Nr. 142 Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertels jährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret In's Haus. Einzelne Nummer 6. Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Bettungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 22. Juni 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Dont offiziösen Prehlumpf. einen Versuch gemacht, sich die Leute vom Halfe zu halten, plaudert wurde: Was er hatte und was er war, hatte er ausschließlich dem Fürsten Bismarck zu danken, der die Norddeutsche" zu feinem Leiborgan erforen und ihr dadurch neben einem ausgebreiteten Abonnentenfreise thatsächlich einen Weltruf verschafft hatte. Aber noch mehr. Theils durch den direkten Einfluß des Fürsten Bismarck, theils indirekt veranlaßt durch sein offenkundiges Verhältniß zu dem Blatte, waren der Norddeutschen Buchdruckerei zahlreiche amt. liche Aufträge zugewendet worden. Ja sogar der Druck des Reichs- und Staats- Anzeigers", der von Rechts wegen der Reichsdruckereige= bührt hätte, war der Norddeutschen Buchdruckerei übertragen worden." wenn sie sich der Berührung mit Pindter und Schweinburg| scher Seite über das Verhältniß des Geheimen Kommissionsenthalten könnten, glauben wir gern. Sie haben ja sogar raths und seines Nährvaters folgendes aus der Schule ge die der alte Reptilienvater einst in einem Anfluge der Als es vor einiger Zeit hieß, der Geheime Kom- Selbsterkenntniß und Freundeserkenntniß charakterisirte mit missionsrath Pindter werde demnächst vom Schauplatze den Worten: Auständige Leute schreiben nicht für mich". feiner langjährigen Thätigkeit abtreten, durchzitterte ein Troydem Pindter und Schweinburg, sobald der alte Freudenschauer die liberale Presse. Der altersschwache Machthaber ihnen die Taschen nicht mehr füllen konnte, Liberalismus, der seit Jahrzehnten sich von Hoffnungen auf vor der Thüre seines Nachfolgers wedelten und dereinstige Gunst der Obrigkeit nährt, schnupperte ein lindes winselten, wurden sie doch nicht hereingelassen, und Frühlingslüftchen mit den laschen Nüstern, er sah mit dem es entging ihnen mancher schöne Markknochen, Bindter schon die gesammte offiziöse Presse mit ihrer Kor- den sie auf ihren gewohnten Schleichwvegen so trefflich zu ruption dahinschwinden. Man braucht kein Prophet zu irgend einem Börsenjobberstückchen hätten verbrauchen können. sein, man braucht nur die deutsche Reichspolitik Caprivi's Aber siehe da, fie fanden doch wieder Zugang zu den hohen wie feines Vorgängers aufmerksamen Augs verfolgt zu Pforten der Wilhelmstraße, die Pindter und Schweinburg. So wird regiert". Für schweres Geld errichtet das haben, um zu wissen, daß aller dieser Hoffnungsnarren Sie setzten unter dem neuen Kurs das Geschäft fort, das die nämliche Enttäuschung wartet, die sie schon so oft fie unter dem alten gelernt; nur daß sie uns noch Druck eines vom Reich auf Kosten der Staatsbürger herausReich eine Reichsdruckerei. Und handelt sich's um den herunterschlucken mußten. Wer vom Abgange Bindter's die das erbauliche Schauspiel lieferten, ihren früheren Herrn Druck eines vom Reich auf Kosten der Staatsbürger herausAbschaffung der offiziösen Presse oder auch nur ihre Sitten- und andere Nörgler neueren Datums mit der nämlichen gegebenen Blattes, dann drückt die gewichtige Reichsverbesserung erwartet, ist ebenso thöricht, als wer beim Ein- Wuth anzukläffen, mit der sie früher nur die fanzlerhand auf die Klinke, und der Auftrag fällt einem tritt Miquel's in das preußische Ministerium eine neue zeitweilig zu Reichsfeinden gestempelten Bismarckgegner in jener dunkeln Männer in den Schooß, die ber liberale era hereinbrechen fab. Der alte Bindter geht mit die Hacken zu beißen pflegten. Die Männer des neuen Chef ſo treffend mit seinem Ausspruch so vollen Taschen, um in beschaulicher Ruhe den ehrenvollen Kurses hatten nach etlichem Laviren wieder das alte zeichnet hat. Duftet das nicht nach Banama? Lebensabend eines Geheimen Kommissionsrathes zu genießen, schnußige norddeutsche allgemeine Topfegel aufgesett; fie mit scharf geladenem Gewehr, um Dieben aufzupassen. Tag und Nacht steht vor der Reichsdruckerei ein Posten und ein neuer Bindter tommt mit leeren Taschen, um durch glaubten ohne die offiziöse Breßhilfe nicht vorwärts tommen mit scharf geladenem Gewehr, um Dieben aufzupassen. geheime Kommissionsthätigkeit sich den gleichen Titel und zu können. Wenn er seinen Instruktionen folgte, tönnte er fast jeden bas gleiche Recht auf den einträglichsten Platz an der Der Bindter konnte sich und den Besitzern des Guano- Tag einen unbotmäßigen Passanten über den Haufen schießen. offiziösen Futterkrippe zu verdienen. Was ist denn überhaupt so ein Pindter? Wer diesen wie zu Zeiten des Mannes, der es offen aussprach, daß unter der Hand entziehen durften, das sieht und hört er blattes wieder die Taschen füllen. Doch ganz so einträglich Aber daß der Pindter und der Ohlendorf zur Belohnung für geheime Kommissionen der Reichsdruckerei Unsummen ehemaligen polnischen Insurgentenführer und späteren man die Klinke der Gesetzgebung zu Nutz und Frommen der unter der Hand entziehen durften, das sieht und hört er Profoß des preußisch- deutschen Patriotismus irgend, welcher eigenen Interessen in Bewegung sehen dürfe, scheint das nicht. Die kleinen Ruhestörer schießt man todt, den großen bemerkenswerthen literarischen Leistungen, und sei es Geschäft nicht mehr gewesen zu sein. Ob nun irgend eine Pindter läßt man laufen. auch nur der eines norddeutschen allgemeinen Rechts- Verstimmung zwischen den Guanobaronen in Hamburg und verd rehers und Sinnverkehrers, für fähig hielte, würde ihrem geheimen Kommissionsrath den Anstoß zu dessen Be den Mann überschäßen und seine Rolle verkennen. Das seitigung gegeben man bringt auch den Tod des Chess wäre ebenso fehlgeschossen, als wenn man einer anderen des Hauses Ohlendorf damit in Verbindung das sind Zierde des offiziösen Breßsumpfes den christlich- germanisch interne Angelegenheiten des Guanogeschäfts, und interessirt angetünchten Galizier Schweinburg zutrauen würde, daß er uns nicht weiter. Für die Deffentlichkeit hätte es mit seinen fetten Fingern einen richtigen deutschen Sat nur Bedeutung, wenn die Regierung selbst mit den zusammenquälen könnte. Nicht als Literaten, sondern als Pindter oder vielmehr mit der ganzen Pindterei gebrochen Geschäftsmänner, als Korruptionsfommissionäre, verdienen hätte. Doch die Pindterei ist mit dem Klassenstaat, der sich sich diese dickhäutigen Biedermänner ihr beträchtliches Eins auf tapitalistischer Grundlage aufbaut, zu eng verknüpft, tommen. als daß das möglich wäre. Die gegenwärtige Pindterkrise hat nur noch den einen Nugen gehabt, daß von BismarckDaß es den Lenkern des neuen Kurses persönlich lieb wäre, RHISTICS COD Feuilleton. Der Inde. 1100 Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. 70 10 gekenn Politische Weberlicht. Berlin, den 21. Juni. Presstimmen zur Stichwahl in PinnebergElmshorn. " Die Berliner Zeitung" schreibt: Shin Am Sonnabend findet im Wahlkreise Elmshorn- Pinneberg die Stichwahl statt zwischen dem nationalliberalen MargarineFabrikanten Mohr und dem sozialdemokratischen Zigarren arbeiter von Elm. Die Aktien des Herrn Mohr stehen schlecht. Das Elmshorner freisinnige Wahlkomitee hat es den Wählern überlassen, welchem von den beiden Kandidaten sie ihre nommen. Endlich faßte sich der Richter und wendete unserer Macht geschützt. Noch mehr, die Seele des un sich mit donnernder Stimme an Ben David:" Du hast schuldigen Knäbleins, das Ihr unserem Heilande zu schmähgehört, Abscheulicher," sprach er, wessen man Dich an- lichem Spott, zu Tode gemartert habt, ist diesem neuen flagt. Ein Genosse Deines Hauses, Dein chemaliger Christen zu wiederholten Malen im Traume erschienen, Glaubensbruder, Dein getreuer Knecht ist es, der den Schleier von dem ungeheuren Verbrechen zieht, das Du mit Deinem Vater begingst. Wirst Du ferner leugnen, und da durch das Schwert der Vergeltung schärfen? Wirst Du verharren in dem giftigen Groll Deiner irrgläubigen Verstocktheit?" - und hat ihn aufgefordert bei seiner eignen Seelen Heil und Frieden, die Greuelthaten offenkundig zu machen und zu rächen schon in dieser Welt. Blutdürftiges Schelmenvolt! Deine Bosheit liegt am Tage, und noch in dieser Stunde laffe ich Euch beide in Eures Hauses Keller führen, der noch bis jeit mit meinem Siegelring verpetschirt liegt. Ich will mir ein Fest daraus machen, durch eigene Untersuchung des Klägers Angaben zu beglaubigen, und am lezten Tage der Leidenswoche unseres Herrn, zwei Mörder und Gottes lästerer zu entlarven, die mit seinem Namen und seinem Erlösungswerte todeswürdigen Spott getrieben." , Ersticke, und verdammt seist Du, verfluchter, abtrünniger Sohn des Leviathan!" treischte hier der alte Jochai," Herr!" antwortete Ben David mit froftklappernden und sant unter Zuckungen zur Erde nieder. Ben David Zähnen. Ich soll reden, und kann kaum finden ein Wort ftand ihm, obwohl selbst fraftlos taumelnd, bei, und wandte auf meiner Bunge. Ich könnte Euch zuschwören unsere zum Himmel die trockenen Augen, in welchen eine wilde, Unschuld bei dem heiligen, hochgelobten Gott, den Gräbern verzweiflungsvolle Frage an das Verhängniß lag. Der unserer Voreltern, und allem, was uns heilig ist in Israel, Oberstrichter nahm jedoch keinen Antheil an Jochai's Zu Ihr würdet uns aber nicht glauben, denn wir sind Die Schelle erflang von neuem, und die Rathsbiener stand, und gebot dem fürchterlichen Kläger zu enden. schlechte Juden, ich könnte herbeibringen das Zeugniß erschienen. Reißt den alten Bösewicht von der Erde auf;" Mit tückischer Behaglichkeit ging auch Zodick zu Ende. meiner unschuldigen Tochter Esther, aber Ihr würdet befahl der Oberstrichter, dessen blinde Hize im Steigen war: " Das Büblein ist verschieden unter dem Messer des Raaf, sagen, es gelte nicht, weil es meine Tochter gab. ,, es ist eitel Lug und Trug mit seiner Hinfälligkeit. Die und sein weiteres Schicksal weiß ich nicht," schloß er. Warum jedoch glaubt Ihr dem abtrünnigen Knecht, der Wahrheit, die er nicht leugnen kann, hat ihn umgeworfen. Ob sie das Körperlein vergraben, ob sie es geworfen gegen uns zeugt, warum der Magd, die in ihrer Stumpf Schleift ihn an Stricken mit Euch. Den andern Höllenin den Fluß, weiß ich nicht, da ich mich entfernte, während heit alles bejaht, was man ihr vorsagt? Unschuldig sind hund werft wieder in seine Fesseln. Der Stöcker fie noch darüber geftritten. Der Raaf war für das erstere, wir, unschuldig, unschuldig an dem gräßlichen Frevel, den soll herbei mit seinen Knechten, und das Gezücht nach der und Ben David für das zweite, denn er hat mir nicht man uns auflegt. Fünf Monden sollen sein verflossen Judengasse bringen; denn keinem ehrlichen Manne steht's zu, getraut, da ich ihn kommen gesehen mit dem Knaben. seither, und nun erst kommt der gottlose Bube hier vor seine Hand an den Ungeheuern hier zu verunreinigen. Ich Jch aber konnte nicht mehr aushalten in Ben David's Eure Bank, und schreit Beter über uns? Warum hat er folge alsobald." Stähe, und habe benüßt die erste Gelegenheit, um aus der nicht allsobald aufgerufen zur Rache Himmel und Erde, Gemeinschaft zu treten mit dem Raaf und seinem Sohne. nachdem, wie er lügt die Unthat geschehen?" Der gestrenge Herr warf den Mantel über, winkte dem Schreiber, dem Zodick und der stummen Magd, ihm nachDas ist, so wahr mir helfe der Barmherzige, der mich Wirst Du schweigen, verfluchter ausfähiger Jude!" zürnte zukommen, und ging aus der Kammer. Ben David hatte gerettet von der Regerei, die reine, lautere Wahrheit; der Oberstrichter, indem er heftig aufiprang: Sollte fich feine Augen für das tückische Lächeln, mit welchem Bodid Amen." der arme Mann Eurer Nache aussehen? Ihr Juden- an ihm vorüberstrich, sondern lauschte sorgsam auf die Ein tiefes Schweigen beherrschte den düstern Schauplatz. geschmeiß flebt aneinander wie Retten, und dieser hier wäre Athemzüge seines sich erholenden Vaters, von welchem er Jochai lag bewußtlos, Ben David war zu Stein geworden, nicht der erste, den Ihr erschlagen habt, um seine Geständ- sich nicht trennte, obgleich man ihn neben demselben in -Grete betete in Gedanken ihren Rosenkranz zum Heil nisse zu verhindern, oder zu bestrafen. Ehe er mit Euch Retten schlug. der hingeopferten Seele; Bodick raftete von der An- ins verdiente Gericht ging, mußte er aufhören, in Eurer strengung seiner Rede, und selbst der Oberstrichter und höllischen Mitte zu leben. Er that's, er hat sich dem Himmel, Stöcker und seinem Geleite, der andere ging vor die Thüre, Einer der Rathsknechte lief, befohlenermaßen, nach dem fein Gehilfe, gewöhnt an Schrecknisse und Freveltlagen, bem allbarmherzigen Schooß des wahren Glaubens zu um den Wachen und neugierigen Gaffern redselig zu be erholten sich von den unerhörten Gräueln, die sie pers gewendet, und kann nun offen gegen Euch auftreten von schreiben, in welcher Wuth der Oberstrichter von dannen " " 00 Etimmen geben wollen. Richtiger wäre vielleicht gewesen, zur Wahl des Sozialdemokraten aufzufordern, denn Herr Mohr, der sich mit Haut und Haar dem Landwirthsbunde verschrieben und sich die Wahrnehmung seiner speziellen MargarineInteressen vorbehalten hat, wäre denn doch ein Voltsvertreter von recht zweifelhaftem Werthe. Auch von antisemitischer Seite hat er nur spärlichen Zuzug zu erwarten, denn die fonservativ antisemitische Presse erklärt ziemlich unverblümt einen Sozialdemokraten gegenüber einem Margarinefabrikanten für das fleinere Uebel. Eine Molkerei- Zeitung aus der Provinz erklärt sich direkt gegen die Wahl des Herrn Mohr. Wie man sieht, wirft der im nächsten Reichstag drohende Butterkrieg" schon seine Schatten bei dieser Wahl voraus. Unter diesen Umständen müssen allerdings die Aussichten des fozialdemokratischen Mandatsbewerbers für die Stichwahl fteigen.Ein neues Sozialistengeset wird in den verbismarckten Hamburger Nachrichten" gefordert. Dem grollenden Reichskanzler scheint unser endgiltiger Sieg nicht früh genug zu kommen. Bundesrath. In der heutigen Sitzung des Bundesraths wurde der Entwurf eines Gesetzes für ElsaßLothringen über die Licenzgebühren für die Abgabe von geistigen Getränken im Kleinen durch Konsumvereine an die Ausschüsse für Zölle und Steuerwesen und für ElsaßErweiter überwiesen. Die Entwürfe von Gesezen wegen Turf einer Erweiterung der Unfallversicherung sowie wegen Abänderung der Unfall Versicherungsgesetze wurden den Ausschüffen für Handel und Verkehr, für das Seewesen und für Justizwegen überwiesen. Dem Ents Verordnung zur Ausführung des Gesetzes zum Schuß der Waarenbezeichnungen und des Gesetzes betreffend den Schuß von Gebrauchsmustern wurde die Zu stimmung ertheilt. Die Resolution des Reichstags betreffend die Veröffentlichung einer Konkursstatistik wurde dem Reichstanzler überwiesen. Die Einnahmen der Reichspost Verwaltung für die Monate April und Mai 1894 haben betragen 43 661 282 M. für dieselben Monate 1893 41 379 438 hon mithin für 1894 mehr Die Ausgaben ergeben für April und Mai 1894 ein Mehr von " 2 281 849. 1 617 074 9. Der reine Ueberschuß betrug in den beiden genannten Monaten 1894 dagegen 1893 mithin für 1894 mehr 6 882 082 D. 6 217 307 664 775 9. " Eine mit ständig steigenden Ueberschüssen arbeitende Berwaltung wie die Reichspost- Verwaltung tönnte für die bei ihr beschäftigten Beamten und Arbeiter ganz anders sorgen, als es thatsächlich geschieht, aber sie will und fann es nicht, denn dem Moloch Militarismus muß alles geopfert werden, mögen auch die Kulturaufgaben des Staates darunter leiden. Den Entwurf eines Gefehez, betr. Erweiterung der Unfallversicherung, veröffentlicht heute Abend der Reichs- Anzeiger". Der Entwurf umfaßt 140 Paragraphen und füllt mit seiner Begründung nicht weniger als 141/8 Seiten engsten Druckes im großen Zeitungsformate. Wir find daher heute blos in der Lage, einige wenige Punkte aus demselben mitzutheilen, uns ein genaueres Eingehen für die nächste Zeit vorbehaltend: Aus der Begründung der Reichsregierung heben wir die folgenden Stellen hervor: Der vorliegende Entwurf soll den Schlußstein des großen Gesetzgebungs- Werks bilden, insofern er auch diejenigen durch ihre Berufsthätigkeit gefährdeten Arbeiter, die von den bis herigen Unfallversicherungs- Gefeßen noch nicht berührt sind, in den Kreis der Unfallversicherung aufnimmt. Es handelt fich dabei vornehmlich um die gefährlicheren, aber noch nicht versicherungspflichtigen Betriebe im Handwerk, im Handel, in 3 der Fischerei und in der Küstenschifffahrt. oker Zunächst ist es natürlich, daß, je weiter die Erkenntniß von den fegensreichen Wirkungen der Unfallversicherung sich verbreitet hat, desto empfindlicher sich die Arbeiter in solchen Betrieben berührt fühlen, die ebenfalls mit Gefahren verbunden find, ohne an den Wohlthaten diefer Einrichtung theilzunehmen. Die Betriebe zum Beispiel, in denen Metalle mit Feuer bearbeitet werden, wie Schlossereien, Schmieden, Gießereien, find gegenwärtig nur versichert, wenn fie fabrikartig oder mit Motoren, Dampf u. f. w. arbeiten, dagegen nicht, wenn sie den Betrieb nur handwerksmäßig und obne Motoren führen, obwohl die Betriebsgefahr hier faum geringer ist als bei jenen, sicherlich aber größer, als bei fabrikmäßig arbeitenden und deshalb versicherten Betrieben zahlreicher anderer Berufszweige. Diese verschiedenartige Be handlung wird um so fühlbarer, als in anderen Berufszweigen, 3. B. in den Betrieben der Maurer, Zimmerer, Müller, Schornsteinfeger, alle Arbeiter versichert sind, ohne Rücksicht auf die Art der Betriebsmittel und den Umfang des Betriebes. Weiter ist in einer großen Zahl von Betrieben infolge der allmäligen Erweiterung der Unfallversicherung nur ein Theil der Betriebsthätigkeit, ein anderer Theil dagegen nicht versichert. Es sind dies namentlich die zu einem Theil mit Bauten befaßten Betriebe der Tischler, Schlosser, Maler, Glaser, Klempner 2c. In diesen Betrieben ist nicht nur die vielfach ebenso gefährliche Werkstattsarbeit gleichartiger Arbeiter unversichert, sondern es ist sogar ein und derselbe Arbeiter für einen Theil seiner gewerblichen Thätigkeit( bei Bauten) versichert, für einen anderen Theil( in der Werkstatt) unversichert. Denn der Werkstättenbetrieb eines Schlossers, Tischlers 2c. ist nach den jetzt geltenden Bestimmungen nur dann versicherungspflichtig, wenn er entweder ein fabrikmäßiger ist, oder wenn er nach seinem Umfange sich als ein Nebenbetrieb der Bauschlosserei, Bautischlerei 2c. darstellt. Dagegen nicht, wenn umgekehrt die Werkstättenarbeiten die Hauptsache, die Bauarbeiten aber die Nebensache sind. Diese Rechtslage hat nicht nur für die Arbeiter, sondern auch für alle anderen Betheiligten mißliche Folgen. Neben den handwerksmäßigen und fleingewerblichen Betrieben tommen für die Erweiterung der Unfallversicherung ferner die gesammte Fischerei sowie die Seeschifffahrt mit tleinen nicht mehr als 50 Kubikmeter Brutto- Raumgehalt ents haltenden Fahrzeugen in Betracht, sofern diese weder Zubehör eines größeren Fahrzeuges, noch auf Fortbewegung durch Dampf oder andere Maschinenkräfte eingerichtet sind. Auch in diesen Betrieben ist bekanntlich die Unfallgefahr teine geringe. Im Handelsgewerbe fodann ist gegenwärtig das Lagern und das Umgehen mit schweren Gegenständen ( Steinen, Eifen, Nutzholz, Brennmaterial, großen Riften, Fäffern, Säcken 2c.) nur insoweit versichert, als ein Speicherei oder Kellereibetrieb vorliegt, im übrigen dagegen unversichert. Die Beschäftigung der Handlungsgehilfen und Lehrlinge sowie der sonst im Handelsgewerbe als Arbeiter, Faktoren u. f. w. verwendeten Arbeitskräfte ist aber häufig auch dann, wenn sie nicht unmittelbar mit dem Lagern und Laden von Gegenständen der genannten Art zu thun haben, mit Unfallgefahr verbunden, z. B. beim Verkehr auf schlüpfrigen Treppen, zwischen Frachisuhrwerk, auf ladenden Schiffen, zwischen auf geftapelten Laften. Zu den Handlungsgehilfen und Lehrlingen gehören auch die Apothekergehilfen 2c., die bei der Bearbeitung von kochenden, äzenden, giftigen oder explosionsfähigen Stoffen vielfach der Gefahr von Unfällen ausgesetzt sind, häufig auch wegen der mit der Apotheke verbundenen Fabrikation von tohlensäurehaltigen Wassern für den hierauf bezüglichen Theil ihrer Beschäftigung bereits versichert, im übrigen aber noch unversichert sind. Im Fuhrwerksbetriebe ferner ist nur das Umgehen mit Fuhrwert im eigentlichen Fuhrwerksgewerbe, nicht dagegen im Handelsbetriebe und ebenso wenig die nament lich für das Personal der Gastwirthe in Betracht kommende Wartung fremden Fuhrwerts versichert. Ueber die Organisation, sowie das Verfahren zur Aufbringung der Beiträge heißt es in der Begründung: Für den größeren Theil der hier in Betracht kommenden Betriebe des Handwerks und Kleingewerbes, sowie für die Fischerei und die fleine See- Schifffahrt fehlt es aber an den nothwendigen Voraussetzungen zu einer berufsgenossenschaftlichen Organisation. Die Erfahrungen bei den bestehenden Berufsgenossenschaften haben gelehrt, daß die berufsgenossenschaftliche Verwaltung fich für den Verkehr mit einer großen Zahl fleiner Betriebsunternehmer nicht eignet. Pote Deshalb find bezirksweise organisirte UnfallversicherungsGenossenschaften in Aussicht genommen, bei denen die Schiedsgerichte der Invaliditäts- und Altersversicherung zur Rechtsprechung benutzt werden könnten. Behörden oder Beamten oder dem Vorstande der Alters. und Invaliden- Versicherungsanstalt oder Organen der Rommunalverwaltung soll die Leitung der Geschäfte der UnfallVersicherungs- Genossenschaften übertragen werden können. Eine Vereinfachung der Organisation in anderen Zweigen der Arbeiterversicherung könnte durch Vereinigung der Verwaltung ihrer Verbände, soweit sie den gleichen räumlichen Umfang haben, herbeigeführt werden. Es erscheint nothwendig, die Anforderungen an die Be triebsunternehmer hinsichtlich der für die Genossenschaft zu liefernden Nachweisungen möglichst einzuschränken. Dies ist sowohl bei der Beitragserhebung, wie bei der Festsetzung der Entschädigungen möglich. Bei der Beitragserhebung fann von der für die Industrie geltenden Grundlage, nämlich ber Lohnhöhe, in der Regel abgesehen werden, wenn in Anlehnung an die für die Land- und Forstwirth schaft und für die Seeschifffahrt bestehenden Grundsäge nur die Zahl der in jedem Betriebe beschäftigten Vollarbeiter zu Grunde gelegt, oder wenn, was zuweilen noch einfacher sein wird, die Beiträge in Form eines Zuschlages zu öffentlichen age Abgaben erhoben werden. Dies ist bei den unter den Ent wurf fallenden Betrieben um so unbedenklicher, als die Höhe des Lohns der einzelnen Versicherten hier meist nur geringe Unterschiede zeigen und nur geringen Schwankungen unterliegen wird. Wenn die Zahl der Vorarbeiter ähnlich