Nr. 87. 35. Jahrg. Bezugspreis: Bierteljabri. 4.50 Det monatl. 1,60 2. frei ins Baus, vorauszahlbar.Einzelne Nummern 10 Bfg. Boftbezug: Monat lich 1,50 Wet Unter Streuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 3.-. für das übrige Ausland 4,50 ML, monatlich. Berland ins Felb Bei diretter Bestellung monatl. 1,50 L Boftbestellungen nehmen an Däne mart, Holland. Luremburg, Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Boft- Zeitungs- Breisliste. Erichein täglich. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin*. S Vorwärts Berliner Volksblaff. 10 Pfennig Anzeigenpreis: Die ftebengespaltene Rolonelgelle foſtet 60 Big. Kleine Anzeigen", bas fettgebrudte Wort 20 Bfg.( gutäfftg 2 fettgedruckte Worte), jede weitere Wort 10 Big Stellengefuche und Schlafftellenanzeigen das erste Wort 10 Bfg., redes weitere Bort 5 Big. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Zeuerungszuschlag 20% Familien Anzeigen 50 Bfg., politifche u. gemerfichaftliche Bereins Anzeigen 40 Big die Zeile. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmitt. Im Hauptgeschäft. Berlin S. 68, Lindenstraße 8, abs gegeben werden. Geöffnet von 8 Uhr früh bis 7 1hr abends. B Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Rerniprecher: Ami Moriables, Nr. 151 90-151 97. Donnerstag, den 28. März 1918. Expedition: Sw. 68, Lindenstraße 3. Herniorecher: Am: Morinvias, Nr. 151 90-151 97. Fortfchreiten beiderfeits der Somme. Berlin, 27. März abends. Amtlich. Zu beiden Seiten der Somme sind unsere Armeen im langsam fortschreitenden Angriff. Albert in deutscher Hand Die Einnahme von Roye, Noyon, Lihons. Amtlich. Groges Hauptquartier, 27. März 1918.( 29. Z. B.) Weftlicher Kriegsschauplah. Die am 25. 3. geschlagenen englischen und französischen Divisionen fuchten gestern erneut in dem unwegsamen Trichtergelände der Gommeschlacht unserem Borbringen Ein. halt zu tun. Unser Angriff burchbrach die feind. fichen Linien. Seit frühem Morgen begann der Feind auf breiter Front zu beiden Seiten der Somme zu weichen. Zäher Widerstand feindlicher Nachhuten wurde in scharfem Nachdrängen bezwungen. Nördlich und süblich von Albert erfämpften wir uns den Uebergang über die Ancre. Am Abend tiet Albert. Südlich der Somme warfen wir den Feind nach heftigem Kampf über Chaulnes und Lihons zurüd, Roye wurde erftürmt, Royo a in blutigem Straßenfampf vom Feinde ge fäubert. Wir haben unsere alten Stellungen vor ber Sommeschlacht von 1916 nach Westen an vielen Stellen überfritten, Die Gefangenenzahl mächst, die Brute mehrt sich. Artillerielämpfe in Flanders, vor Berbun und in Bothringen dauern an. Rittmeister Freiherr von Richthofen errang seinen 69. und 70. Luftficg Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erfte General quartiermeister. Ludendorff. Der österreichische Bericht. Wien, 27. März 1918. Amtlich wird verlautbart: An der italienischen Front feine besonderen Er eigniffe. Unsere Verbündeten errangen in Frankreich weitere große Erfolge. Der Chef bes Generalstabes. Unaufhaltsam vorwärts! Telegramm unseres Kriegsberichterstatters Dr. Ad. Köfter. Deutsche Angriffs front, am 25. März. Gegen immer noch wachsenden Widerstand des verzweifelt und bereits die erste Brüde gebaut. Heute ist über das viele Kilometer vormittags Noye genommen. Die Linie scheint bort von Meridem englischen Feldeisenbahnnek auf der ganzen Linie verbunden. rich von Nohon, zu laufen. Auf diesem Teile des Schlachtfeldes find breite Trichter und Grabenfeld hinweg bereits das deutsche mit court an der Somme durch Rosieres, westlich von Roye und westWie weit hinter, wird auch weit vor unserer Linie wichtige, wenn frische deutsche Divisionen festgestellt worden, einauch graufame Arbeit geleistet. Der Bahnhof von Albert ist gestern durch schweres Flachfeuer zerstört worden. Der Ausladepunkt Compiègne wurde durch Fliegergeschwader stark befchädigt. more Scarpe Douai Arras Mandy Wencourt வார், Fontaine 122 Crakecs Croisilless Esters Binuedur Yaul Warottest Plueuvres dechele Gd Arlestar ouman Bapaume Fe Transh Cambra Martaing Albert Combles Maurepas.com Heudicount Fillers Bustain Mananch shes Vhers faucon Somme Peronne Marquaix Biaches Belries Barteux Vermand archer pati Omignon StQuentin Barencofurt Roye Nesle Ham Freniches Guiscard Bussy Yendeup la Neuville Willequier Noyon Chauny Oise Lafere MTB 5392 Die Offensive im Westen NichtamMich) Geländegewinn am 22. 24.. Geländegewinn am 23.m 25. schließlich zweier Gardedivifionen und zweier Brandenburgischen Divifionen. Dort fämpfen englische, franzöfifche und amerikanische Truppen Schulter an Schulter und franzöfifche Verstärkungen rüden schnell heran. Der eind ist westlich bon Roye und in der Gegend von Noyon zum Stehen gebracht worden. Nach einer Meldung der Agence Sabas fehte der franzöfifche Kriegsunterstaatssekretär Abrami vor zahlreichen Abgeordneten in den Wandelgängen der Kammer die milità ische Rege auseinander. Seine Ausführungen lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: Nach den schweren Kämpfen, die die deutschen Truppen jetzt mit den englischen ausgefochten haben, wo er den fie auf das völlig frische, opferbereite und durch einen Vorhang von Geschützen gebedte franzöfifche Seer foßen. Nur einige selbständige Divifionen haben das Vordringen des Feindes verzögert. Andererfeits treffen die gewaltigen englischen Referben auf den Schlachtfeldern ein, so daß bie bisher vom Feinde erzielten Geländegewinne nuż borübergehender Natur sein werden. Der deutsche Angriff. Bon Richard Gädke. Wenn die Engländer versichern, durch den deutschen Angriff nicht überrascht worden zu sein, was, beiläufig gefagt, die Bedeutung ihrer Niederlage erhöhen würde, so muß man sich immer entfinnen, daß man englische Behauptungen stets in ihrem engsten Wortsinne verstehen muß. Sie dürfen sogar hinzufügen, daß ihnen auch die Richtung unseres Stoßes drei Tage vor seinem Beginn bekannt gewesen sei, ohne daß man sie der Unwahrheit zeihen dürfte. Wir brauchen in diesem Falle nicht einmal auf die glänzende Ausbildung ihres Kundschaftsdienstes hinzuweisen, der ihnen Die Nummer jeder einzelnen nach dem Westen heranrollenben Division noch vor dem 21. März gemeldet hat. Vielmehr durften die Gegner von vornherein mit der Tatsache rechnen, daß wir zum großen Angriff übergehen würden, sobald unsere Vorbereitungen beendet waren. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß ihre Unruhe mehr und mehr wuchs, je länger der Beginn unserer Vorbewegung auf sich warten ließ. Sie sind schließlich fogar wieder zweifelhaft geworden, ob wir unseren Plan vielleicht aufgegeben oder verschoben hätten, wie ja auch in Deutschland ähnliche Gerüchte verbreitet wurden. Unsere Heeresleitung wird darüber nicht böse gewesen sein. Die unübertreffliche Nuhe, mit der fie fich nicht zu vorzeitigem Losbruch bewegen ließ, hat Genf, 27. März. Servé" versichert in feiner Bictoire", die Stimmung des Geaners ungünstig beeinflußt; schließlich topfer ringenden Gegners hat auch am fünften Stampftage der daß Clemenceau mit Lloyd George übereingefommen sei, die hat auch in ihr eine Grundlage der Ueberraschung gelegen, beutsche Vormarsch auf der ganzen Linie ununterbrochen ange. Leitung der Kriegsoperationen fofort in eine einzige Hand die durch feinen Kundschafter entschleiert werden fonnte. dauert. Die gewählte große Breite unserer Angriffs- zu legen, was wohl bedeutet, daß der Vertrauensmann Die Engländer wollen nun in dem schließlichen Beginn linie, die durch weitere Drehung des linken Flügels Clemenceaus, General Foch, der die große Reservearmee unferer Borbewegung einen Berveis für die Gile sehen, mit um La Fére nach Süden noch angenommen hat, er- der Entente in Bereitschaft hält, den Oberbefehl über der unsere Heeresleitung den Krieg zu beenden suche oder laubt auch bei stellenweise schwerem Borantommen durch Seiten alle Armeen erhalten hat. fuchen müsse. Ein schaler Troft, der letzten Endes nur ihre operationen meist fofortigen Ausgleich. Da die englischen Referven im deutschen Feuer rapide zusammenschmelzen, wirft Englischer Bericht vom 26. abends. Nördlich von Unwissenheit über die Bedingungen friegerischen Erfolges General och in langfam steigenbem Maße eiligst antranspor. Der Somm fanden an verschiebenen Stellen örtliche Gefechte verrät. Jede Heeresleitung muß natürlich versuchen, den, tierte eigene Divifionen in das täglich größer werdende Loch. So ftatt. Starke Bewegung feindlicher Truppen und Trains wurde ferieg so rasch zu beenden, als ihre Kräfte erlauben: fie sicht bie englische Niederlage allmählich die Reserven hinter der im Schlichtgelände beobachtet und von Artillerie und Flugzeugen würde die heiligsten Pflichten verlegen, wenn sie anders französischen Front fort. Während die ungeübten Amerikaner unter Feuer genommen. Südlich von der Som me wurden, offenbar ganz ausfcheiden, breiten sich starte franzöfifche Kavallerie- wie gemeldet wird, heute morgen feindliche Angriffe mit frischen handelte. Denn immer ist der Krieg ein so großes Uebel, daß und Infanterieverbände, die Hauptstadt schürend, von der Gegend deutschen Divisionen träftig gegen Noyon und Roye bor- er gar nicht rasch genug aus der Welt geschafft werden kann. Nohon nordwestlich bis zur Eisenbahn Roye Chaulnes getragen. Heute nachmittag begannen neue feindliche Angriffe in Darin liegt denn auch der Zwang zum Angriff, der allein aus. Dabei zeigt die Tatsache, daß der Franzose schon vorgestern der Nähe von Chaulnes fomie zwischen dieser Stadt und der unabhängig vom Willen des Gegners den fiegreichen Frieden den Flugplay Noyon abgebaut hat, wie start er die deutsche Stoß- Somme. Nördlich davon dauert die Schlacht an der ganzen Front herbeiführen fann. Der Stellungsfrieg bedeutet die Vertraft einschänt. südlich von der Somme an. In den vergangenen fechs Tagen anVon dieser steigenden Gegenwirkung, die der haltender Kämpfe zeigten unsere Truppen auf allen Zeilen der längerung des Krieges, aller seiner Schäden und Nachteile Feind, gestützt auf ein glänzendes Eisenbahnnetz und Schlachtfront höchsten Mut. Außer den schon erwähnten englischen ins Endlose. Er war darum die ganzen Jahre hindurch eine getrieben von der Angst vor der endgültigen Niederlage entfaltet, Divifionen haben auch die 9., 10., 31., 61. und 66. Division außer- bart empfundene Notwendigkeit, so lange wir unsere Sträfte nach Ost und West, und wohin noch sonst, teilen mußten. Er heben sich um so stärker die letzten deutschen Erfolge ab. Aus den gewöhnliche Tapferkeit bewiesen. verspotteten Maulwürfen und Kaninchen find Adler und Löwen Französischer Seeresbericht bom 26. März abends. war für uns eine Aushilfe der Feldherrnkunst, für Enggeworden, bie in 6 Tagen überlegen zurüdnehmen, was ber eins unfere Truppen halten ihre Stellungen auf dem linten Oise. länder und Franzosen aber ein Beweis ihrer Ohnin 6 Monaten blutig errang. Die heutigen Morgenmeldungen fer flußaufwärts von Rohon fest. Der Stampf bauert mit macht. All die Jahre hindurch haben fie fa in unzähligen füblich von der wirken wie ein gewaltiges mit Gifen geschriebencs Epos. In den unverminderter Heftigkeit an der Front Brate Somme- Chaulnes- Roge- Noyon an. Von der übrigen Front Angriffsschlachten, mit vollem Rechte, darum gerungen, aus Wäldern von Novou zu beiden Seiten der heißumfämpften Von der übrigen Front ihm heraus wieder zum Bewegungsfrieg zu gelangen. Aber Römerstraße, auf den Trümmern von Biaches, an den Ufern ist nichts zu melden. bes Ancrebaches auf dem ganzen ausgedehnten Schlacht- Das englische Kriegsamt teilt mit: Der Feind hat in alle ihre Versuche sind an der unerschütterlichen Widerstandsfelde der Umflügelungstämpfe im September 1914 tobte gestern der Nacht vom 25. a um 26. März an unserer Front nörd. fraft unserer Truppen gescheitert. Wenn sie die richtigen Folgerungen aus ihren Kriegseine Reihe von Begegnungsschlachten, in denen allen der Feind ich von der Somme teine weiteren Angriffe getros tapferer Gegenwehr die Neberlegenheit der deutschen Führung macht; am Nachmittage hatten örtliche Kämpfe an diesem Teil der zielen gezogen bätten, so mußten auch fie fett erneut Vorhat anerkennen müffen. Dabei bietet das tote und zum Teil Schlachtfront stattgefunden, in welchen der Feind zurückgetrieben bewegungen im größten Maßstabe anstreben. Sch wafferlofe Gelände des vorjährigen Rückzuges, das der Engländer worden war, ernstliche Angriffe hatte er aber nicht versucht. Die nehme darum an, daß sie in der Tat diese Absicht gehabt in ber Swischenzeit durch die vielverzweigte, jebt ser ftörte ginie nördlich von der Somme läuft über Bray, Albert, Beaumont, haben, daß aber Hindenburgs Tatfraft wie ein Wetterstrahl Wasserleitung von Amiens aus versorgte, den deutschen Kampftruppen vorn wie hinten starke Semmuiffe,' Diese zu be. Samel, Buisieur. Ayette, Boirh, Henin, Wancourt und dicht westlich in ihre Vorbereitungen hineingefahren ist. Vielleicht haben feitigen, arbeiten Tag und Nacht Taufende von Bänden. Am von Monchh zur Ecarpe und von dort längs unserer ursprünglichen fie ihre Bläne auch gegenwärtig noch nicht aufgegeben, das 21. März morgens, 4 Stunden vor dem Infanterieangriff, hatte Front. Güblich von der Somme haben die Deutschen heute fann nur die Zukunft lehren, denn wir stehen ja noch im ersten cine Bionierfompagnie im Nebel bicht vor der feindlichen Stellung vormittag heftig angegriffen und um 10 Uhr 30 Min. Beginne des Feldzuges 1918. Bisher aber flafft zwischen ÄÄÄTÄW nur der Angriff bringen, nur er kann ihn unserem Willen!- Engl.sch.- H..r-Sb.richt vom S7,JW°r�vomtttagS gefügig machen. Darum find wir gegenwärtig zum Angriff zu Lande angetreten, wie wir feit vierzehn Monaten zur See im ent- schloffensten Kampfe stehen, der Gegner noch immer sich in der abwehrenden Verteidigung befindet. Don der Zusammen- Wirkung beider Angriffe erhoffen wir die erwünschte Be- enbigung des Krieges. Unser Angriff lag also in der Natur der Dinge. Und auch über seine Richtung konnten die Engländer im großen ganzen kaum zweifelhaft sein. Durch die Umfassung unserex linken flanke, deren Abwehr Lücken in unserer Front hervorgerufen, hatte Ioffre uns einst zum Abmarsch von der Marne hinter die Aisne veranlaßt und hatte seinen eigenen linken Flügel dann in immer erneutem Aus- holen gegen unsere Flanke wieder bis an die flandrische Küste vorgetrieben, unseren Bewegungsraum eingeschränkt, den englischen Aufmarsch und die wichtige nordfranzösische Küste gesichert, Paris geschützt. Zur Widerlegung dieser Strategie hatten uns die Kräfte gefehlt. Wer konnte zweifeln, daß unser erster Angriff das Freiwerden unseres rechten Flügels anstreben werde? Für diese Richtung sprechen innere und poljtische Gründe mit gleicher Stärke. Der Krieg mochte aus- gehen, wie er wollte, von der militärischen Ueberlegenheit rhres Heeres, über'das unsrige wären die Engländer überzeugt geblieben, so lange sie nicht selbst die Schärfe unseres Schwer- teS gefühlt. Die große Niederlage des englischen Heeres hat eine weiterreichende Bedeutung als die gleiche der Franzosen, die ohnehin mürbe sind, gehabt hätte. Aber, wenn sc oie allgemeine Grundlage unseres Feld- zugsplones- gegeben war, so blieben in ihr noch Ueber- raschungsmöglichkeiten genug. Die englische Front war all- mählich so ausgedehnt worden, daß man zunächst nur zu einem Teilangriff gegen sie schritt. Den Frontteil aber zu ver- schleiern. gegen den sich unser erster Stoß richten sollte, ist den meisterlichen Anordnungen unserer Heeresleitung ebenso gegluckt, wie viele Male vorher im Osten. Der eiIent- licheAufmarschunsererAngriffsheerevoll- zog sicherst in den letzten Tagen durch nacht- Ii che Märsche, er ist dem Gegner unbekannt geblieben; ebenso im ungewissen war er über Tag und Stunde des Los- bruchS; die kurze Dauer eines' unerhört vernichtenden Ge- schützfeüers hat ihn völlig auS der Fassung gebracht und seine ersten Abwehrmaßnahmen des Zusammenhanges beraubt. Nicht zuletzt aber war es die große Ausdehnung unseres An- sturnres von 80 Kilometer Länge, die ihm jede Gegenwirkung erW&tocrte. Man muß sich nur in die Lage der feindlichen Heeresleitung versetzen, bei der plötzlich von allen Enden Hiohsposten, von den verschiedensten Seiten Bitten um Unterstützung einlaufen, denen sie allen nicht entsprechen kaml. weil sie zunächst— selbst überrascht— die nötigen Rückhaltstruppen nicht zur Verfügung hat. Verzettelung der eigenen Kräfte oder überstürztes Einsetzen werden die unver- meidlichen Folgen sein. Auch die Entfernungen verhinderten hos rechtzeitige Eintreffen der rückwärtigen Divisionen. Da- zu kam nun schließlich der unvergleichliche Schwung unserer Sturmtruppen, das atemlose Nachdrängen, das den Gegner nicht zur Besinnung kommen ließ, seinen Rückzug in Flucht verwandelte. So ist der Beginn des Frühjahrsseldzuges Weder einmal ein Musterbeispiel dafür, wie der Feind auf einen Angriff gefaßt sein, und dach durch ihn vollkommen überrascht werden kann. So gelang das. schwierige Werk, eine mit allen Mitteln der Kunst befestigte und fast unnahbar gemachte Stellung im ersten Anlaufe zu überrennen und drei Reihen hinterein- ander sich erhebender starker Linien in dreitägigem Kampfe zu erobern. Von einem Durchbruch kann nicht eigentlich die Rede sein— wenn sie das tröstet, so hat die brave„Times" darin recht—, wir haben die feindliche Front in ihrer ganzen Ausdehnung wie eine Sturmflut über- flutet, Wir sind über die feindlichen Verteidigungsan? lagen ins Hinterland vorgedrungen und kämpften am fünften Tage bereits in der Fekdschlacht um die Vollendung des Sieges. Schon scheint dick Reseri�armee Fachs gleichfalls qngebröckelt zu sein; die vier Divisionen, die vom Südwesten Heer das Fortschreiten unseres linken Flügels vergeblich auf- zuhalten versuchten— 2 französische, 1 englische, 1 amerikanische.— haben ihr voraussichtlich angehört. Inzwischen bleiben die Gegner weiter in einer Unsicher- heit, die ihre Entschlüsse lähmen wird; in Flandern und vor Verdun donnert unaushörlich unser Geschütz, in der Cham- pagne Wederholen sich täglich deutsche Vorstöße. Der Gegner fürchtet, daß sich der deutsche Feldzugsplan noch nicht in voller Ausdehnung entschleiert habe; in dieser Besorgnis aber liegt eine Schwäche, die leicht Unschlüssigkeit hervorrufen und den Wünschen unserer Heeresleitung entgegenkommen kann. Wir dürfen also mit guter Zuversicht dem weiteren Laufe der Dinge entgegensehen, wenn wir uns auch darüber nicht täuschen wollen, daß uns noch Tage und Wochenschwerer Kämp-fe bevorstehen. Denn der Gegner hat trotz seiner riesigen Verluste noch zahlreiche Streitermassen, mit denen er versuchen wird, das Glück zu wenden. An der Tapferkeit und Hingabe seiner Truppen dürfen wir nicht zweifeln. Aber eines spricht zu unseren Gunsten: die Fort- Hauer unseres Unterseekrieges wird den Ersatz seiner gewalti- gen Einbuße an Geschütz, Schießbedarf, Kriegsgerät, Roh- stoffen und Lebensmitteln erschweren und vielleicht merkbar einschränken.