen, die jenen gar nichts angehen, zumuthet. sonderes Augenmerk auf das Flaschenbier zu unterstützen." Waren wir, wie gesagt, gezwungen, den Kampf aufzunehmen, Der Ueberschuß der Tellersammlung wurde für die Brauereis so wissen wir doch auch, daß er Opfer fostet. Eine Reihe von arbeiter bestimmt. fleinen Existenzen wird hart bedrängt dadurch, diese müssen wir, foweit sie zu uns gehören, wenn sie wegen ihrer Abhängigkeit der Gastwirthe und Bierintereffenten von RixRigdorf. Hier fand am 7. Juni eine Versammlung von boykottirten Brauereien nicht im stande sind beren Bier oh subestellen, dadurch schadlos zu halten suchen, daß wir andere Berdorf und Briz statt einberufen im Auftrage der legten tränke, wie Weißbier, Selterwaffer 2c. bei ihnen entnehmen. Boltsversammlung vom Bureau derselben beren Tagesord In Reinhardt's Gesellschaftshaus, Hasens allgemeinen Bierboyfott verhängen.nung lautete:" Stellungnahme zum Boytott". Etwa 700 Berhaide 57, bestand der überwiegend größte Theil der ca. 800 bis weil der Biergenuß an sich nicht zu beseitigen ist. Wir wollen fonen batten sich eingefunden, worunter sich vielleicht 200 Gast 900 Versammlungsbesucher aus Frauen. Uhrmacher Georg aber wenigstens einige von den Brauereibefizern an ihren Beldwirthe befanden. Sämmtliche Fahrer und Mitfahrer, fowie Wagner gab in seinem Referat ein übersichtliches Bild über beutel treffen und wie lange diefe fieben aushalten, das fragt einige Brauer und Buchhalter der Rigdorfer Vereins- Brauerei, die Entstehung und den bisherigen Verlauf des Boykotts und sich; wir greifen den Feind da an, wo er am schwächsten ist. waren angetreten". Genosse ente, welcher das Referat übernommen hatte, suchte unter Hinweis auf knüpfte daran eine herbe, aber treffliche Kritif des Verhaltens deras haben nun die Frauen in diefem Kampfe zu thun? Gine ablehnende Verhalten der Brauereidirektoren Berlins gelegentlich bürgerlichen Presse. Namentlich sei es die der freisinnigen" Volks- Beleidigung der im Saale anwesenden Damen wäre es, menn der Unterhandlungen mit denselben wegen des Flaschenbierpartei, welche die auf Bernichtung der Organisation der Arbeiter man nicht annehmen wollte, daß diefelber ihren Männern in verschleißes, der Spundgeldzahlung u. f. w. den anwesenden gerichteten Bestrebungen des Brauerringes und seiner Hinter- diesem Kampfe treu zur Seite stehen. Aber es genügt nicht, von Gastwirthen begreiflich zu machen, daß sie in ihrer großen Mehrmänner nicht nur vertheidigen, sondern diese zu noch abscheu- dem Genusse boykottirten Bieres in Wirthschaften abzuhalten; beit mit ben Arbeitern einen Strang zu ziehen hätten. Er belicheren Maßnahmen gegen die Arbeiter verheßen, auf der die Frauen haben ihr Hauptaugenmerk auf das Flaschenbier zu rührte dabei die Erfolge der Berliner Gastwirthe- Kommission, anderen Seite aber nach Polizei und Staatsanwalt sich fast die legen, wo sie ihre Waaren kaufen, da müffen sie darauf halten, deren Aufgabe es ist, auswärtiges Bier( Nichtringbier) nach Rehle heifer schreien, sobald die Arbeiter zu Repreffalien greifen, die daß der Mann kein boykottirtes Bier führt. Die Arbeiter hahen Berlin zu ziehen. Gerade die Unmenge fleinerer Gaftnur darin bestehen, daß sie auf den Genuß des Bieres aus be- ein Recht zu verlangen, daß die Geschäfte, in welchen sie ihre wirthe, bemerkte Redner, habe das größte Interesse stimmten Brauereien verzichten resp. ihren Konsum einschränken. Bedürfnisse einkaufen, auch dieses Bier abschaffen und die Ar- daran, fich mit jener Kommission behufs Lieferung Sonst kann das honnote Bürgerthum nicht genug über die Völlerei beiter in dem ihnen aufgezwungenen Kampfe unterstützen. So ,, toscherer" Biere in Verbindung zu feßen, wollten der Arbeiter wettern, welche meist alle das schöne viele Geld am gut die Unternehmer den Kampf in dem Bewußtsein führen, bie Betreffenden nicht ihre Kundschaft verlieren, die vorwiegend Lohntage gleich verfaufen, jetzt wo sich diese einige Entfagung daß sie für den ganzen Kapitalismus kämpfen, so gut oder ausschließlich aus Arbeitern bestehe. Sei auch ein Theil auferlegen, tönnen diefelben Beute wieder nicht genug darüber muß der Arbeiter wiffen, daß er bei Unterſtügung der schimpfen, daß die Arbeiter eigentlich zu wenig trinken und daß Brauer der ganzen Arbeiterschaft nüßt; sie müssen sich diefer Wirthe bei Ringbrauereien verschuldet, so wäre das nicht so schlimm, hätten sich doch unter den mit der Bierkommission deshalb das schöne Bier verkommt.( Stürmische Heiterkeit.) bewußt sein, daß sie einen Kampf gegen das ganze Unternehmer so schlimm, hätten sich doch unter den mit der Bierkommission verhandelnden Nichtringbrauern Millionäre gefunden, die unter Geschimpfe wenig oder gar nichts; selbst der aus Dankbarkeit wiffen, meine Damen, daß die Sozialdemokratie, die in dem mit hinein in den Kampf.( Beifall.) Der Vorsitzende forderte Grreichen können die Bierproben durch ihr und der Preßtofaken toute eine Dens bie Die in den Umständen gern zu„ Ablösungen“ bereit wären. Also muthig für ihm erwiesene Anerkennungen" des Unternehmerthums Kampfe für die Freiheit auch die Rechte der Frauen verficht, von Ergen Richter ausgehende Nath: alle ordnungsliebend nicht ohne Sie ſiegen fann. Gehen Sie in den Kampf mit der mehrmals die Gegner auf, fich zum Wort zu melden; er sicherte ihnen volle Redefreiheit zu. Niemand wünschte das Wort. gesinnten Männer sollen nur speziell boykottetes Bier trinken, leberzeugung, daß auch in diesem Bierboykott der Sieg unser Da auch im Sinne des Referats feiner der Anwesenden zu kann den betreffenden Brauereien wenig nügen. Wenn sie auch sein muß, weil das Recht auf unserer Seite ist.( Lebhafter, an- reden wünschte, wurde ein mittlerweile eingegangener Antrag, ihr Bier gelegentlich und öfter als sonst spazieren fahren lassen, haltender Beifall.) Ios werden sie es doch nicht, denn die ordnungsliebenden und In der Diskussion nahmen zwei Redner das Wort, Gegner Kommission zu belegiren, angenommen; auf Aufforderung des drei Rigdorfer Gastwirthe in die Berliner Bierbeschaffungs zahlungsfähigen Männer geben echtem Bier" den Vorzug. Mag meldeten sich troß Aufforderung nicht. Die Resolution, die in Vorsitzenden stimmten nur Gastwirthe. Bestimmt waren annähernd das Boykottbier versauern, uns tann es nur lieb sein, ist es doch den letzten großen Bersammlungen zur Annahme gelangte, wurde 200 Gastwirthe anwesend, die überwiegende Mehrheit derselben das einzigste Mittel, dadurch der Frivolität des Brauerringes darauf einstimmig angenommen. Borher hatte Wenzel miteinen Riegel vorzuschieben. Die kleinen dem Ring angehörenden getheilt, daß ein in der Versammlung verbreitetes Flugblatt, enthielt sich der Stimmenabgabe. Gewählt wurden Fricke, Brauereibefizer bereuen es schon bitter, Herrn Rösicke auf den nach welchem der Burger Schuhmacherftreit( bei Tack) beendet Treptowerstr. 4; Ostertag, Prinz Handjerystr. 34; A. Schau= Leim gegangen zu sein und nur die hohe konventionalstrafe hält sie sein solle, die unwahrheit berichtet. Der Streit besteht fort, die mann, Prinz Handjerystr. 