Ar. 805. 34. Jahrg. Bezugspreis: lZierteljShrl. ätfOSLiL. monaü. ILV MI. wöchentlich so Ps(t frei ins fcaiiS. SotauSjaölBoi. Einzelne ZZochentagS- nmnmcrn 5 Ptz SonntagSnummer mit illnitrierlcr Beilage.Tie Neue Well'>0 Bich Postbezugs Monatlich I.M Mt. Unter Kreuzband sbr Demschland und Oesterreich» Ungarn a£0 Ml., für das übrige Ausland« Ml nionatlich Postbestellungen nehmen an Dänemarl. Holland. Luxemburg. Schweden u die Schweiz. Singetragen m die Bo!t-Zettungs-Pre>sli>te. Erschrtu» täglich. Telegramm- Adresse: .Sozialdemokrat Berlin'» d J i' Derlinev Volksblnkt. Der Anzeigenpreis beträgt f. die stebengespaltenc Kolonc!- eile 60 Psg„Kleine Anreigen', >as feltgedruckie Wort 20 Big.(zu- lässig 2 settgcdrurkte Worte), icdcs weitere Wort 10 Psg. Elellengcwche und Schlaiilellenanzcigcn das erste Wort lO Psg.. ledes weitere Wort ö Psg. Worte über 15 Buchitaben zählen kür zwei Worte. Tevcrungszuschlag 20"/» Aamilicn- Zlnzeigc» SN Psg., Volisische u. gewcrlschastliche Vereins- Anzeigen 40 Psg die geile. Anzeigen kür die nächste Nummer müssen vis 5 Uhr nachmitt. im Hauptgcschäst. Berlin SW.S8. Lindenstrasie 3, nb< gegeben werden. Geössiict von L Nhi srüh bis 7 Uhr abends. Zentralorgan der rozialdemokratxfcben Partei Deutfchlands. Die italienische Dolomiten-Tront wankt. Der mittlere Tagliamento kämpfend überschritten— 6000 Gefangene— Artillerietätigkeit in Flandern— Schei- ternder englischer Angriff in Mazedonien. Amtlich. Großes Hauptquartier. 5. November 1917.(22. T. 8.1 Westlicher Kriegsschauplatz. In Flandern war die Artillrrietätigkcit nach unsichtigem Wetter erst am Abend lebhaft, vornehmlich an der User- Niederung. Nachts lag dort und auf dem Kampfgcländc zwischen dem Houthoulstcr Walde und dem Kanal ComincS— A p e r n kräftiges Störungsfcucr. Mehrfach stießen englische Er-» kundungsabtcilungen vor f sie wurden überall zurückgeschlagen. Bei den anderen Armeen war infolge Nebels die GcfcchtS- tätigkeit im allgemeinen gering. westlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Mazedonische s�rout. Nach tagelanger. auch gestern andauernder Parker Feuer- Vorbereitung zwischen Barbar und Dosrau-See griffen englische Bataillone südlich von Stojakovo au. Ihr Ansturm brach verlustreich und ergebnislos vor den bulgarischen Ttellnngcn zusammen. Italienische Front. Deutsche und österreichisch- ungarische Droisione« haben sich am mittleren Tagliament« den Uebergang erkämpft und find im weiteren Vordringen. Den dort geschlagenen italienischen Brigade« wurden über 6000 Gefangene und eine Anzahl Geschütze abgenommen. Der Erste Generalquartiermeister. Lndendorsf.. Abendbericht. Berlin, 5. November 1917, abends. Amtlich. In Flandern wechselnde Artillerietätigkeit, bei den anderen West-Armeeu und im Osten nichts Wesentliches. In Oberitalien geht es gut vorwärts. Ter österreichische Bericht. Wien, S�Novrmbrr 1917.31 aus und zechten mit ihm die Nacht hin- durch. Erst in früher Morgenstunde kamen sie nach Haute und brachten Ehrmann mit. Alle drei waren betrunken. Im Laufe des Vormittags hörte die Wirtin wiederholt schweres Stöhnen in dem Zimmer. Sie nahm an, daß es mit der Trunkenheit der Leute zu- sammenhänge und achtete nicht weiter darauf, um so loeuiger, als es nach und nach ganz ruhig war. Als sie aber gegen 9 Uhr abends nachsab, fand sie ihre Abmieterinnen und den Kaufmann Ehrmann tot im Bette liegen. Vor dieiem lag eine geleerte Flasche, die noch den Atest einer"giftigen Flüssigkeit enthielt. Em Arzt konnte bei allen dreien nur noch den Tod feststellen. Es ist anzunehmen, daß gemeinsamer Selbstmord vorliegt, die Veranlassung dazu ist aber noch nicht bekannt. Bcniiißt wird seit dem 27. Oktober die zwanzigjähnge Margarete Rettig auS dem Hindenburgdamm 59a in Lickterfelde. DaS. junge Mädchen, das bei dein Lichterfetder Postamt beschäftigt war, bar sich auS der Wohnung entfernt, um angeblich mit einer Freundin zusammenzutreffen, und ist von diesem Ausgange nicht zurückgekehrt. Alle Nach'orschungen warem� bisher vergeblich. ES wird befürchtet, daß die R. verschleppt wsrden ist, doch erschtzinr auch ein Unglücksfall möglich. Einem Schleichhandel mit Gold ist die hiesige Kriminalpolizei auf die Spur gekommen. Ihr kam zu Ohren, daß ein Kellner Zwanzigmarkstückc aufzukaufen versuche und 52 M. für das Stück biete. ES gelang ihr, den Kellner zu ermitteln und in einem Lokal festzunehmen. Er hatte cOOOO M. bei sich. Wie er gc- stand, hatte ihm ein Händler Mich»l Napierowski aus Pose,: ihm dieses Geld zum Ankauf von Goldstücken gegeben. Als Napic- rowsti jetzt Herher kam, um sich mit seinem Beauftragten wieder in Verbindung zu setzen, wurde er verhaftet. Er bestritt, dem Kellner das-Geld gegeben und mtt dessen Geschäften etwas zu tun zu haben. Die 10000 M. sind also borläufig herrenlos und wurden beschlagnahmt, ebenso 5000 M.. die Napierowski für neue Ein- kaufe bei sich hatte. Der Händler aus Posen wurde dem Unter- suchungsrichter vorgeführt Eharlottcnburg. Lebensmittel. An die Inhaber der Haus- baltungsmarken wird Weißkohl zur Winterveriorgung ausgegeben und zmqr'/o.Zentner aus Abschnitt M der großen Hausbaltungs- marken, Zentner auf Abschnitt iU der kleinen HauSbaltungs- marken. Die Ware nt in den nachstehenden Verkaufsstellen zum Presse von 12 M. per Zentner zu erhallen. Um Andrang zu ver- meiden, beginnt der Verkauf zunächst nur für die Serie ia und b gelb gestreift und zwar für die Markeninhaber mit dem Anfangs- buchstaben E— X heule, 1—31 am Mittwoch, E— Q Donnerstag, E— 17 Freitag und V— Z am Sonnabend. Die neue Charlotten- burger Ausweiskarte ist vorzuzeigen. Wegen der Verausgabung an die Serien 2, 3 und 4 ergeht eine besondere Bekanntmachung. Der Verkauf findet solange statt, bis jeder Haushalt die ibm zustehende Menge erhalten hat. Der Weiß- kobl ist in nachstehenden Verkauftstellen erhältlich: Kantstr. 120, Ecke Bleiblreustraße; Leibnizstr, 81; Sprcestr. 7; Stallstr. 1; Suarez- straßo 63. Bis einschließlich Sonntag wird auf die Nährmittelzusatzkarte für Jugendliche ausgegeben: auf Abschnitt 80 125 Gramm Suppen. Vom Donnerstag, den 8. bis Sonnabend, den 17. November, findet eine allgenietne Verteilung von Suppen statt. Es werden verabfolgt! 125 Gramm Suppen, lose oder in Würfeln je nach Vorrai auf Abschnitt 150 der roten. Nahrungsmittelkarte. Die Preise find folgende für ein Viertelpfund: lose Maggi- oder Knorriuppen lO Pf., Grünkernmehl 23 Pf., Morgenlrank 18 Pf., Stempilzsuppc 30 Pf., Suppenwürfel zu 50 Gramm 10 und 15 Pf., 200 Gramm Erbswurst für 30 Pf., Hülseufruchtsuppe Würfel 43 Pf. Neukölln. Lebensmittel. Die Wochenmenge an Fleisch ist wieder für Erwachsene aus 250 Gramm und für Kcnder unter sechs Jahren auf 125 Gramm festgesetzt worden.— Ms einschließlich Sonnlag darf auf Abschnitt 34 der Eierkarte 1 Ei zum Presse von 48 Pf. entnommen werden. Da eS sich um konservierte Eier handelt, so sind dieselben sofort zu verbrauche». Wilmersdorf. Kondensierte Magermilch für Siebzigjährige. Für alle Perionen, die am 1. November 1847 oder früher geboren sind, gelangt demnächst out Grund besonderen Bezugscheins je 1 Dose tondensierter Magermilch oder Y, Pfund Milchpuiver zur Ausgabe. Die Aushändigung der Bezugscheine erfolgt buchstabenweise gegen Vorlegung zweckenl'prechendcr Urkunden bis einschließlich Freitag, den 9. November, durck die Abteilung für Krankenernährung, Wtlbelmsaue 114/115. Die Ware wird vom 10.— 17. November ausgegeben._ Lichtenberg. Lebensmittel. In dieser Woche werden außer den üblichen Mengen verteilt: Aus Abschnitt 132 8, X. G, J lose 1 Suppen zum Preise von 0,20 M., Abschnitt 133 X je'100 Gramm Sago zum Preise von 0,17 M., aus zwei Abschnitte 128E ein Brieschen Süßstoff. In den städtischen Fiichhallen und bei den hiesigen Fisch- Händlern und Räucherwarengeschästeir werden abgegeben: Sardinen in Brühe die 1l4 Liter-Dose 1,38. Gegen Abtrennung von Marken: Auf Abschnitt 134 X Räucherwaren und auf Abschnitt 135 X frische Fluß- und Seefische zu Tagespreisen. Für alle städtischen Fisch- Hallen, sowie jür sämtliche Privat-Räucherwarengeschäfle ist der Verkauf sür Räucherwaren wie folgt geregelt: Bis Mittwoch werden die mir rotem, vom Donnerstag bis Sonnabend die mit gelbem, vom Montag, den 12. November bis Mittwoch, den 14. November die mit blauem, und vom Donnerstag, den 15. November bis Sonnabend, den 17. November die mit grünem Ausdruck versehenen LebenSmittelkartStz abgefertigt. Kreis Teltow. Verschiedene Backvorschriften. In den zur Brot- kartengemeinschaft Groß-Boitin gehörenden Gemeinden ist die Streckung des Broiteiges nur durch Kartoffelflocken oder Kartoffel- mehl gestaltet, die Verwendung von Frischkartoffeln ist unterlagt. Dagegen ist für den n i cd t zur Brolkarleiigemeinichaft Gl oß-Berlin gehörenden Teil des Kreises Teltow angeoxdnet worden, daß' an Grelle von Tc ockenkarloffelerzeugnisseii auch Frischkartoffeln verwendet werden können. In diesem Falle sind zu 90 GewichlSleiten. Mehl 30 Gewichtsteile gequetschte oder geriebene Kartoffeln hinzuzusetzen. Die neuen Brotprerje sind im ganze« Kreise Teltow dieselLen wie m Berlin. Pankow. Wintcrversorgung mit Kartoffeln. Inhaber geeigneter Aufbewahrungsräume können für die Zeil vom 24. Dezember 1917 bis lö. April 191S— und zwar für jede Person nicht mehr und auch nicht weniger als 129 Pfund— Kartoffeln im voraus beziehen. Die Ausgabe der Kartoffeln erfolgt bei Selbstabholung direkt durch die Gemeinde ab Güterbahnhof Schönholz und durch Bezug von den Kleinhändlern. Die Anmeldung muff für Selbstabholer im Karioffelbureau, Schönholzer Str. 35 II, für Bezieher vom Klein- bändler bei letzterem'durch Eintragung in eine Bestelliste und in der Zeit vom 1.— 19. November unter Vorlegung der für die laufende Äartoffelperiode gültigen Kartoffelkarlen und der Lebens- mittellarten erfolgen. Der Preis der Kartoffeln beträgt für Selbst- abboler 8 M. pro Zentner und ist bei der Anmeldung zu ent- richten, für Bezieher vom Kleinhändler 9 M. pro Zentner bei Lieferung. Letztere kann.frei Haus" übernommen werden. wofür eine besondere Entschädigung von 50 Pf. für den Zentner beansprucht werden kann. Teilnehmer an der Massenspeisung müssen darauf Bedacht nehmen, daff ihnen die für die vor- geschriebene Maikenabtrennung nötige Anzahl von Kartoffelkarten verbleibt. Die Lagerung der Kartoffeln muff sorgfältig sein, da späterer Ersatz für verdorbenen Vorrat nicht gewährt werden kann. — Kochkistenbezug. Die von der Gemeindeverwaltung be- schafften Kfften für die Herstellung von Kochkisten können jetzt im Raihause, Zinimer 36. bestellt werden. Der Preis beträgt für die Eintopikiste 16 M.. für die Zweitopfkiste 25 M. Bei der Bestellung I sind 5 M. anzuzahlen. Die Lieferung erfolgt in etwa 2—3 Wochen. Den Beziehern der Kisten wird Gelegenheit gegeben, die Herrichtung der Kisten mit eigenem oder von der Gemeinde zu kaufendem Füll- matkrial unter sachkundiger Anleitung auszuführen. Groß-Serlmer Partemachrichten. Berlin IV. Morgen, abends 8 Uhr, im.Elhsium*, Landsberger Allee 49: Frauenversammlung des Sozialdemokratischen Vereins. Genofsin Martha Hoppe spricht über:.Aufgaben der Frau in Gegenwart und Zukunft Mus aller Welt. Die Mörderin ihrer Kinder. In der Vorstadt Brötzingen bei Pforzheim erschoß die Frau deS zum Heeve eingerückten Gipsers Jakob Ott ihren ILjährigen Knaben und ihr einjähriges Mädchen und machte dann einen Selbstmordversuch. „Die Kohlenbrenner".