___ die Verluste. Lerlin, 27. März.(©. T. 93.) SngefiibtS der fortgesetzten deutsibcn Siege, die den Gegner bereit» zwangen, britische, sran- zötisch« und amerikanische Reserven von last allen Fronten ber eiligst in den Kampf z« werfen, versuchen franko-brilische Beruhigung«- berichte die deutschen Verlust« in« Ungemestene zu über» treiben. Sie vergessen die Erfahrungen der großen DurHbruchS- schlachten, die bewiesen haben, daß ein geschickter Angreifer weniger blutet als ein Verteidiger. Auch jetzt übertreffen die gegnerischen Verl» st e die deutschen um ein Vielfache«. Andernfalls hätten die Deutschen ihre nun schon sieben Tage währende. Offensive nicht fortsetzen können. Dezimierte Truppen durchstürmen kein SS Kilometer tiefe«, stärksten« au«- gebautes und zäh verteidigte« Gelände. Aber gerade dieser so hartnäckige Widerstand kostet dem Feinde Blut. In den eng massiert eingesetzten englischen Verbänden herrscht Verwirrung. Sie ver- «tischen sich.- Geordnete Besehlsvrrteilung wird zur Unmöglichkeit. J« heißen Kämpfen wird der Feind immer wieder geworfen. Sei«« fri scheu Ziesemu werden in die Zkederlage hiueingerissen. >W,. Als gebms der gestrigen feindlichen Angrifft am RachmiNage und Abend zu beiden Seiten der Somme, wurden unsere Truppen aus beiden Uiern aus kurze Entfernung bei vraz zurückgedrängt. Ein bei Einhruch der Rächt unternommener schwerer Angriff gegen linkere neue Linie südlich der Somme, wurde nach heftigem Kampf abgewiesen. An einer Stelle in der Nähe des FluffeS erzwang der Feind fich einen Weg in unsere Stellung, wurde aber durch unimn Gegengngnff zur ückgeworfen. Weitere örtliche Kämpfe fanden nördlich von Albert statt, aber die Lage auf diestm Teil der Kampffront blieb unverändert. Französischer Heeresbericht vom 27. März nachmittag«. Gestern abend und oie Nackt über waren die Deutschen durch be- trächtliche Verluste überall geschwächt, ihre An- sirengungen zu verlangsamen gezwungen. Die Tapferkeit der französischen Truppen, die jeden Fußbreit Boden verteidigten, ist über jedes Lob erhaben. Die Franzosen halten die Linie Schelle— Saint Aurin— Beuvreigne«, nöi blick von Lassigny. am südlichen Zugang von Noyon und am linken Ufer der Oiie. Während der Nackt wieien die Franzosen starke Erkundungsabteilungen ab. die sich den französischen Stellungen nordwestlich von Noyon zu nähern veriuchten. An der übrigen Front zeitweise Bombardement. « „Westminster Gazette" schreibt in einem Leitartikel über den fünften Echlackttag: Nack dem Zeugnis unserer Feinde wie aller Beobachter auf unserer Seite haben fich unsere Leute g l S n- z e n d geschlagen, und wenn sie ein wenig Gelände verloren haben, so find doch die Armeen intakt geblieben.— Augen- blicklich ist unser Hauptziel, den Feind iür jeden fußbreit Boden, den er gewinnt, den höchst möglichen Preis zahlen zu lasten. Der Feind will eine Entscheidung herbeifühten, und obwohl da« unsere Aufgabe erschwert, macht eS die Lage zugleich hoffnungsreicher. Wenn wir feinen Sieg verhindern können, machen wir selbst«inen großen Schritt dem Siesie entgegen. Die Zahl der Divlfionen, die er nach britischen und französische» Be- richten in den Angriff geworfen bat, ist ungeheuer und ein paar weitere Schlackttage gleichen Maßstabes werden eine unerfetz- licke Berouspebung bedeuten, wenn kein« Entscheidung erreicht wird. Wir find sicher, daß unsere Verluste verhältnismäßig viel leichter find, als die des Feindes. Es ist beachtenswert, daß unsere Lücken bisher durch Reselven aufgefüllt find, während die strategischen Reserven unberührt und ihrer eigen!- lichen Bestimmung erhalten geblieben find. Für den Feind gibt es keinen Mittelweg zwischen vollständigem Er- folg und verheerendem Mißerfolg. Wir bleiben zu- versicktlich. daß er den Erfolg in dem einzigen Sinne, daß er seine Absicht erreicht, nicht haben wird. die Luftstreitkräfte in üer großen Schlacht. Berlin, 27. März. An den siegreichen Großkampftagen der Schlacht zwischen ArraS und La Fbre habe» unsere gesamten Luft» streitkräste hervorragenden Anteil. Während der Vorbereitungen für die Durchbruchsschlacht haben unsere Flugzeugbeobach» t e r, aller feindlichen Gegenwirkung die Stirn« bietend, ihre Auf. klärung lückenlos bis weit ins Hinterland des Feinde? getragen. Das Netz seiner rückwärtigen Stellung e», war im Lichtbild festgelegt; der Verkehr aus Bahnen und Straßen peinlichst überto�f« und so der deutschen Führung die Gewißheit verschafft, daß der Gegner von dem ihm unmittelbar bevorstehenden Stoß keine Kenntnis hatte. Die eigene Infanterie war durch Lichtbilder über jede Einzelheit der zu stürmenden Kampfstellung des Gegners, über jedes Ataschinenge wehrnest und jeden Minenwerferstand unter- richtet. Eigene Jagdstreitkräfte heckten diese gefahrvolle Tätigkeit der Beobachter geschützt und den feindlichen Luftstreitkräften den Einblick in unsere Vorbereitungen durch rücksichtslosen Angriff er- folgreich verwehrt. Als am 21. März der Nebel, der in den Morgenstunden jede Flugtätigkeit ausschloß, sich verzog, zeigten die gesamten Luftftreit- kräfte den gleichen unüberwindlichen Angriffsgeist wie die auf dem Schlachtfeld vorstürmenden Truppen. Starke'Schlacht- ge schwader begleiteten, da« erbitterte Feuer der feindlichen Maschinengewehre nicht achtend, in ganz, geringer Höhe die stürmende Infanterie. Sie brachten feuernde feindliche Batterien durch Wurfminen, Bomben und Mafchinengewehrfeuer zum Schwei- gen und risten an den Hauptbrcnnpunkten des Kampfes die stürmende Truppe über die letzte feindliche Gegenwirkung weg. Sie griffen die heraneilenden Kolonnen des Gegners aus 80 Meter Höhe an, zersprengten sie vor dem Eingreifen und brachten Ber- wirrung unv Schrecken in den Rückzug des Gegners. Währenddessen waren unsere Beobachter im Flugzeug und Ballon schon wieder tätig, die neuen Artilleriestellungen des Feinde? zu erkunden und sofort der Wirkung unseres eigenen wohlgeleiteten Feuers auszuliefern. Erkundungsflüge von über 1000 Kilometer Länge, über die feindlichen Bahnen bis zu den Häfen des Kanals, enthüllte» die Gegenmaßnahmen des schwer getroffenen Feindes. Unsere Bombengeschwader haben in den Nächten vor und zwischen den Schlachttagen Dahnknotenpunkte hinter der feindlichen Front trotz des teilweise ungünstigen Wetters in großem Maßstabe mit Bomben angegriffen. Auch die englischen Hafenorte Calais und Dünkirchen wurden mit 10 KbO Kilogramm Bomben belegt. Von besondere? Bedeutung ist der Angriff auf eine H a u p t e i s en ba h n l i n i e hinter der Schlachtfront, der aus ganz geringer Höhe 36 Kilometer ihnter der Front aus- geführt, besonders gute Resultate zeitigte. Im ganzen wurden von den Bombengeschwadern in vier Rächten 132 666 vilegramm Bomben geworfen._ Die erwachende Veröun-Zront. Man schreibt uns aus dem Kampfgebiet: Die Verdunfcont steht feit einigen Tagen wieder im Zeichen des Kampfes. Während die Wmtermonate hindurch ziemliche Ruhe herrschte, hört man jetzt von neuem das Donnern der Geschütze. Fesselballone ziehen sich in langen Ketten am Himmel hin, Flug- zeuge schweben zwischen weißen Schrapnellwölkchen. Nachts Wetter- leuchtet es am Horizont. Es ist wieder Krieg. Schon in der ver- gangenen Wochen offenbarten Unternehmungen hessischer, rheinischer und anderer Regimenter die frisch erwachte Kampfiätigksit. Der Gegner, nervös gemacht durch die unermüdlichen deutschen Stoß- trupps und die plötzlich wieder auflebende Artillerietätigkeit, jedes- mal das Gespenst der wie ein Alb auf ihm lastenden angesagten deutschen Offensive ahnend, hat seit dem 16. März besonders aui dem westlichen Maasuser mit starkem Artillerie- und Minenfeuer geantwortet und nach zehnstündiger Vorbereitung fich beim Cheppy- und Malancourt-Walde in 1600 Meter Breite auf die deutschen Linien geworfen. Wenn es ihm auch ver- gönnt war, vorübergehend etwas einzudringen sowie Gefangene zu machen, so sind die Beuteziffern im Eiffelturmbericht vom 17. März zu aufgebauscht. Gegenstöße Heffischer Regimenter warfen den Feind noch im Laust des Tages restlos aus den besetzten Stücken wieder Hivaus.' Er selbst ließ dabei Gefangene m deutscher Hand. Die alte Front ist voll gehalten. Unterdessen verdichtet« sich die Kampf- tätigkeit auch auf dem Ostufer der Maas. Anhaltende Beschießung beunruhigte den Feind und fügte ihm. wie aus späteren Aussagen hervorging, sehr schwere Verluste zu. In der Nacht brachen kurhessische und ivaldeckische Stoßtrupps in die französische Stellung bei S a m o g n e u x ein und brachten nach Sprengung von Unter- ständen 31 Gefangene und ein Maschinengewehr zurück. Ebenso hatten sächsische Stoßtrupps bei Bezonvaux vollen Erfolg. Trotz hartnäckiger Gegenwehr wurde die Mitte des Dorfes erreicht, 63 Ge- fangene und 3 Maschinengewehre wurden eingebracht. Das dritte Unternehmen war größeren Stils und wurde von Regimentern einer badischen Division he, Beaumo«t ausgeführt. AS.Ergebnis konnlen die Stürmer 2 Offiziere, darunter einen Major und Ba- taillonSkommandanten, 126 Mann an Gefangenen, S schwere und 11 leichte Maschinengewehre und viel anderes Kriegsmaterial der- zeichnen. Durchweg wurden von Pionieckommandos durch unzäh- lige Sprengungen Stützpunkte und Unterstände gründlich zerstört. Es ist der Auftakt zu weiteren Schlägen. Amerikas Meinung. New Deik, 26. März.(Reuter.) Die hiesigen Zeitungen he« bandeln in Leitartikeln die Wirkung des großen deutschen Vor« dringen? in Frankreich auf die Amerikaner und sprechen sich einstimmig darüber aus. daß es sie aufs neue anseuern und die Borbereitungen intensiver ge st alten und beschleunigen wird. Die.New Jork World" schreibt:.Eines der bedeutendsten Ereignisse des gewaltigen Kampfes. der sich jetzt in Nordfrankreich abspielt, ist in den Vereinigten Staaten bereits ficht- bar. Man verdeutlicht sich den gewaltigen Einsatz, der auf dem Spiele steht und der amerikanische Kongreß ist endgültig ernüchtert und fest geworden..New Jork Evening Mail" sagt:.Der furchtbare Kampf an der Nordkrom macht uns daheim unserer Verantwortung bewußt. Weitere Dollarmilliaröen für öie Alliierten. Washington, 26. März. Reutermeldung. Mc Adoo hat bekannt« gegeben, daß der Betrag der dritten FretheitSanleihe drei Milliarden Dollar zum Zinsfuße von 40, Prozent sein wird. Alle Heberzeichnungen werden angenommen werden. Dazu kommen 3 666 000 Dollar, die bereits bewilligt, aber noch nickt ausgegeben find. Außerdem wird der Kongreß aufgefordert werde� im nächsten Sommer den Verbündeten weiter� Anleihen zu bewilligen. Der Dürgerkrieg in üer Ukraine. Deutsche Truppen gegen Bolschewiki.— Petersburger Volkskommissare in ukrainischen Diensten. Petersburg, 26. März. Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Aus Charkow wird gemeldet: Die Anhänger der Roda in Kiew und die Deutschen lassen den Bahnhof von Woroschba, wo die Streitkräfte des ukrainischen Sowjet zusammengezogen sind, zur Seite liegen. Der Bahn- Hof von Snamenka und der von Krementschug sind in die Hände der Anhänger der Rada von Kiew gefallen, die von den Deutschen unterstützt werden und die die Absicht haben, tze- katerinoslaw einzuschließen. Zn der Richtung auf Poltawa Geschützfeuer der Streitkräfte des ukrainischen Sowjets, die in der Gegend von Lubey bei Poltawa zusammengezogen sind. » Petersburg, 26. März. Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Die früheren Volksbeaustragten So- krew, Gaucke, Korelin, Steinberg und Kamkow wurden vom/ Hauptausschutz der Ukraine aufgefordert, Ministerposten w übernehmen. Die Genannten waren bis zum Abschluß des Brester Frieden» Volkskommissare, d. h. gehörten der Petersburger Räte» regierung als Vertreter der Linken der Partei der Sozialisten- Revolutionäre an. Do sie, trotz sonstiger Usdcreinstimmung mit den Bolschewiki, dem Friedensvertrag nicht zustimmen wollten und für die Aufnahm« des.revolutionären Krieges" gegen Deutschland eintraten, legten sie. als sie in der Minderheit verW-ben, ihre Aemier nieder. Nun will der im Kampfe mit der Kiewer Rada und den Deutschen stehende Haupt» ousschuß' der bolschewistischen Sowjets der Ukraine die ausge- schieden«, Volkskommissar« in seine Dienste nehmen.— Die Ukraine bereitet die Uebernahme des Cholmer Landes vor. Brest- LitewSk. 24. März,«m 11. März 1918 traf in Brett- Litowsk der vom Ministerium des Innern der uffainifchen Volks- republik ernannte Landeskommissar für das Cholmer Land und die Pidlassie, Herr Alexander Skoropyß v. Joltuckowsky ein. Am 12. März wurde der Landeskommissar vom Oberbefehls« haber Ost offiziell empfangen. Gegenstand der Besprechung war die Vorbereitung der Uebe-r nähme der gesamten Zivilberwaltung im Lande durch die Organe der ukrai« nijchen Volksrepublik. Nach eingehender Erörterung wurde das beiderseitige Einvernehmen darüber festgestellt, daß gewisse Zweige der LandeSve,walwng schon jetzt unter Mitwirkung deS LandeSkommisiarS bearbeitet werden. Dieser wird sein Amt ür allernächster Zeit antreten.___ Die tagt in Sinnland. Stockholm, 27. März. Nach dem amtlichen Sprachrohr der bürgerlichen Regierung in Wasa haben sich die Rechts- fozialisten in Helsingfors von den Linken ge- trennt. Sie verurteilen aufs schärfste das Vorgehen der Roten. Nach amilichen Meldungen aus Finnland ist die Front der Roten bei Tavastehus durchbrochen. Ein Flankenangriff aus östlicher Richtung habe die Entscheidung gebracht. Die Roten haben große Mengen Kanonen, Mä- schinengewehre, Eisenbahnwagen und Munition zurückgelassen. Zahlreiche Gefangene sind gemacht worden. Die Offensive wird weiter in Richtung auf Tammerfors fortgesetzt. Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Gestern setzt« der dänische Gesandte den Kommissar für Auswärtige Angelegen« heften in Petersburg. Joffe, davon in Kenntnis, daß das d i p l r>- ma tische Korps der Alliierten, daS fich in Finnland be- findet, den Wunsch habe, nach Rußland zurückzukehren. Auf.?»« ordnung Joffes wurde ihm unverzüglich ein Sonderzug zur Ber« fügung gestellt. Von der Finnländischen Front meldet laut P. T. A. vom 28. März ein amtlicher Bericht der Roten Garde: Unsere Truppen nahmen neue Stellungen der Front Tamerfors— Tciwastguß. Bei Björneborg gehen die Kämpfe weiter. Kein Iapanerpogrom. Der Kampf in BlagoweschtschenSk. Möttau, 22. März. Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur. Die Nachricht der japanischen Presse, besonders des Journal „Thichibun", daß im der sibirischen Stadt BlagoweschtschenSk ISO Japaner von den Bolschewikis getötet worden sind, ist völlig auS der Luft gegriffen. Während der Schlacht zwischen der roten und der weißen Garde find 6 Japaner ge» tötet worden. Srieüenskonferenz in Trapezunt. Stockhol«, 27. März. Der.Kommunist" meldet, daß die t ü r« ki scheu Militärbehörden sich bereit erllärt hätten, mit der nach Trapezunt abgesandten Friedensdelegation der kaukasischen Republik zu konferieren. Dadurch werde der Wunsch des Präsident«, der Aepubii� Zfchetdse. wohl erfüllt i Beilage des Vorwärts( Norden- Often) Nr. 87+ 35. Jahrgang Industrie und Handel. 28. März 1918 Die Aft- Gcf. für Bauausführungen in Berlin erzielte auf einen Bruttogewinn bon 2118 074 R.( 1. 8. 2128 222 M.) erzielt. dem Generalbaufonto 378 546.( 1916 404 872). Den Rückgang Die Abschreibungen auf Betriebseinrichtungen belaufen sich auf begründet die Verwaltung damit, daß ein Teil der angefangenen 371 659 M.( i. V. 535 410. M.). Bauten im Jahre 1917 noch nicht zu Ende geführt und die volle Die St.- Gcf. für Beton- und Monierbau berteilt eine Dible Abrechnung dafür troch nicht berüdsichtigt werden konnte. Das bende bon 15 Prog.( i. B. 12 Proz.). Ergebnis des Spezialgeschäftsfontos( 3immerei, Schmiede und Die F. Bnste u. G. ft.- Ges. flir Metallindustrie verteilt che Aus dem Berliner Wirtschaftsleben. Die Generalversammlung ber Imperator- Motoren- Werke Fuhrwerf) belief sich auf 280 631 92.( 245 421); das Grundstück1.-G. in Berlin- Wittenau- Nord genehmigte die Jahresrechnung ertragsfonto jant mit Rüdficht auf einige leerstehende Wohnungen Dividende von 16 Bros gegen 10 Bros. im Vorjahr. Der Reine für 1917. Die Gesellschaft erzielte im abgelaufenen ersten Gebot 101 839 m. auf 95 383 M. Das Handlungsunfostentanto er- gewinn beträgt 678 277( 1. B. 421975), an Abschreibungen. find schäftsjahre einen Gesamtgewinn von 2 638 472 M. Nach Abzug forderte 82 785.( 78 641); außerdem entstanden an Unkosten der borgesehen 278 980( 198 101)., für Unterstübungsfonds 100 000 der Betriebsuntoften 1881 697 M., Generalunkosten 579 868. Stapitalerhöhung 39 690 m. Unter Berücksichtigung der Abschrei- Warf( 40 000 M.) und für Umstellung der Betriebe in die Friedens und asschreibungen 402 520 2 ergibt sich ein Reingewinn bon bungen von 125 763.(( 79 390) beträgt der Ueberschus 498 585 wirtschaft 250 000. 24 387 9., der auf neue Rechnung vorgetragen wird. In den Mart( 471 955). Gs foll eine Dividende bon roieber 12 Broz. ausKufsichtsrat wurden nur 8 Mitglieder wiedergewählt, und zwar geschüttet werden. Ueber den Geschäftsgang im allgemeinen bedie Herren Generaldirektor Bögler( Deutsch- Luxemburgische Berg- merkt die Verwaltung noch, daß das Unternehmen bei den von den werfs- buten-.- 6.), Generaldirektor Carl Freiherr b. Stoba Staatsbehörden und der Kriegsindustrie in großem Umfange zur ( Wien), Generaldirektor Borsche( Austro- Daimler- Motoren- A- G., Ausführung gebrachten Bauten mit einem entsprechenden Anteil ien), Generaldireitor Blande( Blande-. m. 6.. in Blande beteiligt gemejen fe, und daß infolgedessen die durch die Kapital borf bei Merseburg), Ingenieur Mar Giafer( Bertreter der Fried. erhöhung neu sugeführten Mittei gut angelegt gewesen seien. Arupp.- 6), Generaldirektor Bollin unb Direftor unt Die Chemische Fabrik auf Aftien vorm. E. Schering gibt wieder b. Soltendorff( Hamburg- Amerifa- Linie) und Hugo Stinnes eine Dividende von 18 Bros. auf die Stammafrien. Die Gef: ( Mülheim a. R.). Die Vertreter der Mülgemeinen, Elektrizitäts- fchaft hat nach Rückstellung non 200 000 m. für gemeinnüßige und Gesellschaft sind, ausgeschieben, was mit einer Verschiebung des mahltätige Brede( Striegsfürsorge) und nach Absehung der KriegsAttienbesizes in Zusammenhang steht. gewinnsteuer- Rüdlage zuzüglich des Gewinnvortrages aus 1918 31 Regelung des Verkehrs mit Süßigkeiten. Die Katao- Fachzeitschrift Gordian" warnt die deutschen Zuder warenfabrikanten, die ihre Süßwaren zu unangemeffen hoben Preisen in den Verkehr bringen. Sett Monaten müssen die Verbraucher für einfache Bonbons oft einen Pfundpreis von 8-10-12 Mark und mehr bezahlen, während der angemessene" Preis gmischen 2,40 und 3 M. Tiegen foll. 3u cinem folchen Breise find mur außerst felten Bonbons anzutreffen. Das Kriegsernährungsamt, dem diese Ingehörigkeiten längst bekannt sind, werde nun allernächster Zeit eine Sortenbeschränkung und Höchstpreiseftime mung vornehmen. By Stoff oder Geide? Je nachdem Sie diese Frage für Ihr neues Frühjahrstoffüm entscheiden, wird Sie das eine oder das andere der hier abgebildeten beiden Roflüme besonders intereffieren. In belden Arten ist die Auswahl, die wir Ihnen zur Verfügung ftellen fönnen, eine gleich vielseitige. Und Sie dürfen daher überzeugt fein, bei uns wie immer 3hre Entscheidung fällt etwas zu finden, das 3hrem Geschmac vollkommen entspricht. Das Stoffloftim Qus fchon gemusterter fportfarbiger Bare, mit schönem großen Umlege- Kragen, einem flotten Binbegurt und modernen Knopftaschen. DamenKonfektions Haus Kostüme in vorzüglichen Stoffen Seiden- Kostüme 165, Das Geidenfeftüm aus weichfließender Eolienne Ware, elegani geschnitten mit den wirtunsvollen Falten( Leßte Neuheit!) und schön bestidtem Ripsfragen 3n vielen fohonen Farbtönen und auf Gelben. fuffer. 