Nr. 150. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 1. Juli 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Die Italienerhehe. bereits vor einigen Tagen ihrer 4000 angesammelt, meist| dort nur eine äußerliche Tünche auf den arbeitenden Volksim Freien kampirend; aber auch Belgien und die Schweiz schichten geblieben ist, eine äußerliche Tünche, die sich all Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß die haben flüchtige Italiener aufgenommen und selbst über die mälig verwischt, je mehr der Sozialismus Boden gewinnt. anarchistischen Mordthaten nur allen reaktionären Be- deutsche Grenze sind sie geflohen; wohl an 1000 find in In Frankreich, wo die Bevölkerung weniger rasch strebungen zu gute kommen, so wäre er durch die Ereignisse, Metz angekommen. Liegen auch nur aus wenigen Orten wächst, als in irgend einem anderen Lande, finden die überdie Carnot's Ermordung gefolgt sind, vollgiltig erbracht. die genauen Zahlen der Flüchtlinge vor, so hat man doch schüssigen Arbeiter fremder Völker leichter ihr Brot; so Alle reaktionären Parteirichtungen des französischen Kon- hier mit einer Massenaustreibung italienischer Arbeiter aus kommt es, daß etwa eine Million Nichtfranzosen, zum gresses wurden dadurch zu einer Koalition zusammen- Frankreich zu rechnen, die an Umfang nur erreicht wird größten Theil Italiener nur in den Nordprovinzen geschweißt, die einem typischen Vertreter des Kapitalismus von der Massenausweisung der Polen, die vor einem Jahr überwiegen die Belgier- überall in Frankreich als Arzur Präsidentenwürde verhalf. Sieben Jahre lang hat das zehnt, damals allerdings erfreulicherweise nicht gebilligt von beiter zu finden sind. Da kommen denn verschiedene Einneue französische Staatsoberhaupt das Recht und die Macht, der überwiegenden Mehrheit des deutschen Volkes, durch die flüsse, unter anderen auch der Unwille über die Unterdie Emanzipations Bestrebungen des Proletariats zu be reaktionäre chauvinistische Regierung des Fürsten Bismarck bietungen der einheimischen Arbeitskräfte auf dem kämpfen. Und daß er den Willen dazu hat, darüber hat durchgeführt wurde. Arbeitsmarkt, dem chauvinistischen Fremdenhaß zu Hilfe. der vielfache Millionär, der Bergwerksbefizer von Anzin, Und damit kommen wir auf den Kern der Sache. Die Der Haß, die Mißhandlung, die sie erfahren, nährt bei den der Sprößling einer Orléaniftenfamilie, niemals einen Zweifel Vertreter der herrschenden Klassen, den Wortführern der Italienern den Unwillen gegen ihre übellaunigen Wirthe gelassen. Während seiner kurzen Minister- Laufbahn hat er Bourgeofie wie den Regierungsmännern, steht es schlecht an und hat sie wiederholt schon zu Rache- Aften angetrieben. feine reaktionären Gelüfte stets bethätigt. Selbst die Nieder- sich zu entrüsten über solche wüste Chauvinistenhaß; geben Die Megelei von Aigues- Mortes bethätigt nur im größeren Lage, die seinem Ministerpräsidium ein Ende machte, knüpfte sie doch das Vorbild, nähren sie doch künstlich die niedrigen Maßstabe, was in kleineren Reibereien sich vordem oft ge= sich an die Maßregelung eines Arbeitervertreters. Empfindungen, die sich dabei bethätigen, weil sie diese nug Luft verschafft hatte. Und auch jetzt wieder liegt die So steht's in Frankreich mit den Regierungskreisen und niedrigen Empfindungen brauchen zur Aufrechterhaltung Vermuthung nahe, daß in Cesario, wie das bei solchen unnur ein Widerhall des Stimmungsausdrucks, der sich bei ihrer Macht. Von Kindheit auf werden die Europäer er flaren Fanatikern leicht erklärlich ist, sich chauvinistische der Wahl Casimir Perier's bethätigte, ist es, was wir aus zogen zum Fremdenhaß und Rassenhaß. Man heißt es Rachemotive mit anarchistischen Wahngebilden gemischt anderen europäischen Ländern vernehmen. Ueberall umfälschlich Vaterlandsliebe, wenn man den Fremdling ver- haben, sodaß er in seiner Person ein treffliches Exemplar frächzen die Raben der Reaktion die Leiche Sadi Carnot's. unglimpft und ihn als ein niedriges, bösartiges Wesen, der seelischen Mißgeburten darstellt, die unsere kapitalistische Nach Ausnahmegesetzen schreien sie in alter Weise, nach das stets beargwohnt werden, das als Erbfeind bekämpft Gesellschaft erzeugt. Ausnahmegesehen, die dem Anarchismus ihren Namen ent- werden muß, in schwülstigen Geschichtsklitterungen schildert. Bestünde aber im französischen Volke nicht die von den lehnen, die aber den Sozialismus bedrohen, indem sie jed- In der Schule wird der Chauvinismus der empfänglichen fapitalistischen Gesellschaftsstüßen genährte chauvinistische wede Bethätigung der Meinungsfreiheit, so bald sie sich Kinderseele auf obrigkeitliche Anordnung eingeimpft. Unterströmung, so hätte niemals die Mordthat Cesario's gegen die bestehende Staats- und Gesellschaftsordnung kehrt, zu unterdrücken streben. = Go treibt man es in allen sogenannten Kulturvölkern zu einer Italienerheße führen können. Das französische Europa's, so treibt man es in Rußland, in Frankreich, vor Bolt hätte eine würdige Haltung gegenüber dem wahnAber auch in den Volksmassen hat die Mordthat allem aber im schulmeisterlichsten aller Länder, in Deutsch- wizigen Verbrechen bewahrt, und so fällt in letzter Linie reaktionäre Triebe entfesselt, den Chauvinismus, der sich land. Wie sollte denn auf andere Weise auch im Volke die die Schuld für jene wüsten Ausschreitungen des Chauvinisseine Opfer sucht unter den Armen und Gedrückten, den Begeisterung für das herrliche Kriegsheer und die Ueber- mus in Frankreich dem kulturmörderischen Kapitalismus Arbeitern eines fremden Volkes, die auf französischem Boden zeugung, daß ohne schwere und beständige Opfer für dessen zur Last. ihr Brot suchen. Seit Jahren schwelt in den europäischen Aufrechterhaltung und Vervollkommnung jeder einzelne Völkern das Feuer des Chauvinismus unter der Asche; mit sofortigem Untergang bedroht ist, wach und lebendig jeder günstige Wind facht es zur flackernden Lohe an. Wäre erhalten werden? Was braucht man sich da weiter zu Politische Politische Leberlicht. nicht diese chauvinistische Grundstimmung vorhanden auch wundern, wenn die roheren Elemente des Volkes auf ihre Berlin den 30. Juni. bei den Franzosen, so hätte niemals mit solcher Erbitterung Weise den eingeimpften und künstlich ernährten Fremdenhaß Dem Reichstage, der im November zusammentreten das Volk Tausende von italienischen Arbeitern und Geschäfts- zu bethätigen suchen. Es bedarf nur des Aulasses, und der kann soll, wird ein schweres Arbeitspensum vorbereitet. Nach leuten, von Frauen und Kindern die Unthat ihres Landsmannes verschiedener Art sein. In Rußland und schwächer in Deutsch- den hochoffiziösen Berl. Pol. Nachrichten" kommen außer Cesario büßen lassen. Aber der latente Fremdenhaß, der land hat der zerstörungseifrige Fremdenhaß eine Ablenkung den in der letzten Tagung unerledigt gebliebenen Finanzschon in den Mezeleien von Aigues Mortes blutige Orgien gefunden in den Judenheten. Ein Verdienst der deutschen entwürfen noch der Entwurf über die Bekämpfung gemeinfeierte, hat auch jetzt seine Opfer gefordert. Mißhandelt, Regierung ist es nicht, daß die Bismarckischen Maßregelungen gefährlicher Krankheiten und die Zolltarif- Novelle als Erbihrer Habe beraubt, sind Tausende von Italienern, die in und Ausweisungen der Polen nicht auch zu Polenheten in schaft der letzten Session in Frage. Hierzu dürften noch den verschiedenen Provinzen Frankreichs thätig waren, über unseren östlichen Provinzen geführt haben. Es ist das nur voraussichtlich zwei Vorlagengruppen kommen, deren Vordie französischen Grenzen geflohen. In Turin hatten sich ein erfreulicher Beweis dafür, daß die Bismärckerei auch bereitung schon weit vorgeschritten ist. Es sind dies eine Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Bon C. Spindler. 78 Dinge. Absonderlich sagte der Hausherr:" Da kommt der ich bin nicht gesonnen, einen Hauptgewinn von der Hand Hornberger, ein grober, aber ausgepichter Ostergast."-zu weisen. Ein vornehmer Mann hat mir aufgetragen, Hierauf mußte ich mich zu ihnen sehen, und der alte ein gewisses Fräulein aufzufangen und fest zu halten, das Bechtram schenkte so fleißig ein, als ich es noch nie an von Frankfurt nach dem Thüringer Walde zu ziehen vorihm gewohnt gewesen. Der Becher ging tapfer in der hat, und dessen Kostbarkeiten und Geld mein sein sollen, Runde umher, bis dem langen Wernher der Kopf schwer ohne Ausnahme, benebst einem reichlichen Lohngelde und wurde, und er entschlief. Nun begann Bechtram erst zu Agungsvorschuß, so mir der biedere Edelmann zu zahlen mir zu reden: Er hätte nicht zu gelegener Zeit kommen verspricht. Seit länger denn eine Woche hat mein guter können, ungeschlachter Hornberger. Wir haben etwas vor, Geselle Kunz Doring das Fräulein zu Frankfurt belauert, Der Hornberger setzte sich indessen auf den Spreusack, der Eppstein und ich; so dies und jenes, und eins und und mir gestern gemeldet, daß es sich plötzlich entschlossen, der, mit Kalbfellen bedeckt, das Bett seines Freundes vorstellte, das andere, wobei wir Euch brauchen können."" Ich war gen Wiesbaden zu ziehen; zwar nur auf einen Tag oder fragte dem Bullenbeißer gnädig den Kopf, und hob an zu dessen bereitwillig, und wunderte mich nur, daß sie den anderthalb, wie man aus dem Geplauder ihres Knechts erzählen, wobei Petronella und ihr Neffe, der mittlerweile, Hyrzenhorn nicht angeworben, der doch ein schier noch vernommen. So habe ich denn beschlossen, das Weib, über eine Schüffel voll Wasser gebückt, das Geschäft des rüstigerer Kämpe sei, denn ich." Da verzog der Eppsteiner wenn es von Wiesbaden von dannen fährt, aufzufischen, Bartscheerens vornahm, eifrig anhörten. Ich war über das Geficht und Bechtram sagte:" Der Teufel hole alle und bedarf es eines rüftigen Beistandes; denn der ReiffenLand geritten," sprach er, dieweil ich zu Hause nicht Holz Frankfurter und die, die es aus Feigheit mit ihnen halten;" berger und der von Wiede, meine Freunde und Helfer, hatte, um mich zu wärmen, noch Wein, mich zu erquicken; womit er des Hyrzenhorners spottete, der sich der Stadt find den Rhein hinab, um einen Zöllner leicht zu machen, und das fiel in die heilige Woche. Ich wollte den Reiffen zu eigen verschrieben. Ich habe lange genug den Schwefel- und Dorings Arm ist mir nicht hinreichend, im Fall die steiner heimsuchen, fand ihn aber nicht, und die Frau schien krämern das Banner getragen," fuhr Bechtram fort: Wie Frau mit starkem Geleite daher käme."- Es versteht sich, nicht Luft zu haben, mich den Mann, der nach Franken haben sie mir's vergolten? Dafür will ich ihnen jetzt auch daß ich ohne Bedenken einschlug, und am stillen Feiertage geritten war, erwarten zu lassen. Ich schnallte daher meinem das Licht halten, daß ihnen die Haut schauern soll." lagerten wir schon auf der Heerstraße zwischen den WiesGaul den Gurt fester, wie auch mir, und trabte gen Neu- Nun verabredeten wir ein paar Ritte gen Peterweil und bad und Frankfurt, weil unser Fräulein nach der Stadt falkenstein, wo auch der Eppsteiner sein sollte, wie ich ver- Erlebach, vorzunehmen nach der heiligen Zeit. Alsdann zurück wollte. Die Sache verzog sich indessen dis zum nommen. Der alte Bechtram ist zwar nicht freigebig, aber nahm mich aber Bechtram bei Seite und redete zu mir: Sonnabend, weil ein Aberglaube ist, daß man am Karseine Hausehre, Frau Else, läßt einen wackeren Ritters- Wollt Ihr Eure Osterfladen in meinem Hause, und ein freitage Unglück hat, zu reisen. Die Sonne war gerade mann nicht Noth leiden, wenn er Gründe halber die Feier- brav Stück Geld nebenbei verdienen, so mögt Ihr Euch aufgegangen, als sich der Wagen sehen ließ; nun wir, tage in ihres Herrn Hause zuzubringen verlangt. Die morgen mit mir zu Gaule fezen, und auf das Wiesbad drauf und dran und drüber her, und ich machte die Arbeit Anstalten zu dem Feste waren auch richtig schon gemacht. zu reiten. Der Eppstein hat ein Gelöbniß gethan, nicht eher ganz allein; schlug den Knecht vom Gaule, schnitt die Frau Else hantirte am Backtroge, und die Knechte im Hofe zu satteln, als bis die Glocken von Rom zurückkommen. Stränge los, warf die Zofe vom Wagen, knebelte die Ges brachen ein paar Rehe auf, bei deren Anblick mir das Dasselbe Gelübde habe ich zwar auch gethan, mit dem Epp- bieterin, obgleich sie sich wehrte, als wäre sie ein verkappter Wasser im Munde zusammenlief. Es war morgens um stein zu gleicher Zeit, als uns die Erzbischöflichen von Mann, räumte den Karren aus, und band das Fräulein die neunte Stunde etwa, und der Ritter saß schon mit dem Mainz schier beim Kragen gepackt hatten, und die Heiligen aufs Sattelpferd. Während nun Doring einem Bäuerlein Eppsteiner und dem Wernher von Hyrzenhorn bei einem haben uns darum auch durchgeholfen. Jedoch habe ich vergebens nachsprengte, das hinten auf dem Wagen gesessen, Trunke Weins und einigen in Effig gefottenen Fischen. nicht Noth, mein Gelöbniß zu halten, weil mich vor drei und sich beim Üleberfall schnell auf und davon, und nach Die Herren empfingen mich auch gar fröhlich und guter Wochen der Pfarrherr zu Offenbach in Bann gethan; und dem Wiesbad zurückgemacht hatte, Bechtram die Habselig. Gewerbeoronungs- Novelle, welche namentlich die Umgestaltung der gesetzlichen Regelung des Haufirhandels zum Zwecke haben wird, und die drei Unfallversicherungs- Entwürfe. Die letteren allein schon werden voraussichtlich einen umfangreichen Zeitraum zur Berathung in Anspruch nehmen, als seiner Zeit die Krankenversicherungs- Novelle, und die Erörterung dieser hatte bekanntlich einen recht beträchtlichen Theil der Session 1890/92 gefoftet. Schließlich ist noch die Revision des Strafprozesses zu nennen. Wenn nur die hier aufgezählten bedeutenderen Entwürfe dem Reichstage in der nächsten Tagung vorgelegt werden würden, so würde damit ein Pensum geschaffen sein, dessen Aufarbeitung recht viel Mühe verursachen würde, da der Etat und eine Reihe anderer Gesezentwürfe auch noch behandelt werden müssen, ganz abgesehen von den Initiativanträgen aus dem Hause, deren Zahl in der nächsten Session kaum kleiner sein dürfte, als in der verflossenen. Herr Herrfurth, der frühere Minister des Innern, hat in dem Jurist. Literaturblatt" das preußische Dreitlaffen- Wahlsystem sehr abfällig besprochen. Er weist nach, daß es seit seinem Bestehen, trotzdem es doch von Anfang an zu gunsten der Besigenden ausgetüftelt war, auch stets im plutokratischen Sinne verschlimmert wurde. Die letzte Veränderung sei wesentlich im Interesse des Großgrundbefizes vorgenommen. Wegen dieser Eingeständnisse eines hohen Beamten interessirt uns der Artikel. Sonst er warten wir natürlich keineswegs, daß unsere Ordnungsstützen sich zur Abschaffung des Dreiklassen Wahlsystems aufschwingen werden. Auch Herr Herrfurth redet nur von dessen Reform. % Die angekündigte Beschwerde- Ordnung für die Armee ist nunmehr publizirt. Der kaiserliche Erlaß datirt vom 14. Juni. Es ist nicht zu verkennen, daß dieser Erlaß den bisherigen Beschwerdeweg erleichtert. Während bisher die Beschwerde beim nächsten Vorgesetzten anzumelden war, bestimmt der kaiserliche Erlaß, daß die Beschwerde beim Kompagniechef unmittelbar und mündlich vorzutragen ist. Richtet sich die Beschwerde gegen diesen selbst, so ist sie bei dem nächstältesten Offizier anzubringen. Es fallen hierdurch viele Plackereien fort, die bei der Beschwerdeführung an die unteren Instanzen nur zu oft vorkommen. Der Beschwerdeführende verfällt daher weniger leicht den Strafbestimmungen wegen Abweichung von dem vorgeschriebenen, früher so komplizirten Dienstwege. Gegen die Beschwerde- Entscheidungen ist weiter Berufung bis zur höchsten und allerhöchsten Stelle zulässig. Eine Einwirkung auf den Untergebenen behufs Zurückziehung der Beschwerde ist untersagt. Eine gemeinschaftliche Beschwerdeführung mehrerer Personen ist auch in dem neuen Erlaß unstatthaft, was die Bedeutung der Beschwerdeführung ungemein abschwächt. So wohl gemeint der neueste Erlaß auch sein mag, so befürchten wir doch, daß er im wesentlichen wenig ändern wird. Auch die neue Beschwerde- Ordnung giebt Gelegenheit genug, des Beschwerberecht des Soldaten unwirksam zu machen. Wir erkennen gern das Bestreben an, eine Besserung der bisherigen Uebelstände herbeizuführen; nur scheint es sehr fraglich, wie dieses mit dem Geist des Militarismus vereinbarlich sein wird und ob dieser nicht schließlich auch die wohlmeinendste Verordnung unwirksam machen muß. Wenn man sich auch offiziös beeilt hat, von vorne herein die Annahme zurückzuweisen, als ob der Erlaß durch die sozialdemokratischen Interpellationen beeinflußt sei, so glauben wir im kaiserlichen Erlaß auch die Spuren jenes Einflusses zu erkennen, wodurch der Werth des Erlaffes jedenfalls teine Einbuße erleidet. Ob und wie sich der Erlaß bewähren wird, können wir abwarten. Zur Sonntagsruhe in der Nahrungs- und Genußmittelindustrie. Der Reichs Anzeiger" theilt das Fol gende mit: Gruppe XII vorgesehen, welche die für sie an Sonn- und Fest- Herr Pindter nimmt heute nach 29jähriger gemeins tagen erforderlichen Arbeiten auf grund des§ 105 c Absatz 1 schädlicher und seinem Berufe zur Unehre gereichenden der Gewerbe- Ordnung ohne besondere Genehmigung vornehmen Thätigkeit an der Norddeutschen Allgemeinen Bettung" dürfen. Hierher gehören u. a. die Molkereien( Meiereien), Abschied von seinen Lesern. Pindter's selige Erben, die Margarinefabriken, Schaum- und Obstwein- Fabriken, Bitronat Griesemann und Konsorten werden sich bemühen im Geiste fabriken, Obsttraut- Fabriken, Dörrobst und Dörrgemüse( Präferven-) Fabriken, Konservenfabriken, Stärke, Stärkesyrup- des Vorgängers zu arbeiten. Die Thätigkeit des Pindter's und Stärkezucker- Fabriken, Mälzereien, Branntweinbrennereien, haben wir im Leitartikel Bom offiziösen Preßsumpf" in Preßhefe- Fabriken und Effigfabriken. unserer Nummer 142 gewürdigt. " Bei solchen Gewerbezweigen, wo die Zulassung der Sonntagsarbeit zur Befriedigung täglicher oder an Sonn- und FestIn Grund und Boden sollten sich die Befürworter tagen besonders hervortretender Bedürfnisse der Bevölkerung des Militarismus in Deutschland schämen, wenn sie jährlich erforderlich ist, find die nöthigen Ausnahmebestimmungen nicht hunderte von Millionen dem Moloch Militarismus opfern, vom Bundesrath, sondern gemäß§ 105 e der Gewerbe- Ordnung wenn sie jede Militärvorlage mit Hurrahgeschrei bewilligen, von den höheren Verwaltungsbehörden zu erlassen und deshalb aber gleichzeitig für die im Dienste der Blut- und Eisengleichfalls in dem vorbezeichneten Entwurf nicht aufgeführt. politik auf den schleswig holsteinischen, böhmischen und Zu diesen Gewerbezweigen sind die Bäckereien, Konditoreien, französischen Schlachtfeldern Verwundeten betteln lassen. Schlachthäuser, Wasserversorgungsanstalten, Fabriken zur Her Wenn die Scham in Deutschland nicht ganz zu den Hunden ftellung von fünstlichem Eis und von Mineralwasser u. a. su geflohen ist, müssen die parlamentarischen Vertreter der Das Gleiche gilt von den Betrieben, die ausschließlich oder herrschenden Klassen vor Scham vergehen, wenn sie das vorwiegend mit durch Wind oder unregelmäßige Wafferkraft folgende Inserat aus der Malstadt- Burbacher Zeitung" bewegten Triebwerken arbeiten. Hierher gehören vornehmlich vom 25. Juni 1894 lesen: die Müllereien, abgesehen von den mit Dampf betriebenen. Was diese letteren betrifft, so steht der Entwurf auf dem Standpunkt, daß sie der Sonntagsarbeit nicht bedürfen, und daß dem von einzelnen großen Handelsmühlen rechnen. unter Hinweis auf die Konkurrenz des Auslandes geäußerten Wunsch auf Zulassung von Sonntagsarbeit um deswillen nicht entsprochen werden könne, weil bereits gegenwärtig ein Theil der Betriebe dieser Art an Sonn und Festtagen eine 24stündige Unterbrechung eingeführt hat, und es der Absicht des Gesetzes entspricht, daß diese Ruhezeit auch für die übrigen Mühlen herbeigeführt werde. Endlich kommt noch eine Reihe von Betrieben in Frage, für welche die Geftattung von Sonntagsarbeit lediglich im Hinblick auf die zu gewissen Zeiten des Jahres eintretende außergewöhnlich verstärkte Thätigkeit für erforderlich erachtet wird. Die in dieser Beziehung gestellten Anträge( für Chokolade, Zuckerwaaren-, Oblaten, Bisquit, Honigfuchenund Lebkuchenfabriken, für Reisschälmühlen, Zigarrenfortieranstalten u. f. w.) werden gelegentlich der für die„ Saisonindustrien" in Aussicht genommenen Bestimmungen besonders erörtert werden. Für Zichoriendarren läßt der Entwurf an Sonn- und Festtagen folgende Arbeiten auf grund des§ 103 d zu: die Reinigung und Berkleinerung der Wurzeln, und zwar a) mit Ausschluß der Zeit von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends, sofern in regelmäßigen Tag- und Nachtschichten gearbeitet wird, b) bis 9 Uhr Vormittags, sofern nur in Tagschichten ge ferner den ununterbrochenen Betrieb der Darren. Auf das Weihnachtsfest sollen diese Ausnahmen aber teine Anwendung finden. arbeitet wird, Den Spiritusraffinerien sollen folgende Arbeiten an Sonnund Festtagen mit Ausnahme der drei hohen Feste gestattet werden: der ununterbrochene Betrieb der fontinuirlichen Deftillirapparate, der Betrieb der nicht kontinuirlichen Deftillirapparate, soweit er zur Beendigung der vor 6 Uhr des vorhergehenden Abends begonnenen Destillationen erforderlich ift, der ununterbrochene Betrieb der Holzkohle- Filter und der Holzkohle- Glühöfen. Bitte. Zwar sind schon Unterstützungsbeträge für den nothleidenden Invaliden, der bei Königgräß und bei St. Privat sein Leben fürs Vaterland aufs Spiel sette, in letzter Schlacht aber eine Verwundung erhielt, die ihn Zeit seines Lebens zum ausgiebigen Broterwerb untauglich machte, eingegangen, doch noch lange nicht genug, um den franken Krieger vor Noth zu schützen. Wir bitten daher noch um weitere Unterstützungen, welche man in der Exped. d. 3tg. niederlegen kann. Quittung, wie bisher, in dieser Zeitung. Mehrere Bürger. Es gingen wieder ein: Ungenannt( 5) 3 M. Die mit ihren Erfolgen unausgesetzt renommirenden Antisemiten scheinen auf den Opfermuth ihrer Parteigånger nicht rechnen zu können, denn sie veröffentlichen ununterbrochen Aufrufe um Geldunterstützung. Den Stand ihrer Finanzen kennzeichnet folgende Stelle ihres Aufrufes: Helft uns, wir brauchen Unterstügung! Einerseits sind noch einige dringende Forderungen aus den letzten Wahlkämpfen zu decken. Eile thut dabei noth und wer uns helfen kann und will, der gebe schnell." Da steht die Sozialdemokratie, die lediglich auf Proletarierpfennige bei Sammlung ihrer Geldmittel angewiesen ist, ganz anders da. Freilich ist auch ein großer unterschied zwischen dem Opfermuth unserer Genossen und dem antisemitischen Maulheldenthum! vom Heede weiß das„ Lüdensch. Wochenblatt" zu melden, Bezüglich des Selbstmordes des Abgeordneten daß der Selbstmörder eine Schuldenlaft von mehr als einer Million Mark hinterläßt. Die Wirkungen des durch diesen Selbstmord nunmehr hervorgetretenen Zusammenbruches der Halver Bank sind für die Bewohner der Gemeinde Halver geradezu furchtbar. Viele derselben sind an den Bettelstab gebracht und ein Händler H., welcher dabei sein ganzes Bermögen verloren hat, hat am Für Brauereien werden die Bestimmungen im§ 105c Mittwoch seinem Leben durch Erhängen Absatz 1 der Gewerbe- Ordnung im allgemeinen als ausreichend ein gewaltsames Ende gesetzt. angesehen, um diejenigen Arbeiten an Sonn- und Festtagen Wenn wir geleugnet hätten, Herr vom Heede sei keine zu ermöglichen, die im Brauereibetrieb auch an diesen Tagen würdige Stütze des heutigen Systems, wir wären beschimpft vorgenommen werden müssen. Die