Nr. 93. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monata lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Bfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Boft- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts tisdr 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 8 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 22. April 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Der Achtffundentag innd Länder zu machen. Das gilt vor allem bei den For- Gewerben, so im Braugewerbe und dem Wagenbauder Praxis. derungen des Arbeiterschutzes. Gewerbe, sei zwar die Zahl der Arbeiter nach EinVor wenigen Wochen waren wir in der Lage, den Ein- führung der verkürzten Arbeitszeit gestiegen, in fluß des Normal Arbeitstages auf die Produktion auf andern der Gerberei, Sattlerei und der Schuhmacherei In wenigen Tagen werden wir wiederum die große Grund von Erfahrungen der schweizer Fabrikinspektion habe sich dagegen ihre Zahl umgekehrt wesentlich vers internationale Demonstration der Arnach dem trefflichen Aufsatze Dr. Schuler's in H. Braun's mindert.*) Diese Erscheinung erklärt sich aus der vers beiter sich vollziehen sehen, die auf dem Pariser Kongreß Archiv für soziale Gesetzgebung" darlegen zu können; nun schiedenartigen Technik der einzelnen Industrien. Wo es von 1889 beschlossen wurde, und die als nächstes praktisches liefert das von der britischen ökonomischen Gesellschaft möglich ist, und dies ist heute bei der weitaus größeren Biel die Erlangung des a cht stündigen Arbeits- herausgegebene" Economie Journal" neues Material zur Mehrheit derselben der Fall, den Ausfall an der Länge des tages zum Motto hat. In den meisten monarchischen Beurtheilung der Forderung, welche in den nächsten Wochen Arbeitstages durch zweckmäßigere Eintheilung und AnordStaaten und selbst in einigen Republiken sind Polizei- von der Arbeiterschaft beider Welten einmüthig erhoben nung, durch größere Intensivität der Arbeit auszugleichen, behörden und Unternehmerkoalitionen eifrig bemüht, die werden wird. In dieser wissenschaftlichen Zeitschrift ver- wird dies auch geschehen, und es kann alsdann auch die Bewegung niederzuhalten. öffentlicht ein Herr Nae, der ebensowenig wie Dr. Fridolin Herabsetzung der Arbeitszeit keine Vermehrung der ArbeitsViele sehen dieser Demonstration mit einer gewissen Schuler Sozialist ist, einen Aufsatz über die Erfahrungen nachfrage zur Folge haben, wenigstens feine im gleichen Beklemmung entgegen, die Herabsehung des Arbeitstages mit dem Achtſtundentag in England. Da diese Zeitschrift Prozentsatz. Weit entfernt, eine Verminderung der Produktion im auf acht Stunden erscheint ihnen als der Ruin des Ge- uns hier nicht zugänglich ist, veröffentlichen wir nach einem werbes, das Ende der Konkurrenzfähigkeit der Industrie. ausgezeichneten Aufsatze der Züricher Post" die Ergebnisse Verhältniß zur Zahl der beschäftigten Arbeiter zu bewirken, hat die Herabsetzung der Arbeitszeit vielmehr fast überall zu Fehlt es doch nicht an Gespensterbeschwörern, die nicht seiner Untersuchungen. Die Einführung des Achtstundentages in Viktoria ist einer Vermehrung der Produktion, zu einer Erhöhung der müde werden, dergleichen und noch Schlimmeres an die auf keinerlei theoretische oder politische Anregungen zurück- Arbeitsleistungen geführt. Die Zeugnisse und die Zahlen, Wand zu zaubern. Die Arbeiter hingegen sehen in der Verkürzung der zuführen. Die ersten Gewerbe, die ihn erkämpften, die Bau- die Herr Rae dafür anführt, sind von erdrückender BeArbeitszeit die Erfüllung einer ihrer wichtigsten selbstver- handwerker nnd die Eisengießer, verlangten ihn, weil die weiskraft. „ Eine Verkürzung der Arbeitszeit", schreibt er, hat ständlichsten Forderungen an die heutige Gesellschaftsordnung. Arbeit der Einen in der Sonne, der Andern in der Hize Dieselbe gefährdet in feiner Weise das privatkapitalistische der Schmelzöfen aus klimatischen Rücksichten ihnen eine stets zwei unmittelbare Wirkungen: sie wirkt aufeuernd auf Wirthschaftssystem, sie ist in keiner Weise eine revolutionäre Herabsehung der Arbeitszeit nothwendig erscheinen ließ. die Meister, und sie wirkt anfeuernd auf die Arbeiter. Die Forderung, vor deren Bewilligung die herrschenden Klassen Zweimal ließen sie sich lieber eine Lohnherabfegung gefallen, Meister gehen sofort daran, allerhand Ersparnisse einzuirgendwie aus wohlverstandenem eigenen Interesse zurück- als von dem Achtstundentag abzugehen. Wir haben die führen, die Arbeit wirksamer einzutheilen, bessere Maschinen fchrecken müßten, in ihr liegt im Gegentheil ein gewiffer Worte Achtstundenarbeit an unsere Fahnenstange genagelt," und Geräthe anzuschaffen, oder die alten zu verbessern, oder tonservativer Bug, denn sie wirkt bis zu einem bestimmten erklärte der Führer der Bauhandwerker 1859, und selbst auch Schichtarbeit zu versuchen, kurz, alle Möglichkeiten ins Buntte bet revolutionirenden Tendenz der modernen In- wenn man sie herausschießen würde, würden wir uns noch Wert zu setzen, die Produktion ihres Etablissements auf buftrie entgegen. Eine starke Verkürzung der Arbeitszeit um die Löcher schlagen, die sie gelaffen." Nach und nach dem bisherigen Stand zu halten oder noch zu steigern. Die würde der geistigen, förperlichen, materiellen und fittlichen folgte ein Gewerbe nach dem andern dem gegebenen Arbeiter fehren nach der längern Rast in besserer Stimmung Degeneration der Arbeiterklasse, welche die Entwicklung der Beispiel, so daß 1883 bereits zwanzig Gewerbe auf dem an ihre Arbeit zurück, gleich gestärkt an Nerven und Maschinerie zur naturgemäßen Folge hat, bis zu einem ge- jährlichen Umzuge der Arbeiter Melbournes sich des er- Muskeln, und machen den Ausfall an Arbeitszeit durch wissen Punkte Einhalt gebieten. reichten Achtstundentages rühmen konnten. intensivere Arbeit in manchen Fällen theilweise, in manchen Welches sind nun die ökonomischen Wirkungen des vollständig wett. Die in Vittoria gemachten Erfahrungen Freilich wird dies von den Gegnern jedes vernünftigen Arbeiterschußes hartnäckig geleugnet, dieselben sind eben blind Achtstundentages? Herr Rae behauptet, und sucht den Be- zeigen, daß die Ausgleichung eine faft absolute iſt." Rechtfertigen so die nächsten ökonomischen Wirkungen für Alles, was ihnen nicht klingenden, augenfälligen Nutzen weis durch eine Fülle von Zahlen zu erhärten, daß Diebringt. Sie nußen die Tribüne des Reichstages, die ihnen jenigen, die da meinen, daß die Herabsetzung der Arbeits- des Achtstundentages weder die übertriebenen Hoffnungen, zu Diensten stehende Preffe bei jeder Gelegenheit aus, um seit nothwendigerweise eine Reduktion der Löhne zur Folge die hie und da in Arbeiterkreisen auf ihn gesetzt werden, unsere Forderung des Achtstundentages als undurchführbar habe, ebenso im Ferthum seien, wie Diejenigen, die da noch die pessimistischen Vorhersagungen, mit welchen gewisse zu bekämpfen, um mit Scheingründen zu beweisen, daß das glaubten, daß fie nothwendigerweise ein Steigen der Löhne Anwälte des Unternehmerthums ihn bekämpfen, so sprechen gemeinsame Intereffe der Unternehmer und der Arbeiter, nach sich ziehe. Sie sei vielmehr für die Lohnfrage nahezu seine weitern sozialen und moralischen Wirkungen um so als wenn es ein solches überhaupt, von ganz nebensäch- indifferent. Gewöhnlich seien die Löhne dieselben geblieben, entschiedener zu seinen Gunsten. Auf die Frage, welchen Lichen Bunkten abgesehen, geben könnte, gebietet, diese Forde die sie vorher waren. Es ist hier indeß zu berücksichtigen, Gebrauch der Arbeiter in Viktoria von der Muße mache, rung abzuweisen. daß die Löhne in Vittoria von jeher erheblich höher gewesen die er durch den Achtstundentag erlangt habe, antwortet Im Gegensaße zu der Bourgeoispresse haben die find als in Europa und der Lebensunterhalt der dortigen Herr Rae: " Der" Bug" und die Energie, mit der er nach so Arbeiterorgane, die jedenfalls viel angenehmere und würdi- Arbeiter immer ein ungleich befferer war als der der großen vielen Beobachtern an sein Werk geht, ist an sich schon der gere Aufgabe, nicht mit Verdächtigungen und Fälschungen Maffe der Arbeiter der alten Welt. berechtigte Forderungen zu bekämpfen, sondern auf Grund Ebenso find nach Herrn Rae Diejenigen im Ferthum, beste Beweis, daß er seine Zeit nicht mit lasterhaften Ausder Erfahrungen und der Wissenschaft die Berechtigung der die da glauben, daß die Verkürzung des Arbeitstages überall schweifungen todtschlägt. Wenn ein kürzerer Tag in der Arbeiterforderungen zu beweisen. Dies ist nicht schwer. eine Verminderung der Zahl der Arbeitslosen zur Folge Werkstatt nur einen längern Abend in den Wirthshäusern Wohl existirt das Experiment in der Sozialökonomie nicht, haben müsse. Das sei keineswegs der Fall. Die Verkürzung doch gestatten es die Erfahrungen einzelner Betriebe, Ge- der Arbeitszeit trifft die Ursachen der Arbeitslosigkeit nicht werbe und Länder, Rückschlüsse auf andere Betriebe, Gewerbe und kann daher auch diese selbst nicht aufheben. In einigen 1888, bei erheblicher Steigerung der Produktion! Feuilleton. Nachdruck verboten.] [ 42 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol Unterhaltung. von Robert Sd, weichel. In der Sattlerei von 636 in 1884 auf 465 im Jahre Gaderthale hatten einen guten Appetit mitgebracht; indessen sie sich von dem Bischof von Chur lossagte und der Rehinderte sie die Befriedigung desselben nicht, sich in allerlei gierung Gehorsam gelobte. Auf ihre Weigerung waren die Vermuthungen über den Zweck der Konferenz zu ergehen. Wortführer: der Stadtpfarrer Patschnider, der geistliche " Ich befürchte, es betrifft unseren hochwürdigsten Herrn Rath Lutz und drei Priester des Seminars, verhaftet wor Bischof von Brixen," äußerte der ältere von den beiden den. Die Letzteren hatte der Kreishauptmann über die Pfarrern. Jetzt wird man sich wohl überzeugt haben, daß Grenze bringen lassen, die Anderen waren theils in InnsRom steht, er ebenso fest zu oft wie die hochwürdigsten Herren bruck, theils in Trient internirt worden. von Chur und Trient, und ihn deren Schicksal theilen Nach allen diesen Vorgängen schienen neue Gewalt laffen. Bald werden wir in Tyrol eine Heerde ohne Hirten maßregeln gegen die Kirche unausbleiblich und die geistlichen Hannes erwiderte hierauf nichts. Er dankte dem Löffel- fein." Herren regten einander durch unheilvolle Prophezeiungen Franz für seine Mittheilungen, ertheilte Allen den Segen Hannes horchte hoch auf. Im Ringen mit seinem mehr und mehr auf. Einhellig verurtheilten sie die Regieund entfernte sich. Der Alte, der ihn geführt hatte, Herzen und in seinen Studien Bergessenheit suchend, hatte rung, nur Hannes blieb still. blieb zurück, gab doch der Besuch des Kirraten Stoff zur er den Kampf gegen Rom fast aus den Augen verloren. Der Dechant ließ die Herren in das Konferenzzimmer Durch die Unterhaltung seiner beiden Kollegen aus dem bitten. Er war ein Mann in der zweiten Hälfte der vierziger " Der ist zag", murrte der Löffel- Franz. unteren Gaderthale, zu denen sich bald noch andere Pfarrer Jahre mit einem Kopfe, dessen scharfgemeißelte Züge den In fast gerader Linie und nur wenig sich senkend, lief der Diözese Enneberg geſellten, erfuhr er jetzt Näheres, ohne romanischen Ursprung verriethen. Das schwarze Haar der schmale Fahrweg, der Hannes zuleht nach Pleiten ge- daß die geistlichen Herren darüber des Essens und Trinkens war bereits leicht ergraut und an den Schläfen sah man führt hatte, den nördlichen Abhang entlang und vorüber an vergessen hätten. Man bewunderte die Standhaftigkeit, mit deutlich die blauen Adern. Die großen, dunklen Augen ber ehemaligen Stammburg der Ritter von Brack, nach dem der die Bischöfe von Trient und Chur, welche nach Inns- hatten den Schimmer des Sammels, das verschleierte Feuer kaum eine Biertelstunde entfernten Pieve da Maro oder bruck geladen worden, um von ihnen die Unterwerfung unter des Südens. An der Mundbildung erkannte man den Enneberg. Der Weg war mit zahlreichen Kirschbäumen be die Staatsgewalt zu erlangen, das Ansinnen des bayerischen Priester, jedoch trat das Salbungsvolle hinter dem Ausdruck pflanzt, die wie schwarze Gerippe dastanden. Hannes ging Generalfommissars von sich gewiesen hatten. Man be- der Energie zurück. In seiner Haltung lag mehr Festigkeit wunderte die Würde, mit der Beide das Aeußerste ertragen als geistlicher Stolz und seine Begrüßung der Kollegen wußte grübelnd unter ihnen hin. Er kam zu früh zur Konferenz, war jedoch nicht der hatten. Denn da sie fest geblieben, war der Bischof von bei aller Kordialität den Unterschied der hierarchischen Erste in der Dechanei, die unmittelbar neben der schönen Trient als Gefangener nach Salzburg, der Bischof von Stellung festzuhalten. Er knüpfte an die Vorgänge in JunsKirche lag. In dem Zimmer, in welches er gewiesen Chur durch Bewaffnete über die Landesgrenze geführt und brud an. Eine darauf bezügliche Verordnung der Regierung wurde, traf er bereits zwei Amtsbrüder aus dem geächtet, Beide ihrer Aemter entsetzt worden. Nen war für den lag vor, von der er den Geistlichen seines Bezirks, obgleich unteren Gaderthale. Ein Frühstückstisch stand bereit schweigsam zuhörenden Kuraten von St. Martin das Nach- sie zu dem Bisthum Brixen gehörten, Mittheilung zu machen und die beiden Adjunkten des Dechanten, die den Gottes- spiel dieser Vorgänge. Er erfuhr, daß Herr v. Hofstetten, hatte. Danach hatte der Klerus, der bisher dem entsegten dienst in Pleiten und Hof versahen, luden den Ankömm der Kreishauptmann von Bruneck, nach Meran gekommen und geachteten Bischof von Chur, dem Freiherrn Karl ling ein, fich zu erfrischen. Der Dechant war noch war, die dortige Geistlichkeit zu sich berufen und auf- Rudolph von Buol- Schauenstein, unterstellt gewesen, von nicht anwesend. Die beiden Herren aus dem unteren gefordert hatte, einen Revers zu unterzeichnen, durch welchen dem ersten Januar 1808 ab, dem Bischoke und Konsistorium bebeutete, so könnte der Arbeiter unmöglich diese Zeichen gesteigerter Leiftungsfähigkeit an den Tag legen, und sein Lohn würde bald hoffnungslos sinten. Die allgemeine Anficht in Viktoria geht vielmehr dahin, daß durch die kürzere Arbeitszeit die Gewohnheiten der Arbeiten bessere und nicht schlechtere geworden sind. Dadurch, daß sie am Nachmittag von der Arbeit gehen, sind dieselben in der Lage, in den Vororten zu wohnen, in netten, fast stets ihnen zu eigen gehörenden Häuschen mit Gärten dahinter, und sie verbringen einen großen Theil ihrer Muße damit, diesen zu pflegen, oder sie nehmen an Spielen im Freien( den so beliebten Sportbeluftigungen der Engländer) Theil, widmen sich dem Familienleben" u. s. w. Herr Rae stellt nicht in Abrede, daß auf der andern Seite es auch nicht an Arbeitern fehlt, die, wie andere Beute auch, ihre Mußezeit mißbrauchen, daß, wenn die kürzere Arbeitszeit im Allgemeinen die ArbeiterIn der Kommission fand letztere Fassung teine Ma- Fabrikanten nicht genügend von den Sozialdemokraten geschaft gehoben hat, fie in einzelnen Fällen den Trunk ge- jorität und auch die von sozialdemokratischer und anderer würdigt würden, sprach aber sonst nur versöhnlich. Nachsteigert hat, aber diese Fälle bilden die Minderheit und be- Seite gestellten Anträge wurden abgelehnt, so daß die Vor dem Hr. von Kardorff sein Talent unfreiwilliger treffen fast nur jene Gewerbe, deren Arbeit besonders schwierig lage ohne neuen§ 153 zur zweiten Lesung vor den Reichs- Romit eine Viertelstunde lang vor dem nachgerade müde gewordenen Hause mit unzweifelhaftem Heiterkeits- Erfolg eingebracht, nach welchem der Paragraph also lauten soll demokraten zum Wort und räumte mit den Argumenten und Die Sozialdemokraten haben im Haus einen Antrag geübt hatte, tam Singer als letzter Redner der SozialWer Andere durch Anwendung körperlichen Zwangs, durch Behauptungen der vorhergegangenen Redner gründlich auf. Drohungen oder durch Verrufserklärung bestimmt oder zu be- Insbesondere widerlegte er die irrigen Angaben des Herrn Rösicke stimmen versucht, an solchen Verabredungen(§ 152) Theil zu über den Bierstreit, charakterisirte die sogenannten Wohlnehmen oder ihnen Folge zu leisten, oder Andere durch gleiche thätigkeits- Einrichtungen der Fabrikanten, zeigte dem Mittel hindert oder zu hindern versucht, von solchen Berab- General- Staatsanwalt Held, daß die schwarzen Listen", rebungen zurückzutreten, wird mit Gefängniß bis zu drei Mo- wenn nicht auf Grund des§ 153, doch auf Grund des naten bestraft. Unfug paragraphen gepackt werden können, der aber nur gegen Arbeiter Kraft zu haben scheine und ergänzte bann noch durch eine Reihe schlagender Thatsachen das Beweismaterial für den sozialdemokratischen Antrag. Wer es unternimmt, durch Anwendung törperlichen über, das Gesetz sei niemals parteiisch zu Gunften der Zwanges, durch Drohungen, durch Ehrverlegungen oder durch Arbeitgeber gehandhabt worden( Held), die strafrechtliche Berrufserklärung Verfolgung der Unternehmer wegen schwarzer Listen sei 1. Arbeiter oder Arbeitgeber zur Theilnahme an Ver- ohne Beugung des Gesetzes nicht möglich( Held); und der abredungen der im§ 152 bezeichneten Art zu bestimmen Berliner Polizeidirektor habe durch Annahme des oder am Rücktritt von solchen Verabredungen zu hindern, 2. Arbeiter zur Einstellung der Arbeit zu bestimmen oder an 3000 Mark- Geschenkes sich keiner Ungesetzlichkeit schuldig der Fortsetzung oder Annahme der Arbeit zu hindern, gemacht( von Berlepsch). Hr. Röside( liberal", aber 3. Arbeitgeber zur Entlassung von Arbeitern zu bestimmen wild", Kommerzienrath und Brauereidirektor), brachte den oder an der Annahme von Arbeitern zu hindern, letzten Berliner Bierbrauer Streit zur Sprache und suchte wird mit Gefängniß nicht unter einem Monat bestraft. Ift zu beweisen, daß die Arbeiter mitunter auch unannehmbare die Handlung gewohnheitsmäßig begangen, so tritt Gefängniß Forderungen stellten, ein Beweisversuch, der ebenso unglücknicht unter einem Jahre ein. Die gleichen Strafvorschriften finden auf denjenigen An- lich als überflüssig war. Betreffs des von Hrn. Rösicke anwendung, welcher Arbeiter zur widerrechtlichen Einstellung der geführten Streits waren bekanntlich die Meinungen unter Arbeit oder Arbeitgeber zur widerrechtlichen Entlassung von den Sozialdemokraten sehr getheilt. Im Uebrigen klagt Arbeitern öffentlich auffordert. Hr. Rösicke noch, daß die Wohlthätigkeits- Einrichtungen der und erschöpfend ist. " tag gelangte. Alles in Allem", faßt Herr Rae seinen Artikel au ſammen, können wir uns, je mehr wir den Gegenstand untersuchen, um so weniger dem von allen Anzeichen unterstützten Eindruck entziehen, daß in Australien und zum sehr großen Theil infolge des Achtstundentages, eine Arbeiterklasse heranwächst, welche, was ihre moralische Beschaffenheit, ihre Intelligenz und ihre industrielle Leistungsfähigkeit betrifft, wahrscheinlich schon jetzt jedem Zweig der anglosächsischen Rasse überlegen ist, und deren Lebensfreudigkeit, Frohsinn und Wohlstand seines Gleichen nie zuvor in der Welt gesehen. Und das Alles, ohne daß irgend Jemand darum um einen Schilling schlechter daran wäre. Es ist in der That merkwürdig, wie unbedeutend augenfällig die Kosten des Achtstundentages in Viktoria gewesen find.... Die Löhne sind nicht gestiegen, noch gefallen; die Produktion ist nicht geringer geworden, außer in ganz untergeordneten Fällen; die Preise sind nicht gestiegen, außer ebenfalls in ganz untergeordneten Fällen; die Geschäfte haben nicht gelitten; die Profite find Wie man sieht, ist in den ersten Absatz der alte§ 153 nicht eingeschrumpft( sonst würden wir es trächzen gehört aufgenommen, nur daß der undefinirbare und deshalb der haben)." Freilich, auch die Unbeschäftigten sind nicht ver- Willkür richterlicher Auslegung Thür und Thor öffnende schwunden, noch haben sie in erheblichem Grade abgenommen Begriff der Ehrverlegung" entfernt wurde. -die Arbeiterklasse, die große Masse der Bevölkerung, hat eine Stunde mehr zu eigen, das ist Alles. Die Verkürzung des Arbeitstages hat augenscheinlich wieder einmal sich in sich selbst belohnt." Wer Andere durch Anwendung förperlichen Zwangs, durch Drohungen oder durch Verrufserklärung bestimmt oder zu bestimmen versucht, an solchen Verabredungen(§ 152) oder Vereinen nicht Theil zu nehmen oder ihnen nicht Folge au leisten, sowie Derjenige, welcher mit Anderen vereinbart, Arbeitern deshalb, weil sie an solchen Verabredungen oder Vereinigungen Theil nehmen oder Theil genommen haben, die Arbeitsgelegenheit zu erschweren, sie nicht in Arbeit zu nehmen oder sie aus der Arbeit zu entlassen, wird mit Gefängniß bis zu drei Monaten bestraft." Als Singer geendet, erhob sich ein Vertreter der kaiserlichen Republik Hamburg", Burghard, um das Kunststück der eingefrorenen Trompete Münchhausens nachzuahmen und auf eine Rede Grillenbergers vom 20. Februar d. J. zu antworten. Dies erledigt, gab er eine fleine Mohrenwäsche der Hamburger Bourgeois und Behörden zum Besten und plauderte, dabei aus, daß die Fabrikanten aus dem 1. Mai eine Machtfrage" ge= macht haben. Er plädirte also für unseren Antrag, der solche " Machtfragen" aus der Welt schaffen will. Anerkannt muß Die Debatte wurde durch den Zentrumsmann werden, daß der Vertreter Hamburgs das Verfahren der Dr. Schädler eröffnet, der sich im Namen seiner Fraktion Hamburger Tabaksfabrikanten, die ihre Arbeiter aussperrten, gegen die Regierungsvorlage und zu Gunsten des alten weil dieselben nicht aus dem Fachverein austreten wollten, Paragraphen aussprach. Den sozialdemokratischen Antrag ausdrücklich mißbilligte. Mit anderen Worten: die