Nr. 70. SS. Jahrg. Bez«O»»re«, ntxttqStvnjom. nonctfl. IMMk. hei in< Hau«. barau«»Mbar.Sin«riet kuunneru!0«fg.«of!!>»,ug. Kunol» lich 1Ä) ÜSl untn Kreuzband ftt Demfch�and und Ofimeni- Ungarn 8.— SA. Hb da« fldrigt EuSlanb 4,60 SA.«anattfch«erfand MS Fefb bei direkter Seftellung mona» IM Ml. vottbeffeZungen nehmen an DSne» mar!. Holland Luremdurg, Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Soft-ejeLungs-Preiiilift� Erfcheiui«ig»ich. tetegraunn.«dreffw »EoztaldeW.krat verlitt�. Vevllnev Volksblakk. (ivpksnnls) AuzeigenpretSl DiefiebengefpalieneKoionelzellekofiet so Pfg.»ktlcine Slnzeigru". da» fetigedruche Wori 2ii«fg. fzullilsig 2 fettgedrulkle Eons). iedc? laeiisre Worl 10«fg. Sicllengefuchc und EchlaffieUenanzeigen das erste Wort lv Pfg.. icdes weilere Won r, Pfg. Warte über 15 Luchilabcn zählen für twe, Worte. TeuerungSzufchiag R°!. jsanifiien> Aiiz-igeu Si» Pfg., polifffche u. gewerlschaMiche Vereins- tlnzeigen 4v Pfg die Zeile. Anzeigen für die nächste Nummer mllsfcii dt« ft!lhr nachmitt im Haubigefchäft. kerlin»W. 5s, Lindeiiftrahe s. ab- gegeben werden. Geöffnet von 8 Uhr stüh bis 7 Uhr abends. ZentrzXovgan der rozialdcmokrattfcbeti Partei Deutfchlands. Redaftion: EW. HS, Liaüenstraße Z. Uarnivrelier-«mr Morttrvla«.»r. tSI Sv— llil»7 Der großinSuftrielle Kampf gegen Sie Gememwirtschast. Bon äRax Onarck. Es ist viel wert, wenn die Oeffentlichkeit weist, welche �Interessengruppen hinter sogenannten„großen Bewegungen" stehen. Von den Drahtziehern kann man auf die Ziele schließen, die oft für solche Bewegungen nicht ganz offen an- gegeben werden. So klingt es gar verlockend für die vielen Harmlosen im Kriegswirtschaftskampfe, daß der Privatwirt- schaftliche Nutzen und die„Bewegungsfreiheit" wieder an die Stelle„staatssoziatistlscher" Grundsätze treten müßten, die die Kriegswirtschaft beherrscht hätten. Alle die kleinen Exi- stenzen, denen der Krieg schwer zusetzte, auch alle die mittleren Geschäfte, denen der Zentralismus und die Vureaukratie der .tlriegswirtschaft erhebliche Schwierigkeiten machten, erhoffen vom Kampfe gegen die gemeinwirtschaftliche Organisation Rettung und Erleichterung für ihre sorgeiwolle Zukunft. Da trifft es sich nun gut, daß uns zu willkommener Klärung der Sachlage nachfolgendes W« r b e s ch r e i b e n auf den Tisch fliegt, das der Zentral verband Deutscher Jndu- st r l e l l e r soeben cm seine Mitglieder„vertraulich" hat er- gehen lassen: Zentralverbanb Deutscher Industrielle» zur Förderung und Wcchruna nadionaler Arbeit. Berlin W. 36, Kurfurstenstraße 187. Berlin, den 28. Februar 1018. Rundschreiben. Vertraulich! Äa die Mitglieder oeä Zentrawerbaudes Deutscher Industrieller! Ter Zentrelverbcrnd Deutscher Industrieller hat seit langem wit Besorgnis die Bestrebungen verfolgt, die auf sine allgemeine Soziolisierung unseres gesamten ErirevbSlebcnS hinausgehen, und sich in Gemeinschaft mit dem Bunde der Industriellen in einer großen Kundgebung am 13. Oktober 1917 mit allem Nachdruck gegen die Uebr-rtragung staatssozialistischer Tendenzen auf die Zeit der lieber gangs- und Friedenswirtschaft ausgesprochen. D'e gleiche Stellung haben auch die Interessenvertretungen zahlreicher anderer WirtschaftSgruppen eingenommen, und es ist mehrfach von dem Vertretern der ReichSleitung wie der Einzelstaaten die Zusicherung gegeben worden, nach Beendigung de» Kriegszustandes, sobald als angängig, die jetzt zivangSläubige Wirtschaft wieder in frei« Bahnen zu leiten und die pr>vatwirjschaftliche Tätigkeit wieder an die Stelle der Gemeinwirischast treten zu lassen. Gegen diese von der In- duttri« einmütig geforderte Wcderherstellung unserer bisherigen Wirtschaftsordnung sind indessen zahlreiche ander- weite Einflüfse tätig.(Vergl. au» der Industrie nahe- stehenden Kreisen u. a. die kürzlich erschienene Schrift de» Herrn Dr. Walter Rathenau:»Die neu« Wirtschaft", in welcher eine tiefgreifende Wirtschafisumwälzung in der Richtung gefordert wird,.daß m Zukunft die Wilrifchaft im weitesten Maße nicht mehr Privatsache, fondern Sache der Gerneinschaft sein soll.) Es ist geboten, derartigen Neigungen zu einer weit- gehenden Tozialisieru-ng unseres Erwerbslebens mit ständiger Luftnerksamkeit und m i t verschärftem Nachdruck ent- gegenzutreten. Der Zentralverband Deutscher Industrieller beabsichtigt,»u diesem Zwecke durch Wort und Schrift eine de- sondere W e rbetätigkeit zu entfalten. Da hierfür erheblich«, aus dem Rahmen d« fmistigen Beiträge herausfallende Mittel erforderlich sind, richten wir die Bitte an Sie, sich mit einem größeren Betrage an den K o st e n einer solchen Werbetätigkeit zu beteiligen und ihn auf dos Sonderkonto„Z" des Zentralverbandes Deutscher J»ldu» strieller bei der Direktion der Diskontogesellschast,'Berlin W. 8, Unter den Linden 85, einzuzahlen, lieber die Verwendung wird einem durch die Beitragenden zu ernennenden Ausschusse besondere Rechenschaft gelegt wecberi. Dar Zentrawerband behält sich vor, gegebenenfalls in dieser Angelegenheit mit anderen Wirtschaftsverbanden wegen eine» ge- Weinsamen Vorgehens in Verbindung zu treten. Mit vorzüglicher Hochachtung Zentralverband Deutscher Industrieller. Der Geschäftsführer! Dr. Schavsighoffer. Gar nichts wäre dagegen einzuwenden, wenn der Zen- tralverband seine unüberwindliche Abneigung gegen jede Ge- meinwirtschaft, die nach Möglichkeit Auswüchse der Ausbeu- tung und Profitwut abschneiden soll, offen wie in seiner Kundgebung vom Oktober 19!7 betätigte. Das steht ihm durchaus zu Gesicht und entspricht seinen großkapitalistischen Monopolbestrebnngen. Warum aber wendet er sich„vertrau- lich" an seine Mitglieder wegen Herbeiholnng größerer Betrage zu seiner Agitation? Weil die Oeffentlichkeit über die Mittel, mit denen diese Agitation aufgepufft und nach be- stimmten, dem Zentralverband angenehmen Richtungen ge- leitet wird, im unklaren bleiben soll. Die Bewegung gegen Gemeinwirtschaft soll als eine allgemeine Volkssache er- scheinen, der der allgemeine Widerstand und die von allekl Schichten geteilte Abneigung gegen das Wesen der Gemein- Wirtschaft Kraft und Zähigkeit gibt. Dieser Eindruck würde sehr stark beeinträchtigt werden, wenn offenbar würde, daß die Gelder der Schwerindustrie die Bewegung nähren und lenken. Deshalb wird die Beschaffung der Mittel„vertrau- lich" betrieben. Man soll nicht wissen, daß es das Gewinn« interesse der Großindustrie ist,„derartigen Neigungen... mit verschärftem Nachdruck entgegenzutreten". Der klein« Bürger soll in dem Glauben sich wiegen, daß man für seine Konsumenten- und schmalen Geschäftsinteresien kämpft, wäh- rend er m Wirklichkeit nur als Zugkraft für die Ausnutzungs- fteiheit aller Gewinnchancen benutzt wird, die ßch für das Großkapital bei»freier" Wirtschaft ergeben. Seme Ler- Fenerkampf an der englischen«nd fran- zösischen Front im Westen. Amtlich. er«|c* H p M■•» t i«y, t». Mörz 1918.(®. T. v.» Westlicher KriegSschauplach. H»Me>»y«ppe«.»p t», Rnppyycht A««Stits und während der Nacht war dir englische Artillm« namentlich zwischen A r r a S und St. Q n r a t i» sehr iätig. Durch feindliches Feuer und Bombenabwurf auf rückwärtige Ortfchafie« entstanden in Mear« und Hatluin größer« Ber« loste noter der Bevölkerung. Herresgrnppe» Drvtsche»»»««pri»,, »on Srllwitz und Herzag Albrecht. Oefilich»an Reim», ans beide« MaaSnsera sowie an der lothringische« Front bei M u l s« ch und Slam»« t war der Fenerkampf tagsüber gesteigert. Beiderseits»an OrneS blieb er auch die Rächt hindurch ledhast. Bm, den andere» KriegSschanplStze« nichts Neues. Der Erste Grneralgnartiermeister. Ludeo�irst. Abendbericht. Beyli«, 16. März 1818, abeudS. Amtlich. La» dea Kriegsschauplätzen nicht» Neue«. Der österreichische Bericht. Nie«, 18. März 1918. Amtlich wird»erlautbart: Sei»? befoudrren Errigniste. Der Sh es des«eueralst»»»«. H3Mk braucherinteressen würden den Mann au« den breiten Schich- ten auf die Gegenseite führen. Denn das Großkapital be- drängt ihn viel schlimmer, als irgendwelche Gemeinwirtschaft. Man denke an die Preisschröpferei des Kohlensyndikats in diesen harten Zeiten und an den Boykott, den die großen Zigarrenfabrikanten gegen die genossenschaftlich organisierten Kleinhändler neuestenS wieder versuchen! Solche Ziele dür- fen natürlich nicht durchscheinen, wenn man gegen die Ge- meinwirtschaft mobil macht. Und deshalb muß sich die„be- sondere Werbetätigkeit" des Zentralverbandes Deutscher In- dustrieller hübsch im verborgenen halten. Auch wenn man gegen„zahlreiche anderweite Einfliisie" aufkommen will, ist das bitter nötig. In der Klammer des Rundschreibens zu diesen„Einflüssen" wird freilich nur Walter Rathenau als Beispiel aufgeführt. Aber auch dies« unvollständige An- führung beweist schon, daß sich schwerindustrieller Ueberprofit und— Intelligenz in der Beurteilung gemeinwirtschaftlicher Fragen schlecht vertragen. Indessen zielt man noch nach ganz anderen Höhen. Auch in Regierungskreisen schwört nicht alles mehr einfach auf di«„freie" Wirtschaft von Kapitals Gnaden. Und um diese Widerstände zu besiegen, braucht man erst recht die Mitwirkung der Massen Harmloser, deren Auf- marsch oben wirken und die schwerindustriellen Drahtzieher verdecken soll. Wie mans dreht mrd wendet, die„vertrauliche" Geld- sammlung ist ein industrielles Kampfmanöver, bei dem Gut- gläubige„durch Wort und Schrift" als Deckungstruppen für Privatmonopolistcn mobil gemacht und ins Feuer geschickt werden sollen, während eine kleine Gruppe schwer Reicher sich hinter der Front bereit hält, den Gewinn aus der Beseitigung „staatssozialistischer Tendenzen" zu ziehen. Deshalb wird tiefstes Mißtrauen gegen die geplante Agitation die größte Burgertugend sein! Die Sukarester yaupwerhanölungen unterbrochen. Rücktritt deS Ministerium« RvereSev. S» k a r e st, 16. März. Der r»mSnische erste Delegierte der FriedcuSkonfereuz Argetojau« ist an� Donnerstag ver- abrcduvgSgrmaß von Jasiy nach Bukarest zurückgekehrt. Er hat den Delegierte» der Zentralmächte mitzeteilt, das Mini- sterinm RvereScn habe an« innerpolitischen Gründen, die nicht» mit der Friedeasfrage z« t» n hätten, demissionirrt, ein neaeS Ministerium sei noch nicht gebildet. Da die Bollmachten der bisherige» rumänischen Delegierten infolge dieser Entwicklung hinfällig geworden sind, ruhen zunächst die Hauptverhandlungen. Die KommissiouS- bcratnngru der einzelnen Nuterabteilungeu der Kriedeu»- konfrreuz werden fortgesetzt. Der Rücktritt Averescus kommt nicht überraschend. Mit- teilnngen letzter Tage bereiteten daraus vor. Zm Anschluß an einem Besuch Marghilomans bei dem in Bukarest weilenden Grafen Czernin wurde auf diesen bekannten kon- servativen Parteiführer als den vermutlich kommenden Mann an der Spitze Rumäniens hingewiesen. Sein Programm wurde gekennzeichnet durch Mitteilung von Aeußerungen, die es nach Besprechung nit dem ymänischeu König einem. Ezrpeöition: EW.»8. lklnKenstraße Z. Mernfvreitiey:«mt Mortoplap, Str. 151 SS— 151 S7. Vertreter der Zeitung„Actiu anea Romana" gegenüber tat. Er sagte zur Friedensfrage M a.: „Fe ftüber wir Frieden geschlossen hätten, desto größere Vor- teile hätten wir gehabt. Je länger wir den Friedens- schluß binauSziehen, desto schwieriger wird die Lage. Ich habe von Anfang an meine Meinung über die Lag« geäußert, trotzdem wurde der Krieg geinucht. Wir mußten den Augenblick suchen, Friedensverhandlungen zu beginnen, damit es nicht zu spät werde. Am 2. I a n ü a r d. I., alS Friedens- Verhandlungen mit Rußland in Brest-LitowSk begannen, babe ich die Regierung BratianuS durch Denkschrift ge- warnt, di- ich durch Vermittlung Herrn ArionS durch die Front sandte. Mein Borschlag wurde jedoch nicht in Erwägung gezogen, obwohl er logisch begründet war. zumal Außland, auf dessen Veranlassung hin wir Waffenstillstand geschlossen. Friedens- Verhandlungen begann. Die Ergebnisse sind aus dem Frieden der Ukraine zu ersehen, die ein Maximum an Vorteilen sich sicherte, weil sie damals unterhandelte." Die„Nene Freie Presse" meint, ein Ministerium Mcirghi- loman würde zweifellos bedeuten, daß Rumänien schon jetzt eine Annäherung an die Mittelmächte vollziehen will. Es handelt sich also bei der jetzt ein- getretenen Kabinettskrise um die Frage, ob der letzte Wider- stand des rumänischen Königs gebrochen werden kann. Man erinnert sich an die vor Wochen ausgesprochene Warnung Peter Carps, daß die FrtedenSfrage zur Dynastie- frage werden könne._ Die polnisch-ukrainische Grenzfrage. Ergänzung zum Brest-Litowsker Friedensvertrag. Wolffs Bureau teilt mit: Am 4. März laufenden Jahres isiurd« in Brest-Litowsk von den zum Abschluß der Friedensverhandlungen mit Rußland dahin entsandten Bsvollmäch- tigten der Bierbundsmächte einerseits imd den Delegierten der ukrainischen Volksrepublik andererseits das bereits im österreichischen Abgeordnetenhause angekündigte Protokoll über die polnisch-ukrainische Grenze unterzeichnet, welches lautet wie folgt: „Da Zweifel über di« Auslegung des Punkte» 5. Art. S, des am 9. Februar in Brest-Litowsk zwischen Deutschland, Oesterreich- Ungarn, Bulgarien und der Türkei einerseits und der ukrainischen Volksrepublik andererseits geschlossenen Friedensvertrages entstanden sind, haben die Regierungen der genannten Mächte beschlossen, diese Zweifel durch eine ergänzende Erklärung zu be- seitige«. und haben ihre zu den Friedensverhandlungen mii Rußland nach Brest-Litowsk entsandten Bevollmächtigten(folgt die Aufzählung der Bevollmächtigten) beauftragt, nachstehendes zu er, klären: Zur Vermeidung von Mißverständnissen bei AnSlegung de» Punkte» 2 de» Artikel» 2 des am 9. Februar 1918 in Brest-Litowsk zwischen Deutschland, Oester- reich- Ungarn, Bulgarien und der Türkei einerseits und der ukrai- nischen Volksrepublik andererseits geschlossenen Frieden»- vertrage» wird festgestellt, daß die im zweiten Absatz dieser Bertragsbestimmung vorgesehene gemischte Kommission bei Festsetzung der Grenze nicht gebunden ist, die Grenz- linie durch die Orte Bilgoraj, S z c r z c b r z fr tz«, Krostnostow, Pngaszow, Radin, M e s h i r e t s ch i e, Sarnaki zu lege», sondern da» Recht besitzt, auf Grund des Artikel» 2, Punkt 2, diese» Friedensvertrages die sich au» de» ethnographischen Verhältnissen und SL Ii«- schen der BevSlkrrung ergebende Grenze auch ö st lich der Linie Bilgoraj, Szcerzcbrzfzyn, Krastnostan«, Pngaszow, Radin, Meshireschie» Sarnaki zu führe». Die erwähnte gemischte Kommission wirb aus Per- trrter» der vertragschließenden Teile und au» Vertretern Polen« gebildet werden, und e» wird jede dieser Parteien die gleiche Anzahl von Delegierten zur Kommission ent- senden. Die vertragschließenden Teile werden einverständlich be- stimme», in welchem Zeitpunkte diese Kommission zujanunenUete» wird. Ausgefertigt« fünffacher Urschrift in Brest-LitowSk a» 4. März 1913. Dieses Protokoll bestätigt also, daß der Streit um da? Cholmer Gebiet, der in Oesterreich und Polen im Anschluß an den B»est-Litowsker Friedensvertrag zu innerpolitischen Erschütterungen führt«, durch eine Neuregelung überwunden werden soll._ Das Ultimatum an hollanö. Haag, 16. März. Wie halbamtlich mitgeteilt wird, wird der niederländische Minister des Aeußern am Dien«- tag in der Zweiten Kammer den Standpunkt der holländischen Regierung in»er Angelegenheit des Ultimatums der Enientc au Holland mitteilen. Soweit be- kanut ist, wird auch er dagegen protestieren, daß die Schiffe in die Gefahrzone gebracht werden solle«. Der Stand der Angelegenheit dürfte gegenwärtig fol- geuder sein: Die Entente besteht darauf, de« gesamte» holländische» Schiffsrawa«ach Gntdünke» zu benatze» and sie versacht, de« hoMidischen Schiffsraum, der sich ia den Häfen bcsindet, herauszubringen. Die Entente ist bereit, den in holländischen Häfen befindlichen Schiffsraum, also etwa 200 000 Tonnen, zum Teil für die Nahrungsmittclvrrsorgnng Hollands zn verwenden. Deutscherseits sieht man auf dem Standpunkte, daß unter keiner Bedingung die Entente in die Lage verseht werden darf,»och mehr holländischen Schiffsraum zu rauben, als sie dies bereits getan hat. Da man jedoch die Nahrungsmittelversorgnng in jeder Weise anch für. Holland zn fördern wünscht, so wird man holländischen Schiffen, die ausfahren, um Nahrungsmittel zu holen, Freigeleit geben, wenn ein gleiches Schiff in Amerika freigelaffrn wird. Sollte die Entente und Amerika, wa? ja nach ihrem bis- heriacu Verhalten nicht unmöglich ist, zu der L i st greifen, Schiffe in Amerika frei zn lassen, nm sie dann auf der See wieder festzuhalten, so entfallt natürlich anch die Bereitwilligkeit Deutschlands, noch irgend ei» Schiff aus Holland abfahren zu lassen. Dem Haager Korrcspondenzburcau wurde im Ministerium des Aeußern mitgeteilt, das; keine Mitteilung der Art, wie Reuter aus New Uork berichtet, eingetroffen sei, das; nämlich die Vereinigten Staaten und Groffdritannien die nieder- ländische« Schiffe in den Dienst der Alliierten stellen� wiirdeu, wenn das Abkommen, über das verhandelt wird, nicht bis zum 15. März angenommen wird. Die Negierung ivurde nur ersucht, sich vor dem 13. März über einen Vorschlag zu entscheiden, demgemäß Holland ein Vorschuß von 100 000 Tonnen Weizen in Aussicht gestellt würde, wenn eS den Teil feines Schisfraumcs, der bei einem eventuellen Abkommen zur Verfügung der Alliierten gestellt würde, schon jetzt auch zur Benutzung im sogenannten gefährlichen Gebiet abtrete. * üTiiistctdai«, 1(1. März. Die Niederländische Telegraphcn-Aqentur rrlälr. I vom 15. März, daß die niederländischen Schisse nicht nach England fahren dürfen. Derselben Agentur zufolge haben die alliierten Regierungen zugestanden, bah der Dampfer Nieuw Amsterdam mit einer Ladung Reis und Kaffee nach Holland fahren kann. Diele Ladung stammt auS zwei niederländischen Schiffen, die in amerikanischen Häsen liege». /llbsrt Thomas' englische Snürücke. Bcrn, 10. März. In der„Information" berichtet Albert Thomas über seine englische Reise. Er gibt zu, daß es Stimmungen der Ermaitung, Ungeduld, ja selbst der Auf- lehmii'.g gebe, daß pazifistische Schriften einen Frieden des Stonis quo forderten, doch seien diese Strömungen klein und einflußlos. Tie Mehrheit der Sozial sten wolle durchhalten bis zu einem demokratischen und dauerhaften Frieden. Ein schwacher Punkt sei zlvar die Fleischeinschränkirng, sie mache böses Blut, dürfe aber nicnt gemildert werden. Stärker als unter den Arbeitern sei in Finanz- und Jndustriekreisen Stimmung für einen schnellen.»Venn auch weniger dauerhaften Frieden. Als englisches Kriegsziel bezeichnet Thomas in erster Linie die Befreiung Belgiens; er unterstreicht zwar auch die englischen Kundgebungen für Elsaß- Lothringen, läßt aber deutlich erkennen, daß man hieran wesentlich nur aus Rfttgefühl mit Frankreich festhalte, Eng- land eigenste Interessen daran aber kaum erkenne. das Schulüduch öes Zarismus. Zur Vorgeschichte des Weltkrieges. Haag, 10. März. Dem„Vaderland" zufolge hatte der Vertreter von„Manchester Guardian" ein Gespräch mit dem russischen Gesandten in Washington, Baron Rosen, in dem dieser mitteilte, daß Rußland bereits im Jahre 1912 den Krieg vorbereitete, nm die Gefahr des schon damals drohenden Umsturzes zu beschwöre n. Der Krieg wurde von Rußland künstlich heraufbeschworen, weil man hoffte, dadurch die Macht und die Popularität des Zaren»viederherznstellen.