yr.34. SS. Iatzrg» Bezugspreis: täO MI. monatl. 1,50BR. ftei ins Haus. Botaus�nblbat. Einzelne ?aimin;rn 10 Via Postbezug; Monatlich ILO Mt Unicr Kreuzband iSr Demlchland und Oesie>re>ch- Ungarn 8,— Ml, für das übrige Ausland .,50 Ml. monatlich üetiand ins Feld bei direkter SeileSung monail, 1,50 Ml. Postbesiellungen nehmen an TSne» Marl. Holland, Luremdurg, Schweden Mtd dj» Jchwei,, Erngelragen in die Host-Zeitnngs-Breislisle. Erschein» täglich. Zlelegramm- Adresse: »Eojialdemolrat Berlin". Berliner Bolksblntk. ( 10 pksnnig) AuzeigeupreiS: DiessedenxeipalieneKolonelzeilelosict 00 Pig.„Kleine Anreigeu". das fettgedrulltc Wort 20 Pig, izulSiiig L fctlgedruckie Worte), ledes weitere Wo« 10 Pig, Stellengeiuche und Echlafstcllenanseigen das erste Wort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Pfg, Worte aber IB Buchitaben zählen für zwei Worte. Teuerungszuschlag 20%. F., Milieu» Lln, eigen St» Pf«.. dolitiiche u. oewerlildastliche Vcr. ins- klnzeiaen 10 Psg die Zeile,«lnzcigen für die näckislc Nunimer müssen diS K Uhr nachmitt. im Hauvigeichäsi. lö erlin S«,b«. vindenstralie 3. ab. «eaebcn werden. GeSssnel von S Uhr .trü�bis? Uhr abends. 2sntralorgan cker fozialdemokratlfcbcn Partei DeutfcblandOi. Reüaktion: EW. HS. Linüenstrahe Z. Uernlvrecher: Amt Morinplas. Nr. IKl S0— 1SI S7. Sonntag, den 3. Februar 1�18. Konferenz beim Kanzler. Keine Streikversammlung gestattet. Wolffs Bureau meldet vom 2. Februar: Die Abgeordneten Ebert, Haase, Ledebour und Scheiöemann sind heute vormittag vom Neichskanzler zu einer Besprechung empfangen worden, an der auch dessen Stell- Vertreter v. P a y e r, der Staatssekretär W a l l r a f und der Minister des Innern D r e w s teilnahmen. Die Abgeordneten unterbreiteten dem Kanzler den Wunsch, bei den Militärbehörden darauf hinzuwirken, daß Vertrauensmännern oer streikenden Arbeitergruppen erlaubt werden möchte, in einer geschlossenen Versammlung über die durch den Streik geschaffene Lage zu beraten. Der Reichskanzler stellte sich demgegenüber auf den Stand- Punkt, daß die Regierung das Zustandekommen einer Bersammlung, deren Beschlüsse derauf hinauSlausen könnten, gesetzwidrige Handlungen gutzuheißen oder gar für ihre Fort- s e tz u n g einzutreten, nicht befürworten könne. Buch wenn die Bersammlung zu dem Ergebnis führen sollte, daß die Streikenden aufS neue den Antrag strlltcn, mit der Regierung zu verhandeln, würde sie die Lage nur weiter verschärfen, da die Re- gierung auf einen solchen Antrag nur ablehnend antworten könne. Solange deshalb keine Gewähr dafür vorliege, daß dir Be- sprechung lediglich dahin wirken werde, den Streik zu be- enden und alle allgemeinpolitischcn Wünsche der Arbeiter künstig auf dem gesetzmäßigen Wege über die Volksvertreter an dir Nr- pierung gelangen zu lassen, könne diese den Vorschlag der Abgeordneten nicht in Erwägung ziehen. Unsere Ausgabe. Der Dank, den der bayerische Ministerpräsident d. D a n d l der Sozialdemokratie dafür aussprach, daß sie die Leitung der Streikbewegung in die Hand nahm, hat den Berliner Scharfmachern gründlich das Konzept verdorben. Herr v. Dandl wird fortab ebensowenig auf ihre Sympathie zu rechnen haben, wie seinerzeit der badische Minister Herr v. Bodman, als er sagte, die Sozialdemokratie sei„eine groß- artige Kulturbewegunsi zur Hebung der unteren Bolks- Nassen". Da es sehr interessant ist, zuzusehen, wie sich die reaktionäre Presse mit dem bayerischen Minisrerpräsidenten auseinandersetzt, geben wir die Klagcstimme eines ihrer Blätter, der„Tägl. Rundschau", aussührlich wieder: Der bayerische Mtmisterpräsideirt v. Dandl hat in der Münche- ner Sammer, wie bereit» mitgeteilt, gesagt:»Ich danke Ihnen szu den Sozialdemokraten), wenn Sie setz, die Führung os« Aeutzerung des Herrn v. Dandl wird kaum den besonderen Beifall des Vor- gängerS Dandls, das jetzigen Reichskanzlers Grafen Hertling, finden, der wolst eine etwas anders geartete Auf- f a s s u n g über die Tätigkeit der Sozialdemokratie vor und Während des Streiks haben dürste und kaum Ursache finden wird, vor Herrn Scheideinann und Haase seine Verbeugung zu machen. Wenn schon die bürgerlichen Freunde der Sozialdemo- kratie vor den bisherigen Weggenossen uirt erkennbarem Entsetzen abrückten und jede Gemeinschaft„mit solchen Kreisen" ablehnten, dann kann man überzeugt sein, daß zum Dank an die Sozialdemo- kratie gar keine Ursache vorliegt. Gs ist zweifellos eine Neuheit und erklärt sich nur aus den merkwürdigen Begriffen, die in bürgerlichen Kreisen im Laufe des Krieges über die Sozial- demokratie entstanden sind, daß der Leiter eines Staates eine repu- blikanische, staatSzerstörende Ziele verfolgende Partei dafür belobt. daß sie eine von ihr hervorgerufen«, in ihren Wirkungen den Staat schädigende Bewegung, die„letzten Endes Landesverrat" ausübt— um mit den Worten des bayerischen Ministerpräsidenten zu sprechen — leitet, obwohl diese Leitung begehrt, dem Staate und dem Reiche Nachteile zuzufügen. Der„Vorwärts" ist über die Rede Dandls so ersveut, daß er sie heute ohne jeden Kommentar in großer, sensationeller Ausmachung an die Spitze des Blattes zur Rechtserti- gung der Sozialdemokratie stellen kann, und man würde sich nicht zu wundern brauchen, wenn� die Sozialdemokratie jetzt den Dank der Regierung in Zugeständnissen einfordert, mit der Begründung, daß die Sozialdemokratie die Situation, den Staat und das Reich gerettet habe. Die Sozialdemokraten würden also den Streikenden als Ergebnis ihrer uns schädigenden Kraivalle besondere Geschenke bringen können, und damit hätten sie ihr An- seben in den Augen der Arbeiterschaft wiederhergestellt, das durch das Mißlingen des Streiks geschädigt war. und sie hätten neue Möglichkeiten, die Regierung dauernd zu kneten und sie wieder unter den Einfluß Scheidemanns zu stellen, den zu breckien, der ievige Augenblick geeignet gewesen wäre. Die Aufrichtigkeit der„Tägl. Rundschau" verdient Dank. Da wird also offen zuaeaeben. daß die ganze geaenwärtiae, wahrhaftig nicht leichte Laae nur unter dem Gesichtspunkt einer a im st im- n Geleaenheit betrachtet wird, jeden Einfluß der Sozialdemokratie vollständig auszuschalten. Darum also wird zum inneren Krieg gegen die Sozialdemokratie aufgerufen. und— unter ganz besonders günstigen Bedingungen— die Kriegsstimmung geaen die Arbeiterpartei durch allerhand Legendenbildung geschürt. Nach dieser Legendenbildung soll die Sozialdemokratie die gegenwärtige Bewegung inszeniert haben, um den aus- wärtigeu Gegnern zu Hilfe zu konunen und dem eigenen Land in den Rücken zu fallen. Nur politische Trottel können der- � gleichen glauben. Die Haltung der Sozialdemokratie ist un» � verändert dieselbe, die sie seit Kriegsbeginn eingenommen hat. Das heißt, die Sozialdemokratie ist nach wie vor bereit, das Land gegen fremde Eroberungsabstchten zu verteidigen, sie be- kämpft nach wie vor im eigenen Lande die Absicht, den Krieg bis zur Durchsetzung offener oder versteckter Annexionen weiterzuführen, sie ist nach wie vor die Vorkämpferin der staatsbürgerlichen Freiheit und der politischen Gleichberechti- gung und bleibt nach wie vor die Vertreterin der breiten � Massen der arbeitenden Bevölkerung, möge sie in der Werkstatt gegen Wochenlohn oder in Kontor und Bureau gegen Monatsgehalt schaffen. Aus dieser breiten Masse der Bevölkerung heraus und aus Ursachen, die kaum noch näher erörtert zu werden brauchen, ist die gegenwärtige Bewegung entstanden. A l s s i e d a w a r, trat an die sozialdemokratische Partei die Auf- forderuug heran, sich an ihrer Leitung zu beteiligen, und da tat sie das, wofür ihr der bayerisch? Ministerpräsident seinen Dank ausgesprochen hat, sie nahm an. Hätte sie abge- lehnt, so hätte sie einfach an der Arbeiterschaft p f l i ch t v e r- g e s s e n gehandelt. Ueber die Gründe ihrer Haltung sollen keine Mißver- ständnisse entstehen dürfen. Die Partei hat genau so gchan- delt, wie nach alter erprobter Regel die Gewerkschaften han- deln, wenn ein wilder Streik ausgebrochen ist. Hat dieser wilde Streik eine gewisse Stärke erreicht und ist er aus einer verständlichen Mißstimmung entstanden, so wird kein Gewerk- schaftsführer sich wie ein Bußprediger hinstellen und den Streikenden raten, ins Mauseloch zu kriechen. Er wird nicht versuchen,„der Beweaung das Rückgrat zu brechen", ihr„den Hals umzudrehen", sondern er wird aus ihr herauszuholen versuchen, was aus ihr herauszuholen ist, nachdrücklich die berechtigten Forderungen der Arbeiter durchzusetzen versuchen und nach einem Mehr oder Weniger von Zugeständnissen entsprechend dem gegebenen Kräfteverhältnis— den inneren „Verständigungsfrieden" herbeiführen. Er wird die Bewegung in geordneten Bahnen zu halten suchen und den Nichtorganisierten Teil der Streikenden— bei dem organisierten ist dos kaum notwendig— vor Unbesonnenheiten warnen. Kurz, er wird, wenn er dar richtige Mann ist, als ivirkl icher Vertrauensmann der Arbeiter zu Rate gehen und mit Herz und Verstand für seine Kameraden wirken. Nach diesen erprobten Grundsätzen ist auch die sozial- demokratische Partei vorgegangen, als sie au.f Wunsch der Streikenden in die Leitung der Bewegung mit eintrat. Daß sie mit ihrem Verhalten nicht überall Verstand. nis finden konnte, war vorauszusehen. Leider ist das Miß- trauen gegen sie nicht nur von einer Seite, sondern gleich von zwei Seiten geschürt worden und das hat sicher dem G a n- z c n der Bewegung keinen Nutzen gebracht. Während näm- lich die ganze reaktionäre Presse über den„Landesverrat" der Sozialdemokratie tobte, wurden anonyme Flugblätter in die Massen geworfen, in denen, schon vor dem Beginn der Bewegung, der„Arbeiterverrat" der Sozialdemokratie prophe- zeit wurde. Scylla und Charyodis! Wenn sich die Wogen der Erregung legen, werden alle Verständigen die Sinnlosigkeit dieses Geschwätzes einsehen lernen. Die Sozialdemokratie treibt weder„Landesverrat" noch„Arbeiterverrat". Denn die Arbeiter und das Land gehören zusammen, und man kann nicht das Land verraten, ohne die Arbeiter mitzuverratcn: man kann aber auch nicht die Arbeiter verrate tf, ohne dasLandmitzuverraten. Denn wenn sich das Land nach außen verteidigen soll, dann dürfen sich seine Arbeiter nicht„verraten" fühlen! Wir haben es in diesen Tagen wiederholt gesagt und wiederholen es immer wieder: Die sozialdemokra- tische Partei Deutschlands steht mit ihrem Kopf und ihrem Herzen zu den Arbeitern, sie besteht fast ausschließlich aus Arbeitern, nur zu geringem Teil aus Angehörigen bürgerlicher Schichten, die durch ihre Lebensarbeit mit der Bewegung verwachsen sind. Diejenigen, die ihr„Arbeitcrverrat" vorwerfen, weil sie in diesen» oder jenem Punkt anderer Meinung sind als sie, sind, wissentlich oder unwissentlich, Schädlinge der Arbeiterbewegung oder, mit ihren eigenen Worten,„Verräter" an ihr! Noch sind die Erfahrungen dieser ereignisreichen Tage nicht abgeschlossen. Aber eine Lehre prägt sich jetzt schon mit unwiderstehlicher Gewalt allen denkfäbigen Köpfen ein. Durch die Reihen geht e i n Schrei nach Einigkeit und Or- ganisation! l Warum wirö in Serlin nicht verhandelt! Die'Verhandlungen in Köln. Einem längeren Artikel des„Berl. Tagebl." entnehmen wir folgende ruhige und vernünftige Ausführungen: Wir glaubetl. daß der größte Teil d«S Publikums die Mit- teilungen über das Scheitern des gestrigen Vcrhandlungsversuchcs mit einigem Kopfschütteln gelesen haben wird. Die- jenigen, die eine baldige friedliche Beendigung der AuSstandS- bewegung und die Herbeiführung einer dauernde« Berühr- Expeüition: EW. öS» llitsäenftraße Z. Fernsprecher: Am» Morifeplatz, 91 n. 151 90—151 97. HÜ« gung für dringend notwendig halten, werden wicht durchweg den genügenden Sinn für Formalitäten hbbcn, um die Be- deutung der Wünsche und Bedingungen, die? gestern einander gegenübergestellt wurden, ganz zu verstehen. Ungefähr im gleichen Augenblick, wo die aiytkiche Mitteilung erschien, meldete das offiziöse Telvgraphenbureau imiS Köln:„In einer heute vormiitag in Anwesenheit des Regierungspräsidenten abgehaltenen VcrtrauenSmänncrvcrsammlung hofbcn die Streiken- den beschlossen, die Arbeit Sonnabend früh wietjer aufzunehmen." Aus Danzig wurde gemeldet, daß dort die straikrndcu Arbeiter vom Regierungspräsidenten und vom Festungskommanhanten empfangen wurden, und daß im Anschluß an diese Aussprache der Stretk ein baldiges Ende fand. Aehnliche Meldungen liegen aus anderen Städten vor. Es scheint also, daß bort nich! ganz die gleiche Auffassung vorwaltet wie in Berlin, beim Reichskanzler und seiner Umgebung, und es scheint in dieser Frage, ob man mit den Streikenden dikrekt verhandeln solle und könne, keine volle Einheitlichkeit zu bestechen. Der Reichskanzler in Berlin kö nw t e, wie uns scheint, ebenso gut mit de>n Streikenden verhandeln w i e der NegieruiigSPräsitfent in Köln. Es hat ja wohl auch keinen Zweck, über die Beendigung einer Streikbeivogung nur mit Leuten zu verhandeln, die nicht den nötigen Einfluß auf die Streikenden haben und sngcn können, sie ständen der Angelegenheit eigentlich fern.... Wir wiederholen aber, daß es vor allem auch gilt, die U r-f a ch e n ,zu beiseitigen, aus denen die tiefe und weitverbreitete Berstimmung. die sich in diesem unüberlegten Streik äußerte, entstand. Und das erscheint uns erheblich wichtiger als die Frage, ob heute Hinz oder ob auch Kunz an den Verhandlungen teilnehmen soll. Ueber die Verhandlungen in Köln, die zu eineni raschen und geordneten AbWluß führten, meldet uns von dort ein eigener Bericht. Ter NeglernngsprSsident in der'Streikversammlung. In Köln wurde am Dourrerstag umd am Freitag in einer An- zahl von Betrieben der Metallindustrie gestreikt. Da der Gouverneur alle Versammlungen Verbote« hatte, war eine geplante große Versämmluitg unter freiem Himmel nicht möglich, jedoch wurden die Versammlungen der Vertrauens- leute weder verhindert noch-am ch nur polizeilich überwacht. Die Streikendsn Wählken einen Siebenerausschuß, in dem auch„Unabhängige" vertreten waren. Von der Partei- leitung waren Parteisekretär Runge uikd die Stadtverordneten Haas und Sollmann in dem Ausschuß. Die sieben Genossen wurden noch am Abend des ersten StckeiktagS von dem Regie- vungspräsidenten v. S ta eck und'dem Oberbürgermeister Adenauer empfangen. Beide Herren �diskutierten mit der Ab- ordnung bis zum späten Abend die Forderungen der Streiken- den: ES ergab sich, zumal in den innerpolitischen Fragen, weitgehende Uebereinstimmung zwischen den ge- nannten Beamten und den Streikenden, wenn die Herren auch den Streik entschieden verurteilten. Beide Herren sprachen sich fest und klar dahin aus, daß die Regierung bestimmt Willens sei, das gleiche Wahlrecht mit allen verfassungS- mäßigen Mitteln durchzusetzen. Auf Einladung des StrcikauS- schusses erschien der NegierungSpräsident am zweiten Streiktage in einer überfüllten Versammlung der Streikenden. Die Ar- bester hörten den Präsidenten, der in sehr volkstümlicher Weise zu roden verstand, ruhig an. Er gab auch in dieser Versamm- lung ein Bekenntnis zu der nach seiner Meinung ehrlichen Politik der Regierung. Dann traten ihm streikende Arbeiter in langer Aussprache entgegen. Auch Reichstagsabgeordneter Meerfcld sprach. In manchen Punkten ergab sich zwischen �legimingZpräsi- d ersten und den Arbeitern Ueberein st immun g. Der Präsi- dent teilte mit, daß er die Forderungen der Streikenden sofort dem Reichskanzler, dem Minister des Innern und dem Lberpräsidenten übermittelt habe. Das gleiche tat der Oberbürger- meister, der zugleich zusagte, den Berliner Regierungsstellen seine eigene Auffassung von der Notwendigkeit schleuniger Reformen im Innern nicht vorenthalten zu wollen. Schon vor dem Eintreffen d-cS Regierungspräsidenten in der Streikversammlung war gegen eine Minderheit die Wiederauf. nähme der Arbeit am Samstag beschlossen. Das Verhalten des hohen R e g i c r u ng sbe a m t e n, der soviel Ver- ständnis für die Eigenart der Kölner Arbeiter offenbarte, fand allgemeine Anerkennung. Das Kriegsgericht in Moabit» Sechs Monate Gefängnis wegen Zcttclvcrtcilung. Der Zugang zu dem Teil des Gebäudes, in dem die außerordentlichen Kriegsgerichte tagen, ist für das Publikum hermetisch abgeschlossen. Soldaten mit aufgepflanztem Seitengewehr hüten den Eingang. Jjn einem der sonst für das Publikum bestimmten Wartesäle ist eine Wachstube ein» gerichtet worden. Einige Offiziere erscheinen und begebe» sich in den Sitzungssaal 418, wo in Anwesenheit der Präsi- dialbeamten der drei Landgerichte erst eine allgemeine Be- sprechung und Einteilung der einzelnen Kriegsgerichte stattfindet. Als Vorsitzende wurden gewählt: für den Bezirk des Landgerichts l Landgerichtsdirektor Geh. Justizrat Becker, für das Landgericht 11 Geh. Justierst L«ne und für dag HmSgvMt m LmchMrichtsdirektor Geh. Justizrat Hesse. Noch dieser Einteilung fanden Beratungen darüber statt, in welchen Fällen Verteidiger zu stellen sind, welche Zeugen zu laden siild usw.— Ter erste Fall, der unter Vorsitz des LandgerichtSdirek- tors Hess« zur Verhandlung kam, betraf den llOjahrigcn Trehsr Heinrich Schulze. Der Angeklagte, der eine gc- KlMte Frau und»tvei Kinder zu Hause bat, war seit acht Jahren bei den Elektrizitätswerken Bergmann beschäftigt. Er hat am 29. Januar vormittags 6 Uhr am Bahnhof Rei> nickendorf-Rosenthal an die mit der Bahn ankommenden Ar- beiter, die in die Fabrik gehen wollten, Zettel verteilt, die zum Streik aufforderten. Der Angeklagte gab die Tatsache zu, behauptet« aber, das; er den Zettel nicht gelesen und gc- glaubt habe, daß eS sich um eine Einladung zu einer Ver- sammlung gehandelt habe. Er ist, wie er auf Bcfrageu an» gab, Mitglied deS Mctallarbciterverbandes und des Wahl- Vereins der Unabhängigen Sozialdemokraten.