Ar. 89. 33. Jahrg. BezugSvretSi SteteyShri. C60 KL monatl. l.SOSU frei mJfeau», vorauSzahlb-r.EwzÄn« Skummern 10 Big BoslletUg; Kanal« lich ILO M5 Ilniei???::, Sand für Deutt-Sland und O«il»ri«>ch- Unaarn «.— Ml,>2l da» airiac lluZIand i.SO äSf. monatlich j>«rtand ins k?-!d tat dirikter Best« Huna msnau. ILO ML Paslbcltellungen ndSmeii an DSn?» mar!, Holland. Luxamburz. Schirr da» und die SchmU innartraaen U» die to)Mctiuna««SKi51iftt. Srtcheiu« tägltch. teieatoatm• adrrffe .Cdttaldcmotcat Str t»". Verl in er Volksblerkt. ( 10 Pfennig) ZluzrtgeuprciS: DKflaSenarwaltrndKolond'.zeSalos'.rl SO Piz�„kleine An;aterll". da», frtlaedrvSle Lion HO O«a.{xMfff 2 fctlflcdruiJtc i&ertc). idti axSUerr Wort 16 Gtellriiaeiuche und EchiatlielldNauirtarn dai« orst! Llr.l SO Pia.. lideS loeurn? San w Pia Sorte Über 15 Anchttcbcn lädlon 2.- iivei Worte Teiiccunga/iuschlcig Zv�. Fannlien-SInjeiaen, rolitilche inid aewerNchaslltche BrretiiK»»»«rtaen S0Pla die Seil««n, eigen tür dw nächüe Numnior niklilsn SiF S NSr nachmitiaa» im«daiwiaeschäft Lerlm KW.oA Liudrnitratze u, tt'eeeoen Verden. GeSffnol von- NSr!l2h Kd 7 LS: aicndZ. �cndralorgan äer foÄaläemoKrati fcken Partei VeutfcKlanäs. Keüaktion: Sw. St» LinSenlKaße Z. ffernftircdier: vmi Morisvla«. Sir. lSl S0—!S! 07. Sonntag» de» 31. März 1918. ExpeSttlsn: MV. St. LwöensKaße Z. tttmiumbet:*t»i M«ri«vla». Str. 18t 9B— 151 97. fortkftrittc Zwilchen Somme In Richtung AmienS Beaucourt und Meziöres genommen— Ayette(nördlich Bucquoy) feindfrei— Vergebliche fron« zöfische Angriffe auf Montdidier. Amtlich.«r»ve« H«a»t,o«rtirr. 30. Mir, lSl«. lS. T. v.» Westlicher Kriegsschauplatz. Auf de« Schlachtfelde nördlich» a» der Sa««« ist die Laqe unaerSndert. Ayette«urdr vom Feinde zesZuder». Zwischen Somme«md Aore warfen wir Engländer und die ihnen zu Hilfe greiltr» grangosen an» Teilen ihrer verderr» Stellungen nnd«ahme» Beaneonrt und Mezidre». Frangöfische Angriffe gegen Montdidier scheiterten. Die Franzose« habe» mnimrhr auch mit der Zerstör n'n g da» La»« begannen. Durch auhaltrude Seschirßuuz wurde die liuthedrnle erheblich beschädigt. Leotuant»ongartz schaß sewen SS. und 9$., itatmni Kitt feinen 23. Gegner ad. Ben den andere» KrieskschaoalStzen nicht» Arn«». Der Srste Generalannrtirrmrister. Ludcndarfs. Abendbericht. Berlin, amtlich, S0. März, abends. Zwischen Somme und Life machten wir im Angriff Fortschritte. Der österreichische Bericht. Wien, Ist. Mörz 1918. Awtli» wird»erlantiart: An der Piadeiusel PaPadopali wiese» vnscrr TicherongStruppr» einen italienischen Sarfiaß ab. Auch sonst war die Gefechlbthtigkeit im Südwesten ledhafter. Der Chcs br» G«»er«lstabe». Dicht massierte feindliche Gegenangriffe. Berlin» 30. Mörz.(79. T. C.) Nach Erstürmnng»an veauconrt und Megitte» um R. März versuchte» dicht massierte feindlich« Gegenangriffe den Deutschen die Dörfer, w i. sch«»S»»«euttdA»re wieder zu entreiße». Gt« s ch« t t« r. t e» r e st l-« u»ter schwersten Berknste». Meichzettig versammel- te« die Franzose« Infanterie»«d Tank»»estlich Mantdidierzv neuem Ttaß. Wirksamste» deutsches Ver«icht«ng»fe«er»«s die Versammlungsräume erstickte«nch diese» AugrissSvrrfnch im Keime. » Französischer HeereSdericht vom LS. Mörz nachmittags. Di« h-stig« Schlacht nahm gestern abend und während eine» Teile» der Nacht in der Gegend van Montdidier ihren Fortgang. Trotz seiner wiederholten Gegenangriffe konnte der Feind die Franzosen aub den von ihnen gestern geusmnnnen Ottschaften nicht vertreibe». Die franzöjisthen Truppe» denmllstündtsien den Erfolg und bemächtigten sich in schwerer,(Singen MvnceiK. Bor PiaisjiS de Roh fanden erditier» Kämpf« statt. Lille deutschen An- griffe gegen daß Dorf zerschellten cm dem nnüderwtndllLhan Wider- stand der französischen Truppen. Gsfangenemmösagen uuö die Zahl der Leichen auf tnafem Teil des Schlachtfeldes und in der Gegend von Montdidier bestätigen, daß die«rgebmslofe« Vcrlusia da, Deut- scheu äußerst schwer sind. Nördlich Montdidier holten französisch» und englische Truppen fiegveich die Deutschen auf der Linie kl vre vor SleuöiUc Sire—(Lernard— ViesiuereS— Mareeleave— Hömel im Schach Doutsche Knfantevie- und Xraintolonaen. dieü:en herauf hören lvix Kstinge, die an WL Sied der.Käiwer" gemahnen:..DaS Wehgchüu ge- schlagner Bäter. der bangen Mütter Kmggezeter. das©infein der verlassenen Braut ist SchmanS für unsere Trommel- haut." Am Ende lst e? aber doch männlicher, einzugestchen. baß .der Krieg die schlimmste Scheußlichkeit ist. mit der die Wcnfch heit sich selber heimsucht— nur freilich(und das mag manchen von der anderen Seite zur Erwägung gegckben sein) Wird er dadurch nicht schöner, d a fi man ihn verliert. Wehe dem Volk, das in den Krieg geht, olme den Willen zum Sieg! Aber am hßchstei, steht das Volk, das hinter dem Krieg nicht Herrschaft und neuen Krieg sucht, sondern Freiheit für alle und Frieden für alle. Wer da» begreist. wird auch verstehen, daß man als Nn- gchöriger des deutschen volkeS bis zum Setzten seine Pflicht tun und dadei doch in seinem Herzen ein internätio- naler Sozialist bleiben kann, daß man für die Sache des eigenen Lande? fechten kann, ohne darum die jetzt s» außer Mode gekommenen„Illusionen und Phantasien" eines künftigen dauernden Weltfriedens abzuschwören, daß man den Notwendigkeiten der Zeit genüge tun und ihnen d-ch das trotzigste„Trotz alledem 1' eines neuen AuferstehimgS- glaubens entgegenschlendern kann. Das beißt nicht, sich der Wirklichkeit entfremden. So*- Idern eS heißt, eine Wirklichkeit kennen lernen, toie man einen Feind kennen lernen will, um ihn zu vernichten. Und ist der WM«, die Greuel, die wir erleben, späteren Geschlechter» zu ersparen, nicht auch ein Stück Wirklichkeit? Er lebt und wachst, et wird wieder mit den Mächten, die ihm ' Entscheidnn�s'ampf önfretcrt, und entgegen sind, zum will sagen, das? er dann»nieder unterliegen»nird»nie im Juli-August 1914? In. wenn c3 eine Notlvendtgkeit gibt, die sich den gegebenen materiellen und geistigen Voraus- 'e Hungen unwiderstehlich entbindet, dann wird die inter- nationale Fr i ed e n Z b e»o e g n n g, die diesem Weltkrieg solgen� Usird, eine solche Notwendigkeit sein. TaS s o z i a- l i st i s ch e Proletariat ist ihr berufener Träger. Ver- t'nneu mir doch nicht unter dem Eindruck eines furchtbaren Augenbncksgefchehens die starke dauernde Quelle unserer Kraft k Der internationale Sozialismus stirbt nicht. Er stirbt auch nicht daran, das» Sozialisten, deutsche, französische, bei' gische� englische, italienische, Kriegskredite betvilligten und daß Sozialisten auf Sozialisten schössen. Er»vird an nationalen Grundsätzlichkeiten und inneren Konflikten, die der A;npa ausgeworfen hat, nicht zugrunde gehen. Er»vird schw stärkste Lebensprobe ablegen, indem er alles dies überwindet Gewiß braucht anch er zu seiner Heilung Zeit, die seine Wun- den ticnmrbcii läßt, und Geduld. Zu seinen Leiden muß er den Spott der Besserwisser tragen, die für ihn längst daS Grab gcschaufÄt sehen. Aber der Tag wird konimen, an dem er nicht mehr aw» Krücken schleichen, sondern wieder kämp f c n wird gegen den Krieg, der ihn geschlagen hat, ihn aber nicht töten konntK DieS aber»vird das krönende Kapitel in dem blutigen Heüdenepos sein, das die Menschheit jetzt erlebt: das Kapitel von den Leiden und der Auferstehimg g e i st i- g e r ,K rast!_____ Das Kriegsneulanö von MsntSiöier. Zum«ortua!»? der dnitschc,, Westoffensivr schreibt der militärische dkgr.- Mi-< rbeitcr: Durch'den Vorstofi der Kronprinzen� Armee �bib Pievrrpont und Montdidier sind unsere Truppen nnnmehr l»>»ch in dieser Be:vegungsrichluug and dem Ge- lüttdc der Sommrschtzncht vom ltvhrr 191» r h-rn p t n v ch nicht berührt gewesen ist. Taft dasselbe im»'Horden der?iall ist, war ja bereits gemeldet worden, �iir unseren»Vormarsch ist dies aber von der allergrößten Wichtigkeit, denn das alte Kampsfeld war durch die jahrelangen Sümpfe in cm zerrissenes und zerwühltes, mit Trümmer» bedecktes Stück Tedland verwandelt wo«Äen, ans dem vorwärts zu kommen sür unsere Infanterie nud noch viel mehr svr nnsere Batterien mit de» allergrößten Sckiwn'rigkeiton verbunden war. Zetzt dagegen finden unsere wackeren Truppe« ein Gebiet vor, das mit einem ausgezeichneten W e g e n e<> versehen ist und von den Eng- ländern bei ihrem Rückzüge doch nicht mehr in dem Maße ruinicrt werden kennte, daß unsere Feldgnaucn nicht noch treffliche Nnter- Umste gefunden hätten. Ganz Sesoudrrö aber kommen unseren Truppen die anßevardeutlich reichen Borräte zugute, die hier in solchem'Maße vorgesinndon wurde,,, daß unsere Soldaten mit ihnen ausreichend verpflegt werden konnten, wodurch sie teilweise vom Wachschnb nnabhängrg wurde». Der außerordentliche Vorteil, der an? diesen Verhältnissen uuscpen vorstoßenden Armeen erwächst, ist zu offensichtlich, als daß er bcchnderS betont werden müßte. D!e schweren en-glischen Verluste. Berlin, 20. März. Die Sch»r«ere ihrer Verluste z'.vnwg die Eng- länder, an eimgeu Irontstellen Ersechdepots und Arbäterforma- klonen in den ütouupf zu wsrfsn. Hart trifft die Engländer neben dem Verlust unschätzbaren KrtegSagerätZ vor allem die Einbuße schincrer Arrillerie. Drei der schwersten Kaliber(33 Zentimeter) neuester Koustrultion sowie ct-vk vollständige Hanbitzbatterie fielen tm Holnowoakde den Deutschen unversehrt in die Hand. Die Eng" l ander hatten diese werrvollen Geschütze nicht mehr sprengen können. In der Mulde von Eiastvis nahmen die Deutsche� ein Dutzend L t-Zmibimeter-Geschütze mit noch vorhandenen Aussätzen und Verschlüssen. Weitere zahlreiche schtr-ere Geschütze lvurden bei Auvillers erobert. Nördlich von Llubignh fanden die Deutschen tnächtige MuiribionZ-DepotS, deren Kraftzugmaschnren und mit roten Granaten bemalte Äastaitroö nun auf allen Straßen deutsche M.unÄ'iön Mtffahren. Buch die vie'. facti erbeuteten Feldbahnlokmo- iwen und Loren lausen im Dienst des deutschen MunftionSnach- fchitbeS.' Nur ein völlig geschlagener Gegner überläßt so wertvolles Material dem Feinde. Berlin, 30. März. Fn Gegend Warfnsee-Abancourt brachte am M. März ein deutscher Truppenteil ÖvO Gefangeue, darunter einen Brigade- und einen Regimentskomm�ndewr ein. Die Beute erhöhte sich um 100 Lokomotiven, 30s) Eisen- bahnw agc'n und ein weiteres gefülltes Munitions- d e p o t.• Verlin, 20. März, Reuter bemüht sich, die cngRschen Verluste als nicht beträchtlich, die unswigen als außerordentlich schwer hin- zustellen. DnS engtische Heer zählt einschließlich der in Italien be- fiudlichcn Teile 62 Divisionen. Davon Ämsen an den von uns jüngst angegriffenen Fnmttei&n 23 Dsvisionen in Stellung. Im Verlaufe der Kämpfe»rarden von den Reserven lüsher weitere 13 englische Divisionen eingesetzt. DaS sind bi S heute Z9eng- l i s«h c Dtvesionen. Demr einem sich wpftr und zäh wehren- den Cegner.»nie dem Engländer, 76036 Gefimgene— sie botoefsen hauptsächlich diesen«hgrnomnwn»Verden, so läßt schon dieser Itmftanß ei-nen Rückschluß auf seine blutigen VerKiste zu. Ahge- sehen davon biegen auf'detn Schlacbtselde die arrfgefundenen Toten z u H osu s e n. DaS bestätigt andererseits die unerhörten Leistun- gen der deutschen Truppen aufs neue. Umso mehr, als auch dte Franzosen sich dem deutschen Vormarsch mit bisher 13 Di» v isio-ncn entgegenwarfen. Vergeblich versuchten also bis zur Stunde nicht wenizer als 52 feindliche Divisionen— darunter iwei Drittel der englischen Wehrmacht— den deutschen Angriff aufzuhalten._ die Beschießung von Laon. Berlin» 36. März. Seit letzter Zeit liegt Lavn unter seind- lichcm Feuer schwerster Kaliber. Die Stadt ist ernstlich be- schädigt. Heut« schlugen bereits schwere Granaten in die Nähr der K'a t d e d r a l e ein. die wohl bald das Schicksal der»an den Engländern in Trümmer geschostenen Kathedrale von St. Qucntin teilen wird. Berlin, 3». März. Die Kathedrakc von Lxion in Gefahr. Sckron in früheren Grotzkampfzeiten beschoß der Franzose den in der Unterstadt gelegenen Bahnhos. Am Nachmittag des 29. März, dem Karfreitag, nahm er erstmalig die a»is steilanliegendein Bergmassiv gelegene, von Zivilbe- i völkörung bewohnte Oberstadt nnter schwerstes Feuer. Tie Meistzahl der Schüsse lag in» StadVvesten bei der romanischen St. Martinskircke. Einige Schüsse schlugen bereits ganz nahe � der aus den» 12. Jahrhundert stanimenden Kathedrale ein. Scheinbai' wollen die Franzosen dem unersetzlichen Wuuder- tzoii das Schicksal der KathedrallT Von St. Qiuene wer't in bereiten. Diese sinnlose Beschießung ist miWrisch zlvccklos. Bern, 30. März. Die Agence' Havas bringt zum ersten Male seit Beginn der Ofseusive Auszüge aus den ftauzösischen Zeitungen die infolge der Grenzsperre immer noch nicht vorliegen. Der Gegen angriff der Franzosen vom 28. März wird von d«r Regierunge presse natürlich sofort benutzt, um von einem Still- stand des deutschen Vormarsches aus Paris zu sprechen, und da Publikum zu Geduld und Verirauen zu ermahnen. Die Zeitungen machen besonders daraus aufmerksam, daß die von den Franzosen herbeigeholten Reserven erst in zioei Tagen, mit voller Wirkung in den Kampf ointreten können. Man durfte also hoffen, daß die große Gefahr abgewendet werde. Der„Teinps" sagt: Ans allen vom Schlachtfelde vorliegenden Mitteilungen geht hervor, daß die eng- lischc urid'französische Heeresleitung systematisch und mit Energie zuscnmneuarbeiteiv» Die Lage bleibt sehr ernst, aber die P e r st ä r k u n tz e n kommen heran. Man muß noch zwei Tage warten, bis sich ihre volle Wirkung fühlbar macht. Zahlreiche Reserven sind noch unterwegs. Das„Journal des Debats" wetrdK sich gegen diejenigen Zeitungen, die dem Publikum den deutschen Schlachtpllin in phantastischer Weise erklären. Die Gefahr sei keineswegs geschwunden. Man könne heute nicht sagen. ob die deutschen Armeen nach dem Meer streben oder nach PartZ. Die ßrieöensftrö'mung in Irankreich. Genf, 24. März Nach der sozialistischen Zeitung„La Pente fanden in letzter Zeit in Frankreich neuerdings große Ar- beiterversammlnngen statt, in denen der sofortige Friedensschluß verlangt und gegen die innere Politik der französischen Regierung protestiert wurde. Solche Entschließungen wurden angenommen vom Gewerkschaftsverband des Departements Loire-Jnfevisure, von den Gewerkschaften des Departements Jndre, von der Schlosser- und MechanikevgcwerkschaftSliga des Scinede- partements und der Arbeiterschaft von Mureaux, deren Persamm- lung mit Hoch- Rufen auf den Frieden schloß. Weiter Usird ge- nanmt eine»Versammlung dcr Eisenbahner von Soiteville, die be schlössen hat, die büvgerliche Presse zu boykottieren. Eine»8er- sammlung der Wketallarberter von Macon und ein von mehreren tausend Personen besuchter Kongreß der Metallarbeiter von Lyon ivahm Entschließungen in ähnlichem Sinne an. Der Bürgerkrieg in Rußlanü. Petersburg, 29. März. Tie Abendblätter melden, daß die den Sowjets treu gebliebenen Kosakentruppen im Don- gebiet den General Alcxejew gefangen ge- nommen haben.__ Der Krieg auf öen Meeren. Berlin, 20. März. Im Sperrgebiet des Mittclmecres versenkten unsere Unlerseeöoote 7 Dampfer pon etwa 23 090 Br.-Reg.