„Nation" kon- stariei t, daß auch Buchana n der Ansicht sei, daß der Zar durch den Krieg dieses Ziel zu erreichen hoffte. Die Räumung Petersburgs. Stsikheli»', IS. März. Nach einer HavaS-Meldung ouZ Petersburg vom 14. März wird omllich bekannt gegeben, daß die Räumung PeiersbnrgS beendet ist und daß von beute an kein Bewobner die Stadt verlasse» darf. In dielem Zweck ist der Ber- lebr aller Personen-, selbst der Lokalzüge, von heut früh an auf- gehoben. Der Rat der Kommissare der Kommune Petrograd, so lautet von heute an der amtliche Name für PetetZbi.rg und seine Umgebung, bat das Erscheinen aller so- genannten bürgerlichen Zeitungen, die seit Beginn der deutschen Öfienffue verboten waren, wieder genehmigt. Die Petersburger Telegraphen-Agentnr ist nach M o s k a u übergesiedelt und hat eine Filiale in Petersburg errichtet. Freilafluttgen und Verhaftungen. „Nowoja Shisn' meldet, daß a u s der Peter-PauIS- Festung der frühere Minister des Innern Protopopow und der ehemalige stellvertretende Minister des Jmiern Bieletz k> entlasse» lvorden sind. AuS dem Gesänzni» Kresty wurde der frühere iGzmimster deS Innern K u r l o w freigelassen. Der ehe- maiige Kriegsminister B i e l e j o w ist von seinem Hausarrest en>« bunden worden. Protopopow ist in dem Nikolajewslilazamt untergebracht worden. Sieben diesen Entlassungen wurden neue Per« Haftungen bekannt. Nach Renter wird aus Petersburg ge- meldet, daß Fürst L w o w von dem Befehlshaber der nötdlichen Front verhaftet worden ist. In den Taurischen Palast, Ivo sich der allrussische Wahlausschuß versammelt hatte, drang der Fähnrich Piyporowskt ein und erklärt«, nachdem er den Anwesenden einen von den Bolkskommiffaren unterzeichneten Befehl vorgelegt hatte, sie als Mitglieder der„Kadelten-Ientrat- Wahlorganiiation" verhaften zu müssen. Da die Anwesenden den Fähnrich überzeugen tonnten, daß sie der allruisiichen Wahl- komrniision angehören, erklärte er, erst weitere Instruktionen ein- hole» zu müssen. Nach einer Slunde kehrte er zurück und führte alle Mitgllsdet nach dem Smolny-Jnstitut, wo rhre Verhafiung er. folgte. Wie Havas aus Petersburg berichtet, wurde Grotzsürsl Michael nach Perm verbannt. OststbirtfchcS. Petersburg, 14. März, fflteutcr.l Der K o m m a N d a n t deS Hafens von Wladiwostok, General Dunbudce hat Selb st- mo'rd begangen. Basel, 12. März. Nach einem Petersburger HavaZbericht wird die Meldung von einer russische» Regierung unter dein Lorsitz d»S Für sten L w o w in O st s i b i r i e n dementiert. dle wirren in Jinnlanü und öle finn- länüijche Sozialöemokratie. Der schwedische Sozialist Moeller, der Mitglied der Der- mittlungskommission der schwedischen Arbeiterpartei war, hat, wie „Aftonbladej" meldet nach Rückkehr auS Helsingfors folgendes erklärt: ES lasse sich seines Trachtens nichts Wahnsinnigeres denken als das, was jetzt in Finnland geschähe. Wie auch der Krieg enden möge, so werde er doch die finnländisch« Sozialdemo- kratie schwer schädigen. Bis jetzt ein« mächtige Partei, mit den größten Möglichkeiten, ihren Einfluß geltend zu machen, werde sie sicher auf Jahrzehnt« hinaus zurück- gedrängt werden.' Eine beträchtliche Anzahl von Russen habe sich als Freiwillig« an die Pote Garde angeschlossen. Der größte Einsatz von russischer Sette dürfte in der Lieferung von Waffen. Munition und Waren an die finrilländischen Revolutionäre de- standen haben. » Stockholm, IS. März. Nach einer unbestätigten Meldimg onS Wasa hat die Rot« Garde Abo geräumt. Die deutschen Truppen nähern sich der Stadt. Basel, 16. März. Nach einer Petersburger Havas-Meldung wurde die Stadt Aöo von den Deutschen ein« halb« Stunde lang bombardiert, weil die Rote Garde nicht kapitulieren wollte. Darauf zog sich die Rote Garde zurück. Die Deutschen er- beuteten im Hafen von Abo 3 russische Torpedoboot« und einen Minensucher. �egppter gepen die Annexion Regpptens. Konftantinopcl, lS. März. Den Blättern zufolge haben die gestern unter dem Vorsitz des Schecks Abdul AsiS Tschausch versammelten Mitglieder des Aegyptischen Bundes die letzten Erklärungen Bonar LawS und AsquithS besprochen und beschlossen, zu erklären, daß ste niemals eine Trennung Aegypten? vom Kalisat annehmen wenden sowie für die Wiederherstellung der Lage vor der militärischen Besetzung Aegyptens arbeite». Ein österreichisches Gefunöheitsministerium Wien, 12. März. DaS AbgeordnelenbauS nahm in allen L-simgen die RegierungSvoilage, die Errichtung eines GefundheitS- ministermmS betreffend, an. Im Laufe der Debatte legte Minister KorbaezewSki die Grundzüge der Organisation deS neuen Mtnisterium» dar. ES bedeute die Zusammenfassung aller Betäiigungen, die der BolkSgeinndheil dienen, in eine Zentralstelle, unter selbständiger Leitung eineS ärztlichen FalbmanneS. Das neue Ministerium werde ?ch ganz besonder» mit der GefundheitS- ürsvrge für Kriegsbeschädigte, mit dringenden Aktionen für die gojundheitliche Jugendfürsorge, die Bekämpfung der Kindersterblichkeit, der Tuberkulose und der Geschlechtskrankheiten befassen. Eine der ersten Aufgaben werde sein, durch E r l a s s u n g eineS modernen SanitätSgefetzeS eine Neuordnung des Gesundheitsdienstes anzubabnen. DaS neue Ministerium werde die dringende Notwendigkeit des Ausbaues der öffentlichen Ge- iundheitspflege durchführen. Das tzaus trat dir O st e r f e r i e n an. Der Krieg auf öen Meeren. verli», 12. Mörz. Im westliche» Mittrlmeer wurde« durch unsere U-Boot« S Dampfer und 1 Segler von zusammen mindesten» 27 600 Br.-Reg.-T». versenkt. Im besonderen ist an diesem Erfolg U SV, Kommandant Kapitänleutnmrt Arnauld de la Periäre. beteiligt. Dieser bewährte Kommandant hat t n Sss« jähriger Tätigkeit tm Mittelmeer mn seinem kriegserproblen Boot an Schiffsraum rund eine halbe Million Br.-Reg.-To. versenk«. Der Chef de» Admiralstabe» der Marin«. Aurttich. Berll«, 16. März. Auf dem nördlichen Krieglschao- platz haben unsere U-Boote neuerding» 18 666 Bruttorrgistertonnrn feindlichen HandelSschiftSranmeS versenkt. Der Chef des AdmiralstabS der Marine. Berlin, 14. März. Im Sperrgebiet»m England, vorwiegend im Aermrftanal, fügten unsere U-Boote den Gegnern neuerdings einen Berlüst von 20 006 Br.-R.-T. Handelsschiffsraume» zu. Alle Versenkien Dampfer, darunter drei werlvolle Schiffe von 4606 bis 2000 Bruttoregistertonnen, waren bewaffnet und größtenteils stark gesichert. Nmnenilich festgestellt wurde der tiefbeladen« französisch« Dampfer Senegamdra 11628 Brutioregistertoimen). Den Hauplanteil an»lesen Erfolgen hat der Kapilänleuinan: Biebeg. Der Chef de» AdmiralstabeS der Marine. TauchbootnSts in der Irischen See. Bern, 13. März. Lord Beresford richtete im Ober- hause die Aufmerksamkeit der Regierung auf die ernsten Ver- heerungen. welch« der Tauchbootkrieg unter den zwischen Irland und Großbritannien ver- kehrenden Schiffen anrichte, und wie» auf die Folgen bin, welche die Vernichtungen für die Berpflegnng des Landes hätten. Der Redner betonte, daß die Lage mit jedem Tag» ernster werde. Der Giund liege iu der ungenügenden Berteid»- g u n g. In West-Engtand werde angenomnien, daß Spione in den Docks des Bristolkanals die Touchbooiopeiaiioncn förderten. Diese Docks ivllten Ausländern unzugänglich gemacht, außerdem Geleit- zilge für' den Verkehr in der Irischen See eingerichtet werden. Man verliere Schiffe in einem solchen Tempo. »aß, falls dasselbe anhalle, bald keine Schiffe für den Verkehr in der Irischen See übrig sein wü, den. Lytto n gab zu, daß die Tauchbooie in den letzten zwei Monaten im Irischen Kanal besonders iätjg und desbalb die Verluste dort größer gewesen seien als in früberen Zeilpuiillen: aber keine Maß- nabmen der Adniirati'.ät vermöchten derartige Schiffsvertuste ganz zu verhindern, auch iei eS eine ichlimme Ueberireibung, daß angeblich bat» teine Schffe für den Beikchr in der Irischen See übrig sein würden. Die von BereSiord anempfoblenen Geleitzüge empfählen sich nicht, weil dktrch die Zusammenstellung sowie die Entladung gleichzeiiig«tlilausrnder Schiffe Zeit veiloren würde. Das Ge« red« von deutschen Spionen sei zurückzuweisen. eS sei eine Verblendung de« Publilum», all» Unglücksfälle des Krieges deutschen Spionen zuzuschreiben, welche der Wachsamkest der Regie- rung entgingen. Palästina unö Armenien. Konstantinopel, 13. März. Amtlicher TageSboricht. An der Palast inafront lebte am 12 März die Kampf- tätßchoit wieder auf. In der Nähe der'Küste drang eine unserer Jnsanteeie-Patrouillen bei Arsnf im die srürdliche Stellung ein und brach»? Beutestücke zurück. Im ganzen Küstenabschnr« auffallend rege Lufterkunlbunig. Starie feindliche.Kräfte griffen 8 Uhr 36 Minuten vormittags die Peine Kaft Kafun— Medsch ei Jabn— Der Ballut— Der Piianc aiu Im flank ievenden Feuer unserer Ar- tillerie erlitt der Feind schwere Verluste. Er richtete seinen Haupt- stsh gegen die Ter Ballnt-Stclllliigcn. Alle Angrisfe dss Gegners scheiterten. Nur bei M o d s ch e l I a b a und Der Ballut kmtnöe er nach blutigem Nah kämpf etwas Gelände gewinnen. Uebör diese Orbe hwarrS konnte et nicht öordriwgvn. Weft>er östlich wurden feindliche Vorstöße bei Cham Amuri an der Straße Jerusalem -—N a b I u s mni> gegen die Höhen bei Kafr Malik und Teil Mseitera sowie gegen den Brückenkopf östlich von Jericho abgewiesen. Ge- fangene und rrnidfiche Ma s lchneuge wehre blieben in uerforer Hand. Konstantinopel, 14. März. Amtlicher Tagesbericht. An der P a I ä st i n a i: o n l außer schwachem Anillenekeuer im allpeineinen Rübe. Ein feindlicher Zug, der im Jordantal auf Mas- kera vorgehen wollte, wurde verlustreich abgewiesen. In Travezunr fielen 82. in Erzerum bis jetzt 32 Ee- schütze.� in Mamachalum 18 Mniemverier in unsere Hand, Armenier in Stärke von 2666 Mann, 6 Maschinengewehren und 246 Re»eru haben am lt. März»niere in A ch l a t und Karmulsch befind- lichen Truppen angegriffen, sie wurden verlustreich abgeschlagen. Lustangriffe auf öas üeutscke yeimatgebist im Februar 1�8. llniere Gegner unternahmen im Februar 23 Luftangriffe auf das deuiiche Gebiet. Davon richteten sich 13 gegen das l o t h- ringt sch-luzemburgii che und das Saar-Mo'el-Fn- dustriegebie». Sie riefen in keinem Falle Beiriebsstörung her« vor, meist kamen die feindlichen Flugreuge dank der Abwehrmillel nicht an die Werke heran. Bon den übrigen zehn Angriffen aallen drei Angriffe Trier und je ein Angriff Saarbrücken. Offen- bürg i. B., Wehlen a. d. Mosel, Ludwigshafen. Zwei- brücken, Mannheim und Pirmasens. Während mili« tärischer Schaden hier nicht veruisachi werden konnte, war der Sckaden an Häusern und Privaieiaenlum mehrfach nicht unbeträcht« !ick. Im ganzen fielen den Angriffen iL Menschenleben zum Opier: 12 Personen wurden schwer, 21 leicht verletzt. Ein feindischer Doppel- secker fiel in unsere Hand. Kleine Kriegsnachnckten. Jagdflieger Tutschek gefallen. Der erst kürzlich mehrfach im deutschen Heevesbericht genannte Kampfflieger Hauptmann Ritter v. Tutschek ist, nachdem er 27 Luftsroge erru-ngen hat, im Luft-' kämpf diesseits unserer Linien gefallen. Bogdan Pavlu. Nach der„Neuen Fmen Presse" wurde der früher« Redakteur der„Narodny Lisch' Bogdan Paoiu von deutschen Truppen bei Bachmatsch gefangen genommen. Bogdan Pavlu war eifrigstes Organ von Kra marsch auf den ncoslawistijchcn Kongressen in Petersburg, Moslau und Sofia. Er gab sich ISIS als Kadrttaspirant laut„Utro Rofsij" mit seiner Abtoilung den Russen gefangen, war dann Herausgeber einer tschechisch-slowast- schen Zeitung und deterkigt« sich an der Bildung einer tschecho- slowakischen Brigade in Rußland. Die Opfer des Luftangriffs auf Paris. Der.Temps' verzsich- net in Paris umgehende Gerüchte, wonach de« Zahl der Opfer der letzten Luftangriffe viel größer fei, als die Regierung bekonn! gibt.„Temps" nennt diese Gerüchte allerdings ab- surd, ste seien nur für Deutschland von Nutzen, da sie die Moral hevabzusetzen geergnet seien. Beute in Rntzland.„Daily Chroniele" meldet: Im Hafen von Odessa liegen gegenwärtig 1 06 600 Tonnen britischer, französischer, italienischer und rumänischer Dampfschiffe.