Verkürzung des vertrat Liebknecht in längerer Rede, welche die Ge- Die Debatte wurde um 5% Uhr vertagt, worauf Arbeitstages ist noch nicht die Lösung der schichte des Koalitionsrechts, namentlich in England, be- allerhand persönliche Bemerkungen, mehr oder weniger spiß, fozialen Frage. Aber sie ist ein großer handelte, und unter Hinweis auf die deutschen Zustände erfolgten. Nächste Sigung Donnerstag 12 Uhr. Schritt vorwärts auf der Bahn der sozialen und auf Vorkommnisse, wie die in der Komplottbroschüre Fortentwickelung, die Förderin des tech enthüllten die Nothwendigkeit eines Schuhes des Roalitions- Herrn von Berlepsch möchten wir empfehlen, die nischen Fortschrittes in der Produktion rechts darlegte. Das Wort ergriff nun der Handelsminister von SS 1070 und 1071 des preußischen Landrechtes zu studiren. und der körperlichen und geistigen Hebung Berlepsch, welcher sich gegen die Ausführungen des Vor- Er wird dann einsehen, daß seine fast an Jesuitismus geder Produzenten, gleich wünschenswert rebners wandte, die Regierungsvorlage zur Annahme mahnende Verheidigung des Herrn von Richthofen und der vom Standpunkt der Gesellschaft, wie der empfahl, und behauptete, das englische Gesez sei härter als durch die Gunst des Herrn Kühnemann mit Geld beschenkten arbeitenden Klassen. dieser Vorschlag. uniformirten und nicht uniformirten Polizisten doch noch den Ausweg offen läßt, wenigstens die von Kühnemann verausgabten Gelder dem Fiskus zufallen zu lassen, § 1070 lautet: In Bezug auf§ 153 ist das„ Kartell" nicht einig geblieben; während der Fortschrittler Gutfleisch fich entschieden gegen die Regierungsvorlage, die er scharf geißelte, und gleich dem Zentrumsmann Schädler für den alten 1 Politische Webericht. Baragraphen erklärte, brach der konservative Oberstaats. Berlin, 21. April. Der Reichstag beschäftigte sich heute mit dem Roa Iitionsrecht, und zwar speziell mit dem§ 153. Dieser lautete bisher: Geschenke, welche zur Beförderung unerlaubter Absichten gemacht worden, sind ungiltig.d Und§ 1071 lautet: Das wirklich Gegebene ist der Fiskus von dem Empfänger zurückzufordern berechtigt. anwalt Hartmann eine Lanze für die von der Regieauch zu der Kühnheit empor zu behaupten, daß das, was rung vorgeschlagene Fassung. Herr Hartmann schwang sich die Herren Kühnemann und Genossen gethan haben, durchaus Freilich handelt es sich hier nicht um Diäten sozial Drohungen, durch Ehrverlegung oder durch Verrufserklärung nicht ungesetzlich sei. Zu Gunsten des Koalitionsrechts sprach demokratischer Abgeordneten, sondern um Entschädigungen Wer Andere durch Anwendung förperlichen Zwanges, burch bann recht nachdrücklich Herr Dr. Mar Hirsch, der prinzipiell der Polizei für dem Unternehmerthum gethanene Dienste. aus- Ja, Bauer, das ist eben etwas Anderes. beſtimmt oder zu bestimmen versucht, an solchen Verabredungen einem Theil der Liebknecht'schen Ausführungen, (§ 152) Theil zu nehmen, oder ihnen Folge zu leisten, oder genommen soweit sie sich gegen die Harmonie" richteten, Die königliche Ordre bezüglich der Neu- Organisation Andere durch gleiche Mittel hindert oder zu hindern versucht, beipflichtete, jedoch nicht die Konsequenz hatte, entweder den der Fabrikinspektion für Preußen dürfte unmittelbar von solchen Berabredungen zurückzutreten, wird mit Gefängniß sozialdemokratischen Antrag zu akzeptiren oder bis zu drei Monaten bestraft, sofern nach dem allgemeinen eigenen Antrag zum Schuße des Roalitionsrechts zu stellen. Mittel zur Inangriffnahme der letzteren ausgebracht sind, einen nach Feststellung des Staatshaushalts- Etats, in welchem die Strafgesetz nicht eine härtere Strafe eintritt. Nach Hirsch sprach Bebel, welcher des Näheren die Wieviel hundert Arbeiter haben die Wohlthaten" bisher von den deutschen Arbeitgebern und Behörden geübte erlassen und veröffentlicht werden. dieses Kautschut- Baragraphen kennen gelernt, der auf die Praxis beleuchtete, und an einer Fülle von Beispielen nachwies, Aus unserer mit Preßstimmen vollgefüllten Restaatsanwaltliche und strafrichterliche Findigkeit förmlich eine wie die Ausübung des Koalitionsrechts den deutschen Ar- baktionsmappe über das Komplott gegen die deutsche Prämie setzt. Er bestraft thatsächlich die Ausübung des beitern auf jede Weise erschwert, ja vielfach unmöglich ge- Arbeiterklasse wollen wir wieder einige bezeichnende Proben Koalitionsrechts. Der Regierung war er aber noch nicht macht wird. Auch das Komplott" wurde einer eingehenden mittheilen und Herrn Eugen Richter an der Spize elastisch und drakonisch genug fie legte in ihrem so Kritik unterworfen. Der sächsische Bevollmächtigte, General- marschieren lassen. Während sein Fraktionskollege Barth die genannten Arbeiterschuß Gesetz nachstehende verbesserte" Staatsanwalt Held, und der preußische Handels- Rühnemann'schen Praktiken ehrlich verurtheilt, scheint der Fassung vor: minister von Berlepsch behaupteten Bebel gegen Erzbourgeois Richter mit Frizz Kühnemann u. Cie. ganz $ Die von Augsburg zu gehorsamen. Wer noch mit dem Ge- stehen, die durch die Maßregeln der Regierung sich in ihrem gegen ihn noch immer des Du bediente, nach St. Vigil. ächteten oder mit seinem Vikare Verbindungen unterhielte, Heiligsten angegriffen und in ihren Gewissen beängstigt Herr Moltenbecher hatte seine gute Laune eingebüßt und Befehle empfinge und ausführte, würde fortan als Staats- fühlten. Wenn es ihnen etwa bestimmt wäre, für ihren als sie bei der Kirche nach dem Glisiabach hinunterstiegen, verbrecher angesehen werden. Der Dechant tam zu dem, Glauben zu leiden, so tönnte sie die Ueberzeugung stärken, der in der tiefen Einbuchtung zwischen Enneberg und Hof was auch ihn und seine Pfarrer besonders anging. Es daß die Kirche schließlich dennoch siegen würde. Noch hat in Rastaden von den Felsen stürzt und im Grunde eine Mühle wurde in dem Erlaß ferner befohlen, daß jeder Seelsorger Reiner," so schloß er, der mit der Kirche sich entzweite, seit treibt, nun aber, zu phantastischen Eisgebilden erstarrt, an Tyrols fortan das königliche Regierungsblatt zu halten und König Saul ein glückliches Ende genommen." den nackten Steinen hing, seufzte er schwer. Er war kein den darin veröffentlichten allerhöchsten Erlassen in firch- Die Pfarrer waren von diesen Worten mächtig erregt. streitbarer Priester wie der Dechant und sah nun noch am lichen Angelegenheiten unverbrüchlich nachzukommen habe. Nur der greise Seelsorger von St. Vigil, Herr Molten Spätabend seines Lebens das stille Hochthal in den Kampf Bestürzt blickten die Geistlichen einander an. Der becher behauptete seine Ruhe, während Hannes eher ver- hineingerissen, den Frieden fliehen. Zumeist bekümmerte ihn Dechant legte das Schriftstück, aus dem er die Verordnung wirrt als begeistert war. So wie ihm mochte einem Manne das Schicksal seiner Gemeinde nach seinem Tode. vorgelesen hatte, vor sich auf den Tisch und sagte, die Blicke zu Muthe sein, dessen Boot plötzlich aus dem stillen Hafen Bischöfe hatten nur noch das Recht des Vorschlages bei erauf dasselbe geheftet:" Die Tragweite dieses Mandates ist auf die hochgehende See hinausgetrieben wird. Herr ledigten Pfarrstellen; die Regierung wählte und ernannte tlar und die Verfügungen, welche unsere heilige Kirche mit Moltenbecher erlaubte sich die Frage, wie der hochwürdigste den Kandidaten durch ein Patent. Daß sie Reinen gebundenen Händen der weltlichen Macht überantworten, Bischof von Brigen, dessen Krummstab das Busterthal sammt bestallte, auf deffen unbedingten Gehorsam sie nicht rechwerden nicht auf sich warten lassen." seinen Nebenthälern hütete, zu den Forderungen der Regie- nen konnte, verstand sich nach der jüngsten Verordnung von Ein Murmeln erhob sich. Er fuhr fort, indem er die rung sich stelle? selbst. Augen im Kreise umhergehen ließ:" Ich muß es Ihrem Kann darüber ein Zweifel obwalten?" fragte der Herr Als Hannes den alten Herrn trösten wollte, schüttelte Gewissen überlassen, welche Stellung Sie zu diesen Ver- Dechant dagegen. Mag auch von beiden Seiten noch der er den Kopf. fügungen einnehmen wollen. Ein Recht, in die Angelegen Schein eines guten Einvernehmens gewahrt werden, unser" Ich zweifle nicht an dem endlichen Siege der Kirche, heiten unserer Kirche fich zu mischen, besitzt die Regierung hochwürdigster Herr Bischof wird den Rechten unserer aber die friedlichen Zeiten, auf die Du mich verweisest, nicht; es ist die Gewalt, der wir uns gegenübergestellt sehen. Kirche kein Titelchen vergeben, davon dürfen Sie überzeugt liegen mir zu fern. Vielleicht würde ich auch für sie nicht Der Furchtsame, der Ehrgeizige wird fich beugen." sein. Den gegenwärtigen Forderungen der Regierung gegen mehr taugen. Ich sehe so manches zum Lichte drängen, was Man protestirte lebhaft und der Pfarrer von Bwischen über ist eine Reserve nicht länger möglich. Es ist Bayern, ich nicht mehr verstehe. Das Alte zerbröckelt und das Neue waffer rief: Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und welches der Kirche das Schwert in die Hand zwingt. Wir hat noch keine erkennbare Gestalt." Gott, was Gottes." greifen nicht an, wir vertheidigen nothgedrungen der Auf einer Planke überschritten sie bei der Mühle den Der Dechant neigte zustimmend den Kopf gegen ihn Menschheit höchstes Gut: den Glauben, gegen die brutale, Glifiabach und folgten dessen Lauf durch ein Gehölz vyn und sagte:" Ich habe meiner Pflicht gegen die Re- weltliche Macht. Bereit sein und fest bleiben, ist die Birken und Tannen gegen Monthan. gierung genügt, indem ich ihre Verfügung zu Ihrer Rennt- Losung für uns Alle. niß gebracht habe. Weiter habe ich mit ihr nichts zu schaffen. Wir sind Diener der Kirche, nicht Diener der bayerischen Krone. Die Gebote Gottes stehen über denen " Si fractus illabatur orbis Impavidum ferient ruinae!" Ich sehe nur, daß die ganze Welt wie ein Wasser aufgerührt und trübe ist," nahm der Pfarrer von St. Vigil wieder das Wort. Allerwärts nichts als Hader und Ein Rauschen der Begeisterung ging durch das Zimmer. Streit, im Großen wie im Kleinen. Auch zwischen Deinem der Kaiser und Könige." Mit Wärme führte er weiter Aufgeregt trennte sich die Versammlung. Ein Theil der Vater und dem Ambros ist kein gutes Ende abzusehen." Gr aus, daß der Gehorsam gegen den heiligen Stuhl geistlichen Herren sette die Konferenz noch in dem gegen berichtete dem betroffenen Hannes, daß der Klosterbauer über dem gegen den Thron stände, daß der Priester überliegenden Wirthshause fort, obgleich es bekannt war, die Giltigkeit der Ghe angreifen, Ambros enterben wolle, dem Unterthan voranginge, und daß kein Gebot einer daß der Herr Dechant zu dem Wirthshausbesuch seiner Befa war die Quelle, aus der er schöpfte. Hannes weltlichen Macht den katholischen Christen katholischen Christen von der Pfarrer scheel sah. Um seine Adjunkten davon abzuhalten, wollte sich bei Monthan verabschieden, um durch persönliches Treue gegen den Statthalter Chrifti auf Erden entbinden lieferte er ihnen die Maß Wein um zwei Kreuzer billiger, als Einwirken auf den Vater den Frieden herzustellen. Herr könnte. Es wäre die heiligste Pflicht ihres Apostelamtes, in der Wirth gegenüber. Es half aber nicht viel. Moltenbecher hielt ihn davon zurück. diefer Zeit schwerer Prüfungen fest zu ihren Gemeinden zu Hannes begleitete seinen ehemaligen Lehrer, der sich ( Fortsetzung folgt.) übereinzustimmen. Dies geht aus dem klassischen VersammLungsbericht hervor, den die ,, Freisinnige Zeitung über die große Metallarbeiter- Bersammlung veröffentlicht, in der Genosse Gerisch über das Komplott referirt hat. Wir geben den Versammlungsbericht in seiner ganzen Ausdehnung, ohne ein Wort zu ändern, wieder. Er lautet: Eine sozialdemokratische Metallarbeiter- Versammlung im Feenpalaft beschäftigte sich am Sonntag mit den Veröffent lichungen über den Verband der Berliner Eisen- und Metallindustriellen. Es wurde eine lange Resolution angenommen, welche den Abscheu über die Machinationen des Verbandes ausdrückt", weil derselbe sich nicht zum willenlosen Sklaven der Sozialdemokratie machen lassen will. " Wenn auch Herr Richter aus der letzten Nummer der Nation" nichts gelernt hat, so gilt dies doch nicht für alle übrigen freifinnigen Blätter. Die Berliner Zeitung" und die Vossische Beitung" gaben einen Theil der Ausführungen der Nation wieder. Auch die Frankfurter Beitung" hat sich noch mehrmals mit unserer Veröffentlichung beschäftigt. Gelegentlich der Debatte über die Bestrafung des Kontraktbruches schrieb sie: flein geworden; mit der Flinte am Rücken, der Schnapsflasche| Bersammlung geeigneten Saal bestßt, so tam der Vertrauens im einen und der Bibel im anderen Arm ist sie nach dem mann beim Magistrat darum ein, daß ihm der Play vor dunkeln Erdtheil ausgewandert, auch diesen mit ihren Errungen- dem hiesigen Schützenhause zur Abhaltung der Volksversammlung schaften zu verheeren. Man stiehlt eine Uhr und annektirt ein am 3. Mai überlassen werde. Diesem Gesuche hat der Magiftrat Land; wer in Afrika mordet und brennt, ist ein Heros, dessen entsprochen. Bild zu bringen jedes anständige Blatt sich verpflichtet fühlt. Hätten Fra Diavolo, Schinderhannes und der bayrische Hiesel Elberfeld, den 18. April. Herwegh's Bundeslied," Bet' Sort gewirkt, sie würden statt als Räuber verflucht mit Stanley und arbeit'! ruft die Welt", das er dem Lassalle'schen Allgeoffen, mit Livraghi heimlich bewundert. Wenn die Wilden, meinen deutschen Arbeiterverein widmete, soll gegen§ 130 des welche von Steuern nichts wissen, und an ihren eigenen Brie- Straf- Gesetzbuches verstoßen. Die Staatsanwaltschaft Elberfeld ftern vollkommen genug haben, mit der Befehrung zögern, ihren hat gegen Redakteur Grimpe Anklage erhoben, weil er im SonnGoldstaub und ihr Elfenbein nicht rasch genug gegen alte tagserzähler Nr. 13 das Lied zum Abdruck brachte und heute Stiefel und Zylinderhüte ausliefern, bombardirt man ihre Mittag hatte derfelbe dieserhalb Untersuchungstermin. Seit fast Dörfer, pfählt sie, pflanzt auf den Leichenhaufen die Fahne der 30 Jahren ist dies Lied in Millionen von Exemplaren gedruckt Kultur auf und daheim werden zu Ehren dieser kolonisatorischen worden und wird alle Tage von den Arbeitern gesungen. Durch Thaten Diners veranstaltet. Die armen Heiden werden von jede Buchhandlung, auch unter dem Sozialistengefeß, waren die ihren Sünden, ihrem Eigenthum und ihrer Unabhängigkeit er- Gedichtsammlungen Herwegh's zu beziehen. Jetzt foll es auf löst und mit den Mysterien der Trinität erfahren sie stets auch einmal strafbar sein; das zeigt mehr wie alles andere, wie herra die Tragweite der europäischen Feuerwaffen. Unsere Gesittung lich weit wir es unterm neuen Kurs gebracht haben. Der Redakteur Grimpe hat seine achtmonatliche Strafe sollte daheim bleiben, sie eignet sich nicht zum Export; sie ver dirbt auf der Reise und wird faulig.... wegen verschiedener Preßvergehen heut angetreten. J Die Agitation auf dem Lande für die Sozialdentokratie wird immer interessanter und ausgedehnter, wie folgender Bericht der„ Braunschw. Anzeigen" zeigt: Zanne, 13. April. Meldedienst. Seitdem die Sozialdemokratie den Kampf gegen die Kirche und den Staat auf dem Lande eröffnet hat, haben die Dorfbehörden, soweit sie demokratie den Kampf gegen die Kirche und den Staat auf dem überhaupt, die Bedeutung der Agitation voll erkennend, erprobt. Als Jm österreichischen Abgeordnetenhause In der Debatte über diesen Bunkt, die sich zum Schluß hat der Abgeordnete Hoffmann den Erlaß eines Gesetzes der geftriger Sigung nochmals entspann, geschah natürlich auch zur Verhinderung industrieller Ringe und Kartelle durch der geftrigen Sizung nochmals entspann, geschah natürlich auch Strafmaßregeln beantragt. Die Regierung beschäftigt sich der neuen Veröffentlichung über die Unternehmertoalition in der deutschen Metall mit den Vorarbeiten zu einem solchen Gesetze, sie hat industrie Erwähnung, über welche unser Berliner hierüber Gutachten der Handels- und Gewerbekammern ein zur Abwehr schritten, verschiedene Mittel Korrespondent in seinem Telegramm des letzten zweiten Morgen- gefordert. blattes einige Aeußerungen der Hauptstädtischen Presse mittheilt. Den Arbeitern am 1. Mai nicht freizugeben, haben ein fehr zweckmäßiges hat sich der gegenseitige Meldedienst erwiesen. Sobald der Agitator in einem Dorfe erscheint, Diese Aeußerungen treffen freilich den Kern der Sache nicht. Das Bemerkenswerthe an der Veröffentlichung ist nicht die 680 Firmen des nordböhmischen Industrie Vereins be- wird durch den Telegraphen oder Boten jedes Nachbar. dorf benachrichtigt, die Dorfbehörde selbst überwacht das Treiben Thatsache, daß sich die Unternehmer neuestens mit einem schlossen. des Agitators, indem Einer in jedes Haus mitgeht. Da der ganzen, kunstvollen System von Kampfmitteln gegen die ArbeiterDie Enquete des französischen Parlaments über die Agitator ohne Gewerbeschein meist Gelber einfammelt und soziatoalitionen wehren; das ist nichts Neues und ihr volles Recht. Das Bezeichnende ist, daß sie hierbei eine mächtige direkte und Arbeiterverhältniffe veröffentlicht immer mehr Material liftische Schriften verkauft, so ist ihm gefehlich die Kolportage zu moralische Unterstützung bei allen Arten von Behörden finden, für den Normal- Arbeitstag, auch viele Unternehmer sprechen verbieten und Anzeige wegen ungefeßlicher Handlung zu erstatten, während diese selben Behörden bekanntlich alles aufwenden, sich dafür aus. Neuerdings wird telegraphisch aus St. Etienne wozu jeder Vorsteher berechtigt ist. Der Agitator, welcher immer wieder umsonst" tommt, meidet nachgerade folche Dörfer. Geht um den Arbeitern Schwierigkeiten bei ihrer Organisation zu gemeldet: bereiten. Dieser Kernpunkt der Sache wurde auch in der er aber nun nach dem nächsten Dorfe, so wird er gleich von der gestrigen Reichstags- Debatte richtig hervorgehoben. benachrichtigten Behörde empfangen" und wieder überwacht. Die Meldung geht sofort weiter an die nächsten Dörfer. Daß dieser Sicherheitsdienst ebenso durchgreifend wie dem Vorgehen der Agitatoren gegenüber nothwendig ist, liegt auf der Hand. Kürzlich wurde von Zanne aus telegraphisch die Ankunft des Das Wort p. Mathies nach mehreren Dörfern gemeldet. Achtung" genügt. Wie wir hören, wird demnächst eine feste Organisation der Dörfer zu gegenseitigem Schutz gegen das Treiben der Agitatoren für alle Harzdiftrifte getroffen werden, wobei der Kontroll- und Meldedienst besonders in umfassender Beise eingerichtet wird." Nur immer so weiter gearbeitet, wenn Pastoren und Dorfgrößen im Bunde mit den Gendarmen und Ortsbehörden ben Rampf gegen uns führen, sogar unter Benutzung des TeleSchlafe aufgerüttelt und zum Nachdenken gebracht werden, graphen, so muß selbst ber fillſte Landarbeiter aus seinem warum man die Sozialdemokratie mit allen nur erdenklichen Mitteln verfolgt. " Vor der parlamentarischen Arbeits- Subkommission sprach sich das Syndikat der Webwaaren- Fabrikanten für ein freies Uebereinkommen mit den Arbeitern aus; das Syndikat der Bänderfabrikanten erklärte sich für den Behnstundentag, das Syndikat von Arbeitern verschiedener Industrien für den Acht stundentag.Die Hamburger Nachrichten" drucken in ihrer Affenliebe für die Unternehmer wohl die durch die Unterdrückung wichtiger Stellen bezeichnende Erklärung des Herrn Kühnemann ab, lassen aber unsere Veröffentlichung unberücksichtigt; das gehört mit in das Kapitel Bismarckischer Die Polizei- Anarchisten haben vor dem 1, Mai viel Preßkorruption. Das Korrespondenzblatt der General- 3u thun, sie müssen über die normale Arbeitszeit arbeiten, um schlecht und recht ihre Aufträge von hochgeschätzter und tommission der Gewerkschaften DeutschLands bringt in seiner letzten Nummer einen Artikel unter gut zahlender Hand ausführen zu können. Gestern wurde aus Paris gemeldet, daß in zehntausenden Exemplaren dem Titel:„ Arbeiterfreundlichkeit der Unter anarchistische Flugblätter in den Bariser Kasernen verbreitet nehmer", dem wir, da uns zum vollständigen Abdruck wurden, welche die Soldaten aufforderten, am 1. Mai zu der Raum fehlt, nur folgende Stellen entnehmen können: meutern; heute geht uns Seitens des Bureau Herold" ein Telegramm aus Brüssel zu mit folgender Meldung: Nach der Independ. Belge" besteht in dem Lütticher Rohlenbecken ein anarchistischer Verband. Von Gliedern des selben sollen 60 Kilo Dynamit entwendet worden sein, welche bisher von der Polizei noch nicht ermittelt worden sind. Wenn die Arbeiter sich vereinigen, um eine Erhöhung des Lohnes, eine Kürzung der Arbeitszeit herbeizuführen, dann haben sie die größte Borsicht anzuwenden, daß nicht irgend ein findiger Staatsanwalt in ihrem Verein einen politischen erblickt; nur unter Bermeidung jeder Thätigkeit, welche auch nur den Schein einer politischen haben könnte, ist es ihnen möglich, Ebensowenig wie die letzte Dynamitgeschichte in Brüssel mit anderen Vereinen in Verbindung zu treten, sich zu zentra lisiren. Hier aber sehen wir ausgesprochen politische Vereine, fich aufrecht erhalten ließ, wird man es mit dieser können, die fich offiziell an Petitionen u. 1. w. betheiligt haben, unge- welcher die Erfindung auf die Stirne geschrieben ist. Ein hindert mit einander Verbindung halten, Beiträge an einen gleichzeitig aus Paris eingetroffenes Telegramm meldet: Zentralverein abführen, und die Vorstände pflegen unter ein- Die Regierung scheint dem 1. Mai mit einer gewissen ander eine rege Korrespondenz. Und die Staatsanwaltschaft? Unruhe entgegenzusehen. Der Polizeipräfekt wird durch tägNun, bis jetzt haben wir noch nicht gehört, daß sie gegen liche Berichte über die agitatorische Thätigkeit der