ZK. 333. 34. Iichrg. Bezugspreis- Litrtegährl. marl. Holland. Luremburg, Schweden und die Swwei,. Emgetragen in die Poil-ZeitmigZ.Preisliste. Erschein» täglich, Telegramm- Adresse: .Tozialdemokrat Berlin-. Vevlinev Volksblerkk. ( 10 pfchnnlg) Der Dnzelgeupreis beträgt f. die siebengelpalleneKolonel. -eile S0?!g. �lrieiue Sludeigen". da» leriaebruelte Wort A>»ig. f,v- lä'Ng Z"settgei>rnu�>! und Sch'lriilellenan, eigen d,» er!ie Wort 10«ig.. lebe» weitere Werts«ig. Worte über iö Kxchiiaben rähien für rwei Werte. Tenerungejnschiaa ZV«, � lraiitilie»»«NHetgen S»'pfg.. vollüiche u. aewer'ichaftliche«er ein«. Anzeigen«0t?ig die Zeile. Auzrioen für die nöchfie Nummer miljicn bis l» Uhr»achmitt. im Hauvt�e'chS». Berlin SB.SS, Lindenftrasse Z, rd- gegeben werdiai. iHebssnet von S Uhr jrüh St»'7 llbr abend». ZcntraXorgzn der fozi aldcmokrati fchen partci Deutfchlands. * Ncöaklion: EW. 68, �inüenstraße 3. Feruivrecher: Amt Morwvlai». Nr.!Sl SV—»Sl»7. Mittwoch, de« S. Dezember 1317. . Expcüitio«: Ew. 68, Ltnöenstraßc Z. Ztzrrniprecher: Amt MoriSliin». Nr. ISlSV— häl v?. vie Verhandlungen über den AaffenMIIltand Bcrliu, deu 4. Dezember 4917. Amtlich. Die russi sch e Abordnung für Abschluß eines Waffenstillstandes wurde gestern nachmittag 4 Uhr vom Oberbefehlshaber Ost General- feldmarschall Prinzen Leopold von Bayern mit einer kurze» Ansprache begrüßt. Darauf begannen die Berhandlnngeu über den A d s ch l u ß e i n e s Waffenstillstandes, an luntn unter Borsitz deS Chefs des GeneralstabeS General Hoffmaun, Vertreter der deutsche» Laitd- upd Scestreit- krüste sowie Bevollmächtigte der Obersten HtcrcSleitnugcu von Bulgarien, Oesterreich- Nngaru«nd der Türkei teiluehuttu." *• Eine im wesentlichen gleichlautend« Meldang wird von österreichischer amtlicher Stelle ausgegeben. h* Wien, 4, Dezember. Amtlich' wird am 4. dieses nachmittags mitgeteilt: Die Verhandlungen über einen Waffen- stillstand mit Rußland wurden fortgesetzt; es fand eine allgemeine Ausspräche über die einzelnen Punkte statt. Nach- mittags wurden gemeinsame KommissioMSbera- tunge« abgehalten. Die nächste Bollfitzung ist auf den 5. Dezember vormittags anberanmt. General duchonin gefallen. Krylenko im Hauptquartier eingetroffen.— Blutige Kämpfe. Berlin, 4. Dezember. Krylenko ist gestern»l« Ober- befehlshabcr im rosfischen Großen Hauptquartier eingetroffen. Bei den stattgefundcne« Kämpfen ist der frühere Oberbefehls- haber General Duchonin gefallen. Wien, 4. Dezember. Ans dem KriegSpressequartier wird am 4. Dezember mittag? mitgeteilt: Die Festfetznug KryleukoS im rufsischcn Hauptquartier ist von erbitterten Kämpfen begleitet gewesen, in denen der frühere Ober- ' befehlshaber Duchonin den Soldatentod erlitt. Petersburg, 3. Dezember. Reutermeldung. Man bc- richtet, daß der revolutionäre HeereSauSfchuß eine auS Garde-Referve-Regimentern und verschiedenen M asch i n e n g e w e hr- Abteilungen bestehende Truppen- abtxilung ausgeschickt hat, um gegen das H a u p t q n a r t i c r vorzugehen. Diese Meldung ist inzwischen von deu Ereignissen überholt, da dies« Truppen sich bereits des Hauptquartiers bemächtigt haben. Daß ziemlick beträchtliche Aufgebot zur Eroberung des Haupt« quartierö bestätigt im Verein mir den Meldungen über die statt« gehabten erbitterten Stümpfe, daß der dabei gefallene Oberst- tommaudierende der früheren Regierung einen starken Widerstand organisiert hatte. »' Trotzki wirö entMeüene Forüerungen stellen Amsterdam, 3. Dezember. Dem„Algemeeu Handelsblad" zufolge meldet„Daily Chrouicle". daß Trotzet am Freitag » im S o w Z c t eine lange Rede übet die internationale Lage hielt, in der er sagte: Wir»verden bei den Verhandlungen auf der Hut sein und nicht zulassen, daß die Grundsätze eines allgemeinen Friedens, f« dia die russische Revolution kämpft, weggedeutelt werden. Wir»verde« keine Ausflüchte dulden»lnd sotvohl an»mserc Verbündeten wie an unsere Feinde entschiedene Forderunge» stellen. Die Maximalisten sind also keineswegs zu einem Frieden auf jeden Fall und um jeden PrerS bereit. Der Erfolg der Berhand-. lungen wird davon abhängen, daß die deutsche Regierung ihren Lerständigungswillen durch keinerlei Einflüsse von anderer Seile her .wegdeuieln" läßt. j Wie», 4. Dezember. DaS.Fremdenblatt' drückt die Hvffiiuug aus, daß e-S gelingen werde�zu einem Friedensschluß mit Rußland zu' gelangen, und.fährt fort: Selbstverständlich werden dieVesptechii»gen, die nun im Gange sind im Geiste der Ver- s ö h n t t ch k e i t ge'übrl werden. Weder wir noch Deutschland haben jemals aggressive Absichten gegen Rußland gehegt. ES ist uns niemals eingefallen, unS iu die innrreu Berhslmiffe Rußlands ein- «engen und Eroberungen auf Kosten Rußlands mache» zu wolle». Gin Vorstoß üer alten Regierung. Tschitscherin Botschafter in England. ' Paris, 3. Dezember.(HavaS.) Ei» Telegramm auS PetcrS- Jrnrg meldet: Die Bolschewtkikommisiäre beriefen M a k l a k o w ab. weil er ander interalliierten Konferenz teil- genommen habe. Ein« HavaSmeldung bemerk dazu, daß 'Maklakow noch nicht sein Beglaubigungsschreiben Poincars über- reicht habe und da er keinen ausdrücklichen Auftrag zur Vertremng Rußlands auf der Konferenz hatte, an dieser Konferenz nicht ' teilgenommen habe. In Ermangelung besonders beglaubigter. Vertreter haben die allnertcn Regieningen, die keine Besprechungen ohne Rußland wünschen, Rußland» ständige Vertreter ein» geladen, an den Sitzungen teilzunehmen. London, g. Dezember. Reuienneldung..Daily RrwS" meldet aus Petersburg, daß die alte V orlänsige Regierung. - von der man in der letzte« Zeil nichts mehr gehört hatte, Erfolgreiche Kämpfe bei Cambrai— La Vacquerie erstürmt—«500 Engländer gefangen— Beginn der Waffenstillstands- . Verhandlungen im Osten. Amtlich. Große» Hnnptquartier, 4. Dezember 1917.(W. T.».) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprrcht. An der flandrischen Front steigerte sich daS Feu» von Mittag an zwischen Porlkapelle und Ghelnvrlt zu großer Heftigkeit. An mehreren Wellen griff englische Infanterie nördlich von Ghrlndelt an. Am Feuer»nd im Gegenstoß wurde fie abgewiesen. In den nördlichen Abschnitten des Kampffeide» bei Samdrai war die Artillrrietiitigkeit zwischen Znchy und Bvurlon vorüber-« gehend lebhaft. Kleiner« Sorfeldkämpf«»erliefen erfolgreich. tdt südlichen Abschnitte» dauerten tagSübrr zwischen Rarcoiag und der von Peronne auf Cambroi führenden Straße örtliche und sehr heftige Kämpf« an. Unermüdlich i« Dranfgehen mit Handgranate«nd Bajonett entriffcn unser« Truppen dem Eng« linder zähe verteidigte Grabenstücke. Bergrblich»ersucht« de» Feind, sie wiederzuuehmen. Babische Truppe« erstürmte« da» Dorf La Bacqurrie und behauptete« es gegen«ehrfach« englische Gegenangriffe. Wir machten«ehr als 500 Gefangene. Heeresgruppe Deutsche» Kronprinz. Au der �tlctte und zu beiden Seite» der Maat bei regrr ErkundimgStätigteit zeitweilig»ufledeudeS Feuer. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Waffenstillstandsverhandlungen für dir rnsfischr Front habe» begonnen. Mazedonische JTsront. Nicht» Besonderes. Italienische Front. Bei guter Sicht war dir Artillerirtitigkeit in einzelnen Ab- schnitte« lebhafter als an brn Sortagr«. Der Erste Generalguartirrmrister. , Ludrndorff. Abendbericht. Berlin, 4. Dezember 1317, abends. Amtlich. Bon keiner Front find bisher besondere Ereignisse ge meldet worden. '« Der österreichische Bericht. Wien, 4. Dezember 1317.(W.?. B.) Amtlich wir» »crlantbart: Italienischer Kriegsschauplatz. Da» kirtillerirfeuer hat stellenweise zugenommen; größere Kampfhandlungen unterblieben. Oestlicher Kriegsschauplatz. Gestern nachmittag haben die Berhandlnngeu über den Waffenstillstand an der russischen Front begonnen. Nnverändert. Albanien. Ter Ehrf deS GeneralstabeS. plötzlich 1 wieder mit einqm Manifest an die Be- völkeruug hervorgetreten sei, in dem fie erklärt, sie sei die einzige aesetzliche Autorität in Rußland und die An- ordnungen ocr Bolschewik brauchten nicht besoögt zu werden. Die einzige Rettung wäre die möglichst baldige Einberufung der gesitz« gebenden Versammlung. Außerdem, wurde ein Dekret veröffentlicht, in kKm die gesetzgebende Versammlung für drn II. Dezember nach dem Taurischen Palast einberufen wird. „Daily Ehronicle' meldet aus Petersburg, daß mehrere Blätter die Erklärung der Vorläufigen Regierung veröffenllichten. Daraus wurden die Redckktionrn geschloffen und stfc Blätter snkpeit. dien. Tie Rote Garde besetzte die BurcauS der. R j e t s ch*, der.N o w o j« SSremsa".»Edinstwo�,.Rarodno ilowo*, per.R a l> o t s ch a j a G a z e t t a", der.W o t j a R a r v d a' und der ,B L r s e n z e i t u n g'. E» wurden Haussuchungen vorgenommen und mehrere Mitglieder der Redakttonen verhaftet. Die Druckerei der ,N o w o j e W r e m j a" wurde beschlagnahmt und sie wird für die Herstellung der„SolbatSkaja Pralvdu* verwendet. Räch einer Meldung der Daily RewS' aui Petersburg teilte Trvtzki mit, daß Tschltscherm zu« Botschafter iu Eugland ernannt worden ist. (DaS wäre«ine Demonstration, da Tsckititberin einer der Russen ist, denen England wegen ihrer maximalistischen Gesinnung die Ausreise verweigert.) Bleiches Wahlrecht oöer Drei- klassenwahlrecht? �jur heutige« Debatte im Abgeordnetenhaus.