Nr. 33s. 34. Jalfrg. Bezugspreis: Llsrt�IjZhri. 4L0MI. monotl. I,o0;?a frei ins Haus, voraus�ablbar.Einzelne Nummern 10 Poiide/iua: Menül- iich 1.00 Mi. Umci Kreuzband iüi Deulichland und Dcftcrreid)• Unsnrt B,— MI, för das übrige Ziuslan» 4,60 MI. motiat id) jieriand in? S*clb bei Mrellct SfilcDunn monail I,F.OMf. Posldellellunsen nrbnien an Tänr- matl. Holland. Lureindurq, Schweden und die Schwei«. Eingelrapen in die i osi-iieilungs-Preislisie. Ericheiui täglich. Telegramm. Adreis« »Sozialdemokrat Ber in" Vevlinev Volksblatt. ( 10 Pfennig j) Ter Anzeigenpreis de trag! i. die stebenaespalieneKalonel- -eile 60 Pfg.„Kleine Anzeigen", das tetigedruikte Äori A> Pig.!ZU- lässig S seNgedruckle Karte). ledeS weitere Worl lO Psg. Stellengesuche und Schlasstellenanzeigen das erste Wart lO Pfg,, ledeS weitere Wart ä Ps«. Warte über lS Buchslaben zählen sür zwei Karte. Teilerungszuschlag ZO»/«. Kitmilieu- Anzeigen 51» Pfg.. politische u. gewerlschastlsche Ber.ins- Anzeigen 40 Pfg die Zeile. Anzeigen Gr die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmitt. im Haubtgelchäsl. Berlin SS.«8, LIndenstrahe S, ad. gegeben werden. Geässnet von 8 Uhr früh bis? Uhr abends. Zcntralorgars der rozialdcmokratifcheti parte» Deutschlands. Reöaktion: cXD. 68, Linüenllraße 3. ipernitirerfier: Am, Morlt-vian.?tr. lSl SV— lUl S?. Expeöition: EW. 68. LinSenstrahe 5. iprrnivreitirr: Amt Moritlvlat«. Nr. löl SV— lS» S7. ver Fliedensruf von ßreft-CitowsH. Aussprcchcn was ist! Das Bekenntnis der Mittelmächte zu dem Grundsatz des annerionslosen Friedens ist der Aus- druck nicht einer grundsätzlichen Ueberzcuguug, sondern einer realuol irischen Einschätzung der gegebenen Machtver- h ä l t n i s sc. Anhänger des anncxionslosen Friedens aus grundsätzlicher lleberzeugung sind in Deutschland nur die Sozialdemokraten und die mutigen, aber wenig einflußreichen bürgerlichen Pazifisten. Wenn das sozialdemokra- tische F r i c d e n s p r i n z i p in der Antwort der Mittel- mächte auf die russischen Vorschläge jti weitestgehender Anerkennung gelangt ist, so liegt das nicht nur an der Ucber- zcugungskraft der sozialistischen Dialektik oder an der Ge- schicklichkeit der sozialistischen Taktik, sondern auch an den Tat- fachen des Krieges selbst. Und die alldeutsche Kritik jener Ant- wort beruht auf einer geflissentlich aufrechterhaltenen und verbreiteten Verkennung dieser Tatsachen. Die Alldeutschen reden ihren Gläubigen ein, daß Deutsch- Hemd durch die Kraft seines Schwertes jeden Frieden haben könne, den es haben wolle. Und da es nach ihrer Auffassung für den Erfolg eines Krieges keinen anderen Maßstab gibt als die G r ö ß e d e r B e u t e an Land und Geld, sahen sie in der russischen Friedensgeneigtheit weiter nichts als eine Gc- lcgenheit. sich einnial im Osten tüchtig zu bereichern. War dies vollbracht, so konnte man sich mit frischen Kräften auf den Westen werfen, um dort das gleiche Werk zu vollbringen. Die großen Staaten der Welt erscheinen in dieser Auffassung nur als d:e Schafe, die eines nach dem andern unter der deut- schon Tckiere ihre Wolle lassen müssen. Dieser Traum ist ausgeträumt, und die Erwachenden er- brechen sich geradezu in wüsten Schimpfworten gegen die deutsche Diplomatie, deren Unfähigkeit allein schuld daran tragen soll, daß es nicht geht, wie die Weltcroberer wollten. Aber die deutschen Diplomaten und Machthaber sind un° schuldig selbst im Sinne der Alldeutschen, da ihre Haltung gar nicht von Meinungen, sondern von Tatsachen bestimmt wird, mit denen handelnde Staatsmänner rechnen müssen, da es nur nationalistischen Demagogen freisteht, sie nach Bc- lieben zu fälschen. Ihr Verdienst beschränkt sich darauf, eine Jllusionspolitik vermieden zu haben, von der jeder Einsichtige voraussieht, daß sie zum Zusammenbruch führen muß. Erst das Zustandekommen des Friedens mit Rußland gibt uns die nal)ezu vollkommene Gewißheit, daß dieser Krieg als deutscher Verteidigungskrieg unverlierbar geworden ist. Seitdem die russischen Unterhändler die Antwort der Mittel- mächte als geeignete Grundlage zu weiteren Friedcnsver- Handlungen anerkannt haben, stehen diese ihren st a r k e n westlichen Gegnern ganz anders gegenüber als zuvor. Und wenn man— nach unserer Auffassung mit Recht— diese Antwort als ein neues Friedensangebot an die Entente betrachten kann, so wird jetzt doch niemand mehr dort drüben von einem Zeichen deutscher S ch w ä ch e zu reden wagen. Es gehört unbändig viel Optimismus dazu, zu erwarten, daß sich in den nächsten zehn Tagen ein gruudstürzender Um- schivung der Gesinnungen in England und Frankreich voll- ziehen wird.� Zweifellos steht aber die Kriegspoliti? der Westmächte in diesen Tagen unter der stärksten moralischen Pressung, und Erschütterungen, die einen Umschwung vorbe- reiten, können nicht ausbleiben. Durch ihre bedenkenlose Hingabe an eine rein natio- nchistische Politik find die Westmächte in eine Lage gekommen, die sich nur schwer ausmalen läßt. Sie können einen guten Frieden boben und sind gezwungen, einen schlechten Krieg weiterzuführen. Angenommen, es würden sich in absehbarer Zeit auf dem westlichen Kriegsschauplatz größere Pcrände- rungen vollziehen, so glaubt heute auch drüben kein Mensch, daß sie sich zugunsten Englands und Frankreichs vollziehen könnten. Hie? ein Frieden, bei dem nichts, dort ein Krieg bei dem, wenn nickt alles, so doch unendlich viel zu verlieren ist— und dennoch werden Lloyd George und Cle- nie nee au den Frieden verschmähen und zum Kriege greisen! Denn sie sind blinde Sklaven der Mächte geworden, die sie selbst großgezogen haben, und als größte aller„Pa- trioteiT st reuen sie Tod und Verderben über das eigene Volk. Der Peaiieinlichkeits-Patriotismus betet seine alten Nedensarien her und läßt die Dinge treiben— dem Abgrund zu! Frankreich und England brauckien aber heute wirk- sich? Patrioten. Männer, die den Mut haben, ihrem Volk die Wahrheit zu sagen, und die ihre ganze Tatkraft dafür ein- setzen, einen aussichtslosen, aber gefahrvollen Krieg so rasch wie N'öakich zu beenden. liniere alldeutschen Machtpolitikcr freilich setzen ihre Hz'siiiung auf dir Verranntheit der Clemenceau und Llond George: eine Hoffnung, die n'cht minder töricht ist als dt? Torheit der anderen. Sie nähren sich und ihren Anhang immer noch von der Illusion, daß irgendwo hinter den Bergen des Kriegs ein großes Glück wohne. Ach. es ist für beide Teile nichts anderes dahinter als noch mehr Quak und l Jammer, Rot und Elend, Hunger und Blut I Wären die ! Gegner vor einem Jahr auf das Friedensangebot der Mittel- mächte eingegangen, so hätten sie genau denselben Frieden haben können, wie er ihnen jetzt angeboten ist, und der Frieden von 19xy wird wahrscheinlich nicht viel anders aussehen als der Frieden von 1917 oder 1918. Alle denkbaren und vom Standpunkt des Annexionisten aus wünschenswerten Ge- Winne erscheinen nichtig im Verhältnis zu den unermeßlichen Verlusten, mit denen sie zu bezahlen sind. Geht der Krieg im Westen weiter, so werden ihn die deut- schen Soldaten in dem Bewußtsein führen, daß die Gegner es nicht anders gewollt hoben, und der tiefe Haß gegen den nicht endenden Krieg wird seinen Stachel nicht nach innen, sondern nach außen kehren. Drüben werden sie wissen und sollen sie wissen, daß es nur eines Wortes ihrer Staatsmänner bedurft hätte, damit sie in Ehren ohne Schaden des eigenen Landes zu Weib und Kind hätten zurückkehren können. Wir aber sollen, fern von Kriegsbegeisteruna, doch in trotziger Entschlossenheit der kaum noch fernen Stunde horren, die den blutigen Bann bricht I Das Zrkeöensprogramm öer Mittelmächte und der Reichstagsbeschluß vom IS. Juli. Der Zentrumsführer Abgeordneter Matthias Erz- b e r g e r erklärte dem Berlh er Korrespondenten des„Neuen Wiener Journals": C z e r n i n S AeußeruNgen vom LS. Dezember und Kühl- mannS Erklärungen in der Eröffnungssitzung der FricidenSkon- ferenz sind die Unterschrift der Staatsmänner unter die Reichstagsresolution vom IS. Juli. Schon zeichnen sich die neuen Mächtegruppierungen klar vor uns ab: Der Vierbund und die Russen stehen auf dem Standpunkte des Recht?, und die Entente wird nun neuerdings vor die Frage gestellt, ob sie weiter auf dem Standpunkt der Brutalität und der Macht gegen- über dem Standpunkt des Rechts stehen will. Die nächsten zehn Tage, in denen die Entente auf diese Frage die Antwort geben muß, sind für die Entente die schwersten Tage, die sie im Krieg durchzu- machen hatte. Wenn Sie mich fragen, ob eS wahr ist, was die All- deutschen immer behaupten, die Mehrheit deS Deutschen Reichstags wäre in ihren FriodenSzielen selbst nicht einig, so sage ich Ihnen: DaS ist lächerlich. Wir sind absolut einig, so einig, wie eine Mehr- hcit nur sein kann, die auS mehreren Gruppen besteht. In den Zielen des Zentrums, der Sozialdemokratie und der Fortschritts- Partei gibt es gewisse Nuancen von Unterschieden. Aber in allen wesentlichen und entscheidenden Punkten sind wir vollkommen einig und ein und derselben Meinung, Die Mehrheit deS Reichstages muß und wird das, weS jetzt in Brcst-LitvwSk gesprochen wurde und grschchea ist, unterstützen, und die Völker werden dahinter treten. denn es ist ein großer Sieg der Gedanken der Mehr- heitspartejen. Das wird sich schon bei den kommenden Sitzungen des Hauptausschusscs deS Reichstages zeigen. Daß der Friede mit Ruhland in kurzer Zeit perfekt wird, halte ich nunmehr für absolut sicher. Es bestehen nun noch kleine Differenzen wegen des Artikels 3 der russischen Forderungen. An diesen Meinungsverschiedenheiten aber wird der Fried« nicht mehr scheitern, da ja hier jedem Staat Gelegenheit gegeben wird, nach seinen Grundsätzen zu entscheiden. Die Russen und auch die am de- ren Völker werden durch den Artikel 3 nicht gehindert, die Auto- nomie der Völker zu schaffen, die Völker können sich loslösen von Rußland, sie können aber auch im Verbände des russischen Reiches bleiben. Hier besteht zwischen den Verhandelnden keine Differenz in der Sache, sondern nur in der Form. Der Sieg des Rechts ist nun unaufhaltsam. ... Ter ganze Verlauf der Verhandlungen von Brest-LitowSk, die Fragen der Russen und die Antworten unserer Staatsmänner beweisen, daß unter diesen beiden großen Gruppen der große Geist der Verständigung herrscht. Die Sache de» Friedens ist auf dem besten Weg. Sie kann von niemand mehr aufgehalten werÄc». Wenn man noch irgend einen Zweifel darüber habe» könnte» ob die ReichStagSmehrheit recht hat, dan» spricht unser Erfolg für unS. �llöeutfches Stoßgebet an Englanü. Das Friedcnsprogramm der verbündeten Mittelmächte in Brest-Litowsk hat in der alldeutschen Presse den zu erwartenden Sturm der Wut und Entrüstung hervorgerufen. Allen voran ist die»Deut che Zeitung". Sie überschreibt ihren Artikel»Der Ententesicg in Bresi-LitowSk" und behauptet, daß am Weih- nachiSseicrtag„die Entente den größten Sieg dieses Krieges erfocht". Weiter heißt eS:»Was fast dreiundein- � baltrS Jahr deutsche« Stirtend errang. daS haben in Brest« Litowst die Diplomaten mit einem Federstrich am ersten Wcihnachtslag 1917 vertan." Pathetische Klagen und Drohungen schließen sich an: Darum bat TcutlSlaud gekämpft, geblutet? Darum sank die Blüte de? Volles ins Grab? Der erste WeihnachtSiag 1S17 wird Zeit der Geschicht« für Deutschland ei« schwarzer Tag sein. Möge er endlich allen Bünden die Augen öffnen, aus daß er infolge gewonnener ErleniitmS für das deutsche Volk doch »oeb zum Heilsiage werde, daß die Männer deS erschüttcrudr» deutschen Verzichts von Vrest-Litowst hinweggefegt«erde». In ähnlichen Tönen toben die»Berliner Neuesten Nach- richten". Ihnen läßt jeder Gedanke an Bismarck„die Schamröte in die Wangen treten, wenn wir nun erleben, daß nach den größten Erfolgen der deutschen Waffen� deutsche Diplomaten mit einem Feder st rich das deutsche Volk in die Rolle des Unterlegenen versetzen. In dem frommen„ReichSbotcn" regen sich die„ernsten Besorg- nisse des Patrioten" und er konstatiert, ebenso wie die„Tägl. Rundschau" tränenden Auges, daß das Programm der Mittelmächte auf der Grundlage des ttt Scheide« mannfriedenS erfolgt sei. Kurz und bündig erklärt Graf Revcntlow in der„Deutschen Tageszeitung": Diese grundsätzlnbe Stellungnahme der deutschen Regierung ist im letzten Grunde lediglich als« i n P r o d u l t der Angst vor der eigenen Sozialdemokratie� und Demo- k r a t i e anzuiehen, daran kann die neuliibe Erklärung des Reichs- kanzlerS im Abgeordnetenhause: er sei und bleibe Monarchist. schwerlich etwa? ändern. In dem schwerliberalcn»Deutschen Kurier" erregt die Antwort des Bierbundes»Erstaunen, Befremden, ja Bestürzung", und in ähnlichen Tönen hallt und schallt es auS der ganzen übrigen konservativen, alldeutschen und schwe:ind"stnellen Presse. Nur ein Hoffnungsstrahl leuchtet noch am alldeutschen EroberungShimmel, daß die westliche Entente sich den Friedensverhandlungen nicht anschließen werde. Es gewährt bei allem Ernst der Sache einen überaus komischen Anblick, wie die alldeutsche Presse einmütig vor Lloyd George auf die Knie fällt und ihn mit gerungenen Händen beschwört, doch um Himmels willen nicht nach Brest-Litowsk zu gehen. Er möge doch so freundlich sein, den Krieg noch fortzusetzen, damit man dann England gegenüber nicht mehr an das Friedenkprogramm von Brest-Litowsk gebunden sei. So tröstet sich z. B. der„Deutsche Kurier": »Bisher hat britischer Hotbmut uns vor dem Schlimmsten... vor der freiwilligen Preisgabe der berr- lieben Siege von DeutieblandS Flotte, Heer und Boll, vcwahrt. Keine verniiblendere Kritik an den diptomatijcheir Leistungen unserer politischen ReichSleilung ist deutbar, als die Tat- sacke, daß unsere einzige Hoffnung, ans der poliiiichen Sackgasse von Brest-Litowsk... leidlich unversehrt wieder herariszugelangen, allein auf der Erwartung fußt, daß Grvßbritanriicn sich in seiner Selbstüberhebung ebenso unbelehrbar bezeigen wird, wie Deutschland eS in seiner Selbstentäußeruirg gc- tan.