Nr. 149. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Norwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- b Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: nozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 30. Juni 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Abonnements- Einladung. Nukbarmachung der Spaziergänge.& fahr für die öffentliche Nuhe, Ordnung und Sicher Wir ersuchen alle unsere Freunde und Genossen, nach Man muß es den sächsischen Juristen lassen: sie wissen Kräften für die Erweiterung unseres Abonnentenkreises ihrer Aufgabe, das Staats- und Gesellschaftsgemäuer vor zum 1. Juli thätig zu sein. Es ist das eine Partei- dem Ein- und Umsturz zu bewahren, immer neue Seiten pflicht. Die Hauptstärke einer Partei liegt in ihrer Presse abzugewinnen, so daß das Auge des Beschauers stets wieder je mehr Leser ein Blatt hat, desto größere Macht hat mit Ueberraschung an den wundersamen Schnörkeln und es, und je größer die Macht der Parteipresse, desto größer Arabesken haftet, die sie als Spuren ihrer gesellschaftsdie Macht der Partei, wer dem Partei- Drgan neue Leser retterischen Thätigkeit zurückgelassen haben. Helle" sind die zuführt, stärkt sonach die Partei. sächsischen Juristen, wie nur je einer ihrer Landsleute es gewesen ist. Mit dem 1. Juli eröffnen wir ein neues Abonnement auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblatt hen Sauptſtadt spielt, und zwar noch einige Zeit ſpielen wird, unternommen ober ſtundenlang, ganze Straßßenzüge gesperrt mit der illustrirten Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für die Monate Juli- August- September entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919.) In unserer Nummer 71 begannen wir die Veröffentlichung des geschichtlichen Romans Familien spazieren zu gehen. So mögen denn am 1. Mai Nachmittags Tausende die Kreuz und die Quer durch die Straßen der sächsischen Hauptstadt geschlendert sein. 12 des Vereinsgefeges, der besagt, daß bei dringender heit Versammlungen, sowie öffentliche Auf- und Umzüge und Festlichkeiten verboten werden können, untersagte die Polizei den Umzug. Die Dresdener Genossen fügten sich achselzuckend, obgleich sie sich vollkommen bewußt waren, daß ihr Umzug weder eine dringende" noch überhaupt eine Gefahr für die öffentliche Ordnung herbeiführen würde, da nach ihrer Erfahrung ernstliche Ruhestörungen meistens nur dem ungeschickten Eingreifen übereifriger Polizei- Organe zuzuschreiben sind, während Hemmung des Verkehrs kaum durch Diese Anerkennung zwingt uns der Dresdener Spaziergangs- Volksumzüge, wohl aber dann herbeigeführtzu werden pflegen, prozeß ab, der gegenwärtig vor einem Schöffengericht der sächsi- wenn militärische Märsche durch die Straßen einer Stadt denn schockweise werden da die bösen Sozialdemokraten, die werden, weil irgend ein Prinz festlich empfangen werden soll. sich in den Maschen einer Polizeiverordnung gefangen Aber da nun einmal der Polizei das unbeschränkte haben, zu hohen Geld- und Gefängnißstrafen verurtheilt. Verbotsrecht für Straßenumzüge zusteht, läßt sich nichts Würde dieses Verfahren Schule machen in Preußen, so könnten machen gegen solche Verfügungen, deren stichhaltige Be alle Tage ein paar tausend sozialdemokratische Passanten gründung nicht erforderlich ist. unserer Hauptverkehrsstraßen, harmlose Spaziergänger Die Dresdener Genoffen fügten sich, aber sie wollten und solche, die auf eiligen Geschäftsgängen begriffen sind, sich doch ihr Maivergnügen nicht völlig verkümmern lassen im Kriminalgericht zu Moabit zur Aburtheilung gebracht werden. und so entschlossen sich viele, auf eigene Hand mit ihren Bei weiterem Ausbau des Verfahrens ließen sich dadurch dem immer geldbedürftigen Staat neue Einnahmequellen geschehen ist, die Verurtheilten durch hohe Geldstrafen bis erschließen, wenn man nur fonsequent, wie das in Dresden In der weiteren Behandlung der Sache tritt nun ein zum Weißbluten bringt, Wer weiß, was uns noch bevor- feiner Unterschied zwischen der Ordnungsretterei durch steht. Herr Miquel ist findig und helle, als wäre er selbst sächsische und durch preußische Polizeibeamte zu tage. Ein ein Sächser, und Jurist ist er auch von Erziehung, nicht schneidiger Polizeiverwalter nach preußischem Muster hätte blos Finanzgenie. Als preußischer Finanzminister nimmt ganze Kordons von Schuhmannschaften zu Pferde und zu er, einer bewährten Tradition folgend, das Geld, wo er es Fuß durch die mit Spazierengehen bedrohten Straßen ges findet. Hier liegt es wirklich auf der Straße; man braucht zogen. Er hätte vielleicht nach dem Muster des nur nach Erlaß einer paßlichen Verordnung, durch die Um- 18. Januar Persönlichkeiten mit Gnmmischläuchen in züge verboten werden, einen Schuhmann mit einem Notiz- zweiter Zivilgarnitur als Spaziergänger unter den übrigen büchlein an jede Straßenecke zu stellen, und die neue Geld- Spaziergängern ausschwärmen lassen und dann wäre, sobald erzeugungs- Maschinerie ist fertig. dem auf Ruhestörungen lauernden Auge eines komman Die Einzelheiten des Verfahrens zur Nutzbarmachung direnden Beamten einige Spaziergänger den Eindruc sozialdemokratischer Spaziergänger für die Staatsfinanzen einer Ansammlung gemacht und nicht schnell genug dem und gleichzeitige Ausrottung der sozialdemokratischen Be- Befehl, auseinanderzugehen, Folge geleistet hätten, es zum strebungen sind, dem Dresdener Spaziergangs- Prozeß nach Dreinhauen gekommen; Gummischläuche und die Plempen erzählt, die folgenden: hätten die Luft durchsaust, hageldicht hätte es Jagdhiebe Die sächsische Methode ist verfeinerter, aber der Staat geschickte Tölpel so schlecht getroffen hat."" Ich möchte derte, Stiefel und Wams überwarf, und eine Wolke von wissen, wer wohl eigentlich dem Altbürger an die Kehle Staub aus dem dürftigen Federstrauß seines Baretts blies: wollte," brummte die Alte nachsinnend.-" Mag's ge-„ Der Hornberger ist ein armer Schlucker wie ich. Nur wesen sein, wer da will," erwiderte der Neffe unwirsch versteht er das Schmarozen, trägt feinere Kleider und Den Schafskopf von Mörder sollte man aber vom Hand- reitet einen bessern Gaul." Und treibt sein angewiesen werk jagen. Die Galle peitscht mir das Blut durcheinander, Gewerb besser als Du;" entgegnete die Muhme, zusammenwenn ich daran denke, wie viel wir hätten an uns ziehen räumend und unter den Herd werfend, was ihr nicht gekönnen, wäre der Alte gefaßt worden, wie sich's gehört. eignet schien, vom Gast auf den ersten Blick wahrgenommen Pah! weg mit den Grillen," fügte er schnell hinzu: Von zu werden: Der gute Herr hat Dich oft zum Theilnehmer Ach, möchte es doch ein guter sein!" murrte Beit etwas Anderm. Erzählt mir ein Märlein, deren Ihr so an einträglichem Geschäft erwählt, und merke auf: aus unruhig auf und abgehend: nicht der Junker von Hagen, viele wißt, Muhme, oder besser: singt mir ein Lied aus der keiner andern Absicht kommt er heute." Die Muhme dem ich noch sechs Schillinge vom Brettspiel schulde, und alten Zeit. Der Schleifstein wälzt sich dann hurtiger, und war mit ihrem Aufräumungsgeschäfte noch nicht zu Ende, nicht der Landschaden, dem ich vor acht Tagen das Heu das verdrießliche Geschäft geht schneller von der Hand." als schon der klingende Tritt des Edelfnechtes, sein heller mit Gewalt aus dem Schober nahm, und nicht der Jude Gern, mein guter Junge!" erwiderte Petronella; hing Pfiff und das ungezogene Schnauben seines Hundes hörbar Nathan, von dem ich ein Pfund Heller entlehnte auf meinen das fertig gewordene Wams an den Wandhaken, vergnügte wurde, und Herr und Thier zugleich in das Gemach stürmten, nächsten Fang."- Du wirst doch all' die Leute nicht mit dem Ueberreft des ärmlichen Mahls die hungrige Katze, beide gleich übelgerathene Gesellen. Der Jude. Von Spindler. Neu eintretenden Abonnenten werden die bisher erschienenen Nummern auf Verlangen nachgeliefert. Nach diesem Roman werden wir einen anderen veröffentlichen, der in Berlin spielt und die März Ereignisse des Jahres 1848 schildert. = Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. einen Umzug durch die Stadt geplant. Auf grund des Zum 1. Mai hatten die Dresdener Sozialdemokraten geregnet. Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. " 77 ' " " " " fürchten, Neffe?" sprach Petronella: Den von Hagen ver- und begann, indem sie die Pfanne säuberte und scheuerte, Guten Tag!" schrie der erstere, schüttelte dem entgegentröste, den Landschaden fahre nur grob an, und den Juden mit gellender Stimme ein Lied zu singen von dem Kaiser kommenden Namensbruder die Hand, klopfte der Muhme wirf die Wendelstiege hinunter, daß er den Hals bricht, Rothbart und der Burgmannstochter Gela, das zu jener derb auf den gekrümmten Rücken, und brach in ein unwenn er sich untersteht; denn der Hund ist Dir nicht eben- Beit in und um Gelnhausen, unter Bürgern und Landvolk, gestümes Gelächter aus, als sein Bullenbeißer Petronella's bürtig, und darf Dich in der adligen Ganerbschaft nicht start im Schwange ging. Während nun die Base sang, Katze ansichtig wurde, mit einem Riesensprunge die Fliehende beleidigen. Sei indessen unbesorgt. Es tribbelt mir in und das Schleifrad flog, und die Klingen lust'ge Funken über Heerd, Tisch und Schemel verfolgte, die paar Töpfe einem fort an der linken Hand, und das bedeutet alle Mal sprühten und der Falt auf seiner Stange ungeduldig lauerte der Haushaltung in Staub und Scherben legte, und ein ein Stück Geld, das man einnimmt, oder ein Glück, das und das Gefieder sträubte ob dem störenden Lärm, tam des fürchterliches Gebell erhob, als die Raze durch das Gitter einem bevorsteht." Wollte Gott, Ihr hättet recht, Base!" Burgmanns und Nachbars Jost ältester Bube eilig herauf- des Vorsprungs einen Ausweg gefunden hatte. Mein rief der Junker und stellte sich an den in der Ecke des gesprungen über die dröhnende Wendelstiege und rief in Badan ist ein treuztolles Thier!" jubelte der Hornberger, Gemachs stehenden Schleifstein, um seinen Dolch und sein das offenstehende Gemach: Edler Nachbar! mein Vater die Fäuste in die Seite stemmend, ein Hund ohne Gleichen, Jagdmeffer abzuziehen:" Wenn ich nur der Kaiser wäre, läßt Euch berichten, Ihr möchtet in Wams und Stiefel ich lieb' ihn wie einen Bruder. Laßt Euch den Plunder Frankfurt müßte ich im Sturme gewinnen, und alle Bürger fahren, und die Müze bürsten, denn der Hornberger Herr nicht kümmern, Fräulein Hinkebein. Eure Töpfe mögen niedersäbeln lassen,... die hochfahrenden Hunde, und ist eben angekommen mit Roß und Wagen, und wird immer beim Teufel sein. Ich bezahle sie."- Er warf in ihre Häuser würde ich lauter Adlige sehen, die in Deutsch- gleich bei Euch sein. Er beschickt nur Pferde und Gefährt vornehm eine Handvoll von Weißpfennigen auf den Tisch, land ein unverdientes ungünstiges Schicksal tragen." im Stall!" Der Bube sprang mit drei Säßen die Treppe und flimperte obendrein mit dem Geldvorrath in seiner Du bist noch immer ein findischer Gesell," lächelte die hinab, und schon verkündete das wohlbekannte Gebell des Tasche. Die Muhme machte urplöglich ein freundlich Muhme beifällig.. " Obschon nicht mehr der Jüngste. weit in der Wetterau gefürchteten dänischen Bullenbeißers Gesicht, und ihr Neffe fragte halb neugierig, halb neidisch: Ach, wie Dich Deine gute Muhme liebhaben würde, könntest des Hornbergers Anwesenheit. Hab' ich's nicht gesagt?"" Du thust ja dicke und groß, wie der Schatzmeister des " Du ihr ein sorgenfreies Ende bereiten!"- Das glaube rief die Muhme munter und lustig, Einkehr, freundliche römischen Reichs? Welcher Rausherr oder Müller hat Dir ich," versetzte Beit wader darauflos schleifend: Käm's auf Einkehr hat uns die Kaze prophezeit." Ich hätte den seine Risten oder Sparhafen öffnen müssen?"" Bruder!" ein Wort an, oder eine Handvoll Stahls, wir würden blauen Teufel von der freundlichen Einkehr!" maulte der rief Hornberg vergnügt: Bruder! ein Fang, wie er nicht bald reicher sein, als der alte Frosch, den neulich der un- Neffe, indem er die schweren Holzsohlen in die Ecke schleu- l alle Wochen vorkommt; ich schwör's bei meinem Schuß " wird auch durch fie gerettet und macht dabei noch ein gutes| Köder mit vorzuschlagen. Gegen die reaktionären Be- Jerheben, wenn wir, und die Eigenschaft der Herren vom Heede Geschäft. Unauffällig werden je zwei Schuhleute hinter ſtimmungen haben sich selbst einige Reichsgerichtsräthe, und North als Abgeordnete könnte uns dazu verleiten, wenn Hausthüren oder an Straßenecken postirt, der eine nennt wie Stenglein, v. Bülow, Mittelstädt, gewendet, soweit wir für die Schwindeleien dieser Stüßen der Gesellschaft die die Namen sozialdemokratischer Passanten, der andere schreibt die Vorschläge des Entwurfs die Unabhängigkeit" der nationalliberale Partei verantwortlich machen wollten, wenn sie fein säuberlich ins Büchlein. Dann sind für jeden Richter noch mehr als heute gefährden. Trotzdem hat der wir die Unterschlagungen des Landschaftsdirektor Dr. Wehr Namen zwei Zeugen da, und durch zweier Beamten Mund Bundesrath auch diesen Vorschlägen im Großen und Ganzen mit der freikonservativen, die Diebstähle, Erbschleichereien wird zweifellos die Wahrheit kund. Sind so ein paar hundert nunmehr zugestimmt. Das erhellt aus dem Abdruck des und Betrügereien des Zentrums Abgeordneten Konrad Namen gesammelt, dann erhebt der Staatsanwalt gegen die Entwurfs in seiner jetzigen Fassung, den der Reichs- Fischer mit der ultramontanen Partei in Verbindung bringen Notirten die Anklage wegen Theilnahme an einem verbots- Anzeiger" in seiner gestrigen Abendausgabe veröffentlicht. wollten. Wir thun dies nicht, wir machen keine einzelne widrigen Umzuge und wegen Verkehrsstörung auch der Darnach soll z. B. nicht mehr das Präsidium des Gerichts Partei für die Schwindeleien und Schuftereien eines ihrer mit Recht so sehr beliebte grobe Unfug" könnte vielleicht anordnen, wie die einzelnen Kammern zusammengesetzt Mitglieder verantwortlich, falls die Partei sich nicht mit zur größeren Sicherheit fünftig mit eingeflochten werden werden. Vielmehr soll diese Anordnungen die Landes- den Schuften und Lumpen solidarisch erklärt. Wir machen und fertig ist die Anklage. Justiz verwaltung treffen. Dadurch würde der für die Korruption unsere ganze Wirthschaftsordnung, das Dem hohen Dresdener Gerichtshof genügte die That- absoluten Willkür für Zusammensetzung der Straflammern, Streben nach kolossalen Reichthümern, die vor sache, daß einige 6-8000 Menschen von den Argusaugen insbesondere bei politischen Prozessen ein so breiter Spielraum nichts zurückschreckende Profitsucht, die auf Aus: der polizeilichen Wachtposten Nachmittags in den Straßen gewährt werden, wie ihn nicht einmal Staaten mit absoluter bentung gegründete Wirthschaftsordnung verantwortlich. der Stadt umherwandelnd beobachtet beobachtet wurden, um Verfassung befizen. So stände beispielsweise, falls dies Kind Wir kämpfen einen prinzipiellen Kampf. Wie kläglich ist das Verbrechen des ordnungsmäßigen Umzuges zu ultrareaktionärer Bäter Gesetz würde, selbst dann nichts im dagegen die Taktik unserer Gegner, die, wenn einmal ein fonstruiren, trotzdem die Ordnungswächter zugeben Wege, daß die Landesjustizverwaltung etwa die Vertheilung Arbeiter, was sicher nicht zu billigen ist, was aber aus der mußten, daß ein geschlossener Bug nicht wahrnehm- der Richter in die Kammern der Staatsanwaltschaft Noth und Arbeitslosigkeit sich in 9 von 10 Fällen erbar gewesen sei, und zwischen den einzelnen Abtheilungen überträgt, die ja schon heute leider das gesammte Straf- flären läßt, von anvertrauten Geldern etwas für sich verfich Abstände von 2 bis 15 Schritt befunden hätten. Je- verfahren beherrscht. Disziplinirungen durch Versetzung in wendet, die dann die sozialdemokratische Partei verantmand befand sich in einer Abtheilung", wenn er mit seiner eine andere Kammer wegen offener Kundgebung seiner wortlich machen, einen solchen Vorgang als Bild aus dem aus mehreren Personen bestehenden Familie zusammenging. ehrlichen, innersten Ueberzeugung würden dann durch Zukunftsstaate" charakterisiren und in dieser Weise die Die Paffanten der Umzugsstraßen" waren noch dadurch aus gesetzlich erlaubt sein. Es ist gut, daß der Sozialdemokratie zu bekämpfen suchen. So verwerflich eine künstlich vermehrt worden, daß die Polizei andere Straßen Entwurf durch solche Bestimmungen zeigt, daß die Un- solche Taktik für jedermann ist, sie ist frivol und unver für Spaziergänger gesperrt hatte. Nach diesen Kriterien abhängigkeit der Richter in einem