-To. Der Ches des Admiralstabes de: Marine. Minen im holländischen Scegrbiet. Ho ag, 30. März. Amtlich. Heute ftüh ist nördlich von Vlielaird innerhalb der holländischen Hoheilsgewässer das holländische Torpedoboot G 11 aus eine Mine unbekannter Nationalität gelaufen. Die Besatzung, von der ein Mann ver mißt wird, wurde von einm anderen holländffchon Torpedoboot aufzenontmen. Man versucht, daS havarierte Torpedoboot zu bergen. Fliegerangriff auf Luxemburg. Berlin, 30. März. Am 2S. März 12 Uhr 45 Minuten nachmittags haben feindliche Flieger die Stadt Luxemburg angegriffen. Äußer stark c m Häuserschaden sind b i s- hcr zehn Tote gemeldet.' Unter ihnen befindet sich ein dentschcr Soldat.__ Die englischen Arbeiter unö üie Offensive. London» 28. Niärz.(Reuter.) Atit Rücksicht ans die Offensive haben die M a s ch i n e n a r � c i t e r die Absicht eines all- gemeinen Ausstandes vom 0. April an fallen gelassen. London, 80. März.(Reuter.) Der Arbeiterabgeord- nete und Sekretär der Eisenbahnergetverkschaft Thomas forderte gestern:n einer Versammlung in Swindon die englischen Arbeiter aus, alles aufzubieten, um die Soldaten au der�front zu unterstützen. Das Schicksal der Zivilbevölkerung hänge von dem Ausgange des Kampfes ab. Er sei zwar öfter Gegner der Regierung getoesen, aber in dieser Stunde der Krise dürften persönliche Meinungsverschiedenheiten nicht mitsprechen. Dazu sei die bevorstehende Entscheidung viel zu wichtig._ Zwei Karten des westlichen SchlachtgebictS veröffentlicht soeben die Frankhsche Vorlagshandlung in Swttgart. Die Blätter geben die Gebiete Amiens— Albert und S t. Ouentrn— C a m- brai» deuten in sogenannter Schummerungsmanier die Höbenver- Hältnisse an und find sehr ül'ersichtlich. Jede Karte mit Ortswr- Feichnis kostet 50 Pf.'# AnS Mesopotamien meldet der englische Heeresbericht vom Lg. März die Gefai-gennahme oder Vernichtung einer türkischen Ab- teilung. die bei Khan Bagdadisch, 22 Metlca nordöstlich von S i t stand. Die türkische Truppe wurde rtmgangen und abge- schnitten: der versuchte Dnrchbruch mißlang. 3000 Gefangene wnr- den gemeldet, außerdem eine Baute von 10 Geschützen. Die Entkommenen wurden bis 45 Meilen östlich von Hit verfolgt. Heimkehr holländischer Schiffsleute aus Amerika. Haag, 30. März. Mit dem aus New Aork unter deutschem Freigelci� hierher fahrenden Dampfer Nteuve Amsterdam fahren 1817 Reisende, darunter 58 Kapitäne, 534 Steuermänner und Maschinisten, sotvie 1047 Mannschaften der von den Amerikanern weggenommenen bot- ländischsn Schiffe. Die, niederländische Regierung erbat von der amerikanischen Regierung eine Liste der Seeleute, die nicht nuter amerikanischer Flagge zu fahren wünschten. Erhöhung des DicnstpflichtaltcrS in England? London, 29. März. Die„Preß-Assoeiation eriährt aus guter Quelle: Ob- wohl das Kabinett noch keinen Beschluß gefaßt hat, ist es doch wahr- scheinlich, daß die Grenze des diensipflichtigen Alters erhöbt wird. Amerikanischer Schiffsraum für die Schweiz.»Wie die schweize- rifche Dusche»-Agentur vernimmt, wird die Regierung der Ver- einigten Staaten dcr Schweiz 04 000 Tonnen Schiffsraum zur Ver Keine Einschränkung öer parlamentarijchen ßreiheit! Die kleinen Anfrage». In rechtsstehenden Blättern ist folgendes zu lesen: Von der Erlaubnis, an jedem Dienstag und Freitag söge- nannte„kurze Anfragen" an die Regierung zu stellen, machen einige Abgeordnete einen derartig ausgedehnten Ge. brauch, daß au diesen Tagen immer eine recht bedeutende An- zahl Fragen zu erledigen sind. Besonders die Partei der u n a b- h ä n g i g e n Sozialdemokraten versteht es, die Zeit des Hauses über Gebühr und oft recht unnötig in Anspruch zu nehmen Ihre Anfragen sind meistens keineswegs„kurz". Auch werden den Regierungsvertretern nicht selten Fragen gestellt, die sich durch eine einfache briefliche oder persönliche Erkundigung bei einem Rcichsamt leicht hätten er- ledigen lassen. Wie Nun die„Neue gesellschaftliche Correspon- deitz" aus parlamentarischen Kreisen erfährt, haben die R e- g i e r u it g s st e 1 l e n beim Reichstag wegen- dieser Mißstände Bescherde geführt und um deren'Abstellung ersucht. Tie ein. zelnen Fraktionen sind hierüber bereits in Beratungen einge- treten, die die Berechtigung der Regierungsforderungen einwand- frei ergeben haben. Nack der Osterpausc wird der A e l t c st e n- ausschuß des Reichstags sich mit dieser Angelegenheit zu befassen haben. Tie Einfllhrunsl der kleinen Anfragen ist seinerzeit als ein Fortschritt zum Parlamentarismus vielleicht überschlvän» lich begrüßt»norden. Tatsächlich gibt diese Einrichtung den Abgeordneten Gelegenheit. Tinge, die ihnen wichtig erscheinen. rasch, wenn auch in knappster Form, öffentlich zur Erledigung zu bringen. Die„briefliche oder persönliche Erkunkfigung bei einein Reichsamt" kann die kurze Anfrage nicht ersetzen, da sie den Kontrollapparat der O c f fe n t l i ch k e i t ausschaltet. Darum erlauben»vir uns, in diesem Ausnahme- satt füMdie Erhaltung des Besteheikden, also konservatib zu sein. An den Rechten des Reichstags, mag ihre Ausnutzung durch eine oppositionelle Partei manchen auch unbequem sein, soll man nicht rühren!_ Ssaß-Lothringen. Die Tatsache, daß zwei lothringische Uebcrläuser den Gegnern wichtige Mitteilungen über die bevorstehende Offen- sive gemacht haben, gibt dem schwerliberalen Abgeordneten Paul Fuhrmann Anlaß, in den„Berliner Neuesten Nach- richten" abermals vor der Umwandlung Elsaß- Lothringens in einen selbständigen Bundes- 't a a t zu warnen. Er deutet dabei in geheimnisvoller Weise an. daß ihn Kriegsumstände hinderten, noch durchschlagendere Gründe für seine Warnung anzuführen, versteigt sich aber zu dem Satze, daß die bundesstaatlicbc Verselbständigung Elsaß- Lothringens.unweigerlich„den Verlust des Reichs- lau des für das deutsche Volkstum und die deutsche Staatsgesinnung bedeuten" würde. Herr Fuhrmann behauptet damit nicht mehr und nicht weniger, als daß ein deutscher Volksstamm, der elsässisch-loth- ringische, deutschcnfcindlich und franzosenfreundlich bis auf die Knochen sei. Kaum ist jemals feit Beginn des Krieges die Sache der Gegner von einem Deutschen moralisch so gestützt worden, wie durch den Abg. Fuhrmann, denn unschwer werden sie aus innen Bchauptitisgen folgern, daß die deutsche Herrfchast in Elsaß-Lothringen auf Unrecht und Getvalt beruhe und dem Selbstbcstimmungsrecht der Völker widerspreche., Zugleich ist Fuhrmamis Behauptung auch die schlverste Anklage gegen die bisherige deutsche ijjeichspolitik und. un- gewollt, ein starkes Gegenargument gegen alle Annexionen. Denn wenn es wahr sein sollte, daß das deutsche Elsaß- Lothringen in fast einem halben Jahrhundert der Zugehörigkeit zum Reiche dem Deutschtum in der Seele fremd geblieben tei, was will man dann von Litauern, Letten und Vlamen erwarten? Und wenn es wahr wäre, daß uns die Elsaß- Lothringer haßten, wie sollen lvir dann glauben(und das. glauben wir wirklich nicht!), daß uns die Litauer, Letten nnd Vlamen lieben? Indes ist an der Behauptung Fuhrmanns nach unserer leberzeugung nur soviel richtig, daß Elsaß-Lothringen für die Fuhrmannsche Art„deutscher Staatsgesinnung" niemals zu haben sein wird. Desto näher ist sein demokratischer Geist und sein trotziger Sinn für Unabhängigkeit einer anderen Form deutscher Staatsgesinnung verwandt, der die Zukunft gehört. Und darum' glauben wir, daß ein freies Elsaß- Lothringen sehr gut zu einem freien deutschen Volk passen und unzerreißbar mit ihm verlvachsen wird. Elsaß-Lothringen 'oll organisch mit Deutschland verbunden werden und nicht nur mechanisch, und dazu gehört, wie die von Fuhrmann kark übertriebenen Erfahrringen zeigen. eben vor allem anch seine volle du n des staatliche Selbständigkeit!_ Um Estland und Livland. Ein Schweigetvunsch des Auswärtigen Amtes. Tie„Nordd. Allgem. Ztg." wird seit einigen Tagen hef- tig von der alldeutschen Presse berannt, weil sie kürzlich einen Aufruf d�r Vertreter der estnischen Regierung wiedergab, der gegen eine Angliederung Estlands an Teutschland lebhaft protestiert. In diesem Aufruf hieß es: Gemäß dcx feierlichen Erklärung des deulsdhen Reichskanzler? am 25. Februar im Reichstage erwartet das estnische Volk, daß Deutschland, das Selbstbestimmuugsrecht der Völker aufrichtig würdigend, sich nicht in die inneren Angelegenheiten des neu- traten unabhängigen Estland einmischen, sondern als rechtmäßige gesetzliche Vertretung Estlands nur den estnischen Landtag mit der von ihm bestimmten estnischen Regierung anerkennen wird, die ihre Rechte nur der estnischen Konstituierenden Persamm- lung übergeben dats. Bei der Polemik über die�e Veröffentlichung»vird die be- merkenswerte Tatsache bekannt, daß das Auswärtige A m t die Unterdrückung dieses estnischen Aufrufs grtvüiischt hat, er ist also wohl nur durch ein Verscheu im Regierunas- blatt veröffentlicht worden. Man erfährt also,»vie das deutsche fügnng stellen, um der schtvierigen Nahrungsmittelversorgung des Landes zu steuern. Dermin ist die Bcdtngung geknüpft, daß die Ait.chluk, an �.utschland aussprechen, werden ohne Bekannt Schweiz von Deutschland die Zusicherung v o l l st ä u= gäbe der Umstände, unter denen sie verfaßt wurden, m brei- dig sicheren Geleites der Schiffe nach Cette erhält. tester Form wiedergegeben. Gegenkundaebungen erblicken Die französische Jahrcsklassr 1319. Paris, 23.»Närz.(Meldung der„Agence Havas".) Die Kammer hat einen Gesetz- c n t w u r f betreffend die Einziehung der Jahre srlasse 1919 an- genommen. Neue Bolkskommissare. Havas meldet: Als Volkskomnn'ssar der Finanzen wurde Gnkowski ernannt Und zum Kommissar der Justiz K r a s i l o w. aber höchstens durch ein Versehen das Licht der Oeffent- lichkeit. Der Schweigelmmsch des Auswärtigen Amtes ist um so merkwürdiger, nachdem dessen stellvertretender Leiter, Herr v. d. Bussche, im Reichstag'«rklärt hat, Deutschland anerkenne die Oberhoheit Rußlands über Estland und Livland. Ver- suche, diese Länder Deutschland anzugliedern, sind danach Nr.$$ 4 35. Jahrgang I. Heilage öes Vorwärts Sonntag, 31. März 1 HI s GroßSerlln (dsterelegie. Verehrter Leser! Weil die Osterglocken zum größten Teil bekanntlich eingeschmolzen, greif ich elegisch zu dem Federbolzen, ein wenig Stimmung draus hcrvorzulocken. O alte Zeit, wo die Begeistrungsleier noch Wonne sang mit wohlgestimmten Saiten, wo. ohne das Gesetz zu überschreiten, man Kuchen aß und ungezählte Eier! Das war. als noch der Sprößling in der Wiege sich mit Schoklade das Gesicht beschmierte, und nur die Zeitung manchmal spintisierte von andren Zeiten und von einem Kriege. Was einstens war. mit Worten zu erfassen, und mit dem Heute richtig zu vergleichen, geläng eS mir— der Zensor Iviird' es streichen: Drum sei es besser löblich unterlassen. Indes mir dieses im Bewußtsein dämmert, schreib ich aufs Rückblatt meiner Eierkarte das Festgedicht, worauf der Leser harrte, und finde: dieses Ostern ist belämmcrt. P a u l ch« n. Neu« Kinder— nnd keine Wohnung! Für Familien mit viel Kindern �und wenig Geld war schon innner die Wohnungsuche schwer. Solche Leute in ein Haus hineinzunehmen, lehnt so mancher Eigeirtümer sehr bestimmt und unerbittlich ab. Die jetzige Knappheit der Kleinwohnungen bringt die Hauswirte in die für sie angenehme Lage, bei der Vermietung noch wählerischer als sonst sein zu dürfen. Für kinderreiche, aber unbemittelte Familien haben da die Schwierigkeiten und Mühen der Wohnungsuche noch zugenommen. Mehrsach wurde im„Vor- wärts" an Beispielen gezeigt, welcher Leidensweg diesen Familien bevorsteht, wenn sie auf die Suche nach einem neuen„Heim" gehen. Aus Neukölln dringt zu uns der Notschrei eines mit neun Kindern„gesegneten" Ehepaares, das Anfang April die bisherige diel zu kleine Wohnung ausgibt, aber bis jetzt noch keine andere gefunden hat. Da die seit � dem letzten Familienzuwachs aus elf Personen bestehende Familre sich nicht länger in einer elenden Wohnung von Stube und Küche zusammenpferchen kann, so will sie sich fortan den„Luxus" einer Wohnung von zwei Stuben und Küche leisten, die bei solcher Kopfzahl immer noch ganz erbäriblich wäre. Doch all« Versuche, die gewünschte Wobnung zu finden, sind bisher fehlgeschlagen, und zwar meist deshalb, weil die Haus- Wirte eine so große Familie nicht hineinnehmcn wollten. Die Frau versichert uns, daß sie seit Anfang Februar fast Tag für Tag gelaufen sei und gesucht habe. Immer wieder habe man, sobald sie auf Befragen ihren„Kindersegen" eingestand, sie kurz abgewiesen. Immer wieder sei ihr gesagt worden, baß man bei nezln Kindern nichts für sie habe. Eine Hauswirtstochter, die ihr. schon die begehrte Wohnung zeigte und dabei nach der Kinder- zahl fragte, rief abwehrend:„Um Gottes willen! Wenn es zwei wären— aber neun! Da la s sc n wi r d'e Wvhnung lieber keer stehen." In einem anderen Hause erklärte die HauSimrtS. gattin mit liebloser Grobheit:„Wir haben kein Kinder- heim!" So oder ähnlich erging es der„glücklichen" Mutter dieser neunköpfigen Kinderschar iwch an vielen anderen Stellen, wo sie wegen einer Wohnung anfragte. Noch am Karfreitag, drei Tage vor dem 1. April, mußte das Ehepaar die Wohnungssuche fort- setzen, und vielleicht hat die Familie bis heute, wo diese Zeilen unseren Lesern vor Augen kommen, sich noch kein neues„Heim" sichern können. Vor acht Tagen begab sich die bedauernswerte Frau in ihrer Hilflosigkeit und Verzweiflung zum Rathaus und klagte dort ihre Not, aber man antwortete ihr achselzuckend, sie solle doch nach Berlin oder nach irgendeinem anderen Ort ziehen— oder es werde ihr nur übrig bleiben, mit ihrer Familie ins Obdach zu gehe n.