gr-OT. ss-ITr». � v/.( 10 Pfennig) si«t*nä5c. 4�0 ki, monott. uobh.~"�1h3 1 I! W**?m�r/\SS fwmf WK( gMT � �«»zeigenpretSt WZZASW ZW MM DG II I I tfTfwi&f wESwnS Seutl�laHi imi peftmeidj-llnoant MW HD H�HHH BB B V» W B\// 2 f-tigkdru-kle©orte), ,ed-s roeitctc ß»— 2��'ür daK übrige Ausland I luflg I BB BB KB D�B MBB SH v�> DB BH( Ll JZorl 10 Pia. Stellengesuche und Lersand ins Feld �BVZ ZV I 9| öS VV VI. ZV VV H AB EchlMellenanzctgen das erste Wort b-idw-tter SeU-lluna monaib l�OM!. vHW Wl W B VW BM\M�XBB. JES. JK BB B BBM»/ 10 Psg, 1-deS weitere Wort 5 Pfg� Voschestellungen nehmen an Däne- S» M B B.aniicben Botschaft erklären, daß in Tokio die ganze Frage, die auch von der amerikanischen Regierung behandelt worden sei. genau erwogen werde. Es seien im Augenblick keine T r Uppen un terwegS, und es würden auch keine ohne vorherige neuerliche Be- sprechung zwischen der amerikanischen und japanischen Regierung abgeschickt werden. Tis japanische Regierung will keine Truppen nach Sibirien schicken, ehs sie sich nichr die Zustimmung der Alliierten und der Vereinigten Staaten gesichert hat. Nach dem„Nieuwe Rotterdamschen Courant" meldet der New Porker Korrespondent der„Daily News", Amerika Wehre sich zwar nicht gegen die japanische Expedition nach Sibirien, es protestiere auch nicht dagegen, sei aber n i ch t damit einverstanden. Wenn das japanische Volk verständig sei, so werde eS einsehen, daß eS zwischen Im- periolismus und der Verwirklichung der Ideale, für die Amerika sich an diesem Kriege beteiligte, zu wählen hat. Japan halte die Entscheidung selb st in der fiand. Nordamerika, Südamerika und A u st r a. ien seien schweigende Zuschauer. Unter diesen Umständen ruhe auf der britischen Presse, die Java» ermuntere, einen Weg einzuschlagen, der ihm in der« Erkundungsgefechte in Flandern— Vergeitungs- Bomben auf Paris— Guerillakämpfe in der Ukraine— Kämpfe bei Monchy und Badonviller« Amtlich. GroheS Hauptquartier, 9. März 1918.(W. T. B.I Westlicher Kriegsschanplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Rege beiderseitige ErkundungStitigkeit fährt« östlich von Merke m, am Houthoulster Walde, nordwestlich von Gel»« v e 1 d und auf dem Norduser der Lys zu heftigen In- fantrriegefechten. Zahlreiche Gefangene wurden eingebracht. Bielsach auflebender sieuertampf, der sich am Adeud be« sonders au der flandrifchru Front und nördlich von der E c a r p e verschärfte. An der Front der Heeresgruppe« Deutscher Sroupriu, und Herzog Albrecht lebte die Gefechtstötigkeit nur in wenige» Abschnitte« auf. Zur Vergeltung für feindliche Bombenabwürfe auf die offenen Städte Trier, Mannheim und Pirmasens am 19. und 20. Februar haben unsere Flugzeuge in der Nacht vom 8. zum 9. März Paris erneut mit Bomben angegriffen und große Wirkung erzielt. Osten. vandeakämpfe nördlich und südlich»m virzula fa» der Bah« Shmertaka— Odessa). Die Banden wurden zerstreut. Loa den andere« KriegSschauplitzea«ichtS Reue«. Der Erste Generalquartiermrister, Ludrndorff. Abendbericht. Berlin, 9. März 1918, abends. Amtlich. Ein starker euglischer Vorstoß bei M o u ch y südlich von der Scarpc wurde adgewicseu. AnderlothringischcnFront heftiger Artillerie- kämpf in der Gegend von Badonviller, dem in de» frühen Nachmittagsstnnden ein friadlicher Jufanterieangriff folgte. Die Kämpfe sind noch nicht abgeschlossen. Von den andere»� Kriegsschaapl Sde« nichts Neues. Der österreichifche Bericht. Wie«, 9. März 1918. Amtlich wir» o-rlantbart: Sei v a l t a in der Urtraine wurden durch die zur Deckung der Bah« Kowel— Odessa vorgehenden Truppe» stärkere Banden zersprengt. An der italienische« Front stellenweise lebhafterer Artillerie- kämpf. Der Ehef deS GrneralstabeS. neuen Welt keine Freunde verschaffen würde, eine u n s ä g- liche Ver antwortung. Kein Gewinn witrSe Japan dafür entschädige» können, wenn es sich die Freundschaft der neuen Welt verscherzte. Weiter wird der Exchange Telegramm-Company aus New Jork gemeldet, die japanische Botschafl habe erklärt, die Pläne für die Intervention Japans in Sibirien seien vor- läufig aufgehoben. Es hänge jetzt ganz von Eng- land ab, was Japan tun werde. Also England! Japan stoppt aus Rücksicht auf daS Verhalten der Vereinigten Staaten und erhofft die Lösung der kritischen Lage von England. In England aber gibt es Stimmungen, die über das japanische Verlangen keineswegs erbaut sind. Laut„Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet „Manchester Guardian":„Am Dienstag oder Mittwoch wird die Frage des Einschreitens Japans im fernen Osten und das Verhalten Großbritanniens in dieser Angelegenheit i m U n° terhause zur Sprache komme n." In einem Leit- artikel bemerkt das Blatt, es seien glücklicherweise Anzeichen dafür vorhanden, daß die erste Beaeisterung für das Ein- greifen Japans im Schwinden begriffen sei. Indessen gibt es in England Kreise, die diesen Horror vor dem japanischen Unternehmen nicht teilen. Sie rüsten sich schon anf� den Fischzug._ der im fernen Osten sichtbar wird. Schlagfertig haben sich nämlich dii; englischen Handelsorganisationen mit den kaufmännischen Organisationen Japans in Verbindung gesetzt, um gemeinsam die industrielle Aufschließung des fibirt- scheu Marktes vorzunehmen. Und zwar unter Aus- schluß der europäische» Mittelmächte! Zur Lage in Zinnlanö. Bon Eduard David. lieber die Verhältnisse in Finnland werden Mitteilungen verbreitet, die auf eine grobe Irreführung der öffentlichen Meinung hinauslaufen. So wird in einem Artikel der „Nordd. Allg. Zeitung" über die beiden in Finnland um die Herrschaft ringenden Regierungen behauptet, die weiße Rc- gierung sei„von dem ganzen Landtag rechtmäßig ein- gesetzt". Von der Gegenregterung wird erzählt:„Als die Revolution durch die maximalistischen Machenschaften in Finn- land angezettelt wurde, hat sich eine Nebenregierung von russischen Sozialisten eingefunden. Sie konnte sich aus keine andere Autorität stützen, als auf die Bajonette der roten Garde und sie gerät, wie es scheint, ins Wanken." Diese Bchauplung steht mit den wirklichen Tatsachen im schroffsten Widerspruch. In Wahrheit war schon seit Einführung der neuen Verfassung im Jahre 1905 die Partei. aus der diese angebliche„Nebenregierung von russischen Sozialisten" hervorgegangen ist, die stärkste im finni- scheu Landtag. ES ist die finnische Sozialdemokratie, die außer den städtischen Arbeitern die Maffe der Häusler und Kleinbauern hinter sich hat. Daraus erklärt sich ihre Stellung und ihre Stärke. Diese Partei hat denn auch nach Ausbruch der russischen Revolution im März v. I. die Regierung in Finnland innegehabt und der sozialdemokratische Bauernführer Tokoi hat als finnischer Ministerpräsident zuerst die finnische Unabhängigkeit proklamiert. Das brachte ihn. tn Konflikt mit der damaligen Petersburger Regierung KerenLkiS, die den finnischen Landtag gewaltsam auflöste und eine Neuwahl anordnete, die eine kleine Mehrheit der bürgcr- lichcn Parteien in den Landtag brachte. Die Sozialdemokratie erkannte die Rechtmäßigkeit dieser durch russischen Eingriff erzwungenen Landtagsauflösung und Neuwahl nicht an und hielt in der Ueberzeugung, daß die Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor hinter ihr stünde, an ihrem Recht auf die Rc- gierung fest. Die Behauptung, die rote Regierung sei von Rußland importiert und setze sich anS russischen Sozialisten zusammen, ist also eine frei erfundene Fabel. Wenn im Anschluß daran von der„Nordd. Allg. Ztg." behauptet wird, diese Regierung „stütze sich nur auf die Bajonette der roten Garde", so will das. Blatt damit bei unnuterrichteten Lesern wohl den Glauben erlvecken, diese roten Garden seien russische Bolschcwisten. In Jüöahrheit sind eS die finnischen Arbeiter und Bauern, die mit der russischen roten Garde nur den Namen gemein haben. Daß es sich hier um die breite Masse des finnischen Volkes handelt, wird am besten dadurch bewiesen, daß die rote Partei in dem größten Teil des Landes sich bis jetzt ent- schieden alS die stärkere erwiesen hat. In einer Unterredung mit einem Berichterstatter des 8-Uhr-Abendblattes versucht ein Vertreter der weißen Regie- rung, der zurzeit in Berlin weilende Staatsrat Dr. H j e l t, in gleicher Weise dem deutschen Publikum eine falsche Meinung beizubringen, offenbar in der Absicht, ein einseitiges Ein- greifen zu gunsten seiner Partei zu rechtfertigen. Er be- hauptet, hinter der roten Regierung stünde nur„eine gc- ringe Minorität" der finnischen Arbeiter,»einige Hausend" Bösewichte, die im Lande ihr Räubermrwesen trieben. Wäre dem so, so müßte eS doch der weißen Regierimg ein Kinderspiel sein, mit dieser kleinen Minderheit fertig zu werden. Das Gegenteil ist richtig. Die weiße Regierung ist eine Minderheitsregierung, die, weil sie im Lande selbst die Mehrheit der Bevölkerung gegen sich hat, sich nicht durch- zusetzen vermag und darum nach Hilfe von außen schreit. Was den Versuch angeht, die Regierung der finnischen Arbeiter und Bauern als eine Mörderbande hinzustellen, die alle erdenklichen Scheußlichkeiten verübe, so sei darauf hin- gewiesen, daß eS General Mannerheim, der Führer der tveitzen Garde war. der die Praxis der brutalen Exekution seiner gefangenen Gegner einführte. Neuerdings ist es der Vernnttelung schwedischer Sozialisten unter Führung deS Stockholmer Bürgermeisters Dr. Lindhagen, gelungen, Ab- machungen zwischen den kämpfenden Parteien zustande zu bringen, wonach beide Teile eine anständige Behandlung der Gefangenen geivährleisten. Die Roie Regierung, die genau ornseiden polnischen Charakler hat wie die deutscherseits an- erkannte Regierung der llkraine, tritt ihrerseits gegen jede verbrecherische Ausschreitung aus ihren Reihen ent- schlössen auf. Sie hat eine Kommission eingesetzt, die nach dem Beucht Lindhagens aus Helsingfors mit der besonderen Aufgabe betraut ist,„alle Fälle von Gewalt- tätigkciten, die von Anarchisten oder einzelnen roten Gardisten, die auf eigene Faust vorgingen, begangen sind, zu untersuchen. Diese Kommission habe alle Täter der in den letzten Tagen an verschiedenen Orten begangenen Totschläge verfolgen lassen und ihre Verhaftung angeordnet". Auch die Entfernung russischer Truppen aus Finnland nimmt ihre» rasche» Fortgang. Wird in dieser Weise gemäß 6cm Friedensschluß mit Rußland Fittnland von russischen Truppen befreit, waS nur eine Frage weniger Tage ist, so ist der Kampf in Finnland zu einer rein inneren A n g e l e g e n h c i t>d es finnischen Volkes geworden, Es ist eine Forderung der Gerechtigkeit wie der politischen Klugheit, daS anzuerkennen und daraus die nötigen praklifchen Konsequenzen zu ziehen. Jede einseitige Parteinahme, jedes gewaltsame Eingreifen von außen ist zu verurteilen. Wer dein finnischen Volke wohl Ivikl, ivird persuchen, zwischen den strei tenden Parteien eine Verständigung herbeizuführen. Dieser Versuch ist von de»? skandinavischen interparlameiitarischen Komitee, dein Mitglieder aller Parteien Dänemarks. Nor lvegcnS und.Schwedens angehören, bereits eingeleitet worden. Auw von deutscher Seite sollte in diesem Thlne gewirkt werden. Das ist der einzige Weg, die gegemvärtigen und die künftigen Interessen des deutschen Volkes zu wahren und die Grundlage sür dauernde girte Veziehiuigeu zu der Masse des finnischen Volkes zu legen." Die öukarester verhanölungen. B n k a r c st, 9. März. Gestein fand i?n Schloß Eotro- ccni eine Vollsitzung der Friedenskonferenz statt unter de?n Vorsitz des bulgarischen ersten Delegierten Herrn Tontschefs. Herr Don t s ch e s s gab dem Wunsche Ausdruck, die Vcr= Handlungen nach Möglichkeit zu beschleunigen. Der rumänische erste Delegierte schloß sich diesem Wunsche an. lim diesem allseitigen Begehren Rechnung tragen zu können, schlug Herr Argetoiann vor, es möge ih?n lnvg- lichst sofort eine z n s a m??l e» f a ss e n d e Auf st e ll u n g sämtlicher einzelner Forderungen der verbündeten M ä ch t c schriftlich mitgeteilt werden, damit er dieselben persönlich seiner Regierung vortragen. könne, Entsprechende Mitteilungen stnd Herrn Argetoiann gestern gemacht worden. Er wird heute nach I assp ab- reise». Seine Rückkehr wird für nächsten Donnerstag er- wartet. Inzwischen sollen n ,? verbindliche Be- s p r e ch u n g e i? ans technischein Gebiete?nit den übrigen vollzählig hier zurückgebliebenen Mitgliedern der rnmäui- schen Delegation fortgesetzt werden. Vsm ruPsch-üeutfchen Zrieöensvertrage. Wilson zum Dstsricdcu. Bern, K. März.(Eig. Drnhtbericht des„Vorwärts".) Der amerikanische Korrespondent deS..Tailh Telegraph" drahtet: Die niaßgobeude Stelle in Washington erklärt, HertlingS leiste Rede sei ohne Vedentilng, wenn De??tsch- land die Nußland aufgezwungenen Bedingungen wirklich durchführe. I?? Washington beabsichtige n? a>? ?? i ch t, D e i? t s ch l a?? d zu gestatten, das Eine zu sagen nn d das Eiitgege?? gesetzte z?i t:?n. Teutschlands Vorgehen Rilßland gegenüber stehe in? Widerspruch zu den von Wilson proklamierten inid von Deutschland angenommenen Prinzipien. Wilsons Haltung gegerrüber Heetling sei an? besten folgendermaßen zu- sa?nincnznfassen: Wenn Deutschland beabsichtige. Ruß- land von der Anwendung der Wilsonschen Grundsätze auszuschließen, so seien HertlingS Worte nur hohle Phrase n. Wäre hingegei? Deutschland bereit, Rußland?md die übrige Kriegskarte der Anlvendnng dieser Prinzipien zu unterstellen, so ivird dies als Beweis dafür zu betrachten sein, daß die Fentralmächte zur Schaffung einer Basis sür einen allgemeinen Dauersrieden bereit seien. Cüne Verwahrung bei der rnsfischei? Regierung. Unter der Ueberschrist„Eine Verwahning" schreibt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitil??g": Durch Fnnkspvlch ist bei der russischen Regierung dagegen Verwahrung enigelegt ivorden, daß die V e r s ch l e p p n n g von d e?? l s ch e i? Flucht- linge?? aus Estland und Li v land fortgesetzt ivird, da dies den Abmachungen deS Friedensvertrages wider- spreche. Amsterdam, 8. März. Einem hiesigen Blatte Zufolge erfahr die„ TirneS" aus Petersburg: Die tatsächliche Demobilisierung wurde durch den Aufmarsch der Deutschen auherordeut- lich beschleunig t. Durch die Verbängung des Belagerungszustandes ist insofern eine Beruhigung eingetreten, als mit Streng«» gegen die Plünderer, Einbrecher und Räuber vorgegangen wird. Die Organisation Spitzbergens. London, 0. März. sReutermcldung.)