(Die durch Punkiierung angedeutete Fortlassung cingeichalteier Nebensätze war notwendig, weil ohne dicie Fortlassung ei» not- maler Leier den Sinn der alldeuischen Satzmonstren nicht erlassen kann, die sich wie ein Kampf gegen den Geist der deutschen Sprache ausnehmen. Red. des»Borw.")' Ganz ähnlich hoffen und bauen auch die»Berliner Neuesten Nachrichten" allein auf England: Wie schon häufig klammert sich die Hoffnung dieser V a t e r l a n d S f r e u n d e nicht an die Tätig- keit unserer Diplomaten, sondern an die große Wahrscheinlichkeit, daß England nie in als frei- willig aus der Hand gebe» wird, was es einmal hat, und daß dann nach Erfüllung deS Kaiierworte? unserem deutschen Volke allen flauen Diplomaten zum Trotz doch noch den Frieden erhält, den es braucht. Wenn eS den Lloyd George und Elemencean wirkUch ernst mit der Bekämpfung des Älldeutschtiims ist, so können sie aus diesen Gebeten der alldeutschen Presse viel lernen: nämlich, daß sie der alldeutschen Politik gar keine» schlimmeren Schlag versetzen können, als wenn sie sich schlennigst in Brest-LitowSk und ihr Ein- Verständnis mit den von Deutschland und Rußland gc- schaffenen Friedensgrundlagen erklären. Ein neuer Erster Seelorö. Nach einer von Reuter verbreiteten amtlichen Meldung ist Vizeadmiral Sir Roßlyn Wemyß als Nachfolger des Admirals Jellicoe zum Ersten Scclord ernannt worden. Jcllicoe hat in Anerkennung seiner Verdienste die Peerswürdc erhalten. Es liegt nahe, da» Ausscheiden JellieoeS in Verbindung zu bringen mit der Enttäuschung der Erwartungen auf einen ent- scheidenden Söblag gegen die deutsche Flotte, insbesondere gegen die deuische U-Vool-Kriegsührung. Daß diel« trotz Sir GeddeS Er- liärungen im Unterbau« von ibren höcksi beunruhigenden Wirkungen kaum ernstlich verloren bar, ergib» sich eben jetzt wieder an« Aeußo» rungen der»Limes", die unier Hinweis auf gewisse Lorpedierungen sagi, es sei der Höhepunkt der Verrücklheit, den Versuch zu machen, die Schwierigkeiten der Lage als geringer hinzustellen oder einen falschen Eindruck über ihre Wirklichkeit zu erwecken, dadurch, daß man erklärt; die Gefahr sei überwunden. Inwlksern frefTIS Me Ernenmmg de? Vizeadmiral« W e m h tz so aufzufassen wäre, daß die geiäuschten englischen Erwariungcn nun bester zu ihrem Rechte kommen lönnlen, ist au« den bisherigen Leistungen diese« EeeffihrerS nicht ohne weitere« zu schliefen. Er war einft bei der Landung an den Dardarnellen wesenllich täirg. Man wird»ls» zur besseren Kennzeichnung der neuen Ersten See- lordschast obioarten mästen, wa« die englischen Viätter sagen. Zunächst Verla, rtet folgende«: Reuter meldet: Die Ernennung dcS Admiral« Wemys zum Rachfolger Jeklicoe« w'rd nicht als Zeichen von Rnzusrlcdenheit mit den biöberigen Leisiungrir der Flotte, sondern als Aufanz einer nenen Flottk»P»!itik betrachtet- „Time«' schreibt, ev töune kaum übeiraschen, das; Mäuner, deren Cr'abrungen und üuffastuiigen in einem älteren System wurzeln, mit der jüngeren Generation, die unter ganz veländerten Umständen emvorgekommen sei, nicht Schritt halten käunten.„Daily Telegraph" schreibt: Der Wechsel i» der Ldmiralität hängt v i e l l e i ch t mit der veränipfung der feindlichen U-Boote zusammen. Man dürse dabon aber keineWnildererivarterr. Die �»tlage gegen CaHlstix. Genf, 26. Dezemb??. Wie die Caillaux befreundeten Diaitcr meiden, ist die Aufhebung der Parlamentarischen Immunität Caillaux' auf Grund der Anschuldigung erfolgt, Caillaux habe während des tkrieges die Auf- lösunz der Bündnisse zwischen den Alliierten betrieben und ans diese Weise den Fortschritten der feindlichen Armeen Lorschub geleistet. Tsch!tjerlernt wie die polnischen und ruthennchcn, sie schleppen ihre Laßen, schichten Maiskolben zu hohen Stapeln, wühlen mit der Harke im Etdreich, stoße», wenn ein« Granate herbeifaucht und in der Nähe Gefechte in Flandern und an der Gambrai- front— Deutscher Sturmerfolsf bei Bezou- vaux— Gefecht bei �berburnhaupt— Italienischer Vorstof; am Monte Tomba. Amtlich. Große« Hauptquartier, 27. Dezember 1917.<23. T.».) Westlicher KrieFsschauPkast. Heeresgruppe Kronprinz Nuvprecht. A» der rngtischrn Front wnr die GekcchtStätigkcit am Hont ho ulstrr Walde, auf dem nördliche» Lys-Ufcr, bei M» e u v r r« und M a r r o i n g zeitweilig lcbhait. Heeresgruppe Deutsch kr Kronprinz. Tie Ncgimciiter eine? Enrdcdivisson führten nordwestlich von Bezonvaux noch kriiftigrr Ariillcrie- und Miiiciiwerscr Wirkung rrsolgrcichc NiitrrnchiZiungo» durch. Am Tloriniltagc drangcn ErkuiidinigSahtciluligcn in die französischen Linien. Am Nachmi-tazr ftürmlcn mehrere Kompagnien im Verein mit Flammenwerfern und Teilen eines SturmbataillonS, begleitet von Jnssnleric- und Schlachtfliegern, in 900 Meter Breite die beiden ersten feindlichen Giädcn. Gin Gegenangriff der Fr�n« zwen fchritcrie unter schweren Verlusten. Nach Sprengung zahlreicher lkuterflände kehrten die Sturmtrnppen mit mehr als 100 Gefangenen und einigen erbeuteten Maschinengewehren de- sehlSgemäß in ihre Auszang'stcllnngcn zurück. Heeresgruppe Herzog Albrccht. Eine französische Ableitung, die nördlich von O bcrburn- Haupt unseren vordersten Graben erreichte, wurde im Nah- kämpf zurückgeschlagen. festlicher Kriegsschauplatz Nichts NcurS. Mazedonische Front. Keine größeren Kampfhandlungen. Italienische �ront. Tie Artillcrirtätigkcit zwischen A s i a g o und der B r c n t a hat gestern an Heftigkeit nachgelassen. Lebhaftes Störungsfruer hielt in den Kainpfabschnitto>i sowie zwischen Vrcuta»nd Piave tagsüber an. Ein italienischer Vorstoß gegen den Monte Tomba winde«bgowicsen. Der Erste Generesqnartiermcistrr. Ludcndorff. Itbendbericht. Berlin. 27. Dezember l5t17. abends. Amtlich. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Ter österreichische Bericht. Wien, 27. Tozember 1917.(W. T. B.l ZI m t l i ch wird verlautbart: Oestlicher!?riegsschauplatz. Waffenstillstand. Italienischer Kriegsschauplatz. Zwischen Nsiago und der V r c n t a sowie am M o n t r T» ni b a wnrdc» schwächere Angriffe dcS Gegners abgrwiesrn. An den übrigen Fronttcilrn beiderseitiges Störnngsscncr. Ter Ehcf dcS EcneralstabeS. mmw*nu. n-t..............Iii Vertreter beigetragen oder beizutragen gewünscht hat, unter Umständen ausländische Truppen in die Stadt zu entsenden. Die Verantwortlichkeit für gute Ordnung in Charbin fällt auf Sie. Erstatten Sie mir über die Ausführung des Befehls Bericht." Damit erhält man einen Einblick in die Vorgeschichte des un- längst erfolgien EmriickeiiS zweier chinesischer Negiineiuer in Charbin. Wie man nun weih, ist den Ententemächten der Schritt bequem ge- macht worden. Er stellt sich aber zweifellos als eine Arno» gegen die bolschewistische Regierung dar. Amerika öroht öen Neutralen. London, 26. Dezember.(Reuter)„Norning Post" meldet anS Washington: In der Senatskommifston. die die Arbeiten des Shipping Board überwacht, erklärte das Mitglied der Kommission Donald, daß über die Charterung neu- t r a l e r Schiffe an Stelle der für den Kriegsdienst verwendeten amerikanischen Lch.ffe verhandelt werde. Wenn die Neutralen den alliierten Regierungen Entgegenkommen zeigen einschlägt, einen Schrei aus. rühren sich aber nickt von der Stelle und setzen ihre Arbeit gleich wioder fort, unbekümmert um alles Schlimme, was kommen könnte. Dagegen ist die Stadt von ihren Vewob-nern völlig geräumt und die italienische Artillerie ist damit aller Rücksicht entbunden. Sie pflegt ohnedies keine zu üben und auch in die noch bewohnten Orlichafien so hemmungslos hineinzu- feuern, als ob ei sich noch um österreichische und nicht um iialieni- sche Siedelungen handelt«. Ponte di Piave bekommt die zer- störende Gewalt dieser Kanonaden besonders zu ssühlen. Ein großer Teil der Stadt ist bcrciiS in Trümmern gelegt und über den Fabr- dämm der Hauptstraße kann man nicht gehen, obue eins feindliche Granate herbeizulocken. Man muß sich an die Wände der Häuser drücken und förmlich durch die Stadt schleick�en. Dennoch herrscht in den weniger eingesehenen Nebengäßchm reaer Verkehr. Wenigstens tagsüber, denn da pflegt das feindliche Zlrtilleriefcuer aachzulassen In der Nacht bieten di« geräumigen Keller sichere Unterstände und unsere Truppen haben sich darin mit dem HauS- rat, den die oberen Stockwerke boten, recht wohnlich und warm eingerkhiet Fast unvermittelt geriet ich beim AiiStritt au? der Stadt gegen die Flußniederung in die Stellung eine? böhmischen Regiment?, di« sich einige hundert Schritt vom Flußufer entfernt den Damm entlang durch die Niederung zieht. Ich muß übrigens bemerken, daß man von einer Nicderuug hier eigentlich kaum noch reden kann, denn diese Ebene ist üderall gleich flach und erbebt sich nur um ein geringes über den Meeresspiegel. Um io großaistiger wirkt der Anblick der nahen Alpenkelte, besonders des mächtigen. schneebedeckten Monte Cavallo, der vom Scheitel bis zum Sockel 2000 Meter mißt und in seiner ganzen stattlichen Größe auS der Ebene aus-uragen scheint wie ein Riff aus dem Meere. Di« Stellungen, die ich besuchte— tS war gerade Ruhezeit und ich mußte über viele Schläfer hrnwegschreiten— trugen noch da? Gepräae dcS PewegungSkriegeZ und waren im AuShau über da? er'te Stadium noch nickft weit hinaus gediehen. Di« Truppen haben zwar die K-tmvGimse benutzt, um sich in ihren Träuiigen die notwendigen Schlafstät'en einzurichten. eZ schrtl mir aber, daß sie selbst aar nicht erwarten, daß sich hier am Piave-Nfer rn richtiger Stellungskrieg gnckbilden werde. Indessen ist auch für bombensichere Unterkünfte schon zureichend ae'orgt. Die Deckungen stehen mit den Häusern am OrckSrand in Verhinduna und diese weten einen gar seltsamen Ersatz für die üblichen Fuchs'örf-ft. Fun: Teil sind eS Keller, zum Teil betonierte Gewölbe, und die einen wie die anderen sind voll von Weiugewinden, die auf steiner- wen Deckungen ruhen und ganz merkwürdig geformt sind. Diese mächtigen Faller. an deren Anblick der sagenhafte Ztverg Perleo seine belle Freude haben müßie. sehen nämlich fo an-", wie wenn sie seitlich zusammengepreßt wären— ihr Ouerschnttt hat nicht die wollten, so werde man di? Angelegenheit fneimdschafilich regeln, andernfalls würden energische Maßregeln getroffen. Wenn die Niederlaiide Vor- räte aus Amerika wünschten, müßten sie den Vereinigten Staaten erst Schiffezur Verfügung stellen' Die Ententehilfe aus Amerika. Im miulcren Emova haben die Ereipiusie im Osten ba« Ge- kühl der FriedeiiSnäbe mäcblig grsteigeN im Westen ober und jen- seil? des Ailaiitischen Ozeans wird riftig auf weitere» Krieg ge- rüstet. Beim fron ösi'chcn Ministelvräsidenten wird ein Beirat für planmäßige Aiisgeslaliiiiiz des.F u>' a m m e u w i r ke n S m i: den ?? o r d a in e r i k a n e r n gebüdei. Jules Camhon, s über Bot- schafler i» Berlin, wiid die Maßnahmen für das Zuiaminenwirkcn zu Ii c steil und ibre Turchsühliina zu überwache» haben. Iiizwi>cheii mach! Amerika ieineii verfügbaren Men'chenvorrai schlachlieif. Einer Meldung des„Iivparral" zufolge befinden sich auf Kuba im EinvelstäliduiS irii der kiibauischeu Regierung ll>000 bis 12 000 Mann noidnmerikonischer Truppen, die dort ibie Kriegs» auSbildung erhalte»»ollen. Im brasiliaiiüchen Kabinett wurde nicht nur beschlossen, rmverzüglicki unt der Lebensmittelversorgung der Alli-ericii zu beginiien. auch die Fiaae der militärischen Mitwirkung wurde besprochen. Admiral de Mottos wurde zum Veriretcr BrostlicuS im stäudigrii Kriegcrot der Allueitcu ernanut, Btosilieu scheint iudesirn nickt aei eiot, sick obn? weitere' al-? Re- ieivoir für enieniisiische? Kanoneiisulter an. beulen ,u lassen. Mili- tälücke Kreise halie» es für onaebiachl, die blauckbairn Kiätte im Lande selbst von frayzösi'ckeii Oisizikteii ausbilden zu lassen. Der belgiscke Geschäftsträger hingegen bemüht sich, eine s ü d a m e r i- kaniicke Fremdenlegion zu bilden, die»nler der Flagge der Veieiiiiglrn Staaien von Noi domer ika an der Desmonl lämpicir soll. Nach Paiiser Blätteiii uulerstützen Berlretcr der iüdamerika» Nischen Negicilinge» dieieu Plan. Aber aus der Fassung der Mclluiig ist zu criehen, daß i» Südamerika Wider stand ge, cn den Plan be- steht. Was aus Gründen der Scldstahalluug durchaus bei ständlich ist. Zrankrelchs ErnähruNZswZe. „Bcktemlueudc Stunden." Der BerpstigzinaSminister Boret erklärte in der französischen Kammer, wie nachlräckich mitgeteilt ser, nach einer mehrtägigen Debatte über die Veipslctuingsnagen ri. a, er müsse den ganzen Ernst der Laze und die«nuinzäugliche Notwendigkeit von Lrbcnsmitirlei'.lfchräiikiingcn darlegen. Die Brotkarte werde als ultima ratio für de» Fall eingeführt, daß sich die Ver- biauchcr nicht schon freiwillig eingeschränkl hällen. Von den ö2 Millionen Doppelzeulneru Brotgetreide, die Frankreich vom 1. September 19l7 bis 31. August 1913 brauche, fehlten 36 M i U i o u c n Doppelzentner, die aus den Vereinigten St raten und Argeiitiiiieit, wo die Preise bedeutend höher