Bereitung der Bierwürze und verleumdet worden. an Sonn- und Festtagen wird nicht für nothwendig erachtet. Der Entwurf sieht indessen aus wirthschaftlichen Gründen und zwar als einzige, auf grund des§ 105d zuzulassende Ausnahmebestimmung für Brauereien vor, daß in solchen Brauereien, die innerhalb eines Jahres nicht länger als sechs Monate im Betriebe sind, die Würze auch an Sonn- und Fest tagen mit Ausnahme der drei hohen Feste bereitet werden darf. Sachsen- Meiningen hat nun von seinem Landtage das Kalimonopol bescheert erhalten. Das luftige an dieser Gesetzesmacherei ist, daß in dem Ländchen, dessen Bode n schon sein langem durchforscht ist, Kalisalze noch nie ges funden wurden. Das schweizerische Parlament hat seine Ferien ans getreten. Der preußische Minister für Handel und Gewerbe hat die föniglichen Regierungspräsidenten ersucht, etwaige Wünsche auf Abänderung und Ergänzung des Entwurfs, die aus den Kreisen Dupuh soll weiter Ministerpräsident bleiben, Herr der Betheiligten vorgebracht werden, spätestens bis zum Casimir Perier hat trotz seines Suchens teinen anderen 1. August d. J. vorzulegen. Von einer mündlichen Be Ministerpräsidenten gefunden. Der Renegat der Radikalen, rathung des Entwurfs mit Bertretern der der Auflöser der Arbeitsbörse paßt trefflich zu dem SchützArbeitgeber und Arbeiter wird voraussichtlinge Rothschild's, dem Renegaten der Orleanisten, Casimir Der Reichskanzler hat vor kurzem den verbündeten Regierungen einen im Reichsamt des Innern ausgearbeiteten Entwurf der auf grund des§ 105d der Gewerbe- Ordnung vom Bundesrath zu erlassenden Ausnahmebestimmungen, betreffend die Sonntagsruhe in gewerblichen Anlagen der Gruppe XII der Gewerbeftatistit( Nahrungs- und Genußmittel), mitgetheilt. Die Bestimmungen für Robzuckerfabriken, Zuckerraffinerien und Regelung der Strafhaus Arbeit. Um den Wett Melaffeentzuckerungs- Anstalten sind in diesem Entwurf nicht bewerb, der dem freien Handwerk aus der Strafauftalts enthalten, da sie bereits vor einigen Monaten veröffentlicht und mit Vertretern der Interessenten berathen sind. Der Ent Arbeit erwächst, thunlichst zu beschränken, sollen fortan die wurf enthält lediglich für Bichoriendarren, Spiritusraffinerien Strafanstalten in größerem Umfange zur Anfertigung des und Brauereien Ausnahmebestimmungen auf grund des§ 105d. Bedarfs an Bekleidungsgegenständen für das Reine Ausnahmen sind für diejenigen Gewerbszweige der Heer herangezogen werden. lich Abstand genommen werden. Wir glauben, daß die Ausnahmebestimmungen von der Perier. Sonntagsruhe ohne weitere Schädigung der Industrie unschwer noch weiter eingeengt und vor allem präziser gefaßt werden könnten. Auf eine große Anarchistenverschwörung möchte man mit aller Gewalt die Ermordung Carnot's zurückführen. Wir können unsere Leser nur aufs eindringlichste warnen, den mit einer augenfälligen Absichtlichkeit vom offiziöfen Telegraphen und der Bourgeoispresse verbreiteten Gerüchten gegenüber faltes Blut zu behalten und sich vor Augen zu halten, daß all' das Polizeigerede sich vielfach widerspricht, daß es sich um nicht mehr als Vermuthungen handeln kann, daß es in der kurzen Spanne Zeit seit Erkeiten der Gefangenen seinem Pferde aufpackte, und sein ergrün ist's, und ihre Klugheit und Besonnenheit hat mir werden, so traf sich's auch hier. Das Ehgemahl des Heim. Knecht die Dienstleute derselben an Knebel und Leine legte, viele Freude gemacht. Sie benimmt sich so gleichgiltig, als tehrenden schnitt sich aus dem schweren Zeuge ein Gewand trabte ich mit dem Fräulein, einem sauberen, ja man möchte ob sie ein Rittersmann wäre, dem das Glück der Fehde mit ungeheuer bauschigen Aermeln, und ausgefteiften, mit fagen, schönen Weibsbilde, die Kreuz und die Quer, über untreu geworden. Aber im Innern scheint's dennoch un- Draht unterlegten Falten, in welchem die gelbe, unausAcker und Hecken und Bach davon, auf Neufalkenstein zu. heimlich zu stürmen, und damit sie nicht krank werde, und sprechlich magere und kleine Muhme kaum zum Vorschein Dem armen Geschöpfe wurde der harte Trab bald zu viel, etwa sterbe, bevor die Agungskosten angewachsen, und das kommen, kaum sich bewegen konnte. Der gewichtige Besatz und es hätte wenig gefehlt, so hätte die Arme den Geist Fanggeld bezahlt, haben Bechtram und Frau Else den Ent von Sammetstreifen und wollenen Botteln fiel so tief herab, im Sattel aufgegeben. Bisher hatte ich dazu gelacht, denn schluß gefaßt, Euch, dem Fräulein zur Erheiterung, einladen daß tum der Leinwandene Strumpf und der halbe Schuh der vornehme Herr hatte sich ausbedungen, daß man ohne zu lassen. Wallrade soll durch den Besuch ihrer Bluts des rechten Fußes sichtbar werden konnte; des linken, verSchonung mit ihr verführe; da sie aber schwankte und den freunde überrascht werden, und sich an den Märlein Petro- türzten, gar nicht zu gedenken. Ein ungeheurer Wetscher Kopf finten ließ, und bleich wurde wie der Tod, hatte ich nellens ergößen."-" Ich zweifle, daß unser Besuch die an einem breiten Lendengürtel mit einst versilbert gewesenen Mitleid, löste ihr den Knebel vom Munde, nachdem ich sie hochmüthige Dirne erheitern werde," entgegnete Beit schaden- Buckeln beschlagen, hinderte die Geputzte stark im Gehen; mit dem Erwürgen bedroht, wofern sie schreien würde, und froh grinsend:„ aber mir wird's ein Fest sein, daß Krämer- die vergilbte, aber auf die Dauer von einer Ewigkeit bevergönnte ihr, an einem einsamen Waldrande ein wenig zu fräulein in seiner Erniedrigung zu sehen." Ja wahrlich; rechnete Halskrause, faßte das vertrocknete einäugige Antlig, raften. Ich bot ihr sogar einen Bissen von dem Brote und Du hast recht, guter Neffe!" fiel Petronella ein, die in wie in einen Korb, und der Hauptschmuck, von gesteiftem dem Knoblauch an, das ich im Sattelbeutel bei mir führte. ihrem Staats- und Abendmahlsrocke aus ihrem Winkel Schleiertuche, zwischen welchem die ergranten Haarflechten Sie schlug die Labung zwar aus, betrug sich aber so fried- rauschte. Mich gelüftet sehr, meine eitle Berivandte zu be- der adligen Jungfrau zu sehen waren, schien in seiner unlich, flug und ftille, daß ich meine Freude daran hatte, und grüßen, die es für einen Schimpf gehalten, daß das Leuen gefälligen Gestalt feineswegs geeignet, das nicht gefälligere ihr alle Erleichterung angedeihen ließ, bis wir in der berg'sche Wappen zu ihres Vaters Hause herabgestiegen ist. Angesicht der Geschmückten im geringsten zu verschönern. Dämmerung nach dem Schlosse gelangten, wo wir denn Sage doch, guter Beit, ob mein Gewand in den gehörigen Petronella hatte ein kleines Bündelchen zusammengewürfelt, auch die übrigen versammelt fanden. Die Dienstleute ließ Falten liegt und noch im stande ist, die Stiefnichte zu das sie unterm Arme trug. An Veits Seite stolzirte der man am anderen Morgen, ohne ihnen zu sagen, wo sie ge ärgern, und dem Hause der Leuenburger, wie dem Hause Raufdegen, auf seinem Kopfe prangte der befiederte Hut. wesen, laufen, und die schöne Gefangene blieb allein meiner alten Freundin, der Frau Else von Vilbel, Ehre Des Hornbergers Weißpfennige flapperten in einem weitzurück." 811 machen?" Veit musterte aufmerksam und schimmernden Beutel an Veits Gürtel, und somit waren Aber, Gottes Marter!" rief Veit, der sich indeffen in wichtig das veraltete Prachtgewand, das sich schon alle zum Aufbruch fertig. Macht ein Ende," drängte seinen besten Buz geworfen, was fümmert uns denn seit einem Jahrhundert beiläufig von einer Leuen- Hornberg mit einem feiner kräftigen Hausflüche.„ Eh' es die verdammt lange Historie? Dergleichen Begebenheiten bergerin auf die andere vererbt hatte, und Zwölfe brummt, müssen wir auf und davon sein, und doch an Kreuz- und Hohlwegen sind mir doch, bei Gott! bekannt der Hornberger biß sich in die Lippen, daß sie wird's hart halten, vor stockfinsterer Nacht Neufaltenstein genug."" Was Euch die Historie fümmert?" lachte der schier bluteten, um nicht beim Anblick des greisen Fräu- zu erreichen, wenn auch Räder und Hufe Feuer geben. Hornberger. Sehr viel, denn Ihr verdankt ihr ein paar leins in ein allzu beleidigendes Gelächter herauszuplagen. Für einen Wagen nämlich ist gesorgt. Die Muhme möchte zehr- und zechfreie Wochen, und die Bekanntschaft mit einer Der wunderliche, mit Figuren seltsamer Art gezierte Beug einen Ritt, selbander auf dem Rosse, nicht allzuwohl ausliebenswerthen Base, denn keine andere ist Bechtrams Ge- des Gewandes von gelb und blaßrother Farbe, war von halten." Petronella verneigte sich geschmeichelt, und nahm fangene, als Eurer Margarethe Stieftochter Wallrade." Veits Urgroßvater, der eine Fahrt nach Welschland gemacht nun, mit einem Male erheitert, die Katze, die sich heimlich Wallrade?" freischte die Base hinter dem Mantel hervor; hatte, aus Venedig heimgebracht worden, in der Absicht, wieder herbeigefchlichen, untern Arm.- Donner und Beit sah aber den Hornberger mit ungläubigem Lächeln an. Daraus zwei Meßgewänder fertigen zu lassen, die er, während Wetter!" rief aber Beit: dem alten Bechtram ist gewiß So wahr ich, wie ein echter Christ, meine österliche eines Meersturmes, in seine Tauftirche verlobt hatte. sein Stündlein nahe, da er uns sogar einen Wagen schickt." Zeit gehalten habe", betheuerte der Hornberger, so völlig Wie es nun aber sich öfters trifft, daß die eifrigsten GeBald- lober. hat mein Wort seine Richtigkeit. Das Fräulein von Bald lober. ist die Noth vorüber die saumseligsten Bezahler! ( Fortsetzung forgt.) " mordung Carnot's unmöglich war, all' das festzustellen, was von geschäftigen Federn in der Presse kolportirt wird. Um aber unserer Pflicht, unsere Leser zu insormiren, zu genügen, sei folgende französische Depesche unter den oben gemachten Vorbehalten mitgetheilt: Das Journal„Petit Marseillais" bringt Einzelheiten über die entdeckte Verschwörung gegen Carnot. Am Montag habe ein erst kürzlich eingestellter und gegenwärtig im Militärgesängniß befindlicher Soldat auf die Nachricht von dem Attentat aus den Präfidenten Carnot geäußert, er habe gewußt, daß Carnor in Lyon ermordet werden sollte. Der Italiener Cesario, der das Attentat ausgeführt habe und den er kenne, sei durch das Loos für die Ausführung des Attentats bestimmt worden. Der Soldat erzählte sodann, daß infolge der Hinrichtungen Vaillant's und Henry's eine Gruppe von 7 Anarchisten den Tod Carnot's beichlossen hätte. Eines Abends habe man durch das Loos denjenigen bestimmt, der nach Lyon gehen sollte, um Carnot mit dem Dolche zu ermorden. Das Loos sei auf Cesario gefallen, der hierüber eine wilde Freude gezeigt habe. Infolge eines unbedeutenden Wortwechsels mit seinem Arbeit- geber habe Cesario letzteren am Freitag, den 22. ds. verlassen, sich seinen Lohn auszahlen lassen, den Dolch gekauft und sei nach Lyon abgereist. Der Soldat habe diese Geständnisse vor Gericht wiederholt und die Namen der sieben Verschwörer an- gegeben. Letztere dürften bereits verhaftet sein, oder es dürfte doch ihre Verhaftung unmittelbar bevorstehen.— Tie Ermordung Carnot's hat zur Folge gehabt: 1. die Ankündigung einer internationalen Anarchisten- Hätz, deren Spitze sich gegen alle sozialistischen und demokratischen Strebungen richtet; 2. eine, an mittelalterliche Zeiten erinnernde Fremden« Hätz in Frankreich; 3. die Ersetzung des politisch farblosen Präsidenten Carnot durch Perier, den grtmmigsten Sozialisten- feind in Frankreich. Und alle diese Wirkungen mußten von jedem halbwegs denkfähigen Menschen vorausgesehen werden. Wir haben den Befürwortern der sogenannten„Propaganda der That" schon hundertmal gesagt, daß ihr Treiben derartige Früchte zeitigen muß, und nur denjenigen nützen kann, dw das Ge gentheil des, angeblich von den Männern der „Propaganda der That" Gewollten erstreben. Wir haben weiter vorausgesagt, und wiederholen es, daß ein fortgesetztes Ausüben der„Propaganda der That" die Volksmassen so weit bringt, daß sie— nicht „eine Revolution macheu", sondern jeden der Propaganda der That verdäcktigen auf der Straße todtschlagen wie einen tollen Hund. Wenn nicht diesmal durch den Zufall, daß der Mörder Carnot's ein Italiener ist, die Volkswuth momentan in eine andere Richtung gelenkt worden wäre, hätten die letzten Tage manchem„Anarchisten" böse Stunden gebracht und ihm die Nothwendigkeit des Polizeischutzes am eigenen Leibe demonstrirt. Als politische Handlung aufgefaßt, ist die Ermordung Carnot's genau so sinnlos wie die Thaten Ravachol's, Vaillant's und Henry's. Und sollte es sich nicht schließlich doch noch herausstellen, daß der Dolchstoß von Lyon eine Revanche für Aigues Mortes war, so können wir den Urheber der That nur mit jenen Männern zu- sammenstellen, und müssen ihm die geistige Zurechnungs- fähigkeit absprechen. Tie Uebcrzeugung, daß wir es hier nicht mit einer politischen Verirruiijj, sondern mit einer geistigen§?rankheit und einer Nervenepidcmie zu thun haben, dringt beiläufig in immer weitere Kreise. Und sogar ein Blatt wie die erzkonservative Londoner„Times" ist zu der Erkenntniß gelangt, daß das Messer der Guillotine dieser Krankheit gegenüber ohnmächtig ist. Und das vornehmste Cityblatt warnt davor, in der Person Santo's einen neuen Viärtyrer zu schaffen. Freilich, Herr Casimir Perier ist nicht der Mann, so vernünftigen Erwägungen sein Ohr zu leihen— er wird den bommo fort— den„starken Mann" herausbeißen wollen, und den Verrückten, die es mit der„Propaganda der That" ernst meinen, nach wie vor den Gefallen thun, ihrer herostratischen Eitelkeit zu fröhnen.— Tas auf 40—50 Millionen geschätzte Vermögen des Herrn Casimir Perier bildet den Bourgeois-Republikanern die Garantie, daß die Republik die Geschäfte der Groß- bank und Großindustrie noch energischer betreiben wird als bisher. Wir müssen aufrichtig gestehen, daß wir die Zimperlichkeit des zur Präsidentenivahl versammelten Kon- gresses nicht begreifen, wenn er im Gegensatze zu seinem Vorgänger vor 6'/» Jahren, der auf die Wahl eines in den Gin neuer Gegner der materialistischen Geschichtsauffassung.� Was der Verfasser unter diesem Titel bietet, ist eine fleißig gearbeitete Kompilation vieler der in den Marx'schen Schrislen verstreuten, die soziologische Auffassung Marxen's charaklerisiren- den Aeußerungen. Uno würde das Schristchen keine weiteren Ansprüche erheben, so wäre es eine ganz dankenswerthe Leistung, besonders, da aus den kaum mehr erhältlichen„Deutsch» franzo- fischen Lehrbüchern" und der gleichfalls vergriffenen„Heiligen Familie" mancherlei für den Marx'schen Entwicklungsgang bezeich- nende Stelle» mitgetheilt werden. Wie indeß der etwas hoch- fahrende Titel bereits vcrmuthcn läßt, soll dieseBroschüre mehr als eine orientirende Zitatensamniluna sein, dem referirenden tübrigens auch durch manche schiefe Reflexionen veranstalteten) 2 heile folgen II Schlußseiten, mit der ausdrücklichen Bestimmung, ein kritisches Gericht über Marx abzuhalten. Und das wird denn mit der üblichen Leichtfertigkeit besorgt, über die der große Auf- wand unparteiisch klingender und der Würde einer akademischen Doktorarbeit angemeffenen Redewendung wahrlich nicht weg- hilft. Tas Schristchen ist Herrn Professor Stein,„meinem ver- ehrten Lehrer", gewidmet. Gleich das Pronunziamento, mit dem daS kritische Schlußkapitel beginnt, ist charakteristisch. August Comte habe mit Recht die Soziologie als die zusammengesetzteste aller Wissen- schaslen, als das Studium, welchem die Entwickelung aller anderen Wissenszweige zur Grundlage dienen müsse, bezeichnet. Indeß„berücksichtigte er nicht die Honigbedingung" der Sozio- logie,„nämlich die E x p e r i m e» t a l p s Y ch o l o g i e, ohne welche die Soziologie als Wissenschaft unmöglich ist, da die Gesellschaft auf der Assoziation der Bewußtseinszuftände der einzelnen Individuen beruht." Die einfache Thatsache, daß jede Gesellschaft eine Gesellschaft empfindender, wollender, denkender Menschen ist, daß also das Leben und die Fortentwickelung ") M a rx als Philosoph, von Ladislaus Weryym (Bern und Leipzig, 1894.) sozialen Kämpfen nicht direkt verwickelten und durch seinen untadelhaften Lebenswandel auch dem politischen Gegner sympathischen Mann Werth legte, den Schützling Roth- schild's, den geheimen Orleanisten, den Liebling der Hoch- stnanz und des Adels, den Grubenbesitzer von Anzin, mit einem Worte Casimir Perier wählte, warum er dann nicht einen fürdie verfaulendeOrdnung noch charakteristischerenMann wählte— den Cornelius Herz.— Zur Italiener- Hetze in Frankreich, die wir in unserem heutigen Leitartikel behandeln, liegt folgender Drahtbericht aus Roni vor: Große Mengen italienischer Arbeiter kehren fortgesetzt aus Frankreich hierher zurück. Man glaubt, daß die von der Regierung verlangten 700 000 Fr.(nach anderer Meldung handelt es sich blos um 100 000 Fr.), welche dazu dienen sollen, Unterstützungen den aus Paris zurückkehrenden Italienern zu gewähren, voll bewilligt werden, ist jedoch der Ansicht, daß diese Summe nicht ausreicht. Crispi will sich durch diese Beschlußfassung des Par- lamentes jedenfalls eine Waffe gegen Frankreich schaffen, falls ihm ein Konflikt mit dem Nachbarstaate zur Ab- lenkung des italienischen Volkes von seiner inneren Politik erwünscht sein sollte. In noch merkwürdigeres Licht würde die Italiener- hetze kommen, wenn die der„Vossischen Zeitung" aus Rom übermittelte Nachricht sich bestätigen sollte, daß ein genauer Bekannter Cesario's, der Advokat Gori, glaubt, daß Carnot's Mörder den Namen des jungen Italieners nur angenommen habe. Der richtige Santo Cesario sehe ganz anders aus, als der Mörder beschrieben wird. Auch ein Telegramm des Mailänder„Secolo" aus Toulouse spricht die Vermuthung aus, daß der Mörder Carnot's ein Fran- zose sei.— Selbst von Belgien läßt sich daS an der Spitze der Sozialreform marschirende Deutschland überflügeln. Wäk>- rend bei uns das Wort von den Staatsbetrieben, du Musteranstalten werden sollen, todtes Wort auf vergilbendem Papier geblieben ist,, hat England sich bestrebt, es zur Wahrheit werden zu lassen, und nun meldet das offizielle Organ der belgischen Regierung, das„Journal", daß die Einführung des Minimallohnes bei der Ausführung von Staatsbauten bereits große Fortschritte gemacht habe.— Kurland„feiert" in diesem Jahre das hundertjährige Jubiläum seiner Einverleibung in Rußland, und es ist nicht zu zweifeln, daß es in Kurland Deutsche genug giebt, welche in gewohnter„Loyalität" dieses Fest feiern werden, obwohl gerade unter dieser Regierung die schneidensten Maßregeln getroffen werden, das Deutschthum in der Ver- 'waltung. Schule und Kirche auszurotten. An der Vernich- tung des Deutschthums tragen nicht zum wenigsten du Deutschen felbst die Schuld. Sie bildeten die herrschende Klasse in den russischen Ostseeprovinzen und übten ihre Herrschast nach Herrenweise aus. Den großen deutschen Baronen stand die große Masse der einheimischen Bevölkc- rung rechtlos gegenüber und in den Städten beherrschte der Deutsche die Industrie und den Handel und sahen die Arbeiter nur wie eine untergeordnete Klasse, wie das Lastvieh an. Da die Deutschen aber nur eine kleine Minderheit bilden, die der großen Mehrheit gegenüber feindlich gegenübersteht, waren sie widerstandsunfähig, als Rußland begann, ernst- liche Schritte zu thun, um die Sonderstellung der Ostsee- Provinzen zu vernichten und sie thatsächlich zu russifiziren. Die deutschen Barone und deutschen Handelsherren tragen selbst die Schuld, daß sie die große Masse der einheimischen Bevölkerung, Letten und Esthen, nicht für sich gewannen, sondern dem gemeinsamen Unterdrücker, dem Russen in die Arme trieben, sie werden auch jetzt nicht anstehen, bei der Jubiläumsfeier ihren„russischen" Patriotismus zur Schau zu tragen, denn die Erhaltung ihres Großgrundbesitzes und ihres Profits steht ihnen doch höher als ihr Bischen Deutsch- thum.— Tas Ideal unserer Znuftler war, so entschieden sie es auch hie und da bestreiten, das Reich der Zöpfe, das jedem Fortschritt, außer auf dem Gebiete des Militarismus, abholde China. Wie werden sie sich nun wieder nach China sehnen, wenn sie erfahren werden, daß China willens ist, die Einfuhr von Maschinen zu verbieten. Wie nichts- sagend sind neben dieser Maßregel einer erleuchteten Re- gierung all die Versprechungen der konservativen, ultra- montanen und antisemitischen Vormünder der deutschen Handwerker.