„Westminster Gazette' sagt: Eurer der erstaunlichsten Punkle des r u s s i s ch- d e u t f ch e n Friedensvertrages ist der, der die Deutschen zu der voll- ständige» Organisation Spitzbergens in llebercinstimmung mit deutschen Borschlägen ermächtigt. Die anderen Nationen werden zu diesem Punkt viel zu sagen haben, denn England, Amerika. Nor- wegen habe» dort große Interessen, und in der Tat, die englischen Anrechte über st eigen in Spitz- bergen alte anderen Unteres sen zusammen- genommen. Eine Konferenz aller Beteiligten in Kristiania im Jahre IßU schlug fehl, da der Krieg ausbrach, che eine Einigung erzielt werden konnte, und jetzt gibt es dort keine entsprechende Autorität, um irgend jemand in diesem ,.NiemandS-Laud" eins Berechtigung zuzusprechen. Es sind wieder- holt Voischläge gemacht worden, daß England von den Flächen Besitz ergreifen soll, die ihre Staatsangehörigen benützten, das würde die Sichernng von vier großen geschützten Häfen und Herr- licher Kohlen- und Mineralienlager bedeuten. Sollte Deutsch- land eine„Organisation' des Landes beanspruchen, so würde dies eine unkluge Anmaßung bedeuten. Zusatz des W. T. B.: Der betreffende Artikel des dcutsch-nissischen Zusatzvertrages lautet: „Die- vertragschließenden Teile werden darauf hinwirken. daß die aus der Spitzbergen-Konferenz vom Jahre 1914 in Ausfichl genommene internationale Organisation des Spitz- berqen-ArchipelS unter Gleichstellung der beiden Teile durch- geführt wird. Zu diesem Zwecke werden die Regierungen der beiden Teile die Königlich Norwegische Regierung biilen, die Fort- setznng der Spitzbergen-Konserenz tunlichst bald nach Abschluß deS allgemeinen Friedens herbeizuführen.' Der Standpunkt der finnischen Sozial- öemokratie. Am Montag fand im SenatSgebäude in HelstngforS eine B e- sprechung zwischen den finnischen VolkSkommis- sareu Männer, Sirola, Haapalailen und Turkia einerseits und sch w e d i s ch- d ä n i s ch e n Sozialisten andererseits statt. Die feebeu ciugeirofseme Nachricht der deutscher? Landung auf Akand rief große Bewegung hervor, und Manner erklärte, daß die ganze sinnische Bevölkerung bis aufs äußerste gegen den frechen Eingriff kämpfen werde. Aus den Einwand der Dänen, daß Deutsch. lands Hilfe den Sieg der Weißen sichere, erlmderte Haapalailen, der Kriegskommissar und Chef der Roten Garden, daß die fimü- schei? Terrasnverhältnisse dem Vormarsch ausländischer Truppen große Schwierigkeiten in den Weg legten. Dabei gab Manrrer aller- dingS zu, daß wenn Deutschland ernsthaft wolle, es den Sieg der Weißen herbeiführen könne; aber er bezweifelte daß Teutschland eine direkte Einmischung in die inneren Verhältnisse Finnlands anstrebe. Eine Vermittlung zur Vermeidung des Blutvergießens zwischen Roten?lnd Weißen lehnte Haapalailen?inbedii?gt ab. Manner setzte hinzu, es sei der feste Entschluß der finnischen Ar- beitcr, bis auf denAetzteu Mann zu kämpfen. Die Mitteilung über Greueltaten der Roien Garden muß- ien Männer und Haapalailen als zutreffend anerkennen, doch erklärte!? sie, daß hie Schuldigen zur Verantwortung gezogen wür- de??. Die Unterdrückung der bürgerlichen Zeit?ingen suchten sie als im Interesse der Revolution noiweudig zu verteidigen. Die russi- schen Soldaten, denen die Hauptschuld am Tcrrorisjnus zufiele, würden entwasfnet und zurückgeschickt werden. Vertrauensvotum für ltlemenceau. Tic Briefe des Zaren. A?!?sterda?n, 9. März. Reuter berichtet aus Paris: Die französische Kammer hat in der Debatte über eine Jnter- p e l l a t i o n v o i? C o u st a n t betr. die V e r b n t w o r t- l i ch k e? t der R e g i e r?? n g?lnd die A b io e i ch u?? g von ihren Grundsätzen, die bei den Debatte?? wäh- rend des�B olo-Prozesses z?itage getreten sei,???it 4lH) gegen Stimm e n eine ResoMion angenommen, worin das Vertrauen in die Regierung a?!sgesprochei? wird. Paris, st. März.(Havas.) Ii? der gestrige:? Vormittagssitzung der Kaminer wünschte Jeai? Bon Aufklärungen über den kürzlich veröffentlichten Brief dcö Zaren au Poincarö. Pichon sagte, er begreife nicht recht die Tragweite der Frage; eS handle sich mir von der Presse verössenrlichte Schriftstücke, wie das oft vorkomme. Man dürfe die Regierung nicht zwingen, alle diplomatischen Schriftstücke vor ihrer Veröffentlichung in den Zei- iuiigci? dem Parlament zur Erörterung vorzulegen. Denn so würde die öffentliche Meinung schlecht unterrichtet werden. Pichon fiihr ort: DaS Schriftstück,?lm das cs sich hier handelt, ist in lieber- e i n st i in n? u n g mit der Regierung V e r ö s s e?i t l? ch t worden. Wir beschränken nnS dararilf, uns der Erklärung des englischen Botschafters anzuschließen, daß die kaiserlich russische !)i c g i c r u n g bis zum letzten Augenblick ihre Treue für das Bündnis versichert hat. Renaudel fragte, warum dir Regierung nicht den Bündnis- vertrag init Rußland veröffentliche, wozu Riüot sich verpflichtet habe. Man könne sich aus diese Weise ein Urteil über den friedlichen Ehr- ralter des Vertrages bilden. Pichon hatte keine grundsätzliche Einwendung gegen diese Veröffentlichung, erbat sich aber Zeil zur Prüfung der Frage, die er bejahend zu lösen wünsche. Man ivird alsdann sehen, whr Pichon fort, daß wir stets unier Möglichstes getan haben, um den Frieden zu erhalten. Nicht für Rußland sind wir in den Krieg eingetreten, sondern zu unserer Verteidigung. Mau wirb auch sehen, daß niemand außerhalb unserer Diplomatie eine persönliche Rolle gespielt hat. Da» ist auch noch eine Legende, die die Vcröffent- Iichnng zerstören würde. Dieser Zarenbrief spielt natürlich auch in den Be- spreckulnizen der Pariser Blätter über den russischen Frieden eine Rolle. Aus Bern meldet W. T. B.:„Journal des Diü bats" erklärt, Frankreich treffe keine Verantivortnn?? für das russische Unglück. Der Irrtum der französischen Politik in Rußland sei lediglich der gewesci?, das; man die französischen Interessen nicht besser zu verteidigen verstanden lmbe. Es sei leider erwiesen, daß das alte System der Verschleierung gemachter- Fehler im französische?? Ministcriuiii des Acußeren immer nock gehandhabt werde. Die Blätter sind sich nicht klar darüber, was???>>: eigcnt- lich geschehen sollte. Einige befürworten.die Wieder- a n f r i ch t u n g des Zarismus durch Japan und die übrige Entente, was, wie„Victoirc" hervorhebt, der Wiederaufrichtung durch die Zentralinächte unbedingt vor- zuziehen sei.„Ganlois", der den gleichen Standpunkt vcr- tritt, glaubt, der Brief des Zaren sei wohl absichtlich im Augenblick des Abschlusses des maximalistischen Frieden? veröffentlicht worden, um etzie Strömung zugunsten des Zarismus zu schaffen.„Hunmnit6" ist gegen das Pro- jekt sehr erbittert und bezeichnet die Abreise der alliierten Botschafter ans Petersburg als den letzten Fehler, den die Ententediplomatie in Rußland begehen konnte. * Genf, 0. März. Nach den?„Matin" erklärte Pichon vor dein Kammerausschuß, daß die japanische Intervention in Sibirien als Ziel T s ch i t a und I r k u t s k habe. Japan ioerde nicht weiter gehen, als cs zur Bekämpfung des deutschen Einflusses in Sibirien nötig sei. Ministerkrise in Spanien. Gibraltar für Marokko. Das Ergebnis der Corteswahlen, die Ministerkrise, wird nach Meldung ReuterS von der ganzen Madrider Presse als sehr ernst betrachtet. Das ergibt sich schon daran?, daß sie sich unmittelbar an eine erst vor wenigen Tagen beendete Krise des Kabinetts,»die sich durch den Austritt der beiden katalonisch-regionalistischen Mitglieder erledigte, anschließt. Der seit Rovember amtierende G a r e i a Pricto soll jetzt z>vei Lösungen in» Auge gefaßt haben: die Bildung eines liberalen Kabinetts und die Bildung eines gleichartigen konier- vativen Kabinetts. Danach will er keinen neuen Versuch machen, eine Sammelregierung zu bilden. Die Möglichkeit, daß La Cierva. gestützt auf ein rein militärisches Kabinett, die Diktatur erhalten könne, wird als jeder Begründung ent- bebrend dezeichnet. Nach einem langen Gespräch mit dem Ministerpräsidenten teilte Cierva diesem mit, er lege sein Amt endgültig nieder. Es ist anzunehmen, daß die Krise neue iL-türnie von links zeitigen wird. lieber den Beginn der Krise meldet Reuter: Kriegs- minister Laeicrva hat ohne Kenntnis des Premierministers eine heftige Note gegen den früheren Senatspräsideiiten Toca veröffentlichen lassen; darauf sind die übrigen Minister am Nachmittag zusammengetreten und haben aus Antrag des Ministerpräsidenten beschlossen, gemeinsam zurückzutreten. Von Paris aus wird die Gibraltarfr,ag e in einer Weise angeregt, die Auimcrksamkeit verdient. Ueber Genf wird gemeldet:„Das Blatt Clemcneeaus„Homme libre" verlangt in einem längeren Artikel die Abtretung des ge- samten spanischen Besitzes in Marokko sowie Tangers an Frankroich. England soll dafür Gibraltar an Spanien abtreten und Ee uta als Entgelt erhalten. Der Artikel läßt erkennen, daß Verhandlungen darüber im Gange sind, und daß London mindestens offiziös seine Zustimmung hierzu ge- geben hat." Der Ruf nach Abtretung Gibraltars ist in Spanien während der Kriegsjahre wieder und wieder lebhaft hervor- getreten und es scheint, daß jetzt ernsthaft eine Forin gesucht wird, diesen Anlaß der Gegnerschaft gegen englisches Liebes- werben in Spanien ans dem Wege zu räumen. Der Tausch. der Spanien zugemutet ivird, ist allerdings ein Geschäfr, bei dem Frankreich und England die Gewinner sein würden. Das neue portugiesische Kabinett. Lissabon, 8. März.(Havasmcldung.) Das Ministerium wurde ohne die ll n i o n i st c u neu gebildet- S i d o n i o P a e s wird Minisierpräsident mid Präsident der auSwäriigen Angelegxnheiteil bleiben. Besia ivird Minister de» Innern. Nobrs Melle Justizmiiiister, kavier EstevcS Finanzminister, Pinto Osorio Hcmdelsmiuister, Tamaglmi Darbosci Minister der Kolonien, Alsredo Maga'.baeS Minisier sür Unterricht und Marine werden, Feliciano Costa behält daS ArbeitSministeriuiu. Machado Santo lehnte ab, Minister zu bleiben. De? Krieg auf öen Meeren. Berlin, 9. März. Ans den? nördlichen Kriegsschauplatz fügten unsere II-Boote den Gegnern einen Verlust von LOötK) Br.-Reg.-To. HandelSichisssramnes zu. Die Erfolge Ivurden größten. eil» an der Wcsttüstr Frankreichs und im Westausgang des Acrmelknnals erzielt. Der Chef des AdniiralstabeS der Marine Aintlich. Berlin, 9. März 1918. Eines unserer Untcrfee« boote, tkommandant Kapitönleutnaiit Spiesi, hat uiisereu Gczneru durch Vernichtung von 3» 000 Vr.-R.-T. Schiffsraum schweren Schaden zugefügt. In glänzend durchgeführte» Angriffen wurden in der Einfahrt zur Irischen See unter erheblicher Gegciiwirkuiig ein schwerbeladener amerikanischer Frachtdampfcr von etwa 10 000 Vr.-R.-T., ein Tankbampfer von etwa ovvff Br.-R.-?.. und auS einem stark gesicherten Geleitzug das S ch l u si s ch i s f von etwa 3000 Br.-R.-T. abgeschossen.— Am Abend des 1. März torpedierte daS Boot de» von mehreren Zerstörern begleitete» englischen Hilfskreuzer Galgarian rät.? Br.-R.-T.). Da dcr Hilfskreuzer nicht sofort sank und von Bewachungsfahrzrugeir in Schlepp genommen wurde, griff eS ihn, ungeachtet der von allen Seiten zur Bergung des wertvollen Schiffes herbeieilenden Zerstörer und Bewachiingsjahrzenge, erneut an und versenkte ihn durch cinct» zwriten Torpedo. Ter Chef des AdrniralslabeS der Marine. Die C a I g a r i a n, ein Vierichranbeiidamvier von großer Schnelligkeit, war erst 1914 in Glasgow sür die Allan-Linie erbaut und mit zeitgemäßen Einrichtungen sür den LebenSmitteliransport von Kanada, u. a. mit EiSmaichinen und Kühlräumen, veriehen. Ihre Torpedierung bedeutet also einen besonderen Erfolg. Die heutigen Versenkungen wurden wiederum, wie bielfach in der letzte» Zeit, in dcr Einfahrt zur Irischen See, also innerhalb der öO-Seemeilen-Zonc von Land, erzielt. Ein neuer allöeutsche? Mummensthanz. Da es den Vaterlandsparteilern mit allen Maskierungen nicht glücken will, Anhang in der arbeiicndcn Bevölkerung zu gewinnen, so bereiitet sie schon wieder eine neue Verkleidung vor. Nach einer Mitbeilung der„Voltszcitung" soll, um dem bestehenden Mangel an Parteien abzuhelfen, eine neue Partei gegründet werde??, die sich„Tonische Arbeiter- und Angestelltciipartei" nennt. Als ihr Zweck wird bezeichnet„die volle Ausnutzung unserer militärisch na Erfolge". Weiter wird gesagt: Die neue Partei null ciirfrci'Ci? sür Entschädizungc», Tied- lungsland und Sicherungen: für ausreichende Abfindung der Kriegsbeschädigten und der Kriegerivüwen und-Waisen; sür de?? Anschluß der gesamten Tcutschdaltcn und der niederdeutschen Flamen ai? das Deutsche Reich; für den Zusammenschluß aller germanischen Völker; gegen den bruialen cnglisch-ame- rikanischen Großkapital ismus; gegen den Verelenduugs frieden; gegen den jetzigen überalterten Rcickistag: für eine starke Monarchie und eine starke Rüstung; gogei? die demokratischen Kriegsverlängerer, die jeden Sonderfrieden zu hintertreiben suckwn und auch im Innern den Krieg aller gegen alle erstreben; für ein freiheitliches Wablrecht nach dem Grund- satz: Freie Bahn dein Tüchtigen und Fleißigen, aber gegen die politische Vergewaltigung dcr nichtsozia- li st i schen Arbeiter und Angestellten d u rck den Erzberger-Scheidemann-Dittmannschen Bbock, gegen die Herrschaft des j ü d i sch- d e in o k r a t i s ch e n Geld' s a ck s; für den Schutz der deutschen Arbeitskraft gegen den Lobn- druck bedürfnisloser Ausländer; gegen das sozialistische E r?: ä h r u n g s s h st e m, das uns dem Verhungern nahege- bracht. Wucher und Schleichhandel großgezogen hat, und dcmge- maß fiir den freien Handel und Beseitigung der Kriogsgesell- schasten. Also offenbar eine Verquickung von alldeutscher, antisemitischer, mlttclständleri scher und wirlschastsfriedlüh-gelber Bewegung. DaS ganze Programm ist übrigens so unsinnig, daß selbst die Dummen, die auf olles hereinfallen, hier cittmol— entgegen dem Sprichwort— doch alle werde?? werden. Ein versehentlicher Aufruf. In Nr. 97 de»„Vorwärts" wurde im Sitzungsbericht des Abgeordnetenhauses am Schluß erwähnt, daß dcr vom Präsidenten als nächster Redner ausgerufene Abg. H.oser lUnabh. Soz.) nicht im Hause