Nr. 268. Bezugspreis: für Bierteljährl. 3,90 Mr., monatl. 1,30 RL wöchentlich 80 Bfg. fret ins Haus, borauszahlbar. Einzelne Wochentags. nummern 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Beilage Die Neue Belt 10 Bfg. Bostbezug: Monatlich 1,80 Mr. Unter freuzband Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mt., für das übrige Ausland 4 ML monatlich. Vostbestellungen nehmen an Dänemark, Holland, Luxemburg, Schweden u. die Schweiz. Eingetragen in die Bost- Beitungs- Preisliste. Erscheint täglich. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Vorwärts Berliner Volksblatt. 84. Jahrg. Der Anzeigenpreis beträgt f. die ftebengespaltene Kolonel. eile 60 Bfg. Kleine Anzeigen", bas fettgebrudte Wort 20 Pfg.( zu. läfftg 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Bort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Teuerungszuschlag 20% Familien Anzeigen 50 Pfg.. politische u. gewerffchaftliche Vereins. Anzeigen 40 Bfg die Zeile. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmitt. im Hauptgeschäft, Berlin SW. 68, Lindenstraße 3, aba gegeben werden. Geöffnet von 8 Uhr früh bis 7 Uhr abends. " Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplas, Nr. 151 90-151 97. Sonntag, den 30. September 1917. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. Troelstra und Adler über den Frieden. Wechselnde Artillerietätigkeit in Flandern Die Engländer bei Passchendaele zurückgeworfen Verstärkter Fenerkampf bei Verdun Erneuter Fliegerangriff auf London Kämpfe im Donaudelta. -Amtlich. Großes Hauptquartier, 29. September 1917.( 2. Z. B.) Weftlicher Kriegsschauplah. Heeresgruppe Rronprinz Rupprecht An der flandrischen Küste und zwischen Houthoulfter Wald und Lys wechselte die Kampftätigkeit der Artillerien in ihrer Stärke. Heftigem Trommelfeuer in den Abendstunden östlich von Opern folgten nur bei Zonnebeke englische Teilangriffe; fie wurden abgewiesen. Am Weg Ypern- Passchendaele wurde der Feind aus der Trichterlinie, die er dort noch hielt, geworfen. Im Ueberschwemmungsgebiet der ser brachten unsere Ertunder von Zusammenstößen mit Belgiern Gefangene zurück. Heeresgruppe Deutscher Kronpring. Nordöstlich von Soissons und vor Verdun verstärkte sich der Feuerkampf zeitweilig beträchtlich; er blieb an der Maas auch nachts lebhaft. Mehrere Vorfeldgefechte, die unsere Sturmtrupps in die franzöfifchen Stellungen führten, hatten vollen Erfolg. Heeresgruppe herzog Albrecht. Bei Bisel im Sundgau blieben bei einem französischen Borstoß einige Gefangene in unserer Hand. London und andere Orte an der englischen Südküfte- wurden von unseren Fliegern mit Bomben angegriffen. Deftlicher Kriegsschauplak. Front Prinz Leopold. Die meist geringe Gefechtstätigkeit steigerte sich nur vorüber. gehend bei Erkundungsunternehmen nördlich der Düna, westlich von Luck und am Zbrucz. Heeresgruppe Madenfen Russische Abteilungen, die in Kähnen über den Sereth und den St. Georgs- Arm der Donau gesetzt waren, wurden durch schnellen Gegenstoß vertrieben. Mazedonische Front. Keine größeren Gefechtshandlungen. Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff. Abendbericht. Berlin, 29. September 1917, abends. Amtlich. Bisher find größere Kampfhandlungen von keiner Front gemeldet. Der österreichische Bericht. Wien, den 29. September 1917.( W. Z. B.) Amtlich wird verlautbart: Deftlicher Kriegsschauplatz und Albanien. Unverändert. Italienischer Kriegsschauplan. Am Nordhang des Monte San Gabriele lebte die Feuertätigkeit beträchtlich auf. Am Chiese in den Judikarien wurden angreifende Italiener durch unsere Sicherungstruppen zurüdgeworfen. Der Chef des Generalstabes. Ereignisse zur Tee. In Erwiderung eines Angriffs, den ein feindliches Luftschiff am 18. September abends gegen Lussin Piccolo unternommen hatte, ohne auch nur den geringsten Schaden anzurichten, suchte am 27. abends eine Abteilung unserer Seeflugzeuge die Luftschiffanlage von Jesi bei Ancona auf, die schon im September 1916 mit einem in der Halle vertäuten Luftschiff durch unsere Secflieger zerstört, vom Gegner aber wieder in Betrieb gescht worden ist. Auch diesmal war unseren Seefliegern ein voller Erfolg beschieden. Die Luftschiffhalle wurde getroffen. Das in der Halle befindliche Luftschiff explodierte mit 150 Meter hoher Stichflamme. Die Explosion wurde von den anderen Flugzeugen bis auf 20 Seemeilen Entfernung wahrgenommen. Alle unsere Flugzeuge sind wohlbehalten zurückgekehrt. Einem zur gleichen Zeit von einigen feindlichen Flugzeugen unternommenen Angriff auf die Umgebung von Pola und auf Parenzo blieb jedweder Erfolg versagt. Am 28. vormittags belegten feindliche Flugzeuge in der Süd- Adria eines unserer Seespitalschiffe, das mit allen vorgeschriebenen Kennzeichen als solches versehen war, wirkungslos mit Bomben. Flottenkommando. Die deutsche Antwortnote und der Frieden. Wenn ich mich darüber aussprechen soll, was in der deutschen Antwortnote an den Papst gesagt wird, so fann ich nur erklären, daß diese Note auf mich einen günstigen Eindruck gemacht hat. Wenn sie mich dennoch unbefriedigt läßt, so um dessentwillen, was sie nicht enthält. genötigt fein würden, sich einer. deutschen 8011union anzuschließen. Für mich als Holländer hatte dies noch seine besondere Bedeutung, weil dadurch auch die handelspolitische Bewegungsfreiheit Hollands vernichtet wäre. Bon B. J. Troelstra. Es ist von größter Wichtigkeit, daß über das Aufgeben dieser Pläne gar fein Zweifel mehr möglich sei, und ich verstehe Borbemerkung der Redaktion: Die folgenden. Aus nicht, wenn man wirklich ehrlich Belgien seine Unabhängigführungen, die das Mitglied des holländisch- standinavischen feit zurückgeben will, weshalb man es nicht in der Antwort Komitees Gen. Troelstra vor einigen Tagen unserem Stocholmer an den Papst gerade heraus erklärt hat. Mit dem VorMitarbeiter gegenüber gemacht hat, lesen sich so, als ob sie wärts" bin ich ganz einverstanden, daß daraus gar kein in der vorgestrigen Sigung des Hauptaus- Schaden für Deutschland entstehen könnte und das schusses als Rede gehalten worden wäre. Sie find in Fatale dieser Taktik ist, daß der Eindruck geweckt wird, hohem Grade geeignet, den Glauben an die Richtigkeit der Deutschland hege in dieser Hinsicht noch annexionistische diplomatischen Technik" zu erschültern, als deren Jünger fich Hintergedanken. Wenn es in der bevorstehenden ReichstagsHerr Dr. Michaelis bekannt hat. figung gelingen sollte, hierüber völlige Klarheit zu schaffen, so wäre dadurch ein großer, vielleicht entscheidender Schritt in dieser Richtung der Friedensverhandlungen gegeben. Was diese Verhandlungen selbst angeht, so ist nicht anzunehmen, daß ihr Abschluß abhängig gemacht wird von der Ausarbeitung aller der wichtigen internationalen Fragen, die Um mit dem ersten anzufangen: Das Meistbedeutende in mit der Abrüstung zusammenhängen. Dem eigentlichen der Note des Papstes ist meines Erachtens, daß darin die Friedenstraftat werden die Vereinbarungen über die interAbrüstungsfrage in Verbindung mit der Einführung der nationalen Garantien auf dem großen Friedenskongreß folgen Schiedsgerichtsbarkeit und mit dem freien Verkehr, der Frei- müssen. Wenn also die Behandlung der Abrüstungs-, und heit der Meere in den Vordergrund gestellt wird. Je mehr Schiedsgerichtsfrage in der päpstlichen Note und in der deutschen man sich mit der Frage eines dauernden Friedens beschäftigt, Antwort für die direkten Friedensverhandlungen eine praktische desto mehr kommt man zum Schluß, daß diese allgemeinen Bedeutung haben soll, wird es kaum ein anderes sein können, Forderungen nicht nur als Wünsche für die Zukunft betrachtet als daß sich die Mächte in diesem Traktat feierlich für die werden sollen, sondern erstens für die Dauerhaftigkeit des Verwirklichung jener internationalen Forderungen erklären Friedens von Bedeutung sind und zweitens auch von größtem und sich gegenseitig versprechen, an ihrer Ausarbeitung innerpraktischen Wert für die Lösung der meisten aktuellen Fragen halb einer bestimmten Frist teilzunehmen. Wenn einmal sein werden, z. B. der Frage Belgien, Elsaß- Lothringen, diese Erklärung abgegeben ist, wird es die Aufgabe der Trentino. Alle Kriegführenden verlangen Garantien für Völker, im besonderen der sozialistischen Arbeiterklasse und die Zukunft. Diese Garantien sollen entweder durch der Demokratie sein, die Erfüllung dieses Versprechens zu die sofortige Vereinbarung der Mächte auf gewisse überwachen und wenn nötig zu beschleunigen. Formeln des internationalen Rechts und der internationalen Organisation gegeben oder sie müssen gefunden werden in militärischen Befestigungen, Abtretung von Territorien oder Beeinträchtigung der Freiheit des einen oder anderen Staates der nächsten Woche eine Internationale Rote- Kreuz- Konfer na abKopenhagen, 29. September. Laut Politiken" wird er in in der Behandlung seiner inneren und auswärtigen Ange- gehalten werden. Sie wird sich mit dem Austausch von Kriegslegenheiten. Letzteres aber würde den Keim neuer Kriege gefangenen und den Zuständen in den Kriegsgefangenenlag foeinschließen. Das Befriedigende also in der deutschen Ant- wie anderen Fragen beschäftigen. Die feierliche Eröffnung der wort ist, daß sie sich im allgemeinen dieser Auffassung an- Konferenz erfolgt am kommenden Donnerstag unter dem Vorsitz schließt. Es ist m. E. sehr richtig und geschickt, daß in der des Prinzen Waldemar von Dänemark. Antwort angeführt wird, Deutschland sei durch seine geographische Lage und durch seine wirtschaftlichen Bedürfnisse Internationale Rote- Kreuz- Konferenz. auf ein friebliches Verhältnis zu ſeinen Nachbarn angewiesen Viktor Adler über den Frieden. Rede im österreichischen Parlament. und es gebe kein Volk, das mehr Anlaß habe, friedliche Mittel zur Verwirklichung seiner Ideen an Stelle der militärischen anzustreben als Deutschland. Db ich es eine Fronie Jm österreichischen Abgeordnetenhause hielt am 26. Sepder Geschichte nennen muß, weiß ich nicht diese vollzieht tember Genosse Dr. Viktor Adler eine Rede, die er mit sich eben in Gegensäßen. Aber es scheint mir nicht zweifel- folgenden Ausführungen schloß: haft, daß Deutschland durch den Verlauf der Geschichte Der Ruf zum Frieden ist überall vernehmbar, auch bei unseren zum Träger des Abrüstungs- und des Frei- Gegnern im Kriege. Die Sozialdemokraten leiden unter handelsgedankens bestimmt ist. Diesen Eindruck der physischen Schwierigkeit, sich zu verständigen, ferner unter der habe ich bei meiner Teilnahme an den Friedens zu Striegszwecken aufgepeitschten Leidenschaft der Massen, vorbereitungen in Stockholm in immer stärkerem Maße er- fie leiden aber vor allem unter den Schlagworten, die hinausgegeben halten. Die deutsche und päpstliche Auffassung vom Vorrang und als Friedensbedingungen in die Welt hinausgerufen werden. der Abrüstungsfrage wird auch von unserem Komitee geteilt Eines jedoch ist sicher und das hat sich immer mehr durchgerungen: und der Artikel von Edgard Milhaud, der vom Vorwärts" die Völker und auch unser Volk wollen nicht umsonst geübersetzt worden ist, wie auch der Artikel De strées, das blutet haben, das heißt die Völker wollen ausrotten mit der Memorandum der französischen sozialistischen Partei und das Wurzel, was diesen Krieg herbeigeführt hat.( Lebhafter Beifall bei Memorandum der englischen Delegierten stehen alle auf dem- den Sozialdemokraten.) Darum kann die Voraussetzung eines selben Standpunkt. Diese Einstimmigkeit eröffnet gute Aus- Friedens nur sein der feste Entschluß der Staatsmänner und sichten auf die Zukunft. Völker, ein neues Völkerrecht zu schaffen. Es ist eine wahre GenugIm übrigen ist es meines Erachtens sehr bedauerlich, daß tuung und eine große Hoffnung für uns, daß beinahe mit denselben die deutsche Regierung in dieser Antwort noch immer die Ver- Worten, mit denen sich vor fünfzig Jahren Karl Marg an die tuschungspolitik Bethmann Hollwegs in bezug auf Internationale gewendet hat, um die Linien zu kennzeichnen, die ihre wirklichen Kriegsziele anwendet. In der päpstlichen Note für ein Zusammenleben der Völker möglich wären, der Papst in wird die vollständige Unabhängigkeit Belgiens, die Räu mung seiner legten Kundgebung das Ziel ausgesprochen hat, daß nämlich der besetzten Gebiete und eine versöhnliche Behandlung der die großen Prinzipien der Gerechtigkeit, der Trentino- und der elsaß- lothringischen Frage vorgeschlagen. Siebe und der Moral, die im Privatleben im Verhältnis Hicrüber läßt sich die Antwort mit keinem Wort aus. Es der einzelnen zueinander maßgebend sind, auch maßgebend werden. wird darin nur auf die Friedensresolution im Verhältnis der Staaten zueinander. des Reichstages hingewiesen, die sich aber eben- Die Voraussetzung des Friedens und von Friedensverhandlungen falls über diese Fragen nicht ausgesprochen hat. ist, daß dieses Ziel vorerst im Auge behalten wird. Man wird Es ist wohl im besonderen zu bedauern, daß die leichter einander näherkommen können, wenn man früher festgesteüt deutsche Regierung diese Gelegenheit nicht wahrgenommen hat, am Ende soll nicht sein eine Absperrung und gegenseitige Behat, sich über Belgien bestimmt und klar aus- drohung, sondern ein verträgliches Zusammenleben zu zusprechen. Die Rede Asquiths ließ, wie ich glaube, gemeinsamer Kulturarbeit aller Völker. Darüber deutlich erkennen, daß die englische Regierung die Hoffnung läßt sich auch unschwer eine Einigkeit erzielen. Schwerer ist es hegte, die Lösung dieser Frage als eine Brücke zu den Friedens- natürlich mit den Einzelheiten. So sehr wir nun anerkennen, was berhandlungen zu gebrauchen. Von verschiedenen Seiten sind vom deutschen Reichskanzler und vom Grafen Czernin zum Lobe Anregungen in diesem Sinn gegeben worden. Von meinem des Friedens und an Wünschen des Friedens gesagt wurde. Besuch in Berlin im Oktober 1914 ist mir die Erinnerung ge- genügt nicht. Wir leben in einer Zeit, wo man blieben, daß die deutsche Regierung in den Zeiten der hochdeutlich und klar sprechen muß. es ge muten Siegeshoffnungen beabsichtigte, Belgien und Heute reden die Staatsmänner zur Welt und sie sollten in solchen Frankreich so unter ihren Druck zu bekommen, daß sie Worten reden, die man im Ausland nicht verschweigen. nicht verdrehen und nicht falsch interpretieren] tann.( Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Sowohl in der wirklich weitgehenden warmen Antwort, die der Kaiser an den Papst gerichtet hat, die wir rückhaltslos anerkennen als wirklich herzliche und offenbar empfundene Aeußerung, die ein Friedensbekenntnis iſt. als auch noch mehr in der Antwortuote des deutschen Reichskanzlers fchlt das Wort: Wir wollen feine Eroberungen machen! So wie drüben das Wort Belgien, so fehlt bei uns das Wort Serbien und Rumnäien. Wir wissen, daß das kein Vernünftiger will, aber man sollte es auch nach außen sagen, daß wir es wissen. Es ist ein wichtiges Moment dafür, daß wir zum Frieden Tommen. Daß es fehlt, ist eine Unterlassung. Meine Pflicht hier ist es, dafür zu sorgen, daß die Massen in England und in Frankreich den Mut bekommen, sich dazu zu bekennen, daß der Friede möglich ist ohne Verlegung und Unterdrückung eines Volkes, daß der Friede möglich ist, weil bei den Zentralmächten nicht, wie sie meinen und wie man ihnen einrebet, Sklaven leben, sondern daß auch da freie Men schen sind, die die Demokratie wollen und die die Freiheit durchsetzen werden und den Frieden.