Nr. 357. 34. Jahrg. Bezugspreis: Si«t«IiShv.«�o WI. monatl� Kci ins Hans.>u>rmiszablbar.Einzeln: oder anderen Reich oder über die Bildung eines selb- ständigen Staates zu entscheiden. Hierbei ist die Anwesen- heit irgendwelcher Truppen in den abstimmenden Gebieten nicht zu- lässig, außer von nationaleu oder örtlichen Milizen. Bis zur Ent- fchetimng dieser Fragen aber liegt die Verwaltung dieser Gebiete in den Händen von ii> demokratischer Weise gewählten Vertretern der örtlichen Bevölkerung selbst. Die Frist der Räumung nebst den näheren Umständen und dem Beginn und Verlauf der Demobilisation dos Heeres wird durch eiilc brs ordere militärische Kommission bestimmt.",. Demgegenüber schlug Deutsch! and vor, feilst rrfif* beiden Artikel» des zu schafsrnben Präliminarvertrsge» naeh- stehende Fassung zu geben: Artikel 1. Rußland und Deutschland erkläre« die Beendigung des Äriegszusiandcs. Beide Rationen sind ent. schlössen, fortan in Frieden und Freundschaft zusammen zu leben. Deutschland würde(unter der Voraussetzung der zugestandenen vollen Gegcnseitigkrit gegenüber seinen Bundesgenosse«) bereit sent, sobald der Frieden mit Rusiland geschlossen und die T c m o b i I i s i e- rung der russischen Streitkräfte durchgc führt ist, die jetzigen Stellunge« und das besetzte russische Gebiet zu räumen, soweit sich nicht aus Artikel 2 ein a n d e r r S c r g i b t. Artikel 2. Nachdem die russische Regierung, ent- sprechend ihren Grundsätzen, für alle im Verbände des russi- scheu Reiches lebenden Volker ohne Ausnahme ein bis zu ihrer völligen Absonderung gehendes Selbstbesti«- mungsrecht proklamiert hat, nimmt sie Kenntnis von den Beschlüsse«, worin der Bolkswille ausgedrückt ist, für Polen, sowie für Litauen, Kur- land, Teile von Estland und Livland die volle staatlichcSelbständigkeitin Anspruch zu nehmen und aus dem russischen RcichSvcrbande auszuscheiden. Die russische Regierung erkennt an, daß diese Kundgebungen unter den gegenwärfige« Verhältnissen als Ausdruck des Volkswillens anzusehen sind, und ist b e r c i t, die hieraus sich ergebenden Folgern ngeu z u z t e h c n.— Da in denjenigen Gebieten, aus welche die vorstehenden Bestimmungen Anwendung sindc», die Frage derRäumung nichts» liegt, daß diese gemäß de» Bestimmungen des Artikels 1 vorgenome« werden kann, so werden Zeitpunkt und Modalitäten der nach russischer Auffassung nötige» Bekräftigung der schon vorliegenden LostrenuungSerklä rnnge» durch ein VolkSvotum auf breiter Grundlage, bei der irgendein militärischer Druck in jeder Weise auszu schalte« ist, der Beratung u« d F e st s e tz u n g durch »ine besondere Kommission vorbehalten. Eine im wesentlichen gleichlautende Formulierung wurde osterrcichisch-ungurischcl'seltt» vorgeschlagen. Die russische Delegation nahm diese Erklärungen zur Kenntnis und stellte ihre Auffassung daraufhin wie folgt fest: Wir stehen aus dem Standpunkt, daß als tatsächlicher Ausdruck des Volkswillens mir ein« solche Willenserklärung betrachtet werden kann, die als Ergebnis einer bei gänzlicher Ad- Wesenheit fremder Truppen in den betreffenden Gebieten vorgenommenen freien Abstimmung erscheint. Daher schch- gen wir vor und bestehen darauf, daß eine klarere und genauere Formulierung diese» Puutte» erfolgt. Wir sind jedoch damit einverstanden, daß zur Prüfunz der technischen Bedingungen für die Verwirk- l i ch u n g eines derartigen Referendums, desgleichen zur Festsetzung einer bestimmten Räumungsfrist eine S p e z i a I- kam Mission eingesetzt wird. Im allgemeinen kann nach dem Verlauf der bisherigen Ver-- Handlungen mit Befriedigung festgestellt werden, daß die In« slchtinöerv«rtret«nenMächteübcrd-iLRegelung bsr w i ch t i g st e» Fragen sich in vielen Punkten t> e ck e n, in anoercn sich derartgenähert haben, daß die Hoff- nuttz auf tfrziclunz rineS Einvernehmens auch in diesen bc- gründet ist. Brest-Litvwsk. 28. Dezember. Bei der heutigen dritten»nd vor Eintritt der vereinbarten Pause letzten Blenarsitzung rührte der bulgarische Justizministcr Po poch den Torsitz. Nach Eröffnung der Bersammtung wies der Vorsitzende auf die Beden- rung der eingeleiteten ftriadenSverhandlunaen hin. welche die Grundlage für eine neue Äera in der Entwicklung des VöAerrechrs zu bilden versprächen. Die Menschheit habe den Delegationen des Vierbundes und jener Rußlands, welche das Rechtsgefühl des großen russischen VolkeS verkörpere, viel zu danken. Ilm diesem Gedanken Ausdruck zu verleihen, übergab sodann Justizministcr Popow den Vorsitz an den Führer der russischen Delegation. Herr Jv ffe. welcher hierauf das Präsidium übernahm, wies darauf hin, daß in der letzten Plenarversammlung beschlossen worden sei, nach Besprechung einzelner spezieller Fragen zwischen den Vertretern des Vierbundes und Rußlands die nächste Vollversammlung auf den 4. Ja»uar n.«t. festzusetzen. Nach dem nunmehr erfolgten Abschlüsse dieser Besprechungen sei die heutige S i tz u n g d i e letzte vordem 4. Januar 1018. Sodann erbat Seine Hoheit Ibrahim H akki Pascha das Wort, um vor � Eintritt der kleinen sechttägigen Pause einige Worte an die Versammlung zu richten. Er itneS darauf hin, daß sich die von ihm bei Eröffnung der Konferenzen geäußerte Hoffnung, das Werk bald einem be- friedigenden Ende zugeführt zu sehen, nicht als zu kühn erwiesen habe. Nahezu alle schwierigen Fragen, welche der drei- einhalbjährige tzrieg aufgeworfen habe, seien besprochen und geprüft worden. Man könne sagen, daß die Mehrzahl derselben heute auf dem Wege zu einer praktischen Losung sei. Ein sehr gutes Resultat sei mithin während der i'echStägigsn Verhandlungen erzielt worden. Für dieses Ergebnis der Besprechungen gebühre der russischen Delegation Tank, da sie während der Verhandlungen viel Nnsrichtigkeit, Gerechtigkeit und viel praktischen Sinn gezeigt habe. Die russischen Herren hätten bewiesen, daß sie auch gute Diplomaten und gute Staatsmänner seien. Am Schlüsse wünschte Haiti Pascha den Herren der russischen Delegation eine glückliche Heimreise und schloß mit dem Wunsche auf ein glückliches Wiedersehen am vereinbarten Tage. Der Führer der russischen Delegation gab gleich- falls der Ansicht Ausdruck, daß die begonnenen Bcrhandlungen ein guter Anfang seien und die Erwartung zuließen, daß der verheerende Krieg ein boldiges Ende finden werde. ,,J» der jetzt beginnenden Pause, so schloß Herr Joffe, werden wir all« das Gefühl haben, daß hinter uns Millionen leidender Mensche» stehen, die daS Ende des Krieges herbeisehnen. Das Bewußtsein dieser Verantwort- tichkeit vor unseren Völkern, vor der Menschheit «növorderGeschichte gibt unö die Hoffnung und die innere Kraft, den Weg zum allgmeineu Frieden zu finden. In dieser Hoffnung erkläre ich die gegenwärtige Sitzung für geschlossen." ♦ Brest-Liwwok, 29. Dezember. Staatssekretär v. Kühlmann reist heute ab, die übrigen Mitglieder der deutschen Delegation teils beute, teils morgen. Tie Rückkehr erfolgt voraussichtlich ani :i. Januar abends, da am i. Januar die Verhandlungen wieder aufgenommen werden sollen. Die Delegationen von Oesterreich- Ungarn, Bulgarien und Nußland sind bereiis gestern abgereist. Um Oreft-Litowsk. einem Artikel der„Kreilzzeiwng", der nach Ansicht der ,.Tägl. Rundschau" den Grasen Westarp zum Verfasser hat, heißt es: Wer gar zu oft versichern muß. daß er nunmehr zum aller- letzten Mal« ein Angebot mache, kann sich nicht wundern, wenn dies« Versicherung nicht mehr vollen Glauben findet. So muß auch dieses Friedensangebot. daS schärfer noch alö alle bisherigen eine Festlegung out Vcrzichtbedingungen enthält, im Jnlande und Auslände als Zeichen der Schwäche wirken. Die Feinde werden es nicht zum Anlaß nehmen, uns zu glauben, daß wir Gebietserweiterungen. Entschädigungen, Einschränkungen der Selb- ständigkeit besiegter Völker au« idealen oder theoretische» Gründen nicht haben wollen, sondern sie werden es allein als einen Be- weis dafür ansehen. daß wir selb st nicht daran glauben, dies«Ziele nock erreichen zu können. Der.Vorwärts" versichert freilich, jetzt werde dort drüben niemand mehr von einem Zeichen deutscher Schiväch« zu reden wage». Diele Auffassung hat bei uns noch bei jedem unserer Friedensangebote vorgeherrsch», und noch jedesmal ist das Gegen- teil eingetreten. Diese Autzsnhrungsn beweisen nur auf-Z neue.Uiaß Völkerpsychologie seit jeher die s ch iv ä ch st e Seite des Alldeutsch- tumS geluescu ist. In einem Artikel der„Nationalliberalen Korrespondenz" fordert S t r e s e rn a n n eine politisch-diplomatische Offensive unsererseits: Tie Männer der Tot haben unS die Grundlag« für einen mochtvollen veulichen Frieden geschaffen. Mögen die Männer deS Wortes, die an der lencnden Stelle deutscher Politik stehen, nun- mehr das Ihrige tun. um in Verteidigung gegen die Fälschung der Weltlogs durch die englische politische Offensive unsere eigene Stellung zu wahren und darüber hinaus endlich zu einer deutschen politischen Offensivo vorzugehen, ohne die diplomarisch ein Weltkrieg ebensowenig gewonnen werden kann, wie man militärisch einen Sieg erringt, wenn man sich nie- mal« zu dem Gedanken des Angriff« aufrafft. Die beste politische Offensive, die unsere Zlegierung gegen die Regierungen Lloyd George und Clemcnceau ergreifen kann, ist die unerschütterliche Bekundung zu einem allgemeinen Frieden auf dernokrati- scher Grundlage, wobei besonders darauf zu achten ist, daß auch die Handlungen den Worten genau entsprechen. Eine Falschmeldung, wonach eine Abordnung de? NeichStages sich nach Brest-LitowSk begeben habe, ist der schwerindustncllcn„D e u t s ch e n B e r g w e r k S- Z o i t u n g" in die Glieder gefahren. Sie tobt: Es ist richtig, daß das deutsche Boll in Fühlung zu bleiben wünscht mit den FriedenSvcrhandlniigen, ober das deutsche Volk, wenigstens in scinc» beste» Schichte», lehnt es ab. die Herren Erzberger, Scheidemann, Wiemer. Dtrefemann als seine BertrauenSleMe anzusehen... Und schließlich will eS sein Mandat, wenn auch weite Kreise nicht mit dem Herzen bei einer Regierung Hertling-Kühlmann stehen, doch immer noch lieber seine.Geschicke einem gewissenhaften Beaintenkollegium, als ehrgeizige n parlamentarischen Strebern an- vertrauen, die sein Vertrauen so gründlich verscherzt haben." Darüber, wo die besten Schichten des deutschen Volkes zu suchen sind, gehen unsere Ansichten mit der der„Berg- werkL-�eitung" weit auseinander. Jedenfalls steht für uns fest, daß durchaus nicht die Reichsten mit den Besten identisch sind. Artilleriekämpfe und Erkunduttgsgefechte im Westen— Italienischer Angriff im Monte Tomba- Gebiet. Amtlich. Großes Hauptquartier, 29. Tezember 1917. jW. T. B., Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. " In«ivzelnrn Abschnitt«» der flaudrisch«» Front, südlich von der S e a r p«, bei G r a i« e o» r t uud Gönne- lieu nahm dir Fruertätigkeit gegen Abend zu. Orftlich von ?! i e u p» r t und bei Poelkapell« scheiterten mehrfache Er- kundungSvorstöße. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nördlich von Courteron drangen AufklSrnngSabteilunzen in die französischen Linien und brachten einige Gefangene znrück. Oestlicher Kriegsschauplatz Nichts Neues. Mazedonische Front. Am Prrspa-See, nordwestlich von Monastir und an, D»jran-Sec zeitweilig rege Artillerietötigkeit. Italienische Front. Ein italienischee Angriff gegen die Höhen östlich vom Monte Tomba scheiterte in unserem Feuer. Der Erste Generalquartiermcister. Ludcndorsf. Abendbericht. Berlin, 29. Dezember 1917, abends. Amtlich. Bon den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der österreichische Bericht. Wien, 29. Dezember 1917.(23.?. B.j Amtlich wird perlantbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Waffenstillstand. Italienischer Kriegsschauplatz. Ein durch starkes Artillerie- und Minrnwerferfeuer vor- bereiteter feindlicher Angriff gegen die Höhen östlich deS Monte Tomba wurde abgewiesen. Wie schon iisterS, war auch gestern unser Spital in Primolano das Ziel der feindlichen Artillerie. Der Chef de? GeneralstabeZ. Iii.................... i iiiiii!»> in— mii wioinmiiniiiia— im Englisthes zu Sreft-Litowsk. Rotterdam, 28. Dezember. Der„Nieuwe Notterdamsche Courant" bringt eine ergänzende Meldung über die Kommentare der englischen Blätter zur Friedensfrage. Danach schreibt „Daily NewS": Kühlmann hat eine Erklärung über die Friedensbedinguiigen formuliert, die nicht nur die Sozialisten und das Zentrum in Deutschland, und den Teil der öffentlichen Mei- nung, der jetzt in Rußland vorherrscht, versöhnen wird, sondern auch auf geschickte Weise die Alliierten in den Verdacht bringen wird, aggressive Imperialisten zu sein, deren Ehrgeiz nicht zuläßt, daß sie einer so demokratischen Regelung, wie einem Frieden ohne Annexionen und ohne Schadenvergütung zustimmen. Dies ist eine geschickte Diplomatie uud nichts wäre Unverstand, licher, als wenn die Presse oder die Politiker der Entente das deutsche Angebot in Bausch und Bi�en verwürfen, denn darauf hat ei die deutsche Diplomatie doch gerade abgesehen. Die deutschen Bedingungen können gleichwohl nicht als Grundlage für sofortige Verhandlungen angenommen werden. Ihre Mängel siud augenfällig in der wesentlichen Frage Belgien und der kaum weniger wesentlichen Frage Serbien.