seien. herbeigeickaffl wer den müßten. Tie VersrachluiigSschwierrgkeiten seien unge- Heuer. Er habe die allergrößten Besorgnisse für die kommenden Tage. Die 4 800 000 Doppelzentner, die man monatlich beuölige, löune man nicht einfühlen Der Schiffsraum sei völlig II» g e n ü g e n d. UetuigenS e> Halle Franlreich nur unier der Be- dingun>, daß es sich raiioniere, Schisse von Englaiid und den Verewigten Staaten. Selb st dieArmeevorräte seien u n- genügend. Seine erst« Pflicht sei, diese Vorräie zu ergänzen. Für die Zivilbevölkerung vcriüge er nur über eine Rcielve von 607 000 Doppelzentnern Getreide und Mehl, was dem Verbrauch diewr Tage gleichkomme. BezL lich des Hafers sei die Loge nicht weniger beunruhigend. Man müsse deswegen die Zahl der Armeepferde herabsetzen. Tie Zuckerraliou werde im nächsten Monat teilweise durch Saccharin er'ctzl werden. Auch der B e u z i n v e r b r a u ch müsse weiter eingeichiänkl werden. Für Kartoffeln beabsichtige er gleichialls einschränkende Maßnahmen. Boret führte Weiler auS, er müsse die schärfsten EinschräiikungS« maßnahmen selbst auf die Gefahr hin, sich unbellebt zu machen, er- greifen. Bezüglich dcS Brotes sei d e Lage in anderen Ländern noch viel sckiv-eriger. Sie sei in Jialien eme Zeitlang so lritiich geweien, daß die sroiizösische Regierung der lialieiii'chen Getreide abgebe» niußle. Sein größtes Bemühen sei die Lö-uug des Problems der landwirlschasilichen Erzeugung. Es sei von bc- soliderer Wichtigkeil, die Tun, erherslelluiig zu vergrößern. Boret schloß, er werde alles tuir, damit Frankreich die b e l l c»i m e u d est Stunden, die es duichgeinachl habe, nickt noch elilmat erleben müsse. Der Senat nahm hiciaus emslimmig die VerlioueuSlageZ ordlinitg an. Form eines Kreises, sondern die eincr Elipse. Einige sind bx- schädigt, und der Rotwein tropft aus ihnen ohne Unierlaß aus den Boden, wo sich ganze Pfützen und Rieielbächleitt bi.'fcen, die dann ihren Weg hinaus ins Freie finden. M an könnt« nun glauben, daß sich in der Nachbarschaft solcher Kellereien eine etwas wein- selige Stimmung herausbilden muß, die Gegenmaßnahmen not- wendig macht. Diese Maßnahmen sind ja getrosfen. aber soioe,! ich eS beobachten konnte, baltcn sich die Truppen dieser Verlockung gegenüber ganz von selbst in strenger Zucht. Sie trinken nur soviel Wein, als ihnen von ihren Vorgesetzten zugebillig: wird, und gewöhnlich ohne besonderen Geschmack daran. Sie behaupten, daß sich dieser junge, noch nicht recht ouSgegoren« W.'in wie Tinte trinke, und daß er überdies schmerzhafte Durchfälle verursacke. Tal fache ist, daß der Mann im Schützengraben andere Anregung?- mittel dem Alkohol weit vorzieht. wcniast.nS solange er sich im Schützengraben befindet. Eine Pfeife Tabak»der eine dampfende Sßschalr voll von Heftern Kaffee ist ihm doch lieber als der beste und feurigste Wem. Hinter der Front ist es ja ein tvenig anders und da bietet sich schon gelegentlich Anlaß, streng darauf zu seßen, daß das erlaubte Maß der alkoholischen Genüsse nicht überschritten wird. Der Ausblick anS den Stellungen am Piave in das Vorgelände gestattete mir keine weile Umickau. Zwischen dem Dickickt des dichlbewacksenen Ufergeländes tonnte ich bis und da die feindlichen Linien erkennen, aber zugleich auch wahrnehmen, daß dieie Ebene der Truppcnfühnmg ganz andere Aufgaben stellt als etwa das wolhvnische oder rumänische Flachland. Die venetianiiche Ties- eoenc bietet im Vormarsch«benw wie im Gefecht rast nicht weniger Unbequemlichkeit wie ein zerklüftettK Gebirge E? ist. wie wenn sie in ihrer gan-en Ausdehnung nnt Ast- und Drahtverhauen übersät wäre, die aus Schritt und Tritt die Beweanng hemmen die Uebersicht einschränken, den Zu'ammenhang lockern und den?luS- schuß behindern. Tie kämpfenden Truvpen geraten da oft ganz nah« aneinander, che sie dessen gewahr werden, und die Feuer- gerechte ivielen sich, bei ganz kurzen Abständen ab. um sich schließlich auch fast unversehens in Nabkämpfc mit Hgndgrangten und Baio- nett zu verwandeln. So sehr da! dichtmaschig? S raßennetz die Bewegung fördert, so sehr w'�d sie andererseits von der üvpiaen Vegetation düftaS fruchtbaren Gelände? aebmmt. Bald sind e? die ühermannShohen Halme eine? MaiSfelheZ. die den Schritt ver- zögern, bald die dürren Ge-ym'e eines Wein gaesenS. dann wieder Maulbeerpflangm-aen. L'.«ide»'.ebüs.iie. umzäunte Obstaärien, Drahtgebeae und DewäüerungirauAe. Selbst im cntlanbttn Zu» stand bcbindert diese loburintbftche Vegeta'ion alle Sicht über hundert Schritt hinaus und eS ist oft so, a!Z mußte man sich durch Walddicklcht durcharbeiten. !ts.555 ♦ Z4. Jahrgang Seilage des vorwärts Ireltag. 2S. Dezember 1�17 Um Groß-Seriin. 8� dm letzien Tagen sind der Oeffenklickikssi zwe? Braicksiren siberarden worden, in denen bekannie Kommunalpolitiker sich mit dem Blvblem Gto�lyerlm beicbiifliqen. Co entbäll Heit 1 der Schriften des Bürgeroutickusies Grox-Berlnr den vorrroo, den kürzlich der Cchö»-eberger Stadtrat Dr. Licht in der Eesellschaft iür iosiale lkeform über.Gemcindeaufflaben in Grosi-Verlin" hielt. In den Bordergrnnd seiner BetraStlingen stellt er die sojiale Reform d e S LZosinungswefenS und die >Zeldk>eschaffung dofür, die nur durch eine plonmäfstq ordnende einheitliche kommunale RerwaliungSdedörde gelöst werden tonn. Als eng damit zusammenhängend 6e,eichnet er die v e r- iehrsrruge. Im Kegcn'otz zu den meisten Kommiinalvolitikern und Wobnungdreformern bält er ober nicht die Reoeluna des Bersonenverkehrs. sondern die der Warenzuführung für die wichtigste Frag». Unserer Nusfosiung nach durchaus zu unrecht, denn die Lösung der Siedlungsfragen ist überhaupt davon abhängig, dost im Personenverkehr Tarife und Zuaiolge so eingerichiet werden, das; sie auch der Arbeiterschaft und nicht etwa blosi einigen Wohlhabenden als vorteilbair erscheinen.?eini Güterveriehr verlangt er die Ein- richtung von Lageistellen und Speichern, um bei Abfubrstoeknnaen i'i� der Lebensmittelversorgung genügend Nusbewahrun.gSstellen für Güter zu haben. Im Pelsonenverkebr darf auch die Leitung des staatlichen EiirnbahntvcienS nicht der kommunalen Serotnng ent« zogen werden und die Bctbindung der großen Kopfbahnböse, de? Anhalter und Potsdamer. Lebrler und Sieltiner und Görlitzer BabithofcS dürren nicht der Einwirkung des ZweckverbandcS entrückt werden, ebensowenig die Tarife und Betriebe der Stadt», Ring- und Vorortbahn. Lteit tiitl dann weiter für eine bessere Beschaffung von fsrei- stächen innerbolb der Mictskaiernenbezirke ein und serner für die orgoniiche Tiniührnng von Kleingärten, damit möalichst viele in be- anenr erreichbarer Entfernung von ihrer Wohnung ein Stückchen Land bebauen können. Auf dem Gebiete des Schulwesens stellt der Verfasier in den Vordergrund, dah wir heute noch einbeit- Ii che Lehrbücher im Volksichnlnnterricht Grost-BerlinS ent- bebrerr, geht dann etwas ausführlicher auf den ftoitbildungSichul- uillerrichi ein. um sich dann der Fortbildung begabter B o l k S! ch ü l e r zuzuwenden. Er stellt dabei die unglaubliche Be« baupiung auf, das; die um Berlin gelegenen Grohstädte gar nicht die genügende Schülerzghl auiweiien. um eine solche Begabienichule richtig auirauen zu lönnen. Sonst hat er über die Schule nichiS ZU sagen. Auf dem Gebiete der städtischen VerforgunaS- tvi r n«fe a r t_ verlangt er, die Gewinniigsstälien von Dasier. Gas und Elektrizität einheitlich zu verwalten, um rationeller wirlschailen zu können. Dieselbe rationelle Wirtichafisart deutet er für die Lebensmittelversorgung an. Er glaubt, dast die Gemeinden dam übergeben werden, den Kleinverschleis der Waren zu übernehmen. um Menichenkrä'te zu iparen und ber der Elsparung unnötiger Awiichenglieder Einnahmen zu erschließen. Dagegen will er die Beriorgung deö ganien Wirt'chastsgebietes durch Großeinkauf dem freien Handel überlasten. Air sind der Ausfasiung, daß die Ge- »neinden der Lebensmitlelveiiorgiing ihrer Bevölkerung nicht mehr ans dem Weg» gehen lönnen, allerding« müßten sie dann in umge- lehiter De»'e verfahren, wie eS der veriasier vorschlägt, kvköglichit die Ware beim Erzeuger zu fassen, muß ihr« hauptsächlichste Ausgabe sein. Ferner fordert er mehr Betätigung in der Selbstverwaltung, um «die ökonomisch Unbeteiligten* zu tüchtigen Ratgebern und Führern ihrer ZZollsaeiiosscn zu erziehen. In seinem Schlußwort betont er, daß die Gesamtge- nr ei u deVerwaltung nicht die Einheitsgemeinde Groß-Berlin fei. Nur für diejenigen Gebiete, die eine ein- deitUche Verwaltung unbedingt notwendig machen, ivird die Seiami- Verwaltung gefordert, während eine Reibe unrergeordneicr Fragen de» nach wie vor bestehenden Einzelv-rwaltungen überlasten werden toll. Er verlangt aber, daß dieser Wettbewerb der einzelnen G:- »winden nicht in den Aufgabensteis der Geiamtverwaltung hineinkommen dail, wie«s jetzt beim Iweckverband der Fall ist. Dieter föderative Charakter bat den?,wcckoerbond an fruchtbarer Tätigkeil verhindert. Um dieien Mißstand zu beseitigen, sollen die Verireter des ZweckoerbaiideS in allgemeinen Wahlen der Bürger» fchaft gewählt werden. Ueber das Wahlrecht zu dieser Körperrchafl sagt er nichlS. Aber aus der Bebaupiung, die Sozialdemokratie würde nicht die Mehrheit bei diesen Wahlen erhalten, muß gefolgert werden, daß er nicht daran denkt, das allgemeine gleiche Wahlrecht dam einzuführen. Ber bei der Anzahl der sozialdemokratischen Stimmen, auch in den westlichen Vororten, eine solche Bebaupiung ollistellt, dem kann nur ein bestimmtes Privilegienwablrecht vor« schweben. Und zur weiteren vmidigung der Aengstlichen. welche eine sozialdemokratische Mehrheit süichien, legt er dann dar. daß auch die Vertreter der Arbeiterschaft schon vor dem Kriege ihr« volle Schlildigkell getan baden. Am interessantesten sind jedoch die Ausführungen, die er zu der Bohnuiigspolilik. vor allem der westlichen Vorortgemeinden, macht, Er legt dar, daß dieie Politik nickt Wobnungspolirik, sondern nur Finanivoliiik war und nur daraus ausging, größere Wohnungen mir möglichst vielen Bequemlichkeilen für steueikräfiige Bürger zu schaffen. Ueber die Ansiedelung von Proletariern tagt er: »Dieie Ansiedelung hat nun leider die pein- kicheFolge. daß dadurch die Schul«, Armen- und K. rankenlasten st eigen, und daß ihre Steuern der- ich windend gering sind. Entbehren können wir ihrer fleißigen Hände Arbeit nicht in Groß- Berlin, aber jede einzelne Gemeinde, die ja auf die Kräftigung ihrer Steuererträge angewiesen ist, sucht sie von sich fernzuhalten, hat aber nichts dagegen, daß die N a ch b a r g e m e i n d e n Arbeiter» wobnungen bauen.* Da» ist eine Kritik»er freisinnigen Kommunalmehrheiten wie sie wohl sa ärser koum von bürgerlicher Seite geigllt worden ist. Auch Lickr bekennt freimütig, daß er trotz aller schönen Vorträge in der Gesell'chost für soziale Reform sich dieser Politik in der Schöneberger Benvaliung nicht entzogen bat. Und um zu beweisen, wie wenig er selbst Groß-Berliner ist, sondern nur Schölieberger, legt er dann wester dar, daß der Schöneberger Oberbürgermeister DoniiaieuS und er selber bei ollen Veralungen rm Zweckverband Wroß-SerlinS sich nick« von der Stellungnahme leiten ließen: »Was nützt oder schadet eS Groß-Verlin?* sondern: ,. Wa» nützt«der schadet es Schoneberg?* Damit hat der Vortragende dirrchau« richtig die Kirchiurmspotilik geschildert. die auch zum großen Teil den Zweckverband zu seiner Unfruchtbar- keit verdammt har. Die ander« Sckrist hat der jetzige Berbandsdirestor Dr. Steiniger unter rem Titel.Groß- Berlins Zukunft* heraus- gegeben. Nach einer Schilderung des bestehenden ZustandeS kommt er dann auf die wohl von fast allen Kommil"alpolitikerti jetzt für unduichstibtbar gehaltene Eingemeindung zurück, un, sie epira noch mal loizuichlaaen. Sodann beichä'ligr er sich mit den Vor ichlägen de» Büigeransschusie« Groß. Berlin. Nach seiner Ausfassuno blieb« bei Annabme dioter PorlitlSg« kern Raum nttln für die Tinzelgemeindt« übrig. Lediglich die Straßenreinigung und Auf- gaben ähnlicher Bedeuluna würde« dieien bleiben. 9a er ober die enormen Unterschied« zwischen den westlichen Billenkolomen und de» »stltchrn und nördlichen Arbe.terorten nicht ignoriere« kann, so steht er da« ganze Heil zur Beseitigung diese» Zustande» in einem T a st e n a u« g l e i ch, da die Ansammlung und Serteilung von Einnahmen mangels oineS beftredtgendea Vertellungtlchlüste» un- möglich erscheint. Aus diesem LastenanSgleich sollen die Armen- lasten. P o l i z e i k o st e n tmd gegebenenfalls ein Teil der Schullasten getragen werden. Würde dieser Vorchlaq Eteiingers befolgt werden, fo dürfte sich bei dieser F'ickerei schon nach ganz kurzer Zeit eine derartige«onkusion ergeben, daß schleunigst Abhilfe geschaffen werden müßte. Denn die beisteuernden Gemeinden werden berlanaen, daß auch eine bestimmte Kontrolle dieser Ausgabe»wecke stattfindet. Ebenlo wie der Bürgerausschuß hält er die sozialpolitischen Forderungen nach Neugestaliung de? Siedl»nas« und BohiiiingöwesenS für drsnalich. Buch die annähernd gleichmäßige Versorgung der Gemeinden mit Wasser und K a naliiation, grqebenenfallS auch mit Gas hält er für notwendig, als wünschenswert bezeichnet er eine Vereinbeitlichung auf anderen Gebieten, so vor allem des F e u e r l ö i ch w e s e n s. Ueber den Umfang des n e u g e b i I d e t e n Wirtschaftsgebietes sagt er durchaus mit Recht, daß es sich nicht auf die sechs oneinandersioßenden Siadikreiie und etwa noch Reiriickendorf und Weißen!