K!?. 333. 34. Jahrg. Bezugspreis: Sierteljahv. 4.b0 M!, monati. frei in« Hau« vorauSzaWar.Eiuzelnc Nummern lSPsg. Posiberri»!: Mona!- Uch l�o Mr Unier Kreil, band für DerUIchland und Oesierrcickz- Ungarn L.— Mr. iür das llbriac Ausland 4.ä0 Ml. monaulch� Veriand ins??cld beidlrekter Beftcllrmamonaü.l�Wk. Polibefiollunzen nebmcn an Töne- mari, Holland. Luxemburg, Schweden und die schweif Einaelraiicn m die tost-ZeUunaS.PrciSIiüe. Eriche. n> täglich. Terearanrm- Adresse: »Tozialdcmokrat Berlin". f> Verlinrv Volksblakk. ( 10 Pfennig) Der Anzeigenpreis deträffl f. die sisbenaespal:eneKolo»e7- zriie 60 Pfg.„Kleine äänsetfle*", ras ictigedruche Porl M Pfg. lju- lassig 2 senaeerume Worlei. mdeS hictiete ST-od]0 id'Z.'«lekiengesuche und Sadlasstelienenzeigen das rrila lZort 10 Vig.. sedeS wettere Wort ö Pf,. Karle übe: In Buchsladen«cijtcn jüt zwei Worte. reuerungZzutchlaz A«/» Familten- Anzeiaen 50 Pia.. politische u. gewerlschastliche Vereins- Anzckaen 40 Psg die Zeile Suzeia.'N für die Nächste Nummer müssen diö 5 Uhr nachmiu. im Hauvlgeschuil. Berlin SD. 66, Linhenstraste 3, ed» gegeben werden. Neöfine! da» 8 Uhr sriih bis 7 Uhr abends. Zentralonjati der fozialdcmohrati feben Partei Deutfcblands. Reöaktion: EW. öS, LinÄenitraße 2. skrrii'chrecher: Am, Mortspia». Rr. lSl SV— l5l S7. Dienstag, de» 25. Dezember 1917. Expeöttion: EW. öS, Linörnstraste Z. Fernsprecher: Zlort Mortpvla«. Tit. 151 SO— 151 07. friede den]VIenfcben auf Erden! 1915 war?s—, za 1915. Unter Damter der beschütze auf der Cdte L a r r a i n c zündeten wir den Christ« bäum cm. Kisten und Pakete waren aus der.Heimat gekommen i im Glänze der funfzici Weihnachtsker�en laxen di? reichen Gaben, aus der Fülle heimatlicher Schätze gespendet, da. Was die Herzen verlangten, wurde erfüllt. Und dann kam eine Rede, in der c? manchmal stockte und Pausen gab: und wir wurden still und ien einander in den Augen die Sehnsucht, Sehnsucht nam den fernen Gefährten dieses Oebcns, nach Weib und Kind, noch der Kindheit WeihnachtS- zauber, nach dem Vaterland, Sehnsucht nach friedlichem Menschenglück. Ein ganzes, langes, volles Jahr der Ferne, weit von ollem, dem unsere Liebe und die Hoffnung galt. Aber wir hoben die Gläser fröhlich; es war ja die letzte Kriegsweihnackt. In einem Jahr mutzte die christ« lich' Verkündung längst wieder Wahrheit sein. So tranken wir auf die bald kommende Friedenszeit.— 19171 Selbst in Euch, unschuldsvolle Kinderseelen, zur Freude ohne Kümmernis geboren, zieht die bittere Wahrheit einer vierten Kriegsweihnacht ein! Selbst Eure kleinen Herzen, die sonst in Erwartung des abendlichen Lichterglan- zcs vorfreudig jauchzten, müssen die Erinnerung an einen dunklen Weihnachtsabend in den Zeiten Heitzer Not mit in das Leben nehmen. Arme Menschheit! Unser Handeln verinöchtc es, die Mühseligen und Ve° ladenen zur ausgleichenden Kerechligkeil geregelter wirtschaftlicher Produktion zu führen— und es altern und stcr- den die Proletarier in des proletarischen Tages Elend. Ter menschliche Wille gibt kühnsten Ideen im höchsten Raum der Lüste, im tiefsten Schacht der Erde, Gewalten der Natur bezwingend, Wirklichkeit— und das„Liebet einander" ist eine ferne Mär geworden im Brudermord der heutigen Stunde. Wir cntnebmen Kostbarkeiten und fflei- tzendes Geschmeide, goldene Ketten und Juwelen dem Schotz der Erde, bauen den Menschen.Heimstätten, ernten auf ihren sruchtspendenden Feldern und Wieken die Früchte unseres Arbeitssseitzes— damit einer dem anderen all dieses in Brand' schietzt, zerstampft, vernichtet, aus den Grund des Meeres, den Tieren zur Freude, versenkt. Wir haben die Wissenschaft auf eine Höhe geführt, datz wir zum Todesstreich wider Seuchen und Krankheiten ausholen können— und der Triumphzug des Todes zieht durch die Knegswelt. Wir besitzen Mittel und Fähigkeiten, das Lied der Freude dem Leben erklingen zu lassen— und jede Sekunde mehrt sich die Schar wehklagender Mütter, gebeugter Väter, jammern- der Schwestern, verwaister Kinder, weinender Bräute, hin- kender Krüppel, tastender Blinder an dem titanenhaften Opfcrstein des Weltkrieges. Wir haben Tausende von Rechtsparagraphen in Gesetz- büchern geschaffen, die des Bürgers Leben im Kleinsten re- geln und deren Nichikennen dem Beschränktesten zum Nach- teil gereicht— und wir haben keinen einzigen Paragraphen, der die Menschen— um Millionen Laben zu bewahren—• zwingen könnte, Streitfälle durch einen Richterspruch, statt durch den Glückszufall der Gewalt zu entscheiden. Wir sind zum Leben geboren— und bereiten uns selbst den Tod der tausendfach peinigenden, fressenden Qual, den geistigen und den leiblichen Tod. Wieviele sind's, die seit der letzten Weihnachtslieder Klang aufs neue starben und verdarben? Wen schoudertS nicht zu rechnen, die kalte Zahl zu schreiben? Menschenleben. die zur Mittagshöhe steigend, auf ein begonnenes Werk deuten dursten, Jugend, im Traum künftigen Schaffens- glücks wandelnd. Vollendete, die in der Vollendung noch die Aufwärtsstrebeiiden lehren sollten. Der könnte jenen, dieser einen anderen. Es starb ein Held für jeden. Dir gings wie mir. Hast nicht auch du ivieder in diesem todesfinsteren Jahr ein, zwei— gar'drei verloren, mit denen du noch ein- mal den Frühling erleben und die Berge grüßen wolltest, noch einmal Worte und Freundschaft in der Stille des Abends tauschen möchtest? Wandeln nicht wieder neue Un- zählbare, denen der Sommer kaum entstanden, die Tren- nung und Entsagung im starken Glauben, ihr LwdsteS kehre zurück, ertrugen, an diesem Weihnachtsabend in einer leeren Welt? Denkst nicht�auch du an diesem Abend an das Haus dort, wo einer in Flandern blieb, und da. wo einer beim Todespfeifen der Torpedos sank und hier, wo einer in Feindeshand den Wunden erlag? Und wir, die wir noch leben haben in dem einen Jahr die dreifache Zeit durchschritten. Nicht Mangel der Materie ist'S vornehmlich, was uns vorgestoßen an die Grenzen der stillen Lande; die tägliche Notdurft ist schlimm und uner- träglich schier, da w:r die Knegshyänen in der Heimat um die Tür der Armen, der Entbehrcndsten schleichen sehen. Den Stoff können wir ersetzen, können uns eine gerechtere kriegs- wirtschaftliche Ordnung erzwingen. Aber was dem inneren Renschen verloren, bringt keine Ewigkeit zurück: daß wir bei lebendigem Leibe wertvolle Stunden— ach, kostbare Jahre. tot waren! Und doch! Wie einst dem Kettenleben der Prole- tarier Märtyrer der Befreiung erstanden, so wird auch diesem Dasein Erlösung zuteil. In seiner LeidenSzeit schrieb Friedrich Hebbel einst in daS Tagebuch:„Die Menschheit ist wahrhaft scheintot und nur die Schmerzen in ihren edel- sten Gliedern bürgen für- die Möglichkeit eines Erwachens!" Auch das Drama der heute wahrhast scheintoten Menschheit beginnt zu enden. Das Schwert der deutschen Verteidigung schuf dem russischen Proletariat die Mittel, daS Blutregi- ment an den Ufern der Newa, in dem wir den verbreche- rischen Hauptschuldigen dieses Weltkrieges sehen, zu stürzen. Der Schmerz seiner Leiden, denen der Name Sibirien da» Symbol der Mörderstppe des zaristischen Absolutismus ward, reiste zur befreienden Tat den Wunsch, als eigener Schmied sich die innere und äußere Freiheit und Unab- bängigkeit zu schmieden. Die Kraft des östlichen Vorbilds wird auch die westlichen Völker, die heute die Wassenschranken verschlossen halten, wecken. Das Heil des Friedens ist nach diesen Zeiten des Jammerns zu köstlich, als daß die Wirkung des einen Beispiels selbftgeschassenen Glücks nicht auch die Volksgenossen jenseits der anderen Grenze in einen Kampf gegen alle KriegSverlängerer treten ließe. So blinkt ein Friedensstern der vierten Kriegsweih- nacht? Wir dürfen'? glauben! Die Kunde gibt uns noch einmal Kraft, das Schwerste zu meistern. Es regen sich Hände, der Friedeusglocken Stränge vom Gebälk zu lösen. Zicht der erste Klang über die Erde, dann werden wir Männer weinen sehen; denn unermeßlich groß ist unsere Sehnsucht. Und unermeßlich schwer ist die V e r a n t- Wartung für die Staatsmänner, daß ihnen ein Friedens- werk glücke, das beute zwei Völker wollen. Mit dem De- wußtsein dieser Verantwortung muß- es gelingen, durch Verständigung jedes sriedensfeindliche Hindernis aus dem Weg zu räumen. Auch der Wahnsinn des Menschen inords hat seine Grenzen. Würde diese Hoffnung, die im Osten leuchtet, zunichte, dann ist uns das Leben ewige Nacht. Dir wollen den Mut haben, an die Zukunft der Nation und der Menschheit zu glauben. Es ist der Mut, der den Feind von den Grenzen hielt in Feuersnot und Todeskampf und der über den Trümmern einer gesunkenen Welt an eine endliche Versöhnung zum ewige,« Bunde durch den Weckruf der Schmerzen glaubt. Es rauscht der Flügel'chlag der neuen Weltgeschichte zum ersten Male durch die Nacht. Weihnacht 1917. Ruft's m die Welten, wo Menschen leihen, kämpfen und l, ossen, rust's aus der tiefsten Tiefe heiligen Mitgefühls und Willens: Friede den Renschen auf Erden! � Milcs, Die Zrieöensverhanölungen. Brest°Lit«wsk, 21. Dezember. De? heutige?«g «urde vo» de« Delegusione» der vier Serdüudete» d«zu beustzt, n« die«»f rnfpsche Borschliige zu erteilende Nntwort zu de° r«ten. Hierbei wurde»»ie Graudliuien der Autwirt einheitlich festgestellt. Ihre Formulierung wird morgen vorwittug erfolge». Amerikas Gegearevolution in Rußlanö. Die offene Unterstützung der russischen Gegenrevolution durck amerikanische Agenten in diplomatischem Tchutzge- wand- hat jetzt zu einem sehr heftigen Zusammenstoß zwischen der Bolschewistenre�ierun� und den Vereinigten Staaten ae° führt. T r o tz k i führt eure überaus energische Sprache, die> in scharfem Gegensatz steht zu dem kläglichen Verle»� genheilöge stamme! der amerikanischen Presse, die dem Fall eine harmlose Deutung andichten möchte. Daß ihr nicht wohl zu Mute ist, glauben wir gern, denn wie paßt diefe offene Unterstützung der russischen Reaktion zu den Völkerbesrrtungsphrasen der Entente-Jmperialisten'?! Petersbur«, 2a. Dezember. lRemer.) Trotz Ii sagte am i?rv!lag im Verlauf einer Rede, in der, er die amerikanische Verschwörung darstellt«: Dir Verlreter aller frenrdea Mächt« mögen sich gesagt sein lassen, daß wir nicht so blind sind, daß wl, mit den gühea auf u»S herumtrampeln lasten. In der Tschitscherin-Petrofi'Sache habe» wir schon Gelegenheit gehabt, dem englischen Doischaster zu zeigen, daß uns die revolutio- näre'Würde über allem sieht. Wir müssen unseren Fre rnden zeige», daß wir nicht der englisch. amerikanischen Sourgeoisie dienen. W,r haben reine Grundsätze, für die »ir siegen oder untergehen. Wenn die Diplomaten sich in unsere Angelegenheiten einmischen, so hören sie auf, Diplomat«, zu sein � und werden P c i v a i p e r s o n e n, denen gegenüber die schwer» Hand der Revolution keine Gnade walten lassen wird. Petersburg, LZ. Dezember.(Reuter.) Der Vertreter der Lfiociated Preß teilt mit, die Bemühungen des Obersten Ander- s o n, des Hauptes der aenerikani schon Rote Kreuz-Slissio» in Rumänien, 72 omerrtanische Automobile über Rostov nach Resodetamie«(!) zu schaffet«, wurde« von den Bolschewik« als Versuch betrachtet, K a l e d i n zu unterstützen und führte» zu rtnei» heftigen Angriff Trvtzkis auf Amerika, Anderson und den amerikanischen Botschafter in seiner Rede vom Freitag. Dir Grundlog» für TrotzkiS Angriff«vor ein Telegramm An- dersons an Oberst Kolpaschnikosf in Petersburg, das diesen anwies, alle Automobile möglichst nach Raste» zu seiibeii zum Zwecke des Transports nach Mesopotamien. Tatarennachrichtcn der Konterrevolusta». «Ttackhslm, 24. Dezember. Wie die Petersburger Telegraphen- agentur meldet, verbreitet di« bürgerliche Presse Rußlands Ge- rüchte, daß Schweden angeblich Truppen gegen Finn- l a n d zu senden beabsichtige. Zwei Divisionen, die früher in Schi reden gestern den hätten, seien in der letzten Zeit nach Norden gerückt. Truppenansammlungen feien gegenüber vm, W.tsa und den Wandsinseln beobachtet worden. Diese Gerüchte sind, wie Svenska Telegramm byran aus sicherster Quelle erfährt, natürlich völlig«ns der Luft gegriffen. Die Jiite!ge gegen öen Sowjet unter öe? KoaUtionsregierung. AuS Stockholm wird uns gerneldet: Dia Gegenarbeit, die während dar Regierllng KerenSki's bo» der ruisüchan Diplomatie gegen die Stockholmer Konserenz und gegen den Arbeiter- und Soldaten rat selbst, de» diese Regicruiig öffentlich als einen ofsiziellen Faktor der Demokratie an» erkannte, betrieben wurde, wird durch die Veröffentlichung der Ge» heirndoknmenie in ihre«« einzelnen Zügen erkennbar. Zu der von uns schon veröffentlichten Depesche de» Londoner Geschäftsträgers, der neben dem in Siockholm iiiiige» G u l k e w i l s ch als einer der skiupellosesten Jntrigairtei- wnkte, kommt eine andere, die wir hier wiedergebe«. Sie ist vom 80. Juli datiert, also zwei Tage vor der schon deröffentlichten, und sie lautet: „Ich bezieh« mich auf mein Telegramm Nr. 6t2. In bezug auf datz Ihrem Ermessen anheimgegebene Telegramm von Ehrlich und R u s s a n o w halte ich es für meine Pflicht, Ihne« folgendes zu sagen: Die ganze öffentliche Meinung GrotzörnannienS und selbst dessen Regierung sieht in ÄerenSki die größte »atiouale Persönlichkeit deS Moments. Ich wieder- hole: nationale Persönlichkeit, nicht Parleisigur.