- Heute beginnen im Abgeordnetenhaus bie Verhand- lungert, die darüber entscheiden sollen, ob in Preußen da? gleiche Wahlrecht angeführt wird oder ob eS boini T r c i- flössen wähl rV ch't"verbleibt, Ein Drittes kann eS»ich: � geben. Fällt das gleiche Wahlrecht, so bleibt daS Dreiklapcnwahlrecht. Darüber soll man sich möglichst bald in allen Kreisen klar werden, das; c* nitr noch ein Entweder— O der gibt. ' Die ttonservaiiven haben ihr Staatsrecht brav studiert und ste berufen sich mit Recht dgranf, daß der König durch seinen Wahlrechtserlaß den Landtag nicht binden konnte. Der Landtag kann die Wahlrechrsvorlage ablehnen oder zur Un- kenntlichkeit verstümmeln, ganz wie es ihm beliebt. Aber eines kann der Landtag nicht! Er kann nicht bc- wirken, daß das Plurakwahlrecht oder■ das berufsständische Wahlrecht oder was er sonst für ein Teufelszeng aushecken mag. Gesetz wird. An diesem Punkt hat die staatsrechtliche Weisheit der Konservatiocii merkwürdigerweise ein Loch. Gesetz werden kann die Wahlresorm nur durch die Sanktion des Königs. Im Reiche bqdarf es zur Gesetzwerbung eines Reichstags- beschluffeS, der die Zustimmung des Bundesrats gesunden hat, nicht des Kaisers. Anders ist cS in Preußen, dort ist neben dem Herrenhause und dem Abzeorduetcnhause der König Faktor der Gesetzgebung. Ter Köllig aber hat sich, das wird wohl von keiner Seite bestritten werden,.durch den WastlrechtSerlaß vsnr 11. Juli gebunden. Er hat dem preußischen Volk da» gleiche Wahlrecht versprochen. Wenn jetzt der Landtag diese Vor lckge hernimmt, daS gleiche Wahlrecht aus ihr heranSstreichl und ein ungleiches an feine Stelle setzt, so kann der König, ohne seinem Wort untreu zu werden, dem veränderten Gesetz- entwurs nicht die Sanktion erteilen. Dem König die Sanktion einer Wahlreform zumnten, deren Zweck es ist. dem gleichen Wahlrecht das Genick umzudrehen, das heißt, dem König einen W o r t b r n ch zlimuten. Keine verantwortliche Regierung wird daher dem König raten können» eine Wahlresorm zu ialiktionieren, die das Ver sprechen vom 11. Juli unerfüllt läßt. Wenn sich als» nicht der Landtag zum gleichen Wahlrecht bekehrt, dann gibt c: überhaupt leine Wahlresorm, aus die sich alle drei Faktoren der�preußiichen Gesetzgebinig in Ehren einigen können-*• und dann bleibt das Dreiklasscnwahlrecht in Kraft. Dann bleibt ein Zustand bestehen, den selbst die konservative „Deutsche Tageszeitung' als unhaltbar erkannt hat. und für das Fortbestehen dieses Zustandes werdxn die Konservativen dem Volke verantwortlich sein. Darüber sei man sich also von vornherein klar: Für jeden, der nicht etwa der Kckkne die Preisgabe ihres in Zeiten der Slot feierlich gegebenen Versprechens' zumutet, steht die ?l u S s i ch t S l o s i g k e i t aller K o m p r o u» i ß v c r s-uche von vornherein fest. Für ihn sind»lle Diskussionen über Pluralwahlrccht und berufsständisches Wahlrecht nicht:- als zeitvergeudendes Geschwätz, sinnloics Lerschleppungs- mauövct. Gleiches Wahlrecht oder Drcinasjemoahlrecht, das allein ist die Frage! Wer sich für ein Pluralwahlrecht oder ein berufsständisches Wahlrecht entscheidet, der geht damit der ivirklichen Entscheidung aus dem Wege, wirkt aber dafür, daß daS Dreiklassenwahlrecht weiter bestehen bleibt. Die Wahlrcchtögegncr weisen wahrscheinlich die Aus- schlicßlichkeit dieses Entweder— oder nicht zugebe». Warum, werden sie fragen, soll denn nicht auch der König einen Schritt zurücktun? Und gewiß stünde es uns Sozialdemokraten am allerschlechtesten an. grundsätzlich den Willen des Königs gegen ein gewähltes Parlament auszuspielen. Aber hinter dem Schein darf matt das Wesen nicht übersehen. In dem der König da? gleiche Wahlrecht verhieß, machte er sich rn dieser Frage zum Exponenten des V o l t S w f l l c n s. »vährcild. das gewählte Parlament in seinem bisherigen Der- halten gerade diesem Dolkswillcn entgegen stand. Die Monarchie hat fich dafür stark gemacht, dem Volk daS Wahl- recht zu geben, das es verlangt. Ei?:e Jntercssentenelique aber, eine winzige Minderheit, trumpft jetzt gegen sie auf. Mit der Sanktion irgendeines von dieser Clique beschlossenen Wahlreforni-WechielbalgS würde die Monarchie ihre Niederlage unterzeichnen. Welche Niederlage und gegen welche Gegner! ?llS die Krone- dem Reichstag deS gleichen Wahlrechts das Zugeständnis»lächle, ihren ersten Ratgeber nicht ohne Fühlungnahme mit den Parteiführern zu emenncn, nannten die Konservativen das ein inneres Olmiitz.' Sie selber aber steuern auf ein inneres Jena zu. Sie wollen c>en Willen des Volkes brechen und zugleich den. Willen des König» unter den ihren beugen und damit der Welt ein Schauspiel bieten, wie sie c-«och nie gesehen hat, So beskchi„die drikie Möglichkeit" zwischen Dreiklaffen- Wahlrecht und �gleichen: Wahlrecht nur für skrupellose Ver- �weiflungSPolitiker, die sich /selber Monarchisten nennen, in Wirklichkeit ober nichts anderes versuchen, als die Monarchie in ihre eigests karaftrophale Entwicklung mir hineinzuziehen. Kr alte anderen bleibt es dabei, daß alle Kompromiß- versuche— wegen der Unmöglichkeit, einer Beteiligung des drillen KkroK der Gesetzgebung— aussichtslos bleiben müssen und daß eS jetzt nur noch die Wahl gilt zwischen dem gleichen Wahlrecht und dem Dreiklasseiilvafstrecht. DaL Dreiklafsenwahlrecht wird aber jetzt selbst von kon- servariven Blattern'für unhaltbar erklärt. Keine Partei, die nicht mit ihrer vollständigen Ausschaltung aus dem Reichstag rechnen will, kann die Verantwortimg dafür übernehmen, daß bei den. nächsten preußischen Wahlen'Kriegs- Wucherer und Schleichhändler alS Wähler' erster und zweiter Klasse die Männgr aus den Schützengräben in die dritte Klasse drängen. Keine kann die Verantwortung für die Konflikte rragen. die sich auS dem Fortbestand des TrciklasscnwahlrcchtS ergeben müßten. Ter gegenwärtige Zustand ist unhaltbar, wie die„Deutsche TageSztg." richtig bemerkt, ein Kompromißversuch ist aus- sichtslos, weil sich der dritte Faktor der Gesetzgebung auf ihn nicht einlassen kann, möglich und darum notmenlng und unvermeidlich ist nur SaS gleiche Wahlrecht! Denen, die sagen, sie seien bereit„mitMlarbeiten", bloß das gleiche Wahlrecht, wollten sie nicht, soll man ins Gesicht lachen. Sie. betrügen andere und sich srlSft.„Mitarbeiten" � zum Zweck, das gleiche Wählrecht zu'beseitigen, heißt die Wahlreform verschleppen mit der Absicht, sie ganz zu vorhin- deril. Den» was hätte das Verschleppen sonst für eingn Zweck? Oder ist die konservative Partei unter Heydebrandö glor- »icher Führung wirklich schon soweit, daß es ihr nur noch darauf ankomM. etwas Zeit vor bcm Unvermeidlichen zu gewinnen? Stüht sie da, wie' eiü'Kmd, daS sich vor dpin kalten Wasser fürchtet und schreit:„Nein, nein! Noch nicht!"?/ Es ist auf keinen Fall ein erhebendes Schauspiel, daS diese einst führende Partri in„großer Zeit" bietst! Sie hat die letzw Gelegenheit, Anschluß an die lebendtge EntwstKung zu finden,»erpaßt und sich selber zuni Absterben verurtvflt. Denn die Äellrmg zum gleichen Wahlrecht ist die große geschichtliche Probe aus ihre Lebensfähigkeit, die jede Partei jetzt abzulegen hat. Möge kein irgefidwic noch helehrbarcr Politiker, möge kein Verantwortlicher Staatsmann den u p- geheuren"Ernst der Pewegnng verkennen, die zur Einbringung dieser Lorlage geführt hat. Diese Bewegung wird ihr Ziel erreichen, mit ihnen oder über, siel die erste Legegnung üe? Irieöevs- Parlamentäre. lieber die historische erste Begegnung der russischen und deut- schon Foi«Äs»tpeola»zentäre»m 26. Aovombcr wiro aus Peters- surs über Haparand« gemeldet: Tii»str»g,»m?7. Noveuvber, kehrte» die russischen Bar- l ä m e!> t« r«, die sich zum OberbefehlShcrücr der feindlichen Gruppe:: bezebsn hsttcn, um über Waffenruhe zu verHändeln, nach Dünawi�g zurück uns. lieferten folgenden Bericht cB: „Wir begaben uns 12 Uhr 20 Minuten von»DtvinSk zur Archit des taS Ersuchen abgeschlagen._ Die maximaliftisthe Regierung jchafft - Grünung« Einberufung der Nationalversammlung auf den 11. Dezember. Kopenhagen, 4. Dezember.„SocialdemoZväien" meldet über Stockholm: Die russische Regierung hat über 200 Abgesandte ausgeschickt, um die Bauern über wirtschaftliche OrganifationS- fragen aufzuklären, sowie 2S0 Slbgesandte, die in die VerkehrSver- HAtnisse Ordnung bringen sollen. ES werden bereits in dieser Richtung Verbesserungen gespürt. Große Mengxn Kartoffeln und Kohlen sind vorhanden. Die Brotrationen werden verdoppelt. Das frühere DumamitglicS PetrolSki ist soeben.von einer Reise vach Charkow und dem Dongebiet zurückgekehrt und� berichtet, daß dort überall /lluhe und Ordnung herrschien. Die ganze Macht liege in den Händen der ukrainischen Zlrbeiterverbände. Alle Maßnahmen seien getroffen, um zu verhindern, daß Kalcdin etwas gegen die Regierung unternehmen'kann.' Tie russischen Blätter bringen einen RegierungSbefchkuß, wo- nach die Verfassunggebende Nationalversammlung auf den 11. De» zenzher nachmittags 3 Uhr in den Taurischen Palast einberufen ijird. Tiefe, aber vergebliche Entrüstung. Rom, 3. Dezember. sStefani-Melduna) Der russische BotschcEter in Rom beeilte sich, der italienischen Regierung seine tiefe Eni- rüstung daiüber auszudrücken, daß die zwischen Rußland und seinen Verbündeten geschlosiencn geheimen Abkommen in Petersburg ver- ösft-ntlstht worden sind. Die Veröstentlichnng sei eine gehässige Ver- letzunq der eingegangenen Verpflichiungen. Tie»tiefe Entrüstung" des russischen Botschafters beleuchtet nur noch schürferchden für die italienische Regierung äußerst kompro- mitricrlichen. Inhalt des deröffentlichren Dokuments. Zrieüensöebatte in türkischen Kammer. > Äonstantinopel, 1. Dezember. Die Kammer hat einen Nach- tragpkredft zum KriegSbndg« des laufenden Rechnungsjahres in Höhe von 20 Millionen Piund angenommen. Im&iufe der Debatte sagte der Abgeordnet von Trapezunt, Servet, die Jammer habe bisher keine Gelegenheit gehabt, über den Frieden zu sprechen. Eine solche Gelegeicheit biete daS Moni- fast der neuen Regierung Rußlands, dem gegenüber die oSmanische Kammer nicht gleichgültig bleiben dürfe. Der Redner sprach die Hoffnung aus, daß die Regierung der Kammer Auf- kiärungen erteile.' Er lege Wert darauf, zu erklären, daß er diesen Akt der gegenwärtigen Leiter Rußlands beifällig begrüße. Der Präsident Hadschi Avil erklärte, der Minister dcS Aeußern habe ihm mitgeteilt, daß er jeden Augenblick diesbezügliche Nachrichten er- warie und sich beeilen werde, sie der Kammer zur Kenntnis zu bringen. ffenöerfon pftichtet �ansöowne bei. Bern, 4. Dezew.bc» Der Arbeiterfübrer Henderson äußerle sich in Manchester zu einem Vertreter von„Daily NcwS" über den Brief LanSdowneS höchst erfreut. Er be� zeichnete ihn als zeitgemäß und h o f f-n u n g S v o l l und empiahl. daß die im öffentlichen Leben stehenden Männer, die ähn- liche Ansickicn hätten? sich zusamwentun und einen wohlwollenden -Druck aus die öffentliche Meinung ausüben möchten, um eine Lage herbeizuführen, von der die Regierung vielleicht willens sei, Gr- brauch zu machen. Henderson sprach erneut die Hoffnung aus, daß die englische Regierung freimütig ihre gegenwärtigen Kriegs- ziele erklären und nicht erst abwarten möchte, bis Ameyka