wie nach§ 36 des landwirthschaftlichen Unfallversicherungsgesezes und nach§ 34 des See- Unfallversicherungsgesetzes durch Schäßung für jeden Betrieb ermittelt wird, so bedarf es der Einreichung regelmäßiger, für die Unternehmer fäftiger Jahresnachweisungen über die beschäftigt gewesenen Personen und die von denselben verdienten Löhne und Gehälter nicht. die Gr Was die Unterlagen für die Entschädigungen der Verletzten betrifft, so ist von Durchschnittssäßen für männliche und weibliche, erwachsene und jugendliche Arbeiter ausgegangen. In gleicher Weise sind, entsprechend den einfachen Verhältnissen vieler bei dem Entwurf in Betracht kommender Betriebe, auch hier Durchschnittssätze in Aussicht genommen, für deren Bes messung die Vorschriften der Krankenversicherung vielfach einen brauchbaren Anknüpfungspunkt bieten. Aber auch hiermit ist der Kreis von Berufsarbeitern, für die ein Bedürfniß nach Ausdehnung der Unfallversicherung hervorgetreten und von den Betheiligten geltend gemacht ist, hervorgetreten und von den Betheiligten geltend gemacht ist, noch nicht abgeschlossen. Ein solches Bedürfniß liegt auch vor für Bedienstete in Krankenhäusern und Bade- Anstalten, in Bildhauerwerkstätten, Laboratorien, in Anstalten für SportDie lutherisch- evangelische Kirche, Orthodore und betrieb, z. B. Rennställen, Ruder- und Segelflubs, in Reit- Proteftantenvereinler, werden sehr erbaut sein von der zu bahnen, Theatern und anderen Kunst- und wissenschaftlichen erwartenden päpstlichen Encyklika, über die wir Anstalten, in zoologischer Gärten, für Feuerwehrmänner, gestern bereits turz berichteten. Die räubigen oder verTootengräber, Glöckner u. a. irrten Schäflein werden liebevoll zur Rückkehr in den werden wir in den nächsten Tagen nach den Motiven ber Die übrigen Bestimmungen dieses Geseßentwurfes Reichsregierung unseren Lesern vorführen. Beiter find Unzuträglichkeiten dadurch herbeigeführt wor- Schooß der katholischen Kirche gemahnt. Den Protestanten den, daß die in gewerblichen und anderen Betrieben beschäftig fehle die feste Richtschnur für den Glauben und die ten Arbeiter von ihren Arbeitgebern vielfach auch zu häuslichen Autorität, turz und gut, um uns eines beliebten Ausdrucks und sonstigen privaten Dienstleistungen herangezogen werden, zu bedienen, sie seien nur eine Vorfrucht der Sozial 3. B. der für das Geschäft gehaltene Rutscher zu Spazier- bemokratie und aller Umsturzbestrebungen. Wir haben fahrten oder zur Wartung von Kutschpferden, der für den Ge- selbstverständlich dem päpstlichen wie dem protestantischen werbebetrieb angenommene Tischler oder sonstige Handwerker zu Arbeiten in der Familienwohnung des Geschäftsleiters, der Rundschreiben gegenüber nur das Gefühl der Wurstigkeit. Fabritarbeiter zu Botengängen in Privatangelegenheiten oder Spaß macht es uns aber, wie die beiden Bundesgenossen, zu Arbeiten im Hausgarten des Arbeitgebers. In noch die den sozialdentokratischen Unglauben gemeinsam bekämpfen höherem Maße vermischt sich die Thätigkeit für den Betrieb sollen, sich selbst untereinander als noch schlimmeres als den und für den Haushalt des Unternehmers in fleinen Gottseibeiuns betrachten, wie Luther den Papst als AntiHandelsgeschäften, kleinen Gastwirthschaften, vielfach auch christ darstellt und der Papst noch alljährlich die lutherische Handwerks- und sonstigen fleinen Gewerbebetriebe. Retzerei verdammt. Was aber den Spaß noch erhöht, ist, Hier pflegt das Hausgesinde auch gewerblich mit ita 0 thätig oder umgekehrt das Geschäftspersonal auch im daß die starrsten evangelischen Beloten die päpstlichen Haushalt beschäftigt zu sein. Es ist unzweckmäßig und wird Liebenswürdigkeiten ruhig einsteden müssen und daß sie, von den Betheiligten nicht verstanden, wenn sich die Unfall- deren Mund träuft von Schimpf und Geifer gegen den versicherung in folchen Fällen nur auf denjenigen Theil der Unglauben der Zeit, hier ihren Mund hübsch im Baum halten Thätigkeit erstreckt, welcher sich im Gewerbe des Arbeit müssen. Denn ergösse sich aus demselben eines jener Kraftgebers vollzieht. Diesem Uebelstand kann wirksam aber nur worte, an deren Gebrauch sie im Kampf gegen alles freiheit, badurch abgeholfen werden, daß die bezeichneten Personen liche Denken gewöhnt sind, so würde man auf katholischer für ihre gesammte Thätigkeit der Unfallversicherung unterworfen Seite nicht zögern, den§ 166 des Straf Gesetzbuchs anzuwerden. Endlich sind im Reichs, Staats- und Kommunaldienst rufen. Freilich unsere protestantischen Beloten, so hoch außerhalb der bereits versicherungspflichtigen Betriebe noch ge- fahrend sie auch sich zu gebahren belieben, verstehen es eben wiffe Personen mit Dienstleistungen beschäftigt, die einigen der im Borstehenden genannten Thätigteiten gleich stehen und ebenfalls eine gewiffe Unfallgefahr mit sich bringen. Auch auf diese Personen wird die Unfallversicherung auszudehnen sein. so tief sich zu ducken. Daß der kirchliche Glaube aber selbst bei seinen Bekennern wenig ins Gewicht fällt, fieht man auch bei dieser Gelegenheit. Der orthodox protestantische Junker steht zu dem ultramontanen Agrarier, und im Kampfe gegen die Arbeiter läßt sich der katholische Untergegangen, und welche Worte er drohend und zürnend ge- Und wenn sie uns peinigen?" klagte der Greis mit nehmer von dem protestantischen nichts vorgeben. Die sprochen. Die Gefangenen blieben einige Augenblicke allein, wachsendem Eifer:„ Wenn sie uns tödten, schnell wie die traurigste Rolle spielen aber unsere Kulturkämpfer", und Ben David tüßte mit Entzücken die Hände seines er Hand des Herrn? Sohn, Sohn! traue nicht auf der die so viel von einem protestantischen Kaiserthum wachenden Vaters." Ach!" seufzte dieser ermattet: so war Gojim Hilfe und Versprechen! traue nicht auf das Wort, gefaselt haben und dieses als eine Waffe für sich benußen es fein Traum! O" Herr in Israel! wie kannst Du dulden es tomme aus der Erde, oder falle vom Himmel! Beten zu tönnen glaubten. In der protestantischen Kirche ist die solche Nichtswürdigkeit! Ich bin zu alt, um machen zu wir nicht täglich: Herr, bau Zion wieder, die Gottesstadt Orthodoxie mit Spott und Hohn über sie zur Tagesordnung können Anspruch aufs Leben, denn ich habe gelebt für zwei und ihren Tempel? Laß ihn geboren werden und kommen hinweggegangen, blickt aber selbst mit einem Gefühl des Menschen auf der Erde, aber... Du mein Sohn- ben Messias, den man nennen wird gleich Dir, den Sohn daß sie ohne die Staatshilfe und Staatsmacht bald am Neides zu der katholischen Kirche hinauf, weil sie fühlt, und Esther, das Enkelchen! Weh mir! Was soll das noch Davids? Und noch ist Zion nicht gebaut, und noch der Ende ihrer Tage wäre. Daß der Papst den Ruf der Rückwerden, wenn Du beſtehst darauf, zu schweigen, und nicht Meffias nicht gekommen; und also werden wir von dannen fehr zu Rom ertönen läßt, darf uns am wenigsten wundern zu sagen, wo du hingeführt den Knaben aus Edom." genommen sein, ehe Hilfe kommt und Rath; als Opfer in einer Zeit, wo aus den herrschenden Kreisen immer Ich darf nicht. Bater," versetzte Ben David fest: Jch Deines unseligen Handels und Deines Eigenfinns." würde machen unglücklich, die jetzt glücklich sind. Ich habe versprochen, zu schweigen, und will halten, was ich versprochen." uired Und wenn Du hättest geschworen," fiel Jochai eifrig ein: fo gilt der Schwur nichts, da geht es an den Hals. Ich will Dich entbinden Deines Gelübdes, wie ein rechter Lehrer in Israel. Ungiltig soll sein der Schwur, den man geleistet an die Männer und Frauen von Amalet. Wir wollen beten das Gebet Col nidore, und Dein Schwur soll Dir erlassen sein." Bater!" antwortete Ben David ernst: Du magst mich entbinden des Eides, doch nicht der Zusage, so ich geleistet als redlicher Mann. Wenig Gewinn würde entstehen aus meinem Bekenntniß; es würde mir tosten den Kopf und Estherchen Hab und Gut, und Dir Schande bringen und den Bettelstab." Verzagft Du denn so ganz an der Hilfe des hoch. mächtiger der Sehnsuchtsruf:" Burück ins Mittelalter!" gelobten Gottes?" fragte Ben David den Alten, der zwischen ertönt. bort sid Istumið Wahn, Glaube und Unglaube ängstlich schwankte, weh- Alles was friechen kann, muß Soldat werden. müthig bei der Hand ergreifend: Vertraust Du denn nicht So oder ähnlich hatte sich vor längerer Zeit ein Mitglied auf unsere Unschuld selbst, deren Stimme endlich uns frei sprechen wird von dem teuflischen Lügengewebe?" Der am einer Aushebungskommission über die erfolgte Anmusterung geäußert, und schon des öfteren konnten wir mittheilen, daß " Ach," seufzte der Alte, zweifelnd und befangen:„ fünf Personen mit schweren förperlichen Gebrechen zum MilitärStimmen giebt's, die hörbar von einem Ende der Welt zum dienst ausgehoben würden. Ein ähnlicher Fall wird jest anderen gehen; aber die Stimme der Unschuld ist nicht wieder aus Dinklage( Oldenburg) gemeldet. Der darunter. Sie ist nicht die Stimme des fruchtbaren Baumes, 18. Januar 1874 zu Gr.- Loppin geborene Schlosser K. wurde den man fällt,- nicht die Stimme der Schlange, die man am 12. Juni d. J. in Bersenbrück zum 78. Infanterieschindet, nicht die eines vom Manne erkannten, von einem Regiment ausgehoben, obwohl er infolge eines früher erWianne geschiedenen Weibes, nicht die Stimme des neu- littenen Unfalls das erste Glied des Mittelfingers an der geborenen Kindes...!" linken Hand verloren hat und dafür eine Rente von jähr= Besinne Dich, Raaf!" unterbrach ihn Ben David sanft: lich 21. bezieht. Ist das Kind nicht das Bild der Unschuld? Halte Dich Ja, wir haben's herrlich weit gebracht. Theilweis " Weh mir!" jammerte der Alte:" In welchen Handel am Glauben, und laß uns vertrauen." verkrüppelte Personen werden zu Vaterlandsvertheidigern hast Du Dich begeben? unbesonnener Mann; Geld ist gut, Mit vielem Geräusch trat die Wache ein, die ohne ausgebildet, um gegebenen Falls das„ theure" Vaterland boch besser das Leben. So Du aber sterben mußt, und Schonung den Greis mit Stricken band, und ihn neben vor dem inneren" und dem äußeren" Feinde zu vera Esther verarmen, begehre ich auch nicht länger zu athmen. seinem Sohne durch das wilde Volksgedränge hindurch, an theidigen. Denn mehr als toot ist ein Alter von hundert Jahren, die Pforte des Römers führte, wo auf den Stufen der das in Kummer und Hunger versiegt." Nachrichter mit seinen Knechten die Wermsten erwartete, " 19 Beruhige Dich, Bater!" versezte Ben David: wir die er im geheiligten Rathhause selbst nicht abholen durfte. werden nicht sterben, Du sollst nicht hungern.Die Leute, die da wiffen, daß ich reden könnte, werden schon helfen, d ehe es sein wird zu spät. Berlasse Dich darauf!" ( Fortjeßung folgt.) done to adds Strenge Warnungen vor Mihhandlung der Manu weiß, den zur Uebung einberufenen, einige Jahre der Fahne schaften werden jezt, wie die Volks- Zeitung zu berichten thuenden der hiesigen Garnison ertheilt. Vor allem wird ihnen fern gewefenen Reserve- Unteroffizieren und Unteroffizier Dienst eingeschärft, bei den Ereraitien niemals einen Mann anzufaffen La Question sociale, organe de l'Agglomération girondine du Parti, hebdomadaire, rue de Villeneuve, Bordeaux.( Einmal wöchentlich.) and, um dies auf jeden Fall zu vermeiden, sich von den übenden unmittelbar nach der Entlassung Stambulow's habe den Verdacht Leuten stets mehrere Schritte weit entfernt zu halten. Hierdurch der Regierung wachgerufen. Sie habe Befehl gegeben, das Gepäck soll erreicht werden, daß die Unteroffiziere sich in der Erregung Jakobsohn's, im Falle er das Land verlassen sollte, zu unter- LoRappel social, organe du Parti ouvrier du Lot, zu thatsächlichen Mißhandlungen überhaupt nicht hinreißen suchen. Daraufhin nahmen die Behörden von Rustschuk die Taffen können. Außerdem werden die Unteroffiziere auch davor hebdomadaire, Figeac( Einmal wöchentlich.) gewarnt, die Mannschaften auf andere Weise, namentlich jedoch Effekten Jakobjohn's in dem Augenblick, als er sich einLe Socialiste du Midi, organe des groupes collectibeim Grerziren und Turnen durch Ueberanspannung der schiffen wollte, in Beschlag und bemächtigten sichvistes de la Haute- Garonne, hebdomadaire, Toulouse. Körperfräfte, übermäßig lange Ausdehnung ein und derselben einer Kaffette, in der sich die Dokumente( Ginmal wöchentlich.) Nebung und dergleichen, indirekt zu mißhandeln. Dies wird den befanden. Jakobsohn verlangte selbst, nach Sofia Le Réveil social, organe du Parti ouvrier du Tarn, Referve- Unteroffizieren und Unteroffizier- Dienstthuenden in aller zurückgebracht zu werden, da er gewisse Enthüllungen zuhebdomadaire, 14, rue du Collège, Castres.( Einmal strengster Form zur Pflicht gemacht mit dem Hinzufügen, daß machen habe. Jakobsohn ist in Sofia, von einer Eskorte von einer Gsforte jede Nichtbefolgung der Verwarnung unnachsichtlich schwer bestraft geleitet, eingetroffen, wurde aber auf Befehl der Regierung La République sociale, organe du Parti ouvrier de la région de l'Aude, hebdomadaire, place Voltaire, An solchen Verordnungen hat es nie gefehlt, desto mehr an in Freiheit gesetzt. Wahrscheinlich wird man der russischen mißhandlungen mit sich, an ihm kann nicht gebessert werden. Das die Beweise für die Verschwörungen gegen Bulgarien becettois, hebdomadaire, C'ette.( Ginmal wöchentlich.) der Befolgung derselben. Der Militarismus bringt die Soldaten Regierung die Originale der Dokumente zurückstellen, damit Narbonne.( Ginmal wöchentlich.) Le Socialiste cettois, organe du Parti ouvrier ganze militärische System muß von Grund aus umgestaltet seitigt werden können. Auch dieser Freundschaftsdienst Alle diese Blätter tönnen entweder bei der Post bestellt wer tann dem Ferdinand und seinen Regierungsgehilfen bittere den, oder bei dem französischen Parteirath( Conseil national) Früchte tragen. Rue du Ruisseau 78, Paris. werden würde. werden. oder weniger fiegreich für die Arbeiter ausfielen, folgert der Waschzettel, Streits seien überhaupt verderblich. Weshalb muß man da zunächst fragen werden denn nicht auch die gleichfalls in amtlicher Statistik bereits beleuchteten Streits von 1893 mit växtert? Die fielen weit günſtiger D 131 wöchentlich.) gerufenen natürlichen. Besorgniß, ſondern vor allem wegen ſtrengung des Staatsanwalts erfolgte Freisprechung. mehrerer 0 " Sozialdemokratischen Streitsport entdeckt ein offiziöser Waschzettel in den Streiks, die in England im welche Lust, Zar aller Reußen zu sein. Bürger- ths Jahre 1892 ausgefochten wurden, fast ausschließlich das liche Blätter berichten das Folgende: thPolizeiliches, Gerichtliches 2. Die Maifest Nummer des süddeutschen Werk der neuen sozialdemokratischen Trade Unions". Amüsant ist zunächst, daß je nach dem Augenblicksbedürfniß schreibt, neuerdings wieder bedroht gewesen sein. Der Bar und Verleger beffelben, die Genossen Ed. Fu ch 3 und May Augenblicksbedürfnißreas Leben des Zaren soll, wie man uns aus Petersburg Postillon ist durch Gerichtsspruch wieder freigegeben. Hebatteur von den deutschen Kapitalistendienern die englischen Gewerk entschloß sich zur Ernennung des Generals Tscherewin zum Ernst standen am 20. Juni vor dem oberbayrischen Schwurgericht, schaften, auch die neuen, bald als Gegner der Sozial- Oberaufseher aller Sommer- und Winterpaläste der taiserlichen weil in der Mainummer nach Ansicht des Staatsanwalts zum demokratie gepriesen, bald als deren Anhänger bezeichnet Deals Gegner der SozialFamilie nicht nur wegen der durch die Entdeckung der jüngsten Klaffenhaß aufgereizt fein fol. Auch die Verhandlung wurde werden. Daraus, daß nur 40 pCt. der 600 Streits mehr nihilistisch- anarchistischen Mordanschläge bei Hofe hervor- unter Ausschluß der Deffentlichfeit geführt. Troß der Ana in den letzten Am 29. Juni findet vor dem Dresdener Schöffen Tagen von den Revolutionären gespielt wurden, die gegen gerichte die Anflage gegen die Austrägerinnen der Sächsischen wärtig in Rußland thätiger zu sein scheinen als jemals. Als Arbeiter- Zeitung" wegen groben Unfuges statt. Schreibtische unter einer Anzahl an unterzeichnender Schrift auſchieben. abermals, meldet die Gächsische Arbeiter- Zeitung“ er fein Arbeitszimmer betrat, fand auf dem Die sächsische Polizei fährt fort, Ausländer ab zu aus, und in aller Erinnerung ist noch der siegreiche Riesen- stücke ein Todesurtheil gegen den Baren aller Reußen", das zwei Ausweisungen. Vor einigen Tagen wurde der Schneider ftreit der Berglente, die doch einer alten" Gewerkschaft innerhalb 24 Stunden mittels des Stranges vollstreckt werden Friedrich Rodlich, Desterreicher, ausgewiesen und Dienstag era angehören. Uebrigens mögen sich die offiziösen Stribenten sollte. Das Schriftstück trug den Stempel: Gesellschaft zur theilte man dem Steinmetz Eduard Wuffta aus Karlsbad Marsche das hinter die Ohren schreiben: Daß ein Streit ein Uebel Befreiung aller Russen". Man konnte nicht entdecken, wer das ordre. Beide sind politisch nicht bemerkbar geworden, ist, weiß jeder Arbeiter. Streifs find aber ein nothwendiges beunruhigende Schriftstück auf den Tisch gelegt hatte. Wenige sie gehören ihrer Organisation an, wohl auch diesem oder jenem Uebel, weil Arbeiter, die niemals Widerstand leisten gegen Tage nachher fand der Zar in einem Schlafzimmer einen Verein, aber von einer politischen Thätigkeit tann Schädel, die Stirnfnochen trugen die Inschrift: Alerander!" bei ihnen teine Rede sein. Ausbeutung, in ihrer Lebenslage ständig tiefer herabgedrückt General Tscherewin hat sein schwieriges Amt damit begonnen,-Ginen töstlichen Bolizeihumor verräth folgendes von 031 er daß er fast alle Diener in den Paläften zu Petersburg, Peter- der Amtshauptmannschaft Chemnih erlaffene Verbot einer in Guba Die Ehegefeh- Vorlage wurde heute im ungarischen derfette, die militärisch organisirt wurden. hof, Livadia u. f. w. entließ und sie durch gewesene Soldaten geplanten Bersammlung unter freiem Himmel. Danach ist die erfekte, die militärisch organisirt wurden. Außerdem hat er Versammlung verboten: 1. Weil sie unter freiem Himmel tagen Abgeordnetenhause nach einer erregten Generaldebatte mit die kaiserlichen Paläste und Gärten genau besichtigt, um fest- sollte. Da es leicht möglich ist, daß ein Regenwetter tommt, vier Stimmen Majorität bei außergewöhnlich stark besuchtent zustellen, ob sich in denselben nicht geheime unterirdische Gänge werden die Versammlungsbesucher nach Ansicht des Amtshaupt Hause zur Grundlage der Spezialberathung gemacht. Ein befinden. mannes alle in das Lohr'sche Gut flüchten, und da dieses theilunzweifelhafter Sieg Weckerle's, vielleicht aber blos ein weise aus Holz gebaut ist, so tönnte leicht Feuersgefahr ents Pyrrhussieg. Ja Marokko wurde nun der neue Sultan allgemein stehen! 2. Weil das Grundstück des Gutsbesizers Ernst In anerkannt, so daß die befürchteten Unruhen dem Lande er- Lohr zu klein ist, würden sich auch Bersammlungs spart bleiben. besucher auf das Grundstück des Nachbars stellen und dadurch 11739distönnten leicht Streitigkeiten entstehen! 8. Weil die Versammlungen po netgeled sin immer mehrere Stunden anhalten und daran erfahrungsgemäß immer viele Personen beiderleich einige für befugt Geschlechts für boch nicht genug Aborte da find, nicht genug Aborte sind, würden werden. Das Prozeß Waffiliew. Das Berner Raffationsgericht hat das Schwurgerichts- Urtheil gegen den Genossen Dr. Wassiliew, den Sekretär der Berner Arbeiterunion, wegen Formfehler aufgehoben. Waffiliem, der wegen Anstiftung ELL Parketitachrichten. des Krawalles im Juni 1893 angeflagt war, fommt von Bon der unteren Saar schreibt man uns: Wie allerorta balten können, Bedürfnisse im Freien zu verrichten, und dadurch unerlaubten Gewinn bei Militärlieferungen ettei blatte" welches zu " nidodj neuemt vor ein Schwurgericht. Die Burg Korruption in der belgischen Armee. Ein Aufsehen unsere Agitation mit den größten Hindernissen und Schwierig titit an Dieſe Sache wenben, sondern nur mittheilen, daß wir fo macht auch hier der Sozialismus gute Fortschritte, obschon städter Boltsstimme" bemerkt dazu: Wir wollen kein Wort der ſtädter erregender Prozeß steht in Brüffel bevor. Der attive feiten in unserer dunklen Gegend zu kämpfen hat. Daß wir in nächster Zeit wieder eine Versammlung einberufen werden, General der belgischen Armee Brewer war von einem aber Fortschritte, ja erfreuliche Fortschritte zu verzeichnen haben, und da sollen von uns alle diese gewichtigen Gründe beachtet Militärlieferanten angeschuldigt worden, sich bedeutenden, verdanken wir nicht zum fleinsten Theile dem Paulinus- und genug Abtritte für Herren und Damen gebaut werden. zur Kulturkampfszeit die Bauernschädel haben. Der Kriegsminister General Brassine überwies diefe etwas aufgerüttelt hat, aber jetzt seinen Stachel so langsam wieder an G Anschuldigung dem höchsten Militärgerichtshofe, der aus Anhänger unserer Sache gefunden und wird auch schon in aller einzieht. Haben wir doch schon auf vielen ländlichen Orten dem Appellationsgerichtsrathe zur Prüfung der Anschuldigung einen Untersuchungsausschuß ein. Wie die Indép. belge" aus bester Quelle hört, ift diese Prüfung so belastend für den General Brewer aus gefallen, daß er sofort vor den Gerichtshof verwiesen worden ift. Der höchste militärische Gerichtshof ist am 18. d. M. zusammengetreten: sechs Generalen zusammengesett echt als Vorsitzenden und nächster Zeit eine Konferenz der Genossen stattfinden, um über 4 " Soziale Mebersicht. des ist. Der Gerichtshof feßte und Agitation Daß angAchtung, Schuhmacher! die Trierische Landes- Beitung" zur Zeit der Wahl schrieb:„ Die Regierung möge sich vorsehen, hätte sie auf sich anwenden mit dem Fabritanten noch zu feinem Biele geführt haben, sogar Da bis jetzt die Unterhandlungen des Arbeiterausschusses follen, denn gerade die Landes- Zeitung" mit fammt dem der Fabrikant in der Bolts- Beitung" eine Annonce hatte einPaulinus Blatt" wird bald das Nachsehen haben. Die Wahr rücken lassen, wonach der Streit nur wegen Differenzen mit beit nur allein kommt zum Sieg und daran kann Herr Dasbach dem Wertführer herrührte, fieht sich der Arbeiterausschuß ge mit Anhang nichts ändern. nöthigt, der Kollegenschaft mitzutheilen, daß die Differenzen Die Finanzreform in der italienischen Kammer. Salza, 19. Juni. Am 15. b. Mts. wurde einer unserer unserem Bericht in der Nr. 140 des Vorwärts" mitgetheilt hauptsächlich des neuen Lohntarifs wegen, wie von uns in Die Erhöhung der Getreidezölle auf 8 Franken( 6,40 M.) treuesten und bewährtesten Genossen, der bisherige Expedient wurde, ausgebrochen sind. Es wurde jedoch in unserer Zu wurde von der italienischen Rammer mit großer Majorität Louis Ruhnhold zur letzten Rube bestattet. Außer feinen fammenkunft vom 19. Juni von sämmtlichen Arbeitern ein abgelehnt, die Regierungsvorlage, die einen Eingangszoll Freunden hatten sich der Tabakspinner- Fahnenverein, der Gesang- stimmig der Beschluß gefaßt, die Arbeit nicht früher aufvon 7 Franks( 5,60 M.) forderte, wurde angenommen. verein Harmonie, der Arbeiter- Gesangverein Lassalle und der zunehmen, bis 1. sämmtliche Lohnforderungen bewilligt find, Die Finanztommiffion hat beschlossen, die Erhöhung gefunden, um ihm die lehte Ehre zu bezeigen. Im Leichenzuge bekannten Schubfabrikanten Engel aus Erfurt, welcher 1890 die Sozialdemokratische Arbeiterverein, sämmtlich mit Fahnen, ein- und 2. bis der Wertführer Engel, der Sohn der Salzsteuer abzulehnen. flatterte auch unsere prächtige rothe Fahne zum ersten Male. große Rolle im Erfurter Schuhmacher- Streit gespielt hat, ent Obschon die Kammer den Uebergang zur Diskussion Als die Genossen nach Beendigung der Predigt den Friedhof mit laffen ist. Hätte die Fabrit nicht eine durchweg organisirte der einzelnen Artikel der Finanzreform genehmigt hat, offener Fahne verließen, um dieselbe wieder an ihren Platz zu Arbeiterschaft, so wären unter dem Drucke dieses Mannes, zeigt man sich doch in parlamentarischen Kreisen wenig bringen, kam der Polizeibeamte und beschlagnahmte die Fahne. welcher nicht einmal Fachmann ist, die Verhältnisse überhaupt über das Schicksal der Vorlage beruhigt. Der Widerstand, Durch die große Menschenmenge wurde schließlich der Beamte schon noch unerträglicher geworden. Daß sich dies eine organi welchen der Ausschuß den Reformen entgegenstellt, weil von der Fahne immer mehr zurückgedrängt, was zur Folge hatte, firte Arbeiterschaft nicht gefallen laffen fann, muß flar sein, und dieselben nach den letzten Konzessionen angeblich noch daß plößlich die Fahne den Augen der Nemesis entschwunden werden wir von unseren Forderungen auch nicht um ein Haar weniger gut sein sollen, wird wahrscheinlich auch den jetzigen dächtnißfeier zu Ghren des Verstorbenen ab, welche troß des hältniffe gefchaffen wird; denn wenn der Zuzug streng ferne war. Hierauf hielten die Genossen im Vereinslokal eine Ge- breit abweichen, damit endlich einmal Umänderung solcher Bers Finanzminister Boselli zur Aufgabe seines Portefeuilles Zwischenfalls in größter Ruhe verlief. Bemerkt fei noch, daß gehalten wird, muß der Sieg unfer fein. zwingen. Salza ein solches Leichenbegängniß noch nicht erlebt hat und Tüchtige Arbeit der italienischen Militärgerichte. unsere Gegner können sich ein Beispiel nehmen, wie wir, trob während des Ausnahmezustandes in Sizilien und Ober- Bürich. Bei der am 17. Juni stattgefundenen Großraths. Die schweren Urtheile, welche die italienischen Kriegsgerichte aller Ghitanen, unsere Todten ehren. italien leisteten, find jetzt vom Mailänder Secolo" zusammen gestellt und geben eine Strafhöhe, die kaum glaublich ist. wahl im dritten Züricher Stadtkreis( Außerstehl) erhielt Genosse wir folgende Mittheilung geben: In den 5 Fabriken stehen jeht Es wurden von dem Militärgericht in Masja, seitdem Crispi Robert Seidel 1641 Stimmen, sein demokratischer Gegner 2542. 