- Unser B e r» bündeter glaubt, daß daS ganze Land gerettet wird, wenn es sich um diesen nalionalen Führer vereinigt. LuS de« Telegramm der Delegierten und aus meiner Unterredung mit ihne» geht e5 aber klar hervor, daß sie eS fortsetze», das Haupt der russischen Regierung alS eine vonr Ardeiter» und Soldaienrat gestellt« und von diesem verantwortliche Macht zu be» trachlen. Diesen Slandpunkt werden sie später bei suchen, auch hier zu verbreiten, wodurch sie die Autorität der Re» g i e r u n g und der von KerenLki in den Lugen ihrer wen» auch nicht sehr zahlreich Gleichgesinnten nur schädigen werden. ES ist notwendig, daß dieser beschränkte und verderbliche Standpunkt von KeretiSki selbst• u f d a S entschiedenste abgelehnt würde. Gezeichnet: W a b o k o t». Man sieht hier, tvie Kerenski von Nabokow und seiue» Hinter« mmntern ins Verderben hineingeritten wurde. Mau hat ihm mit dem Weihrauch, den man seiner nalionaieu Größe streute, de« Kopf umuebelr, und als er dann mit Korniloiu jenen Anschlag gegen den Sowjet vorbereitete, von dem er fteitich selbst im letzte« Augenblick zurückschreckt«, ahm: er nicht, daß er zum Hanipel« manu der Siitentc-Jmperiaiisten und ihrer russischen Freunde ge- worden war.__ Koalwonsregierung See Holschewiki unö linken SoZialrevolutionärs. Ein Gen ral gelyncht.— Prozesse gegen die Kadetten. P e t e r s b» e,, ÄU. Dezember.(Reutet.) AuS T-schkeat ist die N-chricht eingetrrffeii, daß General K»r»«itscheak», de? »au KerenSkt zum Obertefehlöhaber über die Truppen in T«etestau ernannt und später»erhaftet tuatdeu aar.»»« Pöbel gelyncht wurde.— Der militärische Gerichtötzef i« PeterSdnr, beginnt am 24. Dezember im Palast des chr-xsiiiße» RikilanS Mkolajcwitfih sei»e Tätigkeit. Zuerst wird»er Fall der Seäfi» P a n i», eine der Fllhretinnen der Kadeitenpartei, die vor kurze» verhaftet wurde, zur Verhandlung komme».— Die Lerh«ud-- luugeu zwischen den Maximalistc» und de« ltuke» Flügel der Sozialrevoluttouäre über die Bildung eine» Soalitioutzkabiuctts, haben brgo»neu. Dc» Sozialrep»!«» buJw« werbt« ba« Mivifitriu« bei I u u t e«, bas Justiz- limstetiiim, dal Post Ministerium und bas Ministerium jür« a- ionale Angelegenheiten anzeboteu. DaS Zusanimengehen der Boisckiewisten mit einem Teil der ZozialrevoUuionäre scheint durch den Ausfall der Wahlen zur a» st i t u i» r e» b e u V e r i a in in I u n g notwendig zu sein. Denn ach den bisher bekannt gewordenen Resultaten werden die Sozial- evolutionäre bedeutend st ä r k e r in duS Parlament einziehe« ls bis Moxinm listen, fein« demokratische Möglichkeit, die >errschafl zu behalt«», wäre für die Maximalisteu nicht gegeben, -enr» nicht die Eazialrevolutionäre in sich völlig gespalten wären. he rechter MSgel betreibt die LriegSpo-itis, wegen der Kerenlli einerzeit gestürzt wurde, der linke Flügel dagegen stimmt im wsentticheii der FriedenSpolitil LeninS und Trotzlis zu. Ueber as Stärkeverhästnis der beiden Richtungen ist wenig bekannt. �er link« Flügel soll wenigstens ein Viertel der Sozial- evolutionären Partei hinter sich haben, vielleicht kann er auch now ms weiteren Anlauf cmS der unsicheren Mitte rechnen, namentlich e mehr die Friedensverhandlungen sortschreiteu. Mit ihm zu- a m m« n werden die Polschewisten eine sichere Mehrheit im Parla- «ent besitzen._ die Eisenbahner ßcgen Kaleöin. PeterSSurg, Sit. Dezember. lMeldung der Petersburger Tele« jraphen-Agentur.) Der Berichterstatter des»Djen" meldet auS llostow: Kaledin richtete einen Aufruf an die Eisen- i a h n e r, i» dem er ihnen volle Sicherheit verbürgt, falls sie ihn ncht an der frei»» Beförderung der Kosakeutruppea hinderte«. Die LisenSahner lehnten ditd ad. In Nostos herrscht starke Lebens- mittein ot, weil viele für die Stadt bestimmte Lebensmittel- Endungen bei den letzten Ereignissen von de» Truppen sortgeworfe» wurden. Petersburg, 24. Dezember.«Meldung der Petersburger Tele- geaPhen-Agenlur.) Laut tclegraphischer Ritteilung haben sich bei � a r i z y n Kosaken und Eisenbahner versammelt, um zu »erhinbrr», b«y Truppen nach dem Rorben burchziehen. «- Petersburg, 23. Dezember. Dal Peestbureou der Bgllökommissar: teilt mit, daß eine kaukasisch. Armee no» ungefähr Igst stltst Mann im Rüeke» Kalehin« vargrrückt. Mehrere GebtrgSstömmr habe» sich ihr angeschloflen. das Recht auf Abberufung See Konstituaute-fkdgeorSnetsn. Aus Iclegrophischen Mitteilungen ist schon besannt, daß die Bolschewitis eine neue Ausfcrssurrg deö de-mokroetischeil Prinzips in vezug auf die Güitigtcit der Aogeordneienmandaie zur Konstituante durchsetzen. DaS Abgeorlmetenmondat sönne demnach jederzeit für ungültig erklärt und die klbgeortmeten können auf Beschlust des zu- ständigen Arbeiterrates abberufen werde». In der Sitzung des jenicalausschusscs der Arbeiter- und Soldaienräte ganz RustlcmdS, dem neben den DolschewiliS nur noch der linke Flügel der Sozia- listen-Revoluttonäre und die Gruppe der Internationalisten-rnge- boren, begründete Lenin dem Erlast eines entsprechenden Dekrets. Noch der„Jswestija", dem Organ des Zcntralsowjets, führte cr y. a. folgendes aus: Die Bourgeoisie hat in allen Ländern da» Parlament aus einem Organ dSr Volksmacht in eine Vafs« der Unterdrückung der besitzlosen Klasien vertoanbolt. Dieses gelang ihr mit Hilfe dc-S Ge- setzet, nach dem ein einmal gewählter BolkSvertreter auch dann nicht abberufen werden tann, nachdem die Stimmung der Wähler sich zu seinem Ungunsten verändert hatte. Jeder Sozislist muß liaber für das heilige Recht der Abberufung solcher Volksvertreter eintreten, die misgehirt haten, die Ansichten ihrer Wähler wider- zufpisgeln.. Lenin tritt für die Rotivendigkeit ein, das Rocht der Abberufung der Ritgliedsr der konstituierenden Bersammlung durchzuführen und illustriert dieses durch das Beispiel der jüngsten Wahlen. Sr weist daraus hin, daß zu Beginn der Wahlkampagne die gröstte Partei in Rusttand, die Partei der Sozial! sten-Revoluttonär«, ihre frühere Bcdeutiii»g eingebüstt habe, während dir Listen dieser Partei nor der November-Revolutisn, nach welcher sich die Partei gespaltet hat, zusammengestellt toorden waren. Lenin schlägt vor. das Recht, Neulvahlen in jedem Wahlbezirk zu verlangen, allen Arbeiter-, Eoldaten- und Bauern-Räten einzuräumen. Nach längeren Ausführungen verlas er den Entwurf eine! Dekrets: 1. Die Arbeiter-, Soldaten- und Bauer»delegierten-Räte er- hatten das Recht. Neuwahlen aller Art zu bestimmen, borunter auch für die Konstituierende Versammlung. 2. Die Räte setzen selbständig die Neuwahlen fest. * 3. Die Wahlen werden auf Grund bestehender Wahlgesetze »ottzogt». Die Fraktion der linken Sozialisien-Rebolutionäre widersprach nicht dem Prinzip der Abberufung, sie wies jedoch darauf hin, daß in dem Dekret wesentliche Lücken vorhanden sind, und schlug vor. eö durch neue Punkte zu vervollständioeu, die bestimmen sollen, dast die Vollmachten der Mitglieder der Konstituante erst dann zu er- loschen habe«, wenn ihre Nachfolger gewählt sind. Lusierdem schlägt die Fraktion vor. das Recht der Initiativ« für bi« Ab- berusung der Abgeordneten den Wählern selbst zu überlasse«, und zwar durch die Veranstaltung eine» Referendum» sVokkS- abstimraung). L ci p i n» ki, von der Fraktion der Polnischen Sozialistischen Partei(P. P. S.), schließt sich der Linken der Sozisliste»-Revo- tuttouäre an. Kramarow, Vertreter der Vereinigten Jnlsrnationaliften. nndet, daß da» Prosekt von Lenin nur eine Kriegslist eine» Mannes ist, der den Wunsch hat, Rußland mit dem Wink« sein«» F u si« S zu regieren. Da» Projekt gibt Lenin u. Co. das Recht, in jedem beliebigen Moment den Rät au da» Signal zu geben, Neu- wählen in zahlreichen Bezirken anzusetzen, und dadurch wird di« Konstituante dem Selbstherrscher Lenin oder zweien Diktatoren zu Gefalle« gesprengt. Zum Schluß stimmte die Versammlung mit erdrückender Mehrheit, gegen die Etimmru der Jnternattonalifteii, im Prinzip für da» Recht der Abberufung. Der Entwurf der Voltskommissar« wurde einer Kommission überwiesen. Die nWschen volkstommisiare gegen poincars imö Clemenceao. Wie«, 33. Dezember. Die Blätter deröffentlichen Folgende t-: Zarßkaje Lsel« vom Ib. Dezember 1S17, 1 Uhr IS Mi»,»ach mittag»: «» ettt und iu« Ausland«« de« Pariser Radioteleeravhe« de« Herr» Llrme»etau. Der Pariser Radiatelezraph läßt»äglich Wellen verleuinderi scher Nachrichten über das russische politische Leben, und seine führenden Gesteigeries Feuer bei Verduu— Der Col del Rosso uud Monte di Val Bella erstürmt— SQOtt Italiener gefangen. Amtlich. Großes Hauptquartier. 24. Dezember iS17. Nu dieser Stelle rief R e n a u d e l dazwischen:„Im Rame« dieser Staatsreligion hat mau Zänrds ermordet!" Weihnachten in Italien. Zwischen Brenta upd Pigve, 20. Dezember. Tus war das Letzte, was vor einem Jähre in den rumänischen Karpathen unsere deutschen Gebirgsregimenter von der Zukunft erwarteten, daß sie das vierte blutige Weihnachtsfest dieses Krieges hier tief in den venetia- nischen Bergen erleben würden. 363 Tage, von denen die meisten hart und viele verlustreich waren, liegen hinter ihnen. Wieder schleppen die Tragtiere auf schmalen Saumpfaden die wenigen Weihnachtsgaben, die den Weg rechtzeitig nach hier unten fanden, in die frisch ausgehobenen Stellungen nach oben. Die Szene hat gewechselt. Sternkuppe und Pyramiden- kuppe— Tomba, Sp'muccia und Montana Seca, neue Namen sind an die Stelle der unanssprcchlichen rumänischen des Vorjahres getreten. Aber die Berge sind Häher geworden und das Thermo- meter steht tiefer. Mr diejenigen, die in vorderster Stellung auf den perschneiten Landbrücken des Grappa-Massivs liegen, stehen harte Weihnacktstage bevor.— Weihnachten in Italien l Der Vormarsch ist zu Ende. Es ist kein Feldzug mehr, sondern der ideenlose Krieg der Feuerüberfälle, der Vergasung, der unaufhörlichen Stöße und Gegenstöße— die blutige Langeweile, die doch stündlich mit Ueberraschungen rechnen muß. Zu dieser auf- reibenden Intensität hat die französische Leitung mit ihren westlichen Methoden den Stellungskrieg zwischen Vrenta und Piave gesteigert, der vor vier Wochen noch ein fast hamrloscs Spiel war. Da ist der Kessel von Quero und da« Tal von Schievenin und die vielen Wege, auf denen unsere Truppen und Kolonnen in blanker Sicht deS Feindes anmarschierten. Zum letzten Male kriechen sie in den Trum- mern des verlassenen Quero umher. Ringsum entsteht ein Meer von Trichtern. Die Dörfer leeren sich und sinken zusammen. In diesen Tälern wird auch ani Weihnachtsabend leine Ruhe und keine Freude sein, sondern neben den tvandemden Munitionskolonnen werden Granaten einschlagen und iu den frischgebwiten Unterständen wird man prüfend nach der Decke sehen.— Da ist der Monte Santo. 1500 Meter hoch, in verschneiten italienischen Schützenlöchern liegend, sehen wir zum letzten Male die nackten Spitzen, die schmalen Grate. di« weiß«, Kuppen dieser Gebirgssestung, die ihrem Lande großmütig zu Hilfe kam. als seine Kinder versagten. Kein Licht, nicht das kleinste Ivörmende Feuer wird am WeihnachtS- abend von diesen Höhen lsuchten, auf denen sich Maschinen- gewchre in dO Meter Entfernung lauernd gegenüberliegen. Und da ist endlich das Tal deS Sfizzam. Immer enger werdend, kriecht es unter der mächtigen Gruppe der Fontanu Sccea aufwärts, lieber unseren Köpfen ragt der weiße Grar in den dunklen Abciidhiinmcl. Verirrte italienische Schrapnells spritzen rot über den Abhang hernieder. Auf den Zickzack- wegen ducken sich die Tragtieisührer. Ein verwundeter Jäger steigt mühsam ins Tal. Ihm ist das linke Äuge auS- geschossen. Aber er spricht von Heimkehr und baldigem Weihnachtsfcst. ES brennen nicht viele Kerzen an diesem Abend zwischen Brenta und Piave. Und in den Häusern der Besiegten, von denen Tausende ihre Dörfer verlassen mußten, herrscht Ver- zweiflung statt Freude. Äber wie in allen anderen Ländern und an allen anderen Fronten gibt das Licht aus dem rusii- scheu Osten auch hier den eigentlichen und hellsten Weihnachts- schein. Dr. Ad. Köster, Kriegsberichterstatter. Australien gegen öie Wehrpflicht. Melbourne, 24. Dezember.(Rcutermeldung.) Den letzten Berichten zufolge sind oei dem Referendum ühm die Wehrpflicht W7 000 Stimmen gegen und 792 900 Stimmen für die Wehrpflicht abgegeben worden. Di« australische Abstimmung ist um so beachtenswerter, als in Kanada die wehrpftichtfreundliche Regierung eben erst— wenn auch nach heftigem Wahlkampf— den Sieg errungen hat. London, 24. Dezember- Das Reuicrfchc Bureau verhreitet zu dem Ausfall der BoUsabsiiinmung Über die australische Wehrpflicht sin« Erklärung, in der es heißt: Alle australischen Parteien stehen mit den anderen in den Krieg verwickelten Demokratien in Reih und Glied(jc-jeu die Mittelmächte, und während der ganzen PplksabstimmungsbeN'-eguna ist keine Rede von Krieg-- Müdigkeit gewesen. Neinungsverschiedenheiten machen sich nur darüber geltend, ob Australien sich seiner Männer für die Kämpfe in Europa entblößen solle und wie die australische NatirveSkrait in der örtlichen Kriegstnduftrie zu vergleichen sei mit ihrem Werte im ffelde. All« g als Ge- liebte in die Ehren der Aufführtvis. lLsrlresflich war auch Herr I a n p i u g s satter selbstgefälliger Mären. Da« Publikum folgte ohne Beisaik, aber unverkennbar mir angespannter Teilnahme. Notizen. — II e b c r Hermann Essig spricht Paul Alfred Melbach am Donnerstag im Lessing-Museum. L»ite Rosendaum liest aus seine» Dramen und Novellen. —„Führung durch da? Kaiser-Friedrich- M ii s! u Iii" lautet das Thema eines Vomagszyklu«, den Herr Dr. Max Deri zugunsien der Deutschen Gesellschaft für Mutter- und KilldeSrecht E. V. hält. Tor Vortragszyklus mniaßt drei Abende. 1. Abend:„Italienische Schulen", am Dienstag, den b. I. ick; 2. Abend:„Rledertändische Malerei", am Dienstag, den lö. i. 18; 8. Abend:„Deutsche Meister'', am DienStaz, den 22. 