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Es ist furchtbar, was wir erlebt haben; aber so furchtbar es iſt, tun wir unsere Pflicht. Dazu ist notwendig nicht nur für die einzelnen, auch für die Parteien und für die Völker ein wenig Selbstverleugnung und sehr viel Mut, sehr viel Ueberzeugung, daß die alte Zeit vorbei ist, daß die neue Zeit kommen muß, die mit dem Frieden beginnt und zur Freiheit führt.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Kühlmannsdiplomatische Technik Die letzten Regierungsreden im Hauptausschuß des Reichstags haben, wie nicht anders zu erwarten war, im feindlichen und neutralen Ausland keine gute Presse gefunden. Mit Genugtuung wird von den Kriegstreibern, mit Enttäuschung von den Friedensfreunden hervorgehoben, daß in diesen Reden eine genaue Erklärung über Belgien nicht enthalten ist. Wir haben schon gestern gesagt, daß die deutsche Regierung zur Abgabe einer solchen Erklärung bereit ist, aber für sie den richtigen psychologischen Augenblick noch abwarten zu müssen glaubt. Ist die öffentliche Diskussion so weit geklärt, daß der Mangel einer genauen Mitteilung über Belgien als das eigentliche Hindernis für den Frieden erscheint, dann foll dieses Hindernis beseitigt werden. Nach den Worten des Staatssekretärs v. Kühlmann kann es sich hierbei nur noch um einige Wochen handeln. Glauben wir damit die Taktit der Regierung richtig erklärt zu haben, so sind wir doch keineswegs davon überzeugt, daß fie selbst richtig ist. Durch diese Taktik der Zurückhaltung soll bei den Gegnern das Gefühl dafür gestärkt werden, daß der Frieden nicht nur für uns, sondern auch für sie ein erstrebenswertes Gut ist. Für den Augenblick werden aber nur die Tendenzen der Kriegstreiber belebt, die über die militärische Verstocktheit Deutschlands zetern, und die Friedensfreunde werden entmutigt. Dies alles fann und muß ertragen werden, wenn es wirklich weiter nichts ist als ein kurzes diplomatisches Vorspiel und wenn sich die Rechnung als richtig erweist, wonach eine deutsche Erklärung zugunsten der belgischen Unabhängigkeit in naher Zeit eine durchschlagende Wir tung haben wird, die man ihr heute noch nicht zutraut. Erweist sich aber diese Rechnung als falsch, dann muß die deutsche Regierung auf die schärfsten Angriffe gefaßt sein. Militärfragen und Familienunterstützung. Sizung am Sonnabend mit den Anträgen, die zu den Militär- bekomme, während man den kriegserprobten Soldaten mit 53 Bf. Der Hauptausschuß des Reichstags befaßte sich in seiner ein frisch beförderter junger Leutnant im Monat 250 resp. 310 M. fragen und zur Unterstützung der Kriegerfamilien vorlagen. Urlaub und strenger Arrest. Abg. Stüdlen( Soz.) begründet zunächst folgende Anträge: I. Entlassung der Jahrgänge 1869 und 1870 aus dem Heeresdienst den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, mit aller Beschleunigung die herbeiführen zu wollen. II. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, Maßnahmen zu ergreifen, wonach im Falle, daß Vater und Söhne gleichzeitig an der Front stehen, der Vater auf sein Verlangen aus der Feuerlinie zurückgezogen wird. III. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dahin wirken zu wollen, daß den Mannschaften und Unteroffizieren zunächst für die Dauer des Krieges ein Recht auf Urlaub eingeräumt wird. wird. IV. pro Tag abfinde. In großen Zügen behandelte Stücklen dann die Mißstände im Kantinenwesen und forderte ein Verbot, die schaften, in Kriegsanleihe anzulegen oder die Kosten von SportUeberschüsse der Kantinen ohne Wissen und Willen der Mannfesten aus diesen Ueberschüssen zu bestreiten. Leuten, von denen man besondere Leistungen verlange, müßten auch Anspruch auf Zulagen haben. Abg. Erzberger( 8.) forderte, daß die Löhnungserhöhung von 1. November spätestens durchgeführt sein müsse, sonst müsse man dazu greifen, die Gehälter der Offiziere zu beschneiden. und feine Ueberschüsse machen. Die Kantinen würde man am besten genossenschaftlich betreiben Oberst v. Wrisberg teilt mit, daß eine Verfügung ergangen sei, die die Ansammlung von Ueberschüssen verbiete, dafür ſollen die Waren billiger abgegeben werden. General v. Owen erklärte, daß das Kriegsministe rium nichts gegen eine Erhöhung der Löhnung sei jeder Zwang verboten worden. Redner macht dann noch längere einzuwenden habe. Bei der Zeichnung für die Kriegsanleihe Ausführungen über das militärische Zulagenwesen. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dahin wirken zu wollen, daß die Strafe des strengen Arrestes entweder ganz beseitigt wird oder daß die Bestimmungen des Militärstrafgesetzbuches dahin geändert Schatzsekretär Graf Rocdern weist gegenüber den Vorwürfen, werden, daß in allen Fällen, die mit strengem Arrest bedroht daß das Reichsschazamt der Erhöhung der Mannschaftslöhne werden, auch die Verhängung einer milderen Strafart zugelassen Schwierigkeiten mache, darauf hin, daß die bisher erfolgten Erhöhungen der Löhnungen. Familienunterstüßungen und sonstigen Abg. Stücklen wies darauf hin, daß in der Zurückbehaltung Zuschüsse im Monat ein Mehr von rund 200 Millionen Mark, also der alten Jahrgänge, die in Bayern schon entlassen seien, eine im Jahr 2,4 Milliarden Mark ausmachen. Der heute eingebrachte große ärte liege. Auf die Schlagfertigkeit des Heeres habe Antrag enthalte dagegen als neu eine Differenzierung der Manndie Entlassung dieser alten Leute sicher keinen Einfluß. Teilweise schaftslöhnung. Diesen Antrag halte er für er= würden sie gar nicht im Kriegsdienst, sondern wie beim Garnison- wägenswert; er müsse sich jedoch im Einvernehmen mit der regiment Berlin mit Arbeiten beschäftigt, die auszuführen, Sache Heeresverwaltung eine Prüfung desselben vorbehalten, namentdes Silfsdienstes jei. Die Zurüdnahme der Bäter, deren lich dahingehend, ob die Differenzierung auch technisch durchführbar Söhne auch im Felde stehen, müßte eigentlich eine Selbstverständ- und welche finanzielle Belastung damit verknüpft sei. nicht ab, eine Ordnung kann in diesen Zustand nur gebracht wer- gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich die Erwägungen hoffentlich lichkeit sein. Die Klagen über die Art der Urlaubserteilung reißen Abg. Stücklen trat verschiedenen Einwänden entgegen und den, wenn den Soldaten ein Recht auf Urlaub eingeräumt nicht hinausziehen, bis der Krieg beendet ist. Die Wünsche dec wird. Der Wunsch der in vorderster Linie kämpfenden Soldaten sind berechtigt, sie müssen rasch erfüllt werden. Truppen, öfter abgelöst und ausgetauscht zu werden, sei durch- Redner der Parteien stimmten den Anträgen zumeist zu. aus berechtigt. Der strenge Arrest sei ein Stück Barbarei, Bei der Abstimmung wurde der Löhnungsantrag einstimmig das in die heutigen Verhältnisse nicht mehr passe. Mindestens aber angenommen. Der Antrag betr. das Pusgeld für Unteroffiziere sollten die Gerichte nicht gezwungen sein, nur auf strengen Arrest ebenso. Angenommen wurde auch der Antrag, bei den Instanderkennen zu müssen, vielmehr wahlweise auch eine andere Strafe feßungswerkstätten Zulagen zu gewähren. Der Kantinen- Antrag wurde in folgender vom Zentrum vorgeschlagenen Fassung ange= aussprechen können. Oberst v. Wrisberg hielt die Anträge für nicht ausführ- nommen: bar. Die alten Jahrgänge zu entlassen, sei nicht möglich. Auf die den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, zu veranlaffen, Zurückziehung der Väter kinderreicher Familien sei man schon 1. daß die Verkaufspreise in den Kantinen derart gestellt jetzt bedacht, wie auch ein Austausch der alten gegen jüngere Leute werden, daß Ueberschüsse tunlichst vermieden werden, bereits im Gange sei. Gin Recht auf Urlaub fönne nicht gegeben werden, aber dem Bedürfnis nach Urlaub soll so weit als möglich Rechnung getragen werden. Tie 2. daß über die Verwaltung der Kantinen einer aus Offizieren und Mannschaften bestehenden Kommission in bestimmten Zwischenräumen Rechnung gestellt wird. Der Ausschuß trat dann in die Beratung der Erhöhung der Familienunterstütung zugehen. Den Prozentjak der Urlauber bestimme die Oberste Kriegsminister v. Stein gab zu, daß auch ihm viele Klagen zugehen. Den Prozentsaz der Urlauber bestimme die Oberste Heeresleitung. Der Umstand, daß ein Mann mit Arrest bestraft wurde, dürfe nicht zum Anlaß genommen ein. Dazu lagen folgende Anträge der Sozialdemokraten vor: werden, ihm den Urlaub zu verweigen. Die Urlaubs- der Reichstag wolle beschließen, frage selber sei allerdings sehr schwierig. Der strenge Arrest die verbündeten Regierungen zu ersuchen, das Gesek, be= sei nicht ganz zu entbehren, aber er foll möglichst wenig angewendet treffend die Unterstübung von Familien in den werden. Der Anregung, in den Fällen, in denen strenger Arrest Dienst eingetretener Mannschaften vom 28. Februar 1888 und vorgeschrieben sei, auch eine mildere Strafe eintreten zu lassen, 4. August 1914 dahin zu ändern, daß die Unterstübungssäße in § 5 unter a von 20 auf 30 M., unter b von 10 auf 20 M. erhöht werde die Heeresverwaltung nähertreten. werden. Ferner folgenden§ 5a einzuschalten: falle den Kompagnie führern zur Last, die es nicht berAbg. Stücklen: Die Ungleichheiten in der Erteilung von Urlaub stehen, sich die Sache einzuteilen. Bei einzelnen Truppenteilen fahren die Mannschaften alle 6 Monate in Urlaub, bei anderen Truppenteilen feien Leute, die seit 18 Monaten auf Urlaub warten. Dieses Durcheinander ist nur zu beseitigen, wenn ein Recht auf Urlaub geschaffen werde. = § 5a. Die Gemeinden und Gemeindeverbände sind verpflichtet, aus ihren Mitteln den örtlichen Verhältnissen angemessene Buschläge zu diesen Unterstüßungen zu zahlen. Dieselben müssen mindestens 50 vom Hundert der durch§ 5 festgelegten Mindestfäße betragen. Abg. Dr. Cohn( Unabh.) beantragte: In der deutschen Presse wird vielfach der unterschied zwischen den Reden des Reichskanzlers und des Herrn b. Kühlmann hervorgehoben. Die Alldeutschen preisen In der weiteren sehr lebhaften Diskussion erkannten die VerMichaelis und toben gegen Kühlmann. Die Anhänger des treter aller Parteien, teils mit Einschränkungen, die Berechtigung der Anträge an. Der bayrische Militärbe Verständigungsfriedens spenden dem Staatssekretär gedämpftes bollmachtig te stellte feit, daß in Bayern die Jahrgänge 1869 Die berbündeten Regierungen zu ersuchen, folgenden§ 5a cinzuLob und bewahren gegenüber dem Reichskanzler eine gewisse und 1870 nicht entlassen, sondern von der Front zurüdgezogen und schalten: fühle Reserve. Troß der Versicherung des Herrn v. Kühl- in weitgehendem Umfang beurlaubt worden. find. mann, es bestände volle Einigkeit der leitenden Stellen, sieht v. Wrisberg teilte noch mit, daß die zurückziehung der älteren Unterstützungen aus ihren Mitteln durch Zuschläge zu ergänzen, Die Gemeinden und Gemeindeverbände sind verpflichtet, diese man schon einen scharfen Gegensatz zwischen den beiden Staats- Leute von der Front jezt ganz energisch betrieben werde. Abg. Sie den örtlichen Verhältnissen anzupassen sind. Die Zuschläge männern und ergreift, je nach der eigenen Stellung zur Dr. Cohn begründet die auch von Stülen bereits gestellte müssen in Gemeinden unter 5000 Einwohnern mindestens 50 bom Friedensfrage, für oder gegen einen oder den anderen Partei. und nun in einen Antrag umgewandelte Forderung, dem Reichs- Sundert, von 5000-15 000 Einwohnern mindestens 60 vont Dies alles scheint uns ein wenig verfrüht. Zweifellos aber tag eine Statistik über die Tätigkeit der Justiz bei Hundert, von mehr als 15 000-30 000 Einwohnern mindestens wird in diesem Augenblick ein sehr großes Spiel gespielt, wobei die Rollenverteilung noch nicht ganz klar ist. Auf alle Fälle muß gesagt werden, daß die Art, wie die Friedensverhandlungen hüben und drüben vorbereitet werden, vom„ neuen Geist" des fünftigen Friedens noch gänzlich unbeschattet sind. Auf der einen Seite fordert man Unmögliches, auf der anderen verweigert man Selbstverständliches. Dort verlangt man Tausend, um Hundert zu bekommen, hier versichert man, an dem ganzen Geschäft sehr wenig interessiert zu sein kurz, man versucht, nach denselben Methoden Frieden zu machen, nach denen man auf dem Lodzer Altmarkt Lumpen kauft. Auch das soll uns recht sein, wenn es nur zum Ziele führt, wenn aber nicht, gibt es ein schlechtes Ende! Englische Ausfuhrverbote gegen Holland und Skandinavien. London, 29. September.( Reutermeldung.) Der König unterzeichnete in einem heute abgehaltenen Privy Council eine Verfügung, durch die die Ausfuhr gewisser Artikel nach Skandinavien und Holland verboten wird. Heer und Marine vorzulegen. Oberst Bei der Abstimmung wurde dieser Antrag abgelehnt. Der Antrag auf Entlassung der älteren Jahrgänge wurde mit der Einschaltung des Wortes„ tunlichft" angenommen. Desgleichen der Antrag auf Zurüdziehung der Bäter, die gleichzeitig Söhne im Felde stehen haben. Das Recht auf Urlaub wurde abgelehnt und der Antrag in der Fassung angenommen: Tahin wirken zu wollen, daß für die Dauer des Krieges in schränkung hatten die Fortschrittler beantragt. regelmäßigen Zeitabschnitten Urlaub erteilt wird." Diese EinDer Antrag, den ftrengen Arrest betr., wurde ebenfalls angenommen. Der Ausschuß ging dann zur Beratung der Besoldungsfragen über. Abg. Stücklen( Soz.) begründete folgende Anträge: I. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, eine anderweite Festsetzung der Löhnung der Mannschaften und Unteroffiziere herbeizuführen, und zwar nach folgenden Richtlinien: a) Unteroffiziere erhalten nach einer als Unteroffizier geleisteten Kriegsdienstzeit von 18 Monaten eine Erhöhung der Löhnung um 20 vom Hundert, b) Gefreite und Gemeine nach einer Kriegsdienstzeit von 1 Jahr 20 vom Hundert, nach einer Kriegsdienstzeit von 2 Jahren 40 vom Hundert und nach einer Kriegsdienstzeit von 3 Jahren 50 vom Hundert Erhöhung der für sie zuständigen Löhnung, c) Besondere Zulagen, die für bestimmte Funktionen bezahlt Der argentinische Eisenbahner- Ausstand. werden, dürfen auf diese Erhöhung nicht angerechnet werden. Amsterdam, 29. September. Times" meldet aus Buenos Aires, II. III. die Regierung beabsichtige, ein Schiedsgericht für den Eisen- den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dahin wirken zu wollen, daß bahnerausstand einzusetzen, wenn die Arbeiter nicht von selbst den Unteroffizieren, die das den Mannschaften zustehende Bußgeld die Entscheidung einem Schiedsgericht überlassen und inzwischen die noch nicht erhalten haben, dieses nachträglich gewährt wird. Arbeit wieder aufnehmen wollen. Die Bahngesellschaften sollen auf gefordert werden, die Züge für Militär- und Marinepersonal wieder fahren zu lassen. Nötigenfalls soll der Belagerungszust and verfündet werden. Deutschenhetze in Amerika. den Serrn Reichskanzler zu ersuchen, eine Verfügung herbeizuführen, in der bestimmt wird: a) über die Verwaltung der Kantinen ist den Mannschaften alle Vierteljahr Rechnung bekannt zu geben; b) die Ueberschüsse sind an die beteiligten Mannschaften alle Vierteljahre in bar zu verteilen; c) zu anderen Zwecken dürfen die Kantinen- Ueberschüsse nicht verwendet werden. IV. § 5a. 75 vom Hundert, von mehr als 30 000 Einwohnern mindestens. 