Wr. 50. 38. Jahrg. OexwtftMwöt 4�0 BU. amuctL 1 JOVB. Külmn-ÄioBf� �o�eiug�omt- >lch Mfj äSt Unter ftrtujBtmfi ftt Deutschland und Ceftmctch-Onaani S,- SM. für da« üdrifle HuMtmb 4.50 Ml. monatlich,«erfand tnS Feld Sei direkter Bestellung»onall. 1,50 SM. Postbestellungen nehmen an Düne. mmt. Holland. Luxemburg, Schweden und die Schwei». Singetraaen in die Post-Zeitmigs-Preitliste, Erscheint täglich. „emielbcMotxot Oerti**. Vevlinev VolKsblettt. ClO Pfennig) A»zeiO«pret»: DieRebengesdalteneliolonelzi 60 Psg.»Kleine Anzeigen seltgedrnche Wort A> Psg.(Miissig 3 fetlflebnuftc Wortes, jedes weiter.' «ort 10 Psg. Sfeui''— da» Schlassiellenanzeigen d mtd »WWW erste Won 10 Psg. jedeS weitere Wmi K Psg. Worte über IS Buchsladen zählen H.v ,ett 40 Psg. die geile,«n, eigen für die nächste Kummer müssen»i« » Uhr nachmiii. im' Berlin KW. 08. Lindenssratze 8, ad- gegeben werden.»eSssnet von 8 Ntzr srilh bi» Z Uhr abend». Zcntrziorgzn der, rozialdcmokratirchoi Partei Deutfchlands. ftedoftion: Sw. öS. LiaöeuNraße Z. gerttfvrecher: Amt Moritzplgtz. Vit. 151 90—151 97. Dienstag, den IV. Februar 1918* Expeöition t Ew. öS» tinüenstraße z. Uernivrecher: Am» Msrttzplatz» vir. 151 90—151 97. veuttcker Vormartcb in Rußtand. die verhanölungen mit Rumänien. Wie die gestrige» Nach mittagsblätter melde«, werden die Lerhaudluugeu m»t Rumänien vermutlich am 22. Fe- druar beginnen. Alsdann durfte, heiht es, Staatssekretär v. jl ü h l m a»« sich nach Focsani begeben, um die Brrhand- lungen zu leite»._ Der Notschrei üer Letten uns Esten. Im Anschluß an ein drei Tage lang dauerndes Bom- bardement mit Schreckcnsbildern aus Livland und Estland, das allzu sehr nach plumper Stimmungsmache schmeckte und desholii keinen Weg in unsere Spalten fand, veröffentlicht Wolffs Bureau nunmehr folgende Mitteilungen aus Riga über die Zustünde in Estland: Die ganze Gegend zu beiden Seiten der Bahn Renal— Narva ist in den Händen der Roten Garde und der Marimalisten. DaS estnische Militär bot bis jetzt einen gewissen Schutz gegen diese Banden, doch erscheint sein Einfluß jetzt nicht mehr genügend. Die Güter sind sämtlich beschlagnahmt und werden von der Roten Garde verwaltet. Demnächst sollen auch die Bauern- geftnde eingezogen werden. Die Häuser in den Städten und die Bankguthaben sind gleichfalls als nationale? Vermögen erklärt worden und werden von der Roten Garde verwaltet. Ein Teil der lettischen Truppen soll sich geweigert haben, Livland zu verlassen, da sie nur ihr eigrnes Land vcrtci- digen wollen. Dia besser gestellten Letten, insbesondere die Ge- findewirt«, warten mit Sehnsucht nttf den Einzug der Deutschen, nicht etwa zur vorübergehenden Sicherung ihreS Lebens und Besitzes, sondern zwecks vollständigen«nschlvsteS Estlands und Livland» an Deutschland. Die Mehrzahl der lettischen und estnischen Soldaten will im ssall« eines Vormarsches der Deutschen die Waffen abgeben und im Lande bleiben. Die überwiegende Zahl der Esten ist deutschfreund. lich gesinnt. Sowohl in Estland wie in Livland werden eifrig Unterschristen für einen Anschluß an Deutschland gesammelt. Viel« e st Nische Bauern haben sich geweigert, die ihnen zugeteilten Güter zu übernehmen, auf denen sie bisher Angestellte der Gutsherren gelvesen sind. Sie sind dann von bolschewistischen Soldaten zur Uebernahm« der Güter gezwungen worden. Der Schrei der Esten und Letten nach deutschem Ein- marsch und deutscher Annexion ist also ein Schrei besitzender Schichten. Die Verstaatlichung von Grund und Boden, die von der Petersburger Regierung durchgeführt worden ist. b.it diesen Schrei ausgepreßt. Teutschland soll helfen, daß alles beim alten bleibt. Der Kampf um Kiew. Petersburg, 17. Februar. Die Petersburger Telegraphen- Agentur meldet: Der Kampf beiKiew war erbittert. Kiew ist endgültig von den revolutionären Streit-rasten a e n o m m e«. Stockholm, 17. Februar.(Meldung der Pcicrsburgcr Tele- graphen-Lgentur.) Ein telephonischer Bcrichl aus Moskau be- leuchtet lue schre ck. i ch e n V o r g ä n g e vor der Einnahm-. von K t e w. Ucber der Stadt hing eine dichte Rauchwolke. Die gesamte'.lriillerte der Bolschewik! nahm an dem Kampfe teil. An allen hochgelegenen Stellen sowie auf dem rechten Flußufer waren Kanonen aufgestellt. Zweihundert und mehr Fetterschlünde traten in Tätigkeit. Di« Oktoberereigniffe in Moskau verblassen vor den Ereignissen in Kiew. Der Hauptkampf spielte sich in der Umgebung der Petschora ab. dem Sammelpunkte der ukrainischen Streit- kräste. ES wird erzählt, daß sich Offiziere und Offlzicrschüler den ukrainischen Truppen anschlössen. Nach bolschewistischen Meldun- gen kämpfen in den Reihen der Ukrainer rumänische, englisibe. belgische und französische Offizier«. Viele Mönche haben sich als Frei- willige gemeldet. Tie Offensive der Gegenrevolution. Petersburg, 17. Februar.(Meldung der Petersburger Telegraphcnagentur.) Tie bei Worvuesch operierende Abtei- lilng des Generals Alexejew hat eine starke Niederlage erlitten. Die revolutionären Truppen erhielten Verstär- kungen. Die Kosaken wurden umzingelt und mußten die Waffen strecken. Gefangene Kosaken erzählen, daß General Alexejew versprachen habe, den Süden in acht Tagen von de» Truppen der Sowjets zu befreien. Die Gefangenen weigern ssch, den Aufenthaltsort des Generals Alexejew anzugeben. Eine in Nowotscherkask zusammengetretene V e r s a m m- lungder Militärregierung der Kosaken hat den förmlichen Entschluß gefaßt, die Offensive zu er- grelfen. D:e Reaktionären treffen in Nowotscherkask ein, wo sie bei den Kosakentruppest Zuflucht finden. Die Militär- regierung Hot einen Plan zur Leitung Rußlands im Falle des Sieges über die Sowjettruppcn ausgearbeitet. In der Liste der vorgeschlagenen Minister fehlt Kaledin Die E i s e n b a h n a n g e st e l l t e n. die sich w e i g e r n. sich den Befehlen der Kosaken zu unterwerfen, werden erschossen, Vormarsch auf Dünaburg— Bormarsch von Kowel aus— Erkuudungsgefechte und Fliegertätigkeit. Amtlich. Grvtze» Hauptquartier, 18. Feiru« 101».(W. T. B.i Westlicher Kriegsschauplatz. An vielen Stellen der Front lebte am Abend der Artillerie- kämpf auf. Die Jufanterietätigkett blieb auf Erkunbungsgefcchte beschränkt._ Bei klarem Frostwetter wäre» die Flieger a« Tage und in der Nacht sehr tätig. Militärische Anlagen hinter der feindliche» Front wurden in großem Umfange mit Bomben belegt. Ein Flngzaug griff London an. In den beiden letzten Tagen wurden im Lustkampf und von der Erde anö 16 feindliche Flugzeuge und zwei Fesselballone abgeschossen.__ Bon de» anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermristrr. Ludendorff. » Amtlich. B e r l i n» 18. Februar. Zur englischen Nachricht, ein deutsches U-Boot habe am Iii. Februar, morgens 12,10 Uhr D o v t r beschossen, ist auf Grund der inzwischen ein- gegauaenen genaueren Meldungen unserer Seestreitkräfte über ihre« Borstoß in den Kanal zu bemerke«, daß die erfolg- reiche Beschießung durch Torpedoboote und nicht durch ein U-Boot ausgeführt wurde. Die Küstenbatterien Vau Dover haben das Feuer unserer Serftreitkräftr ohne Erfolg erwidert. Abcndbericht. Berlin, 18. Februar 1918, abends. Amtlich. Südöstlich von T a h u r e entwickelte» sich örtliche kämpfe. Au der großrussischen Front haben heute 12 Uhr m'ttags die Feindseligkeiten begonnen. Im Bormarsch anf Dünaburg ist die Düna kampflos erreicht. Bon der Ukraine zu ihre« schwere« Kampf gegen die Großrosse» zu Hilfe gcrufeu, habe« unsere Truppe« den Bormarsch auf Richtung Kowel angetreten. Der österreichische Bericht. Wie», de» 18. Februar 1918. Amtlich wird vrr» lautbart: Keine besondrren Ereignisse. Der Ehef de» Grncralstabr». Wien, 17. Februar. Aus dein KriegSpressequartur wird vom 17. Fidniar abends gemeldet: Der heutige deutsche Heersbericht teilt mit. daß der Waffenstillstand au der groß- rnsfischen Front morgen abläuft. Die durch Abtrennung der Ukraine enistandene großrussische Front reichtvonderOst- see bis beiläufig an den Pripjet. An ihr stehen derzeit ausschließlich deutsche Truppen. Stockholm, 17. Februar, l Meldung der Petersburger Tele- grapbeimgentur.) Ans Charkow wird gemeldet, daß bei der Statio« Zweriewe in der Gegend des Don blutige Kämpfe zwischen Vau revolutionären Truppen der Sowjets und der Kosaken statt- finden. Der Kanipf spielt sich unter wirkungsvoller Teilnahme von Artillerie, Flugzeugen und Panzerwagen mit allen Schrecken des regulären Krieges ab. Demonstrationsstreik in Warschau. Die.Warichauer Zeitung" meldet: Zum Zeichen der Trauer und Mißbilligung über die Z u t e i l u u g d e S C h o l in e r Landes au die Ukraine haben in den Theatern imd Kinos keine Vorstellungen stattgefunden. Am Donnerstag wurde veisiiwt, dieier Stimmung noch einen sichtbareren Ausdruck zu verleiben. Int Lause des MitttuockS war von den politischen Vereinen für die Beranstaltung eines eintägigen allgemeinen D e in o n- strationsstroiks agitier! worden. Die Agitatoren hatten sich bemüht, nicht nur die Handarbeiter, sondern auch die Geschäftsleute für diesen Gedanken zu gewinnen und ihnen empfohlen, ihre Äeschäsle am Donnerstag nicht zu öffnen. Infolgedessen hielten es viele GeschästSinhaber infolge der aucham DonnerSlagmorgen fortgesetzten Agitation für zweckmäßig, von der Oeffnung ihrer G«. schäfie abzusehen. Da die Fahrer und Schaffner der Straßenbahti-- wagen nicht zum Dienst euckiene« waren, stand der Straßen- bahnverkehr still und auch der Droschkenverlehr fiel infolge des Streiks der D r o f ch k e u k u t i ch e r aus. Die Warschauer Blätter, die den P r o t e st gegen den Eholmer Passus abgedruckt haben, sind sämtlich verböte» worden. Auch der .Monitor Polski', der jüngst gegründete polnische ReichSanzeiger, befindet sich darunter. Zur außenpolitischen Lage. Von Max Cohen(RcußZ. Dir setzen mit diesem Aufsatz die begonnene AuZ- spräche über die außenpolitisch« Lage fort. Red. d..Vorwärts'. Als in den letzten Perhandlungen des Hauptausschusses über die Friedensverhandlungen mit Rußland gesprochen wurde, verteidigte sich der Staatssekretär des Auswärtigen Amts gegen Angriffe, die in der Presse auf ferne Ostpolitik gerichtet worden waren mit dem Hinweis ans den loe-U zurückliegenden Ursprung dieser Politik. Die deutsche Ostpolitik in Polen, Kurland und Litauen stehe, so meinte der Staats- sekretör. in eineni festen inneren Zusammenhang: sie hänge organisch mit der Schaffung eines selbständigen Polens zu- lammen, daS ein Faktum fei, an dem man nicht mehr vor- übergehen könne. Es scheint nun aber doch so, als ob Herr von Kühlmann an diesem„Faktum" einigermaßen vorüber- gegangen sei. Denn die in dem Friedensvertrag»üt der Ukraine getroffenen Grenzfestsetzungcn haben das sicherste „Faktum" der glorreichen deutschen Ostpolitik, das selbstän- dige, den Mittelmächten zuneigende Polen, wie ein Karten- haus umgeblasen. Wenn es in all diesen Dingen nicht um das Schicksal des deutschen Volkes ginge, mit dein die Sozial- demokratie sich scst verbunden fühlt, so könnte man versucht sein, Schadenfreude zu empfinden über den Zusammenbruch jener Ostpolitik, die, wie der Staatssekretär so ichöu sogflv von allen maßgebenden Faktoren unter drei Kanzlern als feststehend angenommen worden war. Vorläufig steht nun gar nichts mehr fest als der Wieder- beginn des Kriegszustandes mit Rußland: und der ohnedies auf sehr schwachen Füßen stehende Friede mit der Ukraine wird von uns mit den Waffen gegen die Bolschewisten rußlands und der Ukraine selbst verteidigt werden müssend DaS ist ein Zustand, der niemand befriedigen kann, und der im Grunde nichts anderes ist. alS die Folge einer im Kern falsch angelegten Ost- und Außenpolitik überhaupt. Nicht als ob hier etwas gegen den Fnedensichluß mit der Ukraine,» dem hoffentlich bald der niit Rrnnäniön folgen wird, gesagt werden soll. In der Sackgasse, in die„die Festsetzungen eines deutschen Spezialinteresses an den russischen Randländern" uns geführt halte, blieb ja kaum etwas anderes übrig, als wenigstens den Frieden mit der Ukraine heimzubringen, während das deutsche Volk den mit ganz Rußland erwartete, Der ukrainische Frieden kann nur als eine Augenblickslösung angesehen werden, der einer sich fort und fort täuschenden Diplomatie über die Verlegenheiten der Stunde hinweghelfen soll. Eine wirkliche Entscheidung, die auf Grund klarer Vor- stellungen über die politisch-wirtsckiaftlichen Verhältnisse im- Osten erfolgt wäre, ist er nicht. WaS aber, im Hinblick auf zukünftig« weltpolitische Kon- stellationen und. einen dauernden Friedenszustand, am schlimmsten ist: auch die letzte Phase der deutschen Ostpolitik wird nicht zu einer grundsätzlichen Aenderung unserer Gc- samtpolitik zum russischen Nachbarn führen. Hat man bisher von der polnischen Basis aus die Abtrennung der russischen Ostseeprovinzen betrieben, so soll dies nnnmehr von der ukrainischen ans geschohen. Wie es scheint(man denke an die Rede des badischen Thronfolgers), wird diese Politik init der Hofsmmg verknüpft,, daß man jetzt von England einen billigen Frieden erhalten könne. So sehr man das wünschen müßte: man täuscht sich wieder einmal über das Wesen der englischen Vorgänge, die man, ein wenig voreilig mit Krise zu bezeichnen beliebt. So weit sind die Dinge in England noch lange nicht, und eS gibt Vichts Dümmeres, als sich das einzureden. Sie nxircn es wahrscheinlich längst, ivenn wir. auf Grund einer klar vorausschauenden Politik, zu einem Frieden und FreiindsthastSverhältniS mit Gesamt-. rußland gekommen waren. Ter Friede mit Rußland wm-e bekanntlich, wenn die unselige Polenproklamation und die übrigen„Bindungen" nicht existiert hätten, sowohl unter dem Zarenregiment von S t ü r ni e r als auch van der provisori- schen Regierimg K e r e n S k i s zu haben gewesen. Nunmehr aber hoben wir es so weit gcbrackl. daß selbst die Bolschewik! wieder England in die Arme getrieben werden. K« tu cn e w ist auf dem Wege nach London. Von dem Präsidenten Wilson wird die Bolschewikiregierung mit