1 18. Die drei Vorträge finden im großen Hörsaal der Iluternchl- mistalt des Kunstgewelbemuseums. Priiiz-Albrecht-Siraße. abends 8 Uhr, statt. Karren zu 8. s und 1 M. für je einen Abend sind zu haben: Im Kmishmis de« Besten?, Taueiitzienstta««; tu den Warenhäusern von. Hermann Ttey, Leipziger Straße und platz, bei Bote u. Bock, Leipziger Straße und Taueiitzienstraße und an der Abendkasse. — Wilhelm T: ü b n c r. der bokaiurE ruH ehemals gefeiert« Maler, ist im Älter von 05 Jahren cn Karlsruhe gestorben. Er war in seiner Jugend sowohl als ausübender Kiinstter wie als Theoretiker ein Umstürzler gewesen, heilte aber der heutigen Generation nichts mehr zu sagen. „Wir ha nun e bissl Trapp trapp gebraten," log meine Frau, „da meent man wunder, was man Hai." „So, so. treuen Gaul mit Schwimmhaut! Gibts das such?" Nämlich am Eingang zur Küche lagen hübsch friedlich die Güüsfüß, der Hals, Schnabel, Lunge, Leber und andere Kicinig leiten als Verräter. „Sie sehen aber auch alles" gab Mutter beschämt zur Antwort. „Nu ja, es ist'ne Gans, aber en richtiger Prvleie. Nischt wie Haut und Knockten." . Ja, ja, bei die Zeiten. Na denn laffen je sich man kee« Knöchelchen zwischen de Luftröhre kommen." Als er fori w«, gab ich der Meinung Ausbruch, man hätte ihn doch mal kosten laffen müssen. Aber da hatte ich ip ein schönes Fetmäppchen getreten...Trag doch die Pscnrne gl«:»ff de Gasse, wenn de tueenst, es is zu viel." bta, es tourve zwöif. Der große Moment war da. Es war ein jeieilicher Augenblick, als Mutier rief:„Nu man los, es ist aufgetragen." Gerade als das Messer knirscheud in den Brustkorb fuhr, klingelte es wir rasend draußen. „Die Gans weg, die Gans weg!" schrie der Aeltest-, „Albernes Zeug" daraus ich,„macht uns-nicht lächerlich. Seht »ml zu wer* ist." Es war Fritz, ig Uuisorni, der als weit eutfeniter Bekannter einmal durch unser? Stadl kam und seinen Freund mitbrachte. Als die beiden den Braten sahen, bekamen sie Augen wie Feuerräder. Ick log ihnen vor. daß»vir' uns unbändig frenten, sie bei un-ö zu haben, und daß sie initrffen könnten. Meine Fran tuagie ich dabei nicht anzusehen. Und sie aßen mit uns. Aßen? Rem sie fräße u. stoppten, würgten, daß ihnen die Augen tropften; als od sie zar kein« Klappe im Hals hmren. Dabei sagten sie immer, sie hätten eiHentlich schon gegessen. Ich dankte meinem Herrgott für die Porspeise und malte mir aus. was wohl geworden wäre, tveiw sie noch nicht gegessen hätten.... Um es turz zu umchen, es hätte nicht schlimmer werden tömten. Denn als es am 16. Tozemver mittag? t Uhr schlug, war von der Gans nicht ein Krümelche» mehr zu sehen. Die Teller brauchten gar nietn gespült zu werden, sie waren so blank wie. aus dom Laden. Tie beiden gingen. Daim wurde es kalk und leer in med um uns. Ich wollte mich bescheidon in mein Arbeitszimmer zurück- ziehen, doch Mama hielt mich am Schlafittchen seji Und nun begann eine lauge Rode: Uober A: Ettikmlf u»n itänsen. A 1: Daß man sich keine Urahne kauft, A 2; daß die von heute kein ver- uünftiger Mensch gekauft hätte, L: Prüfen von Gänsen. 13 1: daß um» uilier die Flügel nach die Fetttnöllchen ferffeu müsse, B 2: zwischen die Beine riechen«siehe oben,-. C: Ausvewcchrung für Wr ihn achtet!. C l: wenn A 1 tzis L 2 gut ausfällt, daß dann «in« Gans acht Tage aufbewahrt werden kam:. C 3; daß dann nicht zwei»fremde M«! scheu uäosuiM-n wäven. V—C: daß sich au««llstzem«fibt, saß ich tm#f«i kmm... kleb« jeden PmM fp*«ch sie««Mm». Ich verzichtete aufs Wort, denn wenn sie recht hat, dann hat si« eben recht. Tie Kinder kamen zum Schluß: Da? wäre doch keine Weih- nachtSganS gewesen, weil sie doch schon am 16. Dezember gegossen worden ist und sie könnten sintemalen und allzumalen und unter Betrachtung der Umstände nicht auf die Geschenke verzichten. Nach Schorndorf schrieb ich dann eine Karte, wegen der G.. J. Ich Joujx heute nah aus die Antwort,,.. Mgemeins OrtsKranlsenSaffc fiir Bcriin'£i(l)fcrkldc, Auj®rjm> teS$ 2 der Uetorbmjng des Bundesrats uom 2.'. N. lS17 hat»er ÄuSichuj, in seiner gestrigen Sitzung durch über instimmn»!»»« Deschtuh der Arbeilgeber und Versicherten beschlösse» i Die«! der Latung vargesich-nen Mebrleistungett werden vom>Z1. 52. 15)17 c.d wieder eingesührt. Zur Deckung dieser Mehr« teitlungen werden die Beiträge ran 4'/, ans 6 Proz. des«rund. lodnea«rhdht. '317 ab i Die Beiträge betragen hiernach vom 3t. 12. .linse J! bei« RrbeiiStszen v.ZK 27., bei 7 Arbeitstagen 1 7 dezember 1917. IT . Hl .. IV . V - VI . vir e s c H C « Berlin-Lichterfeld« 0,54 0,72 l.OÖ 1,44 1�0 2,16 den 22. Ter Borst»»». H a n» Mischer, Vorsitzender. Hahn, Sehr 0,42 SI. 0,63. 0,84. 1.26„ 1.68. 2,10. 2,52.. S99/2 rtstsührer ossappeni.spüßsrfimiii f.Lms! Siift5,8i?iiii, ElZ%f: 4 K 1 h�FSPf?r sje'i i-n>1 te~d C�ran x Abraha m M»r d. MeÄsina-u.RSmcrtrank-Kell. C.26 Birlclstj. 8a, Fernep. K�st.13706 R. Baiilfe, fcträlaucr Str. 56. E. Maus, Kentna&duitas'.r. 81. A.£. Lcuigfe, Brmmanstr. 16j6 4 fe�oker- u. 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Verschiedenes Kuuststopserei Große Frank- surterstraße 67. 6LK» OeÄM MstfmslMklima werden ein- m vapjt, SL Po Kommanditgesellsch.. verlw- gestellt lzei».rcrilii Ci i-U., Dempelhof, Judustriefir.l/ä Kr. 353 ❖ 34. Jahrgang 1. Seilage öes vorwärts Dienstag, 25. DeIember 1917 GroMerlm �eüer Lefer Ses �Vorwärts" kommt heute oder morgen mit Bekannten zusammen, die statt des„Vorwärts" irgendein verwaschenes bürgerliches Blatt lesen. Keiner versäume da die Gelegenheit, ein Wort für den „Vorwärts" einzulegen. Gerade jetzt müssen die Freunde unseres Blattes mehr denn je aus dem Posten sein. Ihnen allen wird cS eine Genugtuung sein, ivcim wir melden können, daß der„Vorwärts" mit einer abermals staik gestiegenen Üc'erzahl ins neue Jahr eingetreten ist. Dazu tue jeder, was er kann. Gute Zeite« für Almoscuempfänger? Die ÄrmenkominlssionSvorstehrr Berlins erörterten in ihrer letzten Sitzung die„R a ch p r ü f u n g der wirtschaftlichen Verhältnis te der A l m o s e n c in p sä n g e r". Der im „GemeindeWait" des Magistrats veröffentlichte Sitzungsbericht meldet, eine Armen kvmmissivn mit etwa 1000 M. MonatsauSgabc habe in kurzer Zeit sieben Unterstützungen von zusammen tIL M. auf Grund der Ermirrlungen abgesetzt, und zwar..ohne Einnahme eines engherzigen Standpunkts". Ausgeführt wurde, die Ber- dtenstmöglichkeit sei jetzt..allgemein besser" und man Hab«„zum Teil ganz bodeutent-c Einkommen" feststellen können, die„den Schlug nahe legten, daß auch in anderen Kommissionen ähnliche Resultate sich ergeden mühten". Deshalb sei in Zweifelsfällen gründliche Nachprüfung durchaus geboten, aber ebenso selbstvcr» itändlich müsse für wirklich Bedürftige eine Aufbesserung ihrer Bezüge erfolgen. Dah bei tatsächlicher Nichtbödürstigkcit die Unterstützung ab- gefetzt werden muh, ist richtig. Wir möchten aber van den Armen- kommissionen nicht behaupten, dah bei Enischewungcn hierüder die Mehrheit ihrer Mitglieder sieti immer van Engherzigkeit freihalten wird. Manchem mögen ja die Beschlüsse der Kommisstonen noch als recht wciihcrzip gelten, dach über diesen Begriff kann man eben sehr verschiedener Meinung sein. Gegenüber dem Hinweis auf die bessere Verdien st Möglichkeit der jetzigen Zeit wollen wir nicht auher acht lassen, dah bei vielen Almosen- a m p f ä n g e r» und?l I m o s e n e m p s ä n g c r i n n c n längst die Arbeits Möglichkeit aufgehört bat. Durch Feststellung einzelner Fälle, m denen die bisher Unterstützten in- folge der jetzt stärkeren Nachfrage nach Arbeitskrästen wieder lohnende Arbeit und»Uten Verdienst fanden, soll sich nur niemand irre machen lassen. Sehr viele unterstützt dir Armenpflege deshalb, weil sie wegen Kränklichkeit oder hohen Alters gar nicht mehr cr- loerbß fähig sind. Wae nützt ihnen die bessere Verdienstmöglich- keit und da-ö höhertz.Einkommen, das man jetzt haben kann, wenn mcm— tüchtig zu arbeiten vermag: Diejenigen Unterstützten aber, denen doch noch einige Arbeitsfähigkeit geblieben ist, werden selbst setzt, wo eö auch ihn«» wieder leichter wird, noch ein bitzcken Beschäftigung zu finden, nicht gerade die..glänzendsten" Lohne nach Hause tragen können. Nein, gut sind die Zeiten für Almosen- cmpsänger ganz gcwitz auch jetzt nicht. In jenem Sitzungsbericht vermissen Ivir einen Hinweis darauf, wie sehr im Laufe des Krieges die SkabrungL mittel- preise und die gesamten Untcrhaltskosten gestiegen sind. Hat denn keiner der Armenkommissionsvorftehcr daZ erwähnt, und soll das vielleicht für die Beurteilung der Wirt- schaftlichen Lag« von Unterstützten nicht WS Gewicht fallen? Bei der allgemeinen Teuerung M u ß ja jeder Unterstützte versuchen. ob nicht auch er sein levtcs bihchen Arbeitsiraft noch irgondwic ausnutzen kann. Die Almosen sind in der KeiegSzei» gegenüber denen der FricdenSzcit wahrhaftig nicht so ausgievig erhöht war- den. wie man es erwarten sollte. Daß aber in den Fahren 1016 und 1017 die Zahl der mit Almosen unterstützten Personen berci-s sehr merklich sank, das wurde durch die schon lange mit Eifer bc- rriobene„Nachiprüsung" erreicht. Mehr Krankcusürsorgc erscheint nun auch dem Berliner Magistrat nötig. Weil die vor- handcncn Einrichtimgon unzulänglich sind, aber sofort etioas gc- schehen mutz, greift er zu Notbehelfen. Mit Reckt befürchtet er, daß im Winter 1017/1S cS zu einer Ueberfüllung der Krankenhäuser kommen könnte, wie wir sie früher fast in jedem Winter erlebten. Um ihr vorzubeugen, hat er beschlossen, einen Teil des Obdachs an der Fröhelstratz.c zur K r a n k e u» n t e r b r r n g u n g zu de- nutzen und dort nach Bedarf bis zu 250 Betten für die Kranken- Hausverwaltung bereitzustellen. Das Obdach ist jetzt fast gatiz teer, aber den Plan, es als Krankenhaus für Kranke aller Art zu verwenden, kann man mit gemischten Empfindungen begrüßen. Weiter will der Magistrat, um im Hinblick aus die außerordentliche Mehrung der Lungenkranken auch für sie die llnterbringungs- Möglichkeit zu steigern, einen Teil des AI t c I c u t c h c i m Z in Buch— die Anstalten für alte Leute sind nicht mehr voll belegt— zur Nebenabteilung der dortigen Heimstätte für Lungenkranke machen. Die Abteilung soll nmü Bedarf bis zu SM Betten belegen, Und wird hauptsächlich zur Unterbringung solcher Fälle von offener Tuberkulose dienen, die eine besenderZ große Ansteckungsgefahr fitr die Ilmebutig bilden und von den Fürsvrgesteklen der Le.n.desvcrstche.rnugsanstsi! und des Zentral- komitees überwiesen werden. In Anstalten der Stadt sollen Tu» berkulöse ohne vorherige Regelung der Koftenfrage aufgenommen werden; diese wird erst nachher erleidigt. Die Eiurchtungen im Obdach und im Altekeuteheim gelten zunächst als Kriegsmaß- nahmen und sind vorläufig bis zMn 1. April 1918 gedacht. Daz» kommt die llmwandlurig des jetzt nicht voll ansgsnutztcn Leicht- krauienhouses in ein« Anstalt, die künftig nicht nur Leicht- tränke, sondern Kraute aller Art verpflegen soll. Sic wird fortan„Krankenhaus Südufer" heißen. Schließung der Beelitzer Heilstätten? Bon Patienten der Heilstätten tu'Beelitz geht uns folgender Klageruf zu:„Tie Verwaltung bekommt trotz mehrmaliger drtn- genver Anforderungen von der KohlenverteilungKstelle keine Kohlen geliefert. Da der Vorrat nur noch bis Anfang Januar reicht, müßte der Betrieb geschloffen werden, falls bis dahin keine Lieferung erfolgt. Wie schwer wir crkcvnkten Arbeiter da- durch geschädigt werden würden, bedarf keiner wetteren Erörtc- rung." Selbstverständlich wird die Verwaltung der Heilstätten nicht so lange warten können, bis ihr letzter Vorrat an Kohlen verbraucht ist. Denn sie darf ihre Patienten auch nicht einen einzigen Tag ohne Kohlen, d. h. ohne Beköstigung, Heizung und Licht lassen. Mithin kann die Schließung des Betriebes jetzt jeden Tag erfolgen, wenn nicht unverzüglich für die Lieferung der nötigen Kohlenmengen gesorgt wird. Was aber die Leerung der Heilstätten für die lungenkranken Insassen in der fetzigen Jahreszeit bedeuten würde, brauchen lvir wohl nicht einmal an- zndeuten, und man kann sich daher die Stimmung denken, in der die Aermsten das Weihnachtsfest begehen werden. Wir verlangen und erwarten von den verantwortlichen Stellen der Kohlenversorgung, daß sie nocki in allerletzter Stunde dem Eintritt eines derartigen skandalösen Falles vorbeugen. Ob es möglich gewesen wäre, rechtzeitig die nötigen Maßnahmen zu treffen und es nicht erst so weit kommen zu lasten, oder ob auch diese Misere nur eine notwendige Folge der allgemein Herr- schendcn Kohlonmißwrrtschaft ist, vermögen wir nicht zu beurteilen. Tie Einschränkung des Verbrauchs elektrischer Arbeit ist nunmehr voni Kohlenverband Groß-Berlin durch ein« OrtS» Vorschrift geregelt worden. Unter de»'Begriff des Verbrauchs elektrischer Arbeit füllt auch der Lichtverbranch. Grundsätzlich soll niemand mehr verbrennen als 8t) vom Hundert seiner Strom- entnähme in dem entsprechenden Vierteljahr des Jahres 1910. Nur wird der Bcrbrmich nicht dauernd kontrolliert werden, sofern er sich innerhalb der durch die Orievorschrisl tK 3j gezogenen Grenzt halt, das heißt also, sofern im Vierteljahr Januar biö März nicht mehr als 180 Kilowaitstunden, im Viertetjahr April bis Juni nicht mehr als 00 KilowaiiftuNden, im Vierteljahr Juli bis September nicht mehr als 60 Kilowaitstunden, im Vierieljavr Oktober bis Dezember nicht mehr als 200 Kilowattstunden verbraucht werden. Diese Ver- günsligung kann, lvenii sie zur Verschwendung führen sollte, all- gemein ausgehoben werden; auch kann im Fall von Verschwendung einzelner Verbraucher deren Verbrauch durch Einzelverfügung ein- aeschränkt oder durch Ausschaltung vollständig unierbrochen werden. Alle Anirüge betreffend den Verbrauch elektrischer Arbeit sind an das zustündige Elektrizitättwerk zu richten. Ter stohleiiverband Groß-Bersin hat bekanttttsth am 14. De- mmber neue Bestimmungen über den Verkauf von Kohlen getroffen. In diesem heißt es u. ,n. daß am ersten AerkäUfstage einer jeden Woche nur gegen solche Abschnitte Kohlen abgegeben werden dürfen, die schon früher lalfo vor der letzten FrSigcwe) freigegeben worden find. Diese Bestimmung ermöglicht, daß die ältesten An- sprüche an Kohlen hcvorziigt befriedigt werden. Sie ist aber von den Verbrauchern teilweise fälschlich dahin ausgelegt tvorden, als ob der erste Verkaufstag der Woche gleichbedeutend mit dem Mon- tag wäre. Dies ist nicht der Fall. Für jeden Kohlenhändler gilt vielmehr derjenige Wochentag als erster Verkaufs- t a g, an dem er tatsächlich zuerst Kohlen an das Publikum abgeben kann. Nachdem durch Bekanntmachung vom 14. Dezember die Gc- Währung von warmem Wasser aus zentralen Warmwasser- bcreijungsanlagcm zwar nur zu gewissen Tageszeiten, jedoch täglich zugelassen ist, muß zur Vermeidung von Irrtümern darauf ! hingewiesen wertden, daß diese Maßnahme eine Mebrbe Willi- gung von Brennstoffen über die bis zum 81. März 1918 \ für zentrale WarlMvasserbereitungSanlagen bereits zugroilligte i Kvhlcnmenge hinaus nicht zur Folge haben wird. Zulagen für städtische Beamte, Pensivnäre usw. Ter Magistrat hat beschlossen, an die Beamten und Fest« angestellten, soweit ihr Einkommen 9009 M. nicht übersteigt, außer den allgemeinen Teuerungszulagen und der Kriegebeihilfe eine einmalige Zulage zu bewilligen. Dies« Zulage for dt ragen bei Berhcirateirn 309 M. mir einem Zujchlag von A M. für jedes unversorgte Kind und be\'.inverbeiraleten 130 M. Ferner hat der Magiflcol beschlossen, eine E r h h h U n g de> Bezüge der Pensionär« Hinterbliebenen und N u h e g c l d e m p f ä n g e! eintreten zu lassen; und zwar sollen den Pensionären 30 Proz. der Krieg?