Klaffenstaat eitel Legende schämt, wenn die Parteigenossen der v. Heede, North, des ordnungswidrigen Umzuges bemessen, würden sein muß, daß die Gerichte nichts anderes sein sollen, als Wehr, Fischer und deren noch nicht entdeckten zahlreichen sich durch die Leipziger Straße, die Friedrichstraße von der Verwaltungsbehörde durchaus abhängige Genossen sich ihrer bedienen. in Dresden. Lettern. gefaßt. F und anderer Haupt Verkehrsadern Berlins unablässig Juftitutionen, die nach Maßgabe der Tonart, die die Vervom Morgen früh bis spät in die Nacht„ ordnungswidrige waltung angiebt, für die Interessen der herrschenden Klasse gehaltenen Plenarsizung einer Eingabe sächsischer HausDer Bundesrath hat in der am 28. d. M. abUmzüge" wälzen, deren einzelne Abtheilungen noch viel oder für eine Gruppe innerhalb dieser Klasse einzutreten weber und Spuler, betreffend die Befreiung von der Verdichter gedrängt hinter einander marschiren, als am 1. Mai haben. Der Entwurf beseitigt ferner in den 88 Paragraphen, sicherungspflicht nach dem Invaliditäts- und Altersversiche die er enthält, fast jedes Restchen von Garantie gegen Berrungsgesetz feine Folge gegeben. Außerdem wurde über Die Aufnotirten wurden dann truppweise zu hohen urtheilung Unschuldiger: Die Voruntersuchung soll noch eine größere Anzahl von Vorlagen, Anträgen und EinGeldstrafen, die vermutheten Zugführer sogar zu Gefängniß mehr zu Ungunsten des Angeklagten eingeschränkt, gaben, betreffend Zoll- und Steuerangelegenheiten, Beschluß verurtheilt. Nichts half es dem Einen oder dem Andern, sein Vertheidigungsrecht noch mehr beschränkt, der daß er nachweisen konnte, von der Verordnung über Polizei ein noch größeres Operationsfeld wie hente haupt keine Kenntniß gehabt zu haben. Der herr- eingeräumt werden. Die Betheiligung des Laien- Einheitliche Eisenbahn Tarife werden wir im liche Grundsatz Unkenntniß einer Polizeiverordnung elements an der Rechtsprechung in Straffachen soll noch Deutschen Reiche in absehbarer Zeit noch nicht erhalten. schützt den Unterthanen nicht vor Strafe" hat niemals einen mehr eingeengt werden. In Schwurgerichtssachen wird der Die Verhandlungen, welche schon drei volle Jahre gedauert überraschenderen Beweis feiner Anwendbarkeit gefunden, als Vorsitzende geradezu dazu herausgefordert, die Geschworenen haben, sind ohne Erfolg im märkischen Sande verlaufen. vor dem Amtsrichter Bockwitz in Dresdent. zu beeinflussen. Wer auf frischer That betroffen oder ver- Die Verwaltungen der süddeutschen Bahnen haben endgiltig So find denn am Mittwoch bei der Verurtheilung folgt ist, soll, auch wenn er des schwersten Verbrechens be erklärt, daß sie einerseits die vierte Wagenklasse nicht eindes ersten Halbhunderts nicht weniger als 4250 Mart schuldigt wird, falls dies nicht zur Zuständigkeit des Reichs- stellen, andererseits aber auch die Rückfahrkarten, die zehnund am Donnerstag 4450 Mart herausgesprungen für oder eines Schwurgerichts gehört, von der Staatsanwalt tägige Giltigkeit derselben, die Abonnementstarten und die Gerichtskasse, und auf eine fünfstellige Biffer fchaft sofort dem zuständigen Gericht mit dem Antrag sonstigen Erleichterngen nicht aufgeben wollen. Dagegen wird die Gesammtsumme nach Erledigung der auf fofortige Aburtheilung Aburtheilung vorgeführt werden. beharrt die preußische Staatsbahn Verwaltung auf dem weiteren Anklagen gegen die Dresduer Spaziergangsver Der Bethätigung des politischen Haffes und poli- gerade umgekehrten Standpunkte, womit eine Einigung endbrecher sicher noch steigen. Möglich ist es allerdings, wenn tischer Verfolgungssucht wird der allerbreiteste Spiel- giltig ausgeschlossen scheint. auch nicht wahrscheinlich, daß die Berufungsinstanz raum von Rechts wegen geschaffen. Ja, es soll Das allgemeine Bedürfniß nach einer Verbilligung der diesen Urtheilssprüchen ihre Bustimmung versagt. Sicher sogar dann dann Untersuchungshaft zulässig sein, Eisenbahn- Tarife wird von den Regierungen, vor allem der aber verdient auch dann der Name Bockwitz neben dem wenn Thatsachen vorliegen, aus denen zu schließen ist, preußischen, einfach ignorirt. Namen Brausewetter in den Annalen der deutschen Rechts daß der Angeschuldigte seine Freiheit zur Bes pflege eingetragen zu werden und zwar mit goldenen gehung neuer strafbarerHandlungen mißrischen Nationalrath beantragt Joos, der Bund sei einzuInternationale Fabrikgesetzgebung. Im schweizebrauchen" werde. Nichts hindert dann, sozialdemo- laden, den vor 12 Jahren von Oberst Frey, dem jetzigen fratische Redakteure, Agitatoren, mißliebige Personen wegen Bundespräsidenten, gestellten und vom Rath angenommenen irgend einer vermeintlichen Frevelthat Monate lang in Unter- Antrag auf Anknüpfung von Unterhandlungen behufs Ansuchungshaft zu sehen. 6 Wochen lang soll nur dann Unter- bahnung einer internationalen Fabrikgefeßgebung nunmehr fuchungshaft verhängt werden dürfen, wenn die hoch zur Ausführung zu bringen. wohllöbliche Staatsanwaltschaft dies beantragt!- Sollte es Ein neues Ausnahmegesek. Das Plenum des allzu schwer fallen, den bürgerlichen Parteien im Reichstag Bundesraths hat in seiner Plenarsizung dem Entwurf eines ganz klar zu stellen, daß lediglich Arbeiterinteressen durch franzöfifchen Kammer, Das Manifest der sozialistischen Gruppe der das unmittelbar nach der Gesetzes mit dem harmlos flingenden Titel„ Gefeßentwurf die reaktionären Bestimmungen getroffen werden können? Präsidentschaftswahl erlassen wurde und dessen wir bereits betreffend Aenderungen und Ergänzungen des Gerichts: Schon jetzt liebäugelt ein Haufe fich liberal nennender Erwähnung gethan, lautet vollständig wie folgt: verfassungs- Gesetzes und der Strafprozeß- Ordnung", wie zu Blätter mit dem Entwurf, aus dem sie fürsorglich nur die erwarten war, seine Zustimmung ertheilt. Der Entwurf Flitterverbrämung ihren Lesern mittheilen. wird also den Reichstag in seiner nächsten Tagung be- Ein kleines Panama in Preußen. Durch die schäftigen. Im Januar d. J. wurde dies reaktionärste Enthüllungen über den Selbstmord des nationalliberalen Machwerk aus den letzten Jahren- und an reaktionärer Landtagsabgeordneten vom Heede ist ein kleines Zipfelchen Waare ist der Gesetzentwurfs- Laden in dieser Zeit wahrlich von der schweren Decke, mit der die Korruption in Deutschnicht arm gewesen von Preußen dem Bundesrath vor land von den herrschenden Klassen verhüllt wird, weggezogen gelegt. Ueber die Vorlage haben wir in Nummer 14, worden. 16, 22 unseres Blattes und später wiederholt berichtet. In den Ausschüssen des Bundesraths entstand dann nicht das Folgende: wegen des wesentlichen, reaktionären Inhalts des Entwurfs, sondern wegen des Flitterkrams Uneinigkeit, mit dem unter der Etikette„ Einführung der Berufung" und Entschädigung unschuldig Verurtheilter" die reaktionäre Waffe gegen jede Spur von„ Unabhängigkeit" der Gerichte und gegen Schutz des Angeschuldigten vor unrichtiger Gesetzesunwendung und unberechtigter Verhaftung umwidelt war. Schließlich einigte man sich dahin, auch diesen Dolitische Leberlicht. Ieberlicht. " " Berlin, den 29. Juni. " patron! Das Wichtigste aber muß ich jetzt gleich vom Herzen drücken. Base Peterlein, und Du mürrische Rauchschwalbe! Angezogen, aufgepußt, aufgegessen; ich bringe Euch die Aussicht auf eine Schlemmerei von vierzehn Tagen wenigstens."- Eine Schlemmerei?" fragte Beit mit gefpigtem Dhre: Bon vierzehn Tagen?" wiederholte die Muhme, deren Antlig die frohste Hoffnung auf eine Frist des Wohllebens abspiegelte." So ift's," versetzte der Hornberger; ich bin geritten wie ein Dieb, und ehe es noch zwölfe schlägt, müssen wir aufbrechen. Unser guter alter Degen, der ehrliche Bechtram von Bilbel ladet Euch beide höchstens zu Gaste auf seine Beste." Bechtram von Vilbel?" begann die Muhme staunend. „ Ei, wie kommt denn der geizige Hellerfuchs dazu, uns einzuladen?" setzte Beit mißtrauisch bei:" Seitdem er aufgehört hat, der Feldhauptmann der Frankfurter Spießbürger zu sein, und wieder adlig Handwerk treibt, hat er sich nie um mich be fümmert, obgleich er mich das Raufen lehrte; um die Muhme noch weniger. Wie soll ich denn die Einladung verstehen?"- Redlich und annehmbar," antwortete Hornberg, mein adlig Wort darauf. Jezt aber, Gott verdamme mich, mag die Base sich zum Aufbruch rüsten, denn in diesem Aufzug einer Küchenhere nehm' ich sie nicht mit." „ Aber Du liebes junges Blut", entgegnete die Alte, verlegen umher trippelub: wenn ich nur erst wüßte " " .. ist es Ernst?.. und wie werde ich fortkommen, ohne Pferd noch Esel...?"" Dafür ist gesorgt", fuhr Horns berg fort: Aber, potz Kreuz und Dorn! So sputet Euch doch einmal. Während Ihr Euch in den Staat werft, will ich Eure Neugierde befriedigen."- Jn's Himmels Namen denn!" seufzte die Alte, suchte aus ihren Taschen ben felten gebrauchten Schlüffel zur Truhe des Hauses, und hinkte in eine Ecke des Gemachs, wo der über einen ausgespannten Strick gehängte, abgetragene, und hie und da durchlöcherte Reitmantel des Leuenbergers, Petronellens Lagerstätte und ihre wenigen Habseligkeiten, dem unbescheidenen Auge des Besuchers spärlich und nothdürftig verbarg. ( Fortsetzung folgt.) Die ,, Halver Zeitung" schreibt über den Fall vom Heede Unsere Gemeinde steht unter dem Druck schwerer Ereignisse. Der Tod des Abg. v. Heede steht in ursächlichem Zusammenhang mit der Konkurs- Erklärung der hiesigen Volksbank. Der Kassirer der Bank, Aichmeister Becker, hat seinem Freunde vom Heede im Laufe der Jahre einen Kredit gewährt, dessen Höhe sich jetzt noch nicht genau feststellen läßt, der aber so hoch ist, daß er die Konkurserklärung zur Folge hatte. Der Abgeordnete vom Heede, welcher Direktor der Bank war, machte den ihn erdrückenden Verpflichtungen durch seinen gewaltsamen Tod ein Ende; der Kassirer der Bank wurde heute Nachmittag in Untersuchungshaft gebracht. Daß die Aufregung unter den Bewohnern unserer Gemeinde eine so allgemeine und große ift, wie wohl bei keinem sonstigen Ereigniß, von denen viele traurige in den letzten Jahren sich hier zutrugen, läßt sich leicht denken; beträgt doch die Höhe der eingelegten Spargelder 400 000." Der„ Tremonia" gehen noch folgende weitere Mittheilungen zu, für die dem Blatte die Verantwortung überlaffen bleiben muß: Bürger! Ein den Ralliirten*), dem Bourgeois Zentrum), der senatorialen Gebrechlichkeit und allen forrumpirenden Einflüssen des Kapitals überliefertes Parlament hat soeben Herrn Casimir Perier von Anzin, den Mann der orleanistischen Reaktion zur Präsidentschait der Republik erhoben. Die sozialistischen Erwählten haben ihre Pflicht gegen die Republik und gegen die Arbeiter bis zu Ende erfüllt. Eben weil wir Prinzienmänner sind, sind wir Männer des Kampfes und der That. Wir haben uns weder der Abstimmung enthalten, noch unsere Stimmen auf einen der unsrigen verlieren wollen. Wir haben gegen Perier und gegen Dupuy für Männer gestimmt, die nicht unsere Jdeen vertreten, aber die nicht systematisch mit der Rechten, mit dem Klerikalismus, mit dem Gelbe regieren wollen. Durch die Koalition der Klerikalen, der Ralliirten und der Kapitalisten des Zentrums hat die Republik selber einen Stoß erhalten, ist sie selber in Gefahr gebracht worden. Darum war es auch, daß wir in Eurem Namen die Proflamation dieses standalösen Votums mit dem Rufe: Nieder mit der Reattion! aufgenommen haben. Auf eine Präsidentschaft des Rampfes gegen die Jdeen. und Männer der Republik wird das Land mit der Bekräf tigung feines republikanischen, die Arbeiter mit der Bekräftigung ihres sozialistischen Glaubens antworten. Nieder mit der Reaktion! Hoch die soziale Republik! Zur Wahl des neuen Präsidenten der französischen Republik wird uns aus Paris unterm 27. Juni geschrieben: Es " Herr vom Heede hat über 400 000 m. Wechsel auf die ist geschehen; Perier ist zum Präsidenten der Republik ernannt Volksbank in Zirkulation gesezt und seinem Mitdirektor mit der Pistole in der Hand vor langer Zeit die dafür hinter worden, die Ausbeuterwelt hat gefiegt. Ueberrascht hat diese legten Depots abgenommen, so daß nicht allein die Spar- Wahl niemanden, auch die Sozialisten nicht. Thaten diese auch einlagen verloren gehen, sondern die Aktionäre der Volksbank im Interesse des Fortschritts der Republik( ihr möglichstes, um 50 pCt. des Aktienkapitals, von dem bisher nur 50 pet. ein- diese Wahl zu hintertreiben, so hatten sie sich doch keinen Augengezahlt waren noch nachzahlen müssen. Herr vom Heede blick der Illusion hingegeben, Perier zu Falle zu bringen. Kammer war in Berlin, diskontirte dort bei Abel. Ko., A. Ruß jr., 2. M. Bamberger, Beuver, Ovenstein u. Koppel, H. S. Aschrott, und Senat haben zu sehr gezeigt, welcher Geist sie beherrscht, um Sönderop u. Ro. u. s. w. die Wechsel der Volksbank, die er von ihnen zu erwarten, daß sie, zur Nationalversammlung verderartig einlöste, daß er bei einer dieser Firmen von einigt, wider diesen Geist handeln würden. Was mehr Wunder Neuem diskontirte, um bei der anderen zu bezahlen, so hatte er Kredit, ohne daß eine Firma von der anderen etwas nahm, war, daß Dupuy nur 97 Stimmen erhielt. Ueber die merkte. In seiner Eigenschaft als Abgeordneter und Ursache dieses Mißerfolges fursirten heute in Versailles zweierlei nachdem er im Jahre 1883 äußerst geschickt die Konzession Versionen. Die eine besagte, daß dies ein abgekartetes Spiel der Altenaer Schmalspurbahn besorgt hat wofür er gewesen sei. Dupuy hätte seine Randidatur im letzten Augenübrigens nicht 60 000 m., sondern 100 000 Mart Provision erhalten gegen die glaubten die Berliner Firmen Versicherung daß er zurückgezogen, feinen Einfluß für Bahngeschäfte benußen za tönnen, und Ministerpräsident bleiben beziehungsweise mit der Bildung des waren ihm aus diesem Grunde gefällig. Die ganze Agitation neuen Rabinets das gegenwärtige ist nach der Wahl des im Abgeordnetenhause, welche seiner Beit betreffs der direkten neuen Präsidenten als demiffionirt zu betrachten Gisenbahnlinie Köln- Kaffel in Bewegung gesetzt wurde, war blick betraut von dem befannten Bantier Aschrott( früher in Kaffel) in werden würde. Die zweite Version hingegen fagt, daß Dupuy Szene gesetzt und vom Heede der Agitator, der hinter den von Perier's Freunden gezwungen worden wäre, auf seine KanKoulissen von Aschrott gelenkt wurde. Herr Dr. Hammacher didatur zu verzichten, weil er die geheimen Fonds zur Lancirung lieh dem Verstorbenen im April 18 000 M., ani Sonnabend, feiner Wahl benuht hätte, was sie ihm, falls er gewählt würde, zwei Tage vor seinem Tode, entlockte vom Heede der Firma Soenderop u. Go. 18 000 m. Wechsel, mit denen er einen öffentlich vorwerfen würden, während sie, trete er von der Kangleichen Betrag, der im Juli fällig war, einlöse wollte, ließ didatur zurück, den Schleier darüber breiten wollten. Wie dem aber diese 18 000 m., statt, wie festgefeßt, gonz bestimmte Wechsel damit einzulösen, am Montag ali am Tage Die monarchistischen Abgeordneten, welche die Maske der feines Selbstmordes in die Hände des Herrn Dr Hammacher Republit vorgenommen. gelangen." Welch' Geschrei würden die nationalliberalen Blätter reter der Geldaristokratie und Schlotbarone. Die opportunistischen Abgeordneten und eigentlichen Ver aufgenommen hat. " Theil an den Menscheurechten nun vorenthalten. nun auch immer sei; in jedem Falle ist es den Sozialisten, die nationalen Ueberwachung der Anarchisten in Vorschlag zu 1 Die ganze, von fozialen Mitleiden angeblich bis in ihre gegen Perier und Dupuy stimmten, lieber, daß ersterer den Sieg bringen. Gleichzeitig soll ein Bentralbureau für Informationen Tiefen erschütterte Gesellschaft, die flüchtig beim Morgenkaffee davontrug, weil er viel offener und rücksichtsloser als Dupuy und gegenseitige Benachrichtigung bei irgend welchen Be- darüber hinliest, daß binnen wenigen Tagen fünfhundert Grubenden Kapitalismus und die Reaktion vertritt und mit ihm, dem wegungen berüchtigter Anarchisten eingerichtet werden, welches arbeiter ihr färgliches Dasein verloren haben, diese ganze Heuchlermillionenreichen Bergwerksbefizer von Anzin, die Trennung die strengste Kontrolle üben soll. Das Bureau foll möglichst gesellschaft erbebt doch nun plöglich in starrem Entsetzen, da Herr an einen zentralen Ort Europa's, zum Beispiel nach Genf, Sadi Carnot unter dem Messer eines fanatischen Mordgesellen zwischen Bourgeoisie und Proletariat und deren entgegen- verlegt werden. fich verblutet hat.. Gewiß ist die That abscheulich, um so abgefeßten Interessen viel klarer zum Ausdruck kommen. fcheulicher, weil fie prattisch nublos ist und nur