� In einer Zuschrift an uns äußert sich der Ehemann sehr bitter über diesen Bescheid, den er fast wie eine Ausweisung auffassen müsse, und über die Schutzlosigkeit kinderreicher Familien/ für die bisher in der Wohnnngsfürsorge nichts getan worden sei. „Da sei es," fügt er hinzu,„kein Wunder, daß Leute sich keine Kinder anschaffen." DaS Schicksal dieser Familie zeigt, ime dringend es nötig ist, daß Staatund Gemeinden eingreifen. Die Gemeindeverwaltungen sollten endlich die Pflicht erkennen, selber Häuser zu bauen und Wohnungen zu vcrniieten. Dem HauS- Eigentümer aber, der einer Familie wegen ihres„Kindersegens" die Hergabe einer Wohnung verweigert und„die Wohnung lieber leer stehen läßt", sollte da§ Recht der selbständigen Verfügung über sein Haus entzogen werden. In der Kriegszeit kann es nicht schwer sein, sofort ein Notgesetz zu schaffen, das dies ermöglicht und kinderreiche Fknnilien vor Obdachlosigkeit schützt. Daß unbemittelte Familienväter, die für reichlichen Nachwuchs sorgen nnd dadurch „sich um« Vaterland verdient machen", auch durch ausgiebige Bar- beihilfen entschädigt werden müßten, sei hier nur nebenbei erwähnt. Beschlagnahme metallener Einrichtungsgegenstände. Der Magistrat verweist nochmals auf die Bekanntmachung des Kriegsministeriums, durch welche„E i n r i ch t u n g S gegenstände" aus Kupfer, Kupferlegierungen, Nickel, Nickellegierungen, Aluminium und Zinn beschlagnahmt und enteignet worden sind, sowie seine dazu erlassenen AuSführungsbestimmungen. Die enteigneten Gegenstände, die in§ 3 unter a der Bekanntmachung namentlich aufgeführt sino, müssen nach noch besonders erfolgender Aufforderung durch den Magistratskommissär für Militärangelegenheiten in der von diesem angegebenen Zeit und Sammelstelle abgeliefert werden, und zwar zunächst die in Reihe l genannten Gegenstände. Die Besitzer dieser Gegenstände sind ver- pflichtet, diese selbst frei zu machen. Eine Belassung bis zur Be- schaffung des Ersatzes kann, da das Kricgsministerium diese Gegen- stände für entbehrlich hält, nicht verlangt werden. Die Feststellung, ob ein Gegenstand aus Kupfer, Messing, Aluminium oder Zinn besteht, oder nur aus Eisen, das mit einem jener Metalle über- zogen ist, kann jeder mit Hilfe des Magneten treffen; Reinnickel ist dagegen schwach magnetisch. Ueber das Verfahren bei der Ablieferung, über behördliche Er- satzbeschaffung für Gegenstände der Reihen III und IV, Ausbau- Hilfe und Zurückstellung von der Ablieferung geht das Erforderliche au« der umfangreichen Verordnung und den Äusführungsbestim- mungen hervor. Insbesondere wird darauf hingewiesen, daß diesmal nicht alle Besitzer enteigneter Gegenstände zur Meldung verpflichtet stnd. Nur Hausbesitzer, Inhaber von Laden- und sonstigen gewerblichen Geschäfts- räumen und Besitzer von Badeanstalten, Krankenhäusern, gewerblichen Betrieben und öffentlichen Einrichtungen haben die in § 4 der Ausführungsbestimmungen ausdrücklich aufge- führten Gegenstände auf den ihnen noch zugehenden Pieldevor- drucken bis z�in 10. Mcn zu melden. Die Meldung, zu der diese Personen bei Vermeidung der Strafverfolgung verpflichtet sind, liegt in ihrem eigensten Interesse; demt toer sie unterläßt, kann den notwendigen vom KriegSministermm beschafften Ersatz nicht erhalten. Bekamstmachung und AuSführungsbestimmungen können in den Berliner Pc-lizei-Revieren und im Bureau der Metallabteilung, Berlin C. 2, Sradthaus. Klosterstraße, Zimmer 80, eingesehen werden. Mündliche Auskunft wird in der Metall-Beratungsstelle, Stadthaus, Zimmer 30, werktäglich in der Zeit von 0 bis 2 Uhr erteilt. Schriftliche Anfragen und Anträge sind an die Metall- abteilung, Berlin C. 2, Stadthaus, mit der Bezeichnung„Betrifft Eiurichtungsgegenstände" zu richten. Berliner Lebensmittelnachrichten. Vom 1. April ab dürfen entnommen werden: auf die roten Milchkarten für die Kinder im 1. Lebensjahre 1 Liter.äuf die grünen für die im 2. Lebensjahre% Liter, auf die blauen für sie im 3. und 4. Lebensjahre Liter, auf die braunen für die im 6. und 8. Lebensjahre 14 Liter. Sonderkarten für stillende Mütter werden nicht ausgegeben. In welchem Umfange etwa Nährmittel für verkürzte Milchportionen ausgegeben werden, wird noch besonders bekanntgegeben. Die bisherigen Fleffchkundenlisten verlieren mit Ablauf de? 14. April ihre Gültigkeit. Vom Montag, den Ib., ab gelaugt die neue Kundenliste zur Geltung. Wer daher von diesem Tage an Fleisch beziehen will, muß vom 8.— 10. April seine Eintragung in sherrgen weiter kaufen wollen, sich in dieser Zeit auch neu eintragen lassen. Der Abschnitt für die Neuanmeldung be- findet sich an den i reuen Fleischkarten, die in der zweiten Hälfte der Woche vom 1.— 7. April zur Ausgabe gelangen. Auf Abschnitt 31 der Süßstoffrarte kl darf im April ein Päckchen Süßstoff entnommen werden. Von: Montag, den 1., bis Sonntag, den 7. April, wird in den in der Gegend der Jsrufalemer Kirche gelegenen Bezirken der 5. und 47. Brotkommission pro Kopf 123 Gramm pommerscher Weichkäse verteilt. �_ Eine FrühlingSfeirr für die Arbeiterjugend Groß. Berlins findet am Sonntag, den 7. April, nachnfittags Uhr, im LehrervereinZhaus, Alexanderplatz, statt. Das Programm besteht aus Musik, Gesang und Rezitation und verspricht einige gcnutz- reiche Stunden. Alle jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen Groß-Berlins sind nebst Eltern und Angehörigen zu dieser Feier eingeladen. Einlaßkarten a 30 Pfennig sind in allen„Vorwärts"- Speditionen und bei Jugendveranstaltungen erhältlich. Sendungen zur Westfront. Aus Anlaß der Kampfhandlungen muß der Privatpaket- und der private Feldfrachtstückverkehr von der Heimat zur Westfront bis auf weiteres eingestellt werden; dasselbe gilt für den Versand von Päckchen. Privatsendungen von Paketen und Gütern könnnen einstweilen zur Beförderung nach der Westfront nicht angenommen Iverden. Der Pastor als Eiersammler. In Nr. 86 berichteten wir, daß die Dörfer.Bärfelbe und Grünrade in der Neumark ihrem Pastor zu Ostern Hunderte von Eiern zu liefern verpflichtet sind, und wir knüpften daran die Frage, ob diese Ostereier vollzählig an die Sammelstelle abgeführt werden müssen oder ob der Pastor sie selber verbrauchen darf. Nachdem nnS jetzt mehrer« andere Fälle dieser Art gemeldet worden sind— darunter einer aus dem Dorfe Brenz in Mecklenburg-Schwerin, wo jeder Bauer dem Pastor 13 und den, Lehrer 10 Eier zu liefern hat— gestatten wir uns, die Frage nochmals zu wiederholen. Zirkus Schumann. KommissionZrat Albert Schumann schließt seinen Zirkus mit einem erstklassigen Programm, das den Be- suchern der zwei Ostecsonntag-Vorstellungen eine bleibende Er- innerung sein wird an den lctztenAbend im ZirknS Schumann. Beim Gebet tödlich verunglückt ist die 88 Jahre alte Witwe Johanna Zeile, die in einem Altersheim am Michaelkirchplatz wohnt. Die Greisin, die zum Gebet ein O e l l ä m p ch e n angezündet hatte, wurde von einer Ohnmacht befallen und riß dabei das Lämpcheu um. So gerieten mehrere Sachen in Braiid, und als die Nachbarn auf das Unglück aufmerksam wurden, hatte sich die Unglückliche schon so schwere Verwundungen zugezogen, daß sie nach kurzer Zeit starb. Kleine Netize«.„FflSrung durch die Natt o nolgal-rie' lautet das Thema eines Lichtbildervortrages, den Dr. Max Perl am ,S. April, abends 8 Nhr, im grossen Hörsaal der UnterrichtLanstalt des KimstgewerdciNllscumS, Prinz-Albrecht-Str. 8. zugunsten der Deutschen Gesellschast sllr Mutter- und KindcSrecht hält. Karten zu 2 M. stnd im Kaushaus des Westens, bei«ole u. Bock, Leipziger Str. nnd Tauentzien- strasse, in den Warenhäusern von Hermann Tietz, Leipziger Str. und Alexandcrplatz, und an der Abendkasse zu haben. Schöneberg. Lebensmittel. In der Woche nach Ostern werden ausgegeben: 230 Gramm Kunsthonig und 750 Gramm Marmelade auf die Abschnitte 12 bis 14 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte. Die Kinder im 3. und 4. Lebensjahre erhalten bei der allgemeinen KartenauSgabe vom 3. bis 6. April einen Bezugschein, der zum Bezüge von 1 Pfund Kindergerstenmehl in den für die Kranken- crnährung zugelassenen Geschäfien berechtigt. Neukölln. Die Betriebszcit des Stadtbades ist vom 1. April bis 30. September an den Tagen von Montag bis Freitag auf 8 Uhr morgens bis 3 Ubr abends, an den Sonnabenden von 8 Uhr mor- gens bis 9 lthr abends und an den Sonntage» von 7 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags festgesetzt._ Reinickendorf. Die Gemeindevertretung genehmigte in ihrer letzten Sitzung den nächstjährigen Wirtschaftsplan. Der K o m m u. nalzuschlag bleibt unverändert auf 190 Proz. bestehen. Er- höht wurde die Gewerbesteuer für die 1. und 2. Klasse um 23 Proz. Eine lebhafte Auseinandersetzung entspann sich bei der Vsrwen- bung de- von der Provinz zu erwartenden Zuschusses. Bürger- meister Wille betonte, daß es im Interesse einer Gesundung der Gemeindefinanzen notwendig sei, nunmehr die Verzinsung und Amortisation der für erworben« Grundstücke aufgenommenen Anleihen durch laufende Einnahmen statt wie bisher durch neue Anleihen durchzuführen. Direktor Busch erklärte namens der bürgerlichen Fraktion, er halte dies Schulden-auf-Schulden-häufen nicht für bedenklich; obwohl zuerst anderer Ansicht, plädiere er jetzt für Beibehaltung des bisherigen Systems. De: von der Provinz in Aussicht gestellte Lastcnausgleich solle ja eine Lastenerleichterung ermöglichen. Das würde aber unmöglich gemacht du eck Ueber- nähme neuer, aus laufenden Einnahmen zu deckender Ausgaben auf den Haushaltsplan. Genosse Schön berg ging dann näher auf die Pläne der Bürgerlichen ein. Au? dem Lastenausgleich sollte eine Entlastung' ihres Portemonnaies werden Zunächst sollten die ZinS- und Amorti- satiouSpflichten auf dem Anleihewege beschafft werden, dann der erwartete Provinzzuschuß in irgend einem Titel in Einnahme ge- stellt werden, Ter sich alsdann zum Schluß ergebende Minder- bedarf sollte Veranlassung geben, die Gewerbesteuer in ö'er 1. und 2. Klasse sowie die Gr und wert st euer zu er- mäßigen. Unsere Genossen verlangten ebenfalls die endliche Anbahnung einer Sanierung der Gemeindefinanzen, im übrigen sei gerade Reinickendorf mit seinen kulturellen und gemeindlichen Aus- gaben so weit im Rückstände, daß an einen Abbau der Steuersätze borläufig nickt zu denken sei. Wolle die Gemeinde ihren kommu- nalen Verpflichtungen auch nur.cwigermaßen nachkommen, ließe sich eine erhebliche Erhöhung aller Steuerartcu gar' nicht vermeiden,' baue doch Reinickendorf seine nichtwerbendcn Anlassen, z. 23. Schulen und Straßen, immer noch aus Anleihemitteln, ein Verfahren, das von niemand gebilligt werde. Da? vorliegende Projekt der Ver'- längerang der Hochbahn vom Gesundkflunnen erfordere einen jähr- lichen Zuschuß der Gemeinde von 100000 bis 130 000 M. Alle diese Aufgaben zu erfüllen und eine geordnete Finanzwirischaft durchzuführen, dazu reiche die erwartete Provinzbeihilfe noch lange nicht aus. Die sozialdemokratischen Gemeindevertreter lehnen es ab, um die Gegenwart zu schonen, die zukünfnge Generation im voraus zu belasten. Recht hitzig wurde die Debatte, als Direktor Busch die Bemerkung fallen ließ: Die Sozialdemokraten hätten cS flxi r.lje., /Xi........ I,. je,-« OOÄT.T«-.„ Bemerkung energisch zurück. Darauf baten die Herreu um ciue Vertagung zwecks Abhaltung einer FraktionSfitzun«._ Deren Ergebnis war: sie stimmen den vorgeschlagenen Steuersätzen zu. Die zur Verzinsung erforderlichen Beträge werden durch Anleihen be- schafft, und die Provinzbeihilfe soll zur künftigen Verfügung der Gemeindevertretung verbleiben.� Den Anspruch aus Ermaß: au nz der genannten Steuern ließen sie fallen. Nachdem dieser Angriff abgeschlagen war, kam«S schnell zu einer Verständjgung über den WirtschaftSPlan, der dann einstimmig angenommen wurde._____ Treptow. Lebensmittel. Außer den üblichen Raiionen werden verteilt: 100 Gramm Nährmittel auf Abschnitt 13 der Groß Berliner Lebensmittelkarte, 1'Pfund Haferflocken als San der«!-' u- für.Kinder im 1. und 2. Lebensjahre auf Abschnitt A und An der Vollmiichkarte für April, 1 Päckchen Süßstoff auf Abschnitt Cr der Treptower Hausbaltskarte, 375 Gramm Zucker auf Abschnitt 38 h v Zuckerkart« des Kreises Teltow für die Zeit vom 1. bis 15. Apr-.i, außerdem 134 Pfund Zucker für jedes Krad, im 1. Lebensjahre. 1 Pfund Zucker für jede? Kind im 2. Lebensjahre,% Puud Zucker für jedes Kind vom 3. bis zum vollendeten 7. Lebensjahre ckuf'Abschnitt 17 der Zusatzzuckerkarte des Kreises Teltow. Honigkuchen ohne Einschränkung in den Konfitürengeschäften. In den Gemüse- Handlungen stehen Kohlrüben zum Verkauf. G?oß-6erliner parteinachn'chten. '' Köpenick. Vom' GewerkschäftskärteA ist eine Rech t-sä u s- k u n f t sie l.l e. eingerichtet Wörden, um dem Treiben der Winket- könsulentcn etoaö entgegenzutreten.- Die., Aüskunftstelle veffndel sich im Bureau' des TranSportarbeiterverbandes, SchöncrUnder Siraße 3 I und ist emstweilen nur Sonntags.vormittags von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Da in derselben auch alle Schriftsätze au- gefertigt werden, auch Vertretungen hör Behörden, ivie Met- cinigungsamt usw., erfolgen, tun die Genüssen und Genossinnen gut, sich in vorkommenden Fällen sofort der Stelle zu' bedienen wie auch ihr« Mitarbeiter und-arbeiterinnen auf diese Einrichtung hinzuweisen.— Die nächste Versammlung findet Miitwock, den 17. April, statt. Stadtverordneter und Reichstagsabgeordnetcr Hermann S i I b e r s ch m i d t wird über:„DaS BevölkerungSpro- l'lem und die Wohnungsfrage".sprechen. Das Theatee See Woche. Volksbühne: 31., 6,, 8.„HmmeleS Himmelfahrt", 1.„Faust' X", 2. „SommernachMramn". 3.„Gespenster", i.«ora. 3,„Hermamisschlachl'. 7.„Rappelkops".— Kgl. Opernhons: 31.„Rappclkopf(Nr. 83), 1. „FiaaroL Hochzeit"(Nr. 84a), 2.„Ariadne"(Nr. 85), 8.„Barbier von Sevilla"(Nr. 86), 4.„Carmen"(Nr. 87), 5.„Aida"(Nr. 88), 6.„Mignon" (Nr. 89)'....... shiclhau wbe Ziel"(Än tX»," ß2),"fi,„Äabal'e"uild Liebe"(Nr. vi", S.'„Naben- ilcnienn"(Nr. 93).— Deutsches Overnhaus: 31. und 1., 4., 6.„Pariisal", 2.„Liebesketten". 3.„Hugenotten', 5.„Lohengrin", 7.„Orpheti-", 8. „Martha".— Deutsches: 31., 2., 4., 8.„Macht der Finsternis", 1., 3., 5.„Don Carlos", 7.„Faust I. T."— Kammerspiel-: 1., 2.„Kinder der Freude", sonst„Sumiirnn".— Lesstng: 31., 6., 8. Einakter-Abcnd, „Beer Gpnt", 2.„Liebe", 3. 7.„Damaskus 1. 4,„Damaskus 11. T,'— «öniagrätzer: 31., 1..ckatzeitsteo", 3., 4.„Straße nach Stcipavch". 2.„Helden ans Helgeland",— Künstler: 3., 5.„Ciuvlente", sonst„Lola Montez".— Koiyödieichaus:„Die Zarin".— Schiller Ö.: 31.„Alt-Heidelberg",.1., 3., ?n den ldstertagen hat jeder Gelegenheit, einen Freund, Nachbar oder.Kameraden zu sprechen, der den„Vorwärts" noch nicht hält. Zur diesen ist der folgende Bestellzettel bestimnit, der an die Expedition des„Vorwärts", SW 68, Lindensir. 3, zu adressieren ist. Name. Beruf. Wohnort. bei wem?. .Stock. bestellt ab l. April den„Vorwärts" zum Preise von l,öl1 M. per Monat frei ins Äaus. Erfolg der Anleihe heißt Erfolg der Waffen. Erfolg der Waffen heißt---- Frieden! ß.( 7,„Hopscuraths GrBci'.", 2.„Ehre", l. ,>Beilchenfreffer", 7.„Selige (irjeffcttj".— Schiller Charlottenburg: 31., 4., 8.„Ehre, 1.,-J., 6., 7. „Beilchenfresser", 3.„Othello", 5.„(Zefpenster". Täglich: Berliner:„Blihblancs� Blut".— Trianon:, Gebens- scyuler.— 3b fi Bett;:„Der fimge Zar".— Kleines:„Nantc".— Friedrich- Wilhclmstädtischcs:„Drenitädelhaus".— Westen:„Ludwig XIV.",„Re- simientszaitberer".— Lustspiechaiis: 30.„Johannizfeuer", sonst„Blonden Mädel vom Zlindcnhof".— Nollendorf:„Drei alte Schachteln".— Zentral: „b fardassiirstin".— Neues Opcrettenhaus:„Soldat der Marie".— Thalia: ..Unter der Blühenden Linde".— Komische Oper:„Schwarzwaldmädcl".— Metropol:„Rose von StamBul". Smfkßsten der Redaktion. A. B.*>«. Gelellschast SauSrat, Berlin, Matthäikirchltr. 17(geöffnet lvocheniSgltch 9—5 Uhr).— M. R. 25. Das Geld ist sicher angelegt.— Zwei Sireitköpfc. DaS im schönsten Amtsdeutsch gehallene Wort heifft „paragravhiert". Was in der„Leipziger ABendzetlung" stand, ist ein Druckjehler.— O. H. 64. 1. An den Herrn Regierungspräsidenten zu Potsdam, Spandauer Str. 32/34. 2. An den Herrn Oberpräsidentelt der Provinz Brandenburg in Potsdam. 3. Ministerium des Jnnerir, Berlin XliV 7. Unter den Linden 72/73.— 6 H. Meukülln. Ucber die Sch ff-Z- jungsnlaufbahn erfahren Sie Näheres Beim Kommando der Schiffssungen- divissou in Flensburg- Mürwilk. Will dagegen Ihr Soan die lauf- männische Laufbahn Beschreiten, so raten wir Ihnen, sich zunächst einmal an den Zentralverband der Handlungsgehllsen, Münzstr. 20 II, zu wenden. — 31. K. 73. Für Westpreiisieii ist uns nur die deutsche Bcsiedlungs- genoffenschast in Strasburg(Westpr.) belannt. Ueber die näheren Bedin- gungen frage» Sie am Besten dort direkt an.— Weissdorn 12. Wenn alle Hhre Bemühungen bei den verschiedenen Stellen erfolglos wäre», so lönnen wir Jdiien auch keineli Rat mehr geben. Wenn der Bcrmitzte noch lebt, wird er Zhneu doch so Bald als möglich ein Lebenszeichen geben. w aber eins, das imstande ist sielen Tausenden die Er« füllnng ihrer Wünsche zu verschaffen. D M. Zigarren Stets sortiertes Lager. Sehr preiswert. 