- und Teuerungszulage gk zahlt werden, unter Zugrundelegung des von den Beamten zuletzt bezogenen Gehalts. Für jedes rinversorgte Kind sollen ihnen 10 Proz. der Kriegs- und Teuerungszulage gewährt werden. Diu Pensionären sollen die Festangestellten gleichstehen, die Ruh? gel o oder laufende Unterstützung erhalten. Die Witwen und Hinten bliebe neu sollen den Pensionären gleich behandelt werden. Den sonstigen Ruhegeld- und Unterstützungsempfängern werden jährlich 120 M. und 29 M. für jedes unversorgte Kind gewährt. Die Zu lagen sollen vom 1. Januar 1918 ab gewährt werden. Den Sladkberordnettn wird alsbald eine Vorlage hierüber zugehen.__ Verlitnzerte Polizeistunde in der Sitvefternaäit. Wie tNitgc teilt wird, sind die Polizeibehörden ermächtigt, in der Silvester nach! die Polizeistunde bis spätestens 1 Lhr zu verlangern, soweit hierzu ein Bedürfnis anzuerkennen ist. Di« Frisiurgefchäfte nm zweiten Wrihnachtssesttoge. WüSrend fast allerorts in Deutschland die Friieurgeichüste an de« zweiten Festtagen geschlossen bleiben, ist für Groß-Berlin leider noch immer keine einheitliche Regelung erfolgt. In Verl!» schließt mir ein Test der Geschäftsinhaber, andere hallen bis 10 oder 1 l llhr ans. d» gegen ein großer Teil noch bis 1 oder 3 Uhr. Die otgemifkncii Gehilfen arbeilen an den zweiten Feiertagen nickt. Da auch Heine die FriseurgeichSfie wie tonst an Sonntagen geöffnet sind, richtel der Verband an die Kundschaft die Bitte, morgen, am zwerteit Fest- tage, auch die„arbeitSwilltgen" Friseure in Ruhe zu lassen. Zum Raubmord i» der Geisbergstrahe. Di« Gastwirtin Mo thilde Kaulfers, die von zivei Burschen in ihrem Lokal überfallen und niedergeschlagen worden war, ist jetzt im Krankenhaus Westend ihren schweren Verletzungen erlegen. Wilmersdorf. Ktiidtischrr iörennholzverkauf. Für den Brenw holzverfauf sind drei Stellen eingerichtet: NlkolSbukger Str. 7 tPumpsiolion) Verkauf am Montag und Donnerstag von 9—1 Uhr: 2. Lagerplatz Pumpinn, Tctmolder Str. 42, Verkauf am Dien-Ztag und Freitag von 1—4 Uhr; 3. Lagerplatz Maaß. Seesener Straß'-. Verlauf am Mittwoch und Sonnabend von 9—1 Uhr. Die Preiü des Holzes sind loie folg, sestgesetzt: 1 Zlr. Kloben und Knüppel holz, ungeteilt, 4,30—5,40 M.; 1 Ztr. Kloben und Knllppelbo! r. dreilchniitig gesägt, 4,80—6,00 M.; 1 Ztr. Klobrn und Knüppelholz. dieischnitlig. gesägt und gespalten, 0 00— 6.80 M. Weiter rsr in Autsicht genommen, bei Veücllung größerer Einzeiposien von wp ln. 30 Raumnieter oder bei Sammelbestellungen mehrerer Mieter de: selben Hauses oder benachbarter Häuser einer Straße die Asklidr zu bewirken. Hierfür würde ein Aufschlag von 1 M. und für da: Abtragen zum Keller ein Zuschlag von 0,20 M. für den Zentn.r entstehen. — LedenSmittel Bis einschließlich Sonnabend, den 29. De- zember, werden aus Ahschnitl L der Bezugskarie 250 Gramm Kunst Honig zum Psundpreiie von 75 Pf. sin Pappschachteln; bzw. 76 P. sausgewogenj abgegeben. Die Entnahme der Ware bat in dem- jenigeii Geschäsie zu erfolgen, wo der Judader der Bezugskarte in die Kundenitste zum Bezüge von Kolonialwaren eingetragen ist. Vis einschl. Montag, de» 31. Dezember, werden ans Abschnitt 2! der Siährmitlel-Zusntzkarte für Jugendliche 125 Gramm Äerstengrütz- abgegeben._ Spandau. Hontgverkimf. Der verkauf von Kunsthonig Hot be gönnen. Auf Feld 28 der Lebensmittelkarte können 250 Grarnui ab gegeben werden. Der Preis beträgt für bat P-und in Paketen oder Dosen 72 Pf. einschließlich Verpackung, im Übrigen 73 Pf. Weißens«. Aus der GemelnSeveriretun». Ein von unseren Genossen eingereichter Antrag, sich mit dem Inhalte der Neu- k ö ll>! e r Denkschrift an das KriegketnährongSaim ein verstanden zu erklären, wurde auf Auregiing des Bürgermeisters zurtickgezoge», trotzdem auch bürgerliche Vertreter sich dafür cr- klärten; dafür wurde eiu Antrag ougenommi», der den Ei e M e i n d c- v o r s: a ii d b e a n f t r a g r. bei d e n z ü st ä u d i g e n B e b v l- den d a h i n z u>v i r k?». daß Maßnahmen getroffen werden, die den Schleichhandel unmöglich machen. Ferner wurde der AlNrüg angenommen, da? Kriegsemäbrungs- Amt aufzusordern, die K a t o f f c l r a t t o n von 7 Pfund auf 10 Pfund zu erhöh en. Weiter wurde angenommen, die E i n- j ü h r u It g der K o kl l e» k U» d e II l i st e U baldigst zu bewerkstelligen und die Bcisorguua der Vevölkerung mit Kohlen und Feuerungsmaierial in bessere Bahnen zu leiten.— Aon der A u f- st k l l u n g einer neuen Ä e in e i n d e w ä h! e r.l i st e für da- Jahr ISltz wird Abstand genommen, ebenso wuidc ek ab- gelehnt, im Jahre 1918 die Ergänzungsioahlen zur tAerneinde- verireiuNg vorzunehmen, llniere Genossen vertraten den Stand- Punkt, daß«roh aller Schwierigieite» die Wahlen vorzn Die welMe Nachtigall. Der Roman eines sterbenden Jahrhunderts. 70j Von R. Jrancö. Der arme Jakobn» hat gemordet... durch eine Tücke des Schicksals, sie, die herrliche ftrau, die einzige, welche uns wohlwollte. Widmont, mein zweiter Vater, ist tot. Ein Verhängnis hat mich bei ihm behalten— sonst hätte ich den Mord ver- hindern können. Und ich— ich bin beladen mir einer fürchterlichen Erb- schafr und einer herrlichen Pflicht. Ich kann nicht mehr bei Euch leben— ich"gehe mit Widmonts Vermögen nach Paris— wo die Geister ans- einander prallen, da lvollto er. daß ich in erster Linie stehe. Und darum ist's meine Pflicht, Dich jetzt zu fragen: Kannst Tu auf diesem schweren Schicksalswcg mitgehen? Ich fliege der Sonne zu, vielleicht werde ich stürzen, wie alle, die es hier mit mir zusammen versuchten.... Du mußt Dich frei entscheiden, ob Du meine Braut bleiben willst. biS ich mein Werk erfüllt habe und Dich holen kann oder ob Du mit mir gehen willst. Schreibe mir durch einen vertrauten Boten an den Arzt Schmeller in InderSdorf nur ein Wort: Ja, und ich sende Nachricht, wann und wo ich Dich hole. Dein getreuer Reinhard." Regina ließ daS Blatt sinken und starrte trockenen Auges vor sich hin. Sie fühlte, das war kein Brief der Liebe. sondern einer der Psticht. Sie verstand alles, was zwischen den Zeilen stand. Er glaubte noch immer nicht an sie. Erdachte noch immer von ihr, für sie könne es auch ein Nein geben— nach ihrer großen Tat für ihn.... Die aber so entsetzlich ausging— sagte auf einmal eine dunkle Stimme in ihr. Was gestern in ihr gestorben war— jetzt fühlte sie, nun fiel es ab von ihrem Herzen. Ein Schicksal war an ihr vorübergegangen mit Reinhard— aber es war jetzt vorübergegangen. Sie barg den Brief in ihrem Busen, ging hinaus und sagte zur Tante: „Tante, ich möcht' beten, kommt sie nicht mit in die Kirch'?" Die alte Jungfer war nur zu gerne dazu bereit. „Wenn Dich nur die heilige Maria erleuchte tat, daß Dir das überlegscht mit dem Solms"— begann sie ihr neuestes Lieblingsthema. In der Kirche verstand sie es gar nicht, warwn daS Gebet der Nichte kein Ende nehmen ivollte. Blaß und mit müdem, gealtertem Gesicht stand endlich das Mädchen auf. „Jessatz, hast Du aber viel bei', hast denn a solche Sund' am Herzle g'habt? Hat's Dich erleucht'?" fragte die besorgte Tante. Da sah Regina sie groß und frei an: „Ja Taute, es hat mich recht erleuchtet— der Herr von Solms ist weg von Ingolstadt— und jetzt will ich Tir'S auch sagen— und komnrl nie wieder." ' Als sie von der krieche heimgingen, begegnete ihnen Herr Schnurbein. Er grüßte achtungsvoll und wollte zaghaft vor- übergehen. Das konnte Tante Pensch nach dein Gehörten aber nicht übers Herz bringen. S� blieb stehen und sagte besonders freundlich. „Schön gute« Abend, Herr PrinzipalkoinmiS. Daß cr sich aber so gar nicht bei uns sehen läßt— ich mein' immer. eS war alles nit so bös gemeint, gel, Regerle•? Ich mein' all» weil, der Vater denkt heut' auch anders über manches und Du auch Regi, gel Und sie stieß die Nichte ermunternd an. Herr Schnurbein sah zuerst auf die Erde; dann irrte sein Blick langsam höher, auf einmal trafen sich die Augen der Beiden. In einem Blick, der frug und antwortete. „Herr Schnuröein weiß, daß er bei allen im Haus gut angesehen war," sagte ernst und freundlich Regina. Und dann leiser:„Wir. die wir nicht zu der Sonne fliegen können, inüssen uns eben auch auf der flachen Erde vertragen lernen." Da sah sie der Herr Schnurbein so hoffnungsfroh an und frug schivärmerisch: „Das ist aber jchön gesagt. Ist das nicht von Schiller Ü" VL Im Siaithaltcreistock war ou diesem Vormittag ein Kommen und Gehen wie in einem Bienenstock. Schon seit dem frühen Morgen jagte ein Bote den anderen. Und schon seit sieben Uhr saß Bröl hinter dem Aklenttsch und schrieb an endlosen Berichten für seinen Ehef. der selbst zum erstenmal vor acht Uhr im Amt erschien und eifrigst arbeitete. Kaum war er da, lärmte ein Meldereiter am Tor: Der Statthaller fornint! Ein ganzes Spalier sammelte sich dort an und betrachtete neugierig die Sänfte, die von vier handfesten Lakaien getragen, lin Eilschritt daherschwankte. Ader kein Hut lüftete sich zum Gruß— seit der Exekution am Feiertag und den sich jagenden Verhaftungen lag es wie dumpfes Murren über dem Volke. Der Statthalter war bleich vor Aufregung— rasch keuchte er die Treppe hinan, würdigte den ihn mit Bücklingen unten empfangenden Bcöl keines Dankesgrußes, sondern rief dem oben seiner harrenden Grafen schon von ferne zu:„Ist> denn wirklich wahr, die Baronin lot V" Morawitzkh zuckte die Achseln. Er machte übrigens ein Gesicht, wie ein Hund, der Schläge erwartet. Schweigend führte er den Statthalter in sein Zimmer, wohin man rasch ein Empfaiigsfauteuil gesckzafft hatte. Se. Durchlaucht ver schnaufte etwas darin.. Dann kam das Strasgewitter: „Exzellenz, ich bin grkoinmen. ihm zu sagen, daß die Polizei in unserem Lande die schlechteste ift, die je bestanden hat. Man läßr eine hochgestellte Dame nicht allein in einem Landhaus, wo sie jedem Landstreicher auSaeliesen ist— wozu haben wir Wachen? Man macht eben Unterschiede I Zuerst da® fast geglückte Attentat auf mich— dann die ganze Aus ruhrcrgssellschaft des Widmont, von der er gar lstchis abiu. auf die ich ihn erst mit der Nase stoßen muß, dann die Eni lossuug des besten Beamten Knall und Fall, von der mir die Verewigte erzählen mußte und jetzt ein Mord in der Ho; gescllschaft selbst, o, o— lvir sind blamiert..." .CFoitj. folgt.) rcljmeit find, da sie gerade an den Neuwahlen intereisiert sind, in- i'm die Wahlperiode der Genossen Schlemminger und Taubmann abgelaufen ist, von ihrer früheren Organisation als rechtmätzige , nhabcr des Mandats nicht anerkannt werden und daher gern ihre ettandate den Wählern zur Entscheidung bringen wollen. Die Mehr- i.eil erkannte diese Gründe nicht an, weil wenn alle Wähler die Entscheidung hätten, dann auch eine rechtmäßige Wahl von statten >eben konnte, und dies kann eist nach dem Kriege ge- icheheir. Eine weitere Debatte zeitigte das Aus scheiden !>mi Pankow aus dem F l e i s ch v e r s o r g u n g S- V e r b a n d. - wurde betont, daß lediglich die Unterordnung eines größeren OrteS unter die Leitung eines etwa" kleineren OrteS hierbei eine ächtige Rolle gespielt hat, ferner daß als weitere Veranlasser die �ankower Ladenschlächter in Betracht kämen, die sich durch die Ein« i ichiuug einer zentralen Wurstmacherei in ihrer Konkurrenz bedroht 'llhlten, weil ihnen dadurch der sogenannte Kram deS geschlachteten Viehes entzogen worden ist, der im ganzen sonst in der zen- ralcn Wurstfabrik verarbeitet worden sei. Durch den Austritt aus deni Serbande werden lediglich die Pankower Ladenschlächter �uen Borteil haben, �während insbesondere die ärmere Bevölkerung Schaden leiden wird, denn Lunge und Leber ist ihnen biS dahin in l'er Wurst gesickert gewesen, in Zukunft werden die Schlächtermeister äir diese Artikel andere Abnehmer finden. Neiilickeildorf. Marmeladenvertcilung. Auf Abschnitt l32 der Lebensmittelkaiten werden 500 Gramm Marmelade verteilt. Die Ablieferung deS Teiles A des Abschnittes muß bis 20 d. M. bei > iiienr Kleinhändler erfolgen. Der Berkauf der Ware findet für den östlichen Ortsteil am 29. und für den westlichen Ortsteil am :0. Dezember statt. Der Verkaufspreis für ein Pfund Marmelade beträgt 90 Pf._ Tr«pelh,f. Gemeindevertrcterfitzung. Die letzte Sitzung hatte eine reichhaltige Tagesordnung zu erledigen. Zunächst wurde durch 'os bestimmt, daß für den Gen. Bürge meister im Jahre 1913 .Ii« Neuwahl stallfinden muß. Einem Antrage der Tempelhofer 1-ktrizilälSlieferungsgesellschaft auf Erhöhung deS Strompreises ivurbe zugestimmt.