100 vom Hundert der in§ 5 bestimmten Sätze betragen. Abg. Schmidt- Berlin( Soz.) sprach zu dem sozialdemokratischen Antrag. Die Lage der Kriegerfamilien fei äußerst mißlich. Die Preise aller Leber: smittel seien derart gestiegen, daß die jetzigen Unterstützungssäge völlig unzureichend find. Redner zeigt die Steigerung der Lebensmittelpreise an der Hand einer Tabelle. Biele Gemeinden erfüllen leider ihre Pflicht nicht, so daß unbedingt vom Reich ein Drud auf sie ausgeübt werden müſſe Unterstaatsjefretär Dr. Wallraf: Bisher seien an Reichskriegsunterstübungen monatlich bis 190 Millionen Mark gewährt worden. Darüber, daß die Unterstübungen als Ganzes eine Erhöhung erfahren müßten, seien sich die Re gierungsstellen einig, fraglich sei nur der einzuschlagende Weg. Die Erhöhung fönnte erfolgen durch eine gleichmäßige Hinaufsezung der Reichsunterstützungsfäße, was zwar den Vorteil ge= währen würde, daß sie jedem objektiv gleichmäßig zustatten täme, dagegen den Nachteil, daß man nicht entsprechend individualisieren fönnte oder es könnte die Erhöhung im Wege der Gemeindeunterftüßungen erfolgen. Der Vorschlag der Sozialdemokraten bezüg= lich der Art der Durchführung werde von der Regierung wohl Die Verhandlungen kaum angenommen werden können. über den für die Erhöhung einzuschlagenden Weg schwebten noch. doch werde sie zeitig genug vor Eintritt des Winters, spätestens am 1. November d. 3. eintreten. Ministerialdirektor Dr. Lewald teilt mit, daß für Oktober eine gemeinsame Besprechung der Bundesstaaten in Aussicht stehe, die in diesen Fragen eine einheitliche Praris erhoffen lasse. Abg. Nacken( 3.) tritt besonders für eine Erhöhung der Säke für die Frauen ein. der Fonds für Kriegswohlfahrtspflege in seiner Gesamthöhe nicht .. Ministerialdirektor Dr. Schroeder macht die Mitteilung, daß der Fonds für Kriegswohlfahrtspflege in seiner Gesamthöhe nicht begrenzt ist. Der Betrag der monatlichen Zuschüsse des Reiches für die Aufwendungen der Kommunen stellt sich auf 31,5 Mill. Marf. Unterstüßung mehr zu individualifieren. Abg. Meyer- Herford( natl.) empfiehlt, bei Gewährung der Je kleiner die Gemeinden sind, desto größer sind nicht selten die Abg. Hoch( Soz.): Es muß rasch und gründlich geholfen werden. Mißstände. Es ist eine große Härte, Kriegerfrauen, die Kinder haben, auf die Arbeit zu verweisen oder gar den Lohn größerer Kinder, die für sich selber sorgen müssen, auf das Einkommen der Familie anzurechnen. New York, 28. September.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Unterstaatssekretär Dr. Wallraf hielt den Ausführungen des Die Verhaftungen von Deutschen und Deutschfreunden haben gestern eingesetzt und dauern an. Heute wurden viele Personen nach Ellis Island den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, eine Verfügung dahingehend bg. Hoch entgegen, daß es doch nicht nur notleidende Kriegerfamilien gäbe und daß man die anderen Notleidenden nicht zu gebracht, wo sie, wie mitgeteilt wurde, wahrscheinlich während beschäftigten Mannschaften Zulagen in gleicher Höhe bezahlt wer- Durchführung der Unterstützungserhöhung bliebe, ob man individu herbeiführen zu wollen, daß den in den Instandseßungs- Werkstätten fehr zurüdtreten lassen dürfte. Entscheidend für die Art der der Dauer des Krieges interniert werden. Die meisten den, wie sie den in den Belagerungs- Artillerie- Werkstätten bealifieren wollte oder nicht. Verhafteten waren in Geschoßfabriken oder bei Schiffs- schäftigten Mannschaften bereits bezahlt werden. Wenn man sich auch sicher hüten müßte und die Gefahr vielleicht auch nicht ganz zu bannen wäre, arbeiten beschäftigt. Man glaubt( 1), daß ein weitverbreite= Abg. Stücklen wandte sich scharf gegen die Regierung, die offen. daß bei Individualisierung gelegentlich Ungerechtigkeiten entstünden, tes Romplott zur Beschädigung von Maschinen bar die Soldaten als Objekt für am falschen Ort angewendete so müßte man darum doch nicht einfach die Schablone wählen. Der das auf Anweisung von deutschen Agenten in Europa arbeitete Sparsamkeit betrachte. Diese Knauferigkeit sei unerhört Unterstaatssekretär wies schließlich auf die großen Lasten hin, die zum Scheitern gebracht worden ist. Die Verschwörer wurden von gegenüber den gewaltigen Leistungen, die von den Soldaten ge- die Städte im Laufe des Krieges auf sich genommen hätten und Agenten des Marinedepartements seit Monaten beobachtet. fordert werden. Man habe einfach kein Verständnis dafür, daß die sicher anerkennenswert wären. fultat: der Juden und die Verantwortlichkeit des Nach weiterer Debatte ergab die Abstimmung folgendes Re- Arbeitstag, die gesetzliche Gleichberechtigung Regierung und Wahlrechtsversprechen. Die Erhöhung der Säße für die Frauen von 20 auf 30 M. Senates vor dem Landtage angenommen wurden. Die Berliner Politischen Nachrichten" behaupten zu wissen, daß wurde einstimmig angenommen. Die Erhöhung der Säße Das Zentrum und die Rechte nahmen an der Sigung die preußische Regierung alle verfassungsmäßigen für die Kinder von 10 auf 20 M. wurde gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt und nicht teil. und wirtMittel anwenden wird, um die Durchführung des gleichen Wahldafür nach einem Antrag der Fortschrittler die Erhöhung Stockholm, 28. September. Vor furzem meldete ein Telegramm, rechts gemäß dem Erlaß vom 11. Juli zu sichern. Aus dem Umauf 15 M. beschlossen. Der Antrag Cohn wurde abgelehnt. Von eine Abordnung des finnischen Senate habe Kerensti stande, daß Neuwahlen während des Krieges ausgeschlossen seien, dem beantragten§ 5a wurde der erste Sah angenommen, wo- für das Manifest der Vorläufigen Regierung vom 12. September dürfe nicht etwa die Auffassung hergeleitet werden, daß im Falle nach die Gemeinden zur Zahlung angemessener Zuschläge ver- über die Selbstregierung Finnlands gedankt und zugleich der Ablehnung des gleichen Wahlrechts mit einer Auflösung des pflichtet sind. Der zweite Sab, wonach diese Zuschläge mindestens erklärt, das finnische Volk jei bereit, politisch Abgeordnetenhauses nicht zu rechnen sei. Sollte wider Verhoffen im 50 v.. zu betragen haben, wurde dagegen abgelehnt. Nächste Sizung: Montag 10 Uhr. schaftlich mit Rußland zusammenzugehen. Nach zuverlässigen Abgeordnetenhause die gleiche Wahl auf Schwierigkeiten stoßen, so Mitteilungen entspricht diese Nachricht nicht der Wirk- würde zweifellos dessen Auflösung beschlossen werden. Die Aus lichkeit. Zwei Mitglieder des finnischen Senats berlangten führung des Beschlusses müßte, sofern er in die Kriegszeit fällt, Terestschenko nicht demissioniert. von Kerenski, die Vorläufige Regierung möge dafür sorgen, bielleicht bis zu einem Zeitpunkt aufgeschoben werden, zu welchem Amsterdam, 29. September. Das„ Algemeen Handels- daß die 60 Millionen Kilo Getreide, die von Finnland be- euwahlen angängig erscheinen. Aber der Beschluß selbst würde unmittelbar gefaßt und verkündet, blad" meldet aus Petersburg: Die Vertreter der Presse sind stellt und schon bezahlt seien, auch wirklich geliefert würden. Außerwerden. ermächtigt mitzuteilen, daß die Nachricht über die dem erheben sie Vorstellungen wegen der rücksichtslosen nud unerWir fönnen diese Meldung nicht auf ihre Zuverlässigkeit hin Demission Terestschentos unrichtig sei. Teres- träglichen Gewalttaten der russischen Soldaten in Finnland. tschenko habe den Ministerpräsidenten darauf hingewiesen, Kerenski versprach Abhilfe zu schaffen, betonte jedoch die großen des Selbstverständlichen, daß die Regierung das Abgeordnetenhaus prüfen. Nach unserer Anschauung ist es jedenfalls das Mindestmaß daß er es mit Rücksicht auf die internationale politische Lage Schwierigkeiten in beiden Fällen. Alle übrigen Angaben der auflöst, wenn dieses die Wahlrechtsvorlage nicht in einer den feierlichen nicht für wünschenswert erachte, sein Amt niederzu- genannten Meldung entsprechen nicht den Tatsachen. legen, und daß er für sein weiteres Bleiben die Bedingung Versprechungen der Regierung entsprechenden Form annimmt. Denn es ist klar, daß ein so feierliches Versprechen wie das der Dfterstelle, daß eine nationale Regierung mit aus. und Pfingstbotschaft nicht schon mit der bloßen Einbringung einer reichenden Machtbefugnissen ernannt werde, die von jedem Druck unabhängig sei. Borlage eingelöst ist, sondern erst dann, wenn die Regierung auc das legte Mittel angewandt hat, um es zu verwirklichen. Der letzte Luftangriff auf England. London, 28. September. Amtlich. Die Südwestküste angreifende, Terestschenko über die deutsche Antwortnote. üste von Suffolk, Eiser und Kent gemeldet. Die Petersburg, 28. September.( Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Der Minister des Aeußern Terestschenko empfing heute Vertreter der Presse und gab ihnen folgende Erklärungen ab: Die Antworten Deutschlands und Desterreich- Ungarns auf die Note des Papstes beweisen, daß unsere Feinde bei ihrer Weigerung beharren, irgendeinen aufrichtigen Schritt für den Frieden zu tun. Die beiden Noten wiederholen he u chlerisch die veralteten Versicherungen von der Friedensliebe der Mittelmächte und ihres Eifers, die Grundsäge einer Einschränkung der Rüstungen sich zu eigen zu machen. Sie machen aber nicht die geringste Andeutung über die Grundlagen des künftigen Friedens. Mehrere Wendungen in den Noten lassen sogar glauben, daß die Regierung entgegen der bekannten Entschließung des Reichstages nicht auf einen„ Deutschen Frieden" Verzicht geleistet hat, der mit den Grundsätzen von Recht und Gerechtigkeit spielt, und daß Deutschland gewisse strittige Fragen als endgültig gelöst ansieht. Eine andere Empfindung, die die Note Deutschlands auslöst, ist die, daß die Berliner Regierung nur auf der Grund= Tage der Kriegskarte in Friedensunterhandlungen einwilligen wird, das heißt, indem sie alle eroberten Gebiete behält mit Ausnahme teilweiser Zurückerstattungen, die sie auf der Friedenskonferenz bewilligen werde. Im ganzen bringt die Note Defterreich- Ungarns feinerlei 2icht in die gegenwärtige SachTage. Seinerseits hat das erneuerte Rußland die Grundsäße be fanntgegeben, für die das freie russische Volt kämpft. Auf das alles hin hat Deutschland feine offene und freimütige Antwort gegeben, indem es stets ein rätselhaftes Spiel spielt und erklärt, daß die Gewalt das Recht schaffe und indem es den Augenblick erwartet, in dem es durch die Gewalt seine Eroberungen befestigen und sie sich dauernd aneignen kann. Der Minister sprach dann von den letzten Handlungen Deutsch lands in der polnischen Frage und namentlich von dem Patent des Generalgouverneurs in Warschau sowie von der neuen Verwaltungsordnung in Polen, die ein Nachgeben gegenüber den Bolen bedeuteten. Dieses rühre von der Schwäche Deutschlands her und werde die Polen nicht zufriedenstellen. Flugzeuge wurden abends von verschiedenen Stellen längs der Mehrzahl wagte fich nicht tief in das Land hinein. Einige wenige, die nach London zustrebten, konnten Suffolt, Effer und Kent gemeldet. die Hauptstadt nicht erreichen. Bombenabwürfe wurden von leber Todesfälle und Sachschaden verlautet nichts. Frauenwahlrecht in Ungarn? Wahlrechtsminister Wilhelm Vazsonyi sagte einem Mitarbeiter des Pester Lloyd" über die Wahlrechtsreform in Ungarn unter anderem: In furzer Zeit wird der Wahlrechtsentwurf der Deffentlichkeit vorliegen. Im allgemeinen fann ich heute schon sagen, daß die Zahl der Wähler mehr als drei Millionen betragen wird. Tatsache ist auch, daß wir das Wahlrecht für die Frauen verwirklichen wollen. Ferner wollen wir die Geheimheit der Abstimmung bedeutend ausdehnen. Auch wird der Zensus der Intelligenz in der Vorlage eine große Rolle spielen. Konstituierung der polnischen Landesbehörden. Die polnische Presseagentur meldet aus Warschau: Die VerHandlungen zwischen den Besatzungsbehörden, dem Regentschaftsrat und den polnischen Politikern sind soweit gediehen, daß die offizielle Bestätigung der Mitglieder des Regentschaftsrats durch die Besatzungsmächte bald erfolgen dürfte. Nach polnischen Melbungen wird der Regentschaftsrat zwei Afte veröffentlichen, das Schreiben an die beiden Monarchen und das Minifest an die polnische Nation. Das Manifest soll im entschieden aktivistischen Geiste gehalten werden. In polnischen Kreisen verlaatet, daß im Zusammenhange mit der Einsetzung der Regierung eine polnische Amnestie in Polen geplant wird. Der Krieg auf den Meeren. Das sächsische Herrenhaus gegen Neuorientierung. Die Zweite Kammer des sächsischen Landtages hatte fürzlich. auf Grund eines sozialdemokratischen Antrags gegen die Stimmen der Konservativen beschlossen, die Regierung solle durch ihre Vertreter im Bundesrat dahin wirken, daß alsbald eine freiheitlich e und volkstümliche Neuordnung durchgeführt werde. Gleichzeitig war die Erste Kammer zum Beitritt zu diesem Beschluß ersucht worden. Die Deputation der Ersten Kammer jedoch, weit entfernt, dem Beschluß beizutreten, beförderte ihn ungnädigst in den Papierforb. Beschluß der Deputation im Plenum des sächsischen HerrenAm Donnerstagnachmittag tam der ablehnende hauses zur Sprache. Hier ging jedoch den Edlen und Erlauchten, der Mut aus, sie wagten nicht mehr, die Neugestaltung als solche abzulehnen, sondern fingen an, den Beschluß der Zweiten Kammer als zu unbestimmt und unzwedmäßig zu fritisieren. Bezeichnenderweise beeilte sich auch der Minister Vizzthum von Eckstädt. das ablehnende Botum zu unterstüßen, besonders auch deshalb, weil der Beschluß der Zweiten Kammer das parlamentarische System anstrebe. Der Leipziger Universitätsprofessor Dr. Wach schützte vers, vor, der Dresdener Oberbürgermeister Bleicher warnte vor dem fassungsrechtliche Bedenken gegen den Beschluß der Zweiten Kammer ungünstigen Einbrud, den eine glatte Ablehnung im Volke machen würde. So einigte man sich denn auf folgende Formel: In Erwägung 1. daß eine Reuorientierung, die die Erste Kammer grundsätzlich nicht ablehnt, in dem Beschluß der Zweiten Kammer teinerlei bestimmten Ausdruck gefunden hat, 2. daß die Neuorientierung im einzelnen Bundesstaat nur in diesem erfolgen darf, wolle die Kammer beschließen, dem Beschluß der Zweiten Kammer die Zustimmung zu versagen. Gegen diesen Beschluß stimmte nur ein schneidiger Rittergutsbefizer, der grundfäglich gegen jede Konzession an die plebejiſche Masse ist. Von dem Beschluß des Herrenhauses gilt im übrigen das Goethefche Wort: Bergebens sprichst du viel, um zu versagen, der andere hört doch immer nur das Nein. Berlin, 28. September. Im Sperrgebiet um England wur- für irgend welche Kriegsziele in Deutschland abzuhelfen, hat sich in 22 000 Br. R. T. Die Erklärung Terestschentos erscheint im wesentlichen auch den durch die Tätigkeit unserer U- Boote wiederum nur als ein Versuch, die deutsche Regierung zur schärferen Präzifierung ihrer Friedensziele zu bringen. Freilich verfährt Tereftschenko hierbei nicht sonderlich geschickt, namentlich wenn er einen versenkt. Unter den vernichteten Schiffen befanden sich der bewaffGegensatz zwischen der Regierung und der Reichstagsentschließung nete englische Dampfer Queen Amalie( 4278 To.) mit Flachs von zu konstruieren sucht. Denn die deutsche Note erklärt ja ausdrück- Archangelsk nach England, zwei tiefbeladene Dampfer, davon einer lich, daß die Regierung im Einklang mit der Reichstagsent- bewaffnet und englischer Nationalität, ferner die franzöfifchen Segschließung handeln wolle. Die Art, wie Terestschento die lettere ler Blanche und Armorique mit Kohlen für Frankreich und der erwähnt, spricht übrigens für den durchaus günstigen und friedens- russische Segler Meeta, welch lettere 3 unter Sicherung fuhren. fördernden Eindruck, den sie im Ausland erweckt hat. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin, 29. September 1917. Amtlich. Dzean: Noch ein Ausschuß! Um dem sichtbaren Mangel an Ausschüssen Nordhausen ein Ausschuß für einen Hindenburgfrieden" zusammengetan. Der Name ist schon insofern eigenartig gewählt, als sich Feldmarschall Hindenburg ausdrücklich verbeten hat, daß sein man einen Frieden irgend welcher Art als" Hindenburgfrieden" beName im Zusammenhang mit Kriegszielen genannt werde und daß zeichne. Im übrigen scheint es sich bei dem neuen Ausschuß um einen Ableger der Deutschen Vaterlandspartei" zu handeln, der geglaubt hat, durch ein besonderes Firmenschild glänzen zu müssen. Letzte Nachrichten. Sembat über Asquith. Menschewiki und Sozialrevolutionäre für Torpedobootgefecht an der flandrischen Küste eine Koalition mit dem Bürgertum. 