« beschränken kann.„Wenn die Klag« berechtigt ist. daß die in dieien Gemeinden reich oewordene» Be- wobner durch Verlesung ibreS WobnsitzeS nach den westlichen Land- semeinden und Gutsbenrken Gninewald, Dahlem. Zeblendorf, Nicolasiee. Vannfee»nd Neubobelsberg die Steuerlast der BeiiiebS- gemeinde zu Unrecht beeivfliisien, io wird diesem Uebelstand da- durch nicht abgebol'en, daß man die Betriebsgemeinde» zu einer Einheit verschmilzt..Da» ist durchaus richtig, nur iollte man an» dieien Worten die loaiicke Konsequenz«ieben, ssir das WirtichaktS- gebiet auch einheitliche Stetier'ätz« zu verlangen. Mir dem der- langten LostenauSgleich kann man den erwähnten Uebelstand doch nicht beseitigen. Dem neuen Kommunalverband sollen w'« bisher die beiden Landkreise Teltow und Niederbarnim angehören. ES wird verlangt, daß dieieS Gebiet dann an» der Provinz Branden- burg�ausicheidet und dies« dementsprechend entschädigt wird. Sodann wendet er sich gegen die Angriffe auf die Unzuläng- lichkert des Zweckverbande?, die nach seiner Ansicht maßlos über- trieben sind. Der Verband habe im allgemeinen doch wesenilicheS geleistet, zum Teil sei er durch den Widerstand einzelner Gemeinden daran gehindert worden. Trotz dieser Täii�keit bedarf aber der Verband auch nach ber Auffassung deS VetlasierS der Reiorm sowohl nach seinen Dusgaben wie nach keiner Organisation. Die Reform der Ausgaben oeht schon auS dem Vorberqeiagien hervor, die Vorschläge zur Re'orm der Organisation sind so wenig bedeliten», daß sie kailm erwähnt zu werden verdienen. Da? Wahlversahren und daS Wahl« recht soll�daS alte bleiben und an die Spitze des Ver- bondSausichusieS a» Stelle des Berliner Oberbürgermeisters der Verbandsdirekior, allo er selbst, treten, wenn er eS noch bleiben wird. Während man beim Studium des Lichtschen Vortrages den Eindruck gewinnt, baß e» sich bei dem Problem Groß-Berlin für den Velfasier um etwas Werdendes bandelt, besten Einzelheiten erst noch des sorgfältigen Studiums bedürfen, besteht das Problem nach Steiniger darin, daß man dem Zweckverband in seiner ganzen un- zulänglichen Gestalt ein paar neue Aufgaben zuweist und im übri ien alle» dem Verbandsdireklor überläßt. Die Sozialdemokratie wird dies« durchaus unzureichende Groß-Berliner Kommunalpolitik wie bisher aujs energiichste bekämpfen. GroßSerlln Schneefälle. Die Deihnachtsbesckerungen sind dieses Jahr etwas knapp ausgefallen. Nur der Himmel war in gebefreudiger Laune und am Heiligen Abend öffnete er die Vorratskammern und uberschüttete sein liebes Berlin mit reichlichem Segen. Neu- icbnee zu Weihnachten ist nicht nur etwas poetisch Stimmungsvolles, sondern soll auch Glück bringen und allerhand Gutes für das kommende Jahr bedeuten. Aber die Berliner hatten diesmal keinen Sinn für die Himmelszabe. denn die Schipper- Verordnung des Oberkommandos brachte denn doch einen allzu grellen Mißton in die poetische Stimmung und an glückverheißende Vorbedeutungen glaubt man längst nicht mehr. So griff man mißvergnügt zu Schippe und Besen und kehrte nach verrichteter Ehrenfron» arbeit mit ramponierten Kleidern und durchnäßten Kriegs- stiefeln in die Wohnung zurück, wo man sich in Ermangelung eines geheizten OienS an dem stolzen Bewußtsein erwärmte, Bürger der deutschen Neichshauptstadt zu sein. Aber noch ein anderer Schneefall brach zum Jest der Liebe über Berlin herein, ebenso dicht und noch schwerer lastend wie der himmlische. Er hatte gar nichts Poetisches und bestand nicht aus glitzernden Kristallen, sondern aus sehr nüchternen Papierzetteln. die als ein- geschriebene Postsendung den Berlinern inS Haus stiemten. Auch konnte selbst das naiveste Gemüt ihm keine gute Vor- bedeutung abgewinnen, denn er brachte die Mitteilung de? Hauswirts, daß die Miete erhöht sei und derjenige, der den höheren ZinS nicht zahlen könne, die Wohnung zum ersten April zu räumen habe. Wohl kaum ein Berliner, dessen Mietskontrakt es gestattete, ist von dieser hauSagrarischen WeihnachtSbescherung verschont geblieben. Die Gelegen- heit war allzu günstig: ein Umzug ist gegenwärtig in jedem Fall äußerst unbqquem und kostspielig. in den meisten Fällen einfach unmöglich, also--! Und leider gab es keinen Schipper-Erlaß. der diesen Schneefall beseitigte. Die Behörden, die das Unheil hätten verhindern können, baben keinen Finger gerührt. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringendc WeihnachtS- zeit! Gelobt sei der Himmel, der unS so reichlich bedacht hat, gepriesen die Obrigkeit, die eS so gut mit unS meint, und gesegnet die HouspaschaS, die dafür sorgen, daß die Berliner in dieser Fülle des Glücks nicht übermütig werden! 70 Gram« Speisefett in Groh-Berli«. Infolge Herabsetzung de? allgemeinen Speisefeltanteil» auf 7v Gramm wird in Groß-Berlin die wöckentlicke Fetlmenge bi» auf weiteres herabgesetzt werden. In dieien 70 Gramm find die Sonderzulagen für Kinder. Kranke, RüstnngSarbeiter uiw. enthalten, so daß die einzelnen Gemeinden auf den Kopf der verkorgungS- berechtigten Bevölkerung noch etwas weniger verteilen müssen. Wie eine Korrespondenz meldet, wird aber von nächster Woche ab in Groß-Berlin die Wochenmenge auf 70 Gramm für die geiainte Bo- vollerung ebne Abzug für Sonder Zulagen an einzelne Bevölkerung»« arurpen festgesetzt werden; hiervon entfallen b>« auf wettere» W) Gram« auf Bauer und»0 Gramm auf Margann«. Regelung der Krankenversorgung. Di» Zentralbehörden hoben über die Regelung der Kranke»» Versorgung eingedend« Bestimlnungen erlasse«, zu denen die Groß- Berliner Sememdea urnet Berücksichtigung der»rtUcheu Verhältnisse Groß-BerlinS nunmehr die erforderlichen AuSiührungsanweiiungen getroffen baben. Wer in ein Krankenbau», gleichgültig, ob ein öffentliche» oder privates, ausgenommen zu werden wünscht, bat sich, außer wenn ein dringender Noikall vorliegt, vorher bei ieiner ,u'iändiaen vroi komni>ssion eine Abmeldebescheinigung erteilen zu lassen und«eine Lebensmittel- karten abzugeben. Diele Äbmeldebescheinigung nimmt die sirankenbans- Verwaltung bei der Aufnabme dem Kranken ab: sie'orgi für ie'ne Ver- vflegunq während deS Aufenthalts im Krankenbau'e, Einwohner Grotz-Ve>lin», die in ein Groß-Berliner Krankenhau» gehen wollen, haben bei der Abmeldung auch ibre Brot-»nd Flei ichkarren abzugeben, ohne daß ein llmiauich der Brotkarten gegen Renebrol- marken erfolgt Diele Bestimmung ist hauvt'ächlich im Interesse der Kranken getroffen,»m ihnen während der Krankenhausbehandlung den Bezug der vollen Biotporüon ohne die tonst beim Umtausch gegen Rei'ebrotinarken ersorderliche Kürzung zu ermöglichen. Die Privalkrankenanstalien erhallen ans Grund der von den Patienten abgegebenen Admelde'cheine bei der für die Krankenanstalt zu- ständigen Brolkomniiision sämtliche Karten auSaehändigt. Bei Eni- laffuni au» dem Krankenbaule mutz der Kranke sich bei der B-ot- kommission deS Krankenbauie» einen Abmeldeschein besorgen, der ihm den weiteren Bezug von Karlen ermöglicht. Zur Ve, meidung von Doppelveriorgungen haben die Kranken- anstalten über alle Neiianrnabmen dem Kommunalverband de» An- staltSsitzeS in regelmäßigen kurzen Zeitabschnitten Anzeige zu er- stalten, und dieler macht dem Kommunalverband de» Versorgung»- ortes hiervon umgehend weiter Milteilung. Zu de« Teuerungszulage«. Vom Ausschuß der HilfSange st«Ilten der Stadt Berlin geht uns ein Schreiben zu, dem wir folgendes ent- nehmen: Ten Beamten und Festangestellten hat man laut Magt- straisbeschlutz wieder eine einmalige Teuerungszulage bewilligt. Erstaunlich ist, daß die HilfSangestcllten, die dieselben Arbeiten machen und unier denselben Verbaltnissen leben, also auch unter der Teuerung leiden, mit einem Tagegeld bis 6,0 M. auskommen sollen. Wenn wir den Beamten auch zjern die Teuerungszulage gönnen, so muh eS doch befremden, daß nicht auch die Hilfsangcstell- ten, die auch schon bei den laufenden Teuerungszulagen unberück- sichtigt geblieben sind, diese einmalige Zuwendung erhalten. Nach menschlichem Standpunkt ist jede Behörde, die Leute beschäftigt, sind es Bureauarfcciter oder andere, auch moralisch dazu verpflichtet, ihnen einen Lohn zu �eben, mit dem sie bei bescheidener Leben?- weis« durchkommen können. Wie aber ein Familienvater mit 3 bis 5 Kindern mit einem Tagegeld von 6,50 M. bei den jetzi- gen Zeiten durchkommen soll, ist doch auch wohl der Behörde ein Rätsel!_ Die Annahme von Postpaketen nach der Türkei muß wegen BetriebSschwiertgkeiten aus dem Balkan bi» auf weiteres eingestellt .werden. Ei» englischer Tank am Zoo. Die Heeresverwaltung beabsichtigt, in den näcksten Tagen einen in der Schiacht bei Cambroi eroberten, fast unversehrten englischen Tank in Bcrlin auf dem Gelände bei den Ausstellungshallen am Zoo auszustellen. Der Tank wird von der Versuchsabteilung der Inspektion der Krasifabrirnvpen soweit angängig auck im Betrieb vorgeführt werden. Das Ergebnis aus den Einiiabmen deS in Höbe von 1 M. festgesetzten Besichligungs- preileS ist zum Besten der Hinterbliebenen geiallener Krieger, speziell der 2. Armee, von der der Tank erbeutet worden ist, bestimmt. Zeugen gesucht! Am 7. Dezember, abend» gegen Uhr. wurde ein alter Mann an der Haltestelle der Cöpenicker Brücke von einem Postwagen überfahren. Personen, di« den Unfall geichen baben. werden gebeten, ihre Adreffe in der Zeiiungsouögabestelle„ Berlin 80, Lansitzer Play 14/15, im Laden, niederzulegen. Einbrechcrfahrten eines Potsdamer Hauseigentümers. Große? Ausseben erregte in Potsdam die Entlarvung des Hauseigentümers und Pächters des Sirandlokols Schweizerhan» in Nedlitz. Engel- bert MichelS, der bei einem Ernbruchsveriuch aus frischer Tat ertappt worden ist. M. war anscheinend die Triebkrait früherer Einbrüche, bei denen die Ermittlung der Täter nicht gelungen ist. AlS M. eben wieder dabei war, Bente aus einem Schlächterladen in der Spandauer Straße zu holen und er mit reinem Helfershelfer den Rolladen vor dem Geickäfl hochgezogen hatte, wurde er von zwei Schutzleuten festgenommen. Kurz vorher hottender Verhaftete mit reinem Begleiter in einer Villa in der Svandauer Siraße 16 eine» Einbruch unternommen. Im Verhör vor der Kriminalvolizei wurde der Gehilfe des Michels als Cdanffeur Sebastian R e i n e r tz er- mittelt. Außer zwei zugestandenen Vzlleneinbrüchen in Neufahrland, von denen sie Gerälscharten und Teppiche Mitbrachten und wo si» sogar einen Hammel abschlachteten, sorgten die beiden für ihre» Wirischaftsbedars. Vom Nedlitzer Gute stahlen sie Kartoffeln in Mengen, Heu wurde vom Felde weggeholt, Runkelrüben wurde» vom Acker iveggeichaffl und aus einem Forsthause schafften die beiden Freund« auch Honig herbei. Die Naturalien wurden im Betriebe des SchweizerhauseS verarbeitet. Charlottenburg. Oeffentliche Handelsschule. Die Stadt eröffnet zu Ostern lölS in dem Schulhauie Wallstr. 75 eine Oeffenttiche Handelsschule, in der sich jung« Leule mit abgeschlossener Volks- ichulbildung, die sich dem kaufmännischen Berufe widmen wollen, hierfür«ine zweckmäßige Vorbildung aneignen können. Ohne Auf- nahmeprüsung können diejenigen Knaben ausgenommen weiden, die die erste Klasse einer mindestens sechSstufigen Volksschnle mit gutem Erlolge in Deutsch und Rechnen besucht haben. Der Lehrgang erstreckt sich einstweilen auf drei Schulhalbjahre mit 32 bezw. 31 Wochenstunden. Sobald die zu erwartende Neu- regelung der Berechtigung für den einjährig-sreiwilligen Dienst von den Reicksbebörden erfolgt ist, soll der Lehrgang auf zwei Schuljahre au-Zgedehnt werden. Es steht zu erwarten, daß die jungen Leute dann auch auf Grund einer gediegenen Fachschul- bildung sich da«.Einjährige* erwerben lönnen. Der Unterricht umfaßt: Handel«betrieb«ledre uitd Schriftverkehr, kaufmännisches Rechnen. Buchhaltung. Deutsch, Rechnen, WirischaitSgeograpbie und Waienkundo, Bürger- und Lebenskunde, Schön- und Zierschrift, Kurzschrist, Maschineschreiben, Englisch oder Französisch, Turnen und Fugendspiele. Das Schulgeld beträgt 80 M. jährlich. Unbemitlelien kann Schulgeldfieiheit bewilligt werden. Anmeldungen werden vom 13. Januar ab in der Geschäftsstelle der Schule Wallstr. 75 von 10—12 und von 5—7 enigegengenonimen, wo auch nähere Auskunft erteilt wird._ Steglitz. Die neue Wafferverforgnng. Die Angelegenheit der Steglitzer Wasserversorgung, die von Lxtnenberg aus erfolgen soll, aber bisher durch den Widerstand mehrerer Gemeinden gegen die Verlegung der Sieglitzer Druckrohre gehemmt worden ist. macht jetzt langsame Fortichrilte. Der Potsdamer Bezirksausschuß, an den daS LandeSwasieramt die VerwaltungSstreilklage wegen der Verleihung der Zwangsrechte zur Verlegung der Rohre durch fremdes Gebier zurückgewiesen hatte, hat jetzt die Gemeinde Steglitz im Beicklußversadien die Verleihung dieses Rechte» in einem be- nachbarren Gemeindeqebiet erleiil und weitere Rette in Aussicht gestellt. Mit mehreren privaten Besitzern, der Eiievbahnverwalumg und dom gweckverband bat sich die Gemeinde Steglitz bereit« ge« oirngl und veiiräg» über di« Druckiohrverlegung abgeichlossen. 