„Daily Chronirle" berichSet: Die Beute, die von den Deutschen in Rußland gemachl worden ist, hat einen Wert von 400 Millionen Pfund Sterling(8 Milliarden Mark). Schweizer Ersatzansprüche in Berlin. Bern, 12. März. Mel- dung der Schweizerischen Depeschen-Agentur. Wie die Blätter melden, hat der Bundesrat wegen der Torpediernng des mit schweizerischem Getreide beladenen spanischen Dampfers Sardinero ferne Ersatzawsprüchr in Berlin geltend gemacht und um Untersuchung de» Falle» durch die deutschen Behörden nach- gesucht. Englischer Bericht an» Ostafrika. Am 11. März vertrieben vorgeschobene Truppen unserer von Part Amelra her vorgehenden Abteilung eine fviudliche Abteilimg von Polrwo, 12 Meilen westlich von Mcza und etiva 66 Meilen landeinwärt». Die feindliche Nyassa-Abteilung hat sich ostwärts zurückgezogen. Verstreute FrrragierungSabteilungen haben sich nur in der Richtung des oberen Lurio festgesetzt. Die Desertion eingeborener deutschar Truppen nimmt augenscheinlich ständig zu; eine Anzahl von ihnen ist von unseren Patrouillen aufgegriffen worden. Flieger gegen Neapel. Rom, 12. März. lAgenzia Stefani.) Gestern um 16 Uhr abends wurden vom Vesuv herkommend zwei feindliche Flugzeuge gemeldet, die sich gegen Neapel wandten. Alle Abwehvmittel traten in Tätigkeit und verhinderten den Feind, irgend einen Angriff auf die Stadt zu unternehmen. Kriegsbeschädigte zu kaufen gesucht! Alldeutsche Wühlarbeit hinter den Kulissen. Ter Zusammenschluß der Kriegsbeschädigten auf fort- schrittlicher und freiheitlicher Grundlage ist den Reaktionären, den Alldeutschen usw. gewaltig in die Glieder gefahren. Mit allen Mitteln sind sie bestrebt, gegen jenen Zusammenschluß Gogengriiudungen zu organisieren. Da es nun aber durch die Natur der Dinge ausgeschlossen erscheint, daß sich Kiiegs- beschädigte, die die Erfahrungen drS Schützengrabens hinter sich haben, freiwillig sich als Schutzgarde für konservative und alldeutsche Bestrebungen hergeben werden, so versuchen die Reaktionäre die Anwendung lockenderer Mittel. Geld hat ja bei den Alldeutschen noch nie eine Nolle gespielt. Man hat sich Verlagsaunaltep gekauft, man hat sich Zeitungen gekauft, Redner gekaust— warum soll man sich nicht auch KriegL- beschädigte kaufen?! Der erste Kauiversuch ereignete sich bereits im Januar direkt im Anschluß an die skandalösen Vorfälle in der Ver- sanmilung der Vaterlandspartei, wo die Kriegsbeschädigten von den alldeutschen Heimkriegern mißhandelt wurden. Wenige Tage nach dieser Versammlung erschien bei einem Vorstandsmitglied der Berliner Ortsgruppe des Hamburger„Bundes deutscher Kriegsbeschädigter", einer nickt sehr bedeutenden Kriegs- beschädigtenorganisation, ein Herr, der sich als B e a u f» tragter der Vaterlandspartei zu erkennen gab. Dieser Herr machte dem Vorstandsmitglied deö Hamburger Bundes den Vorschlag, seine Organiialion solle eine ösfent- liche Erklärung gegen den„Bund der Kriegsbeschädigten und ehemaliger Kriegsteilnehmer" abgeben. Alsdann würde es dem Hamburger Bund an einflußreicher Unterstützung und finanzieller Hilfe aus den Kreisen der Vaterlandspartei nicht fehlen! Der vaterlandSpartetliche Kriegsbeschädigtenaufkäufer hatte aber Pech! Die Hamburger Vorstandsmitglieder waren nämlich selbst in der Versammlung der Vaterlandspartei zugegen gewesen, und die dortigen Vorgänge hatten sie aus rein menschlichen und kameradschaftlichen Gefühlen mit tiefster Empörung gegeil die Vater- landspartei erfüllt. Der Herr Kriegsbeschädigten- aufkänfer wurde daher an die Lust gesetzt, und der Hamburger Bund erließ eine Erklärung— in der er sich aber mit dem Berliner Bund solidarisch erklärt c! Nr. 76 ♦ 35. Jahrgang 1. Seilage öes vorwärts Sonntag, l7.März16tS Die koklenverssrgung Groß-Serlms im nächsten Jahre. Wie wir lwvsn, bat der Kohlenverband Groß- Berti» die Bestimm»rtye» über die Kohl enve r io rgilwg lder Groß- Liertiiwr Bevölkermig im nächsten Jahr bereits ausgearbeitet und wird sie in den nächsten Tagen veröffentlichen. Nach uns zugegan- penen Mitteilungen sollen diese Bestimmungen im wesentlichen solgendcrmayen aussehen. Die wichtigste Neuerung gegenüber dem Vorjahre ist die Ein- führung der Kundenllste für den Kohlenbezug. Die Ein- schrei biing dazu hat in der Zeit vom 2. bis 13. Aprit zu erfolgen. Kein Kohlenhändler darf mehr Anmeldungen entgegennehmen, als er voraussichtlich Kohlen zur Verfügung haben wird. Ein Aufruf der Kohlcnkarte» nach Nummern zur Belieferung durch die Kohlen» bändler(wie ettva beim Fleisch) erfolgt nicht. Ob daher die Ein- führumg der Kundenliste die erhoffte Wirkung hat. der Bevölkerung den Ltohlenbezug ohne laligeS Stehen zu orleichteru. wird davon al, hängen, ob es gelingt, im Laufe de» Sommers einen größeren Vorrat an Sousbvandkohlen nach Berlin zu schaffen. Die Kohlenkarte ist von jetzt an geteilt; cS gibt besondere Karte» für Kohlen zu K o ch- und zu H e i z z w e ck e n. Me Koch- kohlcnkarte wird nach Personenzahl, die Heizkohlenkarte nach Zim- nicrzahl bemessen. Für Koch zwecke erhalten die Normalhaushaltungen mit 3 bis 6 Personen im Sommer 6 Zentner, im Winler 10 Zentner. Wer keinen KochgasauSlaß bat, bekommt doppelt soviel. An Heizkoblen werden geliefert für Zimmer oder Küche b Zentner, für 2 Zimmer(die Küche als Zimmer gerechnet) 10 Zenttier, jur 3 Zimmer 20 Zentner, für 4 Zimmer 30 Zentner, für 5 Zimmer 40 Zentner, für 6 Zimmer 50 Zentner und für mehr als 6 Zimmer 60 Zentner. Wohnungen, die früher mehr als ILO Zentner Briketts im Jahre zur Heizung verbraucht haben, werden mit der Hälfte ihres früheren Verbrauchs beliefert. Diese Koblcnkcrrte erstreckt fi. H., eine umfangreiche Vorlage über die Tarife der Hochbahn gesellfchafr, die, wie be» kannt, am 1. April ihre Tarife erhöben will, eine Vorlage über die Verlängerung der Nords üdbahn von der Bellealliancc- straße ab durch die Gneisenaustraße bis zum Hermannplatz. Ferner wird der Ausschuß, der zur Borberatung des bekannten Antrages Natban-Haberland wegen der Herabzonungen und der Beläntpfung der Wohnungsnot in Groß-Berlin eingesetzt worden war. Bericht erstatten. Der Ausschuß empfiehlt die Annahme einer Entschließung, die wir bereits mitgeteilt haben. Schöneberg siegt gegen die Charlottenburger Wasserwerke. In dem Gewerbesteuerprozeß der Charlotten- burger Wasserwerke Aktiengesellschaft gegen die Stadt Schöneberg hat da? Oberverwaltungsgericht da» Urteil des Bezirksausschusses bestätigt und damit sowohl die Rechtsgültigkeit der Steuerordnung als auch die Rechtmäßigkeit der Veranlagung auf Grund die'er Steuerordnimg anerkannt. Die sämtlichen von der Gesellschaft dagegen erhobenen Einwände werden von dem OberverwaltungSgericht in dem ein- gehend begründeten Utteil zurückgewiesen. Es bandelt sich in dem Prozeß um die Heranziehung zu einer besonderen Gewerbesteuer im Betrage von 360000 M. Die Steucrordnung gründet sich be« kanntlich darauf, daß ihr diejenigen Gewerbebetriebe unterliegen, die auf Straßen oder Plätzen der Stadt Rohre oder Schienen halten. Die Höhe der Steuer richtet sich nach der Länge der An- lagen in Verbindung mit der in Schöneberg erzielten Jahresroh- einnähme. Da es gegen die Entscheidung des Oberverwaltungsgerich!» kein weiteres Rechtsmittel gibt, ist nunmehr der Streit der Char- lottenburger Wasserwerke mit der Stadt Schöneberg endgültig zu- gunsien der Stadt entschieden._ Teilweise Zwangserfassnng des Hcrbstgemüscs. Die Reichsstell« für Gemüse und Obst. Verwaltungsabteilung. hat an die ihr unterstellten Stellen nachstehende Anweisung ge« richtet: „Mit Genehmigung des Herrn Staatssekretär» de» Kriegs- ernährungSamteS wird alles Herbstgemüse, welches nicht durch Liese- rungsvetträge gebunden ist, in der bekak-äten Weise der Zwangs« erfassung unterworfen werden. ES darf mithin jeder Anbauer zwar für sich behalten, was er in seinem Hanshatt verbrauchen und in seinem Betriebe verarbeiten will, geht er aber dazu über. Ware im Handel abzusetzen, so bestimmt die ReichSftekle für Gemüse und Obst oder die ihr nachgeordnete zuständige Stelle, wohin die Ware zu leiten ist und wer sie zu erhalten hat. In keinem Falle wird dann ein höherer, wahrscheinlich aber ein niedrigerer als der LiefcrungSvcrtragsprciS gezahlt werden. ES ist hiernach in Viesenr Jahre gänzlich ausgeschlosien, daß sich ein Anbauer. der keinen Lieferungsverlrag abschließt, für eine Ware einen höheren Preis sickern kann, als ihn derjenige Anbauer erhält, der sich durch LieferungSderträge bindet. Das Gegenteil dürfte dielmehr bestimmt eintreten.— Ich ersucht ergebenst, dies mit Beschleunigung zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Der Vorsitzende, gez. v. Tilly." Berliner Lebensmittel. Die Kartoffelverbrauchsmenge für die folgende Woche ist wiederum auf 7 Pfund für die Person festgesetzt, und zwar sind 6 Pfund auf die Kattoffelkarte und 1 Pfund aus der eisernen Nation zu entnehmen. Bon Montag bis Sonntag, den 24. März, wird in den am Viktoriapark gelegenen Bezirken der 172. und 20. Brotkommiistou pro Kopf 125 Gramm pommerscher Weichkäse verteilt. Im April werden neue Fleischlurrdenverzeichnisse aufgelegt. Die Zeit hierfür wird noch bekannt gegeben. Eine vorherige An- nähme und Eintragung von Kunden durch die Fleischer ist un- gültig und werden Fleischer, die das Verbot nicht beachten, vom weiteren Fleischbezugs ausgeschlossen. Neben den bisher Berechtigten werden auch solche Ladenfleischer zur Neuauslegung der Kunden- Verzeichnisse zugelassen, die während des Krieges infolge Einberufung zum Heeresdienst ihr Geschäft geschlossen haben. Anträge dieser Ladenfleischer sind bis zum Donnerstag, den 28. März 1S13 an den Magistrat, Abteilung für Fleisch- Versorgung, Slralauer Str. 3—6, unter Vorlegung der Beweisstücke zu richten._ Verkauf und Reparatur von Schuhwaren. Die Gutachterkvmmisston für Schuhwarenpreisc weist darauf hin, daß auch Holzpantoffel mit L e d e r b l a t t vor dem Versand vom Hersteller mit: 1. seiner Firma oder Hersiellernummer, 2. dem KleinverkansSpreiS in deutscher Währung, 3. dem Monat und Jahr der Anbringung dieser Angaben versehen werden müssen, und daß sich sowohl Hersteller, wie Kleinhändler strafbar machen, wenn sie derartiges Schuhwerk ohne Auszeichnung in Verkehr bringen oder feilhalten.— Ferner wird vielfach von Schuhmachern die gesetzliche Bestimmung unbeachtet gelassen, nach welcher von allen Geschäften, welche ge- werbSmäßig Bestellungen auf Ausbesserung von Schuh- waren entgegennebmen und Schaufenster oder Schaukästen bc« sitzen, in den Geschäftsräumen eine Preisberechnung anzubringen ist, welche 1. den Betrag der Matcrialkosten für Sohlen und Absatz- flecken, 2. den Betrag des zu zahlenden Arbeitslohnes, 3. die Un- kosten, 4. den Gewinn, 5. den dem Besteller berechneten Preis citt- halten muß. Diese Preisberechnung ist deratt anzubringen, daß sie vor dein Betreten des Ladens von außen sichtbar ist. Solche Ge- schäsle, welche keine Schaufenster oder Schaukästen besitzen, müssen die Preisberechnnng derart anbringen, daß sie für jedermann ficht- bar und lesbar ist.— Schließlich wird auch wiederholt gegen die Bestimmung gefehlt, daß den Kunden bei Abgabe der Reparatur ein Begleitschein übergehen werden soll, welcher 1. den Namen und den Ort der gewerblichen Niederlassung des Schuhmachers, 2. die Art der Ausbesserung und den dafür berechneten Preis in deuilchcr Währung. 3. den Monat und das Jahr, in dem die Aus« besseriliig ausgeführt worden ist, zu enthalten hat. „Kinder- und Mutterschutz" lautet da? Thema, über das Dr. G. Tugendreich am morgigen Montag, abends 8 Ubr, im Biirger- faal des Rathauses sprechen wird. ES ist der dritte der bygientschcn Vorträge, die die Zentralkommisfion der Krankenkassen Borlins ver- anstaltet. Drr Spottpark Treptow wird am heutigen Sonntag die Saison eröffnen. Das Programm bietet drei Dauerrennen über 10, 13 und 20 Kilometer. Die Treptower Flieger bereiten ein Haupt- fahren und ein 60-Ruitdenfahren, in welchem in jeder fünften Runde Prämien zur Vettetliing gelangen. Die Nennen beginnen uni 3 Uhr.__ Neukölln. Lebensmittel. Der Berkauf von Weizengrieß (100 Gramm auf Abschnitt 8 der allgenieinen Lebensmitwkkartej und G e r st e n f a b r i k a t e n(je 100 Gramm auf Abschnitt 9 und 10! wird fortgesetzt; ebenso der Berkauf von Puddingpulver und Nährmitteln ans Abschtritt 5 bis 7 der allgemeinen LebenS- mittotkarle f ü r'I u g e n d li ch e. Kartoffeln erbakten vom 18. d. MlS. ab auch stvieder diejenigen Einwohner, die mit Vorrat«- kartoffeln beliefert waren, und zwar bei ihren atten Kleinhändlern. ES findet in nächster Woche eine Neuauflegung der Kundenliste statt, jedoch hat die Entnahme bis auf weiteres noch bei dem atten Händ- ler zu erfolgen. Das Inkrafttreten der neuen Kundenlisten wird noch besonders bekannt gemacht. Ein Ei gelangt auf Abschnitt 37 der Eierkatte bis Sonntag, den 17. d. M. zur Abgabe. Vom Montag, den 13., bis Sonnabend, den 30. März, findet eine Neuanmeldnng des Zuckerbezuges beim Kleinhändler statt. Die neuen Fleischkarten sind am Dienstag von 8— 12 Uhr und 4—8 Uhr in der bisherigen Fleischverkauf'sstelle zwecks Steinpelung vorzulegen. ~ ZHeatervorfieÜung. Der verkand zur Förderung deutscher Theaterkultnr veranstallet in Verbindung mit der VolksbildungS- obteilung deS Magistrats Freitag, den 22. d. M.. abends 8 Uhr, in der Aula der Realschule, Neukölln, Boddinstratze, die Aufführung von drei musikalischen Hauskomödien. und zwar:.DaS alre Lied' mit Musik von Mozart,.Die drei Wünsche" von Weber und»Das LebenSelexic" von Knauer, in Szene gesetzt von Dr. Erich Fischer. Die musikalischen Hauskomödien, die sich in Berlin einer steigenden Beliebtheit erfreuen, bieten im einfachsten Rahmen Perlen unserer deutschen Mufikliierotur. Der Eintrittspreis ist auf 1 M. festgesetzt. Eintrittskarten zu dieser Aufführung find im Rathause, Zimmer 210, in den B o r w ä r t S s p e d i t i o ir e», Ne-karstr. S und Siegfried« stroge 28, sowie bei unseren Parteifunktionären zu haben. Da die Nachfrage sehr groß sein wird, empfiehlt es sich, bei« zelten Karten zu besorgen. NlilmerSdors. Die Kuustholle(Pariser Strotze 45, am Ludwig- kirchplatz) veranstaltet heule nachmittag 6 Uhr in der Aula de» BiSmarck-GhmnasiumS, Pfalzbnrger Strotze 80/31, für Familien von Kriegsteilnehmern lbren 25. Volksunterhaltungsabend. Die Bortragssolge bestreiten Professor Tomscha(Violinei. Frau Maria von Ehlen- Seret(Gesangs, Fräulein Gertrud N n b e lRezitatiovs«nd der Schülerchor der 1. Gemeindeschule, geleitet von Herrn A. B e n n st e i n. Eintritt und Kleiderablage sind frei. — LebenShiittel. In der nächsten Woche werden abgegeben: Auf Abschnitt S der allgemeinen Lebensmittelkarte% Pfund K u n st h o n i g, auf Abschnitt 11 derselben Karte je SO Gramm Sago und M o r g e n l r a n k; auf Abschnitt« sür Jugendliche 100 Gramm Weizengrietz. Fortgesetzt wird die Abgabe von I Pfund Marmelade auf Abschnitt 7 der Lebensmittelkarte(bis einschl. 18. Mäkzs, sowie von Vj Pfund Weihiohlsauer» kraut aus Abschniu Ii der blaue» Bezugskarle sür Einzelpersonen. Der Magistrat weist darauf hin, datz Montag, der 18. d. M., der letzte Tag für die Boranmeldung zum Bezüge von Brotaufstrich- mittel» und Nährmitteln auf die Abschnitte 12. 13, 14. sowie IS, 10 und 17 der allgemeinen Lebensmittelkarte ist. Lankwitz. Bei den am 16. Ällürz ffattgefundenen Erqänzungs- vns Ersatzwablen für die 3. Abteilung wurden die beiden fort- fchvittbiche» Kandidaten, die Postsekretäre Streiding und Spirale, bei verhältnismähig reger Beteiligung mit Unterstützung unserer Genossen gewählt. Herr Streibing erhielt in der Ergänzungswahl 177 Stimmen, sein Gegenkandidat, Daumschrrlenbesitzer Koch. 77 Stimmen. Auf Herrn Spirale entfielen in der Ersatzwahl 170, auf seinen Gegenkandidaten. Klcmpnermsister Hildebrandt, 80 Stimmen. Mithin ist die fortschrittliche Gruppe, die von der Gegenpartei bereits abgeht» war, zu neuem Leben erwacht. 190 Proz. Zuschlag iu de» Vororte». Die Gemeindevertretung von Berlin-Britz hat in ihrer gestrigen Sitzung den Haushaltsplan für 1018 beraten und ihn in Einnahme und Ausgabe mit 3 881 000 M. festgesetzt. Der Zuschlag zur Einkommensteuer wurde von 170 aus 100 Proz. erhöht; alle übrigen Gemeindesteuern bleiben unverändert.— Der Gemeinde- vorstand von M a r i e n d o r f hat in seinem Entwurf zum HauS- boltSvlan. der die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 20. d. M. beichäfiigen wird, die Gemeindeeinkommenfteuer gleichfalls von 170 auf 100 Proz. vorläufig hinaufgesetzt. Auch in Mariendorf bleiben di« andere» Gemeindesteuern dieselben, insbesondere auch die Ka- naliiationsgebühr.— Auch die Gemeinde Pankow beabsichtigt, ihren Zuschlag zur Einkommensteuei/ von 170 auf IVO Proz. hinauf- zusetzen. Aus dieser Grundlage ist der Entwurf de» Gemeinde« Vorstandes aufgebaut.___ Reinickendorf. Heute Gemeindevertreterwahl l Rachmittags von 1 bis 6 Uhr.' ES wählt der 1. Bezirk(Reinickendorf- West) im Restaurant Muster, Berliner Str. 30. Sozialdemokrati- scher Kandidat ist allein der frühere Gemeindevertreter Gastwirt Heinrich Schiller. Der 2. Bezirk(Rtinickendorf-Mitte) wählt im Restanrant D ö l ch n e r, Residenzstr. 50. Unser Kandidat ist der bisherige Gemeindevertreter Karl Schönberg, Buchhalter. Im 3. Bezirk(Reinickendorf-OsU ersuchen wir unser« Wähler, dem Hauseigentümer G o e r i ck e ihre Stimme zu geben. Morgen, findet die Wahl der Gemeindevertreter für die 2. Klasse statt. Die alleinigen sozialdemokratischen Kandidaten sind der Dreher Gustav Scharff und der Buchhalter' Karl Schönberg. Die Wahl beginnt um 2 Uhr und endet um 7 Uhr. Wahllokal ist das Restaurant K uhrmann, Hauptstr. 31/82. — Berkauf von Strümpfen. In den bekanntgegebenen Ge- ichaften gelangen wiederum Strümpfe an hiesige Einwohner zum Berkauf._ Tempelhof. Die Gemeindevertretersiftu»» am Donnerstag be- schäftigte sich mit der Beratung des Etats. Derselbe schlietzt in Einnahme und Ausgabe ab mit 3 447 000 M., mithin ein Mehr gegenüber dem Vorjnhre von 404 000 M. Der Gemeindesteuer- Zuschlag zur Staatseinkommensteuer wurde aus l70 Prozent festgesetzt. Diese Forderung sowie die Steuregelung der Beamtengehälter lösten eine längere Debatte ans. Die Gc- nossen Müller und Ewald beantragten Rückverweisung des Etat? an die Kommission zur besseren Regelung der Beamten- und Lehrergehälter und der Löhne für die Arbeiter. Man habe den Grund- und Hausbesitz in ganz unzulässiger Weise geschont, indem man die beantragte Erhöhung der Grund' und Ge- bäudesteuer i» der Kommission ablehnte und die Kanalisationsgebühr nur um i/� Proz. erhöhte. Wenn die Gewerbesteuer der 1. und 2. Klaffe erhöht»nd die obigen Vorschläge angenommen worden wären, würde mit einer Erhöhung der Gemcindeeinkommen- steuer auf 160 Proz. auszukommen fein. Dann hätte man auch noch die Gehälter der Beamten. Lehrer und Arbeiter mehr ausbeffern zu können. Hierbei sei aber ganz eigentümlich verfabren worden. Während man da» Gcbalt des Bürgermeisters ganz wesentlich erhöbt habe, seien den mittleren und unteren Beamten nur ganz geringfügige Zulagen gegeben worden. An die Arbeiter habe man überbanpt nicht ge- dacht. Der Armenetat könnte leider von der sozialdemokratischen Fraktion, nicht genügend gewürdigt werden, da sie in dieser Kam« miifion nicht vertreten ist. Ebenso hält nian die Sozialdemokraten noch immer— geflissentlich— ans der Schuldeputation fern. Der Gemeindeverordncte(Bröckel beantragte, die Gemeinde-Einkommensteuer auf 160 Proz. festzusetzen und die fehlende Summe depi Ausgleichsfonds zu entnehmen. Diesem Antrage widersprach der Bürgermeister und motivierte die Schonung de? Haus- und Grundbesitzes mit der schlechten Lage desselben. Auch Schöffe Jung brach eine Lanze für diesen.