anwesend gewesen ist. Hierzu bittet Abg. Hofer uns, mitzuteilen, daß die Worterteilung auf einem Irr- tum des Präsidenten beruht habe. Er, Abg. Hoser, hatte sich weder zum Wort gemeldet, nocki die Absicht gehabt, iki der betreffenden Sitzung das Wort zu ergreifen. Lette Nachnckten. Mor�prozcß vorm ausierordentlichen Kriegsgericht. Breslau, 9. März. DaS außerordentliche Kriegsgericht in Breslau verhandelte heute gegen die Wirtschafterin Gertrud- Schulz, Groß-Bcrlin, die am 18. Dezember in Breslau den Rechtsanwalt Otto K a r s e n in dessen Wohnung durch einen Re- volverschuß getötet hat. Der Vertreter der Anklage hatte Todes- strafe und dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bean- tragt. Das Gericht erklärte sich nach kurzer Beratung für u n- zuständig, weil es zu der Annahme gelangt war, die Auge- klagte habe im Affekt gehandelt. Die Sache gelangt nunmehr vor dem Schwurgericht noch einmal zur Verhandlung. Nr. HH ❖ 35. �ahrgaag 1. Seilage öes Vorwärts Sonntag, IS.MärzlAS Donnerstag ist Wahltag in Nieöerbarnim. Sozialdemokratischer Kandidat ist kein anderer, als unser Genosse, der Arbeitersekretär Rudolf Wisse«. Dieser ist von der sozialdemokratischen Parteiorganisation ordnungsgemäß als Reichstagskandidat aufgestellt. Metall- arbeiter von Haus aus, ist er seit mehr als dreißig Jahren Parteigenosse und bewährter Vertreter von Arbciterintcressen. Leser des.Vorwärts" im Kreise Niederbarnim 1 Sagt Euren Arbeitskameraden und Nachbarn, daß am 14. März kein anderer gewählt werden darf als Rrbeitersekretär Rudolf Wiffe«. Die Musschußberatung Ser Wahlrechtsvorlage. Man läßt sich Zeit. Das ist nach wie vor das Stich- tvort. unter dem man den Verlauf der Kommissionsverhand- lungen über die MahlrechtSvorlage zusammenfassen kann. DaS zeigte sich besonders deutlich wieder am Beginn der Sonnabendsitzung, in der man sich zunächst eine reichliche halbe Stunde lang über die weitere ge- schäftliche Behandlung der Vorlagen niiter- hielt. Es handelte sich im wesentlichen um folgendes; der Vertreter der Sozialdemokratie und die fortschrittlichen Kam- misswnsmitgliedcr forderten, daß die Kommission spätestens unmittelbar nach Ostern mit der zweiten Lesung der Vorlagen beginnen solle. Tue sie das nicht, so sei es ganz unmöglich, daß das Plenum des Hauses, das zwischen Ostern und Pfingsten auch noch die zweite Lesung des Etats zu Ende zu führen und dessen dritte Lesung vorzunehmen habe, bis Pfingsten auch nur die zweite, geschweige denn die dritte Lesung der Verfassungsvorlagen erledigen könne. Drei Wochen nach der dritten Lesung aber müssen'bekanntlich alle Abstimmungen, die Verfasiungsändernngen enthalten, noch einmal vorgenommen werden. Wenn diese Pauke von drei Wochen nicht in die Pfingstferien hineinfalle, son- dern erst im Juni beginnen könne: wann denke man dann überhaupt die Vorlage ans Herrenhaus bringen. wann denke Mansie endgültig verabschieden zu können? Aber olle Vorstelliuigen der Linken waren vergeblich. Die Rechte und auch die Nationalliberalen blieben dabei, daß es ihnen im Laufe der nächsten zwei Wochen(so lange tagt das- Plenum noch vor Ostern!) ganz unmöglich sein werde, voll- zählige Fraktionssitzungen ihrer Parteifreunde herbeizuführen. Solche vollzähligen Fraktionssitzungen müßten sie aber ab- halten, bevor die Kommission mit der zweiten Lesung der Vor- lagen beginne. Vor dem 9. oder 10. April sei an Fraktionssitzungen dieser Art jedoch nicht zu denken. Der Vertreter unserer Partei appellierte umsonst an das Pflicht- gesühl, daS doch bei der ungeheuren Wichtigkeit dieser Vor- lagen jedes Mitglied des Hauses beseelen und zu dem kleinen„Opfer" einer Reise nach Berlin bewegen müsse; außerdem tage ja die nächsten zwei Wochen über auch das Plenum noch— da müßten die Herren doch nach Berlin zu bringen scini Es war alles in den Wind gesprochen, d.e Herrschaften blieben bei ihrer Weigerung.... Von den sachlichen Beschlüssen der Sonnabendsitzuna ist jener hervorzuheben, der die Wahlprüfungen künftig der Kompetenz des Abgeordnetenhauses entziehen und dem Ob ervcrwaltungsgericht übertragen will. Dieser Antrag ging von der Rechten aus; unser Redner wies darauf hin. daß hier zweifellos parteipolitische Bc- weggründe im Hintergründe lauerten, denn solange das Ab- geordnetcnhauS eine konservative Mehrheit gehabt habe, habe die Rechte niemals einen derartigen Antrag ge- stellt. Die entgültige Entscheidung unserer Partei z« de? Frage behalte er sich jedoch vor. Der Antrag unseres Vertreters; bei Konflikten zwischen Abgeordnetenhaus und Herrenhaus dem ersten ein verfaffunqs- mäßiges Uebergcwicht dadurch zu geben, daß feine Be- schlüsse ohne weiteres Rechtskraft erlangen, sobald sie in zwei auseinander folgenden Tagungen gefaßt sind und auch die Zustimmung des Königs gefunden haben, wurde natürlich mit großer Mehrheit abgelehnt. Kommt es doch der Majorität des Ausschusses. einschließlich des Zentrums. gerade im Gegenteil darauf an, die venassungs- mäßigen Rechte des Abgeordnetenhauses zugunsten des Herreilhauses nach Möglichkeit zu beschränken. Sehr interessant war ein taktischer Konflikt zwischen dem Zentrum und den Konservativen, der tvieder einmal die ganze Skrupellosigkeit der äußersten Rechten und ihres freikonscrva- tiven Anhängsels zeigte: die Herren stimmten Mann für Mann gegen den sogenannten.,Sicherungs"»Antrag des Zentrum?, der die heutigen Beziehungen zwischen Kirche und Staat sowie die konfessionelle Volksschule unter den Schutz der Verfassung stellen will und für jede Abänderung aller dieser Gesetze künftig eine Zweidrittelmehrheit beider Kammern erforderlich machen will. Natürlich entspricht sachlich dieser Antrag durchaus den konservativen Wünschen und Interessen. Trotzdem brachten sie ihn zu Fall, um so dem Zentrum die Zustimmung zntn gleichen Wahlrecht selbst unmöglich zu machen. doS es ohne diese famosen„Sicherungen" unter keinen Umständen bc- willigen will. Eine konservative Taktik, mit der die Herr- schaften auch schon bei der Wahlrechtsvorlage des Jahres 1910 mit großem Erfolg operiert haben. Schließlich wurde auch noch die heißumstrittene sogenannte „M a n t e l" b e st i m m ii n g angenommen; das heißt; keine der drei Vorlagen kann Gesetzeskraft erlangen, ohne daß auch die beiden anderen gleichzeitig angenommen werden. Auch hier handelt eS sich natürlich im Grunde genommen um nichts anderes als um ein durchsichtiges reaktionäres Manöver zur Vereitelung des gleichen Wahl- rechts. Und an diesem Manöver beteiligten sich sämt- l i ch e Parteien mit Ausnahme der Sozialdemokraten und Fortschrittler! Nachdem man so ein paar Stunden lang im Schweiße seines Angesichts Arbeit für die Reaktion geleistet hatte, der- tagte man sich wieder einmal für eine Woche. Die nächste Sitzung soll keinesfalls vor kommendem Frei- tag stattfinden. Man läßt sich Zeit... GroßSerlin Der Kriegslieferant. Der Staat, daS ist ein Suppentopf! Wer ihn nicht gründlich leert. der ist fürwahr ein dummer Tropf und diesen Krieg nicht wert. Ich halte durch, so lang' man will— doch geht's an den Profit. Dann stehen meine Räder still, ich mache nicht mehr mit. „Hoch Tirpitz I" heißt das Feldgeschrei, solang's rentabel ist— Doch ist's mir dem Verdienst vorbei, so werd ich Pazifist. Dann schließe ich beherzt daS HauS und stell' den Rummel ein— dann ist der Krieg auf einmal aus und aus die Wacht am Rhein! _____ P a ii I ch e n. Ergänzungswahlen zur Verbandöversammlung. Nackdem im Jahre IglS gemätz den Bestimmungen dcS Zweck- verbandsgesetzes die erste Hälfte der Mitalieder der VcrbandSver- sammlung Grotz-Berlin ausgeschieden, durch das Los bestimmt und durch Neuwahlen ergänzt worden ist. finden jetzt die Ergänzung�-- wählen zur zweiten Halste der Verbands Versammlung statt, die mit dem St. d. M. ausscheiden mutz. Es sind mithin je öd Vertreter und 5» Ersatzmänner zu wählen. Hiervon entfallen auf Berlin 21, auf Charlonenburg 6, auf Scköneberg 2, auf Neukölln 3, auf Wilmersdorf 1, auf Lichtenberg 3. auf Spandau 2. auf Steglitz 1. auf Weitzeusee 1, auf den Kreis Teltow ö und auf den Kreis Niederbarnim 3 Vertreter und Ersatzmänner: Berliner Lebensmittel. Für die kommende Woche sind wieder 6 Pfund Kartoffeln auf Karte und 1 Pfund aus der eisernen Raiion zu entnehmen. Auf Abschnitt 11 der allgemeinen LebenSmittellarte der Stadt Berlin gibt es 100 Gramm® tiefe, auf die Abschnitte S und 7 für Jugendliche ie stX> Gramm Teigwaren, z u ja m m e n also 200 Gramm Teigwaren. Die tibichiiitte Nr. 4 und 5 der Jugenvlichen-Kar'.cu dürfen noch nichl abgetrennt werden. Gleich- zeitig mit dem Griefe gelangen je 4 Kuochenbrühwürsel zur Aus- gäbe. Die Abschnitte sind vom Montag b t s Mittwoch in den durch besondere VerkauiSichilder gekennzeichneten Kleinhandels- geichäficn abzugeben. Die Ware wird nach Ablauf der üblichen Frist zur Verfügung stehen. Auf Abschnitt 12 der Lebensmittelkarte der Stadt Berlin eni- fällt Vz Piuud Kunsthonig. Der Preis beträgt für Va Pinns 87 Pf., für 1 Pfund im Ausstich 73 Pf. und 75 Pf. für 1 Pfund in fertige» Psundxackiingen. Der Abschnitt mutz in dein Geschäft vom Montag bis einfchltefelich Donnerstag, den 14. März, abgeliefert werden. Auf Abschnitt 85 der Cierlarie kann vom lt. bis 25. März ein Ei entnommen werden. Wer vom 1. April ab feinen Zucker von einem anderen Kleinhändler als bisher beziehen will, mutz die Ummeldung bis zum 2l. März mschliefelich bewirken. Kindern, die in der Zeit vom 1. Januar 1000 b i s 31. Dezember 1912 geboren sind, etacrlteii einmalig je etwa 100 Gramm Schokolade in Ta s« ln, und zwar auf Grund von Bezugscheinen, die von den Prolkomniiisiotten vom 12. bis 16. März ausgegeben werden. Die Anmeldung sämtlicher Be- zogscheine hat in den durch hellbraune V er k a uf S sch i l d e r gekennzeichnete» Geschäften bis zum 16. März 1018 zu geschehen. Die Geichäite find bei den Brotkommissionen bekannt, auch an den Anschlagsäulen veröffentlicht. Die AuSgabe der Schokolade ani braune und grüne Bezugscheine erfolgt vom 21.?Närz bis 26. März und auf roia und lila Bezugscheine vom 26. März bis 6. April. Vom Montag bis Sonntag, den 17. März, wird in den unter- halb derKöniggrützerstratze gelegenen Bezirken der 16. und 17. Brot- kommiffion je 125 Gramm p o Ui m e r scher Weichkäse verteilt. Erkrankungen an Trichinose sind in einem städtischen Kranken- hause sestgcstcllt, die von dem Genutz von Schinken, Speck und Schweinefleisch herrühren, das von HecreSangehörigen aus dem be- setzten Gebiete Lbersandt worden ist. Es wird dringend gewarnt, derartige Fleiichwaren ohne vorberrge Untersuchung zu genietzen. Solche Untersuchungen werden auf Antrag durch die städtische Fleisch« beschau aus dem Zentral-Vieh- und Schlachthof und durch die Fleisch-UniersuchttnaSstation I, Dirksei', strotze. Ecke Kaiser-Wilhelm- Slratzc— iu letzterer aber nur in den Vormittagsstunden— vor- genommen. Bürgcrmclstcr Dr. Langrrhaoö y. Der erste Bürgermeister von Cöveinck, Dr. Langerhans,'st Freitag abend, 47 Jahre alt, im Krankenbauie in Grofe-LichterselSe einem Lange« leiden erlegen. Er war ein?leffe des früheren Berliner Stadtverordnslenuorstehers Und hat sein Amt vierzehn Jabre lang Verwalter. Die Affäre des »Hauptmanns von Eövenick" im Oktober 1006 machte seinen Namen für kurze Zeit weltberühmt. Jugendweihe. Nachdem die Anmeldelisten abgeschlossen sind. werden die schristlichen Einladungen der Teilnehmer dieser Tage erfolgen. Wer bis zum 18. März keine Einladung erhalten bar. wolle sich an das BezirkSfakretariat(Theodor Fischer). Lindenstr. 8, 2, Hof l. III(Telephon Mpl. 361) wenden. Für die Feier ist ein auSerwählteS Pcogrannn vorgesehen. E* wirken mit: ReichstagSabgeordneler Heinrich Schulz(Weiherede'. der Berliner Sängerchor(Mäimerchöre) und das Fischer-Ouartelr (Musik). Kinlafekarlen a 50 Pf. für bis Angehörigen der Kinder find bei sämtlichen ,.BorwärtS"-Speditionen, sowie im BezirkS- sekretnriat, ferner im Jugendheim, Lindenstr. 8. 2. Hof l. III (Sonntags 4— 10, Dienstags und Freitags 7—10 Uhr abends) erhältlich. Die Teilnehmer werden gebeten, sich die Karten rech:- zeitig zu besorgen, da ein Karienverkatif am Saaleingang nicht stattfindet. 6i] Töchter der Hetuba. Ein Roman aus unserer Zeit von Clara Viebig. XV. Es war zuviel, zuviel. Gleich Hermine von Voigt warf sich auch Hedwig Bertholdi Nacht für Nacht rastlos in ihrem Bette. Ihre unruhvollen Gedanken schwirrten um die Sohne wie flügelschlagende bange Tauben, die sie mit deckenden Schwingen, ach so gern, behütet hätten. Erst die Söhne. dann das Vaterland— durfte ihr fcmand daS verargen? Sie fühlte sich nicht als Heldtn. Es dünkte sie Sage" von jener Frau deS Altertums, die jubelnd den Tod des Sohnes prieL, dem eS vergönnt war, sich für das Vaterland zu opfern. Nein, mochte man sie klein schelten, sie mußte die Hände ringen�nnd beten: nimm alles, nimm, lvenn es denn sein muß. Sieg, Erfolg, Gut. Geld, nimm mein eigenes Leben, nur meine Söhne erhalte, meine Söhne! Ob nicht viele so dachten? Hinter manch großem Wort mochte sich ein kleinlautes Herz verbergen. War es denn überhaupt klein, wenn man zuerst für die geliebten Menschen zitterte und dann erst fürs Vaterland? Es war nur menschlich. Voll bangender Unruhe war die Mutter sonderlich stets um Heinz. Sein letzter Brief hatte sie ganz verstört. Wohl war es wie Freude in ihr aufgekeimt, wie Stolz— was war er doch für ein mutiger und tüchsiger Mensch! er hatte sein zweites Flugzeug abgeschossen. Erst so kurz bei den Fliegern, kaum fertig als Kampfflieger ausgebildet, und schon zum zweiten Male Sieger geblieben! Er selber schien völlig unbekümmert, welche Sorge er deren daheim machte. Es ivar Jubel in seinen Zeilen:"Das zweite Flugzeug, hurra! Das sind die glücklichsten Stunden meines Lebens!" Redete er ihr das vor, um sie zu beruhigen, redete er sich selber das vor? Höchstes Glück— war es wirk- kich Glück oder nur befriedigter Ehrgeiz? Die Mutter schüttelte den Kopf. Noch hatte sie ihm auf diesen letzten Brief nicht geantwortet, hatte ihn an ihren Mann geschickt: der Vater würde den Sohn vielleicht besser verstehen und die beglückten Worte finden, die jener hören wollte. Aber nun mußte sie Heinz doch auch schreiben; es wurde ihr schwer. Sie hätte rufen mögen:„Halt ein. es fliegt keiner ungestraft zur Sonne." Aber durste sie das? Nein, sie durfte ihn mit ihren Aengsten nicht stören. Ach, es würde ihr ja auch gar nicht gelingen, ihn zurückzuhalten. Wie ein Taumel schien eS über ihn gekommen, wie ein Rausch: immer höher, höher! Immer mehr, immer mehr! Wenn sie doch nur jemanden hätte, mit dem sie sich darüber aussprechen könnte, der ihre sorgende Liebe— ihre kleine und doch so große Liebe— ganz verstehen würde! Von Annemarie glaubte die Mutter sich nicht verstanden. Die hatte etwas zu Unbekümmertes; laut gejubelt hatte sie, als sie von den Erfolgen des Schwagers hörte. Aus dem Zimmer war sie geeilt: das mußte sie gleich drüben bei Frau Frau verkünden. Mit einem Lächeln, das ivehmüttg war und ein wenig bitter, hatte Hedwig ihr nachgesehen. Vielleicht würde Annemarie doch nicht so jubeln, wenn es ihr Rudolf wäre! Dann würde sich neben die Freude auch die Besorgnis stellen und würde so groß werden, daß sie die Freude zurückdrängte. Lili Rossi war im Garten. Der große schattende Hut, der das zarte Gesicht gegen die Sonne schützte, verbarg das Erbleichen nicht, als Annemarie ihr zuschric:„Was sagen Sie bloß? Heinz, das zweite Flugzeug!" Das Herz stand ihr still. Sie hatte die Laufbahn der be- kannten Flieger verfolgr; die stiegen auf. landeten wieder— fliegen auf, kämpften, siegten und landeten wieder— einmal, zweimal, viele Male. Dann aber stiegen sie wiederum auf. kämpften, kämpften, und— landeten nicht glücklich mehr. Lili schloß die Augen, die lachende Sonne blendete sie. Er würde auch fliegen, kämpfen, siegen, wiederum fliegen, kämpfen, wiederum siegen, bis— in plötzlicher Angst drückte sie die Augen noch fester zu. So konnte die andere auch nicht sehen, was in ihnen flackerte. Annemarie sprach lebhaft weiter, sie war angenehm erregt: nein, daß der Heinz so schneidig war! Von Rudolf hätte sie das natürlich immer gedacht, aber von Heinz!