** 97 dieses Romans ist in Heft 44 der„Freien Stunden" enthalten. Fugenöveranftaltungen. Prenzlauer, Schönhauser Vorstadt. Arbeiterjugend. Morgen abend 8 Uhr Vortrag:»Die Geschichte der Jugendbewegung". Gäste will- kommen. Arbeiterjugend Weihensee. Heute Dienstag, abends, Vortrag des Schriftstellers Einst Drchn im Heini. Charlottenburger Str. 3, Ecke Tasso- straffe, über die.Faustsage". Am Donnerstag, den 8. d. M., erster Abend der gemeinsamen Vorlesung mit verleitten Rollen von Goethes.Faust". Sriefkaften üer Reöaktion. Helene 59 010. Ja, wenn besondere HllfSbedürsttgkeit durch die UnterstützungSkommilsion bescheinigt wird. Antrag ist an das Ersatzbataillon zu richten.— Friedrich Ernst. I. Jeder Orden kann abgelehnt werden. 2.— 4. Ist nicht denkbar.— H. D. 4. Hat leine Richtigkeit.— Artillerie- mesttrupv. 1. Es gibt zirka 22 Gesiiideordnungen im Deutschen Reich. Für Preuffen 1810. Aach Art. 95 der Einsührungsgesctze zun, B.G.B, steht der Dienstbetrschast ein ZüchtigunzSrecht gegenüber dem Gesinde nicht zu. 2. Dem Lehrherrn bezw. dessen Stcllverireter, welcher die Ausbildung leitet, steht ein mä.higes Züchtigungsrccht gegenüber dem Lehrling zu.— B. R. 101. 1. Bei einem Verdienst vonmehr wie 19 M. pro Tag nicht. 2. Dadurch erledigt. WetterauSstchte» kür da« mittlere Siorddcutichland dt» Mittwoch»iittaa. Vom Westen nach Osten fortschreitende Bewölkung und später im Westen geringe Niederschläge, in der Nacht zum Mittwoch nur östlich der Oder stellenweise Frost, am Tage überall ziemlich mild. Beerdlgungsvcrein der Zirnrnerkute Groß Berlins. Den Mitgliedern zur Nachricht, daff unscrKamcrad Wilhelm Fiedler Bohenstr. 43 am Donnerstag, den 1. November, nachmittags 3 Uhr, an Lungenschwindsucht im Alter von 64 Jahren ver- starben sist. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Mittwoch, den 7. No- vember, nachmittags 5 Uhr, im Krematorium Gericht- straffe statt. 8Wb Der Vorstand. Deutscher BsuarbeUer-verbznd. Zweigverein Berlin. Bezirk Norden I. Am 1. November starb unser Mtglied, der Maurer Xuxust Keraer. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet beute nachmittag 4 Uhr aus dem EliaS-Kirchhof m Nord» end statt. 147/12 Um rege Beteiligung er- sucht Der Vorstand. Deutscher Cransportarbeiterverband. BezirkSverwalt. Groff-Berlin Den Mitgliedern zur Nack- richt. daff unsere Kollegin, die Botenfrau von der Firma.Lolal- Anzeiger" am 2. November im Atter von 72' Jahren verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 6. No- vember, nachmittag« 3 Uhr, von der Leichenhalle des Nikolai-KirchhoseS, Prenz lauer Allee 7, auS statt. Um rege Bcleiligung er sucht Die Bezirktverwaltung. Am 1. November ver- schied nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Bruder. unser guter Schwager und Onkel, der Landfturmmann vom Regiment Nr. 47, im BcreinSlazarett zu Bukow. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 7. No« vember, nachmittag» 3 Uhr, von der Leichenhalle de« neuen Jakobi- Kirckhose» zu Neukölln, Hermannstraffe, auS statt. In tiefer Trauer 841b Robert Nather und Frau. Erich Nather, zurzeit im Lazarett. Bruno Nather. Am 4. Nov/mber verschied saust nach lanacrem Leiden mein lieber Mann, unser guter Bruder, Schwager, Onkel, Schwiegervater und Cousin, der Tischler im Atter von 54 Jahren. Er solgle unserm einzigen, uns durch den Weltkrieg entrifienen unvergefflichen Sohn Walter in die Ewigkeit nach. Dies zeigt schmerzersüllt an die trauernde Witwe üinnm(xaminlch. Beerdigung DonnerSiag- nachmitlag 3 Uhr von der Leichenhalle Gemeinde-FriedhofeS. riendorser Weg. des Reulöllner Ma- 845b H.Pfcui, ®c.""Dlrcksenslr.20 zwisch. Babnh. Alexanderplatz u. Pottzewräsid.— Amt Kist. 3208. Für Damen Frauen-Bedienung, Lieferant iürallcKrankenkajs. Bekanntmachung. leim im Wen. Gemäff§ 5 der Verordnung über Lebensmittelkarten vom 18. Oktober 1916 wird für den Gemeindebezirk der Stadt Berlin folgendes bestimmt: I. Auf Abschnitt Nr. 113 der Lebensmittelkarte entfallen 100(stramm Teigwaren.. II. Auf Abschnitt Nr. ILO der Lebensmittelkarte entfallen ISO Gramm lose Suppe». An deren Stelle treten gegebenenfalls Ä Snppentafeln oder 10 Knochenbröh Würfel. NI. Aus Abschnitt Nr. 121 der Lebensmittelkarte entfallen 4 Knochenbrühwürfel. IV. Die Abschnitte Nr. IIS, ISO und 121 sind w den durch ein Aushängeschild .Berkauf von Teigwaren ans Lebensmittelkarten der Stadt Berlin"' gekennzeichneten Geschäften gegen Empsangsbeschewi- gungen, und zwar in der Zeit vom Dienstag, den 0., bis einschliesslich DonnerStag, den 8. November 1017. abzugeben. Nachträgliche Annahme findet nicht statt. V. Die Kleinhaudelsgeschäfte haben die von ihnen an- genommenen Kartenabschnitte in der bisher vorge- schrieben«: Weise an ihren Großhändler abzuliefern, und zwar am Freitag, den S. November 1017. VI. Die Ware wird dann in der üblichen Frist bei den Kleinbondelsgeschästen gegen Rückgabe der Embfangs- bescheinigungen zur Bersügung stehen, sie muff spätestens bis znm 8. Dezember 1017 abgenommen werden, da sonst der Anspruch aus Lieserung versällt. VII. ES ist unzulässig, die Kartenabschnitte in Geschäften abzu- geben, w dcnrn nicht daS vom Magistrat ausgegebene Aushängeschild(siehe zu IV) angebracht ist. Geschälten, die nicht im Besitze deS Aushängeschildes sind, ist die Annahme der Karienabjchnttte untersagt. Berlin» den S. November 1917. Magißrilt der Köllig!, fianpi- und Keßdevistadt. J..Nr.565 Br.5. Abteilung für Brotversorgvug. ÄliNlllllllttttllUlUttlllitllttlttllitlllUUliUNUlllilllllllllMUIIUUUM'ttlllllllMlillttttllMMltllMllUlilllli!� Pelze Silber-Luchse Blau-Füchse Kreuz-Füchse R. M. Alaska-Fuchse Kragen 4000 6000 8500 Muffen 7500 9000 10000 Maaßen Oranienstr. 165 Q. m. d. H. Leipziger Str. 42 _____| ?»!nK>wn""""'l">"|s"wmi»-"?fiNUM«uHwi»miiiiniiHnml»snnnnimnmln»nminnmMHfHmiiUlil SCeene'iläscSienot mehr! Jeder verwandelt mit DauerwiUchepräparat „OEXONOil" seine Kragen, Manschetten cto. binnen einigen Minuten in Abwaschbare IlaaerwiiHOhe. Einzelpackungen, ausreichend für£0 Kragen, zu haben bei; A. Wertheim, Hermann Tlotz, KaufhauH des Westens, A. Jandorf etc., sowie anderen besseren Drogen- n. Wäsche�Gesohäften. Grossisten und Vertreter wollen sich melden bei A. Goldlust. Holzmarktstr. 64. SentM WMSM'MM. Verwaltungsstelle Berlin. Zk 84, Linieuftroffe 83—82 GeschästSzeit von 9— l Uhr und von 4—7 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Donnerstag, den 8. November, abends 7'/- Uhr, in Granmanns Festsäle«, Naunynstraße 27: Versammlung aller in der Schranbeubranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tagesordnung: 1. Bericht der LebenSmittelkommisston. Referent: Kollege Gohen. 9. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Branchenangelcgenheiten. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird erwartet. 219/4 Dl« OrtsverwaUnnj:. IviarRevi£ limferi»«ir IBTS Jean Holze frf Ak fVl B* nj RO, K s ElekiwlytGeorgHirih bttt die werdauung und flrdett den««offwechset Mttl ieledend auf den ganzen OrflanWmut Sin Versuch fldtr» zeugt 3n Pulver- u. Tablettenpackungen für«Pia btt SM«. je nach Quanlum In den tldochelea oder dlre» van der QldwIgS-Sipotheke, München S, Reuhauserstr. S. mit vvkism Friedsnskautscliuk, KüiisOäiine Goldkronen, Brücken, Plomben. Zähne ohne Platte, Zahnzieh. mit Betäub)]., Umarboitg., Reparat, sofort Bill. Preise, auchTeilz. ZäMaiis M. Löser ssz ßrunnenstraße 185, nahe Invalidenstr PersOnl.zu sprach. 10-7. Sonnt 10-t2.Tel.Nd.1 1503 TöpiESte Erwerbs- NSgllcbbellea bietet dl« nächite Zukunft Ein* fiel ereilende Ardorung unser« Besamter Wirtschaflslevent, ein gewaltiger Xu! Schwung unserer Induetri» u. de« H-is- oviswuu� MMOWSM----- dels siebt bevor, und es Verden übeni) gsscftutts Kräfte gesucht sein. AqgchSrige technischer Beruft i>. Handwerker sollen nicht versiiunen, Ihre Kenntnisse und Fertigkeiten des kommenden Zelt«ajupsssen, um teil- zunehmen an den inrtschaftllehen Er. folgen, dl« naturgefflSS das Ergebnis des gewaltigen Kingens sein mflsaen Ost beste Mittel, rasch nnd gründlich, ohne Lehrer, durch einfachen Salbst. uuterrlcht eine gründliche Ausbildung In technischen Wissenschatten zn erwerben. sind die technischen Seihet- unterrlchttwerke„Syat.ltarnacls. Hacbfeld". 80 S.(tarko Bro achflre kostenlos. Bonncss A Hachfeld, Potsdam. Paatlaen 167 Zelluloid-,sFilm- Hartgummi- Wachswalzen- Schallplatten-Abfälle taust Ordower— 8, Sonnt. 10--1 Infolge günstigen Einkaufs geben Wieder ab, so- weil Vorrat reicht nur waggonweise Kiefern Kloben I, Kl. zum Preise von M. 45,00 pro Rmtr. 8S4L' Kiefein Rollen von 8 cm ailjw. stark zuin Preise von M. 40.00 pro Rmtr. Kiefern Rollen von 3—7 cm stark zum Preise von M. 35,00 pro Rmtr. srei Waggon Berlin Le- stimmungsbahnhof. Moritz Oobrin, Bcrlin-SchUneberf, Gruneivalditr. 24. Tlgr.-Adr. Hoizdobrm Berlin, Fernipr. Kurfürst 6886. Universal-Vrlefsteller 3&3 Mark, Buchhandlung Vorwärts, 1 Lindensttoffe 3(Laden).__ Nr.ZSS— 1H17 Julifthe Zront. AuS staSIigen Hecken, an denen zahllose blutige Rosen blühten, ist das Dorniöschen der julischen Front zu neuem Leben erwacht. Neues Leben, das bedeutet im Krieg vieltausendfachen Tod. ZMe dort sterben, fallen auf dein herrlichsten, fchrecklichsien Kriegsschauplatz der Welt. Die julischen Alpen sind ein Paradies, aber ein Paradies ohne Früchte. Hat man den Moistrokavoh überschrillen, so tritt man aus einem Alpcnlande voll deutscher Romantik in eine klaisisch heroische Welt ein. Ich habe an einem Weihnachtstag auf der Bahre die Fahrt patzabwärts ins deutsche Land gemacht, an erstarrten Wasser« fällen vorbei und an Tannen, deren Acste fich unter der Schneelast beugten, hinter mir aber lag das Land der starren Linien und Schroffen, dessen Majestät die Majestät des Todes zu verkörpern schien, das immer noch waldreiche aber schon allmählich verkarstende Land der julisch-karnisÄen Alpen. Bier Häuschen im Tal, eine kleine, längst verlassene Ansiedlung. In der Mitte zwischen ihnen ein riesiges Granatloch, ein italienischer Beinohe-Volltrefser. Aber mitten dazwischen, als ob ein Gärtner den Platz ausgewählt hätte tür den Teich, der sich jetzt an Stelle der Rasenfläche ausbreitet. In den Häuschen hausen wir heimlich. der italienische Arlilleriebeobachter, der droben auf einer Bergnodel seinen Unterstand im Felsen hat, ahnt nicht die Frechheit, mit der wir uns hier breitmachen: im Bereich der Geschütze, die er tele- phonisch dirigiert. Im Dunkel des frühen Morgen» klettern wir hinauf zu den vordersten GlSben, im Dunkel des Abends schleichen wir uns heim, und nur wenn an einem Rasttag Nebel die Bergspitze verhüllt, tanzen wir unten auf der sonnigen Wiese und drehen dem blinden Italiener eine Nase. Sind die Berge aber klar, dann darf bei Tage kein