— Die Errichtung einer Schiedsstelle zur Schlich- lang von Streitigkeiten wegen SammelheizungS- und Warmwafier- reriorgungSanlagen in Mielräumen lourds mit der Matzgabe be- blossen, daß das bestehende MieteinigungSamt zur Schiedsstelle be- trimmt wurder— Dem jetzt begründeten Lebensmittelverband für Vroß-Bcrlin ist auch Tempelhof beigetreten und dieser Beilritt wurde von der Gemeindevertretung sanktioniert.— Die Mitteilung über die Erhöhung des Gaspreises von 16 auf 20 Pf. löste eine längere und lebhaste Debatte aus. Die Genossen Müller aid Ewald vertraten den Standpunkt, daß diet'e Erhöhung jetzt borgenommen werde, dmnii die jetzigen Käufer der Englischen Gas- anstatt nickt in die unangenehme Lage verletzt werden, sofort diese Erhöhung vornehmen zu müssen, um die Verzinsung deS angelegten Kapitals decken zu können.— Einer Aendenrng der Grundsätze für die Gewährung von Mietniiterstützungen an Kriegsteilnehmer wurde zugestimmt und zu diesem Zweck weitere 300 000 Mark bewilligt. Bisher zahlte die Gemeinde 50 Prozent der Miete, jedoch nicht mehr als 30 Mari monatlich. Verzichtete der Hauswirt zu- gustlien des Mieters auf 20 Proz. der Miele, dann wurden weitere 30 Proz., im ganzen also 80 Proz. gewährt, jedoch nicht mehr als 42 M. monatlich. Jetzt wurde beschlossen, daß die erhöhte Miet Unterstützung schon bei einem Verzicht deS Hausbesitzers von 10 Proz. in Kraft tritt. Genosse Burgemeister forderte, daß die Grundsätze nicht einieitig zugunsten der Hausbesitzer geändert werden sollten, sondern hierbei auch auf die gesteigerte» An iorderungen an die Meter Rücksicht genommen werde. Die Gemeindevertretung lehnte die Anregungen Bürge meifterS ob.— Um die Müllbeseitigung zu verbessern wurde beichlofien, einem Abfuhrunlernehmer ein öprozentigeS Dar- lebn von 9500 M. zum Erwerb eines derartigen Unternehmens zu gewähren, das derselbe in Monatsraten von 500 M. zurückzuzahlen hat. Bis zur völligen Rückzahlung deS Darlehns behält sich die Gemeinde das Eigentumsrecht vor.— Den Beamten und An- gestellten wurde eine einmalige Teuerungszulage gemäß dem Vor- gehen des Staates bewilligt. Genosse B u r g e in e r st e r bedauerte, daß hierbei nicht auch die Arbeiter und aushilfsweise Beschäftigten berücksichtigt wurden. Er behüll sich für Anfang des nächsten Jahres entsprechende Anträge vor._ Kreis Teltow. Ter Berliner Borortgemeinschast im Kreiie Teltow, deren Vorsitzender Bürgermeister Walger-Friedenau ist. sind bisher außer Friedenau die Gemeinden Lankwitz, Lichterfelde, Nikolassee, Mariendorf, Treptow und Zehlendorf beigetreten. Hroß-6erlmer Partemachrichten. Mariendorf. 2. Feiertag, vormittags 10 Uhr. im Lokal von Hoch, Ebausieestr. 44. Zusammenkunft aller Parteigenoffen, Mitgliedsbücher sind mitzubringen, Beiträge werden kassiert. Mus aller Welt. Prozeß Schöndorf. Düsseldorf, 22. Dezember. In dem Prozeß Schö'ndorff hat der Staatsanwalt gegen die Freisprechung der Ange- klagten Kommerzicnrat Hermann Schöndorff, Spediteur Daniels, Kaufmann Caasdmin und Architekt Genius von der Anklage der übermäßigen Preissteigerung und der Untreue zum Nachteil des Roten Kreuzes Berufung eingelegt. Bon Wilddieben erschossen. Hindcnburg, 22. Dezember. Heute nacht wurde der R e V i e r- sörfter Schweter sowie der nach hier kommandierte HilfSgenq barm, bisherige Vizefeldwebel Schramm, in Chudow im Kreise Hindcnburg, von Wilddieben erschossen. Tie Täter sind unbekannt. Sriefkaften üer Reöaktion. F. B. 57. Da die Erhöhung vom 1. Juli rückwirkend«-zahlt wird, baden eic». E. Ampruch auf die Erhöbung für die drei Monate.— Scbwarzwatder. Zur Zeichnung der KriegSanl-ib- sollen die Mann- schalten nicht gezwungen werden. Ebcmo sollen die Kantinenüberlchüsse zum B-flen der Mannschaft Verwendung finden.— 6««. G. jj. Wenn der Nachweis erbracht werden kann, daß die Verlobung durch Verschulde« der Braut gelöst ist, so wäre daS Testament ansechtbar.—>A. B. 79/11. DaS ikt durch Ortsstaiut bestimmt.— Ldstm. M. P. z,Z77. Urlaub können Sic beantragen, aber gewährt muß er w diesem äall nicht werden. da Sie ja zur Vertretung der Sache einen Anwalt haben.— H. St. 3. 1. Ja. 2 In 10 Kalenderjabren mindestens 8 Beiträge. 3 Das Ruhe- gelb beträgt nach tOjähriger Beitrags eiswnq ein Viertel der Beiträge bis über diese Zeit hinaus gezahlten Beiträge kommen mit einem Achtel in Ansah. ~®C1 np.'i Adresse ist: ReichzragSabgeordileler Daniel Stucklen. Bertm dNV. Reichstag. DaS besteist, die Sache schriftlich abzumachen. 2. Wenden Sie sich an die Behörde, bei der Sie den Straf- antrag gestellt haben.— Gumma 22. Darüber können wir nicht urteilen da dies von der Beschaffenheit des Stoffes abhängig ist. Wenden sie sich an ein spezialgeschäst.— A. M. t. Das erfahren Sie beim Metall- arberterverband, Berlin v 54. Linienitr. 83/85. 2. Vergriffen. 8. und 4. Wenden Sie sich an die VorwärtSbuchhandlung, Berlin SW 68, Linden- 'traße 3. 5. Adresse: Samenhandlung Schmidt, Erfurt, genügt 6. Ge- zur S. B. D.- Rediug. aus Urlaub. Besten Dank für Schreiben und Geldsendung, letztere haben wir für den Kampsfonds dem Parteivo- stand uberwiesen.— A. L. F. 53. Nein.— C. R. 21. Ja. — ,'v- M. IIS. Wenn am 2. Dezember 1815 der Austritt vor dem Amtsgericht stattgefunden hat. also nicht etwa erst der Aniraq an dem Tage emg ereich! worden ist, so hatten Sic nur bis zum 31. Dezember ISIS Kirchensteuer zu zahlen.— A. 101. 1. Bestrafung kann nur aus Antrag des Ehegatten erfolgen und nachdem die Ehe oeschieden ist 2 Nein— B. 25. Die Familienangehörigen hätten sich im Krankheitsfall zur un- entgeltlichen Heilbehandlung an die dafür benannten Aerzte wenden müssen, fönst muffen Sie die Kosten tragen. DaS Allenteil müssen Sie von der Zeit an nachzahlen.- H M. 48. Sie müssen Ihre Sache an Hand der Akten von einem Rechtsanwalt nachprüsen lassen, ob mit Erfolg das ' rn t ttnrn nrntörtiiott n»»* aw � a.**_■ 7"........ rr"— rni'en, du mu virroig öc Kammergericht noch angerufen werden kann.— A. W. 1UVY. Nei� n. Die Einäscheruug unseres Die Einäscherimg unseres j Mitgliedes Krau .�iaaa Ldradert j Tchönci.. Niinchieer»tr.M, . � irivlgt DennerBlns, den : i 2?.Dezemdir, mittags 12 Uhr. j| Mitgliedes Herrn Friedrich Pump Berlin, LinienSr. 63a, erfolgt Donnerstag, den 27. Dezember, nachmittags 4 Uhr. 296/20 Beide Einäscherungen finden im.Krcma'oriuui Berlin, Gerichtstraße 37,. statt. Ehre ihrem Zlndcnken! KekanntmallMNg der Allgememen Grtskranllenkasse Spandau. Wegen zu hoher Honorar- fordcrung der Groß-Berliner- Aerzte- Vertragskommission ist der Vorstand leider nicht in der Lage, die in der Bekanntmachung vom 2t. November 1917 an- »»kündigte Anstellung von Koffenirzl»» i»«r-ß. Berlin zur Xftjfttzvnn» zu bringen. Ger Hßvrstand G. Richter, Vorsitzender. LpkÄslsrÄ Vr. med. Woclienfnß, i k'riedrichst. 125(Oranienb T.), fQrSyphiljs.Harn-u Frauenleiden Ehrlich-Hata-Kor(Dauer lOT.), : Blutuntersuch. Schnelle, sichere ! schmerz). Hellung ohne Berufs- Störung. Teilzahlung. 252/12" Sprechstund.: 11— 1 u. 6—8. OeBrOndet 1804 Verband der Schneider, Schneiderinnen u. ÄZlche- arbeiter Deutschlands. I Unseren Kollegen zur " Nachricht, daß unser Mitglied krsvi KMm | am!3, Dezember tm Altec ■ von 32 Jahren verstorben ist. Ehre seinem 2l»denkcu: Die Beerdigung findet am Mittwoch(2. Feiertags, nach- s mittags 2 Uhr, auf dem ! Ziosenthaler Friedhof, Berlin- Roseuthal, statt. 44/16 0!e Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herz- sicher Teilnahme bei der Be- erdigimg meines lieben Herzens- uteri Gatten, des Landsturm- mannes S2A Zigaretten 1000 1 C. 42.- 1000 I D. 59.- 1000 1 E. 78.- wirb nur sortiert von 500 Stück abgegeben. Zigarren ein großes Lager. Versand nur gegen Nach- nähme oder ins Feld voraus. krsrty Zigaretien-Vertrieb Norden Berlin, Brunnenstr. 17. Geöffiiel 8—7, Sonntag vor Weihnachten v. 12-7 Uhr geöffnet. * Norden 23-13. rviorRer» lieTert seir J ö*7 9 dean Holze I3«J RO, I ivareaa en gros Einzelverkauf wie alljährlich zu billigst preisen, S. Schlesfnser. Neue Königsir. 21(0'tD kein Laden, II. Stock. Bitte genau auf Firma n* und Hausnummer 41 TTl zu achten! 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T'/jU.: Ein Sommernachtstraum. Kao.hm. 21), Uhr Cermäßigie Preise): Lumpengesindel. Mittwoch: Was ihr wollt, Kachin. 2P. Uhr(ermäßigte Preise): Lumpengesindel. Theater � Königgrätzerstr. 715 Uhr: Der Kalzensteg. 2 Feiere. 7 ü.; Die Wildente. An beid Feiert, nachm. 3 Uhr: Kasieraden. Komödienhaus An beiden Feiertagen: 'Iß Uhr Die beiden Seehunde 3 Uhr; Die verlorene Tochter. Berliner Theater An beiden Feiertagen: l'l, Uhr: Die tolle Komtess. Kttchm. 3 Uhr; Filmzauber An den beiden Feiertagen je 2Vorstellünp 2 Nachm. SPh U. kl. Preise, Kinder die Hälfte, abends 7lU Uhr. WUPWUVWk#« www« lo heifleo Yorslellongen; Der unoekürzte große' Variste-Spielplan — Rauchen gestattet! s= An beid. Welhnaehtsfei ertg jeSpoße yorslellnnpj nachm. S'/jtL ahds. 71/stJ. Nehm. Kinder halbe Preise unt. 12 Jahren a. all.Sitzpl. Inheiden Vorstellung.: lUlexiko Ong.-Aassatt.-Pantom. 10 7iger 10 Kich. Üawade u. das übrige gr. Programm I An beiden V.'eihnacMstagen 2Vofstejiungen2 311 Nehm. jed. Erw. 71| 12 1 Kind frei. I|2 In allen 4 Vorstellungen W Sie blos ibl Lietzte IVoctae! Rose»Theater. 3 Uhr: Ter ZLeiberfeind. T-If Uhr: Andrea». Hofer. Morgen 3 Uhr: Der Wolbertelnd. 1'/.„ Andreas Hofer, V\alhalla-Theater. 3 Uäi: Aigcuncr. 7'/. Uhr; Der Heiratskandldat. Morgen 3 Uhr: Zigeuner. «_ U/,„ Der Heiratskandidat Theater für Dienstag, 25. Dezember. Friedrich-Wiihelmst. Fheater Central-Theater An beiden Feiertagen S'/jü'.: Die Kinder der Exzeüenz. 7'/, Uhr: Die Czanlasliirstiii. Denttsches Opornltoas - uitr: Tannliäuser. ""fr9- ßer ZiseuBerbaron. Kleines Theater svjUhr: Liebelei. u/suhr DerKuliliandeS HomiNche Oper An beiden Feierrageu uhr: ßie RiiioMiiip. 7"2 u.: ScbwarzwaliSÄL Afg. 3J/.: Klein Dorch. u. d Zinns. kastsplolhacs An beiden Feieitas-en "v.u�Tia toller Einfall u'iDJoDdJädelsv.llniteilL Metropol-Theater An beiden Feiertagen 3 uhr Die Kaiserin. uhr; Die Rose von 8tiM Neues Operettenhaus An beiden Feiertagen 3 ukt: Der ßlersteljer. T';4uhr:|lerSß!!lai(lerMarie. •" Uhr: Vioietta iLa Traviata). T'/jUhr: Das Dreimäderlhaus. Morgen 3 U.: Der Troubadour. 7t> Uhr: Das Oreimäderfhaas. Residenz-Theater An beiden Feiertagen 3U.: Die Vlarschauer Zitadelle. vi, uhr: Lim Grün. Schiller-Theater O .z'�WeiWW Reiliiroßfi Morgen 3 Uhr: Hinter Mauern. 7-1. uhr: AuföerSoieBseite Schl!ier-'l h. Chart. 3 Uhr: Kabale und Liehe. u/.uhr: ßnkel Bräsig. Morg. 3U.: Die heitere Residenz. u/.tjhr: Professor Beraliarii, Thalia Theater An beiden Feiertagen 3 uhr: Eine lustige Doppeielie uhr; Egon w\ seine Frauen. Theater am Nollendorfplatr An beiden Feiertagen 3'/, uhr: imer feste W! - Drei alte SsliacMeln. Theater de» Westen* An beiden Feiertagen 31/« uhr: Ein Waizertraoin. u/.uhr-DerverIM ierzoa mit Guido Thielschcr ATlOSiL-�fiEATER. Cöpenicker Str. 68, 1�3,87,88, 19, 11, 1,2,3,4,6, 1., II. ti III Feiertag 5 Um.Jannow.-Brücke 22, 36, 37, 45, 49 usw. I u. II. Feiertag nachm. JJ1;.: »Das ist die Liebe, ß Was i.aii. träumen Musfk von Valter Bromme. Vorverkauf von 10 Uhr ab ununterbrochen. t -(\-**3 Inj• A•; ßeictislialleD-ItiEatef Heute nachm. 3 Uhr und abends 77. Uhr; Stettiner Sänger. In beid Vorst —-----— zum Schluß ,,Mein Weihrachtstraunv' KsohiB. eimfiBigte Preise. Uog. 1 M., Prt 0.75, Eintr.0,39 Admiraispalast In beiden Vorstellungen Zum 1. Male Deutsche Tänze von Schubert. Enm 81«. Kai, Abrakadabra. 4 Uhr rii Uhr 2 gr. Balletts auf dem Eise. (i U T fiutiflc'lenetnnin. U.T SlrflenbPitttüS, U.T TrttOr'rtiilrnf.t, U.T jtllfcbcilf innen, U TaBemfivrithtwg, U.T«Iexant>e,plaS Dornröschen Sin MSrchenspiel Mit Serien von I�rvebs'' m den Hauptrollen: Käte Uorsch, Mabei Kau!, wiiii xaise> nno Harry üedtke. m An den Feiertagen haben Duaendüchevon 6— 163ahren Zutritt zu den Vorsteilunoen von 3-8 Uhr U T Morirrlap. U.T Oa'enheiOc Valdemar Psilandsr „Das zweite Jch" Das fidele Gefängnis Lostspltl mrt Harry Uodtke u. Emil iannings U.T Schöneder«�. U.T Neinickendorierstr.: Gunnar ToInMs: Der Mann ohne Gnade. U.T Unt r bei Linden, U.T Schöneberg: SoW Und Haben Amll.-militarischörfiim■ Berliner Konzertlraus Mauers traß© 82. Zimmerstraße 90,'91. An allen 3 Feiertagen und Neujahr: Als Gastdirigenten Oskar Fetnas, Komponist. AdoSph Secker, Ob.rmälfkmetste... Berliner Konzerlhaus-Orchester, Leiter: Komp. Franz von Blon. Anlunj; 4 dir. Femspi. MpL 14814. Viktoria-Theater. Kattbuser StraBe 8—7, Hochbahnstation Kotlbuser Ter. Gastspiel Zirkus KRONE. Uienstag und Mittwoch 8 Uhr: Tier unil Mensch in der Wildnis. f., 2. und 3. Feiartag tä?!. 2 Vorstellungen. Ol I Nachmittags jjYT" " 1 Kind frei 2 W elt! Kind, halbe Preise. In allen Vorstellungen Das neue große Weihn ach ts-Program m und zum Schluß Alondfahri. Phant. Pantom. in 4 Akten Kaohm. 1, 2. u. 3. Akt, APOLLO Friedrichstr. 218. Dir. J Klein. 3I[ An beiden Feiert-731 2 2 Vorstellungen, i|4 Fersi Undra sowie das unvergleichliche eretld. Dezember- Programm. Theaterk. ununterbr. geöffn. Km. 3',', jed. Erw. 1 Kind frei! Trianon»Theater Georgcnstr., ßhf. Friedrichstr. Tel.; Zentrum 4927 und 2391. '!,8 Uhr Bier 7,8 Uhr Lebensschüler. Komödie von Ludwig Fulda. Ida Wüst Erich Kaiser-Tita, v. Mftllendorff, Mart Kettner. Stg. 8'/, kl. Pr.: Hedda Gabler. Casino»Theater Lothringer Str. 37. Tägl.'iß U. An den Fefttagen nachm. 4 Uhr xn fleincn Preisen: Tie Friedenstaube. Abends"Iß Uhr: Hamsterfritze. Tori) et; Lona Nansen, SSolgaroff Sclinrzer Untere DER NEUE FILM des Bild- und Film-Amtes — zugleich der interessanteste Film des Jahres SoHundHflbß des Rrlessjate 1913 spielt bis elnschf.Donnerstag, den 27. Dezember 1917 taglich Tfiiiemzien- Palast, lerlisi W Tauen riz§en-Strasse Lrpl®i3-Tlsea:erf Berlin yjifar den Linden 21 Union-Theater, SchSne&erg Haupt-Stesse 49 DieserFilm gibt eine fesselndeUebersicht über die militärischen und politischen Ereignisse des vergangenen Jahres, Er wirkldurch dieGegenüber- stellung alles dessen, was die Eutcnts gewollt, und was wir erreicht haben. Ein S1ZÄ deiiSsösa? Kra?i uqd deulsshen Slaseswll'en! Voigt-Theater. Sadstr 58. Bartstr. 