„Sie, Lili, hätten Sie ihm das zugetraut?" Lili nickte- stumm. Sie mochte nicht weitersprechen. Sie hatte sich immer gern mit der jungen Frau Bertholdi unter- halte», deren Zuversichtlichkeit und Munterkeit wie ein frischer Windhauch war, die die dumpfe Luft eines lange geschlossenen Zimmers durchstöbert; heute war es ihr nicht angenehm. Sie blieb einsilbig. „Liebe Zeit, Lisi, Sie sind ja heute so verstimmt, huh! Da mach ich mich fort!" Annemarie lachte und lief ins Haus zurück, so schnell sie das noch konnte. Frau Rossi blieb wie betäubt anr Zaun stehen. Es ivar eine große Besorgnis in ihr, aber zugleich erhob sich auch ein großer Stolz— und dievx Mann liebte sie. Ob er sie noch liebte? Oder ob er sie vergessen hatte über seinen Flügen? Nein! Sie lächelte in sich hinein: er hatte sie nicht vergessen, wie sie ihn nicht. Und wenn der Krieg nun zu Ende sein würde, wenn er glücklich wiederkehrte? Ihr Lächeln wurde stärker: dann, oh dann! Ein betörendes GlÜcksgcfühl über- schauerte sie, sie atmete rief: dann war es wieder eine Lust, zu leben. Dann war die Welt wieder schön. Der GartensieS knirschte, Frau Bertholdi stand am Zaun. „Gnädige Frau, ich gratuliere, welch ein Erfolg!" Lili war gar nicht erstaunt über dieses plötzliche Erscheinen. Seine Mutter! Es war ihr so natürlich, daß die jetzt kam— zu ihr kam. Sie streckte beide Hände über den Zaun, und die andere langte nach diesen Händen und behielt sie in den ihren. Sic sprachen von ihm: ES kam Lili nicht in den Sinn, wie merkwürdig es eigentlich war, daß Fran Bertholdi so vertraulich zu ihr sprach, sie kannten sich doch eigentlich sehr wenig. Aber es floß wie em Strom von der einen zur andern. Und Hedwig Bertholdi wiederum wunderte sich nicht, daß sie auf einmal alles, alles wußte; ja, die da und ihr Heinz! In quellender Zuneigung sah sie der blonden Frau tief in die Augen.„Wenn ihm nur kein Niiheil widerfährt", flüsterte sie. „ES widerfahrt ihm keins!" Lili strahlte sie an. Das sonnige Leuchten. daS auf ihrem ernsten Gesicht erschien. machte sie schöner denn je. Eine Zuversicht war plötzlich in ihr auferstanden, von der sie vor kurzem noch nichts gewußt hatte, eine Zuversicht, so stark und groß, daß sie jedes Bangen erstickte. Wie hatte sie nur zuerst sich erschrecken können! Zwei Siege--- nein, fünf, zehn— noch viele, viele mehr! Ihr Held, da stieg er auf zur Sonne, lind sie mit ihm. Glück,"oh. welches Glück! Sie beugte sich über den Zaun und küßte die zarten Hände, die die ihren noch immer hielten— das war seine Mutter! Korts. folgtl (Hü EiuSrM am fitttev Tage wnrde In den LazerrSume» vsr- ntt. die das Groszgesckäfr für Damenbeklsidung von Joseph v. Bender in der Kransensiraße innc hat. Die Bcurc hat einen Qert von etwa IQOQOO M. Zu den rüuicrischen EinSrüche-r in der NlexanderstraH« wird nl'.tß neiU, das; der Überfallene Wäcktec Nesemami im KrankenbauS NM Urban g e st o r K c u ist. Die Räuber hatten Mr Ueberwali: tiung des � Mannes mies(jßioroforr.i angewendet. Möglich ist euch, daß der Tod auf eine Mißhandlung anderer Art zurück zu lühreu ist._ Neukölln. LebenSeiittel. Grieß gelanstt Ende nächster Woche in einer M nge von t')l? Gramm aut Abschnitt 8 der allgemeinen Lebensmittelkarte xnr Auögabc. Graupen desgleichen in einer Menge von je 100 Gramm auf Abschnitt 9 und 19 der allgemeiner Lebensmittelkarte. Der M armelade- Verkauf wird fortgesetzt � Pfund auf Abschnitt 93 der WarenbezngSkartel. Bei der statt- tindenden NenauSgabe der M i l ch k a r i e n wird den Inhaber» der A-Äurtcn(rote Karten) empfohlen, diese Karten möglichst nur in den Molkereien(Nbmelk-Airtschosten) anzumelden, damit namentlich im Interesse der kleinsten der Kleinen auch bei C-ntrilt wärmerer Witterung dielen nach Möglichkeit einwandfreie Milch geliefert werben kann. Infolge der beschränkten zur Verfügung stehenden Menge wird ein Umtausch sauer gewordener Milch nickt in allen Fällen möglich sein. Fisch- und Räucherwaren gelangen in bisheriger Weise in den städtischen Fischhallen und einschlägigen Ge- schärten zürn Verlauf. Insbesondere Kliopnick und Stinte sind noch in größerer Menge erhältlich. In nächster Zeit wird auch gesalzener Schellfisch zum Verkauf gebracht werden. ZK ö neb erg. Lebensmittel. Bis zum 12. Marz findet Bor- an Meldung stau für Va Pfund Marmelade und Vj Pfund Kunst- iioirig auf Abschnitt 7 der Groß-Berlincr Lebensmittelkarte soioie 2 Doien kondensierte Magermilch auf Abschnitt 4 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte für Jugendliche.— Ausgegeben werden in der nächsten Woche 199 Gramm Weizengrieß auf Abschnitt 9 und 1.99 Gramm Graupen auf Abschnitt 10 der Groß-Berliner Lebens» mittel'arls.— Vom 12. bis 15. März findet eine allgemeine Karten- Verteilung statt.— An Sonderkarten werden ausgegeben: Für die Kinder: im 1. Lebensjahre L stuckerzusatzkarten und 1 grüne Sonder- 'arte für Nährmittel: im 2. Lebensjahre 2 Zuckerzulahkarten«ud 1 rois Sonderkarte für Nährmittel: von- 4. brs 7 Lebensjahre I Zuchcrzusatzkarle.— Vom 12. März bis 8. April ist eine Neu» emtragnng in die Zurkerkundenkiste zu bewirken. Wilmersdorf. LeteSanttel. In der nächsten Wocke werden abgegeben: Auf Abicknili 9 und 10 der Allgemeinen Lebensmittelkarte je 100 Gramm Weizengrieß, auf Abschnitt N der blauen Be- zugskarte für Einzelpersonen Vz Pfund Weißkohljauerkraut. Außerdem gebt die Abgabe von 1 Vriefchen Süßstoff auf Abschnitt 25 der gelben HauShalrungsbezugSkarte werter. Im freien Handel sind zu . allen: Kaffee-Ersatz zum Pfundpreise von 3 R. und Rübensauer- lraut zun, Pfundpreise von 25 Pf. in beliebigen Mengen. Steglitz. BuS der Geturindevertretimg. In der Stadt- werdungsfrage wurde wieder einmal ein einstimniiger Be- ichluß gefaßt, der den Gemeindevorstand ersucht, auf Beichleunigung der Verleihung der Stadirechts hinzuwirken. Eirt besonderer Aus- ichuß, dem auch Genosse A ß m a n» angehört, soll durch persön- licheö Vorstelligwerden Sei den inaßgebeuden Stellen die Sache '.irdern helfen. Troydetn der(fienieindevorstand und die gesamte Gemeiridevertretung von der unbedingten Notwendigkeit einer st ä d t i i ch e n B e r w a i t u n g unseres 90 Y00 E i n- wohne. r zählenden Dorfes überzeugt sind, darf man die Erwartungen auf eine baldige Aenderung nicht zu hoch spannen. Ein OrtSstotut, das die völlige Sonntagsruhe in offenen Verkaussfiellen und im HandelSgewerbe(mir Ausnahme der NahrungS-- und Genußmittel- sowie der Blumengeschäfte) anordnet, 'fand efninnwnze Annahmen Dem G o errb e» B tr n d wurde eine Beihilfe von 109 M.. dem wr a i e r i ä a d i s ck e n F ran»ir verein eine solche von 8099 M. jür 1917 und von 5000 M, für 1918 bolvilligt. Die im Jahre. 1915 bclchlossene Herabsetzung der Lust bar- k e i i.s st e u e r für Kinos wurde aufgehoben. Dom Gemsindevorstand wurden die Mittel zum Ankauf eine» Kranksnautomobils bewilligt. Abschnitt 19 und 11 der je 260 Gramm, zusammen Die Anmeldung muß bis Verkaufspreis für 1 Pfund Britz. LcScnSmrttel. In der Woche vom iL— 17. März gelangen in der Verkaufsstelle der Gemeinde zur Abgabe auf Ab- schnitt 77 Rübensauerkohl(1 Pfund je Haushalt soweit Vorrat), Abschnitt 78 � Bouillonwürfel(4 Stück je Haushalt), Abschnitt 79 Nährhefe(190 Gramm je Haushalt). Abschnitt 89 Tee(2 Pakete je HauLbalt), Abschnitt 81 1 Dose Kraflbliitkonserven und 1 Dose Rübenblutwurst je Haushalt, Abschnitt 82 Dörrgemnse(190 Gramm je Haushalt). Auf die Abschnitte 3 und 9 der Berliner Lebensmittelkarte je 199 Gramm Grieß pro Kopf, auf Abschnitt 13 der Berliner Lebens- mute lkarte Händler». Pfund Kunsthonig ab Donnerstag bei den Klein- Nein�kendvrf. Lebensmittel. Auf LebcnsmittWapte Grotz-Berlt» werden : Pfand Kunsthonig abgegeben. einschließlich 12. d. M. erfolgen. Der beträgt 73 Pf._ Treptow. Lebensmittel. Außer v-rteiU: 100 Gramm Nudeln auf Lebensmittelkarte. 250 Gramm den üblichen Rationen werden Abschnitt 9 der Groß-Berliner ........|_____ I.. Kunsthonig auf Abschnitt 12 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte, zwei Päckchen Puddingpulver auf cbschnitt S der Groß-Berliner Lebensmittelkarte für Jugendliche. . 00 Gramm Haferflocken auf ASjchnitr A der Bollmilchkarte für den Monat März. FricdrichShogea. Lebensmittel. Bis Montag gelangt auf Ab- schnitt 3 der Eierkarte je ein Ei zum Preise von 43 Pf. zur Ver- tcilung. GrG-9er!mer partemachrichten. Zum Vahlkampf in Meöerbarnim. Die Lübecker Gcnoffen an die Wähler von Niedcrbarnim. Aus Lübeck wird uns geschrieben: Mit Freuden haben wir Lübecker vernormnen, daß die Genossen von Niederbarnim ihr ReichZtaysmWidat nnserein früheren Mit- strciter Wissel! übertragen wollen. Mit Swlz erinnern wir uns neben seiner bielseiligen poliliischen und gewerkschaftlichen Tätig- keit besonders seiner verbildlichen Lcrstungell in unserer Bürgerschaft. Er zeigte sich hier als der geborene Parlamentarier. Neben drei anderen Genossen trat er als erster Vertreter der Arbeite rjchafi in sie chu Mit Bienenfleiß versenkte er sich in die so verschiedenen Matzrian, so daß er bei jeder Borlage die Interessen der Arbeiter auf Grund genauester Sachkenntnis Vers echt eu konnte. In diesem arbeitefeindlichen Parlament, das kurz vorher noch das berüchtigte Streikpoftenverbot fast einstimmig gebilligt hatte, erzwang er sich bald durch seine scharfe, doch stets sachliche Berod- samkeit die Aufmerksamkeit der Bürgerlichen. Mit flammenden Worten geißelte er die unerhörten Sireikurteile der Lübecker Go- richte, unermüdlich widerlegte er. Berleumduttgen der Gegner. Seine Erfahrungen als Arbeite rsekretär dienten ihm al» unerschöpfliche Quelle'sozialpolitischer Anregungeic. Die Etaiberatung war vor ihm in ein paar Stunden abgetan worden; er gestaltete sie in eine großzügige Erörterung der ganzen Ver- waltung und Sozialpolitik um; doch war er ebenso gefürchtet wegen seiner Spürnase für die kleinste Unrichtigkeit in einer ver- steckten Position.— Bei seinem allzufrühen Scheiden von Lübeck zollten seine heftigsten Gegner seiner Tüchtigkeit warme Worte der Anerkennung. Die hiefizen Parteigenossen würden es als späte, aber schöne Entschädigung für ihren damals fckwer empfundenen Berlnst empfinden, wenn Riederbornims Arbeiterschaft unseren Wissel! in den Reichstag sende» würde— nach unseren Erfahrungen können sie keinen besseren Vertreter finden. Unabhängiges gegen Haasc, Breitscheid u. Ge«. Das Berliner MisteilungSHatt der Unabhängigen leistet sich in seiner letzten Nummer einen recht originellen Scherz. In einem Artikel„Die Zukunft der Sozia sdenwkratie" sucht es den Beweis zu erbringen, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland längst reif seien für die Soziclisierung der Gesellschaft, ja, daß diese Forderung vielleicht schon in � die Tat umgesetzt sein würde. wenn die Führung eine andere wäre. Das aber müsse in Zukunft anders werden. „Die.Masse kann es sich nicht mehr gestatten, politische Advoiaien ins Parlament zu schicken, engstirnige Bureaukrvtcn zu züchten und auszuhalten und rsaktisnäre Instanzen zu bilden. Das ist der Glanbenssatz des unzufriedenen Verfassers, mit schwieliger Faust niedergeschrieben und von den Vertretern der schwielige« Faust in der Redaktion des Mitteilungsblattes aller Welt verkündet. In den OrkuS mit den politischen Advokaten! Diese prinzipielle Forderung kommt ausgerechnet acht Tage nach einer Wahl, bei der die unabhängigen.'