Gc- legenheit gehabt habe, dieselben bitteren Erfahrungen zu machen wie die Alliierten. Wilson wolle fraglos den Frieden heule ebenso wie ISIS. Ei» Bolksfricden könne sicher auch anders als durch blinde Konzentricrung auf milftörischc Strategie herbei- geführt werden. Hcuderion wandte sich dagegen, daß kein Versuch eines befriedigenden«kuSgleichS gemacht werden solle, al« die Ver- treier der Knockout-Richtung beftiedigt seien. Er hoffe, daß Lonsdowne seine soibcachtbnswert.bcgonncnenlBcmühungcn fort- fetzen werde. Troelstra gejen ösn öänischen Konferenz- vorWüg. In einer Unierrcdung, die von„Her Volk" wiedergegeben wird, sagte Troelstra. eS bestehe für die Franzosen keine Ausficht, jetzt Pässe für Stockholm zu erlangen, da Elemenccau alle Friedens- beslrebikngen unterdrücke. Ebenso stehe es mit den Sozialisten der anderen Wcststaalen. An einer Stockholmer Konferenz würden daher nur die Benrerer der Neutralen und der Zentralmächte und viel- leicht noch die Russen teilnehmen. Eine solche Rumpf- konferenz vertrage sich jedoch, nicht mir der Internaltonale.'' Die holländticke Delegation hi»lt wieder eine Versammlung ab: eS wurde beschlossen, die Antworten der Parteien auf das Friedens- manifest abzuwarten, bevor weitere Schritie getaw wüpdcn. M, �- Wahlen um die Wehrpflicht. Wird Kanada den Krieg fortsetze»? Ben», 4. Pezember. Di- englische Presse sieht mit Spannung nnv Besorgnis dem Ergebnis der vom 11. bis 17. Dezember siatt- findenden all�meine» Wahlen üi Kanada entgegen, da von ihr die Äpaltung der Kriegsstärke' der kanadischen Truppen an der �Lcstsront abhängt. Der Wablgang gehl zwischen der die Militärdienstpflicht grundsätzlich bekänipfenden Gefolgschaft des liberalen Staatsmannes Saurier und der der- zeitigen aus-den führenden Konservative» und Liberalen zui'am- mengcsetztcn Unionsregitrung BordenS. Die Regierung hat auf Grund des bestehenden DienstpflichtgesetzeS mittels sogenannter AuswahlauShebungcn, bei denen alle Familien, die bereits Kriegsopfer gebracht habin, befreit bleiben, neue hundert- tausend Man» einberufen. Laurier verlangt dagegen, daß zu- nächst durch Volksabstimmung über die Gesetz- Mäßigkeit des DienstpflichtgesetzeS entschieden werbe. Diese Maßnahme wüida nach der Ansicht Sachverständiger einen so bedeutenden Zeitverlust verursachen, daß die kanadischen Felddivisionen inzwischen ihren Kampfwert verlören. Die Anbänger LaurierS erklären offen, daß Kanada im Falle eines Wahlsieges LaurierS praktisch aus dem Kriege aus-' scheidet, während ein Mitglied der Unionsregierung äußerle, ein Sieg LaurierS komme einem Siege Deutschlands gleich. Der Be- fehlshaber der kanadische» Truppen an der Westfront betont in einem in ganz Kanada verbreite» Aufrufe dringend die Notwendig- keit von Verstärkungen. Beide Parteien scheinen ziemlich gleich stark zu sein. Laurier bat jedenfalls die Provinz Oue- bec, die 65 von insgesamt 234 Abgeordneten wählt, geschlossen hinter sich. Der üeutsche Gegenstoß bei Eambrgi. Berlin, 4. Dezember. In Flandern nahm von 1 Uhr nach- mittags ab zwischen Poelkapelle und Gheluvclt die bereits seit Mit- tgg lebhaftere feindliche Actillerictätigkeit weiter zu und ging bald darauf zum Trommelfeuer über, dem westlich Ghelrwelt in• mehreren hundert Meter Breite ein stärkerer englischer Vorstoß folgte. Der Angriff wurde durch unser SpeM. und Vernichtungsfeuer und sofortigen Gegenstoß restlos Einwohnern überlassen werden. Die Kleinhandels- Höchstpreise bleiben besteben. Der Handel mit Zuchtgänsen, der beim Beikauf durch die LaüdwirtschastSkammern oder staatlich zugelassene und kontrollierlt Zuchtvereinigungen an Höchstpreise nicht gebunden ist wird durch diese Bestimmungen nicht berührt. nicht in den BVerkstäiten der Stadt gewesen sei. sondern sie mit einem anderen lyeschäft verwechselt bade. Ais. er schließlich die in Frage komme nd-pi Angestellten herbeirief, gab rS«ine Wieder- erkennungsszene--- und nun wurde einwandfrei festgeiiellt, daß sich alles so zugerragw» hatte, wie es im„Vorwärts" erzähli worden ist Jin seiner ÄerbliqV-ug vergaß der Herr Direktor, sich wegen des Mißtrauens zu entschuldigen, das er der Frcku gezeigt hatte. Kür die kopfschilfWletzten Krieger unterhält die Kriegsbeschädigten« FLridrge der SladnEerlin eine besondere Schule im Veremslazarett Buch, wo die noch strq Militärverband stehenden Beschädigten unier- richtet werden: ferrUv. eine Stadlabteilung in Berlin, Bergftr. S8, für die vom Militär chereitS entlassenen Krieger. Die letztere will den in der Familie weilenden oder bereits wieder in Arbeit ge- tretenen' Beschädigten Gelegenheit geben, die durch die Bersttzung verloren gegangenen oAer herabgesetzten Fähigkeiten auszugleichen und auf die frühere Höhe» zu heben. Anfragen werden Donnerstag« von 10—1?. Uht Bergsir. HS entgegen genommen. ».*■ Abgabe vo« Suftftoff. .�5 LuckerverformmgSstelle Berlin gibt bekannt, daß auf Ab- fchmkt 27 der Süßstoffkarte kl im Dezember ein Päckchen Süßstoff verausgabt werden darf. Die Abschnitte 1— SS haben ,hre Gültig- keit verloren.._ Kleine Anfrage». Antwort zu,lA(Sir. 827). Bon ter Dwekdion deS Ost- Krankenhauses, Silsider Str. 22, wird uns mitgeteilt, daß die Aeußerung, der.Vorwärts" kam« nicht in da« Krankenhaus, nicht, wie unser Gewährsmann irrtümlich annahm, vvneinem Arzt, fondern vo» einem Röntyenwärtor getan ist, und zwar ledig- lich in dem" Sinne, tS mache Schwierigkeiten, den.vorwärts" ins Hau» zu bekommen, weil er morgen.« zn sehr früher Stunde aus- getragen werde und man der Zeitungsfrau keine.Abonnements- bestellungen aufgebe« könne. Im übrigen werde der.Vorwärts" ? tändig im Ost-Krankenhausc gechalten und die Acrzt« hätten sich niemals um die Zeiti�ngskektüre ihrer Patienten gekümmert. Antwort» ull(Nr. 325). Ein von den.Schuhbesohl- und.ausbesserungswerkistätten dep Stadt Ber» l i n"(Kömmandcmlenstr.»0/31) un» zugegangenes Schreiben nennt / vi« im„Vorwärts" veröffentlichten Angaben über Ablehnung der Reparatur von zwei Paar Frauenstiefel»»unbewicsenr Bchaup- t irrigen". Von dort aus wirb behauptet, die betreffende Frau habe -»erlangt, daß das ein« Stiefelpaar«rti den vön ihr selber mitge- .-.-achien zu kleinen Lebersohleu befahlt würde und auf dies« noch iolz sohlen aufgelegt würden. Da man das als unmöglich ablehnte, kr sie sehr aufger.-gt mit b-id«i Sticfelbaaren davongegangen, in- sem sie mit Veröffentlichung in der.KaWtzzeiiung" drohte. Beim Empfang dieses vom �Tiri klar der Wämstätten unterzeichneten Schreiben« war uns klar, daß darin zw« ss pexschi ebene Vorkommnisse durcheinander geworfen wuwen. Knau, deren Erlebnisse wir geschildert haben, lehnte«sts-chieden«zb, mit der aufgeregten.Kreuz- zeitung-"-Leserin verwechselt zu werdsri. Ehe hatte keine Loder- « fohlen gebracht, keine Besohlung mit Leder- und mit Holzsohlen verlangt, smidevn�nur Aussetzung einiger Riester gewünscht. Wir veranlaßten sie. dieselben Stiefel nun nochmals� in denselben Werk-' stätton vorzulegen— und jetzt nahm man sie chvofni« Beanstandung al» noch reparaturfähig ab! Einem Vertvei« unseres Blatte» wpllte der Direktor in persönlicher Unterredung nicht zugeben, daß seine BehauMung, di« im.Vorwärts" verösfentlichte» Darstellung sei „unbewiesen. ern bißchen kühh war/ Der Herr Didrektor witterte in der Frau, die wir ihm vorstellten, noch die Freurtdfci. der-Kreuz- zeitwng. obwohl sie gewiß nicht' nach einer solchen abSsgh. An eine , Personen o rar echsistiig wollte er zunächst nich: clunheu. wohl aber hielt er für möglich und wahrscheinlich, baß dnt Fvon überhastpt Hand aufs Herz! Trägst und verwahrst du noch ' Goldschmuck? Weißt du nichts daß auch dir die ' PMcht gebietet, ihn zur Goldankausstelle zu« bringen, damii er dem Lande nühe! Die Störunge« im Fernsprechverkehr»ach außerhalb bestehen noch. Der Berlchr mit Hamburg itzrd Köln ist gänzlich unterbrochen. Eine Faorilieutragödie hat sich in dem Haust Ackerstr. 159 ab- gespielt. Hier wohnte für � sich a stein der 52 Zahre«lie Arbeiter Anton LukascheivSki. Seine Frau lebt« mit den beiden Kindern, einer 17 Jabre allen Tochter und einem Ilkjäkriaen Sohne, getrennt von ihm. Die Kinder besuchten den Vater öfter« in seiner Wohnung »yid blieben dann auch über P.acht. So geschah«S auch atn vergangenen Sonntag. Frau LukascheivSki dachte sich nicht« dabei, al« die Kinder abends nicht heiipkehrten. Auch am Montag nahm sie an. daß sie den- Tag über noch bei tstnz Vaier blieben. Montag übend um 6 Uhr nahmen nun Hau�genviV-ii ein schwache« Stöhnen in der WohnuNg LukaschewSkiS wavr. legten dem kein« Bedeutung bei und kümmerten sich nicht weinr darum. Unterdessen wurde die Mutter doch besorgt und um 8 lhhr abend« kam sie nach der Lckerstraße. tand aber keinen Einlaß. Sie wandt« sich an die Polizei, welche öffnen ließ und L u k a s ch e w-S Ii mit beiden Kindern tot vorfand. In der Küche siand«in Hahn de« Gas» -Wcher« auf. Nach dein Befund ist anzunehme», daß der Vater die Kinder pm Arsezzik und dann sich selbst mit Gas vergistet hat. LukoichewSki hat nichts hmterlassen, was über(est* Veranlassung zu der Tat Auskunft gebeit- könnte. Sie ist aber wohl in der Zerrüttung seiner Familienverhältnisse und seiner Vereinsamung zu suchen.__ sshorlottemburg. Allgemeine Speisung. Tie Ausgabestelle der allgemeinen Speisung Meinekestr. 11 wird vom 8. De.z«mber nach Rankestr. 27. Ecke SugSburger Straße, verlegt. Die Ausgabe- stelle S ch i l l e r st r. 08 wird am 8. Dezember geickLossen. Die bisherigen Teilnehmer werden aut die Ausgabestellv,! Pestqlozzi- straße 60 und Goethestraße 26 hingewiesen. Die Ausgabestelle Goethe st r. 22 wird am Montag nach BiSmarckstr. lvl verleg». Die SpeifenauSgäbe erfolgt dort werktäglich von 5—8 Uhr. An- meldtrngen werden vom 7. ab in diesen Stunden angenommen. '—"Städtische Eisenbahnen. Aus den Spiestilätzen in der Goethe- nnd Sopbie-Cbarlotlen-Straße werden Eisdohiaen eingerichtet, deren Besuch für Genieindeschlller und Freiichüler der höheren Lehranstalteir kbsteiisrei ist. Die Schulleiter werlten wie in früheren Jahren noch brauchbare Schlittschuhe, die ihnen, für ganz betonderS mibeniitielte Kinder aus der Bürgerschaft zur Verfügung gestellt werden, mit Dank annehmen... Neukölln. Volkstümliche Konzerte. Heute abend 3 Uhr der- anstaliel die Sladtgemeinde Neukölln in der Aula der Realschule Boddmslr. 