58 2. Fe: erlag 7 Uhr; M MM SW ML l. Feiertag 3 Uhr: Ter Torneuweg. 2. Feiertag 3 Uhr: Was junge Mädchen träumen! Qermama- ?rach!säle Chausseestr. 1 10. C. Richter. Am 1. u. 2 Weihnachtsfeiertag M MM Pau! M ftm M Sänger 8©«M�KÄLMu. Konzert Großartiges Programm. Auf d. Konz.57� d. Vorst. 6',', Res. PI. I. Vorverk. I. Comptoir d.Germania-Praehtsälezu hat). M orgen 2. Feiertag: Paul Mantheys lustige Sänger. Zum ersten Male! \ b er: Zum ersten Male! Zirkus an} der Sühne. |H 2 M Eiiminssie�lioiiiPii.l IVarlimitlafii. S". Hhp, abends V1!, Chr. Kart«n\orverkauf: Theaterkassen Werth eifa u.ab Vorm. 10U. a. d. Kassen d, Viktoria-Theaf- Zur AusscheldunenJler«eharfcD UDfl kranken Stofie;.us Rlut und Falten, gegen mulrcrdickung IllutandraiUf, rotes Uoelehr. Hanlunreiulgkeiten Ist mein Rlalreinlnungspulver naltarla«eil über Z5 Jahren wirksam erprobt. Sebacbtel M. 1.50. übl. 3 Seh. 1.35. Otto Reichel. Berlin 43. Eiserbahnst.A Zurt ihrer Siemüiepflauznugen im nach- ften Frühialm nimmt ine Nord- deutsche Gemüsebau- Ge- noffenlchast jetzt weitere Mitglieder mit Anteilen zu hundert Mark als stille Teil- nehmer auf. ?Iuch die neuen Mitglieder erhalten in den Tiericilungs- stellen Kotzenhagener Sir. 1 ideim Ringbahnhas Schönhauser kille«) und Petersburger 3 trast e da einen halben Aentuer -m Sonnkae. den n........ äff 30. Dcxembcr, nodinu s) Brauerei Fnednchshai« m 4»/, Uhr veranstaltet vom Hilfsbund„Mein Deutschland" ffreiwiltijer vaterlandiscner Hilfsdienst). Anaprachea baltea bei der Peler In der Philharmonie die Herren: Reichstagsabgeordnete Dr. StrCSC' mann und Giesberts, Hofprediger üc. Doering. Kaisersaal die Herren: Reichstagsabgeordnete Dr. WlBHlßF und Graf V. Westarp, Pfarrer DibellUS. Brauerei Friedri chshain die Herren: Hauptmann 7. d. Planitz und Professor Dr. SpalZ. Die Feier in der Brauerei Friedrichshain tlnd-t nur für KriegsbescfiUdflte Barlin'äl.sräretfS'statt. Mitwirkende: Kol, Schauspieler Carl de Vogt, KoslecKscher Bläserbu:d. Dirigent Ludwig Plass. Dom-Organist Fischer, Erkscher.Männer-Oesangverein, Dirigent Professor Max Stange u. e. Eintritt Ire! ferer Karten, die vorher nur in der Oesch.lftssretle des KLIfsbundes.Mein Deutschland", Charlotten Str. 34, an Jedcimann abgegeben werden. Für reservierte Plätze wird zur Deckung der Unkosten ein Ei frlttsgeld von ö i erw. 3 Mk. ertiobcn. Karten vorher bei Wertheim, Bote* Bock und in der Geschäftsslelle des Hilisauades.Mein Deutschland". Kgl. Hochschale. Sonuteg, 6. Januar. Uhr: a ~ Oratorien- Aaltün rang des > BeHinee* a cappeiltsoDhoi« (Dir.: Tri tu hitelnech) � S Soli; A. Stelneck. E. Engelke. H. Marsmann, 1. Bilk, Berliner Orchestervereinigung 1874/82. zk 7 Händel: L'Allegro, idÄ0,". I � Volkstüml. Preise; 2.— u. f.— M. b. Bote& Book, Wertheim.? Veiour- n. SamthQte auch gntniert. llwav&citimgcn, Umurcifcit nach neuestem Modell. Palzhüte— Pelzgarnituron. 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Angehörige lechniscliet Beruf? 1 Handwerker aullen nicht versäumen hre Kenntnisse und Ferligkelien der KomniCTiden Zelt tnzupasicn. um teilzunehmen an den wirtschaftlichen Erfolgen, die natnr�emäS das Ergebnil des gewaltigen Ringens sein müssen Das beste Mittel, rasch und gründlich. ohne Lehrer, durch einfachen Seihst* Unterricht eine gründliche Ausbildung In technischen Wisscnscluflcn zu erwerben,»lud die technischen bclbsl* intcmcutswcri:«„Syst.A»« mich' Nachfeld44. 80 5. atnrke Uro «cli'ire kestf ftr*«!. Bonncss A Kachssld, PuisdO'# Postfach 167 Feszwaren -�pa -im» -W3 Kragen° Muffen 1332L* au»-WZ Astrachan St. 253tr. Kanin. 42,__ Seefuchs. 75 T KtBu Alaskafuchs, no. Silberfuchs. 145, AW' Preiew Lu(fGr in"vESS Marder-«■ H(ls-6arii. e nur äußerlich Schwer- verletzten die Verstümmelungszulage von 27 Mk. monatlich zubilligte, soll sie jetzt auch den innerlich Schwer- erkrgnkten zugebilligt werden. Ferner soll Verstürnme- lungszulage gewährt werden bei Störungen der Bewegungs- und Gebrauchsfähigkeit beider Hände. Arme, Füße oder Beine, die in ihrer Gesamtwirkung dem Verlust einer Hand, eines Armes usw. gleich zu achten sind, ebenso bei Halb- blinöheit und schließlich bei schweren Gesund- h e i t ö st ä r u n g e n, die in bezug auf Schonung oder Hilfs. bedürftigkeit dem Zustande des Pflegevedürfnisses nahestehen. < 3- B- bei schweren Folgezuständen nach Kopfschüssen, bei Verletzungen des Unterkiefers, die künstliche Ernährung oder aus. schließlich flüssige Kost notiveudig machen, bei sckWare» inneren Leiden, die durch besonderes Schon ungsbe- d ü r f n i s die Lebenshaltung außergeivöhnlich erschweren.) Kann bei einer Verletzung oder Erkrankung Dienstbe- schädigwng bzw. Kriegsdienstbeschädigung nicht festgestellt werden, weil das Leiden mit dem Militärdienst zweifellos in keinerlei Zusammenhang steht, so wird— sogt das Rund schreiben des Kriegsmiiiistsnums— der Kranke keineswegs kurzerhand ohnejede Versorgung eut- lassen, sondern es kann ihm eine bedingte Rente ge- währt werden. Die für die Bewilligung solcher bedingten Renten bisher bestehenden Einschränkungen, daß der Be» treffende längere Zeit im Dienst gewesen uich mindestens 30 Proz. erwerbsunfähig sein mußte, sind bis auf weiteres fallen gelassen worden. T�n Kriegsbesctiädigteil, die trotz eifriger Bemühungen und trotz Inanspruchnahme der Kriegsfürsorgestellen nicht ihr früheres Arbeitseinkommen wieder er- reichen, kann ein Teil des Schadens durch Zusatzrentcn erletzt werden. Schließlich wird in den Fällen, in denen ant- lassene Mannschaften trotz der ihnen gewährten Verwrgungs- gebuhrnisse ohne Verschulden in b e d r ö n g t e w i r t s ch a k t» I i ch e Lage geraten, durch Gewährung einmaliger oder auch laufender Unterstützungen geholfen. ** • Gs ist zuzugeben, daß durch diese Pcstimmuugen einige Härten des MannschafisversorgungSgesetzeS gemildert werden. Ausreichend sind diese Bestimmungen aber bei weitem nicht. Vor allen Dingen ist notwendig, daß dir Illenten unverzüglich um das Maß erhöht werden, wie es dem ge- sunkcncn Geldwert entspricht. Die rheinische Statistik, wonach die völlig crperbsunfähigcn Kriegsbeschädigten sich und ihre Familie mit durchschnittlich 67,50 Mk. monatlich ernähren müssen, sollte noch nicht vergessen sein. Solange die Renten nickst ganz all- gemein erhöht werden, läßt sich die Not unter den Kriegs- beschädigten nicht ausrotten. Leider vollzieht sich auch die Gc- Währung von Zusatz-, bedingten Renten und sonstigen außergcwöhn- lichcn Unterstützungen durchaus nicht so glatt, wie es nach dem Rundschreiben des Kriegsministeriums dsn Anschein hat. Uns sind zahllose Klagen über Nichtgewährung von Zusatz°. bedingten und außergewöhnlichen Renten sowie auch über Nichtgewährung von BerstümmelungS- zulagen zur Kenntnis gekommen, die nur allzu berechtigt erschienen. Bon den Organisationen der Kriegsbeschädigten könnte doS KriegSministerium sehr leicht erfahren, daß bei diesen durch. aus nicht eitel Zußciedcuhcit herrscht. Ethik ües Möeutsthtums. Wider Prinz Max«nd Golf. Prinz Max von Baden sagt« neulich:„Göll die Welt sich mit der Größe unserer Macht versöhnen, so muß sie. fühlen, baß hinter unserer Kraft ein Weltgewissen steht". Und TtaatSsckretär Dr. Golf fordert« jüngst tn einem kolonial- politischen Vortrag ein„SolidaritötSbewußtsein der europäischen Staaten". Darob fürchterlicher Tumult im alldeutsche« Lager, und einer, namens Max Lohan, stellt sich in der„Deutschen Zeitung" hin und brüllt: Fort«it de« WcUgcwiss«»! Hinweg mit de m 25 e I t-■ brüdergeist! Da« deutsche Machtgrwisse» allein sei unser Gebieter und Führer. Sein LoiungSwort lautet: Mehr Macht! Mehr deutsche Macht! Das ist das Vermächtnis, das uns in Blutroter Flammenschriit unsere toten Helden hinterlasien haben. Dir gegen ihr Bermächtnii freveln: sie möge der Fluch r r e f i r n. der dann aus ihren Gräbern zu GotleS Himmel emporsteigen wirb. Den sein Weltgewiflen oder sein Bexantwort- lichkeitSgefüol gegenüber der Menschheit etwas anderes reden oder schreiben heißt, als was de« deutschen Schwertes Nachtsprache ge- bietet: der ist und bleibt ein armseliger politischer Träumer, ein trüber Wolkenwondler. Das ist die Sprache eines alldeutschen Blattes am Weihnachtsabend 1917! Wer nur Macht und kein Gewissen anerkennt, steht auf dem Standpunkt einer grundsätzlichen Verneinung aller Rechtsordnung. Eine Nation, die sich auf diesen Standpunkt stellte, würde von der ganzen Welt mit vollem Recht als Todfeind behandelt werden. Dächten olle Deutschen wie dieser Max Lohan. so müßten alle Amerikaner denken wie Wilson und alle Engländer wie Lloyd George. Eben dö-wsgen kann nicht laut genug ausgesprochen werden, daß eine Gesinnung, wie sie jener Lohavi vertagt, im deutschen Volke nicht die Regel., sondern imr tzW widerwärtige Ausnahme bildet. Diese Gesini/nug ist ein schlimmer Feind des deutschen Voilkcs selbst, urid sie ausrotten helfen, ist nationales Verdien st. Ahr laßt üie firmen schulöig VeröTtt.. Von den Opfer» des Spremberger HuuHeSralvallM'pzcffeS, den pnfer Genosse Brau» am 30. v. Mi», tu seiner Rede-/her die EruährungSfrage im preußischen Abgeordncteuhause scharf t Msiexte, ist die mit her höchsten höchsten Strafe von 1 Jahr 2 Woche /i bedachte fstjäbrige Frau Sceselh wohl am schwersten betrpffc«». Tip Gnaden- gesuche aller Verurteilten sollen abschlägig beschießen, sein bis aus das für den lÄjährjgen Sohn der genannten Frau eiugesirachie, her ziuar bedingt begnadigt, aber in die Z w a n g s e r z i e hm u gsa usi alt Strausberg gesteckt worden ist. Der die wegen Krankheit nicht erwerbsfähig ist, dm» Aiauu rmd ältester Sohn im Felde stehe« und die sich mit uock t> Kinder«, mit einer«wnat- licheu Untcrstllßuug von 67 A!. in der jetzige» bittcrteuren Zeit durchschlage» muß, Hai von dem Staackscuiwalt, der ihr Giisdcn- gesuch so kurzweg ablehnie, folgenden Bescheid erhalten: Der Grsie Staatsanwalt � �' beim Königl. Landgericht. l. b. J. LA). 17 14..Aotlbus, che» 1. Dezemoar 1917. Zuoi Antritt der gegsri Sie durch lirteil des Landgerichts in �viibus vom 22. August 1917 wegen Londfriedensbruchs er- kannten Strafe von einem Jahr Gsfännis und zruci Wochen Haft wird Ihnen bis zum 1. April 1918 Strafaufschub bewilligt. Spätestens am 2. April 1918 haben Sie bei Bermeidung der Verhaftung die Strafe im Köntgl. Gefängnis in KoiibuS, Bellevuestraße, anzutreten. gez. Richard. Wegen Landsriedeusbruch soll diese schwer geprüfte Frau aus ein Jahr hinter Gefängnismauex» verfchtottchen. Was geschieht aber nun jenen, die diese armen Frauen zwei Wochen ohne Kartoffeln und eine Woche ohne vrot ließen Ist es wirklich uuer- läßlich, daß diese unglücklichen Opfer einer jetzt allerseits als un- haltbar erkannten Ernährungspolitik ins Gefänguis Ivandern, während die wucherischen Erzeuger, Schleichhändler und Schieber. deren verderbliches Treiben nicht zum wenigsten zur Steigerung der Not des Volkes beiträgt, frei herumlaufe» und sich ihrer Wuchs rgewinnc freuen? Wollte man gegen diese Glenient« nur halb so rücksichtslos vorgehen wie gegen die durch den Hunger ihrer Kinder zur Verzweiflung getriebenen Spremberger Frauen, dann iväre es besser um unsere Bolksentährimg bestellt. Ein ftuöentischer Protest. Wie wir vor einiget: Zeit niitteitteu. hatten eine Anzahl Heidel- berger Studenten eina Protestkundgebung gegen pie Baterlauds- Partei vcrösientlicht. Daiür war der iiiaulpatriotiiche Teil der Studenierschast»nt wüsten Beschimpinngen über sie hergefallen. Jetzt veröffentlicht der Führer dieser studentischen Gruppe. Student Ernst Toller, eine Erwiderung, aus der wir folgende Sätze zitieren: Schon immer wurde unbeaueiner Gesinnung der Varlvnrf „nicht vaterländisch" oder„würdelos" gemacht. Ist der.nicht vaterländisch".� de» friedlichen B» n d freier selb- ständiger Völker erstrebt'<■ Heißt das schon die Schändlich- keilen irgendwelcher Regierung beichönigeu wollen? Heißt das schon den Frieden»in jeden Preis erstreben? Dann hatte unsere deutsche Sprache ihren Sinn verloren. Gerade die von uns. die im Felde Krieg erlebt haben, fühlen sich doppelt verpflichtet, ihren Weg unbeirrt zu gehen. Dir wisien. daß wir unseren Brüdern draußen den wahren Dienst leisten. Auch wir lieben Deutschland, nur auf eine andere Weite und mit höhere» Ansprüchen auch an und. Erfahrungsgemäß stellt nur ein Teil der Studentenschaft diese höhere» Ansprüche an sich. Wir haben bisher immer gefunden, daß nirgends so wie unter der gebildeten akademischen Jugend in polili- scheu Dingen da» schmetternde Schlagwort und die hohle Patriotische Phrase Anklang finden._ Das GetrejAe ües Herrn v. Hepüebranö. Dia„Tchlcsifchc Morgenzeitung" veröffentlicht folgende Erklärung: Ril tisch, 21. Aovember 1017. Hiermit erkläre ich als Oberkommisitonär des Kreises Miliisch. daß von den Lieferungen der Wirtschast des Herrn Landrats v. Hcydebrand auf Klcin-Tschunkawe der im Juni und Juli ge- lieserte Roggen sämtlich mit M. 21. 50, dem Preise für Roggen aller Ernte abgerechnet worden ist. Ich erkläre noch ausdrücklich, daß von diesem Roggen nicht ei« Zentner mit der Drüschprämie abgerechnet worden ist, die für Roggen der neuen Ernte gezahlt wurde.