272, C& A M.Kraus& Co. marine, schwarz und farbig marine, schwarz marine, Rönigsfr. 33 Am Bohnhof Alleganderplag. Chauffeeftr. 113 Belm Stettiner Bahnhof Conntage gefchloffen. Berlin 0. Frankforter Allee 54, 55, 56 zwischen Kreutziger- u. Mainzer Straße 89,-95,- 129,-148,- 175,- Seiden- Kostümröcke war schwarz 69-79,-85,- 98,-105,- 112,- w usw. 145,-168,-189,-198,- Seiden- Kleider usw. USW. ... Seiden- Mäntel and tarbig ... 79,-98,-129,- 139,-148, Kostümröcke marine, u farbig schward 19,7522,028,036,-45,-56,-68,-79,-85,-98, USW. Trauer- Abteilung Seiden- Blusen Voile- Blusen u. farbig marine, schwarz und farbig marine, ..129,- 139,- 148,- 165,-178,- usw. schwarz u. 25,50 28,75 36,- 37,50 39,- 45.- 58,- 63, farbig weiß und farbig B usw. 9,75 12,75 16,75 19,75 22,50 26,53 29,50 usw. Beachtenswerte Ausstellung in unseren 16 Schaufenstern und Schaukästen Jeder Cigarren 1. großer Auswahl F. Ernst Borch, Berlin, Elsasser str. 21 Alkoholir. Getränke kann Kriegsanleihe zeichnen FranzAbraham auch wenn es nicht über größere Barmitțel verfügt, sobald er eine Kriegsanleihe- Versicherung bei der Bank. Messins- u.Römertrank- Kell, C.25 Bartelstr. 8a, Fernsp. Kgat.13708 Pandagen, Gummiw. R. Bauke, Stralauer Str. 56. E, hraus, Kemmandantenstr. 55. A. E. Lange, Brunnenstr. 166 Bäcker- u. Konditorelen Otto Wolff, Treptow, Krullst. 16 Zachan, Gr.- Lichterf., Chausseest.858 Blerhdandig. Bezugsquellen- Verzeichnis Erschein 2 mal wöchentlich.. Butter, ler, Käse Wilhelm Göbel 25 eigene Filialen. Gebrüder Manns 48 eigene Detailzeschäfte Schröter, R. 43 Derkaufsstellen 43 Detal Geschäfte. Deutschen Lebensversicherungs- Bant Brauerel Bötzow August Hoitz B Attien- Gesellschaft in Berlin eingeht. 27492* Neuzeitliche Bedingungen. Niedrige Prämien. Stoftenlose Berechnungen und Auskunft durch die Direttton, Berlin NW 4, Kronprinzenufer 18. empfiehlt Qualitätsblere ersten Ranges. Kurz- We- Woliw., Trikotag Base- Anstalten Central- Bad Heukolla Anzengruberatr. 9. Blana- Bad Koppenstr. 33 Passage- Bad Kottbuser sämtliche Elder. Damm 79. Hermann Moyer, Sekivalboiner BL. IL Reform- Bad, Wiener Str. 65. Untenstehende Geschäfte empfehlen sich bei Einkäufen. Fleisch- u. Wurstw. Otto Kongel, Alte Jacobstr. 25. Herren- u.Knabangard. Münchener Brauhaus Berlin und Oranienburg Trinkt Wanninger Bier! Weissbier, C. Breithaupt, Palisadenstr. 97 Tel.Kgst. 2081,2082 Essigfabriken Timmer- Essig Bberall erhältlich! Nihmaschinen 26 Nähmaschinen Bellmann, E., Gollnowstr. 36 Singer Nähmaschinen J. Baer Badstr. 26, Ecke Prinzen- Allee. Carl Jung, Stromstr$ 1. Eisen, Stahlw, Waffen, Werkz. Rehimann, P., Müllerst.40b, E.Seost 4 Hüte, Mützen, Pelzwaren KottbuserVester, E. Damm 18/19 Renihandlungen MuskanerBethke, Georg, straße 44Neukölle, Kibestr. 33, Kaiser- Friedr. Str. 64, Weserstr. 189, Friedelsiz 23 Treptow. Gräts- Straße 64. Gaege, Otto E. W. Sichter Wrangelat burg. F. 75 Laden in allen Stadttellen. Ecke Cuvrystr. Optiker. Mechaniker Schubert, Carl, Nklla.Bergstr.148 Meierei C. Bolle A.-G. Berlin H.W. 21 Alt Moabit N.W.21 3/103: Altester and grösster Milchwirtschaftlicher Grossbetrieb: M. Albrecht Photogr. Apparate SO. Kottbtiser Str.& auchGelegenheitskf. Uhren u. Golswaren Lehmann, Alb., Frankt. Allee to Weine, Liköre, Fruchtsafte Hugo Beling 60 Filialen in allen Stadteilen. Act. Herm. Meyer& Co, Ges. ca. 550Verkanisstell. Gr:-Berl. Verkäufe Lethhaus, Blücherstraße 10.1 Handleiterwagen, Bohe Beleihung, Berkauf von Silbertaschen, goldene, filberne Uhren, Armbanduhren, Ketten, Ankauf jeder Wertsache. 7782* Kinderwagen, Metallbetten, auch für Erwachsene, Riesen auswahl. Kaliski, Zaurentien ftraße 7b, Wilmersdorferstraße 53/54, Prinzenstr. 45, Chauffeestraße 76. RaftenMöbel in großer Auswahl, magen, Lieferwagen, Holzräder komplette Wohnungs- Einrich in allen Größen. Biele, Span- tungen, fowie einzelne Möbel ( Bahnhof Börse). ftüde su billigen Breifen, dauerbrüde 242/12 ebentuell Zahlungserleichte Guterhaltener moderner rungen. Rath, Elsasserstraße 44, Kinderwagen gu vertaufen. am Oranienburger Tor.[ 138 Besichtigung don 4-8 Uhr. Stod, Oranienstr. 188, Seitenflügel III. 15 Ballonspalier mit Wein verfauft Ullrich, Seeftr. 36. † 153 Kostüme aus schönen Stoffen, schwarz, blau, grau, braun, auch belle Farben, 150, 175, Röde, Wolle und Seide, 48, 69 Mart, Seidenkostüme 110, Seidenmäntel, Mantelkleider 125, Seidenjadetts 55, SeidenHeider 85, 105, 125, Waschfleider, wundervolle helle und buntle Stoffe 45, 58, 69, ModellRundschiff, neue und geblujen preiswert, Riesenaus brauchte, alte nehme in BahFabrit lung. wahl, alle Größen. Reparatur Werkstatt. lager Michaelis, Mauerstr. 80, Kalisti, Tauenzienstr. 7b, Wileine Treppe, neben Konzert, mersdorferstr. 53/54, Chauffee haus. Auch Sonntag 12- straße 76, Prinzenftr. 45. 116* are wegen Erkrankung billig geöffnet. 2188* 116* Geschäftsverkäufe Bigarren Edgeschäft, gutgehend, mit Einrichtung und , zu verkaufen. Billige Miete. Näheres Gneiststraße 10. 200 Möbel " Einheits Möbel, moderne, reizende farbige Küchen 450, Waschkom Ankleideschränke, Silbermoden, Bettstellen, Leihhaus Rosenthaler Tor, Pfandleihhaus, Hermann Linienstraße 203/4, Ede Rosenplay 6. Massenauswahl! Belz thalerstraße, nur 1 Treppe, fachen! Stuntsfragen, Stunts taufen Sie Pelztragen, Muffen, muffen, Allastafüchle, Rotfüchse, Stunts, Ners, Alaska, Blau-, neue Herrenpaletots, Herren- füchse und alle anderen Belzanzüge, Herrenhofen, Teppich- arten, Wanduhren, TaschenBaf uhren, Brillanten, verkauf, Uhrenverkauf. 1018* fende eftgefchente! taschen, neue Herrengarderobe. Abessinier, Erfapteile und Sonntag geöffnet. Zubehör. Köchlin, Alte JakobLeiterwagen, Kastenwagen, 1848* straße 20/22. Starren liefert billig. Großes Belzgarnituren aller Art, Lager. Wagner, Copenider fest zu berabgesezten Breisen! straße 71. Neue Herrenanzüge. Ubren berlauf, Silbertaschen, Einfegnungsgeschenke! Leibhaus, Warschauerstraße 7. Waldparzellen, nahe Bahnhof Basdorf, Quadratrute 10 Mart, Anzahlung 50 Mart, verkauft Sülfen, Steglit, Bion billestraße 11 Zelephon Steg Tip 2894. 181* moderne Schlafzimmer, neu, mit Bett umbau, breiteiligem Ankleideschrank verkauft billigft Siebeln, 167* Gneisenaustraße 93. 100 Küchen mit und ohne Anrichten in entzückenden Ausführungen und Farben empfiehlt preiswert Möbelhaus M. Hir fchowiz, SO., Stalizerstr. 25. Hochbahn: Nottbufertor. 131 Elektrische Bettungsdrähte, Bortier, finderloses Chepaat, für Villa sofort gesucht Klop. stodstraße 35, I. 9-10, 3-4 Werkzeuge jeder Art für Kabel, Lizen lauft preiswert friegswichtige Arbeiten, wie Säbel, Moabit, Kirchstraße 18, Spiralbohrer, Reibahlen, Ge born. 177K windebohrer, Fräser, GewindeMetallschmelze. John Lauft fräser, Bohr- und DrehbankAbfälle. Händler bevorzugt. futter, Schmirgelscheiben fauft Alte Jakobstraße 138( Ede laufend Stübner, Bankow, Hollmannstraße). 19436* 260 Westerlandstraße 18. Lade, für ganz belle Ware Elektro Drähte und bia 16,00, und fämtliche fauft höchstzahlend Malereiartikel taufen Ge- Prinzeffinnenstraße 7. brüder Borowski, Gneisenauftraße 5. Rollendorf 2379. 240/ 5* Unterricht Englischen Unterricht 16 182/2. Steinmes Lehrling verlangt Krause, Aderstraße 38. † 165* Maschinen Striderin auf. Längen, im Hause, Anfußerin in Kabel und außer dem Hause verlangt: Otto,„ Striderei", Hausburgstr. 23, 36/7 Oftent 2005 für Näherinnen verlangt bauernb Damenschneiderei, Königgräßer ftraße 79 19446* Austrägerin verlangt TrepAnfänger und Fortgeschrittene. tow, Stiefbolstraße 412, born sowie deutsche und französische I rechts, Ede Elsenstraße. Stunden erteilt G. Swienty, Charlottenburg, Stuttgarter Botenfranen zum 1. April. play 9, Gartenhaus IV. stellt ein Borwärts"- Spedi Tanzschule Friedrich, Michael- tion, Baerwaldstraße 42. Tour Am Urban- Krankenhause. firchstraße 39. Täglich Anfängerturje. Moderne TanzBotenfrauen sofort verlangt furse. 1778 Ausgabestelle Greifenbagener straße 22. Botenfrauen werden eingestellt Borwärts"-Spedition, Beters burger Plap 4. Verschiedenes Elektrische Leitungsdrähte, Lizen, Kabel auft Alfred Schu mann, Große Frankfurterstr. 31, Möbel Einrichtungen, Ein- born II. 1744b unb Zweisimmer, Küchen. Borag, Bienenwachs, PaGrößte Auswahl, Tonkurrenz raffin, Lade und ähnliches los preiswert. Bangjährige fauft bestzahlend Wolter, schriftliche Garantie. Auch Thaerstraße 6. 191 Ratentilgung. Tischlermeister Rejewske, Babftr. 66. 36/10 Platinabfälle per Gramm bis 7,80 Mart, Ketten, Ringe, Fünf Regale, zwei Laden- Beftede, Uhren, Tafelaufsäge, Schränke, Bertito, Umbauten, tische, englische Bettstelle mit Tressen, photographische Rüd Moquettsofa, billigste Preise. Matraße, gut erhalten, Wirt stände, Papiere, GlubftrumpfBejichtigung febr lohnend. Schaftsfachen. Manteuffelstraße afche, alte Babngebisie, fai- Kunststopferei Große Frank Möbelhaus Often, nur 30, An- 101, Garbe. petersaures Silber, deren Rüd- futterftraße 67. 68, breasstraße 30. 1988* Anrichtelüche, bochelegant, tände und Gefräge usw. fauft Darlehn, 6 Prozent Teilrid Möbelkredit an jedermann. billig, Schönholzerstraße 9, vorn Blatin- und Silberschmelzerei zahlung, auf Hypothekenbriefe bert. Linoleumläufer, Kleinste Anzahlung, bequemjte im Keller, an der Brunnen- Broh, Berlin, Copeniderstr. 29. 5 Prozent, gibi Bankverein, Wachstuche, Tapetenfleister, Abzahlung, größte Rücksicht. straße, Haltestelle Bernauer Telephon Morizplat 8476. Charlottenburg, Tapetenreste billigst. Szillat, Landwehr, Müllerstraße 7, ftraße. +153 Eigene Schmelze, direkte Ver- dorfer Straße 165. 40 183 eine Treppe. Blaue Schilder Musikinstrumente wertung. 171* beachten. Karfreitag 12-2 geAlte Bapierabfälle, öffnet. Bianinos, vorteilhafte Ge- Aften, Bücher usw. tauft zu Tegenheiten, 700,00 aufwärts. pianos, Biesepianos, Jbach burg, Windscheidstr. 3a. FernBlüthnerpianos ,. guten Breifen ab jeber StaSchwechten- tion Nachemstein, Charlottenpianos, Duysenpianos, Spaethe- ruf Wilhelm 1589, 5676. pianos, Neufeldpianos, BlüthTapeten, Koloniestraße 9. 1848* Leihhaus, Morigplay 58a, verkauft Jadettanzüge, Rod anzüge, Baletots sowie DamenKostüme. Ferner in Lombard gewesene Uhren, Ringe, Bril195 fanten, filberne Taschen, sehr billig. Softe er et achen, auch Anlauf aller Wertsachen. Holzräber 50-, 45-, 40-, 35-, 30er Leiterwagen( eigenes Fa britat), Klappiportwagen, Lieferwagen. Alle Reparaturen an Storb- und Kinderwagen. Korbmacher Weidlich. Brunnen. ftraße 96.( Firma achten!) Möbel Cohn, im 668* Often, Große Frankfurterstraße 58, im Norden Badstraße 47/48. lie fert auf Stredit an jedermann 1668* ger, Neue 36/8 nerflügel, Bechsteinflügel. Strü ( Alexanderplay). Brachtgrammophone, trichter lofe, verkauft preiswert Drews, Schliemannstraße 19. 36/4 Kaufgesuche Königstraße 31 213/ 10* Wilmers Botenfrau stellt ein Borwärts Spedition, Wilmers. dorf, Wilhelmsaue 27. B. SchuBotenfrauen verlangt für die Bezirle faminerstraße, Sutten... firaße. Borwärts", Charlotten burg. Sefenheimerstraße 1. 4-6 Uhr. alte Vermietungen meibungen von 10%-1 und Retten! Platinabfälle! Gramm bis 7,70! Bahngebisse! Ringe! Militärtressen! Glüh Strumpfafche! Filmabfälle! höchstgablend, Schmelzeret, MetallEinlaufsbureau, Weberstr. 31. Telephon Alexander 4243. 261 Wohnungen Charlottenstraße 87 fleine Wohnungen, billig. 1914* Arbeitsmarkt Stellenangebote tenen asuste S Frauen zum Beitungsaus tragen fucht Vorwärts" Ausonbestelle Alt- Borbagen 56, Laden. Frauen zum Beitungsaus tragen furcht Vorwärts", Pindenstraße 3, Laden. Frauen zum Zeitungsaus. Lehrlinge ftellt in Estrogen( Tour: Meperstraße) Cijentonftrutions und Stiftellt. fofort ein Vorwärts" schmiedewerkstatt, Berlin- Zems Spedition, Aderstraße 174, am pelhof. Moppenplag. Seitungsausträgerin berlangt Spedition Weißenfee, Berliner lee 11. bei kleinster An- und Abzahlung ganze Wohnungseinrichtungen 183* und einzelne Wöbelstüde sowie Seidenmäntel 78,00 ant, farbige Küchen- Einrichtungen in wasserdichte Modellneuheiten, befter Ausführung Besichti Tuchmäntel, Wintermäntel gung meiner Möbel ohne jeben 47,50, Modellkostüme. Stall Kaufzwang gern gestattet. 129 weit, Charlottenburg, Bismard Größte Rudsicht bei Krankheit Bahngebisse! Platinabfälle, 128* und Arbeitslosigkeit. Kriegsstuaße 59, II. Sie Wollen 7,80, Stetten, Ringe, BruchBelzwaren. erhalten Rabatt. Belzwaren noch billig lauf: en ,! Salmiat. Elektrozein", bestes beschädigte Seftforfen, Weintorten, be- abfälle, elektrische Materialien, Hausdiener für Möbelgeschäft Annonce mitbringen, Wert Zelluloid Bauft in angenehmer, dauernder Ver fchlagnahmefret, fowie alle andere Filmabfälle, müffen Sie in den Blauen Erregefalz für galvanische EleBazar laufen. Kaifer- Wilhelm- mente, Klingel, Telephon und 5 Mart. Sieferung frei aus. und neue Film- und Zelluloid. Silberschmelze Chriftionat, Co- trauensstellung fofort gejut. Straße 16. beim Alexander dergleichen. Bu baben in Ori- Karfreitag 12-2 geöffnet. abfälle, Schallplatten, Walzen, peniderstraße 20a( gegenüber Charlottenburg, Bismarcftr. 11, 25 ginalpadung. Elektromechanit, play. 117/3 nachmittags von 5-7. 200* auch zerbrochene, fauft Mat- Manteuffelstraße). Seitungsträgerin sofort ver Sturzestraße 18( Alexanderplatz). Moebel- Voebel, Moripplag 58, thäus. Alte Leipzigerstraße 21. Spiralbohrer, Werkzeuge, Tüchtiger Mischer und Ar- langt Spedition Lichtenberg, Einlaufsstelle für Installateure. Fabrikgebäude. Spezialität: 128 Filmabfälle, Beftede, ühren, beiterinnen verlangt Allgemeine Wartenbergstraße 1, 2aben. 32/ 13* Ein- und Zweisimmer- EinRetten usw. Blandscheine lauft und be. Stinge, fanft Waren Vertriebs Gesellschaft, Leiterhandwagen Auswahl, richtungen! Riefenauswahl in leiht Leibhaus, Friedrichstr. 55. Metalleinkaufs- Bentrale, Kott Charlottenburg, Werner- Sie 66 1772 buferdamm ( Hermann- mens- Straße 21. Holzräder. Kowalski, Schmib nußbaum und eichenen Wohn19336 simmern, Schlafzimmern, Speise1298* play). ftraße 43. Spiralbohrer! Beuffelstr. 3. Photograph, tüchtiger, mit zimmern, Herrenzimmern, Ruhe1178* Arbeiten Fahrradankauf, auch defekte, allen einschlägigen Beitungsansträgerin verlangt Frühjahrskostüme, Seiden- betten. Besichti 9 Etagen! Schrader, Weberstr. 42. 32/ 18* genau bertraut, fofort gesucht. Borwärts"-Spedition Schöne futter, 125,00, Röde 19,50, im- gung erbeten. Spiralbohrer! Beuffelstr. 3. 9-12, 3-7. Meldungen in der Zeit von berg, Meiningerstraße 9. 1178* Elektrische brägnierte Seidenmäntel 78,00, Sonntag geöffnet von 12-2. Leitungsdrähte, 8-1 Uhr vormittags oder 4-7 entzüdende Taftkostüme, Seiden- Musterbuch wird nicht ver- Spiralbohrer! Beuffelstr. 3. Siten, Start- und Schwad Uhr nachmittags in der Ber- Beitungsansträgerinnen lon 117 ftrom Installations Materi sonal Verwaltung, röde aus Werkstatt. Altmann, fandt. 4. Stod. nen fich melden Vorwärts". Rosenthalerftr. 44, III. Sonnalien, Glühlampen lauft Noster, A. Jandorf u. Co., Belle Ausgabestelle.Laufiberblat14/ 15. Umbanplüschsofas, Chaise- Elektro- Installations Materi tags geöffnet. Rottbuferdamm 34. + 162* Alliance- Straße 1/2. 164 Beitungsausträgerinnen wer longues, englische Bettstellen, alien aller Art bauft preis. Spiralbohrer Berlaufe neuen Damenbut, Batentmatraßen, Drellauflagen. wert Buscher, Brandenburgfauft jeden Arbeitsburscheu verlangen den sofort eingestellt Zelephon Moriz. Posten Schader, Schivelbeiner Senger u. Stodwald, Lands- wärts"- Spedition, Seidenstrobborte und Diverses. Tapezierer Walter, Stargarder- ftraße 39. Fiebig, Blücherstraße 33.+110 straße 18. 258 play 12 912. 28/ 11* ftraße 36, born IV rechts.+ 136* bergerstraße 92. 242/13 ftraße 36. Elegante Kostüme, Damen mäntel, Damenulfter, Damenröde, Blusen, Herrenanzüge, Burschenanzüge, Wintervaletots, Ulfter, Pelzlachen. Löwenthal, Neukölln, Berlinerftr. 41. 12* Nähmaschinen! Singerbobbin, Abler, Schnellnäher, leine, große, wie neu, billig, ReRastory, paraturen prompt. Rottbuserdamm 6, vorn boch 63 parterre. Forel. Prof. A.. Die feruelle Frage. Bolksansgabe 5,00 m. Buchhandlung Borwärté, Lin. benstraße 3. Laden. * B 242/13 2372* B 10 Zeltungsansträgerin verlangt 1* Bernfee. Steglig. Mommsene ftr. 59. B Bor Markus Wächter Tüchtige Steindruder role Surpreffe tige Werkzeugdreher, Betriebs- Bezirkslekretär actu 15. Sieglin, Others Andruder und Umdrucker finden Stellung bei 2797L Schönhauser Heymann& Schmidt A.-G., Allee 164. Maurer Zimmerer Maschinenfchloffer, der in Briefumschlagfabriken tätig war, suchen Schwan n. Bauarbeiter Co.. Alte Jakobftrage 23/4. Flechter Zementierer für langandauernde Arbeiten au großen Bauten an der Nordfee Maschinist, Reparaturschlosser . O für Hydrant Prep Bumpen. anlage, 36/9 füfte fofort verlangt. Unterkunft Werkzeugdreher im Ort, Beföstigung im Baus fofort fantinenbetrieb borhanden. Bu Kölle& Hensel Maschinenfab. vergütet. Aktien- Gesellschaft für Bauausführungen Berlin W 57, Bülowstr. 90. Schlosser, Dreher, Einrichter werden sofort verlangt 31/ 3* Berlin- Wittenan. Arbeiter lucht zum fofortigen Antritt J. D. Riedel A.-G., Berlin- Brit. 18* Schloffer berlangt 28052* und Reparaturschloffer Flofort gesucht. Preßwerk Quack&. Bungerz, Berlin Birkenwerder. 40 Maschinenformer und mehrere Gußputzer fucht sofort 42 27842+ Hartung Aktiengesellschaft, Berlin- Lichtenberg. Herzberg- Straße 122/124. Zuverlässiger Elektromonteur, der mit Gleichstromanlagen Bescheid weiß und Motoren zu reparieren versteht, Maschinenfabrik Vogeler, fabrefaciell. lich mit genauen Angaben oder persönlich zwischen 8 und 9 übr Militärfahrzeugfabrik für unseren eigenen Betrieb geiucht. Bewerbungen schriftAlt Moabit 1. gegenüber dem Lebiter Hauptbahnhof. Dreberlehrlinge berl. Prang, Maschinenfabrit, Marfiliusstr. 23. 26412* Kräftigen Jungen, aus der 1. Stlaffe abgegangen, fuchen als Dreherlehrling Schiele u. Torger, 27664 Urbanftr. 25. Emil Geinicke Aktiengesell. schaft, Berlin. Martendorf, morgens. Großbeerenstr. 18. und Schloffer... D Hilfsarbeiter 27992* fucht Maschinenfabrit für Sicht- und Förderanlagen, Zeltom. 1212 Alex. Herman c. m. b. H., Berlin N. 20. Pankstr. 