34—41. den zweiten diesjährigen Kammer musitabend mit der Berliner Trio-Bereinigung Professor Mayer-Mahr, Professor Bernhard Dessau und Professor Heinrich Grünfeld. Die Künstler werden Werke von Mozart, Back und MendelSson-Bartholdi zu Gehör bringen. Eintrittskarten 75 und 50 Pf. � Schöneberg. Eine LrotkomMssiou ist an Sonn- und Feiertagen von II1/.'—! Uhr im Neuen Rarhaufe— Rudolf-Wild�-Platz— Zimmer 66, zur Ausgabe von Lebensmittelkarten in dringenden Fälle« geöffnet. k Wilmersdorf. LekeuSmittel. Von heute an find«nrs die 14 Ab- schnitte der S o n d e r- Rartoffellarte 7 Pfund Kartoffeln# zu snl- nebmen. Diese Kartoffeln sind nicht für. den lousenderr Bedarf, sondern zur Vermehrung deS sogenannten eisernen Bestände« be- stimmt. Wer die ihm zustehenden Korioffeln mchi einnimmt, kann irichi damit rechnen, daß er in der Woche, in welcher die Kartoffeln verbraucht werden sollen. Karloffein erhält. Bis einschließlich Sonnabend werden auf Abschnitt? 125 Gramm Teigwaren zum Preiie von 0,28 M. abgegeben..* Auf Abschnitt 21 für Jugendliche werden bi» einschließlich Mon< tag 125 Gramm Haferflocken, Buchweizenmehl oder Morgenlrank»W Preist von 0.11 M.. 0,20 M. oder 0,18 M. abgegeben. Der Ber- kauf findet in den bekannten Kolonialwarengeschäften statt. Spmrda«. Lebensmittel. Städtische« Gemüse kann jetzt gegen Lorzerpurig der Lebensmittelkalten ohne Abtrennung eine« Felde» abgegeben werden, jedoch nicht mehr al» fünf Pfund an jeden Käufer. Bis Donnerstag, den 6 d., wird in den städtischen Verkaufs- tellen im Rathaus« auf Feld 15 der LobenStmlielkarie Schokolade oder Backware verkauft werden.» Feld 15 verliert mit Ablauf von Donnerstag feine Gültigkeit. *■- KrMS Teltow. Beschleunigte Ablieseruug von Brotgetreide. Der Vorsitzende de« KreiSausichusies macht die Landwirt« darauf auf- merktäm, daß, nachdem die BestellungSarbeitcn im wesentliche» abgeschlossen sind, der AuSdiui'ch und die Ablieferung von Brotgetreide wieder mit allen Mitteln gefördert werden muß. weil sonst die Ab- lieserungsschuldigkeit deS Kreise»� nicht erfüllt wird und dann Störungen in der Versorgung der BevölGmng entstehen können. E« wird deshalb allen Erzeugern von Brotgetreide zur ernstesten Pflicht gemocht, alle Brotgetreidebestände an die berächtiglen Auf- käuser deSckiretses od« deren llnteraufläufer abzuliefern. Natürlich Ist nötigenfalls der Ausdrusch vorhandener vngedroschener Bestände st sobald als möglich durchzuführen. Da iu letzter Zeit die Klagen über verbotswirdrig« Verwendung von Brotgetreide zunehmen. bittet der Landrat die Ortsbehörden, solchem Treiben mit aller SAärfe zu begegnen._ Reinickendorf. vourBkuchenverkauf. In deu-nmilichen Berkau»'«- stellen werden jetzt gegen Abirenmuig des Abschnittes 127 und Vorzeigimg der blauen AusiveiSkarte je 200 Gramm Hemigkuchen für 60 Pf. abgegeben. EmpfangSberechtiD sind zunächst die Namen mit den Anfangsbuchstaben ,1— X. Andere Personen werden zurück» gewiesen.__ NowawrS. Lebensmittel Heute findet auf Kartenabschnitt 16 der Verkauf von Heringen in Fett und Oel'ärdinen statt. Tic Waren werden abgegeben in den einzelnen Verkaufsstelle» der Ge- meinde auf folgende Nummern des AuStveiieS Nr. 14 856—15 000. 21001—21 078 bei Frommert, Nr. 16 601—16 648 bei Rudow, Nr. 23 847-23 707 bei Winkel, und Str. 11971—12000, 17001 di« 18 054 bei Ziegener. Auf Äarlenabichniti 40 findet in bgf. Turnhalle. Scharnhorststraße, der Berkauf von o Pfund Weißkohl statt. Die Ausgabe er» folgt aus folgende Nummern der Lebensmittelkarte'(rot): Heute auf Nr. 1—600(vorm. 0—11 Uhr), 601—1200(nachgr. 2—6 Uhr): moraen auf Nr. 1601— 1800(vorm.), 1801— 2400(nachm.); Freitag auf Nr. 2401—3000(vorm.t, 3001—3600(iiackim.); Sonnabend auf Nr. 3801-4200(vorm.). 4201—4500«nachm. 3-5 Uhr). — Ausgabe von Marmelade. Auf»arlenabschniii 30 finddt die Ausgab« von Mar mg lad« statt. Die Karteninhaber müssen noch heute den Abschnitt beim Kleinhändler abgebe«. — Um bei« Gasverbrauch unnötige Härten zu vermeiden, will die Gasanstalt bi» auf weitere» bin Verbrauch je eines Vierteljahres nrit dem Verbrauch des gleichen Zeilraum« im Vorsaht in Vergleich fetze«. Der Gasverbrauch soll auf 80 Proz. eingeschränkt werden. Für jeden Kubikmeter Mehrverbrauch über 30 Proz. find 60 Pf. Aufgeld zu zahlen, soweit uffdt ein höheres Verbrauchsquanium zu» gestanden ist. Verbraucher jedoch, die zur> Beleuchtung ausschließlich Gas verwenden, brauchen ihren diesjährigen Verbrauch nur auf 90 Proz. des vorjährigen einzuschränken. Groß-Serliner parteinachrichten. KaulSdorf. Eine vom Sozialdemokratischen Wablvereiu ein« berufene öffentliche Versammlung, die von mehreren Hundert Per- sonen besucht war, beschäftigte sich mit der ungenügenden Versorgung mir Lebensmitteln. GcmeiGdeverirerer Genosse Himpel referierte und erntete reichlichen Beifall Besonders hdrt wurde allgemein die nichtachtende Behandlung der vielen Eingaben des Soziald. Wahl- Vereins durch das Landratsault verurleilt. Die Kinder» und Kranken- fürsorge» spotte jeder veichreibung, da irgendwelche Nährpräparat« der Gemeind» überhaupt nicht zur Verfügung stehen. Die Milch- frage schein« sich zu einem unerträglichen Zustand herauszubilden, da eine Einigung mit den Molkereibesitzern nicht zu erzielen sei. die unerfüllbare Forderungen vn die Gemeinde stellen. Die Gemeinde- veitretung sckieine deti Molkereibesitzern gegenüber machilo» zu lein. Brotaufstrichmittel werden schon seit drei Monaten nicht mehr der- teilt, trocken Brot ist die Losimg und Nahrung für die Arbeiter, di« den ganze» Tag ohne warmes Essen ihr« Arbeit verrichten müssen. Eine Resolution, die daS LandraiSamt veranlassen soll, baldige Ab- Hilfe zu schaffen, wurde einstimmig angenommen. flus. aller Welt. Di» Deutsche Nationalbücherei iu Gotha, die größte Sammlung von Werken über die deütschr Kultur. Eigentum de« Deutlchbunde«,- ist gestern durch Feuer vernichtet worden. Der Schaden ist großen» teils unersetzlich._• ««»»erauSstchten für da« mittlere vlorddentlchlan» dt« Donnerstag mittag. Kalt, vielfach heiter, ohne erhebliche Niederschläge. �ewinnattoz«» der lv. Preußifch- Köddevtsche« ('«36. KSniglich xre», Mischen) Klastenlotterie 5? Klasse 22. ZiehmigStag 4 Dezember 1917 »af j»d» gezogene vtnwwer sind»»et gleich dod« Wewignr getoNen, and zwar j«»tu,» auf die Los« gleicher Waarnicr i» de« detd «btetluiiaea I aud II Är (Ohne Sewöhr v Kt.-A. f. tNochdruck verdoteu) In der vormittagS-Zirhnng wurden Gewinne über 240 Mb, gezogen: 6 Gewinne zu 5000 Mk. 70726 114405 114411 80 Gewinne zu 3000 Mk. 827 10634 10688 13192 31878 37684 42160 63484 60023 64771 83209 86624 87965«Ö161 93192 105921 1)2057 121329 127962 132650 134671 136787 143381 144074 160621 169325 J 72317 172867 174078 176210 179618 186021 191283 203691 215930 222639 229248 227186 228458 230741 152 Gewinne zu 1060 Mk. 2427 6266 6667 12915 18846 27811 29063 29982 30284 31810 82330 37889 39261 46340 49844 49860 60424 62507 64(145 67947 63444 70580 77343 80683 81137 90144 91210 97709 98269 99425 104637 121333 123403 124580 127476 129136 130440 133669 134006 137769 137949 138835 141467 141977 151543 162562 163183 163367 167625 168951 173971 176899 176834 176856 185206 186524 185861 188866 191241 191929 192704 198121 194377 197716 198671 199266 203222 206027 214265 218073 224459 228186 230296 231594 233979 233994 222 Gewinne zu 500 Mk. 1898 6688 12132 14416 14610 1 14744 18941 19353 21278 22327 24693 24846' 27463 34507 37590 38781 40394 41126 41255 42913 43278 46468 46576 *47989 49787 61679 64620 64682 65900 69443 71826 74227 78884 79538 81199 82163 85385 85687 89044 86667£9067• 100690 103022 104262 104984 106413 109896 J13093 116973 116388 117316 119315 121347 122830 122978 126674 134340 136068 144769 145363 146829 147778 148827 153826 155956 156003 166406 166513 156334 169574 161968 162330 168863 188968 171310 171926 172336 172409 172991 175005 175964 176632 178686* 180728 181628 186129 186740 186344 191603 198022.197388 197676 196629 201188 20»00 203853 204305 206609 206331 207637 209848 211799 213032 218386 219684 219789 225020 226740 227771 232734 233395 In der Nachmittag»-Ziehung wurden Gewinne über 240 Mk. gezogen: 2 Gewinne iu 3000 Ml. und die Prämie von Soll 000 Ml. 179794 2 Gewinne zu 5000 Mk, 9401 125317 26 Gewinne zu 3000 Mk. 7464 49368 53848 54628 71417 110783 113362 147926 156079 176994 181540 204068 214881 68 Gewinne zu 1000 Mki 8982, 6(ft9 6894 fl89 12271 18032 19616 20658 41551 64715 66&H 93321 106910 127178 129562* 132329 135198 ,137591 146011 145967 147916 148068 166890 166581 167294 191102 191210 191571 193762 207619 209057 209984 226601 98 Gewinne zu 600 Mk. 1410 18447 20614 24865 26067 27641 30887 38518 41992 45649 47501 61003 65146 57647 63842 65933 69348 72216 76578 76601 78866 80713 85057 89130 91789 92871 98313 108909 108691 111027 126463 183006 133564 147605 149689 161663 160719 168893 171118 194346 176630 161349 194341 203336 204200 207801 220686 221478 331331 » UU�I,** 1LW' SUfin'üeUUM padch a» ♦ Sozlaldemokratiid). Zcntr.« ülahlver.f. TeltoW'Rceskcw. ßplsverein Neflkölln. Nachruf. Den Mtkiliedrrn zur Nach- richt dah unser Parteigenosse der Unterosfizier Pau\ Schütte Böhmische Str. 8(tl. Bez.s, am*13. Nooewbcr durch einen UnplückSsall hinter der Front getötet wurde. Ebre seinem Andenken! 200/7 vis Seriell, leitiing. G Bei einem Fluhübergang. fiel in der Nacht vom IS ilum IS. November durch Kewehrschuß unser unve». ge�licher Sotm, Bruder. Schwager uyd Onkel, der Piollter Kgll KliöKI im Alter von 30 Jahren. Diet zeigen- tiesbetrübt an PamHis Kuehl und Kosanowski« Dcidenweg 86. 123H Allen Freunden und Be- kannten die traurige Nach- richt, daß unser einziaer lieber Sohn, der Mechaniker Georg Gruner am i. Dezember sanft ent- ichla'en ist im 27. LedcnZ- jähre. 12KA Die trauernden Eltern Baut(Uruuer uud Frau. Ebarlottcnbg.SchluIerstr.kS. Tie Beerdigung findet am Donnerstag, den 6. Tezbr., nachm. ä*/. Uhr, von der Leichenhalle der TritritatiS- /,jübrigem .Äamps durch Kopsschuß mein lieber Mann und Vater seiner drei Kinder, der Webr- nraun löSA Hermann Halfpap. Geliebt, beweint und un. vergessen.