270 Leute in Beschäftigung gegen 6--700 früher; darunter 2710 gegen wieder Minister ist, 391 politisch Angeklagte insgesammt d 55 männliche und 80 weibliche Streitbrecher am Drt. Bu unterzu 1923 Jahren 8 Monaten Zuchthaus verurtheilt.( Massa Die franzöfifche Parteipreffe umfaßt gegenwärtig 14 ftüßen sind noch 289 Ausgesperrte mit 840 Kindern, davon ist einer der kleinsten Bezirke im Königreich.) Ferner ver- politische Organe, von denen eins, bie Petite urtheilte das Militärgericht in Palermo vom 3. Februar Republique Française", täglich erscheint." Da wir Männer abgereift. Wir sind jetzt die 10. Woche im Ausstand; bis 30. Mai 289 Angeklagte zu 1542 Jahren 5 Monaten sehr häufig nach diesen Blättern und deren Adressen gefragt Streitbrecher zu verzeichnen haben, und leider auch einige Komfebr die Haltung der Ausständigen ist eine musterhafte, troßdem wir Buchthaus. Das Militärgericht in Caltanisetta 178 An zwar mit Ausnahme der Petite Republique" in fran wurden, zuerst als Streitbrecher in Arbeit getreten find. Dies werden, so lassen wir nachstehend das Verzeichniß folgen, und Augeflagte zu 865 Jahren 10 Monaten Buchthaus. Das zöfifcher Sprache, die ja denen, die sich für diese Blätter jenigen, die die Arbeit aufnehmen, müssen unterschreiben, daß sie fran- missionsmitglieder, die durch Bock erit wankelmuthig gemacht Militärgericht in Trapani 87 Angeflagte zu 337 Jahren intereffiren, geläufig ist. 4 Monaten Buchthaus. Zusammengenommen giebt das eine Die Adresse der Petite Republique Française", die von welche fchadhaft abgeliefert wird, erfaßpflichtig. Sodann ist teinem Fachverein angehören, ferner find fie für alle Arbeit, Gesammtsumme von 945 Verurtheilten zu 4669 Jahren und dem Abgeordneten Millerand redigirt wird, und fast alle nam vierteljährliche Ründigung eingeführt. Die einzige Waffe, welche 3 Monaten Zuchthaus!! So haust Crispi in Italien. hafteren französischen Sozialisten zu Mitarbeitern hat, hat ihre wir jetzt haben, ist der Boykott und ersuchen wir deshalb die also auch in Deutschland 9 Franks vierteljahr.( 7,20 M.) und den 8uzug ftreng fernzuhalten. Die Arbeiter Bureaug 149 Rue Montmartre, Pari 3. Sie toftet im Ausland Arbeiter Deutschlands, die Burger Schuhwaaren zu berücksichtigen Die übrigen, deren Preis in Frankreich zwischen 1 und blätter werden um Abdruck gebeten. Das Streit Komitee. Frants beträgt, find nach dem letzten Verzeichniß des Socialiste": J. A.: W. Vogt. " Gegen das englische Oberhaus nahm die Organi fation der Regierungspartei, der nationalliberale Verband, in einer von 2000 Theilnehmern besuchten Konferenz, entschieden Stellung. Eine Resolution wurde angenommen, in welcher erklärt wird, die Befugniß des Oberhauses, von den erwählten Volksvertretern genehmigte Gesetzvorlagen zu verstümmeln oder abzulehnen, müsse aufhören; eine andere Resolution, in welcher die Regierung aufgefordert wird, eine Borlage einzubringen, die das Beto- Mecht des Oberé hauses abschafft, wurde ebenfalls angenommen, dagegen wurde ein von Labouchère eingebrachter Antrag, welcher die Abschaffung des Oberhauses verlangt, abgelehnt. Die Verhaftung Jakobsohn's in Bulgarien hat bisher noch nicht zu dessen Auslieferung an Rußland ges führt. In Nachrichten aus Sofia wird die Bermuthung ausgesprochen, daß die vorzeitige Mittheilung der Ber haftung und die Kritit, die sich daran knüpfte, die Macht2 ** C Sämmtliche Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Der Arbeiter- Ausschuß ber Fürstenheim'schen Schuhfabrit. J. A.: Gustav Huhn. May Wähner. Burg. Ueber den Stand des Schuhmacher- Streits können Le Socialiste, organe central du Parti ouvrier, publié Der Braunschweiger Bierboykott wurde in einer großen par les soins du Conseil national, hebdomadaire, Versammlung nach einem Referate des Genossen Schoenlant auch 73, rue du Ruisseau, Paris.( Einmal wöchentlich.) auf die Steger'sche Brauerei ausgedehnt. Die beiden früher Le Travailleur, organe du Parti ouvrier du Nord. boykottirten Brauereien sind die Jürgen'sche und die National hebdomadaire, 28, rue de Fives, Lille.( Ginmal brauerei. wöchentlich.) Le Réveil ouvrier, organe de la Section calaisienne fchen Städten errichtet worden: Memel, Dirschau, Marienburg. hie( Ginmal wöchentlich.) Gewerbegerichte sind im Jahre 1898 in folgenden preußia du Parti, hebdomadaire, 5, rue des Prairies, Calais. Berlin, Küstrin, Stettin, Ostrowo, Pleschen, Gottesberg, BoltenCalais.fchen L'Echo Soissonnais, paraissant trois fois par( Oberschlesien), Magdeburg, Burg, Teuchern, Rendsburg, Büdelshain, Görlitz, Hoyerswerda, Hirschberg, Schmiedeberg, Beuthen semaine Soissons.( Dreimal wöchentlich.) Le Socialiste troyen, organe des groupes du Parti borf, Neumünster, Lüneburg, Dortmund, Lünen, Caftrop, Hagen, et des syndicats de l'Auhe, rue de la Brouette, Sattingen, Siegen, Hersfeld, Melsungen, Wiesbaden, Biebrich Troyes.( Nicht angegeben, wie oft erscheinend.) am Rhein, Oberlahnstein, Roblenz, Essen, Bohwinkel, Opladen, Le Réveil du Havre, organe du Parti ouvrier havrais, Malstatt- Burbach. Isiswa- sideale W 19nilzell 16, rue Casimir Périer, au Havre.( Ginmal wöchent- Nifiko der Arbeit in der Brauinduſtrie. In der lich.) Befcheerer'schen Brauerei in Görlig fand am 20. Junt eine Le Réveil du Centre, organe du Parti ouvrier de Reffelerplofton eines Wafchapparates ftatt. Der Braumeister la Creuse, de la Corrèze et de la Haute- Vienne, Haud erfitt einen Schädelbruch, an dem er bereits ver Brive.( Einmal wöchentlich.) ftorben ist. haber in Gofia bewogen habe, die geplante Auslieferung Casimir Périer, au Havril nicht auszuführen. Jeht theilt die offizielle Agence Balcanique" in einem Beschwichtigungsartikel mit, die plötzliche Flucht Jakobsohn's Für den Inhalt der Inierate über aimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 22. Juni. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. märchen. Deutsches Theater. Das Winter= Romeo und Julia. Berliner Theater. Wilhelm Tell. Rekdenz Theater. Jugend. Bellealliance- Theater. Ein Mastenball. Alexanderplat- Theater. Faust. National Theater. Italien in Berlin. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. Textil- Arbeiter und Arbeiterinnen! Am Sonnabend, den 23. d. M., findet bei Feindt, Weinstr. 11, eine Ver: ſammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 92/2 Der Vorstand. J. A.: Julius Janz, Königsbergerstr. 33. Erklärung! 1334b Da fich in der Fabrik des Herrn Sozialdemokratischer Wahlverein Groschkus bas Gerücht verbreitet hat, für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. ich hätte den Reſtaurateur Herrn Befarra, Gollnowftr. 28, wegen längeres 2 Versammlungen Aufhalten seines Lotals denunzirt, ich mich aber von diesem Vorwurf rein am Freitag, den 22. Juni 1894, Abends 8½½ hr, fühle, so erkläre ich, daß dieses Gerücht in Poppe's Restaurant, Lindenstr. 106; erfunden und ersuche diejenigen, die den Verbreiter des Gerüchts fennen, Sonnabend, den 23. Juni 1894, Abends 8½ 1hr, mir denselben namhaft zu machen, da- im Saale der ,, Kurfürstenhallen", Kurfürstenstr. 31. mit ich denselben gerichtlich belangen Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Vortrag des Gefann. noffen, Reichstags= Abgeordneten E. Wurm über: Alte und neue AgrarierMitglieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. Die zweite Versammlung wird nicht mehr inferirt. Der Vorstand. am Allg. Kranken- u. Sterbekasse Robert Münzer, Gollnowfir. 20. Politit." 2. Distuffion. 3. Mittheilungen und Fragen. der Metallarbeiter. ( E. H. 29.) Filiale Rixdorf. Den Mitgliedern hiermit zur Nach richt, daß die Zahlstelle von Schöne, Bergstr. 110, nach Prinz Handjerystraße 63 bei Schaumann verlegt ist. 1327b Die Ortsverwaltung. 20 Mark, wer mir nachweist, daß ich Böhmisches Bier verkauft oder be: tommen habe, wie beim Koll. Tempel im Lokal erzählt und durch Stuckateur Mörschel erfahren habe. Mein Bier Achtung! Erkläre das Gerücht, daß bei mir des Nachts boykottirtes Bier abgeladen worden ist, für unwahr. Ich schenke kein Ringbier aus. 1338b B. Busse, Gastwirth, Laufiberstr. 49a. 373/19 Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. dem Hause pro Tag 2 M. Guter Sit Costüme im Hause 8-9 m., außer Sonntag, den 24. Juni 1894, Vormittags präzise 10 Uhr, und saubere Arbeit garantirt. 836M im ,, Elysium" Landsberger Allee 4041: Louise Hopka, Uebungsstunde. Schleiermacherstr. 17, S. 3 Tr. I. ist von der Zwölfer- Kommiſſion. 1333 Kleiderſpind, straße 153, 3 Tr. r. A. Zimmerling, Fruchtstr. 20. Kleiderspind, a Drenien. Achtung! National- Theater. Achtung! Große Frankfurterstraße 132. Novität. Novität. Italien in Berlin. Große Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 4 Aften von Carl Peters. Mufit von A. Wiedecke. Dekorationen aus dem Atelier von Müller und Schäfer. Maschinerien vom Theatermeister Otto Weiße. Elektrische Lichteffekte von Lakowsky. Kostüme vom Obergarderobier Paul Hildebrandt. Regie: Mar Samft. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne Aufführung von Luftspielen, Bossen sowie SpezialitätenVorstellung erften Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Passage- Panopticum. Ein DahomeyDorf mit 51 wilden Weibern. Tägl. 8 Vorführungen. Um 11, 12, 4, 5, 6, 7, 8, 9 hr. Castan's 1332b Das Stiftungsfet d. Geselligen Arbeitervereins ,, Hoffnung", welches morgen, Sonnabend, den 23. Juni bei Rabe, Fichtestraße 29, stattfinden sollte, findet der Saalsperre wegen nicht statt. Die ausgegebenen Billets sind an der entnommenen Stelle abzugeben. Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Sonnabend, den 23. Juni 1894: Grosses Sommerfest in den Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20, bestehend in Konzert, Lebenden Bildern, Vorträgen ernsten und heiteren Inhalts, Kinder- Fackelpolonaise, Ball etc. Anfang des Konzerts 5 Uhr. Den geehrten Damen ist die Kaffeeküche von 4-6 Uhr geöffnet. Billets zum Preise von 25 Pf. find zu haben: Restauration Denner, Manteuffelstr. 19; Donath, Saarbrückerstr. 11; Hoppe, Alexandrinenstr. 72, Hof 2 Tr., und in allen mit Plakaten belegten Handlungen. 93/6 Achtung! Der Vorstand. Achtung! Müller und Mühlenarbeiter Berlins u. Umgeg. Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 24. Juni, Nachm. 1½ Uhr, i. d. Konkordia- Festsälen, Andreasstr. 64( 2. Eing. Krautstr. 38). Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Alw. Mohs( Leipzig) über: Die Noth wendigkeit der Organisation und die Bedeutung derselben in der Nahrungsmittel- Indrustrie. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. sammlang recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 251/4 = Geübt werden die Lieder: Sommer Sonnenwende, Bannerlied 2c. Der Eintritt ist nur Sängern gestattet, Bundes- Mitgliedskarte legitimirt. Ausschank von Nürnberger, Grätzer und Weissbier. Im Nebensa ale: Ausgabe von Billets und Plakaten zum Die Bereine werden ersucht, pünktlich und volläbig zu erscheinen. Sängerfest in Schmargendorf am 8. Juli 1894. welchen die Billets verabfolgt werden, ist nach Borzeigung der Vereins- Bundess Die Eintheilung der Vereine in Wahlkreise und deren Obleute, von Mitgliedskarte wie folgt: Obmann des 1. Rreises: Hübner, Wilhelmstr. Nr. 134: Bundes- Nummer: 6. 20. 31. 35. 39. 45. 56. 57. 58. 67. 68. 80. 84, 87, 92. 104. 107. 109. 110. 123. 128. 138. 139. 144. 148. 156. 175. 178. 197. 199. 202. 217. Obmann des 2. Kreises: Rasche, Mariannenstr. Nr. 17, Hof 1 Tr. Bundes- Nummer: 5. 27, 34. 42. 43. 52. 70. 72. 82. 90. 106. 112, 114, 116. 122. 132. 133. 153. 160. 165. 179. 184. 191. 196. 198. 201. 208. 211. Obmann des 3. Kreises: Kortum, Manteuffelstr. Nr. 49, 2 Tr. Bundes- Nummer: 1. 7. 8. 13. 18. 23. 24. 25. 46. 50. 53. 55. 79, 108. 108. 111. 118. 140, 141. 152. 155. 159. 182. 185. 186. 210, 212, 213. Obmann des 4. Kreises: Kaiser, Bücklerstr. Nr. 54, 3 r. Bundes- Nummer: 3. 9. 11. 16. 17. 22. 29. 30. 37. 40. 48. 54. 60. 63. 64. 66. 71. 74. 77. 78. 83, 85, 88. 94. 100. 101. 105. 125. 126. 127. 129. 142. 143. 147. 162. 169. 170. 174. 176. 177. 183, 187. 200. 206, 209. 216. Obmann des 5. Kreise 3: Meyer, Mariannenſtr. Nr. 2. Bundes- Nummer: 2. 10. 12. 28. 32. 44. 47. 61. 78. 91. 97. 99. 113, 115. 119. 121. 134. 136. 146, 151, 163, 172, 218. Obmann des 6. Kreises: Ad. Neumann, Basewalterstr. Nr. 3. Bundes- Nummer: 4. 14. 15. 19, 26. 33. 36. 38, 41, 49. 51. 62. 69. 75. 76. 81. 86. 89, 93, 96. 98. 102. 117. 120. 124. 130, 131, 135, 137. 145. 149. 150. 157. 158. 161. 167. 168. 171. 173. 180. 181. 188, 189. 192. 193. 194. 195. 203. 204. 205. 207. 214. 215. Wir ersuchen die Vereine, von cbiger Eintheilung besonders Notiz zu nehmen. 107/12 Der Vorstand. Achtung! Achtung! Allgemeiner Arbeiter und Arbeiterinnenverein Berlins n. Umg. ( früher Hilfsarbeiter- und Arbeiterinnen- Verein). Das Sommernachtsfest Es erheischt das größte Interesse aller Müllereiarbeiter zu dieser Ber- findet am Sonnabend, den 30. Juni, der Lokalsperre wegen nicht im Marienbad( Gesundbrunnen), sondern in den Sälen und Garten des Herrn Pape, Kolbergerstrasse 23, statt. Der Ueberschuß der Tellersammlung wird den ausgesperrten Brauereiarbeitern zugewiesen. Die Agitations- Kommission. Panoptikum. Verband der in Buchbindereien, Der 13 jährige Riese. Die 20 jährige Puppenfee. Ohne Extra- Entree! Reichshallen DönhoffsPlatz. Jm prachtvollen Garten, bei ungünstiger Witterung im Saal. Täglich Humoristische Soirée der Nord- deutschen Zum Schluß: Sänger. Italien in Berlin. Enſemblefzene. Maf. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Bf., refervirt 50 Pf. Sonntags Anf. 7 Uhr. der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. Mitgliedschaft Berlin. Sonnabend, 23. Juni, Abends 81/2 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16: Lederarbeiter- Abend. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Die Gewerkschaften, ihr Nußen und ihre Bedeutung für die Arbeiterbewegung. 2. Diskussion und Verschiedenes. Nach der Versammlung: Gesellige Aussprache. 459/8 Es ist Ehrensacje aller in der Lederwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen in dieser Versammlung zu erscheinen. Sonntag, den 24. Juni, Vormittags 91/2 Uhr, ebendaselbst: 82/9 Die bisher verausgabten Programms haben für lettgenanntes Lokal volle Giltigkeit. Unter gütiger Mitwirkung des Voltshumoristen Herrn Richard Heyse, des Gesangstomiters Herrn Paul Werney u. a. bewährten Kräften. Auch für Kinder ist Rechnung getragen worden, um das Fest zu einem wirklichen Proletarierfest zu machen. Die Musik wird von den Berufsmusikern ausgeführt. Programm à 30 Pf., Herren die am Tanz theilnehmen zahlen 30 Pf. nach. Billets find zu haben in den mit Plakat belegten Stellen, beim Romitee, beim Vereinsvorstand, sowie beim Wirth Herrn Pape. Anfang 7/2 Uhr Abends. Ende??? Freunde und Gönner sind herzlich willkommen Das Komitee. Zu der morgen, Sonnabend, den 23.d.., stattfindenden Branchenverſammlung»«« Kartonarbeiter. Dampferpartie mit Sommernachtsball Tagesordnung: 1. Die wirthschaftliche Lage der Kartonarbeiter. Referent: Rollege Drews. 2. Verschiedenes. Der Vornand. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Zahlstelle Sperling, Dranienplay, ist aufgehoben. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Bezirksversammlung für Charlottenburg Entree durchweg 50 Pf., nach 9 Uhr 30 Pfam Sonntag, den 24. Juni 1894, Vormittags 10 Uhr, Evora- Bräu in vorzügl. Qualität empfiehlt in Gebinden v. 20-100 2tr. 30 F1.3 m. Otto Linke, Lagerhof 3. Telephon Amt III Nr. 404. Weißbier! im Restaurant Krause, Bismarckstr. 74. Tagesordnung: 489/2 1. Vortrag des Genoffen ab n. 2. Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Die Rohrleger und Helfer Charlottenburg's sind hierzu besonders eingeladen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Achtung! Maurer. Achtung! 2 große öffentl. Maurerversammlungen am Sonntag, den 24. Juni 1894, Vormittags 92 Uhr, Für Fabriken und Werkstätten 1. ,, Swinemünder Gesellschaftshaus", früher Su eitsch, sowie für Wiederverkäufer liefere ich mein Versand- Weißbier in unübertrefflicher Güte zum Preise von 3 Mt. für 40 halbe oder 45 4/10 oder 25 8/10 oder 20 ganze Flaschen, frei jekt Hübner, Swinemünderstr. 35; 2. bei Joel's, Audreasstr. 21. Zages Ordnung: 1. Die Lohnbrückerei im Baugewerbe, und wie stellen sich die Berliner in's Haus, in Flaschen mit Patent- Maurer dazu? 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. verschluß, ohne Pfandberechnung. Pernsprecher Amt Schöneberg No. 92. A. Seidler, Schöneberg, 214L* Sedanktraße Nr. 73-75 und 82. Berliner Weissbier- Brauerei. Kein Boykotf- Bier!! Prenzlauer Allee 224, Ede Tresckowstr. Vereinsz. 3. vg. 446/5 Die Vertrauensmänner der Maurer Berlins und Umgegend. J. A. Hermann Schulz. der Sattler nadh ,, Wilhelminenhof" sind Billets noch zum vierten Dampfer im Zigarrengeschäft von Sasse, unter Station Januowizbrüde, zu haben. Hin- und Rückfahrt nebst Lanz 80 Pfg. Abfahrt 8 Uhr. Gäste willkommen. 44/2 0000000-0-000000 Schweizer Garten. Am Friedrichshain. Am Königsthor. Täglich: Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. Jin neu Volksbelustigungen aller Art. parquettirten Saale: Täglich: Gr. Ball. Bon 5-7/ 2 Uhr: Freier Damentanz. Die Raffeeküche ist geöffnet. Entree 30 Pf., Billets vorher 25 Pf. 000000-0-0000000 Nordbahn. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, am Berlin, 1. Gesch: Andreasstr. 23,.pt., gegenüb. Andreaspi 2. Gefch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain Kinderwagen, cher gratis. Theilzahlung gegrößtes Lager Berlins. MusterParadies- Garten Untermühlen- See in Nordbahn. Birkenwerder. Bestens efter ereignet für große und kleine Geſellſchaften, Vereine und Fabriken. Herrlich schön und schattig am Wald und Wasser gelegen. Großer Saal und Garten für 3000 Personen. Gr. Ausspannung. Kaffeeküche. Turngeräthe. Bootfahren u. Angelgelegenheit. Bestgeeignet für Ausflüge aller Art. Kein Boykottbier! Adolf Burgemeister, Paradieswirth. stattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ch nicht das größte Kinderwagen- Eager Berlins habe. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2 8222* Gierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 142. Boykottirt find: 2. Brauerei F. Happoldt. 0 3. Böhmisches Brauhaus, Kommandit Gesellschaft anf Attien, A. Knoblauch. die Freitag, den 22. Juni 1894. 11. Jahrg. dirigirenden Arzt auch im Krankenhause wohnen zu lassen,| Pferdebahn über den Opernplatz ohne weitere Debatte an 1. Schultheiß- Brauerei, Aktien Gesellschaft, Berlin gewiß ſehr sehr berechtigt, aber ea taucht der Verdacht genommen. ( und Tivoli). auf, daß der Magistrat lediglich die Assistenzärzte in Die Linie Vinetaplah Rosenthalerthor empfiehlt Stadts Oberarzt Stellen aufrücken zu lassen beabsichtigt. verordnete Wallach zur Annahme, während er die Vors Daß die teine treiben sollen, ist gleichfalls anzuerkennen; dirigirenden Aerzte allgemeine Praxis lage wegen der Verbindung Marheinekeplay- Blücherstraße dem aber wir Ausschusse überweisen will. Er hält die legere Linie, haben ja Spezialisten verlangt und die treiben keine sofern sie nach der Friedrichstraße weiter geführt werden allgemeine Praxis. Besonders die Verhältnisse der Arbeiterklasse, soll, für ganz überflüssig, während das Planufer, die deren Angehörige in diese Krankenhäuser gehen müssen, fordern Alexandrinenstraße und deren Nachbarschaft einer Verbindung gebieterisch die Anstellung von Spezialisten. Die Organe der mit dem Zentrum der Stadt noch gänzlich entbehren. Nachdem Arbeiterklasse, die Krankenkassen vor allem werden es schließlich die Waterloo- Brücke erbaut sei, müsse auch der Engpaß an der gerecht wird. Die Versammlung hat es selbst verschuldet, daß Carré auch in nicht zu ferner Zeit das erste Meßgebäude seine ficher auch durchsetzen, daß der Magistrat diesen Forderungen Alexandrinenstraße endlich beseitigt werden. Es werde in diesem fich der Magistrat jest so ablehnend verhält; sie hat ihm in ihren Stelle finden. Beschlüssen zu viel Angriffspunkte geboten. 