— Die Beamten und Arbeiter wurden auf die demnächst vorzunehmende Neuregelung der TeurungS,«lagen verwiesen. Der vorgelegte Etat wurde sodann gegen die Stimmen unserer Genoffen angenommen. Reinickendorf. Lebensmittel. Auf Abschnitt 15 der Lebens- mittelkarle für Grotz-Berlin werden 200 Griefe abgegeben. Die Ablieferung de« Anmeldeabschnittes bei den Händlern mufe bi» ein- ichliefelich den 21. b. M. erfolgen. Sri«. Lebensmittel. In der Woche vom 18. bis 24. März ge- langen in der Verkaufsstelle der Gemeinde zur Abgabe auf Ab- schnitt 10 der Berliner Lebensmittelkarte 100 Gramm Graupen, Abschnitt 6 für Jugendliche 100 Gramm Nährmittel, Abschnitt 85 Heringe('� Pfund je Person). Abschnitt 86 Bouillonwürfel(4 Stück je Person). Abschnitt 87 Tee(2 Pakete je Haushalt). Abschnitt 88 1 Doie Leberwurst oder Kraftblntkonserven je Haushalt. Abschnitt 89 Streichhölzer(l Paket je Haushalt). Abschnitt 90 1 Flasche Putz- bkank je Hausbolt, Abschnitt 01 Sonderzuteilung, Abschnitt 20 der Eierkarte ein Ei. Ferner werden abgegeben: Knochenbrübextrakt zum Verbessern von Suppen und Saucen, Fleischextrakt. Fischklöfee und Klippfische._ Niederschönemelde-Johonnistal. Keine Berschmelzuvg. Die ge- brachie Nachricht über Bereinigungspläne, die zwischen der Nieder- schöneweider Gemeinde und dem Nachbarort Johannisthal schweben sollen, entbehrt, wie das.Teltower KrciSblatt* von mafegeblicber Stelle erfährt, der tatsächlichen Unterlage, Keine der beiden Ge- mcinden bat sich mit derartigen Plänen besafet. Die Angelegenheit ist lediglich in Niederschöneweider kommunalen Vereinen iu unver- bindlicher Form erörtert worden. Oberschönemeibe. Die Gemeindesteuern sind für 1018 wie folgt festgesetzt: 145 Proz. Einkommensteuerzuschlag, Grundwerlsteuer 8 v. T. bei bebauten. 6 v, T. bei unbebauten Grundstücken, Gewerbesteuer Klasse 1 825 Proz., Klasse 2 300, Klaffe 3 202,60 und in Klaffe 4 163 Proz. Bei Gewerbetreibenden mit mehr alf 100 Personen(Fabriken) tritt an Stelle der prozentualen Zuschläge die besondere Gemeinde-Gcwsrbesteuer, die bereit« 1914 eingeführt Ivurde. An BcttiebSsteuer werden 38 Proz. erhoben. RowaweS. Dir Gemeindevertretung stimmte in ihrer letzten Sitzung der vom Knegsamt verfügten Errichtung pineS Fuhr- a m t S zu. das tn Gemeinschaft mit. der Stadl Potsdam betrieben werden soll. Annahme fand auch der Vorschlag, die unzureichenden Kleidergelder um 50 Prozent zu erhöhen.— Die von unserem Wahlverein Anfang Januar in einer Eingabe gemachte Anregung. eine Schuhmacherei in Gemeinderegie einzurichten, scheint auch die Zustimmung der Gemeindevertretung gefunden zu haben, denn wie der Kämmerer mitteilte, will er in allernächster Zeit ein« derartige Borlage bringen.— Vom 1. April ab soll der bisherige I0-Pf.- Tarif der Strafeenbahn auf 15 Pf. erhöbt werden. Durch Lösung von Fahrscheinheften ist jedoch eine Ermässigung auf 12Vz Vf. möglich gemacht.— Die Besprechung über Einrichtung weiterer Wahl- freier Kurse an der gewerblichen Fortbildungsschule wurde auf Wunsch des Syndikus in den nichtöffentlichen Teil der Tagesordnung verlegt. Groß-öerliner parteinachrichten. Berlin II. Mittwoch, den 20. März, abends pünktlich 8 Uhr, findet für den Westen eine Mitgliederversammlung im Lokal von Zühlke, Dennewitzstr. 13, statt. Tagesordnung: Bortrag des Genossen Stadtverordneten Emil Dittmer. Friedenau, Mittwoch, den 20. März, abends 8V, Uhr, im .Kaiser-Wilhelm-Garten", Rheinstr, 63, Bezirksversammlung. Genosse W ü ck e- Neukölln spricht über das Thema: Friede nstragen. Gesinnungsfreunde und besonders die .Vorwärts'-Lejer werden um ihr Erscheinen gebeten, Rlt-Glienicke-Falkenberg. Heute nachmittag 4 Uhr, im Lokal von Herin. Meier, Am Falkenberg 10—20: Mitgliederver- s a in m l u n g. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Franz Krüger, Cöpenick, über:.Die gegenwärtigen und zukünfligen Aufgaben der Sozialdemokrat«". AereinSongelegenheiten. Parte:- genoffen und.Vorwärls'-Lefer werden gebeten, pünltlich zu er- scheinen. Soziales. Zum neuen Jugeudstrafrecht. Die Gestaltung eines neuen Jugendsrrafrechlcs ist eine brennend« ZukunilSsrage. Wir haben dieser Frage von jeher im.Vorwärts" die gebührende Beachtung geschenkt und mehrfach zu den hier aui- tauchenden Problemen Stellung genommen. In der Februar- Nummer der.Deutschen Jurisien-Zeiluiig" entwickelt OberamtSrichrer Dr. Hertz in Hainburg die Grundzüge einer Neugestaltung des Fugendslrafrechts. Er geht von dem Grundsatz aus, dag Erziehung vor Strafe zu letzen sei. In, einzelnen sagt Hertz folgendes: Der Begriff der Reife oder Verantwortlichkeit bedarf neuer Fassung. Grundlage ist nicht der Verstand allein, sondern ebenso sehr der Wille. Die Fähigkeit, der verstandesmässigen Einsicht entsprechend zu bandeln. Die ungleichmässige Entwicklung des Per- siandeS und des Willen« sei naturgegeben; der Wille werde in der Regel erst spärer reif. Demgemäss sei die unlere Grenze der Verantwortlichleit— sie ist heule mit der Vollendung des zwölften Lebensjahres gegeben— hinauf zu rücken. Die Strafe darf nicht erziebungswidrig wirken. Das tut die reine Vergeltung: sie ist also abzulehnen. Wohl begründet aber sei die Sühne, das Wiedergutmachen. Die staatliche Strafe als Sühne- form stehe in vielen Fällen der notwendigen inneren Aufrichtung des Täters entgegen: die Oeffentlichkeit des Bersahrens. der schwer ausluichbare Makel der Bestrafung und rhie so viele wirtschaftliche Aussichten vernichtende Wirkung wirke unendlich niederdrückend. Die bedingte Begnadigung bewahre zwar vor dem Schlimmsten, allein sie wirke vielfach mix- verständlich, weil die Talsache der.Bestrafung" bleibe. Nicht nur die V o l l st r e ck u n g, sondern auch da» Urleil müsse der- mieden werden. Durch geeignete Erziehungsmittel und Ordnung«- strafen kann den strafbaren Handlungen Jugendlicher bedeutend energischer entgegengewirkt werden. Nur so könne es gelingen, da« eigene Bestreben des Täter», wieder gut zu machen, zu wecken und zu fördern. Was die Reifefrage bettifft. sa müsse nicht, sondern cS könne bestrast werden, falls nämlich in Anbetracht der Tat und des Masses der Schuld sowie der voraussichtlichen Wirkung vor- mundschafilicher Maßnahmen eine Sühne durch«crmmalsttaie noch erforderlich sei. Dann müsse dem Gericht die Möglichkeit gegeben werden, den materiellen Schaden(oder Mindestschaden) festzusetzen und seine bestmögliche Erstattung zum Erfordernis der.guten Führung" zu machen. DaS werde auf die vielen Gleichgültigen einen belasiendeii Eindruck hervorrufen, während sie heute der Meinung � feien, wenn sie doch bestraft würden, brauchten sie den angerichteten Schaden nicht zn ersetzen. Dem so ausgerüsteten Richter gebe man das Recht, das Straf- Versahren— für leichte Fälle— vorläufig einzustellen, unter gleichzeitiger Anordnung der geeigneten ErziehungSmassiiahmen. Bei vorläufiger Einstellung könne wegen schlechter Führung da« Strafverfahren wieder aufgenommen werden(bei Uebertrelungen binnen einem Jahre, bei Vergehen und Verbrechen binne» drei Jahren). Ein solches Verfabren fei auch dem bedingten Straf- urteil vorzustehen: es vermeide ausser der öffentlichen Verband'ung den Schandfleck der.Vorstrafe", und eS drohe zugleich mit einem Uebel unbekannter Grösse. Zur Stärkung des Sühneamts sollte daneben dem Gericht die Befugnis zu Ordnungs strafen gegeben werden: Geldstrafen von 1—50 M. und.Jugendarrest" von 8 Stunden bis zu einer Woche. Der Arrest eigne sich für Täten der Jähheit und des Zornes ohne eigentlich verbrecherischen Charakter und zur Brechung offenstcht- lichen Trotzes. Eine geringe Geldstrafe werde häufig dann ange- 60] Töchter öer hekuba. Ein Roman aus unserer Zeit von Clara Viebig. xvx. Nun war es Herbst. Zum dritten Male Herbst. Gut. daß mau nicht gewußt hatte, als der Krieg anfing, daß er so lange dauern würde. Und doch, wie die Zeist raste! Wenn Hedwig Bertholdi jetzt zurückdachte an voriges Jahr, wollte es sie'bedünken, als sei es gestern gewesen. Da hatte sie Annemarie gerade erst ins Haus genommen; und nun war die bereits lange ihres Sohnes Frau und sah der Geburt eines Kindes entgegen. Ein Knabe? Ein Mädchen? Die junge Mutter, die fast mit Neugier, ohne Angst dem großen Ereignis entgegensah, wünschte sich brennend einen Jungen. Der junge Vater schrieb:.Wäre es doch ein Mädchen, dann brauchte cS wenigstens nicht in den Krieg.' Rudolf hotte genug vom Krieg, das las die Mutter an? jedem Briese Wenn er auch nie klagte, Leutnant geworden war. selber eine Kompagnie führte, es chatte ihn doch zu mächtig gepackt, datz am letzten Grotzkainpftag fast sämtliche Offiziere' des Regiments gefallen oder verwundet waren. Er war von Verdun an die Somme gekommen. Seine Nerven waren nicht mehr die des flammenden Knaben, als der er in den Krieg gezogen, auch nicht die des verliebten Jung- lingS mehr, die Mutter fühlte e8: sie waren die eines müden Mannes. Nim hoffte er bald Urlaub zu erhalten; wenn sein Kind geboren war, sein erstes Kind, dann würde er wohl kommen. Hedwig Bertholdi hatte das Sich-ängstigen aufgegeben. sie kämpfte tapfer dagegen an; ganz verlieren wird es eine Mutter ja nie. Aber sie hatte gelernt, hart gegen� sich zu sein. Sie mutzte cS sein. Ihr Mann fern, beide Söhne in steter Todesgefahr, alle Sorgen des Haushaltes allein zu tragen— sie mutzte da sein und bereit, des Sohnes Kind zu empfangen, die Frau, die er liebte, zu Pflegen. Annemarie war kerngesund. Alle die kleinen Sachen lagen schon bereit, sie freute sich daran mit einem fröhlichen Lachen. Das hatte noch nichts von seinem vollen, tönenden Klaichc verloren. Hedwig dachte jetzt oft an die Zeit, in der sie ihr erstes Kind erwartet hatte. Wie anders war sie ge- wese»! Die Zeit war cmders geworden— Gott sei Dank, datz auch die jungen Mütter anders geworden waren! Vieles. was ihr an Annemarie nicht gefiel, übersah sie jetzt, vergatz es. War diese echt-rheinische Sorglosigkeit, die sie, die Nord- deutsche, nicht begriff, nicht doch etwas Wundervolles? War dieses fröhliche Herz, das nicht erwägte, was kommen könnte, das Heute unbefangen genoß und nicht fragte:. was bringt dir das Morgen?, nicht ein großes Glück? Die junge Frau saß im Wintergarten, deffcn Schiebe- fenster schon geschloffen waren gegen die herbstliche Kühle, und las einen Brief ihres Mannes. Die Schwiegermutter schob ihr ein Bänkchen unter die Füße; die Schwiegertochter nahm eS als selbstverständlich, sie ließ sich gern verwöhnen. Den Kopf auf den vollen Arm gestützt. laS sie und lächelte dabei. Plötzlich blickte sie auf.»Da hätte Heinz aber schön zu Unglück kommen können— na, es hat ja noch gut gegangen!" „Was— waS?!" Hedwig erzitterte..Lies!" drängte sie. „Heinz hat zwanzig Treffer in den Apparat bekommen im Luftkainpf bei Bapaume. Ein Kamemd, der von dort kam, hat eS Rudolf erzählt. Es ist ihm aber noch gelungen, herunter zu kommen und in unserer Linie zu landen. Sein Fokker ist freilich hin. Nun fliegt er aber bereits wieder. Nein, der Heinz! Er ist wahrhaftig schon eine Art von Be- rühmtheit geworden!" Die junge Frau sagte es, stolz auf den Schwager.„Das fünfte Flugzeug schon! Paß mal auf. Mama, er wird noch ein zweiter Bölcke 1" Die Mutter legte die Hand über die Augen, schwarz drohte es sich plötzlich vor ihrem Blick. Wie aus weiter Ferne drang die Stimme Annemaries an ihr Ohr:.Aber, Mama, du brauchst doch nicht nachträglich noch so zu erschrecken. Du hörst ja. er ist sicher gelandet." Die warme Hand der Schwiegertochter legte sich auf ihre eiskalte. Sie schüttelte die Hand ab.„Laß nur! Es ist schon wieder gut." Sie stand auf und verließ den Winter- garten. Sie mußte allein sein, allein mit sich und ihrer Angst. Wie lange war es her. daß Bölcke, der Unüberwindliche, zu Tode gestürzt war Erst wenige Tage. Noch trauerte Deutschland um ihn. Sie hatte den berühmtesten aller Flieger nie gesehen, nicht gekannt, hatte gar keine persönliche Beziehung zu ihm, aber sie war seinen Flügen gefolgt mit schier mütterlicher Hingabe. Nahm ihr Sohn, ihr Heinz, nun denselben Weg, ging er dem gleichen Schicksal entgegen? Sie hatte geglaubt, schon stark zu seilt nun fühlte sie, wie schwach sie noch war. Tastend griff ihre Hand um sich: zwanzig Treffer— mit Not und Mühe gelandet— seine Maschine zertrümmert— und nun flog er doch wieder! Sie preßte die Hände gegen die Schläfen. es hämmerte in ihrem Kopf. Es trieb sie aus den Zimmern, es trieb sie durch den Garten. Jenseits des Zaunes stand die blonde Frau. Als ob sie es geahnt hätte. Mit großen Augen sah Lili herüber. Blutwelle auf Blutwelle jagte über ihr zartes Gc- ficht.„Haben Sie Nachricht bekommen?" „Mein Sohn Rudolf schrieb eben," sagte mühsam die Mutter.„Ich bin sehr beunruhigt über Heinz." .Ich weiß." Eine neue Blutwelle stieg in Lilis Gesicht. .Ich habe auch Nachricht heute," sagte sie leise,„einen Brief von ihm selber. ES ist ihm nichts geschehen. Wie durch ein Wunder." Und nun wurde ihre Stimme kräftig, sie sah seiner Mutter voll ins Gesickit:„Es wird ihm auch nichts geschehen. Seien Sie ruhig, gnädige Frau. Ich bin auch ganz ruhig. Um ineinen verstorbenen Mann habe ich mich immer ge- ängstigt— um diesen nicht. Ich bin zu stolz auf ihn!" Sie reckte sich in ihrer ganzen Schlatlkheit. Nie war sie Hedwig als besonders groß erschienen, nun mußte sie aufsehen zu ihr. Es war etwas Königliches in ihrer Haliuna. etwas Freies. Befreites, das auch andere be- freite. Tie Mutter suhlte, wie die Angst von ihr wich. Sie streckte beide Hände über den Zaun und zog'die junge Fran näher und näher. Die folgte willig. Das schöne blonde Ge- ficht war dicht bei Hedivig, sie küßte es innig. In der Villa Bertholdi ging man heute auf Zehen. Die beiden Frauen und die beiden Dienstmädchen hatten nie viel Lärm gemacht, aber heute war eS besonders still. Die alte Köchin stand mit verstörtem Gesicht am' Küchenherd und kochte Kamillentee: es hatte die Emilie auf einmal so über- kommen, daß sie die hatte zu Bett bringen müssen. Dann war die Köchin zu Frau Bertholdi gelaufen:„Gnädige Frau, mit der Emilie— oh Gott, gnädige Frau— ich glaube wahrhaftig, da— da is was los!" Sie hatte sich gar nicht getraut, es auszusvrechen; nun es heraus war, war sie über sich selber entsetzt. Was würde die gnädige Frau dazu sagen? Sortj. folgt.) bracht sein, iv-nn der angerichtete Schaden von anderer Sefta ersetzt fei. ein.Denkzettel' aus eigenem Verdienste aber fühlbar bleiben tolle. Um den erzieherischen Charakter auch der Ordnungtstrafen zu betonen, sollte man dem Gericht die Befugni» geben, nachträglich — insbesondere wegen bewiesener guter Führung— sie zu mildern oder aufzuheben. Dr. Hertz meint, daß für die Durchführung eine- solchen Ver- sahrens nur der Vorinuiidschaftsrickler sIugcndrichier) die geeignete stelle sei, und daß hierbei die Slaateanwolrschaft völlig zu ent- behreu sei. Erst wenn der Iug«vdrichter eine kriminelle Ahndung für erforderlich erachte, solle er die Alien an die Staattianwaltschaft abgeben. Dieses die wei'enilichste» Vorschläge von Hertz.— Reif ist diese Angelegenheit l Schon lSII halte die Regierung einen Gesetzentwurf über das Strafverfahren gegen Jugendliche dem Reichstag unterdreirci.(rr ist wegen Schluß des Reichstags unter den Tiich gefallen. Eilte der ersten Aufgaben der Nach'rtegSzeit wird die Regelung des ganzen JugendrechlS sein und dazu gehört auch das Jugendstrafrecht. Gerichtszeitung. Die„Tugendkolonne" bei der Arbeit. Wegen bandenmäßig ausgeführten schweren Diebstahls in mehreren Fällen. 3 e- d r o h u n g mit Toiscblag und Nötig» n g batle die Strafkammer de- Landgericht- I geglu vier Geldschrankknacker zu llerhaii.de ln, und zivac waren dies der Arbeiter Theodor Tugend,'der Zahntechniker Karl Weideman», der Arbeiter Karl Behrendt uns der Metallarbeiter Richard I a n i ck c. Wegen Hehlerei waren ferner die Frau Ida Weiß und die Ar- beiterin Berta Fisicher mitaiigcklagt.— Tie vier Einbrecher haben es fertig gebracht, vom 30. August bis zum 18. Septcm-ber in jeder Nacht«inen Einbruch»diebstahl zu ver- iibeu. Alle Bier trugen icharfgeladene Revolver bei sich, von denen sie auch in einem Falle Gebrauch machten. In der Nacht zum 18. September drangen sie in das Kolonialwarengeschäft von Rei- nicke vi der Urbanstraße ein und gingen sofort dem dort stehenden Geldschrank zu Leibe. Hierbei wurden sie von dem Wächter Som- mer von der Wach- und Sehließgesellichaft überrascht. All? Vier stürzten sofort mit vorgeb altenem Revolver auf S. los und'drohten, ihn niederzuschießen, wenn er einen Laut von sich gebe. Einer der Verbrecher setzte ihm den Revolver auf die Brust und zwang ihn, eine Stunde lang ruhig auf einem Stuhl zu sitzen, wäbrrnd die drei anderen den Geldschrank erbrachen. In diesem Falle erbeuteten die Tiede nur 17} M. Bargeld.