Anarchisten diese offenkundige Gesezesübertretung eingeschritten ist. Freilich, freilich, handelt es sich doch hier um Vereine, und Sozialisten auf dem Laufenden erhalten. welche die sogenannte Ordnung aufrecht erhalten wollen, das heißt, die die Verstlavung der Arbeiter soweit führen wollen, daß dieselben nur als seelen- und willenlose Werkzeuge in der Hand des Unternehmers fich erweisen.. Mainz, 18. April. Nach einer Mittheilung der Rathss rammer des großh. Landgerichts wurden der Redakteur Sprenger der sozialdemokratischen Mainzer Volkszeitung" und der Vertrauensmann der sozialdemokratischen Partei in Wiesbaden, Sinze, in der gegen sie anhängigen Untersuchung wegen Be leidigung des Mainzer Gouverneurs, v. Reibniz, außer Berfolgung gefeßt bezw. die Untersuchung niedergeschlagen. Meldorf( Schleswig- Holstein), 19. April. Am 5. b. M. referirte hier in einer gut besuchten Volksversammlung Genosse heiß Hamburg über die Ziele der Sozialdemokratie. Bon den anwesenden Gegnern nahm troß Aufforderung niemand das Der Zweck all dieser Nachrichten ist, die Bourgeoisie in Wort. Dann sprach Genosse Mintel über die Maifeier am Schrecken zu versehen und die Stimmung der öffentlichen 8. Mai. Für dieselbe wurde ein Komitee gewählt. Vor allem Meinung gegen die Arbeiter zu erregen, damit man unge- aber wurde mit einem Herrn N. Jacobsen ins Gericht gestört ohne Rücksicht auf die gesetzlichen Freiheiten gegen Sie gangen, der in der„ Mel. 8tg." die Sozialdemokratie zu vernichten Arbeiter mit dem ganzen Polizei- Apparat vorgehen kann. unternommen hatte. Der Patron nannte Södel und Nobiling Sozialdemokraten und brachte das bunteste Beug vor. Unsere Bersammlung bewies dem Herrn, daß die Wirkung seines Angriffs der beabsichtigten gerade entgegengesetzt war. Niemand würde im Prinzip etwas dagegen einwenden, wenn in der Frage der Regelung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse, soweit sie nicht durch Gesetze bestimmt sind In diesem Hochsommer soll das englische Parlament und werden können, die Organisationen gegeneinanderstehen und unterhandeln. Hier aber gilt es nicht, die Organisationen aufgelöst werden. Die folgenden Wahlen werden wohl zu der Arbeiter anzuerkennen, sondern sie zu vernichten, und zwar den erregtesten und bedeutungsvollsten gehören, welche bisher nicht in offenem Kampfe, sondern dadurch, daß man die Leute, in England stattgefunden haben. Wohl Niemand wird welche bestrebt sind, die Organisationen zu erhalten und durch wagen ein Resultat bestimmt vorauszusagen. Agitation zu erweitern, brotlos zu machen, vollständig wirthschaftlich zu ruiniren versucht. Die heutige Reichstags- Debatte dürfte in der Presse eine neuerliche Diskussion der von uns publizirten Aftenstücke hervorrufen. Charakteristische Aeußerungen wieder zugeben, werden wir nicht unterlassen. Bismarck hetzt in den Hamburger Nach= richten" die Konservativen auf, gegen jede Reform der Landgemeinde Ordnung einzutreten. Dem alten Junker ist Herr Herrfurth schon zu radikal. " Die Streitbewegung in der englischen Armee gewinnt an Umfang. Eine Londoner Depesche meldet nämlich: Die Mannschaften der ersten Rompagnie des dritten Gre nadierbataillons, welches in Chelsea tasernirt ist, weigerten sich heute früh, nach gegebenem Signal ihre Stuben zu verlaffen und zum feldmäßigen Exerzierdienst anzutreten. Die Mannfchaften flagen über zu häufige dienstliche Uebungen und deren lange Dauer. Köln, 18. April. Die Kölner Schuhmacher erheben aufs stundentages. neue die Forderung auf Lohnerhöhung und Einführung des ZehnSachsen. Die Unfittlichkeit in unserem engeren Vaterlande, dem Lande, in welchem es sonst immer recht urgemüthlich her. gegen soll, nimmt tagtäglich zu. So sind in dem 10. Wahlkreise dem Studenten May alle Vorträge verboten, die sich mit Weltschöpfung und Weltuntergang" befassen, weil dadurch die Unfitt lichkeit gefördert wird. Hoffentlich stellt Genosse May Strafa antrag. Denn so mir nichts dir nichts tann doch einem Staats bürger nicht die Begehung unfittlicher Handlungen vorgeworfen werden. In Afrika haben, ohne daß eine Kriegserklärung voran- Unsere Genossen in Nieja( Sachsen) halten jetzt wegen gegangen ist, die Engländer von den Portugiesen eine Lokalmangels Versammlungen unter freiem Himmel ab. Die letzte Die Getreidepreise schnellen in ganz Europa rasch Schlappe erlitten. Die Mehrheit der Londoner Blätter derselben war trotz des jest gewiß nicht anheimelnden Wetters in die Höhe, angeblich wegen der in diesem Jahre später beurtheilt die neue Phase des Konflikts mit Portugal sehr von ca. 600 Personen besucht. Auch diese Versammlungen find als sonst zu gewärtigenden Ernte, und wegen der raschen abfällig. Sogar die" Daily News", die sonst Portugal aber nur möglich, weil man ein bestimmtes Stück Feld dazu Abnahme der Vorräthe in den durch hohe Zölle geziemlich günstig gesinnt waren, erklären, England müsse semiethet hat; um den Uebertritt auf nicht- sozialdemokratisches" sch ühten" Ländern. Schon daraus, daß die Klagen über mummehr eine schärfere Methode anwenden. Die Times" Gebiet zu verhüten, hatte man diesmal das betr. Grundstück mit allen Umständen zu helfen. die Steigerung der Getreidepreise aus Frankreich und schreiben bezüglich des gemeldeten Angriffs auf die engli- Seilen umzogen. Man sieht, Sozialdemokraten wissen sich unter Deutschland fommen, geht hervor, daß der edlen Agrarier schen Bungwe- Schiffe, diese unbegreiflische Mißachtung aller wegen das Volk hungern muß. In Deutschland er völkerrechtlichen Anstandsformen könne nur durch das In Hof wurde am Sonntag eine sozialdemokratische Verhöhen schon die Bäcker die Brotpreise. Hierüber wird der politische Chaos erklärt werden, das augenblicklich in fammlung nach etwa einstündiger Dauer wegen Abschweifens() " Frankf. 8tg." aus Sachsen geschrieben: Portugal herrsche. Es sei unbegreiflich, daß irgend eine der Redner von der Tagesordnung polizeilich aufgelöst. Sprechlaal. In Unbetracht der gegenwärtigen hohen Getreidepreise Regierung eine so freche Verletzung aller Verbindlichhaben die Leipziger Bäcker eine Erhöhung der Brotpreise um feiten, eine so muthwillige Herausforderung einer Portugal 3 Pig. für ein Sechspfundbrot beschloffen. Dasselbe foftet jetzt fo überlegenen Großmacht zulassen könne. Aber Englands 75 Pfennige. Eine gleichlautende Nachricht liegt auch aus Plauen i. V., sowie aus mehreren anderen sächsischen Mittel- Langmuth habe Grenzen ebenso wie seine Opferwillig Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprech faals, soweit der Raum dafür abzu feit, um die wankende Monarchie in Portugal aufrecht zu Städten vor. Die Aufhebung der Getreidezölle, diese Forderung diese Forderung erhalten. unserer Partei, würde uns rasch aus der Kalamitat befreien, Die Einführung des Zündhölzchen: Monopols in dies sieht man freilich nicht bei uns aber in Frankreich ein. Italien soll auf den Herbst verschoben werden. Eine Pariser Depesche meldet nämlich: Der Ministerrath wird demnächst darüber in Berathung treten, ob nicht angesichts der Steigerung der Getreide- und Mehlpreise eine zeitweilige Aufhebung der Eingangszölle stattfinden solle. Korrespondenzen und al Parteinachrichten. geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifiziert zu werden. Herr Robaczewsky, Rassirer der Kommission der Damenmäntelschneider, wird hierdurch aufgefordert, sich wegen der Regelung der Angelegenheiten dieser Kommission mit uns in Verbindung zu sehen, da laut Beschluß der letzten öffentlichen Versammlung uns diese Sache übertragen ist. Die Agitations Rommiffion der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Fünfzig schwarze Heizer trafen mit dem Dampfer Ob erberg i. M., 19. April. Der Abeiterbildungs- Verein Bundesrath" von Afrika in Hamburg ein. Die Leute Briefkaffen der Redaktion. follen auf den Schiffen der Ostafrikanischen Dampf beschloß die Maifeier durch ein Kränzchen am 3. Mai mit Gästen Rigdorf. 1. Schriftführer einer öffentlichen Zimmerer- VerSchifffahrts- Gesellschaft verwendet werden. Das ist die zu begeben. In der Versammlung, in welcher dieser Beschluß Die Einfuhr gefaßt wurde, kam es zu einer heftigen Debatte zwischen den fammlung. 2. Schriftführer einer Generalversammlung der Freien Wirthschaftspolitit unserer Nationalen: billiger Nahrungsmittel verhindern, während man gleich beiden Stadtverordneten der Partei, Zimmerer Kunete und Hilfskasse der Maurer. Friedenau. Schriftführer einer Bffentgleichman bes Maurer Klempin. Der letztere hat die Petition des Vereins lichen Maurer- Versammlung. Berlin. Schriftführer einer öffentzeitig Neger und Chinesen, zur Unterbietung der heimischen an die Stadtverordneten- Versammlung( dieselbe möge beschließen, lichen Männer und Frauen- Versammlung: Berichte, bei denen Arbeitskräfte einführt. Armes Land, wo solche Männer als daß städtische Arbeiter nur zehn Grunden täglich bei 30 Bin bas Papier auf beiden Seiten beschrieben ist, veröffentlichen wir Mindest- Stundenlohn beschäftigt werden dürfen) zwar unter- nicht. Stüßen der Gesellschaft gelten! schrieben, aber in der Stadtverordneten- Versammlung dagegen C. B. Die Adresse können wir Ihnen nicht mehr angeben. D. B., Friedrichsbergerstraße. Uns ist von Ihrer Angesprochen, auch gegen den Arbeiterbildungs- Verein agitivt. Desfrage nichts bekannt. halb wurde einstimmig Klempins Ausschließung beschlossen. Am 3. Mai wird außerdem eine öffentliche Volksversamm- 8. B., Arndtstraße 34. Reinher3 ist nur einmal gewählt, lung hier stattfinden. Da Oderberg Leinen zur Abhaltung einer worden und zwar im Ostfreis. Die Kolonialpolitik behandelt der geistreiche Sonn tagsplauberer der Züricher Post" in folgenden trefflichen Ausführungen: Europa ist der raftlos vorwärts strebenden Zivilisation zu Amerikanische Verkaufs- Hallen. Billigste Bezugsquelle gute und elegante Herren- und Knaben- Carderobe. Spandauer Brüde Nr. 1a. C Stalizerstraße Nr. 39. Wienerstraße Nr. 69. Theater. Mittwoch bleiben sämmtliche Theater geschlossen. Donnerstag, den 23. April. Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. Schauspielhaus. Don Carlos, Infant von Spanien. Leffing- Theater. Die Furcht vor der Freude. Mariensommer. Eine fleine Gefälligkeit. Eine Partie Biquet. Berliner Theater. Schuldig. Meinem Freund und Kollegen August Meyer zu feinem am 23. d. M. stattfindendem Geburtstag ein dreimal donnerndes Hoch, daß die ganze Danzigerftraße wackelt. August merkste nischt? Die Annoncen find deier! Th. B. Unserm Freund und Genossen Ernst Töpfer zu seinem morgenden Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! 406b Die Rothen vom Zentrum: 0. R. R. H. A. Z. G. W. G. K. R. F. Am 20. d. M. starb nach zweitägiger Neue Walhalla. Sommer- Theater im Ausstellungs- Park Hasenhaide. Allens im Loth. In 8 Tagen geht's los. Große öffentliche Versammlung der Deutsches Theater. Die Stüßen der schwerer frankheit mein lieber Man Maler, Auftreicher u. Berufsgen. Berlins n. Umg. Gesellschaft. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Saint Cyr. Wallner Theater. Des Teufels Residenz- Theater. Die Früchte der Bildung. Weib. Viktoria Theater.. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Der Giftmischer. Ostend- Theater. Ostend- Theater. Im Bann der Schuld. Tischler Karl Richter im Alter von 46 Jahren. 409b Die Beerdigung findet Freitag, den 24. bd. M., Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle der St. Martusgemeinde zu Wilhelmsberg aus statt. Wittwe B. Richter. Hiermit die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau 410b Anna Kleinoth geb. Prehn den sanft entschlafen ist. gestern früh 7 Uhr, nach langen LeiBeerdigung findet Donnerstag, Nacham Donnerstag, den 23. April, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79. Zages Ordnung: 877b 1. Die Korruption der bürgerlichen Gesellschaft und deren Berfall. Referent Wilhelm Schweiger. 2. Der 1. Mai. 3. Bericht der Delegirten der Bauhandwerker- Konferenz. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Verein zur Regelung der gewerblichen Thomas- Theater. Der Millionen- mittags 5 Uhr, von der Leichenhalle Verhältnisse der Töpfer Berlins u. Umg. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. der Charitee aus statt. Paul Kleinoth. Kanfmann's Variété. Große Spe Achtung! Achtung! gialitäten Vorstellung. Concordia. Vorstellung. Große SpezialitätenTheater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Varteigenossen! Sonnabend, den 2. Mai, im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstr. 4a: Feier des 1. Mai unter Mitwirkung des Gesangverein Nord: Konzert. Prolog. Infolge technischer Schwierigkeiten Festrede, gehalten vom Regierungsbaumeister Kessler. tönnen die geplanten Festvorstellungen der Freien Voltsbühne“ 398b Fam 1. und 2. Mai in ,, Sanssouci" und Feen- Palast nicht stattfinden. Hierauf: Abstimmung der in der Festzeitung enthaltenen Reso= Iution. Darauf: Ball. Anfang präzise 8 Uhr. Entrée 40 Pf. Billets sind auf allen Zahlstellen des Vereins und in den mit Blataten belegten Handlungen zu haben. Abendkasse findet nicht statt. Die Fests Hierzu ladet alle Freunde und Gönner des Vereins ein Etablissement Buggenhagen Die beiben okale find daher an zeitung gelangt am Eingang gratis zur Vertheilung. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 diesem Tage frei und werden darauf Reflektirende gebeten, sich mit Unter- 317/8 zeichnetem in Verbindung zu sehen. Den Mitgliedern der Freien Volksbühne" sei hier mitgetheilt, daß wie bisher, so auch diese Festvorstellungen am 1., 2. und 3. Mai im OstendTheater" stattfinden. Im Auftrage des Vorstandes: C. Wildberger, Dresdenerstraße 28. Der Vorstand. Gr.öfftl. Arbeiterinnen- Versammlung im Lotal Königsbank( früher Mohrmann), Große Frankfurterstr. 117. ( Dresden). am Donnerstag, den 23. April, Abends 8 Uhr, Tagesordnung: Bratweilige Bierhallen Ortskrankenkasse der Gürtler. Debem). 2. Blstuffion. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben Der 1. Mai und seine Bedeutung. Referentin Frau Rohrlad 855/6 Männer haben Zutritt. Zur Deckung der Unkosten findet TellerZu der am Sonntag, den 26. April, sammlung statt. Pflicht einer jeden Arbeiterin ist es in dieser Versammlung Vormittags 10/2 Uhr, in Sanssouci", zu erscheinen. Die Einberuferin. J. A.: Frau Hofstetten, Tiekstr. 7. Rottbuserstr. 4a, stattfindenden 404b General- Versammlung Sozialdemokratischer Lese- und Diskutirklub werden die Herren Delegirten ergebenst eingeladen. Collall unter Mitwirkung des Opernfängers u. Konzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie 3 Tages- Ordnung: Beschlußfassung über die Abnahme der Rechnungen des Vorjahres. 6 Billards, 8 Regelbahnen und einen findet daselbst eine Nach Schluß dieser Versammlung Saal zu Vergnügungen und Ver- findet daselbst eine fammlungen. 708 F. Sodtke. General- Versammlung Freie Denker. Sonnabend, 25. April, Abends 8 Uhr, in Kliem's Volksgarten, Hafenhaide, Stiftungsfest, augt, bestehend in Tanz, Festrede und Vorträgen. Freunde und Gönner des Klubs sind hierzu herzlich eingeladen. Billets à 30 Pf. intl. Tanz sind zu haben bei klein, Rottbuser Damm 14; Rertau, Jahnstr. 8; Niekamp, Gräfeftr. 93; Böthstr. 12; Schmidt, Diefienbachstr. 84; Luhm, Brandenburgstr. 11; Handlungen. für die Mitglieder der Invali- üddemann, Gitschinerstraße 95, sowie in allen mit Plakaten belegten Castan's Panopticum. denkasse der Gürtler ſtatt. etzt: Friedrichstr. 165. Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Tagesordnung: Beschlußfassung über die Abnahme der Rechnungen des Vorjahres.[ 405b G. Kneiff, Vors., Dieffenbachstr. 59. Ort- Krankenkasse d. Steindruder Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. und Lithographen zu Berlin. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Mittwoch, den 29. 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Der Verband, dessen Vorgehen in jener Broschüre geschildert haft würde aber diese Wirkung eintreten, und das können wir 105. Sigung vom 21. April 1891, 11 Uhr. wird, verletzt das Gesez in flagrantester Weise, verbündet sich mit nicht wollen. Die Besserung der Arbeiterverhältnisse kann nachAm Bundesrathstische: von Berlepsch, Lohmann. Behörden, und die Behörden rufen nicht nach dem Staatsanwalt, haltig nur bewirkt werden durch die Anerkennung der selbsts Gingegangen ist der Bericht der Reichsschulden Kommission fondern gehen Hand in Hand mit ihm, machen gemeinschaftliche ständigen beruflichen Organisation der Arbeiter; in dieser für 1890. Sache mit ihm gegen die Arbeiter und das Gesetz; und die Beziehung stimmen wir mit dem Abgeordneten Liebknecht überDie zweite Berathung der Gewerbe- Ordnung 3- Polizei, die berufene Wächterin des Gesetzes, nimmt von den ein. Mein Freund Lasker würde sich im Grabe umdrehen, Novelle( Arbeiterschutz- Gesez) wird fortgesetzt mit§ 153. Herren Geld, läßt sich für ihre Dienste im Interesse der Arbeit sich als Miturheber dieses neuen Vorschlages zitirt zu Im bestehenden Gesetz lautet§ 153 wie folgt:„ Wer Andere geber bezahlen. Sind das nicht Zustände, die zum Himmel hören. Die Berufung auf England paßt auch nicht, die Straf durch Anwendung körperlichen Zwanges, durch Drohungen, durch schreien? In diesem Komplott zeigt sich recht deutlich, wie Recht bestimmungen sind dort viel milder und vor Allem ist in England Ehrverlegung oder durch Verrufserklärung bestimmt oder zu be man hat, von einem neuen Feudalismus zu sprechen. Man eine wirkliche Koalitionsfreiheit vorhanden. Wir stimmen jetzt stimmen versucht, an solchen Verabredungen(§ 152) theilzu- spricht vom sozialen Königthum, vom roi des gueux, aber im und in dritter Lesung gegen den 153 und gegen alle Vernehmen, oder ihnen Folge zu leisten, oder Andere durch gleiche Handumdrehen hat sich der König der Bettler in den König mittelungsvorschläge. Es war fein glücklicher Griff der Regierung, Mittel hindert oder zu hindern versucht, von solchen Ver- Stumm, den Millionenmann verwandelt, König Stumm herrscht in ein der Versöhnung dienendes Gesetz eine solche einseitige abredungen zurückzutreten, wird mit Gefängniß bis zu drei im Lande, nicht in Person, aber als Vertreter des Kapitalismus. Strafverschärfung vorzuschlagen, welche die Arbeiter erbittern Monaten bestraft, sofern nach dem allgemeinen Strafgesetz nicht König Stumm soll ein sehr guter Herr sein, das sind ja Despoten mußte. Sollte durchaus etwas in der Richtung geschehen, so eine härtere Strafe eintritt." vielfach( Heiterkeit), aber wenn er einmal eine böse Laune hat, hätte sich die Regierung auf das gemeine Recht zurückziehen, eine Die Vorlage hatte für den§ 153 folgende neue Fassung vor- dann werden seine Arbeiter dafür gezüchtigt. Das ist der Feu- Strafgesetz- Novelle einbringen können. Allem andern aber hätte geschlagen: dalismus im schlimmsten Sinne des Wortes, und noch dazu am voranzugehen die gesetzliche Zulassung einer freien Organisation Wer es unternimmt, durch Anwendung förperlichen Zwanges, Ende des 19. Jahrhunderts! Durch die Verkümmerung der beiden der Arbeiter. durch Drohungen, durch Ehrverlegungen oder durch Verrufs- Hauptrechte des Volts, des Wahl- und des Koalitionsrechts, wird Abg. Hartmann( dkons.): Wir haben die Regierungsvorlage erflärung 1. Arbeiter oder Arbeitgeber zur Theilnahme an Ver- dem Volte der Glaube an das Recht überhaupt geraubt. Uns von Anfang an vertheidigt und vertheidigen sie auch heute, freiabredungen der im§ 152 bezeichneten Art zu bestimmen oder am wirft man vor die Diktatur des Proletariats; aber was treiben lich nicht mit dem Nachdruck wie früher, weil wir wissen, daß Rücktritt von solchen Verabredungen zu hindern, 2. Arbeiter zur Sie anders, was treiben Sie seit 1878 als die Diktatur der wir unterliegen werden wegen der Mehrheitsverhältnisse dieses Einstellung der Arbeit zu bestimmen oder an der Fortsetzung oder Bourgeoisie? Die ganze Gesetzgebung ist das Werk der ver- Hauses. Es entsteht die dringende Nothwendigkeit, Schuß zu gewähren Annahme der Arbeit zu hindern, 3. Arbeitgeber zur Entlassung einigten Kapitalistenklasse zur Förderung ihrer Interessen gewesen. gegen den Terrorismus, welchen die Streifenden gegen die Arbeitsvon Arbeitern zu bestimmen oder an der Annahme von Arbeitern Der Gegensatz der Unternehmer und Arbeiterklasse tann nur willigen und gegen die Arbeitgeber ausüben. Der Vorwurf des Abg. zu hindern, wird mit Gefängniß nicht unter einem Monat be- durch die Beseitigung der beiden Klassen beseitigt werden; alle Gutfleisch, der versteckt andeutete, daß mit den Schutz- und den straft. Ist die Handlung gewohnheitsmäßig begangen, so tritt müssen Arbeiter werden und die Arbeitsvertheilung muß vom Strafbestimmungen eine Art Handelsgeschäft in der Borlage geGefängniß nicht unter einem Jahre ein, Staat geregelt werden. Durch das Züchten von Millionären trieben würde, muß entschieden zurückgewiefen werden. Wenn Die gleichen Strafvorschriften finden auf Denjenigen An- haben Sie große Maffen von ehedem ökonomisch selbständigen Herr Gutfleisch nichts von der Berufung auf Lasker wissen will, wendung, welcher Arbeiter zur widerrechtlichen Einstellung der Existenzen zu Proletariern gemacht. Diesen Prozeß können Sie so darf ich ihn daran erinnern, daß Laster auch davon geArbeit oder Arbeitgeber zur widerrechtlicheu Entlaffung von Ar- nicht verhindern, aber was Sie verhindern können, ist, daß dieser sprochen, man werde die Sozialdemokraten mit Knüppeln todtbeitern auffordert." Prozeß sich verknüpft mit politischen Katastrophen durch Achtung schlagen. Die Gesetze werden bei uns, und das ist unser höchster Die Kommission hatte in beiden Lesungen den§ 153 ab- des Roalitionsrechtes. Sie