„M a n ch e st e r Guardian" schreibt in einem Leitartikel über die deutschen Fmedensdorschläge, daß sie sorgfoltig erwogen und daß daher alle militärischen und menschlichen Faktoten in Betracht gezogen wer- fon müssen. Die Vorschläge seien zwar mit der Theorie eines siegreichen Deutschland nicht zu vereinbaren, verrieten aber nichts von einer neuen DenkungSart oder von einer Verleugnung des Militarismus. Die Tatsache, daß in Elsaß-Lothringen und in der Türkei die Souveränität der Macht, die Unrecht ge- tan habe, ausdrücklich beibehalten werde, würde einem dauernden Frieden nicht förderlich sein. Es würde aber unübersehbares Un- heil anrichten, wenn die deutschen Bedingungen au« diesen Grün- den allein verworfen würden. Die Lllliierten müssen alles an- nehmen. IvoS in den deutschen Bedingungen annehmbar ist und danach ibro Mindestbedingungen bekanntgeben. Der Londoner Korrespondent des„Manchester Guardian" schreibt: man kann be- reits sagen, daß in verantwvrtlichrn Kreisen keine Neigung be- stehe, über die deutschen Vorschläge zu spötteln oder sich zu weigern, sie in Erwägung zu Retzen. Sie werden genau und mit Miß- trauen untersucht werden, aber auf den ersten Blick ist man geneigt, sie als einen ernsten Schritt der Mittel- mächte zu betrachten. Wenn ein« Verpflichtung, Belgien, Serbien, Rumänien und Montenegro wiederherzustellen, erreicht würde, so daß kein Mißverständnis mehr möglich wäre, und wenn sie mit «in« Schadenvergütung für Belgien gepaart gingen, so würde das auf die Haltung der liberalen Partei im Parlament von großem Einfluß sein. Frankreich unö üie Zdeöensertlärimgen öer Mittelmächte. Letn, Ig. Dezember. Während der N« d« P i ch o n s m der französischen Kammer kam es zu einem erregten Zwischenfall. Als Pichon erklärt«, daß die Mittelmächte ihre KriegSziele niemals klar dargelegt hätten, rief B r i z a»:„Sie haben wohl die heutigen Zeitungen nicht ge- lesen." Millevoye entgegnet« Brizan, er solle ichweigen, da er ein Anwalt Deutschlands sei. Pichon konnte erst nach minutenlangem Lärm seine Rede beendigen. Die Agenee HavaS meldet vom Freitag: Di« Pariser Presse beirachtet die Erklärungen der Mittelmächte in Brest-LitowSk als eine platoniswe Ehrenerklärung gegenüber den russischen Grundsätzen, abgegeben in scheinheiligen Wendungen, die den Mittelmächten erlauben, ihnen nnbequeme Auslegungen ,u umgehen. Die Blätter bringen diese verworrenen nebel- haften Erklärungen voller Hintergedanken in Gegensatz zu den offenen, genauen und klaren Ausführungen PichonS, der in vollem Lichte der Ceffentlichkeit unter dem Beifall der Kammer die Politik Frankreich? und des Rechts dargelegt habe. Rsnaudel dagegen wirft in der �Humanitö" Pichon vor, daß er die russisch- deutschen Schriftstücke als nicht der Prüfung wert behandelt habe, was er als verderblich betrachtet. Line SchWarzmeer»§öüLration. In den politischen Kreisen der Krimtataren und der Ru- niänen wird, laut Meldung des Ukrainer PreßbnreauS Odessa, augenblicklich ein Projekt viel besprochen, demzufolge die freien Schwarzmeerstaaten sich zu einem großen Jöderanonstaats zusammenschließen sollen. Nach dem Plane der Oöessaer Ur- Heber dieses Gedankens sollen die Ukraine, Rumänien� Bess- arabien, Georgien. Kuban, die Krim und das von den Kosaken bewohnte Dongebiet in den Bestand dieser neuen Republik eintreten. Odessa soll die Hauptstadt werden. In der Ukraine wurde diese Nachricht mit großem Beifall auf- genommen; man hofft, daß sich Bulgarien und die Türkei früher oder später vielleicht diesem Verbände anschließen werden. Oer Krieg auf öen Meeren. Verl in, 28. Dezember. In geschickt und schneidig durch- geführten Angriffen gelang es einem unserer U-Boote in der Irischen See innerhalb von fünf Tagen 7S5HH Hr.-Neg.-To. Schiffsraum zu vcrnichwn. Sämtliche Schiffe waren grstzo Dampfer. Einen von ihnen schoß das U-Boot aus einem stark gesicherten große» Gelcitzuge heraus. Ein anderer Dampfer von etwa 5090 Br.-Rcg.-To. hatte anscheinend Sprengstoff geladen: unter auffallend heftiger Detonation und starker Feuer- erschcinmig verschwand der größte Teil des Schiffes augenblicklich, nur daS in Weißglut getauchte Heck war noch wenig« Minuten sichtbar. Der Chef des AdtmralstabeS der Marine. Berlin, 29. Dezember. Amtlich. Unsere Unterseeboote im Mittalmeer haben wiederum neun soft durchweg bewaffnete Dampfer von zusammen über 50000 Ar.-Reg.-To. versenkt.— Die Tampser wurden meist in schneidigen U e b« r- wafferna chtangriffen aus stark gesicherten Geleitzüge« her- auSgeschossen. Alle Schiffe waren tief beladen. Ein Dampfer, der offenbar Gasolinöl geladen hatte, war sofort nach dem Treffer in hohe Flammen gehüllt.— Ganz besonders wurde der Tran Sportverkehr im westlichen Mittelmeer ge- saßt. Ter Ehef deS Admiralstabcs der Marine. U-Soot-/!ngr!ffe auf emen englifth- norwegischen Geleitzug. Kopenhagen, 28. Dezember.„ Nation, illibende* meldet anZ Kristiania: Die Besatzung eines norwegischen Dampfers, der in Bergen eingeiroffen ist, berichtet, daß ei» HandelSgelettzug, be- stehend aus 14 Jchiffen, auf der Fahrt von einem englischen Hafen nach Lerwick von zwei deutschen U-Booten angegriffen wurde. Ein englischer und ein norwegischer Dampfer wurden versenkt. Der Geleitzug stand unter dem Schutze von zwei britischen Torpedojägern, die die Handelsschiffe oufgefordert hatten, die größte Borficht zu zeigen, da man befürchtete, daß der Geleitzug von U-Booten verfolgt wurde. Di« übrigen Schisfa des Geleit zugeS setzten die Reise nach Lerwick fori, vpn wo sie später nach Bergen abgingen. In der Nords«« wurden sie abermals von ll- Booten angegriffen,«s wurdo jedoch kein Schiff versenkt. Der Geleitzug wurde mir suS- cinandergesprengt. Drei britische Zerstörer vernichtet. London» 28. Dezember. Reutermeldung. Tie Admiralität trilt mit: In der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember sind vor der holländischen Küste bei nebeligem Wetter drei britische Zerstörer auf Minen gelaufen oder torpediert worden. Dabei find 13 Ofsizierc und 1 Mann umgekommen. Spanisch-englische? Zwischenfall. Madrid, 29. Tezember. Meldung des Wiener K. und K. Kor- respondenzvureauS. ABC veröffeutlichr«inen Berich: von Augen- zeuge» über die Durchsuchung deS spanischen UeberseedampferS Jn- fantc Isabel durch die Engländer. Danach wurde der Dampfer auf der Uebersahrt von Monte Video«ach Spanten von dem engli'cheu Kreuzer Edingburgh Castle onge- halten, militärisch bcsetzr und durch die englischen Offiziere und die Schiffsmannschaft einer zivölf stündigen eingeben- den Durchsuchung unterzogen. Hierbei bemächtigten sich die Engländer trotz des entichiedenen Einspruchs des Schiffs- tapitänS der gesamte» amtlichen, von den ipaniicheu Ron- iuln Amerikas au ihre Regierung gcrichloten S ch r i f t st ii ck c. Die öffentliche Meinung zeigt sich über öen Vorfall böchst entrüstet und erwartet mir Ungeduld die Slellunguahme der Regierung, die bis- her hierüber Schweigen bewahr:. Masse 101$ in Zrankreich aufgerufen. Paris, SS. Dezember, l Meldung der Agenee Havak.) Di« Kammer wandte sich der Erörterung des Aufrufes d«r I a h r e S k l a n o 1010 zu. Unterstaaisiekretär Abrami erklärte die Politik der Mann- ichaftSbesiände der Regierung, die durch zwer Anträge beiührt werden, und wies darauf hin, daß die IahrrSitassen 1919 in England, Italien und Rumänien cinzestcllt werden würden- Di« Alliierten könnten es aber wohl nicht als«ine Kränkung auf- äffen, wenn Frankreich sie bitte, seiner Wunden zu gedenken. Tie Regierung werde die Kammer über di« Beschlüsse de» iuterolliierftn KriegSraicS auf dem Laufenden erhalten. Nach einer Prüfung der Frage der Entlassung der alten JahreSklassen sagte Abrami: Die Regierung kann am Bor- abend ernster Ereignisse, die eintreten können, nicht in rine Entlassung der alten Klassen willige«. Elemenceau erklärte, er werde von den zur Fahne ein- berufenen Bauern verlangen, im Januar nud Februar sechs Wochen an die Ausführung der Landarbeiten z» verwenden. Falls die Kammer sich ablehnend verhallen sollte, so würde er die Vertrauensfrage st eilen. Die Deutschen strömten gegen- wältig nach der französischen Front. Die Arbeiter seien unbedingt notwendig. 1290 999 Mann, die hinter der Front mohilisieri seien, würden, wen» es not täte, an die Front geben. Die Kammer zollte Elemeneeaus Ausführungen Beifall und ging dann zur Besprechung der einzelnen Arlikel über. Sie nahm schließlich die Gesamtheit der Borlage über den Aufruf der Klasse 1919 mit 4SZ gegen 73 Stimmen an. Ssnöerkonferenz der englischen Gewerkschaften. Zur Krage üer Kriegsziele. xsvi««, 2S.?«zembsr. RichwmUich. lWeldung dss R«uKr. ichen Bureaus.) Auf ei*»* heute in London adgehslienen Sonder- konferenz von Vertretern der Gewerkschaften, sozialiftischen Ber- einigungen und anderer Körperschaften, die der Arbeiterpartei UNS dem GerverkschaftSkongretz angeschlossen sind, wurde eine Denk, ichrift Über die KrregSziele, die vom Ausführende« AuZ. ichuß der Arbeiterpartei und dem parlaMentqrischsn Aus. schoß des GeverkschaftSkongresseK vorgelegt worden war. erörtert. ES nahmen neunbundert Vertreter daran teil, darunter Arthur Henderson, Ramsqy Viocdonalt», Havelock Wilson, Willthorne und Bowerrnan. Nowermann verlas einen Srief Llogd George!, in hem dieser sagt:»Eine Erklärung vd?x die Kriegdziele der Alliierten kann nur im Einvernehmen mit den anderen alliierten Völkern abgegeben werden. Die Frag« der Abgab« einer neuerlichengemeinschaftkichenEcklärung schwebt den okliiertxn Regierunge» beständig vor. Sie ist jedoch«ine solche, über die die englische Regierung allein nicht sprechen kann. Wir haben erwartet, über diese Angelegenheit unsere Ansichten mit denen der Vertreter der russischen Regierung auf der K o n f e r c n z, die in Paris im vorigen Monat starftaich, auszutauschen. Aber zu unserem Bedauern machte die Abwesenheit irgend- welcher VertreterRußlands auf der Konferenz eine solche Aussprache unmöglich. Was die Ansichten der englischen -gierung betrifft, so habe ich darüber schon am vergangenen Donnerstag im Unterhause gesprochen. Ich wiederholte damals, was ich in Glasgow im letzten Juni in einer Rede, in der ich die Regierungspolitik jener Zeit vertrat, zum Ausdruck brachte, und machte es klar, daß die gegenwärtige Politik der Regierung nicht im geringsten von de» damals festgelegten Grundsähe« abweicht. Nach meinem besten Wissen und Gewissen sind die Ideale, für die wir heute kämpfen, �enau dieselben, wie jene, für die das britisch« Reich in den Kampf zog. Wir haben die preußische Herausforderung aufgegriffen, um die Welt end- gültig von der unerträglichen Drohung der militaristischen Geistes- riStung zu befreien, und die Möglichkeit für einen dauernden Frieden zu schaffe«, in dem den unterdrückten Wlkern ihre Freiheit wiedergegeben und Achtung Bar. jenen Gesetzen und Verträgen er- zwungen wird, die der Schutz aller Völker, ab groß oder klein, sind. Ich �stimme völlig mit Ihrer Ansicht überein. daß die Einmütigkeit und' Entschlossenheit unseres Volkes nur aufrecht erhalt«, werden kann, wenn jeder Arbeiter und jeder Soldat überzeugt ist. daß erdurchdieOpfer. die von ihmvirlangt werden, tatsächlich dazu beiträgt, pie Welt von den falschen Idealen der Autokratie zu befreien, und eine feste Grundlage zu schaffen, auf der ein« ordentlich« Gefell- schaft freier Nationen geschaffen werden kann. Ich bin niemals tiefer überzeugt gewesen, als heute, daß die Absichten. um derentwillen die Alliierten den Krieg fortsetzen, woder imperia- listisch, noch von Rachsucht eingegeben sind, sowie daß ihre Verwirk lichung unerläßlich für die künftige Freiheit und den Frieden der Menschheit ist." Arthur H end er so», der unter erheblicher Unruh« der Versammlung sprach, beantragte die Annahme der Denkschrift und erklärte. die Politik der Arbeiterpartei fei folgend«: 1. ES ist so schnell wie mSglich«in««»f tzer Grund- Jage der Demokratie begründete, sichere Schlichtung her. bcizntühren. S. GehictSeuSgleiche dürfe« nicht durch an. nezionistische»der imperialistische Absichten oder strategisch« Gründe diktiert sei«, souder» müssen im Interesse fortscheittkicher Zivilisation und des Weltfriedens liegen. 3. Die Handelspolitik nach dem Kriege darf nicht auf der wirtschaftlichen Unterdrückung»der kommerziellen Sbschließung de? deutschen Sol- keS gegründet fein. Henderson befürwortete auf das drin- gendste eine Aufklärung der Kriegsziele und sagte unter lauten Rufen der frppvsüu»!: ES ist sehr leicht möglich, daß der gegenwärtige Zustand in Rußland durch hie Unterlassung einer genauere« Umschreibung der Kriegsziele berbeigeführt wurde. Wir sind und wohl bewußt, daß die bösen Folgen der deutschen Herrschsucht sowie. des Militarismus in Deutschland oder anderswo zerstört werden müssen. Wir wissen von maßgebender Seite von einem Mitglied des KricgsrateS des Kabinetts, daß wenigstens zwei der Kriegführenden den Krieg nicht fortzusetzen wünschen. Carson sagte in seiner Rche in PortSmouth: »Glauben Sic, daß Oesterreich weiterkämpfen Will? Ich waiß. daß es nicht will und sage das nicht etwa so leicht hin. Und, glauben Sie, daß die Türkei den Krieg fortsetze« will? Ich weiß ebenfalls, daß sie das nicht will-" Henderson fuhr fori: ..Sind wir nicht berechtigt, ans dieser amtlichen Erklärung a n z u- nehmen, daß Oesterreich und die Türkei zu einem Frieden be- reit wären unter der Voraussetzung, daß di« Alliierten mit ihnen so verschren würden, wie Deutschland mit Rußland verfährt? Wir hoben ein Recht, zu fragen, warn« dizsrr Weg nicht eingeschlagen wurde, besonders hinsichtlich der Türkei. Wir können es uns nicht leisten. Rußland dauernd in den Händen unserer Feinde zu lassen." Henderson schloß mit dem formellen Antrag aus Annahme der Denkschrift. Havelock Wilson, Vertreter der Seeleute, bcantragie Veriverfung der Denkschrift, über die er sich sehr spöttisch ausdrückte. Er halte es für das widerspruchsvollste Schriftstück, das jemals dem Gewerkschaftskongreß unterbreitet wurde. Er würde gern wissen, wieviel von denen, die die Denk- schrift befürworteten, auch die darin ausgedrückten Anschauungen befürworteten. Die Arbeiter, sagte er, wissen nicht, warum eigent- lich der Krieg geführt werde. Der Krieg würde fortgesetzt, um die preußische Autokratie und den Militarismus zu zerstören. Wilson führte weiter aus, daß die deutsche Nation sowie die deutsche Re- gierung schuldig seien und Seeleute niemal? wieder auf Schiffen, die Deutsche beherbergten, fahren würden, bis der deutschen Nation bewußt werde, daß sie einen schweren Fehler gemacht habe. Wenn dies geschehen sei, würde Wilson mit ihnen in einer großmütigen Weise verfahren. Ein Delegierter a u S Glasgow, her sich der?l n- s i ch t Wilsons anschloß, sagte, daß Henderson anschei- nend den Frieden aus zweierlei Art herbei- führen wollte. Einmal durch de» Sieg und ein andennal durch Unter Handlunge». Kr sagte weiter: Wir stehen hier als Arbeiter, um die Regierung zu unterstützen, biß die Deut- schen besiegt find. Der Antrag Wilsons ans Verwerftin, der Denkschrift wurde abzesehnt. Unierhausmitglieö Thomas sag«?, die Regierung würde die Kriegsziele hinter dem Rücken der Arbeiter verhandeln, wenn es ihr Beliebe, ob jene damit einverstanden seien oder nicht. Auf HendersonZ Bemerkungen der Möglichkeit eines Sonderfriedens mit Oesterreich und der Türkei eingehend, sagte Thomas, es wäre ein grober Fehler, wenn zum Ausdruck käme, daß die Unter- zeichner der Denkschrift an einen Sonderfrieden mit der Türkei und Oesterreich glaubten und in ihren KriegSzieken nicht einig seien. Man müsse weiter- kämpfen, um die Kriegs ziele zu erreichen, die man für recht halte. Die Denkschrift wurde schließlich in einer»bstimmun« durch HandavfheVe« angenommen. Der Ausführende Ausschuß der Arbeiterpartei und der varla- mcntarische Ausschuß des Gewerkschaftskongresses verfaßten hieraus ein T? l e g r a m m a n H u Y s m a n». den Sekretär des inter- nationalen sozialistischen Bureaus in Stockholm, in dem sie ihn ünten, die Entschließung der Konserenz dem Sowjet in Petersburg mitzuteilen und ihm die heftige Ab- neigung dcZ Gewerkschaftskongresses und der Arbeiterpartei gegen einen Sonderfrieden zum Ausdruck zu bringen und ebenso Branting zu verstän- d i g e n. Llovd George erklärte sich bereit, die beiden Aus- s ch ü s s e heute obeni» zu empfangen. ein Flugblatt des Vorsitzenden des Allbnuschen Verbandes. Rechtsanwalt Claß, in dem zwar vocsichtigerweise— nicht gerade behauptet, aber zwischen den Zeilen angedeutet wurde, der„Vorwärts" treib« Politik im Dienste eine» BanklonlortiuinS. Dieselbe Ve- hauptung wurde auch gegen das„Berliner Tagebl." erhoben. Jeder Mensch in Deutschland weiß, daß der.Vorwärts' in nienmndes andern Diensten steht, als in dem der jozialdemokraii- schen Partei, die den KapilalismuS bekämpft. Daher fand die Ver- leumdung deS Elaß auch nirgends in der deutschen Presse Beachtung. Aber jegt lesen wir im Pariser..Matin": „WaS da?