sonderbarer Zuvorkoipinenheit behandelt, und auch Herr B n ch a n o n bc- reitet sich, wie es scheint, darauf vor, auf seinen Petersburger Posten zurückzukehren. Das ist die Bilanz von Brest-Litowsk, oder vielmehr die einer von drei Kanzlern verfolgten, nahezu alle außenpoliti- schen Vorgänge falsch abschätzenden Ost- und Außenpolitik. Auch wenn man weit davon entfernt ist. die Boltchewiki und ihre Methoden zu bcfckimigeiijäch habe mich bereits im„Vor- wärts" vom 20. August 1917 gegen ihre Begünstigung ge- wendet), so darf man sie nicht als die allein©dntibigen an dem Mißlingen der Friedensverhandlungen hinstellen. Gewiß haben und hatten sie ein ebenso großes Verlangen nach Kcr gMEsamW Revolukiov. in alleii euwhaischen Ländern wie die deutsche Sozialdemokratie keines nach einer solchen in Teutschkntd bot. Einen RnMnd nicht demütigenden Frieden aber, mit dem sie sich zu Hanse hätten sehen lassen können, einen Frieden, der vor allem den russischen Besitzstand an der �Ostsee nicht angetastet hätte, würden sie indes abgeschlossen haben. Und auch beute noch wäre es möglich, einen solchen Frieden, der auch für unsere deutsche Zukunft der beste wäre, in kürzester Frist zu schiicsieu. Sollte auch setzt der Deutsche Nchch itag, der an der bisherigen verfehlten Politik sein voll- gerüttelt Maß von Schuld trägt, noch nicht zu der Einsicht gelangt sein, daß nur eine entschlossene und vollständige Aern derung imserer Ostpolitik die Gefahren der Gegenwart und der Zukunft zu bannen vermag? Die Zerschlagung Ruß- s.mds ist fein deutsches Interesse. Im Gegenteil. Und auch die Ukraine wird, de? können wir sicher sein, später mit 'liegenden Fahnen in den russischen Föderativstaat zurück- lehren: man ist sich dort des starken Zusammenhangs mit dem übrigen Rußland sehr Wohl hewußt und kämpft im Äugenblick nur gegen den Bolschewismus, nicht aber gegen die Zugehörigkeit zum russischen Gesamtstaat. Äuch das polnische Phantom ist nun erledigt, und man erledige doch endlich auch die absolut unpolitische, gänzisch überholte Idee vusferstaatlicher Kleinstaaterei an unserer Sstgrenze. Damit läßt sich weder für die Selbstbestimmung der Nationen noch für die deutsche Sicherheit irgend etwaS anfangen. Nur im Rahmen großer Staatenorganisationen ist die Selbständigkeit kleinerer Völker heutzutage noch denk- bar. und nur auf diese Weise läßt sich der besonders von uns Sozialisten erstrebte wirtschaftliche Fortschritt, die Entwicklung der Produktivkräfte, erreichen. Auch über den Charakter der Kämpfe, die sich gegenwärtig in den russischen Randländcrn abspielen, dürfen wir uns nicht täuschen lassen; es sind soziale und nicht nationale Auseinandersetzungen, die mit dem Wiedereintreten geordneter Zustände von selber aufhören 'Verden. Die innere Einheit Gesamtrußlands wird durch sie nicht änfgehoben. Im neuen Rußland sind alle Voraussetzungen für einen Siaatenbimd vorbanden. Nur indem wir ihn festigen, nicht aber ihn lösen, treiben wir wahre, über den Augenblick hin- ausschauende Politik. Die deutschen und die russischen Jnier- essen sind, nach den Erfahrungen dieses Krieges und auf Grund der heimischen, sich gegenseitig ergänzenden Wirtschast beider Länder, sehr wobl miteinander zu vereinigen. Eine ,iel klare Politik, die mit der übernommenen und jetzt weiter lorigesetzten aus der Vorkriegszeit nichts gemein haben darf. ist jreilich die erste Voraussetzung dafür. Eine solche Politik müßte sich aber zu allererst all der irrealen Vorstellungen er- ledigen, die die Leitsterns»»serer bisherigen Außenpolitik gewesen sind und von einem Mißerfolg zum anderen geführt Habel'. Wer sich nur einigermaßen über die Rohstoffnot Deutsch- lands nach diesem.Kriege klar ist, der weiß, daß diese wichtige Frage, die zur Frage von Leven und Tod für uns zu werden oerinag. nicht durch die Loslosung russischer Randländer ge- löst werden kann, sondern eher dadurch, weil sie uns der russischen Riickendecklmg beraubt, gehindert wird. Nur wenn -oir es fertig bringen, daß das Angelsachsentnm seine Atel- lung zu uns von Grund ans ändert und das deutsch? Volk md seine weltwirt'chastliche Arbeit ols gleichberechtigtes Partner anerkennt, tounen wir boffem die nach dem. Kriege beginnende Generalprobe glücklich zu bestehen. Eine andere Stellung Englands zu uns, die allmählich auch zu einer Ver- iländigung zu führen vermöchte, die mehr wäre als die für den Knegsabschluß notivendige formale Verständigung, ist wer nur auf dem Umweg einer deutsch-russischen Freundschast rreichbar, die die einzig möglich? Grundlage für die B>' 'eitigung europäischer Elegensätze überhaupt ist. Nie wird Großbritannien die aus seiner überlegenen Machtstellung 'ließenden Vorteile aufgeben,'venn ihre Ausnutzung ihm aickst durch die Einigung des festländischen Europas faktisch unmöglich gemacht wird. Nur so kann die den Frieden der Welt dauernd gefährdende Uebermacht des britischen Imperialismus(Unter der weltpolitisch obendrein die Per- einigten Staaten stehen) ein Ende gemacht werden. Es ist Oer einzige Weg. der die Friedenssehnsucht der Völker zur Erfüllung zu führen vermag. die Entente und der Vatikan. Aus dem von den Bolschewiki veröffentlichen Geheim- abkommen Italiens mit der Entente ergab sich, daß der italienischen Regierung die besondere Ausgabe zugewiesen wurde, FriedenSaktionen deS Papstes niederzuhalten. Sonnino fand bald nach Bekanntwerden der Dokumente Gelegenheit, iich über diesen Punkt auszulassen, und er verhielt sich, wie alle Ententerogierungen. denen die Petersburger� Peröfient- iichimgen in die Quere kamen: auch Sonnino bestritt, dä�eS den knifflicheu Abkommenspunkt gebe. Jetzt, hat er abermals auf die Sache eingehen müssen. Am Sonnabend erklärte Sonnino in der.italienischen Kammer zur Anfrage des Katholiken Longi- „otti betreffend den Artikel 15 des Londoner Abkommens. sein früheres Dementi habe weitere Gültigkeit. Der von oen Bolschewiste" veröffentlichte Artikel 15 beuche auch in der etwas veränderten Form nicht, wie ihn Bevione tn der Kammer verlesen habe. Unter Protest gegen die Ver- offentlichunz durch die Bolschewisten erklärte Sonnino, daß die italienische Regierung das Garantiegesetz während des Krieges peinlich genau und weitherzig eingehalten habe. Der Regierung liege nichts ferner, als durch Mangel an Achtung vor dem Heiligen Stuhl Millionen guter italienischer Patrioten zu bs° leidigen. Longinotti nahm die Erklärungen Sonninos zur Kenntnis und betoute, daß eine Klausel über die Betcilignng des Vatikans am Friedenskongreß bestehe, wenn ihr auch nicht der bekannt gewordene Text zu Grunde liege. DaS allein genüge, um in klerikalen Kreisen einen schmerzlichen Eindruck zu erwecken. Mit anderen Worten: Longinotti.nagelt fest, daß die italienische Regierung sich mir einer zweideutigen Erklärung aus der Affäre herauszuschwindeln versucht hat. � Robertson und Repington. Gens, 18. Februar. Wie das„Echo de Paris" meldet, sieht die Demission Robertsons mit der Verhaftung Repingtons im engsten Zusammenhangs. Robertson u nto rri ch- tesie Repington über die Beratungen und Beschlüsse der Konferenz von Versailles. Repington Verlvertete diese Informationen zu dem bekannten Morrting-Post-Anikel, der RspinKton» Verhaftung zur Folge hatte. die Vertreter öer Ukraine über Sozialismus««» öolfchewismus. Zurzeit befindet lim eine ukrainische Delegation in Berlin, wesentlich bestellend aus den'elben Persönlichkeiten, die in Brest-Litawst als Vertreter der Ukraine den ersten Friedensschluß unterzeichnet haben. Mit einem Mitglied der ilbcrdnung, Professor O st äp e n k o. batte ein Vertreter des„Vorwärts" ein längeres Gespräch, dem auch ein Mitglied der deutschen ReichSiagSfrecktion Wime verschiedene anders Vertreter der Ukraine, darunter auch M. Lewhtsikvi beiwohnten. Professor Ostapen ko betonte eingangs seiner Darlegungen ausdrücklich, daß auch die»gegenwärtige Regierung und Roda der stkraine durchweg sozialistisch ist. was die deutsche Ar- beilerschaft leider viel zu wenig wisse. Sie besteht aus Sozial- rcholulionären sind Sozialisten, die beide auf dem Boden des Marxismus stehen, und zwar überwiegend in der Zentral-Rada die Sozialrevolutionäre, in der Regie- rung die Sozialdemokraten. DaS ist ein Beweis für dem Stand der Einigkeit in der Ukraine, wo sich die Bewegung nickt wie in Groß-Rußlemd zersplittert und gespalten hat. Eine aut den? Boden der Ukraine, gewachsene bolschewistische Bewegung gibt es nicht; was in der Ukraine an Bolschewismus existiert, ist im- Portier! aus Petersburg und Moskau. Die bolschewistische Regierung hat gang systematisch von der ukrainischen Front die ukrainischen Truppenteile entfernt und nach Norden geschickt, so daß an der ukrainischen Front nur noch Bolschewisten zuruckblieben. Den Waffenstillstand hat sie be- nutzt, um die bolschewistischen Truppen der Nordfront gegen die Ukraine, in Bewegung zu setzen, io daß sie diese völlig belagert. Wie sieben nun die ukrainischen Sozialisten zum Bolschewismus? Die ukrainische Idee ist dem Bolschewismus im Wesen feindlich. Tie Ukrainer sind sich, ebenso wie die deut- scheu, englischen, srcmzosiscken Sozialdemokraten einig, daß in Ruß- land nach dem Stand der ökonomischen Entwicklung nicht der So- zialismuS mit einem Schlag eingeführt werden kann. Anders denken die Bolschewisten. In Groß- Rußland sind sie autokratische Selbstherrscher und wollen dasselbe in der Ukraine erreichen. Tie Ukraine heute schon aus sich heraus ein geordnetes Staatswesen ge schaffen, sie hatte dies arganiswet unter dem Druck des bolsche- wistischen ChaoS. Sicherlich eine beachtliche Leistung. Wäre der Bolschewismus eine ukrainische Bewegung, dann wäre er keine Gefahr, denn.auch der ukrainische Bolschewift bleibt ukrainischer Patriot". Nur Leuin und Trotzki sind ohne jedes Nationäkgefühl, ihnen ist die Ukraine«in Gegenstand wie Tisch oder Bank. Wenn es für die allgemeine soziale Revolution nötig wäre, daß Rußland verschwinde, dann wären sie auch dazu bereit. Kein deuffcher, französischer oder englischer Sozialist würde das für sein Land wollen. Tie sozialistischen Erperi- mente, die sie mit dem Lande machen, bedeuten eine Gciabr für die Mrchne, und deshalb fei es gerade sozialistische Pflicht für die Ukrainer gewesen, nicht nur den ideologischen, sondern den wirklichen Kanips gegen den Bolschewisin.us zu»ihren. Im Brest-Litowsk mufften die Versuche, sich mit den Bolschewiki zu verständigen, aß'ebrochen werden. Denn den Bol- kchemiki war Boest-Litowsk ffuch nur ei" Mittel zur En t- iachung der«uroväi scheu Revolution. Das konnten die Ukrainer nicht mitmachen, für solche Ausgaben baben die ukrainischen Sozialisten weder Mach! noch Organisation. Sie glaubten, dem europäischen Sozialismus zu dienen, wenn sie sich als kräftiger Bruderstamm organinerten. Zur Wal, rung ihres sozialistischen Gewissens müssen sie betonen: der in Brest- Litowsk von ihnen geschlossene Frieden ist ein durchaus de- mokratischer Frieden, er enthält weder Annexionen nach Kontributionen und bringt einen auS freier jjeberein- kilnft geschlossenen Handelsßevirstgt Es ist der Frieden, wie rbn daS wkr ai n i sch« B o l k und die deutsche UrSeiters chatt gebraucht hat.»Wir sind nach Brest gekommen'»rit dem Wunsche nach allgemeinem Frieden. Aster fegen Sie selbst, ob die Ukraine als eben entsrandener Staat bei ihren Kräften einen eni- scheidenden Einfluß auf sein Zustandekomtwen haben konnte?" Aber hoffentlich wird auch der Separatfrieden den allgemeinen Frieden fördern. Ans die Frage, ob die ukrainffchen Sozialisten nur einen w i r t s ch a f! I i ch- p o l i t i schen Kampf gegen den Bolschcwis- mus führen oder ob sie nicht auck für eine LoSlösung von R u ff l a n d eintreten, antwortete Professor Ostapenkot Tie Radä bat selbst als erste die Schaffung eines Föderatip-StaareS aug»'rsgt. Jetzt ist ein Föderativ Staat unmöglich geworden, wir erstreben nur nach ein Z o H b ü n d n i s. Frage: Gilt diele Haltung nur für die Regierungsdauer der Bolschewik»? Antwort' Auch darüber bin aus. Denn nach unserer Voraussicht wird auf den Bolschewismus die Reaktion in G e st a l t. d e r Monarchie folgen. Aster selbst mit einem repu- blikanifchen Rußland erstreben wir»mr ein Zollbündnis. Denn auch in ökonomischer Beziehung ist Rußland keine Einheit, fondern ein Koloß auf tönernen Füßen.'Welche wirtschaftliche Interessen- gerne iischost gibt es zwischen Kiew und Wladiwostok oder Archangelsk? Wenn in den ftüftcren Kundgebungen dar Rada dieser Standpunkt nickt hervorgetreten ist, so war das nur ein Moment der Taktik, denn im Anfang der Revolution war es gefährlich. selbst nur das Wort Autonomie aus msprechen. Fraget Sie haben den Bolschewismus als großrussischen ImMrt bezeichnet, gibt es nicht auch eine ukrainische bol- schewistischc Partei? Antwort: Es gibt keinen einzigen Ukrainer, der im Leninschen Sinne bolschewistisch gesinnt ist. Das erkläre ick mit der größten Besiintmtbeit. Gerade im Indnstriedezirk habe fei,(Prof. Ostäpenko) jahrelang gewirkt und kenne die dortigen Verhältnisse genauestens. Die Arbeiterräte von Ehartow und im Don-Gebiet haben das Verlangen der Rada nach nationaler Selbständigkeit gebilligt und gutgeheißen. Der Charkower Aufstand wurde erst entfacht von bolschewistischen Regimentern, dir in Charkow eindrangen und dort hausten, daß sich die ehrlichen Bol- schewisten dessen schämten. Unser Vertreter ging dann noch auf den Hilferuf au die Mittelmächte ein und fragte die ukrainischen Vertreter, ob sie gegen diesen Schritt nickt naheliegende Bedenke» getabt hätten. Hieran» erklär! en Ostapenko und Lcwtstsiki ettoa folgendes t Tie Bolschewisten bekämpfen uns in der skrupellosesten Weise. Ihre slrmeen bestehen nicht aus Sozialisten, sondern aus dt« zweifelhaftes«!» Elementen, auS Landstreichern. Arbeits- icüenei», ja Zuchthäuslern. In Kiew hat man z. B. 1200 Zuchthäusler befreit und in die Rote Garde eingereiht slm der Spitze der bolschelnistischen Soldaten stechen �die gewesenen Gendarmen der Ochrana(!