4. Brauerei Karl Gregory, Berlin( Adler- Brauerei). 5. Vereins- Brauerei Rigdorf. 6. Spandauer Berg Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend bei Charlottenburg. 7. Aktien- Gesellschaft Schloß- Brauerei Schöne berg. Aus dem Brauerring während des Boykotts find aus getreten und die Arbeiter- Forderungen haben anerkannt: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichentron, Cha lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin * Dem Brauerring gehörten nicht an und die Arbeiter forderungen sind durchgeführt bei: Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. Tem Brauerring gehören nicht an, Aeußerungen über die Durchführung der Arbeiterforderungen liegen aber nicht vor von F. W. Hoffmann, Werder a. H. G. Bauer, Werder a. H. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichs hagen. Kaiser- Brauerei, Dummer und Kahl, Char lottenburg. Brauerei Phönig, Lichterfelbe. Nordstern- Brauerei, Berlin. * * = Durch Vermittelung der Bierkommission oder auf deren Anregung führen nachstehend verzeichnete Brauereien von auswärts Bier nach hier ein: Brauerei in Wusterhausen. at d Exportbrauerei Rathenow. Bürgerliches Brauhaus, Dresden. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Frankfurt a. D. Müller), Bürgerliches Brauhaus( in Firma Quintern), Luckenwalde. Brauerei Mak, Rottbus. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 21. Juni, Nachmittags 5 Uhr. Die 4 neuen Rinderställe auf dem Zentralviehhof sind abwerden würde. Stadtrath Straßmann bestreitet, daß die Sache mit dieser Vorlage begraben ſei. Die Verzögerung sei zum Dezernenten verursacht worden. Theil durch eine mehrwöchentliche Beurlaubung des einen Nachdem auch Stadtv. Sa ch 3 I unter Zurückweisung der Angriffe des Stadtv. Jacobi fich für Ausschußberathung aus gesprochen hat, wird demgemäß beschlossen und der Ausschuß vom Vorstande sofort ernannt. Zum Ausschuß gehört auch Dr. Za det. Das Projekt zum Neubau eines Lehrerwohngebäudes und einer Turnhalle auf dem Grundstücke der Dorotheen schule, Wilhelmshavenerstr. 1-5, beantragt Stadtv. Singer durch einen Ausschuß vorberathen zu lassen, um festzustellen, ob der Magistrat für nöthig erachtet, daß in der That das Direktorwohnhaus 100 000. fosten muß. Die Wohnung folle 8 Zimmer und Zubehör und daneben noch 2 Dachstuben umfassen. Es liege weder im Interesse der Gemeinde noch der Beamten, so große Dienstwohnungen einzurichten. Von dieser Opulenz müffe die Stadt wieder etwas abgehen. Stadtbaurath Blantenstein spricht gegen den Ausschuß. Erreicht werde damit doch nichts, da die Stizze bereits genehmigt sei. Das Haus enthalte nicht blos die Direktorwohnung, sondern im ersten Stock ein Standesamt. Gewöhnlich erhielten allerdings die Direktoren nur 7 Zimmer( Buruf: Nur 7! Heiterkeit); die Unterbringung der Standesamtsräume ergebe, daß der Direktor ich acht Zimmer gefallen lassen muß. Die beiden Dachstuben seien allerdings ein Novum. Stadtv. Sa ch 3 1 erklärt sich für den Antrag Singer, Stadtv. Sorwiz für Annahme der Vorlage, da sonst der Fortgang des Baues der Schule in Frage gestelt würde und die Weiter verhandlung der Sache erst im September möglich sei. Stadtv. Singer: Dann müßten wir überhaupt darauf verzichten, Einwendungen gegen Vorlagen zu erheben, die uns wir an den Magistrat das Ersuchen, dieses Verfahren abzustellen. der Magistrat so furz vor den Ferien macht. Seit Jahren stellen Jedenfalls können wir durch solche Momente uns unser Recht der eingehenden Prüfung nicht verfümmern lassen. Der betreffende Direktor erhält 6000 Mart Gehalt; die Dienstwohnung muß auf 2400 bis 2500 Mark geschäßt werden. Dieses Mißverhältniß muß doch bei der Entscheidung auch berücksichtigt werden. Aus der weiteren Debatte ergiebt sich, daß in der genehmigten Stizze die beiden Bodenkammern nicht enthalten gewesen sind. Stadtv. Sach 3 11 macht darauf aufmerksam, wie einmal die Versammlung auf die Stizze festgenagelt werde, andererseits der Magiftrat sie beliebig abändere. Der Antrag Singer auf Einsetzung eines Ausschusses wird darauf angenommen. Stadtrath Me ubrint: Es wird hier eine ganz neue Trace vorgeschlagen, die mit dem Projekt der Vorlage nichts zu thun hat. Was unter solchen Umständen ein Ausschuß soll, ist mir nicht klar. Stadtv. Kreitling: Es gilt heute, einen alten Fehler gutzumachen, indem wir die Vorlage einfach annehmen. Seit Jahren wird diese so durchaus nothwendige Verbindung von der so start gewachsenen Bevölkerung des Stadttheils vor dem Halleschen Thore gefordert. Stadtv. Mommsen äußert sich in gleichem Sinne; der Verkehr der Zoffener Straße gehe durch die Blücher nach der Friedrichs- und Lindenstraße, nicht nach der Alexandrinenstraße. Dieses Carré habe übrigens einen wahren Ueberfluß an Pferdebahnen. Einstweilen sei der Meßpalast auch noch nicht da. Stadtv. Wallach entgegnet, daß er sich gar nicht gegen die Linie ausgesprochen, sondern erst von der Blücherstraße an eine andere Trace verlangt hat. Unter Ablehnung des Antrags Wallach wird die Vorlage in allen Theilen angenommen. Schluß 73/4 Uhr. Tokales. Parteigenoffen! Versäumt nicht, Euch in die Wähler listen zur Gewerbegerichts- Wahl eintragen zu lassen! Die Parteigenossen werden besonders darauf aufWahl verworfen sind und daß ein Jeder, der wählen merksam gemacht, daß die Wählerlinen von der vorigen will, ich unbedingt in die Listen eintragen lassen muß. Am 28. Juni ist der Termin für die Eintragung in die Wählerlisten beendet. Die Anmeldungen werden entgegengenommend 4 1. im Wahlbureau, Poststr. 16, 2 Tr., Wochentags von 8-3 Uhr; 2. in der Turnhalle der 181./169. Gemeindeschule, Tempelhofer- Ufer 2; 3. in der Turnhalle der 62. Gemeindeschule, Schmidstr. 88; 4. in der Turnhalle der 115./170. Gemeindeschule, Stalizers straße 55/56; 5. in der Turnhalle der 23. Gemeindeschule, Straußberger straße 9; 6. in der Turnhalle der 8./63. Gemeindeschule Gipss straße 23A; 7. in der Turnhalle der 15. Gemeindeschule, Kastaniens Allee 82; 8. in der Turnhalle der 118. Gemeindeschule, Pantstr. 7-8; 9. in der Turnhalle der 118./128. Gemeindeschule, Thurm straße 86. und zwar Wochentags von Nachmittags 5 bis 8 Uhr und Sonne tags von 12 bis 3 Ühr. Als Ausweis genügen Die Beschlüsse der städtischen Behörden wegen der Dienstalterszulagen sind vom Provinzial- Schulkollegium mit dem Vorbehalt genehmigt worden, daß den Lehrerinnen auf die im öffentlichen preußischen Schuldienst zurückgelegten Dienstjahre die Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung des Gewerbe für den Arbeitgeber voll angerechnet werden. Der Minister macht die Genehmigung betriebes oder die letzte Quittung über Zahlung der Gewerbe. von der Erfüllung dieser Forderung abhängig. Der Maginrat ift ihr zu entsprechen bereit und auch die Bersammlung erklärt sich heute damit einverstanden. Steuer, für den Arbeitnehmer Der verstorbene Stadtv. Selle gehörte nicht weniger als 13 Ausschüssen, Deputationen und Kuratorien als Mitglied an. Zu Beginn der Sitzung erfolgen die bezüglichen Erfahwahlen. genommen worden. Das Protokoll bringt der Magistrat zur Kenntniß. Stadtv. Talte fordert bei dieser Gelegenheit den Magistrat auf, die endliche Aufhebung der Sperre für Schweine zu betreiben, da sonst der Schweine- Export von Berlin ganz aufhören müßte und das konsumirende Publikum schwer geschädigt Eine bezügliche Resolution gelangt ohne weitere Debatte zur Annahme. Zur Fertigstellung des Denkmals für Kurfürst ein Beugniß seines Arbeitgebers oder der Polizeibehörde, sowie Da mit dem Bau des Millionen Denkmals auf der Schloß- Friedrich I auf der Höhe von Friesad erbittet der Steuerquittungen 2c., daß er seit mindestens einem Jahre innerfreiheit begonnen werden soll, haben die Strombehörden von der Denkmals- Ausschuß von der Stadt Berlin einen Beitrag von halb des Gemeindebezirks wohnt oder in Arbeit steht. Stadt die unverzügliche Beseitigung der beiden an der 5000 Mark. Formulare zu den schriftlichen Anmeldungen fönnen in Stadtschleuse belegenen Fluß Bade- Anstalten ge- Stadtv. Dr. Hermes führt an, daß in diesem Ausschusse Empfang genommen werden. fordert. Die Wiederausstellung am Mühlendamm resp. an der der Präsident des Reichstages und auch ein Berliner Stadtrath Fischerbrücke ist von der Strompolizei nicht zugelassen worden, fizze, daß zu solchen Denkmälern die märkischen Städte stets Vei dagegen hat sie sich mit der Verlegung der Schwimmanstalt hinter träge geleistet hätten und daß auch die größte märkische Stadt, die Frauen- Bade- Anstalt unterhalb der Waisenbrücke und mit Berlin, hierbei nicht zurückgeblieben sei. Der erste Kurfürst habe der Berlegung der tleinen Männer Bade- Anstalt zwischen die noch das besondere Verdienst, die widerspenstigen Junker, die bei Pochhammer'sche Bade Anstalt und die Waisenbrücke ein- auch die märkischen Städte drangfalirten, mit eiserner Faust verstanden erklärt. Da nach dieser Verlegung und nach Voll- niedergeschmettert zu haben. Er bewillige daher persönlich sehr endung der Männer Bade- Anstalt an der Jungfernbrücke gerne die erbetenen 5000 m. im Mittelpunkt der Stadt sehr nahe bei einander fünf MännerBadeanstalten und nur eine kleine für weibliche Personen liegen würden, schlägt der Magistrat vor, die beiden Männer- Badeanstalten an der Inselbrücke zur Benuhung für weibliche Per fonen zu bestimmen, wogegen aber das bisherige Frauenbad an der Waistnbrücke als Männerbad benutzt werden soll. = W Eine weitere Debatte findet nicht statt. Bei der Abstimmung durch Handaufheben wird die Vorlage vom Bureau für ange nommen erklärt; auf energische Protestrufe von verschiedenen Seiten wird die Abstimmung durch Aufstehen wiederholt und als Resultat die Ablehnung fonstatirt. In Sachen der Ueberschreitung des Straßenzuges Unter Die Vorlage wird angenommen, ein Antrag Mosch auf den Linden- Schloßbriefe durch die Pferde bahn Aschußberathung wird troß Befürwortung durch den Antrag hat der Magistrat auf die Beschlüsse der Versammlung vom steller und den Stadtv. Hentig von der großen Mehrheit ver- 9. März 1898 und auf die wiederholte Anfrage Dinse und Gen. worfen, nachdem Stadtrath Borchardt sich dagegen aus- jetzt eine Vorlage gemacht, wonach tros des Einspruches der gesprochen und Stadtv. Singer ausgeführt hat, daß die Universität die Genehmigung der betr. Linien uach der DorotheenAnstalten im Zentrum verbleiben müßten und die Verweisung an fraße und nach dem Hackeschen Markt durch Kabinet ordre vom einen Ausschuß der Bevölkerung die Wohlthat der Benutzung für 24. April cr. erfolgt ist. Wegen der auf Einstellung von Arbeiterdiesen Sommer entziehen würde. wagen gerichteten Resolution wird bemerkt, daß der versuchsweise in dieser Beziehung von der Pferdebahn Gesellschaft aufgestellte Fahrplan für besondere Frühwagen dem augenblicklichen Bedür nisse genügt. Die Frage der Einführung des Zehnpfennig Tarifs wird von der Gesellschaft noch erwogen. Die dritte Resolution betr. Die Verbindung des Nord= # F # 1. im Wahlbureau Poststr. 16, 2 Treppen, während der Dienste stunden von Vormittags 8 bis Nachmittags 3 Uhr, und 2. in den oben genannten Anmeldestellen während der vors geschriebenen Anmeldefrist. unterlaffener rechtzeitiger Anmeldung das Stimmrecht ruht. Es wird darauf ganz besonders aufmerksam gemacht, daß zeitig vorzunehmen. Versäume deshalb niemand die Eintragung rechtEine neue Winfelei des Brauerringes gelangte gestern in unseren Besitz. Die Röficke und Konsorten haben ein Flug blatt verfaßt, dessen Verbreitung vermuthlich in einigen Tagen erfolgen wird, und in welchem die Ringbrüder in bekannter Berlogenheit den Versuch machen, die Thatsachen auf den Kopf zu stellen, dabei zugleich an die öffentliche Mildthätigkeit appellirend, indem indirekt die Einwohnerschaft Berlins aufgefordert wird, doch ja Ringbier zu trinken. Zur Erheiterung unserer Genossen im Kampfe gegen den Brauerhochmuth hängen wir einige Säße des Ring- Machwerts hiermit tiefer. So z. B. schreiben die vereinigten Wasserfärber: Die von den vereinigten Brauereien zum 16. Mai an= gekündigte Entlassung von 20 pCt. ihrer Arbeiter sollte nur für den Fall zur Ausführung gelangen, daß der über die Vereinsbrauerei zu Rixdorf verhängte Boykott bis zum 15. Mai nicht zurückgenommen sei. Diese Zurücknahme ift nicht erfolgt, und zwar, weil ein dahingehender Einfluß auf die Urheber des Boykotts von Seiten der Führer der Arbeiterschaft nicht nur nicht versucht, sondern ausdrücklich abgelehnt worden ist." Wir fragen, wer giebt Herrn Rösicke und seinen Braukollegen Dem Beschlusse der Versammlung betr. die Vermehrung des ärztlichen Personals in den Kranten häusern ist der Magistrat nur hinsichtlich der neuen Oberärzte für die chirurgischen Abtheilungen beigetreten; er lehnt da gegen ab, die Forderung dreier dirigirender Aerzte für die inneren Abtheilungen zu akzeptiren. Er beanstandet auch sämmt Bahnhofes mit Brunnenstraße und Schönhauser Allee soll liche Bedingungen, welche die Versammlung an die Besehung dadurch zur Ausführung gebracht werden, daß eine neue Linie dieser neuen Posten geknüpft hat, und seßt weitläufig seine vom Vinetaplah durch die Swinemünderstraße, die Kastanien- das Recht, der Arbeiterschaft Befehle zu ertheilen und wie kommen Gründe auseinander, weshalb er nicht für wünschens- Allee und den Weinbergsweg nach dem Rosenthaler Thor an- diese Leute zu der naiven Anschauung, zu glauben, daß ihre Ukafe werth, noch zweckmäßig, noch nothwendig hält, daß der gelegt wird. Zur Ausgestaltung des Neges im Süden der von den Arbeitern allerunterthänigst befolgt werden. dirigirende Arzt nicht im Krankenhause wohnt und in Stadt wird ferner eine Linie Marheineckeplatz 3ossenerstraße- Warum aber theilen die wahrheitsliebenden Herren der Einder Privatpraxis nicht beschränkt sein soll, daß Spezialisten be- Blücherstraße vorgeschlagen. wohnerschaft Berlins nicht mit, daß die Gewerkschafts Kom.. vorzugt werden sollen und daß für Moabit ein erprobter Bakte- Stadtv. Dinse: Die Bedingungen, welche wir an die Ge- mission in ihrem Schreiben an den Brauerverein aus. riologe angestellt werden soll. Er hält an dem Titel Oberarzt nehmigung der neuen Linien geknüpft hatten, find fast durchweg drücklich jede Gemeinschaft mit dem Boykott über die fest und will auch nur eine dreimonatliche statt einer sechsmonat- unerfüllt geblieben. Die Pferdebahn- Gesellschaft giebt allerdings Rigdorfer Vereinsbrauerei abgelehnt hat. lichen Kündigungsfrist stipulirt wiffent. Formulirte Anträge ent- die Million her, aber sonst sind nur wenige Zugeständnisse und Warum verschweigen die angeblichen Opfer des sozialdemo hält die Vorlage nicht. auch diese nur provisorisch gemacht worden. Die Konzession in fratischen Terrorismus, daß der Boykott erst proklamirt Stadtv. Jacobi beantragt Ausschußberathung der Vor- betreff der Arbeiterwagen ist ganz ungenügend, die vorgeschlagenen wurde, als Hunderte von Arbeitern die unschuldigen lage. Er bemängelt, daß der Magistrat so lange auf eine Linien zum Anschluß des Nordbahnbofes an die innere Opfer fapitalistischen Uebermuths und der Unternehmer Aeußerung in der Angelegenheit habe warten lassen; es liege hier Stadt tommen dem Bedürfniß nicht entfernt entgegen. solidarität geworden waren. eine der ärgsten Verschleppungen und außerdem ein Begräbniß Ein ernstlicher Versuch, den Zehnpfennigtarif zu erlangen, Wer die Wahrheit kennt und sagt sie nicht, vor, da der Magistrat sich einfach auf die Verneinung ist seitens des Magistrats auch nicht gemacht worden. Die GeDer ist fürwahr ein erbärmlicher Wicht." beschränke. Die Absicht des Magistrats, die Sache einschlafen zu sellschaft prüft" diese Frage noch immer. Die Erlangung Weiter heißt es in dem zur Verbreitung gelangenden laffen, sei unverkennbar. wenigstens eines Geleises durch die Charlottenstraße ist auch Brauereiflugblatt: Stadtv. Dr. 8 adet: Daß der Magiftrat so lange Zeit ge- durchaus problematisch geblieben; angeblich soll die Charlottenbraucht hat, uns zu antworten, ist doch nicht verwunderlich. straße auch nicht einmal für ein Geleise breit genug fein. Ich Wir sind ja an solche Verschleppungspolitik des Magistrats ge- stimme freilich der Vorlage zu, weil ich das Geringe nehmen wöhnt.( Unruhe. Vorsteher Langerhans bittet, folche Aus- muß, um überhaupt etwas zu erhalten. drücke nicht zu gebrauchen.) An sich ist der Wunsch, den Darauf wird die Vorlage betreffend die Ueberführung der Noch bevor in den zu diesem Zweck am Freitag, den 18. Mai einberufenen Boltsversammlungen der Boykott über 7 hiesige Brauereien beschlossen war, hatten die vers einigten Brauereien in einer öffentlichen Rundgebung erklärt, daß ihnen die dauernde Aussperrung der ent Taffenen Arbeiter fern läge, fie vielmehr bereit feien, die selben soweit es der derzeitige Betrieb gestatte wieder einzustellen, wenn bis zum 24. Mai der Boykott über die dem Vereine angehörigen Brauereien zurück genommen sei. Wie die kleinen Brauereibefizer über Herrn Rösicke| Lohnes mit dem Hinweis auf die Höhe des Unternehmer denken. Die Nr. 34 der Deutschen Brau- Industrie" vom gewinnes begründet, wird erwidert, die geistige Arbeit" des 19. Juni bringt auf ihrer ersten Seite Herrn Röfice folgende leitenden, rechnenden, denkenden Unternehmers müsse eben besse Liebenswürdigkeiten entgegen: bezahlt werden. In Wirklichkeit denkt aber das Unternehmerthun Auf der Generalversammlung der Versuchs- und Lehranstalt von dem Kopfarbeiter und der Entlohnung, die ihm für sein Indem auch dieses Auerbieten von den Führern der für Brauerei in Berlin, am Freitag, den 8. d. M., wurde es für Arbeit zufommt, ebenso gering wie von dem Handarbeiter. Beid fozialdemokratischen Partei in ihrer Presse und in ihren sehr vortheilhaft gehalten, einen Gersten- und Hopfenmarkt in sind ein Ausbeutungsobjekt, wenn sie es sich gefallen lassen. Um Versammlungen, soweit es nicht mit Hohn zurückgewiesen Berlin" zu errichten, und diese Jbee von Herrn Röjicke, Direktor beide tönnen sich dem Unternehmerthum gegenüber nur behaupten, wurde, geflisfentlich ihren Anhängern verschwiegen worden der Schultheiß- Tivoli- Brauerei sehr warm befürwortet. Herr venn sie sich zu gemeinsamer Bertheidigung ihrer Interessen zu ist, haben dieselben die alleinige Verantwortung für die Rösicke führte etwa Folgendes an: sammenschließen. von ihnen beklagte Schädigung der entlassenen Arbeiter auf fich." Welche Heuchelei in dem ersten und welche Unverschämtheit In dem zweiten Sat. Erst werfen die Bierprogen Hunderte von Arbeitern aufs Pflaster und dann verlangen sie, daß die ohne den geringsten Anlaß Wißhandelten den gnädigen Herren die Stiefel füffen. Nein, so haben wir nicht gewettet. Die Arbeiterschaft Berlins läßt sich nicht mit Füßen treten. Der gedruckte Stoßseufzer der vers einigten Brauherren flingt in folgenden elegischen Redens arten aus: Wir erklären biernach nochmals, daß der von uns as geführte Rampf einzig und allein gegen diejenigen gerichtet ist, welche durch Boykottirung von Mitgliedern unseres Vereins deren Existenz zu gefährden suchen. Wir haben von Anfang an nicht mehr und nicht weniger als die Zurücknahme des Boykotts erſtrebt. Dies war und bleibt die ſozialdemokratische Bartei in der Baub, wie lange noch Wie es somit auch heute $ 193 39 in welchem Umfange zahlreiche Arbeiter und sonstige Ge werbetreibende den Wirkungen des Boykotts ausgefeßt bleiben sollen. Jeder, der zur Aufrechthaltung des letzteren beiträgt, verschlechtert somit zugleich die Lage der entlaffenen Arbeiter! Eo sehr wir im Interesse dieser Kreise eine Beilegung des Streites wünschen, so sind wir uns doch der Bedeutung des Kampfes nicht nur in unserem, sondern auch im Interesse der gesammten Industrie Deutschlands vollauf bewußt und hoffen auch fernerhin der Zustimmung aller unparteiischen Kreise sicher zu sein, wenn wir bei der im Vorstehenden dargelegten Stellungnahme beharren!" Wir begreifen den Schmerz, welchen die stetig fallenden Bierattien den Brauereidirektoren verursachen, und wir können uns denken, daß die Aussicht auf den Fortfall der Tantieme die Aufsichtsräthe nicht gerade heiter stimmt. " Die mittleren und kleinen Brauereibetriebe bekommen " sehr oft gar keine Gerstenproben zugeschickt, vielmehr Den Wahlvereins- Mitgliedern des 3. Wahlkreises zur müssen sich dieselben erst mit der Bitte um Buffellung von Nachricht, daß am Sonntag, den 24. Juni, ein Familienausflug Proben an den Gerstenlieferanten wenden. Hierauf nach Schmargendorf stattfindet. Treffpunkt um 11 Uhr Morgens aber wäre es wiederum sehr schwer, die richtige Auswahl in Sanssouci. ( Hadis dun) zu treffen, und fäme es sehr oft vor, daß, bevor ein endDie Verkürzung der Arbeitszeit in christlicher Bes giltiger Entschluß gefaßt, der Boden mit geringen Malz- leuchtung. Drolig malt sich die Welt in den Köpfen des aus forten gefüllt wäre. einer Reihe hoher Beamter, Pastoren und deren Damen be Manches Wahre mag ja an der Sache sein, aber zum min- stehenden Kuratoriums vom Paul Gerhardt- Stift". desten ist sie doch start übertrieben. Ein gut geleiteter fleiner Diese Herrschaften geben sich zur Zeit die Ehre, den KlingelBetrieb wird jedenfalls eine sorgfältige Auswahl seiner Roh- beutel für ihr frommes Wert unter der Bevölkerung herumgehen materialien auch ohne Herrn Röficke's Hilfe zu treffen wiffen, zu laffen. Bur Motivirung ihres Thuns versenden sie ein an Angebot wird es dabei auch nicht fehlen. Angenommen aber Flugblatt, in dem zum Preise frommer Schwestern u. a. folgendes ein Gersten- und Hopfenmarkt in Berlin wäre so zweckmäßig, geschrieben steht: so sind es wahrlich nicht die oben angeführten Gründe gewesen, Der Sozialist, der nie zufrieden, die Ardie Fürsorge für die kleinen und mittleren Brauereien, welche beitszeit auf acht Stunden reduziren und den Herrn Röſicke veranlaßten, so warm für den Gersten, und Hopfen- 20 bn um 30 p Gt. erhöhen will, fommt mit ſich ſelben markt einzutreten. Ein Herr, der die ganze Provinz Branden m Zwiespalt, wenn er sieht, daß die Schwester unter Umständen burg mit Vjerniederlagen überschwemmt und ſein Tag und Nacht dient, nicht mit wurren, sondern stille, theile durch die Qualität seiner nehmend, freudig, ohne zu rechnen: was wird mir dafür? Es Biere, sondern durch Preisschleuderei und die Auf ist das nichts besonderes, es ist eben christlich, aber faum bei oringlichkeit seiner Bierreifenden macht, ihm der nicht gebärden, als wolle er den kleineren er folgt und das ihn dlich und unzufrieden mit seinen Erfahrungen die doch auf dem Gersten- macht, und dem, welchem ein Christ, in diesem Falle die martt maßgebend sein werden hilfreich zur Seite stehen. Es Schwefter, folgt und das sie glücklich und zufrieden macht, so ist mir ein Herzensbedürfniß, diese meine Anficht öffentlich be