1. Am 28. September früh stießen einige unserer Torpedoboote Asquith habe den Willen der Entente ausgezeichnet zum Bern, 29. September. In Humanité führt Sembat aus, Unter Ausschluß der Kadetten. Knappe Mehrheit. nach einer Patrouillenfahrt vor der flandrischen Küste auf eine Ausdrud gebracht, aber der militärische Sieg sei die VorLondon, 29. September. Das Reutersche Bureau meldet überlegene Zahl feindlicher Zerstörer, die unter Feuer genommen bedingung zur Durchführung dieses Willens; man täusche sich, aus Petersburg vom 28. September: Die Mensch ewiti wurden. Im Verlaufe des Gefechts wurde auf einem der Zerstörer bedingung zur Durchführung dieses Willens; man täusche sich, haben sich mit 81 gegen 77 Stimmen für eine Koa- eine starke Detonation beobachtet. Unsere Boote erlitten keine Be- penn man auf den wirtschaftlichen Druck rechne, um dem lition mit den bürgerlichen Abgeordneten schädigungen oder Verluste. Feinde wichtige Forderungen aufzwingen zu können, so groß auch ausgesprochen. Gleichzeitig mit 86 gegen 51 Stimmen den 2. Neue U- Boot- Erfolge im Aermelkanal und Atlantischen die Folgen des Wirtschaftskrieges sein könnten. Zum Sieg aber sei Ausschluß der Kadetten verlangt. Die Sozialdie tatkräftige Mitwirkung der Russen notwendig. Mit den Russen revolutionäre haben sich mit 91 gegen 87 Stimmen vier Dampfer, acht Segler, ein Fischerfahrzeug, sei der Sieg sicher, ohne die Russen sei er eine leerc für eine Koalition mit Ausschluß der Ka- barunter der bewaffnete englische Dampfer Zeta mit 3300 Tonnen fältig durchfiebe, ließen immer mehr erkennen, daß die MagiPhrase. Die Nachrichten aus Rußland, die die Zensur so sorgdetten erklärt. In einer Verhandlung Kerenstis Rohlen, der bewaffnete französische Dampfer St. Jaques mit 4000 malisten demnächst ans Ruder gelangen. Darauf mit Vertretern der Kaufleute und Industriellen Tonnen Kohlen, ferner die englischen Segler Ezel, Laura, Moß müsse man vorbereitet sein. Die Sozialisten hätten durch die von Moskau über ihre Beteiligung an der Rose, Mary, Mary Orr, Water Lily, Jane Williamson und Wil- Stockholmer Konferenz die Magimalisten für die Sache der Entente Regierung stellten diese die Bedingung, daß liams, sowie das englische Fischerfahrzeug Rose Croß. Von den gewinnen können. Ob es ein gutes oder ein schlechtes Mittel gedas Kabinett vollständig unabhängig von allen versenkten englischen Seglern hatten zwei Tonerde, die übrigen wesen wäre, darum handle es sich nicht, sondern darum, durch Parteien oder Organisationen sein müsse. Die Bolsche- Kohlen geladen. witi verlangten von der Regierung, daß sie Lenin freie welche Mittel die französische Regierung und die Regierungen Der Chef des Admiralstabs der Marine. Beteiligung an der demokratischen Konferenz garantiere. Die der Ententeländer die unumgänglich notwendige Mitwirkung RußRegierung antwortete, daß die Unantastbarkeit Lenins nur lands sich werden sichern können. für den Situngssaal Geltung haben würde, daß er Erhöhung der Militärhinterbliebenenrente. aber außerhalb des Saales verhaftet werden Die Sozialdemokraten haben im Haushaltsausschuß des Lohnt ein Sieg die Opfer? würde. Die Bolschewiti sahen infolgedessen davon ab, Lenin Reichstags den Antrag eingebracht, den Herrn Reichskanzler/ Courant" veröffentlicht der bekannte Publizist Dr. Dillon in der an der Konferenz teilnehmen zu lassen. Rußland und Finnland. Der versiegelte Landtag. zu ersuchen, zu veranlassen, daß die Militärhinterbliebenenrenten wesentlich erhöht werden. Rotterdam, 29, September. Nach dem Nieuwe Rotterdamschen " Forthnightly Review" einen sehr pessimistischen Artikel über die allgemeine Lage, in dem er u. a. die Frage stellt, ob ein Sieg die Opfer, die die Entente dafür bringen müßte, überhaupt wert sei. Bezüglich Elsaß- Lothringens schreibt = Helsingfors, 28. September.( Meldung der Petersburger Die Stimme aus dem Schützengraben. Dr. Dillon, auf die Bevölkerung der beiden Provinzen könne man Telegraphen- Agentur.) Generalgouverneur Netrasoff be- Aus Gütersloh berichtet die„ Beckumer Volkszeitung" folgenden nicht rechnen. Sie würde sich, wenn man sie abstimmen ließe, fahl, die Türen des Landtags zu versiegeln bereinfall der Addeutschen. Die neugegründete„ Baterlandspartei" nicht für den Anschluß an Frankreich erklären. Man dürfe auch nicht und ließ einen Anschlag anheften, in dem es heißt: Der hatte am 27. September eine Versammlung einberufen, in der zwei hoffen, daß ein demokratisches Deutschland Elsaß- Lothringen an bisherige Präsident des aufgelösten Landtags hat Redner, Universitätsprofessor Hoffmann und der reichsverbändlerische Frankreich zurückgeben würde, und die Zurückgewinnung der beiden die bisherigen Mitglieder aufgefordert, sich am 28. September Generalsekretär Michaelis in der Aufstellung annegionistischer Ziele Provinzen durch Gewalt, werde eine ebenso schwierige Aufgabe sein, zur Fortsetzung der Sigungen zu versammeln. Zum Schuge miteinander wetteiferten. Belgien, Polen, Kurland, Livland, Litauen als wenn man die beiden Mittelmächte in Stüde reißen wollte. der Rechte des finnischen Volkes, das in drei Tagen gesetz- und Teile von Nordfrankreich wurden von diesen beiden Herren Es sei fraglich, ob die Kosten, die man dafür bezahlen müßte, noch mäßige Vertreter wählen soll, habe ich die Anlegung furzerhand in die Tasche gesteckt. Dann sandte man die üblichen einen Gewinn übrig lassen werden. der Siegel befohlen, um die Ungesetzmäßigteit Telegramme an den Kaiser, an Hindenburg und den Reichskanzler der Versammlung des Landtags zu zeigen. ab, und war im Begriffe, mit alldeutschem Männergesang die VerPetersburg, 29.September. Die Petersburger Telegraphen- sammlung zu schließen, als ein unerwarteter Zwischenfall eintrat: agentur meldet aus Helsingfors: Nach Abnahme der es stand nämlich ein einfacher Feldgrauer auf, ein Mann Siegel von den Türen zum Sizungsfaal des Landtages aus der Front, der in schlichten Worten erklärte, er habe an durch den Landtagspräsidenten hielten achtzig sozial- der Front noch keinen gefunden, der mit den Reden der Herren Hoffdemokratische Abgeordnete eine 11ftündige Sigung, mann und Michaelis einverstanden sei! Für die mutigen Heim in welcher die Geschentwürfe über den achtstündigen trieger Hoffmann und Michaelis eine recht bittere Bille! Die zweite amerikanische Kriegsanleihe. New York, 28. September. Der Sekretär des Schabamtes zeigte die am 1. Oktober bevorstehende Ausgabe der zweiten Kriegsanleihe in Höhe von 3 Milliarden Dollar oder mehr an. Dieselbe soll mit einem Zinsfug von 4 Proz. ausgestattet werden. Die Umlaufzeit ist auf 15 Jahre festgesetzt. Nach 10 Jahren kann eine Ablösung in Stücken von 50 Dollar oder vielfachem hiervon erfolgen, Gewerkschaftsbewegung Abzüge in den Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken. In den letzten Tagen haben einige größere Bersammlungen der Arbeiter und Arbeiterinnen der Deutschen Waffen- und Munitions. fabriken stattgefunden. In diesen Versammlungen flagten die dort anwesenden, außerordentlich zahlreich erschienenen Beschäftigten über die von der Betriebsleitung angeordneten Affordabzüge. Es wurde in den Versammlungen festgestellt, daß die Abzüge bis zu 50 Pro 3. des bisherigen Preises gehen. Auch wurde weiter ermittelt, daß nicht von vereinzelten Abzügen gesprochen werden kann, sondern daß die Abzüge fich fast auf alle Abteilungen und Akkorde ausdehnen. Der Arbeiterausschuß wurde beauftragt, mit der Betriebsleitung zu verhandeln und die Zurücknahme der Affordkürzungen zu verlangen. Die Kürzung der Afforde wurde von den Arbeitern um so mehr als unberechtigt er achtet, weil im Januar dieses Jahres anläßlich einer damals ge stellten Forderung auf Erhöhung der Verdienste die Firma dem Arbeiterausschuß erklärt hat, daß allgemeine Zulagen nicht erfolgen fönnen, jedoch haben sie die bestimmte Annahme, daß die bisherigen Preise ausreichend seien, um einen Mehrverdienst zu ermöglichen. Der Siebenuhr- Ladenschluß für die Lebensmittelbranche. Seit ungefähr Jahresfrist ist durch behördliche Verfügung der den Siebenuhr- Ladenschluß auch für die Verkaufsstellen der LebensSchluß für die Verkaufsläden um 7 Uhr abends eingeführt worden. mittelgeschäfte empfohlen hätten. In den genannten Orten sei der Eine Ausnahme hiervon machen bie Lebensmittel- Siebenuhr- Ladenschluß für die Lebensmittelgeschäfte denn auch eingeschäfte, für die in Rücksicht auf die Einkaufsmöglichkeit für geführt. die in der Industrie beschäftigten Arbeiterinnen die bisherige Ver- In der ausgiebigen Debatte vertraten die Genossen Cohen faufszeit bis 8 Uhr abends beibehalten wurde. vom Metallarbeiterverband, Klaar und die Genossinnen Meinhardt und Crizmin vom Verband der Buchbinder sowie andere Redner den entgegengesetten Standpunkt. Genosse Cohen hatte darauf verwiesen, daß zurzeit in den Berliner Rüstungsindustriebetrieben zirka 168 000 Arbeiterinnen beschäftigt würden, denen man die Gelegenheit, bis um 8 Uhr Vertreter des Buchbinderverbandes wiesen darauf hin, daß nicht nur abends Lebensmittel einkaufen zu können, nicht nehmen dürfe. Die Bereits im vorigen Jahre wurde von dem Verband der Handlungsgehilfen der Standpunkt vertreten, daß keine wichtigen Gründe dagegen stehen, auch für die Lebensmittelgeschäfte den SiebenuhrLadenschluß zur Einführung zu bringen. Die Berliner Gewerkschaftskommission wurde seinerzeit ersucht, fich dieser Auffassung anzuschließen, um bei den maßgebenden Behörden mit erhöhtem Nachdruck den Siebenuhr- Ladenschluß auch für die Lebensmittelbranche zur Einführung zu bringen. Der Antrag wurde damals unter dem Widerspruch des Ver- Rüstungsarbeiterinnen allein, sondern auch hunderttausende weibtreters des Handlungsgehilfenverbandes abgelehnt. Namentlich licher Arbeitskräfte anderer Induſtriegruppen in Betracht kommen, die Vertreter der Gewerkschaften, in deren Berufen viele Arbeite- auf die Rücksicht genommen werden müßte. Der Hinweis auf andere Orte könne nicht allein maßgebend sein, da die in diesen Orten vorrinnen beschäftigt sind, wiesen darauf hin, daß die handenen Voraussetzungen und Verhältnisse anders als in Berlin Einkaufsmöglichkeiten der Arbeiterinnen, ständlich nicht grundsätzlich Gegner des Siebenuhr- Ladenschlusses an und Vororten gelagert sind. Die Gewerkschaften seien selbstver= sich, die gegenwärtige Zeit indessen sei unter Berücksichtigung der Gesamtlage nicht die gegebene, um den Wünschen der Handlungsgehilfen Folge geben zu können. Der Antrag des Handlungsgehilfenverbandes auf Aufhebung des vorjährigen Beschlusses wurde mit allen gegen elf Stimmen abgelehnt. Wie der Bevollmächtigte des Metallarbeiterverbandes, Siering, in den Versammlungen berichtete, hat er am 8. Januar d. J. eine Verhandlung mit Direktor önisch und dem Generaldirektor die am Tage zu arbeiten haben, nicht beschränkt werden könnten, b. Gontard gehabt. Damals behaupteten die Direktoren, daß Beschlüsse der Organisation die Arbeiter an der vollen Ausweil es diesen nicht möglich wäre, sich während der Arbeitszeit mit nuzung der Arbeitsfraft hindern. Dies wurde von Nahrungsmitteln genügend zu versorgen. Siering bestritten und erklärt, daß irgendwelche DrganisationsEine am Donnerstag stattgefundene Versammlung von Verbeschliffe nicht befteben, daß er es aber verstehen könne, wenn die tretern zur Gewerkschaftskommission hatte sich auf Antrag des Arbeiter bei Afforden vorsichtig sind, weil sie fürchten, daß die Firma Handlungsgehilfenberbandes erneut mit dieser AnAbzüge macht, wenn die Arbeiter mal etwas mehr verdienen, als die gelegenheit zu beschäftigen, da von der genannten Organisation der Firma zugestehen will. Wie Siering weiter berichtet, habe die Direktion Antrag vorlag, den seinerzeitigen Beschluß der Gewerkschaftsihm erklärt, daß sie nicht daran dente, während des Strieges tommission wieder aufzuheben. Dieser Antrag wurde von dem GeAbzüge zu machen, es könne jeder so viel verdienen, wie er noffen Schmidt vom Handlungsgehilfenverband eingehend bewolle. Diese Zusicherung würde ohne weiteres gegeben werden. Die in den Versammlungen anwesenden Arbeiter und Ar- gründet. beiterinnen waren deshalb um so mehr entrüstet, als die Firma troß dieser ausdrücklichen Versicherung der Direktion faft allgemein Abzüge vorgenommen hat. Auf der einen Seite hat man in Anschlägen jeden einzelnen zur Höchstleistung angespornt, hat auch den Hindenburg brief dazu benutzt, und als die Arbeiter in hervorragendem Maße sich bemühten, so viel als möglich her zustellen, kommt die Direktion mit erheblichen Abzügen. Die in zwischen stattgehabte Verhandlung des Arbeiterausschusses mit der Direktion hatte einen Erfolg, weil die Direktion erklärte, daß es bei den Abzügen bleiben müsse. Daraufhin hat die Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiterverbandes der Kriegsamtsstelle beim Obertommando über das eigenartige Verhalten der Direktion Mitteilung gemacht Es wird abzuwarten sein, welche Stellung diese Behörde einnimmt, und ob es ihr gelingt, die Direktion von ihrem Vorhaben abzubringen. Die Arbeiter erwarten, daß die Kriegsamtsstelle mit berselben Energie und Deutlichkeit gegen die Direktion auftritt, wie es diese Behörde bei anderen Gelegenheiten gegenüber den Arbeitern getan hat. Habe nach Meinung der Handlungsgehilfen schon vor einem Jahre die Notwendigkeit nicht vorgelegen, bei den Geschäften der Lebensmittelbranche eine Ausnahme zu machen, so habe sich im Laufe der Zeit diese Annahme als durchaus richtig erwiesen. Der Redner hob u. a. hervor, daß bei der Knappheit der Lebensmittel abends um 7 Uhr der Verkauf nur ein ganz geringer sei, und daß der Lichtverbrauch, der jetzt den bekannten Beschränkungen unterliege, in seinem Wert an Ersparnis mehr ausmache als der Wert der noch etwa zu verkaufenden Lebensmitteln. Diese Ausführungen wurden von den übrigen Rednern der Handlungsgehilfen, den Genoffen Eigner, Biedermann und Schulz ergänzt. Als besonders bemerkenswert wurde von ihnen auch die Tatsache hervor gehoben, daß die Gewerkschaftskartelle anderer großen Städte sich auf den Standpunkt des Handlungsgehilfenverbandes gestellt und Parteinachrichten. Magistrats erwähnt, nach der die Verkaufsstellen am Montag jeder Bei dieser Aussprache wurde nebenher auch die Verfügung des Woche schon um 5 Uhr morgens geöffnet werden müssen, um den Arbeitern Gelegenheit zu geben, sich Brot zu kaufen, da sie solches auf die Brotkarte der neuen Woche am Sonnabend und Sonntag vorher nicht erhalten. Diese Verordnung verfehle ihren 3 wed. Als wünschenswert wurde es bezeichnet, den geschaffen werden. Endtermin der Brotkarte auf einen anderen Tag in der Woche, vielleicht auf den Donnerstag, zu verlegen. Damit würde für alle Teile eine befriedigende Löſung Von dem Genoffen Rörsten wurde ángeregt, daß eine Vereinheitlichung in dem Schließen der Läden an den Nachmittagen angestrebt werden müsse, um dem jest kunterbunten Bilde der berschiedenen Schließungen ein Ende zu machen. Die Versammlung stellte sich auf den Standpunkt, daß hierfür die Zeit von 2 bis 5 Uhr nachmittags zu empfehlen sei. Parteipreffe ungefähr erreichen müsse. Das Saalfelder Bolts= blatt hat sich verhältnismäßig