— Am 12. September halten die Angeklagten emen lohnenderen Raubzug unternommen. Sie erbrachen, den Geldschrank in den Geschäftsräumen des Kaufmanns Boß in der Adalbertstraße und entwendeten dar- ans tü Stück Kriegsanleihe, Hypothekenbriefe und andere Wer!- Papiere. Schmucksachen und eine wertvolle goldene Uhr.— Bei «toeiÄ wSchWaferi Wi«vui? fae He ZstgueeSenRitzÜ?.ÜKwWr er- beuteten die Verbrecher neben einem größerem Posten Zigaretten auch 50 Znsatzbrotkarteu und mehrere Stück Seife. In der folgen- den Nacht wurden dem Fabrikanten Bauch am Grünen Weg für 800 M. wollene Tücher gestohlen, von denen die weiblichen Mit- angeklagten mehrere kaufte».— Vor Gericht waren die vier Einbrecher. die schon längere Gefängnis- und Zuchthausstrafen hinter sich haben, geständig. Der Staatsanwatt beantragte gegen sie Zucht- bauSstrafeii von 3 bis 5 Jabren, gegen die beiden Frauen je 0 Mcnare Gefängnis. Für diese beantragte NechtSoirwait Dr. Pupp« die Freisprechung, indem er geltend machte, daß sie die Tücher in gutem Glauben erworben lmtten. Das Gericht kam auch bei ihnen zn einer Freisprechung. Tagegen hielt es, wie der Vor- ntzeude ausführte, vci den vier Einbrechern im Interesse der öffentlichen Sicberheit für geboten, auf exemplarische Strafen ga erkennen. In einer Zeit, zu der fast jeder Einbrecher mit einem Revolver herumläuft und jeden, der sich ihm enigegenstent. einfach niederknallt, sei es Pflicht der Genckue, durch Anwendung der volle» Strenge des Gesetzes dem sich immer mehr ausbreitenden Ber- brechertum einen beilsamen«chrecken einzujagen. Das Urteil lautete deshalb: gegen Tugend auf 9 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust tind Stellung unter Polizeiaufsicht, gegen Behrendt auf 8 Jahre Zuchthaus, Ehrverlust und Polizeiaufsicht und gegen Weidemann und Jan icke auf je 7 Jahre Zuchthaus, Ehrverlust und Polizeiaufsicht. Iugenöveranstaltungen. Arteiter-Jugendheim Berti», Lindenstr. 3. Heute Sonntag, abend» 7 Uhr: Vortrag de« Genossen D o»>» i ck:.Die Dichtungen der .KricgSzelt'.— Dienstag: Spielabcnd.— Freitag: DiSlutierabend. — Sonnabend, abends 7 Uhr: Lichtbild«rnortx.ag:.Streif» zfige eine« Eüenbabiier« durch Afrika'. Vortragender: Herr Ingenieur LigoSki.— Einlaßkarten find aus allen Jugendoeranstaltungrn erhältlich. Schöneberg. Zlrbeitrr-Juqend. Heute: Spielabend. Ans. 8 Uhr. — Mittwoch: UnterhaltuiigSabend. Ans. 8 Uhr. Arbeiter- Jugend Wethenlee. Montag, den 18. März, abend« SO, Ubr, im Jugendheim, Charlottenburger Str. 3, Ecke Tassostroße, Restaurant Stärke: Heimbesmherversammlung. Geschäftliche Mitteilungen. Die soeben erschienene Som mer- Preisliste de« Raus- b o u s e« N. Israel, Berlin C, enthält etn« UuSwahl Blusen, Röcke, ttieidcr, Wäsche, Dirkwaren, Kleiderstoffe, Seidenstoffe, Gardinen und Möbel.?luf Wunsch wird die Sommer-PretSIiste von der Firma N. JSrael tostenjrei zugesandt.____ «tetteraugstchte» tgr das mittlere Siordveutsivlan» dt« Montag mittag. Vorwiegend heiler und trocken, am Tage mild, in der Nacht zum Montag, desoiidcr« im Osten, oielsach leichter Frost. Srkefkaften Ser Neäaktlon. Die brieflichen Anfragen mehren sich in letzter Zeit uugchcucr Wir machen darauf aufmerkfa«, daß briefliche Antworten nicht er teilt«erden können. Die Bcantwortmig der Anfragen kann nur durch den Briefkasten unter angcgcbrncr Ehiffre erfolgen. P.'iZ. CS emvüeblt(ich, an die Handwerkskammer, Testower Strnfie 1—}, z» schreiben.— R.<«. 1801. W'r halten«S stlr selbstorr» (ländlich, dafi Sie Anspruch atck 175 M. Eebnlt baben. Wenn Ihnen der Verlna das nicht sablt(o erbeben Sie Klage beim KausnionnSgericht- <<. iv. 37». Wenn Sie bereits gearbeitet und Verdienst batten.(lebt der Frau Unlerüütznng nicht inebr zu.— W. 1000, 1.>kriegtunteÄtüvi»ng crbaitcn Sie dann nicht, wenn fich nach Cinaetning der Ehe in Ihren EinkowmrnSoerbä kniffen nicht» geändert hat Für da» Kind aus etiler Ede wird llnteriintzuiig nicht gezahlt, da der Vater doch mabi schcniiich nicht als Kriegsteilnehmer gritorben i't. 2. Fa. wenn Bcdürtligleit norlieat.— — Krankenwärter. Die Lobming für die Krankenwärter beträgt pro Dekade 7.80 M. Ursprünglich lourde die Lvhming nach der allgemeinen Erböbung der Löhnungen vom Dezember an für die Krankenwärter ans ».50 M. sestgeietzt und auch gezablt. TaS ist aber später revidiert worden. Sic sollten aus die Löbnnng der iSemeinde» mit 7.— M. gesetzt werden, (Thailen nun aber tatsächlich 7.80?.>>.— P. I. Wenn kffe Ehe kinde:!.'} ist. so haben die nächsten Verwandten des verstorbene» Ehegatten, dw Eltern imd nach diesen die Geschwister Anspruch aus den Nachlas!. Ein ielbstgcichriebenes Testament ist. wenn es in der richtigen Fmw abgesant ist. ohne Veglaubigung durch Gericht oder Notar gültig.— t«. H. 1000. Soweit die Strafe nicht über ein Fabr betrug, ist fie durch den Amnestie- erlaß aufgehoben.— I.<«.,.Höchste. I. Eine Bestimmung darüber, wie oit Briese nach dort geiandt tverden können, besteht u. W. nicht, ü D e Uebcranittiiing oeschiebt am besten duich die Deutsche Bank. 3. Nein. — Ltz. St. 100. Sie habe» nur einen Erbp'ispruch an den Nachlini der Mutter. Die vorhandenen Barmittel werden aber a!Z Nachlaß de» SNei« vaters gelten, an dem Sie keinen Erbanlpruch habeu.— M. F. 101. Ja. — Ich. Zitrnstburg. 1. Nach Ihren Angaben find wohl 12 Jahre Die»:- zeit zuiammcngerechnet, c-Z ist aber nicht klar ersichllich, ob 6 Jahre aktive Dienstzeit von den Söhnen nackigcwiesen werden kann und od der eine Sobii noch z Z. atiiv dient. Anscheinend ist da» nicht der Fall, und ei besteht dann kein Anspruch ans Answandsenlschndigung. 2. Es de- steht kein Recht ans den AnstellungSschein. Cr kann gewährt werden, wenn der Betreuende von der MiiitäroenvaltimgZbebörde für würdig und brauch- bar zum Beamten erachtet wird.— I H. 5457. 1. und 2. Ja. 3. Die ehrlichen Kinder können dcSbaib nom Erbleil nicht aliSgelchloiseii werdui. sie haben zum mindesten Anipruch aus den PjlichiieU.— N. 6532. Nein. — F. B. 14. Der Vertrieb dieler Broschüre ist während dcS Krieges verboten.— Dobotha 1.») BI« zum vollendeten S0. Lebensjahre. d> Wenden Sic fich an einen Spezialaizt.— F.<9., Neukölln. Kriegs- tinderipende Deutscher Frauen, Privatlanzlei der Fizau Kronprinzessin. Potsdam, Neiier Garten.— S. F. 77. Ihre Weigerung würde die ge- ietzlichen Straten nach fich ziehen. Sic tömien iveiier nicht« tun, als um dem vorschriitsinätziaen Dienstwege ein Gesuch um Versetzung an eine andere Front einreichen.- O. 8. 16. Wenden Sic sich a» den Bund der Kriegsbeschädigten. Berlin SV 88. Lindenstr. 114.— 31. 3. 160. 1. und 2 Danach ertundigcn Sie fich am besten ans dem Bezi, 7- kommando. 3. lieber derartige Einzeibeitcn bei der Ordeilsverteiiung st wir nicht imterrichtet.— N. I Eine ioiche Verpiiichtung besteht nur Dagegen können enllasscne Krieger Zivilkleidmig zu mäßigen Bedingungen erhalten. Wenden Sic sich zu diesem Zweck an die Kieidcrveelrirtungsslellc Berlin, Kommandantenstr. 80/81.— A. K. Wenden Sie sich an d>5 Zentralnachweisebureau de» tlriegSministeriums, SW 7, Dorotbeenslr. l j"! orgen- ' a eken io frosstr Au> vekl Nr. 96. W ascKatoff Mortr�arock, tUrkioch*ennt»t. W ollmusaclin- 38.00 65.00 BERLIN C SfianJautr Str. Handschuhe TSamtn'Handschah* m. 2 Vrckk*. Leinen-Naclialimung- Urbig, weiQ,»ch wart.... k.l O Sch-wetlen-NacKahmung Urbig, acbwair....... 2.30 Lcincn-Milancac Urb. 2.75 R.eine Seide admua.. 2.90 Seidcn-M ilaneae Urb,, � weifi, aebwara....... Z.S<) ZiegenleÄeT LfcbiJ'D 4.90 GegrüncUt 1815 BERLIN C König str. 11-14 Korsette Korsett aoa bell-«eck duakal-gemaatertea Stoffen KorSCtt nt ball- und dankel-gamuatarteo Stoffen Korsett baltbarer Köper oder Wollmobr(Moiri),. KorSCtt anaweifien Stoff, Kalbbobe Form...... KorSCtt aoa weißem Stoff, brostfreie Form..... Korsett aoa modefarbig. 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Das Mich darf die Schuldverschreibungen ftühestens zum 1. Oktober 1Q24 kündigen und kann daher auch ihren Zinsfuß vorher nicht herabsehen. Sollte das Mich nach diesem Zeitpunkt eine Ermäßigung des Zinsfußes beabsichtigen, so muß es die Schuldverschreibungen kündigen und den Inhabern die Mckzahlung zum vollen Nennwert anbieten. Das Gleiche gilt auch hinsichtlich der ftüheren Anleihen. Die Inhaber können über die Schuldverschreibungen und Schahanweisungen wie über jedes andere Wertpapier jederzeit(durch Verkauf, Verpfandung usw.) verfügen. Die Bestimmungen über die Schuldverschreibungen finden auf die Schuldbuchforderungen entsprechende Anwendung. i. Annahmestellen. Zeichnungsstelle ist die Reichsbank. Zeichnungen werben von Monlag, den m März, bis Donnerstag, den is. April mittags l Llhr bei dem Kontor der ReichShauptbank für Wertpapiere in Äerlin(postschcikkonto Äerlin 5!r. SS) und bei allen Zweig- anstalien der Relchsbank mit Kasseneinrichtung entgegen- genommen. Die Zeichnungen können auch durch Vermittlung der preußischen Staatsbank lKönigl. Seebandluna), der preußischen Eentral-Genossenschaftskasse in Äerltn, der Königlichen Hauptbank in Nürnberg und ihrer Zweig- anstalten sowie sämtlicher Sanken, Sanklers und ihrer Filialen, sämtlicher Sffcntl/chen Sparkassen und ihrer Verbände, jeder ■CebensoersicherungSgesellschaft, jeder Kreditgenossenschaft und jeder Postanstalt erfolgen. Wegen der posizeichnungen siehe Ziffer?. Zeichnungssche'iie sind bei allen vorgenannten Stessen zu haben. Die Zeichnungen können aber auch ohne Verwendung von Zeichnungs- scheinen brieflich erfolgen. 2. Einteilung. Zinsenlauf. Die Schuldverschreibungen sind in Stücken zu 20000, 10000, 3000, 2000, 1000, 500, 200 und 100 Mark mit Zins« scheinen, zahlbar am 2. Zanuar und l. Juli jedes Lahres, aus- gefertigt. Der Zinscnlauf beginnt am 1. Juli 1S1«, der erste Zinsschein ist am 2. Zanuar ISIS fällig. Die Schatzanweijungcn sind in Gruppen eingeteilt und in Stücken zu 20000, 10000, 5000, 2000 und 1000 Mark mit dem gleichen Zinsenlauf und den gleichen Zinsterminen wie die Schuldverschreibungen ausgefertigt. Welcher Gruppe die einzelne Schahanweisung angehört, ist aus ihrem Text ersichtlich. 3. Einlösung der Gchahanweisungen. Die Schahanweisungen werden zur Einlösung in Gruppen im Zanuar und Juli jedes Zahres, erstmals im Zanuar isis, ausgelost und an dem auf die Auslosung folgenden i. Zuli oder 2. Zanuar mit 110 Mark für je 100 Mark Nennwert zurückgezahlt. Die Auslosung geschieht nach dem gleichen Plan und gleichzeitig mit den Schatzanweisungen der sechsten Kriegsanleihe. Die nach diesem Plan auf die Auslosungen im Zanuar und Zuli 101» ent- fassende Zahl von Gruppen der neuen Schatzanveisungen wird jedoch erst im Zanuar ISIS mit ausgelost. Die nicht ausgelosten Schahanweisungen sind seitens des Reichs bis zum 1. Zuli 102? unkündbar. Frühestens auf diesen Zeitpunkt ist das Reich berechtigt, sie zur Rückzahlung zum Nenn« wert zu kündigen, jedoch dürfen die Znhaber alsdann statt der Sarrückzahlung 4°/gige, bei der ferneren Auslosung mit 115 Mark für je 100 Mark Nennwert rückzahlbare, im übrigen den gleichen Tilgungsbedingungen unterliegende Schahanweisungen fordern. Frühestens 10 Zahre nach der ersten Kündigung ist d�s Reich wieder berechtigt, die dann noch unverlosten Schatzanweisungen zur Rückzahlung zum Nennwert zu kündigen, jedoch dürfen alsdann die Inhaber statt der Äarzahlung 3'/z°/g ige mit 120 Mark für je 100 Mark Nennwert rückzahlbare, im übrigen den gleichen Tilgungsbedingungen untcrliegendeSchahanweisungen fordern. Eine weitere Kündigung ist nicht zulässig. Die Kündigungen müssen spätestens sechs Monate vor der Rückzahlung und dürfen nur auf einen Zinstermin erfolgen. Bedingungen. Für die Verzinsung der Schatzanveisungen und ihre Tilgung durch Ausiosung werden- von der verstärkten Auslosung im ersten Auslosungstermin(vgl. Abs. i) abgesehen- jährlich 5°/« vom Nennwert ihres ursprünglichen Äctrages aufgewendet. Die ersparten Zinsen von den ausgelosten Schahanweisungen werben zur Ein« lösung mitverwendet. Die auf Grund der Kündigungen vom Reiche zum Nennwert zurückgezahlten Schatzanweisungen nehmen für Rechnung desReichs weiterhin an derVerzinsung und Auslosung teil. Am 1. Zuli ISS? werben die bis dahin etwa nicht ausgelosten Gckatzanweisungen mit dem alsdann für die Rückzahlung der aus- gelosten Schahanweisungen maßgebenden Äctrage(110%, 115% oder 120%) zurückgezahlt. 4, Zeichnungspreis. Der ZeichnungSpreis beträgt- fürd!e5%ReichSanleIhe,wennStückev«rlangtwerden 0»,- M, *, 5% wenn Eintragung in da« ReichSschuldbuch mit Sperre bis zum 15. April ISIS beantragt wird..... M, ,, 4%% Reichs schatzanweisungen..... SS,- M für je 100 Mark Nennwert unter Verrechnung der üblichen Stückzinsen. 5. Zuteilung. Stückelung. Die Zuteilung findet tunlichst bald nach dem Zeichnungsschluß l statt. Die bis zur Zuteilung schon bezahlten Seträge gelten als voll zugeteilt. Zm übrigen entscheidet die Zeichnungsstesse über die Höhe der Zuteilung. Äesoubere Wünsche wegen der Stückelung sind in dem dafür vorgesehenen Raum auf der Vorderseite des Zeichnungsschetnes anzugeben. Werden derartige Wünsche nicht zum Ausdruck gebracht, so wird die Stückelung von den Aermitt« lungsstessen nach ihrem Ermessen borgenommen. Späteren Anträgen auf Abänderung der Stückelung kann nicht stattgegeben werden.' Zu«len Schatzanweisungcn sowohl vle»u den l'/i 1 La. eng. Form 1" 1" 2"-- «it. Form l95 225 2« 278 3°* .. 12°° 17°° Weißes Porzellan Spsifeteller......... 75�- Seffertteller........ 33 Pf- Kompotteller....... 22?? Terrine«........... 3° Kartoffelfchvssel»... 225 Tunkenschüsseln.... 16° Bratenplatte« 95 Pf- bis 325 ScnfscfrfBc 85 Pf. Porzellan«»«»«» Epsiseteller.> Dessertteller. Kompotteller Terrinen-..-....... 0�° Kartosselschüsseln... 753 Tunkenschüssel«... 250 Bratenplatten 290360460 Salatieren..... t6s dl« 3°° Äftffe?0°p«-«».9 6 vi. 1 25 Satz Töpfe............ 2°° Kuckenteller.......... I45 Dessertteller........ 48 Pf Tassen........... 65,85Pf 'Birtschaftswagenl 2°° 1 89° Wandkasseemühl-m- 15'° KochkistentSpfe 1V8° II28 Kochkiste« 12°° 2V°° 3V°° Handtuchhalter-....... I28 Holz-KohlenkLste».- 95Pf. KönigskuchensormW« 1°° Kaffeebrenner.......4°° Gartcngeräte GSrtnerspete«..... 375 9°° Blumenampsln..... 85 Pf- BlumenkWel........ 2°° BlumenkSsten l50 225 3Co Wirts ctnafis-' Eiserne Kassette«.... 32°° Brotdose».......... a�5 Borratstonnen.. 7 5 Pf-, 2°° Gummiringe l«-«>»i»q»in» Emaillierte Geschirre Kochtöpfe mit Ring 2°° 2" Mülleimer««*'**..... 14°° Gasserolle»....... 2763*0 Bratpsatt«e«DÄi�38° � Eimer».««> Durch»..— 675 Kaffeekanne»..... 17S 22S Schüssel«.......... I35 165 Tischkocher........ 660 760 VeraAMdJkiaten ada ISiex- ttnü SoldateaJki&ten v S&mtMche JLsrMStmz ±ür den Vmzng— Moderne WMMWUMWK Iteslrlutvenvaltans<>roS-(torila. Delegierte zur örtlich. Generalversammlung! Dienstag, de« 19. M-lrz, abends 8'/, Uhr, im GewertschaftshanS, Eagelnfer 14/15»<.. 80 ei B,7* 7. SO Sozialdemokrat, öcrtin tilr Berlin IV. Gtraluuer Viertel. Dem Mitgliedern zur Räch- richt, das unser treuer Gt> noss« 214/11 Kart Zvickert am 7. März nach schwerem i/ciden im Krankenhaus ge- starben ist. Ehre seinem Sludenre«! Der Vorstand. veuilcher rransportardeNeroerdand. BezirkSverwalt. lörog-veriiu Den Mitgliedern zur Nach- vichi, dafi miier Kollege, der Industriearbeiter OZksr Ssrlmsov vou der Firma A. S. G, Brunnenftrast« am iL. d. M. im tilter von bL Jahren verstorben ist. Ehre seine« Andenken! Dt« Einäicherung findet. am Dienstag, den 19. März. nachmittags 3 Uhr, im Kre- matortum Berlin, Gericht- (trofce 37/38. statt. 19/3 Um rege Beteiligung ersuch! vi« Bezirksverwaltung. AlS Opser des Weltlriegcs verstarb im KrlegSIazarctt an �tiereuentzündung am 14. März 1918 unser lieber, imvergestlicher Lohn, der Uvterolsizier der Fernspr.» Abteilung öl8 Lfnst Sturm im vollendeten 2ö. Lebens- jähre. ISLSd Die traue, nden Eltern feieöeiod LIurin und Frau Marie Sturm. Fritz Sturm als Bruder, zui zeit ,m Felde. Ruhe sonst in fremder Erde! verdand der Last- und Sd/ankwlrte Dcutldilands. Zahlstelle Benin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Vax Günzler Schönhauser Allee 35, Bez. 3 am 14. März verstorben ist Ehre seine« Andeute»! Die Beerdigung findei heute Sonntag, den 17. d. Mls., nachmittags 3>/,Ubr, von der Halle des Neuen Johannis- girchhoscs in Plötzensee aus statt. 151/15 Die OrtSvcrwaltung Am 11. März, nachmittags I 4'/, Uhr, slai b nach langem.! ichwercn» Leiden meine lieb.