>'? zaristischen Geheimpolizei� Können wir Leute als anständige Sozialisten ansehen, die mit Hilft der zarischen Gendarmen unser Land Joergeioaltigen. die besten Köpfe des Sozialismus verhaften und Frauen und Greife morden, weil sie nicht ihrer Ansicht find? Gegenüber diesen Horden befindet sich die Ukraine im Stande tckft äußersten Notwehr. Am Schluß der Unterredung baten die ukrainischen Vertreter, dem deutschen Proletariat die besten Grüße und Wünsche der ukrainischen Sozialisten zu übermitteln, ein Auftrag, den wir hiermit gern zur Ausführung bringen. ** Ein Bortrag NohrbachS. In der Habelbrauerei. Bergmannstratze, sprach gestern abend Dr. Paul Rohrbach über die Bedeutung des Friedens mit der Ukraine. Er sagte: Es gibt fein Rußland mehr und es wird keines mehr geben. Es gehört wie das Römische Reich als geschichtlicher Begriff der Vergangenheit an. Rußland war nie eine Einheit, unsere Politik hätte schon lange, auf drei ,. Rußland«" eingestellt werden müsset». Die altruistsche Geschichte»st«ine ukrainische.(„Kiew ist die Mutter der russischen Städte" sagpe ein Dichter.) Einer viel späteren Zeit gehört das moöko- ipitifchc RvtzlavS cm.'Da» dritte Element kann man«UZ Fremd rußland siezsfchnen. Der SelMäistssgfei ftfet atp i der Ukraine gegen das Moskowitcrtum hat fest nie ganz ausgesetzt. Der Ukrainer ist vorwiegend ein Dauer, die gebildete Lbe'r- schicht ist sehr dünn und obendrein mit großrussischen Elementen gemischt. Tropen» hat sich der L oslöfen gsvrozcff der ukrainischen Nation vom Russenium immer wesentlicher vollzöget», die heute vollendeft Taifeche war in ibren Ursachen lange vor dem Kriege gegeben. Aehnlich wie die Losreißungsbeftrebimgen der Pole»», Lftaiien, Finne» vom Moskowitcrtum. ES steht zu erwarten, daß die Anerkennung der Ukraina und der Friedensschluß»nit ibr uns eine große wtrffchaftliche Hilft ist. Aber die politische Wirkung ist bedeutend Whcr einzuschätzen. Die Zertrümmerung des„Kolosses auf tönernen Füßen"", des mosko- wi tischen Zarismus, ist der größte Erfolg des Krieges, sein höherer Zweck. Die Erreichung dieses Zieles ist einerseits den deutsche»» Waffen, andererseits der.» kühnen Entschlüsse des ukrainischen Volkes zu danken." Drei Mitglieder der ukrainischen Wirtschaftskommission waren erschienen und nahmen' nach Dr. Rokftbach daS Wort. Zuerst sprach Prof. Schafarenko(Kiew) auf Ukrainisch. übersetzt vew seinem Begleiter Redakteur B u r b c l a. Der letztere ergriff zu längeren Ausfiihrungen das Wart, in denen er sich auch aufs heftig?« gegen Trotzki. den er des N e r o i s m u s bezichtigte. 'vandte. Die Bolschewiiten hätten keinen Grund, der Ukraina den Vorwurf der Gegenrevolution zu mache»:. Die junge VolksrepuÄäk besitz« das Muiter einer Verfassung. Er möchte betonen, daß es der innigste Wunsch der Ukraine sei, in Freundschaft mit dem deutschen Volke zu leben!_ Zord Cccilö Abneigung gegen den völeerbundplan. Trcvclyan für Bölkerdemokratie. Das Ziel einer Liga der Nationen spielt in den Friedens- zielen der westlichen Demokratien eine nicht geringe Rolle. Es scheint, daß diese Popularität der Idee anfängt, den Entente- Staatsmännern unbeauem zu werden. Das Reutenche Bureau meldet, daß es Lord Robert Cecil nach weiteren Einzelheiten über seinen Plan einer Liga der Nationen befragt habe, den er im Parlament angekündigt habe. Lord Cecil ant- wartete, das'ei ein G e g e n st a n d, d e n e r nicht zu er- ort ein wünsche, aber er habe nichts dagegen, in allge- meinen Ausdrücken seine persönlichen Ansichten über die Vor- teile und Schwierigkeiten irgendwelcher derartiger inter- nationaler Organisationen niederzulegen. Als Hauptschwierigkeit bezeichnete EecU die praktische Frage, wie man die Entscheidungen oder Beschlüsse einer Liga der Nationen ff» Kraft setze. Von Anfang an ntüsse man klar darüber sein, welches Gesetz man erzwingen wolle, und daß dieses Gesetz so einfach als möglich sei. Ein Vorteil des Krieges werde der heftige Wunsch sein, die Wiederkehr eines solche»» Ereig- nisfts zu verhindern, und dieser Umstand würde auch die intet- nationale Stimmung geneigter machen, aber wie'vohl er es eroosse. zweifle er daran, das» rS möglich sei, d i e Volker der Welt dazu zu bringen, sich völlig unter die Herrschaft irgendeiner internationalen Organisation zu st e'l l e n. Er sei geireigt, ziemlich vorsichtige Maßregeln anzustreben, denn damit dürfte man nach seinem Emvfin- den sicherer vorwärts kommen, als weu»i nun» zu rasch vorwärts stürme. Er würde es als einen großen Schritt anftben, wenn man zu eiiter Bestimm u n g käme, daß niemand einen Krieg beginne, bevor nicht m einer oder der attderen Weife ftine Sache einer internationalen Erwägung unterworfen worden sei. Mit anderen Worten, man»nützt« ztrnächit sich eher an? rnrcrnativnale Kanftreuzen als auf intcntatiiiuale Gericht»- Höf« verlasse«, falls strittige, lebsnSnffchiig- Fragen vorliegen. Die wünschenswerteste Maßnähme sei eS, die Völker der Welt dazu zu bringen, Meinimgsverschiedercheiten durch«in andere Matzregel beizulegen als durch den' Krieg und sie an Erörterungen, Debatten und Konferenzen zu gewöhnen, als an die regelmäßigen AuskunstS- mittel. Obwohl eine vollkommene Liga der Nationen all« K u l- turvölker umfassen müßte, wäre es möglich, daß man m i r einer beschränkteren Zahl zu beginnen habe. Zum Schlüsse sagte Robert Cecil. daß ein ellgemeines wirtschaftliches UebereiuHommen unter den wichtigsten Völkern der Welt, falls es durchgeführt würde, eine furchtbare Waffe gegen die Uebcltäter wäre. Lord Cecil ist also keineswegs eingenommen für die Völkerbundidee. Er legt ihr mit sanften Redebewegungen die Schnur um den Hals und will nur einen Teil der Völker ligieren. Es ist nickst ohne Reiz, in dieser Verbindung den auf diese Idee bezüglichen Passus aus dem demokratischen P r o g r a m m des englischen Pazifisten und chcnialigen Ministers Charles T re n e l y a n zu lesen, das dieser soeben in der Wochenschrift.Nation" mit der Hoffnung veröffentlicht, es werde die Arbeiterpartei und den radikalen Teil der libe- ralen Partei auf seine Seite bringen. Zum Punkte„Inter« Nationalismus"� „Kein Friede, der den Krieg beendet, kann Sicherbe» t bieten. sondern lediglich dft Politik, die ff» den nachfolgenden Iahren verfolgt wird. Eine Liga der Rattvnen wird ein Betrug und bloher Schein sein, bevor hier eine allmächtige Partei besteht, ent« schlössen, die britische Kriegsmacht auf ein Minimum zu beschränken tnid sie unter Kontrolfe zu halten, jedes Pribatinteresse in der Waffenstchrikatton abzuschaffen, jede imparidRstische Intrige im Keime zu ersticken, die offene Tür in allen unseren Kolonien und den freien HandA bei uns durchzufübre»», organisierte Ver- binduirgf!» mit den deatokratifckftn und sozialistischen Parteien anderer Länder zu gemeinschaftlicher Aktion und zu gerne iusamem Widerstand gegen jede Form von Militarismus zu begründen." Trebelyans nächster Programmsatz lautet:..Die einzige Sicherheit gegen imperialistische Intrigen ist eine organi- sierteDemokratie." Der Krieg auf öen Meeren. Berlin, 17. Februar. Im westliche» Mittelmeer wurden vier bewaffnete Dampfer und zwei Segler mit rund 29 000 Br--Reg.-Ty. vernichtet. Hierdurch wurden hauptsächlich italienische Reedereien geschädigt, die dabei drei Dampier und zwei Segler verloren und zwar: die Dampfer Participation(2843 Br.-Rcg.-To.) mit Apfelsinen nach Liver- pool. Caprera(5040 Br.-Retz.-To.) und ein»»»bekannter italienischer Dampfer von etwa 3000 Br.-Reg.-To.. sowie die Segler Emma Felke und Sgncse Madre mit Farbrinde. Der vierte ver- senkte Dampfer war der englische TruppentranSportdampser Minne- tonka(13 538 Br.-Reg.-To.), von dem 10 Gefangen- eingebracht wurden. Der Chef deS AdmiralstabeZ der Marine. Kleine Kriegsnachrichten. Siebenbürgen ruffenfrei. Der Tölgyefer Stuhrbezirk beS Korn»fei Cfsii, der östliche Bezirk Siebenbürgens, ist von den Russen, die diese», Streifen ungarischen Äodews noch besetzt hielten. nunmehr verlassen worden. SiSconnt««rthtlisfe hat den Posten eutes Diretrars der Propagouda in fctvtzücheu Ländern angenournwn. Sie Msfthußberatung öer Wahlrechtsvorlage. s Fällt die Regierung um? Am Schluß der ersten Sitzung der WaHlrechtSkommisfton, die sich mit dem Kernpunkt der Vorlage� dem gleichen Wahlrecht, beschäftigte, gab der Vizepräsident, des Staats- ministeriums Dr. F r i e d b e r g eine Erklärung ab, die bei all ihrer Unbestimmtheit und Dehnbarkeit doch daraus schliefen läßt, daß sie in der Frage deS gleichen Wahlrechts bereit ist, mit sich handeln zu lassen. Auf die Frage eines Nationalliberalcn antwortete Dr. Friedberg, daß er zwar dem Staatsministerimn nickst vorgreifen könne, daß er aber glaube, daß ein M e h r st i m m e nw a b l r e ch t. das die Z u s a tz st i m m e n abhängig m a ch c v o n Eigenschaften, die jeder Wähler erwerben könne, mit dem Grundgedanken der O st e r- bo tschaft und des I u li- E rl ei s se s vereinbar s e i. Diese Antwort weicht von den früheren Erklärungen «des Vizepräsidenten des StaatsnnnisteriumS ab. Hatte man br.aerdsn Eindruck, daß sie in der Frage des gleichen Wahlrechts nicht nachgeben, sondern im Falle seiner Ablehnung von ihren verfassungsmäßigen Mitteln Gebrauch machen werde, so ist jetzt dieser Eindruck verwischt. Mehrstimmenwahlrecht bleibt Mehrstimmenwahlreckst auch dann, wenn sich die Stimmenzahl lediglich noch der Zahl der Kinder bemißt. Gibt sie hier noch, so hat sie den festen Boden unter den Füßen verloren, und dann gibt es kein Halten niehr. Jeden- falls hat Herr Dr. Fricdberg der Vorlage seiner eigenen Re° gierung durch diese Erklärung �keinen guten Dienst erwiesen. In der MoniagSschung des VerfassnnagSausschusses des Abge- ordneten Hauses erhoben vor Eintritt in die Tagesordnung n a- tionalliberalo, konservative und fteikonscrvative Ltedner Angriffe auf die Regierung, taeil die»Nordd. Allgei«. Zeitung" in ihrer ZeiwngSschau einen Artikel der.Franks. Zei- tuug" lyiedcrgegeben hat. der den Konservativen und Nationallibe- ralen Verschleppung zmn Vorwurf machte. waS von diesen als Beleidigung bezeichnet wurde. Man wies darauf hin. daß diese Behauptung mit den Ausführungen Dr. Friedbergs und auch mit der durch W. T. L. vcröffcnckichten Acußerung-des Grasen Hert- ling ist Widerspruch stände und verlangte, daß die Regierung nicht nur. wie sie es tat, die Verantwortung für die Zeitungsschau ber�.Nordd. Allgem. Zeitung" ablehne, sondern auch für die Zu- tunfi den Abdruck derartiger Artikel in ihrem Organ verhindere. Das lehnte Mischer Drews ab, da die Regierung nicht den Inhalt deS Blattes vor seiner Veröffentlichung zu prüfen habe. Daranf wurde§ 2 erledigt. Er handelt vom Ausschluß vom Wahlrecht und hat mit den dazu gestellten Aniräzeu einen Unterausschuß beschäftigt. Verschiedene dieser Anträge wurden für die zweite Lesung zurückgeiielli. und der§ 2 wurde in der Fassung angcnom- isen. daß vom Wahlrecht ausgeschlossen sind solche, die entmündigt sind oder unter vorläufiger Vormundschaft stehen, über deren Ver- tuögeu das ÄonhirSvcrfahren schwebt, die der bürgerlichen Ehren- fechte entbehren, denen die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Llemter abgcht. die unter Polizeiaurncht stehen und die während des letzten Jahres ein« Armenunterstützung aus öffentlichen Mit- teln erhalten haben. Hierunter fallen nickt die Pflege oder Unter- ftützung des Wählers oder eines seiner Anachörigen in KrankheitS- fallen, die AnstaltSpftcge eines Angehörigen wegen körperlicher jmS sie enthielten sich der Abstimmung.— Es folgte die Beratung des z 3:„Jeder Wähler hat ritte wlirnwt". SEiazu liegt der bereits mitgeteilte konservative Antrag auf Plural- und verufsständischeS Wahlrecht vor. Ein Konservativer führt aus: Genade in der letzten Zeit sind utknitande eingetreten, die aus die Reife des Voltes ein be- jondereS Licht zu werfen geeignet sind. DaS sind die traurigen Er- faheunigen des Streiks. Seit!« Verurteilung dura, den Minister NN �staatshaushelts-Ausschuß Linnen wir unterschreiben, aber an- derer Meinung sind wir, wenn der Minister hinzugefügt bat, daß dieser Streck �setn Vertrauen in das Volk nicht er- lK-.si-K r" wnne. Es ist nicht richtig, daß nur eine kleine Anzahl Vkiics vergessener den Streit inszeniert bat. 200 000 Streikende in Berltn oder 1.2 Proz. sind keine kleine Minderheit, und draußen im Lande sport die Zahl verschiedentlich stock größer. Der Kern unseres Volles m durchaus gut. aber das Voll ist gerade in den Industrie- jenixe* heute noch allzu fest in der Hand von gewissenlosen ,!;noU� J 0t?a.tüPiR' und diese treiben Dinge, die man nur alö Landesverrat bezeichnen kamt. Di« Macht der Ar- o e t te r f ü h r« t ist ketne geringe und leider ist der Einfluß der- zenrgen Arbetterfutzrer. die auf dem Boden der Vaterlandewertri. d-gung stehen, dauernd im Sinken. Der beste Beweis dafür ist. daß letzt iviovr-um zum Streik aufgefordert wird. Der Streik ist Mcht �u�flutz e:nes vevbrccher rschen Leichtsinns einiger weniger gewesen sondern etn Symptom für den Machthunger t n z einer paltttschcr Führer und fiär die poli- Unretfe weiter Teile des Volkes. So tüchtig unier Volk auch sonst ist- für das Wahlrecht ist rZ nicht reis. Da-i pat aiich die Rede bewiesen, bte neulich das faziademokratische Mit- guev des t-taatShauShalt-AuSschnsses Braun in der Strei'.debatte geiMren hat.� Man darf auch nickt vergessen,'wie feindlich heute etn Ami der äußersten Liitfen der Kirche gegenüber steht. Wollen Sie - H?rrn Hoffmann verführten Teil des Voltes das geben, i»-irchlicben �Fragen mit zu entscheiden? Wir kam- � Ä zu r u s s i s ch« n Vcrhälinisseir. Jiu poli- tua>en Kamps hat noch immer dte Partei den Sieg davongetragen, lue d« radötalsten Forderungen stellte. Auch heute wird es so sein, � wir diesen Weg gebest, sehr bald der ?