fchroff und für ihn so beschämend entgegen." fannt zu geben und bin ich überzeugt, daß ich nicht vereinzelt mit derselben dastehen werde. Otto Beckereit. " Betriebener Gelegenheit tritt ontrast zwischen dem Prinzip, Wir wollen auf die Aufopferung der Diakonissinnen, Die meistens nur den einen Fehler hat, daß fie Daß dieser Schmerzensschrei aus tiefster Brust kommt, wird wird, feinen Stein werfen. Wohl aber erlauben wir uns, unter dem unkleidsamen Mantel der Frömmigkeit geübt auch Herr Rösicke wohl nicht bestreiten. Desgleichen steht aber an die hochgeborenen Herrschaften, die diesen Aufruf unterauch mit Sicherheit fest, daß den kleinen Brauereien alles lamentiren nichts bilft, zumal fie mücengleich dem Licht, das Herr Rösicke zur Zeit leuchten läßt, mit einem Eifer zufliegen, der nur zu deutlich die Absicht erkennen läßt, sich die Flügel zu verbrennen! schrieben haben, die höfliche Bitte zu richten, auch nur einmal eine einzige Woche lang den Sozialisten in der mit Beſtluft geschwängerten staubigen Fabrit abzulösen, die ihn bei zwölffündiger und längerer Arbeitshaft gegen einen Lohn, der auch nicht im entfernteften zum normalen Sattessen ausreicht, früh Aber es ist den Herren nicht zu helfen, fie mögen die Suppe, die sie sich eingebrockt haben, nun auch auslöffeln, wenn's auch blättern niedersten Kalibers zur Auftischung einiger Boytout dämmert dem „ Rothe Nelke" heißt ein Gesangverein, der in Bourgeois zeitig zu Tode martert. Nur eine einzige Woche! Vielleicht bitter schmeckt. Wer die Entstehungsurfache des Boykotts fennt, märchen durchaus herhalten soll. In einigen solcher Blättchen v. Goßler, dem Generalfonful Gilta, dem Herrn v. Mirbach, n Generalsuperintendenten Brückner, der Frau weiß, daß derselbe der Arbeiterschaft aufgedrungen ist und wer wird von einem zeilenschindenden Tintenfulis mitgetheilt, in der Oberhofmeister, Exzellenz, den Gräfinnen Dohna, an Eulendie Berliner Arbeiter fennt, weiß auch, daß der Kampf mit aller Rothen Nelfe" fei eine Bierpatronille" aufgetaucht, habe den burg 2c. 2c. nach Berlauf einer folchen Woche freudiger Energie so lange geführt wird, bis sich bei den Bierproben das Gästen die schaurige Mittheilung" gemacht, daß ihre Kehlen ruinirt Urbeit" ein Licht darüber auf, warum der Sozialist und die Sprichwort bewährt bat: Hochmuth fommt vor dem Fall. Die würden, da fie im Begriff ständen, boykottirtes Bier burch ihre Stehlen Sozialistin bie Arbeitszeit auf acht Stunden reduziren Brauereiringes zu gefährden verfucht, fondern der Ring hat in wenn wir nicht von zuständiger Seite unr Klarstellung dahin fie, fo lange sie in diesem Höllenleben noch nicht zur Bestialität den Lohn brutalfter Weise die Ehre und Würde der Arbeiterschaft mit gebeten wären, daß nicht boyfottirtes, sondern Bier aus der herabgestoßen find, nothgedrungen die erhabene Tugend der Uns Füßen getreten. So steht die Sache und nicht anders. Brauerei Carlsberg( Charlottenburg) getrunken wurde, daß zufriedenheit üben müssen. niemand die von dem bürgerlichen Tintenfleg verbreitete Schauermittheilung machte, daß aber der Verbrauch von Bier auf den Nullpunkt herabfant, als ein Mitglied des Vereins mit theilte, daß das Lofal von Noack, in dem Sangesbrüber von der Rothen Nelte" beisammen wären, zu nicht zu haben ist. Warum Herr Zintentler falsch berichtet hat? Aber! Kann denn ein bürgerliches Herz, und sei es das eines Tintenfulis, auch nur die einfachsten Dinge unbefangen Beweis: und richtig auffaffen, wenn es sich um rothe Nelken handelt? Das kann doch nicht einmal ein Büffel. Arbeiterschaft hat nicht die Existenz von Mitgliedern des zu jagen 2c. Bon all diesem Gefafel würden wir nichts erwähnen, uns istinum 50 pt. erhöhen wollen, und warum Von der Zwölferkommiffion geht uns die Mittheilung zu, daß für Bier ausreichend gesorgt ist. Die Herren Wirthe, welche Bier beziehen wollen, welches der Arbeiterschaft tonvenirt, werden darauf hingewiesen, daß sie sich ent weder an die unterzeichneten Kommissionsmitglieder oder auch an die bekannten Brauereien direkt zu wenden haben, von denen fie prompt bedient werden. J. Sente, Gr. Frankfurterfir. 73. F. Wilke, Andreasstr. 26. 2. Lorenz, Koppenstr. 47.. Söhn, Naunynftr. 83. G. Spiedermann, Weberstr. 66. Haferland, Bellermannftraße 87. M. Scheps, Reinickendorferstr. 7. B. Staber nack, Mühlenstr. 49a. G. Tempel, Langestr. 65. F. 3ubeil, Naunynftr. 86. Schonheim, Gräfestraße 8. Wernicke, Charlottenburg, Krummestr. 19. Arbeiterversammlungen Die Lokalkommission von Stralan giebt bekannt, daß sämmtliche Wirthe dieses Vorortes Gefallen darin gefunden haben, den Arbeitern ihre Lokalitäten für Versammlungen zu sperren. Es ergeht daher an die Arbeiterschaft Berlins die Aufforderung, beim Verkehr in Stralau ihr Verhalten diesem Be Achtung, Parteigenossen! Das Bureau der au 3. schluß der Wirthe gemäß einzurichten. Vor allem fei barauf gesperrten Brauerei Arbeiter befindet sich Blumen- hingewiesen, daß die Brauerei Stralau die erste war, die ihren Saal für Versammlungen zurückzog. Be 3terſtüßund Abrechnung von Sammel-| Ueber die höchft zweifelhaften Mittel, die von einigen Leuten benutzt werden, um den Mitgliedern einer Ortstasse in bezug auf ihr Bestimmungsrecht in den Verwaltungsgeschäften und der Wahl ihrer Bertreter hindernd in den Weg zu treten, darüber geben folgende beiden Schriftstücke, die wir ohne Kom mentar unseren Lesern zur Kenntniß geben, einen deutlichen Berlin, den 21./3. 94. Giner hochlöblichen Gewerbe- Deputation hier. Unterzeichnete Arbeitgeber erlauben sich hiermit auf folgende Vorgänge der legten Generalversammlung der hiesigen Orts Krankenkasse der Tischler vom 15. Wiärz 1894 aufmerksam zu machen. 199 Wie die beiliegende Tagesordnung( Protokoll) zeigt, follte § 56 des Statuts, welcher den Bertretern der Generalversammlung die Wahlen der Beamten überweist, dahin geändert werden, daß künstig nur das Wahlrecht den Arbeitnehmern zuertanut An Stelle des Rendanten Bewuste Nuwahrheit in Sachen des Bierboykotts wirft Arbeitnehmer angenommen. wurde. Der Antrag wurde mit großer Majorität der wohllöbl. Berlin, den 13. April 1894. liften und Unterstüßungsgeldern ist jeden Tag( auch Sonntags) in der Zeit zwischen 9 Uhr Vormittags bis 9 Uhr Abends uns eine Zeitung vor. Daß dies die" Staatsbürger- Zeitung" ist, Stellvertreters Furchtbar, dem man nur das Zeugniß eines mindestens ein Kommissionsmitglied anwesend. Die Unter die verlogenste, schmußigste, die Verleumdung berufsmäßig betüchtigen Beamten geben fonnte, der aber trotzdem gekündigt stützung für die Ausgesperrten wir nur in den Stunden treibende Vettel ist, wird die Trübfinnigsten zu schallender Heiter wurde, da er sich nicht den allgemeinen Arbeiter von Vormittags 9-12 Uhr und Nachmittags von 2-5 Uhr aus teit anregen. bezahlt. beschlüssen füge, wurde der frühere Vorsitzende der Die dem Ringe nicht angehörigen Brauereibefizer Zur Ausbeutung der sogenannten Kopfarbeit, die vom Berliner Holzarbeiter, Koblenzer, gewählt. Die Arbeitnehuner resp. Leiter werden ersucht, sich bei Bedarf von Arbeitsträtten Rapital längst mit derselben Rücksichtslosigkeit betrieben wird, waren nahezu einstimmig der Ansicht, daß für ihre ge= resp. Leiter werden ersucht, sich bei Bedarf von Arbeitskräften wie die Ausbeutung der Handarbeit, haben die jüngsten Tage maßregelten Kollegen die Aemter der Kaffe nur an das Bureau( J. Wiedemann, Blumenstr. 38) zu wenden. Die ausgesperrten und gemaßregelten Brauereiarbeiter, sowie die einen ganz besonders lehrreichen Beitrag geliefert Der deutsche und diese selbst stets ein Zufluchtsort fein im alten Arbeitsnachweis eingetragen gewejenen organisirten von Arbeitgebern will den Schriftstellern die Einnahmen aus der Arbeitnehmer getheilten Ansichten protokolliren zu lassen, wurde Bühnenverein eine Vereinigung von Theaterdirektoren, also müsse. Unserm Verlangen, diese von der großen Mebrbeit Brauer haben die Verpflichtung, sich jeden zweiten Tag auf der Aufführung ihrer Stücke beschneiden und ihnen auch sonst nicht Folge gegeben. Wenn wir nun auch nicht der Meinung sind, dem Bureau zu melden. Nur dann ist es der Kommission möglich, eine geregelte und gerechte Wertheilung der geforderten ihre Autorrechte in mancher Weise verkürzen. Dagegen wollen daß eine hochlöbliche Gewerbe- Deputation derartigen ganz un Arbeitskräfte durchzuführen. sich nun aber die in ihren Interessen und theilweise gejeglichen Anträgen, wie die Umänderung des§ 56 ihre Bu Die Sammelliste Nr. 199 für die ausgesperrten Brauerei- geradezu in ihrer Existenz bedrohten deutschen Drama timmung geben werden, halten wir uns doch im Intereffe einer tifer auflehnen. Wildenbruch, Wichert, Arbeiter ist am vergangenen Sonntag in Friedrichshagen von Sudermann, gedeihlichen Fortentwickelung unserer Kasse für verpflichtet, einem Genoffen verloren. Gezeichnet waren 2,25 W.; die Genossen Radelburg und Blumenthal find beauftragt worden, ein auf das Gefährliche derartiger Versuche hinzuweisen, und bitten, werden ersucht, die Liste anzuhalten und in der Expedition des Syndikat der deutschen Bühnenschriftsteller zu gründen. Jede der Neufassung des§ 56, sowie auch der Wahl des Rendantens " Borwärts" abzuliefernt. Schädigung eines einzelnen Schriftstellers durch den Ring der Stellvertreters die Bestätigung versagen zu wollen. Theaterdirektoren soll gemeinsam abgewehrt werden. Damit wäre Hochachtungsvoll Charakterbilder. Die letzten Wochen haben gar manche also die Lobufrage" bei den Bühnenschriftstellern glücklich in gez. C. Rahardt, Tischlermeister, intereffante Charakteristik aus der bürgerlichen Gesellschaft ge- dasselbe Stadium getreten, das sie bei dem darstellenden Personal Dranienstraße 9, bracht. Die Brutalität der Brau- Unternehmer ist ebenso wie die ja längst erreicht hat. Der Direktoreuring will den Schriftstellern did folgen 74 weitere Unterschriften. Berlogenheit bürgerlicher Organe auch dem Blödesten sichtbar ebenfalls den Brotkorb höher bängen- keine üble Idee! Bei Giner wobff3b1. Gewerbebeputation des Magistrats erlaube geworden. Wir registriren noch ein Drittes: die Gesinnungs- dem darstellenden Personal ist ihm ja die Kuebelung gelungen, tüchtigkeit" unserer Wirthe. Gleich vorweg sei bemerkt, daß eine indem er das bekannte und beliebte Mittel zur Anwendung brachte, ich mir hiermit ganz ergebenst folgendes zu unterbreiten. gauze Reihe verständiger Wirthe und Saalinhaber, wie die neue tontraktbrüchig gewordenes( oder auch durch Chikanen zum Nach Einsicht des Protokolls von der am 15. März cr. abLotalliste ausweist, durch unsere Kritit nicht getroffen werden. Kontrattbruch gezwungenes) Personal von allen Ringbühnen auszu gehaltenen Generalversammlung der Orts- Krankenkasse für das Berständig sagen wir deshalb, weil und hierbei haben wir die sperren. Ganz wie bei uns!" werden die Handarbeiter unter Gewerbe der Tischler und Pianoforte Arbeiter Berlins fühle ich Saalfrage im Auge die Frucht logischen Dentens die unseren Lejern denken. Schnurrig ist nur, daß die Aufhebung" mich als Mitglied berechtigt, in der Abiaffung des Protokolls sein müßte, die Säle unter feinen Umständen zu sperren, von dies Mal nicht von-Sozialdemokraten ausgeht. Man be auf einige Irrthümer aufmerksam zu machen und deren Abhilje anderen Bedenken ganz abgesehen. Es steht fest, daß sich kein denke, daß zwei so militärfromme Herren wie Wildenbruch und herbeizuführen. Einsichtiger über den kläglichen Ausgang diefer pomphait ange- Wichert an der Epiße des Ausschusses stehen. Beide haben sich Puntt 2 der Tagesordnung. Führt der Herr Schriftführer fündigten, Saalsperre" im Untlaren befinden konnte. Wie betäubt bekanntlich bisher sogar der wärmsten Förderung durch den der§ 51 Absah c des Statuts an, legterer Absah nicht vors stehen nun die Arrangeure dieses Heltenstückes da. Welche Naiser zu erfreuen gehabt. Das Allerschnurrigste ist, daß die Ver- handen ist. geradezu elende Rolle haben manche dieser stolzen Saalverweigerer fürzung der Einnahmen von dem Weimarischen Intendanten Der nur bezwecken sollte, den Arbeitgebern das Recht abs gespielt! Nicht einmal zu einem runden netten: Nein" fanden Bronsart von Schellendorf vorgeschlagen worden ist. Wenn schon zuschneiden, bei den Wahlen der Kassenbeamten nicht mits sie den Muth; die Genossen, denen der Auftrag ertheilt war, so hoch begünstigte Bühnenschriftsteller gegen Hoftheater- In- zustimmen. Erklärungen in bezug auf die Lokalfrage einzuziehen, wurden mit tendanten sich auflehnen, was sollen dann erit die weniger gut nichtigen Ausreden: Der Herr ist, trant", verreift", ausgegangen", fituirten Schriftsteller thun? Die Gelüste des Herrn schläft", erbittet Bedentzeit" zc. bingehalten. Es mag bier einge von Schellendorf, der sich mit seinem Vorschlag auf eine schaltet werden, daß in der gesammten arbeitenden Bevölkerung eine Stufe mit Herrn Schippanowski stellt, dürften auch in diesen Erbitterung gegen die Saal ,, inhaber" herrscht, wie sie selbst unter dem Kreisen eine Gährung hervorrufen, die mit Genugthuung zu be Ausnahmegejet nicht vorhanden war. Es gab vordem noch Opti- grüßen ist. Auch hier giebt es ein gewaltiges Heer von Unmisten, die sich nicht ausreden laffen wollten, daß diverse Lokal beschäftigten, das nach Arbeit und Verdienst trachtet. Freilich befizer schon allein aus Dankbarkeit gegen die Arbeiterschaft, die darf man von dem sogenannten Geistesproletariat" noch nicht sie bei miserablem Bier ausschließlich durch Versammlungen und viel erwarten. Solidaritätsgefühl sucht man hier meist vergeb- werden, einen Unterschlupf zu bieten. Bergnügungen über Waffer gehalten hat, sich nicht zu Schwanz lich. Darum darf sich auch der ausbeutende Arbeitgeber Der Tischlermeister Herr Lubrich stellte einen direkten Ans politikern ber Ringmänner degrabiren laffen würden. Das dem„ Geistesproletarier" gegenüber beinahe noch über trag, dieses wörtlich im Protokoll niederzuschreiben. neueste Intermezzo bat gezeigt, daß sich bei den Wirthen zur müthiger benehmen als gegenüber dem vorwiegend mit der Der Herr Schriftführer antwortete: Sollte er dieses thun, Perfidie die totale Unfähigkeit, ihre Geschäftsintereffen wahrzu- Hand arbeitenden Proletarier. Bei der Lohnbewegung" so würde er sofort sein Amt als Schriftführer niederlegen. nehmen, gefellt. Das Resultat wird nach Wunsch ausfallen. der Bühnen Schriftsteller ist vollends zu befürchten, daß die Die Arbeiterschaft wird sich fünftig durch fein Bitten und fein leitende Theilnahme der Herren Wildenbruch, Wichert u. f. w. Flehen davon abbringen laffen, auch die Saalfrage rein gefchäfte eine ausgeprägt antikapitalistische Nichtung von ihr fernzuhalten lich zu behandeln- mag zu Grunde gehen, wer zu einfältig ist, wiffen wird. Am Ende fönnte es scheinen, als ob diese ganze Ferner protestirten die Arbeitgeber nicht nur, sondern sie feine Zeit zu begreifen. Die Todten reiten schnell. 2ẞie bald Angelegenheit unsere Genossen überhaupt sehr wenig angeht. hatten vorher schon erklärt, daß sie sich der Abstimmung über wird sich das effektvolle Bild vor unseren Augen entrollen, Wir meinen jedoch, daß sich gerade an diesem Beispiel mit ungefeßliche Anträge enthalten würden. welches einer der nicht hypnotifirten Saalbefizer jüngst im Kreise feltener Deutlichkeit zeigt, wie febr dem fapitalbesitzenden Unter- Bum 3. Punkt der Tagesordnung ist zu bemerken, daß dieser seiner Freunde ankündigte:„ Erst sperren sie ihre Buben zu, nehmerthum ein ausbeuterischer Charakter innewohnt, ob es sich Antrag nicht ausgedehnt wurde, sondern ersterer wurde in seiner dann sperren sie die Hände auf, und dann, wenn die Millionen dabei nun um Ausbeutung von Hand- oder von Kopfarbeit Gaffung zurückgezogen, und nun wurde eine neue Formulirung in Nichts zerflossen, dann sperren sie das Maul auf."-- handelt. Dem Handarbeiter, der seine Forderung höheren des Antrages vorgenommen, schriftlich ist awar felbiger nach " Der Herr Schriftführer muß sich aber auch mindestens be mühen, einen wahrheitsgemäßen Bericht vom Verlauf der ganzen Versammlung zu bringen und nicht nur einzelne Theile der Ver handlung protofoliren. Als ein Herr König fölgenden Wortlaut als Redner ge braucht hatte: Die Beamtenstellen der Ortskassen müssen nur dazu dienen, diese Kollegen, welche politisch oder gewerkschaftlich gemaßregelt Dieser Antrag des Herrn Lubrich wurde von der Versammlung abgelehnt; aber dennoch war selbiger verpflichtet, diesen Antrag in Erwägung zu ziehen. Auch bei der vollzogenen Wahl, welche durch Stimmzettel erfolgte, ist nicht richtig gehandelt worden, man hat sich bei der Ausgabe der Stimmzettel nicht einmal überführt, wie viel aus gegeben worden sind, es ist auch vorher nicht festgestellt worden, wieviel wahlberechtigte Personen anwesend waren. Ferner haben die beiden Beisiger diefes Protokoll noch nicht anterzeichnet, es ist durchaus nicht ausgeschlossen, daß vielleicht gen Gerichts- Beitung. anterzeichnet, die Fassung könnten Einspruch erheben, mithin ständigen sollen. Der Verband der Zivilmusiker hat infolge dessen 3. einen Riß erhielt. 3. schrieb darauf an das Betriebsamt, würde die ganze Arbeit umsonst sein, aus diesem Grunde er fcheint es wohl nothwendig, diese Sache näher zu untersuchen. gez. Paul Furchtbar, Rendant Stellvertreter = ber Drts- Krankenkasse der Tischler. § 51 Abfah 4 des Statuts nicht gestellt worden, selbst die Vor- feinem Kinder- Krankenhause die poliklinischen Sprechstunden eher| schriften des§ 54 Absatz 5 des Statuts sind nicht in Anbetracht ausdehnen als abkürzen sollte. Wenn die Sprechstunden vom gezogen worden. Publikum übermäßig start in Anspruch genommen werden, so giebt es geeignetere Mittel, um dem abzuhelfen, als Mütter, die Daß bei der Abfaffung von Beschwerdeschriften au womöglich vom anderen Ende der Stadt kommen, schlankweg auf Behörden eine besondere Vorsicht geboten ist, lehrte eine Verden nächsten Tag zu vertrösten. red lamp handlung, welche gestern vor der neunten Straftammer des Landgerichts I stattfand. Der Fabrikant 3. hatte eines Tages Den hiesigen Militärkapellen, ist eine Verfügung des die Ringbahn benußt und war auf der Station Gesundbrunnen Kriegsministers zugegangen, derzufolge sie sich mit den Zivil- ausgestiegen. Auf dem Bahnsteig streifte er einen Laternenpfahl. musikern über die Preisforderungen für Mufitaufführungen ver- Aus diesem ragte ein Nagel hervor, wodurch der Ueberzieher des einen Tarif aufgestellt, dessen Säge aber den Militärmusikern zu daß er die Eisenbahn- Verwaltung für den Schaden verantwortlich boch erscheinen. Sie fürchten, daß fie bei Annahme dieser Säße mache, den er durch die Nachlässigkeit der Beamten erlitten mit denjenigen Kapellen, die fich zumeist aus Lehrlingen zusammen habe, er verlange den verdorbenen Ueberzieher mit 45 Mark sehen, nicht tonturriren tönnen. erfegt. Das Betriebsamt wollte die Berechtigung dieser Unseres Erachtens brauchen die Militärkapellen diese Furcht Forderung nicht anerkennen, worauf 8. feinen Anspruch auf nicht zu hegen. Solange das honette bürgerliche Bublifum der 22 M. ermäßigte. Das Betriebsamt erwiderte ihm, daß es ihm Mord oder Selbstmord. Eine dunkle Angelegenheit be Stonzertsale weniger die Kunstleistungen als die bunten Uniformen höchstens sechs Mart bewilligen würde, um ben Schaden wieder fchäftigt gegenwärtig die Staatsanwaltschaft beim Landgericht 11. anftarven will, werden geschäftskundige Saalwirthe immer noch ausbessern zu lassen. Nun antwortete 3, daß er nicht gewohnt Am Dienstag Morgen gegen 7 Uhr sahen Pferdebahn- Kutscher, Obdach für die Militärmusiker schaffen. dialorifei, geflickte Kleidungsstücke zu tragen, wenn das Betriebsamt Soldaten und noch andere Personen etwa 200 Meter von der nicht die 22 M. bewilligen wolle, werde er sich an den EisenbahnChaussee Tempelhof Berlin einen vornehm gekleideten Mann an Eine Sammelliste für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter Minister wenden und die Sache der Oeffentlichkeit übergeben. Hierin scheinend schlafend auf dem Exerzierplas liegen. Als man fich wurde nebst dem gezeichneten Betrag von 9,05 m. einem erblickte das Betriebsamt einen Verstoß gegen den§ 114 des gegen 11 Uhr der Stelle näherte, fand man eine Leiche. Der Arbeiter von einem Beamten des 82. Polizeireviers abgenommen. Str. G.-B. und der Staatsanwalt erhob auch in diesem Sinne gegen Toote ist etwa 30 Jahre alt gewesen, trug einen schwarzen Die Liste trägt die Nummer 3092, a m 3. Antlage. Der genannte Paragraph bedroht denjenigen mit Cheviotanzug, einen grauen weichen Filzbut mit breitem on Die Sammelliste Nr. 235 für die ausgesperrten Böttcher eine Behörde oder einen Beamten zur Bornahme oder UnterGefängnisstrafe, der es unternimmt, durch Gewalt oder Drohung Dunklem Ripsbande, tadellose Wäsche und auf den gelben Manschettenknöpfen in erhabener Ausführung einen Leuchtthurm ist als gefunden in der Redaktion abgeliefert worden und kann laffung einer Amtshandlung zu nöthigen. Im gestrigen Termine bezw. ein Schiff. Der Unbekannte hat langes dunkelblondes dort abgeholt werden. machte der Vertreter der Anklagebehörde eine andere Ansicht Haar und einen starten, kurzen Schnurrbart. Auf der rechten Ueber die Motive des Selbstmordes des national- geltend, er hielt nicht eine Drohung, sondern eine Beleidigung Wauge ist eine Narbe sichtbar. In dem Jacket ist die Firma liberalen Landtags- Abgeordneten vom Heede erfahren die Leipz. Der Bertheidiger, Rechtsanwalt Leonhard Friedmann, plädirte für vorliegend und beantragte hierfür eine Geldstrafe von 15 M. Kolbe u. Kriem, Hamburg, Bleichenbrücke 6, eingedruckt. Die n. n," aus angeblich befter Quelle, daß diefer Herr ein Opfer nicht nur für völlige Freisprechung des Angefchuldigten, nähere Besichtigung der Leiche hat ein merkwürdiges Ergebniß des Berliner Bauschwindels geworden ist. Sein finanzieller Ruin sondern noch für Auferlegung der für die Bertheidigung herbeigeführt. In der In der linken Brust ist ein Schußtanal war die Folge der Bahlungseinstellung eines bekannten großen nothwendigen Rosten der Staatstaffe. fichtbar. Rock, Weste und Hemd find jedoch nicht durch Bauspekulanten, an deffen Unternehmungen er mit großen garnicht erhoben werden müffen. Die Anklage hätte Töchert, waren aber vollständig zugeknöpft. Ausweis- Summen betheiligt war. Unmöglichtönne es papiere, Werthgegenstände waren ebenso wenig vor als eine Beleidigung aufgefaßt werden wenn jemand handen, wie eine Schußwaffe, die rechte Hand des Todten war in Aussicht stelle, das Verfahren einer Behörde wahrheitsgetreu in den Rock geschoben und ruhte auf der linken Brust. Die Leiche der öffentlichen Beurtheilung zu unterbreiten. Der Gerichtshof war der Stiefel entkleidet, die man in einiger Entfernung auf tam nach langer Berathung zu dem überraschenden Urtheil, daß fand. In einer Rocktasche steckten, in Beitungspapier eingewickelt, der Angeklagte doch des Bergehens im Sinne des§ 114 des drei Revolverpatronen, die zu der Annahme berechtigen, daß der Str.