.Massen" den„p o l i t i- scheu Advokaten" Dr. Siegfried Weinberg auf den Schild erhoben und ins Berliner Siadtparlament entsandten. Und diesen prinzipiellen Stoßseufzer erpreßt das Blatt der Unabhängi- gen sich wenige Tage vor der Nieder barniincr Reichstags wähl, zu dar der bekannte Dr. Rudolf Breitscheid aufgestellt worden ist. Ein Kandidat, der seinen derzeitigen politischen Froundon als politische Wetterfahne so gut bekannt ist, daß er einen Revers u n t e r- schreiben mußte, wonach er sein Mandat niederlegen will, wenn er mir der tlcberzeugung seiner Wähler nicht mehr in U e b e r e i n st i m ur u n g s'i ch' b e f i n d e t. Dieser Mann, der zwar kein Advokat, aber nicht weil dabo» entferirt ist. soll nim zu den„politischen Advokaten" Haase und H e r z f e l d ins Parlament geschickt toerden. Aber das kann sich. nach den Worten des Mitteilungsblattes„die Masse nicht mehr ge- statten". Also wird sie wohl dock, dem Metallarbeiter und sitzigen Arboitersekretar Rudolf W r s seil, einem Mann von ihrem eigenc« Fleisch und Blut, den Vorzug geSan müssen. $ DouucrStag, den 14. März, ist die Reichstagswahl in Nicderliarnlm. Alle Genossen tind Genossinnen, die sich dem Wahlkomitee noch nicht zur Verfügung gestellt haben, werden gebeten, ihre Adresse an Th. Fischer, Berlin SW. 68, Linden- strastr 8, einzusenden, oder sich tclcphonisch zu melden: Amt Morinplatz, 364. Auch alle diejenigen, die nur eine» Teil des Tages iWt haben, werde» ersucht anzugeben, von wann ab sie am Wahl- tage tätig sein können. Bei der grasten Ausdehnung des Wahlkreises werden alle verfügbaren Kräfte gebraucht. Helfe deshalb ein jeder soviel er kann. Pankow nud Umgegend. Mittwoch, den 13. März, abends 8 Uhr: Wählerversammlung im„Kurfürsten". Pankow, Berliner Str. 102. Reichs! agSabge ord ne ic r Dr. Landsöcrz spricht über die bevor jtcchnrde ReichStagSwahl am 14. März. Diskussion. Tegel. Wählerversammlung Montag, den 11. März, abends 8 Ubr, im Restaurant Bellet ue, Tegel, Spandeuer Str. ü. Auf zur Wahl. Referent: Reichstagsabgeordneter Philipp � Sch e i de ma nn. Freie Aussprache. Buch und Umgegend. Dienstag, den IL. März, abends ! 8 Uhr: Wählerversammlung in Buch. Restaurant Kramm, K aiser-Fried rich-Str. 49. Referent: ReichStagsabgeordnetsr Hein- ! r r ch Schulz. Freie Aussprache. Wcißensee. Montag, den 11. März, abends 8 Uhr: Oe f fe u t- jliche Wähler Versammlung in den Borussia- Fe st- sälen, Berliner Allee 211. Referent: Reichstags ürnd idat Arbei- iersekretär Rudolf Wissel!. Lichtenberg urB Stralau. Montag, den 11. März, abends 3 Ubr: Wählerversammlung in Kerns Fcstsälgn, Rum- melsburg, Türrfchnridtstr. 45. Referent:'Reichsiaoöabgeordnctep Wilhelm Buck-Dresden. Kanlsdorf, Dienstag, den 12. März, abends 8 Uhr: V e r» s a m m l u n g de: ReichstagSwähler in Hamanns Gesell- schaftshauS, Frankfurter Str. 50. Referent: Arlwitersekrstär R n» d o I f Wissel!, Ka:cdi�dat der Sozialdemokra tischen Partei, Freie Aussprache. Friedrichshagcn. Mittwoch, den 13. März, abends 8 Uhr. im Brauerei-Ausfchank: Oeffentlrche Wählerverfamm- lung. Reichstagsabgeordneter Dr. David: Warum wir Wissest wählen. Alle Einwohner sind hierzu eingeladen. Hroß-Herlin. Wilmersdorf. Morgen abend, 8fü Uhr, Mitgliederver- sammln ng für die westlichen Vororte in den„Prachtsäten des Westens", Spichernstr. L. Tagesordnung:„Freies Wahlrecht". Referent: ReichStagsakgeoLdneter Dr. Quarck. Gäste will- kommen. Röntgental-Zepernich Am heutigen Sonntag finden die Ge- meindeverrotterwshbu, statt.. Di«'Kandldate« der Sozialdemokra- tischen Partei sind rn der L. Wteilung der Schlosser Moritz Müller, Rönigentasi' Kaiser-Wilhelm-Str. 58� und in der 8. Ab- tcilung der Nkaurer Franz Schulz sen.. Röittgental, Siemens- straße 2. Die Genossen werden ersucht, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Die 3. Abteilung wählt von 1— 3 Uhr, die 2. Abteilung von 3— 4 Uhr. ?ugenSveranftaitungen. Arbetter-AuimrdtzcHnt Berlin, Linbenftr. 3. Heute Sonntag Hcuneröffnung 4 Uhr. Abends 7 Uhr: Borttag des Genossen D o o» n t ck: Soziale Dichtungen.— Dienstag: Reigenabend.— streitag: Diskutierobend.— Prenzlauer Borstadt. Mo, gen Montag, abends 8 Uhr. bei Eichhorn, Danziger«tr. 93, wichtige Beiprechuna. (charlotrcnbnrg. Arveiterjugendheim, Ziolinenftrali« 4. Dienstag, den 12. März, abends 8 Uhr: Wichtiger Vortrag deS(kenoffen Ernst H o i I m a n u. Gäste willkommen. SyetteranSRtiJtrn fNr das mittlere vtordbcurt'Nland bis Montag mittag. Zeitweise neblig, sonst trocken und vielfach Heller, um Mittag ziemlich mild, in der Nacht zum Montag größtenteils Frost. W Seide Luxus? Nein! Venn Jede. 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Ausstellungshallen am Zoo. Täglich geöffnet von 10—8 Uhr, Eintrittspreis 1 Mark. Bezirk Lichtenberg und Stralau. SozlaldemohratUd)« Partei Deuflchlands. M o u t a a, de« 11. März 1918, abeuds 8 Nbr, m Ziorn» Rummelsbnrg. T2rrschm!dtilr. 4z: WitMlsllMW. Tagesordnung: t Die bevorstehende Reichstagswahl. Referent: ReichstagSabg. Genosse Wilhelw Buck»S>reäbea 2. Aussprache. Alle Wähler find eingeladen! 1 J/te* Der(tinbetufet: K.?-terhantel. ÄÄß'MsK ZiirsliäÄi Teltow:is3lßw cte. Ortaveretn WtlmersdorC Moutag, den II. März, abend» S", Utir. spricht in den»Prachtsälcn des Westens". Spicheruftr. 3: NcichStagSabgeordneter vk. NSZ ÜllSke� über: „Freies Wahlrecht". Hierzu find besondres die Genosse« der westlichen Borortc einzelade».«Säfte tDlCEommcu. iö0/10 Oer Vormtand. Zahlatelle Bertln. Bureau: Engelufer 14/15, Part.— Tel.: Amt AloritztZlatz Nr. 8««). «Seöffnet: Lormittag von 10—12, Slochmittag von 4—7 Uhr, TlenStagnachmitwg geschloffen. Montag, den II. März, abend» 81;, Uhr, im Oewerketchaftshaas. Engelufer 15. Saal I: Mitglieder-Bersammlung. Tagesordnung: i. äcvicht über die Verhandlungen zw«««bschlaß«ine? ReichütarlseS jür Zwiljchuhtveri und Beschlichjassung über den letzteren. 2. Wahl der Delegierte« zur LezirLIousermz. o. BerschicdeneZ. Tie Fabrikarbeiter nnd»Arbeiterinnen weisen mir ganz de- ionderS arlt die enorme Bedeutung des ersten Punktes der Tagesordnung für die gesamte Schuizwduitrie hin und erwarten da der zahlreiches Erscheinen. ?70slS Die Ortsverwal tan«. J»UllN85kra«Kt«Kasst der Zachdtzjzer. Schikstr- n. ZlegtidklKlr zu Derlin. Bekanutmachnug. Emladung z. auperordentl. MWMW am Freitag, den 22. März ISI», abends 7>/, Uhr, im Restaurant VivIIeedlSosr.SeeNs, »ltatdeetetr. ZI. Tagesordnung: 'I. Vorschlag zur SatzungS- änderung gemätz VuiidesralS» Verordnung vom 22./11. 1917. 2. Abänderung des§ 47 Ab» jis 2 der Satzung. 3. Verschiedenes. 301/8 Der Borstand. __ 6 Krebä, Bonitzender. faßfinflisehTMeii-iiiii Sterbehsse m (V. V.». G.) Geschäftsslella SO 18, Hetoder- straBe 4. Montag, den S. AvrU ISIS. abends S Uhr. im Restaurant Schultheis, Brückensir. 6b: Ee«Ml0«slI»MlW. TageSordnmm: 1. JabreS- und Kassenbericht. 2. Bericht deS AufsichtSratS und Entlastung des Vorstände». 3. Wabl des Vorstandes, des ?lufsichtZratS und der Er- satzmännrr. 4. Festsetzung der Entschädigung für die Vorstands- und Auf« fichtSratSinitglleder. 3". Anträge It.§§ 29 und 35 der Satzungen. 6. BerschtedeneS. 263/19 August Penn. Vorfitzeader, Wllnolni VOIeksr. Keklicrer. bedienen sich». Amneld. n. Torwertg. ihrer- firfindungcn eines Hatentfaohmannes.Wir verkauften n.a ein l'atentfür M. 850 000,- liorch una.llitarb. BiuD.RG. M. ra 14 Tag. für M. 20 000,—. Hat u. Auskunft kostenlos! F. Erdmann& Co.,• Berlin SWlt,«lSalggrZt?. Str. 78 Allgemeine Ortskrankenkaffe Neukölln. Kassenwkal: Weichselftr. S. Den Herren Arbeitgebern und Mitgliedern wird hierdurch zur Kenntnis gebracht, daß die beschlossen in der AuSschusssitzung am 30. April 1917, durch das SSnizl. Ober-versichsrungSamt Groh» Berlln genehmigt war. den ist. D!« beschlossen««enderung der zz 54 und 94 der Satzung tritt mit dem Tage der Ver» össentlichuug, am 10. Zllärz 1218, in«rast. Nerilöll». den 10. März 1918. Der Lossen vorstand. M. Heinrich. 2. Borfitzeuder. Wir laufen B. 815 dervelamtim. ». 25. XX. gebr. Sektkorke zu IT Weinkorke »n 2 � serner:• Zellnloid.,!Film- Hartgummi- Wachswalzen- Schallplatteu-Abfäile Qrdower G.>». b. H.. Georgenkirchsir. 5V (b. Zllexanderplatz), Friedrichstraße 4» Ecke Zimmerstratz.e. 9-lN/� 2',.--'/-. Zigarre» p. Mille 280— 529 find wieder ein. mi sr-' sf erwein Santa Lucia kinttlch tat Apoibeken, Drogen- nnd Delikates» öeschäften.* Bekanntmach nn g. Grieß nnd Iripnrrn. Kemätz§ 5 der Verordnung über LebenSmiitellarten vom 18. Oktober 1916 wird sür den Gemeint-ebezirk der Stadt Berlin bestimmt: I. Aus Abschnitt II der allgemeinen Lebensmittelkarte der Stadt Berlin entfallen Ivv Gramm Griest. II. Auf Abschnitt 6 der LebeusWittelkarte der Gtadt Berit» für Jugendliche entsallen Ivv Gramm Teigware». NX. Au? Abschnitt 7 der Ledenomittelkartc der Stadt Berlin für Jugendliche entsallen 10V Gramm Teigware«. IV. Die aus bis Abschnitte 4 und 5 der Lebensmittelkarte für Jugendliche entfallenden Waren werden«och de- ranutgegeben. Tie Abschnitte dürfen noch nicht abgetteuut werden. V. Mit den z» I genannten 100 Gramm Grieß werden gleichzeiiig 4 Knochenbrühwüriel ausgegeben. VI. Die zu I. II und III genannten Anmetdeabschnitte find in den durch ein Aushängeschild «.'»erkauf von Nährmittel» gegen Bebeusmittelkarte« der Stadt Berlin« gekennzeichneten Geschälten gegen Empfangsbescheinigung aus den Bezug« abschnitten abzugeben, und zwar in der Zeit vom Montag, den II.» biS zum Mittwoch, den I». März ISIS. Nachträgliche Annahme findet nicht statt. VII. Die KlciuhandelSgekchäfte haben die von ihnen an» genommenen Karlenabschniite in der bisher vorgsschrie» denen Weise an ihren Großhändler abzulicsern. und zwar am Donnerstag, de» 14. März 1918. VIII. Die Ware wird dann in der üblichen Frist bei den AlembandelSgeschäficn gegen Rückgabe der Empfangs» Sescheinigungen zur Verfügung stehen. Sie muß bis zum 14. April 1918 abgenommen werden, da sonst der An- spruch aus Lielerung verfällt. K. ES ist unzulässig, die Kartenabschnstte in Geschäften abzugeben, in denen nicht daS vom Magistrat ausgegeben« Aushängeschild isiehe zu VI) angebracht ist. Geschäften, die nicht im Besitze deS Aushängeschildes find, ist die Annahme der Kartenabschnttte untersagt. Berlin, den 9. März 1918. MagiSrat der König!. Hnnpt- nnd WdtllMt. Tgb. Nr. 49« Ni. Abteilung für Nährmittel. Strümpfe für Sommer und Winter Dann verlangen Sie un- verbindliche Auskunft über meinen DraubAuSsieuer-Spar-Einkallf OÄSÜ durch AusMung und Einsendung nachstehenden Dordruckeö! 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Mär, 1918, nachmittags 2lit Uhr VoUZbühne: W«Z ihr well!. Deutsches Opern->.: Die lustig Weiber von Windsvr. Nachmittags 3 Uhr: Schiller-Th. Charlottenöurg: Novella d'Andrea. Stiller-Th. 0.: Hinter Mauern. Lesfing-Th.: Liebe. Künstler-Tb.: Der Herr Senator. -'l'tiester. 3 Uhr: Das Glück im Winkel. _ 7';, Uhr: Gine WlN se. iür Sonntag, JO. März. Gentral-Theater Kommandantenstroße 57. 7ll, i>ie CsardaslUrstln S'/j Uhr: Jagend. Deutsches Opern hnns 7 uhr: Der Ziseünerljaron. Frledrlcb-Wllhelmst lbeatei E Uhr: Figaros Hochzeit U/jUhr; Das DreimSderihaus. Kleines Theater 7'l, Uhr: Hanle. m Komische Oper ü.: SeliwarzwaliliriliiEl. S1/, Uhr: Die Kinokünlgin. Metropol-Theater uhi': 3ie Rose fcn Staffil-y!. 3 Uhr: Wie Kaiserin. Neues Operettenhaus 3 Uhr: Der Obersteiger. tv, uhr:BBr5ßliiäli!er Marie. Gustsplolhaas T/t Uhi: Die blonden Mädels v. LlndenhaL 3'/« Uhr: Ein toller Einfall. Uesidanz-Thoater TUTfhr: IZZf ZÄP. Mchlller-Theater O 3 Uhr: Hinter Zinnern. 7'/. ehr: Die Ehre. t»chiller-Th. Chari. 3 Uhr: Novella d'Andrea. 7% Ohr: OtheilO. Thalia-Theater uÄ: Im finsi seine Fraosa. Theater am Nollendorfplatz 31/, Uhr: Immer feste druff! 7 Uhr; Theater dea Westens Vfi Uhr: Ein Walzaiiraam. Tv.uhr: Oer yeÄe Herzog mit Guido Thielschor. Cöpan.St. 08 üntorgrdb.: Inselbrücke 5 Minuten! Januowitz-( brücke KÄTIONÄL-THEÄTER (Deutsch-Amerikan. Theater.) Ganz Berlin spricht von: Die ist richteg!... Musik: Walter Bromme. TSgL T1/. Größter Lacherfolg!!! Sonntag 3'�; Siudentenliebchen.(Preise 1,50 8 M.) ÄMWwng, Mitlivoch, de» 13. ZVSr; 1S18 KImon- pslsst ZLurküi'LtSnclsmm 26 TSg>.?>/, III Tbcater i. d. Königgrätzerstr. ?u; Die Heide* auf Helgeland. Nachm. 3 Uhr; Kameraden. KomOdienhauti. 8 U: Die Straße nach Steinaych. 3 Uhr: Die verlorene Tochter. JSerllner Theater. 7 Uhr; Ulitzblaneti FSIut. Nachm. ö Uhr: Fllmzaubcr. Ciieate? der»gl. hschidiule für iTitiSlH, Fasanensfr. 1. Sonntag, 10 u. 17. M5rz, 7'/, Ua Gastspiel des Ceutral-Theaters. Die Haubenlerche. Kart, ab 10 Uhr Theat-Kastellan. URANIA. Sonntag und Montag 8 Uhr: Die Ukraine. ;«k«r Slratsa 96-5 1 �Ijj Unlergfimdbahnhot JnseibrucV«. Uraufführung Der Dorflump Ungarischer Kunstfilm Heidegretel— Hella Moja. Beate 3', Uhr Kleine Preise Kin d.d. Hälfte! TV, Uhr (iastspiel: Frieda Hess Solotänzerin Jan Trojaaowski Holballettmeister vom Ballett des KgL Hoftheaters Dresden sowie der große M3rz-V ariete-Spiclplan. Heate Vorstellungen Nachmittags 1 Kind frei! eit. Kind, halbe Preise. In beiden Vorstellungen: Das großartige März-Programm. Zorn Schluß: Mondfäll Ii Zirkus A. Sciuinann.| Kur noch kurze Zeit! 9t|» Vor- Iii U(2.tcllungrn I 12[ Nehm. Kinder halbe Preise f bis 12 J. auf allen Sitzpl. I In heiden Vorstellungen THiy Ö«5b6 mit ihren j dressiertenKfjibftren. Kntkl.IdDnjgM- szene in der Latt. 1 Prl. Zoe Stach Keck Petroks| and die übrigen Spezialitäten: FtfaTilrA Gr. Ausstatt.- 1 rnCAIKU. Pantomime. Voägt=Theater. Bacstr 55. Saastr. SS. Heule nachmittag 3 Uhr Arlurti Flitterwochcsl. Abends 7 Uhr: Verlorene Kbrc. SSittiusch, den 18. Mär-: Beuefi, für Kläre Richter. Ä> 2 Heilte«A V«r»tellai!gea dm 8l! Nehm. ied. Urw. 71! !ö 1 Kind krsi. I[2 In beiden Vorstellungen Persänllelien Auftret Paui Heiflemann in seiner Ml in- Operette „Der Schocks Schwerenöter44 n. das neue Varietd- Progr. Der Schönhcitsprels. ? Splebeitnng: Sa-,*» Kado» fterfrtllOQ « & ZS.Mdrz�'/dlhr Zirlus Schumann, zum Besten der KriegHilfe P a r s i f a l LorioieL l an» A Akt Marie G5ke» Mch. Lohnen« Z ohn Forsel! Keinr.Hensel» Lv. de Saude Agi. an» towAot Opermtor tfWt. Öffircr;®.;© Vrvn» öittel d et Cbot öcv'tnei L:ed»r:afel Bec:b� SHuunett tttcell Zierem©eittn«??re» rin«e» G.-B Öftorfrfmü Vrof Nudel ©übuenauiii?; KavellmerVer Stümalsnch Gl)öre; Prof. Hugo Hödel Die Königliche Kavelle Musikal. Gesamtleit.: Generalmusikdir. leoLlech EimviN�kart.S"-�uM.t.>.'Tlteaferabteila.d.Kominond!inkur,Ehar!ortenÄ ltr. W, Bon& Bock&dmmaitn. Luftsabrerbont.�ikualidstidanf, Wettheim maootatif.v;,atyja ü�nr rrr,--m- i— lApoSioj Frledrlchstr. 218, 311 Sonntags S'/jU 13! 12 j. Env.l Kind fr. I Flieger von Tsingtaa. Variete- Attraktionen. | Theaterkasse ab 10U. j ununterbT. geöffnet. «nttersejfeu. Casino- Theater Lothringer Str. 37. Tägl.'!,8 U. Nur noch bis mtl. 20. Marz; Hamsterfritze und da? neue Märzprogramm. Donnerst., 2t. Mörz. z. 1.: Anna» Traum. Stg. 411.: Schipp. schipp, hurra! Beriiner Konzerüiaos Manerstraße SS. Zimmerstraße 99/91. Heate; $7«9&@s> Elopp®!- Konzert eines Reserve-Infanterie-Kegiments, Musikleiter: Praupse, und des Berliner Konzertliaiits-Orchestera, Leiter: Komponist Franz von B!on. Amtune di Chr. Morgen, den Ii. März: Qroßes Konzert des Berliner Iiehrer-Cie«anffverelm, OhonneiEter; Hunts Mietner. Walhalla-Theater 3 Uhr: Der fihek' Bnner. 