„Verl. Tagrbl." und den„Vorwärts" betrifft, s? hüllen sie sich in ein ebenso versichiizeS wie vielsagendes Schweigen. SLus sie nicht hindern wird, morgen aufs neue die Unabhängigkeit der deutschen Presse zu rühmen." Der Vorsitzende des Alldeuischen Verbände? liefert der franzö- fischen Presse Material für die lügnerische Behauptung, daß die deutsche Presse, bis in die sozialdemokratische hinein, korrupt und käuflich wäre. Es ist das die gewöhnliche Art her Alldeutschen, für di?„Hebung des deutschen Ansehens in der Well" zu wirken. Der ollöeutsche �leischerhimü. In der Methode persönlicher Bekämpfung, der verungkiwpftm« ihnen unbequemer Persönlichkeiten sind di« Alldeutschen Meister. Richtet sich ihr ganzer Kampf doch nicht gegen prinzipejlle Einrichtungen unseres Gtaatöieven». stuüdern immer gegen einzelne Persönlichkeiten, gegen einen..schlappen" Minister, ernen pazisisti- schen Hosmann und dergleichen. Zu denen, die sie jetzt mit be- sondc-rcm Haß vcrsolgen, gehört in erster Linie auch der öfter- reichische Gras Czexnin. Em kleines Muster dafür, wie in alldeutschen Blättern der Kamps gegen ihn geführt wird. In der „Deutsche» Zeitung" erzählt ein sicherer Eckart: Ach entsinne mich, daß icb den Grafen E z e r n i n vor mehre- re» Jahren sah. Er saß müde auf der Bank eines Parks und sah mit matten Augen vor sich hin. Plötzlich sprang bellend ein F l e i s ch e r h u n d au ihm vorbei— da fuhr der krank Schei- nende in sich zusammen und streck!« mit angstvollem Blick sein- Hand aus— eine schmale, weih«, blaugeadert« Hand. Diese Hand versteht nickt zu packen. Sie kann mit einem Schohhünkchen tändeln und das Gewicht einer Zigarette ertragen. Aber... Dieser t s ch e ch i s ch- s l a w i s ch e Graf will in die Zügol greifen, die einst Bismarck geführt? Die Geschichte von dem Fleifcherhund ist natürlich wahr, nur enihält die Darstellung Eckarts einen kleinen Fehler. Es war kein Fleischerbund, der auf den Gtxrfen Czernin losspremg, sondern jener w i l d g e w o r d e» e A l I d e u i s ch e, der in der bekann- ten anonymen Broschüre auch gedroht hatte, man müsse„Beth- niami gn di« Kehle ststirigen". Di« abwehrende BBvegui.g des Grafen Ezernin hat Eckart gleichfalls mißverstanden. In Wirk- sichkeit hielt sich der Graf die Rose zu.. �. Polen bei öen Irieöensverhanülungen. Warschau, 28. Dezember. Im Ministerrat Warden die Haupt- punkte, woran sich die A b g so rd» e te» des Königreichs Polen bei den Friedensverhandlungen zu halten haben, in Ein- klang gebracht. Die polnischen Vertreter werden im entsprechenden Stadium der Friedensverhandlungen mit dem Charakter von Sach- verständigen und Beratern auftreten. In erster Lim« wird der Ministerpräsident an d«n Friedensverhandlungen teilnehmen.. Zinnlanü an Schweben. Deputation beim schwedischen König. Stockholm, ZA. Dezember. Der Leiter der finnischen Regierungs, abordnung Gripenberg, verlas vor dem König im Rom«« der finnischen Regierung eine Erklärung, in der«S heißt: Der fin- »ifchs Landtag und die finnische Regierung haben Finnland zum freien und unabhängigen Staat erklärt. Finnland wendet sich an die freien Staate» der Welt mit der Bltt«. als vollständig unabhängig anerkannt zu werden.?m Roman einer mehr als tausend. jährigen gemeinsamen Geschichre sei dieses Ersuchen zuerst an Schweden gerichtet. Der König sagt« in seiner Antwort: Fch versichere Sie, daß ich und mein« Regierung mit warmer Sympathie dem Streben Finnlands, vollständige Unabhängigkeit zu erreichen, folgen und den ichhaften Wunsch hegen, Finnland als unabhängigen Staat aner- kennen zu können. El« wichtiger Punkt in disser ganzen Frag« ist jedoch die Möglichkeit eines Einverständnisses zwischen Ahrem Landeund Rußland. Eine säcbstsche Schemreform. Aui Dresden meldet W. T. S.:: Dem Sächsischen Landtage ist soeben der Entwurf eines Gesetzes über eine veränderte Zusammensetzung der Ersten Kammer zugegegangen, Tauach lehnt die Regierung alle Wünsche, die auf eine tiefgreifende Aenderung deS Wesen» und der Zuständigkeit der jetzige» Ersten Kammer gerichtet sind, ebrns» ab wie solche, di« eine vcseitigung der Erstem Kammer erstreben. Wenn di« Regierung bereit»st, Angehörige der Jnd U st r i e. des Handels- und Gewerbe- stände» in der Ersten Kammer Sitz und Stimme einzuräumen. so liegt darin kein Abgehen von dem Grundsatz, daß das Wesen der Ersten Kammer nicht da» eir,er berufSständifchen Vertretung ist. Die Regierung schlägt die Einfügung von!2 neuen Sitzen für die Kammer vor, von denen ft> an Angehörige der Industrie und de? Handels, zwei an Angehörige des Gewerbes fallen sollen. Die Wahl dieser Kammermitglieder soll den Handels- und Ge- wcrbekammern zufallen, und zwar bei den Vertretern des Gewerbes in vollem Umfange, bei den Vertretern der Industrie und des Handels zur Hälfte, wahrend die andere Hälfte durch den König berufen werden soll. Soweit sich auch in anderen Berufskreisen die Boraussetzunge» zur Milgliadschaft der Ersten Kammer fiirdcn, soll auch ihren Mitgliedern der Zugang zu dieser Kammer ermöglicht werden. EL ist der Wille der Regierung, daß durch Königliche Berufung auch Arbeiter Zutritt zur Ersten Kammer erhalten. Daß von den durch den König zu ernennenden IS Mitgliedern fünf den Be- ! sitzern von Rittergütern vorbehalten bleiben solle», rechtfertigt sich damit, daß die bisherige Ernennung von zehn Rittergutsbesitzern durch den König wechselt. Auch soll die Zahl der Mitglieder der Gemeinden in der Ersten Kammer erhöht werden. Es sollen demzufolge die nach den jetzigen Bestimmungen der Berfas- sungSurkunde den«n'ten Wagistratsparsonen van acht Städten de» Landes zustehenden Sitze ausschließlich den Städten mit revidierter! (Ztädteordnirng vorbehalten bleiben. Außerdmr ober soll die Be- � rusung von füiif weiteren Mitgliedern der Selbstverwaltung durch den König erfolgen. Dem Wunsche der Stadt Chemnitz, daß auch ihrem Oberbürgermeister ein ständiger Sitz in der Ersten Kammer eingeräumt werden möchte, ist stattgegeben worden; desgleichen wird\ im Hinblick auf die Bedeutung der technischen Wissenschaften aus dem Gebiete der Gesetzgebung usw. auch der Technischen Hochschule zu Dresden in derselben Weise wie der LandeSuniversttät Leipzig ein Vertreter in dec Ersten Kammer zugebilligt werde». Insoweit der Eintritt von Abgeordneten in die Erste Kammer auf Grund von Wahlen erfolgt, hat die Regierung Gewicht darauf zu legen, daß dies, Wahlen nicht auf begrenzte Zeit, sondern auf Lebenszeit?r- folgen." Dies« Reform ist derartig dürftig, daß sie selbst die von Ratur bescheidenen sächsischen Liberalen nicht befriedigen dürste. Alldeutsches Materia! für feinöliche verleumöuns. Elaß und„Matiu". Von de» Verleumdungen gegen die Partei und den„vorwärts", mir denen unsere Gegner hausieren gehen, pflegen wir nur dt« tn« lelligenteren zu entlarven. Man cd« sind sa dumm, daß eS sich gar nicht lohnt, auf sie einzugehen. Zu dieser Gort« gehörte zweifellos Kapp— ReichSwgRondidat! Aus Tilsit wird gemeldet: Die ReichstagSersatzwahl im Wahlkreis« Raznit-Pillkallen für den der- sterbe»«» Abgeordneten Gottschalk ist. wie das„Tageblatt für Litauen" meldet, auf den 2. Februar angesetzt. Bon den Kenser- vatiben ist als ReichskaMaiiMdat Generallandsehafts- di rcktor Dr. Kapp un!d für die demnächst noch festzusetzend« Landtagsersatzwahl Fabrikbesitzer H. van Seiten-Ragnit ausgestellt. Berworfencr des gleichen— Erkorener des Dreiftassenwohl- rechts Herr h. Lieber t, der Porsitzende des ReübSpeebandes. der unter dem gleichen Wahlrecht als Reichstsgslandidat in Borna- Pegau kläglich durchrasselte, will jetzt auf den Krücke» des Drei- klassenwahlrechis ins Preußenparlament gelangen. Für pis Hand- tagSersatzwahl in S t e n.d a l? O st e rb u r g hat die konservative Partei die.Kandidatur dem General p. Liebeft angetragen, dop sie, wie die„Magdeburgischs Zeitung" berichtet, angenommen hat. Das Mandat ist durch den Tod deS konservativen Abg. Bethge-ViWerge freigeworden..., Letzte Nachrichten. Französische Machenschaften i» Rußland. Petcroburg, 28. Dezember.(Meldung der Petcrsbupger Tete- graphenagentur.) Ein am 11. Dezember abgefangenes chiffrierte» Telegramm an die französische M i li t ä r m i s si o n an der rumänischen Front«mthic.i eine Anweisung der französischen Re- gierung, in enge Pezichunze» zur nireinischen Roda zu treten und sie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu unter- stützen, nachdem die Rada sich für die?lu fr echter Haltung guter Ordnuus und den Abschluß eines Friedens mit Zu- stimmung der Alliierten ausgesprochen Hot. Auch erhiel- tan di« Franzosen die Weisung, mit allen Miiieln die örtlichen politischen Bereinigungen zu unterstützen, die die Kainpfkrast an der rumstuiichen Front zu erhalte« suchen. Tie Franzosen wollen durch Zusanimenarbeite» mit den kürzlich g«- schassenen utificheu Venoaltungcn den Schein an der russische« Front bis Februar und Marz wahren, den endgültigen Ab- schlug eines Waffe»still st andes zu h i n i e r t r« i- b« n. um im Frühjahr den deutschen Vorbereitungen zu einem Frühjahrsseldzug an der Westfront zuvorzutommen, da nachher im Frühjahr hie Lag: dem Abschluß eines allgemeine« Friedens günstiger s»in würde- Nach den Berechnungen der Franzosen werden die ukrginisck>en Truppen die rumänische Front halten und dw Gebiete am Don. Es ist eins Sondormission. bestehend auK einigen französischen Offizieren, dazu kommandiert worden, jxm mit Zustimmung der kosakischen Militärregierung die Belieferung der rumänischen Süd- front mit Kohle und Lebentin itteln zu gewährleisten und besonders zur Berproviaiuierung der Koiakenauarliere 100 00 Pud Getreide zu liefern. Di« Franzosen versichern, daß die Rumänen dem Waffen st ill st and eifrig zustimmen, was von neuem beweise, daß im geheimen vor den Alliierterl von den Rumänen Versuche gemacht worden sind, um Besprechungen über einen Srndersricden mit Deutschland herbeizuführen. Was die Emgländer angeht, so empfingen ihre Ambulanzen und SamtätSabtetlungen jetzt bestimmte Anweisungen aus London, sich zurückzuziehen und unsere Fronien zu verlassen. Das Telegramm trägt dazu bei. die Rada vor den ukreinischen Soldaten elä einen der Ränkespinner gegen den Frieden bloßzustellen. Gegen den unverschämten Eingriff der französischtn Generäle werden die schärfsten Maßnahmen ergriffe« werden. Die französische Mission wird erfahren, daß Rußland nicht Afrika ist. Abberufung des amerikanischen Militärattaches in Petersburg. vesel, 20 Dezember. Nach einer Washingioner HavaSmeldung hat hie Regierung der Vereinigten Staaten beschlossen. Oberst Johnson, den amerikanischen Mliitärottache in Petersburg. abzuberufen. Der Militärottsche schien geneigt zu sein. mit den Maximalistcn in Beziehungen zu treten und war vom Botschafter desavouiert worden. GewerWWewMng Das Endergebnis der Urabstimmung im Holzarbeiter- verbände über die Nenreiielung der Wocbenbeiiräg« liegt nunmebr bor. Da- na» ist die Vorlage mit großer Mehrbeit angenommen worden; 36 8ti8 Mitglieder baben für und 14172 gegen die Er- ljöfiung der Beiträge gestimmt. An» 23 im s�ide siebende Mitglieder baben sich an der Abstimmung beteiligt, die alle mit Ja gestimmt baben. Diese Stimmen sind jedo» in dem borstebenden Gesamtergebnis nickt mitgezäblt. Die neuen Woiben- beitrage treten am l. Januar 1913 in Kraft. Das Anrecht au? die erböbten Unterstützungen erwerben die Mitglieder nach geleisteten 26 Vorfienbeiträgen. frühestens olio vom I.Juli 1918 an. Bis m dielen, Zeiipunlt, d. h. solange das Mitglied noch leine 20 neuen Wochenbeilräge entrichtet hat. bleiben die alten UnterstntzunqS- fätze in Geltung. Die nach Beendigung deZ KiiegeS und nach er- folgter Demobilifation deZ Heeres gurücklebren- den Mitglieder ersiillen die Wartezeit für die erböbten Unter- stützungeu, sobald sie 13 neue Wochenbeiträge entrichtet haben. * Tie Nrabstimmnng im Verband der Kupferschmiede ' Deutschlands eroab. daß von 2428 abgegebenen Stimmen 242b für die bor- geschlagene Beitragserhöhung um 15 Pf. pro Woche und die teil- weise Neuregelung der Unterstützungssätze gestimmt haben, 281 da- gegen. Damit tritt am 4. Januar 1918 diese Neuregelung in Kraft. Lohnerhöhungen für MilitärlicfcrungSarbeite«. Am 8. November 1917 bat der Verband der Schneide: da» Ersuchen an das ZlrieqSbckleidungSamt des Garde'orps gerichtet, die Löbne für die bei Privawmernebmeri! beschäftigten ArbeiiSkrätte auszubessern. Dieien, Ersuchen bat daS BelleidungSamt ent- sprachen und mit Wirkung v o m 22. Dezember 1917 die Löbne aufgebessert. Au gleicher Aeit erfolgt eine Erhöhung der Näbzntatenpreife und ist hierauf bei der Erhöhung der Arbeitslöhne Rücklicht genommen worden. Lbwohl gegenwärtig die neuen Teilstücklohntarife nicht fertig sind, müsien die Arbeitgeber die erböhlen Stücklöhne für alle von den Aibeitenr feit dem 22. Dezember 1917 gelieterten Stücke oder Teilarbeiren bezahlen. Die neuen Teilitücklohnrarife sind bereits fertig ausgearbeitet und werden nach erfolgter Diucklegung sofort an die einzelnen Arbeitgeber ausgehändigt. Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, die Teilstücklohntarife in den Ausgaberäumen und ArbeilSstuben auszuhängen. Wir machen besonders darauf auimerl'ant. daß in der letzten Zeit wiederholt Bestrasunae» wegen Nichtbesolaung der Lohndorschriiten erfolgt sind. E? ist daher die genaueste Beachtnna der neuen Lohnvorschriften und LieferunA-bedingungeu dringend geboten._ Die Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverhände Satte kürzlich durch den Snichluß des Tentichen Polier- Bunde» eine weitere Slärliing erfahren. Zum 1. Januar 1918 sind nunmehr auch die drei Drganiialionen der Bübnenongestellten. die Genosienichaft Teuticher Bühnenongebörigen, der Bei band der Ehoisänger und die Jnternaiionale Arlisien-Loge beigetreten. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich nunmehr wie folgt zusamnwn- Allgemeiner Verband der Teutschcn Bankbeamten, Sitz Berlin. Aügenieine Vereinigung Deutscher BuchhaiidlungZgehilfen, Berlin. Bund der technisch-industrielleu Beamte». Berlin. Deutscher Ehorsänger-Bcrband. Mannheinr. Deutscher Potier-Bund, Bralmkchweig. Deutscher Steiger�Verband, Eisen. Deutscher Zuschneider-Verband, Berlin. 6Zencsienichaft Deutscher Bühnenangehörige», Berlin. Internationale Artisten-Loge. Berlin. Verband technischer Schiffsoisiziere, Hamburg. Verband der Kunstgewerbezeichner. Berlut. Verband der Bureauangestellten. Berlin. Wrrkmeisterverband für das Buchblndcrgewerbe, Berlin. Zentralvetband der Handlungsgehilfen, Berlin. Tie GefchäitSstelle der ArbeitSgemeinschast befindet sich Berlin W 52, W-rftstraße 7. DaS erste Achtsinndengefctz in Europa. Aus Stockholm wird uns geschrieben: Die russische Revolution hat bekanntlich den Achtstundentag verwirklicht— allerdings nur durch RegierungSdekret und unmittelbare Aktion der Arbeiterschaft, nicht durch ein vom verfafiungSmäßig berufenen Faktor bcschloffeneS Gesetz. Die Ehre, den europäischen Parla- menten i» dieser Reform vorangegangen zu sein, kommt ser gesctz, gebenden Versammlung des jüngsten Staates zu. Ter junge» Republik Finnland ist noch vor ihrer Geburt dieses bedeutungS- volle Geschenk in die Wiege gelegt worden. Die wichtigsten Be- stimmungen des vom finnischen Landtag am 27. November ge- nehn, igten Gesetzes sind: § 1. Das Achtstundengejetz gili: 4. für die nachgeimnnten Betriebe und Unternehmungen, sofern dabei andere Arbeitskräfte beschäftigt werden als der Mann, die Frau und ihre Kinder, und zwar gilt es s) für Handwerks- und Fabrikbetriebe nebst anderen industriellen Unternehmungen: d) für den Bau. die Reparatur und den Unterhalt von Häusern, Häien, Bahnen, Brücken. Wegen und anderen Verkehrseinrichrungen; c) für BergungS- und Taucherarbeiten; d) für Schwimm- uitd Badeeinrichtungen: e) für Ab- räumungS-,. ReinigungS-, Trockenlegung!- und Siraßentebran- stalten; t) für Wald- und Holzarbcit, g) für Drift- und Flößer- arbeit: h) Lade- und Löscharbeit; i) Handele-, Kontor- und Magazjnbetriebe; lc) Wirtshaus-, Hotel- und Kaffeehaus betriebe. Weiter gilt da! Gesetz für Betriebe und Unternehmungen, die 4. den angeführten gleich gestellt werden, sowie 2. für die nachge- nannten, soweit dabei Dienst, und Arbeiispersonal angewandt wird; a) Eisenbahn- und Straßenbahnverkehr, Post-, Zoll- und Telephoncinrichtungen sowie Kanäle; b) Automobil- und Fuhr- mannSverkehr; e) Krankenhäuser und Gefängnisse: d) Betriebe und Einrichtungen, die den vorgenannte» gleichgesetzt werden können. WaS in diesem Gesotz bestimmt wird, gilt ebenso für Unter- nehmunge» von Staat, Gemeinde, Kirchspiel, von Vereinen und Einrichtungen, wenn sie auch nicht gewerbsmäßig betrieben werden. Dagegen findet das Gesetz kein« Anwendung auf die Hauswirtschaft sowie aus die Landwirtschaft und ihre Neben- betriebe sowie unmittelbar mit der Landwirtschaft zusammenhängende Arbeiten. § 2. Die Arbeit darf in den im 8 1 Abs. 4 genannten Betrieben außer in den im Gesetz bezeichneten Ausnahmen nicht länger als 8 Stunden täglich und 96 Stunden in zwei Wochen dauern. Wenn die technische Eigenart der Arbeit oder sonst, ge zwingende Umstände es erfordern, können die Arbeiter länger als 8 Stunden am Tage beschäftigt werden, doch so, daß die Zahl der wöchentlichen Stunden dadurch nicht erhöht wird. Bei Driftarbeit und Flößerei, bei Ladearbeiten, bei Kontor- arbeiten und in Molkereien, ebenso in den int F 1 Abs. 2 genannten Betrieben darf der Arbeiter in der Regel nicht länger als 192 Stunden in vier Wochen arbeiten. Bei Gruben- und BergwerkSarbeiteu wird Ein- und Aus- fahrt mitgerechnet, ebenso in anderen Betrieben die Zeit von und zu dem vom Arbeitgeber bestimmten AuSgangSort zum eigent- lichen Arbeitsplatz. Die Zahl der Ueberstunde,, darf höchstens 10 in der Woche. bezw. 40 in vier Wochen betragen, im ganzen Jahr aber nicht mehr als 450. Doch ist die Bewilligung weiterer 400 Stunden durch die Arbeitsinspektion vorgesehen, wenn der regelmäßige Fortgang der Arbeit dies unbedingt erfordert. Ueberzejt wird in den ersten zwei Stunden mit 50 Prot, und weiterhin mit mindestens 400 Proz. Lohnzuschlag bezahlt. Die Bestimmung für Entlohnung der lleberzeit gelten auch für Notarbeit. ß 5 bestimmt eine Sonntagsruhe von mindestens 80 Stunden. Wenn nicht anders möglich, ist dies: Arbeitspause innerhalb der Woche zu gewähren. Wenn die Arbeit in den im§ 4, 4. Abschnitt, Abs. 4 ge- nannten Unternehmungen nicht in einander ablösenden«gel- mäßigen Schichten von 8 Stunden angeordnet ist, soll der Arbeiter eine Ruhepause von mindestens einer Stunde erhalten, während deren er sich vom Arbeitsplatz entfernen kann, außer dort, wo sein Verbleiben für den Fortgang der Arbeit unerläßlich ist. Wo eine Achtstundenschicht besteht, ist mindestens ein« halbstündige MahlzeitSpause oder die Möglichkeit, während der Arbeitszeit zu essen, zu gewähre». Diese Pausen sind nicht in die Arbeitszeit einzurechnen, wenn sich der Arbeiter von seinem Arbeitsplatz«nt- fernen darf. lieber die Ueberzeii- und Notarbeii und ihre Entlohnung ist der Arbeitgeber verpflichtet, Aufzeichnungen zu führen, die er auf Verlangen der JnspektionöbeHärde und der A rbeiterdelegierten vor- zulegen hat. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, auf Verlangen der Arbeiter einen Auszug aus dieser Aufzeichnung allmonatlich den Aröeiterdelegierten unentgeltlich auszuhändigen. Dieses Gesetz und die Verteilung der Arbeitsstunden ist vom Unternehmer in den Arbeitsräumen oder auf den Arbeitsplätzen an geeigneter Stelle sichtbar zu machen. Z 9 verbietet den Arbeitgebern, die Arbeitszeit zu verlängern indem er Arbeit zur Ausführung daheim vergibt. § 14 fetzt die Strafen für Uebertretung dieses Gesetzes fest. Sie beginnen mit einem Strafsatz von 3 bis 25 finnischen Mark für jeden im Widerstreit mit dem Gesetz beschäftigten Arbeiter und mit einem Höchstsatz von 40 900 Mk. Ist die Uebertretung trotz Verbots der JnspettionSbehövde begangen worden, so steigt der Satz auf höchstens 50 Mk. pro Arbeiter und Tag und einem Maximum von 20 000 M?. Da! Gesetz tritt drei Monate nach seiner Bekannt gebung in Kraft. In besonderen Fällen kann der Senat einen Auft'chub von höchstens sechs Monaten gewähren. DaS sinnische Achistundengesctz ist der Energie der sinnischen Sozialdemokratie zu verdanken, die es im früheren, m seiner Mehrheit sozialdemokratischen Landtag ausgearbeitet, und die zu- letzt durch eine mächtige Streikbewegung dem neuen Landtag die Zustimmung abgerungen hat. Parteinachrichten. Stolz will ich de» Spasier... Unsere wiederholte Feststellung, daß die Unabhängigen zwar sehr viel Raum und Papier zur Bekämpfung der Sozialdemokratie verschwenden, aber die Bekämpfung der Alldeutschen und der Vaterlandspartei ganz aus den Augen lassen, ist diesen fichtlich unangenehm. Widerlegen läßt sich unser Vorwurf nicht anaesichls der unumstößliche:, Tatsache, daß daS Berliner.Mitteilungsblatt" der Unabhängigen innerhalb zweier Monate für die Bekämpfung der Sozialdemokratie etwa hundert Ar- tike! und Notizen, für die Bekämpfung der Vaierlandspariei dagegen im ganzen eine elfzeil,ge Lokalnottz aus EbcrS'.valde aufwandte. So verteidigt denn in der Breitscheidschcn Auslands- Korrespondenz R. Tbocwesten daS B erhalten der Unabhängigen mit verächtlichem Achselzucken: .Uns gegen seinen(des.Vorwärts") AnWurf zu verteidigen, im einzelnen darzulegen, was wir getan haben, und was zu tun uns durch Hemmungen, die für die andern nicht bestanden. u.n- möglich gemacht wurde. Ware unter unserer Würde." Das soll stolz klingen, ist aber dos Gegenteil. Wenn R. Thor- westen im Ernst behaiwien will, daß lediglich Gründe höherer Gewalt das Berliner.Mitteilungsblatt" verhindert hätten, in zwei Monaten mehr als elf Zeilen gegen die Voterlandspactei zu bringen, so heißt doch das, auf etwas sehr bcgueme Weise Deckung suchen. „Usaihängigcs" eus Laden. Man schreibt uns aus Karlsruhe: Unsere.Unobbängigen" häuen es zu gern gesehen, daß auch der Wechselt» der Leitung der badischcn Regierung sich gegen die.RegierungSsozialistcn" ausschlachten ließ. Genosse K o l b hatte ssch in Parlament und Presse seit Monaten mit Ein- ichiedenheit für die Beseitigung des stark koniervaiiv gerichteten Freiherrn v. D u i ck vom Posten des keilenden Ministers in» Zeug gelegt Mußlen unsere.Unadbängigen" olio befürchten, daß dessen — betaniiliich dicfer Tage eifolgier— Abgang olS ein Erfolg KolbS und seiner.regieruugSiozialistii'chen Freunde ausgelegt werde. io iollle dielen doch zum mindesten d i e Genugtuung nicht werden, einen Mann mit fortschriltlich-ren und zeitgemäßeren Anschauungen an die Spitze der badischen Regierung gebracht zu haben. Adolf G e ck-Össenburg. die einzige Säule der.Unabhängickeil" in der Zweiten badischen Kammer, hatle vor 14 Togen sin der Nr. 294 der.Le'pz. VolkSztg.") das Rezept angegeben, nach dem er und seine Freunde die badiicve Min ister kr ise gern gelöst gesehen hätten. Er balle sich von einein Spaßvogel von der Landtags-Rechien. der die geheimen Herzens- wünsche de».Alten Lffenburger" offenbar kannte, den Bären auf- binden lassen, der derzeitige Piässdenl de» evangel. OberlirSenratS v. U i b e l, ein rm ganzen Lande als reaktionär verschrieener Herr, sei als Nachfolger de» Herrn v. Du>ch auSersehen; und ssugS prophezeite Ad. Geck in der Leipzigerln triumphierend, eS könne .die Ironie deö Tchicksol» eS fügen', daß.der neue Staat»- minister..vom Hebel' ist', womit die politische Ohnmacht des.MintslerstürzerS Kolb', den Ad. Geck seit Jahren bekanntlich mit besonderer Gehässigkeit beehrt, zu des letzteren großer Genug» tuung natürlich lomplett gewesen wäre. Wie bekannt, ist die Freude Adolf GeckS zu Wasser geworden: nicht der reaktionäre Herr v. Uibel. sondern der seitherige Minister de! Innern Frbr. v. Bodman ist— wie übrigens für jeden noch ein?» halbwegs sachlichen Urteil« fähigen badischen Politiker von vornherein klar war— der Nachfolger des Herrn V. Duich geworden, derselbe Mann, der(woran der.Vorwärts' am letzten Sonntag bereits erinnerte) in der badischen Volkskammer die Sozialdemo- kiati« feiner Zeit eine»großartige Bewegung zur Hebung des vierten Standes' nannte und sich dadurch iowie durch feine lang- jährige Zusammeiiarbell mit der liberal-iozialtstiichenKammermehrbeit aegen die klerilal-koniervative Rechte bekaiiiitl'ch den Haß oller Reaktionäre, insonderheit de, preußischen Junker und ihrer politi» schen Geiolgichast, zuzog. Nun stehen umere.Unabhängigen'— e» klingt paradox, ist aber trotzdem die Wahrheit � mir betrübten Gesichtern da. jene Leute, denen in Baden genau so wie im Reiche jeder politische Fortschritt n ur M i ßb e b a ge n b e- reitet, Werl ihnen die Sucht, die politische Arbeit der»Re- gierungSsozralisten' zu verlästern, höher steht als daS politische und uiaierielle Interesse deS ProleiarraiS, und well sie sonst befürchten müßten, ihre Gefolgschaft könnte aus den Gedanken kommen, die Zerreißung der bisher so fest geschlossenen Kampffront der deutschen Arbeiterichaft sei nicht nur eine Ueberflüisigkeit, sondern sogar ei» Akt frivoler Selbstzerfleischiing gewesen. Ein für die Logik und innere Folgerichtigkeit der.unabhängigen' Politik äußerst bezeichnende Szene spielte sich am 21. d. Mts. in der Zweiten Badischen Kammer ob. Anläßlich einer Debatte über die Entschädigung für die Folgen feindlicher Fliegerangriffe beklagte sich Adolf Geck, der in Ossenburg wohnhaste.unabhängige" Vertreter der durchweg.regierungSsozialistiiSen' Arbeiterschaft PsorzbeimS. über die mangelhaften Fliegerobwehr- Einrichinngen »einer H-imatsiadt. Tie Zahl der Abwehrgeschütze in Offen- bürg solle vermehrt und die Abwebr überboupt energischer gestaltet werden, um die Franzoien und Engländer in Zukunft da- von abzuhalten, alle paar Tage über die Bogelen betüberzufl'.enen »nd im badischen Lande schwere Schäden anzurichten. Man enählt sich, daß Adolf Geck, als er nach Vertagung der Kammer in seine Heimat Offenburq zurückkehrte, von seinen Mitbürgern, die vom gesunden Menftbenverstand sich noch nickt gänzlich-unab- bängig' gemacht haben, mit der Frage bestürmt worden sei, woher er die Mittel zur Verstärkung der Ossenburger Fliegerabwehr denn eigentlich hernehmen wolle, da er— die Kriegskredite dock seit langem arundsätzlich ob- lehne. Daran, daß diese eindrückli he demonstratio ad oculot» aus die rechthaberische Hartkövssgkeit der.Unabhängigen' auch nur den mindesten Eindruck gemacht haben könnte,»st freilich nicht zu denken. Tie«nabhilttgigen Tchiilmn'stkr. Die Unabhängigen können eS den vor kurzem noch«ngeüim- mÄten Bolschewik, nicht verzeihen, daß sie mit dem Frieden nicht warten wollen, bis es England und Frankreich genehm ist. und be- schuldigen sie klipp und klar— der Schuld an einem verlängerten und erbitterten Ringen im Westen, wozu freilich die Antwort des VierbundeS auf die russischen Vorschläge in Brest-LitowÄ so wenig paßt, daß sie der„Leipziger Volkszeitung" zunächst vollständig die Spracbe verschlagen hat. Einen besonders erbitterten Federkrieg gegen die BelschcwikS führt in der„Leipz. VolkSztg.' A. Siein