68. Abgesehen von einer durch den Barbier der Vereinsbrauerei, Schweißer, beabsichtigten Störungvon ihrem Austritt ab. Der Redner fam dann zum Schluß auf Tack'schen Waaren sind weiter zu meiden. derselbe wurde durch den Vorsitzenden gleich gebührend zur Ruhe den noch in großem Umfange betriebenen Flaschenbierhandel der Im Elysium waren ungefähr 700 Personen erschienen. Das gebracht verlief die Versammlung ruhig. - D Sieben" bekannten Brauereien zu sprechen, schilderte weiter das Referat hatte der Reichstags- Abgeordnete Ewald Vogtherr Elend der Ausgesperrten und die Nachtheile der durch den übernommen. Ein Trick, so äußerte sich der Vortragende bei Boykott in Mitleidenschaft Gezogenen, was eine baldige Be- Besprechung der vorliegenden Frage, tönne nicht scharf genug endigung des Kampjes als fehr erwünscht erscheinen läßt. Thut gerügt werden: Das trampshafte Bestreben der gegnerischen jeder Einzelne feine Schuldigkeit, so muß der Sieg unser werden. Blätter, die Ausgesperrten in" Streifende" umzulügen. Man Heber die Wetter- Katastrophe vom Donnerstag wird uns Vornehmlich sei darauf zu achten, daß boykottetes Bier operire hierbei mit der gleichen Perfidie, als wenn die angreifen aus Wien geschrieben: Wien ist von einem furchtbaren in Flaschen nicht etwa unter" falscher Flagge", nament- den Kapitalisten von der„ Abwehr" sprechen. Das sei gewiß Elementarereigniß beimgesucht worden. Schon in der lich in Kaufläden, Grünkram- und Milchhandlungen 2c. 2c. alles andere als Defensive. Warum habe man Böttcher, welche Nacht vom 6. zum 7. Juni herrschte eine entsetzlich drückende verkauft wird. Für die gemaßregelten Brauerei Arbeiter einzu- an die Arbeit zurückgekehrt seien, mit Lohnreduktionen bedacht? Schwüle. treten, ist eines jeden Pflicht, nicht eher dürfen wir raften, bis man beabsichtigte, gleichzeitig mit der Knebelung der Arbeiter schweren schwarzen Wolfen zu überzieben und um 7 Uhr brach der Ring" gesprengt ist. Wie die Rede Wagner's, so ein Geschäft zu machen! Die Partei tönne nur in solchen ganz unvermittelt ein gräßliches Hagelwetter ein. Schlossen riefen auch die sich im Rahmen des Referats bewegenden Aus- Fällen engagirt werden, wenn das Objekt des Kampfes klar und von ben, wenn Nuß bis Eigröße fielen herunter und im Nu führungen der Frau Goldacker, Ladewig, Balm, zweifelsohne ist. Ein solcher Fall liege hier vor; Sieg, voll waren die Straßen an manchen Stellen bis einen halben Gubela, Fahrenwald und Maier, sowie die der händiger Sieg müsse darum für alle Parteigenoffen die Parole Meter hoch von einer starren Eismasse bedeckt, welche sich Genoffen paupt und Norrschatz den lebhaftesten Beifall sein. Die Gegner fuchten die öffentliche Meinung da in reißendem Strome die Straßen abwärts bewegte, in die hervor. Gegner des Boykotts meldeten sich trotz Zusicherung durch auf ihre Seite zu bringen, indem sie auf den Kellerräume eindringend und sie im Momente erfüllend. Selbst vollster Redefreiheit nicht zum Wort. Einstimmig gelangte hohen Löhnen" der Brauerei Arbeiter herumreiten. Selbst wenn Räume in Stockwerken wurden überschwemmt, da die Hagel nach einem nochmaligen fernigen Appell des Genossen Wagner das wahr wäre- thatsächlich würden Hilfsarbeitern sogar törner durch die zertrümmerten Fenster in die Wohnungen eins namentlich an die Frauen, in ihrem Bekanntenkreise rege für den 28 Pf. Stundenlohn gezahlt. hätten die Arbeiter mindestens brangen und den Fußboden bedeckten. Das dauerte etwa dreis Boytott zu agitiren, folgende Resolution zur Annahme: Die dasselbe Recht, ihr Einkommen zu steigern, wie die schweren" viertel Stunden. Die ältesten Leute erinnern sich nicht an ein in Reinhardt's Gesellschaftshaus versammelten Frauen erklären Brauerkapitalisten, die überhaupt nie genug bekommen. Und die solches Unwetter. Als man endlich die Straßen wieder betreten sich ebenso wie die männliche Arbeiterschaft Berlins mit den Arbeiterfreundlichkeit? Bezeichnenderweise würde das menschen- fonnte, sab man die Verwüstung. Die Straßen bedeckt von ausgesperrten Brauerei- Arbeitern solidarisch und verpflichten sich, freundliche" Bestreben nur gerühmt von denen, die Geber dieser Riesenmassen Hagel, die Fenster total zertrümmert, die ganz besonders auch in ihren Kreisen dahin zu wirken, daß der über Wohlthaten sind. Eine Wohlthat", zu der man selber beisteuern Fensterkreuze und Jalousien in Stücke gerissen, von den die 7 Brauereien verhängte Boytott mit dem Siege der Arbeiter müsse, habe jedenfalls nur problematischen Werth. Bei unserem Wänden der Mörtel heruntergeschlagen. Die Bäume in Privatschaft endet. Ihre Hauptaufgabe erblicken die Frauen darin, Boykott handele es sich um hohe ideale Güter, deshalb sollten häusern und Parts fast ganz entlaubt; ein Bild der Zerstörung dafür zu sorgen, daß auch bei dem Anfauf von Flaschenbier streng alle anständigen Menschen gegen das Brauerkartell Stellung und Verwüstung, so weit das Auge schaut. Es sieht aus, als ob darüber gewacht wird, das Bier der boykottirten Brauereien zu nehmen. Wenn die Wirthe, die Biersklaven der Brauer, hierbei Wien ein mehrstündiges Bombardement ausgehalten. Die Wege meiden." Frau Schulz forderte die Frauen zum Abonnement in etwas bedrängte Lage fommen, so mögen sie nicht vergessen, sind überall bedeckt von Glasscherben, Rouleauxfeßen, Holzstücken, des Vorwärts" auf, da alle anderen Tageszeitungen über die welche Opfer der Arbeiter bringen muß. Der Referent beendet Schiefer- und Dachziegeln; viele Gaslaternen sind aus den Arbeiterbewegung im allgemeinen, wie jetzt über den Bierboykott feinen wirkungsvollen Vortrag mit dem Appell an die Frauen, Wänden herausgeriffen und andere, die im Boden festgemacht insbesondere doch nur lügnerische, entstellte Berichte bringen und mit ganzer Energie das Streben der Männer, das Recht der waren, umgeworfen und gertrümmert. Natürlich sind, schloß die imposante Versammlung mit einem Hoch auf die Vereinigung und die Ehre der Partei zu vertheidigen, jederzeit wie überall, die armen Familien am ärgsten betroffen. Solidarität des werkthätigen Volkes. Einen Theil der Teller zu unterstüßen und dem Bierring begreiflich zu machen, daß es Bielen, die in Kellerräumen wohnen, wurde ihre Habe fammlung sollen die ausgesperrten Kuhnheim'schen Arbeiter auch denkende Frauen in Berlin giebt. Die Bersammlung nahm vernichtet; momentan weiß man ja auch noch nicht, ob Menschenerhalten. die Rede mit lebhaftem Beifall auf und stimmte einmüthig der leben zu beklagen sind. Schon jetzt ließen viele Hausbesitzer Gine imposante Versammlung hatte sich in dem Resolution zu. In der Diskussion nahmen das Wort die Ge- melden, sie würden die zertrümmerten Fenster nicht repariren großen Saale der Konkordia eingefunden, der zeitig sich bis auf offen Schiller, Witting und Abrahamwovsky. Mit lassen. Speziell diese Fensterfrage dürfte jetzt aktuell werden, da Sen letzten Platz füllte, sodaß ungefähr 4500 Personen, zur einem Hoch auf die kämpfende Arbeiterschaft schloß Frl. Haase mehr als die Hälfte Wiener Fenster zertrümmert sind. Alle die Versanimlung. Das Referat Hälfte Frauen und Mädchen, anwesend waren. Bombenmänner der Welt hätten nicht soviel arbeiten können, hatte der Genoffe Singer übernommen. Redner giebt einen Die Versammlung in den Germania Sälen als in breiviertel Stunden der grollende Himmel". Sobald Ueberblick über die Ereigniffe, welche zu der Verhängung des war von nahezu 2000 Personen besucht. Referentin war Frau mehr bekannt ist, folgt näheres. Boykotts über die steben Brauereien geführt haben und deren Greiffenberg. Dieselbe ging von der Voraussetzung aus, daß die ganzer Verlauf zeigt, daß die Brauereibesitzer nur auf den Stellung der Frauen zum Bierboykott eigentlich schon längst ent Augenblick gewartet haben, um die ihnen läftige Organisation schieden sei. Es handele sich jetzt vielmehr um die Frage, wie der Brauerei= Arbeiter niederzudrücken. Haben sie doch die Frauen den Bierboykott am wirksamsten unterstüßen tönnen. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Bahl für die Differenzen, welche fie mit den Böttchern zum besseren Verständniß legte die Referentin nochmals die Uranzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. hatten, die völlig unbetheiligten Brauerei Arbeiter, deren fachen des Bierbontotts tlar, erörterte die Vorgänge, die sich im Melzer. Ihr Gingesandt können wir in der Form nicht Verhalten in der ganzen Angelegenheit, das korrekt war, büßen Laufe der letzten vier Wochen abgespielt haben, und erntete für aufnehmen. Wir empfehlen Ihnen, die Bauten in ihrem Fach laffen. Daß wir Sozialdemokraten uns mit diesen Opfern des ihre wirksamen Darlegungen lebhaftesten Beifall. An die blatt bekannt zu geben. Unternehmerhochmuths solidarisch erklären, daß wir das, was an Frauen besonders richtete sie die dringende Mahnung, die Wuttke. Die Mittheilung über das Verhältniß der Kaiserunseren Brüdern verübt war, als uns selbst zugefügt ansehen Männer in dem Kampfe gegen das Kapital thatkräftig zu Brauerei zum Brauerring beruht, wie uns von derselben mitmußten, war selbstverständlich. Man droht uns neuerdings mit unterstüßen. Der Macht des Geldes müsse die Macht der Soli- getheilt wird, und wie auch aus dem gestern von uns veröffentEntziehung der Säle, aber bange machen gilt nicht".