29. Tischler 8um möglicht baldigen Antritt wird für den Agitations besirf Frankfurt a. M. ein Bezirkssekretär gesucht. Gehalt nach den üblichen Sägen. fucht Nachtwach- Gefellschaft, ftraße traje 1. Charlottenburg. Memmien 127* Aelteren, zuverläffigen, mög lichst militärfreien Kutscher Genossen, die mit dem Bartel- und Organisationswesen eingebend vertraut find, die in der mündlichen und schriftlichen Agitation prattisch tätig waren, wollen thre Bewerbungen mit Angabe ihrer bisherigen Tätigkeit bis spätestens 10. April d. 3. sucht zu sofortigem Antritt an den Genossen Ed. Gräf, Arbeiter jelretär, Frankfurt a. M... D. Riedel A.-G., Berlin Stolpeftraße, einsenden. 264/8 Der Bezirkövorstand. Zuverlässige Cransportarbeiter gesucht. Meldungen unter Vorlegung von Papieren. Abteilung Briz. Schlosser. 20* geübte Dreber, fofort gesucht. Weldungen Charlottenburg, Salz fer 8, vormitt 7-9 Ubr, Abteilung Sd miede. 20/19 Aftien- Gesellschaft für Bauausführungen. Auergesellschaft, spedition A. Zeitungsfrauen Rudolfstraße. Tüchtige Schrift- und Schildermaler SF ftellt ein Auergesellschaft, Abtellung B. 8n melden Einstellungsbureau Ehrenbergstraße. Kranführer, für Krieg- durchaus zuverlässig, Eloffer, für den elefirischen stran unserer arbeiit suchen Betriebsstelle Charlottenburg zu lofortigem Antritt für dauernde früherer Tätigkeit, Gebaltsansprüchen, an für die Tour Wilhelmstrage( an der Leipziger Strage) fofort ver langt. Meldungen Bimmer straße 59, Berliner Tageblatt". Kontoristin fängerin, gute Handschrift, Schreibmasch., Der sofort oder 1. April gesucht. Jonass& Co., 36/2 Belle Alliancefir. 7--10. Berläuferinnen, Anfängerinnen, für Spielwaren u. Bijouterie per sofort gesucht. Jonass& Co., Belle- Alliancefti. 7-10. 2ächter( innen) 36/1 Schütze& Freund äftigung gesucht Schriftliche Bewerbungen mit Angabe für Reviere u. Einzelvoiten, un G. m. b. H. Berlin Lichtenberg, Friedrichstr. 28. 3 beitraft, fleine Stnution, lucht Wach a. Schließ Gefellich; Tauenzienstr. 1, Ging. Ansbacher Anthracitschulze, Berlin W 85, Potsdamer Str. 108. Straße. 35/20 fir. 87 35. Jahrgang 175 Proz. Steuerzuschlag. Stadtverordnetenversammlung. Beilage des Vorwärts 13 Donnerstag, 28. März 1918 gewährleistet werden kann. Vom 8. April ab werden nach Er betonte, seine Freunde bielten ihn für feine ausreichende Lösung. schöpfung der als eiserne Nation" gegebenen Startoffeln nunmehr zu begrüßen fei aber, daß nach der Erklärung der Staatsregierung wieder die vollen 7 fund auf Startoffelfarte abgegeben werden. eine Eingemeindung endgültig nicht mehr in Frage komme; ba Auf Abschnitt 37 der Berliner Gierfarte gelangt 1 Bfund Salz durch werde die Selbständigkeit der Gemeinden erfreulicherweise beringe bezw. 1½ Bfund Kleinheringe zum Preise von 0,65 bis gewahrt. Die Berliner Stadtverordnetenverfamm 0,66 M. für das 1, Piund zum Verkauf. Die Abschnitte müssen Landrat v. Achenbach: Für Groß- Berlin fei ein Rafienaus I ung beendete gestern die zweite Lesung des Haushalt von heute bis 4. April in dem durch einen Ausbang: Verfauf gleich notwendig; für den Landfreis Teltow felbft dagegen wohl planes. An dem vom Magistrat borgelegten Entwurf ist von Geringen auf Lebensmittelfarten der Stadt Berlin gelenn weniger. Denn ein Ausgleich zwischen den berichiedenen leiftunge im Ausschuß und auch im Plenum nichts geändert worden. zeichneten Geschäften abgegeben werden. fähigen Gemeinden finde schon durch den Haushalt des Streifes felbft Nur wurde bei der Einkommensteuer die VorausDemnächst wird in Berlin an die Perfonen, denen die Ges statt. Die Midtbeteiligung der Stadt Berlin an dem Lasten febung eines günstigeren Ertrages gemacht, als der Magistrat nehmigung zur Entnahme von Krantengebäd erteilt worden ist, ausgleich fönne im ersten Augenblid überraschen. Der Steueranteil ihn erwartete. So konnte der für die Gemeinde zu erhebende neben dem Brot aus niedrig gezogenem Weizenmehl auch Kranken- Berlins in Groß- Berlin sei in den letzten Jahren start aurüd 3 wie bad berausgabt tverden. Die Entnahme fann in den gegangen. Mit feiner die Hälfte der Groß- Berliner Bevölkerung Buschlag auf 175 Bros. statt der im Magistratsentwurf Stranfenbroibädereien gegen Abgabe der auch für den Bezug von ausmachenden Einwohnerfchaft stehe Wetlin in der Mitte; es vorgesehenen 190 Proz. bemessen werden. In der Gesamt- rantenbrot vorgefchriebenen Bezugscheine und der Brotfarte er würde also bei einem allgemeinen Lastenausgleich sowohl geben wie abstimmung lehnten die Unabhängigen" den ganzen Haus folgen. Unter bibeichung von der über die Entnahme von gewöhn- nehmen. haltsplan ab, die sozialdemokratische Fraktion nahm ihn an, lichem Zwiebac erlaffenen Vorschrift tritt hierbei eine Kürzung Bürgermeister Dr. Beyenborff( Bantwig) trat fobann für worin man aber feineswegs eine Zustimmung zu der ge- der Gebäckration nicht ein; bielmehr wird der Zwieback in voller eine enderung der Kreisverfaiiung ein, die für den famten Berliner Kommunalpolitik zu sehen hat.- Nachher Göbe bes durch die Brotmarten angegebenen Gewichts verabfolgt. Streis Teltow nicht mehr geeignet fei. Er beantragte, einen Ausbeschlossen die Stadtverordneten über die Erweiterung der Tie bgabe wird in Originalpackungen der Zwiebackfabriken er fchuß mit der Aufgabe au betrauen, au prüfen, welche Genderungen Sonntagsruhe. Mit süßsaurer Miene gaben die Frei- folgen, und zwar in großen Bädchen von etwa 124 Gramm für der Kreisordnung zweckmäßig erscheinen, um den Vororten eine ihrer finnigen dem Antrag des Magistrats ihr Ja. Der Magistrat 40 Bf., in fleinen Pädchen von etwa 62 Gramm für 20 f. und in wirtschaftlichen Bedeutung entsprechende Beteiligung an den Ges schäften der Kreisverwaltung zu sichern, und mit der weiteren Auf bat das neue Ortsstatut nach dem„ bewährten" Berliner großen Tüten( Bruchzwiebod) von 250 Gramm für 65 Pf. Wiederbolt bekanntgewordene Preisüberschreitungen veranlaffen gabe, die zur etwaigen Herbeiführung eier gefeßitchen Neuordnung Grundfam mer langsam bo ran" entworfen. Aber den Magistrat darauf hinzuweisen, daß der Preis für grüne erforderlichen Schritte zu unternehmen und dem Kreistage tunlichst manchem der Freifinnigen ging felbft dieser bescheidene Fort- Seringe 55 Pfennig pro fund beträgt und jede Preisüber bald Bericht zu erstatten. schritt schon zu weit. Stonnte man sich da wundern, daß sie ihreinung unnachfichtlich eine Streichung des Kleinbändlers und den Verbesserungsanträgen der sozialdemokratischen Fraktion Bestrafung wegen Striegewuchers zur Folge baben wird. und der Unabhängigen" ihre Zustimmung versagten? Von einer völligen Einstellung der Sonntagsarbeit in Engrosgeschäften usw. wollten die Freifinnigen nichts hören. Einer ihrer Redner meinte, daß die Angestellten dieser Geschäfte sich jetzt schon in der Woche genug ausruhen. Auch das bißchen Erweiterung der Sonntagsruhe bewilligten die Freifinnigen mit dem Magiftrat nur für die Kriegszeit. Der Redner der sozialdemokratischen Fraktion, Genosse Nitter, wies auf die Erbitterung der Handelsangestellten hin. werden. Bezugscheine nur noch für Leberschuhwaren. Es Der Haushaltsplan des Streises und die Einzelvorschläge, die mit 24,2 Millionen abschließen, eine Erhöhung der Kreissteuer auf 43 Broz. und eine Erhöhung der Krantenverpflegungsjäze vorſehen, wurden darauf einstimmig angenommen. Bürgermeister Wiefener( Tempelbof): Die Groß- Berliner Frage fet zu einem Schlagwort geworden.( Zustimmung.) Das Bureau für Fleifverforgung wird heute würden da unter einem Namen allerlei angebliche Mißstände zu von Stralauer Straße 3-6, nach Neue Friedrichstraße 1, verlegt fammengefaßt. Von allen Klagen wäre die einzige greifbare die des Lastenausgleichs geweien, und es fei mit Freuden zu begrüßer, Vom 2. April ab gelangen die neuen Busatzu dertarten daß die Proving statt vieler schöner Reben eine Tat geleistet babc. für die einder bis zum vollendeten 7. Lebensjahre durch die Der Vorschlag, den Lastenausgleich dem Zweckverband au fiberBerliner Brotfommissionen zur Ausgabe. Die neuen Karten find tragen, fei wenig fruchtbar, da Berlin dabet beteiligt sein würde. gültig für die Zeit vom April bis zum September 1918. Es haben Wo aber Berlin nicht mitmachen wolle, wie es sich im Zweckverband Anspruch auf eine Zuiazzuderlarte über monatlich 11%, Bid. alle 8. B. bei den Straßenbahn- und Dmnibustarifen gezeigt habe, läme Sinder, welche am 1. April 1917 und fpäter geboren find, über erfahrungsgemäß nichts heraus.( Sehr richtig!) monatlich 1 Pfd. alle Kinder, welche in der Zeit vom 1 April 1916 Gemeindevorsteher Busch( Johannisthal) bob gegenüber ber bis 31. März 1917 geboren find, über monatlich ½ Bfd. diejenigen Anregung auf Aenderung der Streisverfassung hervor, daß sich die Kinder, die in der Zeit vom 1. April 1911 bis 81. März 1916 gee Landgemeindeordnung in Groß- Berli gerade während des Krieges Die Beratung des Stadthaushaltsplans für 1918 boren find. Soweit das Alter des für die Buteilung einer Bufag außerordentlich bewährt habe. wird fortgesetzt und um 6 Uhr auf furze Zeit unterbrochen, wo der zudei farte in Betracht kommenden Kindes bei der zuständigen Brot Nachdem Landrat v. Achenbach betont hatte, daß er persönlich naugewählte unbesoldete Stadtrat Dr. Kuhlmann in sein Amt fommission nicht einwandfrei feststeht, ist der Nachweis durch Vor- leine Bedenken gegen den Antrag Beyendorff habe, wurde dieser mit eingeführt und auf die Verfassung bereidigt wird. In der Etats legung einer Urkunde zu führen. Kinder, die während der Gültig etwa 24 gegen 18 Stimmen angenommen. beratung führt zunächst der Ausschußantrag, die Teuerungszulagen feusdauer der Zusatzauderfarten in eine Altersstufe eintreten, die zu der Magistratsmitglieder zu erhöhen, zu einer eingehenden Greiner geringeren Bujagmenge berechtigt, oder Kinder, die inzwischen örterung. Weiter hat der Ausschuß empfohlen, das Verlangen das 7. Lebensjahr vollenden, bleiben trogdem bis zum Ablauf der nach einer allgemeinen Aufbesserung der Gehälter aller Be- Startenperiode, alfo bis zum 30. September in dem Besitz der ihnen amtentategorien zu erneuern und den Magistrat zu erfuchen, bis ausgebändigten Bufayzudertarten. zum 1. Oftober 1918 die bezügliche Vorlage zu bringen. Mit Neukölln. Stadtverordnetenversammlung. Die Versammlung größter Entschiedenheit weisen die Stadtvb. Heimann( So.) am Dienstag beschäftigte sich nach Erledigung mehrerer nebenjäd und Dr. Rosenfeld( 1. Soz.) den Ausschußantrag ab, so sehr fie die Notwendigkeit höherer Magistratsgehälter anerkennen; sie machung, wonach vom 1. April an nur noch folches neue Schuh- Berlin. Wiebengewählt wurden Stadtrat Dr. Mann, Stadtver Die Reichsstelle für Schuhversorgung erläßt eine Bekanntlicher Vorlagen mit den Wahlen zum 3 wedverband Groß empfehlen dafür die Erneuerung der Resolution unter Einfügung wert„ bedarfsscheinpflichtig ist, dessen Sohle mindestens um Gelent ordnetenvorsteher Sander und Dr. Silberstein( Soz.) als Ser noch viel notwendigeven Erhöhung der Grundlöhne oder in der Borderfläche ganz aus Leder besteht. Bedarfsichein- ständige Mitglieder und Stadtrat Mier als Vertreter für Dr. der Klädtischen Arbeiter. Die Führer ber bürgerlichen berechtigt ist jeder Berbraucher, der nicht mehr als ein Baar ge- Mann. Neugewählt wurden Heinrich und Thurow( Soz, für Mehrheit, Caffel( Linte) und Mommsen( Fr. Fr.) lehnen das brauche fähiger Schuhe und Stiefel diefer Art befigt. Innerhalb Stadtrat Wuzky). Die darauf folgenden Magistratswahlen gegen ben zweiten Ausschußantrag ab und schlagen ihm gegenüber eines Jahres darf einer Person nur ein Bedarfsschein erteilt wer- gingen unter großer Spannung vor fich, da bekannt war, daß Sor eine Entschließung vor, die vom Magistrat eine alsbaldine weitere ben. Berionen, die durch ihren Beruf oder ihren Gelundsbeits- zialdemokraten und Kommunalfortschrittliche für die Verteilung ber Grhöhung sämtlicher Zeuerungszulagen fordert, nachdem der Staat zustand gezwungen find, mebr Schuhwert au gebrauchen, oder beren Wandate ein bestimmtes Abkommen getroffen hatten. Gewählt bereits damit vorangegangen sei und da das Reich unzweifelhaft Schuhwert zerstört oder gestohlen worden tift, tönnen zwei Bedarfs- wurden, wie schon berichtet,& purab und Dr. Silberstein nachfolgen frerde. Die Abstimmung ergibt die Annahme des ersten scheine im Jahr erhalten. Der Bedarfsschein hat ein Jahr, und( Soz.) und von den Kommunalfortschrittlern deren Voorsitzender und die Ablehnung des atveiten Ausschußantrags, nachdem vorher zwar überall in Deutschland, Gültigkeit. Die in der Zeit bis zum 1. April ausgefertigten Bezugscheine auf für in der Minderheit geblieben ist. Die Entschließung Caffel- Mommsen ihre bisberige Gültigkeitsdauer, jedoch längstens bis zum 1. Juni borfchlug, der jedesmal mit 25 bgtv. 24 Gtimmen unterlag. NunIm übrigen findet eine allgemeine Debatte nicht mehr flatt. 1918 in Straft. Ift ein vor dem 1. April 1918 gegen Abgabe mehr gehören brei sozialdemokratische Vertreter dem Magiftrat an. Der Statsausschuß hat die Herabfeßung des Zuidlags zur merung erfolgen fonnte, lo fann gegen feine Rüdgabe ein Schub eines Grundstüde zu, auf dem sich zurzeit eine größere Lichtspe Glaatzein lommensteuer von 190 auf 175 Bros. beschloffen; bebarisichein ausgefertigt werden. Die bis zum 1. april 1918 aus befindet. Für den Betrieb diefer Bühne war zunächst die GinKämmerer B3B beschränkt sich auf eine akademische Wahrung richtung eines städtischen Rinos borgesehen. Später feines Standpunties, macht aber feinen Versuch mehr, die Bera gefertigten Abgabebescheinigungen behalten ihre Gültigkeit. entschloß man sich, über den Betrieb des Theaters einen Vertrag fammlung umzustimmen. Der Etat für 1918 balanciert mit mit der Ufa abzuschließen. Nach diesem Vertrag, der am 1. Oktober 437 902 890 Dr. Vor der Gesamtabstimmung erklärt Stadto. Dr. ale Erfaß für den Ausfall der auf 125 Gramm berabgelegten findliche Theater an die Gesellschaft. Ginent von der Stadt ein. Einmalige Seifenverteilung. Der Berliner Magiftrat teilt mit: in Straft tritt, vermietet die Stadt das auf den Grundstück be. 23 eh!( 1. Soz.), daß seine Fraktion wegen der vielen arbeiter- Geifenpulvermenge wird demnächst einmalig eine zufäßliche Menge feindlichen Beschlüffe, die im Laufe des Jahres gefaßt worden feien, bo 50 Gramm K. 4.- Seife für die Berion zur Verteilung fommen. aufegenden Ausschuß ist das jeweilig beabsichtigte Programm vorher ben Giat ablehnen müffe. Er zählt diese Beschlüsse im einzelnen Die näheren Bestimmungen hierüber werden noch erlassen werden. zur Zustimmung vorzulegen. Auch für in Aussicht genommene auf. Unter folchen Verhältnissen tönne die Fraktion die Mitver- Die Seifenbändler werden dringend ersucht, fich die biernach erstellungen barf nicht mehr wie 15 Bf. betragen, außerdem find Jugendvorstellungen ist dieses borgesehen. Der Preis für die Vor antwortung für die Führung der Stadtverwaltung nicht tragen. forderliche Menge K. A.- Seife von ihren bisherigen Bezugsquellen 10 Bros. Freistellen für unbemittelte Gemeindefchüler au gewähren. Die Westiebung des Etats für 1918 erfolgt barauf mit allen gegen baldigft zu befchaffen; die Einreichung der Empfangsbestätigungen Nach dem Striege will die Stadt ein städtisches Nino erbauen, bas Für die Dauer des Krieges foll für die offenen Ber. ist hierzu ausnahmsweise nicht nötig. bis 2000 Personen fassen soll. faufsstellen des Handelsgewerbes gelangt zur Annahme. die Stimmen ber I. Goz. völlige Sonntagsruhe eingeführt werden; auf den Handel mit Nahrungs- und Genuhmitteln, Blumen und Zeitungen soll diese Einschränfung teine Anwendung finden. Stabib. Gm meluth. Die altbürgerliche Graftion protestierte In geheimer Sigung ftimmte die Versammlung dem Ankauf Die größte Partei Groß- Berlins Räuberischer Neberfall in einer Gastwirtschaft. In der Gastwirt fchaft von Mioews in 8e blendorf, Hauptstr. 27, überfielen Dienstag drei Männer die 26jährige Gaitwirtsfrau Moews, bee täubten sie mit Chloroform, raubten 340 M. bares Geld und Schmudsachen und ergriffen die Flucht. Auf die Hilferufe der Ueberfallenen eilte eine Nachbarin herbei, die einen der Räuber auf ist, wie die Wahl in Niederbarnim gezeigt hat, die alte fojialder Frau nien fab, um sie am Schreien zu hindern. Räuber im Alter von 25-80 Jahren Flüchteten und entfamen. Die demokratische Partei geblieben. Ihr Blatt, ber, Vorwärts", muß darum auch so rasch wie möglich die später aufgenommene polizeiliche Verfolgung blieb erfolglos. Die drei meistgelesene 3eltung Groß- Berlins Stadtv. Bamberg( Sinte) will der Vorlage zustimmen, aber tur dann, wenn das jest geltende Statut nach dem Friedensschluß automatisch wieder in Straft tritt. Von den Sozialdemokraten wir burch Stabto. Ritter eine wesentliche Ausdehnung des Magistratsvorschlages befürwortet. Seine Frattion verlange die völlige Das Eisenbahnunglück bei Schönhausen vor Gericht. Vor der Sonntagsruhe ohne Beschränkung auf die Kriegsdauer. Auch liege Stendaler Straffammer gelangte der schwere Eisenbahnunfall bei Beine Veranlassung vor, an Sonntagen die Nahrungsmittelgeschäfte Schönbaaien zur Aburteilung, bet bem feinerzeit 25 Ferientinder werden. Diesem Ziele nähert sich der Vorwärts", deffent offen zu halten; ebenso müsse die völlige Sonntagsruhe auf Kontor- und ein Bremier ums Leben famen, während 15 Kinder und eine tägliche Auflage in den letzten Monaten um nicht weniger und Bantgeschäfte ausgedehnt werden. Eventuell müffe mindestens Schaffnerin schwer berlegt wurden. Der damalige Lokomotivführer eine Uebergangszeit bor 6 Monaten ftatuiert werden, bevor das Heinrich Harzer aus Stendal wurde angeklagt, bas Blodfignal, bas als 40 000 Gremplare gestiegen ift, im Giltempo. Immer heutige Status wieder in Straft toete. Stadtv in be( U. Soz.) angeblich auf Sali stand, überfahren zu haben. In der Gerichts mehr erkennen die Arbeiter Groß- Berlins, daß sie fordert die Uebernahme des borbildlichen einheit verhandlung gab der Angeklagte an, daß das Signal Freie Fahrt nichts verlieren, sondern gewinnen, wenn sie statt eines belichen Neuköllner Ortsftatuts bom vorigen Gerbit auf gezetat babe. Das Einfahrtsfignal des Bahnhofs Schönhausen hat liebigen bürgerlichen Blattes thr eigenes Organ halten, das Berlin. Für Nahrungs- und Genußmittel genüge die Beit von auf Einfahrt frei gestanden, was auch von fener Seite bestritten 8-10 Uhr.( Der Applaus, den Hinges Darlegung bei den 3u wird. Der angeklagte Botomotivführer befand sich zurzeit des Un- ihre Interessen vertritt. Aber auch Angestellte. Be. hörerinnen auf der Tribüne findet, wird vom Vorsteher als falles, gegen 6 hr morgens, ununterbrochen 16 Stunden imtamte, Angehörige der Intelligens greifen mit ungehörig gerügt.) Stadtrat Ma a 6: Weiter als die Borlage Dienst; er wurde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt, tönne der Magistrat zurzeit nicht geben. Nach weiterer Debatte, in der Stadtv. Gronewaldt( 2.) nach der Meinung des Stadtv. hinte den frassen Unternehmerstandpunkt" vertritt, wird unter nommen. Der Teltower Kreistag Vorliebe nach dem„ Boripärts". 