— Ter Referent klagte den Angetlagten des Verbrechens gegen Z 89 St.-G.-B. an. welcher besagt:„Wer während eines gegen das Deutsche Reich ausgebrochenen Krieges der Kriegsmacht des Deutschen Reiches vorsätzlich Nachteil zufügt, wird wegen Landesverrat mit Zuchthaus oder, wenn mildernde Umfftärche vorhanden sind, mit Festungshast bestraft. Der Referent führt« hierzu auS: Bei Bergmann wird Kriegs- material gearbeitet: die teilweise Lalnnlegung dieser Arbeit tmrch einen Streik bedeutet die Schwächung der Kriegsbereitschaft bvs Deutschen Reiches. Mildernde Umstände liegen nicht vor. Mitleid mit dem einzelnen ist hier nicht am Platze. Die Arbeiter, die sich dazu haben verleiten lassen, dem Vater» lande zu schaden, mögen sich später bei den unvcrantwort- lÄien Personen bedanken, die sie zu diesen Taten verleitet Hvben. Der Berichterstatter beantragte wegen Verbrechens gegen Z 89 in Tateinheit mit dem Vergehen gegen das Preß- gesetz ein Jahr Zuchthaus.— Justizrat H e r m a- nowski alb Verteidiger des Angeklagten führte ans, daß dieser gewiß nicht das Bewußtsein gehabt habe, durch die Zettelvertsiluiig einen Landesverrat zu begehen: es handle sich mehr nm einen leichtfertigen Streich als um eine böse Absicht. Dem Angeklagten sollten aber doch mildernde Um- stände zugebilliat werden.— Der Gerichtshof versagte dem Nageklagtm mikdernde Umstände, indem er sich den Ausfüh- rungen des Berichterstatters im jöesentlichcn anschloß und er- kannte auf 4 Monat« Zuchthans, die in 6 Monate G e- fängnis umgewandelt wurden. Der Angeklagte wurde in Hast bcbgtten. dittnuwn vor öem Kriegsgericht. Versuchter Landesverrat. Die Tuklage. gegen die sich der Rcichstagsabaeordnetc Dirrmaim vor dem außerordentlichen Kriegsgericht zu verantworten haben wird, lautet auf versuchten Landesverrat, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Ueber- teetrmg der Verordnung, Vonach den Mitgliedern der Streik- latuna jede Betätigung untersagt war. Tntmann ist. wie schon genfeldet, am Tonnerstag vormittag nach einer Ansprache, die er im Treptower Park ge- haften hottr, verhaftet worden. Tie Verhaftung erfolgte„auf fescher Tat," so daß die Genehmigung des Reichstags zur Strafversolgiwg nicht erforderlich ist. ß 89 des Strafgesetzbuchs lautet: Ein Deutscher, welcher vorsätzlich während e'rncS gegen baS Deutsche Reich ausgebrochen en Kriege» cinor feindlichen Macht Bor- schab leistet oder der Kriegsmacht des Deutschen Reiches oder der DunbeSgenoffen desselben Nachteil zufügt, wird wegen LandeSver» r«s mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren oder mit Festungshaft von gleichsr Dauer bestraft. Sind nnldernde Umstände vorhanden, so Witt Festungshaft bis zu zehn Jahren ein. 8 ItO des Strafgesetzbuchs besagt: Wer öffentlich vor einer Menschenmenge, oder wer durch Ver- brcititag oder öffentlichen Anftblag oder öffentliche Ausstellung von Schritten oder anderen Darstellungen zum Ungehorsam gegen Ge- setze oder rechtsgültige Vcrordiningen oder gegen die von der Obrig- knt innerhalb ihrer Zuständigkeit getroffenen Anordnungen mis- fordert, wird mit Geldswaf« bis zu sechshundert Mark oder mit Geftmgnis bis zu zwei Jahren bestraft. Gegen die fernere Betätigung von Mitgliedern der Streikleitung ist durch Bekanntmachung des Oberbefehls- babers in den Marken eine Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr cmgedxoht worden._ Kurt€U*tc verhaftet. Aus München meldet W. T. B.: Der Polizeibericht teilt mit: In den gestrigen Streikversammlungen ließen sich vedauerlicherwoise mehrere Personen zu Handlungen� bin- reißen, die gegen das Strafgesetzbuch verstoßen. Infolge- desstn mußten gestern abend und heute morgen sechs männliche und vier weibliche Personen� vor- läufig festgenommen worden. Unter den vorläufig Festgenomuieuen befinden sich Schriftsteller K u r t E i s n e r rrnd Frau Sara Sonja Lerch, geborene R a b i n o w i tz, früher russische Staatsangehörige. Nur keine verfttnöiMng! In allen Tonarten sucht die rechtsstehende Presse die Re- Sieruna zu veranlassen, gegenüber der jetzigen Bewegung in der Arbeiterschaft einen möglichst schroff ablehnenden Stand- punkt einzunehmen. So schreibt die„Deutsche Tageszeitung": Helfershelfer der Streikenden und des Streiks find schließlich auch die Blätter, die von der Regierung verlangen, sie solle mit den Streikenden direkt in Verhandlung treten. Die Re- gienmg kann und darf keinen anderen Standpunkt einnehmen, glS daß ein Streik in der Kriegszeit unter allen Umständen ver- werflich und vom vaterländischen Standpunkte unzulässig ist: sie darf ihn deshalb nicht gleichsam durch Bechandlnngen l e g i t i- miere n, wenn sie nicht zum schwersten schaden des vater- ländischen Pslichtgodankens und des Staates die wirksamst« Waffe gegen die Sireikgefahr in der Kriegs zeit auS der Hand verlieren wnl. Auch diese HelftrSdienste für den Streik müssen also ent- schieden zurückgewiesen werden. In ähnlicher Weise sekundiert der„Lokal-Anzeiger". Er meint sogar, daß das E h r g e f ü h I der Regierung irgendein Entgegenkommen gegen die sachlichen Forderungen, die bei dem Streik eine Rolle gespielt baben, ausschließen müßte. Ter ..Lokal-Anzeiger" macht sich ein sehr sonderbares Bild von der Situation, wenn er gerade dieses Motiv der Regierung für das wichtigste hält. Wir glauben, daß nur ein ggnz falsches und völlig mihverstcmdenes Ehrgefühl d« Regierung davon Ilrt!?teriekawpf an der italieni scheu Front. Amtlich. Großes Hsnptffuartier. L. Februar l9!8. lW. T. S.) Bon de« Kriegsschlmplätze« nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister. Ludcndorff. Nbendbcricht. Beel in, 2. Februar 1918. abends. Amtlich. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Ter österreichische Bericht. Wien, de» 2. Februar 1913. Amtlich»irb ver« lautbart: Aus der Hochflüche van Asiago und Sfllich der Brenta blieb die Artillcrictchigkcit lebhaft. Ter Ehcf des GmeralstabeS. » Italienischer Heeresbericht vom 1. Februar. Nack keinen wieder- Hollen und stets vergeblichen Versuchen uns die Fortschritte, die wir in der Gegend des S o s s o R o s s o errungen baden, sireilig zu machen, leitete der Feind gestein früh eine befligerc Unternehmung ein, um ttnS vom Monte dt K a b e l l a wteder bernnter zu werfen, von dem aus in den ersten Tagesstunden unsere Abteilungen mit Schneid den oberen Teil des Melanotales gewonnen hallen. Bevor jedoch der Angriff unsere Linien zu erreichen vermochte, wurden die Anstürmenden durch d>c wirksame Mithilfe der Artillerie unter ein vernichtendes und mächtiges Sverriener genommen, das sie zwang, sich auf die AnSgangsstellungen zurnckzuzichen. An der übrigen Front war das Artilleriefeuer von mäßiger Heftigkeit. abhalten könnte, den Gründen, die zur Entstehung des Streiks geführt haben, fachlich nachzugehen und diejenigen Mißstände abzustellen, gegen die sich hauptsächlich die zutage getretene Mißstimmung richtet. Es wäre eine merkwürdige Reaieruna, die in der jetzigen Situation keine weitere Sorge hätte, als ihr„Ehrgefühl" zu wahren, ganz gleichgültig, was daraus entsteht. Die Nelöung vom feinSUchen Agenten. Tie rechtsstehende Presse verbreitet fortgesetzt in offener oder versteckter Form die Behauptung, daß bei der gegenwärtigen Bewegung das feindlick)« Ausland seine Hände ini Spiel habe. Irgendein positiver Beweis der Behauptung ist bisher nicht erbracht worden. Jetzt jedoch verbreiten die„Hamburger Nachrichten" folgende Meldung: Ein Beweis dafür, daß englische Agenten die AuSstandS- bewegung auszunützen versuchen, ist ein Flugblatt, das beute morgen'in großer Zabl auf der Mönckebergstraße gefunden wurde. Ein besser gekleideter Herr ließ die Flugblätter auß seinem Ueberzieher fallen. Leider ist es nicht möglich gewesen, ihn festnehmen zu lassen. Das Flugblatt hat einen so aufreizenden Inhalt, daß es nur von Agenten deS Auslandes hergestellt worden sein kann. An dieser Meldung ist so viel tatsächlich, daß ein Mann Flugblätter verbreitet hat, aber nicht festgestellt worden ist. Mithin entfällt jeder sichere Schluß auf seine Person. Ob es sich um einen feindlichen Agenten handelte, das hätte nur fest- gestellt werden können, wenn man des Mannes habhaft geworden wäre. Da dies nicht gelungen ist, so fehlt gerade der positive Beweis für eine derartige Behauptung.— ft ♦ Zu der Frage, ob das feindliche Ausland die Hände im Spiel hatte, ist auch sehr belangreich, was die„Deutsche Tages- zcitung" über die Wirkungen des Streiks in bezug auf die Munitionsversorgung schreibt: Daß der Streik aus bestimmten äußeren Gründen im Augen- blick nicht so schädlich oder doch nicht«aiiz so schädlich wirken kann, loie es unter anderen Umständen der Fall wäre, trifft zu- nächst zu; und es ist ganz gut, daß auch das feindliche Ausland davon Kenntnis erhält. Aber die bürger- lichen Helfershelfer wissen ebensogut wie die Drahtzieher des Streiks,' daß er nicht wegen, sondern trotz dieser, seine äußere Augenblickswirknng mildernden Umstände begonnen wurde: vor allem, wie dokumentarisch feststeht, um Sr. Ehrlichkeit Herrn Trotzki in die Hände zu arbeiten. Feindliche Agenten hätten den Streik wohl kaum in einem Zeitpunkt zum Ausbruch gebracht(wofern ihnen dieses über- Haupt möglich gewesen wäre), in dem seine Wirkungen ani w e n i g st e n schädlich waren. Morgenpoft unK Streikbewegung. Die„Morgenpost" ist. nachdem ihr Betrieb drei Tage lang in- folge Arbeitseinstellung hatte ruhen müffen. am Sonnabend wieder erschienen. Sie beklagt sich bitter, daß gerade sie, die„immer mit warmen Worten für die Jntercffen der Arbeiterschaft eingetreten ist", während der kritischen Zeit am Erscheinen gehindert gewesen sei. Wie hätte nun die„Morgetrpost" während deS Streiks gewirst? — Die Antwort auf diese Frage gibt ihr Leitartikel, der überschrieben ist:„Böse Folgen überall". In diesem heißt cS: Wir haben gemahnt und gewarnt, wir sind nicht müde ge- worden, auf die schweren Folgen hinzuweisen, die das wahn- witzige Treiben der von gewissenlosen Hetzern und Schürern Irregeleiteten nach sich ziehen muffe. Aber allen unseren Mahnungen und Warnungen zum Trotz haben die Machen- schasten dieser Hetzer und Schürer über einen bedauer- sich großen Teil unserer Arbeiterschaft Macht gewonnen. Und so ist cS denn gekommen, wie c» kommen mußte. Wer die Hetzer und Schürer sind, das weiß man nicht, und man weiß auch nicht, ob es gelingen wird, sie ausfindig zu machen. ifber das ein« weiß man, daß der ftluch unseres ganzen Volkes ihnen sicher ist, auch der Fluch derer, die sie jetzt führen können, weil es ihnen gelungen ist, sie zu verführen. Er ist ihnen sicher in dem Augenblick, da die von ihnen Verführten wieder zur Besinnung kommen werden. Die Wirkung des Streiks auf das Ausland wird folgendermaßen geschildert: In London ist die Nachricht von deni Ausbruch des Streiks in Berlin und i» anderen großen Städten� Deutschlands mit Jubel begrüßt worden, weil man in diesen Strerks den Bc- ginn des Inneren Zusammenbruchs Deutschlands sah. und die offiziöse Nachrichtenstelle der rnffischen Regierung, die Petersburger Telegraphenagenhir. verbreitet eine Verlautbarung, daß der Kampf nicht am grünen Tisch, sondern voraussichtlich ausdenStraßen von Berlin und Wien werde ausgetragen werden. Gegen Schluß bei Artikels heißt es mit Bezug auf den Streik: „Wir fragen: Hat diefcs Verfahren Sinn und Verstand? Ist es nicht vielmehr bare Unvernunft und heller Wahnsin n?" Drohungen. Unter der Ueberscktrift„Eine notwendig« Revision" schreibt die parlamentarische Seite der„Post", bekanntlici? Ortavio v. Zedlitz, einen Artikel über das Verhalten der Sozicildemokratischcn Partei in der Streikbewegung, der in folgende Sätze ausklingt: Diese WaHrrteHmiingen sind zweifellos unerfveulicher Art. Sie dienen aber wenigstens gegenüber dem Helldunkel, welches die Mehrheirssoziatdemokratie über ihr Polin iches Verhalten zu verbreiten rmißte, zur erwünschten Klärung. Diese wird und muß naturgemäß auch oahin führen, daß sowohl die R e i ch S r c g i e- r u n g, wie die sämtlichen bürgerlichen Parteien, die die Mehrheitssozialdemokraten bisher nach ihrer Stellung- uabme vom 4. August 1314 beurteilren, ihre«tellung zu der genannten Partei revidieren. Herrn von Zedlitz schwebt wohl bei seinen Ausführungen die Art der Sozialistenbekämpfung vor, wie sie vor dem Kriege üblich war, und die er nun wieder in Flor bringen möchte. Wir sehen solchen Versuchen mit großer Ruhe ent- gegen. Will man die Sozialdentokratie von neuem mit den Mitteln der Aechtung und Verfemung bekämpfen, so werden die Folgen dieser Maßregeln genau dieselben sein, die sie durch fünf Jahrzehnte gewesen sind: starkes Wachstum unsererseits._ Zum Streik in Groß'öeriin. Berichtigung zur Darstellung des Parteivorstandes. In die gestern von un? wiedergegsbenen Darlegungen des Partei- Vorstandes bat sich ein sinnstörender Druckfehler eingeschlichen. Wir geben daher den ganzen Paffus nachmals wieder: Herr Wallraf erklärte sich, als die Deputation im Reichsamt deS Innern erschien, bereit, die Abgeordneten zu empfangen, blieb aber den Arbeitern gegenüber bei seiner Ab- lehnung. Er änderte seine Stellungnahme auch nicht, nachdem ihm durch einen Ministerialdirektor, der als Mittelsperson fungierte, noch einmal ausdrücklich gesagt worden war, daß die De- putation mit ihm nicht über politische Fragen verhandeln, sondern mir Mitteilunzen der bereits erwähnten Art zu machen wünsche. Tie beiden Wgeordneten erklärten sich nicht bereit, mit dem Staats- sekrctär ohne Hinzuziehung der Arbeiter zu verhandeln. Die Situation in Groß-9er!m. Wie dem„Berliner Tageblatt" von amtlicher Seite mit- geteilt wird, sind bei den Zusammenstößen mit den Streikenden bisher 12 Schutzleute und 1 Wachtmeister von der B e r- liner Polizei durch Revoiverschüffc, Messerstiche und Stein- würfe verletzt worden. Insgesamt sind L4 Personen ver- haftet und in Untersuchungshaft behalten worden. lieber die Vorgänge am Tonnerstag ist dasselbe Blatt in der Lage, uachiräglich folgendes zu berichten: Am Schle fischen Tor kam es mittags gegen 1 Uhr zu schweren Ausschreitungen der Sireikendeu. Hier wurden insgesamt etwa sechs Motorwagen der Straßenbahn angehalten und die Fahrgäste aufgefordert, di« Wagen sofort zu verlassen. Kaum waren die Fahrgäste aus den Wagen gestiegen, als von allen Seiten mit schweren Eisstücken die Scheiben der Wagen zerschlagen wurden. Die herbeigeeilte Polizei nahm mehrere Verhaftungen vor. In den Nachmittagstunden wurde die Ruhe allmählich wiederhergestellt. Die Straßenbahn verkehrte Moder gänzlich ungehindert; allerdings ohne Anhängewagen, weil deren Scheiben zum Austausch der zahlreichen zertrümmerten Fenster der Motorwagen verwandt werden mußten. Bis weit in die Cöpenicker Straße hinein zeugten ausgedehnte Strecken mit glitzernden Splitterresten von dem Umfange des Sturms aus die Straßenbahnen. Gegen fünf Uhr nachmittags rückte Militär an. Die am Vormittage mit Menschenmasien dicht gefüllten Straßen lagen bald öde und verlassen da. Der gewöhnliche, nicht sehr starke Verkehr spielte sich auf ihnen unbeeinträchtigt ob; um die Soldaten versammelten sich stellenweise nur einige neugierige Schulkinder.