( Bravo.) darität entgegengesezt werden, den Kapitalisten gezeigt werden, lichten Schreiben hervorgeht, auf unrichtiger Information. Wir Die neuefie Aussperrung, die in Aussicht gestellt ist, zeigt nur, daß auch die Arbeiterschaft einen Willen habe.( Stürmisches Bravo!) theilen Ihnen daher berichtigend mit, daß die Kaiser- Brauerei daß der Kampf wirkt, denn jetzt sperren sie aus, weil sie nichts Die Frauen hätten bei ihren Biereintäufen wohl darauf zu sich mit dem Ring nicht solidarisch erklärt hat. mehr zu brauen haben.( Lebhaftes Bravo.) Ueber die Anwen- achten, daß ihnen kein untergeschobenes Bier verabfolgt werde. St. St. Sie müssen zahlen. Schriftliche Antwort ertheilen bung des Boykotts gegen die sieben Brauereien erhebt die ganze Besonderes Augenmerk sei auf das Flaschenbier zu richten, wobei wir nicht. Sprechen Sie in der Sprechstunde gelegentlich vor. " " Vermischtes: Briefkaffen der Redaktton. M. p. 133. Das Strafgesetzbuch fennt den Begriff M. H. 100. Wird einem Reinigungsinstitut ein KleidungsBeamtenbeleidigung", Bismarckbeleidigung" u. dergl. nicht. fiück, das ihm übergeben ist, gestohlen, so hat es vollen Ersaß Es kennt nur, abgesehen von„ Majestätsbeleidigung", Beleidigung für das Kleidungsstück zu leisten. schlechthin. Eine Regel, wann Beleidigungen niedrig, wann hoch zu bestrafen, stellt es nicht auf. Es giebt Gelehrte, die annehmen, je ehrenvoller jemand sei, desto weniger könne seine Ehre verletzt werden, desto gelinder müsse daher eine gegen den Ehrenvollen gerichtete Beleidigung bestraft werden. Die norddeutsche ganz Gemeine trat aber erst unlängst für schärfere Beftrafungen wegen Beamtenbeleidigungen" ein. W. 29. Mit Haft bis 6 Wochen oder mit Geldstrafe bis 150 m. kann bestraft werden, wer bei Unglücksfällen oder allgemeiner Gefahr oder Noth von der Polizeibehörde oder deren Stellvertreter zur Hilfe aufgefordert, keine Folge leiftet, obgleich er der Aufforderung ohne erhebliche eigene Gefahr genügen tann". N. H. 99. Nichts haben Sie der Rabenmutter zu zahlen. T. B. 46. Die Ehefrau steht bei einem Konkurs den übriben Gläubigern gleich, falls sie sich nicht ausdrücklich vor dem 1. Oktober 1879 durch Eintragung ihres damaligen Vorrechtes dies gesichert hat. Reservemann. Da Kündigung nicht erfolgt ist, hat der Gehilfe nach richtiger Rechtsanschauung berechtigten Anspruch auf Gehalt während der Uebungszeit, da er zu den Uebungen ohne sein Verschulden herangezogen ist. Die Gerichte schwanken in der Rechtsprechung. Neumann. 1 und 2 ja. Achtung! R. R. 8. Wenn Kündigungsfrist nicht ausgeschlossen war, hat sie ein Recht auf Einhaltung der Kündigungsfrist. A. W. N. Das hängt von richterlicher Ueberzeugung im Einzelfalle ab. F. W. 17. 1. Nein. 2. Keine Wartezeit: Geburtsurkunde und Scheidungsurtheil. 3. Ja, ist aber überflüssig. D. 11. 82. Der Mann ist zur Ernährung von Frau und Kindern, aber nur in seiner Wohnung, verpflichtet. Die Frau soll sich das Armenrecht bewilligen lassen. A. B. und Weißensee 48. Anfragen über Rechtsverhält niffe aus uns nicht wörtlich mitgetheilten Verträgen können nicht beantwortet werden. 23. 87. Sie fönnen nur auf Zahlung gegen Ihren Schuldner klagen. Die Wirthin behält den Anzug mit Recht ein. K. B. 30 und§ 66. 1. Jn fünf Jahren verjährt Straf verfolgung wegen Bergehen. 2. Rechtsanwalt Herzfeld wohnt Leipzigerstr. 95. M. K. 20. 1. und 2. Nein. 3. Ja. Kommen Sie gelegentlich in die Sprechstunde. G. S. 113. Sprechen Sie in der Angelegenheit in der Sprechstunde vor. Bringen Sie etwaige Papiere mit. G. 3, Grünanerstr. Wenden Sie sich schleunigft an den Magistrat. Sie müssen das Geld hinbringen, es wird selten abgeholt. Achtung!| Achtung! Große öffentliche Versammlung der ausgesperrten Brauereiarbeiter heute, Sonnabend, Vormittags 10 Uhr, im großen Saale der Konkordia, Andreasstr. Nr. 64. 89/1 Tages- Ordnung: 1. Die Lage der Ausgesperrten. 2. Diskussion. Die Kommission. Ortskasse d.Tischler u. Pianofortearbeiter Berlins Mitglieder- Versammlungen am Montag, 11. Juni, Ab. 8½ Uhr, in der Konkordia, Andreasstr. 64. am Mittwoch, 13. Juni, Ab. 8% Uhr, in den Germaniafälen, Chauffeeftr. 103. Tagesordnungen in beiden Versammlungen: 1. Wie stellen sich die Mitglieder zu der von der Innung geplanten Gründung einer Junungs- Krantenfasse. Referent C. Koblenzer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 319/14 Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen zu erscheinen. Die Herren Meister, insbesondere die Innungsmeister sind zu den Versammlungen höflichst eingeladen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen. Grosse Versammlung Dienstag, den 12. Juni, Abends 8 Uhr, in Brühning's Salon, Rosenthalerstr. 1112. Tagesordnung: 485/12 1. Bortrag des Genossen W. Pfannkuch. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen sämmtlicher Kollegen ist nothwendig. Der Vorstand. Maler, Lackirer, Anstreicher! Sonntag, den 10. Juni cr., Vormittags 10 Uhr, Moabit, Perlebergerstr. 13 bei Mauls: Oeffentl. Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Naether über: Was lehrt den Gewerkschaften der Brauereibontott". 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. 285/19 Der Einberufer. Achtung, Stockarbeiter! Deffentl. Versammlung aller in der Stockbrauche Beschäftigten am Sonntag, den 10. Juni, Vorm. 210 1hr, in den Konkordiasälen( l. Saal rechts), Audreasstr. 64. Zages Ordnung: 1. Vortrag über: Arbeitgeber- Fürsorge". 2. Bericht des Gewerkschafts delegirten. 3. Bericht der Agitations Kommission. 4. Verschiedenes( aus Wendt'scher Werkstelle). 289/8 Die Agitationskommission. Arbeiter Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Dienstag, den 12. Juni 1894, Abends 8% Uhr: J. K. Stellen Sie bei dem Nachlaßgericht( Amtsgericht) unter Angabe der Verhältnisse und Neberreichung des Todtenscheines einen Antrag auf Nachlaßregulirung. A. F. Verlangen Sie Herausgabe der Karte. Sprechen Sie gelegentlich in der Sprechstunde vor. R. H. 12. 1. Stirbt ein Miether während der kontraktmäßigen Zeit, so sind dessen Erben nur noch ein halbes Jahr lang, von dem Ablaufe desjenigen Quartals, in welchem der Tod erfolgt ist, an den Vertrag gebunden." Kündigung muß aber erfolgen. 2. Nein. Depelchen: ( Wolff's Telegravhen- Bureau.) Bochum, 8. Juni. Auf der Zeche Dannenbaum ereignete fich heute ein Grubenunglück, bei welchem mehrere Personen getödtet und mehrere verwundet wurden. Nach der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" soll dasselbe infolge Explosionen schlagender Wetter entstanden sein; nach einer anderen Version soll das Unglück dadurch herbeigeführt sein, daß der Förderkorb mit ausfahrenden Bergleuten aus der Führung fam und zertrümmert wurde. Braunschweig, 8. Juni. Auf Anregung des Vereins der Braunschweiger Brauereien ist die Gründung einer Schußgenossenschaft gegen Boykott durch den gesammten norddeutschen Brau steuerbezirk in Anregung gebracht und dem Vernehmen nach ihrem Abschluß nahe. Achtung! Sestaurant ,, Fürst Wolfgang". Glasarbeiter! Sonntag, den 10. Juni d. J., Mittags 122 Uhr, im Saale des Herrn C. Müller, Kiek Rummelsburg, Neue Pring Albertstr. 70: Lichtenberg, an der Landsberger Chauffee. Lokal für Vereine und Versamm 1134b lungen bestens empfohlen. Große öffentl. Glasarbeiter= Glasarbeiter- Versammlung. Reſtaurant ,, Schüßenhaus“, # Tages Ordnung: 1. Berichterstattung vom 3. deutschen Glasarbeiter- Kongreß. 