Kopf aus Tür und Fenster hervorlugen. Nur durch Bretlerritzen blinzeln wir über den Json,o hinüber, wo dreihundert Schritt von uns, ruhende -Offiziere und Mannschaften unter den Klängen einer Militärkapelle spozreren gehen, fast wie auf einer Kurpromenade. Der Monsieur auf der Nadel merkt von ihnen nichlL, denn auch mit dem besten Fernglas kann er nicht um die Ecke sehen. Das sind die Wunder- lichkeiten des GcbirgSkriegS. Drüben ist ein 32,5er. Die Kanoniere stehen mit dem Pfeifchen im Munde, und den Händen in den Hosentaschen und von Zeit zu Zeit schießen sie. Selber der feind- lichen Einwirkung unerreichbar, wirken sie an einer fernen Schlacht mit, die sich droben auf den Hängen entfaltet. Sie sind nie oben gewesen, hoben gar keine Vorstellung von den Dingen, die sich dort abspielen und denken wahrscheinlich gar nicht daran, daß die stählernen Geschosie. die ihrem Rohr enteilen, dazu bestimmt find, andern Menschen wehe zu tun. Sie haben noch nie einen Italiener gesehen, abgesehen von ein paar Gefangenen, die kürzlich durchpassierten. Wenn man doch auch so, wie die Granaten durch die Lust in die Berge hinauffliegen könnte! Wir klettern tagtäglich hinauf, drücken uns an die Felswände, um Maulticrkolonnen vorbeiziehen zu lassen und schnallen uns vor dem letzten Wcgdritlel, das verschneit und vereist ist, die Steigeisen an. Dies ist das fatalste Stück, nicht nur aus diesen Gründen. Denn irgendwo in einem lieblichen Tal stehen italienische Artilleristen, die unfern Eisweg mit Schrapnells um- säumen. Sie sind lückische Luders, diese Schrapnells, aber die sie abschießen, sind vermutlich ebenso biedere und uhnungSlose Leute wie unsere Kameraden von der Schweren unten am grünen Klammfluß. Auf dem Erat dehnen sich die Drahtverhaue, die Pfähle find in Stein und Eisblöcke eingerammt. Die Unterstände find an der Lehne in den Fels gehauen oder aus Blöcken ausgebaut und so wunder- voll eingeschneit, daß auch der Flieger oben, tausend Meter über zloeitousend, nicht das geringste von ihnen bemerken kann. Am Drohtverbau steht der Horchvosten, eine kaum noch menschenähnliche Gestalt. Ueber dem Mantel bat er einen Pelz und darüber einen Schneemantel und über die Soldatcnstiefel, in denen seine derben Baucrnsüße stecken, hat er ungeheure Strohpantoffel gezogen. Ab und zu hört man Schüsse. Und der Posten weiß genau, daß die unseren wie Peitschen knallen, während die italienischen klingen, wie wenn man'mit Holz auf Bretter schlägt. Beginnt das Holz- gellopfe, dann duckt er sich hinter Stiinklötze, er weiß, daß nun das feine„piü— xül�. das an den Ohren vcrüberpfeifl, nicht mehr lange auf sich warten läßt. v Aber, wo sind die Italiener? Uebcrall und nirgends! Auf dem Berg drüben, von dem uns, 800 Schritt Lustlinie, ein be- waldetes Tal trennt. Aber auch im zerhackten Wald unten, drei- hundert Schrill von uns und auf den Bergen rechts und links. Unter un» und über uns. Ich bewundere die Strategie des Ge- birgSkriegs, aber ich müßte lügen, wenn ich behauptete, daß ich von ihr auch nur die geringste Ahnung hätte. Ich weiß nur, daß der Gebirgskrieg teils von oben hinunter, teils von unten heraus ge- Die welsthe Nachtigall. Der Roman eines sterbenden Jahrhunderts. 30j Bon R. F r a n c 6. Morawitzky wiegte unmutig den Kopf. Das alles war unwesentlich, malte eher einen empfehlenden Hintergrund um den Häftling. „Sonst hat Er nichts eruiert?" fragte er verdroffen. „Da war' noch ein Peißer, wird kaum derselbe sein," brummte ebenso verdrießlich Bcsl und entfaltete eine Be- lobigung der Polizei, wonach sich bei dem„erschröcklichen Hochwasser der Donau im März 1790" bei den Rettungsarbeiten hervorgetan unter anderem ein Jakobus Peißer. der am Donautor nebst vielen Fahrnissen unter Gefahr des eigenen Leibes auch ein dreijähriges Kind imbekannter Eltern aus dem Wasser geholt, das auf einein Hausdach in der Flut gottsjämmerlich geschrien....„Es muß doch derselbe sein," verglich Bcsl die Akte»,„denn der andere Peißer wohnt auch am Donautor. Und hier ist ein Schreiben des Sekretärs de Solms." Der Graf griff danach. Ein helles Licht lief über sein verdüstertes Gesicht. „Sag Er ihm, die Erledigung sei bewilligt. Die Aus- fertigung folgt morgen", und damit griff er nach Stock und Dreispitz und eilte spornsteichs davon. Sogar auf feine Sänfte vergaß er vor Eile Und innerer Ungeduld. kl. Lifo de Dury saß am Spinett und übte die große Arie ZelmirenS auS Gertrys„Caravanc de Cairc". daß die Leute unten am Paradeplatz vor den Fenstern stehen blieben und erstaunt auf diese, in der Stadt ungewohnten Töne horchten. Die Künstlerin da oben wußte Innigkeit in ihren Gesang zu legen, den düster absteigende Triolen umrankten an der Stelle, da Zelmira um den ferne, in Gefahren weilenden Ge- liebten klagt. Dann stiegen diese süßen Töne glockenrein und mühelos empor zum B, sieghaft wirbelte der Jubel ihres Trillers die innere Freude hinaus, die in der Kadenz strahlend im Glänze ihrer außerordentlich weichen Stimme in un- gemessencm Glücksempfinden emporflog zum Himmelsblau im Gedenken an die endliche Bereinigung mit ihm. der in Gertrys Oper Almansor, in Lisons Herzen aber Reinhard führt wird, und daß die letztere Form die peinlichere ist. DaS ge- nügt für einen Gefreiten, nlleS übrige ist Sache de« Generals. Der Geireite muß dafür anders können als der General. Er muß olle balbe Stunde irntar Nacht den Horchposten ablösen, ohne auf die Uhr sehen zu können, weil im Unierstand kein Licht und im Freien das Anknipsen der geliebten Taschenlampe streng verboten ist. Er muß ohne jeden Gebrauch des Sehorgan» den Posten an den dreimal zerschossenen Baum führen, wo er dann mit müden Augen in die unergründlich schwarze Tiefe hinunter späht. Und wenn Leuchiraketen aufzischen, muß er bei ihrem ersten Schimmer zur Säule erstarren. Liegt Schnee und scheint der Mond, dann finden die weiß- vermummten Gestalten, die gespenstisch durch die Landschaft huschen, leicht ihren Weg. Starker Frost, das ist überhaupt die beste Feit für den Hochgebirgksoldaten. Aber wehe, wenn der laue Wind vom Meere weht, wenn die weiße Decke schmilzt, Lawinen stürzen, wen» sich der dünne Ouell, der Koch- und Wasrtwasser liefert, zur wilden Schlammflut wandelt, wenn tagelange Wollenbrüche jede Ausficht aus Trockenwerden phautafiisch erscheinen lasten und der wiederein- setzende Frost die durchnäßte Kleidung in einen Eisponzer ver- wandelt. Dann ist's schlimm bei Tage, schlimmer bei Nacht, und cS entstehen Epigramme wie diese:.Trommelwaper ist noch schlimmer als Trommelfeuer".«Nicht daS Sterben ist das Schwere am Kriege, sondern das Leben". Damals war Stellungskrieg. Jetzt haben deutiche und öfter- reichische Truppen in jähem Ansturm das kanonengespickte FelS- verließ gesprengt und bergauf, bergab, wieder bergauf und wieder bergab die Ebene gewonnen. Wie das die Generäle zustande gebracht haben, wird mir ewig ein Rätsel bleiben. Aber was die Gefreiten und Mannschaften dabei leisten und leiden mußten, kann ick mir vorstellen. Sie baben'S geschafft, eS scheint fast ein Wunder, aber sie haben's dennoch geschafft!(z) St. Die Weltherrschast öer profestvcen. In der«Franksurter Zeitung" lesen wir: Die pessimistische An- schauung jenes alten Schweden, daß die Welt nicht ahne, mit wie wenig Weisheit sie regiert werde, soll nach unverbindlichen Umfragen im Laufe der letzten drei Jahre einige hundert Millionen Anhänger mehr erhalten haben. Endlich aber schein das anders zu werden. Kaum haben die Italiener den iriihereu Universilätsprosestor für Recht Orlando zum Ministcrpräsidenlen und den Neapeler Pro- festor für Nationalökonomie Nitti zum einflußreichen Kabinetts- Mitglied erhalten, da wird zum ersten Male in Deutichland ein Professor, und zwar der Philosophie, der frühere Münchener Ordi nariuS Heriling Reichskanzler. Allerdings ist daS darum nicht gan genau, weil auch Dr. Michaelis einige Zeit Dozent für deutsche� Recht in Tokio war und der Vizekanzler Dr. Helfferich seine reiche bewegte Laufbahn als Privatdozent für Volkswirtschaftslehre in Berli begann. Bei beiden aber handelte eS sich nur um vorübergehende Beschäftigungen im Nebenamt. Frankreich ist uns mit gutem Beispiel schon vor einiger Zeit vorausgegangen, indem es sich den Matbe- matikprosestor Painlebh als Premier erkor. Nicht zu vergessen aber sind die Vereinigten Staaten, die schon 1912 den Geschichls- professor Wilson von Princelon zum Präsidenten wählten. Das revolutionäre Rußland war zunächst ou» nach diesem Rezept vek- fahren, indem es seine AuSlandkpolitik Prof. Miljukow anvertraute. bis dieser den Sozialisten zu imperiolistiich wurde. Es ist wohl kein Zufall, daß in England bisher kein Professor in den Vorder- grund tral. Dort haben die Advokaten das Wort Asquith gehörte ebenso diesem Stande an wie sein Nachfolger Lloyd George. Neue Sai»ne sich auf ungefähr 250 Frank stellt. wobei auch die Abitüpung de« Geschütze« mitberecknet ist. Um einen einzigen Meter modern befestigten Schützengraben« durch Trommelfeuer regel- recht zu zerstören, sind nach den französischen Ersahrungen im Westen im Durchschnitt mindestens 100 Artillerieschnsse erforderlich. Wenn eS aber wirklich die Zerstörung einer Schütze, igrabeit- front von 50 Kilometer Länge gälte, wäre mit der attillenstisckcit Vernichtung einer entsprechenden Schutzengrabenstrecke allein die Aufgabe durchaus noch nicht völlig gelöst. Es müssen auch die Laufgräben eingeebnet werden, außerdem muß man„och eine Unmenge Munition für da» Sperrfeuer, die Beschießung der Truppen und die Flieger, für das Abwehrfeuer und da« zum Schweigen- Bringen der feindlichen Batterien zur Versüguitg haben. Insgesamt wären also in einem solchen Falle nicht 40, sondern 80 Millionen Artilleriegcschosse im Werte von 20 Milliarden Frank notwendig. Daher erklärt der französische General zum Schluß, daß die jetzigen Mittel den Versuch einer rein artilleristischen Zetstörunz der deutschen Westfront als anssichislos erscheinen laffen. Notizen. — Ueber die..Neuesten F u r s ch u n g S e r g« b u i s s c in der Astronomie" wird Dr. A r ch e n b o l d am Mittwoch in der Treptow-Sternwarte einen Bortraz halten. — Kr i t i k am Luther. tage. In der«Tägl. Rundschau" schlägt einer Nachklänge zur Wittenbergseier an. Er beginin mit deutlichem Tadel über das Schweigen des evangelischeu Deulsciilunds lmit Ausnahme des Evangelischen Bundes, der gegen Papst und BerständigungSsrieden aufgelreteu ist), der obersten Kirchenbehörden und sogar des preußischen«iuminuü episcopus, der bekanntlich der König selber ist. Aber am Schluß ist er sehr zusrieden, denn zum Wittenberger Festessen wurden Karpfen.und Haie von den Aach- kommen derer geliefert, die schon Marlin Luther damit versorgt hatten. Und da kann ein deutsches Herz heutzutage schon ftoh werden. — Ein menschliches Schwänzchen, eine äußerst seltene, aber entwicklungSgeschichtlich bedeutsame Erscheinung, ist von Dr. Paul Sarasin der Naturiorschenden Gesellschaft in Basel vorgeführt worden. Wie die.Umschau" berichtet, stammt es von einem indischen