-G.-B. für schuldig befunden und deshalb zu einem Tage Unbekannte sich selbst den Schuß in die Brust beigebracht habe Gefängniß verurtheilt worden sei. Die Gewährung von Fast unglaublich muß aber erscheinen, daß er sich später die Schadenersatz für Unfälle, die auf der Eisenbahn vorkommen, Kleider hat zunähen können. Man neigt vorläufig der Ansicht müsse als eine Amtshandlung angesehen werden und durch eine zu, daß eine Beraubung der Leiche eines Selbstmörders vorliegen Drohung habe der Angeklagte auf die Entschließung einer Be taun. hörde einwirken wollen. 196 50 Auf der au der Landsberger Chauffee gelegenen Wiese des Handelsmanns Brunow war am Mittwoch Nachmittag, wie die Kreuz- Zeitung" mittheilt, der 26jährige Knecht Kölling mit zwei Mägden mit Heueinfahren beschäftigt. Als die ziemlich große zweispännige Fubre, die übrigens etwas schief gepackt war, von der Wiese fahren wollte und die Pferde bereits angezogen hatten, schlug der Wagen um und begrub den Kutscher mit den beiden Mägden. Den sofort herbeigeeilten Mannschaften der Hönower freiwilligen Feuerwehr gelang es, unter großer Unftrengung nach halbstündiger Thätigkeit nur die beiden Mägde zu retten, sie hatten aber so schmere innere und äußere Ber legungen erlitten, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mußten; der Knecht war bereits todt; der Brusttasten war ihm eingedrückt. Drei schwere Eisenbahn- Unglücksfälle haben sich in den standen gestern wegen Diebstahls vor der neunten StrafAcht Kutscher der Eisenhandlung Druckenmüller legten Tagen im Betrieb des Stadt- Nordrings zugetragen. fammer des Landgerichts I, während sich der Schlossermeister Das folgenschwerste Unglück ereignete fich am Mittwoch Georg Fene wegen gewohnheitsmäßiger Hehlerei zu ver an der Ueberbrüdung des Tegeler Weges. An dieser Stelle waren acht Bahnarbeiter der Arbeitsfolonne Nr. 60 vom Gesund feiteverbrecher. Ad 1. Jüdischer Wüstling. Gin Sittlichkeits geschuldigten Kutscher lange Zeit hindurch geschädigt worden. brunnen mit der Ausbesserung des Bahndammes an dem Personen verbrechen ist der St.- 8tg," zufolge von einem Juden, Namens Der Angeklagte Arbeiter Paul Tümmler genoß eine Art Vergeleife Nr. 2 beschäftigt, als der Hornist das Warnungssignal Süßtind, Mitinhaber des an der Ecke der Schulzendorferstraße trauensuellung, es gehörte zu seinen Obliegenheiten, soviel Eisen für ben um 4 Uhr 22 Minuten vom Bahnhof Beusselstraße ab- und Weddingplatz belegenen Herrengarderoben Geschäfts den Rutschern zuzutheilen, wie ihm der Lagerverwalter ans gelaffenen Nordringzug, sowie für den mit einiger Verspätung Colin und Güßtind, an einem 14jährigen Mädchen begangen gab. Tümmler übergab nun den Rutschern mehr Waare, wie sie um 4 Uhr 25 Minuten vom Bahnhof Wedding abgelassenen worden. Das Scheufal hat das Kind in seinen Laden bei den Kunden abzuliefern hatten und beauftragte sie, die überPersonenzug gab. In demselben Augenblick brauste vom gelockt und es dort vergewaltigt. Entdeckung des Schüssige Waare zum Schlossermeister Fene zu bringen, der ste Bahnhof Moabit her auf dem Gütergeleise Nr. 2 ein Verbrechens ist der Aufmerksamkeit der dort haltenden ihnen abnehmen und baar bezahlen würde. Der Erlös solle Güterzug heran und so war von den vier Geleisen nur Droschtenkutscher zu zu verdanken, die Anzeige ist von zwischen Tümmler und dem betreffenden Kutscher getheilt werden. das, Gütergeleise Nr. 1 frei, auf welches sich dann auch die Ar: einem Postbeamten erfolgt. ad 2) Feudal christlich schneidige Diese Durchstechereien haben lange gebauert, Feye zeigte sich als beiter zurückzogen. Zwei der Männer, die Arbeiter Korozinsky Wüftlinge. Die Bolts Beitung" von gestern Abend berichtet: ein ftets williger Abnehmer, er zahlte für die veruntreute und Schwarz traten jedoch zu weit über das Geleise Nr. 1 Der Abschied ertheilt worden ist durch Kabinetsordre vom Waare etwa den halben Werth. Giner der Kutscher hinaus, beide wurden von dem Güterzuge erfaßt und überfahren. 31. Mai dem Kommandeur des Dragoner Regiments ging schließlich zum Chef und offenbarte das Treiben. Feye K. wurde auf der Stelle getödtet; der Körper war buchstäblich König Friedrich 11.( 2. Schlefiiches) Nr. 8, Oberst Lieutelärte fich sofort bereit, eine Summe von 2500 M. an die ge in Stücke geschnitten. Der zweite Arbeiter ist lebensgefährlich nant v. R.... Diese Form der Entlassung, welche Schädigte Firma zu zahlen. Natürlich mußten den Anstifter und verlegt; er wurde nach der Charitee gebracht, der rechte Arm Verlust von Litel und Pensionsberechtigung in den Hehler die härtesten Strafen treffen, Tümmler wurde zu des Unglücklichen ist vom Rumpf getrennt und außerdem hat er sich schließt, ist durch Vorkommnisse veranlaßt worden, deren anderthalb Jahren Gefängniß und Bjährigem Ehrverluft und schwere innere Verlegungen davongetragen. gerichtliche Aburtheilung auch im bürgerlichen Verfahren bei eye zu 1 Jahr 3 Monaten Zuchthaus und 3jährigem Ein ganz ähnlicher Unglücksfall hat sich am Ausschluß der Deffentlichkeit stattfinden würde.(§ 175 R.-St.-G.-B. Ghrverlust verurtheilt. Die übrigen angeklagten Kutscher tamen 11. d. M., wie merkwürdigerweise erst nachträglich bekannt wird, Widernatürliche Ünzucht.) Im vergangenen Jahre wurde der mit geringen Gefängnißstrafen davon. Auf den Antrag seines an dem Bahnhof Beuffelstraße zugetragen; die Oberstlieutenant und etatsmäßige Stabsoffizier eines anderen Bertheidigers, Rechtsanwalts Dr. Friedmann, wurde Feye gegen Bedienungsmannschaften des um 10 Uhr Abends auf dem schlesischen Regiments auf grund eines Vergehen gegen§ 176 eine Raution von 5000 M. einstweilen aus der Untersuchungshaft Echlesischen Bahnhofe eintreffenden Vorortzuges 1061, welcher R.-St.-G.-B. entlassen. Damals wurde der Abgang desselben entlaffen. früh Morgens um 5 Uhr die Weiterfahrt anzutreten hat, pflegen aber nicht durch das„ Mil.-Woch.-BI." veröffentlicht, sondern Wie Juristen tifteln. Die Juristische Wochenschrift" in dem Dienstgebäude des Güterbahnhofes zu Moabit zu über- war nur aus dem entsprechenden Vermerk der Rangliste zu veröffentlicht bezüglich der gerichtlichen Zuständigkeit bei Breßnachten, bis wohin sie mit dem Nordring- Buge fahren, um das ersehen. beleidigungen ein Erkenntniß vom 26. April, auf Gebäude zu erreichen, muß das Personal die Geleise der Ham- Selbstmord. Wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt schon in dem Erkenntnisse gegen Freiherrn v. hüngen Abend der Fall; als die Beamten sich an dem ersten Geleise be- lieb Müller, Weißenburgerstr. 67, nach der Mache des 16. Polizet- Für die rechtliche Beurtheilung der an hit been genere ben wurde am Mittwoch Nachmittag der 39 jährige Arbeiter Gott ber rage hem Orte fanden, bemerkten fie das Heranbraufen eines Buges aus der reviers gebracht. Nach seiner Entlassung begab er sich sogleich eine Beleidigung stattgefunden habe, ist es ohne Bedeutung, ob sie Richtung Spandau und blieben stehen, ohne zu bemerken, daß nach seiner Wohnung und hat sich dort Abends zwischen und mittels der Presse oder in anderer Weise begangen ist. Die Beleidigung vom Lehrter Bahnhof ein Personenzug herankam. Von diesem 7 Uhr erhängt. Um 9 Uhr wurde er von der Ehefrau todt auf- it nicht ein reines Handlungsdelift, sondern ein Erfolgsdelikt. legteren Train wurden drei der Beamten zu Boden ge- gefunden. Kommt es aber bei der Beleidigungshandlung auf die Wirkung der riffen, doch während zwei derselben ohne jeglichen Schaden davons felben an und erweist sich diese Wirkung bei der gedruckten, ge tamen, erhielt der Bremser Neugebauer eine so schwere Ver- Polizeibericht. Am 19. b. Wits. wurde ein achtjähriges schriebenen oder sonstwie mechanisch vervielfältigten Beleidigung legung an der Schläfe, daß der Tod sofort erfolgte. Mädchen vor dem Neubau Dunckerstraße 2 durch den vom Winde darin, daß fie gelesen wird, so erscheint dann je bes einzelne Das dritte unglüc ereignete fich am Montag umgeriffenen Bauzaun getroffen und am Unterschenkel schwer 3eitungsblatt als der Träger einer Beleidigung. Hiernach Vormittag an der Station Jungfernbaide. Gegen verletzt. Am 20. b. Mts. Morgens fiel in der Ifflandstraße vollendet sich die durch die Preffe begangene Beleidigung an 1/10 Uhr war bort an einem Herzstück der Verbindung eines ein Mädchen beim Deffnen des Fensters aus dem dritten Stock jedem Drte, wo durch das Lesen eines betreffenden ZeitungsGeleifes der Stadtbahn mit der Hamburger Bahn ein Arbeiter auf den Hof binab und erlitt einen Schädelbruch sowie schwere blattes die beleidigende leußerung zur Kenntniß eines Wegener mit der Reinigung der Weiche beschäftigt, ohne zu be innere Werlegungen. Auf der Ringbahn wurden Nachmittags Dritten gelangt und hiermit den binabur ber Mingbad merken, baß ber um 1/210 Uhr auf Dem Zebrter Baby bee bei der Ueberführung am Ghouſer givet Stredenarbeiter Borortszug von Nauen herannahte. Ebenso wenig wurde der einen Bug überfahren; einer wurde auf der Stelle getödtet, der Arbeitende von dem Lokomotivführer wahrgenommen; 2. wurde andere sehr schwer verletzt. Abends wurde ein Arbeiter in überfahren und der Kopf des Bedauernswerthen buchstäblich seiner Wohnung, in der Weißenburgerstraße, erhängt vorgefunden. zermalmt. Der Lokomotivführer, der keine Ahnung von dem-Im Laufe des Tages fanden zwei kleine Brände statt. entsetzlichen Unglück hatte, machte auf dem Lehrter Bahnhof Meldung, daß an dem Herzstück etwas schadhaft sein müsse, weil die Lokomotive beim Bassiren der Stelle hochgesprungen sei; man schickte sofort Mannschaften hinaus und fand hier ben unglücklichen W. todt neben dem Geleise liegend vor. Nachmittag um 125 Uhr in der Nähe des Bahnhofs, Wedding Jüdisch- mammonistische und christlich- feudale Sittlich antworten hatte. Die genannte Firma ist durch die ane Angesichts der in neuester Zeit geradezu in schredenerregen vom " u. A.: Die örtZuständigkeit des Gerichts Aburtheilung zur derfelben festgestellt. Der Umstand allein, daß ein Exemplar ber betreffenden Beitung unter Kreuzband anonym nach einem anderen Orte jemanden zugeschickt worden, würde allerdings nicht ausreichen, die Zuständigkeit des Gerichts dieses Be stimmungsortes zu begründen. Ebenso würde es noch nicht aus Tego reichen, wenn blos die Versendung der betreffenden Egemplare an Abonnenten, die an dem fraglichen Orte wohnen, festgestellt es würde, vielmehr ist der Nachweis erforderlich, daß die Kenntniß von der ftattgefundenen Beleidigung durch das Lesen der den Abonnenten der Zeitschrift zugesendeten Exemplare vermittelt worden ist. sta6 Witterungsübersicht vom 21. Juni. 113 der Häufigkeit erfolgten Vernichtungen von Menschenleben auf Stationen. den Bahntörpern der Stadt- und Ringbahn muß man sich fragen, ob denn unfere viefgepriesene Kultur es noch nicht dahin gebracht hat, daß das Leben der Bahnarbeiter hinfort besser als bisher geschützt werden kann. Sollte es ohne Rücksicht darauf, ob dem Staat ein paar lumpige tausend Mark mehr zugeführt Swinemünde. werden oder nicht, nicht möglich sein, Leben und Gesundheit Hamburg des Personals derart zu sichern, daß der Streckenarbeiter z. B. Berlin nicht mehr mit Grauen daran denken muß, ob er lebend wieder Wiesbaden. heimkehrt, wenn er im Morgengrauen seine Familie verläßt, um München fich für einen Lohn, der auch nicht entfernt zu anständiger Ernährung ausreicht, dem Staat zur Verfügung zu stellen? reduzirt auf Barometer stand in mm, b. Meeressp. Windrichtung NNW DROGRADES t 759 758 . 759 764 766 Wien. 764 Haparanda Petersburg Cort. Aberdeen Paris 761 755 NO 766 SW 765 767 St 100 Windstärke ( 1-1) 12223221221 Wetter Temperatur ( nach Celfins Ein Massenprozeß gegen 34 Lehrer und einen Zeitungsverleger. Aus Schneidemühl wird der Volts- Beitung" ge Efchrieben: 108 Time bedeckt Regen Regen bedeckt 16 13 18 Regen 11 woltig 14 wolfenlos 18 bedeckt 10 wolfig 13 beiter 14 bedeckt 17 In der am 19. b. Mts. abgehaltenen Straftammer- Sigung bes hiesigen Landgerichts spielte sich ein interessanter Prozeß ab. Es handelte sich um eine Anklage gegen den Verleger. des " Schneidemühler Tageblattes" und 34 Mitglieder des freien 16 Behrervereins, welche sich wegen öffentlicher Beleidigung der beiden Stadtverordneten, der Rechtsanwälte Köpp und Dr. Glaß, zu verantworten hatten. Der Thatbestand ist folgender: Auf viederholte Eingaben der hiesigen, völlig unzureichend besoldeten Lebrer hatte der Kultusminister den Magistrat beauftragt, den Merkwürdige Zustände herrschen in der Poliklinik des Stadtverordneten einen neuen Besoldungsplan für die Lehrer an Raiser und Kaiserin Friedrich- Kinder- Krankenhauses in der Reinickenden hiesigen Volksschulen zu unterbreiten. Die Mehrheit der Städts dorfernraße. Laut Bekanntmachung am Eingang ist die Sprechväter erkannte jedoch das Bedürfniß der Gehaltserhöhung nicht an, stunde für innerlich franke Kinder auf täglich 10-11 Uhr, die- Witterung in Deutschland am 21. Juni, 8 Uhr Morgens. und die beide Rechtsanwälte Dr. Glaß und Köpp, welche sich übrigens jenige für äußerlich franke Kinder auf täglich 21/ 2-31/ 2 Uhr Nach raschem Fallen des Barometers ist im größten Theile einer großen Praxis und daher auch eines hohen Ginkommens erfreuen, festgesetzt. Daraus darf man aber nun beileibe nicht schließen, Deutschlands wieder Regenwetter eingetreten. Heute Morgen ist eiferten in der betreffenden Sigung am 8. März mit scharfen baß es innerhalb der genannten Zeiten jeder Mutter gees allgemein trübe und finden Regenfälle hauptsächlich zwischen Worten gegen die Anforderungen der Lehrerschaft. Hierbei fattet fett ben fronten in die pen grauen, welche Wefer und Oder statt. An der Nordsee und im nordwestlichen Basteln gerechnet werden, daß die beiden Herren her liberglen und den Arzt zu fonfultiren. Ja, diejenigen Frauen, welche Binnenlande baben sich heftige nordwestliche Winde erhoben und damals aus, daß er eine Nothlage bei den Lehrern nicht anerPartei zu werden pflegen. Herr Dr. Glaß führte sich zum ersten Male einstellen, dürfen das; aber von vielen eine neue Abkühlung eingeleitet. Im Osten und Süden hingegen tenne, mit 100-150 m. Mehreinnahmen tämen sie aus den anderen Frauen wird darüber Klage geführt, daß ihnen oft find die Temperaturen geniegen und erreichen heute früh in verfchon um 10/2 beziehungsweise 3 Uhr der Eintritt verweigert worden fei mit dem Bedeuten, gefälligft am nächsten Tage, punft schiedenen Gegenden 16 Grad Celsius.eur Ticher" zu tommen. Frauen, die sich am anderen Tage bei den Aerzten vielleicht waren es auch nur Kandidaten beschwerten, erhielten zur Antwort, daß ihnen der Zutritt Wetter Proguofe für Freitag, den 22. Juni 1894. Aufklärendes Wetter mit mäßigen westlichen Winden, kühlerer Nacht und steigender Tagestemperatur; feine oder unerhebliche und Berliner Wetterbureau. Teit vorhanden, daß an der Verwaltung die eigentliche Echuld nicht liegt. Zrozdem geht es seit Jahr und Tag in der alten Weise weiter. Wir sind der Ansicht, daß man gerade in in plasm Schulden nicht heraus. Die Lehrer heiratheten leichtsinnig mit 19-20 Jahren(?) und geriethen schon dadurch in Schulden; sie verständen nicht zu wirthschaften, übrigens fönnten auch junge Leute, die mit 18-19 Jahren ins Amt tämen(?), nicht mehr Gehalt verlangen.( Das Anfangsgehalt beträgt 900 M.) Rechts anwalt Köpp schloß sich den Ausführungen des Dr. Glaß an und des Dr. an führte dann weiter aus, daß die Lehrer stets unzufrieden seien, ibre Dankbarkeit würden sich die städtischen Behörden nie erwerben. Ein Student habe auch nicht mehr als Th. M. Als Adresse genügt: Ferd. Bueb, Mitgl. d. R., Mülausen im Elsaß. Friedrichsberg. Die Lokalliste gedenken wir in den nächsten .. 10. Das tann nur ein sachverständiger Arzt entscheiden. auch die Zahl der unheilbar Wahnsinnigen ist gedabei brauen F. G. Leider nein. P. V. Ja. 900 Mart zu verzehren(!). Der Lehrerverein beschloß, sich auf teine Vorschläge zu einer Ginigung einzulassen, sondern als sie immer flarer die- Firigkeit von behördlichen Organen diese Angriffe auf den Lehrerstand in einer Erklärung sich auf den Streit vorzubereiten, welcher am Dienstag be- weiteren Kreisen offenbart. in Den Tagesblättern zurückzuweisen, indessen wurde ginnen soll. dieselbe nur von dem liberalen Schneidemühler Tageblatt" aufgenominen, die„ parteilose" Schneidemühler Zeitung" verweigerte irischen Frrenanstalten auf die Zunahme des Irrfinns aufmert. Zunahme des Irrfinns. Durch die Ueberfüllung der die Ausnahme. In dieser Erklärung bezeichnete der Lehrerverein sam gemacht, ließ der irische Staatssekretär John Morley eine Tagen zu veröffentlichen. Die Bekanntgabe aus einzelnen Orten die Behauptungen der beiden Herren als aus der Luft gegriffen, die Herren Dr. Glaß und Köpp hätten wieder untersuchung über diese Frage anstellen, deren Ergebnis jetzt in 3u bringen, erscheint uns werthlos. Karl Henkel. Manuskript nur auf einer Seite beschreiben. einmal die Gelegenheit benutzt, ihrer Mißachtung des Volks- Form eines Blaubuchs vorliegt. Dieser Bericht stellt die gräßschullehrerstandes Ausdruck liche Thatsache fest, daß vom Jahre 1851-1891 die 3 ahl der E. 155. 1. Ja. 2. Nein. Hähn 32. Nein. zu geben. Durch diese Er flärung fühlten sich Dr. Glaß und Röpp beleidigt und Irrsinnigen fich um 200 pt. vergrößert hat, trot stellten Strafantrag, worauf die fönigl. Staatsanwaltschaft des Umstandes, daß sich die Bevölkerung verringerte; Antlage gegen 34 Mitglieder des Lehrervereins, welche die Erstiegen. Als Ursachen führen die Sachverständigen in erster werden, weil Sie den Beweis, daß die Motten vor dem VerHlärung beschlossen hatten, und den Verleger des„ Sch. Tgbl." Linie den Mißbrauch des Alkohols und Thees an, welch tauf in dem Sopha sich befanden, nicht werden führen können. E. K. Es tann zur Anstrengung einer Klage nicht gerathen erhob. In der heutigen Verhandlung gelang es den Angeklagten, letzterer von den untern Klassen in Irland den ganzen den Beweis zu erbringen, daß sämmtliche Behauptungen un zutreffend feien, die Angriffe der Herren Dr. Glaß und Röpp ie ihn so stark, daß das Thein wie Gift wirkt. Tag über mit Brot Brot genossen wird; feien als eine Beleidigung des Volksschullehrerstandes an gesehen worden, welche die Angeklagten zur Wahrung ihrer Zweitens schreiben die Berichterstatter die Zunahme des WahnStandesehre zurückweifen zu müssen geglaubt hätten. finns der Auswanderung zu, infolgedessen die Schwachen und Sie Geistestranten zurückblieben, während andererseits eine große hätten die Presse gewählt, weil die Angriffe durch die Tages- Anzahl Auswanderer, trant an Geist und Körper, zurückkehrten. blätter zur Kenntniß der Bevölkerung gelangt und dem Stadt Andere Gründe sind das Darniederliegen des Ackerbaues und verordneten Töchterschuldirektor Ernst eine Widerlegung durch die dadurch verursachten Sorgen sowie das Heirathen unter Beibringung statistischen Materials in der nächsten Stadt: Blutsverwandten. verordneten- Sigung durch Beschluß auf Uebergang zur Tagesordnung unmöglich gemacht worden feien. Im wesentlichen sind es ökonomische Ursachen, das Glend Eine Beleidigung in Irland, das den Rückgang der Bevölkerung, habe ihnen fern gelegent. Trotzdem der Gerichtshof annahm, Auswanderung, die Zunahme des Alkoholismus, auch die Ver: daß die Lehrer sich durch die Ausführungen der Herren wandten- Ehen und als Zusammenfassung aller dieser Folgen die Dr. Glaß und Köpp beleidigt fühlen mußten, den An Vermehrung der Irrsinnigen hervorrufen. Beffere soziale Zu geklagten mit Ausnahme des Zeitungsverlegers auch der stände werden auch in Irland die Bevölkerung wieder gefunden Schuß des§ 193 R- Str.- G.- B. zuzubilligen sei, gelangte dennoch der Gerichtshof zu einem verurtheilenden Erkenntniß, weil in der Wendung, die Herren Dr. Glaß und Köpp hätten wieder einmal die den Volksschullehrern so oft gezeigte Mißachtung, ja Feindschaft zum Ausdruck gebracht, eine Beleidigung zu finden fei. Der Zeitungsverleger erhielt daher 20, die Lehrer je 10 m. Geldstrafe. Gegen dieses Urtheil wird Revision eingelegt werden. Inzwischen hat der Kultusminister die Erhöhung der Lehrer: gehälter vom 1. Juli ab verfügt. machen. = Vermischtes. ohne Unterschied die nämliche. C. N., Reichenbergerstraße. Die Sprechstunde ist für Jeden 2. R. 84. Dorotheenstädtisches Realgymnasium, Georgens Straße 30/31, erfahren Sie das Nähere. Briefkaffen der Expedition. Für die Brauerei- Arbeiter gingen ferner ein: Ungenannt 3, Bon den Möbelpolirern der Möbelfabrik Equist folossale Unbekannt W. 25,-. J. G. 3,-. Dr. R. 3,-. F. 3, 4,-. Von einer amerik. Auktion Tegelerstr. 26, Bräſicke, 3, Bokay' Bau, Petersburgerſtraße, durch Gaßmann 3,40. Bom Sommernachtsball des Gesangvereins" Rütli", Friedenau, 22,70 durch Kosinsky. Schneiderwerkstatt Ed. Kohn, Gartenstraße 6,-. Rauchflub Collegia", Landpartie, amerikanische Auftion 5,-. Aus der Tischlerei von Tönsemann u. Co. 4,50. Ein- und Austeilen einer Budite von Hartmann gesammelt 4,-. Dr. F. für von seiner Frau getrunkenes Ringbier Beim Aus Aus dem Ueberschwemmungsgebiet. Der Wasserstand 7- Buchdruckerei Herrmann, Konsumtasse 50,-. Gesammelt der Oder, der seit Mittwoch wieder um 1,5 Meter gestiegen ist, im blauen Affen 1, Leseklub der Freunde" durch AufIn Breslau fällt neuerdings starker Regen. Auf der Bahn- Neuenburgerstraße, 3. Rate 7,05. Arbeiter der Fabrik Borchardt beträgt in Ratibor heute 5,5 Meter. Das Wetter ist bedeckt. nahme eines Mitgliedes 1,80. Arbeitssaal Mix u. Genest, strecke Pleß Dziediß ist der befürchtete Dammrutsch ein Nachf., Ritterstraße, 6,-. Gesammelt bei einer GeburtstagsIn Mannheim wurden nach der am Donnerstag beendeten getreten; der Güterverkehr ist infolge dessen eingestellt, der feier Fennstraße 18 Raupenfraß 2, S. 3. 3, zweitägigen gerichtlichen Verhandlung nach längerer Berathung Personenverkehr wird durch Umsteigen aufrechterhalten, Jm Wallmann's Buchdruckerei, Groß- Lichterfelde, 2. Rate 4,-. die Inhaber der Firma Salomon Maaß, Bankier Wilhelm ungarisch en Ueberschwemmungsgebiete herrscht Mangel an Amerikanische Auktion auf der Landparthie von den Arbeitern Maaß zu 2 Jahren und 4 Monaten, Dr. May Maaß zu 1 Jahr Lebensmitteln. und 2 Monaten und Eugen Maaß zu 8 Monaten Gefängniß noch Obwohl das Wasser langsam fällt, find der Vaah'schen Fabrik durch Qu. 7,35. Photographische Tischlerei 9 Orte gefährdet. In der Komorner Gegend Kath u. Walter 25,-. Vom ersten Kutscher von Wagner und verurtheilt. find die Felder auf dem rechten Waagufer und Dünneberger 1,-. Aus der Maler Werkstatt Nieste die Gemeinde Gutatisziget überschwemmt und die Dämme 3, Zwei aus Grunow's Malerbude 3,-. Tischlerei durchbrochen. Auch mehrere Opfer an Menschenleben Rohwer, Ritterstr. 