können den Kampf dadurch in fried: Stolz, streng nach ihrem Geist und Sinn, nicht bummelig ausgelehnt. liche Bahnen leiten, Sie können einer blutigen sozialen Revo- geführt, sie werden ausgeführt ohne Ansehen der Person. Die Abgg. Auer und Genossen beantragen eine anderweitige lution vorbeugen. Ich appellire an Ihren Verstand, an Ihr( 3wischenruf der Sozialdemokraten: Rühnemann!) Ja, ich fann Fassung des§ 153, deren erster Absatz die geltende Vorschrift Interesse; wer den sozialen Frieden will, muß unseren Antrag in der Broschüre, welche ich aufmerksam durchgelesen habe, wiederholt, aber mit Weglaffung der Ehrverlegung" und des annehmen. nichts Unrechtes finden( Lachen bei den Sozialdemokraten), und Schlußsages sofern nicht eintritt"." In einem zweiten Absatz Minister von Berlepsch: Meiner Auffassung nach ist der auch die Annahme von Geschenken durch das Polizeiwird dieselbe Strafandrohung unter denselben Voraussetzungen Verlauf der Streits der letzten Jahre kein Beweis für die präsidium ist durch kein Gesetz verboten, fällt höchstens für Diejenigen ausgesprochen, welche Andere zu bestimmen ver- Theorie des Herrn Liebknecht von der Vortrefflichkeit der freien unter die Disziplinarvorschriften. Herr Liebknecht beklagt Aber wir verhandeln heute, suchen, an solchen Verabredungen und Vereinen nicht Theil zu Ausübung des Koalitionsrechtes. Zur Begründung der Vorlage, fich über das leere Haus. nehmen oder Arbeitern deshalb die Arbeitsgelegenheit erschweren, welche ja leider in der Kommission gefallen ist, habe ich anzu- am 24. Tage, über dieses Gesetz in zweiter Lesung, und sie nicht in Arbeit nehmen oder aus der Arbeit entlassen, weil sie führen, daß die verbündeten Regierungen es für unerläßlich gerade die Sozialdemokraten haben sich nicht der gebotenen daran Theil genommen haben oder theilnehmen. halten, den Arbeiter, der bei einem Streit weiterarbeiten will, Kürze befleißigt: ich bin nicht im Stande auf die Abwesenden Abg. Schädler( 3entr.): Der§ 152 giebt den Arbeitern gegen die Beeinflussung durch die Streikenden zu schützen, und einen Stein zu werfen. Wenn Sie sich in dem Erfolg der das Koalitionsrecht, es ist das größte und schönste Recht des Ar- demzufolge sind die entsprechenden Strafvorschriften vorgeschlagen gestrigen Abstimmung sonnen, so thun Sie das mit Unrecht; die beiters. Die Vorlage bringt jest Verschärfungen der Bestrafung worden. Aus den Motiven zur Gewerbeordnung von 1869 er- Absicht der Kommission war es längst gewesen, in gleichem Sinne des Mißbrauchs dieses Rechts in Vorschlag, denen wir nicht zu giebt sich klar, daß dieser Standpunkt der verbündeten Regierungen zu beschließen. Der Apell an unseren Verstand, richtiger an die stimmen können. Es hat sich in der Kommission feine Mehrheit nicht ein anderer geworden ist, und diesen Standpunkt hat Furcht, wird von uns stets zurückgewiesen werden. Mit den für diese Verschärfungen gefunden, welche das bisherige Straf- damals unter anderen auch der Abg. Lasker getheilt. Dieser Idealen des Herrn Liebknecht stimmen übrigens die Vorgänge in maximum von drei Monaten zum Strafminimum machen und Standpunkt ist in dem bestehenden Gefeße im Wesentlichen zum den neuesten Tagen in Bradford schlecht überein; vielleicht das Maximum bis auf zwei Jahre erhöhen. Diese Höhe der Ausdrucke gekommen und bisher hat Niemand behauptet, daß schießt man dort in diesem Augenblicke. Haben wir das freie Strafen und das Kautschukartige des ganzen Wortlautes dieses bestehende Gesetz ein Ausfluß der Klaffengesetz Roalitionsrecht nicht auch?( Ruf lints: Nein!) Bitte, lesen Sie machen uns denselben sehr bedenklich. Der Ausdruck gebung sei. Die Vorlage hat nun lediglich den Begriff doch§ 152!( Große Heiterfeit bei den Sozialdemokraten.) Das unternimmt" ist viel 84 unbestimmt; die Bestrafung der strafbaren Handlung etwas erweitert und die Strafen englische Gesetz ist thatsächlich schärfer als der neu vorgeschlagene nach Ziffer 2 Desjenigen, der auch ohne vorausgehende Verein- erhöht. Die Absicht der Vorlage geht dahin, den 3wang§ 158.( Widerspruch links.) Der Antrag der Sozialdemokraten barung oder Verabredung die Arbeiter zur Einstellung der des Genossen gegen den Genossen ein für alle ein für alle Mal will die Ehrverlegung als Bestrafungsgrund streichen, man weiß Arbeit zu bestimmen versucht, die schwere Strafe für Verrufs- zu unterdrücken und zu verbieten. In den Kampf der Parteien nicht recht warum, Herr Liebknecht hat dafür nichts erklärung vermögen wir nicht anzunehmen. Wenn wir sehen, hat die Regierung bisher nicht eingegriffen und will es auch beigebracht. Der zweite Theil des Antrages ist aber wie die Unternehmer sich zu Kartellen und Ringen vereinigen, nicht, darum ist der Antrag der Sozialdemokraten für die Re- geradezu haarsträubend; wir widerstreben einer Verwenn wir von dem Vorgehen hören, wie es die uns zugegangene gierung unannehmbar. Die Mittel des Boykotts, der schwarzen änderung des Gesetzes nach dieser Nichtung hin vollBroschüre in Betreff des deutschen Metallindustriellen- Verbandes Listen, der Kontrollmarken werden von beiden Seiten in An- ständig. Bei der Sicherheit der Verwerfung des Ganzen enthüllt, ein Vorgehen, welches wir ganz entschieden verwerfen wendung gebracht und Strafbestimmungen dafür sind unthunlich. fehen wir von Amendements ab. Wir haben abschwächende Anund verurtheilen, so können wir umsoweniger in diesen Gesetzes- In diesem Kampf kann nur die Ueberzeugung helfen, daß eine träge in der Kommission gestellt, sind aber dort nicht durchbestimmungen einen gerechten Ausgleich sehen. Wir glauben Verständigung über die gegenseitigen Intereffen das richtige gedrungen. nicht, daß damit die Ausschreitungen bei Streits verhindert, oder Mittel der Beilegung ist und ich hoffe, daß die Einigungsämter Abg. Hirsch( dfr.): Ich kann mich zu meiner Freude mit die Streiks selbst aus der Welt geschafft werden können. Die ihr Theil zu dieser Verständigung beitragen werden. Gründe den Ausführungen meines Freundes Gutfleisch vollständig einverStatistik der Ausständigen ist noch nicht eine Statistit des zur Verschärfung der Strafbestimmungen haben vorgelegen. Im standen erklären. Die Rede des Herrn Liebknecht war voller Kontraktbruchs. Mancher Streit hat wohlberechtigte Gründe. Laufe der letzten beiden Jahre haben sich die Fälle von Zwang Widersprüche. Ein Theil der Ausführungen war mir geradezu Zu helfen ist durch die Anerkennung der beruflichen Organi- gegen arbeitswillige Arbeiter erheblich vermehrt. Das war zuerst aus der Seele gesprochen. Aber glaubt Herr Liebknecht wirklich, sation der Arbeiter, worüber wir ja später beim Antrag Hirsch beim großen Bergarbeiterstreit der Fall. Ein geradezu anarchi- daß die von ihm für unüberwindlich erklärten Gegenfäße zwischen ausführlich verhandeln werden. Wir wollen den Frieden zwischen scher Zustand ist vielfach eingetreten, die Anwendung des Rapital und Arbeit auf dem Wege des Friedens ausgeglichen Kapital und Arbeit fördern, die Versöhnung beider anbahnen; 3wanges äußert sich in thätlichen Angriffen, in der Ver- werden können? Für die Vorlage ist nur ein ganz kleiner Theil dazu gehört Gerechtigkeit und Liebe, nicht aber diese drakonischen folgung von Frau und Kindern der Arbeiter. Diese des Hauses, und auch dieser nur mit dem Vorbehalt der HerabMittel des§ 153 der Vorlage. Zustände schienen den verbündeten Regierungen mit der minderung der Strafmaße eingetreten. Herr Hartmann kann in M Abg. Liebknecht: Es fällt mir wirklich schwer, hier vor öffentlichen Ordnung nicht mehr verträglich. Man hat uns dem Vorgehen des Verbandes der Metallindustriellen nichts Uneiner so leeren Versammlung zu sprechen; es erinnert mich das entgegengehalten, daß der Vorschlag solcher drakonischer gesetzliches finden, wie auch Herr v. Berlepsch dieses bereits ge= an den gegen uns erhobenen Vorwurf, daß wir Obstruktion treiben. Strafen in England einen Schrei der Entrüstung erweckt haben than hat. Weiß denn aber Herr Hartmann nichts von den BeWenn wir immerfort, wozu wir durchaus berechtigt sind, die würde. Was es damit auf sich hat, zeigt der Inhalt der eng- stimmungen des Vereinsgesetzes, welches das In Verbindung Auszählung beantragen würden, dann trieben wir Obstruktion. lischen Verschwörungsakte, welche in Kraft ist und viel weiter treten von Vereinen, welche sich mit politischen oder öffentlichen Der Vorwurf, den man uns macht, besteht darin, daß wir auf geht, als unsere Vorschläge; noch in den letzten Tagen ist gegen Angelegenheiten beschäftigen, verbietet? Und trotzdem schreitet unserem Posten sind und die Aufgaben des Reichstags wirklich einen englischen Gewerkverein auf Grund dieses Gesetzes mit die Polizei nicht ein, und die Behörden treten sogar mit erledigen wollen; thäten wir, was Sie uns vorwerfen, dann äußerster Strenge vorgegangen worden. Die rechtmäßige Aus diesem Verbande in nahe Beziehungen! Das scheint mir für würde es mit der Reichs- Gesetzgebungsmaschine nicht mehr vor übung der Koalitionsfreiheit wird nicht berührt durch diese Straf- die Staatsbetriebe doch sehr bedenklich; Staatsbetriebe sind nicht angehen. Das Koalitionsrecht ist da, aber es ist ein Messer ohne bestimmung, es richtet sich nicht gegen die Arbeiter, sondern gegen nur Privatarbeitgeber, sondern sollten über den Parteien stehen, Heft und Klinge, ein Rührmichnichtan für die Arbeiter; da sind Diejenigen, welche durch zwang die Arbeitswilligen zur Theil nicht aber Partei ergreifen. In der Kommission haben wir einen die Polizei, die Staatsanwälte, die Richter, die Herren Arbeitnahme am Streit veranlassen wollen. Das Recht der Koalition Antrag eingebracht, der beide Theile, Arbeitgeber und Arbeiter geber, welche mit den schwersten Strafen bis zur Strafe des Ver- soll den Arbeitern bleiben, sie können es nicht entbehren. Mit im§ 158, wie er jegt gilt, mit gleichem Maße meffen wollte; hungerns die Ausübung verwehren. Der Vorredner nannte das gleicher Strafe will die Vorlage nicht bloß den Zwang, sondern und dieser Antrag wurde nach seiner Einbringung auch von Herrn Koalitionsrecht das größte und schönste Recht des Arbeiters; ich sehe auch die öffentliche Aufforderung zum Kontrattbruch treffen. Die Hartmann gutgeheißen. Erst am nächsten Tage hat Herr Hartin ihm den Schlußstein der Mündigerklärung der Arbeiterklassen. Aufforderung zu unerlaubten Handlungen darf sich nicht auf mann, nachdem der Minister den Antrag für unannehmbar er Für die Arbeitgeber hat das Koalitionsrecht als solches keine Be- der Straße breit machen. Die verbündeten Regierungen bitten den flärt hatte, feinen Standpunkt geändert.( Sört, hört! links.) deutung, das entsprechende Recht der Arbeiter ist Ihnen aber Reichstag um die Annahme dieser Vorschläge. Ein Grund zu tief- Denn man darf seine Augen gegen die Ausschreitungen der Arverhaßt, denn der Arbeiter, der als Ginzelner eine Null ist, wird gehender Unzufriedenheit oder Erbitterung fann damit nicht gegeben beitgeber in dieser Hinsicht nicht verschließen. In Neunkirchen durch die Möglichkeit, sich zu foaliren, eine Macht, mit der man werden; Erbitterung und Anfeindung hat dieses Gesetz auch wurde einfach durch Utas erklärt: Wer bis zu dem und dem rechnen muß. Daher bie Unternehmerklassen in allen Ländern, nach vielen anderen Seiten hin gefunden, namentlich bei den Tage nicht aus den Gewerkvereinen ausgetreten ist, wird aus der das Koalitionsrecht der Arbeiter zu verschränken oder unmöglich Arbeitgebern, die von demselben eine Verlegung ihres Hausrechts, Arbeit entlassen. Diese Willkür Privater, welche gefeßlich zu machen. Wie unbegründet die Furcht vor dem Koalitions- ihrer Attionsfreiheit befürchten. Wollten wie diese Stimmen garantirte Rechte den Arbeitern wieder entzieht, muß durch Gerecht der Arbeiter ist, zeigt das Beispiel Englands, welches dieses hören, so könnten wir mit einer solchen Vorlage überhaupt nicht fetz bekämpft werden; hier liegt Terrorismus vor, nicht aber find Recht vollständig verwirklicht hat und unter den Kämpfen, welche kommen. In die Vorlage ist hinein genommen worden, was es die Arbeiter, welche ihre Genossen terrorisiren. Der sozialzu diesem Resultat führten, nicht zusammengestürzt ist. Nach nothwendig, recht und billig ist; ich wiederhole die Bitte um demokratische Antrag geht nun aber viel zu weit, ist zu einseitig einer eingehenden Darstellung des Verlaufs dieses Kampfes in Annahme des§ 153.( Beifall rechts.) und juristisch unhaltbar. Ich bitte Sie, zur Beruhigung der England fährt Redner fort: Der englische Arbeitgeber steht seinen Abg. Gutfleisch( fr.): Ich bin der Ueberzeugung, daß die Arbeiter, zur Erhaltung der Gerechtigkeit, den§ 153 in der VorArbeitern gerade so gegenüber, wie der deutsche, er sucht ihn große Mehrheit des Hauses den Vorschlag der Regierung ab- lage abzulehnen. Abg. Bebel: Bon allen Bestimmungen dieser sogenannten Menschen höherer Ordnung und den Arbeiter als einen Ein Theil der Ausführungen des Handelsministers ist zweifellos Arbeiterschuß- Vorlage hat die jest zur Verhandlung stehende die Menschen zweiter Klasse. Der Arbeiter behält vor dem Arbeit begründet, aber er führt doch den Nachweis nicht, daß es noth- allgemeinſte Entrüftung hervorgerufen. Selbst Männer wie geber nach englischer Sitte den Hut auf dem Kopf.( Heiterkeit.) wendig werde, solche harte Strafen vorzuschlagen. Die Ehr- Herkner und Schmoller haben ihrem Mißmuth über diese AusUnser Antrag ist dahin gerichtet, Luft und Licht für beide verlegung, Verrufserklärung u. dgl. find uns elastische Begriffe, nahmebestimmung für die Arbeiter Ausdruck gegeben. Es ist Parteien gleich zu vertheilen. Bis jetzt wurde nur der Ar- die die Gefahr mißbräuchlicher Anwendung des Gesetzes sehr nachgewiesen, daß für 30-40 gemeine Vergehen die Strafen beiter unter diese Strafbestimmungen gestellt, wir wollen ben nahe legen; und die vorgeschlagenen Strafen sind vielfach höher niedriger sind, als diejenigen, welche hier Männern angedroht Arbeitgeber genau denselben Strafen unterwerfen. Der§ 153 als die für gemeine Vergehen. Dazu können wir die Hand nicht sind, die für sich und ihre Familie bessere Arbeitsbedingungen der Vorlage ist die blutigste Satire auf die verheißene Sozial- bieten. Die Aufregung eines Streits hat für die große Masse erreichen wollen. Wenn die Kohlenbarone durch Kartelle die reform. Mit solcher Reform verschärfen Sie nur die Mißstände, etwas unwiderstehliches; nimmt man dazu die Formlosigkeit Kohlenpreise unglaublich in die Höhe schrauben, wenn daffelbe die bestehen, und erzeugen eine Mißstimmung, die zu Katastrophen des Verkehrs der Arbeiter untereinander, so ist garnicht abzusehen, mit den Getreidepreisen geschieht, so liegt darin eine solche führen muß. Nach der Erklärung des Abg. Schädler hätte ich wieviel Unschuldige von den Strafen dieses Paragraphen ge- Schädigung der allgemeinen Interessen, daß dafür ebenfalls erwartet, daß er auch das bestehende Gesetz verwerfen würde, troffen werden würden. Die Arbeiterbewegung vollzieht sich ihrer Strafen sehr am Plaße wären. Aber da hört man nichts von aber leider ist das nicht der Fall. Wir schlagen nach dem Grund- Massennatur nach in vollem Lichte der Deffentlichkeit; die Be- Strafen, diese Schädigung des gemeinen Wohls wird zugelassen. satz:„ Gleiches Recht für Ale", eine Garantie gegen die Ber- strafung der öffentlichen Aufforderung zum Kontraktbruch wäre Seit 1878 haben die deutschen Arbeiter die verschiedensten Vergewaltigung seitens der Arbeitgeber vor. Ich kann mir keine daher die schärfste Unbilligkeit gegen die Arbeiter, da die Arbeit fuche gemacht, sich zu organisiren, zu verbinden, um von dem aber diese Strafe zu streng oder streng genug denken für den, der sein öko- geber die Vereinbarungen, Arbeiter zu entlassen oder nicht anzu Roalitionsrecht Gebrauch 8 machen; fobald nomisches Uebergewicht dazu ausnutzt, um seine Mitmenschen zu nehmen, in fleinem Kreise treffen können, ohne daß eine öffent Organisationen entstanden waren, waren auch Behörden und Man wird auch Arbeitgeber am Werk, alles dies wieder zu zerstören. Namentlich. zwingen, entweder moralischen Selbstmord zu begehen oder liche Aufforderung dazu erforderlich wäre. Don Jn§ 48 war in zweiter Lesung die Bestimmung gestrichen worden, welche je nach der Höhe der Grundsteuer den Grundbesigern ein mehrfaches Stimmrecht geben wollte. Es liegen jetzt folgende Anträge vor: § 48 wird in der Fassung des Rompromißantrages gegen die Stimmen des Zentrums und der Deutschfreisinnigen genehmigt. Ein Antrag Cremer zum§ 49, wonach Gemeinden über 10 000 Einwohner die Zahl ihrer Gemeindevertreter auch über 24 hinaus erhöhen können, wurde abgelehnt, ebenso ein Antrag des Abg. v. Huene zu§ 51, wonach bei Zugehörigkeit mehrere Ortschaften zu einer Gemeinde die Vertreter der einzelnen Ortschaften nicht in der betreffenden Ortschaft wohnen, sondern nur in ihr gewählt werden sollen. als Abg. v. Rauchhaupt( tons.): Wir werden für den Antrag Richter stimmen, und es wird wohl Niemand erwarten, daß ich irgend Etwas auf die etwas ärgerlichen Bemerkungen des Abg. v. Huene erwidere.( Heiterfeit.) Die Diskussion wird geschlossen,§ 75 mit dem Antrage Richter angenommen. Bu§ 84 beantragt Abg. Ridert die Vorschrift, daß vor der Bestätigung des Gemeindevorstehers der Amtsvorsteher mit seinem Gutachten zu hören ist, zu streichen. Der Antrag wird abgelehnt. hat das Sozialistengesetz besonders in Preußen unter Herrn Abg. v. Kardorff( Reichsp.): Die Vorlage will in§ 153[ v. Puttkamer dazu herhalten müssen, den letzten Rest biefer einen Schutz des Arbeitgebers, der durchaus nothwendig ist; Organisation auszurotten, aber auch nach der Beseitigung dieses auch entfernt sich dieser Vorschlag nicht wesentlich von dem beGesetzes ist es nicht besser geworden. Den Arbeitervereinen wird stehenden Gesetz. Wir können mit den bisherigen, durch ewige als politischen verboten, mit einander in Verbindung zu treten, Streits charakterisirten Zuständen nicht weiter auskommen. Ich 1. Der Kompromißantrag v. Heydebrand und Genossen, oder sie würden aufgelöst und die Leiter bestraft werden. Auf muß von der Annahme dieses§ 153 meine Zustimmung zum wonach ein Grundbesizer bis 20 M. Grund- und Gebäudesteuer Grund dieser Handhabung des Vereins- und Versammlungs- Gesetz abhängig machen; Herr v. Stumm hat ihn nicht nöthig eine Stimme, bei 20 bis 50 m. zwei, bei 50-100 M. drei und gesetzes ist es in Preußen, Sachsen, Bayern bis heute nicht mögs und legt deshalb einen entsprechenden Werth auf die Annahme über 100 M. vier Stimmen haben soll. Durch Ortsstatut sollen lich gewesen, Arbeiterorganisationen in größerem Umfange ins dieser Bestimmung nicht. Das Fallenlassen des§ 153 auch die Säße erhöht oder, höchstens jedoch um ein Drittel, ermäßigt Leben zu rufen. Für die Arbeiter ist aber das Recht der freien innerhalb der Zentrumsfraktion zeigt, wie schnell wir uns auf werden können. Vereinigung eine Lebensbedingung." Dieselben Staatsanwälte der schiefen Ebene fortbewegen, auf welche wir feit dem Auf- 2. Vom Abg. v. Huene, die Stimmen ebenfalls nach den und Polizeibehörden aber, welche diese Verfolgung inszenirten, geben des Sozialistengesetzes gerathen find. Noch 1878 war oben bezeichneten Steuerstufen zu vertheilen, aber durch Ortsstatut ließen den Unternehmern in ihren Organisationen völlig" Sozialdemokrat" ein Schimpfwort. Die Situation ist nach allen nur eine Erhöhung der Säge zuzulassen und ferner zu bestimmen, freie Hand. Anläßlich Der Maifeiern im vorigen Richtungen auch bezüglich des Vordringens der Sozialdemokraten daß kein Stimmberechtigter mehr als ein Drittel der GesammtJahre haben die Unternehmer sich zusammengeschlossen, auf das platte Land eine sehr ernsthafte. Bei den großen Streits zahl der Stimmen führen darf. um diese Arbeiter Rundgebung zu hindern; aus der haben wir die ganze Regierungsmaschine stillstehen sehen. Solchen Beide Anträge wollen auch für die Gewerbesteuerpflichtigen gelegentlichen Vereinigung ist vielfach ein fefter Zusammenschluß Buständen gegenüber muß Abhilfe geschaffen werden, und nicht ein mehrfaches Stimmrecht einführen. geworden mit den ausgesprochenen Zweck der Vernichtung des im Strafgesetzbuch, sondern in diesem Gesetz. Ohne den§ 153 Koalitionsrechts der Arbeiter. Die Behörden sind eingeschritten nehmen wir das Gesetz nicht an; wir haben genug Reden gegegen die Boykotts, die Gerichte in Sachsen und auch in Preußen hört, wir wollen Thaten sehen! Das französische Gesetz kennt haben sie für strafbar erklärt; was die Unternehmer auf dem- als Strafe die Entziehung des Wahlrechts auf bestimmte Zeit. felben Gebiet thaten, blieb straflos. Dasselbe gilt von den Ver- Dieses System würde sich auch für uns empfehlen. rufserklärungen. Ist das keine parteiische Handhabung der Ge- Abg. Singer: Daß Herr von Kardorff sich für§ 153 ins sege? Wir sehen jetzt in ganz Deutschland eine große Verschwö- Zeug legt, kann uns nicht wundern, hat er sich doch auch 1888 rung der Unternehmer gegen die mißliebigen Arbeiter, die man für die Expatriirung begeistert. Die angegebene Bestimmung der außer Brot bringen will, um jede Bestrebung der Arbeiter, fich französischen Gesetzgebung ist uns unbekannt, bis auf Weiteres beffere Arbeitsbedingungen zu erringen, ein für alle Mal unmög- bezweifeln wir ihre Eristenz. Das Bangemachen vor Gewalt- Bei§ 61, wonach die Wahl der Gemeindevertreter in öffentlich zu machen; alle Industriellen sind in derselben Weise zu diesem thätigkeiten unsererseits ist gänzlich unangebracht; wir thun Ihnen lichen Abstimmungen erfolgen soll, wandte fich Zwecke zusammengetreten, und