2. Dis fuffion. 3. Stellungnahme zum diesjährigen internationalen Glasarbeiter Kongreß event. Delegirtenwahl. 4. Gewerkschaftsfragen: Streitunterſtügung, Bierboykott. 5. Verschiedenes. Es wird jedem Kollegen zur Pflicht gemacht, auf dieser Versammlung zu erscheinen. 498/16 Der Vertrauensmann der Glas arbeiter Stralan's. Zum Waldfest am 17. Juni findet im Müggelschloß ein Verkauf von Wurst, Schinken, auch warmen Würstchen 2c. zu Fleischerpreisen, ebenso Verkauf von Backwaaren zu Bäckerpreisen statt. In und Roh10876 Tabaken Utensilien für !! billigster Einkauf!! Cigarren Fabrikanten W. Hermann Müller Berlin Neue Friedrich- Strasse 9. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung! nach Uebereinkunft! Ein Jeder mache den Versuch. Nur Hüte mit ArbeiterKontroll- Marke führt Genosse 0.Gerholdt Dresdenerstr. 2 ( am Kottbuser Plaz). Neuheiten in Sonn- u. Regenschirmen. Größtes Lager. Flaschen und Kruken mit und ohne Patentverschluss liefert Berlin S., Carl Erdmann, Aunenstr. 17/18. Man verlange Preislisten. Bezirks- Versammlung für den Süden!!! 1000 Damen!!! in Kliem's Festsälen, Hasenhaide 14/15. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen 0. Naether. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen der Firma Karl Schulz( Hafenhaide), Kramme, Kunitz, Mix& Genest, Max Kray, Ende& Devos, Spinn& Sohn, Reis& Martin, Ludw. Loewe, Frister& Rossmann, Otto Schulz( Naunynstraße), B. Josef, Oskar Falbe und Butzke find zu dieser Versammlung ganz besonders eingeladen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 488/20 Der Vorstand. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Mitglieder- Versammlung der Bezirke II, III und VI( 5. Wahl- Abtheilung) am Sonntag, den 10. d. Mis., Vormittags 9 1hr, in Pape's Salon, Kolbergerstraße Nr. 23. Zages Ordnung: 887/10 Wahl der Delegirten zur Generalversammlung u. f. w. Um zahlreiches Erscheinen wird dringend ersucht. Möbel, 2. A.: Die Ortsverwaltung, Bezirk III. Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin. Ganze Ausstattungen Küchenmöbel in grosser Staub- u. Regenmäntel v. 4-20 m., Sammet-, Seiden-, Spitzen- Kragen 26is 15 M., Jaquets mit Seidenfutter 4 bis 10 M., Rester- u. Partiewaaren- Handlung Landsbergerftr. 48, I. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Julius Apelt, Sebastianstr. 20 Heinr. Franck, Bandlung, Brunnenstrasse 185. Todesfalls halber fofort au verkaufen dilettanten- Verein„ Frisch auf, Reichen 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 131. Sonnabend, den 9. Juni 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. " felbständig und habe nicht in Lohn bei ihm arbeiten ist auch den Mechanikern und den Schraubendrehern größere follen. Für den Bau des Schuppens sei ein bestimmter Summen zur. Unterstützung der Streifenden von Billing Preis vereinbart worden. Als Zeuge des Klägers, der deffen und Violet und von Groß und Graf schuldig geblieben. Charakter als Lohnarbeiter befunden soll, wird der Haus- Nach längerer Diskussion beschloß die Versammlung, daß Kammer VIII. Vorsitzender: Assessor für st. Sitzung vom verwalter Schmidt vernommen. Dieser sagt aus, Kläger wohne der Vertrauensmann der Metallarbeiter sich dem Vorgehen der 2. Juni. in dem von ihm verwalteten Hause und sei monatelang im Vertrauensleute der Mechaniker und der Schraubendreher gegen Weil er in fahrlässiger Weise die aus dem Arbeitsvertrag Auftrage des Besitzers desselben bei einem 23 o chenlohn von den früheren Vertrauensmann Ziegler anschließen und diesen der hervorgehenden Verpflichtungen vernachlässigt habe, wurde der 24 M. mit Reparaturen beschäftigt worden. Der Wirth habe die Staatsanwaltschaft übergeben soll. Bezüglich des früheren VerArbeiter Th., welcher gegen die Firma Bärle u. Sponagel einen Beiträge zur Krankenkasse geleistet. Der Kläger erklärt sich bereit, trauensmannes der Schleifer, des Kollegen Niemetschek, der über Lohnentschädigungs- Anspruch geltend machte, mit der bezüglichen den Beweis dafür anzutreten, daß er auch anderwärts als 24 Mart nicht abgerechnet hat, ließ die Versammlung es für Klage abgewiesen. Das Urtheil stüßt sich auf folgende Aussage Lohnarbeiter thätig gewesen sei. Das Gericht legte hierauf tein dieses Mal noch bei dem vom Kollegen Näther gegebenen Aufdes als Zeuge vernommenen Wertführers der Beklagten: Durch Gewicht. Es wies den Kläger wegen Inkompetenz des Gewerbe- trag bewenden, ihn zur Abrechnung resp. Nachweisung des Vers die Entlassung eines anderen Arbeiters sei am betreffenden Tage gerichts ab. Gründe: bleibes des Geldes oder der Marten aufzufordern. Die übrigen die Mitwirkung des Klägers beim Auffangen von Sodalauge Der Kläger habe nicht im Gewerbebetriebe des Restanten sollen zunächst um Abgabe ihrer Adresse erdurchaus nothwendig gewesen; trozdem habe er sich ruhig die Beklagten gearbeitet, wenn auch der Schuppen, den er sucht werden, bevor man sie als Schuldner veröffentlicht. Hände gewaschen und sei einer Aufforderung, sofort an die Soda gebaut, zur besseren Ausübung des Gewerbes desselben bestimmt Rollege Mäther theilte dann mit, daß die Einnahmen betragen fäften zu gehen, nicht nachgekommen. Derselbe habe sich erst war. Offen gelassen sei bei der abweisenden Entscheidung die haben: bei dem Maifonds 761, 35 M., auf die Listen für Keula fertig waschen wollen". Unterdessen sei ein Theil der abfließen- Frage, ob der Kläger Arbeiter oder selbständiger Unternehmer 796,75 M., beim Agitationsfonds 1238,70 M., worunter sich den Lauge auf den Erdboden gelaufen. Des Klägers Ver freilich auch ein Bestand von ca. 560 M. befand; insgesammt halten habe seine Entlassung zur Folge gehabt. Gr habe gewesen. Kläger habe sich an das Amtsgericht zu wenden. Er übrigens vorher vorher mit bezug auf die Entlassung seines Eine konstante Pragis bei Entscheidungen der Gerichte also 2796,70 m. Ausgegeben find 651,35 m., so daß ein Be Rollegen geäußert, nun höre er auch auf. über Verletzungen der Sonntagsruhe scheint sich noch nicht ein- stand von 2144,35 M. geblieben ist, und zwar beim Maisonds Der Kläger hatte seinerseits behauptet, er habe seine Finger gebürgert zu haben. Vor kurzem wurde berichtet, daß der be- fonds 699,35 M. Die Versammlung beschloß, daß neben den 761,35 M., beim Fonds für Keula 683,65 M., beim Agitationswaschen müssen, weil fie schlimm waren. Nachdem fannte Milch- Bolle nach unserer Ansicht ganz mit Recht er es gethan, hätte er zur Arbeit zurückkehren wollen. Marken Listen nur noch vom Hauptvertrauensmann, nicht auch in Strafe genommen ist, weil er seine Angestellten nach 10 Uhr von den Branchenvertrauensleuten ausgegeben werden dürfen. Gegen die Stadt Berlin klagt der Schlosser von Ellern auf früh noch beschäftigt hat. In einem anderen Falle ist ein Kon- Sie erklärte sich ferner nachträglich damit einverstanden, daß zum Zahlung einer Lohnentschädigung. Er giebt an, dadurch ge- ditor, der durch seinen Hausdiener Sonntags Nachmittags 1. Mai besondere Marken ausgegeben worden sind und die darauf schädigt worden zu sein, daß ihm der Inspektor Bolt von der Waare fortschaffen ließ, freigesprochen worden. Das Ge gesammelten Gelder aufbewahrt werden für Ausgaben, die der städtischen Gasanstalt nicht rechtzeitig ein Zeugniß ausstellte. richt hat, wie mitgetheilt wird gefunden, daß die nächste 1. Mai erforderlich macht. Daß für den Vertrieb der Mehrere Zeugen sagen aus, daß Kläger kein Zeugniß verlangt Gründe zur Verurtheilung im letzteren letzteren Falle deshalb habe. Die Klage wurde abgewiesen. nicht zutreffen, weil der Hausdiener unter das Gesinde zu rechnen lehnte die Versammlung ab. Nachdem Kollege Berger hierauf Maimarken den Vertrauensleuten Prozente bewilligt werden, Ein Arbeiter beansprucht vom Inhaber eines größeren