49, 2. Rate, 6,10. Amerikanische Auktion find zu beklagen, einige Häuser sind eingestürzt. Auf der Strecke einer Streichholzschachtel bei Schmitz, Triftstr. 40B, 3,05. Von Galgocz- Lipotvar- Szered ist der Gesammtverkehr wieder aufge den Genossen in Otterswiek a./H. durch Löwe 30,-. Tanzlehrers nommen. Auf der Linie Trencsin- Toeplitz- Blarapaß wird der verein Solidarität" 10,-. Verb. deutscher Buchdrucker Mitglied. Personenverkehr mittels Umsteigens aufrecht erhalten. Zwischen schaft Göthen 10, 3wei ftreitende Vereine Schneeglöckchen 2, Waag- Neustadl und Zsolna ruht der gesammte Verkehr. Felsenfest-80. Summa 272,75 M. Bereits quittirt 1914,68 M., in Summa 2187,43 M. Soziale Leberlicht. Die Fabrit- Revisionsthätigkeit des Gewerbe- Inspektors Strict für Reus i. 2. im Jahre 1893 erstreckte sich auf 460 Ge werbebetriebe. In diesen Fabrik- oder fabrikähnlichen Betrieben werden insgesammt 778 männliche jugendliche, 10 961 männlich erwachsene, 431 weiblich jugendliche, 6541 weiblich erwachsene, also im Ganzen 18 711 Arbeiter beschäftigt. Die Zahl der be= schäftigten Kinder unter 14 Jahren betrug 74, gegenüber 132 im Vorjahre, es ist somit eine weitere Abnahme von 44 pet. zu ver zeichnen. Die jüngeren Leute beiderlei Geschlechts erreichten die Bahl 1185, gegenüber 1296 im Vorjahre, mithin eine Abnahme von 12,5 pCt. Briefhaffen der Redaktion. " # Berichtigung. In Nr. 186 und 139 foll es statt sozial. Studenten 8,- und Kleinbürger 2,96 aus Harburg, Marburg heißen. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Bahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. zu ertheilen hat, existirt feine Bestimmung. Je weniger be Vertrauensmann. Darüber, wann eine Behörde Bescheid gründet die Antwort ist, desto länger pflegt die Antwort in derlei Fällen auf sich warten zu lassen. Köln, 21. Juni. Wie die Kölnische Bolts- Zeitung" meldet, Wenn Sie erst sechs Wochen auf eine Antwort ist gestern Abend auf dem Hüttenwert Phönix" bei Ruhrort In einer heute Nachmittag stattgehabten Bersammlung ber gewartet haben, so ist das nichts Auffallendes. Solche behörde eine eiserne Dachkonstruktion des Bessemerwerts eingestürzt. Drei schottischen Grubenbefizer wurde mit großer Mehrheit beschlossen, liche Wartezeit" pflegt übrigens insoweit aufklärend zu wirken, Arbeiter blieben todt, drei andere wurden schwer verletzt. Zum schottischen Bergarbeiterstreik wird aus Glasgow telegraphirt: " Deutscher Holzarbeiter- Berband. ( Zahlstelle Berlin.) Sonntag, den 24. Juni, Vormittags 92 Uhr, bei Lange, Stromstraße 28: Bezirks- Versammlung in Moabit. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen zu der beabsichtigten In RohTabaken Gründung einer Innungs- Krankenkasse. 2. Diskussion. 3. Bewerkschaftliches und Utensilien für und Verschiedenes. 45/8 Cigarren- Fabrikanten Montag, den 25. Junt, Abends 8 Uhr, im Kolberger Salon( großer Saal),!! !! billigster Branchen- Versammlung der Modelltischler. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Nichtmitglieder haben Zutritt. Die Ortsverwaltung. Achtung! Steinarbeiter Achtung! Berlin's und Umgegend. Große öffentl. Versammlung am Sonntag, den 24. Juni 1894, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Tages Ordnung: 1. Vortrag über das Submissionswesen. Referent: Genosse und Re batteur Kessler. 2. Berichterstattung über die Streits in unserer Gewerkschaft. 3. Berschiedenes. 296 1 In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung, werden die Kollegen erfucht, zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann: J. Buchmann, Willibald- Alexisstr. 38. Färber, Appreteure, Detateure, Hilfsarbeiter u.-Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 24. Juni 1894, Vormittags 9½ Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstr. 26. Tages Ordnung: 1. Vortrag über:" Die Bedeutung des Gewerbegerichts". Referent: Genoffe Astor. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung des Delegirten von der Gewerkschaftskommission. 4. Verschiedenes. 469/8 Der Einberufer. Frudit- Säfte Himbeer-, Kirsch, Johannisbeersaft, vorzüglich, Literflasche 1,30 Mk. Eugen Neumann& Co., 6a Belle- Allianceplat 6a. 781 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr.8. Der billigste und zuverlässigste UhrenEinkauf sowie Reparatur ist unzweifelhaft bei 254L* Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am biengen Plage wie bekannt Albin Grüger, Uhrmacher, grösste Auswahl! Oranienstr. 1, Berlin SO. Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Breise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate und am Lager. A. Goldschmidt, Nickel- Cylind.- Remont. von 5 M. an. Silberne 12 " " Goldene Damen- Remont. 22 Goldene Herren- Remont. 36 " " " " Getr. filb. 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" aus nicht entzückt, so steckt darin nicht nur puritanische Eng-| ihnen auch jeht nicht verschließen, wo sie den von ihm als Gottesherzigkeit. Der Nachsaß sie( die Vorerwähnten) gedenten des gesandten Bremierminister denunziren und muß sogar bis zu Elends der Millionen Enterbten dieses Landes, und haben keine einem gewissen Grade mit ihnen Sympathie für Reden, die auf jeder zweiten Linie mit Gelächter", nur zwischen diesen zwei Stühlen. Mit den Nonconformisten heulen. Aber es steht nicht ,, lautes Gelächter", ausgezeichnet sind" deutet vielmehr auf verdammt es die Wetten, aber mit den frivolen Toryblättern bringt es die Rennberichte und die Nachrichten über den Stand der Wettchancen. Und dabei sind es gerade diese Berichte in der Tagespresse, die das Wetten zu einer nationalen Pest, es zu einem regelmäßig betriebenen Spielgeschäft gemacht. Ghedem wetteten nur diejenigen, die die Rennpläge besuchten, heute aber wird überall gewettet, dank den Wettberichten der Presse. Verschiedene Einsender appelliren denn auch an die Redaktion des Chronicle", diese Berichte einzustellen, aber davon ist natürlich keine Rede. Ein Tageblatt hat höhere Pflichten. " Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Das nonconformistische Gewissen, das Terby- Rennen und die politische Wirkung desselben. Unser Londoner Korrespondent schrieb uns in der vorigen die politisch- soziale Seite des Sektirerthums. Die englischen Woche nachfolgenden Brief, den wir unseres Raummangels Seftirer waren von jeher in ihrer großen Mehrheit politisch radikal, wegen erst heute zum Abdruck bringen können. heute aber geht durch die Sektirerbewegung, soweit dieselbe in der Nach der Schlacht haben die Marodeure das Wort, und Arbeiterklasse ihre Gefolgschaft hat oder sucht, ein stark sozialisti nach dem Karneval die Fastenprediger. Derby Day, der große scher Zug, während viele Arbeiterführer, auch wenn sie selbst Karneval von Epsom, ist vorüber, und die Freude im liberalen nicht religiös sind, in gewissen Punkten mit den puritanischen Lager über den Sieg von Rosebery's Ladas wird übertönt durch die Tendenzen der Sektirer sympathisiren. Der Arbeiter, der in die Proteste aus dem Lager der Nonconformisten( die religiösen Seftirer) Chapel"( die Kapelle der Sektirer) geht, ist noch für die Trade wider die Theilnahme des Premierministers an dem Karneval des Union oder den politischen Arbeiterklub zu haben und umgekehrt, Hallunkenthums". Eo- the carnival of rascality" hat der Arbeiter aber, der das Public House( Wirthshaus) zum einer der einflußreichsten Wortführer des Nonconformistenthums, Wallfahrtsort gewählt hat und regelmäßiger Kunde der Buchder Methodistenprediger Hugh Price Hughes, am Tag nach dem macher" ist, ist in der Regel für beide verloren. Settirer Derby dasselbe in einem Brieje an das„ Daily Chronicle" be prediger unterstützen häufig von der Kanzel herab und zeichnet, und hinzugefügt, er und viele andere progressive Noncon- durch Sammlungen die Arbeiter in Streitfällen, und formisten unterschrieben das Wort eines feiner Kollegen,„ das non- Gewerkschaftsführer betreten der Abwechselung halber die Kanzel Rammer II. Borsitzender: Assessor Lohmeyer. Sigung conformistische Gewissen werde einen die Wettrennen mitmachenden und unterstützen, selbst wenn der Gegenstand ihrer Predigt die vom 19. Juni. Premierminister nicht lange ertragen". Seitdem bringt jede Nummer Arbeiterbewegung ist, den Besuch der Chapel. Kurz, es herrschen Kolonnenführer oder selbständiger Unters des, Chronicle" Massen von Zuschriften über den Gegenstand, und noch allerhand Beziehungen hinüber und herüber, und wie man nehmer? Diese der Kammer Ill sich oft aufdrängende Frage wenn sich darunter auch solche von Nonconformisten befinden, die vom Standpunkt der Aufklärung" auch darüber denken mag, mußte in einem Prozeß gegen den Zimmermeister Fronecke, von Rosebery in Schuh nehmen und meinen, das Rennenlassen von soviel ist sicher, daß der puritanische Mucker in sozialpolitischer welchem ein Arbeiter und drei Pußer rückständigen Lohn( 45 M., Pferden sei ja eine harmlose und für die Pferdezucht sogar nüß- Hinsicht meist hundertmal muthiger ist als der freidenkerische 24 M., 24 M. und 36 liche Sache, blos das Wetten, oder bestimmte Arten des Wettens, Mucker. Herr Hugh Price Hughes ist in der fapitalistischen entschieden werden. Der Beklagte betrachte die Kläger M.) forderten, abermals für die Rosebery aber nichts fönne, seien zu verdammen, so ist Welt viel schlechter angeschrieben als sein atheistischer Kollege nämlich nicht als seine Arbeiter, sondern als die des doch klar ersichtlich, daß eine nicht geringe, und in anbetracht und Antagonist Foote, mit dem er jüngst einen sehr angeblichen Buzmeisters Rohde. Sie gingen ihm nichts an, er ihres Eifers nicht gering zu schätzende Sektion der Nonconfor unterhaltsamen Streit um eine gerettete Schusterseele auszufechten habe nur mit Rohde in Geldangelegenheiten zu thun. An diesen misten auf Seiten des Herrn Price Hughes stehen. Und es ist hatte. nicht zu leugnen, daß sie die größere Logit auf ihrer Seite eines mit geschlossenen haben. Ist das Wetten verwerflich, so ist es schwer, eine Institution zu unterstützen, die so von Grund aus, so organisch" mit dem Wetten verbunden ist, wie die Pferde rennen. Eine Criquetpartie, eine Fußball- Partie, ein Boot- Wettfahren lassen sich ohne Spekulationswetten denken und finden auch häufig ohne solche statt, ein Pferderennen ohne Buch macher" zc. ift fast undentbar und jedenfalls zur Zeit in England ein Ding, das nicht ist". Der Nutzen der Zucht von Renn pferden ist aber ziemlich problematisch, da die sozusagen berufsmäßigen Renner faum zu etwas anderem zu gebrauchen sind, als eben die Parforcetouren auf den Wettrennen. So wenigstens wird be: hauptet, und es ist auch sehr wohl begreiflich, daß die Züchtung der Eigenschaften, die den Renner qualifiziren, auf Kosten derjenigen anderen geschieht, die sonst an Pferden geschäßt werden. er Im Ganzen haben bisher die radikalen Nonconformisten den schadlos halten können. Derfelbe verpflichtete globe Bertages Ritt abgegeben, der die ihren Einflüssen zugängigen Arbeiter mit der liberalen Partei verband. In Gladstone hatten sie einen ihnen fongenialen Premierminister, wie sollen sie da nicht unangenehin berührt sein, wenn dessen Nachfolger wigelnde Reden hält und Wettrennen patronisirt? Und wenn sie auch nicht gleich in Massen der Partei den Rücken kehren werden, fo genügt, angesichts des ohnehin starken Berseßungsprozesses in der liberalen Partei, die Lauheit einer größeren Anzahl bereits, deren Wahlaussichten erheblich zu verfchlechtern. siehe führung des Façadenpuges in bestimmter Zeit, wozu er sich Leute anzunehmen hatte. Für den Fall der Verzögerung der Arbeit bestimmt der Vertrag, daß Fronecke das Recht habe, die selbe von anderen Leuten machen zu lassen. auf Kosten Robde's fertigHierauf ftüßt sich der Beklagte." Er hätte, meint er, nur vertragsmäßig gehandelt, wenn er Rohde und dessen Leute entließ, als sie eines Tages müssig herumstanden und trotz Aufforderung dazu nicht arbeiten wollten. Wenn dieselben noch Forderungen hätten, müßten sie sich schon Es flingt unglaublich oder unsinnig für den, der die an Rohde halten; der sei ihr Arbeitgeber und hätte sie zu bes hiesigen Verhältnisse nicht fennt, daß politische Blätter allen zahlen gehabt. Vom ihm, Beklagten, habe derfelbe Ernstes die Frage aufwerfen konnten, wieviel Stimmen der Vertrag nichts mehr zu bekommen. Rohde habe die Kläger Gewinn des großen Derby Preises durch Rosebery's Pferd der bei den wöchentlichen Abschlagszahlungen benachtheiligt. Im liberalen Partei wohl bei der nächsten Wahl eintragen werde. Aber Laufe der Verhandlung( Rohde fungirte auch als Zeuge) wurde Wie dem indeß fei, die Extremen des Nonconformistenthums Renner der Verhältnisse behaupten, daß die Idee, von dem Sieg auf festgestellt, daß die Kläger thatsächlich die angegebenen Summen find erbittert über den racing Premier", wie es viele dieser dem Rennplatz eine Rückwirkung auf die Wahlen vorauszusehen, noch zu fordern hatten, nicht aber, weil sie Rohde sonderbaren Heiligen Resebery nicht verzeihen können, daß er eine gar nicht so irrationelle sei. Die Sportsleute und ihr An- benachtheiligte( dies geschah überhaupt nicht); daß sie an dem feine Reden mit allerhand Wizen und Witzchen, statt, wie sein bang sind sonst fast durch die Bank konservativ. Aber sie sind fraglichen Tage nur auf dem Bau herumstanden" und nicht Borgänger, mit religiösen und moralischen Betrachtungen würzt. als Spieler abergläubisch, und der Sport und seine Interessen sofort auf die Aufforderung weiter arbeiteten, weil sie erst das Letzteres ist sicher etwas lächerlich, aber es steckt doch auch selbst in dieser geht vielen über die Politit. Warum sollen also nicht viele von ihnen gefchuldete Geld haben wollten( der Vertrag setzte an Beschwerde ein berechtigter Rern. Es giebt verſchiebene Arten ihnen für eine Regierung stimmen, an beren Spize, der Besißer Vorschuß Wochengeld von Witz, darunter auch eine Spezies, bei der man den Gedanken von Ladas steht, während der Führer der konservativen Partei nicht los wird, dem Redner sei es um die gerade behandelte im Hause der Lords( Salisbury) seine Mußezeit mit wiffenSache überhaupt nicht ernst, eine tändelnde Art des Sprechens, schaftlichen Experimenten verbringt, und der Führer derselben im und darin hat Rosebery seit der Uebernahme der Premierschaft Unterhause, Balfour, Neu- Hegelianismus treibt? in der That viel geleistet, so daß wiederholt seine Reden hinterher Schade nur, daß bei Spielern Gindrücke nicht lange vorhalten. erst interpretirt werden mußten. E mag nur Form, nur Wenn also die Wahlen nicht bald erfolgen, werden neue GinWiderwille gegen falsches Pathos gewesen sein, was ihn drücke den des Derby bei ihnen längst wieder verwischt haben. veranlaßte, seine Reden im Konversationston zu halten, und die Interessen des Sports sind bei den Konservativen jeden aber wenn man mit solchen Reden je nachdem eine falls besser gewahrt als bei den Ziberalen. Ich erwähne diese gewählte Zuhörerschaar bestrickt, auf die Massen im Lande ver- Kalkulation also mehr der Kuriosität halber und als Material fehlen sie ihren Ziveck. Diese verlangen scharfe, unmißverständ- für den Kulturhistorifer. liche Erklärungen, Kampfeslofungen, Inspiration von ihren und endlich, daß sie nicht freiwillig, sondern nur auf den Befehl 6 M. pro Tag und Mann feft); des Beflagten:„ Sofort den Bau zu verlassen, da fie nicht ar beiten wollten!" gegangen sind. Der Beklagte giebt zu, für Rohde" die Unfall, Krankenversicherung 2c. geregelt zu haben. Das Gericht erkannte die Ansprüche der St I äger als berechtigt an. Gründe: Das Verhältniß des Beklagten zu Rohde sei nur das eines Arbeitgebers zum Kolonnenführer gewesen. Im Vertrage sei Rohde nichts als Vergütigung ausgefeßt, es stehe im Gegentheil ausdrücklich darin, daß eine Extravergütigung nicht gegeben werde. Da nun erweislich Rohde wie jeder Kolonnenführer Das nonconformistische Gewissen" aber ist zähe und nach mit den in den Vertrag eingeschlossenen Pußern zu gleichen Führern. Sie sehen ihm eher Ecken nach als Glätte, und tragend. Es hat seinerzeit den Rücktritt Parnell's erzwungen Theilen arbeitete, berechnete sich seine Entschädigung nach der zu Rosebery's Reden waren in der letzten Zeit meist unheimlich und es wird auch jetzt schwerlich als quantité negligeable leistenden Arbeit. Demzufolge sei er Arbeiter gleich den anderen glatt, zu sehr darauf berechnet, es aller Welt recht zu machen behandelt werden können. Schon sein Schreien ist der Partei gewesen. Dazu komme, daß Fronecke die Versicherungen der Leute und nirgends sehr anzustoßen. In dieser Welt der Klassenkämpfe ziemlich fatal. besorgte und die Bücher selbst stempelte. Und im Vertrage sei ausist das aber nicht angängig, wenigstens nicht für einen Partei- Gine tragikomische Rolle spielt bei der Affäre das Daily drücklich gesagt, die Rolonnenza hI festzustellen, siehe Fr. führer; er versöhnt dadurch die Gegner nicht, und dämpft nur Chronicle". Dieses Blatt ist das offiziöse Organ, wenn nicht zu. Nun sei seitens des Beklagten behauptet worden, er habe den Eifer im eigenen Lager. Rosebery's selbst, so derjenigen, die Rosebery's Premierschaft ambie vertragsmäßig ausbedungenen Beträge an Rohde gezahlt. eifrigsten, man darf auch sagen, am aufdringlichsten betrieben Dem Gerichtshof sei unerfindlich, wie Rohde bezahlt werden haben. Andererseits macht es sehr viel in erleuchtetem Christen sollte; dessen Pflicht war es doch, die Arbeit schnell fertig zu thum und christlichem Sozialismus und öffnet den Wortführern machen", und sein Recht, teine besondere Vergütigung zu er des Nonconformerthums gern seine Spalten. So kann es sie halten". Da er selbst mitarbeitete, hatte er einen Theil der Wenn also Herr Price Hughes schrieb, diejenigen, die während drei Generationen das Rückgrat der liberalen Partei gebildet, sind über den unglückselig leichtfertigen Ton, den der Premierminister in seinen öffentlichen Reden angeschlagen, durch Aus dem High Life. " stellung scheint doch verdammte Löcher in die Börsen der Herren Agrarier gefressen zu haben. Diefer Mann ist wenigstens ehrlich. Er Schamlos und Etel erregend im höchsten Grade ist die fagt, was er will. Reiche Heirath! Das ist des Pudels frivole Art und Weise, wie die sogenannte„ gute Gesellschaft" in Kern. dem Annoncentheile gewisser Blätter das Heirathsgeschäft" betreibt. Eine liebliche Blüthenlese solcher Offerten finden wir in der Morgen- Ausgabe des Berliner Tageblatt" vom 19. d. M.. Da ist zu lesen: Junger, hübscher, fremder Herr wünscht sich mit vermögender, besserer Dame zu verheirathen. " Damen, welche auf keinen Pantoffelhelden reflektiren, belieben Offerten mit Photographie, Vermögensangabe unter F. L. 4075 in der Exped. d. Bl., W., Friedrichstr. 66, zu hinterlegen. Hübsch?" Rührendes Geständniß!" Fremd?" Wo? In Berlin? Wohl aus Talldorf zugewandert!?„ Mit vermögender Dame?" Vermögend, das ist doch die Hauptfache! Warum also nicht gesperrt gedruckt!? Rein Ein Graf wünscht sich zu verheirathen. Offert. unt. V. t. 41653 bef. Rudolf Mosse, Halle a. S. Roloffal! Kurz und schneidig! Aeh!- Gilt herbei, ihr Töchter des Landes! Ein Graf bietet sich aus. Ein Graf braucht Geld. 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In unserer schnelllebigen Zeit, die so hohe Ansprüche an die Arbeitstrait des Einzelnen stellt, ihm so wenig Zeit zur Ruhe und zu ungestörtem Studium läßt, die andererseits den Wissensdurst so sehr anstachelt, müßte man erfreut sein, wenn wir in Deutschland mehr Schriftsteller hätten, die Talent und Lust zum Verfassen von Eisay's haben. Die Beherrschung der Form, großes vereinigt sich Wissen viel Lebenserfahrung in den Essay's Ludwig Bamberger's, die auch für den politischen Gegner nicht werthlos find. Schon der Name des Verfassers bürgt dafür, daß eine der unse rigen direft entgegengesezte wirthschaftliche und historische Weltanschauung in seinen Schriften vertreten wird, daß sich bei ihm die Welt ganz anders spiegelt wie bei uns, daß er im Gegensage zu uns in den Personen die treibenden Kräfte der Weltgeschichte sieht. Aber gerade deshalb kann auch dieser Band der Bamberger'schen Schriften empfohlen werden, als Material zum Stu dinm des Liberalismus in Deutschland. Unsere Genossen werden niemals begreifen, daß Bamberger einen Mann wie Lasker so sehr überschätzt, sie werden aber gerade durch diese Bewerthung Laster's zu einem Rückschluß auf die Bedeutung des Liberalismus geführt. Viel Treffliches enthält die Kritik der Geschichtsauffassung Heinrich von Treitschte's, die desto schärfer wirft, weil sie von einem Manne herrührt, der lange Zeit im wesentlichen auf gleichem Boden wie Treitschke stand. Bamberger's Erinnerungen an den edlen Moritz Hartmann, seine psychologisch feine Charakterisirung Napoleons III. und so manches andere( wird von Freund wie Feind mit Nußen, wenn mit Verständniß und Kritik, gelesen werden. Wir können hier nicht alle 14 Essays, die den Band füllen, Revue passiren lassen, und wollen deshalb nur erwähnen, daß neben Bildern von liberalen Politikern und Dekonomen auch literarischen Freunden Bamberger's, so vor allem den Wochenvorschüsse für sich zu beanspruchen. Nach Rohdes, von den Klägern nicht bestrittener Aufstellung, habe derselbe die laut Quittung erhaltenen Beträge an die Versammlungen. " 5 M. 88 Pf. Der weiterhin erstattete halbjährliche Bericht ers gab an Einnahme 114 M. 77 Pf., an Ausgabe 112 M. 93 Pf., an Bestand 2 M. 84 Pf. Die Richtigkeit der Abrechnungen Leute vertheilt, wie wie es sich gehörte. In der Woche, Eine Bezirksversammlung des Verbandes aller an Bestand 2 M. 84 Pf. wurde von den Revisoren bestätigt und auf deren Antrag hin die mit dem 7. April abschließt, sei vom Beklagten in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter der Vertrauensmann einstimmig entlastet. Es folgte die Berichtnichts an Rohde gezahlt worden; als die Leute das Geld ver- tagte am 12. Juni in„ Kliem's Volksgarten". Genoffe Wie de erstattung des Delegirten zur Gewerkschaftskommission. Die langten, wurden sie entlassen. Beklagter war seiner kontrattmann hielt einen niit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vor- Sammlung für den Stettiner Streit und der Vertrieb der lichen Verpflichtung, 6 M. pro Mann und Tag zu zahlen, nicht trag über" Die Lage der Arbeiterklasse und die Gewerkschafts- Marken für den Generalfonds wurde Allen dringend and Herz nachgekommen. Wenn er dadurch die Kläger bewegte herumzu- Organisation". An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen gelegt. stehen" und ihr Geld zu verlangen, dann hätte er selbst die Hartmann, Wolter und Albrecht im Sinne des Referats. Unter Situation verursacht, die ihn laut Vertrag berechtigt, die Arbeit Verschiedenem wurden die Verhältnisse in der Eisenmöbel- Fabrik Ju dem Arbeiter- Bildungsverein zu Schöneberg hielt anderweitig fertig zu machen und sich event. an Rohde schadlos Karl Schulz, Hasenhaide, einer Kritik unterzogen. Besonders Genosse Pfannkuch am Montag, den 18. d. M., einen interzu halten. Jedoch könne nur der Sinn jener Bestimmung des geklagt wurde über die von seiten des Meisters Müller gegen- essanten Vortrag über: Werth und Bedeutung der Presse". Nach Vertrages sein, daß sie in Kraft trete, wenn durch Rohde's über den Arbeitern angewendete noble" Behandlung. Leider dem mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen betheiligte Schuld die Verzögerung" entstehe. Dies sei nicht der Fall gewesen. war es nicht möglich, von den dort in Arbeit stehenden Kollegen fich an der Diskussion der Genosse Schubert im Sinne des Da gegen Rohde's Aufstellung von den betheiligten Puzern nichts ein- jemanden zu bewegen, weitere noch dort vorhandene Mißstände Referats. Unter Vereinsangelegenheiten machte der Vorsitzende gewandt fei, so habe das Gericht sie als richtig ar gesehen und aufzudecken aus Furcht vor Maßregelungen. Die Kollegen wurden darauf aufmerksam, daß zu der bevorstehenden Gewerbegerichtsin der Folge als nicht erwiesen betrachtet, daß Rohde ersucht, sich in einer Beschwerde an den Vorstand zu wenden, Wahl Formulare an folgenden Stellen zu haben sind: Hoffmann, etwa gar Beträge in seine Tasche fließen ließ, die ihm nicht ge- damit von diesem die Zustände in den Fabriken der Deffentlich- Sedanstr. 