- Zum heutigen Geburtstage meines lieben ManneS. In tiefem Schmeßz vis trsueenlta Sattln linlt liiailae. Berlin, den S. Dezember, varfusstr. IS. I Am Donnerstag, den SS. 11., I nachm. 2 Uhr, starb plötzlich I imb unerwartet iu Vogel- j liang bei Gommern unsere A»nigslgeNebte Tochter. W�chwcslcr und Schwägerin, I meine liebe Braut '»V.Ä«ssIg im 20. Lebensjahr«. 1S0N I DUS zeigen mit der Bitte| um stille TeUnahm« tief- betrübt an henst llellgee und pamllle. I «illi lZott»allI al, erkllitlgain. I Max Brzoska' als Schwager,| z. Zt. im Felde. Die Beerdigung findet am I Donnerstag, d. v. Dezember. I nachmittags 3*1, Uhr, von I der Leichendalle des ftädti- scher» FriedhoseS, Marien- dorser Weg. auS statt. Dir kaufen lt. SlA-derBekanntm. v. 35. IX gebr. Vi« Sektkorke . zu K2'''»fg-. Weinkorke zu 2 P-g. u.all.and.Sort.neueu.gNr.Kvrke ferner- flvs/g» Zelluloid-,!Film- Hartgummi- Wachswalzen- Schallplatten-Abfälle Ordowcr K. m. b.L>., Annahme- stelle s. Korkensabr. Henv, Bretter Georgenkirchstr. SV .(b. Alexanderplatz), Friedrichstraße 45 Erle Zimmerstraße. »-12',,. 2», ,-6'/.. Forel. Pros. S.. Die feruelle Frage. Volksausgabe g.8ttM. Buchbandlung Borwchttt, Lin- denftraße 3, Lade».* Unser Ziel:. Gesetzliche Anerkennung der, Feuerbestattung als gleichberechtigt .• mit der Erdbestattung. Unser Zweck:. Die vielen Schwierigkeiten der Feuerbestattung den > �Angehörigen abzunehmen und die Kosten zu tragen. "Hm Dontierstag, den 20. Dezember 1917, abends 8 Uhr: Wmöellll. WMeglie MMel�klsaWlllW im GewerkschastShause, Engelnfer 15. TageSo r�dnung: 1. Bericht. und Beschlußfassung über das�Stawt betreffs lllnSdchnung deS Verein» übel Deutschland. 2. Eventuelle Wahl deS Vorstandes, der Revisoren usw. 3. Beratung beim Vorstand eingebrachter Anträge. i. Vereinsangelegenheiten. Zutritt nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte Z Ncnaufgcnommene gegen Aufnahmequittung!— Rege Beteiligung erwünscht. . De»' Torstairitl. In folgenden Zahlstellen werden jederzeit Aufnahmen und Beiträge ,entgegengeaot>rmcn: fVaehtvoMs Mmüntel! Seal-Ptflseh mit Fels, lose Glookeeform, Sslden-Astrachsn mit Petz,.MohalrplUeci, fesche Formen, einzelne Modelle. Berlin N: Schwarz, Ackerstr. 31. , Eichhorn, Danziger Str. 93. . Schittz, Stettiner Str. 52. , Hasenbank, Triftstr. 2. C: Weihnacht, Grünstr. 21. , NW: Hagedorn, Alt-Moabit 77. , SW: Reim, Urbanftr. 29. , SO:(irisier, Slalitzer Str. 59.« . O: Urban,» Mögliner Str. 2. NO: Zitiert, Kniprodestr. 4a. Lichtenberg: Otto, Mainzer Str. 5. Tegel: Lehnhai dt, Berliner Str. 8t. ! Herschleb, Berliner Str. 93. Riederschönhausen: Greth. BiSmaristr. /Z7. Cövenii: Müller. Mer Markt 8. Grünau: Stöhn, Frwdrtchslr. 27a. Obcrlchöneweide: Warneke. Wilbelminetrhofst. 18 AdterShos: Voseioitz, BiSmaristr. 29.. Weißensee: Masche.-Berliner Slllee 2�i. Reiniiendors: Lüning, Scharnwebers/n 37. , Dölchner, Residenzsttr, 50. Ckarlottenburg: yartfiel, Kirchftr. 10. Schöneberg: Wandte. Bahnstr. 25.* äteglit: Mcher, Forststr. 11., Lankwitz: Heihmann. Marienstr. Tt Tempelhof: Müller, Ringbahnstr. 41/42. Treptow: Scholz«, G actzstr. ij). Hohenschönhausen:_______________. ,.,___________..._______ KilmerSdorf: Schilling, Lauenblwger Str. 21. s Neukölln: Föhst, Steinmetzstr. 03» ?tuch finden Aufnahme» dar Beginn der Versammlung ftastt. 295/2 IllNer!! dicke, mollige Stolle mit Pelzbesätzen, lese Form, pelzgettittect » reinwollene Bskimostolb w verschiedenen Ansführnngsn Entzückende Pelzmäntel! Be&l Electric� Kidkreuzmantel 600,—> Peraianer-KJane, wundervulle Aufmachun- • genC mit breiten Verbrämungen 050,—, gediegene rolle Ilotto Aufmachung-. Kostüine!! ens bestem, reinwollenem Kammgern. 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Die Zwilch�: scheine sind mst Be: zcichiiissen, in die sie nach dhlt Beträge» und innerhalb dieser nach der Nummern- folge geordnet emzutragen sind, während der BlrmittagSdienststunden Fei den genannten Stellen einzureichen! Formular« zu den Berzeichnissen sind bei allen ReichSbaNlairstaltell erhältlich.» . Firmen und Kassen haben die von ihnen eingereichten ZwUchevscheine rechts oberhalb der Stückisiunmer mst ihrem Fittnenstempel zu verschen. Ter Umtausch der Zwischcnschrine für die S'I, Sttstitdverschrekbungen der Tl. Kriegsanleihe findet gemäh imserer Mitte v. MtS. veröffentlichten Betanntmachung bereits fett dem � 26. November d. Js. bei der»Umtauschfielle für die Kriegsanleihen»', Berlin W 8. Behrenstraste SS, sowie bei sämtlichen Reichsbankanstalten mit Kasseneinrichtung statt._-. » von den Zwischenscheinen sür die l.. III., IT. und T. Kriegsanleihe ist eine grössere Anzahl fech immer nicht in die«ndgülttgen Stücke mit den bereits sest 1. April 1915, 1. Ottober 1916, 2. Januar. 1 Juli und L Oktober d.' IS. fällig gewesenen ZinSscheinen umgetauscht worden. �~' .Interesse möglichst bald bei der»Umtnuschstcllc Umtausch einzureichen. S e rlll n, im Dezember 1917. S. Die Jnhdber werden ausgesordelt, diese Zwttchenscheiitt in ihrem eigenen für die ilricgsauleihen", Berlin tv 8, Bchreustrastc ÄS. zum ReichstiaukDirektorium... HKl v e n st e i n. v. S r i m m. s l'aSe zur Probe uouiiniuiiuuuiuuiiiituiiiiniimnnuiiiiiiuiiiuninuiiiiuiinininniiiiiiiuiuininiiih mit bedingungslosem RGcksendungereditbel Niditgefallcn und gegen bequeme Monatsraten liefern wir unsere weltbekannten, trichterlosen Stirechapparate, mit ausgewählten nade�losen, sich nahezu niemala abnüfzbnöen Safirplatten spielbar.— Haben Sie schon einmal Saf r- Platten ge» hört? Safir-�a'ien will man immer wieder hören, dar sie im Gegensatz zu den üblichen Nadelplatten noch nach Jahren ebenso schön und rein erklingen wie beim ersten Spiel. 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Erledigung Akreueinficht oder ander- weite Feststellungen ersor- derlich find,' wüsten miudo- steus 3 Tage vorher beim Borsitzeude« des Vorstandes eingereicht werden. s2S8/15 Berlin. 28. November 1917. Ter BorfTnendr deS Vorstandes d. Betriebs- - krankenkaffe der Stadt- gemernde Berlin. v. Schulz. Spezi.alarzt Dr. med. li.tabB beb. schnell, grünbl., mögl. schmerzlos u. ohne Bcruisüör. Geschlechtskrankheit., geheime Haut-, Harn-, Frauenleiden. Schwäche. Erprobteste Mctbobcu EhrlichVtata-Kuren. Harn- u. Blutuntersjohung.• Königstr. U li ÄÄ. er vr. 10—1 u. 5—8. Sonnt. 10— l Erfinder wahrend de? Kriege» gron»e Erfolge: Rat znr Verwertung von Erfindungen kostenlos. Norddeutsches' Patentbllro, Berlin. Friedrichstr. 9 7>— 6, Sonntags kl— 1* Spezialarzt Dp. med. Woekenfuß, Friedrichs! 125(Oranienb T.). (ürSyphllls.Harn-u. Frauenleiden Ehriich-Hata-Kur(Daum- 101.), Blutuntersflch. Schnelle, sichere schmerz! Heilang ohne Berufs- Störung. Teilzahlung. 252/12* Sprechstnad.: 11— 1 u. 6-8. 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Das heißt, entfern'�r zuerst jeden auK dem Borzimm�r. Uno BeSl ging an die Mumnirg des Vorplatzes. Et tat eS mit feinster politffchcr Delikatesse, die sehr tvohl die staatserhaltende Stütze van �cn Zweifelhaften, den eiirfluß- reichen Mann von dem gewöhnlichen zu sondern wußte. Sr. Magnifizenz dem Rektor der Universität war schon gleich bei seiner Meldung ein besonderes Zgnmer angewiesen worden, um Sc. Herrlichkeit nicht inmitten geivöhnlicher Sterb- lichcr warten zu lassen, i Von den übrigen wurde der Stadtmedikus immerhin mit Auszeichnung behandelt, ein zienilich defekt gekleidetes Individuum, namens Eavallo anch nicht ohne Wohlwollen, dagegen hatte man sür den dicken Professor Wigiläus' Hundt keinen Blick und für den Schneider Zaplctal, sowie' eine Frau, die>vie ein Waschweib aussah, nur Grobheiten. Erst' nachdem alle möglichen Lauscher entfernt und in einer gegenüberliegenden Attenkammer unter die Aufsicht dc� Schreibers, den man dort rasch beschäftigte, gestellt waren, begann BeSl mit seinem, von dem Grafen in höchster Span- nung erwarteten Bericht. �.Alsdann,' Hub er an,„von der Mamzell bei der hoch- zuve'rehrenden Frau Baronin'... „Laß' er das,' unterbrach der Graf unwillig,„die Demoiselle Dury ist wie gesagt iveder Baronin, noch heißt sie vdn Dury— flrnS ist ein Theaternamen.' t Besl kniff ein Auge zu.. „AlSdann, die Mamzell von der Dsenoifelle alias Dury hat mit Respekt zu' sagen nix Rechtes gewußt von dem bewußten Subjekt. Lauter große Spruch', aber keine Faktak Der Lump hat ihr die Eh' versprochen und damit Geld herausgeschwindelt, aber so vorsichtig als Cadeau, daß er damit nit packen ist.'» „Und daS nennt er erfolgreiche Recherchen'» sagte der Graf enttäuscht. „Wenn Euer Exzellenz noch abwartxn wollen. Heute Vormittag nach der Exekution war er bei der Baronin Dftiy, Hab' ihn selbst g'sehn hinaufgehen. Und zu Mittag hat er alle Händ' voll Gold g'habt. Beim Btzäu. wo er ißt, hat er drei Dukaten zahlt. Also hat er für eine Schlechtigkeit Geld kriegt, nct?' � Morawitzky nickte beifällig und zustimmend. Der Besl hatte tvirklich Talent zum Spürhund, wenn er auch manches plump machte.' „Ich ersuch' also Euer Exzellenz um Bestätigung metner Anweisung, den MichalanSky heut' den ganzen Tag-zu'beobachte«. Der Plaut was.'» „Natürlich. Und wgS hat er von der Zofe �tber den Solms erfahren?"» „Eine merkwürdige G'schicht' von Büchern, die er der Baronin, ich iveiß ni� recht, leiht oder schicken soll. Sie soll sie schon haben. Daraus ist nicht klug zu werden. UebrigenS hat das Mädel nicht viel Zeit g'habt. die Herrschaften zieh'n ja ins Franzisstschlösscl sagt sie. Heut nachmittag ist dort der Einstand.' Er sagte eS mit einem lauernden Blick, aber�Morawitzky, der sich beobachtet fühlte, zuckte mit keiner Wimper. „Daß der Herr von Solms daS WicderanstellungSdekrct nicht angenommen hap tviffen Euer Exzellenz schon. Am Vormittag war er daheim— gestern zu Mittag hat er wieder sein Rcytdiwuh iin SeyboldSdorfschen Garten g'habt— am Nachmittag hat er versucht, beim Professor Widmont aUzu- kommen. Der aber war auswärts. Die Recherchen Hab' nit ich unter mir. Am Abend war er zu HauS, laut Bericht hat d' Kerz'n bis elf Udr brennt bei ,hm und nachdem~sic auf seinem Schreibtisch g'standeu is, hat cr tvohl g'schricb'n. Ge- sprochen Hat cr seit dem letzten Bericht mit dem Postboten. den er nach Briefen gefragt hat, mit dem Kaufmann Zweck, wo er Tabak kauft,, mit seiner Auswärtcrin auf der Ga'ss'n, der Jungfer SeyboldSdorf. dann in der goldenen Traube mit den Herren vom Stammtisch— was, konnte leider nicht-er-. fahren ivcr�n— und sonst glaub' ich mit nix'n.' «».Aber von der Demoiselle Seyboldsdorf war etliches zu erfahren. Daß ich aber alles richtig bring', alsdann der Herr Rat hat mie gestern abend sehr Bemerkenswertes über den Herrn Sekretär g'sagt. Ich ivar im- Hugwtbräu, wo viel und Unziemliches g'red't wordon.is'. Ter Schneider Zaplctal wird.. .