> Frau Ottilie 8aagö geh Ludwig DieS zeigt ticsbetrübl an tsiilii. Laago, Friedrichslr.247. Die Einäscherung findei heute Sonmag. den l7. März, nachmitL 3 Uhr, im Krema- torium Baumschule,. wcg, Kiefbolzstrusie, statt 1835b Am 12. März b: I. vcr- starb an den aus seinen KriegOschäden sich ergeben. de» Krankheiten unser lieber Sohn Karl Mohs im Aller oo» 26 Jahren. Dies zeigt tieibctrübi cm Familie Aibin Mobs. Die Beerdigung findet am Moniag, den 18. März, nach- mittags 2% Uhr, ans dem zweiten städtischen Friedbosc in Berlin-Schöneberg, Ei/tb- strafie, statt. t840b Zum Sterbetage meines lieben ManncS. RIS Opfer des Weltkrieges siel am 17. März 1917 mein lieber Mann und guicr Bater seiner einzigen Tochter Gerda. der Jnsaulrist Otto Xispp. Du starbst zu srüh und wirst so schwer oermigt, Du warst so gut, daß man Dich nie vcrgigt. Du sch iebst uns stetS: Aus bald'ges Wiedersehen! Doch niemals lann eS mehr ge- icheben. Du ruhst nun aus im kühlen G-.ab: O, dieser Krieg reibt noch die letzlen Blüten ab. 1832b Ruhe sanft l LnMi der Misker, Svie-ttrilim M EMMbeller NMWs. fllialt Bertin, Sebaltlanltr. 37/21 �emn-niaßld/nelderl I Mittwoch, den 20. März, abends 8 Uhr, im„Gewerk- sebaftshans", Engetufrr 15: Branchen> Versammlung. Tagesordnung: 1. Etcllunfinahme zur weitkren TenerongSznIage. 2. Stellungnahme zur Nähzntntensragr. ist. jMT� Da die Tagesordnung eme wichtige sür die Branche werden die Kollegen ersucht, zofiirrch u pllnttl. zu erscheinen. AltKli<-0>cka«>I» le/xiUmler-e k Obne dasselbe oder mit mehr als acht reslicrenden Wochen- beitrügen keinen Zutritt. 16« 20 iDie Kommission der Herren-Mastbranchr. Zur Einsegnung! Ohren<• Schmucksachen PiitB dt Co.. Lindenstr. 109. 17116» de- atattang. Sitz BeHln. Gegr. 1906. Em 11. d. MtS. verstarb unier Mitglied, Frau Ottilie Sssge l geb. Ludwig. Ehre ihrem Andenken! Di« Einäscherung findet beute Sonntag, nachmittags 3 Uhr, in Treptow statt. Um zahlreiche Beteiligung „Wicht 264/3 Set Vorstand. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben BalerS, Groll- und Schwiegervalers Joiiano Onadt sagen wir hiermit allen Freunden »nd Betanute« unseren innigsten Dank. l80A DlEtraaenideii Hlnlertiüelienen. Spezlalarzt Or. med. Wöckenluß Friedfichstr.lZSs�chsuiiJe0« fürSyphilis.Karn-u. 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Ketiidenz-Tbcatcr 7'/4uhr: Der junge Zar. 3'/, Uhr: Die Siebzehnjährigen. Schilter-Theater O 3 Uhr: Hinter Hanorn, T'/.utx: Die seiige Exzellenz. P*chiUer-Th. Charl. 3 Uhr: Schneider Wibbel. 7'/. uhr: Hopfeiiralhs Erisen. Tlialia-Theatpr 3 Uhr: Charleys Tante, K- Egon unil seine Fraiieo. Tbeafer am Nollendorfplatz 3'/, Uhr: Immer feste druff! 7 Uhr; Theater de» Weatons 7 v.uhr. Ludwig XIV. m. G. Thielscher i. d. Titelrolle. Vorh.i Oer Rvgimenlezauberer. S'/j Uhr: Ein Walzerlraum. NATION AL-THEATERl T'/, Uhr.(Deutsch-Ämerik. Theater.) 7ll, Uhr. Die isi richtig!... von Dr. A.'. Lippsohixt«. Mimik: Walter Bromme. Größter Erfolg dieser Spielzeit Sonntag 3'!t Uhr: Stndentenllebchen. Vorverkauf von 10 Uhr nnunterbroehen, auch Tietz Theater j. d. KÖniggräfterstr. 7U; Die Helden auf Helgeland. Nachm. S Uhr: Kameraden. Komüdlenbana. 8 U.; Di« Straße naoh Sleinayeh 3 Uhr: Die verlorene Tochter. Herllner Theater. 7 Uhr: Hlitxblaiioa»Int Nachm. 3 Uhr: Filmzauber. Heute i Vorstellungen 2 Heute M Vorstellungen ä (ji I Nachmittag* "|2| i Kind frei! Weit! Kind, halbe Preise. In beiden Vorstellungen: Dag großartige JfttPB-Projrrnunn. Zum Bohluß: Mondfahrt. üasfsplel; FrieiaBess Solotänzerin Jan Trufanowsld 3olhallettmaister vom Ballelt de» Kgl. Hoftheaters Dresden »owie der große Märt-Varietd-Spielplan. HBir KolltndwlpJ.i Zirkus A. Schumann,! N.ur noch kurze Zeit! 81i 2 gr. Vor- Iii u 2 Stellungen i 2i Nehm. Kinder halbe Preis»| bis 13 J. auf alten Sitzpl, In beiden Vorstellungen "'lÄ kl»-. HntkloidonKN- »zene In der Kult, Frl. Zoe und die übrigen Kunstkrüfte. Movilrn vr.»ussta«- 1 uICAlhU. Pantomime. Kaffee Luitpold HotnatraSe 15. Kabarett. Paul KOnlg EU« Hofer. Kort ReUlng. Hella Bella und der Fürst der Boheme Danny Gürtler II Auf ProBe gestellt. Lustspiel in 4 Akt von Rob.Wiono. Regia: Rudolf Biebraoh. Bectauk; 3 Berliner Konzerthaus Jr Großes Doppel-Konzert Ja» TV.frTdiiViiL+Ailiirt f Ha« llrtTTK Pin AH CrliriiA- Mauerstraße 82. Zimmerstraße 90/91. Heute: Ersatz-Bataillone fantarie-Roi der Musik iibtoilung des Iiifantarie-RegimentB, dos Berliner Konzerthans-Orcheatev.; Leiter: Komponist Franz von Bisa. Anfang 4 Chr. Oslersonntag, 31. März, mittaxs 12 Uhr im Zirkus Busch zugunsten der Berliner Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen mit den verstärkten Philharmonischen Orchester unter Leitung des Kgl. General-Mnsik-Direkfors Dr. Richard StrauS unter Mitwirkung von Lillan von Granfeit Joseph Schwarz KSnigh Sängerin Künigl. Sänger Paul Hansen vom Deutschen Opernhans in Oharlettonburg. Programm: Heldenleben, Tod und Verklärung Orchester Straußsche Lieder Provlnzlalausschnß Berlin der NatlonalstHtong P o f 1 e i n, Stadtrat, Vorsitzender. Karten zu M. 1,50, 3,—, 3,50, 4,—, 5,— usw. bei Bote& Bock, Ä. Wertheirn, Zirkuskasae u. Haupte geschäftssteile, Poststr, 5, III, Zimmer 12(9-12 ü.). lo* '.»6»� 26 . � s-« Simmelsschiff. Bin ZuknutUnmiMi in t Akten von Sophus MkhaSlls«• Ole Olsutn.' i An twi HauvN-llen: �unnsrTolnäs l-fSy Jacabsson fraikirlan hatsn koineSültirksIt .•ÄVfl» -«GAU u.r Jlanfnborfpta« U.T«nt Unt d. CtBb. U.T Friedrichftr. Ellen Richters epivlliituna: Rlcbor«! Eichberg. U.T Weinbergswe« U.T Klejaohetnl««: Ossi OsswaEda. Ernst Lubltsch: Der Rodelkavalier. U.T Morihvlatz U.T Hafenhe»« vs, V«» vsngpipr. U.T»Ickni«kendorf»ftn U.T KchSneberv Kalla- Karton? o»» Splol tnlt� dem Tode� WuewUßarmonie 2 Uraufffihrnngen Die schwarze Kugel Detektivdrama mit Joe Jenkins. Der Günstling Drama ans der Rokoko»eit mit Gaeang. �«« r I r« M« 9 ���20.2Jiar»,r/4� � Zirkus Schumann öffentt. Haupiprobe n Ahr Pttrsisal Bcrfsiitl, l.Mnb B.nft ManeGöhe-xMich.ÄphneniIohnForsell Heinr.HenselvLv. deSande Kol. Hol- an» Domchor-«gl. Oxernch« K�rt.?rhrer-Ich.-B.- Bruno Km.lsiti«, her• B-rliner Dieberlofel Brelh.» rU Schjev. Chor• Beel........ C.uanftt• Greä-Veroin. Berliner KehrerimiytHesona Verein■ Thorsckule Brol.Rüdcl'Oralonen-Vereln Vieukülln Bühnenmusik: lkopellmeister Echmalsnch Chöre: Prof. Hugo Ztüdel Die Königliche Kapelle Musikal. Gesamileit.: Generalmusikdir.Qo Vlech Äntrlttetari.I.S0-MM.!.d.Thel>terotleilg.ddkommand>>ntnr, Charlotten- \ slr.es, Bote ch Bock, Schumann, Luftlahrerdank.JnvalidendanLWertbeim Liehtspiel- Palast Schönhauser Allee 148« Irfther Puhlmanns Theater. Eröffnung: Freitag, den 22. März, als elegantes Volkstheater des Nordens. ZeMlMSM SN SMSMMM üeMlmss. NI. Geöffnet von 9— s yhr, Eonnabenhl von 9—2 Uhr. Tel.: Morihplatz 298(Nebenanschluß). Montag, den I. April(2. Osterselerlaa), tn TdGnederg, Rartin-Luther-Ttraße 69(Neue Ralhaitjjdie): *** Zrühlingsfeier ♦♦♦ Rezitationen und lustige LieSee zur Laute von Herrn Emil Kühne. Nachher: Gemütliches Hsisammenssin. Anfang 6 Uhr. Eintritt 60 Pf. Abendkaffe findet nicht stall. Pose.Ikester. 3 Uhr: Das Glfi» im Winkel. 7'/. Uhr: Eine Waise. URANIA. Sonntag und Montag 8 Dhr! Die Ukraine. Apollo I Frledriehstr. 218. II GanntagsS'/sU. 131 12 J. Erw.! Kind fr. i f« Flieger von TtlDgfao. I Variete-Attraktionen. Theaterkasse ab 10 U. ununterbr. geöffnet. Voigt-Theater. Qadstr. 68. 6ad»tr. 68. Heute nachmittag 3 Uhr Verlorene Ehre. Ilbend« 7 Uhr! ZIntter.ezren. Dienstag, den 19. März l vrnefi, für$t. Rehrke: Von(Atnfe xa State. Walhalla-Theater. 3 Uhr: Der fidcle Bauer. 7./, uhr- U MutaatßöilorL Reichslialiea-Tiiestep Heute nachm. 3 Uhr a. abend» 7'/, Uhr: Kein WelhnachlstraniiL" Nachm. ermSSig. Pr. I Log. 1 61., Parko« 75 Pf., Eintritt SB Pf, V orstcllnn gen «1| FTohm. jed. Erw. 7f| |2 1 Kind frei. I 12 In beiden Vorstellungen Perslknlichea Anftrat. Paul Heideinann in seiner Film-Operette „Der Schock* Schwerenöter4* u. das neue V ariotä-Progr. Qermanla- Trachfsäle Chausseestr. f 10. C. Richter. Jeden Sonntag JgVr«JU Paul JSW �Mantheys lustige »M N Sänger gil u. Konzerl Anf.d. Kon*. 5'/«, d. Vorst. 61/, Militär Eintritt 85P».-ieden Sonnt P.MnntheysLust.Sänger Trianon-Theater '/,8 am BHf. Frledriehstr.'US Tel.: Zentrum 4927 und 2391. DerLebensschuler Komödie von Ludwig Fulda. Ida Wüst, Erich Kaiser-Titz, v.MöilendorS, Flink, Kettner. Stjf. 4 U kl, Pr.: Johannisteuer. —■jmsrnrnsm Atlmiralspalast. 2 Vorstell., 4 u. Tlt Uhr. Deutsche Tänze von Schubert Abrakadabra. Casino f Theater Lothringer Slr. 37. Täg!.'i.8U. Unwidcrrufiich bis 27. März: Hamsterfritze. Oslersonntag zum ersten Male: Anna« Tvauiu. Lustspiel von Adolf L'Arrongc. Stg. 4 iL: Schipp,»ohipp. hurra! ttarzer Kater1 Friedrichstr. 165. Ecke Behrenstraße. Ciaire Waldoff Willi Präger Milda Breiten Mizzi Dressl u. das hervorragende MärzcProgramn). ünentbehrlich { für jeden Haushalt, Be-! amten, Arbeiter undi Bferdebesiner dst meme l Ha« j-Mitk-A. ti>« Einzm" D-Uo. M. Jeder fein[ eig. Sattle:[ u. Schuster.> Sie näht 1 Steppstiche I � tote die VSö- 1 fchme. Man{ tau» Schuh Geschirre, Werde u Wagendeck.,! Sättel, Treib-! 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Wunden; Lähmungen, sowie Kinderlähmung, Stoffwechselkrankheiten, Zuckerkrankheit usw.—»?rcf> uniligr, briefliche uno iiiünbltche dlucrf-izü luigun fi-iiliep tefinnbeftee«Ith geheilter Pntieutcn, die un- nahen, bm; der Begandiiiiig in unserer Anstalt nndcr- iueitiq ohne Erfolg behandelt iboibeii jit fein: 1. ivran A>i. Richter, Berlin-Maabit, Waiditi-, IL> Hungen- letdeu, Blularinüt, Stervenschtostche ge7ietlt.— ■l Her? C-icorg Heinrich, ZZnnAschulenweg, Baum- ichwenstr, Ä> Ii, Lungenleidru gesteiit.- 1, Frau tBlödurn, EöPenirk, iUig.-Siftorialtr. u-l, Herz», Leber» nnd Nierenleiden wiederholt gebessert.— t. Herr K. Giisle. diestanr., Ehorl-ittenburg, Hutten- siraize 12. Chronischer Mittelohrkatarrh geheilt.— ö. Herr W.P«riche,B.'rltn-Rdlerehof, Heibigslr. 29. Von Magengeschwüre««.Bar»,tatarrl» geheilt.—«. FrsuM. itnste. Berlin, i->b!iendorsf!r.4h I. RheumatiKmns u. steife Lchniter geheilt.— 7. Herr<-. Ritter, Kriedriiau, Sponholzstr.>!. Bon Knie- gelenklciden geheilt.— 12. Frau A. Rohrmoler. Berlin, Biedlauerftr. 1. ZIltes fnnffehniahrigeS Her-,- leiden geheilt.— 11!. Herr M. Austner, Reinilten- dorf'-iHest, Anionienstr. 3. Kiefervereitevung geheilt.- > i. Frau H. Hagel, Sachsenhansen b. Orauienbura i. M. Ilnteri.-Blutungen und Nervenleide» geheilt.— milk Wllllllkt ««ütt.iiv TS t, 51 ßnlnnenstraSe 56 a, 57 Frühjahrs- und Sommer- Prg!sw9rt3.W«. DMZk WÄ imM. v- o« lioitö if ormea Kostüms 139.-194-265-- 1«« In»parten Formen raletots 64- 98-136-«»- Fesche Röcke and Blusen aui Wolle, Seide ctad feinen, dnftlgeu Geweben. Kinder- und Backfisch- Konfektion ViGloria-ForlbiiQüngs- u, Factischuie. Btirlin W57, Kurfürstenstr 160 CHoclibuhnh. Bülowstru i. Handelslehmrinnen-Seminar(mit staatlicher Prüxncgj II. Fach- und Fortbildungskwrze(Tapres- u. Abendkurse). Hölierer Handeiskursus, Handelsfachkursus. Vorbereitung für den Volksschullehrer. Kindergärtn. u. techn. Seminare. Kursus f. Bureaubeamtinnen, Itechtsfcurse f. kaufmann. Augestellte. Berufskurse f. Wäscbekonfekt., Schneiderei u. Putz. Vorbereitung f. die Gesellenprüfung. Geschlossene Haushaltungskurse. Kanfm., gewerbL. hauswirtschaftl. Einzelkurso. Sprechst. tägl. 11-12 u. ab. 7-8 U. Oer Vorstand in. Frau Ww Kcitfchlcr, Berlin, Marlenburgerstr. 48. Tarmge!el,wn!st geheilt.— 17. Herr Erich Bork Berlin. Havewergerstrahe 15. Von Niereu-«nd Blasenleiden." Wassersucht. allgemeiner groster Schwäch« geheilt.— 18. Frau Reskaur. Hering. Berlin Schönhaujer?!Ilee 87. Von Basedolvscher tiraukheit geheilt.— 19, Herr A. Bros«. Bln.-Tempel Hof. Fricdrich-WilheltNftr. 14. Schweres Nüchenmarflelden mit Lähmung der Beine tiollftäiidig gehellt.-- 26. Frau (f. Papp. Bln.-Lichtenberg. Gärtnerst». 16. Bon chra« nischer Herzschwäche und Berttopsnng geheilt. — 21. Herr ii. Schlabih. Lerliii, Caprlvistr. ß4. Bon GrstchtÄloPu-d geheilt: oorber mit. Nadwm erfolglos bchanSelL— 22.>c-r Sl. Hellwig. Bln.-Borsigwalde. irrnststr. 25. Von Magen geschwul st, Berstopfniig nnd Nernenschwüche geheilt.— 23. Herr Milchiiändler Eckert, Berlin, Grcii«ihagcnerstr. 26. Von gichtisch-rheumatischeu Sch m erzen in Bein und Fußgelenk geheilt.— 24. Herr biaslwlrt16» tSCZr Griefliche Original-Anerkennungen von uns geheilter Patien'cn stehen im Wartezimmer der Anstalt aut Wunsch zur Einsicht. O Gcfronnle Behandlungsräume für Hamen und Herren! � Sprech- und Schandlungszeit: 9—1, 4— 71/;.— Scnntag sind Feiertag: 9—1. Heilanftaltsbesister Professor P« S�isteisfsy a zprobicrt im Ausland Lertto LO.!6. Lrückenstr. l()d an, Hubni:»! dlt»nu«»It»bi-iic!c«.>. JEicg. Kostllm nui Scldo 175.— lullt; 1UI1""" büill in vielen Farben 129.- 186- 245-- Acndenmuert sofort und gratis U ,;TiaS5!35!aCE2�3?9RFsm'flnwai ttf gründet 1893, Bebaadlc sclimerzlos olmc Eerulsstörung und �äschien. Elchno!.-, piBUKÖLLrf, HomSop. Ambulatorium. Berliner Straße 73« Sprechstunden von 9—1 und 5—7. Sonntags 9—1. Ifälsixlkeit an jedermann. - Kleinste Anzahlung.: :: Größte Rücksicht, ss Bequemste Abzahlung. 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In einem an die leiten- den Schwerindustriellen gerichteten Rund- schreiben wird für die Verbreitung dieser Schrift Propa- ganda gemacht. Verfasser des Rundschreibens ist Herr Rein- hold W u l l e; der Hauptschriftleiter der„Rhein.-Wests. Ztg." Das Rundschreiben sucht zunächst durch Schwenkung dcs roten Lappens gegen den„Bund der Kriegsbeschädigten und ehem. Kriegsteilnehmer" Stimmung zu machen. Herr Wulle schreibt: Äcm darf sich nicht verhehlen, dah hier eine grohs Gefahr im Anzüge ist. Rur zu leicht gelingt eS. Kriegsbeschädigte und Kriegsteilnehmer zu verhetzen und aus ihnen die radikal st en Elemente zu machen. Ziel- bcwuhte und sofortige Gegenarbeit ist hier V o n n ö t e n. Hrrr Wulle empfiehlt dann die Schneidersche Schrift, durch die„der Sozialdemokratie das Wasser abgegraben wird". Er fährt dann fort: Ich bin nun der Ansicht, dah gerade die Arbeitgeber ein arohes Interesse an der Verbreitung der Schrift haben, denn de- Arbeiterschaft verteilen zu lassen. Damit die Wirkung eine um Soz atdeniokraiie gelingt, Kriegsbeschädigte und KuegsleUnehmer als willenlose Werkzeuge in ihre Hand zu bekommen. Deshalb möchie ich ihnen sehr empfehlen, die Broschüre unter ihrer Arbeiterschaft verteilen zu lasien. Damit die Wirkung eine um so grössere ist und die Arbeiter nichp kopischeu werden, könnte da? vielleicht in der Weiie geschehen, dah die Lertcilnng van Kriegs- beschädigten Ihres Werkes vorgenommen wird, mit denen sich der Verfasser in Verbindung setzen könnte. Die Schrift ist St Seilen starl und kostet im Einzelverkauf 1 M., beim M a s f e n b e z u g 75 Pi. Ein sauberes Plänchen: Die Schriften der Gelben sollen nicht mehr vom Werkkontor aus direkt verteilt werden, weil sie dann von vornherein auf die Abiveisung der Arbeiter süssen, sondern sollen durch die Kriegsbeschädigten verbreitet werden, bei denen sie der Essener Verband einschmuggeln soll. Daß der Essener Verband in dieser Weiie für die Unternehmer arbeitet.—„gerade die Unternehmer Huben ein grosses Interesse an der Verbreitung der Schrift", sagt Herr Wulle— bestätigt vollauf den gelben Eh»- r.a k t e r dieses Gebildes. Nun aber hat sich noch ein dritter Kriegsbeschädigten- aufkäufer eingestellt, dem der Essener Verband noch nicht zu- veilässig genug zu sein scheint. Es ist der Generalleutnant z. D. Voll brecht, der Herausgeber eines in den weitesten Kreisen uubetanuteft WinkelblättchenS„Das praktische Blatt", ein Manu, der das Patriotische mit dem Nützlichen zu verbinden lueiss. Denn er verbindet mit der Rettung, der Kriegs- beschädigten aus den Klauen des bösen Radikalismus eine Hilfsaktion für fein im Sterben liegendes Blättchen. Wir gelängen in den Besitz deS nachstehenden vervielfältigten Rundschreibens: Vorbereitender Ausschuh deS„WirtschastSverdande« Kriegsbeschädigter und ehemaliger Kriegsteilnehmer", i Vorerst unter er Anschrift„TaS praktisch« Blatt"" Berlin S. 42, Dtanien» ssrahe 140.) Bankkonto: Direktion der DiSkonto-Gesellschast, Depo- sttenkass« Oranienstr. ISO unter-Feldgrau". Berlin, 11. Mär, 1S1». Vertraulich! Euer Hochwohlgeboren I t Eine große Gefahr droht unserem Volke feiten? der Sozial- dsmckratie, der rechtzeitig zu begegnen unsere Pflicht ist. Zu Ostern soll nämlich ein BnndeStag des bereits 300 OrtSgrupven höhlenden sozialdemokratischen Bundes KriegSbesckädigtex und Kriegsteilnehmer über den die Rückseite der Anlage näher«? besagt. für das ganze Reich stattfinden. Man tvill den Bund noch weiter ausbauen und durch ihn den sozialdemokratischen Geist in die Massen der heimkehrenden.Krieger bringen und auch die der So- z-aldemokrat!