in Form c:ncr Polemik gegen Mehring, der sich der verketzerten L:nin und Trotzki angenommen hatte. Stein beruft ssch auf die rullischen Gegner der Bolkchewiki und sagt ihnen Unvernunft nach. Im Grunde und in den letzten Folgerungen möchte die„Leipziger Volks- zeitung" die Bolschewik! zu den Ideen de? früher so tapfer ge- schmähten KerenSki bekehren. E-nc Stllprobe mag genügen: .Von dar Welle der kriegsmüden Muichiks in Soldatenuniform emporgehoben und zur Mach: gebracht, sieht sich diese Regierung schon am Tage nach ihrem Siege gezwungen, alle ihre früheren Spekulationen auf einen„Frieden durch die soziale Revoluiion" über Bord zu werfen und nicht mit den Völkern, sondern mit den feindlichen Regierungen zu verhandeln. Und da man den auSge- stellten Wechsel auk den sofortigen Frieden schleunigst einlösen muß. ist man bereit, nicht nur mit ParvuS und Scheidemonn. sondern gegebcnensulls mit des Teufel? Großmutter in Verbindung zu treten. Gewiß mit den besten Absichten und mit dem Wunsch� da» demokratische FriedenSprogramm der Sowjet? zu verwirklichen Da aber in der Politik nicht Wünsche und Absichten ausschlaggebend sind, sondern die realen Machtverhältnisse und die vollzogenen Tat- suchen, so braucht eS nicht wunderzunehmen, daß die Bolschewiti. nachdem sie eine Reihe vollendeter Tarsachen geschaffen und sich in eine Zwangslage begeben haben, mit ihren Grundsätzen in.Kon- fliit geraten und das Gegenteil von dem erreichen, was sie sich als Ziel gesetzt haben/' Etwas milder in der Form, aber nicht minder scharf in der Sache macht Ed. Bernstein gegen die Bolschewiti Front, der ihnen zu Gemüte führt: .International kann die Politik der Marimalrsten keine andere Wiickung haben als Rußland außerstand zu setzen, bei der Eni- scheidung über die Natur deS kommenden allgemeinen Frieden? überhaupt noch ein Wort von Gewicht mitzureden. Das wird dke Aussichten eine« Frieden?,.wie ihn die Sozialdemokratie erstreben muß. um io mehr beeinträchtigen, al» die gegenwärtige äußere Bo- liiik der Marimalisten auch die AüSIöschung einer Kraft in der Arena der Nationen bedeutet, die daran mitwirken konnte; daß daS Ende des Krieges zugleich da? Ende de? Mili tarismus bringen würde.... Eine internationale Ak- tum, die nicht in bloßen Demonstrationen von Gesinnungen bestehen soll, setzt annähernde Gleichartigkeit ihrer Vorbedingungen in den verschiedenen Ländern voraus. Fehlt diese, so kann ein. fettiges Vorgeheneines einzelnen Landes stets leicht das Gegenteil von dem herbeiführen, was mit ihm beabsichtigt war. DaS ist selbst zur Fciedenszeit eine Binsenwahrheit, gilt aber für die KriegSzeiren mit verdoppelter Kraft." Wie sielen die.Unabhängigen' über die Sozialdemokratie her. wenn diese den Krieg gegen den Krieg mit den äußersten Mitteln von der Jnternalionakität dieser Mron abhängig machte. Und jetzt predigen sie diese bescheidene Erkenntnis den— Bolfchcwiki. Zieht euch gefälligst erst an der eigenen Nase? Einyeflangene drucklckristen. Ilmer« religiösen Erzieher, von Pros. LIe. Bernhard Beh. 9 Bde. 44 M.—?ie rvviigelischrn Alrckcngemetndrn in der Kriegazei». Von Martin ecchian. 2.60 M.— Deut che Heldensage. Von Euren Mögt. 69 Pf— Da» deutsche Schwert. KriegSerlebnissc deuticher Oder. lehrer, herausgegeben von Prof. Hudebrandt. Suv M.— Verlag Quell» u. Melier. Le'pzig. Durch Krieg zum Friede«. Von Ludwig v. Shbel. 1.50 M.— N. G Elwertlcke VerlagSl'nchbandlung. Marbura. Vom Wesen der Dinge. Bon Rudolf Köster. 8,69 5!.— Koinmiss.- verlag H. Tz'chachel. Körli». Der Leiertafteumau». Von Klabund. 8,59 5!.— Erich Reiß- Verlag, Verlin. Gemeindeaukgabr» von Groß, Berlin. Vortrag von Dr. Licht. SO Pf.— Meorn Reimer, vcrlin. 1.« Ilae�dolne teil«» qn'ell« ent. Bon N. SkopianSth.— Librairie Centrale des Xationalites, Lausanne. Die Seiden des Litauische» Volkes.— Leman» Suchdruckerei, Laulanne. Potsdam, eine Biographie von Fritz Stahl. Geb. 5,30 M.— Felix Lehmann, Charlolteuburz. Die industrielle«rdeit der Frau im Kriege. Von Emmy Freundlich. Anzengrubers Verlag, Wien-Leipzig. Die Finauzwirtschast noch dem Kriege. Bon Dr. jur. Karl Vlgelm». 2 2t. Euliao Ziemien. Benin. Der Friede und die deutsch« Zukuuft. Von Alfred Hrtlner. Deutsche VerlagSanslalt. Stuttgart-Berlin. Der Wall von Gisen und Feuer. Zweiter Teil, von Dr. Seorg Wegenec. 4 M. F. A. Brockdaus, Leipzig Felde lusamkeit. Bo« Ludwig Bäie. 4,29 2» Weckrus-Berlag, Weimar. Berorduuugeu»er städtischen Behörde» zu Frankfurt a. Vi- 4. Nachtrag. Von Karl Kirchner. 8 21. Buchhandlung F. B. ütufiabrt, Frantfurt«. 21. Jahrbuch der Urania und Astronomischer Kalender ISIS. Friedr. viewcz u. Sohn, Braunschweig. Fretreltgible Gcmetude. Sonntag, den 89. Dtzember. vormtttzgz IO1;. Uhr. Kleine Franffmltr Str. 6, Bortrag von Hern, Dr. Paul Krtjche: Heimat und VoltStum. 1. Januar: Herr Ernst Läumiz: Jahres- wende.— Käste willkommen. Vecaauvartlüp für Politil:«ria tlattaee Berlin: tllr den livrige» Teil de» Blattes:«ste» E-t-lz.«eukolln-«ür y-scrate X».«Wae.«erlitt. Druck&. Verlag: Vorwärts Buawruckeret s. VeriagsanstaU Baal Ginget& üo„ Berlin SW HietjU 2 Sctlage*. Nr. 357 ♦ 34. Jahrgang 7. Seilage öes vorwärts Sonntag, ZH. dezember?�?? Ablauf öer Lehrzeit unö tzilfsöimftgesetz. Das Äriegäetni gibt unter dem Warnen„ftriegScuii, Amtlicke Mitteilungen und Nachrichten", offiziell ein Organ heraus, in dessen EinfübnungSnummer betont wurde, daß die..Amtlichen Rittsilungen und Ncchrichlcn" als dienstliche B e n a ch r i ch- ttgungen aufzufassen seien. Ueber diese dienstlichen Benach- richiigungen hinaus ha: das Kriegsamt jedoch auch eine Reihe all- gemein interessierender Fragen erörtert, so namentlich in den Bei- lagen»AuZ der Kriegsmirlschaft" allgemeine voltswirischastliche Fragen und in der Rubrik„AuS der RechtSabteilung" solche rein rechtlicher Natur, die sich aus dem besonderen Kriegsrecht, insbe- sondere dem HilfSdienitgesetz, ergeben. Bei den erste» Mitieilun- gen aus der RechtSabteilung wurde ausdrücklich betont, daß bei der Erörterung solcher Fragen nur ganz allgemeine Grundsätze entwickelt wenden könnten, daß aber jeder Fall immer für sich bc trachtet und nach seiner Eigenart beurteilt werden müsse. Baß die so entwickelten Grundsätze niemals für die Rcchtspr:chung bin- dend find, daß diese ganz unabhängig von der Rechtsnuschauung der RechtSabteilung des Kriegsamts das Recht des einzelnen Falles zu suchen hat, bedarf kaum eines Wortes. Man bätte dab. r erwarten sollen, daß das„KriegSctZnt" auch alles bermeiden wurde, was als der Versuch, im Wege der»dienstlichen Benachricküi�ung" einen Einfluß auf die Rechtsprechung zu gewinnen, erscheinen könnte 16 mit »ur 28 674 M. und 1014/16 mit 77 854 M., dageaen 1913/14 mit 400 206 M. Der tttztgenannie Betrag ist aber noch lange nicht das Höchste, was man in Berlin bei den Schneebeseiligungskosteir erlebt hat. Die Sonderausgaben für Hilfsarbeiter und Abfuhr stellten sich z.B. in 1000/10 aus 417 866 M.. in 1908/00 aus 916 392 M.. in 1907/08 ans nur 130 006 M.. dagegen in 1006/07 auf 1494 831 M. Der Winter 1903/07 war der allerschlimmste, den der Berliner Ttadtsäckel jemalZ zu ertragen hatte. An jenen ! 1404 861 M. waren beteiligt die Hilfsarbeiterlöhne mit L6Z IIS M. und die Absuhrunternehmervergütungen mit 1 231 746 M. Man steht, was Schneefälle kosten können— und wie viel die Stadt sparen kann, wenn fie die„freiwillige" HilfSarbcit schnceschippender Einwohner nicht zu bezahlen braucht. Berkehrsvcrteuerungeu. Die mannigfachen Annehmlichkeiten, die die gegenwärtigen Ber- liner VerkehrSverhältnisse bieten, sind jedermann hinlänglich bekannt. Die Direktionen' der großen Berkehrsgesellschaslen sagen daher mit Recht, ein Exlravergnügen muß sich jeder auch einen Extrogroschen kosten lassen, und erhöhen zum neuen Jahre ihr« Tarife. Die Stadtbahn fuhrt am 1. April den IS-Ps.-Taris ein, die H o ch- und Untergrundbahn erhöht zur selben Frist ihren Grund- tarif von 10 auf 13 Pf. und„bessert" natürlich auch ihre anderen Kartenvreise entsprechend auf, und die Allgemeine Berliner O m n i b n S g e> e l l s ch a f t läßt für ihr« Kraftomnibnsse schon zum 1. Januar einen erböhten Tarif in Kraft treten, nach dem die ganze Strecke Neukölln— Pankow 50 Pf., auf dem Decksitz 20 Pf., die Teilstrecken 26, 20 und 16 Pf. kosten werden. Kohlentransport auf dem Wasserwege. Da? Oberkommando erläßt folgende Verordnung: Auf dem Wasserwege eintreffende Brennstoffe sSteinkohlen, Braunkohlen, Briketts, Anthrazit und Sckmiedekohlen) dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung der Kohlenstelle Groß-Berlin, Berlin W 9. Linkstraße 2ö, abgeliefert und in Empfang genommen werden. Wer aus dem Wasserwege Brennstoffe beziehen will, rst verpflichtet, vor deren Eintreffen sich«ine Bescheinigung, welche zur Empfangnahme des Frachtgutes berechtigt, bei der Kohlenstelle Groß-Berlin, Berlin W 9, Linkstraße 25, abzuholen und dieser auf Verlangen die Herkunft, den Absender, die Art und Menge des Brenn- stoffes sowie die BezugSberechtigung und den Verwendungszweck nachzuweisen. Kahnladungen mit Brennstoffen dürfen nur an den- jenigen Srellen gelöscht werden, für welch« die Bescheinigung der Kohlenstelle Groß-BerlinS ausgestellt ist. Sofern das Löschen von Kahnladungen nachträglich an anderen alS den in den Bescheinigungen bezeichneten, aber innerhalb deS Geltungsbereiches dieser Verordnüng gelegenen Stellen erforderlich wird, hat der Empfänger die Aus- stelliing einer neuen Bescheinigung bei der Kohlenstclle Groß-Berlin zu beantragen._ Berliner Lebensmittel. Ans Anlaß zahlreicher gliichriflen aus der Bevölkerung weist der Magistrat darauf bin, daß es sich empfiehlt, angefrorene Kar- löffeln unverzüglich nach dem Empfang eine Zeit hindurch in kaltes Wasser zu legen. Dadurch wird der Kartoffel der durch den Frost entstandene süßliche Geschmack fast völlig entzogen und die Kartoffel wieder durchaus zu Speiiezivecken benutzbar. Unbedingt zu vermeiden ist es. angefrorene Kartoffeln in einem warmen Raum aufzubewahren. Die auftauende Kartoffel wird dann weich und un- genießbar. Die Gültigkeitsdauer des Abschnitts 33 der Eierkarte wird bis zum 16. Januar verlängert._ Ter Verkauf der städtischen Weihnachtsartikel. Uns wird geschrieben: Di« Verteilung der Weihnachtsäpfel, die der Berliner Magistrat zum Verkauf füllte, hat recht deutlich zum Ausdruck gebracht, wie sortgeschrilten die Stadt Berlin in ihrer VerteilungSlcchnik ist. In jeder Brolkoinmisfion wurde eine Ver- kaufsslelle eingerichtet, und damit der Verkauf recht flott von stalten gehen sollte, mußten drei Abschnitte der Lebensmittelkarte Kr. 125 znfominengebracht werden, um 3 Pfund auf einmal verkaufen zu können. Dasselbe Persahrcn wurde bei der Verteilung des Weih- nackitSgebäckS angewandt, nur mit dem Unterschied, daß dabei vier Abschnitt« verlangt wurden, um Pfund Keks zu bekommen. Bei der Verteilung von Kohl und Mohrrüben gab-s auf zwei Abschnitte zusammen 4 Pfund, also 2 Pfund auf jeden Abschnitt. In Berlin leben und wohnen Zehntausende alleinstehender Personen. Zehntausende wohnen zu zweit in einer Wohnung. Allen diesen Perionen war eS unter den erwähnten Umständen recht schwer, in den Besitz der genannten WeihnachtSdelikatesjen zu gelangen. Als alleinstehender 65jähriger Witwer sollte ich mir noch zivci solcher Bewohner suchen, um 1 Psund Aepfel laufen zu können, die Krieger- srau oder Witwe mit ein oder zwei Kindern war gezwungen, um den Kindern die Weihnachtsfreude für den fehlenden Kuchen zu er» setzen, sich ebenfalls noch soviel Personen zu suchen, damit sie zu viert in den Besitz eines halben Pfundes Keks gelangen konnte. Da ich und vielleicht noch tausende andere keine Zeit noch Lust hatten, unter solchen Umständen in den««sitz dieser„Weihnacht«- gaben" zu gelangen, habe ich einfach darauf verzichtet. Die Personen mit Kindern waren gezwungen, diese Scherereien in Kauf zu nehmen. Warum diese Einteilung? Di« Begründung lautet nach Angabe de» Magistrats: Die Zusammenlegung der Karten muß er- folgen, weil infolge der Schwierigkeit der Zufuhr nur ein« begrenzte Zahl von Berkaufsstätten errichtet werden kann, andererseits eine rasche Abfertigung sichergestellt werden mutz. Diese Begründung bricht aber ber den Berliner Verhältnissen in sich selbst zusammen. Die Schwierigkeit in der Zufuhr wird doch dadurch nicbt grötzer, daß. wie zum Beispiel iu der Markthalle 8 in der Andreasstraße, statt in einem Vekaufsstand abzuladen, in drei oder vier Ständen abgeladen wird. Die VerkansSständ« brauchen auch nicht errichtet zu werden, sondern sind zahlreich vorhanden. die Etandinhabe!