— der Gesellschaft durch das Bewußtsein der Einzelnen irgendwie vermittelt sein muß, scheint dem Verfasser ein hinreichender Grund, um die Möglichkeit einer soziologischen Wissenschast davon abhängig zu machen, daß vorher die„Experimental- Psychologie" als ihre Grundlage entwickelt sein müsse. Jedes Streben nach tieferer Erkenntniß der gesellschaftlichen Zusammenhänge, mithin auch die Marx'sche Geschichtsauffassung, verlaufe nöthwendig in metaphysische Willkürlichkeiten, so lange es sich nicht auf jene Psychologie— die uotabens gegenwärtig noch in den kindlichsten Kinderschuhen steckt— stützen könne. In der That eine schöne Stütze! Was Herr Weryho sehr unbestimmt„Assoziationder Bewußtseinszuftände" nennt, ist geivrssermaßen der seelische Untergrund, ohne welchen ein bewußtes, zweckmäßiges Handeln der Individuen unmöglich ist. Aber womit hat es die G e s ch i ch t e zu thun? Mit der Frage, wie die verschiedenen Sinneswahrnehmungen durch äußere Reize bedingt, wie die Empfindungen und Wahrnehmungsbilder zu gcwiffcn einfachen Vorstellungen verschmolzen, wie diese Vor- stellungen in der Erinnerung assoziirt werden? Oder mit der Frage: Welchen Inhalt der— an die Grundlag« eines seelischen Mechanismus allerdings unauflöslich geknüpfte— Wille durch die konkreten Zustände der Gesellschaft erhalte, welche Ziele er sich als gesellschaftlich b e st i m m t e r Wille setzt? Ein Beispiel mache das noch klarer. Die ökonomische Unter- suchung über die bei freier, kapitalistisch organifirter Kon- kurrenz stattfindende Wertherzeugung und-Vertheilung fällt ficher in das allgemeine Gebiet der Soziologie. Aber obwohl die Wirthschast der freien Konkurrenz doch nur durch die Aktion der Menschen vor fich gcht, und dies« Aktion ohne Bewußtsein, ohne Scelenmcchanismus und Affoziationsvorgänge unmöglich ist, was läßt sich aus einem noch so weil getriebenen psychologischen Studium für die Erkenntniß dieser Wirthschast hoffen? So gut wie nichts. Nirgends hat ein Mangel solchen Studiums irgendwie die Ent- Wickelung der ökonomischen Theorie aufgehalten. Ohne die Ent- stehung und gesetzmäßige Ausgestaltung des Bewußtseins ver- folgen zu können, wissen wir doch sehr gut, wie in de« gegebenen gesellschaftlichen Umständen auf dem Gebiet der Oekonomie der zweckgemäße Wille sich bethätigt, welchen Inhalt er durch die Konkurrenz erhält. Die allgemeine und sehr verständ- liche Lösung, welche heute das Gewirr aller ökonomischen Einzel- Handlungen beherrscht, heißt: möglichst billig kaufen, möglichst theuer verkaufen. Parteikonferenz. Die Parteigenoffen von Eßlingen. Kirchheim, Nürtingen u. f. w. halten am 8. Juli eine Kreiskonferenz ab. Zur Tagesordnung steht in erster Linie die Aufstellung der Kandidaten zur Landtagswahl und dann Agitation. Staatsanwalt Romeu macht Schule. Groben Unfug sollten am 4. Mai d. I. die Maurer Zöllner und Richter in Dresden dadurch verübt haben, daß fi« an genanntem Tage jeder, eine rothe Blume am Hute und Richter eine Guitarre unter dem Arm, durch die Straßen gegangen waren und ihnen eine Menge Kinder nachliefen. Sie hatten deswegen von der Polizeidirektion eine für zeden auf 2 Wochen Haft lautende Strafversügung erhalten und hiergegen richterlichen Entscheid beantragt. In der Schöffengerichtssitzung erklärten nun die beiden Angeklagten, daß sie gar nicht gewußt hätten, daß sie derartig geschmückt waren, auch seien sie ein wenig„fett" ge- wesen. Das Strafrcgister der beiden Angeklagten wies eine Menge Vorstrafen auf. Speziell Richter verbüßte schon 64 Vor- strafen, davon 17 allein wegen groben Unfug. Das Verhalten der Angeklagten erregte des öfteren eine große Heiterkeit, und konnte man aus ihrem Benehmen wohl sicher schließen, daß sie alles andere, als Anhänger unserer Partei waren. Ein alS Zeuge vernommener Gendarm stellte fest, daß die Rosen aus dem Trianon stammten. Hieraus mochte wohl der Vor- sitzende, Herr Amtsrichter Dr. Domsch, schließen. daß die Angeklagten Sozialdemokraten seien, denn als er einen Freund derselben, der als Zeuge vorgeladen war, auf die Heilig- reit des Eides aufmerksam machte, sagte er u. a. wörtlich: „Lassen Sie srch nicht beirren, wenn auch die sozialdemokratischen Lehren dahingehen, daß es keine Sünde ist, um einen Freund rauszu- reißen, falsch zu schwören." Die Aussagen des betr. Zeugen waren gänzlich ohne Belang, so daß sich die Bereidung erübrigte. Der Gerichtshof hielt die Strafverfügung aufrecht und müssen die beiden„Auch-Sozialdemokraten" nun jeder 2 Wochen Hast verbüßen. Wir können es nicht unterlassen, gegen die sonderbare Auf» fassung des Amtsrichters Dr. Domsch ganz energisch zu protestiren. Ganz abgesehen davon, daß die in Frage kommenden Personen mit der Sozialdemokratie keineswegs in Verbindung zu bringen sind, so sind derartige Aeußerungen aus dem Munve eines un- parteiisch sein sollenden Richters doch sicherlich dazu geeignet, einen großen Theil der Bevölkerung auss schwerste zu beleidigen. Maifeier-Prozeß. Die„Dächsische Arbeiterzeitung' fordert alle Genossen, die im obigen Prozeß verurtheilt worden sind, auf, Berufung einzulegen. Hoffentlich kommen alle Verurthellte dieser Aufforderung nach, sodaß das Landgericht Gelegenheit erhält, die Verurthetlung rückgängig zu machen. Die Privntklage des Genossen Lehmann in Dortmund gegen das Weltblatt zu Köln, die„Kölnische Zeitung", die ihn beschuldigt hatte, 1400 M. Streikgelder unterschlagen zu haben, war bekanntlich vom Kölner Schöffengericht dahin entschieden worden, daß die„Kölnische Zeitung" zu b0 M. Geldstrafe und in die Kosten verurtheilt und dem Genossen Lehmann die Be- fugniß zugesprochen wurde, das Urtheil in der„Kölnischm teitung" bekannt zu machen. Das Organ der rheinischen roßindustriellen hatte indeß an dem einen Reinfall noch nicht genug: es legte Berufung«in und am Donnerstag fand abermals Verhandlung vor dem Kölner Landgericht statt. Als Schutzzeuge der Kölnerin war Herr Polizeikommissar Meyer von hier vorgeladen. Er bestätigte rndeß im wesentlichen. was in der Klageschrift ausgeführt war, so daß sein Zeugniß völlig zu gunsten des Genoffen Lehmann ausfiel. Auf die Frage des Vertreters des Klägers, Rechtsanwalts Belles,„ob er oder sonst jemand in Dortmund den Argwohn gehabt oder noch habe, daß Lehmann die 1400 M. unterschlagen hätte?", erklärte er, daran denke in Dortmund kein Mensch I Die hochwohllöbliche Polizei hat also unserem Genoffen, der sicherlich nicht zu ihren Lieblingen gehört, eine unumwundene Ehrenerklärung geben müssen. Natürlich mußte der Gerichtshof unter solchen Um- ständen die Berufung verwerfen. Die„Kölnische Zeitung" bleibt also auf de» ö0 M. sitzen, und zu den Kosten kommen noch die der Berufungsinstanz hinzu. Die Furcht vor der Sozialdemokratie treibt oft die wunderlichsten Blüthen. In Dissen(Westfalen) fand am letzten Sonntage die erste sozialdemokratische Ver- s a m m l u n g statt. Als Redner waren angekündigt: Redakteur G r o t h aus Bielefeld und Genosse von Wächter aus Württemberg. Die Bourgeois in Dissen. an der Spitze der Magarinefabrikant Hamann und der Orts- Vorsteher Westendarp, hatten nichts unterlassen, was in ihren Kräften stand, um dem Besuch der Versammlung Abbruch zu thun. Letzterer erließ in dem„Dissen-Rothenfelder Anzeiger" eine amtliche Verwarnung vor den rothen Hetzaposteln, die wir ihrer Kuriosität halber und zur etwargen Nacheiferung seitens strebsamer Kollegen des Herrn Westendarp hier einer größeren Oeffentlichkeit übergeben wollen; dieselbe lautet: Ist das nun eine Willensbethätigung, zu deren Verständniß eine den isolirlen Menschen studirende„Experimentalpsychologie" uns irgendwie dienlich sein kann— oder ein durch die gesell- schaftliche nVerhältnissedem Einzelwillen aufoktroyirtes, und nur aus diesem Zusammenhange verständliches Ver- halten? Und dasselbe wiederholt sich auf allen Gebieten: Psychologie studirt das Zustandekommen der Empfindungen und Vorstellungen„an fich". dw G e s ch i ch t e dagegen hat es mit den Strebungen zu thun, die aus den besonderen historischen Umständen sich ergeben, mit Stublingen, welche Empfindungs- und Vorstellungsvermögen der Einzelnen zur Voraussetzung haben, ohne indessen aus den abstrakten That- fachen des Empfindens und Verstellens irgend erklärt werden zu können. Ich will auf die vielen Ungereimtheiten, die in dem Schluß- kapitel aufgehäuft sind, nicht im Einzelnen eingehen. Der leitende Grundgedanke, der fich übrigens(wenngleich in etwas ratio- nellerer Fassung auch in der Barth'schen Schrift:„Die Ge- schichts-Philosophie Hegel's und seiner Nachfolger."(Leipzig 90) ausgesprochen findet, ist der: Marx habe, indem er die Produktionsbegingungen als das bestimmende Moment in der geschichtlichen Entwickelung hervorhob, die Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Seiten des gesellschaftlichen Lebens geleugnet. Nach einer solchen Unterschiebung— sie allein drückt schon der Kritik, wie ich oben sagte, den Stempel der Leichtfertigkeit auf— ist es allerdings ein Leichtes, die materia- listische Geschichtsauffassung zu„widerlegen". Es wiederholt sich hier bei der Krink der sozialogischen Lehre von Marx dasselbe angenehme Schauspiel, das wir bereits von der Kritik seiner Werththeorie her kennen. Um die Bildung der Preise zu ver- stehen, geht Marx auf das primäre Element des zur Produktion der Waaren gesellschaftlich nothwendigen Arbeitszeit zurück, gründet seine Werththeorie hierauf und hebt— was jeder verständige Mensch sich übrigens von selbst sagen kann— noch ausdrücklich hervor, daß in Wirk- lichkeit natürlich nicht immer gleiche Werthe, d. h. Pro- dukte gleich großer Arbeitszeit gegen einander ausgetauscht wer- den, daß vielmehr unter dem Druck der Konkurrenz bedeutende— späterhin ausführlich zu untersuchenden— Abweichungen von der zuerst hypothesirten Regel vorkommen. Die Herren Kritiker kehrten sich natürlich nicht daran, sondern machten so, als habe Marx die ganz offenkundige Thatsache, daß Preisabweichungen nicht gesehen rcsp. aus theoretischer Verbissenheit weggeläugnet. In de Scheune des Maler3 2. Meyer hierfelbft findet Sonntag Nachmittag eine öffentliche sozialdemokratische Verfammlung mit Vortrag statt. Gewerkschaftliches. bahnminifter burchgefeßt und den Preis der Rohle bei den jetzt zum Abschluß gelangenden Lieferungsverträgen von 8 auf 81/2 M. Achtung, Arbeiterbildungsverein Schöneberg. Ver erhöht. Ein recht hübsches Sümmchen fällt den Herren dabei in Ich richte an alle Mitbürger von Dissen, denen das Wohl sammlung Montag, den 2. Juli, Abends 8 Uhr, bei Iacob, den Schooß, wenn man bedenkt, daß der Gesammtbedarf ungefähr und Glück unserer Mitmenschen, namentlich unserer noch un- Grunewaldstr. 110. Tagesordnung: Vortrag des Genoffen 3 Millionen beträgt. Wie das bei ähnlichen Anlässen immer verdorbenen(!!!) Arbeiter am Herzen liegt, die dringende Kohlmann über: Ist die Freifinnige Partei eine Volkspartei? geschieht, wurden diese Forderungen des Kohlensyndikats mit den Bitte, mit allen Mitteln zu verhindern, daß am genannten beitern der Fürstenheim'schen Schuhfabrit ist an uns die Noth- gründet. Aufruf an die Arbeiter Deutschlands. Gleich den Ar- hohen Löhnen, die jetzt den Arbeitern gezahlt werden müssen, beZu den verlogensten Mitteln greift diese Gefell wendigkeit herangetreten, an das Solidaritätsgefühl der Arbeiter.chaft, geleitet von beitern der Fürſtenheim'schen Schuhfabrit ist an uns die von einer unerfättlichen Profitgier, um schaft zu appelliren, uns in dem Kampfe gegen das Unternehmer- ihre Revenüen" in die Höhe zu schrauben. Daß der Herr Minifter thum zu unterstützen, da wir uns im Streik befinden. Folgender Berständniß entgegenbrachte, überrascht wohl niemand. Wohl Thielen dem„ bescheidenen" Begehr der Grubenbarone volles tönnten die Arbeiter verlangen, daß der Minister sich von der Gemeindevorsteher. Thatbestand liegt zu grunde: Vor 14 Tagen wurden sämmtliche Arbeiter in der Schuh" Nachmittag jemand diese Versammlung besucht, damit den traurigen(!) Boltsbeglückern hier ein für allemal der Boden entzogen wird. Dissen, den 22. Juni 1894. Westendarp, Mit dieser feierlichen Erklärung ließen die Herren Gegner es aber nicht bewenden. Als Platate mit der Versammlungsankündigung an Bäumen, Zäunen und Telegraphenstangen in fabrik von Moröffe gekündigt. Wie nun der Fabrikant den Ur- Wahrheit der Behauptungen unterrichtet, und daß ihm bekannt fund eine neue Fabrikordnung, sowie fabrikant Homann eine Kolonne seiner Arbeiter mobil und ließ Regulirung des Lohntarifs vornehmen; wer mit diesem zufrieden eine dahingehende Uebersicht, die vor mehreren Monaten in der diese staatsgefährlichen Zettel wieder abreißen. Obwohl also war, fonnte weiter arbeiten. Auffallend war es uns, daß er auf Bossischen Zeitung" erschien, beſtätigte. Aber folche Verlangen nun der ganze moralische" influß in Bewegung gesetzt war, um die Diffener Arbeiter vor der Berührung mit den Sozial. Aufhebung der Kündigungsfrist bestand, da er uns unter Ehren- find im Zeitalter der Sozialreform in Preußen noch lange un demokraten zu schützen, so schienen die Herren doch selbst diesen wort versicherte, feinen einzigen zu entlassen. Als wir Montag erfüllbare Wünsche. Eine Regierung, die auch nur ganz bes ihren moralischen" Machtmitteln nicht recht zu trauen. Sie zur Arbeit famen, wurden über die Hälfte der Arbeiter entlassen scheidener Weise die Interessen der Arbeiter wahrnimnit, und der neue Lohntarif mit über 20 pCt. Abzug bei ver- müßte bei Vergebung derartiger Aufträge überhaupt in tamen nämlich auf einen wirklich ganz gediegenen Ginfall, um schiedenen Kategorien trat in Kraft. Da nun die meisten verheirathete betreff der Löhne und der Behandlung der Arbeiter bestimmte der Versammlung Abbruch zu thun. Es ward nämlich plötzlich Burger Kollegen waren, so erklärten wir uns mit ihnen solidarisch, meinsam mit den Kapitalisten für strikte Befolgung der schwarzen Bedingungen stellen. Aber in Deutschland arbeitet man ge= auf Sonntag Nachmittag, auf dieselbe Zeit, zu welcher die nahmen Rücksprache mit dem Fabrikanten, die Arbeitszeit zu verVersammlung stattfinden sollte, ein Appell der Diffener Feuer. türzen und sämmtliche Kollegen erklärten fich sogar damit einver- isten. Wären die Arbeiter gehört, so würden über die Höhe der wehr verbunden mit und Freibier arrangirt. standen, nur halbe Tage zu arbeiten. Da nun die Dissener Arbeiter standen, nur halbe Tage zu arbeiten. Dieses Entgegenkommen Löhne keine Zweifel bestehen, und die Arbeiter wären nicht ge= zur Feuerwehr hören, fo war es also flar: Se seitens der Arbeiter wies der Fabrikant schroff zurück, deshalb zwungen, einigermaßen anständige Zustände durch einen Streit wer nicht zum fühlten wir uns veranlaßt, die Arbeit niederzulegen. Alle zu erkämpfen, wie dies der folgende Bericht in Aussicht stellt: Die Bergarbeiter Rheinland Westfalens treten in eine der Versammlung gewesen; ein solcher ist also reif, in die Kollegen sind organisirt und nehmen die Arbeit nicht eher auf neue Lohnbewegung ein und hat in Dortmund unter der Leitung schwarze Diſſener Lifte eingetragen zu werden! So war also fämmtliche Arbeiter Deutschland3 mit der Bitte, uns moralisch gewiß alles gethan, was gethan werden konnte. Und was und materiell zu unterstützen. war nun die Folge dieser umfassenden Vorbereitungen? Die Versammlung war trotzdem von einigen 30 Personen aus Dissen, darunter sogar einige Frauen und Mädchen, besucht; außerdem Iwaren einige 40 Personen aus der näheren und weiteren Umgegend zu der Versammlung erschienen. Das Manöver der Gegner, die Versammlung zu vereiteln, war also entschieden mißglückt; der Eindruck der Vorträge auf die Anwesenden war ein sichtbar guter. ist als Aus Bern kommt die erfreuliche Nachricht, daß der Genosse Dr. Wassilieff seine Thätigkeit als Arbeiterfefretär wieder aufgenommen hat. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Der Fabrit Ausschuß: Ebert. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck geund Ein Bunte's eine außerordentlich zahlreich besuchte Bergarbeiter- Ber fammlung stattgefunden, die sich mit den bezüglichen Verhältnissen beschäftigte. Bunte besprach zunächst die traurigen Vers beten. hältnisse der Bergleute. Die Löhne feien sehr heruntergegangen, trotzdem das Syndikat die Produktion verringert trotzdem an den verschiedenen Stellen Ueberschichten ge= Achtung! Die Freie Vereinigung der Lokal: macht würden. Der einzig vernünftige Ausweg aus allen und Straßen- Händler und Händlerinnen Berlins Berwickelungen sei die Verkürzung der Arbeitszeit. und Umgegend hat für das dritte Quartal grüne Karten ver- besonderes Augenmerk sei auf die zunehmende Unsicher= ausgabt. Die regelmäßigen Mitglieder- Versammlungen finden heit im Bergbaubetriebe zu richten. Die furchtbaren Unglückejeden Freitag nach dem Ersten Swinemünderstr. 35 und jeden fälle der letzten Jahre seien in dieser Beziehung eine ernste Freitag nach dem Fünfzehnten Andreasstr. 26 bei Wilke statt. Mahnung. Durch vollständige Befolgung der bergpolizeilichen An die Steinmetzen, Steinbrecher, Marmor, Granit- Vorschriften und durch Anbringung ausreichender Schuhvorrich arbeiter und Schleifer der Provinzen Brandenburg, tungen wären viele Unglücksfälle zu vermeiden gewesen. Ein Pommern und Preußen. Auf dem letzten Kongreß der großer Mißstand beruhe ferner darin, daß die Steiger vollständig deutschen Steinmetzen und Berufsgenossen zu Frankfurt a. M. abhängig von den Bechenverwaltungen seien. Würden dieselben Gs geht doch nichts über Logik, und wenn es ist für obengenannte Berufsarbeiter eine einzige Organisation nur dem Oberbergamt unterstehen und nur diesem Rechenschaft Bolizeilogit iſt. Bei einem Ausfluge hatten die Magdeburger beschlossen worden, welche den Namen führt:" Organisation aller schuldig sein, so stände vieles beffer. Bei den heutigen Berhältnissen Genossen Bier zum Selbstkostenpreis verzapft. Der Verkauf war in der Steinindustrie beschäftigten Arbeiter"." Die Organisation feien die Steiger gezwungen, möglichst viel Rohlen aus der Grube zu in der Weiſe arrangirt worden, daß die Genossen Marken kauften hat den Zweck, die Interessen der Kollegen gegenseitig wahr. bringen und nur für das Interesse der Werkbefizer einzutreten. und dafür Bier eintauschten. Da auf den Marken aber weiter nichts stand, als„ 1 Glas Bier", so wurden die Verkäufer der zunehmen und sich in Nothfällen zu unterstützen, für Besser: Es sei nun Aufgabe der Bergleute zu zeigen, daß fie mit allen Marken polizeilich vernommen, weil auf denselben der stellung ihrer wirthschaftlichen Lage einzutreten. In genannten diesen Verhältnissen nicht einverstanden seien. Schließlich fand Vermerk des Druckers und Verlegers fehlte!!! Provinzen giebt es eine ganze Anzahl Kollegen, welche dieser folgende Resolution einstimmige Annahme: Organisation noch fernstehen. Die unterzeichnete Kommission" In Erwägung, daß die Löhne in den letzten Jahren fort- Unser Genosse Hans Künzel, Redakteur der wendet sich deshalb an alle Kollegen mit der Aufforderung, sich gesetzt herabgesetzt sind, so daß dieselben heute niedriger stehen als Voigtländischen Bolts Zeitung", wurde am Mittwoch vom Landgericht Plauen, wo Hauptverhandlung gegen ihn in Sachen dieser Organisation anzuschließen, um gemeinsam bessere Arbeits im Jahre 1889, trotzdem die Kohlenpreise höher stehen denn je; des reichstreuen Vereins hier anberaumt war, zu weiteren zwei welche diese Zeilen lesen, daß sie diesem Rufe folgen, sich an Ausbeute machen und nach den neueſten Rechenschaftsberichten bedingungen zu erringen. Wir erwarten von allen Kollegen, in weiterer Erwägung, daß die Bergwerksbesitzer fortgesett hohe Monaten Gefängniß verurtheilt, indem die ihm am 12. April unterzeichneten Kollegen wenden und Auskunft über die Organi- der Aktiengesellschaften eine fortschreitende Besserung zu v 1894 zuerkannte Gesammtstrafe von 4 Monaten auf eine solche fation verlangen, sowie ihre Adressen und die von anderen zeichnen ist: fordert die heutige öffentliche Bergarbeiter von 6 Monaten erhöht wurde. Gegen das Urtheil wegen BeVersammlung eine 20 prozentige Lohnerhöhung für sämmtliche leidigung des Fußartillerie- Regiments Nr. 12 zu Mez hat Künzel Kollegen einsenden, um mit ihnen in Verbindung treten zu Arbeiter auf und in der Grube und einen Minimallohn von tönnen. Besonders mögen uns diese Genossen, welche Fühlung 3,50 M. für Hauer und 3 M. für Schlepper." Der frühere verantwortliche Redakteur mit in diesen Industriezweig Beschäftigten haben, zur Seite 3,50 M. für Hauer und 3 M. für Schlepper." Eine weitere Resolution betrifft die Arbeitszeit und lautet: des Altenburger Wählers", Genosse Rappler, wurde betreff der Organisation und Agitation sind zu richten an Georg In Erwägung, daß infolge der ungenügenden Handhabung der stehen und Adressen von Steinarbeitern einsenden. Anfragen in wegen Beleidigung der beim Ministerialgebäude verantwortlich Renfer, Berlin NW., Thurmftr. 58. Die Agitationskommission den Aufenthalt in den Gruben Leben und Gefundheit der Arbeiter Die Agitationskommission Bergpolizei- Vorschriften von seiten der Grubenverwaltungen durch geweſenen Bauleitung, zusätzlich einer ihm vom Landgericht wegen der Provinzen Brandenburg, Bommern und Preußen. J. A.: den Aufenthalt in den Gruben Leben und Gefundheit der Arbeiter Majestätsbeleidigung auferlegten Gefängnißstrafe von 3 Monaten, Joseph Buchmann, Vertrauensmann der Steinarbeiter Berlins besonders gefährdet ist; in weiterer Erwägung, daß infolge der zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt. und Umgegend, Willibald- Alerisstr. 39, langen Arbeitszeit eine große Anzahl von Kameraden überhaupt feine Beschäftigung finden: fordert die Versammlung eine achttündige Schicht einschließlich Ein- und Ausfahrt für sämmtliche auf und in der Grube beschäftigten Arbeiter und Wegfall aller Ueberschichten." Revision eingelegt. = " " Steiger durch die Bergpolizei- Behörde, um dieselben von den Fernere Forderungen lauten: Anstellung und Entlassung der Zechenverwaltungen unabhängig zu machen, wöchentliche Lohnzahlungen und Zuwendung der Strafgelder zu den Knappschaftskassen, welche für die Mehreinnahme freien Arzt und Arznei gewähren sollen, sowie freie Arztwahl. Die Resolutionen sollen dem Verein für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamts. Bezirk Dortmund überreicht werden. Gleichzeitig sollen die Bergleute von Bochum, Gelsenkirchen, Essen und Mülheim veranlaßt werden, Stellung zu den Resolutionen zu nehmen, damit die schlossen dastehe. ganze Bergarbeiterschaft bei Verfolgung der Forderungen geAn die Metalldrücker Berlins und Umgegend! Soziale Meberlicht. Kollegen! Auch bei uns werden mit jedem Tage die VerArbeiter Risiko. Bei dem Einsturz eines Neubaues in hältnisse, unter denen wir arbeiten, schlechter. Die Schuld hieran Breslau sind 12 Perfonen verschüttet worden. Bisher sind wir den Dingen ihren Lauf ließen, uns nicht organisirten, müssen wir zum großen Theil auf uns selber nehmen, indem 3 Todte und 7 Verwundete aus den Trümmern hervorgezogen sondern thatenlos zusahen, wie uns ein Abzug nach dem worden, zwei, deren Tod als sicher anzunehmen ist, befinden sich anderen gemacht wurde, eine schlechte Behandlung der anderen noch unter denselben. Die Feuerwehr arbeitete die Nacht hindurch bis zum Morgen. Ein ähnlicher Unglücksfall wird aus folgte, wobei auch die„ besten" und den Unternehmern beinahe Reichenberg gemeldet. Dort begrub ein einstürzender Neu- unen tbehrlichsten Arbeiter nicht verschont wurden. bau eine große Anzahl Arbeiter unter seinen Trümmern. Man Kollegen! Das soll und muß anders werden; ein hat bisher zwei Todte, drei schwer und fünf leicht verletzte Ar- großer Theil von uns ist nicht länger willens, das so ruhig mit beiter aus den Trümmern hervorgezogen. Es werden noch anzusehen. Erscheint daher alle am Dienstag, den 3. Juli, 15 Personen vermißt, darunter der Sohn des Baumeisters Abends 8 Uhr, in der öffentlichen Versammlung, welche KomSacher, der den Bau leitete. Der Einsturz ist auf eine plößlich wir berathen, wie wir unsere Lage verbessern. Sorge ein jeder. mandantenstraße 57, Berliner Ressource, stattfindet. Dort wollen eingetretene Bodensentung erfolgt. So berechtigt die Forderungen der Arbeiter besonders Aus Charleroi( Belgien) wird unterm 30. Juni tele- daß die Versammlung gut besucht wird. Einer für viele. graphirt: Heute Nacht um 1 Uhr fand in Schacht 2 der Ver- Der Streit der Stettiner Steinsetzer hat, obwohl der in anbetracht der oben geschilderten Umstände sind, erscheint einigten Rohlengruben in 580 Meter Tiefe eine Explosion felbe nun bereits 13 Wochen dauert, immer noch au feinem Re- es uns doch sehr fraglich, ob gegenwärtig die günstige Gelegenschlagender Wetter statt, wodurch 2 Bergleute getödtet und 5 fultat geführt. Unerschütterlich fest beharren die Streitenden in heit vorhanden ist für die Durchführung diefer Forderungen. In schwer verwundet wurden. dem aufgezwungenen Kampf, während die Innungsmeister nun- einem Kampfe entscheidet nicht die Berechtigung der Forderung, Die 10. ordentliche General- Versammlung der Berufs- mehr mit Hochdruck arbeiten, um den Streit zu ihren Gunsten sondern die Auswahl der günstigen Position. Die Arbeiter haben genossenschaft der chemischen Industrie fand dieser Tage in Kaffel zu Ende zu führen. Da alles Annonciren um fremde Arbeits- es so wie so hier mit einem der mächtigsten Gegner zu thun, statt. Aus dem Verwaltungsbericht geht hervor, daß die Bahl kräfte ihnen absolut nichts genügt, auch die Drohung, von den deshalb prüfe und erwäge man nochmals, ob der Kampf jetzt Die Bergarbeiter haben der Betriebe von 5393 im Jahre 1892 auf 5601 in 1893 gestiegen Streifenden überhaupt teinen mehr beschäftigen zu wollen, eben- fiegreich ausgefochten werden kann. find; versichert waren 106 006 Bollarbeiter. Die Gesammtfumme falls nichts gefruchtet hat, so greifen sie nunmehr in ihrer Bedräng- manche Niederlage erlitten, so daß es rathsam erscheint, den der Unfallentschädigungen ist gegen das Vorjahr von 661 104,56 m. niß zu direkt ungefeßlichen Mitteln, indem sie diejenigen Mit Kampf bis auf einen günstigen Zeitpunkt zu vertagen, der größere auf 727 263,96 M. gestiegen. Die Zahl der Rentenempfänger glieder des Innungsverbandes, welche von den abgereiften Gewähr für einen erfolgreichen Ausgang des Streites bietet. stellte sich am 31. Dezember 1893 auf 3839. Zur Anmeldung Stettiner Gefellen welche beschäftigen, mit Verrufserklärung be- Bis dahin mögen die Genossen rüstig an dem Aufbau der Orgas gelangten 5242 Unfälle; als entschädigungspflichtig wurden drohen. So entließ beispielsweise fürzlich ein Bafewalter Meister nisation arbeiten. 