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Gardinen � Teppicl\e ❖ Vier Sloclc werke Möbel MtM iconspomeitet-Beitiiinii. Bezirk Groik-Berli»». Folgende Kollegen find im Felde gefalle«: Johannes Berg, Geschsstsdiener. Kürl EhrenbOth, Speditiousarbeiter. Willi Fischer, Droschkenchanffenr. Karl Gundermann, Kassenbote. FritZ Köhler, Kassenbote. Johann Kowalizyk, Lagerarbeiter. Fritz Krall, Industriearbeiter. Ernst Leopold, GeschSftSdieuer. Franz Linke, Geschästsdie»«. Willi Reuschow, GeschSftSkutscher. Ernst Schmidt, Droschkenchauffeur. Johann Werner, Kohleuarbeiter. ' Ehre ihrem Andenke»! lS/8 vio Seziti'ksivttirnjr. SeMer MM-SSmM Ga» Berlin. ?Im W. März verschied nach längerem Leiden unser ehemaliger langjähriger Vorsitzender, der SangeSbruder Paul Kupfer. Ein Menschenaltec war er bestreut, für die Interessen de? Deutschen Slrbeiter-Sängerbundes zu wirken. Sein ehr- sicher, ausrichtiger Charakter wird ihm ein ständiges An- denken unter den Arbeitersängern bewahren. Wir wollen versuchen, in'einen Bahnen weiter zu wirken, S4S/7 Die Einä'cherung erfolgt am Mittwoch, den Z. April, nachin, 3 Udr, im Krematorium in der Gcrichtstrahe.— Treff. piuitt der Sänger Gelichtstr. 31, Prachtsäle d. Nordens, 1 Uhr, Um rege Beteiligung ersucht»«>- Vorstand. f-tatt Karten. Alle« Verwandte«, Freunden und Bekannten die ties- traurige Nachricht, daff mein herzensguter, liebevoller Mann, unser guter treu- torgender Bater, Schwicger- und«Kroßvater, der Kassen- beaurte Raul Knpker im 58. Libensiahre nach langem, schwerem Leiden am Donnerstag, den 28. März iantr enlichlajen ist. 3üL In tieser schmerz erfüllter Trauer Vntont« Knpker ns bst Kinder u. Enkelchen, Petersburger Str 66 L Die Feier der Einäsche- rmig findet am Mittwoch den S, April, nachmittags '2 Uhr, im Krematorium tAerichtitrafi« statt. Kondolenzbesuche dankend verbeten. flilgemeiiK Ortskranken- Halle der Stadt Berlin. Am 28. März verstarb nach schwerem Leiden unser lieber Kollege 265/4 Paul Kupfer. Wir werden ihm ein dauerudes Studenten bewahre». Die Einäscherung findet am Mittwoch, de» 3. April, nachm. 2 Udr. im Krematorium, Äerichtstraße, statt. Um zahlreiche Belclligung derKollcgwnenmid Kollegen ersucht ller Angestellten-AusschnB. verband der Bureauangeftellten Deuttdflands. Ortsgruppe Drotz-Berltn. Am 28. März verstarb nach längerer Krankheit unser langjähr. Mitglied, Zkranken- kassenangestellter Paul Kupfer im 58. Lebcnsjadre. 47/10 Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Mittwoch, den 3, April. nachm. 2 Uhr, im Krema- tormm, Gerichtstrafie, statt. Um zahlreiche Belciltgung der Mitglieder ersucht vie Ortsverwaltung. Vacbrnf! Meinem lieben Freund, Parteigenossen und Zlrbeit- geber.demStadtverordneten und Jigarrensabrikanten Wilhelm Rieper i Spandau», ruse ich aus weiter« Ferne den letzten kameradschaftlich. Grufi nach. Leb' wohl, Du alter Pionier. Der Krieg hat uns getrennt, Ein Wicderseh'n war uns ' nicht veroönni! Larldsiurmmann Martin Haffenvfing, Danzig.. ventlcher Metallarbeiter• verband. Verwaltungsstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nach- richt, dafi unser Kollege, der Werkzeugmacher MauuGamsjSger Jagowstr. 23, am 28. März gestorben ist, Die Beerdigung finde, am Dienstag, den 2. April, nachmittags 2'/, Uhr, von der Leichenvalle deS Südwest- kirchhoses in Stahnsdorf aus statt. Rege Beteiligung wird er- wartet._ V Den Mitgliedern fetner zur Nachricht, daß lmser Kollege, der Schlosser Leopold Heeder BarsuSftr. 11, am 80. März gestorben Hl Die Beerdigung findei am Mittwoch, den Z. April, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Dom-Kirch- hoscs, Müllerstr., aus statt, Rege Beteiligung wird er- wartet. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Former Hermann Hetzker Friedlichst)., Schmaler Weg 3 am 29. März gestorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 1. Slpiil, uach- mittags L Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhoses, WUHelmstraße, aus statt Rege Beteiligung wirb er. «artet. Den Mitgliedern serner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Dreher Heiorleh Pisehke AdlerShos, Aug..Vikt..Str, 57 am 29. März gestorben ist, Die Beerdig ung findet am Montag, den l. April, nach. mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- FriedhoteS in AdlerShos aus statt. Rege Betelligung wird er- wartet. Waobrnfo. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Dreher Lmil Köder Tegeler Weg 104, am 24. März gestorben ist, Den Mitgliedern serner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Schioffcr Edmund Lange Gleim str. 5, am 24. März gestorben ist. Ehre ihrem Andeuten l 234/4 Oie Ortsverwaltung. Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter. Filiale GroS-Berlifl. Den Mitglieder» geben wir hiermit Nachricht vom Tode des Kollegen Vollralh Meyer von der 4. Revier-Inspektion der Berliner Gaswerke. Ehre seinem Andeuten t Beerdigung am Dienstag den 2. April, nachm. 3 Udr, aus dem Garnisonsrledhose in der Hasenheide. Um rege Beteiligimg bei der Bestattung des Kollegen ersucht 201,1 Die Ortsverwaltung. Univcrsal-Briefsteller 3,60 Mark, Buchhandlung Vorwärts, Lindenstraße S(Laden). Alle» Verwandten«nd Bekannten die traurige Nachricht, daß mew lieber Mann unser guter Vater, der Landsturmmann Felix Hagedorn kurz vor seinem SS. Ge° burtsiag, nachdem er drei Fahre die Strapazen des Feldzuges mit immer fröb- silbem Gemüt geduldig er- iragen. am 6. März bei einem Eisenbahnunglück sein blühendes Leben lassen mußt«. 1953b DIeS zeigen an in tieser Trauer Witwe Frau Marie Hagedorn nebst Kindern und alle« Berwandten. Der Tod gab Ruhe seinem Harm, dir ihm das Leben nicht vergönnle. ES ist kein Menschenherz so arm. daß es nicht endlich sterben könnte. Bewahrt einander vor Herzeleid, wrz ist die Zeit, die ihr bei. sammen seid, und ob aun Jahre euch vereinen, einst weiden wie Mnuten fie euch scheinen. Deutscher Cransporta rbei terver band. ÄeztrkSverwalt. Groß-Berlin Xachrnl. Den Mitgliedern zur Nach- richt, daß unser Kollege, der Platzarbeiter Kollllöli Aranthold am 27. März im Alter von 55 Jahren verstorben ist. Ehre feinem Andenken k Oie Bezirksvarwaltung. Für die Sewetse liebevoller Xellnabme und die herrlichen Kranzspenden bei der Beerbt- rung unsere» unvergeßliche» SohneS und BruderS, des See- soldaten 184« Ernst Kasten agen wir hierdurch nnseren herzlichsten Dank. Im tiefsten Schmerz Robert Kaste« nebst Z?ran ond Sohn. MMiiie StßtomMflfie iflt Lerllii llMWe. Bekanntmachung. Die vom Ausschuß unterm Ll.Dezbr. 1917 bzw. I.März 1918 beschlossene Satzungsänderung ist am 20. März>918 vom Kgl. Oberversicherungsamt Groß- Berlin genehmigt worden und tritt am>. April tg18 in Kraft. Der Grundlohn ivird von 6.00 M. aus 10 00 M. erhöht. Die gegen Entgelt beschäftigten Mitglieder werden in 10 Stufen eingeteilt. Weibliche Mitglieder über 16 Jahre werden min- besten» der Stufe 2 zugeteilt. Die Beiträge betragen 6 Proz., für nicht in Betrieben beschäftigte Dienstboten 5 Proz. des Grund- lohne«; sie werden für Ver- sicherte, die 6 Tage in der Woche arbeiten, für 6 Tage, und»ür solche, die an allen Wochentagen und Sonntags beschäftigt sind für 7 Tage in der Woche er- hoben. Da» Krankengeld für die Stufen 1 bis 10 beträgt: 0,50 M. 1,00 M., 1,50 M., 2,00 M., 2.50 M., 3,00 M.. 3,50 M., 4,00 SR., 4,60 M., 5,00 M. täglich Hausgeld. Schwangeren- und Wochengeld sowie Sterbegeld erhöbt sich ent- sprechend dem Krankengelde. Für die im Krankenhause unter- gebrachtenHausangestellten wird ein Hausgeld nicht gewährt Die Beiträge für die unstän- big Bclchästigten werden auf 4'/, Proz. de? Ortslohnes fest. gesetzt, 301/15 Den Arbeitgebern find die neuen Zuteilungen zu den ein- zeinen Klassen zugegangen. Ab. drucke der Satzungsänderung werden im Kassenlokal aus. 3 Berlin- Sichterfelde(Hinden. burgdamm 103), 31. März 1918. Allgemeine Ortskrautenkasse für Berliu-Lichterfelde. Der Vorstand. Fischer, Hahn, Vorsitzender. Schriftführer.. Allgemeine OMmkeckilse für den Ztlidlkreis Chnrlsttenburg. Nachstchende Abänderungell unserer Satzung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis: Ä. Nachtrag zur Satzung der Lllgemeiue« vrtskraueenlasse für de» Stadikreis Chartotteuburg, vom 26. August 1913. Beschloflen iu der Aus- schutzsitzuug vom 19. März 1918. Artikel l. D« S 18 erhält solaende Fassung! Für die Bemessung der baren Lelstungen der Kasse«ich der Beiträge werden die Kassenmitgliedcr, unbeschadet der für die unständig Beschäftigten und der für die Hausgewerbetreibenden und ihre hausgewerblich Beschäftigten geltenden Sondervor» schriften(vergl. ßs 05, 72, 73) in 11 Lohnklassen eingeteilt. Jeder Lohnklasse entsprlcht ein besonderer Grundlohn. Derselbe wird festgesetzt: in Lohnklasse I mit 1.00 M. II. 2,00. p p IU p�> 3,00 a p p IV p.4,00 0 V, 5,00, « p VT, 6,00. VII. 7,00„ VITT. 8,00„ p, IX, 9,00, p X. 10,00. Für Lehrlinge ohne Entgelt wird außerdem noch gebildet eine Lohnklasse A mit einem fiktiven Grundlohn von 0,80 M. In die Lohnklaffe l gehören die Kassenmitglieder, deren Lrbeftsverdieust für den Arbeftstag nicht mehr als 1,— M, beträgt. In die Lohnklasse II gehören die Kassenmitglieder mit einem Arbeitsverdienst für den Arbeitstag von 1;01 M. bis 2,— M. In die Lohntlasse III gehören die Kassenmitglieder mit einem Arbettsverdienst für den Arbeitstag von 2,01 M. bis Sr- M. In die Lohnklasse IV gehören die Kassenmitglieder mit einem Arbettsverdienst für den Arbeitstag von 3,01 M. bis 4,— M. In die Lohnklasse V gehören die Kassenmitglieder mit einem Arbeitsverdienst für den Arbeitstag von 4,01 M. bis 5,— M. In die Lvhiirlasse VI gehören dre Kassenmitglieder mit einem Arbettsverdienst für den Arbeitstag von 5,01 M. bis 6,— M. In die Lohnklasse VII gehören die Kassenmitglieder mit einem Arbeitsverdienst für den Arbeitstag von 6,01 Bi. bis 7,— M. In die Lohnklasse VIII gehören die Kassenmftglieder mit einem Arbettsverdienst für den ArbeftStaa von 7,01 M. bis 8,— M. In die Lohnklasse IX gehören die Kassenmitglieder mit einem Arbettsverdienst für den Arbeitstag von 8,01 M. bis 8,— M. In die Lohnklasse X gehören die Kassenmitglieder mit einem Arbettsverdienst für den Arbeitstag von mchr als 9<— Mk. In die Lohnklasse A gehören die Lehrlinge, welche wed« Gehalt, Lohn, Gratifikation noch Sachdezüge von ihrem Arbeft- geber oder einem dntten erhalten. Bei der Einschätzung in die Lohnklasse» wird zur Feststellung des Arbeitsverdienstes für den Arbeitstag bei Kassenmftgliedem. welche Sonntags nicht arbeiten, der Wochenlohn durch 6, das Monatsgehalt dnrch 25 geteill. Bei Kassenmitgliedern, die so- wohl an allen Wochentagen, als auch Sonntags regelmäßig Lohnarbeft verrichten, wird der Wochnlohn durch 7, da« Monats- ceMeaeli dnrch 30 geteilt. Die letzten drei Absätze des bisherige»§ 18 bleiben unver- ändert bestehen. Artikel n. § 20*. Das tägliche Krankengeld beträgt: in Lohnvasse l 0,50 SR. n 1,00, m i,5o, IV 3,00. V 2,50. VI 3.00, VII 8,50, , VIII 4,00. p p IX 4,50 r X 5,00. ArMel m. § 48 folgende Fassung: Die Kasseubeitrage werden auf 5 HnnderkfiA des i»$ 18 festgesetzte» Grundlohnes für alle Versicherten mft Ausnahme der Dienstbote», welche i» die häusliche Gemeinschaft des Dienst- berechtigten aufgenommen und nicht m dessen Betrieb oder anderem ErwerbSgefchSst desselben beschäftigt sind(| 489 R.V.O.) bemessen. Sie werde» für diese Dienstbote» auf 4 Hundertstel des Grundlohnes festgesetzt. Die Beitröge werden für se efaie Woche berechnet und de- tragen:_ Bei 6 Arbeitstagen bei 7 Arbeitstagen in der Woche in Lohnklasse I 0,30 M. 0,35 M ,, n 0.60„ 0,70, III 0,90„ 1,05, IV 1,20. 1.40„ ,, V 1,50, 1,75. VT 1,80, 2,10. VTI 2,10„ 2,45 p VIII 2,40. 2,80. IX 2,70, 3,15„ X 3,00. 3,50„ A 0,24„ 0,28„ für Lehrlinge ohne Entgelt. für Dienstboten in Lohuvasse �l 0.24 M. 0,28 M.. 0,56 P 0,84„ 1,18. 1,40. 1,68. 1,96 2.24. 2.52„ 2,80. «ur an bestimmten Harnleiden-3ehaniltonB Berlin W, | Bfilowstr* 12, pt. Tel. Liitrow 9604, Xoüend. 663. M Prospekt H. Schnellste Erfolge, auch bei hartnäckigen FSUen. Ohne BerufsstSrung Bpreehst. 12-2, 6-8, Sonnt. 11-1« Sanititsrat Pr. Panl Wollt M Zahn-Praxis D. A. Löser RosenthaterStr. 69-70 a.Platz. Spr. 9-7, Sonnt 8-lt. Tel.Hrd. 10438. 7shn PprjH in)ed. gewBnsehl Ausführung m.FHedenskautschuk. ltllull'ftl älttü Goldkronen, Brücken, Plomsen«per Erhaltg. aigener ZShne.Umarbeit.schlechsitzend. Gebisse. Reparatur.sofort.Xahn- uleft. m. 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Sie betragen wöchentlich: a.) bei männlichen Personen über 21 Jahre... 1,26 M. oder 0.18 M. für den Arbeitstag von 16—21 Jahren. 0,94,„ 0,13,,, unter 16 Jahren.. 0,56,, 0,08,,,„ b) bei weiblichen Personen über 21 I ihre... 0,94 M. oder 0,13 M. für den Arbeitstag von 16—21 Jahren. 0.75„ v 0.10,, p,» unier 16 Jahren... 0,44.. 0,06,,,» DaS tägliche Krankengeld beträgt: as bei männlichen Personen über 21 Jabre... 2.00 M. von 16—21 Jahre«. 1,50, unter 16 Jahre».. 0.90. h) bei weltlichen Personen über 21 Jahre... IM A. von 16—21 Jahren. 1.20. unter 16 Fahren.. 0,70. Die weiteren Bestimmungen des Z 65 bleiben unverändert Artikel VI. E» wird et» neuer tz 28» mit folgende« Wortlaut eingefügt: „Schwangeren, welche der Kasse mindestens 6 Monate angehöre», werden 1. wenn sie infolge der Schwangerschaft arbeitsunfähig wer- den, ein Schwangerengeld in Höhe de! Krankengeldes ms zur Gesamtdauer von 6 Wochen, 2. arztliche Behandlung bei Schwangerfchastsbeschwerde« gewährt.* Artikel VIL Absatz 6 de« K 89 erhält folgende Fassung: „Der Ausschuß ist beschlußfähig, wenn die Vertreter bor- fchcittsmäßig berufen sind. Z 89 erhält einen neuen achten Absatz mft folgendem Wortlaut: „Die Teilnehmer an der AuSschußsitzung erhalten für jede Sitzung, wenn sie ihr vom Anbeginn bis zum Ende beiwohne», als Entschädigung einen Pauschbetrag von 2,60 M. und als Ersatz der Barauslagen einen solchen von 0,40 M." Artikel Vm. Vorstehende Abänderungen treten am 1. April 1918 in Kraft. Charlottenbnrg, den 11. März 1918. Der Kasseuvorstaad. «(*.: Felsch.. gez.: Ahr«,. Genehmigt mft Zustimmung zu tz 18/ Eharlottenburg, den 87. März 1918 «Inigllche» Oberverfichernngsamt wroß-Verlin. (Siegel.) gez.: von GostkowSki. Nr. n. B. K. 156/18., 865/ S Zähne' m.echtFrlpdeDn-Kaatnchak Goldkrea.. Brück., Umarb. schlechtsitz, Gebisse, ßep.sof. Zahnzieh, m Betäub höchst Schmerzllnd. Kl. Preise, ev.TIz. Zahn-Praxis M. Löser, Brunnenstr.185. nahe Invalldenstr. Sprechz-tägl. 9-7, Sonntag« 9-12 Uhr. Nord 11808 Wald- o. Landparzeüen Kolonie Hictitersswaltfe, Station Hetifelde, Du i. aufblühencV. Garten Stadt, große Ziibmiift, [fj] meilenweite Waldungen, von 550 Mk. an, 1 ü 200 Parzellen bereits verkauft Kulante Ratenzahlung, sowie Anzahlung, Auskunft ert der Vorstand 4. Grundbesilzer-Ver. Rehfelde-Ricnterswalde, Schülerstr. 14/15, oder der Vorsitzende Herr Heilder, Berlin, Warschauer Str. 78 Vor- o rt Ford, Prof. S.. Die lexueNe Frage. Volksausgabe 5,00 M. Buchhandlung Vorwärts, Lin- denstraße 8. Laden.* Einzel-Modelle Flott« äsideneommlmKstei 188. US. 310 OreAkarterta OauuniaiiotaL aoeh larbig, BS, TS, 86. . B». 8f IWWst lUW CoTsrcostmSat«! 