0�55«»KHIC beginnen am 1. Januar in der Wochenschrift„In Freien Stunden". Groß-6erZmer partelnachrkchten. Pankow, Nieberschönhausen, Puchholz. Die letzte Mitglieder- Versammlung des Bezirks beschloß, in einer Entschließung die ReichStagSfrnktion aufzufordern, die sclortige Beseitigung der unerhörten Zustände auf dem Lebensmittelmarkte zu verlangen; namentlich müsse die radikale Beseitigung des Systems Waldow und die Einhaltung einer entschiedenen Konsumentenpolitii der- langt wenden. Die Entschließung weist ferner daraus hin, daß die Unterernährung immer weiter« Kreise zieht und weite Schichten am Ende ihrer Leistungsfähigkeit steb-n. Das Syitcm sei schuld an dem unerhörten Schleichhandel, welcher, wie aus der Denkschrift des Neuköllner Magistrats mit oller Deutlichkeit hervorgeht, von dem KrtegScrnährungSamt unterstützt wird. Die Erbitterung sei so groß, daß die Arbeitnehmer all« Mittel, welche ihnen zur Ber- tüaung stehen, anwenden werden, wenn nicht eine gleichmäßige??r- teilung und die volle Erfassung aller Lebensmiitel herbeigeführt wind. Für die Erfolge der jetzigen Ernährungspolitik müsse die Sozialdemokratie im voraus all« Verantwortung ablehnen. Gerichtszeitung. Die falschen Waden. Eine Lberrasckiende Aufklärung hatte» kicbstöble an Wurslwaren im Werle von ca. 10000 M. gefunden welche den Gegenstand einer Verhandlung vor dem Schöffengerichl Berlin-Mitie bildete».— Wegen Diebstahls waren die jugendlichen Flciicheriehrlinge Oskar E und Waller P. angeklagt, wädrend sich der Schankwirt Ono Schnitze wegen Hehlerei zu verantworten halte.— Der Schlächtermeister Prause in der Frankfurter Allee glaubte die Wnhlnehmung zu machen, daß er ieil längerer Zeit bestoblen werde. Er legte sich mit seinem Buchhalter auf die Lauer und eiitdecite, daß fast seine iämtlichen Angestellten täglich giößere Wmslmengei' entwendeten, inSbeiondere. daß zwei inrwiicheu ein- gezogene Gesellen und die beiden jetzt angeklagten Lehrlinge einen tchwnnghasien Handel mit gestohlener Wurst trieben. Abnehmer war der Mnangellagte Schnitze. Aber noch eine andere lieber- raichung erlebie P. AIS er iechs in seinem Bctiiebe beschäftigte Frauen durchsuchen ließ, entdeckte man, daß diese sich den Busen und die Waden mit Würsten gepolstert halten. Ter Veitohlene, der seinen Schaden auf etwa 10 000 M. beziffert, er- stattete aber gegen dies« Frauen, da eS lkriegerfrauen waren, die in der Not gehandelt ballen, leine Anzeige.— Da sich bei den beiden Lcbtl'iigeii nur eine geringfügige Beteiligung feststellen ließ, erlaniite das Gericht gegen sie aus einen Verweis. Dagegen wurde der Hebler S ck u l tz e. den dos Gericht als Hauplichuldigen ansah, zu einem Monat Gefängnis veruncill. Jugenöveranftaltungea. Slrbctter-Jugeudlietm Berlin, Lindeiistr. 3. Heute Freitag DiStiitierabcnd.— Am tommeuden Sonntag, abend» 7 Udr. Mikchen- ooilesung. Heirnei Öffnung 5 Uhr. Eingegangene Druckschriften. Bon Herz im Eisen. Aus dem Tagebuch eines Landilurmmannes. Joses Luitpold. 2 M.— F. H. W. Dietz Aachs.. Ztiittqael. Fraucn-Bormmidschaf». Vorträge. IM.— JtiftungSverl. Potsdam. «Venera, iStichren fnr das mltNere?iordde»,>e»>and»I« Toiinabend ininag. Zunächst voroieaend trübe, im Südosten viellach leichte Schnecsälle. später im Nordwesten beginnende Ausheitcrung und Zu- nabme dcS Frostes. Direktion Jlax.Reinhardt. DeutaehcB Theater. VI, ühr: Danton« Tod. Kammerspiele. Vj, Uhr: Kinder der Freude. Volksbühne. Theater im BDIewplatz. üntergrnndb. Sohönli. Tor. 7'/, IJhr: Xora.__ Theater Könlggrätzerstr. TU. x. 1. M.: Slrlndberg-Abend. Das Iland. Cüttnblgrer. Komödienhaus 'Iß Uhr: Die beiden Seehunde. Berliner Theater TViU.iDlc tolle Komteß. 81/. Uhr: Lisi» KSrchenrelee. URANIA 4 Uhr ftialbo Preise): Das Oberencradin nnd der Spliigen. 8 Uhr: Direktor Frine Goerte: Jerusaiem. NATIONAL-THEATER.! Cöpenieter Str. 68.'Iß. Sonntag, d. 30. Dezember j Nur noch 2 Vorstellg.! Das ist die Liebe. 3'/» und T'/j Uhrs Stadenteniiebclienl Vorrertanf: ron 10 Uhr nnunterbroeben und Tieti. Rose-Theater. VI, Uhr: Andreas Hofer. Wsiksüa-Idealer. VI, Uhr: M �IrGtBtQnDiDflt. Theater für Freitag« 23. Dezember. Neues Operettenhaus Sehiffbd.-la. Kassent. Rd. 281 Tv.uhT: Der Sßlilatiiiy Marls. Desiden«-Theater vi, ubr: LÜH Grün. Central-Theater Koromandantenstraße 67. VI, nie Csardasfürstln Stg. 3'/,: Kinder der Etzellenz. Dealsrhcs Opernhaas t uhr: Figaros ßoefizeit Friedricb-Wilhelmrt. Theater v/fUhr: Das HfsWeMus. Kleines Theater 7'/, vir-. Gei�auber. Komische Oper 71» v.- Schwarzwalßniailel. Mg SV,: K lein Dereh. u. d Zinn». Dnstsplolhnas 7*1, Ubr: DieblonileeNädelsv.Liniieniiol Metropol-Theater xjhr: Die Dose von MM. Sonntag 3 Uhr: Die Keteerln. (Schiller-Theater O 7'/,uhr: Gespenster. bcklller-Th.< hart. 't. tax: Paullue. Thalia Theater Eioii Diül seine Frauen. Zirkus Krone Koütb&iser Str. 6 Ä�sanÄ4! Täglich 7'/, EJhr, ülitta-och, Ronnabcnd, Sonntas 81/, and 7'/, Chr: sroL Zirkus-— Nea! Bilhnea Neu! Neu! Mittwoch, Sannabend Z>/, Uhr: halbe Preise für Kinder. Vorrerkml;\T«rth«im, Leipaiger Straße und Krenc-Kase* ab 10 Uhr ominterbroeheH. Theater am Nollendorfplatz 7 Uhr; Theater de» Westen» Tv8uhr:Derverlielile Berzog mit Guido Thielseher. Walhalla Theater. Sm J. Januar beginnen die Aufsübrungen der deutsch- türkischen AusstatlungS-OPeretl« in 3 Alten Hm goldenen Born von Setzler Seh. Der reichhaltige große Variete-Spielplan s= Rauchen gestattet 1= JBiücii, Freitag 7'/, Uhr: Da» gr.Weihnachisnrogramm u.».! Als t.nst Karl Iteln.ch, Scbuireiter auf seinem Ungar Goldfuchs-Hengst „Czardasfürst- usw. Zum Schluß: Mondfahrt. Phent Pant. in 4 Akten. Sonnab. u:.�onnt. 3'/, Uhr M?" ungekUrzt die große Fantemime Mondlahrt Bhf FriedrlehstraBe. Anfang 7'/, ühr. Das unerrcioht dasteh.| Sport-Progpamm lO.Ä.lOI Maud Wulif, flieg. Hunde MaTÜtn G-. Orig.-Aus- 1 InCADVU statt.-Pantom.» Sonntag 8'/, u 71lj ühr. I Nehm. Kinder halbe Preise. In beid. Vorstell. Meziko, j 10 Tiner 10 Stwade. Casino-Theater Lothringer Str. 87. Tägl.'1,8 U. SSieher ein aktueller Schlager! Hamsterfritze. Serniier Posse in drei Auszügen. vorder crsiklass. Spozialltäten. Sonntag. 30. Dez.. u. 1. Januar nchm. 4 Uhr: Die Friedenstaube. Tfigl. V'/j. 5onnt,Z'/,u.7>/, Nur noch Iis 31. Dez. ....... �ji l« Priedrichstr. 165. Ecke Behrenstiaße. Ciaire Waldoff Jean Moreau Oer bekannte Humorist und Schriftstoller » i i u. das hervorragende Dezember- Programm. Hausknp.: Feu/vesl. APOLLO Frledrichstr. 218. Dir. J. Klein. Ailabendlieh 7'\, Uhr: Fern Andra sowie das unvergleichliche erstkl. Dezember-Programm. Theaterk. ununterbr. geagn. Voigt-Theater. Bsdstr 58. Badstr. 58 Täglich VI, Ubr: Anneliefe. Tonntag. 30. 12.. nachm. 3 Uhr: Loge Nr. 7. Abends. 7 Ubr: Anudiieie. Admiralspalast 7'lt Uhr; Die Novität Dcntnche T&nze von(»ebnbert. Abrakadabra. Trianon aTheater Gsorgenstr., Bhf. Frledrichstr. Tel.: Zontrum 4927 und 2391. '/.» Uhr Der'13 Uhr Lebensschfiler. Komddie von Ludwig Fulda. Ida Wüst, Erich Kaiser-Tjtz, ▼. Möilendorff. Mart. Ketmer. Stg. 8ll, kl. Pr.: Hedda Gabler. Reiehsiialien-Tlieater Allabendlich VI, Uhr und Sonntag nachm, 3 Uhr: „Mein Woihrachtslraum" Nachm. eimhBIgte Preise; Log. IM., Prk.0.75, Eintr.0�9 gj*— Habe meine Praxis -FW wieder ausgenommen Dr. M.Dresel.K1� Gewerkkl)aft$l)au$. Sonnabend, den 29. Dezember 1917; Im grossen Saale veranstaltet die MkMurdritkt-Illgtltd StlllNS«ine Weihnaehts-Teier unter Mitwirkung des DUnnereiion«„Kamonlos' (Chormeistcr Herr E. Thilo), Rezitation: Herr Aenderly Lebius Lieder zur Laute: Frau Kita Scukei-Pirschel. Eröffnung 6 Uhr._ Anfang VI, Uhr- Am Sonntag, den 99. Dezember 1917. hält die I. flUnncrBbtciliin;; des Turn verein» „Uchte" auch ferne Weihnachts-fc'eler ab. Berliner Konzerthaus MauerstraSe 82. Zimmerstraße 90/91. Heate: I Großes Konzert mmm des Berliner KonKortliaus-OrchesteFS, Leiter: Komponist Franz*on Bion. Anfang Vj, Uhr. Eintritt 30 Pf. Anfang VI, Uhr Am 1. Januar(Neujahr) tls Cjstllrigeiiteii: Sd�i£.ÄS°<5bÄ.ito..,. BwUser Kenzerthaus-Orchester, Detter: Komp. Franz von Bio». Sonntag mittag: Gestügessupve..... O�ü I Gänsebraten..... 4,00 Teltomer Rüben m. Seil 2,00 Rmderiastbralen.... 3,00 Leezander hollandaise. 2,00 1 l'.cuipolt oder Salat JW Heute nnd morgen:"WWi Hühnerbrühe o Stiiet 60 Pf. und darin gelochte Hühner ein halbe» 5,00 M. ylükpunsek, aitohollret Liter 2.00 ivt. Kaissrpnnsch, ulfobolfret Liter 58,80 M. l Teil Punschextrakt, 2 Teile fiedende« Wasser ergeben einen loilllchen küssen Puu'ch.«ein Zucker erlorderlich Die Sxtrafte sind unter Verwendung von Wein bergeslevt. Das beüe Geltänl in jedem Hausboit. Ein Glas Punsch stellt sich aus ca. 5 Psennige.— ES wird Höst, gebeten, Flaschen oder Gesäße zum Abi ii Gen mtizub Ingen. H.Krömer, Berlin N 24. ßranienkgepStr. 6ß. 2. Bertaulsnelle. tlieiuickendorser 2tr.w|0U. 3.. Audreasstr. 78, 4.» Reukölln. Berliner Str. 78. , Persand nach ausserbalb in Korbflascheu von 3, 10 u. 26 Litern l liorbflaschen werd. z. berechn. Preise sranko zurückgenommen. ' Folgende Filme des Bild-. Film-Amtes laufen in nachstehenden Kinotheatem Groß--Berlins 5oII und Haben des Kriessjahres 1917 vom 28.— 31. Dezember 1917 Vereinigt« Lichtspiele....... Berlin N, Schönhauser Allee 110 Elektra-Lichtspiele...... Siemensstadt, Nonnendamm-Allee 83 vom 1,-3. Janugr 1918 Neue Schttnholrer Lichtspiele Pankow, XToIlankstrtsse Von Freifao, 28, Dezember 1917, bfc einschl. Donnerstag. 3, Januar 1918 Vormarsch zur Piave (Oer 12. Jsonzoschlacht V.Teil) Funker-Abteilung Der e!serne Film (IV. Teil; WölzwerSO Theater des Weddings, Berlin N, Müllerstraise 182 Biopbon- Theater. Friedenau, Rheinstrasse 14 Bioption- Theater, Moabit, Turmstrasse 12 Biophon- Theater. Berlin, Potsdamer Strasse 38 Biophon- Theater, Berlin, Alexanderstrasse 39-40 Union-Theater, Ber'.in, Reinickendorfer Strasse 3 Biophon- Theater, Friedenau, Rheinstrasse 14 Biophon- Theater, Moabit, Turmstrasse 12 Biopbon- Theater, Berlin, Potsdamer Strasse 38 Biophon- Theater, Berlin, Alexanders'trasse 39-40 Von Freitag, 28, PoSember, bis einschl. Montag, 31. Pezembor 1917 Die 12. Jsonzoschlacht cowo-Liehrspieie, Land II. Tel!...................... Wilmersdorf, Uhlandstr. 45 Von Udine zum Tagliamento siemensstadt Lictmpieie, (Der 12. Jsonzoschlacht IV. Teil)... Siemensstadt, Scbulstr. 4 HSIIenkampf an 4er Alane...... Helmholz-Lichtsplele, Berlin N Qesel genommen................ b„i„ n Littauer Strasse 27 Menkrgs 70. Gebn.lstag... Oer Kaiser b6S seihen Truppen Metropol-Theater, Berlin N, in f landein.................... Franseok>sti-asse 53 Oer Kaiser bei unseren törk. Neue Schöndolzer Lichtspiele, VerbOr.deten................... p*Dk0V' WolI«nk8tr»se Pferde- und Vkhreichtum in Markgrafen-Lichtspiele, Lichten. Rumänien....... bcrg' M"kgrafendamm 34 Mer-AUei ung.............. wlSÄi1SÄ 2SC" Der KOIIer»on Flandern........ Von Dienstag. 1. Januar, b's einschl. Ponnerstag. 3. laruar 1918 üle 12. Jsonzoschlacht Neue Schönholzer Lichtspiele. (1 und IL Teil)................. Pankow, Wollankstrasse Döllenkamaf an der Alane...... Äthr'1""■ Hindenbur-s 70. Betarfstag...." 3er Kaiser bei unseren iflrk. pesidenz-uchtspieie, Berlin o, Verbündeten................... Blumenstrasse 10 -.».„-„Kl,,,«an Volks-Theater, Berlin NO, »tu mtruppubu gen............ B-IIermaanstrasse Volks-Theater, Berlin NO, Jerusa.em........................ Beiiermannstrasse Kc.355— 1917 Untsrhaltungsblatt öes vorwärts 5reitag, 28. Dezember hofmann von hofmannswa!öau. soo Jahre sind am 25. Dezember verflossen, das} Schienen als tonangebend auf dem Gebiet des guten Getchmacks in der Literatur galt. Die ich.esiichen Dichtcrichulen. denen Männer wie Opitz Logau, Lobenilein und Hoimannswaldau angedörten, führten auf literoriichem Gebiet Heute kennt man sie, mit Ausnabme vielleicht von Loga», freilich nur noch aus der Literaturgeschichte. Den.»seit- genossen aber paiten sie als unbestriltene Meister. Einer dieser vergessenen Meister, Chnslia» Hoimann von Hofmannswaidan, ist vor 3U) Jahren, am 25. Dezember>6l7, in Breslau geboren, wo er 1ö7g als Kaiserlicher Rat sein Leben bescilos}. Seine Gedichte waren das Entzücken des literarischen Denlschiands. Man rühmte ihm nach, dcch er.die liebliche Schreibart, welche nunmehr in Schlesien herrschet, am ersten eingeführt'. Bei den Italienern suchte er seine Vorbilder, seinem ersten Lehrer Opitz untreu, der die strenge Regelhasiigkeit der Franzosen und die saubere Nüchiern- heil der Holländer pries. Sem Strebe» nach Originalität läßt ibn vor allem bildhast werden. Starke Anregung der Phantasie ist sein Wunich, aber auf der Jagd nach eigen- artigen und plastischen Vergleichen und Bildern fällt er ins Unnatürliche und Gezierte, verlernt ganz und gar, einfach zu reden. Auch die kleinste, nebensächlichste Joee wird von ihm mir schreien- dem Pathos, mit bombastuchen Bergleichen und Allegorien vorge- tragen. Wohl geht er dabei neue, eigene Deae. Die Meiavher seiner Borgänger war den Alten entlehnt, er schafft neue und findet tnituiiler manches pule, tieffende Beispiel. Schädlich ist nur iein Uebermaff, das unS heute unerträglich dünkt, obgleich seine .Heroiden' sHeldenbricse), in denen er berühmte Liebespaare auS Saae und Geschichte, wie Eginhard und Emma, Abälard und Heloiie. Agnes Beriianer und Herzog Albrecht, in Wechielgeiängen schildert, manche Schönheit enthalten. Sem literarisches Interesse wendete sich fremdsprachlicher Lyrik, namentlich den Gesäugen der Naturvölker zu, ein Beginnen, das} Herder später fortgesetzt bat. Matzlos bewunderte man ihn, immer neue Auflagen seiner Ge- dichte erschienen noch biS zu Beginn des 18. Jahrhunderts, und dann kam, plötzlich und nicht ganz gerecht, daS Bergesien. ES hat wenig Werl, ihn heute wieder aus der lilerarischen Rumpelkammer bervorzuholen. Ein moderner Dichter, Arno Holz, hat eS in origineller Weile vei sucht. Seine.Lieder auf einer alten Laute', des„Schä'crS DafniS Frei}«, Sauf- und Bermslieder", bringen Klänge, Stimmungen und Bilder aus Hosmaimt Waldaus Gedichten, freilich frei geformt und mit einem bunioristiichsn Bei- klang, der dem Original fehlt. Aber seine starke Plastik, seine derbe, geiunde Sinnlichkeit, die manchmal ganz stilgemäsz in gezierte Lüsternheil verfällt, sind dem alten Meister deS schlesii'chen Parnatz glücklich abgetauscht.