die Vereine treten ungenirt und eben den Gefallen nicht. Die Klagen des Herrn v. Kardorff sind Abg. v. Meyer- Arnswalde gegen die Ausführungen des von der Staatsanwaltschaft unbehelligt miteinander in Berbindung. ja gerade hervorgerufen durch die Gestaltung der sozialen Be- Ministers Herrfurth in der zweiten Lesung über die geheime In den Statuten dieser Verbände und Vereine finden sich Bewegung, wie sie durch die zielbewußte Arbeit der Sozialdemokratie Wahl, die ihm durchaus nicht gefallen haben. stimmungen, welche unzweifelhaft den Thatbestand einer Nöthigung hervorgerufen ist. Im Weiteren wendet sich der Redner gegen Bum§ 75 beantragt Abg. Cremer einen Zusah, wonach für die Arbeiter enthalten; aber kein Staatsanwalt findet sich, die Ausführungen des Abg. Rösicke und dessen Beurtheilung der Gemeinden mit besonders umfangreicher und schwieriger Geder das Gefeß zu Ehren bringt. Es besteht also zweierlei Recht von den Arbeitgebern getroffenen Wohlfahrtseinrichtungen; er schäftslage befugt sind, nöthigenfalls außerhalb der Zahl der Gein Deutschland. Der Berliner Verein der Metallindustriellen ist verweist auf eine in einer Enquete gemachte Aussage des früheren meindeglieder den Gemeindevorsteher zu wählen und demselben ein ein Zweigverein des deutschen Verbandes: dieser Umstand Abg. Grad, daß die Unternehmer mit den Wohlfahrtseinrichtungen festes Gehalt zu bewilligen. allein schon hätte das Einschreiten der Polizei veranlassen müssen, ein sehr gutes Geschäft machen. Die Ausführungen des Herrn Abg. Richter beantragt die Wiederherstellung des Romaber die Polizei hat unter Berlegung der Gesetze dem Verbande Röfice über den Brauerstreit und den Bierboykott seien missionsantrages, nach welchem ein besoldeter Gemeinde- Vorsteher fich dienstbar erwiesen. Die Theilmehmer an jedem unberechtigten auch nicht durchweg zutreffend gewesen. Der Bier- gewählt werden kann; er will die Befugniß aber nur Gemeinden Streite sollen entlassen werden; als unberechtigter Streit wird boykott sei von den Sozialdemokraten von von vornherein über 3000 Seelen geben. undurchführbar das gemeinsame planmäßige Niederlegen der Arbeit zur ein- als angesehen worden; der Boykott Abg. v. Huene: Ich gebe dem Abg. Richter zu, daß feitigen Erzwingung höherer Löhne, gleich giltig ob mit an fich ist aber ein erlaubtes Rampfmittel. Der Minister ist Mistände bestehen, aber zu ihrer Beseitigung stehen noch oder ohne kontrattbruch, erklärt. Zweifellos liegen offenbar in eine unbequeme Situation gebracht worden durch die andere Wege offen, der von ihm vorgeschlagene. der hier dirette Berlegungen verschiedener Strafgeset- Paragraphen Veröffentlichung des Briefes des Berliner Polizeipräsidenten; wir Der Antrag würde leicht Anlaß zur Abschaffung vor. Nach der Auslegung des Reichsgerichts ist ja§ 110 des freuen uns, aus seinen Worten eine leise Kritik der Handlungs- eingesessenen Ortsschulzen geben können, und dem darf man Strafgesetzbuches( öffentliche Aufforderung zum Ungehorsam weise des Letteren herauszuhören. Den sozialdemokratischen An- als fonservativer Mann meiner Meinung nach nicht zustimmen. anwendbar; gegen Gefeße) auf diese Verhältnisse der trag begründet Redner dann ausführlich unter wiederholter Be- Die Konservativen haben in der zweiten Lesung gegen den Kontrakt zugnahme auf das Statut des Verbandes der deutschen Metall- Kommissionsvorschlag gestimmt; ich höre aber, daß sie jetzt für einer Menschenmenge zum Streit unter bruch auffordernde Arbeiter tann Arbeiter tann also mit Gefängniß Industriellen und verschiedener in Hamburg bestehender Fabri- den Antrag Richter stimmen wollen; ist das der Fall, dann werde bis zu sechs Monaten bestraft werden, eine sehr be- fantenverbände. Die einzelnen Mitglieder dieser Verbände seien ich aufhören zu behaupten, daß die Nationalliberalen bei dem deutende Verschärfung des§ 153. Ebenso hat man den bei Strafe des Verfalls hoher Kautionen an die Befolgung der Kompromiß ein schlechtes Geschäft gemacht haben( Heiterkeit), Nöthigungsparagraphen 240 auf diese Fälle angewendet, wonach Statuten gebunden. Einfach wegen leichtsinnigen" Kündigens sondern die Waage steht dann gleich. Gefängnißstrafe bis zu einem Jahre verhängt werden kann, des- erließen diese Verbände zahlreiche Verrufserklärungen, die sich als gleichen den Erpressungsparagraphen 253, der bis zu fünf Jahren qualifizirte Gesetzesverlegungen darstellten, sodaß ein StaatsanGefängniß zuläßt. Schon aus diesem Gesichtspunkte sind die walt zum Einschreiten Miene machte. In die französische Gesetzbesonderen Strasbestimmungen der Vorlage überflüssig. Die gebung wird zunächst eine Bestimmung aufgenommen werden, Unternehmerverbände sind froh des Konfliktes ihrer Handlungen welche genau unserem Antrage entspricht. mit dem Strafgesetzbuch dazu übergegangen, der Polizei Geschenke Bremischer Senator Marcus tritt den Ausführungen des zu machen. Herr Hartmann bestreitet, daß dies eine Gesetzes- Abg. Singer bezüglich der Vorgänge in Hamburg entgegen. Auch verlegung ist; sehr bedauerlich, wenn die gleiche Anschauung in in Hamburg werde gegen Ausschreitungen die Strenge des Geder staatsanwaltschaftlichen Praxis überhaupt gilt. Die 3000 M. setzes angewendet. Gerade in Hamburg sei auch den Arbeitern find gezahlt worden dafür, daß die Schußleute am 1. Mai v. J. die größte Freiheit der Bewegung gelassen worden, gerade unter die Denunzianten der Arbeiter bei den Arbeitgebern gespielt der Herrschaft des Sozialistengesehes habe sich dort eine gewerk- Die§§ 85-108 werden mit redaktionellen Menderungen ohne haben.§ 831 des Strafgesetzbuches schreibt für die Annahme dieser schaftliche Organisation ohne Gleichen entwickeln tönnen; eine erhebliche Debatte genehmigt und gegen 4 Uhr die weitere Be Art von Geschenken Geldstrafen oder Gefängniß nicht unter sechs große Menge Bentraltassen seien in Hamburg domizilirt. Die rathung bis Donnerstag 11 Uhr vertagt. Monaten vor. Dieser Paragraph findet Anwendung auf den Zahl der Versammlungen betrug im Jahre 1890 fast 400. Das Polizeipräsidenten und die Beamten, welche das Geld genommen spreche doch kaum für eine besonders engherzige Handhabung haben; bis heute hat sich kein Staatsanwalt gefunden, der der Gesetze und polizeilichen Bestimmungen, und die früheren die Antlage erhebt. Die gesetzliche Bestimmung wird eben und jetzigen Angriffe gegen den Chef der Hamburger Polizeilediglich im Interesse der besitzenden Klassen ausgeführt. Die behörde Hachmann seien heute so unberechtigt, wie früher. JahreDie Kommission für die Geschäftsordnung Behörden haben sich nun diesen Verbänden angeschlossen, und lang hätten die Arbeitgeber in Hamburg unter dem Mißzwar unter der Führung eines Ministers, der eben erst die Aera brauch des Koalitionsrechts durch die Arbeiter gelitten. des Reichstages hat beschlossen: die beantragte Genehmi des Arbeiterschutzes unter der Zustimmung aller Arbeiter der Gerade das Baugewerbe wüßte davon zu erzählen. Dieselben gung zur Einleitung des Strafverfahrens gegen das Reichstags Welt einzuleiten in der Lage war. Der Kriegsminister v. Berdy seien fortwährend mit gänzlich unerfüllbaren Forderungen an die Mitglied Kunert während der Dauer der gegenwärtigen erklärte ausdrücklich, daß er die Bestrebungen des Verbandes Arbeitgeber herangetreten; die großen kompakten, vorzüglich orga- Sizungsperiode nicht zu ertheilen. aufs Lebhafteste unterstütze, daß die Militärwerkstätten den Ber- nisirten Fachvereine suchten den Arbeitgebern einfach die Arbeitsband nach Kräften unterstützen würden und er zu verhindern bedingungen vorzuschreiben, ebenso wie von ihnen die arbeitsfuchen werde, sozialdemokratische Arbeiter an der vaterländischen willigen Leute in geradezu unerhörter Weise drangfalirt worden Arbeit theilnehmen zu lassen. Diese Aechtung der sozialdemokras find. Gewiß hatte sich weiter Kreise der Arbeitgeber und der tischen Arbeiter ist in einem Rechtsstaate unmöglich. Wenn ganzen Bevölkerung ein großes Mißbehagen über die beabsichtigte die Sozialdemokraten Steuern zahlen und Soldat werden müssen, Maifeier bemächtigt. Und der Grund zu dieser großartigen Tagesordnung für die Sihung der Stadtverordneten dann haben sie auch Nechte an den Staat, die man ihnen nicht Demonstration? Es war einfach das Car tel est notre plaisir Versammlung am Donnerstag, den 23. April d. J., Nachmittags rauben darf. Was wie beantragen, ist eine Ausnahmebestimmung Es gelüftete die Herren einmal, ihre Macht zu zeigen.( Unter- 5 Uhr: Vier Naturalisationsgesuche- Vorschläge des Ausschusses insofern, als sie eine Ausnahmebestimmung beseitigen soll. Wir brechung bei den Sozialdemokraten; der Präsident ersucht, diese für Petitionen, sowie des Ausschusses für die Wahlen von unbewollen die„ Ehrverlegung" streichen, weil dieser Ausdruck der miß- Unterbrechung zu unterlassen.) Diesen Gelüsten entgegenzutreten, foldeten Gemeindebeamten Vorlagen wegen Verleihung des bräuchlichsten Anwendung fähig ist; das Vorgehen der Unter- haben sich die Arbeitgeber zu Verbänden zusammengethan; Emilie Menzel- Stipendiums und des Benefiziums der Wunderlichnehmer, welches auf die Bernichtung gesetzlich gewährter Rechte ihre Berechtigung, diejenigen, welche am 1. Mai nicht zur Arbeit Stiftung- Berichterstattung über eine Petition, den Prüfungsgerichtet ist, muß exemplarisch bestraft werden. Nach einer famen, auch am 2., 3. und 4. nicht zu beschäftigen, steht außer Kommissarien der Friedrich Wilhelms- Anstalt für Arbeitsame das Antwort des Herrn Kühnemann an die Eisenbahndirektion in Zweifel. Im Weiteren kommt der Redner auf die aus Anlaß Stimmrecht im Kuratorium der Anstalt zu belassen oder das Bromberg legt sich der Verband zwar das Recht, aber nicht die der Maifeier erfolgten Aeußerungen der sozialdemokratischen Presse Statut der letzteren zu revidiren- desgl. über die Vorlage, betr. Pflicht bei, Rechtfertigungen von Arbeitern, welche auf die Hamburgs zu sprechen und zitirt einige Gedichtverse, deren Inhalt die Erwerbung von Terrain zur Anlage der verlängerten Charschwarze Liste gesetzt sind, zu untersuchen. Diese ungeheuren er als albern und frivol bezeichnet; er geht dann auf die Statistik tottenstraße- desgl. über die Vorlage, betr. einen Nachtragsvertrag Mißstände müssen beseitigt werden; nehmen Sie daher unseren der Bestrafung auf Grund des§ 153 näher ein. Der Hamburger mit der Neuen Berliner Pferdeeisenbahn- Gesellschaft, sowie über Antrag an.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Senat mißbilligt das neueste Borgehen der Arbeitgeber( Bravo! den Antrag von Mitgliedern der Versammlung in Bezug auf Sächsischer General- Staatsanwalt Held weist die gegen die bei den Sozialdemokraten); aber er verkennt nicht, daß es diktirt allgemeine Angelegenheiten der Pferde- Eisenbahnen desgl., sächsischen Staatsanwälte und Polizeibehörden gerichteten Bor- worden ist von einer Drangsalirung der Arbeitgeber, wie sie einfach über die Vorlage, betr. den Neubau einer Doppel- Bade- Anstalt würfe zurück und bestreitet, daß irgendwo ein ungleiches Maß unerhört war. Ich rufe dem Reichstage jenes Wort zu, in welchem hinter dem Schulgrundstücke Mühlenstraße 50- desgl., über die bei der Ausführung der gefeßlichen Vorschriften angewendet wird. fich in einer späteren Generation die jetzt sich gegenüberstehenden Borlage, betr. Die Regelung der Dienststellung der MagistratsDie schwarzen Listen hätten mit der Beeinträchtigung des Koali- Parteien hoffentlich geeinigt haben werden: Salus reipublicae Borlage, betr. die Regelung der Dienststellung der MagistratsAffefforen die Entscheidungen des Bezirksausschusses in den tionsrechts garnichts zu thun. Verwaltungs Streitfachen des Privatiers Huhnhäuser und des Rebatteurs Dr. Bachler wider die Versammlung- Vorlage, betr. die Enteignung der zur Freilegung des Planusers zwischen betr. den Etat für den Administrationsfonds der Sparkasse pro Admiral- und Kottbuser Brücke erforderlichen Flächen- desgl., 1. April 1891/92- desgl., betr. den Neubau einer Brücke über den Landwehr- Kanal im Zuge der Straße 5, Abtheilung I, burch einen Unternehmer desgl., betr. die Erwerbung getretenen Terrains- besgl. betreffend die kostenfreie Hergabe eines Grundstücks an die böhmische Stiftung- desgl. betr. die Bermiethung des Eierhaus- Grundstücks in Treptow- desgl. betr. die Zahlung eines Beitrages zu den Kosten des Baues der Kreischaussee von der Berlin- Königswusterhausener Chaussee nach Teltow Antrag von Mitgliedern der Versammlung betr. die Veranstaltung einer Industrie- Ausstellung in Berlin Vorlage betr. die durch die neue Schulreform in Frage gestellte Erhal tung der Realgymnasien besgl. betr. bie Entwürfe zum Bau einer Badeanstalt und des Direktor- Wohnhauses auf dem Terrain der Anstalt für Epileptische bei Biesdorf zwei Rechnungen vier Unterstützungsfachen Vorlage betr. die Wahl von sieben Vertrauensmännern für den beim föniglichen Amtsgericht I zu bildenden Ausschuß für die Auswahl der Schöffen und Geschworenen. suprema lex! Parlamentarisches. Kommunales. Minister v. Berlepsch: Das Berliner Polizeipräsidium hat Um 5% Uhr wird die Vertagung beschlossen. nicht gegen§ 331 verstoßen, dessen Interpretation durch Herrn Abg. v. Stumm bemerkt persönlich gegen den Abg. LiebBebel absolut unhaltbar ist. In der Annahme eines Geschenks tnecht, daß es ihn gar nicht wundere, daß er noch nicht todtvon 3000 Mark durch den Polizeipräsidenten zur Bertheilung geschlagen worden sei; daß dies noch nicht geschehen, sei nicht an die Untergebenen liegt kein Verstoß gegen diese Bestimmung. Das Verdienst der sozialdemokratischen Reden und jedenfalls nicht Auch die Beamten, welche das Geld erhielten, find ihre Absicht. eines Verstoßes gegen§ 831 nicht schuldig, weil ihnen Abg. Liebknecht: Herr v. Stumm hat mich völlig mißverdie Genehmigung zur Annahme von ihrem Borgesetzten standen; ich habe nur gesagt, daß ich die Prügelstrafe für ge- des von dem Grundstücke Gollnowstraße 7 zur Straße abertheilt wurde. Die geleisteten Dienste bestanden nicht im rechtfertigt halten würde, wenn Jemand seine ökonomische UeberDenunziren von Arbeitern, das weise ich als unwürdige In- macht in der angegebenen Weise ausnüßen würde. finuation zurück. Die ganze Berliner Bevölkerung fürchtete für v. Stumm meint, es stände schlecht mit der Sozialdemokratie, den 1. Mai Erzeffe; die Polizeimannschaften hatten dabei auf wenn alle Arbeitergeber so wären wie er; ich meine im Gegenreibenden, anstrengenden Dienst auf der Straße zur Aufrecht- theil, dann wären wir heute schon Herren in Deutschland. Schluß 5% Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 12 Uhr. erhaltung der Ordnung. Ueber die Richtigkeit der Annahme dieses Geschenks mag man denken, wie man will, von einem( Kleinere Vorlagen.) Verstoß gegen das Strafgesetz ist keine Rede. Solche Fälle tommen durchaus nicht selten vor. In einzelnen Fällen fann die Sache vielleicht nicht opportun sein, aber Berstöße gegen Strafgesetz oder Disziplin liegen nicht im Geringsten vor. aus. d Abgeordnetenhaus. Herr 72. Sigung vom 21. April, 11 Uhr. Am Ministertische: Herrfurth und Rommissarien. Die dritte Berathung der Landgemeinde- Ordnung wird fortgefeht beim§ 15, welcher von der Gemeinde Abgabepflicht handelt. Abg. Nöfice( wild) vertheidigt die angegriffenen Arbeitgeber; diese wollen nur verhüten, daß ein Zwang auf den Arbeiter ausgeübt wird, von seinem Koalitionsrecht Gebrauch zu machen. Dieser Zwang habe thatsächlich in unzähligen Fällen stattgefunden und habe recht wohl einer Regierung Anlaß zu Borschlägen auf Strafverschärfung geben können. Während die Majorität diesen Standpunkt nicht theile, gehe der fozialdemokratische Antrag über das bestehende Recht weit hinDie Organisation von Arbeitgeberverbänden zu den angegebenen Zwecken halte er persönlich für unangebracht und er werde sich einer solchen nicht anschließen. Unter Hinweis auf den Berliner Brauerstreit führt Redner aus, daß die Arbeiter von den Boykott, entgegen den Ausführungen§ 15 von Gemeinde- Abgaben ganz befreit ist." Bebel's, sehr energisch Gebrauch machen, und zwar in einer Weise, welche vielfach zu den unerhörtesten ungerechtigkeiten gegen Unbetheiligte führe. Die größere Hälfte der deutschen Arbeiter folge glüdlicherweise den Sozialdemokraten nicht. Die Lehteren aber sollten aus ihrem Glashause nicht auf die Arbeitgeber mit Steinen werfen. § 15 wird unverändert angenommen. Die§§ 16-41 werden ohne Debatte mit einigen redaktionellen Aenderungen angenommen. Nach§ 42 foll das Gemeinderecht u. A. auch demjenigen selbständigen Gemeinde- Angehörigen zustehen, welcher zur Staatssteuer oder nach einem fingirten Steuerfaße von mindestens 4 M. veranlagt und herangezogen ist. Abg. v. Huene will hinzufügen: und nicht auf Grund des Der Kompromißantrag( v. Heydebrand und Genossen) will fagen: veranlagt ist und herangezogen werden kann." Abg. Nickert( bfr.) will die Worte:„ und herangezogen ist" streichen. § 42 wird mit dem Kompromißantrag angenommen; ebenso mit unerheblichen redaktionellen Aenderungen die§§ 43-47. Tokales. Auch an die Turnvereine ist nunmehr der ,, Weckruf" zum Kampfe gegen die Sozialdemokratie ergangen. Die Lorbeeren der unpolitischen Kriegervereine scheinen gewisse Jünglinge nicht schlafen zu lassen, welche die bevorzugte Stellung, die das Vereinsgesetz den unpolitischen Turner- und Sängervereinen ge währt, fehr geeignet finden, um nach echter teutscher" Art mit Umgebung des Gesetzes in ihren angeblich unpolitischen Turners vereinen ein Vischen Sozialistenfresserei und Judenhezze 3 treiben: Der Deutsche Turnverein Berlin", welcher Montags und genden Weckruf": Wir veröffentlichen diesen Brief, um zu zeigen, was trotz allen Arbeiterschutzes noch immer möglich bleibt. eng verwachsen sind die Widersacher jeder vaterländischen an die Oeffentlichkeit bringen. Sache, wie überhaupt jeder, auf Erhaltung der besten Tugenden des Boltes gerichteten Bestrebung. Durch immer weiteres Umfichgreifen der Wühlarbeit jener beiden Kräfte innerhalb des Turnwesens wird dem letteren der kerndeutsche Boden, wenn auch vorläufig noch langsam, so doch um so sicherer entzogen. Der Geist, welcher jetzt Schritt für Schritt dort Einzug hält, ist nicht mehr der, welcher jeden deutschen Turner beseelen soll, nicht mehr der hehre, für deutsches Wesen, fürs theure Vaterland so heiß erglühende Jahnsche Geist! Zwei höhere Töchter im Norden ließen sich bisher ihre Schulutensilien täglich von einem Dienstmädchen nachtragen. Dieser Tage wurde dem Mädchen auf dem Rückwege von zwei Arbeitern, die ihm täglich begegneten, die Meinung über diese fonderbare Dienstbotenbeschäftigung gesagt. Seitdem tragen die Damen selbst ihre Bücher. Donnerstags Abends 8-10 Uhr Gipsstr. 23 a turnt, erläßt fol- I genau angegeben war. Endlich, als die Bestellung besorgt war| play, Eingang an der Stadtbahn, Portal V, 3immer 97, einund die Jungen das Haus verlassen wollten, war dasselbe in- zufinden. Turngenossen! Bum unendlichen Schaden unserer deutschen zwischen vom Wächter verschlossen und die Treppen finster. Um Marie Stolle. Eine der populärsten Soubretten aus der Turnfache gewinnt fremdes, undeutsches Wesen immer mehr 101/2 Uhr erhielten die Jungen Gelegenheit, das Haus durch ein Boden in der Turnerei. Auch hat die Zahl der Anhänger in demselben befindliche Schankwirthschaft zu verlassen. Um Beit, in welcher im Woltersdorff- und Wallner- Theater die Berfozialdemokratischer Jrrlehren in den letzten 3/412 fam mein Sohn nach Hause; ich hatte mit meiner Frau liner Poffe in höchster Blüthe stand, Marie Stolle, ist gestorben. Jahren, besonders in den größeren Vereinen, erheblich zugenommen. schon gefürchtet, es sei ihm ein Unglück zugestoßen. Der Junge Sonntag Abend 8 Uhr erlag, wie der B.