— Zu schweren Ausschreitungen der Streikenden kam eS mittags in Reinickendo r f., An der Endhaltestelle der Straßenbahn der Linie 36 kam ein Trnpv Streikender vorüber- gezogen. Eini-" jüngere Burschen stürzten sich auf die hier stehen- den Straßenltahnwagen, entrissen den Führern die Fahrkurbel und setzten die einzelnen Motorwagen unter vollen Strom, so daß diese mit voller Gewalt auf. einanderfuhrcn. Dadurch sind drei Motorwagen dermaßen stark demoliert worden, daß si« aus dem Betrieb gezogen werden mußten. Die inzwischen herbeigerufene Polizei ging mit scharfer Waffe vor. Auch aus der S e e st r a tz e sind mehrere blutige Zusammenstöße zwischen Polizeibeamten und Streikenden gemeldet worden. AuS dem„Lokal-Anzeiger" fei über die Ereignisse am Frei- tag noch folgendes nachgetragen: An der Cöpenicker Brücke kam es um Mittag zu Ansammlungen. TZ waren mehrere Straßenbahnwagen von den Streitenden beschädigt worden, so daß die Verwaltung die Wagen fortan nur noch bis zur Brück« ver- kehren ließ. An der Brücke selbst fanden große Ansammlungen statt, zumeist von halbwüchsigen Burschen. Die berittene Schutz- Mannschaft hotte blank gezogen, trabte längs der Straße hin und duldete kein Stehenbleiben, auch nicht das Hineinschlüpfen in die Häuser; gegen Widerspenstige machte si« von der Waffe Ge- brauch. Die Polizei ging scharf vor. wenige Berittene genügten, um die Straße zu säubern; es gab drei Verletzte. Das Charlottenburger Volkshans geschloffen: Gestern mittag gegen 1 Uhr erschienen Polizeibeamte im Volkshause zu Cbarlottenburg. die die Räumung und Schlie- ßung sämtlickser Räume, der Bureaus, der Restauration, Steh- bierhalle usw. vornahmen. Nur der Hauptvorstand des Por- zellanardeiterverbondes erhielt die Erlaubnis, weiterhin in dem Gebäude zu verweilen. Irgendwelche Veranstaltungen dürfen im Volkshause bis auf weiteres nicht stattfinden. Auch der für heute geplante„Frohe Abend" des Goethebundes ist verboten worden. Interessant ist eS. daß die„Berliner Volks- zeitung" in der Lage war. bereits in ihrer gestri. gen Morgennummer über das Vorhaben der Polizei zu berichten, das erst am Mittag zur Ausführung kenn. Wie wir hören, ist die Schließung auf Veranlassung'des Berliner Polizeipräsidiums erfolgt mit der Begründung, im Volkshause hätten Zusammenkünfte der Streikenden statt- gefunden. Den Bewohnern des Volkshauses ist auf Grund von Legitimationskarten der Verkehr im Hause gestattet worden._ Tri! äfthlerberüh tigung. In dem Verzeichnis der unier mili- tänsckie Leitung gestellten Beiriebe heißt es unter« nicht„Flog- verkehrSgeiellsckost". sondern, Luftverkehrsgesellschaft Berlin- Johannisthal". V.ie Ukraine bei öen Irieöensverhanölungen. Brest-Litowsk, 2. Februar. Gestern nachmittag fand l den Standpunkt, den die russische Delegation hier vertreten hofrt, unter Teilnahme sämtlicher Delegatiotum, einschließlich der I erkläre, daß das ukrainische Volk irgendwelche inzwischen in Brest-Litowsk wieder eingetroffenen Abordnung>�b�re,nkommen und VertrSge mm bcTRit wer so«Tr«}+i„„� rm+V sm R a da nicht anerkennen werde und daß dleseiven mcht der utramnchen Lada emc Vollsitzung stalt� die zum Zweck Leben gelangen würden, wenn sie nicht durch die Delegation Hatte, die Stellungnahme der beterltgtci�Rcgierungen zu der � föderativen raffischen Republik anerkannt und girtgeheitzen worden seien. Trotzki. Nnkünpfend hieran führte Herr Trotzki aus,«S sei in keiner ukrainischen Zentralrada endgültig zu kläre!?. Herr S c!v r i u k gab bekannt daß anstatt des bisherigen Vor- schenden der Abordnung der ukrainischen Roda er selber den Vor- Der�RÄner wieZ dann auf das Universal III der ukrainischen' Weise zu bestreiten, daß er hier seinerzeit'erklärt habe, die zwischen tseniralrada vom 7. November a. St. hin. womit die ukrainische �r Kieler Rada und der P-terSburper Regierung bestehenden Kon- Volksrepublik proklamiert und deren internationale Stellung be- iükte könnten keinen �rnflutz darauf auSuben, daß er die stimmt worden sei. Die internationale Stellung der ukrainischen Ukraine als unabhängigen �-staat anerkenn«. Di-.ln- Volksrepublik sei damals sowohl durch den Rat der Volkskommissar: erkennung der Selbständigkeit oder Unabhängigkeit eines Staates als auch durch die Vertreter der vier verbündeten Machte anerkannt �nne aber nicht mit btt ÄucrrM'NUN'g dieser vder i�ener Jle�enlitg worden. Die Anerkennung der Ukraine als unabhängiger Staat i vermengt werden.. durch die Regierung der Volkskommissare gehe auö den Erklärungen! In dem Augenblick, als die Frage der Anerkennung der Delc- Serrn TrotzkiS in den Sitzungen am 10. und 11. Januar d. I. gatron der Kiewer Rada hier praktisch wurde, habe der Prozeß der hervor.'> Selbstbestimmung der Ukraine bei weitem noch nicht endgülttge Auf die Frage des Staatssekretärs v. K ü h l m a n n. ob der Formen angenommen gehabt. Die Kiewer Rada lehne eine Be- Vorsitzende d:r russischen Delegation die ukraiiusche Delegation als teiligung an der wdecativcn russischen Republik ab. und dies er- einen Teil der russischen Delegation ansehe oder ob öie ukrainische folge jetzt, nachdem aus dem dritten Kongreß der Sowjets unter Delegation als Vertretung eines selbständigen Staates anzusehen Teilnahme van Vertretern des ukrainischen Volkes der ruffsiche wäre, habe Herr Trotzki damals geantwortet:„Da die ukrainische, Staat als föderative Republik anerkannt worden sei. Delegation hier als vollständig selbständige Delegation aufgetreten Die Mittelmächte hätten ein Interesse daran, ihr Verhältnis ist und da wir vorgeschlagen haben, ihre Teilnahme an den Wer- zur Ukraine in materieller Hinsicht präzisieren zu können, damit Handlungen anzuerkennen, ohne irgendwelche Beschränkungen laut sie nicht fiktive Größen für tatsächliche ansehen. Gerade deshalb werden zu lassen, da ferner von keiner Seite vorgeschlagen wurde,' halte er eö kür notweirdig. darauf hinzuweisen, daß jn manchen die ukrainische Delegation zu einem Teile der russischen Delegation Kreise» die srvaratistische» Tendenzen im hrl.k>gen revolutionären zu machen, so scheint mir. daß sich diese Frage von selbst erledigt.", Rußland überschäyt würden. In den Randgebieten des früheren Im Sinne dieser Erklärungen sei denn auch während des russischen Reiches seien� gerade jetzt diejenigen Klassen. Gruppen ganzen Ganges der Verhandlungen bis zur letzten Unterbrechung und Schichten die Träger der separatistischen Gedanken, welche die ukrainische Delegation von allen Kvnferenzparteien stets als i unter dem altsn Regime m hartnackigster Weise für den Zeniralis- die Delegation eines unabhängigen Staates prus eingetreten seien. Je mehr sich die Macht der Sowjets im _- t. cn�iK it inj: rr t«.» aaiucn Lande mtlge. bc]to meür verleaten die vefttzenoen Klaffen �ewh-n tvorden. Xaä, Unterbrechung habe nunmehr Herr ihre separatistischen Tendenzen auf die Randgebiete. Di- Vertreter �ugnahme auf ttgenbent chrr zu- ber Miitelmäckste könnten hier natürlich nicht die Rolle eines Schiedsrichters über die jetzigen Verhältnisse in Rußland und in � �Garnison.ich flegln d:e ukralnriche Zentrolr�a erhoben � Uftainc übernehmen. Er müsse jetzt, wo auch Vertreter des ukrainischen Exekutlvausschusses in den Verband der russischen De. lcgaiionen eingetreten seien, mit doppeltem Nachdruck wiederholen, 'lkrainsicke für daß nur derartige Abkommen mit der Kietvcr Rada die Anerkennung SÄ lÄTd-Ätt ÄÄÄteÄ�e finden könnten, welche auch von fette« der russischen Da? s litauischen Eltern ihren Kindern heimlich Manisch lesen und schreiben ungeachtet deS russischen Verbotes. In anbetracht dieser Tatsache dürste man eine Zahl von 80 bis 90 Proz. Alphabeten(litauisch lesend und schreibend) als yenmi an- nehmen. Litauen wünscht kraft des freien Selbstbesttmmungs- rechtcs der Völker über sein Schicksal ohne Hemmung und Zwang zu entscheiden.. Der Krieg auf öen Meeren. Berlin, 1. Februar. Im mittleren und westlichen Mittclmccr wurde tn letzter Zeit besonders der Transpoitverkehr nach Italien und Frankreich gestört. Dabei wurden 5 Dampfer und 1 Segler mit über 23 000 B.-R.-T. versenkt. Die Dampfer waren bis auf einen bewaffnet und meist tiefbeladen. Die Mehrzahl wurde in geschickt durchgesührlen An- anffen nuS stark geficherien Geleitzügen herausgeschossen, darunter ein großer TruppentranSportdamPser, der unter starker Z c r- störerbedeckung fuhr, also wohl besonders wertvoll war. Der versenkte englisch« Segler Maria P. war mit Wein nach Malta unterwegs. Der Chef de? AdmiralstabsS der Marine. Amtlich. Berlin, 2, Februar. Dicht unter der englischen Ost- küste wurden durch unsere U-Boote bei starker Bewachung und Gegenwirkung kürzlich sechs Dampfer sowie der englische Schlepper Desire mit zwei Motorleichtern versenkt. Die Dampfer waren fast durchweg tief beladen. Einer von ihnen mit Holz. Der Chef des Admiralstabeü der Marine. Lubynsjky gege» Trohki. Hierauf erbat das Mitglied der ukrainischen De g a t: o n, Herr L u b y n s, k h, das Wort: Di« Mitglieder ukrainischen Frcdcnödcligation sind stets auf dm grundsätzli Standpunkt gestanden, daß die in Brest versammelten Vertreter von Herrn Trotzki m dieser Sitzung gehaltene Rede in vollständigem w.r,,w Widerspruche zu allen seinen früheren Erklärungen stehe, weshalb Ö sie gezwungen sei. folgende Erklärung abzugeben: „Wir sind durchaus einer Ansicht mit Herrn Trotzki. daß in dem staatlichen Leben der Ukraine Veränderungen vorgekommen sind, die aber ganz anderer Natur sind als die, auf welche Herr Trotzki hinwies. Das Wesen dieser Veränderungen steht im Zusammen- hange mit dem IV. Universal der ukrainischcu Zentralrada vom 24. Januar. In diesem herzt es:„Von nun ab bildet die ukrainische Volksrepublik einen selbständigen, von niemand abhängigen, freien uud souveränen Staat des ukrainischen Volkes." Hierzu müsse er bemerken, daß die Regierung der ukrainischen Volksrepublik bestrebt gcivcsen sei, einen Bund aller Republiken zu schaffen, welche auf dem Gebiete deS früheren russischen Kaiserreiches entstanden seien, und eine gemeinsame föderative Regierung in Rußland zu bilden. Da aber bis zur Erlassuitg des vierten Univerfals trotz aller Versuche der ukrainiichcii Regierung ein der- artiges, gemeinsames föderatives Organ nicht zustande gekommen sei, und da aus der augenblicklichen Lage l�ervorgehe, daß oin solches auch nicht zustande kommen könne, so habe die ukrainische Zentral- rada die Bildung einer föderativen Regierung fallen lassen müssen und habe durch das lV. Universal die Ukraine zum ganz seldstän- dizen«nb von niemandem abhängigen Staate proklamiert. Die ukrainische Rada habe in demselben Universal erklärt, daß sie mit allen angrenzenden Staaten in Frieden und Freundschaft leben wolle, daß aber kein einziger von ihnen sich in das Leben der selbständigen ukrainischen Republik einmischen dürfe, folglich habe das IV. Universal in klarer Weise sowohl die internationale recht- liche Stellung der ukrainischen Volksrepublik als auch ihre Politik gegenüber ihren Nachbarn bestimmt. Was die von Herrn Trotzki angeführten Argument« anbelange, so entbehrten diese jeder Be- deutung. D:e Beruht im darauf, daß in der ukrainischen Volks- republik der� Exekutivaussckuß in Charkow die Interessen der arbei- tendcn Klassen besser vertrete, sei leicht zu widerlegen? sie betreffe aber daS Gebiet der inneren Beziehungen, welche nicht der tnter- nationalen Kontrolle unterlägen. Noch weniger überzeugend sei die Berufung Herrn TrotzkiS darauf, daß die ukrainische Delegation keine Berechtigung habe, weil sie nicht vom Exekutivans- s ch u st in Charkow anerkannt sei; nach diesem Argument mühte in erster Linie die russische Delegation ihre Bollmachten n jeder- legen, da in ibin weder Vertreter der Moldau, noch der Krim- tartaren, noch der Tonkosaken, noch der kaukasischen Böllerstämme, noch Siwriens vertreten seien, welche ebenfalls nicht die Regierung des Rates der Volkskommissare anerkennen. In einer so hohen Versammlung, wie eS die Friedenskonferenz •ei, scheine das von Herrn Trotzki angewendete Mittel, dt« staat- liehen Rechte der ukrainischen Zentralrada auf Grund irgendeines Telegramms aus Petersburg zu bestreiten, offenbar unzulässig. Mit durchaus glnchem Rechte könnte sich die ukrainische Dele- gation auf einen Funkspruch berufen, der in der zweiten Hälfte des Januar n. St. meldete, bah sich einige Regimenter in Peters- bürg znr Verteidigung der Konstituierenden Versammlung gegen dse Regierung der VoilSkommissarr erhoben und das dort aus den Straßen Kämpfe mit ungünstigem Ausgange für die bestehende lliegierung ftathgefmtdei, hätten. Dem Beispiel« des Herrn Trotz« folgend konnte die ukrainische Delegation auf Grund dieses Tele- gramms verlangen, daß di« Delegation des Rates der Voltskommissare nicht mehr anerkannt werde, was sie jedoch nicht tue, da sie das als ein« russische Frage ansehe. Ilm nun neuerlichen falschen Auslegungen von irgend welcher Seite vorzubeugen und rür die Zukunft Erklärungen der russischen Tele- ga ion zu vermeiden, dw untereinander im Widerspruch sreherl, schlage die ukrainische Delegation vor, die ukrainische Republik als emen durchaus selbständigen und von niemandem abhängigen Staat formell anzuerlennen und damit endgültig so Ivo hl deren internatio- nale Stellung als auch die Berechtigung der Delegation festzustellen. e l e» ■>W der ukrainischen Frst.'dcnsdelegation sind stets auf deui grundsätzlichen derjentgin Stauten, die einen Friedensschluß anstreben, sich nicht über innere Angeleaenk-eiten itzrcr Gegner auszusprechen baben, Da aber jetzt die vollständige Ilnabhöngigkeit unserer Republik proklamiert worden ist, hören diese Fragen auf, innere Fragen für uns zu sein. An dem Steucrrade dieser Republik haben im Laufe dieses Jahres verschiedene Regierungen gestanden.'DaS Jahr hat be- gönnen unter dem Szepter eines Kaisers und cS endigte, nachdem cS die Stadien cincr kadettlschcn und einer sozialkadcttischen Regie- rung durchlaufen ljatte, genau mit denselben Schießereien aufden Straßen Petersburgs und mit den eifrigvn Vor» bereitungen der bolschewistischen Regierung zur Vertreibung der Konstituierenden Bersammlnitg, welche auf den einzig annehmbaren Grundlagen einberufen war. Nur in einer einzigen Beziehung sind alle diese verschiedenen Re gierung«! durchaus solidarisch geblieben: In ihren kapitalistischen Bestrebungen und in ihvom gierigen Wunsche, die neu ent- stehenden Völker zu erdrosseln und alles unter ihr« mächtige Hand zu bekommen. Die bolschewistische Regierung ent- fernt sich, in Uebeneinstimmung mit den Ideen ihrer Parteien, ent« schieden von den föderativen Jdealsu, welche die Führer der nicht- herrschenden Völker beseelen. Aber im Andenken an ihre Vorgänger auf den Thronen, welche nicht nur durch die gemeinsamen Anstren- gungen der sozialen, sondern auch der nationalen Revolution ge- stürzt worden sind, hat die Regierung der Bolschewiki das Prinzip deS Selb st best im m ungerechtes der Völker nur zu dem Zwecke proklamiert, um desto entschiedener dieses Prinzip in seiner prakti- scheu Durchführung zu bekämpfen. Di« lauten Erklärungen der Bolschewik! über die voll- kommen« Freiheit der Völker Rußlands sind nur grobe demagogische Mittel. Tie Regierung der Bolschewiki, welche dir konstituierende Bersamnilnng auseinandergejagt hat und sich nur auf die Bajonette der Söldner der Roten Gacde stützt, wird sich nie dazu entschließen, in Rußland selbst die hoch gerechten Prinzipien des Selbstbestimmungsrechtes durchzuführen. Zotö Lansüowne über Bertling und CZernw. frieden sobald als möglich. London, I. Februar. In seiner Antwort an die Schriftstellerund Journalistenabordnung, die Lord Lansdowne wegen seines Briefes an„Daily Telegraph" eine AnerkennungS- adresse überreicht hatte, sagte Lansdowne weiter: Man könnt: von mir sagen, daß ich nach dem Monde schreie, nach Dingen, welche so weit außerhalb unserer Reichweite liegen. Man kann mich auf die Rede HcrtlingS verweisen und ich gebe zu, daß die Rede sehr enttäuscht hat; sie scheint mir drohend und un nach- giebig zu sein, aber ich bin geneigt, Hertling einiges zu- gute zu halten. Ich glaube, niemand wäre mehr überrascht als er, wenn er erführe, toir würden Gibraltar. Hongkong oder irgendeinen anderen kleinen Teil der Erde ansliefern, den» zu gleicher Zeit hielt lszernin seine Rede, welche so viel hoffnungs- voller war. Wir wünschen sehr, daß der Friede sobald als möglich erreicht werden möchte und wir vertrauen daraus, daß nicht u n- nötigerweise weitergekämpft wird, in der über- triebenen Furcht, in eine Friedensfalle zu geraten. End- lich hoffen wir, daß unsere Regierung in Verfolg dessen auf diese Bedingungen hin nichts unversucht lassen wird, mag eS noch so schwierig sein, und keinen Weg unbeschritten lassen wird, mag er noch so voller Hindernisse scheinen. Gegenerklärung des»krainischen Exekutivausschusses. Hieranf gab auf AufsoÄerung des Heran Trotzki her der russi- scheu Delegation«mg. hörige Sertret« de» ukrainischen Exekutiv-! auSschnsseS Herr Mjedwjedjew eine Erklärnng ab, in welcher LltSUeN UNv OOS frCIC SetvftbeMMtNUNgS er ausfühllc, in Brest-Litowsk habe ors letzt im Namen der uttar recht. In der Sitzung deS Hauptansschusses des Reichstages am 24. Januar sprach nach dem Reichskanzler der Partei Nischen Volksrepublik nur die Delegation der Kiewer Rada ge- 'brockten. Tie ukrainischen Sowjet s seien hier nicht ver- �chfK Schl�TeSÄ�amÄ■*+- ufrain'.fcqcn Volkes-u sprechen. Tie Kiewer Delegation habe Nationalllderalen-tr. Sttesemann. Gr hinter dem Rücke,- tkl ukrainischen Volkes Verhandlungen geführt, führte u. a. aus:„Was die �rage des Selbstbestimmungs- gohenn in vrcr Wänden, abgesondert von der russischen Delegation. � rechts mittels des gleichen Wahlrechtes anbelangt, so ist zu die Kunde hieroon habe die Grundfesten der Gewalt der Kiewer bedenken, daß in Litausn politische Schulung nicht Vorhanden ukrainische Volk wolle allerdings schnellen ist und daß es dort 70 bis 80 Prozent Analphabeten gibt." .?derc.ttven R�»k.tt�'�� zssi-mmen mit drr g-nze. russische» Das L i t a u i s che P r e ß- B u r e a u zu Lausanne b e r i ch. nniitw SMja.'S&S Tie russlichen Statliiiksn die Fremdvöller betreffend nezionen und Kontributionen, der den Völkern sind unzutreffend. Sie bekunden 34.9 Prozent Alphabeten, da» Reck» t d e r Selbstbestimmung sichere.— Was die d. h. Personen, die russisch lesen und schreiben können. Wäh- okkupierten Gebiete anbetreffe, so teile der Erekutivausschuß gang. rend der russischen Willkürverwaltung lernten die Meisten flll)eutsche Klaff enscheiüung. Der Sozialdemokratie wird vorgeworfen, daß sie das Volk in zwei Teile spalte und die nottvendige Einheit nach außen hin zerstöre. Dabei finden wir den Drang nach einer Spaltung des deutschen Volkes zurzeit nirgends sckjärfer ausgeprägt als bei den Alldeutschen. Rur daß ihre Schel- dung von sekrr naiven Gesichtspunkten ausgeht. So spukt in der alldeutschW Presse schon seit Kriegsanfang jene Chamber- latnschs Theorie von den zwei verschiedenen Rassen innerhalb Deutschlands: der langschädligen und blondhaarigen ge» manischen Edelrasse und dein minderwertigen Mischvolk der großen Städte, Jndustriebezirke usw. Schärfsten Ausdruck verleiht der alldeutschen Volksspaltungssucht die„Deutsche Zeitung", die unter der Ueberschrist„Die beiden Deutschland" an der Spitz? ihres Blattes schreibt: Zwei Deutschland gibt eZ in nerhalb der Reichsgrenzen. So unfaßlich dciS scheint, vor allem sti cinm Weltkrieg scheint. Dieser Zwiespalt ist aber Tatsache, und Tatsachen muß man klar erkennen, nicht um sich schwächlich drein gu finden, nein, um si« k r ä f t i g a n g u p a ck e n. Tatsache ist: zweiDeutschlaud gidtes inncrhalbderReichs- g r e ii l c n. Das eine, völkische, wurzelt in der großen, alten Vcr- gangenheit, in deutscher Geschichte und Kultur, es steht auf Macht, «S will Sicherung, cd erkennt die deutschen Notwendigkeiten: Aus uns ruht di« Last Europas.