Fabrik- und nicht( 3) als Gehilfe im Handelsgeschäft zu betrachten sei. über die Verhandlungen der letzten Gewerkschaftskommissionsbetriebes Lohnentschädigung wegen fündigungsloser Entlassung. Das könnte, falls das Gesagte zutrifft, zu eigenthümlichen Eigungen berichtet hatte, diskutirte man die Frage, ob MitEr giebt zu, daß er dreimal beim Beklagten unter der Bedingung Konsequenzen führen. Es würde event. schon verschieden in Arbeit getreten ist, jederzeit entlassen werden und gehen zu beurtheilt werden müssen, ob ein Händler z. B. eine Bestellung glieder des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes, so lange sich Tönnen. Das vierte und letzte Mal fei jedoch, behauptet er, die durch seinen Gehilfen oder sein Dienstmädchen einem Kunden diese weigern, zu den Kosten der Gewerkschaftskommission beis zwei Monate nach Beendigung des vorlegten erfolgte, glaubt lich die Sonntagsruhe für die Arbeiter allgemein gefeßlich die Kollegen Ealewski und Näther zu Delegirten der GewerkKündigung nicht ausgeschlossen worden. Da dieses Engagement in's Haus schickt. Man kann nur dringend wünschen, daß end- zutragen, mit der Delegation in die lettere betraut werden sollen. Man lehnte eine entsprechende Ausschließung ab und wählte hierauf Kläger sich zu seiner Forderung berechtigt. Er begründete diese geregelt wird, damit sich die Unternehmer veranlaßt sehen, den ichaitskommission. Man erörterte sodann das Verbalten der damit, daß ein neues, in sich abgeschlossenes Arbeitsverhältniß Sonntag ihres Gottes auch mehr zu respektiven. Fabrikanten zum Bierboykott. Näther theilte die bei Siemens vorgelegen habe. Der Vertreter des Beklagten legt ein Exemplar und Halske in Charlottenburg, bei Schwarzkopf und bei Josef der im Betriebe desselben hängenden Arbeitsordnung vor; der Küns erfolgten Entlassungen einzelner Personen mit. Bei Krüger in digungsausschluß sei darin ausgesprochen. Mit Rücksicht hierauf und der Michaelfiichstraße und bei Schwarzkopf weigern sich die auf den Umstand, daß der Kläger nach seinen eigenen Ansführungen wissen mußte, daß er ohne Kündigung engagirt werden Die Dachdecker beschäftigten sich in ihrer Versammlung am Unternehmer, anderes als Schultheißbier anzufchaffen. Strüger sollte und der besondere Ausschluß derselben nur vergessen 27. Mai im ersten Punkt der Tagesordnung mit der Bericht verlangt von den Arbeitern, daß sie, wenn ihnen Schultheiß nicht Von den aufgeklärten wurde, wies das Gericht den Kläger ab. Das Gericht zog in erstattung vom Gewerbegericht, über welchen Gegenstand Kollege schmeckt, Weißbier oder Wasser trinken. Arbeitern wird natürlich darum in beiden Fällen Betracht, daß der Kläger drei Mal bei dem Beklagten gearbeitet Rackwit referirte. Hierauf wählte die Versammlung zum De doch fein Rösicke Bier bei getrunken, hat und jedesmal schriftlich die Kündigung ausgeschlossen wurde. legirten für die Gewerkschafts- Kommission den Kollegen Lange; geben sich die Hirsch- Dunker'schen Mühe, den Ausfall wett Schwarzkopf Der Malermeister R. verlangte vom Arbeitsnachweis der gleichzeitig bestimmte die Versammlung, daß von der Gewerk Maler einen Gehilfen. Ihm wurde der Maler Sch. zugesandt, schafts- Kommiffion Bons genommen werden, um diese in Stoflegen- su machen. Die Versammlung gab in einer einstimmig anden er jedoch nicht einstellte. Sch. Hlagte hierauf gegen St. auf treifen abzusetzen. Sodann gelangte eine Resolution zur Annahme, kein Bairischbier in der Werkstatt zu trinken, bis der Boykott genommenen Resolution den Metallarbeitern anheim, so lange Lohnentschädigung für acht Tage; er war der Meinung, schon in der sich die Kollegen verpflichten, der freien Hilfskaffe der dadurch engagirt zu sein, daß er durch den Arbeitsvermittler, Dachdecker beizutreten und die Aufforderung zum Beitritt in die aufgehoben ist. Zuvor hatten mehrere Kollegen festgestellt, daß die in der Versammlung der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter vom versehen mit der bekannten Legitimations- oder auch Engagements neugegründeten Innungskassen entschieden zurückweisen. Ein 31. Mai gemachte Mittheilung, bei Beermann vor dem Schlesischen farte, dem Arbeitskraftkäufer K. zugeschickt wurde. Das Gericht Antrag t a c wiß, bei der Behörde vorstellig zu werden um Thore seien sechs Mann gemaßregelt worden, weil sie nicht war anderer Meinung und wies den Kläger mit der Klage ab, Serausgabe einer Bestimmung über Schutzvorrichtungen bei Mingbier trinken wollten, auf einem Irrthum beruhen müſſe; ein bereits gegen K. erlassenes Bersäumnißurtheil aufbebend.— Bauten, die es verhindert, daß die Schuhvorrichtung vor Fertig bort fümmere sich der Fabrikant nicht um den Biergenuß der Die Klage erregte beim gesammten Gerichtshof Befremden. stellung des Daches beseitigt wird, gelangt einstimmig zur An- Arbeiter. Kollege Mäther berichtete noch, daß für die ausnahme. Die Tellersammlung wird fortgesetzt und der Betrag den gesperrten Brauerei- Arbeiter 150 m. aus dem öffentlichen Fonds Dresdener Kollegen überwiesen. der Metallarbeiter bereits bewilligt sind. Versammlungen. Rammer VIII. Vorsitzender: Assessor Fürst Єigung vom 4. Juni. Der Prozeß des Gummiarbeiters K. gegen den Gummi eine Mitgliederversammlung ab, in der Genosse Pfannkuch tagte am 6. Juni. Kollege Schult referirte an Stelle des bes Der Verein deutscher Schuhmacher hielt am 28. Mai Eine öffentliche Versammlung der Bureauangestellten waarenfabrikanten Schwanih, über den wir vor einigen Wochen über das Thema:" Die kapitalistische Großproduktion" referirte. Hinderten Genossen Zubeil über Die Bedeutung der Gewerkberichteten, wurde am 4. Juni zu Ende geführt. Der Kläger Nach einer Echilderung unserer Produktionsweise beschäftigte sich hinderten Genossen Zubeil über Die Bedeutung der Gewerkwar, wie dem Leser bekannt, der Meinung, eine Gratifitation Redner besonders eingehend mit den Bestrebungen der Innungen, sprachen die Kollegen Kunkel und Walther im Sinne des schaftsorganisation". In der hierauf folgenden Diskussion von 300 M. für das Jahr 1893 fordern zu können. Des Betlagten Vertreter betritt sein Forderungsrecht und legte dem Ge- gegen die Entwicklung der heutigen Produktions- Verhältnisse anteferenten. Sodann wählte die Versammlung zum Delegirten richt eine vom Kläger unterschriebene Fabritsordnung vor, nach utkämpfen, und zeigte, wie wenig ihre Mittel geeignet sind, irgend der Gewerkschaftskommission, den Kollegen Bauer und den Kollegen welchen Erfolg zu versprechen. Unter Bereinsangelegenheiten der wohl jeder Arbeiter, welcher über drei Jahre in der welchen Erfolg zu versprechen. Fabrit des Beklagten thätig ist, eine Sabresgratifitation giebt Stollege truc bekannt, daß sich der Vorstand genöthigt Danziger zum Stellvertretern. Gin Antrag, die Tellerſammlung bekommen, aber ein juridisches Recht darauf nicht besigen soll. sieht, sämmtliche fäumige Mitglieder auszuschließen, falls nicht fortzusetzen und den Ueberschuß den Brauereiarbeitern zu überweisen, wird angenommen. Der Kläger behauptet, bei seinem Engagement im Jahre 1891 bis zur nächsten Versammlung die restirenden Beiträge bezahlt In Wilmersdorf tagte am 2. Juni eine Volksversamme habe ihm Schwanih persönlich versprochen, daß ihm, wie den sind. Die Adresse des Kassirers ist: Struck, Wollinerstr. 