03 Seinen Aufstieg hat der Vorwärts" ber rührigen Werbearbeit seiner alten und neugewonnenen Freunde mit zu ver. Ablehnung aller Amendements bie Vorlage unverändert ange begann feine Beratungen gestern nachmittag 1 uur unter dem Vor. danken. Sehr bewährt haben sich dabei die in das Blatt einDer Antrag Barometi( Gog.) vom 8. März betr. die Er.is des Landrats v. Achenbach, der zunächst dem verstorbenen gedruckten Bestellzettel, die ausgefüllt, abgeschnitten und im höhung des Ortelohnes für Berlin und Neuregelung ruf widmete. Bei dem Antrag des Kreisausichuses, zur Frage der bevorstehenden Duartalswechsels bitten wir unsere Freunde, Bürgermeister Dr. Langerhans( Copend) einen herzlichen Nach Umschlag an die Expedition gesandt werden. Angesichts des des Weris der Sachbezüge wird auch heute von der Tagesordnung Frage einer Beteiligung des Kreises an einer Sied abgefeht. Die für die Unterbringung hiesiger Schulkinder auf lungsgefellichaft betonie der Vorfigende, daß der Streis von dieser Einrichtung wieder fleißig Gebrauch zu machen. dem Lande während des Sommers 1918 geforderte Million ausichuk selbst noch zu feinem Ergebnis gekommen sei; daß fet aber Also ans Wert! Werbt neue Leser dem wird nach furzer Erörterung, an der sich Stadtv. So blenzer Stommusion ein, der zumeist Bürgermeister der Vororte angeboren. demnächst zu erwarten. Der Kreistag fepte darauf eine zehngliedrige Vorwärts"! ( Soz.) und Stadtschulrat Dr. Fischer beteiligen, bewilligt. Der Erwerbung von 559 000 m. weiterer Aftien der Rigdorf- uten walder Glenbahn wurde ohne Erörterung zugestimmt. Den Bericht über das Rechnungsjahr 1916 erstattete Sereistagsabg. Nathan ( Nowawes). Er gab ein anschauliches Bild von dem finanziellen Stand des Streifes und feiner wirtschaftlichen Anlagen und trat erneut für die Beieitigung der unfruchtbaren Zuwachssteuer ein. Groß- Berlin Fischbeck bestätigt. Im Auftrage des Königs bat das Staatsministerium die von der Verbandsversammlung des Verbandes Groß- Berlin vollzogene Wahl des Stadtrats Fischbed als Verbandsdirektor für eine Amtsdauer von 6 Jahren bestätigt. Berliner Lebensmittel. Ueber die Voranschläge für 1918 erstattete Kreistagsabgeordneter Lange( Lichterfelde) Bericht. Der Hausbaleplan fei von drei Umständen nachteilig beeinflußt: bon den erheblichen Zinsen für die aur Bablung der Kriegsunterstügungen aufgenommenen Darlehen, von der allgemeinen Striegsteuerung und von der Erhöhung der Provinzialabgabe. Was den Lastenausgleich anlange, fo werde wohl der Kreis Teltow ebensoviel daraus erhalten als er mehr an Steuern au gablen babe. Mit der Entnahme der Kartoffelration lann von heute ab begonnen werben. Es wird empfohlen, babon Gebrauch zu machen, In der Besprechung wurde zunächst biele Frage des gasten. ba mit Rüdfight auf die Feiertage die pünktliche Anlieferung nichilausgleichs eingehend erörtert. Bürgermeister Balger( Friedenau) Name Beruf Wohnort bei wem? " Stod bestellt ab 1. April den Vorwärte" zum Preise von 1,50 M. per Monat frei ins Saus. Schöneberg. Verkauf von Heringen. Heute, borm. 8 1hr, 170 Jahre alten Berfonen werden zurzeit bei den zuständigen Brotbeginnt in allen in bekannter Weise durch Aushang tenntlich ge- tommissionen Bezugscheine gegen Vorzeigung eines Altersaus machten Geschäften ein Berkauf von Heringen zum Preise von weises ausgegeben. Der legte Verkaufstag für Gier ist der 1,10 m. bis 1,30 M. für das Pfund. Es wird je ein ½ Pfund 30. März, spätere Meldungen können nicht berücksichtigt werden. Seringe auf Abschnitt 13 der Fischfarte abgegeben. Städtischer Verkauf von Kleidern und Möbeln. Die Verfaufsstelle der Stadt Schöneberg wird am 2. April in der Hauptstraße 11, 1 Treppe, eröffnet werden. Neben der von der Reichs bekleidungsstelle zur Verfügung gestellten Reichsware, insbesondere Männer- und Frauenkleidung sowie Strümpfe, hat die Stadt eine Reihe anderer Warenbestände erworben, wie Kostüme, Röde, Snaben und Mädchenkleidung, Wäsche, Stoffe usw., die sie Schöneberger Einwohnern zum Kauf anbietet. In allen Fällen ist Bezugschein und Magistratsausweis zum Kauf erforderlich. Ferner beginnt mit dem gleichen Tage eben dort der Verkauf der städtischen Möbel. Küchen in verschiedenen Preislagen sowie einfache Schlafund Wohnzimmer werden Schöneberger Einwohnern insbesondere bei Gründung von neuen Hausständen zum Erwerb angeboten. Benn Barzahlung der Möbel nicht erfolgen tann, so übernimmt bie Kriegsbarlehnstasse die Zahlung des Kaufpreises unter erleichterten Bedingungen. Friedrichsfelde. Suderverteilung. Um den Einwohnern den in der ersten Hälfte des Aprils fällig werdenden Buder schon vor dem Feste zur Verfügung zu stellen, werden die Kleinhändler bereits heute mit der Verteilung desselben beginnen. Die Ausgabe erfolgt gegen Aushändigung des Abschnittes 7 der neuen Buderfarte. Die nächstfolgende Zuckerverteilung findet nach der neuen Lifte vom 16. April ab statt. Friedrichshagen. Lebensmittel. Bis Sonnabend gelangen zur Verteilung: Auf Abschnitt 79 der Lebensmittelkarte je 125 Gramm Grieß zum Preise von 8 Pf.; auf Abschnitt 80 je zwei Pfund Marmelade zum Preise von 92 Pf. pro Pfund. Auf Abschnitt 5 Der Gierkarte je 1 Gi zum Preise von 41 Bf. das Stück. Aus aller Welt. Explosion in New York. Reinidendorf. Lebensmittel. Von heute ab wird in den amtlichen Verkaufsstellen für Kinder bis zum 6. Lebensjahre und für die über 70 Jahre alten Personen je i Gi zum Preise von 41 Bf. New York, 26. März.( Reuter.) Die Stadt wurde heute nachabgegeben. Für Kinder bis zum vollendeten 4. Lebensjahre ist die mittag von einer starten Explosion erschüttert. Wie gemeldet wird, April- Milchkarte( Kinderfarte I und II) zur Abstempelung vorzu- find Munitionswagen am Güterbahnhof Jersey City in die Luft ge legen. Für Kinder im 5. und 6. Lebensjahre, sowie für die über| flogen. Eine zweite Neuter Meldung vom selben Tage lautet: A.WERTHEIM Gardinen Gewebte Tüllgardinen abgepaßt und, meterweise Gewebte Künstlergarnituren 2 Schals m. Querbehang Tüll- und Batist- Halbstores mit Rüschenansatz Tüll- Bettdecken 2- bettig, in verschied. Ausführungen Fenster- Garnituren 2 Schals, 1 Querbehang, mit Stoffauflage und Stickerel Decken Tischdecken in Gobelin, Kobchelleinen, rund u, viereckig Divandecken in verschiedenen Arten u. Ausführungen Steppdecken in verschiedenen Farben und schöner Ausmusterung Deutscher Cransportarbeiterverband. Bezirksverwalt. Groß- Berlin Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Hausbrener Wilhelm Daumichen von der Firma Charlottenburger Dpernhaus, Bismardftraße, am 25. d.. im Alter Don 68 Jahren verstorben ist Die Beerdigung findet am Sonnabend, ben 30. b. M., nachmittags 4 Uhr, von der Reichenballe bes Heilig Kreuz- Kirchhofes in Mariendorf, Eisenacher Straße, aus statt. Ferner starb unser Sollege, der Selterabzieher Adolf Marr am 24. d. w. im Alter von 66 Jahren. 19/7 Die Beerdigung findet am Sonnabend, 30. d. M., nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des PiusStichhofes in Wilhelmsberg aus statt. Nachrufe. Ferner starb unjer Stollege ,. der Droschtenführer Karl Hafter amt 18. d. M. im Alter bon 67 Jahren. Ferner starb unser Sollege, der Droschkenführer Paul Beschel von der Firma Strauß, Lichtenberg, am 21. d. M. im Alter von 62 Jahren. Ferner starb unser Kollege, der Droschtenführer Eduard Rauspold am 24. d. M. im Alter von 70 Jahren. Ferner starb unser Kollege, ber Industriearbeiter Wilhelm Sahrhage von der Firma A. E. G Huttenstraße, am 21. b. M. im Alter von 53 Jahren. Chre ihrem Andenken! Die Bezirksverwaltung. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß Friedrichstr. 125 Oranienby. Tor Sprechst.11-1,6-8 für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Blutuntersuchungen. Schnelle, sichere, schmerzlose Heilung abse Berufsstörung. Teilzahlung Marmor- Waschtische in den verschiedensten Farben und Ausführungen In einem großen Warenlager von Jersey City fand eine Erplosion statt, die das Gebäude zerstörte; die Trümmer fingen Feuer. Reine folgende Explosionen bewiesen, daß das Lager Scheßbedarf ent halten hatte. Jugendveranstaltungen. Arbeiter Jugendheim Berlin, Lindenstr. 3. Die zweitägige Dterwanderung führt über Potsdam nach Kezin. Dort findet eine Bujammenfunit mit unseren Jugendgenossen aus Brandenburg und Kathefonntag, morgens 6, Ubr, im Wannseebahnhof. Die Untojien betragen nom statt. Die Teilnehmer an der Wanderung treffen sich am Ofterungefähr 2,50 M. Zahlreiche Beteiligung wird erwartet. Schöneberg. Arbeiter- Jugend. Am Sonnabend findet die Frühlingsfeier in Habels Brauerei statt. Anjang 7 Uhr pünktlich. Karten sind noch zu haben beim Jugendleiter Karl Stenzel, Hohenfriedbergtraße 2, Klara Thrams, Koburger Straße 15," Borwärts"-Spedition, Meininger Straße 9, und bei Lehmann, Sedanstr. 53. Gintritt 75 i. An der Kaffe werden feine Karten verkauft. Der Schöneberger Arbeiter- Turuverein veranstaltet am 1. Diter. feiertag einen Unterhaltungsabend in den Auguste- ViktoriaSälen, Lutheritr. 31. Anjang abends 6 Uhr, Eintritt 60 Pi. Die Turn übungen der Abteilung finden jeden Donnerstagabend in der Turnhalle Berchtesgadener Shape statt. Gäste willkommen. Wetterausfchten für das mittlere Norddeutschland big Freitag mittag. Langfame weitere Erwärmung, zeitweise heiter, jedoch vorwiegend wolkig, mit geringen Niederschlägen. Sachgemäße Pelz- Aufbewahrung Küchen- Einrichtungen vollständige Küchen einzelne Küchenmöbel Moderne Beleuchtungskörper für Gas und elektrischen Anschluß Sicherster Schutz gegen Mottenschaden In der Wein- Abteilung: Moselwein 1915 Cróver Pichler per F1 4.75 1915 Trarbacher Halsberg...... per Fl 4.99 1913 Berncasteler Doctor per Fl 7.80 1915 Lieserer Paulsberg Verein. Winzer per Fl. 8.10 Rheinwein 1916 Edenkobener 1911 Kehlerer Falkenberg 1915 Osthofener 1915 Niersteiner. Plattensee Ungarwein Wermuthwein Ober- Ingelheimer Burgunder. ... per Fl. 4.00 per 14.85 per Fl. 6.10 per FL 7.15 5.25 9.00 9 10.00 Bordeaux- u. Südweine in verschiedenen Preislagen Liköre und Spirituosen Alle Artikel für den Umzug Osterwein Santa Lucia Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines Heben Mannes Danksagung. Für die vielen Beweise herz. licher Teilnahme, die uns ein großer Trost in unserem Schmerz waren, und für die überaus reichen Kranzspenden anläglich des Hinscheidens unseres lieben Baters, des Andreas Loschinski 892 Sprechen wir hier mit allen, die mit uns fühlten, unseren herzlichsten Dant aus. Eduard Dreyer sprechen allen Beteiligten für die schönen Kranzipenden, ins Tischlers besondere ber Firma Friz Werner A.-G., Malchinen- und Werkzeugfabrit, Luzomstraße 6, den Kollegen meines lieben Mannes, dem Metallarbeiter Verband, den Mitgliedern der Allgemeinen Kranten- und Ster betasse der Metallarbeiter Berlins, Filiale 11, der II. Ab. teilung, Soziald. Wahlverein des 2. Berl. Reichstags- Wahltreises der U. S. P. D., jomie allen Freunden und Bekannten meinen innigsten Dank aus. Berta Dreyer geb. Bofler, Großgörschenstr. 41, Alt- Glienide, 25. März 1918. Frau Loschinski nebst Söhnen. Zahngebisse, Platin, Gr. 7,60, Retten, Ninge, Bestecke fauft Frau Wagner, Stalferstr. 18 I( Alexanderplat). Vornehme und preiswerte MOBEL Einrichtungen finden Sie nach wie vor In großer Auswahl bei 3. FEDER Norden: Brunnenstrasse 1 Frankfurter Allee 350 Kottbaser Damm 103 Osten: Saden: Westen: Charlottbg., Scharre..str. 5 Gegen bar and zu erleichterten Zahlungsbedingungen Herrenzimmer, Speisezimmer Wohnzimmer, Schlafzimmer Salons, Farbige Küchen in jeder gewünschten Holsund Stilart Weisslackierte Schlafzimmer Sonntags ven 12-2 Uhr geöffnet VIII. Deutsche Kriegsanleihe- Versicherung von M. 1000,- bis M, 10 000, Keine ärztliche Untersuchung! Kein Kriegszuschlag! Keine Anzahlung! Nähere Auskünfte, Prospekte und Antragscheine kostenlos. DER ANKER Gesellschaft I. Lehens- u. Rentenversicherungen in Wien Direktion für Deutschland: Berlin W 8, Mohrenstraße 6. Mitarbeiter zu günstigen Bedingungen gesucht. Wichtig für Raucher! Als vorzügliches Streďmittel für Tabbf empfehlen wir geschnittene Hopfenblüte. Auf 5 Bid. Hopienblüte nehme man ¼ Bfd. Zabal und die 203/ 15* Mischung schmedi ausgezeichnet. Vielfache Anerkennungen. 5 Pfund- Boftpatet gegen Nachnahme 10.50 M. poftfrei. Größere Probe gegen Voreiniendung von 1. Karp& Co., Potschappel- Dresden. Zähne m. echt. Friedenskautschuk 3,50 M. 5 Jahre Garantie. Zahuziehen m. Betäubung bei Benellung v. Gebissen gratis. Goldtronen v. 20 M. an. Spez., Babne obne Zahnpraxis Hatvani, on. Allee. Den Ecke Schönh.* 27181 Schuhmachermeistern welche ihre Kundschaft weiter bedienen wollen, empfehlen wir unsere käuflich in Apotheken, Spezial- Arzt Dr. med. Hasché, Drogen- und Friedrichstr. 90 fam DelikateẞGeschäften. Krantentaffe der Berfonen- LohnfuhrwertsJanung zu Berlin. Bekanntmachung. Da zur Wahl der Bertreter im Ausschusse fein weiterer Wahlvorschlag eingegangen, auch tein Widerspruch erfolgt ist, so gilt der von uns am 10. Fe bruar diefes Jabres belannt. gegebene Wahlvorschlag des Borstandes als anerkannt. Der Vorstand. 301/13 Ludw. Streu, 2. Borsigender. Fr. Barth, Schriftführer. Stadtbahnb. Bebandt von Shubilis, Sant Harn, Frauenleiden, ipe: chron. Falle. Schmerzloie, fürzeite Bebandlg. ohne Berufsstörung. Blutuntersuchung. Mag. Breife. Teilzahlung. Sprechstunden 10 bis 1 und 5-8. Sonni 11-1. Möbel In allen Preislagen 1-, 2- u. 3- Zimm.- Wohnungen empf. in mod. Ausführġ. Jul. Apelt, Tischlermstr. Berlin SO, Adalbertstr. 6, Hochbahnst. Kottb. Tor. nur Zigarren, gute Qualitäten von 28 bis 45 Pf. an Gastwirte, Stant. u. Selbftberbraucher liefert Wolft, Blücherstr. 18, Hof I rechts. Knochenmühlen Spezialarzt zur Herstellung von feinſtem, Splitterirelem Knochenschrot, Dr. med. Laabs beftes Hübnerjulter. Haushalts, beb. schnell, gründl., mögl Tisch u. Wandmühlen mit und schmerzlos u. ohne Berufsftör. obne Schwungrad, Staffeemühlen. Geschlechtskrankheit., geheime Harn-, Alle Maschinen verschied. Größen, Frauenleiden, pernellbar, grob u. fein mahlend Schwäche. Erprobtefte Methoden Sofort lieferbar. Berkauf.* Harn- und Blutuntersuchung, Haut-, L. Simon, Berlin N. Königstr. 34 36, Bahnboj Alexanderpl Putbuser Str. 6, 2. Stodwert. Spr. 10-1u. 5-8, Sonnt. 10-1 und Halstrante. Verlangen Sie toftenfrei belehrende Broschüre über Heilmethode ohne Berufsstörung. Sanitätsrat Dr. Weise's Ambul., Berlin 117, Potsdamer Str. 123b I Lungenwww Harnleiden- Behandlung Berlin W, Bülowstr. 12, pt. Tel Lützow 9604, Nollend. 563. Prospekt H. Schnellste Erfolge, auch bei hartnäckigen Fällen. Ohne Berufsstörung Sprechst. 12-2, 6-8, Sonnt. 11-1 Sanitätsrat Dr. Paul Wolff Epilepsie Bestellen Sie das Buch über Schuhbesohl- Fabrik Heilung der Fallsucht und Krämpfe mit bedeutenden maschinellen Einrichtungen. Wir besohlen mit Holz, Gummi und einer imprägnierten Gewebesohle. Saubere Ausführung und prompte Bedienung. Berliner Schuhbedarf- Gesellschaft m. h. H. Berlin SO 16, Köpenicker Str. 71. von med. Braun. Preis 1 M. Nachn. 1,35 M. Prospekt umsonst!= Wir beschaffen Ihnen jedes Buch, welches Sie wünschen. Verlagsanstalt M. Dreyer, Berlin W Kurfürstendamm 24. Nr. 87— 1�18 Unterhaltungsblatt öes Vorwärts Donnerstag, 2S. März Der poMugöienst. Zur Eröffnung de s Po st flug d ienste s Wien-Kiew. Von E. Hampe.- Seitdem es den Franzosen während der Belagerung von Paris gelungen war, mittels Freiballon eiwa 100 Personen und an 0000 Kilogramm Briefe über die demsche Einicklietzungslinie bin- weg in die Außenwelt zu befördern, ist der Gedanke einer Nach- richienüberminlung durch die Luft lebendig geblieben. Solange sich freilich feine praktische Ausführung auf den technisch unvollkommenen Freiballon stützen mußte, standen ihr unüberwindbare Hindernisie im Weg. Erst die Erfindung der Lenklufiichiffe und Flugzeuge konnie eine tatsächliche. Verwirklichung näherrücken. Aber die Lust- schiffahrl war wie kein anderer Zweig der Technik ein rechies Kind der Gegenwart, und da diese ganz im Zeichen eines allgemeinen WelirSstens aller europäischen Mächte stand, war es natürlich, daß auch diese neue Erfindung von vornherein für militärische Zwecke mit Beschlag belegl wurde, um so mehr, als sie zweifellos bedeuiende Neuerungen für die Kriegführung zu erbringen versprach. Bor allem war es dabei Frankreich, das seine„vierie Waffe" mit fieberhafter E>!e für d>e kriegerische Verwendung vorbereitete und sie sogar im Frieden schon als Angriffswaffe bestimmte, während man in Deutich- land nur an ihre Verwendung für die Aufklärung dachte. Bei solchem Wettrüsten mußte die Benutzung der Luftiahrzeuge für friedliche Zwecks in den Hintergrund treten. Wohl tauchten in Deutschland eine Anzahl VerkehrSluitschiffe aus und veranstaltete die Deutsche Luft-Verkehrs-Gesellichart ibre bekannten Reklame- Eallonfahrten. DoH da sich das letztere Unternehmen infolge der »loch immer großen technischen Schwierigkeiten nicht wirtschaftlich genug erwies, grng es bald zum Flugzeugbau über und bat nun im Kriege wie die gesamte private Flugzeugindustrie vollauf mit der Deckung der verlangten Heereslieserungen zu tun. Der Krieg sollte einen ungeahnten Fortschritt für die Lust- schiffahn herausführen. Kein anderes Gebiet der Technik ist so sehr durch den Krieg befruchtet und fortentwickelt worden. Man kann wohl sagen, daß sich das Tempo der Entwicklung der Luftschiffahrt während der Kriegsjahre zummdest verzehnfacht hat. Noch bei Kriegsausbruch war das Flugzeug vom schönen Wetter abhängig. Heule nimmt der Flieger jede Witterung, und sei es der böigste Sturm, im Vertrauen aus die Sicherheit seiner Maschin« in den Kauf. Damals entwickelte das Flugzeug eine 80 Kilometer Stunden- geschwindigkelt. jetzt übereilt es die Lande mit 220 Kilometer Ge- schwindigkelt in einer Stunde, und permag so spielend Flüge aus- zuführen, die früher als gefährliche Fernflüge, heule nur noch als gewöbiiltcke Svozierfahrteu erscheinen. Arbeitete einst der Motor mit l00 Pferdestärken, so heute bis etwa 300 Pferdestärken, dem- entsprechend ist auch das Maß des mitzunehmenden Gewichts be» deutend gestiegen. Statt Bomben von 2,S Kilo werden jetzt solche von 100 Kilo und mehr mitgeführt. Diese Entwicklung aber ist noch längst nicht abgeschloffen. Nachdem nunmehr erst einmal einwand- frei die wissenschaftlichen Grundlagen für die Luftschiffahrt fest- gelegt find, wird ihre Vervollkommnung hinsichtlich Sicherheit und Leistungssähigkeit nur ständig noch steigen. Doch schon beute ist die verhältnismäßige Sicherheit einer Beförderung durch da» Flug- zeug kaum geringer als in einem Expreßzuge oder Ozeanoampfer, da durch die Güte de» Material« und Durchbildung der Führer Betriebsunfälle fast ausgeschaltet und in, letzten Notfälle durch einen Gleitflug zu überwinden'sind. Wie so durch diese gewaltige Entwicklung der kriegerische Wert des Flugzeuges ungeahnt gestiegen ist. und aus dem einst vorsichllg zu behandelnden AufkläruugSmittel eine überall tätige Schlachtenwaffe entstand, mußte sich auch seine Ben ivendungsmöglichkei: für sriedliche Zwecke m gleichem Maße steigern. Durch die technische Vervollkommnung und die damit geboisne Sicherheit ist der einstige Gefahrpunkr einer