48 75, HO uw. Ulster, such Illr: FrUhjäht CS, 8g, UO irr. Einzel-Modelle für 1200 M* entzückende für 275 M. wundervolle Pßlzmfintßl! Plüschmfintßll VuadarroUs Glockenmantel, beste Fefl», MehCr-Astrachan 16 740, 1260, äx» usw. 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Nachtrag jtir Satzung genehmigt. Hiermit treten vom 1. April l9>8 die nachstehend erfichtlichen Äenderungen ein. Die Frist für alle Bieldungen beträgt in Zu» kunft 3 Tage. Die neuen Bei» traqsiätze enthält ö 48 de» Nachtrages, der Grundlohn, nach welchem diese berechnet werden, ist auS§!S«rstchtlich. NuSzng an« dem II. Nacht«! zur Satzuna, § lt. Abi 1. Die Arbeitgeber haben jeden hon ihnen Beichäftigten, der zur Mitaliedschasl bei der Kasse vcr» pflichtet ist. mit Ausnahme der unständig Beichäftigten bei der Geschäftsstelle der Kaste UätcstenS 'binnen!! Tagen nach Beginn oder Ende der Befchäsligung schrsti ch zu melden. Die Ab- Meldung kann unterbleiben, wenn die Arbeit sür lürzere Zeit als eine Dache unterbrachen wird und die Beiträge snrtgezahlt werden. ? tS. Die baren Leistungen der Kaste werden nach einem Grund- lohn bemessen. Als solcher gilt der nach der verschiedenen Lohn- bähe swienmeisesestgeietzte durch. schnitlliche Tagesentgelt der Kasscnmitglicder bis lv,— M. sür den Arbeitstag. Zur Fest. setzung des Grundlohnes werden dieKassenmitglicder in ll Stusen eingeteilt: 1. In Stufe A gebären alle obne Entgelt beschäftigten Lehr- linge. 2 In Stufe I zehnten Kaflen- mitglfeder mit einem Enigelt bis l.— M. sür den Arbeitstag. Es gehören Kasseninitglieder mit einem täglichen Entgelt 3. in Stufe ü v. 1,01-2,- M. 4... III. 2,01-3,-. 5.,. IV. 3,01-4,-. 6.-. V. 4,01-5,-. 7... VI. 5.01-6,.. 3... VIl. 6,01-7,.. 0... VITT. 7,01-8,-. 10... IX. 8,01-9,-. 11.,, X v. n>. als 3,-. Hiernach wird der Grund- lohn bis aus weiteres sestgejetzt: sür die Stuse A aus 0,80 M. sing. ... I aus 1.- M. n m n n# ß,— m » n n n 3,—„ IV 4 •*' V* K' ...» o.—» ,» u � I. 6, 1, ... vn. 7,—. ... VIU. 8.-. ''' X' lo'H' 0 0 0 0 0 § 20. AIS Kranfenhilfe wird g«. Vibrt: 2. Krankengeld in Höhe des halben Geundlobncs sür jeden Arbeitstag, wenn die Krank» heit den Verficherten arbeilS» unjähig macht; eS wird vom vierten Krankheitstage, wenn aber die Arbeitsunsäbigkeit erst später eintritt, vom Tage ihres Eintritts an gewährt. Nach sechsmonatiger Warte. zeit wird auch sür Sonn- und Feierlage Krankengeld ge- währt: Das Krankengeld beträgt in Stuse A nichts. .. I 0.50 M. II 1.—„ ' m i,5o. ;, iv 2,-. •• � 2.50. .. VI 3,—, '. VII 3.50. .. VIII 4.-. ,. IX 4ch0. .. X 5,-, § 33. Abi. t AIS Sterbegeld wird deim Tode eines Versicherten das LOtache des Grundlohne« ge- währt. Nach sechsmonatiger Wartezeit erhöht sich da« Sterbegeld aus dos SSjoche des Grundlohne», mindesten» aber aus SO,— M. ES beträgt! SOsach- 30sach: Stufe A 16 M. SO M. I 20. SO. II 40. 60. . III 60. SO. , IV 80 � ISO. , V 100. 150. VI 120. 180, . vn 140. 210. , vm 160. 240, , IX 180. 270, , X 200, 300. 8 48. Die Kastenbciträg« werden für alle Versicherten mit AuS- nahm« der nicht w Betrieben oder anderen Erwerbszweigen de« Dienstberechtigten beschäs- tigten Dienstboten(ß 439) aus süns Hundertstel deS im Z 19 sestgesetzteu Grundlohnes de- messen. Sie betragen jür jeden Ardettötag: w Stuse A 4 Ys. .. 1». .. n io, .. M 15. ,,/ IV 20. .. V 25. VI 30. .. VIl 35. .. VIII 40. --'5 �- »» X 50, Für die nicht unter K 439 RVO sollenden Dienstboten werden die Kastenbeiträge aus vier Hundertstel bemeffe« und betrage»: sür Stuse I tägNch 4 Ps. .. II- 8, ,, m, 12. ,, rv, 16. :: v, so. '. yj,-4. I. VII. LS. .. VIII.»2. 0 0 XX 0 36 0 :: x. 40. n. De» arbeitSunsähige» Mit- gliedern der Stuscn I bi« IV wird ein täglicher Teueiung». zuichlag zum Krankengelde vom ersten Tage de» Krankengelo. bezuges an gewährt. Derselbe beträgt sür jeden Tag des Krankengeldbezug-« sür Stuse I und II 25 Ps. für Stuse III und IV 20 Ps. Der Zuschlag wird auch Schwangeren und Wöchnerinnen gitahil, dagegen haben in Krankenbäusern oder Heilanstalten befindliche Mitglieder keinen Anspruch aus diese Zuschtäge. An Invalidenmarken find zu verwenden: sür Mitglieder w Stuse A versicherungSsret I Marten sür 18 Ps. II., 34. III.. 42. IV.. 50. V.. 50. VI.. 50. VII.. 50. VIII.. 50, IX,, 50. X.. 50. Wir ersuchen ferner dringend. die zugesafidten Fragebogen über die derzeMgen Gehälter und Löhne zum Zwecke der Einschätzung einzusenden, soweit dies nicht schon geschehen ist. Diejenigen Arbeitgeber, bezw Dienstgcber. denen ein solcher Fragebogen nicht zugegangen ist, werden ersucht, einen solchen von un« einzufordern. Wir haben die Wahrnehmung gemacht, daß nicht alle in Schöneberg beschäftigte«, gemäß den Bestimmungen der RelchS. versicherungSordnung kranken- verficherungsppflichlig. Personen bei uns zur Anmeldung ge- kommen find. Ebenso werden unS die Veränderungen in den Lohnbezüge« oft verspäte« oder gnr nicht angezeigt. E» herrsch! noch vtelsach Unklarheit darüber, daß nicht nur die gewerblichen Arbeiter und Angestellten zu versichern find, sonoern auch die Dienstboten, das gesamte HauS- personal, die Portiers, die Aus- Wärterinnen, sowie sonstiges HUsSPerjonai. Wir verwesten fymml jVfrtmmwnflfii tat Satzung, naib welchen die An- Meldungen binnen drei Tagen zu geichchen haben und be- merken, daß die Nichtbeachtung der Meldevorschtislen ftrasrecht. liche Verfolgung nach sich ziehen kann. Daneben kann der hinter- zogen- Beitrag biS zum süns- sachen Beirag- als Slrase s-st gesetzt werden kann. 301/16 Der Vorstand. Kruckow, Vorsitzender. F 8en6, Schristsührer. AMtill LttslmkMste für ZM-IkWeW. Bekanntmachung. Die vom Vorstand am it. Fe» bruar 1918 und vom Ausschuß am gleichen Tag- beschlossene Satzungsänderung ist am 27. März er. vom Kgl. Ober- vcrficherunasamt Groß- Berlin genehmigt worden und tritt am 1. April 1918 in Kraft. Der Grundlohn wird von 6,— M. aus 10,— M, erhöht. Die gegen Entgelt beschästlglon Mitglieder werden in>0 Sinsen eingeteilt. Weibliche Mitglieder über>6 Jahren kommen min- deftenS in die Stuic 2. Die Beiträge betragen B1/. Proz., für nicht in Betrieben beschästigie Dienstboten 4 Proz. de» Grund- lohaS. Sie werden sür Per- sicherte, die 6 Tage in der Woche arbeiten, sür 25 Tage im Monat, und sür solche, die an allen Wochentagen und Sonniags be- schästtgt sind, sür 30 Tag« im Monat erhoben. Die Beiräge sür die unständig Beschäitiglen betragen 4'/, Proz. des Ortslohns und werden für je einen Monat <80 Arbeitstage) berechnet. Da» Krantengeld beträgt m Stuiz T.—.50 M. II. 4.-. ;, in. ILO. .. IV. 2.-. ,. V. 2,50. .. VI. 3-. .. vn. 3.50. .. vm. 4.-. ;, IX. 4,50. .. X. 5,-. und wird für jeden Arbeitstag lowte auch sür Sonn» und Feiertage gezahlt. Hausgeld, Schwangeren- und Wochengeld sowie Sterbegeld erhöht fich entsprechend de» Krankengeldes. Nach 6 monat- licher Wartezeit wird Hausgeld stn vollen Betrage de« Kranken- geldeS gewährt. Die in den Stufen 1 und n versicherten hauskranken Mitglieder erbaiten einenTeuerung«. Zuschlag von 0 25M.. in Stufen III und IV einen solchen von 0,20 M. pro Tag vom ersten Tage de« Krankengeldbezuge« an. Der Zuschlag wird auch Schwangeren und Wöchnerinnen gezahlt, dagegen haben sti Krankenhäusern oder Hellan- stalten befindliche Mitglieder keinen Anspruch aus dteie Zu- Ichläge. Räch sechsmonatlicher Warte- zeit gewährt die Kasse Sterbe- geld beim Tode eines Ehegatten oder eines Kindes unter 15 Jahren. Das Sterbegeld für Ehegatten beträgt die Höiste, sür ein Kind bis zu 4 Jahren ein Achtel, darüber ein Viertel de« Mi tglieder- Sterbegeldes. Berstn-Tempelboi, 265/2 den 30. März 1918. Ertta» Kriegler, 1. Vorsitzender. Karl Schmülling, Schristsührer. Uitc»tbe!>rlich f. jederm, ist d. erschöpf Buch:»Der schrift- liche Berkehr mit den Be- Hörden". Ratgeber, wie man Gesuche u. lonsiige Eingaben in MUitir-, Polizei-, Gemeinde-, Steuer«, Schul-, Bau- u. Ge- werbe-Angelegenheit., sowie Ge- richt»-, Patent- iL Armensachen U. viel. and. zu machen hat. Ein ausgezeichnet, u. preisw. Buch. Rur M. 1,30 franko.(Nachn. 25 Ps. mehr.) Nur zu bez. durch NeuzeHlieh. Buchverlag, Berlin. toMaadarilSt. Bücherlawl gr. gkleitete, modern eillgerichtetr« � Hkilanstalt f. ümlinlator. Lehandlung� j käodernes, ergrvhtes steilversadrsn: Naturhsilverfahren, Elektro- und Licht-Heilmethode, nie wissenschaftlich anerkannte und glänzend de- währte..Künstliche H5hensonnen"-Behandlung Röntgen-Behandlung und-Untersuchung, Wasserheilver- fahren. Pflanzen- und Kräuter-Kuren und Bäder, Sauer- sloffkuren, homäopathische und mechano-therapeulische Behandlung.— Nachweisbar gute und dauernde Heilerfolge bei sämtlichen Krankheiten, inneren und äulleren, speziell chronischen, z. B. Lungen-, Hals-, Herz-, Magen-, Darm-, Leberleiden; Nervenschwäche, nervösen Koptschinsrzen. allgemeiner Nervosität, allgameiner nervöser Abspannung. Ischias, Gicht. Rhsumatismus; sämtliehen Aussshlägen, Flechten. Wuntlsn; Lähmungen,. sowie Kinderlähmung, Stoffwechselkrankheiten. Zuekarkf-anltheit usw— Frei willige, briefliche und mündliche Anert unnngen früher behandelter und geheilter Patienten,«je angaben, oor der Behandlung in unserer Anstalt ander- weitig ohne Erfolg deimnheit worden zu lein: 1. Frau M. Richter, Berlin-Moabit. Waldilr. 33. Lungen- leide», Blutarmut, Nervenschwäche geheilt.— 2. Herr Georg Heinrich, Baumichulenweg. Bannt- schu enstr. 29 Ii. Siiugenleiden geheilt.— 3 Frau ur. Blödorn, Eöpcitirk. Aug-Vtktoriastr. 24 Herz-. Leber- nnd Nierenleiden wiederholt gevcfiert.— 4. Herr tt. Enste. Reflanr.. Eharlatienburg. Hntten- uraße 12. Etironifcher Mittelohrkaiarrst gestellt.— 5. Herr W.Pursche, Bertin-Adtershof. Heibigstr. 29. Bon Magengeschwüren u.Darmtaiartch gehellt.—6. FrailM. Zafke, Berlin, Rollendorfstt. 40 i. RsteitmatiSinns u. steire Schulter geheilt.— 7. Herr E. Ehrhardt. Gr.-Lichtar- selbe, Ringstr. 52». Ehronricher- Hüftaeleiikleiden wiederholt erfolgreich behandelt.— 8. ,�rau E. Ho- dorff, Berlin, Eolbergerstr. 28/19. Nerven» u.«noch» n- Hautentzündung— vollständig gelähmt— geheilt.— 9. Herr F. Rayda, Berlin. Priirzen-Allee 72173. Vor- Kopf- nnd«rcuzfchmerzen, trockener Brustfell- entgündung nach Jnslueitza geheitt.— 10. Frau E. Herzmann. Schöneberg. Feurigstr. 61. Eiternde Fistel nach Bltnddarniopcration geheilt.— 11. Herr E. Ritter, Friedenau, Sponstolzstr. 56. Von Knie- gelenkleiden geheilt.—>2. Frau A. Rohrmoscr. Berlin, Bresiauerstr. 1. AlteS fü,ifzchnjähriges-Herz- leiden geheilt.— 13. Herr Vi. Nustiier, Reiutcken« dorf-West, Antonienftr. 3 Kicfervcreiterung geheilt.— 14. Frau H. Hagel. Gachienstauien b. Oranienburg i. M. Iluterl.,BItitunqcn und Nervenleiden geheilt.— >5. Frau Ww. Fritfchler, Berlin, Marienbnrgerslr. 48 Taringeschwiilft geheilt.— 17. Herr Erich Boct. Berlin, Havctbergcrslraß« 15. Bon Nieren- unb Blasenleiden,'Waffersucht, allgemeiner grosser Schwäche geheilt.— 18. Frau Restaur. Hering. Berlin. Schöiibanscr Allee 87. Von Basedowscher Krankheit geheilt.— 19. Herr A. Brote, Btn.-Deiitpeihot, Fricdrtch-Wilbelmstr. 14. Schweres Rückcnmarkleiden mit Lühmtin-- der Beine vollständig geheilt.—20. Frau E. Popp, Bin.-Lichtenberg, Gäitnersti. 10. Von chro- nischer Herzschwliche und Beritvpfnng geheilt. — 2V. Herr A. Schlabtss, Berlin. Cavrlvislr. 24. Von GestchtSlupuS geheilt! vorher mit Radrnm erfolgios bestand ell— 22. Herr 91. Hellwtg Bin.-Boriigwalde, Ernstf 25. Von Magengeschwultt, Berjtopsung und Nervenichwächegeheil».— 23. HerrMIlchhäiidle, Eckert, Berlin, Greisenbageiierstr. 26. Von gichtisch-rheuinarischen Schmerzen in Bein und»tzußgelcnl gestellt.— 24. Herr Gastwirt C. Michaelis, Eliarlotteiisturg, Wallitr. 87. Von chronischem Lederleiden nnd Geldsucht geheilt. — 25. Frau M. Knorr, Bln.-Lichtenberg. Schorn- weberstr. 62. Bon Herzschwäche, Lebcranichwellung und Magenkrebs geheilt.— 26. Sohn Paul des Welrenst-ller» Herrn Wilhelm Haffner. Bln.-Westend. BcamlenhauS. Bon schwerem Betnletdcn geheilt. Bein sollte abgenommen werden. 249/16* tntF Briefliche Original-Anerkennungen von uns geheilter Patienten stehen im Wartezimmer der Anstalt auf Wunsch zur Einsicht. ♦ Getrennte Behandlungsräume für Damen und Herren I ♦ Sprech- und Behandiungszeit: 9—1, A— 7'/,.— Sonntag und Feiertag: 9—1. HeilanttaltSbesiver Professor l?» ftflistelsky approbiert im Ausland öerlia 80. K), Brückenstr. IOb am Bahnhof Jannowitzbrücke. " W W rn» T—-Ii nilt echtem ZAHNE Frl8iB.ns3Kiulfftuk' Hpezialitlit: Zähne ohne Ontunenplaue. Voligoldkronen v. 20 dl. an! Keine f nxiisiireise I Persönliche fachmännische Mundnntersnohung nnd Rat gratis.— 20jähria-e Kachtätigkeit! Sprechstunden! 10— 1 tmd 3—7 Uhr, Sonntags 10— 12. 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Die Beiträge werden aus'fins Hundertstel des fefioesetztcn Grundlohns bemessen und werden siU Versichert-, die sechs Tage in der Woche arhehen, für sechs, und für laiche, die an allen Wochenlage» und Sonntags belchästigt sind, jür sieben Tage wöchentlich berechnet. Für die nicht unter z 439 R.B.O. fallenden Dienstboten werde« die Kastenb eiträge auf vier Hundertstel bemessen. § 20 Absah 3 1. und lehter Sah statt.sechsundznanztgsten' ist zu letzen.neunuud dreißigsten'. § 30 Ziffer 2 der Tahnng ist als Ergänzung hinzuzufügen: Gemäß Befauntmachung vom 22 November ivt? fKeichs, gesetzluclll Seite 1085) wird den arbeitsmisähigen Mitgliedern der Stusen I bis IV etn täglicher Teuerungszuichlag zum Kranken- geld vom ersten Tage des fttankengeidbeziiges an gewährt. Derselbe beträgt sür jeden Tag des KraiikengcldbezugeS silr Stufe l und II 25 Ps.. für Stuse III und IV 20 Pf. Der Zu. schlag wird auch Schwangeren und Wöchnerinnen gezahlt, da- gegen haben in K'.antenhänsern oder Heilanstalten befindliche Mitglieder keinen Anspruch aus diese Zuschläge. § 31» nener Absah 3 erhält folgende Fassung:.Der Anspruch aus Krantemmter. slützuiig über die 26. Woche hinaus entsteht erst nach emcr Warlezeit von 3 Monaten»ach dem Beitritt. Dies gilt nicht sür Mitglieder, die binnen der ietzien zwölf Monale bereits sür mindestens sechs Monate Anspruch aus Mehrleistungen einer Kranlenlasse oder einer lnappschastiichen Kranlenlasse gehabt haben.'_ Druckexemplare d-S 6. Nachtrage« werden vom 5. April er. im Kassciuolul AdlerShos, Posadowslhstr. 6, und aus de» Zahl- stellen ausgegeben. AdlerShos, den 30. März 1918. Ter Vorstand. I>r. Aaet bacli, Vorsitzender. 801/19 Bebandle ecbmercloe ebne Berufistärsimg Ktchner. NEUKÖLLN, BomSop. Ambulaiarlum. Berliner StraBe 79. Sprechstunden von»— 1 und 5—7. Sonmaäs 9— L Kr. SH<»35. Jahrgang vorwärts Sonntag, Zt. März tH?S Jknfhewahrünff von 9ely und Wollsadben gegen fflottenstftaden,{Feuer,*Diebsia})l Umänderungen* Reparaturen Damenkleidvng Kleiderrock«>««-» tyosQ mit T-Ich» and Gdilel..............."'S Reinseidener Kleiderrock 7000 Tastet mit Spangeng itrtel............. Jackenkleid•« i»«-» ooqo sesche Gürtelfoem**\J Jackenkleid t-sch«!a«endnq«?-7ia.«u reinwollenen Stoffen............... X\ß%s Reinseidenes Straßenkleid 1?zagg mit Thiston-Acrmel und Spitzeneinsotz....... J Seidene Mäntel lOCooo�nöO w,rögni«t,«tKirtt SarrnfB. J.Ü»/ hj, Schleierstoff 6ttr«*t, 1»»etwctmif» /rgg Multtrn, ca 80 cm tritt........... Mite» V Schleierstoff»«»*«*».«. n°""IOts »ictt..................... Meter XX Damenwäsche 13» 17?° 15-° 24» 17°° 28-° 16-° 22-- 26-° 38» 6°.° 12-° Seidenstoffe Einfarbige e"»« gterbi».......... K" 8" 950 17- Kleiderseide»«?)