dem Schrecken, Mit seiner Erhebung zur Präsidentschaft der Republit Carnot's als Theil eines großen internationalen der ersten franzöfifchen Schreckensmänner weniger abscheulich Der Versuch wird gemacht, die Ermordung dem blinden, die Wege bereiten soll. Aber waren die Thaten hört jede heuchlerische Verwischung und Vermischung Verschwörungs- Programms hinzustellen. Es und weniger nußlos? Und ist es im Ernst möglich, Robespierre zwischen Kapital und Arbeit auf. Von heute an giebt es und ist das nur zu erklärlich. Alle die ein Interesse daran zu verrlichen, Lazare Carnot einen großen Mann zu nennen, vor kann es nur noch zwei Parteien in Frankreich geben: Die Partei haben, derartige Verbrechen politisch auszubeuten, haben dem Vollbringen der Nihilisten, die nicht einmal eine Volks= der Sozialisten auf der einen und die der Antifozialisten auf der begreiflicherweise auch den Wunsch, sie auf einen gemein- ftimmung, sondern nur das unklare Wünschen eines philosophisch andern Seite. Zwischen diesen beiden Parteien hat nun Jeder, samen Ursprung und Plan zurückzuführen, weil dies die niederzutnien und doch den Mörder Sadi Carnot's als eine verüberfütterten Studentenproletariats repräsentiren, in Anbetung der sich nicht feige vom Rampfe zurückziehen und blos den natürlich aber das Streben ist, so albern ist auch in diesem schauung, der dte Mittel zum Bed geheiligt werden, die alles Wirkung auf das Gemüth der Massen verstärkt. So thierte Bestie zu brandmarken? Es ist möglich für eine AnMarodeur spielen will, zu entscheiden. Das arbeitende Volk Falle der Versuch. Carnot hat niemals persönlich eine genattet, was gegen den Abel, den Feudalismus und für hat sich bereits entschieden. Und was nun? Das erste, was hervorragende Rolle gespielt und geschehen werde, sagte gleich nach Proflamirung Perier's zum faß niemandem An- die Großmacht der liberalen Bourgeoisie gethan worden zu persönlichem Haß gegeben. Wenn die ist, und die alles verdammt, was mit denselben Mitteln Präsidenten der Republik ein der Armee angehöriger Abgeordneter, halbverrückte Louise Michel sagt, Carnot sei der Vertreter heute zu gunsten der schwarzen Schaaren unternommen wird, dessen Rang und Namen ich aus leicht begreiflichen Gründen der Bourgeoisrepublik und des Panamaſchmuges, und als denen die Eroberer der Menschenrechte den prahlend verheißenen verschweige, das erste wird die Ernennung von Faustpräfekten solcher sei er erstochen worden, so ist das haltloses Gerede; fein, und bei den geringsten Anlässen wird man die Armee gegen mit dem Panamaschmuz hatte Carnot nichts zu thun und Mar Herr Miquel nicht einst drauf und dran, Bauern das Volk marschiren laffen, aber natürl.ch nicht unter dem Kom- für die reaktionären Orgien der Bourgeoisrepublik ist aufstände zu organisiren? Hat Herr Crispi nicht noch als 35mando von republikanischen Offizieren, wie er einer sei, sondern er in weit geringerem Maße verantwortlich als die Casimir Bomben ertheilt? Und hat Herr Kowalewski, der heute die rechte jähriger Mann den Genossen Unterricht in der Fabrikation von von solchen à la Gallifet." Dieser Ausspruch allein zeigt, welche Perier, Dupuy und viele andere. Man fann sogar sagen, Sand des Herrn Witte ist, nicht wegen nihilistischer Umtriebe Bedeutung dieser Wahl selbst Männer beilegen, die nicht zu den herausfordernden Persönlichkeiten der französischen Republik Carnot war einer der harmlosesten, am wenigsten zum Haß in der Peter- Pauls- Festung gesessen? Sozialisten zählen. Nun, die Sozialisten, an Kämpfe gewöhnt, und nur ein abnormes Gehirn konnte in ihm den verab- au finden, den Gemordeten zu verhimmeln und den Mörder als Nicht darum handelt es sich, jetzt heuchlerisch gerührte Phrasen werden sich, was auch immer gegen sie unternommen werde, scheuungswürdigen Ausdruck der Verderbtheit und Unter- einen Anarchisten zu etikettiren. Für die bedrohte Gesellschaft weder in ihrer Propaganda beirren, noch sich zu unüberlegten drückungswuth der heutigen Gesellschaft erblicken. Schritten hinreißen lassen. Davon zeugt auch das Manifest, das und für ihre der Gefahr am meisten ausgesetzten Führer, für Was zur Unterstützung der Verschwörungs Hypothese Wölfer und Könige und Präsidenten, kommt es darauf an, daß die sozialistische Gruppe gleich nach der Wahl Perier's erlassen nachträglich von Warnungen erzählt wird, die der fran- sie nicht in eitlem Brunten und Jagen und Tändeln, sondern in hat und mit dem Ruse schließt:„ Nieder mit der Reaktion! Hoch öfifchen Polizei vor der That zugegangen seien, ist ein ernster Arbeit ihre Tage verbringen und daß die entscheidende die soziale Republik!" mit dem sie bereits auf dem Kongres in fältiger Klatsch. Wenn die Polizei wirklich Warnungen Stunde sie in besserer Zuversicht und mit ruhigerem Gewissen als Versailles die Ernennung Perier's zum Präsidenten der Republik erhalten hätte, würde sie Carnot nicht ohne unmittelbare die Teichtherzige Schaar der Capet und Carnot trifft." Bedeckung haben ausfahren lassen; oder sie hätte sich mit Weshalb erwähnt Herr Harden nicht die blutigen einer schweren Schuld belastet, und alle in Frage kommenden Thaten des Massenmörders Gallifet, der in der BlutBeamten müßten als Mitschuldige des Mörders auf die maiwoche 1871 Taufende megeln ließ? Weshalb gedachte Anklagebank gebracht werden. er nicht der zahllosen Opfer des glorreichen" Krieges 1870/71? Weshalb ließ er die Attentate Hödel's und republikanischen Blätter zur Hand zu nehmen. Und wenn es nur der Bourgeoispresse über den Anarchismus zu entdecken, ist drückung der Arbeiterklasse durch die Hödel und Nobiling, Eine vernünftige Ansicht unter dem öden Gerede Nobiling's und die Fruktifizirung derselben zur Unters ein solches Blatt giebt, so ist es sicherlich die von Cassagnac ein solcher Ausnahmefall, daß er besonders erwähnt werden den Abgott des Bundes der Landwirthe, nahestehenden redigirte Autorité", beren Chefredakteur es schon zu wiederholten Malen ausgesprochen hat, daß er der Republik gerne den muß. In der„ Kölnischen Volks- Beitung" fanden wir politischen Kreise unerwähnt? Hals umdrehen möchte. In seinem heutigen Leitartikel läßt sich einen Artikel über den internationalen Anarchismus, den nun Cassagnac wie folgt über den neuen Präsidenten aus:„ Wir u. a. die Kollegin des Kölner Blattes, die Germania", Die sozialistische Partei der italienischen Arbeiter gestehen, daß von all den schlechten Wahlen, die der Kongreß und der vermuckerte Reichsbote" mit vielem" Nugen lesen richtet aus Anlaß des Attentates gegen Carnot folgendes treffen konnte, die des Herrn Cafimir Perier uns am wenigsten fönnten. Wir heben aus demselben die folgenden Stellen Manifest in zehntausenden Exemplaren an die Genossen. mißfällt. Durch seine Streifarbeit, sein Vermögen, feine hervor: Ter italienischen Presse, die dasselbe wörtlich abdruckt, entBergangenheit, feine Festigkeit giebt er all die Garantien, die nehmen wir den hier folgenden Wortlaut: man unter einem so wenig stabilen und so reaktionären Regime, wie es das republikanische ist, wünschen kann. Rampfpräfident. Es ist das eine Gewähr für die soziale Er ist ein Sicherheit und es wäre ungerecht, dies nicht anzuerkennen. Wir wiederholen, daß der Charakter, die Sitten, die Tendenzen des Herrn Casimir Perier ihn unvermeidlich zur beständigen Ausübung der persönlichen Macht führen wird. Das ist nicht mehr der dünne Balten, auf dem die rothen Fröiche tanzten und fich erleichterten. Das ist vielleicht der Kranich, der sie verschlingen wird. Sie haben sich sehr unvorsichtiger Weise einen König gegeben. Wir begrüßen diese lautere, männ liche Präsidentschaft als das natürliche Vorwort der Monarchie Ich habe die Anschauung, daß wir uns mit dieser neuen Präsidentschaft in eine Periode ernster, entscheidender Ereignisse begeben, während welcher die monarchische Sache, die heute so tief gefallen ist, als sie nur fallen kann, sich zum Glücke und zur Ehre Frankreichs schnell erheben wird. Es ist der Anfang vom Ende." Der roylistische Soleil", erklärt ebenfalls in feinem Leitartikel, daß er Herrn Casimir Perier allen andern vorzieht, die der Kongreß hätte wählen können. Wenn wir dies nicht vor dem Skrutinium gesagt, ge= schah dies einfach, weil wir Herrn Casimir Perier nicht tompromittiren wollten." Die oppor tunistischen Blätter gratuliren sich natürlich zu dieser Wahl und schimpfen dabei recht widerlich auf die Radikalen und Sozialisten, was aber nur mit dazu beitragen kann, daß die Radikalen, soweit fie wirkliche Volksfreunde sind und nicht blos radikale Phrasen dreschen, sich den Sozialisten anschließen und mit ihnen für die Befreiung der Arbeiterklasse tämpfen. So weit sie dies nicht thun, wird es um so schlimmer für sie sein, denn jezt heißt es mehr denn je für sie, entweder Hammer oder Amboß sein, wenn sie nicht zwischen beiden der Bermalmung entgegen gehen wollen. Französische Stimmen über die Präsidentenwahl. Man schreibt uns aus Paris unterm 28. Juni: Wer die reaktionäre Bedeutung der am geftrigen Tage in Bersailles vollzogenen Wahl recht eijassen will, der braucht nur die ausgesprochen anti" Herr Cafimir Perier hat Pech, soll ihn doch der Möchte gern- König, der Graf von Paris, zu seiner Wahl beglückwünscht haben, ob als Statthalter oder als Präsident der Republik, wird nicht gesagt. Die Agence nationale" publizirt Telegramme, nach denen der Graf von Paris dem Präsidenten Perier anläßlich dessen Wahl seinen Glückwunsch übersandt haben soll. Die Nachricht findet wenig Glauben. Die Blätter meinen, falls dieselbe auf Wahrheit beruhe, werde Cafimir Perier arg kompromittirt. Wie ein Gefangener wird Cafimir Perier, so schreibt die Wiener Neue freie Presse", sieben Jahre in einem Spalier von Polizei zubringen, das sich überall aufstellt und auf allen seinen Wegen, auf jedem Spaziergang, auf jeder Reise, bei seinen Besuchen und Fahrten unentbehrlich ist. Die Harmlosigkeit des Vergnügens und der Reiz des geselligen Verkehrs verschwinden durch das lästige Bewußtsein, stets bewacht zu werden und niemals die volle törperliche Sicherheit zu besitzen. Auch ein Vergnügen! Zur Hetze gegen die italienischen Arbeiter in Frankreich liegen die folgenden telegraphischen Nach richten vor: Paris, 28. Juni. Die Bau- Unternehmer der Werkstätten der Paris- Mittelmeerbahn haben 15 italienische und österreichische Arbeiter entlassen, weil die französischen sonst zu streiken drohten. Paris, 29. Juni. Nach einer Meldung des„ Soleil" aus Marseille haben die bei den Afsanirungsbauten be schäftigten Arbeiter die Arbeit niedergelegt, indem sie die Entlaffung der italienischen Arbeiter forderten. Die Regierung Rom, 28. Juni. Deputirtenkammer. legte einen Gesezentwurs vor, durch welchen ein außerordent licher Kredit von 100 000 Fr. für die Repatriirung italienischer Arbeiter aus Frankreich verlangt wird. Der Gesezentwurf wurde der Budgetkommission überwiesen. Internationale Maßregeln gegen die Anarchisten werden von den vereinten Reaktionären der ganzen Welt gefordert. Wir theilen aus dem Wust von Meldungen dieser Art blos die Folgende mit: " Wir bezweifeln, ob es überhaupt Maßregeln" giebt, mit denen dem Anarchismus beizukommen ist. Die Polizei der ganzen Welt sigt den Anarchisten doch schon so auf den Fersen, wie es nur eben möglich scheint; die Polizei der verschiedenen Länder arbeitet sich auch gegenseitig in die Hände und behandelt fremde Anarchisten zärtlich. Das Asyl= recht wird selbst von der Schweiz Anarchisten gegenüber kaum noch aufrecht erhalten. England ist allerdings nachfichtiger gegen diese Elemente und wäre, nachdem es selbst bereits einige unliebfame Erfahrungen mit ihnen gemacht, schließlich wohl zu größerer Strenge zu bewegen. Aber ob damit viel geholfen wäre? Die Hauptherde des Anarchismus sind Belgien, Frankreich und Spanien, wo das Asylrecht sicher nicht der Grund seines Gedeihens ist. Man ist in Frankreich auch nicht glimpflich mit den Ravachol, Vaillant und Henry um gegangen, sondern hat ihnen den Kopf heruntergehauen; aber die Straße hat die verzweifelten Fanatiker nicht im min desten geschreckt, eher vielleicht ihren Haß, ihre Zerstörungswuth und ihre Rachgier noch mehr enttIammt. Wir haben es ja bei uns selbst erlebt, was die Unter= drückung der sozialdemokratischen Presse ge wirkt hat. Die Urheber des Sozialisten gefeges tönnen auf diesen Erfolg wahrlich nicht stolz sein. Immerbin fann mancher schwache Kopf vor der anarchistischen Verführung bewahrt werden, wenn er den Einwirkungen der anarchistischen Presse nicht mehr so unmittelbar ausgesetzt ist. Allein auf der anderen Seite ist zu befürchten, daß diese Presse im Dunkeln noch furchtbarer wird. Um den Anarchismus zu überwachen, muß die Polizei jezt schon sehr vieler zweideutiger Subjette sich bedienen, von denen es oft zweifelhaft ist, ob sie mehr zur Bekämpfung oder zur Förderung des Anarchismus thun. So haben wenigstens die agents provocateurs in Frankreich in der Presse die blutigste Sprache geführt und am wildesten zu Mord und Brand aufgefordert. Was soll man denn aber thun, um den Anarchismus los Nieder mit den Mördern! Die Humanität unseres Zeitalters fühlt, daß das Menschenleben heilig ist und feine brutalen Gewaltthätig teiten verträgt gegen dieses oberste Prinzip, welches die moralische Grundlage des Sozialismus bildet. Aus einer Rede des sozialdemokratischen Abgeordneten G. Brampolini. Wer durch die Arbeit für das Recht auf Leben tämpft, verurtheilt auf's schärfste jeden Angriff gegen das menschliche Leben von der Ausbeutung der Arbeiter in den Fabriken durch die Bourgeoisie bis zu den Bomben und Dolchen der unüberlegt handelnden Revolutionäre. Die fozialistische Partei der Arbeiter Italiens hat folgenden Grundsatz als Wahlspruch, daß sie alles erwartet von der sozialistischen Organisation und der Einsicht der Arbeiterklasse, fie verdammt daher das Verbrechen, das jetzt gegen die Person des Präsidenten der französischen Republit begangen wurde, als eine brutale That, als die Verneinung jedes Prinzips von revolutionärer Logik. Es ist nothwendig, das Proletariat mit dem Bewußtsein der ihm zustehenden Rechte zu erfüllen, ihm das Knochengebäude der Organisation zu geben und ihn einzuüben, als neuer Organismus zu arbeiten, es muß mit den Mitteln der modernen Zivilisation die öffentliche Gewalt erobert werden. Ohne Ueberlegung zu rebelliren, ohne sich darum zu fümmern, ob die Zuschauer in einem Theater Opfer einer Bombe werden, eine Person zu ermorden, das ist die That von Barbaren, von Leuten, die ihres Verstandes nicht mächtig sind. Die sozialistische Partei sieht in solchen Gewaltaften die brutale Manifestation bürgerlicher Anschauungen. Wir sind Gegner jeder Gewalt! Gegen die bürgerliche Ausbeutung, gegen die Guillotine, gegen die Füsilirung protestiren wir ebenso energisch, wie gegen die Attentate der Anarchisten. Hoch der Sozialismus! zu werden? Wir glauben, wenn es ein durch die Polizei an- Fortschritte des Sozialismus in Italien. Bei wendbares Mittel dagegen gäbe, man hätte es längst gefunden den letzten Gemeindewahlen in Mailand siegte und angewandt. Der Anarchismus ist ein Produkt die demokratische Lifte mit 5400 bis 6300 Stimmen. Die der heutigen Gesellschaft, und so lange diese fich nicht gründlich ändert, wird man wohl an der Ausrottung Sozialisten, die wieder eigene Kandidaten aufgestellt des erstern verzweifeln müssen. Am fürchterlichsten macht der hatten, brachten es auf 1560 bis 1989 Stimmen durch Anarchismus sich in Frankreich bemerkbar. Es ist schnittlich 500 mehr als bei den vorjährigen das Land, wo die Fäulniß bis in die obersten Wahlen. Klassen hinein und namentlich bei den herrschenden Parteien und den Macht habern Italienisches Maulkorbgesek. Der bereits ange die schamloseste Form angenommen hat. Der fündigten Abficht der Regierung, durch einen Gefeßentwurf Vorgänger des so eben ermordeten Präsidenten mußte feinen die Strafmittel des Kammerpräsidenten zu erweitern, damit Play räumen, weil er mitten in der Korruption saß und feine die störenden Kammerskandale in Zukunft vermieden werden ganze Sippschaft sich daran betheiligt hatte. Unter Carnot fam tönnen, ist der erst kürzlich wieder neugewählte Abgeordnete der Panama Sfandal vor, der die Spitzen der Regierung Bonghi zuvorgekommen. Wie der Vossischen 8tg." aus und der Parteien bloßstellte. Statt mit Eisen und Feuer der Rom telegraphirt wird, brachte Bonghi einen Antrag auf Korruption zu Leibe zu gehen, vertuschte man nach Mög: Berschärfung der Strafgewalt des Rammervorsitzenden ein, lichkeit und ließ die Hauptschwindler unbehelligt ans Angit, daß durch ihre Enthüllungen der damit die Berathungen der Rammer vor unwürdigen Standal nur noch ärger werden könnte. In der Störungen gesichert würden. Gesellschaft, welche diese Korruption erzeugte, herrscht überdies Den Italienern Crispi'scher Erziehung ist auch zuzueine sittliche und religiöse Frivolität in den weitesten Kreifen, trauen, daß sie sich freiwillig einen Maulforb vorbinden auch wo sie nicht an der Korruption betheiligt sind. Das laffen. Da sind die ganz gewöhnlichen Hunde doch noch beweist schon die traurige Thatsache, daß das Bolt innmer weniger hündisch, sie wehren sich wenigstens, wenn sich nicht zu einer fräftigen Reaktion gegen die man ihnen einen Maulforb vorbinden will. Ausbeuterbande aufzuraffen vermag. Wenn man dann noch anarchistische Verbrecher in der widerwärtigen Die Finanzvorlagen des Ministeriums Weise hofirt und bewundert, wie es mit Ravachol, Vaillant, Crispi sind von der italienischen Kammer angenommen Henry geschah, dann darf es einen doch kaum befremben, wenn worden. Der Haß des Volkes gegen Crispi wird sich nun der Anarchismus sich immer frecher geberdet. Er ist das in gleich starker Weise gegen das Parlament wenden, δας nothwendige Gegenstück zu dieser Gesellschaft, ihr Produkt und ihre Ergänzung. London ist ein eher einer Versammlung von Bedienten als von Volks Hauptheerd des Anarchismus, und doch vollbringen die vertretern gleicht. Anarchisten ihre Unthaten nicht in England, sondern in den Die Auflösung des römischen Munizipalraths romanischen Ländern. Das ist wohl auch ein Zeichen, daß der und die Einfegung eines töniglichen Kommissars ist unmittel Anarchismus so zu sagen ein Naturprodukt diefer Länder ist, bar bevorstehend. das nicht eher verschwinden wird, als die politischen, sozialen, fittlichen und religiösen Zustände in diesen Ländern sich gebessert haben. Das kann freilich noch lange dauern. Anläßlich Carnot's Ermordung schreibt Maximilian London, 29. Juni. Wie die" Time3" berichten, beabs fichtigt die italienische Regierung, ein System einer inter- Harden in der Zukunft: keine näheren Meldungen vor. Wahrscheinlich ist die ganz Ueber die Ursachen dieser Maßregel liegen vorläufig verfahrene Finanzwirthschaft der städtischen Behörden die Veranlassung der Maßregel. Der königliche Kommissar Crispi's wird's aber taum besser machen. 