(Friedrich d«r Große.) E« erstrebt „i>aS Maß von Freiheit, das mit der Sicherheit des Ganzen irgend vereinbar".(Bismarck.) Es weiß, daß wir das Errungene stets wieder zu verteidigen haben.(Moltke.) Ihm gilt tatsächlich Deutschland, das so ganz eigenartige Land und Volk, über alles. DaS ander« Deutschland hängt an seinem Volkstum nicht. SS denkt und fühlt übervölkisch oder wähnt» zu tun. Di« harte große Vergangenheit ist ihm„Bedrückung", die große reiche Kul- tur.Rückständigkeit". Macht? Rein. Versöhnung. Eiche- rung? Rem: Verbrüderung. Pflicht. Hingabe an di« All- gemeinheit? Nein: Ireiheit,„Demokratie", wie jene parlamen- tarischen Musterländer und friedlichen„Demokratien", die un» seit 1014 mit allen Mitteln bekämpfen. Nicht Deutschlcmd, ndin, Partei und Klasse über alles. Die Alldeutschen betrachten sich also bereits als ein b» sonderes Volk innerhalb Deutschlands. Ihr Ideal ist die Macht, und nackte brutale Gewalt ist das Allheilmittel, das ihre Organe in allen Situationen predigen. Ein kluger Fran- zose hat allerdings einmal gesagt: man könne mit den jonnetten alles erreichen, nur sitzen könne man darauf nicht Aber die Alldeutschen glauben, auch auf den Bajonnetten sitzen zu können. Denn: daS eine völkische Deutschland„steht auf Macht"._ Lette Nackrichten. Der Streik in Holland. Amsterdam, 1. Februar. Der für Montag angesetzte Streik geht nicht von der sozialdemokratischen Partei, sondern von der Oegani» sation der revolutionären sozialdemokratischen Minderheit au». DaS offizielle Organ der sozialdemokratischen Arbeiterpartei,.H et Volk", verurteilt in einem Leitartikel diese Bewegung, die. wie da» Blatt sagt, in der Hoffnung unternommen werde, eine Schreckensherrschaft herbeizuführen, di« jede geordnete zielsichere Aktion unmöglich machen würde. Den Mitgliedern der großen sozialdemokratische» GeWerk» schaften wurde von ihren Führern abgeraten, an dem Streik teilzunehmen.__ Gvrkis Blatt verboten. Sern.?. Februar.„Comere della€»ta" melbet an« Petersburg:„Nowaja Sfjifn", das Blatt Maxim GorkiS, wurde trotz feiner extreme« Tendenz wegen seiner Kritik im den RegteruagSmatz- nahmrn LeninS verboten. den.Vorwärts" zu abonnieren hat jetzt jeder denkende Arbeiter mehr denn je Anlaß. Warum? Diese Frage wird sich jeder Leser selbst be- antworten können. Dann wird er dafür sorgen, daß der folgende Bestellzettel nicht unbenützt bleibt: Ich abonniere ab l. Februar 1918 den„Vorwärts*. Abonnement monatlich 1,50 M. Name Wohnort Straße— .Nr. Gewerffchchsbeweglms Wilhelm Dreher SibexntalS hat der Tod in der Organisation des Buchdrucker- derdandes eine empfindliche Lücke gerissen. Nachdem wir erst in der gestrigen Nummer des„Vorwärts" das Ableben Döblins mit- teilen uiugten, kommt die Nachricht aus Hamburg, daß dort der langjährige Gcnivorfteher Wilhelm Dreher im Alter von 60 Jahren dcrstorben ist. Von ihm darf gesagt werden, daß er sich nicht nur durch seine aufopfernde Tätigkeit für die Sache der Organisation, sondern auch durch seine angenehmen und sympathischen Umgangs- formen das Vertrauen und die Liebe seiner Berufsgenossen"in weitestem Maße erworben hat. Ter Verstorbene war auch lange Zeit im Tarifausschuß tätig, dort hat er nach besten Kräften für die Sache seiner Kollegen gewirkt. Die Nachricht von dem Tode dieses prächtigen Menschen wird um so mehr überraschen, als er sich stets einer gewissen körperlichen Rüstigkeit und geistigen Frische erfreuen konnte. Einen erfreulichen Mitgliederzuwachs konnte am Ende des Jahres 1917 der Verband der Ge- meinde- und Staatsarbeiter buchen. Während im Januar des vorigen Jahres immer noch ein kleiner Rückgang von 383 Mitgliedern verblieb. Ivar einen Monat später bereits eine Zunahme von 700, am 1. Juli eine solche von nahezu 2000, am 1. Oktober von 4500 und Ende Dezember 1917 sogar eine Mitgliederzunohme von 7400 verzeichnen. Der Verband schritt in das neue Jahr mit 33 000 Mitgliedern. Von der gegenüber der Fliedenszeil ganz anders geartete» Mitgliederzusamnicnsetzung zeugt die Tatsache, daß dem Verbände gegenwärtig fast 7000 weibliche Mitglieder angehören und daß das Durchschnittsalter der ver- bliebenen männlichen Mitglieder nahezu an 50 Jahre grenzt. Das BerbandSorgan»D'.e Gewerlschaft" betont, daß der Tod auch nnier den Daheimgcbliebenen reichliche Ernte balle. Die mangelhaste Er- nährung und die erheblich erhöhten Anforderungen führten not- wendigerweise zu vermehrter Krankheit und Tod. Damit im Zusammenhang siehe auch die ungünstige Lage der Verbandsfinanzerr. Letztere soll durch die im Flusse befindliche Rc- organisation des Beitragswesens behoben werden. * Der Berbnnd der Schiffszimiuerer plant an Stelle des bisherigen einheitlichen Beitragssatzes die Einführung von zwei Klassen. In der erste» soll der Beitrag 1 M., in der zweiten Klasse 80 Pf. be- tragen. Der Verbandsvorstand stellt eine Reihe Anträge auf Neuregelung der Unterstützungseinrichtungen und der Beiträge zur Diskussion. Die in Vorschlag gebrachte Beitragserhöhung beträgt 30 Vi. pro Woche, denen Erhöhungen der bisherigen Unterstützungen um7SProz. gegenüberstehen. Ueber die Wahl der BeitragSilasie, die für ihre Mitglieder gelten soll, hat jede Zahlstelle selbst zu entscheiden. Beschließt eine spätere Urabstimmung die Annahme der Anträge des Zentral« Vorstandes, so sollen die neuen Wochenbeiträge am t. Juli d. I., die erhöhten Unterstützungssätze am 1. Januar 1919 in Kraft treten. • Auch im Organ des Verbandes der Buch- und Stein- druckerei-HilfSarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands wird die Frage der Beitragserhöhung erörtert. Hier wie in den übrigen Verbänden find die Gründe, die eine Er« höhung der Verbandsbeiträge zur Nolwendigkelt machen, im weient« lichen die gleichen. P. Thiede machr in der.Sotldariläl" darauf auimerkiam, daß die erhöhten Ausgaben der Hauptkafie in abseh- barer Zeil ein Defizit zeitlgen werden. Hinzu komme, daß die bis- her geleisteien Unterstützungssätze in Anbetracht des geiunienen Geld» wertes nicht mebr genügten. Zudem bestehe die Aussicht auf größere Arbeitslosigkeit im Berufe; es liege daher im ureigensten Interesse der Mitglieder selbst sich in der Organisation einen sicheren Rückhalt zu schaffen, damit sie bei Lohnbewegungen. Arbeitslosigkeit und Kranthell auf ausreichenden Schutz und Hilfe rechnen könnten. Vor- geschlagen wird unter Aufhebung der zwei niedrigsten BeUragstlassen die Erhöhung des Beitrages in der 5. und 6. Klane um 20 und 30 Pf. Ein anderer Boischlag sieht für die S. Klasse eine Steigerung des Beitrages um 10 Pf., für die 6. Klasie um 20 Pi. vor. Zu dieser und der Tarissrage, die im Frühjahr zur Entscheidung steht, soll eventuell ein außerordentlicher Verbandstag Stellung nehmen. « 2*1000 neue Mitglieder. ©es ist das Krzebnis, das der Deutsche Holzarbeiter- berband am Ende des Jahres 1917 verzeichnen tonnte. Noch im vierten Quartal 1916 betrug die Gesamtmitgliedcrzahl 68 249, 59 139 männliche, 8172 weibliche und 938 jugendliche Mitglieder. Im dritten Quartal 1917 konnte der Verband bereits 88 557 Mit- gliedcr mustern, und zwar 68 502 männliche, 17 939 weibliche und 2116 jugendliche Mitglieder. Obwohl nun bei der an> Schluß des Jahres 1917 erfolgten ArbeitSlofcnzählung eine Reihe von Zahl- stellen nicht berücksichtigt wurden, konnten doch bereits 90 115 Mit- glieder festgestellt werden. Zu einem wesentlichen Teil ist die Midglrederzunahme der Steigerung der Zahl der weiblichen und jugendlichen Mitglieder zu danken, doch hat auch die Zahl der männlichen Mitglieder wieder eine bedeutende Zunahme erfahren. Vor dem KriegSausschuh für die Metallüeiriebe Groß-Berlins verlangten kürzlich, wie wir berichteten, zwei Schlosier der Firma St. in Pankow den Abkehrschein, weil der Meiiter sich von dort beschäftigten Schlossern Schmiergelder zahlen ließ, um dann den- f-Te» Lesse« LSorbe zu geben. Die Firma St. ersucht raS setzt nun um Aufnahme folgender Zuschrift: „Der Firmeninhaber hatte keinerlei Kenntnis, daß der Meister mit den Arbeitern Zahlung von Schmiergeldern vereinbarte(es kam dies nur zweimal vor), er ist sofort nach dem ersten ihm zur Kenntnis gekommenen Fall dagegen eingeschritten. Der Schlosser, der vor dem Kriegsausschuß dft Sache zur Sprache brachte, ist, wie er selbst behauptet, auf diese Vereinbarung nur eingegangen, um dadurch den Abkehrschein zu erlangen, anstatt sofort davon Meldung zu machen. Nachdem die Angelegenheit klargestellt und die Ver- Handlung beendet war, verlangten die Beschwerdeführer trotzdem den Abkehrschein, der ihnen vom Kriegsausschuß verweigert wurde, weil kein Grund dazu vorlag."— parteinachrichten. Tic Kandidatur Breitschcid uud die Spartakusmänner. Die„Ärbefterpolitik" schreibt: „Arthur Stadthagen ist gestorben. Niederbarnim ist verwaist. Es muß also einen neuen Vormund bekommen, dem seine Wähler ihre politischen Geschicke bis zur nächsten Wahl anvertrauen können. Die Unabhängigen wollen dieses würdige Amt einem der Ihren anvertrauen. Wer wollte ihnen das verdenken! Es heißt nun, daß Herr Rudolf Breitscheid der Erkorene ist. Herr Breitscheid kam von den Naumännern her, war bis zum Kriege eine bewährte Stütze des Herrn Stampfet, dessen Korrespondenz er in der Ab- Wesenheit ihres Herausgebers leitete, und ging im Kriege zu den Sozialpazifisten über, an deren Korrespondenz er sich mit Kautsky, Bernstein und Ströbel beteiligte. Man sieht, Herr Breitscheid hat sich entwickelt; auch ist er redebegabt, liebenswürdig, recht von Herzen pazifistisch, kurz: er ist der Mann, der vor allem auch die bürgerlichen Wähler Niederbarnims zu sich herüberziehen wird. Er hat also viel Aussicht auf Erfolg, und da den Unabhängigen das Mandat alles und die Klarheit der Politik nichts ist, so ist Herr Breitschcid ganz ihr Mann." Die„Arbeiterpolitik" lehnt die Aufstellung eines eigenen lintestradikalen Kandidaten aber für so lange ab, als fich die Linkesten nicht endgültig von den Unabhängigen losgelöst haben. Dagegen verlangt Mehring im Stuttgarter„Sozialdemokrat" eine Gegenkandivatur eines Linkestradikalen gegen Breitscheid: „Was an dem ganzen Fall Breitscheid interessiert, ist die allmäh- liche Verschiebung der Unabhängigen Sozialdemokratie nach rechts, gegen die wenigstens diejenigen ihrer Mitglieder, die zur „Gruppe Internationale" gehören, sich zu wenden ebenso berechtigt wie verpflichtet sind. Sie wären Toren, wenn sie ruhig mit an- sehen wollten, daß einer der sichersten unter den Wahlkreisen der Unabhängigen Sozialdemokratie mit einer durchaus radikalen Wählerschaft einen parlamentarischen Vertreter erhalten soll, der ... doch immer auch während seiner knappen Parteitätigkeit eine verhängnisvolle Neigung gezeigt hat, nach rechts zu steuern." Plauen für die Partei. Am Sonntag vor acht Tagen fand in Plauen ein« sehr zahl- reich besuchte Kreiskonferenz des 23. sächsischen Wahlkreises statt Die Konferenz war nötig geworden, um zu dem Uebertritt des Ab- geordneten Jäckel zu den Unabhängigen Stellung zu nehmen. Jäckcl war zu der Versammlung erschienen, um den Wahlkreis mit sich in das unabhängige Lager binüberzuziehen. Das ein- leitende Referat über die politische Situation und die Parteiver- Hältnisse erstattete Genosse Gradnauer. Nachdem dann Jäckel seinen Uebertritt zu rechtfertigen versucht hatte, sprachen in der Debatte Genosse Sindermann und unsere Genossen aus dem Kreise, die sich durchweg gegen die Parteigerstörnng wandten. Nach Schlußworten Jockels und Gradnauers nahm die Kreiskonferenz mit viehr als 200 Stimmen gegen etwa 30 bis 40 Stimmen eine Entschließung an, in der sie erklärte, treu auf dem Boden der Sozialdemokratischen Partei verbleiben zu wollen._* Industrie und Kandel. Die Besteuerung von Industrien. Von Zeit zu Zeit laufen Nachrichten durch die Presie, daß die Regierungen Industrien zu besteuern planen. Richtiger sollte von indirekten Steuern auf Jndustrieerzeugnisje ge- sprachen werden, deren Ueberwälzung auf die Masse oder Ver- braucher vielleicht nur bei ungünstiger Konjunktur da oder dort mißlingen kann. Das ist wenigstens das Wahrscheinliche. Möglich wäre es allerdings auch, die Industrien zu Produk- tions- und Wirtschastsverbänden zu vereinen und den Er- zeugungsgewinn zu besteuern, indem diese Verbände zugleich als Steuergemcinschaften figurieren. Doch ist auch aus diesem Wege eine scharfe Belastung der Verbraucher durch Erhöhung der Preise möglich. Reglementierung der Produktion durch den Staat ist eben nur fruchtbar und sozial nützlich, ivenn der Staat ein V o l k s st a a t ist. Es ist höchst charakteristisch, daß in dem angeblich so sozial vorgeschrittenen Teutschland die Kriegsgewlnne mit jedem Jahre stärker anschwellen, während in dem„pluto kratischen" Amerika der als Anwalt der Kapita- listen verschriene Präsident Wilson die Kraft hatte, die Ein- nahmen des Stahltrustes, der größten Aktiengesellschaft der Welt, mit fünf Milliarden Mark Aktienkapital, im Per- gleich zu den Vorjahren in folgender Weise zu drücken:_ L Merteksahr II. m. iv. 1916 60 713 000 Doll. 81 126000, 85 817 000. 105 968 000. 1917 113 121 000 Doll. 90 580000. 68 244 000, 5« 724 000. Zusammen 333 624 000 Doll. 331 6H9 000 Doll. Es sei erwähnt, daß neben Steuern aus Bier und Bräunt« wein im besonderen Steuern auf Elektrizität und Textilerzeugnisse genannt werden. * Die Vereinigung elektrotechnischer Spezial- f a b r i k e n(Berlin) hat in ihrer letzten Jahresversammlung folgenden Beschluß angenommen, um damit ihre Stellungnahme zu der emzelstaatlichen Elektrizitätsversorgung darzulegen: Die Ver- emigung elektrotechnischer Spezialsabriken hält eine Entwickelung der Elektrizitätsversorgung, wie sie unier staatlicher Führung jetzt eingeleitet ist, für gesund und richtig. Sie wünscht eine weiter- schreitende Beteiligung der Bundesstaaten an der Elektrizitätsver- sorgung unter voller Wahrung der Interessen der öfsentlich-recht- lichen Körperschaften, insbesondere der Kommunen. Sie ersucht die NcichSregierung, keine Maßnahmen zu treffen, welche von diesem als richtig anerkannten Wege ablenken.— Dieser Beschluß gebt offenbar aus der bekannten Sorge der JnstallationSindustrien ber- vor, die bei einer privaten Monopolisierung alles zu fürchten habe::. Ans dem Berliner Wirtschaftsleben. Die Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahne» in Berlin, ohne die Schöneberger, Wilmcrsdorfer und Dahlemer Bahn, beförderte im Januar 1918 12 753 431 Personen gegen 9 296 766 Personen im gleichen Vorjahrsmonat. Die Einnahmen betrugen 1 727 813 M. gegen 1 243 930 M. Die Flachbahn Warschauer Brücke— Lichtenberg vereinnahmte im Januar 1918 28 392 M. gegen 19 054 M. in der entsprechenden Vorjahrszeit. Die Einnahmen der Grosse» Berliner Strassenbahn und der von ihr mitverwalteten Bahnen betrugen im Januar 1918(vor- läufig) 5 746 963 M.(Januar 1917 sendgültigj 5 056 541 M.). Der Tagesdurchschnitt stellte sich 1918 auf 185 386 M.(1917: 163114 M.). Bei der Großen Berliner Straßenbahn allein wurden im Januar 1918(vorläufig) 4 666 784 M.(Januar 1917[endgültig] 4 084 207 Mark) vereinnahmt. Der Tagesdurchschnitt betrug 1918 150 541 M. (1917: 131749 M.). Die Oestcrr.-Ungar. Bank hat ihren Notenumlauf von 18,4 Milliarden Kronen mit 381 Mtl- lionen jtronen Gold, Goldwechseln und Silber oder mit 2 v. T. gedeckt. Mit anderen Worten: die österreichischen Noten sind so gut wie nur StaatSpapicrgeld, deren Verringerung von der Unterbringung von Kriegsanleihen und Erhöhung von Steuern ah- hängt. Das unglaubliche Mißverhältnis zwischen dem Notenumlaut wird sich aber auch im besten Fall nur mildern, in absehbarer Zeit aber nicht beheben. Um so bedauerlicher ist es. daß die Goldsamm-, langen in Oesterreich lax betrieben wurden, daß die Staatsgewalt einen regen Schleichhandel in Gold nicht unterdrückte und über- Haupt die wichtigsten Finanzgeschäft« viel laxer anvackte als die unter ungleich solideren Verkältnissen arbeftende deutsche Regie- rung. Für uns sind die finanziellen Verhältnisse Oesterreich- Ungarns, abgesehen von ihrer Rückwirkung auf die Bündnisfähig- keit, insaweir von Bedeutung, als sine Erschwerung oder Verzöge- rung ihrer Sanierung aus das Wertverhältnts von Kronen und Mark einwirkt und dadurch die Handelsbeziehungen erschwert, bc- sonders eine engere Verbindung gefährdet. Ganz richtig schreibt Georg Gothei n im„Berliner Tageblatt":„Ein f u n d a- mentales Hindernis einer Zollunion ist schließ- lich die Valuta. Gelviß, auch die unsere ist ietzt minder- wertig, iveun auch nicht entfernt so wie die österreichische. Aber wir können hoffen, sie bei solider Finanzwirtschaft in kurzer Frist nach dem Kriege wiederherzustellen. Ob das Oesterreich gelingen wird, steht nicht fest; es ist sogar nicht ausgeschlossen, daß— wenn es ihm nicht gelingt, die Finanzen in Ordnung zu bringen— sie weiter fällt bzw. sich nicht in dem Maß bessert als die deutsche. Eine unsichere Währung bedeutet aber steigenden Zinsfuß; eine sinkende wirkt, weil Löhne, Rohstoffe und Hvpothekenzinsen der Geldentwertung nicht rasch folgen, wie eine Exportvrämie. Vor- aussetzung jeder Zollgemeinschaft ist daber gleiche Valuta, wob« eine Gleichheft deZ Münzfußes nicht notwendig ist. Die letzte« Axstand auch im Zollverein nicht, wobl aber legte dieser entscheiden- den Wert auf die Vollweriigkeit der Währung und machte den von Oesterreich gewünschten Eintritt mit Recht davon abhängig, daß es vorher seine Valuta in Ordnung gebracht habe." Der französische Kaßensammer. In der französischen Kammer erklärte gestern der Deputierte M o u t e t, die>Regierung glaube, daß Rußland heute seine Ver- pflichtungen verleugne. Als im Jahre 1905 zum erstenmal in Ruß- lavd eine revolutionäre Bewegung einsetzte, habe diese Frankreich gebeten, von einer Anleihepolitik Abstand zu nehmen, die eine ständige Einmischung in die inneren Angelegenheiten Rußlands darstelle. Die französische Regierung habe sich damals dem An- suchen gegenüber ablehnend verhalten und müsse heute ihren Fehler bezahlen Frankreich habe an Nutzland Milliarden verschleudert und dadurch nur die Korrruption des ganzen Regimes erhöht. Der russisch« Bankrctt, rief Moutet dem Finanzminister zu, ist Ihr eigener Bankrott. Verantwortlich für Politik: Erich Kuitner. Berlin; für den übrigen Teil des Blattes: Vlsred Zcholz, Neukölln; für«nzeigen: Tdeooor Glocke. Berlin. Verlag: Borwärts-Verlag i». m. b. H.. Berlin. Druck: Vorwärts-Buch- druckerei und VerlaZsanftall Paul Zinoer u Co. in Berlin, Linvenitratze 2. Hierzu 3 BeUagen. Blusen der Reidisbekleidungssicllc stock IC00 1085 1200 1380 {Abgabe nur gegen Berlin CF Bezugsschein gestaftef) Damen« Lederhandschuhe Ziegenleder weiß, mit Druckknopi.... 