Kinde, das im Jahre 1S05 in Tranquebar operierr wurde. Da« Schwänzchen, da« einem blntegetarligen Gebilde gleicht, besteht nur au« Weichteilen obne Knochen. E» entspricht dem Schwanzteil der schwanztragenden Tiere und ist nach Sarasin ein Rückschlag auf eine Vorfahrenform, die solche Schwanzstummel sich bewahrt hatte. Bei den menscheitähnlichen Affen lommen sie häufiger vor. — Spiritus aus Kartoffeln oder au s Sulfit- ablauge? Im Wochenblatt für Papierfabrikation wird daraus hingewiesen, daß in Schweden und Norwegen schon seit 1007 Spiritus aus Sulfitablauge mit wirtschaftlichem Vorteil hergestellt wird. In den letzten Friedensjahrcn 1912 und 1913 sind durch- Ichnitilich in Dcunchland im Jahre 23 Millionen Doppelzentner Kartoffeln in 2,3 Millionen Hektoliter Gtnritu« umgewandelt worden. Andererseits hat die deutsche Holzzellstoffindustrie jährlich m den letzten Friedensjahren hei einer Erzeugung von etwa 750 000 To. Zellstoff v 000 000 Kubikmeter Ablauge geliefert, die auf 1 Kubik- meter etwa 12 Liter 100 prozentigen Spiritus herstellen lassen. EL wären olio, wenn alle Sulfilablauaen auf Spiritus verarbeitet würden, über 720 000 Hektoliter Sulstlspril gewonnen, d. h, über Vz deS KartoffelspiriiuS er>etzr. s« daß etwa i Millionen Doppelzentner Kartiffeln zur Nahrung dadurch erhalten wären. „Und mit Geld wird wenizstens bei dem Peißer nichts zu machen sein. Ein übler Schreier ist er schon, also etwas Ab- kühlung durch den Arrest wird ihm nicht schaden. Aber ich kann s» ohne Untersuchung und ohne Bericht an den Dux politisäx Arrestanten nicht ohne weiteres entlassen. Es wissen auch schon zu viel Menschen darum. Das soll gestern ein Spektakel nach Pandurenart gewesen sein." Er ging, gedankenvoll im Zimmer auf und ab. Lison legte sich auf ihr Ruhebett und dachte in un- gezwungenster Lage nach. Doch auch sie wußte keinen Rat. Da klopfte es leise und bcschctdeti an die Tür und Lai- nettcns verschmitztes Köpfchen erschien im Türspalt.„Für wann soll ich Sr. Hochwürden wieder bitten," stüsterte sie, fragend auf Morawitzky blickend. „Wer ist das?" frug dieser unwillig. „Mein Beichtiger, der Pater Crollalanza. Er soll apres 1« äejeaner wiederkommen. Doch nein," unterbrach sie sich, „Graf gehen Sie durch den Garten, er braucht ineine größte Sünde nicht zu sehen. Ich will mich mit ihm besprechen. Diese Jesuiten sind seine Köpfe..." „Wieso Jesuit?" fragte der Graf erstaunt.„Jesuiten sind doch ausgewiesen?" Lison lachte silberhell. „Er ist eigentlich kein Jesuit, jetzt heißen sie Redempto- risten." „Aber Lison, sie sagt doch kein Wort über heute! Cesont affairea de diacretions", beunruhigte sich Morawitzky von neuem." „Nala eher ami, bedenken Sie das Beichtsiegel I" Und sie legte den Finger auf den Mund und säzob ihn kichernd zur anderen Tür hinaus. „Seine Hochwürdcn kann eintreten I" befahl sie laut, schlich dann leise wie ein Kätzchen zu Lainette und flüsterte ihr zu: „Sorg', sie, daß der Graf da? HauS-verläßt." Lainettc nickte verständnisvoll und ging Morawitzky nach. Der aber war schon im Garten. Dann erst kehrte sie ins Antichambrc zurück und ließ den dort demütig ivartendeit Professor Crollalanza bei der Sängerin eintreten. Diese empfing ihn überaus freundlich, ja vektraut. als Zeichen, daß. er ihr schon des öfteren seinen ihr so geschätzten Rat ge- liehen., (Forts, folgt.) Die NachIrag-?-?ekaniltmachllng des OkcrkommandoZ in den Marken liclrcffend Beschlagnadnie und Bestandscrhebwig Vvn Gumpen und neuen lsloffabfällcn aller Art tritt mit dem K. November l917 in Kraft Die vvlljtäudijzc amttiche Bekanntmachung erfolgt an den Anschlagsäulen und in der.Norddeutschen Allgemeinen Zeitung". (Sb7. I. Mtl. 17. II. Uns.) Berlin, den 0. November 1917. Ter Polizeipräsident. Die Nachirags-Bckanntmachung des Oberkommwidos in den Marlen zu der Bekanntmachung vom l. Hu!i 1917 betreffend Beschlagnahme von reiner Schafwolle. Kanielhaaren, Mohair, Alpaka. Kaschmir fowic deren Halberzeugnissen und Abgängen tritt mit dem 6. November 1917 in Kraft. Die vollständige amtliche Bekanntmachung erfolgt an den Anschlagsäulen und in der.Norddeutschen Allgemeinen Zeitung". Berlin, den b. November 1917. 958. 1. Mil. 17. Ter Polizeipräsident. Die Nachtrags-Betanntmachung des Oberkommandos in den Marken zu der Bekanntmachung vom 1. April 1917 betreffend Beschlagnahme und Bestandserhebung von Zlunstwollc und Kuiistbaumwolle aller Art tritt am 6. November 1917 in Kraft. Die vollständige amtliche Belannlmachung ersolgr an den Anschlagsäulen und in der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung". (659. t. Mtl. 17. II. Ang.) Berlin, den 6. November 1917. Der Polizeipräsident. iücikdecHe in Droschke Freitagnachmittag vom Anhalter Bahnhof nach iLannscebahnbos liegen geblieben. Gegen guto Belohnung abzugeben bei[99/5 Koffmann, Oppelner etr. 26. Verkäufe Pelzgarnituren 65 Mark, Pelzkragen 33 Mark, Pclz- iirjsfcn 23 Mark. Psandleih- hau-, Pctcrsburgcrstratze 37. ______ l'SK* PÄzgarnitureu kaust man am allerbesten im wcttberühmten Pelzlcihhaus nur Grunewald- sirave 72, Eisenacherecke. s6lv* Teppich-Thomas, Oranien- straffe ii, spottbillig, sarbschlcr- baslc Teppiche, Gardinen. [259«* Pelzwaren. Wollen Sie Pelzwarcn noch billig kaus-.en, rruffen Sie in den Blauen Bazar laufen. Kaiscr-Wilhclm- Straffe 16, beim Alexander- platz. llöK* Leihhaus kstoscnthaler Tor, i'mtcusttaffc 203/4, lidc lHosen- ibalerstraffc, nur 1 Treppe, kaufen Sie Pelzkragen, Müssen, Sfunft-, Nerz, Alaska, Blau-, Kreuzfüchsc, Iltisse und alle anderen Pelzarten, Wanduhren, Taschenuhren, Schmucksachen, Brillanten, Silbcrtaschen, neue .Äerrengardcrobc, Sonntags gc- öffnet__ 181.K* Astrachanmaniel 93,—, neu, Prachtbandonion. Unterricht. Notenlagcr. Tauschgeschäfte. Grüner Weg 195, Torser.+147* Psendleihhaus Hcrmann- play 6. Ricsenauswahl! Pelz- kragen, Pelzmusfen! Neue Her- rcnanzüge, Hcrrenpaletots, Her- renhosen, Bettenverkauf! Tep- pichverkaus, Gardinenverkauf, Uhrcnverkaus! Schmucksachen. '101K* Teppiche, Portieren, Steppdecken, Gardinen, Tischdecken, Tiwandcckcn.„Vorwärts"- leser Exlrarabatt. Potsdamer- straffe 199, Fischer. 285K* Lieferwagen, aiappsport- wagen, Holzräder, alle Nepara- tnren an Kinderwagen, aorb- wacher Weidlich, Brunnen- straffe 96.__ 280a* Kavalier-Garderobe, neu, Anzüge. Paletots in guten Stoffen pe-, Halpern, Rosenthalcrstr. 4, 1 Treppe.____ 9? 19 Leihhaus Moritzplatz 58» bietet p.iescnauswahl in Pelz- fachen, Skunks, Marder, Nerz, Alaskasiichsen, Pelerinen modernster Ausführung, 49—290 Mark. Angebot in Herrcn-Gch- pelzen. Wegen-, Reisepelzen.— Große Auswahl in Rockanzügen, Iakettanzügen, Paletots, Ulstern, teils auf Seide, prima Verarbeitung. Ferner Damen- kostüme, Ulster, Mäntel in ein- iachstcr bis elegantester Ans- sübrung.— Extraangebot in Lombard gewesener Uhren, Niuge, Brillanten, silberner Taschen, Schmucksachen sehr billig.___ 183K* Schönhauseralle« 113 kRing-, Hochbahnhos) Viandleihhaus! Spottbilligste Einkaufsauclle! Pclzgatntüren, Alaskafüchse, solange Borrat, 55,—! Taschen- ubren, Wanduhren, Karderoben- Inger, Stlbertaschen! Staunen- erregende Goldwarenpreisc! s8O* P:!zgarnitur"t, Skunisswias, Skunksmusfen, Fuchsgarilituren, Blaufüchse, Rotfüchse, Massen- auswabl. Silbertajchcn. Leih- Haus, Kottbuserdamm 2, neben Jandorf. �____ 117a* Wezners Pelzlcihhaus, Pots- Aimerstraße 47. Engros-Dctaii- verkauf, bietet größte Vorteile. Ueber 1900 Stück neue echte Pclzwarcn oller erdenklichen Pelzarten. Echte Felle zum Aussuchen, 3 Mark an. Be- sondere Gelegenheiten, vorteil- bastcste Bezugsquelle für üben Geschmack,«onittag geöffnet. NSK* Chaiselongues 80,— bis 149,09. Tapezierer Walter, Stargardcrsrr. � 18.� 258K* 199! Speisezimmer, Herrenzimmer, Schlaszimmer, cle- gante, aparte Ausführungen außergewöhnlich billig. Möbel haus Osten, nur Andreas straßc 39. 109K* Musikinstrumente Piamnos, seltene Gelegen heilen, 599,99 auswärts, Schwechtcupianos, Duyseii piauvs, Biescpianos, Fcurich Pianos, Ouandtpianos, Ibach Pianos. Flügel. von 599,99 aufwärts. Krüger, Neue König straßc 31(Alcxaudcrplatzs. 233/14* Kaufgesuche Leihhaus, Blücheistiaßc 49. Preiswerter Berkauf von Her- reu- und Damenuhren, Silber- tuschen in geschmackvoller Aus- führung. Bcleihmig jeder Wertsache. 49Ä*! Alaska- Füchse 69 Mark, Blaufüchse, Skunks, Murmel, Kanin-Garniturcn, Muffe und Kragen zusammen 52 Mark. 'Alle anderen Pelzwarcn sehr billig, da kein Laden. Krieger- fraucn 5 Proz. Rabatt. Pelz- vertrieb, Charlottenburg, Wil- mersdorferstraffe 113/114, hoch- parterre. 118K* Brillanten, Perlen, Färb- steine, Ketten, Ringe, Zahn- gebissc, Silber, Piatina 7,60, Uhren kaust Juwelier Fuß, Sehdelstroße 32. Ecke Sputel markt.______ 32K* Elektrische Jnstallanons-Ma- terialien aller Art kaust Reu- mann, Berlin, Prinzcnstr. 64. Fernsprecher: Moritzplatz 3363. 17K* Tischlerleim kaust Möbel- bans, blndreasstr. 39.__ IQSK* Sektkorken, Weinkorken, Be- schlagnahmcfrci, sowie alle andere und neue, icdcn Posten, Schall- platten, Walzen, auch zer- brochcnc, kaust Matthäus, Alte Leipzigcrscraße 21.__ JL23a* Pfandscheine, Policen kaust oder beleiht Winter, Kur- fürstenstraßc 169._ 4!K* Elegante Kostüme, Damen- mäntei, Damenulster, Damen- röche, Blusen, Herrenanzüge, Bu rschcnanzüge, Wintervalctots, Ulster, Pelzsacken. Löwcnthal, R cukölln, Bcrlinerstr. 41. 12K* Monopolsrage und Arbeiter- klaffe von Heinrich Cunow u. a. Durste bald im Bordcrgrund der politischen Erörterungen st-ben. Preis gebunden 5.—, drosch. 4,— M. Borwäris- Sortiments-Buchhandlung, Lin- denstraße 3, Laden.* Kinderwagen, Klappwogen, Gummiräder, preiswert. Her- zog, Kopernikusstraffe �2. ffll3* Reue Pelzgarnitureni Riesen- ouswahl! Allerbilligste Preise! Skunkskragen, Skunlsmmsen, Alaskasüchie, Rotfüchse, Blau- füchse, Jltisgarnituren, Kanin- garuiMren, iceuc Hcrrengarde- robe! llhrenvcrkauf, Schmuck- lacken, Silbertaschcn! Leih- Haus! Warschauerstr. 7. 169K* Leinölsirnis, Standöl bis 22.90, alle Ocllacke, für ganz helle Ware bis 15,90 kaiisen Gebrüder Borowski, Gneiscnau- straße 5. Rollcndors 2379. ___'___ 83/10* Alte Rumniern des„Bor- wärts", August 1914, Februar- August 1915, gesucht. Osferten unter Chiffre Z. X. 4688 befördert Rudolf Mosic, Zürich. 97dl* Platinabfäll: per Gramm bis 7,80 Mark, Kelten, Ringe, Bestecke, Uhren, Tasclmifsätze, Tressen, Film- und Zelluloid- abfätle, phowgrapbiscke Rück- stände, Papiere, Glühstrumpi- asche, alte Zahngcbisse, sal- petersaurcs Silber sowie samt- lichc Abfälle, deren Rück- stände und Gekrätze usw. kaust Platin- und Silberschmelzeret Broh, Berlin, Cöpenickerstr. 29. Telephon Morttzplatz 3476. Eigene Schmelze, direkte Ber- Wertung. Bertrcierbcsuch. 171* Platinabsälle! Gramm bis 7,70! Zahngebisic! Kelwu! Ziiuge! Militärtresscn! Glich- strumpsasche! Filmabfälle! höchst- zahlend, Schmelzerci, Metall- Einkaussbureau, Webcrstr. 31. Telephon Silexander 4243. 26l* Attimsrnarki E lektro- Jnstallations-Mate- rialicn aller Art kauft preis- wert Puschcr, Prinzessinnen- straßc 4._ 44 K* Spiralbohrer! Feilen! Werkzeuge! kaust jeden Posten Mc- tallcinkauf. Beusselstraße 3. (Moabit 8649.)