660 Unfälle anerkannt. zwei bei ihm arbeitende Stettiner, da er sonst, wie er wörtlich Ju der Blattgoldfabrik von Schäßler, Nürnberg, erklärte, aus der Innung ausgestoßen würde! Aller- stellten am 22. Juni 70 Feingoldschläger und Hilfsarbeiter wegen dings haben die Herren jetzt auch alle Ursache, mit erhöhtem Lohnreduktion und Verlängerung der Arbeitszeit von 10 auf Und nach einer solchen lächerlichen Unterstellung braucht man Druck zu arbeiten, denn am 16. Juli werden 14 Lehrlinge Ge- 11 Stunden die Arbeit ein. Wir ersuchen die Schläger des Indann nur an den gefunden Menschenverstand jedes felle, welche fest entschloffen sind, sofort mit den Streikenden und uslandes, den Zuzug nach Nürnberg streng fernzuhalten, Philisters, der männiglich am eigenen Leibe erfährt, wie sich solidarisch zu erklären. Die Haltung der Lehrlinge damit den Streifenden der Kampf nicht erschwert wird. Der je nach der Marktkonjunktur die Preise herauf und während der ganzen Dauer des Streits war überheruntergeben, zu appelliren, um Mary glänzend abzuführen und haupt eine musterhafte; so haben dieselben Woche für Zentralvorstand des Verbandes der Gold- und Silberarbeiter. die Werththeorie als sozialistisches Blendwerk zu brandmarken. Woche für die Streifenden gesammelt und sich auch wiederholt Dieselbe Manier, dem Gegner unterzuschieben, daß er das Selbst geweigert, Ueberstunden zu arbeiten! Gelingt es also den verständliche übersehen, praktizirt Herr Wernho nun den Innungsmeistern nicht, den Streit noch vor dem 16. Juli zu historischen Ansichten von Mary gegenüber. Mary sei ökonomischer ihren Gunsten zu beenden, dann müssen sie kapituliren. Damit Spezialist gewesen. In seine Fachstudien vertieft, von der Hegel'schen dieses geschieht, appelliren wir nun noch einmal dringend an das Philosophie ausgehend und unterstügt, sieht er die Uebergänge nicht, Solidaritätsgefühl der übrigen Arbeiterschaft und bitten um welche die Nationalökonomie mit den Forschungen auf andern Gebieten deren materielle Unterstützung. Adresse für Sendungen: C. Ort verbinden." Der Fehler, den Mary macht, liegt darin, daß er mann, Stettin, Deutsche Straße 36. den ökonomischen Faktoren eine zu große Bedeutung beimißt und alle anderen Faktoren ausschließt." Wenn auch die Einwirkung der Dekonomie auf Recht und Politik unbestreitbar ist, so fann Ueber den ungünstigen Verlauf des Danziger es nur einem in metaphysische Spekulation versunkenen Blicke verborgen bleiben, daß auch eine Wechselwirkung zwischen Recht Bimmererstreiks wird uns von dort geschrieben: Der Streit und Politik einerseits und den ökonomischen Verhältnissen anderer- der Zimmerleute Danzigs ist ungünstig ausgefallen, und zwar dadurch, daß unter Leitung des Altgesellen des Zimmerergewerts Das Letzte besonders ist wirklich ein wenig start! Mary soll 20 Mann die Arbeit aufnahmen. Hierdurch entstand eine Zer eine derartige Rückwirkung von Recht und Politik auf die splitterung unter den Zimmerleuten und nahmen nunmehr noch Defonomie geleugnet haben, wo er doch sein ganzes Leben viele andere die Arbeit auf. Die Versammlung beschloß deshalb, darangesetzt hat, für den Klassenkampf der Arbeiter, d. h. in in dem Streit einen Waffenstillstand eintreten zu lassen, die Arbeit erfter Reihe für die Eroberung der politischen Macht durch die aufzunehmen, die Streitkommission jedoch bestehen zu lassen, Arbeiter und für Anwendung dieser politischen Macht zur öfono- welche die Sache weiter zu verfolgen hat und Versammlungen mischen Umgestaltung der ganzen Gesellschaft zu wirken?! Aber ein einberuft. Noch etwaige Gelder und Sammellisten behufs Abrichtiger Margkritiker glaubt eher an die tonfusesten Widersprüche rechnung an Eugen Sellin, Danzig, Rittergaffe 17, erbeten. Der Zuzug von Nähmaschinen- Arbeitern nach von Mary, ehe es ihm einfällt, daran zu zweifeln, ob denn nicht in feiner eigenen verschrobenen Auffassung der Mary'schen Lehre Altenburg ist streng fern zu halten, da Differenzen in der der Quell all jener scheinbaren Widersprüche liege. Winselmann'schen Nähmaschinen- Fabrit ausgebrochen sind. Der Streik der Bildhauer in Rabenau dauert uns ( Ein zweiter Artikel folgt.) verändert fort. seits besteht." " NB. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. J. A.: W. Balt. Ein Gürtlerstreik steht in Budapest bevor. In der neuen ungarischen Lufterfabrik, Eötvös- utzca, find Lohn differenzen zwischen den Arbeitern und den Unternehmern ausgebrochen. Die Ausbeutung ist eine beispiellofe, weshalb die Gürtler gezwungen sein werden, in den Lohnkampf zu treten. Buzug von Gürtlern nach Budapest ist deshalb streng fern zu halten. Der Streik der Eisenbahnbediensteten der nordamerikanischen Güterbahnhöfe der Union- Pacific- Eisenbahn schlossen sich dem Eisenbahnen ist im Zunehmen begriffen. Die Bediensteten der Ausstande an. Hierdurch werden 6000 Leute brotlos und es wird die Dauer und Hartnäckigkeit des Kampfes zwischen dem 21 Eisenbahnen repräsentirenden Verbande der Eisenbahndirektoren und dem Eisenbahnarbeiter- Verbande zunehmen. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) # Rom, 30. Juni. In dem Banca Romana- Prozeß hob der Staatsanwalt heute in seinem Plaidoyer hervor, er glaube nicht an die Entwendung von Schriftstücken und vertheidigte die Justizdie erhobenen Anschuldigungen. Der Staatsanwalt behörden gegen beleuchtete sodann eingehend die Aussagen der Polizeikommiffare und erkannte das Gewicht der Aussage des Polizeikommiffars Rinaldi an, welcher zugegeben hat, unversiegelte Umschläge zur Polizei gebracht zu haben. Zur Bergarbeiter- Bewegung. Wie wir bereits mittheilten, haben die Grubenbarone ihre Forderung bei dem preußischen EisenVerantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 150. Sonntag, den 1. Juli 1894. 11. Jahrg. Boykottirt find: 2. Brauerei F. Happoldt. = 3. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesellschaft auf Attien, A. Knoblauch. der ohnehin schon gefährlichen Brauerei- Arbeit zu bewahren schied gemacht; ist die verhängnißvolle Stunde herangerückt, so und läßt er bei der Revision seiner Betriebe den Inspektor nicht löst man ohne Rücksicht auf den Verlauf der Tagesordnung auf 1. Schultheiß- Brauerei, Aktien Gesellschaft, Berlin von dem Braumeister, sondern von einem fundigen, vor jeder Es spielt auch keine Rolle, ob ein politisches oder ein ( und Tivoli). Maßregelung geschüßten, durch Arbeiter gewählten Arbeiter be- naturwissenschaftliches Thema erörtert ist. So wurde gleiten, so wird die auf der erschrecklichen Höhe stehende Un- am 25. Juni eine Versammlung, in der unser Genosse Dr. Arons fallzahl 208 binnen Jahresfrist sich auf binnen Jahresfrist sich auf ein Minimum über das Thema:„ Elekrizität und Kulturentwicklung" gesprochen reduziren. Die Arbeiter würden sein Bier dann hatte, jählings abgethan, als Diskussionsredner einige den Biermehr als alles andere trinken und 4. Brauerei Karl Gregory, Berlin( Adler- Brauerei). Kollegen vom Ring, die ihm jetzt noch, wie die nachstehende nehmer bewahren bei solchen Gelegenheiten eine bewundernsdadurch seine boykott betreffende Fragen streiften. Die Versammlungs- Theil5. Vereins- Brauerei Nixdorf. Tabelle zeigt, mit hohen Unfallziffern folgen, zwingen, sein Bei- würdige Seelenruhe. Während am Anfang vorigen Jahres, als 6. Spandauer Berg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, spiel nachzuahmen und die Arbeiter- Forderungen gleichfalls be- hier diese Auflösungspraxis ihren Anfang nahm, eine solche AufWestend bei Charlottenburg. willigen. Auf diese Art würde schon bei der herrschenden kapita- lösung eine gewisse Erregung in der Versammlung hervorries, 7. Aktien- Gesellschaft Schloß Brauerei Schöne- listischen Produktionsweise ein halbwegs erträglicher Zustand sind jezt die Genossen und auch die Genossinnen schon daran berg. geschaffen werden, der schließlich den Gesezen natürlicher Ent- gewöhnt; man bricht nicht mehr in Entrüstungsrufe aus, man wickelung entsprechend zu sozialistischen Formen sich entwickeln steht ruhig auf und verläßt den Saal. Die Hauptsache ist aber: würde. Wir geben uns freilich keinen Illusionen hin, daß der hiesige Arbeiterverein steht sich dabei ganz gut, er wächst, Aus dem Brauerring während des Boykotts sind aus- Rösicke und Genossen unseren Vorschlag gutwillig annehmen blüht und gedeiht. getreten und die Arbeiter- Forderungen haben anerkannt: werden, da die Seele des Kapitalismus der Profit ist, und Herr Unter den Neuheiten und Seltenheiten, welche das Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichentron, Cha röficke einfach sagen würde: Wie kann man von mir ver: Berliner Aquarium in den letzten Tagen empfangen hat, Iottenburg. langen, daß ich gutwillig meine Seele aushauchen soll! * * * = Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Dem Brauerring gehörten nicht an und die ArbeiterDem Brauerring gehörten nicht an und die Arbeiter forderungen find durchgeführt bei: nicht vor von F. W. Hoffmann, Werder a. H. G. Bauer, Werder a. H. Kaiser- Brauerei, Dummer und Rahl, Lottenburg. Brauerei Phönig, Lichterfelde. Nordstern- Brauerei, Berlin. berechtigten Arbeiterforderungen, burch beren Erfüllung einzig hier seinen Platz in der Schlangengalerie, neben dem ihm ents So lange aber Herr Rösicke sich ablehnend verhält gegen die ist zunächst ein Gliederthier aus Amerita zu erwähnen, welches und allein die furchtbare Unfallhäufigkeit in den Brauerei fernt verwandten Skorpion angewiesen erhielt. Während dieser betrieben gründlich herabgedrückt werden kann, so lange hat er zu den Gliederspinnen zählt, gehört der neue, hier noch nie gekeinen Anspruch auf den Charakter Arbeiterfreund". Mag er geftredter Körper aus zahlreichen, mit je einem oder zwei Baar sehene Gast zu den Tausendfüßlern, deren flügellofer, langsich tausendmal so nennen ein Titel, den man sich Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. felbst giebt, ist kein Titel. Ein Arbeitgeber, bei dem Skolopender, so heißt der Antömmling, und seine OrdnungsGliederbeinen ausgerüsteten Ringe sich zusammensetzt. Was den Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. nicht nur die meisten, sondern in den die meisten, sondern in den letzten Jahren Dem Brauerring gehören nicht an, Aeußerungen auch die schwersten Unglücksfälle sich ereignet- wir erinnern genossen im Besonderen noch auszeichnet, das ist der Besitz von über die Durchführung der Arbeiterforderungen liegen aber außer an den Unfall durch den Fahrstuhl, der den sofortigen umschließt; und indem der Stolopender mittelft der Kieferzangenartigen Kieferfüßen, deren freier Theil eine Giftdrüse Tod des Verunglückten zur Folge hatte, nur an das gräßfleinere Thiere, ergreift, läßt er zue liche Ende, welches der Arbeiter Knotect in der 60 Zentner füße seine Beute, Gerste fassenden Malztrommel fand, in die er während der gleich das Gift aus dem in der Endklaue ausmündenden Drehung hineingerieth und über eine halbe Stunde, die tohlen: Arten vermögen durch ihren Biß nicht nur Insekten u. a. zu Kanal in die geschlagene Wunde einfließen, ja große tropische Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichsfaure Stickluft einathmend, eingeschlossen blieb ein Arbeit hagen. geber, der im Bewußtsein, daß in seinem Betriebe so überaus tödten, sondern auch größere Thiere und selbst den Menschen Char- zahlreiche Unglücksfälle sich ereignen, Brauer und Flaschenspüler Meere einige ansehnliche Lebewesen eingetroffen, die ihrer förperempfindlich zu verlegen. Sodann sind aus dem Adriatischen zur Verrichtung von Böttcherarbeiten bewegen will, von denen fie nach ihrer eigenen Angabe absolut nichts verstehen, von denen lichen Organisation nach bei den Würmern eingereiht werden er aber weiß, daß es überaus gefährliche Arbeiten sind, nament- müssen, indessen im Aeußeren eher an Schnecken oder anderes lich für die darin Ungeübten und daß thatsächlich bei der Gethier als an Würmer erinnern. Diese merkwürdigen Eigenheiten deuten auch schon die volksthümlichen Benennungen Sees ungewohnten Thätigkeit einzelne Arbeiter sich Hände und Gesicht verbrannt haben ein Arbeitgeber, der sich von raupe"," Seemaus"," Filzwurm" an, wogegen die wissenschafts gemaßregelten Brauern und Flaschenspülern wegen Lohnentschä- liche Bezeichnung Aphrodite an gewisse Schönheiten des Thieres digung verklagen läßt, und sich dann vor Gericht von seinem gemahnt. Der prächtige Schmuck desselben besteht vornehmlich eigenen Ring- Kollegen Oswald Berliner sagen lassen muß: in den langen, herrlich goldglänzenden Borstenfransen der fast freisrunden Rückenschuppen. Bei dem von der Schultheiß- Brauerei produzirten Quantum Bieres halte ich die Anzahl der dort regulär beschäftigten Binder Die Urania beginnt ihre Sommerferien am 16. Juli, um für zu gering," - verdient solch' ein Arbeitgeber das Prädikat am 5. August ihre Pforten wieder zu öffnen. In den letzten Arbeiterfreund? beiden Wochen vor den Ferien wird der prächtige Seereise- Vortrag Zahlen beweisen! Wir fügen deshalb hier die Unfall- Tabelle Eine moderne Ameritafahrt" noch das Repertoir beherrschen, um der Berliner untergährigen Brauereibetriebe ein, die mehr als bann für geraume Zeit von dieser wissenschaftlichen Bühne zu 50 Arbeiter beschäftigen. Hinter jeder Brauerei ist in Klammern verschwinden, da für die Folgezeit neue szenische Darstellungen die Zahl der im Jahre 1893 als verunglückt bei der Orts in Vorbereitung sind. Am Donnerstag, den 5. Juli, wird Herr Krankenkasse für das Bierbrauergewerbe gemeldeten Arbeiter Dr. Schwahn seinen reich illustrirten Vortrag Ueber die Er angegeben. Die Prozentzahl giebt an, wie viel Arbeiter auf scheinungen der Gletscherwelt", am Mittwoch, den 11. b. M., grund der absoluten Bahl auf je 100 Raffenmitglieder verunglückt Herr P. Spieß seinen Experimental- Bortrag Ueber elektrische find. Da das Unfallmeldewesen bei verschiedenen Brauereien Kraft", bei welchem bekanntlich ein gewaltiger Strom von verschieden gehandhabt wird, so ist die Tabelle nicht absolut 20 000 Volt Spannung zur Anwendung kommt, noch einmal genau. Namentlich ist bei dem Böhmischen Brauhaus zu be- wiederholen. * Durch Vermittelung der Bierkommission oder auf deren Anregung führen nachstehend verzeichnete Brauereien von auswärts Bier nach hier ein: Brauerei in Wusterhausen. Exportbrauerei Rathenow. Bürgerliches Brauhaus, Dresden. Schloßbrauevei, Fürstenwalde. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Frankfurt a. D. Müller), Bürgerliches Brauhaus( in Firma Quintern), Luckenwalde. Brauerei Maß, Rottbus. Lokales. " Pichelsdorf, 30. Juni 1894. Herrn Paul Singer, Berlin SW. " " " " " Der Boykottkommission, zu Händen des Genossen Singer, merken, daß der gefundene Prozentsatz zu hoch ist. Das erklärt Der Knochenmensch. Einen Junheimlichen Eindruck machte ist folgendes Schreiben zugegangen: sich dadurch, daß in diesem Betriebe alle Unfälle und nicht nur ein Batient, welchen Professor Virchow in der letzten Sigung der solche, die mehr als 3 Tage Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben, gemeldet werden. Außerdem find in einzelnen Brauereien noch Mitglieder freier Hilfskaffen vorhanden, deren Zahl hie und da eine geringe Verschiebung der Unfallhäufigkeit bedingen kann. 1. Schultheiß Il( Tivol:) ( 114) 31,23 pct. 2. Schultheiß( Schönh. Allee)( 89) 24,18" 3. Böhmisches Brauhaus ( 88) 35,44 97 ( 45) 32,14" 17,00" 16,54 Wir beehren uns Ihnen ergebenst mitzutheilen, daß wir aus dem Verein der Brauereien von Berlin und Umgegend aus. getreten sind. Hochachtungsvoll Radeberger Exportbier- Brauerei, gez. Hoffmann, Eigenthümerin der Brauerei Pichelsdorf." Auf ein bis zwei Millionen soll's mir nicht ankommen! Ich werde alle Hebel in Bewegung sehen, die Berliner Arbeiterschaft aber soll sich an mir den Schädel einrennen! V " 15,38" 4. Friedrichshain 5. Friedrichshöhe ( 45) 6. Bözzow.. ( 36) 7. Union ( 26) 8. Bock- Brauerei 9. Dewald Berliner 10. Moabit ( 21) 11. Norddeutsche ( 19) 23,17" 12. Münchener Brauhaus ( 14) 21,88" 13. Pfefferberg ( 12) 14. Gregory 15. Königstadt 16. Happoldt 17. Stational. 18. Vittoria 21,30" 19,13" 15,80" 24,00" 11,01" 9,00" 5,11 13,73" 4,17 " " Berliner medizinischen Gesellschaft vorstellte. Es handelte sich um einen 23 jährigen jungen Mann, Albert D. aus Galacz in Rumänien, welcher seit seinem 19. Lebensjahre von einer ebenso feltenen wie schweren Krankheit ergriffen ist, die in jährlichen Anfällen und zwar stets zur Frühlingszeit auftretend, zu einer iminer weiter um sich greifenden Verknöcherurg der Körpermuskulatur geführe hat. Das Leiden begann mit der Verwachsung des rechten Kiefergelenks und der Verknöcherung des rechten Oberarms; bald war der Patient nicht mehr im stande, seine Speisen zu genießen, und er mußte sich selbst einige Zähne aus brechen, um durch die Lücken Nahrung zuzuführen. Der Ver fnöcherungsprozeß, welcher nach Virchow's Ansicht in der Weise vor sich geht, daß Knochensubstanz von den Knochen aus in das Muskelfleisch vorwuchert, griff allmälig auf die Seiten und Rückentheile der Brust, So lauteten furz vor Verhängung des Boyfotts dem Sinne die Lendenmuskeln und die Oberschenkel über und nach die Worte des Arbeiterfreundes Rösicke, die er an den fam auch an den Zehen zum Ausbruch. Der Patient humpelt, von ihm zusammengerufenen Arbeiterausschuß zu richten für auf einen Stockt gestützt, mit Mühe in den Saal, er muß wie ein nöthig hielt. Daß die Berliner Arbeiterschaft dadurch, daß sie unmündiges Kind gesetzt und entkleidet werden. Frei geblieben tein Schultheiß- Bier trinkt, weder an der fleinen Person des find von der furchtbaren Krankheit bisher nur Kopf und Gesicht Herrn Röfice, noch an seinem großen Geldsack sich den Schädel außer dem Kiefergelent, die Brust, Vorderarm und Unterschenkel; einrennen wird, das ist so selbstverständlich, daß man alles übrige ist verknöchert. Der Rücken und die Seitentheile auf diese großsprecherischen Morte faum einzugehen Wenn der Vorsißende der Deutschen Berufsgenossenschaft, des Brustkorbs sind wie in einen gitterförmigen Knochenpanzer brauchte, läge ihnen nicht ein tieferer, allerdings unbeabsichtigter Herr Reichstags- Abgeordneter und General- Direktor Röfice, eingehüllt; auf der Hautoberfläche erheben fich reliefartig mächtige Sinn zu Grunde, der leider auf trauriger Wahrheit beruht. Die Zahlen zu lesen versteht und das kann er als Millionär! Berliner Arbeiterschaft läuft thatsächlich in feinem anderen sollten ihm da nicht beim Vergleichen der Unfall- Zahlenhöhe mit Spangen und Knollen, welche sich nochenhart anfühlen. AbBerliner Brauereibetriebe so leicht Gefahr, der Aktien- und Dividendenhöhe sehr ernste und schwerwiegende gesehen von der zeitweise auftretenden Athemnoth fühlt sich dieser bedauernswerthe Knochenmensch leidlich wohl. Nach den zu verunglücken, sich Haut und Haare zu verbrennen, Bedenken aufstoßen? Leib und Leben aufs Spiel zu setzen, ja man tann wirklich ohne Im Jahre 538 vor Christi Geburt las der Babylonische Beobachtungen des bekannten Klinikers Professor Gerhardt ist die eigenthümliche Krankheit gerade in Deutschland zu Hause; große Uebertreibung sagen, sich den Schädel einzurennen, als aus König Belsazar mit seinen Trinkgenossen die von flammender sie betrifft vorwiegend die ärmeren Klassen und hier besonders Schultheiß Tivoli, wo jeder dritte Mann ver. Beisterhand an die Wand geſchriebenen vier Worte ne jugendliche Personen. Von einer erblichen Veranlagung kann wo im verflossenen Jahre 1893 allein 114 Mene Tekel Upharsin! unglückt ( hundert und vierzehn) Arbeiter, also 31,23 pCt., Biertönig Röfide mit seinen Ringgenossen im Jahre 1894 feine Rede sein, da sie immer nur einzelne Familienmitglieder befällt. Mitunter ist die Verknöcherung eine so hochgrabige, daß zu Schaden gekommen sind. Aber das ist nur der eine Benach Christi Geburt diese geheimnißvollen vier Worte auf feire die Kranken, zumal wenn die Gelenke mitbetroffen sind, wie trieb, dazu kommen die auf Schultheiß- Schönhauser- Aktien und Dividendenfcheinen nicht lesen und frei übersetzen Bildsäulen aufgerichtet und niedergelegt werden müssen. Allee im letzten Jahre verunglückten 89 Arbeiter, fönnen: Jeder dritte Mann verunglückt?! d. h. 24,18 pt., so daß thatsächlich in dem einen Jahre bei Durch Kohlenoxydgafe wurde in der Nacht zum SonnSchultheis 203( 3 weihundertunddrei) Arbeiter Wosinsky, Schulstr. 29, hat sich durch Unterschrift verpflichtet, das in der Spandauerstr. 14/15 bei dem Kaufmann Jakobi in Zur Lokalfrage. Der Besitzer des Wedding- Kasino", Herr abend das 24 Jahre alte Dienstmädchen Emma Haß vergiftet, verunglückt sind. Wirkt angesichts solcher geradezu grauenhaften Unfallhäufig- sein Lokal zu allen sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Stellung war. Das Mädchen schlief in der zur Wohnung gea feit nicht doppelt peinlich die großsprecherische Ausdrucksweise Bersammlungen unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. hörenden Badestube, deren Ofen am Freitag Abends zur Hers des Herrn Rösicke: Mir kommt es auf ein paar Millionen nicht Deutsch- Wilmersdorf. Der Besitzer dieses Lokals hat seine Zu- aus dem Dien herausgelassen war, glimmten die Kohlen noch Von der Lokalliste zu streichen ist der Viktoriagarten zu stellung eines Bades geheizt worden war. Nachdem das Wasser an, aber die Arbeiter sollen zu Kreuz friechen! Liegt Herrn Röfice wirklich so wenig an den paar Millionen, fage, sein Lokal zu Bersammlungen zur Verfügung zu stellen, fort, und die Gase konnten, da das Abzugsrohr des Ofens andaß er sie wie Zigarrenabschnitte wegwerfen kann, und liegt ihm zurückgezogen. Aus gleichem Grunde ist das" Wirthshaus zum scheinend verstopft war, nicht entweichen. Das Mädchen muß so viel an dem Wohl der Arbeiter, das er bei jeder Gelegenheit Schwan" Grunewald( W. Jareyke) von der Lokalliste zu streichen. nun in der Nacht zwischen 3 und 4 Uhr infolge Ginathmens der An die Parteigenossen, welche Antragsformulare giftigen Dünste erstickt sein; es wurde am Morgen als Leiche hervorhebt, so wollen wir ihm einen Vorschlag machen, nach dessen Befolgung er fünftighin der letzte sein wird auf der nachstehen- zur Aufstellung für die Gewerbegerichts Wahlen aufgefunden. Die Hilfe eines Arztes tam zu spät. Die„ Schuldten Unfalltabelle, wo er so lange als der erste glänzte". verausgabt haben, ergeht das dringende Ersuchen, die übrig frage" foll, wie der Berichterstatter sich ausdrückt, noch nicht geFreilich wird Herr Röside, ohne uns erst anzuhören, in seiner gebliebenen Formulare unbedingt an das Gewerkschafts- Bureau, lärt sein. Auf alle Fälle sollte der Tod des Mädchens eine Alltagsweisheit überlegen lächelnd einwenden:„ Ebenso wenig Rosenstraße 28, zurüdgelangen zu lassen. Der Unter- wachsame Behörde anregen, der Dienstmädchen- Beherbergung wie das Glend aus der Welt zu schaffen ist, sind Unglücksfälle zeichnete hat sich dem Wahlbureau des Magistrats gegenüber endlich ihr Auge zuzuwenden. Die Art, wie die modernen Hauszu vermeiden; die wird es immer geben, auch im Zukunftsstaat! verpflichtet, die ungebrauchten Formulare an das Wahlbureau ftlaven zum Theil einquartirt werden, spricht nicht allein aller Hygiene, sondern auch aller Menschlichkeit Hohn. Und natürlich kommen gerade in meinem Betriebe die meisten zurückzugeben. Unglücksfälle vor, weil ich die meisten Arbeiter beschäftige. Sollten aber Leute zu behaupten wagen, daß ich nicht alles, was daran sete, um Das Bureau Berliner der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Zu der Vergiftungsaffäre, über die wir gestern berichteten, C. Rosenstr. 