-„Kürzer," mahnt« der Graf. „AlSdann, der Herr Rat hat nickt' weniger g'sagt, als daß, er den von Solms einsperren tat, wenn er d' Polizei hätt'. Von der Schwester, der Josesin Seyboldsdorf hat er mir im Vertrauen g'sagt, hat er was g'hvrt, daß der Solm? in liiner bösen G'schicht drinsteckt. Ganz Genaues weiß er noch nicht oder er tvill nicht raustücken damit. Morgen soll ich Näheres hören, er will noch einmal mit der Schwester reden. Jedenfalls ist er auf den Herrn Solms, den cr-für einen gefährlichen Aufwiegler hält, uicht grlt zu sprechen." „Und die Tochter?' ,„Der Hab' ich nur g'sagt, waö mir Euer Exzellenz auf- trag'n hab'n. Daß der von. �dln;S es— mit Respekt zix sagen— mit der Baronin.. er hielt, unzufrieden mit seinem Ausdruck inne und verbesserte sich,„daß die Baronin, ein Auge aus ihn geworfen hat." „Und waö sagte daS Mädel?' „Sie hat getan, als ob man ihr'S anmerken sollsi. Die SeyboldSdorfschen haben von-der Mutter her alle einen starken Geist. ES ist ihr aber recht nahgang'n. Ich mein', Exzellenz, auf deni Weg sollt' d'Polizei nit ihr Glück ver- suchen. Es ist mir selber hart g'iven, so daS unschuldige junge Blut. Der'Graf empfand die Kritik und wollte schon auffahren. Doch im. letzten Augenblick beztvang cr sich und blickte starr auf seine Pahiere, als habe er die letzten Sätze .überhört. „Wae ich neulich sagen wollte,' meinte er dann gleich- müthig,—„den Faden kann man ja sallen lassen- Es war eben ein Versuch. ettvaS zu crsahreu. Aber— im ganzgu Bbsl— cr war-wohl fleißig, viel hflt er aber nicht ausgerichtet." Der Geheimschreiber nrachte eine gekränkte Geste. „Exzellenz, ich Hab' getan, was mir befohlen worden ist,' sogar wNS ma nit ganz leicht- kommen ist. Ich mein', S' is alles gut eingeleitet und d' Schlingen zieh) sich schon enger um den Hals von dem Kerl. Das viele Geld ist. cm In- dizium. der hat was g'iiracht, wo ich ihn packen kann,' da nehm' ich Ct�ft drauf."\# r. Graf zuckte die Achseln. �(Forts, folgt.) InsUZähne«»"* in morierner. JerfergewflasoMfn AiisfUbrung.m. u.ohncPIatte. mit echt. Friedenekantsehak. GoUkrenen, BrDeken. Plömbcn. URiarbeitungen, Raptraturen sefort. Billige Preise, a. 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SiienMei Han, Qott, Sopbienstr. 16. otri Han» enier montenr für Aufzüge sofort gesucht. Nel- düngen abend« 7—8. I0I?b I»ltlii,.«!l>«rk& MOhne, Charlottenbiirf,. Kaiserdamm 28 SiiiüherTstiineBtf verlangt lolort 169/14 Bät+ereizentrale. Reue Königstraße 1k. Schloffer und 3 Eisendreher oerinngt 209/15 GraiieiMilt, F J,?" MUsei zWeliier verlangt sofort-373/8 Mo.enberg/«KNNt.vIike Abteilung 5t>icg«fttefel. Dirdfenstrassc 47. 2. Hof IV. SSpTeKtoTOffnte H.Hennliig,,Hummanbatttfnftr. 54* Zenklöteriune«, Presse. rinnen. BS.lklerinnen iuchtsof. Sattaeio-tzodmid«. Solieeotr. 18* ZWsMSijM schuleuUasseu. für leicht? Botengänge»«langt Haupt- Expedition deS „BorwärtS", Lmdenstraß« 3(Ladens. $«ui6t grwahkt, Set östr HofsnvngS�'ra�r deZ Fr?e» d« n Z begrüßte li-nd dem Wunsche AuÄruck gab. daß es dem AuS- svärrigsn Amts gelingen mochte, die frohen FriedsnS&offirungen bald zu- verwirklichen. Zum Vizepräsidenten wurde das Herrenhausmitglied Dr. Ritter von B i l i n- k i(Pole) gewählt. Graf C z e r n i n unterbreitete das Budgetpro visorium für das Jahr lö17/l8. Danach betrugen die Kriegs tosten der bisberigen drei Kriegsjahre 43 Milliarden. Für das Budgetjahr 1817/18 wer- dcij, im Fall« der Kriegszustand das ganze Budgetjahr dauern sollte, die Kosten mit 20 Milliarden angenommen. Tie deutichen Delegierten und der Rüthens Ritter von Wasfiliko bra«l!ten«inen Antrag ein, die Delegation solle beichlieMn: Die oirerreichische Delegation billigt die Politik deT Mi» n ist e r s des Aeutzern, die daraus gerichtet ist, m engem Einver- nehmen mit den Verbündeten baldmöglichst einen allgemeinen dauer- doiten. ehrenvollen Frieden zu erzielen, welcher die territoriale Integrität der österreichisch- u n gar, scheu Monarch« und deren kiiisH'ge freie Entwicklung auf politischem und wirtschaftlichem Ge- biet sichert. Die sozicüdevrokratischen Abgeordneten D a s z h n S? i und Ge- nöffen überreichten einen Autrag: Die Delegation möge beschließen, daß die österreichische Delechrtion die Politik des Ministers des Aeußern billigt, baldmöglichst einen allgemeine,, Frieden zu schließen, und erwartet, daß der Minister tatkräftigst bei den Frie- dens Verhandlungen für die Verwirklichung eines lebenslrSstigsn, entwicklungsfähigen, den nationalen Rechen des polnischen Volks entivrechcnden polnischen Staates und zugleich auch für die T i ck e- rung der Interessen der Monarchie in wirksamster Weise eintreten wird. Abgeordneter S t a n e k beantragte die Wahl eines Friedensrates zu den bevorstehenden Friedens Verhandlungen, bestehend aus allen Völkern der Mon*. a r ch i e.> Abgeordneter Körner und Genossen überreichien einen An- trag betreffend Wahrung des I m m u n i t ä t s r e ch t e s des Dele- gierten' K l o fv c und des gewesenen Delegierten Kramarz. Am Schlüsse der Sitzung gab der tschechische Delegierte S t a n e k na niens der tschechischen und südslawischen Delegierten ein: Erklärullo ab bezüglich des SelbstchestimmumgSrechtS der Völker, wobei er sich gegen die diesbezügliche Erklärung des österreichischen und des ungarischen Ministerpräsidenten wandte. -Wegen einer abfälligen Bemerkung über Ungarn wurde er vom Präsidenten gerügt, was lebhaften Widerspruch der Tschechen und Südslawen hervorrief. Tic nächste Sitzung wird aus. schriftlichem Wege einherusen. Meine Kriegsnachrichten« Tie K. K. Militärstrafanstalt Möllcrndort, in der viele politisch Verurteilte der Militärgerichte, darunter auch Dr. Kramarsch. saßen, ist jetzt Gegenstand einer Uniersuchnng. Im ersten Halbjahr GZ? starb dort ein volles Drittel der'Häftlinge, 120 Mann, an Unterernährung! Samuel GvmperS, der Präsident des amerikanischen Arbeiter- Verbandes, sagte in einer Agitationsrede für die Anleihe, vor drei wahren sei er ourch und durch Pazifist und Gegner der Webrpflicku gewesen. Jetzt sei dw Wehrpflicht Landcsgesetz und er rate allen, diesem Gesetz zu gehorchen. Gompers trat für eine kräftige Führ-ungdeZ Krieges ein und erklärte, er wolle keinen Frieden haben zu den Bedingungen, unter denen er jcbt er- haliltch wäre. .Das Genfer Blatt..Baris-Genöve" das in den letzten Tagen Aussehen-erregend« Enthüllungen über weitverzweigte Entente- ipionage gegen die Schweiz verössentlickt hatte, ist durch Beichluß des Schweizerischen Bundesrats für die Dauer des Krieges v e r b S t e n-worden. � �Hinrichtung auch f* Amerikh. Amsterdam, 3. T-ezembcr.. Den Blättern zufolge ist in den Vereinig ien Staaten die Holländerin Anna H u i t e m a wegen Spionage iür Deutschland erschossen worden.— Ein Entrüstungssturrn wie-.m Falle Eavell dürrte wohl ausbleiben..- Litauen. 5u5 parlameiltarischen Kreisen wivd uns geschrieben C Vertrauliche Verhandlungen des HaupLausschusses des Nzichstay.s haben wieberholt dazu gedient, Gerüchte in Um» ichff zu letzen, denen nur schlecht oder gar nicht beiznkommen war, solange die Vertraulichkeit der Verhand» lungen gewahrt werden sollte. Gerade jetzt wind aber zu vartegiolitischen Zwecken Mißbrauch getrieben mit einer keineswegs einwandfrei geschilderten Begegnung li- ta u i sche r Vertrauensmänner mit zwei Militärs in Berlin. Demgegenüber sei festgestellt, daß der Staatssekretär b. K ü h l m a n n im Hauptausschuß cme Erklärung abgegeben hat. die mit einer einzigen Ausnahme deshalb allgemein be- friedigte, weil darin u. a. auch sehr bcstimnu festgestellt wurde, daß ganz selbstverständlich der Reichskanzler die P o l i t i k mache, wie es'aucb verfassungsmäßig bestimmt sei. Außerdem hat die I i t a u i j che Deputation, der auch ein Sozialdeniokrat angehört, an verschiedenen stellen ganz bestimmt erklärt, daß sie durchaus b e f r i e» fs.i si t id von den Aussprachen mit dem Reichskanzler, dem Staatssekretär des Auswärtigen und von der Aussprache im Großen Hauptquartier.� Ganz besonders freudig betonten die. Herren, daß ste nach einer Konferenz der Mehrheitsparteien volles Vertrauen zum Reichstage aOwonucn haben. Die Deputation bestand aus Mitgliedern des litauischen Bundesrats, der von der Landeskonferenz gewählt worden ist. Die Landeskonferenz wurde aus'allen Parteien zusammengesetzt und ihre einstimmigen Besch! ü-sse I�d bei der Berichterstattung im ganzen Lande gutgeheißen worden. . Mängel öer Wablreform. Tas Wahlrecht im(Yutsbezirk. Die schon so viel kritisierte W o h n s i tz k l a u s e 1 der Wahlrefotmvorlage findet eine neue Beleuchtnng in einer- Zu» schritt, die die..FreisinnigMeitung" aus O st e l b?e n erhäl». Darin heißt es: Der Preuße ist nur in der Gckmeinde waWbme&iigt. in der er seit einem Fahr seinen Wobnsitz oder Aufenthalt bat. Den Gr- mxinden im Sinne des Gesetzes sieben die GuiSbczirke glcicb. In Ponimsrn besteht' nun für sämtliche verheirateten Knechte und Tagelöhner ein« halbjährige Kündigungsfrist zu Martini. Auch die Hofmeister, Kutscher, Dtadthalier, Schirrarboiter, also gehabend oder gar gelernt? Arbeiter oder Nnlerbeamte, stehen unter demselben Recht. Bei lcdigen Lnrten wird Johanni gekündigt zum 28. Oktober. Man stell« sich nun daS Wahljahr vor. Werde« nicht alle politisch ..verdächtigen" Leute rechtzeitig bcpbachtrt werden, und zweifelt irgend jemand, daß mit derselben RücksichtSlosigteit wie vor dem Kriege auch künftig von derjenigen Klasse verfahren werden wird, die jetzt miste« im Kriege beweist, daß ste nicht doS mindeste gelernt, nicht das germgste vergessen hat! Und wer bürgt dafür, Satz nicht i künstzig ein Minister de? Innern die Land tag swahl ausgerechnet' auf den 11. November festsetzt? Man muß eben den Entwurf lesen mit der erforderlichen Kenntnis- ostelbischer Zustände; dann sagt dieser