___ 117Ä* Wertpapiere, Zinsscheine, Hypotheken, Sparbücher, Erb- schatten, Lebeuspolicen, kaust, beleiht jede Höhe vorspcsenfrci. (Sofortige Geldauszahlung). Deutsche Kreditkasic, Prinzen- straße 54(Moritzplatz). 29K* Schallplatten, abgespielte, bis 9,55, guterhaltene bis 2,99, kauft oder wuscht Rogcnz, rani enstraße 181.__ i ö,ft* Leinölsirnis, Standöl, Ocllacke, Terpentin(Ersatz). Blei- weiß, Leim, Schellack, Firnis- Ersatz kauf» Malerei Zöls, Nenenbiirgerstr. 16, Moritz- platze 5861.___ rSOjlj* Leinölsirnis. Emaillelack, sämtliche Ocllacke, Bienenwachs, Paraffin, Zcrcsin, Kopal, Kola- phontuni, Borax, Leim, Schcl- lack und ähnliches kaust, an- erkannt gute Preise zahlend, Wolter, Thaerstraße 6. l9lK Höchstbcleihung von Pfand- scheinen, Wertpapieren, Spar- bückeru. Lebenspolicen. Berg- knecht, bllexanderstr. 33. 238/15 reursawcrn. vormittag-, jiauj' Westens G. m. b. H., Berltn itMtag. und Abendunterricht, z zu. sp, Tau-ntzicustraßc 21/24. Eilifache, doppelte, amerita- � 103K- Nische und Bankbuchsührung.!-fiOiH.,. veinchP Spiralbohrer, Film- und Zelluloidabfällc, Bindfaden, Korten usw. kauft Metall- einkaus Hertmann, Kottbuscr-_____ feflaim 66.___ lüti*, MalerarbÄte«! Küchcnuiöbel- Juwclen, Pfandscheine Wäsche, lackicrung usw. Ausführung Sckrewmaschiucu, � Pclzwarcn Jaccks, Raupachstraßc 2.[44K* Meiers� Leihhaus, �Fmcdrich- i Portier, vertrauenswürdig. straße 55, 1. Etage. 46K* welcher bereits längere Zeit in größeren Betrieben tätig war, sofort gesucht. Bcistell-eit vou 9— 12V: Uhr vormittags und Srrahiendorsss Handcls-Aka- von 4— 6 Uhr nachmittags in demie, Bcuthftr. 11, am Spit- unserer Personal-Bcrwaltung teUnarkt. Kurse in cruzeine» im;j. Stack. Kaufhaus des Lehrfächern. Bormiitag-, Räch- Westens G. in. b. H., Berlin Ü' I«cabtc Preltctttög« gesucht. lÄÄnbe und deren' B?liner H°l5"K°nwr Küstri- �chRi!weckic!�°�W'echwlkun�'"rankfurtcr Allee" 132/33.' Pchffcheck-� Geld-, Bank- und �tbholzabckeU.m�)__ 20� Börsenwesen, Deutsch, Englisch, j Gesellen � aus Kohlenliepcn Französisch, Schönschreiben, stellt etn Paul Kortb Berlw- Stenvgraphie lSlnsänger- und � Wettzcnscc, Langhansstratze 4. Diktatkurje), Maschinenschreiben �_________ Tl8* (Blindschreiben). Lchrplänc j Hausrcinigung, 2 Aufgänge, kostenlos._ 12251*> Neukölln, Wcscrsiraßc 57, Wirt. Englischen Unterricht sür! �_____;_+�1* Anfänger und Fortgeschrittene,> Maschiniflcu, auch Kriegs- sowie deutsche und französische beschädigte, sofort gesucht. Stunden erteilt G. Swienty,| Meldungen im Maschinenbaus Eharloltenburg, Swtigartcr- �?t. Jandorf u. Co., Char- Play 9. Garlcichaus iv.*; lattenburg, Wilmcrsdorfcr- Schinielakadcmie. Regieruugs-. straßc 118,119.___ 19KK* baumeister Dr. Werner, In-\ Korbmacher auf Ringkörbc Haber. Berlin, Reanderstr. 3./ verlangt Jaust, Münzstraße 3. Technischer Unterricbt: Ma- j 99 6 schinenbau, Eleltrotecknik, Hoch �, Monteure für Heizung, Gas bau, �tesbau, �.cchiclichtcht- Wasser suchen Wolfserts �l"_______ S-.ll„ Wittmar, Berlin, Mauerstraße 86 88. 849b Schreibmaschinen, erstklassige Systeme, Berkaus, Raparattir, Ziibebör. Schreibniaschinen- Vertrieb Jemclionofs, jetzt Leipzigerstraffe 49, Moritzblatz 9296. 46.«* Grundstück mit Laube in Zepernick verkamt umstände- balber Fritz Weber, Marien- dors, Schwcrinstraßc 66. 46K Trotz Möbellnapphcit finden Sie bei mir noch eine Riesen- auswahl in hochapavten Herren- Speise- und Schlafzimmern in jeder Holz- und Stilart. Best- renommiertes und bekanntes Möbelhaus M. Hirschowitz, SO., Skalitzerstr. 25, Hochbahn: Kottbusertor. 139K* HBBLüüin* Technische Lehranstalt für Herren und Damen. Dr. Kutscher aus Speditious- Wcntcr, SBctltn, SJcanbct- pmricb bei hohem Lohn sofort straßc 3.____ i gesucht. Allgemeine Transport- Klavierkursus, Erwachsenen � gesellschafl, vorm. Gondrond u. Schncllmcilwde. MonatSPrcis Maugili. m. b. H., RW. 5, 3,—. Klavicrubcn frei. Musik-! Ouitzowstraße 1.1. ff 88 akademic, Oranicnstraßc 63, DT TT: TT~ (Moritzplatz).. 98/2*„L-hrmadche» tm Alter von ri----.,; 14— 1b Jahren aus achtbarer Englts«. Franzosisch, grund-> Familie sofort gesucht. Mel- ffche, vollständige Ausbildung.! düngen in Begleitung der Sprachlehrer Kawti-.kle, Steg- Astern oder des Lormundes .lyeritrcrße-�9._, 10—2 Uhr vormittags ober Maudolwenkurse. Gitarre-' � Uhr nachmittags in der kursc. Biolinkursc. Abends. I Personal-Berwallung, 4. evwck. Lcihinstrumente. Preiswerte' A. Jandors u. Co., Bellc- Lehrinstrumente. Rchdes, Brun- LUllaiicc-�trotzc 12, Groxe neu straßc 160. ffl50». ptrankzurtcrstrap.e 113,-Brun- _|»enstraße 19 21, Kottbuser- bamm 1, Chartottcnburg, Wil- 106.5* HauSdienerinucn sofort gesucht. Meldungen 9—12 Uhr vormittags oder 5— 7 Übt nachmittags in der Personal- Verwaltung, 4. Stock. A. Jandors u. Co., Bcllc-Alliance- Straße_ I 2. 196K* Rockzuarbcitcriuucn, tüchtige, verlangt Modesalon Clara Schultz, Potsdamerstraßc 139. 836b Lehrmädchen sür Konwr und Lager suchen Grüttedairnt u. Scheuer, Belle- Alliance- Straße 3.____ 837b Taillcnarbcitcrin, welche anc/z Jacken macht, verlangt Gev- pert, Morlgrafenstraße 1. 8Z5b Junge Mädchen sür leichte Klcbeatbcit werden verlangt, Allgcnicinc Waren- Vertriebs- Gisellschaft, Charlotlcnburg, Wcrner-Sitzmcns-Straße 29/21. [15K* Mehrere Heimarbeiterinnen auf einfache Blusen bei dauern» der Beschäftigung verlangt Thomak,. Cöpenickerstraße 199. ______________________ ffl42 Bergolderin für galvanische Bergotdung gesucht.„Bolta", tzliederwollstraße 22, I, 5—6. 842b* mersdorfcrslraße 118/119. Darleh», 6 Prozent Tcilrück- zahlung, aus Hnpothekettbriese 5 Prozent, gibt Bankverein, Charlotieuburg, Wilmcrs- dotier Straße 163.___ 49K* Kunststopseret Große Frank- surierstroße 68K* Vermietungen Allcinmictcr(Rachtporticr) sucht sofort ritbige möblierte Schlafstelle, möglichst Rabe An- Halter Bahnhos. Breisosferten I-'. 1 Haupwxpcdition„Vor- wärts". 8446 Mamsells auf einfache Seiden- mäntcl. Lohme, Müller- straße 156a. ffl54* Berkäuserin, schulirei, suchen F. Pardemann n. Co., G. m. 6. H., Waßmannstr. 24. Kurze schriftliche Bewerbung mit Gc- Haltsanspruch erwünscht. 99/7 Brbeitsstnben und Arbeite- rinnen auf weiße und bunte Boile-Kleider. 4öT5— 69/199, mit Vorlage von Probcarbsit sucht Bernhard Käß, Rosen- straße 9—13, 1. 44K* Berkäuserin gesucht sofort oder Dezember. Papiergeschäft. Friedrichstroße 74. 833o* Silbcrpoliereriu gesucht. „Lolta", Ricdcrwallstroße 22, 1, 5—6.________ 843b* Botenfrau wird eingestellt. „Vorwärts", Charlottenburz, Scscuhcimcrstraße 1.* Zeitungsaustrogcrinucn wer- den sofort eingestellt„Vor- mäns-Spedition, Markus- strafec_36.* Botenfrauen verlangt sofort Ausgabestelle Bcrlin-Wcsten, Bluinemhalstraße 8, Hos, par- terre bei Swlpmann.* Zeitungsfrau verlangt„Bor- wärts"- Spedition Rcickölln, Siegfriedstraße 28/29.* Zcitungsträgeriu sofort ver- langt Spedition Lichtenberg, Wartenbergstraße 1, Laden.* Boiensratien verlangt sofort Ausgabestelle Grcifcnhagcncr- straßc 22.* Frauen zum Zettungsaus- tragen stellt sofort ein„Bor- wärts"-Spedttion, Ackerstraße 174, ein Koppenplatz._* �eitungSausträgerin verlangt Bcrnsce, Steglitz. Mommscn- stc. 59.________» ZeitungSauoträgerin verlangt „Vorwärlt."-Speditton Schöne- berg. Meiningcrstraße 9.* ZcitungsauSträgeriane« kön- neu sich melden.„Borwärts"- Ausgabesielle.Lausitzerplatz 1 4/15. Zeilungsausträgerin stellt zum 15. Rovcutber etn Feuerstein. Adlersbot, Bismarckstr. 82.* ZettungSausträgerin sofort einzttstellcn. Borwärtsspedition Moabit, Wilhclmshavenersttaß« 48, von 11— IIb und 45i— 7 Uhr.» Frauen zum ZeitunqSaus- tragen sucht„Borwärts-Aus- gabcstelle Mt-Boxhagen 56, Laden.» Fahrstablmonteure Fahrsluhlschmierer erhalten sofort Anstellung. Meldungen: Voßstraße 8, Technisches Bureau. A. Wertheim l«:| BIUÖJJI sür Walzcnbobel und Kreissäge sucht HolzbearbeitungSfabrik Küstrtner Ula» itz.* rseßttZs« für Eisenkonftruktionen inerden sofort eingestellt. 219/1521* i(sm«ei'icdVei'Zls. Zu melden Neuhau Deutsche Waffen- und Kunitlsesfabriken Wittenau, Tor 3, bei Mon- »tagemcister klar!«»»!,. und Farbismacherrnnon ver- long: Voltzleistenfabrik, 823b* Reichetioerßer Str. 88. Bürstenmacher auf Plassavapechen verlangt K o«!h, S412 Prenselaner Str. 1 11 ö. Zwischcnmelstcr welche groSere Posten 6952 Knabenscbtirnen liefern kdnnen, finden dauernde Beschäftigung bei Rosenberg& Fischer. Schürzenfbi k., Kloster- straße 26—28. Ein Heizer, evtl. kriegsbeichadigt, sür unsere Fabrik Datdstr. 33 ffosort gesucht. Oavick Orave t» m.b. H. ElharIottcnb.l,Kais.rlug.All.86 SremMSlüilier. Manu oder Ftatt, sticht 256/1* Küstriner Platz 9. IVir suchen für dauernde Beschäftigung f. unseren Betrieb ungelernte Ärfeeiter« fZsiZsrdeiler terviefxsllkll In gröSercr Xahl; ferner Heizer, Seliiosser, DrelieF, Maschinen- arbeiter, Maurer, Zimmerer, Bolieiier und Eiekiromonleare. so/?* Arbeitsuchende■wollen sich schriftlich oder mündlich wenden nu Arbeiter- Annahmestelle Eifalirener EisenbetonpolleT�- Held& Froncke Aktiengesellschaft Werkzeugschlosser nnd 1792* Werkzeugdreher auch jkriegsbcschädigtc verlangt �uaitlvnsfgbrik(isebert sür Abt. Heriin C 5-4, Sophieustr. 33— 22a. llerlln-I-ankwlts,(tharlottenstr. 31. 8346 Berlin. SO. 16. Am Köllmichen Park 1. Hofarbeiter stellt ein: KHallenbiiiien-tSeseilseliaf't ni. b. M., >902* Trmpelhot. Frirdrich-ZSilhelm-Ttr. 53/34. Neifen- und Gleitschntzarbeiter - welche mit zwei 5k-'kcln nähen köntiett, sowie-4llt-4Velre4.,[, f o r t g e i u ch t. 352/17* Gollerl-Heifea, Abteilung Gf. Lfeöterleiöe-Ost R't Schlosser. Rohrleger, Maler lucht Hermann Tieiz, 203Ij Krausenstr. 51, Hallstnsvcklion. Mel odei Batmet ffcichviel aus welchem Betrieb, zur Beaufsichtigung gesuck WeMe ZÄlji„suelli". s.iii. li.s. I 9022* Berlin N 58, Fraitsectistraffe C. mmimm 1 Horizontalbohrer zur Bedienung dreier Horizonlawohrwerle sür sosort gesucht.— Nur solche Bewerber wollen sich melden, die gute Zeugnisse auf» weisen tonnen. KKl!ill-l.il:lltöll!lLlg, 9091. Herzbergstraße 102/4. sucht 8762* Metallwaren-Industräe, Berlin-Nummeldburg. Haupt,« ratze 4. & m Gabanisettrs für unsere Verzinkerei in Oranienbnrs! gesucht. Angebote mit Angabe über bisherige i Tätigkeit, Militärverhältnis und Ansprüche an •Helnlze& Blaackerlz, Ernte dentneho SÜtahifederfabrlk, Berlin, Georgenkirchstr. 44. Ö03L] ArÄMZzmrZTkM und HadfaSirer gesucht. Buehdruekerei Vorwätls, Lindenslr. 3, ___ 4. Hof links part.__ Ihaurer und Rrbeitcr werden eingestellt � 238/16 Bnugeichiift Hermann Schäler, Neubau Kahibanut. Zldlershos. Neubau Ehricit& chiracta. Treptow, Kiesholzstr. 41/43. Neubau Benz& Cie., chil.arlottcuburg. Salzuscr 2/3. Drei Kontonslinnen mit flotter Banilt>chrlf t sofort verlangt Hauptexpedition des Vorwärts, Liindenstr. 3(l.adcn). Werkzeugmacher kür Schnitt- u. Stanzenbaij zu sofertigeni Eintritt gesucht! Heillke 5. Klauckeik, Öraniciiburg. 9662 Kremmer Stratze 43. Zitparatürschiosser Keilllie& Kiallckrrl), O.anieubnrg, 9082 Kremmer Stratze 43. Mehrere ÄMWMSM zu iojortigem Einttitt gesucht. lieinlie 8b KIsneKsti?, Lranienburg. 9972 Kremmener Str. Nr. 43. Tüchtigen Schweitzer sucht Ma'chineniabrik 9112 Hanl Beil.. Alte Jakobstr. 