28, v. I. Hermann Faber. wird uns mitgetheilt, daß der Name des Gürtlermeisters nicht in meinen Kräften steht, selbstverständlich unter Berücksich tigung der Rentabilität meines folossalen Unternehmens! Aus Pankow wird uns geschrieben: Zu den geistigen Feit, sondern Fiek lautet; desgleichen wird berichtet, daß die allen polizeilichen und gesetzlichen Vor- Waffen, welche von vornherein ihren Zweck, die Sozialdemokratie Frau des Selbstmörders ebenfalls nach Kräften bemüht war, schriften nachzukommen, so erkläre ich diese Leute für maufetodt zu machen, verfehlen, gehört hier die Auflösung von ärztliche Hilfe herbeizuschaffen. Uebrigens ist das Ehepaar nicht Lügner und Berleumder und bringe sie vor Benedig und Versammlungen. Sobald die Polizeistunde für das Lokal beran- erst furze Zeit, sondern bereits 10 Jahre verheirathet gewesen. getreten ist, giebt es fein Halten mehr. Das Kuriose ist dabei, Ueber eine grauenhaft rohe That wird berichtet:„ Ein Wir glauben es ihm! Aber trotzdem behaupten wir: daß es hier für ein Lokal zweierlei Polizeistunden giebt, nämlich Herr, welcher am Dienstag Nachmittag einen Spaziergang durch Bewilligt Herr Rösicke die berechtigten Forderungen der Ar- eine für Versammlungsbesucher und eine für gewöhnliche Gäste. die Schönholzer Haide machte, hörte plöglich laute Hilferufe er. beiter, in erster Linie den Achtstundentag, um sie vor Ueber- Bei Versammlungen, gleichgiltig, ob es Voltsversammlungen oder schallen. Er lief denselben nach und gewahrte, als er aus einer anstrengung und dadurch doppelt vermehrtem Unfallsrisiko bei Versammlungen des Arbeitervereins sind, wird jedoch kein Unter- Idichten Schonung auf eine Lichtung hinaus trat, wie zwei reduzirt Brausewetter!" Zu den Gewerbegerichts- Wahlen. Während der Frist für die Ausstellung der Wählerlisten für die Gewerbegerichts Wahlen haben sich in den amitlichen Stellen im ganzen eintragen Tassen: Arbeitgeber Arbeitnehmer 962 1. Jm Wahlbureau 2. Turnhalle Tempelhofer Ufer 2 aussehendes serle im Begriff waren, einen etwa 10jährigen| Parteizugehörigkeit, verweigern die meisten der Angeklagten die Antrag stellte, nicht eher anzufangen, bis der Chef fämmtliche Knaben in das an dortiger Stelle ziemlich tiefe Wasser des sog. Auskunft, einige erklären, Sozialdemokraten zu sein, Kollegen wieder eingestellt hat, und jetzt hat er sich selber wieder Buchgrabens zu werfen. Trotzdem der Herr mit einem zufällig einige andere find feine Sozialdemokraten; mehrere angebettelt und die Arbeit dort wieder aufgenommen; er wurde noch herbeieilenden Feldarbeiter das Vorhaben der Strolche zu jüngere Leute erklären, daß sie noch keine politische Partei- von sämmtlichen Kollegen als Streitbrecher an den Branger ge verhindern suchte, tehrten sich die beiden Burschen weder an die meinung besitzen. Viele erklären, daß sie die Zeitungen nur in stellt. Die nächste Mitgliederversammlung findet am 3. Juli statt. Drohungen der zur Hilfe Herbeieilenden noch an das Flehen des solche Wohnungen getragen, von deren Bewohnern anzunehmen Die Freie Vereinigung der Lokal- und Straßenhändler Kindes und warfen es in einem Bogen gerade in die Mitte des gewesen, daß sie dieselbe vielleicht abonniren könnten, mehrere und Händlerinnen Berlins und Umgegend hielt am 22. Juni stark strömenden Grabens, wo der Senabe gleich unterging. Die haben nur gefragt, ob man eine solche Zeitung haben wolle, wo ihre erste Generalversammlung ab. Bei der Ergänzungswahl des beiden Attentäter ergriffen darauf hohnlachend die Flucht; an das verneint worden sei, haben sie sie wieder zurückgenommen. Vorstandes fiel die Wahl des 1. Vorsitzenden auf Kollege Luther, ihre Verfolgung konnte nicht gedacht werden, da die Helfer zu- Keiner der Angeklagten hat das Bewußtsein gehabt, eine straf- 2. Borsigender blieb Kollege Nadge, 1. Schriftführer Kollege Saß, nächst mit der Rettung des Kindes zu thun hatten. Der Knabe bare Handlung zu begehen. 2. Schriftführer Kollege Seiler, 1. Raffirer Kollege Rorrschorr, gab an, Wehle zu heißen und bei seinen Eltern in der Stettiner- Die Zeugenvernehmung ergab in der Hauptsache nichts 2. Raffirer Kollege Preuß. Unter anderm wurde bekannt gemacht, straße zu wohnen. Beim Kornblumensuchen haben ihn die dort anderes, als was die Angeklagten schon selbst zugegeben hatten; daß für das nächste Quartal grüne Karten verausgabt werden. zufällig lagernden Kerle getroffen und ihm wie bekannt mit- es waren ungefähr so viel Zeugen( sämmtlich Stadtgendarme) gespielt." anwesend wie Angeklagte. Die Zeugen konnten nur angeben, Eine gut besuchte öffentliche Volksversammlung für und zur Feststellung ihrer Personalien sistirt hätten. Betreffs 27. Juni im Lokale des Herrn Wöllstein zu Adlershof, in welcher daß sie die Angeklagten beim Austragen von Zeitungen betroffen Männer und Frauen von Köpenick und Umgegend tagte am des Angeklagten Naumann ergaben sich indeß wesentliche Diffe Genosse Hoffmann- Bankow über den Bierboykott, dessen rengen. Naumann ist Zeitungsfolporteur; er wohnt auswärts und bisherigen Verlauf, seine Ursachen und Wirkungen referirte. arbeitet in Dresden; fährt alle Abende mit der Bahn nach Hause Redner ging sodann auf die Saalfrage über und zeigte, daß auch und hat seine Abonnenten in seinem Wohnorte; zwei seiner der neueste Schlag, welchen die Köpenicker Saalinhaber der Abonnenten fahren ebenfalls allabendlich von Dresden mit der Bahn Arbeiterschaft versehen wollten, indem sie ihre Unterschrift hergaben, nach ihrem Wohnorte und diesen giebt Naumann die Zeitung stets seine Wirkung verfehlt hat. Nachdem von der Boykottkommission auf dem Bahnhof. Das hat er auch am 29. Mai gethan und das Benehmen einzelner Wirthe bekannt gegeben war, beschloß dabei ist er von der Polizei angehalten worden. Der Zeuge, die Versammlung, ein Lokal zu sperren, und zwar die Gebr. Gendarm Schaller sagt aus, der Angeklagte wäre am Zuge ent- Scheer( Wilhelmsgarten), Rudowerstraße. Folgende Resolution lang gegangen und hätte viele Zeitungen in die Wagen hinein- wurde einstimmig angenommen: Die heute, den 27. Juni, im gelangt; Beuge habe den Eindruck gehabt, daß der Angeklagte Lokale des Herrn Wöllstein tagende öffentliche Volksversamm an Nicht- Abonnenten vertheile und beschwört dies. Dem lung für Männer und Frauen beschließt hiermit, über das Lokal Angeklagten wurden 28 Zeitungen: abgenommen; er hat dreißig der Gebr. Scheer die Sperre zu verhängen. Dieser Beschluß Abonnenten, es wird sich feststellen lassen, daß er nur seine darf nur in einer Volksversammlung aufgehoben werden, die 30 Beitungen in unserer Expedition erhalten hat, und da er Arbeiter und Arbeiterinnen Köpenicks versprechen gleichzeitig, in zwei Stück an feine zwei Abonnenten gegeben hat, so sämmtlichen Tanzlokalen den Genuß des Ringbieres zu meiden, Gleichzeitig bleiben noch die 28, die ihm abgenommen wurden). Der da sämmtliche Saalinhaber Ringbier verzapfen. Angeklagte Pfnister behauptet und will durch Zeugen be- machte die Boykottkommission diejenigen Wirthe und Flaschenbierweifen, daß er nur 5 Zeitungen bekommen und feine vertheilt habe, Verleger bekannt, welche fein Ringbier verkaufen; es find fol= während der Zeuge, Gendarm Heidenreich, unter Eid aussagt, gende: Röhra, Schröder, A. Schulz, Troppens; Flaschenbier: daß er gesehen habe, wie Pfnistner einer Frau eine Zeitung ge- Hertel, Juso und Joch. Ferner wurde bekannt gemacht, daß am geben habe. Er hat sich jedoch nicht überzeugt, ob das eine Sonnabend Abend 71/2 Uhr Flugblätter verbreitet werden, woran fich die Genossen recht rege betheiligen möchten. Ferner wurde vor Nr. 121 war. einem Spigel Namens Koopsch gewarnt. Am Schluß der Verfammlung wurde folgender Antrag einstimmig angenommen; die Tellersammlung fortzusetzen und den Ueberschuß den ausgesperrten Runheim'schen Arbeitern zu überweisen. 3 463 449 2106 3. Schmidstr. 38 658 4. Staligerstr. 55/56 449 1742 4922 5. Strausbergerstr. 9 640 1 785 6. Gipsstr. 23a 352 7. " Kastanien- Allee 82. 512 8. " Pantstr. 7/8 584 D 9. " Thurmstr. 86. 229 Summa 7 336 794 2850 8 426 1498 20 080 Stellen wir diesen Zahlen die der vorigen Eintragung gegenüber, fo muß leider konstatirt werden, daß das Vertrauen darin, daß doch kein Gegner zu fürchten ist, die Arbeiter sehr lässig gemacht hat. Es ließen sich bei der vorigen Wahl eintragen: Arbeitgeber Arbeitnehmer 3 580 3 498 3 334 1. Wahlbureau. 809 2. Turnhalle Tempelhofer Ufer 2 327 3. ⚫ Schmidtstr. 38 481 4. " Staligerstr. 55/56 288 8140 5. Strausbergerstr. 9 379 5 339 6. Gipsstr. 23a. 261 1 638 7. Kastanien- Allee 82. 216 8. " Pantstr. 7/8 182 • 9. Thurmstr. 86. 94 Summa 3 037 3 656 3707 1.596 34 488 Bei der diesmaligen Wahl mehr 4299, weniger 14 408. Polizeibericht. Am 29. v. M., Nachmittags stürzte ein 10jähriger Knabe, als er die vor dem Küchenfenster der elterlichen Wohnung im zweiten Stock eines Hauses der Kastanien Allee befindlichen Blumen begießen wollte, auf den Hof hinab und verletzte sich schwer. Abends wurde ein an der Ecke der Spandauer- und Königstraße aufgestelltes Droschkenpferd scheu und rannte die Königstraße entlang. An der Ecke der Kloster straße versuchte ein Polizeilieutenant das Pferd aufzuhalten, wurde aber bei Seite geschleudert, anscheinend ohne Schaden zu nehmen, während ein Nachtwächter, welcher darauf dem Thiere in die Zügel fiel, unter die Räder gerieth und bedeutende Quetschungen am Kopfe und an den Beinen erfitt. Im Laufe des Tages f nden drei Brände statt. Witterungsübersicht vom 30. Juni. Stationen. Barometer tand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( Stala 1-12) Better Temperatur 50 G. 4° R.) Celsius ( nach Ewinemünde 768 Still Hamburg 771 NW Berlin Still Wiesbaden. 771 Still München 772 Wien 768 NNW 3 Haparanda 766 N wolkig heiter Nebel 15 wolkenlos 21 wolkenlos 18 wolkenlos 18 halb bedeckt 18 18 20 Petersburg 762 Still Cort. 770 DSD Aberdeen 774 Dunst 18 heiter 18 heiter 13 wolkenlos 19 Paris 769 GO OND 221512 Die Arbeiter der chirurgischen Brauche hatten zum 29. Juni eine Versammlung nach dem oberen Saale der Arminhallen einberufen. Die Polizei verbot jedoch die Versammlung, weil der obere Saal für öffentliche Versammlungen ungeeignet ist". Bis vor ganz kurzer Zeit haben in diesem Saale häufig öffentliche Versammlungen unbeanstandet und von der Polizei bewacht getagt. Verein der Maschinisten und Heizer Berline. Sonntag, den 1. Jult, versammlung. Nachmittags 6 Uhr, in den Armin- Hallen, kommandantenstr. 20: GeneralFreie Vereinigung der Graveure und Biseleure. Montag, den 2. Sult, bet Ehrenberg, Annenftr. 16: Generalversammlung. Tagesordnung: Statutenberatung. Montag, den 2. Juli: Mitgliederversammlung bei Golisch, LothringerVerein der Bureau- Angestellten und verwandten Berufsgenossen. straße 63. Trotz der verschiedenartigsten Umstände, die bei den einzelnen Angeklagten vorlagen, wurden sie, gerade wie die Mai- Spaziergänger, über einen Ramm geschoren. Der Staatsanwalt erklärte, er halte die Anklage gegen sämmtliche Angeklagte aufrecht. Es sei erwiesen, daß die Angeklagten eine Druckschrift verbreitet hätten, deren Inhalt den Thatbestand einer strafbaren Handlung begründe, nämlich des groben Unfugs und die Angeklagten find als Mitthäter zu betrachten. Die Begründung für die Annahme groben Unfugs war furz und erbaulich. Das Reichsgericht hat entschieden, daß durch die Presse grober Unfug verübt werden fann; in einem Boykott aber seien die Thatbestandsmerkmale des groben Unfugs Belästigung des Publikums zu finden, wie das Oberlandesgericht mehrmals entschieden, also haben die Angeklagten groben Unfug verübt, die Angeklagten hätten nach der Sachlage gewußt, um was es sich handelt,( nachgewiesen ist das keinem der Angeklagten), da es allgemein bekannt war, daß ein Boykott gegen das Waldschlößchen bestehe und den an der Spike des Blattes stehenden Aufruf hätten sie gar nicht übersehen fönnen. Die Angeklagten feien überdies sämmtlich aus Arbeiter: treifen und hätten deshalb um so eher von dem Bestehen des Boykotts Kenntniß haben müssen, es sei ihnen nur darum zu thun gewesen, die Boykottaufrufe zu verbreiten und sie hätten Geselliger Verein Frohsinn". Sonntag, den 2. Jult, Nachmittags 5 Uhr, Sizung verbunden mit Fidelitas, Tanz und Vorträgen im Lokal von auch das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit ihrer Handlungsweise A. Schulz, Brunnenstr. 150. gehabt. Uebrigens genüge es nach einer Reichsgerichts- Ent- Arbeiter- Bildungsschule. Montag Abends 8-10% Uhr: Nord= scheidung, wenn die Angeklagten sich bei gewöhnlicher Ueber- Schule, Müllerstr. 179a und Südost- Schule, Waldemarfir. 14: Nationalökonomie. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und legung fagen mußten, daß ihre Handlungen jemand belästigen, Serren, jeber Beit aufgenommen daß fie also groben Unfug verüben könnten. Wie Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jetzt, jemand „ bei gewöhnlicher Ueberlegung" zu dieser Ansicht im Laufe des Semesters, eintreten. Montag, Abends 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: tommen fann, ist uns allerdings unerfindlich. Der Staats- unterricht in Gesegestunde. Südost Schule, Reichenbergerstraße 183: anwalt scheint ganz vergessen zu haben, daß der Boykott unter Deutsch. Oft- Schule, Markusstr. 31, Unterricht in Gefeßestunde. feinen besonderen Strafparagraphen fällt, und daß in Preußen jeden Sonntag Bormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16.Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. May Kayser, selbst die Gerichte, die Juristen mit juristischer Ueberlegung nicht et m er, jeben Montag, Abends 9 Uhr, bet Rudolph Bahr, Gerichtsstr. 19 einmal zu der Ansicht kommen, daß man durch Boykott groben Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender: Ad. Neumann, Basewalferstr. 8. Unfug verübt; wie sollen da die Arbeiter„ bei gewöhnlicher Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Fr. Kortum, Manteuffelstraße 49, Ueberlegung" auf diesen Gedanken verfallen. Sonntag. Abends 9 Uhr: Nebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder Frohsinn 1, Rummelsburg, Berlinerstr. 82 bei Friesecke, Nachmittags " 10 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20: Leseprobe" Dte SprechVergnügungsverein Konkordia". Sonntag, den 2. Jult, Bormittags stunde". Mitglieder und Gäfte, welche am Ausflug theilnehmen, versammeln sich 2 Uhr ebendaselbst. Dorn II. bei Ehrenberg.- Tonblüthe, Görligerstr. 50 bet Siewert. Blüt he, Pallisadenstr. 9 bet Liege. Siebesfreiheit II, Strausberg, im Restaurant Krüger.- Myrth enblätter, Belforterstr. 15, bet Schneider, Gefangverein Sieberzweig, Waidmannsluft Berlinerstr. bet Zerbe.„ Sur Fichte". Frisch auf in Schönwalde i. d. Mart bei Schulz.- Frisch zur reiheit, Simeonftr. 23 bei Flick. Glodenretn( gem. Chor) Schönhaufer Allee 46 bet Söhne. Bruderherz, Krautstr. 6, bet Rudolf. dorf, Brandenburgischestraße bet Gräß. Rosalia, Lebuserstraße 5, bei A. Nemiz. Hoffnung 2, Wilmers Solidarität, Jakobitirchstr. 7 bet Golla. Wie berball, Köpenickerstr. 191 bei Foge. Borwärts 3, Belforterstr. 13 bei geiber. Friedrichsfelde, Brinzen- Allee bet Schulz. Diefenbach. Gillmann, Wilhelmshöhe". Der Gerichtshof schloß sich in der Hauptsache den Ausfüh- br.- Montag. Stebertafel b. Maler u. v. Berufsg. Annenstr. 16 rungen des Staatsanwalts an. Er imputirt den Angeklagten die Kenntniß des Inhalts und das Bewußtsein der Strafbarkeit und, um das möglichst plausibel zu machen, verweist das Urtheil darauf, daß Berrufserklärungen schon durch§ 153 der Gewerbe- Ordnung als strafbare Handlungen bezeichnet werden.( Was der§ 153 der Gewerbe- Ordnung mit dem Boytott zu thun hat, das wird allerdings der Gerichtshof besser wissen Witterung in Deutschland am 30. Juni, 8 Uhr Morgens. wie wir.) Daß die Angeklagten nach einem einheitlichen und Deutscher Männerfang, Auch heute herrscht bei gleichmäßig vertheilten hohem Luft daß einer derselben, Schwenke, zugegeben habe, daß er schon am vorherbestimmten Plane gehandelt haben, gehe daraus hervor, Wacht auf, Woltersdorf bei Grtner, bei druck in ganz Deutschland trockenes und größtentheils heiteres Sonntag bestellt worden sei, um Dienstag in das Restaurant Gefangverein Myrthe, Alte Jakobftr. 68 bei Wetter; nur an der Nordseeküste lagert Nebel. Die Winde Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend haben sich fast völlig gelegt und die Erwärmung hat rasch zu- Behl zu kommen und dort Zeitungen zur Vertheilung in Empfang zu nehmen. Die Angeklagten seien auch nicht( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu genommen. In vielen Gegenden, namentlich des Nordwestens, richten an P. Gent, Adalbertstr. 95. Sonntag: Theaterverein Thalia an diesem bet Schröder, in Stralau, Nachmittags 3-4 Uhr. berufsmäßige Zeitungsboten, sondern haben nur Theatergesellschaft überſtieg das Thermometer gestern Nachmittag 25 Grad Celsius. Tage ausgetragen. Es ist daher als erwiesen anzunehmen, daß Romelab alle 14 Tage, Adalbertstraße 8 bei Sauermann. Heute Morgen ist dasselbe nur in Hamburg bis 15 Grad geGe funken, dagegen in Berlin auf 21 Grad gestiegen. Swinemünde sie nur die Absicht hatten, den Boykottaufruf zu verbreiten. Von Bergnügungsflub Oftend, Krautstr. 6 bet Rudolf von 5-6 Uhr. selliger Verein der Feilenhauer, Gartenftr. 16, bei Meißner, jeben Sonn hatte gestern Gewitter. dem Bestehen des Boykotts mußten sie Kenntniß haben. Jeder tag v. d. 1. d. Mts. Bergnügungsverein Helgoland 2, Langeftr. 9 bei mann habe das gewußt, hätten sich doch sogar Vereine gebildet, Styczewsky, alle 14 Tage, 4-6 Uhr Nachm. Vergnügungsverein Seerofe, Bergnügungsverein Glück stern 1, um gegen einen derartigen Terrorismus" Front zu machen, wie Grünerweg 25 in Hahn's Bierhaus. hätten es denn die Angeklagten nicht wissen sollen. in den Germania- Festfälen, Chauffeeftr. 103, 5-6 Uhr Nachm.- Montag: Pfeifentlub Felsenfest bei Schubordt, Königsbergerstr. 24. Humos Die Angeklagten wurden also sämmtlich verdonnert, und ristischer Berein Pipifar bet rösche, Fichtestraße 29. Theaterverein Vergnügungszwar Schumann, bei dem man die erforderliche Einsicht als vor- Mora, Märkischer Sof, Admiralftr. 18c, Abends 9 Uhr. handen annahm, in anbetracht seiner Jugend zu 15 M. Geld verein" elfenfe ft", Rirdorf, Hermannstraße 167 bei Fülleborn, 8 Uhr. strafe oder 5 Tagen Haft und die übrigen 40 Angetlagten zu je 40 M. Geldstrafe oder 2 Wochen Haft. Wetter- Prognose für Sonntag, den 1. Juli 1894. Warmes, vorwiegend heiteres Wetter mit meistens nur schwachen nordwestlichen Winden; Gewitter nicht ausgeschlossen, fonst trocken. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. # " M Kartentlub ustige Brüder", Krautstr. 48 bet Rattte, Abends 8 Uhr. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theater- und Bergnügungsverein Sarletin, heute Nachmittag 5 Uhr Zeugbofitr 8. Theaterverein Concordia Beughofstraße 8 bei Stoch. Theaterverein Othello jeden Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Nachher: Fidelitas. Theaterverein Hoffnung, jeden Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, bei nebel, Danzigerstr. 11: Sigung mit Damen. Fidelitas. The terverein Concordia", Gigung Sonntag, Nachmittag 5 Uhr, bet Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Versammlung Sinientraße 150. Vergnügungsverein Deutsche Ginigtett, Nachm. 4-6 Uhr, Blumenstraße 20 bei Bernice. Nachher: Fidelitas. Titania, Nachm 5-6 Uhr, bei Tempel, Langeftr. 65. Nachher: Fidelitas. frebs, Uhmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. Bergnügungsverein Vergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bei Keller. Theater Verein Lustige Seelen, Sonntag 4 Uhr bet Stehmann Melchiorstr. 15. Bergnügungsverein& uftig, Sonntag, Staligerftr. 54( S. Hente), 5% Uhr: Sigung, Tanz, Fidelitas. Bergnügungsverein Gemüthrich fett, Sigung jeden Sonntag Nach mittag 5 Uhr im Restaurant Schrödter, Urbanfir. 37. Bergnügungsverein Normania 2. Sigung 4% Uhr Köpnickerstr. 62. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Geselliger Beretn wiebelfische, Mirdorf, Abends% Uhr in Barta's Botal, Berliners Bergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bei traße 120. Geselliger Klub Mamentos, jeden Montag im Möring, Admiralstr. 18c.Gemischter Chor Restaurant zum Zukunftsstaat, Sastanien- Allee 35. larbeit", nebungsstunde bet Destreich, Tempelhofer Ufer 15, 9-11 libr. Gefangverein Männertlang übt Montags von 9-11 Uhr kleine Surftr. 10 bet Stolle. Bergnügungsverein Auf Helgoland Sigung jeden Montag 9 Uhr bet Sinte, Bergstr. 54, Fidelitas. Bergnügungsverein Einigkeit 1890. Jeden Montag Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tanz Bergnügungsverein Eulalia" bei Herrn Reggentin, Barnim sir. 4-5, thung 6 ühr. Die verantwortlichen Zeitungsboten. Aus Dresden Gummischlauch und Eisen. Wegen Vergehens gegen die wird uns geschrieben: 41 Austräger der Sächs. Arb. 3tg." öffentliche Ordnung war der Redakteur unseres Bruderorgans, standen gestern, Freitag, vor dem hiesigen Amtsgericht( Ober- der Märkischen Boltsstimme", Heinrich Albert 3 appay in amtsrichter Flechfig) unter der Anklage, durch Austragen der Frankfurt a. D., vom dortigen Landgericht am 4. Mai zu Sächs. Arb.- 3tg." groben Unfug verübt zu haben. Am 29. Mai einer Gefängnißstrafe von einem Monat verurtheilt worden. Er Abends wurde die Nr. 121 der Sächs. Arb.- 3tg." als Agitations. hatte in der„ Volksstimme" das bekannte Gedicht„ Gummischlauch und Probenummer in Dresden in einer größeren Anzahl und Eisen" veröffentlicht, welches die Berliner Polizei wegen Exemplaren vertheilt. An der Spitze dieser Nummer befand sich der bekannten Vorgänge am 18. Januar geißelte. Das Gericht ein Aufruf an die Arbeiterschaft Dresdens, kein Waldschlößchen- erblickte jedoch in diesem Poëm eine öffentliche Anreizung der bier zu trinken, und da die sächsische Rechtsprechung, die im„ besiglosen Proletariermassen" zu Gewaltthätigkeiten gegen die, Broteinigen deutschen Baterlande eine andere ist wie die preußische, vertheuerer", die zur Verwendung von Gummischlauch und Eisen in einer solchen Aufforderung groben Unfug erblickt, so sollen allezeit bereit feien und verurtheilte Zappay auf grund des§ 130 auch die Verbreiter dieser Zeitung groben Unfug verübt haben. Str.-G.-B. In der Revision rügte der Angeklagte Ver- 8 Die Polizei, die, wie es scheint, von der beabsichtigten Verbreitung legung dieses Paragraphen. Es sei aus dem Urtheil nicht erschon vorher unterrichtet war, war allenthalben auf dem Posten sichtlich, weshalb die Brotvertheurer als ein bestimmtes Glied und hielt 41 Austräger an, denen sie sämmtlich eine größere oder des Voltsorganismus, als Bevölkerungs tIaffe, wie es§ 130 geringere Anzahl Zeitungen wegnahm. verlange, anzusehen sei. Das Reichsgericht war der Ansicht, Die Bernehmung der Angeklagten ergab ein ziemlich gleich- daß das Urtheil zwar erkennen lasse, welche Personen angereizt mäßiges Bild. Die meisten der Angeklagten hatten die Zeitungen werden sollten, nicht aber, gegen wen sich die Gewaltthätigtheils von einem Bekannten, theils auch von ihnen unbekannten feiten richten sollten. Die Auslegung, daß die besigenden Klassen Personen erhalten( wohl von unsern eigentlichen Kolporteuren), im Gegensatz zu den Besitzlofen gemeint seien, entbehre der geum sie in bestimmten Straßen auszutragen. Viele erklärten, daß nügenden Begründung. Es hob darum am Freitag das Urtheil fie eine fleine Entschädigung dafür bekommen hätten, 30 bis vom 4. Mai auf und verwies die Sache an die Borinstanz 50 Pf., mehrere waren arbeitslos und nahmen den kleinen Ver- zurück. dienst gern mit, etliche hatten es aus Gefälligkeit gethan, andere aus Interesse an der Zeitung, deren Abonnenten sie zu sein erHärten. Sämmtlich erklärten sie, daß sie vom Inhalte keine Abend Kenntniß gehabt haben, sie hätten die Zeitungen am unvorbereitet, von Arbeit tommend, zum Vertheilen er Der Verein der Zinkgießer und Stürzer Berlins und halten und hätten weder Zeit noch Beranlassung gehabt, Umgegend hielt am 19. Juni seine Vereinsversammlung ab. Im die Zeitung zu lesen. Auf die Frage, ob sie gewußt Gewerkschaftlichen beschäftigten sich die Kollegen nochmals mit hätten, daß ein Boykott gegen das Waldschlößchen in Dresden den ausgesperrten Kollegen der Firma Welt Na ch f., Inhaber besteht, erklärten mehrere der Angeklagten, daß sie auch davon Winkler. Hierbei sprachen die Kollegen ihr Mißfallen über feine Renntniß gehabt haben( es sind etliche unter ihnen, die nur das Verhalten des Kollegen Hauke aus, da dieser auch einer erst ganz turze Zeit in Dresden waren). Befragt über ihre von den Gemaßregelten ist und in der Versammlung selber den Derlammlungen. Pfropfenrerein Wedding, Abends 8 Uhr, bei Wolf, Gerichtsstr. 