7v.uhr: ßas MiisikantegdorL Admiraispalast. 2 Vorstell., 4 u. T*/, Uhr. Deutsche Tänze von Schubert Abrakadabra. Zahn-Praxis R : nahe lavaiidenetraOe. ' mit und ohne Platte, nur Frledonskani- Zahnzieh, m Betäub. Bill. Preise, a. Teflz. L Loser, Brunnensir. 185, Spreche, täglich 9-7, Sonn tag« g-{2 Uhr. Ostersonnlag, den 31. März, millags 12 Uhr, im ZirktES B&asch GroSe Musik-AustabruDg zugunsten der Beriiaer Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen mit dem verstärkten Chilharnton. Orchester unter Leitung des Kgl.Oenerai-BInsIk-Dlrcktor«! kli'. RZsksi'Ä Sts�aoSS unter Mitwirkung ¥0n gsZIzfgjtj� Joseph Schwarz, Kgi Sän�r. Paul Hansen Tom Deutschen Opernhaus in Charlottenborg. ProräizisIscs�Ehpll Beflin der Hationalstütrag. Doflein, Stadtrat, Vorsitzender. Karten hei Bote u. Bock, A. Wertheim, Zi> koskassc i und Hauplgeschäftsstelle, Poststraße 5 III, Hämmer 12 (9—12 Uhr). BlOtlmer-Grcheslsr Lblzcwstr 70, BlUthner-Saal. 7v,uhr:W3riö8r-Liszt-iheflil Di> ig.: Paul diclieittpSSug Solist; Sandor Laszlo(Klavier) ' Reichsi!£l!ea-TiifiaS£P Heute nachm. 3 Uhr u. abends 7l/jühr: „Rein Weihsaehtstram* Haehm, ermäßig Pr.! Log. IM.. -Parkett 75 Pf,, Eintritt 39 Pf j Rotterdam- Amsterdam Detektiv-Drama la 4 Aktes von Bich. Gatter. In der Hanotrolle; Viggo Larsen. Ferner: Der FliepRtöten-Ofiiello mit Paul Becker«. Beginn t 3 Uhr. Priedriehstr. ICK Eofco Bahrenstraße. Glaire Waldoff Willi Prager Milüa Breiten Mizzi Dressl u. das hervorragende M äre-Program vc. Kaffee Luitpold KfotzetraBe 15. Täglich: fCabarett Danny Gürtler II der KSnig der Boheme Ina Marcella, Max Ree, Molly Morley, Leo Führ- mana. Kapelle C'.yrokp. ermania- frashtsäle CbauMeestr. 1 10. C. Richter. Jvrit-n Sonn tag Paul Mantheys lustige Sänger u. Konzert Anf d. Konz. 5'/» d. Vorst. 61/, Militär Eintritt 35 Pf.- ieden Sonnt. P.Mantheys Lust. Sänger Trianon-Theater •/.S am Bhf. Frledrlchstr.'/4S Tel.: Zentrum 4027 und 239.1. Der Lebensschüler Komödie von Ludwig Fulda. Ida Wüst, isnoh Kaieer-Titz, v.Mftllenderff. Flink, Kettncr. Stg. 4 U. kl. Pr.: Johsnnlsfeuer. Zabngebisse, -.fletitt,©r. 7,»8, ketten, Xittge,&Ti*0tte lauft Vran Wagner. JUfJevftt. 13 I pU-x-mderplaU. Plilllinrmc.nle V. Ttl*!- tpr j Dounerv-taj,(ietztes)£{j{0-KOl)Z6Ft März. 7'/, Elen Oerbardt Claudia Arrau Kt. M. 2—3 Bote 4 Beek nd Wertheim. EoBzerll Joseph Schwarz fertheim. EKggcan.« leipzJ<£&rsfr& 99* Alexander platz frankfurAsrAUfe f-ferreo- Kleidung Sacka« Anzüge— Loden« Mäntel Phant.-Wcsten— Gummi-Mäntel Keühjahrs-Paletots und Alfter I??aß-Anferiigunq ilegmitir Herren-Kieidunx tn bester Ausflhrmig Schlaf öertert-, Speisetimmtr örgänzungsmöbel großer Auswahl zu mäßigen Preisen. Seidenstoffe Blusenseide n»««-»'» ggo Blusenstreifen>»*«»« 090 1050 «mswljl.............. OTrtn O 1UJU Blusenfchotten>»»-!»»»» 0501�90 Stellungen............. Meter � Waschseide»"»"'-� 2S� Si.ei.b Batist-Hemden mit feinen Svijcn und S:ichs»eien garniert Batist- Beinkleider mit reicher Sarn.ervns.......... B�tift-Rockbeinkleidsr mit Spiji? oder Stickerei garniert.,.. 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Bk»trt Vrob-Berli«. 17/18 Folgnide Kollege« fhib km Felde gefalle»: kZSI cKriLl. Packer. En Fischer, Jnd«striearbeiter. Hermann Freiberg, Gesch»st-k«tscher. ßUO Glinka, GeschSstskutfcher. Wühelra Hinze,«rsettsf»�«. Fritz Rrallse, Hochb-huarbriter. Karl Lßh, Industriearbeiter. Wilhelm Manske,«eschsstsdiener. Brune Palme, Geschsftsdie»-r. Erich Raddatz, Rollktscher. Heinrich Rocke, Droschke«ch°»ffe«r. Hermann Schüler, Industriearbeiter. Otto Isscbner, GkschSftsdiener. Karl Wnlschke, Gesch-st-die«». Emil ZetZSCbke, Industriearbeiter. Ehre ihrem Andenken! Die BeElrküleltan«/. ZWM qerlllhgMWii.SkeiÄlMel ms MISMdlN! S!!Äe> wvll. Unseren Mitgliedern machen wir hierdurch bekannt,! daß solgende Kollegen alS Opfer des WelUrregeS zu ver. � zeichnen sind: Nemridi Neumann, Photograph. am 27. November 1917 infolge eine? Unfalls verletzt und am 9. Dezember verstorben. FBirni Parassini, Chemigrasch, am 6. Januar 1918 an Darmtuberlulofe in einem Reserve- lazarett verstorben. Paui Grajetzki,©tebbnxf«, am 80. Januar 1917 an Lungenleiden in einein Reserve- lazarett verflorden. Pranz Achtenhagen, Steindrucker, am 17. Dezember 1917 infolge Unglücksfalls verstorben. Wilhelm Plinsch, Steindrucker, am 17. Februar 1918 an den Folgen eines Oberschenkel- schusscS in einem Kriegslazarett verstorben. Ein ehrendes Andenken ist ihnen gesichert. 158/19 DI© Optsvei-waltung. T5S MUlMMMMlSM Ortsverwaitnng Berlin. Dem Andenken unserer im Felde gefallene« und verstorbene» Kollegen gewidmet. Adam, Walter, Klempner, geb. 28. 10. 91 zu Berlin. Dobbert, Ernst, Mechaniker, geb. 9. 7. 84 zu Berlin. QÖtting, Willi, Mechaniker, geb. T. 5. 80 zu Berlin. Hartwig, Georg, Dreher, geb. 19. 12. 86 zu Berlin. Kuntze, Willi, Graveur, geb. 80. 7. 92 zu verlin, verstorben zu DavoS(Schweiz). Neumann, Eduard, Dreh», geb. 24. 6. 90 zu Gnesen. Sonnenburg, Wilhelm, Schmied, geb. 18. 7. 79 zu Arnswalde. Wiegand, Hans, Schlosser, geb. 3. 12. 85 zu Berlin. Ehre ihrem Andenke«! veuttchei' i reznspoi'tllrde'.tcn'ei'bsnck. s BezirlSoermait. Äroß-Berlin Den Mitgliedern zur Nach- I nchl, daß unser Kollege, der | Ärbcitsluischer Paul Fendius j am 3. März im Alter von j 58 Jahren verstorben ist. Ehre feinem Andenken 1 Die Einäscherung findel I am Montag, den 11. März. nachmittags 4 Udr, im Kre- malorium in Serlin, Gericht- slraße 37/38, statt. Um rege Beteiligung er- 1 sucht 17/49 1 Die Eezlrksyerwallung. 233/2 Die OrtSverwalt»«g. Volks. FeuerBeslassürgs- �rcinGroS-Bllrlin Die Einäscherung unseres >.chltgliede» Herrn Paul Eendius Bcrlw, Sickingenstt. 17, I findet morgen, Montag. j nachmittags 4 Uhr, im Kre- > matarium Berlin, Gericht- slraße 37. statt. 284/1 ; Ehre seinem Andenken! Fern von seinen Lieben verstarb am 4. März im Lazarett nach einer Opc. ration mein inniggeliebler Mann, guter Vater, der Armierungssoldat Karl Wuischke im Atter von 33 Jahren. Beweint und unoeraessen ruht er w fremder Erbe. In tiefer Trauer Bnrtli» Wulechbe nebst Tochter, Kutter, Geschwistern, Tante und Schwägern.[17626 Deutfther Baiiarbeiter-Ccrband. • Zwoigverein Berlin. Bezirk Moabit Am 8. März starb unser } Mitglied, der Einschaler Ärtur Seitmann. Di« Beerdigung findet heute, nachm. 2 Ubr, vom Trauerhause Zninglistraße 7 aus nach dem Heilands- Kirchhos in Piötzensee statt. Am 8. Mär, starb vom Bezirk Lichtenberg unser Mtglied, der Putzer Ulbert Lenz. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 12. März, nachm. 2'/, Udr, aus dem städtischen Friedhof tn Marzahn statt. Ehre ihrem Anden!««! Um rege Beteiligung er- sacht. 148/13 Der Borstand. Am Miltwoch. den 8. d. M.,] enlschlies nach sechswöchentlichem Krankenlager am> Schlaganfall mein lieber! Mann, unser auter Vater, s Großvater und Schwieger- vater Hermann Mer NN Alter VON 701/, Jahren. Jim Namen d. Angehörigen Frau Emilie Müller geb. Bernhard. Max Müller und Frau Ella gek. KebS. Alberr'Müller, z. Z. in russischer Geiangenschast, und Frau Martha geb. Schulz. Otto Anbrat) und Frau Anna geb. Müller. Rndotf Schneider u. Frau Else geb. Müller. Wilhelm Schulz und Frau Martha geb. Müller. Als Enkelkinder, Herta, Herbert und Lothar. Die Beerdigung findet statt Dienstag, den 12. März, nachmittags um 5 Uhr. Bohnsdorf, 1774b den 10. März 1918. vergrößert ihre Psianzuiigen zum Frühjahr aul das Doppeile, und nimm! jetzt wettere Mit- glieder als » Ummer , mit Anteilen zu l yi) M., zu IjüOO M.. zu UO« M. und I bis zu 1000 M. aus. Kriegsanleihe wird zum vollen Nenn- wert in Zahlung genommen. Da; tstcmüie wird m unseren vnteRmtNskeßeR an die Mitglieder billig abgege- den, bei völliger AnSschalning dcS tSrah. und Kieiu-. Zwischenhandel». Der<80- wimlüberschns» wird als Divl- deude au die Mitglieder verteilt. Dte alten Mitglieder sind mit Ainlergemüse reichlich versorgt| worden. Die jetzt neu bei-! tretende» Mttgliedcr sind be-! rcchtigt. schon an der eisten! Bericlwng von Früligemüie. teilzunehmen.— Alisuabme l neuer Mitglieder findel statt> imLadenPetersburgerstr. 4s:\ Montag». Mittwochs, Freitags 9—12 und 4—7, augerdem ZvnntagS 11— 1. Ferner im Laden Kopendageuernr. 4: Dienstags, Donnerstags, Sonn- abend»9— 12 u. 3—8 und Sonn- lags 8—10. Ferner täglich im Verwaltuugsbnreau: Burg- strastc 27 i 11. Zimmer 78 (gegenüber ZnkuS Busch). Zpeslislürki De. med. Ijaabw beb. schnell, gründl., mögt. schmerzlos u. ohne Berussstör. Gesahlechtstlvsnllhslt., geheime iisut-, ttern-, krauenieiilen. Schwäche. Erprobteste Methoden sisrn- um! Slatuntersuchung. 84)38, �Ä.. Epr. 10— lu.5— 8, Sonnt. 10— 1. Spczialarzt Dr. irn'd. t)ol«"in»nn f. Geschlechtskrankheit,, Haut-, Harn-, Frauenleiden, nervös Schwäche, Beinkranke,* Behandlung schnell, aicher n, schmerzlos ohne Benrfsstöning. H* SJ/51. Frieili1tlislr.il/S2 j Spr. 10-1 n. 5-8, Sonnt 10-1, ! a. Teilzshl. Damenzimmer Dp. Bomeyer& Co. 1 Konz. Labor, k. Blntunters� i Fäden im Harn nsw. | Geöff. 10-1 u. 5-8. Sonnt 10-1. kauft Ball, Berlin, Wilhelmstr. 46/4 Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unier hestnungSvoller. lieber Sohn Drano Premke im 24. Lebensjahre am 21. Februar d. I. gefallen ist. Dies zeige« schmerz» erfüllt an dte tiesbetrnbten Eltern und zwei«och tm Felde besindtiche Brüder sowie dte verlobte Braut Charlotte de la Crolz. Fern ist Dein Grab. tief unser Schmerz, Drum ruhe sanst, Du liebes Her». 182« Miel- u. GeiilseiaiüS 10 Farzeilen Quadratr. von 10 MI. an verlaust unter günstigsten Bedmg lladig, Bcrnau/dlk.. Hussitenslr. 11. Pläne tostenl. LpeÄslsrÄ Cr. med. Wockenluß Fr»ielis!f.l!Ssl>p',Sl,*.a:,J; fürSyphilis.Harii-u. Frauenleiden Blutuntersnehungen. Schneite, sichere, sehmerslose Heilung ohne Beruisstinmg. TelUahlena - Elektro" i ! gebrauchen folgende Ratgd>cr: J ! Schale de« Elclctromonf eure., ' Von Ingenieur 5 H.7rzog.4. Auf-« . löge. Preis Mk. 2.95.< ' Tabellen für die Elektro- J i tcchnik. Von Prof, H. Zlpp.« ; 3. Auflage. 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Wunden; Lähmungen, sowie Kinderlähmung Stoffwechselkrankheiten, Zuckerkrankheit usw.— Frei tvillige, briesliche und mündliche Auerkennungev früher behandelter uns geheilter Battente«, die an gaben, vor der Behandlung in unserer Anstalt ander mcltig ohne Erfolg behandelt worden zu sein: 1. Frat M. Richter, Berlin, Moabit, Waldstr. 33. Lungen leide». Blutarmut, Nervenschwäche geheilt.— 2. Herr Georg zöcinrich, Baumschulenweg, Baum ichu.enitr. 29 iL Lungenlriden geheilt.— a Frai S. Blödorn. Eäpenick. Slun.Biflonaftr. 24. Herz- Leber- und Nierenlelden wiederholt gebessert.- 4. Herr 5k. Ensle. Rettaur., Charlottenburg. Hutten ftraße 12. Chronischer Mittelohrkatarrh gehellt.- � 5. Herr W./Pursche. Berliu-AdlerShos. Hclbigftr.29. Bo | Magcngeichwüren u. Da rmkatarrh geheilt.— 8. Frm, M 'saske, Berlin, Nollendorsstr. 40 l. Rheumatismus u. stett Dchuiter geheilt.— 7. Herr E. Ehrhardt, Er.-Lichier selbe. Nmgstr. 52a. Chronilchea Hüstgelenkletde wiederholt erfolgreich behandelt.— 8. Frau E. Ho dorsi, Berlin, Colbergerstr. 23/29. Nerven- u. Knochr« Hautentzündung— vollständig gelähmt— geheilt.- 9. Herr F. Nahda, Berti», Prinzen-Allee 72/73. Bo Kopt- und tkreuzschmerze», trolkeuer Brnstfell eatziindnng nach Influenza geheilt.— 10. Fra E. Herzmann, Schöneberg. Feurigltr. 8t. Eiternd Fistel nach Biinddarmoperatiou geheilt.— 11. He» E. Ritter. Friedenau, Sponholzilr. 58. Von Sni, gelenkleiden geheilt.— 12. Frau 81. Rohrmosel Berlin, BreSIauerstr. 1. Altes fünfzehnjähriges Her. leiden geheilt.— 13. Herr M. Austner. Reintcker dorf-West, Anlanienstr. 3 Kiefervereiterung geheil».- >4. Frau H.Hagel, Sachsenhansea b. Oranienburg L Ä llnterl.-Blutunge» und Nervenleiden geheilt.- >5. Frau Ww. Frrtschler, Berlin, Marienburgerflr. 4' Darmgeschwulft geheilt.— 17. Herr Erich Bae Berlin. Havelbergerslratze 15. Bon Riereu» nn Blasenleiden, BSasiersucht. allgemetner grokr Schwache geheilt.— 18. Frau Restaur. Hering, Berit! Schönhauser Allee 87. Von Basedowscher Skrankhe geheilt.—>9. Herr 91. Brase. Bln.. Tempel ho Friedrich.Wilhelmstr. 14. Schweres Rüctcnmartleid« mir Lädmung der Beine vollständig geheilt.— 20. Frc E. Popp, Bl».. Lichtenberg. Gäitnerstr. 10. Bon chr ntscher Herzschwäche und Verstopfung gehetl — 21. Herr A.«chlabitz, Berlin, Capriniilr. 24. B» Gcsichlölupus geheilt; vorder mit Rabiu« erfolgst bchanectt.— 22. Herr A. Hellwig. Bln..Borsig«aid Stnslstr. 25. Von Magengeschwnlft, Verstopfung ur Nervenschwäche geheilt.— 23. HerrMilchbändler Ecte» Berlin.Grciscnhagcnerstt. 28. Von gichtisch-rhcnmatisch, Schmerzen w Bein und Fußgelenk geheilt.— 24. He Gastwirt C. MtcharliS, Charlottrnvurg, Wallstr. b Von chronischem Lcderleiden und(Selbsucht geheil — 2i. Frau®l. Knorr, Blu.-Lichtenberg. Schar weberstr. 82. Von Herzschwäche, Lebcranichwell«, und Magenkrebs geheilt.— 28. Sodn Paul d Veiwenstrllers Herrn B-tlhelm Hast'nrr, Bln.-BSesten BeamtrnhauS. Von schwerem Betnlrtdc« gebet! Bein sollte abgenommen werden. 249/1 fCT Briefliche Original-Anerkennungen von uns g heiller Patietnen stehen im Wartezimmer der Anstalt r Wunsch zur Einsicht ♦ Getrennte Behandlungsräume f Damen und Herren 1 ❖ Sprech- und Behandlungsaei 9—1, 4— T'/r— Sonntag und Feiertag: 9—1. Heilaastaltsbesitzer Professor P. ülistelsky approbiert im AuSlaud Kerlia 80. 16. LrücKeastr. 