00 Für den Inhalt der Injerate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 30. Juni. Deutsches Theater. Die Journalisten. 2. Aft Verwandlung. Die Kinder der Exzellenz. 2. Aft. Der Herr Senator. 2. Att. Prinz Friedrich von Homburg. 5. Att 1. Ver wandlung. Das Wintermärchen. 3. Aft. Berliner Theater. Demetrius. Rehdenz- Theater. Jugend. Belle Alliance- Theater. Hierauf: Das Unferm Rollegen Rudolf Kofeld, 1. Den Mitgliedern des Deutschen| genannt Fettjondel, zu seinem heutigen Metallarbeiter- Verbandes jur Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! daß Nachricht, daß der Gürtler die ganze Leiterrüstung wackelt. Seine Kollegen: 2. v. W. S. O. Unserem Budifer W. Friedrich zu feinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch, daß der ganze Pintus- Plah wackelt! Wilhelm, laß gießen! F. H. N. Berlin, den 28. Juni 1894. Statt jeder besonderen Meldung! Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß unfere gute Mutter, Schwieger- und Großmutter Emil Hoffmann Arbeiter- Bildungsschule Am Sonnabend, den 30. Juni, Abends 8 Uhr, am 27. Juni gestorben ist. Die Beerdi in beiden Schulen: Diskutir- Uebungen. gung findet am Sonntag, den 1. Juli, Nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle der Emmaus- Gemeinde in Rigdorf aus, statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Die Filiale Nord. 435/15 Den Mitgliedern der CentralKranken- u. Sterbekasse der Zimmerer zur Nachricht, daß das Mitglied, der Zimmerer Nordschule: Müllerstraße 177a. Gäste haben Zutritt. 456/12 Südost- Schule: Waldemarstraße 14. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule Für die Mitglieder: Sonntag, den 1. Juli, Vorm. ( Eingeschr. Hilfskaffe Nr. 2, Samburg) 10 Uhr: Besichtigung der Kanalisationswerke( Pumpstationen) von der Schönebergerstr. 21. Es wird um rege Betheiligung ersucht 3lesanderpiah- Cheater. Deinrich Marie Elisabeth Stolle, August Heibscher Vorher: mir, oder: Dem Herrn ein Glas Wasser. National Theater. Italien in Berlin. Apollo Theater. Theater. SpezialitätenVorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Vorstellung. SpezialitätenNational- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Sensationelle Novität! Italien in Berlin. Große Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Carl Peters. geb. Niemax, nach beinahe vollendetem 81.Lebensjahre, heute früh 72 Uhr, verstorben ist. 388L Um stilles Beileid bitten Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Gonntag, 1. Juli, Vorm. 10%, Uhr, auf dem St. Jakobikirchhofe, Her mannstraße, von der Leichenhalle daselbst aus, statt. am 27. d. m. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. Juli, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmauskirchhofes aus, statt. 371/14 Der Vorstand der Filiale V. Der Vorstand. 456/11 Freie Volksbühne. Am Sonntag, den 1. Juli, Nachm. 2½ Uhr, findet im ,, NationalCheater die 51. und legte Vorstellung dieses Vereinsjahres für die 5. Abtheilung ftatt. 8 sang gelangt: es Arbeiter Bildungsverein Zakman Das auf der Bastille. Allen Genossen, Freunden und B- Schmied fannten zur Nachricht, daß mein Vater, der Schmied 1580b Albert Schneider am 26. Juni, Nachm. 4 Uhr, fanft Musik von A. Wiedecke. entschlafen ist. Die Beerdigung findet Deforationen aus dem Atelier von am Sonntag, den 1. Juli, Nachm. Müller und Schäfer. Maschinerien 4 Uhr, von der Leichenhalle des Domvom Theatermeister Otto Weiße. Kirchhofes aus statt. Elektrische Lichteffekte von Lakowsky. Albert Schneider. Rostüme vom Obergarderobier Paul Hildebrandt. Regie: May Sam st. Achtung! zu Reinickendorf. Zukunft Am 26. d. Mts. starb nach kurzem Leiden unser treues Mitglied, der Albert Schneider. Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Dom Kirchhofes in der Müllerstraße aus statt. 15706 Der Vorstand. ( großes) Vereinszim. Stein Stingbier! Flick. Achtung! Raffenöffnung 6 Uhr. Mafang 7/ hr. Fr. Vereinigung der Zivil- Berufsmufiker 51/2 Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne Aufführung von Lustspielen, Possen sowie SpezialitätenVorstellung ersten Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Berlins und Umgegend. Hierdurch den Parteigenossen zur Kenntniß, daß die Farbe der Mitgliedskarten für das Quartal Juli- September gelb ist. Laut Beschluß sind die Genossen berechtigt, andere als Passage- Panopticum. die angegebenen Starten zu vernichten. Ein NB. Ferner den Genossen auf vielfache Anfragen hierdurch zur Kenntniß, daß bei Fiebig, Gr. Frankfurterstr. 28, Dahomey- mur Beamte spielen. Dorf Zur Berichtigung. Den Genossen zur Mittheilung, daß die Berufsmusiker- Vereinigung ,, Nord- West"( Moabit) mit mit 51 wilden der oben genannten Freien Vereinigung nichts zu thun hat Weibern. Tägl. 8 Vorführungen. Mm 11, 12, 4, 5, 6, 7, 8, 9 hr. Castan's und bitten wir, alle Bestellungen direkt an unsern ArbeitsNachweis, Rosenstr. 30, bei Wernau, zu richten. 487/12 Der Vorstand. P. Puhlmann, Vorsitzender. Verein der Maschinisten und Heizer Berlins. General- Versammlung am Sonntag, 1. Juli, Nachm. 5 Uhr, in den Arminhallen, Panoptikum. 298/20 Hawaiische Königs- Tänzerinnen aus Honolulu. Reichshallen DönhoffsPlatz. Garten oder Saal. Täglich: Nord- deutsche Sänger. Anfang Wochentags 8 Uhr, Entree 30 resp. 50 Pf. Sonntags durchweg 50, ab 9 Uhr 30 Pf. Stets wechselndes Programım. Orts- Krankenkasse der Buchbinder u. verw. Gewerbe zu Berlin. Kommandantenkr. 20. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Rassenbericht. 3. Beschlußfassung über das von der Kommission ausgearbeitete neue Vereinsstatut. 4. Anträge.- Quittungsbuch legitimirt. J. A.: H. Holz, Muladstr. 21. Vereinigte Rauchklubs des Nordens. ( Valenzia. Trenes Herz. Gleichheit.) Zeigen unsern werthen Gästen ergebenst an, daß unfer grosser Sommernachtsball im Feldschlößchen, Müllerstraße, der Lotal= Salon, Kolbergerstr. 23, abgehalten wird. 1554b W. Steinmann, Schriftführer, Schulstr. 27. Sperre wegen, daselbst nicht stattfindet, aber am 14. Juli im Kolberger Charlottenburg. Große öffentliche Versammlung aller Fabrik- und Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen am Sonntag, 1. Juli, Vorm. 10% Uhr, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39. Zages Ordnung: 1. Vortrag über: Die moderne Arbeiterbewegung. Referent Genosse Montag, den 9. Juli, Abends 8 Uhr: Paul Jahn. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 82/11 Wir ersuchen alle Fabrik und Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen zu erAußerordentliche scheinen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. General- Versammlung in Schmiedel's Festsälen, Alte Jakobstraße 32. Tagesordnung: 1. Berlesung der Protokolle. 2. Beschlußfaffung über die Fürsorge syphilitisch Erkrankter. 3. Antrag des Vorstandes auf Abänderung des§ 29 des Statuts, betr. Erhöhung der Beiträge. Die Agitationskommission. J. A.: D. Schüler, Tresckowstr. 30. Kartonarbeiter und Arbeiterinnen. Sonntag, den 1. Juli, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstr. 26: Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Sailer über: Klaffen bewußtsein und Arbeiterorganisationen. 2. Diskussion und endgiltige Beschlußfassung über die Organi4. Anträge Mehnert refp. Ser 3 fationsfrage. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen hoff, betr. Bewilligung von Bahn- Aller erforderlich. Der Vertrauensmann. erfaz. 5. Verschiedenes. 459/9 Der Vorstand. Achtung! 459/11 Achtung! Schauspiel in 3 Akten von Franz Held. Gouverneur de Launay: Fr. Basil( Deutsches Theater); Pan!: Julius Wessels( Deutsches Theater); Lelia: Henny Schmidt; Camille Thuriot: Bernhard Vorwerk( Lessing Theater); René Thuriot: Rhode- Ebeling; Jaques Béquard: Paul Pauli( National- Theater). = Der Vorstand der Freien Volksbühne. 85/16 J. A.: Julius Türk. O., Blumenstr. 21. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag Vormittag 10% Uhr, 76/12 Rosenthalerstr. 38, im großen Saal, Quergebäude 1 Tr.: Vortrag von Herrn Dr. Bruno Wille: Ehe und Freiheit.- Gäste sehr willkommen. Achtung! Drücker! Achtung! Dienstag, 3. Juli, Ab. 8 Uhr, in der Berl. Ressource", Kommandantenstr. 57: Große öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 1. Wie verbessern wir unsere Lage? Referent Rollege Litfin. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. 211/11 Kollegen! In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersuchen wir Euch, recht rege für den Besuch dieser Versammlung zu agitiren. Bicht jedes Metalldrücters, in dieser Verſammlung zu erſcheinen. Kollegen! Es gilt die Wahrung unserer Interessen! Darum ist es bie Der Einberufer. J. A.: Otto Gunther, Böchstr. 47, Verband der in Buchbindereien, Ser Bapier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. Mitgliedschaft Berlin. Montag, den 2. Juli 1894, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Mitglieder- Versammlung. Deigmüller, Alte Jakobftr. 48a: Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Fritz Hansen über: Moderne Kunst und das Kunst gewerbe. 2. Mitgliedschaftsangelegenheiten. Der Vorstand. Zur Feier des guten Montag Großes Sommerfest am Montag, den 16. Juli, im Park- Restaurant von W. Jacob in Treptow, Köpnicker Landstraße. An der Verbindungsbahn. Grokes Konzert und Ball 459/10 im neurenovirten und vergrößerten schattigen Garten und dem neuerbauten prächtigen Saale. Die Musik wird von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Blumen- Verloosung. Fackelzug für Kinder. Loose und Fackeln gratis. Ausschank von echt Münchener Bier( Brauerei Rotenhan) 4/10 Liter 20 Pf. Anfang des Konzerts 4 Uhr, des Balles 5 Uhr. Die Kaffeeküche ist von Nachmittags 2 Uhr an geöffnet. Billets( im Vorverkauf 20 Pf.) sind in allen Zahlstellen, sowie am 2. Juli bei Deig müller zu haben; an der Kasse Eintritt 25 Pf. Die Kürze der Zeit erfordert regsten Vertrieb der Billets. Das Comité. 000000-0-000000 Schweizer Garten. Am Friedrichshain. Am Königsthor. Täglich: Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. Im neu Volksbelustigungen aller Art. parquettirten Saale: Täglich: Gr. Ball. Bon 5-7/ 2 Uhr: Freier Damentanz. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Entree 30 Pf., Billets vorher 25 Pf. Bentral- Kranken- u. Sterbefaffe Verein der Plätterinnen u. verw. Berufsgen. Od der Maler Das zum 21. Juli 1894 im Lokale des Herrn ( E.§. 71.) Filiale Berlin Haafe( früher Mohrmann), Große Frankfurterstr. 117, Mittwoch, den 4. Juli, Abends 9 Uhr, vorgesehene Sommerfest wird der Saalsperre wegen nicht in dem betreffenden Lokale abgehalten, sondern am Versammlung. Sonntag, den 22. Juli, im Elysium, Landsberger Allee. bei Raabe, Huppinerstr. 46: Tagesordnung: 1. Vierteljährlicher Kaffenbericht. Alle schon hierzu verausgabten Billets behalten Giltigkeit und bleibt 2. Bericht der Delegirten. 3. Wahl das Arrangement dasselbe, nur daß das Konzert Nachmittags 4 Uhr der Krankenbesucher. 4. Verschiedenes. beginnt. 217/4] Die Ortsverwaltung. 496 5 000000-0-000000 Restaurant zum Zeuthener See. Inhaber: Ernst Künzel.; Vorzügl. Ausflugsort für Landpartien, größere Gesellschaften Vereine ze. Angenehmer Aufenthalt an Wald u. Wasser. Station: Hankels Ablage- Zeuthen( Sörliger Bahn). 897b Sommerwohnungen. Der Vorstand. Tanzfaal, Billards, Kegelbahnen, Kaffeeküdje. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 149. Boykottirt find: Sonnabend, den 30. Juni 1894. 1. Schultheiß- Brauerei, Aktien Gesellschaft, Berlin gangen. ( und Tivoli). 2. Brauerei F. Happoldt. 3. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesellschaft auf Aktien, A. Knoblauch. 4. Brauerei Karl Gregory, Berlin( Adler- Brauerei). 5. Vereins- Brauerei Rixdorf. 6. Spandauer Berg Brauerei, vorm. E. Bechmann, Westend bei Charlottenburg. 7. Aktien- Gesellschaft Schloß Brauerei Schöne berg. : Aus dem Brauerring während des Boykotts sind aus getreten und die Arbeiter- Forderungen haben anerkannt: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Cha rIottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Dem Brauerring gehörten nicht an und die Arbeiterforderungen sind durchgeführt bei: * Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin Dem Brauerring gehören nicht an, Aeußerungen über die Durchführung der Arbeiterforderungen liegen aber 11. Jahrg. sondern auch von anderen Gruppen der Arbeiterbewegung be- lich der vorigen Versammlung andeuteten, ist eingetroffen: Die todesmuthigen Jünglinge haben sich ganz gründlich den Magen Die Aussagen der Zeugen, lauter Kriminalbeamte, bewegen verdorben und so tam es denn, daß Herr Bindewaldt in dem sich in demselben Geleise, wie am Mittwoch. Erwähnen wollen halbounkeln großen Germaniaſale( es brannte ein einziger Kron wir einer charakterischen Szene. Die Angeklagten Franz und leuchter) Allen, die nicht da waren, von seinen Reisen Heinrich, die ein Kriminalgendarm Brendel rekognosziren soll, in der sächsischen Schweiz, Meserit- Bomst und anderen Theilen haben ihre Plätze gewechselt, so daß Franz jezt den dritten und des geliebten Waterlandes, wo er überall dem Drachen SozialisHeinrich den zweiten Play einnimmt und dies führt den Gendarm mus den Kopf abgeschlagen, erzählte, und die Anwesenden auch irre. Sie erklären, daß sie dies gethan haben, um dem glücklich in den Zustand verseßte, wo man vergeblich kämpft um Gendarm nicht die Möglichkeit zu geben, sie an ihrer Sig- die Augen offen zu halten. Herrn Professor Förster lag die nummer" zu erkennen.