gut gehalten. Genosse Reißhaus sprach über den Parteitag in Würzburg. Er findet, daß die Bartei nicht immer die Situation voll ausgenutzt hat, wendet sich aber scharf gegen die Unabhängigen, die mit ihrer Ablehnung der Friedensentschließung eine ausgesprochen arbeiterfeindliche Politit treiben. Zum Parteitagsdelegierten wurde Genosse Gehrhardt gewählt. Industrie und Handel. Gegen die Instanzenpolitik der Unabhängigen. Afkorbzuschläge für Buchhefterinnen. Eine vom BuchbinderAuf der am 16. September in Brik abgehaltenen Kreisgeneralberband einberufene, gut besuchte Versammlung der Buchhefterinnen nahm am Freitag Stellung zu der Gewährung von Zuschlägen beim bersammlung des Unabhängigen Zentralwahlvereins für TeltowHeften auf Bandgaze sowie auf Tarlatangaze. Riger referierte. Beeskow wurde in schärffter Weise gegen das unverantwortliche Die Kriegszeit hat auch in der Buchbinderei zur Ersparnis von Gebaren der unabhängigen" Instanzen" losgezogen. In einem Material gezwungen. So auch in bezug auf die beim Buchheften Berichte der Leipziger Volkszeitung“ und man kann sicher sein, Generals ist der Stettiner„ Volksbote" für einen Tag, und zwar Zeitungsverbot. Durch Verfügung des stellvertr. Kommand. verwendete Gaze. Statt der über den ganzen Buchblock reichenden daß die Leipziger Volkszeitung" bereits für die richtige Abtönung für den 28. September berboten worden. Gaze werden jezt nur Gaze ft reifen benutt oder auch die ganz gesorgt hat heißt es: dünne, keine Appretur enthaltende Tarlatangaze, sogenannte Maskenballgaze. Die neue Arbeitsweise erschwert das Heften. Deshalb find auf Betreiben der Hefterinnen zum Ausgleich dieser Erschwerung Zuschläge zu den tariflichen Affordsäßen gefordert worden. Es wurden gefordert für Drahtheftung 30 Proz. und für Fadenheftung 15 Broz. Dertliche Verhandlungen hatten für Berlin das Resultat, daß ein Aufschlag von 15 Proz. für Drahtheftung und von 10 Proz. für Fadenheftung zugestanden wurde. Mit Rücksicht darauf, daß Einrichtungen getroffen werden, um die neue Arbeitsweise etwas zu erleichtern, empfiehlt die Branchenkommiffivn, sich mit dem Zugeständnis vorTäufig zufrieden zu geben. Redner betonte nochmals, daß es sich bei dieser Bewilligung nur um den Ausgleich für die Die unabhängigen Instanzen", die selbst so oft gegen die Erschwerung der Arbeit handelt. Die Zuschläge find Instanzen der alten sozialdemokratischen Partei gewettert haben, mit rüdwirkender Kraft bewilligt. Wo also schon im März mit dem Heften auf Streifen von Gaze( Vand- sind durch die Beschwerde ihrer Anhänger so vor den Kopf gegaze) begommen wurde, ist die Differenz von jener Zeit ab schlagen, daß sie darauf nicht zu antworten vermögen und den Benachzuzahlen. Ueberall ist darauf zu achten, daß die Nachzahlung richt ohne den Versuch auch nur des leisesten Widerspruchs in die vom Beginn der neuen Arbeitsweise ab erfolgt. Die Versammlung Welt gehen lassen müssen, obwohl seit jener Generalversammlung erklärte sich mit dem Zugeständnis einverstanden. mehr als 10 Tage verflossen sind. " Die Funktionäre verlangen und erwarten jedoch vom Zentralvorstand mehr Achtung vor der Demokratie und dem Mitbestimmungsrecht der Mitglieder in den Orten und Kreisen. Aus dem Berliner Wirtschaftsleben. Die Entscheidungen lebtgenannter Körperschaften müssen maßgebend sein für die Beschlüsse des Zentralvorstandes. Vorstand und Aufsichtsrat der Schultheiß Brauerei So bestimmen es die Beschlüsse der Gothaer Konferenz. E. Bechmann Aft:-Ges. haben heute beschlossen, den auf 23. Oftober A.-G. sowie der Spandauerberg- Brauerei vorm. Weicht der Zentralvorstand nach Wochen schon in so bedeutungsvollen Fragen ab, so befürchten die Funktionäre mit Recht: ist dieses Jahres einzuberufenden außerordentlichen Generalversammdie erste Stufe zur Rechtlosigkeit derer um Scheidemann be- lungen ihrer Gesellschaften die Genehmigung eines Verschmelschritten. Gegen diese Führerdespotien mit aller Energie und zungsvertrages borzuschlagen, nach welchem das Vermögen Schärfe zu kämpfen, fie abzuwehren, betrachten die Funktionäre der Spandauerberg- Brauerei als Ganzes unter Ausschluß der zur Erhaltung der Zielflarheit als unerläßlich." Liquidation auf die Schultheiß Brauerei derart übergeht, daß gegen nom. bier Millionen Aktien der Spandauerberg- Brauerei nom. mit Dividendenberechtigung vom 1. September 1917 ab gewährt givei Millionen neu auszugebende Aktien der Schultheiß Brauerei werden und gleichzeitig der Dividendenschein der SpandauerbergBrauerei für das Geschäftsjahr 1916/17 mit 70 M. zur Einlösung gelangt. Aus den Organisationen. Durch die geplante Verschmelzung steigt das Aftienkapital der: Schultheiß Brauerei auf 17 Millionen Mark. In den letzten Dann erörterte man die Notwendigkeit einer allJahren hat sie der Kontingentsübertragung wegen die Bergemeinen Erhöhung der Tariffäge für heft= liner Unions brauerei erworben; es ist nicht ausgearbeiten. Diese Tarifsäge stammen noch aus der Friedens. Am Sonntag fand in Saalfeld eine Konferenz für den schlossen, daß sie noch andere kleine Brauereien aufsaugt, so vielzeit und sind nicht mehr zeitgemäß. Die Versammlung faßte ein Wahlkreis Meiningen II statt, in der Genosse Gehrhardt Be- leicht die Münchener Brauhaus A.-G. stimmig den Beschluß, daß für alle Heftarten eine Erhöhung richt über die Tätigkeit der Kreisleitung erstattete. In der an- Verantwortlich für Politif: Erich Kuttner, Berlin; für den übrigen der Tarifsäge um 25 Broz. gefordert werden soll. Zunächst wird schließenden Diskussion legte Genosse Baudert Gewicht auf eine Teil des Blattes: Alfred Scholz, Neuköln; für Inferate: Th. Glode, Berlin. darüber auf einer Konferenz der Verbandsvertreter für das Gebiet bessere Verbindung der Ortsgruppen mit der Kreisleibung und auf Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., des Dreistädtetarifs( Berlin, Leipzig, Stuttgart) verhandelt werden. einen Ausbau der politischen Organisation, die die Leserzahl der Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen. A.WERTHEIM Damenhüte Ungarnierte Hüte. Velvet- Hüte 7.50 Langhaarig. Filzhüte 14.50 Sammethüte in modernen Formen 9.50, 15.50, 21.00 Haarfilz- Plume- Velourshüte in großer Garnierte Hüte. Auswahl. Mod. Straßenhut Plüsch m. Band, Damenkleider Kleid aus wollenem Kreppstoff, neue moderne Form, Taille mit weißem Seidenkrag. u. farbiger Stickerei, 75.00 gezogener Rock.... Mantelkleid aus gutem Wollserge, Taille u.Rock 95.00 i. Plisseefalt. m. 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J., abends 7 Uhr, nach dem. ein. Huttenschen Garten in Würzburg, Virchowstr. 2, Als vorläufige Tagesordnung ist festgesetzt: 1. Bericht des Parteivorstandes: a) Allgemeines. Berichterstatter: Fr. Ebert b) Stasse. Berichterstatter: D. Braun. 2. Bericht der Kontrollkommission.- Berichterstatter Fr. Brühne. 3. Bericht der Reichstagsfrattion.-- Berichterstatter: Dr. David. 4. Die nächsten Aufgaben der Partei.- Bericht erstatter: Ph. Scheidemann. 5. Anträge. 6. Wahl des Parteivorstandes, der Rontrollkommission und des Drtes, an dem der nächste Parteitag stattfinden soll Die Vorstände der Wahlkreisorganisationen werden dringend ersucht, dem Parteivorstand die Namen der gewählten Delegierten unter genauer Adressenangabe als bald mitzuteilen, damit ihnen die Vorlagen und sonstige Mitteilungen zugehen können. Wegen Wohnungsbeschaffung müssen sich die Delegierten außerdem beim Lokalfomitee melden. Adresse: Friz Endres, Arbeitersekretär, Würzburg, Semmelstr. 46. Berlin, den 25. August 1917. Der Parteivorstand. Das Steigen der Lebensmittelpreise. Bon Otto Braun. Der Brotpreis soll ab 15. Oktober erhöht, das Brot ab November durch einen zehnprozentigen Kartoffelzusaz wieder gestreckt werden. Also höherer Preis und geringerer Nährwert dieses wichtigsten Lebensmittels. Muß das sein? Muß unsere Preispolitik sich in fortgesezten Preiserhöhungen erschöpfen? Infolge der zunehmenden Lebensmittelfnappheit wird die Bevölkerung in steigendem Maße vornehmlich von dem Bestreben beherrscht, die zur notdürftigsten Ernährung erforderlichen Nahrungsmittel unter allen Umständen zu erlangen; der Preisgestaltung wird daher nicht mehr die Aufmerksamkeit zugewendet, die sie erheischt. Man hat sich bei einzelnen Lebensmitteln bereits an Preise gewöhnt, die den Friedenspreis oft um das 4-, 5-, ja 10fache übersteigen. Der Preis für Brotgetreide und sonach auch für das Brot war bisher noch verhältnismäßig niedrig gehalten, was nicht zuletzt den Einfluß der Arbeitervertreter in den mit der Regelung der Volfsernährung betrauten Körperschaften zuzuschreiben ist. Im Jahre 1914 betrugen die Großhandelspreise in Berlin für die Tonne Roggen im Januar 157 M., für Weizen 191 M., im Juli kurz vor Ausbruch des Krieges wurden für Roggen 174 M., für Weizen 206 M. gezahlt. Diese Preise stiegen nach Ausbruch des Krieges auf 194 8] Der Weizenkönig. Von Otto Rung. Die Kriegsanleihe ist die Saat der Frieden die Ernte! ie der Landmann das erfparte Saatgut zur rechten Zeit der Erde anvertraut, so mußt Du jeg t jeden ersparten Groschen Deinem Vaterlande leihen! Darum zeichne! Sonntag, 30. September 1917 tur hochgetriebenen Preise, die jeder sachlichen Berechtigung entbehrten, da es sich um Getreide handelte, das unter normalen Friedensverhältnissen erzeugt und geerntet war. Dieser Grundpreis ist die drei ersten Kriegsjahre hindurch geblieben. Der Preis für das mehr Futterzwecken dienende Getreide, Hafer und Gerste, der bei Ausbruch des Krieges in Berlin im Großhandei 165 und 144 M. pro Tonne betrug, stieg durch Preistreiberei, der sich dann später die viel zu spät einseßende Höchstpreisfestsetzung anpaßte, bis zum Preise von 300 M. pro Tonne für beide Getreidearten; der noch als Grundpreis für die Ernte 1916 galt. Da dieser Preis die Preise für Grüße und Graupen wie die der Viehhaltungsprodukte, als da sind Fett, Fleisch, Milch, Butter, Käse, Eier. usm. bestimmend beeinflußt, ist seine Höhe für die Volksernährung von nicht minder einschneidender Bedeutung wie die Preise für Brotgetreide. Das arge Mißverhältnis zwischen den Preisen für Safer und Gerste wie für andere Futtermittel und den Preisen für Brotgetreide hat unsere gesamte Lebensmittelpreispolitif und im weiteren Verfolg die landwirtschaftliche Produktion unheilvoll beeinflußt. Dieses Mißverhältnis habe ich bereits im vorigen Jahre an dieser Stelle zahlenmäßig aufgezeigt und einen Ausgleich durch Herabseßung der zu hohen Preise für Futtergetreide und Viehhaltungsprodukte gefordert. Auch von anderer Seite wurde diese Forderung immer dringender erhoben. Endlich hat man sich der Erkenntnis nicht mehr verschließen können, daß hier eine Aenderung in der Preisgestaltung nottue und hat für die Ernte 1917 einen Preisausgleich herbeigeführt. Dabei hat man aber unter dem Druck der agrarischen Interessenten den umgekehrten Weg eingeschlagen, nämlich die Brotgetreidepreise derart erhöht, daß sie nunmehr den zu hohen Preisen für Hafer und Gerste gleichkommen. Die legteren hat man nur scheinbar herabgesezt, was aus folgendem erhellt: Für Gerste und Hafer der Ernte 1916 war ein Grundpreis von 300 M. pro Tonne festgesetzt, der später auf 280 und dann 250 M. bei Gerste und auf 280 und dann 270 M. bei Safer fiel. Jetzt ist der Grundpreis auf 270 M. festgesetzt, aber bei Lieferung in den ersten Monaten nach der Ernte wird eine Frühbruschprämie gezahlt, die mit 60 M. pro Tonne beginnend, bis auf 20 M. fällt und sonach die Herabseßung des Grundpreises von 300 auf 270 M. völlig ausgleicht. Der Preis für Brotgetreide, Roggen und Weizen der Ernte 1916 betrug im Mittel 220 und 260 M. pro Tonne. Dazu kam in der ersten Lieferzeit eine Druschprämie von 20 M. Für die Ernte 1917 ist der Preis für Roggen unt 50 M. auf 270 M. und der Preis für Weizen um 30 M. auf 290 M. erhöht worden. Dazu kommt auch eine Frühdruschprämie, die mit 60 M. beginnt und bis auf 20 M. fällt. Eine einfache Rechnung ergibt, daß sonach als Resultat des Preisausgleichs lediglich eine starke Erhöhung der Preise für Brotgetreide eingetreten ist, für das jezt in der Hauptlieferzeit ebenso wie für Hafer und Gerste im Durchschnitt 300 M. pro Tonne gezahlt werden muß. Denn die Frühdruschprämie ist weiter nichts als eine verschleierte Preiserhöhung. Ihre Berech tigung wird begründet mit den wirtschaftlichen Nachteilen, die den Landwirten durch den Frühdrusch erwachsen können. War diese Begründung schon sonst wenig stichhaltig, da große Betriebe meist ihr Getreide auf dem Felde ausdreschen, um Fuhren und Lagerung zu ersparen, so ist sie in diesem Jahre im Hinblick auf die vom Kriegsamt für den Frühdrusch getroffenen Maßnahmen vollends hinfällig. In diesem Jahre haben die vom Kriegsamt für die einzelnen Landkreise unter Vorsiz des Landrats eingerichteten Kriegswirtschaftsstellen den Landwirten, die Frühdrusch durchführen wollten, militärische Druschkommandos von je 10 Mann mit den erforderlichen Gespannen zur Verfügung gestellt, und zwar zu so günstigen Bedingungen, daß diese Polizeipatrouille lauerte, und er erhob sich daher und begann auf Ihrer Fahrt die verkauften Passagiere waren. Aber beide Arme zu schwenken. Wie ein grauer Streifen raste wohlgemerkt! Wilson schleppt zweiundzwanzig mit Weizen das Land an ihnen vorbei. Es sah den Zeiger der Kontroll- vollgepackte, gepanzerte Waggons hinter sich her. Ihre uhr an seinem Ellbogen auf 140 Kilometer vorrücken, sah in Chancen, zu entkommen, sind demnach um das ZweiundStraßenrande stehen, und er brüllte durch das Rohr seines einem Blizz vier Polizisten mit ausgebreiteten Armen am zwanzigstel verringert!" Mikrophons:" Mord! Ueberfall! Banditen!" und sah die Polizisten mit geballten Fäusten hinter ihnen her drohen. Der Chauffeur lachte beluftigt. das schlingernd, wie im Ecegang, der Bahnübersehung zu Hotfins flammerte sich an den Rand des Automobils, taumelte, die feine Schranke hatte. Er fühlte sich abwechselnd fieberheiß und eiskalt und von Todesangst vollständig gediftiert für Ihr Schnellfahren und weil Sie nicht anhielten. werden unter Tausenden Tons von frachenden Eisenmassen, " Jegt friegen Sie noch obendrein eine hohe Geldstrafe lähmt. Jawohl, nun hieß es sterben, vernichtet, zermalmt Da sehen Sie selbst, wie schlecht Ihr System flappt. Die ausgelöscht werden zu Atomen Kurve! sterben...! Die TeleEiner von diesen Männern sind Sie; Sie, der Sie Ihre Hand auf das Kostbarste und Notwendigste von allem gelegt haben: auf das Brot! Und darum wollte ich gerade Ihnen eine so recht lebendige Vorstellung dessen geben, was es heißen mill, von Ihnen gelenkt zu werden. Denken Sie sich, Sie felbft fäßen auf meinem Platz am Steuer und hätten die gesamte Menschheit mit an Bord. Betrachten Sie die Straße hier vor sich als eine Schwankungstabelle, als ein Schema, auf das unser Kurs seine graphischen Sturven staatliche Gewalt, die von Ihrer Klasse dazu bestimmt wurde, graphenstangen wuchsen wie durch Zauberiput aus dem Erdboden Schema, auf das unser Steurs seine graphischen Sturben Ihre Interessen zu schützen, wirkt hier, wo Sie sich in vitaler auf. Er sah die Kohlschwarze Maschine die Bahnlinie herabſtürzen, zeichnet. So wie ich Sie nun von Seite zu Seite schleudere, Gefahr befinden gerade entgegengesett und belegt Sie noch den massiven Eisenkörper hinter sich herziehend, in schneeweißen in rasender Haft, in schlingerndem Wahnwitz eine sinnlose mit Geldstrafen. Nein! Alles beruht auf den nachten, Hand- Dampf gehüllt, sah sie dahersausen wie ein Projektil, mit Bahn dahinsausend, so haben Sie uns geführt, durch Krisen lungen des Menschen. und Ruin, der Teuerung und dem Mangel entgegen. Belieben antwortung, nicht das System. Geben Sie nun acht auf diese der Schneidepunkt Der Mensch selbst trägt die Ver- wachsendem Donnergetöse, näher näher. Und dort war Sie dasselbe zu empfinden, was wir, die unterdrückten und die Kreuzungsstelle der Linien-abhängigen Millionen, bei Ihrem Spiel mit unserem Leben Wagenschirms knapp passiert." Well, wir haben sie mit Einbuße des hinteren näher näher alles fuhr auf ihn los, dieser einherund unserer Wohlfahrt, bei all Ihrem Jobber und Schwindel, rasende Bahnzug, dieser Kreis funkelnder Metallstangen und dessen Einsatz unser Wohl und Wehe war, empfunden haben. markierte Linie der Indianapolis- Chikago- Route lief, ein hie einen dunkeln viereckigen Balfen führte der Blizzug sein Abermals ging es bergab, der Talenge zu, wo die die unter ihm fließende Straße. Näher Näher näher! Wie Wie Sie mit unserem Schicksal, so spiele ich jetzt mit dem und da von Landstraßen durchschnittener, schmaler, grauer Widderhaupt über die singenden Schienen dahin Ihrigen, das der Zufall einige Minuten lang in meine Hand Jept! Streif. gelegt hat. Aber ein Unterschied besteht doch: So oft ich Sie Er sah die Front der Maschine gleich einem ungehemen einer Strise entgegenführe- wie eben nun, passen Sie auf!