>«»»"». i« � A®ö ir.edcrnen ilettcu....... Met» mh�V »Ilten Met» Blusenstreife»>*««»« Auswahl............. Meter Blusenstreife« w m,»»»» Stellungen........... 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SV nrehr Knaben-Spielanztige au« farbigen Waschstoffsn mst buntem Besatz. f. ea.Z Lahre jede w-it-re Größe 7S Pf. welfr 12-° 13-° 17» 39-° 13» Korsette»»»riSem Bomaststals mit farbig« Streifen und Haft»»................. Korsette»>>>pt»»b« Snm,«, meite« Leine» mit Sticke»! ob» Spltzenganiiertiiig Korsette an« heilgestreiftoA Staffea, mtt tat. guette garniert ond Hullern............. Korsette<"■-»>»>s«m?«>>»»»u sii«»e> od« Langet» und Halt«K.............- Büstsuhalter«-— w>«atist. stgeadr Smm................... i. Büstenhalter«- etich.r.tst«,,.& fttzende Sora...... 925 1350 1575 1650 42s 725 B. FEDER Nsrchnt BraoBan-Straaaal Ootoa: rrnnkirttte Alie«350 SfldonrKoMbnaar Damm 183 Weitem Oharlolibjr., Soharronotr J eaepflebit aa begaemee Zahlangs- ßedin«■ anges Vornehme Dsistl-KMAnii In grouer Auowabl; Kleider• Ko-t'Me. 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Kassa-Konto.. 1416,58 6. Bank-Konto.. 24267,50 7. Effetten-Konto. 7375,— 8. Spar-Konto.. 101040,26 9. Kautwn«»Konto 320,— 10. Anteil-Konto.. 797,52 Summa 249850,82 M. Mitgliederbeweguug. Mitgliederbestand am 1. Jannar 1917 Neu eingetreten..... 1. GeschöstSantell- Konto.... 2. Mitglieder- Dar. lehnS-Konto. 3. Kontokorr.-Konto 4. Dtvidend.-Konlo 5. ReservesdÄ-Konto 6. TisrosittonsfondS. Konto.... 7. Unterstützung«. fondZ-Konto.. 8. SparsdS.-Konto N 40000,'— 9. KriegSsteuerN' reserve-Konto 10. Neingewinn. Summa 249850,02 26646,— 89228.75 39660.90 723.29 27740,22 13879,47 10000,- 11096,90 41874,49 127 8 130 M. Nu»geschieden durch Tod... � J.! Bestand am 31. Sczemder 1917.."~xä8« 5Wc iAnstiiimms detmig am 1. Jarmar 1917.. 25/ EN! oermehrte sich um......... 2mi» Bestand der Hastsinnme am 31. Dezember 1917 äffOÖ Hl. Vorstehende Bilanz nebst Gewinn- mid Berlustrechnung haben ivir geprüft und mit den ordnungSmüßiz gesührtcn Büchern nbereinftimmeiid gesunde». Berlin, den 23. Januar 1918.) ®le vom AufsichtSrat der„Hosfnnug« bestellte« Revisoren: 0. toaas. A. llusre W. stZrlner. A. Haller. „Hoffnung", Berliner Schneiderei-Genossenschsft. Eingetragene Keuossenschast mit beschränkter Hastpflicht. Der Borstaud. 94/10 st. Sodmicktdauer. H. Stobbe G. Gebauer. P. Hennig. Tb. Meier. Empseble nur au« FrtrdenSstoffeu gefertigte etegante SSM- Iii AMMlMi M?-«rian für«Nah:-tzUZ 35/14» v«iNS. Mit-. Mit- Mi! Sstiill-M». Große Austwabl auch illr starte» Figuren. Zl. Dtif kßsviivi», Ni-la-onsti». 70, eiwiev Zlari»?.pl. Möbel-Angebot Ilde Möbeifiruia licsert Spezial-Ein- u. Zw«! £ R Zweiriinmer- fige Zinsver Solide M-. WWW..... Eiurtchtungen iowie Einzelmöbel gegen mäjf ütuug bei kleiner Anzahluna mid geringe» monatlichen 'atenzahiungeu. Offerten w, 1 an die Epped. d..Borw.» «eine Kasfierer.*«rösttc Kulanz. 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Marz l nach mittags 21/, Uhr: Volksbühne: Der schwarzeHand- schuh. Deutsches OHernb.: Die lustigen Weiber von Windsor. Nachmittags 3 Uhr: Schill er-Tb. Charlottenburg: Schneider Wlbbel Schiller-Th. O.: Hinter Manern. Lessing-Th.: Menschenfreunde. KLnstler-TH.: HanS Huaebein. Ostermontag, den 1. April, nachmittags 2'/, Uhr: Volksbühne: Der schwarze Hand- schuh. Deutsches Opernh.: Die lustigen Weiber von Windsor. Nachmittags 3 Uhr: Lessing-Th.: Menlchensreunde. Künstler-Th.: Hans Huckebrin. Theater ffir Sonntag, 31. März. Centrai-Theater An beiden Feiertagen: Bv.uhr: Jugend. r�uir: fiie Csanläslirsfiii. Dentsciies Opernhanu An beiden Feiertagen i e uhr: Parsifal. Friedrich- Wilhelmst. Theater 3 Uhr; Oer Troubadour. 71/, Uhr: Das Oreimäderlhaus. 2.Peiert.3U.: Figaros Hochzeit 7'/. Uhr: Das Dreimaderlhaus. Kleines Theater An beiden Feiertagen: sv. ühr: fleoriette vi, unr: Nanle. Komische Oper An beiden Feiertagen: sv. uhr: Die Wonlgin. U.: linstsplefhaua 7'/« Uhr An beiden Feiertagen: Die blonden Mädels Uindenliol */. wrt- Ein toller Einfall Metropol-Theater An beiden Feiertagen; vür': Die Dose m Stanbul. 3 uhr: Die Kaiserin. Reuldena-Theater An beiden Feiertagen: �.uhr: Der junge Zar. 3 mir; DieSiebzehnjabrigeo. NATION AL-THEATER| Oöpenicker Straße 68.(Deutsch- Araerit Theater.) I tirüBter L>achcrfolg!' nachm. I. n. 2. Feiertag abends T 2\ Das ist die Diebel| Die ist richtig! Mutilk von Walter Kromme, Vorverk. von 10 Uhr annnterfar. Machm. kleine Preise. J -- Zum Schluß-- Der große Wasser-Akt Stunnszene mit Wolkenbnicfa. Kahomtsch In den Qrnnewald-See aus 30 Meter UShe. Vorher: Das große Zirkus-Programm. Ä- 1 hSgs Kind sSÄn frei I h üiMOfiii Iis Cbratrr der Kgl. Hochschule für filuslh, Fasanenstr. I. An beid. Osterfeiert., 7'/, Uhr Gastspiel Adele Sandrock Deutsches Theater Sappho von Grillpaner. Kart ab 10 Uhr Theal-Kastellan. Neues Operettenhaus An beiden Feiertagen: 3 Uhr: DtST VIMliZM uhr:DErSoldaliler Marie. Andreasstraße 64 Berlins schönstes und größtes Lichtbildhaus Eröffnun Ostersonntag 3 Uhr Schiller-Theater 0 3 Uhr: Hinter Haaern. mir: ut-Bridelbfirg. 2. Feiert. 3 U.: A d. Sonnenseite VI, Uhr: Schiller-Th. Charl. 3 Uhr: Schneider Wibbel. t»/. mir: Die Ehre. 2. Feiert. 3 U.: Die sei. Exzzell. 7',. mir: Der feüebenteer Ihalia-Thealer An beiden Feiertagen: su.: Egon und seine Frauen u& Doler der bli. Linde. teicr teste MI 7 Uhr: Theater des Westens An beiden Feiertagen: 7',. Uhr: Ludwig XIV. -h Guido Thieiscber. IZ Der Regifflentszaiiberej s'/.mir: Ein ffalzertim mif dem Riesen-Sensations- äusstaUungs- Film in 5 Abteilungen Das Rätsel von Bangalor Der große indische Liebesroman. Japanische Teebäuser and ihre Geheimnisse. Dnbesehreibiiehe Pracht indischer FQrstenpaläste. Die Flucht rund um die Well Die Fahrten nnd Ankunft des„Eogländerschreck" Hilfskreuzers iuAig;ca—---—-—-*4 ftSrstS V � UM � � Berliner Konzertes H KieL Mauerstraße 82. Zimmerstraße 90/91. 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Die baren Leistungen der Kaste werbe» nach einem Arund lodn bemeffen. AlS solcher gilt der nach der verschiedenen Lohnhöhe stufenweise seftgesetzfe durchschnittliche TageSentgelt der Kastenmilgiieder bis 10 Mark sür den ArbeilSiag. Znr Fest« letzung des Grundlohnes werde» die Kassenmitglieder in zehn Stuten eingeteilt;. 1. yn Stufe I gehören Kaffeninttgtied« mit ewrm täglichen Entgelb bis........ iJOO#f, oder einem wöchentliche» Entgelt de! 6 Arbeitstage« bis »»...7.. 7,— ,, monatlichen,, 25.» 25,— .* m..30»• 30,— elnschNeßlich der ohne Entgeli beschästtgte» Ledrtlnge. 2. In Stufe II gehören Kastenmilgiieder mit einem tägliche« Entgelt von über.. oder einem Woche,.< Entgell bei 6 Arbeitstagen von über........ aber einem wöchentl. Entgelt bei 7 Arbeits- tagen von über r eine, 1 5B S R. « T 12 14 i WeiLsitn am Osten- lZroGs kranklupler 8!?. SS trn Mensen: LadslraGe �7-�S ULdck ,°t UrsMi an| edermann. 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Entgelt bei 30 Arbeits» tagen von über........ 00» 120 5. In Stufe V gehören Kastenmitglied« mit einem täglichen Enlgelt von über.4,5 od« einem wöchentt. Enlgell bei 6 ArbettS« tagen von üb«........ 24» 30 oder einem wöchentl. Entgelt bei 7 Arbeits« tagen von über........ 28, 85 od« einem monatl. Entgelt bei 25 ArbettS. tagen von über........ 100, 125 od« einem monatl. Entgell bei 30 ArbettS« tagen von üb«........ 120, ISO 6. In Stufe VI gehören Kasten Mitglieder mit einem täglichen Entgelt von über.5,6 oder einem wöchentl. Entgelt bei 6 Arbeits« tagen von über........ 30, 86 »der einem wöchentl. Entgell bei 7 ArbettS» tagen von über........ 35, 42 od« einem monatl. Entgell bei 25 ArbettS« tagen von üb«........ 185, 150 od« einem monatl. Entgell bei SO Arbeitstagen von üb«........ 150, 180 7. In Stufe VII gehören Kostemnitgtled« mit einem täglichen Entgell» von üb«.6,7 mit einem wöchenU. Enlgell bei 6 ArbettS« tagen von über....... 38 mit einem wöchentl. Entgell bei 7 ArbettS- tagen von über........ 48 mit einem monatl. Entgell bei 25 ArbettS« tagen von über........ 150 mit einem monatl. Entgell bei 30 ArbettS- tagen von über........ ISO 8. In Stufe VIII geboren Kastenmitalteder mit einem täglichen Entgell von üb«. od« einem wöchentt. Entgell bei 6 Arbeit»« tagen»on über........ od« einem wöchentl. Entgell bei 7 Arbeits- tagen von Über........ od« einem monatl. Entgelt bei 25 ArbettS« tagen»on über........ 175, 300 od« einem monatl. Entgell bei SO ArbettS« tagen von über........ 210, 240 S. I« Stufe IX gehören Kastenmitglieder mit einem täglichen Entgelt von üb«.8,9 od« einem wöchentt. Entgelt bei 6 ArbettS« tagen von üb«........ 48, 54 od« ewem wöchentl. Entgelt bei 7 ArbettS- tagen von üb«........ 56, 68 od« einem monatl. Entgelt bei 25 Arbeits« Wae» von üb«........ 900, 225 ob« einem monntt. Entgell bei SO ArbettS« tagen von über........ 240, STD 10. In Swfe X gehören Kastenmttgtleber mit einem täglichen Entgelt von üb«. od« einem wochsntL Enlgell bei 6 Arbeits- tagen von üb«........ ob« einem wöchentl. Entgell bei 7 Arbeits« tagen von über........ ob« einem monatl. Entgell bei 25 Arbeitstagen von über....... 225,,, oder etn m monetl Entgell bei 30 Arbeitstagen Don über........£70,,, Hiernach wird der Grundlohn bis ans weit««» seftgefetzt: für die Stufe I auf... 1 Marl ''* tLL'•'• 2, mm0 Tll 0••• 3 0 000 IV,••• 4 m 0 0* V 0 WS» 5 0 ' VTI**■' 7' :;: vm;::: 2: ''' 1 � I'' 10! Im Z 13 Absatz S letzt« Satz wirb statt.6 2«.- ,10 22.' gesetzt. §20 Absatz 4(t. Nachtrag)«hält fotsende Raffung: TaS Krankengeld beträgt demnach für die Mitglied« der t. 42. 49. 43 49 175 210 8 48 56 9 3». n. mehr 34,»» 63.,„ Stufe I II in IV v VI vn vni ix x 0,50 Marl 1,— IchO 2,— 2,60 3,— 3,50 4,— 4,50 £>,- Auberdem wird den Mitgliedern der Stufen I bi« I V ein hlag zum Krantengetd gewährt. Dies« beträgt bei Stufe l Zuschlag.. und II je0L5 M. und bei Stufe III nnd IV jeden Tag des KrankmgeldbezugeS. Wird statt.halben-,.ganzen- gefetzt. Im§ 22 Absatz II wird statt.1,10-, ,1/5 gesetzt § 81 Absatz I erhält folgende Fassung: AIS Sterbegeld wird beim Tode eines Mitgliedes daS 25sache deS Grundlohns<§ 19), mindestens aber ein Betrag von 50 M. gezahlt. DaS Sterbegeld bell ägt demnach: § 45 wird gestrichen und an deffen Stelle gesetzt: s 45. Die KasienbeitrSge werden aus s ü n s vom Hundert des im § IS festgesetzten Grundlohnes bemessen, sie betragen sür den Arbeitstag in Stufe Für Lehrlinge aller Art. die ohne Entgelt beschäftigt werden, betragen die Beiträge dreiviertel d« Beiträge der Stufe I, da« ist für den Arbeitstag..... 8,75 Psennig Für Mitglied«, die regelmäßig nur an bestimmten Tagen in der Woche oder nur an einem Tage arbeiten, werden die Bei- träge nur sür die wtsächlichen Arbeitstage erhoben. Für diejenigen Versicherten, die nach Art ihrer Beschäftigung ein« Landkranlenkasie anzugehören hätten,(§ 19 letzter Absatz) betragen die Beiträge s ü n s vom Hundert des OrtSwhneS, und zwar bei einem OrtSIohn von 0,75 M. Stufe A. für den Arbeitstag 3,75 Pfennig I � n. » in, ' ll' '• i' • vn, 2 und 3 wird gestrichen 5,00 6.25 7,50 10,00 12,50 13,75 17,50. und an dessen Stelle 1,— , 1,25 , 1,50 « 2,— , 2,50 - 2,75 . 8,50 s 49 Abfatz geletzt: Für MitgNed«, ausscheiden, kommt Berechnung. Berlin, den 23. März 1918. StempeL Genehmigt. Ehartottenburg, den 28. März 1313. Stempel Königt. OberversicherungSamt Groß-Berlin. Nr. n. S. St. 73/18* welche im Lause d« Woche der zu«hebende Bettrag eintreten oder zur tageweijen D« Borstand. Kühn. v. GostlowSti. i Berlin, den t. Nr. Z. 588/18._ Veröffentlicht: April 1918. 801,130 K ühn, vorfitzender. Ortskrandendaffe dkl ßlenpet zu Berlin. Zu der am iv>o»tag, de» 8. Ztpril d. I., abends 8 Uhr, im Kaffenlokal, Ballstr. 68, statt- findenden außerordentlichen flnsfchußntzung werden die Ausschußmitglieder hiermtt emgeiaden, Tagesordnung: Nochmalige Beschiußsassuttg zur Satzungsänderung. Wegen der Wichttgkeit d« Tagesordnung wird um zahl- reiches und püntttiches Erscheinen «sucht. 265/1 Der Vorstand. Jos. Hartmaun, Vorfitzend«. Ein gutes Buch für jedermann! VerlinerHumor Unlerm Vrennglas Berliner politische Satire von Adolf Glaßbrenner Ausgewählt».eingeleitet von Dr. Fr. Dtederich Mit 117 Bilden» Brold). 3,50 M., ged. 5,— M. VMllgOlWgvamittts BcrUn 520.68, Lindenstr.Z nk h eOn«ti"~' Wir kaufen It. 815 der Bekanntm. v. 25. IX. gebr. Vi* Sektkorke zu 12 � Weinkorke zu 2 � u.all.and.Srl. neue u. gebr.Korke lerner:• Hartgnmmi- Wachswalzen- Schallplatteu-Aiifälle Qrdower G. m. b. H.« Georgen kirchstr. SV (b. AiexaiiderplaS). 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Von einer Anzahl Mitglieder der sächsischen konservativen Fraktion ist beim sächsischen Landtage eine Interpellation fol- genden Wortlauts eingereicht worden: „Ist die königliche Staatsregierung bereit, im Bundesrat dahin wirken zu wollen, i. daß im künftigen Friedensverträge mit den Westmächten und Italien eine ausreichende Kriegskosten- cntschädigung ausbedungen wird, 2. hast von dieser Kricgskostcn- entsckstidigung den Bundesstaaten die erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden, um jedem im Felde stehenden Kriegs- teilnehmer ohne Unterschied des militärischen Ranges einen lebenslänglichen steuerfreien jährlichen Ehrensold von mindestens Lvll M. zur/ Auszahlung bringen zu können, falls der Kriegs- teilnehmer ein Jahreseinkommen von weniger als 5000 M. bezieht/' Alldeutsche Blätter überschreiben diese Mitteilung„Kampf itm die Kriegsentschädigung", ganz als ob es nur vvw den hierzulande herrschenden Meinungen abhinge, ob eine Kriegsentschädigung ausgezahlt'werden soll oder nicht. Von Rußland hat die Regierung keine Kviegsentschädi- gung gefordert. Da sie sich sonst nickt schüchtern gezeigt hat, unterließ sie das offenbar aus der Erkenntnis, daß wir, falls eine Kriegsentschädigung erzwungen würde, mit Rußland schonwiederKrie g- hätten, bevor sie bezahlt wäre. Aehn- liche Erwägungen könnten vielleicht auch später einmal in Bc- tracht kommen, wenn die Westmächtc bis dahin soweit kommen sollten wie Rußland. Der Ehrensold für die Kriegsteilnehmer ist daher auch weiter nichts als Sand in die Augen. Würden wir uns die ganze Welt tributpflichtig niacken, so wären nach dem Kriege Kriegsvorbereitimgen notwendig, die alles auffressen würden. Ten Kriegsteilnehmern bliebe nichts als die Aussicht, den Tanz nächstens noch einmal zu erleben. Vom geschäftlichen Standpunkt ans wäre aber die Kriegsentschädigung eine Ein- nähme, deren Eintreibungskosten höher sind als die Einnahme selbst. Dies alles aber wird nur unternommen in der Hoffnung, später einmal den Kriegsteilnehmern sagen zu können: Wenn Ihr nicht herrlich und in Freuden leben könnt, so sind daran nur diese Sozialdemokraten schuld, die Euch keine Kriegsentschädr gung gönnten. Demgegenüber ist jetzt schon zu sagen, daß man mit 300 M. im Jahr auch noch keine Sprünge machen kann, daß dauernde» Frieden und gute Erwerbsverhältnisse auch für die �Kriegsteilnehmer besser sind als ewige Kriegs gefahr und schlechte Erwerbsverhältnisse und daß" außerdem besagte 300 M. einstweilen doch auch nur auf dem Papier stehen. im Paradies. In beiden Versmnmlnngen hing ein Landgerichts- rat die Attentäter Hödel und Nobsling uns an die Rockschöße und stellte serner die Behauptung auf, daß wir ke i n Vaterland anerkennen, dieses in der Gefahr im Stiche lassen werden und ruhig zusehen würden, wenn die Franzosen in Deutschland einbrechen. In diesen beiden Versammlungen war Stolle Referent. Nachdem er den ersten Anwurf richtiggestellt hatte, wies er unter Zustimmung aller anwesenden Partei- genossen darauf hin, daß die letztere Behauptung ab- s u r d ist. Er stellte sich aus den Standpunkt der Vaterlandsverteidigung und berief sich dabei auf Bebet, der erklärt hatte, selbst den S cb i e tz p r ü g c I auf d c n B u ck c l zu nehmen, wenn d a ö V a t e r l a n d in Gefahr s c.i. So halten es wir Sozialdemokraten, in der Stunde der Gefahr lassen wir das Vaterland nicht im Stich." Aus dem angeführten Beispiel erkennt man aber auch deutlich. daß dann, wenn man es mir der Konsequenz versucht, wie es heute die Unabhängigen nn 18. Wahlkreise tun, die sozialdemokratischen Stimmen nur für einen Befürworter der Landesverteidigung ab- gegeben werden können. Dafür ließen sicb außer den Auslassungen Swlles noch viele Belege beibringen. Mit der Parole: Für den Militarismus keinen Pfennig und keinen Groschen, wurde das herrschende Heeres s y st e m, aber nicht die L a n�d e s v e r t e i d i- gung bekämpft. Hätten wir aus Haß gegen �as System die Mittel zur Kriegfübrung verweigert, dann hätten wir die Landesvcrieidi- gung unmöglich gemacht, also im.Kampfe wegen eines Systems das Vaterland preisgegeben. Die bessere Einsicht hat die Sozialdcmo- kratie davor bewahrt, den schiefen Weg radikaler Schlagwortpolitik zu gehen, auf dem" die Unabhängigen jetzt verzweifelt abwärts rutschen.