-C." mittheilt, die Durch Bordrängen einer fremden Nasse im deutschen Volke, somit war hungrig und so müde, daß er sich kaum noch bewegen Künstlerin einem schweren Kehlkopfleiden, das bereits vor Wochen auch in der Turnerei, wird der biedere deutsche Sinn, die Pflege der konnte! Und so geht das einen Tag wie alle Tage für 6 Mart ihre Aufnahme im Baracken- Lazareth zu Moabit nothwendig ge= Liebe und Treue gegen Fürst und Vaterland arg gefährdet. Juden- pro Woche! Ich wollte Ihnen diese Dinge, die ich in jedem macht hatte. In letzter Zeit noch hatte man für die Kranke eine thum und Sozialdemokratie beide als vaterlandslose Kräfte einzelnen Punkte beweisen kann, nur mittheilen, damit sie diefelben Benefizvorstellung veranstaltet. Wie kaum eine zweite Darstellerin hat Marie Stolle die düstere Kehrseite des heiteren Bühnenlebens, die Unbeständigkeit des Theaterglücks fennen gelernt. Sie, die Lange Jahre hindurch in Berlin gefeierte Künstlerin, endete ihre Karriere in den mißlichsten Verhältnissen als Mitglied bes Parodie- Theaters". Aber selbst auf den Brettern dieses Musentempels versetzten bie lleberreste ihres derben, fast unverwüftlichen Humors das Publikum in die fröhlichste Seiterkeit und ein bereits früher besonders hervorgetretener Bug ihres Talentes, die Fähigkeit für das Parodistische, war ja an der letzten Stätte ihres Wirkens durchaus am Plage. Die Zuschauer Generation der sechsziger und siebenziger Jahre wird der einst so robusten, Die größeren Vereine leiden an der Sucht, immer neue Bandalismus. Raum zeigen in den öffentlichen Anlagen, frohlaunigen Künstlerin, der es leider nicht vergönnt gewesen ist, Abtheilungen zu gründen und haben zu diesem Zwecke einen sowie draußen im Freien, Bäume und Sträucher das erste Grün, im Alter die Früchte ihres reichquellenden Talentes zu ernten, ein förmlichen Wettkampf begonnen. Ob aber die Leute, welchen ba hat man auch schon wieder das rohe Abpflücken oder gar freundliches Andenken über das Grab hinaus bewahren. man die Leitung der Abtheilungen, also die Vertretung unserer Abreißen von Trieben und Zweigen zu beklagen. Möchten doch deutschen Sache anvertraut, neben ihrer turnerischen Fähigkeit diese Menschen, welche sich derart vergehen, bedenken, daß sie den Schmargendorf. Die hiesige Lokalfommission macht bekannt, auch wirklich die Eigenschaft besitzen, durch wahrhaft deutsche Gewächsen eine nie zu verwindende Verkümmerung zufügen, den daß vorläufig hier nur ein Lokal zu Versammlungen zu haben Gesinnung erzieherisch auf die ihnen unterstellten, insbesondere Züchtern und Pflegern derselben ihrer Mühe schönsten Lohn und ist, es ist dies der Friedrich Garten"( Besitzer P. Kübler). auf die jugendlichen Turner, einzuwirken, darnach frägt man Tausenden von Mitmenschen die Freude am Wachsthum jener Ihre Sale verweigern nach wie vor: heut nicht mehr! Vandalismus begehen die Bäume, Sträucher u. s. w. rauben. Gewiß, es ist ein edles Streben, die Wohlfahrt des Spaziergänger jest wieder häufig auch an den Saatenfeldern, Turnens immer größeren Kreisen zugänglich zu machen; indem sie um einer geringfügigen Abkürzung des Weges aber wenn hiermit was Jahn gewollt nicht auch zugleich willen über die Saaten hinweglaufen und ganze Bahnen ausErziehung der Turner zu tüchtigen, deutschen, ihr Vaterland über Alles liebenden Männern verbunden ist, so wird und kann das deutsche Turnen nie dasjenige Ziel erreichen, welches treten. Ueber das Zeitungswesen ist einem Auffage des OberWilder Eber, Gesellschaftshaus, Deutsches Haus, Waldschlößchen, Waldkater, Schwarzer Adler, Forsthaus, Inhaber: Müller, Faltenberg, H. Balz, Gerasch, Götsch, n " Krügenbrink, Löther. Wilhelm Albrecht, Händler, unserm Altmeister Jahn in erster Linie vor Augen geschwebt Postsekretärs Heusinger im" Postarchiv" folgendes Bild zu ent Da wir gegen diese Wirthe einen sehr schweren Stand haben, hat, und allen denen, die das deutsche Turnen streng im Sinne nehmen: Nach Ausweis der Zeitungs- Preisliste des Reichs- so appelliren wir hiermit an die Unterstüßung der Berliner GeJahn's gepflegt wissen wollen, noch heut vorschwebt. Postamts für das Jahr 1891, welche 9882 Blätter, und zwar nossen und ersuchen dieselben, wenn sie beabsichtigen, in größerer Kurzum, der gute vaterländische Zweck der deutschen 7082 Stück in deutscher Sprache und 2800 Stück in fremden Turnerei findet nicht mehr die gebührende, zielbewußte Pflege; Sprachen enthält, hat die Gesammtzahl der Blätter in den letzten Bahl unseren Ort zu besuchen, sich vorher mit unterzeichnetem in Verbindung zu setzen. der edle deutsche Kern der großen Sache wird von fremden, zwanzig Jahren um 5189 Stück zugenommen. Die Zahl der Schmargendorf, Ringstraße. vermeintlichen Helfern in geradezu abscheulicher Weise benagt." Deutschen Blätter in deutscher Sprache betrug Ende 1890 6206, In diesem Tone geht es dann noch eine enggedruckte Seite an deutschen Blättern in fremden Sprachen gab es 137, darunter Polizeibericht. Vor dem Hause Neue Hochstr. 16 wurde Lang fort. auch 3 in der Volapük- Sprache. Die bedeutendste Zunahme hat am 20. d. M. Vormittags ein Arbeiter von einem Arbeitswagen Diese schriftstellerische Leistung ist ja weiter eigentlich nicht in den letzten zehn Jahren die Zahl der politischen Blätter er überfahren und erlitt eine so bedeutende Quetschung des Fußes, verwunderlich. So ein Männer- Gemüth denkt mit der Logit fahren. An 33 Orten erscheinen mehr als 19 Blätter, an der daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. In der ebenso umgehen zu können, wie mit einem Querbaum oder einem Spitze steht Berlin mit 597 Blättern( gegen 388 vor 10 Jahren), Flensburgerstraße wurde zu derselben Zeit durch einen vorüberSpringbock. Leipzig mit 306, München mit 135, Hamburg mit 115 2c. 2c. fahrenden Stadtbahnzug das Pferd eines Geschäftswagens scheu Diese Turnvereine sind als unpolitische Vereine von jeder Den internationalen geistigen Verkehr vermitteln bereits und ging durch. Bei dem Versuch, dasselbe zu halten, wurde der polizeilichen Kontrolle frei und wir sind die letzten, die ihnen das 3541 Blätter( vor zehn Jahren nur 3177 Blätter). Interessant Kutscher zu Boden gerissen und gerieth unter die Räder des mißgönnen; aber diese Freiheit dazu auszunuzen, daß man ist die Bemerkung, daß die meisten Blätter nur ein Durchschnitts- Wagens, wodurch er am Bein so schwer verletzt wurde, daß hintenherum die politische Parteihehe in bis dahin unpolitische alter von zehn bis fünfzehn Jahren erreichen. Nur 61 Blätter seine Ueberführung noch dem Krankenhause erforderlich wurde. Vereine trägt, das mag für muthig und deutschthümlich halten haben ein Alter von hundert Jahren und darüber. Es befinden Vor dem Hause Pantstr. fiel Vormittags ein Arbeiter, als wer da will; nach unserer Ansicht verdient solches Gebahren fich darunter:" Frankfurter Journal"( 1615), Magdeburger er einen in der Fahrt befindlichen Kohlenwagen besteigen wollte, ganz andere Bezeichnungen. Beitung"( 1628), Königsberger Hartung'sche Zeitung"( 1648), von demselben wieder herab, so daß ihm die Räder über den Leipziger Beitung"( 1660), Jenaifche Beitung"( 1674), Augs Fuß weggingen. Er wurde nach Anlegung eines Nothver nach der Charitee burger Bostzeitung"( 1684), Gothaifche Beitung"( 1691), Boffische bandes gebracht. Nachmittags Beitung"( 1722), Berliner Intelligenzblatt"( 1743). gingen auf dem Kurfürstendamm, nahe der Nürnbergerstraße, die Pferde eines beladenen Arbeitswagens durch und wurde der und erlitt einen Bruch des Unterschenkels, so daß er nach der Charitee gebracht werden mußte.- Im Landwehr- Kanal, nahe Rutscher von demselben herabgeschleudert. Er wurde überfahren der Schöneberger Brücke, wurde zu derselben Zeit die Leiche Wenn man sich vergegenwärtigt, welche Mühe ein politischer Verein hat, um für seine Biele und Zwecke Propaganda zu machen, dann wird man die Ungerechtigkeit begreifen, die in folcher unpolitischen" Agitation liegt. Was würde wohl einem Turnverein passiren, der in ähnlicher Weise wie hier der deutsche wollte? Die schleunigste polizeiliche Auflösung und Bestrafung Turnverein Berlin für sozialdemokratische Bestrebungen eintreten der schuldigen Mitglieder wäre ihm sicher. wollen. boten und " " " Im Laufe des Tages fanden brei Gerichts- Beitung. Der betrügerischen Aneignung eines Fundes, welcher Inhaber eines großes Geschäftes in der Markgrafenstraße schuldig in einem Behnmarkstück bestand, hat sich der sehr wohlhabende gemacht. Bu demselben fam eines Tages der Dienstmann H. und fragte im Zeugenbeisein, ob der Kaufmann ein ZehnmarkEin Parochialverein" zur Belebung des kirchlichen stück vor der Ladenthür verloren habe. Der Kaufmann griff eines unbekannten, etwa 40 Jahre alten Mannes angeschwemmt. Als Nachmittags ein Mann die Mühlenstraße entlang ritt, Sinnes in Moabit verschickt einen Aufruf, in welchem An- suchend in seine Taschen und bejahte dann die Frage. Dienst gehörige aller Parteien, welche die Religion hochhalten", zum mann H. behändigte ihm denn auch ohne Weiteres die gefundenen stürzte das Pferd vor dem Hause Nr. 47, so daß der Reiter Beitritt aufgefordert werden. An dem Aufrufe, der sonderbarer 10 M. und großmüthig gab demselben der reiche Kaufmann unter dasselbe zu liegen kam und eine Verrenkung des Fußgelenks Weise wieder abgeholt wird, sind zwei Streifen zum Ausfüllen, 2 M. 50 Pf. Finderlohn. Aber der Verräther schlief auch erlitt. Auf den Geleiſen der Stadtbahn, nahe dem Bahnhof der eine für diejenigen, welche beitreten, der andere für die, hier nicht. Der Kaufmann verplapperte sich nach einiger Zeit" Friedrichstraße", wurde Abends der Kellner Scharnweber mit welche nicht beitreten, aber wenigstens etwas Geld spenden seinem Bersonal gegenüber, daß er eigentlich gar nicht Berlierer einer bedeutenden Verlegung an der Stirn todt aufgefunden. Wer nichts geben will, soll den Aufruf mit beiden fenes Goldstückes gewesen sei, wovon bald dem armen Dienst- Auf welche Weise derselbe ums Leben gekommen ist, konnte noch Streifen zurückgeben. Mitunterzeichnet und gedruckt ist der Auf- mann Mittheilung zuging, so daß er den Kaufmann um Rück- nicht festgestellt werden. ruf von dem bekannten Christlich- Sozialen Chr. Tischendörfer, gabe des Geldes ersuchte, um seine 2 Mr. 50 Pf. hinzuzuthun kleinere Brände statt. Die hiesige Steinfeh- Junung lagte im vorigen Jahre und den Fund gesetzmäßig abzuliefern. Dessen weigerte sich über„ hohe Löhne" und ersuchte daher die städtischen Behörden jedoch jener Kaufmann unter gewissen Ausflüchten, weshalb die um Bewilligung erhöhter Preise, was bewilligt wurde. Ein Jahr ganze Angelegenheit nun zur Kenntniß der Kriminalpolizei lang war man auch hübsch einig und die Angebote differirten gebracht worden ist. nur um 2-3 pCt. Dagegen wurde bei der diesjährigen VerWie seiner Zeit gemeldet, fand am 12. vorigen Monats Nicht übel inszenirt war der Diebstahl, welcher der ehes gebung der Inspektionsarbeiten der Anschlag um 15 pet. unter der Arbeiter Wilhelm Glawe an der Thiergartenschleuse einen verlassenen Louise Bohm geb. Möhr gestern vor der II. Strafdie Unternehmer können doch noch die hohen Bettel des Inhalts: Hier bin ich mit meinem Kind gestern fammer hiesigen Landgerichts I zur Last gelegt wurde. Die AnLöhne" zahlen. Ein eigenthümliches Licht auf die Jnnung werfen bend ins Wasser gesprungen; bitte, benachrichtigen Sie Frau geflagte, welche in der Naunynstraße wohnt, vermiethet an junge auch die Lehrlingsverhältnisse im Steinsetz- Gewerbe. Die Goldbach, Landsbergerstraße 90, und meine Herrschaft Bülow- Leute Schlafstellen und an ihren Schlafburschen gehörte auch ein Innung besitzt die Rechte aus§ 100e. Als equivalent haben straße 47,48. Ich kann nicht mehr leben wegen unglücklicher Klempnerlehrling Franz Höhne. Bei dem Meister des letzteren die Innungsmeister ihre Lehrlinge zum Besuch der Fachschule Liebe." Diese Worte rührten von der unverehelichten Bertha erschien eines Tages die Angeklagte in voller Aufregung und bat anzuhalten. Gleichwohl besuchten die Fachschule im vorigen Dornberg her, welche am 25. Mai 1863 zu Jahnic geboren ist denselben, zu ihrem Schuhe doch mit in ihre Wohnung zu Jahre von 164 Lehrlingen nur 56( richtiger: es wurden nur 56 und sich mit ihrer am 4. Februar 1888 geborenen Tochter Mar- tommen, da soeben ein freches Attentat auf sie ausgeübt sei und von den Innungsmeistern in die Fachschule geschickt). Im Winter garethe am 11. März dieses Jahres ertränkt hatte. Am Sonn- all' ihr Hilferufen und Klingeln bei Nachbarsleuten erfolglos ge werden wenig Lehrlinge beschäftigt; um aber die Vorrechte nicht abend Abend gegen sechseinhalb Uhr trieben nun zwei Leichen blieben fei. Sie erzählte fodann, daß ein junger Mann wegen einer zu verlieren, wurden im Winter für die Fachschule Ferien" ver- im Landwehrkanal vor dem Grundstück Salzufer Nr. 2 in Char- Schlafstelle bei ihr erschienen sei; nachdem sie ihm dieselbe vermiethet, tündet. Der Lehrling ist also Saisonarbeiter. Und 164 Lehr- Tottenburg an. In diesen Leichen sind die beiden Borgenannten habe er ihr Seife zum Kaufe angeboten und als sie den Kauf ablinge bei nur 630 Gesellen und obwohl infolge der Konkurrenz ermittelt worden. Margarethe Dornberg war mit einer wolleneu lehnte, habe sie der junge Mann plöglich ins Gesicht geschlagen. des Asphalts die Beschäftigung in unserem Gewerk immer Schnur an dem Körper ihrer Mutter festgebunden worden, und Der Meister rieth ihr, sich doch nach polizeilicher Hilfe umzuthun geringer wird! Diese hatte ihre Arme fest um den Hals des Kindes gelegt. Da und die Angeklagte begab sich denn auch auf das Polizeirevier, Berliner Lanfiungen. Die Ausnuhung jugendlicher Ar- die Leichen über fünf Wochen lang im Wasser gelegen haben und wo ihr ein Schuhmann mitgegeben wurde. Den Beiden schloßẞ beitsfräfte scheint jetzt den kaum der Schule entwachsenen nur in geringer Entfernung von dem Thatort hochgekommen sich der Klempnerlehrling Höhne an, welcher inzwischen von Laufjungen fich zuzuwenden. Die Knaben sind noch lebhaft, eifrig, find, so nimmt man an, daß sie bis jetzt vom Schlamm fest- seinem Meister das Borgefallene erfahren hatte. Derfelbe stellte fofort bei Betreten der Wohnung der Angeklagten fest, daß seine meist auch recht intelligent; da ist ein Geschäft zu machen. Denn gehalten worden sind. Roffer erbrochen und daraus seine gesammten Ersparnisse im Bea drei solcher Laufjungen ersetzen in vielen Geschäften gut und gern Die Leiche des seit dem 2. v. M. vermißten 6 jährigen trage von 43 M. entwendet worden wären, dagegen war von zwei Hausdiener und da ein Laufjunge 5-6 M. Wochenlohn er: Knaben Willi Babendererde ist gestern Vormittag gegen 9 Uhr dem frechen Attentäter keine Spur zu entdecken und die An hält, so ergiebt sich gewöhnlich zu Gunsten des Herrn Prinzipals in Fürstenbrunn bei Charlottenburg angetrieben und auch bereits geklagte mußte fich darauf beschränken, eine möglichst genaue ein fleiner Profit. Mein 14jähriger Sohn Hubert ist im April, so schreibt uns retognoszirt worden. Es dürfte wohl kein ähnlicher Fall soviel Bersonalschreibung von demselben zu geben. Der Polizei kam die ganze Sache etwas komisch vor und sie glaubte nicht recht, tin Leser, bei einer Firma in der Rosenthalerstraße als Lauf- Aussehen erregt haben, als der vorliegende. daß der unbekannte junge Mann den Diebstahl ausgeführt habe. bursche eingetreten. Diese Firma scheint nun wirklich ein sehr Verfolgt wird aus Brüffel der Buchhalter Louis Tambeur, Es war nämlich außerordentlich auffallend, daß keiner der Nachwerth' Seim für alle Lausjungen zu sein. Die Geschäftszeit be welchem von seinem Prinzipal ein Chec über 85 000 m. zum barsleute, obgleich dieselben im Hause anwesend waren, von dem ginnt Morgens 71/2 Uhr und dauert bis Abends 82 Uhr. Inkasso übergeben worden war. Dies hat T. auch in dem angeblichen Klingeln der Angeklagten oder deren Hilferufen Werden dann die Laufburschen entlassen, so haben sie ge- Komtoir d'Escompte ausgeführt, ist dann aber mit seiner Ge- irgend etwas wahrgenommen hatte. Auch die Art und Weise, wöhnlich nur noch ein oder zwei Packete zu besorgen, wobei liebten, der unverehelichten Laura Sancke, flüchtig geworden und wie die Angeklagte von Hause fortgelaufen war und den angeb es dann öfter vorkommt, daß diese Bestellungen aus dem Wege hat seinen Weg über Köln nach Berlin genommen. Der Durch lichen Eindringling sich selbst überlassen hatte, gab zu fo leb liegen, so daß mein Sohn fast immer erst um 10 oder 104 Uhrgänger ist 1,85 mtr. groß, breitschultrig, blaß, bartlos, hat haften Bedenken Anlaß, daß weitere Recherchen für nothwendig nach Hause fam, hungrig und übermäßig abgespannt. Da wir schwarze, stechende Augen und trägt einen Kneifer. erachtet wurden. Das Ergebniß derselben war, daß man überin Moabit wohnen, so hatte mein Sohn zwei Stunden Mittags pause vereinbart. Dafür aber hatte er auch noch in dieser Eine Sammlung von bei Dieben ermittelten Gegenständen zeugt war, daß Frau Bohm eine artige Komödie aufgeführt Mittagspause Packete zu befördern, eft Glas und schweres befindet sich wieder auf dem Bolizeipräsidium. Allein aus Dieb. hatte, um den von ihr selbst begangenen Diebstahl zu bemanteln. Porzellan, dabei sollte er aber immer pünktlich im Geschäft sein. Stählen, die an Paletots in Restaurants im Zentrum der Stadt Auch die zweite Straffammer gewann auf Grund der BeweisLasten wurden ihm aufgebürdet, an denen wohl ein großer, während der Zeit vom 1. Januar bis 14. Februar er. ausgeführt aufnahme diese Ueberzeugung und verurtheilte die nicht mehr starter Mensch zu tragen hatte; so daß ein Herr auf der Straße worden sind, sind nachfolgende Gegenstände noch ermittelt unbescholtene Angeklagte zu einem Jahr Gefängniß. einmal meinem Sohne zurief:" Junge, wirf doch die Laft ab, sie worden: Ein graugelber Sommerpaletot mit gleichfarbigem Von welcher Beschaffenheit bisweilen die ,, echten ist zu schwer für Dich!"- Während der Zeit, wo die Jungen Futter, Sammettragen, Perlmutterknöpfen. Ein schwarzer Winter- Biere" find, die den Gästen in folchen Lokalen vorgesetzt wer im Geschäft waren. hatten sie feinen Augenblick Ruhe; Treppe paletot mit schwarzem Sammettragen, schwarzem Kloth, in ben, woselbst die Bedienung durch zarte Hand" geschieht, dazu auf, Treppe ab hatten sie die gekauften und vorgelegten Sachen ben Aermeln schwarzblau gestreiftem Futter, schräg übersponnenen lieferte eine Verhandlung, welche gestern vor der 88. Abtheilung zu schleppen. Traf der Prinzipal einen der Jungen, der sich Knöpfen.- Gin dunkelblauer rauher Winterpaletot mit schwarz- des Schöffengerichts stattfand, eine Illustration. Auf der Aneinen Moment verschnaufte, so rief der Herr alsbald: Haben roth- gelb farrirtem wollenen Futter, dunkelblauem Sammetfragen, flagebant befanden sich der Restaurateur Karl Geleng, der Sie Nichts zu laufen? Laufen's, immer laufen's!" Am 10. b. M. Schwarzen Hornknöpfen. Ein gelbgraues Damen Jacket, am Kellner Edmund Tagte und die Kellnerin Klara Weber, von mußte mein Sohn eine große Ripe gast zu war, Char. Aufhängsel die Firma: Max Bloch, Danzig. Fünf verſchieben denen erſterer der Fälschung von Genußmitteln, die lehteren der mit Porzellan nach lottenburg befördern, und da ihm die Last zu schwer war, rief er farbige große Zigarren- Etuis, darunter eins mit dem goldgestickten Beihilfe dazu angeschuldigt waren. Der Angeklagte Tagte war sich noch einen Kollegen mit. Es waren 30 Pfennig zu einer Monogramm innen:„ A. J. H."- Glf verschieden farbige und am 1. Oktober vorigen Jahres in das Geleng'sche Ge Fahrt gegeben worden und die beiden Knaben fuhren von der weiße schwere seidene" Cachenez. Fünf Paar Glacee und ein schäft als Büffetier eingetreten, er hat seine Stellung aber Vierzehn Taschen- bereits nach 8 Tagen aufgegeben, weil er die dort eingeführte Stadtbahn- Station Börse. Beim Einsteigen war mein Sohn Paar blau und bunt wollene Handschuhe. Drei Bigarren- Handhabung des Geschäftes nicht mehr ansehen konnte. Er hat vorangegangen; die Kiepe war so groß, daß sie nur schwer in tücher mit verschiedenen und ohne Zeichen. das Koupee ging, so daß der andere Laufbursche noch auf dem spißen, darunter eine Meerschaumspite, eine Balleteuse darstellend. Dann seinen früheren Prinzipal angezeigt und dadurch sich Wie Ein Berloque aus sechs in Silber gefaßten Hirschhornhaken selbst und die Kellnerin mit auf die Antlagebant gebracht. Bei Trittbrett stand, als der Zug schon in Bewegung war. leicht fonnte ein Unglück entstehen! Von der Bahnstation aus bestehend. Die Gefchädigten werden ersucht, behufs Relognos feinem Dienstantritt habe Geleng ihm folgende Instruktion gehatten die beiden Jungen die Last noch 3/4 Stunden zu schleppen; airung obiger Sachen sich Vormittags zwischen 9 und 1 Uhr bei geben:" Wenn die Kellnerin für einen Gast Porter" bestellt, die Auffindung der Adresse machte Schwierigkeiten, da sie nicht der Kriminal- Abtheilung des Polizeipräsidiums, Am Alexander- so stellen" Sie dies Getränk in der Weise her, das Sie ein hohes " Lese- und Distutirklub Wahrheit, Markusstr. 81. in Heindorfs Restaurant, Langeftr. 70. Gäste willkommen. eine" in Spitglas etwa au 5/6 tel mit Bazenhofer füllen und hierzu folin etwas weniger plumper Form als ihre Herren| ftraße 81. Berein ehem. Güler ber 44. Gemeindefoule viel aus einer Flasche Porter hinzugießen, bis das Glas voll- Kollegen von der Möbelbranche. Sie haben im legten Winter Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmftr. 105. Rauchflub, orb ftern" in Friedrichsberg. Rauchflub Bultan", Abends 9 Uhr bet ständig gefüllt ist. Diese Mischung setzt dann die Kellnerin dem mit verstärktem Personal gearbeitet, um jetzt im Besize von Aymer, Gräfeftr. 82. Orientalischer Rauchflub, Abends 9 Uhr, bei Harts Nauchklub" Frisch gewagt", Gafte vor und neben das Glas eine leere Porterflasche, als sei überkompleten Lagern ihren Arbeitern massenhaft fündigen zu mann, Manteuffelstr. 71. Gäste willkommen. Abends von 9-11 Uhr, Posenerstr. 5 bet Rockendorf. Stattlub reff" dieselbe soeben ausgegossen worden. Wenn der Gast der Kellnerin können. Die größte Firma am Playe hat sich jedoch verleiten Abends 8 Uhr, Frankfurter Allee 90 bet Dtto Babel. Gäste willkommen. aber eine Flasche Porter opfern will, so machen Sie die Mischung lassen, eine Unvorsichtigkeit zu begehen, die nicht ohne Folgen für Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Freiheit", Abends noch verdünnter, damit die Kellnerin mehr trinken kann." Nach sie bleiben wird. Es war nämlich in dieser Fabrit wie in vielen 8 Uhr, Naunynfir. 86 bet Bubett. Gäste fönnen durch Mitglieder eingeführt werden. Verein Boltsbildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, dieser Anweisung hat Tagte denn auch gehandelt und seiner anderen, in denen die 14tägige Kündigung besteht, Sitte, die im Restaurant Nürnberg, Schönhauser Allee 28.Angabe nach hat es Tage gegeben, an denen er fünf bis sechs Leute nur theilweise, zur Hälfte oder noch weniger zu beach Auf Nachm. 3 Uhr, in der Gr. Frankfurterfir. 99 ,,, Frankfurter Bier, Flaschen Porter zum Verschnitt gebraucht hat. Da der Gast für schäftigen. Um nun die Arbeit nicht ganz zu verlieren, duldeten hallen Auftlärung", Abends 8 Uhr, ein Glas dieses Porters" eine Mark zahlen mußte, so war es die Arbeiter diesen zweifellosen Verstoß gegen die G. D., nach- Rigdorf, Ede Knesebec- und Hermannstraße, Restaurant Beyler." Gäste will ein ziemlich einträgliches Geschäft. Die mitangeklagte Kellnerin dem aber jetzt die Firma S. Wolf auch den Leuten, denen sie tommen. Neue Beit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäfte haben Zutritt. bestätigte im Wesentlichen diese Art des Bierverschneidens, sie gekündigt hat, für die nächsten 14 Tage nur halbe Arbeit ge- Süd- Ost", 8% Uhr bei Zoltsborf, Görligerstr. 