■ if � v Sozialdemokraten von dem linken niedergelegt tt.trtt W,r werden dann ntcht»ehr auf dem Wege der Vernunft b. ecken, die �e.denschaften werden siegen und unsere Kultur wird zu Grunde gehen. Vizepräsident des SiaatSminiHeriumS Dr. Friebber«: Der Vorschlag der Konservattven hat mgentlick meine Ern-a-tungen Ubertrossen, dm nick: nack der� Richtung eitler größeren AuS- dehtlung, sondern einer Beschränkung des Wahlrechts gingen Kleine Bundesstaaten können sich den Lurus gesiat'en ein berufS- ständisches Wahlrecht zusammen mit einem allgemeinen Wahlrecht anzuführen, srseil sie kein Zweikammersystem haben, aber in großen Staaten ist daZ nicht möglich. Wir svürden es dann erleben, daß die Ziveite Kammer im wefenlicken zu einer wirttchafttichen' Bct> hniirS** i*y Wo-r Sti» HrtTtHWfWtl ITtth a viTl___' e'. 21. cm■' i"U4' 4 wviumuftku Öliia) CtilßC: w s?.38a5Icn in eistet- Kammer zusammenfaßt, ein gerechtcrer -rus,sSelch aller Interessen zu ertvarten ist. Der Grundge- ,r konservativen flntragcS ist nickt neu. Aber e. n e s I t alles svas bisher vorgeschlagen'wurde, auf d e si 5,°? k-«r, bedeutet eine s o l ch c Ungerechtigkeit, daß das -Z*'"ft' enl�dsi,'fetn geradezu eine gereckte Vertretung tbnt oeaen- uver w-rre. �.azu kommt- daß man sogar die indirekte Wahl hin- tnbr-nat. dte di- Regierung letzt beseisiaen will. Der Antrag ist un a nn e h in b g r. Bezüglich des Bluralwablrech�s kann ick angeven, daß xz auf dent Beschluß vom letzten Sonnner ausgenaut sin e» wetckt aber doch in einer Beziehung davon ab, und.ura> dtefe Aenderung bekommt der gaitzc Antrag einen solchen agrarischen Esnsckkag. haß selbst die Anhänger des Plural- Wahlrechts vom tetzteu Sommer kaum in dar Lose sein Würden, ihm zuzustitmnsn. Im übrigen kmtn ich nur cmfs neue erklä««. daß Wir bereit sind, im Rahmen unserer Borlage Vorschlägan aus Aenderung zuzustimmen, daß aber ein Pluralwählrecht auf Grund des Vermögens für uns unannehmbar ch. � Minister des Innern Dr. TrewS: Wenn trotz aller Per- hetzung noch sticht 10 Proz. der deutschen Arbeiterschaft am Streik teilgenommen, die übrigen 00 Proz. sich aber im staatserhallendcn und patriotischen Sinne betätigt haben, wie" kann man dann diese 00 Proz. als unreif erklären und ihnen das Vertrauen entziehen? Glauben Sie. daß Sie die Kluft Mischen den verschiedenen Volks- klaffen dadurch aussüllcu können? Sie wird dadurch verewigst Sie auszufüllen ist aber das Ziel der Regierung. Rid# der Druck der Masse oder der Straße, sondern d'.e �leberzeugung, daß?nser innc- res Leben vergiftet sein wird, wenn wir jetzt nicht einen ernsten Versuch machen, die Kluft auszufüllen, Hot uns zur Einbringung der Vorlage veranlaßst We außerordentlich sveit der konservative Antrag von dem Prinzip der Regierungsvorlage abweicht, ergibt sich daraus, daß die Gruppe Landwirtschaft 28 Proz. Mandabe zu viel, Handel und Industrie 50 Proz. zu wenig, freie Berufe und Beamte 180 Prog. zu viel erhalten würden. Diese Unterschiede werden aber noch ganz autzerordentlich Verstärkt, wenn man sich die Verteilung innerhalb der Gruppen ansieht. Unter dem Dreillassen- wahlf!)stem würden sich die Mandate der von den Konservativen ge. Wims asten Klassen verhalten wie 10:3:1, nach dem konservativen Antrag aber in der ersten Abteilung wie 130:3,3:1, in der zweiten wie 330:3,6:1. Das neue Abgeor dnetenhaus würde noch plutokratisckcr zusammengesetzt sein als d a s, b t s b e r i g e. Die Sozialdemokraten, die bei der letzten Reich-tagSwähl eöva 33 Proz. der Stimmen erhalten haben, wür- den durch den konservativen Antrag auf'25 Proz. sinken. Da? Ge- samtbild würde dadurch nur noch plutokratischer. Ctn Fortschrittler tritt m best ernsteste-.'. Worten für das gleiche Wahkrecht ein, kündigt eisten Antrag auf Verhältniswahl in den dichtbevölkerten und gemischtsprachigen Wahlkreisen an und hält den Nationalltbercsfen ihre große Verantwortung da? Augen. Der Sozialdemokrat führt äuS: Während die Konservativen sonst imtster dagegen protestieren, daß den Arbeitern gewisser- maßen als Belohnung für ihr Wohlverhalten das gleiche Wahl- recht gegeben würde, erklärt ihr Üledner fetzt, man dürfe es den Arbeitern wegen deS Streiks nicht geben. Es ist eine bekannte Methode, es ismner so hinzustellen, als ob der Streik nur von gewissenlosen Agitatoren inszeniert sei. Der Streik hätte aber niemals einen solchen Umfang annehmen können, wenn nicht der Boden dafür vorhanden gewesen sväre. Dieser Boden aber ist die Unzufriedenheit der breiten Massen mit den schlechten Er» nä h r u n gs v e r hä l in i i sen, das Tretben der Vater- landSpartei und das Verhalten der Wahlrechtsfeindc in der Kommission. Selost ttt den Reihen der katholischen Arbeiter herrscht tiefe Unzufriedenheit. Wenn der Konservative davon sprach, daß fetzt wieder neue Streiks mszenien werden sollen, so hätte er tsn Interesse der Wahrheit hinzufügen sollest, daß d i e Gewerkschaften ausdrücklich davor warnen. Un- erhört ist es. dem prenßis'chen Volk die politische Reife abzusprechen. Damit zeigt der Konservative nur, daß er das Volk überhaupt nicht kennt. Im Volke herrscht die Stimmung, daß es um f ei si� höchst es Recht betrogen werden soll. Wll man des: Staat vor inneren Erschütterungen bctvahren, dann stelle snan sich auf den Boden der Regierungsvorlage. Von den Kon- servaliven wird es schließlich abhängen, ob unsere Entwicklung sich in ruhigen Bahnen vollziehen oder andere Bahnen wandeln soll. , Gin Freikonservätiver kündigt irostisch einen Antrag auf Etn- fuhrung des gleichen Wahlrechts in den Gemeinden an und, erklärt, dckß sür ft-ine Partei nur ,däK Pluralwahlrecht, nicht das ständische. in. Frage komme., ©in Konservativer sagt den Untergang de i alten Preußen? unter dem gleichen Wahlrecht voraus und fragt nach dem Verhalten der Negirssutg gegenüber einer Mehrheit ans Forischriiilesm, Polen und Sozialdemokraten. V izeinintsterpräsident Dr. Friedberg meint, das Argument vom Untergang des alten Preußens würde durch seltenere An- svendung an Eindruck gewinnen. Man hat es auch bei der Ein- führung der Verfassung, der Kreis- und der Ländgeineindeordnung gehört, es bat sich aber nicht bestätigt. Gegeirüber einer wider- strebenden Mehrheit müsse die Regierung ihren Willen durch Anwendung der verfassungsmäßigen Mitsei durchzusetzen oersuchen; das kömse auch gegenübe? der Rechten einmal noiivendig werden. Die Minister sind verpflichtet, die königliche Botschaft in die Tat umzti setzen. Ein Nationalliberaler behauptet, bei Verhandlungen im Reichstage Härten sich sehr einflußreiche Sozialdemokraten für ein Pluralsvahlrecht asisgesprochetr. l?!) Das berufsständiscke Wahl- recht erscheint dem Redner gangbar. Er fragt die Regierung, ob eine Zusatzstimme für Alter, Kinderzahl, Seßhaftigkeit oder Bil- duug vereinbar sei mit dem Geiste der königlichen Botschaft. Dr. Frirdberg: Ich kann darüber erst nach Befragung deS S taats m in i steri»ms bestimmte Auskunft geben. Gewisse Modifikationen der Vorläge au? natürlicher Grundlage, so daß jeder Staatsbürger in dar Lage ist, sich diese Eigenschaften zu erwerben, können vb n uns vertreten werden. Ob die vom Vorredner vorgebrachten Momente dieser Voraussetzung entsprechen, muß gründlich geprüft werden. Weiterbcratung Dienstag._ Antrag auf Haftentlassung öes �bgeoröneten öittmann. Abg. Lcd cbour hat im Reichstag den Antrag eingebracht, den Abg. Tittmann für die Daner der Sitzungs- Periode des Reichstags aus der Haft zu entlassen. Der Ar- tikel 3t der Reicksversassung sagt in seinem Absatz 3:.Auf Verlassgen deS Reichstags wird jedes Strafverfahren gegess ein Mitglied desselben und jede Untersuchungs- oder Zivil- Haft für die Dauer der Sitzungsperiode aufgehobesi." Zuchthaus für SchleichhänÜler unöwucherer Die Verabschiedung der Schleichhandels» und Wucherer-Ver- ordnnng durch den Bundesrat sieht bevor. Die Vorlage ist mir kurz, iodaß anzunehmen ist, daß sie die einschlägigen Ausschüsse bald passiert hoben wird. Wie man vernimmst richtet sich das Gesetz nicht gegen die Käufer, die Lebensmittel nur zum Äerbrauch im eigenen Haushalt kaufen, sondern gegen die Händler, die Ware zum Weiterverkauf, also zu SpckulationSzwecken, erwerben und unter Verletzung der den Verkehr mit ditscn Waren regelnden Vorschi iften weiterver kaufen. Als Strafest find Geld- und Gefängnisstraseii, isi Wiederholungsfällen Zuchthausstrafen vorgesehen. Die Beliimpfunz der GeschlechtSkraukheite«. Der soeben vom Buiwesra: angenommene Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung der Geichlcckiskrankherten enthält folgendes t Ändrobung sehr hoher Geld- und Gefängnisstrafen für den im Bewußtsein der Möglichkeit einer Ansteckung gepflogenen Geschlechtsverkehr; Be- ! stranmg der sogenannten Fernbehandlung geschlechtlich Er- krankter; Emführunq der A n z e i g e p s l i ch t, der zwangsweisen Untersuchung im Falle des Berdacktes geschlechtlicher Erkrankungen > sosvie. der Beobachtung und Heilung womöglich in einer i Anstalt, Ferner eine ergänzende Srrafbestimmung zum§ 180. d«S ' ReichssirasgesetzbucheS(Kuppelparagraph) und Zusätze zu den Straf- Bestimmungen- bei Vergehen und llebertretunge« betreffend§362 des AeichSstrafgesetzbucheS» S5sähr!ges?«bNSttm öes ttaaöes öee Lanöwirte. Oldenb«rg von Jannschm» lSht schiebe«. Der Bund der Landwirte hielt am gestrigen Montag seine große Jahresversammlung ab, zwar nicht im ZirkuS, sondern in der Philharmonie, aber womöglich mit noch etwas mehr Tamtam als sonst, da man das LSjährige Jubiläum deS Bundes feierst Die Reden, die da gehalten wurden, sehen sich ihrem Inhalte nach sehr ähnlich. Von Roesicke bis Oldenburg schimpfte» si- nach Noten über die FriedenSrcsolution deS Reichstages, vertangten Annexionen in Ost und West und Kriegsentschädigungen. Dagegen konnte man diesmal nicht nach Herzenslust gegen die Regierung losgehen, weil man doch noch nicht recht weiß, woran man ist. Allerdings die preußische Wahlreform ist den Bündlern sehr miangenebm. und der Januschauer brach beinahe in Tränen ans. als er die Demütigung Preußens durch Herbeirufung von Ministem aus anderen Bundesstaaten besprach. Mit nicht zu übersehender Deutlichkeit wurde die Oberste Heeresleitung und ins« besondere ihre zwei leitenden Persönlichkeiterr gegen die politische Leitung auSzussnelen versucht, immer wieder wurden die Namesr Hsnder.burg und Ludendorfi genannt— aber die ganze Stimmung war zu lau, als daß es häufiger zu jenen donnernden Beifalls- explosionen gekommen wäre, von denen der Zirkus Busch so oft widerhallte. Die meisten Redner bemühten sich auch, den Streik im Sinne ihrer reaktionären Wünsche auszunutzen. Bus dem fach- l i ch e n Inhalt verdient nur der Vorschlag deS Frhrn. v. Wangen- heim hervorgehoben zu werden, daß die Aufbringung der RahrungS- mittel einer von den Genossenschaften bis inS letzte Dorf zu tragen- den Organisation überwiesen werden soll. Die Bauer« würden ein« ander gegensertig viel schärfer kontrollieren, als daS der Staat durch die Gendarmen könnte— die übrigens auch Mensche» seien und wüßten, was Butter, Speck und Eier bedeuteten.(Eine sehr richtige Bemerkung des Freiherrn, die in der Tat einen nicht zu beseitigen- den Mangel der ganzen Zwangswirtschaft dartut.) Unter den Rednern des Tages fehlte der BundeSdirektor Dr. Hahn, der seit längerer Zeit schwer krank ist. Den größten Ertolg hatte natürlich der Januschauer, der aber diesmal ziemlich ernst und elegisch sprach, so daß sich seine Rede schon fast wie eine Totenklagc um die entschwindende Funkerherrlichkeit anhörte. Dem Bericht der»KriegS-Zeitung�, die dem Bunde höchst wohl- gesinnt ist, entnehmen wir folgende Stelle ans der Rede de? Herrn v. Oldenburg: Niemals habe es einen Minister gegeben, der seinem Katerland so schlecht wie v. Betbmann Hollweg gedient habe, llnser« inneren Zustände seien so zerfahren, daß auf den Kanzler, der diese Dinge wieder in Ordnung bringen will, geschossen werden wird; aber vorher wird er hoffentlich selbst haben schießen lassen. (Heiterkeit«ud stürmischer Beifall.) ES find merkwürdige Deutsche und Zierden der Nation, die vor Freude heulen bei dem�edanken, daß Deutsche auf Deutsche schießen könnten. Letzte Nachrichten. Die Luftkämpse im Zanuar. Amtlich. Berlin, 18. Februar. Im Monat Januar habe« »nsere Gegner durch die Tätigkeit unserer Kampfmittel aus alle« Fronte» im ganze» 1S1 F l u g z e u g e und 20 F e s s e l b a k l» n r verloren. Wir haben 1>8 Flugzeuge und 4 Ballone eingebüßt? davon sind 17 Flugzeuge jenseits unserer Linien verblieben, während die anderen 51 über unserem Gebiet verloren gingen. Auf die Westfront allem entfallen von de« 151 außer Gefecht gesetzten feindlichen Flugzeugen: 138, von den 68 deut- scheu: 61. Im einzelneu setzt sich die Summe der feindlichen Brr- luste folgendermaßen zusammen: 107 Flugzeuge wurde« im Luft- kämpf. 35 durch Flngabwelsrkanonen, 1 durch von der Erde aus, 1 durch Infanterie abgeschossen, 5 landete« unfreiwillig hinter vnsserer Linie. Bo« diesen Flugzeugen sind 67 in unserem Besitz, 84 jenseits der Linie erkennbar abgestürzt. Außerdem wurden 11 feindliche Flugzenge jenseits unserer Linie zur Landung ge- zwungea._ Ukrainlscher Funkspruch gegen d« Bolschewistea. Berlin, 18. Februar. Die ukrainische Regierung versendet aus ihrem gegenwärtigen Regierungssitz« Schitomir einen Funkspruch, in dem es heißt: Alle«, Alle«, Allen! Jshr habt die Fsmkfprüche und die Zeitungen der russischen Bo?