Unwirtschaft- Uchkeit des Luftverkehrs heute überwanden. Dazu tritt der Um- stand, daß der Krieg ein Bedürfnis nach immer engerem Zusammen- schluß räumlich weit gmennter, aber gemein'am handelnder Landes- teile und Länder hervorgerufen bat, das nur durch ein« so einfache und schnelle Art wie eine Uebermiitluug durch die Luft befriedig! werden kann. Alle Behörden und Verwaltungsstellen wie industrielle Unternehmungen werden diese gebotene Möglichkeil schnellster und eingehendster Nachrichtenübermittlung dankbar begrüßen. Ihr Wert wächst immer höher, je weniger die sonstigen Verkehrsmittel aus- gebaut oder zuverlässig find. Damit fällt der Verwendung von Luflfobrzeugen für die Kolonien eine unersetzbare Bedeutung zu. Sie bilden heute zur schnellen Befehls- und Nachrichtenübermittlung zwischen den einzelnen weit gelrennten BerwaltungSsitzen wie für die Durch- führung eines Postverkehrs über die unwegsamen Gebiet« hinweg die einzig zuverlässigen Mittel. Ganz ungeachtet bleibt dabei ihr Wert im Dienste der kolonialen Laudesvermessung, die sie mittels ihrer der- vollkommneten Lichtbildaufnahmen in kürzester Frist zu bewerk- stelliaen vermögen statt in einer mühseligen Arbeit von Jahrzehnten wie früher. Im großen Rahmen gilt das Gesagte natgrkkch auch für das Gesamlgebiet wiffenichaftlicher Erforschung überhaupt. Kein Wunder ist demnach, wenn bereils. inmitten des tobenden Weltkrieges eine ganze Reihe weitgehender Pläne herangereift ist, die den technii�en Rieienfortschritl der Luftfahrt auch für friedliche Zwecke nutzbar zu machen beabsichiigen. Diesen Plänen, die vor wenigen Jahren noch der Welt als Wahnwitze Phantasie- lräums erschienen, stehen an sich heute kaum noch ncnnens- werte technische Schwierigkeiten entgegen. So plant man eine Luflverbindung zwischen den Zeniralpunkten der einzelnen Slädte einerseits, z, B. zwischen New-Äsork und Washington und Rom und Palermo, welche beiden Verbindungen am 1. Mai d. I. eröffnet werden sollte, wie eine solche zwischen den verschiedenen Ländern und sogar Erdreilen uniereinander. Eine Verbindung zwischen London und New Jork durch die Lust erfolgt in 24 Slunden, ja eine Lustverkehrslinle London— Bombay mit 00 Fahrrstunden ist vorgesehen. Eine erste praktische Durchsührung hat Italien unter- Nammen, deffen Militärflugzeuge ja als erste im tripolitanischen Kriege die Feuerlaufe erhielten. Seit dem Sommer vorigen Jahres ist nämlich eine erste regelmäßige Posiluttverbindung zwischen Neapel und Palermo eingerichtet worden, der bald eine solche zwischen dem italienischen Festland und Sardinien folgte. Auch Oesterreich-Ungarn hat durch die Gründung einer internationalen Luftverkehrs-Ällien-Gesellschast einen Perionen- und Postverkehr zwischen der Monarchie und den Hauptstädten des Balkan ins Auge gefaßt, der Beispielsweise die Strecke von Wien nach Konstantiuopel in zwölf Stunden bewältigen soll. Mil der durch die kriegerischen Umstände hervorgerufenen neueröffneten Postflugverbindung Kiew- Wien ist nunmehr ein erstes festes Glied»n dem geplanten Lust- Verkehrswege zwischen der Donaumonarchie und der Ukraine einer- seitS. dem Balkan andererseits hergestellt worden. Allerdings bleiben einer allgemeinen Ausbreitung de« inter- nationalen Luftverkehrs auch für den Frieden noch einige Schranken gezogen. Und zwar sind diese politischer Art. Denn noch immer habe» sich die einzelnen Slaaien das Hoheitsrecht über ihre Lufl- gebiete gesichert und das Ueberfliegen ihrer Grenzen durch fremde Lufifahrzeuge aus mannigfachen schwerwiegenden Gründen ver- boten. Erst eingebender internationaler Verhandlungen wird es bedürfen, um hierfür eine Einigung über bestimmie dem all- gemeinen Verkehr freizugebende Luftlinien zu erzielen. Aber zweifellos befinden sich die Mittelmächte in dieser Beziehung ihren politischen Feinden gegenüber in der Vorhand, da ihr« Gebiete überall räumlich aneinanderqrenzen und sie deshalb für ihre Haupt- flugstrecken k«ner fremden Genehmigung bedür'en. So hat sich denn in aller Stille ein neues Zeitalter des Der- kehrs vorbereitet, das nur auf die Beendigung des Völkerkrieges wartet, um sich dann voll unler Ausnutzung der durch den Krieg geschaffenen und dann frei werdenden zablreichen Lufioerkehrsmiitel zu entfalten. Dem dann auf diesem Gebiete emietzenden friedlichen Wettbewerbe können wir mit voller Ruhe entgegensehen. Denn unsere Feinde, vor allem das mit seiner Lufihtlse drohende Amerika, haben dafür gesorgt, daß wir die höchsten Leistungen auch auf dem Geb'ete der Luslsctuffahrt erreicht-haben. und Deutschland jo heute auch in der Luft die Führung hat. Das neue 10H-Mlometer-Gefthütz. Ps 1S14 die Bomben des 42-Ztm.-Mörs«rs die Forts von Lüuich zerschmetterten, staunte die Welt über die ungeheuere Zer- störilngskraft des bis dahin gänzlich unbekannt gebliebenen Riesen- geschützes. Das Erstaunen wuchs noch, als allmählich einigermaßen verläßliche Daten über die Geschoßbahn dieses Mörsers ckn das Licht der Zeitungen kamen, welche zwar nur von einer Schuß- weite von 14 Kilometer, aber auch von einer Höhe der Flugbahn bis zu 0000 Meter zu berichten wußten. Tann kam alt zweite unerhörte artilleristische Leistung die Beschießung von �Dünkirchen aus einer damals noch märchenhaft erscheinenden Entfernung von 30 Kilometer, welche das mannshohe Geschoß des 33-Ztm.-Flach- bahn oder Schifssarschütz bedeckte. Die Palme gebührt aber un- streitig jenem 24-Ztm.-Gescl. ch. das am 24. März 100 Kilometer weit sein« Visitenkarte in Gestalt schwerer Granaten in Paris ab- gab und Schrecken sowie heillose Lern nrng verbreitete. 100 Kilometer sind eine Entfernung wie von L rl:n bis weit jenseits Frankfurt an der Oder, fast bis Kottbus, noch ein Stück über die Elbe hinweg hgi Witte noerg, fast bis Burg bei Magdeburg, bis Stendal, Neu-Strelitz, P venzlau und etwa noch 20 Kilon«!- weiter als Küstrin, ivenn man den Bahnhof Alexanderplatz acs Mittelpunkt des Kreises annimmt. Ein 24-Ztm.-Geschütz gewöhnlicher Konstruktion verfeuert Ge- schösse im Gewicht von etwa 200 iti.ch und durchschlägt mit Spezial- grcrtlaien einen Schiffspanzer von 70 Ztm. Stärke' nahe ssiner Mündung. Das Rohr hat eine Länge von 10.22 Meter und wiegt 18 000 Kilo. Wie weit diese Maße und Gewichte bei der neuen Konstrukttcm vergrößert worden sind, kann zurzeit nicht einmal schätzungsweise angegeben wer den, da jeder VergleichSmaßstab für die erstaunliche artilleristische Leistung fehlt. EinS jedoch ist sicher: die Engländer köitnen uns dieses Geschütz noch weniger nachbauen, als die„dicke Berta", welche von dem düttnen 24er. in den Schatten gestellt ist._ Ms Sem Tagebuch eines Kriegskorrektors. ... Gestern bin ich eingesegnet worden, heute habe ich gleich meinen ersten Posten als Korrektor bei den ,Welt"-Nachrichten"»utt einem vorläufigen Wochenlohn von 8S M. angelrelen. Mein Scheffiehtakdör ist ein feiner Mann, hat mir gleich eine Ziehgacre angeboten, wo mir dann später schlecht nach geworden ist. Schab aber nichts. Schrfflsteller und Schriftsetzer sind ziemlich uiioc- bttdele Leute. Die einen schreiben schlecht, die andern setzen schlecht. Die Fehler muß ich verbessern, deshalb beiß ich Korrektor. Manche Fehler, wo gemacht werden, sind so lächerlich, daß ich sie mir merken will, * Gleich zu Anfang stand da: Pester Lloyd. Hat man schon'!?- mal« gelesen: George Lloyd? Ich Hab natürlich Lloyd Pefter draus gemacht./ ★ Ein paar Zeilen weiter war von 18 000 000 Pfund Sterling die , Rede. Soll natürlich Stichling heißen. Em schlechtes Zeichen für i die Engländer, daß sie schon Stichlmge essen müssen. Ich mag uichi mal Slint. W l] * Wenn einer seinen Namen' lateinisch schreibt, dann soll er ihn auch ricktig schreiben. Kassierer schieibt man nicht Cassirer. Da unser Reltor beim Abgang gesagt hat, wir sollen immer deutscb denken, deutsch bandeln und deutsch schreiben, so Hab« ich für Pau: Cassirer Paul Säckelwart geschrieben. ic Ich weiß noch ganz genau, daß in dem Stück Wilhelm Tel! von dem Schriftsteller Schiller der eine Schweizer Stauffachcv heißt und nicht Stauffer. Ob er aus Bern war, weiß ich nickt mehr. * Wie kann ein Schriftsteller nur so ungebildet fein und fortwährend von der Medizäergruft schreiben. Auch der Setzer hat natürlich nichts gemerkr. Ich war so wütend, daß ich das ganze Wort durchgestrichen und das richtige rübergeschrieben habe: Mots« zinergruft. « In einem Marktbericht kam folgender Satz vor, der für den Mann aus dem Bolle unveiständlich fein muß: Die Nachfrage nach Seradella hält im ganzen Umfang an und bei der Knappheit der- selben wird Spörgel um so mehr gefragt. Ich habe durch meine Aufmerksamkeit die Sache richtig gestellt und aus Seradella Sardeileu und aus Spörgel Spargel gemacht.� Notizen. — Vorträge. Im Deutschen Monisteuöund sprichr Freitag abends 81lt Uhr im Pichorr-Bräu, Tauentzienstr. 13, I, Dr. v. Arm über.den Energieumsatz in Organismen, nach Max Berworn". — Musikcbronik. Im Deutschen Opernhause wird die Parsifal-Aufführung am 4. und 0. April wiederholt. Der Bor- verkauf beginnt am Freirag. —.Manfred' im Zirkus Schnman«. Da» Deutsche Theater veranstaltet im Zirkus Schumann am Mittwoch, den b. April. zum Besten der Brandenburgischen Kriegsbeschädiatenfürsorge ein? einmalige Aufführung von Byrons dramatischem Gedicht.Mausted" mil der Musik von Robert Schumann. — Di« Hnmdoldt-Nkademie Frei« Hochschule hat soeben ihr Vorlesungsverzeichnis für April— Juni erschöitt!': lassen. Es enthält wieder«ine reiche Auswahl von Vorlesnngeci ans allen Gebieten. Zu beziehe«! n. a. durch das Hauptburc, Neue Fried richstr. 53/50 II. — Eine Hessing- Stiftung. Friedrich Hesstng hat ganz im Geiste seines WirlenS sein gesamtes Vermögen im Betrage von ll'/z Millionen Mark einer zu bildenden Stiftung vermach:. Diese soll seine orihopädische Anstalt in Göggingen fortführen und die Hessingschen Eisindungen vervollkommnen. Die Stiftung soll ausschließlich wohltätigen und gemeinnützigen Zwecken dienen. — Claude Dsbussh, einer der modernsten firan fisch. u Kompon isten, ist noch nicht 50 Jahre alt im Paris ge storch.. Ü: hat die Musik durch neue Ausdrucksmittel, und zwar speziell durch neue Harmonien, zu bereichern gesucht. So hat er ganz«iM:. artige Klangreize geschaffen. Aber es fehlt seinen Werken Krlr.- und Größe. Eime Reihe symphomschc Dichtuhgah sind a:) ebe.llv raffinierte und artistische srurgfvanzöfische Dichtungen otogeie&ni oder durch sie angeregt. Am bekanntesterl wurde seine lyvifch- dramattsche Vertonung von Maeterlincks PelleaS und Malffarb. Obs Töchter See hekuba. Ein Roman aus unserer Zeit von Clara Viebig. Die erregte Frau hob die Arme auf. Die sonst Be- herrschte war heute nur Gefühl. Vom Himmel hätte sie etwas herunterreißen mögen: das, was jetzt allen not tat. Ratlos sah sie umher: ach, ein Ende, ein Ende! Aber wie?! Noch war kein Ende zu sehen. Angst erhob sich in ihr und durch- rüttelte sie: ein Jammer, ein nicht zu ertragendes Leid, wenn uran rncht durchhalten würde! Wenn um ein paar Hände voll Schreier— Unzufriedene gibt es zu jeder Zeit, wird es ewig geben— Deutschland fallen müßte. Nein, das könnte sie nicht überleben! Die sonst so Ruhige durchmaß mit großen Schritten das Zimmer, es peitschte sie hin und her. Leidenschaftliche Gefühle durchtobten sie. Aber stärker als all die lauten Stimmen, als Zweifel. Zorn, Angst und Anklage, tönte die zarte Stimme des Mitleids. Das flüsterte ihr in die Ohren: .Hast du die vergrämten, blassen Gesichter gesehen? Diese Mauen, die dürftige Kinder zu Hause haben? Diese Leute, die nicht lernten, sich zu beherrschen wie du, deren manche nicht die Bildung besitzen, nicht den geschulte» Verstand, um alles auch richtig aufzunehmen und zu verstehen. Diese Menschen, deren höchster Ehrgeiz es ist, sich einmal-ein Dasein zu erringen, ohne tägliche Not, am Sonntag einen Spaziergang zu machen und zu guter Letzt im eigenen Bette zu sterben?' Hermine von Voigt schreckte zusammen: gellte da nicht ein Scbrei? Ja, das war k�r Schrei, der selbst den Schlachten- lärm übertönt! Immer lauter, immer gewaltiger wurde er. er schwoll an zur Donnerstimme des Orkans: dieser Schrei der ganzen Welt, die dem Untergang entgegengeht. 1 Untergang— Untergang—? I Ihre Gedanken jagten, sie wurde die Unruhe nicht mehr los. Sie war gepeinigt. ihr Ohr überreizt. In der Stille ihres Zimmers selbst glaubte sie etwas zu hören. Sie trat ans Fenster. Aber ruhig lag die Straße unterm trüben Dezember- Himmel, lautlos fielen Schneeflocken wie weicher Flaum. Ein paar alte Frauen kehrten, ein paar Kinder fingen mit aus- gestreckten Händen die Flocken auf. Das sah so friedlich aus, so zum Stillsitzen behaglich, zum Einschlafen ruhig. Aber über sie wollte keine Ruhe kommen. Vor ihre Augen traten die Gesichter, die sie ganz genau kannte, sah sie die doch fast täglich, wußte: das ist die, die den Mann draußen hat— die den Sohn— die hat fünf unmündige Kinder— jene sieben— die hier ist bescheiden— die da unbescheiden. Heute dünkren ihr die bekannten Gesichter noch blasser, noch niedergedrückter, noch erbärmlicher als sonst. Klang da nicht Weinen? .Wieder ein Winter und noch kein Ende, der dritte Winter schon, den wir verbringen müssen mit Zittern und Zagen! Wiederum ein Weihnachten vor der Tür in trostloser Einsam- keit, ein Weihnachten, an dem unseren Kindern kein Lichter- bäum brennt! Wir haben gehofft, Tage und Wochen und Monate— wir haben geweint, Tage und Wochen und Monate— was nun, was nun?!' Ein Beben kam über die Frau: oh, die Armen, der Armen I Wer konnte ibnen helfen, sie all ihren Kummer der- gessen machen? Ten Frauen ihre Männer, den Kindern ihre Vätdr wiedergeben? Ach, Tote werden nicht mehr lebendig. Was an Blut gestoßen ist, wäscht kein Regen mehr fort. Aber können Tränen nicht linder fließen, kann nicht, kommt die rechte Sonne, auch auf verödeter Flur noch eine Blume erblühen? Mit suchenden Augen sah die Unruhvolle hinauf zum trüben Dezcmbcrhimmel. Etwas ganz Großes, ganz Un- erwartetes mußte kommen, etwas noch nicht Geahntes— ein Wunder! Tann, dann konnte es besser werden. Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!' Die Zeit dazu wäre da.—————————— Daß man doch jeden Tag so auf die Zeitung wartete mit Ungeduld! Die Generalin sah nach der Uhr: noch war die Abendzeitung nicht da. Als ob so ein Stück Papier das bringen könnte, wonach die Seele verlangt! Man atmete freilich für Augenblicke freier, wenn man las, wie die Ru- mänen am A�gcsul geschlagen, sich fluchtähnlich zurückgezogen hatten, wie es unaufhaltsam weiterging: Sinaia, Bukarest. Ploesti genomnien. Das waren große Augenblicke. Aber doch nur Augenblicke. Der Krieg ging weiter, das Leid blieb dasselbe; es verschärfte sich noch mehr mit jedem Tag, denn nicht mehr wurde es mit Geduld getragen. Wer hatte noch Geduld? I Fühlte sie denn nicht selber eine fieberhafte Unruhe in sich? Sie durfte andere nicht mehr schelten. Der Generalin kam der Gedanke, noch nach Berlin zu fahren. Sie hatte plötzlich das Verlangen, aus der Stille hier, die sie sonst liebte, heraus zu kommen. Diese Stille wa i heute fürchterlich, quälte sie. kain ihr vor wie Todesschweigen. Zu tun hatte sie nichts in der Stadt, sie konnte sich aber zu tun machen, etwas besorgen, und wäre eS nur. um einmal durch belebtere Straßen zu gehen, um im Gedränge ge- zwungen zu sein, auf Aeußeres zu achten und nicht immer nach innen zu lauschen. Sie entschloß sich rasch. Sic hatte eine wahre Gier, zu vergessen, durch irgend etwas abgezogen zu werden von peinigenden Gedanken. Als sie in den Zug stieg, fand sie sich plötzlich im selben Abteil mit ihrem Nachbar. Es war doch der Gcheimrat? Sic erkannte ihn im halben Lichte kaum. Der sonst so Geordnete, peinlich Saubere sah so zerstört aus. Den Ueberzieher hatte. er schief zugeknöpft, das Halstuch hing ihm mit langen Enden. Er schien die Generalin nicht zu sehen. Dicht saß er neben seiner Frau; die hatte sich ganz in die Ecke gedrückt, er blickte sie unverwandt von der Seite an. Ach, die armen Leute, die hatten Sorgen! Frau von Voigt wußte: die Söhne hatten die schweren Tage der hefti- gen Kämpfe in Wolhynien und der ersten Offensive an der Somme glücklich überstanden, aber der Aeltere war darin aus Rußland nach Rumänien gekommen, und da ging es so rasch immer voran, daß eine Nachricht ihn wohl nicht er- reichte und die Eltern nichts von ihm hörten. Der Jüngere hatte am 14. November zuletzt geschrieben; am Pierre-Bast- Walde wurde damals gekämpft— schwer— es konnte sein, daß er dabeigewesen. Hoffentlich hatten sie jetzt etwas ge- hört?! Zu fragen traute sich die Generalin nicht. Es schwebte etwas um diese beiden Leute, was sie beunruhigte— oder lag es vielleicht nur in ihrer eigenen Stimmung? Noch überlegte sie— grüßen mußte sie doch wenigstens— da er- kannte der alte Herr sie. Schluß folgtT Direktion Max Reinhardt. Walhalla- Theater. Deutsches Theater. 7 Uhr: Macht der Finsternis. Kammerspiele. 7 Uhr: Sumurun. Volksbühne. Theater am Bülowplatz. Untergrundb. Schönh. Tor. 7, Uhr: Nora. Nachm. 2 U.( kleine Preise): Die Hermannsschlacht. Dir. C. Meinhard- R. Bernauer Theater Königgrätzerstr. 7: Die Helden auf Helgeland. Komödienhaus 8 U: Die Straße nach Steinaych Berliner Theater 8 Uhr: Erdgeist. 74, Uhr: Der Müller und sein Kindl. Rose- Theater. 7, Ubr: Eine Waise. Apollo M Friedrichstr. 218. 7, Der Flieger von Tsingtan sowie die verblüffenden Varieté- Attraktionen. Theaterkasse ab 10 U. ununterbr. geöffnet. Theater für Donnerstag, 28. März. Central- Theater Kommandantenstraße 57. 7, Uhr: Das Glück im Winkel, Deutsches Opernhaus 7 Uhr: Fidelio. Friedrich- Wilhelmst. Theater 74, Uhr: Das Dreimäderlhans. Komische Oper 7. Der Verschwender. Kleines Theater 7%, Uhr: Jettehen Gebert. Residenz- Theater Uhr: Der junge Zar. Schiller- Theater 0 7%, Uhr: Professor Bernhardi. Schiller- Th. Charl. Stg. 3, Uhr: Die Kinekönigin. 7% Uhr: Die Ehre. Mont. 12 U.: Die goldene Eva. Lustspielhaus 7%, Uhr: Johannisfeuer Metropol-Theater 3 Uhr: Die Kaiserin. Neues Operettenhaus Thalla- Theater Uhr: Der Hüttenbesitzer. Theater am Nollendorfplatz Uhr: Minna von Barnhelm. 7 Uhr: Leni alle Fifcuftoln Schiffbd. 4a. Kassent. Nd. 281 Theater des Westens 7: U. Die Glocken v. Corneville. 7, Uhr: Mein Leopold. NATIONAL THEATER Hente u. Ostersonnabend 71, Gastspiel Feiertage 7: Der Schlager! Alwin Neuß: Die ist richtig! Schuldig! 