Entwurf klipp und klar, daß die vorgeschlagenen Bestimmungen unter Umständen eine glatte Mossencntrcchtung dcr in Großbetrieben angestellten länd» lichen Arbeiter und Nntcrbeamten herbeiführen müsien. Diese Leute können, im. Kreise geboren, ihr Leben lang ihre Arbeit der engeren und engsten Heimat gewidmet haben; wenn es dem„Herrn" paß!, dann werden sie rechtzeitig var der Wahl auf Grund ihres Arbeits- Vertrages gezwungen, von Pümpelhagen nach dem benachbarten Torfe überzusiedeln— und gehen ihres Wahlrechtes verloren. DaZ können auch Leute sein, die mit dem Eisernen Kreuz I nach Haus kommen, und der„Herr" kann eine Persönlichkeit fein, die während des ganzen Feldzuges„dauernd unabkömmlich" war. Man steht aus dieser Zuschrift von neuem, daß der Weg aus Preußen ins Land der Freiheit lang und mit Hindernissen gepflastert ist. Ein solches Hindernis bilden auch die Gutsbezirke, deren Beseitigung der Verfasser aufs entschie- dcnste fordert._"" Eine gefahrvolle Maßnahme ües Kriegs- Ernährungsamts. Die Preispolitik, die das Kriegsernährmigsamt befolgt, ist durch die Heraufsetz ung des Hafer Preises um 70 M. die Tonne in ein grelles Lichr gerückt. Es gibt kaum eine Maßnahme in der Kriegs- Wirtschaft, die so unbegründet ist, als diese Zuwendungen- an die Landwirtschaft. Die Preisrelation, die Herr von Bawcki durchzu- setzen sich bemühte, ging darauf hinaus, Hafer, Gerste und Roggen im Preis gleichzusetzen und die Viehpreise zu senken, damit der Anreiz zum Vor füttern aufgehoben wird, vor allem nicht Roggen durch einen niederen Preisstand wie Hafer beim Berfütkven a n g e- zogen würde. Herr v. Waldow stellt den alten Zustand .wieder her und bringt unS in Berücksichtigung des gegcntoärugen Standes unserer Brotversorgung in eine Situation, die eine schwere Gefahr bedeutet. Für Hckfer war der- Grundpreis bisher 270 M. die Tonne. Ilm die schnelle Ablieferung zu er- reichen, wurde.eine Fri'chdruschprämre von 00 M. den Landwirten gewährt und nun abermals ein Aufschlag zugebilligt, der 70 M. beträgt, so daß der Haferpreis glücklich auf 400 M. gekommen ist. Für Roggen beträgt der Pdeis einschließlich einer Frühdruschprämie 330 M. Was wird nun eintreten? Ter Landwirt wird den Hafer zu 400 M. schnell verkaufen und gm-Roggen beim Verfüttern sich sdiadlos halten. Das ist- w naheliegend, ohne daß man einen be- sonderen Vorwurf gegen ihn erheben kann, denn der Preisunter» schied lveist ihn deutlich diesen Weg Es ist aber kein(Keheimnis, daß wir an Roggen keinen Ueberfluß haben; wir strecken bereits durch eine Kartoffelzugabc das. Brot. Die Folge der Maßgabe ist, daß unsere Bestände an Brotgetreide weiter zusammenschmelAn und drohend nir den Sommer ch« Kürzung der Brotration cm uns herantritt. Eine Politik.�die ein- unerhörte Zumutung an die Be- völkcrung stellZ. Herr v. Waldow tröstet uns im HauptauSschutz deZ Reichstages mit dem Hinweis, daß er angeordnet habe, daß bis zum 28. Februar 1018 daS gesamt« Brotgetreide ausgedroschon sein muß. Wird das gelingen? Haben wir nicht in diesem Jahre auf den großen Gütern noch im August und Teptember unausgedroscheneS Getreide der vorigen Ernte gehabt? Wo ist.die Organisation, die die Wieder- holung dieses ZustandeS verhindert? Wenn aber.Herr v. Waldow glaubt, bis zum 28. Februar das Brotgetreide vollkommen zu er- fasten,»warum bat er nicht für Hafer die Beschlagnahme bis Mm 31. Dezember d. I. durch�efübrt? Die MilitärverwcMung muß angeblich den Haser haben; dann mag sie'sichdie BesiäNde selbst herausholen..Müssen wir denn jede Nenstleistu-ng der Landwirtschaft mit Millionen cn-lschädigcn? Die 70 M. Zuschlag, die für Sater gegenwärtig gezahlt werden, sollen den bisherigen Lieferanten nachträglich auch noch zugute kommen. Das wird einen Betrag von ungefähr 70 Millionen Mar? ausmachen. Viechnet man die 00 M. Frühdruschprämie und die 70 M. besonderen Zuschlag fü» die ganz« Haferlieferung zusammen, so wird eine besondere Zuwendung von rund 200 Millionen Mark dcr Landwirtschast gewährt. a Dabei erklärt Herr KretlT im Hauptausschuß, den lfescm.de«n Zuschlag von 70 M. habe die deutsche Landwirtschaft nicht bean- sptucht. Das KriegsernährungSamt geht alio noch darüber hinaus, was di« Landwirtschaft fordert. Das ist ein Zuständ, dcr unHalt» bar ist. Auf einem anderen Gebiet ist das Drängen nach höheran Preiset auch schon wieder im vollen Gang«. Di« Zuckerinter-' esscnten verlangen eine Erhöhung der Rühenpreis« von 2, SO auf 3,75' M. prft Zentner. Reichlich das Vierfache de« Friedens- Preises. Nach aller bisherigen Erfahrung wird das KriegSernäh- rungsamt den Widerstand nicht, aufbringen, um diese unarhörte An. forderung abzuweisen» So erschöpft sich die ganze Tätigkeit des KriegSernährungSamtS in den Bemühungen, die Preise fortgesetzt in die Höhe zu schrauben, bis eines Tage» auch die Geduld der Verbraucher erschöpft ist. Lanöwirtschastliches Unternehmertum unö kriegsbeschäüigte. Die traurige Erfahrung, daß ein großer Teil de? Unternehmertums»sich weigert, Kriegsbeschädigte wieder einzustellen, wird jetzt, was speziell das landwirtschaftliche Unter- nehmertum anbetrifft, von ulwerdächtigcr Seite bestätigt. Im raten„Tag" schildert dcr Oberinspektor in der Brandenburgischen Provinzialverwaltung L. Salchert seine Erfahrungen. Herr Salckiert ist beim landlvirtschaftkichen Botrieb-der Provinzialanstalt Görden tätig, welche hie Ausgabe hat, kriegsbcschädigte landwirt, schaftliche Arbeiter der Landwirtschaft zu erhalten. Jbm ist speziell die Ausbildung und Eingewöhnung der Schwerbeschädigten übertragen und er will auch recht gute Erfahrungen gemacht haben, aber«s war �bm nicht möglich, den Leuten, aligesehen von Aufsehern und dergleichen, auch-S t e l l u n g e n' zu verschaffen. „ES ist bedauerlich— schreibt Herr Salchert—, daß hier der Wiederaufnahme dieser Arbeitskräfte seitens des Groß. grundbcsitzes nicht schon»n« h r Interesse entgegengebracht wird. Und doch ist es hier- gerade eine Scbatzgrube zur Linderung der Arbeiternot, die voll ausgenutzt Werden müßte. Die hiesige Arbeit wird ja doch unter dem Gesichtspunkt geleistet, den Besitzern Arbeitskräfte zu erhalten. Ja, wäs nützt es, wenn dann die Arbeiter»ocki so wenig genrmmen werden." Wir meinen; es ist frkilich für einen patriotischen" Groß- agrarier bequemer, für ein« Mark jährlich Mitglied der Vater. landspartei zu werden und mit dieser nckth Annexionen zu schreien, als tne patriotische Opfertvilligkeit durch Einstellung von Kriegsbeschädigten zu bekunden.— Im übrigen beweisen di«?luz. führunzcn Salcherts, dgtz auf den Patriotismus, des Unternehmer- tninS—-Ms gilt vom industriellen wie vom ländlichen— bei dcr Wiedereinstellung der Kriegsbeschädigten nicht der mindeste Ver- laß ist, und daß daher die Unternehmer�ur Wiedersinstellung der Opfer des Krieges gesetzlich gezitz�ngen werden müssen, wie das die S-ozialhemokratie in WürzbWg verlangt hat. Der Milchkmcker US Herr« LommerzlenratS. Ein Redäktenr nnseies Kölner Parleiblattes hat am Bahnhof Köln-Süd einen Boten abgefaßt, dcr täglich in zwei Kannen 15 bis 20 Liter M i I cki von Remagen zu dem Kommerzienrat Arnold von Guilleaums nacb Köln brachte. Zwei Kühe waren für diesen Zweck auf einem Gute in Remagen untergestellt. DaS Ungeheuerltchsto aber ist, daß der Landrat von Ahrweiler und der Bürger- meisier von Remagen trotz großer Milcknot im Rheinland d i e Ausfuhrerlaubnis für die MAch zur Bcriorgung�des Herrn KommerzsxnralS erteilten, linser Kölner Parteiblalt veröffentlich! die uiiglattbliche Urkunde und frägt den Herrn Regierungspräsidenten, was mit Beamten geschehe, die etwa 40 Kindern die M it ch entziehen, um sie eine,» vielfachen Millionär zuzuführen. Wenn hungrige Grotzstadtkinder etw»S Kar- wffelti-aus den Dörfern holen wollten, werde dke Gendarmerie- auf sie gehetzt. Rücktritt des würstembergrschei! Justizminificr?. Dcr König hat wie der„StaatSanzeiger" meldet, den Justizminlster Dr. v. Tckmidlin seiner Bitte entsprechend unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ausgezeichneten Dienste in den bleibenden Ruhestand versetzt und den Wirklichen Staatsrat Mandry zum Justizminifter. ernannt. parteinachnchten.. 1 Nebertritte zu den Unabhängige». Di« Abgeordneten Brandes, Dr. Et7dmann„ Hütt» m-a n n und I ä ck c l haben ihren Beitritt zur Fraktion der Unad- hängigen Sozialdemokraten erklärt. Dr. Erbmann hatte bekanntlich schon vor längerer Zeit seinen Austritt aus der alten Fraktion vollzogen, aber sich den Unabhängigen noch nicht offiziell ange- schlössen.* Eine Ueberraschung bietet der Uebertritt der Genannten wicht. Natu eidlich das Austreten Jockels und HüttmannS auf dem Würzburger Parteitag konnte'keinen Zweifel darüber lassen� daß diese beiden schon damals innerlich vollkommen auf feiten /der Unabhängigen standen und lediglich aus faktischen Gründen noch m der alten Partei verblieben. t Industrie unö Handel. Schlechtes Bier— gute Dividenden. Für wenige JndDrien hat der Krieg so grundlegende Der« änderungcn ihrer Produktionsverhältnisse gebracht, wie für das Braugewerbe. Jinmer�lleiner wurden die Braukonlingeme, immer schwieriger die Rohmatcrialidnbeschaffung. Nhch und nach wurden für die Norddeutsche B r a u st e u e r g e m e i n s ck a f t die Braukontiugente auf 25 Proz. und iür Bayern auf 30 Proz. ein» geschränkt. Vor wenigen Tagen ist für Bayern das neue Kon- kingent festgesetzt worden, und zwar beträgl es nur 15 Proz. des Friedens Verbrauchs an Malz. Auch für das Gebiet der Na r.d de utschen Brau st euergemeini'chaft wird die Fest- setzung bald erfolgen, die noch wesenilick ungünstiger als iür Bayern ausfallen dürfte. Voraussichtlich werden nur 10 Proz. für 1017,18 bewilligt werden. Man ist zu einer weiteren Einschränkung hauptsächlich durch den wenig günstigen Ausfäll dcr Gersteneinre gepöligt. Das schon reichlich„gestreckle" Bier wird nunmehv aufs neue verdünnt werden uktd bald wird von dem früher auch"als VollSnahrungSmitrel angepriesenen Getränk wohl kaum mebr ol« der Name übrig ge» blieben sein. Wenn man nämlich berücksichtigt, daß von den für die Norddeutsche Brausteuergemeinschaft in Aussicht genommenen'10 Prozent von voryherein 5 Prozent tut den Bedarf dCLMilnät- vcrwaltimg in Wegfall kommen, wird man