3.90 Zicgenleder weiß m. schwarz, 2 Druckkn. 4.90 Zicgenlcdcr hellfarbig, 2 Knöpfe..... 4.90 Zicgenleder weiß, schwarz und farbig, mit 2 Druckknöpfen............. 5.75 Ziegenleder mit Ausstattung, farbig, mit 2 Druckknöpfen................ o.SO Schwedcnslcpptr farbig u. schwarz, 2Kn. 9.50 Damen-Stoffhandsdmhe Trikot farbig und schwarz, halb m Futter 68 Pf, Trikot farbig und schwarz, m Druckkn 95 Pf, Trikot halb mit Futter, weiß und schwarz 1.55 Leinen- Ersatz farbig mit Druckknopf.. 1.95 Schweden-Ersatz färb n.weiß.ra Druckkn. 2.50 Schweden Ersatz farbig, weiß, schwarz 3.50 Schweden-Ersatz mit Ausstattung, farbig, Seidenstoffe China-Krepp weiß, schwarz und farbig, in guten Qualitäten..... 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Am Dienstag gab cine.Meldung der Peters- burger Telegraphen-Agentur folgenden Bericht der Lage: In Finnlaird ist die Revolution des Proletariats ausgc- rufen worden. Der sozialdemokratische Ausschuß hat am Sonnabendabend eine revolutionäre Erklärung veröffentlicht, in der er ankündigt, daß die Gewalt ausschließlich der Arbeiterklasse und ihren Organen gehöre. Der o l l g e m e i n e Ausstand hat in H e l s i n g f o r s am Sonntag begonnen. In airderen Städten hängt die Erklärung des allgemeinen Ausstandes von örtlichen Umständen ob. Ein Aufruf ermahnt die fremden Untertanen sowie die friedliche» Bürger, sich an den Plätzen, wo Kämpfe stattfinden sollten, feindlicher Hyud- lungen zu enthalten. Der Hauptausschuß der Arbeiter hat den Belagerungszustand verhängt und das Tragen von Waffen außer für die Rote Garde verboten. Gegenrevolutio- väre Handlungen und Plünderungen werden nach der ganzen Strenge der revolutionären Gesetze bestraft werden. Nach einer späteren Meldung ist heute der allgemeine Ausstand er- klärt worden, außer in den Werken für Elektrizität und Gas, sowie in Apotheken, Krankenhäufern und Lebensmittel- geschäften. Die Ordnung wird von der Roten Garde und Miliz aufrechterhalten. Die staatlichen Einrichtungen be- finden sich in den Händen der Roten Garde. Der Senat wurde für a b g c s e tz t erklärt. Nach einer Meldung des Svenska Telegrambyron befand sich seit Sonn- tag ganz L>üdfinnland in den Händen der Roten Garden, die von russischen Soldaten unterstützt wurden, während in Nord- finnland die bürgerliche Garde die Revolutionäre in Schach hielt. Maschimmgewehrtätigkeit im Innern von Heising- fors. Brückensprengungen im Lande, Bewegungen von bür- gerlichen Schutzkorps gegen Helsingsors wurden gemeldet. Am Dienstag teilte dasselbe Telegrammbureau mit: Der ausführende Arbeiterausschuß beschloß, den Arbeitern vorzu- schlagen, eine Delegation des finnischen Volkes zu ernennen an Stelle des jetzt gefallenen gehaßten Senats. Bestimmt wurde: Diese Delegation soll, zusanimcn mit dem Zentralrat der Arbeiter und vom Rat kontrolliert, die Regierung ausüben, bis die Arbeiter anderes bestimmen. Tie Regierung, die sozialdemokratisch lein muß, ist vor- läufig folgendermaßen zusammengesetzt: Manner. Prä- s i d e n t/ Sirola, Auswärtiges, Kaapolaenen, Inneres. Letonmäki, Justiz. Kunsinen, Unterricht, Kabonen, Finanz. Lumiwokko, Soziale Fragen, Elorauta, Ackerbau, Tokoi. Lebensmittel. Lindqvist, Verkehr und Post, Turkia, Proku- rator. Ter Zentralrat wird 35 Mitglieder zählen, näm- lich zehn aus dem Parteirat, zehn aus der Volksorganisation, zehn Rotgardisten und fünf organisierte Helsingsorser Ar- beiter. Der Name Senat darf nicht mehr vorkommen. Der Sonderberichterstatter der..BerlingÄke Tidende" hatte in Helsnlgfors mit dem neuen sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Manner eine Unterredung, in der dieser erklärte, das Programm Finnlands sei, mit allen Nachbarn, Skandinavien sowohl wie Rußland, freundschaft- liche Beziehungen zu unterhalten unter bestimmter Wahrung der Freiheit und Selbständigkeit Finnlands. Das inner- politische Programm der Regierung werde erst später der« öffentlicht, jedoch könne er jetzt schon sagen, dgß es rein sozia- listisch sei und unwiderruflich vollkommen durchgeführt werden würde, selbst wenn eS zwischen den Bürgerlichen und der Roten Garde zu Kämpfen kommen sollte. Inzwischen hat sich ein bürgerliches Heer unter Führung des Generals Grafen M a u n e r h e i m, als des Befehls- Habers der Schutzkorps, von Norden aus in Bewegung gesetzt und zahlreiche Zusammenstöße mit Roten Garden gehabt, Entwaffnungen von russischen Truppen fanden statt. Aus Bauernkreisen soll den Schutzkorps Zufluß gekommen sein. Andererseits wurden russische Rote Garden nach Wiborg entsandt. Siege werden von beiden Seiten gemeldet. Hel- s i n g f o r s ist nach..Berlingske Tidende" vollständig in den Händen des Arbeiterrates. Die Roten Garden nahmen die Stadt Kernt und behaupten sich in Ulsabborg. X o r n e a indessen wird von den Biirgerliä?en gehalten. Der Sonder- berichlerstatter der„Berlingske Tidende" in Helsingsors telegraphiert:„Im ganzen kann die Lrge dahin zulaui'uengefaßt werden: Tic neue revolutionäre Regierung ist bereits in einer äußerst schwierigen Stellung uird scheint sich selbst darüber klar zu sein. Es verlaulet mit Bestimmtheit, daß sie unter der Hand den bürgerlichen Parteien einen Per- g I e i ch s V o r s ch l a g gemacht hat. Hiernach sollen die Bürgerlichen in der Regierung 40 Sitze erhalten." Diese Nachricht dürfte indessen sehr mit Vorbehalt zu lesen fem. Einsttveilen deutet nichts darauf hin. daß der Bürgerkrieg sich sckwn bis zu einem Stadium solcher Erwägungen geklärt haben könnte. * Amsterdam, 1. sVbrurtr. Gittern hiesigen Blatte zufolge erfährt die-..Times" ans Petersburg: Die finnische Negier ung protestierte energisch gegen Nußlonds Gimg reifen in die Angelegenheiten der finnischen Republik, die von den Bolschc- wikidiktatoren bereits ausdrücklich als besonderer und unabhängiger Staat anerkannt worden sei. Die russischen Truppen sind nicht nur nicht, wie versprochen, ganz zurückgerufen worden, sondern die russische Garde fährt sort, die Weiße Garde anzu- greifen, die als Vertreter der finnischen Bour- geoisic angeschen lvird. GroßSerlm Erhöhung der Kommunalsteuern»m Äst Prozent. Als erster Hösts halt Eroß-Berlins liegt in diesem Jahr der Charlottenburger aus. Er schlägt eine Erhöhung des Zuschlages zur Staatseinkommensteuer von 170 Proz. auf 190 Proz. vor. Tie übrigen Steuern sind unverändert ge- blieben. Die Begründung für die Mchrforderung findet man in der Teuerung, die sich bei sämtlichen Teilen der städtischen Verwaltung in Mehrsorderungen ausdrückt, in der erheblichen Erhöhung der Kosten für Kohlen, Personalbedürfnisse, Kriegerbcihilfcn und Zinsen für die durch den Krieg ent- stehenden Lastern Ferner hören wir. daß auch bereits der Schöne b e r g e r Magistrat die Erhöhung des Zuschlags der Ein- komniensteucr auf 190 Proz. beschlossen hat und daß auch dort der Haushaltsplan in den nächsten Tagen öffentlich auS- liegen wird. Auch Wilmersdorf dürfte eine gleiche Er- höhung vornehmen. In Berlin defindet sich der HmtS- haltsplan noch in der Beratung. Jugendämter und Mrsorgevereine. Die Zusammenfassung der Jngenbfürsargeemrichtnitgcn in Iugenhäinbern unter Leitung der Gemeinden ober deS Staates kann nicht ohne Einfluß auf die sogenannte freie Liebestätigkeit bleiben. Die Frage, tvaS diese von den Iugendä intern zu erwarten bat, wurde tn einer für die Berliner ItigendgerickitShilfe veran- stalteten Konsereitz der Deutschen Zentrale f ü r I u o e n d- für sorge aufgeworfen. Pastor S i e g m u n d- Sch tt l tz e erklärte in seinem ciuleü citbett Referat über„Staatliche und städtische Jugendfürsorge", die Zentrale müsse die Jugendämter mit Freud« begrüßen und Gründung van Jugendämtern überall ig Stadt und Land fordern, auch wenn sie selber sich dadurch über- flüssig mache. Er ivieS hin auf den Plan einer landesgesetzlichen Regelung für Preußen, der Jugendämter für jeden Stadtkreis und für jeden Landkreis in Aussicht nimmt. Hüten falle man sich, die Jugendämter der Landkreise in ödem BerlvalinngSbetrieb vor- fanden zu lassen; mindestens fei in der Leitung dem Landrat em: für diese Arbeit vorgebildete und befähigte Persönlichkeit bei zu- geben. Ter Referent erörterte dann im besonderen dir Frage, ob den Jugendämtern auch die JugeudgerichtShilfc ein gegliedert werden soll. Er hält daS für wünschenswert, wenn es auch nicht sogleich zu geschehen'brauche. In der DiSk-ushou wurde der treien Liebcsiütigteit von allen Rednern ein Loblied gesungen. Direktor Knauf, der Leiter des Fürsorgeerziehung'-. wesenS der Sladt Berlin, führte aus. die llebernechme der Jugend-- Gerichtshöfe durch die Jugendämter werde kommen, aber man solle nicht ohne Not darauf hindrängen, vielmehr solle die freie Liebes- tätigkeit dieseö Arbeitsgebiet solange wie möglich festhalten. G: heimrat Schlosser vom Ministerium deS Innern nahm die Land- rate in Schutz gegen den Verdacht, daß sie als künftige Jugendamts � l eil er bureaulratisch perfahren könnten. Er glaubt, die Liebe zur Sache bei ihnen voraussetzen zu dürfen. Ten Fortbestand der freien Liebestätigkeit in der Jugendfür- sorge hält auch er für nötig, und er versickerte, daß die Jugendämter die freie Liebestätigkeit nicht beeiirträchiigen. sondern noch fördern werden._ Fitrsorgestellc für ledige Schwangere. Die beim Vonnundschaft-- amt der Stadt Berlin C. 2k>. Landsberger Str. 43— 47, neu errichtete Fürsorgestelle für ledige Schwangere eröffnet am Sonnabend, den 2. Februar die ärztliche Beratungsstelle, deren Sprechstunden an jedem Mittwoch und Sonnabend von 5—614 Uhr abends stattfinden. Rechtsrat und Hilfe in wirtschaftlicher Bedrängnis erhalten Schwan- gcre außerdem werktäglich von 16—2 Uhr. Die gesamte Fürsorge« lätigkeit erfolgt für die Schwangeren völlig unentgeltlich. Ter Lebensmittelverbund Grosi-Verlin und die Sonder- zuweisungen. ?ioch der Sotzuug deS LebenZmittelverbandes Groß-Berlin soll jetzt eine gleichmäßige Verteilung der Lebensrnittel für alle Groß- Berliner Gemeinden gewährleistet werden. Sonderzuteilungeu in den einzelnen Gemeinden können nur noch insoweit stattfinden, als sie einheitlich sestgoietzt werden. Der Friedenauer Gemeindevorstond macht auö diesem Anlaß bekannt, daß er nickt mehr in der Lage sei. an die dortigen über 76 Jahre alten Einwohner Lebensmittel besonders auszugeben, wie es bisher der Fall war. Es fällt also von jetzt ab dtc besondere Ausgabe von Nährmiltelkartcu an diese Einwohner sort.___ Berliner Lebensmittel. An K a r! o f j e l n werde» in der Woche vom 4. bis 16. Februar 7 Piund abgegeben und zwar können ö Pfund auf Kartoffeliarte entnommen werden, während das 7. Pfund aus der eisernen Ratton zu entnehmen ist. Von morgen bis Sonntag, den 10. Februar, wird an den im Nordosten Berlin» gelegenen bisher nock nicht berücksichtigten Be- zirken der 176.. l0L„ 103.. 104.. 212. und 216. Brolkommission je t 2 5 E r a m m F a u st k S s e verteilt. RaubübrrsaU in lkyarlettrndnrg. Ein überaus dreister Rauft- Überfall ist am gestrigen Vormittag indemHaule Schlo tzstr. LPT verübt worden. Gegen 11 Uhr erschien in dem Kontor de» Brunnen- baumeister» Hermann NilewSkn. des EigentiinterS des genannten HauseS, ein wnger Mensch, der die Angestellte des Geschäfts» inhaber-k ein 26jähr»geS Fräulein, allein antraf. In dem Augenblick, als das junge Mädchen den.fremden nach feinem Begehr fragte, stürzte sich der junge Mann auf die Konioristin. würgte sie und schlug mit einem scharfen Gegenstand a,ff sie ein. Die Uebecfolleitc erlitt eine klaffende Kopfwunde, setzte sich jedoch energisch zur Wehr und rief laut um Hilfe. Bei der Annäherung von Nachbarn ließ der Bursche von seinem Opfer ab und versuchte zu flüchten. Er wurde jedoch verfolgt und nach einer aufregenden Jagd gelang eS, den Räuber einzuholen und zu überwältigen. Auf der Polizeiwache, wohin der Festgenommene gebracht'wurde, entpuppte er sich als ein ISjähriger Arbeiter ®i eftmann aus der Nehringitraße 11. Siebmann hatte U bei dem Raubüberiall darauf angelegt, eine größere Summe zu erbeuten. Er wußte, daß bei detn Brunnenbaumeister Rilewsky. der auch der Eigentümer des HauieS ist, in dem der Täter wohnt. gestern morgen die Mieten eingezogen waren und daher ein bedeutender Beirag in dem Bureau sich befand. Die UeBctfaHenc mußte sich sofort in ärztliche Behandlung begeben, konnte ober. da die Verletzungen sich nicht als geiäbrlich erwiesen, nach Hause entlasien werden. Der Täter befindet sich in Haft.- 240 Töchter öer tzekuba. Ein Roman auS unserer Zeit von Clara B i e h i g. .Ja, ja natürlich,' sagte er hastig, die Hacken zusammenschlagend. Wie unschicklich, sie nicht gleich zu erkennen! Er lächelte:»Sie waren damals die von fern Angeschwärmte der ganzen Jugend hier und dann heirateten Stc den Leutnant Rossi.' „Mein Mann ist tot.' Er starrte sie an:„Gefallen?' Sie nickte, die Brauen zusammenziehend. Er wußte nichts anderes zu tun, als sich tief vor ihr zu verneigen. Sie standen ein paar Augenblicke ganz stumm. Was sollte er sagen, sein höfliches Beileid aussprechen? DaS brachte er nicht über die Lippen; es erschien ihm heute alles so anders. so merkwürdig gehoben, der Alltäglichkeit mit ihren gewohnten Formen ganz entrückt. Diese Frau war nicht wie eine andere Frau, diese Frau war gleich einer Erscheinung. Doch ärgerte er sich über sich selber: war er denn so ungewandt? Er nahm sich zusammen, er setzte zu einer Unterhaltung an. Das weiße Kaninchen kam ihm zu Hilfe. Es sprang ihr vom Arm, mit einem Satz war es weg und hopste zwischen den Kohlstrünken..Frau Krügers Kaninchen! Schnee- weißchen, hier!" Aber wie ein Hund gehorchte das Tierchen nicht, es freute sich seiner nicht gewohnten Freiheit. Jetzt setzte cS sich hin und machte Männchen wie ein Hase. Sein rosiges Wschen schnupperte. Jetzt hopste es wieder rasch davon, sich beim Sprunge förmlich überschlagend, und mit den Läufen aneinanderklopfend. »Schneeweißchen, Schneeweißchen Aber je mehr sie es jagte, desto geschwinder wurde es. Der junge Mann stützte die Hand auf den Zaun. Ge- wandt schwang er sich hinüber.„Gestatten gnädige Frau, daß ich helfe!" Nun jagten sie zu zweien. Es war nicht so leicht, das Tier einzufangen; oft legte es sich hin, duckte den Kopf zu Boden, aber kaum streckte sich eine Hand nach ihm aus, war es auch schon tvieder weg. Sie stolperten zwischen Mutter Krügers Kohlstrünken. Der junge Mann lachte: das war za urkomisch. Jetzt lachte auch die Frau in dem schwarzen Kleid. Sie fühlte auf einmal wieder ihre Jugend. Der Schleier war ihr vom Kops ge- flogen, ihr Haar wehte, der Atem ging ihr rasch, sie wurde heiß und rot. AlleZ andere war für den Augenblick der- gesfen. ..Aufgepaßt," schrie er.„ich treibe eS Ihnen zu!' Lachend rief sie:„Au. wieder entwischt! Halten Sie's, halten Sie'S!' ES war wie ein Spiel. Endlich hatten sie den Ausreißer: daS verängstigte Geschöpf zitterte. Lili nahm eS wieder an ihre Brust, sie streichelte es, ihre Stimme klang liebkosend: „O du armes Tierchen! Aber warum läufst du auch fort, warum willst du nicht bei mir bleiben?" „Ja. daS weiß ich auch nicht!" Der junge Offizier be- trachtete sie mit einem bewundernden Blick: wie die paar Mi- nuten sie verändert hatten! Nun war sie tvieder jung wie ein Mädchen und doch frauenhaft weich und zärtlich, und tvundcr- schön. Er streichelte das Tier auch. „Fühlen Sie nur, wie seine Flanken zittern. Hier— wie sein Herzchen klopft!" Sie führte feine Hand. Auch fein Herz klopfte.