- schewisten gelesen, in denen diese sagen, sie käsnpfen nur mit der verhaßten Zcntralrada, Speiche dte bolschewistische Macht nicht an- erkennen will, und nicht mit dem ukrainischen Volke. Glaubet nicht daran, es ist nur Maske und ein scheinheiliger Vorwand. Noch vor zsvri Monaten hat man überall in Rußland Bern der Ukraine als von einer Oase mitten in der allrussischen Wüste gesprochen. Es war verhältnismäßig Ordnung in unserem Lande. Die Freude, der Stolz und die?lchtung vor unserem ersten, vom ukrainischen Volke selbst erwählten sozialistischen V o l kS pa rla m e n t. der Zentralrada, beherrschten unS alle, und wrr strebten danach, urcht zu vernichten, sondern aus den Trümmern deS Krieges uns in sozialer und denwkratischer Freiheit unser Lasrd selbst auszubauen. Die Bolschewisten in Petersburg, in Moskau und anderen großrussischen Städten sahen mit Neid und Haß diese Fortschritte der Kleinrufs an. Aber dies war doch nur der kleinere Grund. D-r Hauptgrund war der natürliche Reichtum der Ukraine an Getreide, an Zucker und was sonst unsere Heimat hervorbringt, und die ur- alte historische Gewohnheit des gierigen unersättlichen großrussischen Volkes, unseres alten Bedrückers» uns zu berauben und auSzu- saugen. Auf den Dörfern und Gütern ist noch eine Unmenge von G». treibe, auf den Fabriken der Ukraine noch massenhaft Zucker. Aus den Eisenbahnstationen stehen noch viel« Steinkohlen in Waggons. Leider ist die Transportfähigkeit der Eisenbahnen in fürchter'tchew Zustande. Die Knotenpunkte find vollkommen verstopft. DkS muß noch gebessert werdest. "Ter Aufruf schließt: Freunde, verbreitet die?, wenn Ihr Freunde seid. Sendet e» an alle Länder, in denen weder die Reaktionäre noch die anarchisti- schcsi Zerstörer eS verhindern, daß die Stimme der Wahrheft und der' Freiheit gehört wird.__> „Reutet" gegen„Wolfs".„ Loudvlr. 18. Februar. DaS Aeuiersche Bureau erklärt, daß das in den deutscheu Blättesw. erschienene Wolfstelegramm vom 13. Februar über ernste Unruhen in Cardisf. Ztewport, Manchester. Liverpool usrd Hnll in der zweiten Hälfte des Januar ebenso vollständig unwahr sei wie der Bericht über Kämpfe in der Oxford Street, der. kürzlich durch fcae deutsche drahtlose Telegraphie verbreite: wurde. Charles Humbert d erhaftet. Pari?, 18. Februar.(HavaS.) Senator Charles Humdert ist heute früh auf seinem Schloß tm Departement Calvados, wo er vorgestern augekomme» war, verhaftet morde». GewerWObavWM lim die Flcischverteilung bei der Firma Mix u. Genest. 14. d. M. fand im Lokal.Eckwarder Adler' in Schöneberg eine äußerst zahlreich besuchte Versammlung der Arbeiter und Ar- beilerinnen der Firma Mix u. Genest statt. Di« Ursache dieser Her- iammlung war eine Bekanntmachung der Firma am Schwarzen Brett folgenden Inhalts: Bekanntmachung fBr die Fabrik zum öffentlichen Aushang. Betr. NrbeiterauSschuß. Die gestern vorgenommene Zählung derjenigen Arbeitnehmer. welche sich dafür ausgesprochen haben, dost die nicht in den Ausstand eingetretenen Arbeitnehmer bei der Fleischverteilung zu- erst berücksichtigt werden tollten, hatte folgendes Ergebnis: Es haben dafür gestimmt:... 1325 Arbeitnehmer ES stimmten dagegen:..... 39Ö, Es enthielten sich der Stimme.. 544, Die überwiegende Mehrzahl hat demnach die obige Frage bejaht, während der Arbeiterausschuff am Tage vor der Ab- stimmung die gleiche Frage verneint hatte. Ebenso hatte in der Frage der Ausstandsbewegung die überwiegende Mehrzahl der Arbeitnehmer eine andere Anficht durch ihr Verhalten bewiesen als der ArbeiterauSschutz. Der ArbeiterauSschuff kann somit nicht mehr als Vertretung der überwiegenden Mehrzahl der Arbeiterschaft angesehen werden. Gemäß§ 3 des Nachtrages II zur Arbeitsordnung halten wir deshalb den ArbeiterauSschntz zur Erfüllung der ihm ge- stellten Aufgaben für nicht geeignet und löse» ihn hiermst auf. Neuwahlen für den ArbeiterauSschuff werden sobald wie mög- lich stattfinden. Schöneberg, b«». Februar ISIS. Die Direktion. (Unterschristen.) Nie aus dem Bericht, der in der Versammlung gegeben wurde, hervorgeht, liegt der Haltung der Firma folgende» zu- gründe: Bei der Finna Mix n. Genest haben in einem anderen Betriebe der Rüstungsindustrie ein Teil der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Woche vom 28. Januar bis S. Februar nicht gearbeiter. In dieser Woche kam nun Fleisch, daS an die Arbeiter der Firma der- teilt werden sollte.(Woher mag daS Fleisch gekommen sein?) Da iin Konsum der Firma die Arbeiter ebenfalls nicht arbeiteten, be- stand keine Möglichkeit, die Fleischverteilung vornehmen zu können und daS ganze sollte erst am Montag, den 4. bezw. am ö. Februar er» folgen. Die Firnia verlangte nun von dem inzwischen wieder fungierenden Ärbeilerausschuff, er solle damit einverstanden sein, dast bei der Fleischverteilung zunächst dieienigen Arbeiter und Arbeilerinnen berücksichtigt werden sollen, die nicht gestreikt haben. Der ArbeiterauSschuff sowie auch der Vorstand de« Konsums waren jedoch der Meinung, daß gar kein Grund vorliege, so zu verfahren. Es würde eine unnötige Beunruhigung verursachen, wenn nicht so wie immer nach den anfgestellten Listen verteilt wird, ohne Rückficht darauf, wer gestreikt hat und wer nicht. Die Direktion war anderer Meinung und drohte, wenn nicht nach ihrem Vorschlage verfahren werde, innerhalb 24 Stunden da» der Kantinenverwaltung gegebene Darlehen zurückzuverlangen und damit die Tätigkeit de» ganzen Konsums unmöglich zu machen. Alle Versuche der Arbeiterausschuhmitglieder, die Sache auS- -ugleichen, scheiterten, und schließlich nahm dann die Firma eine� Abstimmung im Betrieb vor, um sestzustellen, welcher Meinung die Arbeiterschaft des Betriebes ist. Die Abstimmung ergab nun zwar das von der Firma in oben genannter Bekanntmachung mugeieilte Reiulrat. aber bei der Feststellung der Meinung der Arbeiter und Arbeilerinnen ist nach den von den verichiedensten Seiten ge- machten Mitteilungen in einer Weise verfahren worden, dah die meisten der Abstmimenden überhaupt nicht wußten, um was es sich handelt. So nur kam eine Mehrheit für die Anficht der Direktion zustande. 7 D«S weiteren ist dem Arbeiterausschuh von der Direktion noch * der Vorwurf gemocht worden, daß er gleichfalls in der Zeit ' vom 28. Januar bis 2. Februar nicht gearbeitet habe. Demgegenüber bemerkte der Arbeiterausschnh. er habe als ArbeiterauSschuh der ganzen Frage der Arbeitsniederlegung durchaus serngestandon und sich absolut nicht um diese Dinge gekümmert. Ja. zum Teil waren die Arbeiterausichuhmitglieder sogar gegen die Arbeitsniederlegung. Als Personen aber konnten sie unmöglich weiter arbeiten, wenn die Abteilung, in der sie beschäftigt sind, die Arbeit niederlegten. Die Direktion hat nicht vermocht, auch nur im geringsten nachzuweisen, dah sie als ArbeiterauSschuh irgendwie mit der Arbeitsniederlegung am 28. Januar etwas zu tun gehabt haben. Sonst läge nichts vor und es ginge ja auch aus der obigen Bekannimachnilg nicht hervor. daß die Direktion irgendwelche weiteren Gründe für ihre Maß- nähme hatte. _ Aus der Versammlung heraus wurde durch mehrere Redner diese Darstellung noch bestätigt. Cohen, vom Meiallarbeiler- verband, der neben dem Leiter der Versammlung als einziger unter den Anwesenden war, der nicht bei der Firma Mix u. Genest bc- schäsligt ist. bemerkte zu dem Bericht, es fei ihm geradezu als un- möglich erschienen, daß allein diese Gründe die Direktion veranlahr hätten, eine solche Maßnahme zu treffen. Deshalb und entsprechend der Aufforderung einer Anzahl Arbeiter des Betriebe» habe er zu der heutigen Versammlung die Direktion schriftlich um die Enl- sendung eines Vertreters ersucht, um auch von der anderen Seite zu hören, was die Ursache zu dem ganze» Vorgeben der Direktion gewesen sei. Die Direktion allerdings habe gcantwortel, dah sie zu der Versammlung nicht kommen werde. Al« Grunv de« Fernbleibens wird angeführt, sie habe keine Gewähr, daß die Versammlung aus- schließlich von der Arbeiterschajt der Firma Mix u. Genest de- sucht sei. Dr. Cohen, könne diesen Grund für da« Fernbleiben von der Versammlung seilen« der Direktion uicht al» stichhaltig anerkennen, er nehm« vielmehr an. daß die Firma gegenüber dem Lrbeiter- auSichutz keine weiteren Gründe sür ihr Vorgehen habe und ledig- lich befürchte, mit diesen Gründen vor einer Versammlung der Ar« beiter ihres Betriebs« nickt bestehen zu können. Er bedauere die Haltung der Direktion, die durch ihre Mahnahmen in unnötiger und unbegründeter Weise Aufregung hervorrufe und dadurch«ine prompte Erledigung der Heeresarbeiten zu stören geeignet seien. Cohen erklärte weiter, dah zunächst versucht werden mühte, durch Verhaiidlungen mit der Direktion die Differenz beizulegen. Führe da« nicht zum Ziel, dann nstiffe bei der KriegSamtsstelle durch«ine Beschwerde veruicht werden, gegen die Auflösung des Arbeiter- ausschusses, der ja auch wichtige Funktionen in ÄuSlühcung de» ttlfödienstgesetzeS habe, Protest einzulegen. Sollte auch das keinen rfolg haben und eine Neuwahl des ArbeiterauSschuffeS notwendig werden oder gar vor Erledigung der Beschwerde ein« Neuwahl ausgeschrieben werden, dann müssen sich die Arbeiter natürlich an dieier AuS'chußwabl recht rege beteiligen, wobei er empfehle, dah dieselben AuSschuhmitglieder, die in einer solch eigentümlichen Welse ihres Postens enthoben find, mit noch gröherer Mehrheit wieder» gewählt werden. Die Versammlung stimmte diesen Ausführungen zu und»ahm schließlich gegen eine Stimme folgende N e s o l u t i o»» an: .Die am 14. Februar IL18 im.Schwarzen Adler' taqende Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma Mix u. Genest hat mit großem Erstaunen Kenntnis genommen von den völlig unzureichenden Gründen, mittels deren die Direktion der Firma Mix u. Genest den ArbeiterauSschuh des Betriebes auf- gelöst Hot. Da e» die Direktion, ohne ausreichende Begründung, ablehnt, in der Betriebsversammlung zu erscheinen, ersucht die Versamm« lung die Leitung des MetallarbeiterverbandeS. mit der Firma in Verbindung zu treten, um die durch die Auflösung des Arbeiter- auSickusieS entstandene Differenz auszugleichen. Lebnt die Firma diei« Verbandlung ob, so beauftragt die Versammlung die Leitung des MetallarbeiterverbandeS in Verbindung mit einer heute in der Versammlung zu wählenden Kommission von drei Mann die notwendigen Schritte zu tun. um gegen die von der Firma verfügte Auflösung de» LrbeiterauS- schusieS Protest einzulegen. Di« Kommission soll auch die Aufgab« haben, bei allen Ver- Handlungen, die durch irgendwelche Differenzen notwendig werden, namens der Arbeiterschaft einzutreieii. Die Tätigkeit dieser Kommiision gilt solange, bis der ArbeiterauSschuh bei M-x u. Genest wieder ordnungsgemäß in Wirksamkert ist.' Di« sofort vorgenommene Wohl der in der Resolution erwähnten Kommiision ergab die einstimmige Wahl der drei SubkommisstonL- Mitglieder des bisherigen ArbetteranSichusseS. Mitgliederverlust der Leipziger Gewerkschaften. Die Leipziger Gewerkschaften zählten, ausschließlich der zum Heeresdienst einberufenen, an Mitgliedern Ende 1914: 4g«03. Ende ISIS: 33 075. Ende ISIS: 32«SS. Ende 1SI7: 25«LI. Im letzten Jahr haben also die Leipziger Gewerkschaften erneut mehr als 7000 Mitglieder verloren. Im ganzen übrigen Deutschland ist die Arbeiterbewegung vorwärts gegangen. und namentlich die Gewerkschaften haben im letzten Jahr eine Zu- nähme erreicht, welche selbst die besten Friedensjahre übertraf. Rur in Leipzig, der Hochburg der Unabhängigen, wo man nichts anderes zu tun wußte, als tagaus, tagein gegen die Gewerkschaftsführer zu hetzen, bat man die ganze Gewerkschaftsbewegung gründlich herunter- gewirtschafiet. Auch die Lohnverhältnisie in der Leipziger Rüstung«- indnstrie find bekanntlich viel ungünstiger als in entsprechenden Jndustrieorten. An ihren Früchten iollt ihr sie erkennen l I» Leipzig erntet man jetzt die Früchte Unabhängiger ZersplitterungS- arbeit.__ Gerichtszeitung. Urteile der SriegSgerichte. TZege« versuchten Landesverrat« unter Zubilligung mildernder Umstände erhielt der Geiler RowoczinSky zwei Jahre, die Frauen Graul und Roy je vier Monate Festungs- Haft, der 17'/zsährig« Arbeiter Steuer wurde freige- iv rocken. Die Dreher Rohr. Liegner und Hoffmann wegen versuchten Landesverrat» je vier Monate Zuchthaus, um- gewandelt in je sechs Monate Gefängnis. Mus aller Welt. Schutzleute als Erpresser. Nachdem neulich zwei Schutzleute vor deni außerordentlichen Kriegsgericht in Köln als Erpresser abgeurteilt worden waren. standen dieser Tage wiederum zwei Kölner.SicherheitSbeamte' wegen desielben Verbrechen« vor dem Kriegsgericht. Sie hatten bei einer Haussuchung durchblicken lassen,.die Sache liehe sich auch anders regeln' und gaben dem Beschuldigten«inen Tag.Bedenk- zeit'. Am nächsten Tag brachte der Beschuldigte dem Polizisten 10« Marl. Der Polizist schob da« Geld jedoch mit einer veräckt- lichen Geste zurück:.AuS dem Geichäst mutz mindesten« ein Brauner herauskommen, da mehrere zu teilen haben.' DerBc- drohte rückte nun auch 100« Mark heraus. Ein Teil de« Geldes ist später zurückgezahlt worden. Beide Beamte, die Kriegsteilnehmer und Vater von vier bezw. fünf Kindern sind, entschuldigten sich mir ihrer schlechten wirtschaitlichen Lage. Der eine erhielt neun, der andere 17 Monate Gefängnis. DaS Gericht erklärte, mit dem Urteil abschreckend wirken zu wollen._ »se««eran»Nch»en«fir vaü mittlere vtorddeutlcklan» dt« Mittwoch mittaa. Tellwels« evoaS ueblig. sonst trocken und meljach heiter bei mähtaem Frost.__ Beranlwortlich sür Politik: Erich Kuttner. Berlin: sür den übrigen AU des DIatteS: LUsted Scholz, Neukölln: sür Anzeigen: Theodor Glocke, Berlin Verlag: Vorwärts-Berlag G. m. b. H., Berlin. Druck: VorwärtS-Buch- druckerei und VerlagSanltalt Paul Singer u. Co. in Berlin, Lindenitrahe 3. Him» t Bella»»»»d u«tcrdain>»etblatt. -li-i-ju— Liga Direktion Maat Reinhaidt. Dentschea Theater. 7 Öhr: Macht der Finataral». Kammeraplele. 7'/, Uhr: Kinder der Frend». Volksbühne. Theater am BBIowplatz. Untergrundb. Sohönh. Tor. VI, Uhr: Hcdda Gabler. Dir. C. Meinhard— H Bernauer. Theater Ii. Königgrätzerstr. 7 15 Uhr: Der Kataenatcjf. Komödienhaus 8 U- Die StraBe nach Steinayoh Berliner Theater 7 Uhr; Blftzblanes Blut. Ileselmann Trappe Hoohtamkanstler Herbert Rtthllne d. llj&hx. Klaviervirtaoso Grete Flasa rheinisohe Humoristin sowie dar evtolcrelcbe Febroar-Splelplan. Mos i. Uli Bilk. Friedrichatr. 4nk. 71;, I Letate Saison in Berlin. Nur noch knrae Zeit. Aus dem reichhaltigen j Sport-Programm besond. hervonnheben der Är&ber Moiaj Sayd mit sein. 10 dr. Kamelen. Theater lür Dienstag, 19. Februar. linstsptelbaua 7*/, Uhr: Centrai-Theater Kommandantenstraße ST. DlebionilsrJädelsT.LIaMri exotischer.Dressur akt I Gr. Auast.