58. Gäfte, burch Mitglieder Johannes Webbe" Schönleinftr. 12, bet hat aber von der Anweisung dazu, wie sie dem Buffetier ertheilt geben, ist für diese obige Rücksicht weggefallen, und einige der eingeführt, haben Zutritt. Schwarz. sein soll, nichts gehört. Der Angeklagte Geleng bestritt dagegen, Arbeiter flagen eine Entschädigung für die gefeßliche Kündigungs- Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Donnerstag Abends daß er das Mischen" auch auf die Gäste ausgedehnt wissen frist ein. Wenn dieselben, was faum zu bezweifeln, ein obfiegen- 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. wollte, fein Büffetier müsse ihn falsch verstanden haben. Daß des Urtheil erstreiten, so dürften ihnen alle in gleicher Lage be- Befangverein", Blumenstraße 46 bet Wend. Uebungsstunde von intens die Kellnerinnen schwächeres Bier erhalten, sei eine Sitte, die in findlichen Kollegen nachfolgen. allen derartigen Lokalen gepflogen werde. Der Staatsanwalt hielt die Handlungsweise des Angeklagten Geleng für so verwerflich, daß er gegen denselben eine Gefängnisstrafe von drei Monaten beantragte, während für die beiden Mitangeklagten eine Geldstrafe von je 15 Mart eine genügende Sühne sei. Der Gerichtshof erkannte gegen Geleng nach dem Antrage des Staatsanwalts, gegen die beiden Mitangeklagten auf je 10 Mark Geldstrafe. Arbeiterbewegung. " Effen a. d. Ruhr, den 21. April. Nach einer Meldung der Rheinisch Westfälischen Zeitung" ist der Streit der Bergarbeiter auf der Seche Vereinigte Sellerbeck" bei Mülheim a. d. Ruhr heute Morgen beendet. Auf der Zeche„ Eintracht Tiefbau" bei Steele find auf Schacht 1" 156 Mann angefahren, auf Schacht 2" 61 Mann, im Ganzen also 73 Mann mehr, als geftern. Wie dasselbe Blatt weiter meldet, streikt seit heute Morgen auch ein Theil der Belegschaft von Zeche Fröhliche Morgensonne" bei Wattenscheid. Von 674 Mann fuhren 271 an. Steele. Am 16. April legte die Belegschaft der Zeche Eintracht die Arbeit nieder.( Schacht II.) 700 Mann und zwar aus folgenden Gründen: 1. Verlangten die Leute den Schacht aufzuschließen.( Der Fahrtschacht wurde bei Beginn der Schicht bis Ende der Schicht verschlossen.) 2. Wurde das Gedinge am 15. um 20 pCt. reduzirt. 3. Verlangen die Leute, daß bei der Leuteförderung die Wasserpumpe stillgesetzt wird. Die Pumpe läßt an den Druckfäßen Wassermassen fallen, so daß sehr viele bei der Ausfahrt bis auf der Haut durchnäßt werden, die vorher in Schweiß gebadet waren. Die Waschkau ist ebenfalls nicht im Stande, so daß sich die Hälfte nicht waschen tann, und dann bei Wind und Wetter mit durchnäßten Kleidern 1 bis 11/2 Stunde bis an ihre Wohnung zu laufen haben. Am 17. schloß sich der Schacht I mit einer Belegschaft von 800 Mann dem Ausstand an. Am 17. Nachmittags fand daselbst eine Versammlung statt, in welcher von Siegel und Schröter auf die Gefahr eines Streits hingewiesen wurde. Die Leute sind furchtbar erbittert, weil die Grubenverwaltung ein Unterhandeln mit den Delegirten rundweg abgeschlagen hat. Es wurde dort beschlossen, die Regierung und die Bergbehörde aufzufordern, dafür einzutreten, daß die Uebelstände beseitigt würden. Mons, 21. April. Der Ausstand in dem Kohlenbecken von Borinage hat an Ausdehnung bedeutend abgenommen; die Zahl der ausständigen Arbeiter ist auf 900 herabgegangen. London, 20. April. Unter den Ausstellungsarbeitern zu Chikago droht ein Massenstreik auszubrechen. Sie beklagen sich, daß die ihnen gemachten Lohnbedingungen verlegt worden feien. Scottdale. Laut telegraphischer Meldung aus Scottdale ( Pensylvania) herrscht in der dortigen Koksgegend von Neuem große Erregung. Etwa Hundert Streifende griffen am Freitag Abend einen Theil der Fabrik der Gesellschaft Frick an, es tam zum Kampf und es wurden zwischen den Wächtern und der an dringenden Rotte Schüsse gewechselt; schließlich zogen sich die Angreifer zurück. Sonnabend früh sollen die Streifenden vermittelst Dynamit der Frick- Gesellschaft gehörige Vorrathsgebäude zerstört haben; Niemand wäre verwundet. Bradford, den 20. April. An dem gestrigen Meeting der Gewerkvereine betheiligten sich gegen hunderttausend Personen. In den von den Sozialisten gehaltenen Ansprachen wurden die Versammelten aufgefordert, sich der gefeßlichen Mittel zur Erreichung ihrer Ziele zu bedienen. Es gelangte eine Resolution einstimmig zur Annahme, in welcher gegen das Verfahren der Behörden Protest erhoben wird. Die Versammlung verlief bis zum Ende ruhig. Versammlungen. " " Seeger'scher bel 11 Uhr. Gefangverein Einigtett"( Sutmacher), Liniens straße 73 bet Roth. Gefangverein Edelweiß Melchiorstraße 15 bet Stehmann. Gefangverein Echo 2", Alte Schönhauserstraße Nr. 42 bet Netmann. fraße& bet Bartels.- Männerchor St. Urban", Annenstraße Gefangverein Frühlingsluft", Flottwell Prop. Männergesangverein Borar", Admiralstr. 38 bei Bülow. Gesangverein, Kornblume", Blumenftr. 54 bei Wuttke. Gefangverein Gefangverein " Hand in hand", Staltgerstr. 142 bet Greiser. Unverzagt" bet Rüfter, Köpenickerstraße 127a. Gesangverein, Dorfs glödletn" Deutsch- Billmersdorf, Berlinerstr. 40 bet Pietsch. Wefangs verein best flerverbandes" in Steglig, Restaurant Hildebrand. Arbeiter- Gesangverein armonte", Zempelhof, Dorfstr. 10 bet Berth. Befangverein ,, Weiße Rose", Reinidendorf, Residenz- und Holländerstraßens Ede bet Garo. Arbeiter Gesangverein morgenroth", Rummels burg, Göthestraße 9 bet Konrath. Gefangverein Brezels hluß" in Gahm's Klubhaus, Annenstrauße Nr. 16. Gesangverein Firmitas", Adalbertstr. 8 bet Schneider. reuzberger Sarmonte", Lindenstr. 106, bet Boppe. " Amicitia, Adlershof Bismardstraße bet Albrecht. " Euphonia", Restaurant Wetc, Röpnicerſtraße 68. ftraße 47. Muftt und Gefangverein Gefangverein Gefangverein Berliner Turn Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stats lub„ üdwärts", Abends 8% Uhr, im Restaurant Boderte, Pallifabens Lübec'scher Turnverein, Männer- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Elisabethstr. 57-58, Königstädt. Gymaaftum. Turnverein Dften", Lehrs lings- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenstr. 63a. genossenschaft, 1. Lehrlings Abtheilung, Abends 8-10% Uhr, im Beffing Theater, Banffir. 9-10. Straße 88.- Offenbacher Gängerfranz", uebungsstunde von 9-11 im Dresbeneg Männer- Gefangverein Crescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, Gneisenaus Garten, Dresdenerfir. 45. Säfte wiltommen. Verein 8td Bad", Sigung Gefelliger Berein Regina, Sigung mit Damen, Abends 8 uhr, in des mit Damen Uhr in Krösches Gesellschaftshaus, Fichtestraße Nr. 29. Buisenstadt. Bierhallen, Alte jatobfir. Nr. 89. Geselliger Club Blaus veil chen", Abends» Uhr bet förtsch, Stallschreiberstr. 60 Pfropfenverein Webbing", Abends 8 Uhr bei A. Engel, Müller- und Antonftraßen- Ed. Bergnügungsverein" Caprice", Abends 9 Uhr, Sigung mit Damen im Marienbad", Babstr. 35-36, Saal 1 Tr. hen", 9% Uhr, Sigung mit Damen bet Bülow, Admiralstraße 38. Gäfte wil Vergnügungsverein Betl tommen. Berein ehemaliger Schüler ber 98. Gemeindeschule, Abend 9 Uhr, im Gesellschaftshause Oftend", Nüdersdorferstr. 45. Privattheater Gesellschaft offnung"," Abends 8 Uhr, im Klubhaus, Ohmgaffe 2. Gäfte willkommen. Berein ehemaliger Schüler der 23. Gemeinbe Gäfte will Zu dem Bericht über den Verein der Arbeiterinnen Schule. Sigung, Abends 9 Uhr, bet Saeger, Grüner Weg 29. tommen. Berein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bet an Buch- und Steindruck- Schnellpressen in unserer gestrigen Schröder, Stegligerstr. 18, Gäfte wiütommen.- Tambourverein„ Jungferntrans" Nummer wird uns mitgetheilt, daß sich in demselben ein Fehler Weidenweg 12. befindet. Seit dem Bestehen der Organisation sind nicht straße 48. Rauchflub„ Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bet Jufinger, Kraut 490 Stellen, sondern 1490, in einem Jahre besetzt worden. Rauchflub ernipige", Abends 8% Uhr bet A. Böhl, Nüders dorferstr. 8. Rauchflub Collegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirths Mitgliederversammlung der Vereinigung der Schmiede Deutsch- Breslauerstr. 27. haus, Staliterftr. 41. Rauchflub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bet Tempel, lands( Bahlstelle Berlin) am Donnerstag, den 23. April, Abends 8% Uhr, in Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegen Feuersteins Salon, Alte Jakobstr. 75. und 89 Hamburg). Donnerstag, den 23. April, Abends 9 Uhr, Versammlung 9 Uhr im Restaurant Birt, Straußbergerstr. 3. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. 29 Bouifenhof, Stallschreiberstr. 60.- Vergnügungsverein„ Schneeglöd chen Donnerstag. Geselliger Verein Blau Beilchen", 9 Uhr im Reſtaurant der Ortsbeamten der Filiale Berlins und Umgegend bei gemter, Münz Ftbelto", 9% Uhr im Restaurant Gaillard, Prinzenftr. 87. Privat- Theater- Gesellschaft straße 11. Die Delegirten werden ebenfalls gebeten, in der Bersammlung zu erscheinen. Geselliger Klub Blau- Beilchen"( Mitglied des Bundes der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend). Sonnabend, den 25. April, findet in „ Süd- Ost", Waldemarstr. 75, ein Tanzfränchen statt und hiermit werden sämmtfiche Genoffen, fowie die Bundesvereine freundlichst eingeladen. Billets: Herren 50 Pf., Damen 30 Bf. sind beim Vorsitzenden R. Beu, Admiralstr. 11, fowie an der Kontrolle zu haben. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs am Mittwoch, Borwärts", Uhr, Lokale 9 " bei Karow. Krautstraße 52 im Restaurant. Verbandes. Wäre es thatsächliche Wahrheit, daß 35 Mann ge- Willibald- Alerisstraße 31 fündigt seien, weil eine Beschränkung vom technischen Stand- Wrangelstraße Nr. 141 bet W. Schmidt. ochftr. 32 a bet Wilte. bet Musold. Nürnberg. hett". haben Zutritt. Gefangverein 8ufriedenheit", " Flöterscher Gesangverein", Landsbergerstr. 31 Arbeiter- Gefangverein, Borwärts", 28 " Gesangverein Arbeiter- Gefang Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau. finden im Wattenscheiber Mülheim a. d. Ruhr, den 18. April.( 3um BergarbeiterStreit.) Der durch den Wolff'schen Telegraph, sowie von den sogenannten gutgesinnten Blättern in die Welt hinauspofaunte Schacht Carnall ſeitens der Belegschaft leichtsinnig und ohne Saunynfis. 83." Baffe haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen aufolge heute Nachmittag auch auf Reche Zentrum bef Effen a. b. Ruhr, 21. April. Der Rhein.- Weftf. St Nord", Abends 8% Uhr, bet Raabe, Ruppinerstr. 46. genügende Gründe erfolgt wäre, möchten wir doch mit einigen abends 8% Uhr, bet Gilgenfeld Worten entgegentreten. " Gmansipation", abends subr bet Wagner, steue Königstr. 89. Gäste Fröhliche Morgensonne" ein Theilstreit ausgebrochen. Währen Wattenscheid wegen des Ausstandes auf der benachbarten Beche Es ist so recht bie Art und Weise der hiesigen Zechenbarone tutommen.- noch die gesammte Morgen- Belegschaft und ihrer Beitungsschreiber, daß sie den Befreiungskampf der Säfte willommen. Arbeiter auf jede nur denkbare Art und Weise aufzuhalten suchen.& bolter anger- Bund Berlins und Umgegebb. abends 286 ente " Frete Denter", 9 Uhr bet Saugt, Böthftr. 12 weigerten auf Zureden eines sozialdemokratischen Agitators von der Es handelt sich in diesem Falle einfach, um Sprengung unseres a upe, Rebungs funde( Sufn, von Mitgl.).- Gefangverein„ Fretes Steb", bie Anfahrt über Labettet blachußerdem find heute Besangverein Crescendo" Nachmittag auch die Belegschaften der Zechen„ Hasenwinkel" Dahli punkte zur Nothwendigkeit geworden wäre, so würden die Gruben- Shor) bet Bemter, Münzstraße 11. Männer- Gefangverein" tlari tas" haujen a. b. 92., in unichelbata nähe der Beche„ Eintracht arbeiter verständig genug gewesen sein, in Anbetracht der VerGoftbetter. Gefangverein is or art Schnaufer Mille as bet evler mehrere Bergarbeiter- Bersandlungen statt, um über die hältnisse ohne Murren irgendwo andere Arbeit zu suchen; es wäre sicherlich dieses Faktums wegen tein Streit ausgebrochen. Gefangverein der Steinmeßen", Johannisstr. 21 bet Müller. Gesang Erklärung eines allgemeinen Streits schlüssig zu werden. Die wahren Gründe werden erst ersichtlich, wenn wir hier verein& do", Pantom verein Deutsche Eiche", Blumenftr. 46 bet Went. Arbeiter- Gefang bet Borchardt, Schulzestr. 27. mittheilen, daß die gekündigten 35 Männer, um derentwegen der er che", Abends 9 Uhr, bet Bimmermann, Brunnenstr. 119. Streit ausgebrochen ist, zu den intelligentesten unseres Verbandes verein Johanni" am Ostbahnhof Nr. 7, bet Junold. Gefang partei wird durch Maueranschläge und durch ein Manifeft, gehörten; fast sämmtliche Führer sind darunter. verein" Freiheit", Uebungsftunde von bis 11 urte ter- Befana welches sie in 100 000 Exemplaren vertheilen läßt, die Arbeiter Hämmerle, Bülowstr. 59, part. Wie planmäßig man von Seiten der Zechenverwaltung zu Brangelfir. 147 bet W. Schmidt.- Verein„ Steinfeger- Sangerhor", Arbeitstages und bes allgemeinen Stimmrechts in Aussicht ges Männergefangverein„ Morgenroth", auffordern, an der für den 1. Mai zu Gunsten des achtstündigen Werke ging, geht schon daraus hervor, daß zu derselben Zeit, als Schwedterstr. 17 bet Wolter. Gefangverein Südo ft" bet Biemer, Cuvry- nommenen Rundgebung theilzunehmen. ftraße 16. Männergefangverein Steinne Ite", Gerichtstr. 10 tm Restau den Leuten gekündigt wurde, einzelne neue Arbeiter augenommen rant. Männergesangverein 8ufriedenheit" bet Gauger, Willibaldwurden, und als die Arbeiterbelegirten hierüber dem Direktor Alerisstraße 5.- Gefangverein 2yra" bet Stachel, Raupachstr. 6.( Depeschen des Bureau Herold.) Hochendahl ganz ruhig zur Rede stellten, soll er kurz und bündig Männergesangverein der Kürschner bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Umgegend. woch. Bergnügungsverein„ ibele Brüder, 9 Uhr Schönleinstraße s bei Wattenscheid, 21. April. Außer auf der Zeche Fröhliche gefagt haben:" Dat mut ick witten." Einige von den gekündigten Leuten sollen dann auf der be- Kiehn. Bergnügungsverein„ Broletariat", im Restaurant Stehmann, stand zum Ausbruch gekommen. Geselliger Berein Freiheit", 8% Uhr im Restaurant nachbarten Zeche Wiesche" um Arbeit angefragt haben, Melchiorstraße 15. Leidinger, Boyenstr. 40. worauf denselben die Antwort wurde, daß von den sogenannten Brunnenfir. 35a. Fünfunddreißigern einer Arbeit erhalten könne. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Frisch Daraus geht doch wohl für Jeden, der sehen will und nicht ge- auf", Abends 8%-10% Uhr bei Saller, Naunynftr. 70. Gesangverein " Paufebeutel", Abends 9 Uhr bei Poppe, Lindenstr. 106.- Gefangverein Briefkaffen der Redaktion. flisfentlich die Augen zudrückt, genügend hervor, daß man beab=" offnung", Moabit, Abends% 0 Uhr bei Jiges, Wilsnaderstr. 63. fichtigt, den Verband zu sprengen. Die Belegschaft durfte unter Männergefangverein Gangestreue", Abends 9-11 Uhr bet Luther, C. m. 5. Sie haben die Veranlagung für das Steuerjahr solchen Umständen ihre um die Einigkeit der Bergarbeiter alleranberstr. 37, Gde stafferstr., 1" Tr. Brüderstr. 26. Gefangverein Alpenrose",( Sem. Chor) 8-10 gr, 1890/91 noch vor dem 1. April d. I., also noch rechtzeitig au bewegung wohlverdienten Kameraden, welche ihrer Intelligenz und Kühr, bet Schröder, Reichenbergerſtr. 24. Gäste, burch Witglieder eingeführt, gefandt erhalten und müssen deshalb die ganze Steuer für diesez Bitherflub Alpen veti dhen", Abends 8% Uhr, staifer: Jahr nachzahlen. Immerhin würde Ihnen, da die Zahlung des Hingabe für die gemeinschaftliche Sache wegen von der Verwaltung willfommen. Gäste willkommen. hinausgestoßen werden sollten, nie und nimmer im Stiche lassen. ftraße 256, Ece Alexanderstraße. Tambourverein Ganzen auf einmal eine große Härte wäre, auf ein von Ihnen ,& cho"( Vergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bei Hüttrich, Gollnowstr. 9.Altona, 17. April. Der Streit der Reepschläger und ännergesangverein Edelweiß", Abends 8% Uhr, bet Schneider, Belforter einzureichendes Gesuch um Ratenzahlung voraussichtlich gestattet straße 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Seiler, der jetzt über 4 Wochen dauert, scheint einen baldigen Fraureuth. 1. Die Roften werden aus der Zivilliste be glücklichen Ausgang erwarten zu lassen, da mehrere auswärtige 10 Uhr im Turnfaale des Königstädt. Gymnaf." Elifabethftr. 57-58. und 5 hiesige Meister schon bewilligt haben und die übrigen sich Berliner Zurngenoffenfchaft, 6. Männerabth. Abbs. von 8-10 ühr: stritten. 2. Dissident. Zurnlofal Mariannen- Ufer 1a. 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis M. S. 223. Geduldigen Sie sich nur. Das geht nicht so hoffentlich der Erkenntniß nicht länger verschließen werden, daß 11 Uhr. Turnlokal: Mühlenstr. 49-50. Zurnverein Dsten", Männer schnell, fie ebenso gut, wie die Hamburger Meister einen Lohn von Abtheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. 3,50 M. pro Zag bei zehnstündiger Arbeitszeit zahlen können, Garten", Dresdenerstraße 45, Damen und Herren als Gäfte willkommen. zumal die Gefellen ziemlich knapp sind. Die Zahl der StreifenTheater u. Vergnügungsverein" Bultania" Abends 9 Uhr, in Meißners 162. Damen und den beträgt nur noch 20. Die Uebrigen sind in Arbeit getreten Restaurant, Gartenstraße Herren, welche ges beizutreten, tönnen sich daselbst melden oder abgereist. Etwas ungünstiger schien die Sache der neigt sind, dem Verein Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: oder beim Borsigenden M. Lieste, Aderstraße 13, Hof 1 Treppe. Bon einer amerikanischen Auktion um 2 Rollmopse bet Streifenden durch Differenzen zu werden, die in Stettin zwischen Pollack- Klub Lustige Brüder", Abends 8-10% Uhr im Restaurant Meistern und Gesellen entstanden waren und leicht zum Streit siewald, Dresdenerstr. 38. Berein" Fibele Brüder", Schönleinstr.& Heise 3,35 M. Gesammelt bei Sasse, Fennstr. 14, 3 M. J. J. von 14 Gefellen führen konnten. Bergnügungs- Verein" Broletariat", Nr. 71, Fil. Nord 16,15 M. F. H., Nixdorf 3 M. Die Differenzen sollen aber bet E. Kien. Gäste willkommen. Sigung Abends 9 Uhr, bei Steemann, Melchiorstr. 15, Hof part. Gäfte will bereits beglichen sein. tommen. Geselliger Klub Proletariat" bet Lorenz, koppenstr. 40 e.Mainz, 16. April. Auch die Schuhfabrikanten, die im verflossenen Jahre den Arbeitern in einem mehrere Wochen anhaltenden Lohnkampfe unterlegen waren, haben jetzt Gelegenheit genommen, jenen diese Niederlage heim zu zahlen; allerdings Berein Fridolin", 9% Uhr im Restaur. Wolff, " Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis Theaterverein Blumenlefe" Sigung 9 Uhr Abends im Dresdener Ge= werden. Briefkaffen der Expedition. Auf dem Arbeitsnachweis der Tischler gingen ein: Mitglied felliger Klub offnung" bei Feige, Markusstraße 31. Gefelliger Berein Bern-50 M. Von Schulz u. Deutschmann( Einkeilen) 4 M. Freiheit" Abends 8% Uhr, bei Genoffe Leininger, Boyenstr. 40. Gäste, Damen und Herren, willkommen.-Bergnügungsverein on um", Abends 8 Uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Berein der Goldiner", Abends 8 Uhr bei Wutte, Friedrichsbergerstr. 24. Berein treuzftbet", Sigung mit Damen bet Doberstein, MartannenArbeiter- Maifeier arrangirt vom 362/7 sozialdemokratischen Wahlverein von Charlottenburg, am Sonntag, den 3. Mai, im Lokale Bismarckshöhe, bestehend in Konzert, Vorträgen und darauffolgendem Tanz. Anfang des Konzerts Nachmittags 4 Uhr. Billets à 25 Pf. sind bei folgenden Personen zu haben: Röttger, Wilmersdorferstr. 65; Sellin, Wilmersdorfer- und Scharrenstraße- Ecke; Plerau, Restaurant, Wilmersdorferstr. 36; Wernicke, Wilmersdorferstr. 43; Hopp, Charlottenburger Ufer 5a; Pirch, Rirchstr. 7 und Genosse Bressel. Freie Vereinigung der Maurer Berlins und Umgegend. Emil Göthe, Rottbuser Damm 39, am Hermann play. Donnerstag, 28. d. M., Abends 8 Uhr, bei Orschel, Sebaftianstraße 39: empfiehlt allen Freunden und Genoſſen Deffentliche Mitglieder- Versammlung. und Tagesordnung: 1. Abrechnung der freiwilligen Beitragssammler. feine Cigarren und Tabake. Cigarren eigner Fabrik! Nordhäuser Kantabak von Grimm 2. Vortrag über„ Staatliche und Kommunal- Bauten mit besonderer a. Triepel, ſowie Hanewacker. Stadtverordneter Zubeil. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Mitglieder werden aufgenommen. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 267b Vereinsabzeichen, Stempel u. Gravi 284/19 rungen empf. den Genossen G. Kleist, Der Vorstand. Waldemarstr. 48. 396b Dr. Hoesch, homöopath. Arzt Artilleriestr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-1, Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. ちたち et et 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 93. Versammlungen. Gedächtnißfeier für Mag Kayser. " Mittwoch, den 22. April 1891.8 " A Als gemaßregelt werden die Stollegen Bloszis von Laurinat und Comp. und Neumann von Jakob, Mechanitfabrit anerkannt. Die Kollegen werden ersucht, sobald wie möglich die Billets vom Maskenball abzurechnen. 