— Als Heinz Bcrtholdi diesen Abend im Bett war. lag er noch lange mit offenen Augen. Jetzt hätte er es nun einmal haben können, so recht ruhig einzuschlafen: kein Geschütz- donner. kein Trappen von nägelbeschlagenen Soldatenstiefeln. kein Huschen von langgeschwäuzton Ratten. Kein Befehl konnte ihn aufwecken und kein Gefühl der Verantwortlichkeit, und doch kam der Schlaf nicht. Diese Fraw gefiel ihm jetzt tausendmal besser wie als Mädchen. Da war Lili von Voigt ihm öfter begegnet, als er noch mit den Büchern unterm Arm in die Prima ging. Sic hatten dann immer hastig die Mützen von den Köpfen gerissen, er und die anderen Primaner:.die schöne Lili 1' aber die Schwärmerei der übrigen hatte er nicht geteilt: sie hatte etwas zu Ilnnah- bareS gehabt. Jetzt hatte ihre Schönheit etwas Rührendes. Frau Leutnant Rossi, Witwe— schon eine Witwe— arme junge Frau! Ihr Mann lag draußen erstarrt im kalten Tod. Und sie mußte nun selber erstarreil wie im Winterschnee in ihrer Einsamkeit. Als er endlich schlief, sah er im Traum die junge Witwe, und Hunderte und Aberhunderte von Witwen gingen hinter ihr her. Ein langer, langer Zug. Er wollte sie zählen, er konnte es nicht. cS waren ihrer zu viele. Ihre schwarzen Kleider rochen nach Moder, ihre schwarzen Schleier wehten wie Trauerflaggen. Junge Gesichter, schöne Frauen— sie sahen alle aus wie Lili von Voigt. Er wollte sich abwenden srnm apaee und konnte es nicht, er mußte zu ihnen hinsehen wider seiner. Willen. Und er mußte sie hören.— Sic klagten im Chor:„Einsam, einsam, wir sind so einsam, und»vir sind noch jung. Unsere Arme sind warm. unsere Herzen sind heiß, tvir gehen in Schwarz und trügen doch lieber Rosenrot. Fluch über den Krieg! Er hat uns zu Witwen gemacht. Räche tiitS, räche uns, du junger Krieger!" vjir. Man sah in den Straßen jetzt viele Urlauber, draußen im Feld war augenblicklich ruhigere Zeit. Es tat ihnen not. tvieder einmal in der Heimat zu sein, sonderlich denen, die im Westen die deutsche Linie gehalten hatten gegen den furchtbaren Ansturm. „Ob mein Mann auch zu Hause kommt?" sagte Minka DombrowSki zu Gertrud Hieselhahn. Diese zuckte die Achseln. Es lag Sorge in ihrem Blick: wenn der Mann dahinter käme! Hatte ihr die DombrowSki nicht oft genug erzählt. wie eifersüchtig er war— und hatte er denn nicht auch alle Ursache dazu? Seit jenem Sonntag, an dem die Frau weggegangen war im weißen Kleid und erst am andern Morgen wiederkam, ganz zerfledert, und sich aufs Bett geworfen hatte und ausgeschlafen bis in den hellichten Mittag, erzählte sie wieder und wieder von �ihrem Barbier, der in Berlin ein schönes Geschäft hatte. Sic schwatzte immerfort davon. Kam der Mensch denn nicht bald wieder ins Feld? Gertrud hoffte darauf, � aber die DombrowSki erzählte lachend: ihr Berliner verstand's. Wenn der auch'rauskam, der kam doch bald wieder. Der kriegte ja wieder seinen Rheumatismus. Gertrud biß sich auf die Lippen, sie mußte stille sein. Es wäre ihr lieb gewesen, hier herauszukommen, aber sie hatte nicht Geld genug, es war alles schon so teuer und cS wurde teurer mit jedem Tag. Diese Wohnung hier in dem entlegenen Antvcsen war wenigstens billig. Und die Dom- browSki gutmütig, die würde sie nicht drängen, wenn sie einmal die Miete nicht bezahlen könnte. Ader ihr war nicht Wohl zumut. Tie DombrowSki. die früher Fleißige, vernachlässigte jetzt ihre Wasch- und Reinmachstellcn. Ein paarmal schon hatte die Frau General von Voigt nach ihr geschickt, und die Frau Leutnant Rossi hatte eine Karte geschrieben; sie Hattert vergebens gewartet.„Sie müssen doch wenigstens absagen," sagte Gertrud.'(Forts, folgt.) Juafrtn/fc l'Puriiec SxtaB« 45, am Ludi�ig�Kirchplatz). Die ffcbruar�März-ÄuSstellung kann bei freiem Eintrat xäglich von 10 1>iz ß Ubr, Sonn- und Feiertags von 11 bis 1 Uhr besichtigt werden. AiiSgestebt baben u. a. Profeisor Otto H. Engeh Hans Licht. Pro- fcüor Hans tRetier, Professor Doepler, Professor Hoffniann-FnllerZ- leben, Müller-Münster. Neukölln. Lebcnsnlitteiversorgung. Ende der nächsien Woche gelangen auf einen Abschnitt der allgemeinen Lebensmittelkarte in den Kolonialwarengeschäften 125 Gramm Grieß und 175 Gramm Graupen zur Ausgabe. Ter Verkauf von Sauerkohl wird fortgesetzi. Schöneberg. Lebensmittel- und Brennstoffversorgung. Vom 2. bis 5. Februar findet Voranmeldung statt für je 130 Gramm, also zusammen 500 Gramm, Graupen auf Abschnitt 3 und 4 der Groß- Vor! iner, Lebensmittelkarte, ferner 100 Gramm Graupen auf Ab- schnitt 3 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte für Jugendliche. Ohne Voranmeldung wird 1 Pfd. Marinelade auf den Doppelabschnitt. 01 der Schöneberger Nährmittelkartc zugleich mit dem in der Vorwoche ouf Abschnitt 00 angemeldete!! 1- Pfd. Kunsthonig verteilt. Außer- dem werden ausgegeben 150 Gramm Teigwaren auf Abschnitt 2 der Grost-Berliner Lebensmittelkarte und 150 Granrni Sago auf Ab- schnitt 2 der Lebensmittelkarte für Jugendliche; ein Ei auf Ab- schnitt 34 der Eierkarte. Tie Inhaber von Kohlenkarten der Gruppe II und III können vom 4. bis 12. Februar ini Ziinnier 136 des neuen Rathauses von bis IVj Uhr vormittags eine Brennholzkarte erhalten, die mit acht Abschnitten verscheu ist. Jeder Abschnitt berechtigt zum Beziige von Ist Zentner Brennholz. Es können sofort 4 Zentner Brennholz bezogen werden. Ter Preis für Brennholz beträgt bis auf werteres für 1 Zentner 4 M. ab Plaß, für% Zentner 2 M. ab Platz. Tas Holz ist in fünf hiesigen Geschäften erhältlich. Wilmersdorf. Lebensrnittel. Bis emstMicßlich Sonnabend, den C. Februar, wird' auf Abschnitt L der Bezugskarte für Einzel- permnen 1 Pfund Marmelade zum Preise vmi 0,00 M. abge- geben. Außerdem loerden abgegeben: Auf Abschnitt 1 und 3 der neuen Lebensmittelkarte je 150 Gramm Gerftengraupen, auf Ab- schnitt J der BezugSkartc für Ehizetpersonen 250 Gramm Kunst- bonig, ans Abschnitt X der Bezugskarte für Einzelpersonen 100 Gramm Speise itrup. Tic Ausgabe der auf Grund ärztlichen Zeugnisses betvilligten Vollmrlchkarfen für März erfolgt iväbrend der Zeit vom 5. bis einschließlich 9. Februar durch die Abieilung lür Krankenernährung, Wilhelnisaue 114/115, von 9 bis 2 Ilbr täglich nach besonderer AuSgabeordmmg. Es liegt im Interesse des Publikums, die Abholung der Karten nicht, wie es gewöhnlich ge- schiebt, während der Stunden von 11 bis 1 Uhr, sondern nach Mög- bchkeit schon in den frühen Vormittagsstunden zu bewirken. Spandau. Lebensmittel- und Brennstoffversorgung. In den durch Aushang kenntlich gemachten Geschäften wird setzt Marme- lade auf Feld 41 der LÄensmittelkarte verteilt. Auf eine Lebens- mittaflarke werden 1'- Pfd. zum Preise von 0,90 M. pro Pmnd ab- gegeben.' Ter Verkauf von Kerzen gegen Abstempelung der Lebens- miiic/Jarten findet jetzt in der Verkaufsstelle II im Rathaus statt. Ter Verlauf wird längere Zeit fortgesetzt. In einer großen Anzahl Geschäfte in sämtlichen Stadtteilen sind noch Streichhölzer auf Feld 40 zu haben. Feld 40 ver- liert mit Ablauf von Montag seine Gültigkeit. Die in den Ge- schäften alsdann noch vorhandenen Reste können ohne Abtrennung eines Felde? der Lebensmittelkarte verkauft werden. Weidensee. Lebensmittel. Von Dlorrtag, den 4., bis Mittwoch, den 7. Fabruar, findet die Ausgabe von Marmelade statt. Aus den Kops der Bevölkerung entfallen 750 Gramm. Die Entnahme muß in dem Geschäfte stattfinden, in welchem der Inhaber zum Bezüge von Graupen imd Teigioarcn sich letztin aljg angemeldet hat. K»r der Entnabme der Ware ist die allgemeine Lebensmittelkarte lnicht die für Jugendliche) vorzulegen. Vom 4. bis 9. Februar werden in der Verkmifssielle C a sehe r S tr. 2 für jedes.Kind bis zum vollende ren 7. LebekSjahre 150 Gramm Halb milch- p ulvsr nacb besonderer Ausgal'eordnung al>geg«ben. 150 Gramm Halömilchpulver kosten 85 Pf. Als Ausweis für Kinder bis zum vollendeten 6. Jabre sind die Milchkarten vorzulegen. Die Kinder vom vollendeten 6. bis zum vollendeten 7. Lebensjahre erhalten in den Schulen diesbezügliche Ausweise._ In den beiden Verkaufsstellen lEaseler Str. 2 und Pistorius- straß: 24) werden in beliebigen Mengen abgegeben: Klippfisch ft Pfund 2,70 M.). Stock tisch sl Pfund 3,90 M), Kraftblutronserven il Dos« 2,60 SR.), Fischpudding(1 Dose 7,80 SB.), gesalzenes Krabbenfleisch ,1 Pfund 2,80 M.) und Milschelfleisch in. Gallert (1 Pfimd 1,50 M.)._ FriedrichSfclde. Lebensmittel. Für Kranke und Wöchnerinnen steht eine geringe Menge ausländischer Honig zur Verfügung. Hier- von sollen erhalten: Wöchnerinnen je l Pfund, Kranke, denen auf Grund kreisärztiich beguiachteicr Atteste Milch und Nährmittel verabfolgt werden, je 1- Pfund. Bczugsmarkcn hierzu iverden aus- gegeben im Einwohnermeldeamt. Tönboffstr. 31, fiir Friedrichs- sc Ida morgen nachmittag von 5— 8 Uhr. fiir Karls Horst Diens- tag nachmittag von 5—8 Uhr für die Buchstaben A— K, Mittwoch nachmittag von ö— 6 Uhr für die Buchstaben L— Z. Ter Verkaufspreis für das Pfund beträgt 5,60 M. Treptow. Lebensmittel. Außer den üblichen Rationen iverden verrsilt: 150 Gramm Teigtvaren-AuSzugSwave auf Abschnitt 2 der Lebensmittelkarte, 100 Gramm Äortoffelsago auf Abschnitt 1 der Lebensmittelbezugskarte fiir Jugendliche voui 8. bis 17. Lebensjahre, 1 Dos« Magermilch für' Personen über 63 Jahre. Karotten und Mohrrüben stehen in den Gemüsegeschäften zum Verkauf._ Briö. Lebensmittel. In der Woche vom 4. bis 10. Februar gelangen in der Verkaufsstelle der Gemeinde zur Abgabe auf Ab- schnitt 2 der Berliner Lebensmittelkarte 200 Gramm Graupen pro Person, Abschnitt 31 100 Gramm Dörrgemüse, Abschnitt 32 2 Stck. Bouillonwürfel. Abschnitt 33 bis 4 Personen 1 Dose, über 4 Personen 2 Dosen Leberwurst, Abschnitt 34 Brotaufstrich(1 Dose pro Haushalt), Abschnitt 35 Tee-2 Pakete pro Haushalt) und auf Abschnitt 36 C öiimarmelade(3,4 Pfd. pro Person ab Donnerstag nur bei den Kleinhändlern). Ferner werden abgegeben: Fleischextrakt, Scholle i in Aspik, Muschelfleisch, Klippfische. Friedrichshagen. Lebensmittel. Bis 5. Februar wird auf Ab- lchnitt 69 der Lebcnsnmielkarie je IVs Pst. Salz zum Preise von 2 t Pf. verteilt.__' Mus aller Welt. Großzügiger Lebcnsuiittel->Achleichhandel in Qft- und Westpreuften. Ueber einen am Dienstag voriger Woche ennittelten Fall des Schleichhandels berichtet die„Goldaper Ztg.": In M e h l k e h m e n lOstpr.) siel es dem Ortsgendarnien auf, daß in stiller Nacht ein hockbeladener Schlitten durch den Ort fuhr. AIS er dessen Spur verfolgte, führte sie zum Bahnhof, wo die Last des Schlittens, eine größere Menge Weizen- und Roggenbeutelmehl, in einem bereitstehenden Viehwagen untergebracht lvurde, in dem der Mühlen- b e i i tz c r M. aus I ä g e r S I h a l bei N a s s a w e n ein Pferd nach Berlin verfrachten wollte. Der Gendarm beschlagnahmte die ziemlich große und wertvolle Mehlladung und verschloß den LSagen. Am anderen Morgen war der Wagen erbrochen und beraubt. Bei einer neu vorgenommenen Haussuchung beim Müller in JägerSthal fand man zwar tiicht in seinem Hause, aber in einer benachbarten Scheune große Mehlvorräte, das Fleisch von drei heimlich ge- schlachteten SSioeinen und ein großes Faß mir Butter. Im ganzen ivurden etwa 60 Zentner Mehl beschlagnahmt, die, wie zugegeben, für 600 M. der Zentner in Berlin verkauft, allein einen Erlös von 36 000 M. bringen sollten. Aus Strasburg(Westpr.) weiß die.Danziger Zettung" folgendes zu erzählen: Einein umfangreichen LebenSinittelschmuggel ist hier die Gendarmerie in den letzten Tagen auf die Spur ge- kommen. Große Mengen Erbsen, Mehl, Fleisch, Speck, Butter uiw. die auf die Bahn aufgeliefert waren und in den Großstädten auf dem Wege des Schleichhandels ab- gesetzt werden sollten, konnten beschlagnahmt werden. Der Gutsbesitzer P. aus D. hatte das verbotene Geschäft gleich großzügig ins Werk setzen wollen. Er hatte nickt weniger als fünf vierspännige Fuhren derartiger, für den Schleichhandel be- stimmter Lebensmittel eines Abends zur Verladung geschickt. Im ganzen waren es 75 Zentner Spech 57 Zentner Mehl und 75 Zentner �Erbsen. Die Erbsen allein hatten einen Wert von 3000 M. Schon waren alle diese schönen Dinge, die in der Stadt Essen zum Verkauf kommen sollten, in einem Eisenbahn- wagen untergebracht, als der Beamte, der den Vorgang beobachtet hatte, zugrisf und alles beschlagnahmte. Noch an demselben Abend glückte eS der Gendarmerie, einen Zentner Fleisch, der denselben Zwecken zugeführt werden sollte, zu fassen. Er gab daS Fleisch gegen Hinterlegungsschein zur Aus- beioahrung in den Gcpöckraum des Bahnhofes, da er selbst den be- ichlagnahmten Waggon bewachen mußte. In der Nacht wurde jedoch das Fleisch durch Einbruch aus dem Aufbewahrungsräume gestohlen. Am nächsten Tage konnten wiederum zwei Zentner Fleisch, Butter und Schweincliesen gefaßt werden. Wie die hohen Preise zustande kommen. Eine Frau in Siegburg hatte ein Kinderschürzchen zum Preise von 18.50 M. erstanden. Als sie die Preisauszeichnung näher in Augenschein nahm, ergab sich, daß eine Reihe von Zetteln überein- ander geklebt waren. Um daS Geheimnis der vielen Zettel z» er- gründen, loste sie einen nach dein andern ab. Und siehe da, jeder Zettel enthielt eine andere Preisauiichrifl. Die Reihenfolge der Zahlen war folgende: /M. 18,50, 12,75, 7,90, 4,25, 2,95, die letzte Zahl stammte wahrscheinlich noch aus der Friedenözeit. Sie hat sich dann von Zeit zu Zeit bis zur Höhe von 18.50 M. emporentwickelt. Sicher eine anständige Leistung in der höheren Klettcr- kunst I_ Arbeiter- Samaritcrbund. Kolonne Groß- Berlin. Morgen, abends 8','. Ubr, in Schulzcs Vereinshaus, Königsgraben 2: B o r t r a g. Aach dem Vortrag praktische Verbandübungen. Käste haben einmaligen sreicn Zutritt. Heute, nachmittags 2 Ubr: Vortrag, Sternwarte Treptow. Ein- trittskarlen zur Verlosung der Billetts sind beim Vorsitzenden an der Kon» trolle noch zu haben Nach diesem Treffpunkt bei Knbat, Parkschlößchen. Arbeitcr-BSaiiersport Verbaud. Am Sonntag, den 27. üanuar. bielt der Kreis l des Arbeiter-Äassersvort-Verbnndcs seinen diesjährigen Kreistag iu Cöpcnick ab. Aus den Berichten war zu entnehmen, daß sich die angeschlostcnen Vereine im Geschäftsjahr gut entwickelt haben. Leider konnte der Schwimmwort nur im Sommer in den offenen Gewässern aus- geübt werden, weit die Berliner und Charlottenburger Schwimmanstalten geschlossen iittd. Eine Eingabe an den Berliner Magistrat betreffs Oeff« nrnig der Badcanstallen wurde abschlägig bclchieden. Daß die arbeitenden Schichten dem Schwimmsport großes Interesse entgegeobrwgen, zeigte der gute Besuch der zahlreichen Pallien imd Schwimmieste. Durch weiteren Ausbau der Vereine soll es ermöglicht werden, allen Zweigen des Wasser- jports Geltung zu verschaffen. Für den kommenden Sommer wurden wieder verschiedene Beranstatlungen sestgesetzt. Gefällige Ansragen betreffs Beitritt und dergleichen erteilt' bereitwilligst Richard Selchow, Lichtenberg, Goethestr. 11. Briefkasten üer Reüaktion. ll. ZK. csie werden die Stellung ngch Ihrer Entlassung vom Heere?» dienst sicher wieder einnehmen können.—(S.'S. Sie haben Anspruch aus Sergeantenlöhnung. Wenn sie Ihnen durch den Feldwebel verweigert wird, jähren«ie Beschwerde.— 700 41 G. A. C. 20 M. für die Frau, 10 M. für das Kind StaatSiinterslutzung. Ob, und wieviel Eenwindeunter- stützung an dem Orte gezahlt wird, wissen wir nicht.— E. H. i» Geld- straje bis zu 300 M. oder Gesängnis bis zu 2 Monat.— Grünau. Di« Rente muß doch über den angegebenen Zeitpunkt hinaus weitergezahlt werden, Nachuntersuchung tvird aber vordem erfolgen.— A. Z. 19. Ja. — Feldgrau 135. 1. und 2. Nein. 2. Ems solche Verfügung ist uns nicht bekannt, da aber, in der Sache ziemlich willkürlich verfahre» werden kann, so tönnen Sic nichts dagegen machen.— Fr. Tch. 43. Ja. aber Anspruch aus Löhnung sür den Vermißten oder Gefangenen besteht doch überhaupt nicht, sie„kann" gewährt tv erden.— Koch 18. Beschwerde könnten Sie beim Polizeirevier einreichen.— Feldp. 216. Sie können im Felde ein selbstgeschriebenes Testament errichten, wonach Sie Ihre Frau aw alleinige Erbin einsetzen. DaS Testament muß Ott, Datum und llnte!« schttft tragen; Zeugen und Stempel sind nicht nötig.— R. A. 40. 1. Nein. 2. Ja. 3. Wenn nachweisbar Bcttchlechterung eingetreten ist; können Sie Antrag auf Erböhnng stellen. Antrag ist beim Bezirksseld- webel einzureichen.— K. M. 1448. 1. Dein Beittttt eines zurzeit im Heeresdienst Befindlichen zur Sozialdemolcatische» Partei steht nichts entgegen. 2. Wir haben wirklich Wichtigeres zu tun, als aus« zllmeffen. wer von beiden der schnellste ist, vielleicht können Sie draußen im Felde Radfahrer und Reilpserd zum Wettlaus antreten lassen.— Dietrich. 1. New. 2. Bei der Kommandantur.— Gharlotten- durg. Sie sind zum Unterhalt des Vaters verpslichtet. Eine Klage da- gegen wird zwecklos sein und Ihnen nur unnötige Kosten verursachen.— F. 2. 555. 1. Ja. 2. Die Stadt allein 4'/. Millionen, mit Umgebung eiwa 7 Millionen Einwohner. 3. New.— F. Sch. Urlaub wird sür den Zweck gewöhnlich nicht gewähtt.— H. G. 7. 1. Ja. 2. Alck mwdev ichwerer Fall kann nach ß 140 deS MllitärstrafgesetzbucheS auf Gefängnis bis zu drei Jahren erkannt werden, auch kann Versetzung w die 2. Klasse des Soldatenstandes erfolgen. 3. u. 4. Ja.— H B. 51. Die Waisenaussteuer ist nach Vollendung des 15. Lebensjahres fällig. Da Sie selbst aber nicht mindeftens»L00 Marken geklebt haben, besteht kein Anspruch.— — Gefr. W. G. 25. 1. Nein. 2. Während Ihrer Einberufung zun, Heeresdienst ruht die Mlitärrcnte; Beschwerde dagegen zu erheben ist zwecklos.— M. 2. 855. 1. Wenn sich in Ihren Verhältnissen nach der Ehe nichts geändert hat. d. h. wenn Sie das gleiche Emlommen haben. belommen Sie keine Unterstützung.— Feldbäcker 79. Der Wirt kann Nachzahlung verlangen und die Sachen als Pfand einbebalten.— U. F. K. Es besteht kein Anspruch auf Rente, cS müßten mindestens 200MrrIen geklebt fei»,— 21. U. I. 1. New. 2. Ein Abzug ist dafür nicht zw machen.— Treptow 98. 1. Das wird Ihnen beim Umtausch dcu Ouittungskaite von der Polizei ohne weiteres bescheinigt und angerechnet. 2. In zwei Jahren 20 Marken.— P. L. Ja.— A. B. 999. Ja.— Srnsi. 1. Ter Mutter würde die staatliche mid kommunale Unterstützung! gezahlt, sonit nichts. 2. und 8. Ja.— B. 3. R. Nein, üic Erhöhung erstreckt sich nur auf Mannschasten, die im Heeresdienst stehen.