10� am D»l>i»li©4 �»„»«wlttki'itelr©. Der Daimler-Schwinöel im Hauptausschuß. Die Enthüllungen, die in der Freitagsitznng des Haupt- mlsschusses üder die D a i in l e r- M o t o re n-Ge' et l- s ch a s t gemacht wurden, werden in Finanzkreisen keines- Wegs so überraschend gewirkt hoben, Unc in allen übrigen Volksschichten. Man wird nicht gerade gewicht haben, daß die Gesellschaft dem Unterausschuß oder der Wumba falsche Kalkulationen vorgelegt hat, aber man kennt seit vielen Iah- rai die außerordentlich großen Gewinne, die die Daimler- Werke erzielen und die zu einer Steigerung des Kurses ge- führt haben, wie es kaum bei einem zweiten Wertpapier des Kurszettels der Fall war. Ganz nach dem Schema der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik e n, deren Generaldirektor, Geheimer Baurat von Gontard, im Aussichtsrat der Daimler-Gesellschaft vertreten ist, und die an Daimler durch Aktienbesitz beteiligt sind, haben die Dahn- ler-Werke seit Jahren den Grundsatz verfolgt, ihre hohen Gewinne den Aktionären nach Möglichkeit zu V e r b e i in- I i ch e n. Als sich schließlich in den Generalversammlungen der Gesellschaft eine Gruppe von gewinnhungrigen Aktiv- nären mit dieser Methode nicht einverstanden erklärte und den Prozsßweg zu beschreiten drohte, schritt die Gesellschaft im September 1917 zu einer Erhöhung des Aktienkapitals von auf 32 Millionen Mark. Die Aktionäre erhielten die neuen Aktien zu einem Kurse von 197 Proz., während die mten Aktien damals an der Berliner Börse mit etwa 1050 Proz. gehandelt wurden. Die Einzahlung der 107 Proz. ge- schah nur, weil die behördliche Genehmigung zur Aktienausgabe der Gesellschaft offenbar versagt worden wäre, wenn sie, wie es früher bei anderen Unternchmungen vielfach geschah, eine Emission von Gratisaktien, d. h. ohne jede Einzahlung vorgenamincn hätte. Durch die Einzahlung sollte auch der Eindruck erweckt werden, daß die Gesellschaft durch Kapitalbedarf zur Aus- gade von neuen Aktien veranlaßt werde. In Wirklichkeit kam es ihr aber nur darauf an, von den riesigen Gewinnen, die sie an den Lieferungen für die Heeresverwaltung erzielt hatte, einen größeren Teil als bisher zur Ausschüttung an die Aktionäre zu bringen. Ein Verstecken war schließlich nicht mehr möglich, da, abgesehen von der starken Opposition in der Generalversammlung, bereits in der Bilanz vom 31. Dczem- ber 1916 so große Abschreibungen erfolgt waren, daß alle An- lagen des Unternehmens, also die Gebäude, Maschinen, ja sogar die G r u n d st ü ck c, die bekanntlich einer Abnutzung nicht unterworfen sind, mit dem gesetzmäßig niedrigsten Bi- lanzwerte von 1 M. eingestellt werden mußten. Daß es der Verwaltung der Daimler-Gesellschaft bei ihrer Kapital- crhöhung nicht darauf ankam, neues Geld für ihre Betriebe zu erhalten, geht schon daraus hervor, daß es bei einem so hohen Aktienkurse für sie viel vorteilhafter gewesen wäre, die neuen Aktien mit einem erheblichen Aufschlag ans den Pari- Kurs den Aktionären zu überlassen, um sich durch diesen Ueberpreis("Agio) Reserven für die Zukunft zu schassen. Ob- gleich der Zweck dieser Transaktion somit für jeden Fachmann vollkommen durchsichtig war, hatte die Verwaltung in dem Schriftstück, das die Kapitalerhöhung begründen sollte, be- hauptet, es seien an die Gesellsclwft neuerdings außerordent- liche Ausgaben herangetreten, und da„die finanzielle Unab- hängigkeit und Beweglichkeit der Gesellichast erhalten werden müsse", sei die Verrnehrung des Aktienkapitals notwendig. Man muß die Frage auswerfen, welchen Zweck tzibe so offensichtlich falsche Darstellung gehabt hat, und kann dabei nur zu der Vermutung kommen, daß nickt die Finanzkrcise getäuscht werden sollten, sondern diejenigen Behörden, die der Gesellschaft Aufträge erteilten. Es ist erstaunlich, daß der Daimler-Gesellschaft die Ge- nchmiaung der Aktienausgabe zu einem so niedrigen Kurse nicht versagt wurde, wie dies inzwischen in anderen Fällen geschehen ist. Die Erteilung der Genehmigung zu einer Kapitalcrhöhung sollte bei Aktiengesellschaften, die für den Staat arbeiten, nur nach besonders eingehender Prüfimg der Verhältnisse erfolgen. Würde die Daimler-Gesellschaft ihr Kapital nicht oder nur in einem geringen Umfange vermehrt haben, so mußte sie damit rechnen, daß in den nächsten Jahren die Ausschüttung von Dividenden in Höhe von 100 Proz. oder noch darüber unvermeidlich wäre. So hohe Dividenden müssen aber die Auftraggeber stutzig machen, auch wenn, wie es der vorliegende Fall leider beweist, diese nicht über hin- reichende kaufmännische Kenntnisse verfügen, um Kalkulatio- neu nachprüfen zu können. Die Daimler-Gesellschaft hätte sich wohl davor gehütet, durch sensationelle Dividenden Miß- trauen zu erwecken und würde wahrscheinlich eine Ermäßi- gung ihrer Verkanfsprei'e vorgezogen haben. Es ist ja in Finanzkreisen hinlänglich bekannt, daß die Verschleierung von Gewiimen gerade von den mit Behörden arbeitenden Werken nicht so sehr, wie in der Oeffentlichkeit immer be- hauptet wird, zu dem Zwecke erfolgt, um Reserven für schlechtere Zeiten zu stellen, sondern um die Abnehmer de: Erzeugnisse über die tatsächlichen Fabrikationsgewinne zu täuschen. Die Vorlegung falscher Kalkulationen hält sich also durchaus in dem Rahmen dieser von vielen Aktiengesell- schasteu geübten Dividendenpolitik: inag auch die am Freitag enthüllte Methode nicht gerade überall zur Anwendung ge- langen. Mit anderen Worten: die Gesellschaften rechtteii mit der kaufmännischen Unkenntnis der Behörden, und die Er- fahrung lehrt, daß sie sich in ihrer Rechnung bisher nur selten getäuscht haben. «» Der Haushalts Ausschuß des Aeickstages setzte am Sonnabend die Aussprache darüber fort, wie unveranlivortlich hohe Kriegs- gewinne vermieden und, soweit sie bereits gezahlt worden sind, wieber zurückgezahlt werden können. Dazu sind außer dem Antrags des IlnieransschnsseS, daß der Reichäianzlcr durch eine Verordnung des Atnrdcsrats erniäckttgt Werder' in sämtlichen für den Heeresbedarf arbeitenden Betrieben die Gr- iihätrsbüchcr unv andere für die Berechnung der Preise maß- aebrndru Unterlagen überwachen zu lassen, rwch folgende Anträge eingegangen: k'. ürag Dr. David, Erzberzer, Gröber iAürttcmberg), Hoch, Nacken. Dr. Pfleger, Dr. Freiherr v. Nechenberg, Schirmer, Stöve: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, alLbald die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, durch welche t, die Militarisierung der Betriebsleitung bei solchen für den Heeres- und Marinebedarf arbeitenden Bs- trieben angeordnet wird, welche durch übermäßige Preisbcrech- nung die Interessen des Reiches schädigen. •2. diesen Betrieben für die Zeit der Militarisierung nur solche Preise gezahlt werden, welche die Verzinsung des in- vestierten Kapitals von fünf Prozent gestatten. Antrag Srzbcrger, Gröber(Württemberg), Nacken, Dr. Pfleger: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, alsbald bei sämtlichen zen- traten Beschasfuiigsstellen für die Bedürfnisse d«S Heeres und der Marine Preisprüfungöstellen einzurichten. Abg.(tzothein«Jortsch. Pp.) hob ganz b-sonders hervor, daß sehr vieles sanl sei in der Art, wie nameutlich in der ersten Zeit des.Krieges, zum Teil aber rntcki später, die Aufträge für Heer tuid Marine vergeben worden find. Wenn dereinst hierüber Volle 5Aar- hcit geschaffen worden sei, werde man geradezu an russische Züstände erinnert werden. War es doch oit genug gewissenhaften Geschäftsleuten nicht möglich, unmittelbar von den zuständigen Stellen Aufträge zu be- komineu. vielmehr drängten sich« ch i e v e r und Schmierer dazwischen, auch wenn diese Leute bis dahin dem Handel völlig. ferngestanden hatten. Bereits vor zwei Jahren habe er hier im Ausschuß den Fall der Gebrüder Fabian in Breslau vorgetragen. Tie Firma hatte einen ganz unbedeutenden Betrieb. Trotzdem sei ihr die Lieferung von Maschinengewehrschlössern im Betrage von 2 Millionen Mark zugewiesen worden. Sie habe den Auftrag einer leistungsfähigen Fabrik verkaust und dabei einen Awischengewin» von-sWOOO M. gemacht lieber diesen Fall habe seinerzeit der da- malige Oberst, jetzige General v. Wilsberg mitgeteilt, daß der Firma der Auftrag entzogen worden sei. Diese Erklärung sei aber un- richtig, der Fall noch immer nicht befriedigend erledigt. Eben- so sei die verlangte Auskunft übet den Fall des Kammerhcrrn v. Bchr-Pinnow noch nicht gegeben worden. Darüber müsse aber Klarheit geschaffen werden. Die Oeffentlichkeit müsse endlich er- fahren, ob dieser Fall wirklich mit der Buße von 500 000 M. abgetan sein soll. Schließlich müsse auch das Urteil in Sachen der Maschinenfabrik Wiesbaden gründlich gewürdigt werden. Bis jetzt liegen nur Zeitungsberichte vor, und die seien nicht immer zuverlässig. Das Reichsjustizamt sollte daher dem Ausschuß möglichst bald über das Urteil berichten. So wie die Sache sick jetzt darstelle, stehe daL Urteil im schärfften Widerspruch zu unserem m o- ralischen Empfinden. Trotzdem sollte sich der Reichstag nicht durch derartige Fälle verleiten lassen, Maßnahnien zu fördern, die mehr schaden als nützen würden. Dies sei von dem Antrage zn befürchten, der die Militarisierung� der Betriebsleitung fordere. Wenn ein tüchtiger Generaldirektor auf diese Weise beseitigt werde, könne der Betrieb in seiner Leistungsfähigkeit geschädiat werden. Eine Berzin« sung des Kapitals von nur 5 Proz. ioerde die Aktionäre schwer treffen, die die Aktien teuer gekauft haben. Wir dürfen aber nicht die Aktionäre für die Sünden des Generaldirektors strafen. General v. WriSbcrg suchte das Verhalten des Kricgsmint- steriums zu rechtfertigen. Bisher sei deshalb nicht gegen Betriebs- leitungen wie die des Daimlerschen Betriebs mit schärferen Maß- nahmen vorgegangen, weil es zweifelhaft war. ob dazu die Bundesratsverordnung vom 12. Juli 1917 ausreiche. Allerdings räume das Gesetz über den Belagerungszustand der Militärvcrwal- tung sehr weitgehende Befugnisse ein. Aber auch hier sei das Kriegsrninisteriuln nicht sicher gewesen, ob die Befugnisse in solchen Fällen anzuwenden seien. Die Taimlcr-Angelegenhcit habe sich so lange hingezogen, weil die P r e i S p r ü f u n g S st e l l e alles getan habe, um die Preise in angemessenen Grenzen zu halten.— Sowohl 5n dem Falle, den der Abg. Müller(Fulda) mitacteilt hat, als auch in dem Breslauer Fall seien die Akten an die Staats- anwaltschaft weitergegeben worden. Daher könne eine Ant- wort erst dann erteilt werden» wenn das Verfahren gegen die Firma abgeschlossen ist. Das sei bisher noch nicht geschehen. In sedem Falle werde mit den schärfsten Maßnahmen vorgegangen. Sehr schwer sei es, das zu viel gezahlte Geld wieder.zurückzu» bringen. Aber auch dieses soll versucht werden. Die Preis- Prüfungsstellen sollen weiter verbessert und geeignete Kräfte für sie besorgt werden. Auch werde erwogen, ob nicht für alle Abteilungen eine gemeinsame PreisprüfungSstelle am zweckmäßigsten sei. End- lich sollen noch einmal alle Verträge unter Berücksichtigung der Dividenden jedes einzelnen Betriebes geprüft werden. General Scheuch erklärt sich mit dem Antrage des Ilifter ausschusses, der die neue Dundesratsverordnung verlangt, einver standen. Jedoch wird eS besser sein, das, was die peue Verordnung vorschreiben soll, der Verordnung vom 12. Juli 1317 hinzuzufügen. Gegen dw Darstellung aber, als ob der Fall Daimler nur einer vyn vielen Fällen sei, müsse er sich wenden. Vielmehr handle es sich nur um eine ganz verschwindende Ausnahme. Im allgemeinen müsse er anerkennen, daß sich unsere Industrie sehr verdient gemacht habe um den siegreichen Verlauf des Krieges. Dasselbe gelte von unfern Beamten und Offizieren, die nur diesen Angelegenheiten zu tun haben. Die Anträge, die die Militarisie- rung der Betriebsleitung und die Verzinsung mit 5 Proz. fordern, halte auch er für zu weitgehend. Tie Industriellen und Kauf- leute, die im.Kriegsministerium mitarbeiten, haben sich im«llge- meinen bcivährt. Diese Mitarbeit sei von den Abgeordneten oft gefordert worden. Jetzt, da dieser Wunsch erfüllt werde, kommen dieselben Herren mit unberechtigten Beschwerden darüber. Das Kriegsministerium werde sich auch nach dem Kriege die Mit- arbeit derartiger Sachverständiger zu erhalten suchen. Unterstaatssekoetär Dr. Lewalb: Der Fall v. Behr-Pin now sei«n dem vom Reichskanzler berufenen Ausschuß eingehend besprochen worden. Dabei sei auch mitgeteilt worden: daß das Landgericht es abgelehnt habe, das Strafverfahren zu eröff- neu, daß dagegen Beschwerde eingelegt worden sei. und das Kam- mergericht die Eröffnung des Straiverfabrens verfügt habe. Das Verfahren schwebe noch. Herr V. Behr-Pinnow sei der Vorsitzende des Kuratoriums deS vom Reiche unter- stützten Kaiserin-Auguste-Viktoria Hauses Uir Be- kämvfnng der Säuglingssterblichkeit im Deutschen Reiche gewesen. Er habe dies Amt vor einigen Tagen niedergelegt. Abg. Dr. Cohn(Uiiabhäng.) Der Antrag des Unterausschusses sei notwendig, damit für daö Vorgehen gegen den Kriegswuchcr eine unbedingt zuverlässige Grundlag« geschaffen werde und kein ffleriöbt hierüber im Zweifel sein könne. Das zu viel gezahlre Geld sollte von den Beträgen für die weiteren Lie- serungen abgezogen wenden. Die notwendigen Kräfte für die Preisprüfungsstellen sollten derart herangezogen werden, daß man ihnen einen Teil des Geldes auszahlte, die sie durch ihre Nach- Prüfungen dem Reiche ersparen. Das Strafverfahren geaen die maßgebenden Herren vom Daimlrr-Betrieb fti unbedingt durchzuführen. Der Brief, in dem mit der Ein- schränkn ng de? Betriebes, also mit dem Streik gedroht werde, enthalte alle TatbettandSmerkmale des versuchten Landes- Verrats. Dieser müsse um so schärfer verurteilt iverden. weil er aus schnöder Gelds»cht hervorgegangen sei. Ist der Brief auch dem Staatsanwalt übergeben?(General v. Wrisberg beiaht dies.) Geheimrat v. Simsv» teilt mit, daß im Reichsjustizamt ein Gesetz vorbereitet werde, um der Reichskasse die zu viel ge- zaliltcn Gelder wieder zuzuführen. Gedacht sei daran, daß dafür j nicht nur aus die Akiienaesellschaft selbst, sondern> auch auf die Aktionäre und deren Erben, soweit sie bereichert sind, zurück- gegriffen werden soll. General Scheuch: Die Frage,>me die Industriellen und Kauf- � i leute für ihre Tätigkeit in der Mtlftärverwaliung zu bezahlen js-ien, sei schwierig zu beantworten. Man könne ihnen dach nicht- � mebr gebe als den ihnen vorgesetzten Beamten Und Offizieren. Auch die von Herrn Abg. Eobn empfohlenen Provisionen seien nickt ohne Bedenken. Ein Mittel, diesen Herren die Lust zur Mit- arbeit zu erhalten sei. daß man sie nickt ohne Grund be-� schuldige, daß sie ihre Mitarbeit in der Verwaltung zu ihrem Vorteile ausnutzten. In dieser Weile sei Hoftat Büttner hier wegen der Stillegung in der Textilindustrie angegriffen worden, i Inzwischen sei festgestellt worden, daß der Herr an jenen Vorgängen gar nicht beteiligt gewesen ist. Äbg.