34, alten Arbeitern, die Gratifitation gewährt werden solle, mit of 3 Tr. Alsdann verlas Kollege Struck die Abrechnung vom lung, in der Genosse Hoffmann einen Vortrag hielt. Sodann Rücksicht auf den im Verhältniß zur Entlohnung der Arbeiter 1. Quartal, die von den Revisoren für richtig befunden wurde. legte der Genoffe Millarg der Versammlung die Gründe dar, anderer Gummifabriken geringen Lohn. Der Kläger wie dessen die zu dem Bierboykott gegen die 7 Berliner Brauereien geführt In der Bezirksversammlung Südosten des Bertreter, Grauer, betrachten deshalb die Jahresgratifikation deutschen Holzarbeiter Verbandes hielt Dr. baben. Die Versammelten schlossen sich der Berliner Resolution als Lohnzuschlag, der ersterem unabhängig von den Bestim-. Bernstein einen interessanten Vortrag über Krankheits: an und verpflichteten sich, kein boykottirtes Bier au trinten. mungen der Fabrikordnung gezahlt werden müsse. Der Be- verhütung", dem sich eine sehr rege Diskussion im Sinne des Schöneberg. Am 3. Juni tagte hier eine öffentliche Vers tlagte, dessen persönliches Erscheinen bei Vermeidung einer Vortrages anschloß. Nach Erledigung einiger Verbands- An- sammlung der Stucateure, in der Frizz Grünberg Geldstrafe von 100 M. angeordnet war, erschien nicht. Sein gelegenheiten wurde bekannt gegeben, daß die Herren Innungs- über die Schäden in unserem Gewerbe" referirte. Besonders Vertreter brachte ein Phyfitatsattest, nachdem die persönliche meister beabsichtigen, eine Innungs- Krankenkasse zu gründen. geißelte der Redner die Schäden des Akkordsystems und empfaht Wahrung seiner Interessen vor Gericht bei seiner hochgradigen Gegen dieses Vorhaben werden die Holzarbeiter auf das Ent- den Berufsgenossen für die Einführung des Lohnsystems energisch Neurasthenie für ihn von den nachtheiligsten Folgen sein könne. schiedenste Stellung nehmen. zu wirken. Eine Resolution, die sich in diesem Sinne äußert, Da schon zweimal der Prozeß wegen des Nichterscheinens des Beklagten verlegt worden ist, wurde jetzt das Urtheil gefällt. Der gebergalanteriewaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und ArIm Verband der in Buchbindereien, der Papier- und gelangte einstimmig zur Annahme. Kläger wurde unter folgender Begründung abgewiesen. Eriviesener beiterinnen hielt am 4. d. Mts. Fräulein Altmann einen inter- Iung der Töpfer statt, in der Kollege other einen recht Steglit. Am 8. Juni fand hier eine öffentliche Versammmaßen sei die vorgelegte Fabrikordnun gerst im Jahre 1892 heraus- effanten Vortrag über:" Seele und Sprache bei Mensch und beifällig aufgenommenen Vortrag hält. Im Anschluß daran begegeben und vom Kläger unterschrieben worden. Da nun das vom Thier." Dann wurde als Vertrauensperson für die Luxuspapier- schäftigte sich die Versammlung mit der Erörterung der MißKläger behauptete Versprechen, auf welches sich derselbe stützt, nach Branche Kollege A. Bergmann, SO., Forsterstraße 49, vorn I, ftande in dem Beruf. Allgemein erklärte man sich mit der Or feiner eigenen Angabe lange vorher erfolgte, seien die etwa darin enthaltenen Arbeitsbedingungen durch die Arbeitsordnung gewählt. Die Branchenangehörigen wurden ersucht, in allen ganisation der Berliner Kollegen, durch die Wahl von Veraufgehoben worden. Jeder schriftliche Vertrag hebe einen vor erstuben- Angelegenheiten sich an den Betreffenden zu wenden; trauensmännern die Gewerkschaftsorganisation zu einer ge Fortentwicklung 311 bringen einverstanden. her erfolgten mündlichen auf. In der vom Kläger durch Unter- überhaupt beklagen sich die Branchen- Vertrauensleute über un- deihlichen genügende Inanspruchnahme. Weiter wurden einige Wahlen zur Sonderbar berührte die Ansicht des Genossen Klose, schrift anerkannten Arbeitsordnung stehe aber, daß unter anderem Arbeitsnachweis- Stommiffion vollzogen. Die Versammlung beschloß der da äußerte, daß die Gewerkschaftsbewegung für die auf die Jahresgratifitation niemand ein juridisches Recht habe. einstimmig, das auf den 16. Juli festgesetzte Sommerfest( Gute- Arbeiter feinen Werth hätte; vielmehr sollten die Genossen Einen bezüglichen Rechtsanspruch habe deshalb der Kläger nicht Montags- Feier) nicht in der Unions Brauerei abzuhalten, falls darnach streben, daß das Schwergewicht auf die Agitation und sei demzufolge abzuweisen. Betreffs der mit der Abweisung der Brauereiring nicht bis zum 15. Juni nachgegeben hat. Für der politischen Organisation geworfen würde, denn durch die verbundenen Ablehnung eines weiteren Anspruches auf 15 M., die die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter wurden 100 m. bewilligt politische Bewegung würde die Verbesserung der wirthschaftlichen Kläger zu Unrecht als Strafe abgezogen erhalten haben will, und außerdem Sammellisten ausgegeben. Lage der Arbeiter erreicht, und wäre somit die Gewerkschaftswurden feine Gründe angeführt. bewegung entbehrlich. Wie sehr der Genosse Klose im Irrthum war, bewies die kurze Debatte hierüber. Zum Schluß wurde der Bertrauensmann beauftragt, in nächster Beit eine öffentliche Ver fammlung mit diesem Thema einzuberufen. Der Arbeiter H. verlangt von einem Herrn Höpp 3,50 M. Die Vereinigung der Maler hatte am 5. Juni eine Verals Entschädigung dafür, daß letzterer ihm angeblich eine Arbeit sammlung einberufen, in welcher der Augenarzt Dr. Wurm nicht zu machen gestattete, die er ihm vorher übertragen haben einen höchst interessanten Vortrag über Augenkrankheiten hielt. foll. Der Beklagte will den Kläger gar nicht engagirt haben. Der Vortragende zeigte an einem fünftlichen Auge die organische Ein Zeuge deffelben bestätigt dies. Nach seinen Ausführungen Busammensetzung des Auges und erklärte die Entstehung der Brig. Am Sonntag, den 3. Juni, hielt der Volksbildungsist Kläger nur befragt worden, wie viel er für die betreffende Augenleiden. Zum Schluß seines mit vielem Beifall auf Verein für Britz und Umgegend eine Versammlung ab, in welcher Arbeit beanspruche. Der Kläger habe 3,50 m. gefordert, was genommenen Vortrages gab Dr. Wurm den Zuhörern noch ver- Genosse Jahn( Berlin) über die geistigen Waffen des Proletariats dem Beklagten zu viel gewesen sein; man habe deshalb die schiedene Rathschläge mit auf den Weg. In Filialangelegen- fprach. Unter Verschiedenem wurde über den Brauereiboykott Arbeit von einem anderen ausführen lassen. Auf dies Beugniß heiten wurde bekannt gegeben, daß am Dienstag, den 12. Juni, gesprochen und zu demselben Stellung genommen. Auf Antrag hin wurde der Kläger abgewiesen, man nahm einen Auftrag für bei Röllig eine Versammlung der Filialen Süd, West und Oft des Genossen E. Wille wurden die Gebrüder H. Schönfisch und H. als nicht vorliegend an. stattfindet und sprachen sich die Kollegen, dahin aus, für die Ver- F. Schönfisch aus dem Verein ausgeschlossen, da dieselben während des Ausstandes in der Kuhnheim'schen Fabrik dort in Kammer III. Borsitzender Assessor Lohmeyer. Sigung fchmelzung dieser drei Filialen einzutreten. vom 5. Juni. Eine öffentliche Metallarbeiter- Versammlung tagte am Arbeit getreten waren. Zum Schluß forderte Genosse Gottwald Kompetenzlich e 3. Gegen den Wagenlacfirmeister 6. Juni zur Erledigung von Rechnungslegungen und der noth- zum regen Abonnement auf das„ Volksblatt" auf. Brinkmann lagt Herr K. auf Bezahlung der Zeit, welche er zu wendigen Ersatzwahlen. Kollege Mäther berichtete über den Jn Schöneberg tagte am 4. Juni eine recht gut besuchte der Errichtung eines Holzschuppens gebraucht hat. 4,50 M. feien Agitations- und Unterstützungsfonds der Berliner Metallarbeiter. Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins im neuen Versammihm, behauptet er, pro Tag versprochen worden. Der Beklagte Er nannte mehrere Kollegen, die seit zwei Jahren dem Fonds lungslokal, Grunewaldstr. 110. Der Borsigende erklärte, daß inerhebt den Einwand der Unzuständigkeit; der Kläger sei Geld schulden, darunter Ziegler, der 140,80 t. schuldet. Ziegler folge des Bierboykotts der Saal der Schloßbrauerei zu fernerer " Abhaltung der Versammlungen verweigert sei. Redner schlug im den Beschluß von„ Saalbesitzern", den Sozialdemokraten ihre Abends% Uhr bei Schulz, Brunnenftr. 116. Theaterverein Berliner Namen des Vorstandes vor, die angeregte Ausarbeitung eines Säle für Versammlungen nicht mehr Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr, Köpenickerftr. 55a. zu überlassen. Brivat- theatergesellschaft Veneta, Sigung mit Damen jeden Sonnabend Flugblattes bis auf weiteres zu vertagen; außerdem regte er an, Jeder derartige Angriff der Arbeiterklasse werde, so wurde bend 9% Uhr bet Pape, Kolbergerstr. 