- hätten jedenfalls gern den Verkauf übernommen, ohne daß der Stadt Berlin die geringste Schwierigkeit entstanden wäre. Die glatte Lbfertigung habe ich mir angeseheit, di« Polonäsen nahmen kein Ende infolge des einen VerkaufSstandeS in der Andreashalle; sollte es in den anderen BrotkommissionSbezirken anders gewesen sein? Wenn die VerteilungSstell« etwa glaubt. durch diesen VcrieilungSmoduZ sich die Anerkennung der betreffenden Berliner Einwohnerschaft errungen oder di« Schwierigkeit in der Zufuhr gemildert zu haben, so irrt sie sich sehr. Für die Zukunft muß erwartet werden, daß dieser verfehlte BerteilungSmoduZ nicht wieder in Lnwenduna gebracht wird, sondern jeder auf seine Karle den Teil selbständig kaufen kann, der ihm zukommt. Beschlagnahme der bei Althändlern usw. befindlichen gebrauchten KleidungS- und Wäschestücke. Die ReichSbekleidungSstelle erläßt eine Bekanntmachung, der wir folgendes entnehmen: Gebrauchte Kleidungs- und Wäschestücke, die zur Veräußerung oder anderweitigen Verwertung bestimmt sind oder sich im Besitze von Gewerbetreibenden befinden, deren Betrieb auf den Erwerb, die Veräußerung oder anderweitige Verwertung der bezeichneten Gegenstände gerichtet ist. werden b e s ch l a g- nah m r, soweit fie uicvt von den Heeresverwaltungen oder der Marineverwaltung für ihren Bedarf in Anspruch genommen sind. AlS solche Gewerbetreibende gelten insbesondere: Alrhä udler, Trödler, MonatSgarderobenhändler und Pfand» l e i h« r. Die Beichlagnahme wird sofort wirksam. An den be- schlognahmten Gegenständen dürfen Veränderungen, insbesondere Ortsverändermigen. nicht vorgenommen werden.'Rechtsgeschäftliche Verfügungen über sie sind verboten. Trotz der Beschlagnahme sind Verfügungen zugunsten des Kommunalverbandes, in dessen Bezirk 'ich die genannten Gegenstände befinden, zulässig. Die � von der Beschlagnahme betroffenen Gegenstände sind durch i die Besitzer dem zuständigen Kommunalverbande zui melden. Bei Gegenständen, die von der Beschlagnahm« betroffen sind und sich nicht im Gewahrsam deS Besitzers befinden, ist neben dem Besitzer auch der Gewahrsamsinhaber meldspflichtig. Die Äommunalverbände haben nähere Anordnungen über die Meldung zu erlassen. Diese'iad auch berechtigt, den Bestand der von der Beschlagnahme betroffenen Gegenstände durch Beauftragte seslstcllen zu lassen. Die beschlagnahmten Gegenstände, deren Uebereignung an die Äommunalverbände nicht freihändig erfolgt, werden aus An- trag de» zuständigen Kommunalverbandes enteignet werden. Kleine Anfragen. A n t w o r t z u 1 6(3? r. 3 6 0/ 3 5 U Der Charlottenburger 'Magistrat teilt unS mit:„Der Kaffee-Ersatz ist unS von der für uns zuständigen BezirkSzentrale, der Potsdamer Bezirks- einkaufSgesellschaft geliefert worden und es ist bei der Lieferung, da eine Probe nicht vorgelegt werden konnte, garantiert worden, daß er keine Steckrüben enthalt« und in der Zusammensetzung dem deutschen LebenSmutelgesetz entspreche. Unser tauftnälinijcher Sa.o- verständiger hat die Ware bei Eingang wie üblich geprüft, hat sie indessen zwar als„von geringer Oualirät", nichi aber als zu beanstanden bezeichnet. Wir haben daraufhin von einer Beanstan- dung unsererseits Abstand genommen da wir die War« gern vor Weibnachten der Bevölkerung zuführen wollten. Anscheinend sind im übrigen die einzelnen Säcke von verschiedener Qualität und hak naturgemäß nicht eine Prüfung aller Säcke, sondern nur eine stich- probenweise Prüfung stattgesunden. Ans die von der Bevölkerung erhobenen Klagen haben>oir sofort den Weiterverkauf gesperrt, ein« Untersuchung eingeleitet und sind init ber Potsdamer BezirkseinkaufSgesellichaft in Unterhandlungen getreten. Wir werden von dem Ergebnis Ihnen seinerzeit Mitteilung machen, ins- besonder« auch darüber, ob und inwieweit ciue Rückgabe der bereits berkauitcn Mengen erfolgen kanu." Daß eine Rückgabe der bereits derkanfteu Mengen und eine voll- kommen« SchadloLbaltung des PnblikinnS unter allen Umständen erfolgen muß. erscheint uns außer Frage. Unverständlich bleibt bei alledem, wie der Charlottenburger Magistrat den Mut gefunden hat, einen Kaffee-Ersatz, der von seinem eigenen Sachverständigeil als„v on geringer Qualität" bezeichnet worden war, zum Vierfachen de» sonst üblichen'Preises zu verkaufen. Die„Neue Welt" sieht sich durch die Schwierigkeiten aus dem PapUtmarkl gezwungen, mit Jahresschluß ihre bisherige, im Ver- laufe des Krieges bereits stark geschmälerte Erscheinungsform ein- zustellen. Sie wird fortan, inhaltlich— abgesehen von der ver- änderten BUdtecknik— da» gleiche bietend, als Lestandteil nniercr Zeitung Iveirerericheinen. Diese Äenderung soll nur eine vorüber gehende, durch den Krieg bedingte sein. Wir bitten daher unsere Leser, der„Neuen Welt" auch im vereinfachten Format Interesse und Treue zu wahren. Der Wandkalender des Vorwärts" kann diese» Jahr auf Grund eine« an alle Berliner Zeitnngcn ergangenen Verbote» de? Ober- kommandoS nicht erscheinen. Städtisches Jugendamt. Dcr Magistrat Berlin hat den von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Aenderungeu seiner Bor- läge über die Errichtung eines städtischen Jugendamtes zugestimmt. Städtische Blusen. In, Austrage des Magistrats bringt dcr Verein der Tertildetaillisten Groß-Berlin» jetzt Blusen zur Ver- teilung. Berücksichtigt werden nur Berliner DelaUgeschäfte, die schon vor dem 1. August 1914 Blusen geführt haben und sich verpflichten, die z,»geteilten Blusen mit einem Ausschlage von höchstens 18 Proz. auf den Einkaufspreis zu verkaufen. Der Berkauf darf nur an Einwohner der Stadt Beritn, nickt der Nachbargemeinden Charlotien- burg. Schöneberg. Wilmersdorf usw. gegen Aboabo von Bezug- scheinen erfolgen, die ausdrücklich zum Bezug dieser Waren ermäch- ligen. Meldungen auf Postkarte sind bis zum 6. Januar an die Ge- schästSstelle deS Vereins, Oranienburger Str. 22. zu richten. Silvesterverkehr. Die Große Berliner Straßenbahn hat für den Verkehr in der Silvesternacht eine Reih« außerfahrplan. mäßiger Svätverbindunge» hergestellr. Raummangel hindert uns diese» Jahr, den Fahrplan zu veröffentlichen. Wir bitten da- her unsere Leser, die nötigen Erkundigungen bei den jür sie in Frage kommende» Linien selber einzuziehen. Am Tilvestertage werden sämtliche städtische Bureau- und Kassen um 1 Uhr geschlossen. Palasttheater am Zo». Mvrgen, Silvester, Ehrenabend für R. Steidl und A. Miillrr-L'incke. Zum ersten Male:„Da» Hörrohr". Ulkiade von Robert Steidl.— Ad Neujahr Gastspiel Wilhelm Hart- stein in seiner Posse:„Er oder Er" und das vollständig ncue JanuarProgramm, Heute und Neujahr zwei Borftellellungen 8'■< und 7>/z._ Nenköll». Balttztumliche Vorträge. Frdtag, den 4. Januar, abends 6 Uhr. findet in der Aula der Realschule. Bvddinstr. 34/41 ein Vortrag de» Herrn Professor Dr. Otto Gramzow über da- Thema„Sinn und Zwack des Lebens" statt. Eintrittskarten zu 20 Ps. sind im Raibaue, 2 Treppen. Zimmer 210, während dc: Dienststunden von 9 bis 2 Uhr und am Vortragstage in beschränkter Anzahl an der Abendkasse von 7',4 Uhr ab crl/ältlich. — Lebensmittelversorgung. Daö auf Abschnitt 79 der Leben- mittelharte zur Ausgabe gelangende Weihnach-tsgebäck. dessen Anlieferung sich vielfach verzögert ljatte, wird im Laufe der nächsten Woche sämtlichen Bäckern zugestellt werden. Das Ein treffen des(ficbäcks und die Erbfftmng des Verkaufs ist von den Bäckern durch Plakat bekcmnt zu machen. Auf Abschnitt 33 wird der Verkauf von Suppen Pulver und einem Paket zu bereiteter Suppen bei den Kolomalwareii Händlern fortgesetzt. K a f s e e r s c» v ist alsbald nach seinem Eimvessen bei den Kleinhändlern aus Al schnitt 82 der Lebensmittelkarte erhältlich, Bei den Gemüsehiindlern gelangen aus Abschnitt 76 der Lebens mittelkarte L Pfund Weißkohl zum Aerkaus. Da die An- fuhr sich reichlich gestaltet hat, können nunmehr alle Einwohner imt Kahl beliefert werden. ES ist beabsichtigt, in Kürze eine»cur Gemüsevertestiing auf einen anderen Ai schnitt vorzunehmen. Der Abschnitt 76 wird alSdarm ungültig. Die Einwohner werden daher aufgefordert, die ihnen zustehenden Weißkvhlmengen nunmehr ba! digft von den Kleinhändlern zu entnehmen. Di« Kleinhändler sind berechtigt, nach Befriedigung ihrer sämtlichen eingetragenen Kun- den den Restbestand an Weißkohl freihändig zu verkaufen, Die Gültigkeit des Abschnittes 36 der Eierkarte, auf den e i n Er abgegeben wird, läuft noch bis zum 16. Januar. An Speise fett gelangen, wie in den anderen Eroß-Berliner Gemeinden, 30 Gramm Butter und 40 Gramm Margarine zur Ausgabe. Fis ch und Räucherwaren sind je»lach Zufuhr in den einschlägigen Geschäften erhältlich, und zwar können ans Abschnitt 60 bcc Lebens mittelkarte V» Pfund frischer Fisch und auf Abschnitt 70 Vi Pfund Räucherfisch aiitnommen werden. Bezüglich der Kartoffeln wird darauf hingewiesen, daß diejen-igen Einwohner, die von dem Recht der NorratSbeliefernng Gebrauch gemacht haben, in der Zeit vorn 24. Dezember bis 17. März bei ihren Kleinhändlern keine Kartoffeln entnehmen dürfen, und zwar auch dann nicht, wenn ihnen versehentlich Kar- tofselkarten zugegangen sein sollten. Es wird späterhin eine Kon irolls ausgrub: wecken und eine Bestrafung der festgestellten lieber tretungen stattfinden. Kaninchen, Hühner und Puten werden bei den Geflugelhändlern Kips, Bergstr. 158, Dittmann. Berliner Str. 42 und Kohn. Hermannstr. 211 zu den bischerigen Preis«, gegen Bprsogung bar HanshalMrte abgegeben. Vrik. Lebensmittel. In der kommenden Woche gelangen in der Verkaufsstelle der Gemeinde zur Abgabe: auf Ab schnitt 80: Weizengrieß flM Gramm), 8l: Brotaufstrich(bis 4 Personen eine ?ose, über 4 Personen zwei Dosen), 82: Tee(2 Pakete je HauS- ball), 83: Muschelfleisch(1 Dose je Haushalt), 84: Zwiebeln lh Pfund für die Nummern 2ZOO— 30001), 85; Kaffccmischung ins 1 Personen Vs Pfund, über 4 Personen Vi Pfund), 86: Trocken- nnlckipulver(50 Gramm je Haushalt), 87: Sonderzuteilung, 88: verschiedene Waren. Auf Abschnitt 18 der Eierkarte kann ein Ei entnommen werden. Ferner werden abgegeben: Pfeffer, Gurken, Salmiak-Wasch inittel. Die Abgabe der Waren erfolgt auf die Lebensmittelaus- weis« 1— 1350 am Montag, 1351— 2700 am Mittwoch, 2701— 3700 am Donnerstag, 3701 bis Schluß am Freitag. Weißensec. SKwangerenfürsorge. Eine Fürsorgestelle für schwangere Frauen und Mädchen wird bom 1. Januar 1918 ab neu errichtet. Die regelmäßigen wöchentlichen Sprechstunden in der Schwangerenfürsorge neben den ärztlichen Sprechstunden des Frauenarztes Dr. Bakofen werden von Frau Schwester Lotte JiDÜet im Perwaltuiigsgebäude der Gemeinde Pistorrusstraße 24, Fiauner 7, abgehalten werden. Die ersten Sprechstunden finden Donnerstag, den 3. Jannar, nachmittags von 4 bis 6 Uhr, statt. Die Fürsorge erstreckt sich in der Hauptsache aus ärztliche Rat- . rteilung und ist un«urtffeltlich. — Lebensmittel. Auf das Mittölstück und den Sonderab- ichnitt 8 der allg«miemen weißen Zuckerkarte wird eine besondere Zulage von zusammen 250 Gramm Zucker gewährt. Der Zucker ianu vom 29. Dezember ab bat demjenigen Kleinhändler, in dessen '.undenliste der EmpfailgS berechtigte eingetragen ist, entnommen werden.__ Groß-Serlmer parteinachrichten. Bezirk Lankwitz. Heute, Sonntag, den 30. Dezember, abends 7 Uhr, findet Sitzung und Kassieren der Beiträge statt. Wichtiger Angelegenheiten halber ist das Erscheinen aller Mitglied« dringend rölig. Lokal: L. Dohm, Kaiser-Wilhelm�Str. 34. Ter Vorstand. Soziales. Aus der Praxis eines ObervcrsicherungSamtS. Ein Chauffeur hatte einen neuen Kraftwagen gründlich durch Abspülen zu reinigen. Tobet lief ihm das Wasser dermaßen oben in die Stiefel, daß diese und die Strümpfe bollständig durchnäßt wurden. Am Tage darauf wurde er bettlägerig, eine Lungcnent- urdung stellte sich ein, an der der Mann starb. Die in Anspruch genommene Bernssgenosienichaft lehnte den Anspruch ab, weil der Betriebsunfall nicht erwiesen sei. Die Sache kam vor das Ober- 'erflcherungStimt, dem Zeugen genannt wurden. Aber auch dieses wies die Ansprüche zurück. Irr den Gründen heißt eZ:„Da? Ober- versichenmgSamt hat die Vernehmung der Zeugen nicht für erforder- üch gehalten. Würden sie im bezeichneten Sinne unter ihrem Eide aussagen, so würde der Unfall, da die Genannten nicht Augenzeugen waren, nicht erwiesen, sondern nur glaubhaft gemacht sein. Selbst dann, wenn ein« an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit für den Unfall anzunehmen wäre, konnte er aber nichr als Velriebsnnfall im Sinne er Ncichsversicherungsordnung angesehen werden. ES würde zum Begriffe deS BeliiebsnirfallS' das Ungewöhulichv und Gewaltsame e-S Ereignisses fehlen." Nach der Austastung deS ObsrversicherungSamiS muß also ein gc- waltsameS, außergewöhnliches Ereignis vorliegen, wenn ein Betriebs- nnsall angenommen werden soll. Daß es etwas Außergewöhnliches .st, wenn sich ein Ebaussenr dermaßen durchnäßt, wie es hier der Fall war, braucht das Oberversicherungsami nicht zu ioissen, es nimmt auS seiner Sachkenntnis— es wirken Männer des praltischen Lebens bei der Urteilssällung mit— wahrscheinlich an, daß derartiges einem Kraftwageniührer alle Stunden passiert, .wer daß die von ihm aufgesiellten Merkmale gar nicht u den Merkinalen eineck Delriebsuufalls gehören, das sollte ihm doch bekannt sein. Das NeichsversicherungZamt hat in sehr vielen Fällen Erkältungen und selbst das Erfrieren als BelriebSunfall angesehen. Man fragt ganz unwillkürlich, welches Obervcrsiche- inngZamt eins derartige Entscheidung fällen konnte, und man erwartet ,n hören, daß dies in einem weltentlegenen Nest geschehen ist, wohin die amtlichen Nachrichten des Reichsversicherungsamtes nicht einmal antiguarisch gedrungen sind. DaS ist ein Irrtum. Das Urteil stammt vom Oberversicherungsamt Groß-Berlmi bracht beschlossen, der die Auigabe mfallen soll, die auf diesem Gebiet« bestehenden gesetzlichen Be- stimmüngen zu sammeln, zu prüfen und Vorschläge zu ihrem Aus- tau auszuarbeiten. Der mit diesen Aufgaben betroni« Arbeitsausschuß hat seine Arbeite» ausgenomuren. Dadurch, daß d'.e führen- den Organisationen' auf dem Gebiete der Jugendfürsorge und Jugendpflege sich i» dieser ArbeitSgemeinschafi zu- lammen finden, erscheint die Gewähr geboten, daß olle beteiligten Kreis« Deutschland« zu Gehör kommen und daß die ge- machten Erfahrungen sachgemäß verwendet und gesichtet toerden. Da aller Wahrscheinlichkeit für die nächste Zeil aus ein einheitliches Jugendgesetz nicht zu rechnen ist, so lst durch die Arbeitsgemeinschaft svcd nunmehr dt« Aussicht gegeben, daß der Ausbau der zurzeit wichtigsten Gebiete des Jugendrechts möglichst schnell in Angriff ge» nommkii werde. Es ist zu hoffen, daß die Arbeiten der Arbeits- gemeinschatt, die sich naturgemäß ohne große Reklame in der Stille vollziehen loerden, einen bedeutsamen Forischritt i» der Reform des Jugcndrechts bringen werden.