- I Pantomime.| Mexiko. Gr AU8St-1 Admiralspalast 7*1, ühx: Heateiclie Tänze von Schubert. Abrakadabra. Berliner Konzerttians MaaeratraOe 82. Zimiueratraße 90/91. Heute: Ü Großes Extra-Konzert■ ▼eranstaltet von Frana von Bleu. Mitwirkende; Frau Dr. Beerlaje-Reyer«, Opernafarerin, Herr Lehrecht-Goedieke, KontrabaC-Virtuoso(Mitglied des Philh. Orch.), RiooGeShardt, derfcLlOjähjr.Oroheöterdirigent. Berliner Kouzerthaus-Orcheater, Leiter: Komponist Franz von Bio». Anfang»«/. Uhr. Karten im Vorverkauf 75 PL, Abond- ... I jl Alle Vergünstig, auf geh..Kart, hier zu haben. NATION AL-THBATERI Cöponioker StraOe 03, fr. Deutsch-Amerik. Thent. I'j, Die ist richtig!... 7Vi Gr. Posse in 3 Akt. v. Dr. Uppschütz. Mnsik ▼. Bremms Sonntag 8«/. Uhr!»«ndentenllehrhen. Autfangen einer scharf abgeschossenen 40 Pfund schweren Grunato. ' S llelnya. Karl Beinach, Schul- teiter auf.Czardasförst". Zum Schluß: Mondfahrt. Voigt-Theater. Badatr. SS. Badatr. M Täglich: O diese Ehemänner! Kasjenerössn. k'/,. Ansang 71/, kl | Apollo | Fnedriohstr. 218. 7'/,| Der Flieger , von Tsingtan sowie die verblilffendon I Variete-Attraktionen. I | Theaterkuasa ab 10U.| ununterbr. geöffnet. Tägl. Vl„ Sonnt, 3'/, u?'/, Neu! Hartsteins beste Posse Der»cliöneWilheIni Neue Barl. Hefue-Bilderusw. Schluß des Hwbstem- Gastspiels am 28- Trianon-Theater »'8 am Bhf. Friedrichatr."/.B Tol.t Zentrum 4927 und 2391. Der Lebensschöler Komödie von Ludwig Fulda. Ida Wüst, Erich Kaiser-Titz, v.Möilendoiff. Flink, Kettner. Stg. 4 U. kL Pr.: Johannlefeuer. Casino-Theater Lothringer Str. 87. Tägl-'1,8 U Wieder ein aktueller Schlager. Wirklicher Humor I Kr. Srjolg! 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Tel, Mpl. 10 808 MilieMe Die SmffeiWiift nergtSheri ihre Pstanzungrn zum Frühjahr aus da» Doppelte, und ntmmi jrt>t weitete Mtt» glteder als » Moewer mit Anteilen zu 100«1.. zu 200 M.. zu 300 M. und MI zu 1000 M. auf. Krieg«- aulethe wird zum vollen Reim- wert w Zahlung genommen. Dal«emüle wird in unseren MiMSMlI an die Mitglieder billig adgege- den, dei völliger Ausschaltung de»«roft. und filctn- Zw, scheut, andtlS. Der«e- winniiberfchutz wird all Dtvi. dende an die Mitglteder verteilt. Di« alten Mitglieder find mit Swtergemüfe reichlich versorgt worden. Di« jeht neu bei. treteuden Mitglieder find b«. rechtigt, schon an der ersten Berieuung von Frühgemuic teUzunebmen.— Aukuahmr neuer Mitglieder findet statt im Laden Petersburgerftr. 4a: Montogl, Mittwochs, Freitag« 9— 12 nnd 4—7, auhcrdein Sonntag 11—1. Ferner im Laden Kovendagenerftr. 4: DicnltagS. Donnerstag«, Eoim> abend! 10—4 und Sonntags 8—10. gerner täglich bn«ct. waltuugsburea«: Burg. ktraste 27 III. 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Sür & So« Feldjoldalen: Veatsch-Voloisch- lSps. Deutsch-Frai�ösllchlbVf. 8-chHaA»lN-, verwlri». Berti, Nr. 50 ❖ 35. Jahrgang Seilage öes vorwärts dlenstag, 10. Zebruac 101S Groß�erlw Der Verbandsausschutz des BerbcmdeS Gro-ß-Berlin trat unter dem Vorsitz des Oberbürger- meisterS Mermuth am Montagvormittag zusammen. Der Ober« Präsident von Loebell wohnte der Tagung bei. Es wurde vom Ver- bandsdirektor Dr. Steiniger und Geh. Baurat Krause über die Ts- rifverhandlungen mit der Hochbahn berichtet und ein Antrag der stadt Berlin auf Fortführung der Rord-Südbahn bis zum Her- inannplatz in Neukölln genehmigt. Sodann wurde der Entwurf für den Haushaltsplan des Verbandes für das Rechnungsjahr 1S13 beraten. In dem Entwurf ist auch das Ruhegehalt des Verbands- direktors eingestellt worden sowie die Umlage für die angeschlossenen Gemeinden für das Rechnungsjahr 1918. Di« Große Berliner Straßenbahn hat in der Tariffrage das i m Berkehrsfteuergesetz vorgesehene Schiedsgerichtsver- fahren beantragt und hiervon dem Verbände Groß-Berlin mit der Mitteilung Kenntnis gegeben, daß sie als ihren Vertreter in diesem Schiedsgericht den Syndikus der Berliner Handelskammer, Rechtsanwalt Ed. M e h e r st e i n, ernannt habe. Die Große Ber- liner Straßenbahn schlägt ferner vor, als Obmann des Schiedsgerichts den Generaldirektor Sch r i m p f von der Allgemeinen Lokal- und Straßenbahngesellschaft in Berlin zu wählen. In dem gleich- zeitig eingereichten Antrag an das Schiedsgericht beantragt die straßenba hngesellschaft die Einführung des Ib-Pfennig-EinheitS- tarifs. Der VerbandSauSschuß bat sich in seiner gestrigen Sitzung auch mit diesem Antrag beschäftigt und beschlossen, ihn zur weiteren Er- lcdigung und zur Ernennung eines Vertreters des Verbandes im Schiedsgericht dem von der Verbmidsversammlung eingesetzten 25gliedrigen Sonderausschuß zu überweisen, der, wie verlautet, be- reiis am heutigen Dienstag zu seiner ersten Sitzung zusammen- :reten soll. Fiuanzielle Beihilfe für Berlinnr Vororte. Der Brandenburgische Provinzialausschuß ist nach einer Prü- fung der sehr verschiedenartigen steuerlichen Leistungsfähigkeil der Groß'Berliner Vororlgemcinden zu dem Beschluß gekommen, daß eS Ausgabe der Provinz sei, diesen leistungsschwachen Gemeinden eine lausende provinzielle BeHilfe zu gewähren. Nach den Feststellungen, die sich auf die notleidenden Gemeinden deS KreifeS Niederbarnim beziehen, wird angenommen, daß mit der Bereit- stellung eines_ Betrages von jährlich vier Millionen Mark dem gesamten(?) Bedürfnis genügt werden könne. Mit der Zeit fei eine Besserung der Verhältnisse zu erwarten. Zur AuS- führung dieses Beschlusses soll eine besondere Provinzialkommiision von 12 Mitgliedern eingesetzt werden, der zunächst auf die(xauer von drei Jahren ein Betrag von jährlich vier Millionen Mark für leistungsschwache Vororte zur Verfügung gestellt werden soll. Schweinefleisch nnr noch als Wnrflzutat. Infolge der Abschlachtung aller Schweine können für die Zivil- Bevölkerung vorläufig Schweine fast aar nicht mehr geliefert werden. Da es praktisch undurchführbar und durchaus unzweckmäßig sein würde, wenn die wenigen etwa noch angelieferten Schweine an die Fleischer zur Verteilung an ihre Kunden ausgegeben werden sollten, Haidas Landesfleischamt angeordnet, daß in den zu Groß-Berlin gehörenden Gemeinden die Schweine bis auf weiteres nur zur Murstherstellung Verwender werden dürfen, wie es bereits in allen anderen Großstadien Preußens geschieht. Ein Verkauf von Schweine- fleisch durch die Fleischer erfolgt also bis auf weiteres nicht mehr. Iii Berlin selbst werden die Schwein« der Volksspeisuiig zur Wurstherstellunq überwiesen werden, da ihre Menge so gering ist, daß durch ihr« Verwendung zur Herstellung der städtischen EinheitS- wurst eine bemerkbare Verbesserung derselbeii nicht erzielt werden würde.__ Ungenügende Eierzofuhr. Infolge nicht genügender Zufuhr ist die Gültigkeit des Abschnitts 34 der Eierlarte bis Ende Februar verlängert worden._ Aenderungen im Stratzenbahnverkehr. Die Große Berliner Straßenbahn teilt mit, daß die Kriegs- amtsstelle in den Marken zur Verringerung des Stromverbrauchs die folgende» Maßnahmen angeordnet hat, die vom 21. d. MtS. aö bis auf weiteres durchgeführt werden. I. Abkürzung des TSegeS durch Ilmlcttong: Linie I und SS zwischen Brandenburger Tor und Friedrichstratzc über Dorotheenstraße. Neue Wilbelm-, Luisen-, Karlltraßc.-- Linie II I zwischen Brandenburger Tor und Mt-Moabit und Somiucrstraßi, ttönizsplaiz. Moltlebrücke unter gleichzeitiger B-rtürzmig bis Marheinetevlatz(statt Friesen str.)— Linie 4 zwischen Stromstraßc und Kriminalqericht durch AU-Moabtt.— Linie S und H durch die Strom- und Perieberger Straße.— Linie 5J8 und»!) zwischen N-anderitraße und Oranienplatz über Prinzen, und Dresdener Straß«.— Linie 40 zwischen Blllowmaße und Kaiser-Wilhelm-Platz durch die Potsdamer und Hauptstratze unter gleichzeitiger Verlegung des End- puntteS nach der Haupt-, Ecke Eis-nacher Straße istatt(Seneral-Papc-Str.). — Linie 54 zwischen Nettelbcck- und Grolmannstraße über Kleist-, Tauentzlenftraße, Kursärstendamm.— Linie 59 zwischen Spittclmarkt und Potsdamer Straße, durch die Leipziger und Potsdamer Straße.— Linie KL und IKL zwischen Dönhossptatz und elskuiiischcr Platz über Jerulalemrr. Zimmer-, Charlotten-, Koch-, Wilhelm-, Anbaltslraße.— Linie 95 und 98 vom Auguste-Biktoria-Platz unmillctbar durch die Kantltraße unter gleich- zeitiger Verkürzung der Ante 98 bis zum Stuttgarter Platz sftatt Kaiser- Friedrich-, Ecke Berlmer Straße).— Linie II vom Augustc-Viltoria-Platz unmittelbar über dem Kursürstendamm. II. Verkürzung von Linien. Es verkehrt: Linie LI bis Britz, Germania-Promenade(statt Britz, Rathaus).— Linie 38 bis Charlottenburg, Amtsgericht(statt Bahnhos Witzleben).— Linie 87. Useritraßc— Kreuzberg, wird eingezogen und an Werltaaen durch Einsetzzüge ME zwiichen Userstraße und Mvritzplatz ersetzt.— Linie 4L bis Marhetnekeplatz (statt Friesenslraße).— Linie 45 bis Alexanderplatz(statt Fichtestraße).— Linie 48 bis Ringbahnhos.Neukölln(statt Britz, Jabnstraßc).— Linie 57 bis Straßenbahnbos Nordend(statt Schillerstraße).— Linie KL bis Zentral- viebbos(statt Lichtenberg, Loeperplatz).— Linie 70 bis Lichtenberg, Gudrunstraße(statt Frledrichsselde, Kirche).— Linie 78 bis Weißensee, Schloß(statt Weißensee, Rennbahnstratze), jedoch nur während der Verkehrs- schwächeren Zeiten etwa von 8.30 bis 2.0 und von 7.30 bis 9.0.— Linie 7L bis Heinersdovs, Kirche(statt Neukirchstraße) unter gletchzeittger Einrichtung eines Halbswndenverkebrs am der Strecke Prenzlauer Promenade— Heiners- dors an Stelle des jetzt zeitweise bestehenden IS-Ätnutenbetriebes.— Linie 7K bis Grunewald, Bismarckplatz(statt Roseneck).— Linie 79 bis Ringbahnbos Halensee(statt Hundekedle).— Linie 89 bis Neukölln, Wildcnbruchplätz(statt zeitweise Ringbahnhos Treptow).— Linie V bis Thüringer, Ecke Bergstraße(statt Ringbahnhos Neukölln).— Linie v bis Sophic-Charlolte-Platz(statt Bahnhos Heerstraße).— Linie« bis Wilhelms- auc(statt Berliner Straße, Friedhos).— Linie<1 bis Kaiser-Platz(statt Südwestkorfo).— Der Betrieb auf den verkürzten Linien e: folgt im all- gemeinen im Rahmen des jetzigen Fahrplans. DaS abgeänderte Fahrtziel wird wegen Maugel an Schildern nicht in allen Fällen am Wagen außen sichtbar sew. Die Schaffner sind angewiesen, den Fahrgäste» In solchen Fällen vor Erteilung deS Fahrscheines entsprechende Mitteilung zu machen. Außerdem werden die neuen Endpunkte und bei Umleitungen die neue Linienführung durch Aushang roter Plakate w den Wagen bekanntgegeben werden._ Das Treiben von Sieh in den Straße« Berlins, das Verwenden von Rindvieh zum Ziehen und das Führen von Zug- und Reit- tieren in Koppeln von mehr als drei Tieren durch eine Person ist bis auf weiteres gestattet. Das Mitfahren auf beladenen Lastwagen. Die Vorstellungen der Handelskammer zu Berlin, daß das Verbot des Mitfahrens anderer Personen als des Kutschers auf schwer beladenen Lastwagen jetzt schwer durchführbar sei und zu großen Unzuträalichkeiten führe, haben Erfolg gehabt. Wie das Oberkommando bekanntgibt, ist die dahingehende Verordnung vom 17. Dezember 1917 außer Kraft gesetzt worden._ Bluttat i« Grofl Behnitz. Am Sonnabendmorgen gegen 4 Uhr bemerkten Bewohner der Hauptstraße deS Dorfes Groß-Behnitz, daß verdächtige Gestalten sich an einem, hinter der Scheune des Besitzer? Quandt gelegenen Hühnerstall zu schaffen machten. Da in letzter Zeit wiederholt Ge- flügcl- und Kaninchendicbstähle im Dorf verübt worden waren, ohne daß es gelungen wäre, der Täter habhaft zu werden, rief der Besitzer um Hilfe, um die Diebe dingfest machen zu können. Die Burschen zogen es jedoch vor, in der Dunkelheit zu verschwinden, wurden aber nach wenigen Minuten in der Nähe des Bahnhofs wieder beobachtet. Die Bauern hatten den Stationsvorsteher in- zwischen telephonisch benachrichtigt, daß die Diebe wahrscheinlich den kurz nach 5 Uhr abfahrenden Frühzug nach Berlin benutzen würden, und so konnten zwei der Verfolgten in dem Augenblick von Bahnbeamten festgenommen werden, als sie den Warteraum des Bahnhofs betraten. Man schaffte beide in da? Zimmer des wachhabenden StationSbeamtcn und übergab die Verbrecher dem Bahnhofsgehilfen W i I k e, der dort Dienst tat. In dem Augenblick, als W. den Fernsprecher bedienen mußte, benutzten die Verhafteten die günstige Gelegenheit und suchten zu entflichen. Wille eilte ihnen nach und es gelang ihm noch, in der Tür den einen Verbrecher zu fassen. Zwischen den beiden Männern entspann sich ein heftiger Kampf, bis plötzlich der Flüchtling einen Revolver zog und den Bahnhofsgehilfen durch zwei Kopfschüsse zu Boden streckte. In diesem Augenblick betrat zufällig der Bahnbeamte Kreslin den Stationsraum, um Wille im Dienst abzulösen. Sofort wendete der Verbrecher sich dem völlig Ueber raschten zu und gab zwei weitere Schüsse ab, die K. i n d en U n- terleib drangen. Im Schutze der Dunkelheit gelang es dem Mörder und seinem Genossen zu entkommen. Ein aus Nauen her- beigerufener Arzt vermochte den beiden niedergeschossenen Beamten keine Hilfe mehr zu bringn. Inzwischen hatte man vom Bahnhof aus die nahegelegenen Dörfer und Ortschaften von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt, um die Täter zu verhaften. Eine halbe Stunde später gelang es einem Gendarmeriewachtmeister in Selbelang zwei Männer, die in verdächtiger Eile durch das Dorf kamen, zu stellen und in Gewahrsam zu bringen. Nach kurzem Verhör stellte es sich heraus, daß die Verhafteten die in Frage kommenden Täter feien. Es handelt sich um zwei gewerbsmäßige Berliner Ge- flügeldiebe, die schon seit längerer Zeit Streifzüge in die Umgegend von Berlin gemacht haben. Der Doppelmörder ist der Wjäh- igr Armierungssoldat Ko schätze! aus Magdeburg, sein Begleiter der 2l)jährige russische Untertan Ladislaus Czernowiak, der von der Berliner Polizeibehörde seit längerer Zeit wegen verschie- den« Straftaten gesucht wird. Beide wurden dem Untersuchung«. gefängnis Spandau zugeführt. Der dritte Dieb konnte den Früh- zug nach Berlin benutzen und ist noch nicht ermittelt worden. " Dazu wird noch in später Stunde gemeldet: Der dritte, der bei dem Diebstahl beteiligt war, wurde gestern noch von der hiesigen Kriminalpolizei ermittelt und ebenfalls hinter Schloß und Riegel gebracht. DieS ist ein 25 Jahre alter Händler Friedrich Kaiser, der in der Bergftr. 