22. Theatergesellschaft Edelweiß, das zum 17. Juni in Aussicht genommene Stiftungsfest im„ Kur ausgeführt, mit verdoppelter Energie zurückgeschlagen werden. Sonnabend 9% Uhr, Gigung mit Damen bet Ravul Adree, Chorinerstr. 53. haus Friedenau" abzuhalten. Ueber letzteren Vorschlag entspann Die Aufforderungen sämmtlicher Redner, allen Machinationen Buttania, 9 Uhr, Sigung in Täger's Geſellſchaftshaus, Gartenstr. 18-14. fich eine kurze Debatte, die zu dem Beschluß führte, das Fest in des vereinigten Unternehmerthums Troh zu bieten und unentwegt tant von Krone, Wörtherstr. 11. Nach der Sigung Fidelitas. Fidelitas. Berein Morgenstern, 9 Uhr, Sizung mit Damen im ReftauTheateranbetracht der gegenwärtigen Verhältnisse lieber noch weiter am Boykott festzuhalten, fanden die lebhafteste Zustimmung verein Bohemia bet kummer, Ackerstr. 13, Sigung und Aufnahme neuer hinauszuschieben. Nunmehr hielt Genosse Mäther einen mit seitens der Versammlung. Folgende Resolution wurde gegen Folgende Resolution wurde gegen Mitglieber. Boruffia, Sigung 8% Uhr, bet Schröder, Wienerstr. 31. reichem Beifall aufgenommenen Vortrag über: Streit und eine Stimme angenommen: Geselliger Verein Freundschaft, jeden Sonnabend Abend 9 Uhr im Die Versammlung erklärt sich mit Restaurant Bauß, Blumenftr. 10, Sigung mit Fidelitas. Theaterverein Boykott", an den sich ebenfalls eine längere Debatte schloß. Zum den Ausführungen des Referenten einverstanden und hält es für ustige Brüder 2, Sigung mit Damen jeden Sonnabend Abend 9 Uhr Schluß wählte man in einer Erfahwahl den Genossen Hinrichsen ihre heiligste Pflicht, dafür zu sorgen, daß der Uebermuth eines bei Strüger, Blanufer 34.- Theater- u. Artiſten- Club„ umor", Fidelitas un zum Schriftführer. Tanz bet Echönwälder, Dranienstr. 158, part. Privattheater Gesellschaft unverschämten Unternehmerthums gebrochen wird. Die Ver- Toni Sonnabend 9% Uhr bei Günther, Brunnenstr. 30. Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei O. Heindorf, Barnimftr. 16. Köpenick. Am 5. Juni tagte hier eine gut besuchte öffent- sammlung erkennt die in der bekannten Resolution der Parteiliche Volksversammlung, in welcher der Reichstagsabgeordnete genossen aufgestellten Forderungen an und verpflichtet sich, so Bergnügungsverein& uftige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Gründer, Köpnickerstr. 100. Vergnügungsverein Lustige Becher Abends Friz Zubeil Bericht über die parlamentarische Thätigkeit sondern auch fein solches aus Ringbrauereien überhaupt zu Uhr im Refaurant von O. Wits, Martannen- fer 2. lange nicht nur kein Bier der boykottirten sieben Brauereien, 9% uhr Mendelssohnftr. 9. Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung erstattete. Dem sehr beifällig aufgenommenen Vortrage folgte trinken, bis die gerechten Forderungen erfüllt sind und der Ring gnügungsverein Sarmios, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends& Uhr, Gefelliger Verein Linde jeden Sonnabend 9 Uhr bei Grame, Brunnenstr. 147. eine Diskussion, in welcher Genosse Feller den Referenten erfuchte, über einzelne Punkte ausführlicher zu berichten. Dem gesprengt ist."- Hierauf erstattete Gen. Schwarz den Bericht der Blumenstr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Theaterverein FreundesVergnügungsverein wird der Genosse Zubeil in nächster Zeit nachkommen. Folgende Lokalkommission. In den letzten drei Tagen hätten auf Veranlassung reis 9 Uhr, im Restaurant Kazorke, Solmsstr. 1. derselben wieder 18 Wirthe boykottirtes Bier abbestellt. dieselben Rauchflub Blaue Quaste, Sonnabend 9 Uhr bei Mücke, N., Wöhlertstr. 2. Lustig, Sigung Abends 8½ Uhr, bei Falbe, Reichenbergerstr. 149. Resolution wurde hierauf einstimmig angenommen: Die Ver fammlung erklärt sich nach den Ausführungen des Referenten bezögen ihr Bier jetzt meistentheils aus Brauereien, welche dem Rauchtlub Dornröschen, Sigung Abends 9 Uhr, bei Krüger, FennRauchflub Weiße Wolfe, Bernauerstr. 14, bei Henoch. mit der Thätigkeit der sozialdemokratischen Fraktion einver- Ring nicht angehören. Redner verliest eine ganze Reihe von standen und verspricht mit allen Mitteln dahin zu streben, daß Gastwirthen und Bierhändlern, welche boykottirtes Bier aus- Rauchklub Giserne Pfeife, Mittwoch und Sonnabend Sigung bei Weinert, Adolfstr. 20, Abends 8 Uhr. Schieß- Klub Fein- korn, KöpEin Lokalfommissionsmitglied brachte nickerstr. 23a, Restaurant Haun, tagt Sonnabend und Montag.- Rauchklub die Zahl unserer Parteigenossen im Parlament eine immer schänken und verkaufen. größere werde." Zum 3. Punkt der Tagesordnung: Der zur Kenntniß der Versammelten, daß den Charlottenburger Ar- o the Neite, Abends 9 Uhr bet Steuer, Weinſtr. 22. Stattlub Gordischer Knoten, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Karl Bierboykott", erstattete Genosse Streich han Bericht über die beitern feit acht Tagen wieder der Triefethau'sche Salon zu Verbisherige Thätigkeit der Boykottkommission. Ein Antrag sammlungen zur Verfügung steht. des Genossen Richter, den Ueberschuß der Tellersammlung zur Hälfte den ausgesperrten Kuhnheim'schen und zur anderen Hälfte den ausgesperrten Brauerei Arbeitern zu überweisen, wurde einstimmig angenommen. Unter Verschiedenem wurde ein Antrag von Herrn Neuendorf gestellt, die Polizei verwaltung von Köpenick zu ersuchen, die Polizeistunde bei öffentlichen Versammlungen um eine Stunde zu verlängern. Hilliges theilte mit, daß dies schon von seiten des Arbeitervereins geschehen sei, aber abschlägig beschieden wurde. Ferner wird mit getheilt, daß am 19. Juni der Arbeiterverein eine Versammlung abhält, in der Dr. Zadek referiren wird. Nach dem Schlußwort des Referenten nahm man die von demselben vorgeschlagene Resolution, ebenso folgende, gleichfalls zur Diskussion gestellte Resolution einstimmig an: In anbetracht der heutigen schlechten wirthschaft lichen Verhältnisse und des schlechten Verdienstes fordern wir die Frauen ganz besonders auf, uns in dem jetzigen Kampfe gegen den Brauereiring zu unterstüßen, indem die anwesenden Frauen fich verpflichten, soweit es ihnen irgend möglich ist, alle Frauen aufzufordern, so lange weder Bier noch sonstige Waaren von den Kaufleuten, Milch- und Grünkramhändlern zu entnehmen, bis diese das Boykottbier abbestellt und bewiesen haben, daß sie tein boykottirtes Bier führen." ( G. S.-K., Gig Gotha). Sonntag, den 10. Junt, Vormittags 9 Uhr, im KolBentral Branken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer berger Eaton, Kolbergerstraße 23: Mitgliederversammlung der Bezirke 2, 3 und 6. Tagesordnung: Wahl der Delegirten zur General- Versammlung. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe( E. H. 29, Hamburg, Filiale Berlin 9). Sonntag, den 10. Juni, Vorm 9 Uhr, bei Wieck, Siemensstr. 17: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Bericht des Delegirten von der Generalversammlung. 8 der Delegirten. 9 traße 5. Schilling, Pücklersir. 55. -LVO BerVerein ehemaliger Schüler der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Freitag, Koppenstraße 65. Geselliger Ver ein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Boite, Kolbergerstr. 23. Statflub Kreuzbube bei Steuer, Weinfir. 22. Stattlub Revolution bei Deeß. Kartentlub Mulle Abends 8½ Uhr, Grünauerstr. 17 tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Humboldhein, Hochftr. 32a. Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei Wuttte, Graudenzerstraße 2. Stattlub Einigtett bei Grube, Mariendorferstraße, Ede Solmsstraße. Schafstopftlub Brudertette, jeden Sonnabend Abends 9 Uhr Sigung bet Herrn B. Wiesegarth, Krautstr. 38. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer of, Admiralstr. 18c Rue St. Tambourverein Muf Sonnabends 9 Uhr bei Jakob, Inselstr. 1. Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Sonore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Berfammlung; reiche Bibliothet, Zeitungen, französischer Unterricht. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E.§. nr. 29 Samburg, Filiale Charlottenburg). Sonnabend, den 9. Juni, Abends 1hr, bet Krause, B.smardir. 74: Bersammlung. Tagesordnung: Bericht Verein Berliner Schirmmacher. Sigung und Billet Ausgabe zum Sommernachtsball( welcher am 16. Juni stattfindet) am Sonnabend, den 9. Juni, Abends 9 Uhr, im Lotal bet Röllig. Neue Friedrichstr. 44. London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E.. 29 alte, von Karl Marr und Friedrich Engels 1846 mitbegründete Hamburg, Filiale Berlin 6). Sonntag. den 10. Juni, Worm. 10% uhr, bei kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach eller, Bergstr. 68: Außerordentl. Mitgliederversammlung. Tagesordnung: wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. 1. Bericht des Delegirten über die Generalversammlung. 2. Wahl der gefammten Ortsverwaltung. Verein deutscher Schuhmacher. Bersammlungen am Montag, den 11. Junt, Abends s½ Uhr. Filiale i bei Wilte Andreasstr. 26. Filiale 2 bei Friedrichshagen. Arbeiter Bildungsschule. Besuchszeit Für Schöneberg fand am 6. Juni eine auch von Frauen gutbesuchte Volksversammlung statt, auf deren Tagesordnung die Stellungnahme zum Bierboykott stand. In seinem, mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Referat beleuchtete Genosse Täterow noch einmal in Kürze die Ursachen, welche die Arbeiterschaft zwang, den Boykott über jene fieben Brauereien zu verhängen. Feindt, Weinstr. 11. Filiale 3 bei Tränkler, Solmsstr. 44. verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Genosse Sailer schloß sich im wesentlichen den Ausführungen Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 10. Junt, Vorm. 10% Uhr, RosenTäterow's an, und kritisirte die Tattit fast sämmtlicher bürger- thalerstraße 38: Vortrag des Herrn E. Vogtherr über„ Eid und Eides form." Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den Altes und Neues Museum am Luftgarten. Besuchszeit täglich, mit Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, 10. Junt, lichen Blätter, die von diesen dem Boykott gegenüber ein- Borm. präz. 18 Uhr, im Saale ber Braueret Friedrichshain: Nebungsstunde. Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April- September 13 bis genommen wird. Vor allen Dingen sei es Pflicht gerade der gm Nebensaale: Ausschußßigung und Ausgabe von Billets zum Boltsfest in Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich). 6 Uhr, Oftober und März 12-6 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Die NationalFrauen, diesen Boykott energisch zu unterstützen. 8-10% ubr: Norbecule, Müllerfir. 1794, und Süd-Dule,( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis 2. und 4. Sonnabend im Monat, Abends gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 Uhr Waldemarftr. 14: Maturerfenntniß. 1. und 3. Gonnabend im Monat, Abendé 6 Uhr, im März und Oftober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis 8%-10% Uhr: Diskutir- Uebungen. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue mu se um, Prinz Albrechtstr. 7. 4 Uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich).- un st gewerbeGeöffnet an den Wochentagen( Montags Theilnehmer, Tamen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Worst gender Ad. Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Ottober und März 12-5 Uhr, tortum, Manteuffelstraße 49, v. Neumann. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Friedrich November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-8 Uhr( Unent 2 Tr. Sonnabend, Abends 9 Uhr: geltlich). Museum für Völtertunde, Königgrägerstr. 120. BesuchsNebungsfiunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Giche, Mirdorf, zeit wie im Kunstgewerbe- Museum( Unentgeltlich).- ygiene- Museum, nefebedfraße 84. 2yrania, Landsbergerstraße 31 bet Musehold. Klosterstr. 35. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer Ganges: Echo, Naunynstraße 86, bet Bubeil. Freundschaft 2, dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Museum für Friedenstraße Nr. 48 bei Tollfühn. Glück zu Ackerstr. 123 bei naturtunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im KunstStümte. Esmeralda, Tilsiterstraße 82 bet Hänicke. Sieber gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. tra nz in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Hand in hand 2, museum für deutsche Voltstrachten und Erzeugnisse des Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bet Heinecke. Gesundbrunner ausgewerbes, Klosterstr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs Männerchor, Gesundbrunnen, Prinzen Allee 10. Frisch auf, von 11-2 Uhr geöffnet. Gintrittsgeld: Erwachsene 50 f., Kinder 25 Pf., Friedrichsberg, Rummelsburgerstraße bet Deckert. Vorwärts 7, Vereine Gonntags 10 Pf. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Ge Rummelsburg, Goethe- und Kantstraßen- Ede bei Greinert. Immer öffnet Sonntags 12-3 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von Frisch auf 2, Schönwalbe in 11-2 Uhr( Unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich grün, Teget, epandauerstr. bei Rentner. der Mart bei Restaurateur Schulz. Gangesfreund, Dragonerstr. 32, außer Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr( unentgeltlich). Aussichtsthurm bei Kamlowsky. Deutsche Eiche 2, Brandenburg a. H, Hauptstraße, 50 Pf. Kunstausstellung des Vereins Berliner Künstler, Wintel's Salon. Gefangverein Sängerhain Reichenbergerstr. 16, bei Wilhelmstr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Bf. Entree. Hoffmann. Sternwarte, Endeplatz 3a. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend 11 Uhr Vormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. ale Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend Invalidenstr. 67-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. find zu Theaterverein aurelia, Mendelssohnftr. 9 bei Miehe Abends 9 Uhr. Schadowoftr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 3f., an etch richten an: B. Gent, Adalbertstr. 95. Sonnabend: Entree 50 Pf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bts 2 M. Aquarium, Bergnügungsverein Ginigteit, Manteuffelstr. 67, Abends 9% Uhr. legten Sonntag im Monat 25 Pf.- Caftan's Panoptitum, FriedrichGeselliger Verein Deutsche Eiche, fohlen- üfer 2, bei Pech. Bitherflub straße. Geöffnet 10-10 Uhr. Gintrittspreis 50 Pf. Paffage= Gemüthlich te it, Lindenstr. 105, im Bürgergarten. Nordklub Ge: Panoptikum 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. marine= fettigteit, Brenzlauer Allee 26, bei Drühler, alle 14 Tage. Theaterverein Panorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree effing. Langefir. 9, bei tiezewski. 50 Pf. Neapel- Panorama am Bahnhof Thiergarten, zwei neue Gelang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. 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Privattheatergesellschaft Schneeglöckchen, Genosse Schubert, Mitglied der Boykott- Kontrollkommission, berichtete, daß bei Beginn des Bierkampfes fast alle Lofalinhaber auf feiten der Arbeiterschaft standen, dadurch, daß die Arbeiter schaft in ihrer Energie nachgelassen habe, täme es in vielen Fällen vor, daß nur noch täglich ein Achtel von dem nichtboykottirten Bier abgeladen werde, während des Nachts Ringbier eingeführt würde. Außerdem wurden noch verschiedene Fälle bekannt gegeben, in denen Bier unter falscher Flagge verschänkt wird. In Charlottenburg beschäftigte sich am 6. Juni eine gut besuchte Volksversammlung mit dem Bierboykott. Genosse Hencke Berlin hielt den einleitenden Vortrag. Er trug den Anwesenden die Entstehungsgeschichte des Boykotts vor und forberte zur strengsten Durchführung des Boykotts auf. 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