( Die Zeugen sind bei Feststellung der ehrenvolle Aufgabe ob, durch Sachkenntniß nicht beschwert, den Der Vorsißende fordert die beiden erregt auf, ihre richtigen späßen zu behandeln. Gewiß eine dankbare Rolle für einen Sigordnung, wie auch Mittwoch, im Verhandlungssaale gewesen.) Rampf der Arbeiterschaft gegen Unternehmerhochmuth in KasperlePlätze wieder einzunehmen. Er nimmt die Zeugen in Parteiführer. Daß man aber dabei den Fall Süßkind, die Schutz gegen die offenbar vorliegende Annahme, als ob Börsensteuer und die Militärvorlage und diverse andere im dieselben nur die Absicht hätten, die Angeklagten unter allen lofen Zusammenhange" stehende Angelegenheiten erörtern Umständen hineinzubringen". Ferner. Der Gendarm Dertel muß, lassen wir uns wenigstens nicht ohne weiteres aufwill Eichhorn nicht blos auf der Weißerizstraße, sondern auch schwaßen. Es ist überhaupt ein gar Spaßiges Ding, auf dem Dippoldiswaldaerplatz gesehen haben. Auf eindringliches solche antisemitische" Bolts" versammlung. Man denke sich Herrn Befragen giebt er jedoch zu, daß er Eichhorn auf dem Dippoldis- Förster mit seiner überaus gezierten, tändelnden Art des waldaerplatz nicht selbst gesehen habe, sondern daß ihm der Zeuge Sprechens in der Pose eines Barnay die Freiheit" gegen die Junge den Eichhorn daselbst bezeichnet habe. Gichhorn läßt sozialistischen Horden vertheidigend gleich hinterher nehmen bierauf fonstatiren, daß Beuge Junge ihn auf dem Dippoldis die Herrschaften einstimmig eine Resolution an, worin die Re waldaerplatz gar nicht gesehen hat! Darauf weiß Dertel nichts gierung ganz ergebenst angebettelt wird, alle Machtmittel gegen zu sagen. Ueber den Angeklagten Böhm giebt er an, daß die sozialistischen Boykotter beileibe nicht gegen die antidieser in der Ostra Allee 3 bis 4 Schritte hinter einem Trupp semitischen in Anwendung zu bringen. Das genügt als gegangen sei. Resumee der Verhandlungen. Es werden sodann wieder die Aufrufe aus der Arbeiter- Unnöthig wäre es, noch besonders zu erwähnen, daß nicht Beitung" zur Begehung der Maifeier vorgetragen, die Einladungen nur Herr Förster ziemlich rasselnd für sein eigenes Blättchen die der Vereine an ihre Mitglieder und zum Theil der Bericht der Reklametrommel schlug, sondern daß auch Gäste, darunter mehrere Arbeiterzeitung über den Ausfall der Maifeier. Es soll dadurch Ausländer, durch die Schnorrerei der Thürkontrolleure F. W. Hoffmann, Werder a. H. bewiesen werden, daß eine gemeinsame Maifeier geplant war, daß stark belästigt wurden. Nun noch ein Wort an den Herrn ProG. Bauer, Werder a. H. zu einem Umzuge aufgefordert worden, und daß auch die Redaktion fessor Förster, der mit bittender Geberde zum Besuche einer Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichs der Arbeiterzeitung die Ueberzeugung gewonnen hat, daß anderen Versammlung aufforderte, in welcher er nochmals den hagen. wirklich ein Umzug stattgefunden hat. Der Staatsanwalt hält Boykott todtreden will. Man murrt schon ganz bedenklich in den Kaiser- Brauerei, Dummer und Kahl, Char- alle Angeklagten für schuldig und begründet dies damit, daß er antisemitischen Zirkeln über„ Schwaßschweifigkeit". Will Herr lottenburg. meint, sie haben theils zugegeben und werden alle jezt nicht mehr Förster denn dem großen Eugen Richter, der seine Partei auch bestreiten, daß sie den 1. Mai gefeiert haben. Die Verordnung in Grund und Boden geredet hat, durchaus nachäffen? sei gefeßmäßig, ihre Zweckdienlichkeit habe das Gericht nicht zu prüfen. Strafbar seien nicht blos solche, die unbewußt rechts- Die Stallung der Brauerei- Arbeiter und die Wohnung widrigerweise an einem verbotenen Umzuge theilgenommen der Reit- und Renupferde eines Arbeiterfreundes. haben, sondern auch solche, die aus Unvorsichtigkeit hineingerathen Herr Oswald Berliner, der mit Stolz von sich sagt, er habe vor seien. 25 Jahren mit 5 Thalern angefangen", der sich jetzt den Lurus In ihren Schlußvorträgen erklären mehrere der Angeklagten, von drei großen Jagorevieren leistet und allein für seinen eigenen daß sie mit dem Bewußtsein gekommen seien, daß fie verurtheilt Gebrauch 12 Renn, Reit- und Wagenpferde besitzt, werden würden, sie beantragten aber dennoch ihre Freisprechung. deren Stallung man menschenwürdig nennen könnte, beGinem der Angeklagten, der sich ähnlich ausgelassen, bemerkt der schäftigt unter seinen Brauerei- Arbeitern auch 12 Mälzer, Vorsitzende auf die Schlußbemerkung, daß er seine Freisprechung deren Wohnung man feineswegs als besonders menschenwürdig beantragt:„ trotzdem" beantragen Sie Ihre Freisprechung. bezeichnen kann. Alle seit Jahr und Tag erhobenen Vorstellungen Schriftfeher Schenk, der hierauf zum Wort tommt, monirt bei ihrem Chef, der bei jeder Gelegenheit das Wohl seiner Arbeiter dies und bemerkt:" Gewiß, trotzdem beantragen die Angeklagten im Munde führt, haben bis jetzt leider sehr wenig genügt, so daß ihre Freisprechung; sie sind zwar mit dem Bewußtsein her- die Arbeiter die Hoffnung auf Aenderung in den Wohnungsgekommen, verurtheilt zu werden, aber sie sind sich deshalb verhältnissen aus freiwilliger Humanitätsübung seitens ihres durchaus feiner rechtswidrigen Handlung bewußt und verlangen Herrn Chefs nunmehr völlig aufgegeben haben und eine Besserung deswegen ihre Freisprechung!" höchstens noch durch die Darlegung dieser Verhältnisse in der Deffentlichkeit erwarten. nicht vor von Brauerei Phönig, Lichterfelde Nordstern- Brauerei, Berlin. * * Durch Vermittelung der Bierkommission oder auf deren Anregung führen nachstehend verzeichnete Brauereien von auswärts Bier nach hier ein: Brauerei in Wusterhausen. Exportbrauerei Nathenow. Bürgerliches Brauhaus, Dresden. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. = Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frankfurt a. D. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Quintern), Luckenwalde. Brauerei Maß, Rottbus. Dresdener Maifeier- Prozek. " -= ge= an am " AbNach Geyer fann nimmermehr zugeben, daß nach dem Geiste des Gesetzes in dem, was er und die übrigen Angeklagten ge= Die 12 Mälzer wohnen", d. h. schlafen, waschen und than haben, etwas Gesezwidwidriges liege. Ein Umzug, wie er fleiden sich an in einem Raum, in dem 12 Betten, 5 große nach dem Gesetze allein verboten werden könne, müsse bestimmte Doppelspinden, ein einfacher Kleiderschrant, eine Tafel und außers Acht Monate Gefängniß und 4250 M. Geldstrafe war das Merkmale tragen, die diesem lofen Gehen einer Anzahl Menschen dem ihre sämmtlichen Koffer mit knapper Noth Platz gefunden Ergebniß des ersten Verhandlungstages und 4450 M. Geldstrafe ohne äußerliche Scheidung von den übrigen Straßenpassanten haben, so daß es unmöglich ist, sich beim Ankleiden irgend wie hagelten heute, Donnerstag, als dem zweiten Verhandlungstage, vollständig fehlen. Die Angeklagten haben mit Recht zu bewegen, ohne dem Nachbar einen Rippenstoß zu versehen. auf 44 neue Umzügler" nieder, ihnen zeigend, daß es noch auf das Moment der Verkehrsstörung" Rücksicht Es ist nicht einmal Play für einen Spiegel, derfelbe hängt Richter giebt in Dresden". Angeklagt waren wiederum 48 Per Bis Gasarm frei in der Mitte der Mitte des Zimmers. und nommen sämmtlich darauf bezügliche Fragen sonen, darunter Uhrmacher Eichhorn, der aus der Unter die Zeugen gerichtet, denn wenn die Veranstaltung", zum Frühjahr 1893 gab es in diesem Wohnraum" nicht einmal suchungshaft, in der er wegen der bekannten fächsischen Er- wenn eine solche überhaupt vorgelegen habe, nicht die geringste eine Waschvorrichtung; die Arbeiter waren gezwungen, in den preffung fit, vorgeführt wurde, Reichstags Abgeordneter Verkehrsstörung veranlaßt habe und ihrer Natur nach auch gar mit Gerste gefüllten Weichen sich zu waschen oder dazu die in Geyer, Landtags- Abgeordneter Kaden, Frau Eichhorn. nicht veranlassen konnte, wo sei dann ein Umzug im Sinne des der Mälzerei befindlichen Gimer zu nehmen, die nebenbei noch Ein Angeklagter, Opiz, war am Erscheinen verhindert, er war Gesetzes? Das, was die Verordnung unter das Gesetz bringen zum Ausräumen der Senklöcher und zu sonstigen, nicht näher zu durch die Polizei sicher unbeabsichtigt seinem sächsisch wolle, Massenspaziergänge ohne irgend welchen besonderen, vom bezeichnenden Zwecken benutzt wurden. irdischen Richter entzogen worden, indem er als staatsgefährlicher übrigen Verkehr sich abhebenden Charakter, fallen gar nicht unter Sonntag hatten, sondern jeden Nachmittag eine Stunde arbeiten Da ferner die Mälzer bis Weihnachten 1892 feinen freien Reichsausländer ausgewiesen worden war. das Gesetz und daher sei die Verordnung ungefeßlich und das GeDer Vorsitzende, Amtsgerichtsrath Bodwig, ermahnte gleich zu richt habe auch nach dieser Richtung in eine Prüfung einzutreten. mußten da außerdem die Bade- Einrichtung nur während der Beginn der Sitzung die Angeklagten, alle politischen Erörterungen& sei nicht einmal der Nachweis einer gemeinsamen Veranstaltung wärmeren Jahreszeit benutzt werden konnte, weil sie schon und vor allen Dingen gehässige Angriffe auf die Polizei- Ber- erbracht, die Aufforderungen der verschiedenen Vereine tragen bei geringer Kälte einfror, so beschlossen die Mälzer die genannte Beit ordnung" zu unterlassen. Sodann wurden noch die für die gar keinen gemeinsamen Charakter, sie laden ihre Mitglieder in um Zeit bei ihrem Chef wegen Sache beachtenswerthen Vorstrafen einzelner Angeklagten feft- die verschiedensten, in der ganzen Stadt verstreuten Lokale zu schaffung dieser Uebelstände vorstellig zu werden. gestellt, unter anderm auch bei Geyer eine vor 12 Jahren ver- diversen Veranstaltungen ein. Das Verfahren gegen die An- langem Hin- und Herreden hatte man endlich einen Ausbüßte Strafe von 8 Monaten wegen Vergehens gegen die öffent geklagten widerstreite auch der verfassungsmäßigen Rechtsgleich- weg gefunden, der es ohne finanzielle Opfer zu bringen ermög liche Ordnung, bei Peters eine Geldstrafe von 30 m. wegen heit aller Bürger, denn an den Tagen, an denen nach der Verlichte, die Sonntagsarbeit anders zu regeln. Außerdem wurde Bergehens gegen das Sozialistengesetz( politische Erörterungen ordnung alle Umzüge verboten gewesen seien, hätte unbeanstandet der Baderaum mit einer warmen Wasserleitung versehen; das sollen unterbleiben) und eine eben folche wegen Tragens eine Korsofahrt im Großen Garten und ein Wettrennen in Reich selbe sollte auch mit dem Wohnraum geschehen, doch die Mälzerei republikanischer Abzeichen und bei Donath eine Ge stattgefunden, und feiner der Theilnehmer an diesen Veranstaltungen war zu Ende, ohne daß mehr als zwei Waschschüsseln zu sehen fängnißstrafe von 8 Monaten wegen staatsgefährlicher sei unter Antlage gestellt. Weder er selbst, noch einer der Theil- waren. Schmähung.( Es sei hier noch bemerkt, daß auch am Mittwoch bei nehmer habe das Bewußtsein gehabt, an einem verbotenen Um- Bei Beginn der Mälzerei 1893 wurden die Arbeiter mit dem Urtheil gegen Hünig und Schoenfeld die Borstrafen das zuge theilzunehmen. Er sei mit Kaden spazieren gegangen und einem Wasserausguß überrascht, da der Preis für die Leitung Urtheil beeinflußt haben, während Wallfisch und Heilweck al habe den und jenen gefragt, wo gehst Du hin,"" wo gehen Sie eines 15-20 Meter langen Bleirohres dem Chef zu theuer erFührer des Zuges betrachtet worden waren.) Die Vernehmung hin," er habe die verschiedensten Antworten erhalten. Er habe schien. Am 10. November reichten die Arbeiter abermals ein der Angeklagten, mit der nun begonnen wurde, ging heute etwas auch bei dem„ Umzuge" verschiedene Einkäuse besorgt. Die Be- Schreiben an den Chef mit dem Ersucheu, diesen Wohnraum" rascher von flatten wie am Mittwoch. Auch die heutigen Angeklagten gründung, die der Staatsanwalt für die Anklage ins Feld ge- gegen eine Entschädigung von 2 M. pro Woche verlassen zu dürfen, wehren sich durchgängig dagegen, fich strafbarer Handlungen führt, sei so schwach und haltlos, wie er noch nie eine gehört. und ihnen fortan den Zohn wöchentlich mit 28 M., statt monatlich, aus schuldig gemacht zu haben, geben aber größtentheils zu, spazieren Er beantragt daher ebenfalls seine Freisprechung. Aehnlich zuzahlen. Der Chef erklärte nunmehr, die den Arbeitern gegangen zu sein und möglicherweise die in Rede stehenden spricht sich auch Kaden sowie die übrigen Angeklagten aus und schon vor einem Jahre versprochene Wasserleitung machen zu Straßen berührt zu haben. Wir führen nur die wefent: beantragen sämmtlich ihre Freisprechung. Die Angeklagten Gich- laffen, die Auszahlung des wöchentlichen Lohnes, sowie des licheren Aussagen besonders an. Der Angeklagte Franz ver horn, Scheinpflug und Donath weisen noch besonders darauf Wohnungsgeldzuschusses aber nicht zu bewilligen, da sein weigert jede Auskunft mit der Begründung, daß er befürchtet, hin, daß sie an gar nichts theilgenommen und ihnen eine Geschäft( das, nebenbei bemerkt, jährlich über 30 000 3tr. es tönnten ihm seine Worte herumgedreht werden. Der Vor Theilnahme an einer strafbaren Handlung auch nicht nach Malz verbraucht) größere Ausgaben feinesfalls mehr ertragen sitzende ertheilt ihm dafür eine Rüge. So erhielten die Arbeiter zwar die Wasserleitung, gewiesen sei. Das Gericht schloß sich den Ansichten des Staatsanwalts an aber ihre Hoffnung auf eine menschenwürdige Wohnung ( wie Mittwoch bereits) und verurtheilte Geyer, in Rücksicht auf wurde ihnen dafür zu Wasser. seine Vorstrafe, zu 150 M. Geldstrafe, 43 Angeklagte zu je 100 M. Geldstrafe und sprach Eichhorn, Scheinpflug und Donath frei. Bon der Anklage auf Verkehrsstörung erfolgte, wie auch Mittwoch Freisprechung, weil eine solche nicht nachgewiesen. Geyer erklärt, daß er in Gemeinschaft mehrerer Freunde einen Spaziergang unternommen, der ihn nach dem Gambrinus geführt habe, dann sei er nach Pieschen gegangen. Er sei sehr erstaunt gewesen, als er von seiner Anklage Kenntniß erhielt. Von dem Verbote habe er nur gehört, dasselbe sei ungesetzlich und liefe dent Geiste der Verfassung zuwider.( Der Vorsitzende unter bricht ihn mit der Weisung, diese Erörterungen in seiner Vertheitigung vorzubringen.) Ginen Umzug im Sinne des Vereinsgefeges habe er überhaupt nicht gesehen, ebenso wenig sei durch ihn die öffentliche Ordnung gestört worden. Die Stockung sei erst durch die Polizei Organe hervorgerufen worden.( Als am Schluß der Geyer'schen Ausführungen Beifalls bezeugungen laut wurden, verbat sich dies der Vorsitzende mit der uns nicht gerade nöthig erscheinenden Bemerkung, daß wir nicht im Landtage seien.) Kaden ist, wie er dies schon seit 10 Jahren thut, mit feinen Freundinnen spazieren gegangen, glaubt aber, damit nichts Ungejehliches begangen zu haben. Tokales. tönne." -für die durch Unternehmerhochmuth gemaßregelten Brauer und Zu der Einmüthigkeit, mit der die Berliner Arbeiterschaft Böttcher eintritt, steht in lebhaftem Kontrast das Verhalten einer Reihe Arbeiter, die bei der Firma Schwarzkopff in der Chausseestraße beschäftigt sind. Diese Herren haben einen Sparverein, der zum lebhaften Befremden der übrigen Arbeiter fein diesjähriges Bergnügen heute, Sonnabend, bei Schultheißbier im Gisteller abhält. Es wäre in heutiger Zeit, Die Sprechstunde von 12-1 Uhr fällt heute, Sonn- wo derartige Früchte so selten gedeihen, ein Wunder, wenn nicht auch die Betriebsleiter und das Geschäftspersonal dies Fest beabend, aus. suchten, aber originell ist doch die Nachricht, wonach Herr Rösicke Bierboykott Kommission. Da das bisherige Mitglied, selber dem Sparverein die Summe von hundert Mark zu seinem Genoffe Auer, auf ein paar Wochen verreist, so ist an seiner Vergnügen überwiesen haben soll. Unter solchem Patronat gönnt Statt Genosse Singer in die Boykott- Kommiffion eingetreten. Die Arbeiterschaft den Herren ihren Schmauß. Alle schriftlichen Anfragen oder Mittheilungen für die genannte Nachdem einige weitere Angeklagte vernommen worden sind, kommission sind deshalb bis auf Weiteres an: Paul Singer, Zum Besten der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter erinnert sich Borsigender, daß er die Angeklagten nicht findet am Sonntag Nachmittag in Charlottenburg, Bismarcks. ihrer Parteizugehörigkeit gefragt hat. Er fragte zunächst Schein- SW., Lindenstraße 44 zu richten. pflug, erhielt aber von dem die Antwort, daß er dies als höhe, Wilmersdorferstraße 39, ein Konzert statt. Der gute Zweck Der Bierboykott der Aufang der Revolution. Ja, läßt gewiß einen zahlreichen Besuch um so eher erwarten, als nicht zur Sache gehörig betrachte. Als der Vorsitzende lächelt nur so ungläubig, Ihr Leser, es ist wirklich wahr: Herr seitens der Vertrauensleute von Charlottenburg, welche das die Frage an die übrigen Angeklagten richtet, entsteht Bindewaldt aus Hessen, Mitglied des Reichstages, hat es gesagt, große Aufregung, man ruft ihm zu, daß diese Frage und Herr Förster, ebenfalls Mitglied des Reichstages und Pro Arrangement in die Hand genommen haben, alles aufgeboten ist, ebenso überflüssig sei, wie politische Erörterungen seitens der An- fessor seines Zeichens, hat es mit anderen Worten feierlich be- um den Parteigenossen ein gutes und der Bedeutung des Festes geklagten. Geyer macht den Vorsitzenden darauf aufmerksam, tätigt. Bu beklagen ist es freilich, daß sich nur zirka anderthalb entsprechendes Programm zu bieten. daß er inkonsequent sei. Erst fordert er die Angeklagten auf, Dutzend Herren und Damen antisemitischer Kouleur zu der an Zu dem am Sonntage veröffentlichten Flugblatte sind fich jeder politischen Aeußerung zu enthalten und jetzt will er die allen Anschlagsäulen angekündigten Versammlung eingefunden noch nachstehende Aenderungen eingelaufen: Gesinnung der einzelnen Angeklagten feststellen. Die Maifeier hatten, um diese neueste Weisheit der patentirten Propheten 2. Wahlkreis. Schönleinstr. 