66. | Automaten- ü | einrichler, 1 i | nsvoiverdretier i; S sucht 9l02i! t Titanla-Werlc, I| !f?Berllii-S»chöneberjf.]! 0(Öcnejtjlr. 5.(, 5 Zu melden beim Meister*[ S Kafert. »OGSS«»«»»»«»««» Polierer auf Photoleisten außer dem ümme geluchr. Juht e u. Rieolai.Alte Jalobslr. 1Z3. Wächteriunen mcht Nachtwach-Gesellichaft, Eyarlottcnburg, M ommsenjtrAä. Makedonien und Turkenfronten. Sofia, 4. November. Generalstabsbericht. Mazedonische ssronl. Im Westen des Ocbrida-Tees und im Cerna-Bogen leb- Haftes Slörungsfeucr. Oestlich des ZZardar setzte der Geqner die Beschießung unserer Slelluiigen mit der gleichen Heftigkeit fort. Ein auf der gleichen Front nach längerem Trommelfeuer unter- nommener Angriff wurde blutig abgeschlagen. Ein feindliches Flug- zeug, welches das Feuer der Artillerie leitete, wurde durch unser Ariillericfeucr erreicht und fiel brennend innerhalb der feindlichen Linien nieder. Westlich von Serres wurden mehrere feindliche Erkundungseinbeilen abgewiesen. Im Struma-Tal lebhafte Tätigkeil. Feindliche Flieger lieferten von neuem einen Beweis für die völlige Berkennung internationaler Verpflichtungen, indem sie Boniben in die Nähe eines unserer Feldlazarette abwarfen, obwohl dies deutlich erkennbar war. Dobrudscha-Front: Lebhafte Fcuertätigkeit bei T u l c e a. Konstautinopel, 4. November. Amtlicher Tagesbericht vom 4. November. Tigrisfront: Der Gegner trat beiderseits des Tigris den Vormarsch an und näherte sich mit seinen Hauptkrästen unseren Stellungen. Sinaifront: Starke feindliche Angriffe er- folgten am 3t>. 10., wobei der Gegner in großem Umfange giftige Gase verwandte. Außer einem kleinen Abschnitt, welcher an den Feind verloren ging, wurden alle Stellungen gehalten und dem Feinde große Verluste zugefügt. Die Kämpfe nehmen ibren Fortgang. Ein englischer Fesselballon, der sich losgerissen hatte, wurde über Askalon zum Absturz gebracht. Eine feindliche Infanterie- und eine Kavallerie-Division. welche die Hauptstellungen unseres linken Flügels angriffen, wurden zurück- geschlagen._ kleine kriegsnackrichten. Tie englischen Berlustc im Oktober.„Aftenpostcn" veröffentlicht ein Sondertelegramm aus London, wonach die britischen Verluste im Oktober betrugen: 1200 Offiziere tot, 4247 verwundet i 10 014 Gc- meine tot, 60 284 verwundet. 350 Offiziere und 4058 Geineine sind infolge ihrer Wunden gestorben. Außerdem werden 382 Offiziere und 4385 Gemeine vermißt. Ter Sinnfciner De Valera. Ans einem Londoner Telegramm des„Nieuwe Rotterdamschc Courant" geht hervor, daß Arthur Grif- fith, der Begründer der Sinnfeinpartei, den Borsitz zugunsten Va- leras niedergelegt hat. Griffith ist dann mit großer Mehrheit zum zweiten Vorsitzenden gewählt worden. Tie Frage der wirtschaftlichen Abrüstung ii� Rußland. Die ru'siiche Neaiernng besabl die Schaffung einer Sonderstelle beim großen wirtschaftlichen Ausschuß des Staates, der Vertreter aller Refiorts angehören sollen und die fich mit den Fragen der Wirt« schaftlichen Abrüstung beschäftigen soll. �Gemeinsames skandinavisches Seerecht. Wie„Tagens Nyheter" in Stockholm berichtet, ist die schwedische Regierung bestrebt, auf dem Gebiet der Seegesetzgebung eine Zusammenarbeit der skandinavi- schen Länder herbeizuführen. Sie strebt dabei eine' Vereinheitlichung und Modernisierung des Seerechts an. Amerikas Politik gegen die Neutralen. Die Regierung von Kuba hat die Ausfuhr von raffiniertem Zucker nach neutralen Ländern. verboten.* Gegen deutsche Handelshäuser in Rio de Janeiro haben heftige Volkskundgcbungcn stattgefunden. Es wurde bedeutender Schad-n angerichtet. Ein indisch-japanisches Abkommen. Die„Birmingham Post" meldet ein Abkommen zwischen der indischen und der japanischen Regierung zur Beseitigung der Transportschwierig- leiten zwischen dem fernen Osten und Europa. Eine japanische Marinekommission wird fich für die Kriegszeit in Indien nieder- lassen und eine Mission der Inder und der Alliierten in Japan. Kronrat. Am Montag hat unter dem Vorsitz des Kaisers eine Kronratssitzung stattgefunden, an der außer den preußischen Staatsministern und den Staatssekretären der Reichsämter. unter anderen auch Generalfeldmarschall von Hindenburg. General Ludendorff und der Chef des Admiralstabes der Märine Admiral von Holtzendorff teil- nahmen. Traub, üer �lllpreuße. Herr Traub, der frühere FortschrittSmann, macht eine geradezu phänomenale Entwicklung durch: über den Alldeutscheu entwickell er sich zum Allpreußew Das Bekenntnis dieser Wandlung hat er in der„Täglichen Rundschau" niedergelegt. Da beschwert sich Herr Traub zuerst, daß ein bayerischer Ministerpräsident preußi- scher Ministerpräsident werden könne. sVon einem einigen Deut- schen Reich hat Herr Traub wohl noch n-emalS etwas gehört.) Sodann klagt er über die Rücksichtslosigkeit der Reichstagsmehrheit, deren„herrischer BefehlSton" das preußische Parlament tief vcr- letzen muffe. Herr Traub läßt zwischen den Zeilen durchblicken, daß das Verhallen der Reichstagsmehrheit das preußische Abgeordnetenhaus aus Gründen der Würde geradezu zwinge, die Wahlrechtsvor- läge abzulehnen. W-r glauben schon, daß Herr Traub die Ab- lehnung des gleichen Wahlrechts fertig bekommen wird! Am Schluß rühmt Herr Traub den leider stets verkannten„frei. beitlichen Geist" Preußens und schließt seinen Aithyrambus auf Preußen mit folgenden Worten: Der Gehaßteste in der Welt ist heute Preußen. Darum bin ich stolz darauf, ein Preuße zu sein. In diesem Stolz möchte ich gerade als freiheitlicher(?) Poliiiker von keinem Konservativen mich übertreffen lassen. T�ch Traub, der Allpreuße! De? preußische �anöelskammergesetzentwurf Kleinhandels- und Angestelltcnausschnsse. Ter Entwurf über die Abänderung des preußischen Handels- tammergesetzcs ist jetzt so weit fertiggestellt worden, daß er den Handelskammern zur Begutachtung zugesandt werden konnte. Eine grundlegende Aenderung bringt der Entwurf in der Bestimmung, daß die Kammern nicht nur den Handel, sondern auch die In- d.u st r i e umfassen. Weiter ist die Bestimmung wichtig, nach welcher der Kreis der einzelnen„Handels- und Jndustriekammern" nicht mehr von den Jntereffenten. sondern vom Minister für Handel und Gewerbe bestimmt wird. Der§ 2 deS jetzigen Gesetzes wird daher durch folgende Bestimmung ersetzt: „Handels, und Jndustriekammern werden für das ganze Staatsgebiet errichtet. Ter Minister für Handel und Ge- werbe bestimmt Bezirk, Sitz und Zahl der Mitglieder der Kammern. Er kann einzelne Teile des Staatsgebietes von der Einbeziehung in den Bezirk einer Kammer ausnehmen. Bestimmungen über den Bezirk einer Handels- und Jndustriekammer, welche in den Bestand einer Kammer oder kaufmännischen Korporation eingreisen, sollen nur nach' Anhörung der Körperschaft erlassen werden. Die Kammern sind befugt, sich durch übereinstimmende Satzung, welche der Genehmigung des Ministers für Handel und Gewerbe unterliegt, mit anderen zu vereinen." Von besonderer Wichtigkeit ist auch der neue Zusatz zu§ 37, nach welchem die Kammern nicht nur öktliche und fachliche Kommissionen wählen, sondern auch Ausschüsse für Angestellte zur Er- örterung von Angelegenheiten, welche für die Angestellten von Be- deutung sind, einrichten können. Ebenso können den Kammern K l e i n h a n d e l s- A u s s ch ü s s e angegliedert werden. Die ministerielle Begründung des Entwurfs betont, daß hie Vor- schlüge aus Errichtung besonderer Kleinhandelskammern abge- lehnt werden. Den an einzelnen Kammern bereits bestehenden Ausschüssen für Angestellte solle eine zweifelsfreie recht- liche Unterlage gegeben werden. Die Angejtelltenausschüsse bei den Handelskammern sind ein sehr zweifelhafter Ersatz für die not- wendige Vertretung der Angestellten in den Arbeitskammorn, auf deren gesetzliche Errichtung leider noch immer gewartet wird. Die Reichstagsmehrheit ist öer innere Keinö. Diese Entdeckung hat ein protestantischer Geistlicher, der Pfarrer H a u ß in Spöck bei Karlsruhe in Baden gemacht, der gedruckte Heimatgrüße an seine im Felde stehenden Pfarrange- hörigen verschick! und schon früher in einem derselben behauptet hat, den päpstlichen Friedensversuch müsse Deutschland wegen seines internationalen Charakters zurückweisen i wir dürften nur einen deutschen Frieden schließen. Im neuesten Heimatgrutz sagt er nun:..... Da hat mon den inneren Feind gegen das unbe- zwingbare Reich ausgerufen. Ten sehen wir in der Reichstags» mehrhei! mit ihrem Verzichtfriedensangebot tätig. Dieser innere Feind will unsereni k-impsenocn Hcldenvolk das Rückgrat brechen." Man fragt sich nnchgaade: Treiben die protestantischen Pfarrer Propaganda für den Ausiritt aus der Landeskirche? Der eine stellt sich hin und dankt Goft für den Krieg, der andere schimpft auf den Papst, weil„dieser Autichrist den Frieden will', der dritte nennt die ReichstagSmehrhcit den„inneren Feind" usf. Wenn die Herren alles, was nicht alldeutsch denkt, aus der Landes- kirche heraustreiben �vollen, so dürften sie nur mit einer sehr ge- ringen Anzahl von Schäflein über den Krieg hinübcrkommcn. Die Witwer im Zelöe. Mutterlose Soldatenkindcr. Wir haben schon in unserem Leitartikel vom Sonntag apf die besonders traurigen Verhältnisse der Witwer im Felde hin- gewiesen, die ihre mutterlosen Kinder unversorgt daheim lassen mußten. Und eben geht uns wieder einer jener erschütternden Briefe zu, deren wir schon am Sonntag ge- dachten. Es heißt darin: Ich bin iausmänniich Angestellter und Witwer und habe mein Kind beim Ausbruch des Krieges in Pflege geben müssen, als Unterstützung erhielt ich die erste Zeit pro Monat 8 M., jetzt sind es 10 M. Nun möchte ich tragen, wer kann in dieser teueren Zeit ein Kind für 10 M. unterhalten mit Kleidung, Kost, Schul- bücher usw.? Mein eigenes Einkommen beim Militär ist alle zehn Tage 5,30 M. Unter meinen Kameraden sind viele Beamte, ver- heirate und auch ledige, alle beziehen ihr schönes Gehalt und nebenbei die Löhnung. Mein gesparte» Geld ist längst verbraucht, wer bürgt mir nach dem Kriege für eine gute Stelle oder die alte? Ich bin tchon längst auf andere Leute angewiesen, die einem ab und zu helfend zur Seite stehen.... Man darf gar nicht darüber nachdenken, wie zu Hause die Kinder daher lausen müssen! Glauben Sie mir, mancher Kamerad, dem es ebenso geht wie mir, würde mit mehr Lust und Liebe draußen im Felde sein, wenn für seine Kinder besser gesorgt» ürde. Es ist heilige Pflicht des Reichs und der Gemeinden, sich aller Soldatenkinder, der muttlerosen aber doppelt und drei.- fach anzunehmen!