44. Privat- Theater- Gesellschaft offnung, Sigung b Sauermann, Adalbertftraße 8. Dilettanten Berein Betlchen, Landsbergerstr. 82, bei Albert, jeden Sonntag Abend 5 Uhr: Sigung mit Damen. Nach der Sigung: Tanzfränzchen. fraße 27. Pfeifentlub Felfenfeft, bends 9 Uhr, bei Wille, Andreasstraße 26. Rauchtlub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14 bet Henoch. Rauchflub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelder= Rauchklub Veronila", Sigung Montag Abends 9 Uhr, Rauchklub Bruderbund z jeden Montag Stattgerstr. 65, bet Strauſe. bet Herrn Grande, Lausitzerstr. E. Stattlub Gran d", Abends% 90 Uhr bei R. Gubrich, Lübbenerstr. 22.Stattlub Roth- Junge". Gigung alle Dienstage nach dem 16. und Spielabend alle Dienstage von 9 bis 11 Uhr im Restaurant Böchstr. 7 bet Her.n Herrath. Freie Bereinigung der Raufleute. Jeden Montag gemüthriches Beisammensein im Restaurant Rosenthalerstr. 11-12 bei Brüning. Unserem Rollegen und Gen. Robert) Herzlichen Dant sagen wir hierdurch Wagemann zu feinem 25jährigen dem Gastwirthsgehilfen Mag Wendler 485/15 für die glückliche Rettung unseres Sozialdemokratischer Wahlverein Für den Inhalt der Inierate über Arbeitsjubiläum die herzlichsten Glück Bart- Restaur. Wilh. Jacob, Treptow) für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 1. Juli. Rendenz- Theater. Jugend. Montag: Dieselbe Vorstellung. wünsche. Der Vorstand der Freien Vereinigung der chirurgischen Branche. Den Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises zur Nachricht, daß der Parteigenosse Franz Lenz, Alexanderplat- Theater. Heinrich Glasbuchstaben- Fabrikant Heine. Vorher: Dir wie mir, oder: Dem Herrn ein Glas Waffer. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Italien in Berlin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten -O Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Sensationelle Novität! Italien in Berlin. Große Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 4 Aften von Carl Peters. Musik von A. Wiedecke. Dekorationen aus dem Atelier von Müller und Schäfer. Maschinerien vom Theatermeister Otto Weiße. Elektrische Lichteffekte von Latowsky. Kostüme von Obergarderobier Paul Hildebrandt. 478/4 Oranienstrasse 21, am Freitag, den 29. d. M., Morgens 53/4 Uhr, nach langem und schwerem Sohnes Wilhelm vom sicheren Tode des Ertrinkens. Möge die edle That dem jungen muthigen Mann reichlich gelohnt werden. Joh. u. Marie Bardeleben, 16096 Manteuffelstr. 5. Von der Reise zurück. Dr. Haagen. Dienstag, den 3. Juli, Abends 82 Uhr, im Klubhause ,, Süd- Ost", Waldemarstrasse No. 75: Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Fritz Hansen über: Christlich- Sozial." M2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Gäste willkommen. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein 492/17 Dr. H. Weyl, Arzt, für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. wohnt jetzt [ 1586b Leiden an der Schwindsucht im Alter Elsasserstrasse 97, 1, von 44 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, Ecke Rosenthalerstrasse. den 2. Juli, Nachmittags 4 Uhr, von Ich nehme die Beleidigung gegen der Leichenhalle des St. Thomas- Kirch- Herrn Albert Lüdke zurück. Sorrer. hofes aus, statt. Versammlungen am Dienstag, den 3. Juli 1894, Abends 8, Uhr: für Wedding: im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Die Voltsschule, wie sie ist und wie heiten. 4. Fragekasten. 490/ 7* Um zahlreiche Betheiligung erfuchen Achtung! 485/14 Achtung! ſite fein soll. Referent Genosse Metzner. 2. Diskussion. 3. VereinsangelegenBandagisten! Allen Genossen, Freunden und Befannten die traurige Nachricht, daß der jewsky sind heute zwecks Verkürzung Die Kollegen der Werkstatt Papas Glasschleifer für Moabit: bei Reichert, Müllerstr. 7. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Wagner über: Voltsbildung 1596b ber Arbeitszeit in den Streit einge- und Klassenbewußtsein. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten 4. Frage Franz Lenz, treten. Bor Buzug wird dringend geOranienstr. 21, im 45. Lebensjahre nach langem Leiden sanft verschieden ist. Seit vielen Jahren der Partei angehörig, liebte er es, sich öffentlich nie hervorzuthun, sondern wie manch anderer Genoffe hat er überall in seinem Kreise und wo er sich auch bewegte, im Proletariats gewirkt. Ein Leben voll Stillen für die gerechte Sache des Arbeit und Sorge liegt nun hinter ihm. Ehre seinem Andenken. Die Glasschleifer warnt. Der Vertrauensmann. Blumen und Kränzen. Empfehle mein Geschäft in friscaen 5441 L* Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu ver Genoffen, genau auf meine Adresse zu meiden, bitte ich meine Freunde und achten. Erklärung! Regie: May Sam ft. Raffenöffnung 3 Uhr. Anfang 7/2 Uhr. der Firma Seibt, Lenz u. Ko. Im Garten: Großes Konzert. Die Beerdigung findet Montag, den Ich erkläre, von jetzt ab kein Böhmisches Auf der Sommerbühne Aufführung von 2. Juli, Nachm. 4 Uhr, von der Leichen noch boykottirtes Bier zu verfchänken. S. Dobrick, Lustspielen, Possen sowie Spezialitäten- halle des Thomas- Kirchhofes( Rixdorf)[ 15936 Vorstellung ersten Ranges. Swinemünderfir. 29( Ecke). aus statt. Worgen: Diefelbe Wortellung Sentral- Kranken- u.Sterbelasse fasten. brandt, Bernauerstr. 88; Raabe, Ruppinerftr. 42. Für Oranienburger Die Zahlstellen des Vereins befinden sich in folgenden Zokalen: Für Schönhauser Vorstadt: Lietzke, Schwebterstraße 33 Meinhardt, Pappel- Alee 3/4: Schmidt, Trestowftr. 24. Für Rosenthaler Vorstadt: Witzel, Glisabethftr. 18; Gnadt, Swinemünderstr. 120; HildeVorstadt: Gieshoit, Boyenftr. 40; Tauschel, Grenzftr. 4; Hilgenfeld, Bergstraße 60. Für Gesundbrunnen: Haverland, Bellermannstraße 87; dorferstr. 58; Heising, Schulftr. 114; Steinbach, Bigarrengeschäft, Antonftr. 1. Walther, Babstr. 28; Reuter, Swinemünderstr. 45; Herrmann, Buttbuſerſtr. 45. Für Wedding: Gleinert, Müller- und Fennstraßen- Ecke; Herzog, Reinicken= Für Moabit: Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28; Nietz, Beusselstr. 62; Köhler, Calvinstr. 11; Schäffer, Alt- Moabit 23. E Diejenigen Genoffen, welche nicht im Besitz der Adresse ihres Bezirksführers find, werden ersucht sich in den betreffenden Zahlstellen zu informiren. In beiden Versammlungen kein Boykott- und Ringbier. Phönix- Brauerei Berliner Arbeitervertreter- Verein. Gr.- Lichterfelde( 12 Min. Anh.Bahn.) Passage- Panopticum. der deutschen Wagenbauer. ift bem Bublitum zum Kaffeelochen, Ein DahomeyDorf mit 51 wilden Weibern. Tägl. 8 Vorführungen. Um 11, 12, 4, 5, 6, 7, 8, 9 hr. Reichshallen Regelschieben, Unterhaltungsmusik und General- Versammlung Zanz bei freiem Entree beft. empfohlen. am Dienstag, den 3. Juli 1894, Abends 8 Uhr, im Lokale Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Freitag, den 29. b. M., unser treues d. Hoffmann& Sohn, Dekonomen, Mitglied, der Stellmachermeister Besizer der Zentral- Festfäle Louis Müller 887/12 gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. Juli, Nachmittags 4 Uhr, von der Schlesischenstr. 12 aus nach dem Emmaus- Kirchhof in Brit statt. Die Ortsverwaltung Berlin IV. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres unvergeßlichen Vaters 1603b Joseph Schmettke Dönhoffs- fagen wir hiermit unseren herzlichsten Platz. Garten oder Saal. Täglich Nord- deutsche Sänger. Entree 30 resp. 50 Pf. Sonntags Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Castan's Panoptikum. Anfang Wochentags 8 Uhr, Hawaiische Königsburchweg 50, ab 9 Uhr 30 Pf. Tänzerinnen! Das schwerste Stets wechselndes Programm. Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a Ecke der Schadowstr. Eing. Schadowstr. 14. Heute, Sonntag: Eintrittspreis 50 Pf. von Reichhaltige Ausstellung Land- und Seethieren, wie Affen, Riesenschlangen, Krokodile, Haiund Tintenfische, Quallen etc.[ 48/13 eu!! Sensationell!!= N eapel- Panorama Vesuvausbruch- Diorama. Katakomben Bahnhof Thiergarten- 9 Uhr bis zur Dunkelheit. Hente: 25 Pf. Eintritt. Berlin, Oranienstr. 180.[ 1590b Empfehle mein Weiß- u. BairischBierlokal Adolfstraße 8. 1584b Wwe. Woche. Mein Saal, 500 Personen faffend, ist noch an Sonnabenden zu Festlichfeiten, sowie jederzeit zu Versamm lungen frei. 1436* Robert Schneider, Prostauerstraße, Ecke Frankfurter Allee. Schmargendorf Sanssouci bietet allen Genoffen den angenehmsten Aufenthalt direkt am Walde. Jeden Sonntag u. Mittwoch: Gr. Ball. Kaffeetiche jeder Zeit. Regelbahnen, Billard 2c. 1587b Bier: Reichenkron- Charlottenburg. Es ladet freundlichst ein W. Weiss, Birth. Gäste herzlich willkommen. Rauchbergerstr. 6, bet Soul. flub Bruderherz", Sonnabends Rol1616b Gewicht Vereinszimmer Ehepaar der Welt. 1110 Bfund. Concordia- Festsäle C. Saeger, 64. Andreasstraße 64. Heute, Sonntag, den 1. Juli: im großen Saale: Grosser Ball bei stark befekten Orchestern. Anfang 5/2 Uhr. 74/12 C. Saeger. Märkischer Hof, Admiral- Strasse Nr. 18 c. Jeden Sonntag: 50-60 Personen fassend, zu vergeben Schönhauser Allee 185, Musold. Den Parteigenossen gefl. Renntniß, des Herrn Röllig, Neue Friedrichstrasse 44: Zages- Ordnung: 1. Bescheid des Reichs- Bersicherungsamts in der Angelegenheit der Krantentaffen- Bevollmächtigten. 2. Neuwahl des Gesammtvorstandes. 8. Wahl von Rassenrevisoren. 4. Berschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 499/10 Große öffentliche Versammlung aller in der Kürschner- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den 2. Juli, Abends 81/2 Uhr, Im Lokale der ,, Arminhallen", Kommandantenstrasse No. 20. Zages Ordnung: 1. Bericht vom internationalen Rürschnerkongreß. 2. Distuffion. 8. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Kein Ringbier. 98/4 Die Vertrauensleute. Lacirer. Dienstag, den 3. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Schöning, Stallschreiberstr. 29: Filial- Versammlung. I Tagesordnung: Vortrag, Diskussion, Verschiedenes. [ 214/13 Achtung! Chirurgische Branche. boat to mediter of nature. Remmen Große öffentliche Versammlung daß ich Destillation Ver 485/6 zug nach außerhalb bill, vert. Billige Montag, den 2. Juli, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen( großer Saal), Miethe. Zu erfragen bei Steibe, Beufelstr. 15. Restauration 1618b* frankheitshalber sofort zu verkaufen. Näheres bei kleinert, Beitungs- Spedition, Lützowstr. 118. Genosse vert. w. Krankheit Milchgeschäft oder die Einrichtung billig Gräfeftr. 83. 1602b B Rommandantenstr. 20, Lages Ordnung: 1. Die Arbeitseinstellung bei Papajewsti. 2. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vertrauensmann. Großes Rosen- und Stiftungsfest Sonnabend, den 7. Juli cr., in den Konkordia- Fettsälen, Andreasstraße Nr. 64, veranstaltet vom Blätt- und Waſchgeſchäft, gut gebend, Central- Verein der Gärtner, billig zu verkaufen Mohstr. 10.[ 15856 2 Bereinszimmer. Ausschant der KaiserEmpfehle meine Restauration nebst Brauerei und echt Kulmbacher Bier. Heinrich Sak, Markgrafenstraße 102. Rostockerstr. 14 sind schöne VorderPuhlmann's Grosser Ball. 896 Sommer- Theater. Schönhauser Allee 148. RaftanienAllee 97/99. Direktion: August Reift. Täglich: Konzert, Theater und Ball. Auftreten des urfom. Bendix. Neu! Geschw. Gläser, InstrumentalDuettisten. Neu! Famil. Scheffler, Gymnaftifer. Auftr. der KostümSoubrette Tony Waldburg. Auftr. des Liederfängers Walter Kröning. Großer Erfolg! Jägerluft. Operette von Ed. Linderer. Mufit von Dupré. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. B. Nieft's Festsäle, 17. Weberstr. 17. Empfiehlt sich zu Versammlungen und Vergnügungen, find noch Sonnab. frei. Entree frei. Tanz frei. Ende 2 Uhr. Die beiden Säle sind noch Sonnabende und Sonntage zu allen Festlich- und Hofwohnungen billig zu verm. teiten und Versammlungen zu vergeben. Näheres v. 2 Tr, bei Sprenger. Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuthstrasse 2. Soeben ist erschienen: Kommunismus und Kapitalismus. Der Kommunismus und die ökonomische Entwidlung. Bon Paul Lafargue. 448/17 Preis 20 Pfennige. Porto 3 Pfennige. Lafargue legt in der Broschüre dar, wie die ökonomische Entwicklung von Tag zu Tag mehr die Ueberflüssigkeit und Schädlichkeit des Privatbefizes an den Arbeitsmitteln vor Augen führt und nicht blos die Zweckmäßigkeit, sondern geradezu die Nothwendigkeit des Rollettivbesizes beweist. unter Mitwirkung der Gesellschaft Strzelewicz. Vokal- und Instrumental- Konzert. Festrede. Großer Ball. 499/11 Um 1 Uhr: Große Rosen- Polonaise. Ausschant der Brauerei Carlsberg. Rein Ringbier. Rein Boykottbier. Anfang 8 Uhr. Billet 30 Pf. Um zahlreichen Besuch bittet Zimmerlente. Das Komitee. Achtung! Lokalverband Berlin. Achtung! Infolge der angenommenen Resolution der Saalinhaber findet unsere Monatsversammlung nicht, wie früher, bei Bolk, Alte Jakobstr. 75, sondern Mittwoch, den 4. Juli, Abends 9 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16, nahe der Alten Jakobstraße, Zages Ordnung: statt. 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Zotalfrage und Antrag Bethke. 3. Verschiedenes. 472/18 Ad. Rickert, Kurfürstenstr. 41. Erklärung. Ich stelle meine Bokalitäten nach wie vor zu Versammlungen und Festlichfeiten zur Verfügung. Für diesen Fall schaffe ich das zu bestimmende Bier an. Otto's Restaurant zum Karpfenteich, Treptow. 8. Juli Eröffnung meiner Rohtabak- Filiale Brunnenstraße 182. Emil Berstorff, Kaiser Wilhelm- Straße 39. Neu eröffnet! Neu eröffnet! Glanz& Co., Chausseestrasse 98, empfehlen ihr großes Lager in fertigen Herren- u. Knaben- Garderoben, sowie 3432* tadellose Anfertigung nach Maaß. Billigste Preise.. Reelle Bedienung zusichernd. Glanz& Co., 98. Chauffeestraße 98. Empfehle den Genossen mein Vereins- Geschäft von Bildern, Büßten( Mary und Lassalle), Sinnsprüchen( eigenes Fabritat), Saaldekoration, Stocklaternen ete. en gros en detail. Wir sind aus dem Verein der Brauereien von Berlin und Umgegend ausgetreten. Pichelsdorf, den 30. Juni 1894. Radeberger Exportbier- Brauerei Befiherin der Brauerei Pichelsdorf. Photographisches Atelier Wilh. Fischer Achtung! 1595b Stimmbegabte Herren, welche gewillt sind, einem alten Gesangverein( Mitgl. von Carl Gräfe Gold- und Silberwaaren-...) beizutreten, mögen fich MittBerlin S., Prinzenstr. 11 hält sich den Parteigenossen zur Auf3192* nahme von Porträts u. Gruppenbildern Max Richter, Berlin 0., Grüner Weg 65. beftens empfohlen. Spezialität: VereinsEin großer Posten Teppiche Gardinen, in Sophagröße, Stüd 4,50, 5,50-12 Mt. Salongröße Stück 8,50, 11-30 mt. Einzelne Teppiche mit kl. Fehlern ganz besonders billig. Brachtvolle Neuheiten in S S Meter 40, 50, 60 Pf. bis 1,50 Mt. Abgepaßte Gardinen, das Fenster von Mt. 1,25 an. Gardinen- Reste von 1-4 Fenster passend, enorm billig. Hermann Böhm, Müllerstraße 175, am Weddingplak, Ecke Fennstraße. vorzügl. Künstl. Zähne, pogu. Garantie, ſchmerzl., Zahnschmerz beſeitigt, ſchmerz loses Bahnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienftr. 123 Noch nie dagewesen!! Keine Konkurrenz ist im Stande, Herren- und Knaben- Garderoben aus den reellsten, reinwollenen Stoffen zu solch' fabelhaften, billigen Preisen zu verkaufen; denn wir nur allein liefern: Heber 15 000 engl. Jaquetu. Rodt- Anzüge( auch in schwarz Tuch und Kammgarn) von 12, 14, 16, 18, 20, 24, 27, 30 M. prima. 12000 SommerNoh- Tabak empfiehlt zu billigen Preisen 1589b J. Fränkel, C., Klosterstrasse 72. Lawn- tennis- Schuhe und-Bälle, Radfahrer-, Turn- u. Kellner- Schuhe mit Gummi- Sohlen, Gummi- Tischdecken, Auflegeftoffe 2c. zu billigsten [ 697 Fabrikpreisen empfiehlt 0. Lietzmann, Gummiwaarenfabrik, Rosenthalerstr. 44. paletots jezt zu halben Preisen Zurückgesezte( wenig fehlerhafte) von 8, 9, 10, 12, 15, 18 20, 24, 25 M. prima. 6000 Hosen in dauerhaften, reinwollenen Stoffen von 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12 M. prima. Alpacca- u. Turntuch- Jaquets von 1,50 M. an. Knabenund Burschen- Anzüge i. Waschu. Wollstoffen, jetzt von 3 M. an. Goldene 110, 110. Leipzigerstr. 110. Bestes Puzmittel der Welt! SALME NIVERS PUTZ PO POMADE Schutzmarke ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG goldene U.SH Diese Universal- Metall- Vut Pomade ist von uns zuerst im Jahre 1876 eingeführt und das Fabrikzeichen ,, Helm" durch gesetzliche Eintragung zur Schuhmarke gekenn zeichnet worden. Alle ähnlich ansfehenden Erzeugnisse sind deshalb Nachahmungen unseres unübertroffenen Pugmittels. 308L* Teppiche!! Portieren!! Gardinen!! Steppdecken!! erstaunlich billig in der Fabrit Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Berlin S. von und Fabrik- Gruppen. 2802* WallCharlottenburg, Strasse 103. F. Kunstmann Grosshandlung, Oranien- Strasse 63 1 Treppe, am Moritzplatz. ftets vorräthig, ge1 Dut. gleich 31/2 Gramm 10,50 m. Trauringe setzlich gestempelt. in 8 farätigem Gold von 4,50 M. an, 7,-" 14 " " " 1287b Korallen bide Schnüre à 3 M. Uhrmacher. Reparaturen gut und billig. ! Roh- Tabak! Sämmtl. in- und ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billighter Preislage, empfiehlt RohtabakHeinr. Franck, Babak Brunnenstrasse 185. Kinderwagen. Kasten, Leiter und Sport- Wagen. Größtes Lager Berlins. Fabrikpreise. Stets das Neueste auf Lager. Reine Marktschreierei. Theilzahlung gestattet. Musterbücher gratis. Auch stehen alte Wagen zum Verkauf. 5721L* 53 Andreas- Straße 53 parterre und 1. Etage. Homöopath. Azt Dr. Söfch, Linienstraße 149, 8-10, 5 bis 7, Sonntags 8-10 Uhr. Möbel, 74L* Spiegel und Polsterwaaren H. Strelow, Tischlermstr. Rixdorf, 229L* Berliner Strasse 40, am Denkmal. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Nur eigene Fabrikation, 25 Zigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Zabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. S. E. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. 71L* Roh- Tabak Detail- Verkauf Hochzeits- und Pathen5681L*] Geschenke in massivem Silber und verfilbert. Ringe, Ohrringe, Broches, Kreuze, Halsketten, Herze, Medaillons 2c. in großartiger Auswahl billig. Herrenketten nach Gewicht. Neu! Damen- Uhrenketten lang um Hals zu tragen, von 6- M. an. Myrthenkränze mit Strauß in Silber von 8 M. an, Einkauf von altem Gold und Silber. versilbert von 4,50 M. an. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L* am biesigen Plaze wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, von Schulz, Reinickendorferstr. 2a, 1561b melden. 55/55 Jede Nähmaschine reparire unbedingt gut und billig, Ersatztheile berechne möglichst billig, Schiffchen 70 Pf., Spulen 5 Pf., W.W.- Spulen 20 Pf. u. f. w. Auch habe Vertretung für gute neue Maschinen. Empfehle mich bestens allen Parteigenossen. 23. Maaske, Schwedterftr. 31. Empfehle den werthen Parteigenossen meine Milch und Backwaare, 5 St. für 10 Pf., Genossenschaftsbrot. Die Rolle steht zur Verfügung. Milch und Frühstück frei ins Haus. Sende 15916 A. Se13, 3wingliftr. 16. Liefere frei ins Haus, auch nach verkäufer hochfeine außerhalb für Reſtaurateure, WiederWurstwaaren, 13016 Schmalz u. f. w. per Raffe zu auf fallend billigen Preisen. Porsch, Wollinerstr. 48. Schlafft. z. verm. Petristr. 14, v. 2 Zr. Frdl. Schlafft., f. E., Langeftr. 25, v. I. I. Gut möbl. Schlafft., 2 Fenster, Eing. sep., Britzerstr. 12, II. Hofrichter. Möbl. Zimmer für 2 Herren sof. zu verm. Petriftr. 14, Hochpart. Preuschoff. Schlafft. b. Meyer, Reichenbergerstr.115. Möblirtes Zimmer od. bessere Schlafstelle zu vermiethen Elsasserstraße 44, Oranienburgerstr. 2. Seitenhaus r. III. I. Posmit.[ 15986 Achtung! Zum bevorstehenden Quartalswechsel empfiehlt sich Unterzeichneter den werthen Genossen des Wedding zur pünftlichen Lieferung des Vorwärts", sowie sämmtl. sozialdemokratischer Druckschriften. Otto Haschke, Berlin N., Neue Hochstraße Nr. 5. Verkaufsstelle am Wedding vor dem Hause Müllerstr. 4. 3592* Louis Naumann, Leipzig, Friedrich Augußstr. 16. Commissions- Buchhandlung Möbl. Schlafstelle f. 2 Herren, sep. Eing., Preis 7 M., Adalbertstraße 10, Hof 2 Tr. bei Grönke. 1601b Möbl. Schlafstelle bei Bürschel. Oranienstr. 187, Hof Seitenfl. i Tr. Frol. Schlafft. Alte Jakobstr. 2, Hof 3 Tr. Diedrich, Hochmeisterstr. 30, Hof 1 Tr. Saubere Schlafstelle f. 2 Herren bei Schlafft., sep. Eing., f. H. Marts grafenstr. 9, Brandt. Möbl. Schlafstelle für Genossen Schulzendorferstr. 5, 2 Tr., 8 M. Frdl. Schlafft., Gartenaussicht, für empfiehlt sich Wiederverkäufern zur 1 oder 2 Herren Strausbergerstr. 16, Lieferung deutscher Bücher, Zeitschriften, Hof 1 Tr., b. Hinge. Mein Prachtkatalog Rud. Völcker& Sohn, Muſitalien ze. Bestellungen werden zu mit buntfarbigen Teppich- Illustrationen auf Wunsch gratis und franko. Für Hausfrauen! Köpnickerstr. 45. zahlung. 78/2 Zahn- Klinit. Preise event. TheilOlga Jacobson, Invalidenstr. 145. Klagen Eingaben, Günther& Noltemeyer Unfallsachen, Bunger, Steglizerſt.63. Bur Luft bei Hameln a. W. Fabrik zur Umarbeitung alter Wollsachen und Wolle. Wir liefern waschechte Kleiderstoffe, Flanelle, Buckskin, Schlaf- und Pferdedecken, Teppiche, Läufer u. Portièren 2c. Annahmestelle und Musterlager Barutherstr. 11, Eingang Nostizstraße, bei M. Schröder, Berlin SW., 333L* Bosamentiergeschäft. Nach beendeter Inventne Gardinen- Reste zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst in der Fabrit Grüner Weg 80, part. Eingang vom Flur. größt. Lager, v. Musikwerke Kinderwagen, Breise, D. 10 M. auch Theil- W. Holze, verleiht von 1Mark an an der Karlstr.24 Friedrichstr zahlung. 128L* an Oranienstraße 3. Flaschenbier. Für Fabriken und Plätze unter Garantie nichtboykottirter Biere empfiehlt sich zur Lieferung nach Qualität von diversen Bieren 1583b Ferd. Nürnberg, Perlebergerstr. 40 und Stendalerstr. 5. Der Vorwärts" liegt aus. " Achtung! Töpfer! Guter Magdeburger Stein ist billig zu haben bei Buhl, Schönhauser Allee 118, Garten links. 1606b Auguft Buhl. Wichtig für Schneider. Stoff[ 1555b Verlegerrabatt gegen ganz geringe Provisionsberechnung schnell ausgeführt. Probehefte, Kataloge gratis. 54382* 2fenstr. Stube, 10 M., Grünauers straße 27 b. Pfeil, 1610b Dresdenerstr. 19, 4 Tr. I., a. Oranien Kinder- play, Theiln. f. möbl. Schlafſt., ſep., 9 M. Wagen, Krankenwagen Frdl. Schlafft. f. Hrn., 6 M., Adalbert. 1582b straße 72, Quergeb. 2 Tr. r. Korbwaaren, Frdl. Schlafft. Puttbuferstr. 20, v.4 Tr. r. Holzwaaren, größtes Lager E. Schlafft. sep., v., Wasserthorstr. 45, 111, Berlins, Theilzahlung gestattet, Musterbücher gratis, empfiehlt Arbeitsmarkt. Tüchtige Gürtler verlangen u. A. W. Schulz, Lewy. Söhne, Wafferthorstr. 50. Brunnenstr. 145 Ecke Rheinsbergerstr.), Hauptgeschäft Brunnenstrasse 95, vis- à- vis Humboldthain. Teleph.- A. 3. Nr. 1767. Roh- Tabak Talle Sorten, billigste Preise. Max Jacoby, 1242* Hause Trikotstepperinnen verlangt im 1591b Albert Böhlendorf, Seydelstraße 27. Aelteres Mädchen oder alleinstehende Frau für den ganzen Tag od. ganz im Hause gesucht von N. 3euzius. Fennstr. 