-Sie die Absicht, mich nach Selondyke zu führen?" " Wo zum Teufel geht das hin?" schrie Hotkins.„ Haben Eisenrumpf über sich ragen, ohrenbetäubendes Krachen sprang so haben Sie doch eine Chance, heiler Haut davonzukommen ihm entgegen, ein brühheißer Regen peitschte über sein Gesicht wie gerade jetzt auch! Aber jedes Jhrer Manöver, ob günstig, Sie und Wilson einander zum ersten Male auf der Chikagoer brüllenden Dampfes, in der er taumelnd versank. ,, Vor drei Monaten," versetzte der andere,„ begegneten und er fühlte sich begraben in einer schleimigen Wolfe ob ungünstig für ihre privaten Pläne, zerschmettert mit un- Börse und Ihre Interessen treuzten sich. Diese Kreuzung an fehlbarer Gewißheit Tausende von Eristenzen wenn nicht einem im Süden, so im Norden, im Ost oder West. sehr heikeln Schneidepunkt verursachte schlimme Aber das Getöse ging hinter seinem Rücken hinweg Sie waren entkommen. sich nun in acht! Sehen Sie, die Straße steigt an, führt in Empfindungen in allen Weltgegenden: in Moabit, in White- einen knappen Meter hinter ihm. sich nun in acht! Sehen Sie, die Straße steigt an, führt in chapel, in den Hungerdistrikten Nordhindustans, in Frlands Hottins hing wie ein schlappes Fetzenbündel in dem schaukelnscharfen Serpentinen über die Höhen. Jetzt werden Sie die Seine Knochen schienen von der fürchterlichen Erschütterung des Marktes zu spüren bekommen. Halten Sie Damals schnitt Ihr Weg bloß den Wilsons: dem Zusammen- Erschütterung wie auseinandergesprengt und flapperten wie mageren Pachtdistrikten, in den russischen Gouvernements. den Wagen. Ihre Nerven stramm!" in einem Sacke. Stoß entgingen Sie; nur die Welt bebte davon. Sehen Sie Aber er war wie durch ein Wunder ge„ Sie irren sich vollständig!" schrie der Börsenmakler. Dies kleine Dampfwölkchen dort draußen zwischen den Hügeln? rettet gerettet außer Gefahr. Da draußen verschwand Sie überschätzen unablässig meinen Einfluß. Ich selbst muß Sie wissen, es ist der mit Weizen befrachtete Zug aus der Zug in einem Tunnel gleich einer Natter, die sich in ihre mit dem Zufall, mit der blinden Willkür da draußen rechnen. Indianopolis, der heute seinen eigenen gestrigen Fahrtrekord Höhle schlängelt. Auch ich laufe mein Risiko!" schlägt, um Ihre Magazine zu versehen. Sie fönnen sich„ Sie sehen, sagte der Wagenführer, daß wir Wilsons " Gut!" nickte der Chauffeur. Ich teile hier mein Risiko sicherlich leicht vorstellen, dieser schnaubende eiserne Dampf- Bahn glücklich gefreuzt haben, wofür Sie allerdings nicht mit Ihnen. Mit der blinden Willkür rechne auch ich. Denn drache mit seinem von goldenem Weizen stroßenden Bauch mir allein danken müssen. Wir gehen indessen weiter, sowie ich bin als Wagenführer durchaus nicht so sicher wie sie als sei Wilson, der Erzfeind, der Sie treffen will. Hotkins versa Sie selbst weitergingen, nachdem Sie Wilson passiert hatten." Kaufmann. Mein persönliches Risiko ist folglich weit größer Wilson! Full speed now! Gehen Sie, wie unser Weg zwei-" Stop!" schrie Hottins. Haben Sie noch nicht genug? als das Ihrige bei Ihren geschäftlichen Operationen. Sehen tausend Kilometer von hier seine Bahn schneidet? Glauben Ich ergebe mich, aber lassen Sie mich fort. Lassen Sie Sie den Kreuzweg dort drüben? Dortherum müssen wir im Sie, daß wir den kritischen Punkt vor ihm erreichen? Wollen mich absteigen. Ich stifte 100 000 Dollar für philanthropische scharfen rechten Winkel." sehen! Ihre elastischen Nerven gegen seine brüllende Eisen- Swede. Aber Hottins wußte, daß eben bei jenem Kreuzweg die fraft! Sie werden verspüren, was wir verspürten, als wir Nehmen Sie Schluß folgt.) wurde. Arbeit viel billiger als in der Friedenszeit durchgeführt| Bfund Kartoffeln auf die Kartoffelfarte entnommen werden dürfen. Die Wochenmenge für die Zeit bis zum 8. Oftober wird bis zum Die Landwirte haben für diese militärische Arbeitshilfe 1. Oftober an die Kleinhändler geliefert sein und muß dort underan die Kriegswirtschaftsstelle pro ausgedroschene Tonne Ge- züglich abgefordert werden. Die für die Woche vom 8. bis 14. Ottreide 4 M. zu zahlen. Das dürfte pro Soldat einen Tagelohn vom Kleinhändler abzunehmen. Es wird ferner dringend empfohlen. tober bestimmten Kartoffeln sind in der folgenden Woche ebenfalls bon 2 bis 2,50 m. ergeben. Das ist alles, was der Landwirt auch die für die Woche vom 15. bis 21. Oftober bestimmten Karzu leisten hat. Allerdings hat er die Mannschaften auch zu toffeln in der fommenden Woche ebenfalls nach Möglichkeit vom verpflegen; dafürerhälterabervonder Militär- Kleinhändler abannehmen, da andernfalls, insbesondere bei früh verwaltung 2 M. pro Tagfürden Mann, was im zeitigem Frost feine Gewähr dafür übernommen wird, daß ohne Hinblick darauf, daß die Verpflegung vornehmlich mit den Er- Vorauseindeckung der laufende Bedarf dann rechtzeitig geliefert zeugnissen der eigenen Wirtschaft durchgeführt wird, nicht zu werden kann. wenig ist. Lebensmittel, die zugekauft werden müssen, stellt zudem die Militärverwaltung noch zu folgenden billigen Preisen zur Verfügung: Bohnen für 97 Pf. pro Kilo; Nudeln 75 Pf., Grieß 48 Pf., Graupen 52 Pf., Grüße 52 Pf., selbst Bohnenkaffee wird für 8,03 m. pro Kilo und Zucker für 67 Pf. pro Kilo geliefert. Für Benutzung der Militärpferde hat der Landwirt sage und schreibe 1 M. pro Tag zu zahlen, das Futter erhält er von der Militärverwaltung umsonst. Hält man noch dazu, daß den Landwirten mehrere Hunderttausende Gefangene zur Gefangene zur Verfügung stehen, die sie nur mit 30 Pf. Tagelohn pro Mann bezahlen und für Verpflegung 60 Pf. pro Tag und Mann noch er setzt erhalten, dann kann man recht würdigen, wie wenig berechtigt die gewaltige Preiserhöhung für Brotgetreide ist und wie insbesondere die hohe Frühdruschprämie jeder Berechzigung entbehrt. Viele Hundert Millionen Mark werden so durch diese Preissteigerungs-, Prämien- und Liebesgabenpolitik den Großgrundbesizern, die ja vornehmlich für die Lieferung von Getreide in Frage kommen, erneut in die Taschen gejagt. Das deutsche Volk muß die Kosten dieser verderblichen Preisvolitik mit der demnächst eintretenden Erhöhung des Brotpreises bezahlen. Dazu kommt, daß in diesem Jahre trob der sehr guten Ernte, die in Aussicht steht, die Kartoffeln im Preise derart gesteigert sind, daß die Verbraucher, da auch der Reichszuschuß fortfällt, fast doppelt so viel als im Vorjahre zahlen müssen. Auch hier übt die stetig steigende Tendenz in der Preisgestaltung, die den Erzeugerpreis von 1,50 bis 1,80 m. pro Zentner im Frieden bis auf 5 bis 6 M. für die Ernte 1917 getrieben hat, ihre verhängnisvolle Wirkung aus. Auch die Preise auf dem Obst- und Gemüsemarkt bewegen sich fortgesetzt in steigernder Richtung und haben zum Teil so wucherische Höhe erreicht, daß sie zusammen mit den geradezu ffandalösen Unzulänglichkeiten der Versorgung eine zunehmende Erbitterung in den weitesten Volkskreisen auslösen. Immer gebieterischer wirft sich die Frage auf: Wie lange soll diese Preispolitik, die sich unter dem Druck der gewinnsüchtigen Erzeuger- und Händlerkreise in einer fortgesezten Steigerung der Preise für die wichtigsten Lebensmittel erschöpft, fortgesetzt werden? fährdet? Wie lange soll diese Schraube ohne Ende noch angezogen werden, die dem Volke das Mark aus den Knochen preßt und so seine Widerstandskraft auf das schwerste geWeiteste Kreise des Volkes, insbesondere die Festbesoldeten, die Kriegerfamilien, Kriegerwitwen und nicht zuletzt die mit färglichen Renten abgefundenen Kriegsinvaliden leiden unsäglich unter diesen Preistreibereien. Verteilung von Auslandskäse. den 1., bis Sonntag, den 7. Oftober, in den sechs Stadtgemeinden Die Fetistelle Groß- Berlin bringt in der Woche vom Montag, Berlin, Charlottenburg. Schöneberg, Wilmersdorf, Neukölln und Lichtenberg auf den Kopf der Bevölkerung 140 Gramm Auslandstäie zum Preise von 1 M. zur Verteilung. Eine quartierweise Verteilung findet diesmal ausnahmsweise, da ausreichende Mengen zur Verfügung stehen, nicht statt. Der Stäie ist erhältlich bei denjenigen Lieferanten, bei denen die Eintragung in die Butterkundenliste erfolgt ist, gegen Abgabe des Abschnitts 115 der Berliner Lebensmittelfarte. In den fünf Nachbarstadtgemeinden wird der entsprechende Abschnitt Kundenliste eines Berliner Geschäfts eingetragen, ohne im Besitz der Lebensmittelfarte noch öffentlich bekanntgegeben. Wer in die einer Berliner Lebensmittelkarte zu sein, jedoch im Besitze einer von den fünf übrigen Stadtgemeinden ausgegebenen Lebensmittelfarte ist, erhält den Auslandskäse gegen Abgabe der folgenden Abschnitte: Charlottenburg: Abschnitt 142 der roten Lebensmittellarte, Schöne berg: Bezugs- und Empfangsabschnitt 68 der Nährmittelfarte, Neukölln: Abschnitt 59 der Lebensmittelfarte, Lichtenberg: Abschnitt 111 der Lebensmittelkarte, Wilmersdorf: Abschnitt U der Bezugskarte für Einzelpersonen, IV Ausgabe grün. Einwohner der Stadt Berlin, die in die Kundenliste eines im Landkreise Teltow gelegenen Geschäfts eingetragen find, erhalten die 140 Gramm Auslandsläse gegen Abgabe des Abschnitts 115 der Berliner Lebensmittelfarte und gegen Vorzeigung der Groß- Berliner Speiiefettfarte in den Berliner Filialen der Firmen: Neichelt, Gebr. Grob, Gebr. Manns, G. L. Vallentin Nachf., Vallentin u. Co., J. F. Aßmann, Vereinigte Pommersche Meiereien. In Berliner Geschäften eingetragene Einwohner der 25 Landgemeinden des Kreises Teltow, die der Fettstelle Groß- Berlin anseschloffen sind, sind vom Bezug des Käses in Berlin ausgeschlossen. Die Höchstpreise gelten auch für die Schwerindustrie. preise nicht für die Einkäufe der Rüstungsindustrie und der SchwerVielfach ist die Meinung verbreitet, daß die erlassenen Höchstindustrie Geltung hätten. Besonders machen Einkäufer, die unter leberschreitung der Höchstpreise Waren an die Schwerindustrie abzufezen bestrebt find, im Falle ihrer Strafverfolgung diefen Grund geltend. Diese Ansicht ist, soweit nicht etwa besondere Ausnahme beſtimmungen im Einzelfall getroffen sind, durchaus irrig. Die reichsgefeßlichen Höchstpreise sowie Höchstpreise, die z. B. von seiten der Gemeinden auf Grund des Höchstpreisgefeges erlaffen find, gelten ausnahmslos für alle Verkäufe und Einkäufe, also auch für die Eintäufe der Schwerindustrie. Von den Arbeitern dieser Betriebe erwarten wir, daß sie alle höchstpreisüberschreitungen energisch bekämpfen. Neukölln. Gewährung von Kriegswochenhilfe in Neukölln. Die Zahlung des erstmalig fällig werdenden Betrages der Kriegswochenhilfe erleidet vielfach dadurch eine unnötige und unliebsame Verzögerung, daß die Anträge erst geraume Zeit werden. Um die rechtzeitige Zahlung der Wochenhilfe an die Annach erfolgter Entbindung von den Wöchnerinnen gestellt spruchsberechtigten zweckentsprechend in jedem Falle sicherzustellen, ist es nötig, sich möglichst frühzeitig Gewißheit darüber zu verschaffen, ob nach den bestehenden Grundsäßen ein Anspruch auf Kriegswochenhilfe besteht und wo dieser gegebenenfalls geltend zu machen ist. Zu diesem Zwede sind die Krantnfassenbücher sowie Arbeitsbescheinigungen des Mannes der letzten zwölf Monate vor der Einberufung zum Heeresdienst und, falls vorhanden, auch die der Frau im Zimmer 541 des alten Rathauses. 2 Treppen, etwa zwei Monate vor hingewiesen, daß durch Bundesratsverordnung auch den Frauen der der zu erwartenden Entbindung vorzulegen. Es wird noch darauf zum Vaterländischen Hilfsdienst Ginberufenen unter gewissen Voraussetzungen das Recht auf Kriegswochenhilfe eingeräumt wird. Die obige Dienststelle gibt auch über alle sonstigen Fragen in Angelegenheiten der Kriegswochenhilfe bereitwilligst Auskunft. Kartoffelversorgung. Für die beiden Wochen vom 1. bis 7. und 8. bis 14. Oftober werden auf die Abschnitte 75a bis 73g und 76a bis 76g der neuen Kartoffelfarte, zusammen also auf die beiden Wochenabschnitte, 14 Pfund Kartoffeln zur Verteilung kommen. Der Magistrat teilt ferner mit, daß trotz der großen KartoffelüberDie Abgabe für beide Wochen darf bereits von Montag ab erfolgen. toffeln waren, welche zur Befriedigung ihrer Kundschaft auf Grund lieferung einzelne Kartoffelfleinhändler nicht im Besize der KarDer Kartoffelfundenliste notwendig waren. Die Kartoffelgroßberteiler toffeln waren, welche zur Befriedigung ihrer Kundschaft auf Grund beklagen sich darüber, daß die Kartoffelkleinhändler ihnen in der Abnahme der Kartoffeln Schwierigkeiten bereiten und lieber die Kundschaft im Stiche lassen, ehe sie einen angemessenen KartoffelKundschaft im Stiche laffen, ehe sie einen angemessenen Kartoffelvorrat bereithalten. Gegen Händler, welchen nachgewiesen wird, daß fie durch ihr Verschulden ihre Kunden nicht bedienen können, wird rücksichtslos mit der Entziehung der Kartoffelbelieferung vorgegangen werden. Versäumt ein Großhändler seine Lieferungspflicht, so ist im Rathause, Zimmer 142, von dem betreffenden Kleinhändler sofort Anzeige zu erstatten. vom 1. Oktober ab für einzelne Brotkommissionsbezirke mit der Durch amtliche Bekanntmachung wird darauf hingewiesen, daß Winterbelieferung begonnen wird. Zum Bezuge der Kartoffeln sind diejenigen Einwohner berechtigt, welche in den ausgeteilten Hausbogen die Abholung der Kartoffeln von den Verteilungsstellen ange= meldet haben. Die Abholung ist unter Vorlegung der ausgegebenen Bezugsscheine zu bewirken. Der Verfaufspreis im Großbezuge ist auf 9 Mt. je Zentner festgesetzt und abgesehen von den zugestandenen toffeln sofort zu entrichten. Die zugeteilte Menge von 1 Zentner pro Ausnahmen für die Kriegerfrauen bei der Empfangnahme der Kar23. Februar 1918 festgesetzt werden. Kopf wird voraussichtlich auf den Zeitraum vom 24. Dezember bis 28. Februar 1918 festgesezt werden. Es ist darauf Bedacht genommen worden, daß tunlichst winterharte Lagerkartoffeln zur Berausgabung gelangen. Wenn die Kartoffeln in Einzelfällen nicht voll lagerfähig sein sollten, empfiehlt es sich dennoch, sie abzunehmen und die bei der weiteren Kartoffelbelieferung bis zum 23. Dezember d. J. im Kleinverkauf erworbenen für die Lagerung besser geeigneten Kartoffeln aufzubewahren und zunächst die im Großbezuge erworbenen Kartoffeln zu verbrauchen. Da die Verteilungsstellen so lange offengehalten werden, bis alle Anmeldungen befriedigt find, kann ein unnötiges Warten an diesen Stellen vermieden werden. Kreis Niederbarnim. Neuanmeldung zum Speisefettbezug. Vom ab, während der Dauer des Krieges, werden sämtliche Badeanstalten 2. bis 5. Oktober wird eine Neuanmeldung zur Kundenliste für den Einschränkung des Betriebs der Badeanstalten. Vom 1. Oktober Berlins und der Vororte nur noch vier Tage in der Woche geöffnet, Speisefettbezug vorgenommen. Die Belieferung mit Speisefett nach und zwar Montag. Mittwoch, Freitag von 1-8 Uhr und Sonnabend der Neuanmeldung beginnt Montag, den 15. Oktober. Bis dahin von vormittags 10 bis abends 9 Uhr. Dienstag, Donnerstag und erfolgt die Belieferung der Verbraucher an der Stelle, an der sie Sonntag sowie an sämtlichen Feiertagen bleiben die Anstalten ge- bisher in der Kundenliste eingetragen waren. schlossen. Ferner kann Badewäsche an das Privatpublikum vom Hat die Regierung nicht mehr die Kraft, dem gewinnsüch- 1. Oftober ab nicht mehr verabreicht werden, so daß jeder, der ein tigen Treiben jener Preistreiber, die sich merkwürdigerweise Bad nehmen will, gezwungen ist, sich mit Wäsche zu versehen. meist auch unter den lautesten Schreiern gegen einen VerstänBürgerliche Kleider für entlassene Krieger. Bom Berliner digungsfrieden befinden, den erforderlichen Widerstand ent- magistrat wird uns geschrieben: Die durch Bekanntmachung der gegenzusetzen, nun, vielleicht ist es dann geboten, eine Water Reichsbekleidungsstelle vom 23. Juli d. J. vorgeschriebene Veräuße Landspartei der Ausgeplünderten und Berung von bürgerlicher Kleidung an bedürftige, aus dem Heere wucherten zu gründen, die ihr hilft, jenen Kreisen das und der Marine entlassene Krieger, die in Berlin, Charlottenburg, Handwerk zu legen, deren ganzes Sinnen darauf gerichtet ist, Berlin- Schöneberg, Berlin- Wilmersdorf nnd in den Kreisen Teltow aus der Kriegsnot des Volkes für sich Gold zu münzen. und Niederbarnim wohnen, beginnt am 1. Ottober d. J. Die Veräußerung erfolgt in der Kleiderverwertungsstelle des Wirtschaftsbezirks Groß- Berlin, Kommandantenſtr. 