___ Gefährliche Umtriebe üer Christlich- Nationalen. Die Meinung der„Tcutschcn Arbeitgeberzeitung". Die Leser des„Vorwärts" werden aus den Verhand- lungen des christlich-nationalen Arbeiterkongresses gerade nicht den Eindruck gewonnen haben, daß dort der Radikalismus Orgien gefeiert habe. Anders aber sieht daS Organ der deutschen Arbeitgeberverbände, die„Deutsche Arbeitgeber- zeitimg", die Dinge. Sie denunziert die christlich-nationale Arbeiterbewegung als eine Gefahr für den Staat, und kritisiert namentlich einen Artikel des„Zentralblatts der christ- lichen Gewerkschaften", in dem die Arbeiter zu festerem Zusammenhalt aufgefordert werden, mit den Worten:„Mit diesen Drohungen und Aufreizungen� sollen die Massen gegen die bestehende Staats- ordnung mobilisiert werden." Sehr unzufrieden ist sie auch mit den Ansprachen der Regierungsvertreter auf dem Kongreß: Aus all diesen amtlichen und nichtamtlichen, an die Arbeiter- Vertretungen gerichteten Ansprachen und Kundgebungen llingt immer die erstaunliche Ansicht hervor, als sei man den Aibeitcrn gegenüber in eine besondere Schuld geraten, als habe man frühere Sünden gutzumachen, als müsse man den- jenigen, die„als äimste, treueste Söhne Teutschlands" so halb und halb allein das Vaterland gerettet halten, noch eine außer- gewöhnliche Prämie verleihen. Die..Arbeitgeber-Zeitung" ist natürlich nur für die „außerordentlichen Prämien", die in Form von Kriegs- gewinnen der Industrie in Erscheinung treten. Sie schließt ihre Jeremiade mit folgendem Angst- und Drohruf: E§ ist überall d o S gleiche; die Würzburger Tagung hat eS erkennen lassen, und bei jedem anderen Anlast tritt es zutage: restlose Demokratisierung, Vorherrschaft des Proletariats, Entrechtung dei übrigen Volksichichten, das will man durckietzen, und man wird cS dnrchictz-n, wenn nicht beizeiten eine kräftige Regierung und der Widerstand der übrigen auf Rkchl und Ordnung bedachten Parteien diesen gefährlichen Umtrieben einen festen Damm ent- gegenstellt! Die Chriftlichsozialen wissen also, und es ist gut, daß sie es wissen: Wenn es einmal an das große Hängen geht, dann werden sie mitgehange» Denn wer nicht gelb bis auf die Knochen ist, der findet keine Gnade vor der„Arbeit- geber-Zeitung". voltsbunü für Freiheit unü vaterlanü. Der Ausschuß zur Vorbereitung des Volksbundes für Freiheit und Vaterland hat, wie wir erfahren, seine Arbeiten nahezu be- endet, so daß die Gründung unmittelbar bevorsteht. Der Volks- bunid wird, gestützt aus die wichtigsten Arbeiter-. Angestellten-, Beamten- und Wiriichdftsorganisationen demnächst an die Oeffentlichkeit treten. Außerdem steht schon jetzt fest, daß sich eine große Anzahl namhafter Einzelpersönlichkeiten an der Gründung beteiligt._ Die öehanölung üer polnischen Arbeiter. Auf einer Konferenz, an der Reichstagsabgeordnete und Regierungsmitglieder der verschiedenen RessortS teilnahmen, wurden eine Reihe von Zusagen gegeben, die schon auf dem Würzburger Parteitag erwähnt wurden. Ihr Wortlaut ist folgender: 1. Befehl des Herrn Kriegsministers an die Stellvertretenden Generalkommandos zur unbedingten Durchführung der vom Kriee.Samt bereits aufgestellten Grundsätze über die Behandlung der polnischen Arbeiter in der deutschen KiiegSwirtichaft. Ver- fügungen der beteiligten ZivilreffortS im gleichen Sinne an die ihnen unterstellten Bebörden. 2. Zur Kontrolle und Ergänzung sind folgende Bestimmungen in Aussicht genommen: a) Urlaubsbewilligung an jeden polnischen Arbeiter grund- sätzlich einmal im Jahr. Einführung einer Beschwerdeinstanz bei Ablehnung von Ur- laubSanträgen. b) Schaffung von polnischen Fürsorgestellen bei den Stellvcr- tretenden Generalkommandos. c) Einrichtung von Reii'e-Kontrollkdmmissionen unter Heran« ziehung volnischer Vertrauensleute durch das KriegSamt. ck) Erweiterung der Täiigkeit der SchlichtungsauSschüsse bei Anträgen aus Wechsel der Arbestsstellen. Einführung einer Beschwerde-Jnstänz bei Ablehnung von An- trägen dieser Art. s) Erleichterung deS Kirchenbesuchs sowie aller für die tag- liche Beibehaltung notwendiger Gänge durch Genehmigung für die ganze Dauer deS laufenden Jahres. Auf Anfrage wurde erklärt, daß überall, wo von pol- nischen Dingen die Rede ist, sinngemäß auch die betreffenden jüdischen Verhältnisse berücksichtigt werden sollen. Die Wahlrechtsvorlage für Koburg-Gotha. Dem augenblicklich tagenden gemeinschaftlichen Landtag der Herzogtümer Koburg und Gorha ist die bereits angekündigte Regierungsvorlage über Ein- führung des direkten, gleichen und geheimen Wahl- rechts zugegangen. Wahlberechtigt ist jeder Staatsbürger, wel- cher daö 25. Lebensjahr zurückgelegt, seit mindestens einem Jahre die Staatsangehörigkeit erworben und für das der Wahl voran- gegangene Rechnungsjahr Staatssteuern bezahlt hat. Die Zahl der Mandate wird im Herzogtum Kobuvg von 11 aus 13, im Her- zogtum Gotha von 10 aus 24 erhöht. Die neuen Sitze fallen aus- schließlich den Städten zu. In den Städten wird die Verhältnis- wähl eingeführt. Wählbar ist jeder Wahlberechtigte, welcher daö 30. Lebensjahr zurückgelegt hat. AuS dem preußische» Lbgeordnetenhause. Auf der TageS- ordnung der nächsten Sitzung des preußischen Abgcovdnetenhauseö, das am 15. November wieder zusammentritt, steht eine ganze An- zahl kleinerer Posten. Außerdem wird die zweite Beratung des nationalliberalen Antrags aus Annahme eines Gesetzentwurfs über die Befreiung der Disiidentcnkindcr vom Religionsunterricht vor sich gehen. Die verstärkte Staatshaushaltskommission tritt bereits am 8. d. M. wieder zusammen. Sie wird sich mit Ernährungsfragen beschäftigen.— Die 21. Kommission, die über den Gesetzentwurf zur Vereinfachung der Verwaltung beraten wird, beginnt ihre Ar- beiten am 7. d. M. wieder. Lette Nachrichten. . Bürgermeister Barkhausen-Brcmcu 1'. Bremen, 5. November. Der Bürgermeister Dr. Bark- Hausen ist heute abend im 70. Lebensjahre gestorben. Am Tagliameuto. Italienischer Heeresbericht vom 5. November. Es gelang dem Feinde am Monte di Pinzano einige Abtei- lungen auf das rechte Ufer des Tagliamento überzusetzen. Er verstärkt den Druck auf den linke» Flügel unserer Linien. In der Nackt vom 3. zum 4. und am 4. No- vember während des Tages bewarfen unsere Flugzeuge und Luft- schiffe mit Erfolg die feindlichen Truppen in den Niederungen von C a p o r e t to und T o l m e i n, wie auch längs des linken Ufers deS Tagliamento mit Bomben. Mazedonische Front.' Sssia, 5. November. Generalstabsbericht. Mazedonische Front: Im Cerna-Bogen Störungsfeuer. Aus dem rechten Wardar-Ufer hielt das heftige Feuer des Feindes, abgesehen von kurzen Unterbrechungen, den ganzen Tag über und die Nacht hindurch an und ging zeitweilig in Trommelfeuer über. Gegen 11 Uhr abends griffen mebrere feindliche Bataillone unsere Stellungen südlich vom Dorfe Tochkovo an. Dieser Angriff wurde durch unser Artilleriefeuer und zum Teil in einem Kamps aus unbedeutender Entfernung völlig abgeschlagen. Die Verluste de» Feindes sind bedeutend. Westlich von Serres brachten unsere Aufklärer englische Gefangene ein.— Dobrudscha-Front: Schwache Feuertätigkeit. Französische Stimmen zum Känzlerwcchscl. Bern, 5. November. Zu der Berufung des Grasen Hertling verhalten sich bis jetzt die vorliegenden französischen Kommentars im allgemeinen zurückhaltend.„Echo de Paris" meint, man dürfe nicht glauben, daß Herlling gewillt sei, die Wünsche der ge- mäßigten Parteien Deutschlands durchzusetzen.„Humanite" erklärt, Hertling sei zwar kein Demokrat, aber seine Berufung sei außenpolitisch ein Zeichen für die Wendung der deutschen Politik; die nahen Beziehungen zu Wien seien kennzeichnend. Mit Hertling triumphieren die katholischen Tendenzen in Deutsch- land, die Papst note werde mehr als je das Programm des Deutschen Kaisers.„Journal du Peuple" sagt, Deutschland nähere sich dem parlamentari schen Regime, aber Hert- lings Liberalismus sei verdächtig genug, um eine gute Ausnahme bei den Sozialisten unwahrscheinlich erscheinen zu lassen. Die Lage bleiSe verworren.„T e m p s" versucht, Hertling als den Mann hinzustellen, der am Kriege mit die Verantwortung trage. wenn er in Berlin von seiner Friedensliebe sprechen werde, wisse man bei der Entente, was davon zu halten sei. Das erste amerikanische Blutopser. Washington. 5. November.(Reuter.) General Pershing meldet: Bei einem deutschen Vorstoß am Sonnabend wurden drei Amerikaner getötet, fünf verwundet und zwölf gefangen genommen. GewerkschchsbewEUNg KuslanS. Gin Zcntralverband der Lebens- und Genußmittelariertcr und �citerinnc» Oesterreichs bat sich durch Verichmelzug des Bäcker-, !Uer-, Müdleuai beiler, Fleischhnuer- und Selcherverbandes qe- e-et. Die Vorbereilungen dam ivaren bereits vor Kriegsausbruch it gediehen. Die Eiilivicklung gewisser Lebensmitlelaewerbe im lege hol nunmehr den Zusammenschlusz herbeigeführt. Der .ündende Verbandslag war von 75 Delegicrlen besucht. Aum Ob- lann des Zcnlralvorstandes wurde Stephan Hubbert, bisher Vor- .tzender des Brauerverbandes, gewählt. Aus den schwedischen Gewerkschaften. Die schwedische» schneide r baben in einer ganzen Reibe von Slädten nach längeren Verhandlungen Teuerungszulagen durchgesetzt. In Göte- böig und Malmö erhallen die nrännlichen Schneider 16— Kr. und die Schiieiderliinen 16,— Kr. monallich Zulage, in Vasloras 16,— rind 9,— Kr. uiid in Kalmar 14,— und 8,— Kr. Mit dieser Teuerungszulage verbunden ist ein Exirazu'chlag von 3,— Kr. nronallich für Verbciratcle und 2,— Kr. für jedes Kind unier 15 Jahren. In mehreren anderen Slädten schweben die Verband- lungen noch. In Osleriund hatten die Schneider die Arbeit eingestellt, weil die Unternehmer statt der verlanglen 18,— Kr. nur 12.— Kr. Teue- rungszulage geben wolllen. Der Vcrbandsvorsland bat jedoch die sofortige Wjederausnahnre der Arbeil und Fortführung der VerHand- lungen angeordi�t. In GLvle drohen die Straxe narbeiter mit Arbeits- einstellung, sie fordern eine Lobuaufbesicrung und Abschluß eines TarifverlrageS. Der am selben Or'.e von den Syndikalisten gegen den Willen der dorligen Miiglieder des Transportarbeiterderbandes begonnciie Hasenarbeiter streik hat zum Konflikt unter den Aibeilern'clbst geführt; es ist dabei sogar zu tällichcn Angriffen der Syndilalislen auf die anderen Arbeiter ge- kommen. Der Bäcker st reik in Dalekarlien, der ebenfalls wegen der Teuerungszulagen ausbrach, ist teilweife beigelegt worden. Jnöustrie unö Handel. Äohlenkuapphcit nnd Kohlenverkoknng. Aus dem Ruhrgebiet wird uns geschrieben: Wer eine wichtige Ui lache der öuxerst mangelhaften Kohlen- veciorguiig auch der gemeinnützigen Gaswerke kennen lernen will, der betrachte sich einmal den Gefchäfisbericht der H a r p e n e r B.-A.-G. genauer. Diese Gesellschaft ist die gröstie„reine" Kohlen- zeckenunterncbmisirg Teuiichlands, d. h. sie ist nicht mit Hütten- oder anderen stark Kohlen verbrauchenden Werken verbunden, sondern setzt ihre Forderung auf dcni„freien" Kohlen- und Koksmarkt durch das Syndikat ab. Vergleichen wir Kohlenförderung, Koksfabrikation und Gewinnergebnis von Harpen im drillen Kriegs- mit dem letzien Friedensfahr. so ergibt sich folgendes: Kohlenförderung KokSfabrikalion. Bruttogewinn. Reingewinn.. 1913/14 S 206 664 Tonnen 1 366 241 25 822 380 Mark S 239 234. 