(gez.) T h. Wagner. Eine Nachschrift des LandratS Grafen Stolberg bestätigt die Richtigkeit dieser Angaben. Das genannte Blatt ist serner vom Landrat zu der Erklärung ermächtigt, daß Mangel an Benzol und Kohle sowie die Reparaturbcdürftigkeit der Drosch Maschine de« rechtzeitigon Ausdrusch verhinderte und daß Herr ». Heqdebrand selbst zur Aufklärung des �Sachverhalts eine amtliche Untersuchung beantragt hatte. ES bleibt dabei immer bemerkenswert, daß sich die Um- stände, die den rechtzeitigen Drusch verhinderten, nahezu ein volles Jahr lang nicht beheben ließen! Die Frage bleibt offen, wie dergleichen in einer Zeit schwerster Brot- n o t möglich gewesen ist._ GrsßsÄifsobrtvwez Rhki»,T>»«»u. Die Korrespondenz Hoff- mann meldet: Am 22. Dezember fand im RcrthauS zu Nürnberg die Gründung einer von der bayerischen Gtaatsregicrung vorgeschlagenen Gesellschaft� statt, die hie Mittel für die AuSarbet. tung eines Entwurfs für die. geplante G r o tz s ch- f f a h r t s° st r a ß e von A s ch o f f« n d» r g bis P a s s a u und die erforderlichen wirtschaftlichen Untersuchungen bereitstellen und durch ihre Organa» an den vom Barkehrsministertum übernommen«» Kor- arbeiten mitwirken soll. Tos.Kapital der Gesellschaft beträgt etwaS über ö 000 000 Mark. Zum Borsitzenden wurde Geheimer Rat Dr. von Graßmann bestimmt. Die Not öer Reitteitbezieher. Auch eine Weibnachtebetrachtung. An jede Türe fast klopft heute die Not. Die Preise, die für all« Bedarfsartikel zu zahlen find, haben jeden Haushaltetat gründlich umgewälzt. Glücklich, wer die Möglichkeit hat, durch Lohnerhöhung die an den Geldbeutel gestellten gesteigerten Anforde rungen einigermaßen auszstgleichen! Wer nicht alle Arbeiter sind dazu in der Lag«, noch weniger sind es die Kreise der auf feste Bezüge Angewiesenen. Jedoch auch da gibt es Unterschiede. Auch die k I c i» e». B e- a m t e n und die Angestellten sind in der Loge, sich zu- mindest Teuerungszulagen auswirken zu können, wsan sie dabei auch nicht, die Bewegungsfreiheit der Arbeiter haben. Anders steht es mit den Rentenempfängern, den»»zöhlige« Männern u«d Krauen, deren einzige Bezugsquelle dir kleinen . Renten sind, die sie als Unfallverletzte, als Invaliden, alz Pensio- näre, als Hinterbliebene usw. empfangen. Bei ihnen ändert sich an der Höhe ihrer Einnahmen absolut nichts oder dort, wo noch ein Rest von Erwerbssähigteit gebliebe» ist, doch so wenig, daß die Mehreüiughme den gestiegenen Anforderungen gegenüber gar nicht t»s Gewicht fällt. War schon vorher bei ihnen Schuraihaus tiückzenmeister, so ist ihre Lage jetzt geradezu entsetzlich geworden. Hier Wandel K» schaffen, ist zur gebieterischen Pflicht geworden. Bei einer Kategorie von Aentcnempsängern rst iw Laufe'deZ Kriegos auch wiederholt beiserud eingegriffen Word««, bei de» Fciniilien der zum Heeresdienst Eingezogenen. Hi-er wurden die ursprünglichen Bezüge schon mehrfach erhöht, womit nicht gesagt sei» soll, daß alles geschehen ist. um die Not arch che.« siiriegerfamilien fernzuhalten. Aber was Reich und Ge- meinden hier für erforderlich gehalten haben, das. ist an anderen Stellen ebenso notwendig. Um an naheliegende Verhältnisse zu crimiec«,: Die Rot der K r i e g e r w i t i? e ,r und Krieger- Waise».wird bei weitem durch die ihnen zustehenden Rente», die für ganz oribere Vsrhältuijse als die jetzige» berechnet sind, nicht gestillt. Mr sagen damit nichts Neues. Sckwn wiederholt habe« - wir darauf/ hingewiesen und auch Reichstag und Regierung haben dies offen anerkannt. Sie haben eine Besserung auch tn Aussicht gestellt, aßer erst nach hm Krieg«, also eist dann, wenn die aller- schlimmst«! Zeit vorbei ist. Mt dieser Vertröstung allein ist es nicht gcchil, schon jetzt muß hier«tuHegriffen wepfcea. Das gleiche gilt von den Kriegsbeschädigte«. Die Rente» entsprechen auch dann, wenn sie durch den teilweise« Ausgleich des Bevdienst- anssallS höher werden als das Wannschaftsversorgungsgesetz vor- sieht, keuixswegs den heutigen Verhä-'tnisseu. Am Mimmsteu sind aber die I n v a 1: d c n- u n d ll» f a l l-, re ii in ca daran, deren Bezüge.zum Teil außerordentlich nietdrig sind. Wiederholt yabeu die sozialdernokratisthe» Abgeordneten im Reichstage Ister auf Abhilfe gedrängt, wiederholt ist auch per- sprachen worden, daß etwas geschehen solle, aber es scheint, als stoße hiev bei anderen Behörden der gute Wille der Regierung qyf unüberwizldkicheil Widerstand. In der ReichsfagSsitzung bo« 13. Juli J.917 hat der Direktor im Reich, samt des Jn-ner»,� Dr. Eaöpar,«rklärt, durch ein Rundschreiben vom 12. Mai 1917 seien die Bundesregierungen darauf aufmerksam gemacht worden, daß die G c mi e i»de n den Reulenempfängern Zuschüsse gewähren stillten, f., veit dies nach Prüfung der Einzelfälle erforderlich er- icheine, silie entstehenden Ausgaben sollten den Gemeinde» ourckj -das Reichs ersetzt werden. Diese Erklärung hat bei den Renten- empfange kn Hoffnungen ausgelöst, die in den allermeisten Fällen unerfüllt geWietwu stütz." In Aorddrutfchland— in Sich- dentfchlauf liegt es fonderbarerweife«rnders— sind entweder die Gemeinde« nicht informiert worden oder sie wollen an die Sache nicht herast. Dafür sprechen die Villen Anfragen und Beschwerde«, die uns in dieser Hn. ficht zugehen. Durch eine Verfügung des vrrußjjchen Minisirvs des An««« wird nun wohl auch hier endlich Wandet geschaffen werden. Sie weist die:ftegieruti(Mpräsidenten an, darauf zu achte«, baß die Qie- meinden'blche Personen, die auf Grund der Reichsversieherungs ordnuug tientrn beziehen, fr noch der Lage des Ginzelfalles im Wege der.friegswotsifahrtsp siege mit besonderen Zuschüssen in Geld oder Naturalien zr: v.ute.rstützan haben. Hoffentlich räumt dieser Erlaß die Rot der Betreffenden ciutgcrmaßcn aus dem Wege. Eiwak» Ganzes ist diese Maßregel aber auch nicht und«»»tpd Zeit, daß der Bundesrat Stellung nimmt zu den Besch lüsse« des Reichshaushaltsausschufses, durch die e«e«11= g c m e i n i Erhöhung der Renten gefordert tvird. Der' ReiebShauc�altkaudschuß befchloß, daß' die Rente«, die auf lltetzsch der Vorschriften über Jnvalidon- und Hinterbliebenvnverstcherung gezahlt wurden— dazu gehören cucki die MerSrepte.«— um 50 Pro z. erhöht werden sollen, wstorend zu den Unfallrente« von 50— 7si> Proz. ein Zuschlag von 2!) Proz. und zu den höhere»! Renten, schote zu den Unfall-, Hinterbliebenen- und Aszet�anfa»- renten All 5s Proz. Zuschlag zu zohlen ist. Wann die lltaziernag diesen Beichlüsftn znftinmch. würde zwar auch noch nacht sehr*«3 zu toihn scheu übrig viieibcn. es würde aber wenigätenS der mit dem jetzige.« Verfahren verbundene Bittgang beseitigt. Gönz unhaltbar rst aber auch die Lag« der Penfipn«»« ge. worden. Äser heute nur auf seine Pension angewiefe« ist, komnil nicht nur Lpi weitem mit seinen Bezügen nicht aus, er muß auch ohnmächtig-zusehe.», ivie«ge immer mehr ivschseujsic Schstldenlgst stbcr ihn zusaininenidhlägt. Viele Eristenzen werden so ewi immer ruiniert, wcvn die iu Betracht kommende« Behörde», kein Einfehe» .haben und Pafft r so igen, daß die Pensionen erhöht werden. Teste Nachrichten. der Hlsgmn öer ßrieöensverh/� Proz, auf 40 Proz. erhöhl und den Sohnarbeäerizncn ein weilerer Zuschlag von 5 Pf. für die Stunde M. wöchentlich) gewährt. Die Auschneeder und R-yer erhalten eine wciteip Anlage von K M., wenn ruöglich 6 M. wöchsmlica. Die Zulage dxr Nieter wird auf 60 Proz., die der Seislenkaüenarbeiter au» 5>�'Proz. de- Akkordverdienstes erhöht,— Ob die Sätze, die in einzeln er»'Äifilionen .wenn möglich" in Aussicht gestellt sind, bewilligt Werlte«, hängt davon ab, ob der Fabri kanten Vertreter, der d:a höheren Sätze bei. seinen Kollegen zu befürworten versprochen br.P, in der Sitzung der Fabrikanten mir feinem Standpunkt durchdringt. Die den Arbeitern und Arbeilerinnen zugestandenen Etshöhungen der Teuerungszulagen bleiben weit hinter den Forderungc»! zurück. Die Fabrikanten erklärten, die Lage der Kartonbranche nf so ungünstig imd unsicher, daß sie weilergehende Zugeständuisie nicht machen könnten. Die am Donnerstag abgehaltene versantmlung de« Karton- arbeiter und Arbeiterinnen bedauerte, daß die Unternehmer ein so geringes Enigegenkommcnkommen gezeigt hattep. Da die gegen- wältige Zeit einem Sohnkampf keine günstige Aussicht bielgt, so be- schlosz die Versammlung, die bewilligten Zulagen anzunehn»en unter dem Vorbehalt, daß zu gegebener Zeit eine weitere Erhöhung der Teuerungszulagen gefordert werde. Mit einer Firma der Luxuspapierbranche ist ein Abkmemsn getroffen, wonach die Akkordsätze erhöht werden, so dah dev Wochen- verdienst um S�biS 4 M. sieigt. Die Angestellten der Privat-Vadeaustaltcn Grost-Lerlstch, welche im Gemeindeaibeitcr-Verbande organisierl sind, nahmei» in der SekiionSveriammlung am 18. Dezember den Verichr der Vertrauensleute über die Aenderung des Tarifvertrages und die Er- höbung der Löhne entgegen, welcher vom Obmann der SchlichtungSkommiisionS-Mitglieder ersiauct wurde. Ueb.ir die un- bedingte Notwendigkeit einer Einkommen-Aukbssierung des Bads- Personals, so erklärte dieser, könne kein Wort mehr verloren werden; denn trotz der seit langem in die Erscheinung ge- tretenen ungeheuren PreiSsteigerungei! für alle Artikel des tag- lichen Bedarfs sei seit Kriegsbeginii bis beute noch nich! die geringste Lohnauibesierung in den Privalbadcanstolten Gnitj-Virlins erfolgt. Jni Gegenteil: Verstötze gegen den bestehenden Tarif waren und sind an der Tagesordnung. Zu einer Ncdision des Tarifs könnten die Vcriraueusleute jetzt nicht raten, empfehlen viel- mehr aus ZweckinästigkeitSgrüilden nachstehenden Antrag: .Den Angestellten der Badeansiailen Grosi-BerlniS wird vom 1. Januar 1918 ad neben den Tariflöhnen eine feste TeuerungS- zulage von 75 Mark monatlich gewährt." Als unbescheiden könnte dieie Forderung gewiß nicht bezeichnet werden; sie sei aber angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Angestellten ini höchsten Maxe dringend, so dost die schleunige Einberufung der Schlichtmrgskommiision, erwartet werden müsse.— Die Versammelten stimmten den Au ttührimgen des BerichrerstaiierS ohne weiteres zu, nahmen den iiorgelegien Antrag einstimmig an und beschlossen ferner, von den A>cbcilgeber- Vereinigungen die Zulrimmung zur Beratung ihres Beimlusies bis zum 3l. Dezember zu erwarten. Anderenfalls sollen die Arlininehmer- Mitglieder der Schlicktungskommiisioii unverzüglich die, Hilfe des Berliner Gewerbegerichts in Anspruch nehmen. Aues der Tchlichtungskommissivu für Militärsrt>neiderei. In der letzten Sitzung klagte Kunze vom Schnc kZerverband als Vertreter der Arbeiterin M, gegen den Nnlernetmcr P. auf Nachzahlung von 1096,88 M. für Älaftfahreizacken un> 97,99 Pf. für Fliegerjacken. Kunze betonte u, a.: Die Vergcbuugsstelle in Döbcritz hat am 1. Juli d. I. den Tarif festgesetzt, ncr.) dem der Beklagte zu zahlen hatte. Wenn er einwende, der Tazif fei ibm erst später zugegangen, io sei das nicht stichhal'.iz. Die«rgeordneten Löhne waren ihm sicher bekannt. Beklagter: Was Herr Kunze anführt, stimmt ja gar nicht. Die Frauen habe» absolut keine Ahnung von den Tinge», sip laufen hin zu Knnze und erzählen ihm Faxen, uno Kunze kommt»ann hielher und klagt. Ein Arbeitgeberbeisitzer: Die VergelnmgSstekle hat am 1. Juli mit sämilicaen Lieseranlen diese Preise festgesetzt, hier tjf das�Akien- stück darüber. MaglstratSrat b. Schulz: Ter Tarif ist Jhiv-w amtlich zugestellt worden. Sie mustten alio die Preise kenne». Die Herren waren übrigens alle hier, Sie ja auch. Beklagter: Die Frau kann überhaupt keine Fliegerjocken machen, sie hat mir alles verpfuscht und hat um Ariieit immer ge- bettelt. Ein Arbeitgeberbeisitzer: Das gebt uns hier nstlgs an, Sie hatten die richtigen Löbne zu zahlen. Wie können Sie wenn 2.'20 M. zahlen, wenn 3,40 M. zu zahlen ist. Was Sie un tf als BeweiS- malerial hier vorlegen, erkennen wir auch nicht an. Sie haben richtige Gcschä'isbücher mitzubringen. Herr Kunze stützt sich auf »rdnungSgemäste Lohnbücher, das ist korrekt. Für die 94 Fliegerjocken zahlt der Beklagt« 07,99 Z?. nach, be- tresis der üb, igen Summe>oll noch Auskunft von der llergcbungs- stelle eingeholt werden. In einem neuen Termin wird s ann weirer- verhandelt we-den. Im nächsten Fall klagte Kunze für eine Arbeiterin gegen einen Zwiichenmeifter auf Nachzahlung von 802,12 M. Per Beklagte haue iein Perional auf Teitung arbeilen lassen nach eznem beton- deren Tarif, der ihm iiüher einmal bewilligt worden w»r. Der Bcklagle wandle ein: Tie Arbeiterinnen seierii damit zu- frieden gewesen, nachher wären sie Hingezangen und hätten die Klage eingereicht. Mag stratSrat v. Schulz: Zahlen Sie nach. Sic vlüssen das schon. Ich bin sonst gern für Vergleiche zu haben, aber h,er kann ich nicht mal emrir solche» anregen. Sie müssen alles ersüllen, was Ihre Auilraggeberi», die.Konlordia" unterschrieben bat. Ein Arbetigeberbeifitzer: Kenne» Sie den Tarif nichts Beklagter: Nein, ich habe keinen erhalten. Beisitzer: Ja. dann halten Sic sich mal un die.Konkprdia". Vertteler des Bekleidung.: amls: E>ge»ilich miixten wir Sie noch in Sirale nehmen, da Sie in Ihrem Betrieb keinen Tarif aus- gehängt haben. Beklagter: Ich habe keinen, v. Schulz: Ja, Unkenniniö der Gesetze schützt nicht v«'Strafe, Zahlen Sie man! Beklagter: DaS Ganze soll ich nachzahlen? Etwas will ich Herrn Kunze geben, Kunze: Ich denke nicht daran, zahlen Sie oder ich verlange ein Urieil, Ter Beklagte zahlt zuletzt schwere» Herzens. IVO M. Geldstrafe we en Nichtbeachtnng der taristichen Borschriften erhielt der Sätueidermeistcr Albm Wcndl vom Schöffengericht Berlin- Schöneberg zudillierr, weil er entgegen den Vrrschristen des Tarr'S im Wcchenlohn arbeiten ließ. Nach den Bestimmungen des TarrfS dürjen nur die vorgesehenen Stücklöhne gezahlt werden. Dar der SchlichiungSkommission wurde restgestellt, daß Wendt seinen Arbeircrinnen in einigen Wochen 210 M. zu wenig gezahlt batre. Er verpflichtete, sich, diesen Beirag uachzuzahlen und ist jetzt vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe von 100 M. verurteilt worden. parteinachrichten. Unabhängige und Laterlandspartci. In der lehren Nummer des.Mitteilungsblattes" der Berliner „Unabhängigen" schreibt Rud. Breit scheid über die.Vater- larrdSpartei": Kurzum, die Vorbedingungen eines zum mindstcn äußerlichen Eriolgs sind gegeben, und man begehl einen schweren politischen Fehler, wenn man nach der Art