« noch fernstehenden nationalgesinnten Krieger, ins- besondere die in den wirtschaftsfriedlichen BcrbSnden und die nicht organisierten Arbeiter und Angestellten in der Industrie, Land« Wirtschaft und im Handel auf dem Unnoege über den KriegSbr- chäd igten bund der Sozialdemokratie zuführen. Die Sozialdemo. kratie will damit das zahlemnähig« Uebergewickst über die Ange- stellten und Arbeiter erhalten, das sie bis jetzt noch nicht befitzt, und das Heer der Krieger bei deren Heimkehr in Hän- den haben Nach Fühlungnahme mit maßgebmwen Kreisen der Industrie "nd Landwirtschaft sowie mit den für unsere Bestrebungen in Frage kommenden Arbeitnehmerorganisatiornn soll nun, in all» seitiger Erkennung der Gefahr, dem sozialdemokratischen Bunde entgegengetreten werden. ES muh ein« Stimmung ges�affen werden. �die aus der Masse.der Feldgrauen einen Gegenbnnd ent- 'teben läßt. Der Mann darf nicht da? Gefühl haben, daß er kommandiert und geführt werden soll. Ans dem Leserkreise der unsere Bestrebungen vorbereitenden und unterstützenden Zeitung„Das praktische Blatt' find bereits Kriegs- beschädigte und sonstwie entlassen« Kriegsteilnehmer für diesen Zweck gewonnen worden. Sieplant ist. diesen Bund über das ganze Reick auszudehnen und ihn in Landesvereine mit Ortsgruppen und Beratungsstellen zu gliedern: die Mitglieder sollen die Zritung kostenlos erhalten, wie wir überhaupt durch gemeinnützige Einrich. lungen vorbildlich und anziehend vorgeben wollen. Für die Durchführung dieser Pläne, zunächst für die Verbrei- lang unserer Absichten, für die Aufklärung und Werbung von Mitgliedern ist die beifolgende Zeitung die geeignetste und zweck. mäßigste. ES fehlt aber an Mitteln, weshalb die Bitte ergeht um auZrcichcnde Bestellung von Zritungsrzrmplare» a) für Feld- und Heimatlazarette, Soldaten- nnh Erholung». Heime, !>) für in Ihren Diensten stehende oder sonstige dortige ent. � lassen? Kriegsteilnehmer Der Versand an hi« erste Gruppe würde am zweckmäßigsten nach hier übertragen werden, für die zweit« Gruppe wird gebeten. "ic Zeitung entweder direkt für eigene Verteilung zu beziehen oder uns die betreffenden Adressen zwecks direkter Postzufenduna aufzugeben Bestellern v»n 300 Zritungen«nd darüber, für die der Salb. •abrosbezugSpreiS aui 3,50 M. ermäßigt wird, erstatten wir Be- --cht über unsere Arbeit und Erfolge. > Hochachtungsvoll Bollbrecht. Generalleutnant z. D. _ Dieser Aufkäufer will also durch wirtschaftliche Vorteile Kriegsbeschädigte ködern, um aus ihnen eine Schutz- treppe gegen die Sozialdemokratie zu for- uneren. Sobald man die Kriegsbeschädigten und Kriegsteil- nehmer über diese dunkeln Pläne aufklärt, werden sie sich wohl davor zu hüten wissen. ES soll übrigens zu dem Bor- stehenden noch misdrücksfch hervorgehoben werden, daß der von den verschiedenen Aufkäufern als„Sozialdemokratisch" bezeichnete Bund der Kriegsbeschädigten und ehem. Kriegs- teilnehmer in Wirklichkeit mit der Sozialdemokratie nicht das mindeste zu tun hat. Richtig ist allerdings, was ein zweiter Aufruf des Herrn Vollbrecht, den sein„Praktisches Blatt" an der Spitze bringt, zugestehen muß, dass nämlich„im Schützengraben das Volk ein an- derer G e ist erfaßt hat, als ihn die K r i e g e r v e r e i n e früher pflegten". Aber gerade dieser Geist wird es verhindern, dass sich die Kriegsbeschädigten wie schmierige Gelbe vom Geld? der Alldeutsch e ii ankaufen lassen. Die Alldeutschen werden die Erfahrung machen, dass in Deutschland doch noch nicht alles für Geld zu haben ist, und dass es namentlich unter den Kriegsteilnehmern so gut wie niemand geben wird, der sich seine im Schützengraben erworbene Gesinnung von den Herren Scliwerindustriellen und ihren Hintermännern abkaufen läßt.____ /lus üem verfaflungsaussthuß. Beendigung der ersten Lesung der Wahlrechtsvorlage. Zeit gewonnen— alles gewonnen, denken die Konser- vativen, und so kämpfen sie wie die Löwen um jeden Tag. ja: um jede Stunde, die sich die Verabschiedung der Wahlrechtsvorlage nur irgend hinausschieben läßt. Manch- mal gewinnt dieser Perzweiflungskampf einen direkt komischen Anstrich. So am Schluß der Freitag-Abendsitzung deS Verfassungsausschusses: nachdem man ganze zwei Stunden ge- tagt hatte, war der Ausschuß sich daiiiber einig geworden, die nächste Sitzung, in der die zweite Lesung begonnen werden soll, am Donnerstag, den 11. April, abzuhalten. Aber unter keinenllm ständen vor zwei Uhr nach- mittags— verlangte der Führer der Konservativen. Ver- gcblich wiesen der Sozialdemokrat und ein Freisinniger darauf hin, dass man dadurch wahrscheinlich wiederum nicht nur einen halben, sondern einen ganzen Tag verlieren werde: die Mehrheit folgte natürlich jenem Manne, der es nun ein- mal nicht verschmerzen kann, dass'er künftig nicht mehr Preußens ungekrönter König sein soll.... In derselben Linie: Gewinnung einer Galgenfrist um jeden Preis, bewegte sich auch ein Antrag der Konservativen, der verlangte, daß das neue Wahlrecht erst drei Monate nach dem Friedensschluß mit der letzten europäischen Grossmacht, keinesfalls aber vor dem 1. April!9l9 in Kraft treten dürfe. Ein konservativer Wortführer erklärte, es sei ganz unmöglich, nach dem neuen Wahlrecht wählen zu lassen, solange der Krieg nicht restlos beendet sei. Es sei denkbar. daß man im Laufe des nächsten Jahres mit Frankreich, Belgien und Italien Frieden machen werde, mit England aber noch nicht. Auch dann dürfe das neue Wahlrecht noch nicht in Kraft treten. Der konservative Antrag wurde schliesslich zurückgezogen, nachdem der Minister des Innern ihn für unannehmbar erklärt hatte. Einen breiten Raum nahm dann in den Erörterungen die Beratung der verschiedenen Anträge über das Ver- hältniswahlrecht ein. Sie laufön im wesentlichen be- kanntlich daraus hinaus, in den gemischtsprachigen Bezirken des Ostens den Proporz einzu- führen, um so die Mandatszahl der Polen zu verringern. Die Konservativen verfolgten auch hier ihre alte schlaue Taktik, die man schon in der vorigen Woche'bei den so- genannten.Sicherungsanträgen" deS Zentrums beobachten konnte; daS heißt: sie stimmen auch solche Anträge rücksichtslos nieder, die ihnen innerlich durchaus sympathisch find, um durch deren Nichtzustandekommen den anderen Parteien die Zustimmung zu dem ganzen Reformwerk unmöglich zu machen. Neulich wandten sie diese Taktik gegenüber dem Zentrum an. dies- mal gegenüber den Nationalliberalen. Sie„motivierten" ihre Ablehnung der Verhältniswahl nach aussen hin damit, dass es, wenn nian mit dem Proporz erst einmal einen An- fang gemacht habe, auf dieser„schiefen Ebene", die unweigerlich bei einer noch weiteren Radikalisierung des neuen Ab- geordnetenhausrs enden werde, kein Halten mehr gäbe. Der Rebner unserer Fraktion begründete die grund- sätzltche Zustimmung unserer Partei zu dem von der Sozial- demokratie seit jeher geforderten Proportionalsystem, lehnte jedoch die Einführung, des Proporzes für bestimmte Gegenden rundweg ab, da er hier nur als Ausnahmerecht wirken würde. Schliesslich wurden alle Proporzanträge ab- gelehnt, der Minister des Innern sprach jedoch die Hoff- nung aus, dass für die Ostmarken über eine Form deS Proporzes, die nicht ausnahmegesctzlichen Charakter trage, tn der zweiten Lesung doch noch eine Einigung unter den Parteien mit der Regierung zustande kommen werde. Schliesslich nahm die Kommission einen Antrag threS Unterausschusses an. demzufolge„die Abgrenzung der Wahlbezirke und die Verteilung der Abgeordneten auf die Wahl- bezirke unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl und der Flächcuausdehnung(I) sowie der geschichtlichen(I) und wirtschaftlichen Bedeutung der Wahlbezirke" erfolgen sdll. Vergebens hatte u nser Redner darauf hingewiesen, dass ein so allgemein gehaltenes Verlangen nun und nimmermehr als gesetzliche Bestimmung in das Wahlgesetz hineingeschoben werden könne. Wolle man den Antrag durä�iuS annehmen. so möge man ihm wenigstens die Form einer Resolution geben. Er selbst würde natürlich auch firr eine solche Resolution nicht zu haben sein. Mit den Beschlüssen der Freitagsttzung ist die erste Lesung der Reformvorlage in der Kommission nunmehr be- endet. DaS hervorstechendste Ergebnis dieser Lesung ist die Ablehnung des gleichen Wahlrecht». Die zweite Lesung in der Kommission beginnt, wie oben schon mitgeteilt, am 11. AprU. An das Plenum gelangen die Vorlagen frühestens anfangs Mai zurück. Ihre Verabichiedung im Abgeordnctenhause ist keines- falls vor Mitte Juni zu erwarten. Und dann erst wird im Herren hause der Tanz beginnen.... vertrauliche Sitzung öes tzauptausschu�es. Am Sonnabend hielt der Hauptausschuss im Reichstage eine vertrauliche Sitzung, in der Fragen der auswärtigen Politik besprochen wurden. Insbesondere gelangte eine Denkschrift des srüheren Botschafters in London, Fürsten Lichnowsky. über die Entslehungsursachen des Weltkrieges zur Erörterung. Ein Bericht über diese Sitzung soll noch veröffentlicht werden. Die Litauer gegen Sie Möeutschen. Wir werden um Aufnahme folgenden Berichtes gebeten: Der Ausschuß für Staats- und' VerwaltungSangelegenheiten der Deutsch- Litauischen Gefelkschast hielt am Sonnabend im Reichstags-' gesäuse«ine Ätzung ab. Es mtt»s ein engerer Ausschuß gewählt, der, sobald die Verhältnisse sich geklärt haben und der sitauffche Staat ins Leben getreten ist, letzterem beim Beginn seines Auf- baues behilflich sein will. Die Zusammensetzung des Landesrates wurde von einigen Seiten bemängelt, da derselbe nur aus Litauern bestehe, während die Minoritäten— Polen, Juden, Weihruthe nen, Deutliche— keine Vertretung erhalten hätten. In schärfster Wciise wandte sich die Versammlung einheitlich gegen eine gewisse Presse, welche das litauische Volk m letzter Zeit auf das Schwerste verletzt hat, indem sie von„Gcrmanifierung", gcwalt- samrr Kolonifierung, Unterdrückung der litauischen Sprache nnd dergleichen spricht und den litauischen Staat herabzusetzen sucht. Möeutfther Schmerz über Sreitjcheiüs Nieüeriage. Fast der einzige Kommentar, den die„Tägl. Rundschau" zum Wahlresultat in Niederbarnim brachte, war die Aufzählung aller möglichen Trost, und Entschuldigungsgründe für die llnabhäng!- gen. In der Bewertung der Sachlage zeigte sich hier eine ganz auffällige Uebereinstimmung zwischen dem alldeutschen Blatt und— dem Unabhängigen Zeitungsdienst. Am Frei- tag ist der„Tägl. Rundschau" noch ein weiterer Trost aufgegangen: Verschieden« Blätter hatten bemerkt, dah die Unabhängigen in keinem der zahlreichen Vorort« de? Wahlkreise? mit ihrer Stimmen« zahl an der Spitze stehen. Dem tritt die'„Tägl. Rundschau" eifernd entgegen. In Zepernick habe Dr. Breitfcheid die meisten Stimmen erhalten. Diese Tatsache von unübersehbarer Tragweite stellt die„Tägl. Rundschau" mit großem Nachdruck fest.— Mau kann au# diesem Eifer den Schmerz der Alldeutschen über den Sieg der Sozialdemokratie und die Niederlage der Unab» hängten ermessen. Der saure �lpfel. Die„Nafi. Korrespondenz für die Rheinprovinz' bringt an der Spitz« ihrer Ausgab« vom 14. März das Protokoll der 33. Sitzung de» Nationallibecalen P r o v i n z i a l v o r'st a n d e s, der sich zu Punkt 1 der Tagesordnung mit der preußischen Wahlrechts- Vorlage befaßt hat. AuS der Debatte heben wir folgende Aeuße» rungen hervor: Vorsitzender Fabrikbesitzer K ü n n e: Unter uns seien viele, die nicht Freunde deS gleichen Wahlrechts seien, aber sie verschlössen sich doch nicht der Ansichl, daß seitens der national- liberalen Partei unter den obwaltenden Umständen die Borlage an- genommen werden müsse. Chefredakteur Jung: ES sei ein Fehler gewesen, sich auf die Zusage de« Zentrums zu verlassen. Die Frag« der Wahl- rechtSrcform fei die der politischen Taktik. Heute sei die Annahme eine Notwendigkeit der politischen Lage und wir seien eS »er Partei und dem Baterland« schuldig, Zugeständnisse zu machen. Fabrikant Peter Z: Durch die Schuld Pethmann Hollwegs würden wir nicht mehr am gleichen Wahlrecht vor- bei kommen. Persönlich sei er nicht für das gleiche Wahlrecht, sondern für da? Mehrstimmenrecht. Abg. Dr. Gotisch all: Auch er sei kein Freund des gleichen Wahlrechts, aber wir möchten, wie die Dinge lägen, i n d e n sauren Apfel beißen. Justizrai Kehren: Wenn der Landtag wegen der Wahlreform aufgelöst werde, dann werde der neue Landtag ein noch radikaleres Wahlrecht schaffen. Au« diesem Gründe, schlucke er die Forderung ans ein gleiches Wahlrecht, obschon er sie innerlich verabscheue. Der Vorsitzende faßt« das Ergebnis der Beratung dahin zu- sammen. daß die Meinungen darüber auseinandergehen, ob daS gleiche Wahlrecht da» richtige sei. Einig aber seien wir wohl darin, daß eS mit de» entsprechenden Sicherungen ange« nomme» werden müsse._ Lettte Nackrickten. Annahme der franzSsischru KriegSkredite. Genf, 16. Mär». Dir französische Drputirrtenkammer hat am letzten Mittwoch die Bcrhaiidlungrn über die KriegSauSgabr für dir Monate April, Mai nnd Juni zum«bfchlnv gebracht. Vor der Abstimmung erklärte der Abgeordnete I o b e r t im Sinne der sozialistischen Fraktion, daß die �Sozialisten für das Budget stimmen, damit man ihnen nicht den Borwurf machen könne, da» siegreiche Ende de« Krieges auch nur um eine Minute verzögert zu haben. DaS Budget wurde sodann mit 470 gegen 5 Stimmen angenommen. Rur die Zimmrrwalder haben gegen die KriegSkredite gestimmt._ Dir Londoner Ministerznsammen knnst. Genf, 16. März. Die Agence Havas veröffentlicht eine Londoner Information, in der versichert wird, dass die drei m London vereinigten Ministerpräsidenten Orlando, I e- m en cea u und Lloyd George jeder für sich die Ber- pflichtung übernommen habe, die Anerkennung der zu schassenden Beschlüsse ans der neuen Ententekonserenz durch ihre Regierungen zu sichern. � Amerika und Holland. Amsterdam, 1k. März. Reuter meldet«'S Washing- ton: Die Rcgietung erklärt, daß sie den rinr Million Tonnen betragenden niederländischen Schiffsraum, der requiriert werden soll, wenn nicht eine freiwllllge llchcrcin- kunft zustande kommt, hauptsächlich für den Transport von Lebensmitteln gebrauchen werde. Man e r w a r t- t, daß die niederländische« Mannschaften an Bord h l e i b e u werde»._ Der Moskauer Sowjet-Kongreß. Basel, 16. März. Der grosse Kongreß der Sowjet wurde in Moskau eröffnet. Es nahmen daran teil: 111V Delegierte, darunter 733 Maximalistru und 2 3 8 r e» volutionäre Linkssozialisten. Vorwände für. den japanischen Einmarsch. Tokio, 16. März.(Reuter.)„Höcht Schimbun" berichtet, bah die Maxi inalisten in Blagewestschensk 150 Japaner ermordet haben. Eine andere Reutermelbung aus Lanbon vom 16. März besagt, daß während der letzten Unruhen in Biagen>estschensk drei Japan« getötet und sieben verwundet wurden, als sie ihr Eigentum gegen die Bolschewcki verteidigten Die Erplosinn der Munitionssahrik bei St. Denis. Amsterdam, 16. März.(Telunion.l Ein Telegramm von Reu- ters Sonderkorrespondenten in Paris meldet noch über die Ex- plosion in einer Munitionsfabrik in Tourneuve bei St. Denis, daß in dem Augenblick, wo die Explosion stattfand, sich nur wenige Arbeiter in der Fabrik befanden. Die Explosion, welche um 1.45 Uhr stattfand, hörte man in sehr großer Entfernung. Im Zentrum von Paris sprangen die Fensterscheiben, eine dicke. Rauchwolke verbreitete sich über den nordlichen Teil von Paris; die Zahl der Verwundeten ist sehr groß. Di« Rettungsarbeiten wurden infolge der der Explosion folgen- den weiteren Explosionen sehr erschwert. Insgesamt wurden 30 Person«» getötet. GewerffchchsbeMVung 2. Verbanöstag öes Deutfthen Oau- arbeiterverbanües. Nürnberg, 14. MZrz. �ilr Beratung des Verbands st atut» liegen auS den Zablsteüen 34 AbänderungSaniräge vor. lieber die Grund�üge des vom Voistond ausgearbeiteten Entwurfs baben wir seinerzeit bereits berichtet. Nach dem Referat P a e v l o w s wird das Milgliedsrecht auf Lehrlinge und fugendliche Hilfsarbeiter ausgedehnt, eine Folge der verbesterten Vereinsgesetzgebung. Das Wort.Zweigverein' kommt in Wegsall, es gibt nur noch OrlS- und Bezirks- vereine. Kleine Vereine, die in der Nähe der Grojzstadt liegen, sollen aufgelöst und als Zahlstellr» an den Verein der Grohstadt angegliedert werden. Unter Umständen sollen auch mehrere Vereine zu einem Bezirksverein zusammengelegt werden. Der Vorstand soll erweitert, durch einen VereinSausschuß gestützt werden. Vorliegende Anträge zielen darauf ab, die ge- samicn VerwaltuugSkosten auf die HaupUasse zu übernehmen. Eine Verbilligiing könnte dabei wohl erzielt werden, aber dah jetzt die Lokalbeiträge wegfallen könnte«, daran ist nicht zu denken. Es bleibt am besten bei dem, waS erst in Jena geschaffen wurde. Zu den Anträgen auf Beseitigung deS BeiratS erklärt der Vorstand, das; er gerne mit dem Beirat zusammengearbeitet hat und dag er eS nicht für richtig hält, wenn hier eine Aenderung eintreten soll. Er schlägt eine kleine Aenderung dabin vor. dah der Beirat auS dem Vorfitzenden des VerbandSauSschuffeS und den Bezirlsleitern bestehen foDL alle anderen Anträge bittet er abzulehnen. Andere Anträge gehen dabin, daß die Wa'riezeit der« kürzt oder gar beseitigt werde; ich möchte dringend davor warnen, fich im jetzigen Augenblick darauf einzulafien. Dann liegt eine Anregung vor. das; auch etwa« für die Erwerbsbeichräntlen und Invaliden getan werden soll. ES fehlt aber an jedem Ueberblick, wieviel erwerbSbeschränkte Mitglieder im Verband vorbanden find. Eö liegen dann auch Bestimmungen über eine UmerstüyungSkafie für die im Verband ehrenamtlich tötigen Mitglieder und Angestellten vor. Beantragt wird hierzu, den Beginn der Versicherung in der Weise zurückzudatieren, chatz für die älteren Angestellte» die Ber- ficherung vom Jahre lSOS an läuft. Weiter wird beantragt, die Altersgrenze für den Anspruch auf Ruhegehalt vou 66 auf 66 Jahre herabzusetzen. Es wird dann die Generaldebatte eröffnet. Die Diskusfion dreht sich in der Hauptsache um die Unterstützungssätze, sowie um die Bestimmungen, die in Zukunft bei der Beiiragsregelung eine Rolle spielen werden. Auch die Vorschriften, die die Anstellung der Bezirksleiter neu regelt, finden lebhaftes Für und Wider. Bedenken werden geltend gemacht, ob die Unterstützungsfürsorge in den Winter- monateii nicht eine zu starke Belastung bringe, weil die Arbeits- losigkeit doch besonders in dieser Zeit oft zu unerhört großen Aus« gaben führen könne. Andere Redner wünschen eine beffere Regelung des DelegiertensysiemS, es iei nicht ohne weiteres zu empfehlen, die angestellten Beamten bei der Kandidatur auszuschalten. Im all- gemeinen jedoch ergibt die Generaldiskussion schon in den ersten Stunden, daß die Annahme der Vorstandsvorlage mit großer Mehrheit gesichert ist, ernsthafte Gegner finde» fich überhaupt nicht. Die Staffelung der Eintrittsgelder, die Paeplow schon im voraus halb aufgegeben halte, spielte trotzdem in der Diskussion noch eine groß« Rolle und wurde lebhast bckämvst. Nachdem 19 Siedner gesprochen, wird die Debatte durch einen Schlußantrag beendet. Paeplow verzichtet auf da« Schlußwort. Die Vorlage wird nebst den Anträgen einer Statntenberatungskommisfiou überwiesen. Es folgt der Punkt Beschlußfassung üter dir verlkkugermtg de? Tarifvertrag«. Berichterstatter ist Silber schmidt- Berlin, der in seinen einleitenden Worten betont, daß die Tartfabschiüfie von 190?. 