— Auch im Waffenlärm unserer Zeit dari man des Toten gedenken; er galt einst als unter feinster nnd lieblichster Sänger, und eines muß man ihm nachrühmen: in einer Zeit, der das Ausländische vielfach als Muster galt, suchte er redlich eine eigene, deutsche Kunst zu finden. Cin halbes?ah?hunöert Univerfal-Sibliothek. Tor fünfzig Jahren, im November 1867, sind die ersten 35 Bände der Univerial-Bibliothek in die Well gegangen: Goethes.Faust' als Nr. 1 und 2, Schillers.Tell',.Räuber' und.Kabale und Liebe', achi Sbake'pearesche un» vier Leisingsche Dramen— Werke, die bisher 2—3 Taler gekostet halten, und die nun für zwei Groschen zu haben sein sollten. Es war ein für damalige Zeit kühnes Wag- nis: und keineswegs wurde es. wie man rückschauend, Werl und Wirkung deS Neuge'chaffenen abwägend, meinen sollte, nur inil be- geisterler Zustimmung aufgenommen, sondern mit viel Mißtrauen beim Buchhandel wie beim Publikum selbst. Wenn heule nach 50 Jahren auS den 35 Nummern fast 6000 geworden find, deren Verbreitung nach vielen Millionen zählt, wenn die Uiiivetsal-Bibliotbek»eine große öffentliche Einrichtung wie das Telephon, die Eisenbahn, die Post, die Elektrische,— nicht hinaus- denlbar aus dem täglichen Leben' geworden ist, so ist das in erster Linie ein Gradmesser sür die kulturelle Befähigung eines Volkes, daS diesen Riescnbedarf an Büchern verbraucht und verarbeitet. Andererseits ist der Einfluß, den die Millionen und aber Millionen Reclam-Bände in Jahrzehnten auf das geistige Leben de» ganzen deiilschen Volkes, alle Kreise bis in die tiefsten Schichlen durch- dringend, ausgeübt haben, schwer zu ermessen. Eine Vorstellung davon kann man sich bilden, wenn man die Zahlen belractitet, die die Verbreimng einzelner Werke oder bestimmter Literalurgruppen innerhalb der Sammlung kennzeichnen. Die deutschen Klassiker, die den Grundstein der Universal- Bibliothek bilden, haben»atürlich die größten Absatzzahlen— vor allem die Goethe- und S ch i l l e r- L i t e r a t n r, die durch die Uiiiverial-Bibliotdek in mebr als 15 Millionen Bänden über die Erde verbreitet ist, und zwar Schillers.Tell' mit der Höchst- zahl von 2 300 000 Eyemplaren. Das find selbst in unserer an Riesenziffern gewöhnten Zeit Zahlen, denen sich zumindest im stillen Bei eich des Buches kaum elwas zur Seite stellen lasten wird. Auch daß die älteren Klassiker Herder, Lessing. Wieland in mehr als 3 Millionen Bänden und selbst Mörlke und Eichen- dar ff, die früher nur eine kleine Gemeinde hauen, in säst 700 000. Friedrich Hebbel aber, der keinen höheren Wunich kannte, als daß seine Werke in billigen Ausgaben ins Volk gerragen würden, seil der Aufnahme>n die Universal-Bibliothek in fast iil Millionen Bänden allein durch Reclam verbreitet sind, das sind stolze Beweise iür da« deutsche Geistesleben. Daß weiter die Neusrucke der ur« deutschen altgermanischen und mittelalterlichen Heldengedichte, der Edda, des NibelniigenliedeS und der Gudrun, mit 124 000, 313 000 und 183 000 und Werke aus der altnordi'chen und älteren deutschen Literatur überhaupt mit weit über 3 Millionen Ge'amtabsatz in immer steigenden Auflagen gedruckt werden müsien, mag als Zeugnis dafür gelten, daß das deuiiche Volk endlich leint, mehr deutsch zu fühlen, als es noch im vorigen Jahrhunderl der Fall war. Daß wir darum doch nicht das Verständnis für die alt« griechischen und römischen Klassiker verloren haben und wobl auch nie verlieren werden, beioeist die ungebeure Absatz- ziffer von fast 8>/, Millionen Bänden dieser BerlagSgiuppe. Die philosophische Literatur, die mit über hundert ibrer bedeulendsle» Werke von Platon bis Wundt in der Uiiiverial-Bibliothek vertreien ist, hat einen Gesamtabiatz von weil über 5 Millionen Bänden erreicht, wobei Kant mit 700 000. Schopenhauer mit 630000 und Platon mit 650000 Bänden die höchsten Abiatzziffern erstiegen haben,— wohl ein Zeichen da- für. daß das Wort vom.Volk der Denker' noch nicht seine Güllig- leit verloren hat. Auch daß die g e> ch i ch t l i ch e n und kulturgeschichtlichen Werke in der Univerlal-Bibliotbek in über sechs Millionen Bänden verbreitet sind, legt Zeugnis dafür ab, wieviel ernster Bildungstrieb doch in der breilen Masse deS deutschen Volke» steckt. Daß durch die Pflege der deutschen Eigenart bei uns die An- erkennung sür das Edle und Schöne, das uns andere Völker zu bieten hoben, je verloren gehen würde, ist nie zu besürchlen. Das zeigen die Absatzznhlen der Werke ausländischer Klaisiker: allein Shakespeares Dramen sind duich die Ausgaben der Universal- Bibliolhek in säst vier Millionen Bänden im deutschen Volke ver- breitet worden, und Byron mit fast 800 000, Dicken« mit fast l'/z Million, oder die französischen Klaisiker Corneille mil 200 000, M o l i ö r e mit über 750 000, R a e i n e mit 260 000 und Italien« großer Dante mil 150 000 Bänden haben bei uns warme Aufnahme gefunden. Auch die Russen können sich nicht über Znrückietziina beklagen, denn D o st o j» w s k i s drei in der Uiiiveriai- Bibliolhek»rschienenen Werke sind in 259 000, die sechs»on G»rki aufgenommene« Nummern in SiOOOO. Tschechow in 333000 und Turgenjew sowie Tolstoi gar in je über 1 Million Exemplaren in Deutschland verbreitet. Die höchsten Abiotzziffern von allen Ausländern hat aber wohl Ibsen erreicht, der seinerzeit in einem begeisterten Brief an den Verlag schrieb, daß er seine VolkSliimlichkeit vor allem der Uni« Verial-Bibliothek verdanke, und besten Werke bis beute in über S'/z Millionen Nummern verbreitet sind. Zwar haben feine Lands- iemc Björnson.nur' die Auflagen 1200 000, Kielland 199 000 und Jonas Lie 239 000, die Schweden G e i j e r S i a m. Lageriöf und Sirindberg zusammen 611000 und die Dänen Andersen und Jens Peter Jacob fen 889 000 erieicht, aber auch diese Zahlen zeigen so recht die Begeisterung, mit der Deutschland den Nordländern enigegengekommen ist. Daß auch die Polen schon vor dem Kriege bei uns eine gute Aufnahme gesunden baben, beweist die eine Zahl BtOOOO, die den Absatz sür die in die Universal-Bibliothek aufgenommenen Werke von Henryk Sienkrewicz angibt. Die verhältnismgßlg junge ungarische Literatur ist durch 45 Werke mit einem Gesamtabsatz von 3 700 000 Nummern in der Universal-Bibliothek vertreten. Der un« Deutschen eigenen Bescheidenheit entsprechend, sollen schließlich von unseren deutschen zeitgenössischen Erzählern nur ein paar beionderS bezeichnende Zahlen genannt werden: Die fünf Jubilänmsnummern 1000, 2000, 8000, 4000 imd 5000 von Heys«, Raave, Jensen, Ro segger und Otto Ernst sind zu- sammen in 1 250 000 Exemplaren verbreitet, am meisten von ihner Rosegqer mit über 800 000. Daß die deutschen Erzähler von den Freunden der Uiliversal-Biblioickek besonders gern gelesen werden. ist selbstverständlich, aber daß selbst solch stille und beschauliche Bürtier, wie sie un« Enkinfl. Holzamer, Laar, Timm Kröger, Schlaf, SalnS. Geiger, Schönaich-Caiolaih u. a. geschenkt haben, in wenigen Jahren Auslagen von 30 000 bis weit über 100 000 erreichen, ist ein Zeichen dafür, daß die Umversal-Bilbliothek selbst solchen stillen, seinen Dichtern ,u großer Boikstümlichkeit verhilft. Man mutz sich bei dem hier mitgeteilten Zahlenmaterial klar machen, daß alle solche Zahlen, Tauscnde zu Tauiende, und Millionen zu Millionen, bedeuten: millionenmal daS edelste GeiiteS- gut ins Volk getragen; und jedes dieser Millionen Bücher findet nicht nur einen, sondern oft Dutzende von Leiern. ES war uisprünglich aus Anlaß des Jubiläums der llniversal- Biblioihek eine Reihe von Veröffentlichungen geplant, die nun, unter dem Druck der Verbältniffe reilweiie ganz unterbleiben, teilweise verschoben werden mußien. Als wichtigstes davon ist ein Führer durch die Universal-Btbliothek zu nennen, der zu- gleiw einen Ueverblick über die gesamte Weltiiteraiur gibt. Das von Professor Adolf Bartels bearbertele Werk wird nun vorausficht- lich Ansang 1918 erscheinen. Nie geht es Ihnen! Wie oft fragen wir andere in den Tag hinein:„Wie geht es Ihnen!" und nicht weniger häufiger hören wir dieselbe Frage an uns richten, ohne daß der Fragend« sich oft das Geringste dabei denkt. ES ist nun einmal so Brauch, zu fragen, und daher wenden wir diese Gewohnhefisfrag« auch überall da an, wo ein Interesse an der Antwort gar nicht vorhanden ist. oder eS besser und zart-- fühlender wäre, sie nicht herauszufordern. Da wir nun aber doch einmal gründlich beim Umlernen sind, wäre es zu erwägen, ob man nicht vielleicht auch mit der Sitte solcher hergebrachten Rede-- Wendungen cndgülfig brechen sollt«. Sie waren schon Goethe höchst verhaßt. Der Arzt, der den Dichter in den lctzien Jahre« senies Leben? in kranken Tagen pflegte, Dr. Vogel, erzählt in einem Bericht über Goethes Gesundheit:„Ueber seine Gesundheitszustände sprach sich Goethe gegen andere als den Arzt nicht gern auS. Eine spezielle Nachfrage nach seinem Befinden, aus bloßer Teilnahme, konnte ihn vornehmlich, wenn er sich wirklich in diesem Augenblick nicht ganz wohl fühlte, leicht verdrießlich machen. Ost äußerte er launig. eS sei geradezu unverschämt, einen Menschen zu fragen, wie er sich befinde, wenn man weder die Macht, noch die Lust habe, ihm zu helfen. Noch unerträglicher waren i�n die ge- wöhnlicbcn Beileidsbezeugungen, zumal wenn sie umständlich und jammerhaltiq ausfielen..An eigener Angst und Sorge Hai man in solchen Fällen schon genug, dazu aber noch die Wehklagen zu dulden, ist mir wenigstens ganz unmöglich," fuhr«r dann wohl heraus...' Jedenfalls könnte uns Goethe Abneigung gegen der- artige Gewohnheitsfragen in der Meinung bestärken, daß es besser wäre, in Zukunft auf sie ganz zu verzichten. Malflsche in der Ostsee. Vor wenigen Tagen wurde gemeldet, daß in der Ostsee Walfische gesichtet worden sind. Diese Nachricht und die Tatsache, daß im vergangenen Winter in Deutschland Walsischfleisch in Aufnahm« gekommen ist, gibt Anlaß, sich caran zu erinnern, daß Walfische schon seit frühester Zeit nicht nur cm den friesischen Nordseeküsten, sondern auch m den Ostseegewässern gesehen oder erbeutet worden sind. Am Durchgang vom Münzhofe zum zweiten Hofe de» Kgl. Schlosses in Stettin hängen die verwitterten Knochen eines Wal- fischeS, der in alten Zeiten an der Küste Pommern» gestrandet ist. Aber auch die neuere Zeit bietet hierfür Beispiele. 1911 verirrte« sich mehrere Walfische an dl« holsteinische Küste bei Fehmarn und vor der Eckernförder Bucht. Sie kamen 1907 sogar in den Alfen- sund und bi» dicht an GlückSbury beran. Sie sind auch schon in de« Strömen vorgedrungen, in der Weichsel nach einer alten Elbinger Aufzeichnung bi» in die Gegend von Mew«, was nicht Wunder nimmt, wenn man weiß, daß 1688 ein Wal sein sog. BlutSkopf) de» Rhein hinauf bis fast nach Bafel gestiegen ist. Im Jahre 1861 haben sich gegen 100 Wal« in die Kieler Bucht verirrt; e» konnte jedoch nur einer von ihnen gefangen werden. In der Marienkirche zu GreifSwald wurde das Bild eines Blutskopfes aufgehängt, der am 30. März 1545 dort gefangen wurde. An der pommersche» Küste erregte im Sommer 1809 das Erscheinen eines Wales große Aufregung. Die Fischer von Hela haben schon vor Jahrhunderte« gelegentlich Walfische neben ihren Booten gesehen, ebenso ist er- wiesen, daß Grindwale(um solche handelt es sich meist in der Ost- see) durchs Memeler Tief ins Künsche Haff gelangt sind. Uebri- gens dürfte der Krieg der vorher betriebenen geradezu vernichtenden Walfischjägcrei Einhalt geboten haben, so daß mit einer Vermeh- rung dieser Säugetiere zu rechnen wäre. Notizen. — Im Kleinen Theater geht in Abänderung des Spiel« Plans vom Freitag an allabendlich das Lustspiel»Geldzauber' in Szene. — Treptow» Sternwarte. Folgende Kino- Vorträge finden statt: Sonnabend, 29. Dezember. 5 Uhr:.Christoph Kolumbus'. Sonntag, den 30. Dezember. 3 Ubr:.Unsere Luft- flotte', 5 Uhr:»Vom Monte Rosa zur afrikanischeu Küste', 7 Uhr: „Graf Dohna und seine Möwe'. Am Neujahrstage 3 Uhr: .Theodor Körner', 5 Uhr:.Christoph Kolumbus', 7 Uhr:.Graf Dohna und seine Möwe'. Bei klarem Welter vor und nach den Vorträgen: Beoba-btungen mil dem großen Fernrohr. 9!e wdsthe Nachtigall. Der Roman cru�s sterbenden Jahrhunderts. 7i] Von N. F r a n cä. Sc. Durchlaucht stieß ein quakendes Klagegeschrei aus und fuchtelte mit den Händen in der Luft. Er dachte an ent- gangene Schiüerstunden. .Exzellenz, wenn man mir Ihr Abschiedsgesuch einreicht, ich nehm' es an..." Da war der Blitz aus der Wolke niedergefahren. In dem Grafen erwachte der Aristokrat. War er vorhin ängstlich, so war er jetzt hochmütig. Er hatte zwar kein Ver- mögen und war jetzt ruiniert, aber er hatte blaues Blut und durste deshalb mit keiner Wimper zucken. „Herr Herzog, mein Abschiedsgesuch ist eingereicht,' sagte er kalr. .Herr Graf, eS ist bewilligt,' antwortete noch kälter der Herzog.