80/81, werftäglich von 9-6 Uhr. Als Ausweis für die Bedürftigkeit ist von denen, deren Familie Kriegsunterstügung erhalten oder erhalten haben, der Unterſtützungsbogen vorzulegen. Außerdem ist die Beibringung des Bezugsscheines erforderlich. Groß- Berlin Mehr Rücksicht auf Kranke Bedürftige Weber und Stuhlarbeiter. Der Magistrat Berlin fordert ein„ Notschrei", den eine Kriegerfrau und langjährige Leferin teilt mit: Aus der unter der Verwaltung der Stiftungsdeputation unferes Blattes uns zusendet. Da sie an einer vorgeschrittenen stehenden Johann- Jakob- Zeitler- Stiftung sollen einmalige UnterLungentuberkulose leidet, so bedeutet es für sie eine große An- ftügungen im Betrage von wenigstens 30 W. an solche Weber und strengung, ihre Einkäufe zu machen. Ueberall heißt's, sich Stublarbeiter( d. h. Weber, Wirker, Raschmacher, Zeugmacher, Tuch anstellen und oft vielleicht stundenlang steben, um sich macher, Strumpf- und Seidenwirker und auch andere Handwerker, die notwendigen Lebensmittel zu verschaffen. Die Einsenderin ist Meister und Gesellen) vergeben werden, welche zwar der öffentlichen besonders jetzt sehr elend, weil sie vor kurzem wiederholt Lungen- Armenpflege noch nicht anheimgefallen sind, aber sich in Geldbluten gehabt hat, und es ist ihr nicht möglich, lange zu stehen. verlegenheit, namentlich was die Zahlung der Wohnungsmiete beBei den am Vormittag zu beiorgenden Einfäufen fann sie sich nicht trifft, befinden. Bewerber müssen sich seit mindestens zwei Jahren von ihren beiden Kindern unterstüßen lassen, da sie schulpflichtig in Berlin niedergelassen haben; hauptsächlich sollen diejenigen befind. Aber wird denn nicht den Kranten eine Bescheinigung ge- rüdfichtigt werden, welche mehr als 4 Kinder unter 14 Jahren geben, die ihnen bei Einkäufen den Vortritt vor den Gefunden haben. Gesuche mit Angaben über die Dauer des Aufenthalts in fichert? Ja, das war einmal! Echon mit dem 1. Mai dieses Jahres Berlin und über die Zahl der am Leben befindlichen Kinder unter hat das aufgehört, und nur für schwangere Frauen der letzten drei 14 Jahren find innerhalb 14 Tagen an die Stiftungsbeputation, Monate werden seitdem noch Vorzugsscheine bewilligt. Mit Recht Stralauer Straße 56 II, zu richten. sagt die Einsenderin:„ Wir Kranken haben auch ein Recht zu leben; wir wollen auch essen und sind der Rücksicht ebenso bedürftig." Sie regt an, daß die Berliner Aerzte zu der von ihr geschilderten Notlage vieler Kranken Stellung nehmen möchten. Keine Erhöhung der Bichpreise. Linienumlenkungen bei der Straßenbahn. Die wegen Gleisauswechielungsarbeiten auf der Kreuzung der Neuen und Alten Schönhauser, der Münz- und Weinmeister- Straße vorgesehene Um leitung der durch diese Straßenzüge verkehrenden Linien findet nicht in der Nacht zum 2. Oftober, wie vor kurzem berichtet, statt, sondern ist erst für die Nacht zum 9. Oftober von 12 Uhr ab erforderlich. Es treten immer wieder Gerüchte auf, wonach mit einer Erhöhung der Schweinepreise über den Höchstpreis der Verordnung Der Stadtverordnete Ewald ist, wie eine Lokalforrespondenz vom 5. April hinaus oder mit einer Erhöhung der Rinderpreise für meldet, aus der sozialdemokratischen Fraktion des Rathauses aus besonders fette Rinder gerechnet werden könnte. Demgegenüber ist getreten und hat sich als Hospitant der Fraktion der U. S. P. an darauf hinzuweisen, daß nach der Entscheidung des Kriegs- geschlossen. ernährungsamts Mastfutter in Form von Hafer, Gerste oder Zirkus Busch. Am Sonntag, wie üblich, 2 Borstellungen: nach Gemenge an Schweine zu verfüttern verboten ist und daß mittags 3 Uhr und abends 72 br. Bur Nachmittagsvorstellung auch für Schlachtrinder eine Mast mit Körnerkraftfutter nicht ein Kind frei! Weitere Kinder halbe Preise. In beiden Vorin Frage kommt. Hiernach fann mit zulässigen Mitteln nach stellungen wird das volle, unverkürzte Brogramm gegeben mit der Aufhören der Weide die Erzielung sogenannter Fett träger mit be famosen Pantomime„ Die 3 Pierrots" als Schluß. fonders hohen Gewichten nicht mehr erreicht werden. Es ist des Mozart- Saal. Die Uraufführung des im Auftrag von Deutschhalb ausgeschlossen, daß die Viehpreise für befonders fette Tiere nach oben erhöht werden. Die lands Spende für Säuglings- und Kleinkinderschuß hergestellten Rinderpreise sollen weder nach oben noch nach unten geändert Kulturfilms Mutter" findet als Wohltätigkeits- Vorführung Sonnwerden; die Schweinepreise liegen bis 30. November nach tag, den 7. Oftober, mittags 12 Uhr, im Mozart- Saal statt. der Verordnung vom 15. September fest, und zwar mit einem ein- Tödlicher Straßenbahnunfall. In der Nacht zu Sonnabend stieß heitlichen Höchstpreis, der die obere Grenze für alle Gewichtsklassen bildet. Ihre Erhöhung kommt auch Ablauf dieser Zeit nicht in Frage. Weitere Senkung des Kartoffelpreises. Die Brandenburgische Provinzialfartoffelstelle in Potsdam hat, nachdem jetzt die Senkung der Kartoffelpreise unter 6 M. in fast allen anderen Provinzen und den beiden Mecklenburg erfolgt ist, den Erzeugerhöchstpreis für Speisekartoffeln vom 1. Oftober ab auf 5,50 M. für den Zentner festgesetzt. Die Schnelligkeitsprämie von 50 Pf. für den Zentner bleibt bestehen. Vorzeitige Kartoffelabnahme. Der Magistrat Berlin veröffentlicht eine Bekanntmachung, nach der auch in den folgenden Wochen vom 8. bis 21. Oktober je sieben an der Ecke der Borhagener und Warschauer Straße ein Straßenbahnzug mit einem Möbelwagen zusammen. Der Bug fuhr von hinten auf den Möbelwagen auf, und zwar mit solcher Gewalt, daß der Kutscher des Wagens vom Bod stürzte und einen Schädelbruch erlitt, an dessen Folgen er bald darauf verstarb. Angeblich soll die Bremse des Straßenbahnwagens nicht in Ordnung gewesen sein. Charlottenburg. Kartoffelberteilung. In der fommenden Woche dürfen auf die 14 Abschnitte 75a bis 75g der grünen Kartoffeltarte je ½ Pfund Kartoffeln, zusammen also höchstens sieben Pfund Kartoffeln, entnommen werden. Auf die den Haushaltungen zugestellte gelbe Kartoffel- Sonderkarte dürfen bis auf weiteres Kartoffeln nicht abgegeben werden. Die Benutzung der Karte, die für Schaffung eines eisernen Bestandes bestimmt ist, darf nur nach vorheriger Bekanntmachung erfolgen. Bankow. Aus der Gemeindevertretung. In der lezten Sigung wurde zunächst die Einführung des an Stelle des neuen Bürgermeisters Stawig getpählten befoldeten Gemeindeschöffen Dr. EIIger vollzogen. Aus seiner längeren Antrittsrede ist beachtenswert, daß Herr Dr. Ellger, der bisher als Rechtsanwalt wirfte, be strebt fein will, jenen Grundfäßen zum Durchbruch zu verhelfen, die dem sogenannten einfachen Mann aus dem Bolte neben der Arbeit auch noch höhere Ansprüche an das Leben, vor allem auf dem Gebiete des Geistes und des Gemüts, zuzuerkennen. Von einer Firma, die bereits 6000 Baar Kriegsstiefel geliefert hat, find der Gemeinde 20 000 Baar aus Brekleber gefertigte Stiefelio blen zum Kauf angeboten. Für diesen Zwed werden 60 000 m. bewilligt in der Hoffnung, daß es nicht bloß mit dem Angebot sein Bewenden hat. Zur Mithilfe für den Gemeindevorstand bei Regelung der Brennstoffberforgung durch die Gemeinde wird eine besondere Kommission eingefeßt, in vorstand ist es gelungen, die Lieferung von bis jetzt insgesamt welche auch Genosse Schmidt gewählt wird. Dem Gemeinde17 000 Raummeter Brennholz und auch Torf abzuschließen. Die Anlieferung soll nach und nach bis Februar nächsten Jahres erfolgen, und stellt sich der Abgabepreis an die Verbraucher auf etwa 50 bis 60 M. pro zerkleinerten Raummeter Brennholz. Als hierzu bereit zustellende Mittel werden 500 000 M. angefordert und bewilligt. Der Erhebung eines 25 prozentigen Teuerungszuschlages zum Tarife des hiesigen Elektrizitätswerkes vom 1. Oktober d. J. ab wurde zugestimmt, dagegen von einer Taciferhöhung an sich Abstand gereichliche Berderben der gelieferten Kartoffeln Die schlechte Beschaffenheit und das werden in einer vom Gemeindevertreter Buneß vorgebrachten Beschwerde auf die unnötigerweise umständliche Bahnbeförderung, und zwar da durch, daß die Kartoffeln erst über die Industriebahn nach der reisverteilungsstelle in Hohenschönhausen und von dort dann wieder zurück nach Bankow geleitet werden, zurüdgeführt. Die Angelegenheit foll im Kreistage zur Sprache gebracht werden.- Bürgermeister Stawig machte schließlich noch Mitteilung, daß durch reichlichen Obſtankauf in Süddeutschland die Pankower Familien mit- Bentner Aepfel zum Preise von etwa 45 Pf. pro Pfund würden versorgt werden können. nommen. Weißensee. Aus der Gemeindevertretung. Nach einer Verfügung des Oberpräsidenten soll die Ueberwachung der Lebensmittelverteilung von einer möglichst paritätisch gewählten Kommission vorgenommen werden. Zu diesem Zwecke wurde die Kriegswirtschaftskommission gebildet, die aus den Mitgliedern der Finanzfommission, 3 Arbeitgebern und 3 Arbeitnehmern besteht. Von seiten der Arbeitnehmer wurden gewählt Andree, Kittler und Teuber. Anläßlich des Brandes der Hennigerschen Nudelfabrik hat das Generalkommando, ohne sich mit der Gemeindeverwaltung in Verbindung zu sehen, verschiedene Maßnahmen getroffen und berfügt, daß ein von ihm bestimmtes Feuerschußkommando, bestehend aus einem Unteroffizier und 14 Mann, verpflegt und unterhalten werden soll, ferner, daß das Feuermeldewesen nach einem besonderen Plan ausgearbeitet werden soll, daß weiter in 10 Munitionsfabriken eigene Feuermeldestellen eingerichtet werden sollen, daß ein Doppelgespann dauernd zur Verfügung steht, und zum Schluß hat das Generalkommando das Siechenhaus neben der Feuerwache beschlagnahmt zur Unterbringung der Mannschaften für Wohnzwede. Die Gemeindevertretung sah in diesen Maßnahmen einen starken Eingriff in die Selbstverwaltung der Gemeinde, zumal die Gemeinde durch Vertrag mit dem Polizeipräsidium von Berlin auf Löschhilfe vorgesorgt hatte, so daß für Feuerschuß keine Gefahr besteht. Dem anwesenden Brandinspektor Rathmann wurde gesagt, baß er wohl die eigentliche Triebfeder der ganzen Maßnahmen ist, deren Durchführung der Gemeinde ungeheure Kosten verursachen wird, falls der einstimmig gegen diese Maßnahmen angenommene Protest keine Wirkung ausübt. Der Brandinspektor hatte weiter nichts zu seiner Entschuldigung anzuführen, als die anwesenden Herren sollten sich alle freiwillig der Wehr zur Verfügung stellen, dann hätte er Mannschaften genug und die Maßnahmen des Generalkommandos wären vielleicht nicht getroffen worden. Lebensmittel. In der Zeit vom 1. bis 28. Oftober fönnen| ertraft, Würzfunke usw. und auf Abschnitt 42: Sonderzuteilung. Für für jede Woche 7 Pfund Kartoffeln entnommen werden. Mit Rückficht auf die zurzeit reichlich eingehenden Kartoffelsendungen wird dringend empfohlen, den gesamten Bedarf für 4 Wochen sogleich zu entnehmen. Bei der Abgabe der Kartoffeln haben die Kleinhändler für jede Wochenmenge von der Kartoffelkarte die Abschnitte a, b, c, d, e, f und g der betreffenden Woche abzutrennen. Neben der be= reits freigegebenen Menge können auch auf die Abschnitte 74 h, i und k je ein Pfund abgegeben werden. Die Abgabe darf bis zum 4. n. M. erfolgen. Auf Abschnitt 75 k der Kartoffelfarte werden in der nächsten Woche 100 Gramm Teigwaren abgegeben. Die Entnahme muß in dem Geschäft stattfinden, in welchem sich der Inhaber der Kartoffelkarte in der Zeit vom 6. bis 11. August angemeldet hat. In der Verkaufsstelle Cafelerstr. 2( hinter der neuen Apotheke) können auf jede aufgerufene Brotkarte bis 2 Pfund Aepfel a 45 Pf. entnommen werden. Als Ausweis sind die Brotkarten der 137. Woche vorzulegen. In der Verkaufsstelle Pistoriusstr. 24 gelangen bis 3. Oktober auf Abschnitt 15 der aufgerufenen Eierkarten je 1 Gi a 39 Pf. zur Verteilung. Vom 4. bis 6. Oktober werden in der Verkaufsstelle Pistoriusstr. 24 Salzheringe abgegeben. Gegen Vorlegung der aufgerufenen Brotfarten der 138. Woche fann auf jede Karte Pfund Salzhering zum Preise von 30 Pf. entnommen werden. Einwidelpapier ist mitzubringen. Treptow. Lebensmittel. In dieser Woche werden verteilt: Kartoffeln 7 Pfund auf Abschnitte 75 der Kartoffelfarte, Gier für werdende und stillende Mütter 2 Stück, Hafermehl 125 Gramm auf Abschnitt 71 der Lebensmittelfarte, Ifen fruchtmehl 250 Gramm auf Abschnitt 16 für Jugendliche, Kunsthonig 250 Gramm auf Abschnitt 11 für alte Leute, aferfloden 500 Gramm für Kinder unter 2 Jahren, 3uder 375 Gramm auf Abschnitt 24 der Zuckerkarte. Für Kinder bis zu 6 Jahren 250 Gramm auf Zuckerzusazkarte. Sets ohne Karten. PetroIeum ½ Liter auf Abschnitt A der Haushaltskarte. Briz. Lebensmittel. In der kommenden Woche gelangen in der Berufsstelle der Gemeinde zur Abgabe auf Abschnitt 36: Grieß( ½ Pfund pro Person von 1-2000), Sago( 4 Pfund pro Person von 2001 bis Schluß), Abschnitt 37: 1 Dose Heringe in Gelee oder Aal in Gelee pro Haushalt, Abschnitt 38: 1 Dose Brotaufstrich ( für Haushalte bis 3 Personen), 2 Dosen Brotaufstrich( für Haushalte über 3 Personen), Abschnitt 39: 1 Paket Puddingpulver pro Haushalt, Abschnitt 40: Kunsthonig( ½ Pfund pro Person), Abschnitt 41: Gemüsetonserven, Nährhefe, Viandal- FleischDeutscher Metallarbeiterverband Ortsverwaltung Berlin. Dem Andenken unserer im Felde gefallenen und verstorbenen Kollegen gewidmet. Walter Bittner, Schloffer, geb. 1. 3. 98, Spittelndorf. Karl Fremder, Arbeiter, geb. 2. 10. 81, Liebenwalde. Oswald Kinne, Elektromonteur, geb. 11. 5. 81, Warschau. Hans König, Kerumacher, geb. 19. 7. 94, Friedrichsbg. Alfred Krüger, Schloffer, geb. 1, 11. 