10, I. 1 Tr. Bu sprechen heute, Sonntag, von 9 Uhr ab. abjälle kauft zu hohen Preiſen[ l Strelißerstraße Nr.52. fachen vert. Chauffeftr. 76. Wand, Mariannenstr. 13. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pönsch in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1 tüchtiger Drechsler a. Schirm 1617 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 150. Sonntag, den 1. Juli 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Varteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Entwickelung und Stand des Berliner Bier- Boykotts. " In der heute ausgegebenen Nummer des Sozialpolitischen Zentralblattes" findet sich eine Erwiderung des Genossen Auer auf den von uns in Nr. 145 erwähnten Artikel des Brauerei direktors Röjice. Die bürgerliche Presse hat vom Artikel Röficke's mit feinem Worte Notiz genommen, um sich von der Verpflichtung, ihre Leser auf den Artikel Auer's aufmerksam zu machen, drücken zu können. Wir theilen hier aus dem beachtenswerthen Artikel Auer's das Folgende mit: flamirt worden war hatte die sozialdemokratische eine Ehrensa che steht zur Entscheidung. Herrn Rösicke's Partei den Kampf zur Parteifache gemacht, und Direktorialbefugnisse gedenkt niemand anzugreifen oder einzuist derselbe dadurch weit über den Rahmen eines Streites schränken, der Faustschlag aber, den man der gesammten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern eines einzelnen Ge- Arbeiterschaft mit der Maßregelung Unschuldiger versetzte, werbes hinausgewachsen." Herr Rösicke selbst widerlegt also in der brennt auf dem Antlig der Arbeiter und unzweideutiger Weise seine erst aufgestellte Behauptung, daß der für ihn Genugthuung sich zu erzwingen, dafür wird der Boykott Streit zwischen der Sozialdemokratie und den Brauereien von der gesammten Arbeiterschaft mit jener Energie durchgeführt, mit der ersten Maifeier der Böttcher irgend welchen Zusammen- die auch Herr Rösicke anerkennt. hang habe. Daß unter den heutigen Verhältnissen die Arbeiter in den In Wirklichkeit war auf Seite der vereinigten Brauereien wirthschaftlichen Betrieben nicht die Herren sein können, wissen die Absicht, sich mit der sozialdemokratischen Arbeiterschaft Ber- fie; den Unternehmern aber die Lust an Gewaltstreichen, wie lins einmal gründlich auseinander zu sehen, es auf eine Kraft- jene Maßregelung es ist, zu vergällen, dies glauben sie erzwingen Für die Beurtheilung des Berliner Bier- Boykotts ist es von probe ankommen zu lassen, längst vorhanden und deshalb auch zu können, und im konkreten Fall ist der Boykott das Mittel der größten Wichtigkeit, über den eigentlichen Ausgangspunkt den Leitern des Ringes" das Vorgehen der Böttcher sehr will dazu. Alles was Herr Rösicke also über die Nothwendigkeit, die Klarheit zu gewinnen. In dem in Nr. 39 des„ Sozialpolitischen kommen. Der Kampf gegen die Maifeier ist in den bürgerlichen Autorität in den Brauereien aufrecht zu erhalten, schreibt, hat Zentralblattes" erschienenen Artikel des Herrn Roesicke heißt es und Unternehmerkreisen von 1890 her noch sehr populär. Die mit dem eigentlichen Streitpunkt gar nichts zu thun. in dieser Beziehung:„ Es ist bekannt, daß der zwischen der Zurückweisung dieser sozialdemokratischen Forderung konnte von Was weiß nun Herr Rösicke zur Rechtfertigung für die Sozialdemokratie und den Brauereien entbrannte Streit mit der vornherein auf die unbedingte Zustimmung aller bürgerlichen Kreise Provokation der Berliner Arbeiterschaft anzuführen? Er theilt Aufforderung der hiesigen Böttchergesellen an ihre Arbeitgeber, rechnen und deshalb seßte der Ring bei diesem Punkte ein. uns mit, daß der Verein der Brauereien Berlins den Rixdorfer ihnen den 1. Mai freizugeben, seinen Anfang nahm." Die hier Deshalb auch der immer sich wiederholende Versuch, den Versammlungsbeschluß bezüglich seiner Wirkung auch für Berlin aufgestellte Behauptung ist durchaus unzutreffend. Der Streit Thatsachen entgegen, die Maifeier als den eigentlichen Streit als maßgebend erachtet habe, und daß die Brauereien einen der Berliner Sozialdemokratie mit dem Brauerring nahm punkt hinzustellen. Unterschied zwischen den Beschlüssen der Rixseinen Anfang nicht mit dem 1. Mai und der sich daran Fest steht aber, daß in den leitenden Kreisen der Berdorfer und der Berliner Arbeiterschaft nicht anschließenden Maßregelung der Böttchergesellen, sondern liner sozialdemokratischen Arbeiterschaft das Bestreben, die ma ch cn zu sollen glaubten." Hier giebt also Herr mit der am 16. Mai jeitens der vereinigten Brauereien vor- Streitfragen über Lohn- und Arbeitsbedingungen in den Rösicke direkt zu, daß die Brauereien den Streit wollten und und speziell genommenen Doppeldezimirnng der gesammten Brauereiarbeiter. Lebensmittel- Gewerben auch in den daß fie deshalb die friedliche Erklärung der Vertreter der Die Berliner Sozialdemokratie hatte sich in die Differenzen Brauereien, mit Hilfe des Boyfatts zum Austrag zn Berliner Arbeiter ignorirten. der Böttcher mit den Brauereien in keiner Weise eingemischt. bringen, in den letzten Jahren feine Unterstützung fand. Warum man sich seitens der Brauereien an die Berliner Nachdem der Kölner Parteitag beschlossen hatte, bei der gegen- Es liegen darüber ganz unzweideutige Aeußerungen der hervor Gewerkschaftskommission überhaupt gewendet hat, wenn man wärtigen Wirthschaftslage von dem Versuche der Durchführung ragendsten Führer wie des Zentralorgans der Partei des Vor doch nicht die Absicht hatte, deren Erklärungen in Betracht zu der allgemeinen Arbeitsruhe am 1. Mai abzusehen und es den wärts" vor. So schrieb der letztere noch in Nr. 108 vom ziehen, darüber äußert sich Herr Rösicke nicht. Man hatte wohl jenigen Arbeitern und Arbeiterorganisationen überließ, die ohne 12. Mai d. J. gerade aus Anlaß der Ausschließung resp. des eine weniger friedliche Antwort erwartet und sah nun den eigenen Schädigung der Arbeiterinteressen dazu im stande sind, neben Generalstreits der Böttcher: Wie wir bereits früher hervor: Kalkül gestört. Der Umstand, daß die gesammte ringfreundliche den anderen Kundgebungen den 1. Mai auch durch die gehoben haben, stehen wir nicht auf dem Standpunkt, daß es Presse die Antwort der Gewerkschaftskommission grundsäßlich Arbeitsruhe zu feiern"- bestand für die politische Partei Sache unserer Partei sei, wenn in bestimmten Gewerben 3wistig- tootgeschwiegen hat, darf wohl als Beweis dafür angeführt fein Grund, sich in die Angelegenheit einzumischen. Die feiten zwischen Unternehmern und Arbeitern ausbrechen, jedes werden, wie unbequem den Leitern des Ringes der friedliche Böttcher waren auf eigene Hand vorgegangen und die daraus Mal zu gunsten der Arbeiter durch den Boykott zu inter- Ton der Antwort war. erwachsenen Folgen mußten von ihnen selbst getragen werden. veniren." Den Brauereien konnte diese grundsätzliche Stellung- Wenn Herr Röfice weiter schreibt, die Brauereien seien der Daß in diesem Kampfe die Sympathien der flaffenbewußten nahme der leitenden Parteitreise nicht unbekannt sein. Anstatt Ansicht gewesen, daß ein Einfluß auf die Leitung des Nixdorfer Arbeiterschaft auf ihrer Seite standen und daß sie durch Samm- aber daraus die Lehre zu ziehen, nun auch ihrerseits den Bogen Gewerkschaftskartells möglich gewesen bezw. erreicht worden Iungen und durch Warnung vor Zuzug seitens der Arbeiterpresse nicht zu überspannen, provozirten sie durch die Maßnahme der wäre, wenn die Führer der Berliner Arbeiterschaft entschieden unterstützt wurden, ist richtig. Aber das sind Erscheinungen, die Doppeldezimirung vom 16. Mai die gesammte Arbeiterschaft und erklärt hätten, daß sie den Beschluß der Nixdorfer Versammlung bei jedem Streit zwischen Arbeiter und Unternehmerthum sich machten den Kampf auf der ganzen Linie zu einem unvermeid- nicht billigen, ihn auch nicht anerkennen", so vergißt er, daß ein einstellen, ohne daß es deshalb jemandem einfallen wird, von lichen. Mir sind die Gründe, welche die Brauer in ihrer Kampfes- Kadavergehorsam, wie ihn die im Ring vereinten Brauereien einem Streit zwischen der Sozialdemokratie und den betr. Unter- lust bestärkten, natürlich nicht bekannt, wenn aber darunter die vorausseßen, in den Reihen der Sozialdemokratie nicht nehmerkreisen" zu reden. Hoffnung auf eine tiefgehende Meinungsverschiedenheit über existirt. Meine Parteigenossen machen Anspruch auf selbstEs ist ja richtig, daß in der gesammten nichtsozialdemo- die Zulässigkeit des Boykotts in den Reihen meiner Partei, eine ständiges Handeln und ein Vorgehen der Berliner Führer fratischen Presse gang vereinzelte Ausnahmen abgerechnet Rolle spielte, so hat der bisherige Verlauf der Angelegen- gegen die Rixdorfer Parteigenossen war deshalb von vorne soweit sie sich über den Bierboykott bisher geäußert hat, die Dinge heit wohl gezeigt, daß dies ein Köhlerglaube war. So herein ausgeschlossen. Daß wir außerdem unser Verhalten so so dargestellt werden, als sei die Nichtgewährung der Arbeitsruhe sicher als es aus Anlaß des Böttcherstreits zu feinem all- einrichten, wie es uns paßt und uns um die Wünsche der Unter am 1. Mai an die Böttcher, feitens der Sozialdemokratie zum gemeinen Boykott gekommen wäre, so unausweichlich und nehmer nicht im Geringsten kümmern, sei, als selbstverständlich Anlaß der Boykotterklärung genommen worden. Diese Dar- selbstverständlich war derfelbe geworden, als die vereinigten nur nebenher bemerkt. stellung steht aber zu dem wirklichen Sachverhalt in schroffem Brauereien auf die friedliche Erklärung des Ausschusses des BerGegensatz. liner Gewerkschaftskartells mit der Entlassung von 20 pCt. am Streite gänzlich unbetheiligter Arbeiter antworteten. Als diese nach allem Vorausgegangenen in den Kreisen meiner Partei für unmöglich gehaltene Maßregel perfekt geworden war, da gab es unter Arbeitern und Führern nur mehr eine Meinung und die ging dahin, daß darauf mit dem Boykott geantwortet " Wie sehr dies der Fall, dafür finden sich in dem Artikel des Herrn Rösicke die Beweise. So heißt es dort: Biz hier her" d. h. bis zum 5. resp. 6. Mai- hatte sich weder die fozialdemokratische Partei noch die Arbeiterschaft im allgemeinen mit dem zwischen den Brauereien und den Böttchergesellen entstandenen Streit befaßt." werden müsse. Und auf Seite 463, erste Spalte, zweiter Absatz von Herr Rösice meint, durch die Einmischung der Partei in oben steht zu lesen:„ Hiermit" nachdem den Kampf sei derselbe zu einer Machtfrage geworden, die Brauereien ihre Drohung verwirklicht, ob die Arbeitgeber noch Herren in ihrem Betriebe bleiben oder 20 p& t. ihrer Arbeiter auf die Straße gesetzt hatten, und als sich dem Willen der Arbeiterschaft zu fügen haben." So stehen Antwort darauf die Boykottirung der sieben Brauereien pro- die Dinge wirklich nicht. Nicht eine Machtfrage, sondern am 16. Mai Sonntagsplauderet. zu einem Wirthe Vertrauen haben, bei ihm verkehren, wenn er mit eigenen Augen sieht, mit eigenen Ohren hört, daß jener nicht einmal das versteht, was für ihn das Wichtigste ist, sein Geschäft?" Die Geschichte, die ich hier erzählt, ist so einfach wie das Leben. Aber ich glaube, ich weiß es, daß sie nicht nur einmal passirt ist zu Berlin in den letzten Tagen und Wochen. Wenn Herr Nösicke konstatirt, daß die Brauereien bisher in ihrem passiven Widerstand nicht nachgelassen haben, so gilt das selbe in noch viel höherem Maße von der Arbeiterschaft. Es ist gar nicht einzusehen, was diese bestimmen könnte, von ihrem Borsay, tein bontottirtes Bier zu trinken, abzugehen. Es wird nicht möglich sein, auch nur einen Arbeiter aufzutreiben, der irgend welchen Schaden davon genommen hätte, daß er sich des Genusses von Boykottbier oder Ringbier enthalten hat. Dagegen zeugen die veröffentlichten Briefe der Herren Happoldt, ber Gambrinus- Brauerei und der versuchte Druck auf einzelne Industrielle, ihre Arbeiter zum Genuß des verpönten Bieres zu nöthigen, daß der Rückgang des Konsums von den Produzenten recht unbequem empfunden wird. So wird denn hingehorcht, und hergehorcht und kombinirt und gemuthmaßt, und es wird geschrieben nach rechts und geschrieben nach links und auf einmal ist man ein aktuelles Vor einigen Tagen betrat ein Arbeiter ein Lokal, das Blatt, und die Abonnenten laufen einem in's Haus, freimit seiner imitirten Holztäfelung und Holzdecke, seinen willig, wie die sündigen Seelen in des Teufels Rachen. schönen, in bunten Farben gehaltenen altdeutschen KernDer Arbeiter fümmert sich um alle diese Dinge nicht einen und Trinksprüchen einen gar nicht üblen Eindruck machte. Pfifferling; wird ihm aber die Sache gar zu blau, dann Der Durstige bestellte ein Glas Bier. Aber ehe er sich noch Ja, es kommt gar manchmal anders, als sich Unter- brumimt er etwas in sich hinein, aber nicht zu laut; denn niedergelassen, fragte er über die Bar hinüber, hinter welcher nehmerweisheit träumen läßt. Ab und zu schützt selbst der er weiß, mit dem Staatsanwalt ist nicht gut Kirschen essen, der Wirth, höflich wie ein Sachse, seine Verbeugung machte größte Geldsack vor einem Durchfall nicht. Herr Mohr in selbst dann nicht, wenn keine Cholera ist im Lande.. und eben die Hand auf den Zapfhahn legte: Was haben Altona hat's am eigenen Leibe erfahren müssen. Er wollte Herr von Below auf Saleste in Hinterpommern scheint Cie für Bier?" Der Freundliche zuckte zusammen, als justament in den Reichstag und wär's auf Krücken. Und kein Hofmann zu sein; er handelt wir bitten um Entschuldihätte ihm eine Wespe in die Nase gestochen, und murrte: er streute das Geld aus mit vollen Händen. Selbst Bis- gung mit Schweinen. Alljährlich schickt er gegen 500 Bayerisches!" Gerade nobel mard's Mundstück Nr. 1 und der Hamburger Plutokraten- dieser Vierfüßler auf den Berliner Markt. Was für Bayerisches?" Seelentrost, die„ Hamb. Nachr.", mußten zugeben: Noch mag diese Beschäftigung ja nicht sein, aber daß sie für einen Bayrisches, sag ich!" brüllte es hinter dem Schant- nie, so lange das Deutsche Reich zweiter Prägung steht, und es Agrarier gesund sei, wird dech wohl niemand bestreiten; tisch. Und wem das nicht paßt, der soll es stehen einen Reichstag giebt, hat ein Kandidat so viel draufgehen der Erlös aus den 500 Fettschweinen reicht gerade aus als laffen!" lassen als der Margarinefabrikant in Altona. Der Mohr Betriebsfonds für eine große Fideikommißherrschaft. TrozzDer Arbeiter sah eine Sekunde lang in das puterrothe hat also seine Schuldigkeit und noch mehr gethan, aber er dem kennt man auch in Saleske den Nothstand. Und so Gesicht des Galligen, drehte sich dann auf den Hacken und ist trotzdem gegangen worden wie jener in" Fiesto". Gestern möchte denn Herr von Below seine Steuern und Abgaben verließ mit einem" Guten Tag!" die Halle des wunder- vor acht Tagen wurden im Wahlkreise Pinneberg die Loose statt mit Geld am liebsten mit Roggen und Hafer bezahlen. milden Wirthes. In demselben Augenblick legte im Hinter geworfen, und siehe, Herr Mohr ward zu leicht befunden; Folgt nämlich der Staat seiner Erleuchtetheit dem Grafen grund des Lokals ein behäbiger Gast einen blanten Nickel 13 814 Männer erklärten:" Was, den in den Reichstag Kanig, dann muß er so wie so mit Getreide handeln; auf die Tischplatte und leerte sein Weißbierglas. Gilfertig schicken? Nich in de Hand". Und sie nahmen ihre Hand- und ob nun zu dem fremden Getreide das bischen junkersche kam der Wirth heran. Was, Sie wollen heute schon schrift und schrieben von Elm auf ihren Stimmzettel. Am Steuergetreide hinzukommt oder nicht, das verschlägt doch gehen?... Hat Sie jemand beleidigt?" Abend des Wahltages mag Herr Mohr wohl zu den nichts, das kann ja alles recht schön in einem Aufwaschen eilenden Wolfen emporgeblickt und geseufzt haben: Wenn geschehen. Der Staat bestimmt einen sehr hohen, festen Ihr den Fränkel oder Kreitling schaut, sagt ich laß sie Getreidepreis und nimmt für diesen Preis den Junkern ihren Roggen und Hafer ab- haben die Herren noch grüßen." Das ist eine Frage für sich." Der Behäbige erhob Fast mehr noch als der Fall Rösicke u. Ko. interessirt weiter Schmerzen? Und jetzt, o Muse, überschütte mich mit der Fülle sich und fuhr fort: Ich dürfte Sie in der nächsten Zeit ben Berliner Stabsphilister augenblicklich der Fall Kotze. wohl taum so leicht wiedersehen. Darum möchte ich Ihnen Ihm, der sich einen Herrscher nur mit Szepter und Kron' deiner Gnaden, damit ich anstimmen, singen und sagen einen Rath geben. Ich kenne Sie nun schon einige Jahre, und Reichsapfel vorstellen kann und gewohnt ist, wo möglich kann das Lied vom braven, vom kreuzbraven Mann! Das ich weiß, daß Sie, wie so mancher Berliner Wirth, in dem vor jedem geheimen Hof- Küchenjungen den Hut zu lüften, Berliner Tageblatt" hat eine ihm angebotene PreßSoviel wenigstens tleinen Lokal in der innern Stadt mit Nichts oder so gut will es nicht in den Kopf, daß es auch in der sogenannten betheiligung rundweg abgelehnt. Gegen Geld und gute wie mit Nichts angefangen haben. Ich weiß auch, daß, als Hofgesellschaft so etwas wie einen Kampf ums Dasem giebt, daß hat es selbst eingestanden. sollte es die Aktien einer portugiesisch Sie herauszogen, eine Brauerei, eine ganz bestimmte auch hier verschiedene Koterien und Kliquen einander bekämpfen Worte ,, Massamedes- Aktien" Brauerei, deren Bier jetzt geboykottet ist, Ihnen die ganze aufs giftigste und mit allen Mitteln. Was sollte denn aus afrikanischen Kolonialgesellschaft Einrichtung beschaffte. Sie hängen also von der Brauerei seinen Jocalen werden, wenn selbst ein Hof- Zeremonien- heißen die Dinger empfehlen, aber es roch rechtzeitig ab; jeder Verständige wird Ihnen zugeben, daß meister nicht mehr sicher sei vor Verhaftung und Ein- den Braten und sagte tapfer:" Nee!" Es wird wohl jeder das Freimachen nicht so im Handumdrehen geht. lochung? Und wenn der Philister ins Bittern kommt, wird einsehen, daß solch eine Uneigenuüßigkeit auch ihre Bes Aber das entschuldigt noch immer nicht ein Bor- er rabiat und sagt: Ja, das sieht ja bald so aus, wie im lohnung finden muß; und deshalb schreien wir:„ Herr gehen, wie e3 Ihnen vorhin beliebte. Wenn alten Frankreich, als die Bastille noch stand und gewisse Barnay, leihen Sie uns für einige Minuten den goldenen Sie dem Mann kurz die Gründe angegeben hätten, weshalb kleine Briefchen eine gar große Rolle spielten. Und das Lorbeerkranz, den Ihnen Ihre bisherigen Untergebenen für Sie noch immer Böhmisches" führen müssen, wenn Sie bischen Ueberlegung, das er noch hat, das Ber- ihre grandiosen Leistungen in der gut bürgerlichen Grund und Boden theatralischen Kochkunst verehrt, wir möchten einmal sehen, etwa gefagt hätten:" Das Bayerische läuft schon etwas nichten ihm seine Blätter in Es geht etwas vor, weiß nur nicht wie die Stirnen in der Jerusalemerstraße zu Apollos lang, aber eine gute Weiße hab' ich," glauben Sie, daß hinein. Ihnen das etwas geschadet hätte?... Wie soll Jemand was; so viel wissen Alle, aber mehr, nicht die Bohne. Suppengemüse passen." " Mich nicht. Aber dem Arbeiter vorhin ist es wider fahren." " " Nanu?! Sie auch Sozialdemokrat? Sie?" " " 19 = Daß der Versuch, über die Arbeiter Versammlungen| furrens auch nicht mehr los werden können, selbst wenn der| Naunyn 12. Ist nicht vorhanden; bitte eventuell zu die Lokalsperre zu verhängen, ein blinder Echuß war, zeigt die Bontott über kurz oder lang fein Ende erreicht. wiederholen. Lokalliste des Vorwärts". Mehr als 50 Säle stehen den Ar- Das sind nun freilich Dinge, über die wir uns den Kopf Stralfunder. 1. Und noch nicht bekannt. 2. Das Mädchen beitern zu Versammlungen und Festen in Berlin zur Verfügung, nicht zu zerbrechen brauchen. Halten die vereinigten Brauereien soll ausdrücklich beantragen, auch die ihr erwachsenen Ausdarunter die größten und schönsten Lokale, die die Reichshaupt- es in ihrem Interesse gelegen, dauernd mit einer jo großen Ron- lagen der Staatstaffe aufzuerlegen. 3. Das bedeutet: wegen stadt überhaupt aufzuweisen hat. Was mit dem vollständig miß- sumentenschaar, wie es die sozialdemokratische Arbeiterschaft in geringer Rörperfehler zur Erfahreserve gefchrieben. Tungenen Versuche der Saalsperre erreicht ist, ist eine Steigerung und um Berlin ist, in Feindschaft zu leben, so mögen sie weiter: W. 500. Gehen Sie zum Termin und suchen Sie eine der Erbitterung in den Arbeiterreihen. Wie weit die von Herrn hin in ihrem paffiven Widerstande" verbleiben. Schließlich Einigung herbeizuführen. Verpflichtet, Theilzahlungen zu Rösicke erwähnten Sympathien der gewerblichen Kreise und des schläft jeder wie er sich bettet, und was fümmert es die Ar bewilligen, ist der Gläubiger nicht. Bürgerthums" den Brauereien von praktischem Nußen sind, ver- beiter, wenn die Brauereidividenden im nächsten Jahre kleiner Bergemann. Schriftliche Antwort zu ertheilen, müssen mag ich nicht zu beurtheilen. Die deutsche Arbeiterschaft weiß, ausfallen? wir ablehnen. Die Klage selbst erscheint wenig aussichtsvoll, daß bei ihren Kämpfen die Sympathien der gewerblichen Kreise Berlin. J. Auer. weil eine Auflassung unterblieben ist. Sch. scheint aber aus dem und des Bürgerthums" stets und unter allen Umständen auf Kaufvertrag haftbar gemacht werden zu tönnen. Sprechen Sie Seite des Unternehmerthums stehen, und sie hat nicht erwartet, eventuell nach Dienstag zwischen 12 und 1 Uhr vor. daß dies in dem gegebenen Falle anders sein werde. Müssen die Arbeiter aber auch auf die Sympathien des Bürgerthums verzichten, die opferbereite Unterstützung ihrer Klassengenossen ist ihnen dafür um so sicherer. Und der sprechende Beweis für das Borhandensein dieser Sympathien sind die wohlgefüllten Unter stügungskassen der Böttcher und Brauerei- Arbeiter. Briefkaffen der Redaktion. wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Bahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. A. G. Ein Gesez, nach dem der Erzeuger nur für das erste von ihm erzeugte Kind der später wiederum durch ihn zur Mutter Gemachten hafte, existirt nirgends in Deutschland. R. H. 1221. Ginen Unterstützungs- Wohnsiz erwirbt Jemand O. 3. Wenn Sie das Buch nicht bestellt haben, so haben in der Gemeinde, in der er sich zwei Jahre lang, ohne Unter- Sie auch nicht dafür zu haften. Einen der bekannten Bestellftübungen zu erhalten, aufgehalten hat. Empfängt er Unter- zettel auf das neue Heilverfahren", Brockhaus oder Meyer's Es bleibt also für Herrn Rösice nur ein Trost, daß der fügungen von der Gemeinde, so bleibt der vorige Unterstüßungs- Ronversations- Leriton unterschreiben, heißt sich zur Geldver Bund, den selbst der Himmel mit den Arbeitern gefchloffen zu Wohnfiß. Friedrichshagen haftet nicht. schwendung verpflichten. Werfen Sie solch aufdringliche haben scheint, indem: das ungünstige Wetter die Maßregeln der M. 52. Für Ihren Fall trifft wohl§ 183 a der Gewerbe- Schwäger raus. Sozialdemokratie sehr begünstigt hat", einen Niß bekommt und ordnung zu. Danach kann das Dienstverhältniß der am Gewerbe- F. D. 29. Die Ehe ist verboten: 1. zwischen Verwandten das Barometer steigt. Aber auch für diesen Fall ist vorgesorgt. unternehmen gegen feste Bezüge beschäftigten Personen, welche in auf und abfteigender Linie; 2. zwischen voll und halbe Der in den ersten Wochen des Boykotts vorhandene Biermangel nicht lediglich vorübergehend mit der Leitung oder Beaufsichtigung bürtigen Geschwistern; 3. zwischen Stiefeltern und Stieffindern, ift längst behoben und die vor einigen Tagen in brohende des Betriebes oder einer Abtheilung desselben beauftragt oder mit Schwiegereltern und Schwiegertindern; 4. zwischen Personen, Aussicht gestellte Brauervereinigung des norddeutschen Brau- höheren technischen Dienstleistungen betraut sind, wenn nicht deren eine die andere adoptirt hat, so lange das Adoptions. gebietes, durch welche man allen Boykottgelüften den etwas Anderes verabredet ist, von jedem Theil mit Ablauf des verhältniß dauert; 5. zwischen einem wegen Ehebruchs Ge Garaus zu machen drohte, hat sich als hohle Blafe erwiesen. Kalender Bierteljahres nach 6 Wochen vorher erklärter Auf- fchiedenen und seinen Mitschuldigen. Jedoch ist im letzten Fall Herr Rösicke und feine großkapitalistischen Ringgenoffen tündigung aufgehoben werden. Unter diese Bestimmung fallen Dispens zulässig. Onkel und Nichte, Zante und Neffe dürfen haben sich seit Jahren gegenüber ihren Provinzkollegen als so im Augemeinen 3. B. Wertmeister, Betriebsbeamten, Maschinen- einander heirathen. übermächtige Konkurrenten erwiesen, daß diese die jetzt gebotene techniker, Bautechniker, Chemiter, Zeichner t. f. w. 2. Gine A. W. Wer als Vermiether Sachen einbehält, muß die Gelegenheit mit Vergnügen ergreifen, um einmal Gleiches mit geschiedene Frau kann, wenn sie für den schuldigen Theil erklärt felben auch aufbewahren. Verkaufen darf er sie erst, wenn er Gleichem zu vergelten. ift, gezwungen werden, den Namen des Mannes abzulegen. Die Schulb ausgeklagt und die Sachen hat pfänden lassen. Sonst fann sie ihn nach der zutreffenden Ansicht weiter führen, Werthlofes Beug einzubehalten hätten Sie unterlassen sollen. aber nicht gezwungen werden ihn weiter zu führen, Die neue Wohnung müssen Sie erkunden, wenn Sie flagen wollen. Die Hoffnung auf einen Umschwung der Witterung" wird fich erfüllen, aber die erwartete Steigerung des Bierkonsums wird er nicht bringen. Mit jedem Tage wo der Boykott länger anhält, regelt fich die Einfuhr des auswärtigen Bieres besser und die Folge wird nur sein, daß die hiesigen Brauer diese KonRoh- Tabak!! Empfehle mein reichsortirtes Lager u. offerire: Sumatra à 1,25., 1,40 m., 1,50 M., 1,75 M.,( 2,00 M., deckt mit 2 Pfd., schneeweißer Brand) 2,50 M. bis 5,00 M., sowie sämmtliche in und ausländische Rohtabake zu den billigsten Preisen. W. Lindenstädt, 179. Brunnenstr. 