___ Aus dem Görlitzcr Wahlvcrcin. Genosse Eberle konnte im Görlitzer Wahlverein die erfreuliche Mitteilung machen, daß in der letzten Zeit 426 Neuaufnahmen in den Sozialdemokratischen Verein erfolgt sind. Im Anschluß daran berichtete Genosse Taubadel über die letzte Sitzung des Parteiaus« schusses, die sich eingehend mit den Finanzen der Partei beschäftigt hat._ Jnöustrie und Handel. sprechende Renke zufließt, so liccjk doch kein Grund vor, unter Patronat des Reiches Aktionären und Börsenspekulationen Ricsengewinne in den Rachen zu werfen. Das Reich kann entweder eine Gewinnbeteiligung verlangen, was als eine die Baulust gefährdende Produktionsbesteuernng aber recht an- fechtbar ist, oder aus so niedrige Preise sehen, daß sowohl es selbst als Großverbraucher, wie auch die Privatverbraucher besser auf ihre Rechnung kommen, oder aber es kann beide Zwecke kombinieren. In keinem Falle aber darf es so weiter- gehen, wie es geht. Hier muß der Reichstag nach dem Rechten sehen. Soziales. RcichS-Familienunterstützung. Die Aufwendungen deZ Reiches au Unterstützungen für die Familien der zum Heeresdienst ein- gezogenen Mannschaften haben im Lause der Kriegszeit sich an- dauernd und besonders nach den Wiederholren Erhöhungen der Monatssätze erheblich gesteigert. Im ganzen sind Mher seitens des Reiches mehr als 10 Milliarden Mark an Familienunierstützungen geleistet worden. lieber die Zureise nach Elsaß-Lothringen bat da« Oberkommando der Heeresgruppe Herzog Albrecht folgende Verordnung erlassen: Zur Zureise nach Elsaß-Lothringcn sind ein Paß- oder Paß e r i a tz und eine schriftliche ReiieerlaiibniS erforderlich. Im übrigen bleiben die Vorschriften über Regelung'des bürgerlichen Verkehrs im Reichsland unberührt, besonders soweit an Stelle von Paß und Reiseerlanbnis anders Ausweise zugelassen. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem, Jahre bestraft: bei Annahme mildernder Umstände kann auf Haft oder Geldstrafe bis zu töOO M. erlangt werden. Von Staats- und gelehrten Sachen. Die„Voss. Ztg.- liebt es neuerdings, ihren Witz am„Vorwärts" zu üben. So bemerkt sie hu unseren gesictgen Betrachtungen über neue Kriegsströmungen in .tlutzland. wir knüpften daran die Mahnung,„die westlichen Gegner un Frieden weniger scharf anzufassen", und fügt hinzu:„Wir furchten, das wird nicht viel helfen, da wohl auch der„Vorwärts nicht verlangt, daß wir uns schlagen lassen, damit wieder dM* � M~■■ e iuyi verlangt, daß wir uns schlagen lassen, damit uns die Feiirde Jieber gut werden."— Solche Redensart ist sedem geläufig, der inmal m einem Kasino gefrühstückt hat. Es ist herzerfnstber.d zu eyen, wie sich jetzt die alte„Vomn" mit den ernsten-,, sich Fragen stch jetzt die alte„Vosssn" mit den ernstesten politischen im Ton des jüngsten Leutnants auseinandersetzt. parteinachrichten. � Der Fall Kampffmcyer. Da über den Konflikt.KampffmcverS mit seinen Kollegen in einem Teil der Parteipreise eine unrichtige Darstellung erschienen war. verofpcntlicht die.Münchener Post" eine Erklärung, der wir folgendes entnehmen: Ohne seine RedaktimiSkollegen zu verständigen, veröffentlichte Gen Kaiiipffmeher am 5. März in der„Münchcner Post" einen Artikel, der für Ablehnung de? Russenffiedens plädierte. Mit seiner Anncht stand Kampffmeycr in der Redaktion allein. Eine Re- daktlonskonferenz. in der verlangt wurde, daß der Veröffentlichung sc wichtiger Artikel eine Aussprache der Redaktionsmitglieder vor- auszugehen habe, hatte kein Ergebnis, da Kampffmeyer zu deren �eginn erklärte, aus der Redaktion anszuscheideii. Die angerusencii Parteistellen entschieden einstimmig, daß die Haltung des Blattes nicht durch einen einzelnen, sondern durch die Gesanitredaktion zu bestimmen sei. Genosse Kampffmeyer, der überarbeitet ist und zu nervösen Erregungszuständen neigt, erhielt einen längeren Ur- lau b bewilligt Weiter teilt die„Müuchener Post" mir: r-■„fränkische Tagespost" bestreitet, daß sie von irgendeiner Seite über einen anderen Sachverhalt in der Angelegenheit der Beurlaubung des Gen Kampffmeyer unterrichtet worden ist. als sie es dargestellt hat. Wir stellen demgegenüber fest, daß in einem Briest des Kollegen Kampffmeyer an den leitenden Revak- .eur-rr. Adolf Braun eine wesentlich andere Darstellung gegeben ist, wie die„Fränkische Tagespost" sie ihren Lesern vorgesetzt hat." Dir Rrichstagscrsatzwahl im Ärcisc Zwickau. Die Leipziger Unabhängigen gehen der Ersatzwahl für den ver- storbenen Stolle mit sebr gemischten Gefühlen entgegen. Kürzlich� wurde sogar versucht, den Burgfrieden gegen eine sozialdemokratische Kandidatur auSzuiv/lcm weil allein die Unabbängigen das erste Anrecht auf den Kreis hätten. Gleichzeitig aber wurde auch davon ffefaselt. daß der Wahlkampf im Jahre 1912 unter der Losung: Gegen den Militarismus! gekämpft worden sei. Daraus möckste man nun den Schluß ziehen, daß die Konsequenz nur die Unabhän- gigenpol'tik sein könnte. Daraufhin wird die Leipzigern: von un- serem �wickauer Parteiblatt kräftig abgefertigt, das bei dieser Gelegenheit auch folgende Reminiszenz aus dem Wahlkampfe von 1912 zum besten gibt: »Im Wahlkampf 1912 traten öfters in Versammlungen Gegner Stolle gegenüber; so auch m Wilden felck und in Zwickau Zementwucher. EineAufgabc für denReichstag. Nack einer Bekanntmachung des zuständigen Rcichskom- missars bleiben die vom 1. Januar bis Ende März festgesetzten Zement hoch st preise bis 31. Mai in Geltung. Es wäre aber zu viel verlangt, wenn man den Zemcntfabrikcn schon � wieder eine Preiserhöhung zubilligen wollte. Die Zement ' fabriken haben an der Kriegskonjunktur im abgelaufenen Jahre Ein neuer Zweig der Krankenfürsorge. Eine Neuerscheinung auf dem Gebiete der Groß-Berüner Krankenfürsorge und eine Tat von sicherlich weittragender Be- deutiiiig für die kaffenärztliche Behandlung im allgemeinen ist die Gründung des„Diagnostischen Instituts der Allgemeinen Orts- krgnkenkasse der Stadt Berlin". Das Diagnostische Institut, das am 1. April 1918 den Aerzten der Allgemeinen Ortskrankeulasse der Stadt Berlin zur Benutzung übergeben wird, hat vor allem den Zweck, den Arzt bei der Diagnosestellung durcb eine genaue, mit allen Mitteln und Methoden der modernen Technik ausgeführte Laboratorilimsuniersuchung zu unterstützen, ihn in der Alisübung seiner Praxis zu entlasten und dem Kassenmitglied alles angedeihen zu lassen, was zur frühzeitigen Erkel.nung und Bekämpfung seines Leidens erforderlich ist. Was bisher»ur den wohIHabcnden Privat- Patienten geboten wurde, soll nun auch dem Kassenpatienten in ausgiebigem Maße zuteil werden. Einem seit langer Zeit fühl- baren Mangel soll Abhilfe geschassen werden durch diese Grün- düng, welche sicherlich gleich freudig von den Aerzten wie von den Mitgliedern der Allgemeinen Ortskrankenkassc begrüßt werden wird. ■'S--.. LMe Nachrichten. Keine japaniscke Intervention. reichlich teilgenommen— dank d e r H i l f e des Reiches, durch dessen Machtspruch die Errichtung neuer Zementsabrikeu untersagt wurde und die bestehenden syndiziert Wurden. Aber leider hat das Reich Unterlässen, sich bei dem stürmischen Auf schwung der Zementkonjunktur einen angemessenen Gewinn anteil zu sichern, auf den vä eben durch seine Hilfe vollen An- spruch gehabt hätte, ja. es hat bei der Höcksstpreisfestsetzung vor ziiglich, man kann fast sagen ausschließlich die Interessen der Zementindustrie im Auge gehabt, obwohl es im Augenblicke selbst Großverbraucher von Zement ist und für die Zukunft angesichts der drohenden Wohnungsnot wahrlich allen Anlaß hätte, für eine Belebung der Baulust durch eine Verbillignng des Baumaterials zu sorgen. Die Höhe der der Zenientindustrie durch die Reichshilse zugeflossenen Gewinne geht aus der folgenden kurzen Auf- stellung der Dividendenerklärnngen für das Geschäftsjahr 1917 hervor, wobei zu bemerken ist, daß auch die Unternehmen, welche keine wesentlich höhere Dividende verteilen, doch eine außer- ordentliche Verbesserung ihrer geschäftlichen Lage zu verzeich- neu haben. 1916 1917 Adler Akt.-Ges.......... 0 Proz. 10 Proz. Alsensche Portland-Zement-Fabrikeu. 0, 0„ Germania Portl.-Zem.-A.-G..... 0„ P, Mark-Portl.-Zem.........0„ 6, Oberschles. Zem.- u. Kalkwerke A.-G.. 6„ 10, Oppeln-Fraundorfer Portl.-Zem. A.-G. 0, 10„ > Oppelner Portl.-Zem-Fabriken... 6„ 10„ Sächs.-Thür. Portl.-Zem.-Favr. A.-G.. 0„ 10„ Schlei. A.-G. für Portl.-Zem.-Fabrikat. 7„ 10„ Silesia A.-G.......... 8. 14„ Teutonia Misburger Poril.-Zem.-Fabr. 0„ 10, Eine große Reihe von Zementfabriken haben also ihre Dividende von 0 Proz. ans 10 Proz. steigern können und es ist selbstverständlich, daß sich diese außerordentlichen Gewinn- stcigerungen auch an der Börse durch höhere Kurse ausdrückten. Dct„Süddeutsche Baumatcrialienhändler" schreibt: „AuS den Börsennoticrungen der letzten Tage gehen riesige Steigerungen der Zementwerke hervor. Einzelne Aktien sind um über 100 Proz. gestiegen. Der ständigen Steigerung der Zement- preise auf Kosten der Verbraucher, der bauenden Industrie und des Staates, sowie zum Bauen gezwungener Städte und Ge- meinden müßte doch nunmehr endlich ein Ende gemacht werden. Die Regierungen haben wirklich auch kein Interesse daran, einer Industrie auf Kosten der Allgemeinheit hohe Kriegsgewinne zu- zuführen."- Ein Baimntemchmer schreibt uns noch über ein besonderes Mittel des Zementsyndikats, seine Elewinnc-zu steigern: „Zu Papiersäclen, welche zum Füllen von Zement verwendet werden sollen, benötigt man sehr viel Papier, da ein Papiersack aus vier Lagen besteht. Dadurch wird der Papier- mangel erhöbt, lvcil diese Säcke eine einzige Füllung aus- halten und dann weggeworfen werden. Für einen Papier- sack benötigt man 2,90 Quadratmeter Papier, das ist bei Bezug eines Waggons Zement in Papiersäcken gefüllt zirka 70 0 Qua- dratmeter Pavierverb rauch. Bei den Zementhändlern abch: liegen Tau sende Stoff- s ä ck e u ii b c it irtz t, weil das Zementsyndikat ganz einfach Säcke zum Füllen nicht annehmen loill, sondern nur 80. Pf. pro Sack zahlt, um denselben Sack wieder um 2,20, M. an den Händler zu verkaufen. Die Zemcntstelle in Berlin hist den Preis für Zement ohne Säcke festgesetzt, folglich müßte man doch auch Zement ohne Säcke kaufen können und in eigene Säcke füllen lassem Eine Bc- schwerde bei dieser Stelle in Berlin hatie keinen Erfolg, weil dieselbe nicht in der Lage sei, dem Syndikat darüber Vor- schriften zu machen.. Die Militärbehörde macht dock allen Geschäften Vorscbriffen, warum nicht den Zementfabriken? Jede Fabrik, welche Kalk, Gips, oder Ehamotte herstellt, ist herzlich froh, wenn die Abnehmer leere Säcke zum Füllen einsenden, nur die Zementfabriken wollen mit den Säcken, weil der Zement nicht schon teuer genug ist, auch noch ein E x t r a g e s ch ä f t machen." Nicht nur die Zementindustrie, sondern auch andere In- dnstrien. wie die Zündhölzchenindustne, die Kaliindustric, die Ziegeleien sind durch Kricgssorderungen vor dem Entstehen n-'uer Konkurrenzwerke gesichert worden. Wenn es auch ver- ständlich ist, daß die Zlvangssyndikate ober die unter gelindem Zwang gegründeten Syndikate die Preise so festsetzen, daß den Aktionären eine etwa der Verzinsung bor Kriegsanleihe ent- London, 30. März. Reuter.„Daily Mail" erfährt ans Tokio vom 2k. März: Der Premierminister hat erklärt, daß Japan de» Bolschewik! freundlich gesinnt ist und es für u n b c g r ü n d c t erachtet, unterdenauge«. bl i ck l i ch e n Verhältnissen eine bewaffnete Jntcr- bcntion zu beschließen. Die Regierung beabsichtigt nicht, große militärische Operationen in Sibirien ein. zuleiten mit dem Zwecke, deutsche Streitkräfte von der West- front abzuziehen. Die von Anfang an in Sachen der Intervention vorsichtig zurückhaltende japanische Regierung hätte sich also� endgültig den Widerständen gefügt, die sich gegen die Idee eines groß- zügigen Einmarsches in Sibirien erhoben haben. Man darf annehmen,' daß die ablehnende Haltung Amerikas bei dieser Entscheidung nicht ohne Einfluß war. Bemerkenswerter als die immerhin zweideutig anmutende Wendung von den nicht beabsichtigten großen militärischen Unternehmungen ist die in der Meldung angedeutete verändert c Stellung- nähme zu den B o l s ch e w i k i s. Auch diese hat eine Art amerikanischer Parallele. Wie aus Stockholm verlautet, bringt nämlich die Zeitung„Nowij Lutsch" die Nachricht, daß die Initiative zu dem von. Wilson dem Moskauer Kongreß ge- sandten Sympathictelogramm nicht von Amerika.ausgegangen sei. � Die Zeitung will ganz bestimmte Anhaltspunkte dafür haben, daß die B o l s ch e w i k i in heimlichen B e z i c h u n- g e n z n A m e r i k a stehen. Basel, 30. März. Nach einer Havasmelbiing aus Tokio er- klärte der Minister des Aeiißrrtt in einem am 26. März im Parlament gegebenen Expose, das, die japanische Regierung sich keineswegs in die innere Politik Nußlands ein- z u m i s ch e n gedenke. Dem deutschen Bormarsch in Rußland gegenüber könne Japan jedoch nicht indiffe- r e n t bleiben. Sollten die Sicherlieit und die vitalen Interessen des Meiches durch die Ereignisse in Sibirien gefährdet werden, dann werde Japan unverzüglich Maßnahmen ergreifen,«in seine eigene Verteidigung vorzunehmen. Die Kammer nahm z» dieser Erklärung keine Stellung und vertagte sich. Schanghai, 30. März. Reuter. Die„North China Daily News" in Charbi» berichtet, daß sich die vorläufige s i l> i r i- f ch c Regierung entschlossen hat, die Durchführung des ursprünglichen revolutionären Programms durch- zusetzen und die Rote Garde zu unterdrücken. Man cr- wartet, daß die neue Negierung die verbündeten Mächte ersuchen wird, ungesäumt mit den militärischen Operationen zu beginnen» um Abhilfe zu schaffen.