81, Eiche bei Wildpart. Wilhelm Lessig, Kernmacher, geb. 3. 5. 86, Berlin. Adolf Markmann, Dreher, geb. 17. 9. 84, Berlin. Franz Schuler, Gürtler, geb. 31. 5. 87, Berlin. Willi Stielau, Schloffer, geb. 11. 7. 82, Berlin. Karl Vogel, Schmied, geb. 26. 1. 90, Hamburg. Willi Wandel, Arbeiter, geb. 7. 5. 98, Berlin. Alois Wodicka, Gürtler, 182/16 geb. 17. 3. 84, Berlin. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter- Berband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Folgende Kollegen sind im Felde gefallen: Alfred Buse, Industriearbeiter. Hermann Endrejat, Geschäftsdiener. Willi Fiedler, Geschäftskutscher. Hans Gröning, Droschkenchauffeur. Ernst Grützmacher, Fahrstuhlführer. Emil Labes, Geschäftsdiener. Karl Lichtner, Lagerarbeiter. Johann Mielke, Kohlenarbeiter. Emil Müller, Geschäftsdiener. Paul Obst, Speditionsarbeiter. Gustav Parduhn, Geschäftsdiener. Karl Petzold, Geschäftsdiener. Fritz Rabe, Geschäftsdiener. Otto Rieck, Jndustriearbeiter. Max Schulz, Geschäftsdiener. Friedrich Tysper, Geschäftsdiener. Paul Utech, Fahrstuhlführer. 7/18 Ehre ihrem Andenken! Die ezirksleitung = Kinder von 4-10 Jahren werden 50 Gramm Schokolade gegen Vorlage der Milchkarte abgegeben. Ferner werden abgegeben: Pfeffer, Salz, Gurken und Salmiak- Waschmittel. Groß- Berliner Parteinachrichten. Treptow. Vom 1. Oftober ab befindet sich unsere Spedition nicht mehr iefholzstraße 412 im Laden, sondern vorn eine Treppe. Vertreter: Rob. Gramenz. Die Haupterpedition. 5. Kassierung der Beiträge. 6. Verschiedenes. Soziales. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 30. September, vormittags 10%, Uhr, Kleine Frankfurter Str. 6: Vortrag von Herrn Emil Eich born. Bäfte willkommen. Nächste Jugendvorlesung am 14. Oftober, bormittags 9 Uhr.- Mittwoch, den 3. Oftober, abends 8 Uhr, bei Friz Wilte, Sebastianstr. 39: Mitgliederversammlung. Mitgliedstarte ist vorzuzeigen. Briefkasten der Redaktion. R. 2. Nr. 20. 1. Nach 5 Jahren, wenn nicht inzwischen eine Ber änderung in Ihren Vermögensverhältnissen eingetreten ist. 2. Nur für Sie. Fit aber nicht möglich, da Sie Heeresdienste leisten. 6. 5. Wenden Sie sich schleunigst an das Mietseinigungsamt. R. O. 48. Sie haften für den Schaden. 16. 6. 66. 1. Ja. 2. Ein Anspruch Spandan. Mittwoch, den 3. Oftober, abends 9 Uhr, findet im besteht nicht, sus Billigkeitsgrünben fann jedoch die Reichsunterſtüßung eine Mitglieder gewährt werden. Alter Abonnent seit 1880. Sie sind ermächtigt, 2okale von Steinmetz, Bismardstr. 8, bersammlung des Wahlvereins( S. P. D.) statt. Tages-. M. 39. Die Mutter erbt die eine Hälfte, die Geschwister und die aber nicht verpflichtet worden, das Geld in Striegsanleihe anzulegen. ordnung: 1. Bortrag des Genossen Stahl. 2. Bericht über die Geschwisterfinder die andere Hälfte, das ist der Teil, den der Vater erben Sigung der städtischen Ernährungsfommission. 3. Aenderung in der würde. Falls Einigung nicht erzielt wird, muß Antrag auf Erbregulierung Spedition des„ Vorwärts". 6.. 1001. Ein Recht 4. Abrechnung der Sammellisten. beim zuständigen Amtsgericht gestellt werden. auf Auszeichnung besteht nicht. N. L. Für Altersrente ist der Nachweis Don 1160-2000 Beitragswochen erforderlich, je nach dem Geburtsmonat. P. W. 32. Die Steuerpflicht beginnt, sobald Sie ein versteuerbares Einkommen besitzen. Fontana. Ja, die Eintragung in den Militärpaß. R. D. 40. 1. e, sie ist berechtigt, obgleich die Wartezeit noch nicht erfüllt ist. 2. An den Rentenausschuß. Berlin, Flottwellstr. 4. 3. Ja. Hinterbliebenenrente und Familienunterstützung. 23. St. 100. 1. Da Sie noch im Heeresdienste find, bedürfen Sie J. T., Flandern Eingabe an das Reichsamt des Innern gerichtet, in der um Fort- sobald eine Bescheinigung des Lazaretts über die Dauer der ArbeitsDer Vorstand des Deutschen Städtetages hat vor furzem eine der Erlaubnis des Kommandos. 2. und 3. Ja. 100. Ein Antrag bat wenig Aussicht auf Erfolg. M. 2. 112. Ja, gewährung der Familienunterstützung an Kriegerwitwen und Waisen, unfähigkeit beigebracht wird. die noch andere Angehörige im Felde stehen haben, ersucht wird. 8. 5. 28. 1., 2. und 4. Ja. 3. Nein. 3. An das Unterstüßungsbureau Das Reichsamt des Innern hat darauf mit einem Bescheid des des früheren Wohnortes. Jut Feld 3/252. 1. und 2. Ja. O. G. 55. Bei eintretender Dunkelheit muß Reichskanzlers geantwortet, in dem es heißt:„ Es hat mit Rücksicht der Hauswirt Flur und Treppen, soweit sie dem öffentlichen Verkehr auf die gesetzlichen Bestimmungen nicht für angängig erachtet werden dienen, beleuchten. Machen Sie Anzeige beim nächsten Polizeirevier. können, allgemein Anordnung dahin zu treffen, daß Kriegerwitwen Sie überwiegend für den Unterhalt gesorgt haben. Dies dürfte faum zuVea. 352. Ihre Eltern haben nur Auspruch auf Unterstüßung, wenn und Waisen, die noch andere Angehörige im Heeresdienst stehen treffen. haben, die Familienunterstüßung für diese neben der Hinterbliebenen die Sprechstunde. A. G. 23. Bis 17 Jahre. 3. Sch. 100. Stommen Sie in C. K. Der Hauswirt ist bei Gefahr, Ueberschwemmung, rente gewährt werden kann. In Anbetracht der herrschenden un- Gewitter usw. berechtigt, die Wohnung des abwesenden Mieters zu betreten. gewöhnlichen Teuerung ist jedoch die Zahlung der Familienunter- B. B., Ng. Jawohl, bis 8 Uhr abends. D. M. 1894. 1. Wird flüßung neben der Hinterbliebenentrente an Kriegerwitwen für einen aus gewissen Gründen nicht beantwortet. 2. Entsprechen etwa den Annoch im Felde stehenden Sohn in den Fällen zugestanden worden, hängern der liberal- demokratischen Bewegung der vierziger Jahre. in denen der Sohn die Mutter bereits vor seinem Eintritt in den Tabat. Bielleicht erhalten Sie zweddienliche Auskunft beim Tabakai beiterHeeresdienst unterstützt hat, und diese durch den Fortfall der Unterverband, C, Dragonerstr. 6a. stüßung nach der Einziehung des Sohnes in eine Notlage geraten ist. In allen übrigen Fällen der fraglichen Art wird daber nach wie vor die gemeindliche Kriegswohlfahrtspflege in Fällen der Be dürftigkeit einzutreten haben." Dem Andenten unserer auf dem Kriegsschauplaz gefallenen Genossen! Am 2. September 1917 fiel auf dem Schlachtfelde unser Genoffe 208/2 Theodor Heidemann Willibald- Alerisstr. 5. Sozialdemokratischer Verein Berlin 2. Am 23. August fiel auf dem Kriegsschauplatz durch Brustschuß der Genosse, Musketier 200/1 Friedrich Saupe Bossen. Sozialdemokr. Verein für Teltow- Beeskow, Bez. Zossen. Am 2. September fiel der Genosse Franz Schuber 199/20 Neukölln, Berliner Straße 28. Sozialdemokr. Verein für Teltow- Beeskow, Bez. Neukölln. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer Neukölln I. Am 26. September starb unser Mitglied Bruno Sachmann. Die Beerdigung findet am Montag, den 1. Dktober, nachmittags 3, Uhr, auf dem Neuköllner GemeindeFriedhof, Gottlieb- DunkelStraße, ftatt. Eins unserer ältesten Mitglieder, der Kollege Wilhelm Liepe starb Anfang September am Herzschlag. Ferner ist unser Mitglied Rudolf Adel am 23. Juli im Lazarett infolge seiner schweren Verwundung gestorben. 258/8 Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiterverband. Bezirksverwalt. Groß- Berlin Nachrufe. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Sellerarbeiter August Niedergesäß am 20. b. M. im Alter von 56 Jahren verstorben ist. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Bretterträger Friedrich Migge am 21. d. M. im Alter von 64 Jahren verstorben ist. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Stollege, der Arbeitskutscher Karl Boehme am 23. d. M. im Alter von 59 Jahren verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Bezirksverwaltung. Fern von der Heimat starb nach 2 Jahren schweren Stämpfen der ArmierungsSoldat 5476 Paul Gröschke. Du warst so gut, so treu, so brab, so schlicht im Leben, im Beruf, vergis Dich nicht, als höchste Pflicht stand Dir voran im Leben, für unser Glück nur Tag und Nacht zu ftreben und uns're gu funst jester noch zu gründen; stand's Du borm Ziel, da mußt den Tod Du finden. In wehmütigem Schmerz feine untröstlicht Gattin Witwe Gröschke. Wer ihn gekannt, weiß was ich verloren. Allen Freunden und Befannten die tieftraurige Nachricht, daß meine inniggeliebte Frau, unsere herzensgute Mutter, Schwiegers unb Großmutter, Schwägerin und Tante Ida Deutschmann gab. Fahrenwald Ian den Folgen einer schweren Operation nach achttägigem Krantenlager und langem, still und geduldig ertragenen Leiden am Freitag, den 28. 9., früh 1 Uhr verstorben ist. Die Einäscherung findet am Mittwoch, den 3. Oktober, nachmittags 4 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. Serangspenden dankend verbeten. Um stilles Beileib bittet im Namen aller Hinterbliebenen Paul Deutschmann, Löwestr. 27. 5685 Spezial- Arzt Dr. med. Hasche, Stadtbahnh. Friedrichstr. 90 brettam Behandl. von Syphilis, Haut. Harn, Frauenleiden, spez. bis Montag mittag. Ziemlich fühl, westlich der Oder ziemlich trocken und Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland vielfach heiter, weiter östlich der Oder veränderlich und vielfache Bewölkung, stellenweise etwas Regen. Nach langem, arbeitsreichem Leben verschied nach furzem, schwerem Strankens lager mein lieber Mann, unser treusorgender Bater, Schwieger- und Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, der Lohgerber 109A Gustav Radel im 70. Lebensjahre. Die Beerdigung findet Montag, den 1. Oktober, nachmittags 5, Uhr, von der Halle des alten Nazarethtirchhofs, Seestraße, aus statt. Um stilles Beileid bittet Frau Pauline Radel geb. Schulz nebst Kindern Berlin, Antonstr. 28. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die schönen Strangspenden bei der Einäscherung meines unvergeßlichen Mannes, unseres lieben Baters Emil Geisler jagen wir allen, insbesondere Herrn Waldeck Manasse für seine so menschlich schönen, tröstenden Worte, der Firma Bolzani, den Kollegen von dort, dem Deut schen Metallarbeiter- Verband, Pelzwaren wie ein Wunder Gr. Lager in Muffen Hüten. Neuanfert. sehr preiswt. Michaelis. Kürschnermstr Gr. Frankfurt. Straße 99, I.St. a. Straußb. Pl. Fernsprecher Königst. 8151. Sonntags geöffnet. Spezialarzt Dr. med. Colemann für Haut-, Harn-, Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kuren, nerv. Schwäche, Beinkranke, ( Dauer 12 Tage), Behandlung schnell, sicher und schmerzlos ohne Berufsstörung. Stadtbhf. den Sängern des Herrn Fechner, Königstr.34-36 Alexanderpi. unfern tiefgefühltesten Dani. Witwe Anna Geisler geb. Fabrow, nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme und die vielen Seranzipenden bei dem Heimgange meiner lieben Frau, un ferer berzensguten Mutter, muller, ber Gastwirtsfrau Emilie Reimann geb. Schulze, spreche ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten meinen tiefgefühlten Dant aus. Ferdinand Reimann, Johannisthal, Parkstr. 8, b. III. Gegründet 1864 21 Pelzwaren en gros Einzelverkauf wie alljährlich zu billigst. Preisen, 21 Pelzhüte S. Schlesinger, Neue Königstr. 21( Ordonanz-) haus keln Laden, II. Stock. Bitte genau auf Firma und Hausnummer 21 21 zu achten! 21 Spr. 10-1 u. 5-8, Sonnt. 10-1. Vom 1. Oktober 1917 Königstr. 56/57, gegenüb. Rath. beseitigt[ 18082* San.- Rat Dr. Strahls Hausfalbe jed.Hautausschlag, Flechten, Hautjucken, bes. Beinschäden, Krampfadern der Frauen u. dergl. Busendg. erfolgt per Nachnahme in Dosen a 2,20, 3,85, 6,60. Elefanten- Apotheke, Berlin, Leipziger Str. 74 ( am Dönhoffplay). Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichst. 125( Oranienb. T.), f. 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Tagesordnung: Vortrag des Reichstagsabgeordneten Wolfgang Heine: Branchen- Versammlung Verständigung, Frieden, Freiheit! der Schoßarbeiter. Tagesordnung: und Beschlußfassung. 2. Verschiedenes. Sonntag, 30. September 1917 Abänderung der Satzung der Allgemeinen Ortskrankenkaffe Berlin- Brik. Zweiter Nachtrag. § 19 ändert sich wie folgt: a) In Absak 1 ist anstatt fünf Mart" zu sehen„ sechs Mark". b) 6. 4,50 Mart bis einschließlich 5,49 Mart VI. Stuje. 7. 5,50 Mart und darüber VII. Stufe. c) Dem Absah 2 wird angefügt: ,, für die VII. Stufe auf 6 Mart". § 33. Dem Absatz 2 wird eingefügt: 1. Bericht über die Berhandlung der Schlichtungstommiffion Eintrittskarten find bei den Vorstandsmitgliedern der Sozialdemokratischen 8 47. 1. Sericht über die Verhandlung der Schlichtungstommiffion Bereine und im Bezirkssekretariat, Lindenstr. 3( Telephon: Amt Morigplak 364)§ 51. zu haben. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Zahlreiches Erscheinen erwartet 170/11 Die Ortsverwaltung. Bäcker Berlins und der Vororte. Dienstag, den 2. Oftober 1917, abends 71 Uhr: Große öffentliche Bersammlung der Bäder Berlins und der Vororte im Saale des Lehrer- Vereinshauses, Alexanderstr. 41 ( am Alexanderplatz, gegenüber dem Polizeipräsidium). Tagesordnung: 1. Wo bleibt das Gesetz über die dauernde Regelung der Tagarbeit? 2. Diskussion und Verschiedenes Zu dieser Versammlung sind der Obermeister der Bäckerinnung zu Berlin, Herr Fris Schmidt, der Vors sisende der Freien Vereinigung der Bäckermeister von Berlin und Umgegend, verschiedene Sozialhygieniker sowie die Vorstände der einzelnen Fraktionen des Reichs. tages eingeladen. Verschiedene Herren haben ihr Er: scheinen zugesagt. An die Bädergesellen wird die dringende Mahnung gerichtet, vollzählig in dieser Versammlung zu erscheinen. Diese Bersammlung muß zu einer wuchtigen Kundgebung für die Tagesarbeit im Bäderberuf und zu einem scharfen Brotest gegen die Verschleppung der gesetzlichen Regelung der Sache werden. Kollegen Berlins und der Vororte! Sorgt für Massenbesuch der Versammlung, damit dieser Zweck erreicht wird. Nieder mit der Nachtarbeit im Bädergewerbe! Hoch die Tagesarbeit! 40/5 Mit follegialem Gruß Fr. Schneider. Konfirmanden- Uhren flach, auf Steinen gehend, von 9.- Mt. an in größter Auswahl; genau reguliert: Militäruhren, Leuchtuhren, Armbanduhren. Annahme v. Reparaturen, Umtausch gestattet.. 14 Benthstr.14s( Eingang nur im Laden). E.Mobis, Tüchtige Maschinenmeister und Andrucker für ff. Chromo, auch Steinschleifer, Anlegerinnen u. Bogenfängerinnen suchen 4492* Schönhauser Allee Heymann& Schmidt Akt.- Ges., ce 164. Verkäufe Stunts Stolas, StuntsBelzgarnituren fauft man am allerbesten im weltberühmten Belzleibhaus nur Grunewaldstraße 72, Eisenacherede.[ 6K* Straße 7. 50822* 202/ 18* Der Bezirksvorstand. Keuchhusten Das bewährte Mittel gegen Dr. med. Aßmanns Ricosan Best. Milchz. 90,0. Anisöl 1,0 h. verd. Nieswurztinkt. 2,0. Fench. 1,0. Sonnentauextr. 2,0. Alkohol 4.0. 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Absatz zu jezen: Wird am Fälligkeitstage oder nach erfolgter Bu ftellung der Rechnung Zahlung nicht geleistet, fo erfolgt nach Ablauf von 7 Tagen eine schriftliche Mahnung, sür die eine Mahngebühr erhoben wird. Diese wird wie Rückstände beigetrieben und beträgt außer Borto: bis 3 M. einschließlich 0,10 M. über 3 15 " " 15 150 " PP " 150 M 0,20 0,40 0,75 § 99. ( Dieses entspricht dem§ 8 Absatz 4 der Dienstordnung.) Dieser Nachtrag tritt mit dem Tage der Bekanntmachung gemäß§ 110 der Sakung in Kraft. In Absah 4 ist zu sehen fünfjähriger Beschäftigung" statt zehnjähriger Beschäftigung“. Der Vorstand. R. Kraat, Vorfigender. P. Brit, Schriftführer. Stegel B. K. 350. 17. Genehmigt. Charlottenburg, den 26. September 1917. Königl. Oberversicherungsamt Groß- Berlin. gez. bon osttowsti. Strahlendorffs Handelsakademie Berlin, Beuthstraße 11, am Spittelmarkt, Zentrum 1750. 4. Oktober beginnen Viertel-, Halbjahres- u. 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