1910 und 1913 bei einem großen Teil der Mitglieder llnzustiedenhei: erregt baben, bei den einen deshalb, weil die lokalen Interessen bei generellen Tarifabschlüffen nicht genügend zur Geltung kommen können, andere sehen in solchen Verträgen überhaupt eine zu starke Bindung ihrer persönlichen Interessen und Beeinträchtigung der individuellen Freiheit, wieder andere nehmen Anstoß daran, daß Streitigkeiten durch SchlichtunaSkommissione» beseitigt werden sollen, sie wollen lieber die Selbsthilfe, den frisch-fiöhlichen Kamps. Auch sonst sind noch mancherlei Bedenken aufgetaucht. Die Frag« ob es möglich sei, die Arbeitsbedingungen ohne zentral« Abmachung zu regeln, bat den Vorstand schon lange eingehend beschästig». Die ruhige Zeit zwischen 1913—16 sollte zur gründlichen Borarbest ausgenutzt werden. Die Ergebnisie der Beratung wollt« man einem 'Verbandstag unterbreiten. Diese Absichten des Vorstandes wurden jedoch durch den Krieg durchkreuzt. In der Kriegszett die Sache weiter zu verfolgen, ist unangängig, weil man den im Felde stehenden Kollege» es nicht unmöglich machen darf, ihren Einfluß i cmi die Entscheidung auszuüben und auch deshalb, weil man erst abwartek muß. wie die onrch den Krieg in Fluß gebrachten Dinge sich entwickeln. Redner schildert dann die Verhandlungen im Reichs- wirtschafiSamt über die Verlängerung des Tarifvertrags und bittet den Verbandstag, folgenden Antrag anzunehmen: »Ter VerbandStag wolle beschließen: Der 2. ordentliche VerbandStag ermächtigt den Verbandsvorstand, die Berlängernng des Tarifvertrags auf grund der Vereinbarung vom 29. November lSl? zu voll stehen.' Redner bemerkt noch, die Ergebnisie jener Verhandlungen befriedigen sicher nicht, sst entspr«�ck-n nicht den TeuerungSverhältniffen, andererseits sind auch Begleiie- Meinungen vorhanden, die scharf die Kritik herausfordern, wie die Tatsache, daß die zweite Teuerungszulage der Arbeitgeberbund erst dann bewilligt hat, nach- dem ihm rrgierungsstitig deren Zmückerstattong durch das Reich zugesichert wurde. Der gegenwärtig« Augenblick ist nickt geeignet, uns einer tariflosen Zeit entgegenzuiübren und dem Interesse der Mitglieder wird am besten gedient, wenn wir versuchen, bis Ende <919 mit dem gebotenen Tarif auszukommen. ES setzt dann eine lebhafte Diskusfion ein. «» « sTekegraphikcker Bericht.) Nürnberg. 16. März 1Sl8. I. K. Der BerbandSiaq der Bauarbeiter«rledigie in seiner heutigen Schlußsitzung die Beratung des neuen Sialuienentwurfs. Abgelehnt wurde u. a. ein Antrag, den Sitz des Verbandes von Hamburg nach Berlin zu verlegen. Die Beiträge winden westni- lick erhöht und betragen in Znkunst 66 Pf. bis 1U6 M. wöchenilich; dazu kommen die Lokalzuichläge. Dementsprechend erhöht wurden auch die UnierstützungSsätz« für Krankheit, ArbeilSlosigkett, Maß- regelung, Streik- und Sierbefälle. Krankheits« und Arbensloien- Unterstützung wurden außerdem auf das ganze Jabr ausgedehnt. während sie sich bisher nur auf 16 Monale erstieckien. Die de- sonderen Jugendabieilimgen konnten wegen der inzwstcken erfolgten Veränderung des BereinsgeseyeS in Wegfall kommen. Eine wettere Neuerung besteht darin, daß in Zukunft alle Konirollinftanzen. auck die Revisoren und der Ausschuß, vom VerbandStag gewählt werden. Abgelehnt wurde von der Vorlage d-e vorgeschlagene Slafre- lung des Eintrittsgeldes nach dem Lebensalier. Nur Per- ionen über 66 Jahre iollen, wenn sie ausnahmsweise noch aufge- nommen werden ein EinustiSgeld von 10 M entrichten. Zahlreiche Anträge auf Beseitigung oder Abkürzung der Karenzzeit für die Arbeitslosen« und Krankenunterstützung wurden abgelehnt. Dem nächsten Verbandstag roll der Borstand eine Vorlage über Ein- tübrung einer Jnvalidenunterstüyuag unterbreiten; er soll ferner die Frage prüfen, ob es möglick sei. sämtliche Beamte auf die Haupikaffe zu übernehmen und alle Ausgaben durch die Ber- bandshauplkaff« zu bestreiten, der dann natürlich auch alle Beiträge zufließen müßten. Alle vefchlüfle wurde» einstimmig oder mit kehr großer Mehr- beit gefaßt. Emen Zusammenstoß mit der Opposition gab eS nur bei der Satzungsvorschrift, die bestimmt, daß auch das Vermögen der Zweigvereine dem Gesamtverband« gehört. Vertreter der Unab- hängigen gaben bei dieser Bestimmung deutlich ihrer Sehnsucht AilSdruck, gegebenenfalls die Bestände der Zweigvereine mitzunehmen, wenn Lokalorganiiationen das Bedürfnis fühlen sollten, au» der Zentralisation auszuscheiden. Gegenliebe finden diese Bestrebungen nicht. Nach Erledigung der Tagesordnung beschäftigte fich der VerbandStag eingehend mit der Frage der Fürsorg« für die auS dem Kriege zurückkehrenden Mitglieder. Es herrschte im großen ganzen Uebereinstimniung darüber, daß die Kollegen vom Verband unter« tützt werden müßten. Die Festsetzungen der näheren Bestimmungen wurde dem Vorstand und Beirar überlassen. Endlich wurde die Verbandsleitung mit allen gegen zwei Stimmen wiedergewählt.» Gewerkschaftsnritgsieder k Die volkstümliche LeranstaUung de« Goethe- Bundes am heutigen E onntag im, V ö l ks h a u« Charlotten- bürg, findet nicht abends, sondern nachmittags 2 Uhr statt. Wir bitte» die Karteninhaber darauf achten zu wollen. I. S.: Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommisfion. ArbertSleistunff hei männlichen Mrbeikeru mindestens 26 Proz., bet ArbeiwrinirK-n mindestens 10 Proz. höher ist als der Zeitlohn. In allen Orten und Betrieben wird sowohl bei Akkord- wie bei Zeit- lohn ein Kriegszuschlag von 26 Proz. auf den Gesamtar- beitSverdienst gezahlt. Außerdem wird eine Teuerung Szu- läge gewährt, die für Arbeiter und Arbeiterinnen unter lö Jalire 1,50 M-, von 16— 18 Jahren 2.— M.. von 18— 21 Jahren 3.— M., über 21 Jahre 4,— M wöchentlich beträgt. Wer Kinder unter 16 Jahren zu versorgen hat, erhält für jedes derselben eine wöcheut- liche Zulage von 1 M.— Ueber stunden werden mit 25 Proz., Nacht- und Sonntagsarbeit mit 66 Proz. Aufschlag veraütet.— Zutaten werden, mit Ausnahm« von Nähgarn und Nähleide. von den Arbeitgebern unentgeltlich geliefert.— Heimarbeit ist möglichst zu vermeide». Wo sie geleistet wird, ist den Heimar- heitern derselbe Akkordlobn wie den Fabrikarbeltern zu zahlen. An Zwischenmeister und Teilbetriebe darf nur dann Arbeit ge- geben werden, wenn sie sich den Bestimmungen des Tarifs unter- werfen.— Die Tarif. dauer soll vom 15. Avril 1918 bis 80. April 1929 laufen und dann mit zlvennouatlfcher Frist gekündigt werden können. Am Montag unterbreitete Hamacher den Tarisentwurf der Berliner Mitgliederversammlung des Schu bmock-rver bau de S. Unter anderem iübrte er aus. daß sich nach den Bestimmunve» des Tarifs der Zeitlohn einschließlich der Zulagen in Berlin für männliche Arbeiter über 21 Jabre auf 42,88 M., für A-'beiterinnen im gleichen Alter auf 31,22 M. beläuft Der M ind-'sta kkordverdienft muß in denselben Altersstufen für Arbeiter 56.66 M.. für Arbeite- rinnen 33.94 M. betragen. Der Referent empfahl die Annabnie de? Entwurf?, weil er viel Gull?» bringe. Wenn auch die großen Städte eine Lohnaufbesserung von nur 16 Proz. des bisherigen Verdienstes de'om uzen, so bring- der Tarif den kleineren Orten mit den rückslsiiidigsten Löhnen Auflbetleningen bis zu 50 Proz. Mit Rücklicht hierauf, und weil der Abschluß eines Tarifs geregelte Verhältnisse für die gesamte Schuhindustrie T-entschlandS schaffe, könne er ohne Bedenken angenommen werden. Nachdem mehrere Diskussionsredner sich gegen die für Berlin viel zu geringe Lohnerhöhung ausgesprochen hatten, lehnt? die Vcr- sarnmlung den Entwurf einstimmig ab. vkeichstarif für die Schuhindustrie. Die Löhs:- rrnd ArbeftSverhältnisse in den Schuhfabriken- Dsuischlands waren bisher— abgescben von einigen Einzelfällen—' nicht durch Tarife geregelt. Tie Keiegsverhälttiisse haben einen allgemeinen Lohutarif für Mihitärschuhwerk gebracht. Aber für den Bedarf an Schuhwerk für die Z rmlbev A kerung fehlt eS bis jetzt noch mi einer einheitlichen tariflichen Regelung der Löhn«. Haupt- sächlich deshalb, weil die F ab vi kanten dem Tarifgedanken ablehnend gegenüberstanden. Die jetzigen Zeitverhältnisse, namentlich die Wirksamkeit des bei der Stillegung des größten Teils der Schuh- fobriten ms Leben getretenen UebenvachuagsauSschusses, sowie daS Vorgehen der Arbeiterorganisationen haben neuerdings den Tarif- gedonken m Fabrikan teirtrei sen Eingang verschafft unld die Per- lreier der beiderseitigen Organisationen«nter Teilnahme dsS Ueberivachimgausschutzas zu Verhandlungen über den Abschluß eines Reichstarifs für Zivilschuhwerk zusaarmangefübrt. Das Er- gebaiS der Verhandlungen ist ein Tarifentwurf, der sich im wesent- lichen an den Tarif für Mili tärarbertcr anlehnit, der aber noch der Zustimmung der betreffenden Organisationen bedarf. Die Ent- scheidung wird, soweit der Arntralverbartd der Schuhmacher in Frage kommt, in der Weife herbeigeführt, daß zunächst die örtlichen Wiiflkivderoers a-mmlungsn, dann die Bezirkskon ferenzon zu dem Entwurf Stellung nehmen und wach diesen Ergebnissen der Haupt- vorstand über Annahm? oder Wlehnung des Tarifs zu entscheiden hat. Als Tarifpartefen stehen auf Arbeiterseite außer dem Zentralverband die christlichen und Hirsch-Dunckerschcn Organisationen und ans der anderen Seite sämtliche Schuh fabrikan den- verbände Deutschlands. Die hauptsächlichste» Bestimmung«» des TarifevtckrnrfS find folgende: Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 64 Stu». den. Wo im Frieden schon eine kürzere Arbeitszeit bestand, darf sie nicht verlängert werden. Für Zeitlohn sind fünf OrtS- nassen vorgesehen. Ter Mindeststundenlohn beträgt in der fünften Klasse für männliche Arbeiter van 16— 16 Jahren 20 Pf., von 16—18 Jahren 80 Pf., von 18-21 Jahre» 40 Pf., über 21 Jahre 50 Pf. Arbeiterinnen erholten in denselben Altersstufen 16, 26, 36, 36 Pf. Diese Löhne erhöhen sich in der vierten Ortsklasse um 6 Proz.. i« der dritten um 16 Proz., in der zweiten um 1b Proz. >mb in der ersten Ortsklasse um 26 Proz. für Arbeiter und Arbeite- rinnen.— Die Akkordlöhne sind so zu bemessen, daß der Wachenverdienst der Mordardeiter bei normaler Arbeitszeit und In der Genrralversvmnilimq de« ZeiitrakverSinides der Handlnrg?- pehilfcn, Oitsnruppe Groß-Berlin, ersiatteie Web> and den Kassenberich!. Danach schließen Einnahmen und Ausgaben für das Jahr mit 71816 66 M. ab. Der Kassenbesiand bat fich von 4434 86 aus 7874."8 M. erhöbt. An MnaliedSbeiträaen erbrachte das Jabr 56 484.96 M. und an Ortszuschlägen 13 978.86 M. Tie Agitation erforderte 6166 67 M.. das VerbandSoraan 2696 84 M. die Verwaltung persönlich 14 266 86 M. sachlich �365,22 M An Nnterstütziinren wurden insgesamt 7138.47 M. gezahlt. An die Haupt- lasse wurden 36 296.97 M. abgeführt. Der MitgliederznwachS war stbr erfreulich. Zn Beginn des JabreS waren vorhanden- 2112 männliche und 1818 weibliche Mitglieder--- 8936. am Schluß 2466 männliche und 3849 we'b- liche--- 6255 Mitaliedsr. Der Redner ist mit der HauSkalsierung in einigen Bezirken durchaus nicht zufrieden. Auch sei es bei größter Mühe nicht ge- lunaen, kür alle Bezirke Leiter zu finden. Es müßten noch viel mehr Kolleginnen tatkräftig mitarbeiten. Den Geschäftsbericht erstattete Schmidt. Fit den Berliner Warenhäusern sei es gelungen, durch fleißige Organisation durch« schnittliche Gehaltsaufbesserungen von 26 Proz. durchzusetzen. Bei dieser Gelegenheit sei«S wiederholt zu scharfen Zusammenstößen mit den Unteruebmern und stundenweiser Einstelluna der Arbeit gekommen. Auch in den Kriegsgciellichaften habe die Organisation vielfach ansehnliche Teuerungszulagen durchaeietzr. In der Großindustrie, namentlich der ElekrrizitZtSindnstrie, fei der Verband durch die bürgerlichen Gedilfenverbände,'welche vor jedem entscheidenden Schritt zurückschreckten, in seiner Arbeit stark behindert worden. Di» hier noch vorhandenen männlichen An- gestellten, die meist als Reklann-rte ihre Tätigkeit versehe», zeigten nickt immer die notwendige Entschlossenheit. Schließlich sei es auch hier möglich aewestn. nach langem Karrwf iiiiier Anrufung des KriegSausschiisses erhöhte Teurungszulagen' durchzusetzen. Mit verschiedenen Waicnbnuiern seien Tarife abgeschlossen Einen breiten Raum habe die Kewegung. zur Herbeisüdruug der völligen Sonntagsruhe eingenommen, die zuerst in Neukölln zu einem vollen Eriolge führte. Die übrigen Gemeinden»nd Berlin sieben noch in Beratung, doch haben die meisten Gemeinden zip gesichert, grundsätzlich die Sonntagsruhe einzuführen. In Berlin wird im Laus« dieies Monats die Entscheidung fallen. Auch bei dielen Bewegungen sei es wiederholt zu Arbeit?- einstclllingen und dadurch erzwungenen Vereinbarungen über frei- willigen Schluß der Läden ohne behördlichen Zwang gekommen. Eine w'egen geieylichcr Regelung des Sommerurlauvs dem Bundes- rat und dem Reichstag übermtttelte Eingabe warte bis heut« ans Erlediviing. Der Geschäftsbericht erhielt allgemeine� Zustimmung. Die Neuwahlen ergaben: 1. Bevollmächiipier Hoffmann, Stell- Vertreter Schröder, Schriflfübrer Grete Neulhal. Stellvertreter Klara Masckke, Gcwerkichailsdelegierte: Schmidt,. Weyland. Biedermann und die Kolleginnen Neumann und Osburg. Ferner werden be- släiigl i als Obmann der Kausmannsgerichlsbeisitzer: Bcrg-r, als Obmann der Filtalleiter: Beck, für die Sektion der Waren- und Kaufhäuser: Marga Philipp, und als BezirkSfübrer: Paul Kusch. Kä:e Rauch. Margarete Plertner, Alex Becker. Willi Schulz, Willi Winkler, Otto Rossak. Elise Schultze, Karl Callics, Selma Pobl. Georg Siücklen. AIS Beirat für die Fuqendfckiioii wurden gewählt: Georg Stückle», Selma Pähl und Greie Pawlowitich. Berantwortllch für Politik: Erich Kuttner, Berlin; für den übrigen Teil des BwttcS: Alfred Scholz. Neukölln; für Anzeigen: Theodor Glocke. Berlin Verlag: BortoSrtS-Vcriag G. m. b. H., Berlin. Druck: Vorwärtei-Buch. druckerei und Verlags anstatt Paul Sinner u. Co. in Berlin, Lindenstraße 3. Hierzu 3 veiiagcn. O. IPertßeim ßriifojafyfs- Ctusstcttkusö 'Damenkleider —.,» ckunlcel grmost. Schlciereiofi mit ne r\f\ tvieia großem Kragen u SeWengürtei ÖD.UU fr... n|.. au* teinseid Foulard Kittelkleid jugt-ndl. Form, klein ge- Qg.... punktet m einfarbiger Seide garniert"ö."" , au« weiQem Voile, Taille u. Kjeld Rock mit Handatickerei und.»_.... Skumen, farbiger Seidenbandgfirtel•«ö.OU l>l.. au» gutar Taftseide co. groll tvleid Seidenkragen, Rock m TatcK fr.,, au» guter Herlseide, Taille Ivleid mit weißem Seidenkragen moderrei Rock.... ,..«i i.• a. ceid. Trikot, Taille Mantelkleid m. hcbsehei We»ten garniu Rock m. Stufen u. Knöpf. gam Nachmittagskleid mod'FaUem..... Uebetroek und(arbiga Stepperei. äTD.UU Nachmittagskleid frlÜ, � 00 Kostüme und Mäntel t, rie» eox farbigem Stcst, Jackenkleid!o.e Jacke, durch- 00 geh. Gürtel mit»eid. Überkragen"Ö.UO t, ii-i*- d unkelgraue n» Jackenkleid Stoff, loa« Form,...- m. Gürtel o. Knopfgarmtur, impt I>J5.ÜÜ Sportjacke»Tb Fmbea �.. 115.00 ■ l,«.» aus etnf. o. gM«k Jackenkleid guten Stoffen m eersch. Färb.. Jacke m. groß. Krag., offen a.geachÜ, Jacke m'. Seide, gel. .», au» imprägnierter Seide Mantel in vic en Farben und... verschiedenen Formen..... idO.UU 225.00 cy Morgenjacken| A«•• ans gepunktem uad Morgenjackc feblümlcm Wa««�- 9toS mit großen» weißen Kragen.. mm.| aus bunt gemustert. 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