18, Emil Janes, schänkt würde nicht nur von Angehörigen der sozialdemokratischen Partei, gläubigen Herzens entgegen zu nehmen. Was wir schon anläß- fein Happoldtbier, sondern Unionsbier. zut 3. Wahlkreis. Admiralstr. 26, Kraft, nur Reichen- Admiralstr. 18e. Die erst kurze Zeit bestehende Ehe ist von An- gesinnten" im Lokal- Anzeiger" und der„ Staatsbürgerfron. Alexandrinenstr. 38, Pfigner, hat jeßt nachgewiesen, fang an feine glückliche gewesen, und die Mitbewohner des Beitung" erlassen hatten, vorgestreckt habe. Den Einwand der daß er seit dem 9. d. M. Bier von der Kommission bezieht. Hauses wissen von zäntischen Szenen viel zu berichten. Am Bertheidigung, daß ein Redakteur nicht verpflichtet sein könne, Dresdenerstr. 40, Gor3, schänkt Bier aus der Brauerei Donnerstag fanden wiederum Auseinandersetzungen statt, die dazu einer Berichtigung, die zwei Personen im Namen vieler Wilhelmshöhe. Prinzen- und Annenstraßen- Ecke, Funte, fein führten, daß der Ehemann in der Nacht zur Giftflasche griff. Vereinigungen, ohne dazu genügend legitimirt Böhmisch, sondern Friedrichshain. Die Art des Giftes ist noch nicht genau festgestellt, doch glaubt sein, einsenden, einsenden, Raum zu geben, ließ der Gerichtshof 4. Wahlkreis. Süd- Ost e n. Pücklerstr. 6, Herz, man, daß es Cyantalium gewesen ist. Unter der sofortigen nicht gelten, sondern verurtheilte den Beklagten auf Antrag des Bierverlag, kein Böhmisches, sondern Pazenhofer. Wienerstr. 63, Wirkung des tödtlichen Trantes rief Feik um Hilfe; Nachbars- Amtsanwalts zu 3 M. Geldstrafe event. einen Tag Haft. sowie Felske, kein Böhmisches, sondern Münchener Brauhaus. leute eilten hinzu und riefen ohne Zuthun der Ehefrau Arzt und zur Publikation der betreffenden Berichtigung. Die Klage Osten. Friedenstr. 100, Glasen app, tein Böhmisches, Heilgehilfen von der Sanitätswache in der Adalbertstraße herbei. mehrerer Böttchermeister gegen unseren Verantwortlichen, die sich sondern Stralauer Bier. Pofeuerstr. 29, Meyer, kein Böh- Obgleich der Magen sofort ausgepumpt wurde, fonnte feit ebenfalls wegen der Nichtaufnahme einer Berichtigung beschwert misches, sondern Reichenfron. Landsbergerstr. 17, Breste, nicht gerettet werden, sondern starb unter den Händen des Arztes. fühlen und die mit obiger Sache zusammengezogen war, wurde tein Böhmisches, sondern Reichenkron. Die Leiche ist nach dem Schauhause gebracht worden. vertagt, da keine Zeugen geladen worden waren. 5. Wahlkreis. Barnimstr. 3, Behmer, nur Bier von der Kommission und zwar Luckenwalder. 6. Wahlkreis. Johannisstr. 23, Gudat, kein Boykott: bier, sondern Münchener Brauhaus. Stefanſtr. 12, Schilling, fein Schultheiß. Dreysestr. 13, Schröter, tein Spandauer Berg, fondern Thöns- Spandau. Dreysestr., Bienert, 3. grünen Baum, kein Schultheiß, sondern Kaiserbrauerei. Hochstraße 41, Water Jäger, fein Boykott, noch Ring bier, sondern Reichentron. Thurmstraße 74, E. Kaden, Bierverlag, fein Schultheiß, sondern Münchener Brauhaus, Kulmbacher, Kronen- und Spatenbräu. Exerzierstraße 27, Blankenburg, will tein Boykotibier verschänken und verwahrt sich dagegen eine dahin gehende Aeußerung:„ er lasse sich von den Arbeitern nichts vorschreiben" gethan zu haben. Johanniterstr. 19 Balte, tein Boykottbier, sondern Wusterhausener. sondern Wusterhausener. Waldstraße 58 worden " ziemlich Bei der Bereitung von Kartoffelpuffern ist dem DienstWegen Gefangenenbefreiung und Bedrohung eines Be mädchen Adam, bei einer Familie in der Königgrägerstraße be- amten war der Arbeiter Gustav Janetti aus Schmargendorf der Bratpfanne Fett zum Schmelzen gebracht und schüttete die verurtheilt worden, von der er sich durch eingelegte Berufung zu dienstet, ein schweres Unglück zugestoßen. Das Mädchen hatte in vom Schöffengericht zu einer Gefängnißstrafe von einer Woche geriebene Kartoffelmenge hinein. Hierbei sprang ein Stück halb befreien trachtete. Am 30. Juni v. J. hatte ein Amtsdiener in flüssigen Fettes dem Mädchen direkt ins Auge. Von furchtbaren Schmargendorf einen Studenten Ostrowsti verhaftet. Als der Schmerzen gepeinigt, rannte das Mädchen in die Wohnstube, wo Beamte mit dem Arrestanten in die Hauptstraße tam, sah er man alles that, um den schlimmsten Folgen vorzubeugen. Der fich plöglich von 30-40 Personen umringt, von denen die herbeigeholte Arzt fonnte aber wenig Hoffnung geben; ein Stück Vordersien den Beamten bedrohten und ihm den Gefangenen zu entdes glühenden Fettes hatte den Augapfel derart getroffen, daß reißen suchten. Unter dem Drucke der Menge mußte er schließdas Auge erblinden wird. Tas arme Mädchen wurde nach lich den Gefangenen laufen lassen, doch tamen auf sein Rotheiner Klinik gebracht, wo die Aerzte die erste Diagnose bestätigen fignal andere Beamte hinzu, mit deren Hilfe drei von den mußten. Eyzedenten verhaftet wurden. Von diesen wurden Janezki und Naumann zu je einer Woche verurtheilt, der dritte, Albert Eingestürzt ist am Donnerstag Nachmittag 1/25 Uhr ein Wernicke; dagegen freigesprochen. Mit Hilfe des Rechtsanwalts Schlecht, fein Boykottbier. Salzwedelerstr. 14 Rienert, Theil des Hauses Kirchstraße 12 in Charlottenburg. Auf dem Heine gelang es Janezti, in der zweiten Instanz den Nachweis tein Schultheiß, sondern Kaiserbrauerei. Hussitenstr. 17 Ha yn, Grundstück Kirchstraße 13 soll ein Neubau aufgeführt werden zu führen, daß er nur in den Menschenknäuel hineingedrängt tein Böhmisch, sondern Münchener Brauhaus. Brunnenstr. 138 und ist behufs Fundamentirung mit den Ausschachtungen be- und von hinten nach vorn geschoben worden sei, daß er sich Bäthge, tein Böhmisch, sondern Münchener Brauhaus. gonnen worden. Diese Arbeiten find in Rücksicht auf das Alter weder an der Bedrohung noch an der Gefangenen Befreiung Rügenerstraße 8, Grünberg, tein Gregory, sondern des Hauses Nr. 12 mit der größten Vorsicht ausgeführt. Das Bürgerliches Brauhaus. Uferstr. 1, Blankenburg, Kronen Haus Nr. 12 hat nach der Neubaustelle zu einen nicht unter: betheiligt habe, so daß seine Freisprechung erfolgen mußte. brauerei. Angermünderstr. 13, 2ange, schänkt fein Boykott fellerten Thorweg mit darüber liegender Gtage und Boden- Ein liebliches Bild vom Baumarkte lieferte eine Verbier. Cotheniusstraße verzapft kein Böhmisches Brauhaus, son- räumen und die Brandmauer war durch starte Absteisungen handlung wegen wiederholter Urkundenfälschung bezw. Anstistung dern Bier aus der Brauerei von Müller, Potsdam. gesichert. Um 1/25 Uhr, als den Arbeitern auf der Baustelle dazu, welche gestern die I. Straffammer hiengen Landgerichts I Berichtigungen werden von nun an nicht meheben durch die Signalpfeife des Poliers der Schluß der Vesper- beschäftigte. Angeklagt waren der 23jährige Täschner und Lederohne Weiteres aufgenommen, sondern zur näheren Untersuchung zeit verkündet wurde und die Arbeit wieder aufgenommen arbeiter, auch" Bau- Unternehmer" Robert Granzow und an die zuständigen Kreise verwiesen. werden sollte, hörte man ein bedenkliches Krachen, und gleich deffen Vater, der Maler Karl Granzow. Lezterer war beZur Charakteristik der Saalverweigerer. Wir erhalten darauf stürzte der nicht unterkellerte Theil des Hauses Nr. 12 in schuldigt, seinen Sohn durch Drohung mit Gewalt und Mißfolgende Zuſchrift: Der Gastwi Jacob, Ausschant der sich zusammen. Glücklicherweise sind Personen nicht verlegt brauch des Ansehens zur Fälschung von Quittungen angestiftet Bockbrauerei, Treptow, Köpnicker Landstraße, es hätte allerdings nur der Frist von einer Minute zu haben. Granzow sen. hatte feinerzeit in der Weinstraße ein hatte sein Lokal dem Lese- und Diskutirklub„ Süd- Ost" für den bedurft, und mehrere Menschenleben wären gefährdet gewesen. Haus gebaut, welches zur Subhaftation fam. Er konnte aber 14. Juli zur Abhaltung eines Sommerfestes" vermiethet, wobei In den Räumen über dem eingestürzten Thorweg waren die das Bauen nicht lassen und batte sein Augenmert auf der Rostockerstr. 41 gerichtet, welches sich der Klub vorbehalten hatte, im Falle eine Sperre über das Dienstmädchen einquatiert und waren auch diese nicht in ihren ein Grundstück in Loka! verhängt werden sollte, von der Abmachung zurückzutreten Balfen, Dielen, Dachziegeln, Möbelu, Betten und Kommoden die Kaufsanzahlung zu leisten, war auch bald aufgetrieben, daZimmern anwesend. Ein Konglomerat von Mauertheilen, der Moabiter Baugesellschaft gehörte. Das nöthige Geld, Bei Beginn des Bierboykotts begab sich das für die Festlichkeit liegt in einem großen Trümmerhaufen durcheinander; der ein- mit ihm aber seine Gläubiger nicht an den Leib kommen konnten, gewählte Komitee zu Herrn Jacob, und dieser er bot sich für den fraglichen Abend an stelle des Bockbieres gestürzte Theil des Hauses ist wie mit einem Messer von dem mußte der Sohn die Rolle des" Bauherrn" übernehmen. Dieser echtes Münchener und Weißbier zu zu beschaffen. Das stehengebliebenen abgetrennt. Von polizeilicher Seite sind ent- erhielt vom Vater das nöthige Geld zum Erwerb des GrundEchte wollte er zu stücks und wurde als Eigenthümer" eingetragen. Der junge 20 Big. für 4 Behntel verschänken sprechende Maßnahmen getroffen worden. Das Komitee hielt sich nicht für befugt, hierauf ohne weiteres ,, Bauherr" leistete auch die Theilzahlungen an die Bauhand In der Rigdorfer Herberge kam es am Mittwoch Abend werker mit den Summen, die ihm der Bater vorher zugesteckt einzugehen, sondern wollte die Sache dem Klub zur Entwischen zwei Handwerksburschen zu einem heftigen Streit, wobei hatte. Die Statermeister Müller und Schulz, welche für den scheidung vorlegen und Herrn Jacob schriftliche Mittheilung der eine sein Messer zog und seinem Gegner ohne weiteres mehrere Neubau die Staterarbeiten angefertigt, hatten auch nur einige davon machen. wuchtiae Stiche in den Kopf verfekte. Der brutale Thäter wurde Theilzahlungen erhalten und blieben mit einem Inzwischen fam der Beschluß der Gastwirthe, ihre Säle den verhaftet. bedeutenden Rest in der Schwebe. Stafermeister Müller Sozialdemokratischen Versammlungen zu verweigern, und da die Lokalliste noch nicht heraus war, so fragte der Unterzeichnete einem Grundstück der Schönhauser Allee eine Grundmauer, welche erzielte gegen denselben ein Versäumnißurtheil. Der Verurtheilte Polizeibericht. Am 28. d. M., Vormittags, stürzte auf strengte schließlich die Ziviltlage gegen den Bauherrn" an und bei Herrn Jacob schriftlich an, ob dieser seinen Saal für abgetragen werden sollte, ein. Ein beim Abbruch beschäftigter legte hiergegen Berufung ein und überreichte seinem Rechtsanwalt Bersammlungen ebenfalls sperrt oder nicht. Darauf geschah arbeiter erlitt Quetschungen der beiden Oberschenkel und mußte drei Quittungen des Herrn Müller, wonach dieser in Höhe seiner folgendes: Gine Antwort zu geben, bequemte sich Herr Jacob nicht. Vor dem Hause Greifswalderstr. 187 fiel Mittags ein Arbeiter waren ja echt, sie hatten nur den einen Fehler, daß sie durch nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden. Forderung bereits befriedigt jein mußte. Die Quittungen an sich Statt dessen war der Brief des Unterzeichneten, vom Hinterraum eines Pferdebahnwagens und erlitt eine schwere fühne Vormalung einer Ziffer die an sich geringen Summen aus ohne dessen Wissen und willen, wenige Tage Verlegung an der Hand. An der Ecke der Barnim- und den Zehnern zu Hunderten geschwollen waren. Nachdem die nachher in der Staatsbürger Zeitung" im Intelligenzblatt" und zwar mit der vollen Büschingstraße wurde ein zweijähriger Knabe durch einen Vieh Fälschungen festgestellt waren, wurde Granzow jun. in Untersuchungshaft genommen. Er gab die Fälschungen Adresse des Unterzeichneten veröffentlicht umwagen überfahren und an den Armen und Beinen, sowie am Kopje bedeutend verlegt. Nachmittags fiel ein Stein- auch unumivunden zu, behauptete aber, daß ihn sein die geradezu übermüthigen Forderungen sozialdemokratischer Drucker auf der Promenade an der Ecke der York- und Vater dazu gezwungen habe, die Veränderung der Quittungen Vereine" zu fennzeichnen. Gneisenaustraße ohumächtig zur Erde und verlegte sich so schwer vorzunehmen. Er habe sich anfangs dessen geweigert, der Vater Gin Kommentar zu dieser Handlungsweise des Herrn Jacob am Kopfe, daß seine Ueberführung in das Krankenhaus erforder- babe ihn aber gemißhandelt und durch Drohungen genöth g', ift überflüssig. Die Folgen derselben wird er, deffen Publikum lich wurde. Vom Dache eines Hauses der Bischofstraße fiel die Fälschungen vorzunehmen. Der Vater widersprach dusen zumal an Sonntagen, lediglich aus Arbeitern besteht, natürlich ein ungenügend befestigter Wallen auf den Marien- Kirchhof Behauptungen, die in den Bekundungen eines zweiten Sobnes tragen müssen. Lese- und Diskutir- klub" Süd- Ost", hinab und traf zwei Arbeiter, von denen einer bedeutend am eine wesentliche Stüße fanden, entschieden, versicherte, von den J. A.: Julian Borchardt, köpnickerstr. 172, 4 Tr. lints. Kopfe verlegt wurde, während der andere leichte Verletzungen Fälschungen absolut nichts zu wissen und das Opfer der ihm Herr Theodor Reuß ist zu seiner ersten Liebe zurück an den Beinen erlitt. In einer in der Königstraße belegenen feindlichen beiden Söhne zu sein. Inzwischen hat sich gekehrt. Als der Mann vor Jahren nach London kam, um sein Werkstatt griff ein entlassener Arbeiter den Werkmeister thätlich das Verhältniß des„ Bauherrn" ริน feinem Bater privilegirtes Spigelgeschäft zu eröffnen, gab er sich für einen an und wurde von diesem mit einem Meißel am Schlüsselbein allerdings ganz eigenartig gestaltet. Obgleich der Sohn Mujitus aus Augsburg aus. weiß, Auf dem Droschten Halteplate vor dem genau er daß Das Sozialistengesetz fiel, der erheblich verletzt. vorgeschobene Person Goldstrom des Welfenfonds versiegte, ein großer Theil von Zoologischen Garten schoß ein Fuhrwerksbefizer aus Eifersucht war, verweigerte er schließlich doch dem Vater die AufKrüger's Gentlemen und externen Mitarbeitern wurde ab- aus einem Revolver fünfmal auf einen anderen Fuhrwerksbesitzer, lassung des Grundstücks und dieser mußte ihn wegen der Aufgehalftert. Theodor Reuß aber fiel auf die geschmierte Seite; er ohne diesen zu treffen. Der Thäter wurde verhaftet. In der lassung verklagen. Auf der anderen Seite hat der Sohn eine wurde Journalist, hochoffiziöser sogar. Da kam im heurigen Nacht zum 29. d. m. vergiftete sich ein Gürtler in seiner in der Räumungsklage gegen den Vater angestrengt. Beide Sachen sind Winter das Strafgericht über ihn: Im Reichstage und in der Admiralstraße belegenen Wohnung.-- Im Laufe des Tages bis zur Entscheidung des Kriminalfalles zurückgestellt. Ferner Bresse wurde ihm seine Wohlanständigkeits- Garderobe Stück für fanden zwei kleine Brände statt. Stück heratgeriffen, und bald stand er da in all seiner nackien Echöne. Und der Ehrenmann rührte und muckste sich nicht. Lange hörte man nichts von ihm. Eeine bisherigen Brotgeber schienen auf die Ehre verzichtet zu haben, ihn weiter als Werkzeug und Sprachrohr zu gebrauchen. Jetzt auf einmal gellt sein Name wieder durch die Blätter des Bürger- Stationen. thums. Die Administration des Vermögens des Königs von Bayern hat ihm das Aufführungsrecht von Richard Wagner's Jugendoper: " Dießeen" für England, Amerika und diefenglischen Kolonien übertragen. Wenn Richard Wagner, der Revolutionär von 1849, Swinemünde der Mann, dem in seinen Schriften kein Ausdruck zu hart, tein Hamburg. Wort zu scharf geschliffen ist, um es gegen die Tyrannei jedweder Berlin Art zu schleudern, wenn der das erlebt hätte! Nein, er hätte Wiesbaden. es nicht erlebt, er wäre in seiner Berserkerwuth nicht blos gegen München den ausgedienten Reichsspitzel, sondern auch gegen eine Ber waltung losgefahren, die ihm solches angethan hätte! " " = und F Witterungsübersicht vom 29. Juni. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( 1-10) BRAILL Wetter Temperatur 998955( nach 50 E. 4° R.) Celsius 767 NNW 3 heiter 19 NW 3 769 NW NO 1 769 A 4 wolkenlos 19 wolkig wolfenlos wolkenlos 18 19 15 Wien 766 WNW 3 wolkenlos 16 Haparanda 761 2 halb bedeckt 22 763 N wolkig 18 770 774 DED DND 4 heiter 18 1 heiter 16 nur eine sind die beiden Brüder vor kurzem wegen Mißhandlung des Vaters vom Schöffengericht verurtheilt worden. Der mit angeklagte Robert Granzow erzielte in der Berufungsinstanz die Freisprechung, sein Bruder Karl betreibt z. 3. das Wiederausnahmeverjahren. Der Staatsanwalt erachtete die Darstellung des Robert und das Zeugniß des Karl Granzow für durchaus glaubwürdig und durch dasselbe für erwiesen, daß der Vater die Seele der ganzen Schiebungen und der Auftifter zu den Fälschungen war. Er beantragte gegen denselben zwei Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ghrverlust, gegen den noch jugendlichen Sohn aber ein Jahr Gefängniß. Rechtsanwalt Leonh. Friedmann plädirte dagegen auf Freisprechung des Baters, da die Beschuldigungen der Söhne ossenbar von Haß diktirt seien. Nach längerer Berathung trat der Gerichtshof noch einmal in die Berathung ein. Es gelangte ein Brief des Zeugen Karl Granzow an seinen in Untersuchungshaft befindlichen Bruder zur Verlesung. Aus diesem Briefe, in welchem dem Bruder Instruktionen für sein Verhalten ertheilt werden, Ueber die Errichtung von Spielplägen entspann sich in Petersburg leuchtet ein unglaubliches Maß von Gehässigkeit gegen den Vater der letzten Stadtverordneten- Sigung in Charlottenburg eine inter- Cort. hervor. Die Wirkung dieses Briefes auf den Staatsanwalt war effante Debatte. Zu der Vorlage, betreffend Gewährung eines Aberdeen eine solche, daß dieser erklärte, nunmehr seinen Strajantrag Beitrages an den Vorstand des Zentralausschusses zur Förderung Paris gegen den Vater nicht aufrecht erhalten zu können. Die Glaub der Jugend- und Volksspiele hatte unser Parteigenoffe Bayer Witterung in Deutschland am 29. Juni, 8 Uhr Morgens. würdigkeit des Zeugen Karl Granzow sei wesentlich beeinträchtigt beantragt, den bisher bewilligten Beitrag von 100 M. abzulehnen, da eine Gegenleistung seitens des Ausschusses nicht erfolgt sei. Quftdruck hält die trockene Witterung in ganz Deutschland länger Der Gerichtshof erkannte dann auch nach erneuter Berathung Bei hohem, an der Nordsee 770 Millimeter übersteigendem worden, so daß sich die Freisprechung des Vaters rechtfertige. Dagegen beantragte Bayer, den Magistrat durch Beschluß der an. Auch im Osten hat der Himmel sich aufgeklärt, sodaß der auf Freisprechung des Angeklagten Grauzow sen., verStadtverordneten- Versammlung zu ersuchen, eine Vorlage auszu- felbe in den meisten Gegenden jetzt völlig unbewölkt ist. In urtheilte dagegen Robert Granzow zu einem Jahre Ge= arbeiten, nach der die Stadt die Errichtung von Spielplätzen Süddeutschland wehen ziemlich lebhafte nordöstliche, in Nord- fängniß unter Unrechnung von drei Monaten Untersuchungs. felber in die Hand nimmt. Obgleich der Vertreter der Schul- deutschland mäßige nordwestliche Winde, durch welche die Er- haft. Als der Vater Granzow das Urtheil vernahm, versiel deputation, Dr. Hubatsch, sich grundsäßlich für den Antrag Bayer wärmung durch die Sonne noch etwas verzögert wird. Dennoch er einem heitigen Krampfanfall. Der mitangeklagte Sohn aussprach, wurde derfelbe doch durch Annahme der Magistrats- hat sich die Morgentemperatur zu Münster bereits auf 21, zu bemühte sich nebst zwei Gerichtsdienern um den Kranken, der vorlage gegenstandslos gemacht. Mau hielt die Verhältnisse Reitum auf 20 Grad Celsius erhoben. noch nicht für soweit gediehen", um einem Antrag im Bayer'schen Sinne zustimmen zu können. . -Wetter- Prognose für Sonnabend, den 30. Juni 1894. Tockenes, vorwiegend heiteres, am Tage sehr warmes Wetter mit mäßigen nördlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Zeuge Karl Granzow rührte aber keinen Finger für den Vater. Deutsche Nilpferdpeitschen- Kultur in Afrika. Ort der Handlung: Der Hamburger Dampfer Marie Wörmann an der afrikanischen Küste. Spiritus rector: Schiffsoffizier Ernst Heinrich Hansen aus Neumühlen bei Altona; ausführendes Werkzeug: ein gewisser Beamter; Objekt: Drei Neger; Grund: Diebstahl. Das Landgericht in Hamburg, das über diese schlagende Justig aburtheilte, stellte gegen Hansen das Verfahren wegen gefährlicher Körperverlegung ein und richtete Ein Revolverattentat wurde am Donnerstag Abend dicht am Eingang. zum Zoologischen Garten verübt. Der Fuhrherr Försterling in der Swinemünderstraße war seit anderthalb Jahren von seinem in der Brunnenstr. 53 wohnenden Kollegen Hermann Loff dadurch schmählich hintergangen worden, daß Loff mit seiner Frau unerlaubten Verkehr pflegte. Der Betrogene, aus dessen Ehe nebenbei bemerkt sechs noch unmündige Kinder entsprossen Wegen Nichtaufnahme einer sogenannten Berichtigung nur darüber, ob er der Anstiftung dazu schuldig sei. find, trug, seitdem er über die Sachlage unterrichtet war, ständig hatte sich gestern der verantwortliche Redakteur unseres Blattes, Dahingegen wurde gegen Quanter die Anklage wegen geeinen Revolver bei sich. Am Donnerstag Abend gegen 6 Uhr Sugo Pözsch, vor der 142. Abtheilung des hiesigen fährlicher Körperverlegung erhoben. Beide wurden am 16. April trafen beide mit ihren Droschten am Zoologischen Garten zu Schöffengerichts zu verantworten. Die Antläger waren von den ihnen zur Laft gelegten Bergehen freigesprochen. Die sammen. In Försterling stieg sofort der ganze Grimm auf, und zwei der gutgesinnten" Brauerei- Arbeiter aus dem Schul- Art und Weise, wie das Gericht zur Freisprechung gelangt ist, ehe es jemand wahrnehmen konnte, hatte der gekränkte Mann theiß'schen Etablissement, Dillmann und Döhring, it rechtlich höchst bezeichnend. Zunächst wurde festgestellt, daß die Schußwaffe in der Hand und fünf Schüsse auf Loff abgegeben. welche sich seiner Zeit für befugt erachteten, im die Bestimmungen des Reichs- Strafgesetzbuches über KörperIn der Aufregung muß die Hand unsicher geworden sein; denn Namen verschiedener Vereinigungen( der Brauergesellen, verlegung gemäß§ 4 desfetben nicht anwendbar seien, da der vier Geschosse fehlten gänzlich, und die fünfte Kugel traf den Schmiede, Schlosser u. s. w.) eine Berichtigung" an Dampfer sich nicht auf hoher See, sondern an der Küste Liberiens ledernen Leibriemen des Fuhrherrn Loff, ohne aber einzubringen. unsere Redaktion einzusenden, die nichts berichtigte, vielmehr befunden habe, und die That daher als im Ausland begangen anFörsterling wurde verhaftet. nur Erklärungen und Behauptungen enthielt, so u. a. die, daß gesehen werden müsse! Das liberische Recht bestimmt nun Vergiftet hat sich infolge ehelicher Bwistigkeiten der nahezu es nicht wahr sei, daß die Direktion der Brauerei das Geld zu aber, daß Mißhandlungen nur auf Antrag verfolgt werden und 88 Jahre alte Gürtlermeister Karl Feit in seiner Wohnung, den unterthänigen Zufriedenheitserklärungen, welche die„ Gut- lteine Strafe, sondern nur Schadensersatzpflicht im Gefolge 11hr, haben. In Betracht könnten jedoch noch die Bestimmungen der sollten. In erster Linie verwahre er sich, allerdings nur formell, abends 9 Uhr im Restaurant Bur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, Sigung. Nach derselben Tanz. Tanzlehrer- Verein Goinarität, Seemannsordnung tommen betr. Mißbrauch der Disziplinar mit Hinweis auf den absolut unpolitischen Charakter des Ver- Abends 8 Uhr im Lotale von Ehrenberg. Annenstraße Nr. 16, gewalt von Vorgefeßten. Nach§ 79 sind der Schiffsmannschaft bandes gegen diese Hereinziehung der Politik. Er für seine Sigung. Rauchklub Rothe Fahne, Freitag Abends gegenüber alle Maßregelungen, die zum Dienst erforder- Person habe stets den politischen Gegner im Verband Gunryir. 48 bei Kricheldorff Rudern rein Vorwärts, Sigung lich sind, gestattet, so z. B. Ersch werung des Dienstes, geachtet und stehe auch noch heute auf dem Standpunkt, daß man Frena( gemischter Chor) Rirdorf, Abends 9 Uhr, bet Barta, Bergstr. 120. Abends 8 Uhr, in der Spreeterraffe, Jannowigbrücke. Minderung der Kost; ausgeschlossen ist die förper- Berufsfragen gerade auch bei Kaufleuten am besten in unpoliti- Bergnügungsverein Im Brand, Sigung Abends 9 Uhr, bet saverland, liche Mißhandlung. Nun wurde so gefolgert: Gehörten tischen Berufsvereinen betreibe. Könne ihm jemand den geringsten Weberstr. 32. M Vermischtes. . Gesangverein Aus New York wird gemeldet, daß in voriger Nacht in den Staaten Minnesota und Takota ein furchtbarer Orfan wüthete, der schreckliche Verwüstungen angerichtet hat. Viele Menschen wurden getödtet. die drei Neger zur Schiffsmannschaft respektive zu denen, Versuch nachweisen, politische Bestrebungen in den Verband oder English Conversational Club Shakespeare. welche im Sinne des§ 3 ber Seemanns Ordnung die Vereine getragen zu haben? Gerade dadurch, daß der neue Meeting every Eriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant an Rechten und Pflichten der Schiffsmannschaft gleich Verein die„ Kaufm. Breſſe" als Verbandsorgan anbiete und eine Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. zustellen sind? Es waren dreißig Neger an Bord genommen getreten sei, beweise er ja, daß das Blatt rein gewerkschaftlich worden, welche das Löschen und Einlat er der Fracht zu besorgen wie bisher, allerdings energisch im Interesse der Gehilfen, forthatten, also in ihrer Beschäftigung den Hamburger Schauerleuten geführt werden solle. Wenn ihm aber die politische Diskussion gleichstanden. Da in Afrika dieses Institut nicht üblich war, nahegelegt werde, scheue er sich auch nicht, dieselbe aufzunehmen. wurden die Neger auf einige Wochen mit auf die Fahrt ge- Er glaube, seine bescheidenen Leistungen auf dem Gebiete der nommen und traten immer dann in Aftion, wenn Löschen oder Sozialpolitik gerade dem Umstande zu verdanken, daß er sich nie Laden erforderlich war. Sie waren also auf der Fahrt, wie das gescheut habe, etwas für richtig Erkanntes auszuführen, auch wenn er Hamburger Gericht folgerte, gewissermaßen nur Passagiere, deshalb einstweilen verfehmt werde. Und so werde er es weiter fönnten daher nicht zur Schiffsrannschaft gerechnet halten. Er qnittire dankend darüber, daß man seine ernstlichen Einrichtung. Das Lockspikelthum ist auch in England eine alte Unter den Chartisten befanden sich schon werden, daher war auch die Anwendung der Seemanns- Bestrebungen im Interesse der Gehilfen auch im Verbande für Lockspitzel ganz nach dem heutigen Muster In dem bekannten Ordnung ausgeschlossen.- Gegen das freisprechende Urtheil sozialdemokratische erkläre. Er wisse recht gut, was ihm auch Roman Alton Locke, den der chriftliche Sozialist Kingsley legte die Staatsanwaltschaft Revision ein, in der dargelegt bezüglich der Generalsekretärstelle bevorstehe. wurde, bas bie Meger jur) Schiffsmannschaft„ Marie Wörmann" nicht irre machen in feiner Ueberzeugung; man zwinge ihn nur des damals noch nicht erfundenen Damits mit anderen SprengDas werde ihn 1848 veröffentlichte, figurirt ein Lockfpitel, der in Ermangelung gehörten, da sie dazu angestellt waren, an den anzulaufenden nunmehr selbst, dieselbe an anderer Stelle zu vertreten. Herr stoffen arbeitete, und die Dummen, welche sich durch seine revo Haienplägen die Arbeit des Ladens und Löschens zu besorgen. Katz entgegnete hierauf, die Sozialdemokratie wolle den Gehilfen lutionären Phrasen verblenden ließen, der Polizei und Justiz Hiergegen machte Reichsann alt Schumann geltend, daß§ 3 gegen den Prinzipal verheßen, deshalb könne man kein Zutrauen zu ans Messer lieferte der Seemannsordnung zwar bestimme: Personen, welche, ohne Dr. Quarck und dem neuen Berein haben. Nach weiteren Auseinanderganz wie das heutzutage Sitte ift. Der Kuhbaum. Einer der merkwürdigsten Bäume Cozur Schiffsmannschaft zu gehören, als Maschinisten oder in segungen zwischen Herrn Schäfer und Dr. Quard, aus denen lumbiens ist der Kuhbaum, der zuweilen eine Höhe von 140 Fuß anderer Eigenschaft angestellt find. haben dieselben hervorgeht, daß der letztere schon im Oftober 1893 vom Kauf- erreicht und, wenn man Einschnitte in die Rinde macht, einen Rechte und Pflichten, welche in diesem Gesetze in Ansehung der männischen Verein ersucht wurde, nicht in sozialdemokratischen Saft von sich giebt, der die Farbe der Kuhmilch und den Geruch Schiffsmannschaft aufgestellt sind, daß aber diese Personen zu Versammlungen aufzutreten, diesem Ersuchen aber keine Folge und Geschmack des sauren Rahmes hat. Wenn dieser Saft dem Zwecke angestellt sein nüffen, während der Fahrt geleistet habe, sowie nach Ausführungen von Herrn Reveling längere Zeit der freien Luft ausgefeßt bleibt, so wird er braun des Schiffes auf der See gewisse Dienste zu verrichten. Zu Berlin und Berlit- Kaffel, die Herrn Dr. Quarc, wie die meisten und trocknet allmälig zu einer Art Wachs ein, das mit reiner diesen Personen würden z. B. Schiffeprediger, Aerzte, Proviant der vorigen Redner, ihrer persönlichen Werthschätzung versichern, Flamme brennt. Die Bewohner jener Gegend füllen mit dem meister, Köche u. a. zu zählen sein. Im vorliegenden Fall sei ziehen Herr Loeb und Herr Bauer die Anträge ihrer Vereine Baumsaft allmorgendlich ihre Gefäße, um fie theils sofort ausaber festgestellt worden, daß die mit der Nilp erdpeitsche traktirten unter dem Vorbehalt zurück, dieselben nächstes Jahr wieder einzutrinken, theils den Kindern nach Haus zu bringen. Die Bäume Neger während der Fahrt irgend eine Thätigkeit nicht zu ent- zubringen und es gelangt der Antrag des Vorstandes fast ein- an der Landstraße sind völlig durchstochen durch Reisende, die wickeln hatten, daß sie lediglich mitgenommen waren, weil man stimmig zur Annahme. ihren Durst stillen wollten. in den Häfen feine Arbeiter bekommen fonnte. Hier könne also von einem Mißbrauch einer Disziplingewalt nicht die Rede sein, und darum beantrage er, die Revision der Staatsanwaltschaft zu verwerfen. Der III. Straffenat schloß sich in der Gigung vom Donnerstag den Ausführungen des Reichsanwalts an und verwarf die Revision als unbegründet. Soziale Lebericht. Achtung, Buchbinder! Alle in der Luruspapier- Branche beschäftigten Verbandsmitglieder werden hiermit nochmals auf die heute Abend 8 Uhr, in Deigmüller's kleinem Saal, Alte Jakobstr. 48a, stattfindende Besprechung aufmerksam gemacht. Der Vertrauensmann. An die Schneider und Schneiderinnen! Verschiedentlich ist von unserer Seite auf die Schäden in der Konfektion hingewiesen worden, faum ist es möglich, unter den heutigen Verhältnissen nur annähernd ein menschenwürdiges Tasein zu führen. Um aber diese Mißstände entgegen arbeiten zu können, bedarf es eines flaren einmüthigen Handelns, nicht dürfen unsere Kräfte zersplittert, nicht durch ein unkluges Vorgehen unsere Zeit vergeudet werden. Derlammlungen. Die National: Besuchszeit verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Der Verband der in Buchbindereien, der Papier- Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den Ites und Neues Museum am Lustgarten. Besuchszeit täglich, mit und Ledergalanterie waaren Industrie be- 6 Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April- September 12 bts schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hatte 6 Uhr, Oftober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich). am 23. Juni einen Lederarbeiter- Abend arrangirt. Kollege gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 Uhr Belkin hielt eine Vorlesung über: Die Gewerkschaften, ihr( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis Nugen und ihre Bedeutung für die Arbeiterbewegung". Unter 6 ur, im März und Oftober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis Verschiedenem" hebt Kollege Henke die Schädlichkeit der Haus- museum, Binz Albrechtstr. 7. 4 Uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich).- un ft gewerbe Geöffnet an den Wochentagen( Montags Industrie und der damit verbundenen Lehrlings- Ausbeutung her- ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, vor, durch die vielfach den Gehilfen ein Streit zur Aufbefferung Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Ottober und März 12-5 Uhr, der Löhne unmöglich gemacht wird. Kollege Weinschild November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( Unentführt an, daß in einzelnen Geschäften das Groß Tresor mit seit wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich). ygiene- Museum geltlich). Museum für Bölterkunde, Königgrägerstr. 120. Besuchs9,50 M. bezahlt wird, dabei müssen noch Stifte und andere Klofierſtr. 35. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer Museum für Kleinigkeiten zugegeben werden, und trotzdem bieten sich noch Naturkunde, Invalidenftr. 