- M. 2. 9)1. ES ist leider Verjährung des Anspruches eingetreten. — 9)1. 30. Ihre Strafe ist durch den Amnestieerlaß nicht ausgehoben. — 200. X. 1. Ja. 2. New.— 9)1. G. 21. 1. Ein solches Buch ist uns nicht bekanm. 2. Ja.— H. D. 30. Wenn es sich mn Mietschuld handelt, nicht; die Kriegerstau kann nicht exmittiett werde».— 9)1. M. 43. Wissen wir nicht, eutlcheidet der Militärarzt.— Recht 883. Das Testament ist ungültig, der Name muß unter Ort und Datum steben. — E. N. 100. 1. Sie könnten Beichwerde beim Vorsitzenden de« Steucrveranlaguilgstommissiou cwlegen. wir glauben aber kaum, daß Sie damit Erfolg haben werden, denn der Pfändung geht doch die Mahnung voraus. 2. Rein. 3. Ja, soweit sie Einkommen oder Vermögen. 4. Ja» — W. B. 100. 1. So lange er existiert. 2. ES könnte dann Lohn- Pfändung beantragt werden.— R. 20. Der Ehegatte erbt außer den, Sohn. Wenn die Frau daS Testament nicht daheim ausbewabrcn will. kann sie es beim AmtSgettcht hinterlegen.— 9)1. 20. 28. New. — G. H. 1. Zeitig untauglich wegen Krankheiten der UnterleibSotgänc. 2. Dienstfähig, schlechte Zähne. 3. Dienstjähig. Plattfuß.— Z. 99. 1. Biel« leicht erkunbigen Sie sich persönlich bei der Landesversichetzungsanftalt am Köllliischen Park. Uns ist nur eine w der Sprengelstr. 23 eröffnete Küche bekannt. 2. Nur wenn Ihre Frau selbst invalid ist, erhält.sie laufende Witwenrente; hat sie selbst Marken geklebt, so erhält sie Dllwengeid, das ist eine ewmalige Unterstützung.— R 91. Triftftr. 09. 1. Die Eltern bezw. die Krau könnte ein solches Gesuch an das Generalkommando richten. 2. Nähere Auskunst über die Ueberführung der Leiche vom Kriegsschauplatz werden Sie aus dem jtelloettretcnden Generalkommando ersahren. — 1. 21. 1. Die Brotzulage wird krantenversichcruiizspstichtigen Personen gewährt, vom Alter ist sie nicht abhängig. 2. Bei dem Postamt, wo ySitf; den Betrag eingezahlt haben. 3. Stein.-7 T. B. Sie müssen Kirchen« steuer sü, die Ehewau zähen, auch wenn sie Icw Einkommen.hak, G. F. 16. Beantrage» Sie beim Vcrsicherungsamt die Erteilung eines. AnwattschastSbescheides. Bei eintretender Invalidität erhallen Sie dam, au> Vorzeigung dieses Bescheides die Witwenrente.— 1793. 1. Nerven« leidend, garnisonSverweiidmigsfähig für Etappe. 2. Schlechte Zähne, des- gleichen. 3. Ist uns nicht bekannt.— 9)1. 15. Sie haben für diese Zeit keinen Anspruch aus Löhnung.— Charleroi. Ja.— 21. 1. New. — P. 20. 57. Brief erhalten, besten Dank!'— Snwalki 100. Es handelt sich um ein Berliner Skandal- und Sensationsblatt.— Gefr. — G. 9)1. 91. Da Ihr Mann nicht mehr Heeresait gehöriger ist, haben Sie auch keinen Anspruch aus Untcriiützima mehr: eS kommt jetzt die Unter- stützung aus Grund seiner Mllgliedschast bei der Krankenkasse w Betracht. — 61. Sie müßten unter Angabe Ihrer Personalien Ihre Aus- nähme bei Th. Fischer, Lwdenstr. 3, bewirken.— 11. 23. 81802. 1. Ja, bei nachgewiesener Bedürsligkeit, bis zu 1000 M. 2. In Ihrer Gewerk- schaftsbidtiolbck bezw. einer Bibliothek des Gewertschaftskartclls werden Sic das Buch geliehen bekommen.— 9)1. 3d). 43. Wenn die Beschmdigung nicht nachweisbar wider beffereS Wisse» erhoben worden ist, können Sie deswegen überhaupt wcht wegen Beleidigung klagen.— B. A. 100. 1. Nein, beides gehört zum steuerpflichtigen Einkommen. 2. Alls Bauband- werter kann er diese Abzüge machen. 3 Den. Versuch mit der Angabe können Sie machen, Anspruch ansHerabsetzung der«teuer haben Sie abcrdcShalb nicht. — R. X. 16. Das belle ist. wenn«ie einmal persönlich bei der Kartoffel- versorgungsslclle, Schicklerstr. 7(8-3 Uhr Geschäftszeit) vorstellig werden. damit ihnen dott eine eine entsprechende Bescheinigung ettellt wird.— «. V. i. R.'Rr. 8. 1892.— I. G. 447. Davon ist uns nichts be- kannt.— K. G. 7. Wenden Sie sich an die Kleidcrverwertimg-Zstclle Groß-Berlin, Kommandantenstr. 30/81(9— 6 Geschäftszeit).— H. Ä. 2. 1. 0. Oppen. 2. Wenden«sie sich an das Polizeipräsidium zu Berlin. Mexanderplatz.— 9)1. I. 77. Wenden Sie sich an den Verband der Burealiangestellten Berlin O, Dircksenstr. 4.— W. P. 19. Wäsche darf nur gegen Bezugschein verkausl werden. Wenn Sie ewen größeren Posten abgeben wollen, so wenden Sie sich an die Kleideroerwertungsstelle Groß- Berlin, Kommandantenstr. 80,81.— Q. Cz. Die Einwohnerzablen(vor dem Kriege) betrugen: Berlm 2 071 257, Groß-Berlw 3 730 000, Paris 3 888 110, London 4 521 S85. t->nr.W>lh-im.Platz Sintt's dJe Auzta,.......MW-----....------------ Xi W• Brfe». b.»tzlaRb-Sta am«»b»d-t s»» Lhaussee-Str. 72, Iriedrich-Sir. 180. (fite Iniinn-ett. 8<«li Friedrich-Str. 106 Sie Zlejel.Sti. Ariedenau: Charlottenburg: Oranien-Str. 44. • uab« Lrani«». Platz Wilmersdorf: Tauentzlen-Str. 15, Ecke Mardxrzer Str. Mgeneine SWmleMe Betiln-ielßenfee. «omtlas, 10. Februar 1918, vonmttags 10 Uhr, Ott Reskiuront»Zum Prä laten». Berlin. SÄeikenkee, "Lehderstr. ISS: /lllööwrijentlilztlö lZenösglvkrzglmnIung. Tagesordnung: 1. Seschlutzsasiung über Aen- dermrg der Statuten. 2. Kassenangelegenheiten. Zum Eiutritt sind nur die mit emer Legitimation ver- sehenen Ausschußmitglieder be- rechtigt. 300/ 1 Mit Rücksicht aus die Wichtig- ?e,r der Tagesordnung wird um vollzähliges und pünkt- lichcS Erscheinen gebeten. Ter Vorstand: Fenke l. Vorsitzender. SMmlMsse zllAmmiiz«. Zu der am Freitag, den fi. Februar 1918, abends 8 Ubr. im Kastenlokal-VlaN- straste 08, stattfindenden Sllöörorijgntlietisn �88iillUK8it?lIl,g »erden die Ausschustmit- glieder hiermit eingeladen. Tagesordnung: Satzungsänderung aus Grund der BundeSratsverordnung vom 22. November 1017. 299/20 Wegen Wichtigkeit der Tages- ordnung wird, um zahlreiches und pünktliches Erscheinen er- sucht. Der Vorstand: JostHa rt mann. Vors. Achtung! illWM OrtsMeitae Spandau. Am Montag, den 11. Fe liruar 191 8, abends 81;,, Uhr, findet im RestMirant Grünow. Spandau, Morttzftr. S, eine Ansterordeutlichc Ausschutzsitzung statt. 300/3 TagesoiSniung: 1. SatzungS« Aenderung aus Grund desBundeSratsbeschlusseS vom 22. November 1917. Max Boeldicke. Chaussee- straße 67. IV. A. Dochaiv, Eisenacher Str. 84. E. Falcken-Reuendorf, Speyerer Str. 3. 8. E. Jeudritza, Urbanstr. 101. S. Hepke, Eisenacher Str. 104. H.Kudruiauii, Steinmctzslr.50. M. Schmidt, Hohcnstauscn- straße 15. E. Stebers. Motzstr. 16. 8�'. Beritner Hausfrau, Linden- straße 26. Deutscher Moden, Verlag. Schützenftr. 8. G. V. Müller. Spittclmarkt 5. Gebr. Pflanme, Friedrich. straße 205. H. Friedet. Äöniggrätzerstr. 92. Charlottenbure: I. Fretmüller, Kantslr. 47. 8chöneber|z: Elise Körting. Grunewaldstr. 74. Wiederverk. wenden sich an Stadwertr.Kuster, Eisenacher Str. 84. �arwigS da II" Behandlung� l mit Köck laut- Katheter SANABO«• fkintlnznls!» efcr s Berlin W, Bülowstr. 12, pt aprechau v— Ä; äoantr 11— 13 | Tel: Lti*. 9604, Nolldi 66a Sprechet.&-«. j Prospakt- H Sanitatsrat Dr. Paul Wolff. In ttnasmitailuaarit, Laaaretton und Kliniken im Gebrauch— Schnellstü tfrlolgg anch bei hartnackigen Fftlleo. Ohne B e ru t sa t ö ru n g f mit und ohne Platte, nur Friedenskant- ' schuk, Goldkron.. BrDck, Plomb.. Umar- | Heilung schlechtsitz. Gebisse, Repar. sof. I Zahnzieh. m. Betäub. Bill. Preise, a.Teilz. Zahn-Praxis EVS. Loser, Bhinnenstr. 185, nahe InvalidenstraBe. Spreehz. täglich 9 7, Sonntags 9-12 Uhr. Zahns Gute Belohnung! 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Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle de» Immanuel» Kirchhose» ia ZSeitzensee, ger.Thaussee, au» serner»ur Nachricht, datz unser Kollege, der Echuittarbeiter ttewr. verkelcke Htrtenstr. IS am v. Januar gestorben ist. Die Beerdig ung findet am DienStag, den S. Februar, nachmittag» 3 Uhr, von der Leichenhalle de» Georgen. Kirchhose» in Weißens ce, RSlckeftratz«. au» statt. Ziege BeteMgung wird er- wartet. I>k«ekrute. De« Mitglieder» ferner zur Nachricht, datz unser Kolleg«, der Sirnnlacher Xvxust Gaese am 21. Januar infolge eine» StratzenbahnunsalleS gestorben ist. Den Mitglieder» zur Nachricht, das ferner unser Kollege,'der Metallarbeiter Paul Glati am 30. Januar an Lungen» leide» gestorben ist. De« Mitgliedern serner zur Nachricht, datz«nser Kollege, der Schlosser Den Mitglieder« ferner zur Nachricht, datz unser Kollege, der Masch.-Arbeiler �ftuf kriek D»mewitzstr. 6 am 27. Januar gestorben ist. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, datz unser Kollege, der Klempner Robert Rapsck Hajenhcide 91 am 25. Januar gestorben ist. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, datz unser Kollege, der Werkzeugmacher Paul Kunze Pankow, Gottschal kstr. 7 am 27. Januar gestorben ist. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, datz unser Kollege, der Arbeiter Gskar Luster Pankftr. 59 am 37. Januar geflotBöt ist. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, datz unser Kollege, der Former August Raabe Prenzlauer Alle« 237 am 38. Januar gestorben ist. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, datz unser Kollege, der Maschinenarbeiter pritz k�oack Adolsstr. 11 am 27. Januar gestorben ist. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, datz«nser Kolleg«, der Schmied Albert vübm »adstr.«1 am 25. Januar gestorben ist. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, datz unser Kollege, der«chleijer Aclolk Heatscber Wuikauer Str. 42 am 2t Januar gestorben ist. Den Ritelieder» ferner zur Nachricht, datz unsereKollegtn, die Metallarbeiterw Auguste Raabe Jahnflr. 5 am 19. Januar gestorben ist. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, datz unser Kollege, der Maschweimrbeiter Lrlcb Scbee! Neukölln, Berliner Str. 41, am 27. Januar gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! 281 W Die Ortwenraltan». Eduard Böhnelt Zlosenthal, Goelhestr. 38 am 7. Januar gestorben ist. Wel-kM.kiMiUig" «. a. m b. H. Berlin. Nachrul. Allen Freunden und Be- kannte,» zur Nachricht, datz unser guter und stet» hilss- bereiter Genosse und Mit- arbeit«, der Maschinen arbeit« 107/15 im 60. Lebensjahr am 38. Januar 1918 verstorben Ist «tr w«den sein Andenken stet» in Shren halten De» Norftand. SSS5BBB3 Deutscher transportarbelten/crbami. Bezirksverwalt. Trotz-Berlin Xachruf. Den Mitgliedern zur Koch richt. datz uns« Kollege, der Hausdiener 17/4 von d« Firme S. Lorenz. Elisabeth-Uf«, am 29. Januar im Alt« von 42 Jahren verstorben ist. Ehre feinem Andenken I Ute Bezlrkeverweltueg. ——........ MMMMMllllbM Ortaverwaltnns Berlin. De» Anhenke» unserer i« Felde gefallenen und verstorbene» Kollegen gewidmet. Gregor, Artur, Schlosser, geb. 8. 4. 92 i» Berlin. tleloecke, Walter, Drück«, geb. 19. 11. 93 in Friedenau. Klotz, Erich, Schl-ss«. geb. 30. 9. 96 t» Posen. Knospe, Wilhelm, R-Hrleg«, geb. 28. t 75 w v«lin. Schmidt, Gtto,»lewpn«, geb. 5. 2. 91 w EchneidemSHl. Schmidt, Gtto, Slempn». geb. 7. 5. 72 w Reitzenstem(Berichtigung). Schüler, Richard, sschsenmacher, geb. 11. 1t 89 w Kllftriu. Späth. Johann, simpae», geb. 29. 4. 78 in Plech. Ehre ihre« Andenke«! 231/14 Die OrtBverwaltung. Verein der Berliner Bucltdrucker und SchriftgieBer. Der Mitgliedschaft Berlin bringen wir hiermit die aohraerzlichs Kunde, daß unser allverehrter Verbandsvoreitzender Emil Döblin am Donnerstag, naehmittags 6 TJhr, nach schwerem Leiden aus dem Leben geschieden ist. Die Berliner Mitgliedschaft verliert in ihm einen treuen Berater, der in allen ernsten Stunden des Lebens mit großer Gewissenhaftigkeit und strenger Pflichterfüllung stete seines schweren Amtes waltete. Bevor Döblin Verbandsvorsitzender im Jahre 1888 wurde, war er Vorsitzender unseres Genes während der letzten Jahre des Sozialistengesetzes. Die schwersten Zeiten hat er als solcher mit durchgemacht. Seine großen Verdienste uro die Organisation, sein kollegiales Wesen und sein glücklicher Humor auch in den kritischsten Zeiten werden von uns nie vergessen werden. Der(»anroratand. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 6. Pebruar, nachmittags 4 Uhr, auf dem Luieeninedhof in der Bergmannstrsßo statt. 28/10 Am Donnerstag, den SL Januar 1918, abends 61/, Uhr, verschied nach viermonatigem schweren Leiden unser verehrter Vorsitzender Emil Döblin im Alter von 65 Jahren. Xahezu SO Jahre an der Spitze der Organisation stehend, widmete der Verstorbene seine ganze Kraft und seine außergewöhnlichen Fähigkeiten dem Gedeihen des Verbandes mit bestem Erfolge. Seinen Bat und seine Tatkraft werden wir oft vermissen, sein verdienstvolles Lebenswerk sichert ihm dauernden Dank aller Kollegen und ehrendes Gedächtnis weit über den Kreis der engeren Berufsangehörigen hinaus. Berlin, 2. Februar 1918. Der Torstand des Verbandes der Dentsetien Bnehdrucker. Die Beerdigung findet am Mlttwoeh, den 6. Februar IBIS, nachmittag;« 4 Ehr, von der Leichenhalle des Luisen-Kirchhofes, Bergmannstraße 48/50, aus statt Am Scnntag, den 27. Januar 1918, abend» 5'/, Uhr, entschlummerte nach kurzem Krankenlager unser lieber Vater, der Putzmeistex 1SSA Lrnst Roz&v im 66. Lebensjahre nach einem Leben voller Mühe und ar6eü Die trauernden Kinder. Di« Seecdigung hat am 1. Februar 1918 von d« Halle de» L Schöneberger Friedhose», Maxstratze, au» statt- gesunden. Verdiinck der Galt» und SdianXwlrte DeuUffllaatU. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nach. richt. datz unser Mitglied Frau Aeome Me geb. Banfowitt Putbuser Str. 22, Bezirk 2) »«starben ist. Ehre ihre« Andenke» 1 Die Beerbiguna findet heute, Sonntag, nachmittag» 3 Uhr, aus dem Hedwig»- Kirchhos, Reinickendors-Weft, Berlin« Str. 24. aus statt. Um rege Beteiligung«- sucht 151/9 Die OrtSverwaltung. Am 81. Januar entschlies sanit nach schwerem, mit arotzer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, uni« guter Bater und Schwiegervater, der Buch- druck« Emil Döblin im 65. Lebensjahre. 14616 Die» zeigen tiesbetrübt an Antonie Düblin geb. Melz, Margarete Döblin, Max Odbiln und Frau. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 6. Februar, nachmittag» 4 Uhr, von d« Halle de» Luiien-FriedhoseS, Strgmannstr.43/S0 au» statt. Ordnerlchaft der ffeueo freien voltzZbühne. Hiermit die traurige Nach- richt, datz unser Ordner- follege Gasiav Darsov am 28. Januar gestorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 4. Ftbruar,nach. mittags 3 Uhr, von der Hall« des Neukölln« Gemeinde« Friedhofes, Mariendorfer Weg. aus statt. Ilm rege Beteiligung bittet 155/14 Der Borftaud. gefchäst, bestehend au» 2Wobu- und 1 Schlafzimmer sowie Laden mit Einrichtung für den Preis von 4200 M. sofort zu oer- taufen. Offerten u. IL 100 poit- lagernd Deterow. 21332 Spezialarzt Dr. med. Woekenfaß, Friedrichsl 125(Oranienb T-X türSyphllis.Harn-u. Frauenleiden Ehrlich-Hata-Kur(Dauer 1 OT.), Blutuntersuch. Scfanelia, sichere schmerzt. Hellung chnc Beruf« Störung. Teilzahlung. 252/12' Sprechstund.: 11— 1 u. 6—8. Nachruf. Die Einäscherung»ns«is Mitgliedes Fräulein Anna Halx verlin, Hochstratze 42, hat DcnnerStag, mittag» 12 Uhr, im Krematorium Berlin, Kerichtftrahe 37, ftattgejunden. 297/13 Ehre ihre« Audeuken l Zentralverband der Leder- ardeltkk u.•arbelterlnnen DeutKblands. Filiale Berlin I. bfaehrnt. Am 20. Januar 1918 starb plötzlich und uner- wartet an Gasoergislung unser langjähriges Mit- glied, der Weitzgerber Seiiris M Die Beerdigung fand am 28. Januar statt. 134/7 Ehre feine« Andenke«! Die OrtSverwaltnng. Schuppendttdung, Juckreiz. Lars' il-chie, Hautkrankheiten Spezial» behandlung. Dr. phii. Hcrzfe''', Vherlottanhurn, Kautstr.34($a» vignyplatz), tgl. 9-1, Sonnt. 9-11 DeutfAer Baoarbetter-Verband. Zweigverein Berlin. Bezirk Seitzensee. Nachruf. Am 26. Januar starb uns« Mttglted, der Hilssarbetter Dembard �osepd. Bezirk Echineberg. Am 27. Januar starb unser Mitglied, der Putz« Ernst Kogge. Ehre ihrem Andenken 1 Die örtl. Berwaltnng. Xrsnzspsnüen iowie sämtliche Blumenarrangements liefert schnell und billig Daal Growa. Llndeaatr. 09, Tel. Mhl. 7203. llllzemeln« Srttlikanlsen- stalle der 5tadt Serlln. Am 1. d. MtS. verstarb plötzlich am Herzschlag unser alter Kollege, der Pensionär Adoit Mareks im 80. LebenSjabre. Ehre feinem Andenken! Di« Einäscherung findet am Mittwoch, den 6. Februar, nachmittags 5 Uhr, im Krematorium, Gericht- strotze, stall. 300/4 Um zahlreiche BeteUigunz d« Kollegen ersucht Der Angcstellten- ADaschoß. iviarken li«rer» setf 18V9 alcan Holze aotatjWG. x Eine größere Sendung Grammophon-Platten trifft am Montag neu ein. Wieder alle Sehlager ans: „Die Rose von Starabul" „Czardasfürstin" HS? „Drei alte Schachteln wLt« Tanz-Platten vom sowie WelnmelsteratraBe S, ChanaseestraJBe SS, Große Franhfnrtor Straße 14<4, ITenliftlln, Bergotr. 4, W, Klelststr.*7. Telephon: Köuigstadt 3727 u. 49. Lfttzow 3638. Sonntags von 13—2 Uhr geöfinet 867/1 Die Zeitscbrlft der selbständig Denkenden. Vierteljährlich 1 Heft in Stärke von 6 Boges. Einzelpreis 8,50 M. Jahrespreis 18 M. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen oder vom Verlag. Neu-Buddhistischer Verlag BerlinaWllmersdori PrfnnregentenatraßeSS. Ptnrincir-Etn« mit hrsiten VsrbrlmnBgen wt Brokst gsfOtt-rt, titmlioh l«»r Ssai-Jüsotru� flott« Uiucuaclorm.... 150U, 1200, SCß,-, Eiazeiae Modell», beste Felle. 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Ö.'TÖ 73x75 cm.'10a7r5 90 cm rund» 40x136 cra• Seidener UnierrOCk glafl oder Kariert..... 30. CO ■ Direktion Max Eeinhardt. Deutsches Theater. .7 tJJir: Don Carlos. 77 achin. 2'/, U.(halbePreise): Minna von Barnhelm. Mostsg: Dantons Tod. K ammerspiele. 7'/, Oir: Kinder der Freude. Kacltm. 