66 in Schlafstelle wohnte. Kaiser ist ein Zimmer- genösse des Russen. Er war nach seinem eigenen Geständnis in den ganzen Einbruchsplan eingeweiht, will aber bei der Ausführung nicht beteiligt gewesen sein. Nach seiner Darstellung blieb er am Ausgang des Dorfes Groß-Behnitz, während die anderen hinein- gingen, um Geflügel oder was sie sonst finden würden, zu stehlen. Weil ihm jedoch die Zeit zu lang� wurde, so ging ex, ohne die Rückkehr der beiden abzuwarten, nach dem Bahnhof zurück. Eine achtkSpfige Einbrecher- und Schieberbande wurde in der Lalldwehrstraße festgenommen. In der Nacht zum vergangenen Donnerstag stahlen vier Einbrecher, an deren Spitze ein Schleifer Dombrowski stand, in dem Geschäft von Goldner in der Dresdner Straße für 19 000 M. Damenwäsche aller Art. Vergeblich ver» suchten sie, ihre Beute an der Psandkammer abzusetzen. Der Posten war zu groß und der Preis, den sie verlangten, für die Kundschafr dort zu hoch. Jetzt stellten sie die Wäsche bei der Geliebten Dom browskis in der Landwehrstraße unter und boten sie, wieder ver- geblich, in kleinen Teilen verschiedenen Geschäften an. Unterdessen fanden sie Schieber, die ihnen die Ware abnehmen wollten. Als sie mit ihnen in der Landwehrstratze gerade unterhandelten, erschien plötzlich die Kriminalpolizei in der Wohnung und nahm alle fest. Die Wäsche war bis auf einige Stücke, die die Einbrecher ihren Freundinnen geschenkt hatten, noch vorhanden. Charlottenburg. Lebensmittel. Vom Donnerstag, den 21. Fe- bruar bis Sonnabend, den 2. März werden verabfolgt: 199 Gramm Teigwaren zum Pfundpreife von 69 Pf. für die II. Sorte bzw. 83 Pfennige für die I. Sorte auf Abschnitt 9 der Groß-Verliner-Le- bensmittelkarte mit dem Aufdruck Ehcrrlottenburg und 1 Büchse kondensierte od« 1 Flasche sterilisierte Milch je nach Vorrat auf Abschnitt R der HaushaltungSbezugSkarten— kleine Haushaltungen zweimal gestreifte Karten' bezw. 1 Büchse kondensierie oder 1 Flasche sterilisierte Milch je nach Vorrat und 199 Gramm Mager- milchpulvec auf Abschnitt R der HaushaltungsbezugSkarten-- große Haushaltungen, einmal gestreifte Karten. Wilmersdorf. Kartoffelabgabe. Für diese Woche dürfen auf die Abschnitte der Hauptkartoffelkarte 7 Pfunds Kartoffeln ei>: nommen werden. Da der Magistrat alle Gemüsehändler reichlich mit Kartoffeln versehen hat, sind die Händler in d« Lage, die aus die Abschnitte 2—7 der Haupt-Kartoffelkarte, sowie 1 und S der Sondcr-Äartoffelkarte etwa noch rückständigen Kartoffeln nunmehr zu verausgaben. Diese Kartoffeln sind gegen Abgabe der betr. Abschnitte noch in dieser Woche zu entnehmen. Die Abschnitte be- halten nur bis zum 24. d. M. Gültigkeit. Lichtenberg. Lebensmittel. In dieser Woche werden 5 Pfund Kartoffeln verteilt und 2 Pftrnd sind der eisernen Ration zu cw- nehme». Außerdem gelangen zur Verteilung: Auf Abschnitt 178 der Lichtenberg« Lebensmittelkarte je Vi Pfund ausländische Zwiebeln zum Preise von 59 Pf. pro Pfund auf den Märkten und m den städtischen Verkaufshallen. Auf Abschnitt 179 je X Pfund Dörr- gemüse zum Preise von 1,59 M. pro Pfund. In den städtifcheii Fischhallen und bei den hiesigen Fischhändlern und Räucherwaren- geschäften werden abgegeben: auf Abschnitt 183 E Frische Fluß- und Seefische, auf Abschnitt 164 E Räucherwaren, auf Abschnitt 182 E, G, J, K je V* Pfund Salzheringe, auf Abschnitt 181 E 1 Briefcheu Süßstoff. Von B r o t a u f st r i ch m i t t e l n gelangen 39 Gramm pro Tag auf den Kopf der Bevölkerung zur Verteilung und werden abgegeben gegen vorherige Anmeldung auf Abschnitt 6 der gemeinsamen Lebensmittelkarte 250 Gramm Kunsthonig, gegen Abtren- iinng der beiden Abschnitte 7 ohne vorherig« Anmeldung 259 Gramm Marmelade zum Preis« von 99 Pf. für ein Pfund. Auf Abschnitt 6 J und 7 I darf keine Ware abgegeben werden. Abschnitt 7 behält seine Gültigkeit bis zum 2. März. Fern« auf Abschnitt 8 der gemeinsamen Lebensmittelkarte gegen vorherige Anmeldung l99 Gramm Nährmittel. Abschnitt 8 J wird nicht beliefert. Britz. Lebensmittel. In dies« Woche gelangen in der Ver-, kaussstclle der Gemeinde zur Abgabe auf Abschnitt 4 der Berliner Lebensmittelkarte 199 Gramm Grieß je Person, auf Abschnitt 8 der Lebensmittelkarte für Jugendliche 1 Pfund Syrup oder'A Pfund Kunsthonig je Person, auf Abschnitt 59 Dörrgemüse(199 Gramm je Person), auf Abschnitt 51 Leberwurst(1 Dos« je Haushalt), auf Abschnitt 52 Tee(2 Pakete je Haushalt), auf Abschnitt 53 Bouillon- Würfel(2 Stück je Petfon), auf Abschnitt 54 Halbmilchpulver(50 Gramm je Haushalt), auf Abschnitt 55 Kunsthonig(A Pfund je Person ab Donnerstag bei den Kleinhändlern), auf Abschnitt 56 Knochenbrühextrakt zum Verbeff«n von Suppen und Saucen(59 Gramm je Haushalt), auf Abschnitt 57 Sonderzuteilung. Nowawc». Lebensmittel. Heute findet auf Abschnitt 51 der Lebensmittelkarte der Verkauf von lebenden Schleien statt. Hroß-Serliner parteinachrichtea. Lichtenberg. Heute, abend? 8 Uhr, bei Ritter. Schillerstr. 26: Wichtige Besprechung der Genossen der Landagitation und der Wahl- obmänner für den Stadtbezirk. KInigSwustcrhausea, Wildau. Mittwoch, den 29. Februar, abends 7'/, Uhr: Mitgliederversammlung im Lokal»Zum Siegeskranz', Königswusterhausen. Gesinnungsfreunde und»Vor- wärts'-Leser werden um ihr Erscheinen gebeten. er HerzsnsHvunieh einer jeöen Vame gehl nach moderner, flolter Samenkletdung. Viesen Wunsch zu erfüllen, Ist unsere Aufgabe, und daß wir ihr— allen unbestreitbaren Schwierig, teilen zum Trotz-- immer wieder gerecht werden, können Sie- wennn Sie zu uns kommen— leicht feststellen. Verkäufe P«lzwareo. Zel»waren lux Wallen Sie Le!zwaren nock billig kaufwn, n'.üssen Sie in den Blauen Äazar laufen. Kaiser-Wilhelm- Straß« IS, Vlatz. beim Alezauder- 2?K« bans.«ermann- vlatz ii. MäslenauSwahl! Pelz- fachen! Slunkskragen, Skunks- umffen, Alaskafüchse, Rotfüchse, neue Hcrrenpaletots, Herreti- cuzüge, Herrenhosen, Teppich- rerkauk, Uhrenverkauf. Pas- sende Festgeschenke! 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Leffer, Leipzigerstraße 115/116. 15946 Boteusraue» zum 1. März stellt ein„Vorwärts*• Spedition, Tempclhof, Ucckcrmaun, Kaiser-Wildelm-Straße 74, Eck« Werderstraße.« Botensrauen sosort verlangt Ausgabestelle Greifenhagenrr- straße 22.* Botensrauen werden eingestellt „Borwärls">Speditwil, Peters» bnrger�Phatz i.__* Botensrauen verlangt sofort Ausgabestelle Berlin-Westcu, Vlumenthalstroße 8. Hos, lar- terre bei Stolpmann_* Boten Iran stellt ein»Vor- wärts". Spedition, Wilmersdorf, Wilhelmsaue 27, P. Schubert.________• Frauen zum Zeitungsaustragen sucht„Vorwär«s"-Aus« gabestelle Alt-Boxbagen 56, Laden.___• Frauen zum Zcittmgsaus- tragen sucht„Bvrwärts", Lindenstraßc 3, Laden.* Zeitungsauströgeri« verlangt Spedition Weißensce, Berliner Allee II.« Zeitungsträgerin sciorl ver- langt Spedition Lichtenderg, Wartenbergstraße 1. Laden.* Zeitungsausträgerin verlaugt Bcrniee, Steglitz, Mommtcn- str. 59.__» ZeitungZauSträgeriu verlangt „Borwäris''-Speditton Schöne- berg, Meiningerstroße 9. �* Zeitungsausträgerinuen� kön- nen sich melden.„Vorwärts"- AusgabcstcllcLausitzerplatz! 4/15. ZeitnngsauSträgerinueu wer- den sosort eingestellt„Vor- wärlS- Spedition, Markus- strafic_36.____• Botenfrau für den Bezirk ErasmuLstraße verlangt„Bor- wärts", Sesenhcimerstr. 1.« Arbeiter, Llektromonteure, /�sufei-, Zimmerleute, Dachdecker« Glaser, Schlosser stellt ein 19/20 Kgl. Flagzeagmeisterei, Idlershof, Allgemeine Betriebs- Abtellanc. Polizeiliches Führnngszengnie ist erfonlerlieh, TUchtige Rohrleger, gelernte Leiispindeldreher, irbeitsbnrschen stellt ein iuergeseilsehaft. Zu melden EinstelllMgsbureau Ehrenbergstraße. ZQlL M\m- Mec.fiarJ�r aus militärische Mejziustt-umente verlangt lältzt* Panl ntiller, ReukBlln, Hobrechtslr. VT. Lehrlinge für das Silberschmiedehandwerk suchen für sosort oder später KBmer4Proll, Sllberwarenfabr., Prinzessinn enstr. 16.* Chemiker-Werkmeister oder sonstige in der technischen Chewie erfahrene Herren, welche in der Lage find, Versahren für Konsumartikel zster Diskretion llung zugesichert. .._____ S. 58, Franseckttstr. 6. 22982 Mehrere 100 Arbeiter über 16 Jahre, kör grolle Heeresarbeiten, (Erd- und Betonarbeiten) nach auswärts mit poHzeilichom Personalausweis sowie auch 30 ZimmerleHte, mehrere Tischler, Schmiede und Schlosser sofort gesucht« Fflr Vcrpllejfnnx wird gesorgt. Julius Berger Tiefbau'Aktien'Gesellschaft Berlin W 9, Potsdamer StraOe 10/11. Meldungen: Raubarenn, niillerittr. 183/183. Lehrling kräftig, süt Expedition u. Kontor für mein Eisenwarengeschäst gesucht. Burgwitz. Lf vrandenburgstr. 72/73. Autoschlosser selbständige, Hitfsschloffer für HeeteSarbeiten sofort gesucht. StUCke, Wilmersdorf. 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Oft scheinen diese Uebel und Störungen mit den Nerven gar nicht» zu tun haben, aber wenn man sich genauer beobachtet, so wird man vaS eine oder das andere der folgenden Anzeichen von Nervosität bald feststellen tonnen. und manchmal auch mehrere davon: Zittern der Glieder, besonders der Hände, Reißen und Ziehen in den Muskeln, Gesühllofigkeit«in» zelner Hautstellen. Zucken der Augen oder der Lider, seelische Ver- Itin.mung. Angstzustände, Unruhe ohne Ursache, LerdaruingS- beschwerden nach Anstreugungen, Kribbeln der Haut, beunruhigende Träume, Alpdrücken, Müdigkeit, besonders am Morgen, usw. Die ernstesten Zeichen schwerer Nervenschwäche find die oft iviederkehrenden Kopfschmerzen, die Schlaflosigkeit, die Mattigkeit, die schnelle geistige Ermüdung, die Gedankenlosigkeit, die leichte Reizbarkeit und schlechte Laune. Nehmen Sie diese kleinen Warnungszeichen der Natur Vicht leicht, dem» Nervenleiden höhle» das Marl des Lebens aus l Sogar Geisteskrankheit, Epilepsie, Schlaganfall und Lähmungen find schon häufig aus unscheinbarer Neroensch wäckie entstanden. Auch Sehstörungen, sogar Erblindungen, besonders bei Rauchern und Trinkern, treten als Folge von Nervenleiden auf. Schon leichte Nervenschwäche bringt viele Unannehmlichkeiten mit sich. Das Familienleben leidet � darunter, besonders aber die geschätlliche Tüchtigkeit läßt nach, weil die Energie und die Ausdauer erlahmten. Der Gesunde ist dem Nervösen gegenüber im Geschäft stets im Vorteil. Der Gesunde trifft mit überlegener Ruhe schnell ent- schlössen zielbewußte Anordnungen, die ihm Vorteil bringen, während der Nervöse zerstreut, bastig, aber doch zaghast handelt und sich von seinen Launen und seiner Reizbarkeit zu unüberlegtem Tun hinreißen läßt, das ihm Nackenschläge bringt, die ihn dann um so mehr ärgern und entmutigen. Nervosität ist oft der unerkannte Grund von manch einem ver- fehlten Leben. Was ist dagegen zu tun Der beste und einfachste Weg ist Stärkung der Energie durch Ruhe, Erholung und geeignete Stärkungsmittel. Doch Ruhe findet der Nervöse nicht, selbst wenn er Zeit und Gelegenheit dazu hat. also auch keine Erholung. Nahrung genug finden die Nerven mu den täglichen Speisen, aber sie nehmen diese nicht auf, weil sie zu sehr erschöpft find, daher bedürfen sie der Anregung. So wie Salz und Gewürz anregend auf den Appetit wirken, so wirkt„Kola-Dultz" an« regend und belebend auf die Nerven. Hierzu ist Kola-Dultz wirklich am geeignetsten, denn es enthält noch der Analyse bekannter Chemiker nichts was schaden könnte. Sorgfältige Versuche von Aerzten und Forschern haben bewiesen, daß Kola-Dultz ein gute» Mittel zur Anregung der Nerven und besonder» des Gehirns ist und so Kraft und Leben spendend aus den ganzen Körper wirkt. Kola-Dultz bringt Lebenslust und Schaffensfreude sowie das Gefühl der Jugend mit seiner Tatkraft, die Erfolg und Glück verbürgt. In vielen Fällen, wie es vorliegende Briefe beweisen, hat Kola- Dultz gute Erlolge erzielt. Nehmen Eie Kola-DuItz eine Zeitlang, Ihre Nerven werden an- geregt, die Schwäche wird bäufig nachlassen, und Sie werden sich dann bedeutend wohler fühlen. Ich bin so vollkommen davon über- zeugt, daß ich Ihnen gern ganz umsonst eine Probe senden werde, wenn Sie mir Ihre Adresse mitteilen. Versuchen Sie diese Wirkung der Gratisprobe, sie ist groß genug. um Ihnen gutzutun. Sie wird Ihnen ganz vorzüglich belonimeit, und Sie werden mir dankbar sein. Ihnen durch portofreie, kosten- lose Zusendung von Kola-Dultz Gelegenheit gegeben zu haben, ciu so gutes und reelles Mittel kennenzulernen, das keine Prüfung zu scheuen braucht. 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Durch die Zusammenlegung naheliegender Reiseziele und Ausschaltung unnötiger Fahrten könnte viel erspart weiden.. Das war ein aufregender Tag, als die Bürger an den Straßen- ccfen dieieS Plakat fanden: „Von heute an besteht der Berechtigungsnachweis für Reisen mit der Eisenbahn. Ich warne jedermann, ohne ihn die Fahrt an- zutreten. Er begibt sich in Gefahr.. Wir befinden uns im Arbeitszimmer des Reisegewaltigen: Zwei Brillen. Schmiß über die Backe. Scheitel mit dem Handtuch gezogen, Vatermörder, Ordensband, Aussprache: ä— ä— ä, rrrr, tt. ft. Jeder Millimeter ein LerwaltungSmensch, wie mit dem Zirkel abge- messen... Alles drängt, schimpft. ES riecht nach Schweiß und per- dautem Brot. „Weilerrr, weiterer, mal loä!* ertönt'S auS dem Guckkasten. .Verzeihen Sie, meine Mutter ist gestorben, ich bitte schön, zu der Beerdigung iabrcn zu dürren." .Ft.... Wo ist die ä— a— ä Bescheinigung?" „B'.tt tchön, hier ist das Telegramm." „Wa§? Ft, ft. Telegrrromm? DaS ist kein amtlicher AuS- weis. Sie— 5— Sie brauchen ein Zeugnis von der dortigen Behörde, daß der Tod eingetreten ist und wann die Beerdigung ist. Ft. st----" .Verzeihen Sie, ehe ich das beschaffe, bitt schön, da ist eS diel zu spät. Inzwischen wird doch die Mutier beerdigt." «Sie gestehen— ä— damit ein. daß— tl. ft— Ihre Mutter auch ohne Sie beerdigt werden kann. Errrrlaubnis wtrrrrd abgelehnt" „Bitt schön, verzeihen..." .Halten Sie keine weiterrren Borrrträge, Sie können sich be- schweren.