des.Vorwärts" für das Treiben dieser Geiellichan nur Spott bat und sich und anderen weiszumachen sucht, als Handel« es sich hier um ein ganz b e- langloses Unternehmen. Es könnte ein unangenehmes Erwachen aus einem, solchen Traum geben. Tie Leser des.Vorwärts" werden einigermaßen überrascht sein, wie hier die Bekämpfung der vaterlandsparter durch den.Vorwärts" kritisiert wird, da wohl kaum eins Nummer des.Vorwärts" erscheinr, in welcher, dies- Parrei nicht sehr energisch und ernst von uns be- kämpft wird. Da wir uns aber gern belehren lassen, wie die Sacke besser gemacht wird, so fingen wir an, das unabhängige.Mitteilungsblatt" zu studieren. Und nun staune man über den Erfolg: Sämtliche Nummern des Blattes waren angefüllt mit schwülstigen Brandartikeln gegen die Sozialdemnkratie— aber gegen die BaterlandZpartei fanden wir i« ganzen letzten Mannt nicht eme einzige Zeile. Am 16. Dezember— nichts, am 9. Dezember— nichts, am 2. Dezitzrber nicht?, am 25. Novmber— nicht?. Endlich in der Nummer vom 11. November entdeckten wir nach langem Suchern eine versteckte Zwölfzeilennotiz gegen das Vorgehen der Vaterlandspartei in Eberswalde(!), davor wieder— nichts,— nichts,— nicht?! Fn dieser Zeit hat das„Mitteilungsblatt" schätzungsweise hundert Artikel und Notizen gegen die alte Partei bringe» können. Auch der zitierte Breitscheidsche Artikel dient nicht etwa der Bekämpfung der Vaterlands- Partei. Sondern sie kommr im«Mitteilungsblatt" nur zur Erwähnung, weil gegen die Vaterlandspartei der „ Volks bund für Freiheit und Vaterland" gegründet wurde. Dieser Volksbund wird nun kräftig heruntergerissen, weil er die Vaterlandspartel bekämpst, dagegen die Vaterlands- Partei erhält von Nud. Breitscheid nur halbe Komplimente, wie folgendes: Die Partei iLaierlandsparlei) bat ein Programm, das nickt nur auf die zielbewußten Annexionisten und Bsutepolitiker, sondern auch aus die große Masse der Nichtdenkenden wirkt. Dorm dieses Programm wendet sich an ursprüngliche Jnstinkrc. Zur Bekämpfung der Partei, die wirklich den Kampf gegen die Vaterlandsparter führt, der Sozialdemokratie, finden das„Mit- tcilungsblatt" und seine Mitarbeiter kräftigere Wendungen. Tie Thüringer„Freie Presse" erscheint als wöchentliche? Mit- teilnngsblatt für diejenigen thüringischen Kreise, in denen die lln- abhängigen die in ihre Gewalr gefallenen Parteiblätter beherrschen, Die sozialhpgienischen Wirkungen öer Reichswochenhilfe. Heber die sozialhygienischen Wirkungen der Neichswochenhilse waren wir bisher am die rein subjeltiven Ersahrungen angewiesen, die der einzelne Beobachter dieier Wirkungen gemackr hat. Gerade weil es sich hier unr rein subjektive ini naturgemäß beschränkten Gebiete gemachte Ersahrungen bandeile, konnten sie, io wertvoll sie an sich auch waren, doch kein Gesamtbild der iozialhygienischen Er- folge der Kriegswochenbils« geben. Ein solches Gefamtblld wird sich naturgemäß ichon unr deswillen nicht feststellen lasten. weil die Erlangung der dazu ersorWürcken statlstlschen Unrerlaoen und auch die Bearbeitung derselben in der ÄriegSzeit auf zu viele , Schwierigkeiten gestoßen wäre. Ob es nach Kriegsende möglich sein wird, das in den Krankenkassen zum Teil vorhandene Material durch Feststellung der Lebensdauer der Kinder, deren Müllern die KriegSwochenhilfs zuteil wurde, zu ergänzen und dann zu ver- arbeiten, erscheint sehr zwetfelhait. Die Gründe hierfür können an dieier Stelle nicht des näheren auseinander gesetzt werden. Das ist lehr bcdancriick, aber wir werden auf dieieS Geiamtbild doch verzichten müssen. Um so werlvoller sind jedoch aus sicherer statisliicher Grundlage beruhende Teilfeststellungen auS auch nur relativ kleinen räumlichen vezirlen. Solche bat Dr. med. A. Fischer in Karlsruhe iür fünf außerbadische Städte und ebenso- viele badische Stadt- und Landbezirke angestckli. Er berichtet dar- über im Oktoberbefl der.Sozialhygienifchen Mitteilungen iür Baden". Das außerbadische Material wurde Dr. F, vom Haupt- verband Deul'Äcr Ortskrankenkassen in Dresden zur Verfügung ge- stellt. EZ beruht auf Fragekarten, die durch die auf Grund der ReichSwochenhilse unierstlltzten Frauen in Plauen, Sonneburg, Franken- rhal, Stuttgart und Dresden auSgeiertigl wurden. Von den 1400 Frauen, die in den vier erstgenannten Städten im ersten Vierteljahr 19t5 die Wockenbilfe empfanaen haben, haben 89 31 Prozent gestillt, davon 58,30 Proz. über 3 Monate irird weitere 13,53 Proz, über 2 Monaie. Die Sterblichkeit unter den K'ndern aller dieier Frauen beläuit sich auf 7 Proz. In Dresden, für welche Stadt für da? ganze Jahr 1915 die Angaben vorliegen,»nd zwar ebcn'alls iür 1490 unterstützte Wöchnerinnen, hatten 86,76 Proz. der Mütter gestillt, davon 50,08 über 3 Monate und»eitere 21 08 Proz. über 2 Monate, Auch hier betrug die Sterdlichkeir nur 7 Proz.. während die Säüglingssterdlichkeit im Jahre 1914 in Dresden sich auf 12,2 Proz. belle». DaS badisch- Material umkaßt für das ganze Fahr 19!Z 8000 Angaben; es erstreckt sich auf die Stadt- und Landbezirle Mann- beim, Karlsruhe, Pforzheim, Offenburg mid Konstanz. Dies Material ist um deswillen von besonderem Wert, weil sich hier der Zahlenstoff vom Jahre 19l5 mit einem ent- iprechendcn. allerdings erheblich größeren Zahlenstoff vom Jahre 1911 vergleichen ließ. Im.Jahre ISll hat nämlich die badiiche Regierung durch die Hebammen feststellen lassen, wie lang« die im Jahre 1911 gedorenen Kinder gestillt wurden und wie viele von diesen Kindern noch nach Ablauf deS ersten Lebensjahres am Leben waren, Fi'cher�belom, daß das Ergebnis iciner Unleriuchungen iowohl für 1911 wie für 1015 etwas günstiger fein dürfte, als es der Wirklichkeit entspricht, ES ließe» sich nämlich»ine Reihe von Fehlerquellen nicht reftloS miSmerzen. Außerdem auch ist zu beachten, daß das Jahr tSll in- folg« seiner hohen Sommerleinperaiur eine hohe SäuglnigSslerb- lichkeit ausübte. Aber auch unier Berücksichtigung dieser Umstände ergibt sich«in ganz überaus günstiges Reiultat. In den oben angegebenen fünf badiichen Stadtbezirken hatten 1911 85,41 Proz, der Müner, 1915 9137 Proz. gestillt. In den Lanobezirlen waren die Prozentzahlen 82 28 bezw. 92 54. Im Jahre 1911 hallen in den Städten 46,52, in den Landdezirten 43,30 Proz. der Frauen länger als drei Monaie das Kind an der Brust l ebavl; die entiprechenden Ziffern für 1915 laulen: 59,79 und 65,79 Pioz. Dazu kommen weuere 65 Proz. m den Städten und 7,3 Proz in den Landbezirken, die 1911 länger als zwei Monate gestillt hoben. Die enl'prechenden Zahlen für 1915 sind 15 26 und 14.91 Proz. Man siehr alt'o eine ganz gewaltige Steigerung der Slilltäligkert im Jahre 1915 gegenüber dem Jahre 1S11. Die Sterblichkeit betrug unter den in Beirackt kommenden Kindern im Jahre 1911 i» den genannten Städten 16,74 Prozent, im Jabre 1915 dagegen nur 9,46 Prozent; in den Landbezirien belief sich die Sterbllchkeit im Jahre t9l1 auf 17,15 Prozent, im Jabre 1915 dagegen nur auf 10,76 Prozent. Wenn auch, wie Fischer ausdrücklich betont, die SterblichkeitSziffern der Fehlerquellen wegen als zu klein zu bezeichnen sind, so machen sich doch die gleichen Fehlerquellen für beide Jahr- geltend, Man sieht also eine sehr weienilichs Vermindeiung der Sterb- lichk-itsziffcrn. waS unzweifelhaft auf die erhöhte SrilltätigkeU zurück» zuführen ist. Um festzustellen, ob etwa dies günstig- Ergebnis auf die Wirkung von SäuglingSrürtorgesteven zurückzuführen fei, hat Dr, Fischer darüber eingehend« Feststellungen gen offen. Er kommt iedoch z:i dem Ergebnis, daß. wenn auch der Besuck der SäugltngS- sünorgestellen sicherlich von Nutzen für die Ausübung der Still- läligkeit und die Verminderung der Slerblichkeit gewesen iei. der ausschlaggebende Faktor bei den sozialhygie- nischen Errungenschaften der Genuß der Reichs- wockenhilse gewesen iei. Wie schon einaangS getagt, handelt es sich bei dielen Frst- stcklungen nur um solche im begrenzten Gebiete. Aber sie erweite» geradezu erdrückend den sozialhhgienischcn Errolg der KnegSwochen- htlie. Man wird daher Fiicher durchaus zustimmen müssen, wenn er sagt, daß wir auf den Ausbau der bisherigen Bestimmungen zum Schutze der Mütter und Kinder nicht mehr verzichten kömnen. Znöllstrie unö kanöe!. Äus de» Verlisrr WirtschastSlebe». Die KeschZfiSberichie der drei großen Uniernehmen deS ViemenS-- Schnckert-KonzernS find jetzt erschienen, ergänzen ober die trockene, ASschlußziffern nickt wesentlich. Die SiemenS-Halske S.--G. konnte trotz erheblicher Umt'atzsteigernng die Flut der Auf'räg« nicht bewältigen. Die Gesegichait rühmt sich, in dm drei KiieaSjghren 50,5 Mill. Mark für freiwillige Kriegsfürsorge gs- opfert zu hoben. Ohne die Höhe der Summe herabsetzen zu wolle», sei doch darauf verwiesen, daß das Unternehmen die bei dem Arbeitermangel sehr natürlichen De'enionsn anS dem gelbe» Werkverein im Jnteresi« künstiger Beherrschung eine? ein- aebiirgerten Arbeiterstammes offenbar verhindern»rußte. Auch mag wobl das Bestreben, in hohen Zuweisungen stär die WohlsahrtSpsseqe ein« Entschuldigung für dt« h ben Kriegs- gewinne zu suchen, mitgewirkt baden. Glänzend Hab?« die S i e m e n S- S ch u ck e r t- W e r k e©. m. b. H. ge°- arbeitet. Auffällig ist. daß der Weripapierv-sitz kKriecsanleih?) kein« Vermehrung erfahren bat! Entweder sind die Zugäno: abgebucht. alio stille Reserven geichassen oder die Gesellschaft begnügt sich unter Außerachtlaffung ihrer patriotischen Pflicht mit d-r Vermehrung ihrer Lignidität. Ihr Bankguthaben beträgt bei einem Aktienkapital von 90 Millionen nick, weniger als 91,04 Millionen! Daß Unter» nebmen mit kleinerem Akrienkapiral— man denke«n Rhein« metall, Brsmarckbürte rr. sf.— ein Vielfaches rbreS Aktien-- kopitals an Bankgutbaben und Wertpap'eien ausweisen, mag sich zur Not noch mit dem infolge fortgesetzter Alistchntznng enr- standene» Mißverständnis zwiichen nominellem Aktienkapital und werbendem Kapital erklären; bei einer Gesrllickast mit io bobem Aktienkapital ist ein derartig Hobes Bankantbaben anders zu be- werten und ein schlanker Beweis für die Höbe der Krieasgewinn-, die dielem Unternehmen besonders aiiZ der Belreserung von chemischen und Stickstofiabriken zugeflosien sind. Die dritte Konzerno-sellschair die ElektrizitätS-Aktiengesellschast vorm, S ck n ck e r r», Co. inter- cssierl sich sür den Ausbau der bayerischen Wafferkröste. Ter Nierwucher. Iii Nnbetracht des Umstände», daß die Pte'SprüsungSstelle v»» Groß- Berlin unter Zustimmung deS Magistrats der von den großen Btauereien und Restanroteuren usw. beantragten neuen unerhörten Pteiserböbung deS jetzigen gefärbten WasierS, Halbbier genannt, um 20 Pf. per Liter zugestimmt hat. ist eine Zusammenstellung der Dividenden von großen, führenden Brauereien am Platze, wie sie auS den letzten EcickätiSberichten zu entnehmen sind. Diese hoben Dividenden- haben diese und andere tonangebende Brauereien während der ganzen Dnuer des Krieges gegeben.' In Bayern z. B. gewinnt man jetzt au? einem P'und Malz 15 bis 17 Liter Bier sin FriedenSzeiten 2'/« Liter), in Norddeutsch-» land aber jetzt ca. 30 Liter. In Bayern ist das Bier per Liter jetzt«it 28 Pf. festgesetzt. hier jetzt«it 70 Pf. Tort rechnet man mit Pfennigen, bat größere Gläier, hier immer kleineres Maß und rundet nach oben von 5 zu 5 Pr. ab. Dort wird das Bier in kleineren Orten und kleinere« Städten billiger wie in den Großstädten abgegeben, aber in Nord- deuilchland nimmt jeder Dsrfwirt, der nicht die höheren Spesen wie der großstädtische Restauraieur hat, denselben hohen Preis wie dieser. Da? Publikum tragt den höheren Spesen und Lasten u'w. d-r Brauereien und Wirte(die Übrigens auch in Bayern die groß- städtischen Betriebskosten in gleicher Höhe haben) Rechnung; wenn aber diese Aufschläge zu iolchen unerhörten Erhöhungen sür ein so billiges Surrogatenzeug ausarten, wenn in Berliner großen Nestau- rant« hiesige» Vier in nicht einmal VlB Gläsern mit 40 Pß und mehr bezahlt— und das jetzt so zwerselhafte gemischte wässerige Exportbier mit 60 Pf. und mehr bezahlt«erden muß, dann sollt« öaS Publikum zum Vierboykott schreiten.* Und nun seien einige Dividendenzahlen de? letzten Geschäfts- jahrS angeführt: Berliner Schultbeiß-Brauerer S,-G,(größte und maß- gebendste vrauetet) wie in den Vorjahren.... 16 Proz. Berliner Kindl-Brauerei A.-G.......... 18, Berliner Pfefferberg-Vrauerei Ä,-G. wieder..... 10, Dortmunder Union-Brauerei wieder....... 20, Dortmunder Altien-Brauerci wieder....... 20. Brauerei Gebr. Dietrich A,-G., Düsseldorf, wieder.. 16„ Schwabenbräu A.-G., Düsseldorf(im Vorjahr 8 Proz.) 10. Vikioria-Branerer A.-G, Bochum........ 9. Bayrcuiber Bierbrauerei, Bayreuth........ 10„ Reickelbräu A.-G., Kulmbach.......... 19„ Kuimbacker Exporidierbrauerei, Möiichshof, wieder,. 12. Erste Kulmbacher Äktien-Exporlbrcr-Brauerei, wie tri de» Borjahren............... 18. uiw. usw. ?ugenüveranstaltungen. Ardeitcr-Iugendheim Berlin, Liudeultr. 3. Morgen,«ittrvoch, 28. Dezember, abends 6 Uhr, Wcibnach tsfeier, kieltedcnd«i(« Rezilatwn, Musik. Lieder zur Laute, Wcihnachtsbelcherung. Einlaß Za PH Tie arbeitende JulzenS ist mit Eltern und tScjchiriistern freundlichst einge- laden. Eingegangene Vruckschristen. Das BUVerbuch Gottes. Von Hermann Kulter,— Kober, T, F. Spisile« Aachtoiger, Basel. Bericht öder den»L.»«ttschen Ortskrankeukaflentag.— Verlag»gesellschast Oltslran'enkafse nr, d, H., Dresden. Hans Dolbrück. Krieg und Polttik 1914-1916. lchesammel!» krieaSgeschichtliche Darstellungen und Notizen aus den.Preußilchen Jahr- bückern". 271 Seiten, Preis SM— Verla«(Keorg SNIke. Bei ün, VeräntwsrÜt» kür Politik: Erich Nnini-r Serlin: iür den üdrigeri �eil des Blattes: Wkrr» Eckotz. Neukölln kür Interale ZH. Stocke, Pcrli». Druck u. veriaa vorwüNZ Suckdruckerei u. PexlagsanstaU Paul Singer& 6». � Berlin sw Hierzu 2 Beilage».