42 dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Besuchszeit Sonntags wie im KunstArbeiter an, welche es billiger machen. Riese tritt dem gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-8 Uhr. Pessimismus einzelner Kollegen entgegen und fordert zur Orga- Museum für deutsche Boltstrachten und Erzeugnisse des Hausgewerbes, lofte ftr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs nisation auf, um endlich die Uebel der Hausindustrie beseitigen von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgelo: Erwachsene 60 f., Kinder 25 Bf., zu fönnen. Die sehr interessante Diskussion, an welcher sich Bereine Sonntags 10 Pf. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. viele Kollegen betheiligten, wurde um 12 Uhr geschlossen. öffnet Conntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von 11-2 Uhr( unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich Wilhelmstr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Pf. Gntree, außer Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr( unentgeltlich). Aussichtsturm 50 Pf. Kunstausfellung des Vereins Berliner Künstler, Sternwarte, Endeplag 3a. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis Invalidenftr. 57–62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. 11 Uhr Vormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. Entree 50 Pf. Zuschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M. Aquarium, Schadowsir. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Pf., an jedem legten Sonntag im Monat 25 Pf. Caftan's Panoptitum, FriedrichPaffage, Gintrittspreis 50: straße. Geöffnet 10-10 Uhr. Marine Panoptikum Uhr. Eintrittspreis 50 f. Entree 50 Pf.- Neapel- Panorama am Bahnhof Thiergarten, zwei neue Panorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Sonntags 25 Pf. Gintrittspreis. Dioramen: Ratatomben des Kapuzinerklosters zu Palermo und Besuvausbruch Das Panorama ist bis 17 Uhr Abends zu besichtigen. 80ologischer Garten, üzowufer. Sonntags 50 Pf.- Borsig's Garten mit Palmenhaus, Alt- Moabit 85-86 Eintrittspreis 50 f. Genosse Jahn einen recht beifällig aufgenommenen Vortrag. Im Verein der Filzschuh- Arbeiter hielt am 25. Juni Von einer Diskussion wurde allseitig Abstand genommen und gelangte hierauf der Kassenbericht zur Verlesung, der mit einem Ueberschuß von 115,45 M. abschließt. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 1. Juli, Bormittags 10% uhr, Vortrag über: Ehe und Freiheit". Rofenthaleritraße 38 Verein der Schäftebranche. Sonnabend, den 30. Juni, Wallfir. 20: Bersammlung. Rauchklub Blaue Welke 2". Sigung Sonnabends 9 Uhr, im Restaurant„ Einigkeit" Weinfir. 22. partie nach Schildhorn. Abfahrt früh 8% Uhr vom Restaurant Binnow, Vergnügungsverein Teutonia". Sonntag, den 1. Juli cr., Kremserwinemünderstr. 15. Gäste willkommen. Um S.arbeit in den betheiligten Kreisen zu schaffen, findet Montag, den 2. Juli, Abends 81,2 Uhr, bei Joel, Andreasstr. 21, eine öffentliche Verfammlung der Schneider und Schneiderinnen statt, mit dem Thema: Unter welchen Voraussetzungen ist ein erfolgreiches Vorgehen in der Konfettion möglich? Kollege Zimm wird referiren. Kollegen und Kolleginnen, es gilt nun, recht zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen; suche ein jeder die noch Jernstehenden aufzumuntern. Es sind zu dieser Versammlung alle Schneider und Schneiderinnen der Herren-, Damen- und Knaben- Konfeition, Trifotagenarbeiter und Arbeiterinnen, Mäntelnäherinnen, Verband der in Holzbearbeitunge. Fabriken u. auf Holzplähen befchäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, Filiale Berlin 1. Bügler, Stepper u. s. w. besonders eingeladen. Die Agitationsmitgliederversammlung am Montag, den 2. Jult, Abends' 8% Uhr, im Lotal Tommission der Echneider und Schneiderinnen Berlins. von Wilte, Andreasstr. 26. Vortrag des Genossen Jahn. H werde. = Die Furcht vor der Sozialdemokratie macht sich breit in den meisten kaufmännischen Vereinen, die ihrer Mehrzahl nach aus Gehilfen bestehen, in denen die Unternehmer aber die freie Meinung ihrer jungen Leute" nicht aufkommen lassen. Zu diesen Vereinen gehört auch der Deutsche Verband kaufmännischer Vereine. Aus dem Berichte der„ Kaufmännischen Presse" über die lente Hauptversammlung dieses Verbandes entnehmen wir zur Charakterisirung dieser Vereine die Debatten über das Verbandsorgan: Stuckateure. Montag, den 2. Juli, Abends 8 Uhr, Fachvereins- Verfammlung bei Deigmüller, Alte Jakobfir. 48a. Tagesordnung: Bortrag des Genossen Rohilad über„ Das Werkzeug als Kulturbrecher". 1 10 10 Briefkaffen der Redaktion. Ge= Der Streik der fchottischen Berglente hat nicht unter günstigen Aufpigien begonnen. Es find ungeheuere KohlenvorArbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Nord: Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffree( 8wei Buchstaben oder eine Baht) räthe vorhanden, und die Grubenbesitzer können die Arbeitsein- chule, Müllerstraße 179a und Südo ft- Schule, Waldemarstr. 14, anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. ftellung monatelang aushalten, ohne daß sie das Geringste dabei Deutsch( Logit und Rethorit). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Die Sprechstunde von 12-1 Uhr fällt heute, Sonnristiren und zu verlieren haben. Die Ausständigen 65 000 von Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Beit aufgenommen. abend, aus. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marx, Abends 8 Uhr, im Ganzen 70 000 haben auf viel Unterfügung nicht zu bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Westen, bei H. Werner, Bülowstr. 59. F. J. 100. Bestrafung würde eintreten, auch kann der rechnen, namentlich nicht von englischer Seite. Bei dem Arbeiter Sängerbund Berline und Umgegend. Borsigender Betreffende zum Nachdienen gezwungen werden. vorjährigen Riesenkohlenstreik weigerten sie sich bekanntlich, mit talender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Freitag. Dr. Heryka bestätigt sich die Auflösung der Expedition nicht, Ad. Neumann, Brunnenraße 130, 2 Tr. Alle Aenderungen im Vereins- Neuer Genoffe Elberfeld. Nach einer Mittheilung von den englischen Kameraden gemeinschaftliche Sache zu machen, uebungsunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser= und arbeiteten ruhig fort. Das ist ihnen schwerlich vergessen. fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei feuhlmey.-Nord, Berg- dieselbe ist von Lamu aufgebrochen, um sich nach dem Kenia zu straße 68, bet Seller. Vorwärts 1, S.D. Adalbertitr. 21, bei Roll. begeben. Nordamerikanischer Eisenbahnarbeiter Streif. Aus kummel'scher Gesangverein, Langeitraße 65, bei Tempel. Buch= Mai= R. R. Duisburg. Genosse Liebknecht ist verreift. Wird in New Dort wird depeschirt: Der Streit der Eisenbahn- Be- binder- Männerchor Berlins, Holzmarttitraße 3, bei Deter. glöckchen, Hochstr. 32a, bet Wilte. Gemüthlichtett Buser, acht Tagen wieder hier sein. diensteten hat sich jetzt noch auf das Northern Pacific System Seydelfir. 30. Palme, in Velten, bet Schröder. Morgenroth 4, D. Jost. Unseres Grachtens ift ducch Ihre Buschrift nichts ausgedehnt. Köpenick, Müggelheimerstr.& bei Held.- Gesangverein Morgenroth 2, Der Verband der amerikanischen Eisenbahn- Arbeiter beziffert Buchbrucker und Schriftgießer, Arminhallen, Kommandantenstr. 20.- Gesang notiz berichtet wurde. Charlottenburg, Bismarckstr. 75.- Typographia, Gefangverein Berliner von dem widerlegt worden, was in unserer vorgestrigen LokalWir müssen es nochmals als eine eines die Zahl der Streifenden bei dem Pullman- Boykott auf 40 000. verein Nordwacht, Müllerstr 7, bei Reichert. Gefangverein Freie Parteigenoffen unwürdige Reklame bezeichnen, wenn er in ge Man glaubt, daß diese Bahl bis zum Abend auf 80 000 steigen Sänger in Ecmargendorf, Wirthshaus Friedrichs.& u funft Steg- druckte Empfehlungen auf seine Eigenschaft als Gewerbegerichtslig, Ahornstr., im Gambrinus. Gesango. Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bei Nowact. Vereinte Sangesbrüder Moabit, Stromstr. 28 Beisiger hinweist und sich zur Auskunft in Gewerbegerichts- AnSängerverein Sorgenfrei, Melchiorstr. 15 bei Stehmann. bei gang. gelegenheiten in seinem Lokal bereit erklärt. Gegen eine derartige Vineta Veteranenstraße 19 bei Schulz.- Freie Siebertafel, Ausnutzung sträubt sich mit Recht das Gefühl der selbständigen Neue Königfraße 73 bei Hahn.- Brandenburger Männer: Gesangverein in Brandenburg a. S., Mengert's Boltsgarten. Sänger Arbeiterschaft. Brauer Gefangverein chor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bet Röllig. N. M., Straßburg i. Elf., Tent in Leipzig. Wir sind Gerstenähre, Alte Jakobjir. 88 b. Wienecte. firaße 45, Gesellschaftshaus Ostend". Johanni, Rüdersdorfer in bezug auf die Mittheilungen aus dem Kollegienhefte eines Ginigtett 3, Gr. Lichterfelde bei Gries, Giefensdorf.- Gefelligteit, Hennigsdorf, Böhmert's Ganhaus deutschen Professors dem Einsender gegenüber zur Diskretion Gaul Maiengruß, Köpenick, Grünstraße 53 bet Wittenberge, Thurmstraße 28, Sentralhalle. Arion, verpflichtet. Wir hätten auch lieber den Namen des Professors Oberon Grenadier- Play 7.Kaiser Franz- und die Universität, die sich einer solchen Leuchte der Wissenschaft Iris, Naunynstr. 86 bei Frig Zubeil. Freya 2 ( gem. Chor), Rigdorf, Bergstraße 133, Hoffmann's Festfäle( Inhaber erfreut, genannt. Der faufm. Verein Bingen beantragt die Weiterführung der Runge), oreley, Grünftr. 3 u. 4 bet Semerling.- Gesangverein K. 2. 64. Sprechen Sie Nachmittags oder Abends auf der der Klempner und Berufsgenossen, Siemensstr. 17 bei Biet.uftige Redaktion vor. Kauim. Presse" als Verbandsorgan vom 1. Juli ab, auch wenn Gänger. Potsdam, Brandenburger Kommunitation 16 bei Glaser. fie nicht mehr vom Kaufmännischen Verein, sondern vom neu- Deutsche Siebertafel, Grüner Weg Nr. 29 Nestaurant Saeger.$. M. 25. Ihre Fragen lassen sich im Briefkasten nicht - Gängertreis( Weißensee), Königschaussee Nr. 46 bei Dorn. gegründeten Verein für Kaufmännische Angestellte in Frankfurt Apollo, Grünstraße Nr. 21 bei Sommer. beantworten. Lesen Sie z. B. Johannes Hüber, Der JesuitenRheingold( vorm. am Main herausgegeben wird. Der lettgenannte Berein bean- mohr'iches Doppel- Quartett), Büschingfir. 7 bet Jakob. Gängertette, orden nach seiner Verfassung und Doktrin, Wirksamkeit und Ges tragt daffelbe. Der Kaufm. Verein Offenbach beantragt Niedersehung Kottbuser Damm 74 bei Hilfe. Spandau in Spandau, Neumetiteritr. 5, schichte( Berlin 1873). Lorbeerzweig, Swinemünderstr. 35 bei Queitsch. einer Kommission, welche die Herausgabe eines besonderen Ver- Restaurant Radtke. Schwedt. Uebergeben Sie den Bericht der Frankfurter Melodia, Rirdorf, Bergstr. 133, Hoffmann's Feftfäle."-Drante, Volksstimme". bandsblattes vorberathen soll. Der Vertandsvorstand endlich weißensee, Königs- Chauffee 19 bei Rrtedemann. Stralauer Lieder: beantragt einstimmig die amtlichen Bekanntmachungen des Ver- tafel, Rummelsburg, Berlinerfiraße bet Fri efecte.- Syrene, Linten Diskutirklub Lüneburg. Die französischen Sozialdemobandes fünftig dem Hamb. Vereinsblatt" zu überweisen. Die Anträge traße 19 bei Neumann. Bieber'scher Männerchor, Ackerstr. 128 fraten sind gegen die Wahl eines Präsidenten, sie fordern, daß bei Stümfe. Gesangverein Moabit, Savelbergerstr. 31, werden durch die Herren Wiyigmann Mannheim, Bauer- Bingen, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. der den Kammern verantwortliche Ministerpräsident, der seiner Loeb- Frankfurt a. M. und Zubrod- Offenbach begründet. Herr alle Buschriften sind zu senden an B. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: Stelle durch ein Mißtrauensvotum entsetzt werden kann, Leiter des Staates ist. Loeb betont namentlich, daß man dem Verein für Kaufmännische Bergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmgaffe 2 bei Krebs. Angestellte doch erkenntlich für die Weiterführung der„ Kauf- Staitub katro, Abends 8 Uhr bet Flick, Simeonitr. 28. Gelang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesangmännische Preffe" sein müßte und daß das Blatt verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. tünftig genau dieselbe Haltung baben wird, als bisher. Man wedding, Abends 8 Uhr, bei Schäfer, eue Hochstr. 49. Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Markgrafenftr. 87. solle sich durch unzutreffende Behauptungen über die fünftige Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Bunbuserstr. 35. Tendenz desselben nicht irre machen lassen. Herr Untart erklärt Theaterverein Bultania, 9 Uhr, Jäger's Gesellschaftshaus, Garten( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Theaterverein Freier Wille, jeden Freitag Abend hierauf, doch endlich offen zu sein und das Ding beim richtigen fraße 138-14. Paris, 29. Juni. Burdeau erklärte heute Vormittag dem Namen nennen zu wollen: Herr Dr. Quarc fei Sozialdemokrat 8 hr bei Sauermann, Adalbertfir. 8. Berliner Turngen offensaft. Die erste Männerabtheilung Präsidenten Casimir Perier, er glaube nicht, daß sein Gesund und deshalb könne man bei aller Achtung vor seiner Person die turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10 Uhr in der Turnhalle des heitszustand ihm erlaube, die Ministerpräsidentschaft und die von ihm auch fünftig zu leitende„ Kaufmännische Presse" nicht bie 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Zurn- Vormittags eine Besprechung mit Challemel- Lacour über die Leffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen Rabinetsbildung zu übernehmen. Cafimir Perier hatte im Laufe des als Verbandsorgan beibehalten. Die Herren Trauner, der balle des Leffing- Gymnasiums, Bantir. 9-10.- Kraft und Artisten glaubt, daß die bisherige Tendenz schon die Ausbreitung des lub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, Lage und ersuchte hierauf Dupuy, die Kabinetsbildung zu überTurnverein Germania( Mitglied des deutschen Arnehmen. Dupuy wird sich morgen wieder zum Präsidenten Blattes gehindert habe, und Helms nehmen ebenfalls scharf Waldemarstr. 42. Stellung gegen die Weiterführung als Verbandsorgan ein. beiter- Zurnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% Uhr Ackerstr. 67.- Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes Cafimir Perier begeben. Herr Wizigmann richtet als Auftrag seines Vorstandes aus, Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und Marseille, 29. Juni. Es steht nunmehr fest, daß eine daß man der Ungewißheit gegenüber, wie das Blatt Freitag Abends von 8-10 Uhr in der Staligerstr. 55/56. Verschwörung zum Zweck der Ermordung Carnot's bestanden Vergnügungsverein Beilchen, Abends 9 Uhr, bei Brauns, vom 1. Juli ab geleitet werde, ebenfalls gegen die Dranienir. 183 p. Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8x uhr hat. Die Polizei ist den Mitverschworenen Caserio's auf der Weiterführung sei. Herr Dr. Quard dankt zunächst Herrn Unkart Alte Jakobstr. 128( Logenhaus). unterbaltungstlub Schiller, Abends Spur. Die legte Versammlung der Verschwörer fand in Cette für die anerkennenswerthe Offenheit, mit welcher er endlich den 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Dreyfeitraße 3. Lepidopt. Bereinigung statt; in derselben wurde Caferio durch das Loos zur AusOrion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenir. 95, Restaurant Effenberg. Hauptgrund der Gegner zum Ausdruck gebracht habe. Es handle mufitverein Soffnung, Abends von 9-11 Uhr nebungsstunde prostauer, führung des Verbrechens bestimmt. Die Verhaftung der Mitfich also um politis legenfäße, die hier ausgetragen werden fraße 85-87 Schneider. Bergnügungsverein Berolina schuldigen steht nahe bevor. " bet Quartettverein Männerchor Privat Depeschen. Achtung! Achtung! Die 50jährige TischlergesellenJubiläumsfeier des Hrn. Theodor Seeliger am 23. Juli cr. findet der Saalsperre wegen nicht bei Kliem's, Hasenhaide, sondern in Sanssouci, Rottbuserstr. 4a, statt. Die Billets beDie Kollegen der Mittheilung für die Herren Gaffwirthe! Erlaube mir hierdurch anzuzeigen, daß ich aus dem Verein der Berliner Brauereien ausgeschieden bin, und offerire mein goldfarbenes und dunkles( Münchner Farbe) Carlsberger Bräu mit 21 Mark pro Tonne inkl. Spundgeld. 243L* halten ihre Giltigkeit. 15196 Friedrich Reichenkron, Brauerei- Carlsberg, Charlottenburg, Spreestraße 3( Telephon Nr. 83). Stehmann'schen Werkstatt. Spandan. Damen- und Kinderhüte, Dienstag, den 3. Juli, Abends 8 Uhr, sowie Bänder, Spizen, Federn, Schürzen, Tuchkragen, Chemisets, im Lotale d. Hrn. 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