11 12 1 Musik: Walter Brommo. Vorvk. v. 10 Uhr ununterbr. WINDER SARTEN URANIA. Letzte Woche! Gastspiel: Frieda Hess Solotänzerin Jan Trojanowski Hofballettmeister vom Ballett des 8 Uhr: Die Ukraine. Kaffee Luitpold Motzstraße 15. Kgl. Hoftheaters Dresden Kabarett. sowie der große März- Varieté- Spielplan, Zirkus A. Schumann. Bhi. Friedrichstr. Ant. 7, Sonntag, 81. März, unwiderruflich zwei letzte Vorstellungen Bébé Tuby Eishärgruppe. Entkleidungs- Szene in der Luft. Frl. Zoe, ad die übrigen sealalitäten! Gr. Ausst.Kiko. Pantomime. Paul König Elsa Hofer, Kurt Reising. Hella Bella und der Fürst der Boheme Danny Gürtler II Reichshallen- Theater. Allabendlich 7%, Uhr a. am 1. und 2. Feiertag nachmittags 3 Uhr Stettiner Lichtspiel- Palast Schönhauser Allee 148 ( früher Puhlmann) Täglich: Sänger. Nachmittags ermäßigte Preise! Die Besatzung des Hilfskreuzers " Wolf" I. Auf den Kaperfahrten. II. Die Ankuntt im Heimathafen. III. Der Empfang in Berlin. Daza das große neue Oster- Programm Anfang an den Feiertagen um 3 Uhr. Kinder haben Zutritt zur ersten Vorstellung. Nach den Feiertagen täglich Zwei große Vorstellungen. Anfang 5 und 7%, Uhr. Berliner Konzerthaus Mauerstraße 82. Concordia- Lichtspiel Circus Busch Palant Palast Andreasstraße 64 Berlins schönstes und größtes Lichtbildhaus Eröffnung Ostersonntag 3 Uhr mit dem Riesen- SensationsAusstattungs- Film in 5 Abteilungen Das Rätsel von Bangalor 99 Zimmerstraße 90/91. Heute: Großes Konzert des Berliner Konzerthaus- Orchesters. Leiter: Komponist Franz von Blon, Anfang 7, Uhr. Eintritt 80 Pf. Anfang 7, Uhr. Morgen, Karfreitag, geschlossen. Der große indische Liebesroman. Japanische Teehäuser und Ihre Geheimnisse. Unbeschreibliche Pracht indischer Fürstenpaläste. Die Flucht rund um die Welt. Die Fahrten und Ankunft des ,, Engländerschreck" Hilfskreuzers Wolf" in Kiel. Lloyd George in Berlin. Donnerstag, 28. März, 7%, Uhr: Zum 2. Male RUHLINGSSPIE 372 Gr. Original- AusstattungsPantomime in 4 Akten. Zum Schluß Der große Wasser- Akt. Sturmszene mit dem Wolkenbruch. Kahnrutsch in den Grunewald- See aus 80 Meter Höhe. Vorher: Das große Zirkus- Programm. Karfreitag geschlossen. 1., 2. und 8. Osterfeiertag: Je 2 Vorstellungen. 3, und 7%, Uhr. In beiden Vorstellungen Frühlingsspiele und das große Programm. Nach- ange Kind auf allen frei! mitt. höriges Sitzplätzen Kabarett Tivoli Bunte Vorträge Spielfolge vom 16.- 31. Märs: Alois Krämer, Nana und Fernand, Welda Ly, Artur Zahle, Hugo Just, Käte Freifrau v. Broich, Krämer- Wolff. Täglich zwei Kapellen. Anfang wochent. 7, Sonntag nachm. 4 Uhr. Kottbuser Damm 95, Fernsp Moritzpl. 14553 Möbel- Cohn Im Osten: Große Frankfurter Str. 58 Im Norden: Badstraße 47-48 Möbel auf Kredit an jedermann. Geringste Anzahlung kleinste Ahzahlung Spezialität: 1- u. 2-3immer- Einrichtungen und einzelne Möbelstüde, fowie lacbige Küchen- Einrichtungen. Große Auswahl tomplett aufgestellter Solat-, Wohn- und Spelfezimmer. Riesen- Auswahl Billigste Preise Sehr kulante Bedingungen Größte Rücksicht bei Krankheit u. Arbeitslosigkeit. MF Lieferung frel Haus. Kriegsbeschädigte u. Vorzeiger der Anzeige erhalten Extra- Rabatt. Karfreitag 12-2 geöffnet. J. F. Rauch, Invalidenstr. 164. Sekt: Hoehl Kaiserbiume, zuckerdosiert, Fl 7.25 Heute 72 Persönliches Auftreten Paul Heidemann n.d. große Märzprogramm Karfreitag geschlossen. Trianon- Theater 8 am Bhf. Friedrichstr. S Tel.: Zentrum 4927 und 2391. Der Lebensschüler Komödie von Ludwig Fulda. Ida Wüst, Erich Kaiser- Titz, v. Möllendorff, Flink, Kettner. Stg. 4 U. kl. Pr.: Johannisfeuer. Casino- Theater Lothringer Str. 37. Sagl. 8 II. Heute und Sonnabend: Bajazzo. Oftersonntag zum ersten Male: Annas Traum. An allen Feiertagen 4 Uhr: Bajazzo. Voigt- Theater. Badstr 58. Badstr. 58. Täglich 7, br: Das Geheimnis der alten Mamfell Karireitag geichloffen. Admiralspalast. Eis- Arena heute wegen Vorbereitung geschlossen. Sonnab, 30. März, 7: Zum 1 Male: Die Prinzessin von Tragant. Sajdah. Bezugsquellen- Verzeichnis Berlin- Morden Drogen, Farben Neue Hochstr. 39 Benckendorfa hondoras. Fleisch- u. Waretw. WisherGetschmanns Centr. 9. Kolonielwaren M. Saegebarth Strelitser Str. 57 Möbelmagazine Reinickendorfrat. b7 Wiese& Co. Tischlermeister Bezugsquellen- Verzeichnis Berlin- Osten Butter, Eler, Käse xe P. H. Ackermann, 8 Filialen A Reklhandrag Joh. Pietsch Kanigsberger Straße 26 27 Photograph. Atellers Ioh.0.Zesebko, AndreasTh. Wenzel Andrea plate Warenhäuser Hamburger Warenhaus Max Flemming All- Stralas 11 Forw- Les erb. 5 Spezialarzt Dr. med. Colemann f. Geschlechtskrankheit ,, Haut-, Harn-, Frauenleiden, nervös. Schwäche, Beinkranko, Behandlung sehnell, sicher u. schmerzlos ohne Berufsstörung. gegenüber Königstr. 56/57, Rathaus. Friedrichstr. 91/92 thenstr. a. d. DoroSpr. 10-1 a. 5-8 Sonnt 10-1, a. Teilzahl. Damenzimmer. Saar- Riesling. Schloß Vaux, zuckerdosiert, Fl. 8.50 Dr. Homeyer& Co. Dustschaumweine feinster Qualität Fl. 5.50.50.konz. Labor. f. Blutunters., Fäden im Harn usw. Friedrichstr. 81. gegenüber Panoptikum Halbu. Halh feinste zuckerdesierte Fl. 11.50 Geoff. 10-1 u. 5-8. Sonnt. 10-1. Likörmischung Eleg. Kosttim auf Selde 175.1/2 Oskar Wollburg BERLIN N, 58. 57 Brunnenstraße 56 t. 57 Frühjahrs- und SommerNeuheiten! Preiswerte Angebote. Denkbar schönste Auswahl. flotte Formen Kostüme 139-194.- 265.--Paletots 64.- 98.- 136.-in aparten Formen Fesche Röcke und Blusen ans Wolle Beide und feinen, duftie en Geweben Kinder- und BackfischKonfektion to jegendlichen, teschen Formen. Imprägnierte Talt and Seiden- Mäntel In vielen Farben 129.- 186.- 245.- us Aenderungen sofort und gratis!! Gegründet 1890. werden. and er werde an leinen Grumb mehr haben, in alle Belt aus- 1 aber ehe ich noch unser Erstaunen über biefe Budringlichkeit gelegt| flug erfolgte auf Grund einer Bujage ber Selchsreglerung, baß zuposaunen, daß die Stechte der Raulafusregierung bergewaltigt hatte, folgte das schmere Geschüß einer preßrechtlichen Berichtigung dem Syndikat die Gewinne aus dem Auslandsgeschäft un mit der Drohung des§ 11 des Preßgefeßes. Diese Berichtigung berändert erhalten bleiben. Die Versammlung beschloß, daß dis lautet: Kohlensyndikat auf die a chte Kriegsanleihe sechzig „ Es ist unwahr, daß das von dem Abgeordneten Eduard Millionen Mark zeichnen soll, womit sich die Zeichnungen des SynSchmid in der 456 öffentlichen Sigung der Kammer der Ab- difats auf insgesamt 205 Millionen erhöhen. geordneten angezogene Merkblatt durch die Deutsche VaterlandsPartei von Berlin aus vertrieben worden ist. Betersburg, 17. März.( Reuter.) Berspätet eingetroffen. Der Seichen Stamm hat sich unter Anführung russischer Offiziere gegen den Rat im Rautafus erhoben. Der Krieg auf den Meeren. Letzte Nachrichten. Der achte Tag. Berlin, 27. März.( W. Z. B.) Das alte Gomuc Wahr ist, daß die Leitung der Deutschen Baterlands- Partei bon dem Vorhandensein dieses Merkblattes erst durch die VerBerlin, 27. Mära. Unfere Unterfeeboote verfentten im Aermelöffentlichung in den Zeitungen erfahren hat. fanal und in der Frischen See fünf Dampfer und mehrere Segler ( Unleserlich.)" mit aufammen 20 000 Br.-R.-T. Die verfenften Dampfer waren bestreitet allein, daß das vom Genossen Schmid im bayerischen ich I achtfeld mit seinen zerstörten Städten, aufgerissenca Diese Berichtigung ist nichts als ein Ablenkungsmanöver. Sie jämtlich tiefbeladen. Namentlich wurden festgestellt: Die englischen bewaffneten Dampfer Navigator( 3738 Vr.- N...), Landtag angezogene Merkblatt von Berlin aus" vertrieben dooden Steeb( 1777 Br.-R.-Z.) mit Koblenladung, der englische Segler ist. Das hat auch niemand behauptet, denn jeder weiß, daß es Eliza Anne, die englischen Fischfutter Margaret, Wave, Sunrise und auch Anhänger der Baterlands- Partei in Bayern gibt, und von diesen haben zum mindesten einige das Merkblatt nicht erst, wie die Berliner Zentrale, durch die Zeitungen tennen gelernt. der belgische Fischfutter D. 266. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Straßen, unzähligen Stellungen, Grabensystemen, Drahtverhauta und Ruinendörfern liegt im Rüden der deutschen Angriffs truppen. Vor ihnen breitet sich französisches Land, das bisher von der Striegsfurie verschont blieb. Anders heute! Gleich Fanalen Todern an vielen Stellen rote Brände zum Himmel empor. Durch Da uns aber die Vaterlands- Partei nochmals Anlaß gegeben hat, besondere Kavalleriekommandos lassen die Engländer WohnEnglische Minen gegen Vlissingen. auf die Sache einzugehen, so wollen wir unseren Lejern noch einige tätten und Fluren ihres Bundesgenossen vers Proben aus dem an die Frauen gerichteten Merkblatt borsehen, müsten. Angeblich, um den deutschen Vormarsch zu hemmen, ben Amfterdam, 27. März. Nieuwe Rotterdamsche Courant er damit sie einen Begriff von der vaterlandsparteilichen Denun- gleichwohl sieben Tage lang weber Kanäle, Flüsse und versumpste fährt von gut unterrichteter Seite, bag bon ber eigentligen aiantenaüchtung bekommen. Als Punkt 5 und 6 der Anweisungen Trichterzonen noch stärkste englische Befestigungen aufhalten koun 8ufahrtsfiraße nach Bliffingen, dem Cost gat, von den wird den Frauen der Rat erteilt: ten. Bereits liegen die wichtigen englischen Bahnzentren und Engländern Minen ausgelegt worden seien. Beim Suchen nach „ Klagen und Gerüchte, die besonders geeignet sind, die Stim- Stapelplätze St. Bol und Doullens unter schwerem deutschen dicien Minen, über deren Herkunft man fich lange Zeit nicht im mung nachteilig zu beeinflussen, zur Kenntnis der Kriegsbera- Fernfeuer. Haren war, ist am 15. Februar ein Beto a dungsfahrzeug tungsstelle bringen, besonders flammachende Personen feststellen berunglüdt. Das Blatt bemerkt dazu: England hat hier dieund namhaft machen. Sie sollen in Kaffee- Häusern und Rinos felbe Maßregel, die sonst für feindliche Säfen angewandt wird, das Vortragen vaterländischer Lieder verlangen und diese stimgegenüber einem Hafen einer neutralen Nation, der noch dazu als munghebenden Vorführungen durch halblaute Bemerkungen unterFlottenstützpunkt benugt wird, angewandt. Wenn dies abfichtlich ftüßen." geideben ist, braucht man feine Worte darüber zu verlieren. Ist es Radlässigkeit oder Ungeichidlichkeit, dann ist fein Ausdrud zu start, um dieses Borgehen an den Branger zu stellen. Kaiser und Sozialdemokrat. Mit dem reichlich erbeuteten englischen Pioniergerät und Ma terial werden alle Straßenzerstörungen schne wieder hergestellt, In Bozieres wurde neben wohlgefüllten Werkstätten viel rollens des Material erbeutet, darunter allein 20 Feldbahnlokomotiven. Doch es kommt noch viel toller. Die Frauen sollen Sonder- Immer wieder werden überall die ungewöhnlich schweren Verluste der Engländer festgestellt. Bei Noyon grenzen die thatibraunen aufgaben unternehmen, unter denen die folgende voransteht: Frauen aus dem Volfe anzuwerben und namhaft zu machen, englischen an die hellblauen franzöfifchen Leichenfelder. Das Somme die geeignet und willens find, in ihren Kreisen die Stimmung tal ist ein englischer Kirchhof. In einer Mulde bei Clery zu heben und um stürzlerischen Verhebungen entgegenzutreten( auch lag ein völlig zusammengeschossenes Artillerieregiment mit 40 Ge bei Maffenversammlungen, Streiks, Aufläufen usw.)." fchüßen. Mien, 27. März. Der Kaiser traf gestern in Teplitz- Schönau Danach hat wohl jeder ein Bild, wie die planmäßige Denunein und nahm die Vorstellung der zur Darlegung ihrer Bedürfnisse ziantenzüchtung und politische Spigelorganisation von vaterlands erschienenen Bertreter der Bevölkerung entgegen. Reichsrats- parteilicher Seite betrieben wird. Der bayerische Kriegsminister hat abgeordneter Seliger( Goz.) erbat besondere Bedachtnahme auf diese widerliche Hilfstruppe mit einer verächtlichen Handbewegung die Bersorgung der Schwerarbeiter. Der Kaiser versicherte aurüdgewiesen. Diese Geste aber trifft legten Endes die baterlandsallen, er werde sein Möglichstes tun, um die Not der Bevölkerung parteilichen Macher des„ Merkblatts", wenn auch deren Berliner zu lindern. Auf die Beineckung Seligers, daß die Arbeiterschaft Leitung wie Pontius Pilatus die Hände in Unschuld wäscht. fich nach Frieden sehne, der die Völker befähigt, in gemeinsamer Arbeit die Schäden des Strieges au heilen, erwiderte der Raiser, ber balbige Friebe fei euch sein Wunsch. Ein Strafverfahren gegen Lichnowsky? Clemenceaus Befriedigung. Clemenceau über die militärische Lage. Seine Mitteilungen Paris, 27. März. Agence Havas. Jm Ministerrat äußerte fich hatten vor allen Dingen informierenden Charakter, denn er war gerade bon einem Frontbesuch in Begleitung Poincarés und Loucheurs zurückgekehrt. Clemenceau erklärte; daß sein Frontbesuch ihm einen befriedigenden Gindruc hinterlassen habe. Die Bolschewisten für allgemeine Wehrpflicht. hat einen Appell an die Bevölkerung gerichtet, um die Bildung Petersburg, 27. März. Reuter. Der Kriegsminister Dogfi einer Roten Armee vorzubereiten. Er teilte mit, daß die Veröffentlichung eines Detrets bevorstehe, wonach militärische Bisher hatten die Reichsbehörden den Standpunkt verDas 100- Kilometer- Gefchäs ift, mie aus einem Staifertelegramm treten, daß zu einem Strafverfahren gegen den Fürsten Lich en Krupp v. Bohlen hervorgeht, in den Kruppschen Werkstätten noweth wegen der bekannten Denkschrift teine rechtliche hergestellt. Sandhabe gegeben sei. Unter dem Druck der alldeutschen An der Rautasusfront haben die Türken die Wiederbefehung Sebze scheint jedoch nunmehr ein Wechsel der Auffassung ein- nebungen allen Bürgern zur Pflicht gemacht werden. Alle früheren bes gegen die Ruffen verlorenen Gebietes jetzt bis Olti ausgedehnt. getreten zu sein. Wenigstens behauptet die„ Germania" zu Generale und Offiziere werden wieder in den aktiven Dienst ge Sie beginnen nunmehr den Vormarsch auf bisher zu Rußland gewissen, daß sich die amtlichen Stellen erneut mit der Frage stellt, um unter der Aufsicht der Boltsbeauftragten als Instrufteure Aufhebung der Immunität Humberts. Baris, 27. März. befaßt und zur Anhängigmachung eines Strafverfahrens auf Dienst zu tun. Trokfi erklärte in einer Rede, daß er eine Rote ( Savas.) Der Senatsausschus aur Untersuchung der An- Grund des sogenannten Arnimparagraphen entschlossen Armee von einer Million Mann aufstellen will. agen gegen Humbert hat auf Antrag des Berichterstatters bie Auf- haben. Es ist dies der auf Betreiben Bismards im Strafhebung der Immunität beschloffen. gesetzbuch aufgenommene§ 358a, der lautet: hörenbes Gebiet. Das Ende einer alldeutschen Geschichtsfälschung. Noch immer spektakelt die alldeutsche Bresse mit dem von ihr erfundenen Scheidemann- Wort„ Ein Narr, wer noch an den Sieg glaubt". Wir haben schon in unserer gestrigen Nummer das Wort als eine alldeutsche Erfindung gekennzeichnet und die Blätter, die sich seiner bedienen, zum Nachweis ihrer Quellen aufgefordert. Geantwortet hat niemand, und wir sehen uns nunmehr veranlaßt, den Ursprung dieser alldeutschen Fälschung vollständig aufzudecken. Zwei neue Raubanfälle. raubte Auto. „ Gin Beamter im Dienst des Auswärtigen Amts des Deut. schen Reichs, welcher die Amisverschwiegenheit dadurch berlebi, Mißlungener Anschlag auf 400 000. Das ge daß er ihm amtlich anvertraute oder zugängliche Schriftftüde oder eine ihm von seinem Vorgesezten erteilte Anweisung oder deren Inhalt anderen widerrechtlich mitteilt, wird, sofern nicht mach anderen Bestimmungen eine schwerere Strafe verwirkt ist, mit Gefängnis oder mit Geldstrafe bis zu fünftaufend Mart bestraft. Gleiche Strafe trifft einen mit einer auswärtigen Mission betrauten oder bei einer solchen beschäftigten Beamten, welcher den ihm durch seinen Vorgesezten amtlich erteilten Anweisungen borjäßlich zuwiderhandelt, oder welcher in der Absicht, seinen Vorgesetzten in dessen amtlichen Handlungen irrezuleiten, dem selben erdichtete oder entstente Tatsachen berichtet." Gerade an diesem Beispiel kann man die Entstehung von Geschichtslügen trefflich nachweisen. Sämtliche alldeutschen Blätter, die sich auf dieses Wort berufen, behaupten nämlich, daß es sich um einen Ausspruch Scheidemanns handele. Die einen reden von einem Ausspruch schlechthin, die anderen so wäre das politisch doch schwerlich ein Vorteil! wollen wissen, daß dieser Ausspruch im Reichstag gefallen heit wollen wir uns nicht näher auslassen. Aber wie will Ueber die juristische Seite der schwebenden Angelegen. man den Brozeß führen, öffentlich oder geheim? Und wenn hinter verschlossenen Türen ein Schuldspruch gefällt würde, ſei, ein besonders bhantasiebegabtes Blatt läßt den Genossen Scheidemann den Ausspruch sogar mit heiserer Stimme" tun. Der Artikel stellt fest, daß in diesem Grundsatz Einmütigkeit zwischen der Sozialdemokratie und der Regierung bestehe; er untersucht dann näher das Wort„ Sicherung". Wörtlich heißt es: Alldeutsche Politik und Weltanschauung. Die Glocke von Flandern. 