sich leickt Herstellen tonnen, daß es bald kein Bier, sondern nur noch Bier er? atz gibt. In der Zs>t haben bereits zahlreiche Brauereien die Erzeugung von Bier oder auch nud Dünnbier ausgegeben und sich der Herstellung von Ersatz gelrä�rken zugewender. Das mag manchen alt» bekannten Geicllschasten, die aus ihre Bitte stolz sind, nickt leicht ge- worden sein. �Immerhin hat auch bei den Brauereien der Uebergang zur'Eriatzftoffobnkatioy nicht ungünstig auf die Gewinne dieser Umerncbmungen eingewirlt. Im Gegenteil, wir sehen auch hier, daß die Umstellung auf die Kriegswirlschafr rsichcn Segen für die betreffenden Geiellschasten gebracht hat— auf Kgsten der All- gemembeit. Bergleicht man die Dividenden, die die Brauereien für das am 1. Oktober deendete Geschäftsjahr jetzt allmählich belannlgeben, mir'früheren, so zeigt sich, daß die letzte FriedenSdivtbende bei der überwiegenden Mehrzahl der Uliternehknungen wieber erreicht, jaoil überschritten worden ist. Beschränkl Man sich auf eine Gegenüberstellung der diesmaligen! mit der vorjährigen Dividende, so wird, man finden, daß die cur der Berliner Börse notierlen Brauereien, soweit sie schon ihren Abickluß für 1016/17 veröffeinlichl haben, mindestens die vorjährige,* perschiedentlich aber eine höhere Dividende zahlen. Die gl er che Dividende wie' im Vorjahre schütteten folgende Gesellschaften aus: Berliner Äindlbrauerei IS Proz. auf die Atrien und 1b Proz. auf die Staimnpriorilätsoklien. Brauerei Engelhardt 15 Pröß, Münckener BroubauS 8 Proz., Br«lcre> Patzenhoser 14 Proz.. Brauerer SchuNheitz. das größte oeursche Brautteiunternehmen, t0 Proz., Bocbumer Vikloriabraiierei 9 Proz.. Brauhaus Nürnberg 0 Proz., Brauerei. Büchner in Erfurt 7 Proz., Dorimundex Aknenbrauem 20 Proz.,, Dortmunder' Unionbrauerei JO Proz.,- Düsseldorfer Brauerei Diemch' 16 Proz., HofbrauhauS Hanau 3 Proz., Holstenbräu Altona 10 Proz.,- Brauerei Hugger, Pose». S1/» Proz., Brauerei Kunlersiein 8 Proz, Leipziger Brauerei Riebeck, Vorzugsaktien 6 Proz, Brauerei Müier, Langendreer 8 Proz., Brauerer Paulshöhe'4 Proz, Reichelbräu IS- Proz, Rostöcker Bierbrauerei 0 itzroz., Tuchersche Brauerei 10 Proz. Dagegen erhob len�bre'Dividen de: Böhmisches Brauhaus aufi 10 Proz.>1015/10 7 Proz.). Weißbierbraueret Bolle 5(0) Proz, Brauerei Frtedrichshain 0(5) Proz, Weißbiarbrauercr Landrs 0(4) Proz, Heilulesbrauerei in Kassel 8>7» Proz, Leivziaer Bierbrauerei Riebet 10(8) Proz.: Lindeuer Atlienbranerei 18(12) Proz. und Oppelner Bierbrauerei 8(O1/� Proz. Ohne Zweifel malet dieie Divideiideueniwicklung eigenartig an, wenn man die beweglichen Klagen auS Brouereikreiien hört. Beide stebe» mit einander im Widerspruch.- Es ist bedauerlich, daß auch hier wieder. daS große Publikum den Schaden lrägt.� Die Brauereien haben es verstanden, einen großen Teil der Wirtschaft- lichen Folgx,, des Krieges abzuwälzen und dem Verbrauch auf- zubürdcn. Hand in Hand mit der' Bierverschlechlerung ist eine ständige Vcrieueruncffßcgangen. Allerdings soll nicht verkannt werden, daß die Brauindustrie durch die starke Einichräiikuikg dcr Brau- koiilingeme. durch die Rohmaterialverteuerung und durch das Steigen der ArbeitÄöhne in rtne immer schwierigere Lagr gekommen ist, und daß die jetzt zur Dmchtührung gelangende Zusammenlegung der Brauerelbeiriebe in die Lebofisbedingunge» dicier Gesellschaften tief einschneldez. Das darf aber nichr hindern, den Brauereien im Jntkresse der Allgemeinheit zu ralen, daß sie die Lasten nach Mög« iichrett aus die eigenen Schultern nehmen, da die dcr Kon- sumeilten schon stark genug beschwert sind. £�te Nackrichten. Erfolgreiche Äampfe in den Alpe». Wie«, 4. Dezember. AuS dem KriegSpressequartier wird am 4. abends mitgeteilt: Bei den Truppen deS Feldmarschalls Conrad erfolgreiche Kämpfe. Gefangene und Beute eingebracht. NlWMlSWlW MS MMWlMS VSWjtlSt. Bekanntlich hatte der Arbeitgeberbimd für das Baugewerbe vor einiger Zeit es rundweg abgelehnt, mit dSn-drei baugewerblichen Arbeitervcrbändcn über die Gewährung einer neuen Teuerungszulage gu verhandeln, obwohl solche Verhandlungen bei den letzten BertragSv�längcrnngcn für den Fall steiaender Teuerung vorgeichen wurderr. Er ließ sogar durchblicke� daß selbst eine Einlddung der BeistrogSvarteieir zu Verhandlungen durch daS ReichSamt deS Innern zwecklos sein wurde, da der Bund unter'allen Umständen aus seinem ablehnenden Standpunkt verharren mühte. Das veranlahte da» ReichSamt des Innern Anfang Oktober zu der Erklärung, daß es angestchlS der Haltung deS Arbeitgeberbundes zu seinem Be« dauern nicht in der Lage sei. zu einer gemeinsamer Verhandlung der Vertragsparteien über ein« neue Teuerungszulage einzuladen Diese Haltung des Arbeitgeberbundes und des NeichSamtS des Innern bat unter der Bauarbeiterschaft viel Erregung hervorgerufen. In verschiedenen Orten kam e« zu spontanen Arbeitseinstellungen ,nit dem ausgesprochenen Z�eck, den Arbcitgeberverband von feinem ablehnenden Standpunkt abAubringen und mit seinen OrtSverbändeit oder einzelnen Arbeitgebern neue Teuerungszulagen zu vereinbaren. Diese Arbeitseinstellungen waren nicht ohne Erfolg. Sie haben in einzelnen Orten dazu geführt, dah die Gemeinden auf die bei städtischen Arbeiten beschäftigten Unternehmer einen Druck ausübten, den- Wün'chen der Arbeiter entgegenzukommen, und dah auch einzelne Kriegsämter sowie einzelne Orts- und Bezirks« arbeitgeberverbände an zentraler Stelle auf Berhandlungen über die Gewährung einer weiteren Teuerungszulage drängten. Dies und wohl auch die Einwirkung des SieichSamtS deö Innern deran- laßt« dann den Vorstand des ArbeitgebcrbundeS, seine strikt ab- lehnende Haltung auszugeben und sich mit neuen Verhandlungen einverstanden zu erklären. Bei den Verhandlungen am 14. November im ReichSamt deS Innern erklärte der Srbeitgeberbnnd, dah er weitere" Zugeständnisse nur dann vornehmen könne, wenn sich die Srbeiteiverbünde sofort zur Verlängerung der Tarifvertrags wn ein weiteres Jahr, bis 3l. März 1319, bereit erklärten. Die Vertreter der Bauarbeiter« verbände lehnten die Vertragsverlängerung nicht grundsätz- lich ab, verlangten tzaiür aber die sofortige Bewilligung einer weiteren Teuerungszulage von 20 Pf. die Stunde sowie die mindesten? teilweise Umwandlung der bisher ge- zahlten Teuerungszulagen in festen Stundenlohn und schließlich die Garantie, dah bei weiterer Steigerung der Teuerung weitere Zulagen gewährt würden. Ter Aibeitgeberbund lehnte die Um Wandlung der Teuerungszulagen in festen Stundenlohn rundweg ab, bot aber nach längerem Verhandeln eine neue Zulage von 15 Pf. die Stunde in drei Sraffeln; 7 Pf. am 1. Dezember. 4 Pf. am 1. April und 4 Pf. am 1. Juli nächsten Jahre«. Die über die bisherigen tariflichen Zulagen hinaus gezahlten Zulagen, die sich die Arbeiter in einzelnen Orten oder auf einzelnen Arbeitsplätzen aus eigener Kraft errungen hatten, sollten auf die fetzige Zulage angerechnet werde». Da eine Einigung auf dieser Grundlage nicht möglich war, wurden die Verbandlungen abgebrochen und neue Ber» Handlungen auf den 27. November anberaumt. Bei letzteren kam eine Vereinbarung zustande, wonach die Tarifverträge um ein Jahr verlängert wurden und die Bauarbeiter in zwei Staffeln eine neue Teuerungszulage von 1b Pf. die Stunde erhalten. Davon sind 10 Pf. vom Ik). De- zember an und 5 Pf. vom 1. April nächsten Jahres an zu- zahlen. Die über die bisherigen tariflichen Zu- lagen hinaus gezahlten besonderen Zulagen dürfen auf die neue Zulage nur insoweik angerechnet werden, als über die Anrechnung besondere Vereinbarungen bestehen, oder soweit sie erst vom 1. Ok» tober d. I. an gewährt worden sind. Und auch hier ist die Anrech- nung nur bis zur Höhe von 10 Pi. zulässig; dre am 1. April n. I. fälligen ö Pf. sind nicht anrechnmrgSiähig. Festgelegt worden ist außerdem, dah beide Parteien vom 1. Oktober n. I. an zu neuen Verhandlungen über eine weitere Zulage verpflichtet sind, wenn von Juni bis Oktober eine wesentlich« Steigerung der Teuerung eintreten sollte. Diese Feststellung soll»das ReichSwirtschaftSamt, treffen.> Die neu« Bereinbarmig soll in Kraft ireten, wenn der Arbeit- geberbund bis 10. Dezember sein Einverständnis damit erklärt und wenn auch die Instanzen deS BauarbeiierverbandeS die Erklärung abgeben, dah sie auf ihrem Mitte März n. I. abzuhalrenden VerbandSIage für die Annahme der Vereinbarung eintreten wollen. Erklärung. Vom Mssckmsi der Gewerffchaftskommifsion werden wir ersucht, folgende Erklärung aufzunehmen:' Der Ausschutz der Gewcrkschaftökommission war von einigen Gewerkschaften aufgefordert worden, die Ernährung*- frage und die notwendigen Erhöhungen der Rationen für einzelne Nahrungsmittel zuist Gegenstand der Erörterung vor den Gewerkschaften Berlins zu machen. Um diesem Wunsche nachzukommen, hatten wir am 26. November sieben Versammlungen in großen Sälen einberufen, in welchen eine gemcinsthaflliche Entschlietzäng erfolgen sollte. Leider wurde diese sachlich notwendige Forderung aul Erhöhung der Lebensmittel, insbesondere die Erhöhung der Kartoffelration von sieben auf zehn Pfund, durch plckn- mäßige Störung einer Anzahl in jede Versammlung verteilter Gewerkschaftsmitglieder. die Anhänger der Unab- hängigen sozialdemokratischen Partei sind, hintertrieben. Fm Interesse der Gesamtarbeiterschaft bedauern wir diesen Vor- gang, da uns damit für die Zukunft jede Möglichkeit nommen ist, auch ferner solche Versammlungen zu veranstalten. Der Ausschutz der Gewerkschaftskommission war bisher bestrebt, sich jeder politischen Parteinahme zu enthalten, um die Gewerkschaftsveranstaltungen nicht zum Tummelplatz des Streites über die Parteirichtungen zu machen. Er wird auch in Zukunft seine Aufgaben nur darin erblicken, seine Tätigfeit auf Zusammenarbeit aller Gewerkschaftsmitglieder zur"Er- reichung möglichst guter Lohn-,'Arbeits- und Lebensbedingungen zu erstrecken._ Eingegangene vruckschristen. Hinaus ins Freie! Bon O. Rabcs. 3,30 M.— Deutsches Volt— Deutsche Schule! Von Du Hugo Kmtdig. 3,60 M. KleiueS Pilzlochbuch. Bon Emma und Eugen Grambcrg. 60 Pf. Verlag Olicllc u. Meyer, Leipzig. Neuordnung der Meuscheuliede. Von Dr. Feilsch. 2 M. Rittler n. Soyn. Beilin. 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