— Eine Pause entstand. „Und»un möchte ich noch Einzelherten wissen. Wer ist der Mörder? Man sagt, ein entlaufener Soldat?" frug Regnenberg ruhiger. ..Eben derselbe Ein gewisser Jakob Peißer, den Durch- laucht selbst zum Militär designierten. Aus dem Polizei- gewahrsam hätte er nicht entspringen können; aus dem Militärhoipital ist cr, ganz rätselhaft wie, ohne weiteres davongelaufen. Auch das Militär dieses Landes scheint nichts zu taugen." Der Hieb saß. Durchlaucht zuckte nervös mit den W'mpern. „Er hat recht," sagte er dann hochmütig.„Ich lasse den Obrist von Kratz zum Vortrag befehlen. Gleich hierher. Ich muß Ordnung schassen im Lande. Bisher war ich zir gütig." „Und hat man den Mörder wenigstens jetzt in sicherem Gewahrsam r(" srug er dann pikiert. «Er l at sich bei der Festnahme so gewehrt, daß man ihn niederschlagen mußte— cr liegt so schwer verletzt danieder, daß der Arzt ihn aufgibt. Er hält ihn übrigens für geistes- gestört. Vor Geistesgestörtheit ist niemand sicher.' »Ihre Kommentare, Graf, sind geistvoll aber überflüssig." Der Herzog hatte seine Arroganz wiedergefunden. Mora- witzky biß sich auf die Lippen nnd schwieg. Die Augen deS Statthalters glänzten überlegen. „Bei mir war heute morgen der Polizeiaktuar Micha— wie heißt er doch?..." „Michalansky," ergänzte der Graf betroffen. „Und beklagte sich, daß man ihn, als er gestern recherchieren wollte, um das Haus der Baronin, wo er verdächtige Ge- stalten umherschleichen sah. daran gehindert habe— ein gewisser BeSl, selbst bei der Polizei, habe ihm mit der Fest- nähme gedroht... Es war also nicht ein Geistesgestörter, sondern eine ganze Bande... Und die Polizei weiß wieder einmal nichts davon... Und die Polizei hindert den einzigen pflichttreuen Beamten, der wachen will I Monsieur, das ist ein Skandal, wie cr noch nicht da war!.. DaL. war für Morawihky zu viel. Michalansky wagte noch den Denunzianten zu spielen I Jetzt hieß es angreifen. Seine letzte Amtshandlung sollte noch eine Genugtuung sein. Mit dem Schurken traf er den Statthalter selber. Er trat zum Tisch und holte mit zitternder Hand ein Bündel Alien. „Durchlaucht, dieser Michalansky. den nicht ich befördert habe, sondern der über meinen Kopf hinweg aus dem ver- dienten Arrest zum Polizeiaktuar befördert wurde"— er sagte es mit schueidendem Hohn, der dem Statthalter da? Blut in die Wangen trieb—„dieser Mensch ist kein pflichttreuer Be- amter. sondern ein lichtscheues Subjekt, das morgen verhaftet worden wäre. Gestalten Euer Durchlaucht l' Und ohne eine Antwort abzuwarten, ging er zur Tür und l ief'nach Besl. Tann schlug er seine Akten auf und las: Joses Aloys Sebastian Michalansky. geboren zu Nirrschail in Böhmen—„er ist also ein Ausländer und laut Staats- Verfassung werden im Staatsdienst nur Landeskinder angestellt"— bestraft mit vier Wochen Haft im Jahre 1787 wegen gemeiner Ehrabschneidung, begangen an der Schneiderin und Putzmacherin Zwackl, wohnhaft zu Griesbach i. R. f. Akt Nr. 37421/11 bestraft mit sechs Wochen Arrest im Jahre 1789 wegen Porschubleistung und tätiger Mitwirkung bei der Flucht der wegen Frauzosenkrankheit im St. Gcorgspittel eingelieferten fahrenden Person Barbara Marggrabowa angebl. auS Zahra- dowice in Böhmen s. Akt Nr. 81741/111." Er hielt inne und sah triumphierend auf. Inzwischen war auf wiederholtes Klopfen der Obrist eingetreten, hatte sich prustend vor dein Statthalter verbeugt, auf dessen beschwich- tigenden Winken sich aber still hinter dessen Fautcuill ge- stellt, wo er nun einen stummen Händedruck mit dem Herzog tauschte. „Da? ist also die Oualifikaiion deS herzoglichen Polizei- aktuarS Josef Aloys Sebastian MichalanSky," sagte Mora- witzky schneidend.„Vermutlich deshalb wurde er zum Polizei- aktuar befördert, nachdem cr als gelegentlicher Bigilant— hier verschwieg cr wohlweislich das Nähere— in den Arrest gekommen>var." „Der Herr Statthaltcreirat hat heute seinen scherzhaften Tag," lachte gezwungen der Herzog zu Kratz von Scharfen- stein, der die Augenbrauen runzelte. „Nicht Scherze. Euer Durchlaucht, sondern ein Amts- bericht ernstester Art; Besl, teil' cr uns seine Recherchen über den Aktuar Michalansky mit." „Besl ist unser erster Geheimpolizist," fügte erläuternd für die Herren hinzu. BeSl gab sich einen Ruck und räusperte sich: „Herzogliche Gnaden— gräfliche Gnaden— obristkci!» liche Wohlgeboren." begann er— „Alsdann, ich Hab' gestern gleich gesagt, der Lu... der Herr Aktuar Michalansky hat die Tasche voller Geld, der hat wieder a Lumperei ang'stellt. Und hab'n vi älieren lassen. Und richtig: er ist zum Herrn von Solms ganK/ am Nachmittag. nachdem er drei Dukaten zahlt hat zur Zech' im blauen Affen... und hat'n veranlaßt, den Dr. Widmont zu warnen, der wo nachgewiesener revolutionärer Umtriebe halber... Schluß folgt) SenfcBM: Albert Haßuisch,»ckerstr. XU, sei L-pj'enpley.©erffitct,?»h»si>»rl: H-rlemaiin, ren ll— IM' tmfc sok l'-fi— 7 Uhr. 2. aMtfroiS; S. und SW.: Gustav E ch« i'» t, Sörwaldstr. 9t,«u k« G« eisen«ustraje.©eiffuet von II— IM, und»ou— 7 Uhr.— A« r l Melle, Prl«isdnr,er ?I«tz i tLadenl. Ültöffuct von 11— Ua und von 4M— 7 Uhr. 4. Südosten: Pa» l Böhm. Lansiyer Platz litXi. Ke- »ffnet ton 11— IV; und von 4M— 7 Uhr. 5. 5?«WrciS: Leo Zucht, Inwianelkirchstr. X(Hof). Geöfsuat mu 11— IM und von 4V;— 7 Ulli 6. ivahlkcis sMoabit): 0 o f« V• Wilhelmdhavencr Straße 48. Geöffnet von 11— IM und von 4M— 7 Uhr. Aeddin« I. Hönisch, Müllerftr. Lta, Ecke Utrcchter Stroße(badar). ©eöffnet von 11— IM und von 4M— 7 Uhr. 5äf!cr.;h«Ier und Cianienbusget üiarstsdi: A. Wol, a ß, Wnttstr. S. Geiffnet von 11— IM, und von IM»— 7 Uhr. GesnudSnmnen: Fischer, Baftianpr.<(Laden),©evffnet v»n 11 Vt 11t und von 4V>— 7 lihr. T-Hii»Heuser Torstadt: Karl Mar?, Greisenhazener Gtrnß« SS,(&>• »fmH r»R 11— IM und von 4M>— 7 Udr. Ndlertchotz: Fetze; st ein, Bidmarckstraßi iM. Alt-AN-ük. SnN«.iderj>~' Zeltttngs-Uttsg�besteltett und Jnseraten-Attttahme. Ä» ljmnnn, �«Ilerriieiq, .. MW.■_»«uenDa»>.. a. Bauwschnln»»»««: Karl Kopie, Kieshoizstr. 17«. Ternau, Ritnt�ental, ZepernIS, Schon».». Schonbriiel und Such: Heinrich ? r» s e, Bernau, Mühlrnstr. Z(Laden). «c» Genosscnschastshans„Paradiek ) a r n b e r o, öffnet von II— IM. und von 4M— 7 Uhr. Sichwaitze, CchaiMaitz, Zeuttze«, MierSdors: Oskar Mahle, Grünauer Straße 37. Fredertztzors-Psershaseiu Usjeuwasser, Petershaae«. Friedenau, Stetlitz, Ortzende: H. Berns»», Steglitz, Mennnsensir. 59. Frietziichohagen, sxichtenim, Kahukdors, Tchoueichc, Klei«- Ichönehrek: S r:: s: L-erkinanu, Artedrichohagen, Köpenieicr Straße IL. Grinau: Franz Klei», Fnediichstr. 10. JrhenniKhal: Mar«-Uschi! r.?.:fftr. Ts. Karltzherst: Frau Lachse. Iunker-Iörg�Str. 7 II. KouiAt.Wufterhailsi«. Nütz»«, Riederichme: Friedrich Bauinann, LUltenwalder Straße S. Köpenick: Emil W i tz I e r, Sicher Straße S(iadm). Gröfwet von morgens 7 lldr die abends£ Hbf. Lichtenderz 1. Feiediichöselö«, HetzenschZuhansen: Ott» S e i k e I, karten- dergstiaße 1(Laden),«eossnei»on II— IM und«vn 4M— 7 Uhr. Akchteuderg!1, SiuMinelötn:«, Srralan: Zt. Alesenkranz, Vlt-Box- degea»ä. Geöffnet»ev II— IM unk ren 4'4— 7 Uhr. Aahlidors, Kanltzkors, Bienders: P. Hetzkerg, Aaulddors, Ferdinand» streß- 17. «arieutzeff,««ieuseibe: Aneust Seist. Ahauffeestr. SS. Aeaktzstn: ist. Heinrich, Reitorstr. L(Laken). Geossnet von 11— IM und »tm 4M— V Nbr. «enkZiu�rttz: Rehr, Stezsriedstr. LS??. Geöffnet do» 11— IM und »Vit 41n}— 7 Uhr. ÄiekwrichtznenNike: Wilhelm Unruh, Brücken ftr. 10, TT. Blankeuburg: Provinz- . ZlowaweS: Karl Krähnberg, Gisenbabnftr. 10. Oberschonetveidr: Ida Freidanl, Bismarckstr. SS, I. Pankow, Niederschönhausca, Neidend. Franz.-Buchholz, R i ß m a n n, Pankow, Muhlenstr. 70. Zleinickeukers-Ost. Vilhelwsruh und Schönholz: P. G u r i ch, straße 55(Laden). Geöisncl van II— IM und 4M— 7 Uhr. Tchenkenkori bei Königt-ZLnsterhausen: 6b t. H o n I ch k e. Donstr. 10. Schöneberz: Silbelm Bauwler, Me:«inger Straße v(Laden). Geössnet von II— IM und von 4'»— 7 Uhr. Sstandon, Sien-endst-bt: k. Stahl, Spandau, Rarschaklstr. 10. Tezel, Sorfitzwald«, Wittenau, Waidmannslnst. 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Meldungen um II Uhr vormittags. 1 tö I © Berlin W 50 Tauentzienstr. 21/24. JL J bbh• m• an• ani• nni San• an• an o ra• an• an• nos du» UitkbvD«. Musttotionrn. nur 50 Wir suchen für unseren Betrieb nnnetonff A-Seller«» Mn«n [«H grösserer Zahl, serner i>»ngspflicht unterliegenden Getreidevor- räte durch Verschweigen oder Verheimlichen der Erfassung e n t, zogen worden? 2. Wenn die Vorräte festgestellt worden sind, warum hat der Leiter des KommunalverbandeS nicht dafür Sorge getragen, daß durch Bermittelung der SnegsaiuKstelle die erforderlichen . Drefchfätze, Betriebsmaterialien und Arbeitskräfte schnellstens bereitgestellt wurden» um daS Getreide des Herrn v. Heyoebrand auSzudre'chen. 3. Wann hat Herr v. Hehdebrand. der doch im Reichstage wie im Landtage gehört hatte, wie dringend der schleunige Aus- drusch und die sofortige Lieferung des Getreides war, die Re- paralurbedürftigkeit femer Dreschmaschine und den Mangel an Betriebsmaterialien dem Landrat gemeldet und waS hat dieser unternommen, um die schnellste Behebung dieser Mängel herb�zuführen! 4. Wie hat Herr v. Hehdebrand daS i» seinen drei Guts- wirtschaften und in seinem HauShalt verbrauchte Getreide aus- gedroschen? Solange diese Fragen nicht erschöpfend und unzweideutig be- antwortet sind, find die gegen den Gutsherrn von Kl. TstHunkawe. Wiescnthal und Gollkowe erhobenen Vorwürfe nicht widerlegt. Di« restloie Aufklärung dieser Angslezenheit, die nicht nur die Person des Herrn v. Hehdebrand berührt, sondern auch ein System be- leuchtet und kennzeichnet, ist im Interesse der Allgemeinheit un<- erlätzlich. Die Erklärung des Herrn v. Hehdebrand hat folgenden Wort- laut: „ES ist unwahr, daß aus de? vorjährigen Ernte meiner Be- sitzungen auch nur ein Zentner Getreide unier die Preise der dieZ» jährigen gebracht, insbesondere unter Benutzung der Frühdrusch- Prämie verwertet worden ist. Wahr ist vielmehr, daß sämtliches Getreide der vorigen Ernte schon wochenlang vorher bei der zv- ständigen Stelle zu den alten Preisen abgeliefert worden ist. ehe die Preise neuer Ernte eintraten. Richtig ist, daß der Ausdrusch eines Teiles— etwa ein«? Sechstels— der Gesamternte 1916/17 sich bedauerlicher Weise länger als sonst verzögert batte, weil 1. der starke Winterfrost die Ventile des Dampfkessels unbrauchbar gemacht hatte,_ 2. der als Ersatz mit großer Mühe schleunigst heranaeichasfts Denzolmowr ebenfalls durch die abnorme Kälte eine schwer Schädi- gung erhielt, die 3. erst Anfang Mai von der Fabrik behoben werden könnt«» und daß...... 4. als da? erledigt war. d« inzwischen eingetretene öffentlich« Benzolsperre die Beendigung des DrnscheS weiter aufhielt, weil Betriebsstoff wochenlang trotz dringendsten Ansuchens nicht zu er- langen, auch sonst kein Dreschersatz zu beschaffen war. Alles daS steht durch bebördliche Zeugnisse tatsächlich fest. v. Hehdebrand. Landrai a. D,, Mitglied des Reichstags und des Hauses der Abgeordneten.' Ems Pflicht üer öeutsthen Staöt- Verwaltungen. Wie einig- Blätter melden, hat der Leiter des KriegScrnäb- rungZamteS, Staatssekretär v. Waldow, die Neuköllner Denkschrift dem Slaatsanwalt zur weiteren Verfolgung übergeben. Herr v. Waldow scheint also wirklich aus den Darlegungen der Reu- Vier Kragen an Üen Lanörat von Militsch. Herr v. Hehdebrand veröffentlicht jetzt— mit merkwürdige: Verspätung— zu unseren Feststellungen über sein unouSgedrosche- neS Getreide>n der.Kreuzzeitung" eine Erklärung. Er wieder- holt im wesentlichen die Angaben, die der Landrat d-S Kreise» Militsch» Graf Swllberx, eilfertig zur Entlastung seines Borge- fetzten veröffentlicht hatte, daß nämlich die Dreschmaschinen des Herrn v. Hehdebrand nicht in Ordnung gewesen seien, daß daS Benzin gefehlt habe, daß Benzol unbrauchbar gewesen sei usw. DaS nötigt uns, an den Landrat de- Kreises Militsch einige Fragen zu richten. Zur Erläuterung dieser Fragen bemerken wir vorweg, daß der Landrat als Leiter de» in der Getreidebcwirlschaftung selbstwirt- schaf.enden Kreiskommunalverbandes dafür zu sorgen hatte, daß alles für die Ablieferung frei« Getreide seines Kreises früh- zeitig zur Ablieferung gelangte. Als im Februar dieses Jahres in landwirtschaftlichen Kreisen über Mangel an Kohlen und sonsti- gen Betriebsmaterialien für die Ausdruscharbeiten geklagt wurde, erklärte der LandwirtschaftSminister am 19. Februar dieses Jahres in der Sitzung der StaatShauShaltSlommission des preußischen Ab- geordnetenhauses, daß die Dreschmaschinen bei der Zuweisung von, BetriebSmaterialica besonders berücksichtigt werden sollten. Die Kreise sollten nur ihren Fehlbedarf an Material anmelden, dann würde für die sofortige Erledigung gesorgt werden. AlS gleichwohl die Getreidelieferungcn nicht ausreichten, so daß eine Gefährdung unserer Brotverforgung zu befürchten stand, er- ließ der Reichskanzler unterm 22. März diese» Jahres eine Verordnung, durch die alle in den Händen der Erzeuger noch be- findlichrn Grtreidcvorräte beschlagnahmt wurden. Zur Feststellung und Erfassung der Vorräte wurden Ausschüsse gebildet, denen daS Recht verliehen wurde, alle landwirtschaftlichen Betriebe eingehend zu revidieren. Borräte, die ver- heimlicht oder verschwiegen wurden, sollten ohne Entschädigung vom Kommunalverband eingezogen und der Erzeuger bestraft werden. Trotz dieser scharfen Verordnung gelang es nicht, ausreichend Ge- treibe zu erfassen, so daß im Frühjahr dieses JahreS die Brot»j Koh! und Kohlen. Wie daS Gemüse verschoben wird, dafür liefert einen Beitrag ein gedruckte» Zirkular, das die Gemüse- Großhandlung