__ Der Kampf zwischen Somme und Avre. Englischer Heeresbericht vom 30. März. Nördlich der S o m in e fanden nur örtliche Unternehmungen statt. Südlich der Somme gelang es gestern feindlichen Angriffen bei D e- m n i n und M e z i e r c S, unsere Truppen vom letzte» Dorfe zurück- zndrKngen. Wir machten in unseren Gegenangriffen eine Anzahl von Gefangenen. Bei D e m« i n brachen alle feindlichen Versuche, daSTvrf einzunehmen, nach heftigem, den ganzen Rachmmi tag dauern- den Kampf zusammen. In der vergangenen Woche focht unsere Kavallerie mit großer. Tapferkeit im Sattel und zu Fuß und drängte den Feind zurück, wobei sie ihm in zahlreichen Gefechten schwere Verluste beibrachte. Berlin, 30. März. Der französische Heeresbericht dem 29. März 12,50 Uhr vormittags meldet, die Franzosen hätten die Deutschen aus den Törsern Courtenanche.NeSnil, St.Ge- orges und Assanvillers westlich und südlich Montdidier geworfen. Diese Angabe ist falsch. In der genannten Gegend befanden sich ittir deutsche Patrouillen. Ebenso falsch ist die weitere Angabe, daß deutsche hartnäckig fortgesetzte Kämpfe an der Front Las s ig ii y— N o y o n ergebnislos geblieben seien. An dieser Front ist am 28. März überhaupt lein deutscher Angriff erfolgt. Die bewußte Irreführung der französischen öffentlichen Meinung durch amtliche Berichte bezweckt lediglich, die aufgeregte Stimmung Frank- reichs zu beruhigen..__ Ter österreichische Gcncralffabsches über Italien. Wien, 30. März. Das heulige Neue Wiener Abendblatt bringt eine Unterredung mit dem Chef des österroichisch-ungarischen Gene- ralstabcS Generaloberst Baron Arz über die Weltkriegslage. Dieffr sagte: Wir haben in Italien noch einen Gegner vor unS,>dcr wohl in der 12. Jsonzoschlacht einen namhaften Bruchteil seiner 70 Divi- sionen verloren hat, inzwischen aber mit Hilfe der Verbündeten an Streitern und Kriegsmitteln zu ersetzen wußte, was überhaupt zu ersetzen ist. Eine ganz gewaltige Kraftprobe mit diesem«nvermin» dert ländergiorigen Feinde wird nicht ausbleiben können. Lenin erkrankt. Amsterdam, 30. März. Aus Petersburg wirb berichtet: Lenin ist an Lungenentzündung erkrankt. GMerffchHsbkMWNg De«. Verband dcr Sattler und Portefeuillerim Jahre I St7. Das Jahr iQl7 bat dem Verband der Sattler und Pune feuiller einen ei treulichen Ausstieg gebracht. Durch die abflauende Konjunktur und durch vermehrten Einzug der Mitglieder zum Heeresdienst im Jahre 1316 war die Mitgliederziffer auf 8131 ge- funken. Aber schon das erste Vierteljahr des Vorjahres zeigte eine starke Aukwäitsbewegung, die auch im Laufe des Jabres ange- halten hat. Neuaufnahmen wurden 1218 5, darunter 7387 weidliche, gemacht; 2112 weibliche und 2568 männliche Mitglieder, einschließlich der Eingezogene», mußten wieder abgebucht werden. Die Zunahme beträgt insgesamt 7175 Mitglieder, gleich 88,2 Proz, Es liegt also beinahe eine Verdoppelung des Mitglieder- bestandes vor, bei den weiblichen last eine Verdreifachung. Der enorme Wechsel im Milgliederstande ist vornehmlich auf die' veränderten Produktionsforinen in der Alisriistungsindustrie zurück- zuHihren. Die Verarbeitung der Ersatzstoffe, anstatt Leder, öffnete dein Eindringen der Hilfskräste in diesen Beruf Tür und Tor und heute sind mehr weibliche Kräfie als männliche in der AuSrüstuilgSindustrie tätig. Im Lauf des Jahres hat die Verbandsleitmig mehrere gut verlaufene Lohnbewegungen durchaeführt. Zunächst tvurden die Mindestlöhne in der Ausiiistungsindustrie wescinlich gesteigert und im Rahmen deS ReichStarifeS eine erhebliche Tenerungsiulage dlirchgesetzt. Mit dem 86. September wurde dieser Vertrag gekündigt und letzt vor wenigen Wochen wieder mit annehmbaren Verbesserungen erneuert. Des- gleichen wurde für die Lederwarenarbeitcr, Zieiseartikslialtler und Portefeuiller, für das Tarifgebiet Berlin, Offenboch-Frankfurr, Slnttgart und Freiberg in Sachsen eine beachtliche Erhöhung der Verdienste erreicht, so daß die Organisation mit dem Jahr 1317 sehr zusrieden sein kann. Eine Bewegung für die Treibriemen- sattler Deutschlands ist noch nicht abgeschlossen, Die Kassenverhälinifle haben sich gleichfalls gflnstig gestaltet, wenngleich die Kopfeinnahme infolge der Flulruatton zurück- gegangen ist. An Beiträgen wurden 227 366 M. vereinnahmt. Die Ausgaben waren iin allgemeinen recht istäßig. Insgesamt zahlte die Organisation an Unterstützungen durch die Haupt- und Lokal- lassen 7l 366 M., darunter 42766 M. für Kriegsunterstiitzuna. Während der ganzen Shiegsdauer hat der Verband bisher 6l1783 Mark an Unterstützungen ausgezahlt. Trotzdem bat das Verbands- vermögen jetzt eins Million Mark überschritten. Eine Urabstimmung Ende des Berichtsjahres sprach sich trotzdem für ein« mäßige Bei- tragSerhöhung ans. und das Wachstum des Verbandes ist dadurch nicht autgehaltcn worden. Im neuen Geschäftsjahr soll eine durch- greifende Reform der BerbandSsatzungen vorgenommen und ein Verbaiidstag abgehalten werden. Mitgliedergewinn im Schneiderverbaud. An dem Fortschritt, den im Jahre 1317 die Gewerkschaften im allgemeinen zu verzeichnen hatten, partizipiert, wenn auch nicht in dem Umfange wie verschiedene Organisationen, auch der Verband. der Schneider, Schneiderinnen und Wäschecrrbeiter. Er konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 1317 25 476 Mitglieder mustern gegen 21 208 im Vorjahre. Die Zunahme beträgt demnach 4172. An diesem Zuwachs finv allerdings ausschließlich weibliche Mitglieder beteiligt, deren Zahl sich um 4351 erhöhte. Dagegen ist bei den männlichen Mitgliedern ein weilerer Verlust von 773 tku getreten. In Wirklichkeit handelt es sich aber auch hierbei um keinen Verlust, wenn man bedenkt, daß im Jahre 1917 weitere 2266 Mitglieder zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Aus dieser Tatsache ergibt sich demnach ein Gewinn von 1421 männlichen Mitgliedern. Derselbe erhöht sich sogar noch, lvenn weiter berück- stchügt wird, daß im Berichtsjahre 200 männliche Mitglieder verstorben sind._ Den Tod eines hervorragenden Organisators hat der ver- band der Steinarbeiter zu beklagen. In Pirna starb im Alter von 57 Jahren an einem Schlaganfall Karl Riegel. Im sächsischen Sandsteingebiet, in das er vor 27 Jahren ans Württem- berg kommend einwanderte, hat der Verstorbene mit ganze? Seele für seine Berufsorganisation gewirkt. Daneben hat Riegel auch im politischen Kampfe seinen Mann gestanden. Die Pirnaer Arbeiter. schast wühlte ihn vor 16 Jahren in die Stadtverordnetenversamm- lung. Peel a. Cloppenburg vor dem EinigungSamt. Entgegen dem klaren Wortlaut des Tarifs weigerte sich dir Firma Peek u, Cloppenburg, rhren Arbeitern für die Anfertigung einer äußeren Brusttasche die im Tarif vorgesehene Extrabezahlung von 15 Pf, zu gewähren. Da sie auch auf eine Reklamation des Verbände# sich hierzu nicht bereit fand, so wurde dos Einigungs- amt angerufen. In seiner Sitzung entschied das EinigungSamt, daß di« Firma verpflichtet ist, für alle äußeren Brusttaschen an Großstücken, ohne Rücksicht darauf, wieviel Taschen in das be- treffende Stück kommen, 15 Pf. extra zu bezahlen. Die Firma er- kannte dies im Termin dann gleich an. Eine außerordentlich stark besuchte Versautmluag des Personals der GaSrevierinspektiaucn beschäftigte sich mit der Frage der Ein- führung des Achtstundentages in den städtischen Gas- revieren Berlins. Bereits im vorigen Jahr tvar an den Magistrat und die Direktion der städtischen Gaswerke ein entsprechender An- trag gestellt ivorden, nachdem in einer unter dem Personal borge- iwinmeiren Urabstimmung sich die erdrückende Mehrheit für die Einführung des ungeteilten achtstündigen Arbeitstages ausgesprochen hatte. Seit dem 1. Januar dieses Jahres hat nun die Direktion der Gaswerke in 5 von den 33 städtischen GaSrevieren den Achtstundentag probeweise eingeführt. Ueber das Ergebnis dieses Ver- suche» referierte der Vorsitzende des GemeindearbeiterverbandeZ, der Genosse M ü n t n e r. Aus semem Referat wie aus den Berichten der einzelnen Reviere ging hervor, daß sich die Einführung glänzend bcwäbrt bat. Die Arbeiter sowobl wie die Siadtverwal- tung würden bei der Einführung des Achtstundentages gewinnen und nichts verlieren. Der Arbeiterausfchuß erstattete Be- richt über die letzten Verhandlungen mit der Direktion. Auch aus diesem Bericht war zu entnehmen, daß die Direktion mit dem Ergebnis der probeweisen A..... generelle Einführung könne a' strat das Ergebnis gleichfalls gi| habe. In der lebhaft geführlen Aussprache traten alle Redner für die sofortige Einführung des Achtstundentages ein. Eine weitere Verschleppung durch alle möglichen Instanzen dürfe man sich nicht gefallen lassen. Nachdem der Referent im Schluß des Achtstundentages gemachten Erfahrungen für die Stadtverwal- tung sowohl wie für die Arbeiter derartig günstige seien, Saß ein« längere Zögerung! mit der allgemeinen Einführung keinerlei Be- rechiigung hat. Vom Magistrat wird verlangt, daß er der Ein- führung des Achtstundentages alsbald fein« Zustimmung erteilt, so daß diese spätestens ab 15. April erfolgen wird. Für selbstverständlich wurde angesehen, daß die 6 Probereviere auch nach der jetzt abgelaufenen Probezeit den Achtstundentag bei« behalten werden._ Gericktszeitung. Ist die Zigarre ein»Lebens- und Futtermittel"? DieF interessante Frage mutzte vom Schöffengericht Berlin-Mitte be- antlvortet werden. Wegen Vergebens gegen den§ 12 der BundeS- ratsverordnung vom 24. Juni 1316 war der Kandidai des höheren Lehramt# Karl B. aus Königsberg angeklagt.— Der Angeklagte, der leidenschaftlicher Zigarrenraucher ist, erließ, als sein Vorrat zur Neige gegangeu war. rn einer hiesigen Zeitung ein Inserat des JnhaüS, daß jeder Posten Zigarren und Zigaretten„für ein neues Unternehmen" gesucht werde. Neben dem gewünschten Erfolg, daß ihm Rauchstoffe in jeder Form und Preislage angeboten wurden, hatte dieses Inserat auch noch einen unerwünschten Erfolg in Gestalt der jetzigen Anklage. Der erwähnte Paragraph der sogenann- ten ÄettenhandelSverordnung verbietet nämlich das öffentliche An- preisen bezw. Gesuche von»Lebens- und Futtermitteln" ohne be- sondere Erlaubnis, lieber den Begriff.Lebens- und Futtermittel" entstanden nun vor Gericht zum Teil recht spaßhafte Erörterungen. Von dem Verteidiger wurde ausgeführt, daß nach einer Reichs- genchtsentscheidung als ,, Lebens» und Futtermittel" solche Stoffe bezeichner werden, weltfie den menschlichen oder tierischen Ver- dauungsprozeß �durchmachen müssen. Abgesehen von dem Priem- tabak, der tatsächlich einen Verdauungsprozeß durchmache, könne man ein Tabaksprodukt, insbesondere eins Zigarre, nicht als einen solchen Stoff bezeichnen. Demgegenüber vertrat der Vorsitzende, AmtSgerichtsrat von Tresckoiv, den Stmidpunkt, daß die Mehrzahl der Raucher auf Befragen wohl bestätigen würde, daß für sie eine Zigarre ein.LebenSmirtel" sei. welches tätigen Anteil an der Ver- dauung nehme, auch gebe es viele Menschen, die otrne Zigarre einfach nicht leben können, für diese sei es eben in diesem sinne ein „Lebensmittel".— In der Sache selbst kam das Gericht zu einer Freisprechung des Angeklagten, da eine Zigarre nicht als e:n„Lebens- oder Futtermittel" tm Sinne jener BundeSraiSver- ordnung anzusehen ,ei. Dir„doppelte" Braut. Die Neugierde hatte di« lbjährig« Kontoristin Helene M. zu einem Streich veranlaßt, mit dessen folgen sich die S. Kammer des Berliner K a u f m a n n S g e r i ch t» n� beschäftigen hatte. TaS in einer Buchdruckerei tätige jung« Fol! .., �WWWWWW»»__________ Mädchen wußte von einer Dnlegerin, daß diese ihren Verlobten im Felde hatte. DaS hinderte aber dir Anlegerin nicht, sich in Berlin einen Freund anzuschaffen. Eines Tages teilte die Anlegerin der Kontoristin mit, daß sie sich mit ihrem„Herrn" zu verloben ge- denke, und einige Tage spater fand auch tatsächlich die Verlobungs» feier statt. Zu ihrem größten Erstaunen bemerkte nun die Konto» ristin. wie die Airlegerin am Tage nach der Verlobung einen Brief an ihren ersten Verlobten schrieb. Tic Wißbegierde, wie man mit zwei Verlobten zärtliche Motte wechseln kann, ließ der Fünfzehn- jährigen kein» Ruhe; sie nahm den Brief in einem unbewachte« Augenb"' AvS der SchlichtmlgSkommissio« für das Schneider- gewerve- wiederholten Sitzungen der Schlichtungskommission wurde -e verhandelt, ob di« von der Wumba vevgebenen Granatkappen und Bezugs mit den tariflichen Löhnen zu bezahlen feien. Einige der verklagten Unternehmer erklärten, daß sie nicht verpflichtet seien, die tariflichen Löhne zu zahlen, da einmal di« Fabrikate aus Papier feien und anderenteils es sich um andere Muster handle. Auch hatten sie ihre Aufträge erhalten, bevor der Tarif in Kraft getreten war und e» sei ihnen nick- vorgeschrieben, die tariflichen Löhne zu zahlen. Infolgedessen richtete die Schlichtungskommission eine Anfrag« an das Waffen» und MunitionSbch fchaffungsamt, um Slufkläung zu schaffen. DaS Amt antwortete. daß für die Bezahlung der von ihm vergebenen Artikel der Tarif maßgebend sei und daß auch die Unternehmer solch« Presse erhiel- ten, di« ihnen ermöglichen, die tariflichen Löhne zu zahlen. Auf Grund dieser Sachlage hat dann die Schlichtungskommifston die in Frage kommenden Firmen verurteilt, die gefordetten Arbeitslöhne zu zahlen. Hiernach sind für die Granatkappen aus Papier, die in Form des Eisernen KrenzeS geschnitten sind, ein Arbeits- lohn von 13 Pf., für das Schnürednrchziehen und Bündeln pro Stück 1 Pf., also insgesamt 14 Pf. zu zahlen. Die Nähzutaien hat der Arbeitgeber unentgeltlich zu liefern- Augenblick an sich nnd brachte ihn den Eltern nach Hause. EiKpört über die Falschheit der„doppelten" Braut verbrannte sie schließlich das Schreiben. Die nach«vei Seiten hin Verlobte klagt« aber ihr Leid dem Prinzipal, der die sofottige Entlassung der Kontoristin aussprach.— In der Verhandlung fragte der Vorfitzende die eil Zeugin erschienene Anlegerin, ob er richtig verstanden habe, daß sie sich in der Heimat mit einem Herrn verlobt Hobe, während ein anderer Verlobter im Felde stehe, worauf die Zeugin erwiderte, das sei„eine ältere Sache". Sie muhte im übrigen zugeben, daß sie die jugendliche Klägerin in ihre ganzen Herzensgeheitmttss« eingeweiht habe. Auf Grund dieses Tatbestandes kam das Kaufmannsgericht zu der Auffassung, daß die Entlassung zu unrecht er- folgt sei und verurteilte die Firma zur Zahlung des verlangten Restgehalis. Die Handlungsweise der Klag gehörig, ab« ständen nicht WW____ M________ des Arbeitsverhältnisses ausreiche. Die' ältere Mitö»gestellte, die ein so junges Mädchen in ihre Liebesgeschichten einweihe, trage e'it gut Teil der Mitschuld. Das hätte sich auch der Ch«f sagen müssen. iVrttrrauSlichtcn kftr das mittlere Siorddennckitiiui»»« Montag mittag. Ziemlich mild, östlich der Oder trocken und eröht-n- teils heiter, iveiter weUich voriotegend wolkig, mit leichlm Re-cnfällcn Verantwortlich für Politik: Dr. Kr. DleteriS. Berlin-Friedeoa«, für den übrigen Teil deS Blattes:--— Glocke, Berlin. Verlag: VorwörtS-Buchdrnckerci r.. Lindenstrahe 9. Hleez« 3 vcllazen ciia Unicrhalturgbilatt. Ci. 1 Pcrtßcim Strümp!-Reparaturen aus drei Strümpfen zwei\, D 7� o« aus zwei Socken eine/ Reparatuxprds Paar/ O Pf. 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