1916/17 7 500 000 Tonnen 1900 000 32 305 779 Marl 11 187 145. Für 1916/17 gibt die Gesellschaft auch die Ziffern ihrer Kohlen- sörderung und Kokssabrikation öffentlich nicht an. Dafür ist aber aushilfsweise die Ziffer von l9lo/16 mit einem der wahrscheinlichen Produklionserhöhung entsprechenden Zuschlag eingese�t. Die Gegen- überstellung zeigt zunächst, daß trotz einer um zirka 7/10 Millionen Tonnen niedrigeren Kohlensörderung die Koksfabrikation um zirka 530000 Tonnen erhöht worden ist. Das halte auf die einzelnen Gewinnposten folgenden bemerkbaren Einfluß. Es betrug der Betriebsüberschuß bei 1913.-14 1916/17 M. M. Koblenkördernng..... 11 796 394 12 223 576 KokSfabrikalion...... 4 839 659 5 517 596 Teeröfen- Gewinnung 4 889 774" 8 069 285 Unter Teeröfen-Gewinnung ist die Erzeugung mr Teer, Ammoniak, Benzol, Nopbtha, Antbrazenöl uiw., kurzum die infolge des Kriegs- bedaifS besonders stark begehrte„Neben Produktion" der Kokereien zu versieben, der höhere Gewinn am Kohlenverkaus, ob- gleich die Fördermenge zurückging, ist eine Folge der erböhien Koblcnpreife, Der frühere Ueberi'chuß beim Koksverkauf entipricht an und für sich den früheren KokSpreisen. Aber man sehe sich die kolossale Gewinnerhöhung bei den„Neben- Produkten" an, dann versteht man, warum die Zechen sich sträuben, von den Kokskohlen mehr an die Gaswerke abzugeben, von denen die größten fauch die Berliner) ebenfalls auf Gewinnung vön Nebenprodukten angewiesen sind. Im übrigen ersiebt man aus dem bei geringerer Piodullion enorm erhöhten Betriebsüberschuß der Harpcncr A.-G,, mit welchem Reckt die Betriebsunternehmer behaupten, ohne weitere Kohlen- und Kokspreiserhöhungen sei kein Durchhalten mehr möglich._ Das Verbot von Kapitalerhöhungen. Die von uns besprochene Bundesralsanordnung, die die Grün- dung von Aktiengel'ellschalten einem Genehmigungszwang unter- wirst, verbietet auch Kapitalserhöbungen und die Ge- Währung von Gratisaktien ohne Zustimmung der Landes- zentralbebörde und der Reichsbank. Gesellschaften, die dagegen verstoßen, haben Sireichung aus dem Handelsregister zu gewärtigen. Da§ 200 H.G.B, die Erniragung ins Handelsregister als not- wendiges Rechlserfordernis für den Bestand einer Akliengeiellickaft statuiert, tft also eine zuwiderhandelnde Gesellschaft mit der Ber- nrchtung ihrer Rechtspersönlichkeit bedroht. Tie Königliche Sechandlung fPreußiiche Staatsbank) will ihr Kspiial von 90,4 auf 160 Millionen Mar! erhöhen, um sich neben den große» Privatbanken als gleichwertig zu erhalten und für Schutzköufe von Staatsanleihen nach Fiiedensickiluß gerüstet zu sein. Der Name, der an den ursprünglichen Zweck— Förderung des preußischen Eeehandels erinnert— wird in den leichter verstand- lichen„Königlich Preußische Staatsbank fSeehandlnng)" umgeändert. Die gefährdete Versorgung Englands. Laut„Economist" betrugen die Netto- Getreideanfubrcn vom t. September 1916 bis 31. August 1917 in Millionen etvts.: 42,17 gegen 106,72 in 1915/16 das Inland lieferte ab. 37,30_ 46,60„ zusammen 79,47 gegen 148,32 m 1915/16 Daraus geht hervor, daß auch die Engländer das Sparen lernen müssen, selbst wenn sie Vorräte anfgestapeU Ijaljfn. Soziales. Richtlinien für die Wohnungsfürforgc. Der rheinische Verein für Kleinwotmungsweien hat für die Wohnungsfüriorge für kinderreiche Familien folgende Richtlinien aufgcstelll: Es ist dahin zu streben: 1. daß in allen überwiegend industriellen Gemeinden, in denen es notwendig erschein!. WohnungS- süriorgevcreme oder WohnungSfürsorgeftelleii gebildet werden; 2. daß der Bau von Eigenhäu'ern und von Mielhäuscln angeregt und gefördert wird, die uisbefondere zur Ausnahme von kinderreichen Familien bestimmt und geeignet sind: 3. daß den Erbauern und Unternebmern von Eigen- und Miethäuiern dieser Art ein Nachlaß in der Grund- und Gebäudesteuer und sonstige Bauvorteile seitens der Gemeindeii gewährt werden und die Erbauer und Eigentümer sich verpflichten, in dem Haute mindestens zwei Wohnungen für kmderreicde Familien vorzubehalten. Die Wvhnungsfllrsorgcstcllen sollen insbesondere folgende Auf- gaben baben: 1. die ollgemeiue Wobnungspflcge in Kleinwohnungen und die besondere Wobiiungsfürsorge bei kinderreichen Familien; 2. die. Sammlung von Geldmiileln s.) zur Beschaffung von Betten und Bettzeug für kinderreiche Familien, b) zur Verwendung von Miels- zuschüssen an kinderreiche Familien, o) zur Gewährung von Bc- lodnuiigen für pflegliche Behandlung der Wohnungen iür linder- reiche Familien; 3. die Vermittlung beim Verkauf der Einrichtung von sogenannten„guten Stuben� und deren Umtausch in Bellgeräl und Beltzeug: 4. die Einrichiung eines Wohnungsiiackweiies für kinderreiche Familien; 5. die Einrichtung von Kinderborten und Spielplätzen. MietSzuichüsie sollen nur solchen Familien zuteil werden, die alle Wohnräume, außer der Wohnküche, als Schlasräume verweildcn und keine Schlaf- oder Kostgänger annehmen. Vorzugswerie find sie solchen Familien zu gewähren, die für jedes Familieninüglied von mehr als 14 Jahren ein besonderes Bei: vrichaffen und vom gleichen Aller an in den Schlafräumen die Geschlechter trennen. Berantwortii» sür Politrl: Erich Kuitncr, Berlin: Iür den übrigen Teil des SluUeS: üllfttd Scholz, NeulSlln: für Jnlerate:£«■ Glocke, Berlin. Track u. Lcrlllg- LorwärlS Buchdruckerei u TertagSanslaU Bau! Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage und Untlrlaiinugsbiatt. Wann werden 5ie müde? Können Sie noch ebensolange frisch und munter bleiben w e vor 5 oder 10 Jahren? Oder spüren Sie abends einen Druck in der Stirn, der sich auch zu Kop' schmerzen steigern kann, oder beim Lesen eine schn lle Ermüdung? Wenn die Buchstaben schwimmen, wen» Sie das Licht als störend empfickden und öfters die Augen schließen müssen, um sie ausruhen zu lassen, oder wenn Sie unwilllütlich die Auaen zulammenkneisen, um schärfer zu sehen, so sind das Zeichen, daß die Augen anfangen nachzulassen. Dies tritt auch bei gesunden Augen in den vierziger Jahren ein,- Ausnahmen gibt es kaum. Es ift dann hohe Zeit. daß Sie Gläier tragen oder, wenn Sie das bereits tun. Iii. fiig ein« fchäriere Nummer benutzen, denn es gibt kein anderes Mittel dagegen. Wenn Sie zögern, so besteht die Gefahr, daß alle Beschwerden schnell zmrehmen. kostenlos prüfen wir Augen und Sehkraft mit Sorgfalt und garantieren iür passende Glä er lowie für Halt- barkeit aller Faflungen von 4 50 M. an. Dasllr erhalten Sie schon einen guten Gold- Doubls- Kneifer lohne Gläser) bei uns und dazu noch ein Jahr Garaniie. d. h.„solang? alle Reparaturen umsonst", selbst wenn die Fassung dur.ti Ihre Schuld zerbrochen wurde, nur für Horineiic, Schildpatt und für zerbrochene Giäler haben Sie noch zu zahlen. Ein Paar stark gewölbte punktuell abbildende Prn ktonk-Glöser kosten bei uns nur 4.— M. das Paar aus Sanoskop-GIas 6.— M. ff V Sind'» die Augen, Geh' tu Rahnke I Optiker Rukxike Hett: Fritdrich-Stv.)(06 Ecke Ziegel'Str. C Am Alexandcr-Plotz W teipsiaer Str. 113. M\Y/' Friedrich-Slr. 150, . n-bzn Aschinger W. Ecke M-uer-Etr. iUW. Eck- D-rotheeu-! Spiilelmorkt,«ck«»»«.Str. Link-Sir. 1, s.poi-dam-rLir. � Chaussee Str. 72, Oramen-Slr. 44, OVV. nohe Lronien-Dlot Str. Cherloltenburg: Iriedrlch-Str. ISO. Eck- Taub-n-Etr. llnvaliden-Slr. 164. Eck« Srunn-n-Str. Taueutzleu-Slr. 15, Eck« Morburg-r Sit. Zoachiwslhaler Str. 2. »m Lahnhot Zoo Friedenau: Rhein-Str. IS. eck- si-ch-si-. g«z«nüder d«r AaII«r-Eiv»t«vlloi« Dtioater». 7llhr: Ovr iedenös leielinam. ll/ür: Kiinter der Freude. 5')»lkNiUiitiiic. flieater am Sülowp.atz. L'n torprun dl). Schönh. Tor. I'l, Uhr: Was ihr"wollt. Dir. C. Meinhard— R. Bernauer. Theater i. Königorätzerstr. VltXJ.: Der Halzensteg. Berliner Theater •/„SUhr: Die beiden Seehunde. Komödienhaus T'/jU.: Ole»olle IComteß. Trianon-Theater Gcorgenslr., Ehf. Friedrichsfr. 'fiSU. Allabendlich 1 1.,8 U. Der LeheDSScItöier. Schauspiel von Ludwig Fulda. Kaiser-Titz. Lda Wüst, v.AIöllondorff, Kettner, Flink. Sonntag 3'/,: Johannisfeuer Tägl. F/j. Sonnt S'/s n. 7"z fieh'n Sie Moßuielit nach Berlin! Eorue-Fosso in ö Bildern von Otto Uentter. Musik von II. Ilirtsch. Hauptdarsteller: Georg Kaiser— Erich Schönfelder— A. Müller-Linckc — Otto Eeutter— Gertr. Gräbner— Jos. Dill— Fritzi Steinberg. Theater für Dienstag, 6. November. Dnettsplelhans l'h Uhr: Die blonäen Mädels v.lindenlioi Central-Tliesttcr. Kommandantenstraße 57. T1/,- Die Csnrchiller-Th. Chart. ub�Kälhehenvon BeüIpiiii. Thalia-Theater 7's. Uhr -'v Egon«nil seine Frauen, Theater an Nollendorfplatz 7 Uhr; Theater des Weatenz Tv.uhr-.ßerYerlielite Berzog mit Guido Thielscher Rose=Theater. 7', Uhr: Der Weiberfeind. Walhalla-Theater. 7'/. Uhr: avicjcunGi�B je Berliner Konzerthaus Mauerstr. 82. Heute: Zimmerstr. 90/91. £liimailg:e8 iäast sfilel des aus dem Felde gOKommenen Musikkorps Kaiser-Franz- Garde-Grenadier-Regls. Leiter: Obermusikm. Adolf Becker, :: so nuHiker:: unter Mitwirk, des Herl. Konzerthans-Orchesters, Leiter: Komponist Franz von Blon, Anfang T1/, Uhr. Eintritt 1 M Anfang 71!, Uhr. Karten sind hier zu habea. Alle Vergünstig, aaigehobea. iTIOHAL-fpHEATER. 'iiH. Größter| laeöerlolg! Das Ist die Liebe. I Sonntag. 11. Kov., 3*/. U.: Was junge Mädchen träumen. URANIA 8 Uhr: Prof. Dr. Doegen: Unsere Kriessgefangenea and ihre Volksstämnft. 8 Uhr: Professor Dr. P. Schwahn: Der Jlond»I. GeHtim. Täglich T'/j Uhr: Die neue phantastische gr. Ausstatiungs-Pantomime Mondfahrt. Verf. u inszeu- v. Paula Busch. Einstud u. Ballett von P Niegel. Besond. ht i. orznheben; Der Aufflug des Aeroplans und Sensations-Sturzflug. Die Milchstraße.. Ein Blick In den Himmel. Vorher: Trllby und die übrig. KummerD. Wer mit<>old zahlt, erhält _eine gleiche Karte »unstonst:-tWD geiisletil 3 vön»« S m. Such-■ hnnöiung Vomätit B Rerkau-Palast Behrenstraße 48 Im I. Stock Punkt oU nm.: Marionetten Unt. ander, werd. vorgef.: Francilla Kaufmann Lucie Kieselhausen Klassische Tänze Sent M'ahesa Oriontalische Tänze Robert Steldi Gebrüder Wille Hand- u- Kopf-Akrobaten Saierno der berühmte Jongleur Blonde! am Schwungseil Toto dar unverwüstl. Glonn Hochinteress. f. Erwachs. und Kinder, jung und alt. Keine erhöhten Preise für Getränke erster Güte. Eintritt u.Garderobe frei. IfnniOPt d. allbekannten RUUiCIT Gottschalk-Kap. __ Oer große Variete-Spielplan 12 ittrakiiooen 12 = Rauchen gestattet!= Haar-u.Velouriiiile Vorverkauf Stück 38 M. Lindeku, Rosentbalerstr. 36. II(fttsihäft-. W, Bayerisoher Platz 7, Ecke Grunewaldstc. 36.* Letzte Saison in Berlin. Anfang 7*1, Uhr. Mexikol Große Original- iusstatlUDgs-Panlomiffie.j Vorher das einzig dastehende Ziite-Sport-Progranun u. a. Nadchura— 8 Frawkoms Yoigt-Theaier. Badstr. 68, Bad Str. 58 Täglich: Die Tragödie eines Weibes. Kasseneröffn. S'/z, Ansang 7'/, U. keieltÄalleit'IltealLi' ANahendlich T!, Uhr und Sonntag nachmittag 3 Uhr Sonnt, nachm ermäß Preise! Logen I iL, Parkett 75 Pf. Eintritt 39 Pf. APOLLO Friedrichstraße an der Kochstr. Dir. James Klein. Allabendlich"i'l, Uhr: DieBoebzeitiiesMabarailselia Theaterk. ununterbr. geöfin. Sonntags: 2 Vorstellungen, 3'i, und 7'/, LTrf Casino»Theater Lothringer Str. 37. Tägl.'s, 8 U. Gastspiel Vettori! Herr oder Oiimc t Dazu die erfolgreiche Posse Heiraten mutzte! Porb. das neue Novcinberprogr. Sonnt. 4 Uhr: Cmtct Morw. Admirals-Palasl. I>le STovitiil Hbrakadabra Großes phantastisches Ballett auf dem Else. 7»l, U. VorzBgl. Küche.