I. Bielenberg in Wesselburen(Holstein) an die Zechen» Verwaltungen im rheinisch-wcstfälischen Industriegebiet ver- sendet. ES trägt die lockende Uebcrschrist„Betrifft: Weiß-, Rotkohl» Wirsing und Kohlrüben." In dem Zirkular wird auseinander- gesetzt, daß die Landleute die Lieferung von Obst und Gemüse von der Gegenlieferung von künstlichen Dünge- mittel»(Kalkstickstoff. schwefelsaures Ammoniak, Ammoniak. SuperphoSphat» Thomasmehl) oder auch von Steinkohlen» Koks und Briketts abhängig mache». Dann heißt es: „Wenn Sie mir die Mengen aufgeben, die Sie mir an künstlichen Düngemitteln oder Kohlen liefern können, so werde ich Ihnen gern die Menge» Kohl namhaft machen, die Sie dagegen erhallen können» und Sie gleichzeitig mit meinen näheren Bedingungen bekannt machen." Man sieht, zwischen Kuhlen»nd Kohl besteht nicht nur der zufällige Glcichklang. sondern auch noch ein anderer sehr realer Zusammenhang: für Kohlen kriegt man Kohl, und für Kohl kriegt man Kohlen. Wer Kohlen erzeugt, braucht nicht zu hun- gern, und wer Kohl erzeugt, braucht nicht zu frieren. Wer aber keinS von beiden abzugeben hat. der bekommt weder Kohl«och Kohlen! UebrigenS widerlegt da? Zirkular der Wessellburer Firma auch eine Entstellung der.Deutschen Tageszeitung". Diese hatte den Inhalt der Neuköllner Denkschrift dahin zu verdrehen gesucht, daß die Landleute von den Dünger- und Kohlenlieferanten zur un- rechtmäßigen Hergabe von Lebensmitteln gezwungen worden sind. Hier ergibt sich deutlich, daß umgekehrt die Landwirte die Herausgabe von Lebensmitteln abhängig machen von der Lieferung der Mineralien. Doch dies nur nebenbei. Wir fragen: Geschieht dieser Aus» tausch von Kohl und Kohlen zum Schaden derer, die weder Kohl noch Kohlen erzeugen, mrt Einwilligung des KriegSernäh- rungSamteS und feines großartigen Leiters» des Herrn v. Waldow? Staatssekretär«nd LandtagSabgeordneter von Krause. Die Ersatzwahl eines Landtagkabgeordneten für den Wahl- bezirk Königsberg(Stadt und Land)-Fischhauscn ergab die Wiederwahl des Staatssekretärs von Krause. Ei» Gegenkandidat war nicht aufgestellt. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung", daS amtliche Organ, kündet vom 1. Januar ab einen erheblichen Ausbau an. Bisher eine Wüste gravitätischer Langweile, will sie sich in ein moderne» ZeitungSorgan verwandeln. Die Beiträge halbamtlichen Ursprungs 'ollen künftig durch ein besonderes Vorzeichen kenntlich gemacht werden. Lette Nachrichten. Di« Drsatzung des Ceradlers.— Gefangene geflüchtet» wieder gefangen. London, 27. Dezember. Das Reuterfche Bureau meldet aus Wellington: v Luckner und zehn ander« Deutsche, die zur Be- satzung de» Seeadler» gehörten und anfangs Oktober in einer bewaffneten Barkasse gefangen genommen wurden, sind am 13. De» zembsr in einer Barkasse aus einem Ort in Neuseeland, wo sie interniert waren, geflüchtet. Drei Tage später bemächtigten sie sich einer Prahm und machten die Besatzung zu Gefangenen. Die Deutsche» wurden einige Tage nachher wieder gefangen. GewerffchaMwEUNg Cor der Cchlichlung4komniission für Tamenkonirktio» wrndrn Wikder cn�ge ftäll? t>crbcindtll, m drncn ficki beia»Zstellls, dntz den Nrbcnciinncn i-i�i die vereindarle Lobnau'drsieiuro yewädrt worden ist. Die Sodnerl'öbnnft erfolgie unoeiobr ,u der Zeit. olS die Vcr- »rdnlMlt ded LbeilemwondoS weiten der 4yslnndigen?lrbeitS- zeit ouieekiobrn wurde. Tie Nrbeit?tcber baden für die den ilO ar.f 54 Sis'tidert veilän�ette ArdeiiSieit tcilireife eine Lobn- »rbödung sewädrt dajzeaen baden sie die Tenerunel4»nlaq? von 25 Proz. und 10 Pro�. an? der Verordnung von, 4. April 1S16 bez. 15. Mai!917 niwi gerabli. Soweit die Arbriter>n der Oeffenll'chkeit nur erst wenig aufmerksam aemackt worden ist, nämlich der rechizeitige Holz'chlag. Un'ere Vorräte an Holz für den bürgerlichen Bedarf dürsten zur zerr fast ganz ausgezehrt'ein, wir werben also i>n Frühjahr und Sommer, wenn wir bauen wollen, vor ollem auf das lieugeichlageire Holz angewiesen fern. Holz zum Bauen kann man aber nur im Winter, etwa bis Ense Februar, schlagen; nachher steigt der Saft wiever in die Bäume und mackt daS Holz uubiauchbar für Banzwecke. Wenn die Bauräligkeit in der kommenden Bauperiode al>o nichl auS Mangel an Holz die schwerste Beeinirächiigung erfahren toll, isi eS noiwendig, jetzl mit grötzler Beichleunignng und rn möglichst großem Umfange Holz zu fchla len. Da eS an einheimischen Arbeitern d'ei- für vielkach fevlen wird, wird eS sich empfehlen, die in sen Winter» irnmaien in der Lanswirlichaki weniger verwendbaren Ge'angenen besonders herauszuziehen. Die Jntereffernen, namenilich auch drs Kreiie der gemeinniitzPen Bauiätigkeil uns der Wobrninasreform, werden gut run, dieier ganzen»o übeiauS w chtigen Frage schleunigst ihre Aufmerkiamkeit zuzuwenden nnd mil entiprechenden Äiireguiigen und Anträgen nn die zuständigen Mnisterlen, Forstverwaltunge» und so Weiler heran zu treten Peraniwortlich für'Jolitil: Erich Surrntt Berlin: für den übrigen Teil des i'inIteS Alfrrd Scholz. AeuloLN' iür Inierate Eft. Glocke, Berlin. Druck u. Verlage TorwSns Buchdruckerei u. SerlogSantlall Daul Einger ä Co.. i." erlin sw Hierz» 1 Beiloge und UnterdaltnngSblatt. vriittchep Meksttürbeiler- verbanl Verwaitonfssielle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, dah unier Kollege, der Mechaniker Paul Wylen?:a Neukölln, Crnfeiftr. 130 am 22. d. Mts. geswrbcn ist. Die Beerdigung sindel um Freilag. den 28. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, von der Leichenballe des Michaelis- Kirchhofes, Mariendorjer Weg, aus statt. Rege Lerc-Iigunz wird erwartet. ZSacIii-ak«. Den Mitgliedern ferne, zur Nachricht, datz unser Kollege, der Schlosser Paul kilke Neulölln, Herrsurlhstr. 31 am 20. d. M. geftorbei» ist Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, datz unscreKollege, dcr Gürtler Zrick klock Neukölln, Donaustr. 103 am 20. d. M. gestorben ist. Den Mitgliedern ferner zur Nachrichl, datz unier Kollege, der Arbeiter Lmil Küpke Nazareihkirchstr. 37 am 22. v. M. gestorben ist. Den Mitgliedern ferner rur Nachricht, datz unser Kolleg«, der Klempner (Zeorx Sichert WinSstr. 59 am 18. d. M. gestorben ist. Ehre ihrem Zludcnkcn 1 221/8 vis 0ist»eoei»sltung. Vordanck iler tiemeincke- uuck Staatssrbeiter. Filiale OroS-Berlia. , Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode des Kollegen All Ziewa Lichtenberg. Die Beerdigung findet Freitag, den 28. Dezember. nachmittags 3l/S Ubr von der Halte des' Gemeinde, FriiddofcS m Marzahn aus statt. Den Mitgliedern ferner die Nachricht vom Tode des Kollegen 189/6 Nie« Wen von den iradtilchen Riesel- seldern. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 23. De- zember, nachmittags 2'/, Uhr. von der Leichenhalle' des Gemeinde- FriedtrojeS III fam Bahnhos Schönholz), aus statt. Ehre ihrem Andenken: Um rege Veteittgung Bei der Lesiaitung der Kollegen ersucht Die DrtSverwaltung. Allen Freunden und Be- kannten die tranrige Aach. richt, datz linier lieber Bru- der, dcr Kesselschmied ttsinnch Freier nach schweren, mit Geduld getragenen Leiden am Man- lag laust«ilfifitafcn Ist. JmNamen d.Hinter bliedenen Frtslta Freioe, Flissb. Frsiee. Beerdigung Sonnobeud 2'/, Uhr von der Kapelle des Falkenheiner Friedhofs. Weitzcntee._ Irl-B Memeiile Skls- UMÄllU «nSmilli». Bekanntmachung. Vom 1. Januar 1918 ab gewadren wir denjenigen Ver- ftckerten, lür die kern Hau-- geld zu zahlen ist, neben der Krankenhauspstcgi ein Krair'cn- geld in Höhe von einem Zehntel deS Krankengeldes (§ 22 Abiatz 2 der Satzung». Berlin, den 24. Dezember 1917. Kühn. Amtövorfteher, DoriLjcndcr. 299/4 Ntdeiter-kugenck Löpenlck. Unteren Jugendfreunden und Freundiunen die trau- rige Nachricht, datz unser Jugendfreund, der MuSletier Georg Schultze am 17. Dezember 1917 an der Westfront einem Un- glückSkall zum Opfer fiel Er war alle» die ihn kenn, ten, ein lieber und guter Kgmerad und hat sich um unfreOrit-Juoendvewcgung o rdient gemacht. Wir wer. de» lein Andenken stet» w Bbren bauen. Der IugcndauSkchnst. Der kUrbttiter-Jugrnd- nusichul: Cöpcuick. I. lll.: Guft. Schubert. Wvenick, Femminglw. t«/19. Lefangvekeln Iii /inner- unü frzuenchok„Löpenick". Zlm 17. Dezember, 1 Ubr mittags, fiel lllngrückssall, Kopstihnh durch ernen Kameraden) in Feindes- land. unser lieber Sanges- bruder, der Musketier (Zeorx Schulde JnH. d. Erlern. Kreuze» II.Kl., rn kaum vollendetem 23 Lebensjahre. Dir merdenihm ein dauern- des Andenken bewahrem kstuhe sanft in Feindesland. Der Vorstand. "Spezialarzt Dr. med K/aabs beb. schnell, gründl., möal. chmerzlos u. ohne BeruiSslör. Ke»«klSLkwl(rankbslt.. goiieims tiaiit.. storn», Frauenletilsn. Sod«iteb». Erprobteste Methoden Fbrltoki.stats.Xuren. stsrn- u. Blulunlerauokimg.' UM. mÄe Epr. 10— l u.=>—8. Sonnt. 10— 1. Zuckerrüben | zum Eirkcchen von Sirup, prima Qualiibt, in kleinen und grollen Quanten sofort abzugeben Hlöil licEnrfeh Drech�pl. st». 63. Heinersdorlor Str. IS. I Tel.: Königtiadt 2803. UMtise 8r(5li8Bfenlo$i; für Nowawes und Umgegend. Der in der AuSlchutz- Sitzung am 24. September 1917 be. ichlollene l. Nacktrag zur Satzung bat die Genehmigung be» König!. Obeiversichcruirgsamis Krotz-Berlin gefunden und tritt mit'dem 1. Januar 1918 in Krait. ES ist eine Neuregelung der Grundlöhne ersetzt, durch die sich auch die Lohnsmjen ändern. Die Beiträge erhöhen sich auf VI, Proz. des festgesetzten Grundlohn» und betragen pro Woche: sür Stufe A= •• f= -, II= ,. nr= .. I v" *»Y~ .. vi- Lehrlinge, 0,94 M. 0,42. O.CO. 0,8 1. r 1,08. 1 35. 1,62. die ohne Entgelt beschäftigt Stuse A grlt für werdcn. Das Krankengeld beträgt für diejenigen Mitglieder, die der Kasse mindestens rech» Monate angebörcn, pro Tag SO Proz. des tSrundloonS. Mitglieder, die der Kaste noch nicht S Monarc angehören, erhalten die gcsi tzlrchcn ReaeUeistungerl /SO Proz. des Grundlohns tür jede» Arbeitstag). Siehe die§§ 20, 31 und 33 deS Nachwöge». Ferner wird in Zukunit von denjenigen Arbeltgebern, die wegen rückständiger Beit äge genrahut werden müssen, eine Mahngebühr in folgender Höhe erhobest: 1. brS zur Höhe von 3,00 M.--- 10 Pf. L..... 15.00.=20, 3...„ 150,00,= 40. 4. über 150.00 M.— 75. Im übrigen verweisen wir aus den Dortlaut deS gedruckten NachlrageS. Wir bitt-n die Herren Arbeitgeber, die Nachträg« im Kaficiriokal zu veilanucn und an die in ihren Betrieben be« fchästigten Mitglieder zu verteilen. Nowawes, den 24. Dezember 1917. jer lbsrtwffLK üforaff Spezialarzt Dr. med. WockenfnB. Frledrichst 125(Oranienb T.). (OrSyphilis.starn-u. Frauenleiden Ehrlieh-Hata Kur(Dauer IOT.), Bluiuntersuch Schnelle, sichere schmerz). Heilung ohne Berufs- Störung. Teilzahlung. 252/12* Spreebstund.: 11— 1 u. 6—8. Ter Kasfcnvorstand. 535. Ä ersten, 1. Vorsitzender. 99911* cyold. v300 14Kar. ß oiil �85g e ätemp. Nvur solange Voiiai xcichf j»Kar. Gold von IT.9tfan. rSf noderne Rffl Kostüme, Mäntel, - cicg. Kleider. Rocke aus la Stötten, neueste* Formen I 2I8L Ulster, Plüsch- u. Tuchmäntel Kok'tUme •xleider -Mantel e Jackelt» Blusen 1 Regenmäntel I »r. AuSwabl- alle Nrönen Fahritrlager— Verlrani an Private. Michaelis anerstr. 80,i Treppe ucbrn Konzerthaus. Sonntag*or 12— 7 geöffnet Spezial-Arzt Dr. med. Ilaschö. Frl8drictistr.90 ÄZb. Bebanor. von 2n»hilis. Haut» Harn-, Frauenleiden, ipez. chron. Fälle. lihrlich-Hata-Ku- ren. ichmerzloie. türzeiie Sc- Handlung ohne Beruisilörung. Blurunrerluchung. Mag. Breite. Teilzablung. Sprechstunden lO bis 1>r»d 5— g So nix rt— t. Zur Erweiterung threr Gcmüsepflalizuugen im nach- sten Frübjabr nimmt die Nord- deuiiche Gemüsebau- die» noilenichast jestt weitere Mitglieder mit Zlnterlen zu hundert Mark al» stille teil- uchmer aus. •-'lud) die neuen Mitglieder e:ballen in den Perreilungs- stellen Kopeuhaarncr Str. 4 fbeim Ringbahn dos Schönhauser Allee) und Peicredurgee Slraste 4a einen Halden Zcn-irer solange die Perräle noch ckerchen. Auf mehrere einteile entsprechend mehr. 117/5* NäbereS in den genannte« VerlcitungSstellen und durch den Vorstund der Norddeutschen Gemüreban- Genossens-tiart, e. G. m. b. H.. B. rliu C 3, Vurgstr. 37 III Zimmer 76. Taschenbuch für Garten- sreuudc. Ein Ratgeber sür die Pflege und sachgemätze Dewirt- schaswng de» hauslichen Zier-, Gemüse- imd Lbstgartens von Max Hesdörfer. Dritte er- wetterte Arrflage. Mir 126 Textabbildungen. Preis ißO M. Expedition Vorwärts, Linden- stratze 3. Laden.* mit und oluie Platte Hierdurch zur Mitteilung.| dag unser lieber Kolleg« Will Wem am 23. Dezember ver- sterben isi. 1106d Ein ehrend-S Andcnten bewahren rbm Die Kollegen u.Kollegi nen der Firma Dr. Grich F. Huth. Die Seerdigung findel beute Freiwg, den 28. De- zember, nachmittags 2 Ubr, auf dem Michaelis-Kirchhof am Mari endorfer Seg statt Fitict>»tc ICIchung ID. and 17. Januar Itß-dt Iglß Rote-Kreuz-Lotterie CmmS') Getexatv. d. Gewinne: der Hauptgewinne: 100000 M. 1. 10000«. 50000 u. 5006 usw. Lee« au 8.80 M, Parte und lirfce tS Pi. mehr, veree.den: Emil Haase& Co., Berlin 21 nrr T oer aacb In unseren I-adenjEersehaften: KönigstraBe 57; WalistraBsl; Rossnthaier StraBe 71; MülierstraBs 3 a.| Baldigste Besttllaog ist zweckmäßig. Moderner Zahnersatz in gediegener Frieden sansführang. Plomben, Stiftzähne, Kronen u. Enickenaibeiten.— Zahnziehen m. Beta ubnn� Troiz billigster Preise„Vorwärts,'-Lesern 10 Proz Ermälligung Carl jl. Kcncel. Mirmger Sir. 57 i"' Silvester-Scherze in bekannt grösirer Aussaht billig. 207/11' Qrig. 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