— Platz. Platz. Platz, was wollen Sie?" .Eine Beicchltgungekarte nach Berlin." .Ft— 5— waS'n da schon wieder los?" .Ich bin GewerkschasiSbeamter, es ist eine wichtige Verhandlung wegen Tarifangelegenheuen." „Was ä.. ft.. ä. Jetzt im Krieg? Tarif ä.. ä. Gibt eS nicht." .Aber es ist sehr dringlich, eS handelt sich um..." ,Ft, ft. st. Gibt es nicht, sage ich. Dazu brauchen Sie nicht hi», das üt so eine Sache, die kann man zusammenlegen. Fl. Heule iährreiner hin, der am Blinddarm operiert wird, der kann das milbesorgen, ä.. st." Der nächste tritt an den Schalter..Ich muß als Reichstags- abgeordneter sofort zu einer wichtigen Sitzung.. „Wichtig.. ä, ft, was ist denn in der Knatschkiste schon wieder ö los: immer mit dem Reichstag..." .Wir haben wichtige Beratung wegen des Gesetze? zur Be- lämpfung des GeburtenrückgaugeS." ,Ae, S, ä Geburtenrückgang? Deswegen muffen Sie nach Berlin? Den können Sie hier bekämpfen... abgelehnt." Zaghaft windet sich ein anderer an das Guckloch. Ein schwer- mütiger Zug gibt ihm etwas AengstlichcS. Hastig verlangt er leinen Schein, innerlich hoffend, er wird abgelehnt. Er soll nämlich ver- heiratet werden. .Wozu wollen Sie reisen?" .Zweck« Trauung.".Ae, ä, ist genügender Grund. Hier Ihr Schein." Verlegen dreht ihn der Empfänger in den Händen, da? ist ihm viel zu schnell geganzen. Er wird von seinem Hiulcrman» schon grob weggeschoben. Jndeffen erscheint der StaiionSbeamte in der Tür: .Wie rst es, fahren wir heute nach Berlin? Es find nur vier Berechtigte angetreten." .Da lobni eS sich nicht. Sagen Sie den Leuten, sie sollen weg- treten und morgen wiederkommen." .ES ist aber einer dabei, der wegen dringender Operation nach Berlin will..." � „Ae, ft. Ach was, das ist der Kerl mit dem Blinddarm... ft... der wird ihm nicht weglaufen.. .Also fahren wir nicht." .Derrrr nächste... ä ä verzeihen, Herr Kommerzienrat, gar nicht erkannt. Wohin belieben Herr Rat?" „Dolle Sache. Sitzung Bäter landSpartei. Tirpitz da. Berliner Zug noch erreichen.. »Ft.. ft.. Natürlich. Hier Ihre Karte, werde sofort an- ordnen, daß Berliner Zug doch täbrt. Glückliche Reise.. „Nu man nich so drängeln da draußen, ft. WaS wollen Sie schon wieder?" .LandlagSabgeordneter Blank. Ich bin als Mitglied der Wahl- rechtSkommiision zu einer dringlichen Sitzung nach Berlin berufen und möchte schnell noch.. „Was. ä, was Sie nicht sagen. Dringliche Sitzung?" „Natürlich, wissen Sie nicht, wie das Volk drängt, da ist jeder Tag koübar.. „Ach nee. ä...st... ft... wir drängeln gar nicht... Ich sehe keinen wichtigen Grund in der preußische» Wahlrechts- jache." „Aber find Sie doch vernünftig. Wir können uns doch nicht gegen den Maffenwillen, wer weiß wie alles noch kommt... geben Sie mir nur schnell den Schein, der Berliner Zug muß gleich..." .Da führt er schon. Kommen Sie morgen mal wieder, ich willin meinen Dienstvorschriften nachsehen, ob daS Wahlrecht dringlich ist." ES klingelt am Telephon.„Hier Bezugsscheinstelle. Wie? Ach so. ich verstehe: Es fehlen noch zwei Mann für den Zug nach München." .Derrr nächste.. Ft.. st..." .Ich suche eine Stelle und bitte um einen Ausweis nach Köln." .Ae.. ft.. Warum denn gerade nach Köln? Warum fahren Sie nicht nach München?" „Ich glaube, daß in Köln bessere Arbeitsgelegenheit ist." .Ft.. ä. Sie können eine Beschemigung nach München be- kommen, da werden noch zwei Mann gebraucht, aber nicht nach Köln." „In München werden«och Leute gebraucht? DaS ist fein, dann bitte nach München." »Derrrr nächste ran." „Bitte um Erlaubnis nach Leipzig. Einkäufe zu besorgen." „Was wollen Sie denn da einkaufen?" „Alles, was angeboten wird, was ich auftreiben kann..." .Fl... ä, warum, wenn Sie nichts Bestimmtes haben, warum fahren Sie denn da nicht nach München? Da kann man doch auch einkauien?" „Ja, nach München wollte ich auch noch, aber später..." .Machen Sie keine Ausflüchte, fahren Sic erst nach München, da können Sie gleich mufahren.. „Weilerrr. Sie, wohin?" Ein bärtiger Mann tritt vor den Schalter. Er hat seine Ein- berufung erhalten. Kleinlaut hält er den bedenklichen Schein durch das Gilter. „Ft... ft... ä... was soll ich damit?" „Das ist eine Einberufung, ich will.. „Sie brauchen keine Genehmigung. Sie find mit dem Schern ausgewiesen genug." „Ohne Erlaubnis darf ich fahren? Wie entgegenkommend Bater Staat ist, wenn es uns braucht. Das ist herzerhebend. Heißen Dank I" Der Beamte flott ihn mit den wasserblauen Augen verständnislos an. ES kommt rbm so vor, als ob der sich noch nicht mal freut, daß er reisen darf. So ist das Volk... Dann hängt er eine große Tafel auf: .Für heute ist weiteres Rsrien nicht mehr zugelassen." Enttäuscht zerstreut fich das Volk. Norwegijche Sardinen. Vorm Kriege wenig beachtet, spielt die norwegische Sardine heute die maßgebende Rolle in Deutschland.„Prometheus" gibt eine ansprechende Darstellung dieser wichligen Jndustrre. Erst wenige Jahre vor dem Kriege begannen die norwegischen Sardinen mit den französischen in Wettbewerb zu treten. Da sich die norwegischen Sardinen recht erheblich von den franzöfischen nntcrsckiebem so kam es in England sowohl wie in Deutschland zu Prozessen mit dem Ergebnis, daß eine besondere Kennzeichnung ge- fordert wurde. So kommen jetzt diese Erzeugnisse meist unter dem Namen„Norwegische Sardinen" oder„Brisiinge" in den Handel. In Denischland haben sich während des Krieges gerade diese Sardinen besondere Belieblheil erworben, wenn auch neuer- dingS der Preis beinahe unerschwinglich geworden ist. ' Die riesige Preissteigerung der norwegischen Sardinen hängt haupisächlich mil den hohen Preisen für das Robmaierial zusammen. Man verarbeiiet zu diesen Büchsenkonserven in Norwegen den Bris« ling der unserer Svrolle fast vollständig gleich ist. oder kleine Heringe. Brislinge kosten zurzeit etwa 7-�10 Kronen für 20 Liter, während der Preis vor dem Kriege 2—3 Kronen betrug. Dos für die Herstellung der Biichiett notwendige Weißbleich wurde früher fast ausschließlich ans England eingeführt während es neuerdings auch auS Amerika kommt. Für die Oel- sardinen verwendete man früher Baumwollöl oder Erdnußöl und nur wenig daS erheblich teurere Olivenöl. Baumwollöl und Erdnuß- öl find jetzt in Norwegen fast gar nicht zu haben. Mau muß daher setzt spanisches Olivenöl verwenden, dessen Preis von 12S0 aus über 2000 Kr. für die Tonne gestiegen ist. Ein großer Teil der Brislinge wird mit Tomatenbrei emgolegt, den man früher hauptsächlich aus Jlalien, jetzt mehr aus Amerika bezog. Der Preis hierfür ist von 35— 50 aus 100—126 M. für 100 Kilogramm gestiegen. Nicht wenig trägt auch zur Preissteigerung die Kohlen- leuerung in Norwegen bei. Da neuerdings Mangel an Weißblech eingetreien ist, so ist die Erzougrntg zurückgegangen, was angesichts der sehr starken Nachfrage nach diesen Konserven zum weiteren Steigen des Preises beigetragen bat. Die Fischchen werden gewaschen, eine halbe Stunde in eine Salzlake gelegt und dann, aus eisernen Stäben aufgereiht, für eine halbe Stünde in die Räucherkammer gehängt, wo sie nur leicht angeräuchert werden dürfen. Danach werden sie sortiert und in die Büchsen gelegt, in die eine besondere Maschine die nötige Menge Oel gießt. Nachdem nun durch eine Maschine, die täglich 0000 Büchsen verschließen kann, der Deckel aufgepreßt ist. werden die Büchsen sterilisiert und danach verpackt. Der Mittelpunkt dieser norwegischen Sardineninduftrie ist der Hafen von Stavangcr. der gute Dampfervcrbmdungen mil den wichtigsten europäischen Häfen bat und in der Nähe der michiigsten Tanggebiete der Brislinge l>egt. In Stavanger gab e» 1916 noch nicht 40, 1915 schon 00 und Miiie 1917 über 86 Konservenfabriken für die Herstellung solcher BrislingSkonserven.__ Die Entöeckung einer neuen Gertrud, als drehe sich etwas in ihr um— da saß nun die Frau, faul und vergnügt, u«d dsc arme Dombrowski lag draußen im schlammigen Graben oder veellsicht in seinem Blut. Es stieg ihr etwas in die Kehle und wollte heraus, aber sie mußte jedes Wort hinunterschlucken, selbst ihre flicke dursten nicht sprechen. Sie kam ja, um zu bitten. Mit nieder- geschlagenen Augen näherte sie sich. «Schon ausgeschlafen?" sagte die Dombrowski und kratzte sich in ihrem reichet, Haar.„Ich leg mer noch mal'rin,'s is ja noch so früh. Da" sie zog, ohne auszustehe«, eine Tasse heran und schenkte ekn—»da, trinken Se auch vorerst'n Schluck Kaffee." „Nein, danke." Gertrud glaubte keinen Schluck annehmen zu dürfen, und doch zog ihr der Duft lieblich in die Nase. Das war noch echter Kaffee; lange, lange hatte sie den nicht mehr gekostet.„Wir haben schon März," fing sie cm zu stottern,„aber ich kcum Ihnen die Miete— die Miete kann ich doch noch nicht bezahlen— nur erst die rückständige." „Nu ja." Die Dombrowski gähnte.„Wieviel sind Se mir denn noch schuldig?" „Ten ganzen Februar noch," sagte Gertrud leise. Eine flammende Röte schlug ihr ins Gesicht. Tie schöne Minka regte sich nicht auf.„Das's ja nich schlimni." Sie lachte.„Vorhungern wer' ich drum auch noch nich. Sie können mir ja nächsten Monat alles zusammen bezahlen." „Wenn ich das ilur kann I" Eine beklemmende Angst machte Gertruds Stimme ganz Lein.„Wenn das Kind nicht krank gewesen wäre und ich deswegen hätte nicht aus- hören müssen bei den Tornistern und mir dann erst neue Arbeit suchen, dann wär' ich nicht so in Rückstand geraten. Das Strohsacknähen bringt nicht so viel ein. Entschuldigen Sie vielmals!" Sie zählte Geld auf den Herdrand.„Das ist also für Februar. Und Sie warten noch? Danke auch vielmals."-(Forts, folgt.) 4AjBnö!irat- tdior Porielltn� mit Qoldrand 1.9® A. Dandorf& 0 Beüe-AiliflDce-StiGsse Gr. Frankfurter Strasse Bmnnen-Strasse »Maser Damm Viimersilorfer Strasse Bartbinde 1.95 �Obertassen Porzellan weies 1.95 3 Äbendbrct- 5,!sr Porzellan| widas, Featonrand Porzellnn *4 �etfeabecfiBi Porzoiiftn, mit i'Hübsch, YeiJlwf, i 1 Butterdose teT'i0- pla«, verschied. M uster �•95 1 Blumenvase Äe!.!!e"; l.85 1 Wasser- flasctie mit Glas 1.95 1 Fructitschale m. verziertem Emellle 2 TischmessEr 1 'S. SS I Markltasohs 1.95 1 fifascllilientopt dekoriert.. 1.9t) 1 Bratpfanne 1o. mtt Stiel 1 Teekessel l.es 1 Schaffner kanne.......... Los 1 Wasserieitungsdeckel... 1.95 SciiretbiBiiren 1 Kht'ijrbilrsta 1.95 25 Brieföogen �0rm". 4 25ümsch/agemS1 1 1.95 1 SpiefljlOGk Quattlormat.,,. 1,95 1 P ostkarten-Album........ 1.95 5 Hollen Toilettepapier... 1.95 1 Miictilopf 1.95 2 Tassen ÄIeMr:ß"f 1.95 mit reiz liernnf 3 Tassen mit 0nter- tassen, hilb- ache Ver- 1 nr zierungen IMilchtopf, m.Goldrand 1 Taekanna t.s- 1 Fraslilkorli Ä.'ÄT.t™ Blnmenmnster...............*.»13 1 Zuckerdose"i'«"«* T""1" 1 Oiesser Ä,| 1.95 3 Kindertassen m. Onterlaaeen,|«k Goldverziernng.*.33 1 Biumenhalter mit Figur, Ma- 1 ng jolika......... 1';'0 6 Eierbecher 1.95 1 Leuchter, oi: Katze mit Licht*.85 terrakcttaartlg......... 1.95 1 SaiatsoMsssl SKÄ,.. 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I.95 2 Stirnhaarneize'FVb"eh: 1.95 I FI. Veilchen- kopiwasssr 1.95 h FL Franzbranntwein 1.95 [nasierklingen ' 1.95 Verband der Gemeinde, und Staatsarbeiter. Filiale GroS-Sertla. Ten Mitgliedern gehen wir Hiermit Nachricht vom Tode des Kollegen 189/1.8 Peter örajek• vom stödlischen Kaswerl Gilschiner Slraze. Ehre seinem Andenken! Beerdigung am Mittwoch. den 20. Februar, nachmittags 4 Ubr.'non der Halle des neuen Michael-KirchhofeS am Mariendorser Weg aus. Um rege Beteiligung bei der Bestattung des Kollegen ersucht Oir, Ortsverwaltung Deutscher transpcrtarbeUerverbaBfl. Bezirksverwalt. Grotz-Berlm Nachrufe. Den Mitgliedern zur Nach» richt. dag unjer Kollege, der Packer 17/11 Max Krasse Verein für der Fener- Frel- de» denker y, slattong.| Sitz Berlin. Gegr. 1906. !lm 13. b. MIS. verstarb unler Mitglied, der Restau- raieur, Herr Pämunä Peater Birken straße. Ehr« seinem Andenken! Die Einäicherung erfolgt' etile, Dienstag, den tS. Fe- bruar, nachmittags 2 Uhr, Im Krematorium(Serichtftt. Um zabtretche Beteiligung I bittet 263/6 Der Borstand. N ur für politis oh reife Leser! vojp dem Leben. Pr.60 Pl-Verl.„Ziegel- brannep", München23 süß�' Santa-Lucia- ain 10. von 41 1 ebruat im JlJter ten verstorben ist. Ferner starb unser Kollege, der Arbeitskutscher August Rosenkranz am 14. d. M. ta All« von G7 Jahren. Ehre ihrem Andenken! vis Bezirkzver.altvvz. m Nachruf. Am 11. Februar starb plbtztich und unerwartet mein lieber Mann, unser «lier Vater und Trostvater, »er Tijchlermeister Cust»? rsns im 69. Lebensjahre. Im Namen der Hinter. Riebenen t78a Mtwe Alv. Paris. Volks» feuerftAsJElftings- 1 Die QieWchmmg unseres Mitgliedes Herrn klMfl! Metzöorfl Berlin, Böd.terftrave 4, findet morgen Mittwoch, den ji. Februar, nachm. 3 Uhr, im Krematorium Saum- schnlenweg statt. I Ehre seinem Andenken! Für die zahlreiche Teilnahme bei der Beerdigung meine» ge- trebten, teuren Gatten, unseres uiivergedllchen BalerS, des Uhr« macherS IdSA tteinrZcd Pe!ter sagen wir allen Beteiligten ' unjern herzlichsten Dank. Die trällernden Hinterbliebenen Fraa 91. Uelter n n>1 Kinder. Für die zahlreichen Beweise liebevoller Teilnahme bei der Beerdigung meines unvergest« lichen Mannes Qskar Teste jage ich Herrn Sttbrecht für die warmen Worte, den Kollegen mw Frennden für die schönen K.anB'enden. nicht zu v«. aeffen meinen Kollegwuen und Kollegen meinen tlesgesühite» Dank. lSSlb Witwe Sophie»este. licf&rt*et» I B*7 9 acan Holze tJRO. I ililklHff WchslsgstvSHIer von Panhow und Umgegend! Donnerstag, den 21. Februar, abends 8 Uhr, im„Knrfflrsten*', Pankow, Berliner Striche 102: Wählerversammlung. Kandidat Rudolf Wiffell spricht über die R e i ch s t a q S w a h l.— Diskussion. __ Ericheint in Massen I 248/20 nSpezial-irzt l>r. med. Haachd, Friedrlchstr.BOÄÄ Behandi. oonTNphilts, Haut. f nrn». 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