8. Jahrg. Einnahme 789,95 M., Ausgabe 568,75 M., Ueberschuß 221,20 M. ein Fleiner Vermerk befinde, dessen Bedeutung erst geprüft werden Die Versammlung ertheilte ebenfalls dem Kassirer Decharge. müsse. Diese Antwort habe er bei nochmaliger Vorstellung ebenKollege J. Meyer berichtet über die Lage des falls erhalten und er sei deshalb schriftlich vorstellig geworden. Streits bei Mazz u. Ko. Er theilt mit, daß von Seiten Darüber seien bereits 14 Tage verstrichen. Die Prüfung des Borigen Sonntag veranstaltete der Lese- und Diskutirklub der Streifenden der Versuch gemacht worden ist, eine Ver- ominösen Aktenvermerts scheine aber noch nicht beendet zu sein, Max Kayser" in der„ Berliner Bockbrauerei" eine erhebende ständigung mit den Fabrikanten herbeizuführen; die Fabrikanten da eine Antwort noch immer nicht erfolgt sei. Was die Behörde Gedächtnißfeier für Max Kayser. Schon lange vor sechs Uhr verhielten sich jedoch ablehnend. Da auf Grund der in der darunter suche, wisse man nicht. Jedenfalls sei eine solche ErAbends, wo die Feier ihren Anfang nehmen sollte, war der Saal öffentlichen Versammlung am 31. März cr. angenommenen Reso- ledigung von Gesuchen für die Gewerbetreibenden nicht von überfüllt, Kopf drängte sich an Kopf, galt es doch auch zugleich lution ein Theil der Streifenden anderweitig in Arbeit getreten Bortheil und seines Erachtens nach nicht einmal zu rechtdie Noth der ausgesperrten, deutschen Brüder zu lindern, zu ist, wird sich wohl die nächste öffentliche Versammlung mit der fertigen. deren Gunsten der Reinertrag der Versammlung bestimmt war. Frage der Beendigung resp. Fortdauer des Streits event. Ber- Redner verbreitet sich nun über das Verfahren, welches auf Tannenzweige, Fahnen, Schilder verliehen dem Raum ein wür hängung der Sperre über die Berkstatt beschäftigen müssen. Die Grund einer Denunziation eines Fahrgastes hin, wegen unhöf Diges, weihevolles Gepräge, in der Mitte wallte von der hohen Rasse ist erst türzlich wieder genau revidirt worden und Alles ist lichen" und" ungebührlichen" Betragens gegen den Kutscher einDecke ein gewaltiges Banner herab, das die Inschrift Freiheit, in bester Drdnung. Anzuerkennen ist die Opferfreudigkeit der geleitet werde. Der Fahrgast, welcher wegen des zu zahlenden Gleichheit, Brüberlichkeit" trug, an der Ballustrade des Orchesters, gesammten Klavierarbeiter und Berufsgenossen für die Streifen- Fahrgeldes mit dem Kutscher öfter in Streit gerathe, denunzire das als Rednerbühne diente, befanden sich rechts und links die ben. Es knüpft sich hieran eine längere Debatte, an der sich die den Lehteren gewöhnlich, und in den meisten Fällen werfe diese Bilder Lassalle's und Hasenclever's, in ihrer Mitte aber, den schwarz- Kollegen Bloszis, Link, Lüderiz, Grunow, Knabe Anzeige dem Kutscher„ unhöfliches" und„ ungebührliches" Betragen umflorten Rahmen mit blutrothen Schleifen, der Farbe des hoff- und Michelsen betheiligten; der eine Theil sprach vor; hinzu käme dann gewöhnlich noch, daß auch der Kutscher es nungsreichen, aufglühenden Morgens geschmückt, grüßte für, der andere gegen die Beendigung des Streits. unterlassen habe, dem Fahrgaste vor Beginn der Fahrt die die prächtige Stirn des heut gefeierten Todten, Max Kaysers, Roll. J. Meyer theilt mit, daß die Versammlung heut beschließen Uhr vorzuzeigen und eine Fahrmarke auszuhändigen. ernst auf die Menge herab. Orchesterklänge ertönten, Märsche, solle, ob der Name des Vereins weiter bestehen oder geändert Die Folge davon sei gewöhnlich: 12-15 M. Geldstrafe, und sei Lieder wurden gespielt, die Marseillaise erklang, vorgetragen von werden solle. Er tritt für letzteres ein, um so den verschiedenen das Sündenregiſter bei einem Kutscher, der den Droschkenbock dem Gesangverein Zufriedenheit", der martige, musikalisch- wir Arbeitern der Musikinstrumentenbranche den Beitritt zu er schon seit vielleicht 20-25 Jahren brücke, ein etwas langes, tungsvolle Mahnruf an die Arbeiter" durchbrauste den Saal, leichtern, z. B. den Orgelbauern, Harmonikamachern, Blech dann erfolge die Entziehung des Fahrscheins. Der Kutscher sei und reicher Beifall schallte von dem festlich gestimmten Publikum instrumentenmachern u. f. w. Gerade diese Branchenarbeiter stießen nun in einer sehr fatalen Lage; obwohl er in allen solchen Fällen als Echo und Gegengabe an die Künstler zurück. Wilhelm Lieb sich an den Namen unseres Vereins.- Aus der längeren Dis- Angeklagter fei, fönne er nie oder höchst selten mit Schutzzeugen knecht hielt die Festrede. In kräftigen Zügen entwarf er ein kurzes Lebens- tussion, in welcher verschiedene Namen vorgeschlagen wurden, aufwarten. Der„ beleidigte Fahrgast" habe zwar auch keine solchen, und Leidensbild des geschiedenen treuen Kameraden und Mit ging der von Roll. Niendorf vorgeschlagene durch und wurde aber dies sei auch nicht nöthig, da er Denunziant und Zeuge in einer ringers. Bon vorn herein betonte er, daß die Sozialdemokratie angenommen. Der Verein erhält nun den Namen„ Fach- Person set und seiner Aussage fast jedesmal Glauben geschenkt den Personenkultus verschmähe, daß gerade sie, als Partei der verein sämmtlicher in der Musikindustrie be- werde, worauf dann die Verurtheilung des Beschuldigten eintrete. schäftigten Arbeiter." Es wurde nunmehr die Wahl Ebenso sei es auch mit der Bestimmung über die Bezahlung der Freiheit, diesen Gößendienst hafsen, verachten müsse; denn jeder bes 2. Vorsitzenden vorgenommen; es ging aus ihr per Attla- Fahrten. Darnach hätten dieselben nicht nach der Entfernung der Einzelne fei, je nach seinen Gaben, verpflichtet, seine Pflicht zu mation Roll. Must row hervor. Nach Erledigung einer zurückgelegten Fahrt, zu erfolgen, sondern nach der Zeitdauer. erfüllen. Troßdem aber habe noch niemals das Volk die großen internen Angelegenheit berichtete die Werkstatt Kontroll- Die Führer der ersten Klasse legen nun die nach dem Wegemesser Todten vergessen, die für ſein Wohl und sein Wehen in Selbstver kommission über die in Arbeit befindliche Statistik und nahm vorgeschriebenen Tour in einer weit fürzeren Zeit zurück, als die leugnung gefämpft und wie es dankbar sich der Gefallenen von Achtundvierzig erinnere, so behüte es auch das Andenken der Stellung gegen die vom Vorstand vorgeschlagene Wahl einer der zweiten Klaffe, fie dürften aber trotzdem für eine Fahrt, Todten aus dem neuen Befreiungstampf und unter diesen das Fünfer- Kommission zur Ausarbeitung einer genauen Statistit welche sie in vielleicht 12-14 Minuten zurückgelegt hätten, die unferes May Kayser, des unermüdlichen Streiters, dem der Zoll in unserm Berufe. Nach längerer Debatte wurde die Angelegen- nach dem Wegmesser aber 18-20 Minuten betrage, feinen Zollheit dem Vorstand und der Kontrollkommission überwiesen. doppelten, sondern nur den einfachen Fahrpreis erheben, andernliebender Dankbarkeit gebühre. Nun schilderte Redner, Neu aufgenommen wurden 23 Mitglieder. falls machten sie sich einer Tarifüberhebung strafbar, was wie Ranfer 1869 als 17 jähriger Jüngling den Rauf mannsberuf, Am Bußtag findet eine Fußpartie nach Rüdersdorf statt. im Wiederholungsfalle zur Entziehung des Fahrscheines ben er nach beendeten Gymnasialstudien Bersammlung Morgens 3/47 Uhr auf dem Schlesischen Bahnhof. führe. Das Charakteristische bei der bei der ganzen Sache sei, ergriffen, mit schnellem Entschluß über Bord warf, Recht rege Betheiligung ist erwünscht. daß viele Fahrgäste auf das Geschäft„ reisten". Fordere der wie er sich hohen, idealdurchglühten Sinnes von seiner den so- Es beschließt die Bersammlung, zur Maifeier am 3. Mai in Kutscher den ihm eigentlich von Rechts wegen zustehenden Fahre genannten„ besseren" Ständen angehörigen Familie losriß, dem der gräflich Reischach'schen Brauerei in Stralau die Festzeitung preis von dem Fahrgaste, so antworte dieser mit einer Denun angesehenen Stand der Eltern entfagte, um arm, ärmer vielleicht des Vorwärs" gratis zu vertheilen und den Arbeitslosen freien siation wegen Zarifüberforderung und wegen unterlassener Fahr als der Aermste in der Versammlung, mit den Armen, Ent Eintritt zu gewähren. marken- Aushändigung und der Uhrvorzeigung. Anerkennen müsse erbten künftig dahinzuleben und Schulter an Schulter mit ihnen zu kämpfen, ein freiwilliger Proletarier. Ja, freiwillig! Bei er hingegen wieder, daß ein großer Theil Fahrgäste nicht auf feinen hervorragenden Talenten hätte er ja nur zu wollen gediesem Standpunkt stehe. Das Damoklesschwert schwebe jedoch braucht, und eine glänzende Zukunft, wo die Tage wie Gold und trotzdem beständig über den Häuptern der Droschkenführer, und sie seien deshalb bei dem königl. Polizeipräsidium schon zu wiederSeide sich abspinnen, wäre ihm sicher gewefen. Er aber zog ein Dasein der Noth, der Verfolgung, des Elendes, des Gefäng holten Malen wegen Beseitigung dieser das ganze Gewerbe nisses vor. Drechsler. Am 13. April fand unter Vorsitz des Kollegen drückenden Bestimmungen vorstellig geworden. Nach den darauf Tiefe Bewegung durchzitterte wohl die Brust manch eines Slotsch eine kombinirte Mitgliederversammlung der Drechsler erhaltenen Bescheidungen zu urtheilen, erkenne die Behörde dieses Hörers, als er die Leidensgeschichte des tapferen Todten vernahm, Deutschlands, Bahlstellen Berlins, statt. Die Abrechnung des Alles selbst als mit den heutigen Zeitverhältnissen nicht mehr dem das Sozialistengeset seine an sich schon mehr als kümmer Sommervergnügens vom 16. Auguft wurde verlesen und dem vereinbar und im Einklang stehend an, weshalb sie bereits im liche und färgliche Existenz bis auf den Grund zerstörte. Heut Rassirer Decharge ertheilt. Bei der Berichterstattung der Delegirten Jahre 1884 ihre Erwägungen zugesagt habe. Dabei fei es aber ward diese Zeitung verboten, morgen die andere, übermorgen von der Generalversammlung zu Halle unterzog Kollege Doft das bis heute geblieben. Die Interessenten sähen sich deshalb ge jene, fein Geschäft ward geboykottet und nun die Prozesse Berhalten der Hamburger Kollegen in Betreff der Versammlung nöthigt, aus ihrer bisher geübten Praxis herauszutreten und statt und Anklagen aller Art, auch eine Anklage auf Hochverrath, die vom 4. April( Nr. 15 der Fachzeitung) einer eingehenden Kritit, alles ungemach in stiller Resignation zu ertragen, dasselbe der freilich bald fallen gelassen ward. Und zwei Jahre Gefängniß; welche noch eine kleine Debatte hervorrief. Darauf erstattete er Deffentlichkeit zu unterbretten und an diese zu appelliren. Gr und dann die Ausweisungen, die nimmer raftende Hesjagd von eingehend Bericht über den Verlauf der Verhandlungen auf der empfiehlt der Bersammlung, welche seinen Ausführungen mit Stadt zu Stadt, erst fraft des Lumpen- und Bettelparagraphen, Generalversammlung, welcher von den Kollegen Jonas, Hilde Spannung gefolgt war und diefelbe oftmals mit stürmischen unterbrochen hatte, eine von ihm und später auf Grund des§ 22 des Sozialistengeseyes, der die brand und Fischer, welche ebenfalls Delegirte waren, noch ergänzt Beifalls bezeugungen Beschränkung des Aufenthalts verhängt. wurde. Hierauf wurde folgende Resolution einstimmig ange- eingebrachte Resolution, nach welcher das Bureau der Kayfer war vogelfrei! Im Reichstag war er 1878-1884, nommen: Die heutige kombinirte Mitgliederversammlung ist mit Bersammlung beauftragt wird, bei den Herrn Minister des also zwei Legislaturperioden als Vertreter des Freiberger der Thätigkeit ihrer Delegirten einverstanden und geht über die An- Innern, wegen Abänderung der hier in Rede stehenden Be Wahlkreises, der vor ihm schon von zwei Sozialdemokraten ver- zapfungen der Hamburger Kollegen zur Tagesordnung über. Schwerdepunkte, entweder mündlich oder schriftlich vorstellig zu treten war von Friß Mende und dem unvergeßlichen Unter Berschiedenem theilte Kollege Doft mit, daß Herr Lutz werden. Nach kurzer Diskussion, an welcher sich die Herren Geib. Diese sind todt, und er ist todt. Es ist, wie wenn das ihm entgegengebrachte Vertrauen schnöde gemißbraucht hat. Rulnig, Barth, Engler, Mörenberg, Hoff auf diesem Mandat ein seltsamer Fluch geruht hätte, wie am So war er u. 2. auch Mitglied des Vergnügungskomitees und mann, H. Schulz und Schultheiß betheiligten, wurde Halsband der Hermione der Fluch frühzeitigen Sterbens. hatte hier die Gelder von dem im Januar stattgefundenen dieſe Resolution einstimmig angenommen. In seinem SchlußBei der 1884 er Wahl erlag er in Freiberg, ward aber in Auer- Maskenball zu kassiren. Eine von den kombinirten Vorständen worte bemerkte der Referent noch, daß man vorerst diesen Schritt bach, einem anderen sächsischen Wahlkreis gewählt. auf Wunsch des Herrn Lutz beauftragte Kommission von drei wählen müsse. Sollte er nichts fruchten, könne man sich an die Im Reichstag, wo er bei so mancher Attaque kühn vor die Personen stellte dann einen Fehlbetrag von 119,45 M. fest. gefeßgebenden Körperschaften wenden. Er bat alle Anwesenden, Front gesprungen, sprühte seine Begabung, die vor allen Dingen Darauf hin ging er die Verpflichtung ein, pro Monat 10 M. ob Fuhrherr oder Kutscher, in diefen gewerblichen Fragen stets der Rednerkraft lag, am Glänzendsten auf. Wohl abzuzahlen. Dieser Fall rief eine lebhafte Debatte hervor, an gemeinsam zu handeln und deshalb die in Zukunft etwa noth Diefer und Jener, gab der Festredner zu, möge ihn welcher sich verschiedene Kollegen betheiligten. Hierauf gelangte wendig werdenden Berlammlungen ebenso zahlreich zu besuchen die heutige, denn nur dann fet es möglich, pathetischem Schwung, an loderndem, hinreißendem folgende vom Kollegen Stein gestellte Resolution zur einstimmigen wie Feuer übertroffen haben, doch von Niemand wurde er übertroffen, Annahme: Beantrage Herrn Luz auf Grund des§ 7 bes etwas zu erreichen.( Stürmischer, langanhaltender Beifall.) faum von Ginem erreicht in witziger Schlagfertigkeit, in der Statuts aus der Vereinigung auszuschließen, und ihm die Fähig- Bum Schluß wurde noch eine Agitationskommission, bestehend aus Kunst, schnell, turz, packend den Inhalt der Debatte zusammen- feit abzusprechen, jemals wieder ein Amt in der Gewerkschafts- den Herren: Kulnig, Fritsche, Krautin, Barth zufassen und dem verblüfften Gegner mit der zierlichen, fein- bewegung zu bekleiden. Nachdem noch die Kollegen Schönemann, Fuhrherren), Engler, Ditersborf, fchege, H. geschliffenen Klinge des Spottes plöglich in überraschender Weise Hinz und Stein als Revisionskommission und die Kollegen Schulz und Lewin gewählt, sowie beschlossen, daß die Tages den tödtlichen Stich zu versetzen. Dabei tam ihm seine außer Fischer, Germay und Freigang in das Vergnügungskomitee ge- ordnung der nächsten öffentlichen Versammlung eine politische ordentliche Kenntniß der Geschäftsordnung zu statten. Von der wählt waren, wurde noch bekannt gemacht, daß das Sommerfest sein soll. Zur Feier des 1. Mai soll jeder Fahrer 1 M. spenden, ,, verlorenen Hoffnung", d. h. dem„ verlorenen Posten", wie ein der Vereinigung am Montag den 15. Juni im Elysium, Lands- und dieser Betrag soll der Generalkommission der Gewertschaften Engländer das Häuflein sozialdemokratischer Abgeordneten berger Allee, stattfindet. genannt habe, das aber die Hoffnung nicht verloren habe, Die Droschkenführer, fondern den Wechsel auf die Zukunft siegesbewußt in der Tasche Fuhrherren und Rutscher, waren am Freitag, den 17. d. M., trüge, würde würde der„ brave May" oft noch zurückerfehnt. Rein Freund aber hat wohl diese weitleuchtende Befähigung des Abends, zu einer Versammlung nach dem„ Feen- Palast" berufen worden, um einem Vortrage des Reichstags Abgeordneten Gefeierten rückhaltloser und herzlicher zu loben vermocht, als sie schwarz über das Thema Die vielen Bestrafungen gerabe durch der Feinde tödtlichen Haß, durch die Verfolgung und Fahrschein Entstehungen im Droschten bis ans Grab auf das Beredtste anerkannt ward. der Denker und Rämpfer Auf dem Breslauer Kirchhof, dort, wo auch Lassalle ruht, gewerbe, und was ist dagegen zu thun?" zu hören. rufsgenossen Berlins hielt eine von zirka 500 Personen be Der Einberufer der Versammlung, Herr Engler, eröffnete suchte Mitgliederversammlung mit der Tagesordnung: 1. Wie und räcker, den tapferen Gireitern, die auch dem Sozialisten- diefelbe um 10 Uhr Abends, dankte zuerst für den zahlreichen feiern wir den 1. Mai? 2. Vierteljahresbericht. 8. Wahl der Befuches mochten wohl 3000 Interessenten anwesend sein Revisoren. 4. Unser Stiftungsfest. 5. Berschiedenes, ab. Zum gefeß zum Opfer gefallen sind, schlummert nun unfer Max und theilte zugleich mit, daß der Referent durch Krankheit am ersten Punkt der Tagesordnung nahm Herr Möhring das Wort Kayser, der vielverfolgte, zu Tode gehetzte Vorkämpfer des Pro- Erscheinen verhindert sei. Er machte daher den Vorschlag, dem und erläuterte den Mitgliedern in kurzen Worten die Bedeutung Er hat kein Denkmal von Erz oder Stein, aber" in der Bersammlung anwesenden Kollegen Schütte bas Referat des 1. Mai. Er empfahl den Rath der Fraktion. Es wurde so schloß Genosse Liebknecht den Vortrag, zu übertragen. Da kein Widerspruch erhoben wurde, und Schütte feine darauf der Antrag einstimmig angenommen, am 1. Mai zu ar Denkmal ist ihm gefeßt in unseren Herzen. Männer, Frauen, Zeitung der Versammlung wurden die Herren Engler, jedes Mitglied eine Festzeitung beim Berwärts" zu bestellen und Zustimmung gab, fourde demselben bas Referat übertragen. Zur beiten mis am 8. Mai einen Ausflug it und Kinder, die gegenwärtige wie die fünftige Generation werden kulnig und Barth gewählt, worauf Schütte das Wort gratis zu vertheilen. Ferner verpflichteten sich die Anwesenden ihn nicht vergessen, den guten Kameraden, den selbstlosen, pflicht zu seinem Vortrage erhielt. In zweistündiger Rede verbreitete zur Ansammlung eines Fonds zur Durchführung der achtstünerfüllten Parteigenossen. Nicht besser können wir sein Andenten ehren, als wenn wir ihm nacheifern und in treuester Pflicht sich derselbe über das Droschtenreglement, insbesondere über die digen Arbeitszeit jedes am 1. Mai 25 Pf. beizusteuern. erfüllung alle unsere Kräfte stellen in den Dienst der Partet, der§§ 18, 21, 24, 40 und 47 und die Polizeiverordnung vom wurden in der Arrangirung des Ausflugs am 3. Mai die Damen May Kayfer so treu und aufopferungsvoll gedient hat." Brau- wird, the Fuhrwerksmaterial außerhalb des Weichbildes Berlins ring beauftragt. Herr Möhring verlas hierauf in Vertretung 31. Juli 1880, nach welcher den Gewerbetreibenden untersagt Fräulein Schmidt, Fräulein Lowasz, Herr Fall und Herr Möhfender Beifall schloß sich an diese Worte; er bewies, daß dieser unterzubringen. Nach§ 18 des Droschtenreglements könne den der Frau Stuckardt den Kaffenbericht. Nachdem Frl. Hamann Appell verstanden wurde und freudig befolgt werden wird, jest jenigen Personen, welche wiederholt wegen Körperverlegung als Revisorin erklärt hatte, daß die Rasse in vollster Ordnung In herzlicher Gemüthlichkeit blieben die Genossen unter den bestraft seien, die Ertheilung der Fahrlegitimation ver vorgefunden ist, wurde die Kassirerin entlastet. Zu Revisorinnen Klängen des Orchesters und den Gesängen des Vereins„ Bu- all ereignet, daß er wegen Mißhandlung eines ſeiner Biderick gewählt. Zum Buntt 4„ Unſer Stiftungsſeſt" wurbe sagt Nun habe sich bei einem Kollegen der wurden die Damen Frau Krüger, Fräulein Bamberger und Frl. friedenheit" noch lange beisammen. Schuldner, den dem Beitschenstiel bearbeitet von Herrn Möhring in furzen Worten auf das am 25, April im Klavierarbeiter. Der Verein zur Wahrung der Interessen habe, zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt worden sei. Aus Festsaale der Brauerei Friedrichshain stattfindende Stiftungsfest der Klavierarbeiter und Berufsgenossen hielt am 13. April seine Unkenntniß der gesetzlichen Bestimmungen habe er die sieben aufmerksam gemacht. Im vorigen Vierteljahr wurden laut ordentliche Generalversammlung ab. Rollege D. Dreyer gab die tägige Berufungsfrist verstreichen lassen und habe er, nachdem Rassenbericht 89 Mitglieder aufgenommen. Abrechnung vom 1. Quartal d. J. an die Bersammlung. Bilanz: das Urtheil rechtskräftig geworden, die ihm zuerkannte Strafe Einnahme 968,80 m., Ausgabe 616,56 M., Ueberschuß 351,74 W. antreten müssen. Aus diesem Anlaß habe er seine FahrBestand vom 4. Quartal 1890 1260,59 M., Summa 1612,33 M. legitimation an das Polizeipräsidium zurückgegeben, wozu er eben Dazu der Unterstützungsfonds 668,1 M., im Ganzen 2280,34. nach§ 22 des Reglements verpflichtet gewesen sei. Nach„ AbDie Revisoren haben die Abrechnung und Kasse für richtig be- solvirung" der Strafe habe er sich an die Behörde mit der Bitte funden und die Versammlung ertheilte dem Kassirer Decharge.-um Zurückgabe der Legitimation gewandt, fei aber abschlägig beKollege Kröhn giebt die Abrechnung vom Rommers. Bilanz: schieden worden. mit dem Bemerken, daß sich in seinen Aften in an und immerdar. und nicht weit von Reinders ,, ein dauernderes " mit er Deutschlands überwiesen werden. Der Ueberschuß der Tellersammlung wurde dem Bureau als Agitationsfonds überwiesen, und dasselbe hat darüber von Zeit zu Zeit Bericht zu erstatten. Mit einem dreifachen Hoch auf die gefaßten Beschlüsse und auf die internationale völkerbefreiende Sozialdemokratie wurde die Versammlung geschlossen. Der Verein der Plätterinnen und verwandten Be 3 Briefhaffen der Redaktion. K. J. 46. Gin Verein oder Klub, gleichviel ob er polizeilich angemeldet ist oder nicht, ist, wenn er für einen Abend eir Bimmer in einem Restaurant für sich gemiethet hat, an die Policistunde nicht gebunden. Baar- Berlauf zu fehr billig. aber ftreng festen Breifen. Geschäfts- Hauser Paletots nach Maaß 45. u.35 M Baer Sohn BERLIN. N. Chausseestraße 24a. 0. Gr. Frankfurterstraße 16. SO. Brückenstraße 8, am Bahnhof Jannowihbrücke. Nen- Eröffnung der Geschäfte! Unsere Herren- und Knaben- Bekleidungen zeigen die größten, reichhaltigsten Läger der Metropole Berlin und überbieten an Preiswürdigkeit und Vortrefflichkeit der Waaren alles in Berlin Gebotene. 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