2'', Uhr:(halbe Pr.): Gespenster. Montag: Die Koralle. Volksbühne. Theater am Bülowplatz. Untergrur.db. Schönh. Tor. b Uhr; Kappelkopf. hiachno. i'1/. Ühr(onnäß. Pr.): Hedda' Ciabier. Montag: Xora. ifeitaj der FrJoMüioeii Sonntag, den 3. Febiuar 1318, nachmittags 2'/, Uhr: Deutsches Opernh.: Rigoletto. Volksbühne: Hedda Gabler. Nachmittags 3 Uhr: Schiller-Th. Charlottenburg: �Novella d'Andrea. Schiller-Th. O: Hinter Mauern. Lefsing-Th.: Das Kmd. Künstler-Th.: Der Herr Senator. Rose-Theater. 7'/, Uhr: Eine Waise. NATION AL*THEATER| Cöpenicker Str. 68, 5 Min. Jannowitzbrücke. 83, 87. 88, 11. 22, 1, 2, 3, 4, 6, 36, 37, 45, 49. Untergrundbahn: Insolbrücko. THöL 7% llör. Der Seiger voo SeriiB! 71- Hör. Die ist richtig!... Gr. Posse m.Gcs. u. Tanz i. 3 Akt. v. Dr. A. Lipps chütz. Gesan�stexto: Will. Stein ber»-. Musik: Walt. Bromne I SöBDlaiDaeiiis. S1-: Stiüleoteieten. Vorverk.: von 10 Uhr ununterbrochen.(1,50—8 M.)| Theater für Sonntag, Z. Februar. Neues Operettenhaus E Uhr: Der Obersteiger. iv.tarrDerSulilatilfirMaiiß. a.T Äuelüihenbamai; U.l Rollen voripiatz U.T ivctebnctiftrafee: U.TUn lernen tinöen: Gunncr Tolnfis: Die Spur der ersten Liebe Hilde Wörner: Baronin Kanune-jungfer. H' ckoeuchersi�weg, U.T SRotitn U.T Äleranoetnlop, o.T Hajen Velde: Theater des Westens 3llt Uhr: Ein Walzertraum. 7 Vi Uhr: f mit Guido Thielscher Theater i. d. Köpiggrätzerstr. V.'.D-: Der Katxensteg. STkchm. 3 Uhr: Kameraden. Komödlcnhans. T'VDerIJnbeHtcchUche. 3 Uhr; Die verlorene Tochter. Berliner Theater, 7l/iU.:Dle tolle Komteß. Na■-.lim. 3 Uhr: Filmzauber. lhester der Kgl. Hochschule für lÜUSlK, Fasanenstr. t. Dbnnt, 3� 10., 17. Febr., 7'/ j U.: Zum 500. MaleT Hasemanns Töchter. Kart ab 10 Uhr Theat.-Kastellan. Voigt-Theater. Baostr 58. Badstr. 58. Heute nachmittag 3 Uhr (bei kleinen Preisen): Ter Pfarrer von Kirchfeld. '.'IbendS 7- Uhr: �er Weiberfeind. Ab Montag: Marinnne, ei» Weib aus dem Volle. keichshaUeii-ftei' Heute nachm. 3 Uhr u. abends T1/* Uhr: „Kein Weitmachtstraiur Nachm. ermlBig. Pr.! Log. 1 M., Parkett 75 Pf., Eintritt 39 Pf. Walhaüa-Theater. 3 Uhr: Ter Heiratökaudidat. VI, Uhr = Beate= ü Vorstellansen Z mit dem neuen reichhaltigen Variete-Spielplan Zirkus A. Schumann. I Nur noch kurze Zeit. 51 I 2 gr. Vor- III d 2| Stellungen|l 2{ Nehm. Kinder halbe Preise| unter 12 J. auf all. Sxtzpl. Nachm. dass. reichhaltige Sport-Prcgr. wie abends, u. a. Aki ob. Kandtänzerinn j 3Gschw. Ploetz-Läi-ella. 1 F�otischer Dressurakt j • Vadchura.# lOdressierte Kahiele, SW Araber Mulay Sayd.| MpTlIrn Gr- Ausstatt.- ITiCÄlhü. Pantomime. '•• o.i �ajen ve.de: Henny Porten: Cräfln äSitehenfse. UTMorchplatz: U.T©oftnUOf c m?nia Mrena: SerAngb?�MttaAoscan. u. 7 Nemutendorferslr, U.I Lchönevei.Zk kem Plillkiz: DlensckSIilrkund Liebe suchen. ZlKKlü!» KROVE Kottbuser Sfr. 6. Tel. Moritzplatz 14814. Bis 25. Febr. tägL'1/. Ulu-, Mittw., Sonnabend. Sonnt, «'1, u. 7'/, Ü.: cfrtvs 2 Beute M Vorstellungen j£ Ol1 1 Nachmittags i?! 0>sl 1 Kind frei!| Nachmittags !2J 1 Kind frei! eit Kind, halbe Preise. In beiden Vorstellungen: Das neue Februar- Programm Zum Schluß: Mondfahrt. Trianon aTheater Georgenstr., Bht. Friedrichstr. Tel.: Zentrum 4927 und 2391. Vi-S Uhr Der v,8 Uhr Lebensschüler. Komödie von Ludwig Fulda. Ida Wüst, Erich Kaiser-Titz, v. Möllen dorff, Mart. Kettner. Stg. S'/j kl. Pr.: Hedda Gabier. URANIA Sonntag 4 Uhr(halbe Preise:) Das Obereuiiadin und der Kpiügen. Sonntag und Montag 8 Uhr; Der Siegesziis naeh VenetleD. Moutiig 8 Uhr; Professor Dr. Ä. Kellner: Die wichtigst. Metallegierungen. Caslno-Theater Lothringer Str. 37. TägL'/t8 U. Wiedel ein aktueller Schlager. 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Wertheim. —----„i Cr ejeJJsch&yf Zur SexuaAr/sneriMG/ki/f un/es rc/» Dr. Sv/A-n ß/oc/y. \\ � 1'// >> Es � - wer«l<3 � : hicf%±.: -- JBmi. V, .Teil � v/(!( *vt\ Aj cSiarct OsnraJA und£. A~DapardL ffAaptroJJcix ßerrt. cfAIgtar. S&3S. mmi Kollendorl'plati 5 \\ Vi_ r AK ■i>-x sie Kunst zu Iteinten Lustspiel in 3 Akten | nach einem Possenspiel j von Max Krelzer. I Pur den Film bearbeitet j von Karl Froelloh. In dor HaaptroIIe Viggo JLarsen. Friedrichstr. 165. Ecke Behrenstraße. Glaire Waldoff Willi Prager Werner ßoldmann u. das hervorragende Februar-Programm. J Apojlo Friedrichstr. 218. Boll Sonntags S'/jU. 731 |,J 2). Erw.1 Kindfr.' ff T Flieger von Tsingtaii. J Variele-Attraktlonen, L |rheaterfcasBemranter-| b röchen■ geöffnet. Kttrland-AnssteUnng des Deutschen Ausland-Museums u. Instituts Stuitgart im Kgl. Kunstgewerbemuseum, Prinz-AlbrechistraSe, Mss- Berlin-«Mi 20461, vom 25. Junuar bis 10. Februar 1918. Geöffnet täglich von lO bis JV, Uhr-. Eintrittspreis SO Pf. 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Wunden; Lähmungen, sowie Kinderlähmung, Stoffwechselkrankheiten, Zuckerkrankheit usw.— Freiwillige, briefliche und mündliche Anerkemmugen früher behundelter und geheilter Pattenten, die an. gaben, oor der Bchandlunz in unserer Änstalt andere weitig ohne Erfolg behandelt worden zu sein: t; Frau, M. Richter, Bcriin-Moabit, Waldstr. 33. Lungen. leiden, Blutarmut.. Nervenschwäche geheilt.— 2. Herr Georg Heinrich, Baumschulenweg. Baum- schulenstr. 29 II, Lungeiileiden geheilt.— 3. Frau (f-, Blödorn, Ciipenicf. Sluz,.VikIoriastr, 24. Herz.. Leber- und Nierenleiden wiederholt gebessert.— 4. Herr K. Enste. Restaur.. Eharlottenburg, Hutten« slrahe 12. Ehroniicher Mittelohrkatarrh geheilt-— b. Frau Martha Alisen, Äottbus, Grcnzltr. 4. Von Herz-«. Magenleiden geheilt.— 6. Frau M Softe, Berlin, Nollendorsstr. 40 1. RheumatidmuS und steife Schulter geheilt.— 7. Herr E. Ehrhardt. Gr.-Lichter- felde, Ringstt. 52a. Chronisches Hüftgeleukleiden wiederholt erfolgreich behandelt.— 8. Frau E. Ho. dorff, Berlin. Colbergcrft: 28/29.- Nerven» u. Knochen« Hautentzündung— vollständig gelähmt— geheilt.— 9. Herr F. Nayda, Berlin, Prinzen Aller 72/73i ZZou Kopf- und Krenzfchmerzen. trockener Brustfell- entzündung»ach Influenza geheilt.— 10. Frau E. Herzmonn, Dchöneberg, Feil-igitr- 61. Eiter, rdr Fistel nach Biinddarmoperatio» gehellt.— 11.. Herr E. Ritter, Friedenau. Spdnholznr 50. Von Rwle- gelenkteiden geliciit.—> 2 Frau Sl.' Rohrmoser. Berlin, BreSIauerstr. 1. Altes sünl; eh» jähriges. Her;- leiden geheilt.— 13. Herr M. Auffncr, Reinntru- darf West, Antonienstr. 3. Kiefervereiterüng gcheibr.— 14. Frau H.Hagel, Sachseithansen b. Oranienburg i. M., Ilnterl.- Blutungen nnd Nervenleiden geheilt.— 15. Frau Ww. Fritfchier. Berlin. Mariendurgerflr. 48. Darmgeschwnlft geheilt.— 17. Herr Erich Bock. Berlin, Havelbergerslragc 15. Ron Nieren« nnd Blasenleiden. Waffersucf.t, allgemeiner grostrr Schwache geheilt.— 18. Fräu Reslimr. Hering, Berlin, Schönhauser.Pllec 87. Bon Basedowscher Krankheit geheilt.— 19. Herr A Brase, Bln.-Tcmp.elhof, Friedrich-Wilhelm, lr. 11. Schweres Rückenmarkletden mit Lähmung derBelne vollständig geheilt.- 29.-Frau E. Popp, Bln.-Lichtenberg, Gältnerslr. 10. Bon cbro nischer Herzschwäche und Verstopfung geheiil. — 21. Herr Zl. SchlabiN, Berlin, Caprivislr. 24. Pon Gesichtslupus geheilt: vorher mit Radium ersolglos behand elf.— 22. Herr ZU Hcllwtg. Bln.. Borflgwalde. Ernststr. 25. Von Magcngeschwulst, Berstopfung nnd Nervenschwäche geheilt.— 23. Herr Milchhändler Eckert, Berlin.Greisenhngenerstr. 26. Von gichtisch-rhenmatischeu Schmerzen in Bein und Fußgelenk geheilt.-2- 24- Herr Gaslwirl E. Michaelis, Eharlottenburg, Wallstrl 8?. Von chronischem Lebcrlciden nnd Gelbsucht geheilt. — 25. Frau M. Kiiorr. Bln.-Lichtenberg. Schorn- weberstr. 62. Von Herzschwäche, Leberanschwelluug und Magenkrebs gehrill.— 26. Sohn Pauk des. Weichenstellers Herrn Wilhelm Haffner, Bln.-Westend, BeaustenhauS. Von schwerem»Bciulciden. geheil». Bein sollte abgenomwen werden. 249/16'° Briekliohe Deiginal-Aneekennungen von uns geheilter Patienten stehen in, Wartezimmer der Anstalt auf Wunsch zur Einsicht, g Gelrennte Behandlungsräume für Damen und Herren!< Sprech und Behandlungszeit: 9—1, 4—7'/..— Sonntag und Feiertag: 9—1. Heilanstaltsbesiher Professor P. Misteisky approbiert im Ausland Berlin SO. 16, Brückienstr.!0b am Bahnhof Jannonitzbrückc. Sehraiben Sie sebleeht? Dami bestellen Sie ..Schönschnellscl Sfeanden schreiben S__________________ 15aL] A Verlas Kala, Berlin-Neukölln. Postfach 87. Damen"Wgich® Damen-Beinkleider 1 S25 Damen-Beinkleider lfigo Stickerei- Ein- nnd Ansatz........................ 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Die NachMksflt-ig'eMisttMdchiillg des Cberfomnmuboä in de» Marken zu der Bekanntmachung vom 1. April 1917, be- treffend Beschlagnahme baumwollener Spinnstoffe und Game (Spinn« und Webverbot) tritt am 1. Februar 1918 in Kraft. Die vollständige amliiche Bekanntmachung erfolgt an den Anschlagsäulen und in der.Norddeutschen Allgemeinen Zeitung'. Berlin, den 1. Februar 1918. fSl. 1. Mil. 18. P. Ang.) Ter Polizeipräsident Bekanntmachung. Grieß«nd Graupen. Gemäß 6 6 der Verordnung über Lebensmittelkarten«om IL. Oktober 191S wird für den Gemeindebezirk der Stadt Berlin bestimmt: I. Aus der Abschnitt.? der allgemeinen Lebensmittelkarte Stadt Berlin entfallen ISO Gramm Grieß. p. Aus Abschnitt 1 und 2 der Lebensmittelkarte der Stadt Berlin für Jugendliche entjallen je 100 Gramm, insgesamt also so» Gramm Graupen oder Grütze. m. Die zu 1 und 2 genannten Anmeldeabschnitte find in den durch ein Aushängeschild .verkauf von Nährmittel gegen Lebensmittelkarte» der Stobt Berlin« gekennzeichneten Ksichäslen gegen TmpfangSbescheini- gungen aus den Bezugsabschnitten abzugeben, und zwar m der Zeit vom Sonntag, den biS zum Dienstag, den S. Februar ISIS. Nachträgliche Aunahme findet nicht statt. IV. Die Silrlnhaudelsgeschäfte haben die von ihnen an- genommenen Kartenabschnitte in der bisher vorgeschrie- denen Weise an ihren Großhändler abzuliesem, und zwar am Mittwoch, den V. Februar ISIS. V. Die Ware wird dann in der üblichen Frist bei den KleinhandelSgeschSftcn gegen Rückgabe der Empfangs- descheinigungen zur Bersügung stehen, fie muß biS zum 6. März 1918 abgmommen werden, da sonst der Anspruch aus Lieferung»erfällt. TS ist unzulässig, die Jarienabschnitte m Geschäften abzu- geben, in.denen nicht daS�vsm Magistrat ausgegebene VI ÄuShängeschild lfiehe zu III) angebrächt ist. Aeschäflcn, dir nicht im Besitze des Slushäugeschtldes find, tst die Annahme der Kartenabschnite untersagt. TP. Außer der Vetteliung der zu I und II genannten Lebensmittel findet in der Zeit vom II. bi« LS. Februar ISIS noch eine Verteilung der Fcttstelle Groß- Berlin nach Maßgabe der Aushänge in den be- treffenden Geschälten für eingetragene Kunden statt. Berit», den 1. Februar 1913. Magistrat der König!. Kavpt- nnd Rküdeuistadt. Tgb. Nr. 243 Nä. Abteilung für Nährmittel. Igbne m. echt. Frieilenskautseliuk 8,50 M. __ m. Betäubung, Goldkronen v. 20 M. an. Zpez.: ü' Zahnpraiis HalvaHi,«ÄnÄ'- _ 5 Jahre Garantie. bei Bestellung v. Gebissen gratis. Not- ii. Stoffweciiselieiden insbeiollie« Ae-rniIchwZche, BderverlaMinz.«Ich! und Rheuma, eiuckerkranweit, Moze» und TamtMi!,, Herz-, Leber- und Nieren- itautWtoi. emtcaipit. A-chntoen.«chlrÄbcuständ«. HauNckden «tzbu mit wrjilztichem«Mg««ach tAMme» SStttafiien(satut« gemäße Heilweiie) erfftz fede BeruWörung behanocu. S»»!tatsxs« vr.«Isis»'» Awdlllsttorlvm V II? potodiuiier Strasse ISN b. HIBIse Knrprelse._. ttWw. i-Bk. Z-4tz. Verlan«« r*-— füß�' Sasita-Lucia-Weln Kttnfllcb in Apotheken.- Drog:-- u. DclltcnteB- (üeschhften.* QesohSftBstolie: H. Müller. NW. 23 Cuxharener Straße 15. 8preeb«nnclen Ton 7—8'/, Uhr, Sonntags won IS— IL, Chr. Telephon:.Jloabit 4199. Postscheckkonto::18957 Berlin L. Dantier für„Verein d. Freidenker f. Feuerbestg. Kassierer: Ii. Dentler, Neukölln, Berliner Straße 85, Port. n. Eintrittsgeld 1 Mark.— Monatsbeitrag 30 Pf.— Aufnahme bis mm 60. Jahro ohne ärztliche Untersuchung Nach 25jähriger Mitgliedschaft Beitragsfreiheit. Nach einjähriger Mitgliedschaft kostenlose Bestattung. Dam gehören: Amtsärztliche Bescheinigung, vorschriftsmäßiger Holzsarg, Einsargen und Plombieren, Leichenwagen nebst Träger, Harmoniumspiel in der Halle, Einäscherung der Leiche und Beisetzung der Aschenkapsel. Pcnsoncn über 50 Jahre alt werden zu besonderen Bedlnenneen dnreh die C-eachattssteUe oder den Kassierer anfjgenommen.— Auskunft erteilt auch jede Zahlstelle. Montag, den 4. Februar 1918, abends pflnktHch 8 Uhr, Im großen Saal des„Musiker-Vereinshauses'S Kaiser-Wilhelm-Stiaße 31: Ordentllelie Oeneral-Tersammlniig. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes: a) des Vorsitzenden: b) des Kassierers; c) der Revisoren. 2. Antrag des Vorstandes betr. Entschädigung der Vorstandsmitglieder. 3. Wahl des Vorstandes. 4, Bericht vom Kulturkartell Groß-Berlin, Festsetzung des Jahresbeitrags und Wahl der Delegierten. 5. Beschlußfassung betr. Beitritt zum brandenburgischen resp. preußischen Verband der Feuerbestattungsvereine. 5. Verschiedenes. Zutritt nnr gegen Vorzeigen der Mitgliedskarte. Die Mitglieder werden dringend ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen.— Oer Saal Ist geheizt. Folgende nene Zahlstellen sind eröffnet: t$W 1 Charlotte nburg j Tempeihof I Britz J. Theurtch, Oranienstr. 53/84-[ F. Kasten, Uhiandstr. 32.| L. Strätz, Blumenthalstr. 13.| ArnoldKarge. PinschalleeM I 297/14 Der Vorstand. Kekamitmachimg. Zur Vermeidung von Gasvergiftungen und GaS< ervi'osionen machen wir darauf aufmerksam, dast un- mittelbar nach der Benutzung von Kochplatte»,«ocheru. Stehlampen usw. unier allen Ilmstände» die an de» Gas- leitungen angebrachten Schlauchbühne, an welchen die Schläuche für die GaSverbrauchSgegenstände befestigt sind, zu schsieffe» sind. Bei den mit Schlauchanschlüffe» versehenen Koch, platten, Kochern, Lampen und andere« Gasapparaten, welche selbst mit Hähnen versehe» sind, liegt die Gefahr vor, dast, wenn nur diese Hähne geschloffen werde«, der Schlauch durch eine» Zufall(Nufpiatzen usw.) abfällt nnd d-S Gas dann frei ausströmen kann. Ferner ersuchen wir diejenigen GaSabnehmer- die GaS durch Gasaütomaten beziehen und einzelne Räume mit GasbenuNnng abvermietet haben, auch ihren Unter- mietern zur Pflicht zu machen, diese Mastnahme» zu treffen. Bei den Gasaütomaten liegt ferner die Gefahr vor, dast, sobald daS durch die etugrworfene» Geldstücke be- zahlte GaS verbraucht ist. die Flammen bei den offen- stehenden Hähnen verlöschen. Wird nun daS Automatwerk von dritter Hand dnrch Einwurf von Geldstücken wieder betätigt, so kann Gas aus den offen gebliebenen Höbnen unverbrannt en»- weiche» und schwere Gefährdungen herbeiführe«. ES ist die Pflicht eineS jeden einen Automaten in Tätig- keit Berfeneuden. sich davon zu überzeugen, ob nicht offenstehende Hähne vorhanden find, aus denen Gas un° verbraucht entweicht. Berlin, de« 17. Januar ISIS. Siiettion Bei MDieb insrottfe. Tchimmiug. Lenze. I. R». SIS Erl. 1/18. SlamitreTis hfMsthitßlÄßstk uAngstgefühl vorm Sprechen, Atemnot, auch alle Spraoh- störungen, welche durch den Krieg hervorgerufen wurden, beseitigt gründlich Dr. Schräders Spezlal-Institut für Stotterer usw., Berlin W, L-ützonivtr. SO.(Sp rechst. 5— 8 Uhr). Jeder, der steuerfrei singt, erhalt eine fließende. catOH. Sprache. 5OÖ0 Carbidlampen s. Stube u. Feld, noch alter Preis L,8S M. Tarbideinlragungen in m. Kundenliste. Händl. Rabb. Adr. ausbew. Schräder, Weber- sttatze 42. 5/14' ~fiaiichiabak ungestreckt, Ueberseeware, grob, u. Schag, a Pfd. 15,— M. Bei 10 Pfd. a 18,50 M. Probepsund gegen Nachnahme. 20901, Kaafbaus Janssen, Westrhauderfehn/OstsrieSland. Kr 8mep's Original- GI0lipunsclii»2ä KaiserpunsctiitTsM 1 Teil Punsohextrakt, 2 Teile siedendes Wasser erpeben einen köstlichen uttßon Pansch. Kein Zucker erforderlich. Die Extrakte sind unter Verwendung von Wein hergestellt. Das beste Getränk -i r. �1__ TT___ U.lA D'i—. fl. 1 D---- 1.., i,..» en mitzubringen. Magenbitten-Liköi« Pfefferminz- Likön alkoholarm AOO Flasche ca.'jt Liter~ M. H. Knömen, Berlin N 24, Oranienburger Straße 66 2. Verkaufsstelle; Reinickendorfer Str. 109 3. Verkaufsstelle: Andreasstr. 78 4. Verkaufsstelle: Vcukttlln, Berliner Str. 70. von 3, 10 'L nnd 25 Liter. Wir kausen lt.§15 derBekonntm. v. 25. IX. gebr.'/»- Sektkorke zu 12 pj Weinkorke zu 2 � u.all.an d.Srt. neuen. gebrÄork« serner:- Zellttloid-,IFilm- Hartgummi- Wachswalzen- Schallplatteu-Abfälle Ordower G. m. b. H�. Georgenkirchstr. SO (b. Mexanberplatz), Friedrichftraße 4S Ecke Zinlnierilraste. 3De«tsehland braucht Männer, die fähig sind, an dem großen wirtschaftlichen Wefctstreitteilzunehmen. der eine unbedingte Folge des Weltkrieges sein muß und eine tiefgreifende Aende- rung unseres gesamten wirtschaftlichen Lebens herbeiführen wird. Ueberau werden gebildete und lelstungsfählse Mitarbeiter----- sein. Beamte, Lehrer, Angestellte des Handels und der Industrie sollten nicht versäumen, jetzt ihre Vorberei- i tungen zu treffen. Das beste Mittel, rasch und griindlioh, ohne Lehrer, durch einfachen Selbstunterricht auf ein Examen vorzubereiten, die Ein j.-Freiw.- Prüfung u. das Abitur.-Bxamen nachzuholen oder die fehlenden kaufmänn. Kenntnisse zu ergänzen sowie eine vortreffliche Allgemeinbildung sich anzueignen, bietet die Selbstunterr.-Methoile,,Rustin". Ausfflhrl. 60 S. starke BroschQre kostenlos. ItonnesH& Uuchfeld. • Potsdam. Postfach 224. J. F. Ranch ln*alldenstr.I64, Friedrichstr.t la Jamaika-Rum-Verschn. FL 2 la Cognac-Versohnltt.. Fl. 2 Feinst. Obstschaumwein Fl- 5.5 Lukretia Damen-Ukflr'/„Fl- 6.7 Milder Qherry-Brandy«/'FL 6 9 KräftiKerzuckergesüßfer Halb und Halb-Likir'/.FL 12.5 Kräft. Montagne-Rotwein FL 7.5 Bordeaux U.Burgunder Rotwein Znckerdosirte feinste Schaumweine.