� Dr. Südekum erklärt: Dem Herrn sei nicht vorgeworfen, daß er seinen eigenen Nutzen dabei gefördert babe. Sondern es seien die Klagen der oberfränkischcn Textilindustrie wiedergegeben. worden, oaß sie bei der Stillegung viel schlechter wcggc- kommen sei als die Augsburger Industrie, der der Herr Hoftat Büttner nahestehe. Abg. Schiele(k.): Der Militärverwaltung müsse vorgsworfen werden, daß sie nicht schon längst gegen die zu hohen Preise bei Daimler vorgegangen sei. Im übrigen seien die Verhältnisse noch nicht so weit geklärt, um solche Vorwürfe gegen die Daimlersche Aetriebs.leitu"g zu erheben, wie eS geschehen sei. Der große Ver- dienst der Fabrik habe doch auch so hohe Arbeitslöhne zur Folge gehabt, daß sich in der Bezahlung ein Monteur mit einem_ Geheimrat vergleichen könne. Der Militarisierin�gsantrag gehe zu' weit. Auch sei es verfehlt, wenn den Fabriken die Verfügung über die Neubauten beschränkt werde, die mit dem Verdienst aus den Kriegslieferungen vollständig abgeschrieben seien. In den Neu- bauten sollen die Betriebe nach dem Kriege die für die Friedenswirtschaft notwendigen Maschinen herstellen. Deshalb müßten sie auch hier leistungsfähig bleiben. Abg. Stove trat für die eingegangenen Anträge ein und wie? auf da? Eisenhüttenwerk Thal! bin, das ebenfalls sehr große Ueberschüffc habe. Derartige Fälle sind öfters festzustellen. Er bcgrüudete ferner den Antrag, r, eine Zen tralprüfungsstelle der Kriegslieferungen zu schaffen, deren Aufgabe es ist, die Tätigkeit aller einzelnen Prüsungs- stellen zu überivachen. Befremdlich sei es, daß Herr v. Behr-Pinnow seine Ehrenämter erst setzt niedergelegt habe. Abg. Graf v. Oppersdorf: Das Kriegsmimsterirnn habc� schon drei Jahre lang mit dem Daiurler-Betrieb um die Herab- setzung der Preise gerungen und dabei alles getan, was in seinen Kräften stand. Von russischen Zuständen könne daher hiar nicht geredet werden. Abg. Stubmann(natl.) und Abg. Tovc CVp.) suchten nachzuweisen. daß der Militär! sicrungsantrag bedenklich sei. Damit war die Aussprache beendet, lieber die Anträge wird in der nächsten Sitzung am Mittwoch abgestimmt. Auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung stehen die kleinen Haushaltspläne. Bei dem Haushaltsplan dn Aussicht stehenden Steuererhöhung. Alles das ergebe für das Braugewerbe ein unerfreuliches Bild und stehe der Be- willigung wesentlicher Lohnerhöhungen entgegen. Die Unternehmer erklärten sich bereit, die Teuerungszulage für alle Arbeiter ohne Unterschied um 3 M. wöchentlich zu erhöhen, so daß sie einschlicß- lich der früheren Zulagen auf 23 M. für Verheiratete und 2l M. für Ledige steigt. Der Ueberstnndenzuschlag soll um S— 6 Pf. erhöht werden. Den Arbeiterinnen soll eine Erhöhung der Teuerungszulage und 2 M. wöchentlich gewährt werden. Die Zulagen sollen von 1. März ab in Kraft treten, am Lohnlage, dem 8. März, ousgezahtt werden ohne Rückficht darauf, ob die Arbeiter inzwischen die»ündi- gung deS Tarifs beschließen sollten. Die Zulagen sollen, wenn die Teuerung nachläßt, nicht einseitig durch die Unternehmer herabge- setzt, sondern von ihnen mit viertelsähriger Frist gekündigt werden. worauf dann gemeinsame Verhandlungen über einen den Verhält- nisten entsprechenden Abbau der Teuerungszulagen stallfinden sollen. Dagegen bleibt eS den Arbeitern unbenommen, bei steigender Teuerung erneute Anträge auf Erhöbung der Zulagen zu stellen. Den Arbeilern, die auS einem � stillgelegten Betrieb in einen anderen vranereib.-rieb übergehen, soll die Kn alten Betriebe zurückgelegte Beschäftigungsdauer angerechnet werden. Diese Veibandkungsergebnisie unterbreitete Hodapp am Freitag einer Versammlung der Brauereiarbeiter mit dem Bemerken: daß die Wünsche der Arbeiter durch die Zugeständnisie der Unternehmer bei weitem nicht befriedigt sind, daß aber trotz aller Bemühungen der Kommisflon nicht mehr berauszubolen war. Im Einverständnis mit den Vertrauensleuten empfiehlt die Kommission deshalb, den Tarif nicht ,» kündigen, die Zugeständnisse der Unternehmer anzu- nehmen mit dem Vorbehalt, daß, bei steigender Teuerung erneute Forderungen auf Erhöhung der Zulagen gestellt werden. Nach einer regen Diskussion stimmte die Versammlung mit er- heblicher Mehrheit diesem Antrage zn. Eine Z�rage und Antwort im Bulletin der Int. Union der Holzarbeiter. Im März-Bulletin der Int. Union der Holzarberter, deren Sekretär der Borsstzende des Deutschen HolzorbeiterverbandeS, Th. Lei pari, ist, befindet sich«in interessantes Frage- und Antwortspiel über daS Tbema: Verkürzung der Arbeits- zeit. Der Sekretär des Holländischen Möbelarbeiterverbandes, C. Woudenberg, hatte vom dortigen Hauptvorstand den Austrag erhalten, auf dem bevorstehenden Kongreß über.Arbeitszeit- Verkürzung in der Möbelindustrie� zu referieren. Woudenberg bat deshalb Leipart um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Ist nach Ihrer Meinung zu erwarten, daß die Arbeitgeber nach dem Kriege versuchen werden, die Arbeitszeit zu ver- l ä n g e r n, oder wenigstens, daß sie sich einer Arbeitszeit« Verkürzung schärfer widersetzen werden? 2. Meinen Sie nicht, daß es für die Arbeiterklaffe nach dem Kriege sehr notwendig wäre, mehr denn je für eine Verkürzung der Arbeitszeit einzutreten? 3. Besteht nach Ihrer Meinung Grund zu der Annahme, daß nach dem Kriege, wenn erst ein mehr normaler Zustand wieder hergestellt ist, daS Tempo, in welchem nach einer KrifiS der Produktionsprozeß zur Ueberprodultion führt, ein be- schlcunigteS fein wird? Zu Punkt 1 und 2 verweist Leipart auf die Verschiedenheit der Industrie und Verhältnisse in den einzelnen Ländern. Die Unter- nebmer würden dort eine Verlängerung der ArbeirSzeit durchzusetzen suchen, wo sie auf keinen unüberwindlichen Widerstand stoßen. Wahrscheinlich sei, daß die Unternehmer nach dem Kriege, besonders in den kriegführenden Ländern, sich einer Verkürzung der Arbeits- ,eit noch mehr als früher widersetzen werden unter Hinweis auf die gewaltigen Menschenverlufie. die der Krieg herbeigeführt habe. Die Arbeiter und ihre gewerkschaftlichen Führer würden indessen die Einwendungen der Unternehmer, daß diese Menschenverluste eventuell durch zu leistende Ueberstundenarbeit weit- gemacht werden müßte, nicht gelten lassen, sondern darauf hinweisen, daß der Krieg auch bei den Ueberlebenden eine starke Schwächung der Menschenkrait in allen Ländern herbei« geführt hat. Ein Nachdrücklicher Schutz für den Menschen, besonders gegen übermäßige Ausbeutung der Arbeitskraft fei daher ein drin- gendeS Gebot der Zukunft... Zunächst fei eS Pflicht derjenigen Länder, die heute noch eine längere Dauer der Arbeitszeit haben, «ine entsprechende Verkürzung derselben durchzusetzen. AlS Antwort zu Punkt 3 führt Leipart folgendes an: Daß nach dem Kriege schneller als sonst nach einer Wirt- schastlicden flrisis eine Ueberproduktion eintreten wird, ist nicht anzunehmen. Denn noch jn keiner früheren Krisis ist eine solche allgemeine Erschöpfung der Vorräte eingetreten als in diesem gewaltigen Weltkriege. Der Bedarf an allen not- wendigen Gebrauchsgegenständen, die Industrie und Handwerk erzeugen, wird also nach dem Kriege ein sehr viel größerer sein als nach jeder früheren KrifiS, so daß von einer tatsächlichen Ueberproduktion in langer Zeit keine Rede sein kann. Außerdem kommt noch hinzu, daß manche Industrien durch den Mangel an Rohstoffen zunächst überhaupt gehindert sein werden, ckhre ganze Produkt ionskrast voll zu entfalten. Und schließlich ist ia der Begriff der Ueberproduktion im allgemeinen auch durchaus irreführend. Nicht weil zuviel produziert wird, häufen sich die Waren an, sondern weil die Kaufkraft der großen Masse so geschwächt ist. daß sie nicht einmal die not- wendigen Bedürfnisse des Lebens ausreichend befriedigen kann. Durch den mit Ueberzeugung und Entschlossenheit geführten Kampf der Gewerkschaften für kürzere Arbeitszeit und höheren Lohn wird das Kulturniveau der VolkSmasien gehoben, werden die Ansprüche der großen Masse der Bevölkerung anS Leben ge- steigert und zugleich wird auch ihre Kaufkraft so erhöht, daß bei der gleichzeitigen Einflußnahme aui die allgemeine Regelung der Produktion die Gefahr einer Ueberproduktion in Zukunft über- Haupt nicht mehr zu befürchten sein wird. parteinachrichten. Stimme« deS Protests. Jn der Parteipresse macht sich infolge des TewaltfriedeuZ mit Rußland eine Stimmung des erregten Protestes geltend. So erllärt Genosse Paul Kamp ffme her in der.Münchener Post', entgegen der Auffassung des Berliner Mitarbeiters deS Blattes, daß die Fraktion dem demsch-ru'stswen Friedensvertrag die Zustimmung versagen müsse. Noch schärfere Töne schlägt Genosse Hermann Wendel in der Frankfurter.BolkSslimme� an. Er schreibt über die Politik der sozialdemokratischen Partei daS Folgende: .In kleinen, in nebensächlichen, in untergeordneten Fragen ist manches erreicht worden, was früher vergeblich angestrebt wurde. Aber sollen wir um dieser Kleinigkeiten willen Kriegs- kredite bewillien, damit deutsche Regimenter in Finnland— glorreiche Ausgabe!— die Revolution niederschlagen können? Sollen wir um ein solches Linsengericht unsere Ehre, unsere Seele und unsere Zukunft verschachern? Sollen wir— doch pathetisch zu kein, bat keinen ZwSck. Vielleicht ist es in einem politisch fo u n a l ü ck l i ch entwickelten Lande eine tieie Tragik jeder oppositionellen Partei. daß sie sich nach den ewigen und unwandelbaren Sternen zu ihren Häupten richtet und dann in absehbarer Zeit auf irdische Erfolge ver- sichten muß. oder aber daß sie ihre Ideale und Prinzipien fein säuberlich in den GlaSi'chrank stellt und zwar kleine, aber sichtbare, zwar bescheidene, aber augenblickliche Eriolge einheimst. Vielleicht ist ein drittes auf lange hinaus undenkbar. Und vielleicht ist die Mehrheit der deutschen Arbeiterklasse mit einer fortschrittlichen Reformvartei zufrieden, die für die unmittelbarsten Butterbrotinteressen der breiten Massen redlich und eifrig sorgt, und alles darüber hinaus lediglich als dekorativen Schnörkel einer noch von der Hand in de» Mund lebenden Augenblickspolitik ansieht. Vielleicht wünscht die Mehrheit der deutschen Arbeiterklasse die Umwandlung der sozialdemokratischen Partei in eine Art Labour Party. Wenn dem so ist.— es läßt sich heute schwer feststellen— tut die Partei gut daran, sich, Grundsätze hin, Grundsätze her, vot allem nicht.ausschalten' zu lassen. Wenn sie aber Wert darauf legt, die alte Sozialdemokratie zu bleiben, geht eS so nicht mehr länger. Diese KriegSpolitik kann die Partei nicht mehr mitmachen. Diesem Frieden vermag sie nicht zuzustimmen! ReueKriegSkredite darf sie n i ch t b e w i lli g e n.' Die Stimmung, der dieser temperamentvolle Vorstoß ent- springt, wird in den weitesten Kreisen der Partei geteilt. Ob aber die Ablehnung des Friedensvertrags und der Kriegskredite durch die sozialdemokratische Fraktion nicht aufveitschend auf den Entente imperialismus wirken würde, ist eine Fraae, mit der sich die Fraktion selbst in sachlicher Beratung auseinandersetzen muß. Die Ablehnung würde für die Partei zweifellos eine äugen- bUckliche seelische Entlastung bedeuten, die Wirkungen aber, die sie darüber hinaus haben kann, verdienen sorgfältig geprüft zu werden. Znöustrie und ßanöel. Ei» schwarzer Börscntag. Die gestrige Börse glich einem au'geschreckten Bienenschwarm. Einziges Gespräch: die Verhandlungen im Hauptausschuß. Haupt- Punkt der Befürchtungen: der von allen Parteien eingebrachte An- trag, der eine staatliche lleberwachung der Bücher bei allen Kriegs- betrieben einführen will. Wirkung: ein erheblichrr Kursrückgang, der von den RüstungSwerten ausging, aber dann auch auf die anderen Papiere überging. Den ichärssten Rückschlag erlitten naturgemäß die Daimler-Kurse, er ist geradezu als panikartiq zu bezeichnen. Die Aktien fielen um zwei Drittel! Geringere Verluste hatten Rheinmetall. Deutsche Waffen, Köln- Rollweiler. Hind Kupfer, Orenstein u Koppel. Wesentlich niedriger notierten ferner Sachsenwerk, Tbale, Adlerwerke. Hansa Lloyd. Benz, Auer, Dynamit und zahlreiche andere. Ein scharfer Rückgang zeigt« sich auch bei Deutschem Erdöl und Skeaua. Widerstandsfälzig erwiesen sind beimische Bankaktien, einzelne Kali- werke und die A.E.G. Auf der anderen Seite wurden auch Berg- mann- und SchiffahrtSaklien in die allgemeine Abwärtsbewegung mit hineingezogen. ES bestätigt sich die alte Erfobnmg, daß ein katastrophaler Bor- gang auf einem umgrenzten Machtgebiet die Gesamistimmung be- einflußt und daß die daraus entstehende Kopflosigkeit spekulativ auS- genützt wird, bis wieder Beruhigung eintritt. Auch am gestrigen Börsentage hat zum Schluß wieder eine gewisse Befestigung ein- gesetzt. Wenn aber das Wort von der feinen Witterung der Börf? Geltung behalten soll, dann wird durch die gestrigen Vorgänge das WortNoSkeS, daß Daimler nicht vereinzelt dastehe, scharf unlerstrichen._ Weser-Kali-Schutzperblmt. Am 8. März versammelten fich 53 Kaliwerke d«S WesergebieteS zur Gründung eines Weser-Kalr-SchutzverbandeS in Hannover. Zweck des Verbandes ist die einheitliche Bewirtschaftung der Kaliabwasser-Einleitungen im Wesergebiet. Die anwesende» WeikSvertreter erllärten sich einstimmig grundsätzlich bereit, dem Weser- Kali- Schutzverbande beizutreten. Zur Ausstellung der Satzungen wurde eine Kommission gewählt. Die WirtschastSrevolutiou i« Zkußland. Petersburg, 8. März. Der oberste WirtschastSrat»er« öffentlicht einen Beschluß, der die sofortige Ausführung de« Dekret« betreffend die Nichtigkeitserklärung der russische« Staatsanleihen anordnet. Ein«eiterer Beschluß deS Wirt- schaftSrates setzt BerkaufSmoaopolr für Streichhllzer, Kerzen, Reis, Kaffee und andere nach Rußland eingeführte Spezcreiware» fest._ Englische Baumwolle für die Neutrale«..Algemeen Handel«- blad' zufolge hat die engliche Regierung, veranlaßt durch den Protest von maßgebenden Kreisen von Lancaihire. da» verbot Baumwoll- garne und Webstoffe nach dem neutralen Auslände auszuführen, teilweise aufgehoben. Verantwortlich für Pollttk: Erich Kuttner, Berlw; für den übrigen Teil de« Blattes: Aisred Scholz. Neukölln: für Anzeigen: Theodor Glocke, Berlm. Verlag: BorwärtS-Verlag m. b. H., Berlin. Druck: vorwärtS-Buch- druckerei und Verlagsanstalt Paul Singer u. Co. w Berlin, Lindenstraße 2. Hlerz» 3 Beilagen. 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