___ Die Polizeiliche Fürsorge für gcflihrdese Äinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr ist durch eine neue Dienst- aliweisung des Berliner Polizeipräsidenten erweitert worden. Diese Bersiigiuig betrifft der„Deutschen Slrasrechtszeiiung" zufolge die gesährdeteil Kinder und Jugendlichen, die in ihrer Umgebung einer rohen, Leib und Leben unniiltelbar gefährdenden Behandlung auS- gesetzt sind oder aber in der Oeffentlichleit in hilfsbedürftiger Lage betroffen iverden, weil sie sich etwa ans dem Elleinhans unerlaubt entfernt haben oder sonst ohne Schutz und Aufsicht herum- ireiben, verirrt haben oder ausgesetzt find. Die neue Bersügung ordnet an, däß solche jugendlichen Persoireu zu ihrem eigenen Schutze in polizeiliche Obhut genommen und. soweit in Berlin oder näheren Umgebung geeignete Angehörige vorhanden sind, diese» immittelbar übergeben werden sollen. Fehlt es an dieier Möglichkeit, so steht für hilfsbedürfiigc Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahre das städtische Waisenhaus zur Verfügung. Ist dorr eine Unterbringung nicht möglich, so silid die Jugendlichen möglichst unanssällig dem 'Polizeipräsidium zuzuführen, wo in erster Reihe mit Hilfe der Fürsorgedame die Ausnahme in eine Wohliätigkestsanstalt oder ein Heim angestrebt werden soll. Tic Zimahllie der ärztlichen Fürsorge für Kriegerfamilieit geht auS den vom Geschäfisausschuß der Berliner ärztlichen Standes- vereine jetzt veröffentlichten Zahlen deutlich hervor. Der Verlrag der Aerzte mit der Stadt Berlin über die ärztliche Behandlung der Kriegerangehörigen ist jetzt 21 Monate in Kraft. Die Zahl der Knegersamilien, die ärztliche Hilfe auf Grund des zwischen der Stadt Berlin und der Aerztescbaft abgeichlosienen Vertrages in An- spnich nahmen, ist von 7437 im Januar/Februar 1917 stuf 17 786 im Oktober 1917 gestiegen. Die Zahl der ärztlichen Gutscheine wuchs in derselben Zeit von 8597 aus 21 257, die der notierten ärztlichen Besuche von 2861 aus 2764, die der noiierten ärztlichen Beratungen von 13 984 aus 35 990. Die Zahl der Nachlbesuche, die in der ärzt- lichen Kriegsfliriorgelätigleit gemacht wurden, stieg monatlich von 49 auf 95 und die Geburtshilfeleistnngen von 42 auf 93. Aus der ungarische» Genossrnschaftsbcwegung. Mit einem vor- läufigen Aktienkapital von 8 Millionen Kronen wurde die„Nnga- rische Aklienaesell'chaft für den auswärtigen Handel" gegründet, an der sich die Großeinkaufsgesellschaft.Hangya", ihr Schwesterinstitut, die Hangya-Jndnstrie A.-G., ferner zivci Großbanken, und zwar die Ungarische Escompte- und Wechslerbank und die Ungarische Bank- und HandelZ-Akliengesellschatt, beteiligen. Die genannten Großbanken erblicken in der.Hangya" mit den ihr ange- schlosienen 1700 ländlichen Konsumvereinen, die nicht weniger als zivei Millionen Konsumenten repräseiitieren, eine unschätzbare Unterlage zur Organisation des iiiiiereu Marlies und sichern sich durch den Zusammenschluß den größten landwirtschaftlichen Kon- lumentenIreiS des Landes. Andererseits wollte wieder die von der „Hangya" gegründete Hangya-Jndustrie A.-G. die weitreichenden auswärtigen Verbindungen der Großbanken für jenen Teil ihrer Produktion nutzbar machen, den die Genossenschaften eventuell nicht mehr aufnehmen können. Die neue Aktiengesellichast beabsichiigt, ihre Tätigkeit auf sämtliche Jndustrieartilel und landwirtschaftlichen Produkte auSziistreckcn, die für den Export und Import in Betracht kommen. Präsident dieses in Ungarn bisher alleinstehenden ge- nossenschaftlich-kapitaliftischen Exporiuntrrnehmens ist Gras Emil Desjeawffy, der auch bei der.Hangya" die Stelle des ersten Vor- sitzenden innehat. Inöustrie und Kandel. Aus dem Berlmer Wirischaftsleben. Ter Rohertrag der Fabrik isolierter Drähte zu elektrischen Zwecken(vorm. C. Jotta Vogel, Telegraphendrahtfabrik A.-G. in Adlershof) ist von 1,8 auf 2,3 Millionen Mark gestiegen. Da aber auch die Unkosten um fast 400 000 M. höher geworden sind, so ist der Reingewinn nicht beträchtlich höher. Die Dividende wird von 16 auf 18 Proz. erhöht. In dem Geschäftsbericht wird ausgeführt, daß es der Gesellschaft trotz der Schwierigkeiten, die die Äriegsver- Hältnisse der Schaffung großer Anlagen bieten, möglich war, die Arbeiten am Kabelwerk so zu fördern, daß die Bauten fast fertig- gestellt sind. In sämtlichen Betrieben war die Gesellschaft gut bc- schästigt. In das neue Geschäftsjahr habe sie einen großen Be- stand an Aufträgen übernommen, so daß sie der Zukunft mit Ver- trauen entgegensehen dürfe. Die Allzemeins Berliner OmnibuS-Aktiengesellschaft hat b«eits rin Jahre 1917 einen Verlust von 1,1 Millionen Mark erlitten; in diesem Zahne soll sich der Verlust noch wesentlich erhöht haben, so daß die offenen Reserven aufgezehrt werden dürften. Im Vorjahr wurde der Bestand von 2455 Pferden auf eine Mark abgeschrieben. Diese stille Reserve ist dadurch verloren gegangen, daß die Pferde großenteils starben oder erkrankten. Es sind nur noch eine mit drei Wagen betriebene Automob iUinie und drei Pferdclinien im Bc- trieb. Daneben wurde der Speditionsbetrieb aufgenommen. Die Gesellschaft beabsichtigt, von den Reichsbehörden eine Beihilfe zu verlangen, weil die für 18 000 M. enteigneten Omnibusse nicht unter 40 000 M. zu beschaffen sind. Das Reich wird sich aber schioerlich zu der Uebernahme des Kriegsrisikos für alle möglichen Gesellschaften und Unternehmen bereit erklären. Daß die Idee überhaupt aufkommen kann, ist bezeichnend für die Aerivirung zwischen privaten und öffentlichen Interessen. Die Große Berliner Straßenbahn und die Gesellschaft für elektrische Untergrundbahnen dürften die Vorjahrsdividende(4 Proz. bzw. 8 Proz. auf Stamm, und 5 Proz. auf Vorzugsaktien) ver- teilen. Die Große Berliner Straßenbahn verlangt nach dem Vor- bilde der Hoch- und Untergrundbahnen und der Berliner Stadt- bahnen natürlich wieder eine Erhöhung des Tarifs von 10 aus 15 Pf. Als Begründung wird an gerührt, daß etwa der fünfte Teil der Anlagen reparaturbedürftig ist, waS etwa 30— 40 Millionen Mark kosten wird, wogegen der ErneuernngSfondS nur 11 Millionen Mark enthält und durch diesjährige Zuwcndungsn auf 16 bis 17 Millionen Mark steigen wird. Ein Zwangssyndikat in der Brannkohlenindustric. Der preußische Handelsminister hat für den mittekdeutscheil Braunkohlenbergbau von der 1915 den LandcSzcntralbehörden er- teilten Genehmigung Gebrauch gemacht, die Besitzer von Stein- kohlen- und Braunkohlenbergwerken zwecks Regelung und der För- dcrung des Absatzes zu Gesellschaften zu vereinigen, wenn nicht in bestimmter Frist eine freiwillige Vereinigung zustande kommt, die mindestens 97 Proz. der Gcsamtförderung des entsprechenden Bs- zirkes umfaßt. Ursache ist, daß das Niederlau sitzerBraun- kohlen syndikat von dem auch in Mitteldeutschland gewaltig vordringenden böhmischen Braunkohlenmagnaten P e t s ch e k be- droht und sein Bestand angefochten wird. Ein anderer Außenseiter ist die bekannte Jlse-Bergbau-Aktien-Gesellschast. Es ist zu fordern, daß die ZwangSsyndizierung nicht im ausschließ- lichen und einseitigen Interesse deS bedrohten Niederlausitz« Braunkohlenshndikats erfolgt, sondern daß gemeinnützige Gesichts- punkte von der Staatsgewalt in den Vordergrund geschoben werden. Scharfe Mittel gegen russische Äcldhamstcr. Ein Erlaß d« ruffischen Regierung über die Beschlag- nähme der Stahl fiächer der Banken bestimmt: 1. Alles Silber, da? sich in den Stahlfächern der Banken befindet, wird für laufende Rechnung der Kunden in die Staatsbank gebracht. Gold in Münzen und Barren wird beschlagnabmt und dem Goldbestand des Staates zugeführt. 2. Sämtlich- Besitzer von Diablfächern müssen beim Aufruf sofort mit den Schlüsseln zur Bank kommen und bei der Beschlagnahme der Stahlfächer zugegen sein. 3. Das Wegbleiben der Besitzer drei Tage nach dein Ausruf wird als Un- ehrlichkcit angerechnet werden. 4. Die Fächer der nichterscbiencnen Besitzer werden von einem Sonderausschuß geöffnet werden, der aus Kommissaren der Staatsbank ernannt wird, und der gesamte Inhalt der Fächer wird als Eigentum des Volkes eingezogen werden. Ju Fällen, die eine Berücksichtigung verdienen, hat der Ausschuß das Recht, d'.c Einziehung aufzuschiebeil. Ter Protektionismus in Englaud. Die englische Regierung gebt im Kriege allmählich zum denk- bar schärfsten Protektionismus übet, lvenn auch an die Zollfreibeit der moisten Einfuhrgüter nach nicht gerührt ist. Protektionistischen Zielen dient auch die Liquidation deutscher Firmen und die Ver- nichtung deutscher Privatrcchtc. Protektionistischen Zielen■ dient ein Gesetz gegen den deutschen Metallbandcl, das vom Unterhause nach zwei Lesungen infolge liveralen Widerstandes au eine Kommission zurückverwiesen wurde. Teutsch-Jndustrielle haben aus dem englischen Metallmarkts vor dem Kricge sine beträchtliche Rolle gespielt iKid wichtige bergbauliche Konzessionen, besonder» i* Australien, ausgeübt. Das neue Gesetz will die Gewinnung und den Großhandel von nicht eisenhaltigen Metallen und metallischen Erzen k o n z c s s i o n s p f l i ch t i g machen und bestimmt, daß während des Krieges und 5 Jahre nachher Konzession keiner Firma «teilt wird, an der in irgeirdeii!« Form seindliche Untertanen oder ehemals seindliche Uniertanen beteiligt sind. Durch diese Gesetzgebung wird die Bestimmung der Handels- vertrage, die vor dem Kriege als selbstverständlich galt, daß näm- lich Ausländ« ohne Unterschied untereinanÄ« und meist auch ohne Unterschied zu den Einheimischen behandelt werden, ausgehoben. Die deutsche Regierung wird allgemeiner Billigung sicker sein, wenn sie möglichst schon, im Friedensvertrag gegen derartige Ausnahme- bestimmungen Front macht. Gerichtszeitung. Leichtfertig des Diebstahls verdächtigt. Um die Erlnngung eines Zeugnisses über einwandfreie Führung klagie vor dem G e w e r b e g e r it,Iiind*1« Montag mittag. Rom Nordosten nach Südwesten Vorsteigende Aus- heiterung und Abkühlung, nirgends wcientliche Niederschläge. Spezialarzt I>p. med. l-aabs beb. schnell, gründl., mögt. ichmerzloS u. ohne Berufsslör Lssekleekislli'aellkeit. geheim« Haut-. Harn-, Frauenleiden. Schwäche Erviobicste Methoden Ehrlich-Hata-Kuren. Harn- u. Blutuntersuchung.* Künisjstr. M, aSÄ. Spr. 10— lu. 5— S, Sonnt. 10—1. Münzen kauft Kall. Münzenhdl».. Berlin, Wilheimstr. 46/47.* Zuckerrüben zur Herstellung von Sirup verkaust in kleinen und großen Quanten 1777L Heinrich Drech<nt Safjcnlofat zn verlangen und an die in ihren Betrieben de- fchöftigtcn Mitglieder zu verteilen. NowawcS, den 24. Dezember 1917. Ter Kafsenvorstand. W. Kerflen, 1. Vorsitzender. 20511* Silvester- Getränke 255nSeewöI?5 Nhem, Mosel, deutsche und sranzöfische Rotweine, Franfenwemc, Spirituosen, Obstweine, feine Liköre etc. empfiehlt in bekannt besten Qualitäten.[1466E* Georg Andrer, Prenzlauer Str. 1/2, kmlm-üSladeW im SWMM v. ZeriHM SerAs V. a. G. Mgyei�emWiiiiig Svnntag, den 27. Januar 1918, nachmittasS 4 Uhr. im Berliner Klubhaus, Ohmstrage 2, 2 Tr., an der köpenickcr Strafe, nahe Brückenftrasie. 1214b Tagesordnung 1. Berich! des ZZorfitzTnden. 3. Bericht des KassiewrS. 3. DiSiufsion. 4. Dahl des ForstsnfeS. 5. Dahl der ReünungS» Prüfer, der Kranfentesucher und des Schiedsgerichts. 6. Innere Kafsenangelegen. Helten. ES ist Pflicht der Mizlied«', zu dieser Versammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Ter Vorstand. F. Lutz, Vorsitzende, Daterloouser 9. Sichtung!— dum 8kW! Personen.«eiche Anziben machen können über den Dtrastenbahnunfall amSinn- tag. 23. Dezember, adenes 10 Uhr, in der Müllerstrage, Eck- Schulftrage. werden höflichst gebeten, ihre Adresse abzugchen im Lolal 159a Richter. Luxemburger Strafte 2! Punsch- Extrakt 1 Teil mit 2 Teilen siebendem üSaffcr ergeben einen alkohol- * freien seinaromatischen — siisten Punsch.— Kct» Zucker erforderlich Ii Fl. 2. M. Inkl. Lose?on SLtr.5ii.Ltr.2M. Bei Mckreetnahmt billiger. Otto Reichel EKsenbalmatraOe 4. Wir kaufen lt.§ 15 d er Bckmmtrn. v. 25. DC gedr.'/i* Sektkorke zu 12 � Weiukorke 3ü 2 � u.all.and.Srt. neuen. geir.Korfe ferner:* Zelluloid-, jFilm- Hartgummi- Wachswalzen Schallplatten Abfälle Ordower G. m. b.•&., Georgenkirchstr. 50 (b. Alexandcrplatz), Friedrichstraße 43 Ecke Zimmcrstraxe. 9-12st,. 2-/2-6'/,. Z'd beziehen durch alle Buchhandlungen und durch den. Verlag Moritz Perles, k. u. k. Suchhandlung, Wien. Stefan Buszcsynski- FREIHEITSHORT Dcnfong der desckichte Polens. I*i»eis: BL U—. Stimmer! der Presse; , Gegenüber den mancherlei abfälligen Urteilen. die teils zur Erklärung, teils zur Rechtfertigung der Teilungen über Polen iu ümlani gesetzt-.rar.leH, wollte Buszczymski zeigen, daß Polen nicht ein Produkt und Opfer von Anarchie und Adeleübermut war, das sieh müh« am einige Jahrhunderte bis zu seinem unvermeidlichem üntergeng hinschleppt«, daß vielmehr die Gesehichie des polnischen Volkes von. großen und hohen Idee« geleitet irav, daß Polen durch seine Aoh- tan v der Mens-- heu würde, durch eeine Behandlung der Volusmassen, dureh seine Rechtspflege, durch.«ms Duldsamkeit, durch seine Fälligkeit bu friedUcheu II»- formen, durch seine Gabe der Versöhnung froindartiger Elemente und durch seine En tfaltuug politischer Freiheiten nicht nur den Beweis für seine Existenzbereah- tigung erbracht, sondern auch vor den meinten anderen Völkern einen Vorrang hatte.1-(„Kölnische Volbs- eeitung', 15. Aug. 1917.) ,D:e VeröSentliehung dieser Arbeit dee bekannten pelnisehea Gelehrten in deuteeher Sprache ist an- ge sichte der stautliehen Wiederherstellung Polens sehr eu begrüße», da sie ihr» Bestimmung einer willtomme- nen Aufklärung zu erfüllen vermag, und zwar nicht so sehr dureh das Eingreifen in das trockene Tat- saehenraaterial, als vielmehr durch die tiefere Einsicht in den geistigen Lauf der Geschichte."(.Boheima", 23. Juni 1917.) .Der gleichsam diviaatorisohe Linn der Ausführungen Busze�nskis, die gewissermaßen höchst aktuelle Zuspitzung seiner Argumentation, bewirken, da 3 uns dieses Buch vom Horte der Freiheit so ungemein nahe berührt und befruchtend anregt.1'(„Krakauer Zeitung", 6. Sepfe 1917.) Anton Cho'loniewski; Geist der Geschichte Polens. Preis; M. S.—. Stimmen der Presse: „Dem interessanten Buche(.Prcihoitshort") hat einer der hervorragendsten Publizisten unserer Zeit, Herr Anton Oholoniowsld, ein tief gefaßtes Vorwort vorausgeschickt.(-Krakauer Zeitung". 6. Sept. 1917.) .Choloniewski kommt in seinem Buche zu dem Sehfuss»:.Die Grundsätze, deren tiefe Weisheit die Völker Europas erst unter den fürchterlichen Leiden des Weltkrieges begriffen, haben wir Polen schon dureh Jahrhunderte in den Grenzen angewandt, die dem Begriff der Gesellschaft die Entwicklung der Epoche vergezeichnet hatte. Die Ideen, tieneu die Zukunft der Welt gehört, sind unsere."(„Deutsche Warschauer Zeitung", 8. Sept. 1917.) 1198bai Traufingt? 14Rar. ß oMl585gestemp. j Nudt a oletr-ige Voixaj | SKar. Gold vcm ST.! .MckiMMZ Nudj aolartgeVorxaf xcritäii: MessDäier ?tea55el2 Kößigl. Preuss. « Klassen- Lotterie Ziehung 1. Klasse: S. n. 9. Januar 10 IS A 5 16 % 20 , Lese 10 St. und Porto bei Vorausbezahlung für alle 5 Klassen 2o 50 lÖÖ SOO M. und Porto Hahn, ESSSSÄ BorHn S M| Prinaenstraßa 79, am Moritzplatz. Tägl. GewiBBllstsn zur Preoss.-Südd. Klassenlotieri:> | 1.— 5. Klasse zum Preise von 8 M. versendet portofrei] H. C. Rahn's Wwe., Berlin S 14. 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Herr»,«chrhezv4>!:. flür.-Uirtjtcr. felbt, Sinai»-»Sa- fe-Srsniichw Häftaeleitficibcn »ieberhol»«e»t.l9»cich»»tzeabelt.— S. A»eug und Nervenschwache geheilt.