10; Pommerehnke, Bahnstr. 23; Klauke, Golzstr. 43. hörten. Aus allen diesen Gründen wäre nicht Rohde, sondern feit unterbreitet werden. Ferner wurde berichtet, daß Schnitt- Genosse Schubert stellte das dringende Ersuchen, sich der LokalFronecke verpflichtet, die Kläger zu befriedigen, da nicht bestritten arbeiter bei der Firma May Kray den horrenden Lohn von 12 tommission zur Verfügung zu stellen und sie in der Durch wurde, daß dieselben im einzelnen die von ihnen angegebenen bis 13 M. pro Woche verdienen, deswegen würden auch fast führung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Ferner stellte Genosse Tage gearbeitet haben, ohne dafür Lohn zu bekommen. allwöchentlich neue Arbeiter eingestellt; es gehe dort zu wie im Kolmann den Antrag, auf die Tagesordnung der nächsten Der Anstreicher G. wurde mit einer Lohnentschädigungs- Taubenschlag. Nachdem verschiedene Redner noch über diese An- Versammlung zu sehen: Ist die Freisinnige Volkspartei eine Klage wegen unrechtmäßiger Entlassung abgewiesen. Er hatte gelegenheiten gesprochen, wurden die Kollegen nochmals auf Boltspartei? Die nächste Vereinsversammlung findet am Montag, zugestandenermaßen einen Handwagen zu ziehen sich geweigert, gefordert, sich zu organisiren, dem Berliner Metallarbeiter- den 25. d. M., statt. den er schon mehrmals gezogen, und war deshalb entlassen Verband beizutreten; nur durch Organisation sei es möglich, Der Arbeiter Bildungsverein für Steglitz und Frie worden. Das Gericht fab eine Arbeitsverweigerung in dem Ver- bessere Zustände herbeizuführen. Zum Schluß wurde vom Vor- denau hielt am 19. Juni eine Generalversammlung ab, in der halten des Klägers. Es nahm an, daß das Ziehen des Wagens izenden auf das am 7. Juli stattfindende Sommernachtsfest auf Genosse Jahn über das Thema:„ Die Grundlage zur Boltsmit zu den Funktionen des Klägers gehörte, weil er selbst zu- merksam geinacht. bildung" referirte. Unter Vereinsangelegenheiten entspann sich gestand, ihn öfter gezogen und auch Schilder für den Beklagten eine lebhafte Debatte. Mitlerweile mar die Polizeistunde eingean und abmachen geholfen zu haben. E. hatte seine Klage näm: treten und der überwachende Beamte verlangte, daß die Verlich damit begründet, er sei Anstreicher gewesen und hätte des sanmmlung geschlossen wird. Da der Vorsitzende dem nicht Folge halb den Wagen nicht ziehen brauchen. leistete, so wurde die Versammlung aufgelöst. Auf eigenartige Weise hat ein 20 jähriger junger Mensch, Hermann Ertel aus Rixdorf, es verstanden, eine Anzahl Arbeiter em findlich zu schädigen. Sobald nämlich Ertel erfuhr, daß die Taschenuhr eines Bekannten nicht recht im Gange war, ließ er sich dieselbe unter dem Vorwande geben, er wolle fie unentgeltlich repariren. Ging Jemand darauf ein, sah er seine Uhr natürlich nicht wieder, denn Ertel hatte nichts Giligeres zu thun, als den Chronometer zu Geld zu machen. Wegen der gleichen Schwindeleien ist Ertel vor Kurzem zu 1 Jahr Gefängniß verurtheilt worden. Dieser Tage wurde er dem Rixdorfer Schöffengericht vorgeführt, um sich wegen eines weiteren der artigen Falles, dessen Opfer der Weber Rahmig geworden war, zu verantworten. Das Urtheil lautete auf eine Zusatzstrafe von 6 Monaten Gefängniß. " Die Filiale des Unterstügungsvereins der Kupfer schmiede beschäftigte sich in ihrer Vereinsversammlung am 16. Juni mit den Anträgen zur Generalversammlung. Es wurde beschlossen, einer siebengliedrigen Kommission den Auftrag zu ertheilen, einen Statutenentwurf auszuarbeiten. Hierauf theilt das Bergnügungskomitee mit, daß der Saal zum Stiftungsfest abbestellt ist. findet bei Feindt, Weinstr. 11, Bersammlung statt. Textilarbeiter und-Arbeiterinnen! Am Sonnabend, den 23. Junt, 1 bei Schulz. Berliner Damenhor. Freitag, den 22. Junt, Abends 8%-10% Uhr, im Rosenthaler Klubhaus, Rosenthalerfir. 11/12, Einübung von Duetten. Gäste Der Zentralverband deutscher Maurer( Filiale Berlin II) willkommen. tagte am 17. Juni. Bevor in die Verhandlungen eingetreten dhule, Müllerstraße 179a und Südost- Schule, Waldemarstr. 14, Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Nords wurde, gab der Vorsitzende den Bericht über die Verhandlungen Deutsch( Logit und Rethorit). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue mit den Verbandskollegen auf dem Bau in Halensee betreffend Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8 Uhr, die Stellung der Kollegen zur Maifeier. Von den Kollegen, bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Westen, bei H. Werner, Bülowftr. 59. gegen die sich der Vorwurf richtete, waren sämmtliche erschienen, Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender während diejenigen, die die Beschwerde erhoben hatten, bis auf ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. Alle Aenderungen im Vereinseinen durch Abwesenheit glänzten. Gegenüber dem ihnen ge- uebungsstunde Abends 9 Uhr. falender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Freitag. Aufnahme von Mitgliedern. Raisers machten Vorwurf bemerkten die Kollegen, daß sie die Beschlüsse fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey. Nord, Bergder Gewerkschaft geachtet hätten. Eine Maifeier fonnte straße 68, bei feller. Vorwärts 1, S.D. Adalbertstr. 21, bei Roll. Buch= auf dem Bau nicht durchgeführt werden, da nachum mei's cher Gesangverein, Sangeftraße 65, bei Tempel. binder Männerchor Berlins, Holzmarktstraße 3, bet Deter. Mai= dent Benehmen des Poliers eine Maßregelung unweiger alöckchen, Hochstr. 32a, bet Wilte. Gemüthlich) teit Buyer, Der Andruf„ Hoch die internationale, revolutionäre, völfer- lich eingetreten wäre. Dieser Auffassung schloß sich die Seydelstr. 30. Palme, in Belten, bei Schröder. Morgenroth 4, befreiende Sozialdemokratie" soll nun auch im Bezirk des Kammer- Kommission an, nur wurde das Verhalten der Kollegen insofern Köpenick, Müggelheimerſtr. 3 bei Seld. Gesangverein Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarcftr. 75.- Typographia, Gesangverein Berliner gerichts als grober Unfug" aufgefaßt werden. Der erste Ver: getadelt, als von den organisirten Kollegen verabsäumt wurde, uchdrucker und Schriftgießer, Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Gesangsuchsprozeß nach dieser Richtung hin ist im Kammergerichtsbezirk eine Abstimmung herbeizuführen. Auf der Tagesordnung stand verein Nord wacht, Müllerstr. 7, bet Reichert. Gesangverein Freie bei dem Amtsgericht zu Oranienburg gemacht. Der Genosse sodann ein Vortrag über das Thema:" Die wirthschaftliche Lage th, Ahornstr., im Gambrinus. Sänger in Schmargendorf, Wirthshaus Friedrichs. 3ufunft 1, StegGesango. Collegia 1, Manteuffelstr. 9 Paris soll durch Ausbringen des Hochs am Schluß einer Ver- der Maurer." Das Referat hierzu hatte der Kollege Schigo Isty bet nowad. Vereinte Gangesbrüder Moabit, Stromstr. 28 sammlung des Arbeiter Bildungsvereins, also eines übernommen. An der Diskussion über den Vortrag betheiligten bei Lang. Sängerverein Sorgenfrei, Melchierstr. 15 bei Stehmann. geschlossenen Vereins, den§ 360 Nr. 11 verletzt haben und diese sich die Kollegen Gröppler, Günther, Fritsch und Bineta, Beteranenstraße 19 Freie Liedertafel, Neue Königstraße 73 bei Hahn. Missethat mit 15 M. Geld büßen. Brandenburger MännerEr hat selbstredend Ent- Heinze. Schigo1sty geißelte das Benehmen eines Poliers, Gesangverein in Brandenburg a. H., Mengert's Boltsgarten. Sängerfcheidung in öffentlicher Gerichtssigung beantragt. Grober der in dem Bierausschant, den er auf dem Bau betreibt, Happoldt chor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Brauer- Gesangverein Unfug durch ein Hoch liegt auch nach der phantasievollsten Auf- fches Bier verzapft; diejenigen Arbeiter, die sich weigern, das Gerstenähre, Mite Jatobfir. 83 b. Wienecte. Johanni, Rüdersdorferstraße 45, Gesellschaftshaus Ostend". Ginigteit 3, Gr. Lichterfelde faffung nur dann vor, wenn das Publikum als solches in Bier zu trinken, würden entlassen. Zum Hilfskassirer für Schöne bei Gries, Giesensdorf.- Geselligteit, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus seiner Sicherheit u. s. w. sich gefährdet fühlt. Publikum" waren berg wählte die Versammlung den Kollegen Fischer. Das Matengruß, Köpenid, Grünstraße 58 bei Gaut. Arion, mit Ausnahme von Sozialdemokraten nur die zur Ueberwachung Stiftungsfest findet in den Arminhallen statt. Am Sonntag ist Grenadier- Play 7.- Fris, Naunynftr. 86 bei Fris Zubetí. Wittenberge, Thurmstraße 23, Bentralhalle. Oberon Kaiser FranzFreya 2 entsendeten Angehörigen der heiligen Hermandad. Auf wie für Schöneberg eine Wanderversammlung einberufen. ( gem. Chor), Mirtorf, Bergstraße 133, Hoffmann's Festfäle( Inhaber schwachen Füßen muß die Sicherheit im Kreise Niederbarnim Runge). Loreley, Grünstraße Nr. 4. Gesangverein der Lustige stehen, wenn selbst diese Gendarmen schon durch ein Hoch auf Der allgemeine Verein der Töpfer und Berufs- temper und Berufsgenossen, Siemensstraße Nr. 17 bei Biet. die Sozialdemokratie in ihrer Sicherheit u. f. w. fich ge- genossen Deutschlands hielt am 17. Juni eine General: Sänger, Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16 bei Glaſer. fährdet oder belästigt fühlen können. Unter der Herr- versammlung ab. Auf der Tagesordnung stand als erster Deutsche Stedertafel, Grüner Weg Nr. 29 schaft des fanftseligen Sozialistengesetzes wurde auch einmal Punkt: Wie wird der Lohntarif in Berlin innegehalten? Das Apollo, Grünstraße Nr. 21 bei Sommer. Rheingold( vorm. der Versuch im Bezirk des Kammergerichts gentacht, die Gendarmen Referat bierzu hatte der Kollege Sch mädicke übernommen. Mohr'sches Doppel- Quartett), Büschingstr. 7 bet Jatob.- Sangertette, zu Roß und zu Fuß als Publikum", das durch sozial. Die Bekanntgabe derjenigen Arbeitgeber, die nach dem Tarif Kottbufer Damm 74 bei Hilte. Spandau in Spandau, Neumeiſterſtr. 5, Restaurant Radtke.- Lorbeerzweig, Swinemünderstr. 35 bet Queitsch. Melodia, Rirdorf, Bergftr. 133 Hoffmann's Festfäle. Drante, demokratische Gesänge im Wald und auf der Haide durch die zahlen, soll in der nächsten Versammlung erfolgen. Im Anschluß Stralauer Lieder Sozi belästigt wurde, juristisch konstruiren zu lassen. Der Versuch hieran gelangte folgender von Jahn gestellter Antrag zur An- Weißenfee, Königs- Chauffee 19 bet kriedemann. nahme: mißlang damals heute steht an der Spitze des Straf Die Kollegen verpflichten sich, alle Unregelmäßigkeiten, tafel, Rummelsburg, Berlinerstraße bei Friesede.- Syrene, Linienstraße 19 bet Neumann. Bieber's cher Männerchor, Ackerstr. 123 senats des Kammergerichts ein früherer Staatsanwalt, es urtheilen welche auf den Bauten vorkommen, dem Vorstand jede Woche bet Stätte. Gesangverein Moabit, Havelbergerftr. 31, in ihm 3 frühere Staatsanwälte. Trotzdem wird man abzuwarten zu übermitteln." Hierauf gab der Kollege Babiel den Bericht haben, wie jetzt nach dem Fall des Sozialistengesetzes geurtheilt über die Verhandlungen betreffs der Sonntagsruhe; die Verwerden wird. Jedenfalls ist auch der Verurtheilungs- Versuch sammlung erklärt sich damit einverstanden. Bei der Ersatzwahl Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gejangein Beitrag für den- Fortschritt unserer Rechtspflege auch ohne Berg und Malch, zu Revisoren die Kollegen Meinte und Paul Quartettverein jenes Gesetz. Wedding, Abends 8% Uhr, bei Schäfer, Seue Hochstr. 49. Männerchor gewählt. Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Martgrafeuftr. 87. PrivatTheaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Burbuserstr. 35. Im Verband der in Buchbindereien, der Papier- Theaterverein Vultania, 9 Uhr, Jäger's Gesellschaftshaus, Gartenund Lederwaaren Industrie beschäftigten Ar- Straße 13-14. Theaterverein Freier Wille, jeden Freitag Abend beiter und Arbeiterinnen hielt am 18. Juni Herr 8% Uhr bei Sauermann, Adalbertstr. 8. Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung 3abnarzt Semmel einen beifällig aufgenommenen Vortrag turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des über:" Arbeiterorganisationen". In der Diskussion sprachen Lessing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Zurnverein Gesundbrunnen Sailer und Riese, die kräftig für die Durchführung des die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der TurnBierboykotts eintraten. Die Versammlung fand in den Arnin- lub Berolina jeden Dienstag und Freitag uebungsstunde bet Grüßner, ballen statt, wo auch fünftig der Verein tagt( jeden Montag Waldemarstr. 42. Turnverein Germania( Mitglied des deutschen Arnach dem 1. und 15.). Ferner wurde ein Beschluß gefaßt über beiter- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% Uhr Ackerstr. 67.- Turrverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes die Aenderungen des Arbeitsnachweis- Reglements, die durch das Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und Inkrafttreten der Arbeitslosen- Unterstüßung nöthig wareu; auch stimmte die Versammlung einem Antrag auf erneute Bekanntgabe des Arbeitsnachweises durch Versendung von Karten zu. da sämmtliche Lokale der Das Sommerfest soll am 16. Juli Hasenhaide verweigert werden in den Arminhallen stattEssayisten Hillebrand und Homberger, dem ausgezeichneten Uebersetzer Gildemeister, dem französischen Historiker Renan und Chuquet treffende Charakteristiken gewidmet sind. Der Stil der Essays ist ein vortrefflicher, die Sprache schön und sorgfam gepflegt, selten stößt man auf ein unangenehin in's Ohr klingendes Wort, wie z. B. auf S. 298, wo es heißt: im Sinne sch I echt hiniger(!) Anwendbarkeit". Wer der politischen und literarischen Entwickelung der Gegenwart im Einzelnen gefolgt ist und die Fähigkeit der Kritik besitzt, wird das Buch Bamberger's mit Nußen und Genuß lesen, wenn er auch kaum auf einer Seite sich des Widerspruches mit dem Verfasser wird entschlagen können. " Restaurant Saeger. 1- Sängertreis( Weißensee), Königschaussee Nr. 46 bet Dorn. Sund der gefelligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Vergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmgaffe 2 bet Krebs. alle Zuſchriften find zu senden an B. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: taittub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonstr. 23. verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Brauerei. halle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10.raft und Artisten= Freitag Abends von 8-10 Uhr in der Stalizerſtr. 55/56. Vergnügungsverein Veilchen, Abends 9 Uhr, bet Brauns, Oranienir. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr Alte Jakobftr. 128( Logenhaus). Unterhaltungstlub Schiller, Abends s uhr im Restaurant Holzbächer, Dreyfestraße 3. Lepidopt. Vereinigung Orion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenstr. 95, Restaurant Effenberg. Musikverein Hoffnung, Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde Prostauer, Die gesammelten Schriften 2. Bamberger's sollen in vier finden. straße 35-37 bei Schneider. Bergnügungsverein Berolina= Bänden erscheinen, der erste noch nicht abgeschlossene soll die Abends 9 Uhr im Restaurant 3ur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, Der Verband deutscher Korbmacher( Filiale Berlin) Sigung. Nach derselben Tanz. Tanzlehrer- Berein Solidarität, Selbstbiographie dieses Führers des deutschen Liberalismus enthielt am 18. Juni eine Versammlung ab. Zur Besprechung ge- Abends 8 Uhr im Lokale von Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16, halten. Rauchklub Rothe langten die Weißstände in der Luxusbranche, so wird von einer Sigung. Fahne, Freitag Abends Cuvryir. 48 bei Kricheldorff. Ruderverein Vorwärts, Sigung Werkstatt berichtet, daß hier mit Vorliebe Kollegen von Außer- abends 8 Uhr, in der Spreeterrasse, Jannowigbrücke. Gesangverein Der Sozialdemokrat", Wochenblatt der sozialdemokratischen halb eingestellt werden. Da die Betreffenden von den hiesigen Freya( gemischter Chor) Nirdorf, Abends 9 Uhr, bei Barta, Bergstr. 120. Partei Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuth- Verhältnissen keine Ahnung haben, können diese von den Arbeit- Bergnügungsverein Im Brand, Sigung Abends 9 Uhr, bet Fr. Germer, Landsbergerstr. 105. straße 2). Bu beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Das gebern in jeder Form ausgebeutet werden. Infolge dessen gehört English Conversational Club Shakespeare. Abonnement beträgt durch die Post oder in Berlin durch die ein Lohn von 12-18 M. nicht zu den Seltenheiten. Dem Ver Meeting every Eriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M., unter Kreuzband bande gehört keiner der dort arbeitenden Kollegen an. Die Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. Agitationskommission berichtete, daß die Absicht besteht, Frage―n. 1,80. Nr. 21 vom 21. Juni hat folgenden Inhalt: Wochen- bogen auszugeben, um auf die Weise aus jeder einzelnen schau. Das -PO 1 9 Uhr. Eingelaufene Druckschriften. Unter dieser Rubrik zeigen wir sämmtliche der Redaktion zugehende produktion, enemy zur Regelung der Kohlen- Werkſtatt ziffernmäßige Beweise über die bestehenden BerDie ungarische Parteileitung. Plechanow: hältnisse zu gewinnen. Die Zusammenstellung soll dann Anarchismus und Sozialismus. II. Die Wahl in Elmshorn- möglichst zum Herbst auf Grund des gewonnenen literarische Neuigkeiten an. Wir bitten unsere Leser die Nennung ber Pinneberg. Parteinachrichten. Materials Wie man uns behandelt. zu Forderungen gegen die Arbeitgeber benützt Schriften nicht als Empfehlung der Rebattion, sondern lediglich Geschichte des Trade Unionismus in England. I. Kleinbetrieb in der Schuhmacherei. Der amerikanische jaht, betreffend den Anschluß an den Holzarbeiter- Verband, oder aus politischen Gründen besprochen werden müssen, veröffentlichen wir, Farmer. J. Bruhns: Dem Andenken eines Märtyrers. verhandelt. Allgemein war man der Ansicht, daß die Kollegen soweit dies der Raum unseres Blattes zuläßt, Krititen. Genügt einer Berlags= Industrie. Agrarisches. Gewerkschaftliches. Todtenliste. durch ihre fortwährende Nörgelei an der Form der Organisation Rubrit nicht, so bitten wir von der Zusendung der Neuerscheinungen des Verbuchhandlung die Anführung der übersandten Rezensionsexemplare in dieser Vermischtes. dem Verbande keinerlei Nuzen erweisen. Die Versammlung tages absehen zu wollen. erledigte, da sie noch auf demselben Standpunkt steht wie vor Die Juden und die körperliche Arbeit. Bon Prof. Dr. W. Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinr. einigen Monaten, diese Sache durch Uebergang zur Tagesordnung. Braun( Carl Heymann's Verlag in Berlin, vierteljährlich Die Versammlung wählte hierauf den Kollegen Frit Schmidt Bohlmann. Berlin. Verlag von M. Harrwis, Potsdamer2,50 M.). Die foeben erschienene Nummer 38 hat unter als Beitungsverbreiter. Aus der Werkstatt von Kröbke, Wilhelms- Ein Ei des Kolumbus. Soziale Betrachtungen von Karl straße 41a. anderem folgenden Inhalt: Italienische Briefe. VI. Parteien. berg, wird berichtet, daß dort 10-20 Pf. unter Tarif gearbeitet Erdmann. Berlin. Verlag Von Professor Dr. Werner Sombart. Zur Statistik der wird; die Werkstatt wird den Kollegen zur Beachtung empfohlen. des Bibliographischen Bureaus. Zwangsversteigerungen in Sachsen. Zur Frage des Wasserrechts in der Schweiz. Die ausländischen Arbeiter in Die Steinsetzer und Berufsgenossen hielten am 20. d. Die Korruption in der Presse. Von Emil Zimmermann, Leipzig.( Im Selbstverlag.) Börnerstr. 30. Frankreich. Ausbeutung der Nothlage der Versicherten im Swinemünder Gesellschaftshause eine öffentliche Versammlung seitens der Versicherungs- Gesellschaft. Juristische Korpo- ab, in der Genosse Koopmann über die Kämpfe der Arbeiter Rathgeber für Arbeiter im Arbeiterrecht und Arbeiterversiche rationsrechte für Arbeiter- und Unternehmer Verbände in organisationen sprach. Ebenso wie vom Referenten wurde von rung. Braunschweig. Verlag von A. Günther. Preis 50 Pf. England. Spanische Arbeitsverhältnisse. Schuß den See- allen Rednern, die zur Diskussion das Wort nahmen, der Nußen Liebknecht, Volks- Fremdwörterbuch. Heft 7 und 8. leuten. Von Dr. Bruno Schoenlant. Der Schutz jugend- der Organisation und speziell des Steinseher- Verbandes hervor- Lissagaray, Die Geschichte der Kommune von 1871. Heft 7 u. 8. licher und weiblicher Arbeiter in Desterreich. Regelung der gehoben, der gegenwärtig bei dem Streit in Stettin eine Probe Ueber die sozialdemokratische Bewegung und die NothFrauen und Kinderarbeit in Italien. Die Arbeitszeit der seines Werthes abzulegen habe. An alle Steinsetzer und Berufs- wendigkeit gründlicher Reformen. Von M. Müller sen. Ausdehnung der genossen erging die dringende Mahnung, sich dem Verbande an Eisenbahnbediensteten in Frankreich. Kiel u. Leipzig. Verlag von Lipsius u. Tischer. Invaliditäts- und Altersversicherung auf die Hausgewerbe- zuschließen. Eine in diesem Sinne gehaltene Resolution fand Die Erlösung der Menschheit vom Fluche des Alkohols. treibenden in der Textilindustrie. einstimmige Annahme. Im Anschluß hieran gab der Vertrauens- Von Dr. med. H. Wehberg. Berlin. Verlag Louis Heuser, mann Lade die Abrechnung von der Maifeier. Dieselbe ergab: Oberwallstr. 14/16. Einnahme 70 M. 3 Pf., Ausgabe 64 M. 15 Pf., Ueberschuß Groß- und werden. Hierauf wurde der Aufruf der Kollegen von Gest: als Empfangsbestätigung aufzufaffen. Blos über diejenigen Erscheinungen, welche im Interesse unserer Leser Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2,