179.[ 58L* 48. Landsbergerftr. 48. Kinderwagen- Bazar Max Brinner Jerufalemerstr. 42, part. und 1. Stage, und Brunnenstr. 6. ( Großart. Auswahl Kinderwagen, Puppenwagen, Kindersportwagen billigst. Theilzahlung gestattet. Ausverkauf zurückgesetter Muster. Stempel! Vereins- Abzeichen. H.GUTTMANN Stempel-, *( Schablonen-, SchilderFabrik .9. Berlin N., Brunnenstr. * Stempel! Gravirung von Inschriften etc. Jeder Naturfreund abanniere auf die reich illustrierte Zeitschrift Natur und Haus Monatlich 2 Hefte. Vierteljährlich 1 M. 50 PL Probehefte gratis und franko vom Verlag von„ Natur und Haus Berlin SW. 46. Feste Preise. A. 2. Nach dem Landrecht ist wegen Wetten nur dann eine Klage zulässig, wenn die Wette sogleich baar gefeßt und entweder gerichtlich oder bei einem Dritten niedergelegt ift. P. M. 3. Klagen Sie beim Gewerbegericht, wenn an dem Ort, wo Sie in Arbeit standen, sich ein solches befindet. Reste! Reste Es werden Reste Reffe aller Art aus der Manufaktur, Seiden- und Leinenwaarenbrauche sehr billigen Preisen zum Reste Bertauf gebracht. Reste Reste! Kleider- und Seidenstoffe. Kattune, Crepons, Mousseline. Bettzeug, Parchend, Futterstoffe, Schürzenstoffe, Gardinen. Reste enorm billig. Reste Aufmerksame Bedienung. ne Mandowsky& Cie. Grösstes Spezial- Reste- Geschäft Erste Etage. Rosenthalerftr. 53, Ecke Weinmeisterfstraße. Erste Etage. en Elegante HerrenAnzüge. Elegante Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß, Paletots. empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Breisen 4894L J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Edre der Stettinerstraße. Ich habe keine Filialen und sehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten.de Teppiche, Portièren, Gardinen u. Tischdecken in unübertroffener Auswahl, garantirt fehlerlose Waare, zu erstaunlich billigen Preisen! Auslage von Neuheiten in Kleiderstoffen. Reichhaltige Sortimente im neuesten Geschmack, doppeltbreit, Meter von 60 Pf. an bis zu den hochfeinsten Qualitäten. Berühmte Spezialität der Firma: Die schönsten Kinderkleider für Mädchen jeden Alters in Peluche, Wolle, Barchent etc. Grösste Answahl in Tauf- und Jahr- Kleidchen, Trag- und Laufmänteln. Eigene Fabrikation im Hause. Jedes Kleid zum Verlängern, Stoffzugabe gratis. Fertige Morgenröcke, Blousen, Costüme u. Costümröcke. Unterräcke und Schürzen in reizenden Dessins und größter Auswahl vorräthig! Großes Lager von Herren-, Damen- und Kinderwäsche( Leib-, Bett- und Tischwäsche). Saubere Arbeit, billige Preise! Gardinen- Reste, für ein, zwei oder mehr Fenster passend, äusserst wohlfeil! Reste und einzelne Roben spottbillig! Geschäftshaus S. Heine, Borbtive 14. Chausseestr. BERLIN N. Chausseestr. 14. bietet jeber Konkurrenz durch eigene Zum Arbeiterfreund, 201 Oranienstraße 201, Siegfried Bornstein, Herren- und Knaben- Garderoben, Fabrikation und nur guten, wollewen Stoffen, befte Verarbeitung, fiets Neuheiten, die Spize. Man überzeuge fich von der anerkannten Reelität. Jacket- Anzüge von 10 M. an, Back Anzüge van 15 M., Burschen- und Ainder- Anzüge von 2 M. Paletots, riesige Auswahl, von 8 i. an. Nur gute, reclle Waare, feine Uebervortheilung. Mashfachen in 24 Stunden, garantirt gut sibend ohne Preisaufschlag. Gegründet 1891. Berlin. Baer Sohn Meinen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß während meiner viermonatlichen Erholungsreise meine Buchdruckerei ununterbrochen 5883L* omdubldning weiter fortgeführt wird. 24a. Chausseestrasse 24a. 11. Brückenstrasse Il. 16. Grosse Frankfurterstrasse 16. Jarov 0 Billigster Verkauf που ροϊκούς zu streng festen, in Zahlen gezeichneten Preisen. MC Ladelloſe 60081* Tadellose Maaß- Anfertigung unter Leitung eigener erster Meister. U. minnie mou HERREN-u. KNABEN Bekleidung. Für die Reise. 3921 Fertige Kleider zu fehr billigen Preisen. Fertiges Kleid aus sehr halt. barem Wollstoff in modernen Farben 15, 20, 25 Mt. Fertiges Kleid aus reinwollenem Stoff in vielen neuen Farben, glatt und in schönen Melangen, 25, 27, 30 Mt. Schwarze Kleider 25, 30, 35 M. Schwarze leidene Kleider 40 Tound 50 Mt. Fertig. Kleid aus Woll- Mousse line, waschecht, 20, 25, 30 mt. Morgenräcke in schönen Wasch ftoffen, ftets großer Lager- Borrath in allen Weiten, 3, 4, 6 M. Bloufen, größte Auswahl, neueste Façons, 2,50, 3, 3,50 m. Fertiges Blousenkleid in neuen schönen Waschstoffen, beliebteste Neuheit. in gr. Auswahl, jetzt 5,50 Mk. Staubmantel, 1.6. 8, 10, 12 M. Reisemäntel, Costume- Röcke neue ap. Façons, 10, 15 u. 20 Mt. schwarz u. farbig, 10, 12, 15 Mt. Loden- Costumes ( Rock und Jaquet) in größter Auswahl, auch in großen Weiten stets vorräthig 18, 20, 25 Mt. Sielmann& Rosenberg Kommandantenstrasse Ecke Lindenstrasse. Eine alte deutsche Feuer- Vers. Gesellschaft sucht für Berlin u. die Provinz thätige Haupt- u. Spezial- Agenten. Hohe fortlaufende Bezüge event. auch festes Gehalt werden zugefichert. Offerten unter 0. P. 2 nimmt die Expedition entgegen. 219L* H. Richter, Optifer, Berlin, C. Spittelmarkt,( Wallstr. 1) und Weinbergsweg 15b, nahe am Rosenthaler Thor. Anerkannt befte und billigste Be zugsquelle aller optischen Artikel, 50% Rathenower Alumingold- Brillen und 29 Pincenez, " " " garant. nie schwarz werd. M. 2,50 Nickelbrillen u. Pincenez 1,50 do. allerfeinste Qualität 2, Rathenower Stahlbrillen 1, Alles mit den besten Rathero wer Krystallgläsern I. Qual. versehen. Operngläser, rein achromat. M. 6. Neu! Richter's Opern- u. Reiseglas Excelsior inkl. Leberetui u. Riemen M. 12, übertrifft alles bisher Gebotene. Prompter Berfandt nach außer halb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. Genauefie Fachkenntniß. Eigene Werkstatt. 8545L Bitte genau auf Straße und Nummer zu achten, um sich vor werthlosen adjahmungen und Täuschung zu schüßen. Sonntags v. 8-10,12-2 geöffnet. bod anterricht nur fur canen. 160 Gegründet 1891. Berlin. Hulda Thieme Wissenschaftliche Zuschneidekunst bisher Inhaberin der Firma Profpekte gratis u. franco. ehr- Institut für wissenschaftliche Zuschneidekunst Henry Sherman lebrt ohne Freibandzeichnen in fur zer Zeit feine nen verbesserte Me thode. Dafnehmen ohne Upparate. Theoretisch 20 Dark einschließlich fünftbeiliger Lebemittel, gefeßlich gefchußt. Reine Reben- Ausgaben. Tag lich Aufnahme Rabcurfus 30 Mart. Hauptbureau: 40 Berlin W. Leipzigerstr. 40 3weig- Lebr.3nßitute: im In- u. Ruslande. Lehrerinnen gefuct. Specialitat: Sonumrrage Schnelle, Staligerstr. 132. M. Schrinner, Buddruckerei, Brunnenstraße 164. mailo Kleiderstoffe, Wollmousseline, Madapolan, Waschstoffe, Hemdentuche, Leinen, Bettzeuge, Gardinen, Barchende, Schürzen stoffe etc. u ganz außergewöhnlich billigen. feßten Preisen. Reste U a abusdA H. Marcus, Reinickendorfer Strasse 7a. Total- Ausverkauf! nha Wegen Geschäftsauflösung Meine folossalen Borräthe, bestehend in Damenkleiderstoffen aller Art ans eigener Fabrik werden zu enorm billigen Preisen ausverkauft. 224L* Außerdem empfehle mein reichfortirtes Lager in Seidenstoffen für Roben und Befäße, Sammete, Plüsche, Moiree, Satins, Cattune und Unterrockstoffe, sowie Teppiche, Gardinen, Portièren, Möbel- und Läuferstoffe, Tisch, Schlaf- und Bettdecken. Wäsche, Corsets, Blousen, Unterröde, Schürzen und Tücher. Gleichzeitig fielle die noch vorhandene Damentonfettion, bestehend in Regenmänteln und Jadets, für die Hälfte des Werthes zum Verkauf. Mechanische Weberei F. M. Merkel, Charlottenburg, Berlinerstr. 126. Streng feste Preise. Koulante Bedienung. Altenberg's Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.- Auft., NeueJakobstr.17, Brunnenstr. 162, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36, Potsdamerstr. No. 57/58, Alte Schönhauserstr. 2, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spizen, Garb., Möbelft. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdec. gef. 1,25 m. p. Stück. Herren- Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen, billigst. Neu! Glangentfernung von blantgetragenen Rammgarn- Garderoben Von 8 Mart. 5 M. an Billighter Detailverkauf für deutsche u. engl. riferne Bettstellen u. Matraken, Fabrit mit Dampfbetrieb. nickerstr. 127, of pt. E. Sass. Detailvertauf nur köpeIllustr. Preiskourant gratis und franko. Sonntags geöffnet. Staare 1,25. 2. B. Günzel, Spezialität: Porträts ber sozialistischen Führer Laffalle Lothringerstrasse 53, vis- à- vis der Pferdebahn- Wartehalle In Roh- fixaq? Tabaken und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Neue Friedrich- Strasse 9. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung! nach Uebereinkunft! Ein Jeder mache den Versuch. und Marg in Cigarrenspitzen, Pfeifen, Brochen, Nadeln, Knöpfen, Stöcken, Büsten, Bildern u.dgl. en gros, en détail.( Man verlange den Preistourant.)[* Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, es lager Berlins. Kinderwagen, her gratis. Theilzahlung ge1. Gesch: Andreasstr. 23, S. pt., gegenüb. Andreaspl 2. Gefch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain Musterstattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. Rohtabak Ernst Förster, Emil Tiersch, Berlin NO., Kaiserstr. 30. Uhrmacher, Brunnenstr. 18, Greifenbagen) Be ( neben Grosses Lager aller Arten Uhren, Goldwaaren und Ketten zu folioen Preisen. Reparaturen unter Garantie! 5450L* schmerzlos eingefeßt, fessigend. Reparaturen sofort. Weniger Künstl. Zähne Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 18. Frudit- Säffe Simbeer-, Kirsch, Johannisbeersaft, vorzüglich, Literflasche 1,80 tk. Eugen Neumann& Co., 7819 6a Belle- Allianceplay 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Dranienftr.8. Schonet Eure Wäsche mit goku odstopil sosto 2 Karol Weil's Seifenextract 00000 die boste trockene Seife in Pulverform nehmet nichts anderes als graue Packete mit Marke Waschfass. 1-88 anto Spezialität Ringe! Spezialität: Ringe. M T 08 .nica. Daz der Neuzeit entsprechend eingerichtete, seit 16 Jahren bestehende große Uhren- u. Goldwaaren- Lager bolt Max Busse 1109 Brunnenstr. 175, vali empfiehlt neben der Invalidenstrasse Pierdebahn- Haltestelle Uhren jeden Genres, Broches, Ohrringe, Arm bänder, Halsketten, Medaillons, Herze, Shlipsnadeln, Stulpenknöpfe c. in massiv Gold, Silber, Doublégold, Granaten und Gorallen. Gr. Auswahl in Ringen. Massiv goldene Ketten, gefeßlich gestempelt, nach Gewicht bei niedrigster Façonberechnung. Echte Brillanten, Türkisen, sowie Edelsteine aller Art Brautkränze in Silber u. Alfénide. Rheinkiesel u. Simili's. Tafelgeräthe, Bowlen, Bestecks. Die geschmackvollsten Muster sind stets am Lager. Der be deutende Umsatz ermöglicht den Verkauf zu Fabrikpreisen. Eigene Fabrikation. Gr. Werkstatt für Reparaturen. Max Busse Uhrmacher und Juwelier. Brunneustraße 175 neben der Invalidenstraße. Pferdebahn Haltestelle. Ethische Gesellschaft. Orts- Krankenkasse der Sonntag, 1. Juli, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Handschuhmacher und verw. Kommandantenstr. 20: Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. med. Alfred Bernstein über: layout Wesen des Sozialismus". Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Achtung! Töpfer. Der Vorstand. Gewerbe zu Berlin. Bekanntmachung. erste Nachtrag des Statuts Fagverein der in der Lederwaaren- Industrie besch. Arbeiter Berlins und Umgegend. Vereins- Versammlung am Montag, 2. Juli, Ab. 9 Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Oranienstr. 180. Zages Drdnung: D 1. Berathung über das Vertrauensmänner- System. 2. Vereinsangelegen Das tree as 14 und 17, heiten, Werkstatt- Reform. 3. Verschiedenes( Fragekaſten). 4. Ausnahme neuer Mitglieder. Avis! Der wie selbige von der Generalversammunentgeltliche Arbeitsnachweis befindet sich bei 98/8 lung vom 22. April d. J. beschlossen marcintowsky, Luckauerstr. 6. Achtung! Mittwoch, den 4. Juli, Abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Joël, Andreas- Strasse No. 21: Deffentliche Versammlung aller Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Wie ist ein einheitliches Zusammenarbeiten aller Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend anzubahnen? 2. Bericht der Delegirten der ersucht Der Vertrauensmann: Gustav Melzer, Friedrichsfelderstr. 26. wurde, ist seitens des Bezirksausschusses am 6. Juni d. J. genehmigt worden und tritt mit dem Tage der Veröffentlichung gemäß§ 64 des Statuts in Kraft. Den versicherungspflichtigen Mite § Maler. 204/11 Der Vorstand. sliebern wird nach 365 ber Nachtrag Außerordentliche General- Verfammlung der Filiale I( Süd) zugestellt; für freiwillige Mitglieder ist derselbe im Kaffenlokal während den Dienststunden zu haben. Berlin, den 1. Juli 1894. Der Vorstand. 1581b 1. Vortrag des Genossen Faber. 2. Diskussion. 3. Vierteljahresbericht. Berthold Hollubarsch, Vorf., 4. Filialangelegenheiten. Fehrbellinerstr. 50, 4 Tr. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Dienstag, den 3. Juli, Abends 81/2 Uhr, im Lofal von Stramm, Ritterstr. 123. Tages- Ordnung: Verlag von Gewerkschaftskommission. 3. Berschiedenes. Um zahlreiche Betheiligung. Scham, Nürnberg: Da zu Punkt 1 der Tagesordnung zwecks Anbahnung eines einheitlichen Zusammenarbeitens, es fich unbedingt nothwendig macht, daß jeder Kollege am Plate ist, so werden auch die Anhänger der zentralen Richtung ersucht, vollzählig zu erscheinen. 90/9 Der Vertrauensmann: Wilhelm Hesse. Schneider und Schneiderinnen! Am Montag, den 2. Juli 1894, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Joël, Andreasstraße Nr. 21: Reise- Handbuch für wandernde Arbeiter. Mit drei Karten. ca. 2000 Reisetouren: Preis geb. 1,50 M. Vorräthig i. d. Buchhdlg. d.„ Vorwärts". Achtung, Glaser! 12336* Der Glaser- Verkehr befindet sich im Lokal von D. Kleinau, Blumenstraße 52a. Die Kollegen. Zum elektrischen Funken. Große öffentliche Versammlung Weiß u. Biriſch- Bier- Lokal Tages Ordnung: Carl Trittelvitz, 1. Unter welchen Voraussetzungen ist ein erfolgreiches Borgehen in der Falckenstein- Straße Nr. 7. Ronfektionsbranche denkbar? Referent Rollege Timm. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zu dieser hochwichtigen Tagesordnung sind alle Schneider und Schneiderinnen der Herren, Damen- und Knabenkonfektion, Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper u. f. w. besonders eingeladen. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. D 399/18 Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Empfehle meine schönen Vereinszimmer, noch einige Tage frei. 349L* Empfehle allen Freunden und Genossen des Südostens meinen reichh. Frühstück, Mittag: u. Abendtisch *) zu fleinen Preisen. MariannenVerein der Plätterinnen u. verw. Berufsg. Franz Gittler, age 48. Versammlung Empfehle den Genossen den Besuch meiner Schankwirthschaft. Reelle am Dienstag, den 3. Juli 1894, Abends 8 Uhr, in Haberecht's Fenfäle, Speisen, gute Getränke. Vereinszimmer Große Frankfurterstr. 30. für ca. 100 Personen. Tages Ordnung: 561* Swinemünder1. Bortrag. 2. Distuffion. 3. Bierteljahresbericht. 4. Abrechnung vom Edmund Reuter, wine ad Stiftungsfest. 5. Verschiedenes. 196/6 Zu dieser Veisammlung ist jede Plätterin Berlins verpflichtet zu erscheinen und geschieht die Ausnahme neuer Mitglieder, sowie werden Beiträge entgegengenommen. Gäste willkommen. Gleichzeitig macht der Vorstand auf das vom Verein arrangirte 3. Sommerfest aufmerksam, dasselbe findet am 22. Juli im ,, Elysium", Landsberger Allee, statt und nicht am 21. Juli bei Haase, Große Frankfurterstr. 117. Billets hierzu sind bei sämmtlichen Mitgliedern sowie bei Frau Schulz, Saarbrückerstr. 30, Hof lints 4 Tr., zu haben. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlungen: 1 Montag, den 2. Juli, Abends 8½½ Uhr: e Norden bei Kelle, Schönhauser- Allee 28. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 45/11 Osten in den Konkordia- Fettsälen, Andreasstr. 64. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Seiler. 2. Diskussion. 3. Verbands- und Werkstattangelegenheiten.( Hierzu sind die Kollegen der Werkstatt von Hammer, Fruchtstr. 64, besonders eingeladen.) Zahlreiches Erscheinen unbedingt nothwendig. Nichtmitglieder haben Die Ortsverwaltung.. Zutritt. Straße 45. Auch sind Töpfersteine zu haben. Fortuna- Säle Straußberger- Straße 3. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Jm fleinen Saal: Spezialität.- Vorstellung. Jeden Donnerstag: Grosse Gesellschaftsstunde. Empfehle meine Säle zu PrivatFestlichkeiten u. Versammlungen; auch sind einige schöne Vereinszimmer zu haben. 5731L* Für Genossen Vereinszimmer auch für kleinere Versammlungen zu vergeben. J. Engel, Zimmerstr. 89. Vereinszimmer, 20-50 Personen, noch zu haben. Gr. Frankfurterstr. 133. Arbeiter, Parteigenossen! In meinem Lokal schänke ich kein Ring bier und ersuche deshalb um geneigten Zu spruch(/ 2 Lit. 10 Bf., 1/4 Lit. 5 P.) 1557b] Johann Bunt, Müllerstr. 25 Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Solzplägen Treptow. Mönch's beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands ( Filiale Berlin 1). Mitglieder- Versammlung am Montag, den 2. Juli, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstrasse No. 26. Tagesordnung: 3. Gewerkschaftliches und Fragekasten 438/15 KlosterRestaurant Brauerei- Ausschank 4/10 15 Pr. Gute bill. Küche, verdeckte Kegelbahnen, Billard, Kaffeeküche. 442/19 Der Vorstand. Grosses Sängerfest des Arbeiter- Sängerbundes Berlins und Umgegend NF am Sonntag, den 8. Juli in Schmargendorf Schüßenhaus Sanssouci Festwiese an der Ruhlaer Strasse. 211 Gesangvereine. Massengesänge. 3 Musikkapellen. Die Musik wird von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins u. Umgegend ausgeführt. Direktion die Herren Grass, Loppe und Schonert. Von Nachmittags 4 Uhr ab: 1 Tanz. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets à 20 Pf. E Ausschank: Münchener Brauhaus. Anfang des Concerts früh 8 Uhr, der GesangsAufführungen Nachmittags 3 Uhr. Zu diesem diesjährigen Sängerfest ladet der Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend alle Genossen, Freunde und Gönner hiermit freundlichst ein. ut 107/16 Fahrverbindung: Stadt- und Ringbahn 10 Minuten- Verkehr. Vom Nollendorfplatz und Bahnhof Schmargendorf ab Dampfbahn bis zur Festwiese viertelstündlich. Wannsee- Bahn( Potsdamer Bahnhof) bis Steglitz, von da angenehmer Fußweg. Ebenfalls werden Fuhrwerke, Kremser 2c, genügend zur Verfügung stehen. Verein deutscher Schuhmacher. Filiale Berlin. Sonntag, den 1. Juli 1894: 4. Stiftungs- Fest in Nagel's Sommer- Theater, Schwedterstraße 23. Großes Vereinszimmer Tilſiterstr. 82. Konzert, Theater und Sommernachts- Ball. Restaurant Fürst Wolfgang", Festrede, gehalten von Herrn Pfannkuch. Anfang 42 Uhr. 1. Vortrag des Genoffen P. Jahn. 2. Abrechnung vom 2. Quartal 94. Lichtenberg, a. d. Landsberger Chaussee. Bei eintretender Dunkelheit Fackelpolonaise. Jedes Kind erhält eine Der Vorstand. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 2. Juli 1894, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Kombinirte Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Fortsetzung der Statutenberathung und Anträge zur General- VersammLung. Bereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. -Rein Ringbier. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Achtung! Rixdorf. Achtung! Oeffentliche Versammlung 465/13 der Holzarbeiter Nixdorfs und Umgegend am Montag, den 2. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokale der Wwe. Appolt, nesebeckstraße. Tages Ordnung: S 45/12 1. Vortrag des Kollegen Stabernack( Berlin) über: Die Ursache der heutigen Arbeitslosigkeit und deren Folgen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen der Laborenz'schen Fabrik besonders eingeladen. Der Einberufer. Für Vereine und Versammlungen bestens empfohlen. 1515b H. Asche. Restaur., 3Zur freien Meinung“ Aug. Insinger, Krautsstraße 36. 1588b Weißbier! Für Fabriken und Werkstätten fowie für Wiederverkäufer liefere ich mein Versand- Weißbier in unübertrefflicher Güte zum Preise von 3 Mt. für 40 halbe oder 45 4/10 oder 25 8/10 oder 20 ganze Flaschen, frei in's Haus, in Flaschen mit Patentverschluß, ohne Pfandberechnung. Fernsprecher Amt Schöneberg No. 92. A. Seidler, Schöneberg, 214L* Sedanßraße Nr. 73-75 und 82. Berliner Weissbier- Brauerel. Evora- Bräu in vorzügl. Qualität empfiehlt in Ge465/10 Stocklaterne gratis. Programm im Vorverkauf 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. Weißbier- Ausschank. Das Komitee. Das Fest muß unter allen Umständen abgehalten werden. 00000-0-000000 Schweizer Garten. Am Friedrichshain. Am Königsthor. Täglich: Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. Im neu Volksbelustigungen aller Art. parquettirten Saale: Täglich: Gr. Ball. } Von 5-712 Uhr: Freier Damentanz. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Entree 30 Pf., Billets vorher 25 Pf. 00000-0-0000000 Sur- Bade- Anstalt und Massage bout H. Mania, Brunnenstr. 16. Dampf- und Heißluft- kaftenbäder, Wannen- und medizinische Bäder. Fuß-, Arm- und einzelne Glieder- Bäder binden v. 20-100 Ltr. 30 F1.3 M ohne den ganzen Körper zu strapaziren. Lieferant und Masseur sämmtlicher Bankow. W. Buge's Vereinshaus Otto Linke, Lagerhof 3. 28. Jeden Sonntag: BALL. Garten und Kegelbahn. Telephon Amt III Nr. 404. 54488* Drts Krantentaffen und freien Hilfskaffen. Dienstag und Freitag von 1 Uhr ab nur für Damen. Die Filiale nur für Massage ist Thurmstraße 46, 4 bis 5/2 Uhr. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.