— 23. HsrrNlichdönbier EZckert, Berlin. Sreisenhagenerstr. 26. Von«ichtisch-theumatlscheu! Schmerzen in Bein und Fadgelenk getzeiit.— S4. Herr| Sastwirl C. Michaelis,<�!)arlortenburg, A-rklstr/ Sl. Bon chronischem Äeberleideu und tSclbsucht gebeilt. — 28. gro« Sft, Üttiorv. Bln.-Sichre« berä. Schern. 1 weberstr. 62. Bon Herzschwuche, Soberauscht» ellnug und Magenkrebs«ehatlt.— 21?. Ssfa Priui d?» i?eichenfteS«ril Herrn Wilhelm Hoffn.sr, Bln.»Westend, l BeamienbeuL. Bor, ichvere« Beinleide» geheilt.! Sein sollte-Sgeiwurweu-»eroer.'249/16"! 8)aF~ Briefllctie 8r:s!nel-Ajiatüjr:.i«Bgos wer uns p«. J bester PsSe mee etet-ea im Ssrimriitese? der Arstnit r.üi Wunoch wr Einsicht. � Oelreoaic IdiäanffUniijarflun-c fftp' Damen mid Hs< reo!<> Sgrech- t»td SefcisÄiiingswir; i 3— t, 4~T'/..— Sennlaj otid fsierirg; 9— L i Die arztliche AnstaltSieickuug: HeilaussaltöbesiUrr 1 Professor F,! approbiert im RuskanD GsrTm SO. 16, ßräckeRstr. 10'°| um R»bi:k«ir JiaaustvichebrUdke. s Silvester-Scherze in bekanut«rösster Slnölsah!»tRig.' 207/11« l Oiig. Broitliarkeuhefte 30 Ps., Wann wird Kriede? 3 für Iv Ps., kuofl. msj. Silase 10 Pi., writer-dr Schöne 50 Pj„ Tchvtolade mit SP leget SO Vi-, schreiender Sievesbries 40 Os., imitierte.«»»fefte, Psanukucheu. Prophezeiung«der de» �Weltkrieg. Nevolber mit 1000 Schutz, blihend, dekorierte Ztgarrenlpitzs«. Aoner- werk, Bengalre-tee. Scherzhöizer Aigarettr«. Knull- doubous Dtzd. 1— 6 itz.'.. Papierschiang s, Vtiitzcu. Jacher, L-nopioit», Hits, die beim ülb ehnren laut lchreten, IM., Äiesstztei Dtj». In. Sortimente I nach nsöwärtS sofort. Slherzsabri! A. 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Leiter: Komponist Franz von 3lon.• Anfang 4 Uhr. Silvester geschlossen. S'/j Letzter Sonntag! 71/» ,,6eli'n Sie bloß nicht nach Berlin," Morgen, blllveBtcr; Extra-Vorstellung Ehren-Abend f. K. Steidl, A. Müller-Lincke. Zum 1. Male: .(> 11 Das Körrohr' Ab Neujahr: Gastspiel WiüiBlrüarts'ein „Er oder Er." Trianon«Theater Georgenstr., Bhf. Friedrichstr. Tel.: Zentrum 4927 und 2391. Uhr Der'1,8 Uhr Lebensschüier. Komödie von Ludwig Fulda. Ida Wüst, Ericli Kaiser-Titz, v. Möllendorff, Mart. Kettner. Stg. 3'/, kl. Pr.: Hedda C-abier. Casino-Theater Lothringer etr. 37. TägL J;(S U. Wieder ein altuellcr Schlager! Hamfterfritze. aermÄNis- PrssktsAls Dhaussesstr. 1 f 8. C. Richter. Jeden Sonntag: Paul Mantheys lustige Sänger u.Konzert Qlfihpunsehs alfoholfrci Liier 2,00 M. Haiserpunseh, alfoholfici. Liter 2,50 M. t Teil Punschextratt, 2 Teile siedendes Wasicr ergeben einen löstlicheu faste« Punsch. Kein Zucker erforderlich. Die lergestellt. beste Getränt in jedem Haushalt. 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Betäubung Trotz billigster Preise„Vorwärts'-besorn 10 Proz ErmäSigung Sprschst. 9-1, 3-7, 9-1. Carl S. lettgel, Solhringet�ST�Ä� Licht Benzol sGlühlichts Brenner (Krlegsllcht), auf jedes vorhandene Lampenbassin passend, sowie Brennstoff hierjür mit BcziigSbcrechtigung bis 15. 3. 18 liefert, solange Bor» rat reicht Bichard Zacher, BenzoLPerwertiings-Äpparate, Berlin. Zimmerstr. 83. _ �fernspr. Ztr. 2923. Tetegc.-Ädt. Benzoftacher._ Peizvaren Or. Lager Muffen Hüten. Marder, Nerz. Skunks, Alaskafuchs u alle Polzwaren Neuanfert. sehr preiswt. Mieiiaelis Kürschnermstr Gr. Frankfurt. Straße 99,LSf. a. Straußb. PI. Eernsprocher Königst. 8151. Sonntag» geOUnet. Keuchhosien Dr. med. ißmanus R i e o s a u (Best.: Milehz. 90.0, Anisöll. oh., verd. Nieswnrz- Hittp! npnnn tinktur 2.0, Eenoh. 1.0. Sonnentauestr. 2.0, Alkoh.40) nmlC!M4!LI1 Hasten, Katarrhe der Athmungsorgane, Asthma. 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J.F.ASmann Buttergroßhandlung 42 Detailgeschäfte in Berlin und Vororte Hkimit die traurige Nachricht, datz einer unserer besten I und liebsten Kollegen, der Dreher I Georg üorchert nm 28. Dezember sanft entschlafen ffL Er gab ur.S allezeit da» beste Toiblid treuer KoleglalitZt. ZZIr werden sein Andeuten stet« in Ehren halten. � Di: Beerdigung findet nm Mittwoch, den S. Januar, lachmiltagZ Uhr, auf dem Neuen Lalobi-ilirchhos in istculölln statt. Iloilege» öer kipm» 5.?. Goerz (Abtellanft' Tempflliof.) veuttcher j Cranspcrtarbtilm'trbanl �czirkSverwalt. Groh«B erlin Ten Mitgliedern zurNach- !. Ichi, dah unser Kollege, der Hausdiener SelilfiS Seim am 28. d. M. im Alter von T.J Jahren verstorben ist. Tie Beerdigung findet am Montag, den 8t. d. f" nadimiltag« VI, Ubr,»on| der Leichenhalle oe« Martha- Kirckhosc« in Ahrendfeldc s aus statt. Ferner starb unser Kollege, j der Hausdiener MMich Mll am 2S. d. M. im llllrer von bg Jahren. Die Beerdigung findet am Montag, den Lt. d. Mt»., «achm. 21/, Uhr, von der Leichenhalle de« ,"ionS- Ali chhose» in Nordend aus statt.' veullchie Metallasbeltts- verdanck. Verwaltanguieil« Bertin. Den Mitgliedern zur Nach richi, dah uniere Kollegin. die MetallarbcUerin K\ara Clermont Kolberger Strohe 12/13, am 27. d. Mls. gestorben'st. Die Beerdigung finde! e.m Lonniag. den 80. d. Mls., vormittag» 11'/, Ubr, von der Leichenhalle de» Dante«. Kirchhose«, LIanlcstraße, auS statt. lVnrlinuk. Ten Mitgliedern serner zur Nachricht, dag unser Kollege, der Sau»diener SllMN SSlle von der Firma Felix Land,', Mmlii«str. 12, am 13. b. DJ. in Alter von 61 Jahren»erstorben ist. Ferner starb unser Kollege, der Hausdiener %m Boot am 22. d. M. im Aller von Lb Jahren. 11/16 Ehre ihrem Andeuten! vi» Borirtlmi«allung. Den Mitglieder« ferner 1 1 zur Nachricht, dah unser Kollege, der Se:nmacher Karl Opitz Kolberger Strohe 10, am 28. d. St. gestorben ist Di« Beerdigung findet am Montag, den 31. d. Mt«.. nachmittag« 3'/. Ubr, von der Leichenhalle de« DanleS- Kirchbate«, DIankistrag«. auS statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser« Kollege, der Heiser kränz Held Feunstrage 19, am 27. d. M. gestorben ist. Tie Beerdigung findet am Montag, den 81. d. Ml».. nachmittag« Vi, Uhr, von der Leichenhalle de« Danke«. Kirchhofes, Slankestraße, auS statt. Rege Selelligung erwartet. wird Allen Kollegen und Be- ia.if.ten die traurige Nachricht. dag mein innig- geliebter Mann, unket treu- lot gender Bater, der Stein- mc» Otto �lattner nach langen, schweren Leide» am Millwoch. den 26. De. fj zember, sonst«ntschlasen ist. In tiefstem Schmer, Irie» Hattncr 1223 und Sinder. Die Beerdigung findet am Montag, den 3!. Dezember. nachmiliagS 3 Uhr, von det Leichenhalle de«»eorgen- Kirchhofes. Detßensee.Rölcke« strage, au» statt. Zeniralvetchanck der S clnarddter Ceutidflands. Zahlstelle Nerlin. Den Mitgliedern»urNach- rich, daß unser Kollege, der Ltcinm»? Otto �attner verstorben ist. Die Beerdigung findet Montag, den 3t. Dczem- be» 1917. nachmittag« 8 Uhr. von der Leichenhalle de« St. Georgen- Kirchhofe» M Weißensee, Rölckestraße, ouS >'att. Um rege Beteiligung er- »cht 172/5 Die Drtsverwaliuug. BTnchrnf. Den Miigiiedern fetner jm Nachricht, daß unser Kollege, der Rohrleger Onstav Zielke Reinickendorf. Amendestr. 82, gestorben ist. Ehre ihrem Audeube» l 22! /S vi« Ortarenraltung. Scz- Oer. Zeltov-Beeshov. Ortsverein netikSIIn. Hiermit die traurig« Nack- rieht, daß am 28. Dez. unser Mttglied, der Dreher Georx Borchert Neu'Sll», Selchower Straße, sanft«ntschlasen ist. Ehre seinem Andeuteu! Di« Beerdigung findet am Mittwoch, den 2. Jan. 1918, nachm.'M Ubr. aus dem neuen Jatobi-Kirchhos stall Die Bezirletteirung. Am 26. 12. 1917 enlschliej nach langen Leiden unsere gute Mutter, Schwieger. und Gtogmuller, Schwägerin und Tante krau Auna Scbmidt Im Namen aller Hinter- bliebenen rtr»« Ol»» Volst alä Tochter.[12321 Die Beerdigung findet am Montag, den 31. 12. um 3 Uhr, von der Leichenhalle in FriedrichSseide au» statt. verband der Gass- und Sdiaaßwlrte DruNdflands. Zahlstelis Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht. daß unier Äollcge fei'llinsnil Geblllz; Posener Str. 22.«ezirl 4 nm 19. Dezember ver>( slorbeu ist. Am 26. Dezember ist dct j Kolleg« Hermaen WuKke KönIgSberger Str. 1, Bezirk 4.{ in Herzberge verstorben. Am 26. Dezember ver j starb der Kollege «übelm iniöl Tchivelbelner Str. 3, Bez. 2. Di« Beerdigung findet am Mittwoch, den 2. Januar. nachmittags 2'/, Udr. aui »cm Gcthleman«- Kirchhof in Nordend statt. Ferner verstarb die Frau de» Kollegen fellenimg. Marianne g«d. Schott Eaprivistt. 20, Bezirk 4. Die Beerdigung findet am Montag, den 31. De- zember, nachmittag» 3 Uhr, aus dem Michael»»Kn chhof, Martendorser Weg, stait. Ehre ihre« Andenke«: Um rege Beteiligung er- fucht 150/11 Die vrtSverwaltang. strdelter- Radfabrer- Bund .Solidarität'. Orttgrupp« LleMenherg. Den Spotstigenofien zur Nachricht, daß unser lang- jähi'ge« Mitglied und Kas- sterer üstvl Palm am 27. Dez. nach langem Leiden verstorben ist. Ehre seine« Audeuken k Die Beerdigung findet am Tonntag. den 30. Dezember. nachm. 2'/. Uhr, aus dem Gemeinde-Friedhos in Marzahn statt. Um recht rege Beteiligung der LundeSaenofie» bittet 10/3 Der Vorstanri. Adtahrt vom Bahnbos Lichtenberg- Friedrichsseibe 2 Uhr 11 Min. Schwerzliche Erinnerung zum Slerbetage unseres lieben, treuen, unveigeß- ttchen Sohnes. Bruder» und Schwager«. desUnterosfizier» Ifonl Qgabig gefallen am 30. Dezember 19:6 durch Kopfschuß. 93a Hat Dich der Tod so früh ereilt, da« Schicksal traf uns schwer; wenn auch die Zeit die Kunde heilt, mge'sen wir Dlch nimmermehr. Auf fremder Erde schwer und müde fant bin Dein Haupt zur lehien Ruh: schlaf wohl Du lieber Sobn. Bruder, Schwager und Oiilel, unsere Lied« deckt Dich zu. Am schwarz und weißem Bande liegt Verlasien Dein Eiierue» Kreuz, das Band war für Dich ein Zeichen— für uns hat beide» letnen Reiz. Deine tiesbetrübtcu Eltern und Brüder Paul, Ott«, z. Zt. aus Urlaub. Reulolln. Wartbestr. 6k> Am 27. De», verstarb nach lurzer, schwerer Kranlheil UNier liebes Töchterchen kakel Xppick. , Di« trauernden Eltern. Reutölln. Jfarttr. 4. 164b /eiitral- Kranßeu• Unter- stQfzungiikasfth.Scbniierle u. vertv. Gewerbe Deutscht Zahlst. Berlin- Pankow. Nachruf. AIS Opfer de« Weltkrieges fiel am 29. Ottober 1917 miler Kollege, der Dreher Ernst Henning 31 Jahre alt 297/11 Ehrc feinem Andenken! Die Ortsvcrweltuag. Verband der Sattler ond Portefcullicr. örtöveraaliung Berlin. Als Opter des Weltkrieges ist unfer langjähriges Mitglied Erm Münter 3! Jahre all durch Unfall oerftorben. Ehre seine« Andenken! 161/3 Die Ortsverwaltung. M Precc. Kiosseniotterie Zehong der I. Kl.: 8. a. 9. Janaar. fthtel-Lose 5 M.— Viertel- Lose tOM. tilbs Lose 20 M.— Ganze Lose 40 M. Sei VowusEahlang für all»* Kla»«eni '/* V-'/• Lose 3» 55 133 2410 M. Kröjer, uttert Shm«« Berlin Fried ichstr. 193 a, Eche Leipriger Str. Die Einäscherung unsere» Mitgliedes Frau �lissdetd üzliMsnn Berlin. Gräfestr. 11, findet morgen Wontag, nach- mittag» 6 Ubr. tm Krema- lorium, Gcrichtstraß« 37. italt. Ehre ihrem Anpenke«! Den überaus zahlreichen Teil- nedmern, insbesondere den ver- ehrten Bereinen und Haus- bewohnern anläßlich der lchten Ebrerwcifung meine» lieben Manne» Vrltz Pump tmb für alle die trostreichen Dot te sagt von Herzen innigsten Dank. 1223» Berlin, 27. Dezember 1917.■ Wwe. Emilie Pump, LInicnstr. 63». II bei eilen Jfleren-, Herren- letdcn finden Sie im Inetifcat (euch Botnöopethte'i, ürto- und Blutunternaobuneen. Schnelle, aründlicbe, mögt schmerzlose Be- n&ndlang. Erprobteste Methoden. 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Wahlkreis: Leo Zucht, Jmmonclkirchstr. 12(Hof). Geöffnet von 11— l1* und von 4lck— 7 Uhr. «. Wahlkreis iMoabit): Joseph, Wilhelmshavener Straße 49. Geöffnet ron 11— IVi und von Vi— 7 Uhr. Weddinq: I. Hönisch, Mnllerstr. 3ta, Ecke Utrecht« Straß«(Ladenh (Geöffnet von 11— l'd und von 4>k— 7 Ubr. Stofciuhaicc und Oranienburger Borstadt: 2. Wolgast. Wattstr. 9. Gcvftnet von 11— 1�» und von Uhr. «efundbrunnen: Fischer. Basfianstr. 6(Laden). Geöffnet von 11 bis 114 und von 414—7 Uhr. Schönhauser Vorstadt: Karl M a r S, Greisenhagen« Straße 22. Le- oslaer von 11— Ist» und von 414—7 Udr. Adlertqos: Feher st ein, BiSmarckstroße 82. Alt-V.icnick.. Faltcuberg: Salzman», Falkenberg, Garteustadiftr. 10. Baue schuleiiwcg: Karl Köple,.stiesholzstr. 179. vernl u, Röntgeatal, Zepernick. Schönow. SchönbrLck und Buch: Heinrich Brase, Bernau, Mühlenstr. 5(Laden). Zeitungs-Ausgabestellen uud Jnseraten-Aunahme. Bahniders: Horleman», GeztesienschastShatt».Paradies". Eharlolleuburg: Gustav Echarnberg, Sesenheimer Straß« I. Ge- öswet von II— Ist und von 414— 7 Uhr. Cichwald«, Schmöckwitz, Zeuthen, MlerSdors: OSkar Mahl«, Grünaner Fredertdorf-PtterShag«»: Uffenwasser, PeterShagen. Friedenau. Steglitz, Südendc: H. B e r n s« e, Steglitz, Mommlenstr. 59. Friedrichshagou, Fichtenau, b'ahasdorl. Schöneich«. Klein- Schönebeck: Ernst Wertmann, Frledrtcve Hagen, Söpenicker Straße 13. ran, Klein,.enedrichstr. 10. Grünau: Franz Riem, tfnevttamr. 10. Johannisthal: M a r Gon fm ur. Parkltr. 23. KarlShorft: Frau Lachse. Jnnker-Jörst�str 7 II. KönigS-Wusterhausrn. Wildau, Riederlehm«: ßriedrl Luckrnwalder Straße 5.! Köpenick: Emil Witzler, Kieher Straße 6(Laden). Seöslnct von morgen» 7 Uhr hU abends 8 Uhr. Lichtenberg I. FriedrichSselb«, HohenschSahwulez:: Otto Settel, Warten- bergsttaße t 1 Laden>. Geoilne, von"ll— Ist und von»W— 7 Uhr. Lichtenberg 11. Rummelsburg, Stralau� A. Rosenkranz. Wt-Box- bogen 56. Geöffnet von N— Ist undl von 4'4— 7 Ubr Mahtsdars. KanUdors. vie»dors: P. H-eßberg. Kaulsdorl. Ferdinand- ftraße 17 Msriendors. Marieusete«: Snanst Lerp. Ehausieeftr. 29. Renlöllu: M. Heinrich,?ieckarstt. 2(Laden). Geöfsnct von II— Ist und von 414—7 Ubr. 3!culolla-'3ti«: Rohr, Sicgsriedstr.-28/29. Geöffnet von 11—114 und von 4st— 7 Uh: Riederschoneweide: Wilhelm Unruch, Brückensir. Ist, N. ch Baumann, Rowow«»: Karl Krähnberg. Gisenbahnstr. IG. Oderschöaeweid«: Ida Freidank, Bismarckstr. 25, 1. Paulo«. Rirderschövhausen, Nordend. Franz..vuehholz. Blankeaburg: R i ß m a n n. Pankow, Mühlenstr. 70. D.esmkseiidors-iC'!, Wilhelmsruh und Schönholz: P. Surich. Provinz- ftraß« 56 f Laden». Geöffnet von 11— Ist unk 4 st— 7 Uhr. Schenkendarf bei König»-Wi:fterhau|«n: Chr. Hanschke, Dorsstr. 10. Schoaeberg: Wilhelm Söumler, Meininger Straß« 9(Laden). Geöffnet von 11— Ist und von 4st— 7 Uhr. Spandau, Stent utsiteki; lt. Stahl, Spandau, Marfchallstr. 10. Tegel. Borstgwalde. Wittenau, Waidmann»lust. Hermsdori. Hohen-Renen- darf. 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