8 wei neue Raubüberfälle beschäftigen die Krimina polizei. Der eine erregte gestern nachmittag in der Mödern Straße großes Aufsehen. Ein Oberbahnassistent holte von der Reichsbank in einer Tasche 400 000 m. bares Geld. Ein Kassen bote begleitete ihn auf dem Rückwege. Die beiden Männer gingen an der Vorderseite des Anhalter Bahnhofs vorbei, um sich mit dem Gelde nach der Kasse des Güterbahnhofs zu begeben. In der Möckernstraße, gegenüber dem Personenbahnhof, rempelte plötzlidy ein fremder Mann ohne Kopfbedeckung den Oberassistenten an und amte hielt aber fest und setzte sich zur Wehr. Zugleich mit versuchte, ihm die Tasche mit dem Geld zu entreißen. Der Bewandte sich der Räuber um und entfloh auf einen Kraftwagen dem Kassenboten sprangen auch noch zwei Feldgraue zu. Jetzt au, der ganz langsam die Möckernstraße hinunterfuhr. Er erreichte ihn bald, und kaum war er hineingesprungen, als der Chauffeur in schnellster Fahrt mit ihm davonfuhr. Das Auto mit dem Fahrgast war bald den Blicken entschwunden und entkommen. Der Räuber ist etwa 25 Jahre alt und hat schwarzes Haar und Schnurrbart. Er trug einen grauen Ulster. Der zweite Ueberfall flingt wie ein Stüd aus einer Räubergeschichte. Gestern morgen besuchte ein Mann, der sich Schneides Nun wird man aber ganz vergeblich in allen Reichstagsprototollen blättern, um nur irgendeine Stelle in den Reden Die Vaterlands- Partei hielt gestern abend im AbgeordnetenScheidemanns zu finden, auf die sich die alldeutsche Behaup- hause eine Versammlung ab. Professor Euden- Jena sprach über tung beziehen könnte. In Wirklichkeit ist die Grundlage der Politik und Weltanschauung". alldeutschen Geschichtslige auch gar keine Rede des Ge- Er meinte, die Politik müsse innig mit Weltanschauung ver- nannte, die Garage von Ebers in der Hannoverschen Straße und noffen Scheidemann, sondern ein von ihm persönlich gezeich; fnüpft werden, leider ließen die Diskussionen per gefebgeben- nahm angeblich im Auftrage des Magistrats, der einen Wagen zu neter Artikel, der unter der Ueberschrift Verteidigung den Körperschaften geistige Höhe vermissen. Weltanschauung Landvermessungen brauche, einen großen Kraftwagen. Ebers gab und Frieden" am 15. November 1916 im Vorwärts" erschien. dürfe keine indische Weltfcemdheit bedeuten. G3 handle sich in ihm einen Sechsfiber mit dem Zeichen und der Nummer 10642, Der Artikel geht aus von der Erklärung des Reichskanzlers diesem Kriege nicht um Interessen, sondern um Prinzipien. einen grüngestrichenen Wagen mit einem Goldstreifen. Herr Schnei im Hauptausschuß am 9. Novembeer 1916:" Das deutsche Das moderne Ziel sei das Streben nach Freiheit. Dieses Streben der stieg ein und gab dem Chauffeur Angeraweit aus der WeserBolf führt diesen Krieg als Verteidigungskrieg zur Siche- offenbare fich in Frankreich gesellschaftlich, in England wirtschaft- straße zu Neukölln die Weisung, über Buckow nach Johannistal zu rung feines nationalen Daseins und seiner freien Fortent- lich, in Deutschland- religiös. Der rechte Freiheitsbegriff be- fahren. Auf der einsamen Chaussee zwischen den beiden Orten verwickelung." schränke sich in der Unterordnung unter das Ganze. Dieses Ganze setzte er dem Schneider plöhlich einen Schlag auf den Kopf sei das Vaterland. Dieses Vaterland müsse nun hinreichend bedrohte ihn mit einer Pistole, fesselte ihn, brachte ihn nach einem gesichert werden gegen die Feinde, die es überfallen haben! Gisenbahnwagen, wie sie dort auf dem Laubengelände stehen, legte Es dürfe auch keiner seine Liebe und Gefolgschaft zum Bater- ihn hier nieder und fuhr dann mit dem Kraftwagen in der Nichtung lande von einer Verfassungsänderung abhängig machen. nach Mariendorf davon. Angeraiveit erholte sich nach einiger Zeit, Wann ist diese Sicherheit erreicht? Wenn alle Völker sich ( Fichte sprach ein wenig anders!) befreite sich aus den Fesseln, ging nach Buckow und machte Anzeige berblutet haben? Gibt es wirklich noch einen so furzsichtigen In der Versammlung waren auch Mitglieder der finnischen Ge- beim Amtsvorsteher. Dieser benachrichtigte später auch die Berliner Menschen, der in der Einbildung lebt, der einen Mächtegruppe sandtschaft anwesend und Herr Prof. Borens vom Rat von Kriminalpolizei. Ebers sette auf die Wiederbeschaffung des Wagens werde es doch noch gelingen, die andere se vernichtend zu schlagen, Flandern". Der lettere ergriff nach dem Vortrage des Prof. eine Belohnung von 500 M. aus. Der angebliche Schneider ist ein daß ihr der Frieben diktiert und dadurch die Sicherheit einer Guden das Wort zu längeren Ausführungen. Deutschland habe Mann von mittleren Jahren, etwa 1,63 Meter groß und korpulent, Wiederholung des Krieges geschaffen werden kann? Ein Narr, wer das glaubt, nachdem der Kampf im 28. Monat Flandern einzumarschieren. Die belgische Regierung schwarzen steifen Hut. feine Schuld am Striege, es war sein gutes Recht, in Er hat dunkles Haar und trug einen dunklen Ueberzieher und einen Für Deutschland ist die Abwehr einer ungeheuren Ueber- sei lange vor dem Kriege von der Entente gefesselt gewesen. macht Sieg genug. Denn dieser Sieg bedeutet, daß das Reichs- Die Flamen erwarteten thre Rettung von Deutschland. Sie ber- Der Mord in der Brüsseler Straße aufgeklärt. gebiet unberjehrt bleibt, daß die politische. Selbständigkeit des langen staatliche Selbständigkeit, auch in Französisch- Der Mord an den Winkelkonsulenten Hohmann, der in tr Reiches ebenso unangetastet bleibt wie seine wirtschaftliche Ent- Flandern. Die flämischen Soldaten in den deutschen Gefangenen Nacht zum Sonnabend, den 23. d. M., in der Brüsseler Straße verwicklungsfreiheit. Was wollen wir mehr?" lagern würden es begrüßen(!), wenn sie für ihr flämisches übt ist, scheint seiner Aufklärung entgegen zu gehen. Die, Tat Dies ist der Wortlaut, aus dem sich die alldeutsche Presse Baterland fämpfen dürften! stellt sich als ein Meuchelmord dar, begangen aus Nachsucht. Die ben Sak zusammengefälscht hat:„ Ein Narr, der noch an den Der Vorsitzende der Vaterlandspartei, v. Tirpitz, dankte den betriebenen Ermittelungen haben zu der Feststellung geführt, daß Sieg glaubt." Man muß offen anerkennen, daß diese Rednern. die Tat offenbar von Feinden des Hohmann ausgeführt ist, die mit Leistung der Begabung gewisser Beute im Fälschen Otto Siewert, Eberthstr. 44, der zahlreiche Zivil- und Brofeffor Guden, der sich wellfremd aus der Philofophie in die diesem aus Anlaß seiner zahlreichen Prozesse bzw. sonstigen GeBielleicht nimmt der Herausgeber des Kunstwart", Dr. Utrainischen Gesellschaft gewählt worden, zum 2. Bocsibenden igen und Berdrehen ein hohes Zeugnis ausstellt. Bolitif berirrte, ist gestern auch zum Vorsißenden der Deutsch- schäfte in Zwiftigkeiten geraten waren. Sein Hauptfeind war der Ferdinand Avenarius, der sich um die Sammlung von Dr. Paul Rohrbach. Ehrenvorsitzende sind neben Gucken Professor handfeste Männer aufgefordert, den Hohmann gegen Entgelt Ukrainischen Gesellschaft gewählt worden, zum 2. Vorsitzenden Fräser Otto Siewert, Ebertyftr. 44, der zahlreiche Zivil- und Strafprozesse mit ihm führte. Siewert hat in mehreren Fällen Kriegslügen und Kriegsfälschungen besonders verdient ge- Bruschewski- Kiem und der Berliner Gesandte der Ukraine in einen Dentzettel zu geben, hat auch wiederholt seinem Haß, macht hat, auch dieses Beispiel in seine Sammlung auf. Berlin, Sevrjuk. tobt. Die Vaterlands- Partei als Spikelorganisation. Rheinisch- Westfälisches Kohlensyndikat. Ausdruck gegeben. Er ist im Besiß einer Parabellumpistole gewesen, wie solche zur Tat benutzt ist. Eine am Tatort gefundene Batronenhülse und Kugel stimmt überein mit Munition, die in Effen, 27. März. Die heutige Versammlung der Zechenbefiber seiner Wohnung gefunden ist Ein Beamter, der gleich nach dem Die Deutsche Vaterlands- Partei hat uns am gestrigen Tage des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikats beschloß einstimmig, Schuß eine verdächtige Person angehalten hat, hat Siewert mit weit mehreren Zusendungen beehrt. Zuerst schickte fie uns eine Re- die bisherigen Richtpreise für das nächste Bestimmtheit wiedererkannt. Siewert, der angesichts dieser NmAamenotig mit ber, Bitte, um Aufnahme im redaktionellen Zeil. Bierteljahr unverändert bestehen zu lassen. Der Bestände vorläufig festgenommen ist, bestreitet seine Täterschaft. Gewerkschaftsbewegung Soziales. Abgelehnte Bermehrung der Rentenausschüsse in der Angestelltenversicherung. führungen des Ministers, die dahin gingen, mur folche Beute, bie| Bertrag felbft abhänge. Wäre der Vertrag vom Reichstag abge. fich der Verhegung ihrer Mitarbeiter schuldig gemacht haben, würden lehnt worden, mußte naturgemäß mit Rugiend der Kriegszustand Der preußische Landtag und die Eisenbahner. auf Anfordern der Heeresleitung wieder in das Heer eingestellt, wieder eintreten; ol ein neuer Vertrag, und vor allem welcher nachdem sie vorher zur Arbeit abfommandiert waren. Brunner neue Vertrag, dann zustandegekommen wäre, ist eine verdammt Bis auf den letzten Platz füllte am Dienstag eine vom Deut- meinte dagegen, man lönne fich der Ansicht nicht verfchließen, daß die Fraktion die Verantwortung aber erst recht nicht übernehmen, ernste Sache. Für die Annahme des Vertrages fonnte und wollte schen Eisenbahnerverband einberufene öffentliche Versammlung den es sich um Maßregelungen gewerkschaftlicher Funktionäre durch die der schwerwiegenden Folgen wegen die aus diesem Vertrage für großen Saal des Lehrervereinshauses. Der Verbandsvorsitzende betreffenden Dienststellen handele. Uebrigens sei es eine irrige Un- die Zukunft entstehen können. So entschied fie fich für Enthaltung. Brunner sprach über den preußischen Landtag und die Eisen- ficht, daß Unzufriedenheit unter den Arbeitern auf„ Verhegung" zu Wir wissen, daß es weder Mangel an Mut noch Schwäche war, die bahner. Zunächst unterzog er die Aeußerungen, die der Eisenbahn- rüdzuführen fei. Die heutigen Verhältnisse seien es, die die Arbeiter die Fraktion bei ihrem Beschlusse bestimmten; wir achten auch die minister im Abgeordnetenbaufe über die Verhältnisse der Eisen- unzufrieden machen Wer zufriedene Arbeiter sehen wolle, der müsse angeführten Gründe der Befürworter des Beschlusses, aber wir bahner gemacht hat, einer tritischen Würdigung. Der Einzug einer die Verbältnisse bessern. bermögen ihn trotzdem nicht zu teilen. Der Hinweis, daß die neuen Gewerffchaft im Eisenbahnbetrieb fagte der Minifter Auch in der regen Diskussion, an der fich eine Reibe von ment öfters angewendetes Mittel fei, genügt uns gar nicht. Eine Stimmenthaltung ein parlamentarisch zulässiges und im BarlaBollzieht sich im heftigen Kampf mit den alten Berbänden. Das Rednern beteiligte, fam die lebbaftefte Unzufriedenheit mit den Lohn- Kampfpartei wie die Sozialdemokratie jollte u. G. es eber auf fich ist nicht richtig. Unfer Verband hat sich mit allen für Eisenbahner und Arbeitsverhältnissen der Eisenbahner und der dringende Wunsch nehmen, einmal einen Irrtum zu begehen, als in geschichtlich doch Beftehenden Drganisationen rubig und fachlich auseinandergeiegt. nad zeitgemäßer Befferftellung zum Ausbrud. Nur mit einer Organisation lebt er im Stampf, nämlich mit dem so wichtiger Beit weder Ja noch Nein zu sagen. Enimeber ober! Erier Berliner Verband. Diefer bat uns in der heftigsten Weise Das dritte ist in diesem Falle bon llebel, und wir fürchten lebangegriffen und beschimpft. Dagegen mußten wir uns webren. Es lanaten Rufchrift entnehmen, in der Konfervenfabril von 8innert recht unangenehme Situationen bringen kann. Wir sind der MeiRecht sonderbare Zustände scheinen, wie wir einer an uns ge- haft, die Fraktion hat einen Präzedenzfall geschaffen, der ihr noch ist ein Irrtum des Miniſters, wenn er fagte, durch diese Kämpfe in Boisdam zu herrschen. In diefem Betriebe werben zurzeit 450 nung, die Fraktion bätte dem Vertrage zustimmen follen, obwohl werbe der Dienst im Eisenbahnbetriebe beeinträchtigt. Unier Berionen, vorwiegend Frauen befchäftigt. Der Lohn der letzteren wir die Bestimmungen des Vertrages und den Charakter des OstBerband Betrachtet es als eine feiner Aufgaben, die Eifen beträgt pro Stunde 40 Bi. nebft 10 Broz. Striegszuschlag, während friedens wirklich ernst genug beurteilen." bahner zur strengsten Erfüllung ihrer Dienstpflichten für Männer 75-80 Bf. Stundenlohn gezahlt werden. Die tägliche anguhalten. Wenn der Minister gemeint baben sollte Arbeitszeit beläuft sich auf 10%, Stunden. Besonders wird in der und feine Ausführungen lönnen so verstanden werden Rufchrift über die fanitären Zustände des Betriebes lage geführt. daß unser So Verband Beeinträchtigungen des Eisenbahndienstes berbeigeführt von denen gesagt wird. find für girta 400 Frauen fünf Alofetts vorhanden, daß Babe, fo werfen wir das mit aller Entschiedenheit zurück. diefelben oft in einem fich Der böcft unfauberen Ruftande befinden. Das gleiche soll auch auf Minifter fagte ferner, bie Gifenbábnverwaltung habe in diefer Beit die Aufenthaltsräume zutreffen. An Tifden fehlt es vollständia; genug für ihr Personal getan. Die Lohnfumme fei von 1314 Mil auch leiderfchränke für die Arbeiterinnen und Arbeiter sind nicht Entziehung aller Leistungen durch Rentenausschüsse, denen auch noch In der Angestelltenversicherung geschieht die Feffehung und lionen im Jahre 1916 auf 1865 Millionen im Jahre 1917 gestiegen, vorhanden. Die Folge ist, daß Kleiderdiebstäble an der Tages- sonstige Aufgaben wie die Entscheidung von Streitsachen über Beidie Lohnerhöhungen in diesem Zeitraum beliefen sich also auf ordnung find. 551 Millionen Mart. tragsleistung. Auskunfterteilung, Heberwachung der Renten Das ist gewiß eine stattliche Summe, aber Lebhafte Klage wird über die Behandlung geführt. Bir möchten empfänger ufw. übertragen ist. Das Angestelltenversicherungsgefes ber Minister hat unterlaffen, anzugeben, auf wie viele Arbeiter sie zunächst davon abfeben, die in der Zusdrift wiedergegebenen im spricht davon, daß die Rentenausschüsse nach Bedarf von der Reichs. fic verteilt. Auf den Einzelnen im riefenhaften Betriebe der Eilen Arbeiterinnen zum Abdruck zu bringen. Betriebe zur Anwendung fommenden Schimpfworte gegenüber den versicherungsanstalt für Angestellte mit Genehmigung des BundesBaba fommt nur recht wenig. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß Meifter namens Grece hervortun. Insbesondere foll fich ein rates errichtet werden. In Wirklichkeit besteht aber seither nur die Löhne der Eisenbahner seit je erheblich zurückstanden hinter den daß er fich den Arbeiterinnen gegenüber zu Tatlichkeiten hinreißen dem Site in Berlin. Er hatte schon bisher eine gewaltige ArbeitsVon ihm wird sogar behauptet, ein einziger Rentenausschuß für das ganze Reich mit 2öhnen gleichartiger Arbeiter in anderen Betrieben. Wenn der Iafie. Ein für die Arbeiterinnen iowohl wie für die Arbeiter be last zu bewältigen. Im Jahre 1916 verzeichnete er 118 864 GinMinister an Einzelfällen das Lohneinkommen von 1914 mit dem sonders au Klagen Anlaß gebendes Kapitel find die Leibes gänge und 130 644 Ausgänge. Die Zahl der verschiedenen zur Erbon 1917 berglich, so hat er dabei außer Acht gelassen, daß in wird behauptet, daß in Gegenwart ledigung anhängig gemachten Sachen betrug 33 785, bon benen diefer Zeit die tägliche Arbeitszeit von 9 Stunden auf durchschnitt- und auch die Frauen sollen auf dem Hofe von oben bis unten Jahr 1917 übernommen werden mußten. Dabei beder Frauen, die Männer fich die Soien öffnen müssen fast ein Drittel, nämlich 10 852, a Is un erledigt in das lich 11 Stunden ausgedehnt worden ist. Das erhöhte Einkommen danach befühlt werden, ob sie sich Fleisch. usw. mit nach Hause schäftigte der Rentenausschuß bereits außer den höheren Beamten ist also nur zum Teil auf Lohnerhöhungen, zum anderen Teil nehmen. aber auf die Leistung von Ueberstunden, die ja mit einem Aufschlag Eine Behandlung ber bier im allgemeinen gefchilderten Art die Haupttätigkeit des Rentenausschusses erst mit Beginn des Jahres rund 150 Bureau- und Kanzleibeamte. Auch ist zu beachten, daß Bezahlt werden, zurüdzuführen. Nach den Angaben des Minsters wäre nicht gerade geeignet, die Lust und Liebe zur Arbeit der in 1918 einsetzt, da erst jetzt infolge der Möglichkeit der Erfüllung von berbienen die Arbeiter im Stüdiobn 30 Broz. mehr. Das trifft dem Betrieb Beschäftigten zu heben. Und da die Firma Geeres- Wartezeiten die allgemeine Festlegung von Leistungen stattfindet. nur für solche Drte zu, wo mit Rücksicht auf sehr niedrige Löhne lieferanin ist, dürfte auch die Seeresverwaltung damit nicht einein höherer Altorbaufichlag gewährt wird. In Berlin verdienen verstanden fein. Den Arbeiterinnen und Arbeitern fann daher der die Kleine Anfrage" eingebracht, ob nicht beabsichtigt jet, beat Jm Reichstag wurde deshalb von dem Abg. Schmitt- Würzburg die Studlobnarbeiter nach Ausweis der amtlichen Lohnlisten nur Rorwurf nicht erspart bleiben, daß sie nicht früh genug geeignete willen des Gesezes entsprechend eine Vermehrung der Senten 20 bis 22 Broz. mehr. Es fol ja nicht bestritten werden, daß das Schritte zur Beseitigung der im Betriebe vorhandenen Mißstände ausschüsse vorzunehmen. In der jekt vom Reichskanzler erteilten unternommen haben. Ginkommen der Eisenbahner in letzter Zeit durch Lohnaufbefferungen Antwort wird das verneint. Beim Vorhandensein mehrerer gestiegen ist, aber die Steigerung entspricht bei weitem noch nicht Rentenausschüsse, so heißt es zur Begründung, fönne nicht bie ben gegenwärtigen Eeuerungsverhältnissen. Statt der von uns gewünschenswerte Einheitlichkeit in der Auslegung des Begriffes der Berufsunfähigfeit gewahrt werden. Außerdem seien jeßt nicht die forderten Erhöhung der Stundenlöbne um 25 Bi find einmal 7 f. erforderlichen Beamten zu neuen Ausschüssen zu erlangen. und dann nochmals 4 Bf., im ganzen also außer der Teuerungsaulage 11 Bf. bewilligt worden. Die gesamten Aufbesserungen ber Schöpflin übt an der Stimmenthaltung der Fraktion im Löhne und Teuerungszulagen betragen etwa 80 Broz, während Sächs. Boltsblatt" scharfe Stritit. Er schreibt darüber u. a.:„ Bir die Kosten des notwendigsten Lebensunterhalte um etwa 200 Broz. bebauern diesen Beschluß der Fraktion außerordentlich, er wird ihr gestiegen find. Trotz der großen Summen, die der Minister im als Schwäche und als ein Mangel an Wut ausgelegt werden, was Abgeordnetenhause anführte, find die Lobnverhältnisse der Eisen- bereits der Abg. Haase von der Tribüne des Reichstags herab gebabner immer noch lange nicht genügend. Die Arbeiter in der tan hat. Wir glauben auch annehmen zu können, daß die Arbeiter Brivatindustrie baben böhere Löhne und fürzere Arbeitszeit. diesen Beschluß erst recht nicht verstehen werden, wenn sie sich den Wortlaut der Erklärung ansehen, denn dieser Wortlaut begründet Unser Bezband betrachtet es als feine Angabe, dafür ein eigentlich eine Ablebnung; logischerweise müßte nach diesem Wort- Berantwortlich für Politit: Erich Stutiner, Berlin; für den übrigen Teil des zutreten, daß die Eisenbahner in Lohn und Arbeitszeit ebenso laut die Ablehnung folgen. Dafür aber wollte die Fraktion die Blattes: Alfred Sasiz, Neukölln; für Anzeigen: Theodor Glode, Berlin. Berlag: gestellt werden, wie gleichartige Arbeiter anderer Betriebe. In Verantwortung nicht übernehmen, denn sie fagte ihre Abstimmung Vorwärts- Berlag G. m. 6. S., Berlin. Drud: Borwärts- Budbruderet und feinen weiteren Darlegungen wandte fich Brunner gegen Aus- so auf, ale ob von ihrem Votum auch die Entscheidung über den AMULAY bifitationen. 27 Parteinachrichten. Nochmals der Oftfrieden. Diese Erwiderungen find nicht ganz ftichhaltig, Zur Erzielung einheitlicher Gejebesauslegung ist die Rechtsprechung vorhanden. elchen Zwed hätte wohl sonst das Oberschiebsgericht? Da bie müssen auch die nötigen Beamten beschafft werden. Es wird abzu hier in Frage kommenden Arbeiten nicht liegen bleiben können, warten sein, in welcher Weise der eine vorhandene Rentenausschuß feinen jetzt erweiterten Aufgaben gerecht wird. Gollten sich bie Verzögerungen in der Abwidlung der Geschäfte vermehren, so wird erneut auf Abhilfe zu bringen fein. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co. in Berlin, Lindenstraße 3. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Kaufe mit Kriegsanleihe! Bei Berfäufen und Bersteigerungen aus Beständen der Heeress und Marineverwaltung, die für Kriegszwecke nicht mehr gebraucht werden, fann die Zahlung an Geldes Statt durch Hingabe von Kriegsanleihe geleistet werden. Diese Borschrift erstreckt sich auf alles, was bei der Demobilisierung zur Abgabe an die Bevölkerung frei wird, also insbesondere auf Pferde, Fahrs zeuge und Geschirre; Feldbahngerät, Motorfokomotiven und Kraftfahrzeuge nebst Zubehör; Futtermittel und sonstige Bor räte; landwirtschaftliche Maschinen und Geräte sowie Werks zeug; Fabriteinrichtungen mit den zugehörigen Maschinen und Geräten; Eisen, Stahl und andere Metalle; olz und sonstiges Baumaterial; Webstoffe und Rohstoffe aller Art. Käufer, welche die Bezahlung in Kriegsanleihe leisten, werden bei sonst gleichen Geboten bevorzugt. Die Kriegsanleihe wird zum voffen Rennbetrage angerechnet und bis zur Höhe des Kauf oder Zuschlagspreises in Zahlung ges Als Kriegsanleihe in diesem Sinne gelten jämtliche nommen. 5% igen Schuldverschreibungen des Reiche ohne Unterschied sowie die feit der 6. Anleihe ausgegebenen 42% igen auslos. baren Schatzanweisungen. Also: Nur die Kriegsanleihe, nicht der Befih baren Geldes, bietet Sicherheit dafür, daß der Landwirt und der Gewerbetreibende nach Friedensschluß das, was er braucht, aus dem frei werdenden Kriegsgerät erwerben kann. Sei flug und zeichne!